Dvibalsio „ui“ kilmė skoliniuose iš vokiečių kalbos
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1994 DIE LITHUANISCHEN SPRACHWISSENSCHAFTSFRAGEN, XXXIV (1994) DIE LITHUANISCHEN SPRACHTARMEN UND IHRE FORSCHUNG Nijolė ČEPIENĖ DER URSPRUNG DES ZWEISTELLIGEN UI IN DEMENSCHEN LEIHWÖRTERN In den litauischen Leihwörtern aus dem Deutschen ist anstelle der Wurzel u in einigen Wörtern ui vorhanden. Diese Wörter mit ui sind bereits seit dem 17. Jahrhundert in ostpreußischen litauischen Wörterbüchern aufgeführt und werden in den heutigen westlichen litauischen Dialekten verwendet. Die Forscher hielten die Entstehung des Diphthongs ut für eine unklare oder zweifelhafte Einfügung des Lautes 1. Herr Boogs! Es war unklar ui im Darlehen Zwerg "Rock". Er erklärte, dass die Semiten dieses Wort von den Deutschen über die Kurier erhalten hätten. In der Kurischen Sprache sollte es *rukis sein, und nachdem der litauische ruikis entstanden war, zögerte J. Otrebskis® über die Ui im Leihwort ruimas "Raum, freies Feld". Auch K. Alminauskis® bezweifelte, woher Rum und seine Ableitungen stammten. Er glaubte, dass Rum auf das Verb ruimuoti "Raum machen" zurückzuführen sein könnte, das aus dem preußisch-deutschen raime "usw. stammt. *, Einfluss, oder der Klang i ist in der deutschen Sprache eingefügt. E. Fraenkelis* erklärte, dass wi im Wort luttūoti "mit Kanzeln spielen" durch Lautimitation oder Volksetymologie entstanden ist, angepasst an das litauische luttuoti "(mit Ton) verputzen, auftragen". Der Zweck dieses Artikels ist es, zu erklären, warum es in deutschen Leihwörtern neben den Formen mit ü in der Wurzel auch Formen mit ut gibt. Neben dem Lehnwort rūmas mit der Bedeutung "großes, prunkvolles Haus", das in den westlichen und dem mit der Bedeutung "Wohnhaus" in den östlichen litauischen Dialekten verwendet wird, gibt es ein Wort derselben Wurzel auch mit ui: ruimas (ruimas) "geräumiger freier Platz; patalpa, kambarys“, ist in ostpreußischen litauischen Schriften seit dem 17. Jahrhundert verzeichnet und wird in westlichen Dialekten (Prk, Mrj, Trg, Lkč, Snt, Kté) verwendet. Im ostpreußischen Semgallen finden wir Formen mit ūir ua [ui], die wahrscheinlich auch ins Litauische gelangt sind, vgl. Ostpreußisches Deutsches Haus? "Schlankes Feld" und Haus, Schweine 1. Auflage, 1. Auflage. 5. Auflage 1958–1959. S. 1. S. 302. 2. Aufl. S. 304. ?Otr ębski J. Grammatik der litauischen Sprache. Warschau, 1958. S. 1. S. 178. 3 A Ilminauskis K. Die Ge manismen des Litauischen. Teil 1: Die deutschen Lehnworter im Litauischen /toliau —Alm /. K., 1934. S. 113. - Drei. F t ge n k el E. Litauisches etymologisches Worterbuch. Göttingen 1962, Bd. Palast "großes, prachtvolles Haus", gefunden in den Schriften (Bb? Mr 15, 16, S. Dauk.), verwendet in Dialekten und im allgemeinen Sprachgebrauch. Abkürzungen wie im größten Litauisch Wörterbuch. ®Mitzka W. Ostpreussisches Niederdeutsch nordlich vom Ermland /toliau —Mitzka 1919///Deutsche Dialektgeographie. Heft 6. Marburg, 1919. §48. N atau O. Mundart und Siedelung im nordéstlichen Ostpreuien /toliau — Natau/. Königsberg und Berlin, 1937. §42. 158
"Raum, Raum, Ort", der neue niederländische ruim® "Raum, freier Platz". In der litauischen Sprache sind noch Verben derselben Wurzel mit ū und ui beobachtet worden, z.B. rūmyti "Raum machen" J, prarūmyti "Raum machen" Pšl, Grž, Kri, surūmyti "eingefügt werden" Pš, Krp, prarūminti "Raum machen" Grž und įšruimti "Raum machen" BB1 Mak 10, 32, ruim(ū)oti "usw. " O, K, N, J, atruim(t- )oti "entleeren, freigeben" R II 37, K I 113, N, LC 1887, 15, sruim(4i)- oti "Raum machen, entleeren; R II 287, MZ II 383, N, K, K. Donel., Prk. Ihr Fundament ist wahrscheinlich v.v.z. rumen’ "Ort verlassen, hinausgehen", ruimen'®. Neben den Formen der Rolle! !, rulijs "Walze", verbreitet im nördlichen und westlichen Dialekt, werden auch Formen mit wi verwendet: ruilis (rūilis) "Walze, Walze zum Planieren" Y1, Ms, Akm, Brs, Lž, Žg, Krp. Sogar aus dem gleichen Ort (Ylakiai) ist ein Wort mit u und ut geschrieben. Über die Herkunft plg. Hrsg. v. Vgl. rul „Rad, Welle, Spule, (Wasch)- maschine“ (Alm (PrW)), v.a.n.r. Rolle "Rad, Welle, Rolle (Papier)” (Mnd. W. III 526). Neben der Form bulius "Rassenstier*" wird seit dem 16. Jh. in den ostpreußischen litauischen Schriften und Dialekten auch die Form builis /K/ verwendet, S. Dauk., M. Valané., Mit. S. 51, Kal. 1881, 198, Grg. Diese Wörter sind aus dem Deutschen entliehen. Bull, "Boll "t. p. » (Fr 94), bol "t. p.” (1912, 1915, 1919) (PDF; 12,5 kB). Blase "t.p. ". Die Formen mit ui sind wahrscheinlich nicht im Litauischen entstanden, aber wurden im Deutschen so ausgesprochen. A. Lasch (Lasch 43), die das mitteldeutsche Semitische in den Schriftdenkmälern untersucht hat, behauptete, dass im 16. Jh. nach einer langen Unterbrechung im sächsischen Land das ui in den Werken einiger Autoren wieder auftauchte. Im Brandenburgischen gab es die Laute ü, we, die laut W. Mitzka erklärt werden könnten- !? ii Einfluss der Sprache. Im heutigen Niederländischen gibt es ut, im Friesischen wa, 02 Laute!*. Wie bekannt ist, siedelten sich in Ostpreußen Niederländer an 4, die meisten Ostpreußendeutschen sprachen Deutsch-- Semitisch. Im Ostdeutschen Ostpreußen wurde das ú vor nasalen, glatten Konsonanten und w in der geschlossenen Silbe zu ūs diftongiert!“. In den Schriften 2 könnte auch nicht geschrieben sein. Dieses deutsche us könnte als [ui] ausgesprochen worden sein. Im Mitteldeutschen unterscheiden sich us und ui nicht!®. So wie die litauischen Wörter rutmas (rūimas), ruiminti, für die die deutschen Grundformen mit us /ui/ gefunden wurden, so könnten auch die Wörter ruilis (rūilis), builis mit ui aus dem Deutsch entlehnt worden sein. S. 5 Das ist sie. Schiller K.,Lūbben A. Mittelniederdeutsches Worterbuch /italienisch - Mnd. W./. Band 3. Bremen 1875. S. 528. 10 1, a sc h A. Mittelniederdeutsche Grammatik /toliau —Lasch/. Halle (Saale), 1914. §46. ą 11 Rūlis und ruilis werden auch für andere Bedeutungen verwendet, siehe LKŽ XI 911—912,?- Mitzka W. Deutsche 45—946. Mundarten. Heidelberg, 1943. S. 65. Ich fragte ihn. K. PorHonornyeckas B3BOJIIP0UHA Fr'epMAHCKHX S3BIKOB. Jlenuxurpan, 1991. S. 92, 96. Ziesemer W. Die ostpreussischen Mundarten. Breslau, 1924. S. 102, 108, 117 Mitzka VW. Deutsche Mundarten. S. 72–73. 5 Natau, 83, 40, 42, 50. 16 Lasch, §22. 159
linti aus den ostpreußischen Dialekten, die nach u vor dem Nasaloder Glattvokal ein a haben [4]. In den litauischen Entlehnungen finden wir jedoch + nach u nicht nur vor glatten oder nasalen, sondern auch vor anderen Konsonanten eingefügt, z.B.: be mūzė “flüssiger Brei, Mehlsuppe; Kankoliene” N, KZ, Prk, Slu, mužė R II 84, gibt es auch die Form muizé "etc. ", aufgezeichnet in ostpreußischen litauischen Schriften seit dem 17. Jahrhundert und in Dialekten verwendet (Prk, Rg). Wie wir sehen, ist aus dem gleichen Ort (Priekulė) ein Wort mit wir ui geschrieben. Die Grundlage für diese Schulden sind Pr. Unsere "Kiesel, Püree, Mehlsuppe" (Fr II 80), vgl. mittlere, neue niederländische Moos (Kluge 494). Neben der Form Schleuse "Schleuse" O 451, gibt es auch die Form Schleuse "u.a. " S. 311, 312, 313, 314, 315, 316, 317, 318, 319, 320, 321, 322, 323, 324, 325, 326, 327, 328, 329, 330, 331, 332, 333, 334, 335, 336, 337, 338, 339, 340, 341, 342, 343, 344, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353, 354, 355, 356, 357, 358, 359. Klp, Prk, die aus den preußischen deutschen Schlüsen stammen "usw. " „In einigen deutschen Entlehnungen wird das ü nur durch das zweistimmige ui ersetzt, z.B.: luitas "kanklės" NdZ, luttūoti "kanklėmis žaisti" NdZ, FrnW. Über den Ursprung dieser Wörter plg. v.v.z. lute "Laute (wie Kanzel)" (Mnd. W. II 754). Wahrscheinlich hat E. Fraenkelis Unrecht, wenn er das Erscheinen des Wortes luttūot:i "kanklėmis žaisti" mit der Imitation von Lauten oder der Volksetymologie in Verbindung bringt, wenn man es an das litauische liutūoti "(mit Ton) verputzen, auftragen" anpasst. Der Schuldbegriff rüikis (ruikis), der in den semitischen Dialekten in der Bedeutung "Rockenrock (z.B. kurzärmelig, mit Klöstern- )" verbreitet ist, Kv, Zr, Sg, Šv, Žv, Šlu, "dicker Rockstoff" D. Pošk., J, Up, Vdk, stammt wahrscheinlich aus dem ostpreußisch-deutschen semitischen roak "Rock" (Mitzka 1919, 123), vgl. v.v.z. Rock "Dekoration" (Mnd. W.), a.n.g. Rock "Rock, Jacke“. K. Būga hat sich wohl nicht geirrt, als er erklärte, dass ruikis aus dem kurischen *rukis entlehnt wurde, indem er in die litauische Sprache 7 einfügte. Möglicherweise wurde nicht nur vor den Nasalund Glattvokalen, sondern auch vor anderen Konsonanten nach u der Laut i eingefügt. Außerdem wurde das u im ostpreußischen Semgallen in der geschlossenen Silbe als u oder o ausgesprochen. vor [auch am häufigsten | u. Die Laute o, 6 konnten zu 09 [0d'] diphthongiert werden”. Ein und dieselbe Person konnte sowohl Monophone als auch Diphthonge aussprechen. Die Stadtbewohner verwendeten aufgrund des Einflusses der deutschen Hochdeutschsprache in der Regel einen Monophthong. Besonders leicht fügte er 2[1] in einstimmige Wörter ein, die mit einem Konsonanten enden. Im 19. Jahrhundert gab es kein 0s-Zeichen. Aber es ist nicht klar; ob die Tendenz zur Diphthongierung später entstanden ist, wie die unterschiedliche Aussprache des Lautes vermuten lässt, oder ob frühere Schriftsteller kein diakritisches Zeichen verwendet haben. In den ostpreußischen deutschen Dialekten könnte statt oa ausgesprochen worden sein Aus Schriften des 16. Jh. ist in der litauischen Sprache die Entlehnung stuire "Schiffssteuerrad" BB Jok L 3, 4 bekannt, deren Grundlage v.v.z. ist. stūr, sture "o.ä. " (S. 452). In einigen ostpreußischen deutschen Dialekten kam in Wörtern vor dem r in der offenen Silbe nach ü der individuell übergehende Laut a vor. 23), büosro "Staatsbürger" (Mitzka 1919, 133). Daher könnte das litauische stuiré von einer deutschen Dialektform mit der Wurzel us abstammen. In den erwähnten Fremdwörtern ist der Doppelvokal ut also nicht durch den einen oder anderen Einfluss der litauischen Sprache entstanden; Es wurde von den Ostpreußendeutschen gesprochen, von deren Dialekten diese Wörter in die litauische Sprache gekommen sind. IT Mitzka 1919, $28, 33, 45, 52, 195; Natau, $3, 15, 27, 40, 47. 160
HERKUNFT DES DIPHTONGS UI IN DEN LEHNWORTERN AUS DEM DEUTSCHEN Zusammenfassung In der litauischen Sprache gibt es deutsche Lehnwörter mit u und ui in der Wurzel, z. B.: mūzė, mūžė und muizé, muizé "Mus, dūnner Bre, Mehisuppe?, rūmas, rūmai " groBes schmuckes Haus, Palast” und raimas (ruimas) ” geraumiger, freier Platz; Raum, Zimmer”, rūmyti und rdaimyti “raumen”, rūlis und ruilis “Rolle, Walze”, Saline und. builis „ Bulle “. Die Formen mit u und uz findet man in den litauischen Schriften vom XVH. Jh., die in ehemaligem Ostpreuflen verfat wurden. Die gegenwartigen westlichen Mundarten haben auch die Lehnwérter mit ui. Auch in demselben Wohnort kom. Man findet die beiden Varianten vor, z. B.: mūžė, muize (Priekulė), rūlis, ruilis (Y lakiai). Manche Lehnworter haben nur ui in der Wurzel: luitas "Laute", luitdot: "auf der Laute spielen”, stuire ” Steuer (des Schiffes)”. Die Sprachforscher (K. Buga, K. Alminauskis, J. Otrgbskis) hielten die Entstehung des Lautes 1 fur unklar oder uberhaupt zweifelten an seine Einschiebung. Aber nach der Erforschung der deutschen Grundwörter wurde erschlossen, da manche deutsche Mundarten Ostpreuens auch ū und 48 [ui] in der Wurzel hatten. Im Ostgebiet war ū vor Nasalen, Liquiden und vor w in geschlossener Silbe zu #8 diphtongiert worden. Vor rin offener Silbe nach 4 konnte auch als Ubergangslaut 2 [1] in manchen Mundarten erscheinen. Der unechte Diphthong stellte sich auch nach o, deshalb litauisches Lehnwort rūikis (rutkis) „Rock” könnte aus dem niedersächsischen rook stammen. Man kann also behaupten, dal ui in den deutschen Mundarten Ostpreuflens, aber nicht in der litauischen Sprache entstanden ist. 161
