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“Europäische Personennamensysteme: Ein Handbuch von Abasisch bis Zentralladinisch”

Willy Van Langendonck

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179 Recenzijos Bewe ungen WiLLy Van Langendonck ka holische Uni e si ä Leu en Mokslinių y imų k yp ys: žymė umas i ikoniškumas, e e encija i seman ika (y ik pačinių a dų), g ama ische Ka ego ijos, okios kaip apib ėž umas, gene iškumas, skaičius, g ama iniai yšiai, p epozicijos, p iklausomybių sin aksė i žodžių a ka. Eu opäisch Pe sonennaMensys eMe: ein handbuch Von abasisch bis zen aLLadinisch anlässlich de 65. gebu s age on osa kohlheim und Volke kohlheim. he ausgegeben on And ea B endle und Sil io B endle . Hambu g: Baa , 2007, 863 S. ISSN 1607012 ISBN 978-3-935536-65-3 Bei dem Sch eiben diese Rezension in englische Sp ache möch e ich dieses um ang eiche und wich ige Handbuch übe eu opäische An h oponymsys eme nich nu de englischsp achigen Wel bekann machen, sonde n auch da au hinweisen, dass Deu sch eine Sp ache bleib , die man ü die Wissenscha nich igno ie en kann, siche lich nich ü die Onomas ik und die Linguis ik. Dieses 861 Sei en lange Buch is den Kohlheims, Rosa und Volke , zwei Onomas en, die in de deu schen Onomas ik-Wel und da übe hinaus bekann sind, anlässlich ih es 65. Gebu s ages gewidme . Die Redak eu e, die B andle , And ea und Sil io, sind ein wei e es Paa , iel jünge , abe iel e sp echende Fo sche deu sche und soga englische Namen, sowohl au de diak onischen als auch au de synch onischen Ebene. V. kohlheim und s. b endle sind Pionie e des neuen Ansa zes de Namen, den sie Nomene ik nennen (kohlheim 2005; kohlheim & hengs 2011; b endle 2008; siehe ü eine Übe sich übe le z e es Van Langendonck 2010). B endle und B endle haben eine mühsame A bei geleis e , um dieses gigan ische P ojek zu übe wachen und alle diese A ikel zu koo dinie en, die sich mi 77 eu opäischen Sp achen be assen, die in alphabe ische Reihen olge p äsen ie we den und sich au sieben Sp ach amilien (indoeu opäisch, baskisch, u alisch, ü kisch, kaukasisch, a abisch und mongolisch) beziehen. Die besch iebenen Sys eme sollen ep äsen a i ü den eu opäischen Raum sein, de als eine poli ische und kul u elle Kons uk ion e s anden we den soll, die in de an iken g iechischen T adi ion e wu zel is , und nich als geog aphische Einhei . Die Bei äge sind nach dem gegenwä igen S and de Technik 180 ac a Linguis ica Li huanica LXII[…]LXIII wie ande swo wa die En wicklung es e WiLLy Van Langendonck Familiennamen ein lange P ozess, de in diesem Fall on Süden nach No den ging. Die s uk u ie acALL_62_63_make as.indd 179 2011.06.17 08:24:12 und p äsen ie en spezi ische Ke nin o ma ionen. Un e dem Beg i Sys em meinen die Redak eu e einen names. in gene al, he au ho s use mo e o less he same model, beginning wi h he sys em con aining one name, bu quickly u ning o a wo-name sys em wi h s uk u ie en und unk ionellen Komplex on pe sönlichen Vo namen und Nachnamen, die als Vo namen begannen und allmählich zu Familiennamen wu den. D ei-Namen-Sys eme e en auch au . Die Pe spek i e is diak onisch und eich om U sp ung des Sys ems bis zu heu igen Si ua ion. Manchmal wi d zue s übe das zei genössische Sys em disku ie , und dann geh man zu ück zum U sp ung. Da übe hinaus schein es kla zu sein, dass die A bei en on un e schiedliche Länge und Quali ä sind. In Anbe ach de G enzen diese Übe p ü ung we de ich mich au einige ge manische Sp achen besch änken, sowie au F anzösisch, Le isch und Li auisch, Russisch und eine nich indoeu opäische Sp ache, das Baskische. Ich we de mi den d ei wich igs en ge manischen Sp achen beginnen: Englisch, Deu sch und meine Mu e sp ache Niede ländisch. Es könn e e wa e we den, dass diese d ei Pe sönlichkei snamen-Sys eme iel gemeinsam haben, auch in ih e his o ischen En wicklung. Dies is jedoch nich so gu aus den aglichen A ikeln abzulei en, da die jeweiligen Au o en sich au e schiedene Aspek e des behandel en an h oponymischen Sys ems konzen ie en. Im Lau e de Lek ü e en s eh de zunehmende Eind uck, dass sich die d ei Papie e wei gehend e gänzen, da insgesam gleichzei ige En wicklungen s a ge unden haben (siehe auch Van Langendonck 2007, Kapi el 4). Das englische Pe sönlichkei snamen-Sys em wi d on John Insley besch ieben. diese Au o nimm eindeu ig den ch onologischen Ansa z an, beginnend mi einzelnen Namen im al en Englisch. In diesem An angss adium is das Sys em eindeu ig ge manisch. Wie in ande en Sp achen diese G uppe sind die p imä en Fo ma ionen di hem(a )ic Männe namen, die aus zwei appella i en S ämmen bes ehen, die zusammen eine seman ische Einhei bilden, zumindes am An ang, z. B. AEl -weald […]el -könig[…]. F auennamen we den au die gleiche Weise gebilde , z. B. AEdel-hild […]noble- igh […]. Viele e s e und zwei e Elemen e we den disku ie . Wenn de Sinn de Zusammense zung e schwinde , is dies in e s e Linie au das sogenann e P inzip de Va ia ion de ge manischen Namensgebung zu ückzu üh en (siehe un en un e deu sch). De Au o hä e e klä en sollen, wo um es hie geh , da e ü ein Handbuch gesch ieben ha . Wie ande e ge manische Sp achen ha e auch das al e Englisch meh e e Ka ego ien on mono hema ischen Namen. Zue s gab es Spi znamen wie Ceo l "Baue ". Sekundä sind ku ze Fo men (Tida) und Hypoko ismen (To el < To h -). Von Ende des 9. bis zum 13. Jah hunde b ach en skandina ische E obe e ih eigenes onomas ikalisches In en a mi , ypische weise Namen, die mi As beginnen, sowie zahl eiche dänische Hypoko ismen. Viele Fo men wu den anglisie . on g oße Bedeu ung wa das Jah 1066, in dem die no mannische E obe ung s a and. die u sp ünglichen Sys eme sind ausges o ben, auße dass Re lexe on ihnen in Familiennamen zu inden sind. in de mi elenglischen Ä a, ein ALL_62_63_make as.indd 180 2011.06.17 08:24:12 Eu opäische Pe sonennamensys eme: Ein Handbuch on Abasisch bis Zen alladinisch 181 ecenzijos Bewe ungen Zahl de nö dlichen anzösischen, insbesonde e omanisie en ankischen Namen, schob den au och honen Namensscha z beisei e. Ande e ge manische Namen s ammen aus Flande n und No ddeu schland. Diese wu den du ch eine Reihe on biblischen Namen e gänz , die so gep äg wu den, mi as he s ill well known John, Pe e , Simon, and Thomas. new hypoco isms we e neuen Su ixen wie -kin (aus dem Niede ländischen), was Thomkin e gab, sowie oman ischen Fo ma ionen mi -in, -o und so wei e . Fü diese al en Epochen wissen wi nich iel übe soziologische und his o ische Fak o en bei de Namensgebung. Das is na ü lich ande s in de neuen englischen Ä a. Einige spä e mi elal e liche Namen sind e hal en geblieben, z. B. Geo ey, John, Ma ga e , Pe e , Thomas und William. Die Renaissance ha e auch g iechische und la einische Namen wie Ale hea, Amb ose, Caesa , Diana, Julia, La inia, Penelope und Vi gil he o geb ach . Die Re o ma ion üh e zu Namen aus dem Al en Tes amen , wie Ab aham, Da id, Es he , Ru h usw. Dynas ien und li e a ische We ke sind eine wei e e Quelle ü neue Namen. Einige Vo namen s ammen sei de elisabe hanischen Zei aus Familiennamen, z. B. Ashley, Cli o d. Die ganze Zei we den neue Namen gep äg , aus kel ischen ode ande en Gebie en. Die Namen de Mi elschich (Hugh, Simon) scheinen sich on den Namen de un e en Klasse (Wayne, Lee) zu un e scheiden. Insley geh nich so iel au den U sp ung on Familiennamen ein. Wie übe all wu den die Vo namen ab dem Mi elal e allmählich du ch Va e namen und Spi znamen e gänz , o allem wegen de an änglichen Mangel an ch is lichen Namen und de Zunahme de Bü ok a ie. üblichen Typen we den auch hie e wähn : Va e namen, geog aphische (appella i e und p op iale), be u liche und Spi znamen. In de le z en Ka ego ie inden wi Nachnamen wie Shakespea e ode Lo ejoy, mi de u sp ünglichen Bedeu ung "Womanize ". Zu ällige weise sind die le z en beiden "sa znamen", Ve bindungen, die aus einem e balen S amm plus einem Objek - ode Subjek namen bes ehen. Dama is nübling und an je dammel besch eiben das deu sche pe sönlich-namen-sys em, beginnend mi de zei genössischen si ua ion. Das Zwei-Namen-Sys em en häl einen Vo namen und einen Familiennamen, wie in ganz Wes eu opa. Obwohl das Gese z es einem Ehepaa e laub , den Familiennamen en wede des Mannes ode de F au zu wählen, wi d in den meis en Fällen de Name des Mannes ü die F au und die Kinde gewähl . Bis ins Mi elal e wu de das ge manische Ein-Namen-Sys em e wende . Auch hie geh die allmähliche En wicklung des a sächlichen Zwei-Namen-Sys ems on Süden nach No den. Die ühen ge manischen Namen wie Be n-ha d ode Hilde-gund (siehe un en) s a ben as zuguns en ch is liche Namen wie Johannes ode Ka ha ina aus. Nachnamen wu den aus denselben G ünden e wende wie ande swo (siehe un e Englisch). Ebenso wächs die Zahl de Vo namen sei Jah hunde en. Ablei ung und Ve kleine ung spiel en hie eine Rolle. eligiös ALL_62_63_make as.indd 181 2011.06.17 08:12:24 182 ac a Linguis ica WiLLy Van Langendonck Li huanica LXII[…]LXIII ode T adi ions ak o en spiel en in Wes deu schland eine g öße e Rolle als in Os deu schland. heu zu age spielen säkula isie ende und in e na ionalisie ende numbe o names has expanded especially om he second hal o he 20 h cen- u y. as in o he eu opean coun ies, he choice o a o ename is now la gely Fak o en eine imme g öße e Rolle, so dass die bes imm on dem subjek i en, oman ischen K i e ium de Euphonie: kling de Name "gu " ode nich ? Vo namen müssen "modisch" sein, was auch imme das bedeu en mag. Sie e hal en nich meh die Namen on Heiligen, Vo ah en ode He sche n. Zusä zliche Vo namen beziehen sich jedoch wei e hin au T adi ion ode Religion, wo es imme noch einen Un e schied zwischen e angelischen und ka holischen Namen gib . Nach dem mode nen Gese z müssen Vo namen zwischen Jungen und Mädchen un e scheiden. Wie übe all sind die Namen on F auen länge und un e liegen meh Mode, Inno a ion und ausländischen Ein lüssen. Dann wenden sich die Au o en de Geschich e des Namenssys ems zu. Wie im al en Englisch wu den an angs iele di hema ische Namen gep äg , die an angs einen Wunschcha ak e zeig en. Als solche wa en es "p og amma ische" Namen. In spä e en Phasen, als das Schmieden solche Namen mechanisch wu de und die Mo i a ion e lo , wu den neue Sys eme gescha en. Zum Beispiel wu de das genealogische P inzip de Va ia ion einge üh , bei dem die Namen de Kinde aus den ie Vo namen de El e n zusammengese z wu den, z. B. Hildegund und F iedge wu den als F iedhild, Ge hild, Hildge , Gund ied ekons uie . Kinde namen konn en auch au de G undlage on Alli e a ion gebilde we den, z. B. G imhil , Gun he , Ge no , Giselhe . Diese beiden S a egien s imm en jedoch nich mi dem P inzip übe ein, dass das zwei e Mi glied de Ve bindung das Geschlech angeben muss e: Das Geschlech wa männlich ü Männe namen, weiblich ü F auennamen. Geschlech und Geschlech wa en noch meh mi einande e bunden als heu zu age. Wie ande swo sahen auch eine Reihe on Ku z o men das Lich . In Familiennamen sehen wi meh ode wenige die gleichen A en on an änglichen Mo i a ionen: Pa onymen, die au -mann, -sen (< sohn), ein -s Geni i ode ein ach nich s enden. Das Haup mo i scheinen Be u snamen mi ode ohne Me onymie zu sein (z. B. Mülle […]Mille […], de häu igs e deu sche Nachname). Die d i e Ka ego ie be i Spi znamen, die au kö pe liche ode psychische Eigenscha en des Namens äge s hinweisen. Als ie e Un e klasse e wähnen die Au o en Namen, die on Wö e n ü Wohno e abgelei e sind (Busch […] bush[…]). dami e bundene O s- und Landennamen, z. B. Baye […]ba a isch[…]; Wien ein ach Wien. Fü Ös e eich und die Schweiz scheinen Namen, die on Wohnungsnamen abgelei e sind, ypisch zu sein, z. B. Namen in -e , wie Ho e […] a me […]; Zumbach am Bach. S a ke und schwache Geni i e sind ypisch ü Gebie e, die an die Niede lande ang enzen (z. B. Pe e -s, Hein-en). Im üb igen deu schen Gebie dominie en sogenann e nomina i e Fo men (z. B. Schmi […]smi h[…]). Das niede ländische Pe sönlichkei snamen-Sys em in den Niede landen, d.h. den Niede landen und Flande n (Belgien) wi d on do een ge i zen abgedeck . im Gegensa z zu den Papie en ALL_62_63_make as.indd 182 2011.06.17 08:24:12 Eu opäische Pe sonennamensys eme: Ein Handbuch on Abasisch bis Zen alladinisch 183 ecenzijos Bewe ungen übe Englisch und Deu sch, nich iel wi d übe die ge manischen Wu zeln des Sys ems gesag . De Au o s ell es , dass das o mi elal e liche Ein-Namen-Sys em allmählich du ch ein Zwei-Namen-Pa adigma e se z wu de, das aus einem ch is lichen Namen und einem Nachnamen bes eh , meis ens einem Va e namen, einem geog aphischen Namen, einem Be u snamen ode einem Spi znamen. Im goldenen Zei al e Hollands wa ein D ei-Namen-Sys em modisch, beispielsweise im olgenden Beispiel mi zwei Vo namen und zwei Nachnamen: Di ck Ghijsb ech Pellenzoon an Wae selae . im le z en Beispiel we den ein Pa onym mi -zoon son und ein geog aphische Nachname mi an om kombinie . Wi können auch solche Kombina ionen wie Pie e Co neliszoon Hoo (mi einem Pa onym und einem Vo namen, in diesem Fall au einen be ühm en Dich e bezogen) e wähnen. De Spi zname wi d als Alias-Name bezeichne , was in so explizi en Fällen wie Willem Pie e sz, alias Schij gel , ein "Sa zname" bedeu e , "Shi -Geld". Das Su ix -zoon wu de als -z abgekü z und e schwand in spä e en Gene a ionen, wobei nu das Geni i -s üb ig blieb. Wie ande swo gab es meh e e Fak o en in de En wicklung des Nachnamensys ems: die Ch is ianisie ung, die den G oß eil de al en ge manischen di hema ischen Namen, d.h. Namen mi zwei S ängeln des Typs Hilde-B and, du ch ch is liche Namen wie Johannes und Elisabe h e se z e, die an angs na ü lich zu wenige wa en. Eine wei e e U sache ü die Ein üh ung on Nachnamen wa das Be ölke ungswachs um, das sich dann in S äd en und Gemeinden zu konzen ie en begann. Ma onymie wa sel en und ha e imme besonde e Mo i a ionen, wie ande swo. 1796 e häng e Napoleons Zi ilgese zbuch die Annahme eines o iziellen Familiennamens in Flande n. In den Niede landen geschah dies um 1811 he um, zumindes heo e isch, da e s 1934 Familiennamen o iziell es geleg wu den: es muss e bis 1998 de Name des Va e s sein, als El e n selbs en scheiden du en, ob ih e Kinde den Nachnamen des Va e s ode de Mu e agen soll en. In Belgien wi d diese Gese zesände ung noch disku ie . In den Niede landen gib es eine be äch liche F eihei bei de Wahl des Vo namens. Im Gegensa z zu deu schen Si ua ion wu de in diesen beiden Lände n kein Un e schied zwischen Jungen- und Mädchennamen au e leg . Au de ande en Sei e soll en Vo namen ans ändig sein und nich mi Familiennamen iden isch sein. Dennoch is Belgien hinsich lich de Wahl eines Vo namens noch e was s enge als die Niede lande, insbesonde e hinsich lich de Rech sch eibung. Eine phone ische Sch eibweise wie Ansjeliek ü Angélique wi d in den Niede landen akzep ie , nich in Belgien. Wie in den meis en ande en Gebie en geh de Vo name o dem Familiennamen o , auße bei o iziellen Zählungen und Ähnlichem. Wie ande swo in den Dialek en sind mode ne Spi znamen in Geb auch gekommen, sei Familiennamen es geleg wu den und ih en u sp ünglichen Sinn e lo en haben. in bes imm en lämischen Gebie en inden wi imme noch die Reihen olge [byname + o name], abe dieses Sys em is zuguns en de umgekeh en Reihen olge, die sowieso die no male Reihen olge ü Vo name und Nachname is , im Niede gang. ALL_62_63_make as.indd 183 2011.06.17 08:24:12 Ich bin de Meinung, dass es eine gu e Idee is , diese F age zu bean wo en. 184 ac a Linguis ica WiLLy Van Langendonck Li huanica LXII[…]LXIII Das anzösische Pe sönlichkei snamen-Sys em wu de on de e s o benen Ma ina Pi z aus üh lich behandel . e was spä e als in den Niede landen (2005) e wa ben anzösische El e n das Rech , selbs zu en scheiden, ob ih e Kinde den Nachnamen des Va e s ode de Mu e agen. De U sp ung de anzösischen Vo namen inde sich haup sächlich in de gallo- ömischen Ä a. Einige kel ische Namen wie B ice wu den dank de ch is lichen Un e s ü zung beibehal en. Bis heu e is das anzösische Vo namenssys em on de adi ionellen ch is lichen Namensleh e behe sch wo den, die heb äische, g iechische, la einische, kel ische und ge manische Elemen e en häl . Dennoch gab es sei de Me o inge zei einen be äch lichen ge manischen, insbesonde e ankischen Ein luss. Die ge manischen di hema ischen Namen wu den jedoch nich e s anden und omanisie , z. B. Wal -ha i > Gau ie , Willi-helm > Guillaume, Be n-ha d > Be na d, Hlu hu-wīgaz (Ludwig) > Clo is > Louis. Ab dem 10. Jah hunde nahm die Zahl diese Vo namen asch ab, wobei es ungewiss is , ob diese P ozess au das Au kommen on By- und Nachnamen zu ückzu üh en is ode eine Folge da on. Wäh end im 12. Jah hunde die belieb es en Männe namen noch ge manischen U sp ungs wa en (Guillaume, Gau ie , Robe , Renaud, Raoul ...), sehen wi im 13. Jah hunde eine be äch liche Zunahme ch is liche Namen au g und eine Zunahme de Volks ömmigkei (Jean, Pie e, Simon, Nichole, E ienne, Jeanne, Ma ie, Isabel ...). In Bezug au die Bildung on Vo namen is bekann , dass im 7. Jah hunde die la einischen Endungen auch in Namen e schwunden sind, so dass Vo namen o zweideu ig zwischen männlichem und weiblichem wu den (Claude, Dominique, Camille...). Um dies zu e meiden, wu de o de bes imm e A ikel hinzuge üg , de noch imme in on ihnen abgelei e en Nachnamen sich ba is (Lema in gegen Lama ine). aus demselben G und wu den iele Su ix-Hypoco ismen gebilde (Paul-in, Claud-el, Paul-e , Paul-a , Paul-o , Paul-in-e ...). Auch al e ge manische zwei e S ämme wu den zu Su ixen (Mich-a d, Mich-aud, Jak-ie ). Apokope und Reduplika ion wu den bis heu e angewende (Coco < Cole e). Ve bindungen wu den gep äg (Jean-Paul, Ma ie-Louise...). F auennamen wu den on Männe namen abgelei e , die mi -e (Albe -e, Paul-e...), -ie, -ine, -e e enden; Diese sind nich meh in Mode. Bei Männe n sind Vo namen ge manischen U sp ungs populä gewo den (Gilbe , Hube ; Thie y, Be and, Richa d). Nach dem Zwei en Wel k ieg kann man den anglo-ame ikanischen Ein luss beobach en (Dany, F eddy, Ha y, Johnny). Wie in ganz Eu opa wu den ab 1968 eine Reihe neue Vo namen einge üh , die aus jede Region de Wel s ammen. Wie ande swo gib es eine E olu ion om Ein-Namen-Sys em zum Zweinamen-Sys em, beginnend mi Spi znamen und ande en Spi znamen und endend mi 11 h/12 h cen u y, pa onymics o he ype X ilius y we e o med, geog aphical de E ablie ung on Familiennamen. Die e s en Menschen, die Nachnamen ugen, wa en on edle Abs ammung. aus den Namen ode Spi znamen könn en zu diesem Mus e hinzuge üg we den, z. B. Pie e [li ilz] Guillaume ALL_62_63_make as.indd 184 2011.06.17 08:12:24 Eu opäische Pe sonennamensys eme: Ein Handbuch on Abasisch bis Zen alladinisch 185 Recenzijos Bewe ungen d[…]A as, Jehan [di ] la Chie e du Hamel. Wegen des Be ölke ungswachs ums und de Bildung on S äd en und Gemeinden e b ei e e sich die Ve wendung on Nachnamen au ande e Klassen. 1539 üh e die Ve o dnung on Ville s-co e e s zu einem Zi ilgese zbuch, de die Annahme on Nachnamen ö de e. Dies wu de du ch die Ein üh ung on Ki chen egis e n au dem Konzil on T en im Jah 1547 bes ä ig . Beide E eignisse ö de en den P ozess, bei dem Nachnamen e blich we den. Bei de Bildung on Familiennamen spiel en Pa onymen eine wich ige Rolle. In diesem P ozess wu den häu ig ge manische Su ixe e wende : (Acc-a d, Be n-a d, Be n-ie , Mich-aud...). Wie ande swo wa en Ma onymen sel en. Diese sogenann en Va e namen können jedoch nach Ansich des Au o s als gewöhnliche Vo namen angesehen we den. Diese agliche F age auch imme wiede au . Die hohe Häu igkei on Nachnamen wie Ma in (mi seinen Ablei ungen: Ma ine , Ma inon ...), Michel (mi Michele , Michelin ...) und so wei e is im Ve häl nis zu de Häu igkei de e wand en Vo namen im Spä mi elal e nich p opo ional. Im Gegensa z dazu pass es gu zu de hohen Häu igkei de e wand en Schu zheiligen. Dies pass zu den zahl eichen Nachnamen des Typs Sain -Ma in, Sain -Michel, Sain -Paul, Sain -Remi, Sain E ienne, die anscheinend meis nich nach einem O , sonde n nach dem Schu zpa on de jeweiligen Tau ki che e liehen we den. Wenn wi dahe Nachnamen klassi izie en wollen, soll en wi bedenken, dass es eine Ka ego ie on Nachnamen gib , die keine Va e namen sind. Meine Meinung nach lös es das P oblem nich , sie "bynames" zu nennen. Die Ka ego ie "Bynames" wi d häu ig als Müllko b ü nich klassi izie ba e Bezeichnungen e wende . Wie ande swo können anzösische Nachnamen als geog aphische Namen mi ode ohne P äposi ion (z. B. Da as, Deme z) ode in Fo m on Einwohne namen mi ode ohne A ikel (z. B. Leb e on, Lallemand) en s anden sein. Vo allem au dem Land gib es Beg i e ü Wohnungen: Du al "aus dem Tal", Dupon "aus de B ücke". Be u sbezeichnungen sind beispielsweise: Boulange "Bäcke ", Co donnie "Schuhmache ", Fè e ode Le è e "Schmied" usw. Me onymie inde sich hie manchmal: Ma eau […]hamme […]. Die le z e Ka ego ie um ass Spi znamen alle A : Pe i /Lepe i […]small[…], Noi /Lenoi […]black[…], usw. Namen wie Lé êque […]bishop[…], Le oi […]king[…] gehö en zu den Spi znamen. Ebenso wie e wand scha liche Beg i e (Le ils […]son[…], Lepè e […] a e […]) sowie Tie namen (Leloup […]wol […], Lecha […]ka ze[…]), die sich im Allgemeinen au Pe sönlichkei sme kmale zu beziehen scheinen. Wie ande swo spielen "sa znamen" (im wei es en Sinne) eine bedeu ende Rolle: Boileau " inkwasse ", Quinemen "we nich lüg ", G osjean " e e John". wie ü die equency o all hese name classes, i should be poin ed ou ha no names o dwelling-places like Dupon a e as nume ous as people seem o hink, bu a he Pa onymen (Ma in, Be na d, Richa d). Laimu e balode und ojā s bušs be assen sich mi dem le ischen Pe sönlichennensys em. ALL_62_63_make as.indd 185 2011.06.17 08:24:13 Die En s ehung des 186 ac a Linguis ica WiLLy Van Langendonck Li huanica LXII[…]LXIII Vo ch is liche Vo namen sind nich gu beleg . In Ch oniken aus dem 12. und 13. Jah hunde inden wi einige al e le ische Pe sonennamen, insbesonde e on S ammesobe häup e n. Zu diese Zei ugen die Le innen haup sächlich di hema ische Namen, z. B. Tali-baldus […]b ei + he scha […] (noch ein zei genössische Vo name: Tāli aldis), Wa i-g ibbe […]mach […]. Es gab auch mono hema ische Namen: Gaile. Von dem 12. bis zum 15. Jah hunde e such en deu sche Missiona e, diese "heidenischen" Fo ma ionen auszu o en und du ch (nied igdeu sche) ch is liche Namen zu e se zen. So wu den biblische Namen einge üh . Einige on ihnen sind bis heu e e hal en geblieben (Ind iķis < Hind ik). Die le ischen Vo namen des 15. und 16. Jah hunde s sind: And es, Hin ick, Hansz, Pauwel, Jacobus; Ma g e he, Ilske, Magdalene, Anna, Ka he ine usw. Sei dem 17. Jah hunde sind die le ischen Fo ma ionen zunehmend: Ansis, Jānis (< Johannes). Im 17. Jah hunde wa Le land un e schwedische He scha , was zu skandina ischen Namen wie I a s, Gunā s, Gus a s, Ing īda üh e, die du ch die Popula i ä de skandina ischen Li e a u im 20. Jah hunde ge ö de wu den. De Beginn wah lich le ische Vo namen kam Ende des 18. Jah hunde s. Damals wa de Bes and de Fo mula e noch beg enz . Im le z en Vie el des 19. Jah hunde s b ach e de Na ionalismus wah e le ische Namen he o , wie Gun is, Dainis ü Männe und Vel a, Aina ü F auen. heu zu age sind eine Reihe on wes eu opäischen, insbesonde e angelsächsischen Namen einge üh wo den: Robe s, Ral s; Lau a und Saman a. zei genössischen le ischen Familiennamensys ems geh au die e s e Häl e des 19. Jah hunde s zu ück. Ein wich ige Fak o wa die Be eiung de Leibeigen üme du ch Za Alexande I., de die Ein üh ung on Nachnamen ü alle Baue n o de e. Au de ande en Sei e wa in den g oßen S äd en die No wendigkei eines Nachnamens be ei s en s anden. Wie übe all en wickel en sich Familiennamen aus Spi znamen und ande en Spi znamen. die Haup mo i a ion schein de Be u de Pe son zu sein, die genann we den soll, z. B. Kalējs "Schmied". Nachnamen wie Beķe is […]bake […], B ū e is […]b ewe […] ode Melde is […]mille […] sind deu sche Leihnamen. eine geog aphische Quelle is in Lībie is […]Li onian[…], Lei is […]Li huanian[…], P ūsis […]P ussian[…] usw. zu inden. Ande e Nachnamen wu den on Spi znamen abgelei e , z. B. Ga ais […]long[…], Mazais […]sho […], Lielgal is […]big-headed[…]. Eine Reihe ande e Nachnamen gehen au Bezeichnungen ü Tie e und P lanzen zu ück, z. B. Balodis "Taube", Vilks "Wol ", Ozols "Eiche". Nachnamen we den o du ch Su ixe wie -iņ(š) ode -ī (is) gebilde , die in Appella i en diminu i e Su ixe sind. Eine g amma ikalische Besonde hei de le ischen Nachnamen is die Un e scheidung zwischen männlichen und weiblichen Fo men je nach Geschlech des Namens äge s. Die männlichen as well, excep i unc ioning in con as : Balodis s. Balode. a numbe o su names Nomina i su ixe sind (wie in Appella i en) -s-,š-, -is-, -us-, -a-, -e. Die le z en beiden können weiblich sein. Sie wu den aus ande en sp achlichen Gebie en en lehn , z. B. skandina isch (Ka lsons), so iel ALL_62_63_make as.indd 186 2011.06.17 08:24:13 einige sind ussisch: Pe o s, Ma ko s. Eu opäische Pe sonennamensys eme: Ein Handbuch on Abasisch bis Zen alladinisch 187 ecenzijos Bewe ungen, dass -sons zu einem Nachnamen-Su ix wu de. noch meh sind deu sche He kun : G īnbe gs (< G ünbe g), F eimanis (< F eimann), Bušs (< Busch); on polnische He kun sind z. B. Domb o skis, Janko skis. Einige sind i alienisch, abe blieben un e ände : Rosini, Ma ini. In de Sowje zei wu de das ussische D ei-Namen-Sys em (siehe un en) einge üh . In de Umgangssp ache wu den Vo name und Va e name als eine Einhei e wende . Nach diese Ä a wu de das Zwei-Namen-Sys em wiede he ges ell . Schließlich können heu zu age zwei Vo namen und soga zwei Nachnamen kombinie we den. Das li auische Pe sonennamenssys em wi d on Vi alija Maciejauskienė behandel . De Au o beginn mi de zei genössischen Namensgebung und un e scheide zwischen o izielle und ino izielle Ve wendung. Auch hie gib es o iziell ein Zwei-Namen-Sys em on [Vo name + Familienname]. Wie as übe all we den Familiennamen om Familiennamen des Va e s gee b . Weibliche Fo men we den om Va e namen du ch die Su ixe -ai ė, -y ė, -u ė und ū ė abgelei e , die je nach dem Ende des Va e namens hinzuge üg we den, z. B. Rimšai ė < Rimša, Skinky ė < Skinkis, Ži ku ė < Ži kus. Im Falle eine Ehe kann die F au den Nachnamen des Mannes annehmen, wobei in de Regel das Su ix -ienė hinzuge üg wi d: Dausienė < Dausa. Sei 2003 is es auch möglich, das Su ix -ė hinzuzu ügen, wie in: Agilbė < Agilba. Im Umgangssp achkon ex un e lieg das o izielle Modell e schiedenen Ve ände ungen aus sp achlichen und ex alinguis ischen G ünden. en wede de Vo name, de Nachname ode ein Spi zname können alleine e wende we den. Vo name und Spi zname können kombinie we den, meh e e Su ixe we den den F auennamen hinzuge üg . Wie ande swo en wickel e sich das Mus e [Vo name + Familienname] langsam und daue e meh e e Jah hunde e, bis es e ig wa . In de An h oponymie des 15. bis 17. Jah hunde s he schen in his o ischen Quellen d ei A en de Benennung on Pe sonen. Das e s e is das Ein-Namen-Sys em. Spä e inden wi Vo namen plus Vo namen, die on Appella i en abgelei e sind, z. B. Czepu is doilida […]sch eine […], Ba lomiej, boja zin […]boja […] ode nahezu pa onymische Namen wie in Zygmun , Pawlow zięc […]Paulius[…] Schwiege sohn[…]. Ech e Pa onymen können li auische Su ixe wie -ai is, -onis, -ūnas, -ėnas (Mykolay Pe u ay is, Michno Daw o onis), slawische Su ixe (Adam S uogiewicz) ode übe haup kein Su ix (Jan Alksnis) annehmen. Gleichzei ig e scheinen d ei Komponen en: S e anus And uszkowicz Ja olgowicz. das o he schende Mus e is [Vo name + Va e name]. Nach und nach wi d de Nachname e blich und somi ein ech e Familienname. Wie ande swo begann de Adel dieses Mus e ab dem 15. Jah hunde . die e s en Familiennamen de ci ies we e a es ed in he beginning o he 16 h cen u y; hose o a me s by he end o i . he sys em sp ead apidly in he 17 h cen u y. in he 18 h cen u y, he Menschen im P ozess ende en. jedoch nach de Einbeziehung Li auens in die ussische emALL_62_63_make as.indd 187 2011.06.17 08:24:13