Классификационный аспект определения термина
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MOKSLO KALBOS KULTŪROS IR TERMINOLOGIJOS PROBLEMOS
LIETUVIŲ KALBOTYROS KLAUSIMAI, XXIV (1985)
АЛЛА ВЯЧЕСЛАВОВНА КРЫЖАНОВСКАЯ
KLASSIFIKATORISCHER ASPEKT DER DEFINITION DES TERMINUS
In Theorie und Praxis der modernen Terminologielehre besteht ein ständiger Bedarf, terminologischen Wortschatz von nichtterminologischem zu unterscheiden, und zwar aufgrund der Besonderheiten des Fachworts mit erhöhter Sorgfalt hinsichtlich der Bedeutung des Terminus – einer speziellen Bezeichnung aus dem Bereich der wissenschaftlich-technischen praktischen Tätigkeit, die im Bereich der beruflichen Kommunikation verwendet wird1. Diese Notwendigkeit verstärkt sich besonders angesichts der rasanten Entwicklung der Fachterminologie: Täglich treten neben anderen Elementen des wissenschaftlichen Stils neue Termini hinzu.
Daher wird in der linguistischen Theorie nach objektiven Merkmalen gesucht, die bei der zweifelsfreien Bestimmung eines Terminus helfen könnten. Die Natur des wissenschaftlichen Fachterminus ist in der inländischen und ausländischen Literatur hinreichend eingehend untersucht worden. Termini werden als Benennungen für Begriffssysteme (Realien) der Wissenschaft, Technik und Amtssprache sowie deren Widerspiegelung in der Produktion, im gesellschaftlichen Leben oder in einzelnen Bereichen davon definiert; dabei besitzt jeder Terminus in diesen Bereichen eine gesellschaftlich bewusst wahrgenommene Bedeutung2. Dennoch bleibt das Problem der Definition des Terminus aktuell und schwierig. Es genügt zu sagen, dass längst nicht alle Wörterbücher der linguistischen Terminologie diesen Begriff in ihrem Stichwortverzeichnis führen; beispielsweise fehlt er in der Arbeit von E. Hamp3; in anderen Fällen wird als linguistischer Terminus die Terminologie definiert, während eine Definition des einzelnen Sachverhalts fehlt4. Für die erneute Beschäftigung mit der Präzisierung der Definition des Terminus gibt es mehrere Gründe: die Aktualität einer fortlaufenden Ordnung der Termini, die im Zusammenhang mit der Beschleunigung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts unablässig neu entstehen; die Anforderungen der wissenschaftlich-technischen Praxis, einzelne Fachterminologien zu vereinheitlichen; die komplexe Wechselwirkung der Terminologie mit dem allgemein gebräuchlichen Wortschatz und der Fachnomenklatur.
1 Даниленко В. П. Русская терминология/Опыт лингвистического описания.— М.: Наука, 1977, с. 3, 201.
2 Ахманова О. С. Лингвистическое значение и его разновидности.— В кн.: Проблемы знака и значения. М., 1969, с. 110.
3 Хэмп Э. Словарь американской лингвистической терминологии.— М.: Прогресс, 1964.— 264 с.
4 Марузо Ж. Словарь лингвистических терминов.— М.: Иностр. лит-ра, 1960, с. 308.
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Die genannten Gründe regen die Suche nach optimalen Verfahren zur Definition des Terminus an, wenn dieser in das entsprechende Fach- oder allgemeine Terminologiesystem aufgenommen wird.
Die genannten Impulse werden durch die im wissenschaftlichen Gebrauch vorhandenen Empfehlungen zur Definition des Terminus teilweise abgeschwächt. Auf ihrer Grundlage unterscheiden Lexikografen in der Praxis Termini von Nichttermini und erstellen lexikografische Beschreibungen der Terminologie einer oder mehrerer Sprachen. Fachleute verschiedener Wissenschafts- und Technikbereiche verwenden die entsprechenden Termini. Ein vergleichender Analyse der Terminauswahl in mehreren Wörterbüchern, die die Terminologie eines Fachgebiets beschreiben, zeigt jedoch zahlreiche Abweichungen, die mit Schwierigkeiten bei der Bestimmung des terminologischen Status eines Wortes zusammenhängen.
Darin liegt der Grund für die fortgesetzte Erarbeitung theoretischer Probleme der Terminologielehre, die in scheinbar allgemeinverständliche Aussagen gewisse Präzisierungen und Korrekturen einbringt. Um die Frage nach der Notwendigkeit einer detaillierten Bestimmung des Wesens des Terminus zu beantworten, seien einige allgemein bekannte Wahrheiten in Erinnerung gerufen. Eine davon besagt, dass bei der Definition eines Terminus ein wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn dann erzielt wird, wenn sowohl sein materiell-sprachliches Wesen (seine Bedeutungsgenauigkeit, seine Zugehörigkeit zum wissenschaftlichen Stil usw.) als auch die Dialektik seiner Wechselbeziehungen mit anderen Elementen des lexikalischen Systems der betreffenden Nationalsprache – literarischen wie nichtliterarischen, etwa dialektalen, umgangssprachlichen und ähnlichen – sowie mit Elementen anderer Nationalsprachen berücksichtigt werden, da im Verhältnis zu Letzteren partielle Integrationserscheinungen möglich sind5.
Hier verfügt die moderne Terminologielehre über eine Reihe wissenschaftlicher Erkenntnisse: Zur Ordnung der Terminologie werden die semantischen Besonderheiten eines einzelnen Terminus sowie seiner lexikalisch-semantischen Varianten und Gruppen (monoseme und polyseme Termini, Synonyme, Antonyme und Homonyme) im Hinblick auf die Logik ihres Inhalts sowie auf die sprachliche, insbesondere strukturelle und lexikalisch-systemische Zweckmäßigkeit analysiert. Und während sich die Logik mit dem logischen System im Bereich der Terminologie befasst und dabei besonders auf die Strenge der Klassifikationsgrundlagen und die Übereinstimmung der Termini mit den Begriffskategorien achtet6, fallen alle übrigen genannten Fragen in die Zuständigkeit der linguistischen Terminologielehre.
Die systemische Organisation der Termini gilt allgemein als anerkannt, und auf dieser Eigenschaft beruhen verschiedene Klassifikationen von Termini. Zu den grund-
5 Bulakhovskyi L. A. Die Entstehung der ukrainischen Sprache und ihre Stellung unter den anderen slawischen Sprachen.— Kyjiw: Rad. Schule, 1948, S. 3.
6 Даниленко В. П. Русская терминология, с. 3.
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Ein mit der begrifflichen Natur der Termini verbundenes Klassifikationsprinzip ist die Zugehörigkeit des Wortes zur Subsprache eines bestimmten Tätigkeitsbereichs und der Beschreibung der Tätigkeit in diesen Bereichen 7. Dadurch kann man bei Bedarf einen Terminus von einem Nichtterminus unterscheiden und dabei die große Spannweite semantischer Umfänge in der Terminologie berücksichtigen – von abstrakten, allgemeinen und Sammeltermini bis hin zu konkreten, eng gefassten Einzeltermini –, sowie Gruppen wissenschaftlicher Termini herausarbeiten, darunter allgemeinwissenschaftliche Termini und Klassen von Termini einzelner Wissenschaften: technische, gesellschaftspolitische, militärische und juristische. Mitunter überwiegt dieser Faktor in der terminologischen Klassifikation 8. Dennoch muss man bei der Auswahl von Termini mit allgemeiner und kollektiver Semantik diese vom allgemeinsprachlichen abstrakten Wortschatz abgrenzen (dies ist vor allem für die gesellschaftspolitische Terminologie relevant); bei der Auswahl von Termini zur Benennung einzelner Begriffe wiederum muss man sie von nomenklatorischen Bezeichnungen – Nomen – unterscheiden.
Ein weiteres Klassifikationsprinzip hängt mit der Natur des Terminus als spezifischem sprachlichem Zeichen zusammen und berücksichtigt, dass ein Terminus nicht nur sprachliche Semantik, sondern auch eine formale Struktur aufweist9. Damit lassen sich einerseits Untergruppen und Klassen von Termini innerhalb eines terminologischen Systems bestimmen, angefangen bei Gegenstandsbegriffen bis hin zu abstrakten Bezeichnungen von Prozessen, Handlungen und Zuständen. Andererseits können so produktive grammatische und wortbildungsmorphologische Strukturen von Termini bestimmt werden, ebenso ihre Verwendungsmöglichkeiten in Wort- und Wortgruppenform, ihre monosemischen und polysemischen Varianten sowie ihre lexikalisch-semantischen Gruppen: Synonyme unter den Termini, Homonyme unter den Termini usw.
Auf den ersten Blick scheint es bei der Bestimmung der Terminologiezugehörigkeit eines Wortes am zweckmäßigsten, zu berücksichtigen, dass ein- und mehrgliedrige Termini, die jeweils einen bestimmten semantischen Zusammenhang bilden, häufig in einer Beziehung zueinander stehen, in der ein Wort (eine Wortgruppe) die Gattung der Gegenstände bezeichnet und andere Wörter deren Arten benennen. Auf diesem insgesamt produktiven Weg gibt es jedoch einen Widerspruch. Da Termini, allgemein gebräuchliche Wörter und Nomen nicht nur spezifische Merkmale, sondern als Varianten sprachlicher Zeichen auch eine Reihe gemeinsamer Eigenschaften aufweisen, müssen bei der Bestimmung eines Terminus und seiner Abgrenzung von Nichttermini beide Merkmalsarten berücksichtigt werden.
7 Канделаки Т. Л. Работа по упорядочению терминологии и некоторые лингвистические проблемы, возникающие при этом.— В кн.: Лингвистические проблемы научно-технической терминологии. М., 1970, с. 40—53.
8 Лейчик В. М. Термины и терминоподсистемы — пограничная область между естественными и искусственными языками.— В кн.: Вопросы терминологии и лингвистической статистики. Воронеж, 1976, с. 3—11.
9 Даниленко В. П., Скворцов Л. И. Терминология и норма: Вопросы культуры речи.— Русская речь, 1981, № 1, с. 77—82.
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Zeichen. Denn sowohl Termini als auch Nichttermini können Gattungs- und Artbegriffe bezeichnen, da diese Gliederung mithilfe von Wörtern – sprachlichen Mitteln, mit denen wir unsere Vorstellungen von der realen Wirklichkeit ausdrücken – keine eigenständige definitorische Funktion als Merkmal eines Terminus erfüllt. Diese Feststellung muss besonders hervorgehoben werden, denn die berechtigte Gegenüberstellung von Termini als Gattungs- und Artbezeichnungen wird durch die angeführten Überlegungen grundsätzlich nicht infrage gestellt. Zweifelhaft ist lediglich, ob die Gattungs-Art-Beziehungen zum grundlegenden Differenzierungsmerkmal eines Terminus erhoben werden können, das ihn von Nichttermini unterscheidet. Die Gegenüberstellung von Termini mit einer Gattungsbedeutung und einer ihr untergeordneten Artbedeutung kann durchaus nützlich sein. Dies zeigt sich an Algorithmen, die in der modernen Terminologieforschung zur Erkennung von Termini unter Nichttermini entwickelt werden: Ist eine sprachliche Einheit, die einen Gattungsbegriff bezeichnet, ein Terminus, so sind auch alle sprachlichen Einheiten, die die entsprechenden Artbegriffe bezeichnen, Termini 10. Dabei ist weniger entscheidend, dass sowohl Termini als auch Nichttermini durch Gattungs-Art-Beziehungen verbunden sein können, als vielmehr, dass im vorgeschlagenen Algorithmus die Frage offenbleibt, ob der Gattungsbegriff selbst terminologisch ist. Der logische Gedankengang legt nahe: Gibt es oberhalb dieses Gattungsbegriffs keinen Terminus der entsprechenden Hierarchie, so ist das betreffende Wort kein Terminus. Folglich erweist sich die bloße Gliederung von Wörtern nach Gattungen bei der terminologischen Beschreibung der realen Wirklichkeit als unzureichendes Differenzierungsmerkmal eines Terminus.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach der Zweckmäßigkeit eines wissenschaftlichen Vorschlags, der sich auf eine hinreichend untersuchte Eigenschaft der Fachterminologie stützt. Sie liegt innerhalb der Logik der Sprache und tritt als hierarchische Unterordnung der Realien eines bestimmten Fachgebiets und ihrer terminologischen Bezeichnungen in Erscheinung, die sich nicht vollständig in Gattungs-Art-Beziehungen einordnen lassen. Es handelt sich um eine wissenschaftliche Klassifikation, deren allgemein bekanntes, komplexes und unbestrittenes Beispiel das Periodensystem von D. I. Mendelejew ist, dem eines der fundamentalen Naturgesetze zugrunde liegt – das Gesetz der Periodizität. In dieser Klassifikation fand jedes chemische Element seinen Platz; auch die damals noch unbekannten Elemente erhielten ihre Plätze, die von nachfolgenden Generationen von Wissenschaftlern nach und nach ausgefüllt wurden. Sämtliche Elementbezeichnungen gingen in den Bestand der grundlegenden Termini der Chemie ein.
Für uns ist wichtig, dass die Klassifikation eine besondere, dialektisch beständige Form der logischen Einteilung von Gegenständen nach den wesentlichsten, streng wissenschaftlichen und objektiven Merkmalen ist, die auf der Gleichartigkeit der Gegenstände innerhalb einer Klasse und deren Unterschieden gegenüber den Gegenständen anderer Klassen beruht-
10 Головин Б. Н. О некоторых доказательствах терминированности словосочетаний.— В кн.: Лексика, терминология, стили. Горький, 1973, вып. 2, с. 61.
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…begriffe – stimmt nicht immer mit der Einteilung des Gattungsbegriffs in Artbegriffe überein 11. Diese lineare wissenschaftliche Klassifikation – eine besondere Form hierarchischer Unterordnung von Termini – verbindet den Ausgangsterminus mit verallgemeinerter oder kollektiver Bedeutung und die ihm untergeordneten Gattungs-, Art-, Unterart-, Individualgruppen- und Individualtermini zu einer Einheit. Am Endglied der Kette können diese auf Nomenklaturbezeichnungen beschränkt sein, die über die Grenzen der Fachterminologie hinausgehen 12 und nicht bloß spezielle Benennungen typischer Gegenstände der jeweiligen Wissenschaft sind: Es handelt sich um terminologische Benennungen, die in einem bestimmten Wissenschaftsbereich verwendet werden und sich von einer Terminologie unterscheiden, die Bezeichnungen abstrakter Begriffe und Kategorien umfasst 13.
Da die wissenschaftliche Klassifikation es ermöglicht, den gesamten thematischen Umfang der Termini eines bestimmten Fachgebiets abzustecken, ist sie bei der Bestimmung des terminologischen Charakters eines Wortes als differenzierendes Kriterium anzusehen. Beispiele zur Bestätigung dieser Auffassung gibt es viele, denn jeder Terminus ist Bestandteil eines bestimmten Klassifikationssystems. So werden im «Biologischen Wörterbuch» круглі черви, або нематоди als Typ первиннородожчинних червів angeführt; als eine ihrer Unterklassen werden волосові черви hervorgehoben. Diese wiederum gliedern sich in 12 Gattungen, die mehr als 100 Arten umfassen. Damit ist die Klassifikation nicht abgeschlossen: Alle Benennungen, die zum betrachteten semantischen Feld und zu diesem Klassifikationssystem gehören, sind Termini. Dies bleiben sie bis zu der Grenze, an der die Benennungen einzelner, mit diesem Klassifikationssystem verbundener Objekte von ihnen abgegrenzt werden, die jedoch nicht die typischen Eigenschaften der Fachterminologie aufweisen. Die angeführte These lässt sich anschaulich illustrieren, indem man den Platz des weithin bekannten Wortes телевізор in der wissenschaftlichen Terminologie bestimmt. Dieser Terminus nimmt seinen Platz in der Klassifikationsgruppe радіотехнічних пристроїв ein und bezeichnet ein пристрій для приймання телевізійних передач15. Fernseher werden ihrerseits nach dem Konstruktionsprinzip der Schaltungen (Terminusverbindung лампові телевізори), nach den Abmessungen und der Bildschirmgröße in Typen eingeteilt. Das Klassifikationstermsystem ist erschöpft, sobald Bezeichnungen für Fernsehgerätemarken auftreten – eine Art Etiketten für sich rasch wandelnde Modifikationen («Электрон», «Фотон», «Темп»). Sie
11 Краткое методическое пособие по разработке и упорядочению научно-технической терминологии. — М.: Наука, 1979, с. 22.
12 Суперанская А. В. Терминология и номенклатура. — В кн.: Проблема определения терминов в словарях разных типов. М.: Сов. энциклопедия, 1966, с. 270.
13 Ахманова О. С. Словарь лингвистических терминов. — М.: Сов. энциклопедия, 1966, с. 270.
14 Біологічний словник/За ред. І. Г. Підопличка, К. М. Ситника, Р. В. Чаговця. — Київ: Гол. ред. УРЕ АН УРСР, 1971. — 551 с.
15 Словник іншомовних слів/За ред. О. С. Мельничука. — Київ: Гол. ред. УРЕ АН УРСР, 1974. — 776 с.
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stellen keine Termini, sondern Nomenklaturbezeichnungen dar, die über das betreffende Klassifikationssystem hinausgehen. Die Einteilung der Benennungen in terminologische und nomenklatorische erfolgt in verschiedenen Wissenschafts- und Technikbereichen. Ohne die Klassifikationsgrundlage des Fachwortschatzes genau zu berücksichtigen, ist es jedoch sehr schwierig, eine Grenze zwischen Terminus und Nomen zu ziehen; daher ist eine solche Einteilung in der Praxis oft sehr bedingt. Orientiert man sich etwa am «Russisch-ukrainischen Wörterbuch der botanischen Terminologie und Nomenklatur» 16, zeigt sich, dass als Nomenklaturbezeichnungen sehr bedingt spezielle Benennungen unterschiedlicher hierarchischer Unterordnung gelten, etwa авран лікарський, аїрчик паннонський, барк-гузія альпійська, вишня звичайна, зірочник блідий, калий круглоголовий, ковила українська, липа пухнастостовпчикова, пастернак посівний, трюфель пізній, шаблія дібровна und sogar рижій, імбир. Bei diesem Ansatz zeigt sich, dass Nomenklaturbezeichnungen, die jenseits der Terminologie ganz am Ende einer Klassifikationsstruktur stehen, untereinander in Gattungs-Art-Beziehungen stehen können: vgl. im genannten Wörterbuch тринія (Gattungsbezeichnung) und die ihr untergeordneten Artbezeichnungen тринія Китайбеля, тринія багатостебла, тринія українська, тринія щетиниста. Це Dies bestätigt indirekt, dass Gattungs- und Artmerkmale keine differenzierenden Kriterien für die Bestimmung des terminologischen Charakters von Wörtern sind und dass das Verständnis des Nomenklaturcharakters in bestimmten Einzelfällen einen bedingt-konventionellen Charakter hat.
Die zu einem Klassifikationskreis oder einer Klassifikationsreihe gehörende Terminologie weist grammatisch meist gemeinsame Wortstämme auf und umfasst sowohl einwortige Termini als auch Terminusverbindungen. Dabei entstehen mehrwortige Termini im Zusammenhang mit der Klassifikationsabstufung, vgl.: конструкція, конструкція безроксійна, конструкція вибухово-безпечна, конструкція каркасна. Wortstammgleiche Termini innerhalb einer Klassifikationsgruppe zeugen von der Komplexität und Verzweigtheit wissenschaftlicher Klassifikationen. So gehört beispielsweise der maschinenbautechnische Terminus палец derselben Klassifikationsgruppe an wie die wortstammgleichen Termini пальцевидний, пальцьовий, пальцеподібний, пальчатий, пальчик17.
Die grammatische Struktur von Terminusverbindungen steht in einem uneinheitlichen Verhältnis zur wissenschaftlich-klassifikatorischen und lexikografischen Gestaltung der modernen Terminologie. Nach den traditionellen Klassifikationen müssen in solchen Termini an erster Stelle die übergeordneten und an zweiter Stelle die untergeordneten Komponenten stehen, z. B.: геотропизм не-
16 Русско-украинский словарь ботанической терминологии и номенклатуры/Сост. Д. Я. Афанасьев, А. И. Барбарич, Д. К. Зеров и др.— Киев: Изд-во АН УССР, 1962.— 310 с.
17 Русско-украинский технический словарь/Сост. А. И. Матейко, М. М. Матейко, Н. С. Родзевич и др.— Киев: Держтехвидав, 1961.— 648 с.
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gativny, Baldrianöl, interzellulärer Gang. Die Auffassung der Terminologie als organischer Bestandteil des lexikalischen Systems der Literatursprache gibt jedoch in diesen Fällen das Prinzip der unmittelbaren Bildung komplexer terminologischer Konstruktionen vor; deshalb wird in neuen Wörterbüchern, z. B. in dem an der Akademie der Wissenschaften der Ukrainischen SSR entstehenden dreibändigen „Russisch-ukrainischen Wörterbuch der wissenschaftlichen Terminologie“, folgende Anordnung der Terminusverbindungen empfohlen: Asphaltbelag, Ätzmagnesia, Planetenrotation. Die Diskrepanz zwischen klassifikatorischer und lexikografischer Praxis führt dazu, dass Terminusverbindungen in terminologischen Wörterbüchern, insbesondere in solchen der Naturwissenschaften, selbst innerhalb eines Buches häufig unterschiedlich gebildet werden, vgl.: zentripetale Nervenfasern, zweites Signalsystem und Tastsinn, organische Zweckmäßigkeit im oben erwähnten „Biologischen Wörterbuch“. Diese Uneinheitlichkeit muss beseitigt werden. So hat sich in alphabetisch angelegten terminologischen Wörterbüchern, die Termini überwiegend nach ihrer grammatischen Struktur bearbeiten, sie jedoch anhand ihrer klassifikatorischen Eigenschaften auswählen, als Norm die Aufnahme von Terminusverbindungen in ihrer natürlichen sprachlichen Form etabliert, d. h. Tastsinn, organische Zweckmäßigkeit.
Auf Grundlage des Vorangegangenen lässt sich behaupten, dass die klassifikatorischen Merkmale eines Terminus seine systemischen semantischen Beziehungen zu anderen Wörtern (Termini) sind, die dazu beitragen, einen Terminus von einem Nichtterminus zu unterscheiden. Mithilfe dieser Merkmale lässt sich die eine oder andere Gruppe von Termini abgrenzen; dadurch wird die wissenschaftliche Klassifikation bei der Bestimmung des Terminuscharakters eines Wortes differenzierend. Zu berücksichtigen ist, dass die Klassifikation von Termini in der Wissenschaft nicht konstant ist, sondern sich mit der Entwicklung und Vervollkommnung des wissenschaftlichen Wissens verändert. Und selbst auf einer bestimmten Entwicklungsstufe weisen Klassifikationen eine außerordentliche Vielfalt auf. Dies lässt sich an folgendem Beispiel zeigen. Zunehmend wird nach differenzierenden Merkmalen von Termini gesucht, die auf thematischer Einheit und den Beziehungen zwischen Wörtern desselben Begriffsfeldes beruhen. Wie Gattungs- und Artbeziehungen können begriffliche Beziehungen für sich genommen, losgelöst von anderen Merkmalen eines Terminus, bei der Bestimmung des Terminuscharakters eines Wortes nicht differenzierend wirken, da sie in der Sprache praktisch alle bedeutungstragenden Wörter miteinander verbinden. Die fachliche Ausrichtung und die lexikalisch-statistische Analyse entsprechender Texte ermöglichen jedoch, verbunden mit der Bestimmung der begrifflichen Beziehungen zwischen spezialisierten Textelementen, eine geordnete, normierte Terminologie auszuwählen und zu gruppieren. Eine Methodik für eine solche umfassende lexikalisch-semantische Gruppierung des terminologischen Wortschatzes unter Berücksichtigung struktureller und wortbildender Beziehungen anhand der beschriebenen Merkmale wird in modernen Thesauri entwickelt. Diese stellen Spezialwörterbücher dar, meist terminologische Wörterbücher, in denen Bezeichnungen von Fachbegriffen sowie Bezeichnungen ihrer klassifikatorischen Beziehungen gesammelt sind. Wie wir sehen,
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Dies ist eine der Varianten der wissenschaftlichen Klassifikation von Termini, die auf deren natürlichen Beziehungen im wissenschaftlichen Text beruht. Der Vorteil dieser von uns vorläufig als thesaurusbasiert bezeichneten Klassifikation besteht darin, dass auf Grundlage semantischer Vergleiche verschiedener Art nicht nur die inhaltliche Hierarchie der Termini festgestellt, sondern auch ihre Normgerechtigkeit bestimmt wird; nicht nur werden hierarchische Beziehungen zwischen Termini ermittelt, sondern auch deren Fehlen festgestellt. In einem dieser Wörterbücher, dem „Thesaurus wissenschaftlich-technischer Termini“18, werden Termini aufgrund objektiver Beziehungen zu Klassen semantisch bedingter Äquivalenz zusammengefasst. Dazu gehören Äquivalenzbeziehungen (der Umfang mehrerer Termini stimmt vollständig überein), Überschneidungsbeziehungen (teilweise Übereinstimmung der terminologischen Bedeutungen) und Unterordnungsbeziehungen – eine Variante der Gattungs-Art-Beziehungen zwischen Termini. Unter diesen Bedingungen werden vollständig identische, absolute Synonyme sowie Termini in das Klassifikationssystem aufgenommen, die in Texten unter bestimmten Bedingungen füreinander verwendet werden können; so werden in diesem Wörterbuch beispielsweise Beschleunigungsmesser als Beschleunigungsmessgeräte, Beschleunigungsintegratoren, Newtonmeter gleichgesetzt und einander angenähert. Folglich veranschaulicht diese Methode zur Bestimmung des Terminuscharakters eines Wortes deutlich die synonymischen und Gattungs-Art-Beziehungen zwischen Termini. Dank der Einschränkungen, die für den Kreis der mit dieser Methode ermittelten Synonyme gelten, werden vor allem Verbindungen unterschiedlicher Struktur einbezogen, z. B.: Wohnungsbaukombinate, Unternehmen der Bauindustrie. Mithilfe dieser Klassifikation werden semantisch verbundene Einzelworttermini und terminologische Verbindungen (Kehlkopfmikrofon-Telefon-Garnituren, Helmsprechgeräte), Verbindungen und Abkürzungen (ПТУРС, panzerbrechende gelenkte Raketen) erfasst.
Der Vorteil der thesaurusbasierten Methodik zur Bestimmung der Terminologie besteht nicht nur darin, dass sie alle wissenschaftlichen Termini, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer bestimmten wissenschaftlichen Literatur vorkommen, in die lexikografische Untersuchung einbezieht, sondern auch darin, dass diese Methode auf Grundlage semantischer Vergleiche verschiedener Art nicht nur die semantische Hierarchie der Termini, sondern auch ihre Normgerechtigkeit bestimmen kann. Dies ist wichtig, denn das Zusammentreffen von Termini, die unterschiedlichen Klassifikationssystemen angehören, innerhalb eines Fachgebiets führt zu einer Störung der systemischen Beziehungen zwischen den Termini.
Mithilfe der genannten Methodik werden nicht nur hierarchische Beziehungen zwischen Termini aufgedeckt, sondern auch das Vorhandensein oder Fehlen solcher Beziehungen bei einem bestimmten Terminus festgestellt, da der Grad der semantischen Identität berücksichtigt und Oberbegriffe (übergeordnete Termini) sowie Unterbegriffe (untergeordnete Termini) bestimmt werden, einschließlich der Frage, ob sie bei den Oberbegriffen vorhanden sind-
18 Тезаурус научно-технических терминов/Общ. ред. Ю. И. Шемакина. — М.: Воениздат, 1972. — 671 с.
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nen Termini. Berücksichtigt werden auch Termini, die semantische Beziehungen mit dem Hauptterminus teilen, obwohl sie nicht in Gattungs-Art-Beziehungen zu ihm stehen. Als normierender Faktor dieser Methodik gilt die auf der Grundlage wissenschaftlicher Textanalyse vorgenommene Bestimmung jener Termini, die ersetzt oder in Termini – semantische Komponenten – zerlegt werden müssen. So wird im genannten Thesaurus auf die Notwendigkeit hingewiesen, den Terminus Wankelmotoren durch den Terminus Rotationskolbenmotoren zu ersetzen; der Terminus Raumnavigationssysteme wird als zerlegungsbedürftig in seine Bestandteile Raumnavigation, Navigationssysteme ausgewiesen. Dies sind bereits praktische Schritte zur Ordnung der Fachterminologie auf der Grundlage objektiver Merkmale.
Fasst man die Möglichkeiten der Bestimmung von Termini auf Grundlage hierarchischer und thesaurusbasierter wissenschaftlicher Klassifikationen zusammen, so ist festzustellen, dass ihre Eignung je nach Bereich der Termini in der modernen Wissenschaft und Technik unterschiedlich ist. Insgesamt jedoch kann man, wenn man die grundlegenden Merkmale eines Terminus als Bezeichnung eines speziellen wissenschaftlichen Begriffs kennt und die beschriebenen klassifikatorischen Verfahren anwendet, mit denen ein als Terminus dienendes Wort in ein bestimmtes Klassifikationssystem eingeordnet wird, anhand objektiver Kriterien einen Terminus von einem Nichtterminus unterscheiden und aus den vorhandenen heterogenen Fachbezeichnungen den systematischsten und folglich zweckmäßigsten Terminus zur Wiedergabe wissenschaftlicher und technischer Gedanken auswählen. Daher gibt es allen Grund, die Definition des Terminus als spezielle Bezeichnung aus dem Bereich der wissenschaftlich-technischen und praktischen Tätigkeit, die im professionellen Austausch verwendet wird, um Folgendes zu ergänzen: Er ist auch Bestandteil eines modernen wissenschaftlichen, fachlichen Klassifikationssystems.