Neapibrėžtą ypatybės kiekį žymintys būdvardžiai: priešdėlio „po-“ vedinių daryba
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AURELIJA TAMULIONIENĖ
Mykolas-Romeris-Universität
Forschungsschwerpunkte: Lexikologie, Morphologie.
ADJEKTIVE, DIE EINE UNBESTIMMTE AUSPRÄGUNGSMENGE BEZEICHNEN: BILDUNG VON DERIVATEN MIT DEM PRÄFIX PO-
Adjektive, die eine unbestimmte Ausprägungsmenge bezeichnen: Bildung von Derivaten mit dem Suffix po-
ZUSAMMENFASSUNG
Der Artikel untersucht die Bildung von Adjektiven, die eine unbestimmte Ausprägungsmenge bezeichnen, d. h. von Derivaten mit dem Präfix po-. Untersuchungsgegenstand sind Adjektive, die eine unbestimmte Ausprägungsmenge bezeichnen und im akademischen elektronischen Wörterbuch der litauischen Sprache (LKŽe) verzeichnet sind. Im Artikel wird das gesamte Material nach Bildungstypen und Untertypen gruppiert. In einzelnen Abschnitten des Artikels wird erläutert, von welchen Basiswörtern die untersuchten Adjektive abgeleitet sind; außerdem wird die Derivationsbedeutung jedes einzelnen analysiert.
ZUSAMMENFASSUNG
Der Artikel untersucht die Bildung von Adjektiven, die eine unbestimmte Ausprägungsmenge bezeichnen, d. h. von Derivaten mit dem Suffix po-. Untersuchungsgegenstand sind Adjektive, die eine unbestimmte Ausprägungsmenge bezeichnen und im akademischen elektronischen „Wörterbuch der litauischen Sprache“ (LKŽ) verzeichnet sind. Der Artikel gruppiert das gesamte Material nach Bildungstypen und Untertypen. In einzelnen Abschnitten des Artikels werden die Basiswörter angegeben, von denen die untersuchten Adjektive abgeleitet sind, und die Derivationsbedeutung jedes einzelnen wird analysiert.
SCHLÜSSELWÖRTER: Basiswort, Derivationsbedeutung, unbestimmte Ausprägungsmenge, Präfixderivate, Adjektivbildung.
SCHLÜSSELWÖRTER: Basiswort, Derivationsbedeutung, unbestimmte Ausprägungsmenge, Präfixderivate, Adjektivbildung.
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Acta Linguistica Lithuanica LXVIII
Adjektive, die einen unbestimmten Grad einer Eigenschaft bezeichnen: Bildung von Ableitungen mit dem Präfix po-
EINLEITUNG
Ein unbestimmter, gewöhnlich nicht vollständiger Grad einer Eigenschaft wird im Litauischen durch das Hinzufügen verschiedener Präfixe und Suffixe ausgedrückt (z. B.: apýdailis, baltókas, pógrąžis, pagrąžùs, pagrãžokas, žãlsvas usw.). Der Beitrag untersucht Adjektive, die einen unbestimmten Grad einer Eigenschaft bezeichnen, genauer gesagt Ableitungen mit dem Präfix po-, die in der elektronischen Ausgabe des akademischen Lietuvių kalbos žodynas (im Folgenden LKŽe) verzeichnet sind.
Als bestimmter Grad einer Eigenschaft gilt im Beitrag die Bedeutung des Basiswortes. Im Wörterbuch der modernen litauischen Sprache wird die zweite Bedeutung des Verbs apibrėžti wie folgt angegeben: „die Grenzen einer Sache oder eines Phänomens aufzeigen“. Ein unbestimmter Grad ist in der Grammatik geläufig, wenn es um den Ausdruck des Ganzen und eines Teils (einer unbestimmten Menge) des Subjekts oder Objekts geht. Ist die Menge des Objekts unbekannt oder unwichtig, also unbestimmt, wird der Genitiv der unbestimmten Menge verwendet. Im Beitrag wird der Begriff unbestimmt ausschließlich zur Bezeichnung der Unbestimmtheit des Eigenschaftsgrades verwendet; andere mit Bestimmtheit/Unbestimmtheit zusammenhängende, für Adjektive typische Kategorien (semantische oder grammatische, etwa die mit Bestimmtheit verbundenen pronominalen Adjektivformen (vgl. DLKG 1996: 174–177)) werden hier nicht behandelt1.
In der linguistischen Literatur ist über die hier untersuchten Adjektive, die einen unbestimmten Grad einer Eigenschaft bezeichnen, nur sehr wenig geschrieben worden; bislang wurden sie nicht gesondert untersucht (vgl. Tamulionienė 2010, 2011)2. Die im Beitrag analysierten Adjektive bilden nur einen Teil aller Ableitungen, die derselben Wortbildungskategorie angehören. Solche Adjektive werden im Litauischen auch mit anderen Wortbildungsmorphemen gebildet. Mit Präfixen: ap- (apdailùs: dailùs), apy- (apýdailis: dailùs), apie- (apiétirščias: tir̃štas), ato- (atóretis: rėtas), pa- (pa-grąžùs: gražùs), pra- (pražãlias: žãlias), pri- (prìšlubas: šlùbas), prie- (prìežalias: žãlias), pro- (próskersas: 2 sker̃sas), są- (sãpilkas: pìlkas); mit Suffixen: -okas (gražókas: gražùs), -svAs (žãlsvas: žãlias), -vas (pal̃švas: 2 pal̃šas), -avotas (×paikavótas: paĩkas); mit mehreren Wortbildungsaffixen: mit dem Präfix prie- und dem Suffix –(i)okas (prìekurčiokas: kur̃čias), mit dem Präfix pra- und dem Suffix -ilis (praši̇̀rvilis: šìrvas), mit dem Präfix pa- und dem Suffix -otas (pagirtótas: gìrtas) usw.
1 Die Definitionen der Adjektive, die einen unbestimmten Grad einer Eigenschaft bezeichnen, variieren. Diese Wörter werden als Adjektive des verstärkenden Komparativs (Skardžius 1934: 134), als Adjektive mit Bedeutungen der Annäherung (Skardžius 1934: 456), als Adjektive mit Ähnlichkeitsbedeutung (Otrębski 1956: 332–336), als Adjektive zur Verstärkung einer Eigenschaft und zur Mengenangabe (DLKG 1996: 191–238), als Diminutive (Wortbildungsbedeutung mit Nähe zu Diminutiven) (Ambrazas 2011: 56) usw. bezeichnet.
2 Bendrinės kalbos būdvardžių darybą išsamiai aprašė Adelė Valeckienė (DLKG 1996: 191–238). Čia jau būdvardžiai klasifikuojami ne pagal darybos afiksus, kaip buvo daroma iki šiol (Prano Skardžiaus, Janio Otrębskio ir kt.), bet pagal darybos reikšmes. Kalbininkė išskyrė 6 išvestinių būdvardžių kategorijas: 1) ypatybės stiprinimo bei kiekio būdvardžiai; 2) vidinės ypatybės būdvardžiai; 3) išorinės ypatybės būdvardžiai; 4) panašios bei būdingos ypatybės būdvardžiai; 5) išskiriamieji rūšiniai būdvardžiai; 6) rezultatinės ypatybės būdvardžiai (žr. DLKG 1996: 191–238; LKG I: 550–601). Būdvardžių darybos istorija nuo seniausių laikų iki dabarties išnagrinėta Sauliaus Ambrazo (Ambrazas 2008: 2011).
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A U R E L I J A T A M U L I O N I E N Ė
ABLEITUNGEN MIT DEM PRÄFIX PO-
Im LKŽe wurden insgesamt 214 Ableitungen mit dem Präfix po- gefunden, die einen unbestimmten Grad einer Eigenschaft bezeichnen. Alle in diesem Beitrag untersuchten Ableitungen mit dem Präfix po- gehören demselben Wortbildungstyp an3. Alle untersuchten Wörter sind Bildungen, die sich sowohl formal als auch semantisch auf ein Basiswort stützen. Jede Bildung ist „zweigliedrig – sie hat eine Wortbildungsbasis und ein Formans“ (Urbutis 2009: 212). Eine Bildung bezeichnet eine bestimmte Sache oder ein bestimmtes Phänomen nicht unmittelbar, sondern vermittelt durch ein anderes Wort oder mehrere Wörter derselben Sprache. Dieses vermittelnde Element ist das Basiswort (Ambrazas 1993: 8).
Nachdem das Basiswort und das Wortbildungsmittel bestimmt worden sind, wird im Beitrag anschließend die Wortbildungsbedeutung analysiert. Sie ist die „Bedeutung, die sich aus der Wortbildungsform eines Wortes ergibt, anders gesagt – aus den strukturellen Bestandteilen einer Bildung und ihrem Verhältnis zueinander“ (Urbutis 2009: 173). Andere Linguisten bezeichnen sie als strukturelle Bedeutung der Bildung (Paulauskienė 2006: 22). Aloyzas Gudavičius fasst den Begriff der Wortbildungsbedeutung als „Bestandteil der lexikalischen Bedeutung, als eine bestimmte Modifikation und Ergänzung derselben“ auf (Gudavičius 1994: 11). Unterschieden werden die individuelle Wortbildungsbedeutung, die für eine einzelne Bildung charakteristisch ist, und die gruppenspezifische, die für eine ganze Gruppe von Bildungen gilt. Im Beitrag werden auf Grundlage der semantischen Struktur des Wortes, genauer gesagt des Verhältnisses zwischen der lexikalischen Bedeutung des Basiswortes und dem Wortbildungsformat, die individuellen Wortbildungsbedeutungen jeder Ableitung sowie die gemeinsame Wortbildungsbedeutung des Untertyps und des Typs bestimmt, denn eine Wortbildungsbedeutung „haben nicht nur einzelne Ableitungen, sondern auch ihre Gruppen und Klassen – Wortbildungstypen und -kategorien. Eine Wortbildungskategorie ist eine Klasse von Ableitungen mit einer gemeinsamen Wortbildungsbedeutung und spezifischen Wortbildungsaffixen“ (Ambrazas 1993: 10; vgl. Urbutis 2009: 329).
Je nachdem, ob das an das Basiswort angefügte Präfix po- die Endung des Basiswortes verändert oder nicht, werden zwei Wortbildungsuntertypen unterschieden: póbrangis (: brangùs) und póbran-gus (: brangùs).
Auf Grundlage des Materials des LKŽe werden im ersten Teil dieses Beitrags die Bildung und die Wortbildungsbedeutungen von 166 Adjektivableitungen des Untertyps póbrangis, 7 demselben Untertyp zugeordneten Substantiven und einer Partizipialableitung analysiert. Im zweiten Teil des Beitrags werden 40 Adjektivableitungen des Untertyps póbrangus unter denselben Gesichtspunkten beschrieben.
1. Untertyp póbrangis (: brangùs)
1.1. Grundwörter
Im LKŽe wurden 174 Adjektive gefunden, die eine unbestimmte Menge einer Eigenschaft bezeichnen und diesem Untertyp angehören, dessen charakteristisches Merkmal darin besteht, dass die Hinzufügung des Präfixes po- mit einer Änderung der Endung einhergeht. Die Endung des Grundworts wird zu -is geändert, z. B.: póbal-tis (: báltas), póvėlis (: vėlùs); bei einem Wort zu -ys, z. B.: póbrauzgỹs (: bráuzga).
3Der Wortbildungstyp umfasst „drei grundlegende Wortbildungsmerkmale: 1) die Wortbildungsbedeutung [...] 2) den lexikalisch-grammatischen Charakter des Grundworts (der Wortbildungsbasis) und 3) das Wortbildungsformans“ (Urbutis 2009: 293–294).
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A c t a L i n g u i s t i c a L i t h u a n i c a L X V I I I
Adjektive, die eine unbestimmte Menge einer Eigenschaft bezeichnen: Wortbildung von Ableitungen mit dem Präfix po-
Alle in diesem Unterabschnitt untersuchten Adjektive lassen sich nach der Wortart ihres Grundworts in Ableitungen von Adjektiven, Substantiven und Partizipien einteilen.
Nach der Endung des Grundworts lassen sich Adjektivableitungen (166 Wörter) in zwei Gruppen einteilen: Grundwörter mit der Endung –(i)as ((a); 95 Wörter) und Adjektive, deren Grundwörter auf die Endung -us enden ((b); 71 Wörter).
(a) Ableitungen mit der Endung –(i)as:
pónankštis (: ankštas), 2 póaukštis (: 2 áukštas), póbaltis (: báltas), póbasis (: bãsas), pó-bėris (: bėras), póblogis (: blõgas), póbukis (: 3 bùkas), pó didokis⁴, pó dievotis (: dievótas), pódykis (: 1 dỹkas), pódrėgnis (: drėgnas), pódrungnis (: drungnas), pódrūtis (: drūtas), pógeltis (: 3 gẽltas), póg eltonis (: geltónas), pógeris (: 1 gẽras), pó giedris (: giẽ dras), pó glioris (: gliõras), pógreitis (: greĩtas), pógrynis (: grýnas), póilgis (: 1 ìl-gas), 2 pójaunis (: 1 jáunas), pójuodis (: júodas), pókarštis (: kárštas), pókeistis (: keĩstas), pó kietis (: kíetas), póklienis (: klíenas), pókreivis (: kreĩvas), ×pókūdis (: ×kūd as), pókur-čis (: kurčias), pó kurtis (: kurčias), pókvailis (: kvailas), pólaibis (: láibas), 2 pólaisvis (: laĩsvas), pólengvis (: lẽngvas), ×pólentis (: ×lent as), pólednus (: lẽdnas), póletis (: lẽtas), póliesis (: liẽsas), póliū dnis (: liūdnas), pómažis (: 1 mãžas), pómelynis (: mėlynas), pómen-kis (: mẽnkas), pó minkštis (: mìnkštas), pómitris (: mìtras), pónaujis (: naũjas), pó nedoris (: nedõras), pónekis (: 3 nẽkas), pópaikšis (: paĩkšas), pó palaidis (: paláidas), pó piktis (: 1 pìktas), pópilkis (: pìlkas), pópilnis (: 1 pìlnas), póplikis (: plìkas), pópliuškis (: pliùškas), póplonis (: 2 plónas), póprastis (: pràstas), 2 pó rainis (: 2 ráinas), póraišis (: rá išas), pó-raudis (: raũdas), póraudonis (: 1 raudónas), póresvis (: rẽsvas), póretis (: rėtas), pórudis (: rùdas), 2 pós ausis (: 2 saũsas), pósenis (: sėnas), pósiauris (: 1 siaũras), pósilpnis (: sìlp-nas), póskystis (: skýstas), póskriauznis (: skriaũznas), ×póskrum nis (: ×skrum̃nas), pó-stipris (: stìpras), póstor is (: stóras), póstriukis (: 2 striùkas), pósveikis (: 1 sveĩkas), pó-šaltis (: šáltas), póšiltis (: 2 šìltas), póširmis (: šìrmas), póšiurkštis (: šiurkštas), póšlapis (: šlãpias), póšveplis (: švẽplas), pótekinis (: 1 tẽkinas), 2 pótyris (: týras), pó tirštis (: tirš-tas), pó trumpis (: 2 trumpas), pótuštis (: tùščias), pó tvirtis (: tvìrtas), póvienodis (: vie-nó das), póvilgšnis (: vìlgšnas), póžalis (: žãlias), 2 póžemis (: žẽmas), póžydris (: žýdras), póžilis (: 1 žìlas), póžioplis (: žiõplas), póžvairis (: žvaĩras).
(b) Ableitungen mit der Endung –us:
pónankštis (: ankštùs), póaštris (: aštrùs), póbaisis (: baisùs), pó baugis (: baugùs), póbjau-ris (: bjaurùs), póbrangis (: brangùs), póbudris (: budrùs), pódukslis (: dukslùs), 2 pógar-sis (: garsùs), pógausis (: gausùs), pó gil is (: gilùs), pó gražis (: gražùs), pó įvairis (: įvairùs), pókartis (: kartùs), pókimis (: kimùs), pókl aikis (: klaikùs), 2 pólaiškis (: laĩškùs), pó lauks-tis (: laukstùs), 2 pólyg is (: 1 lýgus), pó lomis (: lomùs), pómaršis (: maršùs), pómulkis (: 5 mùlkus), pónašis (: našùs), pó pigis (: pigùs), póplatis (: platùs), póplepis (: plepùs), póplokštis (: plokštùs), pópuikis (: puikùs), pó rambis (: rambùs), póramis (: ramùs), 2 pó-rūgštis (: rūgštùs), pórupis (: rupùs), pórūstis (: rūstùs), pósald is (: saldùs), póskau dis
4Zur Bestimmung des Grundworts der Ableitung pódidokis siehe ausführlicher Unterabschnitt 2.1.
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(: schmerzhaft), ×póskūpis (: ×skūpùs), 2 póslėnis (: slėnùs), póslidis (: slidùs), 2 póslvdis (: slvdùs / slidùs), pósmagis (: smagùs), pósmailis (: smailùs), pósmulkis (: smùlkus), 2 pósnūdis (: snūdùs), pósraunis (: sraunùs), póštambis (: stambùs), póštatis (: statùs), pósunkis (: sunkùs), pósūris (: sūrùs), póšykštis (: šykštùs), póšiurpis (: šiurpùs), póšviesis (: šviesùs), pótaikis (: taikùs), pótampris (: tamprùs), pótamsis (: tamsùs), pótankis (: 2 tánkus), póteisìs (: teisùs), 2 pótykis (: tykùs), 2 pótylis (: tylùs), 2 pótingis (: tingùs), pótìžis (: tižùs), 2 pótolis (: tolùs), pótrankis (: trankùs), 2 pótròškis (: troškùs), póūmis (: ūmùs), 2 póveikis (: vėikùs), póvėlis (: velùs), póvėsis (: vesùs), póverksnis (: verksnùs), póverksmis (: verksnùs), 2 póžiaudris (: žiaudrùs), póžvalis (: žvalùs).
Nach der Endung des Grundworts lassen sich Substantivderivate (7 Wörter) in drei Gruppen einteilen: in solche, die von Substantiven mit der Endung –a gebildet sind ((c); 3 Wörter), solche, die von Substantiven mit der Endung –as gebildet sind ((d); 3 Wörter), und solche, die von Substantiven mit der Endung –ys gebildet sind ((e); 1 Wort).
(c) pobraužgỹs (: bráuzga), póraganis (: rãgana), pótumpis (: 2 tùmpa).
(d) pómukšis (: mùkšas), póvaŕgšis (: vaŕgšas), póvilkis (: viìlkas).
(e) pótinginis (: 2 tinginỹs).
Gesondert zu erörtern ist die Bestimmung der Grundwörter einiger substantivischer Ableitungen. Es könnte scheinen, dass für diese Ableitungen jeweils zwei Grundwörter infrage kommen, zum Beispiel: Die Ableitung póraganis kann von den Substantiven rãgana oder ragãnius abgeleitet sein, póvaŕgšis von vaŕgšas oder vaŕgšis, póvilkis von viìlkas oder viìlkė, pótumpis von tùmpa oder tùmpis. Die Analyse der Bedeutungen der Ableitungen und ihrer möglichen Grundwörter ergab, von welchem Wort die jeweilige Ableitung hergeleitet ist, z. B.: póraganis ‚ein wenig hexenhaft‘, rãganiškas ‚für eine Hexe charakteristisch, einer Hexe zugehörig‘ (nicht ‚...oder einem Hexer‘). Damit ist offenkundig, dass die Wortbildung auf dem gebräuchlicheren Wort beruht (ragãnius selbst ist vom Wort rãgana abgeleitet und besitzt ein zusätzliches Sem ‚Mann‘, das für die Bildung des Adjektivs póraganis völlig unerheblich ist). Auch die Wahl der Grundwörter anderer Ableitungen ließe sich auf diese Weise erklären. Als Grundwörter sind demnach formal einfachere Wörter anzusehen: ragana, tumpa, vargšas, vilkas.
Bei der Auswahl eines weiteren möglichen Grundworts, die zweifelhaft war, half die Ermittlung des im LKŽe dokumentierten Verbreitungsgebiets. Die Ableitung pótinginis, die im LKŽe in den Rajongemeinden Radviliškis und Kelmė belegt ist, könnte vom Adjektiv tinginus5 oder vom Substantiv tinginỹs abgeleitet sein. Ersteres ist aus den Rajongemeinden Molėtai und Utena verzeichnet, während Letzteres in ganz Litauen belegt ist. Die Häufigkeit des Wortgebrauchs lässt vermuten, dass die Ableitung pótinginis vom Substantiv tinginỹs abgeleitet ist.
Es wurde ein Partizipialderivat (f) der aktiven Art und des Präteritums gefunden, das aus der Variante des kürzeren Stamms im Nominativ Singular des Maskulinums gebildet wurde (in den anderen Kasus wird es zusätzlich durch das Suffix –us– erweitert).
(f) pópasuìtis (: pasùitęs).
5 Im LKŽe ohne Akzent angegeben.
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Die Ableitungen des untersuchten Subtyps variieren in den Dialekten6. Für sie sind phonetische (1 Fall) und morphologische Variation (8 Fälle) charakteristisch. Ein Beispiel für phonetische Variation, bei dem in der Wurzel die Vokale i und y unterschieden werden (g), die aus entsprechenden Varianten des Grundworts übernommen wurden, lautet: slydūs vgl. slidūs’ = slidūs. Ein weiteres Beispiel zeigt die Variation der Konsonanten n und m morphologischen Ursprungs (h), die dadurch entstanden ist, dass die Adjektivableitung póverksnis (: verksnùs) vermutlich dem sekundären (analogen) Einfluss des Substantivs vèrksmas ausgesetzt war, wodurch die Form póverksmis entstand, vgl. poverksnis’. Die Bedeutungen beider Adjektive unterscheiden sich im LKŽe nicht: Bei der Erläuterung der Ableitung póverksmis wird auf die Ableitung póverksnis verwiesen. Am häufigsten wurden Varianten der Endungen -is und -ys gefunden, die dieselbe lexikalische Bedeutung haben, aber unterschiedlich betont werden ((i); 7 Fälle).
(g) póslidis (: slidùs) Ėr. – 2 póslydis (: slydūs. vgl. slidūs) Užv.
(h) póverksnis (: verksnùs) Jnšk, Ps – póverksmis (: verksnùs) Srv.
(i) pójuodis Gd, Slm – pojuodýs Jn; 2 pósausis Erž, Ėr, Grš, Ktk, Slm, Srv, Vn, Žr – posausýs Žr; ×póskūpis Ds – poskūpýs Šll; póstoris Ėr, Rs, Sb, Sld, Trs – postorýs Grg; pósūris Dr,], Rm, Sb – posūrýs Kv, Jn; pósūviesis BŽ506, Rm – pošviesýs Tl; pótumpis M.Unt – potumpýs Tv7.
6 Im Wörterbuch linguistischer Termini wird Variante definiert als „eine Abweichung ein und derselben sprachlichen Einheit. [...] Varianten haben gewöhnlich dieselbe Funktion und unterscheiden sich nur in ihrer Ausdrucksform; deshalb heißt es oft, dass es sich um unterschiedliche Realisierungen ein und derselben einzelnen sprachlichen Einheit handelt“ (Gaivenis, Keinys 1990: 225). Auch Kazimieras Župerka vertritt dieses Variantenverständnis. Er unterscheidet drei Arten von Varianten: phonetische, wortbildungsbezogene und akzentuelle. Wortvarianten (insbesondere phonetische und wortbildungsbezogene) stehen lexikalischen und wortbildungsbezogenen Synonymen mit demselben Wortstamm nahe, unterscheiden sich jedoch meist in stilistischen Nuancen und Gebrauchsbereichen. Varianten sind somit auf allen Sprachebenen anzutreffen (Župerka 1997: 28). Der Linguist Juozas Pikčilingis (1988: 46) bezeichnet als Variante „eine andere Gestalt desselben Wortes, derselben Form oder derselben syntaktischen Konstruktion“. In ihrer Monografie „Varianten des Sprachgebrauchs im heutigen Litauischen“ unterscheidet Rita Miliūnaitė vier grundlegende Dimensionen der Variationsklassifikation: lexikalische, grammatische, lautliche und grafische Variation (Miliūnaitė 2009: 164–177). In ihrer Arbeit über wortbildungsbezogene Synonyme stellt Jolanta Vaskelienė fest: „Wortvarianten sind Abwandlungen eines Wortes, die sich durch unwesentliche phonetische und morphologische Merkmale unterscheiden, welche die Bedeutung nicht verändern“ (2000: 13).
7 Das Verbreitungsgebiet der Varianten der Gruppe (i) lässt sich anhand des Belegmaterials im LKŽe so bestimmen: Die Ableitungen mit der Endung -is sind im Wörterbuch überwiegend aus den ost- und westaukštaitischen sowie den süd- und nordžemaitischen Dialekten verzeichnet. Diese Adjektive sind im Kreis Panevėžys in Ėriškiai belegt – 2 pósausis, póostoris, póšūris, póšviesis; in Ramygala – pósūris, póšviesis; im Kreis Kėdainiai in Surviliškis – 2 pósausis; in Truskava – póstoris; im Kreis Kupiškis in Salamiesytė – pójuodis; in Subačius – pósūris, póstoris; im Kreis Utena in Kuktiškės – 2 pósausis. In Saldutiškis – póstoris; im Kreis Telšiai in Žarėnai – 2 pósausis, in Gadūnavas – pójuodis; im Kreis Jurbarkas in Eržvilkas – 2 pósausis; im Kreis Kretinga in Darbėnai – pósūris; in Raseiniai – póstoris; im Kreis Šakiai in Griškabūdis – 2 pósausis; im Kreis Šilutė in Vainutas – 2 pósausis; im Kreis Zarasai in Dusetos – ×póskūpis. Ableitungen mit der Endung -is sind auch bei A. Juška (pósūris), J. Baronas (póšviesis) und M. Untulis (pótumpis) belegt. Ableitungen mit der Endung -ys sind im LKŽe nur in den südlichen und nördlichen Unterdialekten des žemaitischen Dialekts verzeichnet. Im LKŽe sind solche Ableitungen im Kreis Telšiai belegt: in Telšiai pošviesýs, in Varniai pobrauzgýs, in Žarėnai posausýs; im Kreis Šilalė: in Šilalė poskūpýs, in Kvėdarnoje posūrýs; im Kreis Klaipėda in Gargždai postorýs; im Kreis Plungė in Tverai potumpýs. Zwei Ableitungen mit dieser Endung, pojuodýs und posūrýs, sind im LKŽe aus den Schriften von Kazimieras Jaunius verzeichnet.
Das im LKŽe bereitgestellte Material zeigt nicht das tatsächliche Verbreitungsgebiet der Derivate. Ein Wort kann im Wörterbuch nicht verzeichnet sein; das bedeutet jedoch nicht, dass es in diesem Gebiet nicht verwendet wird. Daher sollte die im Artikel analysierte geografische Verbreitung der Derivate als ungefähr betrachtet werden. Im Artikel werden bei den Derivaten die Orte angegeben, an denen-
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Nicht nur die Ableitungen, sondern auch ihre Grundwörter weisen Varianten auf. Am häufigsten wurden morphologische Varianten gefunden (34 Fälle); phonetische Variation ist bei den Grundwörtern kaum zu beobachten (1 Fall). Die Analyse der morphologischen Varianten ergab, dass die Adjektive des untersuchten Subtyps in einigen Fällen von einem Grundwort mit der Endung -us abgeleitet werden (obwohl auch eine Variante mit der Endung -as existiert), z. B.: póbjauris: bjaurùs (2 bjaūras), in anderen Fällen dagegen werden die Adjektive von einem Grundwort mit der Endung -as abgeleitet (obwohl auch eine Variante mit der Endung -us existiert), z. B.: pólaibis: láibas (laibus). Bei der Beschreibung der Grundwortvarianten wurde deren Verbreitungsgebiet ausschließlich anhand der Daten des LKŽe analysiert. Oft ist es nicht einfach festzustellen, von welcher Wortvariante das Grundwort abgeleitet wurde. Als Grundwort gilt dasjenige Wort, dessen geografische Verbreitung der geografischen Verbreitung der Ableitung nahekommt. Bei manchen Wörtern sind beide Varianten in denselben Dialekten belegt wie ihre Ableitungen; in solchen Fällen wird geprüft, welche Grundwortvariante geografisch näher an dem Ort belegt ist, an dem die Ableitung aufgezeichnet wurde. Ist eine Ableitung nur in Dialekten belegt, während eine ihrer Varianten ausschließlich in schriftlichen Quellen vorkommt, ist es wahrscheinlicher, dass die Ableitung von der in den Dialekten verwendeten Variante gebildet wurde. Es gibt Fälle, in denen eine Ableitung nur aus schriftlichen Quellen belegt ist, während ihre Varianten aus Dialekten stammen. Dann wird geprüft, aus welchen schriftlichen Quellen das Wort belegt ist, d. h., wer der Autor ist und woher er stammt. Anhand dieser Kriterien werden Ableitungen von der Variante mit der Endung -as unterschieden ((i); 18 Fälle) sowie Ableitungen von der Variante mit der Endung -us ((k); 16 Fälle). Die Orte, an denen sowohl die Ableitungen als auch ihre Grundwörter belegt sind, sind im Text unterstrichen.
(g) Ableitungen von der Variante mit der Endung -as:
póankštis Skr (ańkštas Arm, Dkš, Yl – 1 ankštùs Rm); pódregnis Rm (drégnas Dkš, Kv, Plt, Rdm, Slnt – drėgnùs Vvr); pódrungnis Všk (drung̃nas Alvt, Ds, Lkv, Up, Vb – drungnùs Ldk, Skdt); pókurtis Krs (kurčias Arm, Brt, Dkš, Drsk, Ds, Dv, Jrb, Grz, Kt, Lbv, Ml, Mrj, Plv, Pmp, Pnd, Rod, Sln, Šr, Žln – 2 kùrtas Yl, Kv, Rsn – kurtùs (nur in schriftlichen Quellen)); pólaibis Sb (láibas Ad, Aps, Asv, Brs, Ds, Kbr, Ktk, Pc, Pn, Prng, Sb, Skr, Smn, Šd – laibus (nur in schriftlichen Quellen)); pólaísvis Vdžg (laìsvas Als, Btr, Klvr, Plk – laisvùs (nur in schriftlichen Quellen)); pólengvis Erž (leñgvas Alk, Brb, Dkš, Ds, Gs, Jnš, Jnšk, Kal, Ml, Mrj, Mžk, Pc, Plt, Plv, Prng, Ps, Pš, Rm, Sdk, Šts, Vb, Vlk, Zt – lengvùs Ad, Brs Brž, Ėr, Jnš, Krg, Krš, Nmk, Pkl, Plm, Rd, Rdn, Sg, Vdžg); pólentis Kb, Sb (×leñtas Ad, An, Dl, Ktk, Ldk, PnmR, Svn, Švnč, Tr, Vb – ×lentùs Bsg, Pc, Rm, Šmn); pómitris Šts (mìtras Krok, Snt, Vlk – mitrùs Ds, Grž, Krg, Vlk, Lp, Mrs, Mrj, Mžk, Prn, Sd, Skd, Škn); póskriauznis Tgn (skriaužnas Klt, Ktk, Lkm, Mlt, Plš, Sld, Švnč, Trgn – skriauznùs (nur in schriftlichen Quellen)); póskrum̃nis Nmk (×skrum̃nas Jrb, Vl, Vv – ×skrum̃nùs Brs, Jdr, Krs, Mžk, Skd, Slnt, Šv, Vkš); póstipris Ktk, Sld, Všv (stipras Adm, Alks, Aln, Antr, Antz, Bt, Dgč, Dgl, Dgp, Dkk, Ds, Ėr, Imb, Grd, Jd, Jrb, Km, Kp, Krns, Krs, Krš, Ktk, KzR,
Sie sind im LKŽe belegt. Die Ortskürzel entsprechen den im LKŽe verwendeten Abkürzungen. Bei der Beschreibung der Dialekte wird die Dialektklassifikation von Aleksas Girdenis und Zigmas Zinkevičius im Litauischen Sprachatlas zugrunde gelegt (LKA I; Karte Nr. 1).
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Acta Linguistica Lithuanica LXVIII
Adjektive, die einen unbestimmten Grad einer Eigenschaft bezeichnen: Bildung von Ableitungen mit dem Präfix po-
Lel, Lkv, Ln, Lpl, Mlt, Mžš, Pb, Pnd, Pnm, Ps, Rdn, Sb, Sdk, Slk, Skdt, Slm, Sml, Snt, Sug, Strn, Trgn, Tršk, Vl, Vn, Vžns, Žl, Žln – stiprùs Antr, Aps, Bsg, Btrm, Dbč, Dgp, Dkk, Dkš, Ds, Dv, Yl, Ėr, Jdr, Jrb, Jz, Gd, Gršl, Grz, Kal, Kb, Klt, Krč, Krkl, Krš, Krž, KzR, Kž, Lnkv, Lz, Lž, Ml, Mlk, Mšg, Mšk, Nč, Nt, Ob, Pkr, Plng, Plšk, Plt, Pn, Pst, Rm, Rod, Rsn, Sk, Skrb, Slnt, Str, Švnč, Upn, Upt, Ut, Tl, Trk, Trs, Vdk, Vrn, Vvr, Žeml, Žl, Žsl, Pgg); póšiurkštis Ds, Rm (3 šiùrkštas Ds, Dv, Kvr, Ml – šiurkštùs Aln, Eiš, Ėr, Kai, Kb, Klt, Klvr, Krs, Pls, Pmp, PnmŽ, Prng, Pt, Sk, Skrb, Slm, Vdn, Vdžg – šiùrkščias Psn); póšveplis Rm (šveplas Alz, Bgt, Dkš, Drsk, Ds, Dsn, Gdr, Jnk, Krn, Lkm – šveplùs (nur in schriftlichen Quellen)); pótyris (nur in schriftlichen Quellen) (týras Akm, Brž, Bs, Dgp, Gršl, Plng, Prn, Sln – tyrùs Grd, Gdr, Pč, Pl, Smn, Svn, Sz); pótūstis (nur in schriftlichen Quellen) (tùščias Al, Bsg, Čk, Drsk, Eiš, Yl, Gršl, Grv, JnšM, Jrb, Lš, Klm, Klt, KlvK, Km, Kpč, Krš, Kv, Mšk, Mrj, Nv, Pč, Pln, Plv, Pv, Rdn, Rod, Skdv, Skr, Smn, Srj, Škt, Šll, Šmk, Tl, Trg, Trk, Vdk, Vlkv, VšR, Žgč, Žl – tùštas Krg); póvilgsnis Krkl (vilgsnas Lkv, Plt, Slnt, Vkš – vilgšnùs Gd, Grg, Kl, Kv, Žr); póžvairis Ėr (žvairas Brž, Btrm, Dglš, Dkš, Drsk, Ds, Grv, Jrb, Jsv, Kli, Klp, Klt, Lkš, Lp, Ob, Pl, Pls, Plšk, Prng, Rmš, Skp, Slk, Smln, Svn, Šd, Šlvn, Trak, Trg, Vlk, Vv, Žl – žvairùs Jnš, Kair, Kpč, Lnkv, Lp, Lš, Pšl, Rk, Sur).
(h) Ableitungen mit der Endungsvariante -us:
póankstis Slm (ankštas Dglš, Dkš, Ds, Grž, Prng, Skr – ankštùs Ig, Klp, Lnkv, Pls); póbjauris Rm (bjaurùs Alk, Dkš, Ėr, Grg, Gs, Lkš, Lž, Mrj, Pn, Rm, Sdk, Vv – 2 bjãūras bjãūras Lkm, Ppr, Slk, Vln); póbudris Jd (budrùs Btg, Dkš, Dov, Kp, Nmn, Skr, Švnč, Zp – budras (nur in schriftlichen Quellen)); pódūkslis Pnd (dukslùs Apt, Bsg, Čk, Lnkv, Pg, Ps, Psn, Rk, Slm, Užp, Vb, Zr, Žg – dùkslas (nur in schriftlichen Quellen)); pólomis Jd (lomùs Pš, Šl, Vb – 4 lõmas Paį); póplokštis (nur in schriftlichen Quellen) (plokštùs (nur in schriftlichen Quellen) – 3 plókštas Kv – plókščias Šlč, Šts); 2 pórugštis Upt (rùgštùs Dgč, Ėr, Jnš, Krš, Lš, Mrj, Mžš, Ob, Pb, Rdm, Skp, Smn, Šauk, Vdžg – rū́gštas Bt, End, Imb, Jnšk, Krš, Lk, Lkv, Lz, Ms, Mžš, Nmč, Pgg, Pvn, Rdn, Šts, Šv, Užv, Vn); ×póškupis Ds, Šll (×skupùs Akm, An, Brt, Grk, Jrb, Jž, Kp, Klk, Krsn, Krš, Kt, Kv, Mrs, Ob, Pnd, Ppl, Pšl, Šl, Ut, Trgn, Vj, Vs, Žg, Žml – ×skū́pas Als, Arm, Erž, Gr, Grg, Pls, Sd, Slnt, Tl, Žr); 2 póslėnis Rm (slėnùs Brž, Ds, Krs, Krš, Ln, Mžš, Rd, Sdb, Vlž – 2 slėnas Rd); pósmailis (nur in schriftlichen Quellen; aufgezeichnet in den Schriften von J. Elisonas, der aus dem Bezirk Kupiškis stammt) (smailùs Akm, Als, Eig, Yl, Jnš, Jrb, Kal, Klp, Krš, Nv, Ms, Plš, Plt, Rd, Rdn, Sd, Skdv, Slnt, Šv, Tl, Trk, Vdžg, Vrn, Všv, Žln – smailas Dbk, Ds, Lp, Lt, Mrk, Ppr, Rmš); pósūris Dr, Kv, Sb (sūrùs Db, Dr, Grv, Grž, Klt, Ktk, Lt, Pšl, Rmč, Šl, Ut, Žg – sūras Dglš, End, Erž, Grd, Gršl, Lkv, Pj, Rdn, Šv, Vn); póšykštis Ds, Slm (šykštùs Alz, Jnšk, Jž, Klk, Km, Kri, Lnkv, Mžk, Ob, On, Pnd, Ps, Rmš, Slč, Slm, Smn, Šd, Škn, Vad, Vb, Vgr, Žml – šýkštas Dov, Jn, Krs, Kv, Ms, Pmp, Prk, Sb, Skrb, Slnt, Tlž, Vb, Žml); pótampris Vdžg (tamprùs Jrb, Jnš, Grd, Kl, Krp, Ms, Pln, Plv, Ppr, Skdv, Skr, Sl, Šmk, Varn, Všv, Vd, Vdk, Vdžg – taṃpras (nur in schriftlichen Quellen)); 2 pótykis Slm, Trgn (tykùs Ad, An, Dglš, Drsk, Dv, Igl, Yl, Lb, Klt, Kp, Kpr, Lnk, Lš, Mlk, Mrj, Mžš, Nm, Pč, Prng, Pv, Rk, Slm, Sln, Smal, Srj, Sug, Stak, Svn, Švnč, Užp, Trg, Trgn, Tv, Vrn, Vs, Žln –
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tÿkas Dg, Dv, Grdm, Klp, Krg, Mrj, Plng, Prk, Pst, Rg, Rod, Rsn, Sd, Šv, Tlž, Vlk, Vrn); póvelis Užv (vėlùs Dkš, Erž, Iz, Ob, Zp – 2 vėlas Klt, Pb, Rtn, Slm, Smal, Vgr); 2 póvesis (nur in schriftlichen Quellen) (vesùs Dg, Dkk, Drsk, Eig, End, Grk, Klt, Krš, Lp, Lš, Ml, Mlk, Mš, Nm, Plv, Prn, Pšš, Rdn, Mš, Svn, Šlu, Šts, Trkn, Tvr, Vd, Žml2 – vė-sas (nur in schriftlichen Quellen)); póžiaudris (nur in schriftlichen Quellen: aufgezeichnet in den Schriften von Laurynas Ivinskis, der aus Užventis stammt) (žiaudrùs Rt, Sd, Šts, Užv, Varn, Vkš, Všv – žiaudras Lkv).
Aus dem Material des LKŽe zu den Dialekten (in Einzelfällen auch aus schriftlichen Quellen) geht hervor, dass Ableitungen mit der Endung -as aus den Varianten der Gruppe (j) in allen ost- und westaukštaitischen sowie žemaitischen Mundarten belegt sind, während Varianten mit der Endung -us eher für die nord- und südžemaitischen Mundarten charakteristisch sind. Ableitungen mit der Endung -us aus der anderen Gruppe von Endungsvarianten (k) sind in den aukštaitischen und žemaitischen Unterdialekten belegt, Varianten mit der Endung -as dagegen in den ost- und westaukštaitischen Unterdialekten.
Die meisten Adjektive des Untertyps póbrangis sind von zweisilbigen Adjektiven abgeleitet, einige wenige von mehrsilbigen (abgeleiteten) Adjektiven, z. B.: pógeltonis (: geltónas: gẽltas), pómėlynis (: mėlynas: mėlas), pónedoris (: nedõras: dõras), póraudonis (: 1 raudónas: raũdas).
1.2. Wortbildungsbedeutung
Alle im Artikel untersuchten Derivate bezeichnen einen bestimmten Grad der durch die Basiswörter ausgedrückten Eigenschaft; nur die Nuance dieser Eigenschaft unterscheidet sich8. Die allgemeine Wortbildungsbedeutung des Untertyps ein wenig teuer wird wie folgt beschrieben: „etwas, das einen gewissen Grad der durch das Basiswort bezeichneten Eigenschaft aufweist“. Um festzustellen, wie viele und welche Bedeutungsnuancen die Adjektive des untersuchten Untertyps ausdrücken können, wurden die individuellen Wortbildungsbedeutungen aller Derivate analysiert. Dabei wurde untersucht, wie die lexikalische Bedeutung des Derivats im LKŽe definiert wird. Nag-
⁸ Präfix po- „Adjektive werden hauptsächlich zur Bezeichnung einer Annäherungsbedeutung verwendet“ (Skardžius 1934: 456). Solche Adjektive bezeichnen „einen anderen Grad derselben Eigenschaft, gewöhnlich einen schwächeren“ (Ambraška ir kt. 1946: 173–174). In Jan Otrębskis „Lietuvių kalbos gramatika (Gramatyka języka litewskiego)“ werden die Ableitungen mit dem Präfix po- polaisvis, porūgštis als solche mit Ähnlichkeitsbedeutung eingestuft (Otrębski 1956: 332–336). Adelė Valeckienė vertritt in ihrem Artikel „Dabartinės lietuvių literatūrinės kalbos būdvardžių laipsniai ir jų reikšmės“ die Auffassung, dass Ableitungen mit diesem Präfix „im Allgemeinen keinen ganz vollständigen Grad einer Eigenschaft“ bezeichnen (Valeckienė 1961: 49). „Adjektive mit dem Präfix po- drücken ebenfalls keinen ganz vollständigen Grad der von den Grundwörtern bezeichneten Eigenschaft aus [...]. In den ostaukštaitischen Dialekten [...] bezeichnen sie hier einen sehr geringen Grad der durch das Grundwort ausgedrückten Eigenschaft, der sich durch die Wörter truputį, dar truputį wiedergeben lässt“ (LKG I 588). In der Lietuvių kalbos morfologija von Evalda Jakaitienė, Adelė Laigonaitė und Aldona Paulauskienė wird po- auch unter den Präfixen genannt, die eine geringere Intensität bezeichnen (Jakaitienė 1976: 263–265). In Aldona Paulauskienės Lietuvių kalbos morfologijos apybraiža werden Ableitungen mit dem Präfix po- als Adjektive eingestuft, die eine geringere Intensität bezeichnen (Paulauskienė 1983: 69–79; 100–103). „Adjektive mit dem Präfix po- [...] bezeichnen keinen ganz vollständigen Grad der durch das Basiswort ausgedrückten Eigenschaft. [...] Bestimmte Adjektive mit dem Präfix po- bezeichnen einen geringfügig überhöhten, die Norm überschreitenden Grad der durch das Basiswort ausgedrückten Eigenschaft [...]. Adjektive mit dem Präfix po- bezeichnen auch einen geringfügig noch fehlenden Grad der Eigenschaft“ (DLKG 1996: 225). Ambrazas zufolge stehen diese präfigierten Adjektive ihrer Bedeutung nach den Diminutiven nahe (Ambrazas 2011: 56).
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Die Bildungsbedeutungen der untersuchten Wörter werden durch das Adverb ein wenig (truputį „wenigstens etwas, ein bisschen“ (LKŽe)), die Partikel ziemlich (ganà „2. ziemlich“ (LKŽe)), die Partikel fast (beveik „1. beinahe, nahezu“ (LKŽe)) und die Partikel zu (4 pèr „gewöhnlich mit Adverbien oder Adjektiven, zur Bezeichnung einer größeren oder kleineren als der erforderlichen Menge sowie eines den Normalwert überschreitenden Zustands oder einer solchen Eigenschaft“ (LKŽe)) beschrieben.
Aufgrund der individuellen Bildungsbedeutungen wurden alle Adjektive nach dem Ausmaß der durch das Basiswort bezeichneten Eigenschaft in Gruppen eingeteilt: in Adjektive, die ein geringeres Maß der Eigenschaft als das durch das Basiswort ausgedrückte bezeichnen, und in Adjektive, die ein größeres Maß der Eigenschaft als das durch das Basiswort ausgedrückte bezeichnen. Adjektive, die ein geringeres Maß einer Eigenschaft bezeichnen, werden entsprechend dessen Ausmaß in Adjektive unterteilt, die ein mittleres, ein unterdurchschnittliches und ein dem durch das Basiswort bezeichneten Maß ähnliches Eigenschaftsausmaß ausdrücken.
Die meisten Adjektive des untersuchten Untertyps bezeichnen einen mittleren Grad der durch das Basiswort ausgedrückten Eigenschaft (122 Wörter). Die gemeinsame Bildungsbedeutung dieser Gruppe lässt sich so wiedergeben: „so beschaffen, dass … ziemlich …“ (a). Weniger Bildungen, deren gemeinsame Bildungsbedeutung sich als „so beschaffen, dass … ein wenig …“ (b) wiedergeben lässt, bezeichnen alle ein unterdurchschnittliches Maß der durch das Basiswort ausgedrückten Eigenschaft ((b); 35 Wörter). Die Bildungsbedeutung der Adjektive, die ein dem durch das Basiswort bezeichneten Maß ähnliches Eigenschaftsausmaß ausdrücken, lautet „so beschaffen, dass … fast …“ ((c); 7 Wörter). Die gemeinsame Bildungsbedeutung der kleinen Gruppe, die ein etwas größeres Maß als das durch das Basiswort bezeichnete Eigenschaftsausmaß ausdrückt, lautet „so beschaffen, dass … etwas zu …“ ((d); 4 Wörter).
(a) „so beschaffen, dass … ziemlich …“:
póankstis Slm „ziemlich früh, eher früh“, póástris Sdk „1. ziemlich scharf, eher scharf, etwas scharf“. „2. ziemlich stark“. „3. ziemlich streng, etwas böse“, 2 póaukštis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich hoch, eher hoch“, póbau gis Varn „1. ziemlich furchtsam“ „2. wenigstens ein wenig Furcht erregend“, póbjauris Rm „ziemlich hässlich, eher hässlich“, póbrangis Rm „ziemlich teuer, eher teuer“, póbudris Jd „ziemlich wachsam, leicht erwachend“, póbukis Erž „ziemlich stumpf, eher stumpf“, pódidokis Kln, Užv siehe podidis 3’ = pódidis „3. herangewachsen, nicht mehr klein“, pódievotis Kltn „ziemlich fromm“, pódregnis Rm „ziemlich feucht“, pód ukslis Pnd „ziemlich frei, eher frei“, 2 pógarsis (keine Belege) „ziemlich berühmt“, pógausis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich reichlich“, pógeris Rm, Sdk „1. ziemlich gut, recht angenehm, nicht böse“ „2. ziemlich geeignet, brauchbar, nicht ganz schlecht“, pógiedris Grž „ziemlich heiter“, pógilis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich tief“, póglioris Grd „ziemlich undicht, durchgesickert, leck“, pógražis Rm „1. ziemlich hübsch, ansehnlich“ „2. ziemlich heiter“ „3. recht hübsch, eher fett“ „4. ziemlich sauber“, pógreitis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich schnell“, pógrynis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich rein, ziemlich gut“, póilgis Erž, Vdk „1. ziemlich lang“ „2. ziemlich lange andauernd“, pójvairis Vr „ziemlich vielfältig“, 2 pójaunis Klt, Nmk, Vj, Žlp „1. ziemlich jung, eher jung“ „2. beinahe unreif“, pójuodis Gd, Jn „1. ziemlich schwarz“ „2. ziemlich schmutzig“, pókarštis Er „ziemlich heiß“, pókartis Rm „ziemlich bitter“, pókeitis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich wechselhaft“, pókietis Erž, Užv „1. ziemlich hart“ „2. ziemlich kräftig“ „3. ziemlich schwer zu überwinden“ „4. ziemlich rau“, póklienis Vn „ziemlich dünn, eher dünn“, ×pókūdis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich mager, eher mager“, pókurčis Er siehe pokurtis’ = pókurtis „ziemlich taub, etwas schwerhörig“, pókurtis Krs
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„ziemlich taub, etwas schwerhörig“, 2 pólaišvis (nur in schriftlichen Quellen) „1. ziemlich locker, nicht festgezurrt“ 2. nicht sehr beschäftigt, ziemlich frei“, 2 pólaiškis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich scharf, beißend“, pólengvis (nur in schriftlichen Quellen) „1. ziemlich leicht, eher leicht“ 2. nicht streng, nachgiebig“, ×pólentis Km, Sb „nachgiebig, etwas nachsichtig“, pólėtis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich langsam, etwas langsam, nicht heftig“, póliesis Krš „1. ziemlich fett“ 2. fast fettfrei“, 2 pólygìs (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich eben, recht gleichmäßig“, póliūdnis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich traurig“, pólomis Jd „ziemlich flach, niedrig, in einer Senke gelegen“, pómenkis Grd, Sb, Skdv, Stl „ziemlich gering, eher gering, etwas schwach“, pómin kštis Bsg, Rm, Vn „1. ziemlich weich, etwas weich“ 2. fast ohne Kalkbeimengungen“ 3. ziemlich leicht zu kauen“ 4. etwas töricht“, pómitris (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich flink, gewandt“, pómulkis (nur in schriftlichen Quellen) „etwas dumm, einfältig“, pónašis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich schnell“, pópaikšis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich einfältig, etwas dumm“, pópal aidis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich locker, wenig mit Arbeit belastet“, pópasiautis Skdv „ziemlich wütend, böse“, pópiktis Klt, Rt, Trgn „ziemlich böse, etwas böse, recht böse“, póplepis Skdv „ziemlich geschwätzig, redselig“, póplokštis (nur in schriftlichen Quellen) „etwas flach“, póplonis Slm „ziemlich dünn, etwas mager“, póprastis Ėr, Mrj, Plt, Sb „1. ziemlich schlecht, geringwertig“ 2. eher armselig“ 3. von bescheidenem Aussehen, nicht besonders ansehnlich“ 4. ziemlich einfach, anspruchslos“, pópuikis Sb „etwas stolz“, pórambis Sdk „ziemlich furchtlos, nicht schreckhaft“, póramis Sb „ziemlich ruhig“, póresus Bsg „siehe poretis 1“ = póretis „1. ziemlich licht, nicht dicht“, póretis Blnk, Ėr, Snt „1. ziemlich licht, nicht dicht“ 2. selten“ 3. ziemlich langsam“, pórudis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich rostig“, 2 pórūgštis Upt „etwas sauer“, pórūpis Sb „ziemlich fett“, pósaldis Ėr „ziemlich süß“, 2 pósausis Erž, Grš, Ktk, Slm, Srv, Vn „1. ziemlich trocken, leicht trocken“ 2. ziemlich fettarm“, pósenis Grd, Krd, Mžš, Vb, Vlkš „ziemlich alt“, pósilpnis Erž, Skdv, Vdk „ziemlich schwach, etwas schwach“, póskaudis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich schmerzhaft, streng, heftig“, póskriauznis Trgn „mit ziemlich magerem, eingefallenem Gesicht“, ×póskrum nis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich trocken“, ×póskūpis Ds, Šll „ziemlich geizig, etwas knauserig“, 2 póslėnis Rm „ziemlich niedrig, tief gelegen“, póslidis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich glatt, etwas glatt“, 2 póslydis Užv „siehe posl idis 1“ = póslidis „ziemlich glatt, etwas glatt“, pósmagis Ds, Trgn „ziemlich vergnügt, recht heiter“, pósmailis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich spitz“, pósmulkis Ktk „ziemlich kleinteilig, nicht grob“, 2 pósnūdis (nur in schriftlichen Quellen) „1. schläfrig, benommen“ 2. ziemlich langsam, träge“, pósraunis Sb „ziemlich reißend, mäßig schnell fließend“, póstambis Al, Nmk „1. ziemlich grob, kräftig, etwas grobkörnig“ 2. ziemlich groß“, póstatis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich steil“, póstipris Ktk, Sld, Všv „1. mit beachtlicher Kraft, ziemlich stark“ 2. recht fest, nicht leicht reißend oder brechend“ 3. ziemlich heftig“, póstoris Rs, Sb „1. von ziemlich großem Durchmesser oder beträchtlicher Breite“ 2. von ziemlich großem Umfang, kräftig“, pósunkis (nur in schriftlichen Quellen) „1. ziemlich schwer, eher schwer“ 2. ziemlich schwerfällig, langsam“ 3. ziemlich schwierig, mühsam“ 4. recht heftig, ziemlich stark“ 5. ziemlich schwierig, kompliziert zu verstehen“, pósūris Jn, Kv, Rm, Sb „ziemlich salzig“, pósveikis Jd „ziemlich gesund“, póšaltis Užv „ziemlich kalt, eher kalt“, póšykštis Ds, Slm „1. ziemlich knauserig“ 2. ziemlich schwer spaltbar, da zäh“, póšiltis Rm „ziemlich warm, etwas warm“, póšiurkštis Rm „ziemlich rau“, póšiurpis Grd „ziemlich schaurig, etwas kalt“, póšlapis Rm, Užv „ziemlich nass, feucht“, pót aikus (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich friedlich“, pótampris Vdžg „ziemlich elastisch“, pótamsis Bsg „ziemlich dunkel“, pótankis Rm „1. ziemlich dicht“ 2. recht häufig“, póteis is (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich richtig, ziemlich korrekt“, 2 pótykis Trgn „1. ziemlich langsam, ruhig, schweigsam“ 2. ziemlich still“, 2 pótylis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich still, leise“, pótinginis Bsg, Užv „ziemlich faul, eher träge“, 2 pótingis And, Mrj „ziemlich faul“, 2 pótyris (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich rein, klar“, pót irštis (nur in schriftlichen Quellen) „ziemlich dickflüssig, recht dick“, pótižis Lkv „ziemlich träge, …“
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2 pótolis Dbk ‚ziemlich weit entfernt, etwas entfernt‘, pótrankis (nur schriftlich belegt) ‚ziemlich laut und lärmend‘, 2 pó-troškis (nur schriftlich belegt) ‚recht durstig, stickig‘, pótumpis Tv ‚nicht schnell, nicht feucht‘, pótus-tis (nur schriftlich belegt) ‚ziemlich leer‘, pótvirtis (nur schriftlich belegt) ‚ziemlich fest‘, póvargšis (nur schriftlich belegt) ‚ziemlich gering, arm, dürftig‘, 2 póveikis (nur schriftlich belegt) ‚ziemlich schnell wirkend, reagierend‘, póvelis Užv ‚ziemlich spät, etwas spät‘, 2 póvisis (nur schriftlich belegt) ‚ziemlich kühl, etwas kühl‘, póvienodis (nur schriftlich belegt) ‚ziemlich gleichmäßig‘, póvilgšnis Krkl ‚leicht feucht‘, póvilkis (nur schriftlich belegt) ‚ziemlich unangenehm, unfreundlich, wölfisch‘, 2 póżemis Er ‚1. ziemlich niedrig‘ 2. ‚ziemlich tief gelegen‘, póžiaudris (nur schriftlich belegt) ‚leicht rau, etwas rau‘, póžydris (nur schriftlich belegt) ‚ziemlich himmelblau, bläulich‘, póžioplis Kt, Pl ‚ziemlich dumm, etwas begriffsstutzig‘, póžvalis Sb ‚ziemlich munter‘.
(b) ‚etwas, das ein wenig … ist‘:
póbaisis Sb ‚ein wenig furchterregend, etwas furchterregend‘, póbaltis (nur schriftlich belegt) ‚ein wenig weiß, etwas weiß‘, póberis Varn ‚etwas braun, leicht braun‘, póblogis Bsg, Mlt, Nj, Pgr ‚1. etwas schlecht, nicht besonders gut‘ 2. ‚etwas fett‘, pobrauzgýs Varn ‚nicht besonders hübsch, recht groß, grobknochig‘, pódykis Er, Sb ‚etwas fett, etwas dick‘, pódrungnis Všk ‚etwas lauwarm‘, pókvailis (nur schriftlich belegt) ‚ein wenig dumm, etwas dumm, ziemlich dumm‘, pógeltis (nur schriftlich belegt) ‚etwas gelb‘, pógeltonis Sdk ‚etwas gelb, leicht vergilbt‘, pók imis (nur schriftlich belegt) ‚etwas heiser‘, pó klaikis (nur schriftlich belegt) ‚etwas unheimlich‘, pókreivis Rm ‚etwas krumm‘, pól aukštis Trgn ‚ein wenig scheu, etwas ängstlich‘, pólėdnus Varn ‚nicht stark, etwas schwach (von Getränken)‘, pómaršis Sb ‚ein wenig morsch‘, pómėlynis Grž ‚ein wenig blau, etwas bläulich‘, pómukšis (nur schriftlich belegt) ‚siehe pamukšys‘ = pamukšys ‚ein wenig mukšas, etwas furchtsam‘, pónedoris Erž ‚ein wenig unmoralisch, böse‘, pónekis Lkv ‚mittelmäßig, durchschnittlich, erträglich, nicht ganz schlecht‘, póp il kis Grg ‚ein wenig grau, etwas gräulich, leicht grau‘, póplikis Ds, PnmR ‚1. etwas nackt‘ 2. ‚ziemlich rein, etwas unbekleidet‘, pópliuškis (nur schriftlich belegt) ‚nicht besonders ernst, leichtsinnig‘, 2 pó rainis (nur schriftlich belegt) ‚ein wenig gestreift, leicht gestreift‘, póraišis (nur schriftlich belegt) ‚ein wenig lahm, leicht lahm‘, póraganis (nur schriftlich belegt) ‚ein wenig hexenhaft‘, póraudis (nur schriftlich belegt) ‚etwas rötlich‘, póra udonis(nur schriftlich belegt) ‚etwas rötlich‘, pórūstis (nur schriftlich belegt) ‚ein wenig streng, etwas streng‘, pósirmis An ‚etwas gealtert‘, póšveplis ‚etwas lispelnd‘, póumis Sb ‚1. ein wenig plötzlich, schnell‘ ‚2. nicht besonders plötzlich auftretend, ablaufend‘, póžalis Ds, Ėr, Kp, Trgn ‚1. ein wenig grün, grünlich‘ ‚2. nicht ganz reif, unreif‘ ‚3. nicht ganz gar‘, póžilis Kvr ‚ergraut, etwas grau‘, póžvairis Er ‚ein wenig schielend, leicht schielend‘.
(c) ‚etwas, das fast … ist‘:
póbasis Er ‚fast barfuß, beinahe barfuß‘, pónaujis Sb ‚fast neu, beinahe neu‘, pópilnis Krs ‚fast voll, beinahe voll‘, póšviesis Tl ‚fast hell‘, pótekinis Ps, Rm ‚fast fertig, beinahe fertig‘, póverksmis Srv siehe poverksnis’ = póverksnis ‚fast weinend‘, póverksnis Jnšk, Ps ‚fast weinend‘.
(d) ‚etwas, das etwas zu … ist‘:
póankštis Skr ‚etwas zu eng, leicht eng‘, pólaibis Sb ‚etwas zu dünn, leicht dünn, eher dünn‘, pómažis Pnd, Rm ‚1. ein wenig zu klein, etwas klein‘ ‚2. von zu geringer Menge, knapp‘, pósiauris Ėr, Lnkv ‚etwas zu schmal, leicht schmal‘.
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Bei der Bestimmung der individuellen Wortbildungsbedeutungen zeigte sich, dass es auch Derivate gibt, deren einzelne Lexeme9 unterschiedliche Wortbildungsbedeutungen aufweisen: In einem Fall bezeichnet das Lexem eine mittlere Ausprägung der durch das Basiswort ausgedrückten Eigenschaft, im anderen eine etwas größere Ausprägung als die durch das Basiswort ausgedrückte Eigenschaft. Die Wortbildungsbedeutungen dieser Derivate lassen sich wie folgt beschreiben: ‚etwas, das ziemlich … ist‘ und ‚etwas, das etwas zu … ist‘ ((e); 6 Wörter).
(a) ‚etwas, das ziemlich … ist‘ und ‚etwas, das (ein wenig) zu … ist‘:
pópgis (nur schriftlich belegt) ‚1. ziemlich billig‘ ‚2. etwas zu billig‘, pódrūtis Bsg, Erž ‚1. zu dick‘ ‚2. ziemlich dick‘ ‚3. ziemlich stark‘, póplatis Ėr, Jnšk ‚1. ziemlich breit, etwas breit‘ ‚2. etwas zu breit‘, póskystis (nur schriftlich belegt) ‚1. ziemlich flüssig‘ ‚2. etwas zu flüssig, recht flüssig‘, póstriu-kis Bsg, Krs, Pc, Vb ‚1. etwas kurz, fast kurz‘ ‚2. etwas zu kurz‘, pótrumpis Bsg, Žr ‚1. von ziemlich kurzer Dauer‘ ‚2. ziemlich kurz‘ ‚3. etwas zu kurz‘.
Nach der Analyse der individuellen Wortbildungsbedeutungen jedes zum Subtyp gehörenden Derivats wurde festgestellt, dass sich alle Derivate anhand ihrer Wortbildungsbedeutungen in zwei Gruppen einteilen lassen: in solche, die eine geringere Ausprägung der Eigenschaft bezeichnen, als durch das Basiswort ausgedrückt wird ((a), (b), (c)), und in solche, die eine stärkere Ausprägung bezeichnen, als durch das Basiswort ausgedrückt wird (d). Die Analyse des verfügbaren Materials ergab, dass die geringere Ausprägung der Eigenschaft drei Abstufungen haben kann: eine mittlere Ausprägung der durch das Basiswort ausgedrückten Eigenschaft (a), eine etwas geringere Ausprägung als die durch das Basiswort ausgedrückte Eigenschaft (b) und eine der durch das Basiswort ausgedrückten Eigenschaft ähnliche Ausprägung (c). Wie ersichtlich, bezeichnen die meisten Derivate des untersuchten Subtyps eine geringere Ausprägung der Eigenschaft als durch das Basiswort ausgedrückt (92%). Davon bezeichnen 70% der Derivate eine mittlere Ausprägung der durch das Basiswort ausgedrückten Eigenschaft; deutlich weniger Derivate bezeichnen eine unterdurchschnittliche Ausprägung (20%), am wenigsten eine der durch das Basiswort ausgedrückten Eigenschaft sehr ähnliche Ausprägung (2%). Eine etwas stärkere Ausprägung als die durch das Basiswort ausgedrückte bezeichnen 3% der Derivate. Einen kleinen Anteil bilden Wörter mit mehreren Wortbildungsbedeutungen (5%). Diese Adjektive haben mehrere Wortbildungsbedeutungen, die sich auch hinsichtlich ihrer Gruppenbedeutungen unterscheiden (e).
Somit hat der Subtyp póbrangis zwei Wortbildungsbedeutungen und bezeichnet: 1) eine geringere (mittlere, unterdurchschnittliche oder nahezu vollständige) Ausprägung der Eigenschaft als durch das Basiswort ausgedrückt; 2) eine etwas stärkere Ausprägung der Eigenschaft als durch das Basiswort ausgedrückt10.
9 Als Lexem gilt im Artikel ein Wort, das in einer seiner Bedeutungen angesetzt ist.
10 Adjektive, die eine geringere Ausprägung der Eigenschaft bezeichnen (92%), sind im LKŽe überwiegend im aukštaitischen Dialektgebiet belegt. Von ihnen sind Derivate, die eine mittlere Ausprägung der durch das Basiswort ausgedrückten Eigenschaft bezeichnen, im ostaukštaitischen Subdialekt (35%), im südzemaitischen Subdialekt (22%), im westaukštaitischen Subdialekt (6%) und im nordzemaitischen Subdialekt (5%) verzeichnet. Eine unterdurchschnittliche Ausprägung der durch das Basiswort ausgedrückten Eigenschaft bezeichnen vor allem Wörter aus dem ostaukštaitischen Subdialekt (12%), dem nordzemaitischen Subdialekt (3%) und dem südzemaitischen Subdialekt (2%). Eine der durch das Basiswort ausgedrückten Eigenschaft ähnliche Ausprägung bezeichnen Adjektive, die im ostaukštaitischen Subdialekt (5%) sowie zu gleichen Teilen im westaukštaitischen und nordzemaitischen Subdialekt (je 1%) verzeichnet sind. Adjektive, die eine stärkere Ausprägung der Eigenschaft bezeichnen (3%), sind im LKŽe überwiegend im ostaukštaitischen Subdialekt (2%) und in geringerem Umfang im westaukštaitischen Subdialekt (1%) belegt. Derivate mit mehreren Wortbildungsbedeutungen (5%) sind im LKŽe im ostaukštaitischen Subdialekt (3%) sowie in den süd- und nordzemaitischen Subdialekten (je 1%) verzeichnet.
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A c t a L i n g u i s t i c a L i t h u a n i c a L X V I I I
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2. Untertyp póbrangus (: brangùs)
2.1. Grundwörter
Im LKŽe wurden 40 Adjektive gefunden, die eine unbestimmte Ausprägung einer Eigenschaft bezeichnen und zu diesem Untertyp gehören. Im Wortbildungsprozess verändert das an die Ableitung angefügte Präfix po- die Endung des Grundworts nicht, z. B.: póšiltas (: 2 šìltas), póvėsus (: vėsùs).
Alle Ableitungen des Untertyps póbrangus sind aus Adjektiven gebildet, indem ihnen das Präfix po- hinzugefügt und die Endung des Grundworts beibehalten wird. Nach der Endung des Grundworts und der Ableitung werden alle untersuchten Adjektive in drei Gruppen eingeteilt. Am häufigsten sind Grundwörter mit der Endung -as ((a); 28 Wörter), seltener solche, deren Grundwörter auf -us ((b); 8 Wörter) und -is ((c); 4 Wörter) enden.
(a) Ableitungen mit der Endung -as:
póankštokas (: ankštókas), pódidokas (: didókas), pódrungnas (: druñgnas), pógeras (: 1 gẽras), póilgas (: 1 ìlgas), pójaunas (: 1 jáunas), pókalnotas (: kálnotas), pókarštas (: 1 kárštas), pókarštokas (: karštókas), pókeistas (: keĩstas), pókreivas (: kreĩvas), pómažokas (: mažókas), popilkas (: pìlkas), póplikas (: plìkas), póresvas (: rẽsvas), póretokas (: retókas), pórūgštas (: rū́gštas), pórūgštokas (: rūgštókas), pósiaurokas (: siaurókas), póskystokas (: 2 skystókas), póšilvas (: šìlvas), póšiltas (: 2 šìltas), póšiltokas (: šiltókas), póšykštas (: šýkštas), pótamsokas (: tamsókas), pótrumpokas (: trumpókas), póvelniškas (: vėlniškas), póvyriškas (: 2 výriškas).
(b) Ableitungen mit der Endung -us:
póbrangus (: brangùs), póbugštus (: bugštùs), pódailus (: dailùs), pósaldus (: saldùs), póstangus (: 1 stangùs), pósūdrus (: sū́drus), pósukrus (: sukrùs), póvėsus (: vėsùs).
(c) Ableitungen mit der Endung -is:
pódidelis (: dìdelis), pódidis (: dìdis), pópalakis (: 1 pãlakis), póvidutinis (: vidùtinis).
Wie zu sehen ist, gehören zur Gruppe (a) Ableitungen, die aus zwei wortbildenden Affixen gleicher Bedeutung gebildet sind, dem Präfix po- und dem Suffix -ok-, z. B.: póankštokas, pódidokas, *pódi-dokis11, pókarštokas, pómažokas, póretokas, pórūgštokas, pósiaurokas, póskystokas, póšiltokas, pótamsokas, pótrumpokas. Als Grundwort dieser Wörter kann ein einfaches Adjektiv dienen (pómažokas: mažas), seine Präfixableitung (pómažokas: pómažis) oder seine Suffixableitung (pómažokas: mažókas). Zur Bestimmung der Grundwörter dieser Ableitungen wurden die Bedeutungen der Ableitung und ihrer möglichen Grundwörter im LKŽe analysiert. Bei der Analyse der Grundwörter der Ableitungen unter diesem Aspekt ergaben sich Zweifel, da die meisten Ab-
11 Die Ableitung pódidokis ist das einzige zum Untertyp póbrangis gehörende Wort, das aus zwei wortbildenden Affixen gleicher Bedeutung gebildet wurde (dem Präfix po- und dem Suffix -ok-). Daher wurden bei der Bestimmung des Grundworts dieser Ableitung dieselben Aspekte analysiert wie bei den Ableitungen des analog gebildeten Untertyps póbrangus.
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Die Einträge in LKŽe werden durch einen Verweis auf ein präfigiertes Arbeits-Synonym erklärt12. Bei der Bestimmung der Grundwörter dieser Derivate half die Akzentuierung. Alle Derivate des Untertyps póbrangus werden auf dem Präfix betont. Das Präfix po- ist hinsichtlich der Akzentuierung stark und dominierend; nach seiner Anfügung erhält es den Akzent13. Auch das Suffix -ok- ist verstärkend und dominant und erhält im Wortbildungsprozess ebenfalls stets den Akzent, d. h. es wird betont. Die in diesem Unterabschnitt analysierten Derivate werden sämtlich auf dem Präfix betont; folglich wurde das Präfix an ein suffixales Grundwort angefügt, weshalb alle diese Derivate als Präfixbildungen gelten.
Die Endungen der Grundwörter variieren in der Sprache. Bei der Analyse der Varianten zeigte sich, dass die Adjektive des untersuchten Untertyps in manchen Fällen von einem Grundwort mit der Endung -as gebildet werden (obwohl eine Variante dieses Grundworts mit der Endung -us existiert), z. B.: pódrungnas (drungnas – drungnus), andere dagegen umgekehrt von einem Grundwort mit der Endung -us (obwohl eine Variante dieses Grundworts mit der Endung -as existiert), z. B.: pósūdrus (sūdrus – sūdras). Alle Derivate wurden anhand der Endung des Grundworts in zwei Gruppen eingeteilt: Derivate aus der Endungsvariante -as (c) und Derivate aus der Endungsvariante -us (d); untersucht wurde, aus welchen Ortschaften diese Wörter in LKŽe belegt sind. Die Ortschaften, an denen sowohl die Derivate als auch ihre Grundwörter belegt sind, sind im Text unterstrichen.
(c) Derivate aus der Endungsvariante -as:
pódrungnas Plt (drungnas Alyt, Ds, Lkv, Up, Vb – drungnus An, Jnš, Ldk, Skdt); pórūgštas Als, Šts (rūgštas Bt, End, Imb, Jnšk, Krš, Lk, Lkv, Lz, Ms, Mžš, Nmč, Pgg, Pvn, Rdn, Šts, Šv, Užv, Vn – rūgštus Dgč, Er, Jnš, Krš, Lš, Mrj, Mžš, Ob, Pb, Rdm, Skp, Smn, Sut, Šauk, Vdžg); póšvkštas nur in schriftlichen Quellen (švkštas Dov, Krs, Kv, Ms, Pmp, Prk, Rtr, Sb, Skrb, Slnt, Tlž, Vb, Žml – švkštus Alz, Jnšk, Jž, Klk, Km, Krj, Lnkv, Mžk, Pnd, Ps, Ob, On, Rmš, Rtr, Slč, Slm, Smn, Šd, Škn, Vad, Vb, Vgr, Žml).
(d) Derivate aus der Endungsvariante -us:
pósūdrus Ds (sūdrus Ds, Grdm, Grg, Kl, Klp, Kv, Lkm, Lnk, Lš, Msn, Plng, Rtr, Slnt, Šv, Užp – sūdras Gmž, Lp, Vj); pósukrus Up (sukrus Azr, Dbk, Dl, Ds, Eiš, Er, Grd, Klp, Krkl, Krš, Krtv, Kur, Ln, Lž, Nmč, Plt, Prng, Rdm, Trg, Všv, Sut, Škn, Švnc, Lnkv, Užv, Vkš, Vvr – sukras Pst).
Aus dem Illustrationsmaterial von LKŽe geht hervor, dass Derivate der Gruppe (c) mit der Endungsvariante -as in allen oberlitauischen und niederlitauischen Mundarten belegt sind, während die Varianten mit der Endung -us nur für die östlichen und westlichen oberlitauischen Mundarten des oberlitauischen Dialekts charakteristisch sind. Andere
12 Als Arbeits-Synonyme gelten „Wortbildungen, die derselben Wortbildungskategorie angehören und dieselbe Wurzel haben.“ (Vaskelienė 2000: 75).
13 Präfixe und Suffixe der Derivate werden nach ihrer Wirkung auf die Grundstämme in dominante verstärkende und dominante abschwächende Affixe eingeteilt. Dominante verstärkende Affixe sind solche, die „einen starken Grundstamm verstärken oder seine Stärke erhalten“ (Stundžia 1995: 9–10).
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Die Gruppe der Endungsvarianten (d): Bildungen mit der Endung –us sind in den ost- und westlitauischen Dialekten belegt, Varianten mit der Endung –as dagegen nur in den ost- und südhöhenlitauischen Unterdialekten. Zwei Bildungen – pórūgštas und pósūdrus – wurden an denselben Orten aufgezeichnet, an denen auch ihre Basiswörter belegt sind.
Die meisten Adjektive des Untertyps póbrangus sind aus zweisilbigen, einige aus mehrsilbigen (abgeleiteten) Adjektiven gebildet, z. B.: pók alnotas (: kálnotas: kálnas), póvelniškas (: vélniškas: vélnias), póvyriškas (: výriškas: výras).
2.2. Wortbildungsbedeutung
Alle in diesem Unterabschnitt analysierten Ableitungen bezeichnen ein unbestimmtes Maß einer Eigenschaft; sie unterscheiden sich lediglich in der Nuance dieser Eigenschaft. Die allgemeine Wortbildungsbedeutung des Untertyps póbrangus wird folgendermaßen angegeben: ‚etwas, das die durch das Basiswort bezeichnete Eigenschaft in gewissem Maße aufweist‘. Bei der Analyse der individuellen Wortbildungsbedeutungen wurde untersucht, wie die lexikalische Bedeutung der Ableitung im LKŽe angegeben wird. Die Bedeutung einiger Ableitungen wird mit dem Adverb truputį (truputį ‚wenigstens ein wenig, etwas‘ (LKŽe)), die anderer mit dem Adverb gana (ganà ‚2. ziemlich‘ (LKŽe)) beschrieben. Anhand der individuellen Wortbildungsbedeutungen wurden alle Adjektive in mehrere Gruppen eingeteilt: in Adjektive, die ein mittleres Maß der durch das Basiswort bezeichneten Eigenschaft ausdrücken; die Wortbildungsbedeutung dieser Gruppe wird mit ‚etwas, das ziemlich … ist‘ angegeben ((a); 26 Wörter); und in Adjektive, die ein unterdurchschnittliches Maß der durch das Basiswort bezeichneten Eigenschaft ausdrücken; die Wortbildungsbedeutung dieser Gruppe wird mit ‚etwas, das ein wenig … ist‘ angegeben ((b); 9 Wörter). Es gibt Ableitungen, die ein etwas höheres Maß der Eigenschaft bezeichnen ((c); 3 Wörter). Je nach Kontext können zwei Ableitungen zwei Wortbildungsbedeutungen haben: ein mittleres Maß der Eigenschaft und ein etwas höheres Maß als das vom Basiswort bezeichnete. Beide Wortbildungsbedeutungen werden als ‚etwas, das ziemlich … ist‘ und ‚etwas, das etwas zu … ist‘ definiert (d).
(a) ‚etwas, das ziemlich … ist‘:
póbrangus Gd ‚siehe pobrangis‘ = póbrangis ‚ziemlich teuer, nicht allzu teuer‘, pódailus Dr ‚ziemlich hübsch‘, póilgas Lz ‚siehe poilgis 1‘ = póilgis ‚1. ziemlich lang‘, pódidelis Gršl, Vdk, Žlb ‚1. siehe podidis 1‘ ‚2. siehe podidis 3‘ ‚3. ziemlich reichlich‘ = pódidis ‚1. ziemlich groß, recht groß, ziemlich groß‘, pógeras Als ‚siehe pogeris‘ = pógeris ‚1. ziemlich gut, recht angenehm, nicht böse‘ ‚2. ziemlich geeignet, passend, nicht ganz schlecht‘, pój aunus Lz ‚siehe 2 pojaunis 1‘ = 2 pój aunis ‚1. ziemlich jung, recht jung‘, pók alnotas Lk ‚ziemlich bergig‘, pókarštas Šts ‚siehe pokaŕštis‘ = pókaŕštis ‚ziemlich warm‘, pókaŕštokas Šts ‚ziemlich heiß, temperamentvoll, leidenschaftlich‘, pópal aikis Užv ‚nicht besonders tauglich, eher schwach, nicht ganz ausreichend‘, póretokas (nur schriftlich) ‚ziemlich selten‘, pókeistas KlvrŽ, Šts ‚siehe pokeistis‘ = pókeistis ‚ziemlich seltsam‘, póresvas Als = poresvis ‚siehe poretis 1‘ = póretis ‚1. ziemlich dünn, nicht dicht‘, pórūgštas Als, LzP, Šts ‚siehe 2 porūgštis‘ = 2 pórūgštis ‚etwas sauer‘, pórūgštokas Lp ‚siehe 2 porūgštis‘ = 2 pórūgštis ‚etwas sauer‘, pósaldus Als ‚siehe posaldis‘ = pósaldis ‚ziemlich süß‘, pósiaurokas Lp ‚ziemlich schmal, recht schmal‘, póskystokas Lp ‚ziemlich flüssig‘, pósūdrus Ds ‚ziemlich dick, recht kräftig‘, póstangus Als ‚ziemlich dick, kräftig‘, póšilvas (nur schriftlich)
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‚ziemlich warm‘, póšiltas Plt ‚siehe pošiltis‘ = póšil tis ‚ziemlich warm, lauwarm‘, pótamsokas (nur schriftlich) ‚ziemlich dunkel‘, póvėsus Dr siehe 2 povėsis’ = 2 póvėsis ‚ziemlich kühl, recht kühl‘, póvi-dutinis (nur schriftlich) siehe pavidutinis’ = pavidutinis ‚mäßig‘, póvyriškas (nur schriftlich) ‚ziemlich männlich‘.
(b) ‚etwas, das ein wenig … ist‘:
póbugštus (nur schriftlich) ‚etwas ängstlich, etwas furchtsam‘, pód rungnas Plt ‚siehe podrungnis‘ = pód rungnis ‚etwas säuerlich‘, pók reivas Lp siehe pokreivis’ = pókreivis ‚leicht schief‘, popilkas Nč siehe popilkis’ = póp ilkis ‚ein wenig grau, gräulich, leicht grau‘, póplikas Šts siehe poplikis 2’ = pópli-kis 2. ziemlich rein, recht nüchtern’, pósukrus Up ‚ziemlich rund‘, póšiltokas Lp ‚ein wenig warm, lauwarm‘, póšykštas (nur schriftlich) siehe pošykštis 1’ = póšykštis ‚1. etwas knauserig‘, póvelniškas (nur schriftlich) siehe povelniš’ = póvelnis ‚ein wenig teuflisch‘.
(c) „ein solcher, der etwas zu … ist“:
póankštokas Arm „siehe poankštis“ = póankštis „etwas zu eng, ziemlich eng“, pómažokas Arm „siehe pomažis 1“ = pómažis „1. etwas zu klein, ziemlich klein“, pótrumpokas Lp, Lš, Srj „etwas zu kurz“.
(d) „ein solcher, der ziemlich … ist“ und „ein solcher, der etwas zu … ist“:
pódidis Als, Gd, Krž, Rs, Sdk, Vdk „1. ziemlich groß, recht groß, recht groß“ „2. etwas zu groß“ „3. herangewachsen, nicht mehr klein“ „4. ziemlich stark“, pódidokas Pgg, Rud = pódidis „1. ziemlich groß, recht groß, recht groß“ „2. etwas zu groß“ „3. herangewachsen, nicht mehr klein“ „4. ziemlich stark“.
Wie zu sehen ist, bezeichnen alle Derivate des untersuchten Subtyps einen geringeren oder größeren Grad einer Eigenschaft (in seltenen Fällen weisen sie zwei derivationelle Bedeutungen auf, die einen geringeren bzw. größeren Grad der Eigenschaft ausdrücken). Die meisten Adjektive (88%) charakterisieren einen geringeren Grad der Eigenschaft als das Basiswort; weniger Adjektive bezeichnen einen größeren Grad der Eigenschaft (9%) oder verfügen über mehrere derivationelle Bedeutungen (3%). Dieser geringere Grad der Eigenschaft kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Am häufigsten finden sich Derivate, die einen mittleren Grad der im Basiswort ausgedrückten Eigenschaft bezeichnen (62%). Weniger häufig sind Adjektive, die einen unter dem mittleren Grad der im Basiswort ausgedrückten Eigenschaft liegenden Grad bezeichnen (26%)¹⁴.
14 Die meisten Adjektive, die einen geringeren Grad der Eigenschaft bezeichnen (88%), sind im nordžemaitischen Dialektgebiet belegt. Adjektive, die einen mittleren Grad der Eigenschaft bezeichnen, sind im nordžemaitischen Dialektgebiet (49%) sowie in den süd- und ostaukštaitischen Dialektgebieten (je 9%) belegt. Adjektive, die einen unter dem mittleren Eigenschaftsgrad liegenden Grad bezeichnen, sind in den nordžemaitischen, südaukštaitischen und ostaukštaitischen Dialektgebieten nachgewiesen (je 7%). Adjektive, die einen größeren Grad der Eigenschaft bezeichnen (9%), sind im LKŽe ausschließlich aus dem aukštaitischen Dialektgebiet belegt, und zwar aus dem südaukštaitischen Dialektgebiet (6%) und dem ostaukštaitischen Dialektgebiet (3%). Derivate mit zwei derivationellen Bedeutungen (3%) sind in den west- und südaukštaitischen Dialektgebieten nachgewiesen (je 1,5%). Zusammenfassend lässt sich zur Verteilung der derivationellen Bedeutungen der im LKŽe belegten untersuchten Derivate sagen, dass die Bedeutung eines geringeren Eigenschaftsgrads für den žemaitischen Dialekt charakteristischer ist; die Bedeutung eines größeren Eigenschaftsgrads ist nur in den Dialektgebieten des aukštaitischen Dialekts belegt.
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3. SCHLUSSFOLGERUNGEN
Alle untersuchten Adjektive sind Derivate mit dem Präfix po-, die von Adjektiven (98%) und seltener von anderen Wortarten (2%) abgeleitet sind. Derivate, die mit zwei bedeutungsgleichen Affixen gebildet werden, sind Präfixderivate. Das an das Basiswort tretende Präfix po- schwächt die durch das Suffix -ok- des Basisworts ausgedrückte Eigenschaft ab.
Die untersuchten Wörter gehören derselben Ableitungskategorie an; ihre gemeinsame kategorielle Ableitungsbedeutung lässt sich folgendermaßen beschreiben: „ein solches, das einen unbestimmten Grad der durch das Basiswort ausgedrückten Eigenschaft bezeichnet“.
Die Derivate beider Ableitungssubtypen werden nach dem Grad der Eigenschaft unterschieden: in solche, die einen etwas geringeren, und solche, die einen etwas größeren Grad der Eigenschaft bezeichnen als das Basiswort. Allen Derivaten ist gemeinsam, dass sie einen geringeren Grad der Eigenschaft bezeichnen als das Basiswort (91%). Der geringere Eigenschaftsgrad weist unterschiedliche Abstufungen auf. Das Verhältnis der Ableitungsbedeutungen der Derivate mit dem Präfix po- ist in Tabelle 1 dargestellt.
T A B E L L E 1. Verhältnis der Ableitungsbedeutungen der Derivate mit dem Präfix po-, die einen unbestimmten Grad der Eigenschaft bezeichnen
Typ | Subtyp | Geringerer Eigenschaftsgrad | Größerer Eigenschaftsgrad | Zwei Ableitungsbedeutungen | Mittlerer | Unter dem mittleren | Nahezu | PO- (214 Wörter) | pób rangis (174 Wörter) | 70% | 20% | 2% | 3% | 5% | pób rangus (40 Wörter) | 62% | 26% | – | 9% | 3%
L I T E R A T U R U N D Q U E L L E N
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Adjektive, die eine unbestimmte Menge einer Eigenschaft bezeichnen: Bildung von Ableitungen mit dem Präfix po-
Adjektive, die eine unbestimmte Menge einer Eigenschaft bezeichnen: Bildung von Ableitungen mit dem Suffix po-
ZUSAMMENFASSUNG
Der Artikel untersucht die Bildung von Adjektiven, die eine unbestimmte Menge einer Eigenschaft bezeichnen, d. h. von Ableitungen mit dem Suffix po-. Gegenstand der Untersuchung sind Adjektive, die eine unbestimmte Menge einer Eigenschaft bezeichnen und im akademischen elektronischen „Wörterbuch der litauischen Sprache“ (LKŽ) verzeichnet sind. Der Artikel ordnet das gesamte Material nach Bildungstypen und -untertypen. In einzelnen Abschnitten des Artikels werden die Grundwörter genannt, von denen die untersuchten Adjektive abgeleitet sind, und die Wortbildungsbedeutung jedes einzelnen analysiert.
Eingegangen am 15. März 2013.
AURELIJA TAMULIONIENĖ
Mykolo Romerio universitetas
Ateities g. 20, LT-08303 Vilnius, Lietuva
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