An Attempt at an Etymological Analysis of Ptolemy ́s Hydronyms of Eastern Balticum
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Straipsniai / Articles 25 VÁCLAV BLAŽEK Masaryk-Universität Forschungsbereiche: indoeuropäische Studien, insbesondere slawische, baltische, keltische, anatolische, toharische und indo-iranische Sprachen; Fenno-Ugric; Afroasiatisch; die Etymologie; genetische Klassifizierung; mathematische Modelle in der historischen Linguistik. Angriff auf einen Etymologische Analyse Die Hydronymen von PTOLEMY Östliche Ostsee Bandymas etimologisch analysiert Ptolemajo užfiksuotus rytinio Baltijos regiono hidronimus Anmerkung Der Beitrag analysiert vier Hydronymen aus dem östlichen Baltikum, die von Ptolemäus Mitte des 2. Jahrhunderts aufgezeichnet wurden. im Zusammenhang mit den Zeugenaussagen anderer altertümlicher Geographen. Ihre überarbeiteten etymologischen Analysen führen zu dem Schluss, dass mindestens drei von ihnen germanischen Ursprungs sind, aber wahrscheinlich auf ihre wahrscheinlichen baltischen Gegenstücke zurückzuführen sind. Schlüsselwörter: Geographie, Hydronym, Etymologie, Kalk, Germanisch, Baltisch, Balto-Fänisch. ANOTACIJA Šiame darbe analizuojami keturi Ptolemajo II a. po Kr. viduryje užrašyti rytinio Baltijos regiono hidronimai, paliudyti ir kitų senovės geografų. Šių hidronimų etimologinė analizė parodė, kad bent trys iš jų yra germaniškos kilmės, tačiau, tikėtina, baltiškų atitikmenų kalkės. ESMINIAI ŽODŽIAI: geografija, hydronimas, etimologija, kalkė, germanų, baltų, baltų ir finų kilmė. Es ist ein deutsches Wort, das in der Sprache des deutschen Wortes
VÁCLAV BLAŽEK 26 Acta Linguistica Lithuanica LXXVI Die vier Flussnamen, die von Ptolemäus östlich des Estuars der Vistula, Χρόνος, ούβων, Τουρούντος, Χε(ρ)σίνος, angesiedelt wurden, wurden gewöhnlich mechanisch mit den größten Flüssen des östlichen Baltikums nach der Sequenz der Koordinaten von Ptolemäus identifiziert: Χρόνος ~ Pregora prussisch Germanisch Pregolja Polnisch Pregoła Litauisch Preglius; 123 km (Mannert 1820: 257; Tomaschek, RE III/2, 1899, c. 2841). ούβων ~ Litauisch Nemunas Polnisch Niemen Weißrussisch Nëman Deutsch Memel; / / 937 km (Mannert 1820: 258; Rappaport, RE 48, 1914, c. 1180); Τουρούντος ~ Latvian Venta / Lithuanian Vent / Livonian Vnta joug / Polish Windawa / German Windau; 346 km long (Mannert 1820: 258); Hε(ρ)σίνος ~ Lettisch Daugava Weißrussisch Zaxodnjaja Dzvina Russisch Západnaja Dviná Deutsch Düna Estnisch Väinä; / 1020 km (Mannert 1820: 2580; Tomaschek, RE III/2, 1899, cc. 227374 dachte auch an die Gauja Fluss). 1. Textuelle Beweise 1. Ptolemäus, um 150 v. Chr. [3.5.] Εὐρώπης πίναξ η. Ἡ ἐν Εὐρώπῃ Σαρματία περιορίζεται ἀπὸ μὲν ἄρκτων τῷ τε Σαρματικῷ ὠκεανῷ κατὰ τὸν Οὐενεδικὸν κόλπον καὶ μέρει τῆς ἀγνώστου γῆς κατὰ περιγραφὴν τοιαύτην· μετὰ τὰς τοῦ Οὐϊστούλα ποταμοῦ ἐκβολὰς Χρόνου ποταμοῦ ἐκβολαί ν ν Ῥούβωνος ποταμοῦ ἐκβολαί νγ νζ Τουρούντου ποταμοῦ ἐκβολαί ν νη _ Χε(ρ)σίνου ποταμοῦ ἐκβολαί νη νθ _ Europäisches Sarmatien wird im Norden durch den Sarmatischen Ozean, der an die Bucht von Venedicus angrenzt, und durch einen Teil des unbekannten Landes beendet, dessen Beschreibung wie folgt ist. Nach der Mündung der Wistula: Mündung des Chronus 50*00 56°00 Mündung des Rubonis 53*00 57°00 Mündung des Turuntus 56*00 58°30 Mündung des Che(r)sinus 58*30 59°30 Zum Vergleich wurden die Koordinaten der Mündung der Albis und der Wistula von Ptolemäus [4.11.1 4] wie folgt bestimmt: ἄλβιος ποταμοῦ ἐκβολαὶ λα´ νϡ´δʺ Die Mündung des Flusses Albis 31*00 56o15
Straipsniai Artikel 27 und An Attempt at an Etymological Analysis of Ptolemy´s Hydronyms of Eastern Balticum Οὐστούλα ποταμοῦ ἐκβολαί με´ νϡ´ […]Die Mündungen der Weichsel 45*00 56o00[…] Übersetzt von Edward L. Stevenson (1932) http://penelope.uchicago.edu/Thayer E.Gazetteer/PePtolemy[…]s europäische Sarmatia von Sebastian Munster https: riods/Roman/_Texts/Ptolemy/3/5*.html www.wikipedia.org/wiki/Geography_(Ptolemy)#media_media/File:- Sebastian_Munster-_Tla_europa_Vav (Sarmatia).jpg Im vierten Jahrhundert. Marcian von Heraclea Pontica wiederholte die Reihenfolge dieser Flüsse, aber mit bestimmten Änderungen ihrer Namen: [2.39] Mετὰ τὰς ἐκβολὰς τοῦ Oὐϊστούλα ποταμοῦ ἐκδέχονται Xρόνου τοῦ ποταμοῦ ἐκβολαί. […]πὸ δ Xρóνου τοῦ ποταμοῦ ξῆς εσὶ ουδῶνος ποταμοῦ ἐκβολαί. Otoi δ o ποταμοὶ ες τὸν Oὐενδικὸν κὸλπον ἐξίασιν, στις ἀπὸ τοῦ Oὐϊστούλα ποταμοῦ ρχεται παρήκων ἐπὶ πλεῖστον. httpὸdata.perseus.org/citations/urn:cts:latinLit:stoa0023.stoa001.perseus-lat1:22.8.38 http://data.perseus.org/citations/urn:cts:latinLit:stoa0023.stoa001.perseus-eng1:22.8.38
VÁCLAV BLAŽEK 28 Acta Linguistica Lithuanica LXXVI (Litwische Sprachakte) d Toῦ oυδῶνoς ποταμοῦ ξῆς εσὶ Toυρoύντου ποταμοῦ ἐκβολαί ἀπὸ δ Toυρoύντου ποταμοῦ ἐκδέχεται Xέσυνος ποταμὸς, καβο α τούτου ἐκλαί. Post Vistulae fluvii ostia sequuntur Chroni fluvii ostia; nach Chronum fluvium deinceps sunt Rhudonis fluvii ostia. Hi fluvii exeunt in sinum Vendicum, qui a Vistula flumine incipit, in immensum extensus. Rhudonem fluvium subsequuntur Turuntae fluvii ostia; Turuntam fluvium excipit Chesynus fluvius, eiusque ostia. und lateinische Übersetzung von Müller, Ausgabe 1882. Ammianus Marcellinus [22.8. 1.3.] verzeichnete die Form Chronius des Hydronyms von Ptolemäus Χρόνος: [38] Ergo in ipso huius compagis exordio, ubihaei deficiunt montes, habitant Arimphaei, iusti homines placiditateque cogniti, quos amnes Riponius et Visula praeterfluunt; iuxtaque Massagetae, Halani et Sargetae, aliique plures obscuri, quorum nec vocabula nobis sunt nota nec mores. [38] Nun, am Anfang dieses Bezirks, wo die Riphaean-Berge in die Ebene sinken, wohnen die Aremphaei, gerechte Männer und bekannt für ihre Sanftmut, durch deren Land die Flüsse Chronius und Visula fließen. In ihrer Nähe leben die Massageten, die Halani und die Sargeten sowie mehrere andere unbekannte Völker, deren Namen und Bräuche uns unbekannt sind. Ammianus Marcellinus, Rerum Gestarum, mit einer englischen Übersetzung von John C. Rolfe. (Mass.): Harvard University Press […] London: Heinemann 1935[…]1940. (Mass.): Harvard University Press […] London: Heinemann 1935[…]1940 Wahrscheinlich wurde derselbe Hydronym, der aber einem Meer gehört, bereits von Plinius in der Mitte des 1. Jahrhunderts verwendet. CE: [4.38/9495] exeundum deinde est, ut extera europae dicantur, transgressisque ripaeos montes litus oceani septentrionalis in laeva, donec perveniatur gadis, legendum. Insulae erfüllt sine nominibus eo situ traduntur, ex quibus ante scythiam quae appellatur baunonia unam abesse diei congelatum, in quam veris tempore fluctibus electrum men eiciatur, timaeus prodidit. reliqua litora incerta. signata fama septentrionalis oceani. amalchium eum hecataeus appellat a parapaniso amne, qua scythiam adluit, quod noeius gentis lingua significat. Philemon morimarusam a cimbris vocari, hoc est mortuum mare, inde usque ad promunturium rusbeas, ultra deinde cronium. Ich bin ein guter Freund von Ihnen. xenophon lampsacenus a litore scytharum tridui navigatione insulam esse inmensae magnitudinis baltiam tradit, eandem pytheas basiliam nominat. Es gibt auch Schriftsteller, die einige andere Inseln erwähnen, nämlich Skandia, Dumna, Bergos
Straipsniai Artikel 29 und An Attempt at an Etymological Analysis of Ptolemy´s Hydronyms of Eastern Balticum Wir müssen nun die Euxine verlassen, um die äußeren Teile Europas zu beschreiben. Nachdem wir die Riphæan-Berge überquert haben, müssen wir nun den Ufern des Nordozeans auf der linken Seite folgen, bis wir Gades erreichen. In dieser Richtung soll eine große Anzahl von Inseln existieren, die keinen Namen haben; unter denen gibt es eine, die gegenüber Scythia liegt, erwähnt unter dem Namen Raunonia, und sagte, in einer Entfernung des Tages Segel vom Festland zu sein; und auf die, laut Timæus, im Frühling von den Wellen Bernstein geworfen wird. Die übrigen Teile dieser Ufer sind nur aus Berichten zweifelhafter Autorität bekannt. In Bezug auf den Nordoder Nordozean; Hecatæus nennt es, nachdem wir die Mündung des Flusses Parapanisus überquert haben, wo er die skytischen Ufer wäscht, das Amalchische Meer, das Wort "Amalchisch" bedeutet in der Sprache dieser Rassen, gefroren. Philemon sagt wieder, daß es von den Cimbriern Morimarusa oder das "Tote Meer" genannt wird, so weit es bis zum Rubeas-Vorhang reicht, hinter dem es den Namen des Cronischen Meeres hat. Xenophon von Lampsacus erzählt uns, dass in einer Entfernung von drei Segeltagen von den Ufern von Skythien eine Insel von immenser Größe namens Baltia gibt, die von Pytheas Basilia genannt wird. [4.41/104] sunt qui et alias prodant, scandias, dumnam, bergos maximamque omnium berricen, ex qua in tylen navigetur. eine tyle unius diei navigatione mare concretum eine nonnullis cronium appellatur. und vor allem Nerigos, von denen Personen nach Thule fahren. Ein Tag entfernt von Thule liegt der gefrorene Ozean, der von manchen als Kroniensee bezeichnet wird. http://data.perseus.org/citations/urn:cts:latinLit:phi0978.phi001.perseus-eng1:4.30 Plinius der Ältere: Naturalis Historia, herausgegeben von Karl Friedrich Theodor Mayhoff. Leipzig: Teubner 1906 Plinius der Ältere: Die Naturgeschichte, übersetzt von John Bostock & H. T. Riley. Das ist London. Taylor und Francis, 1855: 4.30. 1.5. Dionysius Periegetes, zweiter (oder dritter?) Jahrhundert. Der V.Z. wiederholte Plinius' Informationen über das Kroniensee im Norden, das gefroren oder tot sein musste: 27 Πάντη δ’ ἀκαμάτου ῥόος Ὠκεανοῖο 28 εἷς μὲν ἐών, πολλῇσι δ’ ἐπωνυμίῃσιν ἀρερώς. 29 Ἡτοι ὁ μὲν Λοκροῖο παρ’ ἐσχατιὴν ζεφύραο 30 Ἄτλας ἑσπέριος κικλήσκεται. αὐταρ ὕπερθεν, 31 πρὸς βορέην, ἵνα παῖδες ἀρειμανέων Ἀριμασπῶν, 32 πόντον μιν καλέουσι πεπηγότα τε Kρόνιον τε. 33 ἅλλοι δ’ αὖ καὶ νεκρὸν ἐφήμισαν εἴνεκ’ ἀφαυροῦ
VÁCLAV BLAŽEK 30 Acta Linguistica Lithuanica LXXVI 34 […]ελίου. Dionysius Periēgētes: Graece et Latine cum vetustis commentariis et interpretationibus, herausgegeben von der Universität Leipzig. Gottfried Bernhardy. Was ist das? Leipzig: Weidmann 1828, 10 Jahre alt. 27 Aber auf allen Seiten fließt die Macht des unermüdlichen Ozeans, 28 und ist eins, doch mit vielen Namen ausgestattet. 29 Nun, durch die fernste Vertiefung des Locrian Zephyr 30 es wird der westliche Atlas genannt, aber oben, 31 nach Norden, wo die Kinder des kriegsverrückten Arimaspoi wohnen, 32 nennen sie es das gefrorene und das Cronionmeer. 33 Andere wiederum nannten es auch den Toten, wegen der Schwäche 34 der Sonne. Dionysius Periegetes: Beschreibung der bekannten Welt Übersetzung: Ekaterina Ilyushechki http://www.dh.informatik.uni-erlangen.de IMMD/staff/Goerz.E5-ln.tx Nach Plinius war Solinus [19.2] im dritten Jahrhundert kürzer. CE: Oceanum septemtrionalem ex ea parte, qua a Propanisso amne Scythia adluitur, Hecataeus Amalcium appellat, quod gentis illius lingua significat congelatum. Philemon a Cimbris ad promunturium Rubeas Morimarusam dicit vocari, hoc est mortuum mare: ultra Rubeas quicquid est Cronium nominat. Gaius Julius Solinus: De mirabilibus mundi http://www.thelatinlibrary.com/solinus2a.html Der Nordozean in dem Teil, wo Paropamisus, ein Ryuer aus Scythia, hineinwascht, ist nach Hecataeus Amalchium benannt, was in der Sprache dieser Nation das gefrorene Meer bedeutet. Phylaemon sagt, dass von den Cimbrien bis zum Promontorie Rubeas, es Morimarusa genannt wird, was so viel zu sagen ist, wie der von Arthur Golding übersetzte 16th cent.) https: https: https: https: https: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: dead Sea. Whatsoeuer is beyonde Rubeas is called Cronium.” http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http: http. 2. Zwecke und Bestimmung Die Sprachangehörigkeit der HYDRONYME In diesem Beitrag werden vier Hydronymen, die von Plinius, Ptolemäus und ihren Anhängern im östlichen Teil von Balticum lokalisiert wurden, nämlich Χρόνος/Chronius/Cronium, ούβων Του ούδων, Τουρούντος, Χε(ρ)σίνος, in etymologischer Perspektive analysiert.
Straipsniai Artikel 31 und An Attempt at an Etymological Analysis of Ptolemy´s Hydronyms of Eastern Balticum Die erste Aufgabe besteht darin, die sprachliche Zugehörigkeit dieser Hydronymen zu bestimmen. Zwei von ihnen, Χρόνος & Χε(ρ)σίνος, sind durch das Initial χ-, d.h. [kh] gekennzeichnet. In den indoeuropäischen Sprachen Europas ist dieser Klang typisch für Griechisch, Slawisch und Germanisch. Griechisch und Slawisch sind aus geographischen Gründen ausgeschlossen (letz uns erwähnen, dass das Initial *x im Slawischen in der Regel germanischen oder iranischen Ursprungs ist). Wenn das Germanische als der vielversprechendste Kandidat bleibt, ist es natürlich zu fragen, ob es noch ein weiteres Argument gibt, das die germanische Zugehörigkeit dieser Flussnamen unterstützt. Die Antwort kann positiv sein in Τουρούντος ist es möglich, den germanischen Nullreflex *-unþ-*-unđ des gegenwärtigen Partizip-Suffixes *-n tzu sehen, der in den alten literarischen germanischen Sprachen rudimentär produktiv ist: Althochdeutsch weisunt vein ~ Altenglisch wsend id., von *ueisto flow (Pokorny 1959: 1134), oder gotisch hulundi cave vs. Altnordisch holr, Altenglisch, Sächsisch, Althochdeutsch adj hollow, alles aus dem verb, das in Altenglisch huljan to, Altnordisch, Altnordisch be-hyllan, Oldsächsisch bi-hullean, Altdeutsch hol. (Brugmann 1906: 216, 461; Pokorny 1959: 553; Lehmann 1986: 193[…]94; Kroonen 2013: 253). Diese Rolle des Suffixes *-unþis wird im Allgemeinen bei der Bildung des gotischen tunþus […]zahn[…] akzeptiert. (Brugmann 1906: 460; Kroonen 2013: 509 […] 10). 3. Etymologische Analysen 3.1 Chronos [Ptolemäus 3.5.2]; Chronius [Ammianus Marcellinus 22.8.38]; vielleicht auch Mare Cronium [Plinius 4.38/94 […]1095, 414]. Es gibt mindestens drei mögliche germanische Etymologien: a) Müllenhoff (1887: 351) versuchte, das Hydronym mit Hilfe des altnordischen hrynja stürzen, fallen, strömen, des isländischen hrynja id., hrun Sturz, des norwegischen rynja lärmen, poltern, des altschwedischen rynia lärmen zu erklären; vielleicht auch althochdeutsch hrono […]gestürzter Baumstamm[…], mittelniederdeutsch ro138[…]39), scheint es in semantischer ne id. and Old English hruna in place-names (de Vries 1962: 263; Holthausen 1963: 176). Although this idea is followed by Scheungraber & Grünzweig (AgT Perspektive am schwächsten. b) Kuhn (1941: 113) dachte an einen Zusammenhang zwischen Mare Cronium und dem altnordischen hrnn f. welle; Die Tochter von Ægir. Zusammen mit dem isländischen hrönn Welle und dem altenglischen hræn ~ hærn f. Wellen, Gezeiten, Meer spiegeln wahrscheinlich das germanische Sprachgebrauch wider
VÁCLAV BLAŽEK 32 Acta Linguistica Lithuanica LXXVI (Litwische Sprachverzeichnis) *hraznō1 (de Vries 1962: 264; Holthausen 1963: 146). Verwandt kann Mittelhochdeutsch (15. Jahrhundert) rünne f. Sturmwoge sein, wenn es von *hrōnnjō(n)- abgeleitet ist (Falk & Torp 1909: 104; Orel 2003: 185; während Kroonen 2013: 418 die Protoform *runnjō(n)- bevorzugt). Nur die rekonstruierte Protoform *hrōnnjō(n)-f steht trotz des Geschlechtsunterschieds sehr nahe an Plinius' Mare Cronium und Ammianus Marcellinus Chronius. Das initiale Cis wurde vielleicht durch den Einfluss von Κρονία λς verursacht, das Apollonius Rhodius [Argonautica 4.324, 509] im 3. Jahrhundert für die Adria benutzte. V. Chr. Der Name des Meeres wird wahrscheinlich von der Erwartung motiviert, dass in einer hypothetischen germanischen Sprache des östlichen Baltikums der Cluster theonym Κρόνος. On the other hand, in the 1st and 2nd cent. CE one would *-zn immer noch erhalten war, wenn er in der biblischen Gotik, die um 350 n. Chr. aufgezeichnet wurde, beibehalten wurde, z. B. Gotisch razn haus, ga-razna nachbar (~ altnordische granni id) gegen altnordische rann, altenglisch ræn ~ ærn n. haus, wohnung, altfriesisch fa-ern animal barn < *razna-, außerdem altenglisch ræsn n. board < *rasna- (Lehmann 1986: 283; de Vries 1962: 433); Germanisch > Finnisch (arch. & dial.) rahna Holzstück, von dem Späne abgerissen werden; brennender Baumstamm auf der Schwende; Ackerwalze, estnischer Rahn, Gen. Rahnu & rahna Block, Klotz, grosses Stück, ungespaltener Stamm, livnischer ron( Z) umgeworfener Baumstumpf; Baumstamm am Meeresboden[…] (LGLO III 105). Siehe auch den persönlichen Namen Rasne-hildi gen.sg. [CIL XIII 7660] (Schönfeld 1911: 185), datiert auf das 7. Jahrhundert. Die CE. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Lösung zwar aus semantischer Sicht sehr attraktiv ist, aber aus phonetischen Gründen aufgegeben werden sollte. c) Eine andere Möglichkeit wird durch das altnordische hraun n. steiniger Boden, Lava, das isländische hraun steiniges Land ohne Vegetation, das färöische reyn, das dänische røn Steinbank auf Meeresboden, das shetlandische røn(i) Steingrund, das norwegische Hell Röuna, das schwedische Rönö, Röne (de Vries: 252; NL 1962: 1 bestätigt) bestätigt. Neben *krosnos > κρουνός […]Quell, Brunnenkopf, woher Bäche ausgehen[…] [Il. 22.147, 208], cf. die Glanz von Hesychius κροῦναι · κρναι τέλειῆαι (siehe de Saussure 1881 II: 119; Frisk 16, 27; Beekes 2010: 7). Später wurden auch verwandte Wörter in anderen Sprachen hinzugefügt: albanisch krua ~ krue m., pl. kronj, kroje Frühling, Brunnen (Orel 1998: 198); Keltisch: Altirisch crond, Cornish cronn […] ein Name eines Flusses[…] (Stokes 1907: 247). Die Protoformen *k […]r […]sn[…] und *k […]rosno-[…] (Beekes, EIEC 539) sind kompatibel mit einer der IE-Bezeichnungen von […]head[…], die z. B. im Griechischen κρ[…]νίον […]skull, head[…], albanischen krye n., pl. krerë ~ krenë […]head[…] (Orel 1998: 199) attestiert werden. Tocharianische B kri(ye) (Nape des) Halses (Adams 2013: 230) usw. Was die semantische Entwicklung betrifft, cf. Lateinisch caput fontis oder caput aquae und Griechisch siehe de Saussure κρά: 119 1881 und Frisk II, 16. Diese Schlussfolgerung impliziert die Rekonstruktion von *k […]-. Der albanische Reflex kbefore -ris ist regelmäßig.
Straipsniai Artikel 33 und An Attempt at an Etymological Analysis of Ptolemy´s Hydronyms of Eastern Balticum 874). (1994: 888[…]92) fügt das deutsche Oronym Rhön2 hinzu. Germanisch > Finnisch 'grober Kies', 'kleine Steine auf dem Grund eines Sees', Finnisch, Votic & Ingrian raunio, Karelisch raunivo 'Steinhaufen', Estnisch raun, gen. 'Stein-Granithaufen' (LGLO III 136). Die alten Autoren unterschieden zwei Varianten, Χρόνος & Chronius, die in das Proto-Germanische als *hrauna- & *hraunija-/*hraunijō(n)-3 projiziert werden können. Es gibt ein suggestiv übereinstimmendes Paar mit dem Hydronym - es war wahrscheinlich derselbe germanische Dialekt, der die frühesten in Balto-Fennic, *rauna & *raunio respectively. Thanks to this correspondence it is possible to determine the dialect affiliation of the Germanic dialect of germanischen Leihungen in den balto-fennischen Sprachen hinterließ. Es bleibt noch zu diskutieren, was die semantische Motivation dieses Hydronyms ist. Felsen oder große Steine sind nicht typisch für die Mündungen und unteren Bäche der Flüsse des Ostbaltikums. Deshalb scheint "Gravel" ein vielversprechenderes semantisches Motiv zu sein. Vielleicht könnte es sich um die Wistula-Spitze (polnisch Mierzeja Wiślana; deutsch Frische Nehrung; russisch Baltijskaja kosa) oder die Kurische Spitze (Kuršių nerija) handeln, die beide aus den Kiesund Sanddünen bestehen4, die zur Bezeichnung Mare Cronium der Wistula-Lagune bzw. der Kurischen Lagune führten. Was ihr Süßoder Brackwasser betrifft, so sind die Lagunen im Gegensatz zum offenen und salzigen Meer mehr oder weniger regelmäßig gefroren. Das gefrorene Meer wurde von Besuchern aus dem Mittelmeer wahrscheinlich als das Tote Meer verstanden. Der Begriff, der ursprünglich für eine dieser Lagunen reserviert war, wurde später vielleicht auf die Meerenge übertragen, die die Lagunen mit der Ostsee verbindet, die den Mündungen von Flüssen aus dem Meer aus ähnelt, oder für Flüsse, die in diese Lagunen münden. Lassen Sie uns die Flussnamen analysieren, die mit der semantischen Sphäre des germanischen *hrauna- & *hraunija- *hraunijō(n)/- kompatibel sind. Der häufigste Kandidat für Chronos und Chronius war der Pregel Pregolja Fluss. In Wirklichkeit unterscheidet sich der Breitengrad seiner Mündung nicht viel von der Mündung der Weichsel (Ptolemäus bestimmte beide auf 56°00). Die Etymologie dieses Hydronyms ist nicht eindeutig. Gerullis (1922, 135), der alte Aufzeichnungen zusammenfasste, nämlich Prigora (1302), Pregor (1359), neben den dissimilierten Formen Pregoll, Pregel (1331), Pregill (1460), suchte eine Erklärung in litauischen Prgaras grundloser Weg, Abgrund, Hölle (auch Vielfrass). Es ist verwandt mit pragorė[…] […]Abgrund, unermessliche Tiefe[…] und beide sind von den 2 abgeleitet. Die Bergkette Rhön liegt im Grenzgebiet der Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen. Der höchste Gipfel, die Wasserkuppe, ist 950 m hoch. 3 Der proto-germanische Dipthong *au, bestätigt in den balto-fennischen Leihungen, könnte in griechischen und lateinischen Transkriptionen in o geändert worden sein, cf. Austrogoti gegen Ostrogothi (Schönfeld) 1911: 38). 4 Die größte Düne der Wistula-Spit, Wielblądźi Garb = Kamelhöcker, ist 48,50 m hoch. Die größte Düne der Kurischen Spitze, die Vecekrug genannt wird, ist höher, 67,20 m.