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Mikroökonomisches Produktionsmodell für Versicherungen

Abstract

Die mikroökonomische Produktionstheorie beschreibt ein Produktionsmodell des Outputs als Funktion des Inputs und leitet aus der Grenzkostenfunktion das Angebot her. Überträgt man die-ses Modell auf Versicherungen, so ergibt sich hier der Output im Wesentlichen als Funktion der beiden wichtigsten Inputfaktoren Arbeit und Kapital, wobei diese Sichtweise im Rahmen der wertorientierten Steuerung von Versicherungsunternehmen aber eher unüblich ist. Dennoch ergeben sich aus der mikroökonomischen Sichtweise durchaus auch alternative Erkenntnisse, so dass in dieser Ausarbeitung das mikroökonomische Produktionsmodell unter einigen vereinfachenden Annahmen auf das Produkt Versicherung übertragen und mit der wertorientierten Sichtweise verglichen wird.

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Mikroökonomisches Produktionsmodell für Versicherungen

Author: Heep-Altiner, Maria,Berg, Marcel
Year: 2015
Source: https://cos.bibl.th-koeln.de/files/57/2_2015.pdf
Fo schung am IVW Köln, 2/2015
Ins i u ü Ve siche ungswesen
Mik oökonomisches
P oduk ionsmodell
ü Ve siche ungen
Ma ia Heep-Al ine , Ma cel Be g
Fo schung am IVW Köln, 2/2015 Wählen Sie ein Elemen aus.
Heep-Al ine , Be g
Fo schungss elle FaRis
Mik oökonomisches P oduk ionsmodell ü Ve siche ungen
Zusammen assung
Die mik oökonomische P oduk ions heo ie besch eib ein P oduk ionsmodell des Ou pu s als Funk ion des
Inpu s und lei e aus de G enzkos en unk ion das Angebo he . Übe äg man dieses Modell au
Ve siche ungen, so e gib sich hie de Ou pu im Wesen lichen als Funk ion de beiden wich igs en
Inpu ak o en A bei und Kapi al, wobei diese Sich weise im Rahmen de we o ien ie en S eue ung on
Ve siche ungsun e nehmen abe ehe unüblich is . Dennoch e geben sich aus de mik oökonomischen
Sich weise du chaus auch al e na i e E kenn nisse, so dass in diese Ausa bei ung das mik oökonomische
P oduk ionsmodell un e einigen e ein achenden Annahmen au das P oduk Ve siche ung übe agen
und mi de we o ien ie en Sich weise e glichen wi d.
Abs ac
T
he mic oeconomic heo y o p oduc ion desc ibes a model o he ou pu as a unc ion o he inpu and
de i es he supply on he base o he ma ginal cos s. By ans e ing his heo y o insu ance business, he
ou pu can be modelled as a unc ion o he main inpu ac o s wo k and capi al whe eas his concep is
ela i ely unusual in he con ex o alue based managemen . Ne e heless, he mic oeconomic iew
p o ides al e na i e insigh s such ha (unde some simpli ying assump ions) he mic oeconomic app oach
will be ans e ed o he insu ance p oduc ion and compa ed wi h alue based managemen in his pape .
Schlagwö e :
Mik oökonomik, Ve siche ungsökonomik
Inhal s e zeichnis
1VORBEMERKUNGEN ................................................................................................................................ 1
2MODELLANSATZ ....................................................................................................................................... 2
2.1PRODUKTIONSFUNKTION ....................................................................................................................... 2
2.2GEWINNMAXIMIERUNG .......................................................................................................................... 3
2.3KOSTENFUNKTION .................................................................................................................................. 4
2.4ANGEBOTSFUNKTION ............................................................................................................................. 5
3BERECHNUNGSBEISPIEL ......................................................................................................................... 6
3.1PRODUKTIONSFUNKTION ....................................................................................................................... 6
3.2GEWINNMAXIMIERUNG .......................................................................................................................... 9
3.3KOSTENFUNKTION ................................................................................................................................ 12
3.4ANGEBOTSFUNKTION ........................................................................................................................... 13
4FAZIT ........................................................................................................................................................... 17
LITERATURVERZEICHNIS .............................................................................................................................. 18
ABBILDUNGSVERZEICHNIS ......................................................................................................................... 19
- 1 -
1 Vo beme kungen
Die mik oökonomische P oduk ions heo ie (siehe [1]) besch eib ein P oduk ionsmodell des
Ou pu s als Funk ion des Inpu s und lei e aus de G enzkos en unk ion das Angebo he .
Übe äg man dieses Modell au Ve siche ungen, so e gib sich hie de Ou pu im Wesen -
lichen als Funk ion de beiden wich igs en Inpu ak o en A bei und Kapi al, wobei diese
Sich weise im Rahmen de we o ien ie en S eue ung (siehe [2], [3]) on Ve siche ungsun-
e nehmen abe ehe unüblich is . Dennoch e geben sich aus de mik oökonomischen
Sich weise du chaus auch al e na i e E kenn nisse, so dass in diese Ausa bei ung das mik-
oökonomische P oduk ionsmodell un e einigen e ein achenden Annahmen au das P o-
duk Ve siche ung übe agen und mi de we o ien ie en Sich weise e glichen wi d.
Im Folgenden wi d ein mik oökonomisches P oduk ionsmodell ü Ve siche ungen illus-
ie , bei dem e ein ach da on ausgegangen wi d, dass
 das Un e nehmen nu eine Spa e mi eine Anzahl X on Ve ägen und
 eine Du chschni sp ämie PX p o Ve ag sch eib , wobei
 alle Zahlungen inne halb eines Jah es s a inden und dahe auch
 Zins- und sons ige Kapi ale äge keine ele an e Rolle spielen und
 alle Be ach ungen o S eue n e olgen.
Die Du chschni sp ämie PX kann alle dings noch nich als Ma k p eis P in e p e ie we den,
da ja noch de (e wa e e) Schadenau wand da on abgeh , d. h. nu de „Deckungsbei ag“
P = (1 – SQ) · PX,
SQ die (e wa e e) Schadenquo e, de inie einen klassischen Ma k p eis, wobei ü den Um-
sa z
U = P · X
= P
X · X – SQ · PX · X
= PR – AUF
gil , PR die gesam e P ämie und AUF de gesam e (e wa e e) Au wand. Obwohl man den
Schadenau wand auch manchmal umgangssp achlich als „Schadenkos en“ bezeichne ,
s ellen diese be iebswi scha lich gesehen keine P oduk ionskos en da . Ve ein ach ge-
sp ochen is Ve siche ung ein s ochas ische K edi , den das Kollek i de Ve siche ungsneh-
me dem Ve siche ungsun e nehmen gewäh ; dieses e einnahm dahe nu den o. g. De-
ckungsbei ag, de zu Abdeckung alle ech en P oduk ionskos en zu Ve ügung s eh .
- 2 -
2 Modellansa z
In diesem Abschni wi d zunächs das allgemeine mik oökonomische Modell un e den ge-
gebenen Annahmen he gelei e , dass dann im nach olgenden Abschni anhand eines Zah-
lenbeispiels illus ie und analysie wi d.
2.1 P oduk ions unk ion
In dem nach olgend skizzie en Modellansa z wi d da on ausgegangen, dass sich die P o-
duk ion de Ve siche ungs e äge X im Wesen lichen aus den P oduk ions ak o en A bei
W (= Wo k) und Kapi al C (= Capi al) e gib , wobei sich die Kos en K zusammense zen aus
de Summe on:
k
W · W Pe sonalkos en ü explizi e Mi a bei e eine Spa e wie Schaden egu-
lie e und Unde w i e ,
k
C · C Kos en ü den Einsa z on Kapi al,
k
P · PR
kX · X
Va iable Kos en in % de P ämie (wie Kommissionen, O e head, e c.),
om A bei s- und Kapi aleinsa z unabhängige ixe S ückkos en,
FK ech e Fixkos en.
Un e eine No mal e eilungshypo hese (ohne Be ücksich igung on Syne gien) kann man
dabei e ein ach
C = α · SQ · CV · P · X
mi α dem VU indi iduell gewünsch en Siche hei sni eau und CV dem Va ia ionskoe izien-
en se zen. Dabei wi d im hie skizzie en Modell da on ausgegangen, dass du ch den Ein-
sa z on meh quali izie en Mi a bei e n W de Va ia ionskoe izien CV e besse und so-
mi de Kapi aleinsa z gesenk we den kann, wobei als Modell
CV = CV0 · (W / W0)-δ
angese z we den soll, W0 die Menge an quali izie en Mi a bei e n, mi denen eine Basis-
ola ili ä on CV0 gene ie we den kann. Somi e gib sich also
C = α · SQ · CV0 · (W / W0)-δ · P · X bzw.
C · Wδ = (*) · X · W0δ
un e de Hypo hese eines abnehmenden G enznu zens e gib sich endenziell ein Zusam-
menhang
W
0 = (**) · Xd

- 3 -
mi d > 1, da man au g und on Ma k beg enzungen ela i gesehen imme meh quali i-
zie e Mi a bei e b auch , um neue Ve äge eine bes imm en Quali ä zu p oduzie en.
Se z man dies je z in die Gleichung ü das Kapi al ein, so e häl man eine Beziehung
C · Wδ = (***) · X1 + d · δ .
Fü λ: = (1 + d · δ)-1 und ein geeigne de inie es Basisni eau X0 e gib sich nun
X = X0 · Wδ · λ · Cλ
und somi eine Cobb-Douglas P oduk ions unk ion mi den Skalene ägen s = (1 + δ) · λ.
Falls wie angenommen d > 1 gil , e geben sich ( ealis ische Weise) sinkende Skalene äge
(SKE).
2.2 Gewinnmaximie ung
Ziel eines a ionalen ökonomischen Handels is , den Gewinn als Di e enz aus Umsa z abzü-
glich de Kos en zu maximie en, wobei ü das hie skizzie e Modell die Beziehung
G = P · X – (kW · W + kC · C + kX · X + FK)
= (P – kX) · X – (kW · W + kC · C + FK)
= (P – kX) · X0 · Wa · Cb – (kW · W + kC · C + FK)
mi a = δ · λ und b = λ gil . Dies is eine Funk ion in den zwei Va iablen W und C, wobei im
Gewinnmaximum1 die pa iellen Ablei ungen in W und C null sein müssen, d. h.
(∂/∂W) G = a · (P – kX) · X0 · Wa –1 · Cb – kW = 0
(∂/∂C) G = b · (P – kX) · X0 · Wa · Cb – 1 – kC = 0.
o m man diese beiden Gleichungen um und eil sie du cheinande , so e gib sich die Be-
ziehung
(kW · W) / (kC · C) = a / b.
Bei sinkenden Skalene ägen s = a + b is dies ein Maximum und bei s eigenden Skalene -
ägen ein Minimum. Hie bei is gene ell zu beach en, dass (beispielsweise au g und on
hohen Fixkos en) ein Gewinnmaximum nich au oma isch bedeu e , dass auch ein Gewinn
o lieg . Ein Gewinnmaximum kann du chaus auch ein Ve lus minimum sein.
Das zu o he gelei e e Maximum is u. U. nich so o ealisie ba , da man übliche weise
ku z is ig nich alle P oduk ions ak o en a iie en kann. In diesem Fall e häl man nu das
Maximum un e de Bedingung, dass eine de beiden P oduk ions ak o en ix is . So e häl
man beispielsweise bei ixem Kapi aleinsa z C0 die olgende Gleichung:
1 Die hie he gelei e e Beziehung gil s eng genommen nu in eine We bewe bssi ua ion, in de ein einzelne
Ma k eilnehme den Ma k p eis P nich beein lussen kann.
- 4 -
G = P · X – (kW · W + kC · C0 + kX · X + FK)
= (P – k
X) · X – (kW · W + kC · C0 + FK)
Lös man diese Gleichung nach X au , so e gib sich die sogenann e Isogewinnlinie
X = kW / (P – kX) · W + (G + kC · C0 + FK) / (P – kX)
Bei es em Kapi aleinsa z C0 e häl man abe auch die P oduk ions unk ion
X = X0 · Wa· C0b
als Funk ion in de Va iablen W. Fü a < 1 e gib sich das (beding e) Gewinnmaximum genau
do , wo die Isogewinnlinie die P oduk ions unk ion be üh .
Fü jeden es en Ou pu X e gib sich ein es e E lös E = P · X. In diesem Fall e gib sich das
Gewinnmaximum beim Kos enminimum, d. h. den minimalen Kos en, zu denen de Ou pu
X p oduzie we den kann. Du ch diese minimalen Kos en je Ou pu X e gib sich dann die
Kos en unk ion, die im nächs en Abschni e läu e wi d.
2.3 Kos en unk ion
Bei eine Cobb-Douglas P oduk ions unk ion kann die S uk u de Kos en unk ion au -
g und de zu o skizzie en Op imali ä sbedingen ela i ein ach he gelei e we den. Au -
g und de ge o enen Annahmen e gib sich ü die Gesam kos en dann eine Beziehung
K = c0 + c1 · X + c2 · X1/s.
Fü die einzelnen Koe izien en gil dabei
c
0 = FK
c
1 = kX
c2 = c2(a, b, kW, kC) > 0.
Fü die Du chschni skos en DK, die du chschni lichen a iablen Kos en DVK und die G enz-
kos en GK gel en olgende Beziehungen:
DK = c0 / X + c1 + c2 · X(1/s – 1)
DVK = c1 + c2 · X(1/s – 1)
GK = c1 + (c2 / s) · X(1/s – 1)
Aus diesen Kos en unk ionen kann dann (in eine We bewe bssi ua ion) das in e se Ange-
bo he gelei e we den.
- 5 -
2.4 Angebo s unk ion
Wie iel Ve äge soll e also in diesem e ein ach en Modellansa z das Ve siche ungsun e -
nehmen p oduzie en, wenn es seinen Gewinn maximie en will? Un e eine We be-
we bsannahme (die bei einem de a ein ach konzipie en P oduk als gegeben angesehen
we den kann) e geben sich bei de o. a. S uk u de Kos en unk ion ü die in e se Ange-
bo s unk ion die Beziehungen
P = GK(X)
≥ DVK(X) ü die ku z is ige Angebo s unk ion,
≥ DK(X) ü die lang is ige Angebo s unk ion.
Beim ku z is igen in e sen Angebo genüg es, wenn de Umsa z zu Fixkos endeckung
bei äg , lang is ig muss abe in jedem Fall ein Gewinn ≥ 0 p oduzie we den. Fü die ku z-
is ige in e se Angebo sku e e gib sich also die Beziehung
c
1 + (c2 /s) · X(1/s – 1) ≥ c1 + c2 · X(1/s – 1)
was ü X ≥ 0 und s ≤ 1 imme e üll is . Fü die lang is ige in e se Angebo s unk ion gil
c
1 + (c2 /s) · X(1/s – 1) ≥ c0 / X + c1 + c2 · X(1/s – 1) bzw.
c
2 · (1/s – 1) · X1 / s ≥ c0 bzw.
X ≥ (s /c2)s · (c0 / (1 – s))s
Fü die (ku z is ige) in e se bzw. no male Angebo s unk ion e gib sich also
P = c1 + (c2 / s) · X(1/s – 1)
X = ((P – c1) · s / c2)s / (1 – s)
mi X ≥ 0 bzw. P ≥ c1. Fü die lang is ige Angebo s unk ion e gib sich zusä zlich noch die
Ungleichung
X = ((P – c1) · s / c2)s / (1 – s) ≥ (s /c2)s · (c0 / (1 – s))s bzw.
(P – c1) · s / c2 ≥ (s /c2)1 – s · (c0 / (1 – s))1 – s bzw.
P ≥ c1 + (c2 / s)s · (c0 / (1 – s))1 – s
Im nach olgenden Abschni soll dieses Modell an Hand eines Beispiels illus ie we den.
- 6 -
3 Be echnungsbeispiel
In diesem Beispiel wi d ein seh kleines Ve siche ungsun e nehmen be ach e , dass mi ei-
nigen wenigen quali izie en Mi a bei e n nu seh ein aches Einspa engeschä sch eib .
Ve ieb, O e head e c. sind in einem a iablen Kos ensa z in % de P ämie abgedeck . Fü
dieses Un e nehmen we den olgende Annahmen ge o en:
Ve äge in Tsd. 200,0
P ämie p o Ve ag in € 250,0
Gesam p ämie in T€ 50.000,0
Mi le e Schadenquo e 65,0%
Ma k p eis p o Ve ag in € 87,5
Da es sich um einen We bewe bsma k handel , kann das Un e nehmen die P ämie und die
e wa e e Schadenquo e nich beein lussen; hie e geben sich nu dann im Modell Ve än-
de ungen, wenn diese sich au g und geände e Ma k bedingungen ü den gesam en
Ma k e geben. Das Un e nehmen kann abe seh wohl en scheiden, wie iele Ve äge es
op imale Weise anbie e . Im Hinblick au den Eigenkapi albeda e geben sich die nach ol-
genden Pa ame e :
Mi le e Au wand in T€ 32.500,0
Va ia ionskoe izien 50,0%
S anda dabweichung in T€ 16.250,0
Siche hei sni eau 300,0%
Eigenkapi albeda in T€ 48.750,0
Das Siche hei sni eau en sp ich un e eine No mal e eilungsannahme in e wa einem gu-
en A-Ra ing, wobei in diesem Beispiel da on ausgegangen we den soll, dass das Un e neh-
men au g und seines Geschä smodells in diese Hinsich nich s meh ände . De Va ia i-
onskoe izien und somi die Vola ili ä kann abe (wie be ei s im allgemeinen Modellansa z
e läu e ) e besse we den, indem man meh quali izie e Mi a bei e einse z , die eine
besse e Risikos eue ung o nehmen können.
3.1 P oduk ions unk ion
Zunächs einmal soll ü dieses Un e nehmen die P oduk ions unk ion gemäß des zu o e -
mi el en Modellansa zes e mi el we den, wobei die Cobb-Douglas Pa ame e a und b un-
e de Vo ausse zung he gelei e we den, dass das Un e nehmen Kos en minimal p odu-
zie . Fü die Modellie ung de Kos en unk ion we den dabei olgende Kos enpa ame e an-
gese z :
a iable Kos en in % de P ämie 12,5%
Kos en p o Ve ag in € 31,3
MA Kos ensa z p.a. in T€ 100,0
Kapi alkos ensa z in % ( o S .) 12,5%
- 13 -
Abbildung 6: Kos en unk ionen.
Die G enzkos en sind s e s ans eigend und liegen pe manen (bis au den We bei X = 0)
übe den du chschni lichen a iablen Kos en; obe halb de du chschni lichen a iablen
Kos en liegen Sie e s ab einem Schwellenwe on 198,5 Tsd. Ve ägen.
3.4 Angebo s unk ion
In einem We bewe bsma k kann das in e se Angebo aus de G enzkos enku e abgelei-
e we den, siehe dazu auch die nach olgende Abbildung:
Ve ä geinTsd.
0
25
50
75
100
125
0 100 200 300 400 500
Gesam kos eninMi o.€Du chs chni skos enin€
Mi l. a iab.Kos enin€G enzkos enin€

- 14 -
Abbildung 7: G enzkos enku e und Ma k p eis P = 87,5 €.
Da die G enzkos enku e im Schni punk mi dem Ma k p eis ans eig , is de Gewinn in
diesem Punk maximal, alle dings handel es sich im konk e en Fall nich um ein Gewinn-
maximum (im Sinne eines posi i en We es), sonde n um ein Ve lus minimum. Alle dings
äg die P oduk ion zu Deckung de Fixkos en bei und is somi ku z is ig sinn oll. Bei dem
gegebenen Ma k p eis aus dem Beispiel wä e es sinn olle , deu lich wenige als 200 Tsd.
Ve äge zu p oduzie en, da man dadu ch den Ve lus eduzie .
In die ech e Gewinnzone komm man e s ab ca. 198,5 Tsd. Ve ägen bei einem Ma k p eis
on ca. 94,2 €, was in e wa eine Schadenquo e on 62,3% en sp ich .
Bei einem Ma k p eis on 100,0 € (d. h. eine Schadenquo e on 60,0%) e gib sich dann
be ei s ein Gewinnmaximum on ca. 1,38 Mio. €, siehe dazu auch die nach olgende Abbil-
dung.
Ve ä geinTsd.
0,0
20,0
40,0
60,0
80,0
100,0
120,0
0 50 100 150 200 250 300 350 400 450 500
G enzkos en Ma k p eis GewinninMio.€
- 15 -
Abbildung 8: G enzkos enku e und Ma k p eis P = 100,0 €.
Au g und des zu o e läu e en Modellansa zes e gib sich die ku z is ige in e se Ange-
bo s unk ion di ek aus de G enzkos enku e; ü die no male Angebo s unk ion gil die
Beziehung
X = ((P – 31,3) / 16,8)4
In de nach olgenden Abbildung sind die Angebo s unk ionen ü e schiedene Skalene -
äge da ges ell :
Ve ä geinTsd.
0,0
20,0
40,0
60,0
80,0
100,0
120,0
0 50 100 150 200 250 300 350 400 450 500
G enzkos en Ma k p eis GewinninMio.€
- 16 -
Abbildung 9: Angebo s unk ionen in Abhängigkei on den Skalene ägen.
So e n die Skalene äge obe halb on 50% liegen, e geben sich seh elas ische Angebo s-
unk ionen. Bei Skalene äge un e halb on 50% is das Angebo ehe unelas isch, d. h.
P eisände ungen haben keine g oßen Auswi kungen.
Ve ägeinTsd.
Ma k p ei s
0,0
100,0
200,0
300,0
400,0
500,0
600,0
700,0
800,0
0 20406080100
STK31,3SKE80,0% STK31,3SKE60,0% STK31,3SKE40,0%
STK31,3SKE20,0% Gesam
- 17 -
4 Fazi
Die Beu eilung de P oduk ion on Ve siche ungs e ägen e olg übliche weise mi den
Me hoden de we o ien ie en S eue ung, bei denen benö ig es Kapi al und (ökonomi-
sche ) E ag mi einande e glichen we den. Eine Beu eilung mi mik oökonomischen Me-
hoden is ehe unüblich.
Be ei s in [2] wu de illus ie , wie man mi de mik oökonomischen Theo ie de Gü e / Un-
gü e angewende au das Risiko & Rendi e P o il des Asse & Liabili y Po olios eines Ve si-
che ungsun e nehmens und den dazu ko espondie enden P ä e enz unk ionen RoRaC2
und EVA3 op imale Kons ella ionen e mi eln kann.
Dabei lassen sich du chaus auch die Modellansä ze de mik oökonomischen P oduk ions-
heo ie au die P oduk ion on Ve siche ung übe agen und lie e n dabei in e essan e E -
kenn nisse.
Geh man on eine es en Ausgangssi ua ion aus und se z o aus, dass die P oduk ion in
diesem Fall kos enminimal e olg e, dann kann man die Kos en unk ion in Abhängigkei on
de p oduzie en Menge he lei en.
Bei de De ini ion des Ma k p eises e geben sich einige konzep ionelle Besonde hei en. Da
Ve siche ung auch als s ochas ische K edi de Ve siche ungsnehme an das Un e nehmen
in e p e ie we den kann, kann man nich die (du chschni liche) Ve siche ungsp ämie als
Ma k p eis anse zen, sonde n muss mindes ens den e wa e en Schadenau wand abziehen.
Konzep ionell könn e man auch ou pu ixe Kos en abziehen. Das Gewinnmaximum ände
sich dadu ch nich , die Angebo sku e e gib sich abe du ch eine geeigne e T ans o ma-
ion.
Analysie man un e diesen Annahmen die Ve siche ungsp oduk ion, so kann man e ken-
nen, ob (annähe nd) gewinnmaximal p oduzie wu de ode ob die Inpu ak o en A bei
und Kapi al gg . umgeschich e we den soll en.
So e n man ein e nün ig pa ame isie es Modell ha , kann man bei solchen „Umschich-
ungsanalysen“ seh gu den E ek on Risikomanagemen beding du ch einen in ensi e-
en Einsa z on quali izie en Mi a bei e n analysie en. Hie bie en die üblichen Ansä ze aus
de we o ien ie en S eue ung kaum Ansa zpunk e. Selbs das in [2] angese z e Modell lie-
e nu Aussagen zu eine op imalen Zusammense zung bei gegebenem Volumen, nich
abe Aussagen zu einem op imalen Volumen. Inso e n sind auch bei de P oduk ion on
Ve siche ung mik oökonomische Modellansä ze gg . hil eiche E gänzungen zu Analyse
des Geschä s.
2 Re u n on Risk adjus ed Capi al = ökonomische E ag / Benö ig es Kapi al.
3 Economic Value Added = ökonomische E ag – Kapi alkos ensa z · Benö ig es Kapi al. Geschü z e Beg i
de Un e nehmensbe a ung S e n & S ewa d.
- 18 -
Li e a u e zeichnis
[1] Va ian: G undzüge de Mik oökonomik. Oldenbou g, 8. Au lage, 2011.
[2] Heep-Al ine , Kowi z, Lie z, Moknine: We o ien ie e S eue ung in de Schaden e si-
che ung. Sch i ü Sch i zu we - und isikoo ien ie en Un e nehmenss eue ung.
Ve lag Ve siche ungswi scha , Ka ls uhe, 2014.
[3] Eh lich, Fa ny (H sg.): We o ien ie e S eue ung on Ve siche ungsun e nehmen mi
Sol ency II, Ve siche ungswi scha Köln, Band 57, Jose Eul Ve lag GmbH, Köln, 2009.
[4] G a on de Schulenbu g: Ve siche ungsökonomik: Ein Lei aden ü S udium und P a-
xis. Ve lag Ve siche ungswi scha , Ka ls uhe, 2005.

- 19 -
Abbildungs e zeichnis
Abbildung 1: Isoquan en de Cobb-Douglas P oduk ions unk ion. ................................................ 8
Abbildung 2: P oduk ions unk ion bei Fixie ung des Fak o s Kapi al. ............................................ 9
Abbildung 3: Isogewinnlinien bei Fixie ung des Fak o s Kapi al, Ma k SQ = 65%. .................10
Abbildung 4: Isogewinnlinien bei Fixie ung des Fak o s Kapi al, Ma k SQ = 60%. .................11
Abbildung 5: Isokos enlinie und Isoquan en. .........................................................................................12
Abbildung 6: Kos en unk ionen. ..................................................................................................................13
Abbildung 7: G enzkos enku e und Ma k p eis P = 87,5 €. .............................................................14
Abbildung 8: G enzkos enku e und Ma k p eis P = 100,0 €. ..........................................................15
Abbildung 9: Angebo s unk ionen in Abhängigkei on den Skalene ägen. .........................16
Imp essum
Diese Ve ö en lichung e schein im Rahmen de Online-Publika ions eihe „Fo schung am IVW Köln“. Alle
Ve ö en lichungen diese Reihe können un e www.i w-koeln.de ode hie abge u en we den.
Fo schung am IVW Köln, 2/2015
Heep-Al ine , Be g: Mik oökonomisches P oduk ionsmodell ü Ve siche ungen
Köln, Janua 2015
ISSN (online) 2192-8479
He ausgebe de Sch i en eihe / Se ies Edi o ship:
P o . D . Lu z Reime s-Rawcli e
P o . D . Pe e Schimikowski
P o . D . Jü gen S obel
Ins i u ü Ve siche ungswesen /
Ins i u e o Insu ance S udies
Fakul ä ü Wi scha s- und Rech swissenscha en /
Facul y o Business, Economics and Law
Fachhochschule Köln / Cologne Uni e si y o Applied Sciences
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Sch i lei ung / Con ac edi o ’s o ice:
P o . D . Jü gen S obel
Tel. +49 221 8275-3270
Fax +49 221 8275-3277
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Gus a Heinemann-U e 54
50968 Köln
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Zule z e schienen im Rahmen on „Fo schung am IVW Köln“
2015
 Ins i u ü Ve siche ungswesen: Fo schungsbe ich ü das Jah 2014, N . 1/2015
2014
 Mülle -Pe e s, Völle (beide H sg.): Inno a ion in de Ve siche ungswi scha , N . 10/2014
 Knobloch: Zahlungss öme mi zinsunabhängigem Ba we , N . 9/2014
 Heep-Al ine , Münchow, Scuzza ello: Ausgleichs echnungen mi Gauß Ma kow Modellen
am Beispiel eines ik i en S o nobes andes, N . 8/2014
 G undhö e , Rö ge , Sche e : Wozu noch Papie ? Eins ellungen on S udie enden zu E-
Books, N . 7/2014
 Heep-Al ine , Be g (beide H sg.): Ka as ophenmodellie ung - Na u ka as ophen, Man
Made Risiken, Epidemien und meh . P oceedings zum 6. FaRis & DAV Symposium am
13.06.2014 in Köln, N . 6/2014
 Goecke (H sg.): Modell und Wi klichkei . P oceedings zum 5. FaRis & DAV Symposium am
6. Dezembe 2013 in Köln, N . 5/2014
 Heep-Al ine , Hoos, K ah o s : Fai Value Bewe ung on zedie en Rese en, N . 4/2014
 Heep-Al ine , Hoos: Ve ein ach e Na Ca Modellie ungsansa z zu
Rück e siche ungsop imie ung, N . 3/2014
 Zimme mann: F auen im Ve siche ungs e ieb. Was sagen die P i a kunden dazu?, N .
2/2014
 Ins i u ü Ve siche ungswesen: Fo schungsbe ich ü das Jah 2013, N . 1/2014
2013
 Heep-Al ine : Ve lus abso bie ung du ch la en e S eue n nach Sol ency II in de
Schaden e siche ung, N . 11/2013
 Mülle -Pe e s: Kunden e hal en im Umb uch? Neue In o ma ions- und Abschlusswege in
de K z-Ve siche ung, N . 10/2013
 Knobloch: Risikomanagemen in de be ieblichen Al e s e so gung. P oceedings zum 4.
FaRis & DAV-Symposium am 14. Juni 2013, N . 9/2013
 S obel (H sg.): Rechnungsg undlagen und P ämien in de Pe sonen- und
Schaden e siche ung - Ak uelle Ansä ze, Möglichkei en und G enzen. P oceedings zum
3. FaRis & DAV Symposium am 7. Dezembe 2012, N . 8/2013
 Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich -
Back es ing, N . 7/2013
 Knobloch: Kons uk ion eine un e jäh lichen Ma ko -Ke e aus eine jäh lichen Ma ko -
Ke e, N . 6/2013
 Heep-Al ine e al. (H sg.): Value-Based-Managemen in Non-Li e Insu ance, N . 5/2013
 Heep-Al ine : Ve ein ach es Fo melwe k ü den MCEV ohne Renewals in de
Schaden e siche ung, N . 4/2013
 Mülle -Pe e s: De e ne z e Au o ah e – Akzep anz und Akzep anzg enzen on eCall,
We ks a e ne zung und Meh we diens en im Au omobilbe eich, N . 3/2013
 Maie , Schimikowski: P oceedings zum 6. Diskussions o um Ve siche ungs ech am 25.
Sep embe 2012 an de FH Köln, N . 2/2013
 Ins i u ü Ve siche ungswesen: Fo schungsbe ich ü das Jah 2012, N . 1/2013