Full text
S aipsniai A ikel 27 und
HARALD BICHLMEIER
Sächsische Akademie de Wissenscha en zu Leipzig
Ma in-Lu he -Uni e si ä Halle-Wi enbe g
Fo schungsbe eiche: Onomas ik (Toponymie),
his o ische Phonologie de ge manischen Sp achen,
indoeu opäische Linguis ik, Aljamiado-Tex e.
VÁCLAV BLAŽEK
Fakul ä ü Sp achwissenscha und
bal ische S udien, Masa yk-Uni e si ä , B no
Fo schungsbe eiche: Onomas ik und his o ische Geog aphie,
indoeu opäische E ymologie, e gleichende S udie de
a oasia ischen, u alischen und al aischen Laguages; e gleichende My hologie.
DOI: doi.o g/10.35321/all83-02
CIMBRI ET TEUTONI
Kimb ai und Teu onai
Anme kung
Die bekann en Namen Cimb i und Teu oni Teu onen we den adi ionell als zwei e schiedene
ge manische S ämme bezeichne . Hie wi d eine neue Idee o geschlagen, nämlich, dass sie
u sp ünglich ein Syn agma bilde en, das aus beiden Wö e n bes and, PGmc. *þeuđanōz kum iiōn
S ammesobe häup e , die spä e in al en Quellen in zwei S ammesnamen au ge eil wu den:
Teu oni Cimb ique ode Τευτόνοι καὶ Κίμβροι. Wäh end PGmc. * kum muss ekons uie
we den, es gib e schiedene A en, wie de Name in den la einischen und g iechischen Quellen
wiede gegeben wi d, wo wi eine Va ia ion u/y i im Wu zel okal inden. Dies kann da au
zu ückzu üh en sein, daß es eine sei s eine gewisse Schwankung zwischen u und i in e e b en
Wö e n im La einischen und ande e sei s eine Schwankung zwischen all diesen Vokalen in
geliehenen Wö e n und Namen in beiden Sp achen gib . Die u sp üngliche Fo m des Namens de
Cimb i, PGmc. * […]kum ii[…]a, kann eine e schleie e Ve bindung de Wu zeln PIE * gem-
[…]p ess, squeeze, g ab[…] und * bhe - […]ca y[…] o se zen. PGmc. Ich weiß nich , ob das so is .
*þeuđanōz is de egelmäßige Plu al zu *þeuđanaz S ammes o s ehe , spä e König. Sein
U sp ung is PGmc. *þeuđō S amm is allgemein akzep ie . Un e e schiedenen
28 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII (Li wische Sp achak e)
HARALD BICHLMEIER, VÁCLAV BLAŽEK
e ymologischen Ve suchen, Wes -indoeu opäisch * eu ā zu analysie en, be o zugen wi die
Idee, dass de V ies das Wo on de kel isch-ge manischen Isogloss zu * eu o- gu , eundlich
abgelei e ha . Die he hi ischen Ve wand en implizie en die Exis enz de Wu zel * eu[…] -
" eundlich sein". KEY-WORDS: ge manische E hnonymen, Diskussion bes ehende E ymologien, neue e ymologische Lösungen, e deck e Ve bindungen, seman ische Typologie.
ANOTACIJA
T adiciškai manoma, kad ge ai žinomi a dai kimb ai i eu onai į a dija d i ski ingas
Deu sche Gen is. S aipsnyje keliama min is, kad šie a dai iš p adžių suda ė sin agmą iš
abiejų žodžių PGmc. *þeuđanōz kum iiōn ‘genčių adai, iš ku ios išsi u uliojo jau senuosiuose
šal iniuose paliudy i d iejų genčių a dai: Teu oni Cimb ique, a ba Τευτόνοι g aikiškuose
καὶ Κίμβροι. No s PGmc. *kumƀ - u i bū i ekons uo as, šis a das lo yniškuose i
šal iniuose a ku as pa eikiamas į ai iai. Juose andami u/y i šaknies balsio a ian ai. Taip
konn e nu ik i wegen zu, kad pa eldė uose lo ynische Sp ache Wo ežiuose, iena e us, y a
am ik a u i i kai a i , ki a e us, abiejų kalbų skolin uose Wo ežiuose bei a duose y a šių
balsių kai a.
Pi minė Cimb i a do o ma PGmc. Sie sind ein Mi glied de PGmc. * iiagalėjo išlaiky i užslėp ą
šaknų junginį PIE *gem- ‘spaus i, slėg i, g ieb i pasisa in i i *bhe - ‘neš i. PGmc. Ich weiß
nich , ob das so is . *þeuđanōz is Regelningoji daugiskai a iš *þeuđanaz gen ies adas, spä e
ka alius. Dieses Wo is Kilmė aus PGmc. *þeuđō ‘gen is nekelia abejonių. *þeuđō ‘gen is
nekelia abejonių. *þeuđō ‘gen is nekelia abejonių. Aus de e ymologischen Auslage ung on
Vaka ų indoeu opiečių * eu ā, s aipsnio au o iams labiausiai p iim inas de V ieso pasiūly as
dieses Wo es kildinimas iš kel ų-ge manų izoglosės * eu o- ‘ge as, d augiškas. Kogna ai
he i ų kalboje e laub many i, kad y a bu usi šaknis * eu- ‘bū i maloniam, d augiškam.
ESMINIAI ŽODŽIAI: ge manisches E nonimai, esamų e imologijų ap a imas, nauji e imologiniai
sp endimai, neskaid ios s uk ū os da iniai, seman inė ipologija.
1. CIMBRI
Das E hnonym Cimb i wu de in meh e en Va ian en a es ie ( gl. Schön eld
1911: 63 . Das is eine gu e Idee. ):
Κίμβροι (Posidonius {135512.4 BCE} apud S abo, Geog aphica 2.3.6, 7.2.2;
wei e S abo {63 BCE 23 CE} 4.3.3, 4.4.3, 5.1.8, 7.1.3, 7.2.1, 7.2.3, 7.8;
Diodo us Siculus {9030 . C.}, Biblio heca His o ica 5.32.4) Κίμβριοι
(Polyaenus {2nd cen . CE}, S a egema um 8.10.1, 8.10.2, 8.10.3) Κίμβροι
(P olemy {c. Κύ. CE}, Geog aphia 2.16 in ms. X) Cimb i (Cice o {10643 . C.},
Tusculanae Dispu a iones 2.65; De O iciis 1.38; Caesa {10044 BC}, De
Gallico bello 1.33.3, 1.43.5, 2.4.2, 7.77.12
S aipsniai A ikel 29 und
Cimb i e Teu oni
7.77.14; Vale ius An ias (1s . Jah hunde ) O osius, His o iae ad e sum
paganos 5.16)
Cymb i (Vale ius Maximus {sch ieb zwischen 14[…]37 CE}, Fac a e Dic a
Memo abilia 2.11: Cymb o um in ms. L; 3.6. Cymb icumque in ms. A; F on inus
{30[…]103 CE}, S a egema on 1.5.3: Cymb is, Cymb i in ms. H; 2.5.8 Cymb ico,
Cymb is in ms. HP; Aulus Gellius (125-180 n.E.), Noc ium A ica um 16.10.14:
Cymb ico in ms. X)
Cumb i (Aulus Gellius {125–180 CE}, Noc ium A ica um 16.10.14:
Cumb ico in ms. Z)
Conb i (Eu opius { ollende 364 n. Ch .}, B e ia ium ab u be condi a 5.1.4:
Conb is in de Ms. G1).
2. Ä hymologische Ang i e
De e s e Ve such, das E hnonym zu e klä en, e schien schon in de An ike.
Fes us (2nd Jah hunde ) CE}, in De signi ica ione e bo um, S. 43, dach e, dass
es Räube in Gaulisch bezeichne e: Cimb i lingua Gallica la ones dicun u Cimb i
a e called ‘ obbe s’ in he Gaulish language.”
Sex us Pompeius Fes us, De e bo um signi ica u que supe sun cum Pauli
epi ome, edi i Aemilius Thew ewk de Pono . Budapes : Li e a ische Akademie
Hunga icae 1889 (Unga ische Sp ache)
2.2. Plu a ch {46119-127 n.E.}, in Caius Ma ius 11.3, sag e dasselbe mi dem einzigen Un e schied, dass e den
ge manischen U sp ung dieses E hnonyms o schlug: 1 Be ei s in de Mi e des 1. Jah hunde s. Plinius
[NH 4.28-40/99] p äsen ie e die e s e Klassi izie ung de ge manischen S ämme, in de e explizi sowohl
die Cimb i als auch die Teu onen zu den Inguaeonen zähl e: ge mano um gene a quinque: andili, quo um
pa s bu godiones, a innae, cha ini, gu ones. al e um Ga ung Inguaeones, Quo um pa s Cimb i, Teu oni
ac Chauco um gen es. Die Ga ung is on de Ga ung Al e um. p oximi au em heno is uaeones,
Quo um... medi e anei he miones, Quo um suebi, he mundu i, cha i, che usci. Ich bin nich siche , ob das
ich ig is . Pa s quin a peucini, bas e nae, sup a dic is con e mini dacis. amnes cla i in oceanum de luun
gu halus, isculus si e is la, albis, isu gis, amisis, henus, mosa. In o sus e o nullo in e ius nobili a e
he cynium iugum p ae endi u . Das is nich wah .
Plinius: Na u alis His o ia, he ausgegeben. Ka l F ied ich Theodo Mayho . E is ein deu sche
Sch i s elle . Lipsiae: Teubne 1906 […]Es gib ün ge manische Rassen; Die Vandilen, de en Teile die
Bu gundie , die Va ine , die Ka ine und die Gu en sind; die Ingä e , die eine zwei e Rasse bilden, on
denen ein Teil die Cimb i, die Teu onen und die S ämme de Chauci sind. Die Is æ ones, die sich dem Rhein
anschließen, und zu denen die Cimb i gehö en, sind die d i e Rasse; wäh end die He miones, die eine
ie e G uppe bilden, im Inne en wohnen und die Sue i, die He mundu i, die Cha i und die Che usci
um assen: die ün e Rasse is die de Peucini, die auch die Bas e næ sind, ang enzend an die zu o
e wähn en Daci. Die be ühm es en Flüsse, die in den Ozean ließen, sind de Gu alus, de Vis illus ode Vis ula, de Albis, de Visu gis, de
30 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII (Li auische Sp ach e zeichnis)
HARALD BICHLMEIER, VÁCLAV BLAŽEK
καὶ μάλιστα μὲν εἰκάζοντο Γερμανικὰ γένη τῶν καθηκόντων ἐπὶ τὸν βόρειον
ὠκεανὸν εἶναι τοῖς μεγέθεσι τῶν σωμάτων καὶ τῇ χαροπότητι τῶν ὀμμάτων,
καὶ ὅτι Κίμβρους ἐπονομάζουσι Γερμανοὶ τοὺς λῃστάς.
Die am häu igs en e b ei e e Ve mu ung wa , dass es sich um einige de
deu schen Völke handel e, die sich bis zum nö dlichen Ozean e s eck en, eine
Ve mu ung, die au ih e g oßen S a u , ih en hellblauen Augen und de
Ta sache basie e, dass die Deu schen Räube Cimb i nennen.
Plu a ch, Caius Ma ius. Was is das? […] Plu a chs Leben, mi eine
englischen Übe se zung on Be nado e Pe in, Camb idge (MA): Ha a d Uni e si y P ess […] London:
Heinemann, 1920.
Es wi d lakonisch im byzan inischen Lexikon Suda, S. 600 {10 h cen .
CE}: Κίμβρος […] λ[…]στής.
Suidae Lexicon, ex ecogni ione Immanuelis Bekke i. Be lin: Reime 1854
Äl e e Au o en e wähn en nu den Eh geiz de Cimb i, zu plünde n (Diodo us Siculus 5.32.4.) ode
dass sie ein pi a isches Volk wa en (Posidonius apud S abo 7.2.2.). Abe es is no wendig, die
Möglichkei en sowohl de kel ischen als auch de ge manischen E ymologien in diese Pe spek i e
zu übe p ü en (de Ve such, den Amisius, den Rhein und die Mosa zu e binden. Im Inne en be inde
sich das lange He cynian-Gebie , das in seine G öße niemandem un e legen is .
Plinius de Äl e e: Die Na u geschich e, übe se z on J. Bos ock, H. T. Riley, London: Taylo &
F ancis, das Jah 1855.
2 Diodo us Siculus {90 bis 30 . Ch .} 5.32.4.
διαβεβοημένης δὲ τῆς τούτων ἀλκῆς καὶ ἀγριότητος, φασί τινες ἐν τοῖς παλαιοῖς χρόνοις τοὺς
τὴν Ἀσίαν ἅπασαν καταδραμόντας, ὀνομαζομένους δὲ Κιμμερίους, τούτους εἶναι, βραχὺ τοῦ
χρόνου τὴν λέξιν φθείραντος ἐν τῇ τῶν καλουμένων Κίμβρων προσηγορίᾳ. ζηλοῦσι γὰρ ἐκ
παλαιοῦ λῃστεύειν ἐπὶ τὰς ἀλλοτρίας χώρας ἐπερχόμενοι καὶ καταφρονεῖν ἁπάντων.
Diodo us Siculus, Biblio heca His o ica, Vol. 12, he ausgegeben on I. Bekke , L. Dindo , F. Vogel, Leipzig:
Teubne , 1888 bis 1890.
5.32.4. Und da die Tap e kei diese Völke und ih e wilden Wege im Ausland be ühm sind, sagen
einige Männe , dass es sie wa en, die in de An ike ganz Asien übe ann en und Cimme ie genann
wu den, nachdem die Zei das Wo leich in den Namen de Cimb ie e do ben ha e, wie sie je z
genann we den. Denn es wa ih Eh geiz on al an, zu plünde n, zu diesem Zweck in die Lände
ande e einzud ingen und alle Menschen mi Ve ach ung zu be ach en.
Diodo us Siculus, Biblio hek de Geschich e, Band 3: Büche 4.59 […] 8, übe se z on C. H.
Old a he , Camb idge (MA): Ha a d Uni e si y P ess, 1939 (Loeb Classical Lib a y 340). 3
Posidonius {135-51 . Ch .} apud S abo {64/63 . Ch . […] 19-24 m. Ch .} 7.2.2.
ταῦτά τε δὴ δικαίως ἐπιτιμᾷ συγγραφεῦςι Ποσειδώνιος καὶ οὐ κακῶς εἰκάζει, δίοτι λῃστρικοὶ
ὄντες καὶ πλάνητες οἱ Κίμβροι καὶ μέχρι τῶν περὶ τὴν Μαιῶτιν ποιήσαιντο στρατείαν.
“
Poseidonius ha ech , wenn e die His o ike ü diese Behaup ungen k i isie , und seine
Ve mu ung is nich schlech , dass die Cimb i, als Pi a en und Wande e , eine Expedi ion soga bis in
die Region des Maeo issees un e nahmen.
S aipsniai A ikel 31 und
Cimb i e Teu oni
geog aphisch en e n e E hnonyme Cimb i und Cimme ii we den hie nich
gelös […] es is eine ypische Volkse ymologie au de G undlage de zu älligen Ähnlichkei ).
2.3 Müllenho (1887:117) spekulie e übe den kel ischen U sp ung aus de Sich de
"Raub" -In e p e a ion. E such e Un e s ü zung in solchen al i ischen Glossa ien
wie cim(b) […] ax, ibu e, sil e […] (DIL C-186), neben dem cimbid […] inc us[…], nom.pl.
i.e. ‘cap i e’, bu also ‘ana hema’, i.e. ‘ ic im’, gen.sg. cimbe ho ‘o he cap i e’,
cimbidi "Ge angenen" (DIL C-187). Ve wand e können Gallo-La sein. [Endliche 's
Glossa y] cambiā e […] em p o e da e[…] (e s mals in Apuleius bezeug ), d.h. […]zu
ände n[…],4 B e . Change (PCel . *kambio- < PIE *kBo), wenn de T ibu in
wechselba em Silbe gezahl wu de und die Ge angenen auch ausge ausch wu den
( gl. LEIA C-99 .; de Be na do S empel 1987: 96 .; Sch ij e 1995: 282 ., 289). Diese
Lösung implizie , dass die Cimb i als "Räube " bezeichne wu den, da sie Ge angene
nahmen, wah scheinlich ü Lösegeld. Selbs wenn es akzep ie wi d, bleib ein
phonologisches P oblem bes ehen: Die o he igen Beispiele bes ä igen, dass das
e wa e e Gegens ück on OI . Cimbo is aus Gallien. *kambo, wenn sie beide on *kBo abgelei e sind (siehe Ma hias 1904; Much 1905: 2999).
2.4 Zeuss (1837: 142) be on e den k iege ischen Cha ak e de Cimb i und e klä e
ih en Namen mi Hil e on ONo . Keppa, um S ä ke zu demons ie en; zu kämp en,
kappi […]w es le […], OHG kamp […]Ei e , S ei , We kamp […], kempho […]pugil[…].
Schon Müllenho (1887: 118) lehn e es ab, da diese Fo men aus dem la einischen
Campus Schlach eld en lehn wu den ( gl. AnEW: 300 ., 306; EWAhd 5: 368370, 469 .).
2.5. Es is na ü lich auch ech mäßig, die Möglichkei in Be ach zu ziehen, daß sich das E hnonym
des S ammes, de ü Raubübe all uneh enha be ühm wa , in ein Appella i e wandel e, wie z. B.
im Fall de Vandalen. Diese Ausgangspunk e ö ne Raum ü ande e Lösungen, die nich mi
Agg essi i ä e bunden sind. 2.6 Müllenho (1887: 116 .) e ö e e meh e e e ymologische
Ve suche. Neben eine ela i a ionalen kel ischen E ymologie, die oben in §2.3 analysie wu de,
lehn e e auch den obe lächlichen Ve gleich mi dem E hnonym Cym y […]Welsh[…], B e , ab. Ken o
wu de on G a o geschlagen (AhdS IV: 405), da es die b i onische Ve bindung pl. *kom-b ogī […]o
he same e i o y[…]5 wide spiegel e, im Gegensa z zum gallischen E hnonym Allo-b oges [z. B.
Cice o, De di in. 1.21; B u us ad. Epis . 11.13.14] […]o o he e i o y[…] = […] o eigne s[…] (ACCS 96
1:[…]105, 1072; DLG 1: 77, 34, 39; DLG 3: 91) 4 Cica e wi d allgemein als eine Leihnahme aus dem Kel ischen
be ach e , wäh end die oben e wähn en mi elal e lichen Kel ischen Wö e manchmal als
Wiede leihnahmen aus dem La einischen be ach e we den. Walde, Ho mann 1938 […] 1956 1: 145 . ;
DÉLL: 89).
5 C . on his e hnonym in ex enso Zimme 2007 (wi h olde li e a u e).
32 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII (Li auische Sp ach e zeichnis)
HARALD BICHLMEIER, VÁCLAV BLAŽEK
ode nach Zimme (2007: 674) "die au dem Land on ande en (d.h. au
e obe em Land) wohnen".
2.7 Müllenho (1887: 118) selbs lehn e auch die Möglichkei ab, die au
OHG gamba "mäch ig, s a k", langoba dische Vo mu e Gamba a, wo die
e wa e e S immelosigkei ein E gebnis de s engen "Zwei e Lau e schiebung" sein soll e.
2.8. Vielleich iel e sp echende aus de Sich de his o ischen Phone ik, abe
schwäche in de Seman ik, is ein wei e e Ve such, de on Müllenho (1887:
118) o geschlagen wu de, basie end au de GG einkimpi […] unes us[…], pikimpô ,
pikimbi ha […] unus[…], die mi kumbalbo o […]Hee zeichen äge […] (EWAhd.), 861
OE cumbol, a . Cumbo [Beowul 1022] Hee zeichen, Banne (Hol hausen 1963[1934]:
63), ONo . kumbl ‘G abmal, Helm(zeichen) (AnEW: 333 .). De gemeinsame
seman ische Nenne diese Bedeu ungen soll e "Deko a ion" sein, die du ch ih e
bo h he helme and une al o g a e. Thus, he Cimb i we e cha ac e ized
geschmück en Helme (!) angewende wi d. Noch wenige kompa ibel mi den
Beg i en ü "G ab", "Banne " ode "Helm" aus seman ische Pe spek i e is
OHG kumba a "S amm, Volk, Geschlech s e band", cumpu ie " ibus"
[Vocabula ius S . Galli], e s ell on G imm (1840: 92) und akzep ie on Müllenho (1887: 118) und soga in EWAhd
5:62 . Ich weiß nich , ob ich das e s ehe.
2.9 Müllenho (1887: 118) spekulie e auch übe die Ve bindung des E hnonyms
Cimb i mi OE-Cimbing […]Kimmung, Fuge, Ve bindung[…] (Hol hausen 1963[1934]: 49).
Ve wand e sind NF is. kimming […]ho izon[…], wei e OE cimb-s ān […]pedes al,
Socke […], E chimbe, chime […] and ode Rand eines Fass ode T ommels[…], MDu.
Kim […]meedge, chime[…], D kim […]ho izon[…], Dial. Fasskan e, Klockenschlag, MLG
kimme Rand, Ho izon, G Kimm Ho izon linie; Schwedin. kimb […]Fassdaube[…] (Kluge
1999: 442; Hol hausen 1963[1934]: 49). Diese Fo men lei en sich on PGmc ab. *Kemōn-
> *Kimbōn . […]c es , idge[…], das is de ablau ie e weibliche n-S amm, de sich
au PGmc bezieh . *kam[…]a- […]comb[…] (EDPG: 287, 279; EWAhd 5: 360[…]362) und wi d
on de EWAHD e wende . Diese Idee wu de z. B. on Ma hias (1904: 40 .; c . 1905:
2999: […]Kimbe […] Leu e om Rand, on de Küs e des Mee es[…]) ode on
Schön eld (1911: 64: […]Die ein achs e und einen alls mögliche Deu ung is ‘die
on den Küs en des Mee es, on de Wa e kan ’”).
Leu e om Rande (kim), Diese seman ische Mo i a ion könn e au Geschich en
basie en, die z. B. on S abo (mi Zwei eln) ode Flo us übe e hee ende
Gezei en e mi el wu den, die die Mee esküs e de Heima de Cimb i
ze s ö ha en: S abo (63 23 . Ch .), Geog aphica 7.2
S aipsniai / A icles 33
Cimb i e Teu oni
περὶ δὲ Κίμβρων τὰ μὲν οὐκ εὖ λέγεται, τὰ δ᾽ ἔχει πιθανότητας οὐ μετρίας.
οὔτε γὰρ τὴν τοιαύτην αἰτίαν τοῦ πλάνητας γενέσθαι καὶ λῃστρικοὺς
ἀποδέξαιτ᾽ ἄν τις, ὅτι χερρόνησον οἰκοῦντες μεγάλῃ πλημμυρίδι ἐξελαθεῖεν
ἐκ τῶν τόπων: καὶ γὰρ νῦν ἔχουσι τὴν χώραν ἣν εἶχον πρότερον,
S abo: Geog aphica, he ausgegeben. A. Meineke, Leipzig: Teubne , 1877. Was die
Cimb i be i , so sind einige Dinge, die übe sie e zähl we den, alsch und ande e
äuße s unwah scheinlich. Zum Beispiel konn e man einen solchen G und da ü
nich akzep ie en, daß sie zu einem wande nden und pi a ischen Volk gewo den
wa en, wie diese , daß sie, wäh end sie au eine Halbinsel wohn en, on eine
g oßen Flu aus ih en Wohnungen e ieben wu den; Denn in de Ta hal en sie
noch das Land, das sie in ühe en Zei en gehal en haben.
S abo: Geog aphie, Au lage. H. L. Jones. Ich bin H. L. Jones. (Mass.): Ha a d
Uni e si y P ess […] London: Heinemann, 1924. Die Ve ö en lichung e olg e im Jah 1924.
Flo us (74-130 CE), Epi ome III 3
Cimb i, Teu oni a que Tigu ini ab ex emis Galliae p o ugi, cum e as eo um
inundasse Oceanus, no as sedes o o o be quae eban […]Die Cimb i, Teu onen
und Tigu ini, Flüch linge aus den äuße s en Teilen Galliens, da de Ozean ih e
Gebie e übe lu e ha e, begannen, neue Siedlungen in de ganzen Wel zu
suchen.[…]
Lucius Annaeus Flo us: Epi omae His o iae Romanae, ab E. S. Fo s e edi i apud
Loeb Classical Lib a y, Londinio, 1929 Ein P oblem, das sich mi diese E ymologie
s ell , is jedoch die F age de Wo bildung. Wenn wi e was P e-PGMC
akzep ie en. *gembā- → PGmc. *[…]kim-ōnwe müss e akzep ie en, dass es eine
inne ge manische Ro-Ablei ung aus eine Volls u enwu zel gab. Das wä e eine
seh auße gewöhnliche Fo ma ion in ge manische Sp ache. Die zu e wa ende
egelmäßige Fo ma ion wä e eine Nullg ad o ma ion, die jedoch auch
p äp o o-ge manisch sein müss e: PIE * […] bh- ó- > PGmc. * Kum a. Abe die
Bedeu ung diese Fo ma ion wä e bei wei em nich kla , u sp ünglich hä e es
e was wie "beißen" bedeu e , da PIE * […]embh […]schnappen[…] bedeu e e,
(ze -)beißen’ (LIV²: 162 .). As we canno ell, when he lexeme PIE *ĝómbh-o-
[…]Zubiss[…] (EWAhd 5: 362) un e zog sich de Lexikalisa ion zu PGmc. *kam[…]a-
[…]comb[…], wi können auch nich sagen, ob PGmc. * Kum a könn e eine
seman ische Ve bindung zu PGmc gehab haben. *Kam […]a- […]Kamm[…].
2.10. Pe haps only an anecdo al sense has he las a emp quo ed by
Müllenho (1887: 118), nämlich die E klä ung au de G undlage des
isländischen kimbi […]mocke […], in OIcel. Mockingbi d (!).
34 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII (Li auische Sp achak e)
HARALD BICHLMEIER, VÁCLAV BLAŽEK
2.11. Ma hias widme e seine Disse a ion (1904) dem P oblem des E hnonyms
Cimb i, au das sich Much (1905) aus üh lich bezogen und kommen ie ha .
Ma hias be ü wo e e zwei Lösungen, die sich gegensei ig ausschließen. De
e s e wu de be ei s 1887 on Müllenho o mulie (siehe §2.9). De zwei e is
neu. E e band Cimb i mi dänischen O snamen wie Himme land ode
Himbe syssæl. Es wü de implizie en, dass das Ini ial cin des E hnonyms eine
un ollkommene Au zeichnung des p o o-ge manischen *χ- (d. h. hin die
languages) o ha he Fi s Lau e schiebung did no ope a e ye a he ime o
al ge manische li e a ische Adop ion des E hnonyms in La ein und G iechisch)
da s ell e. Die Idee on Ma hias wu de on Much (1920: 95) akzep ie , de den
ge manischen Ausgangspunk des E hnonyms als *Himb ōs o schlug. Und diese Lösung wi d bis heu e au bewah , z. B. Nedoma (2017:
875) sag :
De e s e Gmc. Gen es, die mi Rom in Kon ak kamen, wa en die Cimb i und die
Teu onen, die das Römische Reich am Ende des 2. Jah hunde s . Ch .
he aus o de en. *Him ōz und *Þeuđanōz, c . Himbe sysæl und Thy hæsysæl, zwei
Gebie e in No djü land, die sei 1231 bekann sind. Ma hias (1904) bo auch seine
E ymologie an, die au dem Ve gleich mi ONo basie e. híma ‘in Gedanken
e sunken sein, ödeln; c . wei e Schweden. Wählen Sie. hima […]k änkeln[…],
No wegen. hīm ‘Schich on dünnen Wolken, dünne Rei ode Schneeschich ,
Fae . hím […]schwaches Lich […], obwohl die seman ische Mo i a ion und
Wo bildung une klä lich blieben. Vielleich das wah scheinliche De i a , ONo .
Himb in […]Eis auche (Colymbus glacialis)[…], No wegen. imb e, (h) ymme , könn e
den Namen an Dan gegeben haben. Himme land und Swed. Himb a, Himme jä den
( gl. de V ies in AnEW: 227 de auch eine Beziehung zum Namen Cimb i nich
ausgeschlossen ha ).
2.12. Rozwadowski (1928: 361; c . auch REW 3: 61 .) und Goląb (1982: 166 .) sahen eine
Ve bindung des E hnonyms Cimb i mi dem slawischen Appella i *sęb ъ >
al se bisches seb ь […] eilnehme , Beglei e , Pa ne […], se bisches sba , gen.
sb a […] a me […], Sln. s eb[…] , gen. s eb a […] Baue n[…], Russisch. sęb ъ
Nachba , Mi glied de selben Gemeinde, Russ. Wählen Sie. sjabë , gen. sjab á
pa ne ’, Uk . sjábe , sjab ó ‘pa icipan , companion, pa ne ’, Bl . sjab ‘ ela i e,
[…]Nachba , Beglei e , Beglei e , B ude […], mi ühen Leihungen in den
Balkansp achen, die imme noch das Nasal bewah en: Hung. cimbo a […]Companion,
F eund[…], Rom. símb ă […]Gesellscha , Gemeinscha […], Alb. Tosk sëmbë
Pa ne , Mi eigen üme on Rinde n, MG . σέμπρος, σεμπρός […]pa ne […]. Wenn
Cimb i PGmc wide spiegel . *χim a-, es is in de Ta kompa ibel mi PSl. *sęb ъ,
und beide sind aus de selben P o o o m P e-PGmc./ P e-PSl abgelei e . * Im o.
Ve wand e könn e PGmc sein. *Ich habe's. "Do , Zuhause" (EDPG: 201; EWAhd 4:
905 […] 907) und PSl. *sěmьja […] amilie[…], auße Li h. Šeimà […] amilie, Ve wand e, Hausanges ell e[…], mi de R-E wei e ung šeime ỹs […]kompanion[…], La . Saime
S aipsniai A ikel 35 und
Cimb i e Teu oni
Haushal spe sonal, Familie (im b ei e en Sinne) (ESJS 13, 804 .) und wei e OI . Ich
habe, OB e . cum […]dea […] (EDPC: 220), alle on PIE *[…]ei[…]- […]zu liegen[…] ode * ei[…]- […]zu
dwell’ (LIV²: 320 o 643 . espec i ely).
Das P oblem mi diese E ymologie wä e jedoch, dass P e-PGmc./P ePSl. *im o
müss e segmen ie we den *i-m- o-, da *i-m als de Nullg ad eine Neo-Wu zel *eim
angesehen we den müss e, de en m u sp ünglich ein Su ix is . Wenn man be ei is ,
dies zu akzep ie en, könn e eine u sp üngliche Bedeu ung "zu de Heim amilie
gehö end" ekons uie we den.
3. Eine neue Lösung
Ein Schlüssel zu eine neuen Lösung könn e in OHG kumba ( )a6 . S amm, Volk,
Geschlech s e band, gl. cumpu ie […] ibus[…] [Vocabula ius S . Galli], de on
PGmc abs amm . * […]kuma i[…]ōn- ( gl. EWAhd 5: 862 .), mi eine möglichen Va ian e
PGmc. Ich weiß nich , ob das so is . * […]kumu i[…]n-.
3.1 Diese Lösung, die e s mals 1838 on G a e wähn wu de (AhdS IV: 405 .: Is cumbi a ‘ ibus
dami {scil. mi Cimb i} zusammen zu hal en?) und z. B. on Lais ne (1892: 31) akzep ie wu de,
is denkba , wenn die u sp üngliche Fo m des E hnonyms PGmc wa . * Kum ao * Kum ii-a.
Schon G a (AhdS IV: 405 .) e wähn e den männlichen pe sönlichen Namen Cumb o zusammen
mi dem Appella i kumba ( )a und dem E hnonym Cimb i. Die Va ian en des E hnonyms mi dem
Rück okalismus u/y/o de e s en Silbe sind wi klich a es ie siehe §1. 6 Lais ne (1892:31)
e such e, MHG kumbe […]conge ies, moles, moles ia[…] in WGS 37 hinzuzu ügen, die in PGe m
p ojizie wu den. * […] Kum a. Abe es wi d gewöhnlich als eine Adap ion on Gallo-La e klä .
*combo os Zusammenge agenes (Kluge 1999: 493). Neumann e al. (2000: 494) e such en, soga
OHG kumba ( )a aus dem Gallo-La in zu e klä en, c . Mi elal e liches La . con e o
[…]zusammen agen[…]. Au de ande en Sei e nann e sie Taci us [Ge mania 37] ci i as
[…]gemeinscha […]. Es is e lockend, hie einen Hinweis au die In e p e a ion des E hnonyms
zu sehen:
Eundem Ge maniae sinum p oximi Oceano Cimb i enen , pa a nunc ci i as, sed glo ia ingens.
Ve e isque amae la a es igia manen , u aque ipa cas a ac spa ia, quo um ambi u nunc quoque
me ia is molem manusque gen is e am magni exi us idem. Co nelius Taci us: on O igine e Si u
Ge mano um Libe . In: Ope a Mino a, he ausgegeben on H. Fu neaux.
Ox o d: Cla endon P ess, 1900. Es wu de on de Uni e si ä Ox o d he ausgegeben.
In de selben abgelegenen Ecke Deu schlands, an de G enze zum Ozean, wohnen die Cimb i, ein
heu e unbedeu ende S amm, abe on g oßem Ruhm. Von ih e al en He lichkei , ih e
widesp ead aces ye emain; on bo h sides o he Rhine a e encampmen s o as ex en , and by
K eis üh ung, können Sie soga je z die k iegs ähige S ä ke des S ammes messen und Beweise
ü diese mäch ige Auswande ung inden.
Co nelius Taci us: Deu schland und seine S ämme. In: Comple e Wo ks o Taci us, übe se z on A. J.
Chu ch, W. J. B od ibb, New Yo k: Random House, 1942.
42 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII (Li auische Sp ach e zeichnis)
HARALD BICHLMEIER, VÁCLAV BLAŽEK
insigne gen is obliqua e c inem nodoque subs inge e: sic Suebi a ce e is Ge manis, sic
Suebo um ingenui a se is sepa an u . in aliis gen ibus seu cogna ione aliqua Suebo um
seu, quod saepius accidi , imi a ione, a um e in a iu en ae spa ium: apud Suebos usque
ad cani iem ho en es capilli e o quen u , ac saepe in ipso e ice eligan u . und
O na io em haben : ea cu a o mae, sed innoxia; Neque enim u amen amen u e, in
al i udinem quandam e e o em adi u i bella comp i, u hos ium oculis, o nan u .
Eine na ionale Besonde hei bei ihnen is es, ih e Haa e nach hin en zu e d ehen
und in einen Kno en zu be es igen. Dies un e scheide die Sueben on den ande en
Deu schen, ebenso wie ih e eigenen F eibo n on ih en Skla en. Bei ande en
S ämmen, en wede aus i gendeine Ve bindung mi de Sue ischen Rasse ode ,
wie es o geschieh , aus Nachahmung, is die P axis gelegen lich und au
Jugendliche besch änk . Die Sueben, bis ih e Köp e g au sind, beein lussen die Mode,
ih e unp leg en Locks zu ückzuziehen, und o we den sie au de Spi ze des
Kop es geknüp . Die Häup linge haben einen au wändige en S il; so iel s udie en
sie das E scheinungsbild, abe in ollkommene Unschuld, nich mi i gendeinem
Gedanken de Liebe; Abe wenn sie in die Schlach gehen, a angie en sie ih e Haa e,
um sich g oß und u ch ba zu machen, sie schmücken sich sozusagen ü die Augen des Feindes.
Co nelius Taci us: on O igine e Si u Ge mano um Libe . […] Ope Mino a,
he ausgegeben. H. Fu neaux, Ox o d: Cla endon P ess, 1900. H. Fu neaux, Ox o d: Cla endon P ess, Ox o d: Cla endon P ess, Ox o d: Cla endon P ess, Ox o d: Cla endon P ess, Ox o d: Cla endon P ess, Ox o d: Cla endon P ess. H. Fu neaux, Ox o d: Cla endon P ess, Ox o d: Cla endon P ess. H. Fu neaux, Ox o d: Cla endon P ess.
Co nelius Taci us: Deu schland und seine S ämme. Die olls ändigen We ke on
Taci us, übe se z on A. J. Chu ch, W. J. B od ibb, New Yo k: Random House,
1942. Ein wei e es Beispiel ü die Rolle de F isu in de ge manischen
E hnonymie is de Name des andalischen S ammes Hasdingi, de mi Hil e on
ONo e ymologisie we den kann. ha ed F auens Kop haa , OE heo d Haa
(Schön eld 1911: 129) 6.1.2. Zusammense zung: iii) *()-bho -/-bh o-; (i ) * () bh-bho - -
- bh o-. Be ei s Lais ne (1892:31 .) bo an, die e s e Komponen e mi de
IE-Wu zel *gem- ‘d ücken, zusammenp essen zu iden i izie en; Fassen[…] (IEW:
368 .; LIV2: 186), gl. G . und G . γέμω […]um oll zu sein[…], γέντο […]e e g i […]. In
con inued in wo a ian s, *gem- and *gembh-: ONo . kumla ‘que schen’, No w.
de ge manischen Sp ache heiß diese Wu zel kumla ‘zusammenp essen,
kne en; Klumpen, kumsa Gemisch gegen OE cimb(e) Ve bindung, Fuge, ONo . kimbull
[…]Bündel[…] (IEW: 368) 6.1.3. Die Su ix-Ablei ung in - is is un e den ge manischen
E hnonymen (z. B. Sugamb i, Tung i) nich allzu ypisch, und deshalb be o zugen
wi die Va ian e in 6.1.2, wo die zwei e Komponen e om IE-Ve b *bhe - o ca y,
bea , b ing abgelei e zu sein schein (IEW: 128132; LIV: 76 .; c . PGmc. *e anan o
bea , ca y; gi e bi h [EDPG: 59]). Eine analoge Ve wendung des Ve bs *bhe
kann beispielsweise in de Ve bindung *oi-bh ó- > PGmc gezeig we den. *ai a- >
OHG eiba , ei e ‘scha , bi e ; he ig, sch ecklig, OE ā o hehemen , ha e ul (EWAhd 2: 969 .; NIL: 16).
S aipsniai A ikel 43 und
Cimb i e Teu oni
Eine Ve bindung, die aus den Kon inuan en de IE-Wu zeln *gem- + *bhe -,
PGmc bes eh . *kem()-*kum()- + *e -, e laub uns, meh e e seman ische
In e p e a ionen o zuschlagen: " agende Ve sammlung", " agende
Ve einigung" ode "gebo en in Ve sammlung", "gebo en in Ve einigung" el sim.
6.2 PGmc. *þeuđa-/*þeuđō-, zusammen mi seinen bal ischen, i alischen und kel ischen
Ve wand en, is abgelei e on La e PIE * eu o-/* eu ā-, oben o ges ell (§3.2.). Wenn
die Kon inuan en on * eu o Neu en wa en, schein es na ü lich, die Fo m * eu ā- <
* eu eh2 als Pl.n zu in e p e ie en. = kollek i . Wah scheinlich wu de die
olls ändigs e Lis e de e ymologischen Ve suche in EWAhd 2: 687 zusammenges ell .
6.2.1. Die häu igs e E ymologie, die in den meis en Handbüche n mi Fick (1890:
61) wiede hol wi d, lei e das Wo on de Wu zel PIE * eu[…]h2-
[…]schwellen, s a k we den[…] (IEW: 1080 .; LIV2: 639 .) ab.
6.2.2. Beekes (1998: 461–465) ejec ed he de i a ion om he oo PIE
* euh2- schwellen, s a k we den sowohl aus akzen ologischen13 als auch aus
seman ischen G ünden (unmo i ie lau ihm) zwei eln an dem indoeu opäischen
U sp ung on * eu ā im Allgemeinen und schlagen seine Annahme aus einem
hypo he ischen Subs a o , das be ei s on Hans K ahe mi de Schich de
al eu opäischen Hyd onymie iden i izie wu de. Wäh end K ahe keine Zwei el an de
indoeu opäischen Zugehö igkei de "al eu opäischen" Hyd onymen ha e, de inie e
Beekes sowohl diese Hyd onymen als auch das Lexem * eu ā explizi als
nich -indoeu opäisch. 6.2.3. McCone (1987: 103, 111, 115 .) bo eine neue Lösung an, die au
dem Ve b basie , das in La . ueo uo , in . uē ī & uī […] zu sehen, übe zu
wachen[…], ppp. ui um & ū um, con uē ī & con uī […]zu sehen, zu sehen[…], mi
nominellen De i a en wie ū us […]siche , geschü z […], ū o […]Wäch e […], ū ēla
[…]Wach hal ung, Schu z[…], Tū ānus […]Go hei , die Schu z gib […], Tū ilīna […]Gö in,
die Schu z gib […]. E lei e * eu ā on de aniṭ-Wu zel * eu- ab und in e p e ie es als
die kollek i e *‘Diene scha [des Königs]. Es is möglich, diese g amma ikalischen
Iden i izie ung zuzus immen, da eine solche seman ische Mo i a ion ehe die eudale
O ganisa ion de Gesellscha zu diese Zei als zu de Zei de "al eu opäischen"
Einhei ep äsen ie en wü de. Au jeden Fall lös e McCone die F age au , ob die Wu zel aniṭ ode se i wa . Kümmel
(LIV²: 639) econs uc ed he oo - inal la yngeal wi h ega d o La in ū us
siche , geschü z . De Vaan (EDLIL: 632 .) gewäh e die E klä ung on -ū om
13
Beekes (1998: 463) e wähn e, dass de Ve lus des Kehlkop es in de bal ischen Sp ache als die
Ci cum lex-In ona ion wide spiegel we den soll e, d.h. * euh2 eh2 > Bal ic * eũ ā und de Dip hong
I seems necessa y o b ing o mind ha he e a e eally o ms in Bal ic wi h he expec ed
ci cum lex, namely Li h. aũ in i ‘na ionalen Cha ak e geben’, aũs i ‘seinem Volks um ab ünnig
au un e s ändlich wa . we den, ap aũ ėlis Zwe g; La ianisch. Wählen Sie. (Raipole) Taû a, So e,
A ; Geschlech , Volk, Na ion […] (siehe oben).
44 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII (Li auische Sp achak e)
HARALD BICHLMEIER, VÁCLAV BLAŽEK
de Dip hong *-eu- ode *-ou- in eine nich an änglichen Silbe. Die hohe Anzahl
p oduk i e P ä ixe e möglich die Akzep anz diese Lösung als ech e Al e na i e.
6.2.4. In Bezug au T ie (1942: 239) lehn e de V ies (AnEW: 613) auch die
[…]s ong-e ymologie (§6.2.1.) und be o zug e den seman ischen Ausgangspunk , de
au de p imä en Bedeu ung […]Gemeinscha […] basie . In seinem Lemma þjóð
[…]People[…] e wies e au ONo . þýð […] eundlich, zä lich, eundlich[…], þýða
[…] eundscha […]. Diese Fo men sind mi OE geðīede […]gu , ans ändig[…], OSax
e wand . Gi- hiudo ad . in eine ans ändigen Weise, MDu. ge-diede […] e p lich end,
wohlwollend[…] (*þeuđia-), neben dem abgelei e en ak i en Ve b, das in Go h bezeug
wi d. Þiuþjan […] zu segnen, gu auszusp echen […], ONo . þýða […]zu gewinnen, sich
mi […] be eunden, OE geðīedan […]zu e binden, zu e binden, zu assoziie en[…]
(*þeuđianan). Na ü lich können diese E wei e ungen in *-i[…] nich die Quelle on PGe m
sein. *Teuđō. *Teuđō. *Teuđō. *Teuđō. *Teuđō. *Teuđō. *Teuđō. Es gib meh
P imä o men in Go h. þiuþ n. τὸ ἀγαθόν, d. h. das Gu e (*þeuþa-), z. B. in þiuþ aujan gu
zu un, neben den e wei e en De i a en þiuþeins Gu hei , G oßzügigkei , þiuþeigs gu ,
ge ech , pe ek ; gesegne , gelob […] (Feis 1939: 498; GED: 362 .; EDPG: 539), und
unisch OHG (d. h. Thü inge ?) þiuþ (*þeuþi-), de in de Fo mulie ung
þiuþ:ida:x(x?)xxxa:hahwa ‘Gu es, Ida! ...Hahwa . […] Diese Tex wu de au de in einem
F iedho (No d iedho ) in Weima ge undenen Be ns einpe le gesch ieben. Es wi d
au das Jah 550 n. Ch . da ie (Nedoma 2004: 313 .). De engs e nich -ge manische
Ve wand e is in OB e zu inden. gu , güns ig; Ein Zaube e , Mb . as u mise able, malheu eux, ché i […] *es u […] *eks- eu o-; c . auch MWelsh Mo gan( ) Tu […]Haup a z des A hu s Ho es[…]
(Fleu io 1964: 325; EDPG: 539).
Diese " eundliche" E ymologie kann du ch die E ymologien de ande en
E hnonyme un e s ü z we den. Eines de häu igs en E hnonyme in Eu opa,
Vene i usw. (siehe K ahe 1942: 137), wu de in die P o o o m *uenHe oi p ojizie ,
been de i ed om he e b *uenH- ‘liebgewinnen’ (IEW: 1146 .; LIV²: 682 .).
die die übe zeugends en Kon inuan en in den kel ischen und ge manischen
Sp achen wiede au i :
Ge manisch *ueni- […] eund[…] > ONo . Wein; OE, on de F esse. Wein, OSax., OHG Wini
‘id.’ (EDPG: 579).
Kel isch *ueniā > OI . . Gelds a e "Familie" Das is OB e . Guen-Ceil gl.
Cogna ionem, coguenou gl. indigena, MB e . Gouen (n), B e . Ich bin ein Gouen. goenn
. Rasse, A ; Lepon ic Uenia (Fleu io 1964: 112, 188; Lejeune 1971: 429; EDPC: 413). Es
Gaulish onomas icon he e a e many p ope names wi h he componen *ueni-,
handel sich um eine Lepon iken-Uenia. In dem kann als "Mi glied des Clans"
in e p e ie we den, z. B. Ueni-ca us, Ueni-clu ius, Ueni-la i, Ueni-ma us und so
wei e . Seh in e essan is die Ve bindung Ουενι-τοουτα [G- 106]. Diese Bedeu ung
wi d du ch die gallo-g iechische Insch i aus Vallau is [G-279] ουενικοι μεδου
‘ceux du clan pou Medos (DLG3: 313) un e s ü z . Es is legi im zu agen, ob es
i gendwelche e wand en Wö e zu kel isch-ge manischen Isogloss * eu o- gu , eundlich gib , na ü lich neben dem ehe en e n en la einischen. ueo . Neumann (apud HEG)
S aipsniai A ikel 45 und
Cimb i e Teu oni
T-466) iden i izie e es im he i ischen Ve b ušk(iie/a)-zi glücklich sein, un e hal en (sich
selbs ), spielen, uška i- glück, uška a and duška a duška ann- id., dušga auuan -
glücklich, oh, wenn es als die Wu zel * eu- analysie wi d, die du ch šixkeo-/su
e wei e wi d. Kloekho s (EDHIL: 901 .), de die zi ie en Fo men dokumen ie e,
äuße e Zwei el an Neumanns E ymologie, abe ohne Gegena gumen . Au de ande en
Sei e akzep ie e Kloekho s selbs (EDHIL: 365) die Ablei ung des he hi ischen Ve bs
[…]ušk/a-zi […]zu wa en, zu e weilen[…] on de Wu zel *h2eu[…]- […]zu sehen[…], plus das
gleiche ške-o-Su ix. Die Fo se zung de Wu zel * eu- ohne i gendwelche
Su ix-E wei e ung wu de on Aixen aľd, Bajun, I ano (1987: 122) im he i ischen
eduplikie en Ve b duddu- ‘gnädig behandeln iden i izie . Lassen Sie uns e wähnen,
dass Geo gie (1966: 36) di ek den Hi i en dudduwi h uzzi- […]a mee[…] usw. und den
Go en e band. Völke . Zusammen assend s eh uns das p imä e Ve b eu- eundlich
zu sein zu Ve ügung, was die eundliche-E imologie des Beg i s eu ā- bes ä ig .
7. Schluss olge ung
Beide hie besp ochenen E hnonymen, Teu oni und Cimb i, we den als ein
ge manische Fo ma ionen analysie . Diese Namen bes ehen aus Wö e n mi
meh ode wenige de selben Bedeu ung, "S amm", und könn en sich also au
einen und denselben S amm beziehen. Abe die Bedeu ung "S ammes üh e " de
Nasen e länge ung PGmc. *þeuđana-, das wah scheinlich am An ang des
E hnonyms Teu oni Teu ones lieg , könn e ein Teil eines Syn agms sein, das aus
beiden E hnonymen bes eh , *þeuđanōz kum ijōn […] Häup linge de S ämme[…].
Diese Lösung wü de auch implizie en, dass in Wi klichkei Teu oni & Cimb i nu einen S amm14 ode eine S ammesunion ep äsen ie en, ielleich mi einem üh enden
posi ion among o he ibes.
8. POSTSCRIPTUM
Mo gens ie ne (1942: 266) und Szeme ényi (1962: 195, n. 107) e wei e en die Compa anda au die
olgenden hypo he ischen i anischen Gegens ücke: Pe sisch oda ‘heap; ein Rick, ein S ack; ein
Hügel, ein Tumulus; die Spi ze ode die Ma kie ung, an de die P eile geschossen we den […], od ( ü
oda) […] Hill; oben, Gip el; ein Hau en; ein Kamel[…]s Bündel[…] (S eingass 1892: 334) und Sogdian:
buddhis ische wδ[…]k, ch is liche wdy, manicheische wδyh, […]heap, Im Jah 113 . Ch . in
14
No icum e eigne e sich de e s e his o isch dokumen ie e mili ä ische Kon lik zwischen den
Röme n un e de Füh ung on Gnaeus Ca bo und Deu schen, e e en nu on Cimb i [S abo
Ge mania 37]. I mus be ega ded as a he imp obable ha he Romans we e able o ecognize
5.1.8; Taci us, e schiedene ge manische S ämme om e s en Momen .
46 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII (Li auische Sp achak e)
HARALD BICHLMEIER, VÁCLAV BLAŽEK
Masse […] (Gha ib 1995: N . 9705). Wenn man unse e " eundliche" E ymologie on
* eu ā akzep ie , schein es unmöglich, sich ihnen anzuschließen. Au de
ande en Sei e könn en diese i anischen Fo men mi dem O onym im Jungen
A es an Tuδaska - Name eines Be gs ode Gebi gs [Y . 19.2.. 4.] e wand sein (Ba holomae 1904: 655).
Ane kennung
De A ikel en s and mi Un e s ü zung des Fo schungs onds N . 2817 an de
Masa yk-Uni e si ä in B no. Wi sind John Beng son dankba , dass e sein Englisch
ko igie ha . Wi möch en uns bei den Wissenscha le n bedanken, die uns ih e
Kommen a e, E gänzungen und k i ischen Beme kungen gesch ieben haben,
nämlich Robe Nedoma und S e an Zimme . Wi bleiben ü alle Fehle e an wo lich.
Abkü zungen
acc. Beschuldigung
Akk. Ich bin Akk. Akkadisch
Das is Alb. Albanisch
Alph. Ich bin Alph. Das is Uga . Alphabe isch Uga i isch
Das is Bl . Weiß ussisch
Das is B e . B e onisch
Das is Bulg. Bulga isch
Mais. Was is das? Co nish
CS […] Ki chenslawisch
Das is CSla . Allgemeine slawische Sp ache
Tschechisch
Das is Dac. Dacke
Das is Dan. Dänisch
Du. Ich bin Du. Niede ländisch
E […] Englisch
Die Feen. Fä öe
G […] Deu sch
Das is
Gallien. […] Gallisch Gen. […] Geni i
Go h. – Go hic
G . und G . G iechisch
Heb . Heb äisch
Schlagen Sie. He i e
Ich bin Hung. Unga isch
Ich bin Icel. Isländisch
in . – in ini i e
La ein. La einisch
Le isch
Das is Li h. Li auisch
Das is Mac. Mazedonisch
Ma uc. Ich bin Ma uc. Ma ucinianisch
Das is MB e . Mi le es B e onisch
MDu. Ich bin ein A z . Mi elholländisch
Das is ein Du cheinande . Messapisch
MG . Mi elg iechisch
MHG […] Mi le es Hochdeu sch
MLG […] Mi elniede deu sch
Welsch Mi elwelsch
Das is NB e . Neub e onisch
NF is. No d iesisch
No wegen. No wegisch
Das is OB e . Al b e onisch
OCS […] Al ki chenslawisch
Das is OCz. Al schechisch
OE […] Al englisch
Das is O is. Al es F iesisch
OHG […] Al hochdeu sch
OIcel. Ich bin OIcel. Al es Isländisch
Das is OI . Al i isch
OLF […] Al niede änkisch
Das is OLi h. Al es Li auisch
Das is ONo . Al no dische Sp ache
Das is Op uss. Al es P eußisch
Russisch. Al es Russisch
S aipsniai A ikel 47 und
Cimb i e Teu oni
REFERENCES
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(II). – Issledo anija po ėpig a ike i jazykam d e nej Ana olii, Kip a i an ičnogo se e nogo
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iele ande e bea bei en on R. Fech , Hambu g: Baa Ve lag, 2015.
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Das is OSe b. Al es se bisch
PGmc. Ich weiß nich , ob das so is . P o o-ge manisch
Phoen. Was is los? Phönizie
PIE […]
P o o-indoeu opäisch Pl. […] Plu al
Das is Pol. Polnische PPP.
passi es pe ek es Pa izip
Das is PSL. P o o-Slawisch
Rom. Rumänisch
Russ, was is los? Russisch
SC . (nachs ehend "SC " genann ) Se bisch-K oa isch
Ein Se b.
Se bisch sg. Singula
Das is Syll. Das is Uga . Silabisch-Uga i isch
Das is Slk. Slowakisch
Das is Sln. Slowenisch
Das is SPIC. Südpikenisch
Schwedin. Schwedisch
Aus dem Uk aine. Uk ainisch
Umb. Ich bin Umb. Umb ien
Das is USo b. Obe -So bisch
Das is Ven. Vene isch
48 Ac a Linguis ica Li huanica LXXXIII (Li auische Sp achak e)
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Ge linde Schuhmann, Ma ia Kozianka, Ka en R. Pu dy und Roland Schuhmann,
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Mi a bei on Ka en K. Pu dy, Gö ingen: Vandenhoeck & Rup ech , 2014. Band VI:
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