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Dėl balsių „a“, „o“, „e“, „ė“ kaitos slavizmuose

Zigmas Zinkevičius

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LIETUVIŲ KALBOTYROS KLAUSIMAI XXXVII (1997) LEKSIKOGRAFIJOS IR LEKSIKOLOGIJOS PROBLEMOS Zigmas ZINKEVIČIUS ÜBER DEN VOKALWECHSEL a, o, e, ė IN SLAVISMEN An die Stelle des slawischen a treten in litauischen Lehnwörtern die Vokale a, o, e, ė. So wurde beispielsweise das polnische panna im Litauischen zu panà, und pan wurde zu põnas; anstelle von žart, czas haben wir jedoch žertas ‚Scherze, Späße‘ und čėsas. Warum ist das so? Ziel des Aufsatzes ist es, dieses Phänomen zu untersuchen und seine Gesetzmäßigkeiten und Ursachen zu bestimmen. In einem kurzen Aufsatz können nicht alle Erscheinungsformen dieses komplexen Phänomens erörtert werden; daher beschränken wir uns auf die wichtigsten Aspekte. Zunächst ist festzustellen, dass die grundlegende Ursache dieses Phänomens in der allmählichen Verengung des baltischen langen ā im Litauischen und schließlich in seinem Wandel zum Vokal o liegt. Dies führte zum Entstehen zweier Varianten – mit o und mit a –, oft sogar zu Dubletten desselben Wortes. So gibt es neben arbatà in den Dialekten auch arbotà. Vgl. ferner panà und dialektales ponà, granyčià ‚Grenzlinie‘ und gronyčià, kvāsas ‚Kwass‘ und kvõsas, talierkà ‚Teller‘ und tolierkà (die ursprüngliche Quelle des letztgenannten Wortes ist dt. Taller). Dubletten gibt es nicht nur im Allgemeinwortschatz, sondern auch in der Onomastik; vgl. aus Taufnamen hervorgegangene Familiennamen: Adamõnis, Adamkus, Adamkevičius und Adomõnis, Adõm kus, Adomkevičius; Baltramėjus (Baltramiejus), Baltramaitis, Baltramavičius und Baltromėjus (Baltromiejus), Baltromaitis, Baltromavičius; Bartkus, Bartkevičius und Bortkus, Bortkevičius; Blažys, Blažaitis, Blaževičius und Bložys, Bložaitis, Bloževičius. Solche Beispiele gibt es in großer Zahl. Ältere Varianten weisen gewöhnlich den Vokal o auf, jüngere den Vokal a. Die Wahl zwischen o und a hing jedoch nicht nur vom Zeitpunkt der Entlehnung oder des Entstehens eines Personennamens ab, sondern auch davon, wie stark sich das lange ā im jeweiligen Dialekt zur Zeit der Entlehnung verengt hatte. Außerdem darf man die Anpassung der Lehnwörter nicht außer Acht lassen: Es hatte sich die Tendenz herausgebildet, das slawische a automatisch durch litauisches o zu ersetzen – auch nachdem die Litauer das lange ā bereits zu o gewandelt hatten. An den östlichen Rändern des litauischen Sprachgebiets, wo die Kontakte mit den Slawen sehr alt sind, gibt es wesentlich mehr Varianten mit o als anderswo in Litauen. Dort sagt man beispielsweise auch bõkas ‚Bock‘, bõlius ‚Tanzveranstaltung‘, dõkas ‚Dach‘ (aus dach, дах), dõktorius ‚Arzt‘, kanovà ‚Graben‘ (канава), kavõlkas ‚Stück‘ (weißruss. каба́лак, Gen. Sg. каба́лка), kovà ‚Kaffee‘, morkà ‚Briefmarke‘ (marka, марка), mozà ‚Schmierfett‘ (маз, мазь), porà ‚Dampf‘ (пара, пара), põrabkas ‚Tagelöhner‘ (парабак), põsas ‚Reisepass‘, stõršas ‚Ältester‘ (starszy, старший), škõla ‚Schule‘ (szkola <lat. schola), ultõjus ‚Faulpelz‘ (гультай), votà ‚Watte‘. Weitere Beispiele siehe Baltistica X(1), 92 und XXII(2), 68–69. 196 Nicht alle diese Lehnwörter und nicht in allen Mundarten Ostlitauens sind als alt anzusehen, zumal sich hier vielerorts das alte lange ā vergleichsweise spät verengt hat; stellenweise wird auch heute noch ā mit o-Färbung oder sogar ein reines ā ausgesprochen. Übrigens erhalten in solchen Mundarten neu aus der Standardsprache oder anderen Dialekten aufgenommene Wörter anstelle von o den Diphthong uo, weil es im Lautsystem dieser Mundarten kein echtes o gibt. So sagt man etwa armūonika, agranuõmas, muõzna, puõl'ka, pamiduõras... und Adiuõpa ‚Adolfas‘, Bruõnius, Mūonika usw. Dasselbe zeigen auch jüngere Varianten mit o, etwa Wörter wie aktōras ‚Hektar‘, die erst vergleichsweise spät ins Litauische gelangten. Einige in der Standardsprache nicht vorkommende Varianten mit o sind jedoch weit im Westen Litauens belegt. So wird beispielsweise das Wort pošnia ‚Feld, Ackerland, Saaten‘ (pasznia, пашня) in der Umgebung von Marijampolė, Lazdijai, Punskas und Šimonys verwendet; ronyčia ‚Feldweg‘ (граница) in der Umgebung von Skuodas und Mosėdis; kvōsas ‚Kwass‘ und mōzoti ‚beschmieren‘ waren sogar in Kleinlitauen gebräuchlich (dort aus dem Polnischen kwas, mazać). Viele Formen dieser Art, die heute nur noch in den Dialekten vorkommen, waren bereits in den alten Schriften in Gebrauch; zum Beispiel aktovā (aus dem Polnischen oktawa) DP, SD, moliavōti ‚malen‘ DP, BB, ponā ‚Mädchen, Jungfer‘ PK, SD, senotas ‚Senat‘ SD, seliova ‚Seliava‘ SD, slova ‚Ruhm‘ Ch, švobas ‚Schwabe‘ SD, tolieris ‚eine Münze, Taler‘ DP, tolierka ‚Teller‘ SD usw. All dies widerlegt die von einigen Linguisten (J. Kazlauskas, V. Mažiulis) aufgestellte Hypothese, im Baltischen habe es anstelle des heutigen litauischen o ein langes *ō gegeben. Sie ist zudem mit den Befunden zu slawisierten alten baltischen Ortsnamen, insbesondere Hydronymen, unvereinbar. Vgl. die Flussnamen Абольна (: облый), Нача – Ночя, Бака – Воке̇ und zahlreiche weitere. Anstelle des slawischen Vokals o steht im Litauischen umgekehrt a, zum Beispiel abāzas ‚Truppenlager‘ (poln. obóz), bagōtas ‚reich‘ (bogaty, богатый), grašis ‚Kleingeld‘ (grosz), lokamstva ‚Habgier‘ (łakomstwo), macnūs ‚stark‘ (mocny). Vgl. ferner pāpas DP, MP, SD ‚orthodoxer Priester‘ (pōpas – eine späte Entlehnung aus dem Russischen поп). Dies bildete die Grundlage für die Anpassung slawischer Wörter, wobei ihr o automatisch durch litauisches a und ihr a durch litauisches o ersetzt wurde. Nach Affrikaten sowie den Konsonanten r, š, ž haben unsere slawischen Nachbarn einen sekundär entstandenen Vokal a, der auf die Verhärtung dieser Konsonanten zurückgeht. In solchen Wörtern haben die Litauer häufig statt des zu erwartenden o oder a ein ė oder e, zum Beispiel cėlius Tvr neben cōlis in anderen Dialekten ‚Längenmaß von 25,4 mm‘ (aus dem Polnischen cal), andarēkas (undarēkas) Brsl anstelle von andarōkas (undarōkas) in anderen Dialekten ‚Rock‘ (aus dem Polnischen andarak < dt. Unterrock), šarenčius Žml anstelle von šarančius ‚Heuschrecken‘ (poln. szarańcza, russ. саранча), pažėras Kls, Tvr, Lz anstelle von pažāras ‚Brand‘ (pożar, пожар). Unsere östlichen Nachbarn, die Vorfahren der heutigen Belarussen, begannen im 14. Jahrhundert, die weichen Affrikaten und die Konsonanten r, š, ž zu verhärten; die südlichen Nachbarn, die Polen, hatten sie bereits früher verhärtet. Wie dem auch sei: In der Kanzleisprache des Großfürstentums Litauen spiegeln sich diese Konsonanten bereits in verhärteter Form wider. So wurden die alten slawischen Verbindungen c'a, č'a, r'a, s'a, z'a (= ce, če, re, še, že) infolge der Verhärtung der weichen c', č', r', s', ž' zu ca, ča, ra, ša, ža. In den vor der Verhärtung entlehnten litauischen Slavismen findet sich nach diesen Konsonanten der Vokal e, der in Dehnungsposition verengt wurde und zum heutigen ė überging; zum Beispiel čerepvčia Sd, čerpe in Wörterbüchern des 17. Jahrhunderts < черепица (>brus. чапаніца). In den nach der Verhärtung entlehnten Wörtern steht anstelle von e(ė) o(ă), 197 Die Weichheit des Konsonanten bleibt jedoch gewöhnlich erhalten, z. B. čiobras, čiobrelis ‚ein solches Heilkraut‘ neben čėbras, čėbrėlis – beide Varianten sind bereits in Texten des 17. Jahrhunderts belegt, und es ist nicht leicht festzustellen, wo das Ergebnis einer normalen lautlichen Entwicklung und wo ein Produkt der Hyperkorrektur vorliegt, zumal die Herkunft des slawischen чабръ unklar ist. Man muss sagen, dass die Lautanpassung und die Hyperkorrektur die Dubletten des Typs če (čė) || či noch stärker beeinflusst haben als die Schwankung a||o. Im Folgenden werden daher nur charakteristischere Beispiele für diese Erscheinung angeführt; gelegentlich wird versucht, die Ursachen dieses Vokalismus zu erschließen. Wir beginnen mit Wörtern mit ė, e, die in den alten Schriften belegt sind. Zunächst werden diejenigen mit diesem Vokalismus in der Position nach č angeführt: čebàtas ‚langer Stiefel‘ DP, Vln, SD, KN aus чеботь> чобот (tatarisches Lehnwort?). Vgl. čebatõrius ‚Schuhmacher‘ DP, SD < чеботарь; čėdyti ‚sparen, schonen‘ Mž, WP, BB, MP, SD aus щадить (slaw. *ščędĭti); čėrkà ‚Gläschen‘ Ch, SD aus czarka (Hyperkorrektur?); černýlas ‚Tinte‘ BB aus чернило (weißruss. чарніла). Mit der Zeit wurde es durch das eigene Wort rašalas verdrängt, čėrtas ‚Teufel‘ Mž, DP, WP, KN aus чертъ (weißruss. чорт, poln. czart, czort); čėsas ‚Zeit‘ aus часъ (wahrscheinlich Hyperkorrektur); čėsnākas BB, Ch, SD aus чеснок (weißruss. часнок); čėstis ‚Glück‘ Mž, BB, DP, Ch, KN aus счастье (slaw. *ščęstьje). Vgl. čėst/lyvas ‚glücklich‘ Lex, ščėstlyvas ‚ebd.‘ KN (weißruss. счастливый); čėstis, čėstis ‚Ehre; Gastmahl‘ Mž, BB, DP, Ch, PK aus честь; čėstavóti ‚bewirten‘ Mž, BB, DK, KN aus чествовать; čėvergàs ‚Donnerstag‘ DP, PK, WP aus четвергъ (weißruss. чацверг); pėčėtis ‚Siegel‘ Mž, BB, Vln, PK, SD aus *печать> печать. Vgl. pėčiotis ‚ebd.‘ S. Dauk. Position nach r (das weiche r′ wurde nur im Weißrussischen verhärtet, zudem nicht in allen seinen Dialekten): rėčkà ‚halber Scheffel‘ Mž, Q aus ряжка (weißruss. ражка); rėdas ‚Reihe, Ordnung‘ Mž, DP, Ch aus рядъ (brus.рад); rėdyti ‚ordnen, schmücken‘ aus рядить; Position nach š. šenavóti ‚achten, lieben‘ Ch, KN aus poln. szanować<, vva. schonen und šėnavõnė ‚Achtung‘ Ch aus poln. szanowanie (Hyperkorrektur?); šėpà ‚Schrank‘ SD aus шапа oder poln. szafa<, vgl. Schaff (Hyperkorrektur?); šėporius ‚Aufseher, Diener‘ KN aus poln. szafarz <, vgl. schaffâri (Hyperkorrektur?); šėtrà ‚Zelt‘ DP aus poln. szatra (ein Lehnwort aus dem Türkischen, vgl. tatar. čadyr; die litauische Form mit ē ist wahrscheinlich als Hyperkorrektur zu erklären). Position nach ž. žėdnas ‚jeder; keiner‘ BB, WP, Ch, KN aus жадны, жадень, poln. żadny (Hyperkorrektur?); 198 žėglius, žėglis ‘Segel’ MP aus dem Poln. żagiel (<dt. Segel). Auch Bretkūnas verwendete es; in seinen Schriften kann es sich um eine Entlehnung aus dem Deutschen handeln. Vgl. žėgliorius ‘Segler’ MP; žėkas ‘Kirchendiener, Schüler’ Mž, BB, WP, DP, MP aus dem Poln. żak <lat. diacus, diaconus (im Litauischen Hyperkorrektur?); želavóti ‘bemitleiden’ BB < жаловать, poln. żałować und želaba ‘Trauer’ Ch aus жалоба (Hyperkorrekturen?). Vgl. želaba ‘Trauer’ BB; žertas, ‘Scherz, Spott’ KN aus картъ oder poln. żart < westslaw. schérz. Vgl. žertavóti ‘scherzen, spotten’ Ch aus dem Poln. żartować. Beispiele mit e, ė, die in den alten Schriften nicht belegt sind, aber in den heutigen Mundarten vorkommen: Position nach c, č: čėrius ‘Zar’ Ad, Tvr, Dsn, Šlčn, Lz aus царь (umgebildet aus цѣсарь < lat. Caesar); čėdas ‘Ruß’ Ad, Dv, Lz und čėdas ‘ebd.’ Grv, Žž, Bsg, Vb aus чадъ, poln. czad (Hyperkorrektur?). Vgl. čiõdas ‘ebd.’ Plš, Kltn; čėjus ‘Tee’ Ad aus чай < tatar. čaj (Hyperkorrektur?). Vgl. čõjus ‘ebd.’ Švnč; čėrai ‘Zauberei, Hexerei’ Lz, Švnč, Rdm, Kp und čėrai ‘ebd.’ weit verbreitet, aus чары (Hyperkorrektur?). Position nach š. šebalbónai ‘eine Pflanzenart’ Šn und šabalbónai ‘ebd.’ weit verbreitet, aus dem Poln. szabelbon oder dem Deutschen (Ostpreußisch) šabalbóne (Hyperkorrektur?); šėbas ‘jüdisches Sabbatfest’ Ds und šābas ‘ebd.’ weit verbreitet, aus шабас, poln. szabas < jidd. šabbes < hebr. šabbāt⁹ (Hyperkorrektur?); šėželka ‘Tümpel’ Mlt, Dkšt, Dglš und šėžlauka ‘ebd.’ Tvr aus сажевка, poln. sadzawka (Hyperkorrektur?). Vgl. sõdžiauka weit verbreitet, sōdzauka Ch, sõžiauka DP, SD. Position nach ž. žėba ‘Frosch’ Lz, Kls, Šlčn, Dbč, Zt, Nč aus жаба, žaba (Hyperkorrektur?). Eine weitere Untersuchung dieser und anderer Wörter (es wurden nur besonders charakteristische Beispiele angeführt) sollte die tatsächlichen Ursachen für das Auftreten der Varianten mit a, o, ė, e präzisieren, d. h. feststellen, wo eine normale Lautentwicklung vorliegt und wo Adaptation, Hyperkorrektur oder andere Phänomene ausschlaggebend waren. ŠALTINIAI BB – Biblia tatai esti Wissas Schwentas Raschtas Lietuwischkai pergulditas per Jana Bretkuna Lietuvos Plebona Karaliaucziuie (1590 m. rankraštis). Ch – S. B. Chilinski – Biblie su didžiu dabojimu perguldita Lietuwos žmonėms..., išspaus­ta Londone 1660 m. S.Dauk – Simonas Daukantas, jo raštai. DK – Kathechismas arba mokslas kiekwienam kriksczionii priwalws... Išguldytas... per Kuniga Mikaloju Daug sza... Išspąustas Wilniuie... 1595. DP – Postilla Catholicka... Per Kúnigą Mikaloiv Davkszą... iż lękiszko perguldita... Wilniui Drukárnioi Akademìos... 1599. KN – (S. Jaugelis Telega) Psalmay Dowida szwenta... (Kniga Nobaznistes Krikščioniszkos... antra karta perdrukawota... Kiedaynise... 1653). 199 MP – Postilla Lietuwiszka... Wilniwy per Jokubą Morkuną... Metuose... 1600. Mž – Mažvydo s. Seniausieji lietuvių kalbos paminklai iki 1570 metams... Kaunas, 1922. PK – Polski z Litewskim Katechism... Nakładem... Málcherá Pietkiewicżą... W Wilnie: Drukował Stanisław Wierzejski... Roku 1598. Q – Buv. Karaliaučiaus archyvo rankraštinis (vadinamas A.Krauzės) vokiškai lietuviškas XVII amž. žodynas. SD – Dictionarium trium linguarum, In usum Studiosae Iuventutis, Avctore... Constantino Szyrwid... Quinta editio... Vilnae... M. DCC. XIII. Vln – Bartholomäus Willent’s litauische Uebersetzung des Luther’schen Enchiridions und der Episteln und Evangelien... Göttingen... 1882. WP – Volfenbiutelio postilė (Volfenbiutelio bibliotekos 1573 m. rankraštis). ZUM WECHSEL DER VOKALE a, o, e, ē IN DEN SLAWISMEN Zusammenfassung Statt des slaw. a liegen in den lit. Entlehnungen die Vokale a, o, e, ē vor, vgl.: panna, pan, zart, szas und lit. panā, põnas, žērtas, čēsas. Wie ist das zu erklären? Im Beitrag wird diese Erscheinung untersucht; es wird der Schluß gezogen, daß sie im Litauischen vor allem bedingt sind durch den Übergang der baltischen langen ā, ē in die geschlossenen engeren o, ē sowie der slawischen palatalisierten c, č, r, š, ž in harte Konsonanten und der Veränderung der nachfolgenden Vokale. Die vorliegenden Varianten spiegeln in vielen Fällen die Chronologie des Entlehnungsprozesses wider; doch ist diese ziemlich ungenau wegen des nichtsynchronischen Übergange von ā, ē in engere Vokale, der in litauischen Dialekten beobachtet wird wie auch wegen der Adaption und der Hyperkorrektion der Entlehnungen, die nicht immer leicht zu erklären sind. Die eigentlichen Ursachen also, die Entstehung mancher Varianten im Vokalsystem bestimmt haben, sind schwer zu ergründen. 200