Izoliuotų lietuvių šnektų vertiniai etninėse Lietuvos žemėse Baltarusijoje
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Die isolierten litauischen Schnekten der ethnischen Länder Litauens in Weißrussland —Lazūnai (Region Yvia, Gatdino-Bezirk), Rėdūnia (Region Varanava, Gaidino-Bezirk), Ramaškonys (Region Varanava, Gafdino-Bezirk), Apsas (Region Vidžių, Witebsk-Bezirk) und andere — erleben in der fast hundertjährigen Umgebung der weißrussischen Schnekten, durch die Lebensweise Weißrusslands, seine Wirtschaft, sein Haushalt, das System der Produktionsbeziehungen und die Politik der staatlichen Macht ständig komplexe Strukturveränderungen. Die Daten unserer Untersuchungen dieser Dialekte in den letzten etwa vierzig Jahren zeigen, dass sie noch verhältnismäßig gut die grundlegenden Merkmale ihres Sprachsystems bewahrt haben (oder bewahrt haben) und, indem sie sich dem Einfluss der negativen Kräfte der belarussischen Dialekte widersetzt haben, sogar die archaischsten natürlichen Elemente ihres Ausdrucks bewahrt haben (insbesondere die uralten morphologischen Formen — die alten Ortsnamen, die Relikte der athematischen Verben, sowie das alte litauische Lexikon usw.), von denen in unseren anderen Dialekten in Litauen nur noch Reste vorhanden sind oder gar verloren gegangen sind. Andererseits waren sie während der gesamten Zeit ihres Kontakts mit den weißrussischen Dialekten (besonders zu Beginn) eine zuverlässige Quelle für viele weißrussische Dialekte, die aus dem Litauischen entlehnt und übernommen wurden. Besonders bemerkenswert sind solche Bewertungen wie naryxi (rarynIki) criaBaronb CBI IV 225 (über die geteilten Beine der Hirten), deren unbestreitbare Quelle die litauischen Hähne (gaidėliai) sind, die singen “t.p.” 18, Nr. 2, 1994, S. 158–160; 1994, Nr. 3, S. 159–160. Dass es sich bei diesem weißrussischen Sprichwort in Wirklichkeit um einen Litauismus handelt, zeigt gut, dass hier nicht das im weißrussischen Sprachgebrauch allgemein übliche Substantiv nésens ‚Hahn‘, sondern das russische meryx verwendet wird. Das heißt, die weißrussischen Schnekten haben diesen Spruch von den Litauern übernommen, als das Wort nésens Cia noch nicht einmal existierte, als sich die Assimilation der litauischen Schnekten in ihnen noch erst bildete und als die assimilierten Litauer diesen litauischen Spruch nur ins Russische übersetzen konnten. Nachdem sie den ständigen lebendigen Kontakt zu den anderen litauischen Dialekten und zu unserer gemeinsamen Sprache verloren haben oder verlieren, und insbesondere weil sie keine litauischen Schulen haben, weil es ihnen schwer fällt, litauische Zeitungen zu erwerben, aber weil sie ein lebendiger und im Gedächtnis der Menschen lange bestehender Organismus sind, drücken sie weiterhin untereinander die Denkweise und die Lebensweise der Menschen der damaligen Zeit mit litauischen Mitteln aus (oder drückten sie aus), verlieren aber fast täglich langsam die Fähigkeit, sich gemäß den der Muttersprache eigentümlichen Entwicklungsgesetzen weiter zu verändern, entfernen sich ständig von ihr. Darüber hinaus sind die isolierten litauischsprachigen Litauer, die nur untereinander auf Litauisch sprechen, offiziell rücksichtslos vom Einfluss der belarussischen Sprache und ihrer Kultur mit allen Mitteln beeinflusst und eingeschränkt und gezwungen, positiv und positiv auf all dies zu reagieren. Sie gewöhnen sich allmählich an diesen Einfluss, werden langsam unkritisch, offener, empfänglicher, fangen sogar an, die charakteristischen Ausdrucksmittel der weißrussischen Sprache (besonders jene, die die 185
Muttersprache nicht besitzt) als ihre eigenen zu betrachten, sie mit ihren eigenen zu identifizieren und vergleichsweise leicht in ihre Sprache zu übertragen, ohne auch nur zu spüren, dass dies dem Geist und der Natur der litauischen Sprache grundsätzlich widerspricht, dass sie ihr fremde, zerstörerische Erzeugnisse sind. So wird hier die zunächst künstlich herbeigeführte Weißrussierung unserer Untersuchungssprachen mit der Zeit, ohne jegliche Schutzmaßnahmen zur Erhaltung ihrer Reinheit und deshalb mit der Schwächung und dem Verblassen des Sinns für die eigene Sprache, zu einem ganz natürlichen, gewöhnlichen Phänomen der natürlichen Assimilation, das dem Sprecher keinen Zweifel daran lässt, dass es fremd und schädlich ist. Im Vergleich zu anderen litauischen Dialekten nehmen sie viele lexikalische und grammatikalische Slawismus auf, nähern sich dem Weißrussischen in ihrer Konstruktion und Phonetik an. Wie nirgendwo sonst in Litauen werden hier, z.B. in Rod., Ram., Lz., Aps., solche belarussischen Schuldwörter verwendet, insbesondere Begriffe wie a/aščika (vgl. Br. ramamdiika) ‘blasser Hals’, aprėnkos (vgl. Br. arsineki) “kelmučiai, tokie grybai’, asnava (vgl. Br. acuaBa) ‘Kunsthandwerk’, asuskas (vgl. Br. amrymak < acymak) ‘Brotmuscheln, Papentücher’, atbirankos (vgl. Br. an6ipasxi) ‘rinktinés’ [Leinen], badil’ai (vgl. Br. 6ansuuie) ‘Pasteien’, bahinas (vgl. Br. 6aryn) ‘Gailen’, ceg/a (vgl. Br. usrna) ‘Ziegelstein’, cūg/"ai (vgl. Br. myrni) ‚Zgslai‘, kmara (vgl. br. xmapd) ‚die Wolke‘, muséstas (vgl. br. MbmiacTE1) ‚grau‘, pilas (vgl. br. mewn) ‚dull‘, plitkas (vgl. br. musitki) ‚1€kstas- ‘, skurotas (vgl. br. ckypar) ‚SikSnosparnis‘, zaranicka (vgl. br. 3apaniuka) ‚ausrine‘, Žiža (vgl. br. XbIXKa) ‚Ströme- ‘, Zuzka (vgl. br.xyiika) ‚Grommel‘ usw. oder syntaktische Konstruktionen wie: gožka mazasne Gožio; kduka mazasné krähen (vgl. br. xa3a Ménplia Kasna), Raps räumt die Felder nog Sviriepu: (vgl. panc pacubrurgainp INIaJIS an CBIp3MIEI), Kinder schneien einander (vgl. br. n3éui Kiuaroub CHEWKI an3iH anHamy), Arbeit tamé, um zu verdienen (vgl. br. pa606ra Y TM, mTo6 3apa6ins) usw. Dies sind relativ leicht erkennbare Fremdsprachenverunreinigungen. Aber hier werden auch solche Weißrussismen verwendet, die auf den ersten Blick als ganz harmlose Wörter erscheinen und deren Slawität ziemlich schwierig und mühsam zu beweisen ist. In diesen litauischen Sprachgebrauchen erscheint anstelle der üblichen litauischen Ausdrücke kurta (ilga) naktis (diena) nach dem Beispiel der benachbarten weißrussischen Sprachgebrauche maža (didelė) diena (naktis) Lz., Rod., Aps. (vgl. br. Hou néram Manas; 3iMO# BsUIIKAS HOY), z.B. bei Jono paci dzidz'aus- 'a diena, paci mažaus'a nakcis Lz., Rod., anstelle von kalta (menka) žiema —scipri (maža) žiema Lz., Rod. (Bd. 3iMA). Anstatt das Huhn sitzt in der Hüfte; Der Vogel landet in der Erde; Warze an der Hand erhoben; Wir lebten in einem Klon; Die Mücken setzten sich wieder auf die Kleidung aus dem gleichen Grund, hier heißt es vista sédzi gūštoj; Sédzi medzi-Spitzmaus; Wir sitzen auf demselben Sofa; Warze sitzt in véido; In: LZ., Rod., Ram. (Vgl. br. xypa csansiup Ha AŽIIAX; y magnéyky nayHEen KYDBI CSUIBĖJI!S MBI CHAJI3IM Ha xYTapBkI; GapėjjayKa csui3Inb Ha Gapamsé; MOm cémi Ha amséxy), anstelle der Pundziai — Samtūkai Aps., Ram. (vgl. br. naudiūnikxi || anauėniri § Jryxax), anstelle von knizgimas —bindimas Rod., Ram., Lz. (vgl. Br. Basauue), anstelle von Magen (védarukas) verdaut nicht (némala) —vėdarūkas nevirina Lz., Rod. (vgl. Br. Xanynak He BAIS), anstelle von apiénka im dünnen Stiel —apiénka im dünnen Beinchen Lz., Rod. (vgl. Br. anéHpki Ha TOHKaW HOUIKe), statt dudenai (niūkiaiu, ūtarinau) und suspain'ojau —dudenaū (nidkiad, ūtarinau) 186
und suspanc'- ojau Aps., Rod., Lz. (vgl. ryrapsuia i criyranacs), stattdessen begleitete er Jonu —jū pravadzino Jonū Rod., Lz. (vgl. br. aré nipasséani 5iKamn), statt nusnéré Haar —ausgegeben Haar Lz., Rod. (vgl. Br. BBUIS3IIi Bajackl), statt uns hat er uns gestohlen —uns apresrmko Lz., Rod. (vgl. Hac a6a6panri) und andere. Das sind immer Werte aus benachbarten weißrussischen Dialekten, wenn dafür die günstigsten Bedingungen entstehen. Erstens verleihen sie, als blind ins Litauische übersetzte weißrussische Wörter, dem entsprechenden litauischen Wort künstlich seine eigene, der weißrussischen Sprache eigene Bedeutung, die der litauischen Sprache bis dahin unbekannt und tatsächlich überhaupt nicht notwendig war. Auf diese Weise erweitern sie auf den ersten Blick wie ein Geschenk die Bedeutung einiger litauischer Wörter. Diese Bedeutung wird dem Wort jedoch von außen auferlegt, indem sie dem entsprechenden litauischen Wort entzogen wird, das in Wirklichkeit nicht das semantische Pendant des belarussischen Wortes ist. Auf diese Weise wird ein litauisches Wort, das kein bedeutungsmäßiges Äquivalent im Weißrussischen hat, in diesen Gesprächen isoliert, aus dem Gebrauch verdrängt und langsam ganz vergessen, verschwindet. Das ist nicht nur für die einzelnen Sprecher, sondern auch für die litauische Sprache insgesamt sehr gefährlich. Dadurch wird das Wortschatz dieser Sprachgebrauche eingeschränkt, ihre Semantik verzerrt und zerstört, der gesamten litauischen Sprache wird ernsthaft geschadet, sie wird verletzt, entnationalisiert, es findet einseitige Zweisprachigkeit statt. Das zeigt sich, sagen wir mal, auch an solchen Aussagen. Hier wird anstelle von mdn v živéní neuspěl Lz., Rod., Ram., Aps. gesagt, dass es mir im Leben nicht gelang (vgl. br. Mxe xeBendca- ). Dem Wort wurde hier nicht die künstlich gegebene Bedeutung des litauischen Wortes sėkėsi zugewiesen, sondern das Wort selbst sėkėsi, das seine Bedeutung verloren hatte, wurde isoliert. Oder das Verb des Satzes man pildosi sapnai pildosi wird hier mit dem Verb įsidūti übersetzt, das in der litauischen Sprache diese Bedeutung überhaupt nicht hat (vgl. LKŽ II, 885): man insidūoda sapnai (vgl. br. MHe yzarona CHbI), O stattj buvo garonėka “karštis' und nenumusé daktarai wird hier wieder nur būva garončka und neapsodzino daktarai (vgl. br. He ancamsini) verwendet, obwohl die Bedeutung des Verbes apsodinti ‘sutramdyti’ nur den litauischen Schnecken bekannt ist, die Kontakte mit Weißrussen haben (vgl. LKŽ III 279) und die auch in ihnen zweifellos einen Wert aus dem Weißrussischen hat. Im Satz kur fu in daktarų dasistosi —bragu wurde hier anstelle des Verbes patekti das aus dem Weißrussischen übersetzte Verb mactymicst —dasistosi als Pamorphismus verwendet (vgl. auch LKŽ XIV 876) und andere. Im Vergleich zu den anderen Weißrussismen dieser Dialekte sind die Wertungen später entstanden, verursacht durch den intensiveren Einfluss der weißrussischen Dialekte, die in ihnen entstanden sind, nachdem sich die einseitige litauisch-- weißrussische Zweisprachigkeit bereits gebildet und ausgeweitet hatte. Das heißt, die hier im Zuge der starken Assimilation der litauischen Dialekte entstandenen Wertvorstellungen sind das reinste Produkt der endgültig gebildeten — späten Zweisprachigkeit. Und sie zu erkennen ist ziemlich schwierig, vor allem, weil sie trotz ihrer fremden Bedeutung litauisch aussehen. Und genau das wirft gewisse Zweifel auf, sie als Werte zu vermuten. Allerdings gibt es keine solchen 187
Der Klang des Wortes „litauisch" scheint ohnehin unharmonisch, anders als der anderer litauischer Wörter zu sein, knirscht im Ohr und man beginnt zu suchen, was ihn so gemacht hat. Viele der in den untersuchten Gesprächen verwendeten Verben haben die Ausdrucksweisen und -mittel des litauischen Wortschatzes eingeengt. Auf diese Weise werden einige bildhafte und treffende litauische Adjektive aus dem Gebrauch verdrängt. Zum Beispiel, um die Farben von Tieren, Vögeln, Kleidung, Pflanzen, Gegenständen zu bezeichnen, haben die Litauer dieser Sprachgruppen nicht mehr die der litauischen Sprache und ihren Dialekten weithin bekannten Adjektive, wie Šrifmas, -a „weiß mit dunklen Haaren“ (über Pferde), sémas, -a „helles, dunkles oder bläuliches Grau“ (über Kühe), rdibas (über Vögel), juodmargis (über Kühe, Hunde), Zalmargis (über Kühe), rainas (über Katzen), pilkas (über Vögel, Gegenstände), dryZiiotas (über Decken, Kartoffeln, Rüben), kanapėtas, rauplétas (über Gesicht), suskilėjęs (über Brot) usw. und verwenden stattdessen für diesen Zweck meist die zwei Farben ži/as (wenn die Farbe dunkler, glatter) und mdrgas (wenn die Farbe heller, fleckiger), z.B. Zilas(mdrgas) Pferd, Fohlen, Tölpel, Kalb, Hund, Hahn, Katze; Graue (braune) Kuh, Stute, Hündin, Henne, Katze; Grauer Wolf, Lehm, Schwan, Kuh, Reh, Hirsche, Wespennest, Sperling; Blaue Krähe, Gänsehaut, Gans, Daune (verfärbt), graue Schuhe, Hemd; graue Schwäne; Zilicka Katze, Zilavota Strolia ‘Strauß’, bunte Včid (Burrok), bunte Pachlode, Bölve, bunte Kalb. Und das ist nur deshalb so, weil die Weißrussen, die mit ihnen vermischt leben, fast zwei Farben haben, die für diese Sache bestimmt sind. Dies sind ihre ciBsl und pa6si, z. B. ciBel (pa6Bbi) KOHb (BOI, KHYp, X3pabén, rIŠBeHs, KOT, cabdka), ciBas (pabas) kabwuta (kapOyka, Kypa, CBIHS, KOTKa), CiBBI BOYK (KApILYH, rany6, BOpaH, MOX, xi1eb), ciBa BapOHa (ruticka, IIiHa, TYCh), ciBEIS TYOJII (MANTKI), pabsl TBap (Gypar), pabas maciiika (671562, ruranénauka) und andere. So haben auch die Litauer dieser Gegenden, die ihre alten litauischen Farben für immer aus dem Gedächtnis gelöscht haben, sich nur die unbestreitbaren Werte aus den weißrussischen cist und pa6st — Blau und bunt — neu angeeignet. Für die Bezeichnung der schwarzbraunen Kuh oder des schwarzbraunen Weibchens kommt neben ihnen noch manchmal das alte litauische Wort kėršas (keršūlis) vor, das von diesen Litauern und sogar von den Weißrussen selbst entlehnt wurde (vgl. ihre kKsipnura KapOdBa, kspiaBatsl BOJI —CBI II 597). Die schwarze Kuh und der schwarze Hund werden hier manchmal auch mit einem anderen Wert aus dem Weißrussischen bezeichnet, z.B. schwarz- -weiße Kuh, schwarz- -weißer Hund (vgl. br. sėpma 3 6ėjibiM KapOyka, uOpa-6€nbl cabaka), und die Za/marge Kuh — gelegentlich auch mit dem Wert rot-weiße Kuh (vgl. br. kpacma 3 GėjIbIM kapOyka)- '. Unter dem Einfluss rein weißrussischer Sprachgebrauche wird in diesen Sprachgebrauchen das allgemeine br verwendet. Mei bewerten schlecht s) anstelle der hier verdrängten, in der litauischen Sprache üblichen Verben mazgoti(- s), plauti(s), triūkti(s- ), skalbti(s- ), z.B. sesuva praūs'a kasas (kopvu, rankas, piodu-, ru-būs); Zuerst wird der Bauch des Athleten gewaschen (vgl. cėHs xYCTbI MEDIA; MBI TOJIaBY, PyKi und andere). Wegen der Vermischung mit den Litauern jener Orte lebende Weißrussen unserer'- Analoger, aber bis jetzt von niemandem noch nicht erkannter Werte aus den Slawen kommt völlig unnötig vor und jetzt sogar unser bk., z.B., er ähnelt dem gefiederten braun-weißen (= Zalmargj) Hirsch... LA 1996. 188
Handfläche und Brust bezeichnen nur einen nandus (vgl. br. cana Ha mandHp TaŠIIIbIHEI; nanoHb CBApOIIB —rpOnIEI 6yay Jriusiub —CBI II 18), so wird auch in diesen litauischen Sprachgebrauchen für die Handfläche nur der Wert aus dem Weißrussischen manéus —délnas verwendet, z.B. lašbni'ai über délnu-Rod., Ram., Lz. Da in diesen weißrussischen Sprachgebrauchen der Absatz und die Ferse mit demselben Wort nstrxa bezeichnet werden, bezeichnen die weißrussischen Litauer hier sowohl den Absatz als auch die Ferse mit demselben Wort žžkulnis, z.B. sukienka ‘suknelé’ Jig žžkulnių (vgl. br. cykénka Jia nsitki). Und in unseren Augen klingt ein solcher Satz auf Litauisch ungewöhnlich, seltsam, abnormal, unbelebt, und für die Vertreter dieser Sprachgruppen, die eher auf Weißrussisch denken, scheint er völlig gut, korrekt, ohne auch nur zu begreifen, dass aus dem Wortschatz dieser Sprachgruppen auf diese Weise für immer die guten litauischen Wörter plastaka und kulniūkas ausgelöscht werden. Dasselbe gilt für die Gleichsetzung des Verbes beißen mit kramtyti und des Adverbs dištai mit fankiai. Da diese Br. In den Gesprächen werden die Verben kandZziotis und kramtytis nur mit einem von ihnen xycéduua ausgedrückt, und die Adverbien tirstarir und tarki —vien jy rycra, also auch die Litauer dieser Sprachgemeinschaften, wenn sie auf Litauisch sprechen, dort, wo beißen und tierisch unbedingt notwendig wären, wegen des weißrussischen Denkens nach dem Beispiel der weißrussischen Sprachgemeinschaften in allen Fällen nur krarūtosi und tankiai verwenden, z.B. anstelle von tiesiai gadžiojasi oder pievoj tirštai šiėno sagen sie nur tiesiai kramtosi, pievoj tankiai siéno (vgl. Br. R'ini Kycaronua; y Jry3e rycra cėra). Und mit solchen und ähnlichen Aussagen wird wiederum der Lebendigkeit, der Genauigkeit, der Treffsicherheit der Worte, der Schönheit der litauischen Sätze sehr geschadet — in diesen Fällen verlieren diese Schnecken eindeutig das Verb beidžiotis und das Adverb tirštai. Ihre Bedeutung, wie auch die anderer Wörter, wird von blinden Werten aus dem Weißrussischen übernommen. Auf diese Weise wird die litauische Sprache hier unterdrückt, verarmt, ihr Leben wird angegriffen. Es gibt in diesen Gesprächen Werte aus dem Weißrussischen, deren jedes Morphem völlig vom entsprechenden Weißrussischen abhängt, ist das genaueste Bild seines Inhalts, ausgedrückt mit litauischen (nicht selten auch weißrussischen) Werkzeugen. Unter ihnen gibt es eine Vielzahl von Präpositionsverben, deren lexikalische Bedeutung rein belarussisch ist. Für die Schaffung einer solchen Bedeutung dieser Verben mit litauischer Umhüllung ist für die weißrussische Sprache ein gewöhnliches weißrussisches oder mit dem weißrussischen übereinstimmendes litauisches Präfix notwendig (es gibt die Meinung, dass es hier auch das Entstehen der weißrussischen Bedeutung im Wort bestimmt und das wesentlichste Merkmal der Bedeutung des weißrussischen Wertungssatzes ist) und verschiedene (sagen wir, durch den Einfluss der weißrussischen Sprache entstandene Kleinbuchstaben usw.), meist litauische Suffixe, z.B. razaugdinėti ‚keimen’, z.B. būl'bos razaugdzinėja (vgl. br. 6ynn6a paspacraens), razvesdinėti ‚verdünnen’, z.B. tėl'u pienu“ raik'a vūnden'u razvezdzinėc' (vgl. br. rp36a Bandit passscui), razsiklodinėti ‚ausbreiten’, z.B. žolė rasiklodzinėja prag žamės (vgl. br. Tpaška pacuindiuna na samné), pririšdinėti ‚ausbreiten’, z.B. prairsiždžinėja beržal'ais stogu“ in lotas (vgl. br. TmpbIBBS135IBaIOII crpaxY), atspindinėti ‚abschneiden’, z.B. skl'utū pirmucinés skiedras atmuždžinėja (vgl. br. cxmoram wy3nki anbisarons), Spaisindinéti ‚aufpassen’, z.B. grūdai iSpaisindzinéja (vgl. br. suménnb BeMOCHBaONB) usw. Solche ungewöhnlichen Verben für unser Auge (und Ohr) erwecken keinen Verdacht auf sie 189
Zuordnungswerte. Sie sind unserer Meinung nach unbestreitbar, klar, sicher und zeigen, daß dem belarussischen Einfluß aus der litauischen Morphologie etwas leichter die Präfixe unterliegen, langsamer — die Adjektive, am langsamsten und trägesten — die Wurzel oder sie bleibt überhaupt eine Zeitlang unverändert. Es gibt in diesen Gesprächen Werte, die aus litauischer Sicht kaum geeignet erscheinen, um die gewünschte Situation zu beschreiben, und die aufgrund des starken belarussischen Einflusses die litauischen Ausdrucksmittel ganz aus ihrer Sprache verdrängt haben und ihren Platz eingenommen haben, manchmal einen mehrdeutigen oder gar unklaren Gedanken erzeugen, der den Eindruck erweckt, dass der litauisch Sprechende, der sie so verwendet, tatsächlich kein Litauisch kennt, z.B. varpéle: Ičja ‘brandina’ gru-dukus Rod. (vgl. Br. xxira Hanisas); Die „Gruppe“ setzt sich zusammen aus „Gruppe“ und „Gruppe“ („Gruppe“- ). (vgl. Bepa6'i xyious 3ėpauui); Mehl weich ‘fein’ surna/ta Rod. (z. B. MykKa msixka cMénena); Ich hoppe nach einem Teelöffel’t “Brustloch’ Lz., Rod., Ram. (Bd. 6, S. 106) „Die römische Verfassung“ („Legislatio Romana“), in: Die römische Verfassung, Bd. 6, S. 106. (vgl. Br. eit pabanué Ha TBApEI); Ich schlafe viel, Rod. (vgl. Bruder Crumo Bējie xauy) und andere. Diese Werte sind wegen der großen Entfernung von den Ausdrucksformen der litauischen Sprache unserer Meinung nach am einfachsten zu erkennen. Die litauischen Wörter und Ausdrücke, die in diesen Gesprächen den übersetzten weißrussischen Gedanken ausdrücken, können manchmal als für die litauische Sprache nicht ganz üblich, aber dennoch ziemlich litauisch bezeichnet werden. So werden die weißrussischen x/ckf (HOri, BOuBI, HOC), BBICOKI (HOT) in diesen litauischen Sprachgebrauchen nicht mit den regulären litauischen Wörtern frurūpas (kurze Beine, kurze „Tramparege“-Augen) oder kurūpas (buckelige Nase, Schnabel), ilgas (lange Beine, lange „toliaziiirés“-Augen) übersetzt, sondern mit den Wertungswörtern —Zémas (Hoch): žėmos, aukštos kojos, Zémos akys, Zema nosis, žėmas dz'ubas usw. Unbestreitbare Werte sind auch andere Wörter, die in der nicht-litauischen Bedeutung verwendet werden. Nehmen wir an, das Verb fallen ist bekannt Rod., Lz., Ram. Zwei nicht-litauische Bedeutungen —‘verändern’, z.B. kap sénsta ferškūs, nugrūna (vgl. br. cnanas) Farbe und ‘fallen’, z.B. $asas kap uZgis, nugrūs (vgl. br. armanédenp). Genauso werden hier auch viele andere Sprachteile in fremder Bedeutung verwendet, und besonders der beweglichste Sprachteil, die Verben, z.B. i8dugts "aufstehen", ist gut in Lz gewachsen. (vgl. br. BEtpac n166pa xxe6), obsodi 'ernähren', z. B., Krätze obstoj' Kinder (vgl. br. KapdcerTa ancrynina), baditi 'durchbohren', z. B., k'aūlsr bado kaklan (vgl. br. xénsus kabaua), prisidairyti pažiūrėti- ", z. B., Mädchen pro1zdairsic’ grazpr (vgl. br. n3éyka npeirsanduua xapodura), padengti 'befruchten', z. B., kuméle: padenkta (vgl. br. xabsina nakpsita), zadengti'- verschließen', z. B., moki-kla uZdenkta (vgl. br. mkona 3akeipra), įsidūoti 'erfolgen- ', z. B., man diona neinsidau (vgl. br. MHe xi1e6 He yaaycs), prisidioti 'waidentis', z. B., ti prizditoda (vgl. br. ram BėjibMi cTpaurHa —npsmaéuua), prisieidyti tilpti", z. B., galvon nesuseido, kap mūšč' henu (vgl. br. MHe Y ronaBy He npeIxOn3inua, kab Ginb crapara), nuerts'verschwinden',? * Jetzt (DŽ, 952) ist die gerechtfertigte Niedrighaltung, -ė Gebrauch auch nur slawischer Wert (vgl. br. ėH ricki Ha z.B., meine Gesundheit ist verfallen (vgl. br. maé 3mapOye Yumė), razsieiti „auseinandergehen“, z.B., fürchtet, 3. Auflage (Hrsg.). 190
kab siena nerasiveitu-(vgl. br. pacxanzinaca cnana), prigniduzti „anpressen“, z.B., kap pifštu „anpressen“, sopa (vgl. br. xa6 npsnicny, Garin), Jléisti „einsetzen“, z.B., nastrūosa inlaidzi cukičrku- “, to gerai (vgl. br. y por myckams nykėpry), išsilieti „ausgießen“, z.B., ausgegießener Kopf —einü“ šašū (vgl. br. BEDIIInaca rajiaBa —ai crpyusl), sti „zustimmen“, z.B., was mir landa, ich esse (vgl. br. s em mITO MHe JIĖ3a), pėrsimainyti „verwandeln“, z.B., pametém poterus kalbéc’ (vgl. br. makina nanepsl raBapeii), atsimusdinéti „auftauchen“, z.B., man acimuzdzinéja kilbasa (vgl. br. mae anbiaermua xinbacd), primusdinéti „aufsteigen“, z.B., klūono duras prermuzdzinéja (vgl. br. n3épel npsIOIBaromua), sumusdinéti „aufsteigen“, z.B., kldono apacusumuzdzinéja und kulia (vgl. br. 36iBarows caps3n3iny ymHa), sunésti ‚aufheben‘, z. B. negal'ū sunés’c’ to kvapul’o (vgl. br. He 3Hecy r3THIX Naxay), prispūti ‚ausstrecken‘, z. B. anas toks preisputi (vgl. br. én Hapyyumics), Zusplesdyti ‚plusotis- ‘, z. B. bérZo raguités Zusplésdo (vgl. br. 6apb3asbia cauki 3auziparomiua), razsiskirdinéts ‚unterscheiden‘, z. B. c'anai siena rasiskirdzinéja (vgl. br. cusana pasmygaenua), jsispirdyti ‚stützen‘, z. B. insispirdo saudiosna kuolalis (vgl. br. xanduex ynipaemua), iSspirti „pritvinkti; z.B. die Kuh tesmuva ispirtas (vgl. br. Bsima Beiniepra), dastoti‘- erhalten- ’, z.B. pasijudzidelsrdastos (vgl. br. gacramems nsmuciw- ), svilinti ‚gelben‘, z.B. man svilina po pus’du (vgl. br. Mae naniue y cap3nsine), pravarinéti ‚verzaubern, iSsprühen‘, z.B. moka kvarabu-- ‘krankheit‘ pravarinéc (vgl. br. ymés xBapd6y NIparHane), isvazidoti „auswerfen“, z.B. koolas išvažau (vgl. br. kon Briexay), verstis ‚drehen- ‘, z.B. wolf’s neck nésverc- ’a —one bone (vgl. br. mis BOYKa He BapOuaenna), suvesdinėti ‚verärgern‘, z.B. dnas mus suvezdzinėj (vgl. br. én Hac 3BEY), vestis ‚folgen‘, z.B. mim nésvedé k’aules (vgl. br. Ham He Baxicb CBiHi), ISvirsti‘- geboren werden‘, z.B. kumells cik išvirto ir stojos (vgl. br. x3pabyk BeiBaiycs i cTay), užvyti ‚aufsetzen‘, z.B. Zuvita kel'ai (vgl. br. msxsinm npaxianuéin) usw. Es wurde jedoch beobachtet, dass die älteren Vertreter dieser Schnekten die gewünschte Idee manchmal noch zweifach nebeneinander beschreiben —wie früher mit einem reinen litauischen Wort mit eigener Bedeutung und einer fremden Bedeutungsbewertung aus dem Weißrussischen, z.B. bli-na prĖrsvilę“| prėrdegė (vgl. br. Guin npeimaniycs), padlage klojas| statos an balk’u-(vgl. br. mannéra craBinIua Ha 6371bKi), jau anas žudzirė:/- žūvertė kojas (vgl. br. én zaBapuyy HOri), /unta su luntū suspirdzinéja | susciūka (vgl. br. nouka 3 nouikai crateikdernia) usw. Dies ist unserer Meinung nach eine bedeutende Tatsache, die zeigt, dass der Verbrauch von Wertpapieren aus Belarus hier noch nicht universell ist. Unserer Meinung nach braucht niemand die litauische Sprache, aber die litauischen Schnecken brauchen bestimmt einige der klarsten Werte aus dem Weißrussischen (sie haben ihre eigenen Wörter mit litauischer Bedeutung leider schon fast vergessen), z.B. man gerai gi'vėnasi (= ich lebe gut, vgl. br. Mae n66pa xsIBčIma- ), mžn Širdis mūšasi (= musa, vgl. br. cdpnua Giėnua), man sveikata nupuūole: (= die Gesundheit ist geschwächt, vgl. br. 191
3uapėje Ynaxa), mir fühlt sich das Essen nicht gut an (= kann nicht essen, vgl. br. Mne He ynaéuua écui), mir geht das Essen nicht über (= tut nicht weh, vgl. br. He npaxdOjzinb TaKas sina) und andere. Es gibt in diesen Gesprächen Werte, deren belarussischer (slawischer) Ursprung etwas verdächtig, zweifelhaft erscheinen kann. Dazu gehören die Substantive drebuliai und supykla, die bedeuten 'ein schmutziger Ort in einer Mulde', z.B. un drabulf'ū weißes Moos wuchs; Und ich stand auf. Rod. —LTT 1994: 59 (vgl. br. xa Tpacine GėjisI MOX poc; cTay Ha Tpaciny), /'iūne supi-kla. Aps. (vgl. br. y mouse rTpacika- ), degmatis ‚Heißes‘, z. B. nog degmaciės vaiko auséle-s susmorcerji-(vgl. br. 3 rapaudIHEI BYIIKi sTO 3MOpurasINnica), Žilainė ‚Slynyné- ‘, z. B. ti: tok’a žilainė, niėkas neauga. Rod. (vgl. Tam Taxi ciBaK, HiuTO He pacué) usw. Unserer Meinung nach erlauben es mehrere Eigenschaften, sie als Wertpapiere zu betrachten. Die Semantik von Aspen gibt ein gewisses Recht, dieses Wort als direktes br zu betrachten. rpacixa entsprechend, seine Kopie, weil zittern, wie br. Tpacixa ist eng mit Br. Die Bedeutung des Verbes Tpaciu “pyxarrb Tyas! i Ha3al a60 YBepx i His“ (TCBM V 541-542). Diese Meinung wird durch das Fehlen des Wortes drebuliai in dieser Bedeutung in LKŽ II, 674, unterstützt. Bei näherer Betrachtung seines Inhalts scheint das Wort „verärgert“ aber auch in seiner Bedeutung dem Wort „Bruder“ näher zu stehen. Es ist anders als wenn es liegt. liūnas, weil es tatsächlich breiter ist als die Bedeutung von /runa. Weil die Verbindung ein Objekt bezeichnet, das, wie br. TpaciHa, dreht sich, vibriert unter dem Einfluss äußerer Kräfte, Und die Bewegungen des Objekts, das den Liūn bezeichnet, sind etwas anders — sie sind etwas weicher, schwächer — der Liūn selbst läuft, liumpsi, neigt sich, noch plg., liumpyné “Ort, wo man liumpsi', /iumpieren neigen, neigen' (LKZ VII 611-612). Und das wäre eine der Möglichkeiten zu glauben, dass der Zorn von rpacixa gezeugt werden konnte. Auf der anderen Seite ist supykla ein neues Wort dieser Schnekten (das Suffix -ykla ist für die Litauer im Allgemeinen neu – vgl. Skardžius 1943: 601). Auch in der LKŽ XIV 195 ist die Verwechslung in dieser Bedeutung nicht aufgezeichnet. Diese Anzeichen von Wut schließen sicherlich nicht aus, dass sie als wertvoll angesehen werden kann. Die Bezeichnung „große Hitze“ für die Werte dčgmať lässt sich wahrscheinlich vor allem durch eine ziemlich ungewöhnliche Wortbildung erklären. Da in den weißrussischen Sprachgebrauchen in der gleichen Bedeutung „große Hitze“ zwei Substantive derselben Wurzel rėpau und rapausrusi fast nebeneinander verwendet werden (siehe CBI’ I 465, 424), sind wir der Meinung, dass ihr direktes litauisches Entsprechungswort für répau deguma mit derselben Bedeutung sein könnte (besonders, wenn hier die Derivate mit dem Suffix -uma populär sind und nicht abstrakte, sondern konkret sachlich sich äußernde Objekte bezeichnen, z.B. tankuma ‚dichte‘, tamsuma ‚dunkel‘, toluma ‚weit‘ usw. —siehe, vgl. auch LKK XXX 137), das am Beispiel des weißrussischen ropau hier im Litauischen als unverbisches Wort verstanden wird, während für ihren rapausrust das zweite Suffix -tirs verwendet worden sein wird, das (wie das erste) auch konkretere Objekte mit dem Suffix -ynas bezeichnet (siehe LKGr I290; vgl. auch das hier verwendete Wort des gleichen Suffixes nékestis ‚Haß‘). Die brennende Quelle ist also wahrscheinlich das Wort *tegumatis gewesen. Die Annahme, dass der Begriff „Dägmatje“ von dégmecio („Dägzeit- “) abgeleitet ist, wie es LKŽ II, 367 vorschlägt, ist unserer Meinung nach nicht nur durch die Aussprache, sondern auch durch die Semantik nicht sehr gerechtfertigt. 192
Die Zuordnung zu Zi/aing “schlynynę' erlaubt wahrscheinlich vor allem die Bestimmung ihrer Farbe am Beispiel rein weißrussischer Schnekten, vgl. Die Graswurzel ist ihr Kaiser. Der Slynas ist tatsächlich bläulich-- grau, und die untersuchten Litauer nennen diese Farbe im Gegensatz zu vielen anderen litauischen Schnaben in Litauen 27/2, siehe auch litauische graue Rabe, isolierte litauische Schnaben Zi/a varna und br. Ich bin ein Mann, ich bin ein Mann. Dieser Umstand stützt die Annahme, dass Br. ciBax könnte eine durchaus mögliche Ursache für die Fehlermeldung sein. Zilainé war außerdem den litauischen Sprachgebrauchen bisher unbekannt, da das Suffix -ainė anders als im Litauischen nicht den Substantiven (vgl. Skardžius 1943: 286—287), sondern genau wie in den weißrussischen Sprachgebrauchen den Adjektiven zugeordnet wird. Die erwähnten wissenschaftlichen Eigenschaften dürften es daher nicht ausschließen, sie den Werten zuzuordnen. Solche Werte sind zweifellos die gefährlichsten Schulden für jede Sprache, und noch gefährlicher für ihren isolierten Sprecher. Vor allem, wenn sie reichlich vorhanden sind und jeden Tag mehr werden. Sie tragen vielleicht am meisten zur Degeneration oder gar zum Untergang eines jeden muttersprachlichen Systems bei. Wie kann man sie erkennen, wenn man ihnen in der Sprache (im Gespräch) begegnet? Was sind ihre wichtigsten typischen Merkmale? Wo liegt der Schlüssel zu ihrer Charakterisierung und Identifizierung? Wie aus der hier angeführten Fülle solcher unbestreitbarer Werte, die in den von uns untersuchten isolierten litauischen Sprachgebrauchen in Weißrussland verwendet werden, hervorgeht — diese Werte —, ist in Wirklichkeit die Notwendigkeit dieser Sprachgebrauche, künstlich aus zwei Teilen zusammengesetzte Wörter, von denen der erste — die litauische Form, hinter der sich der belarussische Inhalt verbirgt, in den er eingezogen ist — seine weißrussische Bedeutung. Solche zweideutigen Wörter in diesen Gesprächen, obwohl sie wirklich real und reichlich vorkommen, scheinen auf den ersten Blick ganz unschuldig zu sein, sogar fast genau wie andere Wörter der litauischen Sprache, aber indem sie in sich eine Bedeutung verbergen, die der litauischen Sprache nicht eigen ist, die von den Wörtern der weißrussischen Sprache entlehnt wurde, werden sie eigen, aus denen eine verheerende Ladung, der Zerstörer der Litauisierung des Wortes, an die Oberfläche dringt. Er spielt hier tatsächlich keine kulturelle Rolle, zeigt nicht, was die isolierten litauischen Schnecken von den Weißrussen gelernt haben. Es ist ein wahrer, tief verborgener Sprengstoff, der mit fremden Einflüssen gefüllt ist, eine ständige Quelle der weißrussischen Sprachverschwörung, verhüllt von der oberflächlichen litauischen Schönheit seiner Form. Tatsächlich ist der starke und täglich stärker werdende Einfluß dieser inneren Quelle so mächtig, daß er auch die äußerlich schöne Hülle mit der Zeit verdorrt, in ein geringwertiges, unansehnliches oder gar nichtswürdiges verwandelt, z.B. pamusti 'getötet' (z.B. Diebe schlugen sie, vgl. br. ma6ini), razvirti 'ausgekocht' (z.B. razviré Kohl, vgl. br. passapsuiach Kamycra), Zémas nositikas 'bogenförmiger Schnabel' (z.B. vafno Zémas nosiūkas, vgl. br. y BapOHBI HICKi HOCIK), po vienai šaliai viename puséje' (z.B. tarpupédzZiai Sesi—po vienai šaliai trys ir po kitai trys, vgl. br. ma agué# crapané) usw. Die so ungerechtfertigt aufgeblähte Bedeutung des Wortes zerstört die Treue seiner Form und seines Inhalts zu seiner Muttersprache, ein solches Wort wird zum Sprachschrott, und die dadurch verunreinigte isolierte Sprache, die unter den gegenwärtigen Bedingungen überhaupt nicht geordnet und nicht litauisiert wird, wird zu einem ungepflügten Boden, der jedes Mal dem endgültigen Verschwinden, dem unwiderruflichen Wiederaufleben von Weißrussismen näher kommt. Welche der hier vorgestellten zahlreichen Grundlagen für die Erkennung solcher unbestreitbarer Werte, die in isolierten weißrussischen Sprachgebrauchen verwendet werden, wo liegen ihre charakteristischen 193
