Design Film Kuns
FH Zen alschweiz
EXEMPLAR
Bei äge aus Design, Film und Kuns
an Gesundhei und Wohlbe inden
3
Wie geh es Ihnen? Fühlen Sie sich gesund? Be inden Sie sich –
wie die WHO sagen wü de – im «Zus and des olls ändigen
kö pe lichen, geis igen und sozialen Wohle gehens»? Ein Blick
in die Zahlen des Bundesam es ü S a is ik zeig : Unse e Ge-
sellscha leide – un e sozialen Bedingungen wie S ess am
A bei spla z, an Blu hochd uck, an Rückenbeschwe den, an
Handynacken, weil wi uns zu o übe unse e kleinen, sma -
en Phones beugen. Und es gib imme meh , o allem junge
Menschen, die Dep essionssymp ome zeigen. Auch hie spiel
das Mobil ele on seine un ühmliche Rolle. – Wie scha en wi
es, in diesen Zei en gesund zu bleiben? Und auch wiede ge-
sund zu we den?
Sie hal en unse neues Magazin Exempla in den
Händen. Das Fo ma en sp ing de Übe zeugung, dass unse-
e A bei in Design, Film und Kuns den g öss en E ek ha ,
wenn wi uns mi ande en Disziplinen, Expe isen und Men-
schen zusammen un. Exempla ö ne die Tü en de Hoch-
schule Luze n – Design Film Kuns und mach ein Angebo
ü neue Ve bindungen inne halb de Hochschule, in ih em
Um eld und da übe hinaus. Mi diese Ausgabe haben wi
einen konk e en Be eich ins Auge ge ass , nämlich jenen de
Gesundhei und des Wohlbe indens. Wie eine wohl uende In-
usion möch en wi Ihnen eine Dosis Design, Film und Kuns
e ab eichen – ganz schme z ei, e sp ochen.
Wi s a en die P ozedu mi Guille mina Noël und
ih en 17 Fähigkei en ü Designe :innen, um Design in die
A bei sbe eiche on K ankenhäuse n zu in eg ie en –
om Mapping on P legep aden und de Fö de ung kollabo-
a i e Teams bis zu Nu zung on Da en, mi de en Hil e Ve -
besse ungen i e ie und kon inuie liches Le nen an jedem
Punk de P lege un e s ü z we den kann. Designe :innen
sind Pa ne :innen, um die A bei sabläu e siche e , E ah un-
gen on Pa ien :innen eiche und Diens leis ungen esilien e
zu machen. Zudem un e s ü zen sie Assis enzä z :innen, die
im hek ischen All ag unk ionie en müssen. Ma iana Meie
ha in ih e Bachelo a bei Designing Well-being o Assis an
Doc o s un e such , was junge Ä z :innen b auchen:
Sie inde g osses Po enzial in leich umse zba en Massnah-
men, denn «[s]chon kleine Momen e zum Du cha men kön-
nen einen g ossen Un e schied machen. Wenn es denjenigen
besse geh , die ü ande e so gen, p o i ie en le z lich auch
die Pa ien :innen.»
In einem Modul des Bachelo s Da a Design + A
haben sich die S udie enden – in Zusammena bei mi dem
Schweize ischen Gesundhei sobse a o ium (Obsan) – mi
de Da s ellung on Men al-Heal h-Da en im Raum auseinan
-
de gese z . Die A bei Cloudy Vision beschä ig sich mi els
eine Ins alla ion mi dem Thema de Dep ession und mach
sich ba , wie komplex psychische E k ankungen sind und wie
un e schiedlich sie e leb we den.
Neben de Psyche s eh auch de Kö pe im Fokus.
Gemeinsam mi Kolleg:innen de Hochschule Luze n – Tech-
nik & A chi ek u un e suchen Joel Hügli und Isabel Rosa
Müggle Zums ein, wie ein Gesundhei smoni o ing übe ein
sogenann es Wea able – in diesem Falle ein Shi –
s a inden kann. Lisa Schöp lin s ick Kö pe accessoi es und
hin e ag mi ih e A bei deshape wea wes liche Schön-
hei sideale, die sie au zulösen beabsich ig . Und Giannina
Camenzind beleuch e in eine Raumins alla ion mi eine
S o spi ale das Spannungs eld, in dem sich die
K ankhei Neu ode mi is beweg . Die Spi ale e ö ne einen
E ah ungs aum – kö pe lich und emo ional –, um zu zeigen,
wie die Hau als G enze zwischen Innen und Aussen ungie
– zwischen dem, was man ühl , und dem, was man zeig .
Gesundhei und Al e n sind eng mi einande e -
knüp . Im Alp Be ag enzen um in Emmenb ücke haben die
beiden ehemaligen Kuns s uden innen Ma leen Lange und
Alina on Hayn ein küns le isches P ojek ealisie . En s an-
den is Pano ama Saal Li e – eine pe o ma i -me-
diale A bei , die sich mi den Bewohne :innen, dem O und
de F age nach Selbs wi ksamkei auseinande se z . Alina
und Ma leen e ö ne en den Menschen mi els ungewohn en
echnologischen Se ings neue Handlungs äume und Pa izi-
pa ionsmöglichkei en und schu en so neue Beziehungen als
ein Zeichen des E ns nehmens.
Bei Ba ba a Mu zbaue nimm das Thema Gesund-
hei aum üllende Dimensionen an. Mi ih em Beg i de
Healing Spaces plädie sie da ü , dass wi in Zukun
zusammen «unse e Lebenswel en um änglich zu Healing
Spaces umges al en – au plane a e wie lokale Ebene, au
gesellscha lich-kollek i e wie au indi iduell-p i a e Ebene».
Was alle P ojek e in diesem He e binde : Sie neh-
men Gesundhei als gemeinscha liche Au gabe e ns . Design,
Film und Kuns we den zu Mi le :innen zwischen E ah un-
gen, Da en und Massnahmen, zwischen gesund und k ank,
zwischen Indi iduum und Gesellscha . Mi diese e s en Aus-
gabe on Exempla laden wi Sie dazu ein, gemeinsam neue
Ve bindungen zu scha en ü die Zukun unse e Gesundhei .
Lassen Sie uns au schauen und den Blick nach o n ich en.
Ih Nacken wi d es Ihnen danken.
JACQUELINE HOLZER, DIREKTORIN
HOCHSCHULE LUZERN – DESIGN FILM KUNST
2
54
INHALT
6 – 13
14 – 19
20 – 27
28 – 31
32 – 35
36 – 39
40 – 45
46 – 51
52 – 53
54 – 55
56 – 57
JACQUELINE HOLZER, DEAN
LUCERNE SCHOOL OF DESIGN, FILM AND ART
P ojec s
Pigmen e P ozesse Pe spek i en
Wei e bildungsp og amm
O space
How a e you? A e you well? Do you eel heal hy? A e you lucky
enough o enjoy wha he Wo ld Heal h O ganiza ion calls a
«s a e o comple e physical, men al and social wellbeing»? A look
a he igu es om he Swiss Fede al S a is ical O ice sugges s
ha socie y is su e ing: wi h back pain, wo k- ela ed s ess, high
blood p essu e and sma phone neck – because we all spend
a oo much ime looking down a ou de ices. The numbe o
people wi h symp oms o dep ession is on he ise, pa icula ly
among young people. He e, oo, he sma phone has much o
answe o . Wha do we ha e o do o s ay heal hy hese days?
And wha can we do o ge be e when we do ge ill?
This is he i s edi ion o ou new magazine, Exempla .
The o ma ollows he con ic ion ha ou wo k in design, ilm
and a will ha e he g ea es posi i e impac when we collabo-
a e wi h people om o he disciplines and a eas o expe ise.
Exempla h ows open he doo s o he Luce ne School o Design,
Film and A and seeks ou new connec ions a he Luce ne Uni-
e si y o Applied A s and Sciences, bo h wi hin and beyond ou
immedia e su oundings. Fo his edi ion we’ e chosen o ocus
on heal h and well-being. We wan o gi e you a he apeu ic
in usion o design, ilm and a – and we p omise i won’ hu !
Ou ea men begins wi h Guille mina Noël’s se en-
een skills o designe s wo king in hospi als and clinical se ings:
om mapping ca e pa hs and encou aging collabo a-
i e eamwo k o e ec i e da a analysis, which can p omo e
i e a i e op imisa ion and con inual lea ning a e e y s age o
hospi al ca e. As pa ne s o he heal hca e sec o , designe s can
imp o e sa e y, en ich he pa ien expe ience and make se ices
mo e esilien . They can also suppo assis an doc o s, who o -
en wo k in qui e hec ic condi ions. In he bachelo ’s diploma,
Designing Well-Being o Assis an Doc o s, Ma iana
Meie explo es wha young medics eally need – and i u ns
ou he e’s a lo o be gained om making some e y small
changes: «Jus aking a ew momen s o b ea he can make a
eally big di e ence. When hose p o iding he ca e eel be e ,
ul ima ely he pa ien s a e going o bene i .»
In one module o he Da a Design + A bachelo ’s, s u-
den s collabo a ed wi h he Swiss Heal h Obse a o y (Obsan) o
analyse he egional ep esen a ion o men al heal h da a. The
esul ing ins alla ion piece, Cloudy Vision, deals wi h he issue
o dep ession, isualising he complexi y o men al illnesses and
how di e en people expe ience hem in di e en ways.
Along wi h he mind, we also ocus on he body. To-
ge he wi h colleagues om he Luce ne School o Enginee ing
and A chi ec u e, Joel Hügli and Isabel Rosa Müggle Zums ein
a e in es iga ing how so-called wea ables – in his
case a shi – can be used o moni o heal h. Lisa Schöp lin kni s
accesso ies; he deshape wea ques ions con en ional Wes e n
concep ions o beau y and se s ou o disman le hem. And in
an ins alla ion wi h a ex ile spi al, Giannina Camenzind
cas s ligh on he complex ield o neu ode ma i is. The spi al c ea-
es an expe ien ial space, bo h physical and emo ional, in o de o
demons a e how he skin ope a es as a bounda y be ween inside
and ou side, be ween wha we eel and wha we e eal.
The e’s a close co ela ion be ween heal h and ageing.
Fo me s uden s Ma leen Lange and Alina on Hayn ha e ea-
lised an a p ojec a he Alp Be ag enzen um, an old people’s
home in Emmenb ücke. The esul is Pano ama Room Li e,
a pe o ma i e media piece ha add esses he place,
i s esiden s and he ques ion o sel -e icacy. By using un-
con en ional echnologi cal se ings, Ma leen and Alina ha e
c ea ed new sphe es o ac i i y and modes o pa icipa ion,
o ging new ela ionships among he esiden s and showing
genuine conce n o hei well-being.
Fo Ba ba a Mu zbaue , inally, he subjec o heal h as-
sumes all-consuming p opo ions. He concep ion o he heal h-
ca e en i onmen calls o a « ans o ma ion o ou li e wo lds
in o healing spaces – a he plane a y as much as he
local le el, bo h socially and collec i ely as well as p i a ely and
indi idually.»
All he p ojec s in his publica ion ha e one hing in
common: hey’ e all se ious abou heal hca e as a social conce n.
Design, ilm and a become in e media ies be ween expe ience,
da a and ealisa ion, be ween sickness and heal h, indi idual
and socie y. This i s edi ion o Exempla in i es us o make
new connec ions, collec i ely, o he u u e o ou heal h and
well-being. Le ’s li ou eyes and look ahead. You neck will hank
you o i .
76
LISA SCHÖPFLIN
deshape wea – body-modi ying kni s
Abschlussa bei BA Tex ildesign
2024
9PROJECTS
O nella, was s eck hin e dem Ti el deine A bei ?
Fü mich wa es eine ganz eelle F age. Ich ha e mi en im Ab-
schlussjah die Diagnose Diabe es Typ 2 e hal en. Plö zlich wa
meine Gesundhei ein Thema, das ich nich meh igno ie en
konn e. Ich muss e mi eine neue Rou ine au bauen – und das
ägliche Rennen wu de Teil da on. Mi wa schnell kla : Wenn ich
das S udium scha en will, muss ich mich küns le isch mi de
Diagnose auseinande se zen.
Wie bis du das ges al e isch angegangen?
Ich wuss e, dass ich mich ohne es en Rahmen nich da an-
hal en wü de. Deshalb begann ich, mich beim Lau en zu
ilmen, die Kame a imme au meinen Kop ge ich e . Dabei
wa nich wich ig, wie lang ode wie schnell ich lie . En -
scheidend wa , dass ich es a , dass ich es es hiel . Da aus
en s and eine 24-minü ige Videoins alla ion mi Ton: A
-
men, Sch i e, Umgebungsge äusche. Im Raum wu de das
zu eine kö pe lich e ah ba en A bei . Es ging um Disziplin,
Übe o de ung, abe auch um Bewegung und neue Balance.
Ha di die A bei gehol en?
Ja, seh . Ich konn e mich du ch die A bei mi de Diagnose aus-
einande se zen und sie ha mi psychisch wie kö pe lich gehol en.
Kuns wu de zu meinem Ven il.
Was has du dabei übe deinen P ozess gele n ?
Meine In ui ion zu e auen. Vieles en s eh im All ag. Ich
beobach e, sammle und inde spä e Ve bindungen. Und in
diesen Ve bindungen inde ich wiede um e was übe mich
he aus.
Beglei e dich das Thema wei e ?
Au jeden Fall. Ich sch eibe ak uell iel dazu und möch e es auch
in meine Mas e a bei wei e e olgen, ielleich mi Tex und
Bild. Es is ein Thema, das bleib .
Was möch es du zum Thema ch onische K ankhei noch
sagen?
Dass sie nich nu Belas ung bedeu e . Na ü lich is ieles
ans engend, abe es en s ehen auch neue Pe spek i en.
Fü mich wa es ein kleine Neus a . Ich muss e den All ag
übe denken, Rou inen anpassen und mich ande s kennen-
le nen. Dabei hil mi o allem eines: Humo . Mich selbs
und das Ganze nich zu e ns zu nehmen, ha ieles leich e
gemach .
ORNELLA STEIGER
how long do i ha e o un un il i is un,
un il i’m heal hy, healed and ok?
Abschlussa bei BA Kuns & Ve mi lung
2024
Mi ih e imme -
si en Videoa bei
how long do i ha e
o un un il i is
un, un il i’m he-
al hy, healed and
ok? e a bei e
O nella S eige die
Diagnose eine
ch onischen E -
k ankung – und s ell dabei
F agen an Gesundhei ,
Leis ungsd uck und sich
selbs .
Lisa, dein P ojek heiss deshape wea . Was s eck hin e dem
Namen?
De Name is eine Reak ion au klassische Shapewea , also Klei-
dung, die Kö pe glä e und o m . Au Social Media begegnen
uns s ändig Ma ken wie Skims, die Idealkö pe o geben. desha-
pe wea will das umkeh en: nich o men, sonde n au b echen
und e o men.
Wie has du das Thema ges al e isch umgese z ?
Zue s habe ich mich mi de Geschich e de Kö pe o mung
beschä ig , on Ko se s bis zu mode ne Shapewea . Dann
woll e ich das Thema ins Tex ile übe se zen – spiele isch, mi
E ns und I onie. Kleidung kann auch be eien, nich nu an-
passen.
Was is da aus en s anden?
Ges ick e Accessoi es, die Kö pe e wei e n, e ze en, neu den-
ken. Die S ücke sind o mo en und nehmen ih e Ges al e s am
Kö pe an. Das Anziehen wi d zum ak i en Teil de Auseinande -
se zung.
Wie wa en die Reak ionen?
Viele wa en neugie ig, manche i i ie . Au den e s en Blick
wi ken die S ücke abs ak , abe beim T agen en al en sie
ih e Wi kung. Besonde s beim Fo oshoo ing wu de das spü -
ba – die Models haben sich beweg , sich die Kleidung an-
geeigne . Das ha mich e mu ig , kün ig noch s ä ke mi
Bewegung zu a bei en – ielleich soga mi Film.
Du has mi geb auch en Ma e ialien gea bei e . Wa um?
Nachhal igkei wa mi wich ig, also habe ich Ga n es e, Spenden
und Res pos en e wende . Das Ma e ial is Teil de E zählung, es
geh auch um Ressou cen und Slow Fashion. Secondhand-Ga ne
sind ausse dem deshalb spannend, weil man mi de Ma e iali ä
a bei en muss, die man bekomm .
Und de Bezug zu Gesundhei ?
Kö pe ideale e zeugen eno men D uck. Sie beein lussen, wie
wi essen, denken, uns sehen. Das kann psychisch wie phy-
sisch ungesund sein. Es geh eben nich nu um den Kö pe ,
sonde n auch um den gesellscha lichen und poli ischen
D uck dahin e . Wi b auchen Räume, um übe Kö pe neu
nachzudenken – o ene , iel äl ige , eie .
LISA SCHÖPFLIN
deshape wea – body-modi ying kni s
Abschlussa bei BA Tex ildesign
2024
Lisa Schöp lin hin e ag mi ges ick en Kö pe -
accessoi es wes liche Schönhei s ideale und spiel
mi de en Au lösung.
8
10 PROJECTS
Giannina, deine A bei heiss Zwischen Kö pe und Raum. Was
bedeu e das ü dich?
Ich lebe selbs mi Neu ode mi is. De Ti el besch eib das Span-
nungs eld, in dem sich die K ankhei beweg : Die Hau als G enze
zwischen Innen und Aussen – zwischen dem, was man ühl , und
dem, was man zeig . Ich woll e nich nu die Symp ome sich -
ba machen, sonde n auch das, was sie psychisch auslösen. Man
übe denk jede Kleinigkei im All ag: Was man anzieh , wie man
sich beweg , wie man sich zeig .
Wie bis du ges al e isch an das Thema he angegangen?
Ich habe mi ielen Be o enen gesp ochen, übe Ängs e,
Rou inen, Unsiche hei en. Diese Gesp äche haben meine
Sich e ände und die Umse zung s a k gep äg .
Wie sah deine Ins alla ion konk e aus?
Ich bau e eine du chscheinende S o spi ale, in die man hinein-
gehen konn e. Au sie – und dami au die Hau de Besuchenden –
wu den ün e schiedene Ausp ägungen on Neu ode mi is
p ojizie . Die Spi ale wu de so zum E ah ungs aum – kö pe lich
und emo ional.
Wie haben die Besuche :innen eagie ?
Viele wa en be üh , besonde s Be o ene, die sich zum
e s en Mal e s anden ühl en. Das wa ü mich das g öss-
e Komplimen . Einige wünsch en sich meh Anlei ung zu
In e ak ion – das nehme ich mi .
Wie has du den En s ehungsp ozess e leb ?
Seh in ensi . Ich ha e wenig Zei , muss e noch p og ammie en
le nen. Und ku z o de Auss ellung me k e ich, dass de S o
das Lich nich du chlöss . Ich muss e alles spon an umplanen.
Abe genau solche He aus o de ungen gehö en zum Spa ial
Design: Du a bei es mi Raum, Technik, Ma e ial – und muss
lexibel bleiben.
Was ha das P ojek mi di gemach ?
Ich habe handwe klich iel gele n , abe o allem einen neuen
Umgang mi meine K ankhei ge unden. Ich sehe heu e kla e ,
wie s a k Hau und Psyche zusammenhängen – und kann be-
wuss e dami umgehen.
GIANNINA CAMENZIND
Zwischen Kö pe und Raum
Abschlussa bei BA Spa ial Design
2024
In ih e Abschlussa bei mach Spa ial
Designe in Giannina Camenzind Neu o-
de mi is sich ba – und spü ba .
Alexand a, du has in deine Mas e a bei ein S a egiemodell
zu Sich ba kei psychische Gesundhei an Hochschulen en -
wickel . Was wa de Auslöse ?
Das Thema beglei e mich schon länge . Besonde s gep äg ha
mich mein Illus a ionss udium in England; do wa psychische
Gesundhei ganz selbs e s ändlich Teil des Hochschulall ags.
Gleich zu Beginn s ell en sich Be a ungss ellen o , e klä en, wo
man Hil e inde . Das wa ein g osse Un e schied zu meinen E -
ah ungen im Kommunika ionsdesign-S udium in Augsbu g ode
spä e im Mas e Design in Luze n, wo das Thema zwa e ns
genommen wi d, abe o un e dem Rada bleib .
Was ha di hie konk e ge ehl ?
Eine sei s die O enhei un e S udie enden – in England
sp ach man iel di ek e übe psychische Belas ungen. An-
de e sei s die Sich ba kei de Angebo e. Viele wissen ga
nich , dass es an ih e Hochschule Anlau s el-
len gib . Genau da woll e ich anse zen: Wie
können wi S uk u en sich ba e machen?
Und wie bis du das angegangen?
Ich habe mi S udie enden, Dozie enden und The-
apeu :innen gesp ochen. Ich woll e wissen: Was
gib es schon? Was unk ionie ? Und wo sind die
Lücken? Da aus en s anden ein S a egiemodell
und ein digi ales Tool, das Hochschulen hil , ge-
ziel e zu in o mie en und p ä en i zu handeln.
Denn die Ressou cen sind da – nu weiss eben o
niemand, wo sie zu inden sind.
Gab es Momen e, die dich besonde s be üh haben?
Ein Gesp äch mi eine S uden in we de ich nie e gessen:
Ich e klä e ih , wo sie Hil e inden kann, und sie wa so oh
da übe . Da wu de mi kla , wie iel schon ein ein aches
Gesp äch bewi ken kann. Und wie g oss de Beda is , ge-
sehen zu we den. Das haben mi auch iele Expe :innen
imme wiede bes ä ig .
Und o zdem wi d so wenig da übe gesp ochen – wa um?
Weil das S igma noch imme s a k is . Kö pe liche K ankhei en
we den akzep ie , psychische dagegen o als Schwäche ge-
sehen. Viele auen sich nich , o en da übe zu sp echen ode
Hil e zu suchen. Dabei be i das Thema uns alle – di ek ode
indi ek . Genau deshalb is Sich ba kei so wich ig: Nu was wi
benennen, können wi e ände n.
Wie ha diese A bei dein eigenes Ve häl nis zu psychi-
sche Gesundhei e ände ode beein luss ?
Sie ha meinen Blick geschä und mi gehol en, sensible
mi dem Thema umzugehen, p i a wie be u lich. Ich neh-
me psychische Gesundhei iel bewuss e wah – nich nu
bei ande en, sonde n auch bei mi .
Gab es Übe legungen, das P ojek wei e zu üh en?
Ja, ich ha e konk e e Gesp äche mi eine Hochschule. Abe dann
kam de Be u seins ieg, das Leben dazwischen – und plö zlich
ehl en Zei und Ressou cen. Das In e esse is abe nach wie o
da.
Wenn du heu e zu ückblicks : Was bleib ?
Vo allem Dankba kei . Fü all die Gesp äche, das Ve auen
und die E ah ung, dass auch kleine Impulse iel bewegen
können. Selbs wenn es nu eine Pe son wa , die sich danach
besse o ien ie en konn e, ha es sich gelohn .
ALEXANDRA GURTNER
(in) isible mind: psychische Gesundhei an de Hochschule
Abschlussa bei Mas e Design
2021
Alexand a Gu ne mach
in ih e Mas e a bei psy-
chische Gesundhei an Hoch-
schulen zum Thema – und
sp ich übe Mu , o ene Tü en
und das Po enzial leise
Gesp äche.
11
13
Aus ih em Bachelo p ojek ha sie auch ü sich pe sön-
lich iel mi genommen. «Ich habe gele n , wie wich ig es is , ak-
i au Menschen zuzugehen, mi ihnen zu sp echen, sie wi klich
zu e s ehen. Beim nächs en Mal wü de ich ühe und geziel e
auch S akeholde aus Poli ik, Ve wal ung und Managemen ein-
beziehen – dadu ch lassen sich um assende e Pe spek i en ge-
winnen und p axisnähe e Lösungen en wickeln.» Gleichzei ig sei
sie sich heu e ih e eigenen Rolle bewuss e : «Ich habe gele n ,
meh mi selbs zu e auen, und mich ehe zu auen, Dinge
ein ach anzus ossen.»
VON DER EINZELARBEIT ZUR BREITEN ANWENDUNG
Theo e isch kann de on Ma iana en wickel e Reche che- und
Ges al ungsp ozess auch in ande en B anchen angewende we -
den. Die In e en ionen wü den dabei un e schiedlich aussehen,
doch de Zugang bliebe gleich: «Es geh da um, wie man den
Beda e kennen und da aus gemeinsam mi den Be eilig en
passende Massnahmen en wickeln kann.»
Design kann dabei eine zen ale Rolle spielen, ge ade
im Gesundhei sbe eich, is Ma iana übe zeug : «Design hil , zwi-
schen den ielen be eilig en Ak eu :innen zu e mi eln, Komple-
xi ä sich ba zu machen und ech e Beziehungen au zubauen.
Viele En scheide :innen in de Poli ik wissen zum Beispiel schlich
nich , wie de All ag im Spi al aussieh . Wenn wi diese Lücke
schliessen können, is iel gewonnen.»
ZWISCHEN ÜBERLASTUNG UND SINN
Im Zen um de A bei s anden quali a i e In e iews, eine d ei-
ägige Hospi a ion und ein in e ak i es Tagebuch, das die Ä z :in-
nen aus üll en. «Zue s wa ich ziemlich ne ös, ich woll e ihnen kei-
ne zusä zliche Las in ih em ohnehin schon s essigen All ag sein»,
e inne sich Ma iana. Ih wa kla : De Klinikall ag is gep äg on
Mul i asking, Zei d uck und eine kaum planba en Au gaben lu .
Viele be ich e en, dass Dokumen a ionsa bei am Compu e o
meh Raum einnimm als de Kon ak zu Pa ien :innen.
Und o z diese Ums ände sei die Begeis e ung und
Leidenscha ü ih e A bei seh spü ba gewesen. Begeis e ung
ü das Team, ü das Le nen, ü die sinns i ende A bei mi
Menschen. «Diese Ambi alenz wa ü mich seh p ägend», sag
Ma iana. «Und sie zeig , dass es nich um adikale Ve ände un-
gen gehen muss, sonde n um geziel e En las ung und Raum ü
das, was Ä z :innen K a gib .»
Aus ih en Reche chen en wickel e sie neun konk e e
In e en ionen. Zu P ojek beginn dach e sie noch, dass diese
In e en ionen in de Theo ie e bleiben wü den – doch es kam
ande s.
ZWISCHEN ERKENNTNIS UND WIRKUNG
Heu e a bei e Ma iana bei Nu ana, einem Un e nehmen mi dem
Ziel, A bei so e so zu ges al en, dass Menschen sich wohl ühlen,
un e s ü z we den und gemeinsam sinns i ende Wi kung en -
al en. Do en wickel sie ih P ojek me hodisch und inhal lich
wei e und kann ih e Zusammena bei mi dem Kan onsspi al
Ol en o se zen. Geplan is , die o geschlagenen Massnahmen
a sächlich umzuse zen. Dazu gehö e wa die Rolle des Runne s,
de in Spi zenzei en adminis a i e Au gaben übe nimm . Wei-
e e Massnahmen sind ku ze Ach samkei spausen im Team ode
Aus ausch o ma e wie ein in e p o essionelles Ca é ode Co-De-
sign-Wo kshops. «Meine wich igs e E kenn nis wa : Schon kleine
Momen e zum Du cha men können einen g ossen Un e schied
machen. Wenn es denjenigen besse geh , die ü ande e so gen,
p o i ie en le z lich auch die Pa ien :innen.»
Pa allel a bei e Ma iana auch bei Come as, einem
Un e nehmen ü E-Lea ning-Sys eme. «Das Tolle is : Die beiden
Tä igkei en beein lussen sich gegensei ig. In de einen le ne ich
iel übe komplexe Sys eme, in de ande en en wickle ich ge-
s al e ische Lösungen.»
MARIANA MEIER
Designing Well-being o Assis an Doc o s
Abschlussa bei BA Design Managemen , In e na ional
2024
Ma iana Meie woll e wissen, wie es den Assis enz-
ä z :innen im Spi al wi klich geh – und ha eine Bachelo -
a bei gesch ieben, die den Ne i . Sie e binde Re-
che che, Ges al ung und konk e e Ve ände ungs o schläge.
Was als heo e isches P ojek begann, wi d heu e ü das
Kan onsspi al Ol en wei e en wickel und könn e den Klinik-
all ag nachhal ig e besse n.
PROJECTS
Melanie, wa um has du einen Film übe Endome iose ge-
mach ?
Ich woll e zeigen, wie es sich an ühl , mi diese K ankhei zu
leben. Nich medizinisch, sonde n emo ional.
Wie kam es dazu?
Im S udium bekam ich die Diagnose Endome iose. Das
is das k ankha e Vo kommen on Gebä mu e schleim-
hau ausse halb de Gebä mu e höhle, was schme zha e
lokale En zündungs eak ionen e u sach . Dami e klä en
sich auch die ex emen Schme zen, die ich die le z en zehn
Jah e ha e. Die Diagnose wa deshalb zue s auch eine E -
leich e ung. Doch dann kam de Momen : Ich muss ab je z
in einem k anken Kö pe leben. Das wa ein Schock. Um mi
all dem kla zukommen, habe ich ange angen zu zeichnen.
Was wa di beim Film wich ig?
Dass man die psychologische Sei e e s eh . Alma, mein Al e
Ego, du chleb die ypischen T aue phasen: Wu , Angs , Rück-
zug – und schliesslich Akzep anz. In eine Schlüsselszene blick
sie de Pe soni izie ung de Endome iose in die Augen. Das wa
auch ü mich ein Wendepunk . Akzep anz bedeu e nich , al-
les gu zuheissen, sonde n nich meh gegen sich selbs und die
K ankhei zu kämp en.
Wie ha sich de Film ü dich ange ühl ?
Seh pe sönlich. E wa Ve a bei ung und Ausd uck zugleich.
Im Nachhinein hä e ich mi meh Zei gewünsch . Abe es
wa heilsam.
Wie wa die Resonanz?
An einem psychologischen Symposium in Win e hu kamen
Fachpe sonen au mich zu, die sag en, de Film habe ih Ve -
s ändnis e ie . Ich habe selbs e leb , wie wich ig Empa hie
bei de Behandlung is . Geschich en und Anima ionen können
hel en, genau diese Empa hie zu ö de n – bei Ä z :innen, The a-
peu :innen und Angehö igen.
Wie ging es nach dem S udium wei e ?
Ich a bei e e zwei Jah e bei Simon’s Ca L d., wo au ich
imme noch s olz bin. Danach mach e ich mich als Anima-
o in und Illus a o in selbs s ändig. Abe es is nich ein-
ach: De Ma k is hä e gewo den, KI wi d o als billige e
Al e na i e genu z . Da on zu leben, wi d imme schwie ige .
Wie gehs du heu e mi deine K ankhei um?
Ich hö e au meinen Kö pe , se ze G enzen. Selbs liebe heiss
ü mich: Das Leben da um he um schä zen – auch wenn ich die
K ankhei selbs nich lieben kann.
Was gibs du ande en mi ?
Man muss nich imme s a k sein. Und manchmal hil es,
mi ein bisschen Humo au alles zu schauen.
MELANIE GERBER
Diagnosis
Abschluss ilm BA Anima ion
2022
Ein Gesp äch mi Melanie Ge be übe Schme zen,
Selbs akzep anz, Anima ion – und wie es is , mi
Endome iose in de K ea i b anche zu a bei en.
12
1514
GUILLERMINA NOËL ALESSIA BUFFAGNI JORGE FRASCARA MARTINA FRAUSIN
REGINA HANKE PETER JONES DENISE MONTT KAREN SCHRIVER DAVID SLESS
CARLA SPINILLO KAREL VAN DER WAARDE MIKE ZENDER
Se en een Design Skills o
S eng hen Hospi al Teams
and Pa ien Ca e
Hospi al en i onmen s a e in ense and unp edic able; cons-
an dis ac ions, high cogni i e and emo ional demands
and s ic ime p essu es con e ge wi h hea y wo kloads and
ins i u ional complexi ies ha a ec he pa ien jou ney.
The se en een skills ou lined on hese pages o e a oadmap
o in eg a ing design in o hese sys ems, om mapping
ca e pa hways and os e ing collabo a i e eams o using
da a o i e a e imp o emen s and suppo ongoing lea ning
a e e y poin o ca e. When design p ac ice is wo en in o
daily ope a ions h ough inqui y, adap a ion and pa ne -
ship, designe s become pa ne s in making wo k lows sa e ,
pa ien expe ience iche and se ices mo e esilien .
In heal hca e, he na u e o he si ua ions people ace is com-
plex and o en eme gen . Needs e ol e. Roles blu . Con ex s shi
(Noël, 2023). The ole o design in heal hca e goes beyond de-
li e ing ools. Design enables he condi ions o ca e by asking
be e ques ions, acknowledging eal con ex s and os e ing
collabo a i e esponses. In en i onmen s whe e pa ien needs
can shi by he hou and eam oles ha e o e ol e acco dingly,
design can e eal hidden dynamics, p omo ing in o med decisi-
ons and mo e humane ac ions.
Designe s wo k o unco e he ela ionships, con ex s
and goals o e e yone in ol ed and c ea e communica ions,
p oduc s, se ices and wo k lows ha in luence eelings, know-
ledge, a i udes and beha iou s. Designe s enhance he ela ion-
ships and se ings whe e ca e akes place, suppo ing pa ien s
and heal h ca e eams h ough momen s o s ess. By making
e e y day p ocesses isible and c ea ing sa e spaces o s a o
discuss challenges, designe s e eal he echnical, emo ional,
ins i u ional and pe sonal dimensions o ca e. Designe s c ea e
he condi ions o heal hca e sys ems o p o ide ca e ha i s
he ci cums ances o pa ien s, amilies, clinicians and adminis -
a o s. In sho , designe s ac as heal hca e ecologis s, mapping
pa hways and communica ion loops so ha pa ien s and eams
low seamlessly h ough s ess ul momen s. By ending each
hando and huddle and cul i a ing he poin s whe e people
connec , hey wea e agmen ed encoun e s in o esilien ca e
ecosys ems.
One example is he p ojec , ini ia ed by Albe a Heal h
Se ices (Canada), on he App op ia eness o Ca e: Asymp oma-
ic Bac e iu ia (ASAB). This ini ia i e sough o educe inapp o-
p ia e u ine cul u e es ing and he p esc ip ion o an ibio ics in
hospi als. To be e unde s and how clinicians make decisions
abou u ine es ing and an ibio ics, a eam o pha macis s, phy-
sicians and designe s conduc ed collabo a i e wo kshops wi h
physicians and nu ses o help clinicians si ua e and a icula e
hei cu en p ac ices and o ecognise ba ie s and a eas o
imp o emen . Using p ocess mapping, he eam unco e ed pa -
icipan s’ aci knowledge. The maps e ealed a ia ions in how
u ina y ac in ec ions (UTIs) a e diagnosed and ea ed. Pa ici-
pan s indica ed he need o a s anda dised p ac ice, and his be-
came a mo i a o . Toge he wi h clinicians, he eam co-c ea ed
an e idence-based decision suppo ool designed speci ically
o help ca e p o ide s ca e ully e alua e when u ine es ing and
an ibio ic ea men a e necessa y. A e implemen a ion, one
eme gency depa men saw a sus ained 17% educ ion in u ine
cul u e a es o e he cou se o a yea .
Ano he example comes om one o ou Design Managemen ,
In e na ional g adua es. Ma iana Meie collabo a ed wi h he
Kan onspi al Ol en o imp o e he well-being o assis an doc-
o s. Th ough in e iews, obse a ions and co-designed dia ies,
she iden i ied e e yday s esso s and p oposed small bu impac -
ul in e en ions such as mind ulness b eaks and suppo oles.
The hospi al is now wo king o implemen hese ideas. (Read
mo e abou Ma ina Meie ’s p ojec on page 13.)
THE HEALTH DESIGN NETWORK
The Heal h Design Ne wo k (HDN) connec s designe s
and heal h p o essionals wo king a he in e sec ion
o ca e and design. I os e s collabo a ion o ensu e
ha heal h design p ojec s a e in o med by e idence
and a uned o he complexi ies o ca e en i on-
men s. In Ma ch 2023, HDN membe s began de ining
he skills designe s need o suppo espec ul,
adap i e and sus ain able ca e ela ionships be ween
pa ien s and clinicians. These abili ies became he
se en een skills ou lined on hese pages.
1716
ENHANCING THE CAPACITY
TO CARE THROUGH DESIGN
Heal hca e is no jus ano he se ice, i is a sys em whe e peo-
ple ca e o one ano he in momen s o need, unce ain y and
ulne abili y (Noël, 2017). Ca e is a sha ed ac o a en i eness,
meaning-making and suppo . I a ises no om p o ocols bu
om con e sa ions buil on us . Ca e is a ela ional, e hical
p ac ice oo ed in p esence, lo e and he mu ual wo k o hea-
ling and connec ion (Tu kel, Wa son and Gio annoni, 2018). As
Ba nes (2012) w i es, ca e means being a en i e o needs and
aking esponsibili y o enabling o he s o lou ish. When design
en e s his space, i has o do mo e han jus manage complexi y
o unc ionali y; i has o enable people’s capaci y o ca e.
Designe s con ibu e by suppo ing he quali y o a -
en ion, he na u e o in e ac ions and he pu pose behind ou-
ine ac ions. This demands esis ing easy answe s, emb acing
unce ain y and ecognising he li ing sys ems in which ca e is
embedded. Design con ibu es no by o e ing polished solu ions
bu by c ea ing spaces o lis ening, sha ed inqui y and adap i e
coo dina ion (see Kunneman e al., 2022). Wha ma e s is no
whe he a ool is elegan bu whe he i helps people ca e o
one ano he mo e ully. This is design p ac ised wi h ca e.
ESSENTIAL DESIGN ABILITIES:
LESSONS FROM PRACTICE
The p ocess o colla ing hese skills began wi h a sha ed ealisa-
ion: mo e designe s a e en e ing heal hca e sys ems, ye many
lack he skills needed. While empa hy and pa icipa ion a e o
-
en emphasised, hey’ e no su icien on hei own. Designe s
mus lea n o ac wi h ca e and compe ence in se ings ma ked
by unce ain y, isk and clinical complexi y.
The skills ou lined below eme ged om discussions
wi hin he Heal h Design Ne wo k g ounded in expe iences wo -
king wi h pa ien s, clinicians and heal h sys ems. They e lec
eal-wo ld lessons, ensions and insigh s ga he ed om p ac ice.
This wo k ma e s because embedding well- ained designe s in
clinical eams can enhance pa ien ou comes, s eamline wo k-
lows and os e deepe in e disciplina y collabo a ion.
The se en een skills b ing oge he pe spec i es om
con ibu o s ac oss La in Ame ica, No h Ame ica and Eu ope.
While shaped by speci ic con ex s, he skills we p esen aim o
suppo di e se, si ua ed p ac ices in heal hca e design. App oa-
ches o ca e a y ac oss cul u es and sys ems, and we hope his
wo k con ibu es o b oade con e sa ions ha honou mul iple
ways o knowing, li ing and designing.
The se en een skills highligh wha designe s mus
de elop o suppo pa ien s, amilies and p o essionals in he-
al hca e. These a e no jus echnical skills, hey a e e hical, e-
la ional and sys emic capaci ies buil h ough ongoing p ac ice
and e lec ion.
FORMING DESIGNERS AS INTEGRATED
CARE TEAM MEMBERS
Beyond adi ional design skills like p o o yping, co-design, i e a-
i e inqui y and isualisa ion o complexi y, heal hca e demands
b oade capabili ies. We p opose se en een skills ha designe s
mus de elop o suppo ca e, collabo a ion and adap a ion in
hese en i onmen s.
Collabo a i e and
Pa icipa o y Design
Design in heal hca e mus be co-c ea ed wi h hose in ol ed.
Designe s lead by con ening, making he bes pa h isible.
«Design wi h hose in ol ed... no o hem.» CARLA SPINILLO
«We may poin ou he ob ious... bu we ha e no expe ise
o ell heal h p o ide s how o change.» MIKE ZENDER
• Engage pa ien s, clinicians and ca egi e s as
co-c ea o s.
• Make oom o disag eemen , unce ain y
and sha ed au ho ship.
• Design o ela ionships, how people ela e,
decide and ca e oge he .
E idence Unde s anding
and E alua ion Mindse
Heal hca e alues hings ha can be measu ed. E alua ion is
an in eg al pa o he design p ocess.
«Measu e ou comes be o e and a e you p ojec .»
DAVID SLESS
• Combine quan i a i e da a wi h li ed expe iences.
• Plan e alua ion ea ly, as pa o he
design p ocess.
• Measu e wha ma e s o people,
no jus ins i u ions.
• Use e alua ion o imp o e ca e,
no jus o p o e impac .
Resilience in he Face
o Complexi y
Change in heal hca e is slow, no ou o indi e ence, bu o cau-
ion. Change is possible, bu wi h pa ience.
«Designe s embedded in heal hca e se ings o en ace e-
sis ance, isola ion and ins i u ional ba ie s. S aying p esen
and building us o e ime is pa o he wo k.»
DANIELA SANGIORGI
• Expec esis ance and plan o i .
• Build us o e ime.
• Use se backs o lea n how sys ems beha e.
In e disciplina y
Communica ion and
Code-Swi ching
Heal hca e in ol es many p o essional «languages» (medical,
policy, adminis a i e). Designe s ha e o ansla e ac oss hese
domains, lea ning he language o clinical p ac ice and e idence-
based medicine while p ese ing he cla i y o plain language.
«Designe s mus lea n o code swi ch...
bu also use plain language.» KAREN SCHRIVER
• Adap communica ion ac oss p o essional cul u es.
• Speak plainly wi hou losing echnical accu acy
o o e simpli ying.
• Facili a e mu ual unde s anding be ween people
who a ely speak o one ano he .
C i ical Obse a ion
and Lis ening
Many heal hca e challenges a e no spoken, hey a e li ed. Re-
gula ions aim a complying wi h s anda ds, bu hey can make
in o ma ion ha de o unde s and.
«I is ai ly simple o gi e pa ien s use ul and mo i a ing
in o ma ion… I is jus ha legisla ion and egula ions p e-
en his.» KAREL VAN DER WAARDE
• Spend ime in he con ex o hospi als’ daily ou ines
and hando e s.
• No ice unspoken ensions and local wo ka ounds.
• T ea s o ies and li ed expe ience as alid o ms
o e idence.
Humili y and
Role Awa eness
Designe s suppo change, bu i is essen ial o acknowledge
design limi a ions.
«Designe s a e no posi ioned o c a changes in
heal hca e deli e y.» MIKE ZENDER
• Respec clinical and ins i u ional expe ise and
acknowledge design limi a ions.
• Focus on ca e, no on seeking c edi .
• App oach si ua ions wi h cu iosi y and s ay open.
E hical Sensi i i y and
Risk Awa eness
Design choices in heal hca e ca y eal consequences. E en small
decisions can impac ca e quali y. Ask, again and again: Is his
sa e? Is his ai ?
«Who is liable o in e p e a ions o isual in o ma ion when
e o s a e made?» KAREL VAN DER WAARDE
• Know he e hical amewo ks ha go e n ca e.
• An icipa e misuse o unin ended consequences.
• Always cen e he ulne able; design as i misun-
de s anding could cos loss o us , digni y o
sa e y.
INTERWEAVING DESIGN AND HEALTHCARE
Unde s anding he
Heal hca e Ecosys em
Designe s mus i s unde s and he sys ems hey encoun e .
Heal hca e is a complex ne wo k o s uc u es, oles and ules.
Designe s mus en e his e ain wi h he espec o an ou side
and he cu iosi y o a beginne .
«Unde s and he heal hca e ecosys em as a dynamic
ne wo k p ocess and s uc u e.» CARLA SPINILLO
• Lea n ins i u ional cons ain s, egula ions,
eimbu semen and policy.
• De elop sys ems li e acy: see heal hca e
as a li ing ne wo k, no a ixed sys em.
• Ask who bene i s om cu en s uc u es,
and who is excluded.
Adap a ion o
Ins i u ional Reali ies
Design h i es on i e a ion, bu heal hca e sys ems ha e igh
imelines, limi ed budge s and laye ed cons ain s. Design mus
i wi hin hese eali ies.
«Design in e en ions mus i clinicians’ wo k lows and
capaci ies o in eg a e in o e e yday ca e ou ines.»
GUILLERMINA NOËL
• Scope modes ly and ealis ically.
• Align wi h ins i u ional capaci ies and wo k lows.
• Design in e en ions ha i ca e pa hways.
3130
Das P ojek en s and 2024 im Modul Da a Expe ience in Zusammena bei
mi dem Schweize ischen Gesundhei sobse a o ium (Obsan), das den
S udie enden einen um ang eichen Da ensa z zu psychischen Gesundhei
de Schweize Be ölke ung zu Ve ügung s ell e. Claudio Pe e , Be eichs-
lei e ü psychische Gesundhei bei Obsan, üh e die S udie enden du ch
den Da ensa z und bean wo e e o ene F agen. Anschliessend e wei e en
die S udie enden in Zusammena bei mi Obsan die um ang eichen Da en-
g undlage zu in e ak i en Ins alla ionen.
ERLEBBARE DATEN
Zahlen und Da en sp echen zunächs nu den Ve s and an. So s eh de We
+ 20,1% ü die Zunahme on ADHS-Medikamen en zwischen 2017 und
2020. Be o wi diese Zahl eino dnen können, b auch es eine men ale Übe -
se zungsa bei . Wenn Da en jedoch in den Raum übe agen we den, en -
s eh eine unmi elba e, kö pe liche E ah ung,
die das a ionale Ve s ehen e gänz . Deshalb
en wickeln die S udie enden im Modul Da a Ex-
pe ience in e ak i e Raumins alla ionen, die
es Besuche :innen e möglichen, Da en nich nu
zu be ach en, sonde n kö pe lich und emo io-
nal zu e leben. Da ü p og ammie en sie eigene
Tools, mi denen sie die Inhal e isualisie en
können. «Je spezi ische und genaue das We k-
zeug is , des o besse kann das P ojek umgese z
we den», sag Dozen Michael Flückige . Wich ig
sei, dass die Komplexi ä des Themas nich
e ein ach , sonde n zugänglich gemach we de.
Da ü b auche es kla e Eins iege, Zei und
Au me ksamkei .
Das in Zusammena bei mi Obsan en wickel e P ojek Cloudy
Vision zeig das besonde s eind ücklich. Die Ins alla ion he-
ma isie Dep ession: An eine Wand beweg sich eine dyna-
mische Wolkenlandscha – je dunkle , des o schwe e das
E leben. Au dem Boden is ein Ne zwe k on Ein luss ak o en
da ges ell , das sich du ch In e ak ion au äche . So wi d
nich nu sich ba , wie komplex psychische E k ankungen sind,
sonde n auch, wie un e schiedlich sie e leb we den können.
Claudio Pe e zeig e sich beeind uck on de Umse zung:
«Ich wa aszinie , was in ku ze Zei aus diesen ehe ocke-
nen Zahlen gemach wu de.» Fü ihn is kla : Die klassische
Da enau be ei ung wi d dadu ch nich e se z , abe wi kungs-
oll e gänz . Die küns le ische Umse zung scha e einen
ande en Zugang, de länge nachwi ke und neue F agen au -
we e. Besonde s bei Kon e enzen könne das hel en, Themen
ande s zu e mi eln und ins Gesp äch zu b ingen.
RAUM FÜR EMPATHIE
Auch Isabelle Ben z, Lei e in des Bachelo s Da a Design + A ,
sieh im Modul Da a Expe ience g osses Po enzial. «Es gib
nich die eine ich ige Da s ellung. Ziel is nich , eine ein ache
Aussage zu lie e n, sonde n die Komplexi ä e s ändlich und
in e ak i zugänglich zu machen.» Die Ins alla ionen wü den
so selbs Teil des Fo schungsp ozesses. Sie geben dem
Publikum Raum, sich ein eigenes Bild zu machen – und egen
zu Re lexion an.
Fü die S udie enden sei das Modul o de nd, e zähl
Michael Flückige . Viele bezwei el en an angs, ob sie in nu ach
Wochen ein solches P ojek umse zen könn en. Doch am
Ende s ünden sie mi S olz neben ih e A bei . «Sie le nen, Ve -
an wo ung ü ein Thema zu übe nehmen und sich wi klich
hineinzugeben», sag e .
Besonde s wich ig is ihm dabei die Hal ung: Empa hie.
«Hin e jede Messung s ehen Um agen, hin e den Um agen
s ehen Menschen. Empa hie ü die Da en bedeu e Empa-
hie ü die Geschich en dahin e .» Und genau diese Hal ung
p äg das Modul sowie die Räume, die da aus en s ehen.
Neue He angehensweisen we den
en wickel , manchmal Neues au -
gedeck . Sie e zählen nich nu on
Zahlen. Sie machen spü ba , was
sons nu sich ba is .
In Cloudy Vision on Timo Baumann und Noelia Gige lie e n Wolken die
Me aphe ü psychische Gesundhei .
Fabia Coza i und Sil ia Jegga nehmen das Publikum mi au einen T ip du ch den
Medikamen en e b auch de Schweiz.
DATA DESIGN + ART
Im Bachelo Da a Design + A le nen S udie ende, komplexe
Zusammenhänge du ch In o ma ionsg a iken, Da en isu-
alisie ungen und mediale Inszenie ungen e s ändlich zu
e mi eln – on s a ischen bis hin zu in e ak i en Fo ma en,
on bildschi mbasie en Anwendungen bis zu äumlichen
Ins alla ionen. Das Ziel: Da en so zu ges al en, dass sie
Diskussionen an egen, En scheidungen un e s ü zen und
gesellscha liche En wicklungen sich ba machen.
+20,1%
TEXT
Louis Hosali
33
Mi Tex ilien läss sich die Kon ak s elle zwischen Kö pe
und Technik anwendungs eundlich ges al en. Wie dies im
Falle eines agba en iShi s aussehen könn e, und welche
wei e en He aus o de ungen es bei de En wicklung neue
Sma Tex iles gib , un e such die Fo schungsg uppe
P oduk & Tex il im Rahmen eines IDN-P ojek s.
Isabel Rosa Müggle Zums ein und Joel Hügli, ih a bei e am
P ojek Ci cula iShi . Wo um geh es da?
JOEL
Gemeinsam mi unse en Kolleg:innen de Hochschule Luze n –
Technik & A chi ek u un e suchen wi , wie die Messung on Ge-
sundhei sda en – und dami ein Gesundhei smoni o ing – übe
ein sogenann es Wea able, in diesem Falle ein Shi , s a inden
kann. Wea able Elec onics sind ak uell angesag e Gadge s im
Wellness-Be eich. Sie messen zum Beispiel den Puls und sind seh
ein ach in de Handhabung. Das e leich e es den Anwende :in-
nen, ih e Gesundhei sda en zu e heben. Je nachdem lassen sich
die E kenn nisse aus dem Li es yle-Be eich auch in die medizini-
sche Gesundhei sübe wachung übe agen. En sp echend wi d
in diesem Sek o ge ade iel Neues en wickel , und wi inden es
seh spannend, an diese Schni s elle zu o schen: Wie können
Tex ilien die Da enmessung am Kö pe un e s ü zen? Kann die
Da ensammlung du ch ex ile Elemen e angenehme ode ga
behaglich gemach we den? Wie können wi dabei die Themen
Ressou cene spa nis und K eislau wi scha be ücksich igen?
De Nachhal igkei saspek spiel in eu em P ojek also eine
g osse Rolle?
JOEL
Eine seh g osse! Denn im iShi e en elek onische au ex-
ile Komponen en, das mach das Recycling solche P oduk e
schwie ig. Und wenn wi sie ein ach wegwe en, e lie en wi
we olle Ressou cen. Da Nachhal igkei im Design ein Fokus
unse e Fo schungsg uppe is , wissen wi , dass zi kulä e Ma e ial-
lüsse seh komplex sind. Anhand des iShi s en wickeln wi nun
ein konk e es Anwendungsbeispiel. Mögliche Lei ungs üh ungen,
Senso ik und Messungen können nich zule z auch hinsich lich
de Zi kula i ä des P oduk s du chgespiel und disku ie we den.
In welche wei e en Felde diese E kenn nisse übe schwappen
können, gil es noch he auszu inden.
Wie kam es zu Zusammena bei mi dem Depa emen Tech-
nik & A chi ek u ?
JOEL
Allein aus de Designpe spek i e he aus können komplexe Schni -
s ellenp obleme nich bewäl ig we den. Umgekeh können sie
auch aus eine ein echnischen, medizinischen ode ande en
Einzelpe spek i e nich gelös we den. Die in e disziplinä e
Zusammena bei is bei F ages ellungen, wie wi sie und um
das iShi bea bei en, zen al. Wi kennen die Fo schenden on
Technik & A chi ek u be ei s aus ande en P ojek en. Im Rahmen
dieses IDN-P ojek s [siehe Box, Anm. d. Red.] kombinie en wi
unse e Fähigkei en e neu : Wi b ingen Kompe enzen aus dem
P oduk design, iel Ma e ialwissen und E ah ung im Be eich
Zi kula i ä mi . Unse e Kolleg:innen de Technik & A chi ek u
kennen sich mi den elek onischen Komponen en in Sma Tex-
iles, insbesonde e mi de Senso ik, bes ens aus. Das Fo ma
«IDN-P ojek » e laub es uns, wich ige Vo un e suchungen zu
machen und Po enziale ü die wei e e Fo schung in diesem Be-
eich au zudecken. Gleichzei ig können wi übe p ü en, ob noch
Kompe enzen im Team ehlen, um gegebenen alls ein g össe es
Fo schungsp ojek zu diesem Thema zu s a en.
Welchen Bei ag leis e ih als Designe :innen in diesem, abe
auch in ande en in e disziplinä en Fo schungsp ojek en aus-
se dem?
ISABEL
Als Designe :innen sind wi es gewohn , kons an das Feed-
back de spä e en Nu ze :inneng uppen und wei e e
S ake holde einzuholen. Das is auch die S ä ke unse e
Fo schung: Wi bauen pe sönliche Pe spek i en in Beob-
ach ungs eihen und Expe imen e ein, um ein P oduk zu
en wickeln und zu e eine n. Dadu ch wi d es spä e b ei
akzep ie , was insbesonde e in den Be eichen Gesundhei
und Wellness seh wich ig is . Es is zum Beispiel schwie ige ,
Kö pe unk ionen zu messen, wenn die da ü o gesehe-
nen Senso en unbequem zu agen ode zu be es igen sind.
Mi unse e Me hodik scha en wi einen Meh we ü die
spä e en Nu ze :innen, abe auch ü die P oduzen :innen,
und du ch zi kulä gedach e P oduk e schliesslich ü die
gesam e Gesellscha .
Im Rahmen on Ci cula iShi we den Design-Guidelines ü
Wea ables e a bei e . Fü wen sind diese Guidelines gedach ?
ISABEL
Die Guidelines sollen insbesonde e hinsich lich de Themen
K eislau wi scha und Nachhal igkei sensibilisie en. De-
signscha ende, Ingenieu :innen, P oduc Manage s ode
En wicklungs eams haben o mals noch kein Bewuss sein
da ü , dass sie mi einem neuen P oduk auch neue P ob-
leme scha en. Es geh ihnen p imä um ein Bedü nis ih e
Kundscha , das sie s illen möch en. Dabei wä e es so wich-
ig, dass sie auch an das Lebensende ih e P oduk e und
dami an de en Wiede e wendba kei denken.
JOEL
An diese S elle eine spannende Zahl: Bis zu 80 P ozen de p o-
duk bezogenen Umwel ein lüsse we den gemäss EU Science
Hub be ei s in de Designphase bes imm . Wenn gewisse As-
pek e nich on Beginn weg be ücksich ig we den, is es zu spä .
Das is ein eno me Impac , den Designscha ende und P oduk -
en wickle :innen haben.
32
Isabel Rosa Müggle Zums ein und Joel Hügli im Bü o de
Fo schungsg uppe P oduk & Tex il.
34 35
Eu e Fo schungsg uppe P oduk & Tex il beschä ig sich im-
me wiede mi den Themen Gesundhei und Wohlbe inden.
Welche Aspek e hab ih be ei s un e such ?
ISABEL
Das is ich ig. Unse e Fo schung e olg die Vision, die
kom o ablen hap ischen Eigenscha en on Tex ilien zu
nu zen, um Gesundhei und Wohlbe inden zu s eige n. So
haben wi zum Beispiel im Rahmen eines on Innosuisse
ge ö de en P ojek s gemeinsam mi unse em P axispa -
ne Dagsmejan Ma e ialien ü Schla ex ilien en wickel ,
die den Kö pe wäh end des Schla ens mi e schiedenen
unk ionalen Eigenscha en un e s ü zen: Rein du ch phy-
sikalische Eigenscha en des Tex ils können die Schla an-
züge je nach Bedü nis en wede wä men, kühlen ode die
Kö pe empe a u ausgleichen. Ausse dem äg unse e
Fo schung dazu bei, Behandlungen, Ope a ionen ode die
Anwendung on Ge ä en ode Appa a en am Kö pe an-
genehme zu ges al en. Übe all do , wo «kühle» Technik
ode ha e Plas ik au unse e Hau i , können Tex ilien
ein angenehmes Zwischens ück bilden. Ein Beispiel hie ü
is ein S ill-BH, den wi mi de Milchpumpenhe s elle in
Medela en wickel haben. E kann auch beim Abpumpen
on Mu e milch zum Einsa z kommen und mach dies ü
S illende angenehme , da auch hie ein Tex il als Bindeglied
zwischen Plas ik und Hau ungie .
Wie sieh es im medizinischen Be eich aus?
ISABEL
De Gesundhei sbe eich, genaue gesag de medizinische
Be eich, is s a k egulie . Das haben wi beispielsweise
geme k , als wi ezyklie ba e medizinische Masken en wi-
ckel haben. Das wa hochkomplex – abe seh spannend.
Und ha gezeig , dass unse e Fo schung im medizinischen
Be eich eben alls wich ige Bei äge leis en kann. Auch ein
P ojek wie das Ci cula iShi , das ehe au den Li es yle-Be-
eich ausge ich e is , könn e ü medizinische ode he a-
peu ische Zwecke wei e en wickel we den, wenn es sich als
sinn oll e weis und sei ens eines P axispa ne s In e esse
da an bes eh .
INTERDISZIPLINÄRE NETZWERKE (IDN)
Das in e disziplinä e Fo schen, Leh en und
Le nen is eine de he aus agenden Quali-
ä en de Hochschule Luze n und wi d sei
2009 geziel ge ö de . Ak uell gib es d ei
In e disziplinä e Ne zwe ke:
• Das IDN Raum & Gesellscha un e -
s ü z P ojek e, die sich mi den
ak uellen gesellscha lichen He aus-
o de ungen in de Raumen wicklung
beschä igen.
• Das IDN Gesundhei ö de P ojek e,
die einen Bei ag zu Wei e en wick-
lung des Gesundhei swesens leis en.
• Das IDN Ca e Blanche In e diszi-
plina i ä bie e Chancen ü neue,
zukun sge ich e e Ini ia i en und
den Au bau neue Themenkompe-
enzen.
MEHR ÜBER DIE IDN DER
HOCHSCHULE LUZERN
ZWISCHEN HAUT UND SCHALTKREIS
WEITERE INFORMATIONEN ZUR
FORSCHUNGSGRUPPE PRODUKT & TEXTIL
INTERVIEW
Nina Meie
JOEL HÜGLI is Fo sche und P oduk designe in de
Fo schungsg uppe P oduk & Tex il. Im Fokus seine
A bei s ehen En wicklungen on nachhal igen und
k eislau ähigen Ma e ialien, P oduk en und Öko-
sys emen.
ISABEL ROSA MÜGGLER ZUMSTEIN is P o jek -
lei e in in de Fo schungsg uppe P oduk & Tex il.
Zu ih en In e essengebie en zählen dis up i e P ozesse,
Zi kula i ä , Design und Nachhal igkei , Fa be und
Ma e iali ä . Design e s eh sie nich als o mgebende
Disziplin, sonde n als eibende K a , um Ve ände-
ungen anzus ossen.
37
In he Pano ama Room a he Be ag enzen um Alp in
Emmenb ücke he audience ha e become he di ec o s.
In an in e ac i e pe o mance, esiden s o he e i emen
home con ol wha happens on sc een by gi ing di ec ions
and e bal ins uc ions. A is s Alina on Hayn and Ma leen
Lange ha e made sel -e icacy a palpable eali y.
SAN SEBASTIAN ALINA VON HAYN MARLEEN LANGER
36
Sel -E icacy be ween A ,
Ca e and Ins i u ion
Pho o: Ma leen Lange and Alina on Hayn
Spa kling hunde bol balloons hang om he ceiling. The cakes and biscui s
on a hand ul o ables seem a bi los in he huge oom. Zimme ames a e
pa ked a he doo . Timid igu es en e and ake hei sea s. The so-called
Pano ama Room a he a end o he Be ag enzen um Alp in Emmenb ücke
has been epu posed: oday i is a place o he imagina ion, o p esen -
ness and sel -e icacy.
The pano ama i sel emains hidden behind he closed shu e s.
Ins ead, a p ojec o cas s images o an e e -changing wo ld on o he
opposing wall: o es s, zoos, a sou eni shop. In he mids o his scene y
Ma leen mo es o he e bal p omp s she ecei es om he audience:
sugges ions, memo ies, di ec ions. Th ough he headphones she akes o -
de s, ollows ins uc ions, poin s places ou , lis ens.
Meanwhile, Alina holds he space: mode a ing in e ac ions, eac ing
sensi i ely o impulses, p o iding o ien a ion and making su e e e yone is
able o con ibu e. She ansla es be ween he eal wo ld and he p ojec ed
image y, she includes eac ions, s a s con e sa ions, allows ansi ions
om indi iduals o he g oup.
A passe -by in he co ido is wa ed in o
he oom. She inds a sea in he back
ow and pipes up: he be ies Ma leen is
ea ing a e « a bu as y». Ano he
esiden laughs as Ma leen imi a es he
sound o a bugle – his exp ession chan-
ges, becomes c i ical: «Tha ’s no wha i
sounds like!» One exci ed esiden says
she can now ac ually a el again – and
s a s speaking English o he sales assis-
an in he sou eni shop. A non- e bal
esiden smiles, his li ely acial exp essi-
ons e lec ing he ac ion.
This pe o mance was o he esiden s. And wi h hem. They we e a i s
cen e – in s o ies, glances, ema ks. And hey di ec ed i . The p inciple
o sel -e icacy, unde s ood as ac i e au onomy and pa icipa ion, became
a palpable expe ience. I wasn’ abou ep esen a ion. I was abou inpu ,
in luence and eac ions ha ac ually changed he cou se o e en s. Las bu
no leas i was abou eeling seen and hea d.
A e he pe o mance Alina and Ma leen paid ano he isi o each
o he pa icipan s. E e y one o hem go a pe sonalised sou eni : a dolphin
necklace, a cuckoo-clock magne , a pho o cushion. Li le objec s ha ca ied
he pe o mance back o he quo idian wo ld. They say: «You ook pa .»
Pho o: Julian Walss
Bu ning Imp essions, lokal-in . Biel, pho o: Ma leen Lange and Alina on Hayn
3938
THE YES PRINCIPLE
This collabo a i e p ojec ma king he six ie h anni e sa y o he Be ag en-
zen um Alp in Emmenb ücke was concei ed oge he wi h he BA A &
Educa ion p og amme a Luce ne School o Design, Film and A . The in i-
a ion came om Dana Wiche , ho el di ec o a he ca e home, who
wan ed o celeb a e he occasion wi h an a is ic in e en ion, some hing
ha would open new pe spec i es on age, pa icipa ion and cohabi a ion.
O e all esponsibili y o he commission was assigned o cou se
di ec o s San Sebas ian (San Kelle and Sebas ian U zni) who, a he han
o mula ing any speci ic p ojec e qui emen s, passed he eques o wa d
as an open ende . Behind his was he desi e o unlock sphe es o ac ion wi h
he YES p in ciple. Ma leen Lange and Alina on Hayn accep ed his open
YES and de eloped Pano ama Room Li e – a mul imedia pe o mance piece
ha eimagined he in e ac ion be ween a , ca e and ins i u ional eali y.
Cen al o he p ojec was he enabling o pa icipa ion – by building
us o e ime and by consciously emb acing ic ion. Con e sa ion abou
he in e en ion ocused on a simple bu consequen ial ges u e: he ac o
saying YES. This YES isn’ a naï e a i ma ion. I ’s a ela ional ool. I b ings
espon sibili ies, unlocks sphe es o ac ion.
o ac ion in he p esen . A can make au onomy i s subjec ma e , bu i
can also acili a e i – in small bu no iceable ways.
Alina and Ma leen pe ch on he edge o he bed in a small oom.
The walls a e plas e ed wi h pic u e ames and jigsaw-puzzle ige s. The
ca e home esiden who has in i ed he a is s in o he apa men si s in he
a mchai in he co ne o he oom and ells hem how she some imes gi es
he ca e s a igh . La e on, wi h someone else’s bugle unde he a m,
Ma leen walks he long oad om he ca e home o a club ha ’s ha ing a
ehea sal ha e ening. Always saying YES in ol es a adical in es men
o ime o hese a is s – hei openness o encoun e s wi h o he s is he
eal ma e ial o hei wo k.
Fo Alina and Ma leen, he ac o saying YES s ands a
he beginning o an audience-o ien ed a is ic p ac ice,
which means ge ing in ol ed wi h people and places
be o e hey’ e go o know hem. This pe o ma i e us
allows encoun e s o happen – no as an illus a ion
bu as a sha ed p ocess.
In a ca e home, whe e he s uc u e o e e yday
li e is o en decided by o he s, he expe ience o sel -
e icacy is especially impo an . Bo h a is s consciously
employ biog aphical memo ies o place as impulses
PANORAMA ROOM LIVE
Pho o: Julian Walss
SEBASTIAN UTZNI and SAN KELLER i s collabo a ed in
2013, on a pe o ma i e in e p e a ion o Gus a e Cou be ’s
L’O igine du monde. In 2014 San cu Sebas ian’s hai – a e
a po ai o his choice om he collec ion o he Aa gaue
Kuns haus. In 2017 hey appea ed as San Sebas ian o he
i s ime, applying o he posi ion o co-di ec o s o he BA
A & Educa ion p og amme a he Luce ne School o Design,
Film and A . Since hen hey’ e combined a , his o y and
ins i u ions wi h i ony and ene gy. I e e hey’ e no ha d a
wo k, you migh ind hem d inking a cock ail a he K onen-
halle Ba in Zu ich.
ALINA VON HAYN and MARLEEN LANGER a e a is s
and special pedagogues wi h a p ac ice ha mo es be ween
disciplines. Du ing hei ime s udying oge he a Heidelbe g
Uni e si y o Educa ion (Special Pedagogy, 2016–22) and
he Luce ne School o Design, Film and A (A & Educa ion,
2021–24) hey a i ed a a common posi ion ha al e na es
be ween a and inclusion. They’ e cu en ly eaching,
unning he A elie Deli in Heidelbe g and de eloping ins al-
la ions, pe o mance pieces and wo kshop-based a wo ks.
4140
PHOTOGRAPHS
Li io Bu sche , Echoes o he Mind
Diploma p ojec , BA Came a A s 2024
4342
44 45
Psychoses a e among he mos complex and misunde s ood
phenomena o he human psyche. And, like mos men al
illnesses, hey end o be s igma ised by socie y. Psychoses
mani es as in ense, o en disconce ing episodes ha blu
he bounda ies be ween inne hough s and he ou side
wo ld, upse ing he equilib ium no only o he pe son a -
ec ed bu also o e e y hing a ound hem.
Li io Bu sche ’s pho og aphic p ac ice akes i s cues om
hese e y phenomena. The Came a A s g adua e has se
himsel he challenge o gi ing isible exp ession o he
un speakable. How can he medium o pho og aphy make
he in e nal wo ld o a psycho ic comp ehensible o o he s?
As someone a ec ed by hese issues, Li io unde s-
ands he di icul y o inding wo ds o he in e nal wo ld
o a psycho ic. His pho og aphic wo k Echoes o he Mind
is a isual b idge, an a emp o span he abyss o com-
munica ion be ween he expe iences o hose a ec ed and
he incomp ehension o he ou side wo ld. His pic u es u n
eelings and senso y imp essions such as anxie y and hal-
lucina ions in o some hing ma e ial and palpable – an ex-
p essi e o m ha p oduces emo ion and empa hy.
4646
Wa um die Medizin noch
imme ein F auenp oblem ha
MÒNICA GASPAR CHRISTIAN SCHNELLMANN
47
494848
Jah hunde elang o ien ie e sich die Medizin haup sächlich
am männlichen Kö pe als Re e enzmodell. Diese einsei ige
Pe spek i e p äg bis heu e, wie K ankhei en e o sch , dia-
gnos izie und behandel we den – o mi un e schiedli-
chen E gebnissen ü Männe und F auen. Kuns und Design
agen dazu bei, eine ö en liche Deba e anzuku beln und
spezi ische Lösungen zu en wickeln, um den Gende -Gap im
Gesundhei ssys em zu übe winden.
Eine F au lieg bewuss los au dem So a. De A z g ei zu sei-
nem bewäh en Mi el: ein Fläschchen mi s echend iechenden
Salzen. E häl es ih un e die Nase und wa e au die e s e
Regung … Die medizinische Theo ie hin e diese im 19. Jah -
hunde e b ei e en Me hode ging au Hippok a es zu ück,
de leh e, dass die Gebä mu e du ch den weiblichen Kö pe
wande e wie ein uheloses Tie . Ge ä sie an die alsche S elle,
en s ünden Hys e ie, Ohnmach san älle und alle lei weibliche
Leiden. S a ke Ge üche – so die Logik – wü den das e i e O gan
wiede an ih en u sp ünglichen Pla z locken.
Solche an iken Ideen blieben jah hunde elang ein-
luss eich, wobei Beg i e wie Hys e ia e s in de Mode ne au -
auch en. Ein luss eiche Ä z e wie William Tyle Smi h (1815–
1873) und Ma in Lu he Holb ook (1831–1902) be on en die
zen ale Rolle de Gebä mu e ü die weibliche Gesundhei .
Auch die Eie s öcke wu den als «Leh meis e » des weiblichen
Fo p lanzungssys ems angesehen, und die O a io omie (chi -
u gische En e nung de Eie s öcke) wu de zu Behandlung psy-
chische und emo ionale S ö ungen p ak izie .1
Dazu komm , dass F auen als «kleine Männe » gal-
en – ana omisch und physiologisch gleich, nu mi ande en
Fo p lanzungso ganen. A is o eles bezeichne e F auen ga als
« e s ümmel e Männe » – eine Sich weise, die das medizinische
Denken eben alls übe Jah hunde e p äg e. Meh als 2000 Jah-
e spä e bes eh das P oblem, dass die mode ne Medizin on
Männe n ü Männe en wickel wu de, noch imme , ha abe
neue Dimensionen e ah en.
DIE FEHLENDE HÄLFTE
Es is kein Geheimnis, dass F auen in klinischen S udien un e e-
p äsen ie sind, obwohl sie die Häl e de Wel be ölke ung s ellen.
Ein G und da ü inde sich in de sogenann en Con e gan-T agö-
die2. Con e gan wa ein Medikamen gegen Schwange scha s-
übelkei , das in den Jah en 1958 bis 1962 bei bis zu 10 000 Neu-
gebo enen in 48 Lände n Missbildungen e u sach e und ü
eine unbekann e Zahl an To gebu en e an wo lich wa . In den
USA üh e diese Skandal zu e schä en Rich linien, und 1977
schloss die Food and D ug Adminis a ion F auen im gebä ähi-
gen Al e wei gehend on klinischen S udien aus. Was als Schu z-
massnahme gedach wa , wu de zum sys ema ischen Ausschluss.
Man möch e da on ausgehen, dass diese Misss and
mi le weile e kann und gelös wu de. Dem is nich so, wie
die Gynäkologin und Un e nehmensbe a e in Tanja Volm au
unse e Nach age hin e klä . Als eine He aus o de ung nenn
sie e wa den weiblichen Zyklus, de einen Ein luss au die Wi k-
samkei on Medikamen en haben kann. Auch die Möglichkei
eine Schwange scha muss bei S udien eilnehme innen aus-
geschlossen we den. De ein ache e – und güns ige e – Weg is
deshalb noch heu e, die F auen bei de Fo schung wegzulassen.
Besonde s p ägnan is diese Tendenz, wenn es schnell gehen
muss, wie beispielsweise wäh end de Pandemie, als neue Imp -
s o e e o sch wu den. Tanja Volm weis zudem da au hin, dass
F auen wenige be ei willig an S udien eilnehmen. Eigen lich is
es ein Pa adoxon: Ge ade weil F auen sich im Du chschni meh
um ih e Gesundhei kümme n als Männe , is es schwie ige , sie
ü S udien zu gewinnen.
DIAGNOSE: FRAU
Ni gendwo we den die ehlenden Da en aus de weiblichen Be-
ölke ung deu liche als beim He zin a k . Das klassische Bild –
de Mann, de sich plö zlich an die B us ass und zusammen-
b ich – s amm aus jah zehn elange Fo schung an männlichen
Pa ien en. Doch F auen e leben He zin a k e o ande s: di use
Schme zen im Obe bauch, Übelkei , Müdigkei . Symp ome, die
schnell als « ypisch weiblich» e ha mlos und abge an we den.
Die Folgen sind d ama isch: F auen e hal en spä e die
ich ige Diagnose, we den sel ene op imal behandel und ha-
ben eine höhe e S e blichkei s a e. Und dies, obwohl He z-K eis-
lau -E k ankungen auch bei F auen die häu igs e Todesu sache
sind. Ein US-Fo schungs eam analysie e die Da en on 1433
klinischen S udien und and, dass nu 41 P ozen de P obanden
F auen wa en.3
Diese medizinische Ungleichbehandlung beschä ig
auch Anouk Bacho ne , Absol en in des Bachelo Da a Design +
A . In ih e Abschlussa bei Diagnose: F au en wickel e sie eine
Se ie da enbasie e In o ma ionspos e ü A z p axen. Zwi-
schen sachliche Au klä ung und isuelle Sensibilisie ung scha
sie Raum ü Empowe men und mach geschlech e spezi ische
Ungleichhei en in de Schweize Gesundhei s e so gung sich -
ba .
ANOUK BACHOFNER
Diagnose: F au
Abschlussa bei BA Da a Design + A
2025