Dėl skaitvardinių būdvardžių su priesagomis „-(i)okas (-a)“ ir „-(i)opas (-a)“ kilmės
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ACTA LINGUISTICA LITHUANICA
XLV (2001), 3–9
Zur Herkunft von Zahladjektiven mit den Suffixen -(i)okas (-a) und -(i)opas (-a)
SAULIUS AMBRAZAS
Lietuvių kalbos institutas, Vilnius
Der Artikel behandelt die Herkunft von aus Zahlwörtern abgeleiteten Adjektiven mit den Suffixen -(i)okas (-a) und -(i)opas (-a). Die Analyse bestätigt, dass Ableitungen dieses Typs mit dem Diminutivsuffix -(i)okas (-a) bereits in den altlitauischen Texten des 16.–17. Jahrhunderts selten sind. Sie haben Entsprechungen im Slawischen und sind erheblich älter als das Suffix -(i)opas (-a), das im Litauischen häufig zur Ableitung von Adjektiven aus Zahlwörtern verwendet wird und für das der Artikel einen genetischen Zusammenhang mit der Postposition po nahelegt.
In den alten Schriften wurden neben Ableitungen mit -(i)opas (-a), die auch im heutigen Litauischen weit verbreitet sind (z. B.: dvejópas, trejópas, taip pat tüleriópas usw.; siehe Valeckienė 1994: 220), entsprechende Zahladjektive mit -(i)okas (-a) verwendet, die im heutigen Litauischen fast ausgestorben sind. Die Tendenz zum Schwinden der genannten Ableitungen mit -(i)okas (-a) und zur Durchsetzung der entsprechenden Adjektive mit -(i)opas (-a) zeichnete sich bereits vor dem Beginn der litauischen Schrifttradition ab. In den untersuchten alten Schriften¹ verhalten sich die Ableitungen dieser beiden Wortbildungstypen wie folgt: Mž 2: 0; VLNE, VLNEE 4: 1; BPI–II 7: 4; C11: 1; DP 9: 3; SPI–II 3: 3; ¹SD, ³SD 3: 5; ChNT 1 (entsprechende Adverbien mit -(i)opai 2): 2 (entsprechende Adverbien mit -okai 2); SE 2: 0; in den Evangelien von Jaknavičius aus dem Jahr 1647 wurde nur das Adverb ketveriopai 201₉–₁₀ festgestellt. Aus der vorgelegten Statistik geht hervor, dass die Zahladjektive mit -(i)okas (-a) in den Schriften von Sirvydas und Chylinskis sowie teilweise in denen von Bretkūnas ungefähr ebenso häufig sind wie die entsprechenden Ableitungen mit -(i)opas (-a). Bei den übrigen Autoren sind Zahladjektive mit -(i)okas (-a) deutlich seltener oder werden überhaupt nicht verwendet.
Auch die Verbreitung der einzelnen Ableitungen mit -(i)okas (-a) ist unterschiedlich. Weit verbreitet sind nur zwei davon: dvejókas (-a) ‚zweifach‘ BPI–II 4x; CII 1111; ³SD 56; SPI–II 2x; (auch [K]; P, vgl. dvejokai ‚zweifach‘ ³SD 56; N; Grž), dvejokias (-ia) SPI–II 6x; ChNT 4x (auch Ds, vgl. dvejõks / dvējõks, -ia DAUK; P; KLVrž; Pln, dvejokiai VALAČ, dvejõkiaip ROD – ²LKŽII 944);
1Bei der Materialsammlung wurden Ausgaben alter Schriften und Wortindizes sowie die am Institut für Litauische Sprache erstellten computergestützten Konkordanzen der Wortformen von Bretkūnas’ Postille (BPI–II), Vilents Enchiridion (VLNE), Evangelien und Episteln (VLNEE), Sirvydas’ Punktai Sakymų (SPI–II) sowie Jaknavičius’ Evangelien von 1647 verwendet, die im Rahmen des Programms der Republik Litauen zur Verwendung und Pflege der Staatssprache 1996–2005 finanziert wurden.
2Die Ableitung vienokas (-a) / vienokias (-ia), deren Wortbildung nicht ganz klar ist, wurde nicht in die hier angeführte Statistik aufgenommen (siehe weiter unten dazu).
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trejokas (-a) ‘trejopas’ BP₋Ⅱ 4x; ¹SD 182 (auch N; KŽ; STr; AD; VRN), trejokias (-ia) SP₋Ⅱ 6x; ¹SD 18; ³SD 446; SLG₋Ⅱ 80 (auch Sut, vgl. trejókis, -ia KŽ; M; PRNG; KLT; PLS – LKŽₓᵥₗ 741).
Andere sind viel seltener, z. B.: keturokas BP₋Ⅱ 3x, ketveriokas (-a) ‘ketveriopas’ WP 213b; SP₋Ⅱ 5x (vgl. ketveriokai ‘ketveriopai’ ChNT Lk 19,8), penkiokas ‘penkeriopas’ ³SD 291, septyne-liokas ‘septýneriopas’ ³SD 401 (auch Sut; N; [K]), šešeriokas (-a) ‘šešeriopas’ BP₍₁₁₎ 21₁₇ (auch KŽ; NdŽ), šešeriokia DP 352₄₃ (vgl. šešerioks, -ia M; NdŽ), šimter(i)okas (-a) ‘šimterio-pas’ DP 2x; SP₍₃₃₈₁₀₎; ChNT 2x (vgl. šimterokai ChNT 2x, šimteruokai ⁵SD 353, šimtelio-kai ‘šimteriopai’ ³SD 423), vieneriokas ‘vieneriopas’ DP 445₄₀ (auch N, vgl. vieneriokis, -ė KŽ; M).
Zahladjektive mit -(i)okas (-a) haben Entsprechungen in den slawischen Sprachen; vgl. lit. dvėjokas und kirchenslaw. dъvъkъ, dъvojакъ, lit. ketveriokas und kirchenslaw. četverakъ, lit. šešeriokas und kirchenslaw. šesterakъ, lit. trejokas und kirchenslaw. trojakъ (Vaillant 1974: 327).
In den litauischen und slawischen Sprachen werden qualitative Pronomen auf ähnliche Weise gebildet, vgl. lit. tók(i)s und kirchenslaw. takъ. Der einzige Unterschied besteht hier darin, dass litauische Pronomen dieses Typs neben dem Suffix *-āko- auch das Pronomen (i)is als Gegenstück haben (Rosinas 1988: 214–216). Wahrscheinlich neigen einige der genannten litauischen Zahladjektive mit -(i)okas (-a) unter dem Einfluss dieser Pronomen dazu, Formen mit (i)io/iā-Stamm anzunehmen.
Bemerkenswert ist, dass die Ableitung vienók(i)s (-ia) in den Dialekten sowohl als Pronomen ‘so ein, einer’ als auch als Adjektiv ‘ähnlich, gleich’ verwendet wird (LKŽₓᵢₓ 225, 226–227); vgl. ferner vienokias (-ia) ‘ähnlich, gleich’ VLNE 2x; ¹SD 46; ³SD 7, 87; DP 9x; ChNT 4x; VD; KŽ (vgl. nevienoki ‘ungleich’ SP₁ 184₈, die Adverbien vienokiai ‘gleichmäßig’ SP₋Ⅱ 2x; SE 2x, nevienokiai ‘ungleichmäßig’ SP₁ 357₆), vienokas (-a) ‘ähnlich, gleich’ LEX 27a; Q 142; B 389; H; MŽ; Pošk; P; N; K; JN; L; Rtr.
Ansonsten werden mit dem Suffix *-ā-ko- (wie auch mit anderen aus ide. *-ko- entstandenen Suffixen) in den baltischen Sprachen meistens Diminutive gebildet.
In der litauischen Sprache sind adjektivische Diminutive mit -(i)okas (-a) besonders verbreitet. Sie sind bereits in Schriftzeugnissen des 16.–17. Jahrhunderts belegt, insbesondere in Sirvydas’ Dictionarium Lithuanicae und im handschriftlichen Wörterbuch des 17. Jahrhunderts aus Kleinlitauen Clavis Germanico-Lithvana, z. B.: atstokas ³SD 246 (zur u-stämmigen Form -okus vgl. Skardžius 1943: 134; Palionis 1967: 131), baltokas ³SD 13, bėrokas C₁ 389, girtokas ³SD 311, ilgokas BP₋Ⅱ 147₁₅; C₁ 1150, juodokas ³SD 361; C₁ 515, laibokas ³SD 360, lipokas C₁ 1130, minkštokas C₁ 936, raudonokas ³SD 41, 164; C₁ 331, rūgštokas C₁ 372, rūgštokus ³SD 145, saldokas C₁ 573, saldokus ³SD 366, 409, siaurokas ³SD 360, silpnokas ³SD 366; C₁ 507, 524, sunk(i)okus ³SD 360, šiltokas C₁ 1159, šiurkštokas C₁ 560, tamsokus ³SD 360, tolokas ³SD 268, žalोकas ³SD 546; C₁ 331.
Im Lettischen entwickelten sich aus solchen Adjektiven mit *-āko- Komparativformen; vgl. lit. mažókas und lett. mazāks ‘kleiner’ (Endzelīns 1951: 360; Fennell 1996–1997; Vykypėl 2001: 212 ff.). Ähnliche Adjektive mit *-āko- finden sich auch in anderen verwandten Sprachen; vgl. lat. merācus: merus ‘unvermischt, unverdünnt, rein; echt’ (Brugmann 1906: 498–500).
Im ostaukštaitischen Dialekt des Litauischen werden mit *-āko- auch aus Substantiven häufig Diminutive gebildet, z. B.: berniokas, arčiokas, akmeniokas (Skardžius 1943: 133–134; Urbutis 1965: 279–280). Ableitungen dieses Typs finden sich auch in den östlichen lettischen Dialekten, allerdings seltener; vgl. lit. berniokas und lett. Dial. bērņāks, bērņāks (Rūķe-Draviņa 1959: 289–294).
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Das Suffix *-ko- (und einige andere für Diminutive typische Affixe) wird in den indoeuropäischen Sprachen seit frühester Zeit nicht nur zur Bildung von Diminutiven, sondern auch von verschiedenen Adjektiven ohne diminutive Bedeutung verwendet (vgl. Jurafski 1996; Shields 2000). So werden mit dem Suffix *-i-ko- in den baltischen (insbesondere im Altpreußischen, siehe Ambrazas 2000: 87–89) und slawischen Sprachen (Boškovič 1984: 206–245) weithin nominale Diminutive gebildet, während es in vielen anderen verwandten Sprachen vorwiegend Possessivadjektive bildet (Brugmann 1906: 488 ff.; Ewald 1924). Andererseits wird das Suffix *-is-ko- (zu seiner Herkunft siehe Ambrazas 2000: 101 und dort zitierte Literatur) in den baltischen, slawischen und germanischen Sprachen (möglicherweise auch im Keltischen, Thrakischen und teilweise im Tocharischen und Luwischen, siehe Porzig 1954: 201–202; Ivanov 1988: 53) zur Bildung von Adjektiven³ verwendet, im Altgriechischen hingegen zur Bildung nominaler Diminutive (Petersen 1913; Chantraine 1933: 405–413).
Auch die Tendenz, mit *-ko- Zahladjektive zu bilden, könnte alt sein; vgl. kirchenslaw. inokъ ‚ein, einsam; Mönch‘, got. einaha, ahd. einag ‚einzig‘, ved. ekáka-, ekaká- ‚einzig, einsam‘, lat. ūnicus ‚einzig, außergewöhnlich‘ (Brugmann 1906: 493; Schulze 1966: 75; Vaillant 1974: 462).
Wann sich jedoch in den baltischen Sprachen der Wortbildungstyp der Zahladjektive mit *-āko- herausgebildet hat, ist noch nicht ganz klar. Denn genaue Entsprechungen zu den litauischen Zahladjektiven mit -(i)okas (-a) finden sich nur in den slawischen Sprachen; in den anderen baltischen Sprachen fehlen sie. In den altpreußischen Texten sind Zahladjektive dieses Typs überhaupt nicht belegt. Im Lettischen wird zur Bildung von Zahladjektiven sowie der bereits erwähnten qualitativen Pronomina ein Suffix ganz anderer Herkunft verwendet, *-ā-do-; vgl. lit. trejōkas, trejōpas und lett. trejāds, lit. kitók(i)s und lett. citāds (Endzelynas 1957: 100; Endzelīns 1951: 391). Im Litauischen ist dieses letztere Suffix sehr selten; vgl. lit. kitódas und lett. citāds, lit. vienó das und lett. vienāds (Skardžius 1943: 100). Adjektive mit Suffixen, die auf das Determinativ *-d(h)- zurückgehen, gibt es auch in einigen anderen verwandten Sprachen; vgl. kirchenslaw. tvrъdъ ‚fest‘, lat. lūcidus ‚hell, leuchtend, klar‘, vīvidus, air. beode ‚lebenskräftig, lebendig‘ (Brugmann 1906: 471–472). Die Verwendung des Suffixes *-ā-do- zur Bildung von Zahladjektiven ist jedoch wahrscheinlich eine lettische Neuerung.
Andererseits zeigt der reliktartige Charakter der Zahladjektive mit -(i)okas (-a) im Litauischen, dass dieser Wortbildungstyp recht alt ist. Das Suffix -(i)opas (-a) dagegen, mit dem im Litauischen die meisten Zahladjektive gebildet werden, hat in den anderen verwandten Sprachen keinerlei Entsprechungen. Forschende bezweifeln stark, dass es in der indogermanischen Ursprache überhaupt Suffixe mit *-p- gab (vgl. Brugmann 1906: 386; Vaillant 1974: 632). Die Herkunft des Suffixes -(i)opas (-a) ist daher wahrscheinlich innerhalb des Litauischen selbst zu suchen. Bislang ist sie ungeklärt. Vaillant (1974: 632) bringt das Suffix -(i)opas (-a) mit der Postposition -p(i) in Verbindung, die in den Allativ- und Adessivformen vorkommt. Semantisch scheint jedoch eine Verbindung dieses Suffixes mit der Postposition -p(o) näherzuliegen, die sich in Adverbien auf -aip(o) vermuten lässt (vgl. Endzelynas 1957: 209; Otrębski 1956: 300–301). Letztere sind nahezu synonym mit den Adverbien auf -(i)opai, -okai (siehe Ulvydas 1971: 435–436); vgl. das bereits erwähnte dvejōkai ir dvejōpai, dvejaip, dvejaipō TVR (²LKŽₙ 946). Einst könnte neben *dvejai po existiert haben-
3 Die baltischen, slawischen, germanischen und möglicherweise auch einige andere Sprachen verbindet wahrscheinlich nicht nur das adjektivische Suffix *-isko-, sondern auch dessen possessive Wortbildungsfunktion; vgl. kirchenslaw. božьskъ, got. gudisks ‚Gottes‘ sowie den entsprechenden Gebrauch der Ableitung dieviškas in älteren litauischen Schriften, z. B.: giwena iš galibes Die=wißkos SPₙ 227₂₈–₂₉. Das ist jedoch bereits Gegenstand eines anderen Artikels.
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ti haben können, ebenso wie die Konstruktion *dvėjo po4, aus der durch Adverbialisierung dvėjopai entstand. Als später Adverbien mit -(i)opai und -(i)okai miteinander konkurrierten, wurden offenbar nach dem Vorbild der Zahladjektive mit -(i)okas (-a) entsprechende Bildungen mit -(i)opas (-a) geschaffen. Diese wurden rasch sehr beliebt. Denn mit der zunehmenden Etablierung der Bildungen mit -(i)okas (-a) im diminutiven Gebrauch entstand der Bedarf nach einem eigenen Suffix zur Bildung von Zahladjektiven. Möglicherweise verbreiteten sich im Lettischen aus ähnlichen Gründen der Affix-Spezialisierung entsprechende Bildungen mit *-ādo-.
ŠALTINIŲ SUTRUMPINIMAI
Ad – Adutiškis, Rajon Švenčionys.
B – LEXICON GERMANICO=LITHUANICVM [...] von Jacobo BRODOWSKIJ (handschriftliches Wörterbuch vom Anfang des 18. Jahrhunderts).
BP. – POSTILLA Tatai eſti Trumpas ir Praſtas Iſchguldimas Euangeliu / ſakamuiu Baſniczoie Krikſchczoniſchkoie / nůg Aduento ik Weliku. Per Iana BRETKUNA Lietuvos Plebona Karalaucżuie Pruſuju. Iſſpaude Karalaucżuie Iurgis Oſterbergeras. Maėta Pono 1591.
BP₁₁ – POSTILLA tatai eſti Trumpas ir Praſtas Iſchguldimas Euangeliu / ſakamuiu Baſniczoie Krikſchczoniſchkoie nůg Weliku ik Aduento. Per Iana BRETKUNA Lietuvos Pruſuju. Iſſpausta Karalaucżuie / Iurgio Oſterbergera. Maėta Pono 1591.
C – Clavis Germanico-Lithvana (zitiert nach: V. DROTVINAS, Hrsg., Clavis Germanico-Lithvana 1–4, Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidybos institutas, 1995–1997).
ChNT – transliterierte Ausgabe der Übersetzung des Neuen Testaments von S. B. CHYLINSKI: Cz. KUDZINOWSKI, J. OTREBSKI, Biblia litewska Chylińskiego. Nowy Testament 2, Tekst, Poznań: Zakład Narodowy im. Ossolińskich, 1958 (herangezogen wurde auch: Cz. KUDZINOWSKI, Biblia litewska Chylińskiego. Nowy Testament 3, Indeks, Poznań: Państwowe Wydawnictwo Naukowe, 1964).
Dauk – Schriften von Simonas DAUKANTAS (1793–1864).
DP – Poſtilla CATHOLICKA. Tai eſt: Iſguldimas Euangeliu kiekwienos Nedelos ir ƀwetes per wſſus metus. Per Kúnigą MIKALOJŲ DAVKSZĄ Kanoniką Médniku / iž kėliſkó pergùldita. [...] W Wilniui / Drukárnioi Akademiós SOCIETATIS IESV. A. D. 1599 (herangezogen wurde: Cz. KUDZINOWSKI, Indeks-słownik do „Daukšos Postilė“ 1–2, Poznań: Wydawnictwo Uniwersytetu im. Adama Mickiewicza w Poznaniu, 1977).
Ds – Dūsetos, Rajon Zarasai.
Grž – Grūžiai, Rajon Pasvalys
H – VOCABVLARIVM LITTHVANICO-GERMANICVM ET GERMANICO-LITTHVANICVM [...] Ausgefertiget von Friederich Wilhelm HAACK [...] Halle, [1730] Stephanus Orban, Univerſ. Buchdr.
Jn – Schriften von Kazimieras JAUNIUS (1848–1908).
K – F. KURSCHAT, Littauisch-deutsches Wörterbuch. Halle a. S.: Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, 1883 (mit [K] werden Wörter bezeichnet, die Kurschat in eckigen Klammern aufführt).
Klt – Kaltanėnai, Rajon Švenčionys
KlvrŽ – Žemaičių Kalvarija, Rajon Plungė
KŽ – A. KURŠAITIS, Lietuviškai-vokiškas žodynas 1–4, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1968–1973.
L – Lietuviškos ir angliškos kalbos žodynas. Herausgegeben von Antanas LALIS [...] Chicago, 1915.
4 Dabei ist zu beachten, dass die Präposition po im Litauischen seit alters her mit mehreren Kasus verwendet wird. Einige Konstruktionen konkurrieren unmittelbar miteinander, z. B.: po dešinei ir po dešinės, po tam ir po to usw. (zu all dem siehe Fraenkel 1929: 144 ff.). Ähnlich könnte einst auch die entsprechende Postposition po verwendet worden sein; vgl. den Zusammenhang der Lokative mit der Postposition -p(i) mit den Konstruktionen der Präposition prie(g) in den alten Schriften (siehe Rosinas 2001: 136 ff.).
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LEX – Lexicon Lithuanicum (zitiert nach: V. DROTVINAS, Hrsg., Lexicon Lithuanicum, Vilnius: Mokslas, 1987).
LKŽ – Wörterbuch der litauischen Sprache 1–17, Vilnius.
M – M. MIEŽINIS, Lietuviszkai-latviszkai-lenkiszkas žodynas, Tilžė, 1894.
Mž – Martyno MAŽVYDO (1520–1563) raštai (remtasi: D. URBAS, Martyno Mažvydo raštų žodynas, Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidykla, 1996).
MŽ – Littauſch=deutſches und Deutſch=littauiſches Wörter=Buch [...] vermehret und verbessert [...] von Chriſtian Gottlieb MIELCKE, Cantor in Pillckallen. [...] Königsberg, 1800. Im Druck und Verlag der Hartungſchen Hofbuchdruckerey.
N – Wörterbuch der Littauischen Sprache von G. H. F. NESSELMANN. Königsberg: Verlag der Gebrüder Bornträger. 1850.
NdŽ – M. NIEDERMANNAS, A. SENNAS, A., BRENDERIS, A. SALYS, Wörterbuch der litauischen Schriftsprache 1–5, Heidelberg: Carl Winter Universitätsverlag, 1932–1968.
P – Schriften von Jurgis PABRĖŽA (1771–1849).
Pln – Plùngė.
Plng – Palangà.
Pls – Pelešà, Rajon Varanavo, Belarus.
Pošk – Schriften von Dionizas POŠKA (ca. 1757–1830).
Prng – Paringys, Rajon Ignalinos.
Q – Handschriftliches Wörterbuch des 17. Jahrhunderts (verwandt mit Lexicon Lithuanicum und Clavis Germanico-Lithvana), das sich vor dem Zweiten Weltkrieg in der Bibliothek der Universität Königsberg befand (Msc. 83).
Rod – Ródūnia, Rajon Varanavo, Belarus.
RTr – J. RYTERIS, Lietuviškai-latviškas žodynas, Ryga, 1929.
1SD – Erstes Wörterbuch von K. SIRVYDAS (herangezogen wurde: K. PAKALKA, Hrsg., Das alte Wörterbuch von Konstantinas Sirvydas, Vilnius: Institut für Wissenschaft und Enzyklopädieverlag, 1997).
3SD – DICTIONARIVM TRIVM LINGVARVM In ſum Studioſæ Iuventutis, AVCTORE CONSTANTI-NO SZYRWID [...] Tertia editio recognit & aucta. VILNÆ, Typis Academicis Societatis JESV. Anno Domini M. DC. XLII. (herangezogen wurde: K. PAKALKA, Hrsg., Das erste Wörterbuch der litauischen Sprache, Vilnius: Mokslas, 1979).
5SD – DICTIONARIVM TRIVM LINGVARVM In ſum Studioſæ Iuventutis, AVCTORE R. P. CONS-TANTIN SZYRWID [...] Quinta editio recognita & aucta. VILNÆ, Typis Academicis Societatis JESU. Anno Domini M. DCC. XIII.
SE – SUMMA Abá Trumpas išguldimas EWANIELIV / SZWENTU Per Wīlus meatus / dienomis Nedelos / Báž=ničioje Krikščioniſkoje ſkaytoma [...] KIEDAYNISE, DRVKA WOLA, IOCHIMAS IVRGIS RHE-TAS, Meatu Poná, 1653 (herangezogen wurde: A. JAKULIS, „Lexik des Buches Nobažnystės“ 1, Klaipėda: Sauliaus Jokužio leidykla-spaustuvė, 1995).
SLG – GIESMES TIKIEJIMY KATHOLICKAM PRIDARANCIAS [...] Auctore SALOMONE MOZER-KA SLAWOCZYNSKI [...] VILNÆ, Typis Academicis Societatis IESV, Anno Dni 1646 (zitiert nach: J. LEBEDYS, Hrsg., S. M. Slavočinskis. Lieder für den katholischen Glauben, Vilnius: Verlag für staatliche politische und wissenschaftliche Literatur, 1958).
SP – PVNKTY KAZAN od Adwentu až do Poſtu, Litewskim językiem, z wytłumaczeniem na Polskie PRZEZ Księdza KONSTANTEGO SZYRWYDA [...] herausgegeben in WILNO in der Druckerei der Akademie der Societatis IESV im Jahre M. DC. XXIX.
Str – Strūnáitis, Kreis Švenčionys.
Sut – Žodini̇kas Letuwiszkay-Łotiniszkay-Lenkiszkas. Von dem Priester Dominikas SUTKIEWICZE, einem wahren Litauer aus Domikonas, mit großer Mühe zusammengestellt (1848) (Handschrift).
TVr – Tverėčius, Kreis Ignalina.
Valanč – Schriften von Motiejus VALANČIUS (1801–1875).
VD – Schriften von VYDŪNAS (Vilius STOROSTA, 1868–1953).
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SAULIUS AMBRAZAS
VLNE – ENCHIRIDION Kleiner Katechismus / für die Unterstützung der Plebanen und Küster / in deutscher Sprache verfasst von Doktor Martin Luther. Und aus der deutschen Sprache vollständig und getreu ins Litauische übertragen / von Baltramieju WILLENTA, Pfarrer in Karaliaučius am Steindam. Gedruckt in Karaliaučius bei Iurgi Oſterbergera / im Jahre des Herrn M. D. LXXIX.
VLNEE – Evangelien und Episteln / für Sonn- und Feiertage [Lektüre / in Kirchen und christlichen Gemeinden / vollständig und getreu in die litauische Sprache übertragen / von Baltramieju WILLENTA / Pfarrer in Karaliaučius am Steindam [...] Gedruckt in Karaliaučius bei Iurgi Oſterbergera / im Jahre M.D. LXXIX.
VRN – Varėnà.
WP – handschriftliche Wolfenbütteler Postille aus dem 16. Jahrhundert: AUSLEGUNG DES EVANGELIUMS DURCH DAS GANZE JAHR. IN TEILEN AUS VIELEN POSTILLEN ZUSAMMENGESTELLT [...] (zitiert nach: J. KARACIEJUS, Hrsg., Wolfenbütteler Postille, Vilnius: Žara, 1995).
LITERATŪRA
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Saulius Ambrazas Lietuvių kalbos institutas Antakalnio g. 6, 2055 Vilnius, Lietuva [email protected]
Gauta 2001 12 10