Fo schung und Inno a ion in de Hochschulbildung
Lau a Baue & Di k Roh
We schä zen im Team eaching
Ope a o en zu Wi ksamkei
Fo schung und Inno a ion in de Hochschulbildung
he ausgegeben on
P o . D . Syl ia Heucheme (Technische Hochschule Köln)
P o . D . Reinha d Hochmu h (Leibniz-Uni e si ä Hanno e )
P o . D . Niclas Schape (Uni e si ä Pade bo n)
D . Bi gi Szczy ba (Technische Hochschule Köln)
N . 13 | 2022 | Resea ch Pape
Bibliog a ische In o ma ionen de Deu schen Na ionalbiblio hek
Die Deu sche Na ionalbiblio hek e zeichne diese Publika ion in de Deu schen Na ionalbiog a ie; de aillie e
bibliog a ische Da en sind im In e ne un e h ps://po al.dnb.de/opac ab u ba .
„Fo schung und Inno a ion in de Hochschulbildung“ is eine wissenscha liche Sch i en eihe des Hochschulse e s
„Cologne Open Science“ de TH Köln. Sie wi d he ausgegeben on P o . D . Syl ia Heucheme (Technische Hochschule
Köln), P o . D . Reinha d Hochmu h (Leibniz-Uni e si ä Hanno e ), P o . D . Niclas Schape (Uni e si ä Pade bo n) und D .
Bi gi Szczy ba (Technische Hochschule Köln).
Die Ve an wo ung de Bei äge lieg bei den Au o *innen.
N . 13 | 2022 | Resea ch Pape
Ti elges al ung: P o . And eas W ede / TH Köln
Layou : A iane Johanna La a / TH Köln
Lek o a und Sa z: A iane Johanna La a / TH Köln
DOI: 10.57684/COS-970
URN: u n:nbn:de:hbz:832-cos4-9709
Dieses We k wu de als elek onisches Dokumen übe Cologne Open Science, dem Hochschulse e de
Technischen Hochschule Köln, publizie . Ab u un e : h ps://cos.bibl. h-koeln.de
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Zusammen assung
De Fokus dieses A ikels lieg au den zwischenmenschlichen He aus o de ungen und Dynamiken, die dem Team eaching,
bspw. in Fo m eines Leh -Duos in de P axis immanen sind. Hie bei wiede um lieg de Schwe punk de Un e suchung au
eine lösungso ien ie en Pe spek i e. De Hypo hese olgend, dass We schä zung ein elemen a e Fak o in e disziplinä e
Leh e is , wi d diese de ini o isch, konzep ionell und heo e isch beleuch e . Hie e gib sich die Ko ela ion de p o essionellen
und de pe sönlichen Ebene als wich iges Me kmal de We schä zung im Team eaching.
Gliede ung
1 Einlei ung ...................................................................................................................................................................... 6
2 Team eaching ............................................................................................................................................................... 6
2.1 De ini ion ........................................................................................................................................................................................................... 6
2.2 Kons uk i ismus als Basis des Team eaching ......................................................................................................................................... 7
2.3 Fokus ‚Leh pe sonen aus e schiedenen Fachbe eichen‘ .................................................................................................................... 8
2.4 Das ‚Team‘ ......................................................................................................................................................................................................... 9
3 We schä zung ............................................................................................................................................................. 10
3.1 We schä zung als Konzep ....................................................................................................................................................................... 10
3.2 We schä zen im Team eaching ............................................................................................................................................................... 12
3.2.1 Fokus au die p o essionale Ebene ........................................................................................................................................................ 13
3.2.2 Die Me hode Re lec ing Team im Team eaching .............................................................................................................................. 13
3.2.3 Re lec ing Team bei einem P o essional Disag eemen .................................................................................................................. 13
3.2.4 Das Re lec ing Team in de Nachbe ei ung ........................................................................................................................................ 14
3.2.5 Wi ksamkei des Re lec ing Team bei einem P o essional Disag eemen und bei eine P ozesse alua ion ..................... 14
3.2.6 Gemeinsame Vo be ei ung als ‚Muss‘ .................................................................................................................................................. 15
3.2.7 Die pe sönliche Beziehung im Team eaching .................................................................................................................................... 15
4 Empi ische E hebung ................................................................................................................................................... 15
4.1 Me hodisches Vo gehen ............................................................................................................................................................................. 16
4.1.1 Die Teams..................................................................................................................................................................................................... 16
4.1.2 In e iewanalyse ........................................................................................................................................................................................ 16
4.2 E gebnisda s ellung ..................................................................................................................................................................................... 16
4.2.1 Wie denken die Teammi gliede übe die Rele anz eines Kennenle nens o dem Team eaching? .................................. 17
4.2.2 Die Vo be ei ung ........................................................................................................................................................................................ 17
4.2.3 In e disziplina i ä ..................................................................................................................................................................................... 17
4.2.4 S udie endenpe spek i e aus Sich de Leh pe sonen .................................................................................................................... 18
4.2.5 Ein eilung de Redezei ............................................................................................................................................................................ 19
4.2.6 Momen e de We schä zung ................................................................................................................................................................. 19
4.2.7 Ane kennung ü das ande e Fach ........................................................................................................................................................ 19
4.2.8 Uneinigkei en im Team eaching ........................................................................................................................................................... 20
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4.2.9 Sachlichkei im Team eaching ............................................................................................................................................................... 20
4.2.10 Fo de ung nach meh Team eaching ................................................................................................................................................ 20
4.2.11 We schä zung on außen .................................................................................................................................................................... 21
5 Ope a o en ü We schä zung ..................................................................................................................................... 21
6 Fazi ............................................................................................................................................................................. 22
7 Li e a u ...................................................................................................................................................................... 23
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1 Einlei ung
In e disziplina i ä in de Leh e kann bedeu en, im Team eaching zu leh en. Ge ade ü koope a i es und p oblembasie es
Le nen ode ‚Fo schendes Le nen‘ is in e disziplinä es Leh en unabdingba (Roh e al., 2015). A mann (2021, S. 2) sch eib
hie zu: „Im P ozess des Fo schenden Le nens spielen Be a ung und Beglei ung de S udie enden du ch die Dozie enden eine
wich ige Rolle, weil das o schungso ien ie e Le nen konzep ionell mi eine s ä ke en Selbs s ändigkei de Le nenden bei
gleichzei ige Zu ücknahme ins uk ionale Leh o men au Sei en de Dozie enden e bunden is “. Leh ende e en
demzu olge wenige als Wissens e mi elnde, denn als Le nbeglei ende au , die mode ie en, mo i ie en und coachen, (Beye lin
e al., 2020; Sonn ag e al., 2017). In diesem Ve s ändnis be ass sich de o liegende A ikel mi dem Thema ‚We schä zen im
Team eaching‘. In Bes -P ac ice-Beispielen zu Team eaching (Kempen & Roh , 2009; Roh e al., 2014; Roh e al., 2015) wi d
We schä zung als Vo ausse zung pos ulie . Da an schließ die Fo schungs age „Wie wi d im Team eaching eine gegensei ige
We schä zung ges al e ?“ an. Die Rele anz e gib sich aus de noch dü igen Fo schungslandscha zum Thema Team eaching
in seine Ve bindung zu Ve suchen de Ope a ionalisie ung. Die hie zu e ö en lich e Li e a u b ing bishe übe wiegend
Team eaching ‚an sich‘ zu Sp ache, wodu ch sich die F age s ell , was gelingendes Team eaching ausmach . Wa um
We schä zung sowohl als Obe beg i als auch als konk e e Ope a o angesehen we den kann, wi d im Folgenden e s
konzep uell- heo e isch analysie und dann empi isch beleuch e .
Im e s en Teil diese Un e suchung wi d de Kons uk i ismus als G undgedanke des Team eaching e läu e , wodu ch
Team eaching im Hochschulkon ex g undlegend als mul ipe spek i isches, in e disziplinä es Leh en und Le nen de inie
we den kann. De Fokus dieses A ikels lieg dabei au den zwischenmenschlichen He aus o de ungen und Dynamiken, die dem
Team eaching, bspw. in Fo m eines Leh -Duos in de P axis immanen sind. Hie bei wiede um lieg de Schwe punk de
Un e suchung au eine lösungso ien ie en Pe spek i e. De Hypo hese olgend, dass We schä zung ein elemen a e Fak o
in e disziplinä e Leh e is , wi d diese im zwei en Teil de ini o isch, konzep ionell und heo e isch beleuch e . Hie e gib sich
die Ko ela ion de p o essionellen und de pe sönlichen Ebene als wich iges Me kmal de We schä zung im Team eaching.
Im empi ischen Teil de o liegenden Analyse wu den ie Teams zu ih em Team eaching an de Uni e si ä zu Köln im Hinblick
au ih en we schä zenden Umgang be ag . Au g und de In e iewanalyse e geben sich d ei besonde e E kenn nisse. Die e s e
is die Bedingung eine unk ionie enden p o essionellen Ebene au Basis eine we schä zenden, me akommunika i en
Selbs e lexion. Die zwei e E kenn nis is , dass es zwei sogenann e ‚Muss-K i e ien‘ ü gelungene We schä zung gib : die
Be ei scha au einande zuzugehen und eine egelmäßige Kommunika ion mi einande zu üh en. Die d i e wich ige
E kenn nis is die gemeinsame Vo be ei ung als une lässliche, essenzielle Phase des Team eaching. Alle be ag en Mi gliede
de Teams ühl en sich we geschä z und e kennen eine g oße Wi ksamkei des Team eaching. Aus den In e iewe gebnissen
wu den Ope a o en ü gelingende We schä zung im Team eaching gene ie . Zudem we den die olgenden zwei F agen
bean wo e :
• a) wa um eine wechselsei ige We schä zung besonde s wich ig is und
• b) wie sich die Leh enden übe die Teamzusammena bei hinaus we geschä z ge ühl haben und hä en, wenn gewisse
wei e e Fak o en mi bedach wo den wä en.
Da übe hinaus we den wei e e Fak o en de We schä zung au gezeig , an denen zukün ig nich nu die Leh enden eines
Team eaching, sonde n auch die jeweilige Hochschule selbs anse zen kann. In jedem Falle e weis sich We schä zung als
Schlüsselelemen ü wi ksames Team eaching, das es zu be ücksich igen gil , sodass (in e disziplinä e) Leh e nich ins Lee e
läu .
2 Team eaching
2.1 De ini ion
Eine einhei liche De ini ion on Team eaching is in de Li e a u nich gegeben. Gu man (1989) sp ich on einem Ansa z, in
dem zwei ode meh Pe sonen au ge agen is , sich denselben Schüle *innen als Leh pe son zu zeigen (Gu man, 1989, S. 275).
Ha che e al. (1996) sehen im Teamun e ich eben alls zwei ode meh Ausbilde *innen (Ha che e al., S. 367), üh en abe
wei e aus, dass diese „bei de Konzep ion und/ode Implemen ie ung und Bewe ung desselben Ku ses ode de selben Ku se
zusammena bei en“ (Ha che e al., 1996, S. 367). King-Sea s e al. (2019) sp echen on einem Team eaching, in dem „beide Co-
Teache den Un e ich gemeinsam geben, wobei beide die Haup olle spielen und den Un e ich gleiche maßen eilen“ (S.
313). Kempen und Roh (2011) un e scheiden u. a. nach Ve an wo lichkei und E ah ung, „abe nich nach S a us[, denn]
Tu o (inn)en und P o esso (inn)en haben in de Regel un e schiedliche Leh e ah ungen, und sie haben auch eine ande e
Ve an wo lichkei und Funk ion; in Bezug zum Team Teaching is de S a us nich ele an .“ Hie gil alle dings zu
un e scheiden, ob die Leh pe son auch wi klich mi wi k . Kempen und Roh (2011) geben olgende De ini ion:
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Wenn wi im Folgenden on Team Teaching sp echen, e s ehen wi da un e eine koope a i e Leh -, Le n- und A bei s o m
on mindes ens zwei Leh pe sonen in mindes ens zwei Phasen eine Leh e ans al ung (Vo be ei ung, Du ch üh ung,
Re lexion). (Kempen & Roh , 2011, S. 4)
Die e schiedenen Fo men des Team eaching wu den on Kempen und Roh en sp echend in eine Team eaching-Ma ix
ypisie (s. Abb. 1):
Abbildung 1: E wei e e Team eaching-Ma ix (Kempen & Roh , 2011, S. 12).
Im o liegenden A ikel wi d mi de De ini ion on Kempen & Roh (2011) gea bei e , die ü den wei e en Ve lau eine b ei
au ges ell e G undlage zu s uk u ie en Au eilung de einzelnen Phasen des Leh ens bie e . Dami Team eaching als solches
gel en kann, is es nich wich ig, welche de d ei Phasen zusammen, sonde n lediglich, dass zwei on d ei Phasen als Team
du chge üh wu den. So wä e eine alleinige Realisie ung des Un e ich s ohne gemeinsame Vo - ode Nachbe ei ung – nach
de De ini ion on Kempen & Roh (2011) – kein Team eaching.
2.2 Kons uk i ismus als Basis des Team eaching
Ausschließlich posi i e E gebnisse zum Team eaching liegen in eine empi ischen S udie on Ande son und Speck (1998) o .
Diese E gebnisse liegen lau Ande son und Speck nich wegen, sonde n o z de e schiedenen De ini ionen des Team eaching
o , da diese De ini ionen den alschen Schwe punk se z en (Ande son & Speck, 1998, S. 680). Im Gegensa z zu Kempen und
Roh (2011, S. 12) bes immen Ande son und Speck (1998) ih e De ini ion on Team eaching nach dessen „bene i s“ (Ande son &
Speck, 1998, S. 680) bzw. de dahin e liegenden pädagogischen Theo ie des Kons uk i ismus:
While we held o many ene s o cons uc i ism be o e we began eam eaching, we see in e ospec ha he g ea
he e ogenei y o he a ious ci cums ances on which desc ip i e epo s o eam eaching a e based becomes less
pe plexing when hose epo s a e in e p e ed as a i ma ions o cons uc i is p inciples. (Ande son & Speck, 1998, S. 680)
De Kons uk i ismus geh da on aus, dass das Wissen und E kennen de Menschen au einem inne en gebau en Ve s ändnis
da on be uh , wie die Wel unk ionie . B ooks und B ooks (1993) e en hie eine wich ige Un e scheidung, inwie e n die
S udie enden ih e Wah nehmung de Wel du ch neues Wissen a sächlich wei e en wickeln und wie S udie ende da au
ainie we den, die ich ige Lösung ü ein P oblem zu inden. Es wi d be on , dass es ü eine hohe Anzahl an S udie enden
du chaus nahelieg , den ein achen Weg des ‚einen P oblems‘ mi de ‚einen Lösung‘ zu wählen. Alle dings zeigen S udien, wie
die des Na ional Assessmen o Educa ional P og ess (NAEP) (1992) und die des Thi d In e na ional Ma hema ics and Science
S udy (TIMSS) (Robi aille & Donn, 1992), dass es konzipie e Au gaben ü S udie ende e ie es Le nen nich ö de n,
weswegen sie keine T ans e leis ungen e b ingen können. Dies kann und da nich pauschalisie we den, weswegen B ooks
und B ooks (1993) auch au diejenigen S udie enden eingehen, die mi dem sogenann en „linea app oach“ (S. X), mi dem
F on alun e ich gemein is , besse le nen.
Nich sdes o o z üh en die E kenn nisse des Kons uk i ismus zu de F age, ob eine gu e Leh me hode angewand wi d, bei
de S udie ende nich ‚wi klich‘ le nen, obwohl sie alle Au gaben bea bei en können und ih e P ü ungen bes ehen. Aus diesem
G und wu de in den USA in S aa en wie z. B. Kali o nien, New Yo k und Ken ucky das Denken übe Leh me hoden e o mie ,
indem de Kons uk i ismus im Leh en den Vo zug bekam. Des Wei e en b ach en B ooks und B ooks (1993) die Re lexion
einige S udie ende übe ih e Bildung als Un e s ü zung ih e These mi ein. Die S udie enden nann en Leh pe sonen, die
ihnen schwie ige Sach e hal e zugänglich mach en, indem sie e such en, die Komplexi ä dem de zei igen Wissens and des
S udie enden anzupassen, als diejenigen, die sie am meis en beein luss hä en. Den genann en Leh pe sonen ginge es nich
p imä um den Leh plan e lau , sonde n um indi iduelle und k ea i e Fö de ung de S udie enden. So wa en diese Leh enden
bemüh , die Ideen de S udie enden mi neuen zu e binden (B ooks & B ooks, 1993, S. X, XI).
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The languid ins uc ional p ac ices o he pas , e en d essed in new clo hing, canno ick s uden s in o lea ning ... [because]
eache s [who] a e cons uc i is s ... a e he ones we emembe ” (B ooks & B ooks, 1993, S. X, XI).
Im Folgenden we den die ün P inzipien des kons uk i is ischen Le nens nach B ooks und B ooks (1993) e läu e . Diese
zeigen wich ige Punk e, die beim Team eaching beach e we den müssen, dami eine wi ksame Aneignung on Wissen
e olgen kann. Die ün P inzipien um assen:
• 1) „Teache s seek and alue hei s uden ’s poin o iew“. Leh ende suchen und schä zen die Sich weise ih e S udie enden.
• 2) „Class oom ac i i ies challenge s uden s’ supposi ions“. In de Leh -Le n-Si ua ion we den die Annahmen de
S udie enden we schä zend in age ges ell .
• 3) „Teache s pose p oblems o eme ging ele ance“. Hie we den die Bezüge zum ‚P oblem Based Lea ning‘ deu lich. Die
Leh enden we en P obleme on neue Rele anz au .
• 4) „Teache s build lessons a ound p ima y concep s and ‚ big‘ ideas“. Die Leh pe sonen bauen ih e Leh e au g undlegenden
Konzep en und „g oßen“ Ideen au .
• 5) „Teache s assess s uden lea ning in he con ex o daily eaching”. Kons uk i is ische Leh pe sonen bewe en – im Sinne
des „cons uc i e alignmen “ (Biggs & Tang, 2011) – den P ozess. (B ooks & B ooks, 1993, S. IX)
Im e s en P inzip geh es um We schä zung. B ooks und B ooks (1993) b ingen die Va iable de We schä zung de
Leh pe sonen im Leh e häl nis zu den S udie enden ein. Wie sich anhand de F age, wie We schä zung zwischen den
Leh pe sonen siche ges ell we den kann, gezeig ha , is da on auszugehen, dass sich beide Sys eme on We schä zung
gegensei ig bedingen.
In Anbe ach de ün P inzipien is übe dies eine kla e Rollen e eilung zwischen achkompe en en Leh pe sonen und den
S udie enden, die das Wissen noch zu e we ben haben, zu e kennen. Jedoch wi d o z diese Ein eilung nich hie a chisie . So
kollabo ie en die Leh pe sonen und die S udie enden au Augenhöhe, denn das Leh -/Le n e häl nis zeichne sich den
P inzipien on B ooks und B ooks (1993) olgend du ch gegensei ige Ane kennung, Respek und We schä zung aus. Dieselbe
Au assung eines solchen Leh -/Le n e häl nisses e e en Hea h, Ca lson und Ku z (1987): „ o a eam o unc ion well,
mu ual espec and equal pa icipa ion is necessa y“ (Hea h e al., S. 80). Mi diese De ini ion geh einhe , dass nich nu die
Leh pe sonen die Leh e o be ei en und au me ksam ges al en, sonde n auch die S udie enden. Diese agen genauso wie die
Leh pe sonen zu einem e olg eichen Le nen bei, indem sie die Möglichkei wah nehmen, ih e eigenen Ideen du ch
gemeinsamen Disku s zu en decken (Ande son & Speck, 1998, S. 680).
Ke s en Reich ass sein kons uk i is isches Leh en da übe hinaus wie olg zusammen: „Ich habe e such , Menschen ehe
pa izipa i an allem zu be eiligen, also auch meine S udie enden an dem zu be eiligen, was gep ü wi d, wie gep ü wi d, wie
sie selbs wi ksam le nen können“ (Reich, 2021, S. 151). Reich nimm zudem di ek Bezug au We schä zung: „Man muss ja den
Mu haben, e was auszup obie en, e was zu iskie en. Man muss sich auen, alles k i isch zu hin e agen. Die A und Weise,
wie das geschieh , is alle dings wich ig: beg ünde , we schä zend, neugie ig und eundlich. Diese wohlwollende Be eiligung
schein mi ein zu ie s sys emische und kons uk i is ische Aspek on Leh e, auch on Hochschulleh e, zu sein“ (Reich, 2021,
S. 151).
2.3 Fokus ‚Leh pe sonen aus e schiedenen Fachbe eichen‘
In e disziplinä es A bei en e möglich es, ein P oblem in einem neuen, wenige spezi isch gesehenen Rahmen zu be ach en
(Banse, 2011, S. 59). Du ch das Zusammena bei en e schiedene wissenscha liche Disziplinen inde ein ‚Re aming‘ s a . Dies
kann au g und meh e e Pe spek i en und mi einem Pool me hodische Möglichkei en neue In e p e a ionswege ode
Lösungsansä ze au zeigen (Fleische , 2011, S. 46) – o allem im Team eaching (Roh e al., 2015, S. 70). Wechselsei ige
We schä zung is besonde s wich ig, wenn die Leh pe sonen aus zwei e schiedenen Fachbe eichen kommen (Kempen &
Roh , 2011, S. 11). S ammen die Leh pe sonen aus demselben Fachbe eich, bes eh ein g öße es Risiko an Konku enz (Kempen
& Roh , 2011, S. 11). Auch Ande son und Speck s ellen in ih e S udie he aus, dass sich ein un e schiedliche Fäche hin e g und
de Leh pe sonen als du chaus gewinnb ingend ü S udie ende e weisen kann (Ande son & Speck, 1998, S. 677). Dadu ch
wü den S udie ende im Team eaching meh Pe spek i en ü die P oblembea bei ung kennenle nen. Die un e schiedlichen
Anweisungen we den on ihnen als du chaus „in e essan und e mu igend“ e leb (Ande son & Speck, 1998, S. 677). Dies beleg
auch die posi i e Rückmeldung eines Schüle s: „Being able o see mo e han one way o app oach a p oblem o issue os e s
sel - e lec ion and he abili y o hink c i ically“(Ande son & Speck, 1998, S. 678). In die Pe spek i e de Leh enden wi d
olgende Einblick gegeben: „Du ing eam eaching, he same idea can be ela ed by wo o mo e ins uc o s om di e ing
poin s o ocus based upon each ins uc o ’s indi idual expe iences. Such eaching me hod a o ds he s uden he oppo uni y
o ind he expe ience wi h which she o he can ela e o g ea e unde s anding“(Ande son & Speck, 1998, S. 678).
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De S udie on Ande son und Speck (1998) olgend lassen sich ausschließlich posi i e Rückmeldungen zum Team eaching mi
Leh pe sonen aus e schiedenen Fachbe eichen es hal en. Au de einen Sei e wi d de Punk de Mul ipe spek i i ä genann ,
au de ande en die de Möglichkei zu Selbs e lexion und de Fö de ung des k i ischen Denkens. Du ch le z e en haben die
S udie enden einen g öße en Le ne ek („… hus ha e a powe ul e ec on s uden lea ning“ (Ande son & Speck, 1998, S. 677).
He o zuheben is , dass Team eaching eine Win-win-Si ua ion ü Leh pe sonen und S udie ende bie en soll. Wie sich be ei s
zeig e (s. Kap. 2.2), können Leh pe sonen und S udie ende du ch Team eaching ein besse es Leh -Le ne lebnis e zielen. Die
Wi ksamkei de jeweiligen Team-Teaching-Si ua ion de S udie enden is in de S udie on King-Sea s e al. (2019) kla zu
e kennen: „All s uden s ag eed ha bo h eache s we e equal in he class oom and ha hey lea ned be e ha ing wo
eache s“ (King-Sea s e al., 2019, S. 313). Dieses posi i e E gebnis zeig sich da übe hinaus auch in eine wei e en S udie zu
Beziehung zwischen Team-No men und E ek i i ä im Team eaching (Mohamed e al., 2012).
Als wei e en, aus dem Aspek de Mul ipe spek i i ä esul ie enden Punk , b ingen Ande son und Speck das Model des
„P o essional Disag eemen “ mi ein (Ande son & Speck, 1998. S. 677). Diese wi d aus kons uk i is ische Pe spek i e sowie aus
de Fo schungsli e a u zum Team eaching als zen ale G undsa z eines wi ksamen Team eachings e klä , in dem die
Leh pe sonen Lei bilde eine p o essionellen Uneinigkei sind. „P o essionell“ sei hie als achkundig und kollegial zu e s ehen
(Ande son & Speck, 1998. S. 677). Auch Kempen und Roh (2011) sch eiben übe den Umgang mi Uneinigkei en im Team:
Hie ü wiede um is es as unums ößlich, meinen Team eaching-Kollegen a sächlich – ode , wie Roge s sag ,
„bedingungslos“ – we zuschä zen. Im TT [Team eaching] sehe ich ganz iele Ve hal ensweisen meines TT-Kollegen, die ich
ande s machen wü de: Um diese nich abzuwe en ode ge ing zu schä zen (denn das, was ich mache, hal e ich ja ü
ich ig), is diese empa hische, we schä zende Hal ung onnö en. Und auch hie is es wiede leh eich, diese
Ve schiedenhei zu e balisie en. S udie enden und Leh enden wi d somi die Pe spek i en iel al [mi Bezugnahme au
den Kons uk i ismus] deu lich – sowie die im Hie und Je z s a indende, gelingende Koope a ion. (Kempen & Roh , 2011,
S. 6)
Du ch die Rele anz de Mul ipe spek i i ä im Team eaching in Ve bindung mi dem Kons uk i ismus als heo e ische
G undlage, sind e schiedene Leh me hoden eines Teams aus Leh pe sonen mi un e schiedlichem Fäche hin e g und nich als
p obleme zeugend zu be ach en, sonde n als une lässlich. So e klä sich eine No wendigkei an ielsei igem Leh en und
Le nen, was eine p o essionelle Meinungs e schiedenhei mi einschließ . Folglich gil es ü wi ksames Team eaching, eine
Angs o dem Nich übe eins immen zu übe winden (Pi ield & Rees, 1972, S. 100). Diese Angs kann alle dings nu
übe wunden we den, ode bes en alls on An ang an ga nich e s en s ehen, wenn o en mi einande ge ede wi d (Higgins e
al., 2019, S. 1155).
2.4 Das ‚Team‘
De De ini ion on Mabey und Cai d (1999, S. 7) olgend exis ie en bes imm e K i e ien ü ein ‚Team‘:
• Es bes eh mindes ens aus zwei Pe sonen.
• Das Team e üg übe eine eigene Teamiden i ä , welche kla on den Iden i ä en de einzelnen Mi gliede abzug enzen
is .
• Es he sch eine ziel- und au gabeno ien ie e S uk u .
• Die Summe de sich e gänzenden Fähigkei en und Fe igkei en agen zu Ziele eichung bei. Nich die einzelnen.
• Inne halb des Teams gib es Kommunika ionsp ade, die sie auch nach außen agen.
• Pe iodische Übe p ü ung ih e P oduk i i ä .
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4.1 Me hodisches Vo gehen
Au g und de COVID-19-Pandemie wu den die In e iews online ge üh . Die Namen de Teammi gliede sind im Folgenden
anonymisie , wohingegen die genann en Ku se und Ins i u e namen lich nich geände wu den.
4.1.1 Die Teams
T1 (Pe sonen P1a und P1b)
T2 (Pe sonen P2a und P2b)
T3 (Pe sonen P3a und P3b)
T4 (Pe sonen P4a und P4b)
Beide kommen aus
un e schiedlichen Ins i u en und
bo en im Win e semes e
2018/2019 ü ein Semes e einen
Ku s an, de eine Schni s elle
ih e beide Expe *innengebie e
da s ell und somi
in e disziplinä wa . P1a a bei e e
am A chäologischen Ins i u und
P1b im Depa men ü Digi al
Humani ies. Es wu den alle d ei
Phasen des Team eaching
gemeinsam du chge üh . Das
Team eaching e olg e eiwillig
– die Pa ne *innen haben sich
selbs s ändig gegensei ig
ausgewähl .
Auch diese Pe sonen kommen
aus un e schiedlichen Ins i u en
und bo en im Win e semes e
2018/2019 ü ein Semes e einen
Ku s an, de eben alls au g und
de un e schiedlichen
Fachgebie e in e disziplinä
konzipie und du chge üh wa .
P2a a bei e am His o ischen
Ins i u und P2b am
Romanischen Semina . Auch sie
üh en alle d ei Phasen des
Team eaching gemeinsam
du ch. Das Team eaching
e olg e eiwillig, die
Pa ne *innen haben sich
selbs s ändig gegensei ig
ausgewähl .
Diese Pe sonen bo en im
Somme semes e 2019 einen
in e disziplinä en Ku s ü ein
Semes e an. P3a a bei e an de
Wi scha s- und
Sozialwissenscha lichen
Fakul ä im Fach Soziologie. P3b
a bei e an de
Humanwissenscha lichen
Fakul ä im Fach
Sozialpsychologie. Es wu den
alle d ei Phasen des
Team eaching gemeinsam
du chge üh . Das Team eaching
e olg e eiwillig, die
Pa ne *innen haben sich
selbs s ändig gegensei ig
ausgewähl .
Dieses Team bie e sei dem
Win e semes e 2016/2017 bis
zum Zei punk de Analyse im
Somme semes e 2020 das
Team eaching in einem Ku s an,
de eben alls in e disziplinä
konzipie und du chge üh is .
P4a a bei e an de
Humanwissenscha lichen
Fakul ä am Leh s uhl
Rehabili a ion und Pädagogik
bei Menschen mi geis ige und
schwe e Behinde ung. P4b is
P o esso in ü deu sche Sp ache
und ih e Didak ik an de
Philosophischen Fakul ä . Es
wu den alle d ei Phasen des
Team eaching gemeinsam
du chge üh . Das Team eaching
e olg e wie bei den üb igen
In e iewg uppen eiwillig. Die
Pa ne *innen haben sich
gegensei ig ausgewähl .
Bei allen ie Teams handel es sich um Dozen *innen / P o esso *innen de Uni e si ä zu Köln. Jedes Team ha einen Ku s im
Semes e angebo en, de einmal wöchen lich eineinhalbs ündig s a and. Bis au T4, das sei 3,5 Jah en im Team eaching leh ,
haben alle Teams ih Team eaching nu ein Semes e lang abgehal en. Jedes Team ha alle d ei Phasen des Team eaching
du chge üh : Konzep ion, Realisie ung und E alua ion. Somi quali izie en sich alle Teams en sp echend de o liegenden
A bei sde ini ion nach Kempen und Roh (2011) ü das Team eaching. Zudem s ammen die Leh enden in jedem Team aus
e schiedenen Fachbe eichen, wodu ch den S udie enden ein in e disziplinä e Ku s angebo en wu de. Alle Teams üh en das
Team eaching eiwillig du ch, d. h. die Pa ne *innenwahl e olg e selbs bes imm .
4.1.2 In e iewanalyse
Die In e iews wu den nach May ing (2010) quali a i ausgewe e . Die Inhal sanalyse se z e sich aus eine
zusammen assenden und explizie enden zusammen, wodu ch besse e T anspa enz ü den*die Lese *in gebo en is . Des
Wei e en wu de das K i e ium de In e subjek i i ä beleuch e , da hie die Analysee gebnisse in den heo e ischen Rahmen
eingebe e wu den. Somi s ell sich du ch die E gebniskong uenz aus dem heo e ischen Teil und de Analyse siche , dass die
Aussagen de In e iewpa ne *innen, also de Leh enden im Team eaching, nich g oßen subjek i en Ein lüssen un e lagen.
Dadu ch wi d das K i e ium de Reichwei e ges ä k , da eine Rep oduzie ba kei de E gebnisse siche ges ell is und die
E gebnisse deduk i abgelei e we den können. Dies gil alle dings nu ü die au die Theo ie bezogenen E gebnisse. Die
eigenen E kenn nisse diese A bei we den induk i abgelei e , d. h. es e gib sich eine eigene Theo ie aus den
Analysee gebnissen. Zwa könn e die Reliabili ä au g und eine ge ingen Reichwei e de S udie angeg i en we den, jedoch
bes ä igen sich die E kenn nisse in den E gebnissen alle Teams, wodu ch au eine Rep oduzie ba kei bei e neu e
Du ch üh ung zu schließen is . Folglich sind alle Gü ek i e ien de quali a i en Inhal sanalyse gegeben.
4.2 E gebnisda s ellung
Es kann es gehal en we den, dass alle Teams ein pe sönliches Kennenle nen o dem Team eaching wich ig inden.
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4.2.1 Wie denken die Teammi gliede übe die Rele anz eines Kennenle nens o dem Team eaching?
T1 gib hie zu als Beg ündung an, dass es die Zusammena bei e leich e e. Auße dem denk das Team, dass die pe sönliche
Ebene die p o essionelle s a k beein luss und demen sp echend auch ein Team eaching du ch ein pe sönliches Kennenle nen
o ab posi i beein luss .
In T2 besch eib P2b, die G undlage seine gesam en Team-Teaching-E ah ung basie e au de Gemeinsamkei ähnliche
Fo schungsin e essen, an denen die Leh enden den Ku s aus ich e en. Ohne gemeinsame/ähnliche In e essen und/ode einem
ähnlichen A bei ss il wü de sich ein gelungenes Team eaching schwie ig ges al en. Die Möglichkei , sich seine Team-Teaching-
Kolleg*innen selbs aussuchen zu können, sei absolu en scheidend. So emp inde es P2b als „Zumu ung ..., wenn einem das
i gendwie o gesch ieben wü de; ‚man muss das und das zusammen machen‘ “.
Obwohl T4 zu Beginn des Team eaching noch keine ausgep äg e pe sönliche Ebene he ges ell ha e und P4a es als
„kons uie “ emp unden hä e (s. Kap. 4.2.1.), inde das Team insgesam beim Team eaching eine s immige, pe sönliche Ebene
seh wich ig und könn e sich in de Re ospek i e eine ande e A de Zusammena bei „ga nich o s ellen“. So be on P4a,
dass eine pe sönliche Ebene nich au gezwungen we den könne und sich ein gu es Ve häl nis e s übe die Jah e so en wickel
habe. Fü beide sei eine in insische Mo i a ion ü das Team eaching und die dazugehö ige gu e Zusammena bei
en scheidend.
4.2.2 Die Vo be ei ung
Die T e en ü die Vo be ei ung wu den on allen Teams au einande olgend neu e einba , wo ü keines de Teams einen
gemeinsamen Te minkalende ha e. T4 a sich am An ang pe sönlich, was P4a als ein Haup me kmal da ü nenn , dass das
Team mi einande im achlichen Disku s gewachsen sei. An angs bedeu e e die Vo be ei ung seh iel A bei und kos e e iel
Zei . Du ch die lange Teama bei seien sie abe nun eingespiel . T1 a sich an angs eben alls pe sönlich, um die allgemeine
Konzep ion des Ku ses und die Themen zu besp echen. Fü die Planung einzelne Si zungen wu de ein Cloud-Se ice genu z .
Do wu den Ve ans al ungsinhal e de inie , besp ochen und wei e en wickel . Auße dem ha e das Team eine Websi e
einge ich e , au de de Ku s ü die Leh pe sonen und ü die S udie enden olls ändig online ges ell wu de. Do konn en die
Leh pe sonen, abe auch die S udie enden, O ganisa o isches e ö en lichen und E gebnisse es hal en, wodu ch de gesam e
Ku sinhal anspa en und jede zei zugänglich ü alle wa .
Insgesam be onen alle Teams die Rele anz eine gemeinsamen Vo be ei ung und Konzep ion. Lau P4b bes imme die
menschliche Ebene die O ganisa ion und Du ch üh ung des Team eaching. Auch P1a heb den no wendigen A bei ssch i de
gemeinsamen Absp achen in de Vo be ei ung ü ein gelungenes Team eaching he o . Diesen Aussagen zu olge ha die
Vo be ei ung eine g oße Bedeu ung ü das Teaching und is essenziell. Es bes ä ig sich du ch die Aussagen de
In e iew eilnehme *innen die These, wonach die geeigne e Vo be ei ung une lässlich ü ein gelungenes Team eaching is .
4.2.3 In e disziplina i ä
Alle Teams bes ehen aus zwei Mi gliede n e schiedene Fachbe eiche, wodu ch alle Ku se in e disziplinä ausge ich e sind. Im
Folgenden zeig sich, dass alle Teams, eils mi un e schiedlichen Schwe punk en, s a k au eine mul ipe spek i ische
Ges al ung des Ku ses geach e haben. T1 bo an de Uni e si ä zu Köln e s malig eine Ve ans al ung mi ih e
Fäche kombina ion an. Sie bau en den Ku s in e ak i au , indem sie in as jede Si zung neue G uppen inne halb de
S udie enden haben bilden lassen. P1a und P1b nu z en du ch das Team eaching die Möglichkei , übe die achlich isolie e
Leh e hinaus ih e K ea i i ä eien Lau zu lassen, um au diese Weise zu p ü en, was in e disziplinä möglich is . Ih e
Zusammena bei e ach en beide als seh be eiche nd, da sie nach eigene Aussage oneinande gele n haben. Die
äche übe g ei ende Leh e mach sich demnach nich ausschließlich ü die S udie enden du ch ein ielsei ige es Le nen
bezahl , sonde n e ziel ebenso einen Le ne ek bei den Leh pe sonen. Diese Le ne ek sei nu du ch das Team eaching
gegeben, denn P1a hä e solche Aspek e des Ku ses nich in de Tie e e klä en können, in denen sie sich nich so gu auskenne
wie P1b. Die S udie enden p o i ie en abe nich nu on zwei Expe isen im Ku s, sonde n ebenso du ch die Siche s ellung de
Leh e. So habe das Team eaching den g oßen Vo eil, dass die Leh e auch im K ankhei s all eine Pe son nich aus alle.
In T2 is P2b anzösische Li e a u wissenscha le und seine Team eaching-Kollegin is Kuns his o ike in. Die in e disziplinä e
Konzep ion des Ku ses zeichne sich in diesem Fall du ch eine du chdach e Vo be ei ung aus. So haben sich P2a und P2b
Gedanken gemach , was die S udie enden aus dem jeweils ande en Fach le nen könn en und was ü bes imm e Be eiche ih es
eigenen S udiums in e essan sei. Zudem haben sie in de Vo be ei ung die Le nzielabklä ungen ü die einzelnen Si zungen
bes imm und e such , sie konk e au die S udie enden anzupassen. Die Mo i a ion on T2, den S udie enden ein
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um ang eiches, in e essan es Ku sangebo übe das Team eaching zu bie en, is deu lich zu e kennen, auch wenn, lau Aussage
on P2b, e dabei in de Vo be ei ung sowie in den Ve ans al ungen selbs an die G enzen de eigenen Kompe enz ge a en sei:
Bei spezi ischen Nach agen de S udie enden zum jeweils ande en Fach de Team eaching-Pa ne *in nenn P2b als „ ypische
Ve hal ensweise“, wäh end des Team eaching die F age an den*die Kolleg*in wei e zugeben, wenn man den Eind uck habe,
man selbs sei wenige kompe en ode „man sag , aus de Pe spek i e meines Faches, bean wo e ich das, und gib die F age
wei e an die Kollegin“. Wich ig is hie he o zuheben, dass P2b au die eigene Pe spek i e des Faches e weis , wodu ch die
S udie enden e neu mi kons uk i is ischem Le nen kon on ie sind und ein Bewuss sein ü e schiedene
He angehensweisen en wickeln.
So sei es lau P2b seh wich ig anzue kennen, dass es un e schiedliche Semina s ile gebe und die Au gabe im Team eaching sei,
zwischen diesen un e schiedlichen S ilen und An o de ungen zu e mi eln. E s du ch das Team eaching le ne man g oße
Un e schiede zwischen den Fachkul u en kennen, „weil man sons imme nu mi den Semina eilnehme n alleine is und nich
di ek en Einblick … gewinn in die A und Weise, wie die ande en so ein Semina ges al en“. Diese Aussage zeig , dass i. d. R.
e s du ch das Team eaching bewuss mul ipe spek i isch geleh und gele n wi d. Da das Team eaching ü P2b ein „O “ wa ,
an dem e dazule nen konn e, besonde s was die Ges al ung eine Leh e ans al ung angeh , ha e e einen ausgep äg en
Le ne ek . Die Teama bei eg e ihn zu Re lexion an, in de e sich F agen s ell e, wie „Was gib es da noch ü ande e
Op ionen?“ und „Was könn e ich ielleich auch in meinem eigenen S il übe nehmen?“.
Eine Ideal o m des Team eaching lieg P2b zu olge dann o , wenn sowohl zwischen den S udie enden als auch den
P o esso *innen eine in ensi e Zusammena bei s a inde , da au diese Weise eine s ändige Koope a ion zwischen den
Fäche n bes ehe.
In e disziplina i ä is auch ü T4 seh wich ig und auch sie haben mi ih e Fäche kombina ion e s malig an de Uni e si ä zu
Köln solch einen Ku s angebo en. Übe die gemeinsame Konzep ion, die Realisie ung und die E alua ion des Ku ses is es P4a
und P4b wich ig, dass die S udie enden nu im Tandem mi ihnen sp echen und/ode im E-Mail-Kon ak s ehen. Diese
Aus ich ung des Team eaching haben sie gewähl , weil sie au diese Weise am gewinnb ingends en ü alle Be eilig en sei.
Du ch die Pa izipa ion alle Be eilig en gewäh en sie T anspa enz und e meiden unkla e Absp achen im Team hinsich lich de
Kommunika ion mi den S udie enden.
P4a und P4b be onen du chweg, wie iel sie on- und mi einande gele n haben. Du ch ih en kon inuie lichen Le np ozess
konn en sie die Teama bei wei e en wickeln, sodass diese übe die Jah e einen „ziemlichen Sä igungsg ad ... an
Op imie ba kei “ e eich habe. Da P4a und P4b an angs an- und mi einande gele n und auch die S udie enden agen als
Ansa z ü de en Le np ozess genu z hä en, habe es o I i a ionen bei den S udie enden gegeben. Diese Aussage s ell
nochmals die Rele anz de gu en Vo be ei ung, abe o allem de Möglichkei nach einem länge is igen Team eaching
he aus. Des Wei e en o dne P4a den Aspek des on- und mi einande Le nens als „ökonomischen Va ian e“ des Team eaching
ein. So sag P4a:
Mi is wich ig noch zu sagen, dass wi auch oneinande le nen. Das wa e was, das wi on An ang an zugelassen haben, ...
dass die un e schiedlichen Pe spek i en auch ü uns supe gewinnb ingend sind. Wi me ken aneinande , dass de ande e
mi le weile auch [eine] en sp echende Fachlichkei e wo ben ha . Wi haben gele n oneinande . Das heiß , unse e
Beglei p ozesse sind noch iel in ensi e ü die S udie enden.
Die Aussage on P4a zeig die In e ak i i ä im Team eaching au . Jede* wi d in den P ozess mi au genommen, sodass
mul ipe spek i isch gele n we den kann. Dass „de ande e mi le weile auch [eine] en sp echende Fachlichkei e wo ben ha “,
zeig die En wicklung bzw. den E olg des mul ipe spek i ischen Le nens in T4. Zudem un e s eich die Aussage on P4b das
bewuss e Leh en und Le nen mi kons uk i is ischem Hin e g und, indem sie sag : „… und das is na ü lich ein Le nen mi
Menschen mi ganz un e schiedlichen Hin e g ünden und seh he e ogen das Bild“.
4.2.4 S udie endenpe spek i e aus Sich de Leh pe sonen
P1a und P1b ach e en da au , den Ku s k ea i , ei und o en ü die S udie enden zu ges al en. Lau P1a wu de de Ku s on
den S udie enden seh gu angenommen. Besonde s schein ihnen dabei die Ges al ung des Ku ses und dessen
in e disziplinä e Aus ich ung ge allen zu haben:
Also wie gesag , ich habe de ini i dazu gele n und ich weiß auch on meinen A chäologies udie enden, die wa en
eilweise seh , seh glücklich, wenn sie in eine G uppe einen Medienin o ma ike ha en, weil sie on dem auch gele n
haben. Wi haben sie am Ende Videos schneiden lassen, das wa zum Beispiel auch so eine Au gabe, da komm e (ein
S udie ende ) no male weise nu d au , wenn e sich schon mal i gendwie dami beschä ig ha , aus i gendeinem ande en
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G und, nich aus dem A chäologies udium he aus. Abe das is ja eine Kompe enz, die kann man ja ü iele Sachen nu zen
und da ein ach eine Kompe enze wei e ung bekommen, wa ü die, glaube ich, seh , seh hil eich. Das kam gu an.
Die Aussage on P1a zeig , dass in e disziplinä es Le nen an de Uni e si ä wich ige Kompe enzen ad essie , die den
S udie enden sons en gangen wä en. Des Wei e en zeig die Be onung de Fo mulie ung „seh , seh glücklich“, dass sich die
S udie enden meh in e disziplinä e Leh e an de Uni e si ä wünschen wü den. Diese These wi d ebenso dadu ch ges ü z ,
dass sich die S udie enden aus T1 und T2 ge ne und schnell in in e disziplinä e G uppenkons ella ionen begeben haben. Die
Fo mulie ung „weil sie on dem auch gele n haben“ (P1a) un e s ü z die P inzipien on B ooks und B ooks (1993), dass die
S udie enden he ausge o de we den wollen, meh und mul ipe spek i isch zu le nen.
Es wä e in e essan , die Aussagen de S udie enden zum Team eaching zu e assen. Dieses Un e angen sp eng e alle dings
den Rahmen des o liegenden Fo schungsp ojek es, wü de abe als kon empla i es Vo gehen die Auseinande se zung mi dem
Team eaching ab unden können.
4.2.5 Ein eilung de Redezei
Die Ein eilung de Redezei s ell sich als wich igen Aspek ü das Team eaching he aus. Wäh end bei T2 die Redezei ein eilung
in ui i gu unk ionie e, zeig sich diese als Le np ozess bei T4. Beide e zählen in ih en Semina en ge ne iel und neigen zum
Monologisie en. Hie sei das Team eaching ein Re lexionselemen , um am Ande en wah zunehmen, wie das wi ke. Die
He aus o de ung im Team eaching wa es lau P4a und P4b, sich o dem Ku s beim Redean eil selbs zu ückzunehmen. So
le n en sie, anzue kennen, wann e was be ei s gesag wu de, um Wiede holungen zu e meiden. Dies gab den S udie enden
die Möglichkei , sich selbs meh einzub ingen, wodu ch de Ku s in e ak i e wu de.
4.2.6 Momen e de We schä zung
P1b schä z besonde s den Einsa z on P1a ü die Ve ans al ung. Da P1b wäh end des Team-Teaching-Semes e s meh e e
Ve ans al ungen und P1a nu eine ha e, übe nahm sie des Ö e en Au gaben, wenn P1b es nich imme scha e. Au g und de
o enen Kommunika ion on P1b bzgl. seine Si ua ion konn e P1a Ve s ändnis au b ingen. Dadu ch zeig e sie ge ne die
Be ei scha , die Au gaben zu übe nehmen und P1b zu un e s ü zen. Ih Ve s ändnis und den Umgang mi de Si ua ion mach
sie olgende weise deu lich: „Das kenne ich aus ande en Teams auch. Es is okay, wenn jemand was nich scha , e muss es nu
ech zei ig sagen“ (P1a). Auch P1b schä z e den o enen Umgang und eh lichen Aus ausch mi P1a, wodu ch sich de
A bei sau wand e heblich gesenk habe. Alle Teammi gliede ühl en sich we geschä z und emp anden die Zusammena bei
soga als s ä kend. Dies wi d deu lich, indem sie ih e Kolleg*innen als Rückhal und s ä kend besch eiben.
4.2.7 Ane kennung ü das ande e Fach
Als we schä zende G undhal ung wi d das Ane kennen de un e schiedlichen Semina s ile genann . So sei es wich ig, keine
Engs i nigkei in de Zusammena bei zu zeigen und es zu „ espek ie en, dass jede das au seine A mach “ (P2b). So soll e
man seine eigenen Vo s ellungen on einem Semina nich dem*de Ande en au zwingen und die eigene Meinung und das
eigene Vo gehen nich ein ach du chse zen. Ans elle dessen solle man e suchen, sich in de Mi e zu e en und die
Zusammena bei als Be eiche ung anzusehen. Indem man sie als solche ansehe, könne man du ch F agen wie „Ja, was is je z
eigen lich in e essan an dem, was ich … selbs mache, was ich dazu zu sagen habe?“(P2b), den eigenen Semina s il besse
e lek ie en.
Als wei e en Aspek de We schä zung is P2b Ve auen und Ane kennung de achlichen Kompe enz wich ig. In einem
idealen Team eaching wä en diese G undhal ungen gegensei ig gegeben. Schließlich sieh P2b das Team eaching als
Möglichkei ü einen an egenden achlichen Aus ausch, de im Ende ek nich nu ü die S udie enden in e essan und
leh eich is , sonde n auch ü den*die Team-Teaching-Kolleg*in („was auch ü sie sozusagen noch e was Neues bie en kann“;
P2b).
Zwa äum P2b ein, dass ge ade au g und de un e schiedlichen Semina s ile auch einmal Ve wi ung wegen un e schiedliche
He angehensweisen en s ehen kann, diese abe du ch die Ane kennung und Eigen e lexion e schwinde. Man müsse sich im
Team eaching o lau end bewuss machen, dass Un e schiede zu espek ie en seien. Hie zu e gänz e :
Ich glaube abe , dass sich da eben ieles schon im Vo eld eine Ve ans al ung abspiel . Denn das Team eaching is ja eine
En scheidung, die wi selbs e en. Und wi machen das na ü lich auch mi Kolleginnen und Kollegen, wo schon ebenso
eine gewisse g undsä zliche Übe eins immung he sch .
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Ande she um sei das „siche iel schwie ige “ (P2b), weil man sich e s he an as en müsse, um zu sehen, wo Gemeinsamkei en
und Un e schiede liegen. T4 ha den gemeinsamen Aus ausch mi den S udie enden besonde s we geschä z , wobei de
wich igs e Punk ü sie de „ achliche Aus ausch, den [sie] mi eine immensen O enhei ü die Expe ise des ande en
mi einande e leben konn en“ (P4a), is .
4.2.8 Uneinigkei en im Team eaching
Au die F age, wie mi Uneinigkei en umgegangen wu de, wu de gesag , man müsse Raum ü Fehle lassen, da diese auch
unabhängig on de Länge de Leh e ah ung imme wiede gemach we den könn en: „Das is na ü lich kla . Da is niemand
ei on. Und da muss man sich hal beides zubilligen“ (P2b). Bei K i ik solle man au ande e Op ionen hinweisen, wie man es
machen könn e „und be on dann im Zwei els all ehe das Posi i e“ (P2b). Bei Momen en de Ve wi ung, a sächlichen
Uneinigkei en ode länge en Disku sen/Exku sen aus de Pe spek i e des eigenen Faches sei z. B. Augend ehen de ini i zu
e meiden.
Soll e die Thema ik de un e schiedlichen Semina s ile eine zu s a ke P äsenz einnehmen, schläg P2b o , zu e suchen, die
O enhei ü das ande e Fach e neu zu signalisie en und die besonde en Me hoden nochmals he auss ellen. Au diese Weise
dü e de Disku s wei e achlich bleiben und soll e sich nich au die pe sönliche Ebene auswi ken. Ebenso e leb en es P3a und
P3b. In de Vo be ei ung a en sie be ei s Absp achen, die dann wäh end e en uelle Uneinigkei en ele an wu den: Hä en
sie nach de kons uk i en Deba e nich zu einem Konsens ge unden, wä e die He angehensweise on P3b die
ausschlaggebende gewesen, da e die alleinige P ü ungs e an wo ung ha e.
In Bezug au Uneinigkei en be ich e P4a, dass es ih em Team gehol en habe, bei Fo mulie ungen in ein ‚wi ‘ zu gehen: „jede
wuss e, dami bin ich gemein (lach ). Ich selbe , abe die ande en auch“ (P4a). Die ‚Wi ‘- Me hode schein ein hil eiche
Kommunika ionsweg, um das Teambewuss sein zu ö de n und um zu e lek ie en, wie sich das Team wei e en wickeln kann.
Im Vo hinein könn e es wich ig sein, da au zu ach en, dass bei Ve besse ungs o schlägen auch a sächlich ein ‚wi ‘ gemein is .
So kann au de einen Sei e zwa das Teamge ühl ges ä k we den, au de ande en Sei e könn e sich die*de Kolleg*in im Falle
eine Desiden i ika ion un e s anden ode ga o den Kop ges oßen ühlen. Da P4a wäh end ih e Aussage lachen muss e und
die Si ua ion mi eine Locke hei e zähl e, zeig sich e neu , wie wich ig die pe sönliche Ebene im Team is , sodass
Uneinigkei en ungezwungen besp ochen we den können. Um We schä zung im Team zu ges al en, komm es ielen Teams
da au an, die Gedanken auszusp echen. So e wandel sich posi i es Feedback in We schä zung:
[W]i haben uns dann imme nach diesen Si zungen gesag , wie schön es wa , sich mal achlich auszu auschen, weil wi
[dies] ja alle im All ag e missen. Und das wa dann schon nich meh s umm, sonde n haben wi es auch schon a ikulie ,
dass es uns g oße F eude gemach ha , achlich mi einande mal in den Aus ausch zu gehen.
Du ch das Aussp echen on Gedanken und Feedback wi d den Mi gliede n also bewuss , wie das Team unk ionie . Insgesam
cha ak e isie P1a die Teama bei mi olgende Aussage: „Team eaching is eine kommunika i e Au gabe“ (P1a).
4.2.9 Sachlichkei im Team eaching
Es zeig sich e neu , wie ele an es ü eine gelingende Teama bei is , bei Uneinigkei en nich pe sönlich zu we den, sonde n
au eine achlichen Ebene zu bleiben. Lau P2b könne man die gu en und die wenige gu en Aspek e dann in eine hö lichen,
espek ollen Weise ansp echen. P1b e gänz , dass es bei P oblemen alle dings ein Schlüsselelemen in de we schä zenden
Kommunika ion sei, „ a ional“ zu sein. Da un e läss sich e s ehen, wei e hin achlich und sachbezogen zu kommunizie en.
P3b be on die Rele anz eine sachlichen und achlichen Kommunika ion im Team und o den S udie enden. E habe e such ,
eine Uneinigkei nich pe sönlich zu nehmen, sonde n als eine didak ische Chance ü die S udie enden wah zunehmen. So
äuße e , dass e es hil eich ge unden habe, kla zu machen, dass Uneinigkei en Zeichen eine unk ionie enden,
wissenscha lichen Deba e seien.
4.2.10 Fo de ung nach meh Team eaching
T4 äuße als Fak o , de zu wei e en We schä zung im Team eaching bei agen wü de, den Wunsch, dass ande e ih em
Beispiel olg en, da es die Zwei-Disziplinen-P o il-G uppe on P4a und P4b nu einmal in diese A gebe. So wü den sie sich ü
das P ojek , ü die Leh e und ü die S udie enden wünschen, dass sich dies ände . An diese S elle me ken sie an, dass es noch
meh Menschen b äuch e, die an einem S ang zögen, ode auch meh Ressou cen no wendig seien, um das Team eaching
du chzu üh en. Es b äuch e „meh Ressou cen“, weil es sie an angs „wahnsinnig iele Ressou cen gekos e “ (P4a) hä e, da sie
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iele Disku se üh en muss en, be o sie handeln konn en. Dadu ch wa en die e s en zwei P o ilg uppen besonde s
he aus o de nd ü sie.
4.2.11 We schä zung on außen
Zusammenge ass äuße en die Teams die olgenden Fak o en zu wei e en We schä zung im Team eaching:
1. Es soll e meh in e disziplinä es Team eaching geben.
Die Teams sind om Team-Teaching-Konzep übe zeug und wünschen sich meh Ini ia i en on Leh enden, ähnliche Ku se
anzubie en.
2. Die Ane kennung on Vo gese z en / on de Uni e si ä / dem Ins i u wi d als hil eich wah genommen.
Die Teams emp anden es als hil eich, Un e s ü zung und Feedback on ih en Vo gese zen und Ins i u en zu bekommen.
Zudem kann Ö en lichkei sa bei ü den Ku s ode gene ell das Team eaching als E gänzung ü zusä zliche We schä zung
gesehen we den.
3. De A bei sau wand des Team eaching soll e möglichs ange echne we den.
De hohe A bei sau wand, besonde s zu Beginn des Team eaching mi den Komponen en de in ensi en Vo be ei ung, wu de
be on . Hie ü wi d eine mögliche Leh depu a s eduk ion disku ie , die einen Ausgleich ü zei in ensi e A bei scha en soll.
Es is he o zuheben, wie wi ksam sich Team eaching au den Le ne ek beide Sei en auswi k , sodass eine Hochschule du ch
eine solche Leh depu a s eduk ion einen wi ksamen An eiz scha en könn e, meh diese Leh - und Le nse ings zu
e möglichen.
4. Team eaching soll e ü meh e e Semes e e möglich we den.
T4 is das einzige Team, das meh als ein Semes e lang das Team eaching angebo en ha . Au g und ih e Re e enz läss sich
sagen, dass sich die in ensi e Vo be ei ungszei be ei s ab dem zwei en, besonde s abe ab meh e en Semes e n e inge . Da
T1 bspw. eigen lich ge ne das Team eaching wei e ge üh hä e, es abe au Hochschulsei e nich e wünsch wa , ha en sie
wede die Chance, ih e Leh e zu e besse n und anzupassen, noch die Vo eile, be ei s ‚eingespiel e‘ Abläu e zu nu zen. Es läss
sich es hal en, dass die Teams – besonde s au g und eine gu en pe sönlichen Ebene und des e olg eichen Le ne ek s – das
Team eaching übe ein Semes e o üh en und sich dadu ch auch ane kann und we geschä z in ih e A bei ühlen wü den.
Zudem käme eine Hochschule als ö en liche Ins i u ion auch ih em Bildungsziel nähe , wenn in e disziplinä e Leh e in einem
e olg eichen Rahmen kons an angebo en wü de.
5 Ope a o en ü We schä zung
In diesem A ikel können nu Auszüge de E gebnisse und In e p e a ionen da ges ell we den. Dami kann de P ozess de
Auswe ung und de E s ellung de Ope a o en eben alls nu ange issen we den. Deswegen olg die Da s ellung de
Ope a o en im Fokus, da eben diese ü die zukün ige Ausges al ung on Team eaching einen di ek en Ein luss haben können.
Abschließend können olgende Ope a o en aus de o liegenden Analyse abgelei e we den, um We schä zung im
Team eaching zu en wickeln:
• Gemeinsamkei en / ähnliche ( achliche) In e essen de Teammi gliede
• Selbs bes imm es Team eaching, d. h. die Teammi gliede kommen nach eigene Wahl zusammen
• Gemeinsame Vo be ei ung übe pe sönliche T e en
• O enhei und Neugie
• Engs i nigkei e meiden – Respek e weisen
• Be ei scha , au einande zuzugehen
• Be ei scha , on- und mi einande zu le nen
• Ane kennung de Expe ise und de Pe spek i e des Ande en
• Engagemen ü das Team eaching haben und zeigen
• Flexibel und spon an sein
• Ve lässlich sein
• Regelmäßige Kommunika ion
• Einande aus eden lassen
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• Einande au me ksam zuhö en
• Sachlich und hemenbezogen a gumen ie en (besonde s bei Uneinigkei en)
• Ein eilung de Redezei (haup sächlich au die Konzep ion bezogen)
• Beach ung non e bale Signale
Insgesam läss sich in Bezug zu den Ope a o en sagen, dass du ch ih e Anwendung die explizi e und implizi e Kommunika ion
im Team, zu einem we schä zenden Umgang üh .
6 Fazi
De o liegende A ikel ha die Ges al ung on We schä zung un e such , um Ope a o en zu de inie en, mi denen
Team eaching e olg eich umgese z we den kann. Team eaching e weis sich au g und de o liegenden E gebnisse als
geeigne e Me hode, um insb. in e disziplinä zu leh en und le nen. Es e gib sich de Vo eil eines g öße en Le ne ek s, da
S udie ende du ch mul ipe spek i isches A bei en selbs s ändig und k ea i le nen, Lösungen zu en wickeln. Auch de
Ins i u ion selbs komm es zugu e, Team eaching e s ä k anzubie en.
Es bleib alle dings zu be onen, dass Team eaching in de A seine e olg eichen Ges al ung noch nich um ang eich e o sch
wu de, weswegen im o liegenden A ikel lediglich ausgewähl e Ve ö en lichungen he angezogen we den konn en. Es gib
zahl eiche Anknüp ungspunk e, wie z. B. die Wi ksamkei des Re lec ing Team, das als E gänzung eines gu unk ionie enden
Team eaching angesehen we den kann. Aus de o liegenden Analyse sind olgende E kenn nisse im hochschuldidak ischen
Fo schungsbe eich ü gelingendes We schä zen es zuhal en:
• Die Leh enden im Team eaching wählen sich selbs bes imm aus.
• Eine gemeinsame Vo be ei ung is e o de lich.
• Die Leh enden im Team eaching müssen be ei sein, au einande zuzugehen und mi einande zu eden.
We schä zende Umgang im Team wi k au die Leh pe sonen en las end, s ä kend und wi d als Rückhal wah genommen.
G undsä zlich komm es im gelungenen Team eaching au eine egelmäßige Kommunika ion an, wobei bei Uneinigkei en
e s ä k da au geach e we den soll e, achbezogen und sachlich zu a gumen ie en. Hie is es wich ig, de ande en
Leh pe son die Ane kennung ü das ande e Fach und die eigene Pe spek i e deu lich zu machen. Das Team dien als kollegiale,
un e s ü zende Pee g oup, die besonde s ü Neulinge in de Leh e seh hil eich sein kann; gg . können auch kollegiale
Hospi a ionen (Kempen & Roh , 2009) eine sinn olle Vo e ah ung on Team eaching sein.
Zule z haben sich die Leh enden im Team eaching du ch die Zusammena bei we geschä z ge ühl und wa en mi de
Umse zung des P ojek s zu ieden. Alle dings me k en sie an, dass Team eaching ü ein Semes e äuße s zei in ensi sei,
weswegen sie sich on de Uni e si ä meh Fö de ung ü das P ojek wünschen wü den sei es in Fo m eine möglichen
Leh depu a s eduk ion, meh Ö en lichkei sa bei ü das Team eaching ode de Möglichkei , das Team eaching übe einen
länge en Zei aum als ein Semes e du chzu üh en.
Am Beispiel on No d hein-Wes alen sei diesbezüglich au § 4 de Leh e p lich ungs e o dnung „An echnung on
Leh e ans al ungen“ e wiesen:
Leh e ans al ungen, an denen zwei ode meh Leh pe sonen be eilig sind, we den diesen en sp echend dem Maß ih e
jeweiligen Leh be eiligung an eilig ange echne . Sowei eine Leh e ans al ung ach- ode leh einhei sübe g ei end
du chge üh wi d, da sie bei den be eilig en Leh pe sonen insgesam höchs ens d ei ach, bei eine Leh pe son höchs ens
einmal ange echne we den. (Minis e ium des Inne n des Landes No d hein-Wes alen, 2022, § 4)
Wenn die Leh enden des Team eaching aus e schiedenen Fäche n/Disziplinen kommen, kann die Ve ans al ung komple au
das Leh depu a ange echne we den, also bei zwei Leh enden (ode soga d ei Leh enden) i. d. R. je 2 Semes e wochens unden
(SWS).
Abschließend is es wünschenswe , dass du ch die Bewuss hei de Ope a o en ü We schä zung im Team eaching meh
Leh pe sonen dem Beispiel de be ag en Leh enden im Team eaching olgen und insgesam meh in e disziplinä es
Team eaching in de Hochschulleh e e möglich wi d. Die E gebnisse aus unse e Un e suchung zeigen deu lich, dass die
g undsä zliche Be ei scha , Zei und Ene gie in ein Team eaching mi einem*eine selbs bes imm en Pa ne *in zu in es ie en,
du chaus o handen is . Jedoch soll e dies nich als zu selbs e s ändlich gesehen we den, wodu ch sich e neu die Rele anz
de We schä zung zeig . Ane kennung, ob nun inne halb des Teams ode on außen, is eine wich ige E gänzung, um sich
we geschä z zu ühlen.
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Au o *innenp o ile
Lau a Baue s udie Communica ion S udies: New Media and Socie y in Eu ope (M. Sc.) an de V ije Uni e si ei B ussel. De zei
is sie ü die Non-P o i -O ganisa ion P i acy Salon ä ig, und a bei e ü die CPDP (Compu e , P i acy and Da a P o ec ion
con e ence) und P i acy opia. Sei 2013 engagie sie sich besonde s ü Medienbildung und -en wicklung, wobei ih Fokus au
einem in e kul u ellen, we schä zenden und uch ba en Mi einande lieg .
Kon ak : [email p o ec ed]
Di k Roh , D ., is Akademische Di ek o an de Humanwissenscha lichen Fakul ä de Uni e si ä zu Köln sowie Lei e des
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P äsiden de Eu opean Associa ion o Counselling (EAC) und Mi glied des Execu i e Council de In e na ional Associa ion o
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