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Frauen im Versicherungsvertrieb. Was sagen die Privatkunden dazu?

Abstract

Es ist schon lange bekannt, dass es ein Nachwuchsproblem im Versicherungs-vertrieb gibt. Die Versicherer haben mit Imageproblemen zu kämpfen – Schlagzeilen über Lustreisen, Falschberatungen oder Provisionsexzesse machen die Runde. Auch der demografische Wandel macht es den Versicherern schwer, geeigneten Nachwuchs für den Vertrieb zu rekrutieren. Da liegt es nahe, dass die Branche sehr daran interessiert ist, mehr Frauen für den Vertrieb zu ge- winnen, zumal sie die erforderlichen Vertriebskompetenzen besitzen. Für Frauen ist die Tätigkeit im Vertrieb allerdings nicht besonders attraktiv; die geringe Sicherheit und die Arbeit am Abend sind die größten Hindernisse, die Frauen nennen. Um die Tätigkeit für Frauen attraktiver zu machen, müssten die Ver- sicherungsunternehmen Anreizsysteme, Strukturen bis hin zur Vertriebskultur verändern. Die Frage ist, ob sich das lohnt. In diesem Zusammenhang ist es für die Unternehmen von besonderer Bedeutung zu wissen, was die Kunden dazu sagen, wenn mehr Frauen im Vertrieb tätig wären.

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Frauen im Versicherungsvertrieb. Was sagen die Privatkunden dazu?

Author: Zimmermann, Gabriele
Year: 2014
Source: https://cos.bibl.th-koeln.de/files/42/forschung_am_ivw_koeln_2_2014.pdf
Fo schung am IVW Köln, 2/2014
Ins i u ü Ve siche ungswesen
F auen im Ve siche ungs e ieb
Was sagen die P i a kunden dazu?
Gab iele Zimme mann
Fo schung am IVW Köln 2/2014
Gab iele Zimme mann
F auen im Ve siche ungs e ieb
Was sagen die P i a kunden dazu?
Zusammen assung
Es is schon lange bekann , dass es ein Nachwuchsp oblem im Ve siche ungs e ieb gib . Die Ve siche e
haben mi Imagep oblemen zu kämp en – Schlagzeilen übe Lus eisen, Falschbe a ungen ode
P o isionsexzesse machen die Runde. Auch de demog a ische Wandel mach es den Ve siche e n
schwe , geeigne en Nachwuchs ü den Ve ieb zu ek u ie en. Da lieg es nahe, dass die B anche seh
da an in e essie is , meh F auen ü den Ve ieb zu gewinnen, zumal sie die e o de lichen
Ve iebskompe enzen besi zen. Fü F auen is die Tä igkei im Ve ieb alle dings nich besonde s
a ak i ; die ge inge Siche hei und die A bei am Abend sind die g öß en Hinde nisse, die F auen
nennen. Um die Tä igkei ü F auen a ak i e zu machen, müss en die Ve siche ungsun e nehmen
An eizsys eme, S uk u en bis hin zu Ve iebskul u e ände n. Die F age is , ob sich das lohn . In diesem
Zusammenhang is es ü die Un e nehmen on besonde e Bedeu ung zu wissen, was die Kunden dazu
sagen, wenn meh F auen im Ve ieb ä ig wä en.
Abs ac
I is e y well known ha he e a e ec ui ing p oblems wi h espec o he insu ance sales o ces. The
insu e s s uggle wi h image p oblems – headlines abou sex ips, mis-consul a ion o exceeding
commissions go a ound he wo ld. Demog aphic change also impedes insu ances companies o ec ui
adequa e sales o ce pe sonal. The e o e, i is qui e e iden ha he insu e s a e e y much in e es ed in
ec ui ing mo e and mo e women o sales o ces – especially, because women own he necessa y
compe ences. Bu he sales job is o women no a ac i e, he main easons a e he insecu i y and
wo king hou s in he e ening. In o de o become mo e a ac i e he insu ance companies ha e o
change incen i e sys ems, s uc u es and e en he sales cul u e. The ques ion is, i his pays ou . In his
con ex i is o he insu ance companies e y impo an o know, wha he cus ome s hink o women in
sales.
Schlagwö e :
F auen im Ve siche ungs e ieb, F auen im Ve ieb, Kunde und F auen im Ve ieb
Inhal s e zeichnis
1FRAUEN SOLLTEN MEHR IM VERSICHERUNGSVERTRIEB ARBEITEN ..... 4
2ZAHLEN, DATEN, FAKTEN .............................................................................. 5
3HÜRDEN FÜR FRAUEN IM VERSICHERUNGSVERTRIEB ............................ 6
4DER VERTRIEB AUS KUNDENSICHT ............................................................. 8
4.1WAS IST DEN KUNDEN IN DER VERKAUFSSITUATION WICHTIG? .......................... 8
4.2WIE WERDEN FRAUEN IM VERTRIEB WAHRGENOMMEN? ................................. 12
4.3VERTRIEB VON FRAU ZU FRAU ..................................................................... 15
5WIE KÖNNEN FRAUEN DAS IMAGE VERBESSERN? ................................. 18
6FAZIT .............................................................................................................. 22
LITERATURVERZEICHNIS .................................................................................... 24
ABBILDUNGSVERZEICHNIS ................................................................................. 25
- 4 -
1 F auen soll en meh im Ve siche ungs e ieb a bei en
Es is schon lange bekann , dass es ein Nachwuchsp oblem im Ve siche ungs-
e ieb gib . Die Ve siche e haben mi Imagep oblemen zu kämp en – Schlagzei-
len übe Lus eisen, Falschbe a ungen ode P o isionsexzesse machen die Runde.
Auch de demog a ische Wandel mach es den Ve siche e n schwe , geeigne en
Nachwuchs ü den Ve ieb zu ek u ie en. Da lieg es nahe, dass die B anche seh
da an in e essie is , meh F auen ü den Ve ieb zu gewinnen, zumal sie die e -
o de lichen Ve iebskompe enzen besi zen. F auen habe Ih e besonde e S ä ke
bei den sozialen Kompe enzen (Empa hie und kommunika i e Fähigkei en), sie
sind beziehungso ien ie und ausgesp ochene O ganisa ions alen e. Da übe hin-
aus sind F auen seh leis ungsbe ei und e ügen übe seh gu e achliche Kompe-
enzen, was die übe du chschni lich gu en Schul- und Uni e si ä sabschlüsse jun-
ge F auen zeigen.
Lang is ige Kundenbeziehungen sind diejenigen, die nachhal ige und dami luk a-
i e sind. Um lang is ige Kundenbeziehungen au zubauen benö ig de Ve mi le 1
soziale Kompe enz und Beziehungso ien ie ung. F auen b ingen also ein gu es
Ve iebspo en ial mi . Das bes ä igen auch Gesp äche mi Ve iebs e an wo li-
chen aus de Ve siche ungsb anche; die wenigen F auen, die im Ve ieb ä ig sind,
sind seh gu e und geschä z e Mi a bei e innen; o mals sind un e den bes en 10
Ve käu e n F auen au den e s en Plä zen.
Abbildung 1: F auen im Ve siche ungs e ieb. Bild: Fo olia
1 De Beg i „Ve mi le “ wi d hie ü Ausschließlichkei s e e e und Makle in Ih e männlichen
und weiblichen An ede e wende .
- 5 -
2 Zahlen, Da en, Fak en
Die Ve siche ungsb anche is eine B anche mi einem seh hohen F auenan eil. Im
Jah e 2012 wa en im Innendiens 55% ä ig, de An eil de Füh ungsk ä e im In-
nendiens lieg bei knapp 25%.2 Im Außendiens sieh es ganz ande s aus; do sind
F auen deu lich un e ep äsen ie . Eine S udie aus dem Jah 2011 on Sabine
B uno e ha e geben, dass de An eil bei den selbs ändigen Ve e e innen zwi-
schen 10 – 20% lieg . Auch im anges ell en Ve ieb lieg de An eil de F auen bei
du chschni lich 20%.3 Be ach e man die Füh ungsk ä e im Ve ieb, so sind die
Zahlen deu lich ge inge , ebenso bei den Makle n.
Die ak uelle E hebung des AGV aus dem Jah 2012 ha gezeig , dass im Außen-
diens 20% a bei en.4
Abbildung 2: F auenan eil bei Ve siche e n.
2 Vgl. AGV (2013), S. 5.
3 Vgl. B uno e, S. (2011), S. 20.
4 Vgl. AGV (2013), S. 5
Ak uelle S and: F auenan eil bei Ve siche e n
Un e nehmen An eil F auen im
anges ell en Ve ieb Mi Füh ungs-
e an wo ung Ve e e innen
( § 84 HGB )
Allianz 30% 14% 15%
Debeka 23% 9% k. A.
E go 16% 11% 21%
Go hae 7% 6% k. A.
LVM 21% 10% 15%
R&V 23% 1% 10%
Talanx 13% 0% 10%
Zu ich 10% 34% 11%
k.A. = keine Angabe
Quelle: B uno e, Sabine: Je z kommen die F auen in Ve siche ungsmagazin 4/2011, S.20

- 6 -
3 Hü den ü F auen im Ve siche ungs e ieb
Wie im le z en Kapi el besch ieben, is de An eil on F auen im Ve ieb un e -
du chschni lich. Die G ünde da ü sind iel äl ig: die A bei szei en am Nachmi ag
bzw. Abend und de eno me Abschlussd uck sind die am häu igs en genann en
G ünde da ü .5 F auen e ügen übe ein höhe es Siche hei sbedü nis als Männe
und so is auch das a iable Gehal eine wesen liche Hü de, um im Ve siche ungs-
e ieb ä ig zu we den. Die A bei szei en am Abend und das unsiche e Gehal üh-
en dazu, dass junge F auen den Be u des Ve mi le s als nich e einba mi ih em
Wunsch nach Familie ansehen.
Ein en scheidende k i ische Fak o , de o auße Ach gelassen wi d, is das
Image dieses Be u sbildes. Fü iele Kunden is diese Be u imme noch s a k mi
Vo u eilen belas e . Die Ablehnung bzw. Zu ückweisung und Übe zeugungsa bei ,
die o als Ve iebsmi a bei e geleis e we den muss, sch eck iele F auen ab.
Schließlich möch e F au mi ih en gu en bis seh gu en Quali ika ionen eine Tä ig-
kei mi hohem Ansehen du ch üh en.6
Siche lich gib es auch au Sei en de Ve siche ungs- und Makle un e nehmen
G ünde da ü , dass es deu lich wenige F auen im Ve ieb gib : de Ve ieb gil
nich nu als Männe wel , sonde n is auch eine Männe wel , wie die An eizsys eme
ode bes imm e ypisch männliche Ve hal ensweisen im Ve ieb zeigen. Das zu
ände n und auch Modelle zu e ablie en, die es F auen e möglichen, Familie und die
Ve e e ä igkei zu e einen, e o de n e hebliche Ve ände ungen in den Ve -
iebso ganisa ionen. Diese Ve ände ungen lohn es sich nu zu un e nehmen,
wenn aus de e s ä k en Rek ui ie ung on F auen im Ve siche ungs e ieb auch
ein „business case“ wi d. Die Meinung de Kunden zu F auen im Ve ieb is in die-
sem Zusammenhang ein seh wich ige Aspek .
5 Vgl. Zimme mann, G. (2013), S.43.
6 Vgl. Zimme mann, G. (2013), S. 44
- 7 -
Abbildung 3: Hü den ü F auen im Ve siche ungs e ieb.
Ve einba kei on Familie und
Be u
(A bei szei en/-o e und
e olgsabhängiges Gehal )
Hohe Konku enz-
kamp zwischen den
Ve mi le n
Das e olgsabhängige
Gehal mach ielen
F auen Angs
Nega i es Image des
Be u sbildes
Hohe
Abschlußd uck
Hü den – wa um gib es so wenige F auen im Ve siche ungs e ieb?
„Männe wel “
- 8 -
4 De Ve ieb aus Kundensich
Zu o genann e G ünde lassen es einleuch end e scheinen, dass meh F auen im
Ve siche ungs e ieb a bei en soll en. Doch wie sehen das die Kunden? Um dies
he auszu inden ha de Leh s uhl ü Pe sonal üh ung und O ganisa ionsen wick-
lung am Ins i u ü Ve siche ungswesen de Fachhochschule Köln im Juni 2013 die
S udie „F auen im Ve ieb – was sagen die P i a kunden dazu?“ du chge üh . In
diese on dem Ma k o schungsun e nehmen YouGo du chge üh en S udie wu -
den 2.000 Ve siche ungskunden im Al e on 18 bis 65 Jah en zu ih e ak uellen
sowie zu de on ihnen gewünsch en Be a ungssi ua ion be ag . Ziel diese S udie
wa es, he auszu inden, was die Kunden on F auen im Ve siche ungs e ieb hal-
en und inwie e n sich das Image de Ve siche ungen ände n wü de, wenn meh
F auen im Ve ieb ä ig wä en.
4.1 Was is den Kunden in de Ve kau ssi ua ion wich ig?
Die Be agung ha e geben, dass 19% de Be ag en eine weibliche Ve mi le in
haben. Diese Zahl pass seh gu zu den Zahlen de Ve siche ungsun e nehmen,
die einen du chschni lichen An eil on 20% im Außendiens nennen. De Kunde
de weiblichen Ve mi le in sieh , wenn man sich die K i e ien Geschlech , Einkom-
men, Al e und Bildungsni eau anschau , nich ande s aus als de Kunde de männ-
lichen Ve mi le .
Au die F age, ob man sich in Ve siche ungsangelegenhei en liebe on einem
Mann ode eine F au be a en läss , an wo en 70 %, dass es Ihnen egal is ; 20%
wünschen sich einen Mann, 10% eine F au. Das heiß 80 % de Kunden sind
gegenübe F auen im Ve siche ungs e ieb neu al bis posi i einges ell ! Das
Geschlech de Ve mi le spiel ü den Kunden also keine Rolle.
Diese Au eilung zieh sich unge äh du ch alle soziodemog a ischen G uppen de
Be ag en, siehe dazu auch die nach olgende G a ik.
- 9 -
Abbildung 4: Rolle des Geschlech s de Ve mi le (1).
Wich ige is den Kunden, dass de Be a e aus ih e Region komm (71%). Dass
de Be a e die gleiche Na ionali ä wie die Kunden selbs ha , lieg 86 % de
Be ag en am He zen. Bei de Bildung de Ve mi le is den Kunden eine p ak ische
Ausbildung besonde s wich ig. So wünschen sich 39 % eine p ak ische Ausbildung
bei ih em Be a e , 16 % wünschen sich, dass ih Be a e s udie ha . Diese Wün-
sche an die soziodemog a ischen Eigenscha en des Be a e s sind wei s ä ke
ausgep äg als de Wunsch nach einem spezi ischen Geschlech .
Basis:Gesam (n=2005),Angabenin%
Mann F au egal,obMannode F au
71 19
10
Von welchem Geschlech wü den Sie sich
bei Ve siche ungsangelegenhei en
g undsä zlich liebe be a en lassen?
- 16 -
O hö man, dass F auen ge ne on F auen be a en we den möch en. So soll de
Be a ungsansa z, den F auen e s ä k nu zen besonde s on weibliche Kund-
scha gewünsch sein.8
Die S udie „F auen im Ve ieb – was sagen die P i a kunden dazu?“ zeig zum
Thema „F auen e kau en an F auen“ ein ambi alen es Bild. Aus S udien weiß
man, dass Kundinnen sich on ih en Ve käu e n in besonde em Maße soziale und
emo ionale Kompe enz wünschen.9 F auen legen besonde en We au gu e Bezie-
hungen, sie en scheiden in ui i e und sind s ä ke emp änglich ü eigene Emo io-
nen und die Emo ionen ande e . Die e olg eiche Ve siche ungsmakle in Ba ba a
Rojahn b ing es so au den Punk : „F auen wollen meh als Zahlen und Fak en“10.
So lieg es nahe, dass F auen liebe on F auen be a en we den, da F auen gemäß
de S udie des Ins i u s ü Ve siche ungswesen als ein ühlsame und e auens-
wü dige wah genommen we den.
Die S udie des Ins i u s ü Ve siche ungswesen ha gezeig , dass die F auen, die
liebe on eine F au be a en we den das un, weil sie sie als ein ühlsame , zu e -
lässige und besse zuhö end e leben. Dieses E gebnis s ü z also die oben ge-
schilde e Si ua ion (siehe Abb. 13)
Die Be agung de 2000 Ve siche ungskunden ha abe gezeig , dass Männe sich
ge ing ügig ehe eine Ve mi le in wünschen als F auen (20 % gegenübe 17%).
Männe wü den auch ehe bei eine Ve mi le in einen Ve ag abschließen als
F auen (1/3 meh Zus immung zu diese Aussage). Da übe hinaus s immen 10%
de Männe de Aussage zu, dass Männe im Ve ieb kompe en e sind als F auen;
diese Aussage s immen 12% de F auen zu.
Abbildung 12: Rolle des Geschlech s de Ve mi le (2).
8 Vgl. Kuhn, T. (2011), h p://www.asscompac .de/a icle/ba ba a- ojahn- auen-koennen-mi -ih -
echnen.
9 Vgl. Pe zold , K./Ke l, I. (2007), S. 47 .
10 Vgl. Kuhn, T. (2011), h p://www.asscompac .de/a icle/ba ba a- ojahn- auen-koennen-mi -ih -
echnen.
Lassen Sie sich liebe on einem Mann ode on eine F au be a en? – nach Geschlech des Be ag en
F au
egal
Mann
Basis: Gesam (n=2005)
Angaben in %
11%
9%
20%
17%
69%
73%
Männliche
Be ag e
Weibliche
Be ag e
N = 970
N = 1035

- 17 -
Abbildung 13: Geschlech sspezi isches Kau e hal en.
Zusammen assend kann man es hal en, dass Ve mi le innen sowohl bei männli-
chen als auch bei weiblichen Kunden Po en ial haben, e olg eich zu e kau en.
Auch männliche Kunden legen We au eine „ein ühlsame“ Be a ung und möch en
nich nu zum Abschluss ged äng , sonde n eundlich und eh lich be a en we den.
- 18 -
5 Wie können F auen das Image e besse n?
Bei de F age, ob sich das Image des Ve siche ungs e iebes e besse n wü de,
wenn do meh F auen a bei en wü den, zeichnen die An wo en de Be ag en
kein eindeu iges Bild.
Im Allgemeinen s immen 57 % de Be ag en zu, das sich das Image de Ve siche-
ungsb anche e besse n wü de, wenn meh F auen im Ve ieb a bei en wü den.
Die Be ag en äuße n auße dem, dass sich die Kompe enz de Be a ung e bes-
se n wü de; 61 % s a 50% sagen, dass die Kompe enz s eigen wü de. Da übe
hinaus wi d geäuße , dass man den Ve mi le n meh e auen könne (52% s a
45%).
Abbildung 14: S a emen s zum Image (1).
i übe haup nich zu
i ehe nich zu
7
13
11
15
26
44
37
42
34
25
33
30
33
18
18
13
Inwie e n e en die olgenden Aussagen Ih e Meinung nach zu:
34
57
48
57
Top2Box
Basis:Gesam ,auße bei(*)Nu Be ag enmi Ve e e ‐ode Makle kon ak ;da ges ell Top2‐Box;Angabenin%
i  ollundganzzu i ehe zu
Beieine Bankbe a ungkannichmi ehe eine
F au o s ellenalsbeieine Be a ung ü eine
Ve siche ung.(n=1490)
Du chdieBeschä igung onmeh
F auenimVe iebwü desichdas
Imagede Ve siche ungsb anche
e besse n.(n=1450)
Mi is eswich ig,dasssichmeineVe e e in/
Makle inmi mi auchübe ande eDingeals
Ve siche ungenun e häl .* (n=490)
Mi is eswich ig,dasssichmeinVe e e /
Makle mi mi auchübe ande eDingeals
Ve siche ungenun e häl .*(n=598)
- 19 -
Abbildung 15: S a emen s zum Image (2).
Sowei zu allgemeinen Ebene. Die S udie ha die Kunden auch di ek ge ag , wie
zu ieden sie mi Ih em Ve mi le sind. Insgesam kann man sagen, dass die Kun-
den mi Ih en Ve mi le n seh zu ieden sind. Diese Aussagen beziehen sich au
I ems wie Se iösi ä , Zu e lässigkei , Kompe enz, E eichba kei e c. F ag man,
was die Kunden da on hal en wü den, wenn ih männliche Ve mi le du ch eine
Ve mi le in ausge ausch wü de, dann we den F auen im Du chschni 3,5 P o-
zen punk e schlech e beu eil als ih e männlichen Kollegen. Alle dings lieg diese
e was schlech e e Bewe ung o allem an den An wo en de Bank- und Makle -
kunden. Die Kunden de Ve e e beu eilen die Fähigkei en de F auen genauso,
wie die on Männe n.
n=1845
n=1574
n=1842
n=1554
n=1863
n=1564
n=1771
n=1507
i oll und
ganz zu i ehe zu i ehe nich zu i übe haup
nich zu
Inwie e n e en Ih e Meinung nach die olgenden Aussagen zu?
Inwie e n e en Ih e Meinung nach die olgenden Aussagen zu o dem Hin e g und, dass meh
F auen im Ve ieb de Ve siche ungsgesellscha en ä ig wä en?
5
8
7
11
5
10
7
9
40
44
43
43
45
51
49
46
41
32
38
33
40
30
33
30
15
15
12
14
10
10
11
15
Den Ve siche ungsgesellscha en kann man
e auen.
Im Schaden- bzw. Leis ungs all e häl man
on den Ve siche ungsgesellscha en
schnell und unbü ok a isch Hil e.
Ve siche ungen be a en ih e Kunden
kompe en .
Mein eingezahl es Geld is bei den
Ve siche ungsgesellscha en siche .
Basis: Gesam
Angaben in %; Sch a ie e We e „Inwie e n e en Ih e Meinung nach die olgenden Aussagen zu o dem Hin e g und, dass meh F auen
im Ve ieb de Ve siche ungsgesellscha en ä ig wä en?“
- 20 -
Abbildung 16: Eigenscha en on Ve mi le n.
Es gib also ein un e schiedliches An wo e hal en je nach Pe spek i e de F age:
 Die abs ak e e Ebene
 Die konk e e Ebene
Ein G und ü dieses un e schiedliche An wo e hal en könn e sein, dass die P i-
a kunden g undsä zlich eine hohe Zu iedenhei mi Ih en Ve mi le n haben (egal
ob männlich ode weiblich); die Be ag en beu eilen Ih e Ve mi le als seh kompe-
en , se iös, gu e eichba und zu e lässig. Menschen ände n unge n eine „winning
s o y“, so dass hie die männlichen Ve mi le au g und de Ta sache, dass es ein-
ach deu lich meh männliche Ve mi le gib , im Vo eil sind.
Die Be agung ha wei e hin e geben, dass alle Be ag en, sowohl männliche als
auch weibliche, de Meinung sind, dass sich das Image de B anche du ch meh
F auen im Ve ieb e besse n wü de. Besonde s in den Punk en Sympa hie und
Dynamik wü den die Ve siche ungsgesellscha en gewinnen.
…is sympa hisch
…is se iös
…häl Zusagen ein
…is kompe en
…is gu e eichba
……bea bei e meine Anliegen schnell &
unbü ok a isch
…geh au mich ein
…be ä mich zu meine Zu iedenhei
…is e auenswü dig
…d äng mich nich zum Ve agsabschluss
…wi d on mi wei e emp ohlen
…un e häl sich mi mi auch übe Dinge, die
nich s mi Ve siche ungen zu un haben
…sag mi eh lich, wenn ein P oduk …
…is sein Geld we
Q09: Wie seh e en die olgenden Eigenscha en au den ak uellen Ve mi le zu?
Q15: Wie seh wü den die olgenden Eigenscha en au eine Ve mi le in zu e en?
Ve e e
50 60 70 80 90
Bewe ung Ve mi le
(n=632-664)
Bewe ung Ve mi le in
(n=532-554)
Makle Bankbe a e
50 60 70 80 90
Bewe ung Ve mi le
(n=349-365)
Bewe ung Ve mi le in
(n=274-288)
50 60 70 80 90
Bewe ung Ve mi le
(n=74-80)
Bewe ung Ve mi le in
(n=62-68)
Basis: Nu Be ag e mi einem männlichen Ve mi le ; Angaben als Mi elwe e
- 21 -
Abbildung 17: Image e besse ung.
Inwie e n wü de sich das Image ände n, wenn meh F auen im Ve ieb wä en?
– nach Geschlech des Be ag en
10%
15%
20%
25%
30%
35%
40%
weibliche Be ag e (ak uell)
weibliche Be ag e (meh F auen im Ve ieb)
männliche Be ag e (ak uell)
männliche Be ag e (meh F auen im Ve ieb)
Weibliche Be ag e n = 247 – 268
Männliche Be ag e n = 250 - 277

- 22 -
6 Fazi
Sowohl Männe als auch F auen haben Eigenscha en, die ü eine e olg eiche
Ka ie e im Ve ieb e o de lich sind. F ag man die Ve siche ungskunden im P i-
a geschä , dann zeig sich eine seh g oße O enhei gegenübe weiblichen Ve -
mi le n; 81% de Kunden sind neu al bis posi i gegenübe F auen im Ve siche-
ungs e ieb einges ell , nu 19% de Kunden haben de zei eine Ve mi le in. Das
zeig , das g oße Po en ial, dass Ve siche ungsun e nehmen nu zen können.
De Be u is ü iele F auen alle dings una ak i . Die a iable Bezahlung, die Be-
a ungszei en und –o e und die „männe o ien ie e Kul u “ sind die wesen lichen
G ünde da ü , dass F auen sich nich ü den Be u des Ve mi le s in e essie en.
Um meh F auen ü den Ve ieb zu begeis e n, müss en die Un e nehmen also
S uk u en, An eizsys eme und die Kul u des Ve iebes ände n. Das sind e hebli-
che Ände ungen, so dass sich die F age s ell , ob es sich lohn , dieses anzugehen?
Die E gebnisse de S udie des Ins i u s ü Ve siche ungswesen zeigen, dass de
Kunde F auen im Ve ieb seh posi i sieh . F auen we den on den Kunden als
ein ühlsame , e auenswü dige , zu e lässige und eh liche wah genommen.
Da übe hinaus wi d den F auen auch aus eichend Kompe enz zugesch ieben, die
Ve iebs ä igkei p o essionell auszuüben. Die Eigenscha en, die F auen im Ve -
ieb zugesch ieben we den, passen seh gu zu den ganzhei lichen Be a ungsan-
sä zen, die die Ve siche ungsb anche de zei im Ve ieb implemen ie .
Die S udie „Was Ve siche ungskunden wi klich wollen“ des Be a ungsun e nehmen
Bain & Company aus dem Jah 2012 ha zudem e geben, dass sich die Ve siche-
ungskunden Fai ness sowie eine indi iduelle und empa hische Be euung wün-
schen.11 Soziale Kompe enzen sind die wesen liche S ä ke de F auen im Ve gleich
zu ih en männlichen Kollegen, empa hische und indi iduelle Be euung e wa en
die Kunden ehe on F auen. Also wei e e G ünde da ü , meh F auen ü den Ve -
siche ungs e ieb zu gewinnen.
Die S udie ha auch gezeig , dass die Kunden in Bezug au die Be a ungszei und
den Be a ungso eine e hebliche Flexibili ä mi b ingen. Da übe hinaus – das zei-
gen ande e S udien – nimm das hyb ide Kau e hal en de Kunden zu; die Kunden
in o mie en sich imme meh übe In e ne . Kon ak zum Ve mi le inde e s ä k
auch mi den elek onischen Medien s a .
Als wei e en Punk ha die S udie des Ins i u s ü Ve siche ungswesen zum Thema
„F auen im Ve ieb – was sagen die P i a kunden dazu““ gezeig , dass F auen
auch einen posi i en Ein luss au das Image de B anche hä en. Ein Thema, was
ü die Zukun s ähigkei de B anche on e hebliche Bedeu ung is .
11 Vgl. Bain & Company (2012), S. 15 .
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Rechne sich also de „business case“, meh F auen im Ve ieb zu e ablie en?
Das häng on de Ve iebss a egie des einzelnen Un e nehmens ab. Au jeden
Fall echne es sich ü Un e nehmen, die an besonde s nachhal igen Kundenbe-
ziehungen in e essie und die o en ü neue An eiz- und A bei szei modelle sind.
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Li e a u e zeichnis
Al e mann, D. (1996): Geschlech e ollen und geschlech s ypisches Ve hal en,
S u ga 1996.
A bei gebe e band de Ve siche ungsun e nehmen in Deu schland (2013):
AGV – E hebung „F auen in Füh ung“, München 2013.
Bain & Company (2012): Was Ve siche ungskunden wi klich wollen, München
2012.
B uno e, S. (2011): Je z kommen die F auen. In: Ve siche ungsmagazin, N . 4,
2011, S. 16 – 23.
Kuhn, T. (2011): Ba ba a Rojahn: F auen können mi ih echnen,
h p://www.asscompac .de/a icle/ba ba a- ojahn- auen-koennen-mi -ih - echnen.
Pe zold , K./Ke l, I. (2007): Emo ionale Konsumen enen scheidungen: Wo in sich
F auen und Männe un e scheiden, Ilmenau 2007.
Zimme mann, G. (2013): F auen im Ve ieb – gu o ganisie und empa hisch. In
Ve siche ungsmagazin, N . 6, 2013, S. 42-43.
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Abbildungs e zeichnis
Abbildung 1: F auen im Ve siche ungs e ieb. .................................................................................. 4
Abbildung 2: F auenan eil bei Ve siche e n. ......................................................................................... 5
Abbildung 3: Hü den ü F auen im Ve siche ungs e ieb. ........................................................... 7
Abbildung 4: Rolle des Geschlech s de Ve mi le (1). ..................................................................... 9
Abbildung 5: Me kmale Wunschbe a e . .............................................................................................. 10
Abbildung 6: Gewünsch e Be a ungso . ............................................................................................ 11
Abbildung 7: Gewünsch e Be a ungszei . ............................................................................................ 12
Abbildung 8: G ünde ü einen Mann als Ve mi le . ........................................................................ 13
Abbildung 9: G ünde ü eine F au als Ve mi le in. ......................................................................... 13
Abbildung 10: Zi a e de Be ag en. ........................................................................................................ 14
Abbildung 11: Wah nehmung Ve mi le s. Ve mi le in. ............................................................ 15
Abbildung 12: Rolle des Geschlech s de Ve mi le (2). ................................................................. 16
Abbildung 13: Geschlech sspezi isches Kau e hal en. .................................................................. 17
Abbildung 14: S a emen s zum Image (1). ........................................................................................... 18
Abbildung 15: S a emen s zum Image (2). ........................................................................................... 19
Abbildung 16: Eigenscha en on Ve mi le n. ................................................................................... 20
Abbildung 17: Image e besse ung. ........................................................................................................ 21