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Entwicklungslinien in der deutschen Industriegestaltung

Abstract

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Entwicklungslinien in der deutschen Industriegestaltung

Author: Muss, Max
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1949
DOI: 10.3790/schm.69.2.35
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/290665/1/schm.069.2.035.pdf
Muss, Max
A icle
En wicklungslinien in de deu schen Indus ieges al ung
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Muss, Max (1949) : En wicklungslinien in de deu schen Indus ieges al ung,
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke
& Humblo , Be lin, Vol. 69, Iss. 2, pp. 35-64,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.2.35
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/290665
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163] 35
En wicklungslinien
in de deu schen Indus ieges al ung*)
Von
Max Muss, Da ms ad
Inhal s e zeichnis: I. Bedeu ung und neue e En wicklung des echnischen Be iebes
S. 36. — II. G undzüge de Ra ionalisie ung in de Indus ie S. 47. — III. Die
übe be iebliche Ges al ung de Indus ie S. 54. — IV. Die indus ielle Wi scha s-
ges al ung in de Zukun S. 59.
In dem Ge lech de U sachen und Wi kungen des wi scha lichen
Geschehens sind die einzelnen Fak o en kaum je olls ändig zu e -
kennen. Die na ionalökonomische Un e suchung ha sich as imme mi
dem Ta bes and zu begnügen, de in i gendeine einsei ig bes imm en
Pe spek i e de E kenn nisweise zu age geb ach we den kann. Bei
solchen Ve ah en p legen dann die he kömmlichen Ka ego ien de
wissenscha lichen Be ach ung ü die Fassung und Deu ung des Bildes
he angezogen zu we den, was de F ages ellung wie de Findung de
An wo zwa eine gewisse Siche hei und Planmäßigkei e leih , je-
doch im Ve ein mi jene un e meidba en Besch änkung de Be ach-
ungs ich ung no wendig die Möglichkei einschließ , daß wich ige, ü
das Leben wich ige Ums ände übe sehen ode doch un e schä z
we den. Es schein , daß solche Beding hei auch ü die wi scha s-
wissenscha liche Eino dnung de E scheinungswel de Technik Gel-
ung ha . Jeden alls is die wissenscha liche E assung dieses ganzen
Komplexes de echnischen Sachmi el und de echnischen P ozesse in
ih e Ve bindung mi wi scha lichen E scheinungen o z ausgezeich-
ne e Un e suchungen einzelne Fo sche noch in den An ängen. Sie
* Die Abhandlung en s and in de e s en Häl e des Jah es 1944 und wu de in den
le z en Mona en des gleichen Jah es ü „Schmolle s Jah buch" gese z , kam abe -
nich meh zu Ve ö en lichung, weil die Zei sch i ih E scheinen eins ellen muß e.
De Gegens and is also in de Pe spek i e des le z en K iegsjah es gesehen. Die ge-
sam e Da s ellung blieb dennoch im wesen lichen un e ände , auch de Ausblick
au die Zukun , weil wi de Meinung sind, daß die G und endenzen ih e Gül igkei
behal en, wenn sie auch in ih en Auswi kungen iel äl ig du ch neue Ums ände e -
ände we den.
3*
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36 Max Muss [164
beda in ielen Rich ungen de E gänzung. Nich zum wenigs ens sind
es schon die G und agen nach de En s ehung und de Be es igung
des echnischen Denkens im wi scha lichen Leben, die nach Klä ung
d ängen. Die echnischen Bemühungen gehen in de Meh zahl aus on
den e schiedenen Tä igkei s elde n de Wi scha , und wenn sie sich
auch du chaus nich imme on diese bes immen lassen, so s ehen
echnische und wi scha liche Bes ebungen doch in eine engen
Wechselbeziehung, die o mals auch die Gesich spunk e ineinande
glei en läß . Solche Ve mischung de G undsä ze und Absich en beide
Bezi ke wi d na u gemäß o allem im einzelwi scha lichen Be ieb
zu Ta sache, do , wo die Ve bindung de echnischen und wi scha -
lichen K ä e kla au die Einhei des E olges ausge ich e sein müssen.
Fü die Gegenwa und die nächs e Zukun sind diese Ums ände
on besonde e Bedeu ung, weil die ie g ei enden Ve ände ungen,
welche die E scheinungs o men de deu schen Volkswi scha sei dem
le z en Wel k iege und besonde s in jüngs e Zei e ah en haben, ab-
gesehen on einigen abweichenden poli ischen Eing i en, im wesen -
lichen au Um o mungen on innen he , on den kleins en Einhei en
aus, zu ückgehen. Ih e Gedanken und P inzipien wi ken abe au die
Gesam ges al ung de Volkswi scha wei e , nich allein in olge des
Zusammen e ens iele gleicha ige Einzels ebungen, sie sind iel-
meh auch übe nommen und sinngemäß e gänz wo den on de übe -
geo dne en Gewal des lenkenden S aa es und haben schließlich einen
G ad on Allgemeingül igkei gewonnen, de sich übe die Gegenwa
hinaus gel end machen muß. Da an ände nich iel, daß sich die neuen
Gedanken nich übe all gleichmäßig du chgese z haben und soga in
dem g öß en Teil de p oduzie enden Wi scha nu wenig ode ga
nich zu Anwendung gekommen sind. Die Tendenzen we den doch
imme schä e du chgebilde , imme häu ige e wi klich und b ei en
sich wenigs ens als Lei ideen allmählich bis in die le z en Bezi ke des
Wi scha slebens aus. Von einem ein achen, as zu älligen Fo sch ei-
en, das on Konjunk u en, echnischen Neue ungen und pe sönlichen
Einsich en ge agen wi d, ha sich die Wi scha sen wicklung meh
und meh en e n , und zwa siche lich nich allein, weil de K ieg eine
besonde e A de Regelung nö ig mach . Die Tendenzen zeigen sich
schon o he und agen auch die Züge de allgemeinen Gül igkei
an sich.
L
Die Zelle, on de die Ve ände ungen ausgehen, is de Be ieb,
diese Beg i genommen im Sinne eine echnisch in sich geschlossenen,
zumeis auch äumlich zusammenhängenden Wi kungseinhei . Das ach-
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lieh bes imm e, in sich geschlossene Ge üs on dinglichen Hil smi eln,
die da au ges ü z en Handlungen zusammenwi kende Menschen, es -
geleg e Tä igkei sziele und einhei liche Lei ung sind die Ums ände, die
den Be ieb kennzeichnen. Daß sich an den Ausd uck im äglichen
Sp achgeb auch e schiedene Bedeu ungen knüp en, is ü seine
wissenscha liche Ve wendung s ö end, kann abe na ü lich du ch ge-
naue Bezeichnung unschädlich gemach we den. Eine zwei e Bedeu ung,
die nu das Dynamische, die ä ige Bewegung selbs in de a igem ode
ähnlichem Rahmen mein , kann hie nich e wi en. Schlimme schon
is es ü die wissenscha liche E ö e ung, daß die Abg enzung des
Beg i s nach de Sei e des Um angs nich scha zu sein p leg . Is
e wa eine Fab ik beg i lich einem Be ieb gleichzus ellen, ode schließ
sie nich ielmeh as imme meh e e Be iebe in sich, z. B. einen
Fe igungsbe ieb und einen kau männischen Be ieb, manchmal auch
meh e e Fe igungsbe iebe? In diese Hinsich is nich nu de all-
gemeine Sp achgeb auch unkla , sonde n auch o de wissenscha -
liche. Es mag dahe wiede hol we den, daß hie de Beg i Be ieb im
engs en Sinne ge aß wi d, als ein echnische Zusammenhang, nich als
abgeschlossene Wi scha seinhei . In diese Bedeu ung eine engs en
Ve ah ensg uppie ung inden sich solche be ieblichen Einhei en auch
auße halb de Wi scha , in de s aa lichen Ve wal ung, im Hee wesen
und ande swo. Eine übe geo dne e Be ehlsgewal kann die Tä igkei
meh e e Be iebe zum Zusammenwi ken bes immen und so e an-
lassen, daß de gesam e Ve lau au ein einhei liches Ziel ausge ich e
wi d, wie es in de Un e nehmung geschieh ; es kann wei e hin ü
meh e e solche Zweckzusammen assungen wiede um eine Gemein-
scha höhe e A gescha en we den, mi meh ode minde be ieb-
lich einschneidenden Bes immungen, wie sie Konze nen ode Ka ellen
eigen sind; und schließlich is es möglich, daß eine wesensande e Gewal
den zweck e bundenen Gemeinscha en aus ih e übe agenden Sphä e
Au lagen mach und Bedingungen s ell , die bis in die Be iebe hinein-
wi ken. Solche Eing i e geschehen on dem Be eich de s aa lichen
Gewal aus. Wi nennen ge ade sie und nu sie übe be ieblich, weil sie
ih en U sp ung in le z e Bedeu ung obe halb de eigenen Zwecksphä e
des be ieblichen Lebens ha .
Jede Be ieb ha seine besonde e Ges al , die sich aus de kon-
k e en Bescha enhei seine Teile und de en Zusammenpassen, aus
seine ganzen K a kons ella ion, e gib . Diese Ges al p leg sich den
wechselnden Ansp üchen anzupassen; sie kann auch on G und au ge-
ände we den. Das geschah bis in die jüngs e Zei as ausschließlich
aus eigenen An ieben de einzelnen Wi scha seinhei en, wi d neue -
dings meh und meh on de s aa lichen Gewal e anlaß . Besonde s
au den Gebie en de Landwi scha und de Fo s wi scha haben
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Ano dnungen und es e Regelungen on oben he im Be iebe Pla z
geg i en, meh noch als in den üb igen Teilen de p oduzie enden
Wi scha , in de sogenann en gewe blichen Wi scha . Auch in
ande en Hinsich en heben sich jene Ke ngebie e de U p oduk ion
wesen lich on Gewe be, Handel und Ve keh ab. Wi lassen sie dahe
in diese Da s ellung beisei e und beschä igen uns nu mi dem le z -
genann en Komplex, namen lich mi de Indus ie.
Ge ade auch in diesem Be eich sind die Ve ände ungen de Fo men
und Zusammenhänge aus den Be ieben he aus deu lich zu e olgen.
Die Vo gänge de Ums ellungen in diese Sphä e sind es, die in de
Haup sache mi dem Ausd uck de Ra ionalisie ung bezeichne we den.
Bei de Un e suchung emp iehl es sich jedoch, diese Bezeichnung mi
Vo sich und Zu ückhal ung zu geb auchen; denn de dahin e s ehende
Beg i , on o nhe ein wegen de Wei e de Wo bedeu ung nich
scha e aßba , schille je nach den wechselnden Rücksich en au
die Wi scha s e häl nisse in de ganzen B ei e des Zwecken sp echen-
den und wi d so bei zunehmende Wich igkei seines G undgedankens
mi de Zei imme undeu liche . Sein Ke n zeig nu den schlich en
Sinn, daß man sich bemüh , du ch besonde s so g äl ig übe leg e Ände-
ungen den Be ieb besse als o he au seine Zwecke auszu ich en.
Zwecke und Bedingungen p legen sich zu ände n, wenn auch es ges ell
we den kann, daß zumeis das Ziel de be ieblichen Ra ionalisie ung
gesehen wi d in de e häl nismäßigen Ve minde ung on Au wand
i gendwelche A , seien es Geldkos en ode Realau wendungen, ode ,
was au dasselbe he auskomm , in de e häl nismäßigen S eige ung
des i gendwie gea e en E ages.
Au Ve besse ungen des Be iebes muß e man na ü lich imme
schon bedach sein, abe daß man dem eine besonde e, sozusagen dau-
e nde So ge widme und da aus ein Sys em mach , das is e häl nis-
mäßig neu. Vo dem e s en Wel k iege s anden die O dnung de Be-
iebe im allgemeinen und de echnischen P ozesse im besonde en
doch un e ande en G undsä zen. Bis dahin wu den die Un e nehmun-
gen alle A , auch die indus iellen und be gbaulichen, du chweg nach
E ah ung und Fachbildung de maßgebenden Pe sönlichkei en, nach
gewähl en Vo bilde n und dem ein achen E messen ge üh . Dabei
Wi de gewiß o ein nich ge inge Scha sinn ü den Au bau wie ü
!en Be iebs e lau au gebo en, schon im eigenen In e esse de Inhabe ,
die sich bemühen muß en, gegen den We bewe b ih Feld zu behaup en.
Auch die o ganisa o ischen Leis ungen wa en keineswegs ge ing,
namen lich in G oßun e nehmungen, weil hie doch um ang eiche
Leis ungsau gaben in meh ode minde e wickel en A bei sgängen zu
bewäl igen wa en und Kapi alchance wie Kapi al isiko sich besonde s
deu lich gel end mach en. Abe nich nu blieben die Beispiele be-
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sonde s gelungene Regelungen as imme au einzelne Un e nehmun-
gen besch änk , sie wa en mi wenigen Ausnahmen auch allein au
empi ischem Wege e eich . De echnische Fo sch i wu de du ch-
weg bloß in de Ve besse ung und de E indung on echnischen
Leis ungsmi eln, und zwa haup sächlich on Maschinen, gesehen. Aus
ih e Ve ände ung e gaben sich die Ände ungen im echnischen P ozeß
as on selbs .
Jede Un e nehmung wi k e au solche Weise ü sich allein. Eine
Gemeinsamkei in de Fo bildung de be ieblichen Technik be uh e
nu au de meh ode minde allgemeinen Anwendung de Neue ungen
in den echnischen Leis ungsmi eln. Sie abe häng s a k on de
Kapi alk a , dem In e esse und dem Spü sinn im einzelnen Falle ab.
Eine allgemeine Komponen e in diese En wicklung lie e n auch die
Ve bände de Un e nehmungen kaum. Technische Möglichkei en de
Wei e bildung we den allen alls in den Fachzei sch i en besch ieben,
und diese sind, wenn sie nich übe haup ü p i a e Rechnung e -
scheinen, de Regel nach Ve ö en lichungen on allgemeinen Fach e -
einen. Nebene scheinungen sind die Vo sp ünge de geschick e en ode
kapi als ä ke en Un e nehmungen in de auch hie zumeis bescheide-
nen Fo schung und in de Pa en aus üs ung, au manchen Gebie en de
indus iellen P oduk ion auch eine nich ge inge We kspionage. Die
Basis des gemeinsamen echnischen Fo sch i es wi d abe au jedem
Gebie b ei e , nich allein hinsich lich de Ve besse ung de ech-
nischen Leis ungsmi el, sonde n auch in bezug au den echnischen
P ozeß, je meh wissenscha liche Ve ah en ausgebilde und an-
gewende we den. Sind sie im Maschinenbau und in de He s ellung
ande e Leis ungsmi el schon sei ge aume Zei üblich, so blieb die
wissenscha liche Du chbildung des echnischen P ozesses in diese
Beziehung lange zu ück.
Da in bedeu e die Ve ö en lichung des Taylo sys ems, das un-
ge äh on 1910 an in Deu schland bekann wi d, o ensich lich einen
Ma ks ein. Von ihm geh ein me kba e Ans oß au die so gsame e
Un e suchung des echnischen P ozesses aus, wenn auch jenes Sys em
selbs nu zöge nd und e einzel angewand wu de. Es wa einsei ig
au mechanis ische A bei sges al ung ge ich e , und seine Nach eile
konn en au die Daue nich übe sehen we den. Abe in de Rich ung
de Ges al ung menschliche A bei , de en sich on o nhe ein namen -
lich die angewand e Psychologie annimm , liegen die e s en Sch i e
eine wissenscha lichen Be iebsleh e des echnischen P ozesses. Alle -
dings we den auch diese Me hoden, zue s ebenso einsei ig in ih e En -
wicklungs ich ung wie die Maschinen e besse ung o he , bald ab-
hängig on dem Bes and und de En wicklung de echnischen Sach-
mi el, insbesonde e de A bei smaschinen. Eine inne e Ve knüp ung
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e gib sich da aus, daß die Ve ollkommnung diese le z e en du ch-
weg gesuch wi d in de o sch ei enden E spa ung on Menschen-
a bei und in de E möglichung leich e e Handhabung. Von de Ein-
ügung neue und besse e A bei smaschinen wi d so au zwei ache
Weise de Gesam au bau des echnischen P ozesses beein luß , wäh end
die in Fo m und Leis ung e ollkommne e Ene gie e so gung ih e -
sei s wiede zu Ausbildung de A bei smaschine ie an eg . Die Ma-
schinen e wendung bleib also on p imä e Bedeu ung ü den Au -
bau des echnischen P ozesses. Die Bedienung de Maschinen sowie die
da an anschließenden A bei en we den den Ansp üchen de Maschinen
imme so gsame angepaß . Daß nun auch dazwischen- und daneben-
liegende Ve ich ungen mi besonde en Me hoden, hie und da soga
mi Hil e de Psycho echnik, ge egel , manchmal auch mechanisch
kon ollie wu den, ließ schließlich den ganzen Ablau schon als gu
geo dne e scheinen, wenn auch as s e s nich wenige Tä igkei en ein-
ach nach He kommen und schlich en Regeln ollzogen wu den. Die
Gesam hei de A bei s unk ionen wa ja be ei s bei mäßigem Be iebs-
um ang so mannig al ig, daß eine genaue Einsich in jede einzelne Ve -
ich ung und ih en Zusammenhang mi den ande n kaum ohne be-
sonde e Hil sk ä e und ohne besonde e Au wendungen zu e langen
wa en. Und die Schwie igkei en wuchsen, je meh P oduk e ode P o-
duk so en he zus ellen wa en, je iel äl ige also die Fe igungsau -
gaben wa en und je häu ige sie sich ände en. Die Viel al de Au -
äge und dami de wechselnden Au gaben p leg e abe ü jede in-
dus ielle Un e nehmung meh ode minde g oß zu sein. Übe die
ab ika o ischen Nach eile diese Ums ände wi d schon sei jehe Klage
ge üh 1. Massene zeugung und Se ienan e igung wa en zwa um 1910
he um nich meh sel en, abe doch in ielen Spa en de Geb auchs-
gü e ab ika ion wie auch namen lich des Maschinen- und Appa a e-
baues kaum eingebü ge .
Ge ade in diese Hinsich muß en die Bedü nisse de K iegszei
on 1914 an eine gewisse Wandlung he o u en. Es wä e jedoch i ig,
ih en Um ang nach den E ah ungen de Gegenwa zu bemessen. Auch
in Beziehung au die Du chbildung de einzelnen Be iebe, die de He -
s ellung on K iegsmi eln dien en, mach en sich die Mängel de O gani-
sa ion in de gesam en K iegswi scha gel end. Die k iegsindus iellen
Un e nehmungen blieben, abgesehen on Anweisungen übe A ,
Quali ä und Ablie e ung de E zeugnisse, in de Fe igung im g oßen
und ganzen sich selbs übe lassen. Von den gebo enen P eisen ging
auch kaum de An eiz zu be iebliche Spa samkei aus. Die anschlie-
1 Vgl. dazu schon Babbage, On he Economy o Machine y and Manu ac u es.
London 1832, S. 214 .
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ßende Zei de In la ion ließ in olge de Rohs o knapphei und de
Finanzie ungsschwie igkei en alle dings nich wenig Be iebsände un-
gen en s ehen, namen lich in den G undindus ien auch p oduk ions-
wi scha lich beg ünde e Zusammenschlüsse, ande e sei s a abe
au wei en Gebie en de P oduk ion mi dem Anwachsen bequeme Ab-
sa zmöglichkei en die So ge ü a ionelle Be iebsges al ung in den
Hin e g und, besonde s in den Expo indus ien, weil hie die Ze -
ü ung de Wäh ung es de Un e nehmung leich mach e, mi Nu zen
zu e kau en, auch wenn sie au Kos en und P eis, Eignung und Gü e
ih es E zeugnisses nich allzu genau ach gab. Das wa kein Un e g und
ü echnische und wi scha liche Wei e bildung. Einsich igen Un e -
nehme n konn e es nich e bo gen bleiben, wie ge äh lich ü das Ge-
deihen de deu schen Indus ie eine solche Lage we den muß e, wenn
sie wiede in die ha e Lu eines in e na ionalen We bewe bs ges ell
und sich Mi bewe be n gegenübe sehen wü de, die diese k ankha e
Schonzei nich du chgemach ha en.
Ha e schon das plö zliche Ende des K ieges zu Ums ellungen und
zu Übe legungen übe be iebliche Ände ungen gezwungen, so wu de
die So ge ü die Be iebssei e noch d ingende , als die Wäh ung in eine
no male Lage ge ück , dami abe die Anomalien de bishe igen P o-
duk ions-, Absa z- und Kapi al e häl nisse e s au ge üh und im
S u m de K ise zu Ko ek u gezwungen wu den. Die Einzelhei en
de Ums ellungsk ise, auch die Rolle, die die Repa a ionen dabei
spielen, sind zu Genüge bekann . Fü die einzelne Un e nehmung, so-
wei sie noch leidlich bei K ä en geblieben wa , bedeu e e die Si ua ion
auch einen Hinweis au neue Möglichkei en. Sie sah übe all neuen Be-
da en s ehen und ühl e sich gemahn , den Anschluß nich zu e -
lie en. Dies eine sei s, die Abnu zung und Ve al ung des Realkapi als
sowie de Schwund des Geldkapi als ande e sei s leg en ungewöhnliche
Eing i e nahe. Man s udie e mi Ei e die wi scha lichen, be ieb-
lichen und echnischen Ve häl nisse des Auslandes, in e s e Linie die
no dame ikanischen Fo men des Be iebes, die namen lich den ech-
nischen Vo sp ung gegenübe de deu schen Fab ika ion he o e en
ließen. Du ch Zei sch i en und au Zusammenkün en kamen diese
Dinge wei en K eisen de Indus ie zu Kenn nis. Sie mach en auch
iel ach Schule und üh en zu dem Bes eben, die'maschinelle, übe -
haup die echnische Aus üs ung zu mode nisie en. Daneben kam es
o allem in de G oßindus ie, im Be gbau, im Bank- und Ve siche-
ungswesen zu neuen Um o mungen ganze Un e nehmungskö pe , zu
Au lösungen unhal ba e Ve bindungen und zu neuen, meh ode min-
de engen Ve knüp ungen, wodu ch eben alls die E izienz de Be iebe
zu s ä ken e such wu de. In diese Lage, die in de Ta meh als je
An o de ungen an kla e Übe legungen s ell e, e b ei e e sich nun de
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42 Max Mus» [170
Ru nach „Ra ionalisie ung14. Übe all in de Indus ie wa es de Ab-
sa zma k , de , in seinen Ve häl nissen öllig e ände , die Blicke
au sich zog. Imme meh schob sich die No wendigkei in den Vo de -
g und, die P eise zu senken, also im Be iebe die Kos en zu e mäßigen.
Das schien o allem de g oße Sinn de Ra ionalisie ung zu sein. In
solche Bedeu ung be es ig e sich de Beg i zum Schlagwo . Das is
in meh als eine Hinsich bedeu sam. De Gedanke eine besonde s
d inglichen No wendigkei zu be ieblichen Re o men wu de dami
allgemein, gleichzei ig abe d oh e das Einzeldenken in einem gewissen
Schema zu e s a en. Mi de Vo s ellung eine solchen Ra ionalisie-
ung e band sich iel ach die Be onung de maschinellen Auss a ung,
was bedeu e e, daß o allem nach s ä ke e Mechanisie ung des ech-
nischen P ozesses ges eb wu de, mi dem Ziel, in de Rich ung au
Massen e igung möglichs billig zu p oduzie en. Indessen wa die
Lage zu unkla , die neue Denkweise zu ungewohn , de D ang zu Um-
s ellung zu s ü misch, als daß nich an ielen Plä zen I üme Raum
gewannen, nich sel en Übe eibungen in de echnischen Auss a ung,
was im Ve ein mi schon o handenen Übe kapazi ä en aus de In-
la ionszei im ganzen gesehen eine nich ge inge Fehllei ung on
Kapi al bedeu e e. Abe na ü lich muß e au solche Miß e s ändnisse
und Mißg i e die Ko ek u on selbs olgen; denn in meh ode
wenige ku ze Zei mach en sich doch ü die einzelne Un e nehmung
die wi scha lichen Folgen un e kennba gel end. De Ra ionalisie-
ungsgedanke wu de au solche Weise abe nu ge einig und au seinen
eigen lichen Sinn zu ückge üh . E wende e sich im echnischen P o-
zeß imme häu ige auch de sinn ollen, Au wand spa enden Du ch-
bildung des gesam en Vo ganges zu, und in diesem Sinne de O gani-
sa ion d ang e auch häu ige übe den echnischen Be ieb hinaus und
e g i , namen lich in g öße en Un e nehmungen, eben alls die kau -
männischen Ab eilungen und wohl soga die Ve wal ungen
Die Ve besse ung de echnischen Leis ungsmi el s and deshalb
nich s ill. Fas imme wu de die Lei idee on dem Bemühen gelie e ,
die Kos en zu senken ode an Realau wand zu spa en. Au diesem S and
blieb de Vo gang de einzelwi scha lichen Ra ionalisie ung du chweg
bis an die Gegenwa he an. Indem die Übe legung abe meh in das
Gebie de Zusammens ellung und Abwägung de ä igen K ä e ein-
d ang, muß e auch die Ein ügung de menschlichen A bei wiede an Be-
deu ung gewinnen. Nich , daß de menschliche Fak o o he e nach-
lässig wo den sei, im Gegen eil, auße den Ve besse ungen des Taylo -
sys ems und de selbs ändigen En wicklung ähnliche Sys eme ha en
sich Leh weisen on wei e schauende Psychologie, wie die on A.
F ied ich und des Din a sowie das me hodische Hil swe k des Da sch
—
um nu wenige Beispiele zu nennen
—
Gel ung zu scha en gewuß . Je z
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177| En wicklungslinien in de deu schen Indua ieges al ung 49
s al ung de Mi el in Ve bindung geb ach . Hie wie do is genaue
Kenn nis de gegebenen wie de möglichen Wege ebenso Vo ausse zung
wie die En scheidung, welche nun eingeschlagen we den soll. Abe
na ü lich sind diese Vo ausse zungen as nie sogleich o handen; kaum
je we den on o nhe ein in den maßgebenden Köp en Plan und Mög-
lichkei en bis ins einzelne es liegen. In beiden Fällen soll e jedoch
zum mindes en die Schau on G und au neu sein, unbeschwe on
eine o mi de Ve ah enskenn nis e wachsenen Ansich , es müsse
diese ode jene Teil so sein, wie e eben is . Ge ade jene Ve bindung
on Kenn nis und Gelös hei , on Rücksich und Kühnhei im Scha en
mach den Ke n des O ganisa o s aus. Den sachlichen Gegebenhei en
en sp echend un e scheiden sich die be ieblichen und die übe be ieb-
lichen Regelungsau gaben im üb igen on G und au .
Im einzelnen Be ieb he sch , au s G undsä zliche zu ückge üh ,,
de Lei gedanke, daß in möglichs wei en Teilen des echnischen P o-
zesses ein in A und Zei öllig egelmäßige Ablau o sich zu gehen
ha , eine Ablau so dnung, die in de kü zes möglichen Zei und un e
den jeweilig gese z en Bedingungen in g öß e Wi scha lichkei sich
ollzieh . Zu diesem Zweck wi d die Vo gangs eihe in ih em Au bau
da au hin gep ü , wie die Teile selbs und ih Zusammenwi ken, zu
jene idealen Regelung zu b ingen sind. A bei s e ich ungen und
Maschinen können ebenso on Ände ungen e g i en we den wie das
Zusammenpassen de einzelnen Teil o gänge. Es we den im Wechsel
de Au gaben, o auch nu on einzelnen He s ellungsbedingungen,
imme wiede neue Wünsche nach ande en echnischen Leis ungs-
mi eln, ande en We ks o en und ande sa igen A bei sk ä en ge-
weck , wenn auch Kons uk ion und Ein ich ung au das im Be ieb
Vo handene noch so so g äl ig Rücksich nehmen. Solche Wünsche
lassen sich in de Regel in bezug au die A bei sk ä e imme hin leich e
be iedigen als hinsich lich de echnischen Leis ungsmi el. Von diesen
mag, sowei es sich um einen Indus iebe ieb handel , manches du ch
Vo ich ungen, Ansä ze und au ähnliche Weise angepaß we den
können; es bleib abe doch o Beda an neuen Maschinen, Appa a en
und ande en Ge ä en üb ig. Sie ü jeden einzelnen Fall besonde s zu
ges al en, wi d un e den meis en Ums änden unmöglich sein. Fü den
Maschinenbau im wei es en Sinne e geben sich aus diese Sachlage
mannig ache An egungen zu He s ellung on Ge ä en, die mi ode
ohne Ve ände ung ü e schiedena ige Fälle und in e schieden-
a igen Be ieben b auchba sind.
Ein solche Ta bes and, de besonde s bei We kzeugmaschinen
sich ba wi d, wi k eine sei s au so gsam du chdach e Bemessung de
Leis ung des Agg ega s, o auch au seine Ve ände lichkei hin, an-
de e sei s üh e in de P oduk ion ebenso wie in bezug au die P o-
Scbmolle s Jah buch LXIX, 2 4
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50 Max Muss [178
duk e zu Ausbildung on Meß- und P ü ge ä en neue und exak e
A , weil e die An o de ungen an Maße und Fo men s eige .
Au diese Weise e geben sich zwingende Zusammenhänge in de
echnischen En wicklung und Be es igungen de exak en Denk ich ung
in den echnischen Be ieben, die ih e Ges al ungen au de a ige Zu-
sammenhänge g ünden müssen. Die aus den Bedingungen des ech-
nischen P ozesses no wendig e wachsende Ra ionalisie ung de ech-
nischen Leis ungsmi el geh so neben de en selbs ändigenWei e bildung
im al en Sinne einhe . Abe die P io i ä des echnischen P ozesses
gewinn meh und meh an Boden. Seine Ra ionalisie ung wi d be-
s immend. De Kons uk eu wi d gewohn , au die An o de ungen de
op imalen Anwendba kei seines Gegens andes ebenso Rücksich zu
nehmen wie au seine op imale Ges al ung. Im ganzen wi d die au wi -
scha lichs e Auswi kung ge ich e e Mechanisie ung des be ieblichen
Ablau s das Ideal, so iel Rücksich en echnische und soziale Na u im
einzelnen auch zu Abweichungen üh en mögen. Die exak en Me hoden
zu He s ellung eines ebenso exak en P oduk es s ellen eilich hohe
Ansp üche an Übe sich , olge ich iges Denken, Maßhal en und P ü-
ung. Es handel sich in de Ta um eine A wissenscha liche Leis ung,
um ein Scha en, dessen Ähnlichkei mi de A bei des expe imen ellen
Physike s ode Chemike s nich zu e kennen is . Nu daß die Ziel-
se zung imme au auße halb gelegene, und zwa au es geleg e Wi -
kungen ge ich e und somi g undsä zlich ande s is , eine ande e A
Ak i i ä e o de und eine nebeneinande und zugleich nacheinande
ges a el e Au eilung de Gesam leis ung nö ig mach . Hin e de Au -
eilung in bes imm e Sachabschni e und einzelne Ve ich ungsau gaben,
wie hin e dem so geo dne en Geschehens e lau selbs , s eh je z ein
Wissen, das bei den lei enden und beau sich igenden Pe sonen im
G unde au wissenscha liche Basis be uh , zum mindes en indi ek
au wissenscha liche Leh sys eme zu ückgeh , wenn es sich, im ganzen
genommen, auch nich um e was Einhei liches, sonde n um eine Mannig-
al igkei on Wissensgebie en handel . In Gesam planung, Kons uk ion,
Au bau und Übe wachung des Be iebsganges, auch in de wi scha -
lichen Fes s ellung und Kon olle de Vo gänge du ch Kalkula ion,
S a is ik, Kon en üh ung und Kos en echnung, schließlich auch im
D um und D an de Ve wal ung, de Lage ung und des Ve iebes —
übe all kommen G undsä ze und Regeln zu Anwendung, die ih en
U sp ung in me hodischem Wissen haben.
Das ein ache, nu an de pe sönlichen E ah ung geschul e Denken,
Jas allen alls on echnische Wissenscha un e bau is , wi d on
solche , on o nhe ein in bes imm e Sys ema ik geg ünde e Denk-
weise meh und meh an die Sei e ged äng ; zum mindes en wi d de
Ke n exak e , um nich zu sagen wissenscha liche An o de ungen an
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179] En wicklungslinien in de deu schen Indus ieges al ung 51
den Au bau jede de Au gabeng uppen imme s ä ke , und diese ge-
winnen in zunehmendem Maße die Neigung, zahl eiche und mi ein-
ande ums ändliche e sch änk zu we den. Es is bezeichnend, daß
manche Au gabeng uppe neu gebilde und o die al gewohn en und
üblichen geleg wo den sind, wodu ch auch diese in sich e ände
wu den. So geh je z iel ach de He s ellung selbs die P ü ung de
We ks o e o aus, schieb sich o dem echnischen P ozeß die A bei s-
o be ei ung mi ih en um ang eichen E mi lungen, Planungen, G up-
pie ungen und Ano dnungen ein. Im kau männischen Be ieb we den
die Buch üh ung, die S a is ik, die Kalkula ion, das Rechnungs- und
Lohnwesen au s eins e, eben auch au wissenscha liche G undlage*
du chgebilde . Übe all bekommen die Spa en des E kennens, de
Fes s ellung und o so glichen Planung ein besonde es Gewich , e -
o de n sie einen g öße en, besonde s geschul en S ab on Mi a bei e n
und we den die aus üh enden Teile gleichsam ge einig und s ä ke
es geleg . Fo m und Ablau des Be iebsganges, Zusammense zung und
Abs u ung de Mi a bei e scha e hal en on do he ih Gep äge.
Au das Ganze des Be iebes bezogen, is die O dnung s enge und ge-
naue , abe auch schwe ällige gewo den. Das alles gil , wie nochmals
be on we den mag, nich allein ü den echnischen Be ieb im enge en
Sinne, . ielmeh g undsä zlich ü alle Ab eilungen eine mode n ge-
egel en Wi scha seinhei , und auch keineswegs allein ü die Indus ie,
wenn auch in ih en g oßen Un e nehmungen diese Eigen ümlichkei en
besonde s deu lich he o zu e en p legen.
Inso e n abe de Gesam e lau du ch eine Menge zum Zusammen-
wi ken bes imm e Sys eme on Regeln und Abläu en geo dne is , on
denen jedes seine A gel end mach , is die Ge ah , daß Reibungen und
nach ih e Übe windung schema ische S a hei en en s ehen, en -
schieden gewachsen, und es wi d übe all on zunehmende Wich igkei ,
daß die ausgleichenden und e gänzenden Tä igkei en des Menschen,
die spezi ischmenschlichen Fähigkei en des sinn ollen Eingehens au
Gang und Zwecke eines s eng abgemessenen Geschehens, sich oll
du chse zen können. Deshalb is es mi Rücksich au das Gesam -
gelingen o en scheidend, wenn an Spi zenplä zen de Be iebe k ä ige
Pe sönlichkei en s ehen, die Rich ung zu weisen und auszugleichen,
dabei, in g öße en Un e nehmungen, ih e sei s wiede in einem Au bau
on lei enden Funk ionä en ei zu wi ken e mögen. Un e dem Ge-
sich swinkel
de
En wicklung gesehen, d äng sich die wachsende Gewal
des imme kuns olle ge üg en Sachappa a es in den Vo de g und.
Die Funk ionen de mi ihm und in ihm a bei enden Menschen, so o
sie auch die P io i ä im Au bau des echnischen P ozesses a sächlich
haben mögen, und wenn auch übe haup ih e Möglichkei en le z hin
ü die Gesam hei des be ieblichen Geschehens en scheidend sein
4*
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52 Max Ml!SB [180
müssen, we den na ü lich olls ändig mi dem Sachappa a in Einklang
zu s ehen haben. De abgewogene und g undsä zlich au genaue Meß-
ba kei ges ell e Gang des Be iebes e lang nich nu übe legene Be-
he schung, sonde n auch abgewogene Tä igkei de in ihm wi kenden
Menschen. Und hie en s ehen wohl die schwie igs en F agen, die
F agen, ob die gewähl e O dnung wi klich lebensge ech is , und wie
das Elemen des Lebendigen, die Gesam hei de A bei enden, sich ein-
passen läß .
Auch dieses P oblem ha es na ü lich imme gegeben, abe auch
das muß e neue, ie e beg ünde e Fo men annehmen. Auch in dem
Zusammenpassen on Mensch und Sachappa a wi d es g undsä zlich
au g öße e Genauigkei ankommen, gleichzei ig abe au die Wah ung
des Elas ischen und Lebendigen, was nie so ganz deu lich zu bezeichnen
und zu e assen is , weil es in ie e en Schich en de menschlichen Mi -
wi kung e bo gen lieg . De Respek o dem lebenden Fak o wi d
ü die Ges al ung,des Be iebs zum Gebo seine sachlichen Funk ion.
Dahe gewinn auch de Sozialbe a e eine wachsende Bedeu ung und
is in einigen g öße en Un e nehmungen be ei s eine ganze Ab eilung
am We ke, die in planmäßige Ve bindung mi den ande n Ab eilungen
jedes einzelne Ge olgscha smi glied in allen Me kmalen seine Pe sön-
lichkei beobach e , es be ä und zu un e s ü zen ach e 1. Im einzelnen
d ingen wissenscha lich messende Me hoden ge ade neue dings in
diesen le z en O dnungsbe eich imme ie e ein; die Auswahl de ü
die e schiedenen A bei splä ze am bes en geeigne en A bei e , die
Fes se zung ih e Vo gabezei en, die en sp echenden En lohnungen, die
buchmäßigen Fes s ellungen und die Kon ollen iele lei A , all das
wi d me hodisch beg ünde . Es wi d auch nich ü den einzelnen Be ieb
öllig unabhängigzu bes immen e such , sonde n denOp imal egelungen
wi d du ch allgemeine Leh en und ein ü allemal gül ige Fo mulie ungen
o gea bei e . Zu E gänzung lassen sich dann Ve gleiche und g und-
sä zliche Übe legungen ans ellen, die ih e sei s wiede möglichs au
wissenscha liche Basis uhen. Viel ach d ing man in de g und-
sä zlichen Bes immung bis an die G enzen o , die du ch die no wendige
Rücksich au die indi iduellen Gaben de Be eilig en gezogen sind.
Es is z. B. die eigen liche Kuns in de Fes s ellung de „ ich igen"
Vo gabezei ü die einzelnen A bei en, ode schon in de Auswahl de
A bei e ode in de Wahl de Kon ollein ich ungen, daß das im
Menschen uhende Maß on Können und Neigung e kann und nö igen-
alls mi seine En wicklungsmöglichkei in die Rechnung einges ell
wi d. Das P oblem is dabei nich meh so seh wie ühe , ob das Ge ä
dem Menschen ode diese dem Ge ä anzupassen sei; ielmeh is es
1 Vgl. dazu F ank u e Zei ung om 22.11.1942.
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181] En wicklungslinicn in de deu scheil Indus ieges al ung 53
de Geis de ganzen Ve besse ungs endenz, de beide Teile du chwi k
und zu e schmelzen un e nimm . Eind inglichkei und Sys ema ik de
Cesam o dnung behe schen jeden Teil. Au de menschlichen Sei e
we den dahe nich schlech hin Analogien de sachlichen he beizu üh en,
sonde n Wesenszüge zu be es igen e such , die dem S eben nach de
au ganz bes imm e E ek e genau ausge ich e en Regelung en sp echen.
Es is bezeichnend, daß soga e ö e wi d, ob nich auch de We de
einzelnen Pe sönlichkei en an sich, neben ih en Leis ungen und ande en
äuße en Me kmalen, als ein G undelemen de Lohnbemessung an-
gesehen we den soll. Hie , an den G enzen des exak Bes immba en,
we den o Ve suche un e nommen, die Hil e on wissenscha lichen
E kenn nismi eln he anzuziehen, die eine ande n Rich ung, einem
ande sa igen Gesam sys em en s ammen, wie z. B. die Diens e de
Medizin, sowei sie seelisch und geis ig zu s ü zen e such , ode die de
Psychologie, wenn sie ein g undlegendes Pe sönlichkei sbild des A -
bei e s au bauen will1. Bes ebungen diese A s ehen gleichsam am
Schlüsse de be ieblichen O dnungsmöglichkei en. Daß hie und da
manches schon bis an die G enze des Wünschenswe en o ged ungen
is , schein siche zu sein. Namen lich auch in bezug au die ü die Un e -
ich ung de lei enden Pe sonen üblichen kau männischen Übe sich en
und Kon ollen wi d ö e s — ielleich nich imme ganz ohne Zu-
sammenhang mi de Abneigung de echnischen K ä e
—
de Einwand
gehö , es geschehe des Gu en zu iel; die Wi e ung und geis ige Beweg-
lichkei de lei enden Pe sönlichkei en sei in Ge ah , on den es -
ge üg en und dabei noch ausdehnungsbe lissenen Sys emen de Zahlen
und Ku en behinde zu we den, ganz abgesehen da on, daß de E -
kenn nisappa a zu kos spielig zu we den d ohe.
Es kann jedoch es ges ell we den, daß die Be iebsges al ung
übe all, wo sie sich um neua ige, a ionelle Fo men bemüh , im Zeichen
solche Bes ebungen s eh . F eilich handel es sich, im ganzen gesehen,
nu um eine g oße Linie, einen allgemeinen Zug de En wicklung, abe
eben doch um den behe schenden Zug. In olle E scheinung i e
noch nich übe all. Die Meh zahl de Be iebe im Handel, im Handwe k
und auch in de Indus ie, ielleich soga im Bank- und Ve siche ungs-
wesen sind noch nich sowei gelang . Und selbs da, wo solche Bes -
o dnung einge üh is , bleib sie o un ollkommen, nich nu , weil es
in de ielges al igen Wi klichkei manche sachlichen Hemmnisse gib ,
sonde n auch, weil sich He kommen und T äghei häu ig als s ä ke
e weisen. G oßun e nehmungen p legen bei solchen Regelungen o -
anzugehen, sind abe du chaus nich ih e einzigen T äge . Das Ge ühl
1 Siehe dazu W. Hische, Be iebspsychologie (RKW-Nach ich en Jah g. 11, 1937,
S. 211 .).
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54 Max Muß [132
ü die Wich igkei diese O dnungsweise he sch allgemein. Die E -
o de nisse de Zei und die ihnen angepaß e Wi scha spoli ik kommen
ih en gegen.
III.
Aus de wi scha spoli ischen, de übe be ieblichen O dnung e -
geben sich nich allein Tendenzen zu Ausb ei ung diese A Be iebs-
ges al ung, sonde n auch Einwi kungen au ih e Fo men und Mi el
selbs , wodu ch die Gesam e scheinung de Wi scha sges al ung e s
e ig gep äg wi d. Gewiß muß jede um assende O dnung alle Be-
iebe den G undsa z so gsams e Bes ges al ung jedes einzelnen au -
nehmen und ih e Ve b ei ung zu ö de n e suchen, abe dami allein
is es nich ge an. Von de übe be ieblichen Regelung geh ielmeh
die Fes se zung de Bedingungen aus, un e die sich jene Bes ges al-
ungen zu ügen haben. Sie ha Ziele zu se zen und ih e eigenen Mi el
zum E kennen, Du chse zen, Übe wachen und Nachp ü en he auszu-
bilden. Ein ande es i hinzu, muß soga o ausgehen. Jede Gesam -
o dnung is da au angewiesen, ih e Objek e so zusammenzu assen, daß
die Einwi kung au sie möglichs ein ach und zu e lässig o sich geh .
Um ih e besonde en Zwecke zu e eichen, muß sie die Gesam hei e s
in Fo m b ingen.
Im ganzen gesehen, läß sich die übe be iebliche, die olkswi -
scha liche O ganisa ion de Wi scha nich nu hinsich lich ih e
g undsä zlichen E scheinungs o men schwe e au ein ache Linien
b ingen als die be iebliche, sie is auch in bezug au ih e ypischen
Ges al ungsau gaben komplizie e . Wäh end do die Nähe des Wi -
kungs eldes, die Beschä igung mi dem einzelnen echnischen P ozeß,
dem Einzelmenschen und dem bes imm en echnischen Leis ungsmi el
unmi elba e Einwi kung e möglich , ja e lang , liegen die Ausgangs-
punk e de olkswi scha lichen Ges al ung in g öße e En e nung
on ih en Objek en. Die Be iebsau gaben sind eindeu ig, anschaulich
und unmi elba anzug ei en, die übe be iebliche Regelung muß die
Ziele e s bezeichnen, ih e Einwi kungs elde e mi eln und o men,
die A ih e Einwi kung besonde s übe legen. Die be iebliche Ra io-
nalisie ung kenn nu ein Wi kungs eld, die übe be iebliche ha es mi
einem meh glied igen und meh schich igen Feld zu un. Fü sie is nu
die eigen lich und endgül ig angeziel e Schich aus eine Reihe gleich-
a ige , wenn auch keineswegs ganz gleiche Einhei en zusammen-
gese z ; eine e mi elnde S elle, zumeis eben alls komplexe A , muß
jene Schich o geschal e we den, und sie ha den Zweck, An egungen
und Ano dnungen on obenhe zu emp angen und in geeigne e Fo m
zu Du ch üh ung wei e zugeben. Sie weis ih e besonde en Au gaben
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183] En wicklungslinien in de deu schen Indus ieges al ung 55
und Me hoden au . Im le z en Feld de übe be ieblichen O dnung
alle dings mögen die Ano dnungen den be ieblichen ähneln, weil es
sich hie a sächlich um F agen des Be iebes handel . Abe auch in
diesem Be eich e en Sonde agen in E scheinung, weil die An egung
ode Vo sch i nich den eigenen In e essen, sonde n einem ande en,
allgemeine en Zweckk eis en s amm und no wendig gene elle Na u
is . Die on oben he gezeig en Ziele we den schon dahe in de Regel
nich die Genauigkei au weisen können, wie die des Be iebes selbs ,
abe das wi d o auch kaum e o de lich sein, sowei man sich mi de
Anbahnung und Fö de ung gewisse Tendenzen begnüg . Wenn es sich
alle dings um E laubnisse, um Zu eilung on S o en, um Zubilligung
on P eisen und ähnliches handel , müssen doch as imme ganz be-
s imm e Bedingungen im einzelnen Be ieb innegehal en we den, und
da au muß en sp echend hinzuwi ken sein. Dasselbe gil ü die Aus-
üh ung on Vo sch i en, ob sie nun den echnischen P ozeß im ganzen
ode die Anwendung bes imm e echnische Leis ungsmi el, die Ve -
wendung bes imm e S o e ode die Beschä igung on A bei sk ä en
zum Gegens and haben. Das le z hin En scheidende, die genau An-
passung an die Einzelhei en de wi scha lichen Au gaben, muß jedoch
den Einzelwi scha en e bleiben; die olkswi scha liche Lenkung
de Ges al ung wi d Ve allgemeine ung zu suchen, d. h. allen alls Ideal-
ypen es zus ellen und es zuse zen, dabei sinn olle Abwandlungen
zu e möglichen haben. Sie ha es mi den lei enden Menschen de Be-
iebe und Un e nehmungen zu un, mi denen, die on sich aus die
olkswi scha lichen In en ionen wei e zugeben, in die en sp echende
Ta umzuse zen haben. Jede Ano dnung, die nich unmi elba Einzel-
hei en des echnischen P ozesses ode de echnischen Leis ungsmi el
be i , wi d au die E üllung on Bedingungen komplizie e e Zu-
sammenhänge, au die Innehal ung on Sinnlinien hinzielen, de en
Ve s ändnis kaum e zwungen we den kann und de en Endpunk e
imme in meh ode minde en e n e Zukun liegen. Solche Vo -
sch i en sind in denkba g öß em Maße angewiesen au gu en Willen,
de wiede um Einsich zu Vo aussich ha . Sie e o de n bei den e -
mi elnden S ellen eine Ve bindung on sachlich gewuß en und sach-
lich bes imm en Ano dnungen mi eine Behandlungsweise, die im
eigen lichen Sinne poli isch genann we den kann.
Deshalb sind schon jene Mi els ellen, die gescha en wu den, um
au die be e enden Gesam hei en einzuwi ken, als Näh boden en -
sp echende Willenseins ellungen au s so g äl igs e auszubilden. Die
o ganisa oi sche Mi el o m ich ig zu wählen und zu ges al en, is eine
wesen liche Au gabe. Man könn e sie als die e s e Au gabe de obe s en
Lenkungsins anz bezeichnen, wenn man den Vo behal mach , daß
alle dings das Wissen um die A de Zwecke, die man zu e eichen
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56 Max Mues [184
such , o angehen muß. Solange die Bedingungen, un e denen die
Zwecke iillung s eh , nich kla e kann wo den sind, mag eilich
die bes e Ges al des o ganisa o ischen Kö pe s e s nach einem ode
meh e en Ve suchen ge unden we den, wie sich in de En wicklung
de Lenkungs- und Bewi scha ungss ellen gezeig ha . Wie dem auch
sei, als zwei e Vo ausse zung ü die Scha ung de Mi elo gane is aus-
eichend zu be ücksich igen, au welche Weise sie ih e Funk ion in
Hinsich au die le z lich zu e üllenden Zwecke ollziehen müssen.
E s die au G und eind ingliche Übe legung de Ziele und de Me-
hoden gewähl e Fo m des Mi elo gans kann die gewünsch e Funk ion
ausüben. In welchem G ad de S a hei endlich de Zusammenschluß
ge üg und die Einwi kungen au seine Tä igkei en ge o m sein dü en,
wi d e schieden sein. Ein Beispiel s a e Fo mung s ell zu Zei
de Lenkungsbe eich Maschinenbau da .
Mag also die obe s e Ins anz, ein Minis e ium e wa, ih e übe -
be ieblichen Ano dnungen nu in allgemeine en Zielbezeichnungen
geben, so muß sie jeden alls g öß e So g al da au e wenden, daß
die on ih beau ag e Mi elins anz un e den oben da ges ell en
Rücksich en ausgewähl und ges al e wi d. Diese Mi elins anz ih e -
sei s, de es mi ode ohne wei e e S a elung oblieg , au die einzelnen
Be iebe einzuwi ken, kann ih e echnischen, be iebswi scha lichen
ode e wal ungsmäßigen Ano dnungen nu wiede um au G und ge-
naue Kenn nis 'de Be iebe e en. Sachkenn nis und s a is ische
Un e suchungen, die on Besp echungen und on einzelnen An agen
e gänz we den mögen, spielen dabei die Haup olle. Fü solche E -
mi lungen abe müssen iel ach die nö igen G undlagen e s gescha en
we den, so daß sich an diesem Punk e o schon besonde e Vo a bei en
e o de lich machen. Namen lich sind es Ve einhei lichungen in den
be ieblichen Au zeichnungen, z. B. de Buch üh ung und insbesonde e
de Kos en echnung, die de Fes s ellung o ausgehen müssen, dami
sie ü die Gesam hei gel en und ü die Gesam hei nu zba gemach
we den kann. Noch eine S u e ühe liegen die Übe legungen, du ch
welche Indizien übe haup die E kenn nis de Leis ungshö ie — denn
au die E zielung de bes en Leis ung bei allen s eb die Regelung
doch le z lich zu
—
am siche s en bezeichne wi d. E s wenn da übe
Kla hei bes eh , kann die o male G undlage des Ve gleichens du ch
Ve einhei lichung gescha en und wei e hin de Ve gleich ausge üh
we den. Fü alle S a eln dieses Gesam o ganges, de a sächlich in
jedem Falle ein ande es Gesich zeig , sind die zweckmäßigs en
Me hoden zu inden, müssen in g öß e Genauigkei und mi eins em
Lebens e s ändnis die geeigne en Fes s ellungen ge o en we den.
De Zweck solche Ve einhei lichung de Au zeichnungs o men,
also de Ein üh ung on Kon en ahmen, de Au s ellung on G und-
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185] En wicklungslinien in de deu schen Indus ieges al ung 57
sä zen und Rich linien ü die Kos en echnung und ähnliches, geh
na ü lich übe die Ra ionalisie ung de P oduk ion hinaus. Sie is zu-
gleich Vo a bei ü die P ü ung de Gewinne, die Fes se zung de
P eise, die E kennung de Kapi albedü nisse, übe haup ü die all-
sei ige Beobach ung jedes einzelnen Be iebes und jede einzelnen
Un e nehmung im Rahmen' on ih esgleichen. Daß bei eine so um-
assenden Zweckse zung die En wicklung de E kennungsme hoden
kaum zum S ills and komm , is e s ändlich, zumal da hie die F agen
de me hodischen Ve eine ung und de p ak ischen Zweckmäßigkei
nich sel en mi einande s ei en und zu e mi elnden Lösungen
d ängen.
Die le z en Ano dnungen abe beziehen sich au den echnischen
P ozeß, au Bau und Gang des i gendwie gea e en Leis ungs ollzuges.
Es is die Technik, die schließlich in die zei gebo ene Op imal o m
geb ach we den soll. Auch in diese Hinsich sind s a ke Tendenzen zu
Ve einhei lichungen wi ksam, abe doch in einem besonde en Sinne.
Fü den echnischen P ozeß soll die Bes o m, die möglichs ideale
Ges al des Ve ah ens ü den be e enden P oduk ionszweck ge-
unden, abe gleichzei ig die Wei e bildung, de echnische Fo sch i ,
ge ö de , zum mindes en nich behinde we den. Das kann nie ge-
schehen du ch Ein üh ung eines s a en Schemas in die echnischen
Be iebe; denn da ü sind G öße, Au bau und mi wi kende Fak o en
in den einzelnen Be ieben de selben A zu e schieden. Abe es
können Annähe ungen he beige üh we den an e p ob e und als be-
sonde s wi ksam e wiesene Mi el und Wege. In diesem Punk e sind
deshalb die elas ischs en Einwi kungsme hoden gewähl wo den, e wa
allgemeine Ve p lich ungen de selbs e an wo lichen Wi scha s-
und Fachg uppen zu Fö de ung des echnischen Fo sch i es, auch
Be euung besonde s geeigne e Pe sönlichkei en mi de G uppen-
üh ung, abe auch Anbahnung des E ah ungsaus ausches, sei es
—
in
Konsequenz de Ve p lich ung — inne halb de Wi scha sg uppen
selbs , sei es du ch die besonde e Ein ich ung de Ausschüsse und
Ringe. Auch die Einse zung on Einhei s- und G uppenp eisen wi k
mi elba au die Ve besse ung de Technik hin. Unmi elba e sind
manche Eing i e in das Gebie de echnischen Leis ungsmi el. Die
Zwangsein üh ung on bes imm en Typen und No men, die Besch än-
kung au eine bes imm e Anzahl solche Typen, Ve bo e de Ve -
wendung gewisse Maschinen, auch wohl das Anhal en de En wick-
lungsa bei en an nich k iegswich igen echnischen Leis ungsmi eln
sind solche Maßnahmen, die sich di ek au die Anwendung on ech-
nischen Leis ungsmi eln und die He s ellung on Indus iee zeug-
nissen beziehen, indi ek auch die Ges al ung de echnischen P ozesse
beein lussen, und zwa im Sinne eine Ve einhei lichung. Sie en -
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.2.35 | Gene a ed on 2023-04-04 11:02:33
58 Max Muse [186
sp ingen zum Teil allgemeine en olkswi scha lichen E wägungen,
wie beispielsweise dem Bes eben zu Einspa ungen gewisse K ä e
und S o e, abe sie wi ken doch gleichmäßig in de Rich ung au
s ä ke e Einhei lichkei des echnischen P ozesses, au die He aus-
bildung ideal ypische Ges al ungs o men.
Im ganzen d äng die übe be iebliche Regelung den Be ieb on
de ein achen Ve olgung de Wi scha lichkei in Au wand und E -
ag ab und eine Zweckges al ung zu, die aus den übe geo dne en
olkswi scha lichen Rücksich en de jeweiligen Gegenwa slagen
wünschenswe e schein . Ände ungen de S o zusammense zung, z. B.
in de eisen e a bei enden Indus ie, Einsa z neue We ks o e an
S elle on sel ene gewo denen, Ve s ä kungen on Maschinenaus-
üs ungen zu Beschleunigung de He s ellung manche Gegens ände,
E se zung besonde s quali izie e A bei sk ä e du ch Angele n e und
F auen
—
das und ähnliches will nich de Wi scha lichkei schlech -
hin, sonde n de wei e gesehenen Zweckmäßigkei dienen. Von diesen
Maßnahmen wi d nich alles on Daue sein und die dami zusammen-
hängende Um o mung des Be iebs eben alls nich . Es gib siche lich
manche Un e schiede in diese Hinsich . Das gil ebenso ü die Be-
sch änkungen in de Maschinen- und de Menschen e wendung, wie
auch ü die scha e Beg enzung in de A de E zeugnisse, ü Typung
und Typenschni .
E gänzungen zu solchen Ano dnungen und An egungen, die sich
le z lich au das Inne e de Be iebe ich en, bilden zwischenbe ieb-
liche Maßnahmen de übe geo dne en Gewal , Maßnahmen, welche die
äumliche Ve eilung und die äumliche Ve bindung de Be iebe und
de Un e nehmungen zum Gegens and haben. Auch Eing i e diese
A , wie insbesonde e Beein lussungen de S ando swahl, Vo sch i en
übe die äumlichen G enzen des Lie e ungsbe eiches und Ände ungen
des T anspo sys ems, üben na ü lich ih e Wi kung au den Au bau
und die Geba ung des Be iebes aus. In diese Tä igkei des äumlichen
Ano dnens und Ve knüp ens selbs ändige Wi scha seinhei en komm
übe g ei ende, olkswi scha liche Ges al ungspoli ik am eins en zu
E scheinung. Sie begnüg sich nich dami , zu un e s ü zen und anzu-
egen, sonde n scha on sich aus Neues. Diese selbs ändige Ge-
s al ungsbe eich de übe geo dne en Gewal is jedoch e s im Au bau
beg i en. Zunächs übe wiegen hie du chaus die zei beding en Maß-
nahmen o den g undlegenden und daue nden. In de Landwi scha s-
poli ik, die wi auße Be ach lassen, sind aumo dnende Regelungen
on daue nde Bedeu ung wenige sel en. Im ganzen bleib au dem
Gebie e de Raumo dnung noch ieles zu un. Es is nich unwah -
scheinlich, daß ge ade jene Ums ände de Ve eilung und Ve bindung
im Raum kün ig besonde s gep leg we den.
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