Monz, Anna; Vogl, Ge linde
A icle — Published Ve sion
Mobile A bei – äumlich en g enz und o sgebunden
Zei sch i ü A bei swissenscha
P o ided in Coope a ion wi h:
Sp inge Na u e
Sugges ed Ci a ion: Monz, Anna; Vogl, Ge linde (2020) : Mobile A bei – äumlich en g enz und
o sgebunden, Zei sch i ü A bei swissenscha , ISSN 2366-4681, Sp inge , Be lin, Heidelbe g,
Vol. 74, Iss. 3, pp. 178-187,
h ps://doi.o g/10.1007/s41449-020-00220-z
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h ps://hdl.handle.ne /10419/289175
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WISSENSCHAFTLICHE BEITRÄGE
h ps://doi.o g/10.1007/s41449-020-00220-z
Z. A b. Wiss. (2020) 74:178–187
Mobile A bei – äumlich en g enz und o sgebunden
Anna Monz1·Ge lindeVogl
2
Online publizie : 24. Augus 2020
© De /die Au o (en) 2020
Zusammen assung
De Bei ag beschä ig sich mi An o de ungen o sgebundene mobile A bei und den da aus esul ie enden Belas un-
gen. Die Diskussion um mobile A bei wi d übe wiegend o dem Hin e g und zunehmende äumliche und zei liche
Ges al ungsspiel äume on Wissensa bei e /-innen ge üh . In diesem Bei ag s eh hingegen die o sgebundene mobile
A bei on Technike /-innen im Fokus, welche die Anwesenhei de Beschä ig en bei Kund/-innen zwingend o ausse z .
Anhand de Empi ie we den neue An o de ungen analysie , die im Zusammenhang mi de Digi alisie ung s ehen und
sich sowohl au die Tä igkei und den A bei sp ozess selbs als auch au die äumliche und digi ale Mobili ä auswi ken.
P ak ische Rele anz: Die empi ischen E gebnisse e weisen au die No wendigkei eine A bei sges al ung, die neben
den An o de ungen, die sich aus de konk e en A bei s ä igkei e geben, auch die mobili ä sbeding en An o de ungen
mi in den Blick nimm . E s du ch die sys ema ische Analyse des Zusammenwi kens beide Be eiche e geben sich
spezi ische E kenn nisse ü die Ges al ung on mobile o sgebundene A bei . Du ch die Un e scheidung in a bei s-
und mobili ä sbezogene An o de ungen wi d zudem de Fokus au die äumliche Mobili ä und au die dazu no wendige
Mobili ä sa bei gelenk .
Schlüsselwö e Mobile A bei · Mobili ä · Se ice- und Wa ungs echnike · Digi alisie ung
Mobile wo k—spa ially blu ed and local ixed
Abs ac
This con ibu ion ocuses on job mobili y equi emen s and he esul ing s ains on employees. The discussion abou
mobile wo k mos ly ocuses on he inc ease o spa ial and empo al lexibili y o knowledge wo ke s. This con ibu ion,
by con as , ocuses on job mobili y in locally ixed jobs, whe e he employee has o be p esen a he cus ome s’ place. The
analysis o he empi ical da a shows ha job mobili y combined wi h locally ixed wo k ac i i ies implies special challenges
o he employees. Mo eo e , he challenges ha e o be seen agains he backg ound o digi iza ion. New challenges a e
ound ega ding bo h he wo king p ocess/wo king ac i i y i sel and he o ganiza ion o mobili y.
P ac ical Rele ance: Empi ical da a emphasizes he need o a wo k o ganiza ion ha sys ema ically in eg a es he di e se
challenges o job mobili y equi emen s. An analysis o he in e ela ion be ween he demands eme ging om he ac ual
wo k- ela ed asks on he one hand and he demands eme ging om mobili y- ela ed asks on he o he hand is necessa y
o ge speci ic insigh s in o he design o mobile wo k in locally ixed jobs. By dis inguishing be ween wo k- ela ed and
mobili y- ela ed equi emen s, spa ial mobili y and he espec i e “mobili y wo k” a e ocused.
Keywo ds Mobile wo k · Mobili y · Se ice echnicians · Digi iza ion
Anna Monz
[email protected]
1Ins i u ü Sozialwissenscha liche Fo schung,
Uni e si ä sklinik München, München, Deu schland
2Inpu Consul ing, S u ga , Deu schland
1 Einlei ung
A bei wi d zunehmend mobil. Mobiles A bei en is heu-
e ü iele Beschä ig e un e schiedliche Quali ika ionen
und in as allen B anchen zu eine Selbs e s ändlichkei
gewo den. Imme meh A bei san eile we den du ch die
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Nu zung mobile In o ma ions- und Kommunika ions ech-
nologien o s lexibel, d.h. können on jedem beliebigen O
aus e ledig we den. De s a ionä e A bei so e lie an
Bedeu ung, jede p i a e ode ö en liche Raum wi d zum
po enziellen A bei so .
Das „Raum-Zei -Regime“ ( an de Pol 2007)de A bei
ha sich on de Indus iegesellscha zu Diens leis ungs-
ode Wissensgesellscha deu lich e ände . Die In o ma i-
sie ung (Schmiede 1996) on Wi scha sp ozessen ha die
Bindung de A bei an es e physische O e e heblich gelo-
cke und so die Möglichkei gescha en, dass imme meh
A bei s ä igkei en mobil ausgeüb we den können. Mobili-
ä wi d so ü imme meh Beschä ig e zu einem s uk-
u ie enden Elemen ih e be u lichen Tä igkei (Kessel ing
und Vogl 2010; Kessel ing 2012) und ih es p i a en All ags
(Monz 2018).
(...) he inc easingly globalised na u e o mul ina-
ional co po a ions, combined wi h he e olu ion o
lap op compu e s, mobile phones and in e ne -based
means o communica ion, mean ha spa ial mobili y
o wo ke s is po en ially bo h mo e necessa y and
mo e possible(Hislop und Ax ell 2007, S. 49).
Die äumliche und zei liche En g enzung on A bei kann
Beschä ig en auch neue Mi ges al ungsmöglichkei en bei
de Wahl des A bei so s e möglichen. Alle dings i dies
in e s e Linie au hochquali izie e Tä igkei en zu, in die-
sem Segmen e ügen Beschä ig e in de Regel übe meh
Möglichkei en zu ö lich und zei liche Flexibilisie ung.
Ande s s ell sich die Si ua ion bei pe sonenbezogenen
Diens leis ungen ode im Handwe k da : hie is die kö -
pe liche Anwesenhei des Beschä ig en o mals no wendig
(Cohen 2010, G essel e al. 2019). Die Beschä ig en müs-
sen sich äumlich bewegen, um ih e A bei zu un. Die
In e ak ion mi Kunden ode KollegInnen ode handwe kli-
che A bei en e o de n kö pe liche Anwesenhei an einem
bes imm en O , sie sind o sgebunden. Es handel sich hie
um o sgebundene mobile A bei , die sich nich emo e e -
ledigen läss , sonde n mi „ empo al-spa ial ixes“ (Jessop
2006) einhe geh . Diese O sgebundenhei mobile A bei
wi d auch du ch die Auswe ung des Eu opean Wo king
Condi ions Su ey bes ä ig :
Ande s als die ö en liche Deba e e mu en läss , in-
de mobiles A bei en jedoch nu sel en in den eige-
nen ie Wänden, im Ca é ode F eibad s a , sonde n
haup sächlich beim Kunden (Hamme mann und S e -
es 2017,S.3).
F ank Kleemann sp ich on „mobile P äsenz-A bei “
(2017, S. 222) und mein dami die physisch gebunde-
ne A bei , die de Anwesenhei an einem konk e en O
beda . So zeichnen sich die A bei s age de hie un e such-
en Technike /-innen dadu ch aus, dass sie ih e A bei szei
eilweise di ek beim Kunden ode mi de An- und Ab-
eise zum Kunden e b ingen (G essel und Mundu eguy
2008). Mobili ä is eine no wendige Vo ausse zung zu
E ledigung de A bei . Sie is Teil de im Rahmen des
A bei s e häl nisses zu e b ingenden A bei sleis ung und
somi „ e o dne e Mobili ä “ (Nies e al. 2015,2017), die
dadu ch cha ak e isie is ,
dass spezi ische An eile de A bei „auße be ieblich
o sgebunden“ sind und dami die äumliche Bewe-
gung de jeweiligen Beschä ig en e o de n (Nies
e al. 2017, S. 176).
O sgebundene mobile A bei ; wi d in de Deba e zu mobi-
le A bei kaum hema isie (Cohen 2010; Nies e al. 2017;
G essel e al. 2019), was au die Dimension de sozialen
Ungleichhei on mobile A bei e weis : De F eihei s-
disku s, de die Deba e um mobiles A bei en bes imm ,
pass nich au alle Fo men mobile A bei und dami auch
nich au alle Beschä ig en gleiche maßen.
Die spezi ischen An o de ungen o sgebundene , mobi-
le A bei un e scheiden sich on ande en Fo men mobile
A bei . Zudem en s ehen du ch die Digi alisie ung auch bei
o sgebundene , mobile A bei neue An o de ungen an die
Beschä ig en, wie wi im Folgenden zeigen we den.
2 Me hode und Sample
Im Folgenden we den Resul a e des Fo schungsp ojek s
„p en imo – P ä en ionso ien ie e Ges al ung mobile
A bei “ o ges ell , das sich au die A bei beim Kun-
den als eine Fo m äumliche Mobili ä in de A bei
konzen ie e.1
Zu Bean wo ung de p ojek ele an en F ages ellungen
wu den un e schiedliche Me hoden – F agebögen (K aus
und Riede 2018), Beobach ungs e ah en (Dunckel und
Pleiss 2007) und quali a i e In e iews (Wi zel 1985)– e -
wende . In diesem Bei ag we den die E gebnisse de qua-
li a i en In e iews da ges ell . Die Me hode des quali a i-
en In e iews e möglich es, die subjek i e Wah nehmung
und Deu ung de Beschä ig en hinsich lich ih e A bei so-
wie die Pe spek i e on Expe /-innen in un e schiedlichen
Funk ionen au die be ieblichen Rahmenbedingungen und
Umgangss a egien zu e heben (Flick e al. 2012; Bogne
e al. 2014).
Es wu den quali a i e, lei adenges ü z e In e iews mi
Technike /-innen (n= 45) ge üh . De Fokus lag dabei au
de di e enzie en E assung de a bei s- und mobili ä sbe-
zogenen An o de ungen, au de subjek i en Wah nehmung
ih es mobilen A bei sall ags, und des indi iduellen A bei s-
1Wei e e In o ma ionen zum Fo schungsp ojek p en imo: www.
p en imo.de.
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handelns sowie au Ve ände ungen des A bei sall ags du ch
die Digi alisie ung.
Zudem wu den zu E hebung de be ieblichen Rah-
menbedingungen quali a i e Expe enin e iews (n= 12)
mi be ieblichen Ve e e n aus den Be eichen Pe so-
nalmanagemen , Be iebliches Gesundhei smanagemen ,
A bei sschu z und In e essen e e ung du chge üh . De
inhal liche Fokus lag dabei au de O ganisa ion mobile
A bei im Un e nehmen, den Ve ände ungen on An o -
de ungen du ch die Digi alisie ung, den Belas ungen de
Beschä ig en sowie neuen echnischen En wicklungen und
dadu ch en s ehenden neuen He aus o de ungen ü die
Beschä ig en.
Die lei adenges ü z en In e iews de Expe /-innen so-
wie de Beschä ig en daue en jeweils zwischen 60 und
90min. Säm liche In e iews wu den au gezeichne , an-
sk ibie und im Anschluss compu e ges ü z mi de So -
wa e MAXQDA au G undlage de quali a i en, inhal lich
s uk u ie enden Inhal sanalyse nach Kucka z (2018)aus-
gewe e . Die Auswe ung des empi ischen Ma e ials e -
olg e im P ojek eam.
Die Technike /-innen, die wi im Rahmen des P ojek s
un e such haben, sind bei einem Telekommunika ionsun-
e nehmen und in einem Un e nehmen de Facili y-Manage-
men B anche beschä ig . Aus dem Telekommunika ions-
un e nehmen wu den 28 Beschä ig e und neun Expe /-in-
nen in e iew , in dem Facili y-Managemen Un e nehmen
wa en es 17 Beschä ig e und d ei Expe /-innen. Alle Al-
e sg uppen sind im Sample e e en, wobei die G uppe de
übe 50 jäh igen Beschä ig en e was übe ep äsen ie is .
Un e den in e iew en Technike /-innen wa en ün F au-
en und 40 Männe . Diese Zahlen spiegeln zunächs die
Geschlech e di e enz in den un e such en B anchen und
Tä igkei s elde n wide , in denen unabhängig on de Mo-
bili ä übe wiegend männliche Beschä ig e zu inden sind.
Sie e weisen abe auch au einen Zusammenhang zwi-
schen Geschlech und mobile A bei . Die Mobili ä zwi-
schen Männe n und F auen un e scheide sich zwa nich
pe se, wenn jedoch Kinde im Haushal leben, sind F au-
en sel en be u lich mobil, wäh end die Familiensi ua ion bei
Männe n keinen Ein luss au de en Mobili ä nimm (Rüge
und Becke 2011).
Die Beschä ig en des Samples a bei en im Lau e eines
A bei s ags meis an un e schiedlichen S ando en, die in
einem äumlich de inie en Gebie liegen. Die zei liche und
äumliche Planung ih es A bei s ags e olg zen al du ch
Disponen /-innen.
Mi Blick au die Mobili ä s o m lassen sich bei den
hie un e such en Beschä ig eng uppen zwei Fo men un-
e scheiden: die Tages- und die Übe nach mobili ä . Bei
de Tagesmobili ä sind die Beschä ig en inne halb de
A bei szei au kü ze en S ecken zwischen e schiedenen
Kund/-innen mobil und keh en nach dem le z en Einsa z
nach Hause zu ück. Die Meh zahl de in e iew en Be-
schä ig en wa agesmobil, lediglich ein ge inge An eil
wa da übe hinaus mi Übe nach mobili ä kon on ie .
Bei de Tagesmobili ä we den die Fah en zum Kunden
ausschließlich mi dem Diens wagen (Pkw ode [Klein-]
T anspo e ) un e nommen. Die Technike /-innen sind so-
wohl im u banen als auch im ländlichen Raum un e wegs.
Im u banen Raum we den zwa wenige Kilome e p o Tag
zu ückgeleg , die Ve keh ssi ua ion is jedoch s ä ke du ch
Behinde ungen (S au) sowie Pa kpla zsuche gep äg . Im
Folgenden s eh die Tagesmobili ä de Beschä ig en im
Fokus de Aus üh ungen.
3 E gebnisse: (Neue) An o de ungen
o sgebundene mobile A bei
Die Meh hei de in e iew en Beschä ig en ha eine ü
die Ausübung ih e Tä igkei einschlägige Be u sausbil-
dung absol ie . Die Au gaben de Technike /-innen im Te-
lekommunika ionsbe eich um ass beispielsweise die Inbe-
iebnahme on Tele onanschlüssen ode Ne zwe klösun-
gen und das Beheben on Ne zs ö ungen ü P i a - und
Geschä skund/-innen; im Facili y-Managemen geh es in
e s e Linie um Wa ung, Repa a u und den Einsa z in No -
ällen, wie z.B. dem Aus all eine Klimaanlage ode eines
Wasse schadens.
An o de ungen o sgebundene mobile A bei zeigen
sich dabei empi isch au zwei Ebenen.
Zum einen gib es die a bei sbezogenen An o de ungen,
die den Ke n de A bei s ä igkei ausmachen, d.h. die ech-
nische Tä igkei , de Kundendiens an de Maschine, so-
wie die In e ak ionsa bei mi den Kund/-innen (Dunkel und
Riede 2006), zum ande en die mobili ä sbezogenen An o -
de ungen, die die O ganisa ion de Mobili ä , den Umgang
mi un o he gesehenen und wei gehend un o he sehba en
Mobili ä se eignissen sowie das dami e bundene Zei ma-
Tab. 1 An o de ungsebenen mobile A bei (eigene Da s ellung)
Table 1 Le els o equi emen s o mobile wo k
An o de ungen
A bei sbezogen
Technische Tä igkei
Mobili ä sbezogen
Mobili ä sa bei
Technisches Wissen und Kom-
pe enzen
A bei bei und mi Kunden
Räumliches (E ah ungs-)Wis-
sen
O skenn nisse
Mobili ä skompe enzen
A bei s- und mobili ä sbezogene An o de ungen
Umgang mi un o he sehba en Si ua ionen, si ua i es Handeln,
Selbs s eue ung und -o ganisa ion, Einsa z und Aus ausch on achli-
chem, in e ak ionsbezogenem und äumlichem E ah ungswissen
A bei so ganisa o ische Rahmenbedingungen: Leis ungss eue ung,
Ges al ung on A bei sp ozessen im Zuge de Digi alisie ung, be-
iebliche O ganisa ion on Zei und Raum (Regelung on A bei s-
und Reisezei , Ges al ung on A bei so en un e wegs)
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nagemen beinhal en. Wei e gib es An o de ungen, die
que zu diese Un e scheidung liegen und ü beide An o -
de ungsbe eiche gel en. Dazu gehö en beispielsweise de
Umgang mi un o he sehba en Si ua ionen ode die No -
wendigkei si ua i en Handelns.
Tab. 1 e deu lich die e schiedenen An o de ungsebe-
nen:
Fü einen ie e en Einblick in die a bei s- und mobili ä s-
bezogenen An o de ungen, wi d im Folgenden die o sge-
bundene mobile A bei in die aum-zei lichen Dimensionen
des Vo -O -Seins, dem Un e wegs-Sein und dem Weg-Sein
ze leg . Die einzelnen Dimensionen und sozialen Zusam-
menhänge sind dabei nich exak oneinande zu e en,
sie bedingen sich ielmeh gegensei ig und nehmen au ein-
ande Ein luss. So bedeu e beispielsweise das „Vo -O -
Sein“ gleichzei ig imme auch ein „Weg-Sein“.
3.1 Vo -O -Sein
Die Technike /-innen a bei en übe wiegend di ek beim
Kunden. Das Vo -O -Sein bezieh sich au die on de
Be iebss ä e en e n en mul iplen und lexiblen A bei s-
o e, die häu ig dadu ch cha ak e isie sind, dass sie ü
die A bei de Technike /-innen wede o gesehen noch
ges al e sind.
Mein A bei so is do , wo de Lap op ge ade hin-
pass . (Wa ungs echnike Facili y Managemen )
Du ch die wechselnde Einsa z ä igkei de Technike /-innen
ände sich die soziale als auch die äumliche Si ua ion on
Kund/-in zu Kund/-in. Die Technike /-innen müssen sich
imme wiede neu und lexibel au a iie ende äumliche
und soziale Si ua ionen eins ellen. Die In e ak ionsa bei ,
welche die Kommunika ion mi Kund/-innen, das Aushan-
deln und die Bewäl igung on un e schiedlichen E wa un-
gen und Kon lik en um ass , s ell neben de achlichen A -
bei eine wich ige An o de ung da . Diese wi d häu ig als
He aus o de ung e leb , beispielsweise, wenn Kund/-innen
E wa ungen haben, welche die Technike /-innen im Rah-
men ih es Au ags nu schwe ode nich e üllen können,
ode wenn es zu Kon lik en bzw. zu Ä ge übe den Se ice
des Un e nehmens komm .
Die Technike /-innen sind in e s e Linie allein un e -
wegs. En scheidungen o O müssen sie dahe allein e -
en. Das wi d eine sei s als posi i e leb , da es mi einem
hohen An eil an Au onomie und Selbs bes immung e -
bunden wi d. Ande e sei s is diese Ums and eine Belas-
ung au g und de hohen Ve an wo ung, die sie agen. Als
wich ig und hil eich e leben die Technike /-innen in die-
sem Zusammenhang einen gewissen, om Un e nehmen zu-
gesiche en Handlungsspiel aum, um eigen e an wo lich
und si ua i handeln zu können.
Neben de echnischen und handwe klichen Tä igkei ge-
hö die Dokumen a ionsa bei zu den äglichen Au gaben
de Technike /-innen. Diese soll zei nah nach Abschluss
des jeweiligen Kundenau ags e ledig we den. Im Zuge
de Digi alisie ung de P ozesse ha sie sich eben alls e -
ände : Sie soll nun di ek am A bei so mi hil e on mo-
bilen Endge ä en e ledig we den. Technische Hü den, wie
z.B. eine schlech e In e ne e bindung an den A bei so -
en und P obleme bei dem P og amm, das sie du ch die
Dokumen a ionssch i e üh , e leben die Beschä ig en als
Belas ung. Häu ig komm es dadu ch zu Zei e zöge ungen
und es en s eh hohe Zei d uck.
Fü die E ledigung de no wendigen Dokumen a ionsa -
bei en is bei den Kund/-innen meis kein Pla z o gesehen,
die Beschä ig en üh en diese A bei o in p o iso ischen
Räumen du ch, die sie sich selbs suchen müssen. So a -
bei en sie häu ig an Du chgangso en wie im Flu ode in
Wa e äumen, au eine Bank ode ande en Si zgelegenhei
im ö en lichen Raum, im Au o ode auch zu Hause.
Die A bei zu Hause wi d in de Deba e um mobile A -
bei meis als posi i e Op ion und Chance ge ahm . Fü die
Technike /-innen is die E ledigung de Dokumen a ionsa -
bei zu Hause nu eine No lösung. Du ch die zunehmende
Ve lage ung de Dokumen a ionsa bei en nach Hause sowie
die E eichba kei am Wohno auße halb de A bei szei en
e schwimmen die G enzen zwischen A bei und P i a le-
ben, was on den Technike /-innen ehe nega i bewe e
wi d.
Bes eh die Möglichkei , dass die Technike /-innen Räu-
me in den Kundenobjek en mi benu zen, sind diese meis
wede ü Bü oa bei noch ü Pausen ode gemeinsamen
Aus ausch gu geeigne .
Es is meis ens eine Abs ellkamme ohne Fens e ,
ode was weiß ich, is ja auch nich ge ade oll. Reini-
gungssachen und Pu z olien, da si z man dann. (Wa -
ungs echnike Facili y Managemen )
Wäh end A bei s äume ode A bei splä ze sons übe wie-
gend als pe manen e O e gedach we den und ü die Aus-
übung de A bei s ä igkei konzep ualisie , ein- und ausge-
ich e sind, i dies ü die A bei so e mobil A bei ende
o nich zu.
Fehlende A bei s äume üh en auch dazu, dass mobil
Beschä ig e ih e Pausen aus allen lassen ode wäh end de
Au o ah on einem Kunden zum ande en ih e Mahlzei
einnehmen. Zudem is es o schwie ig, Hygieneein ich un-
gen au zusuchen, um sich z.B. die Hände zu waschen.
Wi haben je z auch keine Duschen ode auch kei-
nen Pausen aum und auch eigen lich keine Mik o-
welle (...) eigen lich ga nich s. (Wa ungs echnike
Facili y-Managemen )
K
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Mobil Beschä ig e, die beim Kunden a bei en, bewegen
sich nich nu in physischen, sonde n auch in sozialen Räu-
men, die ihnen emd sind und in denen sie sich zu ech in-
den müssen. Ande s als beim eigenen A bei gebe , wo man
Kolleg/-innen und auch die O ganisa ion und de en Abläu-
e kenn und sich in e au en sozialen Räumen beweg ,
is die Si ua ion beim Kunden meis emd. Hinzu komm ,
dass Technike /-innen sich selbs als s ö end ü die Be-
legscha des Kunden e leben. Häu ig bes eh ein soziales
Ge älle zwischen ihnen, wie z.B. bei de A bei in Ban-
ken. Bei den Technike /-innen en s eh die Wah nehmung,
ih e A bei im Ve bo genen un zu müssen und nich au -
allen zu dü en. Die Technike /-innen e leben diese Si ua-
ion als einen äumlichen Ausd uck mangelnde We schä -
zung sei ens des Kunden – eine äumliche Mani es a ion
de Ungleichhei , die zwischen ihnen und de Belegscha
des Kunden bes eh .
3.2 Un e wegs-Sein
Das Un e wegs-Sein be i die Bewegung im Raum selbs ,
also die Bewegung on einem Kunden zum nächs en. Die
Haup an o de ung lieg hie im Umgang mi un e schied-
lichen Ve keh ssi ua ionen bzw. de Bewäl igung des Ve -
keh s. De Ve keh is dabei ü die Technike /-innen mi
d ei Haup isiken e bunden: Als e s es Haup isiko gil de
S au (ob es sich nun um o he sehba e und wiede keh ende
S aus wie z.B. ageszei enabhängige Ve keh sspi zen han-
del ode um un o he sehba e Ve keh sp obleme wie S aus
in olge eines Un alls). Das zwei e Risiko s ellen mangeln-
de Pa kplä ze am Einsa zo da . In den Innens äd en is
de Pa kd uck o mals so hoch, dass die Technike keinen
Pa kpla z in de Nähe ih es Einsa zo s inden, was dazu
üh , dass sie das no wendige Ma e ial und das zum Teil
schwe e We kzeug zum Teil wei agen müssen. Das d i e
Risiko sind Pannen ode Un älle, in welche die Technike
e wickel sind.
Mobili ä is ü die Technike /-innen o allem ein Zei -
esse . Da sie einen s a en Zei plan ü die E ledigung
ih e Au äge haben, s ellen mobili ä sbeding e Ve zöge-
ungen eine zusä zliche Belas ung da . Die be iebliche Pla-
nung de Reisezei en is jedoch häu ig knapp bemessen, da
die Be iebe mobili ä s ypische Ve zöge ungen in de Re-
gel unzu eichend in die Planung einbeziehen. Ve spä ungen
und Zei d uck gehö en dahe ü Technike /-innen zu No -
mali ä ih es A bei sall ags. So können sie häu ig e ein-
ba e Te mine nich einhal en und sehen sich in de Folge
mi e ä ge en Kund/-innen kon on ie .
Hinzu komm , dass die Vo gabezei en ü s anda disie e
Tä igkei en eduzie wu den:
Und die Zei en we den jäh lich nach un en ko igie .
Schon sei Jah en. Ob das ü eine Schal ung is , an ei-
nem Ve eile . Und die Zei en sind o mals eben nich
einzuhal en. (Se ice echnike Telekommunika ion)
In de Folge komm es zu eine mode a en, abe kon inu-
ie lichen A bei szei übe sch ei ung.
A bei sende, da gib es im G unde keine De ini ion.
Meine F au ha sich auch mi le weile abgewöhn , mal
anzu u en und zu agen: „Wann bis du denn zu Hau-
se?“ Das wissen wi nie. (Se ice echnike Telekom-
munika ion)
Diese Si ua ion kon on ie Beschä ig e mi wide sp üch-
lichen An o de ungen: dem Wunsch, die A bei sau gabe
beim Kunden zu iedens ellend zu lösen, dem eigenen Be-
dü nis, die A bei szei nich zu übe sch ei en, und den
Vo gaben des Un e nehmens, sich an Zei o gaben zu hal-
en und ausschließlich A bei en du chzu üh en, die auch in
Rechnung ges ell we den können.
Es wi d jedoch nich nu ein zunehmende Zei d uck he-
ma isie , sonde n auch de Ve lus on Au onomie in de
Mobili ä sges al ung. Im Zuge de Digi alisie ung und de
dami e bundenen S anda disie ung de A bei sabläu e ha
auch eine Au oma isie ung de Rou enplanung s a ge un-
den. Wo sich Technike /-innen ühe ih e Rou en selbs
zusammens ell en, wi d ihnen die Rou e heu e digi al o -
gegeben. Sie e leben das zum einen als Ve lus ih e Ges al-
ungs eihei , zum ande en als En we ung ih es äumlichen
E ah ungswissens.
Häu ig e schein ihnen die digi alisie e Rou enplanung
zudem als wenig e izien , wenn geog aphisch nah beiein-
ande liegende Au äge nich zusammenge ass , s auan äl-
lige Rou en ode Baus ellen nich be ücksich ig we den.
Das E ah ungswissen de Technike /-innen e möglich ih-
nen, si ua ionsbezogen Rou en zu wählen, die Zei e spa -
nisse e lauben und si ua ionsbezogene An o de ungen zu
be ücksich igen.
Auch wenn die An o de ungen an äumliche Flexibili-
ä de mobilen A bei bis zu einem gewissen G ad inhä-
en sind, agen be iebliche P ak iken zu Be- ode En -
las ung de Beschä ig en bei. So be ich en die Technike /
-innen, dass be iebliche Bü o äume mi dem Ve weis au
die Möglichkei mobilen A bei ens au gelös we den. Fü
iele Technike /-innen wi d dadu ch das Au o zum zen a-
len A bei so .
De Fi menwagen is sowieso alles – Bü o, F üh-
s ückso . No male weise muss man auch noch im
Au o einen Campings uhl und Camping isch haben,
wo man alles d au s ell dann, ü den Rechne , ü
die P o okolle. Das geh an sich nu noch im Au o.
(Se ice echnike Telekommunika ion)
De Diens wagen is abe ü s Fah en, nich abe ü die
A bei am Lap op o gesehen und einge ich e . E is kein
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Z. A b. Wiss. (2020) 74:178–187 183
A bei spla z, a sächlich dien e jedoch als Bü o, als Ma-
e ial- und E sa z eillage sowie zugleich als p i a e Raum
und E holungso .
3.3 Weg-Sein
Die Dimension des Weg-Sein bezieh sich au die Folgen
de äumlichen En e nung on Kolleg/-innen und Be iebs-
s ä e. Eine dami e bundene An o de ung is das isolie e
A bei en un e Einsch änkung des Kon ak s und Aus auschs
mi Kolleg/-innen. Ande s als bei s a ionä em A bei en in
einem gemeinsamen Bü o e geben sich bei diesem mobilen
A bei en keine Gelegenhei en zum absich slosen T e en
on Kolleg/-innen und Face- o-Face-In e ak ionen können
nich ad hoc he ges ell we den. Dennoch sind auch und
ge ade mobil Beschä ig e au die Un e s ü zung und den
Aus ausch un e einande angewiesen z.B. wenn sie beim
Kunden o O mi einem P oblem kon on ie we den,
das sie nich allein lösen können. Hie benö igen sie Un e -
s ü zung on Kolleg/-innen, die übe das ehlende Wissen
e ügen. De Aus ausch in o mellen Wissens übe Ge ä e,
Anlagen, P oblemlöses a egien ode Zugänge zu Gebäu-
den is eine wich ige Ressou ce ü die Bewäl igung de
A bei san o de ungen.
Die meis en Technike /-innen s a en ih en A bei s ag
nich on de Be iebss ä e, sonde n on zu Hause aus. Dies
ha den Vo eil, dass sie mo gens di ek zum e s en Kunden
ah en können und nich e s den Un e nehmenss ando an-
s eue n müssen. Diese „op imie e Diens an i “ ha abe
auch zu Folge, dass man sich nich meh au oma isch übe
den Weg läu , was den kollegialen Aus ausch e schwe .
Die Technike /-innen sind au sich selbs ges ell , sie üh-
len sich als „Einzelkämp e “.
Dass man sich sons noch mal i wie ühe , das
is nich meh gewoll und wi d auch imme wenige .
Man is wi klich eigen lich ein Alleinkämp e . Dann
und wann i man na ü lich mal einen Kollegen in
den Technik äumen ode i gendwo. Abe ansons en
is man du chaus übe wiegend au sich allein ges ell .
(Se ice echnike Telekommunika ion)
Um den kollegialen Aus ausch sowie die gegensei ige Un-
e s ü zung dennoch zu gewäh leis en, o ganisie en sie ih e
Kommunika ion in e s e Linie i uell. Häu iges Tele o-
nie en und Cha en mi Kolleg/-innen gehö zum A bei s-
all ag und e se z spon ane und in o melle Face- o-Face-
Gesp äche. Die hohe Bedeu ung kollegiale Un e s ü zung
in schwie igen Kundensi ua ionen b ing es mi sich, dass
die mobil Beschä ig en ü ih e Kolleg/-innen auch auße -
halb ih e A bei szei e eichba sind. Das Wissen um die
wechselsei ige E eichba kei wi k en las end, auch wenn
de P eis da ü die Au op e ung de eigenen F eizei is .
Ich habe auch schon nach s um d ei Uh einen Kol-
legen aus ele onie , weil ich nich wei e kam, und
wenn wi Kollegen un e einande an u en, das unk-
ionie auch wunde ba . Weil, wenn wi uns nich
hel en, we sons ? Von dahe habe ich da auch kein
P oblem mi , ich ah e dann auch aus. (Wa ungs-
echnike Facili y Managemen )
E eichba kei wi d als selbs e s ändlich, abe auch als
no wendige Vo ausse zung ü die Bewäl igung de eige-
nen A bei e ach e . Wesen lich is die Rezip ozi ä diese
in o mellen Ve ab edung: Wenn man ü seine Kolleg/-in-
nen jede zei e eichba is , kann man das im umgekeh -
en Fall gleich alls on ihnen e wa en. Die wechselsei ige
E eichba kei auße halb de A bei szei wi d o diesem
Hin e g und als No mali ä und nich als P oblem ge ahm .
Diese in o mell o ganisie e E eichba kei auße halb de
A bei szei is nich be ieblich angeo dne , sonde n basie
au einem implizi ge eil en Kollegiali ä s- und Solida i ä s-
e s ändnis. Au diese Weise bilden sich A bei skollek i e
auch übe äumliche Dis anzen hinweg, die medien e mi -
el unk ionie en.
Nich nu die Beschä ig en, auch das Un e nehmen
p o i ie on diese in o mell e ab ede en E eichba kei :
Du ch das in o melle Handeln de Beschä ig en we den
die Funk ionali ä und de E olg des Se ices in S ö -
ällen siche ges ell . Die S abili ä dieses Handelns uß
au de hoch ansp uchs ollen Si ua ion, in de sich die
Technike /-innen ag äglich be inden: alleine beim Kunden,
kon on ie mi eine unbekann en ode un o he gese-
henen echnischen ode sozialen He aus o de ung, de en
Lösung si ua i und spon an ge unden we den muss. De
egelmäßige Aus ausch on E ah ungswissen ha in die-
sem Kon ex ü die Technike /-innen eine hohe Bedeu ung
und s ell eine wich ige Ressou ce da . Dennoch wi d das
Au ech e hal en kollegiale Beziehungen on be iebliche
Sei e kaum un e s ü z . T e en de Technike /-innen we -
den on Vo gese z en o mals nich ge ne gesehen, da sie
als unp oduk i e Zei en gel en.
Mi de digi alisie en Rou enplanung und de Aus üs-
ung de Technike /-innen mi mobilen Endge ä en wu de
auch die äumliche O ung de Technike /-innen e mög-
lich . Auch wenn eine indi iduelle Auswe ung de S and-
o e au g und eine Be iebs e einba ung nich zulässig
is , ühlen sich die Technike /-innen dennoch kon ollie .
Das ha di ek e Auswi kungen au die Handlungsebene
und dami au den kollegialen Aus ausch, da sie o z des
T acking e bo s unsiche sind, ob sie on ih e Rou e ab-
weichen können um z.B. Kolleg/-innen zu un e s ü zen
ode sich auszu auschen.
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184 Z. A b. Wiss. (2020) 74:178–187
4 Diskussion de E gebnisse
Die Technike /-innen sind in ih em A bei sall ag mi un e -
schiedlichen An o de ungen kon on ie : Sie lösen echni-
sche P obleme und üh en Wa ungsa bei en du ch, sie be-
wäl igen die In e ak ionsa bei bei Kund/-innen o O , sie
o ganisie en ih e Mobili ä und managen ih e E eichba -
kei sowie die i uelle Kommunika ion mi Kund/-innen,
Vo gese z en und Kolleg/-innen. Die Lösung echnische
P obleme und die Be iedigung on Kundenwünschen e -
s ehen sowohl sie selbs als auch das Un e nehmen als ih e
Ke nau gaben. Die An o de ungen, die du ch die äumliche
Mobili ä en s ehen, we den dabei häu ig ma ginalisie .
Mobili ä in de A bei wi d on den Beschä ig en abe
auch als ein S ück F eihei de inie . Die Möglichkei , in
einem – wenn auch engen – o gegebenen Rahmen Hand-
lungs- und Ges al ungsau onomie bei de E ledigung ih e
A bei sau gaben zu haben, e leben sie als posi i .
Die äumliche Mobili ä de Technike /-innen s ell ei-
ne G und o ausse zung zu E üllung ih e A bei s ä igkei
da . Die da aus en s ehenden An o de ungen beinhal en die
O ganisa ion de Mobili ä , den Umgang mi un o he gese-
henen und wei gehend un o he sehba en Mobili ä se eig-
nissen sowie das dami e bundene Zei managemen . Be-
schä ig e b auchen dazu Kompe enzen, um den An o de-
ungen au den un e schiedlichen Ebenen ge ech zu we -
den. An o de ungen, die sich aus dem Mobilsein e geben,
de inie en wi in Anlehnung an Gün e Voß (2010), als Mo-
bili ä sa bei , wo un e e das „ak i e He s ellung on S a-
bili ä en und Bindungen als Vo ausse zungen ode zu Fol-
genbewäl igung ü die Mobilisie ung“ e s eh (Voß 2010,
S. 121) Diese Mobili ä sa bei wi d au be iebliche Ebene
häu ig übe sehen, nich hema isie und olglich sowohl in
de Planung als auch bei de Ges al ung on A bei sp o-
zessen nich ode nu unzu eichend be ücksich ig (G essel
2018; G essel e al. 2019). Folge da on is , dass An o de-
ungen indi idualisie und au indi iduelle Ebene bewäl-
ig we den. Von den Beschä ig en we den Mobili ä s ä-
higkei und -kompe enz (Kau mann und Jemelin 2004)e -
wa e , die sie indi iduell en wickeln müssen und die om
Un e nehmen nich explizi als besonde e Leis ungen ode
Kompe enzen ane kann we den.
Mobili ä sbezogene au de einen und ä igkei sbezoge-
ne An o de ungen au de ande en Sei e können in Kon-
lik mi einande ge a en, wie z.B. de hohe Zei au wand
ü die Mobili ä und die zei lichen An o de ungen beim
Kunden. Diese zu e einba en wi d häu ig als He aus o -
de ung e leb . Die Bewäl igung di e gen e An o de ungen
muss dabei nich pe se zu Übe las ungen üh en. Vielmeh
is de en Ausbalancie en ein akzep ie e Bes and eil qua-
li izie e Tä igkei en und kann zu eine hohen A bei szu-
iedenhei üh en (Moldaschl 2007, S. 299). Das is o
allem dann de Fall, wenn die be ieblichen Rahmenbe-
dingungen und die zu Ve ügung ges ell en Ressou cen
es den Beschä ig en e möglichen, die all äglichen ä ig-
kei s- und mobili ä sbezogenen An o de ungen mi einande
zu e einba en und e olg eich zu bewäl igen. Fehl diese
Handlungsspiel aum, we den die wide sp üchlichen An o -
de ungen als Übe o de ung e leb .
Wesen liche Belas ungen bei mobile A bei we den
du ch neue Fo men de Leis ungss eue ung (Nies e al.
2017), zunehmende E eichba kei se wa ungen auße halb
de A bei szei (Menz e al. 2016) sowie du ch eine En -
g enzung und ein Eind ingen de A bei in das P i a leben
(Monz 2018) e u sach . So zeigen sich diese Dimen-
sionen eben alls bei den Technike /-innen als wich ige
S ellsch auben bei de F age, un e welchen Bedingungen
mobile A bei als Be eiche ung ode als Belas ung e leb
wi d (Riede e al. 2019,2020).
Zusä zlich e weis sich bei den Technike /-innen die im
Zuge de Digi alisie ung o ansch ei ende Fo malisie ung
und S anda disie ung de A bei sp ozesse als zen ale Rah-
menbedingung ü das O ganisie en ih e Tä igkei en. Die
Tendenz zu eine S anda disie ung zeig sich sowohl bei de
A bei s ä igkei selbs als auch bei de Mobili ä .
Du ch die Digi alisie ung und dami einhe gehenden
S anda disie ung on A bei sabläu en we den einzelne A -
bei ssch i e zwingend o gegeben. Die Technike /-innen
e lie en dadu ch Handlungsau onomie au de inhal lichen
Ebene, d.h. in Bezug au die F age, wie ein echnisches
P oblem zu lösen is . Ih e Fachexpe ise und ih E ah ungs-
wissen we den en we e ; die hohe be u liche Iden i ika ion
und ih Selbs e s ändnis als echnische P oblemlöse lei-
den da un e .
Im Be eich de Mobili ä zeig sich die S anda disie ung
in de Au oma isie ung de Rou enplanung: Digi alisie e
Disposi ionssys eme geben die Reihen olge de anzu ah-
enden Kunden o , die Technike /-innen können ih e Rou-
e, d.h. die Reihen olge, in de sie die einzelnen Kunden
an ah en, nich meh selbs planen und o ganisie en. Dami
geh hinsich lich de Rou enplanung die Handlungsau ono-
mie, hie au eine äumlichen Ebene, e lo en. Dami kön-
nen sie ih e pe sönlichen O skenn nissen und E ah ungen
nich meh nu zen, um e en uellen Ve keh ss ö ungen aus-
zuweichen und die ielen Unwägba kei en, die mi ih e
mobilen A bei e bunden sind, so wei wie möglich zu
s eue n, um dem Ge ühl des Ausgelie e seins zu en gehen.
Die Ein üh ung on O ungssys emen in den Au os ö -
de n bei den Technike /-innen das Ge ühl des Kon ollie -
we dens. Diese En wicklungen haben di ek e Auswi kun-
gen au die Handlungsebene. Die Technike /-innen können
beispielsweise ih e Rou en nich meh so planen, dass sie
un e wegs Kolleg/-innen e en. Wäh end sie bislang au
in o mellem Wege die o gegebene Rou e e lassen konn-
en, um Kolleg/-innen zu un e s ü zen, sich auszu auschen
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ode O e zum Pausie en anzu ah en, bleiben sie nun au
ih e Rou e, weil sie be ü ch en, ge ack zu we den.
Die zunehmende S anda disie ung de Au agsbea bei-
ung im Zuge de Digi alisie ung ha dazu ge üh , dass
de A bei s ag und das A bei shandeln de Technike /-in-
nen imme anspa en e und dami kon ollie ba e we -
den. Spiel äume ü in o melles Handeln – das ü die E -
ledigung ih e A bei zen al is – we den im Rahmen die-
se En wicklungen imme enge ( gl. hie zu auch Bu ollo
e al. 2018, die da au e weisen, dass de Weg zu In-
dus ie 4.0 den Handlungsspiel aum de Beschä ig en be-
sch änken und ein Meh an S anda disie ung und F emd-
s eue ung mi sich b ingen kann). Zudem ha die äumliche
En kopplung be iebliche A bei splä ze bei gleichzei ige
digi ale Anbindung den Zug i des Un e nehmens au o -
mals p i a klassi izie e O e e wei e .
Wie Kleemann und Ma uschek (2018) konn en auch
wi beobach en, wie wich ig Spiel äume ü in o melles
Handeln de A bei enden als unk ional no wendige Teil
on mode nen „au onomen“, „ e ne z en“ und „selbs -
le nenden“ echnischen O ganisa ionssys emen sind, um
die A bei de Technike /-innen a sächlich zu un e s ü zen,
s a sie noch wei e zu komplizie en. Die digi ale Au ags-
s eue ung nebs au oma isie e Rou enplanung schein die
Handlungsspiel äume und das E ah ungswissen de Tech-
nike /-innen ehe als S ö ak o zu be ach en denn als
no wendige Ressou ce.
Um wide sp üchlichen An o de ungen im A bei sall ag
ge ech zu we den, mobilisie en Beschä ig e nich nu be-
u lich- echnische, sonde n auch äumliche, soziale, p i a e
und in o melle Ressou cen. Kollegiali ä ode die in in-
sische Mo i a ion de Technike /-innen, die eigene A bei
gu zu e ledigen, we den on den Be ieben unk ionali-
sie und be ieblich nu zba gemach . Soziale Ressou cen
zu Bewäl igung on Belas ungen s ehen nich nu den A -
bei enden zu Ve ügung, sonde n we den auch un e neh-
menssei ig genu z (z.B. um mi einem knappen Pe sonal-
bes and auszukommen). Die wechselsei ige Hil eleis ung
wi d dami on de eiwilligen, selbs bes imm en Ak i i-
ä zu einem no ma i ge ahm en Leis ungse o de nis und
e lie sowohl ü den einzelnen Beschä ig en als auch ü
die G uppe den en las enden Cha ak e (Moldaschl 2007,
S. 296).
Zudem e lage de Einsa z in o melle Ressou cen be-
iebliche Ve an wo lichkei en wie den Gesundhei sschu z
au die indi iduelle Ebene. Die e gonomische Ges al ung
des A bei spla zes, Beda e an achliche und soziale Un-
e s ü zung am A bei spla z sowie das Einhal en de Ru-
he- und Pausenzei en we den den Beschä ig en übe lassen.
Diese Wah nehmung haben sich auch die Technike /-innen
selbs angeeigne . S ess und Übe las ung e leben sie o -
mals als selbs e schulde . Insbesonde e im Hinblick au
ih e A bei szei en und ih e E eichba kei auße halb diese
Zei en sehen die Technike /-innen sich selbs in de Ve an -
wo ung.
De ielsei ige Einsa z soziale , in o melle und p i a e
Ressou cen is eben alls im Zusammenhang mi Fo men e -
gebniso ien ie e Leis ungspoli ik und indi ek e S eue ung
zu sehen, die mi „in e essie e Selbs ge äh dung“ (Pe e s
2011;K ausee al.2012) einhe gehen kann. Mi diesem
Konzep wi d das Phänomen ge ass , dass Beschä ig e o
dem Hin e g und de E olgso ien ie ung wissen lich nich
nu ih e Gesundhei , sonde n ih e gesam e Lebensbalance
ge äh den. In e essie e Selbs ge äh dung zeig sich z.B. in
dem Phänomen des P äsen ismus, dem Ve zich au Pausen-
zei en sowie de Missach ung on A bei szei g enzen. S u-
dien haben gezeig , dass dieses selbs ge äh dende Ve hal en
o allem als Folge indi ek e S eue ung au i (Che alie
und Kaluza 2015). Kon oll o men, die sich am E gebnis
und E olg und nich an de au gewand en A bei sk a o i-
en ie en, e schleie n auch den Meh au wand, de mobili-
ä sbeding en s eh .
Unabhängig on de E gebniso ien ie ung de Leis ungs-
poli ik iden i izie en sich die Technike /-innen s a k mi ih-
e A bei und ühlen sich ih en Kolleg/-innen und Kund/
-innen e p lich e . Sie wollen ih e A bei gu machen, so-
wohl bezogen au ih e eigenen a bei sinhal lichen Ansp ü-
che (Nies 2015) als auch hinsich lich de Zu iedenhei de
Kund/-innen. Da ü nehmen die Technike /-innen den Ein-
sa z ih e gesam en Ressou cen und die dami e bundenen
Ge ah en ü ih P i a leben – Ge ah en, die du ch e -
ände e A bei s- und Mobili ä sbedingungen noch g öße
we den–inKau .
Die Dimension soziale Ungleichhei spiel , so zeigen
die E gebnisse, auch in de mobilen A bei eine wich ige
Rolle. Dies wi d z.B. au äumliche Ebene sich ba : Die
Technike /-innen e leben ih e Anwesenhei bei Kund/-innen
als s ö end, und ihnen we den Räume zugewiesen, die ih e
soziale Posi ion symbolisie en. Im Gegensa z zu Wissens-
a bei e /-innen, die beim Kunden sozial „au Augenhöhe“
a bei en, e ich en die Technike /-innen ih e A bei übe -
wiegend „im Ve bo genen“. Ih e A bei soll im bes en Falle
nich wah genommen we den; wi d sie wah genommen, so
wi d dies ehe als s ö end e leb .
Bou dieu besch eib den sozialen Raum als soziale Po-
si ionie ung in Abhängigkei on sozialem und ökonomi-
schem Kapi al und e weis dami au den Zusammenhang
on Mach , He scha und soziale Ungleichhei . Physische
Räume sind dami imme auch soziale Räume, in denen sich
He scha ausd ück , wie das olgende Zi a e deu lich :
Ta sächlich s eh einem nich s e ne und is nich s
wenige ole ie ba als Menschen, die sozial e n
s ehen, abe mi denen man in äumlichen Kon ak
komm . (Bou dieu 1991, S. 32)
K