Albertas Rosinas. „Mikalojaus Daukšos tekstų įvardžių semantinė ir morfologinė struktūra“
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ALBERTAS ROSINAS, DIE SEMANTISCHE UND MORPHOLOGISCHE STRUKTUR DER PRONOMEN IN DEN TEXTEN VON MIKALOJUS DAUKŠA.
Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidybos institutas, 2001, 163 p.
Nachdem Prof. Albertas Rosinas ein eigenes System zur Klassifikation der Pronomen entwickelt, nicht nur die semantische Struktur der Pronomen der litauischen Gemeinsprache (Rosinas 1984; 1996), sondern auch der baltischen Sprachen beschrieben (1988a) sowie Herkunft und Entwicklung der Pronomen dieser Sprachen erforscht und dargestellt hat (1988a: 157–226; 1995), wird er zu Recht als der bedeutendste Pronomenforscher der baltischen Sprachen bezeichnet. Das 2001 erschienene Buch ist der Analyse der semantischen und morphologischen Struktur der Pronomen gewidmet, die in den ersten Schriften des Großfürstentums Litauen – im Katekizme und in der Postilėje des Mikalojaus Daukša – vorkommen. Diese Monografie lässt sich als Fortsetzung, Präzisierung, Systematisierung und Zusammenfassung früherer Untersuchungen charakterisieren: Dies liegt nicht nur daran, dass erneut die Pronomenklasse zum Gegenstand der wissenschaftlichen Untersuchung gewählt wurde, sondern auch an Daukšas Texten. Bereits zuvor war der Gebrauch einiger Pronomen in Daukšas Postilėje beschrieben worden (Rosinas 1988b: 186; 1991: 53–55); aus ihr wurden ein Pronomenparadigma und Formen angeführt (Rosinas 1995: 18; 42–43 u. ö.), und sogar Besonderheiten der graphischen Wiedergabe einiger Wörter wurden erörtert (vgl. Rosinas 1994: 83–84). In der Pratarmėje des neuen Buches bedauert der Autor bei der Erörterung des Wertes von Daukšas Texten, dass deren Daten in linguistischen Arbeiten nach wie vor meist nur verwendet werden, um „eine Hypothese oder eine Gesetzmäßigkeit der Sprachentwicklung zu begründen“ (S. 8), obwohl eine systematische Sprachuntersuchung (im Gegensatz zu einer atomistischen) es ermöglicht, „Archaismen und Innovationen leichter festzustellen, [...] die Bedingungen, inneren Motive und Tendenzen des Wandels herauszuarbeiten“ (S. 8), und dazu beitragen kann, „den grammatischen Status einiger Wörter“ zu ändern (ebd.). In diesem Buch behält das Wort tūlas („das Wort tūlas ist kein Pronomen, sondern ein Adjektiv“ (S. 153)) ebenso wie in den früher vorgelegten Beschreibungen des Pronomensystems des Gegenwartslietuvischen (vgl. Rosinas 1984: 10–12; 1996: 18–20) denselben Status eines Adjektivs – nicht eines Pronomens –, ebenso die Wortverbindung *kok(i)s tok(i)s („mit der Bedeutung ‚gering, unbedeutend‘, ebenso wie das gegenwartssprachliche šioks toks“ (S. 14)); das Wort savas wird jedoch grammatisch anders charakterisiert: „Das sogenannte possessive Reflexiv‘pronomen‘ savas, -a ist kein Pronomen, sondern ein Adjektiv, das dem Adjektiv svetimas, -a gegenübersteht.“ (S. 153) (vgl. ferner: „Nicht auf eine Person bezogene Aussagen [...] zeigen, dass [...] die Nominativformen nicht die Bedeutung eines possessiven Reflexivpronomens, sondern die eines Possessivadjektivs haben. [...] In den fraglichen Kontexten modifizieren die Formen des behandelten Wortes kein Substantiv oder Pronomen, [...] ihre Bedeutung ist adjektivisch: ‚nicht fremd, nahestehend, einem selbst gehörend‘“ (S. 32–33)). Aus Daukšas Texten wird visoks, -ia in das Pronomeninventar aufgenommen, das nicht in die Liste der Pronomen des Gegenwartslietuvischen aufgenommen worden war (vgl. Rosinas 1996: 19). Nachdem der Autor den Gebrauch dieses Wortes in Daukšas Texten diachronisch bewertet hat (S. 107–108; 111–112), stellt er fest, dass „nur die Singularformen des Wortes visokias die Bedeutung eines Indefinitpronomens hatten, während die Pluralformen die adjektivische Bedeutung ‚verschieden‘ hatten“ (S. 108). Die in das Pronomeninventar aufgenommenen Wörter werden in der Monografie auch unter dem Gesichtspunkt ihrer Herkunft und Wortbildung behandelt: „Die Grundlage des Pronomeninventars der Texte Daukšas bilden Pronomen, die aus dem Baltischen und Ur-Litauischen ererbt sind; nur einige Existenzpronomen (nékas, nēkuris, nēkurie, nēkokis) sind Lehnübersetzungen aus dem Polnischen, während das Indefinitpronomen *kožnas [...] eine Entlehnung aus dem Weißrussischen ка́женъ, ка́жный ist“ (S. 153). Nach Auffassung des Autors „ist das Relativpronomen kaskas (g) eine Neubildung Daukšas, die durch die Umdeutung der Bestandteile der Wortverbindung wifsa kas, eines Indefinitpronomens, in Sätzen mit dem Relativpronomen kas entstand, wobei der zweite Bestandteil des Indefinitpronomens an das Relativpronomen angeschlossen wurde“ (S. 154).
In der Pratarmėje nennt der Autor die Ziele dieser Arbeit: erstens, „das Pronomeninventar der Texte Daukšas zu identifizieren, ihre Funktionen und Bedeutungen sowie die semantischen distinktiven [...] Merkmale festzustellen, die die Pronomen voneinander unterscheiden und sie zu bestimmten Unterklassen verbinden“ (S. 8), zweitens, „zu-
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gestützt auf die Textdaten Daukšas ([...] und anderer Autoren des 16.–17. Jahrhunderts) [...] die Bedingungen und inneren Motive der Neutralisierung von Adessiv und Allativ zu erklären (S. 8). Zur Umsetzung dieses Ziels ist das Buch in zwei Teile gegliedert: den ersten, der den Anforderungen einer systematischen Beschreibung entspricht und in dem die vom Autor entwickelte Theorie zur Klassifikation und Semantik der Pronomen bei der Beschreibung der Pronomen in Daukšas Texten angewandt wird, und den zweiten, der der Erörterung und Begründung der Bedingungen und Motive für die Entstehung und Angleichung einiger postpositionaler Lokalkasus (Adessiv und Allativ) gewidmet ist. In der Struktur der Monografie selbst wird dies äußerlich kaum sichtbar: Das Buch besteht aus Pratarmė, Hauptteil – Die semantische und morphologische Struktur der Pronomen, Schlussfolgerungen –, Literatur, Quellen, Abkürzungsverzeichnis und einer englischen Zusammenfassung (The semantic and morphological structure of pronouns in Mikalojus Daukša’s texts). Nur im Inhaltsverzeichnis (S. 5–6) ist anhand der Paragraphenverweise (im Abschnitt „Semantische und morphologische Struktur der Pronomen (§ 1–45)“ findet sich der Teil „1.10. Postpositionale Lokalkasus: Herkunft, innere Motive der Funktionsveränderungen (§ 46–48)“) der Versuch erkennbar, diesen Teil herauszustellen, der nicht allein die Pronomen, sondern auch die Herkunft und Entwicklung der postpositionalen Lokalkasus anderer nominaler Wortarten behandelt und mit seinen theoretischen Verallgemeinerungen nicht nur für die Erforschung und Beschreibung älterer Schriften, sondern auch für die historische Grammatik von Bedeutung ist. Nachdem der Autor eine gewisse Korrelation zwischen syntaktischen Konstruktionen mit der Präposition prieg und Adessiv sowie Allativ festgestellt hat (S. 136), erörtert er im Abschnitt „Postpositionale Lokalkasus [...]“ die Struktur der Sätze mit einer „adessivischen“ Konstruktion (prieg + Dativ) in Daukšas Texten (S. 136–137) und vertritt die Auffassung, solche Konstruktionen seien positionsbedingte morphologische Varianten des Adessivs. Hier wird auch die in Daukšas Texten häufige Konstruktion prieg + Genitiv vorgestellt, deren ursprüngliche Bedeutung „allativisch“ war (S. 137). Auf der Grundlage des Materials aus Daukšas Texten kann der Autor die bereits früher aufgestellte Annahme (vgl. Rosinas 1995: 64) zur Herkunft des Singularadessivs aus einer Verbindung von Dativ und Postposition *p(r)ei genauer begründen (S. 143–144). Nach Rosinas Ansicht zeigt die Analogie anderer symmetrischer Präpositionalkonstruktionen, dass „eine Vertauschung der Bestandteile ihre Morphologie nicht beeinflusst – derselbe von der Präposition (Postposition) regierte Kasus bleibt sowohl nach der Präposition als auch nach der Postposition erhalten“ (S. 144). Bei der Erörterung des u-Stamm-Adessivs, der nicht mit dem Dativ übereinstimmt, wird die von Jonas Kazlauskas und Vytautas Mažiulis vertretene Annahme aufgegriffen, dass die enklitische Postposition zur Zeit der Herausbildung des Adessivs „an die u-stämmige Dativform auf -u angefügt worden sein könnte“ (S. 144). Bei der Behandlung der Herkunft des Adessivs der o-stämmigen Nomina bezweifelt der Autor der Monografie nicht, dass „der Singularadessiv der Substantive aus dem Singular Dativ und der Postposition *prei entstanden ist“ (S. 147). Dass in älteren Schriften Pluraladessive vorkommen, die nicht mit der Dativstruktur zusammenhängen (S. 147), wird dadurch erklärt, dass die Theorie verworfen wird, nach der die pluralischen Adessivformen aus dem Pluralinessiv mit angefügter Postposition pi(e) hervorgegangen seien (S. 147–148). Denn nach Ansicht des Autors vermag diese Theorie weder die für das baltische Inessiv-Adessiv-Subsystem charakteristische Asymmetrie zu erklären noch den Bedarf an einem postpositionalen Pluralinessiv angesichts des aus dem Indogermanischen ererbten pluralischen Lokativs mit -su (S. 147–148). In diesem Teil der Monografie werden auch mögliche Bedingungen für die Bildung des Pluraladessivs mit -su(m)p (S. 149–150) und die inneren Motive erörtert: Ausschlaggebend dafür, dass der alte Lokativ auf -su als Grundlage des Pluraladessivs mit -sump gewählt wurde, war „der Gebrauch phonetisch übereinstimmender, also synkretischer Dativ- und Lokativformen in singularischen inessivischen und
1 Vgl. Pratarmėje: „Pronomen sind ebenfalls nominale Wortarten und zugleich Substitute anderer nominaler Wortarten (Substantive, Adjektive, Numeralia). Im Laufe der Zeit haben die maskulinen Pronomen anderer nominaler Wortarten Flexion beeinflusst“ (S. 9). Da jedoch im Text an einigen Stellen die Genitivform des unterscheidenden Pronomens ausgelassen ist, kann der Eindruck entstehen, das Pronomen gehöre nicht zur Klasse der nominalen Wortarten; vgl.: „bei verwandtschaftsbezeichnenden Pronomen und nominalen Wortarten [...] wird auch der Inessiv verwendet“ (S. 141), „bei stativen Verben [...] ist der Adessiv sowohl verwandtschaftsbezeichnender Pronomen als auch nominaler Wortarten [...] ein Synonym des Inessivs“ (S. 142).
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in adesiven Konstruktionen“ (S. 151–152). Diese Wahl kann Rosin zufolge als „natürlicher Prozess der Vereinheitlichung der Morphe von Kasusendungen“ bezeichnet werden (S. 152).
Im Hauptteil der Monografie, der der Beschreibung der Semantik und Morphologie der Pronomen in Daukšas Texten gewidmet ist (§1–45), findet der Leser eine kurze Einführung Pronomenrelationen (S. 10) sowie eine Liste des Inventars der Pronomen in Daukšas Texten, begleitet von Anmerkungen, in denen Punkt für Punkt das Problem erörtert wird, weshalb das Wort tūlas nicht in das Pronomeninventar aufgenommen wurde. Die folgenden Unterabschnitte dieses Teils enthalten eine Beschreibung der Pronomen in Daukšas Texten, die das früher vom Autor entwickelte System der Pronomenklassifikation erkennen lässt. Demnach werden die Pronomen in sechs Klassen unterteilt: Personalpronomen (partizipiale, nicht partizipiale, reflexive) (§4–10); Possessivpronomen (§11), Demonstrativpronomen (adjektivische, substantivische konkrete, absolute und qualitative Demonstrativa, indirekte Demonstrativpronomen, Dual der Demonstrativpronomen) (§12–22), Distinktivpronomen (§23–24), emphatische (§26–27) und kognitive Pronomen (Interrogativ-, Existenz-, Indefinit-, Definit-, Universal-, Reziprok-, Negativ- und Relativpronomen) (§28–44). Die Ergebnisse der Untersuchung werden im Abschnitt Differentialmerkmale und semantische Struktur der Pronomen in Daukšas Texten (§45) zusammengefasst. Nach ihrer Fähigkeit, die Stelle einer Nominalphrase einzunehmen, teilt der Autor die Pronomen in Daukšas Texten (wie auch die Pronomen des heutigen Litauischen, vgl. Rosinas 1996: 144) in zwei Klassen ein: „Substantivpronomen, die nur in der Position eines Substantivs verwendet werden, und Adjektivpronomen, die sowohl in der Position eines Substantivs als auch eines Adjektivs verwendet werden“ (S. 132). Die untersuchte Struktur der Pronomen in Daukšas Texten beschreibt er anhand von Paaren differentieller Merkmale, die bei der Untersuchung syntagmatischer und paradigmatischer Beziehungen zwischen den Pronomen in Daukšas Texten zutage traten. Zur Beschreibung dieser Pronomen werden siebzehn solcher Paare angesetzt² (S. 132–134). Auf der Grundlage dieser Merkmalskombination werden die Pronomen in einer Matrix dargestellt (S. 133); die semantische Klassifikation und die Hierarchie der Systembeziehungen nach den 17 herausgearbeiteten Differentialmerkmalen sind im Dendrogramm zur Identifikation der Pronomen (S. 134–135) abgebildet.
Die von Rosinas entwickelte Pronomenklassifikation hat sich in der litauischen Sprachwissenschaft fest etabliert; wer sich mit Problemen der Klassifikation oder Beschreibung von Pronomen befasst, kann sie kaum umgehen oder unerwähnt lassen. Im Kontext der Arbeiten des Autors selbst lässt sich diese Monografie als Anwendung des zuvor von ihm entwickelten Systems auf die Beschreibung der Pronomen in alten Schriftzeugnissen bewerten. Deshalb wird die Monografie auch in dieser Rezension als Untersuchung alter Schriftzeugnisse betrachtet.
Bei der Beschreibung der Semantik der Pronomen in Daukšas Texten (siehe Inhaltsverzeichnis, §1–45) verwendet der Autor die Methodik, die er für die Analyse der Struktur und Paradigmen der Pronomen bereits in seiner ersten Monografie Die semantische Struktur der Pronomen der litauischen Standardsprache (1984) angewandt und in den folgenden Monografien weiterentwickelt hatte: Die Pronomen der baltischen Sprachen (1988a: §12–79) und Die Pronomen der litauischen Standardsprache (1996: §12–71). Im Vorwort des Buches erinnert der Autor daran, dass die Monografie zur Vermeidung von Wiederholungen komplexere theoretische Fragen nicht behandelt, und empfiehlt, die Monografie von 1996 heranzuziehen, in der die theoretischen Aspekte ausführlicher erläutert werden (S. 8). Mitunter werden jedoch längst bewiesene Sachverhalte in das Buch übernommen. So wird etwa das auf neun Zeilen beschränkte Pronomeninventar der Texte Daukšas (S. 10–11) von über drei Seiten (S. 11–14) reichenden Anmerkungen begleitet, in denen der Aufsatz „Zum Status und zur Herkunft von tūlas, –à“ (Rosinas 1986: 30–33) vollständig wiedergegeben wird, einschließlich nicht weniger als vier Verweisen darauf, obwohl nur die beiden letzten einen gewissen zusätzlichen
2 Bei der Beschreibung des Pronomensystems des heutigen Litauischen unterschied der Autor zunächst 20 Paare differentieller Merkmale (Rosinas 1984: 115; 1988a: 146–148), später reduzierte er sie auf 19 Paare (vgl. Rosinas 1996: 145–147): Pronominalverbindungen wie vienas antro werden in dieser Monografie lediglich anhand des Merkmals-Paares reziprok/nicht reziprok beschrieben; auf die Charakterisierung durch die Merkmale nichtdifferenzierend/differenzierend wird verzichtet. Ebenfalls aufgegeben wurden solche Differentialmerkmale wie quantitativ/ nicht quantitativ und fakultativ/nicht fakultativ, die für die Beschreibung von Pronomen des heutigen Litauischen wie kas und daug kas; keletas und visi, visa, abu; kiekvienas und bet kuris erforderlich waren (Rosinas 1996: 146–147).
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…Information, die zwar umfangreich, für dieses Buch aber keineswegs erforderlich ist. So wird gleichsam erneut bewiesen, dass das Wort tūlas „niemals ein Pronomen war“ (S. 14). Im Kontext der Monografie wirkt der Versuch, dies erneut mit einem 1987 an mehreren Schüler- und Studentengruppen durchgeführten psycholinguistischen Experiment zu begründen (siehe S. 11–12), wenig überzeugend. Es wird daran erinnert, dass Jaunius und Skardžius das Wort tūlas für ein Adjektiv hielten (S. 12), unerwähnt bleibt jedoch, dass auch Palionis im DK-Wortformenverzeichnis das Wort tūlas mit dem Zusatz adj. (d. h. adjectivum, Adjektiv) aufführt (Palionis 1995: 737). Die vollständige Wiedergabe des Aufsatzes wirkt wie der Versuch des Autors, seine Zweifel an der vertretenen These quantitativ aufzuwiegen, die bei der Untersuchung der Ausdrucksbesonderheiten von tūlas in Daukšas Texten aufkamen, zum Beispiel: „In bestimmten Kontexten kann tūlas die Bedeutung ‚mehr als einer‘ oder ‚mehrere‘ annehmen und sich den Existenzpronomen annähern, die eine relative Vielzahl ausdrücken […]“; „Es ist fraglich, ob diese zwei Fälle, in denen tūlas mit eingeschränkter Bedeutung gebraucht wird, ausreichen, um dieses Wort den Pronomen zuzuordnen. Dagegen spräche sogar das einmalige korrelative tūlas mit kuris in einem Pronominalsatz […] DP 574.“ (S. 13).3
Die Arbeit, die eine umfangreiche Auswahl und Sichtung des Materials erforderte, wird im Vorwort bescheiden als „Versuch, eine Lücke in der systematischen Beschreibung der Sprache der Texte Daukšas zu schließen“ (S. 8) bezeichnet. Zugleich wird festgestellt, dass „wir bislang (mit Ausnahme von Pranas Skardžius’ ‚Daukšas Akzentologie‘) keine synchronen Beschreibungen der Sprache der Texte Daukšas haben, die ein systematisches Bild seiner Sprache vermitteln könnten“ (S. 8). Obwohl der Autor nicht näher ausführt, was eine systematische Untersuchung erfordert, wird bei der Lektüre der Monografie deutlich, dass er den in dem genannten Werk von Skardžius dargelegten Prinzipien der systematischen Beschreibung zustimmt und sie anwendet4: Entsprechungen zwischen den Katechismen von Daukša und Ledesma werden in der Monografie nur einige wenige Male angeführt (S. 65; 66; 105; 115; 140;..?), Vergleiche mit Textpassagen aus Wujekos Postille dagegen überhaupt nicht. Polnische Entsprechungen würden die Aussagen in Schlussfolgerungen stärken, die das Vorhandensein oder Fehlen eines Einflusses der Vorlage auf die besprochenen Konstruktionen betreffen. So wird etwa bei der Erörterung des Funktionswandels von Adessiv und Allativ behauptet, „die betreffenden Veränderungen seien nicht auf fremde Einflüsse zurückzuführen […]“ (S. 139); die herangezogenen Vergleichsbeispiele aus den Katechismen von Daukša und Ledesma sprechen jedoch dagegen, vgl.: „Über den Gebrauch des Allativs in Daukšas Texten könnte man ebenfalls vorsichtig behaupten, dass er durch die Präpositionalfügungen der polnischen Vorlage angeregt wurde […] (S. 140).“
Als Schlussfolgerung zum Gebrauch der Possessivpronomen in Daukšas Texten erklärt der Autor: „Wie die zu den Paradigmen von manas und tavas angeführten Beispiele zeigen, werden die Possessivpronomen manas, tavas häufig nach dem Muster der polnischen Vorlage reflexivisch gebraucht (siehe Rosinas, 1988, 176–179)“ (S. 37). Obwohl kein Grund besteht, an dieser Schlussfolgerung zu zweifeln, wäre es dennoch hilfreich, zumindest einige polnische Entsprechungen anzuführen, denn auch die Monografie von 1988 enthält lediglich eine Schlussfolgerung zum Einfluss polnischer Vorlagen (siehe Rosinas 1988a: 179), die auf den Aufsatz „Eine Besonderheit des Gebrauchs der Personalpronomen der 1. und 2. Person in der Sprache der litauischen alten Schriftzeugnisse“ verweist. Dort findet sich ein Beispiel aus dem Katechismus von Merkelis Petkevičius, das mit der Vorlage verglichen wird (siehe Rosinas 1973: 168). Auch bei den Vorwürfen gegen Daukša, eine ungeeignete Form gewählt zu haben, fehlen die Entsprechungen in der Vorlage. So heißt es etwa auf S. 122, dass „der in Daukšas Texten vorkommende Ersatz von Formen des Pronomens tas ar bis durch Formen des Relativpronomens kuris nicht korrekt“ sei und dass „es in Daukšas Texten noch weitere Fälle eines nicht korrekten Gebrauchs von Formen von kuris gibt“. Unerwähnt bleibt jedoch, dass in den genannten Sätzen Kureis žôdžeis (DP 10) aus Ktoremi słowy, o kuriųsia daiktųsia (DP 58216) aus dem W… übersetzt wurde
3 Gemeint sind nicht zwei Beispiele – der Autor selbst nennt mehr als drei: „[…] DP 26534; […] DP 25734–35; […] DP 25726 usw.“ (S. 13), sondern zwei Bedeutungen, in denen tūlas gebraucht wird: 1) „mehr als einer“; 2) „mehrere“.
4 Nach Skardžius’ Auffassung „muss zur Untersuchung des Gesamtbestands […] das gesamte Untersuchungsmaterial herangezogen werden […]“ (zitiert nach Skardžius 1999: 49). Wichtig ist, authentische Beispiele zu berücksichtigen; die untersuchten Sprachbelege Daukšas müssen jedoch nicht statistisch erfasst werden (Skardžius 1999: 49–50). Der Klarheit und besseren Orientierung halber sollten die polnischen Bedeutungen einiger Wörter angegeben werden (Skardžius 1999: 42).
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in welchen Reihen. Unter Außerachtlassung der polnischen Entsprechungen und der Besonderheiten der Texte (S. 102) werden folgende Schlussfolgerungen zur Übersetzung gezogen: „Die Formen des Pronomens abų werden bei Daukša bisweilen nicht ganz treffend durch die Demonstrativpronomen tú du ersetzt, obwohl die Textlogik dies nicht erfordert, vgl.: Tárė iam Jefus. Milėfsi Wieppati Diewą táwa išg wifsós Birdies tawós / ir išg wifsós dúbios tawós / ir išg wifso húmo tawo / ir išg wifsų flitų tawí. Tataig yra didžeufes ir pirmiaufias prifjakimas. O antras patogus yra tam. Milėfsi ártimą táwą kaip fawę páti. Túfe dwieiuſę⁷ (=abieiùse) prifjakimúfe vſſwiro wifsas žókonas ir Pránabái.5“ (S. 102). Ein Vergleich mit Wujeks Text („Ná tych dwu⁸ przykazániach záwiſnat wſzytek zakon“) zeigt, dass Daukša dem Original folgte; möglicherweise war er dazu auch aus theologischen Gründen verpflichtet, denn die mit dem Zahlwort kongruierende Form des Demonstrativpronomens ist gleichsam eine Adresse, die angibt, welches der Gebote Gottes besprochen oder zusammengefasst wird, vgl.: O kurį yrą bítie/ kurie bilo idant’ Wieppatis Chriſtus lieptų nepatogus dáiktus? Nejſąg iei anie ž́mones ſenamé žókone turėdami teip ſjukus/ ir bgkáičių prifjakimu und Zeremonien Gottes und ohne jene Gnade, die wir im neuen Gesetz haben, hätten sie doch alle diese Gebote erfüllen können.wiffus anus prifjakimus. Und wie sollten wir Christen sie erfüllen, da wir doch nur ein einziges Gebot haben, nämlich: Liebe.“ DP 46334,39; Kamėg vyžrakinás / tóji dėkintis prifjakimu? Diewaté prifjakimu ape meilę / tai eft túje: milek Wießpaty Diewą qnt’ wiffo / o ártimq kaip páty fawę/ drin’ Wießpaties Diewo. Trumpai ſakanti/ wiffas žókonas Diewo vyžrakinás ſaldžeufemę prifjakimę meites DK 885–16
Da der Text nicht mit dem Original verglichen wird, wird die Bedeutung der untersuchten Konstruktion bisweilen oberflächlich bestimmt. So heißt es etwa in der Beschreibung des Gebrauchs des absoluten Demonstrativs mit prieg: „Die Bedeutung ‚außerdem‘ wird in Daukšas Texten [...] durch die Verbindung prieg tam ausgedrückt“ (S. 137), obwohl kaum zu glauben ist, dass im angeführten Beispiel DP 7340 das Prädikat durch das Zustandsverb budamas + prieg tam nicht zum Ausdruck räumlicher Beziehungen, sondern in der vom Autor zugewiesenen Bedeutung „außerdem“ gebraucht werden könnte (die normalerweise nur auftritt, wenn die Verbindung prieg tam aus przy tym übersetzt wird, z. B. prieg tam DP 29922, oder aus owβem, z. B. prieg tam DP 226). Vgl. das Original des angeführten Satzes Nes išdas intikeio iog Wießpatis budamas prieg tam galėjo ij pašweikint (DP 7340), das Original (Bo Jud uwierzył że Pan bedoc obecnym/ mogł go uzdrowić) und den Kontext unmittelbar danach (Žydą palietium/ o pahoni žodžiu paſweikino DP 747).
Möglicherweise vertrat der Autor in Kenntnis dessen, dass Prof. Jonas Palionis eine Parallelausgabe der Postillen von Daukša und Wujek⁹ in Vorbereitung hatte, die Auffassung, der Leser könne diese ohne große Mühe selbst vergleichen-
5Im vorliegenden Fall ist Túfe dwieiuſę nicht eine mehrsilbige Lokativform des Demonstrativpronomens tú du (zu mehrsilbigen Dualformen siehe S. 103) und auch kein Fall eines Demonstrativpronomens im Dual (vgl. S. 57–60), sondern zwei getrennte Wörter, von denen nur das erste ein Demonstrativpronomen ist. Vgl. in Daukšas Text die Verwendung der Demonstrativpronomen im Nominativ mit Zahlwörtern, die eine konkrete Anzahl von Gebeten angeben: M. O kitų dáiktų privałotum kur meldziame? Mo. Toſę pėkio metaldó ſę/ kurios pójkau tie dwi eit DK 53 (M. A drugich rzeczy potrzebnych kiedy prosimy? V. W drugich pięciu prośbach. LK 339–11); „Kog Diewiep prąbom toſſę ſepinioję maldoſę? DK 518–9 (Czegoj prosziemy w tych siedmi prośbach / które já tym idą? LK 327–8). Übrigens führt auch der Autor selbst bei der Erörterung der Paradigmen des Demonstrativpronomens im Dual auf S. 59–60 der Monografie keine Inessivform des Demonstrativpronomens im Dual tuodu an. Zum Dual der Pronomen siehe ferner Rosinas (1995: 51–53); vgl. „Im Litauischen gibt es keine besonderen Genitiv- und Lokativformen des Duals“ (Zinkevičius 1980: 182); Lokativformen des Duals in der Gegenwartssprache sind: tuódviese, tiédviese (Andronov 1999: 155). Ambrazas, Hg. (1994: 280), führt keine Lokativformen des Pronominalduals tuodu, tiedvi an.
6DP 34212, geschrieben: sihų – J. P.
7DP 34214, geschrieben: dwieiuſę – J. P.
8Verwendet wird die ältere (als die seit Anfang des 16. Jahrhunderts aufkommende Neubildung dwuch, dwoch, dwóch) gemeinsame Genitiv- und Lokativform dwu < *dvojų (Klemensiewicz et al. 1955: 339).
9Zum Buch Mikalojaus Daukšos 1599 metų Postilė ir jos šaltiniai siehe Karaciejus (2001: 187–201), Judžentis (2001: 213–214).
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die vorgelegten Textausschnitte aus Daukšas Postilė mit den polnischen Entsprechungen abzugleichen. In der Monografie wird auch Czesław Kudzinowskis „Indeks – Słownik do „Daukšos Postilė“ nicht erwähnt, der es ermöglicht, schnell nicht nur mögliche polnische Entsprechungen des gesuchten Wortes zu ermitteln, sondern auch die verwendeten Formen des Wortes selbst und ihre Fundstellen zu sehen und anhand dieser auch die Häufigkeit seines Vorkommens festzustellen. In der besprochenen Monografie wird die quantitative Situation des Gebrauchs der Pronomen in Daukšas Texten nicht konkretisiert und nur mit zusammenfassenden Aussagen charakterisiert, z. B. „usw.“ (S. 107; 137; 138); „manchmal“ (S. 102); „gelegentlich verwendet“ (S. 99); „überhaupt nicht verwendet“ (S. 14); „am häufigsten verwendet“ (S. 117). Daher wirkt die Bemerkung seltsam, die den Gebrauch von Formen nicht in Daukšas Texten im Einzelnen darlegt: „Zum Beispiel stehen in Vilentas „Enchiridion“ von 23 Inessivformen im Plural 17 auf -su und nur 6 auf -sa“ (S. 148).101112
Obwohl die Identifizierung des Pronomeninventars der Texte Daukšas eines der Ziele der Monografie ist (siehe S. 8), wird die zentrale Pronomenliste (S. 10–11) ohne Erläuterungen präsentiert. Der Leser muss seinen ersten Eindruck korrigieren, dass die Pronomen der Texte Daukšas darin entsprechend ihrer graphischen Schreibung alphabetisch nach Grundformen geordnet sind, wobei Pronomen aus verschiedenen Bedeutungsgruppen durch Semikola und Nebenformen oder bestimmte Paradigmenformen (z. B. possessive Genitive) durch Kommata getrennt werden. Keine dieser Regeln wird konsequent eingehalten; da es zudem kein Register gibt, kann es nötig sein, das Buch sorgfältiger durchzublättern, um sich zu vergewissern, ob eine Form richtig geschrieben ist, denn:
– die Motive für die Wahl der graphischen Schreibung sind mitunter unklar. So steht im Inventar „ābeia, abeias; ābeietas“ (S. 10), während auf S. 106 das substantivische abeia vorgestellt, Beispiele angeführt und graphische Varianten erörtert werden, unter denen sich nicht einmal ein mit dem im Inventar aufgeführten ābeia identisches Beispiel findet. Auch in der synoptischen Tabelle (S. 132) und in der Matrix (S. 133) steht abeia;
– das alphabetische Prinzip wird uneinheitlich befolgt: Im Inventar stehen, durch ein Semikolon getrennt, „fawo; fawęs“, obwohl es umgekehrt sein müsste: „fawęs; fawo“, vgl. die Genitivvarianten im Abschnitt „Reflexivpronomen“: zuerst „Jawė, Jawę, Jawęs, Jawes, Jawis“ (S. 24), danach „fawo, sáwo, Jawô“ (S. 25);
– das Rekonstruktionszeichen vor Pronomen, deren Nominativform in Daukšas Texten nicht belegt ist, wird uneinheitlich verwendet. So erscheint das Pronomen nēkas ohne Sternchen in der Liste (S. 10), in der synoptischen Tabelle (S. 132) sowie auf S. 96 des Textes, obwohl es auf S. 97 heißt: „Manchmal verwendet Daukša in der Postilė statt kas das Lehnwort *nēkas mit derselben Bedeutung ‚irgendjemand‘.“ Umgekehrt sind in der Liste „*keletas; *keli“ (S. 10) mit Sternchen versehen, während auf S. 98 die nicht zusammengesetzten Demonstrativa „keli, keletas“ besprochen werden. Ohne Rekonstruktionszeichen erscheinen diese Pronomen in der synoptischen Pronomenliste (S. 132) und in der Matrix (S. 133);
– in der Liste werden nur die maskulinen Formen der Pronomen mit Genus aufgeführt, z. B. „iis, ijffai“ (S. 10), in der synoptischen Tabelle (S. 132) und in der Matrix (S. 133) wird jedoch unterschieden zwischen iis; iii. Auch die Darstellung der maskulinen und femininen Pronomen (wie patis, -i; bitas, -a; kokis, -i/-ia; tokis, -i/-ia; tas, -a) ist nicht vereinheitlicht – ist es ein Pronomen oder sind es zwei getrennte Pronomen? Vgl.: „Solcher
10 Dieses Nachschlagewerk für Forscher der Sprache der DP wurde weder in das Literatur- noch in das Quellenverzeichnis aufgenommen, obwohl der Autor die von Palionis zusammengestellten Wortformenregister der DK (Palionis 1995: 627–748) nicht ignoriert und dazu Kommentare vorgelegt hat (z. B. S. 140). Ergänzungen oder Kommentare hätten auch zu Kudzinowskis Arbeit beigetragen werden können.
11 Kudzinowski entnahm sie der Ausgabe von Wujeks kleiner Postille aus dem Jahr 1596. Eine andere Auffassung über das Original von Daukšas Postilė vertreten Urbutis (1978: 84) und Palionis (2000: 17–21).
12 Zum Beispiel wird auf Seite 79 der Monografie bei der Erörterung der Wortverbindung kito mėto ein Satz aus der DP ohne Koordinaten zitiert; der Leser kann diese jedoch mithilfe des Index von Kudzinowski leicht ermitteln: DP 318₄₅–₄₆.
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Das Pronomen ist patis, pati. Es tritt in verschiedene Verbindungen mit Nomina ein [...]“ (S. 86), „Das Pronomen patis, -i bildet Verbindungen [...]“ (S. 87), „Die Pronomen patis, -i heben in diesen Fügungen [...] hervor“ (S. 86), „Die Paradigmen der Pronomen patis, -i [...]“ (S. 87);
– im Inventar sind nicht alle Pronomen aufgeführt (nicht alle ihre Grundformen), z. B. fehlt unter den Existenzpronomen mit bestimmter Bedeutung *tiekas; vgl. im Text: „Eine unbestimmte Anzahl von Elementen drückt auch das Pronomen *tiekas aus, dessen Formen gelegentlich in Daukšas Texten verwendet werden und das den Existenzpronomen mit bestimmter Bedeutung zuzuordnen ist [...]“ (S. 99). Von den im Text aufgeführten adjektivischen Indefinitpronomen („vienas, kuris, kokis, kokai, nekūris, nėkokis, kažkokis, kuris nor(int), koksai nor(int)“ (S. 97)) fehlt die mehrgliedrige Verbindung koksai nor(int)¹³. Ein Sachregister würde es ermöglichen, solche Auslassungen zu übergehen. Seine Notwendigkeit liegt auch darin auf der Hand, dass in den Tabellen und im Dendrogramm „aus Platzmangel“ (S. 135) jeweils nur ein Vertreter der Unterklasse angegeben wird, während dasselbe Pronomen in den Beschreibungen der Unterklassen an mehreren Stellen behandelt werden kann, weil die semantische Klassifizierung dies erfordert. So werden etwa gleichlautende Personalreflexivpronomen fawo (S. 25) und Possessivpronomen fawo behandelt (nur auf S. 33 mit dem Verweis „siehe das Paradigma der Reflexivpronomen“); die Beschreibung des Duals der Pronomen ist auf zwei Teile verteilt: Der Dual der Demonstrativpronomen wird im Kapitel „Gebrauch des Pronominalduals“ (S. 57–60) besprochen, während „die aus dem Baltischen ererbten einsilbigen Dualformen“ (S. 103) im Kapitel „Pronomen der Gemeinsamkeit“ behandelt werden. Ähnlich wird das Pronomen niekas behandelt: im Kapitel Negativpronomen (S. 113–114) und als Bestandteil der Verbindung niekas kitas im Kapitel Distinktivpronomen (S. 80–81));
– im Inventar sind Korrekturfehler stehen geblieben, z. B. das rätselhafte Pronomen ne kioks (S. 10), das der Autor im Text selbst nicht behandelt. Als Korrekturfehler kann auch die unterschiedliche Ansetzung der atonischen Formen mi, ti der singularischen Personalpartizipialpronomen gelten: mi wird im Bedeutungsfeld des pluralischen Personalpartizipialpronomens mes aufgeführt, da es durch ein Komma abgetrennt ist: „mes, mūjū, mi“ (S. 10), während die atonische Form ti als ganz selbstständiges Pronomen angeführt und durch Semikola abgetrennt wird: „tawas; ti; tokis, toks, tokfai; tu, tawęs, tawo“ (S. 11). Im Text der Monografie werden diese Formen im Kapitel über die singularischen Personalpartizipialpronomen beschrieben: „Neben den behandelten orthotonischen Obliquusformen von aš und tu kommen auch atonische Formen vor [...]. In Daukšas Postille [...] nehmen die atonischen Formen ebenfalls die zweite Position nach einem Pronomen, Verb oder einer Präposition ein und haben Dativ- und Akkusativbedeutung“ (S. 16). Hier fehlt außerdem der Vergleich mit den Entsprechungen im Original, denn die Auswahl der seltenen atonischen Personalpronominalformen in Daukšas Postille (im Index von Kudzinskis sind 14 angegeben) könnte durch Verbindungen bestimmter polnischer Verben¹⁴ mit den enklitischen Dativformen¹⁵ mi, ci < ti oder deren Kurzformen bedingt sein, vgl.: Atfakijūt (Odpowiemi) 478₈; likjūt arba rodiūt (radzeć) 514₁₁; parōdiūt (Pokažeć) 200₂₁; patirōdiū (okažeć) 250₂₉; rōdiūt (radzeć) 165₂₈; teikūt (radzeć) 248₅₁; teikūt (radzeć) 170₃₃; Tepataiminĭ (Niechći okaże [...] oblicże) 258₂₂; kuriūmi dawėi (ktroreś mi dał) 154₁₀; Pamirōdik (Vkaż mi) 84₂₃; Parōdikim (Vkaż mi) 64₃₄; pritajkim’ (dopuść mi) 512₈; Temi tāmpti (Niech mi Jle) 602₂₂. Ein weiterer Einwand betrifft die Darstellungsweise: Obwohl die atonischen Formen Teil einer Konstruktion sind und nur in enklitischer Position gebraucht werden, bringt ihre Anführung im Inventar dies nicht zum Ausdruck (wie teilweise in den Schlussfolgerungen gezeigt, vgl.: „Neben den orthotonischen [...] verwendet Daukša gelegentlich auch die atonischen Formen mi, ti (-m, -t) [...]“ (S. 155)). Auch beim Zitieren Daukšas im Text wird nicht darauf geachtet,
¹³ Die notierte fs-Verbindung ist für Daukšas Texte nicht charakteristisch (üblich ist die Variante ſs).
¹⁴ Die nebenstehend angeführten Synonyme likjūt oder rodiūt DP 514₁₁ zeigen die Schwierigkeiten, auf die Daukša bei der Suche nach einem passenden Äquivalent für radzeć stieß.
¹⁵ Vgl.: „Die Formen der enklitischen Pronomen mi, ti entsprechen ebenfalls den Dativformen der Pronomen in anderen Sprachen (vgl. altkirchenslawisch mi, ti [...])“ (Ambrazas 1979: 119).
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dass die verkürzten atonischen Formen in der Postille meist (mit Ausnahme von teikiūt DP 248₅₁, DP 64₃₄) zusätzlich durch Sonderzeichen gekennzeichnet sind (t’ oder t; m’), z. B. „Atsakifjū́t [...] DP 478₈“ (S. 17) (in DP steht: Atfakifjūt).
Unklar ist, nach welchen Kriterien die eine oder andere Schreibvariante eines Pronomens für das Inventar ausgewählt wurde und mit welcher Genauigkeit die Monografie die Beispiele aus Daukšas Texten wiederzugeben beabsichtigt, obwohl der Autor gelegentlich einige orthografische Besonderheiten und die graphische Darstellung in Daukšas Texten erörtert (z. B. „die Schreibweise wirefnė16 ist als wirefnem zu lesen. Dies ist eines der Abbreviaturmittel [...]“ (S. 79); auf S. 18 finden sich Überlegungen zu den Schreibungen męs, ius... und dazu, ob sie Grundmodelle bezeichnen). Ein Teil der Regeln für die Wiedergabe von Zitaten aus Daukšas Texten lässt sich in der Monografie leicht erschließen. So werden etwa nicht nur die erwähnten t’; t; m’ ignoriert, sondern auch andere Sonderzeichen, z. B.: ṗ; ġ; ṙ (z. B. S. 13: wienįtefp (statt wienįtefp) DP 276₅₄; S. 137: prieg tam’ (müsste heißen prieg tam’) DP 73₄₀; S. 92 DP 9₆: Kuriū (Kuriū)) usw. Häufig werden Buchstaben ausgelassen, hinzugefügt oder ersetzt, z. B.: S. 41: kanceliarioi, vgl.: kancelliaroi DP 10₂₆; S. 16–17: „Įdant išpilditus žodžei kuriūs bitolo / iog kuriūmi dawei ne pražudžieu ne wieno iż jų DP 154₁₀–₁₁“ (vgl.: Įdant išpilditus žodžei kuriūs bitolo / iog kuriūmi dawei ne pražudžieu ne wieno iż’ jų); S. 122: o per wārį ir getężi gatibe įbmānos / kuriūja daiktūfja vżgul’ wijśā garbę pasaulo DP 582₁₄–₁₇ (vgl.: o per wārį ir getężi gatibe įbmānos / kuriūfja daiktūfja vżgul’ wijśā garbė pasaulo); S. 97: Būwog wel iūje kàżkokis kitas apreißkimas ijemus vżgulis (vgl. DP 250₁: Būwog wel iūse kàżkokis kitas apreißkimas ijemus vżgulis). Mitunter wird ein ganzes Wort und sogar das Pronomen selbst falsch transkribiert, z. B.: „Wie abe ist auch die lexikalische Variante des in Daukšas Texten gebrauchten Pronomens abeias [...]: Ant galo abeias pafikłonioiimas ir DangibKas ir śmónibKas / draugią yra fude-ty DP 536₄₂“ (S. 102). Vgl. die Schreibweise in DP: Ant galo abeies pafikłonioiimas ir DiéwibKas ir śmónibKas / draugią yra fudečių; S. 13: per akis sau būtų fugrįžę wienįtefp, vgl.: per akis iaubutu fugrįžę wienįtefp DP 276₅₄; der im DP-Auszug von 1926 wirklich schwer lesbare lokativische Singular der maskulinen Form abieioiė DP 141₅₁ wird vom Autor als abieieė entziffert (S. 103); vgl. das von Kudzिनowski (1977₁: 1) angegebene abieioiė. Gelegentlich wird ein nicht existentes Wort eingetragen (z. B. S. 102: Ko padarit ir negal ieig ābeietas nebūs wienos ir tiejos wieros. Nes téwas tęss ant Jawos wieros / O motina wel ant Jawos; in DP steht: Ko padarit negal ieig ābeietas nebūs wienos ir tiejos wieros. Nęś téwas tęss ant Jawos wieros / O motina wel ant Jawos DP 70₃₉–₄₀), oder ein vorhandenes ausgelassen (z. B. S. 97: pradėio nauius mókłus nè kokfai Thamoßius Muncérus DP 204₂₆; vgl. die Schreibweise in DP: pradėio nauius mókłus sęt nė kokfui Thamoßius Muncérus). Bearbeitungen von Daukšas Texten werden uneinheitlich präsentiert: an einer Stelle mit Sternchen, z. B. S. 117: „Der Satz *ne wieną preizūfį fūmėrties ne randū iamė wäre syntaktisch falsch“, an anderer Stelle nur mit einem Pfeil, teils in alten, teils in modernen Schriftzeichen. So sieht eine Bearbeitung in für Daukšas Texte charakteristischen Schriftzeichen, die einen Teil des vorhergehenden Satzes wiederholt und einen möglichen Wandel von kas zum positiven Indefinitpronomen anzeigt, aus, als stamme sie tatsächlich aus Daukšas Postille: „Kas cżė nęregi / kaip ełt tikri żodżai Wießpaties DP 22₃₁–₃₂ → Wijfi cżė regi“ (S. 93).
Bei der Präsentation der Pronomen im Inventar, in den Tabellen und im Text vermied der Autor die für die heutige Sprache typische Schreibweise. Bisweilen wird jedoch die Korrektheit des Pronominalgebrauchs in Daukšas Texten an den Kodifizierungsstandards der heutigen Sprache gemessen. Als Lehnübersetzung wird der Gebrauch einiger Inessivformen dargestellt-
16 Čia vėl kartojama straipsnyje „Nepastebėta M. Daukšos rašybos ypatybė“ (Rosinas 1994: 83–84) padaryta klaida: „Iki šiol, rodos, nepastebėta, kad tokia abreviatūra būtų buvusi vartojama latvių ir lietuvių senuosiuose raštuose. [...] Brūkšneliu nosinės raidės abreviatūra kartais reiškiama ir M. Daukšos postilės tekste“ (ten pat, p. 83). Bet nurodyti DP rašmenys Kudzिनowskio indekse pateikiami su cirkumflekso (ū, ī) ženklu (plg. Kudzिनowski 1977 II: 30: pakłidelūp 436₂₇; p. 240 giwętūbime 568₃₃). Dar plg. Rosinas (1995: 28).
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alt, z. B.: Über den Inessiv tamę heißt es, dass „der Gebrauch des betreffenden Inessivs in absolut-demonstrativer Bedeutung nichts anderes ist als eine direkte Lehnübersetzung der entsprechenden Konstruktion im Polnischen […]“ (S. 65). Ebenso wird der Inessiv abstrakter Substantive bewertet, vgl.: „Der Ort (oder die Orte) wird durch den Inessiv kameg oder den Allativ kanag angezeigt; Antworten werden gewöhnlich mit konkreten, für das Litauische typischen Ortsbezeichnungen gegeben […] In Daukšas Texten gibt es jedoch Fälle, in denen der Inessiv kameg dazu dient, einen Ort (oder Orte) mit für das Litauische untypischen abstrakten Substantiven anzugeben […]“ (S. 92). Als wörtliche Lehnübersetzung aus dem Polnischen führt Rosinas auch den Inessiv des Indefinitpronomens wiffame an und merkt dazu an, dass „der Inessiv des absoluten Indefinitpronomens, der eine Menge von Orten bezeichnet, dem Litauischen fremd ist“ (S. 105) und dass „die Formen aller übrigen Kasus korrekt sind und in der heutigen Sprache weiterhin gebraucht werden“ (S. 105). Im Zusammenhang mit den negativen Pronomen betont der Autor, sie hätten altertümliche Merkmale bewahrt (S. 113) und „unter allen negativen Pronomen in Daukšas Texten [zeichne sich] niekas durch archaischen Gebrauch aus“ (S. 113), erwähnt jedoch nicht den für das heutige Litauische untypischen Gebrauch des Inessivs des negativen Pronomens niekas (allerdings enthält die Monografie kein Paradigma des Pronomens niekas in Daukšas Texten), auf den er in früheren Arbeiten wiederholt hingewiesen hat: „Die Kontexte zeigen, dass niekas keinen Lokativ hat“ (Rosinas 1984: 107); „Aus den Kontexten geht hervor, dass sowohl das lettische nekas als auch das litauische niekas keinen Lokativ hat“ (Rosinas 1988a: 136); „Aus den Kontexten geht hervor, dass niekas keinen Lokativ hat“ (Rosinas 1996: 136). Zwar kommt im Katekizme von Daukša kein Inessiv des Pronomens niekas vor, doch ist der Inessiv des negativen Pronomens niekas in der Postilė, übersetzt nach dem in Wujekos Postille vorkommenden ni w czym17, viermal belegt (siehe Kudzinowski 1977: 505):
Doch nun ist die Seele S. nicht für nichts kleiner/, deshalb sollte man an ihrer Stelle vorschlagen, DP 216, (wobei nichts mir); jedoch nirgends nicht zutreffend DP 109 (Cžártowi wobei nichts nicht gebräuchlich); die Schöpfung der Jono wäre nirgends /andere als von Christus DP 23 (wobei nichts verschieden); wir müssen erkennen, dass wir eine Sache eher freiwillig nicht überwinden werden, als dass wir sie nirgends nicht betreten DP 109 (wobei nichts nicht hören).
Im Buch sind auch einige redaktionelle Fehler stehen geblieben, z. B.: „Der Inessiv wird in der Position des Inessivs gebraucht tamę anstelle des Instrumentals oder anderer Kasus“ (S. 65), „der Lokativ des Lokativs des o-Stammeslokatyvo lokatyvas mit *-ei“ (S. 146), „Das Verb tarti, byloti, kalbėti wird mit Dativ und Allativ gebraucht“ (S. 23), „Die Zuordnung der Form Jāwi DK 210₁₆ zum Inessiv ist unzutreffend¹⁹ (siehe DK 720); hier erfüllt sie Dativfunktionen“ (S. 140). Die Fußnote auf S. 11: „In den genannten Wörterbüchern wird tūlas nicht als Pronomen betrachtet – bei ihm fehlt die Kennzeichnung „Pron.““ sollte den mehrdeutig formulierten Satz begleiten: „Das in Substantiv- und Adjektivposition gebrauchte Wort tūlas, -a, mit den Bedeutungen ‚häufig, nicht nur einer, viele‘ (siehe DLKŽ, 1972, 867), ‚häufig, nicht nur einer‘ (DLKŽ, 1993, 861), wird traditionell als Pronomen angesehen.“ Uneinheitlich ist die Schreibung desselben Namens: „Erhalten geblieben sind nur zwei zweifelsfrei ihm zuzuordnende Werke – die Übersetzung des Katechismus von Jokūbas Ledesma und der Postille von Jakubas Wujek“ (S. 7) (vgl. die originale Schreibweise: Przez D. Jákúbá Le-dezmá ir Przez D. JÁKVBÁ WVYKA) usw.
Zu ni w czym siehe Klemensiewicz et al. (1955: 320, 321).
Šią formą nurodo ir Skardžius (1999: 227).
Die angeführte Form Jāwi lässt sich nur schwer als Dativ beurteilen, selbst wenn man ihre Entstehung durch den Einfluss des Originals erklärt, vgl.: Jog pigėus numirt turimė/ nėkaip įy pažęift: ir turimė fu didė fargibė / faugot wiffūs priffākimus io / bragindami iūs Jāwididžeus ant wiffū dāiktū kurie yra qnt’ to Paffāulo. (Abowiem rūcėy vmrzeć mamy niżli go obrazić: y mamy też pilnie zachować wßytko przykazánie iego / ważąc go / żeby więcey/ niżli ktoreg zecj ná świećie. LK 43₁₇). Selbst aus der Perspektive des heutigen Litauischen ist es schwer, eine Wortverbindung wie branginti sau in einem ähnlichen Kontext als möglich anzuerkennen; dabei ist der Inessiv in Daukšas Schriften wesentlich verbreiteter als heute.
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Aus dem umfangreichen Material von Daukšas Texten allein die Pronomen herauszusuchen, ist eine schwierige Aufgabe, ganz zu schweigen von der Beschreibung dieser Wortklasse als eines eigenständigen Systems. Der Autor beschränkte sich nicht auf die Klassifizierung der Pronomen in Daukšas Texten sowie die Herausarbeitung und Beschreibung ihrer Merkmale in den Unterklassen. Die Untersuchung der syntagmatischen und paradigmatischen Beziehungen dieser Pronomen ermöglichte es dem Autor, 17 Paare distinktiver Merkmale herauszuarbeiten und anhand ihrer die semantischen Oppositionen der Pronomen sowie die Bedeutung jedes einzelnen Pronomens als Gesamtheit distinktiver Merkmale zu beschreiben. Diese bestimmte die Stellung des jeweiligen Wortes im System der untersuchten Wortklasse oder ließ sogar einige Wörter, denen in traditionellen grammatischen Beschreibungen gewöhnlich der Status eines Pronomens zugeschrieben worden war, nicht in dieses System aufnehmen (visoks nur in Plural-, nicht in Singularformen; koks toks, savas, tūlas). Nachdem der Autor der Monografie die Pronomen in Daukšas Texten systematisiert und die Bedingungen für die „Herausbildung des gesamten Subsystems der postpositionalen Lokalkasus (insbesondere des Inessivs und Adessivs)“ (S. 150) bewertet hatte, äußerte er sich kritisch zur traditionellen Erklärung der Entwicklung pluralischer Adessive mit -sump und -samp, die auf der Annahme beruht, der baltische Pluralinessiv könne aus dem Pluralakkusativ + *en hervorgegangen sein (ausführlicher dazu S. 148). Rosinas zufolge könnte „die durch systematische Kürzung erfolgte Zusammenlegung von Pluralinessiv und Pluraladessiv“ (S. 156) die Vermischung von Inessiv und Adessiv bei verwandtschaftsbezeichnenden Pronomen und anderen Nomina in bestimmten Kontexten sowie die Singularformen dieser Kasus beeinflusst haben (S. 156).
Schon kurz nach ihrem Erscheinen erregte das Buch die Aufmerksamkeit von Forschenden alter Schriften und wurde erstmals zitiert20; weitere Besprechungen werden gewiss noch folgen. Die Leserinnen und Leser der Monografie werden Interessantes und Nützliches finden, das nicht nur mit Morphologie und Semantik der Pronomen sowie alten Schriften, sondern auch mit Syntax und historischer Grammatik zusammenhängt. Die schön gestaltete (Gestalter Albertas Broga) und wissenschaftlich wertvolle Monografie verdient eine Neuauflage, denn auch die in größeren Auflagen erschienenen Bücher Albertas Rosinas waren stets rasch ausverkauft (die Auflage dieses Buches beträgt nur 400 Exemplare). Bei der Vorbereitung einer Neuauflage könnte es nützlich sein, einige der hier geäußerten Korrekturhinweise zu berücksichtigen, auch wenn sie den für die Druckvorbereitung Verantwortlichen (Redakteurin Rita Vinslovaitė, technische Redakteurin Elvyra Volkienė, Korrektorinnen Danguolė Baliukynienė und Stasė Urbonienė) bereits hätten auffallen sollen.
QUELLENABKÜRZUNGEN
DK – KATHECHISMAS ARBA MOKSLAS KIEKWIENAM KRIKSZCZIONII PRIWALVS. PARASZITAS PER D. JAKVBA LEDESMA. Theologa Societatis IESV. Aus dem Łęczycer Sprachraum ins Litauische übersetzt von dem Priester Mikaloju Daugfba, Kanoniker der Žemaiten. Gedruckt zu Wilniuie im Jahr der Geburt des Herrn 1595.
LK – CHRISTLICHE LEHRE. Oder Katechismus für die Kinder. Von D. Jakub Ledesma. Die Theologie des Jesuitenordens, verfasst von P. Jezuif, / und nun aus dem Deutschen ins Polnische übersetzt. In Krakau. (1605).
DP – Die POSTILĖ des Mikalojaus Daukša aus dem Jahr 1599 und ihre Quellen. Herausgegeben von Jonas Palionis, 2000, Vilnius: Baltos lankos.
LITERATŪRA
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AMBRAZAS, V., red. 1994: Dabartinės lietuvių kalbos gramatika, Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidykla.
ANDRONOV, A. V. 1999: Сопоставительная грамматика литовского и латышского языков. Словоизменение. Санкт-Петербург: Диссертация на соискание учёной степени кандидата филологических наук.
JUDŽENTIS, A. 2001: Naujų darbų apžvalga. Acta Linguistica Lithuanica 45, 207–219.
20 Žr. Kavaliaunaitė (2001: 103; 104); Ambrazas S. (2001: 6); Maskuliūnas (2001: 83).
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Kavaliūnaitė, G. 2001: Adesyvas Chylinskio Naujojo Testamento vertime. Acta Linguistica Lithuanica 45, 93–111.
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Kudzinowski, Cz. 1977: Indeks–słownik do „Daukšos Postilė“ I (A–N), II (O–Ž), Poznań: Wydawnictwo Naukowe Uniwersytetu im. Adama Mickiewicza.
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Palionis, J. 1995: Žodžių formų rodyklė. Mikalojaus Daukšos 1595 metų Katekizmas. Parengė Vida Jakštienė ir Jonas Palionis, Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidykla, 627–748.
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Skardžius, Pr. 1999: Rinktiniai raštai 5. Sudarė ir parengė spaudai Albertas Rosinas, Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidybos institutas.
Urbutis, V. 1978: [Rec.] Czesław Kudzinowski. Indeks–słownik do „Daukšos Postilė“. Baltistica 14 (1), 81–85.
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Jūratė Pajėdienė Lietuvių kalbos institutas P. Vileišio g. 5, 2055 Vilnius, Lietuva [email protected]
Gauta 2002 08 19