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Acta Linguistica Lithuanica 2025, Bd. 92, S. 1–23 Inhaltsverzeichnis-Link / Nuoroda į turinį ISSN 2669-218X (online / elektronisch)

DIE RADZIWILLS UND IHRE PFERDE: HIPPONYME IN DEN HERDENINVENTAREN DER MAGNATENFAMILIE AUS DEM 17TH. UND 18TH. JAHRHUNDERT

Die Radziwiłłs und ihre Pferde: Pferdenamen des 17. und 18. Jahrhunderts in den Inventaren der Herden einer Magnatenfamilie

KAMIL FREJLICH Königliches Łazienki-Museum in Warschau E-Mail: [email protected] ORCID ID: https://orcid.org/0000-0001-9142-8886 Forschungsgebiete: Geschichte der polnisch-litauischen Adelsrepublik, Mensch-Tier-Beziehungen, Sozialgeschichte, Kulturgeschichte, Methodologie der Geschichtswissenschaft.

https://doi.org/10.35321/all92-03

ZUSAMMENFASSUNG

Der Artikel untersucht die Hipponyme (Eigennamen für Pferde), die in den Inventaren der Herden der Familie Radziwiłł aus dem 17th. und 18th. Jahrhundert verzeichnet sind und überwiegend im Großfürstentum Litauen lagen. Insgesamt wurden 434 lexikalische Einheiten ermittelt, darunter 106 weibliche und 328 männliche Formen. Die Analyse dieser Namen zeigt, dass sie nicht willkürlich vergeben wurden, sondern Teil eines bewussten Benennungssystems waren. Die Namen bezogen sich auf verschiedene Eigenschaften der Tiere, darunter ihr Aussehen, ihr Verhalten und möglicherweise ihre Herkunftsorte. Einige Namen standen bei Stuten mit „Weiblichkeit“ und Schönheit in Verbindung, während sich die Namen männlicher Pferde häufig auf Kampf, Mut und Ämter bezogen. Die griechische und römische Mythologie diente als wichtige Inspirationsquelle für viele Hipponyme, während andere aus Bezeichnungen von Tierarten abgeleitet waren. Viele standen außerdem mit der weit verstandenen muslimischen Welt in Verbindung. Die am häufigsten vertretenen Sprachen unter den Namen waren Polnisch, Türkisch und Italienisch. Die Verfasser der Quellen schrieben wahrscheinlich ausschließlich auf Polnisch und waren nicht gut gebildet, was die anzutreffenden entstellten Formen erklären könnte.

SCHLÜSSELWÖRTER: Die Radziwiłłs, Hipponyme, Pferde, Zoonyme, Inventare.

Copyright © 2025 Kamil Frejlich. Veröffentlicht vom Institut für Litauische Sprache. Dies ist ein Open-Access-Artikel, der gemäß den Bedingungen der Creative-Commons-Namensnennungslizenz verbreitet wird, welche die uneingeschränkte Nutzung, Verbreitung und Vervielfältigung in jedem Medium gestattet, sofern der ursprüngliche Autor und die Quelle genannt werden. // Herausgegeben vom Institut für Litauische Sprache. Dieser Artikel ist frei zugänglich und wird gemäß den Bedingungen der „Creative-Commons“-Namensnennungslizenz verbreitet; diese gestatten die uneingeschränkte Nutzung, Verbreitung und Vervielfältigung des Inhalts in jedem Medium unter Angabe des Autors und der Quelle.

Eingegangen: / Gauta: 2025-01-31. Angenommen: / Priimta: 2025-04-18.

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ZUSAMMENFASSUNG

Der Artikel untersucht die im 17.–18. Jahrhundert in den Inventaren der Herden der Familie Radziwiłł verzeichneten Pferdenamen; diese Herden befanden sich größtenteils im Großfürstentum Litauen. Insgesamt wurden 434 lexikalische Einheiten gefunden, davon 106 weibliche und 328 männliche Formen. Die Analyse der Namen ergab, dass sie nicht zufällig vergeben wurden, sondern Teil eines durchdachten Namenssystems waren. Die Pferdenamen bezeichneten verschiedene Eigenschaften der Tiere, darunter ihr Aussehen, ihr Verhalten und möglicherweise ihren Herkunftsort. Einige Namen weiblicher Tiere wurden mit „Weiblichkeit“ und Schönheit verbunden, während die Namen männlicher Pferde mit Kampf, Mut und Dienst zusammenhingen. Die griechische und römische Mythologie war eine wichtige Inspirationsquelle für viele Pferdenamen; andere Namen stammten aus Bezeichnungen von Tierarten. Außerdem fanden sich Namen, die mit der weit verstandenen muslimischen Welt verbunden waren. Die Sprachen, aus denen die Namen stammten, waren meist Polnisch, Türkisch und Italienisch. Für die Verfasser der Verzeichnisse war die polnische Sprache vermutlich nahezu die einzige, in der sie schreiben konnten; zudem waren sie nicht gebildet, weshalb entstellte Namensformen vorkommen.

SCHLÜSSELWÖRTER: Radziwiłłs, Pferdenamen, Pferde, Zoonyme, Inventare.

EINLEITUNG

Es gibt außer dem Menschen mehrere Arten, die bestimmte Lautfolgen verwenden, um ihre Artgenossen anzusprechen, wie dies unter anderem bei afrikanischen Waldelefanten beobachtet wurde (Pardo et al. 2024). Menschen neigen jedoch nicht nur dazu, andere Menschen zu benennen, sondern auch Angehörige anderer Arten; diese Praxis lässt sich bis in das Alte Reich Ägyptens zurückverfolgen.

Janusz Strutyński definierte die Funktionen zeitgenössischer Zoonyme als possessiv (sie zeigen den Besitz durch die Person an, die die Tiere benennt), differenzierend (sie unterscheiden ein Tier von einem anderen) und phatisch-konativ (sie dienen bei einigen Arten dazu, Kontakt mit Tieren herzustellen, Reaktionen hervorzurufen usw.) (Strutyński 1996: 104–106). Ich würde außerdem argumentieren, dass sie eine emotive Funktion erfüllen.

Obwohl historischen Zoonymen nicht in allen Kontexten dieselben Funktionen zugeschrieben werden können, sind sie zweifellos ein wichtiges Element zum Verständnis dessen, wie Menschen Tiere einst behandelten, wertschätzten und wahrnahmen, und dienen somit als Quelle für die Geschichte der Mensch-Tier-Beziehungen. Darüber hinaus stellen sie eine Schicht lebendiger Sprache dar, die viel über die Menschen selbst, einschließlich kultureller Veränderungen, erkennen lässt. So zeigt sich beispielsweise in zeitgenössischen Kontexten, dass Zoonyme von der Populärkultur und aktuellen Ereignissen beeinflusst werden (Strutyński 1996: 90–102; Duszyk 2011: 276–280).

Die Erforschung von Zoonymen in der polnisch-litauischen Adelsrepublik ist bislang wenig entwickelt. Einige Aufsätze wurden über die Namen von Rindern im Königreich Polen im 17.–18. Jahrhundert veröffentlicht (Mytlakowski 1889; Pawlik 1922; Zborowski 1922; Warchoł 1961; Bubak 1974–1977) sowie im Herzogtum Siewierz im 18. Jahrhundert (Pluta 1988). Auch die Namen von Jagdhunden, die vom Woiwoden von Posen, Jan Ostroróg (1565–1622), aufgezeichnet wurden, sind analysiert worden (Ziembicki 1934; Smetona, Smetonienė 2017). Einige Angaben zu Hundenamen im Großfürstentum Litauen im 16. Jahrhundert, vor der Lubliner Union (Ragauskienė 2010: 34), sowie in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (Frejlich 2025) liegen ebenfalls vor.

Obwohl es umfangreiche Forschungen zu zeitgenössischen Hipponymen in den slawischen Sprachen gibt (Warchoł 2007: 119–268), sind frühneuzeitliche Beispiele in der wissenschaftlichen Literatur kaum vertreten (siehe etwa die drei Pferdenamen aus dem 18. Jahrhundert aus dem Herzogtum Siewierz

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bei Pluta 1988). Hingegen sei auf den Artikel von Evgenija N. Varnikova verwiesen, die vor allem in den Inventaren der Klöster von Wologda verzeichnete Hipponyme untersuchte; insgesamt erfasste sie 430 Formen aus dem 16.–18. Jahrhundert (Varnikova 2020). Marina Castiglione wiederum analysierte 164 Hipponyme, die mit den Stallungen der adligen Familie Moncada in Zentralsizilien um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert verbunden waren (Castiglione 2021).

Der allgemein unzureichende Forschungsstand zu historischen Hipponymen lässt sich auf ihre geringe Zahl in den Quellen zurückführen. So wurde beispielsweise festgestellt, dass sie in städtischen Rechnungsbüchern des späten Mittelalters fehlen (Meiers 2019: 23). Bogdan Walczak kam zu dem Schluss, dass sie in polnischen Quellen sehr selten vorkommen (Walczak 1996: 149–150). Dennoch enthalten Quellen aus dem 18. Jahrhundert auf dem Gebiet Polens Beispiele, die der Forschung bislang unbekannt waren (Charczowski I: 11; Charczowski II: 43). Eine wahre Fülle solcher Namen findet sich jedoch in den Materialien zu einer der einflussreichsten Magnatenfamilien des Großfürstentums Litauen – den Radziwiłłs.

1. SOURCES AND RESEARCH STRATEGIES

Das Zentrale Archiv der Historischen Aufzeichnungen in Warschau beherbergt eine umfangreiche Sammlung, die als Warschauer Archiv der Radziwiłłs bekannt ist und 1919 und 1923 von Njaswisch nach Warschau überführt wurde (Lewandowska 2008: 632–654). Einen bedeutenden Teil der Sammlung bilden verschiedene Inventare sowohl von Gütern als auch von Besitztümern. Bereits wurde argumentiert, dass die Radziwiłł-Inventare ein wertvolles und vielseitiges Quellenkorpus darstellen, das nicht nur für Forschungen zur Geschichte der materiellen Kultur (was naheliegend erscheint), sondern auch zur Alltagsgeschichte, Mentalitätsgeschichte sowie Sozial- und Kulturgeschichte (Augustyniak 2003) und zur nicht-anthropozentrischen Geschichte einschließlich der Tiergeschichte (Frejlich 2025) genutzt werden kann.

Es ist anzumerken, dass Inventare verschiedener, dem Adel gehörender Güter bereits in der historischen Soziolinguistik verwendet wurden. So nutzte Zigmas Zinkevičius solche Dokumente, um Anthroponymie und Demografie in ausgewählten Siedlungen Litauens im 17. Jahrhundert zu untersuchen, darunter Vokė, das Bogusław Radziwiłł gehörte. Dies führte ihn zu dem Schluss, dass die Bevölkerung überwiegend ethnisch litauisch war (Zinkevičius 1997). Inventare sowohl von Gütern als auch von beweglichem Eigentum bieten eine wertvolle Grundlage für soziolinguistische Analysen, da sie die tatsächlich gebrauchte Sprache widerspiegeln, auch wenn dies nicht der primäre Zweck ihrer Erstellung war.

In der untersuchten Sammlung von Radziwiłł-Inventaren finden sich etwa 90 Verzeichnisse verschiedener Tiere, die der Familie im 17.–18. Jahrhundert gehörten, darunter Hunde, Rinder, Schafe und Kamele. Die Mehrzahl betrifft jedoch Pferde – etwa 70, von denen nur 10 Hipponyme enthalten. Alle Handschriften wurden auf Polnisch verfasst (siehe Abbildung 1).

Die Hipponyme stammen aus der Zeit von 1612 bis 1742. Die Herden, in denen diese Namen verwendet wurden, gehörten drei Mitgliedern der Familie Radziwiłł: Krzysztof (1585–1640), Feld- (später Groß-)Hetman von Litauen und Woiwode von Wilna (Inv. XXVI-17; Inv. XXVI-39; Inv. XXIX-249); Bogusław (1620–1669), Großlitauischer Bannerherr und Großlitauischer

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Stallmeister (Inv. XXVI–767); und Michał Kazimierz (1702–1762), der später Woiwode von Wilna und Großhetman von Litauen wurde (Inv. XXVI–192; Inv. XXVI–261; Inv. XXVI–277; Inv. XXVI–320; Inv. XXVI–809; Inv. XXVI–988). Die meisten in den Quellen gefundenen Hipponyme sind mit dem ersten dieser Magnaten verbunden. Pferdenamen aus Quellen des 18th. Jahrhunderts machen nur etwa ein Zehntel der Gesamtzahl aus.

Die analysierten Daten stammen überwiegend aus Herden in Gebieten des Großfürstentums Litauen (Ageniškis, Astashyn, Belitsa, Berazavets, Dzyalyatsichy, Jašiūnai, Kapyl, Karelichy, Koydanava, Lyubcha, Naujamiestis, Nyasvizh, Papilys, Radviliškis, Slutsk, Usa, Vilnius, Vyžuonos, Zhuprany), aber auch aus den zur polnischen Krone gehörenden Regionen Wolhynien (Olyka, Radyvyvliv, Rokhmaniv, Tsuman) und Podlachien (Orla) sowie aus dem Vasallenherzogtum Kurland und Semgallen (Kuldīga).

Es ist gerechtfertigt, die Namen der Pferde aus den Radziwiłł-Herden in all diesen Gebieten gemeinsam zu betrachten, da das Quellenmaterial zeigt, dass Tiere zwischen den Orten transportiert wurden. Das bedeutet, dass sich wiederkehrende Hipponyme gelegentlich auf dasselbe Tier beziehen können. So wurde beispielsweise 1735 in Rokhmaniv ein Hengst namens Karaś erwähnt; im folgenden Jahr erscheint er in Tsuman und wurde außerdem von Olyka nach Njaswisch transportiert (Inv. XXVI–261: 1; Inv. XXVI–277: 1; Inv. XXVI–988: 1).

Im weiteren Text führe ich alle gefundenen Pferdenamen auf und ordne sie in weibliche und männliche ein. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil das Geschlecht gewöhnlich zur Charakterisierung eines Tieres herangezogen wurde, selbst in mehrdeutigen Fällen. So werden etwa in einem späteren Radziwiłł-Inventar von 1765 (Inv. XXVI–883: 1) zwei „Zwitterpferde“ erwähnt, jedoch als „Hengste“ bezeichnet (ogier <…> armofrodyt). In vielen Fällen wird das Geschlecht des Tieres in den untersuchten Quellen jedoch nicht angegeben. In solchen Fällen habe ich das wahrscheinlichste Geschlecht auf Grundlage des grammatischen Geschlechts und der Bedeutung des Namens gewählt. Einige Formen sind jedoch nicht unmittelbar eindeutig. So erwies sich beispielsweise Katona – das aufgrund seiner grammatischen Form wie ein weiblicher Name erscheint – als Name eines Hengstes.

Nicht alle Hipponyme waren leicht lesbar, und in einigen Fällen entstellten die Schreiber bestimmte Formen. Außerdem war mitunter unklar, ob ein bestimmtes Wort einen Eigennamen oder ein charakteristisches Merkmal eines Pferdes bezeichnete, etwa sein Aussehen, sein Temperament oder seine Herkunft. Dies war bei weiblichen Formen besonders schwierig, da die Verfasser der Inventare Stuten häufig mit Adjektiven charakterisierten, von denen einige als Hipponyme verwendet worden sein könnten. Dennoch konnte ich 434 lexikalische Einheiten identifizieren (106 weibliche und 328 männliche Formen), die zweifellos – oder in einigen Fällen höchstwahrscheinlich – als Hipponyme verwendet wurden.

Dieser Artikel zielt darauf ab, die Grundsätze der Namensgebung für Pferde in den Radziwiłł-Herden zu bestimmen. Ohne die darin enthaltenen Informationen über die Pferde, etwa ihr Geschlecht und ihre Eigenschaften, außer Acht zu lassen, ist es wichtig zu erkennen, dass diese Namen von Menschen geschaffen und verwendet wurden. Daher reflektiere ich auch über die Aspekte der Menschheitsgeschichte, die sie erkennen lassen.

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Um diese Ziele zu erreichen, werden alle Formen aufgeführt und anschließend analysiert. Mein besonderes Interesse gilt ihrer Etymologie, wobei der Schwerpunkt auf der Bestimmung der Herkunftssprache liegt, sowie ihrer Semantik. Ich ordne sie semantischen Feldern zu und versuche, die Beweggründe für die Verwendung dieser bestimmten Formen als Hipponyme zu erschließen. Daraus ergeben sich Schlussfolgerungen über die Schöpfer und Nutzer der Namen – ihre Mentalität und ihren geistigen Horizont.

Im Text wende ich eine qualitative Analyse an. Dieser Ansatz ist durch den Versuch gerechtfertigt, die Fragen zu beantworten, wie die Pferde benannt wurden und warum diese Namen gewählt wurden. Das Quellenmaterial ist wahrscheinlich unvollständig (vermutlich hatten viele weitere Pferde Namen, die jedoch nicht aufgezeichnet wurden), und einige der vorgefundenen Formen geben, wie oben erwähnt, Anlass zu Zweifeln. Außerdem können wir nicht immer sicher sein, ob sich ein wiederkehrender Name auf dasselbe oder auf verschiedene Tiere bezieht. Aus diesen Gründen habe ich darauf verzichtet, die Häufigkeit bestimmter Hipponyme oder ihrer Gruppen zu bestimmen, da die Ergebnisse vermutlich höchst fragwürdig wären.

2. HIPPONYME

Die Namen sind unten in alphabetischer Reihenfolge im Nominativ aufgeführt. Die ursprüngliche Schreibweise wurde beibehalten. Varianten der Hipponyme (einschließlich Schreibfehler) sind vollständig aufgenommen und durch Schrägstriche getrennt; die genaueste Form steht jeweils zuerst. Alle Quellen werden in Klammern angegeben und chronologisch geordnet. Verschiedene Hipponyme sind durch Semikolons getrennt.

Weibliche Hipponyme:

Aisie (Inv. XXIX-249: 3); Antea (Inv. XXIX-249: 3); Arachna (Inv. XXVI-261: 4) / Rachna (Inv. XXVI-809: 6, 8); Ariadna (Inv. XXIX-249: 3; Inv. XXVI-809: 8) / Aryiadna (Inv. XXVI-261: 4) / Aryanna (Inv. XXVI-809: 6); Armida (Inv. XXIX-249: 3); Artemissia (Inv. XXVI-261: 4) / Archamissa (Inv. XXVI-809: 6, 8); Aspra (Inv. XXIX-249: 3); Astrea (Inv. XXVI-809: 8); Atalanta (Inv. XXVI-17: 50, 83, 89, 94; Inv. XXIX-249: 3; Inv. XXVI-192: 1) / Atalianta (Inv. XXVI-17: 75) / Athalanta (Inv. XXVI-17: 40) / Atalantas (Inv. XXVI-809: 8);

Badessa (Inv. XXIX-249: 4); Baszanka (Inv. XXVI-17: 28, 31–32, 49, 63, 65, 67, 72–75, 83, 94, 101, 107) / Baszantka (Inv. XXVI-17: 20, 23–24, 60); Beladona (Inv. XXVI-17: 22, 29, 48–49, 60, 66, 75, 97, 108) / Belladona (Inv. XXVI-17: 27, 31–32, 69, 83, 101; Inv. XXIX-249: 1, 4) / Bella donna (Inv. XXVI-17: 40) / Beliadona (Inv. XXVI-17: 75) / Belatona (Inv. XXVI-17: 14); Bekulsza (Inv. XXVI-17: 28, 30, 32, 48, 66–68, 71, 83, 87) / Biekulsza (Inv. XXVI-17: 60, 107); Bellona (Inv. XXVI-192: 1; Inv. XXVI-809: 8); Betta (Inv. XXIX-249: 4); Białogrodka (Inv. XXVI-17: 23, 27, 29–30, 49, 53, 56, 60, 68, 72, 76, 82–83, 89, 94, 101, 105); Bisua (Inv. XXIX-249: 4); Blanka (Inv. XXVI-17: 102); Brodka (Inv. XXVI-17: 37, 84);

Camilla (Inv. XXIX-249: 5); Ceres (Inv. XXVI-261: 4) / Cyrys (Inv. XXVI-809: 6, 8); Cicalina (Inv. XXIX-249: 5); Ciciliana (Inv. XXIX-249: 5); Cicliluzsa (Inv. XXIX-249: 5);

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Ciciscatina (Inv. XXIX-249: 5); Cinthia (Inv. XXIX-249: 5); Corutea (Inv. XXIX-249: 5); Czeszka (Inv. XXVI-17: 63);

Dama (Inv. XXVI-17: 21, 23, 48, 65, 89, 94, 105; Inv. XXIX-249: 6); Dąmzella (Inv. XXIX-249: 6); Deka (Inv. XXIX-249: 6); Diana (Inv. XXIX-249: 6) / Dianna (Inv. XXVI-192: 1) / Dyanna (Inv. XXVI-809: 8) / Dyianna (Inv. XXVI-261: 4); Dido (Inv. XXVI-809: 8); Dolatyczka (Inv. XXVI-17: 27, 29, 54, 57, 82) / Dolaticzka (Inv. XXVI-17: 72–73, 82); Dorinda (Inv. XXIX-249: 6); Dropka (Inv. XXVI-17: 32, 49, 83, 89, 95, 102, 106); Dryada (Inv. XXVI-809: 6, 8) / Dryiada (Inv. XXVI-261: 4);

Emne (Inv. XXIX-249: 7);

Farfarella (Inv. XXIX-249: 8); Fatima (Inv. XXVI-17: 101, 104); Fatma (Inv. XXIX-249: 8); Flora (Inv. XXVI-192: 1; Inv. XXVI-809: 6, 8); Fortuna (Inv. XXVI-17: 20, 23, 32, 50, 60, 67, 69, 75, 83, 87, 91, 102; Inv. XXIX-249: 8);

Garbata (Inv. XXVI-17: 72–73, 76, 82, 101); Giul (Inv. XXIX-249: 9); Gwiazda (Inv. XXVI-17: 63; Inv. XXIX-249: 9);

Hasanka (Inv. XXVI-17: 27, 29, 31–32, 53–54, 56, 69, 76, 82–83, 89, 95, 105–106) / Hasantka (Inv. XXVI-17: 24, 60) / Asanka (Inv. XXVI-17: 72);

Io (Inv. XXVI-261: 4) / Iwa (Inv. XXVI-809: 6, 8); Irys (Inv. XXVI-809: 8); Juno (Inv. XXVI-192: 1; Inv. XXVI-261: 4; Inv. XXVI-809: 6, 8);

Kadyn (Inv. XXIX-249: 13); Katonka (Inv. XXVI-17: 29, 54, 57, 63, 73, 76, 82, 107); Kawka (Inv. XXIX-249: 13); Kierime (Inv. XXIX-249: 13); Klorys (Inv. XXVI-261: 4) / Florys (Inv. XXVI-809: 6); Kmarica (Inv. XXIX-249: 2); Kornice (Inv. XXIX-249: 13); Korona (Inv. XXIX-249: 13); Kosata (Inv. XXVI-17: 63, 102, 105); Kosmirka (Inv. XXVI-17: 63); Kusiade (Inv. XXIX-249: 13);

Laura (Inv. XXIX-249: 14); Lątka (Inv. XXVI-17: 63); Lucca (Inv. XXIX-249: 14); Lucina (Inv. XXVI-192: 1) / Lucyna (Inv. XXVI-809: 8); Luna (Inv. XXVI-17: 27, 29, 50, 67, 101); Lysica (Inv. XXVI-17: 63);

Łachewka (Inv. XXVI-809: 8); Ładna (Inv. XXVI-809: 7; Inv. XXVI-320: 4); Mała (Inv. XXVI-809: 7); Mamka (Inv. XXVI-17: 63); Marszałkowna (Inv. XXVI-17: 102); Martica (Inv. XXIX-249: 15); Menica (Inv. XXIX-249: 15); Misurka (Inv. XXVI-17: 24, 27, 29, 31–32, 49, 55, 60, 65, 67, 69, 72–73, 77, 82, 87, 95, 101) / Mysurka (Inv. XXVI-17: 83); Musulmanka (Inv. XXVI-17: 101);

Narcissa (Inv. XXIX-249: 16); Nisz czycha (Inv. XXVI-17: 65, 67, 72–73, 75, 82, 101); Nizka (Inv. XXIX-249: 16); Nozderka (30, 32, 48, 60, 63, 66, 68, 73, 87, 101, 108) / Nasderka (Inv. XXVI-17: 83) / Nozdorka (Inv. XXVI-17: 82); Nożka (Inv. XXVI-17: 63);

Orlianka (Inv. XXVI-17: 63); Ortega (Inv. XXIX-249: 17); Oszmianka (Inv. XXVI-17: 63);

Pallas (Inv. XXVI-809: 8); Pandora (Inv. XXVI-192: 1; Inv. XXVI-809: 8); Panna (Inv. XXVI-17: 40, 103; Inv. XXIX-249: 1, 18); Paraska (Inv. XXVI-17: 90); Persa (Inv. XXVI-17: 32, 52, 56, 60, 72, 76, 82, 85, 89, 94, 105); Piękna (Inv. XXVI-809: 7; Inv. XXVI-

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320: 4); Podlaszanka (Inv. XXVI–17: 63); Pomona (Inv. XXVI–192: 1; Inv. XXVI–809: 6, 8); Ponczoska (Inv. XXVI–17: 41); Prozerpina (Inv. XXVI–192: 1; Inv. XXVI–261: 4);

Abbildung 1. Inv. XXVI-39: 1

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Abbildung 2. Inv. XXVI-192: 1

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Abbildung 3. Inv. XXVI-277: 1

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Saracenka (Inv. XXVI-17: 30, 32, 48, 60, 66, 68, 83) / Saracynka (Inv. XXVI-17: 65) / Saracyntka (Inv. XXVI-17: 19) / Saracintka (Inv. XXVI-17: 24); Saracina (Inv. XXIX-249: 20); Sazarenka (Inv. XXVI-17: 107); Selima (Inv. XXIX-249: 20); Sołtana (Inv. XXVI-17: 19, 31, 32, 65, 69, 101; Inv. XXIX-249: 20) / Sultana (Inv. XXVI-17: 90; Inv. XXIX-249: 1); Srzednia (Inv. XXVI-17: 32, 72, 76, 82, 85, 89); Szarefa (Inv. XXVI-17: 24, 27–28, 48, 66, 72, 82–83, 87, 101, 106; Inv. XXIX-249: 2, 20) / Szareffa (Inv. XXVI-17: 30, 32, 68) / Szarofa (Inv. XXVI-17: 82); Szumna (Inv. XXVI-17: 24, 30, 48, 60, 66, 68, 71, 77, 83, 87, 101); Wentura (Inv. XXVI-17: 101; Inv. XXIX-249: 23); Wenus (Inv. XXVI-261: 4; Inv. XXVI-809: 6, 8) / Venus (Inv. XXVI-192: 1); Wizunka (Inv. XXVI-17: 36, 84, 91); Żamoiska (Inv. XXVI-17: 101).

Männliche Hipponyme:

Abaza (Inv. XXVI-767: 1); Abazibasa (Inv. XXIX-249: 3); Abdula (Inv. XXIX-249: 3); Abubakir (Inv. XXIX-249: 3); Achmet (Inv. XXVI-767: 1); Admet (Inv. XXIX-249: 3); Adnaga (Inv. XXIX-249: 1, 3); Adonis (Inv. XXIX-249: 3); Adrast (Inv. XXVI-39: 2; Inv. XXIX-249: 3); Adzgar (Inv. XXIX-249: 2–3); Aga (Inv. XXIX-249: 3); Ahuilin (Inv. XXVI-39: 1); Aiu (Inv. XXIX-249: 3); Aladin (Inv. XXIX-249: 3); Albadzar (Inv. XXIX-249: 3); Albаtraz (Inv. XXVI-39: 1); Algazaga (Inv. XXIX-249: 3); Alibey (Inv. XXVI-39: 1; Inv. XXIX-249: 1, 3); Alizan (Inv. XXIX-249: 1, 3); Almadin (Inv. XXIX-249: 3); Almat (Inv. XXIX-249: 3); Almostan (Inv. XXIX-249: 3); Ał (Inv. XXIX-249: 3); Ałgaman (Inv. XXIX-249: 3); Amurat Basza (Inv. XXIX-249: 3); Apollo (Inv. XXIX-249: 3); Aquila (Inv. XXIX-249: 3); Aquilone (Inv. XXIX-249: 3); Arab (Inv. XXIX-249: 3); Arabin (Inv. XXIX-249: 3); Argon (Inv. XXIX-249: 3); Arłan (Inv. XXIX-249: 3); Arszember (Inv. XXIX-249: 1, 3) / Arsambek (Inv. XXVI-17: 103); Artanaga (Inv. XXIX-249: 3); Asłan (Inv. XXIX-249: 3); Assan (Inv. XXVI-17: 40); Aten Agn (Inv. XXIX-249: 3); Atytbasza (Inv. XXIX-249: 3); Azgar (Inv. XXVI-17: 40); Azmon (Inv. XXIX-249: 3); Babor (Inv. XXIX-249: 4); Bachmat (Inv. XXVI-17: 103); Bachur (Inv. XXIX-249: 2); Baiazет (Inv. XXVI-17: 104; Inv. XXIX-249: 4) / Bayazet (Inv. XXVI-17: 78); Baio (Inv. XXIX-249: 4); Baisangor (Inv. XXIX-249: 4); Bandel (Inv. XXIX-249: 4); Barbarczyk (Inv. XXIX-249: 4); Bason (Inv. XXIX-249: 4); Basor (Inv. XXIX-249: 4); Basza (Inv. XXVI-17: 3, 14, 18, 22, 24, 60, 73, 82, 97, 101–103, 108; Inv. XXVI-39: 1; Inv. XXIX-249: 4; Inv. XXVI-767: 1); Bazat (Inv. XXIX-249: 4); Beas (Inv. XXIX-249: 4); Beglerbek (Inv. XXIX-249: 1) / Beklerbek (Inv. XXIX-249: 4); Bek (Inv. XXVI-17: 40, 78, 104; Inv. XXIX-249: 4); Belax (Inv. XXVI-39: 1); Bellumor (Inv. XXIX-249: 4); Berber (Inv. XXIX-249: 4); Berdebusz (Inv. XXIX-249: 2, 4); Bezlierbeg (Inv. XXVI-39: 1); Bielak (Inv. XXIX-249: 2); Biskup (Inv. XXVI-192: 1–2) / Bysкup (Inv. XXVI-192: 2); Bizarro (Inv. XXIX-249: 4); Bojownik (Inv. XXIX-249: 4); Bonaroba (Inv. XXIX-249: 4); Brolis (Inv. XXVI-17: 40); Busader (Inv. XXIX-249: 4); Busman (Inv. XXIX-249: 4);

10

Celebi (Inv. XXVI–39: 2); Ceruo (Inv. XXIX–249: 5); Chidalgo (Inv. XXIX–249: 5); Cigno (Inv. XXIX–249: 5); Cursir (Inv. XXIX–249: 5); Cwerk (Inv. XXVI–17: 104) / Cwerka (Inv. XXVI–17: 41) / Czwyrka (Inv. XXVI–17: 78); Czaban (Inv. XXVI–809: 6; Inv. XXVI–809: 8); Czaus (Inv. XXVI–767: 1); Czerkies (Inv. XXVI–767: 1); Czerniec (Inv. XXIX–249: 5); Czuprynka (Inv. XXVI–261: 4; Inv. XXVI–277: 1);

Daraga (Inv. XXIX–249: 6); Deli (Inv. XXVI–39: 1; Inv. XXIX–249: 6); Delikazy (Inv. XXIX–249: 6); Deresz (Inv. XXIX–249: 1, 6); Derwisz (Inv. XXIX–249: 6); Dewedzi (Inv. XXVI–767: 1); Diarbek (Inv. XXIX–249: 6); Dominikan (Inv. XXVI–192: 1–2); Dorgut (Inv. XXIX–249: 6, 11); Dragaman (Inv. XXVI–39: 1; Inv. XXIX–249: 1, 6); Drago (Inv. XXIX–249: 6); Dragone (Inv. XXIX–249: 6); Dromeder (Inv. XXIX–249: 6); Druh (Inv. XXIX–249: 6, 11) / Druch (Inv. XXVI–17: 78, 104) / Druha (Inv. XXVI–17: 41); Dundar (Inv. XXVI–767: 1); Dziafer (Inv. XXIX–249: 6); Dziambas (Inv. XXIX–249: 6); Dźianet (Inv. XXVI–17: 28, 34, 36–37, 41, 70, 84); Dziedzic (Inv. XXIX–249: 6); Dziwosz (Inv. XXVI–39: 2; Inv. XXIX–249: 6); Dzułdam (Inv. XXIX–249: 1) / Dziułdam (Inv. XXIX–249: 6);

Emit (Inv. XXIX–249: 7); Erdeli (Inv. XXIX–249: 7); Esmer (Inv. XXIX–249: 7); Ezergel (Inv. XXVI–767: 1);

Falkone (Inv. XXIX–249: 8); Fanax (Inv. XXIX–249: 8); Farkacz (Inv. XXVI–17: 78, 103; Inv. XXIX–249: 1, 8); Farzand (Inv. XXIX–249: 8); Faworit (Inv. XXVI–17: 103; Inv. XXIX–249: 8); Fedweresz (Inv. XXIX–249: 8); Feraz (Inv. XXIX–249: 8); Fraidun (Inv. XXIX–249: 8); Frank (Inv. XXVI–17: 103; Inv. XXIX–249: 8); Frez (Inv. XXVI–17: 40); Furman (Inv. XXIX–249: 1);

Galfit (Inv. XXIX–249: 9); Gallant (Inv. XXIX–249: 9); Gałga (Inv. XXIX–249: 9); Ganzaga (Inv. XXIX–249: 9); Gardar (Inv. XXVI–39: 2); Gatto (Inv. XXIX–249: 9); Gazi (Inv. XXIX–249: 9); Gazun (Inv. XXIX–249: 9); Gernelino (Inv. XXIX–249: 9); Gieyk (Inv. XXIX–249: 9); Gnatos (Inv. XXVI–17: 104); Greczyn (Inv. XXIX–249: 9);

Haban (Inv. XXVI–17: 2); Hagmed (Inv. XXIX–249: 10); Halibasza (Inv. XXVI–17: 15, 19, 23–24, 26–30, 32, 40, 48, 52, 60, 62, 65–68, 76–77, 82–83, 87–89, 94, 102, 105, 107) / Halybasza (Inv. XXVI–17: 56) / Allibasza (Inv. XXVI–17: 72–73) / Alijbasza (Inv. XXIX–249: 3) / Chalibasza (Inv. XXVI–17: 3, 74); Hamed (Inv. XXIX–249: 10); Hamza (Inv. XXIX–249: 10); Han (Inv. XXIX–249: 10); Harun (Inv. XXIX–249: 10); Hasan (Inv. XXIX–249: 2, 10); Hemetbasza (Inv. XXVI–39: 1; Inv. XXIX–249: 1, 10); Herkules (Inv. XXIX–249: 10); Hildrin (Inv. XXIX–249: 10); Hodzy (Inv. XXIX–249: 10); Homar (Inv. XXIX–249: 10); Hospodar (Inv. XXIX–249: 10);

Imperial (Inv. XXVI–17: 26, 33–34, 40, 70, 85, 103–104; Inv. XXVI–39: 1; Inv. XXIX–249: 1, 12) / Imperyal (Inv. XXVI–17: 79) / Imperian (Inv. XXVI–17: 28);

Jafar (Inv. XXIX–249: 12); Janczar (Inv. XXIX–249: 12); Janczaraga (Inv. XXVI–17: 103; Inv. XXIX–249: 12); Jazgierd (Inv. XXIX–249: 12); Jelonek (Inv. XXIX–249: 1, 12); Jorga (Inv. XXVI–767: 1); Junak (Inv. XXVI–17: 31–32, 40, 66, 69, 72, 76, 78, 88–89, 94, 97, 101–103, 105, 107–108; Inv. XXVI–39: 1; Inv. XXIX–249: 1, 12);

11

Kader (Inv. XXIX–249: 13); Kadey (Inv. XXVI–39: 2; Inv. XXIX–249: 13) / Kadei (Inv. XXVI–17: 103); Kaimar (Inv. XXIX–249: 13); Kamoty (Inv. XXIX–249: 13); Kantimir murza (Inv. XXIX–249: 13); Kantymier (Inv. XXVI–767: 1); Kapitan (Inv. XXIX–249: 13) / Capitan (Inv. XXVI–17: 103–104; Inv. XXIX–249: 2) / Kapytan (Inv. XXVI–17: 78); Kapłan (Inv. XXIX–249: 13); Kara (Inv. XXIX–249: 13); Karakaszbasza (Inv. XXIX–249: 13); Karaman (Inv. XXVI–17: 26, 28, 33, 36–37, 40, 78, 84, 104; Inv. XXVI–39: 1; Inv. XXIX–249: 1, 13); Karaś (Inv. XXVI–261: 1; Inv. XXVI–277: 1; Inv. XXVI–988: 1); Karga (Inv. XXIX–249: 13); Katafrakt (Inv. XXVI–17: 78; Inv. XXIX–249: 13) / Katafract (Inv. XXVI–17: 103); Katarasz (Inv. XXIX–249: 2, 11, 13) / Kataraz (Inv. XXIX–249: 13); Katona (Inv. XXVI–17: 1, 3, 16, 23, 26–29, 36–38, 40, 60, 63, 65, 78, 82; Inv. XXVI–39: 1; Inv. XXIX–249: 1, 13); Kawałek (Inv. XXIX–249: 11); Kaymakan (Inv. XXIX–249: 13); Kermon (Inv. XXIX–249: 13); Kezay (Inv. XXVI–39: 1); Kiczyn (Inv. XXIX–249: 2, 13); Kieskin (Inv. XXIX–249: 13); Kihay (Inv. XXIX–249: 1, 13); Kir (Inv. XXIX–249: 13); Kiral (Inv. XXIX–249: 13); Kislaraga (Inv. XXIX–249: 13); Kitasit (Inv. XXIX–249: 13); Kmarik (Inv. XXIX–249: 2); Knecht (Inv. XXIX–249: 2, 13); Knyazyk (Inv. XXVI–17: 78); Konillo (Inv. XXIX–249: 13); Korno (Inv. XXIX–249: 13); Krolewic (Inv. XXVI–17: 33–34, 41, 70, 86, 103); Krzywoszyja (Inv. XXVI–277: 1) / Krzywoszyja (Inv. XXVI–809: 6, 8); Kuła (Inv. XXIX–249: 13); Kurcyusz (Inv. XXVI–17: 78) / Kurciuss (Inv. XXVI–17: 104); Kurd (Inv. XXIX–249: 13); Kursit (Inv. XXIX–249: 11); Kuzgun (Inv. XXIX–249: 13);

Lampart (Inv. XXVI–17: 41); Leon (Inv. XXIX–249: 14); Leone (Inv. XXIX–249: 14); Leopardo (Inv. XXIX–249: 14); Lewkur (Inv. XXVI–17: 104); Liardo (Inv. XXIX–249: 14); Liaszek (Inv. XXIX–249: 2); Lisek (Inv. XXIX–249: 14); Lupo Ceruiero (Inv. XXIX–249: 14); Łopot (Inv. XXVI–320: 3);

Magrasz (Inv. XXVI–39: 1; Inv. XXIX–249: 15) / Magrarz (Inv. XXIX–249: 2); Mallatesta (Inv. XXIX–249: 15); Mamakona (Inv. XXIX–249: 15); Mandrut (Inv. XXIX–249: 15); Manswelt (Inv. XXIX–249: 15); Marwan (Inv. XXIX–249: 15); Mascaoren (Inv. XXIX–249: 15); Masulman (Inv. XXVI–39: 2); Maur (Inv. XXVI–39: 1; Inv. XXIX–249: 1, 15); Mesitele (Inv. XXIX–249: 15); Miser (Inv. XXIX–249: 15); Mokafi (Inv. XXIX–249: 15); Moktaden (Inv. XXIX–249: 15); Mondar (Inv. XXIX–249: 15); Montan (Inv. XXIX–249: 15); Morad (Inv. XXIX–249: 15); Mosello (Inv. XXIX–249: 15); Motady (Inv. XXIX–249: 15); Mroczek (Inv. XXVI–261: 1, 3; Inv. XXVI–277: 1); Mufty (Inv. XXIX–249: 15); Murtazibasza (Inv. XXIX–249: 15); Murza (Inv. XXVI–17: 40, 103; Inv. XXIX–249: 1, 15); Mustafa (Inv. XXIX–249: 15); Musulman (Inv. XXIX–249: 1, 15); Mysy r (Inv. XXIX–249: 1);

Narsi (Inv. XXIX–249: 16); Noscic (Inv. XXVI–277: 1);

Ociali Basza (Inv. XXIX–249: 17); Omar (Inv. XXIX–249: 17); Orlando (Inv. XXIX–249: 17); Orso (Inv. XXIX–249: 17); Osman (Inv. XXIX–249: 17); Otman (Inv. XXIX–249: 17); Otmar (Inv. XXIX–249: 17); Ozon (Inv. XXIX–249: 17);

Padiszach (Inv. XXIX–249: 18); Panic (Inv. XXIX–249: 18); Pardur (Inv. XXIX–249: 18); Patoczy (Inv. XXIX–249: 18); Pebratim (Inv. XXIX–249: 18); Pegazo (Inv. XXIX–249: 18); Pei (Inv. XXIX–249: 18); Pellik an (Inv. XXIX–249: 18); Pereni (Inv. XXIX–249: 18); Pers

(Inv. XXIX-249: 18); Pieszczoch (Inv. XXVI-17: 26–29, 31–32, 56, 69, 74, 83, 91; Inv. XXIX-249: 18) / Pieszczох (Inv. XXVI-17: 25, 48, 53, 62, 67, 77, 87–89) / Pieszczioch (Inv. XXVI-17: 40); Płatek (Inv. XXVI-17: 40, 104) / Płatek (Inv. XXVI-17: 78); Podolec (Inv. XXIX-249: 18); Pollito (Inv. XXIX-249: 18); Popek (Inv. XXVI-320: 3); Pospiech (Inv. XXVI-39: 1; Inv. XXIX-249: 18); Princ (Inv. XXIX-249: 18);

Rabikan (Inv. XXVI-17: 40, 78, 103; Inv. XXIX-249: 19); Rabikanik (Inv. XXIX-249: 2); Raches Beg (Inv. XXIX-249: 19); Rasis (Inv. XXIX-249: 19); Razi (Inv. XXIX-249: 19); Roan (Inv. XXIX-249: 19); Rokun (Inv. XXIX-249: 19); Rostambek (Inv. XXIX-249: 19); Roszkopek (Inv. XXIX-249: 2, 19); Rura (Inv. XXVI-192: 1–2); Rurka (Inv. XXVI-261: 3);

Safa (Inv. XXIX-249: 20); Sal adyn (Inv. XXIX-249: 20); Sander Beg (Inv. XXIX-249: 20); Sar acyn (Inv. XXIX-249: 20); Sardak (Inv. XXVI-17: 2); Sardar (Inv. XXIX-249: 20); Sart (Inv. XXIX-249: 2, 20); Sarus (Inv. XXIX-249: 20); Scandar (Inv. XXIX-249: 20); Seg (Inv. XXIX-249: 20); Selim (Inv. XXIX-249: 20); Sinon Basza (Inv. XXIX-249: 20); Skoczek (Inv. XXVI-17: 85, 91–92, 103; Inv. XXVI-261: 4; Inv. XXVI-277: 1); Skrzydlicz (Inv. XXIX-249: 20); Smoczek (Inv. XXIX-249: 1, 20); Solficar Beg (Inv. XXIX-249: 20); Sołtan (Inv. XXVI-39: 1; Inv. XXIX-249: 1; Inv. XXVI-767: 1); Spadek (Inv. XXVI-17: 26, 28, 40); Sperniero (Inv. XXIX-249: 20); Strocka (Inv. XXVI-17: 28, 33, 70, 103) / Strocka (Inv. XXVI-17: 41) / Sroczka (Inv. XXVI-17: 86); Sufar (Inv. XXIX-249: 20); Sulfikar (Inv. XXIX-249: 1) / Sulficar (Inv. XXIX-249: 20); Suliman (Inv. XXIX-249: 1, 20); Sułach (Inv. XXIX-249: 20); Sułak (Inv. XXVI-17: 60, 65) / Sulak (Inv. XXVI-17: 40); Sułtan (Inv. XXIX-249: 20); Syndziach (Inv. XXIX-249: 20); Szahin (Inv. XXIX-249: 20); Szahinaga (Inv. XXIX-249: 20); Szahingierey (Inv. XXIX-249: 20); Szamski (Inv. XXIX-249: 20); Szapur (Inv. XXIX-249: 20); Szaszawar (Inv. XXIX-249: 20); Szpay (Inv. XXIX-249: 20) / Szp aii (Inv. XXIX-249: 2); Szpayłaga (Inv. XXIX-249: 20); Szturnel (Inv. XXIX-249: 1, 20); Szumny (Inv. XXIX-249: 20);

Taimur (Inv. XXIX-249: 21); Tamerlan (Inv. XXVI-17: 103; Inv. XXIX-249: 1, 21) / Temerlan (Inv. XXVI-39: 1) / Temerlyan (Inv. XXVI-17: 78); Tamur (Inv. XXIX-249: 21); Tarant (Inv. XXVI-17: 30–34, 40, 55, 57, 69–70, 78, 85–86, 102, 104); Testa de Cinoro (Inv. XXIX-249: 21); Tigre (Inv. XXIX-249: 21); Turalibek (Inv. XXIX-249: 21); Turek (Inv. XXVI-17: 26, 28, 33, 70, 78, 85, 104); Turtumir (Inv. XXIX-249: 21);

Ułak (Inv. XXIX-249: 22); Unimel (Inv. XXIX-249: 22);

Wara (Inv. XXVI-17: 26, 28, 38, 63, 84; Inv. XXIX-249: 1, 23) / Warra (Inv. XXVI-17: 40); Wayda (Inv. XXVI-17: 78; Inv. XXIX-249: 23) / Waida (Inv. XXVI-17: 104); Welibek (Inv. XXVI-39: 1; Inv. XXIX-249: 23); Wernulo (Inv. XXIX-249: 23); Wezyr (Inv. XXVI-17: 103; Inv. XXIX-249: 1, 23) / Wezer (Inv. XXVI-17: 97, 101, 102, 108) / Wezir (Inv. XXVI-39: 1–2); Wilenczyk (Inv. XXVI-809: 8) / Wilęnczyk (Inv. XXVI-809: 6); Witeż (Inv. XXVI-17: 21, 25–28, 31, 33, 50, 54, 57, 66–67, 71–72, 74, 76–77, 83, 87–89, 95, 102, 106–107) / Witeś (Inv. XXVI-17: 69, 72) / Witez (Inv. XXIX-249: 1, 23) / Wites (Inv. XXVI-17: 40) / Wytesz (Inv. XXVI-17: 78); Witro (Inv. XXVI-39: 1); Wojewoda (Inv. XXVI-261:

13

1–2; Inv. XXVI-988: 1); Wolpe (Inv. XXIX-249: 23); Woltore (Inv. XXIX-249: 23); Workutab (Inv. XXIX-249: 1, 23); Wrony (Inv. XXVI-17: 85); Żafa (Inv. XXIX-249: 23); Żmika (Inv. XXVI-17: 41); Żołdat (Inv. XXIX-249: 1, 23); Żołnierz (Inv. XXVI-17: 40, 104; Inv. XXIX-249: 23) / Żolnyerz (Inv. XXVI-17: 78); Żorkieszy (Inv. XXIX-249: 23); Żydek (Inv. XXIX-249: 2, 23).

3. NAMENSGEBUNG

Nicht alle der oben aufgeführten Hipponyme sind eindeutig. In vielen Fällen lassen sich jedoch ihre Etymologie und Bedeutung feststellen. Daraus lässt sich schließen, dass diese Namen nicht willkürlich waren, sondern sich auf einige semantische Felder bezogen und somit ein bewusstes Benennungssystem bildeten.

Eine Reihe von Formen beschreibt die Merkmale der Tiere. Einige beziehen sich auf das Aussehen, zum Beispiel: Baio (italienisch für „falb“), Bielak (← polnisch biały „weiß“), Blanka (← spanisch blanco „weiß“; die Stute wurde im Inventar als weiß beschrieben), Garbata (polnisch für „bucklig“), Kara (türkisch für „schwarz“), Krzywoszyja / Krzywoszyja (← polnisch krzywy + szyja „krummhalsig“), Lysica (← polnisch łysy „kahl“), Ładna (polnisch für „hübsch“), Mała (polnisch für „klein“), Piękna (polnisch für „schön“) und Wrony (polnisch für „schwarz“). Eine irreführende Form ist Karaś, was im Polnischen wörtlich „Karausche“ bedeutet. Das Inventar gibt jedoch an, dass der Hengst kary („schwarz“) war, was darauf hindeutet, dass sich das Hipponym auf das Aussehen des Pferdes bezieht. Es beruht auf der phonetischen Ähnlichkeit der beiden Wörter.

Eine weitere Gruppe von Hipponymen bezieht sich auf das Verhalten, etwa: Niszcz ycha (← polnisch niszczyć „zerstören“), Pospiech (polnisch für „Eile“) und Skoczek (polnisch für „Springer“). Einige Namen beruhen auf Toponymen (nur in ihren polnischen Formen) und könnten auf die Herkunftsorte der Pferde hinweisen, zum Beispiel: Orlianka (← Orla), Oszmianka (← Oszmiana „Ashmyany“), Podlaszanka (← Podlasie „Podlachien“), Wilenczyk / Wileńczyk (← Wilno „Vilnius“), Wizunka (← Wiżuny „Vyžuonos“).

Bei den Stuten finden sich Namen, die mit „Weiblichkeit“ verbunden sind, etwa: Dama (polnisch für „Dame“), Kadyn (← türkisch kadın „Frau“), Mamka (polnisch für „Amme“), Panna (polnisch für „Jungfrau“) oder von Wörtern abgeleitet sind, die mit Schönheit verbunden sind: Gi ul (← türkisch gül „Rose“) oder Gwiazda (polnisch für „Stern“). Bei den Hengsten waren hingegen Namen in Gebrauch, die sich auf Kampf und Mut bezogen und typischerweise aus dem Polnischen stammten, etwa: Bojownik („Kämpfer“), Janczar („Janitschar“), Junak („tapferer junger Mann“), Knecht („Infanterist“), Witeś / Witez / Wites / Witesz („tapferer Ritter“) und Żołnierz / Żolnyerz („Soldat“). Eine weitere Namensgruppe verweist auf wichtige, mit Macht verbundene Ämter, etwa: Biskup / Bys kup (polnisch für „Bischof“), Hospodar, Imperial / Imperyal / Imperian (← lateinisch imperialis), Krolewic (polnisch für „königlicher Prinz“), Princ (← deutsch Prinz „Prinz“) und Wojewoda (polnisch für „Woiwode“).

Die griechische und römische Mythologie diente als wichtige Inspirationsquelle, insbesondere für weibliche Formen. Beispiele sind: Adonis, Apollo, Bellona, Ceres / Cyrys, Dido, Dryada /

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Dryiada („Dryade“), Flora, Fortuna, Herkules („Herkules“), Irys („Iris“), Juno, Luna, Pallas, Pegazo (← italienisch Pegaso „Pegasus“), Pomona und Wenus / Venus.

Eine Reihe der aufgeführten Hipponyme bezieht sich auf die weit gefasste muslimische Welt. Neben türkischen Entlehnungen greifen einige Namen auf menschliche Eigennamen zurück, etwa: Achmed („Ahmed“), Aladin („Aladdin“), Baiazet / Bayazet („Beyezid“), Fatima, Fatma, Mustafa, Omar, Osman, Suliman („Suleiman“), sowie auf Ethnonyme wie: Arab; Czerkies („Tscherkesse“); Maur („Mohr“); Pers („Perser“); Saracenka / Saracynka / Saracynka / Saracintka, Saracina, Saracyn („Sarazene“); und Turek („Türke“). Andere Hipponyme beziehen sich auf den Islam: Derwiz („Derwisch“); Masulman, Musulman, Musulmanka („Muslim“). Eine weitere, eigenständige Gruppe leitet sich von Amts-, Berufs- und Titelbezeichnungen ab, etwa: Aga („Agha“); Basza („Pascha“); Dragaman („Dragoman“); Mufty („Mufti“); Padiszach („Padischah“); Soltan, Soltana / Sultana, Sultan (← sultan „Sultan“); und Wezyr / Wezer / Wezir („Wesir“). Einige Namen beziehen sich auf historische Persönlichkeiten, darunter: Kantimir murza, Kantymier (Kantemir Murza, tatarischer Kriegsherr, gest. 1637); Karakaszbasza (Karakash Mehmed Pasha, Beylerbey von Buda, der 1621 in der Schlacht von Chotyn starb); Saladyn (Saladin, Sultan von Ägypten und Syrien, gest. 1193); und Taimur, Tamerlan / Temerlan / Temerlyan, Tamur (Timur, Gründer des Timuridenreichs, gest. 1405). Unabhängig von ihrer sprachlichen Herkunft wurden all diese Formen durch das Polnische vermittelt.

Eine wichtige Quelle für Hipponyme waren die Gattungsnamen anderer Tierarten. Säugetiere sind vertreten durch: Bär (Aiu ← türkisch ayı; Orso – italienisch), Katze (Gatto – italienisch), Hirsch (Ceruo ← italienisch cervo; Gieyk ← türkisch geyik; Jelonek ← Verkleinerungsform des polnischen jeleń), Dromedar (Dromeder – polnisch), Fuchs (Lisek ← Verkleinerungsform des polnischen lis; Wolpe ← italienisch volpe), Leopard (Leopardo – vermutlich aus dem Italienischen), Löwe (Arhan ← entstelltes türkisches aslan; Aslan; Leon ← spanisch león; Leone – italienisch), Luchs (Lupo Cerviero – italienisch), Kaninchen (Konillo ← italienisch coniglio), Tiger (Tigre – vermutlich aus dem Italienischen) und Wolf (Kurd ← türkisch kurt). Eine irreführende Form ist Kaplan (polnisch für „Priester“), das im Inventar mit Lampart „Leopard“ übersetzt wird (in Inv. XXIX-249 wurden einige Namen aus anderen Sprachen ins Polnische übersetzt – siehe Illustration 4). Tatsächlich stammt es vom türkischen kaplan („Tiger“). Pardur wird im Inventar mit Ryś („Luchs“) übersetzt, ist aber wahrscheinlich eine entstellte Schreibweise von pardus (lateinisch für „Leopard“).

Zu den in den Hipponymen vertretenen Vogelarten gehören: Krähe (Karga – türkisch, Kornice ← italienisch cornacchia), Adler (Aquila – italienisch/lateinisch), Falke (Falkone ← italienisch/lateinisch falco), Dohle (Kawka – polnisch), Pelikan (Pellikan – polnisch), Rabe (Korno ← italienisch corvo, Kuzgun – türkisch), Sperber (Sperniero ← italienisch sparviero), Schwan (Cigno – italienisch) und Geier (Woltore ← italienisch vùlture). Das einzige vertretene Reptil ist die Viper (Zmijka ← Verkleinerungsform des polnischen żmija). Auch Drachen lieferten Inspiration (Drago, Dragone – italienisch; Smoczek ← Verkleinerungsform des polnischen smok).

Es gibt auch Namen, die in keine dieser Kategorien passen, deren Bedeutungen jedoch verständlich sind. Beispiele sind: Dziwosz (← polnisch dziwny „bizarr“); Dziedzic (polnisch für „Erbe“); Kawałek (polnisch für „Stück“); Rura, Rurka (polnisch für „Rohr“); und Wernulo (← italienisch vermiglio „zinnoberrot“).

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Bemerkenswert ist, dass die von E. Varnikova analysierten russischen Beispiele sich in gewissem Maße auf dieselben semantischen Felder bezogen: das Aussehen der Tiere, Ethnonyme, Toponyme, Ämter, Anthroponyme und andere Tierarten. Sie waren jedoch nicht aus anderen Sprachen entlehnt (Varnikova 2020). Ähnlich waren die Motivationen hinter den Namen der Pferde der Moncadas auf Sizilien, die ebenfalls fast ausschließlich auf der lokalen Sprache beruhten, mit einer lateinischen Ausnahme (Castiglione 2021).

Abbildung 4. Inv. XXIX-249: 23

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Unklar bleibt, wie genau der Prozess der Bildung von Hipponymen in den Herden der Radziwiłłs ablief. Das Quellenmaterial zeigt lediglich, dass mitunter Töchter nach ihren Müttern benannt wurden (Inv. XXVI-17: 27, 32).

Wie in der gesamten Analyse erörtert, wurden die Hipponyme aus Wörtern verschiedener Sprachen abgeleitet, wobei Polnisch, Türkisch und Italienisch am häufigsten verwendet wurden. Im Fall mythologischer Gestalten finden sich auch Beispiele aus dem Lateinischen und Altgriechischen (wahrscheinlich durch das Lateinische vermittelt). Unmittelbar aus dem Lateinischen stammende Namen sind selten. Einige Beispiele lassen sich auf spanische Wörter zurückführen – zu den oben genannten Formen können wir Chidalgo (← hidalgo „Edelmann“) und Ortega (ein Familienname) hinzufügen. Nur ein Name scheint unmittelbar aus dem Deutschen zu stammen. Ein litauisches Beispiel ist Brolis („Bruder“).

SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die in den Herden der Radziwiłłs verwendeten Hipponyme bilden eine reiche und vielfältige Gruppe lexikalischer Einheiten. Wie gezeigt wurde, bilden diese Namen ein bewusstes Benennungssystem, das auch im Kontext umfassenderer historischer und kultureller Phänomene verstanden werden kann. Das Vorkommen von Pferdenamen mit Bezug auf die muslimische Welt ausschließlich in den Inventaren des 17th-Jahrhunderts könnte mit der politischen und militärischen Geschichte der Polnisch-Litauischen Adelsrepublik verbunden sein, insbesondere mit den Konflikten mit dem Osmanischen Reich und den tatarischen Invasionen. Nach dem Frieden von Karlowitz (1699) verschwanden diese Sorgen weitgehend aus der historischen Landschaft, obwohl sie zuvor für die Bewohner des Staates von großer Bedeutung gewesen waren.

Unabhängig von ihrer sprachlichen Herkunft wurden alle Hipponyme durch das System der polnischen Sprache gefiltert. Ein bemerkenswertes Beispiel dafür ist die flektierte Form Arachna anstelle des ursprünglichen indeklinablen Arachne. Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass alle Inventare auf Polnisch verfasst wurden, der wahrscheinlich einzigen Sprache, in der die Verfasser schreiben konnten. Die Tatsache, dass einige fremde Namen in Inv. XXIX-249 ins Polnische übersetzt wurden, stützt zusätzlich die Annahme, dass die polnische Sprache eine zentrale Rolle spielte. Es ist plausibel, dass die Verfasser mit den Fremdsprachen, aus denen die Hipponyme stammten, nicht vertraut waren, was erklären könnte, warum einige von ihnen entstellt sind.

Die Verfasser der Inventare waren wahrscheinlich nicht gut gebildet. So wurde Inv. XXVI-809 vermutlich von jemandem verfasst, der nur geringe oder gar keine Kenntnisse der Mythologie besaß und die Namen mythologischer Gestalten so niederschrieb, wie er sie hörte. Das erklärt das Vorkommen entstellter Formen wie Iwa, Rachna und Cyrys anstelle von Io, Arachne und Ceres. Die meisten mythologischen Namen lassen sich der Zeit Michał Kazimierz Radziwiłłs zuordnen, der in klassischer Literatur und Kunst unterrichtet wurde (Kucharski 2022: 82–83, 92) und möglicherweise eine Rolle bei der Schaffung dieser Hipponyme spielte.

Es ist klar, dass einige Namen im Laufe der Zeit für verschiedene Pferde verwendet wurden. So wurde beispielsweise Skoczek sowohl 1620–1621 als auch 1735–1736 verzeichnet. Selbst gleichzeitig lebende Pferde

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konnten denselben Namen tragen, wie etwa 1629, als zwei Tiere Wezir genannt wurden; eines von ihnen wurde als „alt“ charakterisiert (Inv. XXVI-39: 1–2).

Forschungen legen nahe, dass Pferde auf einzelne Wörter reagieren können, sofern diese konsequent verwendet werden. Dies kann auch für ihre Namen gelten (Stachurska et al. 2024). Unklar bleibt jedoch, wie – und ob – die analysierten Hipponyme in der Praxis in den Herden der Radziwiłłs verwendet wurden. Einige Namen erscheinen aufgrund ihrer Länge oder schwierigen Phonetik (z. B. Karakaszbasza) für den regelmäßigen Gebrauch höchst unpraktisch.

Es ist außerdem zu beachten, dass nicht alle Pferde der Radziwiłłs mit Namen verzeichnet wurden. Tatsächlich wurden mehr Tiere lediglich anhand ihrer körperlichen Merkmale beschrieben, etwa als „ein falbes Pferd“ (Inv. XXVI-310: 2), oder nur gezählt (z. B. Inv. XXVI-445). Dies deutet darauf hin, dass die Pferde, deren Namen überliefert sind, von ihren Besitzern als wertvoller angesehen wurden. Dies wird ferner durch die Inventare belegt, die die Genealogien der Tiere und die angewandten Fortpflanzungsstrategien hervorheben (am deutlichsten in Inv. XXVI-17 – siehe auch Abbildungen 2 und 3). Solche Tiere wurden wahrscheinlich eher als Prestigezeichen denn als bloße Arbeitskraft betrachtet. Angesichts des ausgefeilten Charakters vieler Hipponyme liegt die Annahme nahe, dass diese Namen eine ähnliche symbolische Funktion erfüllten.

Aufgrund ihrer Ausgefeiltheit und fremdsprachigen Etymologie waren sie wahrscheinlich weniger praktisch als die von E. Varnikova beziehungsweise M. Castiglione analysierten russischen und italienischen Beispiele (Varnikova 2020; Castiglione 2021), obwohl die Hipponyme in allen drei Fällen ähnlich motiviert waren. Die Frage bleibt jedoch für vergleichende Untersuchungen offen, die eine weitere Erschließung der Archivbestände nach bislang unbekannten Beispielen erfordern würden. Darüber hinaus wäre es wertvoll, Hipponyme mit anderen Zoonymen zu vergleichen. So bietet etwa die Arbeit von Kamil Frejlich (2025), obwohl sie sich nicht vorrangig auf Zoonyme konzentriert, Einblicke in die Namen der Hunde im Besitz der Radziwiłłs. Wie die Pferdenamen beruhten auch diese auf den Eigenschaften der Tiere. Im Gegensatz zu Hipponymen bezogen sie sich jedoch auch auf die Jagd, für die die Hunde eingesetzt wurden, sowie auf Geräusche und Musikinstrumente, die auf Bellen und Heulen anspielten. Die Fülle frühneuzeitlicher Hundenamen im Warschauer Archiv der Radziwiłłs und möglicherweise auch anderer zoonymischer Formen in verschiedenen Archivsammlungen aus dieser Zeit bleibt ein vielversprechendes Forschungsfeld.

Wie oben gezeigt, kann die Analyse der Hipponyme aus den Herden der Radziwiłłs zu Schlussfolgerungen über die Mentalität und den geistigen Horizont der Magnaten und möglicherweise ihres Umfelds führen: ihre Faszination für die muslimische Welt (wenn auch zumindest teilweise durch die militärische Bedrohung angeheizt), ihr Interesse an der klassischen Mythologie, eine gewisse exzentrische Anziehung durch fremde Sprachen, ihre Zugehörigkeit zum polnischsprachigen Kulturkreis und das Maß an Wertschätzung, das sie den Pferden in ihren Ställen entgegenbrachten, bei denen es sich wahrscheinlich um repräsentative Tiere handelte. Die Verzerrungen in den Sprachformen wiederum erlauben Rückschlüsse auf ein begrenztes Maß an kultureller Kompetenz unter den niederen, jedoch lese- und schreibkundigen Dienern der Radziwiłłs. Zweifellos ließen sich durch analoge Untersuchungen, die verschiedene Aspekte der Sozial- und Kulturgeschichte beleuchten, auch andere Beispiele auswerten.

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Radvilos ir jų arkliai: XVII ir XVIII amžiaus žirgų vardai magnatų šeimos bandų inventoriuose

SANTRAUKA

Straipsnyje analizuojami 1612–1742 m. inventoriuose užfiksuoti žirgų vardai, vartoti trijų Radvilų giminės magnatų Kristupo, Boguslavo ir Mykolo Kazimiero bandose. Pirmiausia šios bandos buvo laikomos Lietuvos Didžiojoje Kunigaikštystėje, taip pat Palenkėje, Voluinėje, Kuršo ir Žiemgalos kunigaikštystėje. Iš viso išaiškinti 434 vardai, iš kurių 106 moteriškos ir 328 vyriškos formos. Straipsnyje šie vardai išvardyti, atlikta kokybinė jų analizė.

Analizės rezultatai atskleidžia apgalvotą įvardijimo sistemą. Žirgų vardai dažnai nurodo gyvūnų ypatybes, įskaitant jų išvaizdą, elgesį ir greičiausiai kilmės vietą. Be to, keletas vardų, suteiktų kumelėms, buvo siejama su „moteriškumo“ ir grožio sąvokomis, o žirgų patinams – su kova, drąsa ir tarnyba. Graikų ir romėnų mitologija – reikšmingas vardų įkvėpimo šaltinis, ypač moteriškos giminės žirgų vardų.

Kiti vardai kilo iš bendrųjų įvairių gyvūnų rūšių, ypač žinduolių ir paukščių, pavadinimų. Daugelis vardų taip pat susiję su musulmonų pasauliu, parenkant vardus remtasi pareigybėmis, titulais, etnonimais, religija, istorinių asmenybių ir žmonių asmenvardžiais. Šias įvardijimo aplinkybes greičiausiai lėmė politiniai ir kariniai santykiai tarp Abiejų Tautų Respublikos ir Osmanų imperijos bei jos santykiai su totoriais. Dauguma žirgų vardų

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grindžiami lenkiškais, turkiškais, itališkais žodžiais, nors pasitaikė ir lietuvių bei kitų kalbų žodžių.

Daugelis inventorių vardų yra iškraipytai užrašyti, o tai gali būti susiję su tuo, kad autoriai, be lenkų kalbos, užsienio kalbų greičiausiai nemokėjo ar neišmanė klasikinės mitologijos. Galiausiai šių žirgų vardų tyrimas suteikia vertingos informacijos apie Radvilų šeimos mentalitetą ir intelektualinius horizontus.

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