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Stiftungen

Abstract

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Stiftungen

Author: Quetsch, Cäcilie
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1958
DOI: 10.3790/schm.78.6.65
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/290913/1/schm.078.6.065.pdf
Que sch, Cäcilie
A icle
S i ungen
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Que sch, Cäcilie (1958) : S i ungen, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung,
Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 78, Iss. 6, pp.
65-84,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.78.6.65
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/290913
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705] 65
S i ungen
Von
Cäcilie Que sch - E langen
Inhal s e zeichnis: I. Vo läu e S. 65 — II. Rech liche Fo m: 1. in
Deu schland 'S. 67 — 2. in den U.S.A. S. 70 — III. A bei sde ini ion S. 72 — IV.
O gane S. 72 — V. S i ungs e mögen S. 74 — VI. G undsä ze ü die Be ä i-
gung S. 76 — VII. S i ungen au dem Ausbildungssek o : 1. in Deu schland
S. 77 — 2. in den U.S.A. S. 80 — 3. in England S. 82 — VIII. Schlußbeme kungen
S. 83 — Li e a u e zeichnis S. 84.
I. Vo läu e 1
Bei eine seh wei en De ini ion des Beg i es „S i ung" als ein
Ins umen zu Be ei s ellung p i a en Reich ums ü Zwecke de
Allgemeinhei läß sich ih e Geschich e bis ins Al e um zu ück e -
olgen. Die Zwecke diese äl es en S i ungen wa en übe wiegend
kul ische Na u . S i ungen ü gemeinnü zge und mild ä ige Zwecke
gab es dagegen nu sel en. Ihnen s and die damalige Gesellscha s o m
und ih e ech liche Ausp ägung en gegen. Zu jene Zei übe nahm
die Familie die So ge ü ih e Mi gliede und ließ es nich zu, daß
Sonde e mögen ü ande e als Familienzwecke om gemeinsamen
Ve mögen abge enn wu den.
Ein e s es hie on abweichendes und in unse em Zusammenhang
in e essie endes Beispiel is die S i ung Pia os zuguns en seine
Akademie. Pla o e üg e o seinem Tode im Jah e 347 . Ch .,
daß die Na u al-Einkün e aus seinen in de Nachba scha de
Akademie liegenden Lände eien ü die daue nde Un e s ü zung de
Schule zu Ve ügung s ehen soll en. Diese „S i ung" bes and nahezu
900 Jah e und wu de e s du ch Jus inian au gehoben.
An diesem Beispiel lassen sich auch die Schwie igkei en diese
e s en „S i ungen" demons ie en. Einmal mach e die Ve wal ung
1 S audinge s Kommen a zum Bü ge l. Gese zbuch, I. Band, Allg. Teil,
11. neubea b. Au l., Be lin 1957, S. 369. — H o 11 i s , E. V., „Philan h opie Foun-
da ions and Highe Educa ion", New Yo k 1938, S. 15 . — And ews, F. E.,
„Philan h opie Gi ing", Russell Sage Founda ion, New Yo k 1950. — Sh. M. H a -
i s o n and F. Eme son And ews, „Ame ican Founda ions o Social Wei a e",
New Yo k 1946, S. 15 . — Fo une, Vol. XXXVI, No. 2, Aug. 1947. S. 108, „How
o ha e you own ounda ion". — Wi scha und Wissenscha , N . 16, 1957, „Zu
Geschich e de ,S i ungen4 Übe se zung aus dem Bulle in du Cen e Eu opéen
de la Cul u e, Nume o Spécial — E é 1955.
Schindle s Jah buch 78, 6 5
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66 Cäcilie Que sch [706
des S i ungs e mögens zu eine Zei g oße Schwie igkei en, als es
noch keine We papie e gab, zum ande en konn e die Ve wendung
des S i ungs e mögens ü den om S i e gewünsch en Zweck nich
aus eichend gesiche we den, solange die S i ung mi eigene Rech s-
pe sönlichkei noch unbekann wa . Pla o muß e seinen E ben die
Au lage machen, den E ag aus den ihnen e e b en Lände eien an
die Akademie in na u a abzulie e n und ih e sei s die gleiche Au lage
ih en E ben zu machen.
Zwei wei e e Beispiele aus dem Al e um sollen noch ku z e -
wähn we den: Die P olomäe g ünde en eine S i ung zum Un e hal
de Biblio hek und de Fo schungsein ich ungen in Alexand ien, und
Plinius de Jünge e mach e eine S i ung zuguns en eine Schule in
seine Heima s ad Gomo.
Rech lich ha en die „S i ungen" des Al e ums die Ges al on
Au lagen-Schenkungen besonde e A . Eine e s e Ände ung b ach e
das ömische Rech , das neben den na ü lichen auch gese zliche E ben
ane kann e und Pe soneng uppen als Rech spe son zuließ. Mi einem
wei e en Sch i gewäh e es sei e wa 150 . Ch . den S i ungen eine
Rech s o m. In den Jah en 96 bis 180 n. Ch . wu den S i ungen
s a k ge ö de . In diese Zei äll auch die be ei s e wähn e S i ung
des Plinius. Die S i ungen muß en egis ie we den, um sie und
ih e o g oßen Ve mögen un e Kon olle hal en zu könnnen. In den
spä en Jah hunde en des Römischen Reiches wu den die meis en
wiede kon iscie , als de S aa Geld b auch e. Un e Jus inian
(527 bis 565 n. Ch .) kam es, wenn auch zu un olls ändigen, gese z-
lichen Regelungen zuguns en bes imm e ki chliche S i ungen. Diese
bilde en den Ansa zpunk ü die spä e e Rech sen wicklung de sog.
Piae causae im kanonischen und gemeinen Rech . Mi de Ve wel -
lichung de Piae causae ging Hand in Hand eine Ausdehnung des
Be eichs de S i ungszwecke. Die Wu zel de Piae causae läß sich
abe noch heu e e kennen, wenn ü die du ch P i ilegien ausge-
zeichne en S i ungen ein gemeinnü zige ode „ö en liche " Zweck
e lang wi d.
In England spiel en wäh end des Mi elal e s die g oßen ki ch-
lichen S i ungen eine bedeu ende Rolle. Es wi d geschä z , daß zu
Zei Hein ichs VIII. diese S i ungen ein D i el bis ein Halb des
gesam en englischen Ve mögens ausmach en. Hein ich VIII. lös e die
Klös e au und übe gab ih e Ve mögen seinen Fa o i en, o alle -
dings un e de Au lage, sie ü die gleichen Zwecke des Gemein-
wohls zu e wenden.
Die nächs e philan h opische Welle ging in England on de an
Bedeu ung gewinnenden Mi elklasse aus. Die Bei äge wa en in de
Regel nich g oß und wu den zu Fonds zusammenge aß , ähnlich den
heu e in den USA eine wachsende Rolle spielenden Communi y
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707] S i ungen 67
T us s. Un e Königin Elizabe h wu de ein Gese z (Ac 43 Elizabe h)
e abschiede , das die G ündung, die Kon olle und den Schu z solche
Fonds egel e. Au dieses Gese z bezieh sich noch heu e die ame i-
kanische Gese zgebung. Auch die S i ungen ü Schulen und Uni-
e si ä en wu den schon damals besonde s e wähn . 1837 wu den
28 840 „S i ungen" gezähl , on denen jedoch iele ih e u sp üng-
lichen Zwecke übe leb ha en. Den Ge ich en wu de deshalb e laub ,
die Mi el de jenigen S i ungen, die nich meh ü den o om
S i e eng beg enz en Zweck eingese z we den konn en, ähnlichen
Zwecken zuzu üh en. Diese Me hode en sp ich dem § 87 des BGB
und is auch in die P axis des ame ikanischen Rech es eingegangen.
Wei e en wickel und zu heu igen Bedeu ung geb ach wu de die
S i ung in den USA. 1790 e ich e e Benjamin F anklin eine S i -
ung „ ü die E ziehung de e hei a e en Feue we ke ". 1846 wu de
du ch einen Ac o Cong ess die Smi honianlns i u ion mil
einem Kapi al on $ 508 000,— e ich e , die dadu ch eine Ausnahme
un e den S i ungen da s ell , daß sie unmi elba de Regie ung
un e s eh (unde di ec wa d) und de Fonds zum Teil beim Bund
hin e leg is (deposi ed in he Uni ed S a es T easu y). Als e s e
mode ne S i ung gil abe e s de 1867 e ich e e P e a b o d y
Educa ion Fund.
II. Rech liche Fo m
1. In Deu schland2
„S i u n g is eine nich in einem Pe sonen e bande bes ehende,
mi ju is ische Pe sönlichkei ausges a e e O gani-
sa ion zu Ve wi klichung bes imm e Zwecke." (Ennecce us-Nippe -
dey.) De wich igs e Teil diese O ganisa ion is die Bindung des
S i ungs e mögens ü jene Zwecke.
Von ih is die unselbs ändige ode iduzia ische S i -
ung zu un e scheiden, „bei welche nich eine besonde e ju is ische
Pe son k eie , sonde n eine be ei s bes ehende Pe sönlichkei in
2 S audinge , a.a.O., S. 367 . — Ennecce us, L., „Leh buch des
Bü ge lichen Rech s", 1. Bd., 13. Bea b. . Nippe dey, Ma bu g 1931. —
Pleimes, Die e , „Wel liches S i ungs ech ", Müns e /Köln 1938. — Plage-
mann, J., „Die S i ung als Un e nehmungs o m", (Diss.) Ma bu g 1950. —
Coe dele , R., „Die S i ung als Rech s o m ü Un e nehmen", Zei sch i
ü das gesam e Handels- und Konku s ech 1950, Bd. 113. — S ick od , Gg.,
„Die S i ung als neue Un e nehmens o m", B aunschweig 1951. — Da id, W.,
„Die Ca l-Zeiss-S i ung, ih e Ve gangenhei und ih e ech liche Lage", Heiden-
heim 1954. — Schome us, F ied ., „Geschich e des Jenae Zeisswe kes
1846—1946", S u ga 1952. — Schome us, F ied ., „We den und Wesen
de Ca l-Zeiss-S i ung an de Hand on B ie en und Dokumen en aus de G ün-
dungszei (1886—1896), 2. Au l., 9 Ta ., S u ga 1955.
5'
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68 Cäcilie Que sch [708
ech sgül ige Weise mi eine S i ung belas e wi d44 (Kohle , A ch.
Bü gR 3, 268). Das Ve mögen eine solchen S i ung s eh im Eigen-
um des Begüns ig en, muß abe om sons igen Ve mögen des
Fiduzia s ge enn e wal e we den, de schuld ech lich dem S i e
gegenübe gebunden bleib .
Die ech liche O dnung de S i ungen is auße o den lich unübe -
sich lich. Das BGB egel in den §§ 80—88 g undsä zlich nu die
p i a ech lichen S i ungen. Abe auch ü diese is das Genehmi-
gungs ech dem Landes ech übe lassen. Fe ne e bleib dem Lan-
des ech die gesam e Regelung de ö en lich- ech lichen S i ungen.
(Vgl. insbesonde e das als o bildlich gel ende Bay . S i ungsgese z
om 26. No embe 1954 [GVB1. S. 301], das sich au die ech s ähigen
S i ungen des bü ge lichen und des ö en lichen Rech es bezieh .)
S i ungen des ö en lichen und S i ungen des p i a en Rech s
un e scheiden sich nich nach dem Zweck, sonde n nach de O gani-
sa ions o m. S i ungen des ö en lichen Rech s sind solche, die als
Glied ode Ein ich ung eines ö en lich- ech lichen O ganismus e -
scheinen. Sie en s ehen nu du ch Ak e ö en lich- ech liche Kö pe -
scha en. (Beispiele ü S i ungen des ö en lichen Rech s: Wi els-
bache Ausgleichs onds, Klos e kamme zu Hanno e .)
Zu En s ehung eine* p i a ech lichen S i ung sind e o de lich
das S i ungsgeschä und die Genehmigung du ch das zus ändige
S aa sminis e ium. Das S i ungsgeschä kann un e Lebenden du ch
Ve ag ode du ch eine Ve ügung on Todes wegen zus ande kom-
men. Es ze äll wiede um in zwei Bes and eile: einen o ganisa o-
ischen, ge ich e au Scha ung eine ju is ischen Pe son, und einen
e mögens ech lichen: die Zuwendung an die S i ung.
Jede S i ung muß eine Ve assung haben, die un e Be ücksich i-
gung de ech lichen Vo sch i en om S i e ges al e wi d. Du ch
sie muß bes imm we den:
1. de Zweck de S i ung,
2. die Mi el zu E üllung des S i ungszweckes,
3. A , Bildung und Bes ellung, Ve e ungsmach , Geschä s-
be eich, Am sdaue und Abbe u ung de S i ungso gane,
4. die Ve wendung des S i ungsnu zens und die Rech ss ellung de
S i ungsdes ina a e,
5. de Si z,
6. de Name,
7. Daue , Ve ände ung und E lösdien de S i ung, sowie Ve -
ügung übe den S i ungsnachlaß.
In de Regel un e scheide man die S i ungen nach ih em Zweck.
Zunächs eil man sie in p i a e und ö en liche (nich zu e wechseln
mi ö en lich- ech lichen) S i ungen ein. Zu den p i a en S i ungen
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709] S i ungen 69
gehö en insbesonde e die sogenann en Familien-S i ungen, die — wie
ih Name schon sag — nu die In e essen eine bes imm en Familie
ö de n, ö en liche S i ungen dagegen sind S i ungen, die allge-
meinen, ö en lichen Zwecken dienen, o allem solchen de Religion,
de Wissenscha , de E ziehung ode de Wohl ä igkei . Die ö en -
lichen S i ungen we den egelmäßig du ch s aa liche O gane mi -
e wal e .
Die S i ung kann auch als T äge on gewe b-
lichen Un e nehmen au e en, wobei die E hal ung des
Un e nehmens de wich igs e Zweck zu sein p leg . Hie sind zwei
Fo men zu un e scheiden:
Die S i ung kann Inhabe in on An eilen bzw. Ak ien eine GmbH
ode AG sein, welche als solche ein gewe bliches Un e nehmen be-
eiben. Eine besonde e s i ungs ech liche P oblema ik e gib sich in
diesen Fällen nich .
Die S i ung kann abe auch selbs , ohne Zwischenschal ung eine
Handelsgesellscha , das Un e nehmen be eiben. Dann e en beson-
de e s i ungs ech liche F agen au . Diese Rech sges al ung is in be-
deu samen Einzel ällen e wi klich , ü die in de Regel die on
E ns Abbe e ich e e Ca l-Zeiss-S i ung, Jena, das Vo -
bild wa . Zu e wähnen wä en e ne 3 die Ca l-Hube -S i -
u n g in Wien, e ich e 1940, welche de ü Abbe begeis e e Sohn
des G ünde s die Likö -, Essig- und F uch sa ab ik Ca l Hube übe -
eigne ha . Sie gewäh noch heu e jäh lich S ipendien an Chemie-
s uden en. Au das Vo bild de Ca l-Zeiss-S i ung is auch
die be ei s im Jah e 1913 e ich e e D . - A hu -P ungs -
S i ung in F ank u a. Main zu ückzu üh en, de das Schmi gel-
damp we k Naxos-Union gehö . Alle diese S i ungen haben sich
neben eine um assenden sozialen Be euung ih e Anges ell en und
A bei e e schiedena ige gemeinnü zige und kul u elle Au gaben
ges ell 4.
Die S i ung is in diesen Fällen die einzig au e ende Rech s-
pe son. Is das be iebene Un e nehmen ein Handelsgewe be, dann is
3 Eine Au zählung b ing Schome us, „Geschich e . . a.a.O., S. 167.
4 Das bekann es e Beispiel eine ausländischen S i ung, die in diese Fo m
o ganisie wu de, is die Ca lsbe g-S i ung in Dänema k ( gl. G o e -
dele , a.a.O., S. 159). De B aue eibesi ze G. Jacobsen g ünde e sie mi einem
Kapi al on 1 Million K onen. Sie be eib als Einzelkau mann die beiden
B aue eien „Gammel Ca lsbe g B aue ei" und ,,Ny Ca lsbe g B aue ei", die sei
1902 im „Ny Ca lsbe g Fond" e einig sind. Heu e e üg e e wa übe 83 Mil-
lionen K onen. Folgende Gebie e wu den inanziell un e s ü z : Na u wissenscha en,
Ma hema ik, Philologie, Geschich e und Philosophie. Sie e hiel en zusammen e wa
1 750 000,— K onen. Das Ca lsbe g Labo a o ium bekam e wa 470 000,— K onen.
Wei e e Zuwendungen gingen an das His o ische Dänische Museum au Schloß
F ede iksbo g und die Ny Ca lsbe g Glyp o hek (siehe auch B ügmann-Ege,
„Skandina ien on Claus-Wessel B ügmann", Nü nbe g 1956).
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70 Cäcilie Que sch [710
sie Einzelkau mann. Besonde e O ganisa ionsbes immungen müssen in
de Sa zung es geleg we den. In jedem Falle müssen S i ungs e wal-
ung und Un e nehmenslei ung pe sonell ge enn sein, weil es sich
jeweils um olls ändig e schiedene Funk ionen und Au gaben han-
del . Um dennoch ih e Zusammena bei zu siche n, ha z. B. die
Ca l-Zeiss-S i ung einen S i ungskommissa o gesehen,
de das Bindeglied da s ell .
2. I n U S A 5
Wenn audi in den meis en Lände n ähnliche gese zliche Fo men
de S i ung bes ehen, so e schein es doch no wendig, noch einige
Beme kungen zum ame ikanischen S i ungs ech zu machen. Einmal
basie das ame ikanische Rech au dem englischen, das gegenübe
dem deu schen aus seine ande en Rech s adi ion he aus doch einige
Un e schiede au weis . Zum ande en en s and die mode ne S i -
ung wäh end de le z en Jah zehn e in Ame ika, so daß die do
en wickel en Fo men das gesam e S i ungswesen beein lussen.
Rech lich is die mode ne S i ung ( ounda ion) in Ame ika de
di ek e Nach ah de „cha i able us und p o isions and p ac ices46
in England. „Das englische Rech kenn die besonde e Rech s o m
de ech s ähigen S i ung nich . Die Funk ion des Ins i u s de S i -
ung wi d im englischen Rech du ch das Ins i u des , us 4 e üll .44
(S audinge .) De „T us 44 wi d im Dic iona y o Economics hin-
wiede um de inie als „ein Ve mögen, das du ch eine Einzelpe son
ode O ganisa ion zum Wohle eine ande en Pe son ode O ganisa ion
un e hal en und e wal e wi d. De Ve wal e eines ,T us 4 is de
,T us ee4 44.
Die auch im deu schen Rech die Ausnahme bildende S i ung als
Un e nehmens o m schein das ame ikanische Rech nich zu kennen6.
Daß eine S i ung die Ak ien eines Un e nehmens, zum mindes en eil-
weise, besi z , is dagegen ein übliche Weg, das S i ungs e mögen
anzulegen. Die In e essenkollisionen, die sich aus eine zu engen Bin-
dung zwischen philan h opische und un e nehme ische Tä igkei e -
geben, wu den in de Ö en lichkei s a k disku ie .
5 S audinge , a.a.O., S. 378. — Fo une, a.a.O., S. 108. — And ews,
a.a.O., S. 90. — Ha ison-And ews, a.a.O., S. 17. — Ame ican Founda ions
and hei Fields, Edi ed by Wilme Shields Rich and Ne a R. Dea do , New
Yo k 1948. — Sloan and Zü che , A Dic iona y o Economics, 3 d. Ed.
New Yo k 1953: „P ope y held and adminis e ed by an indi idual o o ganiza ion
o he bene i o ano he indi idual o o ganiza ion. The adminis e o he us
is known as he us ee."
6 Vgl. S ick od , a.a.O., S. 61. — Bei And ews, a.a.O., Kapi al
„Taxa ion Fac o s", inde sich alle dings olgende Beme kung: „In a ew cases
he business en e p ise i sel has been eo ganized as a ounda ion wi h income
i e ocably assigned o cha i able use."
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711] S i ungen 71
Mi dem Beg i de S i ung e binde sich in e s e Linie ein
Zweck, de dem Wohle de Menschhei im allgemeinen ode im be-
sonde en dien . Wäh end bei uns eligiöse ode ki chliche Zwecke
in den Kommen a en noch an e s e S elle genann we den, i man
in den USA au säkula isie e Fo men: S i ungen we den gemach ü
wohl ä ige, wissenscha liche ode e ziehe ische Zwecke. S i ungen in
unse em Sinne sind also auch do in e s e Linie die „Cha i able
T us Funds" und die „Founda ions".
De „Cha i able T us ", ku z auch nu „T us " genann , und die
„Founda ion" — Bezeichnungen, die auch in dem e wähn en Fo -
une- A ikel al e na i geb auch we den — un e scheiden sich
in ih e gese zlichen Fo m dadu ch, daß de „Cha i able T us Fund"
en wede du ch Tes amen ode S i ungsgeschä ( us ag eemen )
en s eh , und eine „Philan h opie Founda ion" da übe hinaus om
S aa e als „Nonp o i Membe ship Co po a ion" beu kunde wi d.
Auch de „Cha i able T us Fund" genieß be ei s s eue liche Ve -
güns igungen, doch e s nach E hal de Inco po a ionsu kunde komm
eine Founda ion in den ollen Genuß ih e ech lichen Vo eile7. In
iele Hinsich e häl sie die Rech e eine na ü lichen Pe son: Sie kann
Eigen um besi zen, Schulden machen, als Pa ei o Ge ich au e en.
Diese Inco po ie ung kann un e Bundes ech ode S aa s ech e -
olgen. Einige de ühes en Founda ions en s anden du ch einen spe-
ziellen Ak des Kong esses, so die Ca negie Founda ion
o he Ad ancemen o Teaching und de Ge-
ne al Educa ion Boa d. Die heu igen Co po a ion Cha -
e s we den in de Regel on den einzelnen S aa en ausges ell , de en
Gese ze abe nich imme übe eins immen.
Die Zwecke sowohl des „Cha i able T us Fund" als audi de
„Founda ion" we den meis ens nich seh eng de inie , wenngleich
de Wohl ä igkei scha ak e eindeu ig sein muß. Au diese Weise ge-
winnen die S i ungen eine g oße Bewegungs- und Handlungs eihei .
Ve such man, die Pa allelen zum deu schen Rech zu ziehen, so
dü e de „Cha i able T us Fund" unse e iduzia ischen S i ung
en sp echen und die „Founda ion" unse e ö en lichen S i ung des
p i a en ode des ö en lichen Rech es.
Die eine g oße Rolle spielenden Endowmen Funds haben eben-
alls den ech lichen Cha ak e eine iduzia ischen S i ung. De
Endowmen Fund is eine übliche Fo m de S i ungen an Colleges
und egelmäßig ü einen eng de inie en Zweck bes imm .
7 And ews, a.a.O., S. 94 .: Um wegen des s eue begüns ig en S a us siche -
zugehen, ich e man sich gewöhnlich genau nach Sec ion 101 des In e nal Re enue
Code ode den en sp echenden S aa sgese zen. — And ews b ing im Anhang
Fo mula e ü die E ich ung on S i ungen.
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72 Cäcilie Que sch [712
Die „Communi y T us s" haben meh e e S i e . Sie sind in ih en
Zwecken nich eng beg enz , es können jedoch Fonds ü e schiedene
Zwecke in ihnen zusammenge aß sein. Die Gemeinde beau sich ig
ih e Ve wal ung, die meis ens du ch Banken ode T us Companies
e olg . Die „Communi y T us s66 müssen nich inco po ie sein.
III. A bei sde ini ion8
Um unabhängig on den na ionalen Rech sins i u en zu eine in e -
na ional anwendba en und ü diese A bei geeigne en De ini ion zu
kommen, soll die on Hollis seine Un e suchung „Philan opic Foun-
da ions and Highe Educa ion" zug unde geleg e Beg i sbes immung
übe nommen we den. E bezieh den Te minus „Founda ion", de
nach den o he gehenden Aus üh ungen unse e ö en lichen S i ung
am nächs en komm , au einen Fonds ( und), de ech s-
ähig (bzw. legally cha e e d) is und gese zlich
als mild ä ig ane kann wi d, einem sepa a en
und unabhängigen Kon ollo gan un e s eh
und dessen Mi el mindes ens zum Teil an
emde S ellen und Ins i u ionen gehen.
Dami sind ausgeschlossen:
die nich ca i a i en S i ungen,
die nich ech s ähigen S i ungen,
die endowmen unds, d. h. die g oße G uppe de philan h opischen
S i ungen, die eine bes imm en Ins i u ion pe manen zu Ve -
ügung s ehen, wie z. B. die endowmen unds de Uni e si ä en
(un e „endowmen unds" we den auch solche Fonds e s an-
den, de en Kapi al nich angeg i en wi d; in diesem Sinne sind
sie nich ausgeschlossen),
die semide ached ounda ion unds, d. h. die aus eigenen Mi eln
angesammel en Fonds, z. B. bei den Uni e si ä en aus dem Ve -
kau on Fo schungse gebnissen u. ä.,
die ounda ions ü eigene Zwecke und P ojek e, wie z. B. das
Rocke elle Ins i u e o Medical Resea ch.
IV. O gane
1. De S i e 9
Die g oßen S i ungen gehen alle au e mögende, philan h opisch
gesinn e Einzelpe sönlichkei en zu ück. Sie d ücken in de Regel de
S i ung ih en S empel au .
8 Hollis, a.a.O., S. 9 . —Vgl. And ews, a.a.O., S. 90.
9 Vgl. Schome us, a.a.O. — Vgl. Hollis, a.a.O., Kapi el IV, S. 76 .
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719] S i ungen 79
besonde e Ju is en ü den höhe en S aa sdiens o gebilde we den.
Wei e eichende Pläne konn en spä e nich e wi klich we den.
Bekann is auch die S i ung Deu sche Lande zie-
hungsheime He mann-Lie z-Schule, die 1920 nach
dem Tode des Pädagogen He mann Lie z e ich e wu de. U sp üng-
lich besaß die S i ung sieben Schulen, on denen heu e nu noch ie ,
nämlich Buchenau, Spieke oog, Hohenweh da und Biebe s ein be-
s ehen.
Die ehemalige Alexande - on-Humbold -S i ung
in Be lin wa au Ve anlassung des Auswä igen Am es im Jah e 1925
als s aa lich genehmig e „milde S i ung" geg ünde wo den. 1953
wu de sie wiede e ich e . Ih Ve mögen be äg e wa 7000 DM. Die
S ipendienmi el e häl sie aus dem E a des Auswä igen Am es so-
wie aus Zuwendungen des „S i e e bandes ü die deu sche Wissen-
scha " und dem „Fonds de Chemischen Indus ie". Zu Zei e mög-
lich die Alexande - on-Humbold -S i ung 200 hoch-
quali izie en ausländischen Wissenscha le n einen S udienau en hal
in Deu schland.
Meh und meh e en g oße Indus ie i men und indus ielle
Ve einigungen als G ünde on S i ungen au . Regelmäßig e binden
sie dami die Eh ung eines e diens ollen Mannes. D ei Beispiele
seien au ge üh .
1956 e ich e en die Siemens-Halske A.G. und die Siemens-
Schucke we ke A.G. aus Anlaß des 70. Gebu s ages des He n D .
. Wi zleben, S ell . Vo si zenden de Au sich s ä e, die Wol -
Die ich - . - Wi zleben-S i ung. Zweck de S i ung is ,
die Füh ungsschich des Hauses Siemens und ih en Nachwuchs du ch
Ve ans al ung on Semina en und ande en geeigne en Maßnahmen
zu ö de n. Als Mi el we den de S i ung on jede de beiden
Fi men jäh lich 25 000 DM zu Ve ügung ges ell . In den e s en
d ei Jah en wu de diese Be ag e doppel .
1957 beschloß de Ve ein de baye ischen Me allindus ie die E -
ich ung eine S i ung zu Fö de ung des indus iellen Nachwuchses
mi einem Ve mögen on 100 000 DM, die zu Eh en seines G ünde s
den Namen O o-Meye -S i ung agen soll. Die S i ung
gewäh begab en Nachwuchsk ä en Voll- und Teils ipendien ode
Zuschüsse zu Ausbildung an Hoch- und Fachschulen des echnischen
und kau männischen Sek o s.
Die Robe Bosch GmbH e ich e e kü zlich aus Anlaß des 75. Ge-
bu s ages on Hans Walz, dem Vo si zenden ih e Geschä s üh ung,
eine ech s ähige, gemeinnü zige S i ung un e dem Namen Hans-
Walz-S i ung mi einem Kapi al on 500 000 DM. De Zweck
de S i ung bes eh ausschließlich in de unmi elba en Fö de ung de
wissenscha lichen Fo schung und Leh e au dem Gebie de Medizin.
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80 Cäcilie Que sch [720
Diese Lis e de S i ungen is bei wei em nich
olls ändig und en häl auch nich alle bekann en deu schen S i -
ungen. Abe die Viel al de Möglichkei en dü e schon an den
wenigen Beispielen deu lich we den.
Von den S i ungen im Rech ssinne sind die Ve eine zu un e schei-
den, die in ih em Namen das Wo S i ung e wenden, wie z. B. die
„S udiens i ung des Deu schen Volkes", de „S i e e band ü die
Deu sche Wissenscha ", die „Ma hilde-Zimme -S i ung". Ohne dami
e was übe ih e Bedeu ung aussagen zu wollen, we den sie hie aus
diesem G unde nich e ö e .
2. In den US A
Eine genaue Zi e übe die bes ehenden S i ungen in Ame ika
is nich zu e hal en16. Das Nachschlagewe k „Ame ican Founda ions
and hei Fields" on Rich-Dea do 17 üh insgesam 899 S i ungen
nach olgenden Gesich spunk en au :
1. 244 S i ungen, die ande e Ins i u ionen un e s ü zen: da on be-
assen sich 32 ausschließlich mi Ausbildung und E ziehung.
Da sich iele S i ungen au meh e en Gebie en be ä igen,
lieg die Zahl de ü Ausbildung ä igen S i ungen höhe .
2. 50 Communi y T us s. Sie sind nich ü bes imm e Zwecke ge-
g ünde , so daß sich schwe sagen läß , ü welche jeweiligen
Au gaben sie Mi el einse zen.
3. 130 S i ungen, die S ipendien, Fo schungshil en usw. an Einzel-
pe sonen gewäh en.
Un e unse en Beg i de S i ung allen dagegen nich die beiden
le z en G uppen 4 und 5, die sich selbs mi Fo schungsau gaben be-
assen bzw. die keine Be ich e übe ih e Tä igkei e ö en lichen18.
Addie man die Zahlen de e s en d ei G uppen, so komm man
mi de Summe on 424 de in einem ande en Ve zeichnis „Ame ican
Founda ions o Social Wei a e", Rüssel Sage Founda ion, 1946, au -
ge üh en Zahl on 505 nahe.
De Wo ld Almanac 1955 üh 97 S i ungen au . Die g öß en
und be ühm es en on ihnen sind die au S. 81 au ge üh en.
Wie aus den ku zen Angaben übe ih e Zwecke und Ziele he o -
geh , be assen sich die meis en S i ungen mi Ausbildungs agen.
Nach eine E hebung im Jah e 1944 soll nahezu die Häl e alle S i -
16 And ews, a.a.O., S. 90.
17 Rich-Dea do , a.a.O.
18 And ews, a.a.O., S. 90: Das Uni ed S a es T easu y Depa men be ich e
on einigen zehn ausend O ganisa ionen, die un e b ei e De ini ion als ,, ounda-
ions" bezeichne we den können.
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721] S i ungen 81
G ün-Ve -Aus-
dungs-Name mögen schü ung
jah in Mill. Dolla
1902 Gene al Educa ion Boa d
Von Rocke elle geg ünde zu Fö de ung des
Ausbildungswesens ohne Ansehen on Rasse, Ge-
schlech und Glauben.
4,9 302,9
1905 Ca negie Founda ion o he Ad ancemen o
Teaching
Zu Gewäh ung on Pensionen ohne Ansehen
on Rasse, Geschlech und Glauben ü Leh e
an Uni e si ä en, Colleges und echnischen Schu-
len de Ve einig en S aa en und Canada.
11,ö 1,8
1911 Ca negie Co po a ion o N. Y.
Zu Fö de ung de Wissens e b ei ung und des
Ve s ändnisses in den USA und dem b i ischen
Commonweal h. Zu Zei P og amme zu Fö de-
ung des Schulwesens e c.
178,9 237,0
1913 Rocke elle Founda ion 318,2 478,7
Fö de ung des Wohles de Menschhei au de
318,2
ganzen Wel . Tnsbes. medizinische Ausbildung.
1924 Duke Endowmen
Hil e in Menschhei snö en in kö pe liche , see-
lische und geis ige Hinsich . Un e häl die
Duke Uni e si y.
121,1 102,0
1925 John Simon Guggenheim Memo ial Founda ion
S ipendien an USA-Bü ge zu Fö de ung on
Wissenscha le n und Küns le n.
30,0 9,0
1930 W. K. Kellog Founda ion
Un e s ü zung de landwi scha lichen und me-
dizinischen Ausbildung.
71,8 4,4
1936 Fo d Founda ion
Fonds ü wissenscha liche, e ziehe ische und
Wohl ä igkei szwecke.
520,2
ungen Ausbildung und E ziehung als ih Haup in e essengebie an-
gegeben haben.
Die Fö de ung e olg e du ch S ipendien, Un e s ü zungen, Da -
lehen, Gehal se höhungen, Pensionen, Abzahlungs- und Ve siche ungs-
hil en usw. an S uden en und P o esso en.
Es lassen sich d ei Pe ioden de Fö de ung du ch die S i ungen
kla un e scheiden:
1. Pe iode, ende e mi dem 1. Wel k ieg:
Die übliche P axis bes and in Schenkungen an die all-
gemeinen Fonds de Colleges.
2. Pe iode, ende e 1924:
Sie is gekennzeichne du ch Do a ionen an spezielle
Fonds, wie z. B. Fonds ü die Gehäl e de Leh e an me-
dizinischen Fakul ä en ode zu Behebung on Nachk iegs-
schäden usw.
Schmolle s Jah buch 78, 6 6
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82 Cäcilie Que sch [722
3. Pe iode, sei 1924:
Die ö en liche Meinung e mu ig die S i ungen zu eine
ak i en Poli ik. Die Ve besse ung des Ausbildungswesens
soll du ch Schenkungen ü bes imm e P ojek e e eich
we den.
Lau Dewhu s „Ame ica's Needs and Resou ces"19 be ugen die
Ausgaben de ame ikanischen S i ungen ü Ausbildung und Fo -
schung in Millionen
1929 1934 1937 1940 1945 1950 1951 1952
91 45 51 44 54 67 93 117
Leide konn e nich es ges ell we den, wie sich diese Summen
au die beiden Gebie e au eilen.
3. In England20
In England wu de 1899 die Cecil Rhodes S i ung mi
jäh lichen Ausschü ungen on 50 000,— geg ünde . „Ausgewähl e
junge Männe on Cha ak e , spo liebende, k ä ige Füh e na u en
aus allen b i ischen Kolonien und den S aa en de ame ikanischen
Union, wozu nach de Un e edung mi Wilhelm II. noch einige
Deu sche hinzu a en, wu den au d ei Jah e mi je 300,— ^ aus-
ges a e . Sie soll en im Gemeinscha sleben Ox o ds sich un e ein-
ande kennenle nen, F eundscha en ü das Leben schließen, ih Ge-
sich s eld e wei e n und in ih em spä e en Wi kungsk eis die Ideen
de Zusammengehö igkei de angelsächsischen Rasse, ih e Bes im-
mung zu Wel he scha , e b ei en; die Deu schen soll en als ü
den Wel ieden wich ig hinzu e en."
Bedeu endes ü Fo schung und Leh e ha die 1943 on Lo d
Nu ield, dem G ünde und Mi inhabe de Mo is Mo o Company
L d., e ich e e Nu ield Founda ion geleis e . Ih e Ein-
kün e aus den on Lo d Nu ield zu Ve ügung ges ell en
10 000 000,— £ be ugen inne halb de e s en 10 Jah e 5 245 000,—
on denen 4 208 000,— £ wiede ausgeschü e wu den.
1955 wu de de Indus ial Fund o he Ad ance-
men o Scien i ic Educa ion in Schools on 17 g o-
ßen Indus ie i men geg ünde . U. a. sind be eilig : Associa ed Elec-
ical Indus ies, L d., B i ish Insula ed Callende 's Cables, L d.,
English Elec ic Co., L d., Gene al Elec ic Co., L d. Inzwischen
haben sich wei e e 73 Konze ne angeschlossen. De Fonds e üg
19 Dewhu s , J. F., and Associa es, Ame ica's Needs and Resou ces, New
Yo k 1955, Anl. 4 -4, S. 980 .
20 Bode, Emil, „Cecil Rhodes", Lübeck 1932. — Auskun de B i ischen Bo -
scha om 23. Augus 1957. — Elec ical Re iew om 4. No embe 1955 und
13. Ap il 1956.
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723] S i ungen 83
nunmeh übe 2,9 Mill. Die Mi el sind ü unabhängige und
„di ec g an " Schulen o gesehen. Die Hil e wi d ausschließlich in
Fo m on Kapi al-Zuweisungen ü die E ich ung on Gebäuden und
ü die E wei e ung, Mode nisie ung und Auss a ung on Baulich-
kei en gegeben, die den Na u wissenscha en dienen.
VIII. Schlußbeme kungen
In de Li e a u we den die g oßen philan h opischen S i ungen
eindeu ig als ü die Menschhei wohl ä ige Ein ich ungen gep iesen.
Dies sollen sie ja auch ex de ini ione sein.
Alle dings s ammen die meis en Büche und Ve ö en lichungen
aus de Fede on Männe n, die in i gendeine Weise die Tä igkei
de S i ungen selbs mi bes imm haben. Aus ih en K eisen is kein
öllig objek i es U eil zu e wa en. An ih em gu en Willen kann
jedoch nich gezwei el we den, denn ge ade sie sp echen o mi
g oße F eimü igkei übe die P obleme und Ge ah en de S i ungs-
poli ik. So äuße e sich z. B. Keppel, de 15 Jah e P äsiden de Ca -
negie Co po a ion wa , wie olg :
Wi haben noch nich die Ve meidung unliebsame Nebene schei-
nungen gele n , wie
Übe ak i i ä (o e -p oduc ion) au einigen Gebie en,
Übe s imula ion (o e -s imula ion) au ande en du ch an Au lagen
gebundene Schenkungen,
E s icken lokale Eigenini ia i e und Ve an wo ung.
Als nega i e Tendenz de S i ungspoli ik könn e man auch die
Be o zugung solche P ojek e bezeichnen, die ein baldiges und nach-
weisba es E gebnis e wa en lassen. Die Geis eswissenscha en und die
G undlagen o schung sind e gleichsweise s e s e was zu ku z ge-
kommen.
Wie eine eindeu ige Ve bese ung des Ausbildungswesens du ch die
S i ungen e eich wu de, soll abschließend noch einmal am ame ika-
nischen Beispiel gezeig we den:
Ca negie und Rocke eile de inie en, was ein College is , um
siche zu sein, a sächlich nu wü dige Ins i u e zu ö de n.
Au diese Weise se z en sie S anda ds du ch, denen sich soga
die S a e Colleges beug en. Man ha e sie an änglich on den Zu-
wendungen ausgeschlossen, weil sie zwa die Gelde nehmen, sich
abe jede Kon olle en ziehen woll en. Die g oßen S i ungen
beein luß en au diese Weise insbesonde e auch die Zulassungs-
bes immungen und e eich en dami eine allgemeine Hebung des
Ni eaus.
6'
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84 Cäcilie Que sch [724
Au jeden Fall s eh es , daß die Idee de S i ung eine g oße
is und die deu sche Rech so dnung mi diesem Ins i u Möglichkei en
bie e , on denen bei uns noch kein dem Ausland en sp echende Ge-
b auch gemach wi d. In e na ional muß gesag we den, daß die S i -
ungen he o agende kul u elle Leis ungen ollb ach haben und
du ch sie g oße Summen ü humane Zwecke mobilisie wu den, die
au ande e Weise nich hä en bescha we den können.
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