Dainora Pociūtė, par. „Knyga nobažnystės krikščioniškos 1653“
Full text
ACTA LINGUISTICA LITHUANICA
LI (2004), 115–124
REZENSIONEN
Rezensionen
KNYGA NOBAŽNYSTĖS KRIKŠČIONIŠKOS 1653. FAKSIMILINIS LEIDIMAS. Parengė Dainora Pociūtė.
Vilnius: Institut für Litauische Literatur und Folklore, MMIV, lxv, 660 S., ISBN 9955-9408-0-8
Die besprochene Ausgabe ist in zweierlei Hinsicht einzigartig. Erstens wird dieses Denkmal unserer Schrift nun einem breiteren Kreis von Forschenden leicht zugänglich, denn in den Bibliotheken Litauens befindet sich, wie wir wissen, lediglich ein Mikrofilm dieser wichtigen Quelle aus der Mitte des 17. Jahrhunderts sowie eine 1684 in Königsberg erschienene kontrafaktische Ausgabe von Knygos nobażnystės krikščioniškos (im Folgenden: KN). Daher ist es sehr erfreulich, dass die Herausgeberin angesichts der Tatsache, dass das in Schweden aufbewahrte Original von Knygos nobażnystės krikščioniškos das einzige derzeit bekannte Exemplar ist, im Jahr 2003, anlässlich des 350. Jahrestags der Buchveröffentlichung, die „Initiative ergriff, eine Faksimileausgabe dieses Werkes vorzubereiten, die sowohl der wissenschaftlichen Textforschung als auch der Vertiefung litauischer Studien an den Universitäten dienen sollte“ (S. ix).
Zweitens ist diese Veröffentlichung des Instituts für Litauische Literatur und Folklore auch insofern einzigartig, als die Herausgeber des Buches (wenn man so sagen darf) zur „traditionellen“ Praxis der Faksimileausgabe alter Schriften zurückgekehrt sind, den sogenannten Hintergrund beibehalten und völlig zu Recht auf das eine Zeit lang vom Verlag Baltų lankų propagierte „moderne“ Prinzip verzichtet haben, Faksimiles alter Schriften nicht nur ohne Hintergrund, sondern auch in verkleinertem Format vorzulegen. Indem die Herausgeber dieser Ausgabe also den „traditionellen“ Weg eingeschlagen haben, bewiesen sie offenkundig, dass es heutzutage nicht schwierig ist, eine hochwertige Faksimileausgabe herauszugeben. Deshalb möchte man der Herausgeberin und den Verlegern dieser KN-Ausgabe nicht nur gratulieren, sondern ihnen auch dafür danken, dass sie sich bei der Herausgabe dieser Publikation nicht irgendwelchen Moden hingaben, die von unbekannt woher und aus welcher Richtung herangeweht werden, sondern vor allem an ihre Qualität und Bedeutung für die wissenschaftliche Forschung dachten und nicht an kommerzielle oder sonstige Aspekte.
Die Publikation besteht aus einem Vorwort (S. ix–x) und, selbstverständlich, zwei ungleich umfangreichen Teilen. Der erste ist der einleitende, einer eigenständigen Studie gleichkommende Aufsatz Das Buch der litauischen Kirche (S. xiii–lxv), verfasst von der bekannten Erforscherin der altlitauischen Literatur Dainora Pociūtė; der zweite ist der fotografische Nachdruck des KN-Textes (S. 1–660). Schon aus den zitierten Worten des Vorworts, die die Ziele der Vorbereitung der Ausgabe benennen, und aus der anschließenden Aussage, diese Ausgabe werde „den Anfang weiterer Vorbereitungen und Veröffentlichungen kritischer Ausgaben einzelner Teile dieses Werkes und ihrer Quellen bilden“ (S. x; vgl. auch S. xlvi, xlviii), wird deutlich, warum diese Ausgabe keine ausführlicheren Kommentare enthält. Auf sie wird man warten müssen.
Ein Leser, der mit unserer älteren Literatur weniger vertraut ist (und solche Leser gibt es – sogar unter den Litauischkundigen – immer mehr, wie auch einige Hochschulen hervorbringen), wird nach der Lektüre des Vorworts erfahren, dass nach dem Erscheinen der kontrafaktischen KN-Ausgabe in Königsberg im Jahr 1684 die erste Ausgabe dieses Buches sehr rasch in Vergessenheit geriet und man erst ernsthafter über sie zu sprechen begann, nachdem der aus dem Gebiet von Vilnius stammende Józef Trypućko 1958 in Uppsala das bibliografische Verzeichnis Polonica vetera Upsaliensia veröffentlichte, in dem (S. 102, 162, 166) Angaben zu diesem in der Universitätsbibliothek Uppsala aufbewahrten Sammelband gemacht wurden.
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Einer der ersten, der sich für diese Publikation interessierte, war Juozas Tumelis. Nachdem er die von Józef Trypućko veröffentlichten Angaben mit den entsprechenden Angaben zu den in litauischen Bibliotheken aufbewahrten Exemplaren verglichen hatte, stellte er fest, dass sie nicht ganz übereinstimmten. Damit begann sich abzuzeichnen, dass der Eintrag auf dem Titelblatt der in Litauen vorhandenen Exemplare O dabar antra karta perdrukavota nicht bedeutet, dass die Erstausgabe mit dem 1598 erschienenen Katekizmas von Merkelis Petkevičius (im Folgenden: PK) anzusetzen ist und der Eintrag dazu dienen sollte, die Gegner der Reformation zu täuschen, sondern eine den Tatsachen entsprechende Angabe ist. Dennoch findet sich in den in Litauen vorhandenen kontrafaktischen KN-Exemplaren ein Eintrag, der die Katholiken täuscht: das Erscheinungsjahr, der Druckort und der Verleger.
Allerdings wirft die am Anfang des Vorworts stehende Aussage, „das 1653 in Kėdainiai erschienene Knyga nobažnystės krikščioniškos war der markanteste historische Höhepunkt der litauischen calvinistischen Literatur und krönte die hundertjährige Erfahrung des calvinistischen Buchdrucks in Litauen seit dem Zeitpunkt, als Mikalojus Radvilas¹ der Schwarze 1553 auf seinem Gut in Brest die kontinuierliche Geschichte des gedruckten Buches in Litauen einleitete“ (Kursivierung von mir – J. K.) (S. ix), sofort die Frage auf, ob dieser weit gefasste kulturwissenschaftliche Aspekt, der zweifellos für die Untersuchung litauischer Themen notwendig ist, hier nicht die litauistischen Aspekte überschattet.
Die einleitende Studie Das Buch der litauischen Kirche beginnt mit den Abschnitten „Kėdainiai der Radvilas“ (S. xiii–xvii) und „Die Schule von Kėdainiai“ (S. xviii–xx). Der erste enthält weitere historische Informationen zu Kėdainiai und seinen früheren Verwaltern, der zweite handelt nicht nur vom Kolleg von Kėdainiai, sondern auch von den dort damals vorhandenen Büchersammlungen – den Bibliotheken. Die Studienautorin erwähnt hier die Bibliotheken des Fürsten Jonušas Radvila und der Kirche von Kėdainiai sowie die private Büchersammlung von Samuel Tomaševskis. Auf den ersten Blick könnte man meinen, die angeführten Tatsachen dürften keinerlei Zweifel aufwerfen. Wenn man sich jedoch an die Feststellung der bekannten Reformationsforscherin Ingė Lukšaitė erinnert, dass bislang nicht vollständig „klar ist, ob die Bibliothek der Kirche von Kėdainiai und die des Gymnasiums ein und dieselbe Bibliothek waren“ (Lukšaitė 2001:15), fragt man sich unwillkürlich, warum dieses Problem hier nicht erwähnt wird. Verfügt die Autorin der einleitenden Studie etwa über verlässliche Belege dafür, dass die Bibliothek der Kirche von Kėdainiai und die des Gymnasiums (oder Kollegiums) ein und dieselbe waren? Wenn ja, wäre es angebracht gewesen, alle Argumente für eine solche Annahme darzulegen, zumal Ingė Lukšaitė an anderer Stelle desselben Aufsatzes, auf den sich auch Dainora Pociūtė stützt, bereits von der Bibliothek des Gymnasiums von Kėdainiai schreibt, vgl. „Ein Verzeichnis oder ein Katalog der Bibliothek des Gymnasiums von Kėdainiai ist nicht bekannt“ (Lukšaitė 2001: 16).
Selbstverständlich richtet sich der Blick eines Sprachwissenschaftlers sofort auf den dritten Abschnitt „Der Gebrauch der litauischen Sprache im öffentlichen Leben von Kėdainiai“ (S. xx–xxii), in der Hoffnung, sich ein hinreichendes Bild davon machen zu können, welchen Stellenwert die litauische Sprache im damaligen Kėdainiai hatte. Nach der Lektüre des Abschnitts drängt sich jedoch der Schluss auf, dass sein Titel nicht ganz dem Inhalt entspricht. Denn er beschränkt sich auf die Erörterung des Gebrauchs der litauischen Sprache in religiösen Angelegenheiten. Außerdem finden sich auch hier Aussagen, die präzisiert werden müssten. So beginnt der Abschnitt mit der Aussage: „Obwohl in der Reformierten Kirche Litauens von ihrer Gründung an die polnische Sprache verwendet wurde (vielleicht gebraucht? – J. K.), die auch zur wichtigsten Schriftsprache der Kirche wurde, ergriffen die reformierten Synoden zu Beginn des 17. Jahrhunderts systematische Maßnahmen, um den Gebrauch der litauischen Sprache auszuweiten, und ordneten an, Katechese abzuhalten sowie Gottesdienste auch auf Litauisch zu feiern“ (S. xx). Hier würde man gerne sofort erfahren, in welchen Jahren die Synoden Maßnahmen zur Ausweitung des Gebrauchs der litauischen Sprache ergriffen, denn die bereits mehrfach erwähnte Kennerin der Reformationsgeschichte Ingė Lukšaitė erklärt, dass „die Protokolle der Synoden des 16. Jahrhunderts verbrannt wurden“ und aus den seit 1611 erhaltenen Synodenprotokollen „offenkundig ist, dass die Vorbereitung litauischer Bücher noch mehrere Jahrzehnte lang kein wichtiges Anliegen der Synode war“ (Lukšaitė 2001:
1 Es ist nicht ganz klar, warum Dainora Pociūtė die offenbar allgemein akzeptierte Form des Familiennamens dieser Magnaten des Großfürstentums Litauen Radvila in Radvilas ändert. In den Zitaten wird die von der Autorin verwendete Form Radvilas beibehalten.
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7). Wenn Dainora Pociūtė, die über Maßnahmen zur Erweiterung des Gebrauchs der litauischen Sprache schreibt, die Generalsynode von 1627 meint, auf der Kristupas Minvydas zum Pfarrer von Kėdainiai ernannt wurde, ist es sehr zweifelhaft, ob diese Synode dem frühen 17. Jahrhundert zuzurechnen ist.
Zwar vermutet Dainora Pociūtė, offenbar um die Überschrift des Abschnitts zu rechtfertigen, wenn auch nicht mit derselben Gewissheit wie Ingė Lukšaitė (2001: 14), dass die litauische Sprache an der Schule von Kėdainiai „als zusätzliche Sprache der katechetischen Erläuterung [...] verwendet worden sein könnte“ (S. xxi). Doch eine solche Vermutung reicht meines Erachtens nicht aus. Hier wäre es wahrscheinlich sehr nützlich gewesen, zu untersuchen, in welchem Maße die litauische Sprache für die Beamten des Magistrats von Kėdainiai erforderlich war, zumal die Voraussetzungen für eine solche Untersuchung offenbar gegeben sind (vgl. Lukšaitė 2001: 17).
Doch wohl die meisten Zweifel und verschiedensten Fragen wirft der Abschnitt „Die Situation der polnischsprachigen Literatur der Reformierten im kirchlichen Litauen der Großfürstentums Litauen“ (S. xxii–xxvii) auf, in dessen einleitenden Zeilen erneut wiederholt wird, dass das „Erscheinungsjahr der KN in Kėdainiai – 1653 – indirekt bereits den hundertsten Jahrestag der Geschichte der evangelischen Literatur und des Druckwesens in Litauen markierte“ (S. xxii). Der Überblick über polnische Publikationen beginnt mit der Behauptung, seinen Anfang habe 1553 „die von Mikalojus Radvila Juodasis gegründete erste lateinische (!? Kursivsetzung von mir – J. K.) Druckerei des Großfürstentums Litauen“ gemacht, und behandelt anschließend die Kleinen und Großen Katechismen, das Gesangbuch von 1559, die Bibeln von Brasta und Gdańsk² sowie weitere polnischsprachige Veröffentlichungen der Reformierten, die zweifellos aus konfessioneller und kulturwissenschaftlicher Sicht wichtig sind, meines Erachtens aber wenig mit dem Zustandekommen der KN zu tun haben. Im Gegenteil: Die ersten polnischsprachigen Veröffentlichungen calvinistischer Ausrichtung trugen mehr oder weniger zur Durchsetzung der polnischen Sprache bei und verdrängten die litauische aus einem breiteren Gebrauch. Daher ist eine derart ausführliche Behandlung polnischsprachiger Publikationen aus litauistischer Sicht wohl kaum zu rechtfertigen, es sei denn, die Autorin wollte damit dem Bestreben mancher reformierter Historiker entgegentreten, ihre Verdienste um das litauische Schrifttum übermäßig hervorzuheben (vgl. Kregždė 1978³), oder nochmals betonen, dass der Calvinismus zu seinen Anfängen eine Religion nicht der Massen (der Bauern), sondern der Erwählten (der Elite) war und sich erst dann den einfachen Menschen zuwandte, als er den Kampf gegen die damals recht fortschrittlichen Bildungsbestrebungen der Jesuiten bereits verloren hatte.
Natürlich ließe sich zur Rechtfertigung der Autorin behaupten, sie habe mit ihrem Überblick über polnischsprachige religiöse Bücher der Reformierten zeigen wollen, wie die später in die KN aufgenommenen religiösen Texte kodifiziert und vereinheitlicht wurden. Eine solche Schlussfolgerung ergäbe sich aus dem Ende dieses Abschnitts. Doch die Autorin selbst widerlegt sie zum Teil, indem sie erklärt, das Verhältnis des Gesangbuchs der KN zu den vereinheitlichten polnischsprachigen Veröffentlichungen aus Gdańsk sei zwiespältig (S. xxvii). Dieses Verhältnis soll in künftigen Publikationen ausführlich dargestellt werden.
Darüber hinaus rechtfertigt auch die Behauptung, dass „die für dieKnygos nobžnystės krikščioniškos vorbereiteten Texte zunächst das in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts etablierte orthodoxe System widerspiegeln und die nach langen Auseinandersetzungen und Beratungen kodifizierten polnischsprachigen Texte der Reformierten Kirchen Litauens und Polens auf Litauisch repräsentieren sollten“ (S. xxvii), bei näherer Prüfung der Aussagen in diesem Abschnitt eine solche Analyse polnischsprachiger reformierter Publikationen nicht. Es versteht sich von selbst, dass eine für die religiöse Praxis herausgegebene Publikation den kodifizierten Texten entsprechen muss. Die Frage, warum die Herausgeber des Gesangbuchs der KN diesem Grundsatz nicht konsequent folgten, beantwortet der Überblick über die polnischsprachigen Publikationen ebenfalls nicht.
2 Es ist jedoch unklar, warum Dainora Pociūtė beim Vergleich der Bibeln von Brasta und Gdańsk (S. xxvi–xxvii) in den Fußnoten neben der übrigen Literatur nicht auf die Dissertation von Gina Kavaliūnaitė verweist, in der ebenfalls beide Bibeln und ihre Übersetzungsprinzipien behandelt werden (siehe Kavaliūnaitė 2003: 82–89).
3 Dainora Pociūtė erwähnt diese Publikation nicht, obwohl sie darin formulierte Gedanken nicht nur zur KN und ihren Autoren, sondern sogar einige alte Irrtümer wiederholt, etwa die Behauptung, in Kėdainiai sei hochwertiges Papier mit dem Wasserzeichen Civitas Caiodunensis hergestellt worden (siehe Kregždė 1978: 81–95).
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Auch bei der weiteren Darstellung der Druckerei von Kėdainiai, ihrer Gründung und ihrer Publikationen scheut Dainora Pociūtė nicht vor weiten historischen Exkursen zurück und überschreitet dabei die chronologischen Grenzen erheblich. So erwähnt die Autorin bei der Erörterung anderer Druckereien der Reformierten (und nicht nur der Reformierten) im Gebiet des Großfürstentums Litauen auch die seit 1672 in Sluck tätige Druckerei. Darüber hinaus überlagert mitunter vielleicht ein etwas übersteigerter Wunsch, mit den Reformierten verbundene Sachverhalte hervorzuheben, die historischen Fakten. Das scheint etwa bei der Behauptung geschehen zu sein, dass die in Sluck „in Betrieb genommene Druckerei die einzige (Kursivsetzung von mir – J. K.) damals im Großfürstentum Litauen tätige Druckerei (neben der Druckerei der Akademie in Vilnius)“ gewesen sei (S. xxvii–xxix). Warum die einzige, wenn noch eine andere in Betrieb war? Es sei denn, die Druckerei von Sluck wird deshalb als einzige bezeichnet, weil sie keine litauischen Bücher druckte.
Bei der Erörterung der historischen Angaben zur Vorbereitung und zum Druck der KN stützt sich die Autorin auf einen Brief von Jonušas Radvila vom 18. März 1653, in dem der Fürst vermutete, die Hindernisse beim Druck seien „künstlich herbeigeführt worden, weil einige örtliche Pfarrer den Namen Telega nicht sehen wollten“ (S. xxxii). Nachdem Dainora Pociūtė im weiteren Text einen aus dem Brief von Jonušas Radvila übersetzten Satz zitiert hat, führt sie ihn in Fußnote 81 auf Polnisch an und fügt unmittelbar hinzu: „In der Literaturgeschichtsschreibung ist, vermutlich aufgrund einer fehlerhaften Interpretation dieses Zitats von Radvila, die gegenteilige [= gegenteilige] Meinung verbreitet, wonach Radvila sich darüber geärgert habe, dass Telega im Buch aufgrund einer Erfindung der Pfarrer als Autor angegeben wurde“ (S. xxxii). Anschließend nennt sie Quellen, in denen diese Interpretation vertreten wird: Vaclovas Biržiškas Aleksandrynas, Juozas Tumelis’ Aufsatz „Knygos nobažnystės krikščioniškos“ (1653) pirmojo leidimo klausimu“, erschienen im 7. Band von Bibliotekininkystės ir bibliografijos klausimų, sowie Jurgis Lebedžio Senąją lietuvių literatūrą, nicht aber den erst kürzlich erschienenen und bereits mehrfach erwähnten Aufsatz von Ingė Lukšaitė, in dem eine ähnliche Interpretation wiederholt wird4, obwohl Dainora Pociūtė sich recht häufig auf diesen Aufsatz stützt. Vielleicht hat sie ihn übersehen?
Im Abschnitt „Die Autorschaft des Buches“ (S. xxxiii–xxxiv) führt Dainora Pociūtė unter Berufung auf das polnischsprachige Vorwort der KN „An den geneigten Leser“ sowie auf die Arbeiten des Linguisten Antanas Jakulis aus, wer welche Teile dieses Buches erstellt hat oder erstellt haben könnte. Nach diesem gelungenen und notwendigen Überblick stellt die Autorin unvermittelt und ohne weitere Erläuterungen fest, dass „sich im 16.–17. Jahrhundert drei Varianten der geschriebenen litauischen Sprache herausgebildet hatten“ (S. xxxiv). Da bisher überwiegend vom Gebiet des Großfürstentums Litauen die Rede war, könnte ein Leser, der mit der Frühphase der Geschichte der litauischen Schriftsprache weniger vertraut ist, daraus schließen, dass es damals im Großfürstentum Litauen drei Varianten der Schriftsprache gab. Solche Zweideutigkeiten wären vermieden worden, hätte die Verfasserin der Studie diese Aussage zumindest etwas erläutert oder wenigstens auf einschlägige Literatur verwiesen.
Nachdem Dainora Pociūtė die Herausgeber der KN vorgestellt hat – Steponas Jaugelys Telega (S. xxxiv–xxxvi), Samuelis Tomaševskis (S. xxxvi–xxxvii), Jonas Božimovskis (S. xxxvii–xxxviii) und Samuelis Minvydas (S. xxxviii) –, geht sie zur Anlage des Buches über (S. xxxix–xl) und erörtert, aus wie vielen Büchern der rezensierte Sammelband eigentlich besteht. Denn einige (Dalia Jakulytė, Zigmas Zinkevičius) vertreten die Auffassung, er bestehe aus drei Büchern, während andere (Juozas Tumelis, die von der Autorin nicht angeführte Ingė Lukšaitė (2001: 4) und mit gewissen Vorbehalten auch die Autorin selbst) ihn als Sammlung von vier Büchern betrachten. Dabei wird von der Annahme ausgegangen, dass das Genre seit jeher ausschlaggebend dafür ist, ob ein Buch als religiös gilt. Um diese Aussage zu begründen
4 Vgl.: „Gewisse Zweifel am Beitrag von Samuelis Tamašauskas (auch Tomašauskas, Tomaszewski, etwa 1605–1650) und Steponas Jaugelys Telega zur Vorbereitung des Gesangbuchs weckte Jonušas Radvila in seinem Brief vom 18. März 1653 an den Starosten Laurynas Kochanskis, als er bemerkte, Telegas Autorschaft sei eine Erfindung der Pfarrer“ (Lukšaitė 2001: 19).
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Zur Begründung schreibt Dainora Pociūtė: „Wie die hebräische Bezeichnung der Bibel „Bücher“ bedeutete, so wurde auch Martynas Mažvydas’ Katekizmas, in dem nicht nur ein Katechismus, sondern auch ein Gesangbüchlein und ein ABC-Buch gedruckt waren (abgesehen von Widmungen und Vorreden, die die meisten Bücher jener Zeit begleiteten), nicht als ein „Buch“ (obwohl es eine fortlaufende Paginierung hatte), sondern als „Büchlein“ bezeichnet. Beispiele dafür gab es auch in der in anderen Sprachen gedruckten Literatur“ (S. xl). Erstens ist fraglich, ob die Autorin wirklich in so ferne Zeiten und Länder zurückgehen musste, vom 16. und 17. Jahrhundert ganz zu schweigen, zumal sie weder die Bezeichnung des hebräischen Alten Testaments (an das sich übrigens auch die Protestanten halten, siehe Rubšys 1995: 1, 26) Tanak noch deren Bedeutung angibt. Zweitens hat Dainora Pociūtė bei ihrer Erklärung der Bedeutung von Martynas Mažvydas’ Wort knygelės (Nom. Pl.) vergessen, die Leser daran zu erinnern, dass sich der ukrainische Linguist Anatolijus Nepokupnas mit der Bedeutung dieser Ableitung befasst hat. Seinen Angaben zufolge bedeutet Martynas Mažvydas’ knygelės nicht „Büchlein“ oder „dieses Buch“, wie in der litauischen Sprachforschung traditionell angenommen wird, sondern „Lehrbuch“ (Nepokupnas 1994: 75, 76). Außerdem sollte man bei der Untersuchung der Bedeutung der von Martynas Mažvydas verwendeten Ableitung knygelės wohl auch die Form des Grundworts knyga in den Schriften des 17. Jahrhunderts in Kleinlitauen nicht außer Acht lassen. Da in den handschriftlichen Wörterbüchern des 17. Jahrhunderts das litauische Äquivalent des deutschen Wortes Buch knygos (Nom. Pl.) lautet (vgl. Lexicon Lithuanicum 1987: 106–107; Clavis Germanico–Lithuana 1997: 1, 408), liegt der Verdacht nahe, dass die Ableitung knygeles eine suffixale Ableitung der Pluralform knygos sein könnte.
Da sich die von Dainora Pociūtė vorgebrachten Argumente unterschiedlich deuten lassen, wäre es in diesem Fall am zweckmäßigsten, ohne auf Einzelheiten einzugehen, sich an die genaue bibliografische Sichtweise zu halten und von drei Büchern zu sprechen, die nicht nur eine jeweils eigene Paginierung, sondern auch separate Erratumverzeichnisse aufweisen. Diese Sichtweise vertritt auch die Autorin selbst, wenn sie die einzelnen Teile der KN erörtert (S. xl–xlv).
Die Vorstellung des Gesangbuchs der KN (S. xl–xlii) beginnt mit der Feststellung, dass es „100 Übersetzungstexte von Psalmen und 158 Lieder enthält (147 davon in den verschiedenen Hauptteilen des Gesangbuchs und 11 im Anhang des Gesangbuchs „Giesmes Pridotka“)“ (S. xl). Als der Autorin jedoch offenbar auffiel, dass die erste Hälfte dieser Aussage die Leser in die Irre führen könnte (wenn man sich an die auf S. xxxix zitierten Worte Samuel Chylinskis erinnert, wonach dieses Gesangbuch „nur 78 poetisch aus dem Polnischen übersetzte Psalmen Davids“ enthält), präzisiert sie sogleich, dass in diesem Gesangbuch tatsächlich nur 78 Psalmen gedruckt sind, von denen 22 in zwei Übersetzungsvarianten vorliegen. Und fast unmittelbar nach dieser Präzisierung widerlegt sie zu Recht auch Vaclovas Biržiškas Behauptung, das Gesangbuch der KN sei „zusammen mit den anderen 1653 in der Druckerei von Kėdainiai erschienenen Publikationen kein neu vorbereitetes und verfasstes Buch gewesen, sondern lediglich eine zweite, erweiterte, in gewissem Maße korrigierte und ergänzte Ausgabe des Katechismus von 1598, lediglich ohne den polnischen Text“ (Biržiška 1990: 1, 289).
Alles, was die Autorin in diesem Abschnitt schreibt, ist richtig. Noch überzeugender wäre es jedoch gewesen, wenn Dainora Pociūtė hier oder im Abschnitt „Das Verhältnis der KN zu Merkelis Petkevičius’ Katekizmas“ (S. xlv–xlvi) mehr statistische Angaben gemacht hätte. Denn wenn man berücksichtigt, dass im PK 40 Psalmübersetzungen und 41 Psalmtexte gedruckt wurden (d. h. Psalm 128 im PK in zwei Übersetzungsvarianten vorliegt) und dass auf 8 Psalmen (d. h. 26, 46, 67, 80, 82, 109, 117, 122) im Gesangbuch der KN verzichtet wurde, ergibt sich, dass bei der Vorbereitung des Gesangbuchs der KN für den Druck erstmals 46 Psalmen ins Litauische übersetzt wurden (d. h. 78 Psalmen der KN – 32 Psalmen des PK = 46 neu übersetzte Psalmen).
Noch deutlicher stützt die Anzahl der Lieder im Gesangbuch der KN Dainora Pociūtės Auffassung. Da im PK nur etwas mehr als 50 Lieder gedruckt wurden, ist klar, dass es keinerlei Grundlage dafür gibt, die KN als Neuauflage des PK zu betrachten.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich Dainora Pociūtė außerdem darauf hinweisen, dass sie bei der Vorbereitung der mehrfach angekündigten kritischen Ausgaben der Teile der KN versuchen sollte zu erklären, warum 22 Lieder des Gesangbuchs der KN
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Psalmen (d. h. 1, 3, 23, 25, 27, 28, 30, 32, 51, 68, 86, 91, 103, 113, 118 (in der KN offenbar fälschlich mit cviii bezeichnet), 121, 127, 128, 130, 134, 142, 146) in zwei Übersetzungsvarianten vorliegen. Könnte die Vorlage des PK hierbei vielleicht eine Rolle gespielt haben? Denn ein oberflächlicher Vergleich der Texte zeigt, dass von diesen 22 Psalmen der KN, die in zwei Übersetzungsvarianten vorliegen, bei 17 (d. h. 1, 3, 23, 27, 28, 32, 51, 86, 91, 103, 121, 127, 128, 130, 134, 142, 146) eine Übersetzungsvariante dem Text des PK näher steht. Die übrigen 5 Psalmen (d. h. 25, 30, 68, 113, 118), die im Gesangbuch der KN in zwei Übersetzungsvarianten enthalten sind, finden sich nicht im PK. Vielleicht lässt sich bei der Klärung dieser Fragen auch herausfinden, warum die Herausgeber des Gesangbuchs der KN auf 6 Psalmen des PK (d. h. 26, 46, 67, 80, 82, 109, 117, 122) verzichteten?
Bei der Vorstellung der Postille der KN Suma... weist Dainora Pociūtė, hauptsächlich auf Grundlage der vorläufigen Untersuchungen von Antanas Jakulis, die Leser darauf hin, dass die Texte der litauischen Kėdainiai-Fassung und der polnischen Postille von Grzegorz aus Żarnowiec nicht deckungsgleich sind und noch der Erforschung harren. Die heute in der Historiografie der litauischen Literatur vorherrschende Auffassung, die Suma der KN sei eine Übersetzung der Postille von Grzegorz aus Żarnowiec, stützt sich auf die Angaben in der polnischen „Vorred zur geneigten Leserschaft“ der KN und ist natürlich nicht zutreffend.
Zu loben bleibt die Autorin auch dafür, dass sie im vergleichsweise kurzen Abschnitt „Die kontrafaktische Ausgabe der Knygos nobžnystės krikščioniškos von 1684“ (S. xlvi–lii), wobei sie sich hauptsächlich auf die heute nicht allen Lesern leicht zugänglichen Arbeiten von Juozas Tumelis stützt, diese nicht nur präzisiert, sondern auch hinreichend klar darlegt, worin sich die zweite – kontrafaktische – Ausgabe der KN von der ersten unterscheidet. Zudem macht sie künftige Leser darauf aufmerksam, dass in die kontrafaktische Ausgabe nicht der Katechismustext der ersten KN-Ausgabe aufgenommen wurde, sondern dass man sich auf den leicht erweiterten Katechismustext stützte, der 1680 in Königsberg als separate Ausgabe erschienen war.
Bei der Beschreibung des einzigen derzeit bekannten Exemplars der KN erörtert Dainora Pociūtė recht ausführlich die lateinischen und polnischen Eintragungen im Uppsalaer Exemplar und legt ihre Übersetzungen vor. Daraus erfahren wir, dass einer der Verfasser dieses Buches, Samuelis Minvydas, am 27. März 1656 dieses Exemplar der KN dem Pfarrer der Kirche von Žiuproniai, Paulius Gnatovskis, schenkte. Hier möchte ich sowohl die Autorin als auch die Leser darauf aufmerksam machen, dass sich in die Übersetzung der ersten (lateinischen) Eintragung von Paulius Gnatovskis ein Fehler eingeschlichen hat und es statt... garbijo Minvydo Stanislovo dovana heißen sollte: garbijo Minvydo Samuelio dovana (S. lvi, zweite Zeile von oben).
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Autorin bei der Untersuchung der Eintragungen zugleich die Leser mit der recht schillernden Persönlichkeit Johan Gabriel Sparwenfelds bekannt macht, der dieses Buch in Schweden besaß (S. lvi–lvii).
Alle, die sich für die Geschichte des alten litauischen Buches interessieren, werden mit Interesse den Weg eines Fragments des Gebetbuchs aus der ersten Ausgabe der KN in die Bibliothek des Instituts für Litauische Literatur und Folklore verfolgen, wo es heute aufbewahrt wird (S. lviii–lix).
Der Beitrag zum rezensierten Werk schließt mit zwei Abschnitten, die einen Überblick über die Forschungsgeschichte zu den Wasserzeichen des Papiers der KN (S. lix–lxviii) sowie eine Beschreibung des Einbands des Uppsalaer Exemplars bieten. Aus dem ersten erfahren wir, dass für die Erstausgabe der KN Papier verwendet wurde, das in zwei Papiermühlen in Vilnius hergestellt worden war (S. lxii), und aus dem zweiten, dass das Uppsalaer Exemplar ungebunden nach Schweden gelangte, da der schwedische Diplomat und Sammler Gabriel Sparwenfeld für seinen Einband sogenanntes „holländisches“ Papier verwendete, das vom Franzosen Tuilledary Bauvais hergestellt worden war (S. lxiv–lxv).
Nachdem man nicht nur die letzte Seite der Einleitung, sondern des gesamten rezensierten Werks umgeblättert hat, freut man sich noch einmal darüber, dass das Institut für Litauische Literatur und Folklore eine sehr notwendige und hochwertige Publikation herausgegeben hat. Die Herausgeberin des Buches, Dainora Pociūtė, möchte ich bitten, die Vorbereitung
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kritische Ausgaben der einzelnen Teile des KN vorzulegen, obwohl dies eine äußerst schwierige und mühsame Arbeit ist. Mit den hier geäußerten, bisweilen vielleicht auch übermäßig subjektiven Anmerkungen sollte vor allem die Herausgeberin darauf aufmerksam gemacht werden, was in künftigen kritischen Ausgaben zu präzisieren und was eingehender zu untersuchen wäre. Und wenn diese Anmerkungen wenigstens ein wenig hilfreich sind, hat ihr Verfasser sein Ziel erreicht.
LITERATUR UND QUELLEN
BIRŽIŠKA, V. 1990: Aleksandrynas 1, Vilnius: Sietynas.
Clavis Germanico–Lithuana 1997. Rankraštinis XVII amžiaus vokiečių–lietuvių kalbų žodynas. I dalis: A–E, Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidykla.
KAVALIŪNAITĖ, G. 2003: Samuelio Boguslavo Chylinskio Naujojo Testamento vertimo santykis su originalais. Daktaro disertacija, Vilnius.
KREGŽDĖ, J. 1978: Lietuvos reformato raštija, Chicago: Devenių kultūrinio fondo leidinys.
Lexicon Lithuanicum 1987. Rankraštinis XVII a. vokiečių–lietuvių kalbų žodynas, Vilnius: Mokslas.
LUKŠAITĖ, I. 1999: Reformacija Lietuvos Didžiojoje Kunigaikštystėje ir Mažojoje Lietuvoje, Vilnius: Baltos lankos.
LUKŠAITĖ, I. 2001: Knygos nobžanystės (1653) parengimo kultūrinė aplinka. Knyga nobžanystės krikščioniškos (1653), XVII a. Lietuvos kultūros paminklas, Kėdainiai: Kėdainių krašto muziejus, 4–29.
NEPOKUPNAS, A. 1994: M. Mažvydo „Katekizmo“ – bylojančio vadovėlio (knygelių) vaizdas istorijos ir kultūros kontekste. Protestantizmas Lietuvoje: istorija ir dabartis, Vilnius: Apyaušris, 70–77.
RUBŠYS, A. 1995: Raktas į Senąjį Testamentą 1, Vilnius: Katalikų pasaulis.
Juozas Karaciejus Lietuvių kalbos institutas P. Vileišio g. 5, 10308 Vilnius, Lietuva
Eingegangen am 12.12.2004
BERTHOLD FORSSMAN
LETTISCHE GRAMMATIK
Dettelbach: J. H. Röll, 2001, 418 p., ISBN 3-89754-194-7 (Münchener Studien zur Sprachwissenschaft, Beiheft 20)
Berthold Forssmans Lettische Grammatik richtet sich, wie in ihrem „Vorwort“ angegeben wird, nicht nur an Indogermanisten und Baltisten, sondern auch an Slawisten und andere Sprachwissenschaftler, die sich sowohl für die heutige lettische Schriftsprache als auch für die historische Grammatik dieser Sprache interessieren. Trotz ihrer späten Bezeugung in schriftlichen Quellen gelten die baltischen Sprachen aufgrund ihrer Phonetik und ihres gut erhaltenen Flexionssystems als sehr archaisch. Der Verfasser der Grammatik weist außerdem darauf hin, dass die 1923 erschienene Lettische Grammatik von Jānis Endzelīns ein unverzichtbares Standardlehrbuch war und weiterhin ist, für Anfänger beim Erlernen des Lettischen jedoch zu ausführlich, in der Praxis schwer zu verwenden ist und keinen Bezug zur heutigen lettischen Literatursprache aufweist. Daher ist die hier rezensierte Grammatik von B. Forssman gleichsam eine Brücke zwischen der heutigen lettischen Literatursprache und ihrer historischen Behandlung; die synchronen Kapitel können Interessierten als Einführung in die lettische Sprache dienen. Der Verfasser der Grammatik betont zudem, dass die Kenntnis des Litauischen für Indogermanisten unerlässlich ist; deshalb wird in den diachronischen Kapiteln kontrastiv litauisches Sprachmaterial herangezogen, aber,