Hohl eld, Hans H.
A icle
Mindes ese ehal ung als Mi el de K edi poli ik
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Hohl eld, Hans H. (1954) : Mindes ese ehal ung als Mi el de K edi poli ik,
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke
& Humblo , Be lin, Vol. 74, Iss. 4, pp. 59-84,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.74.4.59
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443] 59
Mindes ese ehal ung als Mi el de K edi poli ik
Von
Hans H. Hohl eld - Be lin
Inhal s e zeichnis: I. Das Un e suchungsziel S. 59. — II. Die Be eiche
de No enbankpoli ik S. 60. — III. Im besonde en: Die Mindes ese epoli ik:
A. Mindes ese en als Mi el zu Un e suchung de bankwi scha lichen Li-
quidi ä : a) Die gese zliche Regelung in Deu schland und d?n Ve einig en S aa-
en S. 62 — b) Ve gleich de k edi wi scha lichen G und a be l ände in bei-
den Lände n S. 68 — c) Ame ikanische Vo schläge S. 73 — d) Schluß olge ung:
Mindes ese en aus Liquidi ä sg iiniden in Deu schland übe lüssig S. 77. —
B. Mindes ese en als no enbankpoli isches Ins umen : a) Beziehungen zu
Diskon - und O en-Ma k poli ik S. 78 — b) Anwendungsbe eich, Wi kungen
und G enzen S. 79 — c) Schluß olge ung: Mindes ese epoli ik inne halb ge-
wisse G enzen ein we olles no enbankpoli isches Ins umen S. 82 — IV. E -
gebnis: E o de nis de Neuges al ung des Mindes ese ewesens ausschließlich
un e dem Gesich spunk de Gewinnung eines b auchba en no enbankpoli-
ischen Ins umen s S. 83.
I.
Die nach olgenden Aus üh ungen dienen dem Nachweis, daß die
gese zlich ode in ande e Weise o gesch iebene Hal ung on Min-
des ese en zweie lei Zwecken dienen kann: einmal de
Au ech e hal ung eines höhe en Flüssigkei s-
g ades in de K edi wi scha , als e sich ohne solche
Vo sch i en eins ellen wü de, und zwei ens de Scha ung
eines Ins umen s de No enbankpoli ik, das die
üb igen Mi el de Zen albank e gänz . Zwischen beiden Funk ionen
is s eng zu un e scheiden, und es wi d sich e geben, daß — obgleich
die Hal ung de Mindes ese en zwecks Ve besse ung de Liquidi ä
ü deu sche Ve häl nisse abzulehnen is , da in den wesen lichen
Punk en keine Übe eins immung mi de Lage in den Ve einig en
S aa en bes eh — de Zwang zum Hal en solche Rese en doch un e
ganz bes imm en eng umg enz en und um eißba en Vo ausse zungen
ein wich iges Mi el de No enbank sein kann, wenn das sons ige k e-
di poli ische Ins umen a ium sich als nich aus eichend e weis .
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60 Hans H. Hohl eld [444
II.
Sieh man on den Möglichkei en eine Ein lußnahme ab, mi
denen eine No enbank in de Sphä e de Gold- und De isenbewegun-
gen Zu- ode Ab lüsse s imulie ode e schwe , und läß man des
wei e en den seh gewich igen Be eich de Beziehungen zwischen
No enbank und s aa liche Finanzgeba ung auße Be ach , aus dem
sich ü die En wicklung de K edi mä k e bedeu same K ä e e geben
können, so s ehen ih nach gegenwä ige allgemeine Au assung im
wesen lichen d ei Wege o en, au denen sie K edi poli ik eiben
kann: die Diskon -, die O ene-Ma k - und die Mindes -
ese enpoli ik.
Daß de Obe beg i de Diskon poli ik nich nu die Ve ände ung
des Ankau sa zes ü Wechsel, sonde n ein ganzes A senal on Mi eln
und Mi elchen (z. B. quali a i e Auslese, Un e sch i ene o de nisse,
Fälligkei enlimi ie ung usw.) beinhal e , daß En sp echendes auch ü
die O ene-Ma k poli ik gil und daß auch die Mindes ese enpoli ik
du ch Rich sä ze und eine ganze Anzahl on ande en Maßnahmen
(z. B. Ve ände ungen de We papie -Beleihungssä ze, de sog. ma -
gin equi emen s) e gänz we den kann, je nachdem ob die No en-
bank eine Expansion ode eine Kon ak ion des K edi olumens ü
wünschenswe häl , sei nu am Rande e me k . Als ein Damokles-
schwe des Zwei els lieg alle dings übe dem gesam en F agen-
komplex das P oblem, ob die No enbank in Wi klichkei übe haup
Poli ik eiben, d. h. nach einem bes imm en, on ih ode de all-
gemeinen Wi scha s- und Konjunk u poli ik kla abges eck en Ziel
die mi ih e bundene K edi wi scha , de en wich igs e Teil ode
ga de en Fundamen sie is , nach einem ih o schwebenden Bild
ges al en kann ode ob ih e Maßnahmen lediglich da au abzielen, sich
jeweils an Si ua ionen anzupassen, die du ch exogene ode endogene
Fak o en en s anden sind und in de K edi wi scha wi ksam we -
den. Im le z e en Falle hä e sie lediglich zu kons a ie en1 und da aus
— man könn e as sagen: mechanis isch — die Folge ungen zu ziehen,
und es bliebe ih nu in einem gewissen Um ang die Wahl zwischen
den Mi eln, kaum abe ode nu besch änk hinsich lich des Aus-
maßes, in dem sie anzuwenden wä en. Doch soll diese schwie ige
F age, obgleich sie le z lich ü die Beu eilung de oben genann en
ka dinalen E scheinungs o men de No enbankpoli ik en scheidend
is , nich Gegens and de nach olgenden Aus üh ungen sein2.
1 P leide e , O o, Geldma k und K edi poli ik, Zei sch i ü das ge-
sam e K edi wesen 1953, S. 708, s ell diese al e F age e neu zu Diskussion und
wende sich mi eine Reihe on nich unwide legba en A gumen en gegen die
Kans a ie ungs heo ie.
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445] Mindes ese ehal ung als Mi el de K edi poli ik 61
Die Diskon poli ik (de Beg i wi d hie mi den sich aus
dem Vo s ehenden e gebenden Einsch änkungen e s anden) is his o-
isch de äl es e de d ei Mi elkomplexe. Lange Zei o dem In-
k a e en de Peelschen Bank Ac on 1844 ha die Bank on Eng-
land Wechsel diskon ie und du ch Ve ände ungen ih es Diskon -
sa zes wei hin sich ba e Signale ü die Beu eilung de jeweiligen
Lage gegeben, und dies geschah, obgleich diese zei weilig ü die
na ionalenglischen wie die in e na ionalen Zahlungs- und K edi be-
ziehungen wich igs e Sa z in de Regel ine ek i übe den sons igen
Ma k sä zen lag und auch heu e noch lieg . Ähnliches gil ü das
Wechselgeschä de Bank on F ank eich, obgleich de en Wi ksam-
kei als Folge de eigena igen S uk u des anzösischen Zen al-
ins i u s wie auch de besonde en Ve häl nisse des Pa ise Geldma k s
schon sei den Tagen Napoleons in meh als eine Beziehung einge-
sch änk wa und sich dadu ch on de ande e No enbanken un e -
schied. Auch die Vo gänge innen de Reichsbank, die Königliche Gi o-
und Lehnsbank wie die P eußische Bank, be ieben das Diskon -
geschä ; das Schwe gewich , das sie am Ma k ha en, e lieh den
Ve ände ungen ih es Sa zes eine e höh e Bedeu ung, und wenn auch
de Weg de Reichsbank on ih e G ündung im Jah e 1875 bis zum
le z en Dezennium ih es Bes ehens ein wechsel olle und gelegen lich
do nen eiche wa , so e dien doch de Hinweis Beach ung, daß sich
zu allen Zei en ih e S ellung im K edi ma k wesen lich au ih e
Eigenscha als „las eso ", d. h. als le z e Rediskon möglichkei ,
g ünde e. Es is zumeis nich bekann , daß Komi ees, die die
Scha ung des Fede al Rese e Sys ems in den Ve einig en S aa en
o be ei e en, in ih en g undlegenden Be ach ungen seh s a k on
dem Vo bild de Reichsbank, ge ade wegen de s uk u ell beding en
besonde en A de Handhabung des Diskon geschä s, beeind uck
wa en3.
Die O ene -Ma k poli ik and in Deu schland du ch das
Gese z zu Ände ung des Bankgese zes om 8. Juli 1926 (RGBl. II,
S. 235) ih e ech liche Fundie ung. Es e mäch ig die Reichsbank,
om Reiche begebene Scha zwechsel, welche nach spä es ens d ei
2 Die Au assung des Ve asse s geh dahin, daß no enbanksei ige Beein lus-
sungsmöglichkei en im Sinne eine „Poli ik" nu un e ganz bes imm en Vo aus-
se zungen und in einem ech besch änk en Rahmen, de sich übe dies wissen-
scha lich du chaus genau ixie en läß , bes ehen und das No enbankwesen en -
sp echend de dienenden S ellung de K edi wi scha übe wiegend die Au gabe
eine Anpassung1 in den ih 1 ges eck en G enzen ha . Doch sei an diese S elle au
eine nähe e Beg ündung e zich e .
8 A
1
d i c h, W. Nelson, Sugges ed Plan o Money Legisla ion, Washing on
19ll, mi ge eil bei Geisle , Rudol P., No enbank e assung und No enbank-
en wicklung in USA und Wes deu schland, Be lin 1953, S. 35.
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62 Hans H. Hohl eld [446
Mona en ällig wa en und aus denen auße dem Reiche noch ein
wei e e als zahlungs ähig bekann e Ve p lich e e ha e e, zu dis-
kon ie en, zu kau en und zu e kau en. De jeweilige Bes and solche -
maßen e wo bene ode beliehene Scha zwechsel du e zusammen
400 Millionen Reichsma k nich übe s eigen; e wa als solche aus-
zuweisen und gal nich als No endeckung. Diese Einsch änkungen en -
ielen du ch die No elle om 27. 10. 1933; in ih we den diese T ans-
ak ionen e s malig ausd ücklich als zu Regelung des Geldma k es
bes imm bezeichne .
In den Ve einig en S aa en bes and bis 1922 keine einhei liche
Regelung ü die O enen-Ma k ope a ionen de zwöl Rese e-
banken4. Es konn e sich e eignen, daß gleichzei ig einzelne Fede al
Rese e Banken kau en, ande e e kau en. Um Mißs änden zu be-
gegnen, wu de 1922 ein Komi ee geg ünde , das diese T ansak ionen
einhei lich nach bes imm en Gesich spunk en du ch üh e. Einmal
soll e de Ma k ü Regie ungspapie e o s ö enden Ein lüssen ge-
schü z we den und zum ande en ha en die Ve käu e die Au gabe,
das du ch den s a ken Goldzu luß beding e Anwachsen des Zahlungs-
mi elumlau s we zumachen. In de En wicklung de O enen-Ma k -
poli ik des Fede al Rese e-Sys ems wechseln Pe ioden Jes Kau s mi
denen des Ve kau s on Siche hei en. Nach Angaben on Bu gess5
ü die Zei on 1922 bis 1935 hal en sich diese T ansak ionen im
allgemeinen im Rahmen bis zu 600 Millionen Dolla . Nu im Somme
1932 be ugen die Käu e übe 1,1 Millia den Dolla . In einem eng be-
g enz en Rahmen is siche den O enen-Ma k ansak ionen eine ge-
wisse ausgleichende Wi kung au den Geldma k nich abzusp echen.
Dagegen dü en die das Gesich de ame ikanischen Wi scha slage
bes immenden Fak o en, wie z. B. die allgemeine konjunk u elle Ve -
assung, die Außenhandelslage, die Goldbewegungen, die zwischen-
ländischen Kapi alwande ungen usw., on ihnen kaum nennenswe
beein luß wo den sein.
III.A.a.
Das heu e ohne Zwei el in e essan es e Mi el de Zen albank-
poli ik bes eh in de Ve ände ung de Mindes ese e-
sä ze. Als ein No um ü Deu schland wu de de Bank deu sche
Lände dieses bedeu same Rech du ch das Mili ä egie ungsgese z
N . 60 (§ 11 c) übe agen. Die Landeszen albankgese ze en hal en
en sp echende Bes immungen. Das Gese z zu Neuo dnung des Geld-
4
Bu gess, W. Randolph, The Rese e Banks and Money Ma ke , New Yo k
and London 1946, S. 240 .
6 ibidem, S. 246.
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447] Mindes ese ehal ung als Mi el de K edi poli ik 63
wesens (Emissionsgese z; Mili ä egie ungsgese z N . 62 om 20. 6.
1948) bes imm (§ 6), daß die Bank deu sche Lände die Mindes -
ese en ü Geldins i u e so es se zen soll, daß sich diejenigen de
Landeszen albanken au mindes ens 12% und höchs ens 30 °/o
ih e Gi o e bindlichkei en und diejenigen de ande en Geld-
ins i u e au mindes ens 8°/o und höchs ens 20% ih e Sich -
e bindlichkei en und mindes ens 4% und höchs ens 10% ih e
be is e en Ve bindlichkei en und Spa einlagen belau en. Da am Zei -
punk des Ink a e ens des Gese zes noch keine diese Rahmen-
bes immung konk e isie ende zen albanksei ige Regelung o lag,
wu de bes imm , daß die Mindes ese en de Landeszen albanken
bei de Bank deu sche Lände 20% de Gi o Ve bindlichkei en, die
de üb igen Geldins i u e bei den zus ändigen Landeszen albanken
10% de Sich e bindlichkei en und 5% de be is e en Ve bind-
lichkei en und de Spa einlagen zu be agen ha en. Diese Sä ze haben
in de Zwischenzei e schiedene Ände ungen e ah en. Bei Un e -
sch ei ungen wi d ein „Sonde zins" on 3 % übe Lomba dsa z ü
30 Tage in Rechnung ges ell .
Rückschauend kann heu e wohl es ges ell we den, daß wegen de
seine zei igen ölligen Ungewißhei de zu e wa enden k edi wi -
scha lichen En wicklung kaum ein Zei punk ungeeigne e zu Fixie-
ung de Un e - und Obe g enzen gewesen is als de damalige. Jedoch
sind die Vo sch i en des Gese zes bishe nich e idie wo den.
Übe die En wicklung de Mindes ese esä ze gib die Au s el-
lung6 au S. 64 Au schluß.
Sei Mai 1952 we den, wie e sich lich, un e schiedliche Sä ze je
nach de G öße de einzelnen K edi ins i u e in Anwendung geb ach .
Die kleine en Ins i u e e hal en P ä e enzen, die ih e Ren abili ä
zugu e kommen. An sich wä e die Folge ung nich unbe ech ig ,
kleine e Ins i u e mi höhe en Sä zen zu belegen, da sie im Falle on
Liquidi ä sschwie igkei en sich e mu lich in eine wenige güns igen
Posi ion als die g öße en be inden müß en, denen b ei e e Re inanzie-
ungsmöglichkei en, eilweise auch in sich selbs , zu Ve ügung
s ehen. O ensich lich haben bei diesen En scheidungen ande e als
ein liquidi ä smäßige Übe legungen den Ausschlag gegeben.
Auch die beiden En wü e eines gemäß A ikel 88 des G undge-
se zes zu e lassenden Gese zes übe die E ich ung eine Wäh ungs-
und No enbank als Bundesbank en hal en Vo schläge hinsich lich de
Mindes ese en. Beide bejahen sie. Wäh end abe § 10 des En wu s,
den das Bundes inanzminis e ium o leg e, in eine nu allgemeinen
6 Mona sbe ich e de Bank deu sche Lände , Mä z 1954, S. 38.
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64 Hans H. Hohl eld [448
Fo mulie ung de kün igen Bundesbank das Rech zusp ich , die
Hal ung on Mindes ese en de Landeszen albanken und de Geld-
ins i u e zu egeln, ohne i gendwelche Limi e es zulegen, sch eib
§ 20 des En wu s de F eien Demok a ischen Pa ei eben alls Min-
des ese en de K edi ins i u e bei de (zen alisie en) Bundesbank
o , de en Höhe das o gesehene Di ek o ium es se z , s a uie je-
doch bei Sich Ve bindlichkei en einen Höchs sa z on 40°/o, bei den
üb igen Ve bindlichkei en einen solchen on 20°/o. Eine e schie-
dene Bemessung ü einzelne A en ode G uppen on Ins i u en soll
ges a e sein.
S ich e bin dli c
h
k e i e n Be is e e
Gül ig
ab:
Bankplä ze Nich bankplä ze Ve bindlichkei en Spa -
Gül ig
ab: Rese eklasse Rese eklasse *) einlagen
Gül ig
ab: 1 2 3 4 5 6 1 2 3 4 5 6 1 2 3 4 5 6
.H. de ese ep lich igen Ve bindlichkei en
IS 48
1. Juli 10 10 5 5
1. Dez. 15 10 5 5
1949
1. Juni 12 9 5 5
1. Sep . 10 8 4 4
1950
1. Ok . 15 12 8 4
1952
1. Mai 15 14 13 12 11 10 12 11 10 9 8 8 8 7,5 7 6,5 6 5,5 4
1. Sep . 12 12 11 11 10 9 10 10 9 9 8 8 7 7 6 6 5 5 4
1953
1. Feb. 11 11 10 10 9 9 9 9 8 8 8 8 7 7 6 6 5 5 4
1 Sei dem 1. Mai 1952 S a elung nach Re9e eklassen.
Rese eklasse
1 ü K edi -In9 i u e mi e9e ep l. Ve bindlichk. (o. Spa einlag.) on 100 Mio DM und meh
2 „ „ „ „ „ „ „ „ „ 50 bi9 un e 100 Mio DM
3 n » n »• >» » n »» «10 „ „ 50 „ „
4 » »» » » »» n w » »» 5 ,, n 10 ,, „
5 „ „
n
*• M »» »» >» »» 1 »> »» 5 ,, ,,
6 „ „ „ „ „ „ ,, „ „ un e 1 Mio DM
Vo sch i en übe die Hal ung on Mindes ese en wu den e s -
malig in den Ve einig en S aa en e lassen. Sie wa en die Folge
eines wei gehend dezen alisie en Banksys ems.
In den zwanzige Jah en zähl e man do meh als 30 000 Einzel-
ins i u e, on denen auch in wi scha lich güns igen Zei en alljäh -
lich meh e e Hunde zusammenb achen. Vo G ündung des Fede al
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449] Mindes ese ehal ung als Mi el de K edi poli ik 65
Rese e Sys ems im Jah e 1913 bes anden cL 26 800, 1915 be ei s
übe 28 000 K edi ins i u e. Auch gegenwä ig sind es noch d. 14 500.
Ih e Zahl ha sich7 in den le z en ün zehn Jah en nu noch um ins-
gesam 500 Ins i u e e minde , übe wiegend in olge on Zusammen-
schlüssen. Dagegen b achen selbs in den wi scha lich güns igen
Jah en8 on 1927 bis 1929 im Jah esdu chschni as 600 Ins i u e,
in de Zei de K ise on 1930 bis 1933 insgesam 8800 Ins i u e, d. s.
im Jah esdu chschni 2200, zusammen. Obgleich — wie sich hie -
du ch e wies — die gese zliche P lich zum Hal en on Mindes ese -
en nu ein schwache Schu z gegen Insol enzen sein kann und eine
gesunde Bankwi scha allein on de e nün igen K edi poli ik de
e an wo lichen Pe sönlichkei en abhäng , obgleich mi hin die in
den Ve einig en S aa en bes ehende Regelung nich den Zusammen-
b uch on meh als einem D i el alle K edi ins i u e im Ve lau on
sieben Jah en ha e hinde n können, wu de die Mindes ese epoli ik
im wei e en Ve lau , o allem du ch die Banking Ac on 1935, zu
einem wich igen und in e essan en Ins umen de No enbankpoli ik
ausgebau ; alle dings ha sich dabei das Gewich ih e Funk ionen
s a k gewandel . Diese Vo gang wi d noch zu be ach en sein.
Es kann kein Zwei el da übe bes ehen, daß in den e s en zwanzig
Jah en nach 1913 de Gedanke eine Ve besse ung de
Liquidi ä s e häl nisse in dem in olge seine Ze spli e-
ung gegen S ö ungen hochemp indlichen ame ikanischen P i a bank-
wesen absolu dominan gewesen is . Es e dien imme wiede da au
hingewiesen zu we den, daß das Fede al Rese e Sys em — wie dies
ja auch in seine Bezeichnung zum Ausd uck komm — ausd ücklich
die Au gabe ha e, die ungesunden Ve häl nisse au dem Gebie e de
Rese ehal ung eine Besse ung zuzu üh en. Das bis in die zwei e
Häl e des neunzehn en Jah hunde s on ul alibe alen Ideen ge-
agene No enbankwesen de Ve einig en S aa en, das eine g öße e
Anzahl on p i a en No enbanken ha e en s ehen lassen und zudem
eilweise noch das No enausgabegeschä mi de Übe nahme on
S aa sanleihen e koppel e9, ha e chao ische Zus ände au dem Ge-
bie e de Bankenliquidi ä gescha en; e schä end wi k e, daß ü die
Bankgese zgebung die damals 38 Einzels aa en als zus ändig angesehen
wu den, die on ih em Rech einen seh un e schiedlichen Geb auch
7 Fede al Rese e Bulle in, Feb ua 1954, S. 161.
8 Ange üh bei Geisle a.a.O., S. 51.
9 Zu e end gekennzeichne G e i s 1 e , a.a.O., S. 33, das ame ikanische Ve -
ah en de damaligen Zei als „nega i e Elas izi ä de No enausgabe". Denn die
No enemission e höh e sich, wenn de Ku ss and de Regie ungsanleihen ans ieg,
also wenn die Wi scha sich e lüssig e, und sie sank, wenn de Ku ss and sich
e mäßig e, also wenn Geld knappe wu de.
Schmolle e Jah buch LXXIV, 4 5
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66 Hans H. Hohl eld [450
mach en. Schon sei e wa 1840 gab es in einzelnen S aa en Mindes -
ese o sch i en; sie sahen Sä ze o , die zwischen 5% und 33V30/o
lagen und sich ausschließlich au die Hal ung on Ba ese en be-
zogen10. Zu Zei des ame ikanischen Bü ge k ieges gab es d. 1500
S a e Banks11; ih e Zahl s ieg in den zwanzige Jah en au übe
20 000 und be äg heu e noch d. 9600. Die Na ional Banking Ac
on 1863 schu den Typ de Na ionalbank, d. i. eine Bank, de en O -
ganisa ion und Geschä sgeba ung, insbesonde e die No enausgabe,
sich, gleichgül ig in welchem Bundess aa sie domizilie wa , nach
dem genann en Bundesgese z ich e en. Zahl eiche S a e Banks wu den
Na ionalbanken, ande e en s anden als solche. Ih e Zahl s ieg in den
zwanzige Jah en au übe 8000 und beläu sich heu e noch au d.
4900. Eine Besse ung de Ve häl nisse wu de du ch das Na ional-
banksys em nich e ziel , ja es wu de ihm besonde s zum Vo wu ge-
mach , daß es in ungesundem Maße Kassen ese en dem New Yo ke
Geldma k zu üh e, wo sie ü spekula i e Zwecke e wand wu den.
Die No elle zu Na ional Bank Ac on 1887 b ach e inso e n eine
bedeu same Neue ung, als die Rese en de Na ionalbanken ü Sich -
deposi en ü Ins i u e an den wich igen Bankplä zen au 25%, ü
alle ande en Banken au 15% es gese z wu den; Zei deposi en e -
o de en 5%. Die Fede al Rese e Ac e minde e diese Sä ze mi
Wi kung on 1914 au 18% ü New Yo ke und Chicagoe Mi glied-
banken, au 15% ü Banken, die am Si z eine Rese ebank domi-
zilie en, und au 12% ü alle üb igen. Du ch eine No elle on 1917
wu den diese Sä ze au 13%, 10% und 7% e mäßig 12. Sei diese
Zei be ug die Rese ehal ung ü be is e e Einlagen 3 %. Die du ch
das En s ehen des Fede al Rese e Sys ems e u sach e Konzen a ion
sowie die e höh e Elas izi ä de Rese en bewi k en eine wesen liche
Ve minde ung de gesam en Rese ehal ung im Ve gleich zu den o -
he gehenden Jah zehn en.
Bis zu No elle om 23. 8. 1935 blieben die Mindes ese esä ze
in den Ve einig en S aa en un e ände . In diese Zei wa also aus-
schließlich de Gedanke de Siche ung de Liquidi ä und de Ve -
eilung des Risikos13 maßgeblich. Die e häl nismäßig hohen Rese en
wa en de P eis, de ü eine Ze spli e ung de Bankwi scha , wie
sie in Eu opa und in de üb igen Wel nich anzu e en wa , gezahl
we den muß e. Zu einem no enbankpoli ischen Ins umen wu den sie
10 Goldenweise , E. A., Ame ican Mone a y Policy, New Yo k-To on o-
London ,1951, S. 43.
12 Bu gess, a.a.O., S. 30.
13 Bu gess, a.a.O., S. 25 .
13 Dies sind Banken, de en Ve assung und Be ä igung du ch die No men des
S aa es gep äg we den, in dem sie ih en Si z haben.
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457J Mindes ese ehal ung als Mi el de K edi poli ik 73
de du ch die Rese esä ze ü die einzelnen K edi ins i u e angeo d-
ne en ein s e s wechselnde Un e schied bes eh , in dessen Höhe Zen-
albankgeld s illgeleg wi d. Es sei e me k , daß Banken, de en
Ba ese e wegen de besonde en Na u ih es Geschä s nied ig sein
könn e, die abe wegen o gesch iebene es e Sä ze höhe e Rese en
hal en müssen, in ih e Ren abili ä slage besonde s ungüns ig be-
o en we den — s ä ke als die Banken, die ohnehin eine e was
höhe e Rese e benö igen. Da abe beim Vo liegen on Mindes -
ese e egelungen alle K edi ins i u e zu eine höhe en Rese ehal-
ung gezwungen we den, als geschä s echnisch nö ig, so bedeu e
dies ü alle eine — wenn auch ungleichmäßig hohe — Belas ung
ih e E olgs echnung, die dem Zen albanksys em zugu e komm .
III.A.c.
In den Ve einig en S aa en ha man sich sowohl mi den ech-
nischen Einzelhei en de Mindes ese ehal ung wie auch mi de
g undsä zlichen Sei e des P oblems be aß . Bei Beu eilung de o -
ge agenen Übe legungen muß alle dings imme wiede da au hin-
gewiesen we den, daß die g undlegenden Ta bes ände
de ame ikanischen Bankwi scha (s a ke Dezen-
alisie ung, wenig Filialbanken, ein in seine Bedeu ung zu ückge-
bliebenes und wei gehend dezen alisie es Spa kassenwesen, g oße
En e nungen, nu 36 Niede lassungen des Fede al Rese e Sys ems
gegen d. 250 deu sche Landeszen albankniede lassungen mi g und-
sä zlich unbesch änk en Rediskon - und Lomba dmöglichkei en) sich
wesen lich on denen in Wes deu schland un e -
scheiden. Jensei s des Ozeans denk niemand da an, die No wen-
digkei eine gese zlichen Regelung de Mindes ese e hal ung als
solche in F age zu s ellen, an die man sei d. 115 Jah en gewöhn is
und an de en Siche ung gewäh ende Wi kung man glaub , wäh end
balances wi h he Bank o England und seine Rela ion zu den Einlagen (cu en
deposi and o he accoun ) zug undelegen. Dies bedeu e , daß an je einem
Wochen age jeweils zwei bzw. d ei Banken ih e ku zen Gelde kündigen, um die
e häl nismäßig hohe Liquidi ä on 10 bis 11 ®/o ausweisen zu können. Die Wi -
kung is , daß bes imm e Mi el des Geldma k s on jeweils zwei Banken an zwei
(ode d ei) ande e Banken wei e ge eich we den und keine ande e Au gabe
haben, als eine Zahhmgsbe ei scha nachzuweisen, die ge ade bei diesen Ins i u en
on niemandem in Zwei el gezogen wi d. Haben die Banken be ei s ih e ie
Mona sdu chschni e gesammel , so we den diese Mi el nich benö ig und s ehen
ei zu Ve ügung. Das is besonde s an den Uli imi de Fall. (Vgl. Hohl-
e
1
d , Hans H., Die englisch-ame ikanischen Geldma k beziehungen un e dem
Golds anda d, Su ga 1936, S. 80 .) Wie We ne Fische , Die Mindes -
ese enpoli ik de Zen albank, München 1949, S. 104, mi eil , soll diese lang-
jäh ige Übung du ch eine besonde e Ve einba ung mi de nach 1946 na ionali-
sie en Bank ü England e hä e wo den sein.
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74 Hans H. Hohl eld [458
o 1948 umgekeh in Deu schland niemand au den Gedanken ge-
kommen wä e, sie einzu üh en, da keine lei E scheinungen ih e No -
wendigkei en ha en e sich lich we den lassen. Wo Banken diessei s
und jensei s des Ozeans, also ungeach e des Bes ehens ode Nich be-
s ehens on gese zlichen Vo sch i en, zusammenb achen, geschah und
geschieh dies in mode nen K edi wi scha en nich ode nu in den
sel ens en Fällen wegen eines Mangels an lüssigen Mi eln 1. G ades,
sonde n weil i gendwelche Ak i en uneinb inglich gewo den sind ode
weil eine e ehl e Geschä spoli ik ihnen einen Flüssigkei swe bei-
geleg ha e, den sie nich besaßen. Das sind die wah en G ünde de
Zusammenb üche, und selbs eine so wohldu chdach e Bankau sich s-
o ganisa ion wie die deu sche wi d deshalb auch in Zukun alle Mühe
haben, e wa sich anbahnende S a us e schlech e ungen einzelne K e-
di ins i u e ech zei ig aus den Un e lagen de Bankens a is ik zu e -
kennen.
In de ame ikanischen Diskussion, die seh wohl on de No -
wendigkei eine Ra ionalisie ung de ame ikanischen K edi o gani-
sa ion übe zeug is 20, spiel die F age eine Rolle, ob es ich ig is ,
ü die Banken an den zen alen Bankplä zen New
Yo k und Chicago höhe e Sä ze als ü diejenigen
an den sons igen R e s e e b a n k p
1
ä z e n zu e lan-
gen. Hie mi eng e koppel is die wei e e F age, ob man nich
besse ü Sich einlagen on K edi ins i u en
(Nos ogu haben) allgemein und ohne Rücksich au den
O de Niede lassung in Hinsich au de en höhe e Beweglichkei so-
wie die sich aus ih em Vo handensein e gebenden k edi wi scha -
lichen Folge ungen höhe e Sä ze es legen solle; hie bei wu de on
e ns zu nehmende Sei e21 eine Ra e on 30°/o o geschlagen.
Ein ande es, auch ü uns seh bedeu sames P oblem is , o b d i e
ba e Kasse mi in die Rese ehal ung einbezogen
we den soll ode , wie dies in Deu schland und auch in den Ve -
einig en S aa en — do sei 1914 — de Fall is , auße Be ach
zu bleiben habe. Die ame ikanische Regelung is nu his o isch e -
klä ba . Bei G ündung des Fede al Rese e Sys ems muß e man, um
diesem übe haup Gel ung und Ein lußmöglichkei zu scha en und
die eigen lichen Zwecke seine En s ehung zu ealisie en, den Ba -
kassenbes and ü die Be echnung de Rese e ausscheiden. So is es
bis heu e geblieben. Heu e dü en auch ü die Ve einig en S aa en
20 Goldenweise , E. A., sch eib : „Ra ionaliza ion o he sys em, which
g cw up like Topsy, is indeed o e due", a.a.O., S. 48.
21 Goldenweise , a.a.O., S. 49.
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Mindes ese ehal ung als Mi el de K edi poli ik 75
gül ige G ünde hie ü nich meh bes ehen22. Eine Einbeziehung des
Ba bes ands hä e den Vo zug, daß K edi ins i u e, de en Domizil on
eine Niede lassung des Fede al Rese e Sys ems wei en e n is
ode die aus ande en G ünden g öße e Ba mi elbe äge hal en müß-
en, hie du ch nich länge benach eilig wä en; de Ausgleich du ch
eine nied ige e Fes se zung de Rese egu haben kann nach dem
Da geleg en imme nu ein schema ische und unindi iduelle sein. Die
gleichen Übe legungen wü den auch ü Deu schland gel en, obgleich
hie die En e nung on de Zen albankniede lassung be ei s sei
jehe ü die P axis de Kassenhal ung nu eine un e geo dne e Rolle
gespiel ha . Diese Ta sache soll e auch bei Fes legung de Mindes -
ese esä ze be ücksich ig we den.
Ein wei e e Vo schlag geh dahin23, daß eine Bank be ech ig sein
soll, denjenigen Teil ih e Nos ogu haben bei an-
de en Mi gliedbanken als Rese en zu be ach-
en, den diese Banken selbs ü ih e Einlagen als
Rese e hal en müssen. Fü die ame ikanischen Geldmä k e
is diese F age inso e n on Bedeu ung, als Nos ogeldzu lüsse on
auße halb e höh e Rese ee o de nisse nach sich ziehen, wäh end
Abzüge diese e minde n. Es soll also e hinde we den, daß Be-
äge, die als Einlagen bei einem K edi ins i u eingegangen sind und
dadu ch ese ep lich ig wu den, du ch ih e Wei e lei ung an ein an-
de es Geldins i u an einem zen alen Bankpla z nochmals ese e-
p lich ig we den. Die doppel e — ode ielleich soga meh ache •—
Las de Rese ehal ung ü sogenann e in e bank balances kann nich
ohne Wi kung au die Zinssä ze ü solche Gelde und dami au die
Geldsä ze des o enen Ma k es sein. Fü Wes deu schland24 is diese
F age be ei s inso e n im Sinne des Vo schlags en schieden, als Ein-
lagen deu sche Geldins i u e, die ih e sei s zum Hal en on Mindes -
ese en bei Landeszen albanken e p lich e sind, bei Be echnung
de ese ep lich igen Kundscha seinlagen auße Be ach bleiben.
Ein wei e e Diskussionspunk bes eh da in, ob die P lich zu
Rese ehal ung sich nich nu au die Mi gliedbanken,
sonde n au alle Ins i u e, die Sich gelde annehmen, e -
s ed en soll. In den Ve einig en S aa en ha eine Bank du chaus
die Möglichkei , de Rese ep lich ledig zu we den, indem sie die
Mi gliedscha kündig . Rd. 7250 Banken mi einem Deposi en olumen
on d. 25 Millia den Dolla sind nich Mi gliedbanken, desgleichen
22 Goldenweise , a.a.O., S. 49.
23 Goldenweise , a.a.O., S. 50.
24 Siehe Anweisung de Vo s ände de Landeszen albanken an die Geld-
ins i u e übe Mindes ese en au G und de Beschlüsse des Zen albank a s om
23. No embe und 30. No embe /1. Dezembe 1948 § 2 Abs. 2.
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76 Hans II. Hohl eld [460
nich d. 500 Spa banken mi einem e wa eben so hohen Einlagen-
bes and. Insgesam be ach e bedeu e dies, daß on dem d. 200 Mil-
lia den Dolla be agenden Deposi en olumen e wa ein Vie el au
Ins i u e en äll , die nich de Rese ep lich un e liegen. In Deu sch-
land gil , daß p ak isch alle K edi ins i u e (soga Teilzahlungsban-
ken), die Kundscha seinlagen en gegennehmen, ohne Ausweichmög-
lichkei ese ep lich ig sind.
Fe ne hin wu de o geschlagen25, die Rese ee o de nisse nich
au dasVolumende Einlagenallein,sonde nauch
au die übe sie lau enden Umsä ze abzus ellen. Diese
seine Na u nach dynamische Gedanke wü de dem Gedanken de Um-
lau sgeschwindigkei desGi algeldes s ä ke Rechnung agen und dami
auch die — wenn man das P oblem g ündlich du chdenk — eichlich
ku so ische Un e scheidung in Sich - und be is e e Einlagen übe -
lüssig machen. Wenn man geneig is , bei de Behandlung de F age
de Mindes ese en dem Pos ula de liquidi ä smäßigen Siche ung
de Einlagen den Vo zug zu geben, so könn en sich hie aus ohne
Zwei el a sächlich Ve eine ungen de Ve ah en en wickeln lassen,
die de gegenwä igen e was plumpen Handhabung übe legen sind.
Alle dings wü den K edi ins i u e, die o nehmlich mi de Du ch-
lei ung eines b ei en und — zumeis — e häl nismäßig gleichmäßigen
S omes on Übe weisungen beschä ig , d. h. ausgesp ochene Gi o-
ins i u e sind, bei eine solchen Regelung s ä ke belas e we den.
In de ame ikanischen Bankp axis ha de Vo schlag wenig Gegen-
liebe ge unden, da man zusä zlich no wendig we dende Ve wal ungs-
a bei be ü ch e . Eine ähnliche Ablehnung e uh ein Plan, de un e
ande em auch mi dem Namen des e s o benen I ing Fishe e -
bunden wa und eine 100-p ozen ige Deckung ü Sich deposi en,
jedoch keine lei Rese ehal ung ü Zei einlagen o sah.
Ein ande e Vo schlag, de o allem ü den Fall gedach is , daß
das Rese esys em eine du ch Goldzu luß ode s aa liche Finanzie-
ungsno wendigkei en e u sach en In la ion nich He zu we den
e mag, sieh o , daß alle Einlagezugänge nach einem
bes imm en S ich ag mi eine p og essi en Re-
se ep lich beleg we den sollen. Ein solches Ve ah-
en ha e olg eich in Aus alien gea bei e 26; ähnliche Handhabungen
sind auch in einigen ande en Lände n anzu e en. Diese Gedanke
geh o ensich lich übe das Technische de Mindes ese ehal ung
wei hinaus und e weis de en K a als wich iges no enbankpoli isches
Ins umen . Alle dings haben S ich age die Angewohnhei , mi de
25 Goldenweise , a.a.O., S. 51.
26 Goldenweise , a.a.O., S. 58.
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461] Mindes ese ehal ung als Mi el de K edi poli ik 77
Zei als zu ällige und unbequeme Ausgangspunk e e kann zu we den;
sie müssen du ch neue S ich age e se z we den, was mißlich is .
Sons ige Pläne gingen dahin, die Rese esä ze nich on den
Deposi en, sonde n on den zins agenden Anlagen abhängig zu
machen, wobei den Inhabe n on S aa s i eln Vo züge einge äum
we den könn en. Wiede ande e schlugen die Emission on Fede al
Rese e Bankobliga ionen o , mi de en Hil e ein Geldübe schuß des
Ma k es besei ig we den könn e, alls O ene-Ma k ope a ionen nich
meh du ch üh ba sind, Als de wich igs e on ihnen e -
schein eilich de jenige, den Boa d zu e mäch-
igen, ganz nach seinem Belieben die Rese ehal-
ungsp lich au alle K edi ins i u e auszudeh-
nen und jedem on ihm! ü ich ig gehal enen Sa z
zu Anwendung zu b ingen. Wü de diese Plan e wi klich ,
so wä e hinsich lich de Mindes ese ep lich eine wei gehende Übe -
eins immung mi de Lage in Wes deu schland e ziel un e de Vo -
ausse zung, daß de En wu des Bundes inanzminis e iums Gese z
wi d, welche dem deu schen Zen alins i u unbesch änk e En schei-
dungsmach übe die Rese ehal ung zusp ich . Wie be ei s bishe in
Deu schland, wä en dann auch in den Ve einig en S aa en säm liche
K edi ins i u e, die Einlagen en gegennehmen, ese ep lich ig.
III. A.d.
Aus den bishe igen Da legungen, die scha zwischen de Funk ion
de Mindes ese en als Liquidi ä sschu z au de einen und als no en-
bankpoli isches Ins umen au de ande en Sei e schieden, dü en
sich ü die wes deu sche K edi wi scha olgende Schlüsse e geben:
Zum Zwecke de Ve besse ung de Liquidi ä de K edi ins i u e
sind Mindes ese en bishe nich e o de lich gewesen und we den
es auch ü die Zukun nich sein. Die Un e schiede gegenübe den
ame ikanischen Ve häl nissen sind so o enkundig, daß nu ein ech
obe lächliche Ve gleich ih e Exis enzbe ech igung ü Wes deu sch-
land ablei en könn e. Mindes ese en haben zudem den a alen Bei-
geschmack, jene D oschke zu gleichen, die au Anweisung des so g-
samen Magis a s eine süddeu schen Uni e si ä ss ad die gesam e
Nach am Bahnho sich be ei zu hal en ha e, ohne on den Fah -
gäs en in Ansp uch genommen we den zu können, da sie eben „Re-
se e" zu sein ha e. Wünschen deu sche K edi ins i u e, sich ku z-
is ig zu e inanzie en, so s eh ihnen das deu sche Zen albank-
sys em zu Ve ügung. Ge ä jedoch eine Bank wegen En we ung
i gendwelche Ak i en in ech e, d. h. nich nu o übe gehende Li-
quidi ä sschwie igkei en, so hil nu S ü zung, Sanie ung ode Liqui-
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78 Hans H. Hohl eld [462
da ion. Die gegenwä ig o gesch iebene Nich einbeziehung de Ba -
mi el in die Rese ehal ung is eine besonde s unglückliche Regelung.
III. B.a.
Eine gänzlich ande e Beu eilung e dienen
alle ding&Mindes ese en, sowei sie de No en-
bank die Möglichkei zu eine Ve lüssigung ode
Ve knappung de K edi wi scha geben. Von ihnen
soll nachs ehend ausschließlich die Rede sein. Es gib Fälle, in denen
alle ande en no enbankpoli ischen Mi el e sagen, und hie ü ha
sowohl das ame ikanische wie auch das deu sche K edi wesen, das
le z e e insbesonde e sei 1948, Beispiele. Ob alle dings hie bei die
Mindes ese ehal ung in de bishe geüb en Handhabung das ge-
eigne e Ve ah en zu K edi ma k egulie ung is und ob sich nich
ande e Fo men in Zukun als zweckmäßige e weisen können, bleibe
o e s dahinges ell . Es sei an den Vo schlag de — no wendige -
weise du ch bindende Vo sch i e zwungenen — Übe nahme ku z-,
mi el- ode länge is ige un e zinsliche Ti el de No enbank27 ode
de Scha ung eines Fonds — e wa ähnlich dem englischen Exchange
Equalisa ion Accoun — e inne , du ch dessen Emissionen „idle
unds" dem Geldma k en zogen und s e ilisie we den könn en. Doch
gib es zweckmäßige e Fo men, au die spä e einzugehen sein wi d.
Im olgenden sei zunächs die Bedeu ung de Mindes ese ehal ung
en sp echend ih e bishe igen Handhabung als k edi poli isches In-
s umen un e such . Da sich diese Bei ag au eine E ö e ung de
geldma k mäßigen Zusammenhänge besch änk , mag es genügen, wenn
jeweils nu on den Bewegungs o gängen in de K edi wi scha
selbs ausgegangen und die Fülle de hin e diesen E scheinungen
s ehenden K ä e nu insowei be ach e wi d, als dies ü die E -
kenn nis des Wi kens de Mindes ese epoli ik e o de lich is .
Die Diskon poli ik ha bes imm e G enzen, in-
ne halb de en sie wi ksam is und auße halb de en sie e sag .
S eigen die P eise ü Wa en ode We papie e übe mäßig s a k an
ode e aß eine Psychose die Wi scha , so hel en Diskon e höhun-
gen nich meh ; Mindes ese ee höhungen mi ih e kaum ehlgehen-
den K a , un e s ü z du ch quan i a i e Res ik ionen, wie z. B.
K edi ich sä ze, bilden die ul ima a io. Bei eien zwischenländischen
Kapi albewegungen alle dings wi d auch dieses Mi el agwü dig;
denn es is möglich, daß ausländische Geldmä k e dann, alls die Zins-
a bi age lohnend wi d, Gelde zu Ve ügung s ellen, die die In en-
27 Zwa sind on al e s he akzep ie ende No enbanken dem Publikum suspek ;
doch dü en diese E wägungen heu e nich meh s ichhal ig sein.
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463] Mindes ese ehal ung als Mi el de K edi poli ik 79
ionen eine No enbank pa alysie en. In diesem Fall müssen neue
Ve ah en en wickel we den, um auch diese K ä e He zu we den.
Alle dings äll dann no wendige weise die soeben gese z e P ämisse
eie zwischenländische Kapi albewegungen, da sie imme mi Be-
sch änkungen des De isen e keh s e knüp is . En sp echendes läß
sich umgekeh ü den Fall eines s ändigen s a ken P eis alles aus-
üh en.
Noch wei enge is de Be eich de O enen-
Ma k poli ik. Ih Anwendungsgebie besch änk sich in de
Haup sache au den Ausgleich de jenigen Kon ak ionen ode Expan-
sionen, die sich aus einem in de K edi wi scha selbs en s andenen
Zu iel ode Zuwenig e geben, wenige au Schwankungen, de en
eigen liche U sachen in de Sphä e de P oduk ion eine Volkswi -
scha ode des Außenhandels liegen und die on ko ela en Rück-
wi kungen au die Zahlungsmi el e so gung eines Landes beglei e
sind. O ene-Ma k poli ik bedeu e mi hin Ausgleich eines Zu iels ode
Zuwenigs in einem beg enz en Um ang und ü eine nich allzu lange
Zei daue . Als Beispiel hie zu seien g öße e S eue zahlungs e mine,
Mona s- ode Qua alsul imobelas ungen, Bö senliquida ionen, Saison-
beansp uchungen und ähnliches meh genann . In den meis en Fällen
liegen die G ünde, die de a ige T ansak ionen auslösen, da in, daß
en wede Mi el de K edi wi sdia , die in schwebende Übe wei-
sung ode aus ande en G ünden gebunden wa en, ei we den und den
Geldma k übe mäßg e lüssigen ode daß umgekeh solche Mi el
ü die genann en ode ähnliche Zwecke benö ig und die Geldmä k e
e knapp we den. Hie kann die Zen albank du ch Au nahme ode
Abgabe on Geldma k i eln ausgleichend wi ken — beim Ve kau
solche Ti el abe nu insowei , als sie Bes ände zu Ve ügung ha ,
und beim Ankau nu insowei , als dadu ch nich gese zliche G enzen
übe sch i en ode ih S a us eine unzweckmäßige Ve schiebung e -
äh . K edi ä e Ve ände ungen, die den auße halb de K edi wi -
scha liegenden wi scha lichen Sphä en en s ammen, mi den Mi eln
de O enen-Ma k poliiik ab angen zu wollen, wü de einen Kamp
gegen Windmühlen bedeu en.
III. B.b.
So bleib als wich igs es und s ä ks es Mi el in
de Hand de Zen albank die Poli ik de Ve än-
de ung de Mindes ese esä ze, no alls e koppel
mi de He au - ode He abse zung on K edi ich sä zen und de
Du ch üh ung ande e Mi el de quali a i en K edi kon olle, üb ig.
Ih em Wesen nach bedeu e Mindes ese epoli ik im Falle de He -
au se zung de Sä ze s e s eine küns liche S illegung on o he nach
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80 Hans H. Hohl eld [464
Au assung des Zen alins i u s zu iel en s andenen gi alen ode
no alen Zen albankgeldes, im Falle de He abse zung de Sä ze F ei-
gabe solche Mi el ü den Geldma k . Im e s e en Falle is Ve -
knappung, im zwei en Ve lüssigung de K edi mä k e die Folge.
In Deu schland und den Ve einig en Saa en wie auch in ande en
Lände n ha sich die Mindes ese epoli ik als eine Maßnahme on
beach liche Beein lussungsk a e wiesen. Hingewiesen sei au die
E höhung de Mindes ese esä ze de Bank deu sche Lände ab
1. Dezembe 1948, die zusammen mi einigen ande en Res ik ions-
maßnahmen de wachsenden Inansp uchnahme des Zen albanksys ems
mi ih en o ensich lich in la o isch-p eis eibenden Wi kungen und
de Ge ah eine e s ä k en Passi ie ung de Handelsbilanz en gegen-
e en soll e; be ei s nach sechs Mona en konn e das Ziel als e eich
angesehen und konn en die Mindes ese esä ze wiede he abgese z
we den. Ein ähnliche Vo gang ollzog sich eben alls mi eine Ten-
denz zu In la ionie ung und Ve schlech e ung de deu schen Außen-
handelsbilanz im He bs 1950, als die Ko eahausse e neu die Käu e -
mä k e in Ve käu e mä k e e wandel e. Im Feb ua 1951 wu den
e s malig die K edi ich sä ze im Sinne eines Sys ems ü elas ische
K edi kon ingen ie ung einge üh ; sie wa en on ande en es ik-
i en Maßnahmen beglei e . Nach Ablau on sieben Mona en konn en
Locke ungen und nach wei e en ie Mona en eine ühlba e allgemeine
Senkung de Sä ze du chge üh we den. In beiden Fällen
lieg ein unbes ei ba e olle E olg de deu -
schen Mindes ese epoli ik o . Auch aus de Ge-
sich e de No enbankpoli ik de Ve einig en S aa en sei 1936 lassen
sich Beispiele an üh en, die die mach olle Hil e de Ve ände ungen
on Mindes ese esä zen bei de Ve wi klichung bankpoli ische In-
en ionen deu lich we den lassen.
Is nun nach den bishe igen E ah ungen die
Mindes ese epoli ik ein Mi el mi unbe-
sch änk e Wi ksamkei ? O ensich lich is dies nich de
Falk
Zue s sei da au hingewiesen, daß es Fälle gib , in denen jede
No enbankpoli ik — und dami auch die Mindes ese epoli ik — e -
sagen muß. Be inde sich die Wi scha in einem beha lich dep es-
si en Zus and mi s ändig abb öckelnden P eisen, gelähm e Un e -
nehme ini ia i e und g oße A bei slosigkei , so kann es sich e eignen,
daß auch de lüssigs e Geldma k keinen An eiz zu E wei e ung de
P oduk ion und zu Au nahme on K edi en bie e . In de Mi e de
d eißige Jah e bilde en hie ü die Ve einig en S aa en ein anschau-
liches Beispiel. Selbs ein P i a diskon sa z on einem Ach el P ozen
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465] Mindes ese ehal ung als Mi el de K edi poli ik 81
je Jah bo keinen An eiz zu Inansp uchnahme on Akzep k edi en.
Ähnlich k asse Ve häl nisse sind in de Geschich e de deu schen
K edi wi scha nich zu e zeichnen.
Umgekeh kann ein P eisau ieb, ielleich e u sach du ch ein
s ändiges S aa sde izi ode du ch besonde e Mangellagen, de a iges
Ausmaß e eichen, daß jede noch so hohe Diskon sa z sich als unzu-
eichend e weis , die Inansp uchnahme des Zen albankwesens abzu-
s oppen. In diesem Falle wü den selbs d as ische E höhungen de
Mindes ese esä ze du ch die ohne jede Rücksich au die Zinskos en
e olgenden Neuein eichungen on Diskon wechseln beim Zen al-
ins i u übe kompensie we den können. Hie hel en dann nu noch
zusä zliche K edi es ik ionen, e höh e Quali ä sansp üche usw. Abe
als alleiniges Mi el de No enbank wü de die Mindes ese epoli ik
in den geschilde en beiden Zonen eine jedes e nün ige Maß
sp engende Ve lüssigung ode Ve knappung de K edi wi scha
ih e Wi kung e lie en; sie bedü e dann de E gänzung du ch ande e
wi scha spoli ische Mi el nich k edi ä e A .
Von diesen besonde en Fällen abgesehen, gib es, wie aus dem
Da geleg en zu schließen is , eine Sphä e, inne halb de en die Mindes -
ese epoli ik seh wohl wi ksam is . Häl die No enbank aus kon-
junk u poli ischen ode außenwi scha lichen G ünden eine Ve knap-
pung de K edi wi scha ü e wünsch , so e höh sie die Rese e-
sä ze und leg Mi el de K edi wi scha s ill. Sie kann das in einem
be äch lichen Ausmaße un. In den Ve einig en S aa en sind Höchs -
sä ze on 26% (24. Sep embe 1948 bis 5. Mai 1949) e eich wo den;
de gegenwä ige Höchs sa z on 22°/o dü e jensei s des Ozeans als
du chaus no mal angesehen we den. Theo e isch is na ü lich eine E -
höhung bis zu 100% en wede au alle Einlagen ode einzelne G up-
pen on ihnen ode au zusä zlich on einem bes imm en S ich ag an
gescha ene Einlagen o s ellba . Abe es is o ensich lich, daß on
eine gewissen, im o aus schwe bes immba en Höhe an das We k-
zeug de E höhung de Mindes ese esä ze s ump zu we den beginn .
Denn die Wide s ände de K edi wi scha selbs und de ö en lichen
Meinung we den de a s a k anwachsen, daß man sich die F age o -
legen muß, ob den U sachen diese ch onischen Ve lüssigung, die ja
in solche Lage ohne Zwei el ie s g ei ende Na u sein we den, nich
mi ande en Mi eln als 'denen de Bankpoli ik übe haup begegne
we den soll. Im umgekeh en Falle eine s ändigen Ve knappung de
K edi wi scha wä e eine He abse zung de Mindes ese esä ze an-
gezeig . Doch wi d sich dieses Mi el e mu lich seh iel ehe e -
schöp en als im Falle de Ve lüssigung. De äuße s e Punk bes eh
in de Au hebung jegliche Mindes ese ep lich en. Dies bedeu e ,
Schmolle s Jah buch LXXJV, 4 6
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82 Hans II. Hohl eld [466
daß die K edi wi scha sich au das geschä s echnisch eben noch
agba e äuße s e Minimum de Kassenhal ung zu ückzieh und die
eigewo denen Mindes ese en o übe gehend eine Ve knappung
des Geldma k es en gegenwi ken. Abe auch in diesem Falle muß
übe leg we den, ob nich ande e und wi ksame e Mi el de Wi -
scha spoli ik zu Bekämp ung de U sachen eine solche maßen ein-
ge e enen Ve knappung eingese z we den soll en.
Bei diesen U sachen wi d es sich in de Haup sache um solche
handeln, die sich aus s a ken Ve ände ungen inne halb de na ionalen
P oduk ionssphä e ode aus dem Außenhandel ode abe auch als
Folge zwischenländlische Kapi albewegung e geben. Be ach e man
als Beispiel die gegenwä ige deu sche Lage, so zeig sich, daß die
s ändige E wei e ung des P oduk ions olumens und de Massenein-
kommen an sich eine E wei e ung de Zahlungsmi eldecke, mi hin
eine sch i weise Senkung de Mindes ese esä ze bedingen wü de.
Audi die beginnende Tilgung de deu schen Auslandsschulden, e -
bunden mi Rückg i en au die De isenbes ände de Bank deu sche
Lände , wü de eine gleiche Poli ik angezeig e scheinen lassen. Jedoch
s eh diesen beiden E scheinungen die sei meh als zwei Jah en an-
hal ende s a ke Ak i ie ung unse e Außenhandelsbilanz gegenübe ,
die zu eine k ä igen Ve lüssigung unse e K edi wi scha ge üh
ha und de nu du ch eine He au se zung de Rese esä ze begegne
we den kann, es sei denn, daß man es de zunehmenden Ve lüssigung
unse e Wi scha e möglichen will, schließlich doch noch einen P eis-
ans ieg he beizu üh en und dami den Außenhandel zu passi ie en.
Nähe liegend jedoch wä e es, in einem e heblich e s ä k en Um ang
die Auslands e schuldung zu e minde n, wodu ch
de Zahlungsmi elumlau sch ump en, die K edi lage sich e knappen
wü de und die Ak i i ä des Außenhandels e hal en bleiben könn e.
In diesem Falle könn en übe ein ü zweckmäßig e ach e es Maß
hinausgehende Ve knappungen in de K edi wi scha du ch eine
He abse zung de Mindes ese esä ze ausgeglichen we den. Selbs
ü den Fall, daß nach eine gewissen Zei Auslandsschulden nich
meh o handen sind und dieses Ven il ü die Ve wendung de
Außenhandelsübe schüsse e sag , bliebe imme noch de Weg de
Anlage des De isenzuwachses im Ausland; e könn e du ch eine en -
sp echende Mindes ese epoli ik ge ö de we den.
III. B.c.
Die Schluß olge ung, die aus den o ge agenen E wägungen zu
ziehen is , kann nu da in bes ehen, daß die Mindes ese e-
poli ik sich innne halb gewisse G enzen und ge-
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