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[de] (orig)

Glossar zum Wissensmanagement im Bevölkerungsschutz

Author: Norf, Celia,Tiller, Petra,Fekete, Alexander
Year: 2019
Source: https://cos.bibl.th-koeln.de/files/848/IRSR_Vol1_2019_GlossarWissensmanagementBevSch.pdf
In eg a i e Risk and Secu i y Resea ch
Volume 1/ 2019
Ka s en Fehn, Alexande Feke e, Ch is He kämpe , Alex Lechleu hne ,
Ompe Aimé Mudimu, Celia No , Ul Sch emme
Glossa
zum
Wissensmanagemen
im
Be ölke ungsschu z
Celia No , Pe a Tille & Alexande Feke e
Un e Mi a bei on
Johanne Kau mann & Noah He schbach
2
In eg a i e Risk and Secu i y Resea ch
Volume 1/ 2019
This documen is published wi hin he se ies 'In eg a i e Risk and Secu i y Resea ch'.
All publica ions can be downloaded om h p://opus.bsz-
bw.de/ hk/doku/publizie e_Sch i en eihen.php.
Despi e ho ough e ision he in o ma ion p o ided in his documen is supplied wi hou
liabili y. The documen does no necessa ily p esen he opinion o he edi o s.
EDITION NOTICE
Edi o s o Se ies
Ka s en Fehn (P o . D . iu . D . e . medic.)
Alexande Feke e (P o . D .-Ing.)
Ch is He kämpe (B. Eng.)
Alex Lechleu hne (P o . D . med. D . e . na .)
Ompe Aimé Mudimu (P o . D .-Ing.)
Celia No (M. Sc.)
Ul Sch emme (P o . D .-Ing.)
TH Köln - Uni e si y o Applied Sciences
Ins i u e o Rescue Enginee ing and Ci il P o ec ion
Be zdo e S . 2
50679 Cologne
Ge many
www.i g. h-koeln.de
Edi o ship o Se ies - con ac : alexande . eke e@ h-koeln.de
Edi o s o his Volume
Celia No (M. Sc.)
Pe a Tille (M. A.)
Alexande Feke e (P o . D .-Ing.)
Wi h he assis ance o :
Johanne Kau mann (B. Eng.)
Noah He schbach
Con ac
Celia No
Email: celia.no @ h-koeln.de
Phone: + 49 (0) 221 8275 2739
Pe a Tille
Email: pe a. ille @ h-koeln.de
Phone: + 49 (0) 221 8275 2452
Web: h p:// isknc isis.wo dp ess.com
Recommended Ci a ion
No , C, Tille , P & Feke e, A 2019, Glossa zum Wissensmanagemen im
Be ölke ungsschu z. In eg a i e Risk and Secu i y Resea ch, 1/2019.
ISSN-Numme 2366-4029
Cologne, Augus 2019
3
Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Inhal s e zeichnis
Abbildungs e zeichnis ............................................................................................................................. 4
Abkü zungs e zeichnis ............................................................................................................................ 5
Vo wo ................................................................................................................................................... 6
1. Einlei ung ......................................................................................................................................... 7
2. Au bau und Benu zung des Glossa s ............................................................................................. 10
3. Glossa zum Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z.......................................................... 12
4. Li e a u e zeichnis Einlei ung und Glossa .................................................................................. 39
5. Wissenscha liche Aus üh ungen zum Thema Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z ..... 40
4
Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Abbildungs e zeichnis
Abbildung 1: Wissensk eislau nach P obs e . al. (2012) ..................................................................... 33
Abbildung 2: Wissenspy amide nach Aamod und Nygå d (1995) ...................................................... 34
Abbildung 3: Wissensspi ale, auch SECI-Modell genann nach Nonaka und Takeuchi (1995) ............. 35
Abbildung 4: Genese on Wissen nach Da enpo und P usak (1999) ................................................. 36
Abbildung 5: Wissens eppe nach No h (2016) ................................................................................... 37
Abbildung 6: TOM-Modell nach Ge ha ds und T aune (2011) ............................................................ 38
5
Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Abkü zungs e zeichnis
AKNZ Akademie ü K isenmanagemen , No allplanung und Zi ilschu z
ASB A bei e -Sama i e -Bund Deu schland
BAMF Bundesam ü Mig a ion und Flüch linge
BBK Bundesam ü Be ölke ungsschu z und Ka as ophenhil e
BMBF Bundesminis e ium ü Bildung und Fo schung
BMI Bundesminis e ium des Inne n, ü Bau und Heima
BOS Behö den und O ganisa ionen mi Siche hei sau gaben
DRK Deu sches Ro es K euz
FU Be lin F eie Uni e si ä Be lin
H sg. He ausgebe In bzw. He ausgebe Innen
JUH Johanni e -Un all-Hil e
KZV Konzep ion Zi ile Ve eidigung
MHD Mal ese Hil sdiens
TH Köln Technische Hochschule Köln
THW Technisches Hil swe k

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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Vo wo
Liebe Lese innen und Lese ,
das o liegende Glossa s ell die wesen lichen Beg i e und Konzep e zu Wissensmanagemen und
seine Bedeu ung ü den Be ölke ungsschu z o . Es soll Ihnen e möglichen, einen e s en Übe blick
übe das Thema zu e hal en. Das Glossa is ein E gebnis des Fo schungsp ojek es WAKE
(h ps://wake-p ojec .eu/)1, das Lösungsansä ze ü den bes möglichen Umgang mi Wissen im Be öl-
ke ungsschu z en wickel . Ein besonde es Augenme k lieg dabei au de Au a bei ung de Flüch lings-
si ua ion 2015/2016. Es geh um die F age, wie das da in e wo benes Wissen und die dabei gemach en
E ah ungen s uk u ie gesammel , gesiche , au gea bei e und ü spä e e Szena ien genu z we -
den können. Das Glossa kann und soll kein Ra gebe ü die p ak ische Ein üh ung on Wissensma-
nagemen in Behö den und O ganisa ionen mi Siche hei sau gabe (BOS) sein. Vielmeh we den im
Ve lau des WAKE-P ojek es, au bauend au diesem Glossa , o ganisa ions- und behö denspezi ische
Handlungsemp ehlungen ü die p ak ische Umse zung on Wissensmanagemen lösungen im Be öl-
ke ungsschu z en wickel . Jede BOS besi z eine eigene, im Lau e de Zei gewachsene S uk u und ein
cha ak e is isches Au gabenp o il. Um ih e Ziele zu e eichen, besi z und benö ig sie en sp echend
spezi isches Wissen. Fü die Ein üh ung eines Wissensmanagemen s kann es dahe kein Pa en ezep
geben. Es muss in jedem einzelnen Fall eine indi iduell zugeschni ene, p ak ische Wissensmanage-
men lösung e a bei e we den. Die spä e im WAKE-P ojek olgenden Emp ehlungen können aus die-
sem G und auch keine Gene allösung ü ein in allen BOS iden isches Wissensmanagemen bie en. Sie
können abe we olle Anhal spunk e bie en, Wissensmanagemen p ak isch einzu üh en und im O -
ganisa ionsall ag und in Einsa zsi ua ionen im Be ölke ungsschu z e ek i mi Wissen umzugehen.
Sie können die olgende Ein üh ung ge ne übe sp ingen und di ek ins Glossa eins eigen. Wi emp-
ehlen Ihnen abe , sich einen Momen Zei zu nehmen und die nächs en d ei Sei en zu lesen. Denn
diese e mi eln eine e s e Vo s ellung, was Wissensmanagemen bedeu e , und welche He aus o de-
ungen au eine BOS im s uk u ie en und ganzhei lichen Umgang mi Wissen zukommen2. Wissens-
managemen is zwa e was, das be ei s jede Mensch ü sich – meis seh in ui i – p ak izie , um
sein Wissen im All ag ode A bei sleben zu o dnen und sinn oll einzuse zen (z.B. in Fo m eines eigenen
Ablagesys ems ü Da eien au dem Compu e ). Fü BOS, die das Wissen iele Mi a bei enden au ein
gemeinsames Ziel hin s uk u ie en und gewinnb ingend nu zen müssen, is Wissensmanagemen je-
doch eine ielschich ige und schwie ige Angelegenhei . Ge ade angesich s de besonde en He aus o -
de ungen im Be ölke ungsschu z wie demog aphische Wandel, Eh enam und sich ände nden Lagen
sehen sich BOS dami kon on ie , ih e bishe p ak izie en Ansä ze on Wissensmanagemen zu ana-
lysie en, anzupassen und wei e zuen wickeln.
Wi wünschen Ihnen iel F eude beim Lesen!
Celia No , Pe a Tille und Alexande Feke e
1 Das P ojek WAKE (Mig a ionsbezogenes Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z de Zukun ) wi d ge ö de du ch
das BMBF im Rahmen des P og amms „Fo schung ü die zi ile Siche hei 2012-2017“ (P ojek lau zei 10/2018-09/2021).
P ojek pa ne sind neben de TH Köln, übe die dieses Glossa en s anden is , die Ka as ophen o schungss elle de FU
Be lin, das DRK, das THW und die JUH. Assoziie e Pa ne sind u.a. das BAMF, de ASB und de MHD.
2 Um die Lesba kei zu gewäh leis en, haben wi in de Einlei ung on de klassischen wissenscha lichen Zi ie weise abge-
sehen. Die Gedanken und Ideen zum Wissensmanagemen be uhen au olgende Publika ionen: Aue und S u z (2007), Bü -
gel (1998); Co ey und P oß-Gill (2006); Da enpo und P usak (1999); Ge ha ds und T aune (2011); Meusbu ge (2018);
Pi che (2014); P obs e al. (2012); S embe und Göbel (2013)
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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
1. Einlei ung
Vielleich kennen Sie das aus Ih e Behö de ode O ganisa ion auch: E ah ungen we den unzu-
eichend au gea bei e und das Rad wi d imme wiede neu e unden. Neue Ideen und Vo schläge
bleiben unbe ücksich ig , weil man bes imm e Dinge „schon imme so gemach ha “. Ku ze Gesp äche
in de Ka eeküche gel en als „Kla sch“, obwohl sie o seh in o ma i sind. Du ch eine hohe Mi a bei-
e luk ua ion geh we olles Wissen e lo en. Es gib zwa eine Da enbank, wich ige In o ma ionen
lassen sich abe nu schwe inden.
Diese Beispiele e deu lichen die Rele anz eines um assenden „Wissensmanagemen s“. Das Wo
selbs wi k au den e s en Blick e was absch eckend, besag abe eigen lich nich s ande es als:
- Eine BOS e kenn , wie wich ig Wissen gene ell is , um ih e Ziele zu e eichen.
- Sie de inie genau, welches Wissen sie b auch , um ih e Au gaben e ek i und e izien zu
e üllen, abe auch, welches Wissen nich geb auch wi d.
- Da au hin mach sie das in de BOS be ei s o handene, abe auch ehlende und nich meh
benö ig e Wissen aus indig (z.B. Handlungslei äden, Checklis en, Leh büche ). Ebenso iden i-
izie sie be ei s bes ehende Ins umen e (z.B. Lessons Lea ned, Fo bildungsangebo e, pe -
sönliche Ne zwe ke de Mi a bei enden) und echnischen Hil smi el on Wissensmanage-
men (z.B. Da enbanken).
- Sie gene ie neues Wissen aus gemeinsamen o ganisa ionalen E ah ungen und dem implizi-
en (also E ah ungs-) Wissen de Mi a bei enden (z.B. du ch egelmäßige E alua ionen) und
e gänz die o handenen Bes ände, alls nö ig, du ch Wissen on außen (z.B. mi Hil e on
Fachleu en, Fo bildungsangebo en).
- Sie b ing das Wissen in eine leich e s ändliche Fo m und O dnung (O ganig amme, Yellow
Pages, kla und ein ach s uk u ie e Da enbanken, kla e Kommunika ionswege, Ve sch i li-
chung des gene ie en Wissens in Handlungslei äden, Checklis en e c.).
- Sie mach es ü die Mi a bei enden so e ügba , dass auch sie ih e Au gabe inne halb de
O ganisa ion sinn oll und e olg eich e üllen können. Du ch Schulungen, Handlungslei äden
e c. wi d das gene ie e Wissen wiede in die O ganisa ion zu ückge üh .
- Da es sich bei Wissensmanagemen um kein einmalig zu e eichendes Ziel, sonde n um einen
o lau enden P ozess handel , muss sich eine BOS imme wiede au s Neue mi den ge ade
besch iebenen Sch i en auseinande se zen. Die Wissensbes ände müssen s ändig übe p ü
und ak ualisie we den. Zudem wi d keine BOS bei de Ein üh ung eines Wissensmanage-
men s on G und au neu an angen, sonde n imme au be ei s bes ehenden Teillösungen au -
bauen und du ch wei e e e gänzen3.
Vielleich agen Sie sich je z : Wenn Wissen schon in Da enbanken o ganisie wi d, egelmäßige E a-
lua ionen s a inden und E ah ungen in Lessons Lea ned au gea bei e we den – wa um b auch eine
BOS da übe hinaus dann noch ein gesonde es und zei au wändiges Wissensmanagemen ? Diese
F age is be ech ig , wenn Wissensmanagemen als e was Zusä zliches und Belas endes wah genom-
men wi d. Alle dings bewi k e ek i es Wissensmanagemen das genaue Gegen eil: Nach eine an-
änglichen, siche lich ans engenden Ein üh ungs- und Umgewöhnungsphase e möglich es nich nu
3 Diese P ozess de De ini ion on Wissenszielen und dem da an anschließenden Iden i izie en, E we ben, En wickeln,
(Ve -)Teilen, Nu zen, Bewah en und Bewe en on Wissen besch eib den sogenann e Wissensk eislau on P obs e al.
(2012), aus üh liche e In os dazu im Anhang.
8
Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
die Ve ein achung on A bei sabläu en, sonde n auch die Kla hei on Ve an wo lichkei en, S uk u-
en und Kommunika ion und dadu ch die Fö de ung de Mo i a ion und Leis ungss ä ke de Mi a bei-
ende.
Auch wenn in den BOS be ei s in Teilen Wissensmanagemen be ieben wi d, bes ehen diese einzelne
S a egien meis isolie nebeneinande he . Nich zule z , weil kla e S uk u en, A bei sabläu e, Zu-
s ändigkei en und Kommunika ionswege ehlen, we den einzelne P ak iken nich mi einande e -
ne z und dahe ih e Po en iale nich oll ausgeschöp . Ein um assendes und s a egisches Wissens-
managemen ha den Meh we , dass es diese Teillösungen sinn oll mi einande e binde , sie au ein
übe geo dne es Ziel aus ich e und die Mi a bei enden dadu ch den Nu zen de Maßnahmen ü die
E üllung ih e Au gaben e kennen. Es s eh in wenige Zei meh und meh Wissen zu Ve ügung
s eh , dessen Gül igkei alle ding gleichzei ig kü ze wi d. Aus diesen G ünden muss in en sp echend
kü ze e Zei imme meh Wissen gesich e , e a bei e , ge eil , übe a bei e , wei e en wickel und an
das Lei bild eine BOS angepass we den. Diese könn e ih e Au gaben e izien e und e ek i e e ül-
len, wenn es eine kla e e Vo s ellung da übe gäbe, welches Wissen ü die E eichung ih e Ziele no -
wendig is und welches unnö ige Wissen ge os „ e gessen“ we den kann. Im zielge ich e en Iden i-
izie en, Ve ne zen und Anwenden des ele an en und geeigne en Wissens lieg dahe de Schlüssel
ü den Nu zen eines um assenden Wissensmanagemen s.
Eine de wich igs en Au gaben on Wissensmanagemen , auch im Be ölke ungsschu z, is es, das in-
di iduelle, implizi e Wissen und die E ah ungen de Mi a bei enden (das meis schwe in Wo e zu
assen is ), ü die O ganisa ion explizi , also sich ba , e ügba und nu zba zu machen. So kann es
übe pe sonelle und s uk u elle Ve ände ungen hinweg e hal en bleiben und geh nich e lo en. Mi
dem s e igen Anwachsen und de Bedeu ungszunahme on Wissen ha ein ie g ei ende Wandel in
de A de A bei ( on o wiegend kö pe liche zu o wiegend geis ige A bei ) und de Beschä i-
gungss uk u s a ge unden (u. a. weil iele eiwillige Hel e au g und de g oßen Dis anz zwischen
ih em haup be u lichen A bei spla z und ih em Wohno ü das Eh enam nu noch eingesch änk zu
Ve ügung s ehen). Wissen is imme an den Menschen gebunden, allein on ihm is es abhängig, ob
e sein Wissen zu Ve ügung s ell ode nich . Dami muss abe auch de Umgang mi den Mi a bei-
enden on G und au neu übe dach we den. Diesem Ums and kann eine BOS am bes en ge ech
we den, wenn sie bei de Ein üh ung eines Wissensmanagemen s nich nu den O ganisa ionszielen
und echnischen Lösungen Beach ung schenk , sonde n ge ade auch den Mi a bei enden einen g oßen
S ellenwe ein äum . Ein Wissensmanagemen kann in eine BOS also nu dann e olg eich einge üh
we den, wenn alle d ei Dimensionen (Technik, O ganisa ion und Mensch)4 beach e we den.
Die O ganisa ion und ih e Lei ung müssen sich zunächs übe die Wich igkei und den S ellenwe on
Wissen zu E üllung de Au gaben kla we den. Die Ein üh ung eines Wissensmanagemen s kann nu
e olg eich sein, wenn man on seinem Nu zen übe zeug is und es on de Füh ungsebene ückhal -
los ge ö de wi d. Ein Wissensmanagemen soll e dabei nich als e was Unna ü liches on außen au -
gezwungen we den. Es soll e ielmeh an die jeweilige Behö den- und O ganisa ionss uk u und -kul-
u sowie an be ei s o handene Elemen e eines Wissensmanagemen s angepass we den.
Ein Wissensmanagemen läss sich zwa auch ohne echnische Hil smi el ein üh en, mi Hil e eines
O dne sys ems angesich s de Menge an Dokumen en, mi denen mi le weile gea bei e wi d, is das
4 Hie bei handel es sich um das sogenann e TOM-Modell on Bullinge e al. (1998).
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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
abe kaum noch möglich. Eine kla s uk u ie e Da enbank, Diskussions o en, Social Media, Yellow
Pages und ande e IT-Lösungen sind eine gu e Basis ü eine leich e s ändliche und dami eibungslose
Kommunika ion in eine O ganisa ion. Alle dings is es allein mi de Ein üh ung eine Da enbank als
Wissensmanagemen eben nich ge an. Die bes e Da enbank hil nich s, wenn die Mi a bei enden sie
nich nu zen, weil sie nich wissen, wo genau sie ih Wissen ablegen sollen ode wie sie au das Wissen
ande e Mi a bei enden zug ei en können. Viele sind, aus un e schiedlichen G ünden, auch nich ge-
will , ih Wissen de Allgemeinhei zu Ve ügung s ellen.
Hie komm die d i e Dimension ins Spiel: de Mensch. Das a bei s ele an e Wissen, das die Mi a -
bei enden besi zen, is ih Kapi al, abe auch das de O ganisa ion. Die Mi a bei enden we den dieses
Kapi al nu in eine e auens ollen und we schä zenden A mosphä e ge ne zu Ve ügung s ellen.
Eine solche A mosphä e bedeu e u. a.: alle Mi a bei enden sind wich ige Wissens äge , nich nu das
Füh ungspe sonal; Fehle we den nich als Ve sagen, sonde n als Möglichkei zum Le nen gesehen;
Mi a bei ende können da au e auen, auch wei e hin geb auch und geschä z zu we den, obwohl
sie ih Wissen de Allgemeinhei zu Ve ügung s ellen. Eben alls gehö dazu, nich nu die g ei ba en
Mi el und Me hoden ü Wissensmanagemen in den P ozess au zunehmen (z. B. Schulungen, Da en-
banken, kla e Kommunika ion und S uk u en, Yellow Pages, Lei äden e c.). Es soll e ielmeh ganz
bewuss aus de b ei en Pale e an Hil smi eln, Kommunika ions- und Ve ne zungswegen geschöp
und diese als we olle E gänzung in eg ie we den. Hie zu gehö en o allem auch in o melle Ab-
läu e, pe sönliche Ne zwe ke und Ka eepausen- bzw. Zwischen-Tü -und-Angel-Gesp äche. Sie bes im-
men das O ganisa ionsleben so ode so und dahe lohn es sich, sie als ele an e Fo m des In o ma-
ions- und Wissensaus ausches anzue kennen und zu nu zen. Denn diese A on Aus ausch ö de
Ve auen, Zusammenhal , Kollegiali ä und dami schließlich die Mo i a ion de Mi a bei enden.
Wenn eine BOS das o ganisa ionale Wissen und das pe sönliche Wissen ih e Mi a bei enden be ei s
gu o ganisie und sinn oll nu z , b auch sie kein zusä zliches Wissensmanagemen ein üh en. Wenn
alle dings we olle zei liche, inanzielle und pe sonelle Ressou cen e lo en gehen, weil es an kla en
Zus ändigkei en und Kommunika ionswegen ehl , we olles Wissen in uns uk u ie en Da enban-
ken e lo en geh und sich A bei sabläu e unnö ig wiede holen, dann emp iehl es sich, übe die Ein-
üh ung eines s uk u ie en und um assenden Wissensmanagemen s nachzudenken. Abe : Wissens-
managemen bie e keine schnelle Lösung. Es bedeu e , sich au einen langen Ums ellungsp ozess ein-
zulassen, in dessen Ve lau auch die Mi a bei enden mi einbezogen we den müssen. Denn sie sind
die Fachleu e ü den konk e en Beda an benö ig en Lösungen. Zudem is die Umse zung on Wis-
sensmanagemen in die P axis seh iel schwie ige als die schöne Idee. Denn selbs , wenn die Mo i-
a ion da is , ein Wissensmanagemen einzu üh en, ze b ich de gu e Vo sa z meis schnell wiede
da an, dass man wede weiß, wo man an angen, noch wie man das Ganze eigen lich konk e umse zen
soll. Fü die p ak ische Ein üh ung muss man sich dahe e ah ene Wissensmanagemen -Expe Innen
zu Sei e holen. Wissensmanagemen is eine Eins ellung, eine Geis eshal ung gegenübe den ak uel-
len Ve ände ungen und En wicklungen (u.a. Zuwachs on Wissen, Technologien, demog aphische
Wandel). Am Ende eines langen und siche lich auch ans engenden P ozesses ha man abe eine BOS
mi o ene Kommunika ion, kollegiale und p oduk i e Zusammena bei und mo i ie en Mi a bei-
enden, die ih Wissen und ih e A bei sk a de Behö de bzw. O ganisa ion ge ne zu Ve ügung s el-
len. Ge ade im Be ölke ungsschu z, dessen obe s es Ziel es is , Menschenleben zu beschü zen, is
diese Au gabe on besonde e Bedeu ung.
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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Wissensziele
No ma i
Ope a i
S a egisch
Le nenden
O ganisa ion
Pe sönliches
Wissensmanagemen
O ganisa ionales
Wissensmanagemen
Wissensmanage-
men p oblem
Me hoden des
Wissensmanage
men s
B ains o ming
Bes P ac ice
Da enbanken
Diskussions- o en
Fo bildungen
Gelbe Sei en
G uppen-
mee ings
G oupwa e
Kollegiale
Ne zwe ke
Lessons Lea ned
Planspiele
Soziale Medien
Übungen
Wiki
Wissensland-
ka en

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A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Zen ale Beg i e des
Wissensmanagemen s
De ini ionen/
E läu e ungen
Anwendungsbeispiel
im Be ölke ungsschu z
A
A en on Wissen
Un e scheidung zwischen eine Vielzahl on Wissensa en und E -
scheinungs o men in de Fachli e a u . In diesem Glossa inden sich
De ini ionen ü die gängigs en A en, on denen iele als Gegensa z-
paa e genann we den. [10, 15]
➔ Explizi es Wissen, Ex e nes Wissen, Implizi es Wissen, Indi i-
duelles Wissen, In e nes Wissen, Kollek i es Wissen, objek i-
es Wissen, Subjek i es Wissen
Kein Beispiel, da Sammelbeg i
B
Bes P ac ice
Fü eine bes imm e P oblems ellung e a bei e e Lösung, welche die
da ü bes mögliche Lösung da s ell . Bes möglich bedeu e , dass diese
Lösung mi ande en inne halb ode auße halb de O ganisa ion e gli-
chen und als bes e e kann wu de. [15]
➔ Me hoden des Wissensmanagemen
Dami eine BOS ih e Au gaben besse e üllen kann, e a bei e sie zum Beispiel
Handlungsabläu e ü Einsä ze, in denen die ideale Lösung zu Einsa zbewäl igung
besch ieben wi d und die die bishe igen Handlungsabläu e e se z .
Bes ände on Wissen
Exis ie endes indi iduelles und kollek i es Wissen in eine O ganisa-
ion bezogen au bes imm e Sachgebie e [21]
➔ Wissensbasis
Alles Wissen, das z.B. zum Sachbe eich bauliche B andschu z in eine BOS o han-
den is , zähl zu ih en Wissensbes änden. Dabei handel es sich nich nu um das o -
ganisa ionale Wissen, wie Lei äden e c., sonde n auch um das Wissen de einzel-
nen Mi gliede .
Be ölke ungswissen
Häu ig nich dokumen ie e In o ma ionen und Einschä zungen übe
exis ie ende, sich e ände nde ode neue Ge ah en aus eilweise ge-
ne a ionsübe g ei enden Kenn nissen de Umgebung [3]
Au g und langanhal ende T ockenhei komm es zu einem Waldb and. Ein lokale
Landwi kenn den Fo s wie seine Wes en asche. Als die Feue weh ankomm ,
kann e ih den bes en Zu ah sweg weisen. Mi Hil e dieses Be ölke ungswissens
e lie die Feue weh keine we olle Zei beim E eichen de B ands elle.
Bewah ung on Wissen
Bewuss e Auswahl, Speiche ung und Siche ung on ele an em Wis-
sen [15, 21]
➔ Wissensk eislau
In eine Einsa znachbesp echung s ellen die Einsa zk ä e es , welches Wissen sich
ü die Lagebewäl igung als hil eich e wiesen ha und dahe es gehal en we den
muss und welches Wissen ü zukün ige P ozesse unwich ig is bzw. gewo den is
und dahe nich bewah we den muss.
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A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Zen ale Beg i e des
Wissensmanagemen s
De ini ionen/
E läu e ungen
Anwendungsbeispiel
im Be ölke ungsschu z
Bewe ung on Wissen
Messung des E olgs de du chge üh en Wissensmanagemen maß-
nahmen en sp echend de zu o gese z en Wissensziele [21]
➔ Wissensk eislau , Ziele on Wissen, No ma i es Wissensziel,
ope a i es Wissensziel, S a egisches Wissensziel
Eine BOS ha beschlossen, dass ie eljäh lich ein B ains o ming zu Beu eilung on
Einsa zs a egien du chge üh wi d. Nach einem Jah zieh sie Bilanz und bewe e ,
ob dieses Fo ma e olg eich ü die En wicklung besse e Einsa zs a egien wa und
zukün ig wei e ge üh we den soll.
C
Communi ies o P ac ice
➔ Kollegiale Ne zwe ke
D
Da en
Sammlung und Messung on Beobach ungen. Ih e Bedeu ung wi d
e s dann deu lich, wenn sie in einen bes imm en sachlichen Zusam-
menhang ges ell we den. [20]
➔ Wissens eppe, In o ma ionen
Die S ad en wässe ungsbe iebe Köln sammeln sys ema isch Da en übe Wasse -
s and, Fließgeschwindigkei e c. des Rheins und be ei en diese au . Die da aus en -
s andenen Da en können die Be iebe nun bei zukün igen Hochwasse e eignissen
als En scheidungsg undlage nu zen.
Da enbanken
Technische Me hode zu Ve wal ung, A chi ie ung und Reche che on
In o ma ionen [15, 21]
➔ Me hoden des Wissensmanagemen
Alle In o ma ionen, die eine BOS zu E üllung ih e Au gaben dienen, also z.B. Ein-
sa zpläne, Bes P ac ice, Handlungslei äden e c., we den in eine Da enbank ge-
speiche und o ganisie . Von do können sie on alles Mi gliede n auch wiede
abge u en und e wende we den.
Decla a i e knowledge
➔ Konzep uelles Wissen
Diskussions o en
IT-Pla o m, die die Kommunika ion äumlich nich zusammena bei-
ende Teams e möglich und e leich e . F agen können bean wo e ,
Lösungen e a bei e und Bei äge gespeiche we den. [12]
➔ Me hoden des Wissensmanagemen
Ve schiedene O sg uppen eine BOS bilden ein Diskussions o um, um sich übe
mögliche Vo gehensweisen und Lösungen in Einsä zen auszu auschen.
E
Eingebe e es Wissen
Sozial kons uie es Wissen is eingebe e in den jeweiligen O ganisa-
ionskon ex und nich objek i o gegeben [11, 14]
An on Schmi z wechsel au g und eines Umzugs on den Johanni e n zu DRK und
me k e s dann welche un e schiedlichen A bei s ou inen es in den beiden O gani-
sa ionskul u en gib .
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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Zen ale Beg i e des
Wissensmanagemen s
De ini ionen/
E läu e ungen
Anwendungsbeispiel
im Be ölke ungsschu z
Embedded knowledge
➔ Eingebe e es Wissen
Embodied knowledge
➔ Ve inne lich es Wissen
Emb ained knowledge
➔ Konzep ionelles Wissen
Encoded knowledge
➔ Kodie es, objek i ie es Wissen
Encul u ed knowledge
➔ Kul u elles Wissen
En wicklung on Wissen
Bildung neuen Wissens, du ch die En wicklung neue Fähigkei en in-
ne halb eine O ganisa ion [15, 21]
➔ Wissensk eislau
Fü die En wicklung on o ganisa ionsin e nem Wissen s ehen zahl eichen K ea i -
echniken zu Ve ügung. Die Lei ung e ans al e bei eine Mi gliede e sammlung
ein B ains o ming zum Thema E ek i e Wa nung de Be ölke ung im K isen all und
kann da aus einen neuen Handlungslei aden en wickeln.
E eigniswissen
Wissen inne halb und auße halb de O ganisa ion übe E eignisse und
T ends [14, 15]
➔ Gegens andswissen
Im Themenbe eich de E s en Hil e gib es egelmäßig medizinische E kenn nisse.
Eine BOS in o mie sich übe diese und in eg ie sie in ih e A bei sabläu e.
E ah ung
Bes and eil implizi en Wissens, o nu schwe in Wo e zu assen und
sch i lich zu dokumen ie en. Sie hel en neue Si ua ionen mi hil e e -
gangene E lebnisse einzuo dnen und zu e s ehen. [11, 15]
➔ G ound u h, Implizi es Wissen
➔ Ve inne lich es Wissen
Im Kölne Ka ne al wi d ein Hel e on ein paa Jecken zu einem au dem Boden lie-
genden Mann ge u en. Du ch seine 20-jäh ige E ah ung im Sani ä sdiens de JUH
e kenn e so o , dass es sich um eine Alkohol e gi ung handel , ohne die Symp-
ome im Einzelnen bewuss ü sich du chgehen zu müssen.
E ah ungsscha z
Du ch p ak ische Anwendung heo e ische Konzep e en s andene E -
kenn nisse
➔ E ah ung
Die Feue weh -Diens o sch i 3 e klä heo e isch jeden kleinen Sch i ü einen
konk e en Löscheinsa z. Diese Ablau wi d so lange eingeüb , bis alle Einzelhei en
in den E ah ungsscha z de Einsa zk ä e übe gegangen sind.
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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Zen ale Beg i e des
Wissensmanagemen s
De ini ionen/
E läu e ungen
Anwendungsbeispiel
im Be ölke ungsschu z
E we b on Wissen
Ve b ei e ung de indi iduellen und o ganisa o ischen Wissensbasis
[15, 21]
➔ Wissensk eislau
Eine BOS ehl nach de Ein üh ung des neuen BHKG (Gese z übe den B andschu z,
die Hil eleis ung und den Ka as ophenschu z) in NRW die nö ige ju is ische Kompe-
enz. Dahe zieh sie eine ex e ne Expe in ü eine Schulung des Pe sonals hinzu
und e wi b sich somi das nö ige Wissen.
E en knowledge
➔ E eigniswissen
Explizi es Wissen
Alles bewuss e, sp achlich o mulie ba es und e sch i lichba es Wis-
sen. Es is allgemein zugänglich und p oblemlos au e schiedene Zu-
sammenhänge übe agba . [11, 12]
➔ Implizi es Wissen
Bei den JUH soll Wissensmanagemen einge üh we den. EineMi a bei e is nun
beau ag die Vielzahl an explizi em, e sch i lich em Wissen, z.B. Büche , Leh bü-
che und Schulungsma e ial, Handlungslei äden, Check-Lis en, Da enbanken,
Diens o sch i en e c. zu sammeln und zu s uk u ie en.
Ex e nes Wissen
Alles Wissen, das eine O ganisa ion und/ode einzelnen Mi gliede n
nich selbs zu Ve ügung s eh und dass sie on auße halb hinzuge-
zogen we den muss [11]
➔ In e nes Wissen
Au de A1 is ein Ge ah en anspo e on de Fah bahn abgekommen. Nach de
wei äumigen Spe ung zieh die Feue weh das TUIS (T anspo -Un all-In o ma-
ions- und Hil eleis ungssys em) des Ve bandes de chemischen Indus ie ü den
achge ech en Umgang mi den en wichenen Chemikalien zu Ra e. Weil dieses Wis-
sen bei de Feue weh in e n nich zu Ve ügung s eh , muss sie au diese ex e ne
Wissensquelle zu ückg ei en.
F
-
-
-
G
Gegens andswissen
Wissen mi Bezug zum "Gegens and", also übe was e was gewuss
wi d [11, 14,15]
➔ A en on Wissen, Inhabe wissen
Kein Beispiel, da Sammelbeg i
Gelbe Sei en
Ve zeichnis, in dem alle Mi a bei enden mi ih en Fähigkei en, ih em
Fachwissen und wei e en Kon ak in o ma ionen egis ie sind. E -
möglich ein schnelles Au inden on Ansp echpa ne . Häu ig mi
dem englischen Beg i Yellow Pages bezeichne . [12, 15, 20]
➔ Me hoden des Wissensmanagemen
Eine BOS leg zu besse en Übe sich in e ne S uk u en Gelbe Sei en an. Jede
Mi a bei ende üll da ü einen S eckb ie mi allen ele an en In o ma ionen aus,
z.B. Name, Ausbildung, Fachkenn nisse, Sp achen, Hobbies, Fo o e c. Mi Hil e eine
Such unk ion können die Mi a bei enden nun schnell, auch übe Ab eilungsg enzen
hinweg, Ansp echpa ne ü bes imm e F agen inden.
Genese on Wissen
Eines de e schiedenen Modelle on Wissensen s ehung. Die Genese
on Wissen is ein Modell on Da enpo und P usak (1999). [9]
➔ Modelle de Wissensen s ehung
Kein Beispiel, da Modell
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E läu e ungen
Anwendungsbeispiel
im Be ölke ungsschu z
G ound u h
➔ E ah ungsscha z
G oupwa e
In o ma ions- und Kommunika ions echnologie, die gemeinsames
A bei en meh e e Pe sonen übe äumliche Dis anzen hinweg online
a bei en e möglich . Zum Beispiel zu E s ellung on gemeinsamen
Dokumen en, G uppen e minkalende , Videokon e enzsys eme,
schwa ze B e e . [4]
➔ Me hoden des Wissensmanagemen
Eine BOS will zu Einsa z o be ei ung und zum Einsa z o gehen Dokumen e e s el-
len, in de das Fachwissen e schiedene Be eich ein ließ . Da es aus zei lichen
G ünden seh schwie ig is , die en sp echenden Fachleu e an einen Tisch zu b in-
gen, wi d eine Onlinepla o m einge ich e , in de die Be eilig en gemeinsam an
den Dokumen en a bei en können. Sie können dies sowohl zu e schiedenen Zei en
als auch on e schiedenen O en aus un.
H
-
-
-
I
Iden i ika ion on Wissen
Sammlung und Dokumen a ion on Wissen und E ah ungen inne -
halb eine O ganisa ion zu Fes s ellung des bes ehenden Wissensum-
angs. Diese E kenn nisse können dadu ch sowohl o ganisa ionsin e n
als auch -ex e n s uk u ie zu Ve ügung ges ell we den. [21]
➔ Wissensk eislau
Nach de LÜKEX 2018 we den in de Ab eilung K isenmanagemen des BBKs die ge-
wonnenen E kenn nisse de Einsa zk ä e iden i izie , also gesammel , dokumen-
ie und sys ema isch ausgewe e . In Fo m on Lessons Lea ned- und Bes P ac-
ice-Dokumen en, Vo ägen und Wo kshops we den sie sowohl an in e nen als
auch ex e nen In e essie en zu Ve ügung ges ell .
Implizi es Wissen
Indi iduelles, meis in ui i es, in de eigenen Tä igkei und E ah ung
ie e anke es Wissen. O mals is man sich dieses Wissens nich be-
wuss und kann es dahe nu schwe in Wo e assen und wei e ge-
ben. [2, 18]
➔ Explizi es Wissen, E ah ung, A en on Wissen
Eine langjäh ige Mi a bei e in des Räumdiens es in Köln weiß nach eine S u m-
nach in ui i welche S aßen zue s ge äum we den müssen. Die eingehenden
Fak en bes ä igen ih e Ve mu ung. Da sie ku z o ih e Pensionie ung s eh , be-
s eh die Ge ah , dass dieses implizi e Wissen mi ih em Ausscheiden e lo en geh .
Indi iduelles Wissen
Implizi es und/ode explizi es, an eine Pe son, max. an einen engen
Pe sonenk eis gebundenes Wissen [4, 11]
➔ Kollek i es Wissen, E ah ung, Explizi es Wissen, Implizi es
Wissen
Das Wissen, das in eine BOS zu einem bes imm en Sachbes and an eine Pe son o-
de einen engen Pe sonenk eis gebunden is .
In o ma ionen
Fü eine Pe son ode O ganisa ion ele an en Da en. Aus Da en we -
den In o ma ionen und diese bilden die G undlage ü die En s ehung
on Wissen [20]
➔ Modelle de Wissensen s ehung
Die du ch die Auswe ung de Da en zum Rheinpegel en s andenen In o ma ionen
geben Aussagen da übe , dass Hochwasse e eignisse im F ühjah gehäu o kom-
men.

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E läu e ungen
Anwendungsbeispiel
im Be ölke ungsschu z
In o ma ionsmanagemen
Alle P ozesse zu E assung, O ganisa ion und S eue ung on In o ma-
ionen in eine O ganisa ion. Es bilde die G undlage ü ein e ek i es
Wissensmanagemen . [3]
Bei de Ein üh ung eines Wissensmanagemen s kann eine BOS au die in e ne Da-
enbank als In o ma ionsmanagemen sys em au bauen, in de die Mi a bei enden
säm liche In o ma ionen zu e gangenen Einsä zen einge agen haben.
Inhabe wissen
Wissen mi Bezug zum "Inhabe ", also wie das Wissen mi de Pe son
ode O ganisa ion e bunden is [11, 14, 15]
➔ Gegens andswissen, A en on Wissen
Kein Beispiel, da Sammelbeg i
Ins umen e des
Wissensmanagemen s
➔ Me hoden des Wissensmanagemen
In e nes Wissen
Inne halb eine O ganisa ion o handenes Wissen [11]
➔ Ex e nes Wissen, A en on Wissen
Das Wissen, das inne halb eine BOS zu einem bes imm en Sachbes and o handen
is , im Gegensa z zu dem Wissen, das da ü on auße halb he angezogen we den
muss.
J
-
-
-
K
Kodie es, objek i ie es Wissen
Explizi o handenes Wissen in Fo m on Da enbanken, Fo meln, Re-
geln usw. [14]
➔ Explizi es Wissen, Inhabe wissen, objek i es Wissen
Alles Wissen, das in eine BOS sch i lich dokumen ie is und in Da enbanken ode
Büche n e c. nachgeschlagen we den kann, z.B. Handlungslei äden, Fo meln (wie
z.B. die Risiko o mel)
Kollegiale Ne zwe ke
Ne zwe ke, in denen sich Fachleu e o ganisa ionsin e n und -ex e n
mi einande übe gemeinsame achliche Themen und E ah ungen
aus auschen [2, 11]
E ah ung
Die Füh ungsk ä e meh e e DRK und THW O s e bände e en sich egelmäßig
und besp echen die Einsa z ak ik ü kommende Ve ans al ungen. Du ch diesen
achlichen Aus ausch bilden sie kollegiale Ne zwe ke
Kollek i es Wissen
Wissen, übe das alle ode zumindes iele Mi gliede eine O ganisa-
ion e ügen, ode gemeinsam da au zug ei en können [2, 11]
➔ Indi iduelles Wissen, objek i es Wissen, Subjek i es Wissen
Das kollek i e Wissen, das in eine BOS zu einem bes imm en Sachbes and allge-
mein e ügba und nich an bes imm e Pe sonen gebunden is , z.B. Handlungslei -
äden, Vo sch i en, e ablie e Ve hal ensweisen e c.
Konzep ionelles Wissen
Die Fähigkei om Einzel all au gene elle Mus e zu schließen [11, 14]
➔ Inhabe wissen
Nach meh e en Einsä zen au G oß e ans al ungen, bei denen ein DRK-Mi glied
au geb ach e Besuche Innen be uhig ha , kann e je z e kennen, mi Hil e welche
psychologischen Techniken e p inzipiell be uhigend au Menschen einwi ken kann.
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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
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E läu e ungen
Anwendungsbeispiel
im Be ölke ungsschu z
Konzep uelles Wissen
Wissen übe Sachbes ände (Fak enwissen) [11, 14, 15]
Gegens andswissen
In Ausbildungsleh gängen an de AKNZ le nen die Teilnehmenden die Ände ungen
on Gese zen und Vo sch i en, z.B. die Neue ungen in de Konzep ion Zi ile Ve -
eidigung (KZV)
Kul u elles Wissen
In de jeweiligen O ganisa ionkul u o handenes Wissen, Selbs e -
s ändnis, die gemeinsamen O ien ie ungen und We e. Wi d on den
Mi gliede n du ch Sozialisa ionsp ozesse an neue Mi gliede wei e ge-
geben. [14]
➔ Inhabe wissen, Implizi es Wissen
Abgesehen om übe g ei enden Ziel im Be ölke ungsschu z, Menschen in No lagen
zu hel en, se z jede einzelne BOS ü sich noch einmal in e n Schwe punk e, z.B.
lieg o allem die echnische Komponen e in de Hand des THWs, wäh end die
Hil so ganisa ionen ehe einen medizinischen und be euungs echnischen Fokus ha-
ben.
L
Le nende O ganisa ion
Du ch Wissensmanagemen wi d eine O ganisa ion zu "le nenden O -
ganisa ion". Diese se z sowohl die Le nbe ei scha de Mi a bei en-
den o aus als auch eine O ganisa ionskul u , in de Wissens- und E -
ah ungsaus ausch g undlegende Bes and eil sind. [22]
Kein Beispiel, da Obe beg i
Lessons Lea ned
Sys ema ische Dokumen a ion und Au be ei ung on E ah ungen in
eine O ganisa ion, du ch die sie aus E olgen und Misse olgen sys e-
ma isch le nen und ih e P ozesse op imie en kann [15, 17]
➔ Me hoden des Wissensmanagemen
Nach einem Einsa z wi d im Team nach eine bes imm en S uk u au gea bei e ,
was gu und was wenige gu gelau en is . Die E kenn nisse we den anschließend in
zukün ige Einsa zabläu e in eg ie .
M
Me akogni i es Wissen
➔ Konzep ionelles Wissen
Me hoden des Wissensma-
nagemen
Hil smi el zu p ak ischen Anwendung und Umse zung des Wissens-
managemen [14]
Mi Hil e e schiedene Ins umen e und Me hoden (z.B. B ains o ming, Lessons
Lea ned, Bes P ac ice, Übungen, Planspiele, Fo bildungen, Dokumen ensys eme,
Kollegiale Ne zwe ke, G uppenmee ings e c.) kann das Wissensmanagemen eine
BOS in die P axis umgese z we den.
Modelle des Wissensmanage-
men s
In de Fachli e a u we den die Bezeichnungen "Wissensmanagemen -
modell" und "Wissensmodell" nich deu lich un e schieden. Dahe
we den hie im Glossa en sp echende Wissensmanagemen lösungen
als "Ansä ze on Wissensmanagemen " bezeichne .
Kein Beispiel, da Obe beg i
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De ini ionen/
E läu e ungen
Anwendungsbeispiel
im Be ölke ungsschu z
Modelle de Wissensen s ehung Es gib e schiedene Modelle, wie Wissen en s eh , z.B. Wissenspy a-
mide, Wissensspi ale, Wissens eppe, Genese on Wissen. [11]
Kein Beispiel, da Sammelbeg i
N
Nich wissen
Bewuss e ode unbewuss e Mangel an Wissen als unumgängliche
Bes and eil on Wissensmanagemen [13, 20]
Nich wissen is bis zu einem bes imm en Ausmaß un e meidba e Bes and eil des
Be ölke ungsschu zes und de bewuss e Blick au ehlende Bes ände on Wissen
kann zu eine Übe lebens age we den. Alle dings is es wich ig abzuwägen, wie iel
Wissen und Nich wissen ü eine konk e e En scheidungssi ua ion nü zlich is .
No ma i es Wissensziel
Ve anke ung de Bedeu ung on Wissen im O ganisa ionslei bild und
in de O ganisa ionskul u [12]
➔ Ziele on Wissen, ope a i es Wissensziel, S a egisches Wis-
sensziel
Als einen de zen alen Punk e ih es O ganisa ionslei bildes leg eine BOS als no -
ma i e Wissensziel es , dass Wissen eine he aus agende Rolle ü die E üllung ih-
e Au gabe im Be ölke ungsschu z spiel . Da ü möch e sie das Wissen und die E -
ah ungen aus den e gangenen Einsä zen zielge ich e ü zukün ige Einsä ze nu -
zen.
Nu zung on Wissen
Eines de Ziele des Wissensmanagemen s eine O ganisa ion zu Be-
wäl igung ih e Au gaben [21]
➔ Wissensk eislau
Mi Hil e on Handlungslei äden, Wei e bildungen e c. wi d den Mi gliede n eine
BOS das Wissen aus ühe en Einsä zen zu Ve ügung ges ell . So können sie es ü
zukün ige Lagebewäl igungen nu zen.
O
objek i es Wissen
Synonym zu allgemein gül igem, Kollek i es Wissen und Gegensa z zu
an den Menschen gebunden, indi iduellem Wissen [11, 15]
Das objek i e Wissen, das im Be ölke ungsschu z zu einem bes imm en Sachbe-
s and allgemein ane kann und e ügba is , z.B. Handlungslei äden, Leh büche
e c.
ope a i es Wissensziel
Umse zung de s a egischen Wissensziele im äglichen A bei sablau
[21]
➔ Ziele on Wissen, No ma i es Wissensziel, S a egisches
Wissensziel
Um ih e Expe ise im Be eich echnische Sys eme zu T inkwasse e so gung in e n
auszubauen, leg eine BOS als ope a i es Wissensziel es , dass die Mi a bei e Innen
und Hel e Innen de humani ä en No hil e jäh lich d ei Schulungen besuchen sol-
len.
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Wissensmanagemen s
De ini ionen/
E läu e ungen
Anwendungsbeispiel
im Be ölke ungsschu z
O ganisa ionales Wissensma-
nagemen
Beg i wi d in Abg enzung zum Beg i "Pe sönliches
Wissensmanagemen " e wende . Bei o ganisa ionalem
Wissensmanagemen handel es sich um eine Un e nehmenss a egie.
Dabei wi d mi Hil e on P ozessen und Me hoden
Wissensmanagemen in eine O ganisa ion einge üh .
Kein Beispiel, da Obe beg i
P
Pe sönliches Wissensmanage-
men
Wissensmanagemen des einzelnen Mi a bei e s. Es gib ähnliche Teil-
p ozesse wie beim O ganisa ionales Wissensmanagemen , de Fokus
lieg abe au den pe sönlichen Be eichen und dem indi iduellen e -
an wo ungsbewuss en Umgang mi In o ma ionen und Wissen.
Kein Beispiel, da Obe beg i
Planspiele
Anhand des Du chspielens on komplexen Si ua ionen le nen die Teil-
nehmenden e schiedene Handlungsop ionen kenne und e wei e n so
ih E ah ungswissen in einem isiko eien Rahmen [15]
➔ Me hoden des Wissensmanagemen
Um au aku e Ge ah ensi ua ionen besse eagie en zu können, üh en BOS im Vo -
eld mögliche Szena ien als Planspiele du ch.
P ocedu al knowledge
➔ P ozesswissen
P ozesswissen
Wissen übe P ozesse, also (au oma isie e) Abläu e und Zusammen-
hänge [14, 15]
➔ Gegens andswissen
In eine BOS wissen alle Mi a bei ende wie die Meldewege inne halb und zwischen
Ab eilungen ablau en, abe auch z.B. nach welchen Sch i en ein Einsa z e olg .
QR
-
-
-
S
SECI-Modell
➔ Wissensspi ale
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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Zen ale Beg i e des
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De ini ionen/
E läu e ungen
Anwendungsbeispiel
im Be ölke ungsschu z
Z
Ziele on Wissen
Rich ungsgebend ü das Wissensmanagemen . Sie legen es , welche
Bes ände on Wissen in eine O ganisa ion au gebau we den und las-
sen sich in no ma i e, s a egischen und ope a i e Wissensziele un e -
scheiden.[12, 15]
In eine BOS soll ein Wissensmanagemen einge üh we den. Übe die Fes legung
de Wissensziele wi d ein Plan e s ell , mi welchen Mi eln und Maßnahmen in
welchen Be eichen welches Know-How au gebau we den soll.

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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Abbildung Wissensk eislau
Wissen iden i i-
zie en
Wissen bewah en
Wissen nu zen
Wissen ( e ) ei-
len
Wissen en wi-
ckeln
Wissen e we ben
Wissensziele
Wissen bewe en
Abbildung 1: Wissensk eislau nach P obs e . al. (2012)
34
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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Abbildung Wissenspy amide
Abbildung 2: Wissenspy amide nach Aamod und Nygå d (1995)
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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Abbildung 3: Wissensspi ale, auch SECI-Modell genann nach Nonaka und Takeuchi (1995)
Abbildung Wissensspi ale/SECI-Modell
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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Abbildung 4: Genese on Wissen nach Da enpo und P usak (1999)
Abbildung Genese on Wissen
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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Abbildung Wissens eppe
Abbildung 5: Wissens eppe nach No h (2016)

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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Abbildung TOM-Modell
Abbildung 6: TOM-Modell nach Ge ha ds und T aune (2011)
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Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
4. Li e a u e zeichnis Einlei ung und Glossa
[1] Aamod , A. and Nygå d, M. (1995), “Di e en oles and mu ual dependencies o da a, in o ma ion, and
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[6] Bü gel, H.D. (Ed.) (1998), Wissensmanagemen , Sp inge Be lin Heidelbe g, Be lin, Heidelbe g.
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[8] Da enpo , T.H. and P usak, L. (1999), Wenn Ih Un e nehmen wüß e, was es alles weiß: Das P axishand-
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[9] Da enpo , T.H. and P usak, L. (2010), Wo king knowledge: How o ganiza ions manage wha hey know,
[Nachd .], Ha a d Business School P ess, Bos on, Mass.
[10] Feke e, A. and Hu schmid , G. (Eds.) (2018), Machba kei ss udie ü einen A las de Ve wundba kei und
Resilienz: Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z.
[11] Ge ha ds, S. and T aune , B. (2011), Wissensmanagemen : 7 Baus eine ü die Umse zung in de P axis, 4.
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[12] Ka u z, H., Geie , W. and Mi schke, T. (Eds.) (2017), Be ölke ungsschu z: No all o so ge und K isenma-
nagemen in Theo ie und P axis, Sp inge Be lin Heidelbe g, Be lin, Heidelbe g, s.l.
[13] Ka enkamp, O. (2011), Implizi es Wissen in O ganisa ionen: Konzep e, Me hoden und Ansä ze im Wissens-
managemen , Zugl.: Do mund, Techn. Uni ., Diss., 2010, Do munde Bei äge zu Sozial o schung, 1.
Au l., VS Ve lag ü Sozialwissenscha en / Sp inge Fachmedien Wiesbaden GmbH Wiesbaden, Wiesbaden.
[14] Lehne , F. (2014), Wissensmanagemen : G undlagen, Me hoden und echnische Un e s ü zung, 5., ak uali-
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[15] Meusbu ge , G. (2018), Un e nehmens üh ung mi Wissensmanagemen : Wissenso ien ie es Manage-
men aus de P axis, Meusbu ge Gun am GmbH, Wol u .
[16] Mi elmann, A., Della Schia a, M., Dücke , S. and Te hoe en, G. (2011), We kzeugkas en Wissensmanage-
men , Books on Demand GmbH, No de s ed .
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dynamics o inno a ion, Ox o d Uni . P ess, New Yo k.
[18] No h, K. (2016), Wissenso ien ie e Un e nehmens üh ung: Wissensmanagemen ges al en, 6., ak uali-
sie e und e wei e e Au lage, Sp inge Gable , Wiesbaden.
[19] Pi che , R. (Ed.) (2014), Wissensmanagemen , Wissens ans e , Wissensne zwe ke: Konzep e, Me hoden,
E ah ungen, Publicis, Some e .
[20] P obs , G.J.B., Raub, S.P. and Romha d , K. (2012), Wissen managen: Wie Un e nehmen ih e we olls e
Ressou ce op imal nu zen, 7. Au l., Sp inge Gable , Wiesbaden.
[21] Reinmann, G., Mandl, H., E lach, C. and Neubaue , A. (2001), Wissensmanagemen le nen: Ein Lei aden
zu Ges al ung on Wo kshops und zum Selbs le nen, Bel z Wei e bildung, Bel z, Weinheim.
[22] S embe , J. and Göbel, A. (2013), Wissensmanagemen in ö en lichen Ve wal ungen: Gemeinsame empi i-
sche S udie de Ma e na GmbH In o ma ion & Communica ions und de Hochschule Ha z Fachbe eich Ve -
wal ungswissenscha en.
40
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Glossa - Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
5. Wissenscha liche Aus üh ungen zum Thema Wissensmanagemen
im Be ölke ungsschu z
Die nach olgenden Ausa bei ungen zum Thema Wissen und Wissensmanagemen sind de Ve ö en -
lichung „Machba kei ss udie ü einen A las de Ve wundba kei und Resilienz (A las VR) – Wissens-
managemen im Be ölke ungsschu z“ on Hu schmid und Feke e (H sg.) (2018) en nommen. Diese
bilde den neues en S and de Fo schung zum Thema Wissensmanagemen allgemein und im Be öl-
ke ungsschu z be ei s so um assend und di e enzie ab, dass eine wei e e Ve ö en lichung keinen
Meh we e geben hä e. Mi dem Ein e s ändnis de Au o Innen Blank-Go ki, Hu schmid und Feke e
haben wi aus diese Ve ö en lichung die Kapi el I-IV und VII übe nommen und nu hie und da ein
paa kleine Ände ungen o genommen. Mi diesen Ände ungen wi d die inhal liche Aussage des U -
sp ungs ex es nich e ände . Es soll dami lediglich ein zusammenhängende Lese luss e eich we -
den, de du ch das Weglassen on Kapi el V und VI ansons en un e b ochen wo den wä e. Dies gil
auch ü die S ellen, wo wi eigene E gänzungen hinzuge üg haben. Diese sind deu lich mi „No e
al.“ gekennzeichne .
!
Gab iele!Hu schmid !!&!Alexande !Feke e!(H sg.)!
Wissensmanagemen !
im!Be ölke ungsschu z!
Machba kei ss udie! ü !einen!A las!de !
Ve wundba kei !und!Resilienz!(A las!VR)!!!
Au o en:!Ve ena!Blank-Go ki!▪!Lukas!Edbaue !▪!Alexande !Feke e!▪!
Gab iele!Hu schmid .!Un e !Mi a bei ! on:!Ma in!Blümel!▪!Ma in!
Hilljege des!▪!Ma cel!Kös e !
!
3
beein luss , e besse und übe g ei end e ne z we den kann. In diesem Zusammenhang bezieh
Wissensmanagemen als übe geo dne es Konzep die be ei s genann en Aspek e „Wissense we b und
- e mi lung“ sowie „Wissens ans e “ mi ein. Kapi el II und III machen dies im De ail deu lich. Da übe
hinaus zeig Kapi el III au , dass im Wissensmanagemen ein ganzhei liche Ansa z im Vo de g und
s eh . Technische Sys eme zu Speiche ung und Kommunika ion on Inhal en allein g ei en zu ku z. Nu
gemeinsam mi dem Blick au Ne zwe ks uk u en, neue Fo men des o ganisa ionalen Le nens und eine
in elligen e Ano dnung on O ganisa ionss uk u en e gib sich ein ag ähiges
Wissensmanagemen konzep (Ka enkamp 2011; Lehne 2012).
Wie können diese heo e ischen G undlagen und Übe legungen nun ü den Be ölke ungsschu z
genu z we den? Diese F age widme sich Kapi el IV und zeig au , welche Ansä ze aus dem
Wissensmanagemen wie ü den Be ölke ungsschu z genu z we den können. Kapi el V ass die
Ke naspek e de Da s ellung on Wissen und Wissensmanagemen noch einmal zusammen und
e such einen Ausblick zu geben.
Zusammenge ass :
 Wissen is eine zen ale und handlungsbeein lussende Ressou ce.

Wissen im Be ölke ungsschu z kann aus un e schiedlichen Pe spek i en be ach e
we den: Wissense we b und -
e mi lung sowie Wissens ans e sind mögliche
Schwe punk e. Wissensmanagemen g ei beide Aspek e als wesen liche Elemen e au und
bie e einen um assenden Ansa z zum sys ema ischen und bewuss en Umgang mi Wissen.

Wissensmanagemen dien de Ve besse ung und sys ema ischen Ve ne zung on
pe sonen- ode o ganisa ionsbezogenen Wissensbes änden.
 De A las VR zeig als Pilo e sion Möglichkei en sowie die Vo -
und Nach eile ü
Wissense we b und -
ans e im Kon ex eines Wissensmanagemen konzep es im
Be ölke ungsschu z au .
2. Wissensmanagemen : Vom Beda und Meh we ü den Be ölke ungsschu z
Wissensmanagemen (de englische Te m „knowledge managemen “ inde sich im Deu schen ebenso)
ha seine Wu zeln u.a. im wi scha lichen Kon ex . Auch wenn sich iele wei e e
Wissenscha sbe eiche mindes ens ebenso in ensi und o allem länge mi Aspek en beschä igen,
die unmi elba mi dem Thema zusammenhängen. Dazu gehö en nich zule z die Philosophie, die
Psychologie, die Soziologie, die Pädagogik u. . m. Vo allem Un e nehmen sind au de Suche nach
Lösungen, wie In o ma ionen und Wissen sys ema isie und „gemanag “ we den können. Mi dem
Ziel, die P oduk i i ä zu s eige n, wu den zunächs o allem IT-Lösungen einge üh ; Da enbanken zu
Speiche ung und Visualisie ung on explizi en Wissensbes änden s anden dabei im Vo de g und (G an
2007; Ka enkamp 2011). Mi Fo en wicklung und wissenscha liche Fundie ung des Themen eldes
wu de deu lich, dass diese ein echnische Sich weise zu ku z g ei . Die Bedeu ung de „sozialen
Dimension“ on Wissen – dem Menschen als Wissens äge – wu de zunehmend deu liche .
Gesam sys eme de Gewinnung, S uk u ie ung, O ganisa ion und Nu zba machung on Wissen –
bezogen au den indi iduellen Kon ex sowie au den o ganisa o ischen Rahmen – e wei e n die
Pe spek i e.

4
Hin e g und all diese En wicklungen is die F age, wa um es ü O ganisa ionen eine He aus o de ung
is , ih Wissens epe oi e abzu u en bzw. „why o ganiza ions do no know wha hey know” (Szulanski
1996, S. 38). Auch in O ganisa ionen des Be ölke ungsschu zes en s ehen in de all äglichen
A bei sp axis imme wiede Si ua ionen, in denen eigen lich e ügba es Wissen nich ab u ba is .
Häu ig lieg das an (1) Unkenn nis übe Wissensbes ände, (2) Kommunika ionsde izi en und/ode (3)
Flüch igkei on Wissen, das an einzelne, nu empo ä eingese z e Mi a bei e geknüp is
(Ka enkamp 2011; Lehne 2012; Penede 2013; Szulanski 1996; P obs e al. 2012).
Gleichzei ig wi d die No wendigkei , bes ehendes Wissen als zen ale Ressou ce nu zen zu können, als
wesen lich eingeschä z . Zu diesem E gebnis kamen die Teilnehme eines Wo kshops, de im Rahmen
de Machba kei ss udie zum A las VR du chge üh wu de ( gl. Kapi el IV). In Behö den und
O ganisa ionen des Be ölke ungsschu zes exis ie en zwa Maßnahmen, um o handenes Wissen zu
s uk u ie en und e ügba zu machen, diese sind jedoch häu ig Insellösungen.
O ganisa ionsübe g ei ende Lösungen haben bishe ehe eine un e geo dne e Bedeu ung gespiel .
Dabei is o allem in de Vo be ei ung abe auch in de Aba bei ung und Nachbe ei ung on K isen
und Ka as ophen ein in e disziplinä e Aus ausch übe O ganisa ionsg enzen hinweg une lässlich.
De Rückg i au be ei s bes ehende Wissensbes ände aus o angegangenen ähnlichen Si ua ionen,
de Aus ausch übe spezi ische Kenn nisse und Fähigkei en wi d o allem on En scheide n und
P ak ike n als Wunsch genann , um das „Rad nich jedes Mal neu e inden zu müssen“, wie es ein
Teilnehme des e wähn en Wo kshops o mulie e. Besonde e Beach ung soll en hie bei
Re e enzdisziplinen des Wissensmanagemen s (Anme kung on No e al.)
Lehne (2014) beschä ig sich aus üh lich mi den zahl eichen Re e enzdisziplinen des
Wissensmanagemen s. Seine Wu zeln ha Wissensmanagemen o allem in den Konzep en des
O ganisa ionalen Le nen und des O ganisa ionalen Gedäch nisses. Abe Wissensmanagemen und die
F age „Wie gehen O ganisa ionen mi Wissen um?“ is inzwischen auch Gegens and iele ande e
wissenscha liche Disziplinen. Lehne nenn hie o allem die Teildisziplinen de In o ma ik und
in o ma iknahen Wissenscha en (u.a. In o ma ik, Wi scha sin o ma ik), de
Wi scha swissenscha en (u.a. Managemen wissenscha en, Pe sonalwissenscha en,
O ganisa ionswissenscha en) und de Humanwissenscha en (u.a. Psychologie und Soziologie, hie
o allem die Wissenssoziologie). Da übe hinaus haben auch ande e Disziplinen Ein luss au die
E o schung und En wicklung on Wissensmanagemen , z.B. die Philosophie, Pädagogik,
Rech swissenscha en, Medienwissenscha en, Volkswi scha sleh e ode Poli ikwissenscha en.
Diese Vielzahl de Re e enzdisziplinen zeigen, wie in e disziplinä dieses Feld is . Du ch die
un e schiedlichen He angehensweisen de einzelnen Wissenscha sgebie e is eine sei s die
einhei liche De ini ion wich ige Beg i e schwe und es inden sich iele un e schiedliche Me hoden,
Techniken und Ansä zen des Wissensmanagemen s. Ande e sei s bes ehen zwischen den Konzep en
zahl eiche Ve bindungen, wodu ch wiede um eine kla e T ennung diese Konzep e und Au eilung
nach Disziplinen nich möglich is .
5
Einsa zauswe ungen und die Iden i izie ung on sog. „bes p ac ice“-Konzep en e ah en. Dabei is es
eine besonde e He aus o de ung, die speziellen S uk u en des Be ölke ungsschu zsys ems in
Deu schland zu be ücksich igen: Die Di e enzie ung zwischen haup - und eh enam lich Tä igen üh
zu einem g oßen Pool an un e schiedlichem Wissen, das in einem ielglied igen Sys em „gespeiche “
is . Wie dieses Wissen sys ema isch iden i izie und als Ressou ce genu z we den kann, muss eben alls
Teil eines Wissensmanagemen konzep es ü den Be ölke ungsschu z sein ( gl. Kapi el IV).
Zusammenge ass :

Wissensmanagemen beschä ig sich mi de Gewinnung, S uk u ie ung, O ganisa ion
und Nu zba machung on Wissen.
 Die Ressou ce Wissen wi d in O ganisa ionen nich imme konsequen und op imal genu z ;
Wissen e odie .

Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z bezieh sich sowohl au eine
o ganisa ionsin e ne als auch au eine o ganisa ionsübe g ei ende Pe spek i e.

Wesen liches Elemen on Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z is die F age nach
be ei s exis ie enden In o ma ions- und Wissensbes änden –
besonde s in Bezug au
Einsa zauswe ungen und bes -p ac ice-Konzep e.
6
II. Wissen: Be ach ungen zu einem ielschich igen Konzep
Ve ena Blank-Go ki
Den Beg i „Wissen“ eindeu ig zu de inie en, is keine leich e Au gabe. Es exis ie en unzählige
Aus üh ungen und Zusch eibungen in un e schiedlichen Fachdisziplinen zu diesem Beg i . Be ei s
Philosophen de An ike wie Pla on ode A is o eles haben sich mi dem Wesen on Wissen
auseinande gese z . Sei dem is es Gegens and iel äl ige wissenscha liche Disku se. Im Folgenden
we den G undlagen und Un e scheidungen des Beg i s o ges ell und hinsich lich ih e Rele anz ü
F ages ellungen zum Wissensmanagemen eingeo dne .
1. Wissen: G undlagen und Modelle
Un e schiedliche Sich weisen übe die Na u und Bescha enhei on Wissen machen es schwe , eine
eindeu ige Beg i sbes immung o zunehmen. Vielmeh schein es so zu sein, dass es „übe das Wesen
on Wissen […] seh un e schiedliche Vo s ellungen [gib ], die nich du ch De ini ionen au gelös
we den können“ (Lehne 2012, S. 58). De bekann es e Disku s bezieh sich au zwei Pe spek i en:
Wissen wi d eine sei s als (1) objek i und allgemeingül ig sowie (2) als subjek i und an Menschen
gebunden besch ieben.
Die e s e Sich weise geh da on aus, dass es Wissen gib , das losgelös om Indi iduum gespeiche is
(Poppe 1973) und au g und eine „objek i en Gewißhei “ (Kan 1978) ü alle Menschen gleich
zugänglich is . Dami sind beispielsweise ma hema ische Gleichungen ode ande e
na u wissenscha liche Gese zmäßigkei en gemein , die allgemein als „wah “ angenommen we den.
Da in lieg de en scheidende Un e schied zu subjek i o ien ie en Sich weise. Hie bei wi d Wissen
als Zus and ode Fähigkei eines Indi iduums e s anden (Poppe 1973). Da sich die meis en
Wissensmanagemen -Maßnahmen au die subjek i e Fo m on Wissen beziehen, s eh diese
Pe spek i e in den wei e en Be ach ungen im Vo de g und.
Mi de subjek i en De ini ion is die Annahme e bunden, dass Wissen an Menschen gebunden is und
es sich um ein soziales Kons uk handel . Es en s eh , wenn In o ma ionen on Indi iduen ode auch
O ganisa ionen au genommen und in E ah ungskon ex e eingeo dne we den (Da enpo und P usak
1999; Ka enkamp 2011). Wissen wi d demnach als E gebnis eines P ozesses de Ve a bei ung on
In o ma ion bzw. Da en und Zeichen gesehen. Ve schiedene Modelle e deu lichen diesen
Zusammenhang ( gl. Aamod und Nygå d 1995; No h 2002; Da enpo und P usak 1999 und Abbildung
II.1, II.2 und II.3).
7
Abbildung II.1: Wissenspy amide (nach Aamod und Nygå d 1995, Abbildung nach He mann 2012, eigene
Da s ellung)
Abbildung II.2: Wissens eppe (nach No h 2002, eigene Da s ellung)
Basis de meis en Modelle sind Zeichen ( gl. Abb. II.1 und II.2), die mi els Sinneswah nehmungen on
ealen Objek en abgelei e we den (die Semio ik be ass sich mi eine solch g undsä zlichen
Un e eilung). Dabei handel es sich um unzusammenhängende Buchs aben ode Zahlen, die e s du ch
eine bes imm e Reihen olge (sog. Syn ax) Sinn e geben. In manchen Modellen wi d auch de Beg i
8
„Fak en“ e wende ( gl. Abbildung II.3). Diese Ka ego ie ass Zeichen und Syn ax zusammen und
besch eib somi eben alls die G undlage ü die En wicklung on Wissen.
Abbildung II.3: Genese on Wissen (nach Da enpo und P usak 1999, Abbildung nach Weichselga ne und Pigeon
2015, eigene Da s ellung)
Da en sind aus Zeichen bzw. Fak en esul ie ende Messungen ode Beobach ungen, die alle dings noch
kon ex unabhängig exis ie en. Eine Bedeu ung e hal en sie e s , wenn sie eine sys ema ische Selek ion
e ah en. Pe sonen ode O ganisa ionen sammeln Da en ü die Bea bei ung eines bes imm en
Sach e hal s und lassen diese somi zu ele an en In o ma ionen we den (Pi che 2014). Im Kon ex
des Be ölke ungsschu zes übe nehmen diese Au gabe bspw. Lei s ellen und Lagezen en. Unabhängig
da on, ob es sich um ein Hochwasse , einen g oß lächigen S omaus all ode einen Massenan all on
Ve le z en (MANV) handel : Je nach Lage we den Da en gesich e , sys ema isch au genommen und mi
Sachbezug au be ei e . Au diese Weise en s ehen In o ma ionen, die ü die Aba bei ung eine No lage
en scheidend sein können. In o ma ionen haben dami einen hemenspezi ischen und gleichzei ig
subjek i en Bezug: Die Pe son ode O ganisa ion, die sie im P ozess de Da ensich ung als ele an
auswähl , miss ih eine en sp echende Bedeu ung bei.
Wissen und In o ma ionen s ehen in enge Ve bindung zueinande . Die o ganisie e und e lek ie e
Ve a bei ung on In o ma ionen kann die En s ehung on Wissen nach sich ziehen: We den
In o ma ionen in pe sönliche, indi iduelle E ah ungskon ex e in eg ie , können sich neue kogni i e
Ve knüp ungen en wickeln (Da enpo und P usak 1999; Ka enkamp 2011; Pi che 2014), die den

9
„Wissensinhabe “ zu Handlungen e anlassen (Lehne 2012, S. 58). So we den bspw. bei de
En scheidung ü ode gegen eine Maßnahme bei de Bekämp ung on Hochwasse (z. B. geziel e
Ö nung on Dämmen ode Deich o en) im bes en Fall alle e ügba en und ele an en
Lagein o ma ionen be ücksich ig . Gleichzei ig g ei en die Füh ungsk ä e und En scheide au eigene
be ei s exis ie ende Wissensbes ände aus Fachkenn nissen, ühe en E ah ungen, usw. zu ück ode
ziehen die jeweiligen Expe en hinzu.
Vo diesem Hin e g und wi d deu lich, dass Wissen sich nich eindimensional e klä en läss . Zwa is
die Au nahme und Ve a bei ung on In o ma ionen ein en scheidende Baus ein, um neues Wissen zu
gene ie en. Abe die be ei s bes ehenden indi iduellen Wissenss uk u en en scheiden da übe , wie
die neuen Elemen e au genommen und e a bei e we den. Abbildung II.4 zeig e schiedene
Bes and eile on Wissen, die nich imme ennscha zu un e scheiden sind und eine g oße
Schni menge un e einande au weisen (Da enpo und P usak 1999).
Abbildung II.4: Bes and eile on Wissen (nach Da enpo und P usak 1999, eigene Da s ellung)
Wie Menschen In o ma ionen e a bei en und neues Wissen gene ie en, häng in besonde em Maße
on o angegangenen E ah ungen ab. F ühe e Tä igkei en und Si ua ionen bilden die G undlage, au
denen neue Aspek e eingeo dne und bewe e we den können. Eng dami e knüp is das Konzep
de „P axis“. Im Englischen auch als „g ound u h“ (Da enpo und P usak 1999, S. 8) bezeichne , is
dami das Wissen gemein , dass du ch die p ak ische Anwendung heo e ische Konzep e und den
da aus esul ie enden E kenn nissen en s anden is . Bezogen au das he e ogene Feld des
Be ölke ungsschu zes sind hie bei o allem E ah ungen aus zu ückliegenden Einsä zen zu
10
Aba bei ung on komplexen Ge ah en- und Schadenslagen als zen al einzuo dnen. Da übe hinaus
lassen sich abe auch bspw. die p ak ische Anwendung on p ä en i en Schu zmaßnahmen und die
Du ch üh ung on Übungen benennen. Zu zen alen Bedeu ung on p ak ischem Wissen und
E ah ungswissen ü den Be ölke ungsschu z in Bezug au Aspek e on Wissensmanagemen inden
sich in Kapi el IV wei e e Aus üh ungen.
Zwei wei e e zen ale Bes and eile on Wissen sind die Fähigkei komplexe Sach e hal e au zunehmen
und sich ein U eil zu bilden. Im Gegensa z zu In o ma ionen und Da en beinhal e indi iduelles Wissen
auch imme einen bes imm en An eil an pe sönliche Meinung. Basie end au E ah ungen und
Vo kenn nissen, abe auch au Heu is iken (Daumen egeln, In ui ion) sowie indi iduellen We en und
Annahmen en scheiden Menschen da übe , wie neue, komplexe In o ma ionen au genommen und
e a bei e we den. Diese P ozess läu zu einem g oßen Teil unbewuss ab (Pi che 2014).
Zusammenge ass :
 De Beg i „Wissen“ läss sich au iel äl ige
Weise und aus un e schiedlichen
wissenscha lichen Pe spek i en de inie en; eine einhei liche Beg i sbes immung is nich
möglich.
 Wissen wi d hie als Zus and bzw. Fähigkei eines Indi iduums e s anden.
 Wissen is das E gebnis eines P ozesses de Ve a bei ung on In o ma ion bzw. Da en und
Zeichen.

Wissen en s eh au Basis be ei s bes ehende kogni i e Wissenss uk u en
(Vo e ah ungen, Fachwissen, Heu is iken, e c.)
2. A en on Wissen
Im o angegangenen Abschni s anden die Genese und die e schiedenen Bes and eile on Wissen im
Vo de g und. Im Hinblick au die speziellen F ages ellungen on Wissensmanagemen ( gl. Kapi el III)
is es da übe hinaus sinn oll, sich mi un e schiedlichen A en und E scheinungs o men on Wissen
auseinande zuse zen.
Die am häu igs en e wende e Di e enzie ung bezieh sich au implizi es und explizi es Wissen
(Nonaka und Takeuchi 1995; Polanyi 1962, 1985). Hie bei lieg de wesen liche Un e schied in de
„A ikula ions ähigkei “ (Ka enkamp 2011, S. 56): Explizi es Wissen is a ikulie ba und bewuss , es
lieg in g ei ba en Dokumen en, Büche n usw. o . Implizi es Wissen hingegen is nich olls ändig
a ikulie ba , is e ah ungsbasie und unbewuss . Es bezieh sich au das Können und pe sönliche
E ah ungen on Indi iduen ode O ganisa ionen. Demen sp echend kann es nich ohne wei e es
geäuße bzw. ex e nalisie und on ande en Pe sonen genu z we den.
Auch im Kon ex des Be ölke ungsschu zes sind beide Wissens o men zu inden. Be ich e zu
Fo schungsp ojek en, sys ema ische Au zeichnungen übe Einsä ze, Au sä ze in den einschlägigen
Fachzei sch i en, abe auch wenige o malisie e Fach o äge, Diskussions o en, Wo kshops usw.
machen deu lich, dass iel äl ige (Rep äsen a ions-)Fo men on explizi em Wissen o handen sind.
Gleichzei ig is das he e ogene Feld de Behö den und O ganisa ionen mi Siche hei sau gaben (BOS)
11
und de hema isch e wand en Ak eu e auch häu ig dadu ch gekennzeichne , dass Wissen au
spezi ischen E ah ungen basie und dadu ch an bes imm e Pe sonen gebunden is . Besonde s im
ope a i en, abe auch im poli isch-adminis a i en Be eich schein es eine g oße Menge an implizi em
Wissen zu geben, das nich ohne wei e es in eine explizie ba e Fo m übe üh we den kann. „Lessons
lea ned“-Ve ans al ungen und de en Dokumen a ion sowie sys ema ische Einsa zauswe ungen sind
Beispiele, die hie Abhil e scha en können.
Implizi es und explizi es Wissen kann sich nich nu au eine Pe son sonde n au eine ganze
O ganisa ion beziehen (Spende 1996; Wa necke e al. 1998). Abbildung 5 mach diese Un e scheidung
deu lich. Indi iduelles Wissen is dadu ch gekennzeichne , dass nu eine Pe son ode max. ein seh
exklusi e K eis bspw. an Füh ungsk ä en übe bes imm es Wissen e üg . Kollek i es Wissen
hingegen exis ie inne halb eine O ganisa ion, unabhängig on bes imm en Pe sonen. Das bedeu e
nich , dass alle Mi a bei e dieses Wissen besi zen, abe es is so wei e b ei e , dass es beim
Ausscheiden Einzelne e ügba bleib bzw. wiede asch gene ie we den kann. Eine wei e e
Di e enzie ung bezieh sich da au , dass ü die Au gabene üllung ele an es Wissen en wede
inne halb on O ganisa ionen o handen is (in e n) ode on außen (ex e n) dazu gehol we den muss
( gl. eben alls Abbildung II.5).
Abbildung II.5: Wissenswü el (nach (Wa necke e al. 1998), eigene Da s ellung)
Aus allen d ei genann en Gegensä zen (Dicho omien), „explizi -implizi “, „indi iduell-kollek i “ und
„in e n-ex e n“, lassen sich unmi elba e Folge ungen ablei en, mi denen sich Wissensmanagemen
auseinande se zen muss. Dazu gehö en F agen, wie
(1) implizi es Wissen in explizi es Wissen ans e ie we den kann,
(2) explizi es Wissen Teil indi iduelle Wissensbes ände wi d,
(3) indi iduelles Wissen in kollek i es Wissen übe üh wi d und
(4) ex e nes Wissen e ügba und in in e nes Wissen umgewandel we den kann.
Ande s o mulie :
Wie kann
(1) pe sönliches Wissen a ikulie , z. B. e sch i lich , we den?
(2) „Sch i wissen“ gele n we den?
(3) Wissen ge eil we den?
(4) Wissen in die eigene O ganisa ion übe üh we den?
12
Kapi el III und IV beleuch en diese Aspek e und o dne sie im Kon ex des Be ölke ungsschu zes ein.
De sog. Wissenswü el ( gl. Abbildung II.5) e deu lich die e schiedenen A en on Wissen. Die
Di e enzie ung zwischen implizi em und explizi em Wissen is o allem ü ein Wissensmanagemen -
Konzep ele an . Denn im Ke n geh es beim Wissensmanagemen da um, Wissensquellen besse zu
e ne zen. Beide Dimensionen bilden alle dings nu einen bes imm en und e dich e en Teil eines
g öße en Spek ums ab. Sowohl in de P axis als auch in de Wissenscha we den wei e e
Wissensa en un e schieden. Je nach Blickwinkel haben e schiedene Au o en hie zu un e schiedliche
Sys ema iken en wickel ( ü einen Übe blick gl. Ka enkamp 2011; Lehne 2012). So we den
Wissensa en bspw. eine sei s mi Bezug zum „Wissensinhabe “ be ach e . Die einzelnen Va ian en
beziehen sich olglich da au , wie Wissen an Pe sonen ode O ganisa ionen gebunden is . Einen
ande en Fokus se zen Besch eibungen on Wissensa en, die den „Wissensgegens and“ in den
Vo de g und s ellen. Zen al is hie bei das Wissen „übe e was“. Tabelle II.1 bie e einen Übe blick zu
den e schiedenen Pe spek i en und da aus abgelei e en Wissensa en.
Ve schiedene Wissensa en schließen sich nich gegensei ig aus. Im Gegen eil: Die o ges ell en
Fo men on Wissen exis ie en gleichzei ig und bilden in einem Zusammenspiel die G undlage ü
menschliches Handeln. Ebenso sind die Wissensbes ände on Pe sonen und O ganisa ionen nich
kons an . Das bedeu e , dass sie sich im zei lichen Ve lau e ände n können. So is es bspw. möglich,
dass das sog. E eigniswissen au g und neue E ah ungen anwächs , e bo genes Wissen ö en lich und
a ikulie ba wi d ode kul u elles Wissen sich inhal lich wandel (Lehne 2012).
Im Be ölke ungsschu z lassen sich die genann en Wissensa en eben alls iden i izie en, wobei
Schwe punk e e kennba sind: Je nach A de zu bewäl igende Au gabe haben nich alle Wissensa en
die gleiche Bedeu ung. Deu lich wi d diese Ums and, wenn die e schiedenen Ka ego ien in Bezug
zum Ka as ophenk eislau gese z we den. Abbildung II.6 gib einen Übe blick, welches Wissen zu
welchem Zei punk besonde e Rele anz ha . Dabei is zu be onen, dass es sich um ein heo e isches
Modell handel , das nich zwangsläu ig in allen ealen Si ua ionen zu i . Es dien alle dings dazu
he auszus ellen, dass zu un e schiedlichen Zei punk en e schiedene Wissensa en bei de
Au gabenbewäl igung im Vo de g und s ehen, wäh end ande e eine nachgeo dne e Rolle spielen.
Da aus lassen sich e s e Hinweise ablei en, wo Maßnahmen und Ins umen e on Wissensmanagemen
anse zen können.
19
Tabelle III.1: He aus o de ungen im Wissensmanagemen
Übe geo dne e
He aus o de ungen im
Wissensmanagemen
Konk e e He aus o de ungen im Wissensmanagemen
Wie e olg de T ans e
on
(1) implizi em zu
explizi em Wissen?
Fähigkei en und Kenn nisse zu bes imm en Themen elde n sind häu ig
implizi und an Pe sonen gebunden. Pe sönliche E ah ungen haben
einen Ein luss au En scheidungen, liegen abe häu ig nich explizie
o . Sys ema ische Dokumen a ion, Aus ausch o en e c.
können ein
mögliche Ansa zpunk sein.
(2) explizi em Wissen zu
indi iduellen
Wissensbes änden?
Selbs wenn Wissen explizi in Fo m on Dokumen en, Büche n usw.
o lieg , is dami nich au oma isch die Übe üh ung in indi iduelle
Wissensbes ände e bunden. De no wendige T ans e kann als eine
Fo m on Le nen angesehen we den. Fachspezi ische Aus-, Fo - und
Wei e bildungen un e s ü zen diesen P ozess.
(3) indi iduellem zu
kollek i em Wissen?
Bes eh in eine O ganisa ion Konsens da übe , welches
Wissen ü
meh als eine Pe son zu Ve ügung s ehen soll, sind e schiedene Wege
des T ans e s denkba . Pe sonen, die als Wissensinhabe bekann sind,
haben die Möglichkei du ch di ek en Aus ausch mi Kollegen ih Wissen
zu eilen (bspw. du ch pe sönlic
he Aus ausch o en). Ebenso sind
echnische Lösungen wie Da enbanken, Pla o men ode Wikis möglich.
Auch is es denkba , sog. Mul iplika o enschulungen du chzu üh en, in
denen Pe sonen ausgebilde we den, die das e wo bene Wissen dann
an einen g öße en Ad essa enk eis wei e agen können.
(4) ex e nem zu in e nem
Wissen?
Nich alles Wissen, das ü die Aba bei ung eine Au gabe no wendig is ,
is au oma isch inne halb de eigenen O ganisa ion e ügba , sonde n
muss aus ex e nen Quellen gewonnen we den. P ak ische
Möglichkei en sind de Aus ausch mi Fachexpe en und/ode in sog.
„Communi ies o P ac ice“.
Be ei s au Basis diese F agen läss sich e kennen, dass die Implemen ie ung eines ganzhei lichen
Wissensmanagemen s eine Au gabe is , die mi einem gewissen Maß an Au wand e bunden is -
sowohl pe sonell als auch zei lich (Schwaab 2007). Es beda eines sch i weisen Vo gehens, das in
einem ezip oken P ozess imme wiede an den An o de ungen de eigenen O ganisa ion angepass
wi d. Fü den Be ölke ungsschu z sind hie zu in Kapi el IV wei e e Aus üh ungen zu inden.

20
Zusammenge ass :
 Wissensmanagemen ha das Ziel, e schiedene Wissensbes ände in neue Fo men zu
ans e ie en.
 Konk e e He aus o de ung on Wissensmanagemen be e en den T ans e on (a)
implizi em zu explizi em Wissen, (b) explizi em Wissen zu indi iduellen
Wissensbes änden, (c) indi iduellem zu kollek i em Wissen und (d) ex e nem zu in e nem
Wissen.
 Wissensmanagemen e olg einen ganzhei lichen Ansa z: Maßnahmen – wie bspw.
echnische Lösungen – unk ionie en nu , wenn sie on allen pe sonalen Ebenen
akzep ie sind und mi ge agen we den.
3. Ausgewähl e Wissensmanagemen -Ansä ze
Mi Blick au die konk e en An o de ungen, die ein ganzhei liches Wissensmanagemen mi sich b ing ,
wu den sei den 1980e -Jah en eine Vielzahl un e schiedliche Konzep e und Modelle en wickel ( gl.
ü einen Übe blick Lehne 2012). Im Ke n geh es in den meis en Modellen da um, einen heo e ischen
Rahmen zu en wickeln, wie e ek i es Wissensmanagemen in O ganisa ionen aussehen kann und wo
die Schwe punk e in de p ak ischen Umse zung liegen soll en. Dabei s ehen – je nach Aus ich ung de
Au o en – s e s un e schiedliche Teilaspek e und Schwe punk e im Vo de g und. Le z lich is es bishe
noch nich gelungen, ein übe g ei endes Modell zu en wickeln, das alle Sich weisen und Ansä ze
in eg ie .
Mi de im Folgenden o ges ell en „Wissensspi ale“ on Nonaka und Takeuchi (1995) sowie dem
„Wissensk eislau “ on P obs e al. (2012) we den ü die o liegende S udie zwei p ominen e
Konzep e au geg i en, die in de P axis e p ob sind und sich bewäh haben. Die jeweils pos ulie en
Baus eine ü ein ganzhei liches Wissensmanagemen bilden wesen liche Ke nelemen e ab und lassen
sich auch au die en sp echenden Beda e im Be ölke ungsschu z übe agen.
3.1 SECI-Modell (Nonaka/Takeuchi)
Im Ke n de sog. Wissensspi ale s eh de T ans e zwischen implizi em und explizi em Wissen. Nonaka
und Takeuchi (1995) nehmen in ih em Modell an, dass neues Wissen en s eh , wenn beide A en
mi einande in e agie en. Das kann au un e schiedlichen Ebenen s a inden – bspw. beim Indi iduum
selbs ode in de In e ak ion zwischen einzelnen Pe sonen, G uppen ode ga ganzen Un e nehmen.
Die Wissensumwandlung inde demnach übe ie Haup p ozesses s a :
21
Abbildung III.1: Wissensspi ale (Nonaka und Takeuchi 1995, Da s ellung übe nommen on
www.communi y-o -knowledge.de)
(a) Die Sozialisa ion mein das Teilen on implizi em Wissen zwischen zwei Indi iduen. In di ek e
In e ak ion (bspw. im pe sönlichen Gesp äch im Sinne eines „E ah ungsaus auschs“) geschieh
de T ans e „implizi zu implizi “ (Lehne 2012).
(b) Mi de Ex e nalisie ung is die Umwandlung on implizi em zu explizi em Wissen gemein .
En scheidend sind hie bei zwei Aspek e: Die A ikula ion on Wissen (bspw. bei de Äuße ung
und Diskussion on Ideen in A bei sg uppen) und die Übe se zung de a ikulie en Inhal e in
eine ü ande e e s ehba e Fo m (bspw. Modelle, Hypo hesen, Me aphe n, usw.) (Nonaka und
Konno 1998)
(c) Die Kombina ion besch eib den P ozess, wie explizi es Wissen wei e e Ve b ei ung inden
kann. Es geh dabei im Ke n um die Wei e gabe bzw. Di usion, die Sys ema isie ung und
Zusammen üh ung on be ei s bes ehenden Inhal en, um neues explizi es Wissen zu
gene ie en.(Nonaka und Takeuchi 1995). Hie kommen o allem Ins umen e wie
Dokumen a ionen, echnische Ne zwe ke usw. zum Einsa z (Lehne 2012).
(d) Die In e nalisie ung is „ein Le np ozess, de mi dem ´Lea ning by Doing` e wand is “
(Lehne 2012, S. 77). Die Au nahme on neuem explizi em und die Ve inne lichung in das
eigene implizi e Wissen sind die Ke nelemen e. Dabei is en scheidend, ob das neue Wissen
auch au indi iduelle Ebene angewand we den kann.
Alle ie P ozesse s ehen ü die Umwandlung und Gene ie ung on neuem Wissen. Alle dings sind sie
nich unabhängig oneinande zu sehen. En scheidend is das Zusammenspiel bzw. de spi al ö mige
Du chlau de P ozesse in Bezug au ein hema isches In e ak ions eld ( gl. Abbildung III.1). Als Beispiel
22
im Kon ex des Be ölke ungsschu zes sei die En wicklung eines neuen Konzep es ü Hochwasse schu z
genann . Mi dem Aus ausch zus ändige Mi a bei e au kommunale Ebene zu diesem Thema kann
die Sozialisa ion besch ieben we den. Ex e nalisie ung kann du ch einen sys ema isch angeleg en
Aus ausch on achlich ele an en Ak eu en aus P axis und Wissenscha e olgen, gg . mi de
Ziels ellung ein e s es explizi es Konzep bzw. inhal liche Emp ehlungen da ü zu gene ie en. Das neu
en s andene Konzep kann im Rahmen de Kombina ion mi be ei s exis ie enden Konzep en,
E ah ungen aus o angegangenen Hochwasse lagen usw. abgeglichen und kombinie we den. Au
diese Weise en s eh neues Wissen, das möglichs ielen Ak eu en zu Ve ügung ges ell we den soll e,
um diesen die Möglichkei zu geben, das neu en s andene Wissen zu in e nalisie en und in den eigenen
Bezügen anzuwenden, was wiede um zu einem e neu en Du chlau de Wissensspi ale und dami zu
eine wei e en Wissense neue ung üh en kann.
Das skizzie e Beispiel besch eib einen ideal ypischen Ablau und bilde siche nich alle ele an en
Aspek e ab, die no wendig sind, um neue be ölke ungsschu zspezi ische Konzep e zu en wickeln. Es
wi d alle dings deu lich, dass das SECI-Modell einen besonde en Fokus au Kommunika ion und Dialog
als Mi el des Wissensmanagemen s leg . Technische Ins umen e spielen nu eine un e geo dne e
bzw. e gänzende Rolle.
Nonaka und Takeuchi üh en ih e Übe legungen noch o und e gänzen das Modell um
Gesich spunk e, wie sich Wissen au un e schiedlichen o ganisa ionalen bzw. hie a chischen Ebenen
en wickel . Sie be onen dabei, dass un e schiedliche Vo ausse zungen bes ehen müssen, dami das
Konzep de Wissensspi ale auch e ek i eingese z we den kann. Besonde s he o zuheben sind
hie bei die Aspek e In en ion und Au onomie: Ein kla de inie es Ziel (In en ion) is die e s e P ämisse
ü einen e olg eichen P ozess de Wissensscha ung. Ein ebenso hohe S ellenwe komm de
Au onomie zu. Mi a bei e , die bspw. in selbs o ganisie enden Teams ä ig sein können, sind häu ig
mo i ie e und e a bei en im Sinne de Ziel o gabe neue Lösungen (Lehne 2012).
3.2 Wissensk eislau (P obs /Raub/Romha d )
Ein wei e es p ominen es Modell im Wissensmanagemen haben P obs e al. (2012) o geleg . Ih
Wissensk eislau beinhal e ach Baus eine, mi denen alle p ak ischen Elemen e eines um assenden
Wissensmanagemen s da ges ell we den. Sechs de Baus eine bilden die Ke np ozesses on
Wissensmanagemen und sind als K eislau angeleg . Es handel sich dabei um (1)
Wissensiden i ika ion, (2) Wissense we b, (3) Wissensen wicklung, (4) Wissens e eilung, (5)
Wissensnu zung und (6) Wissensbewah ung. Da übe hinaus hal en P obs e al. noch die
Komponen en „Wissensziele“ und „Wissensbewe ung“ es . Diese bilden den s a egischen Rahmen
ü die anwendungsbezogenen Ke np ozesse ( gl. Abbildung III.2).
23
Abbildung III.2: Wissensk eislau ( P obs e al. 2012, eigene Da s ellung)
Wissensziele geben allen ande en P ozessen ih e Rich ung. Soll Wissensmanagemen in eine
O ganisa ion umgese z we den, gil es sich im Vo eld zu übe legen, welche Fähigkei en au welchen
Ebenen au gebau we den sollen. Wesen lich is es hie bei zwischen no ma i en, s a egischen und
ope a i en Wissenszielen zu un e scheiden. Es ha e schiedene Konsequenzen, ob du ch
Wissensmanagemen die Un e nehmenskul u (no ma i ), de zukün ige Kompe enzbeda
(s a egisch) ode die konk e en Maßnahmen (ope a i ) angesp ochen we den sollen. Bei einem
um assenden Wissensmanagemen ansa z sind alle Ebenen gleiche maßen be o en und soll en o he
in das Konzep einge üg we den (P obs e al. 2012; Lehne 2012).
Mi de Wissensiden i ika ion is das Ziel e bunden, be ei s o handenes Wissen sowie
en sp echende Da en und In o ma ionen sich ba zu machen. Analog zu den o angegangenen
Aus üh ungen geh es in diesem Kon ex also nich zule z da um, wie de T ans e on implizi em zu
explizi em Wissen ges al e we den kann.
Die Komponen e Wissense we b bezieh sich au die F age, wie die indi iduelle und/ode
o ganisa o ische Wissensbasis e b ei e we den kann. P obs e al. (2012) sp echen in ih em Modell
dami auch den „Einkau “ on Fachexpe ise an, soll e die in e ne En wicklung nich möglich sein.
Wissensen wicklung e gänz in diesem Sinne den P ozess des Wissense we bs. Inno a i e Fähigkei en,
Ideen und P ozesses müssen nich zwangsläu ig ex e n e wo ben, sonde n können ebenso in e n
en wickel we den.
Mi de Wissens e eilung sind alle Ak i i ä en und Me hoden e bunden, die den T ans e on Wissen
an die e o de lichen S ellen ö de . Wie e eich o handenes Wissen die ich igen Ad essa en? Wie
kann die Wissens e eilung e ek i und e izien ges al e we den?
Im nächs en Sch i beinhal e das Modell die sog. Wissensnu zung, also die angemessene Anwendung
on Wissen zu E eichung de eingangs es gese z en Ziele. Dabei s ell sich im No mal all he aus,
welches Wissen sinn oll is und welches ü zukün ige P ozesse nich e hal en we den muss. De
24
P ozess de Wissensbewah ung nimm diese E kenn nisse au und bezieh sich au die Selek ion und
Speiche ung on Wissen.
Mi de Wissensbewe ung is die Messung des E olgs de du chge üh en
Wissensmanagemen maßnahmen e knüp . Hie bei is de Abgleich mi den eingangs o mulie en
no ma i en, s a egischen und ope a i en Wissenszielen en scheidend. Anhand de E gebnisse können
diese angepass und en sp echend neue Maßnahmen im Sinne de skizzie en Ke np ozesse eingelei e
we den. Dabei is zu be ücksich igen, dass das Modell on P obs e al. zwa g undsä zlich einen Ablau
als K eislau zug unde leg ( gl. Abbildung III.2). Gleichwohl können sich in de a sächlichen Umse zung
abe auch Ve ne zungen zwischen den Ke np ozessen e geben.
Zusammenge ass :
 De Ansa z ü ein ganzhei liches Wissensmanagemen inde sich in e schiedenen
Modellen und Konzep en wiede . P ominen e Beispiele sind die sog. Wissensspi ale nach
Nonaka/Takeuchi (SECI-Modell) und de Wissensk eislau nach P obs e al.
 Die Wissensspi ale beinhal e die Ke nannahme, dass neues Wissen en s eh , wenn
implizi es und explizi es Wissen mi einande in e agie en.
 Sozialisa ion, Ex e nalisie ung, Kombina ion und In e nalisie ung sind die ie
Haup p ozesse de Wissensspi ale. Sie besch eiben einen modellha en Ablau de
Umwandlung und Gene ie ung on neuem Wissen.
Das TOM-Modell (Anme kung on No e al.)
Ein wei e es Wissensmanagemen -Modell, das sich besonde s als Lei modell ü die p ak ische
Ein üh ung und Umse zung on Wissensmanagemen und zu E olgsmessung eigne , is das
sogenann e TOM-Modell on Bullinge , Wö ne und P ie o (1998; Bullinge e al. 1998). Es nähe sich
dem Thema Wissensmanagemen übe einen ganzhei lichen Ansa z mi hil e de d ei Dimensionen
O ganisa ion, Technik und Mensch an. Das Modell besag , dass ein Wissensmanagemen nu dann
e olg eich einge üh we den kann, wenn keine de d ei Dimensionen außen o gelassen wi d. Eine
O ganisa ion muss sich übe die Wich igkei on Wissen ü die E üllung ih e Au gaben im Kla en sein
und dahe Wissensmanagemen im Un e nehmen und den Geschä sp ozessen e anke n und in einem
lang is igen P ozess umzuse zen. Ohne den Rückhal im und die Fö de ung du ch das Managemen
wi d die Ein üh ung on Wissensmanagemen nich gelingen. Die alleinige Implemen ie ung z. B. eine
Da enbank im Un e nehmen g ei dabei alle dings zu ku z. Abgesehen da on, dass IT-Lösungen an die
jeweilige O ganisa ionss uk u und –kul u angepass sein müssen, we den Technologien nich ode
nu in beg enz em Maß uch en, wenn nich auch die Dimension Mensch Beach ung inde . Wissen is
an die Mi a bei enden gebunden und
diese we den die we olle Ressou ce nu in eine
e auens ollen, we schä zenden und ane kennenden A mosphä e zu Ve ügung s ellen. Neben
ma e iellen und imma e iellen An eizen soll e in de O ganisa ionskul u gel en: „Nich das Wissen
einzelne , sonde n das kollek i e Wissen is Mach “. (Bullinge e al. 1998: 8). En sp echend des Beda s
de jeweiligen O ganisa ion is eine geeigne e Schwe punk e eilung de d ei Dimensionen zu wählen.

25

De Wissensk eislau beinhal e e schiedene Baus eine, die sich au die p ak ischen
Elemen e on Wissensmanagemen beziehen.
 Am Baus ein „Wissensziele“ o ien ie en sich alle wei e en Abläu e im Wissensk eislau .
Ihm komm eine zen ale Bedeu ung zu, da Wissensziele o geben, au welchen Ebenen
(s a egisch, no ma i , ope a i ) Wissensmanagemen be ieben we den soll.
 Wissensk eislau und Wissensspi ale sind ideal ypische Modelle, de en Ke np ozesse in
de konk e en Umse zung nich imme kla abg enzba sind und In e dependenzen
au weisen.
26
IV. Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
Gab iele Hu schmid & Ve ena Blank-Go ki
Die heo e ischen Auseinande se zungen zu Bescha enhei on Wissen und den G undlagen on
Wissensmanagemen aus Kapi el II und III haben be ei s e deu lich , dass de gesam e
Themenkomplex im Be ölke ungsschu z eine nich zu un e schä zende Rele anz ha . Hie an schließen
sich die olgenden Aus üh ungen unmi elba an.
Die F ages ellungen, die eine p ak ische Anwendung und Umse zung on Wissensmanagemen -
konzep en in de P axis des Be ölke ungsschu zes mi sich ziehen, liegen au de Hand. Das Feld de
Ak eu e is he e ogen, die s uk u ellen und pe sonellen Vo ausse zungen in den einzelnen
O ganisa ionen sind un e schiedlich. Die En wicklung eines allgemeingül igen Ansa zes is demnach
schwie ig und wü de den gewachsenen S uk u en gg . nich ge ech . Nich sdes o o z lohn es sich,
die Ressou ce „Wissen“ und die Vo eile eines s uk u ie en Wissensmanagemen s besse nu zen zu
können3.
Die Teilnehme zweie Wo kshops im Rahmen de Machba kei ss udie gewäh en Einblicke in den
bishe igen S a us quo zum Thema Wissensmanagemen in den jeweiligen O ganisa ionen und gaben
wesen liche Hinweise da au , wo die Po en iale de dami e bundenen F ages ellungen liegen. Die
Zusammense zung beide Expe enk eise wa so angeleg , dass eine möglichs b ei e Pe spek i e
en s ehen konn e. Be eilig wa en Ve e e on Hil so ganisa ionen und aus
Ka as ophenschu zbehö den e schiedene Ebenen (Kommunen, Lände und Bund), dem Technischen
Hil swe k (THW), dem Bundesam ü Be ölke ungsschu z und Ka as ophenhil e (BBK) sowie aus de
P i a wi scha (KRITIS-Be eibe ). Ebenso wa en Wissenscha le un e schiedliche Fach ich ungen
eingebunden. Au Basis de achlichen Einschä zungen und p ak ischen Hinweise aus den beiden
G emien konn en wesen liche Ansa zpunk e iden i izie und e s e Emp ehlungen ü die p ak ische
Umse zung on Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z e a bei e we den.
1. Wissensmanagemen in de P axis: De Umgang mi o handenen Quellen und Ins umen en
Wie in Kapi el II da ges ell , un e scheide die Theo ie zwischen Fak en, Da en, In o ma ion und
Wissen. In de P axis is diese Un e scheidung nich imme du chzuhal en. Au die Nach age hin,
wohe die Teilnehme de Wo kshops In o ma ionen und Wissen ü ih e A bei beziehen und welches
Fo ma sie dabei be o zugen, zeig e sich deu lich, dass im All ag nich explizi zwischen In o ma ionen
3 Anme kung on No e al.: Wie hoch de Beda an s a egischem und nachhal igem Wissensmanagemen im
Be ölke ungsschu z wi klich is , ha sich seh deu lich im Nachgang de Flüch lingssi ua ion 2015/2016 gezeig . Auch ohne
den Beg i an sich konk e zu nennen, wu den au Kon e enzen, in Wo kshops und in Ve ö en lichungen zahl eiche und
wich ige Aspek e des Wissensmanagemen s wiede hol angesp ochen: BABS 2017, BBK 2017, Biege e al. 2018, Embache
2015, Fa hie & Ma ini 2017, Feke e e al. 2015, Neube ge e al. 2018, Ro h 2017, Schucha d & Pepe ho e 2016. Auch
P ojek e wie HybO g (2018), SiKoMi (2018) ode WAKE (2018) zeigen die ak uelle und lang is ige No wendigkei eines
übe g ei enden Wissensmanagemen s im Be ölke ungsschu z im Kon ex on Mig a ion.
27
und Wissen di e enzie wi d. Im Vo de g und s eh , dass Inhal e – unabhängig on ih e A und
Bescha enhei – gewonnen und genu z we den können.
Des Wei e en zeig e sich, dass un e schiedliche Ebenen eine Rolle bei de Iden i ika ion on Wissen
spielen: (a) Das di ek e be u liche Um eld, (b) die eigene O ganisa ion und (c) ex e ne Quellen
auße halb de eigenen O ganisa ion. Dabei is es zuhal en, dass es zwischen den Ebenen
Übe schneidungen gib ( gl. Abbildung IV.1).
Abbildung IV.1: Ebenen de Gewinnung on In o ma ionen und Wissen (eigene Da s ellung)
Die Bei äge de Teilnehme sind in Tabelle IV.1 im De ail au ge üh . Die Rückmeldungen machen
deu lich, dass die Bedeu ung de einzelnen In o ma ions- und Wissensquellen je nach
Au gabens ellung a iie (en sp echend de Phasen „Vo so ge“ und „Nachso ge“, Kapi el II, Abbildung
II.6). Da übe hinaus lassen sich alle dings einige Ke nka ego ien iden i izie en, die unabhängig on
spezi ischen Au gaben ode zu bea bei enden F ages ellungen eine Rolle spielen. So gaben bspw. alle
Be ag en an, dass besonde s kollegiale Aus ausch im di ek en be u lichen Um eld und
„E ah ungswissen“ (sog. implizi es Wissen, gl. Kapi el II) eine hohe Bedeu ung haben. In e essan und
beme kenswe is wei e hin die Benennung des Zu alls als nich sel ene In o ma ions- und
Wissensquelle. Dami is gemein , dass es im be u lichen All ag o komm , dass bes imm e Inhal e
nich geziel gesuch we den, sonde n als „Nebenp oduk “ eines Kon ak es, eine ande en Reche che
ode eine ande en Tä igkei en s ehen bzw. ge unden we den.
28
Tabelle IV.1: In o ma ions- und Wissensquellen im Be ölke ungsschu z
In o ma ions- und Wissensquellen
O ganisa ionsin e ne
In o ma ions- und
Wissensquellen
Pe sonenbezogene Quellen
 Kollegen, ande e Mi a bei e , kollegiale Be a ung und
Ne zwe ke
 In e ne Expe en
 E ah ungsbe ich e (mündlich/sch i lich)
Techniko ien ie e Quellen
 in e nes Wiki
 Da enbanken, Po ale ( eilweise zugangsbesch änk )
Dokumen a ionssys eme
 Ak ena chi
 Dokumen enablage
 Kundenmeldungen, Sys emin o ma ionen
 Lagein o ma ionen: Ka en, Bilde
 S uk u ie es Un e nehmenswissen: Policies, Spezi ika ionen,
S anda ds
 Taschenka en und -ala mplan
 Wissenscha liche Hypo hesengene ie ung
O ganisa ionsex e ne
In o ma ions- und
Wissensquellen
Pe sonenbezogene Quellen
 Be a e , ex e ne Fachleu e aus ande en Behö den und
Ins anzen
 B anchena bei sk eise, Un e nehmensne zwe ke
 Ande e Diens s ellen/Behö den: Kollegiale Be a ung
 Wo kshops mi P ak ike n und sog. Endanwende n
Techniko ien ie e Quellen
 spezielle Po ale: Sammlungen on Fach hemen
 Websei en übe geo dne e ode ach e wand e Behö den
und Ein ich ungen
 Da enbanken, Po ale, Deep Web
Wissenscha liche Quellen
 Biblio heken (bspw. Fachin o ma ionss elle BBK)
 Fachmagazine
 Fo schungsp ojek e, wissenscha liche Be agungen
 Be eiligung an Public/P i a e Pa ne ship-P ojek en
Sons ige Quellen
 P esse/Medien
 Fo bildungssemina e
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(3) Wissen ( e -) eilen: Wie e olg de T ans e on indi iduellem zu kollek i em Wissen?
He aus o de ungen bzw. Möglichkei en im Be ölke ungsschu z:

Ve schiedene, auch echnische, Ins umen e können eingese z we den, um das Wissen
Einzelne ü die gesam e O ganisa ion zugänglich zu machen. Im Kon ex diese S udie
wu den e schiedene Handlungsop ionen genann , die pe sonenbezogen, echniko ien ie
ode als Dokumen a ionsmechanismus angeleg sind, wie z. B. in e ne Wikis ( gl. Tabelle 3).

Auch ein sys ema isches Fehle managemen ode die Dissemina ion on „bes p ac ice“
Ansä zen sind Handlungsop ionen.
(4) Wissen ( e -) eilen: Wie e olg de T ans e on ex e nem zu in e nem Wissen?
He aus o de ungen bzw. Möglichkei en im Be ölke ungsschu z:

Im Rahmen diese S udie nann en die Teilnehme de Wo kshops e schiedene Quellen bzw.
Möglichkei en, um ex e nes Wissen zu in e nalisie en. Die Communi ies o P ac ice, also
pe sönliche Kon ak e, spielen e neu eine wich ige Rolle, zusä zlich zu spezielle Po alen,
Websei en übe geo dne e ode ach e wand e Behö den und Ein ich ungen, ex e nen
Da enbanken und In e ne po alen. Auch wissenscha liche Quellen aus Biblio heken,
Fachmagazinen, Fo schungsbe ich en, Be eiligung an Public/P i a e Pa ne ship-P ojek en
und gene ell aus den Medien sind ele an . De „A las VR“ (Kapi el VI) is au g und seine
Funk ionen ein Beispiel ü ein speziell als ach-
und esso übe g ei end konzipie es
In o ma ions- und Wissensmanagemen po al.

Auch bei de Bean wo ung
diese Ke n age kann das Wissen de Be ölke ung
Be ücksich igung inden, da es in de Regel auße halb eine O ganisa ion exis ie .
Möglichkei en sind pa izipa i e Ve ah en z. B. im Rahmen de Fes legung on
Vo so gemaßnahmen, de Aus ausch mi e ablie
en Bü ge ini ia i en ode die geziel e
Ansp ache on Wissensinhabe n. Ausnahmen on diese „ex e nen-
in e nen“ Sich weise
bilden O ganisa ionen, die s a k lokal p äsen sind und einen hohen An eil an
eh enam lichen Mi a bei e n haben. In diesem Fall is das Wissen be ei s in de O ganisa ion
und kann ü die O ganisa ion zugänglich gemach we den.
Neben den d ei Komponen en des Wissensk eislau modells - Wissen iden i izie en, e we ben und
eilen, die im Kon ex de ie Ke n agen besp ochen wu den - seien zum Abschluss die Komponen en
„Wissen bewah en“ und „Wissen nu zen“ besp ochen.
Das Bewah en on Wissen geschieh , sobald en sp echende S uk u en und Ins umen e des
Wissens ans e s und -aus auschs on explizi em Wissen bes ehen. Das Bewah en soll e so o ganisie
sein, dass das Wissen – wenn es einmal o ganisa ionsin e n gespeiche is – leich iden i izie und
ge unden we den kann. Dies is o dem Hin e g und d ohende „Wissense osion“, z. B. du ch
Pe sonal luk ua ion ode Zei mangel, on hohe Rele anz. Ganz konk e kann sich das gu o ganisie e
Bewah en seh posi i au o handene Ressou cen auswi ken, da wenige Zei au gewende we den
muss, um Wissen zu inden und „das Rad nich jedes Mal neu zu e inden“. Mi Blick au den

36
Be ölke ungsschu z is es ge ade die Phase de „Bewäl igung“ im Rahmen des „Ka as ophenk eislau s“
(Kapi el II, Abbildung 6), in de In o ma ionen und Wissen schnell zu Ve ügung s ehen müssen.
Das Nu zen on Wissen, also seine Ve wendung, geschieh in iele lei Hinsich und bezieh sich au alle
Phasen des „Ka as ophenk eislau s“ ( gl. Kapi el II): Das Wissen in den Phasen de Vo so ge, de
Bewäl igung und de Nachso ge is en sp echend de Au gabens ellungen seh un e schiedlich;
en scheidend is , dass Wissen nun im Sinne on Nu zen in konk e e Handlungen münde (E s ellen on
Risikoanalysen und Vo so gekonzep en, S absa bei , plan olle Wiede au bau). Au diese Weise kann
de de „K eislau “ ges opp und „Exi op ionen“ gene ie we den, sodass kün ige Ka as ophen
e hinde we den. Dahe is das Modell des Ka as ophenk eislau s auch nich als ein
de e minis isches, sich zwingend wiede holendes Ablau schema zu e s ehen.
Die Zusammens ellung de He aus o de ungen bzw. Möglichkei en on Wissensmanagemen im
Be ölke ungsschu z e deu lich , dass einige Handlungsop ionen meh als nu einem Ziel dienen, also
einen Meh achnu zen au weisen wie z. B. die CoPs, bes p ac ice Ansä ze, ein sys ema isches
Fehle managemen ode die Nu zung on Webpo alen. Diese Meh achwi kungen sind besonde s
dann in e essan , wenn z. B. au g und on Budge limi ie ungen P io i ä en bei de Ein üh ung und
Umse zung on Wissensmanagemen -Maßnahmen gese z we den müssen. Abe auch bei de
E s ellung eines ganzhei lichen Konzep es ü Wissensmanagemen in eine O ganisa ion soll en diese
Meh achwi kungen be ücksich ig we den.
Zusammenge ass :
 Die hie o ges ell e Zusammen üh ung on heo e ischen Modellen des
Wissensmanagemen s und Be ich en aus de P axis bie e einen Denkans oß und
O ien ie ung ü die Annäh ung be ölke ungsschu z ele an e O ganisa ionen mi dem
Thema Wissensmanagemen .
 Die iden i izie en He aus o de ungen ü den Be ölke ungsschu z mi Blick au die
Implemen ie ung on Wissensmanagemen bie en gleiche maßen Ansa zpunk e eine
solchen Implemen ie ung.
 Es exis ie en iel äl ige Möglichkei en, um Wissensmanagemen im Be ölke ungsschu z
zu ö de n und umzuse zen.
 Eine Wissensmanagemen -Maßnahme kann das E eichen meh e e Ziele ö de n; bei
knappen Ressou cen soll e diese Meh achnu zen beach en we den.
4. Lei agen ü die Ein ich ung eines Wissensmanagemen sys ems, ode Teile da on
Abschließend s ellen olgende Lei agen eine mögliche He angehensweise ü die E ablie ung eines
Wissensmanagemen sys ems, ode bes imm e Elemen e da aus, ü O ganisa ionen des
Be ölke ungsschu zes o :
37
a. Welche S uk u en und Ins umen e des Wissensmanagemen s bes ehen be ei s in meine
O ganisa ion?
b. Welche Beda e gib es in meine O ganisa ion?
c. Welchen E appen des „Wissensk eislau s“ we den diese Beda e zugeo dne ?
d. Welche Ke n agen sind mi diesen Zielen / E appen e bunden?
e. Welche Handlungsmöglichkei en gib es gene ell? Welche Möglichkei en passen am bes en zu
meine O ganisa ion?
. Welche Handlungsop ionen sind hinsich lich des Budge s de O ganisa ion ealis isch?
g. Wie kann ich basie end au 1. bis 6. eine Wissensmanagemen s uk u in meine O ganisa ion
konzipie en? We soll e in ol ie sein?
h. We soll e o de Implemen ie ung des Konzep es in ol ie sein?
i. Wie kommunizie e ich die Implemen ie ung und se ze sie um?
Als p axiso ien ie e Li e a u zu wei e en Ve ie ung sei Schwaab (2007) emp ohlen.
38
V. Zusammen assung und Ausblick
Alexande Feke e und Gab iele Hu schmid
Wissen is eine zen ale Ressou ce in O ganisa ionen, egal ob sie p i a wi scha lich, s aa lich ode
p i a -gesellscha lich (gg . gemeinnü zig) o ien ie sind. Wäh end die Bedeu ung diese Ressou ce
du chaus ane kann is , mangel es mi un e an S uk u en und P ozessen, die einen e ek i en und
e izien en Umgang mi Wissen ö de n und siche s ellen. Ein solches „Wissensmanagemen “ is
besonde s dann wich ig, wenn ande e Ressou cen wie Geld und Zei knapp sind. In de o liegenden
Ve ö en lichung und S udie wi d Wissensmanagemen als ein ganzhei liche Ansa z zu Ve besse ung
und sys ema ischen Ve ne zung on pe sonen- ode o ganisa ionsbezogenen Wissensbes änden
e s anden.
Die S udie s ell G undlagen des Wissensmanagemen s da und e läu e z. B. die Un e scheidung on
Da en, In o ma ionen und Wissen ode zwischen explizi em und implizi em Wissen. Konk e e
He aus o de ungen ü Wissensmanagemen sind zusammen assend da ges ell . De A ikel s ell
e ne die E gebnisse aus zwei p ojek bezogenen Wo kshops o , in denen mi Ak eu en aus dem
Be ölke ungsschu z e schiedene Aspek e des Wissensmanagemen s e a bei e und disku ie
wu den. Neben genu z en In o ma ions- und Wissensquellen sowie be ei s o handenen Ins umen en
wu den zudem P obleme und Beda e s uk u elle und inhal liche A disku ie . Die S udie ha
gezeig , dass es einen g oßen Beda in O ganisa ionen des Be ölke ungsschu zes gib , In o ma ionen
und Wissen besse zu e assen, zu eilen, au zube ei en, ku zum, ein In o ma ions- und
Wissensmanagemen zu be eiben. In den Wo kshops, abe auch in Einzelgesp ächen mi Be eilig en
aus Fo schung und P axis im Be ölke ungsschu z wu de imme wiede deu lich, dass man ein
G undp oblem eil : Zei ü Wissensmanagemen zu haben und Au me ksamkei und Akzep anz hie ü
zu gene ie en. Es kann es gehal en we den, dass es zwa e einzel e Baus eine on
Wissensmanagemen in den un e schiedlichen O ganisa ionen gib , jedoch ganzhei liche
Wissensmanagemen s uk u en ehlen. Theo ie bzw. Modelle des Wissensmanagemen s und
E kenn nisse aus den Wo kshops we den schließlich e knüp um Denkans öße und O ien ie ung ü
die Annähe ung be ölke ungsschu z ele an e O ganisa ionen an das Thema Wissensmanagemen zu
bie en.
Die Analyse in de S udie gliede sich en sp echend de Lei agen:
(1) Wie kann implizi es Wissen in explizi es Wissen ans e ie , d.h. pe sönliches Wissen a ikulie
und dokumen ie we den?
(2) Wie kann explizi es Wissen Teil indi iduelle Wissensbes ände we den, d.h. „Sch i wissen“
ode ande wei ig dokumen ie es Wissen, au genommen und gele n we den?
(3) Wie kann indi iduelles Wissen in kollek i es Wissen übe üh , d.h. Wissen ge eil we den?
(4) Wie kann ex e nes Wissen e ügba und in in e nes Wissen umgewandel , z. B. in die eigene
O ganisa ion übe üh we den?
Konk e e Handlungsop ionen und Ins umen e des Wissensmanagemen s ü O ganisa ionen des
Be ölke ungsschu zes we den he ausgea bei e .
39
Die o liegende Machba kei ss udie soll G undlagen und Ansä ze zum Nachdenken übe den Umgang
mi Wissen inne halb und zwischen O ganisa ionen des Be ölke ungsschu zes bie en und An egungen
zum Handeln geben. Ein Wissensmanagemen konzep wä e ü den Be ölke ungsschu z zu en wickeln
in Koope a ion mi Nu ze n au allen Ebenen; lokal bis in e na ional, aus P axis und Fo schung;
in eg a i , in e - und ansdisziplinä und an de E wei e ung des Wissensho izon s unbeding
in e essie . Wäh end des P ojek e lau s ha sich auße dem imme wiede die F age ges ell , welche
In o ma ionen in welche A Wissen übe haup übe üh und zugänglich gemach we den können.
40
VI. Li e a u e zeichnis
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