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Kapi el des Mona s Ok obe 2020: Benedic us Le i a 1, 186
Die Ka ego ie dieses Bei ags is eine P emie e, da bishe noch kein “Kapi el des Mona s”
o ges ell wu de. Das Kapi el, das hie hema isie we den soll, is da übe hinaus noch nie in
eine Edi ion de (ech en) Kapi ula ien he ausgegeben wo den: Benedic us Le i a 1, 186. Es is
neben Benedic us Le i a 1, 279 (Pa zold 2014) das zwei e Kapi el aus Benedic us Le i a, das
Eingang in die Neuedi ion de Kapi ula ien Ludwigs des F ommen inde .
Hube Mo dek ha es in seine “Biblio heca capi ula ium” in Anhang I als d i es Kapi el on N . 27,
die eine Lis e e schiedene mögliche weise ech e He sche kapi el aus Benedic us Le i a
da s ell , au genommen (Mo dek 1995, S. 1024). Mo dek d uck e dabei den Tex on Geo g
Hein ich Pe z (Pe z G 1837, S. 55) ab. In de Neuedi ion de alschen Kapi ula ien des Benedic us
Le i a on Ge ha d Schmi z is das Kapi el ak uell noch nich zu inden (Schmi z G 2014).
Die Übe lie e ung des Kapi els is ielges al ig: neben de genuinen Benedic us-Übe lie e ung
auch es o allem im Kon ex on Ansegis au und wi d do in einigen Handsch i en als
Zusa zkapi el adie . Es inde sich zum einen als Zusa z nach Ans. 2, 46 und zum ande en nach
Ans. 4, 14 (Schmi z G 1996, S. 564 mi Anm. 264 und S. 628 mi Anm. 31), wobei dasjenige nach
Ans. 2, 46 eine ande en Handsch i eng uppe angehö als das nach Ans. 4, 14. Da übe hinaus
ha sich das Kapi el in den Handsch i en München La . 3853 ( ol. 285 ) und Heiligenk euz 217
( ol. 305 ) bewah , wo es – wie nach Ans. 2,46 – im Ve bund mi Benedic us Le i a 1, 36-37 als
kleine Sammlung hin e dem Ka olomanni capi ula e Ve nense (BK 287, aus dem Jah 884)
e schein . Des Wei e en is das Kapi el in de sogenann en “Epi ome Ansegisi e Benedic i Le i ae”
e hal en, die nu in de Handsch i Pa is La . 3851 übe lie e is (Mo dek 1987, S. 378-390 und
Schmi z G 1996, S. 338-340). Die Edi ion des Kapi els im Rahmen de Neuedi ion de Kapi ula ien
muss diese e schiedenen S änge de Übe lie e ung be ücksich igen und bewe en. Wie schon
Emil Seckel zu Rech es gehal en ha , s amm dabei das Zusa zkapi el nach Ans. 2, 46 di ek aus
Benedic us Le i a, wie de Kon ex mi den ande en beiden Benedic us-Kapi eln 1, 36-37 naheleg .
Das Zusa zkapi el nach 4, 14 s eh dagegen in einem Kon ex mi ande en, aus ech en Kapi ula ien
s ammenden Zusa zkapi eln im ie en Buch des Ansegis, die es nahelegen, auch Benedic us
Le i a 1, 186 als einen au ein ech es Kapi el zu ückgehenden Tex anzusehen (Seckel 1906, S. 89-
90).
Abb. Pa is, BnF, La . 9654, ol. 49 : Benedic us Le i a 1, 186, hie als Zusa zkapi el nach Ans. 2, 46 (©Gallica)
De Tex des Kapi els lau e olgende maßen (nach Pe z): P esbi e i in e ec i episcopo, ad cuius
pa ochiam pe inen , sol an u secundum capi ula e glo iosi Ka oli geni o is nos i, i a idelice , u
medie a em wi gildi eius episcopus u ili a ibus ecclesiae, cui is p ae ui , ibua , e al e am medie a em
in elymosina illius ius e ( alsch Mo dek 1995, S. 1024: is e) dispe ia : quia nullus nobis eius he es
p oximio ide u , quam ille qui ipsum Domino socia i . Am “aus üh lichs en” ha sich hie zu bishe
Seckel geäuße (Seckel 1906, S. 88-90). Ein Bes and eil seine Aus üh ungen is dabei eine ku ze
ech shis o ische Eino dnung. Gene ell egel das Kapi el, we das We geld eines ge ö e en
P ies e s e hal en soll. Es soll an den Bischo de Diözese gehen, dami es zum einen ü die
u ili a es de Ki che des Ge ö e en und zum ande en ü das Seelenheil des Ge ö e en e wende
we de. Das We geld be ug sei 803 600 Solidi, wie c. 1 des Capi ula e legibus addi um (BK 39)
bes imm (Bo e ius 1883, S. 113). Au dieses Kapi el wi d im Benedic us-Tex e wiesen (secundum
capi ula e glo iosi Ka oli geni o is nos i; Seckel 1906, S. 89 Anm. 1), weshalb auch die Da ie ung in
die Zei Ludwigs des F ommen augen ällig is . Da alle dings nich ge egel wi d, an wen denn das
We geld gezahl we den soll, b auch e es eine Lösung, die auch om Konzil on Chalon 813
angemahn wu de (We mingho 1906, c. 24, S. 278): De episcopis e o, p esby e is e diaconibus e
monachis in e ec is quae endum a domno impe a o e es , cui illius homicidii p ecium exsol endum si .
Seckel me k im Üb igen an diese S elle an, dass es “wö liche Anklänge” in de Fo mulie ung des
Konzilskapi els und des Benedic us-Kapi els gib (un e s ichene Wö e , Seckel 1906, S. 89 Anm.
2), was alle dings, soll e es zu e en, nu au einem seh g oben Ni eau de Fall is .
Ludwig de F omme wi d sich jeden alls in de Folge de Regelung dieses Sach e hal s
angenommen haben. Dies pass gene ell z.B. zu c. 2 de Capi ula legibus addenda on 818/819 (BK
139), wo bes imm wi d, wie es gebüß we den soll, wenn ein P ies e in de Ki che mi einem
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S ock angegangen wi d und es zu Blu e gießen komm (Bo e ius 1883, S. 281). In diesem wei e en
Kon ex könn e auch das Benedic us Le i a-Kapi el seinen Pla z inden.
Das Kapi el, das nu bei Benedic us Le i a übe lie e is und au ein ech es Kapi ula zu ückgeh ,
wi ein wei e es Schlaglich au die Gese zgebung Ludwigs des F ommen. Es zeig o allem gu ,
wie wich ig Ansegis und Benedic us Le i a ü die Übe lie e ung de Kapi ula ien sind, da sie
ande wei ig nich adie e S ücke ü die Nachwel bewah haben.
Dominik T ump
Li e a u
Pe z G 1837
Bo e ius 1883
Seckel 1906
We mingho 1906
Mo dek 1987
Mo dek 1995
Schmi z G 1996
Pa zold 2014
Schmi z G 2014
Emp ohlene Zi ie weise
Dominik T ump, Kapi el des Mona s Ok obe 2020: Benedic us Le i a 1, 186, in: Capi ula ia. Edi ion
de änkischen He sche e lasse, bea b. on Ka l Ubl und Mi a b., Köln 2014 . URL:
h ps://capi ula ia.uni-koeln.de/blog/kapi el-des-mona s-ok obe -2020/ (abge u en am 09.10.2025)