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Priesaginė lietuviškų terminų daryba

S. Keinys

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LIETUVIŲ TERMINOLOGIJA LIETUVOS TSR MOKSLŲ AKADEMIJA S. KEINYS SUFFIXALE BILDUNG LITAUISCHER TERMINI In der Terminologie spielt die Wortbildung eine überragende Rolle, da die deutliche Mehrheit der einwortigen Termini und der Bestandteile mehrgliedriger Termini Bildungen sind. 92,5% der rein litauischen und hybriden einwortigen Substantivtermini, die in das „Russisch-litauische Wörterbuch der Wirtschaftsterminologie“ (Vilnius, 1966) aufgenommen wurden, sind aus anderen Wörtern gebildet (für die Zählung wurden insgesamt etwas mehr als 1600 verschiedene Wörter berücksichtigt, darunter etwa 120 einfache oder primäre Wörter). Bildungen machen auch etwa 90% der gleichartigen Termini aus, die im „Russisch-litauisch-englischen Wörterbuch der Rechentechnik-Terminologie“ (Vilnius, 1971) und im „Wörterbuch botanischer Termini“ (Vilnius, 1965) aufgeführt sind (insgesamt jeweils mehr als 1900 und etwa 800 verschiedene Wörter, darunter etwa 180 beziehungsweise 120 einfache Wörter). Wie N. Šanskis festgestellt hat, kann eine Sprache den Anforderungen der Gesellschaft also nur dann gerecht werden, wenn alle ihr zur Verfügung stehenden vielfältigen Wortbildungsmittel genutzt werden, denn vor allem trägt die Wortbildung dazu bei, einen Wortschatz zu schaffen, der der Entwicklung der Gesellschaft entspricht1. Die meisten in der Terminologie verwendeten abgeleiteten Substantive sind mit Suffixen gebildet. So enthalten die Wörterbücher der Rechts-, Geologie- und physischen Geographie-, Physik-, Sport-, Meliorations-, Chemie-, Textil- (Teil I) und Literaturterminologie nahezu 5000 Bildungen, die mit den Mitteln der litauischen Sprache selbst geschaffen wurden. 68,5% dieser Bildungen, die als einwortige Termini in den genannten Fachgebieten auftreten, sind mit verschiedenen Substantivsuffixen abgeleitet. Noch mehr Suffixableitungen finden sich unter den einwortigen Substantivtermini in den Wörterbüchern der Wirtschafts- und Rechentechnikterminologie (81,9 beziehungsweise 79%). Nur im „Wörterbuch botanischer Termini“ gibt es weniger Suffixableitungen, doch auch hier machen sie mehr als die Hälfte aller Bildungen aus. Mit Endungen, Präfixen und durch Zusammensetzung gebildete Termini sind daher in der Minderheit. Dies belegt die große Lebenskraft und Verbreitung der suffixalen Substantivbildung im heutigen Litauischen2. Schließlich zeigt dies, dass auch in der Terminologie der Wortbildung mit Suffixen, ihrer Systematisierung und Vervollkommnung die größte Aufmerksamkeit zu widmen ist. Es ist sehr wichtig, dass jeder, der Termini bildet oder bearbeitet, die suffixale Wortbildung gründlich studiert hat, ihre Vorteile für die Sprache und die Terminologie selbst gut kennt und sie sachgerecht zu nutzen weiß. In dieser Arbeit wird die Bildung von Substantivtermini mit Suffixen synchronisch untersucht. Den Untersuchungsgegenstand bilden 4955 Suffixableitungen (dieselbe Ableitung 1 Н. М. Шанский, Очерки по русскому словообразованию и лексикологии, Москва, 1951, p. 131. 2V. Urbutis weist darauf hin, dass es im Litauischen mehrere Male mehr Suffixableitungen als alle übrigen Bildungen zusammen gibt. Siehe Lietuvių kalbos gramatika, I, Vilnius, 1965, S. 252. 7 ist nicht selten in mehreren Terminologiewörterbüchern aufgeführt, wurde hier jedoch nur einmal gezählt). Alle diese Ableitungen sind als einwortige Termini in den Terminologiewörterbüchern enthalten, die von der Terminologiekommission des Instituts für Litauische Sprache und Literatur der Akademie der Wissenschaften der Litauischen SSR überprüft wurden. Es handelt sich um die Wörterbücher der Rechts-, Geologie- und physischen Geographie-, Physik-, Sport-, Meliorations-, Chemie-, Textil-, Literatur-, Botanik-, Wirtschafts- und Rechentechnikterminologie. Die Wahl dieses Untersuchungsgegenstands erklärt sich aus dem Wunsch, die Terminologiearbeit in besser systematisierten Fachgebieten zu überblicken und die dabei erkennbaren Tendenzen dieser Wortbildung festzustellen. Die suffixale Bildung von Termini wird nach dem in der Wortbildungsforschung üblichen Verfahren untersucht. Unter Berücksichtigung der Wortbildungsbedeutung der Ableitungen und der Beschaffenheit ihrer Basiswörter werden bestimmte Wortbildungsgruppen von Termini unterschieden. Mehr als zwei Drittel (68,7%) der Ableitungen sind von Verben abgeleitet. Diese Ableitungen werden wie folgt untergliedert: Bezeichnungen von Handlungen, Bezeichnungen von Werkzeugen, Bezeichnungen von Handelnden und Trägern verbaler Eigenschaften, Bezeichnungen von Handlungsergebnissen sowie Ortsbezeichnungen. Die übrigen Ableitungen beruhen in der Regel auf Nomina. Sie werden in folgende Gruppen eingeteilt: Eigenschaftsbezeichnungen, Bezeichnungen von Trägern nominaler Eigenschaften und von Personen nach ihrem Beruf, Diminutive, Ortsbezeichnungen, Kollektivbezeichnungen sowie Bezeichnungen nach Herkunft und Zugehörigkeit. In jeder solchen Wortbildungsgruppe werden die Wortbildungstypen der Termini herausgearbeitet und untersucht. Die Wortbildungsgruppen und produktivsten Typen sind nach der Zahl ihrer Ableitungen angeordnet, beginnend mit den Gruppen, die die meisten Ableitungen aufweisen. So hat V. Urbutis die Substantivbildung im Litauischen sehr ausführlich untersucht3. Anders als in der Klassifikation von V. Urbutis werden hier Bezeichnungen von Trägern nominaler Eigenschaften und Personenbezeichnungen nach dem Beruf zu einer Wortbildungsgruppe zusammengefasst. Untersucht werden alle Termini, die synchronisch als Ableitungen gelten können, auch wenn sie nicht alle eigens für terminologische Zwecke gebildet wurden. Dies geschieht, weil sich in vielen Fällen offenbar nicht feststellen lässt, ob ein Terminus neu gebildet oder ein bereits in der Sprache verwendetes Wort übernommen wurde. Denn neue Wörter können aus denselben Bestandteilen (einem Basiswort und einem Suffix) in jeder Periode der Sprachentwicklung und an jedem Ort gebildet werden, an dem die Sprache gesprochen wird. Selbst wenn bekannt ist, dass ein Wort etwa in den ältesten Schriften oder irgendwann später verwendet wurde, lässt sich noch nicht behaupten, dass es tatsächlich aus diesen älteren Quellen übernommen und nicht neu gebildet wurde. Besonders unklar ist dies, wenn solche Wörter nur selten verwendet wurden. Außerdem darf nicht außer Acht gelassen werden, dass auch abgeleitete Termini, die aus dem nichtterminologischen Wortschatz übernommen wurden, die Bildung entsprechender Terminologietypen ermöglichen können. Daher wäre es offenbar unzutreffend, sie nicht als Mitglieder dieser Wortbildungstypen anzusehen. Schließlich bilden bei der Untersuchung der heutigen Wortbildung gewöhnlich alle Wörter einer Sprache, die synchronisch als Bildungen gelten können, den Gegenstand der Forschung. Es gibt jedoch auch einzelne Termini, sogar aus unproduktiven Typen, bei denen die Übernahme aus dem nichtterminologischen Wortschatz in die Terminologie unzweifelhaft ist. In solchen Fällen ist die Wortbildungsstruktur der Termini verblasst; zwischen ihrer unmittelbaren Wortbildungsbedeutung und ihrer terminologischen (lexikalischen) Bedeutung besteht keine Verbindung mehr. In der Arbeit werden nur Termini mit litauischen Suffixen untersucht. Unter wortbildnerischen Gesichtspunkten lässt sich auch ein Teil der internationalen Termini zählen, zum Beispiel: Aeronautik, Analysator, Arbitrage, Automobilismus, Atmosphärik, Flugmodellbauer, Deklaration, Diktatur, Expertise, Hydrostatik, Calcit, Magmatismus, Monarchie, Olympiade, Operation, Proletariat, Propaganda, Revision, Reservat, Reservoir, Sabotage, Sphäroid, Chiffriergerät, Technolo- 3Siehe Lietuvių kalbos gramatika, I, S. 251 ff. 8 gija, vakansija, vibrionas und viele andere. In den meisten Fällen wäre die Zerlegung internationaler Termini und die Abgrenzung bestimmter Suffixe jedoch sehr bedingt und formal. Denn solche Termini stimmen in ihrer Struktur gewöhnlich mit den entsprechenden Termini anderer Sprachen (meist der russischen Sprache) überein und gelangen in die litauische Terminologie vor allem bereits fertig gebildet, als Entlehnungen. Interessanterweise ist es für die litauische Terminologie untypisch, mit internationalen Suffixen Termini aus rein litauischen Wörtern abzuleiten. Eine Beschreibung der Wortbildung internationaler Termini wäre nützlich und könnte Gegenstand einer gesonderten Untersuchung sein. VERBALABLEITUNGEN BEZEICHNUNGEN VON HANDLUNGEN Als Bezeichnungen von Handlungen werden Suffixableitungen bezeichnet, die, aus den Grundformen des Verbs gebildet, die Bedeutung einer Handlung, eines Vorgangs oder eines Zustands haben. Jede Handlung kann ihre eigene Bezeichnung haben, auch wenn zu ihrer Ausführung nicht unbedingt irgendwelche Mittel oder ein eigens für diese Handlung vorgesehener Ort erforderlich sind und auch nicht jede Handlung Folgen hervorruft, die eine eigene Bezeichnung erfordern. Außerdem können Ableitungen, die mit unterschiedlichen Suffixen vom selben Verb gebildet werden, eine Handlung unter verschiedenen Gesichtspunkten bezeichnen: In einem Fall haben die Ableitungen keinerlei zusätzliche Bedeutungsnuancen und sind reine Handlungsbezeichnungen; in einem anderen Fall haben sie neben der grundlegenden Handlungsbedeutung verschiedene, durch die Suffixe bedingte Bedeutungsnuancen, etwa die zugleich ausgedrückte Organisiertheit oder größere Tragweite der Handlung, ihre Besonderheit, die Art ihrer Ausführung usw. Die Ableitungen einiger Suffixe bezeichnen weniger einzelne Handlungen selbst als vielmehr bestimmte Bereiche menschlicher Tätigkeit. Daher wird diese Gruppe von Ableitungen auch weiter gefasst als Verbabstrakta bezeichnet. Ein großer Teil der Termini sind Handlungsbezeichnungen. Wie erwähnt, gibt es in der Terminologie vor allem Verbalableitungen, und die meisten von ihnen sind Handlungsbezeichnungen (in den untersuchten Terminologiewörterbüchern machen sie mehr als drei Viertel aus). Die große Verbreitung von Termini dieser Bedeutung zeigt sich auch daran, dass mehr als die Hälfte aller Suffixableitungen zur Gruppe der Handlungsbezeichnungen gehört. Obwohl Handlungsbezeichnungen als Termini sehr zahlreich sind, zeichnen sie sich dennoch nicht durch eine größere Vielfalt der Wortbildung aus. Besonders große Produktivität weist das Suffix -imas auf, dem mehr als drei Viertel aller Handlungsbezeichnungen angehören. Das zweitproduktivste Suffix ist -ymas. Diese Suffixe verleihen den Ableitungen dieselbe Bedeutung und treten an Verben unterschiedlicher Struktur. Zusammen decken sie die gesamte Vielfalt der litauischen Verben ab – von jedem Verb kann mit -imas / -ymas eine Handlungsbezeichnung gebildet werden. Deshalb sind, wie V. Urbutis festgestellt hat, -imas und -ymas Varianten eines einzigen Suffixes⁴. Mehr als neun Zehntel der Handlungsbezeichnungen sind mit -imas / -ymas gebildet. Die enorme Bedeutung dieser Suffixe in der Terminologie zeigt sich auch darin, dass fast die Hälfte aller Suffixtermini ihre Ableitungen sind. Die übrigen Wortbildungstypen dieser Gruppe zeichnen sich nicht durch größere Produktivität aus. Mit den Suffixen -tis, -yba, -mė, 4 Ž. В. Урбутис, Словообразование имен существительных в современном литовском языке. Автореферат диссертации на соискание ученой степени доктора филологических наук, Вильнюс, 1971, р. 23. 9 -uotė, -sena, -smas, -tynės, -mas, -esys, -ga, -lė usw. sind entweder nur einige, ein gutes Dutzend oder seltener zwei bis drei Dutzend Ableitungen gebildet. Schließlich wird mehr als die Hälfte der Handlungsbezeichnungen noch -? aus nichtterminologischem Wortschatz entnommen; deshalb haben diese Wortbildungstypen in der Terminologie keine größere Bedeutung. -ung In der Sprache der Wissenschaft und Technik kommt Ableitungen mit diesen Suffixen eine sehr große Bedeutung zu. Offenbar bestimmt ihre große Zahl in erheblichem Maße auch ein charakteristisches Merkmal des Stils wissenschaftlicher Arbeiten: die Fülle von Substantiven mit abstrakter Bedeutung und die Verbreitung verschiedener substantivischer Wendungen. Fast alle Ableitungen mit dem Suffix -ung haben eine reine Handlungsbezeichnungsbedeutung. Mit ihnen wird ohne irgendwelche Nebenbedeutungen die Handlung, der Vorgang oder der Zustand selbst bezeichnet. Z. B.: angliavimas „Reiben, mit Kohle bedecken“ ChŽ, anglinimas „in Kohle umwandeln“ ChŽ, atidavimas „Eigenschaft eines Körpers oder Stoffes, etwas an die Umgebung oder an andere Körper abzugeben, zu übertragen“ MŽ, brendimas „abschließende Phasen der Samenentwicklung“ BŽ, buksavimas „Durchrutschen der Antriebsräder oder Raupen auf der Straße, den Schienen oder dem Boden infolge zu geringer Reibung oder Haftung“ MŽ, chemizavimas „umfassende Anwendung chemischer Stoffaufbereitungsmethoden in der Industrie“ ChŽ, dūlėjimas „langsamer Zerfall, Verwesung“ ChŽ, „mechanische und chemische Zersetzung von Gesteinen unter Einwirkung äußerer Faktoren (Temperatur, Feuchtigkeit, Wind) sowie der Tier- und Pflanzenwelt“ MŽ, ėsdinimas „Einwirkung von Säure auf eine Metalloberfläche“ ChŽ, gelsvėjimas „Mangel eines gebleichten Gewebes; ein natürlicher Prozess, bei dem weißes Gewebe infolge von Alterung oder unzureichendem Ausspülen der Seife mit der Zeit gelb wird“ ATŽ, grūdinimas „Änderung der Härte eines Stoffes durch rasches Abkühlen“ ChŽ, irimasis „Zerfall, Zerstörung eines Stoffes“ ChŽ, įsibėgėjimas „allmähliche Zunahme der Geschwindigkeit im Maschinenbetrieb“ MŽ, kopuliavimas „Pfropfen durch Zusammenfügen – eine Pfropfmethode, bei der gleich dicke Edelreiser und Unterlagen genommen und mit schräg geschnittenen Enden aneinandergefügt werden“ BŽ, lėkštinimas „Herstellung von Flachformen (z. B. Böschungen)“ MŽ, mišrinimas „Zusammenführung unterschiedlicher Erbanlagen in einem Organismus (Mischling, Hybrid) durch Kreuzungsmethoden (sexuelle Hybridisierung) <…>“ BŽ, plaukėjimas „Entwicklungsphase der Getreidepflanzen, in der die Hälfte der Ähre aus der obersten Blattscheide hervortritt (bei Roggen, Weizen und Gerste) oder die Spitze der Rispe – 3–4 Ährchen (bei Hafer und Hirse); bei Mais, wenn die Spitze des Kolbens aus der Scheide hervortritt“ BŽ, MŽ, prasikalimas „Hervortreten des Keimlings aus der Erde oder der Samenschale“ BŽ, rišimasis „Erhärten eines Bindemittels“ ChŽ, slūgsojimas „Lagerung von Gesteinen und Erzen in der Erdkruste“ MŽ, stiebėjimas „Entwicklungsstadium verschiedener Pflanzen außer Getreidepflanzen, in dem die Stängel wachsen“ BŽ, sukibimas „Eigenschaft feinster Stoffteilchen, einander anzuziehen“ MŽ, ChŽ, trauk(l)inimas „Erhitzen von Milch, damit sie gerinnt, koaguliert“ ChŽ, užgrūdinimas „Gewöhnung an ungewöhnliche Bedingungen, z. B. niedrige Temperaturen oder Dürre“ BŽ, vakcinavimas „Schutz vor Erkrankung durch Verabreichung eines Impfstoffs, d. h. eines Präparats aus abgeschwächten oder abgetöteten Krankheitserregern (pathogenen Bakterien)“ BŽ. Nur ein kleiner Teil der Ableitungen mit dem Suffix -ung wird auch in konkreterer Bedeutung verwendet – sie bezeichnen das Ergebnis einer Handlung, den Träger einer verbalen Eigenschaft oder einen Ort. Dennoch können alle solche Ableitungen ihrer Bildung nach als Handlungsbezeichnungen aufgefasst werden; ein Teil von ihnen wird auch in beiden Bedeutungen verwendet (in der abstrakten und der konkreten). Die Konkretisierung der Bedeutung einzelner Ableitungen selbst 10 (genauer: die Entstehung von Homonymen) ist offenbar zumindest vorläufig eher ein semantisches als ein wortbildnerisches Phänomen. Deshalb werden sie in anderen Gruppen der Terminbildung nicht behandelt, sondern zusammen mit den Handlungsbezeichnungen besprochen. Insgesamt gibt es einige Dutzend Ableitungen mit dem Suffix -ung mit konkreter Bedeutung. Z. B.: išplovimas 2 „Vertiefung, die entsteht, wenn fließendes Wasser lockeren Boden (am Grund oder an der Oberfläche) auswäscht; ausgewaschene Stelle“ MŽ (vgl.: išplovimas 1 „Auswaschung feiner Bodenpartikel aus einem Hang“, išplovimas 3 „Auswaschung von Salzen aus dem Boden; Entsalzung, Auslaugung“ MŽ), kalėjimas „Gefängnis, Haft“ TŽ, palikimas „Erbschaft“ LŽ, „Erbschaft; Zurücklassen“ TŽ, rietimas „handelsübliche Verpackung eines Stoffstücks; Stoffstück, das von einer Mess- und Wickelmaschine zu einer Rolle aufgewickelt wurde“ ATŽ, užgriebimas „Ackerstreifen, der von einer Maschine in einem Arbeitsgang eines Arbeitsorgans bearbeitet wird“ MŽ, užvažiavimas „entsprechend eingerichtete Stelle zum Auffahren auf einen Damm“ MŽ, užvėlimas „Mangel eines gewalkten Wollgewebes; stärker verfilzte Stelle des Gewebes, länglicher Farbtonstreifen oder Grat (auf einer Gewebeseite erhaben und auf der anderen vertieft) <…>“ ATŽ u. a. Die Vergabe konkreter Bedeutungen an mit dem Suffix -ung gebildete Termini ist nicht sinnvoll. Denn solche Termini sind häufig mehrdeutig, und aus ihrer Wortbildungsstruktur ergibt sich zunächst die abstrakte Bedeutung einer Handlungsbezeichnung. Bei der Pflege der Terminologie und der Spezialisierung der Wortbildungsmittel ist dies zu berücksichtigen. Ableitungen mit konkreter Bedeutung sollten mit den den jeweiligen Wortbildungsgruppen eigenen Suffixen und Endungen gebildet werden. Ableitungen mit dem Suffix -ung werden von Verben unterschiedlicher Struktur und Bedeutung abgeleitet (statistische Daten sind in Tabelle I angegeben, siehe folgende Seite). Mehr als ein Drittel der Ableitungen (767 von 2195 oder 34,9%) ist von primären Verben gebildet; die meisten davon beruhen auf präfigierten Verben. Z. B.: ištįsimas, pervėlimas (ATŽ), brendimas, išgulimas, nunokimas, purkštimas, sužėlimas, trešimas (BŽ), blukimas, degimas, praskiedimas, rūgimas (ChŽ), atpigimas, brangimas, engimas, išsiuntimas, neišpirkimas, perpirkimas, sukaupimas, supirkimas, telkimas (EŽ), aušimas, lūžimas, pakrypimas, sutapimas (FŽ), atšilimas, dilimas, dubimas, sliūgimas (GŽ), perdėjimas, sušukimas (LŽ), grindimas, išsiurbimas, nušliaužimas, užtvenkimas (MŽ), brėžimas, sugedimas, įjungimas, išjungimas, lošimas, nesutapimas, perjungimas, sprendimas, suvokimas, vedimas (STŽ), čiuožimas, peržaidimas, sklendimas (SŽ), atleidimas, grobimas, ištuokimas, perrinkimas, priteisimas, skundimas, užgrobimas (TŽ). Ein Teil der Ableitungen wird in mehreren terminologischen Fachgebieten verwendet, z. B.: drumstimas GŽ, MŽ, įmirkimas GŽ, MŽ, išbrinkimas ChŽ, MŽ, skilimas ChŽ, FŽ, MŽ, stingimas ChŽ, GŽ, vilkimas GŽ, MŽ, SŽ u. a. Die meisten Ableitungen beruhen auf abgeleiteten Verben. Ein größerer Teil der Basisverben ist aus litauischen Wörtern gebildet, häufiger aus Nomina, z. B.: akiavimas, apvaisinimas, įvairavimas „Variation“, kryžminimas, mišrinimas, pumpuravimas, sulapojimas (BŽ), auksavimas, baltinimas, derėjimas, rūdijimas, sucukrinimas (ChŽ), apgin­klavimas, apmuitinimas, įbaudžiavinimas, lenktyniavimas, perrūšiavimas, prekiavimas, sandėliavimas, (su)stambinimas, suvalstybinimas, ūkininkavimas (EŽ), praretinimas, skystėjimas, skystinimas (FŽ), apanglėjimas, smulkinimas, sutitnagėjimas (GŽ), įasmeninimas, laipsniavimas (LŽ), lietininimas, įdubmėljimas, sausinimas, supelkėjimas (MŽ), dauginimas, dvejinimas, kibirkščiavimas, (pa)dvigubinimas, paž enklinimas, sandarinimas, skiemenavimas, suskaičiavimas (STŽ), blizgiavimas 11 1 lentelė Anzahl der Ableitungen in den terminologischen Wörterbüchern Stammverb ATŽ BŽ ChŽ EŽ FŽ GŽ LŽ MŽ STrŽ SŽ TŽ Insgesamt verschiedene Ableitungen nicht entlehnt 2 12 27 45 18 54 25 23 69 55 33 194 einheimisches oder entlehntes Verb – 10 17 16 13 22 9 12 37 31 20 117 entlehntes Nomen 1 24 40 60 14 29 4 27 64 19 41 231 entlehntes Internationalismus 1 33 132 154 8 36 47 28 140 21 51 507 davon reflexive Verben 1 7 4 11 3 16 1 5 8 8 6 52 ohne Suffix nicht entlehnt 5 18 38 159 23 105 12 56 203 138 132 573 einheimisches oder entlehntes Verb 5 7 14 48 5 19 7 10 48 16 70 179 entlehntes Nomen – 19 41 113 7 51 7 27 79 14 76 303 entlehntes Internationalismus – 1 26 20 5 6 1 4 26 2 9 91 davon reflexive Verben 2 7 9 44 7 21 4 5 46 47 57 188 Insgesamt 2195 verschiedene Ableitungen, davon 240 reflexive. 12 irklavimas, nuginklavimas (SŽ), apmokestinimas, įdarbinimas, išbuožinimas, perbalsavimas, piktnaudžiavimas, suvienijimas, užantspaudavimas (TŽ). Zahlreiche Termini sind auch aus Mischverben und sekundären Verben abgeleitet, z. B.: derėjimas „Fruktifikation“, salinimas (BŽ), balinimas, gesinimas (ChŽ), įkurdinimas, išsiuntinėjimas, nesumokėjimas (EŽ), mirgėjimas (GŽ), aprašinėjimas, nutylėjimas (LŽ), ra-vėjimas, sudrėkinimas (MŽ), (į)kaitinimas, išplėtojimas, nutekėjimas, sendinimas, snausdinimas (STŽ), pralai-mėjimas (SŽ), įtikinėjimas, supirkinėjimas (TŽ). Ziemlich häufig sind die Verben, von denen Ableitungen mit dem Suffix -imas gebildet werden, aus Internationalismen abgeleitet. In den untersuchten Terminologiewörterbüchern gibt es fast 600 solcher Ableitungen, das sind 27,2% aller mit diesem Suffix gebildeten Wörter. Besonders viele davon enthält K. Daukšas „Chemijos žodynas“ – hier beruhen fast die Hälfte aller Termini mit dem Suffix -imas auf Verben, die aus Internationalismen abgeleitet sind. Charakteristisch ist, dass die Verben dieser Art meistens präfixlos sind. Z. B.: ablaktyravimas, anestezavimas, peraminavimas, vakcinavimas (BŽ), alkilinimas, koksavimas (ChŽ), brokavimas, decentralizavimas, dokumentavimas, industrializavimas, išbrokavimas, kolektyvizavimas, konvejerizavimas, normavimas, popularinimas, (su)proletarėjimas, specializavimas(is), subalansavimas, tarifkavimas (EŽ), įelektrinimas, jonizavimas, magnetinimas (FŽ), alegorizavimas, publikavimas, redagavimas (LŽ), frezavimas (MŽ), adresavimas, algoritmavimas, chronometravimas, demontavimas, ekstremavimas, formalizavimas, fragmentavimas, integravimas, intensyvinimas, išmontavimas, kodavimas, komutavimas, konkretinimas, maksimizavimas, minimizavimas, modernizavimas, optimizavimas, pasyvinimas, perforavimas, permagnetinimas, prognozavimas, programavimas, simetrinimas, standartizavimas, transformavimas, transliteravimas, tranzistorizavimas „Übergang zu Transistoren“, vizualizavimas (STŽ), katapultavimas, lyderiavimas (SŽ), išregistravimas, komandiravimas, sudemokratinimas, užprotestavimas (TŽ) usw. In dieser Gruppe von Ableitungen fällt die unzureichende Spezialisierung der Bildung der zugrunde liegenden Verben deutlich ins Auge; deshalb werden mitunter für denselben Zweck unterschiedliche Termini vorgeschlagen, vgl. peraminavimas „Übertragung einer Aminogruppe (NH₂) von einer organischen Säure auf eine andere“ (BŽ) und peramininimas „Übertragung einer Aminogruppe von einer Verbindung auf eine andere“ (ChŽ). Auch die Wahl der Grundlage für die Bildung der Verben selbst ist noch nicht hinreichend gefestigt. Dies ist ebenfalls ein Grund für das Entstehen von Varianten, denn neben formalizavimas, industrializavimas, modernizavimas, standartizavimas usw. sind auch formalininimas, industrinimas, moderninimas, standartinimas und Ähnliches nicht zu beanstanden. Neben den in den Terminologiewörterbüchern verzeichneten Formen elektrinimas, konkretinimas, magnetinimas werden in der Sprache auch elektrizavimas, konkretizavimas, magnetizavimas verwendet. Von solchen bedeutungsgleichen Paaren sind Ableitungen des Typs elektrinimas, magnetinimas vorzuziehen, da sie kürzer sind und die Bildung ihrer zugrunde liegenden Verben im Litauischen motivierter ist. Etwa jede zehnte Ableitung mit dem Suffix -imas (10,9%) beruht auf reflexiven Verben. Diese sind meistens präfigiert (zu mehr als drei Vierteln). Ein beträchtlicher Teil der Ableitungen bezeichnet verschiedene spontan ablaufende Vorgänge, z. B.: drapiravimasis (ATŽ), apsidulkini-mas, apsivaisinimas, krūmijimasis, spurgavimasis (BŽ), diferencijavimasis, koncentra-vimasis (EŽ), drumstimasis, nusistojimas (ChŽ), atsispindėjimas, dalijimasis, išsielektrinimas (FŽ), įsiurbimas, susisluoksniavimas (GŽ), krūmojimasis (MŽ), deformavimas(is), išsilyginimas, išsimagnetinimas, nusidėvėjimas, užsikirtimas (STŽ), skleidimasis (SŽ) usw. 13 Ableitungen mit dem Suffix -imas werden aus der konjugierten Form des Präteritums gebildet. Dies ist bei jenen Ableitungen besonders deutlich zu erkennen, die von Verben mit einem abweichenden Präteritalstamm gebildet sind, z. B.: degazavimas: degazavo, ėjimas: ėjo, griuvimas: griuvo, radimas: rado, rovimas: rovė, separavimas: separavo, subrendimas: subrendo, sudūrimas: sudūrė, volavimas: volavo, žydėjimas: žydėjo. Die Bildung von Ableitungen mit dem Suffix -imas weist sehr klare Grenzen auf. Solche Ableitungen werden lediglich nicht von Mischverben gebildet, deren Infinitiv das Suffix -yti (matyti, rašyti, skaityti). enthält. Von sekundären Verben mit dem Suffix -yti werden jedoch Ableitungen mit dem Suffix -imas gebildet, z. B.: liudijimas TŽ, trūnijimas BŽ. Unregelmäßigkeiten bei der Bildung von Termini hängen meist nicht mit dem Gebrauch des Suffixes selbst zusammen, sondern mit der ungeeigneten Auswahl oder Bildung der zugrunde liegenden Verben. Solche Fälle sind in Arbeiten zur Verbbildung ausführlich untersucht worden. -ymas Ableitungen mit dem Suffix -ymas sind in den untersuchten Terminologiewörterbüchern zehnmal seltener als Wörter, die mit dem Suffix -imas gebildet wurden. Dies ist eine Folge der begrenzten Zahl der zur Ableitung herangezogenen Verben. Denn die Rolle dieses Suffixes in der Wortbildung ist genau dieselbe wie die des Suffixes -imas, es wird jedoch nur an Mischverben angefügt, deren dreisilbiger Infinitiv auf -yti endet, während die dritte Person Präsens und Präteritum zweisilbig ist, Präfixe nicht mitgerechnet (z. B.: dažyti, dažo, dažė, skirstyti, skirsto, skirstė). Von allen übrigen Verben werden Handlungsbezeichnungen mit dem Suffix -imas abgeleitet. Folglich lassen sich Handlungsbezeichnungen mit beiden Suffixen von allen Typen litauischer Verben bilden. Die Ableitungsbedeutung der mit dem Suffix -ymas gebildeten Wörter ist genau dieselbe wie die der zuvor besprochenen Ableitungen mit dem Suffix -imas. Es handelt sich um reine Handlungsbezeichnungen. Benannt werden können sowohl eine aktive Handlung als auch ein spontan ablaufender Vorgang und schließlich ein Zustand; dies hängt jedoch von der Bedeutung der zugrunde liegenden Verben ab. Z. B.: dažymas „Übertragung der Farbe eines Farbstoffs oder Pigments auf ein anderes Material“ ChŽ, „Behandlung pflanzlicher und tierischer Zellen oder Gewebe mit speziellen Farbstoffen, die bestimmte Strukturelemente der Zellen sichtbar machen“ BŽ, laistymas „einmalige künstliche Befeuchtung des Bodens durch Begießen der Oberfläche oder Beregnung“ MŽ, perlaikymas „übermäßig lange Belichtung der Fotoschicht“ ChŽ, plukdymas „Transport von Bäumen auf dem Wasser“ MŽ, susiskaidymas GŽ, „Zerfall zusammengesetzter Stoffe in Bestandteile (z. B. Zerfall von Torf)“ MŽ, užtvindymas „Zustand, bei dem erhebliche Flächen genutzten Landes überflutet werden, wenn der Wasserstand in einem Fluss, See oder Meer stark ansteigt“ MŽ, valymas „Entfernung von Verunreinigungen“ ChŽ, „Entfernung nicht benötigter Gegenstände und Materialien“ MŽ, vystymasis EŽ, GŽ, STŽ, „allmähliche Umwandlung eines wachsenden Organismus oder eines seiner Teile von einer einfacheren zu einer komplexeren Struktur“ BŽ. Einige Ableitungen mit dem Suffix -ymas werden in einer konkreten Bedeutung verwendet und nähern sich dann den Bezeichnungen für Handlungsergebnisse an. Z. B.: apsakymas „Erzählung“ LŽ, įstatymas „Gesetz“ EŽ, STŽ, TŽ, prašymas „Gesuch, Bitte, Antrag“ TŽ. Doch auch solche Ableitungen sind ihrer Bildung nach in erster Linie Handlungsbezeichnungen; einige werden auch in der Terminologie in beiden Bedeutungen verwendet, z. B.: įstatymas „Substitution“ STŽ. 14 Fast drei Viertel der Ableitungen (72,4%) beruhen auf präfigierten Verben; ein Sechstel der Ableitungen ist reflexiv, da es von reflexiven Verben gebildet wurde. Wie viele Ableitungen dieses Suffixes -ymas in Terminologiewörterbüchern verzeichnet sind, zeigt die folgende Tabelle: Tabelle II Stammverben | Terminologiewörterbuch | Anzahl der Ableitungen | nichtpräfigierte: nichtreflexive, reflexive | präfigierte: nichtreflexive, reflexive | Insgesamt ATŽ | – | – | 1 | – | BŽ | 2 | 1 | 1 | 2 | ChŽ | 10 | 1 | 12 | 1 | EŽ | 14 | 2 | 49 | 12 | FŽ | 4 | 1 | 4 | 3 | GŽ | 3 | 2 | 25 | 9 | LŽ | 2 | – | 5 | – | MŽ | 6 | – | 4 | 3 | STŽ | 25 | 3 | 66 | 12 | SŽ | 9 | 3 | 17 | 4 | TŽ | 12 | 1 | 41 | 7 | Insgesamt verschiedene Ableitungen | 52 | 7 | 126 | 29 | 214 Als Ableitungsgrundlage kann das Präteritum betrachtet werden, obwohl nichts dagegen spricht, Ableitungen mit diesem Suffix auch im Hinblick auf das Präsens zu analysieren. Da alle Ableitungen mit Verben verbunden sind, die im Infinitiv -y- enthalten, ließe sich das Suffix -mas abgrenzen (wenn die betreffenden Ableitungen morphologisch vom Infinitiv hergeleitet würden). Es ist jedoch bequemer, sie mit dem Präteritum in Verbindung zu bringen und das Suffix -ymas abzugrenzen, und zwar wegen der bereits erwähnten Gleichheit der Ableitungsbedeutung dieser Ableitungen sowie der Verteilung der Stammverben mit dem Suffix -imas. Wie erwähnt, ermöglicht dies, -imas / -ymas als Varianten eines einzigen Suffixes aufzufassen. Die vorkommenden fragwürdigen Termini hängen meist mit einer unzureichend durchdachten Wahl der Stammverben zusammen. Zum Beispiel lässt sich die Streuung „Abstand der Punkte von einer Geraden oder Kurve bei der grafischen Darstellung von Beobachtungsdaten“ 15 MŽ besser mit dem Terminus sklaida bezeichnen, denn hier wird nicht die Handlung oder der Vorgang selbst benannt, sondern ein bestimmter durch die entsprechende Handlung hervorgerufener Zustand. Der Terminus persidažymas „Eindringen von Farbe“ in ChŽ ist unklar, da seine morphologische Struktur zunächst eine andere Bedeutung nahelegt. Fachleute aus verschiedenen Bereichen könnten zweifellos weitere derartige, nicht ganz klare oder präzise Termini anführen. -tis Ableitungen mit dem Suffix -tis unterscheiden sich in ihrer Bedeutung etwas von den Ableitungen mit -imas und -ymas, die als eigentliche Handlungsbezeichnungen dienen. Die Bedeutung der Ableitungen mit diesem Suffix ist bestimmter und spezieller; die benannte Handlung findet oft nur während eines bestimmten Zeitraums oder an einem bestimmten Ort bzw. in einem bestimmten Bereich statt, z. B.: atmintis STŽ, gintis TŽ, grū́tis GŽ, SŽ, „Schnee- oder Erdrutsch vom Berg; Lawine“ MŽ, imti̇́s SŽ, rungtis SŽ, slinktis GŽ, „Abwärtsgleiten einer Erdmasse“ MŽ, sudėtis „Zusammensetzung, Summierung“ STŽ usw. Ein Teil der Ableitungen bezeichnet einen bestimmten Zustand oder eine Eigenschaft, die aus der entsprechenden Handlung hervorgeht, z. B.: apimtis EŽ, STŽ, atmintis „Gedächtnis“ STŽ, kryptis EŽ, FŽ, GŽ, LŽ, MŽ, SŽ, STŽ, padėtis EŽ, FŽ, MŽ, SŽ, STŽ, „Atom- oder Gruppenposition im Molekül“ ChŽ, parentis SŽ, STŽ, paskirtis EŽ, STŽ, TŽ, paslaptis EŽ, TŽ, patirtis EŽ, LŽ, STŽ, rimtis FŽ, trintis FŽ, GŽ, MŽ, STŽ. Es gibt Termini, deren Bedeutungen sich von der Gruppe der verbalen Abstrakta entfernt haben, da sie selbst in verschiedenen konkreten Bedeutungen gebraucht werden. Zum Beispiel: išimtis STŽ, TŽ, klūtis FŽ, GŽ, SŽ, STŽ, stotis EŽ, GŽ, SŽ, STŽ, žiotys GŽ, „Stelle, an der ein Fluss ins Meer, in einen See, ein Wasserbecken oder einen anderen Fluss mündet oder verschwindet, indem er sich über die Landoberfläche ergießt, sowie der Ort, an dem sein Wasser für wirtschaftliche Zwecke (z. B. Bewässerung, Wasserversorgung u. Ä.) entnommen wird“ MŽ. Mit diesem Suffix werden auch neue Termini gebildet, doch gibt es insgesamt nicht viele Ableitungen (37). Die Ableitungen werden nur von einfachen Verben gebildet; die Wortbildung geht vom Infinitiv aus, z. B.: grū́tis (: grū́ti), įremtis (: įremti), išvyktis (: išvykti), netektis (: netekti), padėtis (: padėti), užduotis (: užduoti). Häufiger sind Ableitungen von präfigierten Verben. Ein Wechsel der Stammvokale ist bei neu gebildeten Termini unüblich. Er kommt nur in wenigen Wörtern vor, die dem allgemeinen Wortschatz entnommen wurden, z. B.: paslaptis (: paslėpti), šlytis (: šlietis), valktis (: vilkti) BŽ. -yba (-os) Der Gebrauch von Ableitungen mit dem Suffix -yba (-os) in der Terminologie ist vergleichsweise selten (in den Wörterbüchern der untersuchten Fachgebiete finden sich 31 Ableitungen), doch mit diesem Suffix werden auch neue Termini gebildet. Daher ist es für die Terminologiebildung wichtig. Bedeutsam ist es auch wegen der Bedeutungen, die die damit abgeleiteten Termini gewöhnlich annehmen. Ableitungen dieses Typs bezeichnen: a) die Gesamtheit von Handlungen einer bestimmten Art, organisierte Prozesse oder Veranstaltungen und b) den entsprechenden Bereich menschlicher Tätigkeit, eine Beschäftigung. Ein Teil der Ableitungen kann beide Bedeutungen haben. Z. B.: a) dalyba STŽ, daugyba STŽ, gavyba EŽ, GŽ, „Gewinnung großer Materialmengen aus natürlichen Lagerstätten“ ChŽ, gręžyba GŽ, kasyba (Gesamtheit der Arbeiten) GŽ, leid yba LŽ, TŽ, mityba GŽ, skaidyba STŽ, žvalgyba GŽ, TŽ; b) braižyba STŽ, gamyba EŽ, STŽ, išradyba EŽ, prekyba EŽ, TŽ, skiepyba „Wissenschaft, die die Technik der Übertragung eines Teils einer Pflanze auf eine andere Pflanze sowie das Verwachsen und Zusammenwirken der veredelten Teile erklärt“ 16 niką, suskiepytųjų dalių suaugimą ir sąveiką“ BŽ, statyba EŽ, žvejyba EŽ. Bezeichnungen für organisierte Handlungen oder Veranstaltungen größeren Umfangs stehen häufig im Plural, z. B.: dalybos EŽ, TŽ, derybos TŽ, lažybos STŽ, pratybos SŽ, varžybos SŽ. Einige Termini mit diesem Suffix haben eine konkrete Bedeutung angenommen, z. B.: radybos TŽ, tar(y)ba EŽ, SŽ, TŽ, vadyba „Dienststelle“ TŽ, valdyba EŽ, STŽ, TŽ, žinyba EŽ, TŽ. Etwa gleich viele Ableitungen mit dem Suffix -yba(-os) sind von primären, gemischten und sekundären Verben abgeleitet, z. B.: leidyba (: leisti, leidžia, leido), skaidyba (: skaidyti, skaido, skaidė), tarnyba (: tarnauti, tarnauja, tarnavo). Für diesen Wortbildungstyp ist es untypisch, Präfixverben zugrunde zu legen — nur ein Paar von Termini weist Präfixe auf (išradyba EŽ, netesybos EŽ, TŽ). Die Ableitungen gavyba (: gavo), gynyba (: gynė), kūryba (: kūrė), mytyba (: myo), radybos (: rado) zeigen, dass die Bildung auf dem Präteritum basiert. Sekundäre Suffixe der Basisverben werden nicht in die Basisstämme übernommen, z. B.: daug-yba (: daug-ino), netes-ybos (: netes-ėjo), prek-yba (: prek-iavo), rūp-yba (: rūp-ino), skiep-yba (: skiep-ijo). -tė [-(i)uotė] Ableitungen dieses Typs bezeichnen meist Handlungen, die unter bestimmten, genau festgelegten Bedingungen und zu besonderen Zwecken oder Aufgaben ausgeführt werden, z. B.: deblokuotė STŽ, komandiruotė EŽ, LŽ, TŽ, laviruotė SŽ, markiruotė STŽ, preparuotė GŽ, rekognoskuotė „vorläufige Besichtigung eines Geländes, in dem bestimmte Arbeiten durchgeführt werden sollen“ MŽ, rokiruotė SŽ, skaičiuotė STŽ, šifruotė EŽ, treniruotė SŽ, STŽ, zonduotė GŽ. Einige Ableitungen haben eine abstraktere Bedeutung, z. B.: asmenuotė STŽ, formuluotė STŽ. Es gibt auch Ableitungen mit ganz konkreter Bedeutung, z. B.: asignuotė EŽ, blokuotė „Schutzmaßnahme, die während eines Prozesses die Durchführung anderer Prozesse verhindert“ MŽ, aber auch „Blockierung“ STŽ. Die meisten Ableitungen haben internationale Stämme; nur ein Paar basiert auf litauischen Wörtern (asmenuotė und skaičiuotė). Die Basisverben haben keine litauischen Präfixe. Die Ableitungen werden ausschließlich von sekundären Verben gebildet, die im Infinitiv das Suffix -(i)uoti aufweisen. Daher ist es bei der wortbildungsmäßigen Verknüpfung der Ableitungen mit dem Infinitiv nicht nötig, das Suffix -(i)uotė abzugrenzen, da das Infinitivsuffix in der Ableitung erhalten bleibt⁵. Dieses Suffix wird im heutigen Litauischen offenbar nur in der Fachterminologie verwendet. Die Zahl seiner Ableitungen ist gering (17). -mė Ableitungen mit dem Suffix -mė bezeichnen Eigenschaften, die aus der durch die Grundverben bezeichneten Handlung hervorgehen, z. B.: baigmė SŽ, drėgmė ChŽ, FŽ, GŽ, STŽ, „Menge von Wasser oder Dampf in Stoffen oder in der Umgebung“ MŽ, kilmė BŽ, TŽ, linkmė „Richtung“ FŽ, reikmė EŽ, trukmė EŽ, FŽ, GŽ, STŽ, SŽ, „Zeit, während der etwas dauert“ MŽ. Ein Teil der Ableitungen hat konkretere Bedeutungen, z. B.: padermė „1. in der Mikrobiologie – eine Reihe von Mikrobenkulturen; 2. in der Systematik – die größten Abteilungen der Pflanzenwelt, die nach Wetštein unabhängig voneinander entstanden sind; <…>“ BŽ, tėkmė GŽ, SŽ, „Strömung eines Flusses oder einer sonstigen Flüssigkeit“ MŽ. ⁵ In der „Grammatik der litauischen Sprache“ (I, S. 298) gelten solche Wörter als Ableitungen mit dem Suffix -(i)uotė. 2. Lietuvių terminologija 17 Die meisten Ableitungen stehen in einem Wortbildungszusammenhang mit primären Verben, obwohl es auch Ableitungen von Verben anderer Struktur gibt. Selten sind Ableitungen mit einem präfigierten Grundstamm, z. B.: ištvermė ŠŽ. Für die Wortbildung wird der Infinitiv der Verben herangezogen, z. B.: kilmė (: kilti), reikšmė (: reikšti). Die Infinitivsuffixe gehen nicht in die Ableitungen über, z. B.: reikmė (: reikėti). Da Ableitungen dieses Typs wortbildnerisch mit dem Infinitiv verbunden sind, lassen sich synchron auch Ableitungen wie bausmė TŽ, drausmė EŽ, TŽ, prasmė LŽ, STŽ mit dem Suffix -mė. in Verbindung bringen. Dies ist im Allgemeinen ein wenig produktiver Typ. Ein Teil der Termini sind alte Wörter, die aus dem allgemeinen Wortschatz der Sprache übernommen wurden. Manche Termini lassen sich nur notdürftig diesem Wortbildungstyp zuordnen (drėgmė, pradmė). Andere Suffixe In den Terminologiewörterbüchern sind verbale Abstrakta aufgeführt, die mit weiteren 35 Suffixen gebildet wurden. Mit 26 dieser Suffixe kommen jedoch jeweils nur 1–2 Ableitungen vor. Selbst die produktiveren Suffixe dieser Gruppe haben jeweils weniger als 10 Ableitungen. Insgesamt wurden mit diesen Suffixen 83 Ableitungen gebildet. -atis: biuratis GŽ, gaišatis EŽ, karsatis GŽ. -bos: paliaubos TŽ. -ena: teisena TŽ. Genauer gesagt handelt es sich hier um eine morphonologische Variante des Suffixes -sena. -esys: blizgesys ATŽ, GŽ, elgesys STŽ, judesys EŽ, FŽ, GŽ, STŽ, SŽ, ūžesys FŽ, STŽ, virpesys GŽ, STŽ. -estis: mokestis EŽ, TŽ, užmokestis EŽ, STŽ. Diese Ableitungen könnten auch als Bezeichnungen für das Objekt einer Handlung angesehen werden. -ga: atostogos EŽ, eiga FŽ, GŽ, MŽ, STŽ, išeiga ChŽ, EŽ, GŽ, pareiga EŽ, TŽ, pareigos EŽ, užeiga GŽ. Ein Teil der Ableitungen wird in konkreten Bedeutungen verwendet. -iava: baudžiava EŽ, TŽ. -ima: šilima ChŽ (der Terminus wird nicht empfohlen). -inys: Drehung FŽ, STŽ, „Drehung des Elektrons um seine eigene Achse“ ChŽ, Ruf STŽ. -ynės: Fangspiel TŽ, Spiel SŽ. -klė: Zustand ChŽ, EŽ, STŽ, SŽ, Abgabe EŽ, Jagd SŽ, TŽ, Fischerei SŽ. -la: Tätigkeit EŽ, GŽ, LŽ, STŽ, SŽ, TŽ. -las: Geschäft EŽ, TŽ. -lė: Betrug TŽ, Tiefgang SŽ, Geruch SŽ, Rasse BŽ, SŽ. -liava: Gebühr EŽ, TŽ. -lis: kleiner Schwan EŽ, Abstand EŽ. -lius: Überschuss ChŽ, EŽ, STŽ. -mas: Fließen GŽ, MŽ, Umkehr EŽ, TŽ, Strömung GŽ, Gleiten GŽ, MŽ, Gericht EŽ, TŽ. -sena: Zustand ChŽ, Lebensweise GŽ, Haltung GŽ, SŽ, Schreibweise TŽ, Sitzhaltung SŽ, Stand SŽ. -slas: Trübsinn GŽ, Wissenschaft EŽ, Predigt LŽ, Verschwörung TŽ. -smas: Zug GŽ, Schmerz SŽ, Schmelzen GŽ, Handlung (-en) FŽ, LŽ, STŽ, SŽ, TŽ, Geschehen (-) GŽ, STŽ. Die Ableitung lankasmas „eine Biegung in Form einer Kurve eines Flusses, Kanals oder Grabens“ MŽ hat eine konkretere Bedeutung. Vgl. die morphonologische Variante -mas. -sna: Nieseln GŽ, Vertrocknung „eine Krankheit, die sich durch teilweises oder vollständiges Vertrocknen infizierter Blätter, manchmal sogar durch das Vertrocknen der gesamten Pflanzenspitze äußert“ BŽ. -stas: Steinhaufen SŽ, Brücke SŽ. -tas: Zauber STŽ, Zeitverlust EŽ. -tė: Lichtstreifen FŽ, GŽ, Lichtschimmer MŽ. -tynės: Ringkämpfe SŽ, Wettkämpfe SŽ, Rennen SŽ, Ringkämpfe SŽ, Wettkämpfe SŽ, Auktionen EŽ, TŽ -ulis: Aufklaren GŽ. 18 -ulys: Welkekrankheit „eine Krankheit von Pflanzen, darunter auch der Baumwollpflanze, durch die der Baumwollertrag erheblich sinkt und seine Qualität sich verschlechtert“ ATŽ. -uma: Wärme ChŽ, FŽ, MŽ, STŽ. -umas: Beständigkeit SŽ, Mangel TŽ. -undra: Eisregen GŽ, MŽ. -urys: Wirbel FŽ, GŽ, MŽ, SŽ. -utė: Unruhe EŽ. -utis: Klingel STŽ. -vis: Leben EŽ, Zusammenleben EŽ. Ein Teil der erörterten Suffixe ist in der heutigen Sprache sehr selten; mit ihnen ist insgesamt nur jeweils ein oder einige wenige Derivate dieser Gruppe gebildet worden, z. B.: -bos, -la, -umas, -uma, -undra, -urys usw. Offenbar sind sie deshalb auch in der Terminologie überhaupt nicht beliebt. Außerdem ist mehr als ein hier erwähnter Terminus ein altes litauisches Wort, z. B.: Strafe, Glanz, Disziplin, Hitzewelle, Eisregen, Aufklaren, Schmerz, Gericht, Geschäft und viele andere. Es liegt auf der Hand, dass sie bereits als fertige Bildungen aus dem allgemeinen Wortschatz in die Terminologie gelangten. Ableitungen mit bestimmten Suffixen weisen wichtige Bedeutungsunterschiede auf, die für die Terminologie sehr nützlich sein können. Beispielsweise bezeichnen Ableitungen mit dem Suffix -sena die Art und Weise der Ausführung einer Handlung als eine Eigenschaft der Handelnden, durch die sie sich von den anderen unterscheiden; für Ableitungen mit dem Suffix -tynės ist die Bedeutung einer Bezeichnung für organisierte Veranstaltungen oder Wettkämpfe kennzeichnend. Nur ein einziger Rechtsterminus, sutuoktuvės, kann als Bezeichnung für Feste und Zeremonien gelten; doch auch er steht den Verbalabstrakta sehr nahe. BEZEICHNUNGEN VON WERKZEUGEN In der Terminologie fast jedes Fachgebiets gibt es eine größere oder kleinere Gruppe von Termini, die verschiedene Mittel zur Ausführung einer Handlung bezeichnen: Maschinen, Geräte, Anlagen, Werkzeuge oder deren Teile. In der Wortbildung werden von Verben abgeleitete Bildungen mit einer solchen Bedeutung gewöhnlich als Werkzeugbezeichnungen bezeichnet. Die Wortbildungsbedeutung aller Ableitungen dieser Gruppe ist dieselbe, obwohl die bezeichneten Mittel zur Ausführung einer Handlung – zweifellos Gegenstände – unterschiedlich komplex sind. Aus praktischen Erwägungen, insbesondere im Hinblick auf die Spezialisierung der Arbeitsmittel, könnte es daher offenbar sinnvoll sein, die Werkzeugbezeichnungen anhand ihrer lexikalischen Bedeutung weiter zu untergliedern. Zunächst lassen sich verschiedene Bezeichnungen für einfachste Werkzeuge (Handwerkzeuge, Geräte und andere unkomplizierte Werkzeuge) herausgreifen. Die gesamte Gruppe der Bezeichnungen für diese einfachsten Werkzeuge kann als Bezeichnungen für Handwerkzeuge oder als Handwerkzeuge bezeichnet werden. Die zweite Gruppe würden Bezeichnungen für komplexere Werkzeuge als Handwerkzeuge bilden, beispielsweise für verschiedene Geräte, Apparate und Maschinen. Diese Gruppe wird hier als Gerätebezeichnungen bezeichnet. Die dritte Gruppe würden verschiedene Bezeichnungen für komplexe Werkzeuge (Ausrüstungen, Anlagen, Maschinen und Mechanismen) bilden. Dies sind Anlagenbezeichnungen. Schließlich bildet die vierte Gruppe die Bezeichnungen für alle sonstigen Mittel zur Ausführung einer Handlung und für deren Teile. Eine solche Gliederung der Werkzeugbezeichnungen ist bei der Untersuchung der Wortbildung natürlich unnötig, sie ist nebensächlich, denn bei der Wortbildungsanalyse ist die Wortbildungsbedeutung der Ableitungen das Wichtigste. Bezeichnungen für bestimmte Mittel werden nicht nur von Verben und nicht nur mit Suffixen abgeleitet. Bezeichnungen für Mittel, die von anderen Grundwörtern (zum Beispiel von Nomina) abgeleitet sind, gelten in der Wortbildung jedoch nicht als Werkzeugbezeichnungen. 2* 19 In den untersuchten Terminologiewörterbüchern sind 299 Werkzeugbezeichnungen verzeichnet, die mit 28 Suffixen gebildet wurden. Das am häufigsten verwendete Affix ist hier das Suffix -tuvas, mit dem etwa 40% aller Suffigierungsableitungen gebildet wurden. Etwas weniger Ableitungen wurden insgesamt mit den Suffixen -iklis, -tukas, -tas, -alas gebildet. Mit den übrigen Suffixen wurden wesentlich weniger Termini abgeleitet. -tuvas Dies ist das am weitesten verbreitete Affix zur Bildung von Werkzeugbezeichnungen. Bemerkenswert ist, dass in der Terminologie mit diesem Suffix ausschließlich Werkzeugbezeichnungen gebildet werden. Dies stimmt im Wesentlichen mit den Tendenzen zur Bildung von Ableitungen mit diesem Suffix in der Standardsprache und in der Volkssprache überein6. Andererseits werden in der Volkssprache mit Ableitungen dieses Suffixes meist nur verschiedene Handwerkzeuge bezeichnet. In der Terminologie werden neben den einfachsten Handwerkzeugen und Geräten auch verschiedene Vorrichtungen, Anlagen, Maschinen sowie deren Teile bezeichnet, die für die Ausführung bestimmter Arbeiten bestimmt sind. Dieses Suffix kommt auch in solchen Ableitungen vor, die aufgrund ihrer lexikalischen Bedeutung nicht oder nur schwer als Werkzeuge verstanden werden, zum Beispiel bei Bezeichnungen für Grabentypen in der Meliorationsterminologie und bei Gefäßbezeichnungen in der Chemieterminologie. Mit dem Suffix -tuvas werden Termini aus allen vier genannten Bedeutungsgruppen gebildet. Am häufigsten sind dies Bezeichnungen für verschiedene Geräte. A. Geräte. Z. B.: aušintuvas ChŽ, dalytuvas GŽ, STŽ, daugintuvas FŽ, STŽ, dulkintuvas ChŽ, garsintuvas FŽ, STŽ, gaudytuvas ChŽ, MŽ. STŽ, greitintuvas FŽ, imtuvas FŽ, MŽ, STŽ, keltuvas GŽ, MŽ, SŽ, lėtintuvas FŽ, maišytuvas FŽ, STŽ, nuimtuvas STŽ, purkštuvas ChŽ, MŽ, ramintuvas MŽ, siųstuvas FŽ, STŽ, slėgtuvas FŽ, MŽ, slopintuvas MŽ, STŽ, šildytuvas ChŽ, FŽ, STŽ, tiesintuvas GŽ, trupintuvas ChŽ. B. Handwerkzeuge. Z. B.: grūstuvas SŽ, kastuvas GŽ, MŽ, kaupu-tuvas MŽ, semtuvas ChŽ, skaitytuvai EŽ, STŽ. C. Anlagen. Z. B.: lėktuvas SŽ, lietintuvas MŽ, plautuvas „Anlage zum Waschen von Gasen“ ChŽ, siurbtuvas „Anlage zum Pumpen von Wasser“ MŽ, sklandytuvas SŽ. D. Sonstige Mittel. Zu dieser Gruppe gehören vor allem Bezeichnungen für verschiedene Gefäße (Chemie und Melioration), für Gräben (Melioration) sowie für Schutzmittel. Z. B.: daugintuvas „Gerät oder Gefäß zur Vermehrung von Saatgut“ BŽ, laistytuvas „Gefäß zum Bewässern“ MŽ, mėgintuvas „dünnwandiges Röhrchen mit zugeschmolzenem Ende zur Durchführung von Reaktionen“ ChŽ, nitrintuvas „Gefäß zum Nitrieren“ ChŽ, rinktuvas „Gefäß zum Sammeln von Destillat“ ChŽ, sulfonintuvas „Gefäß zum Sulfonieren“ ChŽ, tirštintuvas „Eindickgefäß, -gerät“ ChŽ, virintuvas ChŽ; drėkintuvas „Graben niedrigster Ordnung in einem Bewässerungssystem ‹…›“ MŽ, sausintuvas „Graben oder Drainage eines Entwässerungssystems, in die das Wasser unmittelbar aus der zu entwässernden Fläche gelangt“ MŽ, skirstytuvas „Graben (Kanal) in einem Bewässerungssystem, aus dem das Wasser auf kleinere Gräben verteilt wird“ MŽ; gaubtuvas „Abdeckung, die einzelne Maschinenteile und Bauteile vor Staub und Witterungseinflüssen oder vor kleinen dynamischen Stößen schützt“ MŽ, ChŽ, GŽ. Ableitungen dieses Typs werden aus dem Infinitiv transitiver Verben gebildet, z. B.: apverstuvas ChŽ (: apvers-ti), dėtuvas STŽ (: dė-ti), grandytuvas MŽ (: grandy-ti), kirstuvas 6 In der Sprache werden mit dem Suffix -tuvas, wenn auch selten, auch Ableitungen mit anderen Bedeutungen gebildet; siehe Lietuvių kalbos gramatika, I, S. 333, Pr. Skardžius, Lietuvių kalbos žodžių daryba, Kaunas, 1943, S. 383, J. Otrębski, Gramatyka języka litewskiego, II, Warszawa, 1965, S. 94–95. 20 GŽ (: kirs-ti), liest uvas STŽ (: lies-ti), Umlader GŽ (: perkrau-ti), Erweiterer STŽ (: plės-ti), Ritzwerkzeug MŽ (: raižy-ti), Ertrinker GŽ (: skęs-ti), Kühlschrank FŽ (: šaldy-ti), Schießgerät SŽ (: šau-ti). Die Basisverben können sowohl primäre als auch gemischte und sekundäre Verben sein. Meistens sind die Ableitungen morphologisch mit präfixlosen Verben verbunden. Allerdings ist fast ein Fünftel der Instrumentenbezeichnungen dieses Typs von Präfixverben abgeleitet, z. B.: apdulkintuvas ChŽ (: apdulkinti), išelektrintuvas FŽ (: išelektrinti), nukreiptuvas GŽ (: nukreipti), pailgintuvas GŽ (: pailginti), perkaitintuvas FŽ (: perkaitinti), praplėstuvas MŽ (: praplėsti), užsukt uvas GŽ (: užsukti). Es gibt Fälle, in denen neben präfixlosen Ableitungen für denselben Zweck auch solche mit Präfix angegeben werden, z. B.: (ap)šviestuvas STŽ, (su)trintuvas GŽ, (su)žadintuvas STŽ. Präfixverben werden offenbar häufiger aufgrund des Einflusses der Terminologie anderer Sprachen gewählt. Solche Termini sind oft unkreative Lehnübersetzungen, vgl. опрыскиватель — apdulkintuvas ChŽ, отвёртка — atsuktuvas SŽ, отклонитель — nukreiptuvas GŽ usw. -iklis Ableitungen mit dem Suffix -iklis, die als Instrumentenbezeichnungen verwendet werden, gibt es halb so viele wie Ableitungen mit dem Suffix -tuvas. Fast alle mit dem Suffix -iklis gebildeten Termini gehören zum Wortbildungstyp der Instrumentenbezeichnungen. Termini mit anderen Wortbildungsbedeutungen (zum Beispiel Bezeichnungen für Träger einer nominalen Eigenschaft) gibt es kaum mehr als je ein oder zwei. Meistens bezeichnen die Ableitungen mit diesem Suffix verschiedene Geräte, ihre Teile und Werkzeuge, etwas seltener Anlagen. Außerdem wurden einige Bezeichnungen verschiedener chemischer Stoffe nach ihrer Verwendung gebildet. Im Übrigen gibt es keine größeren Unterschiede zwischen den Instrumentenbezeichnungen, die mit den Suffixen -tuvas und -iklis abgeleitet sind. A. Geräte. Ableitungen mit dem Suffix -iklis dienen meistens als Bezeichnungen für einfachere Geräte oder für Teile verschiedener Geräte, Maschinen usw. Z. B.: čiulpiklis MŽ, daužiklis STŽ, SŽ, iškroviklis STŽ, jungiklis FŽ, STŽ, kaupiklis STŽ, keitiklis FŽ, STŽ, saugiklis MŽ, STŽ, SŽ, skaitiklis ChŽ, FŽ, GŽ, STŽ, stūmiklis STŽ, taikiklis SŽ, užkirtiklis STŽ. B. Werkzeuge. Z. B.: grandiklis GŽ, MŽ, rėžiklis GŽ, žiodiklis SŽ. C. Anlagen. Z. B.: variklis FŽ, GŽ, MŽ, STŽ, SŽ. D. Sonstige Mittel. Z. B.: džioviklis „trocknender Stoff“ ChŽ, skiediklis „verdünnender Stoff“ ChŽ, tirpiklis „Stoff, der löst“ ChŽ, FŽ, MŽ. Ableitungen dieses Typs werden von transitiven Verben gebildet. Diese Verben sind häufiger (in mehr als drei Fünfteln der Fälle) primär; die übrigen sind etwa zu gleichen Teilen gemischte und sekundäre Verben, z. B.: bandiklis STŽ (: bandyti, bando, bandė), ieškiklis STŽ (: ieškoti, ieško, ieškojo), laikiklis ChŽ, STŽ (: laikyti, laiko, laikė), tramdiklis GŽ (: tramdyti, tramdo, tramdė); emulsiklis ChŽ (: emulsinti), kabiklis SŽ (: kabinti), tirpiklis ChŽ, FŽ, MŽ (: tirpinti). Als Wortbildungsgrundlage dient das Präteritum, wie daviklis FŽ, STŽ (: davė, duoti, duoda), iškroviklis STŽ (: iškrovė, iškrauti, iškrauna), kėliklis GŽ, MŽ, SŽ (: kėlė, kelti, kelia), kirtiklis STŽ, SŽ (: kirto, kirsti, kerta), pioviklis GŽ (: piovė, piauti, pjauna), skėtiklis GŽ (: skėtė, skėsti, skėčia), skyriklis STŽ (: skyrė, skirti, skiria), stūmiklis STŽ (: stūmė, stumti, stumia). Sekundäre Verbalsuffixe in 21 Die Ableitungen gehen nicht über; vgl.: gramzdiklis SŽ (: gramzd-ino), saugiklis MŽ, STŽ, SŽ (: saug-ojo). Etwa ein Viertel der Ableitungen basiert auf präfigierten Verben, z. B.: įspaudiklis GŽ, nukreipiklis STŽ, paleidiklis STŽ, perjungiklis FŽ, STŽ, pertraukiklis FŽ, STŽ, SŽ, prispaudiklis STŽ, sugeriklis STŽ, užkirtiklis STŽ. Manchmal werden in Wörterbüchern Varianten angegeben, z. B.: (iš)jungiklis, (nu)metiklis, (nu)stum iklis, (su)jungiklis (alle STŽ). Ein beträchtlicher Teil der Bezeichnungen für präfigierte Werkzeuge könnte durch eine morphemweise Übersetzung von Termini anderer Sprachen entstanden sein, vgl. разбавитель — praskiediklis ChŽ, прерыватель — pertraukiklis FŽ, STŽ, SŽ. Es ist jedoch nicht angemessen, blind der Struktur von Termini anderer Sprachen zu folgen; so werden etwa die russischen Verben прерывать ir разбавить überhaupt nicht ohne Präfixe verwendet. Manchmal werden in der Sprache unnötig viele Varianten geschaffen; so werden neben den gebräuchlichen Termini skiediklis ChŽ, stumiklis STŽ für denselben Zweck zusätzlich auch praskiediklis, nustumiklis gebildet. Da das Litauische nicht dazu neigt, Wörter mit dem Suffix -iklis von präfigierten Verben abzuleiten, sollte man auch in der Terminologie vorsichtiger und umsichtig vorgehen. Wenn ein und dasselbe Gerät beispielsweise zum Einschalten, Umschalten und Ausschalten dient, ist es ganz ungenau, statt eines einzigen Terminus jungiklis gleich drei oder vier zu verwenden (jungiklis, įjungiklis, perjungiklis, išjungiklis). -tukas Mit dem Suffix -tukas gebildete Ableitungen werden in der Terminologie fast sechsmal seltener verwendet als die produktivsten Ableitungen mit dem Suffix -tuvas. Mit diesem Suffix gebildete Werkzeugbezeichnungen bezeichnen nur Instrumente sowie verschiedene kleine Geräte und ihre Teile. Z. B.: kištukas STŽ, laužtukai SŽ, mygtukas STŽ, SŽ, plaktukas GŽ, MŽ, STŽ, segtukas SŽ, smeigtukas STŽ, SŽ, trauktukas SŽ. Zu den Werkzeugbezeichnungen gesellen sich der Bildung nach auch einige botanische Termini (BŽ), die bestimmte Pflanzenteile bezeichnen, z. B.: gnybtukas „Vorrichtung, mit der die Pollenballen der Familie Asclepiadaceae (Kle mali nių) an den Beinen von Insekten haften bleiben“, kibtukai „Folgen der Blattmetamorphose, mit denen sich die Pflanze an einer Stütze festhält; sie enden in Haftscheiben“, siurbtukas, -ai „Auswüchse parasitischer Pflanzen, mit denen Nährstoffe aus den Zellen der Wirtspflanze aufgenommen werden“, skristukas „Anhang von Samen oder Früchten, der dem Fliegen, d. h. dem Transport mithilfe des Windes, dient“. Ableitungen dieses Typs werden vom Infinitiv transitiver primärer Verben gebildet, z. B.: liestukas STŽ (: lies-ti), nuleistukas SŽ (: nuleis-ti), spaustukas ChŽ, STŽ (: spausti). Bei der Wortbildung greift man nicht gern auf präfigierte Verben zurück. Die drei Ableitungen präfigierter Verben (įjungtukas MŽ, išjungtukas MŽ, nuleistukas SŽ) können als Ausnahmen der Wortbildung gelten. -tas Der Wortbildungstyp von Werkzeugbezeichnungen mit dem Suffix -tas ist in der Terminologie wenig produktiv, obwohl er der Zahl seiner Ableitungen nach an vierter Stelle steht (13 verschiedene Ableitungen). Bezeichnet werden Instrumente oder einfache (schlicht hergestellte und verwendete) Geräte, z. B.: gaubtas ChŽ, GŽ, MŽ, STŽ, SŽ, gnybtas STŽ, plaktas „großer Hammer“ MŽ, GŽ, raktas STŽ, svertas SŽ. An der Bildung der Ableitungen sind transitive, meist primäre Verben beteiligt. Nur raktas STŽ, užraktas STŽ, SŽ und žibintas SŽ stehen mit sekundären Verben in Zusammenhang. Als Grundform dient der Infinitiv, vgl.: apsiaustas GŽ (: apsiaus-ti), grįstai MŽ (: gris-ti), spąstai STŽ (: spęs-ti). Ein Paar von Ableitungen basiert auf präfigierten 22 mit Verben (apsiaustas, užrak tas). Bei der Bildung einiger Derivate ist ein Wechsel der Stammvokale beteiligt, z. B.: grąžtas GŽ (: gręžti), spąstai STŽ (: spęsti), sraigtas FŽ, MŽ, STŽ (: sriegti), varžtas MŽ, STŽ, SŽ (: veržti). Diese Derivate stimmen hinsichtlich ihrer Stammvokale mit den iterativen Entsprechungen der genannten Verben überein (gražyti, sraigyti, varžyti). -alas Obwohl Wörter mit dem Suffix -alas auch in der Literatursprache recht häufig verwendet werden, gibt es nur wenige Werkzeugbezeichnungen, die damit gebildet sind. Die mit diesem Suffix gebildeten Termini (12 verschiedene Derivate) bezeichnen vor allem verschiedene Abdeckungen, z. B.: apdangalas MŽ, SŽ, apvalkalas GŽ, STŽ, užvalkalas STŽ, SŽ. Der Wortbildung nach sind auch die botanischen Termini apdangalas „Hülle der Samenanlage, aus der sich während der Entwicklung des Samens dessen Samenschale bildet (<...)“, apvalkalas „1. eine weiche, meist weiße Myzelschicht, die den jungen, sich entwickelnden Fruchtkörper einiger Basidiomyceten vollständig umhüllt; 2. eine Schicht, die die Sporangien einiger Vertreter der Lepidodendrales bedeckt“. Andere Derivate dieses Suffixes bezeichnen verschiedene chemische Verbindungen (Stoffe), die als Mittel zur Ausführung der durch das Basisverb ausgedrückten Handlung dienen, z. B.: degalai ChŽ, MŽ, dulk alai „pulverförmige chemische Stoffe, die zum Bestäuben von Pflanzen gegen Krankheitserreger oder Schädlinge verwendet werden“ BŽ, ryškalas ChŽ, tepalas ChŽ, GŽ, SŽ. Die Basisverben dieser Derivatgruppe sind transitiv und meist primär. Die Bezeichnungen chemischer Stoffe sind wortbildnerisch mit nicht präfigierten Verben verbunden, während die Bezeichnungen für Abdeckungen mit präfigierten Verben verbunden sind (außerdem ist für sie ein Wechsel der Stammvokale charakteristisch). Suffixe sekundärer Verben sind an der Wortbildung nicht beteiligt, vgl.: ryškalas ChŽ (: ryškinti), žib alas ChŽ (: žibinti). Andere Suffixe Werkzeugbezeichnungen werden noch mit 21 weiteren Suffixen gebildet. Sie alle sind in der Terminologie selten, obwohl mit einigen auch neue Termini gebildet werden. Insgesamt enthalten die untersuchten Wörterbücher 66 Derivate mit diesen Suffixen, also etwa 22% aller aufgeführten Werkzeugbezeichnungen. -eklis: atplėšeklis GŽ, grūdeklis ChŽ, kabelis MŽ, kebeklis MŽ, žymeklis SŽ. -enas: velenas⁷ GŽ, MŽ. -ikas: vilkikas MŽ, SŽ. -ilas: Kretila GŽ. -yklė: Fanggerät ChŽ, STŽ, Wurfgerät SŽ, Zeiger FŽ, STŽ, SŽ, Waage ChŽ, FŽ, STŽ, SŽ, Sprunggerät SŽ. -klas: dek las SŽ, ginklas SŽ, įdek las STŽ, irklas SŽ, padėklas STŽ, paminklas LŽ, turėklai SŽ. Der Wortbildung nach ist auch der botanische Terminus irklai „die beiden seitlichen Kronblätter des Schmetterlingsblütenkranzes, die Rudern eines Bootes ähneln“, eine Werkzeugbezeichnung; in der Terminologie wird er jedoch in übertragener Bedeutung verwendet. -klė: ketoklė SŽ, matuoklė MŽ, STŽ, SŽ, sūpuoklės SŽ, svyruoklė FŽ, važiuoklė MŽ. -klis: alsuoklis SŽ, matuoklis STŽ, skaičiuoklis STŽ, trenir uoklis SŽ. -las: siūlas STŽ. -lė: replės STŽ, terkšlė SŽ, veržlė STŽ, SŽ, žnyplės GŽ. -lys: Haken GŽ, MŽ, SŽ, Spitzhacke GŽ, „Werkzeug zum Hacken in hartem oder gefrorenem Boden, Eis usw.; Pickel“ MŽ, Krummhacke GŽ, Pumpe ChŽ, FŽ, GŽ, MŽ, STŽ, SŽ, Sprengzünder GŽ. 7 Pr. Skardžius bringt es in „Lietuvių kalbos žodžių daryboje“, S. 229, mit velti in Verbindung. 23 -oklis: Grenzregler STŽ, Kolben FŽ, STŽ, SŽ. -onas: Fernglas FŽ, SŽ. -stas: Floß SŽ. -stis: Stütze GŽ, Stütze MŽ, STŽ, SŽ, Gewicht ChŽ, FŽ, SŽ, Verband SŽ, Stiel SŽ. -štas: Greifnetz SŽ. -ta: Band FŽ, STŽ, SŽ. -tė: Umrandung SŽ, Kettenmaß SŽ, Lineal STŽ. -tis: dangtis STŽ, SŽ, kaištis MŽ, STŽ, kyštis STŽ, naščiai FŽ, sagtis SŽ, sklastis STŽ, spengtis MŽ. Die Ableitungen sind männlichen (I. Deklination) oder weiblichen (III. Deklination) Geschlechts. -tuvė: Reifungsgefäß „Gefäß zum Reifenlassen von Früchten <…>“ ChŽ, Behälter SŽ, Trinkflasche SŽ, Stampfer ChŽ, Spülgefäß GŽ, Schöpfgefäß SŽ, Kippkübel MŽ. -urys: Leuchtturm SŽ. Die Ableitungen mit den meisten dieser Suffixe sind Bezeichnungen für verschiedene Werkzeuge und einfache Geräte (manchmal auch für deren Teile). Hinsichtlich der Wortbildungstendenzen unterscheiden sie sich im Wesentlichen nicht von den produktiveren Typen. Unregelmäßiger Gebrauch der Suffixe -tojas und -ėjas Mit diesen Suffixen werden gewöhnlich Bezeichnungen für Handelnde und, deutlich seltener, für Träger einer verbalen Eigenschaft gebildet. Es gibt jedoch einige Ableitungen, die sich den Bezeichnungen von Werkzeugen annähern oder schlicht Werkzeuge benennen, z. B.: spinduliuotojas FŽ, nešėjas FŽ. Als Bezeichnungen für bestimmte Mittel können auch Namen von Stoffen gelten, die zur Herbeiführung verschiedener Wirkungen verwendet werden, z. B.: lėtintojas „Stoff, der einen Prozess verlangsamt“ ChŽ, FŽ, minkštintojas „Stoff, der eine Erweichung bewirkt“ ChŽ, nusodintojas „zur Fällung verwendetes Reagens“ ChŽ, pagreitintojas „Stoff, der eine Reaktion beschleunigt“ ChŽ, putintojai ChŽ, paralýžiuotojas „Stoff, der die Enzymwirkung hemmt“ ChŽ; perkėlėjas „Stoff, der Atome oder Gruppen aus einer Verbindung in andere überführt“ ChŽ, sugerėjas ChŽ usw. In verschiedenen Druckwerken werden noch mehr Termini dieser Art verwendet; sie kommen auch in der Umgangssprache vor. Sie alle sind Übersetzungen entsprechender Termini aus anderen Sprachen, und ihre Bildung entspricht nicht den Wortbildungsnormen des Litauischen. Außerdem entspricht ein solcher Gebrauch von Ableitungen mit den Suffixen -tojas und -ėjas nicht den Anforderungen der Terminologie. Daher kann dieser Gebrauch der Suffixe -tojas und -ėjas für die Terminusbildung nicht empfohlen werden. Das Litauische ist eine sehr suffixreiche Sprache, sodass es nicht schwer sein dürfte, in den genannten Fällen auf andere Suffixe auszuweichen (Bezeichnungen für Stoffe, die für eine bestimmte Handlung bestimmt sind, werden beispielsweise häufig mit dem Suffix -alas gebildet). BEZEICHNUNGEN FÜR HANDELNDE UND TRÄGER EINER VERBALEN EIGENSCHAFT Die Bedeutung der Ableitungen dieser Wortbildungsgruppe ist nicht völlig einheitlich. In der Terminologie sind Bezeichnungen für Handelnde häufiger, das heißt Ableitungen, die die Ausführenden von Handlungen bezeichnen, die durch die Basisverben ausgedrückt werden (gewöhnlich Personen). Andere Ableitungen charakterisieren Personen, andere Lebewesen oder Gegenstände und zeigen an, dass diesen eine aus einer bestimmten Handlung oder einem Zustand hervorgehende Eigenschaft zukommt, z. B.: patikėtinis TŽ, rašeiva LŽ, ropliai GŽ, raliuotinė LŽ. In der litauischen Sprachwissenschaft hat V. Urbutis solche Ableitungen von den eigentlichen Bezeichnungen für Handelnde abgegrenzt⁸. 8 Siehe V. Urbutis, Dabartinės lietuvių kalbos galūnių darybos daiktavardžiai, „Kalbotyra“, III, Vilnius, 1961, S. 36. 24 Die Bildung von Bezeichnungen für Handelnde und Träger einer verbalen Eigenschaft weist in der Terminologie keine große Vielfalt auf. Die meisten Ableitungen (etwa 60% der Gesamtzahl von 248) sind mit den zwei produktivsten Suffixen -tojas, -a und -ėjas, -a gebildet; von ihnen ist -tojas, -a fast doppelt so häufig. Weitere, etwas häufiger verwendete Suffixe sind -tinis, -ė und -ovas, -ė (etwa 15% der Ableitungen). Mehr als die Hälfte der Wortbildungstypen (15 von 27) umfasst lediglich je 1–2 Ableitungen. In der Standardsprache ist die Bildung von Bezeichnungen für Träger einer verbalen Eigenschaft wesentlich vielfältiger. Für zahlreiche Ableitungen ist eine negative, abwertende Bedeutung charakteristisch. Besonders stark ausgeprägt ist diese Art der Personenbezeichnung. In der Terminologie sind solche Wortbildungstypen, so kann man sagen, unüblich. So ist beispielsweise der nach Produktivität an zweiter Stelle stehende Typ mit dem Suffix -ėlis, -ė in der Standardsprache, dessen Ableitungen meist eine abwertende Bedeutung haben, in den untersuchten Terminologiewörterbüchern nur durch einen einzigen botanischen Terminus vertreten: išlikelis „eine bis heute in der Flora eines bestimmten Gebiets erhalten gebliebene Pflanzenart, die in früheren Erdzeitaltern ein wesentlich größeres Areal hatte oder in diesem Gebiet weiter verbreitet war“. -tojas, -a Dieser Typ ist bei der Bildung von Bezeichnungen für Handelnde und Träger einer verbalen Eigenschaft am produktivsten (fast zwei Fünftel aller Ableitungen dieser Gruppe). Die meisten Ableitungen bezeichnen Personen, die die durch das Basisverb ausgedrückte Handlung ausführen. Das Verhältnis der Personen zur Handlung ist unterschiedlich. Einige Ableitungen bezeichnen Personen nach einer Handlung, die mit ihren ständigen Aufgaben oder ihrer Beschäftigung verbunden ist, z. B.: algoritmuotojas STŽ, braižytojas STŽ, brokuotojas EŽ, dėstytojas SŽ, gamintojas EŽ, kalkuliuotojas EŽ, koduotojas STŽ, normuotojas EŽ, planuotojas EŽ, STŽ, projektuotojas EŽ, STŽ, rašytojas LŽ, tardytojas TŽ, vairuotojas SŽ. Andere Ableitungen bezeichnen Personen aufgrund einer bestimmten Stellung, die meist nicht mit Arbeit oder Amt verbunden ist und sich aus der ständigen oder vorübergehenden, mitunter auch einmaligen Ausführung einer bestimmten Handlung ergibt, z. B.: dovanotojas TŽ, grobstytojas EŽ, TŽ, įduk­rintojas TŽ, įgaliotojas EŽ, TŽ, išvnytojas TŽ, įvaikintojas TŽ, kovotojas SŽ, liudytojas TŽ, mokėtojas EŽ, TŽ, nuomotojas EŽ, TŽ, nugalėtojas SŽ, pasakotojas LŽ, skaitytojas LŽ, skolintojas EŽ, TŽ, tarnautojas EŽ, TŽ, vartotojas EŽ, STŽ. Es werden nur wenige Ableitungen verwendet, die den Bezeichnungen für Träger einer verbalen Eigenschaft näherstehen, z. B.: gyventojas EŽ, TŽ, paveldėtojas TŽ, turėtojas EŽ, TŽ. Sehr selten werden mit Ableitungen des Suffixes -tojas, -a Nicht-Personen bezeichnet, z. B.: atrajotojai (Ruminantia) GŽ, dulkintojas „Überträger des Blütenstaubs einer Blüte (Insekten, Wind, Wasser)“ BŽ. Mitunter wird dieses Suffix fälschlich zur Bildung von Werkzeugbezeichnungen und Ableitungen mit ähnlicher Bedeutung verwendet⁹. Die Basisverben aller untersuchten Termini sind sekundär oder gemischt, d. h. sie enthalten im Infinitiv Suffixe. Die an der Wortbildung beteiligte Verbform ist der Infinitiv; in diesem Fall stimmen die Basistämme der Ableitungen stets mit den morphologischen Infinitivstämmen überein. Bemerkenswert ist, dass man nicht davor zurückschreckt, auch Verben mit deutlichen Affixen früherer Wortbildungsstufen als Basiswörter zu verwenden. Dadurch entsteht bei einem Teil der Ableitungen eine beträchtliche Kette von Wortbildungsaffixen, z. B.: ir-ti: ir-klas: (ir-kl)-uo-ti: (ir-kl)-uo|-tojas SŽ, vert-ė: pri-vert-ė: (prie-vart)-a: (prie-vart)-au-ti: (prie-vart)-au|-tojas TŽ, lyg-us: (lyg-in)-ti: iš-(lyg-in)-ti: iš-(lyg-in)|-tojas STŽ. 9 Näheres dazu wird im Kapitel „Bezeichnungen für Werkzeuge“ erörtert. 25 Derartige Ableitungen werden meist von transitiven Verben gebildet; falls erforderlich, greift man jedoch auch auf intransitive Verben zurück (bei etwas mehr als einem Zehntel der Ableitungen), z. B.: fechtuotojas ŠŽ, lupikautojas EŽ, TŽ, piktnaudžiautojas TŽ, sklandytojas ŠŽ, stažuotojas ŠŽ, TŽ. Bei etwa einem Viertel der Ableitungen haben die Basisverben Präfixe, z. B.: aprūpintojas EŽ, atstatytojas STŽ, įkainotojas EŽ, STŽ, TŽ, įkaltintojas TŽ, išeikvotojas EŽ, TŽ, išieškotojas TŽ, nemokėtojas EŽ, perrašinėtojas LŽ, pristatytojas EŽ, sudarytojas LŽ, STŽ, užsakytojas EŽ, užstatytojas TŽ. In einzelnen Fällen ist es notwendig, auf präfigierte Verben zurückzugreifen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn präfigierte Verben eine neue lexikalische Bedeutung angenommen haben, z. B.: įgaliotojas EŽ, TŽ (: įgalioti), išnaudotojas EŽ, TŽ (: išnaudoti „ausbeuten“), nugalėtojas ŠŽ, pavaduotojas TŽ. Wenn jedoch keine solche Notwendigkeit besteht, sollte man vorsichtiger auf präfigierte Verben zurückgreifen. Das zeigt am deutlichsten die Bildungspraxis von Ableitungen mit den Suffixen -tojas, -a sowohl in der Volks- und Literatursprache als auch schließlich in der Terminologie selbst. Denn wer kopiert, nachahmt, schreibt oder liest, kopiert etwas, ahmt etwas nach, schreibt etwas nieder oder liest etwas vor; dennoch wird diese Person als kopijuotoju LŽ, mėgdžiotoju ŠŽ, rašytoju LŽ und skaitytoju LŽ bezeichnet. Es gibt Termini, die auch ohne Präfixe völlig klar und präzise wären, z. B.: aprūpintojas EŽ (= rūpintojas), (iš)eikvotojas EŽ (vgl. eikvotojas TŽ), įvertintojas EŽ (vgl. vertintojas LŽ), (iš)lygintojas STŽ, pristatytojas „Lieferant“ EŽ usw. -ėjas, -a Die Ableitungen mit diesem Suffix haben genau dieselbe Bedeutung wie die mit dem zuvor behandelten Suffix -tojas, -a. Fast alle Ableitungen sind eigentliche Bezeichnungen für Handelnde. Personen werden sowohl nach ihrer dauerhaften Beschäftigung, Tätigkeit oder Stellung als auch nach einer länger oder kürzer ausgeübten Handlung benannt (diese Handlung kann auch nur einmal ausgeführt werden). Z. B.: draudėjas EŽ, TŽ, engėjas TŽ, grėžėjas GŽ, MŽ, iškundėjas TŽ, kūrėjas LŽ, lošėjas STŽ, padėjėjas TŽ, pardavėjas EŽ, TŽ, patarėjas EŽ, LŽ, TŽ, pervežėjas TŽ, pirkėjas EŽ, TŽ, puolėjas ŠŽ, rinkėjas LŽ, TŽ, skelbėjas LŽ, slėpėjas TŽ, steigėjas EŽ, TŽ, teisėjas STŽ, ŠŽ, TŽ, tiekėjas EŽ, TŽ, vedėjas EŽ, STŽ, TŽ, veikėjas LŽ, žaidėjas STŽ, ŠŽ. Als Bezeichnung für den Träger einer verbalen Eigenschaft lässt sich allenfalls der Terminus mėgėjas auffassen: Der so bezeichnete Sportler führt keine Handlung aus, sondern besitzt lediglich eine aus einer Handlung hervorgehende Eigenschaft. Es kommen auch Termini vor, die eher als Bezeichnungen für Werkzeuge gelten sollten. Das sind unregelmäßige Ableitungen. Die Ableitungen werden von einfachen Verben gebildet (eine mögliche Ausnahme ist globėjas TŽ). Die Funktion der Suffixe -tojas, -a und -ėjas, -a ist dieselbe; sie unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch die Basisverben. Erst gemeinsam können sie die gesamte Vielfalt der Verben abdecken. Die Basisverben sind meist transitiv; eine Ausnahme bilden einige Ableitungen, z. B.: čiuožėjas ŠŽ, kenkėjas TŽ. Als Ableitungsgrundlage dient das Präteritum, wie aus den folgenden Beispielen deutlich hervorgeht: dėjėjas ŠŽ (: dėjo, dėti, deda), gavėjas EŽ, STŽ (: gavo, gauti, gauna), gynėjas ŠŽ, TŽ (: gynė, ginti, gina), išdavėjas EŽ (: išdavė, išduoti, išduoda), įgijėjas TŽ (: įgijo, įgyti, įgyja), leidėjas LŽ (: leido, leisti, leidžia), priėmėjas EŽ, STŽ (: priėmė, priimti, priima), skundėjas TŽ (: skundė, skųsti, skundžia). Bei fast der Hälfte der Ableitungen sind die Basisverben präfigiert. In vielen Fällen ist der Rückgriff auf präfigierte Verben erforderlich, weil sie unterschiedliche lexikalische 26 Bedeutungen haben, z. B.: įgijėjas TŽ, padėjėjas TŽ, pardavėjas EŽ, TŽ, pareiškėjas EŽ, TŽ, pranėšėjas TŽ. Manchmal wird die Handlung der bezeichneten Person durch ein präfigiertes Verb genauer beschrieben, z. B.: perėmėjas STŽ, TŽ, perteikėjas STŽ. So entstehen in einzelnen Fällen Wortgruppen von Termini mit derselben Wurzel, z. B.: išdavėjas EŽ, padavėjas EŽ, pardavėjas EŽ, TŽ; pirkėjas EŽ, TŽ, išpirkėjas EŽ, supirkėjas EŽ. Der Rückgriff auf präfigierte Verben ist jedoch nicht immer notwendig. Beispielsweise sind die Termini pasėkėjas LŽ, pažaidėjas TŽ im Sprachgebrauch von präfigierten Verben her etabliert, doch hätten Ableitungen von den entsprechenden nicht präfigierten Verben dasselbe bedeutet. Es ist völlig unzweckmäßig, in Wörterbüchern Varianten von Termini anzuführen, z. B.: (su)rinkėjas EŽ. Die Wahl eines präfigierten oder nicht präfigierten Verbs als Grundlage der Terminusbildung muss in jeder Hinsicht begründet sein. -tinis, -ė Mit dem Suffix -tinis, -ė werden ausschließlich Bezeichnungen für Träger verbaler Eigenschaften gebildet. Der größere Teil (fast zwei Drittel) der in den untersuchten Wörterbüchern verzeichneten Termini bezeichnet verschiedene unbelebte Dinge. Die übrigen Ableitungen bezeichnen Personen. Personen und andere Dinge werden meist nach Eigenschaften benannt, die sie besitzen und die aus einer entsprechenden Handlung anderer Handelnder hervorgegangen sind; diese Handlung wird durch das Basisverb ausgedrückt. Demnach bezeichnen Ableitungen dieses Typs Träger einer von außen erworbenen Handlungseigenschaft. Z. B.: a) atleistinis EŽ, globotinis TŽ, įgaliotinis EŽ, TŽ, išlaikytinis EŽ, TŽ, ištuoktinis TŽ, patikėtinis TŽ, sutuoktinis, -ė TŽ; b) atmintinė LŽ, gaubtinė STŽ, išvestinė STŽ, išklotinė GŽ, STŽ, kreiptinė STŽ, raliuotinė LŽ, rinktinė LŽ, SŽ, skeltinė „abgetrennte, unbehaarte Haut“ ChŽ. Alle Bezeichnungen für unbelebte Dinge gehören einem bestimmten grammatischen Geschlecht an. Nur bei der Bedeutung einiger weniger Ableitungen geht es auf Handlungen zurück, die für die bezeichneten Dinge selbst charakteristisch sind, z. B.: gaubtinė STŽ. Die Ableitungen werden von Verben unterschiedlicher Struktur gebildet, doch in den meisten Fällen (zwei Dritteln) dienen einfache Verben als Grundlage. Personenbezeichnungen werden eher von sekundären und gemischten Verben gebildet, während Bezeichnungen für unbelebte Dinge häufiger von einfachen Verben abgeleitet werden. Bei einigen Ableitungen sind die Basisverben intransitiv, z. B.: atsim estiniai EŽ, TŽ, griaustinis FŽ, GŽ, išvyktinis EŽ. Der angegebene Bedeutungscharakter (die Benennung erfolgt nicht nach einer Handlung, die das bezeichnete Objekt selbst ausführt) verbindet die Ableitungen mit dem Suffix -tinis, -ė mit den passivischen Partizipien. Tatsächlich dürfte mehr als eine Ableitung dieses Typs von Partizipien des Passivs im Präteritum abgeleitet sein, z. B.: apgyvendintinis TŽ, įgaliotinis EŽ, TŽ, rinktinė LŽ, SŽ, skeltinė ChŽ, sutuoktinis TŽ. In diesem Fall müsste man sie als Ableitungen mit dem Suffix -inis, -ė auffassen. Andererseits weist ein Teil der Ableitungen jedoch keinen klaren Bedeutungszusammenhang mit diesen Partizipien auf, bei manchen fehlt ein solcher Zusammenhang völlig, z. B.: atmintinė LŽ, griaustinis FŽ, GŽ, išvyktinis EŽ. Die Bedeutung der Termini globotinis TŽ, išlaikytinis EŽ, TŽ steht eher mit den Partizipien des Passivs im Präsens in Verbindung. Berücksichtigt man dies, ist es am zweckmäßigsten und offenbar auch am genauesten, alle derartigen Ableitungen als Bildungen mit dem Suffix -tinis, -ė aus dem Infinitiv aufzufassen, denn nur über diese Form lassen sich alle Ableitungen morphologisch herleiten. Die Bezeichnung eines Handlungsergebnisses, der botanische Terminus veltinys „Gesamtheit langer, verfilzter Härchen auf der Oberfläche eines Pflanzenblatts“, kann als gewöhnliches Wort terminologisiert werden. 27 -ovas, -ė In Wörterbüchern der Fachterminologie sind nur wenige Ableitungen dieses Typs verzeichnet. Die Ableitungen bezeichnen meist Personen, die die durch die Basisverben benannten Handlungen ausführen, z. B.: atsakovas TŽ, ieškovas TŽ, užsakovas TŽ, vadovas EŽ, STŽ, SŽ, valdovas TŽ, varovas SŽ, varžovas SŽ, žiūrovas SŽ. Dies sind Bezeichnungen für Handelnde. Einige Ableitungen dienen als Bezeichnungen für Träger einer verbalen Eigenschaft; darunter bezeichnet eine eine Person (žinovas TŽ), die übrigen unbelebte Dinge, z. B.: palydovas „Beimengungen anderer Minerale in einem Mineral“ ChŽ, palydovai (von Chromosomen) „kleine, sich mit Kernfarbstoffen färbende Körperchen, die mit einem dünnen Faden am Ende des Chromosoms befestigt sind“ BŽ, vadovas „путеводитель; справочник“ LŽ, valdovė „ферзь“ SŽ. Offenbar werden Ableitungen eher aus gemischten Verben gebildet, obwohl sie auch aus anderen entstehen. Die Verbsuffixe gehen nicht in die Ableitungen ein. Die meisten Ableitungen beruhen auf Verben ohne Präfix. Hinsichtlich der Wortbildung sticht rangovas EŽ, TŽ hervor. Dieser Terminus ist offenbar mit dem Substantiv ranga „3. Ausführung irgendwelcher Arbeiten im Auftrag“ DŽ 650 in Verbindung zu bringen. Andere Suffixe Mit den übrigen 23 Suffixen wurden jeweils weniger als 10 Ableitungen gebildet; der größere Teil davon (15) lässt sich lediglich in 1–2 Termini nachweisen. Insgesamt gehören 62 Ableitungen zu diesen Wortbildungstypen (25% aller Ableitungen, die zur Gruppe der Bezeichnungen für Handelnde und Träger verbaler Eigenschaften gehören). -alas: Parfüm ChŽ. -čius: lipčius „zuckerhaltige (süße) Ausscheidungen, die in Form kleinerer oder größerer Tröpfchen an der Oberfläche von Pflanzen austreten, z. B. Flüssigkeitströpfchen, die an von Mutterkorn befallenen Getreideähren ausgeschieden werden“ BŽ. -eiva: rašėiva LŽ. -ekšnis: Gulekšnis GŽ. -enė: verdenė GŽ. Diese Ableitung kann auch als Ortsbezeichnung aufgefasst werden. -etas: Wirbel GŽ, MŽ, SŽ. -chen: Überlebender BŽ. -ikas: Bezeichnet werden Personen, z. B.: bėgikas SŽ, draudikas TŽ, ėjikas SŽ, plaukikas SŽ, rinkikas TŽ, andere Lebewesen, z. B.: graužikai (Bodentia) GŽ, SŽ, skalik as SŽ, sowie unbelebte Dinge (bestimmte chemische Stoffe), z. B.: apgavi kas „glänzendes Mineral“ ChŽ (für den Wörterbuchgebrauch gilt der Terminus blizgis als geeigneter), drumstikai ChŽ. -gerät: Indikator FŽ, GŽ, STŽ, SŽ. -inys: pasiuntinys TŽ, pavaldinys TŽ (nicht zur Verwendung empfohlen), samdinys EŽ, valdinys TŽ; čiūžinys MŽ, SŽ. Bezeichnet werden Personen und gelegentlich auch andere Dinge. -kliai: arkliai (Equidae) GŽ, rykliai (Selachii) GŽ. Bemerkenswert ist, dass sie als Bezeichnungen bestimmter systematischer Einheiten keine Neubildungen sind, sondern im Plural verwendet werden (auch in der russischen Terminologie, z. B.: лошади, окуни). In der litauischen Terminologie sind für diesen Zweck Ableitungen mit dem Suffix -iniai gebräuchlicher (siehe das Kapitel über Bezeichnungen von Trägern verbaler Eigenschaften). -lys: pirklys EŽ, šaulys SŽ, vedlys SŽ; ropliai (Reptilia) GŽ; čiurkšlys „Fontäne“ MŽ, krioklys „Ort, an dem Wasser plötzlich hinabstürzt“ MŽ, GŽ. -na: čerškšna GŽ. -nomaden: Wanderer EŽ. -nis: Faktor BŽ, EŽ, STŽ. -šna: lipšna GŽ. -tys: pintys (Porifera, Spongia) GŽ. 28 -ulys: atspindulys ChŽ, iškyšulys MŽ, kyšulys GŽ, riedulys GŽ, MŽ, SŽ, ritulys SŽ, rutulys GŽ, SŽ, skritulys STŽ, SŽ, spindulys FŽ, GŽ, MŽ, STŽ, SŽ. -ūnas: lakūnas SŽ, skraidūnas TŽ; augūnas „eine durch vegetative Vermehrung (Absenker, Stecklinge, Ableger) gewonnene Pflanze“ BŽ, perėjūnai „eingeschleppte, in einem Gebiet nicht dauerhaft etablierte Pflanzen, die zufällig für eine gewisse Zeit an manchen Orten auftreten und dann wieder verschwinden“ BŽ. -uoklė: spyruoklė STŽ. -uolis, -ė: burbuolė BŽ, krituolis „eine noch nicht pflückreife oder bereits reife Frucht, die sich von selbst vom Fruchtstiel gelöst hat“ BŽ, skraiduolė SŽ, žinduoliai (Mammalia) GŽ. -uonis(-ys): atlakuonis GŽ, deguonis ChŽ, GŽ, SŽ, grobionys (Carnivora) GŽ. -utis, -ė: drebučiai ChŽ, „gurgučiai“ ChŽ, kabutė SŽ, kabutės STŽ, likutis ChŽ, sukutis SŽ, žėrutis ChŽ, GŽ, STŽ, žvangutis SŽ. Die meisten dieser suffixalen Ableitungen sind Bezeichnungen für Träger verbaler Eigenschaften. Nur mit den Suffixen -ikas, -lys, -ūnas sind auch Bezeichnungen für Handelnde gebildet worden. Ein Teil der hier erwähnten suffixalen Ableitungen stammt aus der nichtterminologischen Lexik. Dies dürfte auf Ableitungen mit den Suffixen -alas, -etas, -kliai, teilweise auch mit -ulys und einigen weiteren zutreffen. In Einzelfällen ist die Ableitungsbildung nicht mehr ganz klar. BEZEICHNUNGEN DES HANDLUNGSERGEBNISSES Diese Wortbildungsgruppe umfasst Termini, deren Wortbildungsbedeutung darin besteht, das Ergebnis oder Objekt der durch das Basisverb bezeichneten Handlung zu benennen. In den Wörterbüchern gibt es vergleichsweise wenige mit Suffixen gebildete Ableitungen dieser Art – insgesamt 224. Die Ableitungen sind mit 48 Suffixen gebildet, doch mit den meisten davon wurde nur je eine oder einige wenige Ableitungen gebildet. Am weitesten verbreitet ist hier das Suffix -inys (etwa ein Drittel der Ableitungen); die anderen etwas häufigeren Suffixe sind -alas, -muo (-menys), -tis. Mit diesen vier Suffixen sind drei Fünftel aller zu dieser Gruppe gehörenden Termini gebildet. -inys Mehr als ein Drittel der Bezeichnungen für Handlungsergebnisse ist mit dem Suffix -inys gebildet. Der Großteil der Ableitungen dieses Typs hat die Bedeutung eines Handlungsergebnisses, d. h. bezeichnet verschiedene konkrete Dinge, die Folgen der durch die Basisverben bezeichneten Handlungen sind. Zum Beispiel: auginys „ein zum Pflanzen vorbereitetes Stück eines Stängels oder einer Wurzel – ein Mittel der vegetativen Vermehrung, das auf der Fähigkeit der Pflanze zur Regeneration beruht“ BŽ, gręžinys GŽ, „ein mit Erdbohrwerkzeugen hergestelltes tiefes Loch mit kreisförmigem Querschnitt“ MŽ, grindinys SŽ, „ein mit Steinen gepflasterter Weg, eine Straße“ MŽ, junginys STŽ, SŽ, „Gesamtheit gleichartiger Moleküle“ ChŽ, karšinys „Halbfabrikat, das aus einer Krempelmaschine austritt; ein Band aus gekrempelten, schwach zusammenhaftenden, überwiegend längs ausgerichteten Fasern“ ATŽ, kasinys EŽ, GŽ, „ein durch Abbau entstandener Hohlraum an der Erdoberfläche oder unterirdische Gänge (Korridore)“ MŽ, rentinys „1. eine Brunnenfassung; 2. ein mit Steinen gefülltes Flechtwerk – eine bauliche Konstruktion für Flussregulierungsanlagen“ MŽ, skiedinys GŽ, „eine Mischung aus Bindemittel, Sand und Wasser“ ChŽ, skiepiny­s „veredelte Teile zweier Pflanzen, von denen eine Wurzeln und die andere den oberirdischen Teil ausbilden soll, z. B. veredelte Edelreiser von schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere“ BŽ, telkinys „Lagerstätte von Bodenschätzen“ ChŽ, GŽ, MŽ, tvenkinys GŽ, „ein künstliches Gewässer, das durch Aufstauen eines Flusses oder eines anderen Wasserlaufs entstanden ist“ MŽ. 29 Nur ein kleiner Teil der Ableitungen hat eine eindeutigere Bedeutung als Handlungsobjekt, z. B.: atėminys STŽ, ieškinys EŽ, TŽ, siuntinys EŽ, šovinys SŽ, taikinys STŽ, SŽ. Es kommen Ableitungen vor, die sowohl die Bedeutung eines Handlungsergebnisses als auch die eines Handlungsobjekts haben, z. B.: klojinys „ein in Schichten aufgeschichteter Faserhaufen, bei dem in bestimmten Abständen verschiedene Komponenten faseriger Materialien aufeinanderfolgen und der zur Herstellung einer Spinnmischung dient“ ATŽ, „1. etwas, womit etwas ausgelegt ist (z. B. eine Bretterschalung); 2. Form zum Einbringen von Beton in eine Anlage“ MŽ, GŽ. Ableitungen dieses Typs werden meist von primären Verben gebildet. Ein beträchtlicher Teil der Ableitungen (mehr als ein Drittel) ist jedoch wortbildungsmäßig mit Mischverben oder sekundären Verben verbunden, z. B.: bandinys ChŽ, MŽ (: bandyti, bando, bandė), darinys ChŽ, GŽ, STŽ (: daryti, daro, darė), ieškinys EŽ, TŽ (: ieškoti, ieško, ieškojo), lydinys ChŽ, FŽ, GŽ, STŽ (: lydyti, lydo, lydė), rašinys LŽ (: rašyti, rašo, rašė), sakinys LŽ, STŽ (: sakyti, sako, sakė), statinys EŽ, GŽ, MŽ (: statyti, stato, statė), turinys EŽ, LŽ, STŽ (: turėti, turi, turėjo); derinys MŽ, STŽ, SŽ (: derinti, derino, derino), gaminys EŽ, STŽ (: gaminti, gamina, gamino), ked(inys) ATŽ (: kedenti, kedena, kedeno), klijiniai ATŽ (: klijuoti, klijuoja, klijavo), skiep(iny)s BŽ (: skiepyti, skiepija, skiepijo), skolinys LŽ (: skolinti, skolina, skolino). Die Basisstämme beruhen auf der Form des Präteritums der Verben, z. B.: atėminys STŽ (: atėmė, atimti, atima), davinys EŽ, SŽ (: davė, duoti, duoda), kėlinys SŽ (: kėlė, kelti, kelia), kliuvinys GŽ (: kliuvo, kliūti, kliūva), krovinys EŽ, TŽ (: krovė, krauti, krauna), kūrinys LŽ (: kūrė, kurti, kuria), puvinys BŽ (: puvo, pūti, pūva), radinys TŽ (: rado, rasti, randa), svėrinys ATŽ, ChŽ (: svėrė, sverti, sveria), uždavinys EŽ, STŽ, SŽ (: uždavė, užduoti, užduoda). Verbale Suffixe der Grundwörter gehen nicht in den Basisstamm ein, vgl.: gludinys GŽ (: glud-ino), ieškinys EŽ, TŽ (: iešk-ojo), klijiniai ATŽ (: klij-avo), mūrinys MŽ (: mūr-ijo usw. Die Basisverben der Ableitungen dieses Typs sind meist transitiv. Nur einige wenige Ableitungen beruhen auf intransitiven Verben, z. B.: auginys BŽ, ieškinys EŽ, TŽ, mišinys ATŽ, ChŽ, priklausinys TŽ. Selten sind auch Ableitungen, deren Basisstämme Präfixe haben, z. B.: atėminys STŽ, įdėjinys STŽ, įrenginys ChŽ, EŽ, FŽ, MŽ, STŽ, padariniai EŽ, perdenginys MŽ, perdirbinys EŽ, priklausinys TŽ, sumet(inys) MŽ, uždavinys EŽ, STŽ, SŽ. -muo (-menys) Die meisten Ableitungen mit diesem Suffix bezeichnen eindeutig das Objekt einer Handlung, z. B.: armuo „Erdschicht, die beim Pflügen umgewendet wird“ MŽ, metmenys „stark gezwirnte Garne oder Fäden; Längsfadensystem in einem Gewebe“ ATŽ, nešmenys „von fließendem Wasser transportierte Feststoffpartikel, die Sedimentschichten im Flussbett oder auf einer Insel bilden“ MŽ, riedmenys EŽ, sprogmenys „Explosivstoff“ GŽ, šaudmenys EŽ, SŽ, tirpmenys „löslicher Anteil eines Gemisches“ ChŽ. Bei anderen Ableitungen ist die Bedeutung des Handlungsergebnisses ausgeprägter, z. B.: dalm(uo) (auf einer Skala) ChŽ, STŽ, duomenys EŽ, STŽ, kaitmenys „Gewicht, auf das sich ein Stoff beim Erhitzen bis zur Gewichtskonstanz verringert“ ChŽ. Einige Ableitungen stehen ihrer Bedeutung nach anderen Wortbildungsgruppen näher, z. B.: gręžmenys „Bohrgeräte“ GŽ, svarmuo SŽ stehen den Werkzeugbezeichnungen näher, pradmuo TŽ den Verbalabstrakta, kaitmuo (Synonyme galūnė, fleksija) STŽ den Bezeichnungen für Träger einer verbalen Eigenschaft. 30 Die Grundverben sind häufiger primär, doch gibt es auch Ableitungen von gemischten und sekundären Verben, z. B.: dalmuo ChŽ, STŽ (: dalyti, dalija, dalijo), kaitmuo STŽ (: kaityti, kaito, kaitė), matmuo FŽ, STŽ (: matuoti, matuoja, matavo), reikmenys EŽ, STŽ (: reikėti, reikia, reikėjo), šaudmenys EŽ, SŽ (: šaudyti, šaudo, šaudė). Es kommen Ableitungen von intransitiven Verben vor, z. B.: reikmenys EŽ, STŽ, sprogmenys TŽ, tirpmenys ChŽ. Die meisten Ableitungen lassen sich wortbildungsmäßig leicht mit dem Infinitiv verknüpfen, z. B.: dėmuo STŽ (: dėti, deda, dėjo), duomenys EŽ, STŽ (: duoti, duoda, davė), žiomuo GŽ (: žioti, žioja, žiojo), doch gibt es auch Ableitungen mit dem Stamm des Präteritums, z. B.: metmenys ATŽ (: metė, mesti, meta), spaudmenys STŽ (: spaudė, spausti, spaudžia). Sekundäre Verbsuffixe gehen nicht in die Ableitungen über, vgl.: dalmuo (: dal-yti), reikmenys (: reik-ėti), skaitmuo STŽ (: skait-yti). Es ist völlig untypisch, Ableitungen dieses Typs von präfigierten Verben zu bilden. Die einzige präfigierte Ableitung ist netirpmenys „unlösliche Bestandteile eines Gemisches“ ChŽ; doch auch sie selbst kann gelegentlich mit einem Präfix gebildet werden (Gegensatz zu tirpmenys). -alas Mit dem Suffix -alas wurden fast fünfmal weniger Termini gebildet als mit dem Suffix -inys. Etwas mehr als die Hälfte der Ableitungen bezeichnet Handlungsergebnisse, z. B.: gemalas „Keim eines neuen pflanzlichen Organismus im Samen, bestehend aus Würzelchen und Knöspchen“ BŽ, guralas GŽ, „Verwitterungsprodukte“ MŽ, lydalas STŽ, „geschmolzene, flüssige Masse“ ChŽ, tirpalas „heterogener Körper von flüssiger Konsistenz, bestehend aus einem Lösungsmittel und darin dispergierten feinen, nicht sichtbaren Teilchen eines anderen Körpers“ BŽ, ChŽ, FŽ, GŽ, MŽ, STŽ, verpalai „garnförmiges Erzeugnis von Spinnmaschinen, hergestellt aus begrenzt langen Faserstoffen wie Wolle, Baumwolle, Flachs usw.“ ATŽ. Bei anderen Ableitungen ist die Bedeutung der Bezeichnung für das Objekt einer Handlung etwas charakteristischer, z. B.: pakaitalas ChŽ, STŽ, skaitalas LŽ, smilkalas ChŽ. Die eine oder andere Ableitung steht anderen Wortbildungsgruppen nahe, z. B.: augalas BŽ, MŽ kann auch als Bezeichnung für den Träger einer verbalen Eigenschaft aufgefasst werden, masalas SŽ als Werkzeugbezeichnung, reikalas EŽ, GŽ, STŽ als Verbalabstrakt. Als Basiswörter für Ableitungen dieses Typs dienen meist primäre, seltener gemischte Verben (z. B.: lydalas, reikalas, skaitalas). Nur eine Ableitung, masalas, ist wortbildungsmäßig mit einem sekundären Verb verknüpft. Als Wortbildungsgrundlage dient das Präteritum, z. B.: pabėralas SŽ (: pabėrė, paberti, paberia). Sekundäre verbale Suffixe in den Grundformen gehen nicht in die Ableitungen über, vgl.: reikalas (: reik-ėjo). Die Grundverben sind häufiger transitiv; etwa jede vierte Ableitung hat einen präfigierten Verbstamm als Basis, z. B.: pabėralas SŽ, pakaitalas ChŽ, STŽ, užbėralas SŽ, užminkalas SŽ. Ablaut im Wurzelvokal ist nur bei der Ableitung pakaitalas (: pakeitė) charakteristisch. -tis Ableitungen mit dem Suffix -tis (es gibt 11 davon) bezeichnen meist das Ergebnis einer Handlung und können nur gelegentlich als Bezeichnungen des Handlungsobjekts verstanden werden. Hinsichtlich ihrer Wortbildung stehen sie mit dem Infinitiv transitiver Simplexverben in Verbindung, z. B.: užduotis EŽ 31 (: užduoti, užduoda, uždavė), užgrūtis GŽ (: užgrūti, užgrūva, užgruvo). Die Basisverben können sowohl präfigiert als auch unpräfigiert sein, z. B.: atremtis SŽ, nutartis TŽ, sutartis TŽ, užgrobti GŽ und jungtis ChŽ, STŽ, keltis SŽ, skilts BŽ, EŽ, STŽ. Andere Suffixe Bezeichnungen des Handlungsergebnisses (und des Objekts) wurden noch mit 44 Suffixen gebildet (insgesamt 92 Ableitungen). Bei den meisten dieser Suffixe (34) gibt es lediglich jeweils 1–2 Ableitungen. Die Rolle all dieser Suffixe in der Terminologie ist gering. Hinsichtlich ihrer Wortbildungstendenzen unterscheiden sie sich im Wesentlichen nicht von den Wortbildungstypen: Auch mit diesen Suffixen werden präfigierte Basisstämme nur selten verbunden; als Basisformen dienen der Infinitiv oder das Präteritum. Sekundäre oder gemischte Verben nehmen an der Wortbildung deutlich seltener teil als Simplexverben; ihre verbalen Suffixe werden nicht in die Ableitungen übernommen. -ana: liekana EŽ, GŽ, STŽ, palūkanos EŽ, TŽ. -da: sankloda EŽ. -das: klodas ChŽ, GŽ. -ler: varveklis GŽ. -ena(-os): degenos ChŽ, iškasena(-os) BŽ, ChŽ, EŽ, GŽ, puvenos GŽ, MŽ. -ėsiai: dūlesiai GŽ, MŽ, kepėsiai ChŽ. -iki: laimikis SŽ. -iklis: rodiklis EŽ, FŽ, GŽ, SŽ. -yklas: salyklas BŽ. -yklė: taisykė EŽ, SŽ, STŽ, TŽ. -kla: sėkla BŽ. -klas: Ummantelung STŽ. -klė: Tribut EŽ, Rätsel LŽ. -lė: Strahl FŽ, GŽ, MŽ, STŽ, Span MŽ, Trübstoffe ChŽ, GŽ, Bohrmehle GŽ, Sprichwort LŽ, Naht BŽ, SŽ. -lis: Beitrag EŽ, STŽ, TŽ, Ressourcen EŽ, Verlust (-e) EŽ, FŽ, STŽ, TŽ, Gerüste MŽ, SŽ, Zuwachs BŽ, Zusatz EŽ, STŽ. Möglicherweise gehört auch ūglis „ein innerhalb eines Jahres gewachsener Stängel oder Zweig samt Blättern“ BŽ zu diesem Typ. -lius: Ernte BŽ, EŽ, Überschuss EŽ. -ma: nepriema TŽ (kann auch als Verbabstrakt aufgefasst werden). -mena(-os): Nutzmittel (-a) EŽ, MŽ, TŽ, Bruch STŽ. -mė: Folge STŽ, SŽ, TŽ, Vorwort LŽ, Pflicht TŽ, Bedarf BŽ, Sage LŽ, Quelle GŽ, MŽ. -nis: Wölbung FŽ, GŽ. -slė: Rätsel LŽ. -nis: Gesetz BŽ, GŽ, TŽ, Arbeitsgesetz ChŽ, Grad EŽ, STŽ, SŽ, Klafter EŽ, Schicht BŽ, EŽ, FŽ, STŽ, Zeitabschnitt BŽ, Schritt SŽ. Ableitungen Schwall ChŽ und Sprung SŽ können auch als Bezeichnungen für Handlungen aufgefasst werden. -stas: Busch BŽ, GŽ, MŽ, Falz MŽ. -stė: Falte ATŽ. Möglicherweise ist diese Ableitung genauer mit einem iterativen Verb zu verknüpfen; in diesem Fall wäre sie eine Ableitung mit der Endung -ė. -šlė: Falte ATŽ, GŽ, MŽ. -šnis: Pilzschritt SŽ. -ta: Last EŽ. -tas: maistas EŽ, paklotas MŽ, raštas EŽ, LŽ, TŽ, skliaustai STŽ, spraustas MŽ, turtas (-ai) EŽ, TŽ, žlugtai ChŽ. Ableitungen gnybtas FŽ, SŽ und spąstai SŽ können auch als Bezeichnungen für Werkzeuge gelten. -tė: paklotė BŽ, GŽ, MŽ. -tinė: Zusammenfassung EŽ, STŽ. -tinys: Filztuch MŽ. 32 -tulas: vytulas „weiche, leicht verformbare, zylindrische Hohlform von Garn und Fäden ohne Hülse oder Spule, die von den Spindeln des Zentrifugalspinnens abgenommen wird“ ATŽ. -tuvė: rietuvė MŽ. -tva: graižtva ŠŽ. -tvis: rėžtvis „rėž...“ GŽ. -ula: skaidula BŽ, STŽ. -ulas: Blase FŽ, gniutulas ATŽ, EŽ, GŽ, gniužulas BŽ. -ulys: deguliai BŽ, iškyšulys STŽ, krėšulys ChŽ, krituliai FŽ, GŽ, MŽ, vytulys „Pflanzenkrankheit, die meist von Pilzen oder Bakterien verursacht wird, indem diese die Wasserleitungsbahnen verstopfen“ BŽ. -uolys: branduolys BŽ, ChŽ, FŽ, GŽ, MŽ, STŽ. -(i)uotė: grupuotė GŽ, klijuotė ŠŽ, rikuotė ŠŽ. Berücksichtigt man, dass alle Ableitungen mit diesem Suffix morphologisch mit Verben verbunden sind, die das Suffix -(i)uo- haben, könnte man hier das Suffix -tė statt -(i)uotė ansetzen. -uras: Knospe BŽ. -urys: duburys GŽ, MŽ, ŠŽ. -utas: degutas BŽ. -utis: likutis EŽ, STŽ, pinučiai MŽ. Ein Teil der Bezeichnungen für Handlungsergebnisse und Objekte wurde nicht eigens für terminologische Zwecke gebildet. Dies gilt für so gut wie alle Ableitungen mit den Suffixen -ana, -lė, -mė, -stas, -stė, -ulas, -urys usw. Auch ein Teil der Ableitungen mit anderen Suffixen wurde aus der Volkssprache übernommen. Bemerkenswert ist, dass man sich bei der Bildung von Suffixableitungen eher auf nicht präfigierte Verben als Basen stützt. Von dieser allgemeinen Tendenz weicht die Bildung von Ableitungen mit dem Suffix -tis etwas ab. Daher sind einige Ableitungen von präfigierten Verben, z. B. netirpmenys, morphologisch sehr ungewöhnlich. ORTSBEZEICHNUNGEN In terminologischen Wörterbüchern finden sich nur wenige Ortsbezeichnungen, die mit Suffixen von Verben abgeleitet sind. Einige Wortbildungstypen sind jedoch sowohl in der Literatursprache als auch in der Terminologie recht produktiv. Offenbar ist nicht die geringe Verbreitung von Ortsbezeichnungen in der Sprache der Wissenschaft und Technik, sondern sind andere Gründe dafür verantwortlich, dass sie nur selten in Fachwörterbücher aufgenommen werden. Verbale Ableitungen dieser Gruppe bezeichnen Orte nach der dort ausgeführten Handlung oder dem dort ablaufenden Prozess, z. B.: daigykla „Raum, in dem Samen zum Keimen gebracht werden“ BŽ, maudykla „Badeort mit bestimmten Einrichtungen“ MŽ. Ableitungen dieses und anderer Typen eignen sich sehr gut zur Bezeichnung verschiedener Produktionsräume und Räumlichkeiten anderer Bestimmung. Ortsbezeichnungen werden auch von Substantiven und Adjektiven abgeleitet. Sie werden gesondert behandelt. -ykla Dies ist der produktivste Bildungstyp verbaler Ortsbezeichnungen. Die Ableitungen bezeichnen Orte verschiedener Art nach den dort stattfindenden oder ausgeführten charakteristischen Handlungen, z. B.: audykla EŽ, džiovykla ChŽ, gamykla EŽ, STŽ, ganykla MŽ, girdykla MŽ, kasyklos EŽ, GŽ, kepykla EŽ, mokykla EŽ, LŽ, SŽ, plauk ykla SŽ, saugykla EŽ, siurbykla GŽ, MŽ, stebykla GŽ, šaudy kla SŽ, talpykla „Ort zum Aufbewahren, Lagern“ MŽ, valg ykla EŽ. 3. Lietuvių terminologija 33 Die Grundverben der meisten Ableitungen sind transitiv; eine Ausnahme bilden einige wenige Ableitungen, z. B.: čiuožykla SŽ, plauk ykla SŽ, stovykla EŽ, SŽ. Die Ableitungen werden von Verben unterschiedlicher Struktur gebildet, z. B.: kasyklos (: kasti, kasa, kasė), maudykla (: maudytis, maudosi, maudėsi), stebykla (: stebėti, stebi, stebėjo), talpykla (: talpinti, talpina, talpino). Präfigierte Verben dienen niemals als Grundlage. Die Ableitungen übernehmen den Stamm des Präteritums; das zeigen beispielsweise audykla EŽ (: audė, austi, audžia), leidykla LŽ (: leido, leisti, leidžia), siuvykla EŽ (: siuvo, siūti, siuva). Sekundäre verbale Suffixe werden nicht in die Ableitungen übernommen, vgl.: daigykla BŽ (: daig-ino), gamykla EŽ, STŽ (: gam-ino), saugykla EŽ (: saug-ojo), stebykla GŽ (: steb-ėjo), während Suffixe, die die Verbform nicht verlängern, auch in den Ableitungen erhalten bleiben, z. B.: girdykla MŽ (: gir-dė, vgl. ger-ti), šaudykla SŽ (: šau-dė, vgl. šau-ti). Von allen Ableitungen dieses Typs ist sausykla „eine Vorrichtung, mit der die Trockenheitsresistenz von Kulturpflanzen unter Freilandbedingungen untersucht wird. Es handelt sich um ein aus Holz errichtetes Gerüst einer Überdachung, das bei Regen mit einer Plane bedeckt wird“ BŽ hinsichtlich seiner Bildung weniger durchsichtig. Andere Suffixe In den Wörterbüchern finden sich Ortsbezeichnungen, die mit weiteren 10 Suffixen von Verben abgeleitet sind. Sie weisen jedoch alle nur eine oder einige wenige Ableitungen auf (etwas mehr Ableitungen gibt es nur mit dem Suffix -tuvė). -einė: Wohnstätte SŽ, TŽ. -imys: Strand GŽ, MŽ. -ynas: au gynas „Fläche, auf der Pflanzen zum Zweck der Züchtung neuer Sorten angebaut werden“ BŽ. -klė: daboklė TŽ. -lis: sandėlis EŽ. -ta: brasta GŽ, MŽ, SŽ. -tas: vartas EŽ. Die Bildung dieser Ableitung ist unklar. -tinė: Schutzgebiet SŽ. -tinis: Naturschutzgebiet LŽ. -tuvė: Werkstatt STŽ, Werkstatt EŽ, MŽ, Laden EŽ, Geschäft EŽ, Druckerei STŽ. Den Ortsbezeichnungen nahe steht die Ableitung žiotys „Öffnung, die in das Röhrchen einer Krone oder eines Kelchs führt“ BŽ. SUBSTANTIVISCHE DERIVATE BEZEICHNUNGEN VON EIGENSCHAFTEN Zur Gruppe der Bildungen von Bezeichnungen für Eigenschaften, oder abstrakten Substantiven, gehören Derivate, mit denen von konkreten Gegenständen der Wirklichkeit losgelöste Eigenschaften, Tätigkeitsbereiche des Menschen u. Ä. benannt werden. Die Derivate werden aus flektierbaren Wörtern gebildet, in erster Linie aus Adjektiven, erheblich seltener aus Substantiven und Partizipien; nur einzelne Derivate sind aus Zahlwörtern und Pronomen gebildet. Sehr selten sind auch Derivate aus unflektierbaren Wörtern (gewöhnlich Adverbien). Es gibt recht viele Termini, die ihrer Bildung nach zur Gruppe der Bezeichnungen für Eigenschaften gehören — ihre Zahl übertrifft die Gesamtzahl aller größeren Gruppen von Bezeichnungen konkreter Bedeutungen (zum Beispiel Bezeichnungen von Werkzeugen, Handlungsergebnissen 34 und Ähnlichem) um das Drei- bis Vierfache. Bezeichnungen von Handlungen gibt es jedoch ungefähr dreimal so viele. Daraus wird deutlich, dass der suffixalen Bildung von Derivaten mit abstrakter Bedeutung in der Terminologie eine besonders große Rolle zukommt. Die Bildung von Bezeichnungen für Eigenschaften zeichnet sich nicht durch eine größere Vielfalt an Wortbildungstypen aus. Die Derivate sind nur mit 18 Suffixen gebildet (insgesamt 834 Derivate). Besonders produktiv ist der Typ mit dem Suffix -umas. Mit diesem Suffix sind 83,7% aller Bezeichnungen für Eigenschaften gebildet. Von den übrigen Suffixen sind noch -ybė und -ystė erwähnenswert; mit beiden zusammen wurden fast siebenmal weniger Derivate gebildet als mit dem Suffix -umas. Die übrigen Suffixe werden für die Bildung von Termini nur selten verwendet. -umas Derivate mit dem Suffix -umas bezeichnen eine verallgemeinerte, abstrahierte Eigenschaft, Qualität oder einen Zustand, die bzw. der sich aus der Bedeutung des Basisworts ergibt, z. B.: aukštaūgiškumas „Veränderung der Pflanzenbeschaffenheit, die sich in ungewöhnlich hohem Wuchs äußert“ BŽ, dažumas „Eigenschaft eines Faserstoffs, Farbstoffe aus ihrer Lösung aufzunehmen, sich mit ihnen zu verbinden und sich entsprechend zu färben“ ATŽ, galingumas „Leistungsfähigkeit einer Maschine, innerhalb einer bestimmten Zeit eine bestimmte Arbeit zu verrichten“ MŽ, imlumas „Fähigkeit, sich mit etwas zu füllen und es in sich zurückzuhalten“ MŽ, jautrumas „Nachweis kleiner Konzentrationsänderungen oder kleiner Mengen“ ChŽ, kapiliarumas „physikalische Erscheinung, bei der eine Flüssigkeit an Gefäßwänden oder in dünnen Röhrchen über den Flüssigkeitsspiegel steigt oder darunter absinkt“ MŽ, klampumas „Eigenschaft einer Flüssigkeit, bei der Bewegung einer Schicht eine andere Schicht mitzuziehen oder zu verformen; sie wird durch die gegenseitige Reibung der Teilchen erklärt“ MŽ, lakumas „Neigung zum Verdampfen oder Sublimieren“ ChŽ, ligotumas „Krankheitsgrad“ BŽ, našumas „Produktionsmenge einer Fertigungsanlage je Zeiteinheit“ ChŽ, ortotropiškumas „1. Wachstum senkrecht nach oben; 2. Vorhandensein orthotroper Organe in einer Pflanze“ BŽ, pelkėtumas „Verhältnis der Moorfläche zur Gesamtfläche eines Gebiets“ MŽ, pleiskanotumas „Fehler von Wollfasern, Garnen oder Wollwaren; Vorhandensein von Schuppen in der Wolle oder im Wollgewebe; Produkte mit diesem Fehler sind gräulich und schmutzig“ ATŽ, pūkuotumas „Eigenschaft eines aufgerauten oder flauschigen Gewebes; Oberflächenbelag aus aufrecht stehenden oder umgelegten Faserenden, die von der Rauhmaschine aus dem Gewebe herausgehoben werden oder durch Aufschneiden besonderer Florketten oder -schüsse entstehen“ ATŽ, radioaktyvumas „spontaner Zerfall von Atomkernen“ ChŽ, rūdingumas „Erzgehalt“ ChŽ, rūgštingumas „Konzentration der Wasserstoffionen in einer Lösung, z. B. der Säuregrad eines Nährmediums, Zellsafts oder Bodens; der Säuregrad wird durch pH-Werte ausgedrückt“ BŽ, „Menge der aktiven Säure“ ChŽ, „Eigenschaft eines Stoffes (Wasser, Boden), die von der darin vorhandenen Menge an Wasserstoffionen abhängt“ MŽ, sidabriškumas „Ähnlichkeit der Farbe mit der Farbe von Ag“ ChŽ, skalbumas „Eigenschaft eines Gewebes, beim Waschen Schmutz an Wasser oder Waschlauge abzugeben; Gewebe aus synthetischen Fasern sind leichter zu waschen als solche aus Naturfasern“ ATŽ, tamprumas „Eigenschaft eines Materials, nach Beseitigung der verformenden Kraft seine ursprüngliche Form und seine ursprünglichen Abmessungen wiederzuerlangen“ ATŽ, „Eigenschaft eines Körpers, seine ursprüngliche Form wiederherzustellen, wenn die verformende Kraft nicht mehr wirkt“ MŽ, žalumas „Fehler von Viskose-Stapelfasern oder Seide; grünlicher Farbton infolge unvollständiger Zersetzung des Cellulosexanthogenats“ ATŽ. Auch die Beschaffenheit der Basiswörter bewirkt bestimmte Bedeutungsunterschiede; so hängt die abstrakte Bedeutung von Derivaten mit partizipialen Basisstämmen mit der durch das Basiswort bezeichneten Handlung zusammen. Zum Beispiel: brinkstamumas „Neigung zum Anschwellen“ ChŽ, 3* 35 Verformbarkeit „Neigung, sich zu verformen“ ChŽ, Deckvermögen „Fähigkeit von Farbe oder Metall, eine dauerhafte Schicht zu bilden“ ChŽ, Verdampfungsfähigkeit „Grenzverdunstung“ MŽ, Variabilität „Entstehung neuer Merkmale oder Eigenschaften in Organismen. Variabilität wird durch Kreuzung, Pfropfung und die Verpflanzung einer Pflanze in völlig neue Lebensbedingungen hervorgerufen < … >“ BŽ, Denkbarkeit „Neigung, zu denken“ ChŽ, Wiederholbarkeit „Wiederholung“ MŽ, Durchlässigkeit „Durchtritt von Wasser von der nassen Hautseite zur lufttrockenen Seite“ ChŽ, Passierbarkeit „Möglichkeit, zu Fuß oder mit einem Fahrzeug hindurchzukommen“ MŽ, Anpassungsfähigkeit „Eigenschaft von Organismen, aktiv und selbständig auf äußere Einwirkungen zu reagieren, indem sie sich mehr oder weniger stark umgestalten und sich dadurch an neue Umweltbedingungen anpassen“ BŽ, Zersetzbarkeit „Neigung, sich zu zersetzen“ ChŽ, Sublimierbarkeit „Neigung, zu sublimieren“ ChŽ, Entzündbarkeit „Neigung, sich zu entzünden“ ChŽ; Trübung „Menge an Schwebstoffen pro Volumeneinheit einer Flüssigkeit“ MŽ, Kräuselung „Biegung der Wollfaser in einer sinusförmigen Kurve, die die Feinheit der Wolle kennzeichnet; je feiner die Wolle, desto kleiner und häufiger die Kräuselung; als Kräuselung wird auch die spiralförmige Drehung der Baumwollfaser bezeichnet“ ATŽ. Mehr als drei Viertel der Ableitungen haben adjektivische Basen, deren Struktur ihrerseits uneinheitlich ist — sie können unmotiviert oder abgeleitet sein10. Fast alle übrigen Ableitungen stehen derivativ mit Partizipien in Verbindung. Nur einige wenige Ableitungen sind von Zahlwörtern und Substantiven abgeleitet. Die Verteilung der Ableitungen nach den Basiswörtern ist in Tabelle III dargestellt (siehe nächste Seite). Aus der Tabelle geht hervor, dass mehr als drei Viertel (77,1%) der von Adjektiven abgeleiteten Derivate derivativ mit mehrsilbigen Adjektiven verbunden sind. Besonders häufig werden Adjektive mit den Suffixen -iškas, -a und -ingas, -a als Basis herangezogen. Übrigens werden diese mehrsilbigen Adjektive mit Suffixen meist von Substantiven abgeleitet. Denn es ist unüblich, Eigenschaftsbezeichnungen mit dem Suffix -umas unmittelbar von Substantiven abzuleiten (in der Terminologie gibt es nur einige wenige derartige Ableitungen); zwischen dem Substantiv und der entsprechenden Ableitung auf -umas steht daher ein Zwischenglied — das Adjektiv. Nicht selten entstehen Adjektive mit dem Suffix -iškas, -a gerade deshalb, weil entsprechende Eigenschaftsbezeichnungen benötigt werden. Besonders deutlich zeigt sich dies, wenn Ableitungen auf -iškas, -a auf Zusammensetzungen beruhen. Da man Ableitungen mit dem Suffix -umas gewöhnlich nicht unmittelbar von unflektierbaren zusammengesetzten Adjektiven bildet, entsteht auch hier in der Regel das Zwischenglied — ein Adjektiv mit dem Suffix -iškas, -a, z. B.: daugiareikšmišk-umas STŽ, ilgaamžišk-umas EŽ (vgl. ilgaamžystė EŽ), įvairiavaišišk-umas BŽ, lygiavertišk-umas STŽ, vienarūšišk-umas EŽ, žemaičių-umas BŽ. Zweisilbige abgeleitete und mehrsilbige, mit Endungen gebildete Basisadjektive stehen ihrerseits derivativ mit Verben in Verbindung (insgesamt beinahe ein Fünftel aller hier untersuchten Adjektive). Die von solchen Adjektiven abgeleiteten Eigenschaftsbezeichnungen benennen Eigenschaften und Merkmale, die aus einer Neigung oder Fähigkeit, bestimmte Handlungen auszuführen, oder aus der Verbindung mit bestimmten Prozessen hervorgehen. Die verbalen Adjektive allein können offenbar den Bedarf an Bezeichnungen für Eigenschaften, die aus Handlungen oder Vorgängen entstehen, keineswegs vollständig decken. Deshalb werden zahlreiche Eigenschaftsbezeichnungen von Partizipien abgeleitet. 10 Bei der Bestimmung, welche Adjektive abgeleitet und welche nicht abgeleitet sind, folgt man eher dem heutigen (synchronischen) Ansatz als A. Valeckienės Beschreibung der Adjektivbildung (siehe Lietuvių kalbos gramatika, I, S. 550 ff.). Wörter wie apvalus, keblus, stiprus werden beispielsweise derivativ nicht mit apvelti, kibti, stipti verbunden und daher nicht als abgeleitet angesehen. 36 III lentelė Basiswörter | Anzahl der Ableitungen in den Wörterbüchern | ATŽ | BŽ | ChŽ | EŽ | FŽ | GŽ | LŽ | MŽ | STŽ | SŽ | TŽ | Insgesamt verschiedene Ableitungen Basisadjektive 1) zweisilbige Adjektive a) nicht abgeleitete, | 6 | – | 8 | 10 | 10 | 13 | – | 5 | 5 | 21 | 7 | 50 b) darunter Internationalismen | – | – | – | – | – | 1 | – | – | – | – | – | (1) b) abgeleitete mit Suffixen und Endungen | 18 | 7 | 24 | 12 | 15 | 17 | – | 14 | 5 | 19 | 5 | 72 insgesamt | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 122 2) mehrsilbige Adjektive a) Ableitungen mit dem Suffix -iškas | 1 | 20 | 19 | 29 | 3 | 9 | 29 | 5 | 33 | 2 | 17 | 154 b) Ableitungen mit dem Suffix -ingas | 3 | 5 | 34 | 37 | 7 | 20 | 4 | 12 | 19 | 4 | 13 | 110 c) Ableitungen mit den Suffixen -uotas, -otas, -ėtas, -ytas, -imas, -inis (-ės) | 11 | 2 | 2 | 3 | 2 | 19 | – | 7 | 2 | – | 5 | 40 d) Zusammensetzungen und Präfixbildungen (ne-) | 1 | 2 | 7 | 7 | 5 | 1 | – | 1 | 6 | 1 | 3 | 32 e) Endungsableitungen und nicht entlehnte, | 1 | 10 | 13 | 23 | 12 | 11 | 3 | 9 | 27 | – | 13 | 76 darunter Internationalismen, | – | 6 | 11 | 11 | 9 | 1 | 2 | 1 | 15 | – | 9 | (47) insgesamt | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 412 Insgesamt verschiedene Ableitungen von Adjektiven | | | | | | | | | | | | 534 Basispartizipien nichtaktive Partizipien der Gegenwart | – | 3 | 22 | 15 | 3 | 17 | – | 7 | 44 | 3 | 18 | 110 nichtaktive Partizipien der Vergangenheit | 1 | – | 1 | 14 | 4 | 2 | – | 1 | 8 | 3 | 7 | 34 Notwendigkeitspartizipien | – | – | – | 6 | 6 | – | – | – | 2 | 1 | 8 | 15 insgesamt | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 159 Andere Basiswörter Zahlwörter | – | – | – | – | – | – | 1 | – | 1 | – | 1 | 2 Substantive | – | – | – | 2 | – | – | – | – | – | – | 1 | 3 Insgesamt Ableitungen mit dem Suffix -umas | – | – | – | – | – | – | – | – | 1 | – | – | 698 37 Ableitungen dieses Typs werden von steigerbaren Adjektiven gebildet. Von nicht steigerbaren Adjektiven abgeleitete Eigenschaftsbezeichnungen sind seltene Ausnahmen, z. B.: artutinumas FŽ, niekinumas TŽ, sąlyginumas TŽ, tolyginumas EŽ, visuotinumas EŽ. Eine ganz eigenartige und derivativ herausragende Ableitung ist vyresnumas STŽ. Solche Ausnahmen in der Terminologie zu vermehren, ist weder zweckmäßig noch notwendig. Bei der Bereinigung der Fachterminologie und der Erstellung neuer Fachwörterbücher wäre es sinnvoll, auch auf diese derzeit verwendeten Termini zu verzichten. Die Ableitungen mit dem Suffix -umas zeugen von einer beträchtlichen Neigung der Terminologie, sich auf Internationalismen zu stützen. Hybride, die mit dem Suffix -umas von Adjektiven abgeleitet sind, machen etwas mehr als ein Drittel aus (189 verschiedene Ableitungen von 534, also 35%). Besonders viele Hybride finden sich unter den Basisadjektiven mit dem Suffix -iškas, -a (90 von 154 verschiedenen Ableitungen, also 58%). Mehr als ein Fünftel der Ableitungen dieses Typs beruht auf Partizipien. Die meisten davon sind von Partizipien Präsens Passiv abgeleitet. Seltener werden Ableitungen von Partizipien Präteritum Passiv gebildet, und vergleichsweise wenige werden von Notwendigkeitspartizipien abgeleitet. Die Zeitbedeutung der Handlung ist bei den meisten Ableitungen stark verblasst oder überhaupt nicht mehr wahrnehmbar. Die Basispartizipien sind oft bereits adjektiviert; einige von ihnen sind beispielsweise steigerbar, z. B.: matomas (: matomumas GŽ, SŽ), pakankamas (: pakankamumas STŽ), paperkamas (: paperkamumas TŽ), pataisomas (: pataisomumas STŽ), praeinamas (: praeinamumas MŽ), priklausomas (: priklausomumas EŽ, TŽ), suprantamas (: suprantamumas STŽ), motyvuotas (: motyvuotumas TŽ), pagrįstas (: pagrįstumas STŽ, TŽ), raižytas (: raižytumas SŽ), rangytas (: rangytumas ATŽ), suinteresuotas (: suinteresuotumas EŽ, TŽ), treniruotas (: treniruotumas SŽ), užimtas (: užimtumas EŽ). Von einigen solchen Partizipien sind auch Adverbien auf -ai abgeleitet und in Gebrauch. Dies sind sehr deutliche Anzeichen für die Adjektivierung von Partizipien. Eigenschaftsbezeichnungen werden jedoch auch von solchen Partizipien gebildet, die noch nicht als adjektiviert gelten können (ihr einziges Anzeichen einer Adjektivierung wäre allenfalls die Ableitung eines Abstraktums selbst; in diesem Fall ist es jedoch nicht angemessen, sich darauf zu stützen). Manche mit einem Notwendigkeitspartizip in Verbindung gebrachte Ableitung mit dem Suffix -umas lässt sich ohne Weiteres auch anders erklären, z. B.: atsitiktinumas STŽ, TŽ, priverstinumas TŽ, sutartinumas SŽ sind wahrscheinlich nicht von Notwendigkeitspartizipien, sondern von Adjektiven abgeleitet (atsitiktinis, priverstinis, sutartinis). Eine solche Ableitung ist nicht regelgerecht. Bemerkenswert ist, dass die russischen Entsprechungen von etwa zwei Dritteln der von Partizipien abgeleiteten Wörter ebenfalls von entsprechenden Zeitpartizipien abgeleitet sind. Dies zeigt, dass die russische Terminologie die Bildung litauischer Termini von Partizipien begünstigt. Es kommen auch morphemgetreu übersetzte Termini vor, z. B.: išmirkstamumas — намокаемость ChŽ, nuginčijamumas — оспоримость TŽ, pasikartojamumas „Wiederholung“ — повторяемость GŽ, MŽ, STŽ, pritaikomumas — применимость STŽ, TŽ, sutankinamumas — уплотняемость GŽ, MŽ, sužadinamumas — возбудимость, возбуждаемость ChŽ, užsiliepsnojamumas — воспламеняемость ChŽ; prilip-tumas — прилиплость GŽ. Von anderen Wortarten werden nur vereinzelte Ableitungen gebildet. Von Zahlwörtern sind beispielsweise nur pirmumas STŽ, TŽ und vienumas LŽ abgeleitet, von Substantiven dagegen atodangumas GŽ, invalidumas EŽ, TŽ und pamainumas EŽ. 38 -ystė Das Suffix -ystė bildet hinsichtlich der Produktivität den zweithäufigsten Typ der Bildung von Eigenschaftsbezeichnungen; in terminologischen Wörterbüchern sind jedoch elfmal weniger Ableitungen mit diesem Suffix verzeichnet als mit dem häufigsten Typ mit dem Suffix -umas. Die meisten Ableitungen sind Termini aus den Sozialwissenschaften (Wirtschaft, Literatur, Recht). Fast ein Drittel der Ableitungen dieses Typs bezeichnet Tätigkeiten in wissenschaftlichen oder anderen Tätigkeitsbereichen oder die Beschäftigung von Personen, die durch das jeweilige Basiswort benannt werden, z. B.: amatininkystė EŽ, LŽ, avininkystė EŽ, bankininkystė EŽ, daržininkystė EŽ, dažininkystė ChŽ, dumblininkystė BŽ, durpininkystė MŽ, fermerytė EŽ, gyvulininkystė EŽ, laivininkystė EŽ, TŽ, medvilnininkystė EŽ, miškininkystė MŽ, piev ininkystė MŽ, sodininkystė BŽ, šilkininkystė EŽ, verslininkystė EŽ, žemdirbystė EŽ, žuvininkystė EŽ, MŽ. Hinsichtlich ihrer Bedeutung schließen sich ihnen auch Ableitungen dieses Typs an, die die Art der Beschäftigung von Personen bezeichnen, z. B.: antrapareigystė EŽ, keliapareigystė EŽ, kišenvagystė TŽ, kyšininkystė TŽ, kustarininkystė „häusliche Produktion“ EŽ, novatorystė EŽ, nuomininkystė EŽ, pusininkystė EŽ, streiklaužystė EŽ, vagystė TŽ. Die meisten dieser Ableitungen sind von Personenbezeichnungen mit dem Suffix -ininkas gebildet. Einige Ableitungen bezeichnen verschiedene wirtschaftliche Strömungen und die Art gesellschaftlicher Verhältnisse, z. B.: bajorystė EŽ, bevaldystė TŽ, dvivaldystė TŽ, friteraderystė EŽ, grunderystė EŽ, įpėdinystė TŽ, kontrahentystė EŽ, patvaldystė TŽ, pilnavaldystė TŽ, vergvaldystė EŽ, vienvaldystė EŽ, TŽ, visavaldystė EŽ. Die übrigen Ableitungen bezeichnen verschiedene Eigenschaften von Personen oder auch ihren Zustand und ihre Stellung. Diese Eigenschaften gehen ebenfalls unmittelbar aus der Personenbezeichnung hervor, die als Basiswort dient, z. B.: autorystė LŽ, TŽ, bendraautorystė LŽ, TŽ, bendr are daktory stė LŽ, bėžemystė (Landlosigkeit) EŽ, brokd arystė EŽ, daugiažemystė EŽ, daugpatystė TŽ, dvipatystė TŽ, giminystė TŽ, ilgaamžystė EŽ, mažametystė EŽ, TŽ, nauj akurystė EŽ, narystė TŽ, nepilnametystė TŽ, svainystė TŽ, tėvystė TŽ, tolregystė FŽ, trumparegystė EŽ, vaikžudystė TŽ. Alle Termini sind von Substantiven abgeleitet. Fast alle Basisnomen sind Personenbezeichnungen. Bezeichnungen für Wissenschaften und entsprechende Tätigkeitsbereiche werden gewöhnlich von Berufsbezeichnungen abgeleitet (meist tragen diese das Suffix -ininkas). Manchmal ist es allerdings schwierig zu sagen, ob eine solche Personenbezeichnung tatsächlich existiert (z. B.: dumblininkas „Erforscher oder Pfleger, Züchter von Algen“, vgl. dumblininkystė „Pflege natürlicher Algenvorkommen oder deren Kultivierung zu Nahrungs-, Heilmittelzwecken u. Ä., wie sie in einigen Küstenregionen praktiziert wird“ BŽ), oder ob angesichts anderer ähnlicher Ableitungen bereits das zusammengesetzte Suffix -inin-kystė angefügt wird. Von einer Nicht-Personenbezeichnung ist nur der Terminus prabystė GŽ abgeleitet. -ybė Nach der Zahl der in der Terminologie verwendeten Ableitungen ist dies das dritthäufigste Suffix nach -umas und -ystė (41 Ableitungen). Der größte Teil der Ableitungen mit dem Suffix -ybė sind Termini aus Wirtschaft, Recht und Literatur. Dass die meisten Ableitungen in der Terminologie gesellschaftlicher Fachbereiche verwendet werden, zeigt, dass die damit bezeichneten Eigenschaften mit Erscheinungen des gesellschaftlichen Lebens zusammenhängen. 39 Ableitungen dieses Typs bezeichnen Eigenschaften oder einen bestimmten Zustand bzw. eine Stellung, ähnlich wie Ableitungen mit dem Suffix -umas. Die durch Ableitungen mit -ybė bezeichneten Eigenschaften sind jedoch etwas intensiver und konkreter und weisen nicht selten zusätzlich einen Zugehörigkeitsaspekt auf. Daher haben einige Ableitungen dieses Typs eine ganz konkrete Bedeutung angenommen; sie können auch Dinge bezeichnen, die die entsprechende Eigenschaft besitzen, z. B.: atstovybė EŽ, TŽ, nuosavybė EŽ, LŽ, TŽ, vadovybė EŽ, TŽ, vyresnybė TŽ, vyriausybė TŽ. Ableitungen mit dem Suffix -ybė werden von Substantiven, Adjektiven und Partizipien gebildet. Einzelne Wörter sind von Zahlwörtern, Pronomen und Adverbien abgeleitet. Substantivische Ableitungen werden auch von Personenbezeichnungen gebildet, z. B.: asmenybė LŽ, atstovybė EŽ, TŽ, piktadarybė TŽ, pilietybė TŽ, vadovybė EŽ, TŽ, valdininkybė TŽ, sowie von anderen (meist abstrakten) Substantiven, z. B.: aplinkybės LŽ, STŽ, aplinkybė TŽ, gerybė EŽ, kiekybė STŽ, pareigybė TŽ, savivaldybė EŽ, tautybė TŽ, valstybė EŽ, TŽ. Die Adjektive, auf denen Ableitungen mit dem Suffix -ybė beruhen, sind meist steigerungsfähig. Z. B.: individualybė LŽ, ypatybė STŽ, lygybė EŽ, STŽ, TŽ, nelygybė EŽ, STŽ, TŽ, tapatybė STŽ, TŽ, teisybė STŽ, vertybė EŽ, TŽ, visagalybė EŽ. Besonders in ihrer Bildung fallen die Rechtstermini bevaldininkybė und dv valdinybė auf. Es handelt sich um unregelmäßig gebildete Ableitungen, die nicht als Vorbild für die Bildung weiterer unregelmäßiger Formen dienen sollten. Bei ungefähr einem Fünftel der Ableitungen sind die Basiswörter Partizipien. Fast alle diese Eigenschaftsbezeichnungen sind von passivischen Partizipien des Präsens gebildet, z. B.: atsakomybė EŽ, TŽ, atskaitomybė EŽ, TŽ, galimybė STŽ, kilnojamybė (bewegliches Vermögen) EŽ, neliečiamybė TŽ, nepriklausomybė EŽ, TŽ, priklausomybė EŽ, FŽ, STŽ, TŽ, tikimybė EŽ, MŽ, STŽ. Nur būtinybė EŽ ist von einem Notwendigkeitspartizip abgeleitet. Die Ableitung skirtybė STŽ ist hinsichtlich ihrer Bildung weniger eindeutig und könnte von einem passivischen Partizip der Vergangenheit abgeleitet sein. Diese Partizipien selbst sind mehr oder weniger adjektiviert. Andere Basisstämme haben die Ableitungen daugybė STŽ, kokybė ATŽ, EŽ, STŽ, savybė BŽ, EŽ, STŽ, SŽ, vienybė TŽ. Andere Suffixe Mit 15 verbleibenden Suffixen wurden jeweils nur ein oder einige wenige Bezeichnungen für Merkmale gebildet, sodass ihre Rolle in der Terminologie begrenzt ist. Als Basiswörter für Ableitungen dieser meisten Typen dienen Adjektive; die Ableitungen mit -yba, -urys und einigen anderen Suffixen beruhen jedoch auf Substantiven. Die eine oder andere Ableitung steht in einem Wortbildungszusammenhang mit Zahlwörtern oder Pronomen. Insgesamt wurden mit diesen Suffixen 34 Ableitungen gebildet. -ata: lengvata EŽ, TŽ, visata FŽ. -atis: Trockenheit MŽ, Alter EŽ, TŽ. -enybė: Vorrang EŽ, STŽ, SŽ, TŽ. -iava: lygiava EŽ. -yba: kalnakasyba EŽ, GŽ, laivyba EŽ, SŽ, TŽ, rašvedyba TŽ, sargyba TŽ, sąskait yba EŽ, STŽ, TŽ. -ija: verгija EŽ. -lės: raუპlės „Pflanzenkrankheit, bei der die beschädigte Oberfläche von Früchten oder Knollen an Schorfhaut erinnert“ BŽ. 40 -mė: sausmė „Trockenheit, Dürrezeit“ MŽ. -muo: lygmuo GŽ, MŽ, pradmuo EŽ, purmuo „lockeres Gestein; Mergel“ MŽ, GŽ, skersmuo GŽ. -ovė: bendrovė TŽ, gerovė EŽ, įvairovė STŽ, vergovė EŽ, vienovė LŽ. -ra: sausra GŽ, MŽ. -sė: spragsė „Fehler im bedruckten Gewebe; dunkler Fleck mit einem hellen Streifen in der Mitte, der an jener Stelle der Druckwalze aufgedruckt wurde, an der der Rakel die Farbe nicht abstreifte, weil er durch einen zufällig hineingeratenen harten Körper verbogen war“ ATŽ. Es scheint, dass diese Ableitung morphologisch mit dem Substantiv spraga zusammenhängt. -uliai: juoduliai „Krankheit, die durch Rhytisma-Arten und andere Pilze verursacht wird“ BŽ. -uma: Menge STŽ, TŽ, Länge SŽ, Kleinheit TŽ, Breite SŽ, Feuchtigkeit MŽ, Kühle GŽ, Gesamtheit EŽ, STŽ. -urys: vidurys SŽ. Die einzelnen Typen der Bildung abstrakter Substantive unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Derivationstendenzen erheblich von der Wortbildung im Volksmund; daher gibt es hier auch weniger Termini, die nicht eigens gebildet, sondern aus dem nichtterminologischen Wortschatz übernommen wurden. Solche finden sich natürlich unter den Ableitungen aller Suffixe; dies gilt besonders für Ableitungen der unproduktiven Typen -atis, -mė, -ra, -urys und einiger anderer. BEZEICHNUNGEN VON TRÄGERN NOMINALER MERKMALE UND BERUFSBEZEICHNUNGEN FÜR PERSONEN Diese Wortbildungsgruppe besteht aus Derivaten, mit denen Personen nach ihrer Beschäftigung oder aufgrund eines sonstigen Merkmals benannt werden, das sich aus einem nominalen Basiswort ableitet. Ein Teil der Derivate dient als Bezeichnung für andere belebte und unbelebte Dinge, deren nominales Basiswort ein für sie charakteristisches Merkmal ausdrückt. In der gegenwärtigen Forschung zur Wortbildung des Litauischen ist es üblich, die hier behandelten Derivate in zwei Wortbildungsgruppen einzuteilen – Bezeichnungen für Träger nominaler Merkmale und Personenbezeichnungen nach dem Beruf¹¹. Es scheint jedoch besser, beide Arten von Derivaten als Mitglieder einer einzigen Wortbildungsgruppe zu betrachten. Sie sind durch eine gemeinsame Bildung (die Art der Basiswörter und die Wortbildungsaffixe) sowie eine gemeinsame Wortbildungsbedeutung eng verbunden – die Benennung nach einem charakteristischen Merkmal (auch ein Beruf oder eine Beschäftigung ist schließlich gewissermaßen eine charakteristische Eigenschaft einer Person). Außerdem sind alle Personenbezeichnungen nach dem Beruf Derivate eines einzigen Wortbildungstyps der Schriftsprache (mit dem Suffix -ininkas, -ė). Dasselbe Suffix bildet auch den produktivsten Wortbildungstyp für Bezeichnungen von Trägern nominaler Merkmale in der Schriftsprache. Nicht selten kann dasselbe Derivat sowohl eine Person bezeichnen, die ständig eine bestimmte Arbeit oder Tätigkeit ausübt, als auch jemanden, der zufällig und vorübergehend arbeitet. Ähnliche Bedeutungsunterschiede weist auch ein Teil der Derivate aus den produktivsten Typen für Bezeichnungen von Handelnden und Trägern verbaler Merkmale auf. Daher werden in dieser Arbeit Personenbezeichnungen nach dem Beruf und Bezeichnungen von Trägern nominaler Merkmale als eine Wortbildungsgruppe behandelt. Die Derivate dieser Gruppe lassen sich nach ihrer Bedeutung folgendermaßen einteilen: 1) Personenbezeichnungen nach der Beschäftigung, 2) sonstige Personenbezeichnungen, 3) Tierbezeichnungen, 4) Bezeichnungen unbelebter Dinge (Gegenstände). Zu den Bezeichnungen von Trägern nominaler Merkmale werden hier, wie in der litauischen Wortbildungslehre üblich, weder Herkunfts- und Zugehörigkeitsbezeichnungen noch Ortsbezeichnungen gezählt, obwohl sie ihrer allgemeinen Bedeutungsart nach ebenfalls nicht besonders weit von der hier behandelten Gruppe entfernt sind. 11So wird in den Arbeiten von V. Urbutis eingeteilt. Siehe Lietuvių kalbos gramatika, I, S. 340 und 406. 41 Zu dieser Gruppe gehören 323 in Terminologiewörterbüchern verzeichnete Derivate, die mit 46 Suffixen gebildet wurden. Eine größere Produktivität weisen jedoch nur 3 suffixale Wortbildungstypen auf. Es sind die Suffixe -ininkas, -ė, -inis, -ė, -ainis, -ė. Mit diesen Suffixen sind zwei Drittel aller Bezeichnungen von Trägern nominaler Merkmale und Berufsbezeichnungen für Personen gebildet. Die meisten Derivate hat das Suffix -ininkas, -ė (etwa 40% aller Derivate dieser Gruppe). -ininkas, -ė Die Derivate dieses Suffixes bilden zwei Bedeutungsgruppen – Personenbezeichnungen nach der Beschäftigung und weitere Bezeichnungen von Trägern nominaler Merkmale. Der größere Teil der Derivate sind Personenbezeichnungen nach der Beschäftigung, z. B.: amatininkas EŽ, apybraižininkas LŽ, apsakymininkas LŽ, brigadininkas EŽ, bujerininkas SŽ, dailininkas, -ė LŽ, darbininkas EŽ, GŽ, TŽ, desantininkas SŽ, didmenininkas EŽ, diskininkas SŽ, finansininkas EŽ, grandininkas EŽ, imtynininkas SŽ, įrankininkas EŽ, krepšininkas SŽ, kronikininkas LŽ, maratonininkas SŽ, muitininkas EŽ, parašiutininkas SŽ, pasakininkas LŽ, perforatorininkas EŽ, prekybininkas EŽ, prozininkas LŽ, remontininkas MŽ, rutulininkas SŽ, sandėlininkas EŽ, slalomininkas SŽ, slidininkas SŽ, startininkas SŽ, statybininkas EŽ, stendininkas SŽ, svarstininkas STŽ, šachtininkas GŽ, šuolininkas SŽ, tabelininkas MŽ, tinklininkas SŽ, verslininkas EŽ. Die Basiswörter der Personenbezeichnungen nach der Beschäftigung bezeichnen meist den Gegenstand oder das Ergebnis der Beschäftigung, z. B.: augalininkas BŽ, boksininkas SŽ, futbolininkas SŽ, geonutraukininkas GŽ, geodezininkas MŽ, metraštininkas LŽ, sąskaitininkas EŽ, TŽ, teisininkas TŽ, vairininkas STŽ, SŽ. Seltener bezeichnet das Basiswort den Ort der Beschäftigung, z. B.: kasininkas EŽ, krautuvininkas EŽ, sandėlininkas EŽ, šachtininkas GŽ, vartininkas SŽ, oder die Art der Beschäftigung, z. B.: antraeilininkas EŽ, namudininkas EŽ, TŽ, pamainininkas EŽ, pusininkas EŽ, savaitininkas EŽ, vienetininkas EŽ, TŽ. Etwa ein Drittel der Derivate bilden sonstige Bezeichnungen von Trägern nominaler Merkmale. Auch hier überwiegen Personenbezeichnungen; die Derivate dieser Gruppe geben jedoch meist nicht die Beschäftigung einer Person an, sondern bezeichnen gewöhnlich den Besitz von etwas, die Zugehörigkeit zu etwas, die Verbindung mit etwas, eine Neigung zu etwas und andere Merkmale, z. B.: akcininkas EŽ, TŽ, artelininkas EŽ, bankininkas EŽ, baudžiauninkas EŽ, baudžiavininkas EŽ, bendrininkas TŽ, bendruomenininkas EŽ, biržininkas EŽ, bylininkas TŽ, činšininkas EŽ, TŽ, čyžininkas EŽ, dalininkas EŽ, dešimtininkas EŽ, duoklininkas EŽ, dvarininkas EŽ, įmonininkas EŽ, indėlininkas EŽ, TŽ, kaltininkas TŽ, kyšininkas TŽ, koncesininkas EŽ, TŽ, kontrabandininkas EŽ, kooperatininkas EŽ, lažininkas EŽ, nepriemokininkas EŽ, TŽ, nuomininkas EŽ, TŽ, pajininkas TŽ, pavienininkas EŽ, TŽ, pensininkas EŽ, TŽ, pravaikštininkas EŽ, TŽ, priešininkas TŽ, privatininkas EŽ, TŽ, prizininkas SŽ, rekordininkas SŽ, rentininkas EŽ, sąjungininkas TŽ, savininkas EŽ, TŽ, skolininkas EŽ, TŽ, smurtininkas TŽ, streikininkas EŽ, šeimininkas EŽ, tarpininkas EŽ, TŽ, viršininkas EŽ, STŽ, TŽ. Nur einige wenige Derivate bezeichnen verschiedene Gegenstände, z. B.: laidininkas FŽ, STŽ, pažodinininkas LŽ, pėstininkas SŽ (Schach, übertragene Bedeutung), posmininkas „starker gezwirnter oder doppelt gezwirnter Faden, der einen parallelen Strang aus Leinengarn kreuzweise in 10 Posmen, einen Strang aus Baumwollgarn in 7 Posmen unterteilt“ ATŽ. 42 Derartige Ableitungen werden meist aus Substantiven gebildet; es gibt jedoch auch einige Ableitungen, die auf Adjektiven, Zahlwörtern und Pronomen beruhen, z. B.: bendrininkas TŽ, nelaidininkas FŽ, pavienininkas EŽ, TŽ, pažodinininkas LŽ, pėstininkas ŠŽ, privatininkas EŽ, TŽ; dešimtininkas EŽ, pirmiininkas ŠŽ, TŽ; savininkas EŽ, TŽ. Die Grundstämme entsprechen häufiger den Wurzeln der Grundwörter, vgl.: darbininkas EŽ, TŽ, matininkas MŽ, pievininkas MŽ, yrininkas ŠŽ, viršininkas EŽ, STŽ, TŽ. Die Stämme eines beträchtlichen Teils der Ableitungen enthalten jedoch Präfixe und Suffixe; einige sind sogar zusammengesetzt, z. B.: apžvalgininkas LŽ, pasakėtininkas LŽ, pernuomininkas TŽ, posėdininkas TŽ, pramonininkas EŽ, superlaidininkas FŽ; baudžiavininkas EŽ, krautuvininkas EŽ, lenktynininkas ŠŽ, statybininkas EŽ, vienetininkas EŽ, TŽ; dviratininkas ŠŽ, kirtavietininkas GŽ, laikraštininkas LŽ, tausosakininkas LŽ usw. Ableitungen mit dem Suffix -ininkas, -ė beruhen meist auf genuin litauischen Wörtern; das Suffix lässt sich jedoch ohne Weiteres auch an internationale oder sonstige Wörter fremder Herkunft anhängen, vgl.: barjerininkas ŠŽ, eksportininkas EŽ, frachtininkas EŽ, TŽ, importininkas EŽ, kalambūrininkas LŽ, spiningininkas ŠŽ usw. Bei der Wortbildung entfällt die Endung des Grundworts -ija, z. B.: akcininkas EŽ, TŽ (: akc-ija), geodezininkas MŽ (: geodez-ija), koncesininkas EŽ, TŽ (: konces-ija), pensininkas EŽ, TŽ (: pens-ija), vgl. auch kooperatininkas EŽ (: kooperac-ija, kooperat-yvas). Gelegentlich weisen Ableitungen die kürzere Suffixvariante -inkas auf, z. B.: šulininkai (Schacht) GŽ, oder -ninkas, z. B.: baudžiauninkas EŽ. Neubildungen werden jedoch gewöhnlich mit der Vollform des Suffixes -ininkas gebildet, vgl.: didmenininkas EŽ, įmonininkas EŽ, lenktynininkas ŠŽ, pamainininkas EŽ, pavienininkas EŽ, TŽ, pramonininkas EŽ usw. Wörterbücher der Fachterminologie führen Ableitungen im Femininum fast gar nicht auf; das bedeutet jedoch nicht, dass in Wissenschaft und anderen Bereichen ausschließlich Ableitungen im Maskulinum verwendet werden. Somit spiegelt diese Praxis der Fachwörterbücher die tatsächliche Sprachlage nicht wider. Es ist ernsthaft zu bezweifeln, ob es auch künftig sinnvoll ist, in solchen Fällen nur die maskuline Form der Termini anzugeben. -inis (-iai), -ė Der größere Teil der Ableitungen dieses Typs steht im Maskulinum; die meisten davon sind verschiedene Bezeichnungen aus der Systematik der Tiere und Pflanzen. In der Fachterminologie stehen all diese Ableitungen im Plural; sämtliche für diese Arbeit ausgewählten Belege stammen aus V. Gudelis’ „Geologijos ir fizinės geografijos terminų žodynas“. Es handelt sich überwiegend um paläontologische Termini. Z. B.: apgaubtiniai (Tunicata), liežuvėliniai (Ligulatae), nuovaliniai, placentiniai (Eutheria), spyniniai (Articulata), stuomeniniai (Cormophyta), žiūželiniai (Flagellatae). Als Grundwörter für solche Termini dienen meist Substantive. Sie bezeichnen entweder einen besonders typischen Vertreter der Gruppe, z. B.: arkiniai (Equidae), kiauliniai (Suina), pataisiniai (Lepidophyta), oder einen charakteristischen Körperteil, z. B.: sterbliniai (Marsupialia), straubliniai (Proboscidea), stuburiniai (Vertebrata), šarviniai (Ostracodermi), oder sie bezeichnen einen bekannteren Gegenstand, der den Vertretern der Gruppe ähnelt, z. B.: gniužuliniai (Thallophyta), laivukiniai (Nautiloidea), oder noch andere Merkmale, z. B.: nelygiaraumeniniai (und nelygiaraumeniai). 43 Bei fast einem Drittel der Ableitungen sind die Grundstämme nichtlitauischer Herkunft – als Grundlage dienen verschiedene Stämme internationaler Wörter, z. B.: chordiniai (Chordata), psilofitiniai (und psilofitai). Ein beträchtlicher Teil solcher Ableitungen hat offenbar überhaupt keine eigenständig verwendeten Grundwörter in der litauischen Fachterminologie. In diesen Fällen werden die Ableitungen vermutlich unmittelbar aus den entsprechenden lateinischen Termini gebildet, z. B.: anapsidiniai (Anapsida), baragvanatiniai (Baragwanathiales), benetitiniai (Bennettitales), diapsidiniai (Diapsida), euriapsidiniai (Euryapsida), kordaitiniai (Cordaitales), lepidodendriniai (Lepidodendrales), sinapsidiniai (Synapsida), terapsidiniai (Therapsida). Unter den untersuchten Ableitungen fällt banginiai (Cetacea) auf: Obwohl es dasselbe Suffix aufweist, handelt es sich als Bezeichnung eines systematischen Tier-Taxons um den Plural der Bezeichnung eines einzelnen Tieres. Das Wort banginis selbst ist natürlich eine Ableitung dieses Wortbildungstyps. Ein Viertel der Ableitungen dieses Typs bezeichnet verschiedene unbelebte Gegenstände; die meisten werden in der Sportsprache verwendet, z. B.: akiniai, futboliniai, kampinis, krepšinis, rankinis, skersinis, tinklinis. Auch die Grundwörter dieser Ableitungen sind meist Substantive. Nur einige wenige Ableitungen sind aus Adjektiven gebildet, z. B.: akuotinis „veredelter Wildling: ein Wildling mit angewachsener Knospe“ BŽ, gulstinis GŽ, skersinis SŽ, šaltinis GŽ, MŽ, EŽ, FŽ, LŽ, STŽ. Ableitungen im Femininum bezeichnen verschiedene unbelebte Gegenstände. Ihre substantivischen Grundwörter benennen einen für den bezeichneten Gegenstand charakteristischen Ort, z. B.: krantinė MŽ, SŽ, kuprinėje SŽ, palapinę EŽ, SŽ, sostinę TŽ, žoninę GŽ; oder sie bezeichnen das Material, aus dem der Gegenstand hergestellt ist, bzw. seine Bestandteile, z. B.: grandinė MŽ, GŽ, SŽ, ChŽ, FŽ, STŽ, stiklinės „Laborgefäße aus Glas in verschiedenen Größen und von becherartiger Form“ ChŽ; oder sie bezeichnen den Verwendungszweck, z. B.: dugninė „siehe meškerė“ SŽ, lopšinė LŽ, pirštinė SŽ usw. Ein Teil der in der botanischen Fachterminologie verwendeten Ableitungen dient als Bezeichnung für Obstbaumsorten oder deren Früchte, z. B.: butelinės „länglich geformte Birne mit grünlichgelber oder gelber Schale, die ganz oder größtenteils von dunkel- oder rötlichbraunem Rost bedeckt ist <…>“, kiaušininės „Pflaumensorten, deren Früchte zum Stiel hin deutlich zugespitzt sind und weiches Fruchtfleisch haben“, kremzlinės „Kirschsorten, deren Früchte festes, steifes Fruchtfleisch haben und deren Kerne gefärbt oder ungefärbt sind“, muskatinės „kleine oder mittelgroße, unterschiedlich geformte, meist längliche Sommer- oder Herbstbirnen mit ausgeprägtem Muskatduft, z. B. Rugsėjo muskatinė“, sviestinės (Berės) „Birnensorten, deren reife Früchte ein an Butter erinnerndes Fruchtfleisch haben“, širdinės „Kirschsorten, deren Früchte weiches Fruchtfleisch und gefärbten oder ungefärbten Saft haben <…>“, taukinės „mittelgroße bis große Birnen von länglicher oder rundlicher Form mit schmelzendem oder halbschmelzendem Fruchtfleisch“, vengrinės „Pflaumensorten, deren Früchte länglich und an den Enden zugespitzt sind, mit festem, zuckerhaltigem Fruchtfleisch und einem flachen, an den Enden spitzen Stein“. Die meisten Ableitungen sind aus einfachen Substantiven gebildet, z. B.: daržinė SŽ, kraštinė STŽ, rėtinė STŽ, stoginė SŽ usw.; einige Ableitungen beruhen jedoch auf abgeleiteten Substantiven, z. B.: klostinė „Gewebefehler; eine Stelle im Gewebe, die wegen einer entstandenen Falte nicht bearbeitet wurde (nicht gemustert, nicht aufgeraut, nicht angesengt usw.)“ ATŽ, pelėsinė „Gewebefehler; eine graue Stelle im Gewebe, die schlecht gefärbt ist, weil der Stoff vor dem Färben lange nass gelegen hatte und von Schimmel befallen war“ ATŽ. Ein Teil der Ableitungen beruht auf Adjektiven. Mit ihnen werden verschiedene Gegenstände bezeichnet, die die durch die Grundadjektive ausgedrückten Eigenschaften aufweisen, z. B.: gulstinė SŽ, įžambinė STŽ, palaidinė SŽ, statinė SŽ, šakotinė SŽ, nuolaidinė GŽ, skersinė GŽ. Nur ein Terminus, dešimtinė EŽ, ist aus einem Zahlwort gebildet. 44 -ainis, -ė Dies ist hinsichtlich der Produktivität der dritte Bildungstyp für Bezeichnungen von Trägern nominaler Eigenschaften; die ihm angehörenden Derivate sind jedoch siebenmal seltener als die Derivate mit dem Suffix -ininkas, -ė. Mit diesen Derivaten werden Arten natürlicher Materialien (meist Gesteine) bezeichnet, z. B.: briaunainis GŽ, kriauklainis GŽ, paplokštainis GŽ, ragainis GŽ, smiltainis ChŽ, GŽ, Arten der obersten Erdschicht, z. B.: šilainė MŽ, GŽ, žvirgždinė MŽ. Einige Derivate dienen als Bezeichnungen für systematische Gruppen von Tieren und Pflanzen, z. B.: ginkainiai (Ginkgophyta) GŽ, maurabraginiai (Charophyta) GŽ, papartainiai (Klasse Filicales) GŽ, sagainiiai (Cycadophyta) GŽ. Die übrigen Derivate bezeichnen verschiedene konkrete Gegenstände, z. B.: jėgainė EŽ, FŽ, MŽ, kampainis STŽ, SŽ, sniegalainė GŽ. Der größere Teil der Derivate ist von Substantiven abgeleitet. Ein Viertel der Derivate basiert auf Adjektiven, z. B.: gulstainis FŽ, įstrižainė SŽ, paplokštainis GŽ, pilkainis GŽ, skersainis GŽ. Andere Suffixe Eine ganze Gruppe (43) von Suffixen zur Bildung von Bezeichnungen für Träger nominaler Eigenschaften bildet vergleichsweise wenig produktive Typen. Bei den meisten davon (30) sind jeweils nur ein bis zwei Derivate gebräuchlich. Insgesamt wurden mit diesen Suffixen 103 Derivate gebildet. -alas: Weißerle ChŽ, Nichtigkeit STŽ, TŽ, Fett BŽ, ChŽ, Senkblei FŽ, MŽ, Harnstoff BŽ, ChŽ, Draht MŽ, SŽ. -aras: Reisig GŽ, MŽ. -eivis, -ė: oreivis SŽ. Obwohl dieses Suffix in den Werken zur Wortbildung des Litauischen nicht aufgeführt wird, lässt es sich synchronisch dennoch abgrenzen. In der untersuchten Terminologie wird nur dieses eine Derivat verwendet; in der Literatursprache gibt es jedoch weitere. Die Derivate gehören zur Gruppe der Berufsbezeichnungen für Personen. -eklis: Schlucht GŽ. -ena: galvena „Frucht des Flachses – Kapsel“ BŽ, kregždenos „Blattfleckenkrankheit, verursacht durch den Pilz Corynespora melonis Lind“ BŽ, rankena MŽ, STŽ, SŽ. -ėčia: Erzählstoff LŽ. -iaga: Material, -os BŽ, EŽ, FŽ, GŽ, LŽ, MŽ, STŽ, TŽ. -(iau)jas: pusiauja SŽ. -iava: Rohstoff, -os ChŽ, EŽ. -yba: sodyba EŽ. -ienos: Grünzeug MŽ. -ietis: kolūkietis EŽ, olimpietis SŽ, pasienietis SŽ, pilietis TŽ, užsienietis TŽ, valstietis EŽ. Ein beträchtlicher Teil der Ableitungen dieses Typs bezeichnet Personen nach ihrem Herkunfts- und Wohnort; Ableitungen wie olimpietis und Ähnliches stehen jedoch in engem Zusammenhang mit Bezeichnungen für Träger einer nominalen Eigenschaft. -ikės: Kurzröcke SŽ. -iklis: Jungtiere SŽ, Zwischenstück GŽ, STŽ, Nenner STŽ. -ilas: ratilas (um Sonne, Mond) GŽ. -ilis: Wasserstoff ChŽ, GŽ, SŽ. -imas: Kreis, Gluten, Fruchtfleisch, Flüssigkeit, Dickflüssigkeiten. -ymas: Eiweiß, -ai BŽ, ChŽ, Zusammenziehen ChŽ, GŽ. -yna: lentyna GŽ. -inys: Brunnen GŽ, MŽ, Walinys GŽ, Reisiggebinde MŽ, Pferdegebinde BŽ. -iokas: vidutinokas (mittlerer Bauer) EŽ. -(i)ukas: gulstinukas „niedrigwüchsiger Obstbaum mit waagerecht bzw. dicht über dem Boden verlaufenden Ästen <…>“ BŽ, ketvertukas „vier Chromosomengruppen, die nach zwei aufeinanderfolgenden Kernteilungen bei der Reduktionsteilung (Meiose) entstehen“ BŽ, 45 Klebstiel „Teil des Pollinariums <…>, der eine klebrige Flüssigkeit absondert, mit deren Hilfe das Pollinarium am Körper eines Insekts haften bleibt“ BŽ, Wildling „junger, nicht kultivierter Obstbaum, der aus einem Samen oder vegetativ gezogen wurde <…>“ BŽ, Krümmchen „Typ eines einachsigen Blütenstands, dessen Verzweigung in einer Ebene erfolgt und dessen Zweige stets in dieselbe Richtung weisen — nach rechts oder links <…>“ BŽ, Selbstwuchs „ohne forstliche Pflege von selbst aus einem Samen gewachsener Baum“ BŽ, Sämling „aus einem Samen gewachsener Baum, der anschließend an seinen endgültigen Standort verpflanzt wird“ BŽ, Saatpflänzchen „für die Samengewinnung angebaute Pflanze (Rote Bete, Zuckerrübe), solange sie noch jung ist; später wächst sie zu einer Samenträgerpflanze heran“ BŽ, Pflanzling „aus einer Baumschule verpflanzter oder aus gepflanzten Früchten gewachsener (z. B. Eichen- oder Walnuss-)Baum“ BŽ. Die Ableitungen sėjinukas, sodinukas können auch von Verben abgeleitet werden. In diesem Fall wären es Ableitungen mit dem Suffix -inukas und gehörten zur Gruppe der Bezeichnungen für Träger verbaler Eigenschaften. -kis: Mittelwert EŽ, FŽ, STŽ. -lys: Stacheln BŽ. -mė: Kreuz STŽ. -mena: Einzelhandel EŽ, Trockenstelle „nicht bewässerte Stelle innerhalb einer bewässerten Fläche <…>“ MŽ. -muo: Gleichheitszeichen GŽ, MŽ, Gesteinsblock GŽ, MŽ, Ziffer EŽ, Durchmesser GŽ, STŽ. -očiai: Huftiere (Ungulata) GŽ, ŠŽ. -ojas(-us): Teerzeuger ChŽ, GŽ, MŽ, Filmbildner „filmformender Stoff“ ChŽ, Kautschukbildner ChŽ, Samenpflanze „zur Samengewinnung angebaute Pflanze“ BŽ, Rindenbildner GŽ. -okšlis: Schaumbildner ChŽ, Fettbildner MŽ, ŠŽ. -okšnis: Rindenbildner GŽ. -onas: Bodenart EŽ, MŽ. -orius: Schnurrbartträger ŠŽ. -ovė: Gesellschaft EŽ, Gemüse BŽ, Ärmel STŽ, Gewerbe ChŽ, EŽ. -tė: Klinge ŠŽ. -uliai: Nutztiere EŽ. -umynai: Zollstellen BŽ. -ūnas: gyvūnas GŽ, lapūnas BŽ, mišrūnas BŽ, pareigūnas EŽ, pirmūnas EŽ, TŽ, plėšrūnas ŠŽ, ristūnas ŠŽ, senūnas TŽ, skalūnas ChŽ, GŽ, MŽ, žymūnas ŠŽ. -ūnė: galūnė STŽ, viršūnė BŽ, STŽ. -uočiai: lapuočiai BŽ, spygliuočiai (Coniferae) BŽ, GŽ, spinduliuočiai GŽ, šarvuočiai (Dasypodidae) GŽ. -uolis: aistruolis „sporto entuziastas“ ŠŽ, atsparuolis GŽ, grynuolis ChŽ, GŽ, spart[u]olis EŽ, stipruolis ŠŽ, žieduolis GŽ. -u onys: pirmuonys (Protozoa) GŽ. -uotė: rainuotė ŠŽ, sparnuotė STŽ, vaškuotė STŽ. Ein Teil der hier erwähnten suffixalen Ableitungen ist der nichtterminologischen Lexik entnommen. Dies gilt für die Ableitungen mit den Suffixen -(i)aga, -aras, -inys, -yna, -orius sowie einige andere. Diese Wortbildungstypen sind auch in der Literatursprache nicht produktiv. Einige andere Typen haben jedoch trotz der geringen Zahl ihrer Ableitungen dennoch auch Neuschöpfungen hervorgebracht, vgl. die Ableitungen mit den Suffixen -ilis, -očiai, -ojas(-ojus), -(i)ukas, -uočiai u. a. Die Bedeutung mancher Termini ist übertragen, z. B. „vienuolis“ MŽ, das eine hydrotechnische Vorrichtung bezeichnet, mit der der Wasserabfluss aus Teichen und anderen Gewässern reguliert wird. Dies ist eine eindeutige Bedeutungsentlehnung aus dem entsprechenden russischen Terminus „монах“. DIMINUTIVE Die Diminutive, von denen es in der Terminologie der untersuchten Fachgebiete 256 gibt, haben substantivische Basistämme und bezeichnen meist dasselbe wie ihre Basiswörter. Die mit Diminutivbildungen bezeichneten Dinge sind jedoch gewöhnlich kleiner als Dinge derselben Art, die durch die Basisnomen bezeichnet werden. Ein Teil der Ableitungen 46 entweder überhaupt keine Verkleinerungsbedeutung haben oder diese zumindest nicht als wichtigste mit der Wortbildung verbundene Bedeutung hervortritt. Solche Ableitungen bezeichnen gewöhnlich andere Dinge als ihre Grundwörter und bilden die sogenannten Deminutiva mit spezieller Bedeutung. In der Literatursprache ist für einen Teil der Deminutiva auch eine Bewertung des durch das Grundwort bezeichneten Gegenstands und die Hervorhebung damit verbundener Gefühle charakteristisch. In der Terminologie werden Emotionalität und Expressivität vermieden, daher sind Deminutiva hier wesentlich weniger verbreitet als in der Literatursprache allgemein. Es handelt sich um eine mittelgroße Gruppe (gemessen an der Anzahl der Ableitungen) der Terminologiebildung. Die Mehrheit (55%) der litauischen diminutivischen Termini ist mit dem Suffix -elis, -ė gebildet. Deutlich weniger (27%) Termini sind mit dem Suffix -ėlis, -ė gebildet. Bei der Bildung von Deminutiva ergänzen sich diese Suffixe gegenseitig, denn nur gemeinsam können sie die ganze Vielfalt der Grundsubstantive abdecken. Diminutivische Termini sind meist Ableitungen von ihnen (mehr als vier Fünftel). Unter den übrigen Suffixen treten noch -(i)ukas und -utė etwas hervor (etwa 15% aller Ableitungen). Die übrigen 4 Suffixe weisen in den untersuchten Wörterbüchern jeweils nur einige wenige belegte Ableitungen auf. -elis, -ė Der größere Teil der mit dem Suffix -elis, -ė gebildeten Deminutiva bezeichnet dieselben Dinge wie ihre Grundsubstantive. Die durch diese Deminutiva bezeichneten Dinge sind jedoch kleiner oder sogar sehr klein. Demnach ist die Hauptbedeutung der mit dem Suffix -elis, -ė gebildeten diminutivischen Termini die Verkleinerung. Z. B.: akštelė STŽ, SŽ, aselė GŽ, banelis SŽ, bokštelis SŽ, borteliai SŽ, dangtelis BŽ, STŽ, dirželis SŽ, duobelė SŽ, durelės STŽ, gairelė SŽ, gaubtelis STŽ, gojelis SŽ, graibštelis SŽ, grąželis BŽ, grindelės SŽ, griovelis MŽ, grotelės MŽ, STŽ, gurbėlis SŽ, juostelė STŽ, SŽ, kaištelis STŽ, kartelė SŽ, knatelis ATŽ, knygelė EŽ, kotelis BŽ, SŽ, kryželis GŽ, kuodelis ATŽ, kuokštelis ATŽ, lakšteliai BŽ, lapelis BŽ, EŽ, LŽ, STŽ, lazdelė SŽ, lentelė SŽ, mazgeliai ATŽ, mentelė ChŽ, STŽ, SŽ, miestelis EŽ, miglelė SŽ, narvelis FŽ, GŽ, plėvelė ChŽ, FŽ, MŽ, STŽ, plokštelė ChŽ, FŽ, STŽ, SŽ, plutelė GŽ, MŽ, rūkelis GŽ, šamtelis SŽ, skiautelės ATŽ, skylėlės BŽ, spyg lelis BŽ, stalelis GŽ, stovelis SŽ, šaknelė BŽ, upelis GŽ, MŽ, vamzdelis FŽ, STŽ, SŽ, vėjelis SŽ, vytelė BŽ. Andere Ableitungen dieses Typs dienen als Bezeichnungen für eigenständige Dinge; ihre Bedeutungsbeziehung zu den Grundwörtern ist recht weit entfernt. Die Bedeutung der Ableitungen ist in diesem Fall übertragen. Z. B.: barzdelė „Büschel feiner Haare an einem Krönchen oder Kelch“ BŽ, dalelė „übliche Bezeichnung eines elementaren und kolloidalen Teilchens“ ChŽ, FŽ, STŽ, gardelė „kleinster Kristall; Anordnung der Atome im Kristall“ ChŽ, FŽ, GŽ, STŽ, kuokeliai „Mikrosporophylle der Blütenpflanzen (< … >, die Pollen erzeugen“ BŽ, laivelis (zum Erhitzen) ChŽ, laukelis SŽ (Schachbrett, Dame), mastelis „Verhältnis zwischen der Länge einer Linie auf einer Karte, einem Plan oder einer Zeichnung und der tatsächlichen Länge des Ortes oder des dargestellten Gegenstands“ MŽ, SŽ, STŽ, piestelė „weiblicher Teil der Blüte, bestehend aus einem oder mehreren verwachsenen Fruchtblättern“ BŽ, porėlė „Gewebefehler; Streifen aus zwei Fäden, die nicht von Fäden eines anderen Systems getrennt sind“ ATŽ, skarelė „flacher Schleier, der bei vielen Farnen die Sori auf den Blättern bedeckt“ BŽ, skiepelis „durch Veredelung kultivierte und herangezogene Jungpflanze, die zum Umpflanzen an einen dauerhaften Standort bestimmt ist (Pflanzmaterial)“ BŽ, sruogelės „Produktionsabfälle; hundert Meter lange Garnabschnitte, die mit Laborhaspeln von Prüfspulen oder Spulen zu Strähnen aufgewickelt wurden und die für sie vorgesehenen Laborprüfungen auf Nummer, Festigkeit, Dehnung oder andere Prüfungen bestanden haben < … >“ 47 ATŽ, šluotelė „kegelförmiger oder pyramidenförmiger Blütenstand, dessen Hauptachse stark verlängert ist und eine Reihe von Ästen ausbildet, die sich ihrerseits verzweigen; die kleinsten Zweige sind rispenartig, z. B. bei Hafer, Strandhafer und Flieder“ BŽ, tiltelis „verbindendes Atom, Gruppe, Gefäß“ ChŽ, žvynelis „kleines, flaches, metamorphosiertes Blättchen innerhalb eines Blütenstands“ BŽ. Die Grundwörter der Ableitungen dieses Typs sind zweisilbige Substantive. Die meisten dieser Substantive bezeichnen verschiedene Gegenstände, nur wenige hingegen Tiere (musė, stinta, žirgas), Naturerscheinungen (migla, rūkas, vėjas) oder abstrakte Begriffe (dalis, mastas, vaizdas). Die Ableitungen sind gewöhnlich vom selben grammatischen Geschlecht wie ihre Grundsubstantive; die einzige Ausnahme ist upelis12 GŽ, MŽ. -ėlis, -ė Ableitungen mit den Suffixen -ėlis, -ė haben dieselbe Bedeutung wie Ableitungen mit dem produktivsten Typ dieser Gruppe, -elis, -ė. Mit diesem Suffix gebildete Termini gibt es jedoch nur halb so viele. Die meisten Ableitungen haben eine Verkleinerungsbedeutung. Z. B.: ankštarėlė BŽ, apsakymėlis LŽ, atramėlė SŽ, bertuvėlė ChŽ, ežerėliai GŽ, gaubtuvėlis BŽ, STŽ, įlankelė GŽ, kaladėlė STŽ, kilimėlis SŽ, krautuvėlė EŽ, latakėlis MŽ, mėgintuvėlis ChŽ, pagalvėlė SŽ, pakopėlė MŽ, parašiutėlis SŽ, pylimėlis MŽ, pumpurėlis BŽ, rankenėlė STŽ, SŽ, riešutėlis BŽ, ritinėlis STŽ, sėdynėlė SŽ, šepetėlis STŽ, vagonėlis GŽ, MŽ, velenėlis MŽ, STŽ, SŽ, vėliavėlė STŽ, SŽ. Andere Ableitungen mit diesem Suffix bezeichnen verschiedene konkrete, eigenständige Dinge. Ihre Bedeutungsbeziehungen zu den Grundwörtern sind nicht unmittelbar. Daher haben sie keine Verkleinerungs-, sondern eine sogenannte Sonderbedeutung. Z. B.: akmenėlis „eine Legierung aus Lanthanoiden und Eisen, die für Feuerzeuge verwendet wird“ ChŽ, ašarėlė „Metallkügelchen“ ChŽ, gyvatėlė (eine Figur im Skilauf) SŽ, kamuolėlis „ein zymöser Blütenstand, dessen Blüten so dicht gedrängt sind, dass sie die Form eines Kügelchens bilden“ BŽ, liežuvėlis „eine durchsichtige Membran, die bei Gräsern und Seggen an der Grenze zwischen Blattspreite und Blattscheide vorkommt“ BŽ, malūnėlis (Gymnastik) SŽ, obuolėlis „eine kleine, apfelförmige Frucht, z. B. die der Eberesche“ BŽ, veduoklelė „Typ eines einachsigen Blütenstands, dessen Verzweigung in einer Ebene erfolgt und dessen Zweige abwechselnd nach rechts und links ausgerichtet sind, z. B. vilkdalgio (Iris)“ BŽ. Die Grundwörter der mit diesem Suffix gebildeten Ableitungen sind Substantive mit mehreren Silben (sie haben mehr als zwei Silben) und bezeichnen alle konkrete Bedeutungen. Die Ableitungen haben dasselbe grammatische Geschlecht wie ihre Grundwörter. -(i)ukas, -ė Ableitungen mit den Suffixen -(i)ukas, -ė haben dieselben Bedeutungen wie die Bildungen der zuvor behandelten, produktiveren Typen. Für terminologische Zwecke werden jedoch fünfmal weniger davon verwendet als Ableitungen des produktivsten Diminutivtyps -elis, -ė. Etwas mehr als die Hälfte der Ableitungen hat eine Verkleinerungsbedeutung. Z. B.: batukai SŽ, kamuoliukas SŽ, kryžiukai STŽ, ratukas STŽ, rutuliukas SŽ, skrituliukas SŽ, staliukas GŽ, STŽ, šepetukas ChŽ, šuoliukas SŽ. 12 Diese Ableitung kann derivationell mit dem in Dialekten verwendeten Wort upis zusammenhängen; in diesem Fall wäre auch sie keine Ausnahme. 48 Die Bedeutung anderer Derivate steht nicht in direktem Zusammenhang mit den Basiswörtern. Sie bezeichnen spezifische unbelebte Dinge. Z. B.: gaidukas (eines Gewehrs) ŠŽ, garbanukai (Wolken) GŽ, gyvatukas „gewundenes Rohr; Spiralbohrer“ MŽ, GŽ, ChŽ, kačiukas „kätzchenförmiger Blütenstand mit Stempelblüten, während der Samenverbreitung flaumig wie ein Kätzchen, z. B. bei Weide und Pappel“ BŽ, startukai (leichte Sportschuhe) ŠŽ, stepukas (Apocynum Sibiricum) „mehrjährige Faserpflanze < … >“ ATŽ, vaisiukas „Teilfrucht einer Sammel- oder Sammelnussfrucht“ BŽ. Die Derivate verhalten sich auch gegenüber zwei- und mehrsilbigen Substantiven diminutiv. Die Basiswörter bezeichnen meist verschiedene unbelebte Dinge, obwohl es auch Derivate gibt, deren substantivische Basen Tiernamen oder sogar Bezeichnungen abstrakter Begriffe sind. Die meisten Derivate haben dasselbe Genus wie ihre Basiswörter; es kommen jedoch Derivate vor, deren Genus sich von dem der Basiswörter unterscheidet (z. B.: garbanukai GŽ, gyvatukas ChŽ, GŽ, MŽ, kačiukas BŽ, stepukas ATŽ). Dies ist charakteristisch für Diminutive mit spezieller Bedeutung. Bemerkenswert ist, dass fast alle in der Terminologie verwendeten Derivate dieses Typs Maskulina sind (die einzige Ausnahme ist das Derivat raginukė ChŽ, GŽ; auch dieses kann jedoch als Bezeichnung für Träger einer Eigenschaft aufgefasst werden, die durch ein Nomen ausgedrückt wird). In den Terminologiewörterbüchern sind nur 28 Derivate mit diesem Suffix verzeichnet. Nach der Härte bzw. Weichheit des Endkonsonanten des Basisstamms verteilen sie sich wie folgt: Bei 14 Derivaten und ihren Basiswörtern sind die Endkonsonanten des Stamms weich (z. B.: dvīkeliukas ŠŽ, elniukai GŽ, kapliukas ŠŽ, nuliukai STŽ, trikeliukas ŠŽ), bei 4 Derivaten sind die Endkonsonanten des Stamms ebenso wie bei ihren Basiswörtern hart (z. B.: batukai ŠŽ, garbanukai GŽ, ratukas STŽ, startukai ŠŽ), bei 7 Derivaten ist der Endkonsonant des Stamms hart, während er bei ihren Basiswörtern weich ist (z. B.: gaidukas ŠŽ, gyvatukas ChŽ, GŽ, MŽ, rėtukas ŠŽ, skėtukas BŽ), und bei 3 Derivaten entspricht ein weicher Endkonsonant des Stamms einem harten in den Basiswörtern (z. B.: kakliukas STŽ, kauliukas BŽ, STŽ, staliukas GŽ, STŽ). Aus den vorliegenden Daten lassen sich keine deutlicheren Bildungstendenzen ableiten. Auch in der Literatursprache besteht bei der Bildung von Derivaten dieses Typs keine vollständige Regelmäßigkeit, obwohl dort deutlichere Tendenzen zu beobachten sind13. -utė Derivate dieses Typs sind in der Terminologie noch seltener — in den untersuchten Wörterbüchern sind nur 10 verzeichnet. Häufiger haben sie eine spezielle Bedeutung, z. B.: akutės „kleine Hohlräume in festem Material“ ChŽ, akutė „1. eine junge, sich entwickelnde Knospe in der Blattachsel eines Triebs, die zum Pfropfen verwendet wird; 2. eine eingesenkte Knospe auf der Oberfläche einer Knolle (z. B. einer Kartoffel)“ BŽ, (Synonym taškas) STŽ, eglutė „Fehler im Streifengewebe; ein längs durch das Gewebe verlaufender zickzackförmiger Streifenbruch, hinter dem die Streifen wieder in regelmäßiger Richtung verlaufen < … >“ ATŽ, galvutė „1. traubiger Blütenstand < … > mit kurzer Achse, an deren Spitze dicht sitzende, ungestielte oder sehr kurz gestielte Blüten stehen, z. B. bei Klee; 2. beim Pilz =Hut“ BŽ, šakutė „1. Stange mit mehreren (meist gleich langen) Abzweigungen; 2. Gruppe von Kontaktstäbchen zum Einschalten elektrischen Stroms“ MŽ, STŽ, „ein solches Werkzeug am Stativ“ ChŽ. Ein Teil der Derivate bezeichnet dieselben Dinge wie die Basiswörter, jedoch in kleinerer Form, z. B.: skylutė STŽ, šakutė „kleiner vegetativer oder fruchttragender Ast eines Baumes oder Strauchs zweiter oder noch höherer Ordnung“ BŽ. 13 Siehe Grammatik der litauischen Sprache, I, S. 268–269. 4. Lietuvių terminologija 49 Alle Derivate sind von zweisilbigen Substantiven femininen Genus gebildet und selbst ausnahmslos feminin. Auch in der Literatursprache werden Diminutive mit diesem Suffix häufiger von femininen Substantiven abgeleitet14. Andere Suffixe Diminutive Termini wurden auch mit 4 weiteren Suffixen gebildet (insgesamt 8 Derivate); wegen der geringen Zahl der Derivate spielen sie in der Terminologie jedoch keine nennenswerte Rolle. -aitis, -ė: apysakaitė LŽ, giminaitis TŽ, kepuraitė ChŽ, SŽ. -ytė: ausytė SŽ. -okšnis: krūmokšnis BŽ, pievokšnis MŽ, upokšnis GŽ, MŽ. -uška: dainuška LŽ. ORTSBEZEICHNUNGEN Ortsbezeichnungen werden häufiger aus Substantiven und Adjektiven als aus Verben gebildet. Doch auch in terminologischen Wörterbüchern sind relativ wenige denominale Ableitungen dieser Gruppe verzeichnet. Ableitungen, die derivationell auf Nomina zurückgehen, benennen Orte nach den dort vorhandenen Gegenständen oder nach bestimmten Eigenschaften, durch die sich der bezeichnete Ort von anderen abheben lässt. Die Unterschiede in der derivationellen Bedeutung der Ableitungen hängen somit davon ab, dass die Basiswörter unterschiedlichen Wortarten angehören und unterschiedliche Erscheinungen der Wirklichkeit bezeichnen. Die Beschaffenheit der Basiswörter wirkt sich auch auf weitere Ableitungstendenzen aus. Die meisten denominalen Ortsbezeichnungen gehen derivationell auf Substantive zurück (68 von 99, also mehr als zwei Drittel der Ableitungen). Aus Substantiven werden Ableitungen dieser Gruppe am häufigsten mit dem Suffix -ynas gebildet. Andere Suffixe, z. B. -inė, -ynė, -ija, sind weniger produktiv. Den produktivsten Typ der adjektivischen Ortsbezeichnungen bildet das Suffix -uma. -ynas Mit dem Suffix -ynas werden Ableitungen aus zwei Wortbildungsgruppen gebildet — Sammelbezeichnungen und Ortsbezeichnungen. Eine kollektivische Bedeutungsnuance ist oft auch für Ableitungen kennzeichnend, die als Ortsbezeichnungen gelten. Denn als aikštynu, kalvynu ar pelkynu werden beispielsweise Orte bezeichnet, an denen sich mehr als ein aikštė, kalva ar pelkė befindet. Solche Ableitungen bezeichnen sowohl Ansammlungen entsprechender Gegenstände als auch die Orte, an denen sich diese Ansammlungen befinden. Im Grunde sind diesen Ableitungen also beide genannten Wortbildungsbedeutungen eigen. Jede einzelne Ableitung wird der einen oder anderen Gruppe zugeordnet, wobei auch ihre lexikalische Bedeutung und diejenige Bedeutung berücksichtigt werden, die in der Ableitung deutlicher hervortritt. Die hier untersuchten Ableitungen haben eine klarere Ortsbedeutung und gelten daher als Ortsbezeichnungen. Orte werden nach den dort vorhandenen charakteristischen Gegenständen und deren Ansammlungen benannt, die eine bestimmte, meist durch die Erdoberfläche geprägte Fläche von anderen Flächen abheben, für die andere charakteristische Gegenstände typisch sind. Dieselbe Bedeutung haben auch Ableitungen, mit denen Orte bezeichnet werden, an denen bestimmte Pflanzenarten wachsen oder Tiere gezüchtet beziehungsweise gehalten werden. Z. B.: aikštynas SŽ, brūzgynas BŽ, daigynas BŽ, drumlynas GŽ, durpynas EŽ, GŽ, MŽ, firnynas GŽ, gargždynas GŽ, MŽ, kalvynas GŽ, kalvynas GŽ, MŽ, kauburynas GŽ, kupstynas MŽ, ledynas GŽ, MŽ, SŽ, medynas BŽ, molynas ChŽ, GŽ, MŽ, 14 Siehe Lietuvių kalbos gramatika, I, S. 270–271. 50 nendrynai GŽ, pelkynas MŽ, raistynas MŽ, rūdynas GŽ, smėlynas MŽ, uogynas BŽ, upynas GŽ, MŽ, vandenynas GŽ, versmynas MŽ, žemynas GŽ, žirgynas EŽ, žvyr-ynas GŽ, MŽ. Ein kleiner Teil der Termini bezeichnet verschiedene Gegenstände, die als Ortsbezeichnungen aufgefasst werden können, z. B.: dainynas LŽ, giesmynas LŽ, kainynas EŽ, psalmynas LŽ, talpumynas STŽ, teisynas TŽ, varžynas ChŽ, FŽ, STŽ, žinynas EŽ, STŽ, žodynas LŽ, STŽ. Eigenartige Ableitungen sind ežerynas GŽ und vasarynas (auf dem See, Synonym propersą) GŽ, deren Basiswörter keine Gegenstände bezeichnen, die im abgeleiteten Wort enthalten sind. Alle Ableitungen sind aus Substantiven gebildet. Die Basisnomen sind häufiger morphologisch nicht weiter analysierbare Wörter oder stark lexikalisierte Ableitungen, d. h. sie sind semantisch mehr oder weniger weit von den Wörtern entfernt, mit denen sie derivationell eigentlich verbunden sein sollten. Ableitungen aus Substantiven mit deutlichen Affixen verschiedener Wortbildungsstufen sind selten, z. B.: medelynas BŽ, sąvartynas GŽ, talpumynas STŽ. Als Ausnahme gelten Ableitungen aus Komposita, z. B.: rankrašt ynas LŽ. -uma Der Ableitungstyp mit dem Suffix -uma ist bei der Bildung von Ortsbezeichnungen aus Adjektiven am produktivsten. Ableitungen dieses Typs benennen Orte nach den durch die Basisadjektive bezeichneten Eigenschaften, die sie von anderen Orten mit abweichenden Eigenschaften unterscheiden. Fast alle Ableitungen sind Bezeichnungen verschiedener Orte auf der Erdoberfläche. Zum Beispiel: aukštuma GŽ, MŽ, dykuma GŽ, MŽ, SŽ, dubuma GŽ, MŽ, ilguma SŽ, iškiluma GŽ, MŽ, kalvotuma GŽ, lyguma GŽ, MŽ, nuolaiduma MŽ, nuotakuma MŽ, nuožulnuma GŽ, pakiluma GŽ, MŽ, platuma SŽ, plokštuma GŽ, MŽ, STŽ, SŽ, sausuma GŽ, MŽ, sekluma GŽ, MŽ, SŽ, slėsuma MŽ, smailuma FŽ, statuma GŽ, MŽ, šlapuma MŽ, žemuma GŽ, MŽ. Die Ableitungen werden aus qualitativen steigerungsfähigen Adjektiven gebildet. Lediglich der Terminus aplinkuma STŽ ist von einem Substantiv abgeleitet. Mit dem Suffix -uma werden auch Eigenschaftsbezeichnungen gebildet; daher gibt es auch Ableitungen, die die Bedeutung von Nominalabstrakta haben können. Solche Ableitungen sind mehrdeutig, zum Beispiel: šlapuma „1. nasse, regnerische Witterung; 2. ein nasser Ort“ MŽ. Den Abstrakta nahe stehen auch die Termini ilguma SŽ, platuma SŽ. -inė Mit dem Suffix -inė werden Ortsbezeichnungen aus Substantiven gebildet, doch finden sich in terminologischen Wörterbüchern nur halb so viele Belege wie für die Ableitungen des produktivsten Typs -ynas. Ableitungen dieses Typs benennen verschiedene Räume oder sonstige Orte, an denen das getan, hergestellt oder aufbewahrt wird, was das Basisnomen bezeichnet. Das Basiswort kann häufig auch den Zweck des Raumes bezeichnen. Zum Beispiel: aparat inė STŽ, areštinė TŽ, durpinė MŽ, elektrinė FŽ, išdinė EŽ, muitinė EŽ, TŽ, siurblinė GŽ, MŽ, užkandinė EŽ. Die übrigen Ableitungen bezeichnen bestimmte Gegenstände, die dazu dienen, die durch die Basisnomen bezeichneten Dinge hineinzulegen und aufzubewahren. Zum Beispiel: parakinė SŽ, šovininė SŽ, šratinė SŽ, tepalinė SŽ, triukšlinė SŽ. Zu diesen Ableitungen gehören auch Bezeichnungen von Pflanzenteilen, zum Beispiel: dulkine „die am Ende des Staubblatts befindliche Kapsel, in der sich Pollen bilden“ BŽ, mezginė „der untere Teil des Stempels, aus dem sich die Frucht entwickelt“ BŽ, nektarinė „eine Blütendrüse, die eine süße Flüssigkeit – Nektar – absondert“ BŽ, sporinė „ein kasten-, krug- oder bläschenförmiges Organ, in dessen Innerem Sporen entstehen“ BŽ. 4* 51 Die Basisnomen der Ableitungen mit dem Suffix -inė sind unterschiedlich aufgebaut – es handelt sich sowohl um einfache als auch um abgeleitete Wörter. Hinsichtlich der Wortbildung sticht der botanische Terminus mezginė BŽ hervor, der von einem Verb abgeleitet ist. Eine solche Wortbildung ist für das Litauische untypisch. Andere Suffixe Ortsbezeichnungen aus Nomina wurden außerdem mit sieben Suffixen abgeleitet. Die Produktivität aller dieser Typen ist in der Terminologie gering (insgesamt 21 Ableitungen). -idė: aukšlidė BŽ. -ija: naujasėdija EŽ, seniūnija TŽ, tėvonija EŽ. -ymė: kiaurymė STŽ, siaurymė GŽ, sraujymė GŽ, MŽ, stormė GŽ, MŽ. -ynė: akmenynė GŽ, saman ynė MŽ, šlynynė MŽ, žvyr ynė MŽ; klampynė GŽ, MŽ, sausynė MŽ, slaptynė TŽ, šlapynė MŽ. -mė: gelmė GŽ, tankmė SŽ. -ūnė: viršūnė GŽ, SŽ. -uva: rag uva GŽ, MŽ, sietuva GŽ, SŽ. Ableitungen mit den Suffixen -idė, -ija, -ūnė, -uva werden von Substantiven gebildet, während Ableitungen mit -ymė, -mė von Adjektiven gebildet werden. Mit dem Suffix -ynė werden Ableitungen sowohl von Substantiven als auch von Adjektiven gebildet. Ableitungen mit einigen Suffixen sind alte Wörter; zweifellos stammen sie aus dem nichtterminologischen Wortschatz. Dies gilt vor allem für Ableitungen mit den Suffixen -mė, -ūnė, -uva. WEITERE ABLEITUNGSGRUPPEN In den Wörterbüchern finden sich nur sehr wenige Termini für Ableitungen, die anderen Ableitungsgruppen angehören. Unter ihnen gehören etwas mehr Ableitungen zur Gruppe der Kollektivbezeichnungen. Ein Teil der Ableitungen mit kollektiver Bedeutung steht den Ortsbezeichnungen nahe. So kann beispielsweise bei einem beträchtlichen Teil der Ableitungen mit dem Suffix -ynas die Wortbildungsbedeutung sowohl kollektiv als auch lokal sein. Beide Bedeutungen können auch bei einem Teil der Ableitungen mit dem Suffix -ija auftreten, z. B.: seniūnija usw. Hier werden nur solche Suffixableitungen behandelt, denen die lokale Bedeutung nicht eigen ist. Sie bezeichnen eine bestimmte Ansammlung oder Gesamtheit von Personen, Tieren oder Dingen, die durch die Basiswörter benannt werden (Substantivableitungen), oder eine Gruppe beziehungsweise Gesamtheit von Personen mit einem bestimmten gemeinsamen Merkmal (Adjektivableitungen). Der produktivste Typ von Kollektivbezeichnungen ist -ija. Mit diesem Suffix werden Ableitungen gewöhnlich von Substantiven gebildet, z. B.: augalija BŽ, GŽ, MŽ, augmenija MŽ, bajorija EŽ, buožija EŽ, gyvūnija GŽ, lapija BŽ, pirk lija EŽ, raštija LŽ, terminija STŽ, valstietija EŽ. In ihrer Bedeutung unterscheiden sich bendrija BŽ, GŽ, TŽ, draugija EŽ, SŽ, TŽ, valstija TŽ; außerdem ist bendrija wortbildungsmäßig von einem Adjektiv abgeleitet. Weniger Kollektivbezeichnungen weist das Suffix -ynas auf. Auch sie werden von Substantiven abgeleitet, z. B.: kuokelynas „Gesamtheit der Staubblätter einer Blüte“ BŽ, lapvaisynas „Sammelfrucht, die aus einer größeren oder kleineren Anzahl einsamiger Früchtchen – Blattfrüchten (z. B. des Hahnenfußes) – besteht“ BŽ, nuobirynas (Synonym nuobirų kūgis) GŽ, sąnašynas „Lockersedimente“ ChŽ, „Ansammlung von Fluss-, Gletscher-, Meeres- oder Windablagerungen“ MŽ, GŽ, sąžalynas „Gruppe dicht zusammengewachsener krautiger oder Wasserpflanzen“ BŽ, sluoksnynas GŽ, vaisynas „Frucht, die sich aus den Fruchtknoten vieler Blüten entwickelt hat, z. B. die Maulbeerfrucht“ BŽ, vaislapynas „Gesamtheit aller Fruchtblätter einer Blüte, die einen oder mehrere Stempel bilden“ BŽ, vamzdynas „Rohrleitung zur Beförderung von Wasser, Gas, 52 Erdöl oder anderen Produkten“ MŽ, GŽ, (Synonym vamzdžių tinklas) STŽ, žiedynas „Gesamtheit der Blüten, die an einem besonderen Spross oder Sprosskomplex zusammengefasst sind, der keine echten Blätter, sondern nur Deckblätter oder Brakteen trägt“ BŽ. Einige Kollektivbezeichnungen sind mit dem Suffix -uomenė abgeleitet, z. B.: bendruomenė EŽ, TŽ, prastuomenė EŽ, varguomenė EŽ, visuomenė EŽ, TŽ. Auch Termini, die wortbildungsmäßig zur Gruppe der Bezeichnungen nach Herkunft und Zugehörigkeit gehören, sind selten. Mit dem Suffix -iena gebildete Ableitungen bezeichnen bestimmte Stoffe, aus denen die durch das Basisnomen benannten Dinge bestehen, z. B.: grybiena „Hyphengeflecht, das die vegetative Struktur von Pilzen bildet“ BŽ, karniena „komplexes Gewebe höherer Pflanzen, durch das organische Stoffe in der ganzen Pflanze verteilt werden ⟨ … ⟩“ BŽ, ląsteliena (Zellulose) ChŽ, mediena „komplexes Gewebe, das dem Wassertransport durch die ganze Pflanze dient und aus Zellen mit verholzten Zellwänden besteht ⟨ … ⟩“ BŽ, „verholzter Teil der Pflanze“ ChŽ, narveliena (Zellulose) ChŽ, uoliena „natürliche Mineralmasse bestimmter Zusammensetzung“ ChŽ, MŽ. Wortbildungsmäßig anders ist die Fleischbezeichnung skeriena SŽ, die auf ein Verb zurückgeht. Mit dem Suffix -ena gebildete Ableitungen bezeichnen Häute und Felle. Sie bezeichnen das Material der Körperoberfläche verschiedener Tiere, z. B.: bulena „Haut eines Jungbullen, einer Färse“ ChŽ, karvena ChŽ, pūkена „Pelze von Pelztieren“ ChŽ. Ableitungen mit den Suffixen -ienojai und -ojai dienen als Bezeichnungen für Pflanzenstängel, z. B.: bulvienojai „Kartoffelstängel“ BŽ, uogienojai „Stängel von Beerenpflanzen (z. B. Preiselbeeren, Heidelbeeren, Rauschbeeren)“ BŽ; apynojai „Hopfenstängel“ BŽ. Mit dem Suffix -ybė werden Bezeichnungen für Wörter und Ausdrücke gebildet. Das Basiswort gibt gewöhnlich an, woher die bezeichnete sprachliche Eigenheit stammt, z. B.: svetimybė LŽ, tarmybė LŽ, žargonybė LŽ. SCHLUSSFOLGERUNGEN 1. Bei der Bildung litauischer einwortiger Substantivtermini kommt der Ableitung mit Suffixen die wichtigste Rolle zu. Mehr als zwei Drittel aller in den Terminologiewörterbüchern der Rechtswissenschaft, der Geologie und physischen Geographie, der Physik, des Sports, der Melioration, der Chemie, der Textilwirtschaft, der Literatur, der Botanik, der Wirtschaft und der Rechentechnik verzeichneten Bildungen sind mit Suffixen abgeleitet. 2. Terminologietermini mit Suffixen werden häufiger von Verben abgeleitet. Weniger als ein Drittel der in der Arbeit untersuchten Termini ist von Nomina (hierzu zählen auch Partizipien, Pronomen und Adverbien) abgeleitet. 3. Ein charakteristisches Merkmal der Terminologie ist die Fülle an Abstrakta. Allein die Bezeichnungen von Handlungen machen mehr als die Hälfte aller suffixalen Ableitungen aus. Die Gruppe der Bezeichnungen von Eigenschaften steht nach der Zahl der Ableitungen an zweiter Stelle (ein Sechstel aller suffixalen Ableitungen). Insgesamt gibt es 2,24-mal mehr verbale und nominale Abstrakta als Ableitungen aus allen übrigen Wortbildungsgruppen. Die Wortbildungsgruppen verteilen sich nach der Zahl der Ableitungen wie folgt: 1. Bezeichnungen von Handlungen — 2592 2. Bezeichnungen von Eigenschaften — 834 3. Bezeichnungen für Träger nominaler Eigenschaften und für Berufspersonen — 323 4. Bezeichnungen von Werkzeugen — 299 53 5. Diminutive — 256 6. Bezeichnungen für Handelnde und Träger verbaler Eigenschaften — 248 7. Bezeichnungen für Handlungsergebnisse — 224 8. Ortsbezeichnungen: nominale, verbale — 99 — 36 9. Kollektivbezeichnungen — 27 10. Bezeichnungen nach Herkunft und Zugehörigkeit — 16 11. Bezeichnungen für Feste und Riten — 1 insgesamt —4955 4. Alle mit Suffixen abgeleiteten Termini gehören 245 Wortbildungstypen an; jedoch weisen nur 33 Terminbildungs-Typen jeweils mehr als 10 Derivate auf. Dies sind die produktivsten Wortbildungstypen der Substantive in der Standardsprache, zum Beispiel die Handlungssuffixe -imas / -ymas, -tis, -yba, die Eigenschaftsbezeichnungen -umas, -ybė, -ystė, die Bezeichnungen für Träger nominaler Eigenschaften und für Berufe -ininkas, -ė, -inis, -ė, die Bezeichnungen für Handelnde und Träger verbaler Eigenschaften -tojas, -a, -ėjas, -a, -tinis, -ė, die Bezeichnungen für Handlungsergebnisse -inys, -alas, -muo, die Gerätebezeichnungen -tuvas, -iklis, -tukas, die Diminutive -elis, -ė / -ėlis, -ė, die Ortsbezeichnungen -ynas, -uma, -inė, -ykla, die Kollektivbezeichnungen -ija usw. Zu diesen häufigeren Typen gehören 4415 Derivate oder 89,1% aller untersuchten Bildungen. Eine besonders große Zahl von Derivaten weisen die Handlungssuffixe -imas und -ymas auf, mit denen fast die Hälfte aller untersuchten Termini gebildet wurde (48,6%). Der zweithäufigste Wortbildungstyp hinsichtlich der Zahl der Derivate ist der Typ der Eigenschaftsbezeichnungen -umas (14% der Derivate). Danach folgen die Diminutivsuffixe -elis, -ė, -ėlis, -ė (insgesamt 210 Derivate), die Suffixe für Bezeichnungen von Handelnden und Trägern verbaler Eigenschaften -tojas, -a und -ėjas, -a (148 Derivate), das Suffix für Bezeichnungen von Trägern nominaler Eigenschaften und für Berufsbezeichnungen -ininkas, -ė (129 Derivate), das Suffix für Gerätebezeichnungen -tuvas (119 Derivate), das Suffix für Bezeichnungen von Handlungsergebnissen -inys (77 Derivate), das Suffix für Bezeichnungen von Trägern nominaler Eigenschaften -inis, -ė (73 Derivate), das Suffix für Eigenschaftsbezeichnungen -ystė (61 Derivat) und das Suffix für Gerätebezeichnungen -iklis (54 Derivate). Mit diesen Suffixen (jedes davon hat mindestens 50 Derivate) wurden 17,6% aller untersuchten Derivate gebildet. 20 Suffix-Typen weisen 11–50 Derivate auf, und 212 Wortbildungstypen haben nicht mehr als 10 Derivate. Dies zeigt, dass die Terminbildung überwiegend durch Einheitlichkeit gekennzeichnet ist. In der Standardsprache gibt es mehr produktive Suffix-Typen der Substantivbildung. Außerdem treten in mehreren Gruppen besonders produktive Typen mit nur 1–2 Termini hervor. 5. In der Terminologie werden diejenigen Wortbildungstypen der Standardsprache vermieden, die emotionale und expressive Bedeutungsnuancen aufweisen. So sind Diminutive in der Standardsprache die zahlreichste Gruppe unter den Suffixsubstantiven, während sie in der Terminologie nur eine mittelgroße Gruppe bilden, da sie hier ausschließlich in diminutiver und fachlicher Bedeutung verwendet werden. Für die Terminologie sind die in der Standardsprache häufigen Wortbildungstypen für Bezeichnungen von Trägern verbaler Eigenschaften nahezu gänzlich untypisch; ihre Derivate bezeichnen Personen mit abwertender Bedeutungsnuance. 6. Die Terminbildung weist noch weitere charakteristische Besonderheiten auf, zum Beispiel: a) die Spezialisierung von Wortbildungstypen (sie ist in der litauischen Terminologie unzureichend), b) die Erweiterung der Bildungsgrenzen einzelner Typen im Vergleich zur Standardsprache, c) eine größere Zahl als allgemein in der litau- 54 e) die größere Verbreitung von Lehnübersetzungen als in der literarischen Sprache insgesamt. 7. Die meisten Termini sind regelgerechte Bildungen. Die vorkommenden missglückten Bildungen sind meist blinde Morphemübersetzungen aus anderen Sprachen. Fehlerhafte Termini entstehen häufiger durch die ungeeignete Wahl des Grundworts, seltener durch den ungeschickten Gebrauch von Suffixen. Abkürzungen ATŽ — A. Jurevičius, A. Čižas, Aiškinamasis tekstilės terminų žodynas, I, Vilnius, 1962. BŽ — Botanikos terminų žodynas, sudarė Botanikos žodyno komisija, redagavo prof. dr. J. Dagys (vyr. redaktorius), biol. m. k. A. Lekavičius ir j. m. b. V. Mališauskienė, Vilnius, 1965. ChŽ — K. Daukšas, Chemijos žodynas, Vilnius, 1960. DŽ — Dabartinės lietuvių kalbos žodynas, II papildytas leidimas, redakcinė kolegija: J. Kruopas (atsak. redaktorius), A. Lyberis, D. Lukšys, J. Paulauskas, J. Senkus, K. Ulvydas, Vilnius, 1972. EŽ — Rusiškai lietuviškas ekonomikos terminų žodynas, redakcinė kolegija: Lietuvos TSR MA akademikas K. Meškauskas (ats. red.), A. Poviliūnas, V. Puronas, A. Skupeika, Vilnius, 1966. FŽ — Fizikos terminų žodynas, redaktorius Lietuvos TSR MA akad. P. Brazdžiūnas, Vilnius, 1958. GŽ — V. Gudelis, Geologijos ir fizinės geografijos terminų žodynas, Vilnius, 1956. LŽ — Literatūros terminų žodynas (sudarė J. Petronis, V. Vanagas, A. Zalatorius), Vilnius, 1962. MŽ — J. Čeičys, Melioracijos terminų žodynas, Vilnius, 1960. STŽ — V. Kairys, A. Kaminskas, Z. Kudirka, R. Kundrotienė, M. Lipšicas, A. Mačernius, J. Norkus, J. Riaubūnas, J. Stanaitytis, B. Stulpinas, A. Šliavas, Rusų–lietuvių–anglų kalbų skaičiavimo technikos terminų žodynas, Vilnius, 1971. SŽ — Sportinių terminų žodynas (redakcinė kolegija: Z. Gobikas, V. Kazlauskas, TSRS nusipelnęs sporto meistras J. Lagunavičius, ped. m. kand. P. Normantas, biol. m. kand. V. Petkus, P. Rimša, V. Steponaitis (atsak. sudarytojas), Vilnius, 1959. TŽ — Teisinių terminų žodynas, sudarė A. Žiurlys, redakcinė kolegija: Lietuvos TSR MA narys-koresp. J. Bulavas, prof. K. Jablonskis (atsak. redaktorius), Lietuvos TSR MA tikrasis narys J. Žiugžda, A. Žiurlys, Vilnius, 1954. С. КЕЙНИС SUFFIXALE BILDUNG LITAUISCHER TERMINI Zusammenfassung Die Arbeit untersucht die suffixale Bildung litauischer einwortiger Substantivtermini anhand von Material aus der physikalischen, chemischen, geologischen und physisch-geografischen, botanischen, meliorationswissenschaftlichen, textilen, rechentechnischen, juristischen, literaturwissenschaftlichen, wirtschaftswissenschaftlichen und sportwissenschaftlichen Terminologie in terminologischen Wörterbüchern, die in Sowjetlitauen veröffentlicht wurden. Die suffixale Terminologiebildung ist das wichtigste Mittel zur Erweiterung der Terminologie – mehr als zwei Drittel aller Bildungen sind mit Suffixen gebildet. Den Untersuchungsgegenstand bilden 55 4955 suffixale Derivate, von denen die meisten (mehr als zwei Drittel) von Verben abgeleitet sind. Auf der Grundlage der Derivationsbedeutung und der Beschaffenheit der Basiswörter werden folgende Derivatklassen unterschieden: a) verbale Derivate – Bezeichnungen von Handlungen, Bezeichnungen von Handlungsinstrumenten, Bezeichnungen von Handelnden und Trägern eines verbalen Merkmals, Bezeichnungen des Handlungsergebnisses, Bezeichnungen von Orten; b) nominale Derivate – Bezeichnungen eines nominalen Merkmals, Bezeichnungen von Trägern eines nominalen Merkmals und von Personen nach ihrem Beruf, Diminutive, Bezeichnungen von Orten, Sammelbezeichnungen sowie Bezeichnungen nach Herkunft und Zugehörigkeit. In jeder Klasse werden die Typen der Terminusbildung behandelt (insgesamt 245). Für die Terminologiebildung sind charakteristisch: 1) die große Verbreitung von Derivaten mit abstrakter Bedeutung (mehr als die Hälfte aller untersuchten Derivate sind Handlungsbezeichnungen, ein Sechstel aller Derivate bezeichnet ein nominales Merkmal), 2) die deutliche Dominanz von 1–2 Wortbildungstypen hinsichtlich ihrer Produktivität in jeder Klasse, 3) die im Vergleich zur Literatursprache geringe Verwendung von Typen mit emotionalen und expressiven Bedeutungen, 4) die Spezialisierung (sie ist unzureichend) und Vereinheitlichung der Wortbildungsmittel, 5) die Erweiterung der Wortbildungsmöglichkeiten einiger produktiver Typen, 6) die breite Heranziehung internationaler Basiswörter, 7) eine größere Verbreitung von Lehnübersetzungen als in der allgemeinen Literatursprache. Fehlerhafte Terminusbildungen entstehen am häufigsten durch morphemweise Lehnübersetzung.