Technology A s Sciences TH Köln Fo schungsimpulse ü die Hochschulen wicklung im Kon ex hyb ide Leh e
Ausgelös du ch die COVID-19-Pandemie im Somme semes e 2020 anden Hochschulen
eine g oße Bandb ei e an lokalen Lösungen ü die Ad-hoc-Ums ellung au digi ale Leh e.
Übe No alllösungen hinaus s ell sich ü die Zukun de Hochschulleh e die F age,
welche Chancen hyb ide Hochschulleh e bie e . Dies be üh o allem no wendige Ve -
ände ungen de Mak oebene de s uk u ellen Rahmenbedingungen ü das Leh en und
Le nen an de Hochschule als O ganisa ion, die auch on den ech lichen Vo gaben und
dem poli ischen Disku s zu S udien- und Bildungszielen gep äg is . De Band e sammel
un e schiedliche Ansä ze hochschuldidak ische Fo schung und geh de F age nach, wel-
che Implika ionen sich aus e hobenen empi ischen Da en ü die Hochschulbildung und
die leh bezogene Hochschulen wicklung ablei en lassen.
De Band behandel au de Mak oebene die Themen:
I. Bewe ung und Akzep anz sich e ände nde Leh s uk u en
II. Rahmenbedingungen digi ale /hyb ide Leh e aus de Sich on Leh enden und
S udie enden
III. Die Rolle de Hochschuldidak ik in de En wicklung digi ale /hyb ide Leh s uk u en
IV. Me hodische Bezugs ahmen ü die s a egische Hochschulen wicklung im Kon ex
de Digi alisie ung
Technology
A s Sciences
TH Köln
Fo schung und Inno a ion in de Hochschulbildung
Mi iam Ba na , Elke Bosse und Bi gi Szczy ba (H sg.)
Fo schungsimpulse ü die Hochschul-
en wicklung im Kon ex hyb ide Leh e
Hyb ide-Leh e-Band2.indd 1Hyb ide-Leh e-Band2.indd 1 07.10.21 22:0307.10.21 22:03
Mi iam Ba na , Elke Bosse und Bi gi Szczy ba (H sg.)
Fo schungsimpulse ü die Hochschulen wicklung
im Kon ex hyb ide Leh e
Fo schung und Inno a ion
in de Hochschulbildung
he ausgegeben on
P o . D . Syl ia Heucheme (Technische Hochschule Köln)
P o . D . Reinha d Hochmu h (Leibniz-Uni e si ä Hanno e )
P o . D . Niclas Schape (Uni e si ä Pade bo n)
D . Bi gi Szczy ba (Technische Hochschule Köln)
Band 11
Mi iam Ba na , Elke Bosse und Bi gi Szczy ba (H sg.)
Fo schungsimpulse ü die
Hochschulen wicklung
im Kon ex hyb ide Leh e
Bibliog a ische In o ma ionen de Deu schen Na ionalbiblio hek
Die Deu sche Na ionalbiblio hek e zeichne diese Publika ion in de Deu schen Na ionalbiog a ie;
de aillie e bibliog a ische Da en sind im In e ne un e h ps://po al.dnb.de ab u ba .
„Fo schung und Inno a ion in de Hochschulbildung“ is eine wissenscha liche Sch i en eihe des
Hochschulse e s „Cologne Open Science“ de TH Köln. Sie wi d he ausgegeben on P o . D . Syl ia
Heucheme (Technische Hochschule Köln), P o . D . Reinha d Hochmu h (Leibniz-Uni e si ä Hanno-
e ), P o . D . Niclas Schape (Uni e si ä Pade bo n) und D . Bi gi Szczy ba (Technische Hochschule
Köln).
Die Ve an wo ung de Bei äge lieg bei den Au o *innen.
Band N . 11, 2021
Ti elges al ung: P o . And eas W ede/TH Köln
Layou und Sa z: A iane La a & Michéle Seidel/TH Köln
Lek o a : Lisa-Ma ie F iede, Balkissou Kondo Ados, A iane La a & Mona Wol /TH Köln
URN: u n:nbn:de:hbz:832-cos4-9471
Dieses We k wu de als elek onisches Dokumen übe Cologne Open Science, dem Hochschulse e
de Technischen Hochschule Köln, publizie . Ab u un e : h ps://cos.bibl. h-koeln.de/home
Inhal
Leh bezogene Hochschulen wicklung im Kon ex de Digi alisie ung. Eine Einlei ung
Mi iam Ba na , Elke Bosse & Bi gi Szczy ba 7
Teil I
Bewe ung und Akzep anz sich e ände nde Leh s uk u en
Digi ale und digi al ges ü z e Leh e als Ve s ä ke de
Ve un e ich lichung on Hochschulleh e?
Oli e Reis 15
E idenzbasie e Ablei ung on E olgs ak o en und Handlungsemp ehlungen
ü digi ales Leh en und Le nen
Anjuli De Boe , Anne D elle , Monika Engelen, To s en Klein, Gab iele Koeppe, Sophie
Meine zhagen & Sieg ied S ump 33
Bleib alles ande s?! Zu Akzep anz hyb ide Leh - und Le n o ma e
wäh end de COVID-19-Pandemie
Richa d P ee z, And eas Filse , Ana B ömmelhaus, Tim Baalmann & Michael Feldhaus 49
Teil II
Rahmenbedingungen digi ale /hyb ide Leh e aus de Sich
on Leh enden und S udie enden
De Sp ung ins kal e Wasse als T eibe ü
hochschuldidak ische T ans o ma ionsp ozesse
Thomas B unne , Ma in Mandausch & Dion Timme mann 63
P ü ungen wäh end Co ona: Open-Book-Ausa bei ungen als Chance –
G oßg uppen als He aus o de ung
Lau a S ein & Timo an T eeck 79
Gelingensbedingungen digi ale Leh e im Somme semes e 2020 −
E gebnisse eine hochschulübe g ei enden Leh endenbe agung
Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge , Maximilian Scha eck & Lisa-Ma ie F iede 95
Was läss Online-Le nen gelingen? S uden ische Bewe ungen on
Co ona-S udienangebo en im Somme semes e 2020
Maximilian Scha eck, Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge & Axel Faßbende 113
Wegbe ei e ü hyb ide Fo ma e in de S udieneingangsphase –
Eine E alua ionss udie zu Vo be ei ungswoche an de HFT S u ga
B igi e Hein z-Cuscianna, Felici as Maye & Be ina Sigg 131
Teil III
Die Rolle de Hochschuldidak ik in de En wicklung
digi ale /hyb ide Leh s uk u en
Aus de K ise le nen: De Umgang mi de COVID-19-K ise an de Uni e si ä G az
Gud un Salmho e , Ve ena Köck & And ea Zach 149
Re lexionspo en ial ü die Hochschulen wicklung e zeugen –
Inne ins i u ionelle Fo schung au dem Weg zu hyb iden Leh s uk u en
Lisa-Ma ie F iede & Bi gi Szczy ba 165
Wissenscha sgelei e und koope a i : De digi ale T ans o ma ionsp ozess
an de Technischen Uni e si ä Hambu g
Ch is iane A nd , Sa a Bo nhö , Tina Ladwig & Sönke Knu zen 183
Teil IV
Me hodische Bezugs ahmen ü die s a egische Hochschulen wicklung
im Kon ex de Digi alisie ung
Ich sehe was, was du nich siehs ? Die pandemiebeding e Ums ellung
au digi ale Leh e aus un e schiedlichen Ak eu spe spek i en
Elke Bosse, Klaus Wannemache , Ma en Lübcke & Funda Sey eli 201
Sys ema isch wei e denken und handeln? Ablei ungslogiken, -p inzipien
und -p axen ü Hochschuldidak ik und Hochschulen wicklung
Pe e -Geo g Alb ech 217
Ve zeichnis de Au o *innen 235
7
Leh bezogene Hochschulen wicklung
im Kon ex de Digi alisie ung
Eine Einlei ung
Mi iam Ba na , Elke Bosse & Bi gi Szczy ba
Welche Chancen bie e eine hyb ide Hochschulleh e? Diese F age ha im Disku s übe die Ges al ung und
Ve ände ung de Hochschulleh e an Bedeu ung gewonnen, nachdem die poli ischen Maßnahmen zu
Eindämmung de COVID-19-Pandemie im Somme semes e 2020 konsequen e Kon ak besch änkungen
an den Hochschulen zu Folge ha en. Eine g oße Bandb ei e an lokalen Lösungen ü die Ad-hoc-
Ums ellung au digi ale Leh e wa zu e zeichnen und die meis en S udie enden konn en
Leh e ans al ungen online besuchen und ih e S udienleis ungen e b ingen. Au digi ale Leh konzep e
olg en du ch das Mo o ‚so iel P äsenz wie möglich‘ im Win e semes e 2020/2021 zunehmend hyb ide
Leh o ma e, d. h. iel äl ige Kombina ionen on P äsenz- und Online-Leh e (Reinmann, 2021). Da aus
esul ie en zen ale Zukun s agen de Hochschulleh e, die nich nu die me hodisch-didak ische
Ges al ung hyb ide Leh konzep e und ih e Einbindung in S udienp og amme be e en. Neben de
Mik oebene de Ges al ung on Leh -/Le nsi ua ionen und de Mesoebene on S udienp og ammen
(Flechsig, 1975; Wild , 2013) geh es ielmeh auch um die Mak oebene de s uk u ellen
Rahmenbedingungen ü das Leh en und Le nen an de Hochschule als O ganisa ion, die nich zule z
on den ech lichen Vo gaben und dem poli ischen Disku s zu S udien- und Bildungszielen gep äg is .
Die COVID-19-Pandemie e lang on den Hochschulen au de Mak oebene die E möglichung
besonde s dynamische En wicklungsp ozesse. Sys ema isch und egelgelei e gene ie e E kenn nisse
übe Leh s uk u en und dami e bundene Rahmenbedingungen ü digi ale/hyb ide S udien- und
Wei e bildungsp og amme sowie die Hochschulak eu e können O ien ie ung bie en. So lie e n
zahl eiche Un e suchungen, die in Reak ion au die Ausnahmesi ua ion an den Hochschulen
du chge üh wu den, Anhal spunk e ü ak uelle und zukün ige Ges al ungsau gaben de
Hochschulen wicklung im Kon ex de Digi alisie ung bzw. Hyb idisie ung de Leh e.
Diese Band e sammel un e schiedliche Ansä ze hochschuldidak ische Fo schung und geh de F age
nach, welche Implika ionen sich aus den iel äl ig e hobenen empi ischen Da en ü die
Hochschulen wicklung im Kon ex Leh e ablei en lassen. Gleichzei ig s ell de Band die F age, wie die
Fo schungse gebnisse zu Lösung p ak ische P obleme genu z we den können. E widme sich diese
F age au de Mak oebene de leh bezogenen Hochschulen wicklung und um ass 13 Bei äge, die sich
hinsich lich ih e inhal lichen Aus ich ung in ie Themengebie e gliede n lassen: In einem e s en
Themenblock we den Bewe ung und Akzep anz sich e ände nde Leh s uk u en hema isie . Im
zwei en Themenblock geh es um die Pe spek i en on Leh enden und S udie enden au die
Rahmenbedingungen hyb ide Leh e. De d i e Themenblock widme sich den Au gaben des Academic
De elopmen und behandel die e ände e Rolle de Hochschuldidak ik bei de En wicklung digi ale
bzw. hyb ide Leh s uk u en. Abschließend we den im ie en Themenblock un e schiedliche
me hodische Bezugs ahmen ü die s a egische Hochschulen wicklung im Kon ex de Digi alisie ung
o ges ell .
15
Digi ale und digi al ges ü z e Leh e als
Ve s ä ke de Ve un e ich lichung on
Hochschulleh e?
Oli e Reis
De Bei ag plausibilisie eine Lesa de Hochschulleh e in den Co ona-Semes e n, nach de digi ale
bzw. die digi al ges ü z e Leh e den T end zu Ve un e ich lichung e s ä k . In eine Gegenblende
we den zwei Besch eibungen digi ale Leh p ak iken mi de dokumen a ischen Me hode un e such ,
die diese These au de Ebene des Dokumen sinns wide legen. Au de Ebene des objek i en Sinns
zeigen sich dagegen Rahmungen, die die Leh e om Funk ionse hal de Hochschulp ozesse he
beg ünden und in denen In e ak ionsmus e des Klassenun e ich s beobach ba we den. Diese
S uk u o de die Hochschuldidak ik au , die eigene Rolle in de Digi alisie ung zu e lek ie en.
1 F ages ellung und Un e suchungs o haben
Die COVID-19-Pandemie zwing die Hochschulen dazu, die P äsenzleh e sei dem Somme semes e
2020 wei gehend einzusch änken, die Leh e unk ional bis hin zu den P ü ungsp ozessen au ech zu-
e hal en und Lösungen zu inden, die die Leh e on egelmäßige P äsenz en las en. Dies können
asynch one digi ale Volllösungen, digi ale Volllösungen mi synch onen un egelmäßigen Leh an ei-
len, olldigi ale Lösungen mi egelmäßigen synch onen Si zungen und solche Lösungen sein, die
sys ema isch egelmäßige P äsenzleh e mi un e s ü zenden digi alen Le numgebungen anbie en.
Die genann en Lösungen o dnen das Ve häl nis on synch one digi ale bzw. leibliche Leh e und
selbs ges eue en asynch onen digi alen bzw. leiblichen Le nphasen un e schiedlich an. In allen
Fällen jedoch wi d da on ausgegangen, dass die Kopplung on o o ganisie en Leh phasen und
selbs o ganisie en Le nphasen eine (neue) hyb ide S uk u da s ell . Aus p axis heo e ische Sich
sind die gegenwä igen Digi alisie ungss a egien seh genau da au hin zu un e suchen, welche
didak ische S uk u hin e den e schiedenen Lösungsansä zen zu Kopplung s eh . Die F age is , ob
sich in de Co ona-Si ua ion ein Mus e in den sich e ablie enden hyb iden S uk u en zeig , das die
indi ek e S eue ung de Le np ak iken du ch die Leh p ak iken als sowieso wi ksamen T end de
Ve un e ich lichung on Hochschule wei e e s ä k .
Diese F age gehe ich in diesem Bei ag so nach, dass ich in einem e s en Sch i diese These plausibili-
sie e. Da ü age ich e schiedene Einsich en und Beobach ungen zusammen, die die These in ui i
bes ä igen. Im zwei en Sch i un e suche ich zwei au oe hnog a ische Mik oanalysen aus dem P ojek
AEDiL1, in dem mi wachem Blick de Digi alisie ungs ahmen ü Hochschulen wah genommen wi d
und Leh ende sich dezidie da ü einse zen, die Leh e in diesem Rahmen ge ade nich echnisch zu
denken. Die Wahl dieses Ma e ials is me hodisch wich ig, weil es du ch die indi iduellen Zugänge de
1 AEDiL („Au oE hnog a ische Fo schung zu digi ale Leh e und de en Beglei ung“) is eine Au o *inneng uppe, die im Buch
„Co ona-Semes e e lek ie “ (2021) ün zehn au oe hnog a ische S o ies on Leh enden p äsen ie .
Oli e Reis
16
Au o *innen und de sozialen Ve ass hei bewuss on den gängigen Beobach ungen abweich und
so die These de Ve un e ich lichung alsi izie en könn e. Ich we de das Ma e ial im p og amma i-
schen Rahmen de Dokumen a ischen Analyse (Asb and & Ma ens, 2018; Bohnsack, 2017) in e p e-
ie en. Obwohl das Ma e ial selbs monologisch e ass is und somi au de Tex obe läche keine
Aushandlungsp ozesse zu beobach en sind, s ehen alle un e such en Tex e du ch den au oe hnog a-
ischen Zugang in eine in e nen Dialogizi ä . Die Au o *innen müssen deshalb mi e schiedenen
E wa ungen umgehen und besch eiben die Leh e ah ungen o dem Hin e g und konjunk i en
Wissens. Die O ien ie ungs ahmen, die dieses konjunk i e Wissen speiche n, we de ich e suchen zu
heben. Das mach es im d i en Sch i möglich, die E gebnisse au die These de Ve un e ich lichung
zu beziehen. Dami is in keine Weise ausgeschlossen, dass es nich eine Leh e gib , die ganz ande s
is ; abe es wi d eine Denks uk u sich ba , mi de ü die hochschuldidak ische Auseinande se zung
in den Wei e bildungsp ak iken und in de disziplinä en Re lexion mi digi ale Leh e zu echnen is .
Diese S uk u soll e m. E. in hochschuldidak ischen Einhei en an Hochschulen zu k i ischen Re lexion
de Angebo e genu z we den, soll e abe auch Gegens and im hochschuldidak ischen Disku s we -
den.
2 Plausibilisie ung de These: Hyb ide digi ale Hochschulleh e
e s ä k den T end zu Ve un e ich lichung
Die Sachlichkei on Zoom-Ve ans al ungen ha eine hie a chie e s ä kende und k ea i i ä shin-
de liche Keh sei e. Das is das P oblem bei digi ale Leh e. Bekann e ode s anda disie e S o
kann o den lich e künde we den. Übe aschungen, Kon on a ion, Spon ani ä abe we den
du ch digi ale Fo ma e s uk u ell un e d ück (Lepsius, 2021, S. 249).
S imm das? Ich möch e diese Behaup ung du ch die Kopplung e schiedene Beobach ungen plau-
sibilisie en. Da sind zum einen p axis heo e ische Beobach ungen zu de Bedeu ung on Le nma-
nagemen -Sys emen in de In e ak ion, die zu eine T ans o ma ion de Leh -/Le nbeziehung üh en.
Dieses Mus e läss sich au G und o men des digi alen Le nens beziehen, die sich ih e sei s als klas-
senun e ich liche Kommunika ions o men besch eiben lassen. Diese Mus e haben Tobias Jene ,
Ing id Scha lau und ich exempla isch an Selbs besch eibungen digi ale P ak iken ak eu s heo e isch
nachgewiesen (Reis e al., 2021). T o z de Ve dich ung e schiedene Zugänge bleib dies eine Plau-
sibilisie ung, die aus Pla zg ünden nich die Elemen e und ih e Reichwei e selbs k i isch disku ie .
Das mach die a gumen a i e Linie ang ei ba , jedoch geh es im Folgenden e s einmal da um, sie
übe haup zu Ve ügung zu s ellen.
2.1 Dashboa ds als Ins umen de indi ek en S eue ung
Die meis en Un e suchungen zu den Co ona-Semes e n konzen ie en sich au die unk ionale Leis-
ung des Hochschulsys ems aus S udie enden- und Leh endensich . Diese Be unde legen g undsä z-
lich nahe, dass die Ums ellung ‚ unk ionie ‘ ha . Hinweise da au , dass Leh e mi synch onen An eilen
gegenübe ein asynch on zu bea bei enden Au gaben aus S udie endensich besse hil sich zu
mo i ie en und die Le nleis ung zu e b ingen (Ma czuk e al., 2021), e s ä ken sich mi dem e hobe-
nen Bedü nis de S udie enden nach meh In e ak ion und Kollabo a ion (Winde e al., 2021, S. 9-10).
Ge ade diese geschlossenen Fo men des digi alen Leh ens, die übe Le nmanagemen sys eme (LMS)
Digi ale und digi al ges ü z e Leh e als Ve s ä ke de Ve un e ich lichung on Hochschulleh e?
17
Au gaben an S udie ende e mi eln, de en Bea bei ung und Rückgabe im LMS e olg und zu denen
die S udie enden das Feedback eben alls übe das LMS e hal en, s ehen ü eine o enba wei e -
b ei e e Leh e, die hoche izien digi alisie e und au oma isie e Leh -/Le np ozesse e zeugen kann.
Gleichzei ig sind sie auch de P o o yp eine alschen, s anda disie en, unakademischen Leh e, bei
de die Rep oduk ion iel ach die disku si e Auseinande se zung um das Wissen e se z (Wannema-
che e al., 2016; A n, 2020).
Abe auch de gegenwä ig iel disku ie e Ideal yp digi ale Leh e, de hyb id asynch one und syn-
ch one – sei es in P äsenz ode digi al – Le nphasen koppel , ha schon o Co ona un e dem Ve -
dach ges anden, dass die Ve mi lung de beiden Teile übe ein LMS au einen di ek -ins uk ionalen
Rahmen abziel (Gie cke-Unge mann & Handschuh, 2020, S. 11-15; Wannemache e al., 2016, S. 8-9).
In den mediendidak ischen Übe legungen zu digi alen bzw. digi al ges ü z en Leh e, die da on
ausgehen, dass sich digi ale Ak eu e in en ional didak isch einbinden lassen, wi d die Wuch de
T ans o ma ion de sozialen und insbesonde e de pädagogischen O dnung auch in den hyb iden
Fo men un e schä z (Waldmann & Walgenbach, 2020, S. 358). Ge ade die digi alen Le numgebun-
gen, die den S udie enden als Dashboa d – wie ein Cockpi ode ein Sch eib isch – gegenübe e en,
we den nach Waldmann und Walgenbach (2020) eingese z , um au eine di ek e au o i ä e S eue ung
zuguns en eine selbs disziplinie enden zu e zich en. Waldmann und Walgenbach (2020) machen in
ih e p axis heo e ischen Analyse on Dashboa ds au de en spezi ische Eigena au me ksam, ein
eigene Ak eu zu sein, de du ch das sys emin e ne Feedback, Tes s, Fo en usw. bei den S udie en-
den eine eigene Fo m de Selbs e lexion in de F emdbeobach ung des Dashboa ds auslös . Sie
bilden eine selbs e e en ielle No mal o s ellung des Le nens ab (Waldmann & Walgenbach, 2020,
S. 365). Dashboa ds we den in Un e scheidungen on Röhl zu einem eigenen al e i ä en Ak eu mi
Au o de ungscha ak e (Röhl, 2015, S. 238), au den die S udie enden selbs egula i eagie en.
Leh ende se zen – schon länge als sei dem Somme semes e 2020 − die LMS in de Regel als Tex -
speiche ein, die Au gabe wi d mündlich e eil , die Rückkopplung e olg eben alls mündlich in den
synch onen An eilen. Es geh o nich um das LMS an sich, sonde n da um, dass es einen E kenn nis-
p ozess auslös , de ü die disku si e P äsenzleh e geb auch wi d. Abe spä es ens sei den Co ona-
Semes e n wi d die A bei am Dashboa d selbs bei hyb iden Fo men zu eine eigens ändigen
Le neinhei , de en E gebnis das eh und als solches den Cha ak e de synch onen Einhei e ände
(Feedback, Con olling, neue Ins uk ion, neue Au gabe im Dashboa d) (Reis e al., 2021). Nach Lankau
e ände n diese P ozesse das didak ische D eieck, in dem sich die digi alen Ak eu e zwischen das
Thema und die S udie enden s ellen (Lankau, 2017, S. 44). Die Leh enden als Mache hin e de Le -
numgebung we den als on Röhl (2015, S. 238) so genann es Hin e g undding gegenübe den S udie-
enden abgeblende . Fü die digi alen/analogen synch onen Si ua ionen ände sich dadu ch, dass
Leh ende und S udie ende nun en wede das nächs e Dashboa d-Le nen op imie en ode sie müssen
die e ich e e In e ak ionss uk u mühsam un e lau en. Le z e e Op ion wählen nach Ansich on
K omme nu wenige Leh ende, ielmeh wi ke digi ale Technik ‚pallia i ‘ ü das al e Pa adigma des
leh enden- bzw. ins uk ionso ien ie en hochschuldidak ischen D eiecks (K omme , 2019), nu , dass
sich du ch die indi ek e S eue ung und die Go e nance de LMS dieses Pa adigma hin e le nzen ie -
en Schlagwo en wie ‚selbs o ganisie es, lexibles Le nen‘ e bi g . Abbildung 1 zeig die digi alen
Leh ak eu e als eigensinnige Ve mi le nach de digi alen Übe se zung des hochschuldidak ischen
D eiecks.
Oli e Reis
18
Abbildung 1: Digi ale Leh ak eu e als eigensinnige Ve mi le nach de digi alen Übe se zung des hochschuldidak ischen
D eiecks (Reis, 2020, S. 77).
2.2 Hyb ide Leh sys eme als geschlossene digi ale Fo m
nach de I-R-F-S uk u
Diese T end ha ü Schulmeis e (2004) e was dami zu un, dass in digi al ges ü z en Le numge-
bungen die In e ak ionen mi den digi al ep äsen ie en Le nobjek en, wie Videos, Tex e, (besp o-
chene) Powe poin s usw., zen al sind und sich so s a k dyadische Le nbeziehungen zwischen den
s udie enden Indi iduen und den Le nobjek en en wickeln. Diese Ke nbeziehung s ä k die kogni i e
Wissensaneignung. Sie wi d mühsam – und gegen diese In e ak i i ä – du ch kommunika i e P ozes-
se des Bedeu ungsaus ausches, in denen Wissen e s kon en ionalisie wi d, und du ch kollabo a i e
P ozesse, in denen Bedeu ung auch kokons uk i -manipulie end wei e gesch ieben wi d, e wei e
(Schulmeis e , 2004, S. 7-9). Beide E wei e ungen liegen abe nich im In e esse de dyadischen Be-
ziehung, sodass sich nach Schulmeis e geschlossene (dyadische-ins uk ionso ien ie e) Le numge-
bungen nich ein ach in o ene ( iadische-disku si e) umände n lassen. Es d oh imme ein Kon oll-
e lus übe In o ma ionen, de die Ö nung e schwe .
In geschlossenen digi alen Le nsi ua ionen zeig sich ein In e ak ionsmus e , das die Kommunika i-
onsanalyse on Un e ich ssi ua ionen in de T adi ion on Mehan (1979) Ini ia ion-Response-
Feedback – ku z I-R-F-S uk u – genann ha . Die I-R-F-S uk u zeichne sich du ch asymme isch
e eil e Rede ech e de Leh enden in de Du ch üh ung de d ei Phasen und Rede- bzw. Hö zwänge
de Le nenden aus (Lüde s, 2018, S. 139-140). Sie be i die di ek e Mik okommunika ion, abe auch
die O ganisa ion on ganzen Le neinhei en: So bleiben selbs in geschlossenen digi alen Sys emen
übe ein LMS die Regeln ü den Sp eche wechsel e hal en; die E ö nung e olg u. U. in eine Mail
du ch die Leh enden, dann olg im LMS die Ini ia ion du ch die als Au gabe ge ahm en Tex e (I). Die
Au gabe wi d bea bei e , die Leh enden können übe Tes s, Quiz ode Fo en die Bea bei ungsquali ä
inspizie en, un e s ü zen und be a en, die Bea bei ung wi d hochgeladen (R) und on den Leh enden
bewe e (F). Es olg die nächs e Au gabe. In hyb iden Fo ma en geschieh die E ö nung synch on
du ch Beg üßung, Ak i ie ung ü das Thema und Au gabens ellung (I). Dann olg de Übe gang in
das LMS, die Au gabe wi d mi genommen und mi den im LMS hin e leg en In o ma ionen zu digi a-
len Ins uk ion olls ändig. Im LMS e olg die Bea bei ung ode sie wi d übe eine analoge Schni -
s elle au ein He ode übe eine digi ale Schni s elle au ein ande es gekoppel es Speiche medium
übe agen und do zu einem Da um. Dann können die Da en ü ande e Le np ozesse ekombinie
Digi ale und digi al ges ü z e Leh e als Ve s ä ke de Ve un e ich lichung on Hochschulleh e?
19
we den ode sie ‚schla en‘, bis sie zu nächs en Synch onphase au ge u en we den (R), in de dann die
Rückkopplung zu LMS-un e s ü z en Selbs le nphase und ein Feedback zu den kogni i en P ozessen
e olg (F) usw.
In einem gemeinsamen A ikel haben Tobias Jene , Ing id Scha lau und ich (2021) siebzehn Vigne -
en zu Leh e un e Co ona-Bedingungen, die Teilnehmende an eine Pade bo ne Leh we ks a
(„Kon ak los leh en“) e s ell haben, ausgewe e und an d eien gezeig , dass diese I-R-F-S uk u
g undlegend die Kommunika ion und die In e ak ionso ganisa ion s uk u ie . Es zeigen sich an den
Vigne en genau solche E ek e, wie sie sich aus de oben besch iebenen S uk u auch e geben: 1.
Alle Leh e ans al ungen inden un e Nu zung eines LMS und de Kombina ion mi synch onen
An eilen s a . 2. Die A bei an dem LMS wi d zum O des Response ü ges ell e Au gaben. 3. Die
synch onen An eile leiden da un e , dass schon die Rückkopplung de Bea bei ung in die synch onen
An eile e schwe is . Die Vigne en ma kie en hie Schwie igkei en, den Redezwang in de R-Phase
au ech zu e hal en, sodass auch das Feedback nu e schwe e olgen kann. 4. Die Vigne en beu ei-
len es explizi als Ve lus , dass disku si e Phasen, in denen das Rede ech wechsel , ein Response zum
e neu en Impuls we den kann und bei denen das Con olling in de F-Phase kaum eine Rolle spiel ,
ausbleiben und de en Ini ia ion on den S udie enden als Ins uk ion au ge ass wi d (Lüde s, 2018).
5. Die (e neu e) Ini ia ion on Le nzyklen unk ionie du chaus in synch onen An eilen. Es äll abe
au , dass die Leh enden o eine Ve dopplung de analogen synch onen Si ua ion auch in digi ale
Fo m anbie en. So we den (au gezeichne e) Vo lesungsinhal e im LMS einges ell ode auch die in-
s uie enden Au gaben we den do noch einmal übe die eigen lichen Le nobjek e hinaus abgeleg ,
sodass in einzelnen Vigne en die S udie enden den Sinn de synch onen An eile in F age s ellen.
Diese Be unde, die auch ande e S udien bes ä igen (Sahls öm e al., 2019; Wol & Thie sch, 2021),
hängen in manchen De ails siche lich dami zusammen, dass das Somme semes e 2020 einen eno -
men B uch in den Leh -/Le n ou inen bewi k ha und sich manche Dinge inzwischen besse einge-
spiel haben. So haben sich die P ak iken des Hö ens und des Response au die Ins uk ionen nach
meine Ansich wiede he ges ell , abe dadu ch wi d ehe die un e ich liche Kommunika ion noch
wei e e s ä k . Übe sieh die bishe ige heo iegelei e e Rekons uk ion digi ale Leh p ak iken ganz
ande e Reali ä en?
3 Al e na i e digi ale Leh e im AEDiL-P ojek
Im olgenden Abschni we den Tex e ekons uie , die ausd ücklich eine al e na i e Leh e im Ange-
sich de bishe da ges ell en E ek e o haben, dokumen ie en und au oe hnog a isch e lek ie en.
3.1 Das Da enma e ial und die Fo schungsme hode
Fü die nun olgende ekons uk i e A bei beziehe ich mich au das Buch „Co ona-Semes e e lek-
ie “ (2021) de Au o *inneng uppe AEDiL („Au oE hnog a ische Fo schung zu digi ale Leh e und
de en Beglei ung“), in dem ün zehn au oe hnog a ische S o ies p äsen ie we den. Diese S o ies
sind wie die Vigne en zu Leh e un e Co ona-Bedingungen aus de Pade bo ne Leh we ks a „Kon-
ak los leh en“ (s. o.) pe son- und be u sbiog a ienahe na a i e Uma bei ungen on Leh e ah un-
gen. Hin e diese Uma bei ung kann nich unmi elba zu ückgeg i en we den, denn die S o ies
ma kie en die Di e enz zwischen Fak uali ä und Fik ionali ä nich . Da es abe im Folgenden nich
Oli e Reis
20
da um geh , die behaup e e Wi klichkei al e na i e P axis zu p ü en, sonde n da um, die O ien ie-
ungen im Ve assen de S o ies zu ekons uie en, passen diese Da en in ih e A zu den un e such-
en Vigne en. Auch bei diesen ließ sich eine Tex wi klichkei – was de Tex e zähl – on den dahin-
e s ehenden Annahmen und E wa ungen gu e Leh e – wie de Tex e zähl – un e scheiden. An-
nahmen und E wa ungen können mi de subjek i e leb en Reali ä abgeglichen we den.
Auch wenn das Da enma e ial subjek i e Pe spek i en au die Leh e zeig , bie e die Dokumen a i-
sche Me hode nach Bohnsack (Bohnsack, 2017; Ma ens & Asb and, 2018) mi ih en spezi ischen
me hodologischen P ämissen und me hodischen A bei ssch i en einen sinn ollen Rahmen, um die in
den hema ischen Aussagen besch eibba en O ien ie ungsschema a (Was?) on den diese Aussagen
kons i uie enden konjunk i ge eil en Wissens o men des O ien ie ungs ahmens (Wie?) zu un e -
scheiden. Ge ade in de Di e enz de O ien ie ungsschema a und O ien ie ungs ahmen wi d deu lich
we den, wie sich die digi alen P ak iken in de E ah ung de Leh enden zu den Disku sen gu e digi-
ale Leh e e hal en. Kla is abe auch, dass bes imm e me hodische Sch i e hie angepass we den
müssen, da keine soziale G uppensi ua ion und de en Aushandlungen on Disku sen und de konk e-
en zu bea bei enden Gesp ächssi ua ion dokumen ie wi d. T o zdem s ehen die Tex e in eine
s uk u ell e gleichba en Aushandlungssi ua ion, da sie sich bewuss on dem sons ehe als obe -
lächlich, me hodisch, un heo e isch und wenig selbs e lexi e leb en Umgang mi de He aus o de-
ung de digi alen Semes e abg enzen. Sie b ingen bewuss die eigene Fachlichkei , den on de
Fachlichkei gep äg en Zugang zu hochschuldidak ischen Re lexion und o allem die Selbs be em-
dung in de Si ua ion ins Spiel, um das eigene Tun e lexi besch eiben zu können.
Me hodisch konzen ie e ich mich au zwei S o ies, weil hie zum einen am s ä ks en die Auswi kun-
gen de digi alisie en Leh e au das eigene Tun zum Ausd uck kommen und diese S o ies den T end
de geschlossenen Le numgebung geziel un e lau en. Ich we de die zwei S o ies wie Fälle im Rah-
men de Dokumen a ischen Me hode (Asb and & Ma ens, 2018) behandeln, die ich im e s en Sch i
zum einen in ih em hema ischen Ve lau im Sinne de a) o mulie enden In e p e a ion zusammen-
asse und zum ande en in diesen Ve lau das E gebnis de sequenziellen Gesp ächsanalyse in eg ie e,
die die s uk u lei enden O ien ie ungsschema a he ausa bei en läss . Im zwei en Sch i – inne halb
de b) sinngene ischen In e p e a ion – a bei e ich Homologien inne halb eines Falls he aus, die sich
übe die Sequenzen hindu ch hal en. Im Ve gleich de Sequenzen und ih e O ien ie ungsschema a
we den c) O ien ie ungs ahmen sich ba , die einen Fall p ägen. Schließlich we de ich in de d) ela io-
nalen Analyse die Fallanalysen au einande beziehen und ein Mus e he ausa bei en, mi dem die
Au o *innen eine sei s einen eigenen S andpunk zu digi alisie en Leh e beziehen, de sich dann
abe o den unk ionalen E wa ungen an die Hochschulleh e legi imie en muss. Ich we de die S o-
ies selbs ge a da s ellen.
Digi ale und digi al ges ü z e Leh e als Ve s ä ke de Ve un e ich lichung on Hochschulleh e?
21
3.2 De Fall „Die Logik de Theo ie is nich die Logik de P axis“
3.2.1 Da s ellung de Fo mulie enden In e p e a ion
In de sinngene ischen Analyse lese ich die einzelnen Sequenzen au de Suche nach homologen
S uk u en in den einzelnen Themen (s. Tab. 1).
Abschni | Sei e
Thema: Was wi d e zähl ?
> O ien ie ungsschema a: Sinn heb sich in de Di e enz
1 | 101
Kong uenz on Leh gegens and und Leh o m
> Ansp uch an eigene P o essionali ä : Theo ie in P axis zu b ingen
2 | 101-102
Co ona als E ns all de digi alen Mediendidak ik
> biog a ische Eins iegssi ua ion und achliche Komplexi ä ss eige ung
3 | 102
digi ale Leh e: E up ion ode planba ?
> Digi alisie ung als Übe se zungsleis ung bishe ige Leh p axis
4 |102-103
Miss auen gegenübe de d ama ischen E zählung des gewal samen Umb uchs
> digi al und analog e schmelzen schon länge
> Blended-Lea ning und neue digi ale Ak eu e in Wi klichkei seh analog
5 | 103-104
lau e ideologische Wide s and und leise Beobach ungen de Ve ände ungen
> Pe spek i wechsel: Un e welchen Bedingungen le nen meine S udie enden?
6 | 104
die Kon ex e (de S udie enden) sind e le zlich
> Kon ex ualisie ung als Au gabe digi ale Hochschuldidak ik
7 | 104
echnische Übe se zung geh , abe we p o i ie da on?
> Ambi alenz on echnologische Inno a ion und didak ische Banali ä
8 | 104-105
Wie geh S udie endeno ien ie ung ohne pe sönliche Begegnung?
> pa izipa i e Mediendidak ik s. digi al ges ü z e Pädagogik de Be o mundung
9 | 105
asynch one Selbs le ninhal e und synch one Einhei en im Cha
> De Cha als sub e si es, s udie endeno ien ie es Tool de Kommunika ion.
10 | 106
De Cha bewäh sich.
> de Cha als unk ionale , den S udie enden passende Kommunika ionse ö ne
11 | 106
E klä ideos sind au wändig, wenn sie e was anspo ie en sollen
> Le nbeziehung übe E klä ideos
12 | 106-107
de Au wand nimm didak ischen Übe legungen den Raum
> Fo m e d äng Inhal ?
13 | 107
Technische Toollis en e en zuguns en me hodische F agen zu ück.
> nach de Technikwelle Rückkeh zum didak ischen Ke ngeschä
14 | 107-108
Zwei-Phasen-Semina : E a bei ung und G uppena bei
> Digi alisie ung s ä k die Selbs o ganisa ion (G uppen eilung, E gebnisse eilen
„in nie e leb e Quali ä und P äzision“, Beglei ung wenige nö ig)
15 | 108
eigensinnige Le nwege absei s de geplan en Bahnen
> Kon oll e lus /F eihei und o zdem/ge ade deswegen „hochwe ige P ü ungs-
leis ungen“
16 | 108
indi idualisie e Leh e ü die G uppe
> Tool-Lis en, hochschulübe g ei ende Impulse und hochschulin e ne Hil es ellun-
gen wenig b auchba
17 | 109
No malisie ung de echnischen Leh -/Le nin e ak ion
> Die Technik i zu ück, de Inhal i he o , die Subs i u ion is e olg eich.
18 | 109
im Globe imme noch K ise de Hochschulleh e
> Tipps und T icks des All ags gegen g oße Na a i e
19 | 109-110
E schü e ungen de G und es en du ch Digi alisie ung
> Am Ende sind es nich die g oßen S a egien und Pläne, sonde n die kleinen
didak ischen Übe legungen.
20 | 110
angekommen im pos digi alen Zei al e
> Digi ale Ak eu e e en in den Hin e g und und machen Pla z ü didak ische
Übe legungen in nich meh un e scheidba en digi alen Umwel en.
Tabelle 1: Fo mulie ende In e p e a ion und sequenzielle Gesp ächsanalyse in Fall 1.
Oli e Reis
22
3.2.2 Sinngene ische Analyse des Falls
Geh es hema isch, z. B. in den Sequenzen zu den E klä ideos ode den Tool-Lis en, um seh e -
schiedene Dinge, so sind doch beide Sequenzen on de O ien ie ung an dem Lei sa z e bunden,
dass digi ale Leh e nich die achliche Inhal lichkei dominie en da . Als homologe S uk u en wi ken
sie übe die einzelne Sequenz hinaus bzw. s uk u ie en umgekeh die Sequenzen. Solche S uk u en
sind noch nich die/de O ien ie ungs ahmen, weil sie noch an die Einzelsi ua ion de Au o *in ge-
bunden sind und diese sich in ihnen gegenübe den g oßen Na a i en in Opposi ion begib . Das
konjunk i e Wissen lieg noch eine Ebene dahin e und is den in en ionalen Zug i en e bo gen. Aus
meine Sich lassen sich olgende S uk u en e kennen, die sich mi Anke beispielen belegen lassen:
Gu e digi ale Leh e wende sich gegen das K isenna a i om Ums u z, de E up ion des akademischen
Le nens und such die leisen und kleinen Momen e de Ve ände ung.
Ich will dami nu sagen, dass man das K isenna a i nich noch wei e im Be eich de Hochschul-
leh e übe s apazie en soll e, da e wa genau ein Mona nach Semes e s a ehe die konk e en Lö-
sungen zählen im Umgang dami , als ein He au beschwö en ohnehin bekann e K isenszena ien
um uns he um (AEDiL, 2021, S. 109).
Gu e digi ale Leh e g enz sich om echnologisch-me hodischen Mains eam de Reak ion au diesen
‚Ums u z‘ ab.
Die iele o s zu Beginn de Pandemie ak ionis isch-in la ionä ge eil en Tool-Lis en ü Schule
und Hochschule wu den ü mich und mein Handeln imme wenige ele an , sonde n es s ell en
sich imme komplizie e e F agen de Ges al ung de eigenen digi alen Leh e (AEDiL, 2021, S.
107).
Gu e digi ale Leh e bleib dem shi om eaching o lea ning und dem G undsa z eine pa izipa i en
Mediendidak ik e p lich e .
Dem die le z en Jah e bildungspoli isch zunehmend geäuße en Ansp uch des sogenann en shi
om eaching o lea ning ge ech zu we den, schien bei de eigenen Semina ges al ung leich e
gesag als ge an. Im Nachhinein be ach e ehe leich e ig, ha e auch ich au heo e ische Ebe-
ne die le z en Jah e mi einges imm in das Man a de Lei gedanken eine Pa izipa i en Medi-
endidak ik, de S uden s-as-Pa ne s sowie de Abkeh on eine digi al ges ü z en Pädagogik de
Be o mundung. Da an woll e ich mich ganz p ak isch und in diesen besonde en Zei en messen
(AEDiL, 2021, S. 104-105).
Gu e digi ale Leh e läss eigene s uden ische Le nwege zu.
Da ü s and ü mich symbolisch die F age, welche G ad an Kon olle und F eihei S udie enden
im Rahmen akademische Leh e ans al ungen einzuges ehen is bei gleichzei igem pädagogi-
schem Ve an wo ungsansp uch. Im Gesam ückblick (AEDiL, 2021, S. 108).
Gu e digi ale Leh e ich e sich kon ex ualisie an den E wa ungen und Möglichkei en de S udie enden
aus.
Um meh übe en sp echende Kon ex e de S udie enden zu e ah en, wu de eine ku ze Online-
Um age un e den angemelde en S udie enden o Semina au ak e eil . Die S udie enden
konn en übe ih e echnischen und wei e en Vo ausse zungen und Wünsche be ich en, und zu
Digi ale und digi al ges ü z e Leh e als Ve s ä ke de Ve un e ich lichung on Hochschulleh e?
23
meinem g oßen E s aunen be eilig en sie sich nich nu ege da an, sonde n gaben auch ü mich
übe aschende An wo en (AEDiL, 2021, S. 105).
Gu e digi ale Leh e such Lösungen, um die Selbs o ganisa ion und den E hal ielleich nich de Willens-,
abe zumindes de Handlungs eihei zu s ä ken.
Das Teilen on Zwischene gebnissen on G uppena bei sphasen e olg e in eine im Ve gleich zu
ühe en Semes e n nie e leb en inhal lichen Quali ä und P äzision, da sich die G uppenmi glie-
de besse abs immen konn en, welche E gebnisse in welche Fo m ge eil wu den, wäh end ü-
he häu ig seh si ua i ein G uppenmi glied selek i on Zwischene gebnissen be ich e ha e
(AEDiL, 2021, S. 108).
Gu e digi ale Leh e en scheide sich an den kleinen Dingen, wie du ch Technologie die didak isch-
inhal lich sinn olle G unds uk u e hal en bleib .
Vielmeh in e essie en mich möglichs konk e e, au hen ische Einblicke in P ak iken ande e
Hochschulleh pe sonen, au die ich jedoch sel ene s ieß als e ho . Gemein sind dami o allem
die didak ischen Rahmungen de digi alen Leh e, quasi die Tipps und T icks des All ags, ohne K i-
sen- und No allna a i als Übe bau (AEDiL, 2021, S. 109).
Gu e digi ale Leh e is gemessen an den Kompe enzleis ungen in den P ü ungen e olg eich.
Im Gesam ückblick is dabei zu e wähnen, dass alle G uppen de S udie enden des Semina s
hochwe ige P ü ungsleis ungen zum Semes e ende abgaben (AEDiL, 2021, S. 107).
Zum O ien ie ungs ahmen: Die Au o *in se z konjunk i es Wissen zum Co ona-Semes e un e dem
Konzep des K isenna a i s de E up ion de Hochschulen – und wie da au echnologisch zu eagie-
en sei – o aus. Zu diesem O ien ie ungs ahmen de Bildungspoli ik, de Hochschullei ungen und
iele Leh ende se z sie sich in Opposi ion und wähl bewuss Gegen e e enzen in de pa izipa i en
Mediendidak ik. Hie zu u sie al e na i es konjunk i es Wissen au , zu dem sie sich in de Theo ie-
P axis-Di e enz selbs in Opposi ion se z , weil das Wissen sie nich aus eichend s abil in den Hand-
lungen lei en kann. Sie mach eine Di e enz zwischen den kleinen, leisen Ve ände ungen (AEDiL,
2021, S. 103) au , die sich zwischen beiden Wissens o men ollziehen. Digi ale Leh e in de P axis olg
den P ak iken. Sie is dann wei e hin gu , wenn ih zweie lei geling : die Leh e an den Möglichkei en
de S udie enden auszu ich en und dass die S udie enden die Kompe enze wa ungen e olg eich
e eichen. Da ü sind dyadisches Aneignungsle nen und iadische soziale Koope a ions o men nö ig.
De Übe gang dazwischen wi d explizi als kon ingen e Si ua ion hema isie und in den Mühen de
sozialen E wei e ungen auch e zähl . Am Ende s ehen die e olg eichen P ü ungen. Das is wich ig,
denn sie legi imie en die Leh e, sodass om Ende he gesehen auch diese Leh e unk ional is und
insgesam so e lek ie wi d: Es wi d eine Ini ia ion möglichs so geplan , dass die S udie enden mi
diesem Impuls e olg eich a bei en können. Die Bea bei ung e olg in indi iduellen Selbs le nphasen
und sozialen Wissens eilungen, die de Kon en ionalisie ung dienen. Die Bea bei ungen we den
zyklisch in Selbs le nphasen und digi alen synch onen Cha -Phasen bis zu le z en P äsen a ion in de
P ü ung e besse . Do e hal en die S udie enden das Feedback zum Response. D. h., dass selbs
diese Leh e in den P ak iken au de Mesoebene de I-R-F-S uk u olg , nu dass sie du ch die beson-
de e Fo m des Impulses auch la en e disku si e S uk u en zuläss . Die F eihei de S udie enden
bezieh sich au das echnologische Wie, abe nich au das didak ische Wie und o allem nich au
Oli e Reis
30
Lepsius, O. (2021). P ä en ionslogik. Fo schung & Leh e, 28(4), 249.
Lüde s, M. (2018). Un e ich ssp ache und indi ek ins uie endes Leh e e hal en. In A. Schul e
(H sg.), Sp ache – Kommunika ion – Religionsun e ich . Gegenwä ige He aus o de ungen eligiöse
Sp achbildung und Kommunika ion übe Religion im Religionsun e ich (S. 137–156). E angelische
Ve lagsans al .
Ma czuk, A., Mul us, F. & Lö z, M. (2021). Die S udiensi ua ion in de Co ona-Pandemie. Auswi kun-
gen de Digi alisie ung au die Le n- und Kon ak si ua ion on S udie enden. DZHW-B ie , 1,1–11.
h ps://doi.o g/10.34878/2021.01.dzhw_b ie
Ma ens, M. & Asb and, B. (2018). Dokumen a ische Un e ich s o schung. In M. Hein ich & A. We ne
(H sg.), Rekons uk i e Bildungs o schung (S. 11–23). Sp inge Fachmedien Wiesbaden.
h ps://doi.o g/10.1007/978-3-658-18007-2_2
Mehan, H. (1979). ‚Wha ime is i , Denise?‘ – Asking known in o ma ion ques ions in class oom dis-
cou se. Theo ie in o P ac ice, 18(4), 285–294.
Nassehi, A. (2019). Mus e . Theo ie de digi alen Gesellscha . Beck.
Reis, O. (2018). Zwischen s uden ische Di e si ä und achliche Homogenisie ung. Die we bezogene
Hochschuldidak ik als Ve mi le in im Habi uskon lik . In S. Heucheme , F. Sille & T. an T eeck
(H sg.), Hochschuldidak ik o sch zu Viel al und O enhei . P o ilbildung und We e agen in de
Hochschulen wicklung I (S. 19–50). h ps://cos.bibl. h-koeln.de/ iles/802/FIHB_Band_2_
inal_web.pd
Reis, O. (2020). T ans o ma ionen des hochschuldidak ischen D eiecks im Kon ex de Digi alisie ung.
In A. Bu ke, L. Hiepel, V. Niggemeie & B. Zimme mann (H sg.), Theologies udium im digi alen Zei -
al e (S. 67–86). Kohlhamme .
Reis, O., Jene , T., & Scha lau, I. (2021). Kon ak los leh en? Beziehungse wa ungen in de Dis anzleh-
e. In N. Vöing & I. Neiske (H sg.), Hochschulleh e au Abs and (S. 141-154). De G uy e .
Röhl, T. (2015). Au o de n. Pos phänomenologische Übe legungen zu Ma e iali ä schulischen Un-
e ich ens. In T. Alkemeye , H. Kal ho & M. Riege -Ladich (H sg.), Bildungsp axis. Kö pe – Räume
– Objek e (S. 235-260). Velb ück Ve lag.
Sahls öm, F., Tanne , M., & Valasmo, V. (2019). Connec ed you h, connec ed class ooms. Sma phone
use and s uden and eache pa icipa ion du ing plena y eaching. Lea ning, Cul u e and Social In-
e ac ion, 21, 311–331.
Schöning, B. (2021). Funk ionie en in de K ise – Digi ale Technologien und digi alisie e Techniken in
de Hochschulleh e. In N. B ieden, H. Mendl & O. Reis (H sg.), Digi ale P ak iken (S. 48–60). LUSA-
Ve lag.
Schulmeis e , R. (2004). Didak isches Design aus hochschuldidak ische Sich – Ein Plädoye ü o ene
Le nsi ua ionen. In U. Rinn & D. M. Meis e (H sg.), Didak ik und Neue Medien. Konzep e und An-
wendungen in de Hochschule (S. 19–49). Waxmann.
S alde , F. (2016). Kul u de Digi ali ä . Suh kamp.
Waldmann, M. & Walgenbach, K. (2020). Digi alisie ung de Hochschulbildung. Zei sch i ü Pädago-
gik, 66, 357–372.
Wannemache , K., Junge mann, I., Scholz, J., Te canli, H. & Villiez, A. (H sg.). (2016). Digi ale Le nszena-
ien im Hochschulbe eich. A bei spapie N . 15 des Hochschul o um Digi alisie ung. Edi ion S i e -
e band.
Digi ale und digi al ges ü z e Leh e als Ve s ä ke de Ve un e ich lichung on Hochschulleh e?
31
Winde, M., We ne , S. D., Gumbmann, B. & Hie onimus, S. (2021). Hochschulen, Co ona und je z ? Fu u e
Skills. Diskussionspapie 4. h ps://www.s i e e band.o g/medien/hochschulen-co ona-und-je z
Wol , E. & Thie sch, S. (2021). Op imie ungspa adoxien. Theo e ische und empi ische Beobach ungen
digi al media isie e Un e ich sin e ak ionen. Zei sch i ü MedienPädagogik, 42, 1–21.
h ps://doi.o g/10.21240/mpaed/42/2021.03.07.X
33
E idenzbasie e Ablei ung
on E olgs ak o en
und Handlungsemp ehlungen
ü digi ales Leh en und Le nen
Anjuli De Boe , Anne D elle , Monika Engelen, To s en Klein,
Gab iele Koeppe, Sophie Meine zhagen & Sieg ied S ump
Diese S udie un e such , wie S udie ende die digi ale Leh e wäh end de COVID-19-Pandemie e leb
und bewe e haben. Mi els eine g oßzahligen empi ischen Be agung on 557 S udie enden wu -
den Me kmale de Le nenden und ih e Le nsi ua ion, In o ma ionen zu Nu zung digi ale Leh - und
Le nangebo e und zu Akzep anz eines digi alen Semes e s e hoben. Mi quan i a i en und quali a i-
en Auswe ungen konn en signi ikan e Ein luss ak o en ü die Bewe ung de digi alen Leh e du ch
S udie ende iden i izie we den. Da au basie end we den Implika ionen abgelei e , wie die digi ale
Leh e au Mik o-, Meso-, und Mak oebene e besse we den kann.
1 Einlei ung
Mi de He aus o de ung, die Hochschulleh e im digi alen Zei al e zu ges al en, sehen sich Leh ende
nich e s sei Beginn de COVID-19-Pandemie kon on ie . Alle dings e leih die ak uelle Si ua ion
de Thema ik eine neue D inglichkei . Sie zwing Leh ende und S udie ende ad hoc zu eine Ums el-
lung on P äsenz e ans al ungen hin zu digi alen Leh - und Le n o men.
Sei dem e s en Lockdown im Mä z 2020 wa es ü Hochschulen in Deu schland nich länge möglich,
Leh - und P ü ungs e ans al ungen in gewohn e Weise in P äsenz du chzu üh en. Wäh end einige
Uni e si ä en (in de Ho nung, dass die Lockdown-Maßnahmen dann o übe wä en) ih e Ve ans al-
ungen e schoben ode die Semes e e ien e länge en, beschloss die TH Köln, das Somme semes-
e 2020 o wiegend online du chzu üh en. Dies bedeu e e, dass sowohl Leh e ans al ungen als
auch P ü ungen und sons ige Leh - und Le nangebo e nahezu olls ändig digi al und ohne P äsenz-
kon ak zwischen S udie enden und Leh enden s a inden muss en.
Na ional und in e na ional s anden unzählige Hochschulen und Uni e si ä en o ähnlichen He aus-
o de ungen. In Bezug au digi ale bzw. Online-Leh e s ell e sich nich länge die F age, wie sich quali-
a i hochwe ige Leh - und Le nangebo e ges al en und in die ak uelle hochschuldidak ische Aus-
ich ung einbinden lassen, sonde n o anging wie diese unmi elba e ügba gemach we den
können (Liguo i & Winkle , 2020).
Nach dem ini ialen und aku en K isenmanagemen zeigen sich auch Chancen in de Beschleunigung
de digi alen T ans o ma ion in Hochschulen. Digi ale Leh - und Le nangebo e bie en die Möglichkei ,
indi iduelle Le nbedü nisse (wie Le ngeschwindigkei , Wiede holungszyklus e c.) du ch eine pe ma-
Anjuli De Boe , Anne D elle , Monika Engelen, To s en Klein, Gab iele Koeppe, Sophie Meine zhagen & Sieg ied S ump
34
nen e Ve ügba kei de Leh inhal e zu be ücksich igen. Gleichzei ig haben Leh ende die Möglichkei ,
eigene Online-Le n o ma e zu en wickeln und o handene digi ale Leh - und Le nangebo e zu hin e -
agen und zu op imie en (Ra en, 2020).
Hie o dne sich die o liegende S udie ein, indem sie analysie , wie das digi ale Semes e aus S udie-
endenpe spek i e bewe e wu de und un e such , welche Fak o en diese Bewe ung beein lussen.
De o liegende Bei ag ich e sich insbesonde e an eine Lese *innenscha aus de Hochschulp axis:
an Leh ende, die digi ale Leh - und Le nangebo e scha en; an Fachk ä e aus de Ve wal ung, die
Fakul ä en und S udieno ganisa ion s eue n; und nich zule z an Le nende, die ih en indi iduellen
S udiene olg posi i beein lussen möch en.
2 Theo ie
Die Iden i ika ion po enzielle Ein luss ak o en ü die Bewe ung des digi alen Somme semes e s
e olg in O ien ie ung an einem in Abbildung 1 da ges ell en Modell de S udie ähigkei und des
S udiene olgs (So ge e al., 2016; Thiel e al. 2008). Das Modell um ass und so ie e schiedene
Ein lussg ößen au den S udiene olg. Dabei wi d da on ausgegangen, dass S udiene olg aus einem
Zusammenspiel on Va iablen au den Ebenen S udienbedingungen und allgemeine Lebensbedin-
gungen, S udie ähigkei und S udie e hal en he o geh . Obgleich dieses Modell aus Übe legungen
zu klassischen P äsenzleh e en s anden is und au die De e minan en des S udiene olgs abheb ,
s ell es dennoch eine geeigne e Heu is ik da , um mögliche Ein luss ak o en ü die Akzep anz de
Leh e auch un e digi alen Bedingungen zu iden i izie en und zu so ie en.
Abbildung 1: Modell de S udie ähigkei und des S udiene olgs (So ge e al. 2016, S. 167).
E idenzbasie e Ablei ung on E olgs ak o en und Handlungsemp ehlungen ü digi ales Leh en und Le nen
35
2.1 S udien- und Lebensbedingungen und Akzep anz digi ale Leh e
Die Ad-hoc-Ums ellung on P äsenz- zu digi ale Leh e geh ü die S udie enden mi deu lich e än-
de en S udienbedingungen einhe . Neben o ganisa ionalen S uk u en wie de S udien- und P ü-
ungso ganisa ion be i dies o allem die Ausges al ung des S udiums. So geschieh die didak isch-
me hodische Au be ei ung de Leh inhal e nun ausschließlich medienbasie – mi els compu e ge-
s ü z e Ma e ialien und Ins umen e, die den Le np ozess ö de n und allgemeinhin als digi ale Leh -
und Le n o men bezeichne we den können. Dies üh zu s eigenden An o de ungen im Be eich de
IT-Kenn nisse bei S udie enden. Abe auch die allgemeinen Lebensbedingungen de S udie enden
haben sich wäh end de Pandemie e ände . Die s a k eingesch änk e F eizei ges al ung und das
da aus esul ie ende Fehlen on sozialen Kon ak en ode die aku e No wendigkei eines oll ausge-
s a e en Heima bei spla zes (mi leis ungss a kem Compu e und In e ne anschluss) sind mögliche
Ein luss ak o en au die Bewe ung eines digi alen Semes e s.
Die Nu zung digi ale Leh - und Le nangebo e geh im Ve gleich zu P äsenz o ma en auße dem mi
einem e minde en Kon ak zu Leh enden und Kommili on*innen einhe , was Auswi kungen au die
Be euung und das Be a ungsangebo an Hochschulen und le z lich au das S udie e hal en haben
kann.
2.2 Me kmale de Le nenden und Akzep anz digi ale Leh e
Die e olg eiche Bewäl igung eines S udiums e o de eine Vielzahl on Fähigkei en, die nach Thiel e
al. (2008) un e dem Beg i de S udie ähigkei zusammenge ass we den und de kogni i en, sozia-
len, pe sönlichen und achlichen Dimension zugeo dne we den können. Wo die S uk u en des
Hochschulall ags du ch die Digi alisie ung de Leh e au geb ochen we den, Vo lesungen, Semina e
und Übungen online s a inden und die Ve bindlichkei des S udiums abzunehmen schein , dü en
o allem „pe sönliche Fak o en“ (So ge e al., 2016, S. 168) ü die Akzep anz de digi alen Leh e
ele an sein. Fü die o liegende S udie we den olgende psychologischen Kons uk e als po en ielle
Ein lussg ößen ü die Bewe ung des digi alen Semes e s gewähl :
Pe sönlichkei sme kmale: Das Big-Fi e-Modell (McC ae & Cos a, 1987) is das e ablie es e Konzep zu
Besch eibung de Pe sönlichkei . Es en häl die ün Dimensionen O enhei , Gewissenha igkei ,
Ex a e sion, Ve äglichkei und emo ionale S abili ä . Die Big Fi e haben sich nich nu „als gu e
P ädik o en ü e schiedene Aspek e des all äglichen Lebens e wiesen“ (Ramms ed e al., 2014, S. 4),
sie lassen auch konk e e Rückschlüsse au den S udiene olg zu. Lau Be unden eine Me aanalyse on
T apmann e al. (2007) bes eh ein deu liche nega i e Zusammenhang zwischen emo ionale S abi-
li ä und de S udienzu iedenhei , und die Gewissenha igkei ko elie posi i mi de Le ndisziplin
de S udie enden und dem da aus esul ie enden S udiene olg in No en.
Selbs üh ung: Das Konzep de Selbs üh ung besch eib die Fähigkei , die eigenen Emo ionen, Kog-
ni ionen und Ve hal ensweisen bewuss zu egulie en und zu s eue n. Du ch indi iduelle S a egien
können inne e P ozesse posi i beein luss und psychische Po en iale und Ressou cen op imal ge-
nu z we den. Dabei we den ie S a egien e izien e Selbs üh ung abgelei e (Hough on & Neck,
2002; Mülle e al., 2010; And eßen, 2008): Ve hal enso ien ie e S a egien, na ü liche Belohnungs-
s a egien, kons uk i e Gedankenmus e s a egien und Vi alisie ungss a egien. Die posi i e Auswi -
Anjuli De Boe , Anne D elle , Monika Engelen, To s en Klein, Gab iele Koeppe, Sophie Meine zhagen & Sieg ied S ump
36
kung eine e izien en Selbs üh ung au den S udiene olg wi d du ch e schiedene S udien beleg
(Kleinbeck e al., 2010; Neck e al., 2003; P ussia e al., 1998).
Selbs wi ksamkei : Selbs wi ksamkei wi d „de inie als die subjek i e Gewisshei , neue ode schwie-
ige An o de ungssi ua ionen au G und eigene Kompe enz bewäl igen zu können“ (Je usalem &
Hop , 2002, S. 35). Selbs wi ksamkei se wa ungen „beein lussen zahl eiche Aspek e menschliche
Tä igkei , wie z. B. Ziele, Ausdaue , S a egienu zung und Umgang mi Misse olg“ (Beie lein e al.,
2014, S. 3) und s ehen in konk e em Zusammenhang mi dem S udiene olg. Zahl eiche Un e su-
chungen belegen, dass e höh e S ess im S udium, wie e du ch die Ums ellung on P äsenz- au
digi ale Leh e und die dami e bundene (Planungs-)Unsiche hei en s anden sein könn e, zu ge in-
ge e S udienzu iedenhei , schlech e en S udienleis ungen und eine e höh en Abb uchneigung on
S udie enden (Geisle e al., 2019) üh .
Digi ale O ien ie ung: Die g undsä zliche Eins ellung de Le nenden zu digi alen Lebenswel en wie
dem In e ne dü e ü die Akzep anz digi ale Leh - und Le n o men eine wesen liche Bedeu ung
haben. Au bauend au de äl e en Un e scheidung zwischen Digi al Na i es und Digi al Immig an s
(P ensky, 2001) wu de on Whi e und Le Co nu (2011) das Konzep de Digi al Residen s s. Digi al
Visi o s einge üh . Hie wi d on einem Kon inuum in de Eins ellung zu digi alen Lebenswel en
ausgegangen, wobei Digi al Residen s und Digi al Visi o s die en gegengese z en Endpole au diesem
Kon inuum bilden. Wenn Pe sonen ehe Visi o s sind, so sehen sie die Wel des In e ne s o angig als
einen We kzeugkas en, um bes imm e P obleme zu lösen ode Ziele zu e eichen. Sind Pe sonen
dagegen ehe Residen s, so is ü sie das In e ne wei meh : Es is ein Zuhause, in dem sie sich bewe-
gen und ih soziales Leben zu einem e heblichen Teil e b ingen. Da on ausgehend lieg die Ve mu-
ung nahe, dass Digi al Residen s Online-Leh angebo e mi g öße e Selbs e s ändlichkei und höhe-
e Zu iedenhei nu zen als Digi al Visi o s.
Ges ü z au die obigen Be unde und Übe legungen zu S udienzu iedenhei und -e olg nehmen wi
an, dass Big-Fi e-Pe sönlichkei sme kmale, die Selbs üh ungskompe enz, die Selbs wi ksamkei s-
übe zeugung und die digi ale O ien ie ung de S udie enden mi de Akzep anz de digi alen Leh e
zusammenhängen.
2.3 S udie e hal en und Akzep anz digi ale Leh e
Das S udie e hal en kann als ein Va iablenkomplex be ach e we den, de besonde s eng mi dem
S udiene olg und de S udienzu iedenhei e bunden is . So müssen sich Pe sönlichkei sme kmale
wie die Selbs üh ungskompe enz le z endlich im konk e en S udie e hal en z. B. in de konsequen-
en Mi wi kung bei Übungen ode einem gu o ganisie en Tagesablau zeigen und mani es we den,
dami diese Me kmale de S udie ähigkei übe haup einen Ein luss au S udiene olg ode -
zu iedenhei haben können. Fü die Akzep anz digi ale Leh e nehmen wi an, dass es on g oße
Bedeu ung is , inwiewei die angebo enen digi alen Ma e ialien, Kommunika ions- und In e ak ions-
o men genu z we den. D. h., höhe e Nu zung soll e auch mi höhe e Akzep anz einhe gehen.
Au de G undlage de e e ie en heo e ischen Ansä ze sowie empi ischen Be unde sollen in de
o liegenden S udie olgende F ages ellungen empi isch explo a i un e such we den:
F ages ellung 1: Wie e leben und bewe en S udie ende digi ale Leh e und inwiewei un e scheiden
sich die S udie enden im Hinblick au die Akzep anz digi ale Leh e?
E idenzbasie e Ablei ung on E olgs ak o en und Handlungsemp ehlungen ü digi ales Leh en und Le nen
37
F ages ellung 2: Welche Ein lussg ößen au den Ebenen de S udien- und Lebensbedingungen, de
Pe sönlichkei sme kmale de S udie enden sowie des S udie e hal ens hängen mi den Akzep anz-
bewe ungen ü digi ale Leh e zusammen?
3 Me hodik
3.1 Da ene hebung und Messins umen e
Aus den Übe legungen im o igen Kapi el wu de eine F agebogenba e ie abgelei e , die aus olgen-
den Messins umen en bes eh :
(1) Soziodemog a ische Me kmale: Diese wu den mi insgesam 12 F agen e ass . Neben F agen zu
Geschlech und Al e wu den sechs F agen zu allgemeinen S udiensi ua ion (S udiengang, Fachse-
mes e , Vo bildung e c.), eine F age zu IT-Kompe enz und d ei F agen zu Quali ä des IT-
Heima bei spla zes ges ell .
(2) Big-Fi e-Pe sönlichkei sme kmale: Diese wu den mi dem deu schsp achigen 10-I em Big-Fi e-
In en o y (BFI-10) on Ramms ed und John (2007) e ass , eine Ku z assung des e ablie en 44 I ems
um assenden Big-Fi e-In en o y on John e al. (1991). Alle I ems sind Selbs besch eibungsaussagen,
die au eine ün s u igen Like -Skala zu bewe en sind.
(3) Selbs üh ungskompe enz: Diese wu de mi dem F agebogen zu Diagnose indi iduelle Selbs -
üh ungskompe enz (FDSK) on Mülle (2018) gemessen. Die hie zu Anwendung gekommene Tu -
bo o m um ass die 15 ennschä s en I ems de aus 50 I ems bes ehenden S anda d o m. Jedes I em
is mi els eine ie s u igen Ra ingskala zu bean wo en, wobei de We ebe eich zwischen 1 = „be-
sch eib mich seh ungenau“ und 4 = „besch eib mich seh genau“ lieg .
(4) Selbs wi ksamkei : Diese wu de mi hil e eine d ei I ems um assenden Ku zskala zu allgemeinen
Selbs wi ksamkei (ASKU) on Beie lein e al. (2014) e hoben. Alle I ems sind mi els eine ün s u i-
gen Like -Skala zu bea bei en.
(5) Digi ale O ien ie ung: Diese wu de mi els eines Digi al-Residen s-F agebogens (DRF) e ass , de
im Rahmen eine S udie on Ka pe e al. (2019) en wickel wu de. De DRF bes eh aus zehn I ems, die
messen, inwiewei eine Pe son eine Digi al-Residen -O ien ie ung ha , i uelle Wel en ü diese Pe -
son iden i ä ss i end sind und das Leben im In e ne somi eine hohe Bedeu ung ü sie besi z . Das
An wo o ma bilde eine sechss u ige Like -Skala.
(6) Nu zung digi ale Leh -/Le nangebo e: Diese wu de mi insgesam 46 F agen e ass , die au die
am häu igs en genu z en Leh -/Le nangebo e abzielen. Da un e bspw.: „Welches Leh -/Le nangebo
haben Sie im Somme semes e 2020 am häu igs en genu z ?“ ode „Wie häu ig haben Sie die olgen-
den Kommunika ionsmi el im Somme semes e 2020 genu z ?“. Auße dem wu de den S udie enden
die o ene F age ges ell : „Was hä e Sie in Ih em Le np ozess im Somme semes e 2020 noch besse
un e s ü z ?“.
(7) Akzep anz des digi alen Semes e s: Diese wu de mi insgesam 17 F agen e hoben, die neben
eine Bewe ung de Leh e/Leh e ans al ungen (mi sieben F agen), P ü ungen ( ie F agen) und
Le na mosphä e (mi d ei I ems) den subjek i en Le ne olg (eine F age) und die Quali ä des Kon-
Anjuli De Boe , Anne D elle , Monika Engelen, To s en Klein, Gab iele Koeppe, Sophie Meine zhagen & Sieg ied S ump
38
ak s zu Leh enden und Kommili on*innen (zwei F agen) abdecken. Dabei wu de die a ek i e Bewe -
ung digi ale Leh e mi els eines ün s u igen seman ischen Di e enzials übe sechs F agen gemes-
sen. Die Va iable bilde sechs I ems ab, die die Aussage „Insgesam and ich die Leh-
e/Leh e ans al ungen im Somme semes e 2020 …“ sowie e schiedene Gegensa zpaa e (z. B.
langweilig s. spannend, mo i ie end s. nich mo i ie end e c.) beinhal en. De subjek i e Le ne olg,
welche mi de F age „Insgesam habe ich in diesem Semes e seh iel gele n / … / seh wenig
gele n .“ (siebens u ige An wo skala) e ass wu de, ko elie mi de a ek i en Bewe ung de
Leh e mi einem We on 72. Die ela i e Bewe ung de Leh e wu de übe das I em „Die Leh-
e/Leh e ans al ungen and ich im Somme semes e 2020 im Ve gleich zum le z en P äsenzsemes e
…“ (siebens u ige An wo skala on iel besse bis iel schlech e ) e ass .
Alle aus meh e en I ems zusammengese z en Skalen wu den im Hinblick au ih e Reliabili ä (z. B.
C onbachs Alpha als Indika o de in e nen Konsis enz) übe p ü . Es liegen s e s akzep able bis seh
gu e Reliabili ä swe e o .
3.2 Me hoden de Da enauswe ung
Fü die Auswe ung de sowohl quan i a i en als auch quali a i en Da en wu de ein Mixed-Me hod-
Ansa z gewähl , de die Kombina ion quan i a i e und quali a i e Fo schungsme hoden in einem
gemeinsamen Fo schungsmodell und Un e suchungsdesign bezeichne (Sch eie & Odağ, 2020). Das
dahin e liegende Ra ional: Sowohl quan i a i e als auch quali a i e Me hoden be gen indi iduelle
Nach eile, die du ch die Vo eile de jeweils ande en Me hoden ad essie we den können (Fosch e
al., 2007; Kelle, 2014). Hie zu wu den neben de Analyse bi a ia e Zusammenhänge die quan i a i en
Me hoden de linea en Reg ession und de k-Means-Clus e analyse mi de Me hodik de quali a i en
Inhal sanalyse kombinie . Nach olgend we den die ausgewähl en Me hoden ku z skizzie .
Linea e Reg ession: Um das Zusammenwi ken meh e e Va iablen (P ädik o en) zu E klä ung de
Va ianz in de Akzep anz digi ale Leh e (K i e ium) zu analysie en, wu den nach e ablie e Vo ge-
hensweise (Wol & Bes , 2010) aus den e hobenen Va iablen und Kons uk en e schiedene Modell-
kon igu a ionen en wickel und ge es e . Nach olgend we den die Modelle mi den signi ikan es en
E gebnissen be ücksich ig : Modell 1 beinhal e nu demog a ische Me kmale als Basis-
Kon oll a iablen. Modell 2 en häl nu di ek e, d. h. Haup e ek e. In Modell 3 schließlich wu de ein
In e ak ions e m hinzuge üg . Als E olgs a iable wi d die a ek i e Bewe ung digi ale Leh e e ass .
k-Means-Clus e analyse: Zu Validie ung und Ve ie ung de E gebnisse aus de linea en Reg ession
wu de eine k-Means-Clus e analyse nach König und Jäckle (2017) du chge üh . Mi Clus e analysen
be ach e man, ob es e schiedene homogene G uppen ode Segmen e un e den Be ag en gib .
Au Basis olgende abhängige Va iablen wu den d ei Clus e gebilde , die insgesam 57,8 % de
S udie endenan wo en besch eiben: ela i e Bewe ung digi ale Leh e („Die Leh-
e/Leh e ans al ungen and ich im digi alen Semes e iel besse / … / iel schlech e “), subjek i e
Le ne olg („Insgesam habe ich in diesem Semes e seh iel gele n / … / ganz wenig gele n .“) und
Quali ä Kon ak Leh ende („Die Kon ak e zu den Leh enden and ich im digi alen Semes e iel besse
/ … / iel schlech e .“).
Quali a i e Inhal sanalyse: Um neue Themen und Ansich en de S udie enden au zudecken, welche
Fak o en die Bewe ung des subjek i en Le ne olgs und des digi alen Semes e s beein lussen, sind
E idenzbasie e Ablei ung on E olgs ak o en und Handlungsemp ehlungen ü digi ales Leh en und Le nen
39
o ene F ages ellungen geeigne . Hie zu wu den die F ei ex -An wo en de S udie enden au olgen-
de F agen mi els quali a i e Inhal sanalyse nach May ing (2020) analysie : „Was hä e Sie in Ih em
Le np ozess im Somme semes e 2020 noch besse un e s ü z ?“; „Gib es zusä zlich e was, was Sie
uns in Bezug au das Somme semes e 2020 mi eilen möch en?“
3.3 S ichp obe
Insgesam nahmen 557 S udie ende an de Be agung eil. Ohne eine de aillie e Rep äsen a i i ä s-
analyse du chzu üh en, schein das be ag e Sample einen gu en Que schni alle S udie enden an
de Fakul ä 10 de TH Köln ü In o ma ik und Ingenieu swissenscha en abzubilden. Im be ag en
Sample be inden sich 31,4 % weibliche und 68,4 % männliche sowie 0,2 % di e se Teilnehme *innen.
Das Du chschni sal e be äg 23,9 Jah e. 87 % de Teilnehme *innen absol ie en de zei ein Ba-
chelo s udium, 13 % ein Mas e s udium.
4 E gebnisse
4.1 E gebnisse zu F ages ellung 1: Wie e leben und bewe en
S udie ende das digi ale Semes e ?
Aus de Clus e analyse e geben sich d ei un e schiedliche E olgsg uppen des digi alen Semes e s:
P o i eu e, Teil-P o i eu e und Nich -P o i eu e de digi alen Leh e.
Clus e 1 um ass 184 S udie ende (34 %), die zu G uppe de P o i eu e de digi alen Leh e zählen. Sie
bewe en die Leh e endenziell e was besse als im Vo semes e und auch die P ü ungen we den ehe
gu bewe e . De subjek i e Le ne olg wi d im Ve gleich zu den ande en Clus e n eben alls als bes-
se emp unden.
Clus e 2 besch eib mi 201 S udie enden und 38 % de Da ensä ze. Sie können als Teil-P o i eu e de
digi alen Leh e bezeichne we den. Sie bewe en die Leh e ähnlich wie im Vo semes e , endenziell
jedoch e was besse . Die P ü ungen we den, wie auch on den P o i eu en, ehe gu bewe e . Den
subjek i en Le ne olg schä zen sie du chschni lich ein.
In Clus e 3 we den die Nich -P o i eu e zusammenge ass , zu denen 149 S udie ende (28 %) zählen.
Die Leh e wi d ebenso wie die Bewe ung de P ü ungen insgesam ma ginal schlech e eingeschä z .
De subjek i e Le ne olg wi d in Rela ion zu den ande en Clus e n eben alls endenziell schlech e
eingeschä z .
Tabelle 1 zeig eine de aillie e e Cha ak e isie ung de d ei Clus e . Insgesam is somi ein seh he e-
ogenes Spek um e kennba – es gib S udie ende, die om digi alen Semes e p o i ie en, eilweise
p o i ie en und diejenigen, die nich p o i ie en.
Anjuli De Boe , Anne D elle , Monika Engelen, To s en Klein, Gab iele Koeppe, Sophie Meine zhagen & Sieg ied S ump
46
Li e a u
And eßen, P. (2008). Selbs üh ung im Rahmen e eil e Füh ung: Eine o ganisa ionspsychologische
Analyse un e Be ücksich igung i uelle A bei ss uk u en [Disse a ion]. Deu sche Uni e si ä s-
Ve lag und VS Ve lag ü Sozialwissenscha en; GWV Fach e lage. h ps://doi.o g/10.1007/978-3-
8350-5538-4
Beie lein, C., Ko ale a, A., Kempe , C. J. & Ramms ed , B. (2014). Allgemeine Selbs wi ksamkei Ku zska-
la (ASKU): Zusammens ellung sozialwissenscha liche I ems und Skalen (ZIS).
h ps://doi.o g/10.6102/ZIS35
Bligh, M. C., Pea ce, C. L. & Kohles, J. C. (2006). The impo ance o sel ‐ and sha ed leade ship in eam
based knowledge wo k. Jou nal o Manage ial Psychology, 21(4), 296–318.
h ps://doi.o g/10.1108/02683940610663105
Dolbie , C. L., Sode s om, M. & S einha d , M. A. (2001). The ela ionships be ween sel -leade ship and
enhanced psychological, heal h, and wo k ou comes. The Jou nal o psychology, 135(5), 469–485.
h ps://doi.o g/10.1080/00223980109603713
Fosch , T., Ange e , T. & Swoboda, B. (2007). Mixed Me hods. In R. Bube & H. H. Holzmülle (H sg.),
Quali a i e Ma k o schung (S. 247–259). Gable . h ps://doi.o g/10.1007/978-3-8349-9258-1_16
Geisle , S., Rolka, K. & Dehling, H. (2019). Bleiben ode gehen? Eine Mixed-Me hods-S udie zu ühem
S udienabb uch und Ve bleib on Ma hema iks udie enden. In Y.-B. Böhle , S. Heucheme & B.
Szczy ba (H sg.), Fo schung und Inno a ion in de Hochschulbildung (S. 79–90). h ps://nbn-
esol ing.o g/u n:nbn:de:hbz:832-cos4-8285
Hough on, J. D. & Neck, C. P. (2002). The e ised sel ‐leade ship ques ionnai e. Jou nal o Manage ial
Psychology, 17(8), 672–691. h ps://doi.o g/10.1108/02683940210450484
Hough on, J. D., Neck, C. P. & Manz, C. C. (2003). Sel -Leade ship and Supe Leade ship: The Hea and
A o C ea ing Sha ed Leade ship in Teams. In J. A. Conge & P. C. L (H sg.), Sha ed leade ship: Re-
aming he hows and whys o leade ship (S. 123–140). Sage Publica ions.
h ps://doi.o g/10.4135/9781452229539.n6
Je usalem, M. & Hop , D. (H sg.) (2002). Zei sch i ü Pädagogik Beihe : Bd. 44. Selbs wi ksamkei und
Mo i a ionsp ozesse in Bildungsins i u ionen. Bel z.
John, O. P., Donahue, E. M. & Ken le, R. L. (1991). The Big Fi e In en o y: - e sions 4a and 5. Uni e si y
o Cali o nia, Be keley, Ins i u e o Pe sonali y and Social Resea ch.
Ka pe, J., Koeppe, G. & S ump , S. (2019). Glück und Digi alisie ung: Eine empi ische S udie. A bei sbe-
ich am Ins i u e o Business Adminis a ion and Leade ship (IBAL). Technische Hochschule Köln.
Kelle, U. (2014). Mixed Me hods. In N. Bau & J. Blasius (H sg.), Handbuch Me hoden de empi ischen
Sozial o schung (S. 153–166). Sp inge Fachmedien. h ps://doi.o g/10.1007/
978-3-531-18939-0_8
Kleinbeck, U., Schmid , K.H. & Bi baume , N.P. (H sg.). (2010). Enzyklopädie de Psychologie P axisgebie-
e Wi scha s-, O ganisa ions- und A bei spsychologie: Bd. 1. A bei spsychologie. Hog e e Ve l. ü
Psychologie. h p://www.socialne .de/ ezensionen/isbn.php?isbn=978-3-8017-0598-5
König, P. D. & Jäckle, S. (2017). Clus e analyse. In S. Jäckle (H sg.), Neue T ends in den Sozialwissen-
scha en. Inno a i e Techniken ü quali a i e und quan i a i e Fo schung (S. 51–84). Sp inge VS.
h ps://doi.o g/10.1007/978-3-658-17189-6_3
E idenzbasie e Ablei ung on E olgs ak o en und Handlungsemp ehlungen ü digi ales Leh en und Le nen
47
Koscho eck, J. & Gunde mann, A. (2020). Die Implika ionen de Digi alisie ung ü das Leh pe sonal in
de E wachsenen- und Wei e bildung: Ein Re iew ausgewähl e empi ische E gebnisse und wei-
e e heo iebildende Li e a u . In A. Wilme s, C. Anda, C. Kelle & M. Ri be ge (H sg.), Bildung im
digi alen Wandel: Die Bedeu ung ü das pädagogische Pe sonal und ü die Aus- und Fo bildung
(S. 159–193). Waxmann. h ps://doi.o g/10.31244/9783830991991.06
Liguo i, E. & Winkle , C. (2020). F om O line o Online: Challenges and Oppo uni ies o En ep e-
neu ship Educa ion Following he COVID-19 Pandemic. En ep eneu ship Educa ion and Pedagogy,
3(4), 346–351. h ps://doi.o g/10.1177/2515127420916738
May ing, P. (2020). Quali a i e Inhal sanalyse. In G. Mey & K. M uck (H sg.), Handbuch Quali a i e
Fo schung in de Psychologie (S. 495–511). Sp inge Fachmedien. h ps://doi.o g/10.1007/978-3-
658-26887-9_52
McC ae, R. R. & Cos a, P. T. (1987). Valida ion o he i e- ac o model o pe sonali y ac oss ins umen s
and obse e s. Jou nal o Pe sonali y and Social Psychology, 52(1), 81–90.
h ps://doi.o g/10.1037/0022-3514.52.1.81
Mülle , G. F. (2018). Landaue Selbs üh ungsanalyse (LASA) - Modul 1: Selbs üh ungs es - F agebogen
zu Diagnose indi iduelle Selbs üh ungskompe enz (FDSK). Uni e si ä Koblenz‐Landau, Campus
Landau, Fachbe eich Psychologie, Psychologie des A bei s‐ und Sozial e hal ens.
Mülle , G. F., Geo gianna, S. & Roux, G. (2010). Sel -leade ship and physical i ali y. Psychological e-
po s, 107(2), 383–392. h ps://doi.o g/10.2466/06.10.15.20.PR0.107.5.383-392
Neck, C. P., Nou i, H. & Godwin, J. L. (2003). How sel -leade ship a ec s he goal-se ing p ocess. Hu-
man Resou ce Managemen Re iew, 13(4), 691–707. h ps://doi.o g/10.1016/j.h m .2003.11.009
P ensky, M. (2001). Digi al Na i es, Digi al Immig an s Pa 1. On he Ho izon, 9(5), 1–6.
h ps://doi.o g/10.1108/10748120110424816
P ussia, G. E., Ande son, J. S. & Manz, C. C. (1998). Sel -leade ship and pe o mance ou comes: he
media ing in luence o sel -e icacy. Jou nal o O ganiza ional Beha io , 19(5), 523–538.
h ps://doi.o g/10.1002/(SICI)1099-1379(199809)19:5<523::AID-JOB860>3.0.CO;2-I
Ramms ed , B. & John, O. P. (2007). Measu ing pe sonali y in one minu e o less: A 10-i em sho e -
sion o he Big Fi e In en o y in English and Ge man. Jou nal o Resea ch in Pe sonali y, 41(1),
203–212. h ps://doi.o g/10.1016/j.j p.2006.02.001
Ramms ed , B., Kempe , C. J., Klein, M. C., Beie lein, C. & Ko ale a, A. (2014). Big Fi e In en o y (BFI-10):
Zusammens ellung sozialwissenscha liche I ems und Skalen (ZIS). h ps://doi.o g/10.6102/ZIS76
Ra en, V. (2020). Co ona i us (Co id-19) and he en ep eneu ship educa ion communi y. Jou nal o
En e p ising Communi ies: People and Places in he Global Economy, 14(5), 753–764.
h ps://doi.o g/10.1108/JEC-06-2020-0121
Sch eie , M. & Odağ, Ö. (2020). Mixed Me hods. In G. Mey & K. M uck (H sg.), Handbuch Quali a i e
Fo schung in de Psychologie (S. 159–184). Sp inge Fachmedien. h ps://doi.o g/10.1007/978-3-
658-26887-9_22
So ge, S., Pe e sen, S. & Neumann, K. (2016). Die Bedeu ung de S udie ähigkei ü den S udiene olg
im 1. Semes e in Physik. Zei sch i ü Didak ik de Na u wissenscha en, 22(1), 165–180.
h ps://doi.o g/10.1007/s40573-016-0048-x
Thiel, F., Vei , S., Blü hmann, I., Lepa, S. & Ficzko, M. (2008). E gebnisse de Be agung de S udie enden
in den Bachelo s udiengängen: an de F eien Uni e si ä . Somme semes e 2008. F eie Uni e si ä
Be lin.
Anjuli De Boe , Anne D elle , Monika Engelen, To s en Klein, Gab iele Koeppe, Sophie Meine zhagen & Sieg ied S ump
48
T apmann, S., Hell, B., Hi n, J.‐O. W. & Schule , H. (2007). Me a-Analysis o he Rela ionship Be ween
he Big Fi e and Academic Success a Uni e si y. Jou nal o Psychology, 215(2), 132–151.
h ps://doi.o g/10.1027/0044-3409.215.2.132
Ul ich, I. & Heckmann, C. (2017). Taxonomien hochschuldidak ische Designs und Me hoden aus
pädagogisch-psychologische Sich sam Mus e beispielen aus de ak uellen Fo schung. Die
Hochschulleh e, 3, 1–28.
Whi e, D. S. & Le Co nu, A. (2011). Visi o s and Residen s: A new ypology o online engagemen . Fi s
Monday, 16(9). h ps://doi.o g/10.5210/ m. 16i9.3171
Wol , C. & Bes , H. (2010). Linea e Reg essionsanalyse. In C. Wol & H. Bes (H sg.), Handbuch de sozi-
alwissenscha lichen Da enanalyse (S. 607–638). VS Ve lag ü Sozialwissenscha en.
h ps://doi.o g/10.1007/978-3-531-92038-2_24
49
Bleib alles ande s?!
Zu Akzep anz hyb ide Leh - und Le n o ma e
wäh end de COVID-19-Pandemie
Richa d P ee z, And eas Filse , Ana B ömmelhaus, Tim Baalmann &
Michael Feldhaus
Unse Bei ag geh de F age nach, welche lang is igen E ek e und Möglichkei en zu Ve zahnung
on P äsenz- und Online-Leh e im Regelbe ieb en s ehen können. Mi hil e de Annahmen des Tech-
nology Accep ance Model (TAM) un e suchen wi Fak o en, die au die Akzep anz und zukün ige
Nu zungsin en ion hyb ide Leh - und Le n o ma e wi ken. Die E gebnisse (N=666) zeigen, dass und
34 % de S udie enden hyb ides Le nen akzep ie en und zukün ig nu zen wollen. Mul i a ia e Re-
g essionsanalysen belegen die Wich igkei de wah genommenen Nü zlichkei und Nu ze eundlich-
kei on digi alen Leh - und Le n o ma en sowie die Ve ügba kei no wendige echnische Ressou -
cen. Die wah genommene Nü zlichkei e weis sich als en scheidende Fak o hin zu eine höhe en
Akzep anz hyb ide Fo ma e.
1 Einlei ung
Die sich im F ühjah 2020 ausb ei ende COVID-19-Pandemie s ell e die Hochschullandscha insge-
sam sowie die Be eiche Leh en und Le nen im Besonde en o immense He aus o de ungen (Zawa-
cki‐Rich e , 2021). Im Zuge de on den Regie ungen e lassenen Kon ak besch änkungen und Schlie-
ßungen des P äsenzbe iebes de Hochschulen s ell en und 85 % de Hochschulen in Eu opa ih en
Leh be ieb inne halb wenige Tage ode Wochen au ein eines Online-Fo ma um (A is o nik e al.,
2020; Ma inoni e al., 2020; Tomaže ič e al., 2020). Diese Übe gang in den Modus des sogenann en
eme gency emo e eaching und de dami einhe gehenden, ü iele Be eilig en neu zu e schließen-
den digi alen, Le numgebung be ei e e S udie enden wie Leh enden iele o s Schwie igkei en. So
s ell en nich nu die Inhal e, sonde n auch de Umgang mi den echnischen Mi eln, die Au be ei-
ung und Annahme de Ma e ialien sowie die In e ak ion au Dis anz alle Be eilig en o (neue) He -
aus o de ungen (Hü ig e al., 2020). Un e suchungen zu den Auswi kungen e gangene Ka as o-
phen wie z. B. K iege, E dbeben ode P o es e au hochschulin e ne Abläu e e deu lichen den S el-
lenwe de spon anen Ums ellung on P äsenz- au Online-Be ieb ü eine e olg eiche Au ech e -
hal ung des Leh - und Le nbe iebes (Cze niewicz e al., 2019; Mackey e al., 2012; Tauson & S anna d,
2018). Das ganze Ausmaß de spon anen Ums ellungen zeig sich besonde s deu lich bei einem
Ve gleich de Si ua ion unmi elba o und nach dem Ausb uch de Pandemie. Im Rahmen eine
hochschulübe g ei enden Be agung gaben 88 % de S udie enden in Deu schland an, im Win e se-
mes e 2019/2020, also unmi elba o de Pandemie, keine einzige Online-Ve ans al ung besuch zu
haben (Lö z e al., 2020).
Richa d P ee z, And eas Filse , Ana B ömmelhaus, Tim Baalmann & Michael Feldhaus
50
Da im Somme semes e 2021 be ei s das d i e Semes e in Folge das Leh en und Le nen an Hoch-
schulen ein digi al s a ge unden ha , s ell sich die F age, inwie e n au g und de gewonnenen
E ah ungen eine nachhal ige Implemen ie ung hyb ide Leh - und Le n o ma e in den hochschulwei-
en Regelbe ieb zu e wa en is . G undsä zlich äumen Hochschullei ungen de Digi alisie ung im
Be eich de Leh e einen hohen S ellenwe ein. Gleichzei ig s ellen selbige alle dings einen wenig
o gesch i enen Is -Zus and de Digi alisie ung es (Gilch e al., 2019). Dies is zwa nich au einen
Mangel an digi alen Leh - und Le n ools zu ückzu üh en, jedoch we den on den ielen e ügba en
Tools nu seh wenige wi klich genu z und als nü zlich emp unden (Bond e al., 2018). T o z des
Ausbaus hochschuldidak ische Be a ungsangebo e in den le z en Jah en sind en sp echende Kapazi-
ä en imme noch beg enz . Angesich s des ge ingen Einsa zes digi ale Angebo e iel dies bislang
nich so s a k ins Gewich . Jedoch e deu lich de pandemiebeding s eigende Be a ungsbeda
insbesonde e zu E-Lea ning Tools, dass en sp echende Angebo e sowohl ü Leh ende als auch S u-
die ende wei e ausgebau we den müssen. Ein Blick au die o handenen digi alen Kompe enzen
zeig den Be a ungs- und Fö de beda . So gaben bei eine deu schlandwei en Be agung on knapp
25.000 S udie enden nu knapp die Häl e (46 %) an, mi den digi alen Kompe enzen de Leh enden
nach de Ums ellung au Online-Leh e im Somme semes e 2020 zu ieden zu sein (Lö z e al., 2020).
Auswe ungen de Da en des Na ionalen Bildungspanels (NEPS) zeigen, dass 20 % de angehenden
sowie soga 52 % de o gesch i enen S udie enden die Mindes s anda ds an digi alen Kompe en-
zen nich e eichen (Senkbeil e al., 2019; 2021)
G undsä zlich häng eine e olg eiche und daue ha e Implemen ie ung digi ale Leh - und Le n o -
men im Rahmen eine Online-Leh e sowie hyb ide Leh o ma e on de Nu zungsin en ion und
Akzep anz eben jene Angebo e du ch die S udie enden ab (Kemp e al., 2019; Aguile a-He mida,
2020; Ta hini e al., 2017; Yakubu & Dasuki, 2019). Nu 22 % de S udie enden gaben in eine hoch-
schulübe g ei enden Be agung an, dass sie es nach den E ah ungen im Somme semes e 2020 gu
inden wü den, wenn es ein wei e es digi ales Semes e gäbe (T aus e al., 2020). Auch wenn diese
nied ige We zukün ige Nu zungsin en ion digi ale Angebo e o dem Hin e g und de spon anen
und he aus o de nden Ums ellung in den Modus des eme gency emo e eaching zu be ach en is ,
zeigen wei e e S udien, dass S udie ende dazu neigen, P äsenzleh e zu be o zugen (Chak abo y e
al., 2020; Ticha sky e al., 2015). Demen sp echend e scheinen die Analyse und Au deckung on
Fak o en, welche die Akzep anz de S udie enden ü digi ale Leh - und Le n o men beein lussen, on
en scheidende Bedeu ung.
Das Ziel unse es Bei ages is es dahe , mögliche Fak o en au zudecken, welche zu eine E höhung de
Akzep anz hyb ide Leh - und Le n o ma e üh en, um eine nachhal ige E gänzung on P äsenz e an-
s al ungen du ch digi ale Leh - und Le n o ma e nach dem Ende de pandemiebeding en Maßnah-
men zu e möglichen. Wäh end momen an iele ehe desk ip i e E gebnisse au G undlage e schie-
dene Hochschule alua ionsbe agungen e scheinen, legen wi ü unse e mul i a ia e Analyse sowie
den da in zu un e suchenden Fak o en mi dem Technology Accep ance Model (TAM) und de en E wei-
e ungen ein heo e isches Kons uk zug unde. Nach olgend s ellen wi die G undzüge des TAM o
und übe p ü en die da in ge o enen Annahmen mi hil e eine quan i a i en Da enanalyse.
Bleib alles ande s?!
51
2 Theo ie
F ed D. Da is en wickel e in den 1980e Jah en mi dem Technology Accep ance Model (TAM) ein all-
gemeines Modell zu Vo he sage und E klä ung de Akzep anz und Nu zung echnische In o ma i-
onssys eme (Da is, 1989; Da is e al., 1989). Das Modell e möglich nich nu die Vo he sage de
G ünde, wa um ein echnisches Sys em keine Akzep anz inde , sonde n lie e auch Ansa zpunk e,
um die Akzep anz und dami die wei e e Nu zung zu e höhen (S i e e al., 2008). Au g und seine
Robus hei , Ein achhei und Anwendba kei au e schiedene Technologien zähl das TAM sei seine
En wicklung zu den am meis en e b ei e en und akzep ie en E klä ungsmodelle menschlichen
Ve hal ens im Feld de In o ma ions echnologien (Dumpi & Fe nandez, 2017; Ma angunić & G anić,
2015).
Die Akzep anz eines echnischen Sys ems implizie die Be ei scha es wei e hin nu zen zu wollen
(Aguile a-He mida, 2020). Dabei häng die wei e e Nu zungsin en ion im Wesen lichen on zwei
Fak o en ab: zum einen on de sogenann en pe cei ed use ulness, also de wah genommenen Nü z-
lichkei , und zum ande en on de pe cei ed ease o use, de wah genommenen Nu ze eundlichkei
(Da is, 1989; Da is e al., 1989). Die wah genommene Nü zlichkei eines echnischen Sys ems be-
sch eib , inwie e n die Benu zung eines Sys ems die eigene Leis ung s eige bzw. e besse . Ange-
wende au die F age, ob S udie ende sich auch zukün ig die Ve wendung digi ale Leh - und Le n-
o ma e wünschen, soll e de subjek i emp undene Nu zen digi ale Leh e ans al ungen ü den
S udiene olg und die eigene Le np oduk i i ä en scheidend sein. Je höhe dabei de emp undene
Nu zen ü das eigene Fo kommen, des o höhe auch die Akzep anz und zukün ige Nu zungsin en-
ion (Hypo hese 1). E s e S udien zeigen, dass S udie ende die digi alen Leh - und Le n o ma e im
Zuge de pandemiebeding en Ums ellung au das eme gency emo e eaching als unangenehme und
ü ih S udium wenig gewinnb ingende E ah ung e leb haben. G ünde da ü liegen in den Schwie-
igkei en bei de Umse zung digi ale Fo ma e und dem dami o mals e bundenen höhe en Wo k-
load (A is o nik e al., 2020; Hussein e al., 2020; Aguile a-He mida, 2020). Die wah genommene
Nu ze eundlichkei bemiss sich an dem G ad de Ans engungen, die un e nommen we den müs-
sen, um das echnische Sys em zu nu zen. Dabei gil , je leich e de Umgang und die Benu zung eines
echnischen Sys ems, des o höhe is auch die wah genommene Nu ze eundlichkei . Angewende
au die Si ua ion de S udie enden im pandemiebeding en digi alen Leh be ieb soll e also die Akzep-
anz und zukün ige Nu zungsin en ion umso höhe aus allen, je besse bzw. leich e den S udie en-
den die Nu zung bzw. das E le nen des Umgangs mi digi alen Leh - und Le nangebo en ge allen is
(Hypo hese 2). Bishe ige E gebnisse zeigen einen e höh en Be a ungs- und Un e s ü zungsbeda on
S udie enden beim E le nen des Umgangs mi neuen digi alen Leh - und Le n o ma en. Insbesonde e
wi d dabei die o mals ehlende Un e s ü zung als eine de zen alen nega i en Aspek e bei de Um-
s ellung des Leh be iebes genann (Hussein e al., 2020; Aguile a-He mida, 2020).
Ausgehend on den G undideen des TAM e wei e en Venka esh e al. (2003) die Lis e mögliche
Ein luss ak o en au die Akzep anz und Nu zungsin en ion echnische Sys eme on Anwende *innen
im Rahmen ih e Uni ied Theo y o Accep ance and Use o Technology (UTAUT). Ein ü die Akzep anz
und Nu zungsin en ion wich ige Fak o sind dabei die sogenann en acili a ing condi ions. Diese
besch eiben den indi iduellen Glauben an die Ve ügba kei no wendige , o allem echnische ,
In as uk u zu Nu zung eines echnischen Sys ems. T o z de g undsä zlich seh gu en echnischen
Richa d P ee z, And eas Filse , Ana B ömmelhaus, Tim Baalmann & Michael Feldhaus
52
Auss a ung geben 15-20 % de S udie enden an, dass ih e echnische Endge ä e und/ode ih e In e -
ne e bindung nich aus eichen, um an digi alen Leh - und Le n o ma en eilzunehmen (Hussein e
al., 2020; Lö z e al., 2020). Da aus olge nd is zu e wa en, dass eine besse e Ve ügba kei no wen-
dige echnische Ressou cen die Akzep anz und zukün ige Nu zungsin en ion digi ale Leh - und
Le n o ma e e höh , wäh end eine schlech e e Ve ügba kei zu eine Ablehnung eben jene Fo ma e
üh (Hypo hese 3).
Zusammen assend zeigen sich mi de wah genommenen Nü zlichkei , de wah genommenen Nu -
ze eundlichkei sowie de Ve ügba kei no wendige echnische Ressou cen d ei en scheidende
Gelingensbedingungen de Ums ellung on P äsenz- au Online-Leh e, welche die Akzep anz und
zukün ige Nu zungsin en ion digi ale Leh - und Le n o ma e beein lussen.
3 Da en und Me hodik
Die empi ische G undlage ü unse e Analyse bilden die Da en des Fo schungsp ojek s „Lebens-
lau ansa z und S udiene olg (LAST) - Eine mul ikon ex uelle Analyse zum S udiene olg und zu den
U sachen und Folgen des S udienabb uchs“ (Baalmann e al., 2020; Feldhaus & Speck, 2020). Bei
diesem an de Uni e si ä Oldenbu g angesiedel en P ojek wu den S udie ende übe meh e e Se-
mes e hinweg zu möglichen De e minan en des S udiene olgs und S udienabb uchs be ag . De
u sp üngliche Be agungszei aum ende e be ei s o dem Ausb uch de COVID-19-Pandemie.
Nich sdes o o z wu den die eilnehmenden S udie enden nach de pandemiebeding en Ums ellung
on P äsenz- au Online-Leh e e neu kon ak ie und zu eine wei e en Online-Be agung eingeladen.
Wäh end in den an änglichen Be agungswellen de Schwe punk au In o ma ionen zu inne amilia-
len In e ak ionsp ozessen sowie den Eins ellungen on El e n, Pa ne n*innen und F eund*innen zum
S udium lag, wu den die S udie enden nun o allem zu ih en E ah ungen im Umgang mi digi alen
Leh - und Le n o ma en be ag .
Die äche übe g ei ende Online-Be agung and on An ang Juni bis An ang Juli 2020 s a . Zu diesem
Zei punk lie das ein digi al s a indende Somme semes e sei Mi e Ap il. Demen sp echend
be uhen die An wo en de S udie enden au einem länge em E ah ungszei aum, in dem iel äl ige
Anwendungen und Umse zungsa en de Online-Leh e im Rahmen des eme gency emo e eaching
be ei s kennengele n und ausp obie we den konn en. Die In ek ionszahlen lagen zum Be agungs-
zei punk sowie im F ühjah au einem e gleichsweise nied igen Ni eau. Dies gal nich nu ü
Oldenbu g, sonde n den gesam en No dwes en Deu schlands.
Insgesam nahmen an de Online-Be agung im Somme semes e 2020 858 S udie ende eil. Fü
unse e Analysen be ücksich igen wi nu S udie ende bis zu einem Al e on einschließlich 29 Jah en,
um e en uell au e ende Koho ene ek e auszuschließen. Be ücksich ig man wei e hin nu die
Pe sonen, welche in den ü die Analyse e wende en Va iablen keine ehlenden We e au weisen,
bes eh unse e inale S ichp obe aus 666 S udie enden. Von diesen sind 78 % weiblich und 22 %
männlich. De hohe An eil an weiblichen Be ag en inde sich dabei in zahl eichen pandemiespezi i-
schen Be agungen on S udie enden wiede (G aupenspe ge e al., 2021; Hall & Zygmun , 2021;
Wang & Zhao, 2020). Im Mi el be anden sich die eilnehmenden S udie enden im 6. Fachsemes e
und wa en 24 Jah e al . Tabelle 1 en häl einen Übe blick übe die S ichp obe.
Bleib alles ande s?!
53
Va iable
N
Ø/%
Median
SD
Min
Max
Anzahl Fachsemes e
666
5.48
6.0
2.32
1
14
Al e
666
24.08
24.0
2.04
21
29
Geschlech
Weiblich
519
0.78
Männlich
147
0.22
Da en: LAST Co onawelle 2020; eigene Be echnungen
Tabelle 1: Desk ip ion de S ichp obe.
Die abhängige Va iable de Akzep anz und zukün igen Nu zungsin en ion on hyb iden Leh - und
Le n o ma en bilde die F age „Ich wünsche mi , dass auch zukün ig P äsenz e mine e meh du ch
Online-Ak i i ä en e gänz we den.“. Zu Bean wo ung diese F age s and eine 5-s u ige Like -Skala
zu Ve ügung on „1 = i ga nich zu“ bis „5 = i oll und ganz zu“. Die Fak o en des TAM wu -
den mi hil e on in de Li e a u iel ach e wende en und ü das Beispiel de digi alen Leh - und
Le n o ma e angepass en Skalen und I ems abgebilde (Venka esh e al., 2003). Die wah genommene
Nü zlichkei beinhal e u. a. F agen zu Nü zlichkei ü das S udium ode de eigenen Le np oduk i i-
ä . Wah genommene Nu ze eundlichkei um ass F agen danach, wie leich den Be ag en das
E le nen und de Umgang mi digi alen Angebo en ge allen is . Die Ve ügba kei echnische Res-
sou cen beinhal e F agen zu den Endge ä en, de In e ne e bindung und den eigenen echnischen
Kenn nissen. Alle F agen haben dabei eine 5-s u ige Like -Skala mi den Ausp ägungen on „1 = i
ga nich zu“ bis „5 = i oll und ganz zu“ zu An wo auswahl. Tabelle 2 gib einen Übe blick übe
säm liche I ems sowie de en Mi elwe e. Die Reliabili ä en de einzelnen Skalen e eichen mi We en
zwischen 0.69 und 0.87 ein zu iedens ellendes Maß.
Skala
I ems
Ø
Alpha
Ich inde digi ale Leh angebo e nü zlich ü mein S udium.
3.4
0.87
Wah genommene
Nü zlichkei
Die Nu zung digi ale Leh angebo e e höh meine (Le n
-)P oduk i i ä .
2.5
Die Nu zung digi ale Leh angebo e e laub es mi , Le ninhal e schnelle zu
e assen.
2.5
Die Nu zung digi ale Leh angebo e e höh meinen S udiene olg.
2.3
Wah genommene
Nu ze eundlichkei
Die Nu zung digi ale Leh angebo e äll mi leich .
3.5
0.69
Das E le nen des
Umgangs mi digi alen Leh angebo en iel mi leich .
4.0
Ve ügba kei
echni
sche Ressou -
cen
Insgesam is (sind) mein(e) Endge ä (e) geeigne , um digi ale Leh angebo e
wah zunehmen.
4.3
0.71
Die Quali ä meine In e ne e bindung eich aus, um digi ale Leh angebo e
wah zunehmen.
3.9
Meine echnischen Kenn nisse eichen aus, um die digi alen Leh angebo e
wah zunehmen.
4.5
Da en: LAST Co onawelle 2020; eigene Be echnungen
Tabelle 2: Desk ip ion de Kons uk e des TAM Modells.
Richa d P ee z, And eas Filse , Ana B ömmelhaus, Tim Baalmann & Michael Feldhaus
54
Fü die quan i a i e Da enanalyse wu den linea e mul i a ia e Reg essionsmodelle e wende . Hie -
bei olg en wi einem s u enweisen Au bau de Modelle, indem wi zunächs den Ein luss jedes ein-
zelnen Fak o s au die Akzep anz und zukün ige Nu zungsin en ion hyb ide Leh - und Le n o ma e
es e en. Anschließend wu de das Zusammenspiel de d ei Fak o en un e such . Zum Schluss üg en
wi mi dem Geschlech , dem Al e und de Anzahl de Fachsemes e einige aus de Li e a u abgelei-
e e Kon oll a iablen hinzu (Venka esh e al., 2003). Tabelle 3 gib einen Übe blick übe die bi a ia en
Zusammenhänge zwischen den einzelnen Va iablen. Dabei zeigen sich die heo e isch e wa e en
signi ikan en Zusammenhänge zwischen den einzelnen Kons uk en des TAM sowie Geschlech und
Al e .
Va iable
1
2
3
4
5
6
1. Wah genommene Nü z-
lichkei
2. Wah genommene Nu z-
e eundlichkei .48**
3. Ve ügba kei echni-sche
Ressou cen .24** .52**
4. Anzahl Fachsemes e
.06
.03
-.01
5. Al e
.09*
-.05
-.05
.04
6. Geschlech (1=weiblich)
-.08*
-.07
-.08*
-.06
-.10*
Da en: LAST Co onawelle 2020; eigene Be echnungen; * p < .05. ** p < .01.
Tabelle 3: Ko ela ionsma ix de e wende en Va iablen.
4 E gebnisse
Eine desk ip i e Auszählung de F age danach, ob sich S udie ende auch zukün ig eine e meh e
E gänzung on P äsenz e ans al ungen du ch digi ale Elemen e wünschen, e gib ein he e ogenes
Bild. Zähl man die beiden posi i en An wo möglichkei en in Abbildung 1 zusammen, zeigen 34,4 %
de S udie enden eine Akzep anz und zukün ige Nu zungsin en ion hyb ide Leh - und Le n o ma e.
Demgegenübe s ehen 41,3 % de S udie enden, welche eine zukün ige enge e Ve zahnung on
P äsenz- mi Online-Elemen en (ehe ) ablehnen.
Bleib alles ande s?!
55
Abbildung 1: Ich wünsche mi , dass auch zukün ig P äsenz e mine e meh du ch Online-Ak i i ä en e gänz we den.
Tabelle 4 zeig die E gebnisse de mul i a ia en linea en Reg essionsmodelle zu Un e suchung de
G ünde ü ode gegen eine Akzep anz hyb ide Leh - und Le n o ma e. In den Modellen 1-3 we den
zunächs die jeweiligen bi a ia en Zusammenhänge zwischen den Kons uk en des TAM und de
Akzep anz analysie . Dabei zeigen sich ü alle d ei Kons uk e signi ikan posi i e Zusammenhänge
mi de Akzep anz. Ein höhe es Maß an indi iduell wah genommene Nü zlichkei digi ale Leh - und
Le n o ma e e höh die Akzep anz und zukün ige Nu zungsin en ion hyb ide Leh - und Le n o ma-
e. Gleiches gil ü die wah genommene Nu ze eundlichkei und de Ve ügba kei echnische
Ressou cen. Ein Blick au die e klä e Va ianz zeig , dass be ei s übe 50 % de Akzep anz nu du ch die
wah genommene Nü zlichkei e klä we den. Die E gebnisse in Modell 4 bes ä igen den Eind uck,
dass die wah genommene Nü zlichkei de en scheidende Fak o hin zu eine höhe en Akzep anz und
zukün igen Nu zungsin en ion is . Un e such man das Zusammenspiel alle d ei Fak o en, e weis
sich nu noch eben jene Nü zlichkei als signi ikan . Die ande en beiden Fak o en e lie en sowohl an
E ek s ä ke als auch Signi ikanz. Be ei s bei de En wicklung des TAM und den da aus olgenden
Wei e en wicklungen zeig e sich, dass de wich igs e Fak o ü die Akzep anz eines echnischen
Sys ems dessen wah genommene Nü zlichkei ü den/die Benu ze *in da s ell (Da is, 1989; Da is e
al., 1989; Venka esh e al., 2003). Un e Hinzunahme de wei e en Kon oll a iablen e ände n sich die
E ek e de d ei Kons uk e nich . Eine höhe e Akzep anz mi s eigendem Al e is de einzig signi i-
kan e E ek de Kon oll a iablen.
63
De Sp ung ins kal e Wasse
als T eibe ü hochschuldidak ische
T ans o ma ionsp ozesse
Thomas B unne , Ma in Mandausch & Dion Timme mann
Nu an wenigen Hochschulen is die lächendeckende und daue ha e E ablie ung digi ale Leh - und
Le n o ma e o de COVID-19-Pandemie gelungen. Ha nun die Ums ellung au Online-Leh e im
Rahmen de Co ona-Besch änkungen ü den lang e sehn en Digi alisie ungsschub an den Hochschu-
len geso g ? Au Basis eine im Somme semes e 2020 du chge üh en Leh endenbe agung we den
die bishe igen Maßnahmen zu Digi alisie ung mi de ku z is igen Ums ellung au No all-Online-
Leh e e glichen und au ein Modell ü Ve ände ungsp ozesse bezogen. Da aus we den Bedingun-
gen ü eine e olg eiche E ablie ung e lek ie e digi alisie e Leh e abgelei e .
1 Einlei ung
Die Digi alisie ung de Hochschulleh e wu de be ei s sei Länge em on Expe *innen und Poli ik
ge o de , in de Ve gangenhei jedoch nu beding umgese z (Schönwald, 2007; Gilch e al., 2019).
Du ch die COVID-19-Pandemie wu de die Leh e an deu schen Hochschulen im F ühjah 2020 ku z is-
ig und wei gehend om P äsenz- au einen Online-Be ieb umges ell .
Diese Bei ag bes eh aus zwei Teilen. In den Kapi eln 2 bis 4 wi d anhand eine Online-Be agung
un e such , ob die Leh enden an de Hochschule Ka ls uhe au die une wa e e Ums ellung au eine
Online-Leh e o be ei e wa en, also ob die bishe igen Bemühungen zu Digi alisie ung de Leh e an
de Hochschule gehol en haben, die Leh enden in diese neuen Si ua ion handlungs ähig zu machen.
Zusä zlich wi d be ach e , inwiewei dieses ‚Realexpe imen ‘ die Hal ung de Leh enden zu Digi ali-
sie ung de Leh e e ände ha .
Im zwei en Teil (Kap. 5 bis Kap. 7) we den die Übe legungen zu Ges al ung on Leh e nach den
co onabeding en Einsch änkungen als Hochschulen wicklungsp ozess be ach e . Die hie p äsen ie -
e Auswe ung okussie sich au eine F ages ellung, die en scheidend ü die zukün ige Aus ich ung
de Hochschuldidak ik is : So g e die COVID-19-Pandemie ü den lang e sehn en Digi alisie ungsschub
in de Hochschulleh e? Hie zu wi d anhand des S u enmodells nach Ko e (1996) un e such , wa um
bishe ige Ve ände ungsp ozesse hin zu eine Digi alisie ung de Leh e wei gehend geschei e sind
und inwiewei sich die Ve ände ungen im Somme semes e 2020 hie on un e scheiden. Auch wenn
die Da en de Be agung au konk e en Leh e ah ungen (Mik oebene) basie en, bezieh sich de en
Analyse, also die Ablei ung on Emp ehlungen ü die Hochschulen wicklung, au die gesam e Hoch-
schule als Ins i u ion bzw. O ganisa ion (Mak oebene). Die Übe agung de E gebnisse au ande e
Hochschulen wi d am Ende des Bei ags disku ie .
Thomas B unne , Ma in Mandausch & Dion Timme mann
64
2 Hin e g und
Um die ak uellen En wicklungen eino dnen zu können, lohn sich de k i ische Blick au e gangene
Bemühungen. Die Digi alisie ung de Leh e wi d sei Mi e de 1990e Jah e du ch ö en liche P o-
g amme ge ö de (Schönwald, 2007, S. XXI) und ha „bislang kaum zu dis up i en Inno a ionen ode
g oßen s a egischen Ände ungen in de Bildung ge üh “ (Bils e al., 2019). Lau de Themeng uppe
Change Managemen & O ganisa ionsen wicklung des Hochschul o ums Digi alisie ung (2016, S. 108)
wu den diese an den Hochschulen o in Fo m einzelne P ojek e umgese z . Die Themeng uppe
komm u. a. zu den olgenden Schlüssen: „Nu an wenigen Hochschulen is de Übe gang om P ojek-
ansa z zu allgemeinen Ein üh ung digi ale Leh e-[sic] und Le n o ma e an de Hochschule gelun-
gen“ (Hochschul o um Digi alisie ung, 2016, S. 108) und „[q]uali a i e ‚Meh we e‘ du ch den Einsa z
in de Leh e we den bishe nu seh sel en in de B ei e on Leh enden und Le nenden wah genom-
men … Es gib un e den Leh enden wei e hin iele Skep ike (innen), die o allem das ungüns ige
Ve häl nis on Au wand zu E ag k i isie en“ (Hochschul o um Digi alisie ung, 2016, S. 107).
Bishe wu de die Digi alisie ung de Leh e haup sächlich du ch D i mi elan äge inanzie . Dies
be i insbesonde e die Pe sonalmi el, o allem an Hochschulen ü angewand e Wissenscha en
(HAW) (Hochschul o um Digi alisie ung, 2016, S. 106). Mi den D i mi eln wu den o Pa allels uk u-
en zu bes ehenden Einhei en au gebau (Hochschul o um Digi alisie ung, 2016, S. 106 .). Die Meh -
zahl de Hochschullei ungen ha e es den Leh enden eiges ell , den P ozess de Digi alisie ung de
Leh e ak i mi o anzu eiben (Hochschul o um Digi alisie ung, 2016, S. 107). Die Ve an wo ung ü
die S eue ung des Digi alisie ungsp ozesses wa sel en on Beginn an geklä und nu wenige Hoch-
schullei ungen haben in de Ve gangenhei den P ozess de Digi alisie ung on Leh e und S udium
o ganisa o isch und poli isch p io i ä behandel . An wenigen Hochschulen wu de die Digi alisie ung
de Leh e e aluie (Hochschul o um Digi alisie ung, 2016, S. 106 .).
Noch o Ausb uch de COVID-19-Pandemie s ell e die Kul usminis e kon e enz (2019, S. 7) es : „Es
eich nich , diese Au gabe allein den Pionie en zu übe lassen. Die Digi alisie ung muss als es e
Bes and eil de Hochschulen wicklung sowie de Hochschuls a egie bzw. des Hochschulp o ils in e -
p e ie we den. Ih komm s a egische Bedeu ung in allen Be ä igungs elde n de Hochschule zu.“
Die Schluss olge ungen de Themeng uppe und die Emp ehlung de Kul usminis e kon e enz zeigen,
dass digi ale Leh - und Le n o ma e o Beginn de COVID-19-Pandemie an ielen Hochschulen nu
on wenigen Leh enden genu z wu den. Das leg die Ve mu ung nahe, dass die meis en Leh enden
olglich nich aus eichend au die co onabeding e Ums ellung au Online-Leh e im Somme semes e
2020 o be ei e wa en.
3 Me hodisches Vo gehen und Da eng undlage
Mi und 7.600 S udie enden is die Hochschule Ka ls uhe – Technik und Wi scha (HKA) eine de
g öß en Hochschulen ü angewand e Wissenscha en in Baden-Wü embe g. Meh als 200 P o es-
so *innen, und 450 Leh beau ag e und Lek o *innen sowie wei e e Mi a bei ende mi Leh au ga-
ben be euen S udie ende in 20 Bachelo - und 22 Mas e s udiengängen de Ingenieu wissenscha en,
de In o ma ik sowie in Wi scha s- und Mediendisziplinen. Im Rahmen eines D i mi elp ojek es aus
De Sp ung ins kal e Wasse als T eibe ü hochschuldidak ische T ans o ma ionsp ozesse
65
dem Quali ä spak Leh e e üg die HKA sei 2012 übe eine zen ale Anlau s elle, die Leh enden
Un e s ü zung bei de Konzep ion und Umse zung on Blended-Lea ning- und E-Lea ning-Szena ien
anbie e . Diese Anlau s elle is im Ap il 2021 e s e ig wo den.
An de HKA wa be ei s o Beginn de COVID-19-Pandemie ü das Somme semes e 2020 geplan ,
eine Leh endenbe agung zum S and de Digi alisie ung und de Eins ellung gegenübe diesem
Thema du chzu üh en. Nach de Ums ellung au Online-Leh e wu de die geplan e Be agung an die
neuen Gegebenhei en angepass . Die Online-Be agung ad essie e alle P o esso *innen, Leh beau -
ag en sowie Mi a bei e *innen aus den sechs Fakul ä en sowie den zen alen (wissenscha lichen)
Ein ich ungen. De s anda disie e Online-F agebogen mi 19 F agen en hiel d ei Ma ix agen
(bspw. zu Rele anz un e schiedliche Tool unk ionali ä en) sowie sechs o en o mulie e F agen.
Abge ag wu den u. a. die A ini ä zu Digi alisie ung sowie de S ellenwe de Digi alisie ung o
dem (du ch die COVID-19-Pandemie e zwungenen) Online-Semes e , die He aus o de ungen und
Wünsche im Online-Semes e sowie die geplan e zukün ige Nu zung on digi alisie e Leh e (nach
de COVID-19-Pandemie). Ein Teil de F agen im F agebogen wu de übe eine Fil e age nu an die
80 % de Be ag en ge ich e , die im Somme semes e 2020 ak i in de Leh e ä ig wa en.
Die Online-Be agung wu de da enschu zkon o m umgese z und wa om 4. bis 23. Juni 2020 eige-
schal e . Die be e enden Pe sonen wu den pe E-Mail om P o ek o a ü S udium, Leh e und In e -
na ionales eingeladen, an de Be agung eilzunehmen. Ku z o Ende des Be agungszei aums
wu de eine E inne ung pe E-Mail e sende . Insgesam nahmen 485 Pe sonen an de Be agung eil,
on denen 386 den F agebogen olls ändig bean wo e en. Dies en sp ich eine im Ve gleich mi
ande en Online-Be agungen übe du chschni lich hohen Rücklau quo e on 33 %. Bei den P o es-
so *innen de Hochschule konn en 72 % e eich we den, bei den Mi a bei e *innen 36 % und bei den
Leh beau ag en 26 %. Un e den An wo enden wa en säm liche S a usg uppen und Fakul ä en
hin eichend e e en, um aussagek ä ige E gebnisse ablei en zu können. Die hohe Be eiligung kann
als Indiz ü eine hohe, indi iduell wah genommene Rele anz des Be agungs hemas und ein ausge-
p äg es Bedü nis, sich hinsich lich de eigenen E ah ungen mi zu eilen, in e p e ie we den.
Nach Abschluss de Be agung wu den die An wo en au die geschlossenen F agen mi hil e on SPSS
desk ip i ausgewe e . Alle An wo en au die sechs o enen F agen wu den mi hil e on MAXQDA
inhal sanaly isch ausgewe e bzw. wu den da aus induk i Ka ego ien gebilde . Auswe ungseinhei
wa en Sa z agmen e bzw. ganze Sä ze. Die induk i e Vo gehensweise wu de gewähl , da es sich
au g und de COVID-19-Pandemie und de en Auswi kung au die Hochschulleh e um eine besonde e,
auße gewöhnliche und komple neue Si ua ion handel e. Die d ei Au o en dieses Tex es codie en
zue s unabhängig oneinande die einzelnen Tex abschni e. Danach wu de das Ma e ial gemeinsam
i e a i e dich e , bis sich s abile Ka ego ien he ausk is allisie en. Die im Bei ag zi ie en Aussagen
s ellen Anke zi a e de du ch die Au o en gebilde en Ka ego ien da , die sich p imä den d ei Be ei-
chen „Fehlende soziale In e ak ion“, „Fehlende didak ische Kenn nisse“ und „Fehlende In as uk u “
zuo dnen lassen. Da es sich um eine Que schni se hebung handel , können übe zei liche En wick-
lungen keine di ek en Aussagen ge o en we den. Viele Be ag e besch ieben jedoch in den F ei-
ex an wo en En wicklungen, au die sich auch die Fes s ellungen dieses Bei ags beziehen.
Thomas B unne , Ma in Mandausch & Dion Timme mann
66
4 Inwiewei wa en Leh ende au die apide Ums ellung au
Online-Leh e o be ei e ?
Wie in Kapi el 2 besch ieben, en sp ach de S and de Digi alisie ung de Leh e in Deu schland o
Beginn de COVID-19-Pandemie nich dem, was on Expe *innen sowie de Poli ik ge o de wu de.
In diesem Kapi el wi d dahe disku ie , inwiewei die Leh enden au die no wendige Ad-hoc-
Ein üh ung on Online-Leh e o be ei e wa en. Zunächs wi d die on den Leh enden an de HKA
selbs besch iebene Hal ung zu digi alisie e Leh e sowie de S ellenwe on Digi alisie ung in ih e
Leh e be ach e . Am Ende des Kapi els we den diese Beobach ungen au die Si ua ion an ande en
Hochschulen übe agen. Wie in Abbildung 1 da ges ell , gaben an de HKA un e den im Somme -
semes e 2020 ak i en Leh enden nu 13 % an, o he de Digi alisie ung in de Leh e g undsä zlich
(seh ) abgeneig gewesen zu sein.
Abbildung 1: S ellenwe und Hal ung zu digi ale Leh e bei Leh enden, die im Somme semes e 2020 in de Leh e an de
Hochschule Ka ls uhe (HKA) ak i wa en, sowie Eind ücke de Ums ellung au digi ale Leh e.
Bei 64 % wa de S ellenwe de Digi alisie ung nach eigene Angabe (seh ) ge ing (s. Abb. 1). T o z
diese g undsä zlich nich nega i en Hal ung haben die Leh enden also nu wenige digi ale Elemen e
in ih e Leh e genu z . He auss echend is u. a., dass zwa 18 % de Leh enden angaben, de Digi ali-
De Sp ung ins kal e Wasse als T eibe ü hochschuldidak ische T ans o ma ionsp ozesse
67
sie ung seh zugeneig zu sein, jedoch bei nich einmal halb so ielen de S ellenwe de Digi alisie-
ung seh hoch wa . Bei diesen We en gab es keine nennenswe en Un e schiede zwischen den Fa-
kul ä en. Selbs Fakul ä en mi in o ma ions echnologischem Schwe punk zeig en keinen deu lich
höhe en S ellenwe de Digi alisie ung als Fakul ä en, die einen ande en Fokus haben.
Basie end au dem ge ingen S ellenwe de Digi alisie ung in den Ve ans al ungen de Leh enden
lieg die Ve mu ung nahe, dass die Leh enden sich o dem Somme semes e 2020 wenig mi digi a-
len Leh - und Le nelemen en auseinande gese z ha en. Diese Ve mu ung wi d du ch die F ei-
ex an wo en bes ä ig , in denen iele Leh ende on ge inge bzw. gänzlich ehlende Vo e ah ung
mi Online-Leh e be ich e en.
Manche Leh ende bezeichne en ehlendes Wissen zu Ges al ung digi ale Leh elemen e als He aus-
o de ung bei de Ums ellung au Online-Leh e. In den F ei ex an wo en bemängel en die Leh en-
den haup sächlich, dass sie „Me hoden ü G uppena bei en und Diskussionen inden [muss en], auch
mi den passenden echnischen Tools“ und dass sie „[k]eine lei E ah ung mi en sp echenden Tools
und in de Du ch üh ung de Ve ans al ungen“ ha en. Die Leh enden kons a ie en zudem, dass es
ü sie „[d]ie g öß e He aus o de ung wa , zu e ende Annahmen da übe zu machen, was mi den
S udie enden unk ionie und was P obleme mach “ − sie also keine lei E ah ung in de Ges al ung
digi ale Ve ans al ungen ha en. Diese Aussagen spiegeln sich auch in den E ah ungen de Au o en
bezüglich de Teilnehmenden(-zahlen) in hochschuldidak ischen Wei e bildungsangebo en wide ,
die an de HKA im Themen eld Digi alisie ung de Leh e o dem Somme semes e 2020 angebo en
wu den. Zusä zlich ehl en einigen Leh enden geeigne e Ma e ialien ü digi alen Un e ich . Teils
be a dies digi al au be ei e e Vo lesungsma e ialien („Es wa seh au wändig, meine handsch i li-
chen Un e lagen in eine Fo m zu b ingen, die ich den S udie enden zu Ve ügung s ellen konn e.“), in
ande en Fällen wa „[d]ie E s ellung on passendem Zusa zma e ial, welches unabhängig on de
Vo lesung e a bei e we den konn e“ eine He aus o de ung, ebenso wie die „Ve ügba kei on E-
Books (Leh büche [n])“.
Den Au wand ü ih e Leh e im Somme semes e 2020 schä z en 46 % de Leh enden iel höhe ein
als in einem egulä en Semes e (s. Abb. 1), 34 % schä z en den Au wand als e was höhe ein. Au -
g und des o. b. Fehlens on Wissen und Ma e ialien is de e höh e Au wand nich e wunde lich. Die
Leh enden besch eiben in ih en F ei ex an wo en jedoch auch di e se ande e He aus o de ungen,
die zusä zlich zum e höh en Au wand beige agen haben. So wu de in ielen Fällen ü die Online-
Leh e Technik benö ig , die bishe nich o handen wa und in manchen Fällen auch nich (aus ei-
chend schnell) du ch die Hochschule be ei ges ell we den konn e: „Es is keine lei echnische Aus-
s a ung ü Online-Leh e o handen! Die gesam e e o de liche echnische Auss a ung wu de on
mi p i a bescha , ausp obie und selbs inanzie “. Zusä zlich wu de de häusliche In e ne an-
schluss, de bishe p imä in de F eizei genu z wu de, nun ü die A bei benö ig . In Meh pe so-
nenhaushal en wa „die Ne z e ügba kei in Konku enz zu den es lichen Familienmi gliede n“ o
eine He aus o de ung. Auch wa en „[d]ie ech lichen Rahmenbedingungen [bzgl. de Technologien
ü digi ale Leh e] ehe hinde lich. Es gab leide o Ve wi ung s a Kla hei und [Leh ende] e miss-
e[n] an manche S elle einen gewissen P agma ismus“. Auße dem ühl en sich Leh ende belas e
du ch „[ ]ehlende Un e s ü zung bei de Aus o mulie ung da enschu z ech liche In o ma ionen.“
Thomas B unne , Ma in Mandausch & Dion Timme mann
68
Es is da on auszugehen, dass de hohe Au wand de p imä e G und ü die o. b. Disk epanz zwischen
g undsä zliche A ini ä zu digi alisie e Leh e und ih em ge ingen S ellenwe is .
De hohe Au wand, de bishe ge inge S ellenwe de Digi alisie ung in de Leh e sowie o ehlendes
Wissen und ehlende Ma e ialien, lassen die Au o en zu dem Schluss kommen, dass die Leh enden in
de B ei e nich au die im Somme semes e 2020 nö ige apide Ums ellung au Online-Leh e o be-
ei e wa en. Diese Schluss olge ung wi d du ch meh e e F ei ex an wo en un e s ichen, in denen
die Leh enden Übe aschung übe die „Realisie ba kei “ digi ale Leh e äuße n. Ein*e Leh ende*
e lek ie e z. B.: „Ich muss e ins kal e Wasse sp ingen und mich mi dem Thema auseinande se zen.
Ohne Co ona hä e ich wei e hin ein digi ales Leh o ma ü kaum ealisie ba gehal en“. Äuße un-
gen wie diese zeigen, dass sich die Leh enden zu o nich mi de Digi alisie ung in de Leh e ausei-
nande gese z ha en. Die on ihnen e wende en Technologien wa en schließlich be ei s o de
COVID-19-Pandemie o handen. Die im Somme semes e 2020 umgese z en digi alen Leh o ma e
wä en olglich in ielen Fällen be ei s o he möglich gewesen.
Nich wenige Leh ende e e en die Au assung, dass die Ums ellung au Online-Leh e e olg eich
wa : „Es ha alles e s aunlich gu geklapp – ohne g oße Vo be ei ung und Konzep e“. Dies schein de
Schluss olge ung de ehlenden Vo be ei ung zu wide sp echen. Ebenso gaben nu 13 % de Leh en-
den in de Be agung an, dass ihnen die Ums ellung schwe iel (Abb. 1). Eine genaue e Be ach ung
de An wo en zeig jedoch, dass die Leh enden seh ein ache Fo men de Online-Leh e einse z en:
„Die Zei ü den Ums ieg au digi ale Le ninhal e wa ( ü uns alle) seh knapp, sodass ich haup säch-
lich Li e-Video-Leh e nu ze, da dies am ehes en meine analogen Ve ans al ung en sp ich . Eine
Ums ellung au gu e, didak isch undie e digi ale Leh e wa so schnell nich möglich.“
Fü iele Leh ende wa die ku z is ige Ums ellung au Online-Leh e nu mi e heblichem A bei sau -
wand zu meis e n. Somi läss sich schluss olge n, dass sie nich aus eichend o be ei e wa en. Nu
einzelne Leh ende, die sich o ab in ensi mi digi alisie e Leh e beschä ig ha en, wa en in de
Lage, komplexe e Online-Leh -Szena ien umzuse zen.
Da sich die im Rahmen diese S udie e hobenen und in diesem Kapi el disku ie en Da en ausschließ-
lich au die HKA beziehen, schein das di ek e Übe agen de E gebnisse au ande e Hochschulen
o e s nich möglich. Ein Ve gleich de hie gezeig en Da en mi denen on Gilch e al. (2019) leg
jedoch nahe, dass sich die HKA im Be eich Digi alisie ung in de Leh e nich signi ikan on ande en
Hochschulen un e scheide . Auch Gilch e al. (2019) beobach en, dass die Anges ell en an Hochschu-
len und Uni e si ä en p inzipiell de Digi alisie ung gegenübe posi i ges imm sind. Zusä zlich
besch eiben sie, dass die Hochschullei ungen g undsä zlich eine wei e e Digi alisie ung de Leh e
ans eben. De S and de Digi alisie ung an den e schiedenen Hochschula en wi d alle dings übe -
wiegend als kaum o handen besch ieben. Die in diesem Kapi el besch iebenen Beobach ungen sind
somi zumindes on de Tendenz he auch au ande e Hochschulen im deu schsp achigen Raum
übe agba .
De Sp ung ins kal e Wasse als T eibe ü hochschuldidak ische T ans o ma ionsp ozesse
69
5 Ziele on Digi alisie ung und
Ve ände ungsp ozesse an Hochschulen
Wie im o igen Kapi el da ges ell , wa en die Leh enden zwa in de Lage, Online-Leh e anzubie en −
diese ha das olle didak ische Po en ial jedoch nu beding ausgeschöp . Es is olglich wich ig, nich
nu zu be ach en, ob die Leh enden in de Lage sind, Online-Leh e du chzu üh en, sonde n auch,
welche A on Online-Leh e sie du ch üh en.
5.1 Re lek ie e digi alisie e Leh e und No all-Online-Leh e
Das übe geo dne e Ziel de Digi alisie ung de Leh e es zuhal en, übe s eig den Um ang dieses
Bei ags. Um ih en E olg und ih e Auswi kungen disku ie en zu können, soll jedoch olgende A bei s-
hese e wende we den: Ziel de Digi alisie ung de Leh e is das E ablie en eine e lek ie en digi a-
lisie en Leh e, bei de in de Regel eine Mischung aus P äsenz- und Online-Elemen en (Blended Lea n-
ing) anges eb wi d. Die jeweiligen Komponen en we den nich zum Selbs zweck, sonde n nach
didak ischen K i e ien ausgewähl und eingese z , um einen Meh we ü die spezi ische Leh si ua i-
on da zus ellen.
Den Gegenpol zu e lek ie en digi alisie en Leh e s ell die No all-Online-Leh e da (Eme gency-
Remo e-Teaching: Hodges e al., 2020). Ziel de No all-Online-Leh e is p imä die Au ech e hal ung
des S udienbe iebs un e P äsenz e meidung. Wäh end e lek ie e digi alisie e Leh e bewuss
konzipie und geplan wi d, is No all-Online-Leh e du ch äuße e Ums ände ku z is ig nö ig. Didak-
ische und echnische Suppo -S uk u en s ehen bei de No all-Online-Leh e nu eingesch änk zu
Ve ügung und eine didak isch sinn olle Mischung on P äsenz- und Online-Elemen en is nich
möglich. Hodges e al. (2020) be onen zudem, dass Vo lesungen Teil eines Ökosys ems sind, das
Le nende du ch z. B. Sp echs unden, Biblio heksangebo e und in o mellen Aus ausch mi Kommili-
on*innen un e s ü z . No all-Online-Leh e bilde dieses Ge lech an Un e s ü zung kaum ab (Hodges
e al., 2020).
5.2 Das S u enmodell nach Ko e (1996)
Fü die Besch eibung on Ve ände ungsp ozessen und S uk u en an Hochschulen wu den zahl eiche
Modelle en wickel (Schönwald, 2007). In diesem Bei ag wi d das be ei s on de Themeng uppe
Change Managemen & O ganisa ionsen wicklung (2016) e wende e Modell nach Ko e (1996)
angewand . Ko e besch eib ach S u en, die ü einen e olg eichen Ve ände ungsp ozess du chlau-
en we den müssen. Eine Übe sich übe die ach S u en inde sich in Abbildung 2, eine de aillie e
Besch eibung in Kapi el 6. Analog zu den ach S u en besch eib Ko e ach ypische G ünde ü das
Schei e n eines Ve ände ungsp ozesses. Au g und de Aus ich ung au einzelne P ozesssch i e und
de en G anula i ä eigne sich das Modell nach Ko e besonde s zu Be ach ung de bishe igen
Ve ände ungsp ozesse hin zu e lek ie e digi alisie e Leh e und No all-Online-Leh e.
Thomas B unne , Ma in Mandausch & Dion Timme mann
70
Abbildung 2: S u enmodell nach Ko e (1996) und Einschä zung de E üllung de S u en bei Wandel zu Digi alisie ung de
Leh e ( o und nach Co ona) und No all-Online-Leh e.
Da die einzelnen S u en in Ko e s Modell gleichzei ig auch Gelingensbedingungen ü eine e olg ei-
che Ums ellung da s ellen, lassen sich mi dem Modell nich nu Ve ände ungen analysie en (Kap. 6),
sonde n auch An o de ungen an zukün ige Ve ände ungsp ozesse s ellen (Kap. 7).
5.3. Zwischen azi
Dass die Leh enden, wie in Kapi el 4 besch ieben, nu beding au die Ein üh ung on Online-Leh e
o be ei e wa en, leg nahe, dass es sich bei de Online-Leh e im Somme semes e 2020 haup säch-
lich um No all-Online-Leh e handel e. Die g oße D inglichkei eine Ums ellung au No all-Online-
Leh e im Somme semes e 2020 und de da aus esul ie ende P agma ismus haben siche lich einen
Bei ag dazu geleis e , dass die asche Adap ion de No all-Online-Leh e, im Gegensa z zu Ein üh-
ung on e lek ie e digi alisie e Leh e, e olg eich wa . In Kapi el 6 wi d besch ieben, welche
De Sp ung ins kal e Wasse als T eibe ü hochschuldidak ische T ans o ma ionsp ozesse
71
da übe hinausgehenden Un e schiede es zwischen e lek ie e digi alisie e Leh e und No all-
Online-Leh e gib . Die geplan e Ein üh ung beide Leh o ma e wi d als P ozess be ach e bzw. da -
ges ell und un e such , welche Fak o en zum Gelingen bzw. Schei e n de jeweiligen P ozesse beige-
agen haben.
Die on den Leh enden ges emm e No all-Online-Leh e ha e möglich , den Leh be ieb wäh end
de COVID-19-Pandemie au ech zu e hal en. Wie die Bezeichnung No all-Online-Leh e jedoch
andeu e , soll e sie lediglich in K isenzei en genu z , jedoch nich in den Regelbe ieb übe üh we -
den. Deswegen wi d in Kapi el 7 die zukün ige Wei e en wicklung de Digi alisie ung de Leh e nach
de COVID-19-Pandemie be ach e .
6 Un e schiede bei de Ein üh ung on No all-Online-Leh e und
e lek ie e digi alisie e Leh e
Wie in Kapi el 2 da ges ell , wu de eine Digi alisie ung in de Hochschulleh e schon länge anges eb ,
jedoch bis 2020 nu punk uell umgese z . Im Rahmen de COVID-19-Pandemie wu de hingegen seh
schnell und p ak isch lächendeckend Online-Leh e einge üh . Dieses Kapi el disku ie , wa um die
Ein üh ung on e lek ie e digi alisie e Leh e bishe kaum gelang, die No all-Online-Leh e im
Rahmen de COVID-19-Pandemie jedoch in den meis en Be eichen seh schnell einge üh we den
konn e. Im Folgenden wi d besp ochen, inwiewei jeweils die einzelnen S u en nach Ko e (1996)
e olg eich umgese z we den konn en. Lau Ko e s ell jede diese S u en eine Gelingensbedingung
ü einen e olg eichen Wandel da. Inwiewei diese Bedingungen e üll wu den, is in Abbildung 2
zusammenge ass . Die Abbildung bilde auch den P ozess de zukün igen Digi alisie ung de Leh e
nach Ende de COVID-19-Pandemie ab, de in Kapi el 7 disku ie wi d.
6.1 S u e 1: Ein Ge ühl de D inglichkei e zeugen
Ein hochschulwei e Ve ände ungsp ozess bedeu e e heblichen Meh au wand ü iele Hochschul-
angehö ige. Dami diese be ei sind, diesen Au wand o z iele bes ehende Au gaben zu leis en,
muss die D inglichkei de Ände ung deu lich sein. In de Be agung zeig e sich, dass die Leh enden
die Bedeu ung de No all-Online-Leh e kla e kann ha en, den Nu zen on e lek ie e digi alisie -
e Leh e jedoch wei e hin nich sahen: „Das Co ona-beding e Online-Semes e ha zwa gezeig , dass
digi al einiges möglich is , abe … ich sehe … keine Auswi kungen au kommende P äsenz e ans al-
ungen, sodass ich da on ausgehe, in Zukun … zu meinem al en Sys em zu ückzukeh en.“
Ko e wa n jedoch da o , sich au K isen ü eine E höhung de D inglichkei zu e lassen, da in
diesen in de Regel wenig Ressou cen zu Ve ügung s ehen. So blieb den Leh enden wäh end de
COVID-19-Pandemie wede aus eichend Zei , um sich bezüglich gu e digi ale Leh e o zubilden,
noch um ih e Leh e konzep ionell dahingehend umzus ellen.
6.2 S u e 2: Eine Füh ungskoali ion au bauen
Ein Ve ände ungsp ozess kann au g und de Vielzahl de zu e enden En scheidungen und de
in ensi en Kommunika ion mi ielen Pa ne *innen nich on eine einzelnen Pe son gelei e we -
den. S a dessen wi d eine ‚Füh ungskoali ion‘ benö ig . Ko e (1996) besch eib ie Cha ak e is ika,
79
P ü ungen wäh end Co ona
Open-Book-Ausa bei ungen als Chance –
G oßg uppen als He aus o de ung
Lau a S ein & Timo an T eeck
De Bei ag besch eib en lang de Umse zung on P ü ungen im Somme semes e 2020, welche
P ü ungs o ma e mi welchen Taxonomies u en ealisie wu den, welche Beda e Leh ende e hoben
wu den und leg einen Schwe punk au Chancen und He aus o de ungen on Open-Book-
Ausa bei ungen. Im Bei ag we den zunächs die Rahmenbedingungen zu Umse zung on P ü un-
gen sowie das Fo schungsdesign da ges ell . Im Anschluss we den die Fo schungse gebnisse p äsen-
ie und eingeo dne sowie Ve bindungen zwischen Le nkul u und P ü ungen ange issen. Abschlie-
ßend we den Emp ehlungen zum Ausbau on E-P ü ungen abgelei e .
1 P ü ungen wäh end Co ona – Theo e ische Ansp uch
und Fo schungslage
Die COVID-19-Pandemie ha die Rahmenbedingungen ü das Ablegen on P ü ungen an Hochschu-
len g undlegend geände . P ü ungen in den Räumlichkei en de Hochschulen können ga nich ode
nu bei Umse zung on Hygienekonzep en ealisie we den. In den poli ischen Rahmenbedingungen
ü das S udium wäh end de Pandemie wu de seh üh mi de Ve gabe on F ei e suchen bei
nich bes andenen P ü ungen deu lich gemach , dass sowohl P ü ungen als Ze i izie ung on e wo -
benen Kompe enzen als auch de Leh be ieb nich als No malbe ieb e s anden we den, sonde n
o allem Leh en und Le nen g undsä zlich Planungssiche hei ü S udie ende (Land NRW, 2021)
siche s ellen sollen. Passend dazu zeig die Fo schung da übe , wie S udie ende die ak uelle Le n-
und S udiensi ua ion einschä zen, die s a k ausgep äg e Be ü ch ung on S udie enden, dass P ü un-
gen nich s a inden (51 %), sie P ü ungen nich bes ehen (62 %) ode sie schlech e abschneiden
könn en (72 %) (Faßbende e al., 2020, S. 90).
De F age nach de „Fo m de P ü ung – in P äsenz ode nich ?“ nehmen sich e s e S udien de Bil-
dungs o schung an (Deimann e al., 2020). Ve bunden mi den neuen He aus o de ungen e gab eine
Be agung on Hochschullei ungen g oße Beda e (z. T. g undlegende ) Neuen wicklungen in Bezug
au die Rech ssiche hei on P ü ungen (74 %), hinsich lich de Leh - und P ü ungso ganisa ion
(63 %), den echnischen und didak ischen Kompe enzen de Leh enden (52 %) und de Suppo ange-
bo e ü Leh ende (64 %) (Bosse e al., 2020, S. 6). Die Du ch üh ung on Dis anzp ü ungen wa mi
hohem Au wand e bunden, was bspw. die Be agung on Kelle und Speh (2020) au zeig , selbs
wenn die Anzahl de P ü ungs eilnehme *innen abnahm ode gleichblieb. Dies wi d da au zu ückge-
üh , dass neue Konzep e ü Dis anzp ü ungen e s ell wu den und Be a ung und Schulung, zusä z-
liche In as uk u sowie die Du ch üh ung Au wand e zeug en (Speh , 2020, S. 11). Gleichzei ig s an-
den einem D i el de Be ag en keine zusä zlichen Ressou cen zu Ve ügung (Speh , 2020, S. 12).
Lau a S ein & Timo an T eeck
80
Um den An o de ungen an den In ek ionsschu z und den Au gaben de Hochschule ge ech zu we -
den, wu den P ü ungen, die bislang nich als möglich gal en, ku z is ig im Somme semes e 2020
einge üh . Dies be i o allem die sog. Open-Book-Ausa bei ungen ( an T eeck, 2021), auch Take-
Home-Exams genann , mi welchen sich die Häl e de Be ag en diese S udie auseinande se z e.
Diese P ü ungen e lauben es bei axonomisch hohen Lea ning Ou comes, dass S udie ende an P ü-
ungen on zuhause digi al eilnehmen, meis zei lich s ä ke besch änk als bei p ü ungs ech lich
e gleichba en Hausa bei en. Hil smi el sind bei diesen komple o en du chge üh en P ü ungen
zugelassen; es wi d keine Au sich ge üh .
2 O ganisa o ische , didak ische und ech liche
Rahmen ü P ü ungen
Die Digi alisie ung on Leh e und P ü ungen is in olge des echnologischen und gesellscha lichen
Wandels ein wich ige Baus ein de Hochschulen wicklung an de TH Köln (TH Köln, 2020). T o zdem
muss e in diese Hinsich im Somme semes e 2020 ein schnelle , gewal ige Sp ung nach o n e ol-
gen, um den Bedingungen de COVID-19-Pandemie ge ech zu we den. Gleichzei ig wu de de Aus-
bau on elek onischen P äsenz-P ü ungen an de TH Köln o e s e schoben und ein Ausbau elek -
onische P ü ungen auße halb de Hochschule (Dis anz-/Remo e-P ü ungen) o ange ieben. Um
dem hohen Beda und de dami einhe gehenden Da enlas on Remo e-P ü ungen nachzukommen,
wu de neben de semes e beglei enden ILIAS-Pla o m eine ILIAS-P ü ungspla o m einge ich e ,
welche kon inuie lich wei e en wickel und ausgebau wu de.
Fü die Nu zung de eils neuen echnischen P ü ungsmöglichkei en und de mi ihnen e bundenen
didak ischen Szena ien wu den di e se Angebo e ü Leh ende gescha en: ein ILIAS-Fo um als An-
lau s elle ü F agen und um P ü ungen und zu gemeinsamen Diskussion, eine FAQ-Sammlung de
meis ges ell en F agen und ih en An wo en, sch i liche und audio isuelle Anlei ungen sowie Wo k-
shops und Sp echs unden zen ale Ein ich ungen, einige da on gemeinsam angebo en on Campus
IT, Jus izia ia und Zen um ü Leh en wicklung, o mals lankie on e schiedenen Ak eu en aus
den Fakul ä en. An den Fakul ä en wu den zudem sogenann e E-P ü ungskoo dina o *innen be-
nann , die zunächs geschul und dann Ansp echpa ne *innen ü Anliegen und um E-P ü ungen,
insbesonde e ü die echnische Be euung de Fakul ä sangehö igen au de P ü ungspla o m,
wa en. Sie soll en auch didak isch und ech lich be a en können.
Übe die eils neua igen und sich s e s wei e en wickelnden ech lichen Rahmenbedingungen wu de
du chgehend au e schiedenen Kanälen (pe Rundmail, Newsle e , Fo um, Sp echs unden) in o -
mie . Fü die Teilnahme an eine digi al ges ü z en Remo e-P ü ung im Somme semes e 2020 wa
die Abgabe eine E klä ung no wendig, in welche S udie ende e siche en, die P ü ung selbs s än-
dig und ohne unzulässige emde Hil e sowie ohne He anziehung nich zugelassene Hil smi el bea -
bei e zu haben. Die Abgabe de E klä ung wa Vo ausse zung da ü , dass die P ü ungsleis ung be-
we e wu de. P ü ungen, die nich bes anden wu den, gal en als nich un e nommen. Bes andene
P ü ungen, konn en – abhängig on de P ü ungs o m – zum Zwecke de No en e besse ung im
nächs en P ü ungszei aum wiede hol we den. Die Wiede holungen gingen wede in die Zählung
de P ü ungs e suche noch in die Zählung de zusä zlichen P ü ungs e suche ein. De Rück i on
P ü ungen wäh end Co ona
81
eine P ü ung wa bis zu ih em Beginn zulässig, ein A es wa in diesen Fällen nich e o de lich.
Beu laub e S udie ende wa en unabhängig om Beu laubungsg und be ech ig , S udien- und P ü-
ungsleis ungen zu e b ingen ode P ü ungen abzulegen.
Das Ve ah en zu Du ch üh ung de mündlichen P ü ung ia Zoom ode DFNcon and wie olg s a :
Teilnehme *innen de Videokon e enz wa en de P ü ling und de P ü ende bzw. ein*e sachkundige*
Beisi zende* . P ü linge muss en sich bei de P ü ungsdu ch üh ung allein in einem Raum au hal en.
Zu Iden i ä s es s ellung zeig en sie ih e Mul iCa und ih en Pe sonalausweis (bzw. Reisepass) o und
auch die E klä ung muss e gg . nachgewiesen we den. Übe die P ü ung wu de ein P o okoll ange e -
ig , in dem neben de du chge üh en Iden i ä s es s ellung de inhal liche Ablau sowie die echni-
schen Rahmenbedingungen einschließlich e waige S ö ungen es gehal en wu den. Es e olg e keine
Au zeichnung de P ü ung. Kam es wäh end de P ü ung zum Aus all de Ve bindung ode des Bildes,
konn e die P ü ung abgeb ochen und wiede hol we den, so e n de Aus all nich zu e nachlässigen
wa , e also Auswi kungen au das E gebnis de P ü ung ha e. Die Wiede holung de P ü ung konn e
– nach Absp ache zwischen den Be eilig en – auch di ek im Anschluss e olgen.
Remo e-Online-P ü ungen wu den o wiegend übe die P ü ungsins anz in ILIAS abgewickel . Sei ens
de Hochschullei ung wu de da ü die Umse zung als sog. Open-Book-Ausa bei ungen emp ohlen.
3 Fo schungsdesign
Anlässe ü die hie o ges ell e P ü ungs o schung wa en de Ansp uch, Leh en wicklungen an de
TH Köln wissenscha sgelei e du chzu üh en und o schend zu beglei en (z. B. Ak i i ä en, die in sog.
Expe isezi keln hochschulwei en s ehen) sowie die S udie endenbe agung zu Online-Leh e in de
Co ona-Si ua ion (Faßbende e al., 2020), aus de he aus die No wendigkei eine P ü ungs o schung
abgelei e wu de. Lei end wa en die olgenden F agen: Wie wu den digi ale (F ei-)Räume ü kompe-
enzo ien ie e P ü ungen genu z , welche Ba ie en a en au und wie können diese abgebau we -
den? Es wu de mi de Be agung eine quan i a i e Fo schungsme hode ü einen möglichs ep ä-
sen a i en Einblick in die P ü ungslandscha de Hochschule gewähl . Aus den gene ie en Da en
soll en G uppen on P ü enden gebilde we den, welche spä e quali a i be ag we den soll en.
Fü die Be agung wu de ein F agebogen mi 14 F agen zu den Themen P ü ungsanzahl, P ü ungs o m
und Taxonomies u en, Umse zung und Chancen sowie P obleme on Open-Book-Ausa bei ungen,
Einsich nahme und A chi ie ung on P ü ungen, Beda e, Chancengleichhei und Fai ness bei digi alen
P ü ungen sowie Ängs e S udie ende bezüglich digi ale P ü ungen e s ell . De F agebogen wu de
nach – im Expe isezi kel Elek onische P ü ungen disku ie en – E ah ungsbe ich en de E-
P ü ungskoo dina o *innen in den Fakul ä en und Ein ich ungen en wickel , einem P e es un e zo-
gen, angepass und als ILIAS-Um age umgese z .
Zu E hebung wu de ein Link pe Rundmail an Leh ende e sand ; die Online-Um age wa om
27.11. bis 15.12.2020 e ügba . In diesem Zei aum e olg e eine zwei e Rundmail mi Au o de ung
zu Teilnahme an de Be agung. Die Da en wu den nach dem E hebungszei aum aus ILIAS expo -
ie , be einig und mi els SPSS desk ip i ausgewe e . Im be einig en Da ensa z wu den alle Fälle
en e n , die die Um age – bis au die le z e F age zu Fakul ä s- bzw. Ein ich ungszugehö igkei –
nich komple ausge üll ode im Somme semes e 2020 keine P ü ungen du chge üh ha en. Die
Lau a S ein & Timo an T eeck
82
Be agungse gebnisse we den im Rahmen de inne ins i u ionellen Fo schung zu E g ündung des
ak uellen P ü ungsgeschehens sowie zu Un e s ü zung de wei e en En wicklung digi ale P ü ungs-
bedingungen genu z .
4 Fo schungse gebnisse
Die S ichp obe um ass 180 Fälle. Be ag wu den Leh ende de TH Köln, die im Somme semes e
2020 P ü ungen du chge üh ha en. Ak uell leh en an de TH Köln 440 P o esso *innen sowie wei e-
e Ak eu sg uppen.
Die Meh hei de Leh enden p ü en im Somme semes e 2020 zwischen 101 und 200 S udie ende
(38,9 %). Danach olg e eine Anzahl on 201 bis 500 (20 %), 51 bis 100 (13,3 %) und el bis 50 P ü un-
gen (12,8 %). Un e el P ü ungen (7,2 %) ode übe 500 P ü ungen (7,8 %) wa en im Somme semes-
e 2020 wenige e e en.
4.1 Einschä zung Cons uc i e Alignmen , ( e ände e) P ü ungs o ma e
und Taxonomies u en
Eine übe wäl igende Meh hei de Teilnehmenden, nämlich 142 Leh ende (78,9 %) bejah e die F age
„Haben Sie im Somme semes e 2020 Ih e P ü ungs o m geände ?”. Fü die Ges al ung de neuen
P ü ungs o m un e Pandemiebedingungen (Zei d uck, geände e Rahmenbedingungen, echnische
He aus o de ungen e c., s. u.) e schein die He aus o de ung des Cons uc i e Alignmen auch in de
Selbs einschä zung de Leh enden besonde s ele an .
Die F age nach Passung on Lea ning Ou come, Leh e und P ü ung wu de nich nu als eine Tex a-
ge ges ell , sonde n um Abbildung 1 e gänz :
Abbildung 1: Was-Womi -Wozu-S uk u .
Die meis en Leh enden gaben hie zu an, dass ihnen die Passung ehe gu (46,7 %) ode gu (33,9 %)
gelungen wa . Wenige Leh ende gaben an, dass ihnen die Passung ehe schlech (8,3 %) ode schlech
(1,1 %) gelungen wa . 10 % de Leh enden konn en dazu keine Aussage e en. Besonde s diejeni-
gen, die die Passung als schlech angaben, sahen bei sich den d ingenden Beda , eigene Kompe en-
zen zu e wei e n (Abb. 2).
P ü ungen wäh end Co ona
83
Abbildung 2: Einschä zung de Passung on Lea ning Ou come, Leh e und P ü ung zueinande (Cons uc i e Alignmen ) und
Beda de E wei e ung eigene Kompe enzen.
Eine Tex -F age nach P ü ungs o ma en und Taxonomies u en wu de um olgende g a ische E läu e-
ung de Taxonomies u en e gänz (s. Abb. 3):
Abbildung 3: Taxonomies u en, aus Wunde lich & Szczy ba (2016).
47 Leh ende (26,1 %) üh en klassische Klausu en du ch, welche meh hei lich die Taxonomies u en 1
bis 3 um ass en. 43 Leh ende (23,9 %) üh en mündliche P ü ungen du ch, welche ehe alle Taxono-
mies u en abdeck en. 16 Leh ende (8,9 %) üh en Scan-Klausu en du ch, die en wede den Taxono-
mies u en 1 bis 3 ode 4 bis 6 zugeo dne wu den. 26 Leh ende (14,4 %) üh en ande e P äsenz-
P ü ungen du ch, welche ehe die Taxonomies u en 4 bis 6 ode alle S u en um ass en.
Lau a S ein & Timo an T eeck
84
Die im Somme semes e 2020 digi al als Dis anzp ü ungen du chge üh en P ü ungen s ellen sich
nach Fo ma , Anzahl und Taxonomies u e (Abb. 4) olgende maßen da : 105 Leh ende (58,3 %) und
somi meh als die Häl e de Be ag en p ü en du ch digi ale Hausa bei en, die übe wiegend den
höhe en Taxonomies u en zugeo dne wu den und 97 Leh ende (53,9 %) üh en mündliche Remo e-
Online-P ü ungen (bspw. ia Zoom) du ch, welche eben alls übe wiegend den Taxonomies u en 4 bis
6 zugeo dne wu den. 84 Leh ende (46,7 %) üh en Remo e-Online-Klausu en (z. B. ia P ü ungs-
pla o m ILIAS-EA) du ch, wobei diese o allem die Taxonomies u en 1 bis 3 abdeck en. 54 Leh ende
(30 %) nu z en Open-Book-Ausa bei ungen als P ü ungs o m, welche zu e wa gleichen Teilen mi
nied ige en und höhe en Taxonomies u en e bunden wu den. 28 Leh ende (15,6 %) nu z en E-
Po olios, welche ehe die höhe en Taxonomies u en 4 bis 6 um ass en. 29 Leh ende (16,1 %) p ü en
mi els ande e Online-P ü ungen au nied ige en ode höhe en Taxonomies u en.
Abbildung 4: An wo en zu F age: In welche Fo m haben Sie übe wiegend welche Taxonomies u en gep ü ? (Meh achnen-
nung möglich).
Es kann e mu e we den, dass digi ale Hausa bei en und Open-Book-Ausa bei ungen z. T. die glei-
chen P ü ungsse ings besch eiben, insbesonde e, wenn au höhe en Taxonomies u en gep ü wu -
de. Auch ü Klausu en au höhe en Taxonomies u en is das wah scheinlich. Die Ausdi e enzie ung
on Open-Book-Ausa bei ungen in gleiche maßen hohe und nied ige Taxonomies u en leg nahe,
dass Leh ende un e diesem Beg i – gg . wegen de Emp ehlung, dieses P ü ungs o ma zu nu zen –
auch P ü ungen ealisie en, die nich die mi diesem P ü ungs o ma e bundenen Quali ä en um-
ass en. Inwie e n die Einschä zung on P ü ungs o ma und Taxonomies u en die eale P ü ungsaus-
ges al ung übe deck ode e älsch , läss sich anhand de Da enlage nich bes ä igen, sonde n soll
in einem nächs en Sch i du ch In e iews übe p ü we den.
P ü ungen wäh end Co ona
85
4.2 Open-Book-Ausa bei ungen: Konzep e schmischung
und -unkenn nis, Au wandsp obleme sowie
Kompe enz und Chancen ü die digi ale Gesellscha
Open-Book-Ausa bei ungen als höhe axonomische P ü ungen konn en 42 Leh ende (23,2 %) nach
eigene Einschä zung konzep ionell ehe gu umse zen. Je 20 Leh ende (11,1 %) konn en sie konzep-
ionell gu ode ehe schlech umse zen. 16 Leh ende (8,9 %) konn en sie schlech umse zen und mi
82 Leh enden (45,6 %) ha en sich as die Häl e de Be ag en ga nich konzep ionell mi Open-
Book-Ausa bei ungen auseinande gese z . In e p e ie we den kann dies als eine p agma ische
P ü ungshal ung, die komplexe Konzep ualisie ungen annimm und als nich e olgs e sp echend
ablehn , sowie als Beda nach eine s ä ke en Kommunika ion und Wei e bildung zum Konzep de
Open-Book-Ausa bei ung. Ebenso kann dies au eine ungüns ige F agenkons uk ion hinweisen.
Inwie e n sich die Taxonomies u e du ch eine Open-Book-Ausa bei ung ände e, läss sich nu mi
Vo sich bean wo en. Von den 98 Leh enden, die sich konzep ionell mi Open-Book-Ausa bei ungen
als P ü ungs o m beschä ig ha en, gaben 38 Leh ende (38,8 %) bei P ü ungen im Open-Book-
Fo ma im Ve gleich zu o he igen Semes e n keine Ve ände ung de Taxonomies u e und 36 Leh-
ende (36,7 %) einen Ans ieg de Taxonomies u e an. Ach Leh ende (8,2 %) gaben eine Ve inge ung
de Taxonomies u e an. Es handel sich dabei um Selbs einschä zungen und keinen a sächlich es -
ges ell en Zusammenhang zwischen P ü ungs o ma und Ände ung de Taxonomies u e. P ü ungs-
o ma e sind nich an bes imm e Taxonomies u en gekoppel , auch wenn einige P ü ungs o ma e
meh ode wenige geeigne sind, um auch au höhe en Taxonomies u en zu p ü en. Open-Book-
Ausa bei ungen können als mögliches P ü ungs o ma u. a. das P ü en au hohen Taxonomies u en in
komplexen, unbeau sich ig en Remo e-Se ings e möglichen, ohne dabei die Chancengleichhei zu
ge äh den. Wich ig is , dass die Planung on P ü ungs o ma und Taxonomies u e im Sinne in endie -
e Le ne gebnisse des Cons uc i e Alignmen s be ei s zu Beginn bzw. bei de Konzep ion eine
Leh e ans al ung e olg . Inso e n is die Ände ung de P ü ungs o m im Lau e des Semes e s s a k
zu hin e agen.
Im Zusammenhang mi diese F age gaben also insgesam 82 Leh ende an, im Open-Book-Fo ma zu
p ü en, wohingegen bei de F age nach dem P ü ungs o ma nu 54 Leh ende dieses P ü ungs o ma
angaben. Mögliche weise wu den ande e (klassische) P ü ungs o ma e o dem Hin e g und, dass
Open-Book-Ausa bei ungen mi hohen Taxonomies u en an de TH Köln emp ohlen wu den, in diese
F age nach Fo ma und Taxonomie on den Leh enden mi gedach . Naheliegend is das ü das P ü-
ungs o ma Hausa bei , das ech lich als äqui alen angesehen wi d (FH Müns e , 2021); e mu lich
e olg e dies auch ü die P ü ungs o ma Klausu . Le z e es is aus didak ische Pe spek i e sinn oll,
wenn sich die Taxonomies u e nach oben e ände .16 de 98 Leh enden (16,3 %) üh en keine
P ü ungen im Open-Book-Fo ma du ch.
Lau a S ein & Timo an T eeck
86
E wa e e und a sächlich au ge e ene P obleme bei eine Umse zung on Open-Book-
Ausa bei ungen wu den in eine gemeinsamen F age e ass (Abb. 5). Von den 98 Leh enden, die sich
konzep ionell mi Open-Book-Ausa bei ungen als P ü ungs o m beschä ig ha en, gaben 23 Leh-
ende (23,5 %) an, bei de Umse zung on Open-Book-Ausa bei ungen keine e wa e en ode au ge-
e enen P obleme gehab zu haben. (Mögliche) P obleme bei de Umse zung on Open-Book-
Ausa bei ungen wa en bei 28 Leh enden (28,6 %) ein zu hohe Ko ek u au wand, bei 24 Leh enden
(24,5 %) ein zu hohe Au wand bei de Ums ellung au das Fo ma , bei 24 Leh enden (24,5 %) die
Angs o echnischen P oblemen, bei 19 Leh enden (19,4 %) die Angs o einem Kon oll e lus bei
de Umse zung, bei 18 Leh enden (18,4 %) die No wendigkei , nied ige Taxonomies u en zu p ü en,
bei 18 Leh enden (18,4 %) die Ve mu ung, dass S udie ende mi dem Fo ma übe o de sind, bei 16
Leh enden (16,3 %) Modulziele, die das Fo ma nich un e s ü z en, bei 13 Leh enden (13,3 %) eh-
lende In o ma ionen zum Fo ma , bei ach Leh enden (8,2 %) Zei no beim Ums ellen au das Fo ma
und bei 35 Leh enden (35,7 %) sons ige P obleme. Sons ige P obleme beschä ig en sich in e s e
Linie mi de So ge o Täuschungs e suchen und eine be ü ch e en eingesch änk en Chancen-
gleichhei . Als wei e e P obleme wu den zu hohe Au wände bei Ums ellung (z. B. E s ellung de Au -
gaben) und Ko ek u (z. B. o ene An wo en bei hohe P ü ungsanzahl) des Open-Book-Fo ma s, die
No wendigkei des P ü ens nied ige Taxonomies u en und die nich mögliche Umse zba kei des
Open-Book-Fo ma s (z. B. aus o ganisa o ischen G ünden du ch meh e e P ü ende) sowie echnische
Hü den genann . Auch spiel e e einzel die He abse zung des No endu chschni s im Ve gleich zu
ande en P ü ungs o ma en eine Rolle.
Abbildung 5: An wo en zu F age: Was wa en e wa e e ode au ge e ene P obleme bei de Umse zung on Open-Book-
Ausa bei ungen? (Meh achnennung möglich).
P ü ungen wäh end Co ona
87
Die mi Open-Book-Ausa bei ungen e bundenen Chancen sind in Abbildung 6 da ges ell :
Abbildung 6: An wo en zu F age: Welche Chancen sehen Sie bei de Umse zung on P ü ungen in Fo m on Open-Book-
Ausa bei ungen? (Meh achnennung möglich).
4.3 Neue digi ale He aus o de ung: P ozesse de
Dis anz-Einsich nahme und de A chi ie ung
In Bezug au die Einsich nahme de P ü ungse gebnisse im Somme semes e 2020 gaben 86 Leh en-
de (47,8 %) an, indi iduelle Lösungen ge unden zu haben. 83 Leh ende (46,1 %) üh en die Einsich -
nahme pe Zoom o. ä. du ch. Bei 47 Leh enden (26,1 %) e olg e zum Zei punk de Be agung noch
keine Einsich nahme. 34 Leh ende (18,9 %) hiel en ih e Lösungen ü die Einsich nahme ü p o iso-
isch. 24 Leh ende (13,3 %) üh en die Einsich nahme pe Mail du ch. 20 Leh ende (11,1 %) o ien ie -
en sich ü die Einsich nahme an den Lösungen ande e . Bei 19 Leh enden (10,6 %) e olg e die Ein-
sich nahme in P äsenz.
48 Leh ende (26,7 %) gaben an, ih e A chi ie ung im Somme semes e 2020 au einem ex e nen
Speiche medium du chge üh zu haben. 47 Leh ende (26,1 %) üh en die A chi ie ung pe ILIAS
Expo unk ion du ch. Bei 42 Leh enden (23,3 %) e olg e die A chi ie ung nu digi al au dem eige-
nen PC. 40 Leh ende (22,2 %) üh en die A chi ie ung pe Ausd uck du ch und bei 33 Leh enden
(18,3 %) e olg e zum Zei punk de Um age noch keine A chi ie ung
Dies is o dem Hin e g und, dass das als P ü ungspla o m e wende e ILIAS zwa alle elek onisch
au de Pla o m du chge üh en Ak i i ä en speiche , abe nie ü die Du ch üh ung on Dis anz-
P ü ungen und e s ech nich ü eine Dis anz-P ü ungs e wal ung konzipie wu de, leide nich
übe aschend.
Lau a S ein & Timo an T eeck
94
Faßbende . A., Hasu, T., Me zge , C., Szczy ba, B. & an den Be k. I. (2020). P axisschock digi ales Le -
nen. E gebnisse eine S udie endenbe agung zu Online-Leh e in de „Co ona-Si ua ion“, Das
Hochschulwesen, 5, 89–98.
Fachhochschule Müns e (2021). In o ma ionsbla zu Open-Book-Ausa bei ungen. h ps://www. h-
muens e .de/e-lea ning/downloads/In o ma ionen_ ue _S udie ende.pd
Kelle , A. M. & Speh , S. (2020). E-P ü ungen in Zei en de Pandemie: E s e E gebnisse eine Um age zum
Somme semes e 2020. E-P ü ungs-Symposium. h ps://e-p ue ungs-symposium.de/wp-
con en /uploads/2020/12/Vo ag_Um age_ePS_2020_Kelle _Speh .pd
Land NRW (o. J.). Planungssiche hei ü S udie ende und Hochschulen in de Pandemie: Landes egie ung
s ell ech lichen Rahmen ü digi ale Leh e und P ü ungen be ei . Wi in NRW das Landespo al. Ab-
ge u en am 15. Janua 2021 on h ps://www.land.n w/nl/node/24830
TH Köln (2020). Digi alisie ungss a egie ü Leh e und S udium 2025. h ps://www. h-
koeln.de/mam/downloads/deu sch/hochschule/p o il/leh e/digi alisie ungss a egie_ u _leh e_
und_s udium_2025.pd
an T eeck, T. (2021). 0 ode 1? P ü ungen digi al umse zen – Was de P ü ungsall ag du ch die He -
aus o de ung de Pandemie gewinn DUZ, 1, 40–44.
Wunde lich, W. & Szczy ba, B. (2016). Lea ning Ou comes lupen ein o mulie en. h ps://www. h-
koeln.de/mam/downloads/deu sch/hochschule/p o il/leh e/s eckb ie _lea ning_ou comes.pd
95
Gelingensbedingungen digi ale Leh e im
Somme semes e 2020
E gebnisse eine hochschulübe g ei enden
Leh endenbe agung
Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge , Maximilian Scha eck & Lisa-Ma ie F iede
De Bei ag geh anhand eine Be agung on 471 Leh enden d eie Hochschulen im Somme 2020
de F age nach, welche s uk u ellen, pe sönlichen und leh bezogenen Aspek e sich au das Gelingen
digi ale Leh e auswi k en. Es zeig sich, dass Leh enden ih e Leh e hinsich lich de didak ischen He -
aus o de ungen und de In e ak ion mi den S udie enden wenige gu gelang, wenn sie o nehmlich
o agsbasie e Leh e anbo en und sel ene au le n ö de liche digi ale Hil smi el zu ückg i en. Die
Meh hei de Leh enden möch e Le z e es zukün ig s ä ke un. Die Au o *innen sehen einen Beda ,
diesen Einsa z sys ema isch hochschuldidak isch zu beglei en, dami e zum didak ischen Gelingen
de Leh e und dami zum besse en Le nen S udie ende bei agen kann.
1 Ein üh ung
Mi e Mä z 2020 wu de beding du ch die Co id-19-Pandemie ein g oße Teil de Leh angebo e in-
ne halb ku ze Zei on P äsenz o ma en in den i uellen Raum e leg . Sowohl geplan e Leh szena-
ien als auch Leh - und Le nmi el muss en nich nu spon an digi al ans o mie , sonde n in einem
hohen Tempo neu a angie und au die Belange i uell Le nende zugeschni en we den. Die hie -
mi einhe gehenden He aus o de ungen wu den an den einzelnen Hochschulen, zwischen den S udi-
engängen e schiedene Fäche g uppen (Mul us, 2004) sowie auch au indi iduelle Ebene au g und
e schiedene Vo ausse zungen un e schiedlich angegangen und s ell en ü iele eine g oße Belas-
ung da ( ü Leh ende s. Ba hel, 2020; Kienle & Appel, 2021; Ruh -Uni e si ä Bochum, 2020; ü
S udie ende s. Busse & Zeeb, 2020; Gosch & F anke, 2020; T aus e al., 2020). Besonde s an Fachhoch-
schulen ä ige P o esso *innen und Leh k ä e ü besonde e Au gaben s anden au g und des hohen
Leh depu a s on zumeis 18 Semes e wochens unden o de He aus o de ung, zahl eiche Leh e -
ans al ungskonzep e au digi ale Konzep e ums ellen zu müssen. Abe auch Leh beau ag e, die in
de Regel nebenbe u lich in de Leh e ä ig und wenig in die Hochschulen eingebunden sind, s ell e
das Semes e o eine schwe e P ü ung (Ba hel, 2020). In eine Be agung ih e Mi a bei enden an
de Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel (CAU) gaben soga as 90 % eine Meh belas ung in de
Co ona-K ise an, wo on als ein wesen liche Fak o de Zei au wand ü die digi ale Leh e genann
wu de (Klonschinski e al., 2020). Leh ende wähl en dahe ü die asan e Digi alisie ung o angig
Leh o men, die sie ohnehin ü ih e P äsenzleh e geplan ha en, und pass en diese an (Reinmann e
al., 2020).
Un e den achspezi ischen Leh o men bzw. Leh adi ionen sahen sich ehe e mi lungso ien ie e
S udiengänge mi nomologischem Wissensau bau o ande e He aus o de ungen ges ell als S udi-
Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge , Maximilian Scha eck & Lisa-Ma ie F iede
96
engänge mi eine adi ionell ehe hohen disku so ien ie en Aus ich ung ode wiede ande e mi
einem g oßen handlungso ien ie -p ak ischen An eil (Hube , 2013; Müns , 2001). Dabei konn e au
eine un e schiedliche Auss a ung ü die Online-Leh e au Ebene de Hochschulen und Fachbe eiche
zu ückgeg i en we den, sowohl was die echnischen We kzeuge als auch die Suppo s uk u en angeh .
Au indi iduelle Ebene kommen neben den auch in nich -digi alen Leh -/Le numgebungen ele an en
Kompe enzen (z. B. hinsich lich Didak ik, Kommunika ion, Be a ung, Planung, O ganisa ion, Teamlei ung)
im Zuge de wei gehenden Digi alisie ung de Leh e medien echnische und -didak ische Kompe enzen
zum T agen (Schape , 2020). Alle dings „en wickel sich [E-Leh kompe enz] e s in de Ausdi e enzie-
ung des achbezogenen Me hoden epe oi es, d. h. wenn die Pe son ih didak isches Vo gehen
modi izie und e wei e und die Möglichkei en … so nu z , dass sich eine zusä zliche Quali ä ü ih
Le nangebo eins ell “ (Ke es e al., 2005, S. 16 .). Die E-Leh kompe enz geh demnach übe die eine
Behe schung de Technik hinaus und en wickel sich e s in de Auseinande se zung und Ausges al-
ung de eigenen digi alen Leh e, weshalb neben Leh e ah ung als solche insbesonde e Vo e ah-
ungen mi digi ale Leh e einen Un e schied gemach haben dü en. Ve schiedene S udien zum
Online-Leh en und -Le nen im Somme semes e 2020 zeigen, dass nich ü alle S udie enden und
Leh enden die nö igen Ressou cen und Kompe enzen zum Umgang mi digi ale Leh e o handen
wa en und dass seh un e schiedliche Fo ma e zu Digi alisie ung de Leh inhal e und zu Ges al ung
de In e ak ion mi den S udie enden gewähl wu den (z. B. Bo os e al., 2020; Faßbende e al., 2020;
Lö z e al., 2020; Ruh -Uni e si ä Bochum, 2020; Schneide , 2021; S ammen & Ebe , 2020). Demnach
wu den als Fo ma e o nehmlich Online-Leh e pe Webkon e enz ool (Video-Li es eam) und i uel-
le Sp echs unden, Fo en, Pla o men zum Da enupload und -aus ausch sowie Abs immungs ools
eingese z und Vo lesungsau zeichnungen, selbs p oduzie e Leh ideos ode Podcas s, Le nma e ia-
lien in Tex o m ode Selbs s udienau gaben du ch ansp uchs olle We kzeuge (z. B. Selbs es s, Wikis,
Blogs e c.) be ei ges ell .
Um e was da übe zu e ah en, welche de ielen zu o genann en Rahmenbedingungen und digi a-
len Tools sich au die e olg eiche Digi alisie ung de Leh e signi ikan ausgewi k haben und mögli-
che Schluss olge ungen ü die Zukun digi ale Leh e an Hochschulen zu ziehen, wu de zum Ende
des Somme semes e s 2020 eine Online-Be agung un e Leh enden an de FH Aachen, de TH Köln
und de FH Kiel du chge üh . Die E gebnisse geben einen Einblick in die Bewäl igung de digi alen
Ums ellung aus de Pe spek i e de Leh enden und e möglichen es, Me kmale zu iden i izie en, die
wesen lich zum Gelingen de didak ischen He aus o de ungen und de In e ak ion mi den S udie-
enden beige agen haben.
2 Das E hebungsdesign
Im Folgenden we den das E hebungsins umen , das me hodische Vo gehen sowie die S ichp obe
da ges ell , be o im Wei e en die E gebnisse, eine zusammen assende Diskussion de Be unde sowie
ein abschließendes Fazi olgen.
2.1 E hebungsins umen
Um In o ma ionen übe die Online-Leh e, die Si ua ion de Leh enden und ih e Einschä zung übe das
Semes e zu e hal en und Gelingensbedingungen zu un e suchen, wu den als ü die i uelle S u-
Gelingensbedingungen digi ale Leh e im Somme semes e 2020
97
diensi ua ion im Co ona-Somme semes e 2020 besonde s ele an bewe e e Va iablen au de
Ebene de didak ischen Szena ien (S uk u ebene), de Ebene de In e ak ion (P ozessebene) und de
Ebene de echnischen Tools ( echnische Ebene nach Reinmann, 2005) sowie zu pe sönlichen Me k-
malen e hoben (s. Tab. 1).
Anme kung: MC = Mul iple Choice, SC = Single Choice,
Quelle: Leh endenbe agung de FH Aachen, FH Kiel und TH Köln im Somme semes e 2020 (eigene Da s ellung).
Tabelle 1: Übe sich übe ele an e F agenblöcke, die jeweilige Anzahl de I ems sowie Beispiel agen.
Zu E assung de angebo enen Leh o men wu de mi els d eie I ems ge ag , wie häu ig (1 = „seh
o “ bis 5 = „nie“) die eigenen Leh e ans al ungen im Somme semes e 2020 o agsbasie (d. h.
au dem Vo ag de /des Leh enden basie end, z. B. Vo lesung), disku si -in e ak i (z. B. Übung,
Semina ) ode handlungso ien ie -p ak isch (z. B. Labo übungen, P ojek e, P ak ika) ges al e wa en.
Hie du ch soll e den e schiedenen didak ischen und echnischen An o de ungen Rechnung ge a-
gen we den, die mi ehe da bie enden Leh o men einhe gehen, bei denen das ezep i e Le nen im
Vo de g und s eh (Reinmann, 2011), ode Fo men, die au eine s ä ke e ak i e Be eiligung S udie-
ende abzielen. Da übe hinaus wu den die e schiedenen Tools und Fo ma e e ass , die die Be ag-
en im Somme semes e 2020 eingese z ha en, und e ag , inwiewei sie diese zukün ig in de
Leh e nu zen möch en.
Fü die E assung des on den Leh enden selbs eingeschä z en didak ischen Gelingens wu de au eine
Skala aus neun I ems (Beispieli ems: ‚Es äll mi leich , in de Online-Leh e eine kla e S uk u umzu-
Dimension
Anzahl
I ems Beispieli em
S uk u elle Me kmale 3
(3 SC)
Ich leh e übe wiegend im Fachbe eich bzw. in de Ein ich-
ung:
Pe sönliche Me kmale
3
(2 skalie , 1
me isch)
Übe wie iel E ah ung in de Du ch üh ung mi digi ale
Hochschulleh e e üg en Sie o dem Somme semes e
2020?
Ressou cen
4
(1 SC, 3
skalie )
Ich besi ze ü die Online-Leh e eine aus eichende Auss a -
ung an Ha d- und So wa e.
Angebo ene Leh o men 3
(3 skalie )
Wie wa en Ih e Leh e ans al ungen in diesem Semes e
ges al e ?
Tools & Fo ma e (Nu zung
im Somme semes e 2020
und zukün ig)
20
(20 skalie )
Wie häu ig haben Sie die olgenden Fo ma e bzw. ‚Szena ien‘
im Somme semes e 2020 eingese z und wie häu ig möch-
en Sie diese zukün ig einse zen?
In e ak ion mi S udie en-
den
4
(1 MC, 3
skalie )
Wie bewe en Sie insgesam die Quali ä de In e ak ion mi
S udie enden im Ve gleich zu o igen Semes e n?
Didak isches Gelingen
9
(9 skalie )
Es äll mi leich , in de Online-Leh e den S udie enden
aus eichend Feedback zu geben.
Gesam einschä zung
3
(3 skalie )
Im G oßen und Ganzen is das Somme semes e 2020 ü
mich … gelau en.
Wei e es
11
(11 skalie ) Was ha sich ü Sie du ch die Online-Leh e posi i e ände ?
Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge , Maximilian Scha eck & Lisa-Ma ie F iede
98
se zen [einen ‚ o en Faden‘ zu bie en]‘ ode ‚…die S udie enden zum ak i en Mi machen zu bewe-
gen.‘) mi gu e in e ne Konsis enz (α=,886) zu ückgeg i en. Die Skala wu de in Anlehnung an die
on P enzel und D echsel (1996) un e Rückg i au die Selbs bes immungs heo ie on Deci und Ryan
(1993) e mi el en Bedingungen mo i ie en Le nens en wickel . Sie zeig mi =,564 eine signi ikan
hohe Ko ela ion (p=,001) mi de in einem I em e ass en Gesam einschä zung de eigenen Umse -
zung hinsich lich didak ische Aspek e (Cohen, 1988). Dieses I em wu de – wie d ei F agen zu In e -
ak ion mi den S udie enden – in Anlehnung an das en sp echende I em im F agebogen de Ruh -
Uni e si ä Bochum (2020) o mulie .
2.2 Me hodisches Vo gehen
Um eine ückblickende Einschä zung zum Gelingen de digi alen Leh e im Somme semes e 2020 zu
e assen, wu den alle Leh enden de be eilig en Hochschulen nach Ende des e s en P ü ungszei -
aums zu eine Online-Be agung eingeladen. Au g und de o lesungs eien Zei im Somme und
dami e bundenen Abwesenhei szei en de Leh enden wu de eine Feldphase on meh e en Wochen
gewähl (s. Tab. 2). Eingeladen und einmal e inne wu de pe E-Mail.
Um einen e s en Eind uck übe die S ichp obe zu gewinnen, wu den die o. g. Va iablen zunächs
anhand on Häu igkei s e eilungen be ach e . Anschließend olg en e schiedene mul i a ia e
linea e Reg essionsanalysen und eine Clus e analyse. In den Reg essionsanalysen wu de jeweils au
s uk u elle Un e schiede, Auss a ungsme kmale und pe sönliche Me kmale sowie die Häu igkei de
Leh o men un e den eigenen Ve ans al ungen ( o agsbasie , disku si -in e ak i ode hand-
lungso ien ie -p ak isch) hin kon ollie . Un e den Va iablen zu den eingese z en Tools wu den
sch i weise (in de hie zu genu z en So wa e SPSS 27: ‚s epwise‘) diejenigen in das jeweilige Modell
au genommen, die am s ä ks en mi de abhängigen Va iable ko elie en, und dies solange, bis wei-
e e Va iablen keinen signi ikan en Bei ag meh zu Va ianzau klä ung geleis e hä en. Zu Clus e -
analyse wu de au einen k-Means-Algo i hmus (in SPSS: ‚k-means‘) mi an änglich es geleg en Clus-
e zen en zu ückgeg i en.
2.3 S ichp obe
An de gemeinsamen Um age nahmen 812 Leh ende aus d ei Hochschulen eil (FH Kiel=153, TH
Köln=448, FH Aachen=211). An allen d ei Hochschulen wu de zu Einladung au E-Mail-Ve eile
zu ückgeg i en. Wäh end sich ü eine Hochschule eine Rücklau quo e on 30 % e mi eln läss ,
wu den an den wei e en Hochschulen auch Mi a bei e *innen e eich , die nich in de Leh e ä ig
sind, sowie Leh beau ag e, die im Somme semes e 2020 keinen Leh au ag übe nommen ha en,
sodass eine Iden i ika ion de G undgesam hei und eine en sp echende Angabe de Rücklau quo e
übe alle d ei Hochschulen hinweg nich möglich is . Lediglich ü die P o esso enscha lassen sich
Rücklau quo en on 43 %, 47 % und 58 % angeben.
Nach Plausibilisie ung de Da en un e Be ücksich igung de We e e eilungen und de o mal anzu-
nehmenden ode möglichen We e (z. B. hinsich lich des Um angs de Leh e ah ung ode de Anzahl
de du chge üh en Ve ans al ungen im Somme semes e 2020) wu den Fälle mi ehlenden We en
in den in e essie enden Va iablen zum Zwecke de Reg essionsanalysen ausgeschlossen. Die S ich-
p obe, die den olgenden Analysen zug unde lieg , um ass dadu ch insgesam 471 Leh pe sonen (s.
Tab. 2).
Gelingensbedingungen digi ale Leh e im Somme semes e 2020
99
Tabelle 2: Lau zei de Be agung und Rücklau .
Au die MINT-Fäche en allen 55 % de be ag en Leh enden (n=261), au das Fach Wi scha 15 %
(n=71), au das Sozialwesen 10 % (n=46) sowie au Ges al ung und A chi ek u 6 % (n=30). 13 % de
S ichp obe en allen au alle wei e en angebo enen Fäche (n=63).
Un e den be ag en Leh enden bilde die G uppe de P o esso *innen die g öß e G uppe mi 54 %
(n=252). Leh beau ag e s ellen wei e e 21 % (n=98), in de Leh e ä ige wissenscha liche Mi a bei-
e *innen 19 % (88) und Leh k ä e ü besonde e Au gaben 7 % (n=33). Die Be ag en wa en im
Du chschni zehn Jah e in de Leh e an Hochschulen ä ig, mi eine du chschni lichen Abweichung
on ach Jah en. Alle dings e üg e nach eigenen Angaben nu eine Minde hei on 25 % übe iel
ode seh iel E ah ung in de Du ch üh ung digi ale Hochschulleh e o dem Somme semes e
2020. Meh als die Häl e (54 %) gab an, übe ehe wenig ode ga keine E ah ung e üg zu haben.
3 E gebnisse
Zunächs we den im Folgenden die zen alen Angaben de Leh enden zu eigenen Umse zung de
digi alen Leh e im Somme semes e 2020 ausge üh . Anschließend wi d mi els linea e Reg essi-
onsanalysen de F age nachgegangen, welche Aspek e – und im Speziellen welche eingese z en
digi alen Tools und Fo ma e – das didak ische Gelingen und die Bewe ung de In e ak ion mi den
S udie enden gg . posi i beein luss haben. Weil diese dabei eine zen ale Rolle spielen, we den
abschließend die Un e schiede zwischen den Leh o men bzgl. de Ges al ung und Bewe ung des
digi alen Semes e s be ach e .
3.1 Einschä zungen zu eigenen Umse zung de digi alen Leh e
im Somme semes e 2020
Die g oße Meh hei de Be ag en konn e die ü das Somme semes e 2020 o gesehene Leh e wei -
gehend (70 % de Be ag en zu 100 % und wei e e 23 % zu mindes ens 80 %) du ch üh en. Auch
wenn die Ums ellung au die ein digi ale Leh e ü eine g oße Meh hei mi einem e höh en Au wand
einhe ging (z. B. geben 80 % dies ü die E s ellung de Le nma e ialien und Leh konzep e an, 69 % ü
die Be euung de S udie enden), haben 69 % nach eigenen Angaben (ehe ) noch einmal g undsä zlich
übe ih e Leh e nachgedach . Die so e s ell en Ma e ialien und Leh konzep e können ü 38 % de Be ag-
en komple wei e e wende we den, ü wei e e 28 % zu e wa D ei ie el und ü wei e e 20 % zumin-
des noch zu Häl e. Danach ge ag , wie häu ig Leh ende e schiedene digi ale Leh -/Le nmi el im
Hochschule Beginn Ende
Rücklau
(N Bögen)
Fü die Auswe ung be ücksich ig e
Rücklau (N Bögen)
FH Kiel 16.07.2020 30.09.2020 153 91
TH Köln 22.07.2020 30.09.2020 448 239
FH Aachen 17.07.2020 09.09.2020 211 141
gesam 812 471
Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge , Maximilian Scha eck & Lisa-Ma ie F iede
100
Somme semes e 2020 eingese z haben und diese zukün ig einse zen wollen, zeig sich, dass sie
säm liche Tools auch nach 2020 e wenden wollen (s. Tab. 3).
Anme kung: Angegeben sind An eile in P ozen . Ges ell wu de die F age: „Wie häu ig haben Sie die olgenden Fo ma e bzw.
‚Szena ien‘ im Somme semes e 2020 eingese z und wie häu ig möch en Sie diese zukün ig einse zen (o , gelegen lich,
sel en, nie)?“
Quelle: Leh endenbe agung de FH Aachen, FH Kiel und TH Köln im Somme semes e 2020 (eigene Da s ellung).
Tabelle 3: Nu zung einzelne Tools im Somme semes e 2020 und zukün ig.
Die Be ag en wa en meh hei lich ehe zu ieden dami , wie sie in de Ums ellung ih e Leh e hinsich -
lich de didak ischen und echnischen Aspek e zu ech gekommen sind. 88 % de Be ag en gaben an,
hinsich lich de echnischen Aspek e (seh ) gu zu ech gekommen zu sein. Fü lediglich 2 % wa dies
nich de Fall. Hinsich lich de didak ischen Aspek e wa en es 72 %, die nach eigenen Angaben (seh )
gu und nu 7 %, die nich gu zu ech gekommen sind. Die Quan i ä und Quali ä de In e ak ion mi
S udie enden beu eil en sie hingegen ehe schlech e , haben diesbezüglich alle dings insgesam
un e schiedliche E ah ungen gemach . So bewe e en 51 % die Quali ä de In e ak ion als schlech e
im Ve gleich zu o igen Semes e n. 17 % gaben an, diese sei besse als sons gewesen. Den Um ang
des In e ak ionsau kommens im Somme semes e 2020 e ach e en 57 % de Be ag en als (ehe ) zu
ge ing und 55 % als ge inge im Ve gleich zum o igen Semes e . 23 % gaben an, de Um ang de
In e ak ion sei im Somme semes e 2020 soga ges iegen.
Gu zwei D i el (68 %) de Leh enden gab an, dass das Somme semes e 2020 im G oßen und Ganzen
ü sie (seh ) gu gelau en sei, lediglich 12 % de Be ag en bewe e en das Semes e (übe haup )
nich gu . Diese Gesam zu iedenhei häng zu o de s dami zusammen, wie gu Leh ende nach
eigene Ansich didak isch zu ech gekommen sind und wie gu sie die In e ak ion mi den S udie en-
Gelingensbedingungen digi ale Leh e im Somme semes e 2020
101
den bewe en.1 Es s ell sich die F age, welche Rahmenbedingungen einen Ein luss au diese Ein-
schä zungen gehab haben und ob es Tools gib , die sich in diese Hinsich als ele an e weisen.
3.2 Ein luss ak o en au die Einschä zungen zu didak ischen Umse zung
und zu In e ak ion mi den S udie enden
Um he auszu inden, welche Aspek e sich posi i au die didak ische Umse zung auswi k en, wu de in
de Reg essionsanalyse nich au das I em zu allgemeinen Zu iedenhei in diese Hinsich zu ückge-
g i en. S a dessen wu de zusä zlich e hoben, inwiewei es Leh enden leich iel, au e schiedene
konk e e Bedingungen mo i ie en Le nens (P enzel & D echsel, 1996) hinzuwi ken. Im Modell ‚Didak-
isches Gelingen‘ wu de de Ein luss de e schiedenen Va iablen au das du ch diese Skala e ass e
didak ische Gelingen aus Sich de Leh enden un e such (s. Tab. 4). Die Vo ausse zungen, un e
denen Leh e du chge üh wu de, e klä en zusammen 22 % (ko igie es R²=,185) de Va ianz im
didak ischen Gelingen (s. Tab. 4), wobei sich eine gu e In e ne e bindung, aus eichende Online-
Ressou cen de Biblio hek und insbesonde e häu ige disku si -in e ak i e ode handlungso ien ie -
p ak ische Leh e ans al ungen posi i da au auswi ken. We den zusä zlich in einem sch i weisen
Ve ah en die Tools und Fo ma e einge üg , so zeig en sich da übe hinaus de Einsa z on Pla o -
men zum Da enaus ausch und on Abs immungs ools als signi ikan e Ein luss ak o en ü das didak-
ische Gelingen. Angesich s eine S eige ung des R² au 25 % e weisen sich die Häu igkei en disku si -
in e ak i e und handlungso ien ie -p ak ische Leh o men als ein luss eiche .
We den die Ein lüsse au die Bewe ung de In e ak ion mi den S udie enden im Ve gleich zu den
Semes e n o dem Somme semes e 2020 un e such (s. Tab. 4), e klä en die Vo ausse zungen ledig-
lich 12 % de Va ianz (ko igie es R²=,078). Neben de Zugehö igkei zu eine de d ei Hochschulen
und den aus eichenden Online-Ressou cen in de Biblio hek e weisen sich auch hie die Häu igkei en
on disku si -in e ak i en und handlungso ien ie -p ak ischen Leh e ans al ungen als signi ikan e
Ein luss ak o en.
We den übe diese Vo ausse zungen hinaus die eingese z en Tools und Fo ma e sch i weise in das
Modell au genommen, s eig die e klä e Va ianz ge ing ügig au 14 % (ko igie es R²=0,097), wobei
sich de Einsa z on Vo lesungsau zeichnungen und on Online-Fo en jeweils als signi ikan e Ein luss
e weis .
1 Wäh end säm liche Angaben zu den o handenen Ressou cen, s uk u ellen und pe sönlichen Me kmalen sowie den
Leh o men (wie sie auch in Tab. 4 au ge üh sind) gemeinsam 17 % de Va ianz (ko igie es R²=,137) in diese
Gesam zu iedenhei zu e klä en e mögen, e klä jeweils allein die Einschä zung zum didak ischen Gelingen 23 %, die
Einschä zung zu In e ak ion mi den S udie enden 20 % und die Einschä zung zum echnischen Gelingen noch 18 %. Ein
Modell aus allen genann en Aspek en komm au ein R² on ,421 (ko igie es R²=,393).
Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge , Maximilian Scha eck & Lisa-Ma ie F iede
102
Anme kung: Be ich e we den s anda disie e Be a-Koe izien en, das Signi ikanzni eau (***p < 0,001; **p < 0,01; *p < 0,05, -
Tes ) sowie in Klamme n de T-We .
Quelle: Leh endenbe agung de FH Aachen, FH Kiel und TH Köln im Somme semes e 2020 (eigene Da s ellung).
Tabelle 4: Reg essionsmodelle.
3.3 Un e schiede in de digi alen Umse zung zwischen den Leh o men
Die Leh o men haben sich in den o he igen Be ach ungen als zen al e wiesen, sodass zule z de
F age nachgegangen wi d, welchen Un e schied diese hinsich lich de eingese z en Tools, des didak-
Gelingensbedingungen digi ale Leh e im Somme semes e 2020
103
ischen Gelingens und de Zu iedenhei mi dem Semes e ausmachen. Hie zu wi d au die Be ach-
ung bes imm e G uppen on be ag en Leh enden zu ückgeg i en, um in de Auswe ung s ä ke
nach angebo ene Leh o m di e enzie en zu können. Die An wo en au die F age, wie häu ig die
eigenen Leh e ans al ungen im Somme semes e 2020 a) o agsbasie , b) disku si -in e ak i
ode c) handlungso ien ie -p ak isch ges al e wa en (1 = „seh o “ bis 5 = „nie“), können mi els
eine Clus e analyse2 in ie G uppen mi jeweils ge inge Va ianz inne halb de Clus e g uppie
we den. Dem Leh all ag in de Hochschulleh e und de Modula isie ung en sp echend um assen die
meis en Clus e Misch o men. Die be ach e en Leh o m-Clus e um assen Leh ende, die 1) o -
nehmlich o agsbasie e Leh e (z. B. Vo lesungen), 2) disku si -in e ak i e Leh e (z. B. Übung, Semi-
na ) mi o agsbasie en An eilen, 3) handlungso ien ie -p ak ische Leh e (z. B. Labo übungen,
P ojek e, P ak ika) und disku si -in e ak i e Leh e (z. B. Übung, Semina ) anbie en sowie 4) eine Mi-
schung aus allen d ei Leh o men, o nehmlich jedoch mi o agsbasie e und handlungso ien ie -
e Leh e (s. Tab. 5). Dabei is o allem im ie en Clus e unkla , ob die jeweiligen Leh enden die
e schiedenen Leh o men in un e schiedlichen Ve ans al ungen ode inne halb einzelne Ve ans al-
ung einse zen. Alle dings läss sich annehmen, dass im e s en Clus e wei gehend on al ausge ich-
e e Vo lesungen, im zwei en wei gehend semina is isch ges al e e Vo lesungen ode Semina e und
im d i en wei gehend Übungen, P ak ika und S udienp ojek e angebo en we den.
Anme kung: Angegeben is das Clus e zen um de endgül igen Lösung sowie in Klamme n das an ängliche.
Quelle: Leh endenbe agung de FH Aachen, FH Kiel und TH Köln im Somme semes e 2020 (eigene Da s ellung)
Tabelle 5: Clus e zen en de endgül igen Clus e lösung zu Leh o men.
Übe alle ie Clus e hinweg wu de am häu igs en on Webkon e enz ools und Le nma e ialien in
Tex o m Geb auch gemach (s. Tab. 6). In dem o agsbasie en Clus e und dem eben alls o ags-
in ensi en Mischclus e wu den de Sache nach häu ige Leh ideos und Vo lesungsau zeichnungen
genu z als in den beiden ande en Clus e n. Von den Leh enden aus dem o nehmlich o agsbasie -
en Clus e wu den alle dings seh iel sel ene Sp echs unden angebo en, die als E gänzung de
synch onen ode asynch onen Leh o äge hä en e s anden we den können. Auch au Abs im-
2 Basie end au an änglich es geleg en Clus e zen en (Ausp ägungen de ele an en Va iablen) we den die Fälle jeweils
einem Clus e zugeo dne , zu dem sie die ge ings e euklidische Dis anz au weisen. D ei An angsclus e zen en wu den so
es geleg , dass sie jeweils eine seh hohe Häu igkei in eine Va iable und eine seh ge inge Häu igkei in den ande en
beiden au wiesen, sowie eine Misch o m, die in allen d ei Va iablen eine hohe Häu igkei zugewiesen bekam.
Clus e
1) o nehmlich
o agsbasie
2) disku si mi
o agsbasie en
An eilen
3) handlungs-
o ien ie &
disku -si
4) Misch o m ( o nehm-
lich o agsbasie &
handlungso ien ie )
o agsbasie
1,65 (1)
2,48 (5)
3,70 (5)
1,58 (2)
disku si -in e ak i
3,82 (5)
1,44 (1)
2,02 (5)
2,10 (2)
handlungso ien ie -
p ak isch
4,60 (5)
4,73 (5)
1,86 (1)
1,87 (2)
n=
78
114
123
156
Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge , Maximilian Scha eck & Lisa-Ma ie F iede
110
Kienle, A. & Appel, T. (2021). In 25 Tagen in die digi ale Wel : Das Online-Semes e an de Fachhoch-
schule Do mund. In U. Di le & C. K eidl (H sg.), Wie Co ona die Hochschulleh e e ände . E ah-
ungen und Gedanken aus de K ise zum zukün igen Einsa z on eLea ning (S. 105-118). Sp inge
Gable .
Klonschinski, A., Renge , D., Dö ing, N., Dö ing, A., Ge win, J. & Webe , I. (2020). Fo schen und Leh en
wäh end de Co ona-Pandemie – Auswe ung eine Be agung un e Mi a bei e *innen de CAU Kiel.
h ps://www.phil.uni-kiel.de/de/ akul ae /beau ag e/GB-PhilFak/ak uelles/auswe ung-
be agung-co ona
Lö z, M., Ma czuk, A., Zimme , L., Mul us, F. & Buchholz, S. (2020). S udie en un e Co ona-
Bedingungen: S udie ende bewe en das e s e Digi alsemes e . Deu sches Zen um ü Hoch-
schul- und Wissenscha s o schung (DZHW). h ps://doi.o g/10.34878/2020.05.dzhw_b ie
Ma czuk, A., Mul us, F. & Lö z, M. (2021). Die S udiensi ua ion in de Co ona-Pandemie. Auswi kun-
gen de Digi alisie ung au die Le n- und Kon ak si ua ion on S udie enden. Deu sches Zen um
ü Hochschul- und Wissenscha s o schung (DZHW).
h ps://doi.o g/10.34878/2021.01.dzhw_b ie
Mul us, F. (2004). Fachkul u en. [Disse a ion]. Uni e si ä Kons anz.
Müns , A. S. (2001). Die Hochschulleh e im Visie : Wissens e mi lung und Geschlech e kons uk ionen in
na u - und ingenieu wissenscha lichen S udien äche n. Uni e si ä Kaise slau e n, F auenbü o.
P enzel, M. & D echsel, B. (1996). Ein Jah kau männische E s ausbildung: Ve ände ungen in Le nmo-
i a ion und In e esse. Un e ich swissenscha , 9, 217–234.
Ruh -Uni e si ä Bochum (2020). E s e E gebnisse de Leh endenbe agung de RUB zu digi alen Leh e I
SoSe 2020. h ps://padle -uploads.s o age.googleapis.com/532752323/613deeaeb2ca5b9dd40
ccc4bd 9ea3db/E s e_E gebisse_Leh endenbe agung_de _RUB_ inal.pd
Reinmann, G. (2005). Blended Lea ning in de Leh e bildung. G undlagen ü die Konzep ion inno a i e
Le numgebungen. Pabs .
Reinmann, G. (2011, 11. Mä z). Mu zu Leh e: Didak ische He aus o de ungen ü ein kons uk i es
Le nen im Zei al e des Web 2.0 ode Das schwie ige Ve häl nis zwischen Leh en und Le nen: Ein
hausgemach es P oblem? [Redemanusk ip ]. Vo ag au de Jah es agung 2011 de Gesellscha
ü Didak ik des Sachun e ich s e.V. h ps://gabi- einmann.de/wp-con en /uploads/2011/
03/Ins uk ion- e sus-Kons uk ion.pd .
Reinmann, G., Bohndick, C., Lubcke, E., B ase, A., Kau mann, M. & G oß, N. (2020). Eme gency Remo e
Teaching im Somme semes e 2020 Be ich zu Beglei o schung - Leh endenbe agung. Hambu ge
Zen um ü uni e si ä es Leh en und Le nen. h ps://www.hul.uni-
hambu g.de/ o schung/p ojek a chi /e /beglei o schung-be ich -2020-2.pd
Riegle , P. (2019). Pee Ins uc ion in de Ma hema ik – Didak ische, o ganisa o ische und echnische
G undlagen p axisnah e läu e . Sp inge Spek um.
Schape , N. (2020). En wicklung und Validie ung eines Modells zu E-Leh kompe enz. Zei sch i Medi-
enpädagogik, 37 (Medienpädagogik als Schlüsseldisziplin), 313–342.
h ps://www.medienpaed.com/a icle/ iew/698/676
111
Scha eck, M., Jö issen, J., Me zge , C. & Faßbende , A. (2021). Was läss Online-Le nen gelingen? S u-
den ische Bewe ungen on Co ona-S udienangebo en im Somme semes e 2020. In M. Ba na , E.
Bosse & B. Szczy ba (H sg). Hochschulen au dem Weg zu hyb iden Leh e? Fo schung als Impuls ü
Hochschuldidak ik und Hochschulen wicklung. Fo schung und Inno a ion in de Hochschulbildung
(Band 11). TH Köln.
Schlenke , L. & Beye , S. (2013). Online in de Vo lesung – Po en iale digi ale Medien ü ak i es Le -
nen. In K. He ing, J. Kawalek, K. Ho no & F. Schaa (H sg.), Didak ik – Mo i a ion – Inno a ion. Ta-
gungsband zum Wo kshop on E-Lea ning 2013. Leipzig: HTWK.
Schneide , G. (2021). Von 0 au 10 in 25 Jah en und on 10 au 100 in zwei Wochen: E-Lea ning an de
Uni e si ä F eibu g. In U. Di le & C. K eidl (H sg.), Wie Co ona die Hochschulleh e e ände . E -
ah ungen und Gedanken aus de K ise zum zukün igen Einsa z on eLea ning. Sp inge Gable .
Schneide , M. & P eckel, F. (2017). Va iables associa ed wi h achie emen in highe educa ion: A sys-
ema ic e iew o me a-analyses. Psychological Bulle in, 143(6), 565–600.
S ammen, K.-H. & Ebe , A. (2020). Noch online? S udie endenbe agung zu medien echnischen Auss a -
ung im Somme semes e 2020. Gesam be ich . E gebnisse de uni e si ä swei en UDE-Um age im
Somme semes e 2020. Uni e si ä Duisbu g-Essen. h ps://panel.uni-
due.de/asse s_websi es/18/S ammenEbe _2020_NochOnline_Gesam be ich .pd
T aus, A., Hö ken, K., Thomas, S., Mangold, K. & Sch öe , W. (2020). S u.diCo. – S udie en digi al in
Zei en on Co ona. E s e E gebnisse de bundeswei en S udie S u.diCo Uni e si ä s e lag Hildesheim.
h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:de:gb :hil2-opus4-11578
113
Was läss Online-Le nen gelingen?
S uden ische Bewe ungen on Co ona-
S udienangebo en im Somme semes e 2020
Maximilian Scha eck, Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge & Axel Faßbende
Im Bei ag we den E gebnisse eine hochschulübe g ei enden S udie endenbe agung zum
co onabeding en Online-S udium im Somme semes e 2020 o ges ell (n=4.059). Die eg essions-
analy ische Auswe ung de Da en zeig , dass wesen liche Ein luss ak o en au die s uden ische Ein-
schä zung des Online-Semes e s in den Va iablen Konzen a ion als le n e hal ens ele an em Aspek ,
in de Kommunika ion mi Leh enden sowie in de Kla hei de Au gaben zum Selbs s udium bes ehen.
Aus den Be unden we den Maßnahmen ü die Ges al ung on digi alen Le n- und Leh szena ien au
e schiedenen Handlungsebenen de Hochschuldidak ik abgelei e , die an den Hochschulen umge-
se z wu den ode die disku ie we den.
1 Ein üh ung
Le nen ha imme kogni i e, mo i a ionale, emo ionale und soziale Dimensionen – unabhängig da-
on, ob es mi ode ohne digi ale Medien e olg (Reinmann, 2005, S. 70). Dies läss Le nen und − in
o malen Bildungskon ex en en sp echend − auch Leh en schon un e gewohn en Bedingungen zu
einem komplexen, ansp uchs ollen Un e angen we den. Dies deu e sich bspw. in u sp ünglich aus
de Schul- und Un e ich s o schung s ammenden sog. Angebo s-Nu zungs-Modellen an, die Bedin-
gungen und Wi kmechanismen on Le nen in o malen Bildungskon ex en au zeigen. Umso he aus-
o de nde wa die Si ua ion im F ühjah 2020, als die Maßnahmen zu Eindämmung de COVID-19-
Pandemie die Hochschulen wel wei inne halb kü zes e Zei zu Ums ellung on P äsenz- au Online-
Le nangebo e zwangen: Die Meh zahl de S udie enden wie auch de Leh enden wa wede da au
o be ei e noch da in geüb , Le nen und Leh en im i uellen Raum zu ollziehen.
Um In o ma ionen übe die Si ua ion de S udie enden zu e hal en, wu den im Somme semes e
2020 eine Vielzahl on S udie endenbe agungen du chge üh . Diese eichen on kleine en modul-
bezogenen Be agungen (z. B. Gosch & F anke, 2020) übe hochschulwei e und hochschulübe g ei-
ende Um agen (z. B. K eulich e al., 2020) bis hin zu g oßen in e na ional du chge üh en S udien
wie z. B. C19 IWS (Van de Velde e al., 2021), die mi 110 be eilig en Hochschulen in 26 Lände n und
ca. 130.000 Teilnehmenden (S and: Juni 2020) he auss ich . Be ach ungsgegens and de Un e su-
chungen sind übe wiegend die echnischen Vo ausse zungen au Sei en de S udie enden, eilweise
auch ih e emo ionale, soziale ode inanzielle Si ua ion.
Bezogen au die echnischen Möglichkei en weisen die Be unde meh hei lich da au hin, dass im
Somme semes e 2020 ü e wa 20 % bis 30 % de S udie enden die Teilhabe an den Online-
Ve ans al ungen au g und eine mangelha en echnischen Auss a ung, wie z. B. ehlendem Endge-
Maximilian Scha eck, Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge & Axel Faßbende
114
ä , Mik o on, Kame a ode Kop hö e sowie, du ch eine nich aus eichend leis ungs ähige In e ne -
e bindung limi ie wa (O o, 2020; S ammen & Ebe , 2020; Uni e si ä Gö ingen, 2020).
Hinsich lich de emo ionalen und sozialen Si ua ion deu en die S udien esul a e da au hin, dass
S udie ende nega i e Auswi kungen au Ve ans al ungen, P ü ungen und den e olg eichen Ab-
schluss des S udienjah s e leb en ode e wa e en (z. B. Pauli e al., 2020). Zudem wu de on ielen
S udie enden angegeben, dass das ge o de e A bei spensum als deu lich höhe e leb wu de ode
dass eine E höhung e wa e wu de; de emp undene S ess sowie die psychische Belas ung s iegen
an (Busse & Zeeb, 2020; Gosch & F anke, 2020; T aus e al., 2020). Die Be unde zeigen übe wiegend,
dass e wa die Häl e alle S udie enden im Somme semes e 2020 Schwie igkei en ha e, im häusli-
chen Um eld einen unges ö en O zum Le nen zu inden (S ammen & Ebe , 2020; Uni e si ä Gö -
ingen, 2020). Bei de Be ach ung de inanziellen Si ua ion weisen die S udien meh hei lich da au
hin, dass S udie ende in einem e heblichen Maße eine Ve schlech e ung ih e Lebenssi ua ion e uh-
en (Busse & Zeeb, 2020; Gosch & F anke, 2020; Pauli e al., 2020).1
Im o liegenden Bei ag we den die E gebnisse eine hochschulübe g ei enden S udie enden-Online-
Be agung an de Fachhochschule Aachen, de Fachhochschule Kiel und de Technischen Hochschule
Köln da ges ell .2 Auch in diese Be agung wu den, wie in den o.g. Un e suchungen, In o ma ionen
zu echnischen Auss a ung, zum Le nangebo , zu Kommunika ion, zu So gen bzgl. de P ü ungen
und de inanziellen Si ua ion sowie zu soziodemog a ischen Me kmalen wie Kinde be euung und
P legeau gaben e hoben. Da übe hinaus wu den Aspek e des s uden ischen Selbs s udiums und des
Le n e hal ens e ass . Ziel de Be agung wa es, ela i ku z nach Beginn des Co ona-
Somme semes e s 2020 In o ma ionen übe die Si ua ion S udie ende zu e hal en, um aus den Be-
unden ku z-, mi el- und lang is ige Maßnahmen ü die Ges al ung on S udienangebo en ablei en
zu können. Des Wei e en, und da au lieg de Fokus dieses Bei ags, soll e un e such we den, welche
Fak o en in diese Si ua ion ü die Bewe ung des S udiene lebens besonde s ele an wa en: Au
Basis meh e e Reg essionsmodelle wi d de F age nachgegangen, welche Va iablen g aduelle Bewe -
ungsun e schiede e klä en. Da ü wi d de Ein luss di e se Vo ausse zungen au die Bewe ung de
Gesam si ua ion un e Be ücksich igung e schiedene Hochschulen und Fäche g uppen be ach e .
Au die Da s ellung des E hebungsdesigns und de E gebnisse olgen die Diskussion de Be unde, die
Ablei ung on möglichen Konsequenzen sowie ein abschließendes Fazi .
2 Das E hebungsdesign
Im Folgenden we den das E hebungsins umen , das me hodische Vo gehen sowie die S ichp obe
da ges ell .
1 Becke und Lö z (2020) sowie T aus e al. (2020) heben he o , dass sich diese Auswi kungen ü S udie ende aus
nich akademischen El e nhäuse n sowie ü ausländische S udie ende ungleich s ä ke auswi k en, so e n diese nich übe
inanzielle Fö de ungen wie S ipendien, Ba öG ode Ähnliches e üg en.
2 Wi danken Bi gi Szczy ba und I o an den Be k, die an de Be agung, insbesonde e an de En s ehung des F agebogens,
maßgeblich be eilig wa en.
Was läss Online-Le nen gelingen?
115
2.1 E hebungsins umen
Das ü den Hochschulkon ex modi izie e Angebo s-Nu zungs-Modell on Koba g und Me zge
(2016) dien e als Folie ü die Kons uk ion des E hebungsins umen s. Fü die i uelle S udiensi ua-
ion im Somme semes e s 2020 als besonde s ele an bewe e e Va iablen de Angebo s- und de
Nu zungssei e, die sowohl die Ebene de didak ischen Szena ien (S uk u ebene), als auch die Ebene
de In e ak ion (P ozessebene) und de echnischen Tools ( echnische Ebene; zi ie nach Reinmann,
2005) sowie da übe hinaus das s uden ische Le n e hal en um ass en, wu den in e schiedenen
F agenblöcken ope a ionalisie : Im Fokus de E hebung s and zum einen die F age, welche Le nan-
gebo e den S udie enden in den e s en Wochen de Online-Leh e zu Ve ügung s anden und ob sie
Zugang dazu ha en. Zum ande en wu den Einschä zungen zum Selbs s udium e hoben: Neben
Angaben zu Au gaben und Feedback sowie zu Kommunika ion mi S udie enden wu den als zen ale
le ne olgs ele an e Va iablen auch Aspek e de Mo i a ion und des Le n e hal ens, . a. de Ve wen-
dung on Le ns a egien, e ass . Diese en s amm en im Wesen lichen dem In en a zu E assung
on Le ns a egien im S udium (LIST; Wild & Schie ele, 1994) in de gekü z en Fassung on Klingsieck
(2018) sowie dem F agebogen zum In eg ie en Le n- und Handlungsmodell on Ma ens (2012;
Ma ens & Me zge , 2017). Diese F agen wu den im Hinblick au die angenommene s udien achübe -
g ei ende Anwendba kei sowie au die Ökonomie des F agebogens gewähl . Schließlich en hiel de
Bogen F agen zu Bewe ung de Gesam si ua ion und zu Soziodemog a ie. De Tabelle 1 sind die ü
den o liegenden Bei ag ele an en F agenblöcke, die jeweilige Anzahl de I ems sowie Beispiel a-
gen zu en nehmen.
Tabelle 1: Übe sich übe ele an e F agenblöcke, die jeweilige Anzahl de I ems sowie Beispiel agen (eigene Da s ellung).
Dimension
Beispieli em
Soziodemog a ie 7 (2 skalie ) Ich übe nehme zu zei egelmäßig Ve an wo ung ü Kinde un e
18 Jah en.
Vo ausse zungen
digi ale Leh e 3 (3 skalie ) Ich besi ze ü die Online-Leh e eine aus eichende echnische
Auss a ung.
S udium
4
In welchem Fachsemes e be inden Sie sich ge ade?
Le nangebo 11 (10 skalie ) Ich e hal e Au gaben ü mein Selbs s udium.
Kommunika ions-
wege 16 (16 skalie ) Ich kommunizie e zu zei mi Leh enden in de Le npla o m ILIAS
(Cha /Fo um).
Le n e hal en 8 (8 skalie ) Ich ges al e meine Umgebung so, dass ich möglichs wenig om
Le nen abgelenk we de.
Vo eile digi ale
Leh e 5 (5 skalie ) Höhe e äumliche Flexibili ä
Folgen on
Co ona 5 (5 skalie ) Ich habe So ge, wegen de Co ona-K ise die P ü ungen nich zu
bes ehen.
Gesam be-
we ung 1 (1 skalie ) Im G oßen und Ganzen läu dieses Semes e bishe ü mich…
(seh gu - seh schlech )
Maximilian Scha eck, Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge & Axel Faßbende
116
Die En wicklung des E hebungsdesigns e olg e ini ial in Absp ache zwischen de Hochschule Emden-
Lee , de Fachhochschule Kiel und de Technischen Hochschule Köln. Wei e e Hochschulen schlossen
sich (pa iell) an, u. a. die Fachhochschule Aachen, sodass ein hochschulübe g ei ende Da enko pus
o lieg . Die im Folgenden besch iebene Auswe ung bezieh sich au Da en de Hochschulen Aachen,
Kiel und Köln.
2.2 Me hodisches Vo gehen
De S a de Vo lesungszei en sp ach in den meis en S udiengängen dem Beginn de Online-Leh e,
da an den be eilig en Hochschulen die Ums ellung de Leh e au i uelle Fo ma e nahezu ‚übe
Nach ‘ e olg e (Faßbende e al., 2020). Die Einladung zu Online-Be agung wu de e wa ein bzw.
zwei Mona e nach Beginn de Vo lesungszei e sand . Die Lau zei de Be agung be ug zwei Wo-
chen. In diesem Zei aum wu den keine P ü ungen abgehal en. Diese Zei aum wu de gewähl , da
e wa e wu de, dass zum einen die Ums ellung au synch one und asynch one Le nangebo e in den
meis en Modulen ollzogen sowie die alle g öß en Hinde nisse bzgl. de Eina bei ung in Tools, de
Anpassung de Leh konzep e u. Ä. bewäl ig wa en. Zum ande en and die Be agung zu einem ü-
hen Zei punk in de Vo lesungszei s a , um du ch eine zei nahe Auswe ung g öße e P oblem elde
e kennen und im Beda s all en sp echende Ve besse ungsmaßnahmen einlei en zu können. Tabelle
2 zeig den Beginn de Vo lesungszei und de Online-Leh e sowie die Lau zei de Be agung an den
d ei Hochschulen.
Tabelle 2: Beginn on Vo lesungszei und Online-Leh e sowie Lau zei de Be agung (eigene Da s ellung).
2.3 S ichp obe
Die Be agung wu de sepa a an den d ei Hochschulen übe E aSys bzw. ILIAS du chge üh . De Link
zum Online-F agebogen wu de di ek an alle S udie enden e sand bzw. an eine Hochschule jeweils
on den Dekan*innen an die S udie enden des jeweiligen Fachbe eichs e schick . An die Teilnahme
wu de du ch die meis en Ve an wo lichen einmal e inne . Es konn e ein unbe einig e Rücklau on
6.708 F agebögen e ziel we den. Dies en sp ich , bezogen au die Gesam zahl de eingesch iebenen
S udie enden an den einzelnen Hochschulen, eine Quo e on 13-18 %. Fü die o liegende Analyse
wu den 4.059 F agebögen be ücksich ig .
Ziel de Be agung wa es, Hinweise zu p ak ischen Umse zung des Online-S udiums an den jeweili-
gen Hochschulen zu e hal en. Inso e n e hoben die eilnehmenden Hochschulen in E gänzung zum
gemeinsam eingese z en F agebogen e schiedene zusä zliche Aspek e, sodass keine iden ischen,
jedoch in wei en Teilen deckungsgleiche F agebögen zum Einsa z kamen. S udie ende, die sich an
eine ande en Hochschule im Auslandssemes e be anden, und Mas e s udie ende wu den aus de
Be ach ung des o liegenden Bei ags ausgeschlossen, da da on ausgegangen wu de, dass sich ih e
Hochschule
Beginn Vo lesungszei
Beginn Online-Leh e
Lau zei
FH Kiel
16.03.2020
16.03.2020
09.-24.04.2020
TH Köln
(S ando Gumme sbach)
16.03.2020
(30.03.2020)
16.03.2020
(30.03.2020)
15.-29.04.2020
(15.04.-
20.05.2020)
FH Aachen
23.03.2020
23.03.2020
29.05.-15.06.2020
Was läss Online-Le nen gelingen?
117
S udiene ah ungen und -kompe enzen sowie die S udienan o de ungen und -bedingungen s a k
on de Si ua ion on Bachelo s udie enden un e scheiden. Da übe hinaus wu de eine Vielzahl de
Va iablen zu besse en In e p e ie ba kei nach äglich in jeweils ennscha e Ka ego ien bina isie .
T o z des au Selbs selek ion be uhenden Rücklau s sind iele Fachbe eiche bzw. Fakul ä en in de
S ichp obe angemessen e e en. De ü den Kiele und Aachene Da ensa z mögliche Tes ü die
Fachsemes e zeig e, dass diese angemessen ep äsen ie sind.
Die S udie enden, de en Angaben in den wei e en Auswe ungen be ücksich ig we den, be anden
sich übe wiegend im zwei en, ie en ode sechs en Fachsemes e on Bachelo s udiengängen. 13 %
bzw. 15 % de Be ag en gaben an, zu zei äglich ode meh mals wöchen lich Ve an wo ung ü
Kinde un e 18 Jah en bzw. P lege e an wo ung ü Angehö ige zu übe nehmen. 77 % gaben keine
de beiden So ge ä igkei en in diese Regelmäßigkei an. Nach eigenen Angaben ha en 6 % eine
gesundhei liche Beein äch igung, die das S udium im Online-Modus e schwe e, 25 % ha en ih en
Nebenjob e lo en und 21 % inanzielle So gen.
Die An eile on S udie enden mi Ve an wo ung ü Kinde und mi eine gesundhei lichen Beein-
äch igung weichen on denen ab, die in de 21. Soziale hebung des Deu schen S uden enwe ks ü
S udie ende in Deu schland e hoben wu den (Middendo e al., 2017): Demnach haben 2016 6 %
alle S udie enden mindes ens ein Kind sowie 11 % eine ode meh e e gesundhei liche Beein äch i-
gung(en).3 Die es ges ell e Abweichung könn e in de A de F ages ellung beg ünde sein: Wäh-
end in de Soziale hebung gene ell ge ag wu de „Haben Sie Kinde ?“ bzw. „Haben Sie eine ode
meh e e de nach olgend au ge üh en gesundhei lichen Beein äch igungen?“, wa in de o lie-
genden E hebung die eine F age e wei e und die ande e eingesch änk wo den, um die ü den
Un e suchungskon ex ele an en Bedingungen zu e assen: Die eine F age diese E hebung bezog
sich nich zwingend au eigene Kinde , sonde n au die egelmäßige Ve an wo ung ü Kinde un e
18 Jah en, was po en iell einen g öße en Pe sonenk eis um ass . Das ande e I em e ag e eine ge-
sundhei liche Beein äch igung, die das S udium im Online-Modus e schwe , was eine Einsch än-
kung de F age aus de Soziale hebung da s ell .
3 E gebnisse
Im Folgenden wi d zunächs die desk ip i e Auswe ung de einzelnen F agen da ges ell . Im An-
schluss da an olgen e schiedene Reg essionsmodelle zu Vo he sage de Gesam bewe ung. Insge-
sam is bezüglich de meis en Aspek e eine g oße He e ogeni ä es zus ellen.
3.1 E gebnisse de desk ip i en Auswe ung
Ein Teil de S udie enden be ich e on mangelnden Vo ausse zungen ü ein digi ales S udium und
on inanziellen So gen in Folge de COVID-19-Pandemie. So gib ein Vie el (24 %) an, übe keine
aus eichende In e ne e bindung zu e ügen, 12 % besi zen keine aus eichende echnische Auss a -
ung und 8 % sind de Au assung, die digi alen Tools nu mangelha zu behe schen. Ein Fün el
(21 %) e klä , du ch die Auswi kungen de COVID-19-Pandemie be ei s in inanzielle Schwie igkei en
3 Ve gleichszahlen ü S udie ende mi P lege e an wo ung lagen nich o .
Maximilian Scha eck, Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge & Axel Faßbende
118
ge a en zu sein ode dies wah scheinlich zu sein. Da übe hinaus ha ein Vie el (25 %) de Be ag en
einen Nebenjob e lo en.
Das eigene Le n e hal en wi d un e den Bedingungen de COVID-19-Pandemie seh un e schiedlich,
hinsich lich de Ablenkung om S udium alle dings insgesam seh k i isch eingeschä z . So geben
53 % an, (ehe ) meh als sons zu P ok as ina ion zu neigen, nu 18 % neigen (ehe ) nich meh dazu
als sons . Fas zwei D i el (62 %) be ich en übe (ehe ) meh Konzen a ionsp obleme, ü nu 15 %
scheinen diese jedoch (ehe ) nich g öße als zu o . Übe die Häl e (53 %) de be ag en S udie en-
den gib an, (ehe ) ü eine ablenkungs eie Le numgebung zu so gen, 28 % un dies (ehe ) nich .
Meh als die Häl e (55 %) mach sich zudem (ehe ) einen Zei plan ü das Selbs s udium, 31 % un
dies (ehe ) nich . Übe ein D i el (38 %) emp inde die Ve schiedenhei de eingese z en digi alen
Leh - und Le n ools (ehe ) als Behinde ung ü ih Le nen, knapp die Häl e de Be ag en (47 %) sieh
hie ü sich jedoch (ehe ) keine Beein äch igung. Meh als ein D i el (38 %) de Be ag en be eilig
sich (ehe ) o in Online-Ve ans al ungen, gu ein Vie el (24 %) u dies ehe nie und ein Zwöl el
(13 %) soga nie. Da übe hinaus nu z die Häl e (49 %) de be ag en S udie enden (ehe ) zusä zliche
Le nangebo e im In e ne , z. B. Video2B ain ode You ube, wei e e 40 % un dies (ehe ) nich .
Das Le nangebo un e den Bedingungen de ein digi alen Leh e wi d endenziell posi i bewe e .
Die Meh hei de be ag en S udie enden (70 %) be ich e on (ehe ) häu igen Möglichkei en zu
ak i en Be eiligung in den Online-Leh e ans al ungen. Hingegen be ich en 14 %, dass Möglichkei-
en, sich in den Online-Leh e ans al ungen ak i zu be eiligen, ehe sel en ode nie o handen sind.
Die S udie enden we den o enba gu mi S udienau gaben e so g : 81 % e hal en (ehe ) Au gaben
ü ih Selbs s udium, 9 % (ehe ) nich . Alle dings wissen nu zwei D i el (65 %) on ihnen (ehe ), was
sie in den Selbs s udienphasen zu un haben, und 20 % wissen dies (ehe ) nich . Lediglich ein D i el
(32 %) e häl da übe hinaus (ehe ) Rückmeldungen zu den Selbs s udienau gaben, au 42 % i
dies jedoch (ehe ) nich zu. Da übe hinaus emp inde übe die Häl e de Be ag en (57 %) den Um-
ang de Au gaben als (ehe ) zu iel. Im Be eich de Kommunika ion äuße sich jeweils e was übe die
Häl e de Be ag en als (ehe ) zu ieden mi de Kommunika ion mi den Leh enden (54 %) ode
Kommili on*innen (57 %), je e wa ein Vie el (26 % bzw. 23 %) is mi diese (ehe ) unzu ieden.
Insgesam gib jeweils e wa ein D i el de Be ag en an, dass das Semes e ü sie bishe im G oßen
und Ganzen gu ode soga seh gu (35 %), eils eils (29 %) ode wenige bis ga nich gu (36 %)
gelau en sei.
3.2 Fü die Gesam bewe ung wesen liche Aspek e des Le nangebo s
und des Le n e hal ens
Die Da en wu den eine Reg essionsanalyse un e zogen, um zu un e suchen, welche Va iablen g a-
duelle Bewe ungsun e schiede in de F age e klä en, wie das Semes e ‚im G oßen und Ganzen
gelau en‘ is . Im Folgenden we den die E gebnisse diese Analyse da ges ell .
Im Ve gleich de Mi elwe e de Gesam bewe ung zeig sich an allen d ei Hochschulen ein ähnliches
Bild (3.00 / 3.13 / 3.05). Übe ein D i el de Be ag en bewe e die S udiensi ua ion als (seh ) gu
(33 % / 36 % / 36 %). Als wenige ode ga nich gu emp inden es hingegen 29 %, 40 % bzw. 33 %.
Demen sp echend e ach en 38 %, 24 % bzw. 30 % einiges als gu , ande es als schlech . Alle dings
bes ehen an den jeweiligen Hochschulen Un e schiede zwischen den e gleichba en S udiengängen.
Was läss Online-Le nen gelingen?
119
Fü diese Be ach ung wu den die Mi elwe e de sechs be ach e en S udiengänge jeweils mi de-
nen de Re e enzg uppe alle wei e en S udiengänge de jeweiligen Hochschule e glichen. Da in
zeig sich, dass lediglich S udie ende de S udiengänge In o ma ik und Ges al ung/A chi ek u an den
beiden Hochschulen, die diese S udiengänge anbie en, eine signi ikan (p < 0.01) besse e Gesam be-
we ung (zwischen +0.26 und +0.47) abgegeben haben (s. Tab. 3). Eben alls bes ehen an nu eine
de beiden den S udiengang anbie enden Hochschulen signi ikan besse e Bewe ungen ü den
S udiengang Bauingenieu wesen (+0.33; p < 0.01). Au de ande en Sei e zeigen sich signi ikan
schlech e e Bewe ungen an eine de beiden den S udiengang anbie enden Hochschulen ü das
Fach Soziale A bei (-0.59; p < 0.001) und an zwei de d ei anbie enden Hochschulen ü den S udien-
gang Maschinenbau (-0.34 bzw. -0.17; p < 0.05) (s. Tab. 3). Mögliche G ünde könn en in de Zusam-
mense zung de jeweiligen Re e enzg uppe, de jeweiligen Fachkul u ode de achbezogenen Digi-
alisie ungs ähigkei de Leh inhal e liegen.
Tabelle 3: Mi elwe e gleiche bzgl. de Gesam bewe ung de e s en Wochen des ‚Co ona-Somme semes e s 2020‘.
Die Gesam bewe ung wi d in den nun olgenden Reg essionsmodellen eine sei s du ch Vo ausse -
zungen wie s uk u elle, pe sönliche und echnische Me kmale sowie ande sei s du ch das Le n e hal en
und das Le nangebo zu e klä en e such . Die Abbildung 1 gib einen Übe blick übe die E gebnisse
de e schiedenen Reg essionsmodelle.
In de Reg essionsanalyse zeig sich in Modell 1, dass s uk u elle Me kmale wie die jeweilige Hoch-
schule, die S udien achg uppe ode de S a us als E s semes e s uden *in nu einen seh schwachen
Ein luss au die Va ianz in de Gesam bewe ung ausüben (Modell 1: R²=0.022). Diese s uk u ellen
Me kmale bilden das G undmodell, das in den olgenden Modellen du ch wei e e Me kmalsg uppen
e gänz wi d. Du ch die Hinzunahme on echnischen Vo ausse zungen ü das digi ale S udium, wie
eine aus eichende In e ne e bindung und echnische Auss a ung sowie die Behe schung digi ale
Tools, s eig de An eil e klä e Va ianz au 11 % (Modell 2; R²=0.110). Be ach e man diese s uk u-
ellen und echnischen Vo ausse zungen in einem gemeinsamen Modell mi pe sönlichen Me kmalen
wie Kinde be euung, P lege on Angehö igen, das Online-S udium e schwe ende gesundhei liche
Aspek e, dem S a us als Aus auschs udie ende* (Incoming), ein pandemiebeding e Job e lus ode
inanzielle Schwie igkei en du ch die COVID-19-Pandemie, be äg de An eil e klä e Va ianz 16 %
(Modell 3: R²=0.159).
Mi elwe e gleiche/Abweichung on de Re e enzg uppe
We ü die jeweiligen Hochschulen insgesam (HS 1 / HS 2 / HS3) 3,00 / 3,13 / 3,05
alle wei e en Bachelo s udiengänge de jeweiligen Hochschule (Re e enz)
2,86 / 3,16 / 3,14
Abweichungen on de Re e enzg uppe
Maschinenbau -0,34* / -0,17* / -0,04
BWL
-0,05 / +0,04 / +0,14
Soziale A bei -0,59*** / -0,12
In o ma ik
+0,35** / +0,47***
Bauingenieu wesen +0,33** / 0
Ges al ung / A chi ek u +0,45** / +0,26**
* p < 0.05; ** p < 0.01; ***p < 0.001
Maximilian Scha eck, Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge & Axel Faßbende
126
Podcas s und Au gaben in de jeweiligen Le npla o m sowie zum E ah ungsaus ausch und zu
kollegialen Be a ung du chge üh , die au g oße Nach age s ießen. Auch i uell zu Ve ügung
ges ell e Ma e ialien zu Me hoden ü die Online-Leh e, zu Nu zung digi ale Tools sowie zu ju is i-
schen F ages ellungen konn en In o ma ionsbeda e zei - und o sunabhängig decken.
Um das Ankommen an de Hochschule und die Kommunika ion un e einande zu begüns igen, kön-
nen – .a. ü die G uppe de E s semes e s udie enden und S udiengangs- bzw. Hochschulwechs-
le *innen – geziel digi ale Kennenle n e ans al ungen s udiengangs- ode hochschulwei du chge-
üh we den.
Als Un e s ü zung bei Konzen a ionsschwie igkei en und um dem O ien ie ungsbedü nis S udie-
ende zu begegnen, kann auch die Ve einhei lichung genu z e digi ale We kzeuge dienlich sein:
35 % de S udie enden gaben an, dass die Vielzahl de e wende en Tools ih Le nen (ehe ) behinde -
e. Zusä zlich gib es ach- bzw. s udiengangsspezi ische Bedü nisse, bes imm e So wa ep oduk e in
de Leh e einzuse zen. Es soll en alle dings de Au wand ü die jeweilige s uden ische Zielg uppe,
sich in die So wa ep oduk e einzua bei en, be ücksich ig , und en sp echende S anda disie ungs-
maßnahmen e g i en we den.
4.3 Mak oebene
Au de Mak oebene lassen sich aus den Resul a en Konsequenzen ü chancenge ech e Zugangs-
möglichkei en, z. B. ü die S udiengangso ganisa ion sowie die Gewäh leis ung on echnischen
Teilhabegelegenhei en ablei en. Dies be i bspw. den Be und, dass 12 % de S udie enden anga-
ben, nich übe eine aus eichende echnische Auss a ung zu e ügen, was in Einzel ällen du ch
Leihge ä e gelös we den konn e. De Ausbau des zei - und o sunabhängigen Zugangs zu Le nma e-
ial im Sinne eines lexibilisie en S udiums ü S udie ende mi Be euungs- und P legeau gaben
sowie ü e we bs ä ige S udie ende kann Bes and eil eine S udiengangs- ode Hochschuls a egie
sein, ebenso wie die Be ei s ellung dezidie e S udien e lau spläne ü ein zei lich eingesch änk es
S udium bzw. Teilzei s udiengänge. Auch wenn sich die Va iablen Be euungs- und P legeau gaben
sowie E we bs ä igkei in de Reg essionsanalyse de o liegenden Un e suchung in Bezug au die
gesam e G uppe de S udie enden nich als zen ale Ein lussg ößen zeigen, is unums i en, dass
Online-Le nma e ialien ü S udie ende mi solchen Au gaben eine Un e s ü zung sein können. Alle -
dings s eh das ‚Le nen aus de Konse e‘ im Kon lik mi dem Bedü nis iele S udie ende nach
synch one Leh e mi en sp echenden Begegnungen und sozialen Kon ak en. Dem Wunsch, mög-
lichs beide Bedü nisse zu be ücksich igen, äg die Bescha ung hochschulwei eingese z e , s abil
lau ende Tools ü synch one Leh e ode eine S eamingpla o m ü die Be ei s ellung on Leh il-
men Rechnung.
Die Be agungse gebnisse weisen einen An eil on 53 % de S udie enden aus, die ü sich keine
ablenkungs eie Le numgebung gescha en haben ode ein ich en konn en. Diese Be und un e -
s ü z eind ücklich den Beda an Le n äumen und am Ausbau on Selbs s udienplä zen an Hoch-
schulen.
Was läss Online-Le nen gelingen?
127
5 Fazi und Ausblick
Die E gebnisse zeigen, dass an den d ei Hochschulen die Leh e seh schnell und zu einem seh hohen
An eil au i uelle Fo ma e umges ell we den konn e und dass die S udie enden dies seh zu schä -
zen wuss en.
O en bleiben F agen, die anhand de o liegenden Da en nich bean wo e we den können und ü
die es wei e e Un e suchungen beda . Das g oße Po en ial und de Meh we on digi alen Medien
ü das Le nen liegen in de In e ak i i ä on Le nobjek en (Reinmann, 2005). Ge ade Aspek e dieses
Po en ials s anden jedoch nich im Mi elpunk de o liegenden Be agung. Dies lag zum einen da in
beg ünde , dass die Da en hochschulwei und au eine ela i abs ak en Ebene e hoben wu den. Vo
allem abe wa nach de ab up en Ums ellung nich zu e wa en, dass Le nobjek e on hohem In e -
ak i i ä sg ad en wickel we den konn en. Dies is abe gewiss ein Ziel, das wei e e olg und dessen
E eichung sowie die e ziel en Wi kungen un e such we den soll e.
Auch ein Jah nach Ausb uch de COVID-19-Pandemie kann noch nich abgeschä z we den, wie iele
S udie ende ih S udium be ei s abgeb ochen haben bzw. dies in den nächs en Semes e n un we -
den, z. B. weil sie in inanzielle Schwie igkei en ge a en sind ode keinen Anschluss zu Kommili-
on*innen inden konn en. E s e Analysen an eine de d ei Hochschulen deu en an, dass die No en-
e eilung zwa e gleichba zu den beiden Vo semes e n is , dass abe die Zahl de P ü ungsan i e
im Somme semes e 2020 zu ückgegangen is .
Noch nich abschä zba is auch, was die Online-Le nsi ua ion le z endlich ü den Kompe enze we b
de S udie enden bedeu e : Können eduzie e ode ausge allene P axisan eile kompensie we den?
Geling de Ein i in den A bei sma k , obwohl z. B. P ak ika nich wie beabsich ig ealisie we den
konn en? Zukün ige Analysen we den zeigen, welche Auswi kungen die Pandemie au die be u li-
chen Pe spek i en S udie ende ha e.
Li e a u
Becke , K. & Lö z, M. (2020). S udie en wäh end de Co ona-Pandemie: Die inanzielle Si ua ion on
S udie enden und mögliche Auswi kungen au das S udium. DZHW B ie , 9/2020. Deu sches Zen -
um ü Hochschul- und Wissenscha s o schung (DZHW).
h ps://doi.o g/10.34878/2020.09.dzhw_b ie
Bö , M., Ka z, C., Min a h, I. & Topo o a, N. (im D uck). Kommunika ion in digi alen Leh - und Le nse -
ings im Online-Semes e 2020 an de FH Aachen – eine quali a i e S udie. In H. Angenen , J. Pe i
& T. Zimenko a (H sg.), Things will ne e be he same again? Leh e und Hochschulen wicklung in Zei-
en de Co ona-Pandemie. ansc ip Ve lag.
Busse, H. & Zeeb, H. (2020). In e na ional COVID-19 S uden Well-being Su ey (C19 IWS). Ku zbe ich zu
E gebnissen de Online-Be agung ü den S ando B emen. h ps://www.uni-
b emen.de/ ileadmin/use _upload/ achbe eiche/ b11/S udienzen um/Digi ale_Leh e/
Ku zbe ich _COVID-19_ISWS_B emen_ 3_20200701.pd
Maximilian Scha eck, Jö g Jö issen, Ch is iane Me zge & Axel Faßbende
128
Faßbende , A., Hasu, T., Me zge , Ch., Szczy ba, B. & an den Be k, I. (2020). P axisschock digi ales
Le nen. E gebnisse eine S udie endenbe agung zu Online-Leh e in de „Co ona-Si ua ion“. Das
Hochschulwesen, 4+5, 109–118.
Flechsig, K.-H. (1975). Handlungsebenen de Hochschuldidak ik. ZIFF-Papie e, 3, 1–14. h p://nbn-
esol ing.de/u n:nbn:de:hbz:708-dh745
Gosch, A. & F anke, H. (2020). S udie zu ak uellen Lebens- und S udiensi ua ion, zu Belas ung und
Gesundhei sowie zu Ressou cen on S udie enden. E gebnisse zu Teilbe agung an de Fakul ä ü
angewand e Sozialwissenscha en de Hochschule München. Be agung om 11.5.–25.5.2020.
Hochschule München.
h ps://w3-mediapool.hm.edu/mediapool/media/ k11/ k11_lokal/news_9/
be agung_zu /S udie endenbe agung_Co ona-Pandemie_E gebnisse_Muenchen_9.6.2020.pd
Klingsieck, K. B. (2018). Ku z und knapp – die Ku zskala des F agebogens „Le ns a egien im S udium“
(LIST). Zei sch i ü Pädagogische Psychologie, 32(4), 249–259.
Koba g, M. & Me zge , Ch. (2016) Angebo s-Nu zungs-Modelle als G undlage p o essionellen Han-
delns in de Hochschuldidak ik. In K. Zie e (H sg.), Jah buch Allgemeine Didak ik 2016: Allgemeine
Didak ik und Hochschule (S. 115–132). Schneide Ve lag.
K eulich, K., Lich lein, M., Zi zmann, C., B öke , T., Schwab, R. & Zinge , B. (2020). Hochschulleh e in de
Pos -Co ona-Zei . S udie de bay ischen Hochschulen ü angewand e Wissenscha en Somme se-
mes e 2020. Fo schungs- & Inno a ionslabo Digi ale Leh e, Hochschule München.
h ps://doi.o g/10.34646/ hn/ohmdok-777
Lohaus, A. & Glue , M. (2019). Selbs egula ion bei Kinde n im Rahmen de En wicklungs- und E zie-
hungspsychologie. In B. K acke & P. Noack (H sg.), Handbuch En wicklungs- und E ziehungspsycho-
logie (S. 101–116). Sp inge Na u e.
Ma ens, T. (2012). Was is aus dem In eg ie en Handlungsmodell gewo den? In W. Kemp & R. Lan-
geheine (H sg.): I em-Response-Modelle in de sozialwissenscha lichen Fo schung (S. 210–229). Re-
gene .
Ma ens, T. & Me zge , Ch. (2017). Di e en T ansi ions owa ds Lea ning a Uni e si y: Explo ing he
He e ogenei y o Mo i a ional P ocesses. In E. Kynd , V. Donche, K. T igwell & S. Lindblom- Ylanne,
(H sg.), Highe Educa ion T ansi ions: Theo y and Resea ch (S. 31–46). Rou ledge.
Me zge , C. & Schulmeis e , R. (2020). Zum Le n e hal en im Bachelo s udium. Zei budge -Analysen
s uden ische Wo kload im ZEITLas -P ojek . In D. G oßmann, C. Engel, J. Junke mann & T. Wol-
b ing (H sg.), S uden ische Wo kload. De ini ion, Messung und Ein lüsse (S. 233–251). Sp inge VS.
Me zge , C., Schulmeis e , R. & Ma ens, T. (2012). Mo i a ion und Leh o ganisa ion als Elemen e on
Le nkul u . ZFHE, 7(3), 36–50.
Middendo , E., Apolina ski, B., Becke , K., Bo nkessel, P., B and , T., Heißenbe g, S. & Poskowsky, J.
(2017). Die wi scha liche und soziale Lage de S udie enden in Deu schland 2016. 21. Soziale he-
bung des Deu schen S uden enwe ks. Deu sches Zen um ü Hochschul- und Wissenscha s o -
schung.
O o, C.-S. (2020). S udie endenbe agung im Somme semes e 2020. Quali ä smanagemen S udium
und Leh e, S udiene olgsmoni o ing. Uni e si ä Biele eld. h ps://uni-biele eld.de/ hemen/qm-
s udium-leh e/be agungen-moni o ing/s udie endenbe agung/somme semes e 2020/
Pauli, P., Neude h, S. & Schuppe , M. (2020). S udie en in Co ona Zei en. h ps://www.uni-
wue zbu g.de/ak uelles/einblick/single/news/s udie en-in-co onazei en/
129
Reinmann, G. (2005). Blended Lea ning in de Leh e bildung. G undlagen ü die Konzep ion inno a i e
Le numgebungen. Pabs .
Reinmann, G., Bohndick, C., Lübcke, E., B ase, A., Kau mann, M. & G oß, N. (2020). Eme gency Remo e
Teaching im Somme semes e 2020 Be ich zu Beglei o schung - Leh endenbe agung. Augus
2020. Hambu ge Zen um ü uni e si ä es Leh en und Le nen.
Seidl, T. & Me zge , C. (im E scheinen). Feedback in de Hochschulleh e: Modelle, Wi ksamkei , Maß-
nahmen. In B. Be end , A. Fleischmann, N. Schape , B. Szczy ba, M. Wieme & J. Wild (H sg.), Neues
Handbuch Hochschulleh e. DUZ Ve lags- und Medienhaus.
S ammen, K.-H., & Ebe , A. (2020). Noch online? S udie endenbe agung zu medien echnischen Aus-
s a ung im Somme semes e 2020. Gesam be ich . E gebnisse de uni e si ä swei en UDE-
Um age im Somme semes e 2020. Uni e si ä Duisbu g-Essen. h ps://panel.uni-
due.de/asse s_websi es/18/S ammenEbe _2020_NochOnline_Gesam be ich .pd
T aus, A., Hö ken, K., Thomas, S., Mangold, K. & Sch öe , W. (2020). S u.diCo. – S udie en digi al in
Zei en on Co ona. Uni e si ä s e lag Hildesheim. h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:de:gb :hil2-
opus4-11578
Uni e si ä Gö ingen (2020). Ausgewähl e E gebnisse de S udie endenbe agung zu den Vo ausse zun-
gen ü digi ale Leh e im SoSe 2020 im Au ag de i uellen AG S udium und Leh e. Ab eilung S udi-
um und Leh e. h ps://www.uni-goe ingen.de/de/semes e endbe agung+de +s udie enden
+und+leh enden+im+sose+2020/626972.h ml
Van de Velde, S., Bu el, V. & B acke, P. (2021). The COVID-19 In e na ional S uden Well-being S udy.
Scandina ian Jou nal o Public Heal h, 49(1). h ps://doi.o g/10.1177/1403494820981186
Wild, K.-P., & Schie ele, U. (1994). Le ns a egien im S udium: E gebnisse zu Fak o ens uk u und
Reliabili ä eines neuen F agebogens. Zei sch i ü Di e en ielle und Diagnos ische Psychologie, 15,
185–200.
Wild , J. (2013). En wicklung und Po en iale de Hochschuldidak ik. In J. Wild & M. Heine (H sg.),
P o essionalisie ung de Leh e (S. 27–57). wb Media.
131
Wegbe ei e ü hyb ide Fo ma e in de
S udieneingangsphase
Eine E alua ionss udie zu
Vo be ei ungswoche an de HFT S u ga
B igi e Hein z-Cuscianna, Felici as Maye & Be ina Sigg
De S udieneins ieg als wich ige Phase ü den S udiene olg s eh im Fokus on Hochschul o schung
und Hochschulp axis. De Bei ag geh de F age nach, inwie e n hyb ide Fo ma e die S udie ähigkei
in de S udieneingangsphase ö de n können. Die Rückmeldungen on S udie enden und Leh pe so-
nen zu hyb iden Vo be ei ungswoche de Hochschule ü Technik (HFT) S u ga allen ehe posi i
aus. Die E gebnisse üh en zu de Übe legung, inwiewei hyb ide Fo ma e in Anbe ach eine zu-
nehmenden Digi alisie ung on S udium und Leh e auch zukün ig eingese z we den soll en.
1 Einlei ung
De S udieneingang gil als wich ige Phase ü den S udiene olg on S udie enden (HRK, 2016). Mi
de In en ion, eine he e ogenen S udie endenscha den Übe gang on de Schule zu Hochschule zu
e leich e n, einen gelungenen S udieneins ieg zu e möglichen und S udie ende nachhal ig zu einem
e olg eichen S udie en zu be ähigen, bie en Hochschulen zahl eiche Un e s ü zungsp og amme an
(HRK, 2018). Gleichzei ig s eh die S udieneingangsphase auch im Fokus hochschuldidak ische Fo -
schung. Mi de Un e suchung on eine sei s ele an en pe sonellen und ins i u ionellen Fak o en ü
den gelungenen S udieneins ieg und ande e sei s wi ksamen Angebo en zu Fö de ung de S udie -
ähigkei in de S udieneingangsphase (Bosse e al., 2014), wi d ein wich ige Bei ag zum Ve s ändnis
indi iduelle Bildungsbiog a ien bzw. e olg eiche Bildungs e läu e sowie zu Iden i izie ung geeig-
ne e Angebo e geleis e . An dem zule z genann en Punk knüp de o liegende Bei ag an. Im
Zuge de e gangenen, o wiegend online du chge üh en Semes e wu de nich nu de egulä e
Leh be ieb an den Hochschulen umges ell . Auch zahl eiche Angebo e de S udieneingangsphase
muss en sowohl didak isch als auch o ganisa o isch an die jeweilige Si ua ion o O angepass we -
den. Die in diesem Kon ex en s andenen hyb iden Fo ma e (Reinmann, 2021) e möglichen es, neue
Du ch üh ungs o men hinsich lich ih e Eignung ü die S udieneingangsphase zu un e suchen und
bezüglich ih e Po en iale ü die Wei e en wicklung on Hochschulen zu e lek ie en. Im o liegen-
den Bei ag e olg dies am Beispiel de Vo be ei ungswoche ü E s semes e s udie ende an de
Hochschule ü Technik (HFT) S u ga .
Sei 2010 als P äsenz e ans al ung e ablie , wi d die Vo be ei ungswoche zu Beginn jedes Semes e s
ü S udienan änge *innen de Bachelo -S udiengänge an de HFT S u ga angebo en und e olg
das Ziel, die S udie ähigkei de E s semes e s udie enden zu ö de n (Webe e al., 2012). Um den
S udie enden auch un e Pandemiebedingungen ein en sp echendes Le nangebo machen zu kön-
nen, wu de die Vo be ei ungswoche im Win e semes e 2020/2021 konzep ionell in ein hyb ides
B igi e Hein z-Cuscianna, Felici as Maye & Be ina Sigg
132
Fo ma übe üh , wobei die Zielse zungen und Inhal e wei es gehend un e ände blieben. Au
G undlage on E alua ionse gebnissen zu Vo be ei ungswoche als P äsenz- und hyb ide Ve ans al-
ung geh diese Bei ag de F age nach, inwiewei eine im Fo ma hyb ide Leh e ges al e e Vo be ei-
ungswoche zu Fö de ung de S udie ähigkei bei agen kann. Hie ü we den im Folgenden zu-
nächs die Besonde hei en de S udieneingangsphase zusammenge ass und eine Spezi izie ung
hyb ide Ve ans al ungs o ma e o genommen. Anschließend e olg die Besch eibung de Vo be ei-
ungswoche an de HFT S u ga auch als hyb ides Fo ma , sowie eine ypologische Eino dnung
(Bosse, 2016; Bosse & Me gne , 2019) au G undlage de Ziele, Inhal e und Angebo e de Vo be ei-
ungswoche. Vo dem Hin e g und diese Aus üh ungen we den dann die Fo schungs agen o ge-
s ell und da au bezugnehmend die me hodische Vo gehensweise de Un e suchung e läu e . Die
abschließende Diskussion ass die zu o p äsen ie en E gebnisse de Un e suchung zusammen und
o dne diese in den achlichen Disku s zu Hochschulen wicklung ein.
2 Die S udieneingangsphase – He aus o de ungen und Be unde
Die S udieneingangsphase um ass einen Zei aum, de sich om Übe gang on de Schule bzw.
be u lichen Tä igkei en zu Hochschule bis in die e s en beiden Semes e an de Hochschule e s eck
(Key & Hill, 2018). Aus de Pe spek i e de T ansi ions o schung läss sich diese Übe gang als „Wech-
sel e häl nis on Indi iduum und gesellscha lichen S uk u en“ (Bosse & T au wein, 2014, S. 44)
besch eiben, de kein singulä es E eignis da s ell , sonde n als Anpassungsp ozess e s anden wi d.
Mi dem Fokus au die Bewäl igung on S udienan o de ungen s ell sich die S udieneins iegsphase
als „komplexes Kons uk on indi iduellen Vo ausse zungen, S udienzielen und ins i u ionellen
Rahmenbedingungen“ (Bosse & T au wein, 2015, S. 45) da . Ein e olg eiche S udiens a wi d in
diesem Kon ex mi dem Kons uk de S udie ähigkei in Ve bindung geb ach und bedeu e , dass
S udie ende in de Lage sind „den Ansp üchen eines wissenscha lichen S udiums ge ech zu we den“
(Bosse e al., 2014, S. 37). Die S udie ähigkei um ass achspezi ische und achübe g ei ende Kompe-
enzen, die ü ein e olg eiches S udium g undlegend sind. Da übe hinaus spielen auch wei e e
indi iduelle Fak o en, wie z. B. die S udie endenzu iedenhei ode die Pe sönlichkei sen wicklung
eine wich ige Rolle. In de S udieneingangsphase we den die S udie enden mi neuen He aus o de-
ungen kon on ie , die sich aus „dem Hochschulkon ex und seinen Le n- und Leis ungsbedingun-
gen“ (Bosse & Me gne , 2019, S. 74) e geben. Diesem Zusammenspiel on indi iduellen und ins i u i-
onellen Fak o en und den dami e bundenen An o de ungen in de S udieneingangsphase wi d
sei ens de Hochschulen mi passenden Maßnahmen begegne , die da au abzielen, die S udie ähig-
kei de S udie enden zu ö de n (Bosse & Me gne , 2019; Bosse e al., 2014). Dies e olg zum einen
du ch Ve ände ungen in den S udienangebo en, wie z. B. didak ische Op imie ungen de Leh e an-
s al ungen bzw. Cu icula, um ein e olg eiches S udie en zu e möglichen. Zum ande en we den
S udie ende du ch zusä zliche, auße cu icula e Angebo e geziel dazu be ähig , die An o de ungen
des S udiums besse zu bewäl igen (Bosse & Me gne , 2019; an den Be k e al., 2016). Ansä ze ü
en sp echende Un e s ü zungsangebo e können sowohl inhal liche, pe sonale, soziale als auch o ga-
nisa o ische S udienan o de ungen abdecken, wobei Un e suchungen gezeig haben, „dass im Be-
eich de pe sonalen, le nbezogenen An o de ungen besonde e Un e s ü zungsbeda bes eh “
(Bosse & Me gne , 2019, S. 75).
Wegbe ei e ü hyb ide Fo ma e in de S udieneingangsphase
133
Ausgehend on den hochschuldidak ischen Fo ma en, die Hochschulen in de S udieneingangsphase
anbie en, und de en o ganisa o ischen und inhal lichen Aspek en, konn en Bosse und Me gne „neun
Angebo s ypen iden i izie en, die je nach den jeweils okussie en S udienan o de ungen eine be-
s imm e Funk ion e üllen“ (Bosse & Me gne , 2019, S. 81). Als Analyseschema eingese z , e möglich
die Typologie eine sys ema ische E assung und Abs immung on Einzelmaßnahmen inne halb on
Hochschulen, die zu Op imie ung de S udieneingangsphase bzw. Fö de ung de S udie ähigkei
bei agen können (Bosse & Me gne , 2019).
Zusammenge ass läss sich es hal en, dass de S udieneingang eine Übe gangsphase da s ell und
He aus o de ungen be ei häl , welche sich aus dem Zusammenspiel on pe sonellen und ins i u io-
nellen Fak o en e geben. Mi dem Ziel, die S udie ähigkei zu ö de n, bie en Hochschulen u. a. e -
schiedene Un e s ü zungs o ma e an, die inhal liche, pe sonale, soziale und o ganisa ionale S udien-
an o de ungen ad essie en, wobei Un e suchungen da au hinweisen, dass S udie ende insbesonde e
pe sonale und le nbezogene S udienan o de ungen als He aus o de ungen wah nehmen.
Im Folgenden wi d de Fokus au hyb ide Leh e als besonde es Ve ans al ungs o ma geleg . Neben
eine Beg i sde ini ion we den auch die spezi ischen Me kmale on hyb iden Leh -/Le n o men
zusammenge ass . Die Ve bindung de Aus üh ungen zu S udieneingangsphase und zu hyb iden
Leh e e olg anschließend in de Besch eibung de hyb iden Vo be ei ungswoche an de HFT S u -
ga .
3 Hyb ide Ve ans al ungs o ma e – Beg i sklä ung
Un e dem Beg i ‚Hyb ide Leh e‘ lassen sich un e schiedliche Leh -/Le na angemen s subsumie en,
die je nach didak ische Ausges al ung un e schiedliche o ganisa o ische, s uk u elle ode in e ak i e
Fo men mi einande kombinie en. Ein Ansa z zu Sys ema isie ung des Beg i s inde sich bei Rein-
mann (2021): Sie se z mi ih em O dnungs e such bei dem Sp achgeb auch deu sche Hochschulen
sowie de in e na ionalen Beg i s e wendung an, um zu eine Spezi izie ung on hyb ide Leh e zu
gelangen. Reinmann s ell es , dass Hyb id-Leh e du ch eine Kombina ion aus P äsenz- und Online-
Leh e1 gekennzeichne is . Vo dem Hin e g und iel äl ige Ausges al ungsmöglichkei en e weis
sie au die No wendigkei , hyb ide Leh o men sys ema isch oneinande abzug enzen und die Wi k-
samkei bzw. Akzep anz un e schiedliche Fo men hyb ide Leh e zu klä en. Hie ü gil es, die ge-
wonnenen P axise ah ungen de e gangenen Semes e kons uk i zu nu zen und E kenn nisse zu
hyb iden Fo ma en mi einem geeigne en O dnungs o schlag dem hochschuldidak ischen Disku s
zugänglich zu machen.
1 P äsenzleh e zeichne sich dabei du ch physische P äsenz aus, d. h. alle sind zu selben Zei am selben O . Es gib keine
Online-Elemen e. Online-Leh e hingegen inde in eine digi alen Umgebung s a , d. h. die Teilnehmenden sind nich
physisch zu selben Zei am selben O p äsen (Reinmann, 2021).
B igi e Hein z-Cuscianna, Felici as Maye & Be ina Sigg
134
Solche E gebnisse können ak uelle Fo schungsp ojek e lie e n, die sowohl Wi k ak o en hyb ide
Le n äume un e suchen als auch P axisbeispiele iden i izie en, denen eine le n ö de liche Ve knüp-
ung physische und digi ale Le numgebungen geling 2.
Anknüp end an die Aus üh ungen zu S udieneingangsphase und de Spezi izie ung hyb ide Ve an-
s al ungs o ma e wi d im Folgenden die Vo be ei ungswoche ü E s semes e s udie ende an de HFT
S u ga , auch als hyb ides Fo ma , o ges ell . Ausgehend on den Zielen, den Inhal en und de
o ganisa o ischen Umse zung e olg anschließend die Eino dnung de Vo be ei ungswoche in die
Typologie on Bosse (2016).
4.1 Zielse zungen und Angebo e de Vo be ei ungswoche
Die Vo be ei ungswoche an de HFT S u ga wi d in enge Abs immung des Didak ikzen ums mi
dem Rek o a de Hochschule, allen Bachelo -S udiengängen, zen alen Ein ich ungen sowie ex e nen
Leh beau ag en und s uden ischen Men o *innen ealisie . So en s eh ein gemeinsames und
au einande abges imm es P og amm, das sich aus un e schiedlichen Angebo en zusammense z
und als Ganzes die im Folgenden au ge üh en Ziele e olg :
4.1.1 O ien ie ung im S udium
Die S udie enden e hal en eine e s e O ien ie ung und le nen die HFT S u ga kennen.
• Die E s semes e beg üßung bilde den gemeinsamen Au ak zu Vo be ei ungswoche. Sie soll
den S udie enden einen gemeinsamen Eins ieg bie en, Ve bundenhei zu ande en S udie enden
sowie de Hochschule he s ellen und die ( äumliche) O ien ie ung an de Hochschule e leich e n.
• Die S udie enden e hal en e s en wich ige In o ma ionen zu ih em S udium sei ens de S udien-
gänge.
• Die S udie enden bekommen im In oma k die Möglichkei , die P ü ungso ganisa ion sowie wei-
e e Ein ich ungen und Ab eilungen wie das Didak ikzen um, die Biblio hek ode den AS A ken-
nenzule nen.
4.1.2 Mo i a ion ü das S udium
Die S udie enden we den ü das S udie en an de HFT S u ga mo i ie und sollen diese Begeis e-
ung mi in ih S udium nehmen.
• Die S udie enden e a bei en eine achbezogene P ojek au gabe, die sie zum Abschluss de Vo be-
ei ungswoche p äsen ie en.
• Die S udie enden we den on e ah enen Leh beau ag en, Men o *innen und dem jeweiligen
S udiengang bei de Bea bei ung de P ojek au gabe beglei e und un e s ü z .
4.1.3 Kommili on*innen kennenle nen
Die S udie enden le nen sich gegensei ig kennen, bilden Le ng uppen und en wickeln F eundscha -
en (Teambuilding und Kommunika ion).
2 z. B. das Ve bundp ojek Hyb idLR – Wi k ak o en und Good P ac ice bei de Ges al ung hyb ide Le n äume. Das BMBF-
ge ö de e P ojek des Leibniz-Ins i u s ü Wissensmedien (IWM) und de Technischen Hochschule (TH) Köln un e such
Lösungen ü iel äl ige didak ische P oblems ellungen bei de Ges al ung on Bildungsp ozessen in hyb iden
Le n äumen.
Wegbe ei e ü hyb ide Fo ma e in de S udieneingangsphase
135
• Die S udie enden bea bei en und p äsen ie en die jeweiligen achbezogenen P ojek au gaben in
Kleing uppen.
• Die S udie enden we den on den Leh beau ag en zum gegensei igen Kennenle nen im Lau e
de Vo be ei ungswoche angelei e und hinsich lich g uppendynamische F agen be eu und
beglei e .
4.1.4 Rolle als S udie ende* e leben und wah nehmen
Du ch die Bea bei ung de achbezogenen P ojek au gabe, die ein ache Fachinhal e sowie achübe -
g ei ende An o de ungen um ass , e leben sich die S udie enden selbs und e lek ie en ih e Rolle als
S udie ende* im jeweiligen S udienbe eich.
• Die S udie enden le nen du ch die Bea bei ung de Au gabens ellung die An o de ungen an ein
e olg eiches S udium kennen.
• Die S udie enden we den du ch die Leh beau ag en dazu angelei e , die An o de ungen des
jeweiligen S udiengangs und das eigene Le nen wah zunehmen und zu e lek ie en.
4.1.5 Eigenes Le n- und A bei s e hal en kennenle nen
Die S udie enden le nen hil eiche Le n- und A bei sme hoden kennen und se zen diese z. T. bei de
Bea bei ung de P ojek au gabe ein und um.
• Die S udie enden we den du ch die Leh beau ag en zu F agen des Selbs - und Zei manage-
men s be a en und un e s ü z .
• Die S udie enden analysie en ih Le n e hal en (Webe e al., 2012)
• S udie ende e lek ie en ih e S ä ken und Schwächen und e kennen Po en iale zu Wei e en wick-
lung ih e achübe g ei enden Kompe enzen.
Die oben genann en Ziele we den sowohl im allgemeinen Teil de Vo be ei ungswoche als auch im
s udiengangbezogenen Teil abgedeck . Le z e e e olg dabei im Rahmen on z. T. in e disziplinä en
P ojek en, die zum E langen de Me hoden-, Sozial- und Selbs kompe enz on zen ale Bedeu ung
sind. Einen Übe blick de wich igs en Elemen e de Vo be ei ungswoche gib Tabelle 1.
Tabelle 1: Allgemeine Au bau de Vo be ei ungswoche.
Mon ag
Allgemeine Teil de Vo be ei ungswoche:
• E ö nungs eie
• Rundgang Campus HFT S u ga
• In oma k ü S udie ende
• Ein üh ung du ch den S udiengang
Diens ag
S udiengangbezogene Teil de Vo be ei ungswoche:
• (in e disziplinä e) P ojek a bei im Team
• abschließende P äsen a ion de P ojek e gebnisse
• Be euung und Feedback du ch Leh beau ag e, s uden ische Men o *innen und S udi-
engang (P o esso *innen)
• F ei agnachmi ag ( akul a i ): Le nen le nen
Mi woch
Donne s ag
F ei ag
B igi e Hein z-Cuscianna, Felici as Maye & Be ina Sigg
142
Au schluss. Die Auswe ung de F age, wie die Leh pe sonen die hyb ide Vo be ei ungswoche insbe-
sonde e im Hinblick au die online du chge üh en Phasen beu eilen, zeig , dass o ganisa o ische
Aspek e, Aspek e de Du ch üh ung und ein Aspek aus dem Themen eld Be euung genann we den.
Im Themen eld O ganisa ion wi d o allem die Anzahl de Teilnehmenden p o be eu e S udie en-
deng uppe kon o e s disku ie . Einhei lich wi d de Umgang mi de Technik und de Auss a ung
du ch die S udie enden posi i e wähn . Hinsich lich des zei lichen Um angs we den insbesonde e
die Pausen in den Online-Phasen disku ie .
Im Themenbe eich Du ch üh ung be ich en die Leh beau ag en sowohl on posi i en als auch un-
e wünsch en Ve hal ensweisen de S udie enden in den Online-Mee ings. Auch die P ojek au gabe
und die Möglichkei en ü die S udie enden, sich in Online-Phasen kennenzule nen, wi d kon o e s
beu eil . Du chweg posi i äll hingegen das U eil zum A bei s e hal en de S udie enden in de
Online-G uppena bei aus. Schließlich wi d im Themen eld Be euung die Online-In e ak ion mi den
S udie enden als gelungen da ges ell .
Im o gegebenen Themenbe eich O ganisa ion äll das U eil zu P äsenzphase un e Pandemiebe-
dingungen ehe k i isch aus. Ebenso wi d auch de Beda nach eine besse en Abs immung mi dem
S udiengang zu ückgemelde . Die Un e s ü zung du ch die s uden ischen Men o *innen wi d einhei -
lich gelob . Insgesam bewe en die Leh beau ag en die o ganisa o ische Umse zung de hyb iden
Vo be ei ungswoche posi i .
Im Folgenden we den die oben be ich e en E gebnisse zusammenge ass und o dem Hin e g und
hyb ide Leh o ma e in de S udieneingangsphase sowie hochschuldidak ische Fo schungsansä ze
disku ie .
8 Hyb ide Leh o ma e in de S udieneingangsphase:
E kenn nisse und Po en iale
Ziel dieses Bei ags wa es, zu un e suchen, inwiewei eine im Fo ma hyb ide Leh e ges al e e Vo be-
ei ungswoche zu Fö de ung de S udie ähigkei bei agen kann. Vo dem Hin e g und ak uelle
Fo schung zum S udieneingang bzw. zu S udie ähigkei und de dami e bundenen An o de ung
an S udie ende e olg e eine ypologische Eino dnung de Vo be ei ungswoche an de HFT S u ga .
Diese e deu lich e, dass die Angebo e ein b ei es Spek um an Beda en de E s semes e s udie en-
den ad essie en. Ausgehend on den Zielen de Vo be ei ungswoche konn en die Rückmeldungen
de S udie enden und Leh enden zu hyb iden Du ch üh ungs o m bes ä igen, dass die S udie enden
g öß en eils ü ih S udium o ien ie und mo i ie wu den und ihnen die Auseinande se zung mi
de S udie enden olle gelungen is . Demgegenübe konn e nu e wa die Häl e de S udie enden die
Vo be ei ungswoche da ü nu zen, ih Le n- und A bei s e hal en kennenzule nen und auch die
Leh pe sonen schä zen diesen Punk ehe k i isch ein. Dass diese Aspek eine besonde e He aus o -
de ung da s ell , wu de be ei s in o he gehenden Un e suchungen es ges ell (Bosse & Me gne ,
2019). Vo dem Hin e g und, dass die hyb ide Vo be ei ungswoche im Ve gleich zum P äsenz o ma
iden ische bzw. z. T. besse e Rückmeldungen e ziel , kann dieses E gebnis nich eindeu ig au die Ve an-
s al ungs o m zu ückge üh we den. Vielmeh läss sich posi i bewe en, dass die Fö de ung des Le n-
und A bei s e hal ens de S udie enden zumindes in Ansä zen auch im hyb iden Fo ma gelungen is .
Wegbe ei e ü hyb ide Fo ma e in de S udieneingangsphase
143
Da an anknüp end e schein es abe in jedem Fall als sinn oll, das Le n- und A bei s e hal en im wei e en
S udien e lau sowohl bei de hochschuldidak ischen Ges al ung de Le numgebungen und S udien-
p og amme als auch bei de Umse zung on Suppo s uk u en und -maßnahmen ü S udie ende zu
be ücksich igen und die Maßnahmen geziel au einande abzus immen (Bosse, 2016.)
Die Rückmeldungen zu hyb iden Vo be ei ungswoche zeigen da übe hinaus eine posi i e Beu eilung
de S udie enden hinsich lich de Möglichkei , Kommili on*innen kennenzule nen. Demgegenübe äll
die Bewe ung de Leh beau ag en ehe e hal en aus, was au den di ek en Ve gleich mi dem P ä-
senz o ma zu ückge üh we den kann und sei ens de Leh pe sonen mi einem g öße e n me hodisch-
didak ischen Handlungsspiel aum beg ünde wi d. Inso e n gil es hie noch zu un e suchen, inwie e n
die digi alen bzw. hyb iden Konzep e diesbezüglich De izi e gegenübe P äsenz o ma en au weisen
bzw. wie bspw. P ojek g uppen didak isch-me hodisch im hyb iden Fo ma e olg eich angelei e
we den können.
Die seh posi i e Rückmeldung de S udie enden, die Ak i i ä en de hyb iden Vo be ei ungswoche
als sinn olle Kombina ion e leb zu haben, en sp ich de übe wiegend posi i en Gesam beu eilung
de Leh beau ag en. Da übe hinaus lie e n die k i isch-kons uk i en Rückmeldungen de Leh en-
den wich ige Hinweise zu Op imie ung de hyb iden Vo be ei ungswoche bzw. hyb ide Fo ma e in
de S udieneingangsphase im Allgemeinen. Hie zu gehö en z. B. die Be ücksich igung de G uppen-
g öße als en scheidende Fak o ü das Gelingen gemeinsame in e ak i e Online-Phasen, abe auch
die Siche s ellung de Medienkompe enz alle Be eilig en und die Be ei scha , sich ak i in Online-
Phasen einzub ingen. Zudem is die Quali ä de Au gabens ellung, hie die P ojek au gabe, aus-
schlaggebend da ü , dass e olg eich gemeinsam gea bei e we den kann, sowohl in Online-Phasen
als auch in P äsenz. Hinsich lich de O ganisa ion de hyb iden Vo be ei ungswoche wi d zudem die
Un e s ü zung s uden ische Men o *innen posi i he o gehoben und die Rele anz, sich mi allen
Be eilig en ech zei ig abzus immen be on , dami im hyb iden Fo ma Leh -/Le np ozesse e olg-
eich ablau en können.
Vo dem Hin e g und diese E gebnisse läss sich es hal en, dass hyb ide Leh o ma e dazu geeigne
sein können, die S udie ähigkei in de S udieneingangsphase zu ö de n. Bezugnehmend au den
Fo schungsbeda zu den Wi kungsweisen on S udienangebo en, agen die p äsen ie en E gebnis-
se zu Bean wo ung de F age nach de Realisie ung de zugesch iebenen Funk ion ausgewähl e
Angebo e bei (Bosse, 2014).
Da übe hinaus soll mi dem Blick au die Digi alisie ung in S udium und Leh e (Ge o & Ke es, 2017)
das noch nich un e such e Po en ial hyb ide Fo ma e in de S udieneingangsphase he o gehoben
we den, um S udie ende p oak i au zukün ige He aus o de ungen im S udium o zube ei en. Die
E ah ungen aus de hyb iden Vo be ei ungswoche haben gezeig , dass S udie ende ein en sp e-
chendes Angebo wah nehmen und posi i bewe en. Inwie e n die Le ne ah ungen de hyb iden
Vo be ei ungswoche auch den Eins ieg in das da au olgende Online-Semes e e leich e n bzw. de
Umgang de S udie enden mi digi alen Leh -/Le nangebo en im Allgemeinen ge ö de we den
konn e, bleib an diese S elle ungeklä und beda wei e e hochschuldidak ische Fo schung zu
hyb iden Leh -/Le nangebo en.
Hinsich lich des me hodischen Zugangs des o liegenden Bei ags soll abschließend noch das Po en-
ial on E alua ions e ah en ü die hochschuldidak ische Fo schung (Reinmann, 2019) e lek ie
B igi e Hein z-Cuscianna, Felici as Maye & Be ina Sigg
144
we den. So e n E alua ionsins umen e au die Ziele ausgewähl e Ve ans al ungsangebo e ausge-
ich e sind, können sie zu Op imie ung bzw. Inno a ion on Leh -/Le nangebo en bei agen (K om-
ey, 2003). Hie bei kann sowohl die Ebene de Ve ans al ung (Mik oebene), des Cu iculums (Me-
soebene) ode die o ganisa ionale Ebene (Mak oebene) in den Blick genommen we den. Im o lie-
genden Fall wu den au diese Weise die Rückmeldungen de S udie enden e hoben, um Hinweise zu
hochschuldidak ischen Op imie ung des Angebo s zu e hal en. Sich bei de E alua ion on Leh e -
ans al ungen lediglich au die S udie endenpe spek i e als Expe *innen ü die Wi kungen de Ve -
ans al ung zu e lassen, gil als zu ku z geg i en (K om ey, 2003). Aus diesem G und wu de die S u-
die endenpe spek i e im o liegenden Fall du ch die Rückmeldungen de Leh pe sonen e gänz , die
eine an didak ischen Me kmalen o ien ie e Einschä zung lie e n. E alua ionskonzep e, die au die
Op imie ung und Inno a ion on Angebo en ausgeleg sind, s ellen somi in e s e Linie hochschulin-
e n wich ige In o ma ionen be ei , um wie im o liegenden Fall die S udieneingangsphase geziel
wei e zuen wickeln. Hochschulübe g ei end agen sie zu Iden i izie ung on Bes -P ac ice-
Beispielen bei, die du ch ih en Modellcha ak e einen Ein luss au die Hochschulen wicklung einzelne
Hochschulen nehmen können. Ausgehend on posi i e aluie en Einzel ällen kann schließlich die
hochschuldidak ische Fo schung F ages ellungen o mulie en und Un e suchungen o nehmen, die
zu e allgemeine ba en Aussagen und Konzep en üh en und einen gene ellen Bei ag zu e idenz-
basie en Hochschulen wicklung leis en.
Wegbe ei e ü hyb ide Fo ma e in de S udieneingangsphase
145
Li e a u
an den Be k, I., Pe e sen, K. & Schul es, K. (2016). S udie ähigkei und S udie ba kei ö de n: P o-
duk e, Konzep e und Fo ma e ü die P axis. In I. an den Be k, K. Pe e sen, K. Schul es & K. S olz
(H sg.), S udie ahigkei – heo e ische E kenn nisse, empi ische Be unde und p ak ische Pe spek i en
(Bd. 15, S. 91–111). Uni e si ä Hambu g. h ps://www.uni e si ae skolleg.uni-hambu g.de/
publika ionen/uk-sch i en-015.pd
Bosse, E., Schul es, K. & T au wein, C. (2014). S udie ahigkei als indi iduelle und ins i u ionelle He -
aus o de ung. In Uni e si ä Hambu g (H sg.), Change – Hochschule de Zukun . Uni e si a skolleg-
Sch i en (Bd. 3) (S. 37–42). h ps://www.uni e si ae skolleg.uni-hambu g.de/de/publika ionen/
uk-sch i en-003.pd
Bosse, E. & T au wein, C. (2014). Indi iduelle und ins i u ionelle He aus o de ungen de S udienein-
gangsphase. ZFHE, 9(5), 41–62.
Bosse, E. (2016). He aus o de ungen und Un e s ü zung ü gelingendes S udie en: S udienan o de-
ungen und Angebo e ü den S udieneins ieg. In I. an den Be k, K. Pe e sen, K. Schul es & K. S olz
(H sg.), S udie ahigkei – heo e ische E kenn nisse, empi ische Be unde und p ak ische Pe spek i en
(Bd. 15) (S. 129–169). Uni e si ä Hambu g. h ps://www.uni e si ae skolleg.uni-hambu g.de/
publika ionen/uk-sch i en-015.pd
Bosse, E. & Me gne , J. (2019). Besse eins eigen – Analyse on An o de ungen und Ges al ungs-
moglichkei en de S udieneingangsphase. In B. Be end , A. Fleischmann, N. Schape , B. Szczy ba,
M. Wieme & J. Wild (H sg.), Neues Handbuch Hochschulleh e (G i ma ke F 1.16). DUZ Ve lags-
und Medienhaus.
Ge o, B. & Ke es, M. (2017). Digi alisie ung on S udium und Leh e. We , wa um und wie? In I. an
Acke en, M. Ke es & S. Hein ich (H sg.), Flexibles Le nen mi digi alen Medien e möglichen: S a egi-
sche Ve anke ung und E p obungs elde gu e P axis an de Uni e si ä Duisbu g-Essen (S. 17–34).
Waxmann.
Hochschul ek o enkon e enz (HRK). (2012, 1. Augus ). Fachgu ach en zu Kompe enzo ien ie ung in
S udium und Leh e. HRK-Fachgu ach en ausgea bei e ü die HRK on Niclas Schape un e Mi -
wi kung on Oli e Reis und Johannes Wild so wie E a Ho a h und Elena Bende . h k-nexus.
h ps://www.h k-nexus.de/ ileadmin/ edak ion/h k-nexus/07-Downloads/07-02-
Publika ionen/ achgu ach en_kompe enzo ien ie ung.pd
Hochschul ek o enkon e enz (HRK). (2016, 1. No embe ). E olg e sp echende Fak o en ü ex acu i-
cula e Maßnahmen in de S udieneingangsphase. Emp ehlung des unden Tisches Ingenieu wissen-
scha en des P ojek s nexus de HRK. h k-nexus. h ps://www.h k-
nexus.de/ ileadmin/ edak ion/h k-nexus/07-Downloads/07-02-
Publika ionen/Ing_Hand eichung.pd
Hochschul ek o enkon e enz (HRK). (2018). Nexus-Impulse u die P axis. Die S udieneingangsphase
im Umb uch. In An egungen aus den Hochschulen, 14. h ps://www.h k-nexus.de/ ileadmin/
edak ion/h k-nexus/07-Downloads/07-02-Publika ionen/impuls_N ._14_S udieneingangsphase.pd
Key, O. & Hill, L. (2018). Modellansa ze ausgewahl e Hochschulen zu Neuges al ung de S udienein-
gangsphase. Hochschul ek o enkon e enz. h ps://www.h k-nexus.de/ ileadmin/ edak ion/h k-
nexus/07-Downloads/07-02-Publika ionen/CHE_07032018_ inal.pd
B igi e Hein z-Cuscianna, Felici as Maye & Be ina Sigg
146
K om ey, H. (2003). Quali ä und E alua ion im Sys em Hochschule. In R. S ockmann (H sg.), E alua-
ions o schung (2. Au l.) (S. 233–258). Leske+Bud ich.
Kucka z, U. (2016). Quali a i e Inhal sanalyse: Me hoden, P axis, Compu e un e s ü zung (3. Au l.).
G undlagen ex e Me hoden. Bel z Ju en a.
May ing, P. (2015). Quali a i e Inhal sanalyse: G undlagen und Techniken (12., übe a b. Au l.). Bel z.
Reinmann, G. (2019). Die Selbs bezüglichkei de hochschuldidak ischen Fo schung und ih e Folgen
ü die Möglichkei en des E kennens. In T. Jene , G. Reinmann & T. Schmohl (H sg.), Hochschulbil-
dungs o schung. Theo e ische, me hodologische und me hodische Denkans öße ü die Hochschuldi-
dak ik (S. 125–148). Sp inge VS.
Reinmann, G. (2021, 1. Feb ua ). Hyb ide Leh e – Ein Beg i und seine Zukun ü Fo schung und P axis.
gabi. einmann.de. h ps://gabi- einmann.de/wp-con en /uploads/2021/01/Impac _F ee_35.pd
Webe , S., Adam, E. & Kelle , K. (2012). Vo be ei ungswoche ü E s semes e . In B. Be end ,
A. Fleischmann, N. Schape , B. Szczy ba & J. Wild (H sg.), Neues Handbuch Hochschulleh e (G i -
ma ke F 1.4). DUZ Ve lags- und Medienhaus.
Teil III
Die Rolle de Hochschuldidak ik in de
En wicklung digi ale /hyb ide Leh s uk u en
149
Aus de K ise le nen: De Umgang mi de
COVID-19-K ise an de Uni e si ä G az
Gud un Salmho e , Ve ena Köck & And ea Zach
Inne halb kü zes e Zei und wei gehend un o be ei e muss en die Hochschulen im Mä z 2020 on
P äsenz- au Online-Leh e und digi ale P ü ungen ums ellen. Die in einem Aus ausch zwischen En -
scheidungs äge *innen, Quali ä ssiche ung und Hochschuldidak ik abgelei e en E kenn nisse aus
Leh enden- und S udie endenbe agungen an de Uni e si ä G az bilde en eine sei s die Basis ü die
Emp ehlung ku z is ige Maßnahmen, ande e sei s we den sie in wei e e s a egische Übe legungen
zu zukün igen Ges al ung de Hochschulleh e münden. Ausgehend on de po en iellen Rolle de
Hochschuldidak ik in de Beglei ung diese T ans o ma ionsp ozesse wi d dies am Beispiel des The-
mas Online-P ü ungen genaue da geleg .
1 Einlei ung
Im Mä z 2020 wu den die To e alle ös e eichischen Hochschulen geschlossen. S udie ende, die zu
diesem Zei punk ih S udium begonnen ha en, le n en eine Uni e si ä kennen, die gep äg wa on
e schlossenen Hö saal ü en, Online-Leh e und Online-P ü ungen. Online-Pla o men e se z en eale
T e en und wa en ü iele eine de wenigen Möglichkei en des sozialen Aus auschs. Als im Mä z de
e s e Lockdown on de ös e eichischen Regie ung e o dne wu de, ging es zunächs um die Übe -
b ückung on einigen Wochen – mi de Ho nung, danach wiede au die gewohn e P äsenzleh e
umzus eigen. So wenig die Regie ung au eine de a ige Si ua ion o be ei e wa , so wenig wa en es
auch iele Hochschulen. Be ei s im Ap il 2020 wu de kla , dass diese Si ua ion eine länge is ige
He aus o de ung da s ellen wü de und iele o s wu de begonnen, S a egien ü den Umgang mi
de COVID-19-Pandemie zu en wickeln. Dies leis e de Digi alisie ung immensen Vo schub und be-
deu e eine Weichens ellung in ielen Be eichen.
Wä e im Jah 2019 o ausgesag wo den, dass Hochschulen im Jah 2020 ih e gesam e Leh e wie
auch die Abwicklung on P ü ungen online du ch üh en müss en, wä e dies unmöglich e schienen –
o z de Vielzahl an Digi alisie ungso ensi en, die es sei Jah en gib (Hochschul o um Digi alisie-
ung, 2015; B a engeye e al., 2016). Zum Zei punk des Lockdowns ha en Leh ende ih e Leh e an-
s al ungen meh hei lich als P äsenzleh e o be ei e und nu eine ge inge Anzahl an Leh enden konn-
e übe haup au mediendidak ische E ah ung zu ückg ei en. In nu wenigen Wochen wa man ge-
zwungen, Leh angebo e und säm liche Se ices ü S udie ende digi al zu Ve ügung zu s ellen.
Wenngleich on ielen Leh enden au g und de Ku z is igkei de Ums ellung ein ehe p agma i-
sche Ansa z e olg wu de, de mi le weile als Eme gency Remo e Teaching (Hodges e al., 2020;
Fleischmann, 2020) bekann is , und an änglich di e se Hü den übe wunden we den muss en, is
doch ieles geglück . Im Lau e des e gangenen Jah es wu de au un e schiedlichen Ebenen seh iel
Know-how im Umgang mi Technologien au gebau . Es en s and eine Vielzahl an Leh ma e ialien
sowie Lei äden und die In as uk u wu de e wei e . Mi imme g öße we dende Sou e äni ä
Gud un Salmho e , Ve ena Köck & And ea Zach
150
wu den Le nmanagemen pla o men genu z sowie digi ale Tools zu Kommunika ion und Kollabo-
a ion eingese z . Übe wog am Beginn de wei gehend geglück en Ums ellung eine g undsä zlich
posi i e S immung (Winde e al., 2020, Fo um neue Medien, 2020) hinsich lich de Vielzahl an Mög-
lichkei en, Leh e digi al anzubie en, so e ände e sich diese S immung mi Fo daue de K ise. Die
Einschä zung, ob und un e welchen Bedingungen digi ale Leh e Nu zen s i e , wu de di e enzie e
(Vallas e e al., 2020). Wenngleich die du ch die Pandemie e u sach e Si ua ion ein Ka alysa o ü
die digi ale T ans o ma ion de Hochschulleh e wa (Kopp, 2021), so we den sich die Hochschulen mi
den posi i en wie auch nega i en Konsequenzen diese ab up en Ums ellung auseinande se zen
müssen. Basie end au den gemach en E ah ungen, die iel ach empi isch beglei e wu den, müssen
sich in e ne En scheidungs äge *innen zu Re lexion und Wei e en wicklung de Hochschulleh e
zusammen inden und sich im kons uk i en Dialog den He aus o de ungen de kommenden Jah e
und de F age eine Le nkul u des 21. Jah hunde s (Schnabel, 2017) s ellen, in de Le nende mi
Kompe enzen ausges a e we den, um in de Wel on mo gen bes ehen zu können (EUA, 2021). Es
wi d da um gehen, gemeinsam eine übe geo dne e ins i u ionelle S a egie zu en wickeln, um die
Digi alisie ung de Leh e konze ie o anzu eiben und diese in eine gu e Balance zu analogen
Hochschulleh e zu b ingen.
Die COVID-19-Si ua ion ha iele Ak eu *innen au un e schiedlichen Ebenen eno m he ausge o de .
Im o liegenden Bei ag wi d de Umgang de Uni e si ä G az im Be eich de Leh e wäh end de
Pandemie um issen. Basie end au den E gebnissen on S udie enden- wie Leh endenbe agungen
wu den zum einen ku z is ige Un e s ü zungsangebo e und - o ma e en wickel , zum ande en wu -
den in einem Aus ausch mi allen ele an en S akeholde n aus den E gebnissen sys ema isch mi el-
und länge is ige P ojek e zu Ve besse ung de Rahmenbedingungen ü die Leh e, wie auch zu
S ä kung de hochschuldidak ischen Kompe enz de Leh enden, abgelei e . Die F agen, welche Rolle
de Hochschuldidak ik in de Beglei ung diese T ans o ma ionsp ozesse zukommen kann und welche
Ges al ungsspiel äume die E ah ung des e gangenen Jah es in de Wei e en wicklung de Hoch-
schulleh e e ö ne , we den zen al behandel . Anhand des Themas Online-P ü ungen wi d da geleg ,
inwie e n Be agungse gebnisse onsei en de Hochschuldidak ik au geg i en wu den bzw. zukün -
ig genu z we den sollen.
2 Die Rolle de Hochschuldidak ik ü die Hochschulen wicklung
Ve ände ungsp ozesse an Hochschulen we den Eule (2016) und Bosse e al. (2020) zu olge du ch
ex e ne Impulse anges oßen. Die COVID-19-Pandemie wa ein solche ex e ne Impuls, de die Leh e
an Hochschulen ad hoc e ände e, un e schiedliche Ebenen angie e und ein Zusammenwi ken on
e schiedenen Ak eu *innen zum Zweck de P oblemlösung e o de e. Um kons uk i Leh en aus
dem Jah 2020 zu ziehen und die en s andene Kommunika ionsbasis zu nachhal igen Ve ände ung
eine Leh -/Le nkul u posi i zu nu zen und au ech zue hal en, beda es eine übe geo dne en
S a egie und Zielde ini ion. De Hochschuldidak ik könn e bei diese Wei e en wicklung eine agen-
de Rolle zukommen, indem sie nich nu als Se iceein ich ung zu Schulung on Leh enden wah ge-
nommen wi d, sonde n sich mi F agen de O ganisa ions- bzw. Hochschulen wicklung auseinande -
se z (Elsholz, 2019; Eule , 2016; Heucheme e al., 2020). Als „Ak eu in de O ganisa ionsen wicklung
an Hochschulen“ (Szczy ba & Wieme , 2021, S. 325) übe nimm die Hochschuldidak ik zahl eiche
Aus de K ise le nen: De Umgang mi de COVID-19-K ise an de Uni e si ä G az
151
Funk ionen, die alle Ebenen de O ganisa ion ansp ich und e zahn . Au de Mik oebene sind e wa
indi iduelle, leh e ans al ungsbezogene didak ische Be a ungs- und Un e s ü zungsangebo e ange-
siedel , au de Mesoebene nimm sie im Be eich de Leh en wicklung die cu icula e Ebene in den
Blick. Au de Mak oebene äg sie dazu bei, übe geo dne e (Leh -)S a egien und Planungen au
Fakul ä s- und Hochschulebene zu de inie en. In diesem Kon ex is die Hochschuldidak ik an de
„Ausdi e enzie ung des Selbs e s ändnisses und des P o ils on Hochschulen“ (Szczy ba & Wieme ,
2021, S. 326) be eilig . Das Ve s ändnis on Hochschuldidak ik soll e eng mi dem Selbs e s ändnis
de Hochschule, z. B. als Fo schungs- ode als Leh ins i u ion, e knüp sein. Zu den mul idimensio-
nalen Au gaben de Hochschuldidak ik können auch die Fo schungsun e s ü zung, P ojek en wick-
lung, Mode a ion s a egische Hochschulen wicklungsp ozesse ode Ka ie e- und Füh ungsk ä e-
en wicklung zählen (Sch oede , 2015). Zen ale K i e ien ü die Wi kungsmöglichkei en de Hoch-
schuldidak ik ü die O ganisa ion Hochschule hängen dabei mi e schiedenen Ansa zpunk en zu-
sammen:
• Bedeu ung und S ellenwe de Leh e und de Hochschuldidak ik in de jeweiligen Hochschule,
• Ve o ung de hochschuldidak ischen Ein ich ung in de O ganisa ion,
• zugesch iebene Au gaben de Hochschuldidak ik (Kul u wandelbeglei ung, Zus andsanalyse,
Wei e en wicklung, Mode a ion, Be a ung e c.),
• Ebenen in endie e hochschuldidak ische Wi ksamkei : on Indi iduen bis zu s a egischen
P ozessen (Szczy ba & Wieme , 2021, S. 324).
Die He aus o de ungen hängen maßgeblich om Quali ä sdisku s ab, de je nach Ak eu sg uppe und
Kon ex un e schiedliche Zielse zungen e olgen kann (Heucheme e al., 2019, S. 544). Wenn Quali-
ä in de Leh e übe indi iduelle Leis ungen hinaus en s eh und beu eil wi d sowie eine sys ema i-
sche und s a egische Ve besse ung de Leh e zum Ziel ha , ück no wendige weise eine ins i u io-
nelle Ve an wo ung in den Fokus, die an eine Ve ände ung de Rahmenbedingungen geknüp is .
Diese wiede um we den on ielen Ak eu *innen inne halb de O ganisa ion ges al e . Eine Ve ände-
ung wi d nu möglich sein, wenn übe Resso g enzen hinweg übe Zielse zungen e lek ie und
e handel wi d. Wich igs e Koope a ionspa ne *innen de Hochschuldidak ik bei eine sys ema i-
schen Wei e en wicklung s ellen die Be eiche des Quali ä smanagemen s bzw. de Quali ä ssiche ung
da . Beide Be eiche müssen sich au einande beziehen, e wa im Sinne eines gemeinsamen A bei sau -
ags, de au die Gene ie ung ins i u ionellen Wissens übe Quali ä sen wicklungsbeda e ziel und
da übe hinaus eine P o essionalisie ung de Quali ä sen wicklung on S udium und Leh e okussie .
Demzu olge müss en auch die Indika o en, die das Quali ä smanagemen zu S eue ung anwende ,
im Kon ex de hochschuldidak ischen Leh - und Le n o schung e lek ie we den (Ansmann &
Sey ied, 2018; Pohlenz, 2014). Sowohl die Hochschuldidak ik als auch die Quali ä ssiche ung zielen
au die Ve besse ung de Leh e ab. Im Be eich de Hochschulen wicklung e sch änken sich diese
Be eiche, wodu ch ein Ges al ungs aum gescha en wi d, de sowohl s uk u elle Rahmenbedingun-
gen als auch didak ische He angehensweisen einschließ . In de Hochschulp axis ges al e sich diese
Zusammena bei jedoch nich imme ein ach, zumal die beiden Be eiche meis eine ennende A -
bei s eilung au weisen, die mi un e auch in Hie a chiekon lik en münden kann. Wäh end die Hoch-
schuldidak ik o allem Leh ende indi iduell „bei de En wicklung eines au die neuen An o de ungen
bezogenen, p o essionellen Selbs e s ändnisses“ (Pohlenz, 2014, S. 29) un e s ü z , agie das Quali-
ä smanagemen au ins i u ionelle Ebene, sammel S eue ungsin o ma ionen und nu z diese zu