Toponymization in the Latvian Language
Full text
S aipsniai A ikel 117 und
SANDA RAPA
Le isches Sp achins i u , Uni e si ä Le land
Fo schungsbe eiche: Onomas ik, Lexikologie, G amma ik.
Toponymisie ung in de
Le ische Sp ache
Toponymisie ung la ische Kalboje
Anme kung
Diese A ikel be ass sich mi G amma ikalisie ungsp ozessen in de le ischen Toponymie und
e such , Un e schiede in de Ablei ung on Toponymie und allgemeinem Vokabula zu inden. D ei
A en (p imä e, sekundä e und zusammengese z e Toponymisie ung) und sechs S u en de
Toponymisie ung (E wei e ung ode Ve wendung eines Wo es in neuen E wei e ungen,
T anska ego isie ung ode Ka ego ieände ung, Deka ego isie ung ode Ve lus einige
ka ego ische Komponen en, Deseman izie ung ode Ve lus ode Ve ände ung on Semen im
seman ischen Feld eines O snamens, Kli isie ung ode Ve schmelzung zweie Wö e in eins,
E osion ode Ve lus de phone ischen Subs anz, Epexege ikalisie ung ode E we b eine neuen
mo phologischen ode seman ischen E wei e ung, um den O snamen zu e klä en) wu den
beobach e . Es wu den zwei Phasen de Deseman izie ung […] eilweise und olls ändig […]
un e schieden. Schlüsselwö e : O snamen, Toponymisie ung, Deseman izie ung, g amma ikalische Ände ungen on Toponymen.
ANOTACIJA (in anzösische Sp ache)
S aipsnyje ap a iami la ių kalbos ie o a džių g ama izacijos p ocesai i mėginama
nus a y i ie o a džių i bend inių žodžių da ybos ski umus. S aipsnyje ap a iami la ių
kalbos ie o a džių g ama izacijos p ocesai i mėginama nus a y i ie o a džių i bend inių
žodžių da ybos ski umus. Es gab d ei Toponymisie ungsbau en (pi minė, an inė i sudė inė
oponimizacija) und sechs Ligiai (eks encija, a ba žodžio a ojimas ki ame kon eks e,
anska ego izacija, a ba ka ego ijos pasikei imas, deka ego izacija, a ba am ik ų
ka ego inių komponen ų išk i imas, deseman izacija, a ba žodžio semų išk i imas a
pasikei imas seman iniame ie o a džio lauke, kli izacija, a ba d iejų žodžių sujungimas,
e ozija, a ba one inių elemen ų išk i imas, a ba epeksege izacija, a ba mo inio a seman inio
komponen o, paaiškinį įgijo a džio). Išski i du deseman izacijos lygiai: dalinė i isiška. ESMINIAI
ŽODŽIAI: ie o a džiai, oponimisie ung, deseman izacija, ie o a džio g ama iniai paki imai.
SANDA RAPA
118 Ac a Linguis ica Li huanica LXXIII (Li wische Sp ach e zeichnis)
Du ch den E we b des S a us eines Eigennamens hö das Genaumnamen seine
En wicklung nich au - es wi d imme noch an das Sp achsys em und die
G amma ik angepass . G amma ike nennen es no male weise
G amma ikalisie ung (ode G amma ikalisie ung) - de P ozess, bei dem
lexikalische Elemen e und Kons uk ionen in bes imm en sp achlichen Kon ex en
g amma ikalischen Funk ionen dienen und, sobald sie g amma ikalisie sind, neue
g amma ikalische Funk ionen en wickeln (Hoppe , T augo 1994: XV). Abe in
Anbe ach dessen, daß Eigennamen eine spezi ische Ka ego ie des Vokabula s
sind und dahe un e schiedliche Ablei ungssys eme und ielleich auch eine ande e Wei e en wicklung haben, is de P ozess de Wo anpassung an das Sp achsys em in de Onomas ik
should be e e ed o as oponymiza ion.
Es gib zwei Meinungen übe die Toponymisie ung, die on Onomas ike n in Bezug
au die Volls ändigkei des P ozesses gehal en we den. Die Uni ed Na ions G oup
o Expe s on Geog aphical Names (UNGEGN) gib die olgende De ini ion des
Beg i s: "Ak e, ein Toponym (d. h. ein Eigenname) aus einem gewöhnlichen
Subs an i ode einem ande en Teil de Sp ache zu e zeugen" (Be ich 2011: 3). In
de ussischen Onomas ik wi d de P ozess de Toponymisie ung au
de aillie e e Weise e läu e : als eine A on Onymisie ung, die nich nu die
Umwandlung eines gewöhnlichen Subs an i s in ein Eigennamen beinhal e ,
sonde n auch die wei e e g amma ikalische und lexiko-seman ische En wicklung
des Namens (Podolskaja 1978: 143); Es is ein P ozess, de am wah scheinlichs en in in lexi en Sp achen au i .
Au de G undlage dieses b ei e en Ve s ändnisses de Toponymisie ung
un e such de A ikel einige Aspek e de g amma ikalischen En wicklung de
le ischen O snamen. Um den P ozess de Toponymisie ung in de le ischen
Sp ache explizi e zu e klä en, we den die Te minologie und Me hodik de
G amma ikalisie ung e wende (Hoppe , T augo 2003; Heine, Ku e a 2004; Heine
1993; Fische , Rosenbach 2000; Lehmann 2002; Meille 1958, usw.). Das Ma e ial ü
die Analyse […] O snamen mi kla em U sp ung (e ymon) […] wu de aus den
Ka enda eien des Le ischen Sp achins i u s en nommen.
Au de e s en Ebene […] wenn ein gewöhnliches Subs an i zu einem
Eigennamen wi d […] können d ei A en on Toponymisie ung un e schieden
we den (nach de Klassi izie ung, die om polnischen Sp achwissenscha le
S anisław Rospond ausgea bei e und on le ischen und li auischen Onomas ike n übe nommen wu de (Rospond 1957: 235 ., Vanagas 1970, Balode)
1985, Laumane 1996)):
• p imä e Toponymisie ung […] wenn das geb äuchliche Subs an i den S a us
eines Eigennamens ohne mo phologische T ans o ma ion e häl
(mo phologische Ablei ung soll e im Appella i s a inden und nich im
Eigennamen, z. B. ein Tal namens Ab a […] kneiding ough, hod […]1 in Baižkalns […]
1 Hie und kün ig […] eine unge äh e ode wö liche Übe se zung eines O snamens.
S aipsniai A ikel 119
Toponymiza ion in he La ian Language
ab -a [Wu zel + Endung] und ein schmales Tal Ab iņa in Cēsis < Abkü zung
on ab a […] ab -iņ-a [Wu zel + Abkü zung + Endung]);
• sekundä e Toponymisie ung wenn das geb äuchliche Subs an i du ch
Topo o man en abgelei e wi d (mo phologische Ablei ung soll e im
Eigennamen s a inden, z. B. Celmājs ein O mi ielen S ümp en in Iz al a
< celm-āj-s [Wu zel + Toponyman d. h. Su ix + Endung]), •
zusammengese z e Toponymisie ung wenn de Eigenname aus zwei ode
meh Wö e n bes eh (manchmal kann es on sekundä e Toponymisie ung
beglei e we den). Die meis en zusammengese z en O snamen sind
nominale Kons uk ionen - in de Regel ein gene isches Elemen in
Kombina ion mi einem ande en Subs an i (89%) ode Adjek i (10%). Ande e
Beispiele sind seh sel en P äposi ions-, Koo dina ions-, Nume als-,
P onominal- und In e jek ionskons uk ionen bilden nu 1% de zusammengese z en O snamen.
Die Übe p ü ung on meh als 100.000 O snamen aus den Ka enda eien des
Le ischen Sp achins i u s zeig , dass die Häl e alle le ischen O snamen
(50%) du ch zusammengese z e Toponymisie ung abgelei e wi d, 48% du ch
sekundä e Toponymisie ung gebilde we den und nu 2% p imä e O snamen sind
(siehe Bild N . 1). Bild 1. Das is ein Bild aus de Ve gangenhei . D ei A en de
Toponymisie ung Die Ablei ung on O snamen is jedoch nich das Haup objek
dieses Pape s. Die mo phologische S uk u de le ischen O snamen wu de
be ei s on sowohl le ischen (z. B. Laimu e Balode, Vallija Dambe, Beni a Laumane
usw.) als auch li auischen (z. B. Aleksand as Vanagas, Laimu is Bilkis, Dalia
Kačinai e-V ubliauskiene usw.) Linguis en g ündlich un e such . In diese S udie
we den die wich igs en P ozesse de ie e en Toponymisie ung (d. h.
G amma ikalisie ung) in de le ischen Sp ache skizzie .
Um die wei e e und ie e e Toponymisie ung in le ischen O snamen
explizi e zu zeigen und die En wicklung on eigen lichen und gemeinsamen O snamen zu e gleichen
Sekundä e
Toponymisie ung
Zusammengese-
z e Toponymisie ung
P imä e
Toponymisie ung
P imä e
Toponymisie ung
S e c o
d o o a o
n
p
n
y
d
i n i z n
g
SANDA RAPA
120 Ac a Linguis ica Li huanica LXXIII Wo scha z, wu de das olgende Schema on
Be nd Heine (Heine 1993: 58) ausgewähl : Diese Ke e de G amma ikalisie ung zeig
die g undlegenden Phasen de Wo g amma ikalisie ung ohne ie e e
deseman iciza ion → deca ego iza ion → cli iza ion → e osion
F agmen ie ung des P ozesses. Da O snamen in de Regel ih e g amma ikalische
Fo m ü einen langen Zei aum behal en, soll en Beweise ü die Toponymisie ung
ohne eine ie e e Analyse ge unden we den. Da übe hinaus wi d jede S u e de
G amma ikalisie ung in Bezug au die Toponomas ik besch ieben.
En ka ego isie ung
Wenn man e such , einen O snamen in die G amma ikalisie ungske e zu se zen,
soll e die e s e Ko ek u in de Reihen olge de S u en o genommen we den, weil
im P ozess de Onymisie ung die Ka ego ie des Wo es am An ang be o en is .
Wenn ein gewöhnliches Subs an i zu einem eigen lichen Subs an i wechsel ,
e wi b es nich nu eine g a ische Un e scheidung (nämlich, es wi d mi einem
G oßbuchs aben gesch ieben), sonde n ie auch in eine bes imm en (und o
un e ände lichen) ka ego ischen ode g amma ikalischen Fo m ein. So e lie es
mindes ens eine ka ego ische Komponen e (z. B. e lie en die Subs an i en, die in
de le ischen Toponymie zu Oikonymen we den, am häu igs en ih e Singula o m,
wäh end Adjek i e, wenn sie zu Oikonymen we den, in de Regel ih e weibliche Fo m
e lie en). Diese Ve schiebung zwischen dem Appella i und dem Eigennamen üh
jedoch nie zu eine Ka ego ie au nied ige e Ebene (z. B. Hil swö e ) […]
gewöhnliche Subs an i en ans o mie en sich in eine gleichwe ige lexikalische
Ka ego ie; Dahe soll e die e s e S u e de Toponymisie ung als
T anska ego isie ung ode Reka ego isie ung bezeichne we den. Einige
G amma ike haben eine wei e e Un e s u e in diesem P ozess o de
Deka ego isie ung e kann und sie als E wei e ung besch ieben - die Ve wendung
des Wo es in neuen E wei e ungen (Heine, Ku e a 2004). Obwohl sie diese Idee
spä e au gaben, kann sie au die Onomas ik angewende we den. So kann die e s e S u e de Toponymisie ung die olgende um assen: E wei e ung (Nu zung in neuen E wei e ungen) > T anska ego isie ung (Ände ung de Ka ego ie) > Deka ego isie ung (Ve lus einige ka ego ische Komponen en).
Deseman izie ung
Die nächs e S u e […] Deseman izie ung […] wi d manchmal als Auslöse de
G amma ikalisie ung bezeichne , die eine i e e sible Ve ände ung eine
Sp acheinhei einlei e und ü alle olgenden S u en de G amma ikalisie ung
e an wo lich is . Wenn wi mi John S ua Mill, Alan Ga dine und ande en
übe eins immen, die behaup en, dass Eigennamen keine lexikalische Bedeu ung
S aipsniai A ikel 121 und
Toponymiza ion in he La ian Language
haben und lee e Un e scheidungszeichen sind, soll en wi sagen, dass gewöhnliche
Subs an i en ih e olls ändige Deseman izie ung e eichen, wenn sie zu
Eigennamen we den. Au de ande en Sei e, wenn wi mi ih en Gegne n, wie O o
Jespe sen, Ojā s Bušs und mi selbs , ein e s anden sind, können wi sagen, dass
Eigennamen eine lexikalische Bedeu ung haben, die noch b ei e is und meh
um ass als gewöhnliche Subs an i en, und somi die Bezeichnung eines O es
nich nu die Deseman izie ung, sonde n auch die Reseman izie ung des
Appella i en ini iie . Zum Beispiel e lo das Appella i Ē gļi eagles, nachdem es
ein Eigenname Ē gļi gewo den wa , seine Appella i e Bedeu ung und gewann eine
neue Bedeu ung, die jedoch schwe zu de inie en is : ein Do am U e des Flusses Og e, Gebu so des le ischen Sch i s elle s Rūdol s Blaumanis usw..
In den Ka enda eien des Le ischen Sp achins i u s gib es iele Fälle, die eine
Deseman izie ung de O snamen zeigen. Zwei e schiedene Ebenen de
Deseman izie ung in de le ischen Toponymie können un e schieden we den:
eilweise und olls ändig Deseman izie ung, die beide in de Regel du ch Me aphe
ode Me onymie, d.h. Analogie und Re-Analyse, eingelei e we den (diese beiden
A en de seman ischen T ansposi ion we den als die wich igs en seman isch
mo i ie en Mechanismen im P ozess de G amma ikalisie ung ane kann
(Hoppe , T augo , 2003: 87, Heine, 2003: 96, Fische , Rosenbach 2000: 15, usw.).
Eine eilweise Deseman izie ung kann in zusammengese z en O snamen mi einem
gene ischen Elemen ge unden we den, das die Ka ego ie des Objek s nich
( olls ändig) cha ak e isie . Die Un e suchung on e wa 100.000
zusammengese z en O snamen mi einem gene ischen Elemen (das na ü lich die
Ka ego ie des Objek s bezeichnen soll e) zeig meh als 24.000 seman ische
Miss e s ändnisse zwischen einem O snamen und dem a sächlichen
geog aphischen Objek […], was bedeu e , dass meh als ein Fün el de Gene iken in
le ischen zusammengese z en Toponymen die Ka ego ie des a sächlichen geog aphischen Objek s nich ode nu eilweise besch eiben (siehe Bild N . 2).
gene ische
≠
Beg i Name
des di ek en
24%
Objek s
=
gene ische
Beg i Name des di ek en Objek s
76%
Bild 2. Das is ein Bild aus de Ve gangenhei . Allgemeine Bezeichnungen in le ischen O snamen
SANDA RAPA
122 Ac a Linguis ica Li huanica LXXIII (Li wische Sp ach e zeichnis)
Es könn e das E gebnis en wede eine unk ionellen Ve ände ung ode eine
me apho ischen und me onymischen T ansposi ion sein. Abe auch die eilweise
Deseman izie ung kann un e schiedlich sein: Me apho isch ansponie e Namen
b echen die Ve bindung zwischen dem Appella i und dem Objek eilweise, abe
me onymisch ansponie e O snamen und Namen, die nach dem Wechsel des
Objek s un e ände bleiben, un es as olls ändig, wäh end die lexikalische
Bedeu ung des Appella i s imme noch e kennba is (beispielsweise eine häu ige
me apho ische Bezeichnung ü einen hohlen O , bodaļu ‘li . : Schüssel, e wende
in dem Talnamen Sid aba Bļoda ‘Sil e Bowl in Anna2, und de Appella i bļoda
‘Schüssel haben mindes ens einen gemeinsamen Semen unde Fo m, wäh end de
Ga ungsbeg i in dem Wiesennamen Medus Honey S au s in Džūks e, de du ch
Synecdoche nach dem Fluss benann is , de en lang de Wiese ließ , und de
Appella i S au s Ri ule keinen gemeinsamen Semen haben. Das ep äsen a i s e
Beispiel ü eine eilweise Deseman izie ung is de Appella i pu s […]bog[…] in
le ischen O snamen. E wa ein Sechs el de Geni i e bindungen mi diesem
gene ischen Beg i , die in de le ischen Toponymie o handen sind, bezeichnen
nich das en sp echende physiog aphische Objek , d.h. einen ech en Sump ode
Sump ode zumindes ein Feuch gebie . Lexeme pu s in le ischen O snamen
wi d o e wende , um Wiesen, Wälde , Felde , Teiche, Büsche, Dö e , Täle ,
G uben usw. zu bezeichnen. Diese Appella i (wah scheinlich au g und on Ve ände ungen in de Flo a und Geologie de jeweiligen Objek e) ha alle A en on seman ischen Ve ände ungen e ah en. Ein Objek kann als Sump bezeichne we den:
• Me aphe (wenn de O dem jeweiligen Objek ähnel ode einige Me kmale
ha , z. B. eine Wiese namens Elles Pu s […]Hell[…]s Bog[…] in Ā la a; on einem
In o man en als […]seh nass[…] cha ak e isie );
• Me onymie, d.h. Synecdoche (de O be inde sich in de Nähe eines
Sump es ode ein Sump be inde sich inne halb seines Te i o iums, z. B. ein
Waldname Līkais pu s […]C ooked Bog[…] in B enguļi; […] ha einige kleine Sump e im Inne en[…]);
• his o ische Ve ände ungen (wenn das Gebie ühe ein ech e Sump wa , z. B.
Lai as pu s "Boa Bog" in Bilska, "wa ein iesige Sump , je z e besse es
Land"). Das gleiche Schicksal ha ande e Gene ike e li en, die in e wa de Häl e
alle le ischen O snamen en hal en sind. Wah scheinlich häng auch die Häu igkei
de Ve wendung eines O snamens on de Bleichung de appella i en Bedeu ung ab.
Es kann in de Ve wendung de am wei es en e b ei e en Bezeichnungen wie as e
"schmales Gebie ", gals "Ende", kalns "Hügel", kāja "schmales Gebie ", leja "Tal",
lauks "Feld", upe "Kan e", mežs "Wald", mala "Fluss", idus "Mi el", zeme "Land,
Boden" beobach e we den. Es gib meh e e Anzeichen ü eine seman ische
Bleichung de am wei es en e b ei e en Appella i e in O snamen:
2 Hie und kün ig olg dem O snamen und seine wö lichen Übe se zung de Name de
P a ei ( e wal ungsmäßige Einhei nach 1939), in de de O sname egis ie wu de. In einigen
Fällen we den auch einige zusä zliche In o ma ionen, die on einem In o man en in An üh ungszeichen gegeben wu den, zi ie .
S aipsniai A ikel 123 und
Toponymiza ion in he La ian Language
a) sie we den häu ig in de Geni i o m (in de Regel im Singula ) e wende : z. B.
kalna-, lejas-, lauka-, meža-, idus-, und haben eine besonde e Bedeu ung e wo ben,
die nu in onomas iken Ve bindungen e wende wi d […] in den meis en Fällen, um
ein neues Baue nhaus on einem äl e en zu un e scheiden (z. B. Baue nhausnamen
D ibas, Kalna D ibas […] Hill D ibas[…] und Lejas D ibas […] Valley D ibas[…] in
Baižkalns, Kalna Uodiņi in D abeši, wie de In o man sag e, […] wu den on Uodiņi
ge enn ); b) in de Regel haben sie eine gewisse phone ische Subs anz e lo en:
kalna- > kal-, lejas- > lejs-, lauka- > lau-, idus- > ids- (z. B. Landwi scha sname
Kalmaļi [< kalns ‘hill + mala ‘bo de ] in Vā e, Do name Laugals [< lauks ‘ ield +
gals ‘end] in Nīca); c) sie we den o in eine bes imm en mo phologischen Fo m
e wende , die keine spezi ische Bedeu ung ha und im allgemeinen Vokabula
nich zu inden is : gals > -gale [Ablei ung mi weiblichem Ende], -gali, -gaļi [nom. pl.];
> mala - männlich [weiblich], -maļi [nom. pl.]; […] -upi, -upji [ n. pl.]; Mež idi [< mežs
‘ o es + idus ‘middle] in Dignāja, Ē ģeme, Gaujiena usw., Ciemgali in Dundaga,
Ciemgaļi [< ciems ‘ illage + gals ‘end] in Bauņi, Tu la a usw.); d) sie en hal en
manchmal eine Reduplika ion, die on Lehmann (Lehmann 2002: 116[…]117) als
zu e lässige Indika o ü die Deseman izie ung angesehen wi d: z. B.
Hügelnamen mi dem eduplikie en gene ischen Kalns […]hill[…]: Kalniņkalns,
Kalnijkalns, Baue nho namen Kalnk ie kalns, Kalnkalniņi in Ē gļi; e) manchmal kann
eine zusä zliche Konno a ion au e en: z. B. kann leja […] al[…] auch […]ein Haus
ü einen Baue na bei e […] und kalns […]hügel[…] […]ein Haus ü einen
Baue nbesi ze […] bezeichnen (ME II 143, 447) (z. B. Lejas ē zemnieki […]Valley
Vē zemnieki[…] in Ci gaļi, besch ieben on einem In o man en als […]das Haus de
Diene […]).
Diese Hinweise zeigen, dass die am wei es en e b ei e en Lexeme as den S a us
eines A ixoids (in den meis en Fällen eines P ä ixos) e wo ben haben - ein egulä es
Wo , das auch als mo phologische Komponen e eines Namens als A ix (P ä ix)
ungie en kann. Selbs wenn ein unabhängiges Wo seine phone ische Subs anz
e lie und une kennba wi d, kann es imme noch als Topo o man bei de Ablei ung
names. Some imes a coincidence wi h egula auslau s can help ( o example, a
eines neuen O es e wende we den. Das häu ige Appella i as e "Schwanz,
schmales Gebie " e inne an die Auslau -a(i)s e ode das Su ix -s in de bal isch- innischen Sp achen.
Viele Lexeme in O snamen haben eine olls ändige Deseman izie ung e eich .
Dieses Phänomen kann in den sogenann en unbekann en O snamen beobach e
we den, de en spezi ische Bedeu ung längs e gessen is und je z nu du ch
e ymologische Analyse en deck we den kann. Zum Beispiel is die häu ige
Endung -a a in le ischen Hyd onymen (z. B. in Flussnamen Aba a, Dauga a,
Ruca a) wah scheinlich aus de indoeu opäischen Wu zel *a[…](e) en s anden
und ha e u sp ünglich die Bedeu ung "zu euch en, zu ließen" ( gl. La . a o s […] Quell [ on Wasse ][…]) (Ka ulis I 93[…]94; Buck 1949: 44;
Poko ny 1959: 78). Das is eine seh wich ige F age.
SANDA RAPA
124 Ac a Linguis ica Li huanica LXXIII (Li wische Sp ach e zeichnis)
Es gib iele Topo o man en, die als unabhängige Wö e aus ande en Sp achen in die
le ische Toponymie einge e en sind. Au g und de anschließenden Une kennba kei
sind diese geliehenen Appella i en (haup sächlich Gene ika) zu g amma ikalischen
Fo man en gewo den. So en hal en die le ischen Seenamen Kaņie is in Riga, Ninie is
in Cēsis, Spicie is in Smil ene wah scheinlich das es nische Jä […]lake ode das
li nische jō a, jä u […]lake (Dambe 1987: 34; Hauzenbe ga 1932: 134). Diese Endung is zu
einem egulä en Topo o man gewo den; Dahe is es nich nu in Hyd onymen
en hal en, sonde n auch in Wiesennamen (z. B. Pinie s in Liezē e) und Baue nho namen
(z. B. Poņe i in Pil ene). Ausgeliehene Pos ixoide sind auch -nī e in de Region
Ku zeme ( gl. es nisch nii , li nisch nī […]meadow[…]) und -pole in La gale ( g. ussisch
поле […] eld[…], das lau Fasme III 307 mi dem al ussischen polъ […] o en, lee […]
e wand is ), usw. Nich nu Deseman izie ung, sonde n auch T ansseman izie ung
ode Reseman izie ung kann in le ischen O snamen beobach e we den, wenn eine
neue Bedeu ung als E gebnis de G amma ikalisie ung e schein . Zum Beispiel is de
Name des landwi scha lichen Be iebs Rīskalni in Renda au g und de
Kon amina ion du ch ijas- [gen. sg.] […]d eschs all[…] und kalni […]hills[…] en s anden,
nich aus den Wö e n īss […] eis[…] und kalni […]hills[…]; de Name des
landwi scha lichen Be iebs Da dedži lei e sich on da ( )dedži […] ee -boile s[…]
ab und nich on da dedze […] ainbow[…]; Landwi scha sname Sālskalns on saules kalns Hügel de Sonne, nich on sāls kalns Hügel des Salzes, Landwi scha sname Piesa gi bedeu e pie sa gi Wäch e de Wiese, nich in de Nähe on Sa gi.
In einigen Fällen lieg es wah scheinlich an de Volkse ymologie und nich an de
G amma ikalisie ung, abe de G und is imme noch die Deseman izie ung.
Kli i izie ung
De am wei es en e b ei e e Auslöse on A ixoiden is kli isch, wenn sich
ein Wo in de schnellen Sp ache mi dem nächs en Wo e misch und
phonologisch on einem ande en Wo abhäng . Es olg nich unbeding de
Deseman izie ung, wie es in de G amma ikalisie ungske e gezeig wu de,
denn hie behäl die Komponen e eines Toponyms no male weise ih e Bedeu ung
[…] sie wi d imme du ch die Konno a ion mi dem en sp echenden Objek e inne .
De cha ak e is ischs e P ozess in de le ischen Toponymie is de P okli ismus,
bei dem ein Wo (in de Regel eine P äposi ion) ohne unabhängigen Akzen im
Sp achp ozess mi dem olgenden Wo e schmilz . Es gib imme noch iele
O snamen in de le ischen Toponymie, die eine onomas ic Besch eibung ähneln.
Die meis en on ihnen sind P ä ixkons uk ionen, und iele on ihnen we den in
p okli ischen Wö e n kombinie : Aizeze e < aiz + eze s < hin e dem See[…],
Aizupe < aiz < + hin e dem Fluss[…], Aizpu e < aiz […] pu s […] hin e dem Sump […],
upeobeža […] pie + obe […] bei de G enze[…], Pā dauga a […] + Dauga a […] übe den
Fluss[…], Pā mežs […] + mežs […] hin e dem Wald[…], Pā pu s […] + übe den Sump
S aipsniai A ikel 125 und
Toponymiza ion in he La ian Language
[…]. In diesen Kons uk ionen (häu ige als im allgemeinen Vokabula ) e schieb sich
de Akzen om unabhängigen Wo zum P ä ix (nach de Regel de ypischen
e s en Silbe-S ess im Le ischen). Gleichzei ig pass sich das neue Lexem (indem
es die jeweilige abgelei e e Endung annimm ) an das en sp echende Deno a um an:
beispielsweise is ein Wiesenname Pieakmene weiblich gewo den, weil e sich au ein
weibliches Subs an i pļa a […]wiese[…] bezieh , wäh end ein Fische eio Pie
akmeņa imme noch die männliche Endung des Subs an i s akmens […] in Jumu da
en häl . Ein Enkli ikum, bei dem ein Wo phone isch mi dem o he gehenden Wo
e schmilz , schein in de le ischen Toponymie ehe sel en zu sein. Es is jedoch
auch wenige sich ba und e kennba (weil, wie Ch is ian Lehmann es ges ell
ha , es o on Agglu ina ion und Fusion ge olg wi d (Lehmann 2002, 145 .)).
Häu ige Topo o man en, die aus unabhängigen Wö e n eze s […]lake[…] und a ājs
[…]plowman[…] in de le ischen Toponymie en s anden sind, sind beispielsweise die
Auslau en -e is ode -a s und - āji - z. B. in den Namen de Siedlungen Meldze e in
Nīg ande und Sauze i in S ū i, de Wiesenname Melze e in Sk unda, de Seename
Zuosa s in Gaigala a und die Baue nhausnamen Dziļ āji in Code, Dziļ āji in Padu e,
Muiž āji in Ī ande […] diese O snamen wa en wah scheinlich ühe Meld-eze e
([…] lake[…]), Saus i ([…]), Melze e ([…] lake[…]), Zuosa s ([…] lake[…]),
Jaun-a āji (< < Jung-/Neue P lügle <), Muiž-a āji (<
Höh enschmiede).
Neben de Kli ik können e schiedene phonologische Ve ände ungen O snamen
beein lussen. Die le ische Linguis in Edī e Hauzenbe ga-Š u ma ha meh als
150 A en on phonologischen Ve ände ungen in e wa 2000 le ischen Oikonymen
besch ieben, einschließlich des Ve lus es on Vokalen, Konsonan en ode Silben
sowie quali a i e Vokal e ände ungen, Epen hesis, Assimila ion, Dissimila ion,
Me a hesis, Alli e a ion usw. (siehe Hauzenbe ga 1932).
E osion
E osion ode Ve lus de phone ischen Subs anz (Heine, Ku e a 2002: 2) geh
imme Hand in Hand mi dem P ozess de Kli ik und olg in de Regel de
Deseman izie ung (Meille 1958: 135 […] 139). Übliche weise wi d aus eine
oponymischen Kolloka ion (onomas isches Lexem + Gene ik) ein
zusammengese z e O sname, und dann wi d de zwei e Bes and eil des
amples abo e), bu o en he las componen (mos ly a gene ic) is comple ely
Namens ein Topo o man (wie wi im Exkli ischen sehen konn en). Wah scheinlich
is es au die Sp achökonomie zu ückzu üh en, die in de Toponymie e ek i e
is als in de allgemeinen Sp ache, weil man sich im Fall de Toponymie iele
spezi ische, o nich s anda disie e Sp acheinhei en me ken muss (Supe anskaja 1973: 87). Auße dem is de o ensich liche e Ve lus ode die sogenann e oponymische Ellipse