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Trinkwasser-Sicherheit mit Predictive Analytics und Oracle

Abstract

Verunreinigungen im Wassernetz können weite Teile der Bevölkerung unmittelbar gefährden. Gefahrenpotenziale bestehen dabei nicht nur durch mögliche kriminelle Handlungen und terroristische Anschläge. Auch Betriebsstörungen, Systemfehler und Naturkatastrophen können zu Verunreinigungen führen.

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Trinkwasser-Sicherheit mit Predictive Analytics und Oracle

Author: Moritz, Steffen,Bartz-Beielstein, Thomas,Strohschein, Jan,Seger, Ralf,Gross, Dimitri
Year: 2017
Source: https://cos.bibl.th-koeln.de/files/486/wint17acos.pdf
CIplus
Band 4/2017
T inkwasse -Siche hei mi P edic i e
Analy ics und O acle
Thomas Ba z-Beiels ein, S e en Mo i z, Jan S ohschein,
Dimi i G oss, Ral Sege
18 | h p://bs.doag.o g
T inkwasse -Siche hei mi P edic i e
Analy ics und O acle
P o . Thomas Ba z-Beiels ein, S e en Mo i z und Jan S ohschein, Technische Hochschule Köln, sowie Dimi i G oss und
Ral Sege , OPITZ CONSULTING GmbH
Ve un einigungen im Wasse ne z können wei e Teile de Be ölke ung unmi elba ge äh den. Ge ah enpo enziale bes ehen dabei nich nu
du ch mögliche k iminelle Handlungen und e o is ische Anschläge. Auch Be iebss ö ungen, Sys em ehle und Na u ka as ophen können
zu Ve un einigungen üh en.
Um die Auswi kungen on unbeabsich ig-
en und o sä zlichen Kon amina ionen des
T inkwasse s so ge ing wie möglich zu hal-
en, a bei en Wasse e so ge , Fo schungs-
ins i u e und p i a e Un e nehmen gemein-
sam an Schu zkonzep en. Dabei se zen die
Ve so ge zum Beispiel sogenann e „E en
De ec ion Sys ems“ ein und ins allie en On-
line-Senso ik zu Übe wachung de Wasse -
quali ä an e schiedenen Posi ionen im ge-
sam en T inkwasse ne z. Fü die E mi lung
on Anomalien we den meis Ve ah en des
maschinellen Le nens eingese z . De e s e
Teil des A ikels gib einen Einblick in den
Au bau des E en -De ec ion-Sys ems ü die
T inkwasse e so gung, wäh end im zwei-
en Teil au gezeig is , wie sich die An o de-
ungen an Big Da a und P edic i e Analy ics
mi O acle-So wa e umse zen lassen.
T inkwasse ne ze s ehen un e besonde-
e Au me ksamkei . Sie gehö en zu den Ein-
Business News 1-2017 | 19
Big Da a
ich ungen mi zen ale Bedeu ung ü das
s aa liche Gemeinwesen, bei de en Aus all
ode Beein äch igung nachhal ig wi kende
Ve so gungsengpässe, e hebliche S ö un-
gen de ö en lichen Siche hei ode ande e
d ama ische Folgen ein e en. Die ö en li-
che Wasse e so gung gehö dahe neben
Sek o en wie Ene gie und Gesundhei sowie
In o ma ions echnik ode Telekommunika-
ion zu den sogenann en „k i ischen In a-
s uk u en“ [1].
In ak uellen Fo schungs o haben a bei-
en Wasse e so ge , Fo schungsins i u e
und p i a e Un e nehmen gemeinsam da-
an, die Auswi kungen on unbeabsich-
ig en und o sä zlichen Kon amina ionen
des T inkwasse s so ge ing wie möglich zu
hal en. Insbesonde e die ame ikanische
Umwel schu zbehö de EPA nimm hie
eine Vo ei e olle ein und eib das Thema
in meh e en Fo schungsp ojek en o an.
Auch in Deu schland gib und gab es be ei s
meh e e Fo schungsp ojek e dazu; un e
ande em beschä ig sich die A bei sg uppe
SPOTSe en de TH Köln im Ve bundp ojek
„IMP o T“ in Zusammena bei mi meh e en
Wasse e so ge n und dem Senso he s el-
le E+H Conduc a mi de ech zei igen E -
kennung on Quali ä sbeein äch igungen
im T inkwasse .
Ein iel e sp echende Ansa z is de Ein-
sa z on E en -De ec ion-Sys emen (EDS).
Diese analysie en die an allenden g oßen
Da en olumina de Wasse quali ä s-Sen-
so en und sollen Anomalien zei nah e ken-
nen. Weil die Pa ame e de Wasse quali ä
be ei s im No malbe ieb s a k schwanken,
is dies keine ein ache Au gabe. Machine-
Lea ning-Konzep e mi Modellen wie neu o-
nalen Ne zen ode Suppo Vec o Machines
spielen dabei eine wich ige Rolle.
Das Con amina ion-Wa ning-Sys em
Um die Auswi kungen on Ve un einigun-
gen so ge ing wie möglich zu hal en, is eine
zügige Einlei ung on Gegenmaßnahmen
essenziell. Dies se z o aus, dass die Kon-
aminie ung be ei s wenige Minu en nach
de en Au e en en deck wi d. Da ü wu de
das Konzep des Con amina ion-Wa ning-
Sys ems (CWS) en wickel . Es bezeichne das
Zusammenspiel e schiedene p oak i e
Übe wachungs- und Kon oll echnologien
[2]. Da en aus e schiedenen Be eichen und
Sys emen wie Online-Senso ik zu Messung
de Wasse quali ä , Kundenbeschwe den,
Labo messungen ode Gebäudeübe wa-
chung we den gesammel und analysie
(siehe Abbildung 1).
Momen ane CWS-Ansä ze sind alle dings
noch seh au wändig. Neben den g oßen
Mengen on an allenden Da en, die e a -
bei e we den müssen, is o allem die ein-
gese z e Senso ik eue und wa ungsin en-
si . So belau en sich die Anscha ungskos en
ü eine einzelne Messs a ion im Wasse e -
eilungsne z be ei s au meh e e Tausend
Eu o. Au die Online-Senso ik zu e zich-
en, is o zdem nich a sam, denn du ch
die eilweise meh mals p o Minu e du ch-
ge üh en Online-Messungen is es mög-
lich, Beein äch igungen de Wasse quali ä
schon au zuzeichnen, be o das Wasse den
Kunden e eich .
Das eine Au zeichnen de Da en is alle -
dings nu eine Sei e de Medaille. Zusä zlich
is noch ein E en -De ec ion-Sys em (EDS)
nö ig, um die Da en auszuwe en, au o-
ma isie Anomalien zu e kennen und ge-
gebenen alls Ala m zu schlagen [4]. Da die
Pa ame e be ei s im No malbe ieb s a k
schwanken, is dies keineswegs i ial. Auch
Ände ungen de Be iebspa ame e , wie die
Menge des abgegebenen Wasse s, können
zu ähnlichen Mus e n üh en wie a sächli-
che Quali ä sbeein äch igungen. Das EDS
muss also eine sei s g oße Da enmengen
e a bei en, ande e sei s abe die E gebnis-
se möglichs zei nah be ei s ellen. Dami
s ell es den wich igs en und ansp uchs-
olls en Bes and eil eines CWS da .
Abbildung 1: Die Bes and eile eines Con amina ion-
Wa ning-Sys ems (CWS)
Abbildung 2: Senso panel mi Senso en ü Redox-Po enzial, Lei ähigkei , Chlo dioxid, Tempe a u , pH-We
und T übung
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Online-Senso ik ü die Wasse quali ä
Nich alle Quali ä spa ame e , die ü eine
Analyse sinn oll sind, können auch wi klich
online gemessen we den. Bak e ienbelas-
ungen e wa lassen sich nu im Labo ode
mi Tes s o O zu e lässig e mi eln. Die-
se Ums and e schwe die E kennung on
E en s, weil die Pa ame e , die gemessen
we den, o mals nu indi ek au die Pa ame-
e hinweisen, die a sächlich ele an sind
(siehe Abbildung 2).
Zu den ypischen Pa ame e n, die ü die
De ek ion on Quali ä sbeein äch igungen
ele an sind und die auch online gemessen
we den können, gehö en Tempe a u , Chlo -
dioxid, pH-We , Lei ähigkei , T übung und
Redox-Po enzial [3]. Abbildung 3 zeig einen
Ausschni aus den Da en eine Messs a ion.
G undsä zlich können Anomalien du ch
die E höhung de Senso en im Ne z zu e -
lässige und schnelle de ek ie we den.
Da die Senso panels alle dings ela i eue
sind und auch egelmäßig gewa e we den
müssen, muss im Be ieb ein Komp omiss
zwischen Wi scha lichkei und Anzahl de
Senso en eingegangen we den.
Die egelmäßige Wa ung und Nachka-
lib ie ung de Senso ik is hie bei wich ig.
Wi d sie e nachlässig , e höhen e älsch e
Messungen die Anzahl de Fehlala me, die
du ch das EDS ausgegeben we den. Die Ta -
sache, dass ein S omanschluss e o de lich
is und die Da enübe agung siche ges ell
sein muss, eduzie die Anzahl mögliche
Senso -S ando e zusä zlich. Im Senso -
panel in Abbildung 2 is zu sehen, dass die
Senso en keineswegs klein sind und dem-
en sp echend Raum benö igen. Be o zug-
e S ando e ü die Senso ik sind deshalb
Hochbehäl e , die eine sei s an besonde s
wich igen Punk en im Ne z s ehen und zum
ande en auch die ü die In as uk u benö-
ig en Vo ausse zungen mi b ingen.
Das E en -De ec ion-Sys em
Das E en -De ec ion-Sys em (EDS) dien de
E kennung on Au älligkei en in den Da en,
die mi els Online-Senso ik au genommen
wu den. Dazu we den S eaming-Da en
e a bei e [5]. Es is wich ig, nahezu alle
Kon amina ionse eignisse zu e kennen und
gleichzei ig die Anzahl de Fehlala me mög-
lichs ge ing zu hal en. Realisie wi d die De-
ek ion on Au älligkei en im EDS meis in
einem zweis u igen P ozess [4].
Im e s en Sch i wi d ein zukün ige
Wasse quali ä swe o he gesag . Diese
Vo he sage basie in de Regel au ku z zu-Abbildung 4: Neu al Ne wo k Model: pH-We
Abbildung 3: Beispielha e Zei eihe übe 24 S unden mi Messwe en ü Tempe a u , Chlo dioxid, pH-We ,
Redox-Po enzial, Lei ähigkei , T übung und Wasse abgabe-Menge

Business News 1-2017 | 21
Big Da a
o au genommenen We en. Da ü kom-
men un e schiedliche Me hoden zum Ein-
sa z, e wa modellbasie e Vo he sagen mi
neu onalen Ne zen ode Suppo Vec o
Machines. Abbildung 4 zeig beispielha ein
Modell mi einem neu onalen Ne z ü den
Pa ame e „pH-We “. Inpu sind die pH-We -
e aus de jünge en Ve gangenhei und die
We e wei e e Senso en. In einem zwei en
Sch i we den die be echne en Vo he sa-
gen mi den a sächlich ein e enden We -
en e glichen, sobald diese e ügba sind.
Die En scheidung, ob eine Anomalie o -
lieg , häng on de Di e enz zwischen dem
o he gesag en We („P edic ion“) und dem
a sächlich einge e enen We („Obse a i-
on“) ab sowie da on, wie sich diese Di e enz
übe die e gangenen Minu en en wickel
ha . Einzelne Aus eiße in sons unau älli-
gen Da en üh en hie bei nich unbeding
di ek zu einem Ala m, denn sie sind o mals
au Senso ehle zu ückzu üh en. E s wenn
meh e e Messwe e hin e einande signi i-
kan on de P ognose abweichen, e olg
eine Meldung.
P ak ische Umse zung
Die Übe wachung de We e, die das Senso -
panel im CWS e heb (siehe Abbildung 2), is
eine ypische S eaming-P oblema ik. Mess-
da en we den kon inuie lich im CWS e ass ,
e sende und wollen e a bei e sein. Ein-
zelne Beobach ungen könn en au ein ea-
les P oblem hindeu en, alle dings sind in de
P axis einige Falls icke zu bewäl igen, die
bei einem idealisie en Labo -S eam nich
anzu e en sind:
• Fehle und Aus all on Senso en
• S ö ungen wie Zei e sa z im Sende-
Ne zwe k
Obwohl man schon beim ein e enden Da-
ens om mi Fehle n echnen muss, wi d die
gesam e Da enmenge ü die Analyse-Pipe-
line genu z . Ein pe sis en e Da enpu e
am An ang jede S eam-Ve a bei ung s ell
siche , dass die Messda en nich e lo en
gehen, soll e ein echnische Fehle bei de
Übe wachung au e en. Eine skalie ba e
Lösung bie e beispielsweise Apache Ka ka
(siehe „h ps://ka ka.apache.o g“). Ein Ka ka-
Consume kopie die ein e enden We e
in ein Eme gency Topic und kann so au ein-
zelne ex eme Senso da en eagie en.
Im Beispiel in Abbildung 5 lie e das CWS
die Senso da en ü Redox-Po enzial, Lei ä-
higkei , Chlo dioxid, Tempe a u , pH-We
und T übung. Eine Anbindung wei e e Da-
enquellen is jede zei möglich. Die Da en
we den en wede ak i om Senso an den
MessageCollec o gepush ode die Message
Collec o -Komponen e hol sich die Da en in
bes imm en Zei in e allen.
Au A chi ek u -Ebene en koppel das Sys-
em diese echnische Abhängigkei und lie-
e de nach olgenden Ve a bei ungspipe-
line (Eins iegspunk „Da aPipeline“) eine
neu ale Schni s elle. Zusä zlich s ell eine
hochskalie ba e Message Queue wie Apa-
che Ka ka die wiede holba e Ve a bei ung
siche und e hinde das sogenann e „In o -
ma ion Flooding“.
Message Queues we den schon lange in
En e p ise-Anwendungen eingese z , um
do un e ande em als Pu e Da en siche
on de Quelle an ih Ziel zu b ingen. Apache
Ka ka ha auße de he aus agenden Pe o -
mance noch wei e e posi i e Eigenscha en:
Die Da en lassen sich ü eine o kon igu-
ie ba e Zei zwischenspeiche n. Auße dem
we den be ei s abgehol e Da en nich au o-
ma isch gelösch . Ein Clien kann also jede -
zei wiede au O iginalda en zug ei en. De
Consume en scheide , welche Da en e e -
wenden möch e.
Dem Consume bie en sich meh e e Op-
ionen an. Eine ech e S eam-Ve a bei ung
kann zum Beispiel mi Apache S o m (siehe
„h p://s o m.apache.o g“) ode Apache Ig-
ni e (siehe „h ps://igni e.apache.o g“) e ol-
gen. Um Modelle zu ainie en, kann e im
sogenann en „Mic o-Ba ch-Be ieb“ a bei-
en. Im Kon as zu einem bes ändigen Da-
ens om, de einzelne Tupel an die Topo-
logie sende , we den beim Mic o-Ba ching
meh e e Tupel au einmal e sende . Die
Menge is meis ens übe ein Zei in e all
es geleg . Möglich is bei manchen F ame-
wo ks auch eine ixe Anzahl.
Abbildung 5: S eam-P ocessing-A chi ek u mi Einbindung meh e e CWS-Senso panels
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Di ek on Ka ka mi Da en be anken
lassen sich Al e na i en wie das au S o m
au se zende T iden (siehe „h p://s o m.apa-
che.o g/ eleases/1.0.1/T iden - u o ial.h ml“),
Apache Flink (siehe „h ps:// link.apache.o g“)
ode Apache Spa k (siehe „h p://spa k.apa-
che.o g“). Jedes diese F amewo ks bie e
auch eine In eg a ion ü Machine Lea ning
Lib a ies. Im P ojek zu T inkwasse -Analyse
bei de TH Köln komm das Spa k-S eaming
zum Einsa z, o allem au g und de g öße-
en Ve b ei ung und weil die Zei ens e -
S a egien ü diesen Use Case aus eichen.
In ande en Anwendungen kann Flink mi
seinen a iable en Zei ens e n die besse e
Wahl da s ellen.
Die in Abbildung 5 da ges ell e Ve a bei-
ungspipeline beginn mi eine Fil e ope a i-
on. Diese Fil e dien dazu, kla e Mess ehle
aus de Ve a bei ungspipeline e nzuhal en.
Na ü lich soll e da ü be ei s Wissen übe die
Senso be eiche o handen sein. Die unge-
il e en Rohda en ließen deshalb in einen
Da a S o e. Spa k un e s ü z den schnellen
Da en ans e zu einigen NoSQL-Da enban-
ken wie HBase, Cassand a ode Accumulo.
De Da a S o e in Abbildung 5 lie e die
T ainingsda en ü die in e ak i e Modellie-
ung. Das sogenann e „Supe ised Lea ning“
nimm einen be äch lichen zei lichen Au -
wand in Ansp uch. Alle dings wi d du ch
explo a i es Vo gehen auße Re e enzmo-
dellen auch Ve s ändnis ü Da en gene ie .
Um meh Modelle als Ku z- ode Langzei -
gedäch nis zu ainie en, sind die Messwe e
noch pa i ionie . Mi diesen we den „Machi-
ne Lea ne “ ainie . Die Pa i ionie ung dien
nich nu de schnelle en Pe o mance, son-
de n häl auch einen Teil de Da en zu ück,
um die Modellgenauigkei zu alidie en.
Alle so gewonnenen Modelle können zu
Ala mie ung eingese z we den. Abe wo an
e kenn das Sys em besonde e E en s, die ei-
nen Ala m auslösen können? Welche diese
E en s sind ele an ? Senso ehle und eh-
lende Da en eduzie en die Aussagek a de
gemessenen Da en. Fehlende Messda en lie-
e n keine alide Aussage übe den Zus and
des zu beobach enden Sys ems. Da imme
Zei ens e be ach e we den, die eine Zei -
eihe on Senso da en lie e n, können ein-
zelne Missing Values igno ie we den. Ein
lee es Zei ens e is mi dem To alaus all
eines Senso s gleichzuse zen und zieh als
Eskala ion eine Repa a u beziehungsweise
den Aus ausch des Senso s nach sich.
E en s, die au g und ungewöhnliche
Messda en ausgegeben we den, lassen sich
mi den oben e wähn en s a is ischen Mo-
dellen p ü en. Bei klassischen Whi ebox-
Modellen (wie „lm“ ode „glm“) lassen sich
Kon idenz-In e alle angeben. Liegen meh-
e e Messwe e auße halb dieses Kon idenz-
be eichs, lieg ein wei e e Ala mie ungs all
o . Bei Black-Box-Modellen (neu onalen
Ne zen) g enz man übliche weise den zu-
lässigen We ebe eich ein. Beobach ungen
auße halb diese G enzen we den au den
nächs en G enzwe no mie [7].
Was noch zu beach en is
Sowei die Technik. Doch wie sieh es in de
P oduk ion aus? Welche Fak o en können
ein Big-Da a-Vo haben zum Schei e n b in-
gen? Das sind F agen, die iele Un e neh-
men, die Big Da a e p oben und in die P o-
duk ion übe üh en möch en, e gessen.
Typische G ünde ü das Schei e n on Big-
Da a-Vo haben sind e ah ungsgemäß:
• Falsche E wa ungen
• Zei liche Ve zöge ungen bei de En schei-
dungs indung
• Zu s a ke Di e genz bei Technologien
und o handenen Skills
Diese d ei Schlüsselaspek e soll en o dem
S a eines Big-Da a-Vo habens geklä we -
den. So emp iehl sich beispielsweise Lean
S a up [6] als me hodische Vo gehensweise.
Abbildung 6: „Demand & Supply“ s. explo a i e Vo gehensweise
Business News 1-2017 | 23
Big Da a
Es kann beim Managemen das Bewuss sein
da ü schä en, dass eine Hypo hese auch
ein nega i es Resul a lie e n kann.
Zudem is es wich ig, sich mi o ganisa o-
ischen F agen auseinande zuse zen. Es gib
häu ig Un e nehmen, die e s angesich s des
d ohenden Schei e ns eines Pilo p ojek s
eine o ganisa o ische Anpassung übe p ü-
en und angehen. Wenn das Managemen
e s zu diesem Zei punk es s ell , dass eine
e ablie e, jedoch igide O ganisa ions o m
(Plan-Build-Run) nich zu einem hoch agi-
len Thema wie Big Da a pass , kann ein Um-
schwenken seh eue we den.
Rigide Abläu e, lange Zyklen im An o de-
ungsmanagemen und ehlende Möglich-
kei en, ein dedizie es Team ü Big-Da a-
Vo haben zusammenzus ellen, lassen ein
P ojek schei e n. Le z endlich wä en dami
also bü ok a ische Hü den mi zu ielen
Schni s ellen de wesen liche G und. Nu
ein Sch i in Rich ung eine i uellen O ga-
nisa ion kann hie be ei s Abhil e scha en.
Die Au bau-O ganisa ion is dabei ein indi i-
duelles Thema und ich e sich imme an die
Gesam s uk u des Un e nehmens. Auch
das Gewich des Big-Da a-Vo habens ü die
Gesam un e nehmung spiel hie eine Rolle.
Ein wei e e wich ige Punk sind die o han-
denen Skills und das Know-how zu neuen
Technologien im Un e nehmen. De P ozess
ü den Skill-Au bau kann pa allel mi den
o ganisa o ischen Maßnahmen s a inden.
Ein wei e e Fak o , de den explo a i en
P ozess de Hypo hesen-E p obung be-
schleunigen kann, is de Einsa z eine Big-
Da a-Dis ibu ion, die au eine passenden
Ha dwa e läu . Man s elle sich die Da enbe-
wi scha ung als zwei in sich g ei ende P o-
zesse o . De e s e P ozess, de sich mi de
explo a i en Übe p ü ung on Hypo hesen
beschä ig (siehe Abbildung 6), wi d in de
P axis o als „Da a Lab“ bezeichne . Dem-
en sp echend de inie de zwei e P ozess
einen s abilen P oduk i be ieb und wi d
übliche weise als „Da a Fac o y“ bezeichne
(siehe Abbildung 7).
Ein Enginee ed Sys em, in dem Ha dwa e
und So wa e kombinie sind, bie e O acle
mi seine Big Da a Appliance an. Au diese
mäch igen Ha dwa e läu Cloude a EDH mi
den dazugehö igen F amewo ks. Das Sys-
em e möglich zum einen die p o o ypische
Umse zung und s ell zum ande en den P o-
duk i be ieb im Rahmen eine Da a Fac o y
siche . Apache Zeppelin, das in de Cloude a
EDH mi gelie e wi d, e möglich eine ex-
plo a i e E p obung on Hypo hesen, was
wiede um gu zum Da a-Lab-Konzep pass .
In diesem Szena io a bei en die Da a Sci-
en is s an de E p obung ma hema ische
Ve ah en, wäh end ein Team aus So wa e-
En wickle n und In eg a o en die be ei s a-
lidie en Hypo hesen in die p oduk i e Da-
enbewi scha ung übe üh .
Fazi
Neue En wicklungen im Be eich de Senso -
echnik, des High Pe o mance Compu ing
und de Da en-Analyse (Big Da a, Deep Lea -
ning) e möglichen Lösungen in Be eichen,
die noch o wenigen Jah en au g und on
ehlenden Da en ode wegen de g oßen
Be echnungskomplexi ä undenkba gewe-
sen wä en. Die in diesem A ikel besch iebe-
ne Online-T inkwasse übe wachung, die im
Ve bundp ojek „IMP o T“ de TH Köln on
de A bei sg uppe SPOTSe en (siehe „www.
spo se en.de“) en wickel wi d, s ell ein p o-
minen es Beispiel da .
Die e schiedenen P oduk e de Apa-
che So wa e Founda ion e lauben eine
skalie ba e und aus allsiche e Ve a bei ung
on Big Da a und insbesonde e on S e-
aming-Da en. In Kombina ion mi neuen,
e schwinglichen Cloud-Angebo en ü die
hochpe o man e Da en e a bei ung und
-speiche ung we den solche P ojek e auch
ü g oße Da enmengen wi scha lich sinn-
oll − ü sensible Da en du ch eine O acle
Cloud Machine soga On-P emise im eige-
nen Da encen e . Die ge ingen Kos en e -
lauben es agilen Teams, neue Ansä ze aus-
zup obie en, explo a i die wi scha lichen
Möglichkei en eines Vo habens auszulo en
und bei den Mi a bei e n we olle Fähig-
kei en au zubauen.
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Dimi i G oss
dimi i.g oss@opi z-consul ing.com
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Kon ak /Imp essum
Diese Ve ö en lichungen e scheinen im Rahmen de Sch i en eihe "CIplus". Alle Ve ö -
en lichungen diese Reihe können un e
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abge u en we den.
Die Ve an wo ung ü den Inhal diese Ve ö en lichung lieg beim Au o .
Da um de Ve ö en lichung: 06.06.2017
He ausgebe / Edi o ship
P o . D . Thomas Ba z-Beiels ein,
P o . D . Wol gang Konen,
P o . D . Bo is Naujoks,
P o . D . Ho s S enzel
Ins i u e o Compu e Science,
Facul y o Compu e Science and Enginee ing Science,
TH Köln,
S einmülle allee 1,
51643 Gumme sbach
u l:
www.ciplus- esea ch.de
Sch i lei ung und Ansp echpa ne / Con ac edi o ’s office
P o . D . Thomas Ba z-Beiels ein,
Ins i u e o Compu e Science,
Facul y o Compu e Science and Enginee ing Science,
TH Köln,
S einmülle allee 1, 51643 Gumme sbach
phone: +49 2261 8196 6391
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h p://www.spo se en.de
eMail: homas.ba z-beiels ein@ h-koeln.de
ISSN (online) 2194-2870