Sabbagh, Helena; Biebele , Hend ik
Resea ch Repo
Quali ä ssiche ung in de be ieblichen P axis: Planung
und Ges al ung on Ausbildung am Beispiel des Be u s
Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen
BIBB Fachbei äge zu be u lichen Bildung
P o ided in Coope a ion wi h:
Fede al Ins i u e o Voca ional Educa ion and T aining (BIBB), Bonn
Sugges ed Ci a ion: Sabbagh, Helena; Biebele , Hend ik (2025) : Quali ä ssiche ung in de
be ieblichen P axis: Planung und Ges al ung on Ausbildung am Beispiel des Be u s
Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen , BIBB Fachbei äge zu be u lichen Bildung, ISBN
978-3-96208-536-0, Ve lag Ba ba a Bud ich, Bonn,
h ps://nbn- esol ing.de/u n:nbn:de:0035-1169-8
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/325328
S anda d-Nu zungsbedingungen:
Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen
Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den.
Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle
Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich
machen, e eiben ode ande wei ig nu zen.
So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen
(insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en,
gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do
genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e.
Te ms o use:
Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal
and schola ly pu poses.
You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o
exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he
in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public.
I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en
Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise
u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence.
h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by-sa/4.0/
Quali ä ssiche ung in de
be ieblichen P axis: Planung und
Ges al ung on Ausbildung am
Beispiel des Be u s Kau au/
Kau mann ü Bü omanagemen
Helena Sabbagh | Hend ik Biebele
BIBB FACHBEITRÄGE ZUR BERUFLICHEN BILDUNG
BIBB FACHBEITRÄGE ZUR BERUFLICHEN BILDUNG
Helena Sabbagh | Hend ik Biebele
Quali ä ssiche ung in de
be ieblichen P axis: Planung
und Ges al ung on Ausbildung
am Beispiel des Be u s Kau au/
Kau mann ü Bü omanagemen
Imp essum
Zi ie o schlag:
Sabbagh, Helena; Biebele , Hend ik: Quali ä ssiche ung in de
be ieblichen P axis: Planung und Ges al ung on Ausbildung am
Beispiel des Be u s Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen . Bonn
2025. URL: h ps://www.bibb.de/diens /publika ionen/de/20492
1. Au lage 2025
He ausgebe :
Bundesins i u ü Be u sbildung
F ied ich-Ebe -Allee 114 – 116
53113 Bonn
In e ne : www.bibb.de
Redak ionelle Mi a bei :
Lea Maiczack und Thomas Blum
Publika ionsmanagemen :
S abss elle „Publika ionen und wissenscha liche In o ma ionsdiens e“
E-Mail: [email p o ec ed]
www.bibb.de/ e oe en lichungen
He s ellung und Ve ieb:
Ve lag Ba ba a Bud ich
S au enbe gs aße 7
51379 Le e kusen
In e ne : www.bud ich.de
E-Mail: in [email p o ec ed]
T o z so g äl ige inhal liche Kon olle übe nimm das BIBB keine Ha -
ung ü die Inhal e ex e ne Links. Fü den Inhal de e link en Sei en
sind ausschließlich de en Be eibe e an wo lich.
Lizenzie ung:
De Inhal dieses We kes s eh un e eine C ea i e-Commons-Lizenz
(Lizenz yp: Namensnennung – Wei e gabe un e gleichen Bedingungen –
4.0 In e na ional).
Wei e e In o ma ionen zu C ea i e Commons
und Open Access inden Sie un e
www.bibb.de/oa.
Alle Tabellen und Abbildungen sind, so e n nich ande s angegeben,
eigene Da s ellungen.
ISBN 978-3-8474-2817-6 (P in )
ISBN 978-3-96208-536-0 (Open Access)
u n:nbn:de: 0035-1169-8
Bibliog a ische In o ma ion de Deu schen Na ionalbiblio hek
Die Deu sche Na ionalbiblio hek e zeichne diese Publika ion in de
Deu schen Na ionalbibliog a ie; de aillie e bibliog a ische Da en sind im
In e ne übe h p://dnb.dnb.de ab u ba .
Ged uck au umwel eundlichem Papie
Abbildungs- und Tabellen e zeichnis 3
Inhal s e zeichnis
1 Das Wich igs e im Übe blick.................................... 5
2 Ausbildung im P ozess de A bei – Hin e g und de S udie............ 8
3 Me hodische Hinweise........................................ 11
4 Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen – eine Ku zda s ellung....... 13
5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
5.1 Die be iebliche Ausbildungsplanung ............................... 20
5.1.1 Die ie Ka ego ien de be ieblichen Ausbildungsplanung . . . . . . . . . . . . . . . . 21
5.1.2 Quan i a i e Auswe ungen zu den be ieblichen Ausbildungsplanungsa en.... 22
5.1.3 Quali a i e Auswe ungen zu den be ieblichen Ausbildungsplanungsa en..... 25
5.1.3.1 Ausbildung mi nich sch i liche Planung............................ 25
5.1.3.2 Zusammen assung: nich sch i liche Ausbildungsplanung ................. 27
5.1.3.3 Ausbildung mi sch i liche Planung ............................... 28
Im Fokus: D ei Fallbeispiele aus de P axis: Ausbildungsbe iebe mi inhal liche
Ausbildungsplanung................................................. 32
5.1.3.4 Zusammen assung: sch i liche Ausbildungsplanung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Exku s 1: Au onomie und Zus ändigkei en bei de Ausbildungsplanung . . . . . . . . . . . . . 44
Exku s 2: G ünde ü die spezi ische Ges al ung und Nu zung
inhal liche Ausbildungsplanung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
5.1.4 Fazi : Die be iebliche Ausbildungsplanung........................... 51
5.2 De Ausbildungsnachweis ....................................... 54
5.2.1 Rech liche Vo sch i en und Emp ehlungen ........................... 54
5.2.2 A de Nu zung, Häu igkei de Kon olle und Nu zungsziele............... 55
5.2.3 Handsch i liche ode digi ale Nu zung? ............................. 58
5.2.4 Fazi : De Ausbildungsnachweis ................................... 60
6 Quali ä ssiche ung übe eiwillige Me hoden, Ve ah en und
Ins umen e . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
6.1 F eiwillige, nich s anda disie e Me hoden de Quali ä ssiche ung........... 63
6.2 F eiwillige, s anda disie e Me hoden de Quali ä ssiche ung . . . . . . . . . . . . . . 66
6.3 Fazi : Quali ä ssiche ung übe eiwillige Me hoden, Ve ah en
und Ins umen e . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
7 Bilanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
Li e a u - und Quellen e zeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
Au o en e zeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
Abs ac ......................................................... 76
▶
Abbildungs- und Tabellen e zeichnis
4
▶ Abbildungs- und Tabellen e zeichnis
Abbildungen
Abbildung 1: Neuabschlüsse im Be u Kau au/Kau mann ü
Bü omanagemen on 1993 bis 2023 ........................... 15
Abbildung 2: Planungsa en nach Ausbildungsbe eichen
(in %, nu Kau leu e ü Bü omanagemen ): Tele onbe agung .......... 24
Abbildung 3: Anzahl genu z e Kon ollins umen e nach Ausbildungsbe eich
(aus ün Ins umen en)..................................... 63
Tabellen
Tabelle 1: Un e nehmensg öße nach Ausbildungsbe eich (in %).................. 11
Tabelle 2: Neuabschlüsse im Be u Kau au/Kau mann ü
Bü omanagemen im Jah 2020 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Tabelle 3: Inpu - und Ou pu me kmale nach Ausbildungsbe eich . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Tabelle 4: Ka ego ien de Ausbildungsplanung und Ope a ionalisie ung . . . . . . . . . . . . 21
Tabelle 5: Häu igkei de Ausbildungsplanungsa en
(alle 18 Be u e, Haup s udie: Tele onbe agung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Tabelle 6: Häu igkei de Ausbildungsplanungsa en ü den
Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Tabelle 7: Zuo dnung on Quali ä ssiche ungs-Planungs- und
Ges al ungsins umen en zu den ie Quali ä sphasen des
EQAVET-Rahmens ........................................... 41
Tabelle 8: Häu igkei de Kon olle des Be ich she es
nach Ausbildungsbe eich (in %) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Tabelle 9: Zus immung zum Ziel „Dokumen a ion des Ausbildungs e lau s
ü die Auszubildende/den Auszubildenden“ bezüglich des
Füh ens des Be ich she es (in %) ............................... 56
Tabelle 10: Zus immung zum Ziel „Rückmeldung zum Ausbildungss and
an den Be ieb“ bezüglich des Füh ens des Be ich she es (in %) ......... 57
Tabelle 11: Nu zung eines handsch i lichen und/ode eines
digi alen Ausbildungsnachweises nach Ausbildungsbe eich (in %) . . . . . . . . 59
Tabelle 12: Übe p ü ung des Ausbildungss andes mi hil e e schiedene Mi el (in %) ... 62
Tabelle 13: Du ch üh ung eine Rückschau nach Abschluss de Ausbildung (in %) . . . . . . 67
In okas en: Wahlquali ika ionen im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen . . . . 14
1 Das Wich igs e im Übe blick 5
1 Das Wich igs e im Übe blick
Diese S udie un e such am Beispiel des Be u s Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen die
Ausbildungsplanung und -ges al ung in de be ieblichen P axis un e dem Blickwinkel de
Quali ä ssiche ung. Sie basie au dem Da enma e ial und den E gebnissen des BIBB-Fo -
schungsp ojek es „Planung und Ges al ung on Ausbildung im Kon ex des Le nens im P ozess
de A bei “ ( gl. Sch eibe u.a. 2023). Das Fo schungsp ojek um ass e die Du ch üh ung
und Auswe ung on 45 be ieblichen Falls udien im Jah 2019 und 1.343 Tele onin e iews
im Jah 2020. In beiden Fällen wa en Ausbildungs e an wo liche in Be ieben1 die Gesp ächs-
pa ne innen und Gesp ächspa ne , die in 18 dualen Be u en ausbilden. Fü die olgenden
Auswe ungen wu den da on 238 Tele onin e iews mi Ausbildungs e an wo lichen und
13 be iebliche Fallbeispiele zum Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen genu z .
Die E gebnisse zu den üb igen Be u en ungie en iel ach als Re e enzka ego ie, um Spezi ika
des ausgewähl en Be u es besse zu e deu lichen.
Die wich igs en E gebnisse diese S udie sind:
▶Wenige Schwie igkei en bei de Ausbildung: Beim Be u Kau au/Kau mann ü Bü o-
managemen gib es im Ve gleich zu den 18 Be u en de Haup s udie wenige P obleme bei
de Rek u ie ung on Auszubildenden und ge inge e Abb uchquo en (güns ige e We e bei
Inpu - und Ou pu me kmalen).
▶Die sch i liche Ausbildungsplanung übe wieg : Die Tele onbe agung e gab, dass
83 P ozen de 238 Be iebe, die Kau leu e ü Bü omanagemen ausbilden, einen sch i -
lichen Ausbildungsplan e a bei en. Dami geschieh dies 25 P ozen punk e häu ige als bei
den 1.343 Be ieben, die in 18 Be u en Ausbildungsplä ze anbie en: In diese G uppe wi d
die Ausbildung zu 59 P ozen sch i lich geplan . Die nich sch i liche Ausbildungsplanung
is also on ge inge e Bedeu ung. Ve nachlässigenswe sel en wi d si ua i geplan ; das
sind Fälle, in denen sich die Ausbildung aus den be ieblichen Au ägen e gib (siehe die
ie Ka ego ien on Ausbildungsplanung Kapi el 5.1.1).
▶De Ve se zungsplan spiel eine zen ale Rolle: Die meis en un e such en Be iebe nu -
zen eine zei liche Planung in Fo m eines Ve se zungs- ode Einsa zplanes. In diesem sind
alle S a ionen bzw. be ieblichen Be eiche, die in de kau männischen Ausbildung zu du ch-
lau en sind, au ge üh . Die Ausges al ung diese Pläne kann sowohl achlichen als auch
didak isch-pädagogischen Übe legungen olgen. De Ve se zungsplan is in de Regel kein
s a isches Ins umen , sonde n un e lieg häu igen Anpassungen und s ell dami ein Quali-
ä ssiche ungsins umen de Inpu - sowie de P ozessquali ä da . E bie e o die G und-
lage ü eine inhal liche Ausbildungsplanung und wi d dann pa allel zu diese eingese z .
▶Inhal liche Ausbildungspläne weisen eine hohe Di e enzie ungsb ei e au : Genu z
we den ein ache abella ische Übe sich en, in denen Ausbildungsinhal e u. a. Le no en
und -zei en zugeo dne sind. Au einem höhe en Le el wi d auch das „Wie“ de Kompe enz-
e mi lung sch i lich e läu e . Die höchs e Elabo a ionss u e is e eich , wenn die be-
iebliche Übe se zungsleis ung de Ausbildungs ahmenplaninhal e bewuss zum Teil des
Ausbildungsgeschehens gemach wi d: Mul i unk ionale Tools hal en Auszubildende übe
1 Wi e wenden die Beg i e „Be ieb“ und „Un e nehmen“ auch ü den ö en lichen Diens (§ 3, Abs. 2
Bü oMK AusbV 2025).
▶
61 Das Wich igs e im Übe blick
die zusä zliche Einbindung on In o ma ionsma e ialien und Feedbackins umen en dazu
an, wäh end des gesam en Ausbildungsp ozesses sukzessi e Teile de Planungse s ellung
und -anpassung im Aus ausch mi dem ausbildenden Pe sonal zu übe nehmen.
▶Zusammen üh ung on sachliche und zei liche Gliede ung: Die T ennung de sach-
lichen und zei lichen Vo gaben und Rich we e in den beiden Anlagen de Ausbildungso d-
nung2 wi d in de Planungs eali ä on Ausbildungsbe ieben au gehoben. Dieses E gebnis
wi d du ch die ak uelle Neuo dnung des Be u s Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen
ges ü z , die keine ge enn e Da s ellung on sachliche und zei liche Gliede ung meh o -
sieh .
▶Wegweisende Ins umen e ü eine um assende Quali ä ssiche ung: Elabo ie e Ausbil-
dungsplanungs ools haben das Po enzial, alle ie Phasen (Plan-Do-Check-Ac ) des EQAVET
(Eu opäisches Ne zwe k ü Quali ä ssiche ung)-Rahmenplanes abzudecken ( gl. Ra de
eu opäischen Union 2020). Dasselbe Ziel kann du ch den Einsa z e schiedene Planungs-
und Feedbackins umen e, die pa allel ode nacheinande eingese z we den, e eich we -
den (siehe Tabelle 7).
▶G oße Be iebe nu zen ehe ausdi e enzie e Planungsun e lagen: Un e nehmen, die
im Que schni sbe u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen ausbilden, sind e was g ö-
ße als de Du chschni de ausbildenden Un e nehmen. Mi zunehmende G öße de Aus-
bildungsbe iebe geh eine höhe e Neigung zum Einsa z o male Ins umen e einhe . Die
S udie zeig e wa au , dass Be iebe, die mi inhal lichen Ausbildungsplänen a bei en, mi
hohe Wah scheinlichkei auch wei e e Planungsins umen e einse zen bzw. diese besse
nu zen.
▶G oße Au onomie ü das Ausbildungspe sonal: Wenn es um die konk e e be iebliche
Umse zung de Ausbildungsinhal e geh , is das zus ändige Ausbildungspe sonal zu einem
g oßen Teil au sich und seine E ah ung ges ell . In Be ieben mi Ausbildungslei ung ende
de en Ak ions adius an de Schwelle zu den Fachab eilungen. Planungsun e lagen we den
zwa a bei s eilig e s ell , abe ob und wie die Ve mi lung de be u sspezi ischen Kompe-
enzen geling , oblieg den Ausbildungsbeau ag en und dem ausbildenden Fachpe sonal
in den Fachab eilungen. Das is beme kenswe , denn gleichzei ig he sch ein Bewuss sein
o , dass die be iebliche Umse zung de Ausbildungso dnung – u.a. wegen ih e Komplexi-
ä –, eine g oße He aus o de ung da s ell .
▶Be iebe möch en eine um assende Ausbildung anbie en: Die E üllung es geleg e Aus-
bildungss anda ds is bei ielen un e such en Be ieben p io i ä es Ausbildungsziel. Dabei
we den die es geleg en Ausbildungsinhal e lediglich als Mindes s anda ds e s anden,
übe die Be iebe hinausgehen können. Ausbildungsziele we den on wei e en pädagogi-
schen und be u sbildenden Mo i a ionen und Übe legungen mi ge agen. Die Auswe un-
gen e gaben, dass die A sowie die Ges al ung und Nu zung on Plänen be iebliche We e
und Lei bilde in Bezug au das wide spiegeln, was un e gu e Ausbildung e s anden wi d.
▶Alle Ausbildungsbe iebe nu zen den Ausbildungsnachweis: Das gil auch ü Be iebe,
die den Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen ausbilden. Sie e eichen im Ve -
gleich mi de Haup un e suchung zu allen 18 Be u en alle dings deu lich besse e We e,
wenn es da um geh , das Be ich she gemäß de Emp ehlung des BIBB-Haup ausschus-
ses auch zum Füh en on Ausbildungsnachweisen einzuse zen ( gl. BIBB-Haup ausschuss
2020). So wi d de Ausbildungsnachweis in Un e nehmen, die Kau leu e ü Bü omanage-
2 Die S udie bezieh sich au die Ausbildungso dnung ü Kau leu e ü Bü omanagemen on 2014. Diese
wi d du ch die Neuo dnung des Be u s on 2025 abgelös ( gl. Bü oMK AusbV 2025).
1 Das Wich igs e im Übe blick 7
men ausbilden, deu lich häu ige kon ollie als in ande en Un e nehmen. Dies gil in allen
d ei Ausbildungsbe eichen Handwe k, Indus ie und Handel sowie im ö en lichen Diens .
Eine plausible E klä ung hie ü wä e – neben de Un e nehmensg öße – eine mi dem Be-
u de Kau leu e ü Bü omanagemen einhe gehende A ini ä zu o malen Planungsins -
umen en sowie eine plane ische und sch i lich-dokumen ie ende A bei sweise.
▶Die Möglichkei en des Be ich she es we den zu wenig genu z : Es gib wenig Hinweise
da au , dass es ü die „In ensi ie ung de Kommunika ion zwischen Ausbildenden und Aus-
zubildenden“ übe – wie es in de Haup ausschussemp ehlung heiß – „e wei e e Modelle
des gese zlich o gesch iebenen Ausbildungsnachweises“ (BIBB-Haup ausschuss 2020,
S. 2) be ei s ein aus eichendes Bewuss sein bzw. eine geüb e P axis gib . Das s eh ü e -
gebene Chancen, insbesonde e weil es sich beim Ausbildungsnachweis um das in de P axis
am meis en genu z e Ins umen de Quali ä ssiche ung handel .3
▶F eiwillige quali ä ssiche nde Ins umen e we den e s ä k eingese z : Die E gebnisse
weisen da au hin, dass die Ausbildung im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen
im Ve gleich zu ande en Be u en signi ikan häu ige mi eiwilligen, s anda disie en Ins-
umen en (wie Auswe ungs e en, Nu zung on E aluie ungsbögen, Du ch üh ung eine
Rückschau) zusä zlich übe wach wi d, die in Bezug au die No wendigkei on Absp achen
und Abs immungen einen höhe en plane ischen, kommunika i en und zei lichen Au wand
e o de n.
3 Aus diesem G und wu de die Emp ehlung ausgesp ochen, un e Be ücksich igung be ei s exis ie ende di-
gi ale Ve sionen, das Be ich she als Ausgangspunk ü um ang eiche Wei e en wicklungen zu nehmen,
die alle Ausbildungsp ozesssch i e mi dem nö igen Ins umen a ium ü Dokumen a ion, In o ma ion und
Feedbackaus ausch un e s ü zen (siehe Handlungsemp ehlung 2 in: Sch eibe u. a. 2023, S. 106).
14 4 Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen – eine Ku zda s ellung
zialisie ung beispielsweise zu Kau au/zum Kau mann bzw. im E-Comme ce ode au g und
on akademischen Abschlüssen, die s a dessen anges eb we den ( gl. on dem Bach u. a.
2022).
In okas en: Wahlquali ika ionen im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen
Wahlquali ika ion E läu e ung
1. Au agss eue ung und -koo dina ion ▶Au agsini iie ung
▶Au agsabwicklung
▶Au agsabschluss
▶Au agsnachbe ei ung
2. kau männische S eue ung und Kon olle ▶Finanzbuchhal ung
▶Kos en- und Leis ungs echnung
▶Con olling
3. kau männische Abläu e in kleinen und mi le en
Un e nehmen
▶lau ende Buch üh ung
▶En gel ab echnung
▶be iebliche Kalkula ion
▶be iebliche Auswe ungen
4. Einkau und Logis ik ▶Beda se mi lung
▶ope a i e Einkau sp ozess
▶s a egische Einkau sp ozess
▶Lage wi scha
5. Ma ke ing und Ve ieb ▶Ma ke ingak i i ä en
▶Ve ieb on P oduk en und Diens leis ungen
▶Kundenbindung und Kundenbe euung
6. Pe sonalwi scha ▶Pe sonalsachbea bei ung
▶Pe sonalbescha ung und -en wicklung
7. Assis enz und Sek e a ia ▶Sek e a ia s üh ung
▶Te minkoo dina ion und Ko espondenzbea bei ung
▶O ganisa ion on Reisen und Ve ans al ungen
8. Ö en lichkei sa bei und Ve ans al ungsmanagemen ▶Ö en lichkei sa bei
▶Ve ans al ungsmanagemen
9. Ve wal ung und Rech ▶Kunden- und Bü ge o ien ie ung
▶Rech sanwendung
▶Ve wal ungshandeln
10. ö en liche Finanzwi scha ▶Finanzwesen
▶Haushal s- und Kassenwesen
Quelle: § 4 Abs. 3 Bü oMK AusbV 2013
4 Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen – eine Ku zda s ellung 15
Abbildung 1: Neuabschlüsse im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen on 1993 bis 2023
Quelle: Da ensys em Auszubildende (DAZUBI), S and 11. 9. 2024; 1993 bis 2013: Summe Vo gänge be u e
Pa allel zum Rückgang de neu abgeschlossenen Ausbildungs e äge (siehe Abbildung 1) im
Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen is die Ve agslösungsquo e on 18,5 P o-
zen im Jah 2006 au 23,8 P ozen im Jah 2020 ges iegen13 ( gl. Da ensys em Auszubildende
(DAZUBI)). Diese We lieg e was un e dem Du chschni in de dualen Be u sbildung insge-
sam ( gl. Bundesins i u ü Be u sbildung 2022, S. 141).14 De An eil de Neuan änge in-
nen und Neuan änge , die einen Abschluss im U sp ungsbe u machen, lieg bei den Kau leu en
ü Bü omanagemen mi gu 80 P ozen ( gl. Da ensys em Auszubildende (DAZUBI), eigene
Be echnungen ) eben alls in dem ü IHK-Be u e üblichen We ebe eich.
Als ausgesp ochene Que schni sbe u wi d de Be u Kau au/Kau mann ü Bü o-
managemen in allen Ausbildungsbe eichen (Handwe k, Indus ie und Handel, ö en liche
Diens ) ausgebilde . Das is ein besonde es Cha ak e is ikum dieses Ausbildungsbe u es, de
somi einen Ve gleich des Ausbildungsgeschehens zwischen den Be eichen e möglich . Dabei
is zu beach en, dass sich die Ausbildungsbe eiche u.a. mi Blick au die Un e nehmensg ö-
ße un e scheiden ( gl. Tabelle 1). Die Ausbildungsbe iebe des Handwe ks haben wenige
Mi a bei ende als die Ausbildungsbe iebe de ande en Ausbildungsbe eiche; dies gil auch
ü den Ausbildungsbe u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen , wenn de Un e schied
auch wenige g oß aus äll als bei den ande en Ausbildungsbe u en de Haup s udie „Planung
und Ges al ung on Ausbildung im Kon ex des Le nens im P ozess de A bei “. Dies is hie
wich ig, da sich in dem Fo schungsp ojek be ei s gezeig ha , dass in g öße en Un e nehmen
eine Vielzahl on P ozessen deu lich o melle abläu als in kleine en Un e nehmen und o -
malisie e Ins umen e de Ausbildungsplanung ( gl. Sch eibe u. a. 2023, S. 31 .) und -ge-
s al ung ( gl. Sch eibe u. a. 2023, S. 53 .) s ä ke genu z we den. Es is somi zwischen
„genuinen“ Un e schieden zwischen den Ausbildungsbe eichen und jenen, die schlich au de
un e schiedlichen G ößens uk u be uhen, zu di e enzie en.
13 Im Jah 2023 lag die Ve agslösungsquo e ü diesen Be u bei 29,3 P ozen .
14 Im le z e ügba en Jah 2022 lag die Ve agslösungsquo e in de dualen Be u sbildung bei 29,5 P ozen
( gl. Bundesins i u ü Be u sbildung 2024, S. 152).
32.817
44.502
40.509
22.833 22.638
0
5.000
10.000
15.000
20.000
25.000
30.000
35.000
40.000
45.000
50.000
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
2022
2023
16 4 Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen – eine Ku zda s ellung
Auch wenn de Be u in allen Ausbildungsbe eichen angebo en wi d, so lieg de Schwe punk
deu lich im Be eich on Indus ie und Handel. Die knapp 23.000 neu abgeschlossenen Aus-
bildungs e äge im Jah 2020 e eil en sich wie in Tabelle 2 wiede gegeben au die d ei Aus-
bildungsbe eiche. De Be u de Kau au/des Kau manns ü Bü omanagemen is ein wich i-
ge Ausbildungsbe u im ö en lichen Diens inne halb des dualen Sys ems (insgesam 19.014
Neuabschlüsse in diesem Ausbildungsbe eich im Jah 2020 ( gl. Bundesins i u ü Be u s-
bildung 2022, S. 98)).
Tabelle 2: Neuabschlüsse im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen im Jah 2020
Ausbildungsbe eich Anzahl P ozen
Indus ie und Handel 19.014 83,3
Handwe k 3.321 14,5
Ö en liche Diens 498 2,2
Gesam 22.833 100,0
Quelle: Da ensys em Auszubildende (DAZUBI), S and 10.10.2023, eigene Be echnungen; ohne Neuabschlüsse, die inne halb des e s en
Kalende jah es gelös wu den
Kau leu e ü Bü omanagemen a bei en in Un e nehmen nahezu alle Wi scha sbe eiche,
in de ö en lichen Ve wal ung sowie bei Ve bänden, O ganisa ionen und In e essen e e un-
gen. Sie o ganisie en und bea bei en bü owi scha liche Au gaben. Auße dem e ledigen sie
kau männische Tä igkei en in Be eichen wie Au agsbea bei ung, Bescha ung, Rechnungs-
wesen, Ma ke ing und Pe sonal e wal ung ( gl. Bundesagen u ü A bei o. J.).
Die Ke n ä igkei en eine Kau au/eines Kau manns ü Bü omanagemen um assen:
▶o ganisa o ische und kau männisch e wal ende Tä igkei en aus üh en,
▶Sch i e keh e ledigen,
▶P äsen a ionen en we en,
▶Bü oma e ial bescha en,
▶Te mine planen und übe wachen,
▶Si zungen o be ei en,
▶Diens eisen o ganisie en,
▶die Pe sonaleinsa zplanung un e s ü zen,
▶ex e ne Diens leis ungen einkau en,
▶Kunden be euen,
▶an Au agsabwicklungen mi wi ken,
▶Rechnungen sch eiben,
▶Zahlungseingänge übe wachen.
Im ö en lichen Diens beschä ige Kau leu e ü Bü omanagemen un e s ü zen zudem Bü -
ge innen und Bü ge bei de An ags ellung, klä en Anliegen und Zus ändigkei en und wi -
ken an de Au s ellung des Haushal s- ode Wi scha splanes mi ( gl. Bundesagen u ü
A bei o. J.). Dahe sind bei Ausbildungen im ö en lichen Diens die Wahlquali ika ionen 9
(Ve wal ung und Rech ) und 10 (ö en liche Finanzwi scha ) e p lich end.
4 Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen – eine Ku zda s ellung 17
Angesich s de All ound-Einse zba kei de Kau leu e ü Bü omanagemen is auch ih e Zu-
sammena bei mi Kolleginnen und Kollegen seh iel äl ig: In kleinen Be ieben – e wa aus
dem Handwe k – sind sie nach de Ausbildung in einem echnisch-gewe blich ausge ich e en
Team o mals die einzigen kau männischen Mi a bei enden, wäh end sie in g oßen Be ieben
aus Indus ie und Handel häu ig in Ab eilungen mi ielen ande en kau männisch ausgebilde-
en (Bü o-)Sachbea bei enden ode di ek mi Füh ungsk ä en, Re e en innen und Re e en-
en ode wissenscha lichen Mi a bei enden un e schiedlichs e Fach ich ungen zusammen-
a bei en.
18 5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds
5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche
S anda ds
Nach einigen eino dnenden In o ma ionen zu den spezi ischen Ausbildungsbedingungen ü
die Kau leu e ü Bü omanagemen s ell dieses Kapi el die Un e suchungse gebnisse zu den
Quali ä ssiche ungsak i i ä en de Be iebe im Rahmen ih e Ausbildungs ä igkei en ü den
genann en Be u o . Diese Ak i i ä en beziehen sich di ek au obliga o isch gel ende An o -
de ungen und S anda ds ü Ausbildungsbe iebe, nämlich au den be ieblichen Ausbildungs-
plan und den Ausbildungsnachweis. E gänzend we den in Kapi el 6 zusä zliche in de Ausbil-
dungsp axis eingese z e Ins umen e de Quali ä ssiche ung o ges ell , welche nich in einem
di ek en Zusammenhang mi gel enden S anda dse zungen s ehen.
Ein E gebnis de Haup un e suchung „Planung und Ges al ung on Ausbildung im Kon ex
des Le nens im P ozess de A bei “ is , dass eine konsequen e Quali ä ssiche ung im P ozess
de Ausbildung einen posi i en E ek au das Ausbildungse gebnis in Fo m on besse en No-
en ha . Dabei sei es wich ig zu beach en, dass einzelne Ins umen e nu beding wi k en; es
abe die Summe de eingese z en Ins umen e sei, die zum E olg üh e ( gl. Sch eibe u. a.
2023, S. 102). Danach könn e die Nu zung on Ausbildungsplänen als Teil eine um assenden
Quali ä ssiche ung und -en wicklung on Ausbildungsp ozessen einen posi i en Ein luss au
das Gelingen on Ausbildungen haben ( gl. Sch eibe u. a. 2023, S. 10).
Be ach e man hie zu die im Rahmen des oben genann en Fo schungsp ojek es e mi el-
en Zahlen, die sich au den Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen beziehen, dann
zeigen sich im Ve gleich zu allen 18 Be u en de Haup s udie im Hinblick au Inpu - und Ou -
pu me kmale güns ige e We e (siehe Tabelle 3).
Zu den Inpu ak o en zählen die Angaben de Ausbildenden zu den „Schwie igkei en bei
de Rek u ie ung“ sowie zu den „Abweichungen on den An o de ungen“. Mi Le z e em is
de G ad de E üllung de be ieblichen An o de ungen gemein , den Auszubildende o Be-
ginn de Ausbildung au weisen. Als Me kmale des Ou pu s wu den die beiden Me kmale „Ab-
b uchquo e“ und „No en in Abschlussp ü ung“ he angezogen.
Zu den Inpu me kmalen: Die im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen ausbil-
denden Un e nehmen be ich en on wenige Schwie igkei en, Auszubildende ü diesen Be-
u zu inden, als de Du chschni de be ag en Un e nehmen (Mi elwe e 2,6 zu 3,4 au
eine Skala on 1 bis 5). Bei diesem Me kmal gib es kaum Un e scheidungen in Bezug au die
d ei e schiedenen Ausbildungsbe eiche (Handwe k, Indus ie und Handel sowie ö en liche
Diens ).
▶
5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds 19
Tabelle 3: Inpu - und Ou pu me kmale nach Ausbildungsbe eich
Inpu - und Ou pu me kmale Handwe k Indus ie
und Handel
ö en liche
Diens
alle
Ausbildungs-
be eiche
gesam
(18 Be u e)
Schwie igkei bei de
Rek u ie ung* (Du chschni )
2,6 2,7 2,6 2,6 3,4
Abweichung on den
An o de ungen (in %)
18 16 10 15 30
Abb uchquo e (in %) 11 7 2 7 16
No en in Abschlussp ü ung
(Du chschni )
2,3 2,1 2,1 2,1 2,6
Anm.: Kleine We e s ehen jeweils ü eine güns ige Ausp ägung.
* Schwie igkei de Rek u ie ung: Skala on 1 bis 5
Deu liche e Un e schiede gib es beim zwei en Inpu me kmal, nämlich de Abweichung on
den An o de ungen, die Un e nehmen an Auszubildende o Beginn de Ausbildung ich en:
15 P ozen de Auszubildenden en sp echen im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanage-
men nich den An o de ungen de be ag en Un e nehmen. Dabei lieg de We ü die Kau -
leu e ü Bü omanagemen im Handwe k mi 18 P ozen e was höhe und im ö en lichen
Diens mi zehn P ozen wiede um ein gu es S ück nied ige als de Du chschni swe ü
diesen Be u . Zum Ve gleich: Die im Gesam p ojek be ag en Un e nehmen in allen be ück-
sich ig en 18 Be u en gaben zu 30 P ozen an, dass Auszubildende den An o de ungen nich
en sp echen.
In dieselbe Rich ung weisen auch die We e ü die beiden he angezogenen Ou pu me k-
male „Abb uchquo e“ und „No en in Abschlussp ü ung“.
Hinsich lich des Ausbildungsabb uches sind die Un e schiede zu Gesam be agung hie
soga noch e was g öße : Eine Abb uchquo e on 16 P ozen bei allen be ag en 18 Be u en
s ehen nu sieben P ozen im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen gegenübe .15
Das Handwe k lieg bei den Kau leu en ü Bü omanagemen bei el P ozen , de Ausbildungs-
be eich Indus ie und Handel bei sieben P ozen und de ö en liche Diens soga nu bei zwei
P ozen .
Auch in Bezug au die Abschlussno e schlagen sich die Auszubildenden im Be u Kau au/
Kau mann ü Bü omanagemen besse als de Du chschni . Rech ge ing sind hie die Un e -
schiede zwischen den Ausbildungsbe eichen, wobei im Handwe k mi du chschni lich 2,3
eine e was schlech e e No e in de Abschlussp ü ung e ziel wi d als in den beiden ande en
Ausbildungsbe eichen (2,1).
Wie in allen Ausbildungsbe u en des dualen Sys ems gib es ü die Ausbildung de Kau -
leu e ü Bü omanagemen au be iebliche Ebene e bindlich o gesch iebene S anda ds,
die de Siche ung de Ausbildungsquali ä dienen. Dazu zählen die be iebliche Ausbildungs-
15 Vgl. die bundeswei e Ve agslösungsquo e on 23,8 P ozen , die ü die Kau leu e ü Bü omanagemen
au Sei e 15 genann is . Zu beach en is , dass eine Ve agslösungsquo e nich mi einem Ausbildungs-
abb uch (wie es im F agebogen diese S udie o mulie is ) gleichzuse zen is , denn es kann sich im e s en
Fall zum Beispiel um einen Wechsel inne halb ode auße halb des u sp ünglichen Ausbildungsbe iebes in
einen ande en Ausbildungsbe u handeln. Da übe hinaus könn en die G ünde ü die g oße Disk epanz de
Zahlen in de S ichp obe des Fo schungsp ojek es beg ünde liegen: So is es o s ellba , dass Un e nehmen
mi hohe Ausbildungsquali ä und deshalb ge ingen Ausbildungsabb üchen ehe be ei sind, an eine Be-
agung in einem Fo schungsp ojek eilzunehmen.
20 5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds
planung und de Ausbildungsnachweis (auch Be ich she genann ). In welche A und Weise
diese in de P axis konk e o genommen wi d, beleuch en die olgenden Un e kapi el.
5.1 Die be iebliche Ausbildungsplanung
De o d ingliche Zweck eine Ausbildungsplanung is , den Ausbildungsp ozess sachlich und
zei lich zu gliede n, um die Ve mi lung de be u lichen Handlungs ähigkei zu gewäh leis en
(siehe insbesonde e § 14 Abs. 1 BBiG). De Gese zgebe o de da übe hinaus, im Zusam-
menhang mi de sch i lichen Niede legung des Ausbildungs e ages diese Planung auszu-
a bei en und au zunehmen (siehe § 11 Abs. 1 BBiG). Somi is eine sch i liche Ausbildungs-
planung un e zich ba e Bes and eil des Ausbildungs e ages, de en Vo lage ü den Ein ag
in das bei de zus ändigen Kamme ge üh e Ve zeichnis de Be u sausbildungs e häl nisse
Vo ausse zung is .
In de Haup ausschussemp ehlung om 28.03.1972 wi d de aillie e au die Mindes an-
o de ungen an eine on de Ausbildungss ä e auszua bei enden Ausbildungsplanung einge-
gangen:
„De Ausbildende ha un e Zug undelegung des Ausbildungs ahmenplanes gemäß § 25 BBiG
bzw. § 25 HwO einen den be ieblichen und indi iduellen Gegebenhei en angepass en Ausbil-
dungsplan zu e s ellen, de sowohl den sachlichen Au bau als auch die zei liche Folge de Be-
u sausbildung ausweis .“ (BIBB-Haup ausschuss 1972, S. 1)
Des Wei e en heiß es: „So e n eine Ausbildungso dnung […] o lieg , kann auch de Inhal
des Ausbildungs ahmenplans als Ausbildungsplan zug unde geleg we den“ (BIBB-Haup aus-
schuss 1972, S. 1).
Das bedeu e , dass – o dem Hin e g und diese in de Emp ehlung o mulie en Ö -
nung – die Be iebe en scheiden können, ob sie als G undlage de Ausbildung einen be ieb-
lichen Ausbildungsplan e s ellen ode ob sie lediglich den Ausbildungs ahmenplan aus de
Ausbildungso dnung bei de Ve agsniede sch i beilegen ( gl. Sch eibe u. a. 2023, S. 12).
Eine wei e e Va ian e e möglich das Gese z übe die O dnung des Handwe ks (HwO).
Dieses un e scheide sich hinsich lich des Punk es Ve agsniede sch i on den Vo gaben des
Be u sbildungsgese zes (BBiG), weil es den Be ieben das Rech ein äum , au o angegange-
ne Ausbildungs e äge zu e weisen, so e n sie be ei s eine Ausbildung au Basis de de sel-
ben Rech sg undlage du chge üh haben.16
Wesen lich is , dass die P lich , einen be ieblichen Ausbildungsplan zu e s ellen, im Kon-
ex de Ve agsschließung zwischen ausbildendem Be ieb und Auszubildenden angesiedel
und ge egel wi d und da übe T anspa enz zwischen den Ve agspa eien übe Ziele und
Inhal e de Ausbildung he ges ell we den soll. So kann es ü die Be iebe naheliegend sein,
übe das Beilegen de jeweiligen Ausbildungso dnung/des Ausbildungs ahmenplanes zum
Ausbildungs e ag Rech siche hei zu e langen. Gleichzei ig wi d du ch die mögliche Gleich-
se zung des Ausbildungs ahmenplanes mi dem be ieblichen Ausbildungsplan de Ansp uch
de T anspa enz un e lau en, denn die F age, wie ein spezi ische Be ieb die es geleg en Zie-
le e eichen und die s a uie en Inhal e konk e e mi eln will, is dami ech lich gesehen
onsei en de Be iebe doch nich zwingend da zulegen (Sch eibe u. a. 2023, S. 13). Dies is
o dem Hin e g und zu be ach en, dass de Gese zgebe de ausbildenden Sei e ganz gene-
16 In § 30 HwO is es gehal en: „Au einen be ieblichen Ausbildungsplan im Sinne des § 11 Abs. 1 Sa z 2
N . 1 des Be u sbildungsgese zes, de de zus ändigen S elle be ei s o lieg , kann dabei Bezug genommen
we den.“ Zu den wei e en Hin e g ünden und Bewe ungen siehe Sch eibe u.a. 2023, S. 11 .
5.1 Die be iebliche Ausbildungsplanung 21
ell einen g oßen Spiel aum bei de Ausges al ung de Ausbildungsplanung gewäh – so e n
wäh end de Ausbildung die in de jeweiligen Ausbildungso dnung au ge üh en Le nziele e -
eich sowie die zei lichen Vo gaben be ücksich ig we den.
5.1.1 Die ie Ka ego ien de be ieblichen Ausbildungsplanung
Die E gebnisse im Fo schungsp ojek „Planung und Ges al ung on Ausbildung im Kon ex des
Le nens im P ozess de A bei “ bes ä igen, dass Ausbildungsbe iebe den gegebenen Spiel aum
ü die Ausbildungsplanung s a k ausschöp en. Die Spannb ei e eich on nich e sch i lich-
en, meh ode wenige anspa en en implizi en Planungskonzep en bis hin zu di e enzie
ausgea bei e en inhal lichen Ausbildungsplänen, die, wie sich noch zeigen wi d, als Baus eine
in übe geo dne en mul i unk ionalen Planungs- und Umse zungs ools eingese z we den. Die-
ses b ei e Po olio kann g ob in sch i liche ( o male) und nich sch i liche Planung un e -
gliede we den.
In de Haup un e suchung wu den in de Tele onbe agung den insgesam 1.343 Be ie-
ben, die in 18 ausgewähl en dualen Ausbildungsbe u en ausbilden, die in de Spal e „I em“
on Tabelle 4 au ge üh en ie An wo o gaben o gelesen. Diesen soll en sie das eigene
Planungs o gehen zuo dnen.17
Tabelle 4: Ka ego ien de Ausbildungsplanung und Ope a ionalisie ung
Ka ego ie Bezeichnung I em
1 si ua i e Planung Die Ausbildung e gib sich aus den be ieblichen Au ägen.
2 in o melle Planung Wi ach en da au , dass die Auszubildenden alle Au gaben, die zu ih em
Ausbildungsbe u gehö en, kennenle nen; einen sch i lichen Plan haben
wi jedoch nich .
3 zei liche Planung Wi haben einen sch i lichen Ve se zungs- ode Einsa zplan mi den Zei-
en ü alle S a ionen bzw. be ieblichen Be eiche, die in de Ausbildung
du chlau en we den.
4 inhal liche Planung Wi haben einen sch i lichen Ausbildungsplan, in dem Ausbildungsinhal e
au ge üh sind.
Ka ego ie 1 (si ua i e Planung) ep äsen ie Be iebe, bei denen sich die Ausbildung in e s-
e Linie aus den äglichen Be iebsabläu en e gib . Hie s eh die be iebliche O ganisa ion
de Bea bei ung on Au ägen im Mi elpunk , aus de die Ausbildungsabläu e esul ie en.
Konzep ionelle ode didak ische Übe legungen spielen deshalb – wenn übe haup – nu eine
nach angige Rolle. Umgangssp achlich könn e man on eine „Beis ellleh e“ sp echen.18 Le n-
gelegenhei en, Gegens and de Ausbildung und wei e e Rahmenbedingungen e geben sich
aus den be ieblichen Abläu en. Was ü die Ausbildung wich ig is , wi d si ua i en schieden.
Ka ego ie 2 (in o melle Planung) um ass Be iebe, die da au ach en, dass alle wesen -
lichen Ausbildungsinhal e, die den Ausbildungsbe u ausmachen, im P ozess de Ausbildung
be ücksich ig we den. Konzep ionelle und didak ische Übe legungen können eine g öße e
17 Die es lichen Aus üh ungen dieses Un e kapi els olgen de Da s ellung in Sch eibe u.a. 2023, S. 28 .
18 „Beis ellleh e bedeu e , dass Auszubildende an de Sei e on Fachk ä en, Vo a bei enden ode Polie en in
die be ieblichen A bei s- und Geschä sp ozesse in eg ie we den, indem sie du ch Beobach ung, Nach-
ahmung und Einübung die be u s ypischen Kompe enzen des Gewe kes e le nen“ ( gl. Bosch/Hü enho
2022, S. 223).
22 5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds
Rolle spielen als bei Be ieben, die eine sogenann e Beis ellleh e p ak izie en. Die Be iebe
haben demnach ein implizi es Konzep ü die Ausbildung. Alle dings ixie en sie diese Übe -
legungen nich in einem sch i lichen Ausbildungsplan.
In Ka ego ie 3 (zei liche Planung) be inden sich Be iebe, die einen Ve se zungs- ode
Einsa zplan e s ellen. Ve se zungs- ode Einsa zpläne hal en den geplan en Ablau de Aus-
bildung es . Aus diesen Plänen gehen zei liche Abläu e, Le ngelegenhei en sowie pe sonelle
Zus ändigkei en he o . Didak ische Übe legungen knüp en o allem an zei liche und o ga-
nisa o ische Aspek e an. Bei dem Ve se zungs- ode Einsa zplan handel es sich um ein sch i -
liches Dokumen .
Ka ego ie 4 (inhal liche Planung) beinhal e Be iebe, die eine sch i liche Ausbildungspla-
nung e s ellen. In diesem Planungsdokumen sind Ausbildungsinhal e hin e leg . Sie eichen
on Plänen, die eine s ichpunk a ige Au lis ung de Be u sbildposi ionen aus de jeweiligen
Ausbildungso dnung da s ellen, bis zu de aillie en Dokumen en, die eine be iebliche Übe -
se zung de einzelnen Be u sbildposi ionen in Fo m aus o mulie e Au gaben und Ziele sowie
didak isch-pädagogische Vo gaben beinhal en. Sie sind gg . auch in Quali ä smanagemen -
sys emen in eg ie . So gesehen lassen sich die beiden e s en Ka ego ien auch als nich sch i -
liche und die beiden le z en Ka ego ien als sch i liche (= o male) Ausbildungsplanung as-
sen.
5.1.2 Quan i a i e Auswe ungen zu den be ieblichen Ausbildungsplanungsa en
In de Haup s udie „Planung und Ges al ung on Ausbildung im Kon ex des Le nens im P o-
zess de A bei “ wu den allen 1.341 Be ieben im Zuge de Tele onbe agung diese ie Ka e-
go ien (siehe Tabelle 5) o gelesen, wobei sie sich meh e en Ka ego ien zuo dnen konn en.
G undsä zlich wu de abe nu die höhe e Ka ego ie gewe e . Das E gebnis de Eino dnung
de be ag en Be iebe in die Ka ego ien zeig Tabelle 5.
Tabelle 5: Häu igkei de Ausbildungsplanungsa en (alle 18 Be u e, Haup s udie: Tele onbe agung)
Ka ego ie Bezeichnung Anzahl P ozen
1 si ua i e Planung 40 3
2 in o melle Planung 515 38
3 zei liche Planung 116 9
4 inhal liche Planung 670 50
Meh achnennungen, N = 1.341
Die Tabelle zu Gesam be agung zeig , dass 50 P ozen de Be iebe einen sch i lich-inhal -
lichen Ausbildungsplan nu zen, de Ausbildungsinhal e be ücksich ig . Wei e e neun P ozen
planen die Ausbildung mi els eines Ve se zungs- und Einsa zplanes in zei liche Hinsich .
38 P ozen de Be iebe gaben an, dass sie bei de Du ch üh ung de Ausbildung in o mell pla-
nen, und d ei P ozen de Be iebe planen die Ausbildung si ua i . Folglich planen 59 P ozen
de 1.341 be ag en Be iebe sch i lich und 41 P ozen haben keine sch i lichen Dokumen e
(siehe Tabelle 5).
Be ach e man die An wo en de 238 Be iebe, die den Be u Kau au/Kau mann ü
Bü omanagemen ausbilden, e gib sich olgendes Bild:
5.1 Die be iebliche Ausbildungsplanung 23
Tabelle 6 gib hie zu zunächs die Ve eilung de An wo en einschließlich de Meh achan -
wo en de jenigen Be iebe, die Kau leu e ü Bü omanagemen ausbilden, wiede . Bis au die
in o melle Planung de Ausbildung wu den alle Ka ego ien on mindes ens 60 P ozen de
Be ag en gewähl . Die le z en beiden Spal en de Tabelle geben, kohä en zu Haup un e su-
chung, die An wo e eilung nach eine Rekodie ung wiede , bei de jeweils nu die höchs e
Ka ego ie be ücksich ig wu de ( gl. Sch eibe u. a. 2023, S. 29). Die An eile de neuen Ve -
eilung summie en sich olglich au 100 P ozen . We beispielsweise seine Ausbildung sowohl
als Bes and eil de be ieblichen Abläu e (Ka ego ie 1 „si ua i e Planung“) als auch einem Ve -
se zungsplan en sp echend besch eib , wi d nun de Ka ego ie 3 („zei liche Planung“) zuge-
o dne . Vo allem die un e s e Ka ego ie (si ua i e Planung) dünn hie du ch aus, abe auch
die Ka ego ie „zei liche Planung“, denn und zwei D i el de Be iebe mi Ve se zungsplan
leg de Ausbildung einen inhal lichen Ausbildungsplan zug unde und wi d nun diesem zuge-
o dne . Die en sp echende Ka ego ie de inhal lichen Planung dominie nun mi 61 P ozen
die Ve eilung nach de Rekodie ung. Es olgen de Ve se zungsplan mi 22 P ozen (zei liche
Planung) und das in o melle Ausbildungskonzep mi 15 P ozen . Nu zwei P ozen s ellen
die be ieblichen Abläu e wei es gehend übe eine Planung (si ua i e Planung). Dami planen
83 P ozen de be ag en Be iebe, die Kau leu e ü Bü omanagemen ausbilden, ih e Ausbil-
dung sch i lich und 17 P ozen nich sch i lich.
Tabelle 6: Häu igkei de Ausbildungsplanungsa en ü den Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen
Ka ego ie Typus de Planung
O iginalda en
(mi Meh achnennungen)
Zuo dnung zu höchs en
An wo ka ego ie
Anzahl P ozen Anzahl P ozen
1 si ua i e Planung 164 69 4 2
2 in o melle Planung 37 16 35 15
3 zei liche Planung 168 71 53 22
4 inhal liche Planung 145 61 145 61
Meh achnennungen, n = 238
Es soll nun ein di e enzie ende Blick au die Planungsa en en sp echend den d ei Ausbil-
dungsbe eichen Handwe k, Indus ie und Handel sowie ö en liche Diens ge ich e we den
(siehe Abbildung 2). Es zeig sich, dass in allen Ausbildungsbe eichen au Basis eines inhal -
lichen Ausbildungsplanes ausgebilde wi d – mi eine Spannb ei e on 56 P ozen im Hand-
we k und 71 P ozen im ö en lichen Diens . Auch ein Ve se zungsplan is im Handwe k mi
14 P ozen e gleichsweise sel en anzu e en, was angesich s de G ößens uk u des Hand-
we ks wenig übe asch . En sp echend en allen im Handwe k au die nich sch i liche Pla-
nung zusammenge echne 30 P ozen de Be iebe, im ö en lichen Diens nu sechs P ozen .
Im Ve gleich zu Gesam be agung, in de 59 P ozen de Be iebe angaben, sch i lich und
41 P ozen nich sch i lich zu planen, nu zen die Be iebe, die Kau leu e ü Bü omanagemen
ausbilden, signi ikan häu ige eine o male, also sch i liche Ausbildungsplanung, nämlich,
wie oben be ei s da geleg , zu 83 P ozen (siehe Tabelle 6).
Be ach e man die Planungsa en nach Ausbildungsbe eichen, so is es zus ellen, dass de
Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen o allem im Handwe k o male ausgebilde
wi d (70 %, siehe Abbildung 2) als im Falle alle un e such en Be u e (45 %, gl. Sch eibe
u. a. 2023, S. 30). In den üb igen Ausbildungsbe eichen gib es so gu wie keine Abweichun-
30 5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds
ande en Be eiche du chläu . Abe im Am selbe können wi [die Inhal e] hie zen al eigen -
lich auch nu seh schwe un e b echen.“ (0108, 74)
Du ch den Ve se zungsplan sollen aus eichende Wechsel wäh end de be ieblichen Ausbil-
dungszei gewäh leis e we den, dies – so kann un e s ell we den – mi dem Ziel, eine ab-
wechslungs eiche und quali a i gu e Ausbildung anzubie en, die auch den sp ichwö lichen
Blick übe den Telle and e möglich . Es soll e hinde we den, dass de /die Auszubildende
„imme nu im Sek e a ia einge eil is “. S a dessen sollen ande e Un e nehmensbe eiche
kennengele n und neue Le nan eize gese z we den, wodu ch eine um assende e Kenn nis
de Komplexi ä des Gesam un e nehmens mi seinen un e schiedlichen Geschä sp ozessen
e mi elba wi d.
Dabei sieh die Ausbildungslei ung ih en Bei ag o wiegend in de Gesam o ganisa ion.
Sie olg dabei einem Lei bild, das eine Au gaben eilung zwischen zen ale Ausbildungslei-
ung und dezen ale Ausbildung o sieh . Sie mach seh deu lich, wo ih e plane ischen Kom-
pe enzen enden und die G enze de Übe o de ung beginn , wenn da au hingewiesen wi d,
dass man „im Am selbe [die Inhal e] hie zen al eigen lich auch nu seh schwe un e b e-
chen“ könne.
Deu lich wu de im Rahmen de Un e suchung, dass Ve se zungspläne übe wiegend kei-
ne s a ischen Ins umen e da s ellen, sonde n lexible A bei shil en, die wäh end des Ausbil-
dungsp ozesses häu igen Anpassungen un e liegen. So sind Fehlzei en des ausbildenden Pe -
sonals und de Auszubildenden zu be ücksich igen, gegebenen alls ein e höh e Zei beda ,
wenn wich ige Le nziele in de o gesehenen Zei nich e eich wu den, umgekeh auch zei -
liche S a ungen, wenn Auszubildende ih e Ausbildungszei um ein Jah e kü zen können.
Ein Wechsel de Wahlquali ika ion kann eben alls Anpassungen e o de lich machen. Auch
Beda smeldungen au g und hohe A bei sauslas ungen in den in de Planung o gesehenen
Ab eilungen können eine Rolle spielen.
In de oben genann en Un e nehmensg uppe is olgende Ände ungs hy hmus de No -
mal all:
„[…] zweimal im Jah muss ich diesen Plan übe a bei en, abe es komm imme so o zu i -
gendwelchen Ände ungen. Also, wenn es ein ach, ja, Umse zungen gib , wenn es länge e Aus-
älle gib ode so, dann muss hal gleich de Plan i gendwie angepass und übe a bei e we den.“
(0106, 122)
In dem Zi a komm zum Ausd uck, dass eine einzelne Ände ung Auswi kungen au den ge-
sam en Ve se zungsplan haben kann, was eine egelmäßige Übe a bei ung des Planes no wen-
dig mach . Dabei handel es sich um nich o he sehba e Vo kommnisse und Ve ände ungen,
de en Häu igkei („es komm imme so o zu i gendwelchen Ände ungen“) ehe die Regel als
die Ausnahme is . Somi s ell de Ve se zungsplan nich nu ein Ins umen de Inpu -, son-
de n auch de P ozessquali ä da .
Inhal liche Ausbildungsplan (Ka ego ie 4, inhal liche Planung)
In ün on 13 Fällen e gab die Un e suchung de quali a i en In e iews, dass zu S uk u ie-
ung des Ausbildungsgeschehens ein inhal liche Ausbildungsplan (= inhal liche Planung, Ka-
ego ie 4, siehe Kapi el 5.1.1) ausgea bei e und eingese z wi d. In zwei Fallbeispielen – bei-
des sind Behö den – e geben sich diese und wei e e Be unde aus den im In e iew gemach en
Angaben. Im Wesen lichen is zu diesen beiden Fällen es zuhal en, dass sich die inhal lichen
Ausbildungspläne am Ausbildungs ahmenplan o ien ie en und den In e iews zu olge sowohl
5.1 Die be iebliche Ausbildungsplanung 31
eine be iebliche Übe se zung de zu e mi elnden Kompe enzen als auch In o ma ionen zu
Ausbildungszei en und -o en beinhal en (0109; 0111).
In wei e en d ei Fällen liegen zusä zlich zu den In e iews Planungsun e lagen o , die
eine in e essan e Spannb ei e on Planungsg aden und Ausa bei ungss u en au weisen, wes-
halb sich hie eine am Einzel all o ien ie e ie e gehende Un e suchung anbo . Es handel sich
bei den d ei Fallbeispielen um einen mi els ändischen Diens leis e , eine Behö de mi meh
als 500 Mi a bei enden und eine g oße bundeswei ope ie ende Un e nehmenske e. Diese
In e iews und das zu Ve ügung ges ell e Ma e ial we den in Bezug au die Ausges al ung
de ausgea bei e en Ausbildungspläne und ih en En s ehungsp ozess nähe un e such .
Im Folgenden we den dazu zunächs – gesonde nach den d ei Ausbildungsbe ieben mi
o liegendem inhal lichem Ausbildungsplan – A und Ausges al ung de inhal lichen Ausbil-
dungspläne besch ieben, die ü den Ausbildungsbe u Kau au/Kau mann ü Bü omanage-
men eingese z we den. E gänzend we den au Basis des In e iewma e ials die jeweiligen
En s ehungsp ozesse un e such und e läu e , welche Rolle de Ausbildungs ahmenplan da-
bei gespiel ha . Da übe hinaus we den gg . zusä zliche, die Ausbildungspläne e gänzende
Ma e ialien ku z o ges ell , die im Kon ex de be ieblichen Ausbildungsplanung ih e An-
wendung inden.
32 5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds
Im Fokus: D ei Fallbeispiele aus de P axis:
Ausbildungsbe iebe mi inhal liche Ausbildungsplanung
Ausbildungsbe ieb 1: Mi els ändische Diens leis e (In e iew 0107)
Im Falle des mi els ändischen Diens leis e s, de in de Logis ikb anche ä ig is und de zum Zei punk
des In e iews zwei Auszubildende ü den Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen einges ell
ha e, we den zwei Pläne eingese z , die ü die zu behandelnde F ages ellung ele an sind: ein „be ieb-
liche Ausbildungsplan“ sowie ein wei e e Plan mi zei lich-ö lichen Fes legungen zum Ausbildungsp o-
zess.
De als „be iebliche Ausbildungsplan“ bezeichne e Plan s ell im Wesen lichen in ün Spal en eine a-
bella ische Zusammens ellung de Inhal e des Ausbildungs ahmenplans da . In de e s en Spal e sind –
iden isch mi Anlage 1 de Ausbildungso dnung – die lau enden Numme n de Be u sbildposi ionen au -
ge üh . In Spal e 2 olgen zusammenge ass die Be u sbildposi ionen und die dami e bundenen „zu
e mi elnden Fe igkei en, Kenn nisse und Fähigkei en“, und in Spal e 3 we den die zei lichen Rich we e
(Zei äume und Daue , inne halb de e die Ausbildungsinhal e e mi el we den sollen) angegeben – sie
basie en au den Angaben de Anlage 2 de Ausbildungso dnung.
Die le z en beiden Spal en, die – abgesehen on den Übe sch i en – in de uns o liegenden Ve sion
unausge üll sind, sehen jeweils Pla z ü Ein agungen zu den Themen „Zei aum“ sowie „Be eich und
Ausbildungsbeau ag e/- “ o , wobei hie die Beau ag en in den Fachbe eichen gemein sind.
Fes zuhal en is , dass die Angaben de Anlage 1 (sachliche Gliede ung) und de Anlage 2 (zei liche Glie-
de ung) de Ausbildungso dnung in diese Tabelle zusammenge üh wu den. Fo mulie ungen de An-
lage 1 sind ohne inhal lich ele an e Ände ungen übe nommen wo den. Das gil auch ü die in Anlage 2
de Ausbildungso dnung genann en zei lichen We e bezüglich de sogenann en wei e en be u sp o il-
gebenden sowie ü die gemeinsamen in eg a i en Fe igkei en, Kenn nisse und Fähigkei en. Beme -
kenswe hinsich lich de beiden P lich quali ika ionen (Bü o- und Geschä sp ozesse) is , dass sie im Ve -
gleich zu den ande en P lich quali ika ionen bei allen Be u sbildposi ionen on den zei lichen Angaben
de Ausbildungso dnung abweichen. So we den ü die zu e mi elnden Be u sbildposi ion 1.2 „In o -
ma ions e a bei ung“ beispielsweise 15 Wochen (s a zwischen 4 und 6 Mona e wäh end des 1. und 15.
Ausbildungsmona s wie in Anlage 2) und ü die Be u sbildposi ion 2.2 „Au agsbea bei ung und Nach-
bea bei ung“ zehn Wochen genann (s a 11 Mona e wäh end des 16. und 36. Ausbildungsmona s wie in
Anlage 2 de Ausbildungso dnung).
Diese Ve ände ungen können als Anpassungen an die be ieblichen Gegebenhei en bezeichne we den,
die das Ziel e olgen, – hie die Wo e de In e iewpa ne in – „dass ich diese Inhal e in meinen Be ieb
eink iege“ (0107, 150).
Obwohl in dem besch iebenen „be ieblichen Ausbildungsplan“ sowohl die sachlichen als auch die zei -
lich-ö lichen In o ma ionen zusammenge ass wu den, wi d in dem Fallbeispiel dennoch zusä zlich mi
einem Ve se zungsplan gea bei e . Diese en häl ü eine/-n bes imm e/-n Auszubildende/-n Spezi izie-
ungen hinsich lich de Zus ändigkei en des Ausbildungspe sonals, de Ausbildungszei en und -o e, die
de Ausbildungsplan nich in eg ie .
Im Fokus: D ei Fallbeispiele aus de P axis: Ausbildungsbe iebe mi inhal liche Ausbildungsplanung 33
Zu En s ehungsgeschich e is es zuhal en, dass de be iebliche Ausbildungsplan den Aus üh ungen zu-
olge be ei s o Ausbildungsbeginn e a bei e wu de. Dabei ging man so o , dass zunächs au Basis des
Ausbildungs ahmenplanes geschau wi d, wie man einen inne be ieblichen Ausbildungsplan es legen
und welche de zehn Wahlquali ika ionen man im Un e nehmen gu ausbilden kann:
„[…] wi haben uns je z hie zehn Wahlquali ika ionen angeguck , das is ja das Neue an diesem Aus-
bildungsbe u , und haben gesag : […] Welche Wahlquali ika ion können wi gu hie im Un e nehmen
abbilden? Wo sind auch die Ressou cen? Wo haben wi auch Ausbilde ode beziehungsweise Ausbil-
dungsbeau ag e, die Spaß da an haben, jungen Menschen auch e was beizub ingen, sie zu beglei en
in Be u sausbildung? Weil das inde ich eine ganz wich ige Au gabe […]. Wich ig is , Menschen zu haben,
die Ausbildungsbeglei e sind ode Ausbildungsbeglei e innen, die dann wi klich auch selbe F eude da -
an haben, ande en e was beizub ingen. Wi haben uns geeinig au zwei Wahlquali ika ionen, einmal die
Wahlquali ika ion Pe sonalwesen und die ande e is Kau männische S eue ung und Kon olle.“ (0107, 34)
Das bedeu e , dass die Fes legung de Wahlquali ika ionen o Ausbildungsbeginn du ch den Be ieb o -
genommen wu de, was eine gemeinsame En scheidung mi einem ode eine Auszubildenden in diesem
Fall ausschließ . Anschließend wü den die Pläne lau In e iewpa ne in, die in de Pe sonalab eilung die
Ausbildungslei ung inneha , on ih e a bei e und dann als Vo schläge in die un e schiedlichen Fachab-
eilungen zu Abs immung geschick :
„Das mache ich so, dass ich mi dem, was ich ausgea bei e habe, dem inne be ieblichen Rahmenplan und
de zei lichen Planung, di ek an die Ausbildungsbeau ag en he an e e und mi denen das du chgehe,
ob das so in de en Be eich umse zba is . Auch zei lich umse zba is , es gib ja Zei ens e , wo das ielleich
nich passen könn e.“ (0107, 140)
Dabei bilde „die Ve o dnung den o en Faden“, und Ziel sei es, dass du ch gemeinsames Re lek ie en mi
den Ausbildungsbeau ag en in den Fachab eilungen es ges ell wi d, ob die an de Ausbildungso d-
nung angelehn en Pläne inne be ieblich sowohl zei lich-o ganisa o isch als auch achlich-inhal lich gu
umse zba sind.
De inhal liche Plan und de Ve se zungsplan we den du ch olgende wei e e Ins umen e e gänz :
1. ein wöchen lich zu üh endes Ausbildungsbe ich she , das wiede um s anda disie einmal im Mona
gemeinsam mi de Ausbildungs e an wo lichen in de Pe sonalab eilung und den beiden Auszubil-
denden im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen im Be ieb zusammen e lek ie wi d;
2. Bewe ungs- und En wicklungsbogen zu bes imm en Gesp ächsanlässen wie das Ende de P obezei
ode des Ausbildungsjah es ode de Wechsel in eine ande e Ab eilung;
3. e gänzende In o ma ionen zu den Bewe ungss u en des e eich en Kompe enzle els, die an de Schul-
no enskala angelehn sind und ü die Selbs - und F emde alua ion eingese z we den.
Ausbildungsbe ieb 2: Behö de (In e iew 0101)
Eine Behö de mi übe 800 Mi a bei enden, die zum In e iewzei punk 33 Auszubildende in ün Ausbil-
dungsbe u en, da un e dem Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen , ausbilde , s ell ein wei e-
es Beispiel ü einen Ausbildungsbe ieb mi inhal lichem Ausbildungsplan da .
34 5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds
Ein als „Ausbildungsplan“ bezeichne es Dokumen um ass au 30 Sei en eine abella ische Au s ellung,
die die sachliche und zei liche Gliede ung des Ausbildungs ahmenplans zusammen ass . Die meh e e
Spal en au weisende Tabelle beinhal e die olgenden Posi ionen:
▶lau ende Numme de Be u sbildposi ionen,
▶zu e mi elnde Kenn nisse und Fe igkei en,
▶E läu e ungen (zu den Kenn nissen und Fe igkei en),
▶zei liche Rich we ,
▶Angaben zum jeweiligen Le no .
Da übe hinaus inden sich zwei Spal en, die da legen, ob die Kompe enzen im Ausbildungsbe ieb ode
übe diens beglei ende, gesonde e Un e weisungen e mi el we den sollen. Die e s en beiden Spal en
sind ohne nennenswe e Abweichungen mi den Inhal en de Ausbildungso dnung aus Anlage 1 (sach-
liche Gliede ung) be üll . Die d i e Spal e (E läu e ungen) beinhal e aus üh liche be iebliche Konk e i-
sie ungen de in Spal e 2 au ge üh en Fe igkei en, Kenn nisse und Fähigkei en. So we den die Au gaben
und A bei sabläu e de Behö de au ge üh , und es wi d eils anhand on Beispielen besch ieben, was
de ode die Auszubildende nach Abschluss des Ausbildungsabschni es an Vo gängen und Au gaben
eigen e an wo lich zu behe schen ha . Komple ie wi d dies mi aus üh lichen E klä ungen zu jeweili-
gen Ve mi lungs ie e de Be u sbildposi ionen. In Spal e 4 (zei liche Rich we e) inden sich Angaben zu
no wendigen Ausbildungsdaue ü die Ve mi lung en sp echende Fe igkei en, Kenn nisse und Fähig-
kei en und zu den Zei äumen, wäh end de e dies geschehen soll. Le z e e s ammen aus Anlage 2 de
Ausbildungso dnung (zei liche Gliede ung). In den le z en beiden Spal en sind In o ma ionen da übe
au ge üh , wäh end welche P ozesse und in welchen O ganisa ionseinhei en die en sp echenden Kom-
pe enzen in de Behö de e mi el we den sollen.
Diese Plan wi d in de Behö de als „übe geo dne “ e s anden. E gil ü die gesam e Ausbildungszei
on d ei Jah en und muss den In e iewangaben zu olge nu sel en ak ualisie we den – so weis das o -
liegende Dokumen den Ak ualisie ungss and Juli 2014 aus, wäh end das In e iew 2019 ge üh wu de:
„[…] da an ände sich ja in de Regel auch nich s, so lange die Ausbildungs e o dnung nich geände
wi d. Kla , man könn e die E läu e ungen imme nochmal e gänzen und ak ualisie en, das ja. Und je nach
dem könn e man na ü lich auch noch neue Ausbildungso e ode ande e noch eingeben, wenn sich da was
ge an ha .“ (0101, 80)
P o Auszubildende/-n exis ie da übe hinaus ein ü einen/eine Auszubildende/-n „pe sonalisie e
Plan“, de au eine DIN-A4-Sei e jeweils die beiden Halbjah e eines Ausbildungsjah es abdeck und dem
In e iew zu olge lau end ak ualisie wi d.
Dieses als „be iebliche Ausbildungsplan“ bezeichne e Dokumen e mi el jeweils ü ein Jah nach
Kalende wochen und Wochen agen sys ema isie In o ma ionen übe den jeweiligen Ausbildungso .
Dabei sind dem Plan – neben de Nennung on U laubs-, Be u sschul- und Wei e bildungseinhei en so-
wie diens beglei enden Un e weisungen – o allem nach O ganisa ionseinhei en und dem jeweils zu-
s ändigen ausbildenden Pe sonal geo dne e Auskün e zu den Ausbildungso en zu en nehmen. Ande s
als de Ti el „be iebliche Ausbildungsplan“ sugge ie , inden sich hie keine lei Angaben zu Ausbil-
dungsinhal en, sonde n es handel sich ielmeh nu um einen pe sonalisie en Ve se zungsplan. Diese
Ve se zungsplan uß au dem „übe geo dne en Plan“ – de au g und seine kompe enzbesch eibenden
Inhal e passende als „be iebliche Ausbildungsplan“ zu bezeichnen wä e–, wobei die Ve knüp ung de
Im Fokus: D ei Fallbeispiele aus de P axis: Ausbildungsbe iebe mi inhal liche Ausbildungsplanung 35
beiden Dokumen e in den sch i lichen Angaben zu den inne halb de Behö de be indlichen Le no en
und A bei sp ozessen zu sehen is .
Zu Gene ie ung de besch iebenen Pläne läss sich es hal en: Die in e iew e Ausbildungslei e in gib
an, „aus de Ausbildungso dnung“ einen Ausbildungsplan e s ell zu haben, und zu de in de d i en
Spal e ange üh en be ieblichen Übe se zungen de Inhal e de Ausbildungso dnung e klä sie: „[Ich
habe] E läu e ungen […] neu einge üg , weil manche Sachen ja doch in de Ausbildungso dnung so abs-
ak gesch ieben [sind], dass man die hal ein ach nich e s eh .“ Au diese Weise – so wei e im In e -
iew – soll e besch ieben we den, was sich eigen lich hin e dem Le nziel e be ge (0101, 60).
In dem Fallbeispiel wu de on de In e iewpa ne in he o gehoben, wie wich ig die Rolle de „Aus-
bildungskoo dina o en“ ü den Ausbildungse olg sei: „Die b auchen wi auch ganz d ingend“ (0101,
35). Diese wü den zwischen de Ausbildungslei ung und dem ausbildenden Pe sonal in den jeweiligen
Ab eilungen als Ansp echpa ne /-in ungie en und mi ihnen zusammen gäbe es „Feinplanungsgesp ä-
che“, wäh end de e die au die einzelnen Auszubildenden zugeschni enen jäh lichen Ve se zungspläne
e a bei e wü den:
„Und das s a e eigen lich imme , be o de Auszubildende im e s en Ausbildungsjah bei uns (is ), d. h.,
die Ausbildungslei ung o ganisie einen Te min, bei de die Ausbildungskoo dina o in dabei is und e en-
uell mögliche Ausbilde . […] Und dann haben wi diesen Plan hie in lee quasi, nu mi diesen Zei en, die
ich schon weiß on de Be u sschule […], und dann schauen wi , wie wi den üllen. Dann sagen die mi , in
dem Be eich […], da im Sek e a ia , allen dann und dann die Au gaben an, also es wä e gu , wenn die dann
e s mal in dem Be eich wä en, be o sie dann wiede in den ande en Be eich gehen, wo ielleich au die
o he igen Kenn nisse au gebau wi d. Den machen wi zusammen und d. h., wenn de Auszubildende am
1.8. komm , is diese Plan dann eben schon be üll .“ (0101, 88)
Das bedeu e , dass im Rahmen de geschilde en T e en die indi idualisie en Ve se zungspläne nach
didak ischen Übe legungen gemeinsam s uk u ie we den. So wi d da au geach e , ob au o he ig
e wo benen Kenn nissen au gebau we den kann, womi ein nach pädagogischen Gesich spunk en sinn-
oll geplan e Kompe enzau bau siche ges ell we den soll. Wäh end dieses Planungsp ozesses we den
auch Punk e wie Schulabschluss und Sp achkenn nisse, die die Auszubildenden mi b ingen, au genom-
men, um indi iduelle S ä ken und Schwächen bei de Planung zu be ücksich igen. Im Gegensa z zum
genann en übe geo dne en „Ausbildungsplan“ wi d de Ve se zungsplan häu ig übe a bei e : „[…] de
wi d lau end ak ualisie , also imme , wenn sich i gendwas ände […], wi d diese Plan s ändig du ch die
Koo dina o en ak ualisie und den Azubis und uns zu Ve ügung ges ell “ (0101, 82).
Beide Pläne we den, zusä zlich zu einem digi alen Be ich she , du ch eine sogenann e „Le ns anddo-
kumen a ion“ e gänz . In diesem abella ischen Planungsins umen we den die be u sp o ilgebenden
Fe igkei en, Kenn nisse und Fähigkei en des Ausbildungs ahmenplans au geg i en. In wei e en Spal en
bes eh dann die Möglichkei , u. a. le nzielbezogene Tä igkei en und den S a us (bea bei e /nich be-
a bei e ) einzu agen.
Ausbildungsbe ieb 3: Bundeswei ope ie ende Un e nehmenske e (In e iew 110)
Ein s a k ausdi e enzie es Planungsins umen nu z eine bundeswei ope ie ende Un e nehmenske e,
die zum Zei punk des In e iews und 30 Auszubildende im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanage-
men ausbilde . Im Rahmen de dualen Ausbildung bekomm jede/- Auszubildende einen indi iduali-
36 5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds
sie en „Ausbildungskompass“,21 de zum einen die be iebliche Übe se zung de Ausbildungs ahmen-
planinhal e au üh und da übe hinaus Pla z ü s anda disie e Aus üllan o de ungen in Bezug au O ,
Zei , Einbeziehung on ausbildenden Pe sonen und S ellen sowie die Nu zung on Hil smi eln o sieh .
De Ausbildungskompass beinhal e au den ein üh enden Sei en mi G a iken au gelocke e In o ma-
ionen zum Ausbildungs e lau (1. Jah : Ankommen und E kunden; 2. Jah : Schwe punk se zung Wahl-
quali ika ionen; 3. Jah : e ie ende E ah ungen sammeln) und Hinweise au wei e üh ende Li e a u
sowie Ma e ialien. E gänz wi d dieses Angebo du ch eine Planungs- und Dokumen a ionshil e ü ach
Feedbackgesp äche, die in diese Un e nehmenske e im Ausbildungs e lau s anda disie du chzu üh-
en sind. Au 24 on 26 Sei en inde sich ein abella isch ges al e e inhal liche Ausbildungsplan mi
insgesam neun Spal en: Diese we den wie olg bezeichne : 1. „Le ninhal “ (hie we den die Be u sbild-
posi ionen aus dem Ausbildungs ahmenplan (ARP) au ge üh ), 2. „kennen, können, e lek ie en“, 3. „N .
lau ARP“, 4. „Welche Hil smi el sind e o de lich?“, 5. „Le nbeglei e und Le no “, 6. „E a bei ungszei -
aum (geplan on … bis)“, 7. „Ak uelle Le ns and im Thema (No iz eld)“ sowie 8. „Le ninhal e a bei e “
und 9. „abschließend besp ochen am …“.
Im Ve gleich zu den beiden ande en Fallbeispielen mi inhal lichem Ausbildungsplan äll beim Ausbil-
dungskompass – neben eine p o essionell anmu enden g a ischen Ges al ung – die olls ändige Loslö-
sung on de im Ausbildungs ahmenplan o zu indenden Reihen olge de Be u sbildposi ionen ins Auge.
Auch die O dnung inne halb de Abschni e des Pa ag a en 4 des Ausbildungs ahmenplanes wi d g und-
sä zlich nich beibehal en. Die Posi ionen de Ausbildungso dnung we den ielmeh in eine olls ändig
neue Reihen olge gese z , wobei die en sp echenden Pa ag a en-, Absa z- und Numme nangaben aus
dem Ausbildungs ahmenplan in eine gesonde en Spal e genann we den.
Im Un e schied zu den oben behandel en ande en zwei Fallbeispielen mi inhal lichem Ausbildungsplan
wi d im Ausbildungskompass au die Nennung de Inhal e des Ausbildungs ahmenplans, die un e „zu
e mi elnde Fe igkei en, Kenn nisse und Fähigkei en“ au ge üh we den, e zich e . Es wi d ielmeh in
de d i en Spal e des Planes un e de Übe sch i „kennen, können, e lek ie en“ so o die Übe se zung
de zu e mi elnden Kompe enzen in den be ieblichen Kon ex geleis e . Dies e olg in s ichwo ha en
Besch eibungen und Au zählungen.
Meh e e wei e e Punk e sind bei diesem Ins umen zudem au ällig. Zunächs handel es sich um eine
hyb ide Fo m des Ausbildungsplanes, weil diese nich nu die Ausbildungsinhal e au Basis de Be u s-
bildposi ionen des Ausbildungs ahmenplans be ieblich übe se z au üh und mi zei lich-ö lichen
Fes legungen e knüp , sonde n de Ausbildungskompass is auch zu kon inuie lichen Dokumen a ion
und Re lexion on Feedbackp ozessen konzipie . So kann im gleichen Dokumen mi Un e sch i en de
Auszubildenden und des ausbildenden Pe sonals es gehal en we den, wenn Le ninhal e abschließend
behandel und besp ochen wo den sind.
Im In e iew wi d e ne da au hingewiesen, dass de Ausbildungskompass die Funk ion des be ieb-
lichen Ausbildungsplanes übe nehme:
„Jede Auszubildende ha sein eigenes Dokumen , was ihn du ch die Ausbildung beglei e , und wi nennen
das in e n Ausbildungskompass [aus Anonymisie ungsg ünden wu de das u sp üngliche Wo e se z ].
Und de is […] auch eins zu eins bei de IHK einge eich als Ausbildungsplan.“ (0110, 47)
21 Um keine Rückschlüsse au das in die Un e suchung einbezogene Un e nehmen zu e möglichen, wi d de
a sächliche Name des Ausbildungsdokumen es hie nich genann und s a dessen eine neue Bezeichnung
genu z .
Im Fokus: D ei Fallbeispiele aus de P axis: Ausbildungsbe iebe mi inhal liche Ausbildungsplanung 37
Die ausbildungsbeglei ende und Mul i unk ionali ä des Ausbildungskompasses is ein zen ales Me kmal
des Ins umen es:
„[…] de Auszubildende und de e an wo liche Ausbilde a bei en ganz konsequen mi diesem Plan und
agen z. B. ein: Wann plane ich das nächs e Thema, we is da mein Le nbeglei e , in welchem Team, zu
welchem Zei aum inde das s a ? Da gib es auch ein No iz eld, wo ich sagen kann: Mensch, de Zei aum
is je z um, mi ehl ielleich noch dieses Thema, da müssen wi nochmal d an, oh, das wa besonde s
gu , das in e essie mich besonde s […]. Und auch […], dass ich das nochmal un e sch eibe, dass [ein
Themen eld] […] on beiden Sei en auch angemessen bea bei e wu de.“ (0110, 47)
Mi hil e des No iz eldes können ü den zukün igen Ve lau de Ausbildung wesen liche In o ma ionen,
wie e wa Selbs einschä zungen ode S ä ken und Schwächen, es gehal en we den, de en Kenn nis e wa
ü nach olgende Ausbildungss a ionen gg . hil eich wä en. An ande e S elle heiß es hie zu:
„[…] de Auszubildende is nich übe die d ei Jah e die ganze Zei in einem Team, sonde n es gib eben
auch einen Wechsel […]. Es is […] ü denjenigen, de ihn dann in dem Team beglei e , auch imme […]
[gu ], zu gucken: Was ha de schon gemach […]?“ (0110, 48)
Das mul i unk ionale Design diese Va ian e des inhal lichen Ausbildungsplans wi d mi de olgenden
E läu e ung um issen: „Also, das is eine Planung, das is eine Dokumen a ion und le z en Endes dann
auch die Na iga ion […].“ (0110, 48)
Au die F age, wie de Ausbildungskompass en s anden is , heiß es im In e iew, dass man die be ieb-
liche Umse zba kei de Wahlquali ika ionen gep ü (0110, 62) und sich an den ech lichen Vo gaben
o ien ie habe, um siche zus ellen, dass man die Au lagen einhal e und „meis ens noch eine Schippe“
d au lege, also meh als die Einhal ung de Mindes s anda ds leis e (0110, 47). We bei de E s ellung
be eilig wa , konn e im Ve lau des In e iews nich geklä we den, abe im Rahmen de jäh lichen Ak-
ualisie ung des Ins umen es sei de Pe sonal a eingebunden (0110, 58).
Im Zusammenhang mi den Ak ualisie ungen des Ausbildungskompasses we den die He aus o de ungen
bei de En wicklung des Ausbildungsplanes hema isie , die bei de Suche nach dem ich igen Maß an
De aillie hei bei de Übe se zung on Ausbildungs ahmenplan-Inhal en in den be ieblichen Kon ex
au auchen:
„[…] das is ielleich auch so ein bisschen schwie ig, da eine Balance zu inden, eben diese Ebene abzu-
bilden, die es ielleich ü den Ausbilde g ei ba e mach und eben diese Übe se zungsleis ung, ihn da
ein bisschen auch zu un e s ü zen bei de Übe se zung […] om Ausbildungs ahmenplan. Abe eben o z-
dem auch noch au eine Ebene zu bleiben, wo man je z sag , das ände sich je z nich alle zwei Wochen.“
(0110, 69)
Hie we den die Un e schiede zu einem Plan deu lich, de übe die Au lis ung de zu e mi elnden Kom-
pe enzen aus de Ausbildungso dnung und eine inne be ieblichen zei lich-ö lichen Zuo dnung hi-
nausgeh . De Au wand, einen Plan mi be iebliche Übe se zung de Ausbildungs ahmenplaninhal e
de aillie zu konzipie en, im Ve lau de Ausbildung zu ak ualisie en und sich da übe zu e s ändigen,
in welche Häu igkei und Tie e dies zu geschehen ha , is im Ve gleich zu E s ellung eines Ve se zungs-
planes nochmal essou cenau wendige und abs immungsin ensi e .
Im Falle des Ausbildungskompasses wi d mi diesem Ums and so umgegangen, dass iele Fes legungen
e s wäh end des Ausbildungsp ozesses e olgen, und zwa als E gebnis eine In e ak ion zwischen Aus-
zubildendem/Auszubildene und ausbildendem Pe sonal. So heiß es im In e iew, dass am An ang Pla-
nungen da übe , was in den e s en Tagen und Wochen im Zusammenhang mi de Ausbildung geschehen
38 5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds
soll, o gegeben we den und dann diese S uk u „sukzessi e, abe s e ig imme wei e “ abgebau we -
de. Dies geschehe mi dem Ziel, dass Übe legungen zu den nächs en Sch i en „imme meh in insisch
und selbs ges eue om Auszubildenden kommen“ soll en (0110, 25), die dann abzus immen seien.
Dies is ein Vo gehen, das auch zu In e essenkon lik en üh :
„Also, [wi ] e suchen endenziell so wenig wie möglich einzusch eiben, de Wunsch de Ausbilde is
manchmal ein bisschen ande s, und da müssen wi imme die Waage hal en.“ (0110, 70)
Wie auch in den ande en Fallbeispielen is de Ausbildungskompass konzep ionell eingebe e in ein
Se on wei e en Ins umen en, die de Gewäh ung de Ausbildungsquali ä dienen. So wi d de Aus-
bildungskompass du ch Fach- und Wochenbe ich e e gänz . Le z e e en sp echen dem Ausbildungsnach-
weis und sehen eine Zuo dnung de Leh - und Le ninhal e zu den Be u sbildposi ionen des Ausbildungs-
ahmenplans du ch die Auszubildenden o , um de en Re lexions ähigkei zu ö de n.22 Hie äll eine
Dopplung au , da – wie oben gezeig – schon de Ausbildungskompass den Angaben zu olge be ei s als
Ausbildungsplan „eins zu eins bei de IHK einge eich [wi d]“.
Folge ungen aus den d ei Fallbeispielen
Anhand de d ei un e such en Fallbeispiele zeig sich, dass eine „inhal liche Planung“ au eine „zei lichen
Planung“ basie bzw. mi le z e e e knüp is ( e gleiche die zug unde geleg e De ini ion, siehe Kapi-
el 5.1.1). Demnach wi d die inhal liche Planung in Fo m eines sch i lich ausgea bei e en Dokumen s,
das in de Ausbildungsp axis nich zwingend „be iebliche Ausbildungsplan“ heiß , in den un e such en
Fällen imme du ch einen Ve se zungsplan e gänz . In zwei de d ei ie e gehend un e such en Fallbei-
spiele mi inhal liche Planung wi d diese als übe geo dne e s anden und du ch das Dokumen zu
zei lich-ö lichen Koo dina ion e gänz . Dieses zusä zliche Ins umen is ein Ve se zungsplan, de indi i-
dualisie au die Ausbildung eine speziellen Pe son zugeschni en is .
Ein ande e Weg wi d im d i en Fallbeispiel eingeschlagen, bei dem sowohl die zei lich-ö liche als auch
die inhal lich-sachliche Planung in einem einzigen Tool zusammenge üh wi d, also kein gesonde e
Ve se zungsplan genu z wi d, denn e is ielmeh in eg ie . Dieses Ins umen is mul i unk ional kon-
zipie : Es soll als eine A indi iduelle Beglei e ü die Auszubildenden im Ausbildungs e lau ungie en,
de auch Feedbackp ozesse s eue und dokumen ie . In endie is , dass die zu e mi elnden Fe ig-
kei en, Kenn nisse und Fähigkei en aus de Ausbildungso dnung zum g oßen Teil e s wäh end de Aus-
bildung in Fo m on le nbezogenen Tä igkei en („Le ns ände im Thema/Le ninhal e“) Sch i ü Sch i in
den be ieblichen Kon ex übe agen we den. Diese Übe se zungsleis ung is das E gebnis eines in e -
ak i en P ozesses zwischen den Auszubildenden und dem ausbildenden Pe sonal und soll die Auszubil-
denden in de Wei e en wicklung ih e Selbs e lexions ähigkei un e s ü zen.
Beim mi els ändischen Diens leis e (Fallbeispiel 1) besch änk man sich au die zei lich-ö liche „Übe -
se zung“, die in Bezug zu den im Ausbildungs ahmenplan genann en anzueignenden Kompe enzen ge-
se z wi d. Du ch welche Au gaben, Tä igkei en ode Maßnahmen de en Ve mi lung e olgen soll, wi d in
diese Va ian e des Ausbildungsplans nich spezi izie .
22 Im In e iew wu de da au hingewiesen, dass man sich in Bezug au das Be ich she am „ganzhei lichen
Ausbildungsnachweis“ o ien ie habe, den die IHK Bodensee-Obe schwaben im Rahmen eines Modell e -
suches en wickel ha (h ps://www.deqa- e .de/de/daqa e _91366.php; S and: 28.02.2025).
Im Fokus: D ei Fallbeispiele aus de P axis: Ausbildungsbe iebe mi inhal liche Ausbildungsplanung 39
Im Fall de Behö de (Fallbeispiel 2) wi d hingegen die Übe se zung de Ausbildungs ahmenplaninhal e
in den be ieblichen Kon ex , neben den ö lich-zei lichen Fes legungen, dadu ch geleis e , dass die zu
e mi elnden Kompe enzen un e geb ochen we den au konk e e, im Ausbildungsbe ieb an allende
A bei sau gaben und -p ozesse („le nzielbezogene Tä igkei en“).
Inne be iebliche Abs immungsp ozesse beglei en und e möglichen diese Übe se zungsp ozesse. Sie
dienen dazu, die Umse zba kei de Planungen zu gewäh leis e . Da ü un e b ei e die Ausbildungslei-
ung gg . Vo schläge, die mi den Ausbildungsbeau ag en in den Fachab eilungen ückgekoppel we -
den. Wäh end diese Gesp äche we den die Einschä zungen de Be eilig en abgeglichen, um au diese
G undlage gg . no wendige Ände ungen und Anpassungen de Planungen du chzu üh en.
Beme kenswe is , dass die T ennung de sachlichen und zei lichen Vo gaben und Rich we e in zwei An-
lagen de Ausbildungso dnung in de Planungs eali ä on Ausbildungsbe ieben au gehoben wi d und
sowohl sachliche als auch zei liche Vo gaben in einem Dokumen zusammenge ass we den (siehe Fall-
beispiele 1 und 2, S. 26, 27). Hie wä e zu übe legen, ob diese ehle an ällige Fleißa bei nich schon du ch
eine usionie e Da s ellung in de Ausbildungso dnung geleis e we den könn e, um die Be iebe an die-
se S elle zu en las en. Eine Al e na i e wä e, dies in en sp echenden Un e s ü zungs ools du chzu üh en.
Da übe hinaus ußen die Ins umen e imme au den Inhal en des Ausbildungs ahmenplans (inklusi e
de Anlagen 1 und 2), wenngleich man nich in allen Beispielen an de Da s ellung in de Ausbildungs-
o dnung es gehal en ha , was e wa Volls ändigkei , Reihen olge und wö liche Übe nahme de Inhal e
angeh . Je mul i unk ionale und dami komplexe die Planungsins umen e au gebau sind, des o un-
abhängige e schein im un e such en Sample de en Ges al ung on de Ausbildungso dnung bzw. dem
Ausbildungs ahmenplan.
Auße dem we den solche on den Be ieben genu z en inhal lich-zei lichen Ausbildungsplanungen in al-
len d ei gesonde un e such en Fällen du ch wei e e Planungs ools e gänz , die au einande au bauen
bzw. ineinande g ei en und in de Regel ü die wei e e Dokumen a ion (Be ich she ) und p ozessbeglei-
ende E alua ion des Ausbildungss andes eingese z we den.
Zu esümie en is , dass die Au gabe, die in de Ausbildungso dnung es geleg en Ausbildungsinhal e in
die be iebliche Ausbildungsp axis zu übe se zen, ü die Ausbildungsbe iebe eine o de nde, komplexe
Ve p lich ung da s ell , an de , je nach G öße des Be iebes, eine un e schiedlich hohe Anzahl an Ak eu en
und Ak eu innen be eilig is . Dies gil be ei s ü die zei liche und umso meh ü die inhal liche Planung.
Neben de Koo dinie ung und Du ch üh ung de Abs immungsp ozesse im Zusammenhang mi de E -
s ellung on Ausbildungsplänen zähl es zu den wei e en He aus o de ungen, das ich ige Maß an De ail-
lie hei zu inden. De Wunsch de Be iebe bes eh da in, die Pläne zwa aus eichend aussagek ä ig,
abe auch nich zu de aillie zu ges al en, um zu häu ige Ak ualisie ungsa bei en zu e meiden. Wie oben
da ges ell , wi d in einem Fall die Lösung da in gesehen, dass die Au gabe, die pe sonalisie en Planungs-
an eile wäh end des Ausbildungsp ozesses kon inuie lich anzupassen, sukzessi e au die Auszubildenden
selbs übe geh . Sie sollen in Koope a ion mi dem ausbildenden Pe sonal ih e indi iduellen Pläne kon i-
nuie lich p legen und ak uell hal en. Das e deu lich die in Bezug au Koo dinie ungs- und Kommunika-
ions ähigkei hohen An o de ungen an die Auszubildenden.
Fes zuhal en is , dass alle d ei Fallbeispiele zu den g oßen Un e nehmen zählen. Dami wi d die Fes s el-
lung, dass g oße Be iebe häu ige inhal lich planen, auch du ch die quali a i en In e iews empi isch
ges ü z . In allen d ei Be ieben wi d sowohl mi eine „zei lichen Planung“ (Ausbildungsplanung nach
46 5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds
Exku s 2: G ünde ü die spezi ische Ges al ung und
Nu zung inhal liche Ausbildungsplanung
Die gewonnenen E kenn nisse zu Exis enz und A de Ausbildungsplanungen we en F agen nach de
Mo i a ion und den G ünden au : Wa um we den ode wu den die Pläne so e s ell und nich ande s?
Au Basis alle im P ojek e lau du chge üh en quali a i en In e iews wu de hinsich lich dieses E kenn -
nisin e esses mi spezi ischen In e iew agen, abe auch mi de Auswe ung indi ek e I ems gea bei e .
Abgesehen on E kenn nissen zu Ve ah ens- und Teilaspek en de Genese on Ausbildungsplänen, die
sich meis gesp ächsimmanen e gaben, ziel en zwei F agen des Lei adens au die E uie ung de be ieb-
lichen Ausbildungskul u . Dieses Vo gehen olg de These, dass die Mo i a ion ü Ausbildungsplanung
au de In en ion basie , du ch eine bes imm e Planung bes imm e Ziele zu e eichen. Im Umkeh schluss
heiß das: Sind die Ziele de Ausbildung bekann , e geben sich da aus mögliche weise nü zliche E kenn -
nisse zu den G ünden ü spezi isches Planungs e hal en.
In diesem Zusammenhang we den im Folgenden zunächs In e iewan wo en aus den ün quali a i
in e iew en Be ieben mi inhal lichem Ausbildungsplan hinsich lich de beiden olgenden F agen aus-
gewe e :
▶„Was is aus Ih e Sich eine gu e Ausbildung?“
▶„Was müssen Ih e Auszubildenden am Ende de Ausbildung können?“
Ziele de Ausbildung
Au die F age, was aus de Pe spek i e de in e iew en Pe son eine gu e Ausbildung sei, gab es in ie
on ün Fällen An wo en, die sich di ek au die gese zlich o gesch iebenen S anda ds bezogen.
So gab die Ausbildungslei e in des mi els ändigen Diens leis ungsun e nehmens an, dass gu e Ausbil-
dung sich dadu ch auszeichne, dass de an de Ausbildungso dnung angelehn e Ausbildungsplan inne -
be ieblich gu umgese z we de (0107, 22; ähnlich: 0111, 26).
Die An wo de Ausbildungslei ung in de Behö de geh in dieselbe Rich ung:
„Eine gu e Ausbildung is , wenn man sich – ode de Ausbilde – au jeden Fall an die Ausbildungso dnung
häl , eben seh da au ach e , dass die Inhal e, die da eben besch ieben sind, abdeck und die auch so ab-
deck , dass da auch eine Übe p ü ung s a inde , schon be o eigen lich die P ü ung(en) ein e en […].“
(0101, 17)
In einem wei e en In e iew wi d kein Bezug au die Ausbildungso dnung, sonde n au die Abschluss-
p ü ung genommen. So heiß es do , dass man gu e Ausbildung mi eine seh gu en Vo be ei ung au
die P ü ungen e binde (0109, 42).
Aus de Gesam hei de Äuße ungen läss sich ablesen, dass die Ausbildungsplanung au den gese z-
lichen Vo gaben basie en soll e, dami siche ges ell is , dass die Umse zung den An o de ungen genüg .
Dahin e s eh das Selbs e s ändnis, dass die be ei s au Sys emebene e a bei e en cu icula en Inhal-
e Basis und Ausgangspunk ü be iebliche Ausbildungsleis ungen da s ellen, die als gese z und no -
Exku s 2: G ünde ü die spezi ische Ges al ung und Nu zung inhal liche Ausbildungsplanung 47
wendig gel en. Es gib keine Hinweise da au , dass es als Au gabe de Ausbildungsbe iebe be ach e
wi d, sich mi de Quali ä de Ausbildungso dnung auseinande zuse zen. Alle dings wi d die Mo i a ion
o mulie , übe die in den Ausbildungso dnungen es geleg en An o de ungen hinauszugehen – womi
man de en Eigenscha als Mindes s anda d ge ech wi d.
So gil es nach Auskun eine In e iewpa ne in aus de Un e nehmenske e, „noch eine Schippe d au
zu legen“ (0110: 47), ode , wie es in de Behö de heiß : „Wi möch en nich nu […] die egulä e Ausbil-
dung nach de Ausbildungs e o dnung […] zu Ve ügung s ellen, sonde n auch ge n noch meh […]“
(0101, 17).
Alle ün In e iews zeigen in s a ke bis seh s a ke Ausp ägung, dass sich die be iebliche Au me ksam-
kei au den Umse zungsp ozess okussie . Die g öß e Ene gie ließ demnach dahin, im Kon ak mi den
Auszubildenden kon inuie lich zu beobach en, ob die Ausbildungsumse zung den plane ischen Vo gaben
genüg . So wi d da on gesp ochen, dass „die gesam e Ausbildungszei le z endlich die P ü ungs o be-
ei ung“ sei, und es sich um ein zen ales Elemen handele, sich die E gebnisse on Zwischenp ü ungen
anzuschauen und „ egelmäßig im Aus ausch zu sein in den Feedbackgesp ächen und diese gesam e Zei
ein ach […], bewuss auch ü die P ü ungs o be ei ung zu nu zen“ (0110, 75; ähnlich 0109, 52).
Dieses Bemühen um ein o gese z es Moni o ing des Ausbildungsgeschehens wi d du ch den Einsa z
e schiedene Ins umen e ü die Be eiche Be ich swesen und Feedback e ah en deu lich.
Im Un e schied zu eng an den gese zlichen S anda ds angelehn en An wo en wu de in Bezug au die
F age nach „gu e Ausbildung“ in ie on ün Fallbeispielen im In e iew hema isch wei e ausgehol :
Man wolle die jungen Leu e „au das A bei sleben o be ei en“ (0101, 39). So sollen sie nach de Ausbil-
dung „wi klich an ih em A bei spla z, au dem sie übe nommen we den, quali a i gu eingese z we den
können. „Dabei sei es wich ig, die heo e ischen Inhal e zu behe schen, und dass sie „sich in dem Team,
in dem sie dann ä ig sind, wi klich he o agend einb ingen können“ (0101, 21; ähnlich auch 0111, 40).
Eine gu e Ausbildung sei dann gegeben, so wi d es im In e iew mi Ve e e innen eine Un e nehmens-
ke e o mulie , „wenn de Auszubildende am Ende seine Ausbildungszei auch ähig is [ ü ] die Tä ig-
kei en, die in seinem Be u an allen we den, […] dami meine ich nich nu achlich, sonde n auch ü
die Ve ände ungen, die e in seinem Be u sleben du chlau en wi d“ (0110, 22). G undsä zlich solle es
die Ausbildung den Auszubildenden e möglichen, „[sich] be u lich in [ih em] Handlungsum eld bewegen
und sich mi einem Be u e binden [zu können]“ (ebd.). An ande e S elle heiß es, man wolle die Aus-
zubildenden „wi klich bes möglich quali izie en, dass die nachhe au dem A bei sma k wi klich auch
nachge ag we den […]“ (0101, 17).
Aus diesen Zi a en läss sich g undsä zlich – gemäß dem BBiG – das übe geo dne e Ausbildungsziel be-
u liche Handlungs ähigkei he auslesen, das die Ve mi lung sowohl be u sbezogene achliche als
auch übe geo dne e pe sonale Kompe enzen (Sozialkompe enz und Selbs s ändigkei ) einschließ und
le z lich zu eine e besse en Beschä igungs ähigkei üh en soll. Es geh demnach auch um das „Sich-
Aneignen“ eines Be u es, und da um, die Siche hei ü selbs s ändiges be u liches Handeln zu e langen.
Im wei e en Ve lau de In e iews wu de wei e danach ge ag , was die Auszubildenden können müs-
sen, um die da geleg en Ziele zu e eichen. Hie zieh sich de Ansp uch, die Auszubildenden mögen
Selbs s ändigkei , das Übe nehmen on Ve an wo ung, P ozess e s ändnis und Re lexions ähigkei e -
langen, wie ein o e Faden du ch die Bei äge. So heiß es e wa, es gehe da um, die Auszubildenden in
ganze P ozesse mi hineinzunehmen, dami sie auch „den ganzen Zusammenhang“ e s ehen und sie
48 5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds
le nen, wie es is , dass „das Team ode die Kollegen auch on dem A bei se gebnis [des ode de Auszu-
bildenden] auch abhängig sind“ (0101, 25).
In demselben In e iew wi d im Zusammenhang mi de E läu e ung eine Le ns anddokumen a ion, die
in dem Be ieb wäh end des Ausbildungsp ozesses genu z wi d, o mulie , Auszubildende müss en auch
le nen, ih eigenes Handeln zu e lek ie en (0101, 100).
In de bundeswei agie enden Un e nehmenske e wi d he o gehoben, dass die Jugendlichen eigene
Lösungswege en decken le nen und sich im Gesp äch mi ande en An egungen holen sollen, denn das
Un e nehmen b auche le z lich solche Mi a bei enden, „die eigene Wege denken, die Dinge mal hin e -
agen, die mal ande s denken […]“ (0110, 155).
In dem In e iew mi dem Diens leis ungsun e nehmen wi d da au hingewiesen, dass man keine A bei s-
au gaben simulie e, sonde n dass die Auszubildenden e wa im Be eich Pe sonalwesen und Bewe bungs-
e ah en den „komple en P ozess beglei en“ und, zunächs un e Anlei ung, abe dann seh schnell
selbs s ändig Au gaben übe nähmen (0107, 58). Eigens ändigkei wi d also als wich iges Ausbildungsziel
iden i izie , was me hodisch-didak isch He aus o de ungen be ei häl , wie das olgende Zi a zum Aus-
d uck b ing :
„[…] lasse ich das schon mal lau en [ode ] gehe [ich] nach den e s en E lebnissen ins Gesp äch, […]. Um
ein ach zu e hinde n, dass es zu s a ken F us a ionen ode auch zu, ja, das kann ja auch wi scha lich
nich so gu sein, wenn man je z zwei, d ei Wochen i gendwas eins eck ode eine En scheidung i , die
ielleich nich agba is ü das Un e nehmen. […]. Das heiß , es is auch hochkomplex ü den Ausbilde .“
(0110, 37)
Hie wi d deu lich, dass das ausbildende Pe sonal die Au gabe zu lösen ha , un e Be ücksich igung pä-
dagogische und wi scha liche Abwägungen den jungen E wachsenen den ich igen G ad an F eihei
einzu äumen, um du ch das Sammeln eigene E ah ungen die Fähigkei zu Eigens ändigkei zu s ä -
ken. Dabei wi d au die En wicklung on Selbs s ändigkei gese z , indem man „au Augenhöhe“ mi den
Auszubildenden sp ich , wobei es dem Selbs e s ändnis nach in die pädagogische Ve an wo ung äll ,
„Übe o de ung“ zu e meiden:
„[…] also im G unde genommen we den sie [die Auszubildenden] ja so be ach e , wie ja, wie Kollegen […].
Wi di e enzie en da eigen lich nich , es sei denn, wi müssen di e enzie en, abe e s mal sagen wi : Ih
seid genauso wie wi ollwe ige Mi a bei e , on de Denke he , na ü lich nich on de An o de ung he .“
(0107, 100)
Bei diesem Fallbeispiel is he auszus ellen, dass in Bezug au das Ausbildungsgeschehen on de In e -
iew en g oßen We au eine angenehme A mosphä e geleg wi d („Spaß haben“). Hie und in ande en
In e iews äuße sich da in die Vo s ellung, au diesem Weg op imale Bedingungen ü eine gedeihliche
En wicklung zu scha en (ähnlich 0109, 212 und 0111, 28). Deu lich wi d die skizzie e Hal ung an e -
schiedenen S ellen. Hie heiß es exempla isch:
„Also, das is so ü mich das Wich igs e, diese We schä zung is wich ig, Ane kennung is wich ig, Spaß
haben, F eude haben. Die sollen, wenn sie so in zehn, 20, 30 Jah en zu ückdenken, sollen die sagen: Ja,
genau, supe , dass ich eine Ausbildung gemach habe. Das is mein Ziel, weil ich kann das sagen, ich habe
heu e noch Kon ak zu meinem Ausbilde und ich habe die [19]84 gemach !“ (0107, 316)
He o gehoben wi d im Ve lau dieses In e iews die Ve an wo ung als Ausbildungsbe ieb, die jungen
Leu e in eine wich igen Lebensphase zu beglei en und zu un e s ü zen.
Exku s 2: G ünde ü die spezi ische Ges al ung und Nu zung inhal liche Ausbildungsplanung 49
„[…] es is ja ge ade so de Zei aum, wo die ja auch so p i a sich so oll en wickeln, also inde ich jeden alls
an as isch das zu beobach en diese d ei Jah e.“ (0107, 208)
So is es eines de Ziele de Ausbildung, den Auszubildenden du ch ge egel e Aus ausche und Feedback-
gesp äche dabei zu hel en, he auszu inden, welche be u liche Rich ung sie im be ei s gewähl en Feld
einschlagen wollen. In diesem Kon ex wi d eine Ausbildung dezidie on de Eina bei ung eines neuen
Mi a bei enden abgeg enz :
„Das un e scheide ja jemand, de neu als ausgele n e K a in ein Un e nehmen komm . Da is de Un e -
schied, die we den angelei e , und dann sind die ü eine bes imm e Au gabe o gesehen und dann ma-
chen die die, Punk . Den Auszubildenden möch e ich die Möglichkei geben, in e schiedens e Au gaben
und Themen einzugucken. Um selbs he auszu inden, wo die eigenen In e essen und Schwe punk e sind.“
(0107, 88)
Le z lich sp ich aus diesen Äuße ungen eine ü so gliche, pädagogisch-didak isch e lek ie e Hal ung
gegenübe den Auszubildenden. Es be uh au dem Bewuss sein ü die besonde en Chancen und He-
aus o de ungen, die diese Lebensphase de jungen Menschen mi sich b ing – au sei en de Jugend-
lichen und des ausbildenden Pe sonals.
Die da geleg en Ausbildungsziele will man mi einem plan ollen Vo gehen, das du ch sch i liche Aus-
bildungspläne un e s ü z wi d, e eichen. Dabei sollen die Pläne nich nu au de ausbildenden Sei e ü
T anspa enz und Übe blick so gen, sonde n insbesonde e auch au sei en de Auszubildenden:
„[…] weil uns hal wich ig is , dass die Auszubildenden hal auch wissen, wo au komm es in de Ausbil-
dung an, wo au basie die übe haup […].“ (0101, 60)
In Bezug au die Le no e wi d in den Fallbeispielen au den geplan en egelmäßigen Wechsel on Aus-
bildungso en inne halb und auße halb des Be iebes gese z (z. B. in e schiedenen Fachab eilungen,
gg . auch im Rahmen eine ex e nen Ausbildungsphase bei einem koope ie enden Be ieb ode eines
Auslandau en hal es). In dem Diens leis ungsbe ieb (Fallbeispiel 1) wi d e wa halbjäh lich gewechsel :
„Wi haben das ex a so gemach , […] wi wollen ein bisschen Dynamik in die Ausbildung einb ingen und
wechseln deswegen“ (0107, 40).
Dabei wi d zudem de Idee ge olg , dass ein wiede hol es Ro ie en in denselben Fachbe eich dazu dienen
wü de, E ah ungen au un e schiedlichen Ni eaus zu in ensi ie en, und es dadu ch zu eine „inhal lichen
An eiche ung“ ode zu einem Job-En ichmen komme, was du ch wenige Rou inea bei en und meh hö-
he we ige Tä igkei en cha ak e isie wü de (0107, 88).
Eine Ausbildungsbeau ag e de Un e nehmenske e (Fallbeispiel 3) e weis au die No wendigkei ,
dass Auszubildende eine bes imm e Daue in einem A bei szusammenhang sein müssen, um ihnen die
Ve mi lung on pe sonalen Kompe enzen wie Team ähigkei zu e möglichen:
„Wi ach en seh da au , dass die Ausbildungszei en in einzelnen Teams ech lange sind, dami auch wi k-
lich eine ech e A bei im Team s a inden kann.“ (0110, 33)
Hie lieg de Fokus ehe da au , nich zu häu ig zu wechseln, dami die Auszubildenden du ch eine aus-
eichend lange Ve weildaue die Möglichkei en e hal en, A bei sp ozesse möglichs um änglich zu e s e-
hen und im zwei en Sch i mi zuges al en. Das e o de on den an de Ausbildungsplanung be eilig en
Ak eu innen und Ak eu e eine undie e Kenn nis de A bei szusammenhänge:
50 5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds
„Also, wi gehen nich s ik so o , dass wi ge ade beim Kau mann ü Bü omanagemen die Auszubilden-
den on Ab eilung zu Ab eilung schicken, nu dami quasi au dem Papie das s imm , dass sie bei Finanz
und Con olling wa en, sonde n wi gucken: Wo geh es im Zusammenhang und in de A bei .“ (0110, 35)
Fes zuhal en is hie , dass die Ges al ung des Ausbildungsplanes mi den do e zeichne en Wechseln
nich nu de Abdeckung de im Ausbildungs ahmenplan au ge üh en Ausbildungsinhal e dien , son-
de n einem e lek ie en didak ischen Ve s ändnis sowie einem spezi ischen Selbs e s ändnis on Aus-
bildung olg . Dieses implizie das Bild on Auszubildenden, die sich in eine wich igen Lebensphase
be inden und dabei un e s ü z we den sollen, die e schiedenen A bei sp ozesse zu e assen und au de
Basis selbs s ändig und im Aus ausch mi den ande en Beschä ig en zu agie en, sich be u lich zu o ien-
ie en und sich ganzhei lich zu en wickeln. Diese He aus o de ung spiegel sich o allem in den Teilen de
Pläne wiede , die zum Moni o ing und ü Feedbackp ozesse genu z we den. Hie is das mul i unk iona-
le Planungsins umen de Un e nehmenske e (Fallbeispiel 3) zu nennen, das den Fokus au die He aus-
bildung de eigens ändigen Planungs ähigkei de Auszubildenden leg . In den üb igen Fällen wi d die
Umse zung de Sch i e, die das E eichen diese übe das Fachwissen hinausgehenden Ausbildungsziele
möglich machen sollen, wenige du ch die inhal lichen Ausbildungspläne, sonde n in e s e Linie du ch
die e gänzenden Feedback- und Be ich sins umen e ges ü z .
5.1 Die be iebliche Ausbildungsplanung 51
5.1.4 Fazi : Die be iebliche Ausbildungsplanung
Wie diese S udie bishe zeig , ges al e sich de Umgang de Be iebe mi de Au gabe, Ausbil-
dung zu planen, un e schiedlich.
Au Basis de Gesam e hebung kann es gehal en we den, dass die Ausbildungsplanung mi
59 P ozen häu ige sch i lich ( o mal) als nich sch i lich du chge üh wi d. Die E gebnisse
de Haup un e suchung lassen zudem den Schluss zu, dass kleine Be iebe sel ene sch i -
liche Ausbildungspläne ausa bei en. Inso e n e wunde es nich , wenn Handwe ksbe iebe
am häu igs en nich sch i lich planen, be inden sich doch im Ausbildungsbe eich Handwe k
übe p opo ional häu ig kleine Un e nehmen.
Di e enzie man den Be eich de nich sch i lichen Ausbildungsplanung ü das Hand-
we k wei e , dann zeig sich, dass mi 50 P ozen ganz übe wiegend in o mell (Ka ego ie 2,
siehe Kapi el 5.1.1) und mi ün P ozen nu zu einem ge ingen An eil si ua i (Ka ego ie 1)
geplan wi d, weshalb Ka ego ie 1 eine zu e nachlässigende G öße is .
Die quan i a i e Tele onbe agung e gab ü alle un e such en Be u e, dass nu d ei P o-
zen de 1.343 Ausbildungsbe iebe si ua i plan (Ka ego ie 1). Au Basis de hie zug unde
geleg en De ini ion de Planungsa en kann da on ausgegangen we den, dass in diesen Fällen
nu wenige konzep ionelle und didak ische Übe legungen anges ell we den und sich die Aus-
bildung lexibel aus den äglichen Be iebsabläu en e gib . Man schein hie mi Blick au die
E üllung des Ansp uchs eine gu en Ausbildung au die wei e en Le no e zu e auen.
Nu 38 P ozen alle un e such en Be iebe planen in o mell (Ka ego ie 2). In diesen Fäl-
len lieg zwa eben alls keine sch i liche Planung o , abe die ausbildenden Be iebe ach en
bewuss da au , dass alle gemäß Ausbildungso dnung zu e mi elnden Fe igkei en, Kenn -
nisse und Fähigkei en wäh end de Ausbildung e mi el we den.25 Somi zeig sich auch in
de Gesam be agung, dass die si ua i e Ausbildungsplanung eine Rande scheinung da s ell .
G undsä zlich gil ü die nich sch i liche Ausbildungsplanung, dass es de Ums and de
Nich sch i lichkei schwie ig mach , nach ollziehba e, e ie e E kenn nisse übe diese
Fo m de Ausbildungsplanung zu gewinnen. Hinweise geben diesbezüglich die Auswe ungen
de quali a i en In e iews ü die beiden en sp echenden Be iebe, die Kau leu e ü Bü o-
managemen ausbilden. Sie weisen im Falle des si ua i planenden Be iebes eine Selbs ein-
schä zung de Ausbildungs e an wo lichen nach, die au den Ums and bau , dass in kleinen,
gg . nich spezialisie en Be ieben die Rahmenbedingungen die Ve mi lung eine gu en Aus-
bildung in gewisse Weise siche n: Au g und de übe schauba en G öße des Be iebes wü den
Auszubildende „nah an allem d an“ sein, „alles mi bekommen“ und somi eine um assende
Ausbildung e hal en – auch ohne sch i lich- o male Planung. Dies wiede um s ü z die Plau-
sibili ä des oben da geleg en Be undes, dass es ehe die kleinen Ausbildungsbe iebe sind, die
nich sch i lich planen. Da übe hinaus zeig e sich au sei en des Ausbildungs e an wo lichen
ein explizi es Ve auen in die wei e en Le no e (be u liche Schule, ÜBS), die den Pa de
sys ema isch-s uk u ie en Ve mi lung on Ausbildungsinhal en e lässlich übe nehmen.
Be ach e man die Ausbildungsbe iebe gesonde , die den Be u Kau au/Kau mann ü
Bü omanagemen ausbilden, so komm man mi 15 P ozen au einen e heblich nied ige en
We ü die in o melle Planung (siehe Abbildung 2 und Abbildung 3, S. 24), auch die si ua i e
Planung is e was sel ene bei den Bü okau leu en zu beobach en (2 % in Abbildung 2 s. 3 %
in Sch eibe u a. 2023, S. 30).
25 Die en sp echende An wo ka ego ie in de quan i a i en Tele onbe agung zu F age „Wie o ganisie en Sie
in Ih em Be ieb den Ablau de Ausbildung?“ lau e : „Wi ach en da au , dass die Auszubildenden alle Au -
gaben, die zu ih em Ausbildungsbe u gehö en, kennenle nen; einen sch i lichen Plan haben wi jedoch
nich .“
52 5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds
Dami is zu esümie en, dass bei den un e such en Be ieben, die den Be u Kau au/Kau -
mann ü Bü omanagemen ausbilden, eine nich sch i liche Planung sel ene o komm als
dies ü alle in de Gesam e hebung un e such en Be u e de Fall is . Zu den G ünden hie zu
kann nu spekulie we den. Es mag sein, dass die sch i liche Ausa bei ung on Planungs-
un e lagen und wei e en Ma e ialien ü den Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen
be u sp ägend is und dami de Sch i hin zu eine sch i lichen Ausa bei ung eines Ausbil-
dungsplanes kleine aus allen mag, als dies bei ande en Be u en de Fall is .
Au g und de e gleichsweise hohen Sch i lichkei de Ausbildung ließen sich zu o ma-
len Ausbildungsplanung di e enzie e e Einblicke und E kenn nisse gewinnen. Insbesonde e
in Bezug au die inhal liche Ausbildungsplanung (Ka ego ie 4) konn e eine b ei e He e ogeni-
ä beobach e we den, die in d ei Fallbeispielen he ausgea bei e wu de.
G undsä zlich s eig , wie oben es gehal en, mi de G öße des Ausbildungsbe iebs die
Wah scheinlichkei , dass Ausbildung o mal, also sch i lich geplan wi d. Dabei wi d am häu-
igs en mi einem Ve se zungsplan gea bei e (Ka ego ie 3), dem in diese Be agung am häu-
igs en o ge undenen Ausbildungsplan ypus. Diese wi d bei den Be ieben, die mi inhal li-
chem Ausbildungsplan ausbilden, auch zusä zlich eingese z . Somi haben die übe quali a i e
In e iews un e such en Be iebe, die den Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen
ausbilden, zusammen mi de inhal lichen imme auch eine zei liche Ausbildungsplanung.
Die En wicklung und Ausges al ung inhal liche Ausbildungspläne weisen u.a. in Bezug
au die A de sch i lichen Übe se zung o gesch iebene Ausbildungs ahmenplaninhal e
in den be ieblichen Kon ex eine Va ianz au , die sich in e schiedenen Elabo a ionss u en
es hal en läss . Die Ausdi e enzie hei und Komplexi ä on inhal lichen Ausbildungsplänen
und de en Einsa z zeigen eine g oße Spannb ei e au . Sie eich on ehe ein ach ges al e en
abella ischen Dokumen en bis zu mul i unk ionalen Planungs ools, die, neben In o ma ions-
hil en und wei e en Ma e ialien, auch Dokumen a ions-, Feedback- und E alua ionsins u-
men e in eg ie en und in einem Fall da übe hinaus p ozessbeglei end on den Auszubilden-
den – im Aus ausch mi dem Ausbildungspe sonal – wei e ausgea bei e we den.
Ein solch elabo ie es Ausbildungsplanungs ool ha das Po enzial, alle ie Phasen (Plan-
Do-Check-Ac ) des EQAVET-Rahmenplanes abzudecken, und bie e somi die G undlage ü
eine um assende Quali ä ssiche ung.
Be iebe nu zen ih e inhal lichen Ausbildungspläne in Kombina ion mi wei e en Ins u-
men en, auch wenn diese nich , wie eben da geleg , in einem Tool in eg ie sind (siehe Fall-
beispiel 3). So we den die einzelnen inhal lichen Ausbildungspläne zusammen mi wei e en
gg . exis ie enden Ins umen en in Kombina ion eingese z , e wa mi dem Ausbildungsnach-
weis. Du ch diese pa allele ode sukzessi e Nu zung kann eben alls gemäß dem EQAVET-Rah-
men eine um assende Quali ä ssiche ung e eich we den (siehe Tabelle 7).
Zu esümie en is e ne , dass die Ausges al ung on sch i lichen Ausbildungsplänen –
auch im Falle on Ve se zungsplänen – nich nu einen adminis a i - echnischen Vo gang
da s ell , sonde n pädagogisch-didak ische Übe legungen beinhal en sowie be iebseigene
Lei bilde zu de F age, was gu e Ausbildung is , ausd ücken.
Häu ig schein es de Fall zu sein, dass Ausbildungspläne, insbesonde e in Un e nehmen
mi Ausbildungslei ungen, a bei s eilig en wickel we den. Dabei e gaben die Un e suchungen
eine hohe Au onomie de Fachab eilungen und des ausbildenden Pe sonals, wenn es um die
konk e e be iebliche Umse zung de Ausbildungsinhal e geh . Dies is insbesonde e de Fall,
wenn de Be ieb au e ah ene Kolleginnen und Kollegen als ausbildendes Pe sonal zu ück-
g ei en kann.
5.1 Die be iebliche Ausbildungsplanung 53
In Fällen, in denen eine Ausbildungslei ung o handen is , schein es diese zu obliegen, einen
Ausbildungsplan mi mindes ens g obe Zei - und Einsa zplanung zu konzipie en. Danach ol-
gen Rückkopplungsp ozesse mi den Fachab eilungen, ob diese Pläne g undsä zlich umse z-
ba sind. Die Feinplanung da übe , wie die be iebliche Übe se zung de Ausbildungsinhal e
konk e aussehen soll, wi d dann den Ausbildungs e an wo lichen in den Fachab eilungen
übe lassen und nich wei e kon ollie . Dies implizie gg . auch die F age, ob do übe haup
wei e e di e enzie e e Pläne ausgea bei e we den.
Das empi ische Ma e ial weis da au hin, dass das Agie en de Ausbildungslei ungen an
de Schwelle de Fachab eilungen ende . Das beleg eine sei s ein hohes Ve auen gegenübe
de Kompe enz des ausbildenden Pe sonals, ande e sei s bleib o en, inwiewei dies au Um-
se zungsebene, e wa in Kon lik ällen, als ehlende Un e s ü zung e leb wi d. Somi is das
Ausbildungspe sonal eilweise au sich – und seine E ah ungen und Quali ika ionen – ges ell .
Die in e iew e Pe son in de Ausbildungslei ung eine bundeswei ope ie enden Un e -
nehmenske e mi de elabo ie es en inhal lichen Ausbildungsplanung (Fallbeispiel d ei)
ass diesen Punk so zusammen:
„F ei aus he aus, ich glaube, ü einen Ausbilde , de das nebenbe u lich mach , is , wenn e
au sich alleine ges ell is , so ein Ausbildungs ahmenplan eine o ale Übe o de ung. Weil es
seh , seh komplex is , ge ade wenn ich au den Kau mann ü Bü omanagemen gucke mi den
Wahlquali ika ionen, sich da du chzu uchsen und zu e s ehen: Was, um was geh es denn da
und was muss ich machen und was können wi machen und in welchem Zei aum? Und dann
is die Gliede ung nochmal hin en angehäng , ich glaube, das is wi klich, wi klich schwie ig.
Wi haben hie den Luxus, dass es uns gib , die diese Übe se zungsleis ung o nehmen, den
Kollegen nochmal un e b echen, e klä en. Ich glaube, ü so einen kleinen Be ieb, wo de Aus-
bilde das hal noch so nebenhe mach ode so, is das wi klich schwe . Und dann ielleich die
IHK o O , um das zu übe se zen, wobei wi da je z auch gu e und wenige gu e E ah ungen
machen.“ (0110, 121)
Ganz g undsä zlich e gab die Un e suchung eine explizi e Wah nehmung au sei en de Agie-
enden ü die He aus o de ung, Ausbildungspläne zu e s ellen und diese umzuse zen. Exem-
pla isch wu de dies bei de F age deu lich, wie di e enzie Planungsun e lagen mi Blick au
Zei - und Ressou cenau wand ge üh und wie häu ig sie wäh end des Ausbildungsp ozesses
ak ualisie we den sollen. So häng die En scheidung des ausbildenden Pe sonals, inwiewei
und wie häu ig Le no e neben den wei gehend es gesch iebenen S a ionen, e wa den Be u s-
schulbesuchen, planmäßig gewechsel we den sollen, auch mi den be iebseigenen We e o -
s ellungen in Bezug au gelungene Ausbildungs e läu e zusammen. Am Beispiel de Suche on
Ausbildungs e an wo lichen nach de geeigne en Daue on Ausbildungsphasen wu de die
Komplexi ä de E s ellung on Ausbildungsplänen beispielha ans Lich geb ach : In einem
Fall sollen Auszubildende lange genug in Teams a bei en, um P ozesse wi klich zu du chd in-
gen; in einem ande en Fall möch e man, dass es auch genug Wechsel gib , um aus eichend
un e schiedliche Inhal e und Ein lüsse zu Ve ügung zu s ellen. In diesem Zusammenhang
wi d je nach pädagogische Schwe punk se zung übe das Ausp obie en und das Sammeln
on E ah ungen eine Lösung gesuch , die sich in den en sp echenden Plänen mani es ie .
Deu lich wi d, dass dies eine he aus o de nde Au gabe da s ell , die zudem im Spannungs eld
on be ieblich-ökonomischen In e essen und pädagogisch-bildenden An o de ungen zu leis-
en is , in dem sich das ausbildende Pe sonal äglich beweg .
Zu esümie en is da übe hinaus, dass sowohl die Wahl als auch die Ges al ung und Nu -
zung on Plänen dami imme auch be iebliche We e und Lei bilde in Bezug au das, was
un e gu e Ausbildung e s anden wi d, wide spiegeln.
54 5 Quali ä ssiche ung übe e bindliche S anda ds
Die Auswe ung de quali a i en In e iews in Be ieben, die den Be u Kau au/Kau mann
ü Bü omanagemen anbie en, beleg das Bemühen, eine übe die Mindes s anda ds hinaus-
gehende gu e Ausbildung anzubie en. Es gib hie iel äl ige Belege ü die Mo i a ion, neben
achlichen Kompe enzen auch pe sonale Kompe enzen wie Eigens ändigkei , Re lexions ähig-
kei und P ozess e s ändnis zu e mi eln sowie bei de be u lichen Findungsphase de jungen
Menschen un e s ü zend zu wi ken. Dies s eh im Einklang mi dem in § 1 Abs. 3 BBiG es ge-
hal enen übe geo dne en Ausbildungsziel de „be u lichen Handlungs ähigkei “26 und geh in
de Tendenz im Be eich de Pe sönlichkei sen wicklung noch da übe hinaus.
Die Be unde belegen also das Bewuss sein au sei en de Ausbildungsbeau ag en ü die
Lebenssi ua ionen de Auszubildenden und de dami ü die ausbildende Sei e einhe gehen-
den Ve an wo ung. Das Bemühen, wäh end des P ozesses sowohl ü die ausbildende als auch
die auszubildende Sei e o lau ende Kenn nis und Einschä zungs ähigkei hinsich lich des
Ausbildungss andes zu haben, spiel in diesem Kon ex eine g oße Rolle. Dies wi d eils übe
sch i liche Ausbildungspläne, die als G undlage ü o malisie e Re lexions- und Aus ausch-
p ozesse dienen, abe insbesonde e auch übe e gänzende Feedback- und Be ich sins umen e
ad essie .
5.2 De Ausbildungsnachweis
Die Quali ä ssiche ung des dualen Ausbildungssys ems basie o nehmlich au Inpu - und
Ou pu -K i e ien. Sel ene beziehen sich e bindliche quali ä ssiche nde Elemen e ode Ins-
umen e au den Umse zungsp ozess be iebliche Ausbildung ( gl. Bundesins i u ü
Be u sbildung 2017, S. 8). In Kapi el 5.1 s ell en wi es , dass Va ian en on be ieblichen
Ausbildungsplänen o Ausbildungsbeginn es geleg we den und ande e zu dynamischen Ins-
umen en we den, die wäh end des gesam en Ausbildungsp ozesses wei e bea bei e we den.
De Ausbildungsnachweis (auch Be ich she genann ) wi d wäh end de Ausbildung
ge üh und kann olglich nich nu zum und nach Ausbildungsende, sonde n insbesonde e
wäh end des Ausbildungsp ozesses quali ä ssiche nd wi ken. E eigne sich als G undlage ü
Nachjus ie ungen wäh end de Ausbildung.
5.2.1 Rech liche Vo sch i en und Emp ehlungen
Die Vo lage eines on dem ode de Auszubildenden ge üh en und om ausbildenden Pe sonal
abgezeichne en Be ich she es bei de zus ändigen S elle is gemäß § 43 Abs. 1 N . 2 BBiG bzw.
§ 36 Absa z 1 N . 2 HwO eine Zulassungs o ausse zung ü die Abschlussp ü ung. De sch i -
liche Nachweis dien dazu, den achlichen und zei lichen Ve lau sowohl de be ieblichen als
auch de be u sschulischen Ausbildung zu dokumen ie en und dadu ch ü alle Be eilig en
anspa en und nach ollziehba zu ges al en. Es handel sich dami um eines de obliga o i-
schen Ins umen e zu Siche ung on Ausbildungsquali ä im dualen Sys em in Deu schland,
das au Sys emebene e lassen und au be iebliche Ebene seinen Einsa z inde .27
26 So heiß es in § 1 des BBiG: „Die Be u sausbildung ha die ü die Ausübung eine quali izie en be u li-
chen Tä igkei in eine sich wandelnden A bei swel no wendigen be u lichen Fe igkei en, Kenn nisse und
Fähigkei en (be u liche Handlungs ähigkei ) in einem geo dne en Ausbildungsgang zu e mi eln. Sie ha
e ne den E we b de e o de lichen Be u se ah ungen zu e möglichen.“
27 Siehe das on DEQA-VET en wickel e Meh ebenenmodell zu E läu e ung de be ieblichen Quali ä ssiche-
ung im dualen Ausbildungssys em in Deu schland ( gl. Bundesins i u ü Be u sbildung 2017, S. 37,
84 .).
5.2 De Ausbildungsnachweis 55
Da übe hinaus be ass sich die Emp ehlung des BIBB-Haup ausschusses om 09.10.2012,
die am 01.09.2020 übe a bei e wu de, mi dem Füh en on Ausbildungsnachweisen ( gl.
BIBB-Haup ausschuss 2020). Demnach sollen Auszubildende das Be ich she äglich ode
wöchen lich aus üllen, wozu sie on den Ausbilde innen und Ausbilde n angehal en we den
sollen. Le z e e haben lau BBiG die Au gabe, die Dokumen a ionen egelmäßig du chzusehen
und die Ein agungen mindes ens mona lich zu p ü en und abzuzeichnen (§ 14 Abs. 2 BBiG).
Vo diesem Hin e g und komm dem Ins umen „Ausbildungsnachweis“ eine hohe Rele-
anz ü die p ozessbeglei ende Ausbildungs(-um)planung zu. Dahe wu de in de quan i a i-
en und de quali a i en Be agung des Fo schungsp ojek es danach ge ag , ob und, alls ja,
au welche Weise und aus welchen G ünden Be iebe den Ausbildungsnachweis nu zen.
5.2.2 A de Nu zung, Häu igkei de Kon olle und Nu zungsziele
Die Be agungen de Ausbildungslei ungen ziel en u.a. da au ab, In o ma ionen zu Nu -
zungsweise des Ausbildungsnachweises in de be ieblichen Ausbildungsp axis und zu seine
Rele anz als quali ä ssiche ndes Ins umen zu e hal en. Wie im Me hodenkapi el da geleg ,
sind Un e nehmen, die im Que schni sbe u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen aus-
bilden, e was g öße als de Du chschni de ausbildenden Un e nehmen. Dies läss sich o
allem im Handwe k, e was wenige deu lich abe auch in den ande en Ausbildungsbe eichen
beobach en. Wie be ei s e wähn , geh eine höhe e Neigung zum Einsa z o male Ins umen-
e mi de G öße de Ausbildungsbe iebe einhe .
Das Füh en und Kon ollie en des Ausbildungsnachweises e olgen nach den E gebnissen
de Tele onbe agung lächendeckend, denn keine de Be ag en gab an, dass im eigenen Be-
ieb „kein Be ich she ge üh “ ode dieses „ga nich “ kon ollie we de.
In de Be agung e eichen bei eine den Vo sch i en en sp echenden Nu zung des Be-
ich she s die Be iebe, die im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen ausbilden,
mi ca. sechs bis ach P ozen punk en Di e enz besse e E gebnisse als alle be ag en Be iebe.
88 P ozen de Ausbildungsbe iebe ( gl. Tabelle 8; gegenübe 84 % bei allen Be u en) olgen
de Emp ehlung des BIBB-Haup ausschusses, wo on 37 P ozen (gegenübe 27 %) mindes ens
alle zwei Wochen und dami häu ige als die mindes ens einmal im Mona emp ohlene Kon ol-
le du ch üh en (siehe Tabelle 8). Noch zehn (gegenübe 14) P ozen p ü en die Be ich she e
nu „mindes ens halbjäh lich“ und ein P ozen (gegenübe 2 %) soga nu o den P ü ungen,
was da au schließen läss , dass diese G uppe das Ins umen des Ausbildungsnachweises zu-
mindes on be iebliche Sei e aus nich zu kon inuie lichen, p ozessbeglei enden in e nen
E alua ion on Ausbildungsquali ä nu z . Die Kon ollen o den P ü ungen scheinen ehe
dazu zu dienen, de E üllung o male An o de ungen zu genügen, die im Zusammenhang
mi de P ü ungszulassung s ehen.
62 6 Quali ä ssiche ung übe eiwillige Me hoden, Ve ah en und Ins umen e
6 Quali ä ssiche ung übe eiwillige
Me hoden, Ve ah en und Ins umen e
Ein Ziel de S udie is es, meh Au schluss da übe zu e langen, ob in de Ausbildungsp axis –
neben den gemäß BBiG e bindlichen Ins umen en (Ausbildungsnachweis und Ausbildungs-
planung) – noch wei e e Ve ah en und Ins umen e de Quali ä ssiche ung zum Einsa z kom-
men. Vo diesem Hin e g und wu den sowohl in de ele onischen Be iebsbe agung als auch
in den quali a i en In e iews en sp echende F agen ges ell . Dabei ich e e sich das Augen-
me k au Me hoden und Ins umen e, mi denen Be iebe übe p ü en, ob ih e Auszubildenden
das gele n haben, was sie zu einem bes imm en Zei punk können soll en.
Zunächs we den die E gebnisse de ele onischen Be agung o ges ell . Den Ausbildungs-
lei ungen wu den ach Ve ah en und Ins umen e, die wäh end des Ausbildungsp ozesses
zum Einsa z kommen können, o geleg : die zwei nich s anda disie en Me hoden „Beobach-
ung“ und „spon ane Gesp äche“ und sechs Kon ollins umen e, die hie als s anda disie
ka ego isie we den. Dies e olg in dem Bewuss sein, dass die G enzen ließend e lau en.
So kann e wa das „Beobach en“ – in diese S udie als nich s anda disie eingeo dne – auch
meh ode wenige s anda disie e lau en. Dies is de Fall, wenn eine Ausbilde in ode ein
Ausbilde egelmäßig und zu bes imm en Zei en den ode die Auszubildende/-n beobach e
und sich dann gg . noch s anda disie No izen da übe mach .
Tabelle 12: Übe p ü ung des Ausbildungss andes mi hil e e schiedene Mi el (in %)
Übe p ü ungsins umen e Handwe k Indus ie
und Handel
ö en liche
Diens
alle
Ausbildungs-
be eiche
zum
Ve gleich:
alle Be u e
du ch Beobach ung 96 96 85 93 96
du ch Gesp äche zu spon anen
Anlässen
94 86 85 87 89
du ch Gesp äche zu es geleg en
Zei punk en
52 74 81 71 44
du ch sch i liche Bewe ungs-
ode Beu eilungsbögen
26 52 73 51 29
du ch gemeinsame Bewe ung alle
Ausbildungsbe eilig en ohne den/
die Auszubildende/-n
44 41 33 40 39
du ch gemeinsame Bewe ung alle
Ausbildungsbe eilig en mi dem/
de Auszubildenden
74 68 56 66 60
du ch Ve einba ungen, de en E -
gebnisse übe p ü we den
46 57 54 5 46
du ch egelmäßige Begu ach ung
de Be u sschulno en
86 90 88 89 90
N = 238
▶
6.1 F eiwillige, nich s anda disie e Me hoden de Quali ä ssiche ung 63
Tabelle 12 gib einen Übe blick da übe , wie häu ig Be iebe die ach Ins umen e zu Kon -
olle des Ausbildungs o sch i s nu zen. Zusammen mi de Begu ach ung on Be u sschul-
no en (89 %) sind die beiden nich s anda disie en Ins umen e „Beobach ung“ (93 %) sowie
„spon ane Gesp äche“ (87 %) am wei es en in den Be ieben e b ei e . Diesen olgen „ es e
Gesp ächs e mine“ (71 %) und eine gemeinsame Bewe ung mi den Auszubildenden (66 %).
Gu jede zwei e be ag e Be ieb übe p ü e ne zu o ge o ene Ve einba ungen ode se z
Beu eilungsbögen ein. Eine Bewe ung ohne die Be o enen inde dagegen nu in ie on
zehn Be ieben s a .
Um einen Übe blick übe die Häu igkei des Einsa zes diese Ins umen e in den Ausbil-
dungsbe eichen zu geben, wu de die Summe de eingese z en Ins umen e p o Be ieb be-
echne . Dabei wu den die ün Ins umen e einbezogen, die nich on as allen Be ieben ge-
nu z we den ( es e Gesp ächs e mine, Beu eilungsbögen, gemeinsame Bewe ung ohne/mi
Azubi, übe p ü e Ve einba ungen). Im Du chschni we den knapp d ei diese Ins umen e
eingese z ( gl. Abbildung 3). Dabei liegen de ö en liche Diens sowie Indus ie und Handel
mi und d ei Ins umen en dich beieinande , wäh end es im Handwe k knapp zweieinhalb
Ins umen e sind.
Abbildung 3: Anzahl genu z e Kon ollins umen e nach Ausbildungsbe eich (aus ün Ins umen en)
N = 238
Im Folgenden we den Mi el de eiwilligen Quali ä ssiche ung nähe be ach e , wobei zwi-
schen nich s anda disie en, un eglemen ie en Me hoden und Ins umen en de Quali ä s-
siche ung und solchen mi höhe em Reglemen ie ungsg ad un e schieden wi d.
Hie bei we den zunächs nähe e E kenn nisse zu e s en G uppe on Me hoden genaue
beleuch e , be o die Un e suchung de zwei en G uppe olg .
6.1 F eiwillige, nich s anda disie e Me hoden de
Quali ä ssiche ung
Zu den eiwilligen, nich o gesch iebenen Me hoden, die in de Ausbildungsp axis spon an
und nich s anda disie eingese z we den, zählen die „Beobach ung“ und „spon ane Gesp ä-
che“. Sie dienen de kon inuie lichen Übe p ü ung des Kompe enze we bes on Auszubilden-
den und sind am wei es en e b ei e – das zeigen die E gebnisse de ele onischen Be agung.
3,0
2,9
2,4
2,8
0123
alle Be eiche
Handwe k
Indus ie und Handel
ö en liche Diens
64 6 Quali ä ssiche ung übe eiwillige Me hoden, Ve ah en und Ins umen e
Beobach ung und spon ane Gesp äche mi den Auszubildenden
Die Ausbildungsbe iebe gaben bei de ele onischen Be agung zu 93 P ozen an, den Leis-
ungss and du ch Beobach ung de Auszubildenden zu kon ollie en (siehe Tabelle 12). Wie
de Ve gleich mi de Gesam be agung zeig , nimm de Be u Kau au/Kau mann ü Bü o-
managemen hie keine Sonde s ellung ein: Bei den 18 Be u en komm dem Beobach en mi
96 P ozen ein ähnlich hohe S ellenwe zu.
In de Häu igkei olgen dem „Beobach en“ die s anda disie e Maßnahme „ egelmäßige
Begu ach ung de Be u sschulno en“ (89 %) und die un eglemen ie e Maßnahme „Gesp ä-
che mi den Auszubildenden zu spon anen Anlässen“ (87 %). In Bezug au die ungeplan en
Gesp äche is au ällig, dass die Be eiche Handwe k (94 %) und ö en liche Diens (85 %) mi
knapp zehn P ozen punk en auseinande liegen. Es kann also es gehal en we den, dass im ö -
en lichen Diens die nich s anda disie en Mi el des Beobach ens und spon anen Sp echens
wäh end de Ausbildung im Ve gleich zu den ande en Ausbildungsbe eichen eine ge inge e
Rolle spielen, auch wenn dies nich ü alle nich s anda disie en Me hoden im gleichen Maße
gil .
Die Bedeu ung des Beobach ens und Kommunizie ens ü das ausbildungsbeglei ende Mo-
ni o ing wi d auch dadu ch un e s ichen, dass in ün de 13 quali a i en In e iews mi Be-
ieben, die im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen ausbilden, au die Rele anz
nich s anda disie e Kompe enzübe p ü ung in Fo m des kon inuie lichen Zusammena bei-
ens ode auch -seins explizi hingewiesen wi d. So an wo e e die Ausbildungsbeau ag e in
einem mi els ändischen Handwe ksbe ieb au die F age, wie de Be ieb den Ausbildungse -
olg wäh end de Ausbildung bewe en wü de, dass die Kollegen und Kolleginnen, bei denen
die Auszubildenden seien, den A bei se olg ja „sehen“ wü den (0102, 64–65).
Die Ausbildungsbeau ag e eine kommunalen Ein ich ung des ö en lichen Diens es o -
mulie e es so:
„Also, wi a bei en ja s ändig mi de ode dem Auszubildenden zusammen, da me ken Sie ja,
wie de Fo sch i is , kann e ode sie je z schon eigens ändig die Au gaben e ledigen? Also,
wi haben ja ein ägliches Mi einande […].“ (0103, 90–95)
Im Kon ex de F age, wie de Be ieb Auszubildende ü die P ü ung o be ei e , heiß es an
ande e S elle wei e , dass dies (neben P ü ungs o be ei ungsku sen) „du ch die ag ägliche
A bei , dass do imme geschau wi d, dass sie da gu o ankommen“ (0103, 105–116), ge-
schehe.
In einem ande en Fallbeispiel wi d e läu e , dass es bei Rückschauen am Ausbildungsende
„bis je z glückliche weise keine g oßen Übe aschungen [gib ], weil wi eben ein gu es und
nahes Ve häl nis auch schon wäh end de Ausbildung haben“. Wei e heiß es: „Und wenn es
eben auch i gendwelche Sachen gib , die mögliche weise mal nich ideal gelau en sind, dann
poppen die meis schon wäh end aus Ausbildung au “ (0108, 106–109).
Die Ausbildungsbeau ag e eine g oßen übe egional a bei enden Un e nehmenske e
o mulie e: „Also, g undsä zlich is meine Hal ung imme , dass die gesam e Ausbildungszei
le z endlich die P ü ungs o be ei ung [is ]“, und an ande e S elle heiß es zu demselben Be-
ieb, dass „de s ändige Aus ausch und dieses egelmäßige D au gucken ganz essenziell“ sei-
en (0110; 74–76, 86–91).
Beme kenswe is , dass auch ausbleibende Kommunika ion he angezogen wi d, um
Einschä zungen übe den Ausbildungse olg o zunehmen. Das is z.B. de Fall, wenn kei-
ne Beschwe den de Auszubildenden o liegen und dies als Hinweis eingeo dne wi d, dass
de Leis ungss and s imme und die Auszubildenden sich e wa aus eichend gu au P ü ungen
6.1 F eiwillige, nich s anda disie e Me hoden de Quali ä ssiche ung 65
o be ei e ühl en (0109, 119). Die Ausbildungslei ung in einem Elek obe ieb d ück e die
E wa ungshal ung aus, dass bei P oblemen „de Auszubildende auch ein bisschen au uns zu-
kommen [soll e]“. Au diese Weise we den ausbleibende Rückmeldungen de Auszubildenden
als posi i e Einschä zung de Ausbildungssi ua ion gewe e .
Die Zi a e belegen indi ek auch das Zu auen in die Fähigkei de Ausbildenden, das wäh-
end des Ausbildungsp ozesses Wah genommene eino dnen und beu eilen zu können. Dami
wi d au den Fak o E ah ungswissen au sei en des Ausbildungsbe iebes e wiesen. Gene-
ell d ück sich dieses ins i u ionelle Selbs e auen in die didak ischen und o ganisa ionalen
Ausbildungs ähigkei en auch in de Fo m aus, dass e wa in einem In e iew übe die Ausbil-
dungsbeau ag en im Be ieb on „al en Hasen“ gesp ochen wi d, die „das alles im G i “ hä -
en, und es heiß wei e übe den eigenen Ausbildungsbe ieb, dass „wi auch schon seh , seh ,
seh lange ausbilden“ (0109, 123–125). Hie läss sich die g undlegende be iebsbezogene
Übe zeugung he auslesen, den An o de ungen, die eine be u liche Ausbildung ü einen Aus-
bildungsbe ieb mi sich b ing , au g und des langjäh igen E ah ungswissens ge ech we den
zu können.
Dass dieses (Lebens-)E ah ungswissen als zen al einges u wi d und Ausbildende den-
noch au hand es e He aus o de ungen e en können, das läss sich aus den E klä ungen
eines Bäcke meis e s zu Spezi ik pos pube ä e Jugendlichen he auslesen:
„[…] abe so mi 17, 18 bin ich dann hal au gewach , manche sind mi 16 op und danach schla-
en sie. Also das is die Pube ä , die b ing dich ja o al du cheinande . […] Na ü lich denks du
übe deine Auszubildenden, übe den Menschen nach. Man e leb schon iel in so einem Selbs -
s ändigen-Leben. Ich bin je z as 30 Jah e selbs s ändig. […] Da denks du, du hä es schon
alles e leb , nein, es gib doch wiede meh .“ (0113, 129–131)
Es gib zudem den Aspek , dass man sich als Be ieb eilweise ehe au die Wah nehmung und
Einschä zung (lebens-)e ah ene , ü die Ausbildung zus ändigen Mi a bei enden e läss als
au die Wi ksamkei o gesch iebene quali ä ssiche nde Elemen e, was sich in dem olgen-
den Zi a ausd ück :
„Und dann b auchs du na ü lich auch die Menschen dazu wie hie die kau männische Assis en-
in, die ha die Ausbilde eignungsp ü ung nich , abe sie is ein ach da ü menschlich – Mu e
on zwei Töch e n – o be ei e , einen jungen Menschen an die Hand zu nehmen.“ (0113, 26)
Zusammen assend läss sich es hal en, dass die Be iebe den o lau enden Kon ak mi
Auszubildenden zusammen mi dem Mi el de Beobach ung und de be iebseigenen Aus-
bildungskul u und -be ähigung als G undlage ü die Übe p ü ung und Siche s ellung des
Ausbildungse olgs be ach en. Das kon inuie liche „Dabeisein“ und das „Beobach en“ sind
ü den übe wiegenden An eil de un e such en Be iebe, die Kau leu e ü Bü omanagemen
ausbilden, ü das be iebliche Ausbildungsmoni o ing on hohe Rele anz.
Die Anwendung ehe nich s anda disie e quali ä ssiche nde Ve ah en e ziel e übe
alle Be u e hinweg die höchs en We e. Am häu igs en wu de das „Beobach en“ und – nach
de „Begu ach ung de Be u sschulno en“ – „Gesp äche zu spon anen Anlässen“ genann .
Somi bilden sie das Rückg a ü das p ozessbeglei ende Ausbildungsmoni o ing. Im ö en -
lichen Diens we den das Beobach en und die Gesp äche zu spon anen Anlässen e was sel-
ene genann . Do we den häu ige als in ande en Ausbildungsbe eichen die s anda disie -
en quali ä ssiche nden Ve ah en „Gesp äche zu es geleg en Zei punk en“ und „sch i liche
Bewe ungs- ode Beu eilungsbögen“ angewand . In den In e iews äuße e sich das kla e
Bewuss sein de Gesp ächspa ne und -pa ne innen, dass es ü das „Beobach en“ und die
66 6 Quali ä ssiche ung übe eiwillige Me hoden, Ve ah en und Ins umen e
Du ch üh ung on Gesp ächen zu spon anen Anlässen e ah enes Ausbildungspe sonal b au-
che, das auch übe die en sp echenden kommunika i -sozialen Be ähigungen e üge.
6.2 F eiwillige, s anda disie e Me hoden de Quali ä ssiche ung
Im Folgenden be ach en wi die s anda disie en quali ä ssiche nden Ve ah en und Me ho-
den, die nich e bindlich o gesch ieben sind. Hie zu können sechs de insgesam ach Ins -
umen e gezähl we den, die im Kon ex de ele onischen Be agung als An wo möglichkei
o gegeben wo den wa en.
Gesp ächs- und Auswe ungs e en sowie E aluie ungsbögen
Zu den s anda disie en quali ä ssiche nden Ve ah en und Me hoden zählen e wa geplan e
Gesp ächs- und Auswe ungs e en. Sie s ellen eine Vo ausse zung ü e bindliche Ve einba-
ungen da , die gemeinsam mi den Auszubildenden und wei e en Ausbildungsbe eilig en e -
a bei e we den. Solche Maßnahmen s ellen höhe e zei liche, kommunika i e und plane ische
An o de ungen an die Be eilig en, o allem an die Be iebe, und e o de n da übe hinaus
en sp echende Expe ise. Gleichzei ig weisen diese Mi el ü alle Be eilig en ein hohes Maß
an T anspa enz und Nach ollziehba kei au , insbesonde e dann, wenn Besp echungs- ode
E aluie ungse gebnisse sch i lich dokumen ie we den.
G ei man sich das Ins umen „sch i liche Bewe ungs- und Beu eilungsbögen“ he aus,
so wissen wi be ei s aus den quali a i en In e iews, dass dieses Ins umen insbesonde e on
Be ieben eingese z wi d, die be ei s übe eine s ä ke di e enzie e und sch i lich niede -
geleg e be iebliche Ausbildungsplanung und -quali ä ssiche ung e ügen. Da übe hinaus
zeig die ele onische Be agung, dass das Ins umen E alua ionsbögen on den Be ieben,
die in dem Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen ausbilden, im Ve gleich zu Ge-
sam be agung (29 %) um 22 P ozen punk e häu ige (51 %) genu z wi d (siehe Tabelle 12).
Somi kann es gehal en we den, dass die Ausbildung im Be u Kau au/Kau mann ü Bü o-
managemen im Ve gleich zu ande en Be u en häu ige zusä zlich mi eiwilligen, s anda di-
sie en Ins umen en übe wach wi d, die au g und de No wendigkei on Absp achen und
Abs immungen einen höhe en plane ischen, kommunika i en und zei lichen Au wand e o -
de n.
Ve gleich man die We e in den d ei Ausbildungsbe eichen, allen die Zahlen zum Teil
s a k auseinande . So we den sch i liche Bewe ungs- ode Beu eilungsbögen on 26 P o-
zen de in e iew en Handwe ksbe iebe, die im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanage-
men ausbilden, eingese z , on 52 P ozen im Be eich Indus ie und Handel und soga on
73 P ozen de be eilig en Ausbildungsbe iebe im ö en lichen Diens .
Wi wissen aus de Gesam be agung, dass in kleinen Ausbildungsbe ieben g undsä zlich
sel ene im Vo eld e minie e sch i lich-dokumen ie ende Kon oll e ah en zum Einsa z
kommen. Dies i auch au die Be iebe zu, in denen de Be u Kau au/Kau mann ü Bü-
omanagemen ausgebilde wi d. Die kleins en im Sample e e enen Ausbildungsbe iebe
e wenden E alua ionsbögen nu zu sieben P ozen , de en Einsa z s eig abe mi de G öße
de Un e nehmen bis au 77 P ozen .
Rückschau
Eine olls ändige Quali ä ssiche ung schließ , neben de p ozessbeglei enden Übe p ü ung,
auch eine Bewe ung am Ende eines Ausbildungsp ozesses ein. Eine solche e aluie ende Rück-
6.2 F eiwillige, s anda disie e Me hoden de Quali ä ssiche ung 67
schau kann zunächs de d i en Phase („Check/Re iew“) des EQAVET-Quali ä ssiche ungs-
ahmens zugeo dne we den. Wenn au diesem Weg gewonnene E kenn nisse de Ausgangs-
punk ü Anpassungen zukün ige Ausbildungsdu chläu e we den, zähl das Ins umen
Rückschau auch zu ie en Phase („Ac /Anpassung“) des genann en eu opäischen Rahmens.
Rückschauen sind auch Zeugnis ü die Be ei scha , sich als le nende O ganisa ion zu e -
s ehen. Vo diesem Hin e g und wu den die Ausbildungsbe iebe danach ge ag , ob sie nach
Ausbildungsende eine Rückschau au die Ausbildung du ch üh en wü den.
Im Rahmen de Tele onbe agung gaben on den Be ieben,28 die im Be u Kau au/
Kau mann ü Bü omanagemen ausbilden, 73 P ozen (in de Gesam e hebung: 62 %) an,
nach Ausbildungsabschluss au die Ausbildung zu ückzublicken. Dies geschieh en wede nu
mi den jeweiligen Auszubildenden ode auch mi meh e en an de Ausbildung Be eilig en.
Handel es sich um Un e nehmen mi mindes ens 250 Beschä ig en, kommen beide Va ian-
en zusammen um sieben P ozen punk e häu ige o als bei kleinen Un e nehmen. Eine seh
ge inge Rolle (du chschni lich 4 %) spiel eine Rückschau mi meh e en an de Ausbildung
Be eilig en, abe ohne die jeweiligen Auszubildenden.
Tabelle 13: Du ch üh ung eine Rückschau nach Abschluss de Ausbildung (in %)
Rückschau Handwe k Indus ie
und Handel
ö en liche
Diens
alle
Ausbildungs-
be eiche
zum
Ve gleich:
alle Be u e
ja, mi de /dem Auszubildenden 14 25 40 26 25
ja, mi de /dem Auszubildenden
und wei e en Be eilig en
62 40 32 42 33
ja, mi wei e en Be eilig en, abe
ohne die/den Auszubildende/-n
5 1 12 4 3
nein 19 34 16 27 38
N = 114
38 P ozen de in de Gesam e hebung be ag en Un e nehmen gaben an, keine Rückschau
du chzu üh en. Dies i übe du chschni lich häu ig au die Be eiche Handwe k (42 %) und
Gas gewe be (33 %) zu. Schau man sich die Zahlen nu ü den Be u Kau au/Kau mann ü
Bü omanagemen an, dann lieg die Nich be eiligung de Be iebe im Handwe k mi 19 P o-
zen bei de Häl e. Das bedeu e , dass die Nu zungshäu igkei des Ins umen s Rückschau
da on abhängig is , welche Be u im Handwe k ausgebilde wi d.
Gesp äche zum Ende de Ausbildung haben zwei Funk ionen: Zum einen we den sie als
Rückschau au den Ausbildungs e lau genu z . Zum ande en sind die Gesp äche zukun s-
gewand , insbesonde e wenn die Auszubildenden übe nommen we den:
„[…] zum le z en Ausbildungs ag, da wi d eigen lich ehe in die Zukun geguck ans a in die
Ve gangenhei , wü de ich mal so sagen.“ (0106, 181–184)
„[…] also bei uns gib es Übe nahmegesp äche, mi unse en Auszubildenden. Die üh en wi
gemeinsam mi unse en Kollegen on de Pe sonalwi scha und da sp echen wi im P inzip
28 Einzelne F agen wu den in de Tele onbe agung nu an jeden zwei en Ausbildungsbe ieb ge ich e . Von
den 238 Un e nehmen, die Kau leu e ü Bü omanagemen ausbilden, sind es ü diese F agen 129 Be ie-
be, wobei nich alle F agen on allen Be ieben bean wo e wu den.
68 6 Quali ä ssiche ung übe eiwillige Me hoden, Ve ah en und Ins umen e
mi unse en Auszubildenden je z noch mal ückblickend. Wie lie es, was können wi noch e -
besse n, was hä en sie sich noch gewünsch .“ (0108, 106–110)
„Ja, es gib nochmal eine A Feedback-Gesp äche, die s a en im le z en halben Jah , sie sind
abe dami e knüp zu schauen, wo wi den Azubi mi un e b ingen können und in welche Ab-
eilung e ge ne übe nommen we den möch e.“ (0104, 126–129)
Die Äuße ungen lassen e kennen, dass eine saube e T ennung on Rückschau und Zukun s-
planung bei diesen Gesp ächen nich unbeding wich ig e schein . Das kann zu Folge haben,
dass Rückschauen ga nich als solche wah genommen we den:
„Abe es is je z nich , dass wi uns alle zusammense zen und dann sagen: Was is gu gelau en,
was is schlech gelau en, wo muss man nach assen? Also, wi eden na ü lich in unse em Fach-
be eich mi den Ausbilde n bei einem T e en noch mal d übe . Und gucken dann, was man hal
ü die Zukun besse ode ande s machen kann. Das je z schon. Wenn man i gendwo Ve bes-
se ungsbeda sieh .“ (0109, 123–125)
Seh g oße Un e schiede dü e es abe im Hinblick au die Di e enzie hei de Bewe ungen
geben. Es können keine quan i a i belas ba en Aussagen da übe ge o en we den, in wie
ielen Fällen die E gebnisse de Rückschauen sch i lich es gehal en we den. Den quali a i-
en In e iews is zu en nehmen, dass de Einsa z o malisie e E hebungsbögen nich als
gene elle S anda d o zu inden is :
„So ein gemeinsame Rück- und auch Ausblick is au jeden Fall geplan , abe eben nich im Sin-
ne on einem s anda disie en F agebogen, sonde n es sind Gesp äche.“ (0110, 86–91)
6.3 Fazi : Quali ä ssiche ung übe eiwillige Me hoden, Ve ah en
und Ins umen e
Es sind – neben de Beu eilung de Be u sschulno en – die nich s anda disie en Ve ah en
(Beobach ung, spon ane Gesp äche), die mi und 90 P ozen am häu igs en on den Be ie-
ben, die Kau leu e ü Bü omanagemen ausbilden, eingese z we den. Die wei e en ün o -
gegebenen Ins umen e, die zu G uppe de s anda disie en Me hoden de Quali ä ssiche-
ung zu zählen sind, we den – abgesehen on dem Ve ah en de gemeinsamen Bewe ung
alle Ausbildungsbe eilig en ohne de /dem Auszubildenden (40 %) – imme hin noch on
meh als de Häl e de Be iebe genu z .
De o lau ende Kon ak mi Auszubildenden in de äglichen Ausbildungsp axis, de Vo-
ausse zung ü die Nu zung de Me hoden „Beobach en“ und „spon anes Kommunizie en“
is , bilde dami die G undlage de Quali ä ssiche ung in de Ausbildungsp axis. Diese Ve -
ah en basie en zudem au einem be ieblichen Selbs e s ändnis, das eine en sp echende Be-
ähigung au sei en des Be iebes und des Ausbildungspe sonals als no wendig und gegeben
be ach e . Diese Be und bes ä ig sich auch du ch die Haup s udie, die sich au die Ausbil-
dungsp axis in 18 Be u en im dualen Sys em bezieh . Somi wi d eind ücklich bek ä ig , wel-
che g oße Rele anz nich s anda disie e quali ä ssiche nde Ve ah en wie das Beobach en
und spon ane Besp echungen in de Ausbildungsp axis haben.
Hinsich lich de s ä ke egulie en, s anda disie en Me hoden de Quali ä ssiche ung is
zu e me ken, dass diese o ausse zungs olle sind: Sie s ellen höhe e zei liche, adminis a-
i e, kommunika i e und plane ische An o de ungen an das Ausbildungspe sonal und seine
Kompe enzen. Am Beispiel de e aluie enden Vo gehensweise „du ch sch i liche Bewe -
6.3 Fazi : Quali ä ssiche ung übe eiwillige Me hoden, Ve ah en und Ins umen e 69
ungs- und Beu eilungsbögen“ wu de da geleg , dass diese in den Be ieben, die Kau leu e ü
Bü omanagemen ausbilden, 22 P ozen punk e häu ige eingese z we den als in de Gesam -
be agung. Dies sp ich ü die E kenn nis, dass wäh end de Ausbildung im Be u Kau au/
Kau mann ü Bü omanagemen e gleichsweise häu ige auch zusä zlich eiwillige Me ho-
den de Quali ä ssiche ung eingese z we den – jedoch nich bei den kleins en Ausbildungs-
be ieben.
Eine olls ändige Quali ä ssiche ung on Ausbildung um ass auch eine e aluie en-
de Rückschau, die de d i en bzw. ie en Phase des EQAVET-Quali ä s ahmens (Plan, Do,
Check, Ac ) zugeo dne we den kann und eben alls zu den s anda disie en eiwilligen Me-
hoden zu zählen is . Fü die den Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen ausbilden-
den un e such en Be iebe gil , dass mi 73 P ozen eine im Ve gleich zu Gesam e hebung
um el P ozen punk e höhe e Anwendung de Rückschau o lieg . Im Handwe k be äg die
Di e enz soga 23 P ozen punk e. Es gib dami eine kla e Tendenz, dass im Ausbildungskon-
ex dieses Be u es auch häu ige das quali ä ssiche nde Ve ah en de Rückschau angewand
wi d als bei de Ausbildung ande e Be u e. Die Auswe ung de quali a i en In e iews e -
gab, dass eine Rückschau meh du ch das Ziel de Fachk ä esiche ung (also Übe nahme on
Auszubildenden) mo i ie is als du ch das de Quali ä ssiche ung. Es handel sich also um
Gesp äche, in denen es ehe um die Übe nahme des/de Auszubildenden geh als um eine
E alua ion des Ausbildungsp ozesses ode de Ausbildungse gebnisse. Es wi d deu lich, dass
eine o malisie e Rückschau, de en E gebnisse sys ema isie e sch i lich we den, um sie
gg . ü zukün ige Anpassungen nu zba machen zu können, ehe nich die Regel da s ellen
dü e. Rückschauen scheinen in de P axis ehe Teil on Gesp ächen mi endenziell in o mel-
lem Aus auschcha ak e zu sein.
Zusammen assend kann es gehal en we den, dass zusä zlich zu den e bindlichen Ins-
umen en, Ausbildungsplanung und Be ich she noch wei e e eiwillige quali ä ssiche nde
Ve ah en und Ins umen e eingese z we den, um p ozessbeglei end den jeweiligen Ausbil-
dungss and zu übe p ü en. Dabei agie en die Ausbildungsbe eilig en im Rahmen de Ausbil-
dung on Kau leu en ü Bü omanagemen e gleichsweise engagie e , als dies im Kon ex
de Ausbildung in den ande en un e such en Be u en de Fall is . Die G undlage da ü is die
g undsä zlich häu ige e Nu zung de s anda disie en quali ä ssiche nden Ins umen e, zu
denen e wa die Nu zung on E aluie ungsbögen und die Me hode de Rückschau zählen.
70 7 Bilanz
7 Bilanz
Die gesonde e Be ach ung de Ausbildungsplanung und -ges al ung im Ausbildungsbe u
Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen ha im Wesen lichen ein e gleichsweise s a kes
Engagemen im Be eich Quali ä ssiche ung im Ausbildungsgeschehen e geben. Dieses Bild
zeig sich, wenn die Analysee gebnisse des empi ischen Ma e ials (238 Tele onin e iews mi
Ausbildungs e an wo lichen und 13 be iebliche Fallbeispiele) mi denen de 18 Be u e aus
de Haup s udie e glichen we den:
▶So wi d die Ausbildung on Kau leu en ü Bü omanagemen um knapp 25 P ozen punk e
häu ige sch i lich geplan ,
▶das Be ich she wi d deu lich häu ige gemäß den Emp ehlungen des BIBB-Haup ausschus-
ses (2020) (in Bezug au sys ema isie es Kon ollie en) eingese z und
▶es läss sich ein häu ige e Einsa z eiwillige s anda disie e Ins umen e de Quali ä s-
siche ung (wie E aluie ung, Feedback und Rückschau) es s ellen.
▶Da übe hinaus is die digi ale Nu zung des Be ich she es s ä ke e b ei e , als dies in an-
de en Ausbildungsbe u en de Fall is .
Wa um is das so? Kau leu e ü Bü omanagemen we den in Be ieben ausgebilde , die im
Schni g öße sind als bei ande en Ausbildungsbe u en. Da g öße e Be iebe eine du ch-
schni lich ausgep äg e e Neigung au weisen, ih e Ausbildungsleis ungen sch i lich-s anda -
disie zu planen und zu ges al en, könn e dies ein Teil de E klä ung ü die oben genann en
Be unde da s ellen. Eine wei e e These beg ünde sich im hohen G ad an Sch i lichkei , de
dem Ausbildungsbe u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen inhä en is . Hie wä e die
Übe legung, dass es de be u s ypisch plane isch-adminis a i en A bei sweise on Kau leu-
en en sp echen wü de, wäh end de Ausbildung zum einen sch i liche Planungsins umen e
einzuse zen und diese zum ande en dann auch in elabo ie - o malisie e Fo m zu nu zen.
Auße dem könn e die ohnehin gegebene Zugänglichkei zu digi alen Ge ä en an Bü oa bei s-
plä zen, an denen Kau leu e ü Bü omanagemen in de Regel a bei en, die s ä ke e Nu zung
on digi alisie en Ausbildungsbe ich he en gg . e klä en. Wie abe hie die Zusammenhänge
a sächlich zu sehen sind, müss e gesonde un e such we den. Dies is auch o dem Hin e -
g und zu sehen, dass de Ausbildungsbe u Kau au/Kau mann ü Bü omanagemen zu den
sogenann en „g oßen“ und on jungen Menschen s a k nachge ag en29 Ausbildungsbe u en
gehö . Die Be agung zeig zudem, dass es keine nennenswe en Rek u ie ungsp obleme gib .
Auch ande e He aus o de ungen, die un e dem S ichwo „Quali ä sp obleme“ lau en wie
Ausbildungsabb üche und schlech e P ü ungsno en, kommen e was sel ene o . Inwiewei
hie ü das es ges ell e höhe e Engagemen im Be eich Quali ä ssiche ung in de be u lichen
Ausbildung u sächlich sein könn e, muss an diese S elle o enbleiben. Zu e mu en is jedoch,
dass eine ein ache U sache-Wi kungs-E klä ung im Sinne „Es gib wenige Quali ä sp obleme
wegen eine besse en Quali ä ssiche ungsa bei “ zu ku z g ei en dü e.
Im Einzelnen e geben sich in Bezug au die A de Ausbildungsplanung die olgenden Fes -
s ellungen: De Ve se zungsplan/Einsa zplan spiel eine g undlegende Rolle. E leg alle S a i-
onen und be ieblichen Be eiche da , die im Ve lau eine Ausbildung zu du chlau en sind, und
29 Es gib ü diesen Be u einen Übe hang an Ausbildungspla zsuchenden ( gl. Bundesins i u ü Be u s-
bildung 2025).
▶
7 Bilanz 71
se z den zei lichen Rahmen es . Au diese Planungsa basie in de Regel dann auch – wenn
o handen – die inhal liche Ausbildungsplanung de Be iebe. Diese kann un e schiedlich ela-
bo ie sein – sie eich on s ichpunk a igen Au lis ungen on Be u sbildposi ionen de Aus-
bildungso dnung bis hin zu di e enzie en Dokumen en, die eine be iebliche Übe se zung
de Ausbildungsinhal e in Ges al on konk e en Au gaben und Zielen sowie didak isch-päda-
gogischen Vo gaben beinhal e (siehe Kapi el 5.1.1).
Die höchs e in diese S udie iden i izie ba e S u e an Ausdi e enzie hei und Komplexi ä
on Ausbildungsplänen de Ka ego ie „inhal liche Planung“ (Ka ego ie 4) und ih e Nu zung
wi d in den un e such en 13 Fällen e eich , wenn
die be iebliche Übe se zung de im Ausbildungs ahmenplan genann en be u s-
bildbezogenen Fe igkei en, Kenn nisse und Fähigkei en sowohl hinsich lich o -
ganisa o ische (Fes legung on Le no en, Einsa zzei en, e an wo liche Zu-
s ändigkei des Ausbildungspe sonals) als auch inhal lich-didak ische Aspek e
sch i lich-plane isch es gehal en wi d. Le z e es kann in Fo m konk e e Au ga-
ben und A bei sabläu e da geleg we den, die zu absol ie en bzw. on den Auszu-
bildenden le z lich zu behe schen sind. Da übe hinaus we den die plane ischen
Fes legungen in einem mul i unk ionalen Tool es gehal en, das wei e e quali ä s-
siche nde Ins umen e, A bei shil en und Funk ionen wie e wa In o- und Doku-
men a ionsma e ialien sowie Feedbackins umen e, beinhal e . Dami sollen die
p ozessbeglei ende Un e s ü zung des Ausbildungs e lau es und die kon inuie -
liche Übe p ü ung des Ausbildungse olges geziel ge ö de we den. Auße dem
kann übe eine solche Mul i unk ionali ä auch das Ziel e eich we den, im Sin-
ne des EQAVET-Quali ä ssiche ungs ahmens alle ie Phasen des Quali ä sk eises
(Plan, Do, Check, Ac ) zu ad essie en. Eine beme kenswe e Wei e en wicklung
is es zudem, wenn Auszubildende in die be iebliche Übe se zungsleis ung des
Ausbildungs ahmenplans in einen indi iduellen Ausbildungsplan eingebunden
we den. In diesem Fall können Auszubildende im Aus ausch mi dem Ausbildungs-
pe sonal wäh end des Ausbildungs e lau es Teile de Plane s ellung und -anpas-
sung kon inuie lich mi ges al en.
G undsä zlich we den die ü die Ausbildung im Be u Kau au/Kau mann ü Bü omanage-
men eingese z en Planungsun e lagen – wenn o handen – a bei s eilig mi de Ausbildungs-
lei ung e s ell . Geh es abe um die p ak ische Umse zung de be ieblichen Ausbildungspla-
nung, dann komm dem Ausbildungspe sonal in den Fachab eilungen eine hohe Au onomie
zu. Eine sei s he sch dami ein g oßes Ve auen in die ausbildenden Fachk ä e o O
o , ande e sei s mag es hie auch um unzu eichende Un e s ü zungsleis ungen gehen, die
die p ak ische A bei des ausbildenden Pe sonals be e en. Eine du ch die Ausbildungslei ung
beglei e e Ein üh ung on quali ä ssiche nden Ins umen en, die eine e besse e Kommuni-
ka ion zwischen den an de Ausbildung be eilig en Ak eu innen und Ak eu e a isie en, könn e
den un e nehmensin e nen Aus ausch und Wissens ans e s ä ken.
Ausbildungso dnungen we den on den Ausbildungsbe eilig en als Mindes s anda ds
beg i en, die es gemäß dem empi ischen Ma e ial häu ig explizi zu übe e en gil . Diese
wei e gehenden be ieblichen Ausbildungsziele um assen zusä zlich zu um assenden be u -
lichen Handlungs ähigkei e wa kommunika i -soziale sowie pe sönlichkei s ö de nde Aspek-
e. Auch wenn dies nu gelegen lich explizi wi d, s ehen die on den Be ieben eingese z en
quali ä ssiche nden Ins umen e im Kon ex de jeweiligen Ausbildungskul u und de dami