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Ressourcen und Belastungen der Eltern von Kindern im Autismus-Spektrum mit stark herausfordernden Verhaltensweisen

Author: Gabriel, Julia
Publisher: Zenodo
DOI: 10.5281/zenodo.17305273
Source: https://zenodo.org/records/17305273/files/MA_2025_135.pdf
In e kan onale Hochschule ü Heilpädagogik Zü ich
S udiengang Sonde pädagogik
Mas e a bei
Ressou cen und Belas ungen de El e n on
Kinde n im Au ismus-Spek um mi s a k
he aus o de nden Ve hal ensweisen
einge eich on: Julia Gab iel
Beglei ung: Ri a Baumann
7. Mai 2025
Mas e a bei Julia Gab iel
H H Zü ich 7. Mai 2025
Abs ac
El e n on Kinde n im Au ismus-Spek um mi s a k he aus o de nden Ve hal ensweisen se-
hen sich eine Vielzahl komplexe Belas ungen gegenübe . Die quali a i e Analyse on In e -
iews mi sieben be o enen El e n zeig , dass insbesonde e ch onische emo ionale S ess,
soziale Isola ion, Unsiche hei en beim Zugang zu Un e s ü zungsangebo en und e hebliche
inanzielle Belas ungen den All ag p ägen. Das he aus o de nde Ve hal en de Kinde wi k als
zen ale S esso und beein luss das gesam e Familiensys em nachhal ig. Gleichzei ig e -
ügen die El e n übe wich ige Ressou cen: Un e s ü zung du ch Pa ne , Familie, F eunde und
p o essionelle Angebo e, inanzielle Absiche ung sowie pe sönliche S a egien wie Op imis-
mus, Akzep anz und geziel e Selbs ü so ge. Die E gebnisse e deu lichen, dass eine geziel e
S ä kung und besse e Zugänglichkei soziale , ma e ielle und pe sönliche Ressou cen en -
scheidend is , um die Lebensquali ä und Resilienz de be o enen Familien zu ö de n.
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Inhal s e zeichnis
Abs ac ................................................................................................................................. 2
1 Einlei ung ........................................................................................................................... 5
2 Theo e ische Hin e g und .................................................................................................. 7
2.1 Au ismus-Spek um S ö ung......................................................................................... 7
2.1.1 Beein äch igung de sozialen In e ak ion ................................................................. 8
2.1.2 Beein äch igung de Kommunika ion und Sp ache ................................................... 9
2.1.3 Eingesch änk e, epe i i e Ve hal ensmus e und In e essen .................................. 10
2.2 He aus o de ndes Ve hal en ....................................................................................... 11
2.3 Belas ungen on El e n on Kinde n mi Beein äch igung ..........................................13
2.4 Ressou cenmanagemen ............................................................................................14
2.4.1 Theo ie de Ressou cene hal ung ........................................................................... 14
2.4.2 Das mul iaxiale Copingmodell ................................................................................ 18
2.4.3 Dyadisches Coping und das Sys emische T ansak ionale Modell ............................. 20
3 Fo schungsdesign .............................................................................................................23
3.1 S ichp obe ...................................................................................................................23
3.2 Quali a i e Sozial o schung .........................................................................................25
3.2.1 Da ene hebung: Das Quali a i e Lei adenin e iew ................................................ 26
3.2.2 Da enanalyse: Die Quali a i e Inhal sanalyse ......................................................... 27
4 Auswe ung und Diskussion ...............................................................................................33
4.1 Ressou cen .................................................................................................................33
4.1.1 Soziale Ressou cen ................................................................................................ 33
4.1.2 Ma e ielle Ressou cen ........................................................................................... 35
4.1.3 Pe sönliche Ressou cen ........................................................................................ 37
4.2 Belas ungen ................................................................................................................39
4.2.1 Emo ionale Belas ung ............................................................................................ 39
4.2.2 Soziale Belas ung .................................................................................................. 41
4.2.3 S uk u elle Belas ung ............................................................................................ 44
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4.2.4 Belas ung spezi isch du ch he aus o de ndes Ve hal en ......................................... 47
4.3 Ressou cenmanagemen und Coping .........................................................................48
4.3.1 Indi iduelle S a egien............................................................................................ 48
4.3.2 Soziale S a egien .................................................................................................. 50
5 Fazi und Ausblick .............................................................................................................53
6 Li e a u e zeichnis ...........................................................................................................56
7 Abbildungen und Tabellen ..................................................................................................60
8 Anhang ..............................................................................................................................61
8.1 Ausschni aus einem In e iew-T ansk ip ..................................................................61
8.2 Lei aden ü das Lei adenin e iew ............................................................................65
8.3 Ka ego iensys em zu Inhal sanalyse ..........................................................................69
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1 Einlei ung
El e n we den – ü iele Menschen ein lebenslange T aum. Doch dass die El e nscha auch
eine massi e men ale Belas ung da s ellen kann, zeig eine S udie de Johannes Keple Uni-
e si ä Linz aus dem Jah 2023. Sie bes ä ig , dass besonde s ü Mü e die Belas ung de
El e nscha ausse gewöhnlich hoch sein kann. Ih e Wah scheinlichkei , in den neun Jah en
nach de Gebu des e s en Kindes, An idep essi a e sch ieben zu bekommen, s eig au -
g und de El e nscha um ün P ozen punk e an (Ahamme , Glogowsky, Halla & Hene , 2024).
Handel es sich nun bei dem Kind um eines mi eine Beein äch igung, kann angenommen
we den, dass die Belas ung noch g össe is . Dies zeig eine S udie aus dem Jah 2012, wel-
che eine übe du chschni liche el e liche Belas ung beleg . Du ch die Diagnose des Kindes
müssen die El e n e schiedene He aus o de ungen bewäl igen. Ge ühle wie T aue und En -
äuschung übe die Beein äch igung, Schuldge ühle abe auch Vo wü e und Zo n au Ä z In-
nen gehö en dazu. Unsiche hei en in Bezug au die Zukun sowie die all ägliche Bewäl igung
on P lege- und Behandlungsau gaben können das subjek i e S essemp inden de El e n e -
heblich s eige n (Lang, Hin e mai & Sa imski, 2012).
Zeig das Kind zusä zlich zu g undlegenden Beein äch igung he aus o de ndes Ve hal en,
s eig de el e liche S ess wei e an. Es kann soga da on ausgegangen we den, dass das
he aus o de nde Ve hal en einen wei g össe en Bei ag zum S essemp inden leis e als die
Beein äch igung an sich. Dies zeig zum Beispiel die S udie on Bake e al., welche die Be-
las ung de El e n on Kinde n mi und ohne Beein äch igung e glich. Die emp undene Be-
las ung ko elie e dabei mi dem G ad de Ve hal ensau älligkei en (Bake , Blache , C nic &
Edelb ock, 2002).
Ve hal ensau älligkei en sind nich an bes imm e Beein äch igungen gebunden, abe beson-
de s bei Kinde n und Jugendlichen im Au ismus-Spek um is das die P ä alenz on he aus-
o de nden Ve hal ensweisen wie selbs - ode emd e le zendes Ve hal en e höh (Eme son
& Ein eld, 2011, S. 30). Eine S udie aus dem Jah 2006 zeig , dass Pe sonen mi Au ismus-
Spek um-Diagnose deu lich häu ige e schiedene he aus o de nde Ve hal ensweisen zeigen
als die ohne (B e e on, Tonge & Ein eld, 2006). Geo g Theunissen ha sich in e schiedenen
Büche n dem Zusammenhang on he aus o de ndem Ve hal en und Au ismus-Spek um-S ö-
ung gewidme . Gemäss Theunissen zeigen zwischen 35 und 94 P ozen alle Kinde mi Au-
ismus-Spek um-S ö ung mindes ens eine Ve hal ensau älligkei (Theunissen, 2017, S. 102).
He o gehoben wi d dabei eben alls die «Doppeldiagnose» geis ige Beein äch igung und Au-
ismus-Spek um-S ö ung. He aus o de ndes Ve hal en komm demnach ie mal häu ige bei
Pe sonen mi geis ige Beein äch igung UND Au ismus-Spek um-S ö ung o (ebd., S. 104).

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Es is zu beach en, dass die De ini ionen on he aus o de ndem Ve hal en je nach Au o en-
scha a iie . Wäh end Eme son und Ein eld (2011) den Fokus au die kul u elle Abno mi ä
und die Auswi kungen au die Teilhabe legen, be on Hejlsko El én (2017) insbesonde e die
Bedeu ung de Umwel und des S essni eaus. Diese un e schiedlichen Pe spek i en e deu -
lichen die Komplexi ä des Beg i s und un e s eichen die No wendigkei eine kon ex sensi i-
en Be ach ung.
Es kann also insgesam da on ausgegangen we den, dass El e n on Kinde n im Au ismus-
Spek um mi s a k he aus o de nden Ve hal ensweisen besonde s ge äh de sind, e höh en
el e lichen S ess und Belas ung zu emp inden. Im Rahmen de o liegenden Mas e a bei soll
diesem Emp inden nachgegangen we den. Be o ene El e n we den zu ih en E ah ungen be-
ag und die In e iews e schiedene El e n we den mi einande e glichen, um Gemeinsam-
kei en und Un e schiede zu iden i izie en. Dabei wi d die Ressou cene hal ungs heo ie on
S e an Hob oll beigezogen, um zu e kennen, wie die be ag en El e n mi ih en Ressou cen
umgehen und wie sich ih Umgang mi S ess ges al e . Demnach lau en die Fo schungs a-
gen, die es in diese A bei zu bean wo en gil : Welchen spezi ischen Belas ungen sind El e n
on Kinde n im Au ismus-Spek um mi s a k he aus o de ndem Ve hal en ausgese z ? Au
welche Ressou cen können sie zu ückg ei en?
Im e s en Teil de A bei wi d die heo e ische G undlage e läu e , die sich mi den Themen
Au ismus-Spek um-S ö ung, he aus o de ndem Ve hal en, den Belas ungen on El e n on
Kinde n mi Beein äch igungen sowie dem Ressou cene hal ungsmodell on Hob oll und an-
de en Theo ien zu Ressou cenmanagemen beschä ig . Anschliessend olg de empi ische
Teil. In diesem Teil wi d das Fo schungsdesign e läu e . Dabei we den de Lei aden und das
Vo gehen de In e iews nähe besch ieben. Da au hin we den die E gebnisse aus den Be a-
gungen p äsen ie und disku ie . Abschliessend wi d ein Fazi übe die gesam e A bei gezo-
gen.
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2 Theo e ische Hin e g und
Als G undlage ü die olgende Un e suchung diese Mas e a bei we den zue s die ele an en
Beg i e de inie und e klä . Dabei wi d au die Beein äch igung de Au ismus-Spek um-S ö-
ung und in diesem Zusammenhang au he aus o de nde Ve hal ensweisen eingegangen. In
diesem Rahmen we den eine De ini ion und Beg i sklä ung eben diese he aus o de nden
Ve hal ensweisen e a bei e . Auch ein heo e ische Hin e g und zu Belas ung on El e n on
Kinde n mi Beein äch igungen wi d e läu e . Im Anschluss wi d das Ressou cene hal ungs-
modell nach Hob oll o ges ell , ebenso wie das Mul iaxiale Copingmodell on Hob oll und
Buchwald. Abschliessend wi d au das sys emische ansak ionale Modell on Guy Boden-
mann eingegangen. Dami wi d ein Übe blick übe die zug undeliegenden heo e ischen Hin-
e g ünde, wo au die olgende Un e suchung basie , gescha en.
2.1 Au ismus-Spek um S ö ung
Die ICD-11, die el e Re ision de in e na ionalen Klassi ika ion de K ankhei en de WHO, a
am 1. Janua 2022 in K a . Obwohl sie dami g undsä zlich ü alle Lände gül ig is , wu de
eine ün jäh ige Übe gangs is ü die Ein üh ung e anlass . Da sich die De ini ionen de Au-
ismus-Spek um-S ö ung on ICD-10 zu ICD-11 massgeblich un e scheiden, soll im Folgen-
den au beide ku z eingegangen we den. De konk e e Zei punk de ICD-11 Ein üh ung in de
Schweiz s eh zum ak uellen Zei punk noch nich es . Da jedoch on eine Ein üh ung aus-
gegangen we den kann, wi d in de gesam en A bei de Beg i de Au ismus-Spek um-S ö-
ung (ku z: ASS) gemäss ICD-11 e wende („ICD-11 | Swiss Pain Socie y“, 2023).
In de ICD-10, de In e na ionalen Klassi ika ion de K ankhei en de WHO wu de die Au is-
mus-Spek um-S ö ung un e dem Kapi el de ie g ei enden En wicklungss ö ungen (F84.-)
au ge üh . Es wi d un e schieden zwischen ühkindlichem (F84.0) und a ypischem Au ismus
(F84.1) sowie dem Aspe ge -Synd om (F84.5) („B A M - ICD-10-GM Ve sion 2025“, n. d.).
F ühkindliche Au ismus zeig sich gemäss ICD-10 als ie g ei ende En wicklungss ö ung, die
sich o dem d i en Lebensjah mani es ie . Es zeigen sich abno me Funk ionen in den Be-
eichen soziale In e ak ion, Kommunika ion und im eingesch änk en s e eo ypen Ve hal en.
Eine Vielzahl unspezi ische P obleme wie Phobien, Schla - und Esss ö ungen, Wu ausb üche
sowie Agg ession zeigen sich ebenso häu ig. De a ypische Au ismus de inie sich dadu ch,
dass sich die abno me ode beein äch ig e En wicklung e s nach dem d i en Lebensjah
zeig , ode nich alle diagnos ische K i e ien des ühkindlichen Au ismus e üll we den. Das
Aspe ge -Synd om g enz sich haup sächlich dadu ch on den ande en beiden Au ismus-Fo -
men ab, dass eine allgemeine En wicklungs e zöge ung ehl (ebd.).
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Mi de Ein üh ung des ICD-11 wu den wesen liche Ände ungen in de Diagnos ik on Au is-
mus-Spek um-S ö ungen o genommen. Wäh end im ICD-10 e schiedene Un e ka ego ien
wie ühkindliche Au ismus ode Aspe ge -Synd om exis ie en, ass das ICD-11 diese un e
dem Beg i Au ismus-Spek um-S ö ung (6A02) zusammen (Wo ld Heal h O ganiza ion,
1992). Dadu ch wi d die He e ogeni ä inne halb des Spek ums besse be ücksich ig . Da -
übe hinaus wu den senso ische Besonde hei en als diagnos isches K i e ium e gänz , was
die Bedeu ung senso ische Übe emp indlichkei en ü die Lebensquali ä on Be o enen an-
e kenn (Muelle , 2023). Diese Ände ungen agen dazu bei, eine p äzise e und inklusi e e
Diagnos ik zu e möglichen. Im ICD-11 is die De ini ion de Au ismus-Spek um-S ö ung ge-
kennzeichne du ch De izi e in de wechselsei igen sozialen In e ka ion und Kommunika ion
sowie eine Reihe on eingesch änk en, sich wiede holenden und un lexiblen Ve hal ensmus-
e n, In e essen ode Ak i i ä en, die eindeu ig un ypisch ode exzessi ü das Al e und den
soziokul u ellen Kon ex de Pe son sind. De Beginn de S ö ung lieg ypische weise in de
ühen Kindhei . Im Gegensa z zu De ini ion de ICD-10 müssen die Symp ome abe nich o
dem d i en Lebensjah au e en. Die De izi e sind so schwe wiegend, dass sie zu Beein äch-
igungen in pe sönlichen, amiliä en, sozialen, ausbildungsbezogenen, be u lichen ode wei e-
en wich igen Be eichen üh en („ICD-11 o Mo ali y and Mo bidi y S a is ics“, n. d.).
Die Häu igkei de ASS Diagnosen we den au 0,6 bis 0,8 P ozen An eil de Schweize Be öl-
ke ung geschä z , wobei in den le z en Jah en eine Zunahme de Diagnosen zu e kennen is
(„Au ismus in de Schweiz“, 2013).
Die Symp ome de Au ismus-Spek um-S ö ung lassen sich g ob in d ei Be eiche ein eilen:
Beein äch igung de sozialen In e ak ion, Beein äch igung de Kommunika ion und Sp ache
sowie eingesch änk e, epe i i e Ve hal ensmus e und In e essen. Im Folgenden wi d au
diese d ei Symp omg uppen nähe eingegangen.
2.1.1 Beein äch igung de sozialen In e ak ion
Pe sonen mi eine Au ismus-Spek um-S ö ung zeigen häu ig deu liche Beein äch igungen
in de sozialen In e ak ion. Besonde s au ällig sind De izi e im Be eich de sozio-emo ionalen
Gegensei igkei . Dies bedeu e , dass es ihnen schwe äll , au ande e Menschen emo ional
einzugehen ode au de en Ge ühle und Bedü nisse angemessen zu eagie en. Die Fähigkei ,
soziale Signale wie Mimik, Ges ik, Ton all ode e bale Andeu ungen zu e kennen, zu in e p e-
ie en und im eigenen Ve hal en zu be ücksich igen, is bei ielen Be o enen eingesch änk
(Teu el & Soll, 2021, S. 16–17).
Soziale Kommunika ion basie wesen lich da au , non e bale und e bale Signale ko ek zu
deu en und da au zu eagie en. Beispielsweise kann es Menschen mi ASS schwe allen, ein
eundliches Lächeln ih es Gegenübe s als solches zu e kennen ode sie haben
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Schwie igkei en, die Bedeu ung eines bes imm en Gesich sausd ucks einzuo dnen. Auch sub-
ile Hinweise, wie I onie ode Sa kasmus, we den häu ig nich e s anden. Dies e schwe nich
nu die Anbahnung on Kon ak en, sonde n auch de en Au ech e hal ung, da die In e ak ions-
pa ne das Ve hal en als un eundlich, dis anzie ode ga unhö lich wah nehmen könn en
(Teu el & Soll, 2021, S. 16–17).
Ein wei e es zen ales P oblem lieg im Be eich des Nähe- und Dis anz e hal ens. Menschen
mi ASS äll es o schwe , die in eine bes imm en Si ua ion angemessene kö pe liche Dis anz
zu wah en ode he zus ellen. Sie können beispielsweise zu nah an Ande e he an e en ode
sich ungewöhnlich wei en e nen, was on Ande en als unangemessen emp unden wi d.
Diese Schwie igkei en üh en dazu, dass soziale Beziehungen ü Menschen mi ASS häu ig
als belas end und he aus o de nd e leb we den. Sie emp inden soziale Si ua ionen o als
un e s ändlich ode übe o de nd, was zu Rückzug ode soziale Isola ion üh en kann (ebd.).
2.1.2 Beein äch igung de Kommunika ion und Sp ache
Obwohl Au älligkei en in de Kommunika ion und Sp ache als zen ales Me kmal de ASS-
Diagnose gel en, a iie die Ausp ägung da on s a k übe das Spek um (Teu el & Soll, 2021,
S. 17). 25-35% de Kinde mi ASS haben keine ode nu eine minimale Lau sp ache (Rose,
T emba h, Keen & Payn e , 2016), ande e wiede um zeigen eine zei ge ech e ode soga ühe
Sp achen wicklung (Teu el & Soll, 2021, S. 17).
Au älligkei en in de Sp achen wicklung on Menschen mi ASS zeigen sich besonde s in de
wechselsei igen Kommunika ion. Besonde hei en in Sp achmelodie und Be onung sind mög-
lich, auch Monologisie en übe Spezialin e essen komm o . Dies e schwe den dialogischen
Aus ausch (Teu el & Soll, 2021, S. 17).
Eine wei e e Besonde hei de Sp ache bei ASS is die Echolalie. Echolalie bezeichne das
Nachahmen und Wiede holen on Wö e n, Ph asen ode ganzen Sä zen, die zu o on an-
de en Pe sonen gesp ochen wu den. Das Wiede holen kann unmi elba nach dem Gehö en
e olgen, abe auch e zöge zu einem spä e en Zei punk . Echolalie is Bes and eil de no -
malen kindlichen Sp achen wicklung, nimm abe bei Kinde n ohne ASS im Al e on e wa d ei
Jah en ab. Schä zungen zu olge kommen Fo men de Echolalie bei bis zu 75% de Kinde mi
ASS o . Dieses Ve hal en kann au Aussens ehende be emdlich wi ken, was die soziale In-
e ka ion zusä zlich e schwe en kann („Echolalie bei Au ismus“, n. d.).
O zeigen sich auch P obleme im Be eich des Sp ach e s ändnisses. Ein ge inge passi e
Wo scha z kann das Sp ach e s ändnis e schwe en, abe wie zu o e wähn , kann auch die
inhal liche In e p e a ion on sa kas ische , i onische ode me apho ische Sp ache au g und
eine konk e is ischen Denkweise e schwe sein. Des Wei e en is die non e bale Kommuni-
ka ion bei Pe sonen mi ASS o eingesch änk . Es we den wenige sp achbeglei ende Ges en
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Die Ressou cene hal ungs heo ie nenn zwei g undlegende P inzipien. Ve ände ungen de
Ressou cen, also Ressou cengewinne und - e lus e haben e schiedene E ek e au ein Indi-
iduum. Das e s e P inzip geh da on aus, dass Ressou cen e lus e einen g össe en Ein luss
haben als Ressou cengewinne. Die Auswi kungen on Ressou cen e lus en sind meis s ä -
ke und schnelle spü ba als die posi i en E ek e on Ressou cengewinnen. Das bedeu e ,
dass de Au bau on Resilienz und S abili ä o ein langsame P ozess is , wäh end Ve lus e
asch und mi g a ie enden Folgen ein e en können. Ge ade in Si ua ionen, in denen iele
Belas ungen gleichzei ig au e en, kann dies zu eine aschen Ve schlech e ung de Lebens-
si ua ion üh en. Das zwei e P inzip, das P inzip de Ressou cenin es i ion besag , dass Men-
schen o handene Ressou cen einse zen, um sich o wei e en Ve lus en zu schü zen, Ve -
lus e auszugleichen ode neue Ressou cen zu gewinnen. Dabei bes eh jedoch das Risiko,
dass diese In es i ion nich zum gewünsch en E olg üh und s a dessen zu einem wei e en
Ressou cen e lus bei äg . Besonde s in belas enden Lebenssi ua ionen kann dies dazu üh-
en, dass Pe sonen, die ohnehin schon wenig Ressou cen besi zen, noch wei e an S abili ä
e lie en (Buchwald & Hob oll, 2004, S. 14).
Hob oll besch eib wei e das Phänomen de Ressou censpi alen. Dies sind dynamische P o-
zesse, bei denen sich Ressou cengewinne ode - e lus e selbs e s ä ken. Da de (d ohende)
Ve lus on Ressou cen zu S ess üh und diese Ve lus einen g össe en Ein luss au die
En s ehung on S ess ha als Ressou cengewinne, und Menschen Ressou cen in es ie en,
um neue dazuzugewinnen, kann da on ausgegangen we den, dass Pe sonen mi wenigen
Ressou cen ulne able sind gegenübe Ressou cen e lus en. Du ch an ängliche Ve lus e
komm es zu wei e en Nach eilen, das Sys em wi d mi jedem Ve lus an ällige und e le zli-
che und die Ve lus spi ale nimm ih en Lau . Im Gegenzug dazu sind Pe sonen mi ielen
Ressou cen s abile und wenige e le zlich gegenübe Ve lus en und dahe ehe in de Lage,
ih e Ressou cen gewinnb ingend zu in es ie en. Sie sind dadu ch endenziell wide s ands ä-
hige . Das olgende Modell aus dem Buch «S ess gemeinsam bewäl igen», e anschaulich
die besch iebenen Ressou censpi alen (Buchwald & Hob oll, 2004, S. 15).

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Abbildung 1: Ressou censpi alen (Buchwald & Hob oll, 2004, S.15)
Zusammen assend be ücksich ig die COR-Theo ie nich nu indi iduelle, sonde n auch sozi-
ale und ma e ielle Ressou cen. Dazu zählen beispielsweise soziale Un e s ü zung, S a us,
ma e ielle Siche hei und psychologische Fak o en wie Selbs wi ksamkei ode Au onomie.
Das soziale und ma e ielle Um eld, in dem eine Pe son leb , spiel eine en scheidende Rolle
ü den Zugang zu und die E hal ung on Ressou cen. Hob oll sp ich in diesem Zusammen-
hang on sogenann en „ esou ce ca a ans“ und „ca a an passageways“, die besch eiben, wie
Ressou cen im Lebens e lau angesammel , geschü z ode auch e lo en we den können.
Güns ige Umwel bedingungen ö de n den Au bau und E hal on Ressou cen, wäh end un-
güns ige Bedingungen den Zugang zu Ressou cen e schwe en und Ve lus spi alen begüns i-
gen können. Die Ressou cene hal ungs heo ie lie e einen um assenden Rahmen, um zu e -
s ehen, wie Menschen au Belas ungen eagie en, welche Rolle Ressou cen dabei spielen und
wa um insbesonde e de Ve lus on Ressou cen als besonde s belas end e leb wi d. Sie
be on die Bedeu ung des ak i en Ressou cenmanagemen s und de P ä en ion on Ve lus -
spi alen, um lang is ig psychische Belas ung en gegenzuwi ken (ebd., 2004, S. 11–16).
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2.4.2 Das mul iaxiale Copingmodell
Die meis en Belas ungen sind nich als indi iduelle P obleme zu e s ehen, sonde n sind ge-
meinsam zu bewäl igende P obleme. Um diesen Aspek de gemeinsamen S essbewäl igung
zu be ücksich igen, wu de ausgehend de Theo ie de Ressou cene hal ung das mu liaxiale
Copingmodell en wickel . Das Modell wu de en wickel , um die Komplexi ä menschliche Be-
wäl igungss a egien im Umgang mi S ess um assende abzubilden. Es be ücksich ig dabei
sowohl indi iduelle als auch soziale und kul u elle Ein luss ak o en au das Coping e hal en
(Buchwald & Hob oll, 2004, S. 16). In de olgenden Da s ellung des Modells sind die d ei
Achsen e sich lich. Sie we den anschliessend genaue e läu e .
Ak i es und passi es Coping besch eib das Ausmass de Copingak i i ä en. Je nach dem,
wie ak i sich eine Pe son bei de Bewäl igung ih e P obleme zeig , kann sie au de ak i -
passi Achse pla zie we den. Ak i es Coping kann sich du ch ak i e Bewäl igung eines P ob-
lems zeigen, abe auch du ch p oak i es Coping, also du ch o be ei ende Massnahmen. Ein
Beispiel da ü is das Le nen au P ü ungen, da im Vo eld au eine S esssi ua ion ein Res-
sou cenpool gescha en wi d. Passi es Coping kann zwei e schieden Fo men annehmen,
Ve meidung ode o sich iges Handeln. Beim o sich igen Handeln in o mie man sich s e s
übe mögliche Konsequenzen und Zusammenhänge, be o eine Handlung begonnen wi d.
Bei de Ve meidung, welche noch passi e is , wi d die Handlung komple e mieden. Ak i es
Coping is häu ig mi eine höhe en subjek i en Kon olle übe die Si ua ion e bunden und
wi d in de Li e a u mi eine besse en Anpassung an belas ende Lebensums ände assoziie .
Passi es Coping hingegen kann ku z is ig en las end wi ken, is abe lang is ig o mi e höh-
em S esse leben e bunden (ebd., 2004, S. 18-19).
P o- und an isoziales Coping besch eiben die soziale Dimension de S essbewäl igung. In de
Mi e de Achse s ehen indi iduelle Handlungen, unabhängig om sozialen Um eld eine
Abbildung 2: das mul iaxiale Copingmodell (Buchwald & Hob oll, 2004, S. 20)
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Pe son. P osoziales Coping bezeichne Handlungen, die posi i e soziale In e ka ionen bein-
hal e . Beispiele da ü sind die Suche nach Suppo und de Ve such sich mi ande en Pe so-
nen zusammenzuschliessen. In ih em Handeln können Pe sonen dabei passi ode ak i sein,
also « o sich ig» ode «agg essi » au ande e Pe sonen zugehen. Agg essi wi d in diesem
Kon ex posi i gewe e und bezeichne die Fähigkei sich in ande e einzu ühlen, sie zu es-
pek ie en und ihnen Gelegenhei zu geben, sich zu äusse n. An isoziales Coping sind hinge-
gen Handlungen de S essbewäl igung, welche das di ek e Ziel haben, ande e zu e le zen
ode Ve le zungen in Kau zu nehmen. An isoziale Handlungen können dazu dienen, Vo eile
gegenübe ande en zu gewinnen, indem Schwächen ausgenu z we den. Je nach kul u elle
He kun wi d an isoziales Coping als agg essi es Selbs bewuss sein geschä z In wes eu o-
päischen Lände n we den wenige dominan e und agg essi e Handlungen ehe als soziale
S anda ds angesehen. Des Wei e en gib es ins ink i e Handlungen, welche spon an passie-
en und deshalb agg essi sein können. Da sie abe Ve le zungen nich beabsich igen, sind
sie on an isozialen Copings a egien abzug enzen. Die p osoziale Dimension des Copings
heb he o , dass soziale Un e s ü zung und Koope a ion zen ale Ressou cen ü die S ess-
bewäl igung da s ellen. P osoziale S a egien können dabei nich nu das eigene Wohlbe in-
den s ä ken, sonde n auch das soziale Um eld en las en. An isoziale Copings a egien, wie
Rückzug ode Schuldzuweisungen, können hingegen zu eine Ve schä ung on Kon lik en
und eine wei e en Reduk ion soziale Ressou cen üh en (Buchwald & Hob oll, 2004, S. 19).
Die d i e Achse des mul iaxialen Copingmodells üg die Dimension des di ek en e sus indi-
ek es Coping hinzu. Di ek es Coping besch eib dabei S a egien, die unmi elba au den
S esso ausge ich e sind, e wa du ch ak i es Ansp echen eines Kon lik s ode das geziel e
Ein o de n on Un e s ü zung. Indi ek es Coping hingegen um ass Handlungen, die den
S esso au Umwegen bewäl igen, beispielsweise du ch das Ve meiden on Kon on a ionen
ode das Einbinden D i e als Ve mi le . Ein Beispiel ü indi ek es Coping is das Einholen
on Ra schlägen im F eundesk eis, um eine s essauslösende Si ua ion zu en schä en, ohne
die e an wo liche Pe son di ek zu kon on ie en. Di ek e S a egien gel en in indi idualis isch
gep äg en Kul u en o als e izien e , wäh end kollek i is ische Gesellscha en indi ek e An-
sä ze be o zugen, um soziale Ha monie zu wah en (ebd., S. 20-21).
Das Zusammenspiel de d ei Achsen e deu lich , dass S essbewäl igung s e s mul idimensi-
onal be ach e we den muss. So kann eine Bewäl igungss a egie gleichzei ig ak i (hohe Ei-
genini ia i e), p osozial (Einbezug des sozialen Um elds) und indi ek (Nu zung on Ve mi -
lungsins anzen) sein. Ein Beispiel hie ü is das gemeinsame En wickeln on Lösungen in
eine El e ng uppe, bei de Kon lik e nich o en angesp ochen, sonde n du ch mode ie e Dis-
kussionen bea bei e we den. Umgekeh könn e eine passi -an isozial-di ek e S a egie o -
liegen, wenn El e n Schuldzuweisungen gegenübe Pa ne n ode Fachpe sonen äusse n,
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ohne kons uk i e Lösungs o schläge einzub ingen. Das Modell e möglich es, Coping e hal-
en nich nu eindimensional, sonde n als Kombina ion e schiedene S a egien zu e assen.
So können beispielsweise ak i e, p osoziale und indi ek e Bewäl igungs o men gemeinsam
au e en. Diese Mul idimensionali ä äg dazu bei, die Viel al menschliche Reak ionen au
S ess eali ä snah abzubilden (Buchwald & Hob oll, 2004, S. 22).
Wie be ei s e wähn spielen kul u elle und si ua i e Fak o en bei de Gewich ung de Achsen
eine zen ale Rolle. Fü die P axis bedeu e dies, dass Copings a egien nie uni e sell bewe e
we den können, sonde n s e s im Kon ex de e ügba en Ressou cen und sozialen No men
be ach e we den müssen. El e n on Kinde n mi Beein äch igungen p o i ie en dahe be-
sonde s da on, wenn sie le nen, ih e Bewäl igungss a egien lexibel en lang de d ei Achsen
auszu ich en – e wa du ch den Au bau eines sozialen Un e s ü zungsne zwe ks (p osozial),
die geziel e Nu zung on Fachs ellen (indi ek ) und die ak i e Mi ges al ung on Fö de plänen
(ak i ). Insgesam bie e das mul iaxiale Copingmodell einen di e enzie en heo e ischen
Rahmen, um die Viel al und Komplexi ä on Bewäl igungss a egien zu analysie en. Es e -
möglich , indi iduelle, soziale und kul u elle Ein lüsse au das Coping e hal en sys ema isch
zu e assen und de en Bedeu ung ü die S essbewäl igung zu e lek ie en (ebd., S.23).
2.4.3 Dyadisches Coping und das Sys emische T ansak ionale Modell
Dyadisches Coping, ein on Guy Bodenmann en wickel es Konzep , besch eib die A und
Weise, wie Paa e gemeinsam mi S ess umgehen und dabei ih e Beziehung s abilisie en und
s ä ken. Es be uh wie das zu o besch iebene mul iaxiale Copingmodell au de Annahme,
dass S ess nich nu indi iduell e leb wi d, sonde n auch Auswi kungen au die Pa ne scha
ha (Bodenmann, 2000, S. 75–78).
Das Sys emisch-T ansak ionale Modell (STM) on Guy Bodenmann bie e einen heo e ischen
Rahmen, um S ess und Bewäl igung in Paa beziehungen zu e s ehen. Es basie au dem
ansak ionalen S essmodell on Laza us und Folkman, e wei e dieses jedoch um eine sys-
emische Pe spek i e, die die In e dependenz zwischen Pa ne n be on (Bodenmann, 1997a,
S. 34). Das zen ale P inzip des STM is , dass S ess eines Pa ne s imme auch den ande en
be i , sei es du ch di ek e Übe agung (S essübe agung) ode du ch gemeinsame He -
aus o de ungen (Bodenmann, 1997b, S. 7). S ess und Coping we den dabei als dynamische
P ozesse besch ieben, die sowohl indi iduelle als auch gemeinsame Bewe ungen und Reak-
ionen um assen (Bodenmann, 1997a, S. 34).
Im STM wi d zwischen zwei A en on dyadischem S ess un e schieden: indi ek e dyadische
S ess, bei dem indi iduelle S ess eines Pa ne s den ande en beein luss , und ech e dya-
dische S ess, de aus gemeinsamen P oblemen ode Au gaben en s eh (Bodenmann,
1997b, S. 8). De Coping-P ozess beginn mi eine p imä en Bewe ung (p ima y app aisal),
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bei de die Bedeu ung des S esso s eingeschä z wi d. Diese wi d du ch eine sekundä e Be-
we ung (seconda y app aisal) e gänz , bei de sowohl indi iduelle als auch gemeinsame Res-
sou cen zu Bewäl igung des S esso s be ücksich ig we den (Bodenmann, 1997a, S. 35).
Dyadisches Coping wi d im STM als ein in e ak i e P ozess besch ieben, bei dem beide Pa -
ne ak i an de Bewäl igung on S ess be eilig sind. Es wi d zwischen posi i em und nega-
i em dyadischem Coping un e schieden.
Posi i es dyadisches Coping um ass un e s ü zende und kons uk i e Reak ionen au den
S ess des Pa ne s:
• Un e s ü zendes Coping: Ein Pa ne bie e emo ionale Un e s ü zung, zeig Empa hie
und T os .
• Delegie es Coping: De nich ges ess e Pa ne übe nimm p ak ische Au gaben ode
Ve an wo lichkei en, um den ande en zu en las en.
• Gemeinsames Coping: Beide Pa ne a bei en ak i zusammen an de Bewäl igung
on S ess, e wa du ch gemeinsame P oblemlösungen ode emo ionale Regula ion.
• We schä zendes Ve hal en: De ges ess e Pa ne wi d e mu ig und ü seine Bemü-
hungen ane kann .
Diese Fo men des posi i en Copings ö de n Ve auen und In imi ä in de Beziehung und
agen dazu bei, dass Paa e esilien e gegenübe Belas ungen we den (ebd.).
Nega i es dyadisches Coping hingegen um ass des uk i e ode belas ende Reak ionen au
den S ess des Pa ne s:
• Abwe endes Ve hal en: De ges ess e Pa ne wi d k i isie ode nich e ns genom-
men.
• Feindseligkei : De Umgang mi S ess üh zu agg essi em Ve hal en ode Kon lik en
zwischen den Pa ne n.
• Ve meidendes Ve hal en: De S ess des Pa ne s wi d igno ie ode he un e gespiel
(ebd., S. 36).
• Ambi alen es Ve hal en: De nich ges ess e Pa ne zeig wide sp üchliche Reak io-
nen. E hil eine sei s, äusse abe gleichzei ig Vo wü e.
• Floskelha es Coping: Un e s ü zung wi d zwa e bal angebo en, bleib jedoch obe -
lächlich und ohne ech e Subs anz ode Empa hie.

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• Hos iles Coping: Feindselige und des uk i e In e ak ionen wie K i ik ode Agg ession
e schä en den S ess zusä zlich (Bodenmann, 1997b, S. 20–22) .
Diese nega i en Reak ionen können dazu üh en, dass sich de ges ess e Pa ne un e s an-
den ühl und die Beziehung belas e wi d. Lang is ig können sie das Wohlbe inden beide
Pa ne beein äch igen (Bodenmann, 1997a, S. 36).
Das STM heb he o , dass dyadisches Coping ein zen ale Fak o ü die Beziehungsquali ä
is . Posi i es dyadisches Coping s ä k nich nu die Beziehung selbs , sonde n e besse
auch die indi iduelle und gemeinsame Fähigkei zu Bewäl igung on Belas ungen (ebd., S.
34–35). Nega i es dyadisches Coping hingegen kann zu Kon lik en üh en und die Beziehung
schwächen (Bodenmann, 1997b, S. 25).
Insgesam e deu lich das Sys emisch-T ansak ionale Modell nach Bodenmann, wie wich ig
die pa ne scha liche Bewäl igung on S ess ü die S abili ä und das Wohlbe inden on Fa-
milien is . Insbesonde e das dyadische Coping kann dazu bei agen, Belas ungen abzu ede n
und die Beziehung zwischen den El e n zu s ä ken, was sich wiede um posi i au das gesam e
Familiensys em auswi k .
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3 Fo schungsdesign
Das Ziel diese A bei is es, die Fo schungs agen «Welchen spezi ischen Belas ungen sind
El e n on Kinde n im Au ismus-Spek um mi s a k he aus o de ndem Ve hal en ausgese z ?
Und au welche Ressou cen können sie zu ückg ei en?» zu bean wo en. Im Folgenden Kapi-
el wi d das Vo gehen de quali a i en Sozial o schung im Allgemeinen sowie das Vo gehen
im Rahmen diese A bei e läu e . Dabei wi d auch au die Da ene hebung und die anschlies-
sende Da enanalyse eingegangen.
3.1 S ichp obe
Be o die In e iews du chge üh we den konn en, muss e eine S ichp obe ü die zu in e ie-
wenden Pe sonen de inie we den. Dabei handel e es sich um eine geziel e S ichp obe, also
eine S ichp obe, in de geziel das Wissen übe eine Popula ion genu z wi d, da die zu un e -
suchende G uppe seh spezi isch de inie is (Ri schl & S amm, 2023, S. 67). Da die Au o in
diese Mas e a bei als schulische Heilpädagogin in einem Se ing a bei e , in dem sie Kon ak
ha zu El e n, die den gesuch en K i e ien en sp echen, ges al e e sich die Rek u ie ung on
In e iewpa ne Innen ein ach. Die Auswahl de Teilnehmenden e olg e geziel , um El e n ein-
zubeziehen, die un e schiedliche Bewäl igungss a egien im Umgang mi den He aus o de un-
gen des All ags zeigen. Dies e möglich eine möglichs b ei e Pe spek i e au die Belas ungen
und Ressou cen im Kon ex El e nscha on Kinde n im Au ismus-Spek um mi s a k he aus-
o de nden Ve hal ensweisen. Die In e iews wu den in einem e au en Um eld du chge üh ,
um den Teilnehmenden eine siche e A mosphä e zu bie en und au hen ische An wo en zu
ö de n. Die be e enden El e n wu den pe Mail kon ak ie und au Wunsch ele onisch ge-
naue übe den P ozess in o mie , be o sie ü das In e iew besuch wu den. An diese S elle
is zu e wähnen, dass die Au o in alle in e iew en Pe sonen sowie de en Kinde be ei s
kann e, was du ch das o handene Vo wissen das In e iewe gebnis e ze en könn e (Lam-
nek & K ell, 2016, S. 364). Aus diesem G und wu de da au geach e , Pe sonen auszuwählen,
zu denen im Vo eld kein enge Kon ak bes and, beispielsweise El e n on Kinde n ande e
Klassen. Auch wäh end des In e iews wu de da au geach e , dass ele an es Vo wissen,
welches die Au o in zu Si ua ion schon ha e, wäh en des In e iews nochmal explizi ausge-
sp ochen wu de. Die S ichp obe um ass eine g osse Bandb ei e an Familienkons ella ionen,
da un e Ke n amilien, Pa chwo k amilien sowie Familien mi Mig a ions- ode Fluch e ah-
ung. Diese Di e si ä spiegel die He e ogeni ä de Lebenslagen wide , in denen sich El e n
on Kinde n mi ASS und he aus o de ndem Ve hal en be inden. Un e schiede in He kun ,
sozialem Um eld und Zugang zu Ressou cen können die Bewäl igungss a egien und Belas-
ungse ah ungen wesen lich beein lussen.
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Es wu den insgesam sieben In e iews du chge üh , die in e iew en Pe sonen we den im
Folgenden ku z e läu e .
F au A
F au A kam ku z o de Gebu ih es Sohnes gemeinsam mi ih em Mann aus Südame ika in
die Schweiz. E s ku z o de Gebu e hiel sie die Diagnose T isomie 21 ü ih Kind. Sie
e mu e e üh, dass zusä zlich eine Au ismus-Spek um-S ö ung o liegen könn e, was je-
doch e s e gleichsweise spä bes ä ig wu de. Ih Sohn leb in eine Ins i u ion ü Kinde und
Jugendliche mi ASS. Nach de T ennung on ih em Expa ne leb sie nun mi ih em neuen
Mann und den zwei gemeinsamen kleinen Kinde n zusammen.
F au B
F au B is Mu e on d ei Kinde n, das mi le e Kind ha ASS. Sie leb mi ih em Mann (He
C), dem Va e de beiden jünge en Kinde , zusammen. Sie is seh engagie im Be eich de
El e na bei on El e n on Kinde n mi ASS und ha ein Kinde buch zu Si ua ion ih es Sohnes
e ass . Diese leb un e de Woche in eine Ins i u ion ü Kinde und Jugendliche mi ASS,
am Wochenende is e zuhause. F au B is in de Nachba scha gu e ne z und p leg diese
sozialen Kon ak e ak i .
He C
He C is de Ehemann on F au B. E is seh ak i , Spo is ü ihn seh wich ig und e eil
dieses Hobby mi seinen Kinde n. Die Familie un e nimm iel gemeinsam, geh in den U laub,
äh Ski und nimm an Ak i i ä en im Do eil. E a bei e Vollzei ausse Haus, wäh end seine
F au meh hei lich on zuhause aus a bei e .
He D
He D is Va e on d ei Kinde n. Gemeinsam mi seine F au leb e mi de Familie in eine
Wohnung. De mi le e Sohn mi ASS wohn meh hei lich zuhause, e b ing abe einzelne
Näch e in eine Ins i u ion ü Kinde und Jugendliche mi ASS. Die Familie is ku z nach de
Gebu des mi le en Kindes aus Sy ien in die Schweiz ge lüch e . He D a bei e als Fach-
mann Be euung mi Pe sonen mi ASS.
F au E
F au E is Mu e on ün Kinde n. Sie leb mi ih e Pa chwo k-Familie in eine kleinen Woh-
nung. Zum Va e ih es d i en Kindes, ih em Sohn mi ASS, bes eh kaum Kon ak . Bis zu Be-
ginn des K ieges leb e sie mi ih en Kinde n in de Uk aine. Nach K iegsbeginn lüch e en sie
in die Schweiz, wo sie nun zusammen mi ih em Pa ne leb . Neben ih en Kinde n aus de
ühe en Beziehung leben auch zwei Kinde aus de neuen Pa ne scha sowie zei weise die
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Kinde ih es Pa ne s bei ihnen. Ih Sohn mi ASS leb in eine Ins i u ion ü Kinde und Ju-
gendliche mi ASS. Die Wochenenden und Teile de Schul e ien e b ing e zuhause.
F au F
F au F is Ä z in und Mu e on zwei Kinde n. De äl e e Sohn ha ASS und leb in eine Ins i-
u ion ü Kinde und Jugendliche mi ASS. Die Wochenenden und Teile de Schul e ien e -
b ing e zuhause. Die Familie leg g ossen We da au , ih e Zei ak i zu ges al en, insbeson-
de e an den Wochenenden, die mi spo lichen und sozialen Ak i i ä en ge üll sind.
He G
He G is de Ehemann on F au F und eben alls A z . E übe nimm einen g ossen Teil de
Be euung des Sohnes mi ASS und ges al e die Wochenenden mi ihm seh ak i . Die beiden
sind häu ig d aussen un e wegs, nu zen den Vi apa cou s ode gehen schwimmen. Auch e-
gelmässige gemeinsame U laube im nahen Ausland gehö en zu Familien ou ine.
3.2 Quali a i e Sozial o schung
In de empi ischen Sozial o schung we den zwei g undlegende me hodische Ansä ze un e -
schieden: die quan i a i e und die quali a i e Fo schung. Die quan i a i e Fo schung is o
allem au die Übe p ü ung on Hypo hesen und die Analyse on Zusammenhängen zwischen
Va iablen ausge ich e . Sie a bei e mi s anda disie en Messins umen en, wie beispielsweise
geschlossenen F agebögen ode Tes s, und e heb nume ische Da en, die anschliessend mi
s a is ischen Ve ah en ausgewe e we den. Ziel is es, objek i e, e allgemeine ba e Aussa-
gen übe g össe e G uppen zu e en und Gese zmässigkei en au zudecken. Typische F age-
s ellungen de quan i a i en Fo schung lau en: «Wie häu ig i ein bes imm es Ve hal en
au ?» ode «Gib es einen Zusammenhang zwischen zwei Me kmalen?» (Ri schl, P inz-Buch-
be ge , Ri schl & S amm, 2023, S. 58).
Im Gegensa z dazu beschä ig sich die quali a i e Fo schung mi den subjek i en Sich weisen,
E ah ungen und dem Wissen on Pe sonen. Sie leg den Fokus au das Ve s ehen indi idu-
elle E lebnisse, Meinungen und Bedeu ungszusch eibungen. Die Da ene hebung e olg
meis du ch o ene, lei adenges ü z e In e iews, G uppendiskussionen ode Beobach ungen.
Die Auswe ung is in e p e a i und ziel da au ab, Mus e , Themen und S uk u en im Da en-
ma e ial zu iden i izie en. Im Mi elpunk s eh dabei nich die Auswe ung on Zahlen und Fak-
en, sonde n das E assen und Ve s ehen indi iduelle E ah ungen und Lebenswel en. Quali-
a i e Fo schung eigne sich besonde s, um komplexe soziale Phänomene in ih e Tie e und
Vielschich igkei zu un e suchen und neue Hypo hesen zu gene ie en (ebd., S. 58-59).
Da die F ages ellung diese Mas e a bei au die E ah ungen und das E leben de El e n ab-
ziel , wu de die quali a i e Fo schungsme hode gewähl . Sie e möglich es, die indi iduellen
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Mi de besch iebenen Me hode konn e eine übe sich liche, s uk u ie e Auswe ung de In e -
iews du chge üh we den, welche es e möglich e, Gemeinsamkei en und Un e schiede in
den e schiedenen Aussagen schnell zu e kennen.

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4 Auswe ung und Diskussion
In diesem Kapi el we den die Auswe ungen aus den In e iews du ch die zu o besch iebene
Inhal sanalyse p äsen ie und mi de zu Beginn de A bei e läu e en Theo ie in Zusammen-
hang geb ach und disku ie . Dabei s uk u ie sich die Diskussion anhand de im o he igen
Kapi el e läu e en Obe ka ego ien.
4.1 Ressou cen
In den sieben In e iews zeig en sich ielsei ige Ressou cen bei allen El e n. Auch wenn die
Belas ung eilweise seh hoch e leb wu de, konn en doch alle El e n on e schiedenen o -
handenen Ressou cen be ich en. Im Folgenden we den die E gebnisse anhand de Un e ka-
ego ien e läu e .
4.1.1 Soziale Ressou cen
Die Auswe ung de In e iews e deu lich eind ücklich, dass soziale Ressou cen ü alle be-
ag en El e n eine zen ale Rolle bei de Bewäl igung des All ags mi einem Kind im Au ismus-
Spek um spielen. Besonde s häu ig genann wi d die Un e s ü zung du ch das amiliä e Um-
eld, das in iel äl ige Weise zu En las ung bei äg . Viele El e n be ich en, dass sie sich au
Pa ne , Geschwis e , G ossel e n ode auch Nachba n e lassen können, wenn es um die
Be euung de Kinde , die O ganisa ion des Familienlebens ode um p ak ische Hil es ellungen
im All ag geh . Eine Mu e besch eib beispielsweise:
Wi ha en schon Nachba n, bei denen die Kinde schon g össe wa en, die
unse e zwei Kleinen be eu haben, ode auch Y. be eu haben.
(B, 220-221)
Diese Aussage e deu lich , wie wich ig ein un e s ü zendes soziales Ne zwe k im unmi elba-
en Lebensum eld is , um die äglichen An o de ungen zu bewäl igen und auch als El e n eil
gelegen lich F ei äume zu e hal en.
Ebenso wi d die Un e s ü zung du ch die eigenen wei e en Kinde als we olle Ressou ce
e leb . Geschwis e übe nehmen Ve an wo ung, hel en im Haushal ode bei de Be euung
und agen so dazu bei, die Belas ung de El e n zu e inge n. Wie eine Mu e be ich e :
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Genau, sie machen das ge ne, mein Sohn geh ge ne mi ihm nach
d aussen, einkau en, sie lieben ihn ech .
(E, 157-158)
Diese amiliä e Solida i ä und das gemeinsame T agen on Ve an wo ung s ä ken nich nu
die p ak ische Bewäl igung des All ags, sonde n auch das emo ionale Zusammengehö igkei s-
ge ühl inne halb de Familie.
Neben dem amiliä en und nachba scha lichen Um eld we den p o essionelle Angebo e als
wich ige soziale Ressou ce he o gehoben. Die kon inuie liche Beglei ung du ch Fachpe so-
nen e mi el Siche hei , bie e O ien ie ung im Umgang mi he aus o de nden Si ua ionen und
en las e die El e n sowohl emo ional als auch p ak isch. Auch En las ungsdiens e, de Aus-
ausch mi ande en be o enen El e n, Ve eine und Ne zwe ke we den als we olle Un e s ü -
zung wah genommen. Sie e möglichen den El e n, sich mi Menschen in ähnlichen Lebensla-
gen auszu auschen, E ah ungen zu eilen, sich gegensei ig zu be a en und emo ionale Un-
e s ü zung zu e hal en. Dadu ch wi d das Ge ühl ges ä k , mi den He aus o de ungen nich
allein zu sein.
Au ällig is zudem, dass iele El e n die Un e s ü zung du ch das ande e El e n eil und eine
s abile Paa beziehung als wich ige Ressou ce e leben. Eine Mu e be on :
Mein Mann is auch die g öss e S ü ze, die ich mi o s ellen kann. E is
wi klich supe . E un e s ü z auch das. Auch wenn ich dann i gendwann
sage, ich hab keine Lus meh , ich leg mich ein ach ins Be , e is dann
de jenige de dann push und sag nein, je z e ab ed dich doch, je z geh
doch joggen mi de und de und (..) E is wi klich Gold we . (..)
(F, 3436-350)
Die gegensei ige En las ung, das ge eil e Ve an wo ungsge ühl und das gemeinsame T agen
de He aus o de ungen we den als en las end und s ä kend besch ieben. Eine unk ionie ende
Pa ne scha äg massgeblich dazu bei, Belas ungen abzu ede n und die Bewäl igungskom-
pe enz de Familie insgesam zu e höhen. Auch au pa ne scha liches Coping im speziellen
wi d in einem spä e en Abschni zum Ressou cenmanagemen noch genaue eingegangen.
Da iele El e n die gu e Beziehung inne halb de Pa ne scha ausd ücklich als Ressou ce
be on haben, wi d es hie be ei s e wähn .
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Insgesam zeig sich, dass soziale Ressou cen in ih e Viel al , on Familie und Nachba scha
übe p o essionelle Angebo e bis hin zu Ne zwe ken mi ande en Be o enen, eine agende
Rolle ü die Bewäl igung des All ags und die emo ionale S abili ä de El e n spielen. Sie bie en
nich nu konk e e En las ung, sonde n auch das Ge ühl, mi den He aus o de ungen nich
allein zu sein. Die Theo ie on Hob oll un e s eich diesen Be und, indem sie be on , dass
soziale Un e s ü zung und gemeinsam genu z e Ressou cen zen ale Schu z ak o en bei de
S essbewäl igung sind. Ge ade im Kon ex on Familien mi Kinde n im Au ismus-Spek um
zeig sich, wie en scheidend ein ag ähiges soziales Ne z ü die Resilienz und das Wohlbe-
inden de El e n is (Buchwald, Schwa ze & Hob oll, 2004).
4.1.2 Ma e ielle Ressou cen
Die Analyse de In e iews zeig , dass ma e ielle Ressou cen ü El e n on Kinde n im Au is-
mus-Spek um eine g undlegende und iel ach en las ende Rolle spielen. Im Sinne de COR-
Theo ie sind inanzielle Mi el, de Zugang zu The apien, Fö de angebo en und Hil smi eln
zen ale Fak o en, um all ägliche Belas ungen abzu ede n und die Lebensquali ä de gesam-
en Familie zu siche n (Buchwald e al., 2004). Viele El e n be ich en, dass sie sich dank eines
s abilen Einkommens ode geziel e inanzielle Un e s ü zung in de Lage sehen, no wendige
The apien, besonde e Be euungs o men ode Hil smi el ü ih Kind zu inanzie en. So schil-
de eine Mu e :
Wi leben zwa eben nu on einem Einkommen, abe mein Mann is Aka-
demike . I gendwie ha das imme gelang . Also (..) Genau. (..) Dann haben
wi (…) Ja (.) Und wi sind auch schon ein wenig un e s ü z wo den on
meine Schwiege mu e .
(B, 299-302)
Diese inanzielle S abili ä wi d on den Be o enen als wich ige G undlage ü die Bewäl igung
des All ags emp unden, da sie ihnen e möglich , lexibel au die besonde en Bedü nisse des
Kindes einzugehen und no wendige Angebo e ohne exis enzielle So gen wah zunehmen.
Gleichzei ig wi d in den In e iews deu lich, dass die Kos en ü spezialisie e Fö de angebo e
und Hil smi el o seh hoch sind und nich imme olls ändig p i a ge agen we den müssen.
Posi i wi d on meh e en El e n he o gehoben, dass sie du ch die In aliden e siche ung
(IV) gu un e s ü z we den:
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Windeln geh schon on IV. Abe ich habe nach ie , ün Jah en mi bekom-
men, dass sie IV bezahl haben. (…) Schu zma a ze, solche Sachen ha-
ben sie schon bezahl . Abe ich habe nu ein Jah . (…) Abe ja, sie zahlen
schon.
(D, 170–180).
Die Leis ungen de IV, wie die Übe nahme on Kos en ü Hil smi el, The apien ode zusä zli-
che Be euung, we den als spü ba e En las ung e leb und agen wesen lich dazu bei, inan-
zielle Belas ungen zu eduzie en und die Ve so gung des Kindes siche zus ellen. Gleichzei ig
zeig e sich abe in den In e iews auch, dass de Zugang zu Hil ssys emen wie de IV eilweise
e schwe wa . Da au wi d anschliessend im Kapi el «Belas ungen» noch genaue eingegan-
gen.
Dennoch bleib die inanzielle Si ua ion nich ü alle Familien selbs e s ändlich. Einige El e n
e lek ie en seh bewuss , dass ih e Möglichkei en auch mi Glück ode besonde en Ums än-
den zusammenhängen. So be ich e eine Mu e :
Ja, das ha e ich Glück, dass wi Geld ha en. (...)
(E,346)
Und ein Va e e zähl :
Ja, wi sind ela i gu un e s ü z . Abe ja, (.) ielleich muss man auch
meh iPads kau en. (.) Wi kau en eine Ma a ze ü die Fe ien. Wi müssen
je z das Rei en auch selbe zahlen. Es komm zu einem gewissen (6) All-
ags e ände ungen. (5) Fü uns geh das. Abe ich kann mi o s ellen,
dass es nich allen geh .
(G, 220-240)
Diese Aussage mach deu lich, dass de Zugang zu ma e iellen Ressou cen keineswegs ü
alle Familien in gleiche Weise gegeben is und dass inanzielle Siche hei eine en scheidende
Vo ausse zung ü die Nu zung iele Un e s ü zungsangebo e da s ell . Auch e deu lich sie
die Re lexions ähigkei de El e n in diese Si ua ion.
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Insgesam wi d deu lich, dass ma e ielle Ressou cen ü die Familien nich nu eine p ak ische
E leich e ung bedeu en, sonde n auch das Ge ühl on Kon olle, Siche hei und Handlungs ä-
higkei s ä ken. Sind diese Ressou cen aus eichend o handen, können sie einen wich igen
Bei ag zu Reduk ion on S ess und zu S ä kung de amiliä en Resilienz leis en. Fehlen sie
hingegen ode müssen sie mühsam o ganisie we den, können sie, wie Hob oll besch eib , zu
zusä zliche Belas ung und Unsiche hei üh en. Die In e iews zeigen somi eind ücklich, wie
seh de Zugang zu inanziellen Mi eln, ins i u ionelle Un e s ü zung und konk e en Hil smi -
eln die Bewäl igung des All ags e leich e und die Lebensquali ä de gesam en Familie posi-
i beein luss (Buchwald e al., 2004).
4.1.3 Pe sönliche Ressou cen
Im Sinne de Ressou cene hal ungs heo ie sind pe sönliche Ressou cen – wie Op imismus,
Akzep anz, Selbs ü so ge, indi iduelle Kompe enzen und de Rückg i au den eigenen Glau-
ben – en scheidende Fak o en, um S ess zu bewäl igen und die eigene psychische Gesund-
hei zu schü zen. Diese Ressou cen e möglichen es den El e n, auch in schwie igen Si ua io-
nen handlungs ähig und esilien zu bleiben (Buchwald e al., 2004).
Viele El e n be ich en, dass eine posi i e G undeins ellung und die Fähigkei , das Bes e aus
de Si ua ion zu machen, ihnen hil , lang is ig mi den He aus o de ungen umzugehen. So
besch eib ein El e n eil ganz simpel:
Ich denke imme posi i . Das is meine Sohn.
(D, 181).
Diese Hal ung de Akzep anz und des Op imismus zieh sich du ch iele In e iews und wi d
als wich ige K a quelle e leb . Auch Dankba kei und die bewuss e Wah nehmung posi i e
Aspek e im All ag we den als Ressou ce genann .
So wie ich gesag habe, ich liebe s udie en, ich mag s udie en, ich mag e -
was zu e eichen, (.) mi mach es Spass, mein Job, mi mach Spass mein
S udium, mi mach Spass Kommunika ion in de A bei , ich liebe das. (…)
Ich glaube, Kommunika ion gib mi K a , gu e E gebnisse geben mi iel.
(E. 461-165)
Neben eine posi i en Eins ellung is ü iele El e n die Selbs ü so ge ein zen ale Bes and-
eil ih es Ressou cenmanagemen s. Ak i i ä en wie Spo , Bewegung, Yoga ode das Füh en

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eines Tagebuchs we den geziel genu z , um K a zu schöp en und einen Ausgleich zu den
Belas ungen zu scha en. Eine Mu e be ich e :
Ich mache sei Jah en Tai Chi und Yoga. (.) Das mache ich (..) zweimal Tai
Chi äglich und einmal Yoga. Sei zwei Jah en egelmässig. Tai Chi schon
iel länge . (..) Das sind meine Inseln, wo ich mich en spannen kann.
(B, 600–610).
In Aussagen wie solchen wi d deu lich, dass die El e n diese Tä igkei en zum Ausgleich schon
o Gebu des Kindes im Au ismus-Spek um p leg en, sie ha en die Kompe enz de Selbs -
ü so ge also schon o he . Besonde s spo liche Ak i i ä en we den dabei on beinahe allen
El e n deu lich be on . Auch Gesp äche mi F eundInnen, das P legen soziale Kon ak e und
das bewuss e Se zen on Auszei en we den als wich ige S a egien genann , um die eigene
Belas ba kei zu e hal en.
Da übe hinaus wi d in meh e en In e iews de Rückg i au den eigenen Glauben ode Spi-
i uali ä als Ressou ce besch ieben. De Glaube bie e Hal , Sinn und Ho nung in belas enden
Si ua ionen. So o mulie eine Mu e :
Ich bin Op imis . Und ich bin gläubig. Obwohl ich K ise ha e, bin ich zu ück
zu Go . Nich so zu ück, wie ich das ühe e leb habe. Ich habe Schwie-
igkei en mi Go . Abe o zdem. (..) Ich bin Ch is . Und ich glaube, dass
alles, was mi mi passie , nu zu Gu e komm . Und meine Pe sönlichkei .
Und dieses E olgse lebnis. Das mach auch, wenn du einmal E olg has ,
und nochmals, nochmals, dann kanns du dami umgehen. (.) Dann kann
ich auch das Nächs e. Das kann ich scha en. Es gib nich s Unmögliches.
(E, 514-519)
Diese spi i uelle Dimension e gänz die indi iduellen Ressou cen und äg zu inne en S abi-
li ä bei.
Schliesslich be onen iele El e n, wie wich ig es is , sich Wissen anzueignen, sich wei e zubil-
den und eigene Kompe enzen im Umgang mi dem Kind zu en wickeln. Das ak i e Suchen
nach In o ma ionen, das Aneignen neue S a egien und de Aus ausch mi ande en El e n
we den als Wege e leb , um die eigene Handlungs ähigkei zu s ä ken und Unsiche hei en zu
eduzie en.
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Insgesam zeig sich, dass pe sönliche Ressou cen wie Op imismus, Akzep anz, Selbs ü -
so ge, Spi i uali ä und Kompe enzen wicklung eine agende Rolle ü die Bewäl igung de
He aus o de ungen im Familienall ag spielen. Sie e möglichen es den El e n, Belas ungen zu
begegnen, sich selbs zu schü zen und die Lebensquali ä de Familie zu siche n. Die COR-
Theo ie un e s eich und bes ä ig , dass de geziel e Au bau und E hal pe sönliche Ressou -
cen ein zen ales Elemen e olg eiche S essbewäl igung is und massgeblich zu Resilienz
bei äg (Buchwald e al., 2004).
4.2 Belas ungen
In diesem Kapi el wi d e ie au die indi iduellen Belas ungen und das S esse leben de
in e iew en El e n eingegangen. Wie zu o sind die Un e kapi el gemäss den Un e ka ego ien
s uk u ie .
4.2.1 Emo ionale Belas ung
Die In e iews e deu lichen eind ücklich, wie um assend, ielschich ig und ie g ei end die
emo ionale Belas ung ü El e n on Kinde n im Au ismus-Spek um is . Be ei s de Diagno-
sep ozess is häu ig on Unsiche hei , T aue und Übe o de ung gep äg . Viele El e n be ich-
en, dass sie zunächs nich wuss en, was au sie zukomm , und on s a ken Ge ühlen übe -
wäl ig wu den. Eine Mu e besch eib :
Ich muss eh lich sein, das e s e Mal, als ich gehö habe, habe ich iel ge-
wein . Also ich wuss e nich genau, was is Au ismus, abe in meine , wie
heiss das, Igno anz, habe ich ielleich gedach , das is e was zu schlimm.
Ein ach weil e schon T isomie ha e und ich habe gedach , komm noch
e was. Also das ha mi ein bisschen weh ge an. Und dann ielleich ü
mich, zum akzep ie en, wa es nich ein ach.
(E, 29-33)
Solche Reak ionen sind in de Li e a u als ypische emo ionale An angsbelas ungen nach ei-
ne Behinde ungsdiagnose besch ieben, die häu ig mi Ge ühlen on Hil losigkei und Übe -
o de ung einhe gehen (Lang, Hin e mai & Sa imski, 2012).
Auch im wei e en Ve lau bleib die emo ionale Belas ung ü die El e n allgegenwä ig. Im All-
ag e leben sie eine daue ha e emo ionale Anspannung, die sich in E schöp ung, Ohnmach s-
ge ühlen und Übe o de ung äusse . Besonde s belas end sind Si ua ionen, in denen das Kind
he aus o de ndes Ve hal en zeig , wie Sch eien, Schlagen ode Mel downs. Eine Mu e schil-
de eind ücklich, wie sie ih e ak uelle Si ua ion besch eib :
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Und ja, wi sind hal im Daue s ess, in de E schöp ungsdep ession, wi
müssen An idep essi a nehmen.
(F, 147-148)
Hinzu kommen Schuldge ühle, e wa wenn El e n ih Kind in K isensi ua ionen kö pe lich be-
g enzen müssen:
Du schü z dich, du schü z ihn. Und du ühls dich schuldig, dass du ihn mi
de K a beg enz . E is so k ä ig gewo den, dass ich ihn nich umgehen
kann.
(E, 124-125)
und
Wi kämp en imme mi Schuldge ühlen als El e n.
(E, 300)
Solche emo ionalen Belas ungen sind lau Bake e al. (2002) eng mi dem he aus o de nden
Ve hal en de Kinde e bunden und üh en zu e höh em el e lichem S ess.
Die emo ionale Belas ung be i auch das amiliä e Um eld. El e n be ich en on Spannungen
in de Pa ne scha , da Gesp äche und gemeinsame Zei häu ig zu ku z kommen und sich de
All ag as ausschliesslich um das be o ene Kind d eh . Au diesen Aspek de Belas ung wi d
im nächs en Kapi el noch genaue eingegangen, e soll abe hie schon e wähn we den, da
soziale Belas ungen, wie Belas ungen im amiliä en Um eld, na ü lich auch mi emo ionalen
Belas ungen einhe gehen. Geschwis e kinde ühlen sich o benach eilig ode en wickeln
selbs psychische Belas ungen, wie ein Va e besch eib :
Ja kla , e denk , ih schau nu noch nach M., ich we de e nachlässig .
(G, 100)
Zukun sängs e und So gen um die wei e e En wicklung des Kindes und die eigene Belas ba -
kei beglei en iele El e n übe Jah e hinweg:
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Na ü lich habe ich Angs , wie wi d das wei e ? Ja, kla .
(E, 274)
Diese iel äl igen Belas ungen lassen sich im Sinne de Ressou cene hal ungs heo ie und des
Ressou cenmanagemen s als Bed ohung und Ve lus zen ale pe sönliche Ressou cen wie
Ene gie, Zei , soziale Un e s ü zung und Kon olle e s ehen. De s ändige Ve lus ode die
Bed ohung diese Ressou cen üh zu ch onischem S ess und kann die psychische Gesund-
hei de El e n nachhal ig beein äch igen (Buchwald e al., 2004).
4.2.2 Soziale Belas ung
Die In e iews e deu lichen eind ücklich, wie um assend und ielschich ig die soziale Belas-
ung ü El e n on Kinde n im Au ismus-Spek um is . Viele El e n be ich en, dass sich ih
soziales Leben nach de Diagnose und mi dem Au e en he aus o de nde Ve hal ensweisen
ih es Kindes g undlegend e ände ha . So schilde eine Mu e :
D. ha iele Beg enzungen in meinem Leben geb ach , ich meine, auszu-
gehen, ode i gendwo in den U laub zu liegen, und ihn zu e lassen, das
wa Ka as ophe, ein ach.
(E, 313-315)
Ein ande es El e n eil benenn diese Isolie ung di ek :
Die Möglichkei , dass man M., was wi alles anbie en könn en, is einge-
sch änk . Wi könn en nich meh eisen, meh zusammen machen, (.)
dazu müssen wi uns an die Bedü nisse on M. anpassen, was okay is ,
abe es besch änk uns schon ein bisschen im Sozialleben, (..) wenn wi
eingeladen sind, ü den Ape o, ü den Gebu s ag, da geh meine F au
und D., (.) abe ich bleibe dann zu Hause mi M. Es ha schon eine gewisse
soziale Isolie ung als Folge. (5)
(G, 146-151)
Solche Aussagen zeigen, dass spon ane Ak i i ä en, Reisen ode gesellscha liche Anlässe
häu ig nich meh möglich sind. Die Familie muss ih en All ag s a k an die Bedü nisse des
Kindes anpassen, was zu einem Rückzug aus dem sozialen Leben üh en kann.
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E b auch e bis je z eine kla e S uk u . Wiede holungen. Wenn sich e was
Kleines ände , dann lipp e aus. Das is wi klich seh schwie ig.
(E, 74-76)
Auch im ö en lichen Raum ode bei Ak i i ä en ausse halb des gewohn en Um elds e leben
El e n das Ve hal en ih e Kinde als besonde s he aus o de nd. Die s ändige Wachsamkei
und das Ge ühl, sich und das Kind o den Reak ionen ande e schü zen zu müssen, e s ä -
ken die Belas ung zusä zlich.
In de Li e a u wi d be on , dass he aus o de ndes Ve hal en on Kinde n im Au ismus-Spek -
um ein besonde s s a ke P ädik o ü el e lichen S ess is (Bake e al., 2002). Die s ändige
Kon on a ion mi un o he sehba en, o auch ge äh lichen Si ua ionen üh zu ch onische
Anspannung, E schöp ung und kann das Risiko ü psychische E k ankungen bei den El e n
e höhen. Im Rahmen de Ressou cene hal ungs heo ie e schä he aus o de ndes Ve hal-
en den Ve lus zen ale pe sönliche Ressou cen wie Ene gie, Siche hei und Kon olle und
s ell dami einen zen alen S esso im Familienleben da (Buchwald e al., 2004).
4.3 Ressou cenmanagemen und Coping
In diesem Kapi el we den nun die Copings a egien und das Ressou cenmanagemen de in-
e iew en Familien e läu e . Dabei wi d besonde s au das gemeinscha liche, dyadische Co-
ping, welches im Theo ie eil diese A bei besch ieben wu de, eingegangen.
4.3.1 Indi iduelle S a egien
Die In e iews zeigen, dass El e n on Kinde n im Au ismus-Spek um eine Vielzahl indi idu-
elle S a egien en wickeln, um mi den äglichen Belas ungen umzugehen. Diese Coping-S a-
egien sind iel äl ig und eichen on bewuss e Selbs ü so ge übe spo liche Ak i i ä en, das
Zulassen und Ve a bei en on Emo ionen bis hin zu eine ak i en Ges al ung on Rou inen
und eine posi i en G undhal ung. Die indi iduelle Bewäl igung on S ess wi d in de Fo -
schung als zen ale Baus ein des Ressou cenmanagemen s und Copings be ach e (Buch-
wald e al., 2004).
Viele El e n be onen die Bedeu ung on Spo und Bewegung als Ausgleich und K a quelle.
So be ich e eine Mu e :
Also, wenn e hie wa , was ich machen konn e, is ein ach Volleyball. Ich
muss e unbeding Spo machen, weil mein Lieblingsspo is Volleyball.

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Und do konn e ich mich ein bisschen ablenken on de Si ua ion.
(A, 537-539)
Auch ande e El e n nu zen Bewegung geziel , um S ess abzubauen:
Ich gehe ziemlich egelmässig mi dem Velo. Das me ke ich auch danach.
Das gib wahnsinnige (.) je z , wo es so kal is . Wenn es ocken und kal
is , (..) gib es iel Ene gie. Das habe ich on do . Das eich . Ja.
(C, 451-453)
Spo liche Ak i i ä en bie en nich nu E holung, sonde n hel en auch, den Kop eizubekom-
men und neue Ene gie ü den All ag zu schöp en.
Das Zulassen und Ve a bei en on Emo ionen is eine wei e e wich ige indi iduelle S a egie.
El e n schilde n, dass sie sich bewuss Zei nehmen, um Ge ühle wie T aue , Übe o de ung
ode Wu zuzulassen und zu e a bei en:
Ich glaube, ich b auche ein bisschen, allein zu sein. Ich muss ein bisschen
weinen, weil meine Emo ionen mich übe wäl igen. Ich muss ein bisschen
Gebe machen, und Go beschwe en, das is so scheisse, es is schwie ig.
Und ein bisschen Zei , ich habe, um mich auszu uhen. Ich b auche ein
bisschen. Und dann komm das schnell. Nach eine g ossen Hys e ie b au-
che ich wah scheinlich eine S unde, um kla zu kommen. Abe ich e -
gesse das. Das is ein neue Tag.
(E, 850-860)
Eine Mu e schilde , wie ih das Sch eiben hil , Dinge zu e a bei en. Sie ha soga ein Buch
gesch ieben zum Leben mi ih em Sohn, welches auch e ö en lich wu de.
Ein zen ales Elemen indi iduelle Coping-S a egien is die En wicklung und P lege eine po-
si i en G undhal ung wie sie schon im Kapi el Ressou cen e wähn wu de. Viele El e n be ich-
en, dass sie e suchen, das Posi i e im All ag zu sehen und op imis isch zu bleiben. Sie be-
onen, dass die Ressou ce ih e posi i en G undhal ung ihnen auch als Copings a egie dien ,
da sie au oma isch e suchen, in schlimmen Si ua ionen einen Lich blick zu sehen und du ch
diese posi i e Bewe ung de Si ua ion besse dami umgehen können.
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Und dieses E olgse lebnis. Das mach auch, wenn du einmal E olg has ,
und nochmals, nochmals, dann kanns du dami umgehen. (.) Dann kann
ich auch das Nächs e. Das kann ich scha en. Es gib nich s Unmögliches.
(E, 517-519)
Spannend zu e wähnen is ein in e iew es Ehepaa , welches unabhängig oneinande on
p oak i en Copings a egien sp ich , wie sie im Kapi el des mul iaxialen Copings besch ieben
wu den. Sie besch eiben beide, wie sie sich jeweils au das Wochenende o be ei en, um de
Si ua ion mi ih em Sohn gewachsen zu sein:
Gu Spo zu machen, gu zu schla en, i zu sein, nich zu iel Alkohol in-
ken, nich zu iel am Vo ag. Ein ach au die posi i e Sei e zu sein, gu
schla en.
(G, 209-210)
Gleichzei ig besch eib die Mu e auch ih e passi en Copings a egien, indem sie Si ua ionen,
in denen sie allein mi ih em Sohn is , e meide . Du ch schwie ige e gangene Si ua ionen is
sie o sich ige gewo den und nu z nun Ve meidung als passi e Copings a egie. Wie in de
Li e a u besch ieben, besch eib sie die ku zzei ige E leich e ung du ch die Ve meidung, e -
klä abe gleichzei ig, dass die S a egie au länge e Sich zu wei e e Belas ung üh . Diese
Besch eibung zeig eind ücklich, wie e schiedene Copings a egien, wie hie ak i e und pas-
si e, zei gleich exis ie en können.
Die Fo schung un e s eich , dass indi iduelle Coping-S a egien, wie Selbs ü so ge, das Zu-
lassen on Emo ionen, die bewuss e Suche nach posi i en E lebnissen und die En wicklung
eine op imis ischen G undhal ung einen en scheidenden Bei ag zu S essbewäl igung leis-
en (Buchwald e al., 2004). Sie e möglichen es El e n, o z hohe Belas ung handlungs ähig
zu bleiben und ih e eigenen Ressou cen geziel zu s ä ken.
4.3.2 Soziale S a egien
Soziale S a egien spielen ü El e n on Kinde n im Au ismus-Spek um eine zen ale Rolle im
Umgang mi den iel äl igen He aus o de ungen des All ags. Die In e iews zeigen, dass die
Un e s ü zung du ch Familie, F eunde, Nachba n und p o essionelle Angebo e ü iele El e n
un e zich ba is . Besonde s p ägend is das pa ne scha liche Coping: El e n eilen sich die
Be euung und Au gaben bewuss au , um sich gegensei ig zu en las en und gemeinsame Zei
zu e möglichen. So besch eib eine Mu e :
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Also mein Mann is je z ganz s a k engagie sei e wa... (.) Ja, sei e
e wa el ode so is , sage ich. Es is ielleich die Au eilung. Ich habe die
ganze Kleinkind-Zei gemach . (...) Als e dann kö pe lich g össe wu de,
ha mein Mann ihn am Mo gen übe nommen. Und auch am Abend mach
e ihn meis ens. (...)
(B, 133-136)
Solche Fo men de A bei s eilung und gegensei igen Un e s ü zung en sp echen dem Konzep
des posi i en dyadischen Copings, bei dem Paa e Belas ungen gemeinsam bewäl igen und
sich gegensei ig s ä ken. Besonde s das delegie e Coping wi d im Sinne de Au gaben eilung
und des Übe nehmens p ak ische Au gaben du ch den Pa ne deu lich gezeig (Bodenmann,
1997b). Alle in e iew en Pe sonen, welche in eine es en Pa ne scha leben, besch eiben
eine Fo m de A bei s eilung. Die S a egie schein also du chgehend seh hil eich zu sein.
Auch de Aus ausch mi F eundInnen und ande en El e n is ü iele Mü e und Vä e eine
wich ige Ressou ce. Das Einholen on Ra schlägen im F eundesk eis als indi ek es Coping
wi d on as allen be o enen El e n besch ieben. Die Möglichkei , o en übe So gen, Belas-
ungen und All agse ah ungen zu sp echen, wi d als en las end e leb :
Ich kann auch iel eden. (...) Mi meine F eundin ode mi meinem Mann.
Dass man auch übe solche Sachen sp ich .
(B, 454-455)
Ebenso wi d de Kon ak zu ande en be o enen Familien übe Ve eine ode Fach agungen
genu z , um E ah ungen zu eilen und sich gegensei ig zu un e s ü zen:
Das is du ch den Ve ein, die haben mi Au ismusapp oach zusammenge-
a bei e . Die Leu e, die die Au ismuslage machen, haben schon (..) so
Fachleu e um sich he um (..) Do konn e man die Beziehungen nu zen. (.)
Auch ande e Be o ene (.) kennenzule nen. (..)
(B, 214-217)
Mul iaxiales Coping besch eib die geziel e Nu zung und Ve knüp ung e schiedene Ressou -
cenebenen, um die komplexen Belas ungen im All ag mi einem au is ischen Kind zu bewäl i-
gen. Die In e iews zeigen eind ücklich, wie El e n diese S a egie im All ag p ak isch
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umse zen. Sie g ei en nich nu au pe sönliche S ä ken und amiliä e Un e s ü zung zu ück,
sonde n kombinie en geziel soziale, p o essionelle und ma e ielle Ressou cen, um den iel-
äl igen An o de ungen ge ech zu we den. G undsä zlich können die besch iebenen S a e-
gien du chgehend als p osoziales Coping e s anden we den, da de Suppo du ch ande e
Pe sonen ak i gesuch wi d und posi i e soziale In e ak ionen übe wiegen (Buchwald e al.,
2004).
Neben de amiliä en und nachba scha lichen Un e s ü zung we den auch p o essionelle An-
gebo e in Ansp uch genommen. Einzelne El e n be ich en on au ogenem T aining und Psy-
cho he apie. Meh e e El e n schilde n besonde s die Ins i u ion, in denen ih e Kinde eilweise
wohnen, als hil eich und un e s ü zend in ih em Ressou cenmanagemen :
Ein Wochenende wa e in de Ins i u ion. Sein B ude wa in Köln. Wi sind
zwei Tage in ein Ho el gegangen. (..) Sobald wi die Möglichkei haben,
Spo zu machen, zusammen wegzugehen, das sind kleine Momen e, abe
sie sind seh gu . (.)
(G, 245-247)
Insgesam zeig sich, dass soziale S a egien, on de pa ne scha lichen Zusammena bei
übe den Aus ausch mi F eundInnen und ande en El e n ü die Bewäl igung de äglichen
An o de ungen, un e zich ba sind. Sie s ä ken die amiliä en Ressou cen, ö de n das Ge ühl
on Ve bundenhei und e möglichen es, Belas ungen gemeinsam zu agen. Die Fo schung
un e s eich , dass ge ade das Zusammenspiel aus dyadischem und mul iaxialem Coping ei-
nen wesen lichen Bei ag zu Resilienz on Familien mi einem Kind im Au ismus-Spek um
leis e (Buchwald e al., 2004). Die El e n besch eiben iele e schiedene posi i e dyadische
Copings a egien, wie un e s ü zendes, delegie es, gemeinsames Coping und we schä zen-
des Ve hal en. Nega i es dydadisches Coping wi d kaum e wähn , nu in Hinweisen au die
o he igen Pa ne scha en zum ande en El e n eil des Kindes (Bodenmann, 1997b).
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5 Fazi und Ausblick
Die E gebnisse diese Mas e a bei e deu lichen eind ücklich, wie komplex und ielschich ig
die Lebenssi ua ion on El e n is , de en Kinde im Au ismus-Spek um s a ke he aus o de nde
Ve hal ensweisen zeigen. Die Belas ungen, mi denen die be o enen Familien kon on ie
sind, eichen on ie g ei enden emo ionalen He aus o de ungen übe soziale Isola ion und
s uk u elle Hü den bis hin zu e heblichen inanziellen Belas ungen. Besonde s p ägend is die
emo ionale Belas ung, die be ei s mi dem Diagnosep ozess beginn und sich du ch Unsiche -
hei , T aue , Angs o de Zukun und wiede keh ende Ge ühle on Übe o de ung und
Schuld auszeichne . Im All ag e leben die El e n eine daue ha e Anspannung, die du ch un-
o he sehba e, o seh in ensi e Ve hal ensk isen ih e Kinde imme wiede neu ausgelös
wi d. Viele be ich en on E schöp ung, Ohnmach sge ühlen und dem s ändigen Balanceak
zwischen dem Schu z des Kindes, de eigenen psychischen Gesundhei und den Bedü nissen
de üb igen Familie. Die So ge um Geschwis e kinde , die Pa ne scha und die eigene Be-
las ba kei beglei en die El e n übe Jah e hinweg und p ägen das Familienleben nachhal ig.
Neben de emo ionalen Belas ung is die soziale Dimension on g osse Bedeu ung. Viele
El e n e leben, dass sich ih soziales Leben nach de Diagnose und mi zunehmendem he -
aus o de ndem Ve hal en ih es Kindes g undlegend e ände . Spon ane Ak i i ä en, Reisen
ode gesellscha liche Anlässe we den zu Ausnahme, weil sie an die Bedü nisse und Un o -
he sehba kei en des Kindes angepass we den müssen. Häu ig be ich en die El e n on Rück-
zug, Isola ion und dem Ge ühl, on ih em Um eld nich e s anden ode soga s igma isie zu
we den. Auch inne halb de Familie en s ehen Belas ungen: Pa ne scha en ge a en un e
D uck, weil Gesp äche und gemeinsame Zei zu zwei kaum meh möglich sind, und Geschwis-
e kinde ühlen sich manchmal e nachlässig ode en wickeln selbs Ängs e. Die soziale Un-
e s ü zung du ch Familie, F eunde ode p o essionelle Angebo e wi d als zen ale Ressou ce
e leb , is abe nich imme aus eichend ode leich zugänglich.
Ein wei e e zen ale Belas ungs ak o sind die s uk u ellen Hü den im Hil esys em. De Zu-
gang zu Diagnos ik, The apien, inanziellen Un e s ü zungsleis ungen ode En las ungsange-
bo en is häu ig mi g ossem o ganisa o ischem Au wand, Unsiche hei en übe Zus ändigkei-
en und eilweise auch mi inanziellen So gen e bunden. Viele El e n be ich en, dass sie sich
nach de Diagnose ih es Kindes zunächs allein gelassen ühl en und sich selbs ändig übe
mögliche Fö de - und The apieangebo e in o mie en muss en. Besonde s Familien mi Mig a-
ionshin e g und ode ge inge en inanziellen Ressou cen s ossen au zusä zliche Hü den,
was die Belas ung wei e e höh .
T o z diese iel äl igen und eilweise übe wäl igenden Belas ungen zeigen die E gebnisse de
In e iews abe auch, dass alle El e n au eine Vielzahl on Ressou cen zu ückg ei en können.

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Im Sinne de Ressou cene hal ungs heo ie nach Hob oll sind es o allem soziale, ma e ielle
und pe sönliche Ressou cen, die den Familien hel en, die He aus o de ungen des All ags zu
bewäl igen. Die Un e s ü zung du ch Pa ne , Geschwis e , G ossel e n, Nachba n und
F eunde wi d als en las end und s ä kend e leb . P o essionelle Angebo e wie heilpädagogi-
sche F ühe ziehung, En las ungsdiens e, de Aus ausch mi ande en be o enen El e n, Ve -
eine und Ne zwe ke bie en O ien ie ung, emo ionale Un e s ü zung und konk e e En las ung.
Besonde s die pa ne scha liche Zusammena bei und die bewuss e A bei s eilung in de Fa-
milie agen dazu bei, Belas ungen abzu ede n und die amiliä e Resilienz zu s ä ken.
Ma e ielle Ressou cen wie inanzielle S abili ä , de Zugang zu The apien, Fö de angebo en
und Hil smi eln sowie die Un e s ü zung du ch die In aliden e siche ung sind ü iele Fami-
lien eine wich ige G undlage, um die besonde en Bedü nisse ih es Kindes zu e üllen. Den-
noch bleib de Zugang zu diesen Ressou cen nich ü alle selbs e s ändlich und is häu ig
mi Unsiche hei en und zusä zlichem Au wand e bunden.
Pe sönliche Ressou cen wie Op imismus, Akzep anz, Selbs ü so ge, indi iduelle Kompe en-
zen und de Rückg i au Glauben ode Spi i uali ä e möglichen es den El e n, auch in schwie-
igen Si ua ionen handlungs ähig und esilien zu bleiben. Viele El e n be ich en on eine be-
wuss en P lege on Hobbys, spo liche Be ä igung, dem Zulassen und Ve a bei en on Emo-
ionen sowie dem ak i en Suchen nach Wissen und Aus ausch. Diese indi iduellen Coping-
S a egien agen massgeblich dazu bei, die eigene Belas ba kei zu e hal en und den All ag
zu bewäl igen.
Die E gebnisse de A bei machen deu lich, dass die Bewäl igung de He aus o de ungen im
All ag mi einem Kind im Au ismus-Spek um nich nu eine F age indi iduelle S ä ke, sonde n
o allem des Zugangs zu ag ähigen sozialen, ma e iellen und pe sönlichen Ressou cen is .
Die geziel e Nu zung und Kombina ion diese Ressou cen, im Sinne eines ak i en Ressou -
cenmanagemen s, e möglich es den Familien, Belas ungen abzu ede n und die Lebensqua-
li ä zu siche n. Fü die P axis e gib sich da aus die No wendigkei , Un e s ü zungsangebo e
nied igschwellige , koo dinie e und besse zugänglich zu ges al en. Besonde s de Zugang
zu inanziellen Hil en, die Koo dina ion on Un e s ü zungsleis ungen und die S ä kung sozia-
le Ne zwe ke soll en wei e ausgebau we den. Fachpe sonen sind ge o de , El e n p oak i
zu be a en, zu beglei en und sie in ih em indi iduellen Ressou cenmanagemen zu s ä ken.
Abschliessend zeig die A bei , dass El e n on Kinde n im Au ismus-Spek um mi s a k he -
aus o de nden Ve hal ensweisen eine besonde s komplexen und daue ha en Belas ungssi-
ua ion ausgese z sind. Gleichzei ig e ügen sie übe iel äl ige Ressou cen und en wickeln
k ea i e, indi iduelle und gemeinscha liche Bewäl igungss a egien. Die Fö de ung diese
Ressou cen, sowohl au indi iduelle als auch au gesellscha liche Ebene, is zen al, um die
Lebensquali ä de be o enen Familien nachhal ig zu siche n und ih e Resilienz zu s ä ken.
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Die o liegenden E gebnisse basie en au eine kleinen, geziel ausgewähl en S ichp obe und
sind dahe nich ohne Wei e es gene alisie ba . Zudem bes and zu den meis en In e iewpa -
ne Innen be ei s ein be u liche Kon ak , was die O enhei de Aussagen sowohl ö de n als
auch nega i beein lussen könn e. Die Übe agba kei de E gebnisse au ande e Kon ex e is
dahe eingesch änk . Dennoch e deu lichen sie eind ücklich, wie zen al de Zugang zu sozi-
alen, ma e iellen und pe sönlichen Ressou cen ü die Bewäl igung des All ags mi einem Kind
im Au ismus-Spek um is . Die E gebnisse bes ä igen die Annahmen de Ressou cene hal-
ungs heo ie und un e s eichen die Bedeu ung eines ak i en Ressou cenmanagemen s.
Fü die P axis e schein es sinn oll, zen ale und koo dinie e Anlau s ellen ü be o ene Fa-
milien zu scha en sowie Fachpe sonen geziel wei e zubilden.
Zukün ige Fo schung soll e insbesonde e die Pe spek i en on Vä e n, Geschwis e kinde n
und Familien mi un e schiedlichen sozioökonomischen Hin e g ünden s ä ke be ücksich i-
gen, um die Viel al el e liche Bewäl igungswege noch um assende abzubilden.
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6 Li e a u e zeichnis
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F: Ich meine, im Ende ek geh es mi ja genauso. Ich e s ehe es ja auch i gendwie, und 173
o zdem ä ge mich das massi , wenn mi M. ins Gesich schläg ode so. (..) T o zdem is es 174
seh ne ig. Ja, kla . (.) Und dann kommen hal noch die Scham dazu. Dann komm noch das 175
Schamge ühl auch bei D.. De schäm sich na ü lich o seinen F eunden. (.) Ode wenn wi 176
d aussen sind und M. sch ei ode so. 177
I: Das wä e je z ge ade die nächs e F age gewesen. Reagie das Um eld au Ih Kind, wenn 178
Sie un e wegs sind, ode eben sch ei ode sich au ällig e häl ? Was sind die Reak ionen? 179
(..) 180
F: Also ich wa mal im Zoo, und dann sind i gendwie D. und mein Mann, die sind länge beim 181
Aqua ium geblieben. M. wu de ne ös, da bin ich mi M. aus. Und dann ha M. wi klich so 182
einen Mel down gehab und ha um sich geschlagen, mich gek a z . Und dann lie en so die 183
Leu e o bei, haben geguck . Eine F au ha gemein , ob sie was un kann. Abe ich wa hal 184
übe haup nich ähig. Ich kann mi so doo o , da zu s ehen und on meinem Kind da e -185
schlagen zu we den. Die meis en gucken, ja. Abe es is je z nich so, dass daue nd jemand 186
komm und sich beschwe ode so, wegen M.. Das is nich de Fall. 187
I: Abe die Blicke beme k man hal o zdem. 188
F: Abe die Blicke, ja. (4) 189
I: Wie sieh so das e wei e e Um eld on M. aus? Also dass sie ielleich auch un e s ü z ? 190
Ich weiss, es gib eine Nanny, glaube ich. 191
F: Genau, und ih Mann. Also die Nanny is p ak isch ein Ehepaa . Die sind so eingewachsen. 192
Und da geh e auch ge ne. Da kann e auch wi klich mal übe nach en ode so. (.) Die haben 193
uns hal auch seh , seh iel in de Zei gehol en, wo wi alleine wa en mi M.. Also ohne die 194
hä e man das übe haup nich übe leb , die Phase. (.) Und die können seh gu mi ihm um-195
gehen. (.) Und sind seh , ja, also haben das He z am ich igen Fleck und machen das seh , 196
seh gu . Und dann gib es noch die El e n on meinem Mann. (..) Die uns auch ühe ö e s 197
mal gehol en haben. Abe dann auch meh mi D.. Dass man D. zu denen geh ein paa Tage. 198
Abe M. eigen lich schon seh lange nich meh . Das können die nich meh handeln. Meine 199
El e n können es eh nich handeln und sind in Deu schland. (..) Und dann haben wi hal ein 200
paa F eunde hie , (..) die M. ein ach schon kennen, sei e klein is . Und das mi uns so ein 201
bisschen mi ge agen haben. Abe wi können hal M. nich i gendwie abgeben. Wi können 202
eigen lich nu de Nanny abgeben. Abe nich i gendwie meine F eundin sagen, pass mal du 203
einen Abend au . (4)204

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8.2 Lei aden ü das Lei adenin e iew
Lei aden ü In e iews
In e iewnumme
Name
O
Da um
Daue
Vo be ei ung + Ein üh ung
– Be ag e Pe son beg üssen und ü die Teilnahme bedanken
– Um was geh es: Ich sch eibe eine Mas e a bei zum Thema Belas ungen und Ressou cen on El e n on Kinde n im
Au ismus Spek um mi s a k he aus o de nden Ve hal ensweisen. Um ein möglichs Um assendes Bild übe die Si ua ion de
El e n zu bekommen, üh e ich e schiedene In e iews mi be o enen El e n du ch.
– Ziel des In e iews: Ich möch e ge n he aus inden, inwie e n sich die Si ua ionen und E lebnisse e schiedene El e n
un e scheiden ode auch ähnlich sind, insbesonde e im Bezug au Ressou cene hal ung und -managemen .
– Zei ahmen: 60min
– F eiwilligkei be onen: Wenn imme Sie e was nich un wollen, müssen Sie selbs e s ändlich nich . Sie können das
In e iew jede zei abb echen, alls Sie sich dabei nich wohl ühlen. Wich ig: Das ha selbs e s ändlich keine Nach eile ode
Folgen!
– Ve aulichkei : Das In e iew wi d au gezeichne , dami das Gesp äch anschliessend e sch i lich und ausgewe e
we den kann. Ich nu ze dazu ein Handy und einen Lap op. Ih e Angaben sind na ü lich e aulich. Ih e Aussagen we den
anonymisie und nich mi Ih em Namen e ö en lich . Somi wi d niemand ausse Ihnen ode uns e ah en, was Sie in
diesem In e iew gesag haben. Sobald die Mas e a bei abgeschlossen is , we den ih e Au nahmen gelösch we den.
Ein e s ändnise klä ung mündlich e läu e n und zu Un e zeichnung o legen: DATENSCHUTZ VERLANGT DIES!
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In e iew agen
N .
Haup age
De ail agen
Zielse zung und heo e i-
sche Hin e g und
0
Könn en Sie sich mi ku z o s ellen?
Wie sieh Ih Familiensys em aus, we is Mi glied da-
on? Wie sieh ein no male Tag in Ih e Familie aus?
Wohn ih Kind bei Ihnen ode in eine Ins i u ion?
Eins ieg
Kennenle nen
1
Möch en sie mi e was übe die ( ühe) Kindhei
ih es Kindes e zählen?
Was is die Diagnose ih es Kindes? Wuss en Sie on
Gebu an, dass ih Kind eine Beein äch igung haben
wi d? Wo an haben Sie das beme k ? Wie wu de es
Ihnen gesag ? Wie ging es Ihnen dabei? Ha en Sie
Mühe, die Diagnose zu akzep ie en? Ha sich die Di-
agnose spä e nochmal geände /e wei e ?
Diagnoses ellung, e s e Ge ühle
2
Wie is das Leben mi ih em Kind je z ? Wie sieh
ein no male Tag aus?
Welche A on Be euung benö ig ih Kind? Be eili-
gen sich alle Familienmi gliede an de Be euung ih-
es Kindes? Wie un e s ü zen Sie sich gegensei ig da-
bei? Was is dabei besonde s hil eich ode he aus o -
de nd? Wie ha sich die Be euung Ih es Kindes au
Ih e Pa ne scha ( alls o handen) ausgewi k ? Wie
au die Geschwis e kinde ( alls o handen)?
Wie eagie Ih Um eld au ih Kind? Welche E ah un-
gen machen Sie in de Ö en lichkei ? Gib es
Familiensys em/ amiliä e Un e -
s ü zung
Soziale Ressou cen
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Pe sonen/Sys eme in Ih em Um eld, welche Sie als
besonde s hil eich emp unden haben? Welche Fo -
men de Un e s ü zung wa en besonde s hil eich?
Gib es Pe sonen die dazugekommen ode wegge al-
len sind? Inwie e n haben Un e s ü zungen on aus-
sen gehol en, Ih e pe sönlichen Ressou cen zu e hal-
en? Tauschen Sie sich mi ande en be o enen El e n
aus?
3
Wie ha sich ih Leben sei de Diagnose e än-
de ?
Welche Ände ungen wa en besonde s signi ikan ?
Welche haben sie als besonde s schwie ig emp un-
den? Welche Ge ühle wa en besonde s p äsen ? Gib
es Dinge, die Sie ge ne gemach hä en ode machen
wü den, die au g und de Diagnose ih es Kindes abe
nich möglich wa en/sind? Denken Sie, die Be euung
ih es Kindes ha sie meh ma e ielle Ressou cen ge-
kos e als die eines gesunden Kindes (e l. des gesun-
den Geschwis e s)? Gib es bes imm e Zukun spläne,
die Sie anpassen ode au geben muss en, au g und
de Diagnose?
Ressou cen e lus e
Ressou censpi alen
4
Was wa en besonde s schöne E lebnisse ode
Momen e mi ih em Kind?
Gib es bes imm e Fähigkei en, die Sie en wickel ha-
ben, au g und de Diagnose ih es Kindes? Was haben
sie mi ih em Kind ode du ch ih Kind gele n ? Haben
Sie Zugang zu Ressou cen e hal en, die Sie sons
Ressou cengewinne
Ressou censpi alen
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nich e hal en hä en? Haben Sie e leb , dass de Ge-
winn neue Ressou cen zu wei e en posi i en En wick-
lungen ge üh ha ?
5
Welche Momen e ode Si ua ionen mi ih em Kind
e leben sie als besonde s he aus o de nd?
Welche A on he aus o de ndem Ve hal en zeig Ih
Kind? Was is dabei das Schwie igs e ü Sie? Welche
Ge ühle lösen he aus o de nde Si ua ionen bei Ihnen
aus?
S esse leben
6
Welche Ak i i ä en ode P ak iken hel en Ihnen,
K a zu anken?
Haben Sie bes imm e Copings a egien ü S esssi u-
a ionen en wickel ? Was hil ihnen besonde s gu ?
Wie sind sie zu diesen S a egien gekommen, ha
ihnen e was/jemand dabei gehol en?
Ressou cenmanagemen
Copings a egie
(Ressou cenin esi ion)
7
Was wünschen sie sich ü die Zukun ?
Haben Sie Ho nungen und Ängs e im Bezug au die
Zukun ih es Kindes? Wie s ellen sie sich die Si ua ion
in 10, 20, 30 Jah en o ? Wie s ellen Sie sich Ih e ei-
gene Zukun o ?
Zukun spe spek i en
8
Möch en Sie e was e gänzen, was Ihnen noch
wich ig is ?
E gänzungen
Nachbe ei ung
– Besonde hei en de Be agungssi ua ion und pe sönlichen Eind uck on de be ag en Pe son nach dem In e iew au en sp echendem P o o-
koll es hal en
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8.3 Ka ego iensys em zu Inhal sanalyse
Obe ka ego ie
Un e ka ego ie
Besch eibung
Anke beispiel
Rele an e Tex s ellen aus dem In e iew
Ressou cen
Soziale Ressou cen
Un e s ü zung du ch Fa-
milienangehö ige und das
soziale Um eld, Aus-
ausch mi ande en Be-
o enen, Un e s ü zung
du ch p o essionelle An-
gebo e
«Mein Mann is auch
die g öss e S ü ze, die
ich mi o s ellen
kann. E is wi klich
supe .»
Wi ha en schon Nachba n, bei denen die Kinde schon g össe wa en,
die unse e zwei Kleinen be eu haben, ode auch Y. be eu haben.
(B, 220-221)
Genau, sie machen das ge ne, mein Sohn geh ge ne mi ihm nach
d aussen, einkau en, sie lieben ihn ech .
(E, 157-158)
Und da ha e ich Kon ak mi de ganzen Communi y, wi ha en, (.) abe
ich weiss nich , ich glaube, ich habe keine Zei da ü .
Ja, also es is ehe Zei , abe wenn Sie Zei hä en, glauben Sie, das
wü de hel en?
Nein. Nein. (.) Weil ich bin es schon gewohn , mi meinen P oblemen
selbe umzugehen, ode mi meine Familie, ode mi meinem Mann,
weil ich habe zu Hause eine Communi y, muss ich sagen.
(E, 288-294)
Also ih e Familie gib Ihnen K a ?
de ini i .
(E, 496-497)

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Ja, wi haben on N. Un e s ü zung bekommen, haben Sie gehö , ja,
sie haben uns gu un e s ü z , En las ung, die uns leide konn e nich
hel en, e woll e nich s.
(E, 259-260)
Kla , also die Leu e on de Ins i u ion di ek , die Un e s ü zung, die ihm
Feedback geben und T icks geben. Wi haben die Un e s ü zung des El-
e ncoaching on N., wo auch uns ein bisschen un e s ü z , wo auch ab
und zu mi M. sind, dami wi sehen, okay, wi p obie en, so und so zu
machen. Wi haben beide psychologische Un e s ü zung, das is auch
p i a . (..) Wi haben auch ein Team on Vo he , wo sie die Abklä ung
gemach haben, (.) wo e on, also zwischen de Psychia ie, F au H.,
(..) F au L., und dann meine N., die on H., und die Soziala bei e in, (..)
A bei sg uppe un e de Di ek ion on F au L., mi denen wi uns online
alle zwei bis d ei Mona e e en, zu sehen, wie es is , was wi machen
können, das is eine g osse Un e s ü zung. (.)
(G, 123-131)
Genau, und ih Mann. Also die Nanny is p ak isch ein Ehepaa . Die sind
so eingewachsen. Und da geh e auch ge ne. Da kann e auch wi klich
mal übe nach en ode so. (.) Die haben uns hal auch seh , seh iel in
de Zei gehol en, wo wi alleine wa en mi M.. Also ohne die hä e man
das übe haup nich übe leb , die Phase. (.) Und die können seh gu mi
ihm umgehen. (.) Und sind seh , ja, also haben das He z am ich igen
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Fleck und machen das seh , seh gu . Und dann gib es noch die El e n
on meinem Mann. (..) Die uns auch ühe ö e s mal gehol en haben.
(F, 107-203)
Genau, deswegen, ja, ja, na ü lich, es gab Schwie igkei en auch mi
meinem Mann je z , weil e ha auch zwei Kinde , sie sind egelmässig
bei uns, und wenn D. da is , das manchmal ge äh lich is , ja, und das
wa ech schwie ig. (.) Abe e akzep ie , e ha kein P oblem.
(E, 246-249)
Ich glaube, das kann jede e eichen, wenn man selbs (..) kommunika i
is und empa hisch is . Wi ha en auch Nachba n, die den Bub mi 14
Jah en an einen Hi n umo e lo en haben. Wi haben diese Familie be-
glei e . Sie haben uns dann auch wiede beglei e . Weil sie dann wiede
e was Schwe es e leb haben. Es sind ein ach solche Dinge. (.) Die Soli-
da i ä is eigen lich schon (...) Ich denke, ich ha e es imme gu diesbe-
züglich (...)
(B, 226-231)
Ich ha e soga eine Nachba in, die wa in de gleichen Zei , als wi in
meine Wohnung wa en, in de gleichen Klasse. (.) Und dann ha sie
mich ein bisschen besse in eg ie , kann man so sagen
(A, 271-273)
Sie haben o hin e wähn , die Familie on Ih em Ex-Mann ha Sie
un e s ü z . Gab es noch ande e Pe sonen?
Mo alisch kann man so sagen, ja.
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(A, 258-260)
Ma e ielle Ressou cen
Zugang zu Fö de angebo-
en, Finanzielle Un e s ü -
zung, Hil smi el
«E ek i on de Fi-
nanzen he , (.) as on
An ang an wa es so,
dass man meh zahlen
muss e, abe die The-
apie bei FIAS is seh
gu un e s ü z , also
ein seh g osse Teil
wu de bezahl .»
Windeln geh schon on IV. Abe ich habe e s nach ie , ün Jah en
mi bekommen, dass die IV bezahl haben. (..) Schu zma a ze, solche
Sachen haben sie schon bezahl . Abe ich habe nu ein Jah . (.) Abe ja,
sie zahlen schon.
(D, 171-173)
Ja, wi sind ela i gu un e s ü z . Abe ja, (.) ielleich muss man auch
meh iPads kau en. (.) Wi kau en eine Ma a ze ü die Fe ien. Wi müs-
sen je z das Rei en auch selbe zahlen. Es komm zu einem gewissen
(6) All ags e ände ungen. (5) Fü uns geh das. Abe ich kann mi o -
s ellen, dass es nich allen geh .
(G, 165-168)
Ja, das ha e ich Glück, dass wi Geld ha en.
(E,346)
Wi haben eine The apie bezahl . Das wa o al eue . Und seine P i a -
schule, die e besuch ha . Das wa alles seh eue . Mein Ex woll e das
nich bezahlen. Das wa en unge äh 1000 Dolla p o Mona ü die Be-
handlung, die The apie und die Schule.
(E, 51-54)
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Wi leben zwa eben nu on einem Einkommen, abe mein Mann is
Akademike . I gendwie ha das imme gelang . Also (..) Genau. (..) Dann
haben wi (…) Ja (.) Und wi sind auch schon ein wenig un e s ü z wo -
den on meine Schwiege mu e .
(B, 299-302)
Pe sönliche Ressou cen
eigene Kompe enzen und
Wissense we b, posi i e
G undeins ellung, Selbs -
ü so ge
«ich denke imme po-
si i »
Ich bin Op imis . Und ich bin gläubig. Obwohl ich K ise ha e, bin ich zu-
ück zu Go . Nich so zu ück, wie ich das ühe e leb habe. Ich habe
Schwie igkei en mi Go . Abe o zdem. (..) Ich bin Ch is . Und ich
glaube, dass alles, was mi mi passie , nu zu Gu e komm . Und meine
Pe sönlichkei . Und dieses E olgse lebnis. Das mach auch, wenn du
einmal E olg has , und nochmals, nochmals, dann kanns du dami um-
gehen. (.) Dann kann ich auch das Nächs e. Das kann ich scha en. Es
gib nich s Unmögliches.
(E, 514-519)
Ich mache sei Jah en Tai Chi und Yoga. (.) Das mache ich (..) zweimal
Tai Chi äglich und einmal Yoga. Sei zwei Jah en egelmässig. Tai Chi
schon iel länge . (..) Das sind meine Inseln, wo ich mich en spannen
kann.
(B, 444-447)
So wie ich gesag habe, ich liebe s udie en, ich mag s udie en, ich mag
e was zu e eichen, (.) mi mach es Spass, mein Job, mi mach Spass
mein S udium, mi mach Spass Kommunika ion in de A bei , ich liebe
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(F, 116-118)
Und je z e suche ich hal in so Babysch i en, das wä e mein g öß es Ziel
je z auch ü 25, dass ich das je z mal wiede scha e, mi ihm alleine zu
sein. Da an a bei e ich am Wochenende, dass ich so kleine Sequenzen,
dass mein Mann mal, das is hal g undsä zlich so, wenn mein Mann aus
de Wohnung geh , äng e an zu sch eien, ich schlag dich, ich schlag
dich. Und ich e suche hal , uhig zu bleiben und das an mi abp allen zu
lassen und nich dagegen zu sch eien und ja, möglichs unbeeind uck zu
bleiben. Abe ja, es is hal schwie ig. (.)
(F, 137-143)
habe mich ein bisschen be uhig , weil die Leu e in Volley haben mi imme
gesag , dass ich eine F au, also Muje , du has kein Leben, deine Augen
sind so wie e lo en, du bis so wie (...) Ja. Du bis je z nich eine No male,
du siehs nich gu aus. Wie kann man gu sein? Ich wa die ganze Zei am
weinen, weil ich wa am leiden wegen de Si ua ion.
(A, 268-232)
Soziale Belas ung
S igma isie ung und
Un e s ändnis im Um-
eld, Isola ion, einge-
sch änk e soziale Teil-
habe, nega i e
«Es ha schon eine ge-
wisse soziale Isolie ung
als Folge»
das Kind is mein Leben, und e ha meinen Be u ausgewähl , (.) e ha
meinen Wohno ausgewähl , nu so zu sagen, ja, kann man sagen, e ha
meine Beziehung mi meinem Ex kapu gemach , abe ich glaube nich ,
dass e das ech kapu gemach ha , e ha ein ach gezeig , dass wi e -
schiedene sind, wi können nich zusammen in diese Wel gehen. (..)
(E, 242-246)

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Auswi kungen au Be-
ziehungen
D. ha iele Beg enzungen in meinem Leben geb ach , ich meine, auszu-
gehen, ode i gendwo in den U laub zu liegen, und ihn zu e lassen, das
wa Ka as ophe, ein ach.
(E, 313-315)
Ja, kla , e denk , ih schaue nu noch nach M., ich we de e nachlässig .
(G, 100)
Ha sich die Be euung Ih es Kindes au die Pa ne scha ausge-
wi k ? Dass Sie ielleich wenige Zei ü einande haben?
Am An ang schon. Wi haben keine Zei . Wi haben nu au ihn okussie .
(D, 89-92)
Und dann sage ich, ja, ö en liche Ve keh ha Lä m, nehmen Sie ein Taxi.
Ich p obie e, solche Sp üche zu sagen, was man nich imme kann. Man
e meide das Ge ühl, dass man sich nich meh e klä en muss.
(G, 115-117)
Die Möglichkei , dass man M., was wi alles anbie en könn en, is einge-
sch änk . Wi könn en meh eisen, meh zusammen machen, (.) dazu
müssen wi uns an die Bedü nisse on M. anpassen, was okay is , abe es
besch änk uns schon ein bisschen im Sozialleben.
(G, 146-149)
bis dann die El e n sagen, ja nein, e beiss uns das und das kapu ode so
(lach ) E wa ühe wie ein junge Hund. Also wi haben ein ach gele n ,
dass wi ihn doch nahe bei uns haben, weil es is sons zu iel passie .
(B, 125-128)
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wenn wi eingeladen sind, ü den Ape o, ü den Gebu s ag, da geh
meine F au und D., (.) abe ich bleibe dann zu Hause mi M.
(G, 149-151)
Doch, doch, das is schon passie , auch im Bus. Dann komm jemand und
e sch ei , und dann sage ich, ja, ö en liche Ve keh ha Lä m, nehmen
Sie ein Taxi. Ich p obie e, solche Sp üche zu sagen, was man nich imme
kann. (..) Man e meide das Ge ühl, dass man sich nich meh e klä en
muss.
(G, 114-117)
Ja, also g undsä zlich muss ich sagen, sei e eben in de Ins i u ion is , is
es seh , seh iel besse gewo den, alles. Also nich nu , dass wi auch mal
wiede au a men können un e de Woche und nich meh so ganz isolie
sind, (.) weil wenn man so ein Kind ha , is man na ü lich auch isolie als
Familie, man kann ja nich s G ossa iges un e nehmen mi ande en Leu-
en. (.)
(F, 101-105)
S uk u elle Belas-
ung
e schwe e Zugang
zu Hil sangebo en,
Unsiche hei übe Zu-
s ändigkei en, inanzi-
elle Belas ung,
Nein, am An ang wa es wi klich schwie ig ein HPS zu inden. (..) Und wi
kennen das Sys em nich . Wi wa en da in de Schweiz. Wi haben null Ah-
nung wie es unk ionie . Muss man zum Hausa z gehen? Ode muss man
die Sp ache le nen? Schwie ig.
(D, 348-350)
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mangelnde In o ma-
ion du ch Fachs ellen
Es gib iele Sachen, die man wi klich nich weiss. Was is genau? (.)
K iege ich nich ? Was is genau? Und ich habe gedach , die El e n müssen
sowieso.
(D, 177-178)
Es b auch auch wahnsinnig iele inanzielle Ressou cen mi so einem
Kind. (...)
(B, 255-256)
Wi haben eine The apie bezahl . Das wa o al eue . Und seine P i a -
schule, die e besuch ha . Das wa alles seh eue . Mein Ex woll e das
nich bezahlen. Das wa en unge äh 1000 Dolla p o Mona ü die Behand-
lung, die The apie und die Schule.
(E, 51-54)
Abe es gib keine Pla o m, wo man sag , das is , was ih zu gu ha e . Es
is ein bisschen obsku . Man bekomm links und ech s ein bisschen In o -
ma ionen. Abe es ehl ielleich ein kla e Anlau . (6) Das is ganz kla .
Das ehl ein bisschen. (...)
(G, 174-177)
In de Uk aine ha en wi nich so iele inanzielle Ressou cen, meh
als medizinische Ressou cen. (…) Ich konn e nich mi dem s aa lichen me-
dizinischen Sys em.
(E, 23-25)
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Ma e ial? (...) Ja, das is das P oblem. Wi muss en imme die Table aus-
p obie en. (.) Ich habe zwei gekau . 800 S u z. (.)
(D, 164-165)
In den e s en 9 Mona en. (.) Wi ha en keine Un e s ü zung. (.) Weil wi
sind isch (.) ge lüch e da. Und die Bewilligung wa so, dass es iel Zei
b auch e. Wo wohne ich? Was b auche ich? (.) Das ha lange gedaue .
(D, 357-360)
Ich habe nachhe , ich bin selbe schon ein bisschen, habe ich schon in die-
se Zei im In e ne nach o schen können. Und bei uns wa es wi klich so
üh, im 13., dass eben ein Kispi noch nich so ein S a -Ki ode so ha e,
weil das gib es je z . De Ve ein Au ismus hie in de Schweiz ha e noch
nich s. Wi wa en wenig, wenig Mi gliede und die ha en je z auch so ein
S a -Ki .
(B, 109-113)
Die Diagnose, sei dem es P obleme gab, Heilpädagogen zu Hause, spezi-
elle Kinde gä en, das ging auch, glaube ich, wiede zwei Jah e. (..) Und
zwei Abklä ungen, die e s e, die sagen, nö, nich wi klich. Und die zwei e,
die sagen, ja, so heiss das.
(G, 36-38)
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Die kam e s ela i spä . Also e ha e zweimal die En wicklungsabklä ung
und dann i gendwann, wi ha en eine heilpädagogische Un e s ü zung, wie
F ühe ziehung ode ... F ühun e s ü zung ode wie das heiss . (..) Und dann
i gendwann haben wi gesag , wi wü den ge ne eine Au ismusabklä ung
machen lassen, weil i gendwas... Also e ha i gendwie eine En wicklungs-
e zöge ung, abe wi haben uns hal ge ag , wa um und was es is . Und
dann sind wi nochmal hin und dann haben wi die Diagnose bekommen.
(F, 49-55)
Zum Beispiel de g osse Au ismus-Expe in Zü ich, ich habe seinen Na-
men je z e gessen, (...) de is je z schon pensionie , abe de ha imme
alle abgeklä und auch dieses ABA-T aining gemach , (.) dem haben wi
auch mal ein Video on M. gezeig , de mein e, e is kein Au is . Und dann,
ja, s a mal zu sagen, ja, abe könn ih bei diese The apie, bei diese
ABA-The apie mi machen? Ja, nee, nee, das geh nich . Da ü is e zu
klein, dann i gendwann wa e zu g oss. (.) Und ja, i gendwie wa es imme
so ein bisschen, wi wa en imme so ein bisschen aus dem Ras e ge allen,
ha e ich den Eind uck. E is nie so ich ig i gendwo eingepass . Es ha
sich ü mich seh (.) Keine The apie ha bei ihm angeschlagen.
(F, 76-84)

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E ha e schon einen Ve dach au Au ismus gehab . Wi ha en einen Te -
min in de Kispi gehab , in de En wicklungspädia ie, haben ihn un e such .
Und am Schluss haben sie gesag , e ha keinen. Also, es gab eine Abklä-
ung und es gab zwei Abklä ungen.
(A, 3-6)
Und nachhe mi dem 2021, also ha e schon e meh mi de K ise, mi
dem Ve hal en, wa wi klich mega schwie ig. (...) Die haben gesag , ma-
chen wi eine Abklä ung. Also die Psychologin, weil wi ha en keine Psy-
chologin, es wa wi klich mega schwie ig auch, dieses Thema. (.) Abe wi
haben eine Psychologin ge unden und sie ha gesag , e ha e auch ein e -
was on Au ismus.
(A, 18-23)
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Ich denke schon. Also ü mich wä e es ielleich besse gewesen, dami
ich mich besse in o mie e, dami ich mich, ode ielleich können wi ihm
hel en, wie umgehen mi den Leu en. (.) Weil sie haben gesag , nein, die
Kinde mi T isomie, ielleich is es nu wegen de T isomie. (..) Vielleich
sind die Kinde so, es komm noch spä e , kann noch spä e sp echen, so-
ga im En wicklungspädia ie, im Kispi haben sie gesag . E will sp echen,
e wi d es gu machen, abe nich ein ach Ho nung geben, dass es nich
sein wi d. (.) Ich inde das is ein bisschen heikel, weil dann als El e n, was
man mach , bleib mi diese Ho nung, dass e das machen wi d. Ode ein-
ach die Kinde sagen, es kann sein, dass es ielleich nich en sp echend
wi d, wi schauen mi de Zei . Abe ein ach nich sagen, nein, es is noch
zu üh, um das zu diagnos izie en.
(A, 128-137)
Die Schulpsychologin, die sich, sagen wi je z mal, nich ge ade sonde lich
bemüh ha , e was zu suchen ü ihn, ha sie eine Ge äh dungsmeldung an
die KESB gemach . Die om Psychia ischen Diens , ja. Weil e eine Ge-
ah ü sich selbe . Wenn e eine K ise ha , muss e man ihn auch imme
es hal en, weil sons hä e e sich, wie beim Va e , schwe e le zen kön-
nen.
(A, 658-662)
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Ich konn e nich mi dem s aa lichen medizinischen Sys em. Ich konn e
nich o mi D. ah en, weil sie keine Zei ha en. (6) Ich ha e das Ge ühl,
dass sie kein Mi leid ha en, weil die El e n das du chmachen muss en.
(E, 24-26)
Und die muss en Sie imme selbe bezahlen? Und da ha nich eine
Ve siche ung?
Nein, gib es ga nich . (..)Glaube ich, ode ?
Ich glaube nich , ja. Die meis en El e n haben je z Ähnliches e zähl ,
dass sie Ce idecken, Windeln und all das müssen bezahlen.
Windeln geh schon on IV. Abe ich habe nach ie , ün Jah en mi be-
kommen, dass sie IV bezahl haben. (..) Schu zma a ze, solche Sachen
haben sie schon bezahl . Abe ich habe nu ein Jah . (.) Abe ja, sie zahlen
schon.
Okay. Ha en Sie diese In o ma ionen? Ode muss en sie sich selbe
in o mie en?
Nein, selbe . Ich habe das on meine A bei skollegin mi bekommen.
(D, 167-175)
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Wi leben zwa eben nu on einem Einkommen, abe mein Mann is Aka-
demike . I gendwie ha das imme gelang . Also (..) Genau. (..) Dann haben
wi (…) Ja (.) Und wi sind auch schon ein wenig un e s ü z wo den on
meine Schwiege mu e . (.) I gendwie ha man dann doch nich so (...) An-
de e sei s ha man schon on eine ande en Familie, die dann noch ein
wenig meh inanzielle Ressou cen gehab haben, geme k , dass sie noch
meh in es ie haben in The apien. Also dann eben (...) Wi haben auch
eine Be a ung, die eine S unde 200 F anken kos e , das haben wi auch
eine Zei lang gemach . Ja. (..) Das is b u al so. Es gib so Menschen, (..)
die sich das nich leis en könn en. Das is das Gemeine
(B, 299-308)
Also wenn e geschlagen wi d on M., was ziemlich häu ig passie , dann
schläg e zu ück und sag , Mann, du bis so doo , und ich will einen ge-
schei en B ude , und nich so einen doo en B ude . (..)
(F, 170-173)
Das ha man jah elang gemach . Je z nich meh so Je z wä e es iel-
leich auch (...) I gendwann ealisie man dann schon, dass wenn man ei-
nen Au is en kenn , man nu einen Au is en kenn .
(B, 235-237)
Belas ung spe-
zi isch du ch
he aus o de n-
des Ve hal en
Agg essionen, Selbs -
und F emdge äh -
dung, K isen, hohe
«Ich e s ehe es ja auch
i gendwie, und o zdem
ä ge mich das massi ,
Je äl e e gewo den is , des o schwie ige is es mi ihm, wenn e Hys e ie
ha . (.) Ich kann s a k kämp en, mi mi k a zen. Ich muss ihn ixie en, mi
Decke, dami e mich nich e le z . Und hal en. (..) Sons mach e die
ganze Wohnung kapu , die Kinde kapu . (.) E uinie alles, was neben
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(F, 339-341)
das sind so Momen e, wo e Fo sch i e gemach ha , das is je z
nich ex em häu ig, abe die bleiben ech lange. (..) Dann also, ich
e wähne hie zum Beispiel das B emsen, also das Velo ah en
(C, 327-329)
Soziale S a egien
dyadisches Coping,
A bei s eilung in de
Familie, gegensei ige
En las ung, soziale
Aus ausch, ns i u io-
nelle Un e s ü zung,
Ne zwe ke, En las-
ungsangebo e
Ich kann auch iel eden. (...)
Mi meine F eundin ode mi
meinem Mann. (.) Dass man
auch übe solche Sachen
sp ich .
Geben Sie sich Mühe, (.) Gesp äche zu üh en, Zei mi einande
zu e b ingen?
Kla . (..) Ein Wochenende wa e in de Ins i u ion. Sein B ude wa
in Köln. Wi sind zwei Tage in ein Ho el gegangen. (..) Sobald wi
die Möglichkei haben, Spo zu machen, zusammen wegzugehen,
das sind kleine Momen e, abe sie sind seh gu . (.)
Sie se zen sich da ak i ein? (.)
Ja, seh ak i . (.)
(G243-249)
Und do konn e ich mich ein bisschen ablenken on de Si ua ion,
(.) do konn e ich sp echen und weinen, (..)
(A, 539-540)

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Und Un e s ü zung, also on de Familie, on seine Familie,
weil ich keine Familie hie habe, habe ich, ja, bekommen, haben wi
e such , ihn zu in eg ie en, abe ich habe auch ange angen zu a -
bei en, als e klein wa , mi sieben Mona en ode so. Sieben Mona e
al wa . (...) Und, ja, also in diese Zei kann man sagen, ja. Ja, ha-
ben Sie sich un e s ü z . Also niemand ha E ah ung mi einem
Kind mi T isomie, abe wi haben ein ach e such ..."
(A, 243-239)
Ich glaube, meine F au mach meh als ich. (..) Abe un e schied-
lich. (.) Wenn S. einen Te min ha , beglei e ich ihn. Weil e s a k is .
Meine F au komm schon. Gesp äche und so. Sie is auch imme
dabei. Ich a bei e zwei Wochen im Mona . Wenn S. zu Hause is , is
meine F au da. (.) Ode wenn ich einen Spä diens habe, is meine
F au zu Hause. (.) Un e schiedlich. Wenn ich ei habe, dann nehme
ich S.
(D, 81-86)
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Ja, zum Beispiel, wenn ich Pause b auche, und meine F au ge ade
nich , dann geh es um die Kinde . (.) Und gegensei ig auch. (..)
Wenn ich me ke, dass meine F au die Kinde ha und is übe o -
de , und ich sage, gehs du mi de Kollegin? Sie geh schon, abe
sie möch e mi de Kollegin ode i gende was zusammen machen.
(.) Wie imme . Und dann geh sie lange Zei . (.) Und ich gehe auch
so. Ab und zu e e ich Kollegen, spiele Ka en.
(D, 250-254)
Wi e suchen alles un e die Woche einzupacken mi de A bei .
Wi wechseln uns ein bisschen ab mi de Be euung on D. und a -
bei en eben dazwischen. Am Wochenende sind wi eigen lich so gu
wie imme alle ie zu Hause ode zumindes mein Mann und ich
(F, 5-8)
Ja, also g undsä zlich muss ich sagen, sei e eben in de Ins i u ion
is , is es seh , seh iel besse gewo den, alles. Also nich nu , dass
wi auch mal wiede au a men können un e de Woche und nich
meh so ganz isolie sind, (.) weil wenn man so ein Kind ha , is
man na ü lich auch isolie als Familie, man kann ja nich s G ossa -
iges un e nehmen mi ande en Leu en. (.)
(F, 101-105)
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Mein Mann is auch die g öss e S ü ze, die ich mi o s ellen kann.
E is wi klich supe . E un e s ü z auch das. Auch wenn ich dann i -
gendwann sage, ich hab keine Lus meh , ich leg mich ein ach ins
Be , e is dann de jenige de dann push und sag nein, je z e ab-
ed dich doch, je z geh doch joggen mi de und de und (..) E is
wi klich Gold we . (..)
(F, 3436-350)
Also mein Mann is je z ganz s a k engagie sei e wa (4) Ja, sei
e e wa el ode so is , sage ich. Es is ielleich die Au eilung.
Ich habe die ganze Kleinkind-Zei gemach . (...) Als e dann kö pe -
lich g össe wu de, ha mein Mann ihn am Mo gen übe nommen.
Und auch am Abend mach e ihn meis ens. (...)
(B, 133-136)
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100
ich muss eine Pa ne scha So ge geben. Es is iel A bei . (.) Und
weil meine El e n mi mi dem e s en Kind iel gehol en haben, habe
ich geschau , dass ich imme einen Pa ne abend mache. Und dann
sind unse e zwei Söhne, de A. und de T., dann auch einmal in de
Woche on meinen El e n ins Be geb ach wo den. Mein Mann
und ich konn en zusammen (..) Und das konn en wi jah elang ma-
chen, als T. kleine wa . Also solange meine El e n ihn be eu en
konn en. (.) Und (4) Dann sind wi auch imme einmal im Mona
nach Basel gegangen, weil wi schon üh, als e ie wa , die in en-
si e The apie gemach haben. FIAS in Basel. Und dann haben wi
auch do Nachgesp äche gehab . (..) Also (4) Be a ungen und so.
Und dann haben wi imme gleich eine Nach (...) Also haben wi im-
me ein Paa -Weekend gemach . Jah elang.
Sie haben das ak i gep leg ?
Wi haben es ak i gep leg .
(B, 150-162)
Und e ha Oma, D. ha eine Babysi e in, (..) die egelmässig bei
uns übe nach e . Das wa alles so o ganisie . Das wa sein Raum.
D ei Tage zu Hause. Nein, ie Tage zu Hause. D ei Tage bei Oma.
Und hin und he . Und Schule. Und e wuss e das. Das wa siche .
(E, 96-99)
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und ich b auche alle meine Kinde dabei, und das wa so cool, mein
Mann ha gesag , komm, wi gehen ins Spa, ich möch e nich , kein
Spa, kein Res au an , ich möch e (.) meine Familie,
(E, 479-481)
Also siche die El e n, also bei T. selbe übe nehme ich ela i iel,
(.) was ich so ge ne mache, weil es ech kö pe lich is , also Roll-
schuhe ah en und Velo ah en. (.) meine F au selbs e s änd-
lich mach iel au de Ebene, (...) je nachdem, nich ganz so di ek ,
abe zum Beispiel das ganze P legen on diesem Table , das alles
d in is , die Kommunika ionsbilde , die S uk u en, dass e weiss,
was läu , was seh wich ig is . Und es is on dem he auch
eine gu e A bei s eilung, das is e was, wo ich oh bin, dass ich
ein paa Sachen ein bisschen abgeben kann
(C, 102-108)

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Aus ausch? Je z haben wi geme k , dass wi ela i wenig on lau-
e Machen und Tun ela i wenig Zei haben ü Aus ausch. (..)
Je z sind wi übe legen, wie wi es machen wollen. Vo allem, wenn
wi beide das Gebie haben, je z gib es bei de Schule, habe ich
eine gewisse Kommunika ion übe nommen, je z bei de Wohn-
g uppe, was mich belas e ha , wenn ich ganz gu e s ehe, es gib
Be ich e, also Si ua ionsbe ich e, wo es heiss , T.n is ielleich nich
ganz so gu d au . (..) Da is meine F au, da ha sie nich so F eude
gehab , weil sie sich ges ess ha . Da habe ich das übe nommen.
Es gib doch noch gewisse Übe schneidungen, abe dadu ch, dass
es g undsä zlich ela i ge enn is , (.) müss e man es im P inzip
noch ein bisschen gegeneinande e zählen. (.) Das kann man zwi-
schen S uhl und Bank. (..) Wi e suchen, do ein bisschen meh
Zei zu inden, zum aus auschen. (..)
(C, 144-154)
Wi p obie en schon, imme das Gleiche mi Schwimmen, essen im
Vapiano, spazie en, einkau en, dass e gewisse Sachen, was e
kenn und was e ge ne mach , ein ach imme wiede ha .
(G, 60-62)
E ha schon die Ri uale. Einkau en, gehen und so.
Das is ü ihn seh wich ig, die Ri uale.
Wenn ich nich da bin, dann mach meine F au.
(D, 86-88)
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Am An ang, das e s e Mal ha es mi weh ge an. (.) Weil das e s e
Mal, dass ich ohne A. wa , wa ü mich wi klich eine ganze Woche.
(.) Ode ach Tage so. (.) Von Sams ag bis Sams ag. Danach habe
ich ja gesag , okay, da ha M. mi gesag , hey, du geniess es, e -
giss es, es geh ihm gu do . Und so ha die ande e, das ande e
Kind gesag , es geh di gu do , komm, nu gehen wi e was in-
ken. Ka ee und Tee inken. (.) Und danach habe ich schon gesag ,
okay, je z , ich b auch e wi klich diese Zei . Also das ielleich woll e
ich sagen.
(A, 290-296)
Ja, genau. Beim Ve ein sind wi na ü lich jah elang an die Fach a-
gungen gegangen. (...) Übe den Ve ein haben wi die Au ismusla-
ge kennengele n und mi S.(.) haben wi unse e S uden en ge-
such . Wi haben je z die ün e ode sechs e S uden in. Sei 2014.
haben wi imme so ein bis zwei Jah e Psychologies uden en. Ich
bin dann so Mi wochnachmi ags, am Wochenende bis zu ün
S unden und spiel , je z TEACCH, ode auch ein ach Sachen üb
(..)
(B, 207-212)
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104
Das is du ch den Ve ein, die haben mi Au ismusapp oach zusam-
mengea -bei e . Die Leu e, die die Au ismuslage machen, haben
schon (..) so Fachleu e um sich he um (..) Do konn e man die Be-
ziehungen nu zen. (.) Auch ande e Be o ene (.) kennenzule nen.
(..)
(B, 214-217)
Kla , also die Leu e on de Ins i u ion di ek , die Un e s ü zung, die
ihm Feedback geben und T icks geben. Wi haben die Un e s ü -
zung des El e ncoaching on N., wo auch uns ein bisschen un e -
s ü z , wo auch ab und zu mi M. sind, dami wi sehen, okay, wi
p obie en, so und so zu machen. Wi haben beide psychologische
Un e s ü zung, das is auch p i a . (..) Wi haben auch ein Team on
Vo he , wo sie die Abklä ung gemach haben, (.) wo e on, also
zwischen de Psychia ie, F au H., (..) F au L., und dann meine N.,
die on H., und die Soziala bei e in, (..) A bei sg uppe un e de Di-
ek ion on F au L., mi denen wi uns online alle zwei bis d ei Mo-
na e e en, zu sehen, wie es is , was wi machen können, das is
eine g osse Un e s ü zung. (.)
(G, 123-131)
Zusammen assung
Mas e a bei Julia Gab iel
H H Zü ich 7. Mai 2025
105
• Bewuss e Selbs ü so ge (Spo , Yoga, Hobbys, Tagebuch, Ach samkei )
• Ak i es Zulassen und Ve a bei en on Emo ionen (Weinen, Gesp äche, Gebe )
• Posi i e G undhal ung, Op imismus, Akzep anz de Si ua ion
• P oak i es Vo be ei en au belas ende Si ua ionen (z.B. Wochenenden mi dem Kind geziel planen, aus eichend schla en, S esso-
en o beugen)
• Eigene Kompe enzen und Wissen geziel ausbauen
• A bei s eilung und gegensei ige En las ung in de Pa ne scha (dyadisches Coping)
• Gemeinsame P oblemlösung, o ene Kommunika ion, gegensei ige Un e s ü zung
• Aus ausch mi F eund:innen, Nachba :innen, ande en be o enen El e n (E ah ungsaus ausch, emo ionale En las ung)
• Nu zung p o essionelle und ins i u ionelle Angebo e (En las ungsdiens e, The apien, Ve eine)
• Un e s ü zung du ch e wei e e Familie (G ossel e n, Geschwis e , Nanny, Nachba n)
• Kombina ion indi iduelle und soziale S a egien (z.B. pe sönliche Auszei en e möglichen du ch Un e s ü zung des Pa ne s)
• Zugang zu un e s ü zenden Ne zwe ken und p o essionelle Hil e is nich ü alle Familien gleiche massen gegeben