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Lietuvių kalbos bendraties konstrukcijų raida

Vytautas Ambrazas

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LITAUISCH KALBOTYROS FRAGEN XXXIII (1995) GRAMMATIK IR Lexikologie VYTAUTAS AMBRAZAS LITAUISCH SPRACHEN BENDRATIES BAUWERK RAIDA i. BENDRATIES HERKUNFT IR PRIMÄR BETRAG 1.1.1. Bendratis ist eine der drei Hauptformen des Verbs im modernen Litauischen. iš Seine Verwendung ji folgt ebenfalls dem Verb: es hat verbische Konjugationskontrolle, bildet enge syntaktische Verbindungen mit personifizierbaren Verbformen, die die Rolle von Hilfswörtern spielen su (Ich muss mich beeilen, begann zu fahren, ir es wurde dunkel usw.). Solche Formen, die Infinitive genannt werden, finden wir in fast allen heutigen indoeuropäischen Sprachen. Beim Vergleich fallen deutliche Unterschiede in den Formen į auf, zusammen mit einer großen Ähnlichkeit im ir Verbgebrauch. — Die jų Untersuchung der Infinitive in der Geschichte zeigt, dass sie ursprünglich nicht zum Verbsystem gehörten, iš sondern o į ją In verschiedenen indoeuropäischen Sprachen in unterschiedliir chem Zeitmaßstab enthalten. Die Infinitive aller verwandten Sprachen haben verbosodisc- - he Substantivstämme, einige (besonders in älteren Entwicklungsphasen) haben die für Substantive charakteristiscir hen Verb-Endungen beibehalten. Sowohl die Stämme selbst als auch die Enden der Verbformen sind sehr unterschiedlich: von den 14 Stämmen, die von R. Jeffers (1975:135) unterschieden wurden, sind nur die Infinitive tu und ti der Stämme in vielen Ids abgefallen. Gruppen 1 bis 3 der anderen Stämme. Aber auch Infinitive desselben Stammes haben manchmal unterschiedliche Verb-Endungen und stammen daher nicht von derselben Urform ab. Das sind z.B. die Infinitive des Stammes tu mit Endungen: z.B. -ton, -twei, s.ind. - Tosir Pan. Die ältesten Belege. In den Sprachen (Hethiter, Altindier) sind die Infinitive manchmal gar nicht von den verbischen Substantiven — den Namen der Handlungen — zu unterscheiden: dieselben Formen werden manchmal als Infinitive verwendet, manchmal behalten sie die Funktion von Substantiven. 1.1.2. Die litauischen Kommunikationsformen mit -ti und -tie < *-tei sind ebenfalls aus den verbischen Substantiven des Stammes ti entstanden – Namen (Abstraktionen) von Verben wie mirtis, prapultis, būtis. Abstrakte Verben dieses Stammes waren in den früheren ostbaltischen Sprachen sehr produktiv und weit verbreitet. ir Po wenn die jetzt jų vorherrschenden Namen von Handlungen an der Stelle eingeführt su wurden Suffix -imas/ -ymas, die alten ti abstrakten Stammformen verfestigtir en sich und wurden schließlich zu Infinitiven. Baltisches Infinitiv su -i (Lüge. Schwanger, schwanger, schwanger-s, la. Nest, Nestchen, Nestchen Billit "zu sprechen, zu sprechen") ir su -ie < *-ei (Lüge. Schwanger, schwanger-s, la. nestié-s) entspricht i der Dativform des Singulars von Stammsubstantiven (-i ir *-ei kann eine apophonische Variante derselben Dativform sein). Thai 1 Pasak V. Ivanov (1963:152—153), hethitischen Verbsubstantive į d Š . . . * . . . . . In ye Formen su Die Entwicklung von -anna zu Infinitiven lässt vermuten, 74 dass die Formen mifti/miFtie usw. einst als Dativ verbischer Substantive (mit der Bedeutung "zum Tod") verwendet wurden, und dass diese Verwendung die Voraussetzung für die Entwicklung von Infinitiven aus ihnen war. Auch in vielen anderen verwandten Sprachen neigt man dazu, die Dativformen von Verbnamen in Infinitive zu übersetzen. Zum Beispiel entsprechen von den 700 Infinitiven, die in der Rigveda gefunden wurden, 600 der Dativform verbaler Substantive (Sgall 1958; Szemerényi 1990). 1970:298). 1.1.3. Die baltischen Infinitive mit -ti/*-tei können, formal betrachtet, auch aus den Lokativen des Stammes ti abgeleitet werden (Otrebski 1956:243; Stang 1966:447; Hamp 1985:199—202); Es wird versucht, auch den slawischen Infinitiv mit -ti < *.tei mit dem Lokativ in Verbindung zu bringen (Stang ib. 447; Vaillant 1966: 127).2 Die Ansichten über die dative und lokative Natur der Formen sind nicht grundsätzlich entgegengesetzt, da die ältesten Ide. Während der Entwicklung der Sprachen konnten die Dativformen mit -i/*-ei mit den adverbial verwendeten Formen übereinstimmen, die später in das Silbenparadigma aufgenommen wurden und darin als eigenständiger Silbe —Lokativ bedeutet wurden (Toporov 1961: 275 usw., 285; Mažiulis 1970: 80, 128—129, 248 usw.). So kann man auch die Ansicht von F. Travniček (1956: 167 usw.) über den Ursprung der Infinitive aus ide interpretieren. Adverbien. Diese formale Beziehung zwischen Dativ und Lokativ ist aber offensichtlich aus der Zeit vor der Entstehung der Infinitive übernommen worden. Sowohl im litauischen als auch in den anderen baltischen Sprachen haben die Infinitive eine lokative Bedeutung. Spuren sind schwer zu erkennen. 1.1.4. Im Preußischen neben dem Infinitiv su -t (dat "geben", trinken "sagen") wird häufig der Infinitiv su-twei verwendet, z.B. datwei "geben", poutwei "trinken", westwei "verheiraten". Es ist aus dem Singulardativ der tu-Stammglieder mit der Endung -ei abgeleitet, d.h. *-tu-ei. Infinitive mit -tave der gleichen Herkunft gab es auch im Sanskrit (vgl. dhatave "geben", attave "essen"). In den östlichen baltischen Sprachen gibt es jedoch keine Infinitive, die aus dem Dativ von Substantiven des Stammes tu stammen, und der Supin mit -tų < *-tum stammt aus dem Akkusativ des anderen Singulars des Stammes tu. Somit stimmen die baltischen Sprachen in der Silbenform der Verbsubstantive überein, die die Grundlage für den Infinitiv bildeten, unterscheiden sich aber — teilweise im Stamm. Dies zeigt, dass die Dativformen verbaler Substantive nicht im baltischen Ursprung, sondern in der Zeit der eigenständigen Entwicklung dieser Sprachen in das Verbsystem aufgenommen wurden und zu Infinitiven wurden. Aus diesem Grund helfen die Daten der baltischen Sprachen, die Bildung des Infinitivs besser zu verstehen, da die Verbindung mit der ursprünglichen Verwendung verbaler Substantive hier noch nicht ganz verschwunden ist. : Ir Andere indoeuropäische Sprachen haben offenbar gemeinsame ne unveränderliche Formen von Infinitiven geerbt, aber gemeinsame Voraussetzungen für ihre Bildung. Diese Voraussetzungen sind syntaktisch, man muss — nach jų Infinitiven in der Benutzung suchen. Hier hilft die innere Rekonstruktion. Bei der ją Anwendung auf das syntaktische System der litauischen Sprache versuchen wir, die alten Gebrauchsarten der Kommunikatiir on zu unterscheiden tų und die Struktur der iš Konstruktionen zu bestimmen, aus denen die Kommunikation als eigenständige unveränderliche Verbform entstanden ist. 2 Die linguistische Literatur ir schreibt über das Infinitiv su -ti Ursprung iš des -t Konsonantenstamms Lokativ (Brugmann 1911 : 424; Endzelins 1951 : 918; Hanf 1985 : 201-202; Zinkevičius 1981 : 164). Si Ansicht ist unglaubwürdig, schon allein deshalb, weil die Namen der t Stammverben in den baltischen Sprachen überhaupt iš nicht existieren. 75 1.2.1. Im modernen Litauischen wird die Bezeichnung bendratis meist mit personifizierensu den Verben verbunden, die Folgendes bedeuten: a) ar (Ich fange an zu arbeiten, ich lasse mich laufen, ich höre auf zu gehen, ich höre auf zu b) schreiben), Fähigkeit, Pflicht, Wunsch, Zahlung, Anstrengung (Ich kann gehen, wir müssen zurückkehren, ich werde lernen, versuchte zu entkommec) n, ich will gehen), ar Aktionsüberschuss, Unzulänglichkeit (mehr trinken, weniger ir salzen) usw. Der Gemeinsame bezeichnet hier den Inhalt des Hauptverbes, geht die jo notwendige Ergänzung, o das Subjekt ir der ausgedrückten Handlungen der Verbgemeinschaft überschneidet sich. Dichte Verbindungen bilden Infinitive ir su Verben, die eine Anweisung, Ermutigung, Bitte bedeuten; Verbot, Beeinträchtigung; Erlaubnis, Einladung usw., nur hier wird die Kommunikationsir handlung einem anderen Subjekt zugeschrieben (sagte, man solle schweigen, bat, man solle nicht singen, verbot, man solle nicht schlafen, störte das Lesen, ließ spazieren gehen, lud ein). Diese Art von Konstruktionen in der litauischen ir Sprache, wie in vielen anderen gegenwärtigen Ide. Sie sind die am weitesten verbreiteten Sprachen und bilden die Grundlage des alltäglichen Gebrauchs. Hier kommt das Konjunktiv den personifizierenden Formen des Verbs am nächsten und es ist schwierig, ir Spuren seiner früheren Verwendung zu erkennen. 1.2.2. Die alte — substantive — Kommunikationsfunktion wird in Konstruktionen, in denen vollwertige Verben ji verlaufen, su deutlicher (a) ar Verbverbindungen mit dem su notwendigen Substantiv (b) die Konjunktion bedingt jų nicht den ir Zweck des Subjekts ar der Handlung: ar a) Wir sind erst vor kurzem hierher gezogen g y v e n t i Lnkv; Weibliche sitzende SpinnerBoden I15; blieb Ir der Mann in diesem Herrenhon a u t aus BsV 300*; b) Der Diener baute s a u g o t BsP II 48; Die Ziege gefunden Sienop zu a essen Lt III 116; Begradigte das Brett p e r e i t i Pvn; Gryta verteilt das Garn nach dem Spinnen a u st DnR 125; Stab Schneiden Stütze PP 206.* Jau Jonas Jablonski (1935 : 30) wies auf die į Tatsache hin, dass ein solcher Zweck-Kommunikativ von Natur aus ("nach Herkunft- ") ein Nutzer von verbischen Substantiven ist. Nach seiner Funktion entspricht es den Nutzungsformen von Substantiven und kann mit ihnen zum Beschleunigen verwendet werden: orei (= zum Pflügen, nahe) žagrių neturime, vgl. auch: sukosi nešdą gyvenimui- /gyventi; suchte nach einem Ort zum Übernachten; Kartoffeln zum Essen mitgebracht; Das Bett wird zum Ausruhen benötigt. Der Sohn ist begabter Schüler. Die Parallele zwischen der Zweckkommunikation und der Nutzsprache sehen wir oft sowohl in Dialekten als auch in der Schriftsprache, vgl. : Ich schieße mir ein Paar Raben zu Füßen DnR 241 /Das Dočys ein Paar Raben k e p t Selbstmord 243. _Die Benutzung des Nutzens in diesen Konstruktionen basiert auf der Bedeutung des Zwecks, die seit langem für den indoeuropäischen Dativ rekonstruiert wird, der durch Verben frei verbunden ist su (Brugmann 1911 : 555 Ta-Tä. ). Ta Bedeutung war besonders charakteristisch für Abstraktionen von Verben. Obwohl der litauische Konversationsdialekt bereits die direkte Verbindung zum Liesniav verloren hat, hat er die ursprüngliche Bedeutung des Zweckdatuji ms in den genannten Fällen bis heute unverändert beibehalten. Die Quellen der Beispiele sind mit denselben Abkürzungen gekennzeichnet wie im großen "Wörterbir uch der ” Li p litauisch- | en Sprache" in der dritten Auflage. : LKG I-III). y Ritomeje ” Die Grammatik der litauischen Sprache" (V.) 1965—1976, 4 . Weitere Beispiele su für Zielwerte im Infinitiv finden Sie unter. Jablonskis 1935 : 30: 1987.4 75476; Fraenkel 1928 : 129—132; Balkevičius b) 1963 : 226—227; LKG III 76 2. BEZOGENER MIT GEMEINSCHAFT (DATIVUS CUM INFINITIVO) 2.0. In das System der Verbformen aufgenommen, erhielt der litauische Konjunktiv die Verbkonjugation. Der Konjunktiv von transitiven Verben beherrscht den Infinitiv, seltener — den Pronomen, ähnlich wie die entsprechenden anderen Verbformen, z.B.: grążył dług — befahl, die Schuld zurückzuzahlen, wollte die Schuld zurückzahlen, sandte den Auftrag, die Schuld zurückzuzahlen; wartete auf die Eltern — bat darum, auf die Eltern zu warten, schickte eine Anfrage, auf die Eltern zu warten, usw. In den Fällen, in denen die Kommunikation jedoch locker mit dem Satzkern verbunden ist und die bereits erwähnte Bedeutung des Zwecks oder Ziels hat, wird das Objekt der Handlung, die sie bezeichnet, nicht durch den Endbegriff, sondern durch den Nutzbegriff ausgedrückt, z.B.: Es fehlte Geld, um die Schuld zurückzuzahlen. Dies ist die sogenannte Nutzungskonstruktion (Dativ cum Infinitiv, weiterhin DI). Durch die Kommunikationsbeziehung zum Nutzer fällt diese Konstruktion aus dem in der heutigen Sprache vorherrschenden System der syntaktischen Beziehungen heraus. Aus der Sicht der internen Rekonstruktion kann dies als Vorwand für die Annahme verstanden werden, dass wir hier einen syntaktischen Archaismus haben, der auf einem älteren Zustand der syntaktischen Verbindungen basiert. Daher lohnt es sich, diese Konstruktion genauer zu besprechen. Um die ursprüngliche Konstruktion des DI zu klären, muss man sich von den äußerlich ähnlichen |-Sätzen abgrenzen, in denen die personifizierende Verbform mit der Kommunikativform enge Einheiten des in 1.2.1. genannten Typs bildet, und der Nutzteil als Substantiv des Verbs vorkommt, z.B.: befahl dem Jungen zu fahren, behinderte/hilft den Menschen zu arbeiten, riet dem Sohn, sich zu heilen, verbot anderen zu jagen usw. Im Folgenden werden Konstruktionen genannt, in denen der Dativ unabhängig von der Verbkonjunktion ist und zusammen mit dem Infinitiv einen Zweck oder eine Bestimmung bezeichnet. Pflüge zur Aussaat von Roggen 2.1.1. Nach der Beziehung zu anderen Satzteilen kann man drei Gruppen von DI-Konstruktionen unterscheiden: a) DI ist verbunden mit einem Verb (Konjunktiv): Sprich nicht mit anderen, um Sim zu beraten; Bitte beuge dich, Frau, beuge dich, um den Wurm Jabl zu beruhigen; Shot in die Luft, um die Menschen Myk -Put zu blasen; Er kann nicht mehr verdienen, als um sich selbst zu ernähren O Sohn! DI ist mit dem Verb und dem Substantiv oder Pronomen verbunden, das es beherrscht: Atvežiau karčių tvorai tverti Vb; Ich gebe dir ein Seidentuch, um deine Tränen abzuwischen, usw. (Jabl); Er nahm eine junge Jungfrau, um sich um die Kinder zu kümmern Simon. c) DI Wird nur mit einem su Substantiv verbunden, das als Adjektiv oder Substantiv verwendet wird: Kamarg Dinge zu helfen, völlig beraubt Simon. Die Axt zum Hacken von Holz ist ganz spitz geworden Srv. Die häufigsten ir vorherrschenden sind (b) Gruppenstrukturen. Antwerpen, (c) ra Gruppenkonstruktionen treten nur gelegentlich auf. Sie können bereits als abgeleitet betrachtet werden, wenn sie synchron betrachtet werden iš (b) Gruppen, die nur durch ein Substantiv verbunden DI sind, aber ne su ir su Das Hauptverb. Diese Verbindung bleibt üblicherweise bestehen, ir wenn die implizite Form des Verbes sein mit dem Präpositional ar verbunden ist, z.B. : Was für ein guter Spieß zum Elchbraten BsP II 91. J. Jablonski (1957 : 598) hat aufschlussreich bemerkt, dass der hier implizierte Substantivteil geeignet ist, für u.a.: ar aller Mund Ne (Mund passt, gut, für) Brei zum Schaben. TT Dies wird durch die ir Fragen bestätigt, die in den Volksmärchen aufgeworfen werden su DI msl, für Substantive, z.B. : Kommt die Rehe su in großen gue iu. — Kam [d.h. Wofür ist der Haufen? — Geld zu setzen. -- Wofür ist das Geld? — Wiesen zu kaufen. — Wofür sind sie auf den Wiesen? — Weide für Kühe LT Rn 396 (für weitere Informationen siehe Abschnitt 4.2) Toporow 1963 : 151). | Iš (a) Gruppenbeispiele zeigen, dass die Verbindung der Konstruktion mit dem su Substantiv überhaupt nicht DI notwendig ist: hier hängt es einfach vom Hauptverb ab. Konstruktionen dieser Gruppe können auch als Antworten auf Fragen verstanden werden į - Wohin? Zu welchem Zweck?, Bd. : Was ist denn hier los? — Flachssämerei (JabIRR I 598). Tarp (a) ir (b) die Transitivität der Gruppen ist leicht zu erkennen: wenn wir das ir Verb mit einem Objektsubstantiv ergänzen (Bd. : Lenk s t i kl e lj, dame, wurm zu beruhigen) oder eine Paraphrase, um den Begriff der Handlung mi zu beschreiben (z.B.: P aleidodšūv į Luft für die Menschen zu bedrohen), erhalten wir (b) Gruppenkonstruktionen, vgl. aber: Der Bauernhof ruft die Kühe, um die Erde zu erobern ir Die Glocken im Turm läuteten, um die Seeschlange zu begleiten tts (JabIRR I 599). Also (a) ir (b) Gruppen sind Varianten des gleichen Typs: to verbunden mit dem Satzkern DI Verb oder su Verb-Verbindung mit dem — abhängigen Verb. ir jo “-2.1.2. Obwohl es DI oft als Entsprechung des Zielsatzes verwendet wird, kann es bei weitem jeden Zielsatz ersetzen, umgekehrt. ne In der gesprochenen Sprache ist es ir besonders häufig in Fällen, in DI denen ein einziger Zweckoder Zielsubstantiv (ohne Kommunikair tiv) möglich ist. Plg. Ich habe ein paar Pfund Fleisch zum Mittagessen/Kochen mitgebracht; Die Leute bringen Ziegel für die Kirche/den Kirchenbau; Das Kreuz wurde in Erinnerung an seine Werke errichtet JabIRR I 596 (siehe auch Valiulytė LKG II 34 —35). = Ebenso wie der Substantivnutzteil ist auch ein Kollektiv mit dem Satzkern verbunden: Patiesé lentát átmenni Pvn; Die Stange der Säge stützt sich auf PP 206 (siehe 1.2.2). Selbst in demselben Satz kann man manchmal den Zweck oder das Ziel sowohl mit dem Substantiv als auch mit dem Kollektiv oder beidem gleichzeitig bezeichnen. Diese Parallelität der Benutzung ist sowohl in der (a)- als auch in der (b)-Gruppenkonstruktion zu beobachten, vgl. : a) Iš Anfangs pflügte ich nur für Gerste/ Aussaat/ Gerste zur Aussaat. b) Der Vater brachte Feuerholz für die Tromba. Das Tor des Gutshofes ist breit für Pferde / Pferde / Pferde. All dies zeigt, dass den Satzkern die von DI abhängigen du Begleitwörtern erweiterten ir Satzteilnehmjo er bilden: Der Zwecknehmer ist auch der Zweckgegenstand. ir tį Wie bereits erwähnt, ist der Gegenstand selbst der Nutznießer des verbischen iš Subjekts der Handlung. — Die beschriebenen Verbindungen der Bauelemente ermöglichen es, eine solche ursprüngliche DI Struktur zu erkennen. Abkürzungen: N — Nomen (Substantiv) V — verbum (Verb) NV = Romani verbale (aktives Substantiv), nom nominativ, dat dativ. — — tréele — bedeutet Verbindung, ¢— Schnittstellenverbindung. 78 Ndat (Nuomai =) V(-2+:N))-7 dat NV Beispielsweise kann die Beziehung zwischen den Feldern in der Nähe der Knoten in der Konstruktion Kaufte ein Pferd wie folgt dargestellt werden: (ich — kaufte ein Pferd) Y DI spiegelt also direkt den Ursprung der Kommunikation vom Nutzer des Verbsubstantivs wider. Nach seiner ursprünglichen Struktur zeigt sich DI als ein vom Satzkern abhängiger Zwei-Wege-Dativ (Dativ duplex). ; 2.1.3. Dieses DI Konzept der primären iš Struktur stimmt im Wesentlichen su A. Potebnia (1958: 387 usw.), F. Kuršaitis (1876: 406), J. Jablonskis (1935), später P. Trost (1958: 273), I. Marvan (1960: 10). Besonders treffend beschrieb Jablonski das DI, indem er sagte, dass wir hier "zum Zweck der Dativierung eines einfachen Substantivs das andere verwenden, das jetzt Infinitiv genannt wird. Das Substantiv bedeutet, für welchen (30) Gegenstand, du zu welcher Zeit oder zu welchem Zweck ir etwas notwendig ist oder getan wird, und der Infinitiv, der einem solchen Dativ hinzugefügt wird, erklärt und zeigt noch besser den Zweck, zu dem sich ein Gegenstand eignet oder zu dem er verwendet wird" (Jablonski 1935: 30—31). Übrigens schrieb F. Kuršaitis nur über die Verbindung von DI mit Substantiven, und H. Engertas, der seine Idee weiterentwickelt hat (1937: 109—111, 1938: 45—56), entschied, dass die Konstruktion nur attributiv sei, die die Frage "Was ist das?" beantworte. und keine Verbindung zum Hauptverb haben. Sprachwissenschaftler, die später DI aus kultureller Sicht untersuchten, richteten ihre Aufmerksamkeit auch auf seine sinnliche Verbindung mit dem Substantiv im Satz (Balčikonis 1978: 267—269; 392—393; Paulauskienė 1970: 49 usw. ; Pirotschkin ähnlich 1986 : 188—190, ir Haudry 1968; 1977 : 104 Ta-Tä. su kitų ide. Sprachenperspektive). Die historische Verbindung von DI nur mit dem Substantiv, das im Satz vorkommt, wird jedoch durch die bereits diskutierten (a) Gruppenbeispiele und die abgeleitete Natur der Attributkonstruktionen verhindert. Da es den Satzkern erweitert, spielt das DI Verb die wichtigste Rolle, o unbestreitbar bleibt E. Fraenkels Behauptung, dass die Konstruktion auf Sätzen beruht, in denen das DI im Grunde vom Hauptverb abhängt (1925 :60). 2.1.4. In der DI Konstruktion selbst, für sich genommen, zeigt der ar Substantivpronomen-Nutzer meist den Objekt der gemeinschaftlichen Handlung an. Einige Forscher, die erklärt haben, DI ir Der Ursprung der entsprechenden Konstruktionen in verwandten Sprachen, dachte, dass anstelle des iš Datierens hier der Akkusativ anfängt, der von einem verbischen Substantiv beherrscht wird, das das Ziel bedeutet (Denn verbische Substantive behalten in den althoindischen se Denkmälern ir anderer Sprachen gewöhnlich die Verb-spezifische Konjugation). Der Akkusativ wurde hier durch das Dativ auf das Hauptverb ersetzt (Brugmann 1916 : 917 tt.) oder Aktionsnamen Datumsefvo fekte (Attraktionen) in Zeiten, in denen letzteres noch nicht zum unveränderlichen Infinitiv geworden war (Schleicher 1856 : 311; Delbrūck 1897 : 470; Miklosich 1874 : Arimui 79 4). Indem er das Konzept der Attraktion durch Kongruenz (Anpassung) ersetzt, o dekonstruiert W. Boeder ähnlich die Beziehungen der Elemente (1980). Dieser Ansicht widerspricht į DI nur die bereits erwähnte ne Verbindung der Konstruktionselemente im Satzkern, aber die A Bedeutungsbeziehungen zwischen ir ihnen. Jų Das Substantiv od žio dininkas im Litauischen kann hier nur das Objekt ne der kommunikativen Handlung bezeichneir n, aber nicht das Subjekt: RGR, Ich | habe Milch für Kätzchen gegossen Ktk (z.B., damit Kätzchen bellen) Tu Sie hat eine Tochter zu schlucken LB 190 (z.B.: um den Geruch zu schlucken); Im Wald wurden zwanzig Nester für die Brut von Schnecken aufgestellt (z.B.: damit die Zicklein kreuzen) LKG III 173. Solche Konstruktionen finden ir sich in alten Sprachdenkmälern seit Beginn der Schrift, z.B.: lawonus kitus ing wandeni mete szuwims walgiti Mž 427 (= damit die Fische essen). į Andere. Manchmal zeigt der Substantiv ir einen Umstand der kommunikativen Handlung an, z.B. : Pasiémé Garn für die Nacht Spinnen (z.B.: um nachts zu spinnen). Jeder iš DI Knotenverbindung su im Kern des Satzes hier offensichtlich (vgl.: nahm für die Nacht/ nahm zum Spinnen). 2.1.5. Obwohl beide Elemente der DI grundlegenden Konstruktion vom Satzkern abhängig waren, hatte das Substantiv offenbar von Anfang an einen zentralen Platz zwischen ihnen. iš (nicht der Name der Aktion). E. Fraenkel (1925 : 60; 1928 : 131) hielt den Infinitiv (den Namen des ursprünglichen — Verbs) durch einen "epexegetischen Zusatz" zum Dativ des Substantivs. Eine solche Beziehung von syntaktischen Einheiten, wenn eine das andere ergänzt, aber beide gleichermaßen vom dritten abhängig sind, wird als apozitiv bezeichnet. Die von ihm verbundenen Einheiten können sich gegenseitig ersetzen, aber ein iš jų In der Regel ist in seiner Bedeutung die Haupt, die zweite zusätzliche, — erläuternde in der Regel geht ir die Haupt po (Seiler 1960 : 198; Valeckianer 1984 : 111). Dass der Dativ des Substantivs DI in der Konstruktion semantisch hauptsächlich war, zeigt seine vorherrschende Präposition sowohl im Litauischen als auch in den alten Sprachen anderer Völker. Sprachdenkmäler (vgl. Sgall 1958: 202; Kurylowicz 1964: 162). éjau lauko arti/arty 2.2.1. Die ursprüngliche Verbindung der DI-Elemente mit dem Hauptverb wird auch durch die lexikalischen Einschränkungen des Gebrauchs der Konstruktion und die Abhängigkeit ihrer Struktur von der lexikalischen Bedeutung des Verbs gezeigt. Wenn das Hauptverb Bewegung, Änderung des Zustandes, Veränderung (oder Unveränderlichkeit — wie das Verb ne bleiben) o bezeichnesu t, wird das Ziel mit Aš dem į Nutzwort, dem Adjektiv oder dem Adverb bezeichnet, z.B.: VD I 290 (Alv); Andere gingen hinaus, um Pferde zu holen Erde; Die Frauen saßen und spinnten Leinen Vrn; Mädchen verließ das Haus zu schützen (aber: Ich verließ den Hund zu Hause zu schützen), siehe. LKG III 169. Als Nutzer in ir Konstruktionen su kann der Zweck durch einen bestimmten Fokus ausgedrückt ir werden (ein Genitiv und ein ar Konjunktiv). Der alte Mann kam zum Mittagessen/ Mittagessen essen/ essen Die gleichen syntaktischen Beziehungen wie der Infinitiv hat der in den entsprechenden Konstruktionen verwendete Supin, der charakteristisch ist für East Litauische Dialekte, plg. : Altes parėjo Mittagessen/ Mittagessen gegessen/ gegessen Das Objekt, wie der ir Gegenstand, hat substantivischen Ursprung: es entstand aus iš dem verfestigten tu Stamm der Aktionsnamen. Die Namen der 80 Handlungen dieses Stammes (Abstrakte) spielten in der baltischen Ursprache eine wichtige Rolle im Wortbildungssystem, und erst später begannen die Abstrakten des Stammes ti in den ostbaltischen Sprachen deutlich zu überwiegen (S.Ambrazas 1987: 92 —93). In Sätzen mit Bewegungsverben hat der abstrakte Akkusativ des Stammes tu ursprünglich die Bedeutung des Ziels der Bewegung gehabt, die auch in anderen Ide verwendet wurde. Sprachen in alten Zeiten ihrer Entwicklung, vgl.: s.ind. Mit Schwamm indro... Vasūnam Datum RV V 36.1. "Komm, Indra... Geschenke zu geben (vgl.: Geben)" (Jeffers 1976: 2), lat. eunt spectatum "ging zu sehen (vgl.: Schauen- )" usw. Aber die Abstraktionen des Stammes sind schon vor langer Zeit unproduktiv geworden, ihr Akkusativ ist erstarrt und in eine unveränderliche Form — den Supin — umgewandelt. An den strebenden Genitiv, der wiederum vom Hauptverb abhängt, hat sich der Supin angeschlossen, offenbar als unveränderliche Form, die keine Silbenbedeutung mehr hat. Später verdrängte der Gegensatz den Supin aus vielen Konstruktionen mit Bewegungsoder Zustandsänderungsverben. J. Palionis (1967: 199 —200; 1974) stellte fest, dass schon im 16. und 17. Jh. supinas (siekinys) in vielen Dialekten der litauischen Sprache verwendet wurde, in denen es später durch bendratis ersetzt wurde. Weil die Verbsubstantive des Stammes ti später die vorherrschende Stellung unter den Verbnamen einnahmen, behielt ihr Nutzer länger die Verbbedeutung. Wie wir gesehen haben, hat communicativ auch heute noch in vielen Gebrauchskonstruktionen eine Nutzwort- -Bedeutung. Deshalb ist in den Konstruktionen des Nutzens mit der Gemeinschaft der ursprüngliche Zustand der syntaktischen Verbindungen besser erhalten? Änderung der syntaktischen Beziehungen 2.3.1. Obwohl die DI ursprüngliche Verbindung su der Subjekte mit dem Satzkern in den meisten Fällen noch spürbar ist, kann die Konstruktion selbst bereits als eigenständige syntaktische Einheit verwendet werden, die den Zweck der Handlung bezeichnet. Ji Geht in ir Sätzen, in denen ein Nutzer (ohne Kommunikation) hätte ar eine ganz andere Bedeutung, z.B. : Freunde zu rufen wartete nur auf die Vorvolle Erde; Gesehen, Ar was für ein guter Spieß zum Elchbraten BsP II 91; Andere versprair chen den Kindern, die Grube zu graben Apfel. In solchen Fällen wird der Nutznießer eher als das Objekt der Kommunikationshandlung verstanden. Aber nur gelegentlich beeinflusst dies die grammatische Form der ir Konstruktion: Der Nutzwort wird durch den üblichen direkten Substantivsubstantivsubstantiv ersetzt, z.B.: — ugnelę si kúpil jsem na vaření oběda Aš Sch 158; Gott, gib mir einen klaren Tag, um die Pflanzen zu säen VD I 373. Es gibt viele solcher Aussagen. Kleinlitauen in den Schnabelschriften ir In den Schriften von Donizetti, z.B. : Sie begehren es, sich das Karnband abzuflechten DnR 201 (siehe Abschnitt 4.4) aber Jablonskis 1957 : 598). Der Eingang zum į Gebäude befindet sich im Erdgeschoss. XVI-XVII a. Schriften, zB. : Gebäude Bischof waldziot Kirche Diewo SP I 22631; Nesa esch persenna esmi wira imti BrB Rut 1,12 (das ich einen man neme Lb.) į 6 "Bei der Untersuchung der entsprechenden Konstruktionen in den Veden wird auch festgestellt, dass die älteste Verwendung dort Tits behielt die ins-Formen, die sich später von verbischen Substantiven trennten (Sgall 1958 : 209). 81 In der allgemeinen Sprache ersetzen solche Konstruktionao en bis heute die i j j ir unregelmäßige Rate des verbundenen Gebrauchs os (Bd. PPP 78), irgendwo schon schwankt, einmal diskutiert ir ; as ne (Balčikonis 1978 : 267—269; 392—393; Pupkis 1980 : 144; Šukys 1984 : 81—83; Pirotschkin 1986 : 188—189). 2.3.2. Aufgrund der Umgruppierung der syntaktischen Verbindungen begann der Terminus, die ir Zustandsänderungsverben zu durchdringen. į Bewegungsabhängige Konstruktionen ir 08 Wird durchgeführt: 21 Der Begriff su wird in der Literatur häufig in Verbindung mit dem Begriff der ir Gegenwart verwendet, um die Gegenwart zu beschreiben. 17. Jh., in der Volkserzählo ung von den — ältesten Aufzeichnungen, z.B.: api atjojo trys an berneliai Ir bėrus žirgus girdyt StnD 31; Mutter schickt mich, um das Herrenhaus zu fegen Klv (VD I 333); Ich gehe, um eine Kuh zu binden Dkš; Er verließ seine Füße und rannte, um die Axt zu holen BsP I 35; Bega regiet iš Himmel sendet einen Jungen S1G I 53 (siehe Abschnitt 4.4) aber LKG III 169; Pirotschkin 1972 : 133). ANT Aber in den Schriften von Donelaitis (im 2.3.1. Gegensatz zu den erwähnten Fällen) ist hier der Urheber des Ziels gut erhalten, vgl. : Die Bäume stehlen in der į Dunkelheit DnR 201 ir Herr. Jonas Jablonskis (1935 : 36) hat darauf hingewiesen, dass der į Urheber als Ziel verwendet su wird, wenn er allein das Ziel der Handlung bezeichnen ir könnte (d.h. Wenn es eine direkte Verbindung ir zwischen dem Verb und dem Ursprung gibt" — V.A.). Wenn ein Ursprung aufgrund der Bedeutung des Satzes nicht möglich ist, beherrscht das Ziel das Zielwort (wie man nur in ir den zitierten ką Beispielen kommuniziert), z.B. : Angegriffen alle küssten die Hände des Großvaters; Der Anwalt verlangt das Geld zurück. Laut Arnold (1972 : 132 — 133), Pirotski wird diese Unterschir eidung jetzt in einigen Gesprächen gemacht (ca. (Hrsg.): Jurbarkas. 2.3.3. Eine weitere DI Entwicklungsstufe wurde in der lettischen Sprache beobachtet. Konstruktionen, in denen der Dativ das Subjekt der Infinitivhandlung bezeichnet, entsprechen in ihrer Struktur den litauischen, vgl. : Ich nehme ir keine große Frau für einen Weizen ME IV 548, Bd. : "Ich würde keine große Frau den Winden überlassen" (siehe auch Ozols 1967: 150). Ebenso wie in der litauischen Sprache wird hier der Zweck auch mit einem Dativ des Substantivs ausgedrückt, z.B.: celūs darbam "er stand auf, um zu arbeiten"; "Was ich zur Erinnerung hinterlasse" (Bergmane 1959: 379; 1962: 31) usw. Dass der Infinitiv des Ziels auch im Lettisch die Bedeutung des Dativs des Verbnamens beibehalten hat, zeigt sich an den Vergleichen von K. Mūlenbach: Putras nav ne paost (= ne paošanai) "Suppe ist nicht einmal zum Riechen (= zum Riechen); Jauka bija uzskatit (= uzskatišanai) "Es war schön zu sehen (= paziuréjumam- )" usw. (Mühlbach 1928: 193). Auf der anderen Seite hat das Substantiv oder Pronomen, das mit dem Infinitiv verbunden ist und das Objekt der Infinitivhandlung bezeichnet, im Lettisch nicht mehr die Dativform, sondern die Akkusativform, z.B. : Došu sav kumelinu rosu darzu noecėt „Ich gebe meinem Pferdchen den Rosengarten zu pflücken“ (Mūlenbachs 1928 : 193). Der Akkusativ wird hier anstelle des Dativs bereits verwendet In XVII a. Schriften, z. B.. : „Deews darrija... Spīdeklus/ to leelaku to Deenu waldiht/ un to Masaku Spīdekli to Nakti waldiht G1B I Aufgepa1,16, sst! : 16 Und Gott machte die großen Lichter zur Beherrschung des Tages und die kleinen Lichter zur Beherrschung der Nacht. nehme linnu Swahrkus winnu peewilt Judit 16,8, paž. : "sie kleidete sich in einen Leinenrock, um sich zu täuschen". So hat die Umgruppierung der syntaktischen Beziehungen in der lettischen Sprache bereits die Kontu-Hochdeutschen und die 82 westlichen Hochdeutschen südlich der Linie Jonava Čekiškė Šakiai -Sintautai ersetzt. In anderen Dialekten wird anstelle des Nomens das Endstück verwendet, das auch in der allgemeinen Sprache vorherrscht. Die Grenze zwischen Nenner und Endwort ist nicht klar, auf beiden Seiten gibt es Variationen und Parallelfälle. Am häufigsten wird der Nomen in Konstruktionen mit dem Verb reikėti (3.3.) und Adverbien (3.4.) durch das Endstück ersetzt, wo der Nomen nicht als Satzfaktor verstanden werden kann. Im Zemgaler Dialekt ist der Substantiv hier in einigen vom Endwort umgebenen "Inseln" erhalten geblieben: über Židikai, Viekšniai, Luokė, Gargždai, Papilė, Raseiniai, aber auch hier wird neben ihm am häufigsten der Endwort verwendet (besonders in Konstruktionen mit reikéti).!! Eine solche sporadische Verbreitung ist charakteristisch für syntaktische Archäismen: Bei der Verbreitung neuerer Konstruktionen werden die alten nicht sofort verdrängt und bleiben in der Regel in bestimmten Fokussierungen. Konstruktionen mit Nominativ sind auch auf den litauischen Inseln in der Umgebung der Guden (Gervėčiai, Ramaškonys, Rodūnė, Pelesė, Varanava, Lazūnai, Zietela u.a.) gut erhalten. Die Einführung der Endungen in Dialekten ist also noch ein lebendiger Prozess. Aus einigen seltenen Beispielen aus Schriften des 16. Jahrhunderts geht hervor, dass der Nominativ auch von den Hochländern des westlichen Kleinlitauens mit der Konnotativform verwendet wurde. Der Bestand des Objektnominativs in Konstruktionen mit Kollektiv war durch die Tatsache begünstigt, dass der Nominativ dieser Bedeutung schon seit langem in Konstruktionen mit den Formen des unbenannten Geschlechts der passiven Teilnehmer verwendet wurde, z.B.: Kartoffeln ausgegraben/gepflückt, Seile geweitet, Türen geöffnet und gelassen; Oft auch mit dem Vorfahren des Charakters: sein Roggen wird gesät/séta, alte Wälder werden gepflegt usw.!? Es ist bemerkenswert, dass der Objektsubstantiv mit der Gegenwartsform und mit den Formen der unbestimmten Gattung der passiven Teilnehmer in denselben östlichen und südlichen Hochdeutschen Dialekten verwendet wird. ' * Konstruktionen mit passiven Teilnehmern im Substantiv werden jetzt auch als unpersönlich verstanden, so dass der Nominativ, der in den Faktor übergegangen ist, manchmal durch das Suffix ersetzt wird, z.B. : Mit dem Gen aus dem Baumhonig wird gegraben Lp (aut. 1979: 206—207). In denselben Dialekten wird der Objektsubstantiv auch mit Teilnehmern der Substantivund Vergangenheitsform verwendet, z.B. : Arbeiten, während der Wind arbeitet, ist nicht wichtig MZK; Während der Leinenpflückzeit muss man sich warm anziehen Brž; Wo ist jetzt das Pferd stehend Ut; Dass so Pullover gestrickt Mzhsh; Es wäre gut, einen starken Arbeiter anzuheuern. Der Objektnominativ konnte sich hier nach dem Beispiel der erwähnten Konstruktionen mit passiven Teilnehmern und Kommunikativ ausbreiten (die Teilnehmer, wie auch der Kommunikativ, haben sich aus den Dativformen des Stammes -i entwickelt, vgl. aut. 1962: 17 usw.; 1979: 133—134). Konstruktionen mit dem Verb sein 3.6 Eine separate Gruppe besteht aus Nomenund Konjunktivkonstruktionen mit dem Verb sein, dessen Nullform die gegenwärtige Zeit bezeichnet. Sie sind zwei ti11 Basierend auf Antworten 2. Diese Konstruktionen sind teilnehmende Varianten solcher nominaler Sätze wie medus gardu, ausführlicher über sie in aut. 1979 : 200—204; 1990 ; 200—214. Siehe auch: Liste der su Vertreter der Gattung Aedes. aut. 1977 : 36—38. 89 p. In den Konstruktionen des ersten Typs sind die ar Verben der sensorischen Wahrnehmung (meist — sehen, hören) wird mit einem Nenner su verbunden, der die Fähigkeit mą bezeichnet, ar ein Objekt wahrzunehmen, z.B. : (für mich) ist/ ist 0 / Das Haus war/wird sichtbar. In der zweiten Art von Konstruktionen wird der Konjunktiv verschiedener Verben mit su einem Nomen verbunden, der das Objekt der erforderlichen Handlung bezeichnet, z. : Ich werde /9/ ein Haus / bauen. In beiden Fällen hat das Verb eine passive Bedeutung. (für mich) ist/ ist O) / Es war / ein Haus zu sehen 3.6.1. Ši Konstruktion wird jetzt hauptsächlich in der Mitte verwendet ir West In litauischen Dialekten, aber in feststehenden Aussagen mit dem Pronomen su was (was zu hören; was neues zu hören ir usw.) kommt an ir vielen anderen Orten vor. „Das zeigt eine größere Verbreitung dieser Art von Konstruktionen in der Vergangenheit. Die Präsensform des Verbes sein wird manchmal im zemgalischen Dialekt gesprochen, ansonsten ist sie meistens null. Der Boden ist schon sichtbar Jnv; Durch das Fenster gut sichtbarer See Pln; Ihr habt das Feuer schon gesehen Lzd; Glocken zu hören Prk; Schneebedeckte ir Gräben, sogar die Straße ist kaum zu erkennen Simon (LKŽ XIII 258). Wie der weiße Apfel y(r) sehen Skd; Schon Häuser zu sehen sind Pgg; Der Stein war von weitem iš sichtbar Klp; Gestern wurde ein Donner gehört Erz; Už to Maus ir Pussy wird gesehen werden Pp. Nur gelegentlich wird ein Nutzer, der das erlebende Subjekt bezeichnet, als Nutzer bezeichnet, Ta z.B. troba man buvo toli matyt iš Kp. In der schriftlichen Sprache wird die Konstruktion von 1972: Die 72-Stunden-Regel wird in du Deutschland nicht mehr angewendet. Der Gegensatz spielt in dieser Konstruktion eine ähnliche Rolle wie der passive Teilnehmer der Gegenwartsform und wird manchmal sogar in derselben Rede mit ihm verwendet, z.B. : Schon der Leiter der Sicht //Von Šimkaus Kapelle sichtbar Pkl; In: Dar. : Garten groß und(r) sichtbar Mo. Im Ost-Hochdeutschen kommt oft anstelle des Gegenstandes die Konjunktivform des Verbes vor, z. : Das gesamte Grundstück sieht aus wie in der Handfläche Skdt. Dass der Nenner hier die Funktion eines Faktors hat, wird durch die Kombination mit einem Partizip-Konjunktiv deutlich, z.B. : Petruko Stimme war zu hören Rs (weitere Sirtautas 1971). Bei der negativen Form der Kommunikation geht der Urheber anstelle des Nenners: človeka nevidieťi Plng; Feen-Neb'hördäti BsP II 70. Im Gegensatz zu den beschrieben3.1—3.5 en Fällen wird der Nenner hier jedoch nie durch den Infinitiv ersetzt. Die Konstruktion wird üblicherweise verwendet, um zu beschreiben, was ein bestimmter Gegenstand für die Erfahrung zugänglich ist, z.B.: schon der Turm zu sehen schon — kann man den Turm sehen. Hier wird ir also allgemein eine Zweckbedeutung iš impliziert, die dem Dativ eigen ist. 3.6.2. Die gleiche Bedeutung hat die Bezeichnung in den ir entsprechenden lettischen Konstruktionen, die am häufigsten als Negation su verwendet werden, z.B.: No tūs reizes vilku redzēt, dzirdet ne ne LP VII 878 = Es gab keine Wölfe ne zu sehen, ne zu hören (Miilenbachs 1928 : 195). "Sofort to die Wölfe sagét, nehirdét ( = Nebuvilkų vo ‘weder für das Sehen noch für das Hören’). Konstruktionen mit derselben Bedeutung ir wie in der litauischen Sprache sind in den alten Schriften der slawischen Sprachen bezeugt, vgl. s.b.s.l. : i glass stirbt. i ne by Hören Supr 570,18 "und die Stimme 90 verstummte, und war nicht zu hören" (Xomosa 1980: 223)'4, s.rus. : bé v to vremja vidět... pecals gorskaja Mosk. Letop. 290 "wurde zu dieser Zeit in Trauer Zeiten gesehen" (CaGenuna 1978: 404); Von ihnen sind überlebt in den guden und südlichen russischen Dialekten, wie derevnja vidat» "das Dorf zu sehen (Cnpuxuar 1960: 179). " * Die ursprüngliche Bedeutung des Infinitivs sehen Forscher auch in den entsprechenden Rigveda-- Konstruktionen, z.B.: tdva sparhé varna a samdrši šriyah RV 2,1,126 "in deiner gewünschten Farbe ist die Schönheit zu sehen" (Sgall 1958: 221; Disterheft 1980 : 46). (für mich) ist/@/war/wird ein Haus gebaut 3.7.1. In Konstruktionen dieser Art ist der lexikalische Ausdruck der transitiven Kommunikation nicht definiert, und das Verb sein hat einen modalen Schatten der Notwendigkeit. Es können zwei Gruppen von Konstruktionen unterschieden werden. a) Der Gemeinsame bezieht sich nur auf den Nenner und einen möglichen (fakultativen) Zeitbezug. Die Gegenwartsform des Verbes sein ist meist null, die Vergangenheitsoder Zukunftsform — ausgedrückt. Heute sammeln sie Heu, morgen ernten sie Roggen. Bereits i(r) wieder zum Mittagessen gekocht Trg; Die Pferde des Morgens weiden Psl; Alles, was wir tun, ist, PnmP auszuschalten. Also war die Familie zu mieten Zd; Und der Roggen wurde geerntet; Zuerst waren es solche Dummköpfe, die Sil kauften; Die Arbeit wurde so getan, dass Glv. Dieser wird gemäht werden, Faulheit in der Nähe von Slnt; Nach diesem Rechen wird Kl; Wenn die Zwiebel gepflanzt wird, wird der Flachs geerntet werden Rdn; Einen Tag später wird es Mist transportieren, sauber machen Msgr. b) Neben dem Nominativ mit der Kommunikation und dem Nutzensilben des möglichen (fakultativen) Zeitbezugs wird noch das Subjekt der Kommunikationshandlung beschrieben: Mortoj mum teliokai ganyt Pnd; Mama Kinder erziehen VVR; Das musst du so reparieren, das muss das Pferd füttern, das muss wieder Roggen bauen — kein Spaß Jnš; Ma allein hatte alle Arbeiten zu tun Zd; Warum sollte er diese Bobs schlagen? ry. Morgen wirst du zuckerhaltiges Unkraut Rk haben; Ich werde alles arrangieren Kltn; Ist es ma(n) beide Eltern werden heiß morgen Mi. Beide Gruppen von Konstruktionen sind seit Beginn der Schrift bezeugt, z. : a) So und trinken wine bluuias ia schwentas Mal 34,17; b) Iumus wird rustus sudas bei Diewa erheben, Rakunda wird dem Arzt Dewui WP 85 (MLLG V 238) gegeben werden. Aus den für den Atlas der litauischen Sprache gesammelten Daten geht hervor, dass diese Konstruktionen auch in den Gesprächen verwendet werden, in denen das Verb reikėti, oft auch mit Bevorrat, vorkommt.- 14 Das Objekt des Sehens oder Hörens, das in derselben Syntax vorkommt, wird hier jedoch bereits mit dem von der Kommunikation abhängigen Akkusativ ausgedrückt (wie in den späteren Schriften der meisten slawischen Sprachen), vgl.: bysts vidėti junošo krassna stojęšta prėds nims Supr 187, 1—4 "ein schöner junger Mann stand vor ihr" (Xonosa 1980 : 223). 15 Die entsprechende Konstruktion im Tschechischen, z.B.: hora je vidéti "der Berg ist zu sehen" (siehe weiter Pofak 1967: 82 u.a.), die von W. Kiparski (1969: 146) als ein altes Erbe anerkannt wird, wird manchmal als Anleihe aus der iš deutschen Sprache angesehen (Reiter 1990: 146). 1953 : 175; Justin Timberlake 1974 : 124 tt.) oder einer späteren Innovation (Havranek 1968 : 175—176; Dunn 1982 : 523—524). Im ir Deutschen hat der Infinitiv zu, su der in gesprochenen Fällen mit dem su Nominativ verbunden ist, jedoch seine alte Bedeutung als Zweckwort beibehalten. (Bd. Brugmann so 1916 : 924), die ursprüngliche Quelle der Konstruktion ist offensichtlich die gleiche. 91 Die Adjektive des Geschlechts, schon geht der Endling (Trg, Žgč, Ska, Kltn, Pla, Ping, Vvr, Dr, Drb, Lnk, KI, Krp, Kv, Skdv, Nv ir kt ). Sie 3.6. unterscheiden sich von den hier behandelten Fällen nur durch die Bedeutung der Notwendigkeit, die wahrscheinlich durch das Verb selbst ne bedingt ist, o jo Verbindunsu gszweck mit dativ verbundener Verbindung ("Leinen ist/war/- wird zum Minen bestimmt? )!*. Ta Der Zweckwert des Dativs kann in Fällen nachvollzogen werden, in denen wir ir den Schatten der Notwendigkeit überhaupt nicht spüren, z.B. : Du kannst nur Krähen fangen Pg; Junge so Bier zu trinken - Oh, mein ir Gott. (siehe Abschnitt 4.4) aber LKG III 616—617). All dies zeigt, dass der Nenner hier die Funktion ir eines Faktors hatte. Tad 3.6. ir 3.7. Für beide Konstruktionstypen kann das gleiche ursprüngliche syntaktische Beziehungsmodell rekonstruiert werden (das Verb wird hier durch die Abkürzung Vsubst gekennzeichnet) Va (Nicht erforderlich) ) Nnom „—Vsubst h,! NVqat Dieses Muster stimmt mit dem überein, das auf su den Konstruktionen bleiben, passen, kommen usw. basiert. su ir und Adjektive im Genitiv (siehe Abschnitt 4.4) 3.2.1.) ir Unterscheidet sich nur in der Ausdrucksweise der Tarantella. 3.7.2. Diese Konstruktionen sind in lettischen ir Dialekten belegt, z. B.: kungam tei meizitę st (Schreien) "Herren essen ta Brot" (Endzelin 1951 : 554). Ebenso wird der Nominativ hier in relativ su neuen Debitivformen verwendet, die auf dem Infinitiv basieren, z.B.: man jūėd sausa maize "ich (muss) trockenes Brot essen" (ebd. 972 —973). Aber meistens wird hier der Nominativ durch einen von der Konversation abhängigen Akkusativ ersetzt, z.B.: man bija ta šo lietu iesakt "es war mir so, diese Sache anzufangen" (Mūlenbachs 1928: 173 —174); Tev bij nemt reedes meitu BW 15142 "Du musstest die Tochter des Schilfs nehmen"; 15307 "wie ich den Schlamm brechen werde" (Ozols 1961: 96—97; 1967: 182). Der Akkusativ ist auch in alten lettischen Schriften weit verbreitet, z. : Man bij grahmatu rakstiht Stender Gr 8165 "Ich hatte ein Buch zu schreiben"; Die erste Version war die G1B NT Praef. "Daran wirst du es erkennen." Die entsprechenden altrussischen Sprüche mit dem Nominativ wurden ausführlich und mehrfach untersucht, vgl. : Takova pravda ouzęti Rousinou oder Rizė Smol. 1229 "ein solches Recht, einen Ruthenen in Riga zu nehmen" (d.h. ein solches Recht muss der Ruthene in Riga haben, s. 100 mg/m2 Ilore6ua in 1958 : 405 : 407); letzter Zeit hat J. Stepanov die jų historische Verbindung mit su den Konstruktionen ir der litauisch-lettischen Sprache überzeugend gezeigt (1984 : 132—136). Wichtig sind die Entsprechungen dieser Konstruktionen sen. In der indischen Sprache, wo Die Modalität des "sein"-Verbs wird üblicherweise noch durch die Form des optionalen ar Imperativ betont, der Nominativ hat eine klare Faktorfunktion, der Infinitiv eine o dative — Bestimmungsfunktion, z.B.: apo bhavantu pitdye RV 10,9,4 16 „Plg. Brugmann 1916 : 925. Pasak R. Mrazek (1963 : 113 — 114), hat die Bedeutung des Zwecks des Datierens į auf das Verb übertragen Es ist ir schon lange her. Kirchenslawisch Ral: os Konstruktion: mané bčaše stradati "Ich BrLinano, npuHANNENRANO CTPANAHME mr srpanaru + Ein wenig anders erklärt J. Stepanovas ot : 133) haltend die erforderliche] fel ss Sos eine der ältesten, der indoeuropäisciš hen Sprachgemeinschaft pateréty Funktionen92 "das Wasser sei zum Trinken" (Sgall 1958: 221); Ähnlich ist es in der hethitischen Sprache (Disterheft 1980: 165—166). Es ist bemerkenswert, dass auch in anderen verwandten Sprachen (Latein, Griechisch, Germanisch) in den frühen Perioden ihrer Entwicklung Konstruktionen von Substantiv-Ursprungs-Formen mit modalen Bedeutungen von Möglichkeit, Notwendigkeit usw. verwendet wurden, die später durch neuere modale Verben ersetzt wurden. In den slawischen Sprachen sind die modalen Verben und Adverbien (Prädikate) dieser Bedeutungen ebenfalls relativ neu, sie sind vor allem in der Zeit der schriftlichen Tradition entstanden. Die besprochenen Sätze mit dativ-konjunktivem Ursprung hingegen repräsentieren eine sehr alte, von der indoeuropäischen Sprachgemeinschaft geerbte Ausdrucksweise der Modalität. 3.7.3. Die weitere Entwicklung der Konstruktion erfolgte offensichtlich in der gleichen Richtung wie in anderen bereits diskutierten Fällen. Das Gemeinwort, das die Verbindung mit dem Konjugationsparadigma verloren hat und zu einer unveränderlichen Verbform geworden ist, ist zum grammatischen Zentrum des Satzes geworden – zu einem Substantiv, das die modale Bedeutung der Möglichkeit oder Notwendigkeit besitzt (seine Grundlage ist die Zweckbedeutung des Dativ). Die Konstruktion wurde als unpersönlich bezeichnet, und der Nominativ wurde mit der Kollektivität als Objekt der Handlung seiner Bezeichnung verbunden. So entstand folgendes Muster von syntaktischen Beziehungen von unpersönlichen Gesprächssätzen:; (Klingelt) (Vsubst) =—) Inf nom/acc N Da der Substantiv kein Objekt-Silbe ist, ist es durchaus verständlich, dass man stattdessen den Endsatz zu verwenden begann: Morgen soll ich das Heu schaufeln, du sollst die Pferde weiden, und mit der Konjugation der Verben, die den Adligen bezeichnen, — den Adligen: schon uns benorėti usw. Ko ir Der Nenner wird durch den Endungssatz ersetzt. 16. Auflage, Bd. : Tada buwa taw dūti meinen Schwanz Erwähnungspflicht BrB Mit den weißen 25,27; Kreuzfahrern wird es am Ende des Weltzeitalters gefährlich sein, zu reiten BrP II 78,2 (siehe Abschnitt 4.4) Palionis 1972 : 126). Konstruktionen des Infinitivs, die Notwendigkeit und Möglichkeit bezeichnen Die Umwandlung von "sein" in ir ein unpersönliches Substantiv, die Umwandlung des ne Nominativs in einen (3.7.2), Infinitiv-behir errschten Akkusativ ist seit langem nur im Lettisch beobachtet worden, aber auch in anderen verwandten Sprachen: Slawisch, Germanisch, Griechisch, Latein (Brugmann 1916 : 925—926; ITore6us 1958 : 391-398). Im Litauischen ist der Nomen hier jedoch viel besser erhalten geblieben als in Konstruktionen, die andere Verben nur in Dialekten benötigen su ir — ne (siehe Abschnitt 4.4) 3.7.1), Aber in der ir allgemeinen Sprache (LKG III 616—617). Besonders gut behielt sich der Nominativ in den verbundenen su Ausdrücken mit dem Pronomen was, paliuditi von XVI a. (Bd. Was soll ich tun? BrB II Moz 36,7) ir Derzeit werden sie noch in verschiedenen Teilen des litauischen Dialektgebietes verwendet, auch dort, wo wir sonst nur ir den Endteil finden, z. : Was haben wir jetzt zu sagen? Lkm; An(t) dem Pferd ist nichts zu tun Lbv; Es gibt etwas zu verkaufen Psv; Was Ar soll ich tun? Filter Was soll ich tun? Ss; Nichts zu tun Pg; Es gibt niemanden, mit dem man reden kann Vlkv, Ss. 93 Diese sporadische Verteilung zeigt auch die relative Natur dieser Konstruktionen. (für mich) ist/ ist O / War zu / gehen 3.8.1. Die Kommunikation von su intranzitiven Verben mit dem Verb sein bildet auch unpersönliche Konstruktionir en der Notwendigkeit anderer modaler Bedeutungen. Heute werden sie am häufigsten als Subjekt-Nomsu en in der Nullform des Verbes sein verwendet: ir A. Ua Bt ; Du, Duft, schweige! BsP I 264; Lebend leben, tot ruhen! KrêvPP III 14; John will durch į den Wald fahren. Gr; Ich kann weder schreien noch schwimmen Skr (siehe Abschnitt 4.4) aber LKG III 36—37; 616—617). : Aid „Stai In Dialekten, Folklore gibt es ir Konstruktiosu nen ausgedrückt (besonders ir Vergangenheit-Zukunft-Zeit) Verbindung. Sie werden vom su Nutznießer des Unternehmens verwendet (a) ir be ja (b): 3a TY a) Wer yr(a) füttern, wenn nicht fahren Pvn; 100 mg/ Tag Gottes yr Geige in der Kirche zu kucken NS 270; Meine Tochter, meine Jungfrau, es waren dir die uz Tage des Artojél BsO 215; Wenn er geheilt wird, wird er geheilt, wenn er stirbt, o wird er sterben Tj (LKZ, I 1216); LE b) O Es gab viel zu tun. Kt&; Es war gestern Abend auf der Party LTRn 90; Wie ich vom Pferd abstieg, wurde nicht genannt, wie ich į ein flaches Wasser aß, wurde nicht gepflanzt JV 683. Solche Konstruktionen sind bezeugt von XVI. Jahrhundert, insbesondere In den Schriften von Bretkūn, z. : a) Nesa iam buwa sawa Übernachten in Walnistes BrB IV Moz wird 35,28; dann... Ich habe dich getötet I Moz 44, 31; Wir würden fallen, komm rein Diewas negelbetu BrP II 53. b) Warum sollte man nicht Krieg führen, wenn man so bedroht ist? BrB Mal 10,2 (ausführlicher Palionis 1972). 3.8.2. Entsprechende Konstruktionen mit der Nulloder Ausdrucksform des Verbes but: werden auch im Lettisch verwendet, z.B.: balinam kara iet Spr. 271 "Bruder in den Krieg gehen"; brist bij man, vaj nebrist BW 9416 "bristi buvo man ar nebristi” (Ozols 1961: 96 —97); Du sollst nicht stehlen. 1959 (siehe auch: 1959 in der Geschichte). Sie sind von alten Schriften bezeugt, plg. : Woj tu sinnaji /kurrū Laika tew bij peedzimt G1B, Hiob 38, 21 "Wußtest du, zu welcher Zeit du geboren wurdest- ?" Kafir Buhs mir... eet Ps 42,10 "Warum werde ich gehen. "!" In den slawischen Sprachen bilden die personifizierenden Formen von "sein" mit Infinitiv-- Konjunktiv unpersönliche Konstruktionen seit den ältesten Schriften, vgl. s.b. sl. bysto osterren in Schmach Ostr Luk 16, 22 "wurde für einen Armen sterben- "; s.rus. Wir werden jetzt poetisch sein Ip. 130 "Ich werde jetzt fahren" (Ilore6ns 1958 : 392—393); S.check. tu sė Name (essen) s den Kaisern zu schneiden Dal 81 "Hier sind wir (ist) su König zu schlafen" (Pofak 1967: 21). In anderen indoeuropäischen Sprachen werden die entsprechenden Konstruktionen auch mit ta Teilbedürfnisse, Möglichkeiten ir usw. abgelöst. Werte, z. B. gr. Otk got Au Keoviwv paxsodai p 193 "aber nicht (= unmöglich, nicht notwendig) i Das ist es. "analytisches Debitiv" už (ältere K J iš Morphologie der alten lettischen Grammatiken siehe. Ey 1965 : 92, 908, 252." su j4-)in jo Beispielen 94 "mit Zeus Kronos zu kämpfen- "; Die Blütenstände sind dicht behaart. Coron. 40 "durch die Nase (= beim Riechen) Blumen zu genießen ist (= muss)"; sen.vok. za petonne ist Hymn. 17,1 "Beten ist (= muss)" (Brugmann 1916: 925—926). 3.8.3. Die hier und in 3.7.1. erwähnten Daten bestätigen die bereits früher geäußerte Meinung, dass die Kommunikationskonstruktionen der litauischen und lettischen Sprachen mit der ausgedrückten Form des Verbes sein ein gemeinsames Erbe der Antike sind (Palionis 1972: 128). Erheben Sie sie aus den Strukturen ohne Verbindung ist kein Fundament. Während in einigen slawischen Sprachen (z.B. Tschechisch, siehe Pofak 1967: 18, 39 usw., 122) in bestimmten Entwicklungsphasen eine Steigerung der Konjunktionsproduktivität beobachtet wurde, sind auch Konstruktionen ohne Konjunktion in den ostbaltischen und slawischen Sprachen seit Beginn der Schriftsprache verbleiben. Früher funktionierten sie wohl als Varianten derselben Konstruktionen mit der Nullform der Gegenwart, und später (mit dem Verschwinden der Konstruktionen mit der Vergangenheitsund Zukunftsform des Seins) wurden sie als eigenständige Art von ir Kommunikationssätzen zusammengefasst (litauisch Tau važiuot!; lateinisch Kurp mums bėgt? russisch: Bam nmaaturs "ihnen bezahlen" usw.). 3.8.4. Konstruktionen mit intranzitiven Verben sind ebenso unpersönlich (d.h. sie haben keine syntaktische Faktorposition) wie mit transitiven Verben, die den Endsatz beherrschen, z.B.: (morgen) ich mähe und (morgen) ich mähe Gerste. Letztere wurden wahrscheinlich erst dann angewandt, als sich die Kommunikation vom Paradigma der Substantivkonjugation löste (siehe 3.7.3). Der Gegensatz von transitiven und intranzitiven Verben ist in den meisten Fällen weder streng noch primär. Die Konstruktionen mir (ist, war...) mähen und mir (ist, war...) Gerste mähen können also aus historischer Sicht gleich behandelt und jener Entwicklungsperiode zugeordnet werden, in der Sätze mit Sein und Gemeinschaft durch die Umgruppierung der syntaktischen Beziehungen als unpersönlich bezeichnet wurden (vgl. Brugmann 1916: 925—926). Die Konstruktion (ist, war...) zu mähen als ursprünglichen, paradigmatisch selbstständigen nominalen Satz zu betrachten (so Večerka 1973: 303; Crenanos 1984: 132—133) wird durch die Tatsache behindert, dass es in diesem Fall schwierig ist, die ursprüngliche Bedeutung des Verbs der in Infinitiv verwandelten Form zu erklären und den Aufbau der Konstruktion semantisch zu motivieren. Syntaktisch unpersönliche Konstruktionen mit dem Infinitiv konnten sich offenbar erst bilden, nachdem der Infinitiv selbst eine eigenständige Verbform wurde. 3.8.5. Somit hatte das ursprüngliche Modell der kommunikativen Sätze mit der Form des Verbes sein (ausgedrückt oder null) wahrscheinlich einen Faktornenner: das Haus ist (Oder/wurde/- wird) gesehen/gebaut. Die Struktur dieser Konstruktion ist durch die gleiche dative Bedeutung des Substantivs des Verbs motiviert, die in den zuvor diskutierten Konstruktionen mit den Verben bleiben, passen usw. und dem Adjektiv in den Formen des nominativen Geschlechts wiederhergestellt wird (wie ir 1.—2. 100 mg/m2) oder 100 mg/m2 (in den untersuchten Fällen). In den meisten Fällen hat sich später anstelle des Nenners eine konjugationsabhängige Form des beherrschenden Verbs (meist der Infinitiv) durchgesetzt. In baltischen und teilweise slawischen Sprachen blieb der Nomen jedoch iš teilweise in unpersönlich ir verwendeten Konstruktionen erhalten, wo er eine objektive Bedeutung erhielt. Bleiben Sie vad. Dem "objektiven Nenner" haben hier offensichtline ch nur die internen, aber ir bestimmte externe Bedingungen geholfen, die es wert sind, gesondert erwähnt zu werden. 95 Das Problem des "Objektnominativs" 3.9.1. Die Verwendung des Objektnominativs in unpersönlichen Sätzen ist in einem ziemlich großen Gebiet der lokalen ir Dialekte, die miteinander in Kontakt stehen, verbreitet. Be Litauisch, Lettisch, russische ir nördliche Dialekte und ein großes Dreieck etwa zwischen Pskow-Smolensk-Wologda, į tą das Gebiet umfasst Westfinnland Ir (Estnisch, Finnisch) Sprachen. Die letzten. Akkusativ II, das mit dem Nominativ su übereinstimmt, wird regelmäßig anstelle des üblichen Akkusativ verwendet, um I das Objekt in unpersönlichen Sätzen mit Konjunktiv, su Partizip und unpersönlichen Adjektiven zu bezeichnen se (Bd. : suom. Hanen Feuer baute eine Sauna “er musste eine Sauna bauen”). Die Nähe dieser Konstruktionen zu den östlichen ir weißrussischen k. "objektiven Nenner" diskutiert Er schlug vor, (1960; 1969); dass die Kontakte in den westfinnischen Sprachen dazu beigetragen su haben könnten, dass die alten Nominativ-Infinitiv-Konstruktionen in den benachbarten iš ostbaltischen russischen Sprachen su erhalten blieben. I8 ir B. Larin tų erklärte das Verhältnis der Konstruktionen wie folgt: "Objekt-Nominativ" ist ein Überbleibsel einer nicht-akusativen Satzkonstruktion, geerbt von einem längst iš ausgestorbenen "pamari" Sprachen — des gemeinsamen Substrats der ir östlichen baltischen, nordslawischen westfinnischen Sprachen (Jlapun 1963; Kritik an dieser Ansicht siehe. Jacobsson 1964 ; 75; Veenker 1967 : 126; Kiparsky 1969 : 145). Die Hypothese der direkten Entlehnung von iš Konstruktionen in finnischen Sprachen wurde in einer speziellen Studie dargelegt A. Timberlake (1974). Jo ist der Meinung, dass die ir litauisch-lettische Sprache sowie die nordrussischen Dialekte die syntaktische Regel der westfinnischen Sprachen iš entlehnt haben, nach der das Objekt der Handlung in unpersönlichen Sätzen im Akkusativ, Nominativ ausgedrückt wird. ne o Ein solcher Objektausdruck wurde zum Beispiel in den finnischen Sprachen in Sätzen realisiert, in denen es keine Position des Faktors gibt, also keinen Widerspruch zwischen der für den Faktor ir charakteristischen Objektfunktion der Nominativform ir (Timberlake 1974 : 2—3, 152). Die Konstruktionen der altindischen, germanischen und anderen Sprachen, in denen das Infinitivobjekt im Nominativ in den Personensätzen (d.h. in der Position des Faktors) ausgedrückt wird, betrachtet Timberlake als einen ganz anderen Typ, der nicht mit dem "Objekt-- Nominativ" der östlichen baltischen und nordrussischen Sprachen vergleichbar ist. Auch streng von den Häusern getrennt sind (wurden) Fälle mit ihren Ide gesehen. Entsprechungen. Die vom Autor unbemerkte Nähe der letzteren zu den Konstruktionen vom Typ namai yra (buvo) statyti (vgl. 3.7.1.—3.7.3- ), sowie die parallele Verwendung der litauischen und lettischen Sätze mit kombinierbaren und unkombinierbaren Adjektivformen (vgl.: medus gardus/gardu valgyti 3.2.1 usw.), ihre paradigmatische Beziehung zu den persönlichen (d.h. die Faktorposition besitzenden) Sätzen vom Typ medus gardus/g- (133 ardu. Die Lehnhypothese stützt sich auf die Überzeugung, dass der Objektnominativ in den litauischen und lettischen Sprachen synchron motiviert und in unpersönlichen Sätzen etc. regelmäßig ist. 154). Iš Tatsächlich, wie bereits erwähnt, wird er hier durch den Akkusativ der synchron motivierten iš Entsprechungen der Verwendung gedrängt, die su Verteilung in o jo den Dialekten der litauischen Sprache hat Merkmale, die für syntaktische Relikte charakteristisch sind. 3.9.2. In den lettischen Dialekten, die unmittelbar mit dem estnischen Sprachgebiet su verbunden sind, wird der Nominativ im Infinitiv viel su seltener verwendet als In den nördlichen, östlichen ir südlichen Dialekten Litauens. Nach dem dialektologischen System der lettischen Sprache 18 => : Die westfinnische Konstruktion selbst wird von einigen Wissenschaftlern als eine Entwicklung iš des Subjekt-Nominativ-Versu wendungszwecks Zyminėja endratimi angesehen, siehe. Hakulinen 1960 246. 96 Nach den für den Atlas gesammelten Daten'?, am Schnittpunkt der lettischen und estnischen Dialekte ist der Nominativ des Objekts mit der Konnotativform nur an einigen Stellen verbunden: in der nördlichsten Ecke — in Ydaus, Ypikių und Cirgaliuose. Aus dem nördlichen Teil des inneren Dialekts sind Konstruktionen vom Typ akminš sunku kustinat "Stein schwer (d.h. schwer) zu bewegen" noch in den Umgebungen von Biržuliai, Bauniai, Jaunburtniekai, Kuscėnai, Katarai, Duntė aufgezeichnet, die voneinander getrennt sind, wo der Akkusativ vorherrscht.- *? Etwas häufiger sind Konstruktionen dieses Typs im westlichen Teil von Kurland (in den Dialekten von Pope, Vents, Užava, Talsi-Edala, Saldaus, Dubelė), sporadisch — ähnlich wie im semitischen Dialekt der litauischen Sprache — kommen sie auch in anderen Teilen von Kurland vor (in den Dialekten von Laidze, Lybagus, Kandava, Engure, Irlava, Ranki); Darüber hinaus gibt es hier auch Aussagen wie vajag /gribas malka skaldit "muss/will Holz spalten". In den winterlichen Gesprächen des heimischen Dialekts?! Beide Konstruktionstypen wurden auch nur in einzelnen Herden (Ciecerė, Jėkabnieki, Jaunsvirlaukė) bezeugt; Die meisten von ihnen befinden sich in den Gebieten, in denen das lettische Sprachgebiet an die nördlichen litauischen Dialekte grenzt, die die entsprechende Konstruktion verwenden (südlich von Rezekne, sowie in den Dialekten von Ezere, Bēne, Yslyce, Kaplava). In weit größeren Strecken wird der Nominativ in den Gesprächen des ziemgalischen Innendialekts (über Duobele, Jelgava, Bauska usw.) mit den Debitivformen verwendet (jūiet plaut siens "man muss das Heu mähen gehen" usw.). Auf der anderen Seite ist der Nominativ mit dem Infinitiv auf dem großen Gebiet des Oberzemnieker Dialekts nur auf einigen "Inseln" vertreten: in der Umgebung von Grašė-Kraukliai, Sėrena, Dignaja, Varkava, Kaunata-Pilda und in den Sprechweisen von Kraslava und Aknystė, die sich an der Grenze zwischen Litauisch und Lettisch befinden (Ancitis 1977: 264—265); Übrigens geht auch hier der Nominativ häufiger mit dem Debitiv als mit dem Infinitiv ohne jū-. Die Verbreitung der Herde der Konstruktion lässt vermuten, dass sie früher in einem großen Teil des lettischen Sprachgebiets verbreitet war und jetzt viel mehr verfallen ist als im Litauischen. Dies unterstützt auch die Ansicht, dass der Nominativ in dieser Konstruktion ein allgemeiner syntaktischer Archaismus ist. Der lettische Nominativ mit Infinitiv unterscheidet sich vom litauischen Nominativ mit einigen innovativen Merkmalen. Außer in seltenen Fällen mit wechselnden Adjektiven (saulite silta heldities tipas, siehe. ji 3.2.1.), Kommunikative Konstruktionen sind hier unpersönlich, und der Nominativ hat die Funktion eines direkten Subjekts. Da die adjektivische Substantivform im Lettisch in Konstruktionen verschwunden ist, wurde die Verben durch Adverbien ir ersetzt su (leicht) "leicht", schwer "schwer- ", vajag(a) "müssen", briv In: ir "Galaxia- ", Bd. Nicht leichte Taschen zu tragen "nelengvai (=nelengva) maišai nešt"), die Verbindung mit su persönlichen Sätzen, die im Litauischen noch zu spüren ist (darbas sunku ir usw.), ist hier unterbrochen. Somit hat die Nominativform im Lettisch ihre syntaktische Motivation verloren, der Nominativ ist zu einem echten Objektsilben geworden. Dies war wohl der Hauptgrund, warum er im Lettisch in größerem Umfang durch den üblichen Objektdialekt in 19 ersetzt wurde. Sie werden in Riga in der Dialektologie- -Abteilung des Lettischen Sprachinstituts aufbewahrt. Der Autor dankt der Institutsleitung für die Möglichkeit, sie zu nutzen. uz Im ir Folgenden werden die Antworten į auf die Fragen 270, 272, 276, 277, 280 des Datenerfassungsprogramms des lettischen Sprachatlas (Latviešu valodas dialektoloģijas atlanta vakSanas programma. Riga, dt. 1954, 90—93). Die lettische Dialektbezeichnungen sind nach Herr 1964 : 408 —409. or — Rudzite die Anklage. Es ist nur in den Konstruktionen der neuen Debitivformen besser erhalten su geblieben, die einen besonderen Platz im lettischen Sprachsystem einnehmen. . Wii 3.9.3. Der Nominativ su Kodél im Infinitiv, der in anderen verwandten Sprachen längst verloren gegangen ist, ist bis heute in den benachbartir en russischen Dialekten der östlichen Balten erhalten geblieben, was am besten durch die bereits erwähnte Die Hypothese von P. Kiparski über den konservativen Einfluss der westfinnischen Sprachen. Der Kontakt su in den westfinnischen Sprachen hat offenbar dazu beigetragen, diesen syntaktischen ir Archaismus zu erhalten, jį indem er ein Beispiel für die Neubedeutung auf die — gleiche Weise wie der Objektnominativ in einem unpersönlichen Satz gab. Besonders günstige Bedingungen dafür po VI entstanden a., als die östlichen baltischen Stämme, übergegangen Viele von ihnen zogen weit in die westfinniscį hen Gebiete ein. Im Laufe der Jahrhunderte entfernten sich die heutigen lettischen Dialekte unter dem Einfluss des finnischen Substrats vom Litauischen. Da der Infinitiv su -ti/ *-tei hat sich damals offenbar schon vom Substantiv-Konjugations-Paiš radigma getrennt, es konnte eine Änderung der syntaktischen Beziehungen innerhalb der Konstruktion beginnen, es konnten Anzeichen des "Objekt-Nominativs" auftauchen. Genau wie VII-VIII a. ostslawische Dialekte etabliert sich in einem großen Gebiet zwischen Kiew ir Naugardo. Die intensive ir Slawisierung der Finnischen Balten erfolgte im Gebiet der heutigen nördlichen Dialekte des Russischen. Die Kontakte mit den su westfinnischen Sprachen könnten also iš einen ähnlichen Einfluss auf die Konstruktion der russischen Sprache gehabt haben, kį die von den Slawen geerbt wurde, wie auf die baltische. Es ist bemerkenswert, dass in den ältesten nördlichen In russischen Schriften bildet der Nominativ die gleichen Konstruktionen im Infinitiv su wie in den östlichen baltischen Sprachen. Später wurde es eingesetzt, um ir su Personifizierte Verbformen (Hrsg.): Nassauische Landeskunde, Bd. : "der Becher füllt das Getränk o auf”), erhielt die Konstruktion selbst eine eigene Entwicklungsrichtung, die su mit den für die slawischen Sprachen charakteris- — tischen Prozessen verbunden ir ist: — Synkretismus der Nominativ-Akusativ-Formen mit der Morphologisierung des lebenden toten Geschlechts (Timberlake 1974: 104—116; >KypasjieB 1984). In den westlichen Dialekten der russischen Sprache (im Dreieck Pskow-Smolensk-Wologda) wurde der Nominativ mit Infinitiv offenbar auch vom baltischen Substrat unterstützt. Die Rolle der litauischen Sprache zeigt der Umstand, dass die Konstruktion aus dem 14. bis 17. Jahrhundert in Dokumenten mit Eigenschaften der gudischen Sprache belegt ist, die auf dem Gebiet des Großfürstentums Litauen geschrieben wurden – in Polotsk, Trakai, Vilnius (Dunn 1982: 517). Sie wird auch heute noch häufig von den Schnecken der Guden verwendet, die sich vor kurzem im Gebiet der litauischen Sprache durchgesetzt haben (in Pelesa, Varanasi und anderen, siehe Cynnuux 1982: 246—247). In den südlichen Dialekten der Ostslawen (im heutigen südlichen Russland und der Ukraine) verschwand die Konstruktion mit dem Nominativ vermutlich schon vor dem Beginn der Schriftsprache, und in den Schriften des 17. Jahrhunderts dieses Gebietes sind nur noch Reste davon zu finden (teilweise aktiviert durch das Prestige der Moskauer Kanzlersprache). 3.9.4. Die su Geschichte des Nominativ-Infinitivs ist keine Ausnahme. Intensive Kontakte in su westfinnischen Sprachen po V-VI half, a. die östlichen baltischen Sprachen zu überleben se ir für andere archaische Konstruktionen: für den su Nominativ in der nominativen Geschlechtsform (Seile gezogen, Tür geöffnet), sowie für die Teilnehmer des Satzes, zusammengefasst durch die modale Bedeutung der indirekten Aussage (aut. 1977; 1979 : 213—218; 1985; 1990 : 228—235). Kontakte aus viel älteren Zeiten mit den Vakafinen haben su dazu ry beigetragen, dass in den baltischen Sprachen alte Verbkonstruktionen mit Postpositionen erhalten su geblieben sind, die als postpositionelle Lokalisatoren bezeichnet werden. (aut. 1985 : 191—193). In allen erwähnten Fällen sehen wir vererbte indoeuropäische Satzstrukturen «struktū: ras», die die ir östlichen Balten in neuer Bedeutung nach den westfinni98 schen Sprachen beibehalten haben. (5) — (6); (2) — (T); (3a), (4a) bis (8); (1), (8 b) — (9 a) (8b), (9a,c) —(10a); (9b) bis (10b); (8 a), (9 ¢) —(11); (9 a, c) —(12). Die beschriebenen Entwicklungsprozesse der allgemeinen Konstruktionen haben deutliche Entsprechungen in anderen indoeuropäischen (und nicht nur indoeuropäischen) Sprachen (mit Ausnahme der heutigen Balkansprachen, wo die Infinitive aufgrund spezifischer Umstände in diesem Gebiet verschwunden sind). Dies zeigt eine typologisch allgemeine Entwicklungsrichtung und eine Tendenz, die unveränderlichen Formen, die aus den Silben verbaler Substantive entstanden sind, in der syntaktischen Struktur der Sprache auf ähnliche Weise zu verwenden und zu bedeuten. Charakteristisch für die litauische Sprache ist die Tatsache, dass neben den neueren Gebrauchsformen der Kommunikation die ursprünglichen, alten Konstruktionen gut erhalten sind, aus denen sich die Kommunikationsform selbst entwickelt hat. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die litauische Sprache deutlich von anderen modernen Sprachen und liefert wichtige Daten für die Rekonstruktion des indoeuropäischen Syntaxsystems. ASpr BrB Biblia BrP BW Hrsg.: K. EEv GIB JablRR KGr KPP LKG LKZ ME MLLG MLLVG RV SIG SUTRUMPININMAI Altlettische Sprachdenkmaler in Faksimildrucken. Hrsg. A.Günther. Bd.1–2. Heidelberg, 1929. ditas per Jana Bretkuna... Karaliacziuie (1579—1590) (zit. tatai esti Wissas Schwentas Raschtas Lietuwischkai pergulaus der Fotokopie der Handschrift). Postilla tatai ist eine kurze und schlechte Übersetzung des Evangeliums... Durch Jan Bretkuna... Königs... 1591. Der Baron. und Wissendorffs H. Latwju Lieder. S. 1–6. Wilhelm und Wilhelmina, 1894–1915. Evangelia... 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Oopor semas narams Hu ero Ich habe es geschrieben. — gai all ra cep.jinuT. H a3. T. 62(2), 1984, c. 128—143. 93. IT omo pos B.H. Us Obnactu 6anmToO-cJiaBaHCKH . — Fragen der Litauischen Sprachwissenschaft. T. 6, 1963, p. 149— 176. RCALKAORRER Funan 94. X o no Ba K.-W. Ilpocroe mpeanoxenne B S. 351–356. Mockba, 1980. 108 Zusammenfassung Die Unterschiede zwischen den Infinitivstämmen im litauisch-- lettisch und im preußischen Sprachraum sowie die genetische Identität der dativen Singularflexion lassen vermuten, dass der Infinitiv nach der Spaltung des gemeinsamen baltischen Sprachraums aus dem Paradigma der verbalen Abstraktionen isoliert und in das verbale System aufgenommen wurde. Aufgrund einer vergleichsweise späten Differenzierung des Infinitivs und der konservativen Natur des syntaktischen Systems hat das Litauische die alte Verwendung von Präinfinitivformen besser bewahrt als die Mehrheit der anderen zeitgenössischen indoeuropäischen Sprachen. Mittels interner Rekonstruktion und vergleichender Analyse werden die wichtigsten Etappen in der syntaktischen Entwicklung des Infinitivs unterschieden und in Form von Mustern und Schemata syntaktischer Beziehungen dargestellt. Das älteste Stadium wird durch Muster dargestellt, in denen der Dativ des tistem verbal abstract mit der Endung -i/* ei ein Prädikat eines eingebetteten Zwecksatzes ist. Seine Verwendung mit einem anderen (nominalen) Dativ von Zweck oder Bestimmung hat den Dativ mit Infinitiv hervorgebracht. In vielen Ausdrücken, die noch in den heutigen litauischen Dialekten verwendet werden, haben beide Mitglieder dieser Konstruktion die ursprüngliche dative Bedeutung, die Beziehung zum Hauptverb und die Möglichkeit der separaten Verwendung beibehalten, z.B. ariau lauką rugiams sėti "Ich pflügte das Feld, um Roggen zu säen" (lit. : "für Roggen für Säen”), vgl.: ariau rugiams "Ich pflügte für Roggen” und ariau set: ”1 pflügte für Säen”. Der Nominativ mit dem Infinitiv nach Verben wie tekti „fallen zu“, likti „bleiben, verlassen werden“, rūpėti „sorgen“ und prädikativen Adjektiven (besonders in neutraler Form) basiert auf derselben alten Verwendung des verbalen abstrakten Dativs, der Zweck ausdrückt, z.B. laukas liko arti „Feld blieb zum Pflügen (zum Pflügen)- “); medus gardu/gardus valgyti "Honig ist lecker zu essen (für das Essen)". Als Ergebnis der internen Reanalyse wurde der Subjekt-- Nominativ als Objekt neu interpretiert und in vielen syntaktisch unpersönlichen Sätzen durch den Akkusativ ersetzt: gardu/liko/reikia valgyti medų „es ist schön/bleibt/ist notwendig, Honig zu essen“. Die Kontakte mit den westfinnischen Sprachen (besonders nach dem 5. Jh. n. Chr.) können als eine günstige Bedingung für die Erhaltung des Objekt-- Nominativs mit Infinitiv in einigen litauischen, lettischen und nordwestrussischen Dialekten angesehen werden. Das Subjekt Nominativ bleibt in seiner ursprünglichen Funktion nach dem Verb būti (oft in Nullform) in Sätzen erhalten, die den Inhalt der Wahrnehmung (namai O matyti „das Haus ist zu sehen“) und der Notwendigkeit (namai bus statyti „das Haus ist (wörtlich: wird) zu bauen“) bezeichnen. Die nachfolgende syntaktische Entwicklung des bereits vom Verbsubstantiv getrennten Infinitivs (als unbeugte Verbform) spiegelt sich in den Personensätzen mit modalen, phasischen und anderen Verben wider: jis nori/turi/praso/leidzia grįžti „er will/muss/bettelt/erlaubt zurückzukehren”, jie pradéjo/baige statyti „sie begannen/beendeten das Bauen”. Das Vorhandensein solcher Muster in vielen verwandten Sprachen (die manchmal als von der Ursprache geerbt betrachtet werden) wird hier als Ergebnis typologisch bestimmter Tendenzen in der Verwendung unpersönlicher (unbeugter) Verbformen betrachtet. Die Übertragung der modalen und phasellen Bedeutung auf den Infinitiv selbst hat seine Verwendung als Äquivalent des Imperativ und einiger anderer finiter Verbformen in der emphatischen Sprache bestimmt, z. Aufstehen! "Aufstehen!- "; Sūnus bégt, tėvas vytis " Der Sohn folgte ihm auf den Fersen, der Vater folgte ihm auf den Fersen". Sekundäre Nominierung des Infinitivs in der Akkusativoder Nominativstellung, belegt in vielen verwandten Langhiigen, noch in rudimentärem Stadium is on in Litauisch. Die syntaktische Entwicklung des Infinitivs im Litauischen wurde durch seine Wechselbeziehungen zum Supin beeinflusst. Der Supin (ursprünglich der Akkusativ Singular von tustem verbalen Substantiven) verlor seine Fallbedeutung früher und wurde durch den Infinitiv in vielen Sätzen mit Verben ersetzt, die Bewegung und ähnliche Prozesse bezeichnen. 109