Diatezės alternacijos iš skirtingų teorinių modelių tyrimų perspektyvos
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Acta Linguistica Lithuanica LXI (2009), 61 -111 Perspektiven der i§ Untersuchung der Diathese-Alternation verschiedener theoretischer Modelle KRISTINA LENARTAITE Lietuviy kalbos institutas Der Artikel gibt einen Überblick an über die of Ansätze, die verschiedene in theoretische Rahmenwerke (Generative Grammatik, relationale Sprache Grammatik, die Lexikal Regel Modelle, Konstruktion Grammar und the Lexikalkonstruktivismus Ansatz) to Rechenschaft für Alterationsain rgument-Realisierung (diathetische Alterationen) wie aktive as the passive vs Alteration, die „Spray/Load“-- Wechsel, Dativ-Wechsel usw. Im letzten Teil des Artikels werden einige Überlegungen vorgestellt, die of die derivative Sichtweise befürworten. speaking in of 0. EINLEITENDE BEMERKUNGEN Der Artikel behandelt Sie diatezés alternavimo! Ausdrücke: aktive Subkonstruktiir onen, syvinés anwendungsbezogene Alternationen und andere Fälle von Alternierung der Argumente (z.B. lokative Wechselwirkungen ir usw.). Also, wieviel- | „Diatezés“ savoka XX a. Die 1990er Jahre waren pradZioje }vesta CholodoviGiaus, um universaliat apre’yti ries Kategorie. In Bezug auf apie diese TermeWird eine Änderung nu der semantischen Funktion des Subjekts definiert, z. B. durch eine aktive su Handlung, wenn das Subjekt ein Agent ist, durch eine o su passive oder — patientas ‚patyréjas‘ (untergeht) (Matthews 2007: 104-105). Jedoch diateze kann es allgemeiner als ir grammati- — kalische Funktion verstanden werden (Teil des Satzes) Verteilung (im Hinblick auf semantische Rolle) Modell, o Horn nur — als ein grammatikalisches Mittel, erlaubt, Diathese zu ändern (Holvoet, Seméniené 2004: 35-36). - Ja. (weiter) Diathese verstanden ir In diesem Artikel. Syntaktische Alternativen in der linguistischen Literatur können sehr vadinami unterschiedlich sein. Die Wertigkeit eines Wortes ändert sich durch su Prozesse, die durch morphologische Ableitungen von Ausdrücken realisiert werden Zymikliu oder be seine. Alle diese Prozesse können in Funktionen eingeteilt werden: valenzsteigernde Prozesse (z.B. kausale Konstruktionen im nicht-kausalen j jy Zusammenhang), valenzverringernde Prozesse (z.B. passive Konstruktionen sind in der Regel intranzitiv, aktive Gewebe sind transitiv); Weiterhin können Alternationen nach ihrer Bedeutung unterteilt werden in lebenslange (z.B. aktive passive Alternationen, applikative Alternationen) und wechselnde (z.B. kausative Konstruktionen) (Kroeger 2005: Einer der untersuchten Fälle beinhaltet zwei weitere — Konstruktionen, wobei die j / ir 270-287). 61
KRISTINA LENARTAITE ar su ¢iu actionazodziu (mit einem morphologischen Ableitungszeichen) ar be jo) sind alternativ zwei oder sogar mehrere ar verschiedene Diathesen realisiert, die hinsichtlich der Wirkung als to alternierend zu betrachten sind. Visus Die in diesem Artikel diskutierten theoretischen Modelle zur Erklärung der Diathese können allgemein in ma zwei Gruppen j unterteilt werden: (i) Konstruktionsmodelle (¢nur erwähnt) du i8 jy — Goldberg Konstruktion Grammatik ir Iwatos lexikalisch-konstruktive Modelle) ir (ii) andere Modelle, wie die generative Grammatik, die relationale Grammatik und die ir sogenannten „Lexikonregelmodelle“ (i8 pastaryjy Die Position der lexikalisch-funktionalen Grammatik in der Frage der Alternationsdiathese, Levin ir Rappaport Hovav bei Die Pinker-Studie). IS erste Blick galéty erscheinen, dass Diese Modellgruppen unterscheiden sich durch die Anerkennung ar eines Ableitungsverhältnisses, das die alternierenden Konstruktionen verbindet (wenn eine Konstruktion (oder seine lexikalisch-semantische Darstellung) wird als Basis betrachtet, andere o (ar Andere) — i§ jos i8vestos), jokio vienos ar konstrukcijos kitos isvedimo nepripazjstama teigiama i8 atitinkamas konstrukcijas atsirandan¢ias ir nepriklausomai viena nuo kitos (diese Position wird in Konstruktionsmodellen eingehalten). Daher ist, wie ich später erklären werde, nur ne das $i skirDerivative — Nicht-Deriva- / tive das — wesentliche Kriterium, das Konstruktionsmodelle von anderen unterscheidet. Wir werden darüber sprechen. Be Bei Betrachtung j der zu untersucheni8 den Bedürfnisse der konstruktiven Modellposition,,,alternacijy“ Begriff, obwohl Dieses Modell scheint irreführend, ir wenn es traditionell verwendet — wird, da es weder auf der syntaktischen noch auf der semantischen Ebene In diesen Modellen wird keine Ableitungsverbindung* zwischen den Konstruktionen hergestellt. Es ist also offensichtlich, dass ich bei der j Betrachtung der zu untersuchenden Erscheinungen aus i der Perspektive eines konstruktiven Modells wahrscheinlich nicht einmal das zu untersuchende Objekt so definiert hätte, also verrät schon der Titel des Artikels meine Zuneigung zu nichtkonstruktiven Modellen. Deshalb versuche ich am Ende des Artikels meine theoretischen Präferenzen im Hinblick auf die ir behandelte Frage und die Wahl der entsprechenden Forschungsrichtung zu begründen. > In der Grammatik der Goldberg-Konstruktion zum (1995, 2006) Beispiel wird jeder solche Satz als eine spezifische Realisierung oder Instanz einer anderen allgemeinen Konstruktion behandelt. Das Auftreten mehrerer konkreter Realisierungen bestimmt die ig Bedeutung einer konkreten ne Handlung. "Sulietar" (integrieren) in su verschiedenen allgemeinen Konstruktionen, ir ist im Falle der jeweiligen Realisierung nur die Frage relevant, wie der konkrete Bedarf mit dem Bedarf ta der jeweiligen allgemeinen Konstruktion übereinstimmt, die Frage, welches Verhältnis zwei auf der o Grundlage der Bedeutung eines Handlungssatzes entstandene Konstruktionen ar miteinander verbindet, ist für das Siam-Modell nicht relevant. 62
Perspektiven der i8 Untersuchung der Diathese-Alternation verschiedener theoretischer Modelle 1. TIRIAMUJY Ereignis BESCHREIBUNG Als Bezugspunkt für diese Untersuchung dienten verschiedene Fälle von Alternierung der Argumentationssprache, wie z.B. die lokativen Alternationen, auch als ,,purk&ti / lasti* tipo alternacijomis spray load alternation),,k- ( nibzdéti* tipo / alternacijos (Schwarmwechsel) kt*. ir Der Versuch, 8i rei8kinj zu t. y. definierejo n, Funktionen zu jo identifizieren und ihren Platz im Sprachsystem zu finden, führte zur Konvergenz ji su Aktive und passive / Anwendungsalteir rnative. Die oben erwähnten verschiedenen Fälle der ir argumentativen Alternierung und der aktiv-passiven Alternierung existieren in / verschiedenen Formen in vielen Sprachen der Welt, wobei die ar anwendungsorientierten Konstruktionen (applicatives) für nicht-indoeurop0 äische Sprachen typisch sind. (es hat viele In afrikanischen Sprachen, einige Indonesien ir usw. 100 mg/ Tag) Alle betrachteten Phänomenen, su insbesondere die morphologischen Ableitungen des Verbs Zymikliais (im Falle der ir anwendungsorientierten Konstruktion der be Passivierung) oder sie erlauben die Umverteilung ir der grammatischen Funktionen des Subjekts des direkten Objekts, ohne dass sich die Zahl der Argumente des Prädikats jy oder die semantischen Rollen ändern. Be Deshalb wird oft behauptet, dass die betreffenden alternativen Konstruktionen die gleiche propositionale Bedeutung haben (Mel’tuk 1993: 11), Weil sie das gleiche konzeptuelta le Ereignis vermitteln. ar ta dieselben Hintergrundinformationen (Foley 2007: 362-370). Dies bedeutet keineswegs, dass alternierende Sätze, z.B. aktiv bzw. passiv, absolut synonym sind, denn sie unterscheiden sich zunächst sehr deutlich in ihrem unbezeichneten ir aktuellen Teil, für einige der betrachteten Bedeutungen sind andere deutliche — Unterschiede notwendig, z.B. im Falle der lokativen Alternierung hat das Prädikat eines Satzes häufig eine zusätzliche holistische Bedeutung, die bedeutet, dass das im direkten Objekt o ausgedrückte Argument das Ganze i§ der Handlung umfasst. ir i§ Im Folgenden wird jede der untersuchten Rei3kiniy einzeln behandelt. ®In diesem Artikel Als „alternative Argumentation“ oder einfach als „alternative Ausdrucksweise“ nenne ich nur aS solche Ausdrücke, die den im Kapitel 10 genannten Kriterien entsprechen, obwohl in der 11. allgemeinen linguistischen Literatur auch andere Ausdrücke so bezeichnet werden können. ir (Bd. 1 888q). Zum Beispiel, ein Winterliche englische Sprache argumenty raiSkos alternacijy tyrinétojy Levin versteht unter Alternierung alle möglichen Varianten einer Handlung: tia paterka argumenty poziy ir (Subjekt, direktes ir indirektes Objekt), ir Fälle der Variation der Ausdrucksweise im Kontext. Be to, in der englischen Sprache in Bezug auf die Form des gleichen Verbs (t. y. be Joki Morphologische Ableitungen Zymikly) könnten solche Argumentkonir figurationen realisiert werden, die in der litauischen Sprache nur mit entsprechenden Verbableitungen möglich sind, su z. : a. Janet brach den Kristall ‚Dzanet sudauzé kristala‘ ir b. Kristall bricht die at geringste Berührung Kristall leuchtet bei der kleinsten Berührung Levin 1993: 26). 63
KRISTINA LENARTAITE 1.1. Abwechslung in der Argumentation Die Definition dieses Begriffs und die Kriterien für seine Zuordnung wurden meiner Meinung nach hauptsächlich auf der Grundlage litauischer Fälle formuliert (vgl. Lenartaite 2007), gelten aber auch für ähnliche Begriffe in anderen Sprachen. Dabei wird hauptsächlich mit litauischen Beispielen gearbeitet, außerdem werden die sogenannten „datyvinés“-Alternativen der englischen Sprache und die lokativen Alternativen der deutschen Sprache untersucht. Da die Alternierung der Redewendungen am besten in europäischen Sprachen (natürlich vor allem in Englisch) untersucht wurde, könnte man den Eindruck erwecken, dass dieses Phänomen nur für indoeuropäische Sprachen gilt, aber das ist nicht der Fall: §j reSkini gibt es zum Beispiel auch im Japanischen (vgl. Iwata 2005, 2008). Somit werden in diesem Argument nur solche Fälle als Ausdrucksalternationen betrachtet, die alle folgenden Kriterien erfüllen: (1) die alternierenden Sätze haben dieselbe lexikalische Substanz, d.h. das Prädikat enthält dieselben Begriffe mit derselben semantischen Rolle; (2) Bit-Prädikatstrukturen zur Realisierung alternativer Konstruktionen; (3) die Veränderung des Ausdrucks der Argumente muss mindestens eine der grammatischen Hauptfunktionen berühren – Subjekt und/oder direktes Objekt (d.h. an mindestens einer dieser Positionen müssen unterschiedliche Argumente realisiert werden); (4) Die alternierende Konstruktion kann als Paraphrasierung und in Bezug auf die Wahrheit der logischen Aussage oft sogar als Äquivalenz verstanden werden. Verschiedene Die Fälle der Argumentationsund Ausdrucksalternierung, die diesen Kriterien entsprechen, lassen sich am besten anhand der syntaktischen Funktionen des Subjekts und des direkten Objekts klassifizieren, denen unterschiedliche Begriffe zugeordnet werden können: (i) Ausdrucksalternationen des Subjekts und des direkten Objekts: (1) a. Die Kinder besuchen ihre Mutter. b. Mutter ist mit Kindern beschäftigt. (ii) Subjekt-- Ausdrucksalternative: (2) a. Im Hof duften Weiden. b. Und der Hof roch nach Feigen. (iii) Wechsel des Ausdrucks des direkten Objekts: * Dél Sios Eigenschaft und ihre Anwendung plg. 2003, S. 107–108. 64
Diateses alternacyyos i8 verschiedene theoretischen Modelle der Untersuchung aus der Perspektive (a) sowohl des direkten Objekts und des Schauplatzes> Zyminéio circumstantial thermo raikos Alternacyys: (3) a. Mädchen, wennSo géles j kasas. b. Mädchen (um-)streuen die Kassen mit Gélé. (b) Wechsel zwischen direktem Objekt und indirektem (rezeptivem/benefizierendem) Objekt: (4) a. Mama (um-, über-)maukslina kapuca za dete. b. Mama schüttelt ihren Hut. (c) Abwechslung des bedeutenden Kontext-Terms und des direkten Objekts: (5) a. Suo (per-)bégo per keliq. b. Seine Perbégo Kelig. (6) a. Ein Kind wirft einen Ball. b. Kind (pa-)spyré Ball. Jetzt können wir jedes der oben genannten Kriterien anhand konkreter Alternativen näher besprechen. Bei der ersten ist zu betonen, dass die Anforderung der gleichen lexikalischen Substanz der alternierenden Konstruktion in erster Linie auf die Identität des in den alternierenden Sätzen realisierten Terms (Arguments) und des Kontextterms angewendet wird, wobei die Prädikatsausdruck solcher Konstruktionen unterschiedlich sein kann, t. y. Manchmal kann eine i§ alternierende Konstruktion nur mit dem Präteritum und die andere mit dem entsprechenden Nicht-Preteritum gebildet werden (vgl. 5ab) oder die Präteriten der alternierenden Konstruktion können unterschiedlich sein (vgl. 4ab). Aber auch mit unterschiedlichen Aktions-Zodien realisierte Konstruktionen entsprechen in allen anderen Aspekten (im Hinblick auf alle für Alternationen geltenden Kriterien) Konstruktionen, die mit formengleichen Prädikaten zusammengesetzt sind, z.B.: (7) a. Der Präsident (pa-)schenkte den Schülern ein Buch. b. Der Präsident überreichte den Schülern Bücher. (8) a. Mama legt Äpfel um Zqsj. b. Mama schmückt Zqsj mit Äpfeln. So wird der Inhalt der verschiedenen semantischen Funktionen des Kontextbegriffs wie Lokativ, Direktive oder Ziel zusammengefasst. 65
KRISTINA LENARTAITE Die lexikalische Bedeutung des Aktionswortes führt dazu, dass die veränderte Argumentstruktur eines Prädikats ohne Veränderung der Form des Aktionswortes realisiert werden kann (vgl. die Satzpaare (1), (2), (3), (6)), während andere Veränderungen der semantischen Struktur unbedingt durch das entsprechende Zeichen, in der litauischen Sprache — den Vorsatz, (vgl. die Sätze (5b), (7b) und (8b)) signalisiert werden müssen. Jedoch können die in allen genannten Wechselfällen stattfindenden Prozesse gleichermaßen beschrieben und dargestellt werden. Darüber hinaus ist in vielen Fällen in einer alternierenden Konstruktion der Zusatz nur wünschenswert, aber nicht notwendig (vgl. Sätze (3ab)) —das ist ein weiteres Argument dafür, dass alle diese Fälle zu demselben gehören—der alternative Zusatz kann nur mit einem Aktionszeichen realisiert werden, das den Zusatz be-* hat, vgl.: (9) a. Die Randalierer spritzten Farbe auf das Auto. ,Vandalen stehen auf den Maschinen’ b. Die Randalierer bespritzten das Auto mit Farbe. ,Vandalai apipurské magina daZais‘ (Beispiele i§ Iwata 2008: 153). Die lokativen Alternationen der deutschen Sprache können auch als zusätzliches Argument ju — reiSkiniui ir turéty biti traktuojami vienodai. Cia dar pravartu paminéti vokieciy kalbos lokatyvines alternacijas, kur vienas i§ alternuojantiy dafür herangezogen werden, dass die alternierenden Konstruktionen der litauischen Sprache, die sowohl mit den gleichen Formverben als auch mit den entsprechenden Präpositionsverben realisiert werden, gleich behandelt werden sollten. Darüber hinaus wird die sogenannte applikative Variante (Satz (9b)) (auch Zr. 6 i8naSa) der lokativen Alternierung in der deutschen Sprache, ebenso wie beispielsweise die afrikanischen Bantusprachen und andere applikative Konstruktionen (siehe Kapitel 1.3.), von vielen Forschern als Argument verwendet, das sich auf die alternierenden Ableitungsbeziehungen zwischen den Konstruktionen stützt (die Ableitung kann auf der Konstruktionsebene oder auf der verbungsspezifischen lexikalisch-semantischen Repräsentationsebene anerkannt werden): Es wird darauf verwiesen, dass die SoriSka Teilweise unbekannt ist. ®Da ein solcher Prozess der deutschen Umständlichkeitsübertragung auf die Position des direkten Objekts, konsequent begleitet von einer Präfixierung, sehr ähnlich ist wie bei den nicht-indoeuropäischen applikativen Konstruktionen, bei denen analoge Vorgänge der Terminusübertragung auf die Position des primären Objekts des Satzes zwingend mit dem Prozess der Anpassung des aplikativen Suffixes an den verbungsspezifischen Subjekt begleitet sind, wird die entsprechende Konstruktion in der deutschen Sprache auch als applikativ bezeichnet (z.B. Michaelis & zymima, 1999). Doch so wie es für die meisten Sprachen üblich ist, gibt es auch bei der deutschen Sprachauswahl Ausnahmefälle. Zum Beispiel erlaubt das Deutsche in sehr seltenen Fällen, dass alternierende Sätze eine nicht-deutsche Form des Verbs ausdrücken, wenn auch eine deutschsprachige Form möglich ist (z.B. im Falle des Verbs streichen) (siehe dazu Iwata 2008: 153-156). Dieser Fall ist sehr ähnlich dem Fall der litauischen Alternativsprache. Darüber hinaus kann man im Deutschen auch Fälle finden, in denen das Teilverb einer applikativen Konstruktion keinen nicht-lokalisierenden Entsprechung hat, wie z.B. bei der Verwendung des Verbs beampeln,jrechtstellen Sviesoporus‘ (für das Wort: »beleuchten*) in der applikativen Konstruktion, das in seiner Bedeutung als Objekt auch das Grundsubjekt inkorporiert, so dass es nur in einer solchen Konstruktion verwendet werden kann, in der die Position des direkten Objekts (in der passiven Konstruktion bzw. Subjekts) durch einen Umstandsbegriff mit einer semantischen Rolle der Lokalisation ersetzt wird, Ruppenhofer 2001). 66
Diatezés alternacijos i§ skirtingu teoriniy modeliy tyrimy perspektyvos vgl. Die Kreuzung bet néra atitinkamo sakinio su veiksmazZodZiu *“ampeln, ir tai galima paai8kinti: kadangi veiksmaZodis yra iSvestas i8 daiktavardZio Ampel ,sviesoforas‘, Arsenalstrafe wird beampelt,- Arsenalo gatvės sankryZa bus apriipinta Sviesoforais (pZd.,,apSviesoforinta‘’). (Beispiel i§ Michaelis & Ruppenhofer 2001: 19.) Ableitungsmodelle Für Salininks stellt dieses Beispiel eine Schwierigkeit dar: Problematisch ist die inkonsistente Ableitung, d.h. die Überschreitung eines Ableitungsschritts, vgl. : Ampel —*ampeln —beampeln. Abschließend über die lexikalischen Kriterien einer einheitlichen alternierenden Konstruktion ist noch hinzuzufügen, dass solche Fälle, in denen in einer Konstruktion ein bestimmter Begriff nicht realisiert werden kann, nicht als Alternationen gelten, vgl. Mergaité nuSluosté Krümel vom Tisch und Mergaité nuSluosté stalq (?? von trupiniy). Diese Sätze werden am schnellsten mit unterschiedlich bedeutenden Aktionswörtern realisiert: im ersten Fall reiSkian@- iu, (mit etwas) streichen Salinti ka (von was)‘, und im zweiten —, (mit etwas) streichen čistiti (8koriti, sušiti) ka‘. Das zweite Kriterium — die für alternierende Konstruktionen bittere Änderung der Prädikatstruktur — kann als überflüssig betrachtet werden: denn die Änderung der Prädikatstruktur kann nur anhand seiner Argumente und der Strukturti nuo aplinkybiniy termy raiskos ivairavimo atvejy (plg. Meskos per Ziemq änderungen bestimmt werden, die das dritte Kriterium definiert. Dieses Kriterium 67
KRISTINA LENARTAITE ist jedoch abzugrenzen von dem, was in der Praxis der Fall ist, und von dem, was in der Praxis der Fall ist, wenn die Umgebungsbedingungen die Struktur des Prädikats nicht verändern (vgl. Sie öffneten das Kind von der Mutter und Sie öffneten das Kind von der Mutter —Die Struktur des Prädikats ändert sich ebenfalls nicht, da das Prädikat in beiden Fällen identische Positionen eröffnet, nur dass sie von verschiedenen Teilnehmern der Situation besetzt werden). Das dritte Kriterium — dass nur die Ausdrucksfälle, die das Subjekt und/oder das direkte Objekt antreiben, als syntaktische Alternationen zu betrachten sind — stellt die Grenze zwischen den beiden rein strukturellen syntaktischen Positionen des Subjekts und des direkten Objekts und der syntaktischen Position des Teils i8 und der semantischen Position des indirekten Objekts des Teils i8 dar. Die grammatische Funktion des indirekten Objekts korreliert mit der kompakten semantischen Rollengruppe (Empfänger/Beneficiant/Erfahrer/Addressat), und es gibt keinen Fall, kiti tolimesniy objekty arba aplinkybiy pozicijoje realizuoti aplinkybiniai wo mehrere verschiedene Begriffe, die in einem Aktionswort enthalten sind, die syntaktische Position des Nutzobjekts beanspruchen. Der im Objekt des Nutznießers realisierte Term kann, wie die Terme, nur durch die Position des unmittelbaren Objekts erhöht werden (Sätze (4), (7)), aber es ist nicht vorstellbar, daß der in der niedrigeren Umständlichkeitsposition realisierte Umständlichkeitsterm durch die Position des Nutznießerobjekts erhöht wird, noch viel weniger, daß das in der Subjektoder Objektposition realisierte Argument durch die Position des Nutznießerobjekts erniedrigt wird. Und ganz zu Recht, denn die grammatische Funktion des indirekten Objekts, das Subjekt und das direkte Objekt, die zwar prototypisch als korreliert mit den semantischen Rollen des Agenten bzw. Patienten verstanden werden, erlauben es, auch alle anderen kontextuellen Begriffe, die semantische Rollen haben, in diese Positionen zu heben. Bei der Diskussion der Rolle des Objekts des Nutzers in den Alternationen der litauischen Sprache ist es nützlich, die,,dativen“ Alternationen der englischen Sprache zu betrachten, die auch als,,dative Verschiebung“* (dative shift) bezeichnet werden, vgl.: (10) a. John handed the scarf to Mary. ,Dzonas padavé Salika Merei‘ b. John überreichte Mary den Schal. »Dzonas padavé Merei Salika‘ (Beispiele aus Shaumyan 2006: 236.) Der Satz (10b) wird auch als Doppelobjekt (double object) oder Ditransi7 bezeichnet. Hier wird dem,,indirekten Objekt*“ eine engere Bedeutung zugewiesen als in der traditionellen litauischen Grammatik, und es werden nur Objekte des Nutzers gemeint, die die semantische Rolle des Rezipienten / Benefizierenden usw. spielen. 68
Diatezes alternacuos i§ skirtingu teoriniy modeliy tyrimy perspektyvos Diese Konstruktion hat einen besonderen Stellenwert in der englischen Grammatik, da sie eine entscheidende Rolle bei der Unterscheidung von recipient/beneficial Objekten von anderen Umständlichkeitselementen (oblique) spielt und ihnen die grammatische Funktion eines indirekten Objekts zuweist. Mit anderen Worten, wenn es keine transitiven Konstruktionen gibt, in denen der Begriff, der die semantische Rolle des Empfängers- /Benutzer spielt, als primäres Objekt des Satzes verwirklicht wird und somit seine Präpositionalität verliert (vgl. Mary im Satz (10b) und in diesem Mary im Satz (10a)), weil keine ernsthaftere Grundlage mehr für die Präpositionskonstruktion vorhanden ist, wird der Term im Satz (10a) iSkloni iS kity, ebenso mit den Präpositionen iSreiSkiamy im Konjunktiv termy realisiert. Im Englischen ist es also leichter, das Objekt — und die Umstände zu bestimmen als im Litauischen: im Englischen wird als Umstände kalboje skirt) tarp pagrindiniy gramatiniy funkcijy — subjekto ir tiesiogialles angesehen, was durch Präpositionskonstruktionen realisiert wird. Wie bereits erwähnt, besteht Gia ausschließlich aus Präpositionskonstruktionen, die mit rezipienten/- benefizierenden Objekten korrelieren. Wenn wir weiter über die „dativen“ Alternationen der englischen Sprache sprechen, ist es noch erwähnenswert, dass sie Verben beinhalten, die nach ihrer Bedeutung allgemein der semantischen Gruppe der »Geber«-Verben® zugeordnet werden. Wenn wir versuchen, die englischen,,- dativen" Alternationen mit den litauischen Alternationen im Hinblick auf die Bedeutung des Verbs zu vergleichen, in denen die Begriffe mit der Rolle des Empfängers (vgl. Satz (7)) oder des Benefizierenden (vgl. Satz (4)) beteiligt sind, sehen wir zunächst, dass die Dativ*-Alternativen in englischen und anderen Sprachen am häufigsten mit den physischen Übertragungs-Requisiten realisiert werden, wie z.B. geben', gewähren', verkaufen', schenken' usw. Diese Verben kodieren ein Ereignis, bei dem ein Agent den Übergang eines Objekts in das Eigentum eines anderen lebenden Objekts (d.h. des Empfängers, des Empfängers oder des Besitzers des Objekts) verursacht. Benefaktive Situationen (d.h. für jemand anderes ausgeführt) sind nicht so leicht von den transitiven Aktionsformen zu unterscheiden: von dem, was nur als physische Übertragung bezeichnet wird, kann man die transitive Konstruktion She brought me a coffee Sie brachte mir einen Kaffee' in der englischen Sprache zum Beispiel auch in die,datative‘ Konstruktion She brought a coffee to me,Sie brachte mir einen Kaffee’ und die benefaktive Konstruktion She brought a coffee umschreiben. In vielen anderen Sprachen sind benefaktive Situationen in den transitiven Konstruktionen realisierbar, was die Beziehung zwischen Empfänger und Begünstigtem oft erschwert. for me ,Ji atne3é kavos man (del manes)'. Kaip ka tik matéme angly kalboje, tai pat ir Differenzierung der semantischen Rolle des (Benefizienten). Im Gegensatz zu den physischen Übertragungserscheinungen der Verbformen kann der semantische Beteiligte der Situation, der die Rolle des Benefizierenden spielt, auch mit intranzitiven Verbformen realisiert werden, z.B. She sang for me, ‚Sie sang für mich (dél manes)‘ (Malchukov, Haspelmath & Comrie 2007). 69
KRISTINA LENARTAITE Der Ausdruck wird definiert als die Erhöhung des Kontextterms in der Position des direkten Objekts (oder des Hauptobjekts). Dieser Vorgang wird in der Struktur des Verbs immer durch ein anwendungsspezifisches Suffix bezeichnet. Lassen Sie uns einige aufzählen Giéeva (chichewa) Sprache (Gruppe der Bantu-Sprachen) Beispiel": (19) Ich-na-tumiz-a Brief an den König. 1 Ss. SUBJ-PRAET-zu-schlucken-ASP laigkas virgininkui _AS schickte einen Brief an den Obersten' b. Ndi-na-tumiz-ir-a mfumu kalata. 1 Ss. SUBJ-PRAET-systi-- APPL-ASP __Offizier _brief,Ich schickte dem Offizier einen Brief‘ (20) a. Msangalatsi a-ku-yend-a ndi ndodo. Unterhalter(1) SUBJ(1)-PRAES-Kinder-AsP mit Stock,Unterhalter geht mit Stock‘ b. Msangalatsi a-ku-yend-er-a ndodo. Unterhalter(1) SUBJ(1)-PRAES-kiikStioti-APPL-ASP Stab, z.B. Der Unterhalter geht mit dem Stock (Beispiele i§ Kroeger 2004: 64.) Die in den Sätzen (19a) und (20a) durch Präpositionskonstruktionen realisierten Kontextbegriffe (kwa mfumu, ndi ndodo) erhalten in den Sätzen (19b) und (20b) einen anderen syntaktischen Status —Gia sie sind bereits direkte Objekte. Dieser Prozess der Beförderung des Umständlichen auf die Position des direkten Objekts ist immer ein anwendungstechnisches Suffix. Die Bezeichnung in der Struktur des Prädikats — in der Igewa-Sprache ist es das Suffix (-ir-~ -er-). Hier kann sich die Frage stellen, ob in den Sätzen (19b) und (20b) die Begriffe mfumu und ndodo wirklich Objekte sind. Wir werden bald sehen, daß die Objektivität dieses Begriffs durch die Ordnung der Zeichen, die Anpassung des Aktionswortes an das Objekt und die Passivierungsreflexe belegt wird. Im Satz (19a) ohne Präposition iSreSTas (d.h. ausdruckstechnisch nicht Zymétas) nimmt der Term (kalata) die Position if unmittelbar nach dem Verbsatz ein, und im Satz (20b) Sia Position nimmt der Term (mfumu) bereits die Position if, ebenfalls in einer nicht-präpositionalen ‘Konstruktion realisiert. Der Satz (20b) ist ditransitiv (oder anders gesagt — eine Konstruktion mit doppeltem Objekt), weil Gia zwei unsymmetrische Objektkomplemente ist, aber in applikativen Konstruktionen (d.h. in denen das Verb ein applikatives Suffix hat) wird das Objekt, das die semantische Funktion des Empfängers/Benutzer besitzt, in der ersten 4 Daten zu den Anwendungskonstruktionen der Gieva-Sprache werden in i8 Kroeger bereitgestellt. (2004: 63-71). 76
Diatezés alternacijos i§ skirtingy teoriniy modeliy tyrimy perspektyvos Einfluss auf die semantische Funktion des Themas in einer bestimmten Position gegenüber einem anderen, ebenfalls ausdrucksmäßig unsymmetrischen Objektkomplement. In den meisten Sprachen, die Doppelobjektkonstruktionen enthalten, wird das Hauptobjekt ebenfalls in der ersten Wirkungsposition realisiert (vgl. die englische Transitivkonstruktion (10b)). Darüber hinaus wird in der ci¢eva-Sprache das Verb obligatorisch mit dem Subjekt verbunden, 0 mit dem Objekt Diese Konjugation ist optional. Wenn die AktionWort keinen Zeiger für die Verknüpfung mit dem Objekt hat, muss das Objekt unbedingt unmittelbar nach der AktionWort realizuotas pirmoje poveiksmazodinéje pozicijoje. Ciéeva kalbos aplikatyviniy konstrukcijy paaukstintasis (arba aplikatyvis (applied object)) objektas, realisiert werden. Wenn das Aktionswort jedoch einen implizit mit dem Objekt verbundenen Zeiger hat, muss das Objekt nicht sein, wenn das Aktionswort keinen implizit mit dem Objekt verbundenen Zeiger hat, der unmittelbar nach dem Aktionswort realisiert wird, und wenn der implizit mit dem Objekt verbundenen Zeiger fehlt, kann das Objekt an anderer Stelle oder überhaupt nicht realisiert werden, z. : (21) Amayi [a-ku-mu-tumb-ir-a mtsuko],,,, Weiblich(1) SUBJ(1)-PRAES-OBJ- (1)-gießen-APPL-ASP Tasse(3) (Mutter) Kinder (1) »Eine Frau gießt ihm (Kind) einen Becher* (Beispiel i§ Kroeger 2004: 67.) Hier (21) zeigt das Verb eine Verwandtschaft mit dem Hauptobjekt (mwana), das jenseits der Grenze der Handlungsphrase realisiert wird oder sogar ganz ignoriert werden kann. Im Folgenden werden die Passivierungsdaten diskutiert, die auch bestätigen, dass die in der anwendungsorientierten Konstruktion aufgeführten Begriffe direkte (oder Haupt-) Objekte sind, vgl. : (22) a. Ndodo i-ku-yend-er-edw-a. SUBJ(9)-PRAES-kiikStioti- -APPL-PASS-ASP sLazda je kiikStoma‘ b. *Ndodo i-ku-yend-edw-a (ndi). SUBJ(9)-PRAES- -kiikStioti-PASS-ASP mit (,p2d. Der Stab ist ein KindStoma su‘) 2 Die Gigewa-Sprache hat ein komplexes System von Gattungskategorien, das 18 Gattungen umfasst Klassiy, bei der Glossur von Geschlechtern wird klasé in arabischen Ziffern in Klammern angegeben. 77
KRISTINA LENARTAITE Pasyviniame sakinyje (22a) (pasyvinis veiksmaZodis Zymimas ~ -edw-) subjektas yra instrumento semantinj vaidmenjturintis termas ndopriesaga -idwdo, taéiau Sio sakinio veiksmaZodis turi ir aplikatyvine priesaga (-er-), rodanéia, kad ndodo yra paaukstintas objektas, plg. sakinius (20a) ir (20b), kuriuose aptariamasis termas yra atitinkamai aplinkybé ir objektas. Das Satzwort (22b) hat kein anwendungsspezifisches Suffix, das zeigt, dass ndodo ein Objekt ist, so dass es nicht als Subjekt im Passivsatz verwendet werden kann. Ein applikatives transitives Satzprädikat, wie z.B. (19b), erlaubt nur die Realisierung eines Objekts (d.h. eines Hauptobjekts), das eine semantische Rolle für den Rezipienten, aber nicht für das Thema hat, in einer passiven Konstruktion durch das Subjekt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Zweck der anwendungsorientierten Konstruktion darin besteht, die syntaktische Position des Objekts für den Kontextterm zu opfern. Dieser Prozess wird immer von einer Veränderung der Prädikatstruktur begleitet, die in der Sprache Zymi immer Zr. 6, 8 (engl.) AnwendungskonstrukiSrei8kiama aplikatyvine priesaga. | aplikatyviniy konstrukcijy rei8kinj labai panaiios skyriuje 1.1. aptartos vokie¢iy kalbos lokatyvinés alternacijos (dar tionen werden in diesem Artikel nicht nur verwendet, um die große Vielfalt der Alternationsphänomene der Diathese zu demonstrieren, sondern vor allem, weil sie in verschiedenen theoretischen Modellen häufig verwendet werden, um ihre Hypothesen über andere Alternationsphänomene zu stützen. 1.4. Allgemeine Bemerkungen Wenn man alle untersuchten Phänomenen betrachtet, kann man zusammenfassen und vergleichen, wie sie folgende Aspekte widerspiegeln: (i) Änderungen in der Bedeutung und Funktion alternierender Sätze, (ii) welche syntaktische Position berührt wird und (iii) wie sich die Änderung des Status eines Arguments in der Struktur des Verbs widerspiegelt. Bei der Betrachtung aller untersuchten Fälle fällt zunächst die alternierende paraphrastische Beziehung der Sätze auf, und allgemein kann von allen diesen Fällen gesagt werden, dass sie als Ausdrucksmittel unterhalb der geschriebenen aktuellen Abteilung funktionieren. Aktiv-Passiv-- Wechsel beinhalten in typischen Fällen Änderungen in der Ausdrucksweise beider grundlegenden Syntaxpositionen – Subjekt und Objekt. Durch die multiplikativen Alternationen wird nur die Variation des direkten Objekts realisiert. In der Abteilung 1.1. diskutieren verschiedene Argumente und Fälle von Ausdrucksalternierung, die die Ausdrucksvariation des Subjekts und/oder des direkten Objekts ermöglichen. Außerdem, wenn in der Aktivierung/Passivierung und in der Applikativierung die Änderungen des syntaktischen Status der Argumente immer in der Struktur des Verbs entsprechend gekennzeichnet sind, so verhalten sich die anderen Argumente der Ausdrucksalternationen in dieser Hinsicht sehr unterschiedlich: z.B. hat der deutsche Lokativ in den englischen Alternationen actionWords niemals irgendein äußeres Zeichen, die 78
Diatezés alternacijos i8 skirtingy teoriniy modeliy tyrimy perspektyvos litauische Sprache verhält sich inkonsistent — oft erlaubt dasselbe Verb die Alternierung sowohl ohne irgendein Zeichen als auch mit dem entsprechenden Vorsatz, aber es gibt auch viele solcher Fälle, alternacijy didZioji dauguma atveju Zymima veiksmazZodzio prieSdéliu be-, wo eine der alternierenden Konstruktionen nur mit dem entsprechenden Vorsatz gebildet werden kann. Diese mit dem Alternierungsprozess verbundenen Unstimmigkeiten in der Struktur des Zyméjimo-Aktivs werden von verschiedenen theoretischen Modellen unterschiedlich behandelt. Es ist offensichtlich, dass alle untersuchten Phänomene viele Gemeinsamkeiten haben, aber ist das wirklich ausreichend, um sie zu vergleichen und nach einem gemeinsamen Prinzip zu suchen, das diese Prozesse regelt? Und auf j $j Fragen gibt es keine einzige Antwort. Auf der Grundlage der gewählten Diathese der untersuchten Begriffe können wir diese Begriffe jedoch als Schemata der Syntaktischen Positionierung betrachten, die durch semantische Variablen (Begriffe) eines einzigen Verbwortes hervorgerufen werden. Die folgende Abfolge ist eine Unterkategorie einer Superkategorie, der Kategorie der Reihenfolge, wenn die Reihenfolge als Flexionskategorie definiert wird, die die grundlegenden Modifikationen der Diathese des Aktionswortlexems spezifiziert (Mel’¢uk 1993: 11). Hier ist darauf hinzuweisen, daß in diesem Falle eine Diathese als basisch und die andern als ihre Modifikationen behandelt werden, und dies wird meist durch die entsprechende Zeichenwirkung im gebildeten Lexikon erklärt. ‘8 Die Eigenschaft, die veränderliche Kategorie’ muss man verstehen: etwas anders als üblich (d.h. nicht als vollständiges morphologisches Vorsatzparadigma), denn z.B. ist in der lettischen Sprache der klus tokios pozicijos laikymasis netgi leidZia visus Siuos rei8kinius traktuoti Vorsatz der aktiven und passiven Rasse nur für die Teilnehmer, aber nicht für die endlichen Formen des Vorsatzes gültig, und die Unterschiede in der Bedeutung des Vorsatzes werden durch die Verbindung des Vorsatzes bestimmt, und das ist einer der Gründe, warum die Oppositionen der aktiven und passiven Vorsatzes in der lettischen Sprache eher als semantische, als als veränderliche Kategorie zu betrachten sind. Darüber hinaus kann in der litauischen Sprache keine genaue paradigmatische Übereinstimmung zwischen der aktiven und der entsprechenden passiven Form festgestellt werden (vgl. Holvoet & Seméniené 2004: 36-41). Die,,Kaityvismus*“-Risiken sind mit den grundlegenden (basic) Diathesen des Verbs (d.h. der Konfiguration der semantischen Rolle der Argumente und der syntaktischen Funktion) in Verbindung zu bringen, wobei Modifikationen meist mit entsprechenden Veränderungen in der Struktur des Verbs einhergehen (vgl. Mel’Cuk 1993: 5-13). Die Tatsache, dass in einigen Sprachen in einigen Wechselfällen das Verb kein zusätzliches Zeichen hat, wird nicht als Grund angesehen, solche Fälle von den entsprechenden Zeichen zu unterscheiden (vgl. Mel’éuk 1993: 25-29). 79
KRISTINA LENARTAITE Wenn man i8 aus einer solchen Perspektive betrachtet, ist die Annäherung der untersuchten ReiSkiniy sicherlich gerechtfertigt. 2. THEORETISCHE MODELLBESCHREIBUNG Bevor wir zu den verschiedenen theoretischen Modellpositionen zur Frage der Alternationen der Diathese übergehen, ist zu betonen, daß der Schwerpunkt der Untersuchung auf den Fällen der Alternierung der Argumentationsform (d.h. der in Abschnitt 1.1 diskutierten Form) liegt, während die aktiven/- passiven und anwendungsorientierten Alternationen hauptsächlich zu Argumentationszwecken verwendet werden. Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt, können alle diskutierten theoretischen Modelle in zwei Gruppen unterteilt werden - Konstruktionsmodelle und alle anderen, für die es ziemlich schwierig ist, eine gemeinsame Basis zu finden. pavadinima. 2.1. Modelle der generativen, relationalen Grammatik und der lexikalischen Regeln Alle diese theoretischen Modelle haben das gemeinsam, dass sie auf der einen oder anderen Ebene, zum Beispiel auf der Ebene des Satzes oder der semantischen Struktur des Prädikats, d.h. auf der Ebene der lexikalisch- -semantischen Repräsentation, versuchen, alternierende Konstruktionen in verbindenden Beziehungen zu definieren. Betrachten wir zunächst Modelle, die mehrere Syntaxrepräsentationsund Organisationseinheiten erkennen, wie generative und relationale Grammatiken. In der generativen Grammatik werden zwei Arten von Syntaxstrukturen unterschieden: die tiefe Struktur (deep structure) und die Oberflächenstruktur (surface structure- ), wobei die erste die Grundlage für die semantische Interpretation des Satzes bildet und die zweite die Grundlage für die phonetische Darstellung. Transformationsregeln funktionieren zwischen Siu dviejy lygmeny. Zum Beispiel wird hier behauptet, dass die entsprechenden aktiven und passiven Konstruktionen eine gemeinsame tiefe syntaktische Struktur aufweisen, nur bei der passiven Konstruktion werden noch vor der Umsetzung der Strukturorganisation spezielle Transformationsregeln, die sogenannte NP-Bewegung, angewandt (vgl. Radford 2002: 420-435). | $i Das theoretische Modell ist eine Grammatik der Beziehungen, nur im Gegensatz zur generativen Grammatik, in der das Prädikat und der 1. Gia Sis-Begriff rein syntaktisch interpretiert werden und nur die Verbkomplemente (Zodiacoder jy-Verbindungen) beinhalten. 80
Diatezés alternacijos i§ skirtingy teoriniy modeliy tyrimy perspektyvos Seine termischen Beziehungen werden durch ihre strukturelle Konfiguration definiert (zum Beispiel, die subjektiven Beziehungen hat das direkt vom Satzknoten dominierte Substantiv, und die objektiven — das direkt vom Wirkwort dominierte Substantiv), in der Grammatik der Beziehungen funktioniert die termische Beziehung zum Prädikat — Subjekt, Objekt und indirektes Objekt — in der syntaktischen Definition direkt, d.h. als primitive, von nichts abgeleitete und auf keiner anderen Elementgrundlage definierte Eigenschaften. In einer relationalen Grammatik gibt es grammatische Funktionen für jeden Begriff, und die entsprechetaksinés reprezentacijos lygmenyje, arba sluoksnyje (stratum), identifikuojanden Regeln, die die Änderungen der grammatischen Funktionen definieren, verknüpfen die vorhandene Darstellung mit der vorherigen, der zugrunde liegenden Darstellung und bewerten die grammatischen Funktionen des Begriffs neu, wenn die vorhandene Darstellung nicht die ursprüngliche Ebene ist, d.h. wenn sie mehr als eine Schicht umfasst (Blake 1990). Zum Beispiel, Gia positive passive Konstruktionen, die aus mindestens iS dveejy slooksniy, z.B. : (23) a. Johannes schickte den Brief an Maria. ,Dsonas nusiunté laiska Merei‘ b. John schickte Mary den Brief. ,Dzonas nusiunté Merei laiska’ c. Der Brief wurde von Johannes an Maria geschickt. ,LaiSkas buvo Merei atsiystas Dzono‘ d. Mary wurde der Brief von John geschickt. „pzd. Nur der Satz (23a) kann als einschichtig betrachtet werden, wo der Begriff John die Funktion des Subjekts, letter — des direkten Objekts, 0 (to) Mary — des indirekten Objekts erfüllt. Der Satz (23b) ist zweischichtig. In der letzten Schicht, die der betreffende Satz darstellt, haben seine Terme folgende grammatische Funktionen: John — Subjekt, Mary — direktes Objekt, und letter — chomeur (französisch, ‚arbeitslos‘), wobei die Grundlage dieser Repräsentationsschicht der Satz (23a) ist, der die oben beschriebene Verteilung der anderen grammatischen Funktionen der Terme widerspiegelt. Im Folgenden ist Satz (23c) das passive Äquivalent von Satz (23a) und Satz (23d) die passive Variante von Satz (23b). Der Satz (23c) ist zweischichtig, da er als Basis eine einschichtige Darstellung des Satzes (23a) hat, in dem die Termfunktionen wie folgt verteilt sind: letter — Subjekt, (to) Mary — indirektes Objekt und (by) John — chdmeur. O Stai Passivsatz (23d) umfasst drei 81
KRISTINA LENARTAITE Da seine grundlegende Darstellung (23b) bereits zweischichtig war, verteilen sich die thermischen Funktionen (23d) wie folgt: Mary —Subjekt, letter —chdmeur, (by) John —chomeur (vgl. ibid., 92-95). Das Satzpaar (23a) und (23b) ist ein Fall der »datyviniy* Alternacijy« (vgl. Sätze (10) in Abschnitt 1.1. ), so dass in der Grammatik der Beziehungen sowohl die,,datativen“ als auch die aktiven/passiven Alternationen durch Sätze realisiert werden, die gleichermaßen bewertet werden —ein jy ist grundlegend im Verhältnis zum anderen (i8vestinem). Ein wichtiger Aspekt in der Relativgrammatik scheint jedoch nicht definiert zu sein: wie sich die Bedeutung des jeweiligen Prädikats in Bezug auf die verschiedenen Schichten der Repräsentation ändert: ob sie die gleiche bleibt (obwohl bei der Änderung der Bedeutung die morphologischen Merkmale der Prädikatsstruktur, die in den entsprechenden alternierenden Konstruktionen erforderlich sind (z.B. die Passivform Zymiklius usw.), nicht berücksichtigt werden) — wahrscheinlich wird von ihr abstrahiert, wie auch von der linearen Bedeutung des Wortes im Satz (vgl. Blake 1990: 2). In Bezug auf die matinéms funkcijoms, tai vargu ar imanoma), ar predikato pakitimus turéty savaime atskleisti termy gramatiniy funkcijy pakitimai. Be to, Gia, regis, Art und Weise, wie die generative Grammatik die uns bekannten Alternationen der Diathese behandelt, ist darauf hinzuweisen, dass nur zwischen der aktiven/passiven Alternierung ein eindeutiges derivatives Verhältnis festgestellt wird, 0 Im Falle der sogenannten lokativen und,,datyviniy- *" Alternierung bieten verschiedene Forscher unterschiedliche Interpretationen an, auch wenn sie sich auf ein und dasselbe theoretisches Modell stützen. So regelt beispielsweise das Projektionsprinzip in Government & Binding, dass alle lexikalischen Eigenschaften des Verbs bereits am Anfang der Ableitung, d.h. in der tieferen Struktur, kodiert werden. Unterkategorisierungseigenschaften jedes Verbs (d.h. Verbkomplemente, jy tipas (durchgeführt prielinksnine durch Konstruktion (PP) oder ohne Präposition (NP)) und die Reihenfolge der komplementären linearen Auseinandersetzung im Satz (Radford 2002: 339-361)) können aus seinen argumenty thematischen Eigenschaften abgeleitet werden, solange die thematischen Rollen (z.B. Agent, Thema usw.) an der Organisation der syntaktischen Projektion des Verbs beteiligt sind. Im Falle der Ausdrucksalternative stellt sich die grundlegende Frage, ob es mehrere Verb-Zodien gibt, die jeweils die thematischen Rollen unterschiedlicher syntaktischer Strukturen unterschiedlich spezifizieren, oder ob es nur ein Verb-Wort gibt, das einer einzigen syntaktischen Struktur zugeordnet werden kann, während die andere Struktur als eine Ableitung der ersten zu betrachten ist. Da die Reihe der Wechselfälle viele verschiedene Situationen umfasst, ist es nicht überraschend, dass einige von ihnen eine der genannten Strategien anwenden und andere eine andere. Bei lokativen Alternativen (z.B. a. I loaded hay onto the truck,a3 (su-, pa-)kroviau Siena ji vezima‘ und b. I loaded the truck with hay,a (pri-)pa-kroviau veZima Sienu /Sieno') wird häufiger angenommen, dass die Grundlage dieser Realisierung unterschiedliche Aktionslexeme sind (vgl. Radford 2002: 372-384). O Stai dél,,dativinių“ alternacijy (vgl. (10), (23ab)) 82
Diatezés alternacijos i8 skirtingy teoriniy modeliy tyrimy perspektyvos vieningo sutarimo néra’’, also sehen wir uns den §j Fall näher an. Wenn die Alternationen der,,Dativität- *'' als in einer derivativen Beziehung verbunden anerkannt werden, dann wird die Konstruktion des bitent-doppelten Objekts (10b, 23b) als i§,Dativität*'' (10a, 23a) angesehen. Wenn die betreffenden Fälle als lexikalische Alternationen (d.h. als syntaktische Projektionen verschiedener Verb-Lexeme, die nicht durch eine derivative Beziehung verbunden sind) behandelt werden, werden häufig folgende Aspekte als Argumente für eine solche Wahl angeführt: (i) die derivative Operation ist normalerweise durch Regelmäßigkeit und Produktivität gekennzeichnet, während die,,dativnen“* Alternationen weder durch eine der beiden Bedingungen gekennzeichnet sind (diese Alternationen beziehen sich nur auf bestimmte semantische Verbgruppen, aber auch in Bezug auf diese spezifischen Gruppen ist es schwierig, die Einschränkungen zu definieren, die diese Alternationen erlauben/verbieten); (ii) die mit der Ableitung in Zusammenhang stehenden alternierenden Konstruktionen sind mit der Funktionsweise der Projektionshöhe nicht vereinbar (siehe oben). Die Salininkai des derivativen Verhältnisses behaupten, daß es ohne die Anerkennung der Derivativität bitty unmöglich ist, auch solche regelmäßigen und produktiven Alternationen wie die applikativen Alternationen adäquat zu erklären (2r. Kapitel 1.3.), übrigens mit Hilfe letzterer wurden die,,datyviniy“ Alternationen den lokativen Alternationen der deutschen Sprache gleichgestellt, wo eine Konstruktion bitty mit einem Handlungswort realisiert wird, das in den Konstruktionen des doppelten Objekts eine Beschränkung hat. Diese Konstruktionen in der englischen und anderen deutschen Sprachen wurden als Realisierungen des Null-aplikativen Suffixes interpretiert. Mit anderen Worten, das Prädikat der Doppelobjektkonstruktion wird aus dem entsprechenden Prädikat der Dativkonstruktion abgeleitet, aber es wird mit einem Null-Zeichen der morphologischen Ableitung realisiert, d.h. der Ableitungszeichen ist unveränderlich. Erstens erlaubt sie es, Analogien zwischen verschiedenen sprachlichen Erscheinungen zu erkennen und sie auf derselben Grundlage zu erklären, und außerdem hilft eine solche Interpretation, einige Probleme zu lösen, die sich im generativen nacijy realizavimo procesus. Jau matéme, kad su aplikatyvinémis alternaciBereich ergeben: Wenn in der »dativnen« Konstruktion (vgl. 10a, 23a) eine Präpositionsphrase realisiert wird, 6 wird die unterschiedliche Bewertung der lokativen und der »dativnen« Alternationen (r. skyriy 1.1. ir plg. 6 i8naSa), tad siekiant pagristi transformacinj datyvo offenbar zu einem großen Teil die ungleiche Entwicklung der jy-Konstruktionen im Hinblick auf den Aspekt der Paraphrasierung bestimmen, darüber näher im Kapitel 1.1. 83
KRISTINA LENARTAITE Dass die Präpositionen, wie behauptet wird, in einer tiefen Struktur lexikalisierbar sind und sie sich nicht durch ihre beherrschende Namenswort-Transformation in die Position des direkten Objekts versetzen lassen, scheint dem transformativen Ursprung der Doppelobjekt-Konstruktion zu widersprechen — denn in der Position des direkten Objekts wird genau das Namenswort (vgl. 10b, 23b) realisiert, das in der entsprechenden Präpositions-,,- datativen“ Konstruktion (10a, 23a) als Präpositions-Zusatz (sein Beherrschungswort) ausgedrückt wird. Dieses Problem wird jedoch gelöst, wenn die Ableitung in die Konstruktion des Doppelobjekts ein Nullprädikat-Affix einbezieht, indem sie die semantische Bedeutung des PFADEN-Präfixes in der Richtungspräposition der Konstruktion der Dativität* ersetzt, und die entsprechende Transformation in der Konstruktion des Doppelobjekts das Objekt der Tiefenstruktur (das Präpositions-Affix der Konstruktion ir der Dativität*) in die Position des direkten Objekts erhöht. Darüber hinaus kann man die anwendungsbezogene Wirkung des Null-Affixes mit der ‚Konvertierung‘ der derivativen Morphologie netiesioginj vergleichen, bei der z.B. im Englischen auch durch die Anwendung des Null-Affixes lexikalische Biwörter in Verbwörter ‚umgewandelt‘ werden, z.B. brown jtudas* und brown,röten’. Das Problem der Unproduktivität der,,datyviniy*-- Alternative" wird auf die Lektüre übertragen (siehe weiter Zr. Emonds & Whitney 2006: 73-144). Es ist nicht jsivaizduoti, schwer, diese Interpretation auf andere Arten von Alternationen anzuwenden, z.B. auf lokative Alternationen. An dieser Stelle lohnt es sich noch eine etwas andere, aber auch mit der Änderung des Präpositionsstatus in alternierenden Konstruktionen verbundene Frage zu erörtern — die atypischen Passivkonstruktionen oder Präpositionspassivkonstruktionen (prepositional /non-canonical /peculiar passive /pseudopassive), vgl. : (24) a. Dieser Löffel wurde mit gegessen. Dieses Schwein wurde gegessen. In diesem Pub wurde noch nie Haschisch geraucht. ,Sioje smukléje prie’ tai nebuvo rikyta /rilkoma haéi8o‘ (Beispiele sind Kageyama 2006: 88-90.) c. Dieser Topf wurde (von Generationen von Schmieden) gekocht. Sis puodas buvo verdamas ([i8tisy] Smity karte)’ d. Dieses Bett wurde (von niemandem) geschlafen. Dieses Bett wurde (von niemandem) geschlafen‘ (Beispiele i§ Anderson 1997: 202.) ¥ Hinsichtlich der genauen Position des Null-Affixes in der Konfigurationsstruktur gibt es keine einheitliche Auffassung, es wird jedoch davon ausgegangen, dass es sich direkt am Knoten befinden sollte nés, dominuojamas V (Emonds & Whitney d. 2006: 73-144). 84
Diathese alternierende 15 verschiedene theoretischen Modelle Studien Perspektiven (25) a. Höhlen sind Zvériy bewohnt. (Beispiel i§ Ambrazas, ed., 1997: 322.) b. Dieses Zimmer wurde von ihm bewohnt. c. Sitas Saukstas dein Essen. Diese Straße (Zmoniy) ist nicht mehr befahrbar. e. Suneli Siandie tebéra hat nichts gegeben. Diese englischen und litauischen Beispiele zeigen, daß im Subjekt der passiven Konstruktion in atypischen Fällen recipientische/beneffiziente (25e), instrumentelle (24a, 25c) oder lokative (24b-d, 25abd) Konjunktive realisiert werden können. I8 Auf den ersten Blick kann es scheinen, dass die Aktivierung subjektiver Substantive (z.B. this spoon, this pot) in den passiven Konstruktionen (24) der englischen Sprache der Präpositionskonstruktion entspricht (z.B. with this spoon, in this pot), wobei die Präposition ihrem Adjektiv nicht erlauben muss, durch die Transformation die Position des Subjekts zu wechseln (wie im Falle der oben beschriebenen „datyviniy“ Alternativität), außerdem ist die Transformation der NP (Namensfrase) durch die Übertragung auf die Position des Subjekts in der passiven Konstruktion nur in der ersten Wirkungsmazodiniy NP-Position möglich (in der Regel wird dort das direkte Objekt realisiert). Aber so ist es nicht: Das Präpositions-Adjektiv geht in der entsprechenden Passivkonstruktion als Subjekt vor, und außerdem verschwindet auch die Präposition in einer solchen Passivkonstruktion meistens nicht. Diese Fälle der Passivierung werden durch die Regel der Reanalyse erklärt: in der tiefen syntaktischen Struktur nach dem Lexikalisierungsprozess (d.h. auch nach der Lexikalisierung des Präpositionsund des Präpositionszusatzes) erlaubt die Regel der Reanalyse eine Reinterpretation des Verhältnisses zwischen dem einfachen Verbsatz und seinem indirekten Komplement (Umgangswort), das als Präpositionskonstruktion bezeichnet wird, zum Beispiel wird die vor der Reanalyse bestehende konstitutive Struktur [V eat] [PP with [NP spoon], nach der Reanalyse zu [V eat with] [NP spoon] (Radford 2002: 427-432). Nach einer solchen Reanalyse wird also das einfache Verb in Subjekt verwandelt, und es bleibt dem Substantiv, das sich in der ersten Wirkungsposition befindet, nicht mehr verwehrt, während der Transformation in die Subjektposition zu wechseln. Wie sollte man dann den englischen Satz (24b) lesen, wo die Subjektposition des Substantivs pub nicht in die erste Wirkungssatzposition (In dieser Position wird auch in der passiven Konstruktion das direkte Objekt hash realisiert), sondern in die Kontextposition versetzt wird, und wie sind analoge Konstruktionen der litauischen Sprache zu interpretieren? In der litauischen Sprache sind alle passiven Subjekte in den entsprechenden aktiven 85
KRISTINA LENARTAITE Zeitabstand, die Kapazität wird nicht gefüllt). Allerdings ist eine solche Erklärung schwieriger auf analoge Fälle anzuwenden, wo die Gleichzeitigkeit der Ereignisse und somit der die Ereignisse verbindende ursprüngliche Zusammenhang offensichtlicher ist als die Entwicklung (vgl. Iwata 2005: 375-376). Im Pinker-Modell regelt die entsprechende lexikalische Regel auch, dass die Handlung „das Wort, dessen Kern der semantischen Struktur x ist, bewirkt, dass y sich in / auf z bewegt“ in eine neue Handlung „das Wort, dessen Kern der semantischen Struktur bereits x ist, bewirkt, dass z die Beschaffenheit so ändert, dass y sich in / auf z bewegt“ umgewandelt wird (Pinker 1989: 79). Im Gegensatz zu der vorher diskutierten Erklärung ist das Neue an Gia, dass im Falle der lokativen Alternierung die Ableitung in beide Richtungen gehen kann: sowohl in die i8 lokative Variante (31a) j mit Variante (31b), als auch in die i8 mit Variante j lokativ (das ist der Fall der „invertierenden Subordination“). Die Richtung der Ableitung wird durch die Frage bestimmt, welches Argument nicht ausgelassen werden kann, d.h. welches Argument als einziges objektives Komplement verwendet werden kann: Wenn das Thema eine semantische Rolle spielt, dann erfolgt die Ableitung aus der lokativen Variante, 0 wenn das Ziel (goal) ist, dann aus der i8 with-Variante. Dieser Test erweist sich jedoch als unzuverlässig, da es Fälle gibt, in denen Komplemente, die in abwechselnden Sätzen die gleiche syntaktische Position einnehmen können, beide (oder keiner) ausgelassen werden können. Gemäß Pinker zeigen solche Fälle, wie die Alternierung mit dem Verb stuff, (bei-)kimSti‘, die Ableitung i§ with der (32b)-Variante von der (32a)-Lokativform, vgl. (32) a. Er stopfte die Semmelbrösel in den Truthahn. 100 g Putenbrustfilet Er füllte den Truthahn mit Semmelbröseln. So kalakuta duonos trupiniuy‘ c. *Er füllte die Semmelbrösel. d. Er füllte den Truthahn. Die Sätze (32c) und (32d) zeigen, dass das Verb stuff als einziges Objektkomplement nur murkey haben kann, weil der Satz (32c) ein nicht-grammatischer Satz ist, solange die grammatische Form (32b) ist. Die semantische Darstellung dieser Aktion hat eine komplexere Ereignisstruktur ('x veranlasst z, das Verhalten so zu ändern, dass y sich auf z bewegt'), und wenn die entsprechende Regel die primären Dimensionen entfernt ('x veranlasst z, das Verhalten so zu ändern, dass y sich auf z bewegt'), kann der untergeordnete Dému die primären Dimensionen erhöhen (Iwata 2005: * Referenz 18 Iwata (2005: 358). 92
Diatezes alternacijos i§ skirtingy teoriniy modeliy tyrimy perspektyvos 358-375). Im Pinker-Modell werden Formen und Bedeutungsübereinstimmungen als thematische Kerne betrachtet, d.h. als schematische Darstellungen des Ereignistyps oder der Beziehung, die die entsprechende Handlungs- -Wortklasse ausmacht. Kernthemen wie „x beeinflusst y“ oder „x bedingt, dass y 2“ sind mit den entsprechenden syntaktischen Remen [NP V NP], [NP V NP NP] verknüpft. Das Verb Wort erscheint also in einem syntaktischen Reim, wenn sein Thema Herz mit diesem Reim in Verbindung steht (ebd., 363). Darüber hinaus klassifizierte Pinker die englischen Lokativverben in alternierende und nicht alternierende Verben: die einen sind,,inhaltsorientiert“ und beziehen sich auf die entsprechende,,angebrachte“ Sache. (content-oriented) biitinai Andere,,container-orientierte“ Funktionen verwenden ein Argument, das den Ort angibt. Pasak Gemäß Pinker sind Handlungstypen, bei denen Argumente mit einer semantischen Zielrolle leichter als verändert wahrgenommen werden können, eher dazu geneigt, ihre Zielargumente als Patienten zu realisieren, und können daher an Alternationen teilnehmen (vgl. 2006, S. 474–477. Zusammenfassend ist festzustellen, dass in beiden Modellen der „Lexikalregeln“ – sowohl in dem von Levin, Rappaport Hovav als auch in dem von Pinker – zwei verschiedene, aber indirekt durch die Ableitung miteinander verbundene semantische Repräsentationen des Taigi nors tiesioginio derivacinio rySio tarp dviejy realizacijy, kaip ir leksigleichen Aktionswortes mit unterschiedlichen argumentativen Realisierugiai — per leksines taisykles — atitinkama leksines-semantines reprezentacingen verknüpft sind. Im Falle einer funktionalen Grammatik kann sie nicht bestimmt werden, aber die indirekte Beziehung kann nachgewiesen werden. Der wesentliche Unterschied zwischen den erwähnten Modellen der generativen und relationalen Grammatik und den Modellen der,,leksischen Regeln*" besteht darin, daß die ersten die Unterschiede der alternierenden Konstruktion auf der syntaktischen Ebene erkennen, während die zweiten zusätzlich erkennen, daß die Unterschiede der alternierenden Konstruktion durch Prozesse auf der semantischen Ebene bestimmt werden, die dann entsprechend mit verschiedenen syntaktischen Repräsentationen verbunden werden, so daß die Modelle der,,leksischen Regeln*" hinsichtlich der syntaktischen Repräsentation einschichtig, die Modelle der generativen und relationalen Grammatik mehrschichtig sind. 2.2. Konstruktionsmodelle Zu den konstruktiven Modellen ist gleich zu sagen, daß sie gebrauchsfallorientiert, d.h. gebrauchsbasiert (usage-based) sind, zum größten Teil auf induktivem Erkenntnisweg (d.h. vom Einzelfall zur Verallgemeinerung) verlaufen und 93
KRISTINA LENARTAITE vistiniai modeliai, pripazista laipsnisko kalbos i’mokimo procesus, kurie dials grundlegender Mechanismus verschiedene sprachliche Prozesse bestimmen, die zu Verallgemeinerungen führen. Darüber hinaus erkennen diese Modelle nicht den für andere Modelle wichtigen Prozess der strukturellen Ableitung einer Sprache von einer anderen an, da sie im Gegensatz zu den bisher diskutierten konstruktiven Modellen als grundlegende linguistische Einheiten die im Sprachgebrauch verankerten Konstruktionen anerkennen, die nicht weiter in atomare Primitiven zerlegt werden können. Konstruktionen, d.h. erlernte spezifische sprachliche Einheiten mit ihrer jeweiligen Form und Bedeutungsoder Diskursfunktion, sind solche Strukturen (auch Morpheme, Wörter, Idiome), deren Aspekte der Form oder Bedeutung nicht vollständig aus ihren einzelnen Komponenten oder aus anderen in der Sprache existierenden Konstruktionen abgeleitet werden können. Darüber hinaus kann auch ein vollständig abgeschlossener konkreter Fall der Verbindung von Form und Zweck als Konstruktion anerkannt werden, sofern er häufig genug verwendet wird (Goldberg 2006: 5). In diesem Kapitel werden wir die Diathese der Alternationsrelevanz im Hinblick auf die Goldbergsche Konstruktionsgrammatik und das lexikalisch-konstruktive Modell von Iwata diskutieren. In der Grammatik der Goldberg-Konstruktionen werden als Hauptmittel des Satzausdrucks beispielsweise folgende Konstruktionen der englischen Argumentationsstruktur unterschieden: (33) a. Ditranzityviné konstrukcija _,x kauzuoja y gauti 2‘ Subj V Obj Obj2 Pat faxte Bill den Brief. ,Pat faksu nusiunté (nufaksavo) Bilui laiska‘ b. Konstruktion der induzierten Bewegung,x verursacht y Bewegung j z* Subj V Obj Obl Pat nieste die Serviette vom Tisch. ,p2d. Er hat sogar die Serviette vom Tisch genommen' (Goldberg 1995: 3-4). Solche Konstruktionen argumentativer Strukturen sind eher mit einer nahe gelegenen Gruppe von Bedeutungen als mit einer abstrakten Bedeutung in Verbindung zu bringen, obwohl eine solche Bedeutung in einer vererbten Hierarchie von Konstruktionen auch unterschieden werden kann (Goldberg 1995: 108-110). In der Konstruktionsgrammatik, wie in anderen Varianten des Konstruktionsmodells, bestimmen Konstruktionen zum größten Teil die Unterschiede in der Satzlänge, 0 94
Diathese-- Wechselwirkungen 18 verschiedene theoretische Modelle untersuchen die Perspektive der Wirkung von Zodis™ nur semantisch integriert in ihre Konstruktion. Konstruktionen existieren unabhängig vom Verb, sintaksine struktira. Pavyzdziui, kauzuoto judéjimo (caused motion) konshaben ihre eigene Bedeutung und spezifische Traktion, x verursacht y bewegt sich j z‘ argumenty Rollen —Ursache, Ziel, Thema —stehen in direktem Zusammenhang mit der Konstruktion, 0 Die Teilnehmerrollen des Verbs —der Gebende, der Gebetende, der Ort, wo das Geben erfolgt, —stehen in Zusammenhang mit dem Verb. Indem man die Rollen der Argumente mit denen der Akteure der Handlung „verschmilzt“ oder integriert, erhält man eine syntaktisch-semantische Struktur, z.B.: i VERURSACHT <Ursache, Ziel, Thema > BEWEGUNG | | | | | DETI <dedantysis, vieta, kur dedama, dedamasis > J 4 \ 4 | Wut. V SUBJ OBL OBJ : (vgl. Goldberg 1995: 52) Der Prozess der Verschmelzung der Rolle des Konstruktionsarguments und der Teilnehmerrolle des Verbs wird durch Folgendes geregelt: (i) Prinzip der semantischen Kohärenz: nur semantisch kompatible Rollen können verschmolzen werden*; (ii) Korrespondenzprinzip: Jede Rolle eines Akteurs, die lexikalisch profiliert und iSprachlich ist, muss mit den profilierten argumentativen Rollen der Konstruktion „verschmolzen“ werden. Wenn ein Verb drei Teilnehmerrollen hat, dann kann eine von ihnen mit einer nicht-profilierbaren Rolle in der Konstruktionsstruktur verbunden sein (Goldberg 1995: 50). Hier ist darauf hinzuweisen, dass die in der Satzlehre und in der Konstrukprofiliuojami dalyviy vaidmenys yra tie, kurie biitinai reikalaujami i8reiksti tion profilierten Argumentrollen (z.B. Subjekt Ziel, Thema) mit den grundlegenden syntaktischen Positionen Subjekt und Objekt verbunden sind. Die Wechselfälle werden in der Konstruktionsgrammatik als die Bedeutung eines und desselben verbundenen Wortes (d.h. die auf der Grundlage des entsprechenden semantisch-interpretativen Rahmens wahrgenommene Handlung und die von ihr einbezogenen Teilnehmerrollen) interpretiert. * Die Bedeutung des Verbs wird in konstruktiven Modellen mit der Semantik des entsprechenden semantisch-interpretativen Rahmens in Beziehung gesetzt, auf deren Grundlage die Begrenzungen der teilnehmenden Rolle des Verbs festgelegt werden (vgl. Goldberg 1995; 25-31; 43-44). 95
KRISTINA LENARTAITE Die Fähigkeit, mit zwei oder mehr verschiedenen Argumenten strukturelle Konstruktionen zu integrieren. Im Falle der englischen Lokativalternative spray /load (siehe Sätze (31a) und (31b)) kann das Wort load mit der Konstruktion der ursächlichen Bewegung (31a) oder mit der Konstruktion der ursächlichen + Präposition with (31b) integriert werden, d.h. die beiden Sätze sind als Instanzen unterschiedlicher Konstruktionen zu betrachten: Satz (31a) ist eine Konstruktion der ursächlichen Bewegung und Satz (31b) eine Konstruktion der ursächlichen + Präposition with. Die Bedeutungsunterschiede der alternierenden Sätze sind in diesem Fall auf die Unterschiede der konstruktiven Bedeutung zurückzuführen (vgl. Goldberg 1995: 175-179; Goldberg 2006: 34-38). Aktive/passive Wechselwirkungen werden ebenfalls als Instanzen unterschiedlicher Konstruktionen interpretiert. Der Zweck der passiven Konstruktion ist, die Rolle des höchsten Akteurs, der mit dem Wort verbunden ist, zu verdecken (shading). Der konkrete passive Satz ist daher als Instanzierung einer Konstruktion zu betrachten, die die entsprechende Teilnehmerrolle von Gija, d.h. die passive Konstruktion, überlagert (Goldberg 1995: 56-57). Dass solche Alternationen wie Passivierung oder applikative Konstruktionen gewöhnlich von morphologischen Ableitungen begleitet werden, wird in der Konstruktionsgrammatik als Folgendes dargestellt: Die mit den genannten Ereignissen verbundenen grammatischen Morphemenklassen, wie die Verbpassivierung Zymiken oder die applikativen Suffixe, sind mit den mazZodzio integracija yra analogiska konstrukcijos ir veiksmaZodzio integraStrukturkonstruktionen vergleichbar, solange sie semantisch mit den entsprechenden Morphemen und Funktionen verbunden sind (Goldberg 1995: 22-23). Interessant, wie in diesem Modell biityu behandelt Abschnitt 1.3. wurden die applikativen Konstruktionen der Giéeva-Sprache diskutiert: Denn bei der Integration von Gia-Wörtern mit derselben grammatischen Morphemgruppe, genauer gesagt mit der Gruppe der applikativen Präpositionen (-ir-~ -er-), ergeben sich ganz unterschiedliche Konstruktionen, z.B. die trukcijy gramatikoje grindziamas taip: (i) geriau A generuoti tiesiogiai, o ne transitiven (19b) und die kausativen (20b)? In anderen Modellen ist der Verzicht auf die derivative Beziehung, die die fraglichen Ereignisse auf die eine oder andere Weise (syntaktisch oder semantisch) verbindet, die Konsequenz. *Diese Konstruktion der Argumentationsstruktur ist als komplex zu betrachten, d.h. sie besteht aus zwei unabhängigen Konstruktionen: der Kausativen Konstruktion und der mit dem Präpositional verbundenen Konstruktion (Goldberg 2006: 36). * In konstruktiven Modellen, wie in der kognitiven Grammatik, gibt es keinen klaren Unterschied zwischen lexikalischen und grammatischen Einheiten.
Diathese-Alternation 18 verschiedene theoretische Modelle der Untersuchung der Perspektive i8vesti i8 C, wenn es ein Modell B gibt, das die gleichen (Ziel-)syntaktischen Eigenschaften wie A hat, aber offensichtlich nicht i8vesti i§ C; (ii) Es ist besser, A nicht in C einzugeben, wenn es ein Modell B gibt, das die gleichen syntaktischen Eigenschaften wie C hat, aber keinen Input hat, aus dem A eingeführt werden kann (Goldberg 2006: 22-25). Somit entfällt das Problem, mit dem andere Modelle konfrontiert sind, die die Ableitung auf der einen oder anderen Ebene anerkennen: die Konstruktion von Argumentstrukturen funktioniert in diesem Modell wie Oberflächenverallgemeinerungen in Bezug auf ihre spezifischen Instanzen. Als Fehler der Goldberg-Grammatik wird die Tatsache bezeichnet, daß abstrakte Konstruktionen höheren Ranges als grundlegende sprachliche Einheiten gewählt werden, obwohl das Spracherwerbsverhalten von Kindern und andere Fakten zeigen, daß als Grundeinheiten Konstruktionen niedrigeren Ranges funktionieren, die sich auf bestimmte Verbklassen beziehen. Abstrakte Konstruktionen höheren Ranges können nicht ohne Konstruktionen niedrigeren Ranges existieren, solange die ersten nicht als adäquater für die psychologischen Realitäten angesehen werden können als die zweiten (Iwata 2008: 123-129). Ein weiterer Fehler, der angeführt wurde, betrifft die oben diskutierte Funktionsweise des Äquivalenzprinzips: Erstens, wie die Anwendung des Auslassungstests zeigt, ist es problematisch, die lexikalische Teilnehmerrolle der zu profilierenden Handlung zu bestimmen, d.h. die beteiligte Rolle, und außerdem, so Iwata, überlappt dieses Prinzip teilweise das Prinzip der semantischen Dermis und kann im Allgemeinen auf dieses (d.h. das Äquivalenzprinzip) verzichtet werden (Iwata 2005: 382-387). Es kann auch vorkommen, dass sich die Informationen, die in der konstruktiven Grammatik auf verschiedenen Ebenen übermittelt werden, wiederholen, dass sie überflüssig sind, z.B. scheinen die Teilnehmerrollen im Zusammenhang mit Verben genügend Informationen über die syntaktischen Projektionen der Argumente zu übermitteln, aber all dies wird auch auf der konstruktiven Ebene wiederholt. Die überschüssige Information bildet den Kern eines in kognitiven und konstruktiven Grammatiken äußerst wichtigen Instanzierungsmechanismus. Der Zweck der abstrakten Konstruktionen (funktionelle Motivation) ist es, konkretere Konstruktionen der unteren Ebene, z.B. Sätze, zu sanktionieren, auch die neu gebildeten. In diesem Fall erfüllen die Konstruktionen die gleiche Funktion wie die Regeln in generativen Modellen. * Für konstruktive Modelle, wie z.B. verwendungsbasierte Modelle, ist es wichtig, dass die grammatischen Einheiten und Aussagen, die erkannt werden, auch hinsichtlich anderer psychologischer, kognitiver Prozesse adäquat sind, d.h. dass sie für den Sprecher/Zuhörer psychologisch realistisch sind. 97
KRISTINA LENARTAITE Im lexikal-konstruktiven Ansatz von Iwata folgt man zwar im Wesentlichen der Goldbergschen Konstruktionsgrammatik, aber alle wesentlichen Aspekte werden leicht modifiziert: (i) in der Konstruktionsgrammatik werden abstrakte Konstruktionen höheren Ranges als Haupteinheiten der grammatischen Ausdrucksweise gewählt, während im lexikal-konstruktiven Modell Konstruktionen niedrigeren Ranges, die mit einer bestimmten Verbklasse verbunden sind, als Haupteinheiten gewählt werden; (ii) in der Konstruktionsgrammatik können die Rollen der Akteure in der Konstruktion auf die Bedeutung des Verbs reduziert werden, d.h. die Bedeutung des Verbs wird durch die beteiligte Rolle in der Konstruktion repräsentiert, in der Mathematik wird das Verhältnis zwischen dem leksinéje-konstrukcinéje gramatikoje veiksmaZodiio reik8mé neapribojama vien dalyviy vaidmenimis, ¢ia ji suvokiama placiau; (iii) konstrukcijy graVerb und der Konstruktion dadurch bestimmt, wie die Bedeutung des konkreten Verbs mit der Bedeutung der Konstruktion vereinbar ist, im lexikalisch-konstruktiven Modell ist es wichtig, wie der ganze Satz, z.B. He sprayed the wall with paint Er hat die Wand mit Farbe besprüht, mit der Konstruktion der konkreten Klasse von Verbs vereinbar ist (vgl. Iwata 2008: 123). Die Vorteile der Anwendung des niedrigeren Rangs in Konstruktionen wurden bereits oben erwähnt, und die Tatsache, dass die Parameter, die traditionell mit dem Aktionswortlexem verbunden sind (z.B. die Argumentstruktur), die Kompatibilität mit der Konstruktion nicht adäquat widerspiegeln können, wird durch solche Fälle gezeigt, in denen diese Kompatibilität offensichtlich nicht nur durch das Aktionswort, sondern auch durch andere Satzelemente bestimmt wird, d.h. mit einigen Begriffen kann das Aktionswort in einer konkreten Konstruktion realisiert werden, mit anderen nicht, vgl. : (34) a. *Er breitete das schlafende Kind mit einer Decke aus. Er hat ein schlafendes Kind mit einer Decke bedeckt. Er bestrich das Brot mit Butter. Er hat das Brot mit Butter bestrichen‘ (Beispiele i$ Iwata 2008: 124.) Beide in diesem Artikel diskutierten Arbeiten von Iwata (Iwata 2005; 2008) beschäftigen sich mit dem Problem der lokativen Alternierung, und die Hauptfragen, die in diesem Zusammenhang aufgeworfen werden, sind: Warum erlauben einige Verbsätze die lokative Alternierung und andere nicht? Aus der letztgenannten Frage ergeben sich weitere: Welche semantischen Aspekte der an der Lokativierung beteiligten Verben bestimmen diese Möglichkeit und warum. Es ist daher offensichtlich, dass Iwatas Untersuchung die Behauptung von Pinker und anderen untersucht hat, dass die sogenannte yra labiau orientuotas j lokatyviniy alternacijy semantikos analize. Detaliau 98
Diatezés alternacijos i§ skirtingy teoriniy modeliy tyrimy perspektyvos with-Variante (vgl. (31b)), in der das Mitglied, das die Rolle des Lokators, kurz Lokativ, spielt, in das Objekt übergeht, als eine Zeichenänderung (change of state) des anderen alternierenden Satzes, des Zeichens, der (Thema-) Lokationsänderung (onto /into-Variante, vgl. (31a)) charakterisiert werden kann. In Bezug auf diese Behauptung kam Iwata zu dem Schluss, dass die Charakteristik der (lokativen) Biesenänderung und dél ihres allzu allgemeinen Auftretens und dél der starken lokativen Alternationen, die sich semantisch von den prototypischen,,Biesenänderungs’’-- Gegenständen wie break, brechen, unterscheiden, die Semantik nicht in der Lage ist, den semantischen Aspekt des untersuchten Sachverhalts adäquat zu beschreiben (Iwata 2008: 22-25). In seinem vorgeschlagenen lexikalisch-konstruktiven Modell vertritt Iwata die Auffassung, dass nur die Varianten des niedrigeren Ranges, d.h. mit konkreter Alternative with (31b), wo der Lokativ auf das Objekt übergeht, als realisierende,,cover“, bedecken’ Verbklasse (0 in einigen Fällen —,,fill*,(uZ-)bei-füllen’ Verbklasse), 0 into /onto Variante (31a), wo der sich lokalisierende Gia veiksmazodzZiu klase susijusios, konstrukcijos gali adekvatiai atspindéti lokatyviniy alternacijy semantinius ir sintaksinius procesus. Lokatyviniu Gegenstand (locatum) auf das Objekt übergeht, als realisierende,,put*, setzen’ Verbklasse bezeichnet werden können. Eine Konstruktion, die sich auf eine bestimmte Klasse von Verben bezieht, ist als ein „sanktionierendes Schema“ im Hinblick auf die konkrete Realisierung, die sie inszeniert, zu betrachten, vgl. : (35) a. Der Vandal sprühte Farbe auf die Skulptur. »Vandal spruch daZus auf die Skulptur‘ b. Der Vandal hat die Skulptur mit Farbe besprüht. ,Vandalen (api-)purische Skulpturen dazais' (Beispiel i8 Iwata 2008: 48.) » | In nutzungsorientierten theoretischen Modellen sind Konstruktionen nichts anderes als abstrahierte Schemata von Verwendungsvorgängen (Sätzen) und Kombinationen von Form und Bedeutung. Konstruktionen, die als Schemata verstanden werden, die die in der Praxis etablierten Gemeinschaften ihrer spezifischen Realisierungen umfassen, sind in diesen Realisierungen ursprünglich und sanktionieren neue, den Spezifikationen entsprechende Realisierungen (Iwata 2008: 38). Sowohl die konkrete Bedeutung des Verbs, das an den Alternationen teilnimmt, als auch die Bedeutung der Konstruktion im Hinblick auf das més, t. y. jos persikloja, Tad konkretaus verksmazodzio reik’mé jsivaizduotina kaip konkrete Gebrauchsereignis sind als gewisse Abstraktionen zu betrachten. Darüber hinaus ist die Bedeutung des Aktionswortes schwer von der Bedeutung der Konstruktion zu unterscheiden, die das Minimum an Informationen enthält, die mit diesem Aktionswort verbunden sind (ebd., 87-99). 99
KRISTINA LENARTAITE Satz (35a) betrachtet als Aktionswortklasse Rangstrukturen, die enthalten »put* ,déti® semantische Komponente, Instanz, Satz o (35b) — Verb-Klasse-Rangkonstruktionen, die cover enthalten ,überdecken’ semantische nj Komponente, konkrete Realisierung (ibid., 27-51). Alternativen sind verfügbar, wenn die paties Handlung (seine Spezifikationen und Grenzen werden durch den entsprechenden semantisch-interpretativen Rahmen definiert) bit kompatibel gali (integriert) in zwei su verschiedenen Ausführungen. Andere bedeutende lokative Alternationen permisianéiy verbazodziy semantische poznaky sind Sie: Ganzheitliches Handlungsir veiksmo spektrum (t. y. Ende der Aktion). In Sätzen kaip wie (31b) ir (35b), wo der Lokativ geht auf das Objekt, Diese Sätze sanktionieren ,,cover“ (35b) oder ,,fill* (31b) semantische Verbklassen bedingen das Auftreten eines zusätzlichen semantischen Komponentento — -Holistischen Effekts, — t. y. Die Wahrnehmung, dass das Objekt, das die Handlung to erfährt, vollständig von der Handlung umgeben ist. Tatiau, zum Beispiel, Satz (35b) Zwei leidzia — ir Ganzheitliche, ir nicht — ganzheitliche Interpretation: In Bezug auf die Skulptur als Kunstwerk ist selbst der kleinste Sprühstrahl auf ihr Zelis kann als skulpturale Biiklés betrachtet werden, t. y. ästhetisches Aussehen, ir Veränderto ung, dél mögliche Realisierung (35. Auflage). Taéiau, sag Iwatos, nur holistische Wirkung habende Realisierungen werden sanktioniert ,,cover“ / ,,fill* semantische Verbazodiy Klasse Konstruktion, dann der gleiche Satz (35b) wird, wenn es eine ganzheitliche Interpretation zulässt, als eine Instanz der Konstruktionen dieser Gruppe betrachtet, wenn es nicht erforderlich ist, dass es die o Konstruktion einer anderen — tai Klasse von Handlungswortji en (z.B. „Ekel“ Handlungswort) sanktioniert. Be dass, wenn ein bestimmter Satz, der das Objekt als Lokativ wählt, eine holistische Interpretation nicht zulässt, er in diesem Fall, umgekehrt betrachtet, kein wirklicher Fall von lokativer Alternative ist, da er sanktioniert wird ne ,,cover“ / ,,fill“ ist eine semantische Konstruktion der Klasse verb. Ähnlich wird der Reflex ir der semantischen Komponente der Vollständigkeit erklärt: wenn der Lokativ des Objekts des gewählten veiksmas Satzes vollständig ist (nicht-test- / -endgültig), das heißt, sie sind sanktioniert ,,cover“ / , Füllen Sie semantische Konstruktionen der Klasse verbozodiiy, 0 wenn eine andere Konstruktion — der Klasse verbozodiiy erfüllt ist (ebd., Untersuchungen über 55-64). die Fälle der lokativen Alternierung, in denen ein Satz aus morphologisch komplexeren Verbsätzen besteht, wie z.B. die deutschen lokativen Alternationen) su iy (Bd. Satzoder (9)) japanische Lokativwechsel, Iwata verhält sich inkonsequent: Deutsche Präpositionen su (ohne-) Verbazodie Lokativ in Objektposition realisiert Sätze 100
Diatezés alternacijos i§ skirtingy teoriniy modeliy tyrimy perspektyvos (9b), die im Allgemeinen, streng genommen, im Falle von lokativen Alternationen nicht berücksichtigt werden, da sie nicht von der Konstruktion der semantischen Verbklassen „cover“ / „fill“ sanktioniert werden, da sie eine holistische Interpretation erfordern (ebd., 2008: 152-156); o Hier, zum Beispiel, in den japanischen lokativen Objektsätzen, die mit dem Präfix (-tsukusu) verbunden sind, da die Realisierungen mit diesen Verben als Instanzen der semantischen Konstruktion der Verbklasse,,cover“ /,,fill*, und des Präfixes -tsukusu als grammatisches Morphem betrachtet werden können, werden diese Fälle der Alternierung genauso behandelt wie die Fälle der lokativen Alternierung im Englischen (ibid., 2008: 188-192). Dem lexikalisch-- konstruktiven Modell können folgende Aspekte vorangestellt werden: (i) werden als „lokativ alternierende Sätze“ bezeichnet, wobei alle alternierenden Sätze, in denen in einer ihrer Objektpositionen ein Satzmitglied mit einer semantischen Rolle des Lokativs (im allgemeinen Sinne) realisiert wird, als „lokativ alternierende Sätze“ bezeichnet werden. Iwata neigt dazu, nur jene Fälle als lokative Alternativen zu betrachten, die für seine semantischen Beschränkungen relevant sind; (ii) die Rolle eines bestimmten Aspekts der semantischen Struktur eines Wortes — der Ganzheitlichkeit und der Teiligkeit — scheint hier auch überschätzt zu werden: Ganzheitlichkeit ist immer relativ — sie wird immer vom Sprecher beurteilt — und die verschiedenen möglichen (ganzheitlichen/nicht-ganzheitlichen) Interpretationen eines Satzes wie (35b) zeigen, dass die Ganzheitlichkeit bei lokativer Alternierung nicht unbedingt die entscheidende Rolle spielt, die Iwata ihr zuschreiben möchte (siehe auch Michaelis & Ruppenhofer 2001: 23-27). Ganzheitliches Denken ist sicherlich für die meisten, aber nicht für alle lateinischen Varianten geeignet. Obwohl konstruktive Modelle zweifellos die Phänomene der Alternierung erklären können, existieren die in Frage stehenden Phänomene in diesen Modellen nicht als „Alternativen“ im eigentlichen Sinne des Wortes, da sie nicht durch eine eindeutige Beziehung miteinander verbunden sind. In konstruktiven Modellen können allgemein alle mit derselben Handlung möglichen Realisierungen von Bits als Alternationen bezeichnet werden. 2.3. Allgemeine Bemerkungen Jetzt ist es angebracht, kurz zu erläutern, warum alle theoretischen Modelle, die in Gia (Abschnitte 2.1 und 2.2) behandelt werden, nicht auf der Grundlage der Ableitung, d. h. i abgeleitete und nicht abgeleitete. Dél generatyvinés ir relaciju grammaty bei »leksiniy Regel* modeliy wurde bereits erwähnt, dass es Ableitungsprozesse 101
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