Felde e , Be nha d (Ed.)
Book
Familienlas enausgleich und demog aphische En wicklung
Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 175
P o ided in Coope a ion wi h:
Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion
Sugges ed Ci a ion: Felde e , Be nha d (Ed.) (1988) : Familienlas enausgleich und demog aphische
En wicklung, Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 175, ISBN 978-3-428-46432-6, Duncke &
Humblo , Be lin,
h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46432-6
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Sch i en des Ve eins
ii
Socialpoli ik
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
Neue Folge Band
175
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SCHRIFTEN
DES
VEREINS FÜR
SOCIALPOLITIK
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
Neue Folge Band
175
Familienlas enausgleich
und
demog aphische
En wicklung
Duncke
&
Humblo
I
De in
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Familienlas enausgleich
und
demog aphische
En wicklung
Von
Willi Albe s, Heinz
P.
Galle ,
Ca s en
G ä T,
S e an Hombu g, H. We ne Kammann,
F ank Klanbe g, He mann Quinke
He ausgegeben
on
Bemha d Felde e
Duncke
&
Humblo
/
Be lin
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CIP-Ti elau nahme de Deu schen Biblio hek
Familienlas enausgleich und demog aphische En wicklung / on
Willi Albe s
...
H sg. on Be nha d Felde e . -Be lin :
Duncke
u.
Humblo ,
1988
(Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, Gesellscha ü Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en; N.F., Bd.
175)
ISBN 3-428-06432-1
NE: Albe s, Willi [Mi e .]; Felde e , Be nha d [H sg.]; Gesellscha
ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en: Sch i en des Ve eins
...
Alle Rech e, auch die des auszugweisen Nachd ucks, de o omechanischen
Wiede gabe und de Übe se zung, ü säm liche Bei äge o behal en
©
1988
Duncke & Humblo GmbH, Be lin
41
Sa z: Hagedomsa z, Be lin 46
D uck: Weme Hildeb and, Be lin
65
P in ed
in
Ge many
ISBN 3-428-06432-1
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Einlei ung des He ausgebe s
Von Be nha d Fe/de e , Köln
Inhal s e zeichnis
Zu
ökonomischen Beg ündba kei eines Familienlas enausgleichs
Von
S e an
Hombu g
und Ca s en G ä , Köln
Konzep e eines op imalen Familienlas enausgleichs
Von F ank K/anbe g, Be lin
Die Beein lussung de Ve hal ensweisen de Familie mi ökonomischen Mi eln
Von Willi A/be s, Kiel
Analyse des bes ehenden Familienlas enausgleichs
und
seine Wei e en wicklung
Von
H.
We ne
Kammann,
Bonn
Familiale Lebenslagen und Familienlas enausgleich. Zu
den
Oppo uni ä s-
kos en amiliale En scheidungen
Von Heinz
P.
Galle , Biele eld
Me hoden zu Schä zung de Kos en des Familienlas enausgleichs
7
13
29
53
67
83
Von He mann Quinke, Sank Augus in
...................................
113
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Einlei ung des He ausgebe s
Im
Feb ua 1987 and in S u ga die Jah es agung des Ausschusses ü
Be ölke ungsökonomie des Ve eins ü Socialpoli ik s a , die dem Thema
"Familienlas enausgleich und demog aphische En wicklung" gewidme wa .
De o liegende Tagungsband en häl die Meh zahl de do gehal enen
Re e a e, e gänz um den einlei enden heo e ischen Bei ag on Hombu g und
G ä .
Aus de poli ischen Kons ella ion, de demog aphischen En wicklung und
nich zule z dem quan i a i en Um ang jene s aa lichen Maßnahmen, die
man
zum "Familienlas enausgleich" echnen kann, e geben sich ü die Ö en lichkei
und ebenso ü die Wissenscha einige in e essan e und wich ige F agen.
Zu
nennen sind hie o allem die P obleme eine alloka i en Beg ündba kei des
Familienlas enausgleichs, seine -un e gegebenen Zielse zungen -op imalen
Ausges al ung sowie die F age nach den Zielen selbs . Ge ade die le z e F age is
in diesem Zusammenhang nich ein ach zu bean wo en. Denn eine sei s wi d,
wi nennen dies Familienpoli ik, ein Ausgleich inanzielle Las en anges eb , de
meh sozialpoli isch mo i ie is ; ande e sei s abe komm angesich s de
s a ken Be ölke ungssch ump ung imme s ä ke die F age nach eine Be ölke-
ungspoli ik au , in de en Rahmen T ans e s
an
Familien
nu
Mi el zum Zweck
sind, die demog aphische En wicklung in gewünsch e Weise zu beein lussen.
Dasselbe P oblem s ell sich selbs e s ändlich mi umgekeh en Vo zeichen ü
manche En wicklungslände .
Die Bei äge des o liegenden Tagungsbandes sollen zu Lösung de ange-
sp ochenen F agen e was beis eue n, ebenso abe zu einem wei e en P oblem,
das in de de zei igen Si ua ion nich übe sehen we den da :
De
Familienla-
s enausgleich,
wie
e heu e p ak izie wi d, um aß eine iesige Zahl on
Einzel naßnahmen, die in zahllosen Gese zen e anke und in ih e Gesam hei
nich übe schauba sind. Ganz abgesehen on de wich igen F age, ob die
e waigen Ziele des Familienlas enausgleichs in diese Weise übe haup e izien
e olg we den können, e gib sich das wei e e P oblem, die di e sen
Maßnah-
men zu sammeln und sich ba zu machen. Unabhängig da on, wie
man
zum
Familienlas enausgleich s ehen mag, is die E kenn nis seines Volumens on
zen ale Bedeu ung.
En sp echend den beiden bishe skizzie en P oblemk eisen sind die olgen-
den Bei äge zwei Be eichen zuzuo dnen und en sp echend gegliede , nämlich
einem heo e ischen und einem ins i u ionellen. Die Au sä ze on
Hom-
bu gjG ä
und Klanbe g sind dem heo e ischen Be eich zuzu echnen, die
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14
S e an Hombu g und Ca s en
G ä
Denn e s ens handel
es
sich in de Regel um eine eie, willen liche
En scheidung;
es
is heu e -wie auch in ühe en Zei en -niemand
gezwungen, Kinde zu haben.
Zwei ens is die En scheidung indi iduell und kein gesellscha liche Wahl-
ak .
D i ens häng die En scheidung eine sei s om Nu zen
(im
wei es en Sinn)
ab, den sich El e n on de Kinde au zuch e sp echen, und ande e sei s
on den Kos en de Kinde , wobei de Kos enbeg i eben alls seh wei
ge aß we den muß.
Folg man eine solchen In e p e a ion5, dann is o läu ig nich e sich lich,
wa um de S aa in diesen seh p i a en En scheidungsp ozeß eing ei en soll e.
Man
wi d insbesonde e nich ohne zusä zliche A gumen e o de n können,
daß
de Ausgleich eine Kinde las angeb ach ode ga no wendig sei: denn jede
beliebige Konsumak des Haushal es in ol ie eine "Belas ung" in dem Sinne,
daß
ü ande e Konsumausgaben wenige Mi el e bleiben. Die om Haushal
wah genommenen Kinde kos en bedeu en auch keine Ve ze ung seine Pe -
spek i e, sonde n
sie
wide spiegeln die de Gesellscha a sächlich en s ehenden
Belas ungen, die mi de P oduk ion on Gü e n ü das Kind, abe auch mi
einem A bei s e zich de
F au
(ode des Mannes) e bunden sind.
So e n wi also on Ex e nali ä en und ähnlichem absehen, wi d man nich
einmal S eue eibe äge ü Kinde beg ünden können -obwohl bei eine
p og essi en Einkommens eue im Sinne ho izon ale Ge ech igkei seh wohl
an ein "Familienspli ing" gedach we den kann. Auch wenn jemand au g und
eligiöse Ge ühle in seine En scheidungs eihei scheinba eingeeng is , bes eh
kein G und, die da aus e wachsenden Las en au die Gemeinscha abzuwälzen,
de en Mi gliede nich alle solche Ge ühle eilen. Handlungen au g und
eligiöse ode ande e Ideale sind
wie
p i a e Konsum zu bewe en, so e n
nich ein ö en liches (also allgemeines) In e esse be üh is .
Die F age nach eine ökonomischen Beg ündba kei des Familienlas enaus-
gleichs muß deshalb do anse zen, wo auch ande e s aa liche Ko ek u en
einzelwi scha liche En scheidungen mo i ie we den: en wede am P oblem
des ö en lichen Gu es ode dem analy isch seh ähnlichen Phänomen ex e ne
E ek e in de Konsum ion6. Diese beiden A gumen e we den häu ig in meh
lüch ige
Fo m
als ökonomische Beg ündung de heu igen Maßnahmen
ange üh , wobei insbesonde e die Ex e nali ä en im Zusammenhang mi de
Al e ssiche ung he o gehoben we den
7.
Es schein jedoch, daß die dabei
au e enden P obleme unzu eichend du chdach sind. Deshalb is jedem diese
Aspek e im olgenden ein eigene Abschni gewidme .
5 Sie wi d on Dinkel (1984; 64 .) wei e disku ie .
6
Vgl.
hie zu S obbe (1983; 496 .), Blandy (1974;
118).
7 So e wa Schmid e al.
(1985),
Ki sch (1979), Ball (1984), Dinkel
(1984),
b:"-"ol/ll
')::-':-,.
Engels (1983).
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Zu ökonomischen Beg Ündba kei eines Familienlas enausgleichs
15
3.
Kinde
und
P o-Kop -Einkommen
Es
geh hie ,
wie
in de Einlei ung schon he o gehoben, um eine ökonomi-
sche Analyse des Familienlas enausgleichs; deshalb we den im wei e en nich
"Kinde als ö en liche Gü e " behandel . Es s eh eine Gesellscha jede zei
ei,
eine bes imm e Kinde zahl selbs zum ökonomischen Ziel zu e klä en. Is ael
mag ein Beispiel da ü sein: "lews he e may
eel
ha he con inua ion o he
his o ical adi ion and he alues o ludaism can be be e se ed by mo e
people a he han ewe , and hey may
be
p epa ed o o e subsidies o child en
o ca y he amily name."s Zu eine solche maßen beg ünde en Be ölke ungs-
poli ik kann die Wissenscha wenig bei agen, obwohl
es
du chaus Ve suche
gib , Kinde indi ek übe eine soziale Wohl ah s unk ion als ökonomisches
Ziel zu de inie en9. Wi hingegen besch änken uns au die F age,
ob
du ch die
Kinde zahl indi ek ande e ö en liche Gü e be üh we den.
Als
das hie o angig angesp ochene "ö en liche
Gu "
ließe sich das P o-
Kop -Einkommen ode de P o-Kop -Wohls and eine Volkswi scha in e p e-
ie en
10. De e wähn e indi ek e Zusammenhang e gib sich aus de Ve mu ung,
daß das P o-Kop -Einkommen un e ande em on de Be ölke ungszahl
abhängen könn e.
Um
Zuwendungen an Familien mi Kinde n un e diesem
Gesich spunk zu ech e igen, muß also gezeig we den, daß das P o-Kop -
Einkommen mi zunehmende Be ölke ung wächs . Is das de Fall, so läß sich
da aus ein allgemeines In e esse an de Be ölke ungs e meh ung ablei en, das
un e Ums änden -abe dies muß zusä zlich demons ie we den -übe das
einzelwi scha liche In e esse hinausgehen kann.
Wenden wi uns deshalb eine olkswi scha lichen Analyse dieses P oblems
zu.
Es
sei
un e s ell , daß
es
keine e schöp ba en Ressou cen gib und die
Wi scha ein homogenes
Gu
un e Einsa z on A bei und Kapi al e zeug .
Diese Zusammenhang sei du ch eine linea -homogene, s eng mono on
wachsende und s eng quasikonka e P oduk ions unk ion besch ieben:
(1)
1';
= F(N"
K,).
Das da aus esul ie ende gesam wi scha liche Modell, in de Li e a u als
Neoklassische Wach s ums heo ie
ll
bekann , ha die, wenn
man
so will, be ölke-
ungsop imis ische Eigenscha , daß das P o-Kop -Einkommen im lang is igen
Wachs um unabhängig om Ni eau de Be ölke ung is . Ve doppel
man
die
Be ölke ung gedanklich, dann wachsen lang is ig auch de Kapi albes and und
die P oduk ion au das Doppel e, und das P o-Kop -Einkommen bleib
un e ände . Nehmen wi hingegen einen es en Bes and na ü liche Ressou cen
8 Simon (1977;
415).
9 Cigno (1983;
18)
ode Simon (1977).
10 Zu aus üh lichen Diskussion
gl.
Phelps (1968).
11
Eine um assende Da s ellung diese Theo ie inde sich in K elle (1985).
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S e an Hombu g und Ca s en
G ä
in die P oduk ions unk ion au , die je z in allen d ei A gumen en linea -
homogen sein soll
(2)
so wi d das lang is ige P o-Kop -Einkommen um so ge inge sein, je zahl ei-
che die Be ölke ung is . Die P oduk ions unk ion
(2)
lieg de Mal husiani-
schen Denkweise zug unde.
Jedoch is auch die Neoklassische Wachs ums heo ie in einem bedeu samen
Sinn "be ölke ungspessimis isch": Das maximal e eichba e lang is ige P o-
Kop -Einkommen wi d um so ge inge sein, je höhe die Wachs ums a e (nich
das Ni eau) de Be ölke ung is . Diese Kapi al e dünnungse ek (capi al
widening e ec )
ha
olgende U sache. Wenn, ausgehend on einem s a ionä en
Zus and, die Be ölke ung p o
Jah
mi de Ra e n wächs , muß die Gesellscha
in jede Pe iode einen bes imm en P ozen sa z des Sozialp oduk es in es ie en,
dami die gleiche Kapi alin ensi ä
K lN
au ech e hal en we den kann. Bei
s a ionä e Be ölke ung hingegen bedeu e jede In es i ion eine Ve g öße ung
de Kapi alin ensi ä , mi de das P o-Kop -Einkommen s eig .
Bei
Annahme
eine Keynesianischen Spa unk ion
(3) S =
S(Y)
wi d deshalb, so ein bekann es E gebnis de Neoklassischen Wachs ums heo ie,
die Kapi alin ensi ä im lang is igen Gleichgewich um so ge inge sein, je
schnelle die Be ölke ung wächs .
Dieses E gebnis bleib alle dings nich au ech e hal en, wenn man das
Spa mo i au Modiglianis Lebenszyklushypo hese s ü z 12• Angenommen, jede
Gene a ion spa e einen kons an en Teil ih es Einkommens (a), um ü das Al e
o zuso gen. Hinsich lich des gewünsch en ealen Ve mögens
(W)
gil deshalb
in jede Pe iode
(4)
w,=u·Y,
Be ach e man zu Ve ein achung ein 2-Pe ioden-Modell, dann esul ie die
gesam wi scha liche Ne oe spa nis S allein aus Ä·nde ungen de G öße
1';.
Bleib Y un e ände , so wi d ne o nich gespa , weil die Al en den Be ag
a·
1';-1 en spa en, wäh end die Jungen einen iden ischen Be ag a .
1';
akkumu-
lie en.
In
diesem Modell is die Spa quo e de Wi scha di ek p opo ional zu
Wachs ums a e des Sozialp oduk es, denn du ch Bildung e s e Di e enzen
gewinn man aus
(4)
(5)
und nach Di ision du ch
1';
e gib sich
12
Vgl.
Modigliani und B umbe g
(1979).
Eine o zügliche Übe sich zu diesem Ansa z
gib Modigliani (1986) in seine Nobelp eis ede.
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Zu ökonomischen Beg ündba kei eines Familienlas enausgleichs
17
(6)
S,/Y,=u'(1
+n,),
wobei n die Wachs ums a e de Be ölke ung sein soll, die im lang is igen
Gleichgewich und in Abwesenhei echnischen Fo sch i s mi de Ra e des
Wi scha swachs ums übe eins imm . In diesem Modell nun wi d die Kapi al-
in ensi ä bei zunehmende Be ölke ung nich sinken, sonde n un e ände
bleiben, weil die Zunahme des A bei sk ä epo en ials mi eine Zunahme de
Spa quo e einhe geh . Gleichwohl sink de P o-Kop -Wohls and, hie im Sinne
des P o-Kop -Konsums, de ini i : denn ge ade daß die Kapi alin ensi ä o z
wachsende Be ölke ung au ech e hal en bleib , is
nu
du ch einen e höh en
Konsum e zich e eichba .
Hal en wi also es ,
daß
bei kons an en Skalene ägen de P o-Kop -
Wohls and um so ge inge is , je s ä ke die Be ölke ung wächs ; dies gil
unabhängig da on, ob die Spa quo e kons an bleib ode gleichsinnig mi
de
Wachs ums a e de Be ölke ung a iie . Bezieh man e schöp ba e ode nich
e meh ba e na ü liche Ressou cen mi ein, so e s ä k sich de nega i e
Zusammenhang zwischen Be ölke ung und Wohls and. Gleichwohl wi d man,
und hie mi kommen wi au die E ö e ung de Kinde kos en zu ück, aus
diesen Ta sachen nich schließen können, eine Bes eue ung des Kinde eich ums
sei angezeig . Denn die Kapi al e dünnung und allgemein de sinkende
Wohls and bei s eigende Kinde zahl wi d on den El e n ge agen. Es lieg hie
gleichsam eine Subs i u ion on ma e iellem Wohls and du ch Kinde und den
dami e bundenen Nu zen o , und ohne Nachweis ex e ne E ek e
kann
man
hie aus keinen wi scha spoli ischen Handlungsbeda ablei en.
Samuelson ha in eine mi le weile klassischen Au sa z eihe13 das soeben
au gewiesene E gebnis in F age ges ell , und zwa -das mach seinen Bei ag
in e essan -in einem seh ähnlichen Modell ahmen.
Im Ke n lau en Samuelsons wohlbekann e Übe legungen, die hie nich im
einzelnen e e ie we den sollen, au olgendes hinaus: Spal e man den
Lebenszyklus eine Gene a ion in die E we bsphase und den Ruhes and au , so
is sowohl ü den einzelnen als auch ü die Gesellscha insgesam eine
Al e ssiche ung du ch Realkapi albildung möglich. Dieses Al e ssiche ungs e -
ah en e b ing eine Ve zinsung, die de G enzp oduk i i ä des Kapi als
en sp ich . Die Gesellscha
kann
jedoch auch in
Fo m
eines "Gene a ionen e -
ages" o so gen, eines Umlage e ah ens also,
und
in
diesem Fall " e zinsen"
sich die Bei äge
zum
Al e ssiche ungssys em i uell
mi
de Wachs ums a e des
Sozialp oduk es. Übe s eig diese Ra e den Zins und läß sie sich du ch
Anhebung de Gebu enzahl e höhen, dann
kann
eine "In es i ion in Kinde "
gesellscha lich o eilha e sein als eine Realkapi alin es i ion. Dies wä e ein
mögliche
G und
ü einen ökonomisch mo i ie en Familienlas enausgleich.
13
Samuelson (1958), (1975a), (1975b).
2 Sch i en d. Ve eins
.
Socialpoli ik 175
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18 S e an Hombu g und Ca s en
G ä
Indes kann Samuelsons Analyse aus meh e en G ünden nich übe zeugen.
Zunächs is die on ihm behaup e e "op imale" Wachs ums a e de Be ölke-
ung,
wie
Dea do (1976) gezeig ha , im ypischen Fall kein "Op imum",
sonde n ein "Pessimum". In eine Cobb-Douglas-Wel a la Samuelson wä e
es
gesellscha lich "op imal", wenn die Be ölke ung mi eine Ra e möglichs nahe
an
-100%
sch ump -in diesem Fall wü de die Kapi alin ensi ä und dami
de Zins unbesch änk wachsen -ode mi eine unbesch änk g oßen Ra e
wächs -hie bei wä e die Rendi e eines Umlage e ah ens unendlich. Wäh end
im e s en Fall nach eine Gene a ion ( as ) niemand meh leb , is die E de im
zwei en Fall "unendlich dich " besiedel , und o eilha kann so e was nu in
eine Modellwel kons an e Skalene äge sein, welche die dann en s ehende
Raumno und Ressou cenknapphei nich e aß . In einem spä e en Kommen a
ha
Samuelson (1976) seine E gebnisse denn auch s a k ela i ie .
Zwei wei e e gewich ige Einwände gegen Samuelsons Übe legung s ammen
on A hu und McNicoll (1978). Die Au o en weisen zum einen da au hin,
daß
Samuelsons A gumen nu in bezug au einen unendlichen Zei ho izon gil :
"Al e ing popula ion g ow h a es o ake ad an age o ans e s among age-
g oups
is
a chain-Ie e policy: each gene a ion
is
be e o as long as he one
behind i con inues he same g ow h policy. In a wo ld o ini e esou ces,
howe e , e en ually some gene a ion mus lose, making his kind o in e en ion
di icul o jus i y."14 In de
Ta
we den ge ade P ak ike Schwie igkei en mi
eine Poli ikop ion haben, die nu dann wohl ah s heo e isch ange a en is ,
wenn sie übe einen unendlichen Zei aum du chgehal en we den kann, die
jedoch bei einem beliebig langen, abe endlichen Zei ho izon in keine Weise
e izien e is .
De zwei e, ielleich noch bedeu same e Einwand on A hu und McNicoll
be i , wo um
es
in diesem Bei ag haup sächlich geh , nämlich die Kinde . Wie
e wähn we den die Wi scha ssubjek e in Samuelsons Modell als E we bs ä i-
ge
gebo en, und
sie
s e ben als Ren ne . Jede einzelne leb übe zwei Pe ioden.
Be ach e man dagegen -und wi klichkei snähe -ein
3-
Pe ioden -Modell, in
dem alle Menschen zunächs als Kinde wi scha lich unp oduk i sind, bleib
Samuelsons E gebnis nich unbeding au ech e hal en. Denn bei s ä ke
wachsende Be ölke ung sink zwa de An eil de al en Abhängigen -dies is
de eigen liche G und, wa um zunehmendes Be ölke ungswachs um sich bei
Samuelson als o eilha e weis
-,
es
nimm jedoch de An eil de jungen
Abhängigen zu. A hu und McNicoll haben e such , diese gegenläu igen
Wi kungen empi isch, also un e Zug undelegung a sächliche Al e ss uk u-
en, zu e aluie en, und
sie
kommen zu dem E gebnis,
daß
die nega i e Wi kung
au g und zunehmende "Kinde las " die posi i e au g und abnehmende "AI-
enlas " übe kompensie . Deshalb bleib es auch hie dabei: das P o-Kop -
Einkommen sink , wenn die Wachs ums a e de Be ölke ung zunimm .
14 A hu und McNicoll (1978;
246).
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46432-6 | Gene a ed on 2023-01-16 12:48:30
Zu
ökonomischen Beg ündba kei eines Familienlas enausgleichs
19
Welche Möglichkei e bleib , um einen posi i en Zusammenhang zwischen
P o-Kop -Einkommen und Be ölke ung he zulei en? De echnische
Fo -
sch i . Sei A ows Hypo hese des "lea ning by doing"15
(7)
1';
=
F(N"
K"
Q,) mi Q,'= L
1';
wi d iel ach un e s ell ,
daß
das echnische Wissen eine Gesellscha bei
zunehmende Be ölke ung und P oduk ion schnelle wächs .
In
(7)
häng de
Ou pu
neben A bei und Kapi al om kumulie en Ou pu de Ve gangenhei ab,
wobei de le z e e als Nähe ungsg öße ü die E ah ung und dami ü das
echnische Know-How angesehen wi d.
Man
könn e auch -dies is ein
e wand es A gumen -sagen, daß bei zahl eiche e Be ölke ung die Chance
zunimm , ein "Genie" anzu e en, welches das echnische Wissen de Gesell-
scha e meh . Insowei könn e das P o-Kop -Einkommen um so g öße sein,
je schnelle die Be ölke ung wächs .
Die S ä ke dieses Zusammenhangs is jedoch äuße s aglich, und
daß
e
übe haup exis ie , is kein hin eichende
G und
ü eine alloka i mo i ie e
Be ölke ungspoli ik. Es müß e zusä zlich gezeig we den,
daß
e ande e,
unzwei elha o handene nega i e ex e ne E ek e
16
übe kompensie . Ein
zwei e Ums and e schein hie bei noch wich ige . Au g und de aschen
in e na ionalen Di usion des echnischen Wissens muß
man
das Know-How
de Menschhei als du ch die Wel be ölke ung bes imm ansehen. In diesem
Lich e nu z eine Be ölke ungspoli ik, die au eine Zunahme de na ionalen
Gebu en a e ausge ich e is , nich iel; sie nu z ga nich s, wenn das
be ach e e Land e schwindend klein im Ve häl nis zu Wel be ölke ung is .
Schließlich muß man bei de De ini ion eines "Genies" o sich ig sein, weil ein
solches wenige au g und ein biologische Zu älle als ielmeh du ch das
Zusammenwi ken on Biologie und Ausbildung en s eh . Is eine Gene a ion
zahlenmäßig g öße , e häl abe aus eben diesem G unde eine schlech e e
Ausbildung, dann sp ich nich s ü die g öße e Wah scheinlichkei , in ih ein
Genie anzu e en. Die F age, inwiewei "lea ning by doing" und das e wand e
"Genie-A gumen " ü sich genommen einen Familienlas enausgleich beg ün-
den können, kann hie nich de ini i bean wo e we den; abe e mu lich
we den die meis en Lese unse e Skepsis in diese Hinsich eilen.
15
A ow
(1962).
16 Phelps (1968;
51O .)
und ähnlich Blandy
(1974)
üh en e wa die Lu e schmu zung
und Ve keh sp obleme an. In diesen Zusammenhang gehö en auch wei e e on Blandy
(1974;
124)
ange üh e A gumen e wie: "The la ge amilies associa ed wi h mo e apid
popula ion g ow h may each mo e accep able modes o social beha io
han
would be
augh
in
sm alle amilies. La ge popula ions may pe mi ex e n al economies wh ich
canno
be
achie ed h ough o eign ade; o example in a s
and
in de ence; al hough he
incidence o c ime and he cos o supp essing i may inc ease disp opo ionally wi h
popula ion size, as weil."
2*
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20
S e an Hombu g und Ca s en
G ä
Es läß sich olglich nich zwingend zeigen ode auch
nu
plausibel machen,
daß
de P o-Kop -Wohls and mi zunehmende Be ölke ungszahl wächs .
Somi kann mi diesem A gumen ein Familienlas enausgleich kaum beg ünde
we den.
4. Familienlas enausgleich
und
Ex e nali ä en
Wi wenden uns nun de Möglichkei ex e ne E ek e on Kinde n zu, mi de
ein alloka i es Ve sagen und dami die zumindes heo e ische Vo eilha igkei
eines Familienlas enausgleichs beg ünde we den könn en. Das A gumen
ex e ne E ek e wi d as ausschließlich im Zusammenhang mi de Al e ssiche-
ung disku ie , wo au wi e s im olgenden Abschni eingehen. Zunächs
sollen Ex e nali ä en ohne Beziehung zum Al e ssiche ungssys em e ö e
we den. Es schein , als hä en sich bei de Behandlung dieses P oblemk eises
einige ha näckige Fehle in die Li e a u eingeschlichen, weshalb zunächs eine
allgemeine e Be ach ung zu
Na u
ex e ne E ek e o ausgeschick
sei.
Wi d ein A bei nehme e anlaß , s a wie bishe
No
nun
(No
+
dN)
S unden
p o Woche zu a bei en, und wi d
e
o he und nachhe zum G enzp oduk
en lohn , dann e geben sich aus diese En scheidung eine ganze Reihe on
Wohl ah s- ode , wenn man so will, Ve eilungse ek en:
E s ens wächs das Sozialp oduk um das In eg al un e de G enzp oduk i-
i ä sku e.
Zwei ens geling
es
dem A bei nehme nich , sich den gesam en zusä z-
lichen E ag anzueignen. Sein Gesam lohn wächs on
wo·
No
au
(wo
-dw)·
(No
+ dN), abe du ch das zusä zliche Angebo is dw nega i , und
de A bei nehme e häl ü jede geleis e e A bei ss unde (auch ü jene bis
No)
den einhei lichen und ge inge en Lohn
(wo
-
dw).
D i ens we den die Anbie e ähnliche (ode gleiche ) Fak o en geschädig ,
weil ih Lohn eben alls sink .
Vie ens gewinnen die Anbie e komplemen ä e Fak o en, o allem die
Anbie e on Kapi al, weil bei s eigendem A bei seinsa z die G enzp oduk i-
i ä des Kapi als alle Vo aussich nach zunimm .
Und
schließlich we den selbs e s ändlich alle Käu e des P oduk es in
Vo eil gese z . Sie und die zule z genann e G uppe e hal en, was de
A bei nehme und seine We bewe be e lie en.
Könn e man nun schließen,
daß
die Gesellscha dem A bei nehme eine
Sub en ion zahlen soll e, wo ih Wohls and doch unzwei elha du ch das
zusä zliche Angebo e höh wi d? Obwohl hie ein ex e ne E ek o lieg , ein
sogenann e pekuniä e ex e ne E ek , bes eh kein Anlaß ü eine Sub en ion.
Ode
genaue gesp ochen: Die Gesellscha kann den A bei nehme , ausgehend
om u sp ünglichen Zus and, nich du ch eine Sub en ion zu e höh em
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Zu
ökonomischen Beg ündba kei eines Familienlas enausgleichs 21
Angebo e anlassen, ohne selbs zu e lie en
17.
Dies olg ein ach aus de
Pa e o-Op imali ä des allgemeinen Gleichgewich s. Wä e die Gesellscha zu
eine Kompensa ion in de Lage, so wü de sich das in eine en sp echend
höhe en A bei snachl age wide spiegeln, so
daß
die obige Si ua ion
am
Ma k
ga nich en s ehen könn e .
. Aus diesem Beispiel is zu en nehmen: Nich allein schon eine "ex e ne
Auswi kung" gib Anlaß zu wi scha spoli ische
Ko ek u ;
ielmeh is
buchs äblich jede ökonomische Ak ion eines Menschen mi "ex e nen E ek en"
e bunden, du ch die ande e eilweise geschädig und eilweise begüns ig
we den. Es is soga so,
daß
jede einzelne du ch sein Angebo de Gesellscha
meh gib , als e ii sein Angebo on ih bekomm (ein schönes Pa adoxon);
gleichwohl en s eh keine lei Ko ek u beda , sowei die Vo ausse zungen ü
ein allgemeines Gleichgewich e üll sind. Ein eigen liche ode nich -pekuniä e
ex e ne EjJek 18 also se z o aus -nich
daß
die Handlungen des einen den
Wohls and de ande en be üh en, sonde n -
daß
die ökonomischen En schei-
dungen eines Wi scha s subjek es di ek e A gumen e de Nu zen- ode
P o-
duk ions unk ion eines ande en sind.
Nu
ein solche ex e ne E ek , das sei ü
die wei e e Diskussion es gehal en, kann
zu
Beg ündung s aa liche
Maßnah-
men
wie
e wa des Familienlas enausgleichs dienen19.
Nach einem mi le weile seh e b ei e en A gumen in ol ie die En schei-
dung de Familie übe die Kinde zahl einen ex e nen E ek , de sowohl zu
alloka i e Ine izienz als auch zu dis ibu i e Unge ech igkei üh , und die
Au gabe des Familienlas enausgleichs wi d imme s ä ke da in gesehen, diesen
E ek zu kompensie en
20
• Schon Willge od (1956,
S.
132) kons a ie e dieses
damals neua ige A gumen : "Es wi d behaup e , ein Fehle de im üb igen
au
dem Leis ungsp inzip und Leis ungsen gel be uhenden Ma k wi scha liege
da in, daß oie spezi ische , olkswi scha liche' Leis ung de Familie -nämlich
die Au zuch on Kinde n und dami on A bei sk ä en -de Allgemeinhei
unen gel lich übe lassen we de. An S elle eine sozialpoli isch zu ech e igen-
den Sub en ion könne die Familie eigen lich on de ,Wi scha ' Ba zahlung ü
ih ,P oduk ' e langen." Dieses A gumen sei nun eingehende un e such ,
wobei die en scheidende F age lau e , ob mi de
Gebu
on Kinde n ex e ne
E ek e au e en, die eine wi scha spoli ischen
Ko ek u
bedü en.
Dazu e schein olgendes Gedankenexpe imen angeb ach :
Man
s elle sich
ein Land mi gegebene Gebu en a e o , wie sie aus p i a en En scheidungen
ohne s aa lichen Eing i esul ie en wü de. Welche Wi kungen e geben sich,
17
Vgl.
hie zu auch Simon (1977; 411).
18 Die Un e scheidung diese beiden A en ex e ne E ek e s amm on Vine (1931)
und Sci o sky (1954).
Vgl.
hie zu auch Mishan (1971) und Schumann (1987;
405).
19 Deshalb auch sp ich Phelps (1968;
507)
bei den pekuniä en ex e nen E ek en on
"pseudo-ex e nali ies".
20
Vgl.
als Beispiel un e ielen Schmid e al. (1985;
45).
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22
S e an Hombu g und Ca s en
G ä
wenn je z , induzie du ch einen Familienlas enausgleich, einige wei e e Kinde
gebo en we den?
E s ens e besse sich e mu lich die Lage de Äl e en. Un e welchen
Vo ausse zungen dies zu i , we den wi wei e un en disku ie en.
Zwei ens e schlech e sich die Lage de ande en Kinde , weil sie mi den
neu hinzugekommenen um A bei splä ze konku ie en und jeden alls einen
ge inge en Lohn e hal en. Ge ade die jüngs en demog aphischen Ände un-
gen und die Diskussionen um Leh s ellen und Leh e mangel soll en
eind inglich o Augen ge üh haben,
wie
s a k die Wohl ah eine
Gene a ion on ih e ela i en zahlenmäßigen S ä ke abhäng .
Die wohl ah s heo e ische Bewe ung diese Ände ung is nich ganz ein-
ach
21
• Das K i e ium de Pa e o-E izienz läß sich in seine S anda d o m nich
da au anwenden, weil die Zahl de Wi scha ssubjek e nich gegeben, sonde n
selbs e ände lich is . Ve suchen wi , die Dinge aus de Sich de je z Lebenden
zu be ach en, denn
sie
sollen
ja
eine e waige Sub en ion zahlen, und assen wi
die El e n sam den Kinde n zu Einhei en, also Familien zusammen. Wi
behaup en, daß in diesem Fall die Zahlung de Sub en ion gesellscha lich
ine izien is .
Begonnen
sei
mi olgende Übe legung: Im Ausgangszus and -d.h. ohne
Familienlas enausgleich -mögen
No
Kinde gebo en we den, die in de
Folgepe iode zum Lohn
Wo
a bei en. Wi be ach en eine Familie, die ge ade "an
de G enze" de En scheidung s eh , un e diesen Ve häl nissen ein zusä zliches
Kind zu haben. Schon bei de kleins en Sub en ion wü de sich die Familie
zuguns en des Kindes en scheiden. Wi d das Kind gebo en und is
es
in de
olgenden Pe iode e we bs ä ig, so e wächs de Gesellscha da aus ein Vo eil,
de sich du ch Abzug des an das Kind zu zahlenden Lohnes om zusä zlichen
P oduk
e gib . Diese Vo eil wä e ü eine Kinde sub en ion e ügba ; e
en s eh in olge de Ta sache, daß sich die Familie nich das gesam e G enzp o-
duk des Kindes aneignen kann, weil bei zunehmendem A bei sangebo de
Lohn sink . Wegen diese Lohnsenkung is die Familie je z abe nich meh
indi e en , wenn
sie
beim u sp ünglichen Lohn
Wo
an de G enze de
En scheidung s and, sonde n sie wi d sich nu dann zuguns en eines Kindes
en scheiden, wenn die Lohnsenkung übe kompensie wi d. Ande e sei s e gib
sich aus de Lage de A bei snach age unk ion, daß die Gesellscha eine solche
Kompensa ion nich leis en kann, ohne selbs geschädig zu we den, denn sons
21 Die olgende A gumen a ion s ell au ökonomische E izienz im Sinne on Pa e o-
Op imali ä ab. Wi gehen nich au Ve suche
wie
den on Cigno
(1983)
ein, mi Hil e
ka dinale Meßba kei und in e pe sonelle Ve gleichba kei des Nu zens eine "soziale
Wohl ah s unk ion" zu kons uie en, und wi hal en diese Ve suche auch nich ü
ziel üh end. Es is beispielsweise eine Schein age, welches "Gewich " den noch nich
Gebo enen in eine "sozialen Wohl ah s unk ion" zugemessen we den soll,
weil
die je z
Lebenden zu en scheiden haben, ob
sie
die Be ölke ungszahl du ch Sub en ionen
e höhen wollen.
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Zu ökonomischen Beg ündba kei eines Familienlas enausgleichs 23
wä e schon am
Ma k
ein en sp echend höhe e Lohn zus ande gekommen. Sie
is höchs ens be ei , den du ch die Lohnsenkung en s ehenden eigenen Vo eil zu
begleichen. Folglich is die u sp üngliche Si ua ion pa e o-op imal22•
Fü
den Beweis is die Zusammen assung de jeweiligen Einkommen on
El e n und Kinde n zu einem Familieneinkommen wesen lich. Finde ein
inanzielle Ausgleich du ch eiwillige T ans e s inne halb de Familie nich
s a und is den El e n gleichgül ig, was das Kind spä e e dien , dann können
die be ei s Lebenden du ch einen Familienlas enausgleich un e Ums änden
besse ges ell we den, abe
nu
un e de Bedingung,
daß
die Kinde geschädig
we den. Denn bei hohe Elas izi ä de Gebu enzahl in bezug
au
eine
Kinde sub en ion eich schon eine Zahlung, die ge inge als de den ande en
en s ehende Vo eil is , aus, um die El e n zu
Gebu
zusä zliche Kinde zu
e anlassen.
In
diesem Fall müssen die Kinde , weil nach Annahme kein
Ausgleich in de Familie s a inde , die Las au g und de ge inge en Ve diens -
möglichkei en selbs agen, wäh end ih e El e n p o i ie en.
Mi dem obigen Beweis soll e gleichzei ig deu lich gewo den sein, daß allende
ode s eigende Skalene äge kein A gumen ü einen Familienlas enausgleich
abgeben. Liegen e wa s eigende Skalene äge o , so gehen sie in
Fo m
höhe e
e wa e e Löhne in die einzelwi scha lichen En scheidungen ein, ebenso
ge inge e Löhne au g und allende Skalene äge. Wi scha spol ische Eing i -
e
lassen sich deshalb nu übe Ex e nali ä en beg ünden, nich übe Skalene -
äge. Somi kommen wi zum E gebnis,
daß
sich ein Familienlas enausgleich
übe ex e ne E ek e nich beg ünden läß , so e n man sich nich au höchs
spekula i e A gumen a ionsebenen begib .
5.
Familienlas enausgleich
und
Al e ssiche ung
Ein A gumen , das dem im o igen Abschni disku ie en ähnel , bezieh sich
au den Zusammenhang on Al e ssiche ungssys em und Familienlas enaus-
gleich; hie mi haben sich insbesonde e Ball (1984;
172)
und Dinkel (1984;
157)
in ensi auseinande gese z . Ih e A gumen a ion lau e e wa wie olg :
De
gesam wi scha liche Nu zen on Kinde n bes eh auch da in,
daß
de je z
e we bs ä igen Gene a ion eine Al e ssiche ung möglich wi d; ohne die
E we bs ä igen de Zukun müß en die Al en e hunge n. Au g und des
U nlage e ah ens in de Gese zlichen Ren en e siche ung (GRV)
ha
indes de
22
Diese ielleich nich ein ach e scheinende A gumen a ion en sp ich einem S an-
da d-A gumen de allgemeinen Gleichgewich s heo ie: Du ch den Lohnmechanismus
wi d endenziell ein Zus and he beige üh , in dem die G enz a en de T ans o ma ion und
de Subs i u ion übe eins immen. Ein Kompensa ionsschema kann nu dann zu eine
Ve besse ung im Pa e o-Sinn üh en, wenn nich -pekuniä e ex e ne E ek e im Sinne eine
di ek en Abhängigkei de Nu zen- und P oduk ions unk ionen o liegen. Im obigen Fall
handel
es
sich um einen no malen pekuniä en ex e nen E ek , und jedes Kompensa ions-
schema bewi k einen gesam wi scha lichen Wohl ah s e lus .
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30 F ank Klanbe g
E ike "Familien ö de ung" du chziehen?
Ode
muß man bei Maßnahmen
wie
Kinde geld
u.
U. soga mi alloka ionspoli isch ungüns igen E ek en echnen?
Nun
dü e on o nhe ein kla sein,
daß
man solche F agen sinn oll nu in
einem in e empo alen Zusammenhang s ellen kann. Selbs die p ak ische
Poli ik
ha
sich eine solche Sich weise zu eigen gemach . Die in de Bundes epu-
blik Deu schland 1986 im Rahmen de "neuen Familienpoli ik" einge üh e
An echnung on Kinde e ziehungszei en als en ens eige nde
Fak o
in de
gese zlichen Ren en e siche ung o ien ie sich in ge adezu exempla ische
Weise an einem alloka ionspoli ischen Beg ündungsmus e , indem
es
zei e -
se z e Kompensa ionszahlungen ü diejenigen o sieh , die Kinde in die Wel
se zen und du ch diese p i a e En scheidung einen posi i en ex e nen E ek
e zeugen.
Das Ziel de o liegenden A bei bes eh da in, die ökonomischen Bedingun-
gen des Zus andekommens eines solchen ex e nen E ek es zu analysie en und
die Bedeu ung desselben ü die Ges al ung des Kinde las enausgleichs sowie ü
Familien ö de ungspoli ik schlech hin abzuschä zen. Dazu wi d im zwei en Teil
de A bei zunächs ein Übe blick übe die in de Li e a u be ei s o handenen
Ansä ze zum Thema "Op imale Familienlas enausgleich" gegeben, wobei die
beiden bahnb echenden A bei en on Cigno (1983; 1986) im Mi elpunk des
In e esses s ehen we den. Im d i en Teil wi d gezeig ,
wie
und mi welchen
Implika ionen sich die zen ale F age nach dem ex e nen E ek bei de Au zuch
on Kinde n in einem ande en Modell behandeln läß , dessen G undidee zwa
be ei s besch ieben wo den is (Ball, 1984), das abe hie e s malig allgemein
o mulie und den speziellen Un e suchungszwecken angepaß wi d. Im
abschließenden Teil soll dann e such we den, Spannwei e
und
Bedeu ung de
o liegenden heo e ischen Resul a e abzuschä zen und da aus Hinweise au
e olg e sp echende Ansa zpunk e wei e e Fo schung zu gewinnen.
2.
Op imale Familienlas enausgleich au de G undlage amiliale
En scheidungsmodelle
2.1
Einige sys ema ische Un e scheidungen
De
Beg i "op imale Familienlas enausgleich", (hie synonym mi "Kinde -
las enausgleich" e wand ) beda zunächs eine E läu e ung.
E
bezieh sich
hie
au
ein Ges al ungsmus e amilien- ode kindo ien ie e Ausgleichszah-
lungen, ü die aus wohl ah s heo e ischen Analysen Vo sch i en abgelei e
we den können und die in englischsp achigen A bei en " amily allowances" ode
" amily g an s" genann we den.
Bei
den Ansa zpunk en heo e ische Analysen,
in denen mi de a igen Beg i en ope ie wi d, muß alle dings zwischen zwei
deu lich e schiedenen F ages ellungen un e schieden we den, nämlich:
(1)
Wie muß ein op imales S eue -T ans e -Sys em bei gegebenen amilienpoli-
ischen Ve eilungszielen aussehen?
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Konzep e eines op imalen Familienlas enausgleichs
31
(2)
Füh en p i a e En scheidungen übe die Anzahl de e wünsch en Kinde zu
Fehlalloka ionen und
wie
lassen sich diese gegebenen alls beheben?
Die A gumen a ion zu
(1)
ollzieh sich im Rahmen a empo ale Modelle, und
die E gebnisse ges a en Aussagen übe die Op imali ä de eingese z en
Ins umen e eines Kinde las enausgleichs. Au zwei A bei en sei ku z eingegan-
gen:
So
kommen B uno und Habib
(1976)
zu dem E gebnis,
daß
Kinde eibe-
äge in de Einkommens eue ih e Rech e igung im Ve gleich zu di ek en
T ans e s (Kinde geld) aus den ge inge en nega i en An eizwi kungen beziehen,
die bei eine e minde en S eue las in bezug au den A bei seinsa z esul ie en.
Dami is alle dings noch nich gesag , daß Kinde eibe äge das geeigne s e
Ins umen zu Un e s ü zung on Familien mi nied igem Einkommen wä en.
Einen e was ande en Weg im Rahmen de e s en F ages ellung geh Ch is ian-
sen
(1981),
de sich dami be aß , wie die Zahlung eines gegebenen An eils am
S aa shaushal in
Fo m
on Kinde geld dis ibu i e izien ges al e we den
kann. Um das P oblem lösen zu können, muß das Ve eilungsziel in eine
sozialen Wohl ah s unk ion spezi izie und die Ve eilungsgewich e, mi denen
Indi iduen ode G uppen on Indi iduen e sehen we den sollen, bes imm
we den. De Au o wähl hie zu eine Funk ion om isoelas ischen Typ, in
welche de soziale G enznu zen des Einkommens mi de Einkommenshöhe
abnimm . Um die Abhängigkei des G enznu zens on de Kinde zahl zum
Ausd uck zu b ingen, wi d nich om beobach e en Haushal seinkommen,
sonde n on einem (e echne en) äqui alen en Einpe sonen-Einkommen ausge-
gangen. Diese Um echnung des Haushal seinkommens üh im E ek zu eine
s ä ke en Gewich ung kinde eiche Familien3• Bei gegebene Kinde zahl
kann
sich demnach im E gebnis das Einkommen um so s ä ke e höhen,
je
höhe die
Kinde zahl is , ohne
daß
de G enznu zen und dami das Ve eilungsgewich
abnimm . Die A de on eine amilieno ien ie en Ve eilungspoli ik zu
se zenden Akzen e is dami o gegeben: Begüns igungen du ch Kinde geld
müssen au jedem Einkommensni eau mi de Zahl de Kinde p og essi
s eigen. Unbean wo e bleib bei de a igen Analysen eilich die F age, wie
kons an die e mi el en Ve eilungsgewich e in einem dynamischen poli ischen
P ozeß sind.
Haup gegens and on Modellen, die sich mi de zwei en F ages ellung
be assen, is die op imale In es i ion in Kinde du ch p i a e En scheidungs ä-
ge ,
d.
h.
du ch die El e n. Die in ellek uelle T adi ion solche Modelle geh
unzwei elha au G.
S.
Becke zu ück, de (1960) den Beg i de "child quali y"
(Ausbildungsni eau de Kinde ) in die Diskussion ein üh e. Kennzeichen de
Bes immung des p i a en Nu zenop imums in den heu igen Modellen
de
Fe ili ä sen scheidung is dahe nach
wie
o ein ade-o zwischen Kinde -
wunsch (Anzahl de Kinde ), ökonomisch bes immba em Lebensglück de
Kinde (child quali y) und p i a em Wohle gehen de El e n4, wobei alle dings
3 Zu Technik solche "Vollpe sonen-Rechnungen" siehe auch: D i e Familienbe-
ich , Bundes agsd ucksache 8/3121,
1979,
S.35.
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32
F ank Klanbe g
die Spezi izie ung de o wiegend aus Zei kos en bes ehenden Au wendungen
de EI e n, die zu E zielung eines bes imm en Ni eaus
an
Kindquali ä
e o de lich sind, zu eilweise komplizie en Modellansä zen ge üh ha .
Die zwei e g undlegende in de a igen Modellen en hal ene Idee bes eh in de
Ein üh ung eine Meh gene a ionen-Nu zen unk ion.
De
ökonomische Ke n
dieses Gedankens bes eh in de Vo s ellung, ein als Angehö ige eine
bes imm en Gene a ion ge ade lebende E wachsene sei nich
nu
an
seinem
eigenen Konsumni eau, sonde n auch
am
du ch eine geeigne e ökonomische
Va iable ep äsen ie ba en Wohle gehen seine Kinde in e essie . Die Idee
eine Gene a ionen olge-P ä e enz inde inzwischen ih en konsequen es en
Ausd uck im Konzep eine "dynas ischen Nu zen unk ion" (Becke und Ba o,
1986), in welche de Nu zen eine EI e ngene a ion die Summe des Nu zens aus
eigenem Konsum
und
dem Lebensnu zen jedes ih e Kinde
und
Kindeskinde
is , wobei de Lebensnu zen zukün ige Gene a ionen mi einem
Fak o
diskon ie wi d, de den
G ad
des el e lichen Al uismus gegenübe Kinde n,
Enkeln, U enkeln usw. -ode besse : den
G ad
des In e esses
am
Fo bes and
de eigenen Sippe -symbolisie .
Diese G undideen lassen sich nun mi dem Thema Familienlas enausgleich
e knüp en. Dabei is zunächs zu un e suchen, un e welchen Vo ausse zungen
es zu eine Di e genz zwischen p i a em
und
sozialem Op imum bei de
Fe ili ä sen scheidung kommen kann. Mindes ens ebenso in e essan is indes
die F age,
ob
die
Fo m
des Al e ssiche ungssys ems
da au
einen Ein luß ausüb .
Es geh hie bei nich
nu
um den wissenscha lichen Nachweis, sonde n auch um
e en uell poli isch da aus zu ziehende Konsequenzen. So sp ich sich
z.
B.
auch
de Sach e s ändigen a (Jah esgu ach en 1986/87, Zi e 316) da ü aus, die
Ren en e siche ung als "D eigene a ionen e ag" anzulegen und neben Bei ä-
gen de Ak i en auch die Leis ung des Au ziehens on Kinde n en en ech lich
zu be ücksich igen
5• Im olgenden sollen dahe diese F agen analy isch au gea -
bei e we den.
2_2
Annabmen
und
S uk u de CIGNO-ModeUe
Eine Analyse on Rückwi kungen des Kinde las enausgleichs au amiliale
En scheidungsp ozesse e o de eine dem Analysenzweck angepaß e Modell-
s uk u . Die beiden on Cigno (1983 und 1986) en wickel en Modelle sind da ü
exempla ische Beispiele. Au S uk u und E gebnisse de selben
muß
dahe
e was aus üh liche eingegangen we den, dami ein Ve gleich mi dem anschlie-
4 Ökonomisch e wand e F ages ellungen inden sich
z.
B.
in A bei en zum P oblem
de op imalen Be ölke ungszahl. Besonde s ele an e Beispiele sind Mi lees (1972),
Ne lo e. Razin und Sadka (1982 sowie
1984)
sowie insbesonde e Ecks ein und Wolpin
(1985).
5 Die Li e a u zu diesem Thema is um ang eich und kon o e s; zu Übe sich en siehe
P inz und Klanbe g(1985) sowie E be (1986); zu einem in e essan en neuen Vo schlag, de
einen ex e nen E ek bei de p i a en Fe ili ä sen scheidung alle dings o ausse z ,
gI.
Rich e und Weinmann
(1987).
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46432-6 | Gene a ed on 2023-01-16 12:48:30
Konzep e eines op imalen Familienlas enausgleichs
33
ßend en wickel en Modell möglich is . Kons i u i ü die Cigno-Modelle sind
olgende Annahmen:
(a)
Die handelnden Ak eu e (Haushal e) e en ih e En scheidungen als ep e-
sen a i e agen un e Siche hei . Kinde gehö en, wie es die ökonomische
Theo ie de Familie6 e o de , zu den En scheidungs a iablen
de
El e n.
(b)
De Zei ho izon de zu e enden En scheidung e s eck sich übe meh als
eine Pe iode.
In
diesem Sinne handel es sich um sinngemäße Übe agungen
de g undlegenden Idee eines Modells mi übe lappenden Gene a ionen in
den Vo bilde n on Samuelson
(1958)
sowie Diamond
(1965).
Diese
in e empo ale En scheidungsho izon wi d jedoch aus G ünden analy i-
sche Handhabba kei jeweils s a k s ilisie .
Im
Cigno-Modell on 1983
(CIGNO
I)
leben Indi iduen zwei Pe ioden: zunächs als Kinde (Pe iode
1),
wo sie nu konsumie en, danach als E wachsene (Pe iode
2),
wo sie sowohl
a bei en als auch konsumie en.
In
Pe ode 1 gib es eine bes imm e Anzahl
E wachsene (aus de Vo pe iode) und eine zu bes immende Anzahl Kinde .
Im Modell des gleichen Ve asse s aus dem Jah e 1986
(CIGNO
11)
wi d die
gesam e p i a e En scheidungsak i i ä
au
eine Planpe iode konzen ie .
Geld- und Zei au wand ü Kinde haben und -e ziehung e olgen ideali e
an
de en An ang, Übe gabe akkumulie e Pe iodene spa nisse
an
die nach ol-
gende Gene a ion an ih em Ende
7.
(c)
In jede Pe iode sind Gü e - und A bei sma k du ch Spo ma k bedingun-
gen gekennzeichne . Die in de Pe iode zu Wel gekommenen Kinde
s ehen in de Folgepe iode + 1 oll dem A bei sma k zu Ve ügung.
Haushal e sind gleichzei ig P oduzen en in dem Sinne,
daß
ihnen Gewinne
aus de P oduk ion, sei es als Konsumgu ode als bi unk ionales Konsum-
gu /Kapi algu , unmi elba zukommen.
Au dem Hin e g und diese Basisannahmen können nunmeh die Nu zenmaxi-
mie ungsp og amme de einzelnen Modelle und die dami implizie en ade-
o s
e glichen we den.
Im
Modell
CIGNO
I maximie de Haushal eine
Nu zen unk ion olgende A
(1) U = U(a)
+lXn
U(q),
wobei U eine s ik konka e Funk ion is .
De Gesam nu zen se z sich addi i aus zwei Komponen en zusammen: dem
Nu zen, den die in Pe iode 1 o handenen E wachsenen aus ih em P okop e -
b auch a ziehen, sowie dem mi einem kons an en Fak o S
(X>
1 gewich e en
6 Siehe dazu: Zimme mann (1986) sowie
on
Zameck
(1986).
7 Cigno (op. cil.,
S.
1036)
sp ich deshalb on eine "simple pe iod analysis wi h
o e lapping gene a ions s uc u e".
8 Wie sich aus
(1)
leich ablei en läß , kann de Ausd uck (I/IX)
-1
als p i a e
Zei p ä e enz a e de Ve schiebung on Konsum aus de Gegenwa in die Zukun
in e p e ie we den.
3 Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
175
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34 F ank Klanbe g
Nu zen, de aus dem P okop e b auch q de in Pe iode 1 gebo enen n Kinde
esul ie , wenn diese in Pe iode 2 selbs e wachsen sind. De Ansa z implizie
s eigenden Gesam nu zen mi de Anzahl de Kinde , gewich e alle dings mi
dem Wohls andsni eau, das die Kinde spä e als E wachsene e eichen.
Wei e hin we den die ma e iellen Kinde kos en in Pe iode 1 lediglich als eine
kons an
(je
Kind) angenommene Ve minde ung des Lebenss anda ds
ade
E wachsenen be ach e .
Die Ak eu e in diesem Modell haben also die Wahl zwischen olgenden
Op ionen: gegenwä ige Lebenss anda d
a,
Anzahl de Kinde n und de en
spä e e Lebenss anda d
q.
De P okop konsum ungie dabei als Wohls ands-
indika o , de wiede um ein
Maß
ü die eigen lich zu de inie ende Va iable
"Kinde quali ä " is . Das P og amm en häl keinen zusä zlichen ade-o
zwischen Ans engungen zu E höhung des eigenen Konsums du ch A bei sein-
sa z und Ve zich
au
A bei . F eizei und A bei szei sind exogen gegeben. Es sei
beme k ,
daß
die Kinde zahl n in
(1)
nich als A gumen de Nu zen unk ion
au auch , ohne
daß
die gewähl e Fo mulie ung dem Sinn de aus de
ökonomischen Theo ie de Familie gewohn en Ansä ze zuwide lie e.
Zu
dem P og amm max! U in
(1)
is je z eine Budge besch änkung zu
{a,n,q}
o mulie en. Sie lau e
w2
-q
G+Wl
+n--=a+n(c+wd
l+
(2)
wobei bedeu e : G de "P okop gewinn" in Pe iode
1,
d.h. de Übe schuß
zwischen Einnahmen und Ausgaben; wj(i = 1,2) is de Lohnsa z in Pe iode
i,
de im Cigno-Modell in Gü e einhei en gemessen wi d, also einem P okop -
Einkommen aus A bei gleichse zba is ; is de Zinssa z, de ü ein Da lehen
in Pe iode 1 gil . Au de linken Sei e on
(2)
s ehen somi Te mini de
Mi elhe kun , au de ech en solche de Mi el e wendung. Le z e e um assen
die di ek en Kos en p o Kind
c,
mul iplizie mi de Anzahl de Kinde n sowie
den Oppo uni ä skos en, die hie aus G ünden de Ve ein achung mi
nW
l
angese z we den. In e p e ie man die linke Sei e on
(2)
en sp echend, so i
die S uk u des Modelles kla e als in de u sp ünglichen Ve ö en lichung
he o : Die Ausd ücke G + W1 s ellen Fak o einkommen da , welches on den
El e n in Pe iode 1 e ziel wi d, wäh end de Ausd uck n(w2 -q)/(1 +
)
als
abdiskon ie e Bei ag zu "Al e ssiche ung" in Pe iode 2 au zu assen is , de
on den Kinde n bezahl we den muß. Das Modell
CIGNO
I is dahe als
"Gene a ionen e ags"-Modell de Al e ssiche ung und des Familienlas en-
ausgleichs anzusehen.
(3)
Aus de Lösung des P og amms max!
(1)
u.d.N.
(2)
olg
U'(a)
--=I+
a;U'(q)
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Konzep e eines op imalen Familienlas enausgleichs
35
und
cxU(q)
w2
-q
--=C+Wl---·
U'(a)
l+
(4)
Die Op imal bedingung
(3)
ha
die aus consump ion-loan Modellen e au e
Fo m. Die G enz a e de Subs i u ion zwischen dem Lebenss anda d in den
bei den Pe ioden muß den K edi zinsen en sp echen, die en s ehen, wenn eine
Einhei des Nume ai e Gu es in Pe iode 1 geliehen wi d. Bedingung
(4)
besag ,
daß die G enz a e de Subs i u ion zwischen de Anzahl de Kinde und
Konsum in Pe iode 1 gleich den Kos en eines zusä zlichen Kindes sein muß.
Im P og amm
CIGNO
I is die Modellie ung de Kinde kos en äuße s
udimen ä und wenig wi klichkei snah. Dies
ha
e mu lich mi zu En wick-
lung eines Nach olgemodells (CIGNO
11)
beige agen, in dem die Kinde kos en
explizi spezi izie sind. Das Op imie ungsp oblem
ha
olgendes
Fo ma :
(5) max! U
(a,
n,
q).
{a.n.
q}
Auch in diesem Modell gib es keine Wahlmöglichkei bezüglich
de
Au eilung des Zei budge s in A bei s- und Nich a bei szei . Die insgesam
e ügba e Zei eines Haushal s is ielmeh ausschließlich au Kinde e ziehung
und Einkommense zielung au eilba .
A gumen e de quasi-in e empo alen Nu zen unk ion
(5)
sind de kindunab-
hängige Konsum a e wachsene Haushal smi gliede , die Anzahl de Kinde n
sowie eine Va iable
q,
die ähnlich
wie
in o he gehenden Modell die Quali ä
on Kinde n wide spiegel . Ande s als im Modell
CIGNO
I wi d alle dings q in
Fo m eine Funk ion
V(.)
einge üh :
(6)
q =
V(b,
c, ).
De Nu zen U is somi eine s eigende Funk ion de Kindquali ä
q.
Diese is
wiede um eine s eigende Funk ion de Au wendungen de El e n ü ih e Kinde
in Fo m on Zei
,
in
Fo m
on Geld c und des an Kinde zu e e benden
Ve mögens
b.
Zu
disku ie en bleib die Budge besch änkung, die im Modell
CIGNO
11
olgende
Fo m
annimm :
(7) a + np = Bo +
m(1
-9) W + '1'.
Au de ech en Sei e on
(7)
s ehen Te mini de Mi elhe kun : Bo is das
Geld e mögen, das El e n zu Beginn ih e eigenen E wachsenenphase on ih en
Vo ah en übe nehmen; de Ausd uck
m(l-
9)w
ep äsen ie ein Ne oa bei s-
einkommen bei oll ausgeschöp e A bei skapazi ä nach dem " ull income"
Konzep mi m als maximale A bei skapazi ä eines Haushal s, w dem Lohnsa z
und 9 dem S eue sa z au A bei seinkommen9; p is ein lump-sump T ans e ,
9 Das a sächliche A bei sangebo in S unden e gib sich aus de Obe g enze m du ch
Abzug de Zei kos en ü Kinde , x =
n-n .
Man
e sieh da aus,
daß
"leisu e" in diesem
Modell nich exis ie . Das B u oa bei seinkommen y e gib sich als y =
wx
= w(m -n ).
3*
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36
F ank
Klanbe g
de zwa ü die p i a e Op imie ungsen scheidung bedeu ungslos is , im Modell
abe einge üh wi d, um spä e als Re e enzlinie ü inanzpoli ische Maßnah-
men des S aa es zu dienen.
Die Mi el e wendung au de linken Sei e on
(7)
se z sich zusammen aus
den Ausgaben ü den p i a en eigenen Konsum a sowie den Ne okinde kos en
np. De inie ba is die Va iable p (Cigno bezeichne sie als "P eis" eines Kindes)
nu ü ein bes imm es anges eb es Quali ä sni eau
q.
Ökonomisch ep äsen-
ie q den Lebensnu zen de Kinde in de
(ex
an e) Vo s ellung de El e n. Es
läß sich deshalb eine Funk ion z = z(q,
qJ,
W,
1:) de inie en, die alle di ek ode
indi ek kos en e u sachenden Fak o en in bezug au Kinde en häl :
qJ
bezeichne eine Va iable, welche die di ek en Kinde kos en c in
(6)
nach
i gendeine Vo sch i de Bemessung des Kinde geldes
(z.
B.
als p opo ionale
An eil) e minde ; W
==
w(l-
9); und
1:
is ein S eue sa z eine A E ban all-
s eue , die
au
b e hoben we den kann. Es gil e ne Zq,
ZO)'
Z,
>
0;
z'"
> o.
Aus den Bedingungen
1.
O dnung ü ein Op imum e geben sich ü die
Lag ange unk ion
(8)
L=
U(a,
n,
q)
-
l(a
+ np -
BQ
-
mw
- p)
zwei leich in e p e ie ba e Beziehungen
10
(9)
U./U.=p
und
(10)
GI.
(9)
besag ,
daß
die G enz a e de Subs i u ion zwischen dem Konsum eines
E wachsenen und de Kinde zahl dem "P eis" eines zusä zlichen Kindes
en sp echen muß; gemäß
(10)
muß die G enz a e de Subs i u ion zwischen
E wachsenenkonsum und Kindquali ä den G enzkos en de Kindquali ä
en sp echen.
3. Ein e allgemeine es amilienpoli isches Modell
au
de G undlage
des Ansa zes
on
H. Ball
Im Jah e 1984 ha H. Ball eine A bei e ö en lich , die sich in seh
um assende und o iginelle Weise mi den Zusammenhängen zwischen Kapi al-
bildung, Ausbildungsin es i ionen ü Kinde und Al e ssiche ungssys emen
be aß . Die Bedeu ung diese A bei ü das Thema Gene a ionen e ag und
Familienlas enausgleich is ,
wie
es
schein , bishe nich e kann wo den. Ein
wesen liche
G und
da ü dü e eilich da in liegen, daß Ball den o malen Teil
10 Die Bedingungen
(9)
und
(10)
gel en un e de Vo ausse zung eie Wählba kei on
n.
De Kinde wunsch
muß
also imme un e halb de G enze des biologisch Möglichen
bleiben, was ü en wickel e Volkswi scha en
im
Du chschni siche zu i .
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Konzep e eines op imalen Familienlas enausgleichs 37
seines Ansa zes ausschließlich au den speziellen Fall eine Cobb-Douglas-
Nu zen unk ion besch änk . Die Allgemeingül igkei de E gebnisse is
dahe
nich ohne wei e es o auszuse zen. Au diesem Hin e g und bes eh de Zweck
des olgenden Abschni s in zweie lei:
(1)
Fo mulie ung des Ansa zes in eine allgemeinen Fo m, die geeigne is , die
Analogie zu den Cigno-Modellen sich ba zu machen;
(2)
Modi ika ion de allgemein o mulie en Ansä ze mi dem Ziel, den Ein luß
de Ausges al ung des Al e ssiche ungssys ems
au
p i a e Fe ili ä sen -
scheidungen au zeigen zu können.
Wie in den Cigno-Modellen geh es also im e s en Sch i um die Ablei ung de
Bedingungen ü ein p i a es Alloka ionsop imum.
Da au
au bauend we den
dann
( gl.
Abschni
4.3)
aus dem Ve gleich on p i a em und gesellscha lichem
Alloka ionsop imum Schluß olge ungen ü die Ges al ung des Kinde las en-
ausgleichs gezogen we den.
3.1
Moden
I:
Al e ssicbemngssys em als s ilisie es
Umlage e ab en
Das Modell wi d du ch olgende Annahmen cha ak e isie :
(1)
Das e zeug e
P oduk
Yeine Eingu wi scha wi d mi Hil e de Fak o be-
s ände B und K gemäß
(11)
Y,
= J
(B"
K,),
JB
> 0,
JK
> 0
e zeug , wobei B de A bei ss ock und
K,
de Kapi als ock is , de in de
P oduk ionsphase olls ändig e b auch wi d.
(2)
Die in gebo enen Kinde bilden den A bei ss ock de Folgepe iode:
B +1
=n.
(3)
Die Gü e p oduk ion in eil sich au in d ei Ve wendungsa en : Bildung
des Kapi als ocks, de am Beginn de Pe iode + 1 zu Ve ügung s ehen
muß; Konsumausgaben de E wachsenengene a ion M ; Ausgaben ü die
Gü e e so gung de äl e en Gene a ion R ("Ren enausgaben")
(12)
Y =
K'+l
+M +R,.
(4)
De eigene Konsum
M
se z sich zusammen aus den Konsumausgaben a
i.e.S. sowie den als p opo ional zum Konsum de El e n angenommenen
Kinde kos en.
De
P opo ionali ä s ak o sei
~(O
<
~
<
1)
(13) M, =
a,
+
~a,n
= a,(1 +
n~)
(5)
Die Ren enausgaben R bilden einen es en An eil des Sozialp oduk s
(14)
R =
IXY"
O<IX < 1
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38
F ank
Klanbe g
Au diesem Hin e g und maximie en die En scheidungs äge eme quasI-
in e empo ale Nu zen unk ion
(15)
V=V(a,n,A)
Die A gumen e a und n -de Ein achhei halbe ohne Zei indices gesch ieben
-sind in den Annahmen be ei s de inie ; A is de Konsum
(==
Lebenss an-
da d), den das Indi iduum nach seinem Ausscheiden aus dem E we bsleben, also
in de "Ren ne phase" +
1,
e eich .
In
de Be ücksich igung des gene a ionen-
e se z en Konsums A bes eh de g undlegende Un e schied zu den Maximie-
ungsp og ammen de Cigno-Modelle.
Do
wi d übe q (
==
Wohl de Kinde )
maximie , und die Lohnsä ze W1 und W2 sind bekann .
Im
o liegenden Fall de
GI.
(15)
wi d -in die Te minologie des Modelles
CIGNO
I übe se z -die
Va iable
(W2
-
q)
maximie .
De
An eil de Ren enausgaben
am
Sozialp oduk
in
(14)
läß sich als mak oökonomisches Ren enni eau in e p e ie en.
De
Becke 'sche G undgedanke eines Aus ausch e häl nisses zwischen
"Quan i ä "
und "Quali ä " on Kinde n wi d in
(15)
modi izie ,
da
de ade-
o zwischen dem ma e iellen Lebenss anda d eines ep äsen a i en Indi idu-
ums in zwei s ilisie en Lebensphasen (E we bs- und Ren enphase) und de
Anzahl de Kinde e olg . Das s a k al uis isch gep äg e Mo i de An isie-
ung eines höhe en Lebenss anda ds ode Wohls de Kinde als Komponen e
des Nu zens de El e n wi d im Ansa z Balls e gänz du ch ein egois isches
Mo i de eigenen Zukun s o so ge. Kinde we en einen ökonomischen
Nu zen in doppel e Weise ab. E s ens haben sie ü ih e El e n einen Eigenwe
und s i en einen Konsumnu zen, zwei ens sind sie ein kün ig e wendba e
P oduk ions ak o und besi zen deshalb einen In es i ionsnu zen.
Zu
analy ischen Ve ein achung sei angenommen,
daß
die Haushal e den in
Pe iode zu P oduk ion eingese z en Kapi als ock K ih en Nach olge n
ge ade wiede in de al en Höhe hin e lassen: K + 1
~
K • Dami e ein ach sich
A =
a
(n,
K +
1)
zu A = R =
a
(n,
K
),
und man e häl als Lag ange unk ion
(Zei indices weggelassen)
(16)
L=
V(a,n,R)+Jc[K
+a(1
+n~)+(a-l) (n,K)]
wo aus die Bedingungen
1.
O dnung
olgen
(17)
(18)
(19)
(20)
Va+A(1+n~)=O
Vn+ VR•
a. .+Jc[a~+(a-l) nJ
=0
VRa K+Jc[1
+(a-l) KJ
=0
K
+a(1
+n~)+(a-l) (n,
K)=O.
Aus
(17)
bis
(20)
esul ie nach einigen Um o mungen
(21)
Vn ( n)/( K) -
~a
Va
1
+n~
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Konzep e eines op imalen Familienlas enausgleichs 39
Im Zähle de ech en Sei e on
(21)
ep äsen ie das Ve häl nis
de
G enzp oduk i i ä en ,,/ K den E ag de In es i ion in Kinde , wäh end
~a
die au zuwendenden Kos en sind. De Nenne 1 +
n~
symbolisie die Summe
alle Kinde kos enan eile und kann als Gewich s ak o in e p e ie we den. GI.
(21)
besag ,
daß
eine E wachsenengene a ion um so ehe be ei is ,
au
gegenwä igen Konsum zuguns en de "P oduk ion" on Kinde n zu e zich-
en, je o eilha e die Di e enz zwischen E ag und Kos en wi d.
3.2 Modell
11:
Al e ssiche ung
als s ilisie es
Anwa scha sdeckungs e ah en
Um das Szena io eines Anwa scha sdeckungs e ah ens modellie en zu
können, muß un e den Annahmen
(1)
bis
(5)
des Modelles I lediglich die ün e
ausge auch we den.
Im
Modell
11
wi d de Kapi als ock du ch Anspa en on
Teilen des Sozialp oduk s de lau enden Pe iode au gebau mi dem Ziel, aus
den E ägen des Kapi als ocks in de Folgepe iode die Ren en zu zahlen.
Fü
diesen Fall läß sich e ein ach sch eiben
(22)
Das Op imie ungsp og amm lau e
(23)
n.d.N.
(24)
maxI U = U(a,n,A)
{a.n.A}
(n,K)=a(l
+
~n)+
K
+ KK
=
a(l
+
~n)
+
K(l
+ K)'
Die Lösung dieses P og amms lie e in Analogie zu
(16)
bis
(21)
die Beziehung
(25) Un
n-~a
--
--
Ua 1 +
~n
Beim Ve gleich de E gebnisse
(21)
und
(25)
äll au ,
daß
sich die G enz a e
de Subs i u ion zwischen Konsum in de Gegenwa und In es i ion in Kinde
nu du ch den
Fka o
l/ K
au de E agssei e un e scheide . Es gil
(26)
I
Uni""'
I
Uni
J.
""'J.
{'""' 1
-Ci
'<
-Ci
+-+-- '<
n--+JK'<
.
al
all
JK
Die Be ei scha zum Konsum e zich in de Gegenwa is also in einem
"Anwa scha sdeckungs e ah en" g öße als in einem "Umlage e ah en",
wenn das G enzp oduk des Kapi als den We eins übe s eig .
Fü
sich
genommen is dieses E gebnis noch nich sonde lich aussagek ä ig.
Man
kann
dahe an diese S elle lediglich sagen, daß die Haushal e un e schiedliche p i a e
Alloka ionsop ima e eichen, wenn das eine Al e ssiche ungssys em du ch ein
ande es e se z wi d.
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46
F ank
Klanbe g
mi
(39a)
(39b)
u.d.N.
(40)
(K,
N)=K
+ I aj(1
+~nj)+lX (K,
N)
j
wobei zu Ve ein achung wiede um K
~
K + 1 un e s ell wo den is . Mi Hil e
de Lag ange unk ion
(41)
L=
I Vj(aj,
nj,
Ri) +
A.[K
+ I
ai(1
+
~ni)
+
(IX
-1) (K,
N)]
i
und den zugehö igen Bedingungen
1.
O dnung e häl man nach einigen
Um o mungen als E gebnis
(42) E Vn;
E(~ai)
-( N)/( K)
EVa; E(1 +
~ni)
GI.
(42)
is die op imale G enz a e de Subs i u ion zwischen Kinde zahl und
Konsum de El e ngene a ion, d.h. alle i Indi iduen de Gesellscha zusam-
mengenommen.
Aus
(30)
is bekann , daß ü ein p i a es Alloka ionsop imum gil
(43)
Vn;
~ai
-
--
Va;
1 +
~nj
Beim Ve gleich on p i a em und gesellscha lichem Op imum zeig sich
(44)
_~_a,_.
>
-=--~
a--,--i
---,----:.:-U.:c.:;N
)-=--/
(-=-};=K)
1 +
~nj
1 +
~ni
d.
h.,
es
lieg ein du ch das Al e ssiche ungssys em he o ge u ene ex e ne
E ek 17 o , de zu eine zu nied igen Kinde zahl üh
173.
Um die beiden
17
Zu
ModelIie ung eines ex e nen E ek es bezüglich de Kapi albildung in einem
übe lappenden Gene a ionen-Modell siehe Kanaya (1984,
S.
203-207, insbes.
S.
206).
Im
Kanaya-Modell en s eh die Ex e nali ä dadu ch,
daß
El e npaa A und Schwiege ei e n-
paa
B sich nich
da übe
abs immen, wie iel Kapi al jede on ihnen dem
Sohn/Toch e -
Haushal
als E bscha hin e lassen will. Sinngemäß könn e
man
in den obigen Familien-
poli ik-Al e ssiche ungsmodellen ielleich sagen, de ex e ne E ek komme du ch einen
173
In
eine empi ischen Un e suchung ü die USA
komm
Swidle (1986) zu dem
E gebnis,
daß
ein Ans ieg on Sozial e siche ungs en en zu eine Ve inge ung de
Familieng öße (Kinde zahl) üh , alle dings bei seh kleine Elas izi ä des Zusammen-
hangs.
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Konzep e eines op imalen Familienlas enausgleichs 47
G enz a en in Übe eins immung zu b ingen,
müß e
die Kinde zahl
ni
au
de
linken Sei e de Ungleichung
(44)
s eigen
und
de
Konsum
ai en sp echend
sinken.
Es en s eh je z die F age,
ob
die Ex e nali ä e schwinde , wenn
man
on
einem Umlage e ah en gemäß Modell I zu einem Anwa scha sdeckungs e -
ah en gemäß Modell
11
übe geh . Die Bedingung ü ein p i a es Alloka ions-
op imum im Modell
11
e gib sich aus (25):
(45) U.,
~aj- .,
-
---
Ua,
l+~nj
Zu
Bes immung des gesellscha lichen
Op imums
is die
Funk ion
(46)
mi
(47)
I,
Rj= d(K,
N) und
N=I,nj
un e de Budge besch änkung
(48)
(K,
N)=
I,
aj(l
+~nj)+K(l
+ K)
j
zu maximie en. Dies lie e mi
(49)
I U.,
I(~aj)
-
N
I Ua,
I(1
+
~nj)
eine zu Gleichung
(42)
analoge Beziehung.
Die Bedingung ü ein soziales
Op imum
in einem "Anwa scha sdeckungs-
e ah en" ge n. GI.
(49)
da
je z abe nich
meh
mi de Bedingung (45) bzw.
(25)
ü ein p i a es Op imum e glichen we den, sonde n die hie in Be ach zu
ziehende Ve gleichssi ua ion en sp ich dem p i a en
Op imum
in GI. (30), d.h.
eine Si ua ion, in de die Indi iduen den Ein luß ih e p i a en En scheidung
hinsich lich de Kinde zahl
au
das zukün ige Sozialp oduk nich be ücksich i-
gen.
Fo mal
esul ie olgende Ungleichung:
(50)
~a
~a- N
-->--
1 +
~n
1 +
~n
In e essan e weise e schwinde die Ex e nali ä auch in einem Anwa -
scha sdeckungs e ah en nich öllig, denn
auch
un e diese Kons ella ion
we den au g und p i a e En scheidungen wenige
Kinde
in die Wel gese z ,
als sozial op imal wä e.
Man
soll e keineswegs übe sehen,
daß
dieses eine
Konsequenz de Modell omulie ung is . Sobald die Bei äge
de
Kinde
als
P oduk ions ak o en zum Sozialp oduk (übe die gesam wi scha liche
P o-
duk ions unk ion) nich meh wie im Al e ssiche ungssys em eine G oß amilie
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48
F ank Klanbe g
(Ball, 1984, 167 .) den El e n selbs zugu ekommen, schwäch sich de An eiz de
El e n, Kinde zu haben, in dem Maße ab, wie de "In es i ionsnu zen"
schwinde und
nu
noch de "Konsumnu zen" de Kinde ü de en El e n -de
We de Kinde als Pe sonen an sich, um wiede in de Te minologie de
CIGNO-Modelle zu sp echen - ü die Fe ili ä sen scheidung maßgeblich
wi d.
F eilich gib es zwischen Umlage- und Anwa scha sdeckungs e ah en de
Al e ssiche ung einen beach lichen Un e schied, dessen Bedeu ung un e s i-
chen we den muß. Beim Ve gleich de Op imalbedingungen
(44)
und
(43)
sieh
man, daß das G enzp oduk des Kapi als in le z e e nich meh au auch .
Inhal lich bedeu e das, daß die Auswi kungen des p i a en Op imie ungskal-
küls au den Kapi alma k in einem Anwa scha sdeckungs e ah en (wie es
hie modellie is ) in e nalisie we den.
Als
Ex e nali ä bleib lediglich üb ig,
was man den "Humankapi ale ek " -die Un e schä zung de ü ein soziales
Op imum e o de lichen
Kinde zahl-
eines solchen Al e ssiche ungssys ems
nennen könn e
18
•
In
de ModelIie ung eines Umlage e ah ens gemäß Glei-
chung
(27),
wo nich de Kapi als ock, sonde n die Ren e als A gumen de
Nu zen unk ion einge üh wo den is , komm ein Kapi alma k e ek hinzu. Es
dü e in ui i plausibel sein,
daß
ein ökonomische Mechanismus, in dem
p i a e Kapi albildung ü Zwecke de Al e ssiche ung keine nu zens eige nde
Wi kung im Kalkül eines Indi iduums ha , im Gesam e gebnis zu eine
olkswi scha lich subop imalen Kapi alakkumula ion üh en muß. Die im
o liegenden Modell abgelei e en E gebnisse können dahe als S ü ze de o
allem on Engels (1987) e e enen Au assung in e p e ie we den, demzu olge
ein Umlage e ah en in doppel e Weise "schädlich" is . Es bie e keinen An eiz
ü eine aus eichende Kinde zahl, und
es
blockie die gesam wi scha lich
no wendige Kapi albildung. Eine en scheidende F age wä e dann,
ob
das
Op imie ungskalkül des Modelles III in Abschni
3.3
diese A bei ein ealis i-
sches Abbild de An eizwi kungen is , die om in de Bundes epublik Deu sch-
land exis ie enden Ren en e siche ungssys em ausgehen.
Ein ande es he o zuhebendes Resul a bes eh da in,
daß
jede Ausges al-
ungs o m eines Al e ssiche ungssys ems auße halb de Absiche ung de Nich -
meh -E we bs ä igengene a ion im Ve band de G oß amilie einen ex e nen
E ek de da ges ell en A p oduzie .
Nu
du ch Einbe ung in eine G oß ami-
lie kann ein Indi iduum siche sein, den "In es i ionsnu zen" seine eigenen
Nachkommen auch unmi elba zu e hal en19•
18 Es soll hie
olTen
bleiben, ob diese
ElTek
du ch Ände ung de Modellkons uk ion
behebba wä e.
19 Von Mig a ionselTek en und e en uellen A bei sma k es ik ionen wi d im o lie-
genden Modell öllig abgesehen.
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Konzep e eines op imalen Familienlas enausgleichs 49
5.
Implika ionen
ü
ein op imales Kinde geldsys em
Wie müß e nun ein e izien es Kinde geldsys em un e de Ägide eines
umlage inanzie en Ren en e siche ungssys ems aussehen? O ensich lich müs-
sen p i a e Indi iduen e anlaß we den, die Anzahl de im Du chschni on
ihnen gewünsch en Kinde zu e höhen. Dazu bie e sich als amilien poli isches
Ins umen eine Senkung de du chschni lichen Kinde kos en an. Ein de a i-
ge kinde kos ensenkende T ans e sei Zen). Dieses Kinde geld muß ebenso
wie
die lau enden Ren enzahlungen R aus dem Sozialp oduk de jeweiligen
Pe iode bes i en we den. Fo mal muß dahe im Modell III bei un e ände e
Nu zen unk ion U = U(a,
n,
R) die Budge besch änkung modi izie we den.
Ans elle on
(28)
gil je z
(51)
Yz=K
+ [a(1 +
n~)-Z(n)]
+ R
wobei de Ein achhei halbe Yz + Z
(n)
= Y gese z we de.
Die leich ablei ba e (p i a e) G enz a e de Subs i u ion zwischen Kinde -
zahl und Konsum de El e ngene a ion wi d
dann
(52)
U.
~a-Z.
-
---
U.
1
+~.
Sie muß nunmeh mi de gesellscha lichen G enz a e de Subs i u ion, die
du ch Gleichung
(42)
gegeben is , e glichen we den, um das op imale Kinde -
geld ü ein zusä zliches Kind
(==
Zn)
zu bes immen.
Fü
das i- e Indi iduum
muß
gel en: p i a e G enz a e = gesellscha liche G enz a e,
d.
h.,
(53)
~a-Z.
!
~a-( Nl K)
1
+~.
1+~.
wo aus olg
(54)
Fü jedes zusä zliche Kind müß e sich das Kinde geld im Ve häl nis de
olkswi scha lichen G enzp oduk i i ä en on Human-
und
Sachkapi al e än-
de n.
Sind beide G enzp oduk i i ä en zumindes übe einen gewissen Zei aum
kons an , gil also
iN
I
K
=
')'
~
cons , so wä e eine e izien e Ausges al ung eines
solchen Sys ems mi eine linea en Kinde gelds a elung e eichba . Es wü de
gel en .
(55) Z = S ( Nl K) dn,
nE
[1,
...
ii]
(55a) --+Z = yn + cons .
--+
Z.
= Y
4 Sch i en d. Ve eins
.
Socialpoli ik 175
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50
F ank Klanbe g
Ein eale Anpassungsbeda wü de in einem solchen Sys em nu dann
o liegen, wenn sich die G enzp oduk i i ä en du ch echnischen Fo sch i
e ände n wü den.
Daß
mi eine de a igen Vo sch i e hebliche Ope a ion al
i-
sie ungsp obleme e bunden wä en, beda e mu lich keine wei e en E läu e-
ung.
6. Schluß olge ung
und
Zusammen assung
Das Haup anliegen diese A bei bes and da in, die Möglichkei en eine
alloka i en Beg ündung eines Kinde las enausgleichs zu übe p ü en. Vo ausse -
zung da ü is s e s de Nachweis eine Konsumex e nali ä im Sinne des
g undlegenden Ansa zes de mode nen ökonomischen Theo ie de Familie, aus
de en Vo handensein eine Be ech igung zu einem Eing ei en des S aa es in die
ökonomische En scheidung p i a e Indi iduen ü ode gegen das Au ziehen
on Kinde n abgelei e we den kann. Ein wei e e wich ige Un e suchungsge-
gens and konzen ie e sich au die F age, wie man das Zus andekommen eines
ex e nen E ek es ökonomisch e klä en kann. Du ch eine au den speziellen
Analysezweck zugeschni enen Ve allgemeine ung und Auswei ung eines in de
deu schen Li e a u o handenen Ansa zes (H. Ball) ließ sich ein dominie ende
Ein luß de
Fo m
des Al e ssiche ungssys ems nachweisen. Ein Umlage e ah-
en schneide dabei inso e n ungüns ige als ein Kapi aldeckungs e ah en ab,
als in jenem sowohl Kinde zahl als auch Kapi albildung im p i a en Ma k -
gleichgewich nied ige sind als im gesellscha lichen Op imum. Allein aus
E izienzgesich spunk en müß e de S aa dahe die Kos en de Au zuch eines
Kindes sub en ionie en.
Es
wä e siche lich e ehl , die Möglichkei en de Umse zung de E gebnisse
eine heo e ischen Analyse in p ak ische Familien- und Sozialpoli ik zum
augenblicklichen Zei punk zu übe schä zen. Das Konzep eines op imalen
Familienlas enausgleichs is noch nich genügend ausge ei , als daß
es
unmi el-
ba
poli ische Rendi en abwe en könn e
20
• Imme hin deu en die be ei s
o liegenden E gebnisse da au hin, daß eine O ien ie ung des Kinde las enaus-
gleichs an den im Du chschni de Volkswi scha an allenden Kinde kos en
eine sinn olle, wohl ah s heo e isch beg ünd ba e Ausges al ung da s ellen
könn e. Ein solches P og amm läß jedoch das gesam e Spek um mögliche
Ve eilungszielse zungen auße Be ach . Es is jedoch du chaus denkba und
z.
T.
auch be ei s nachgewiesen (Balce und Sadka,
1983
sowie Sheshinski und
Weiss, 1983),
daß
eine modell heo e ische Spezi izie ung bes imm e Ve ei-
lungszielse zungen auch zu eine Konk e isie ung de jeweils in Be ach zu
ziehenden Ins umen e üh
21
• Gene ell is indessen die Modellie ung spezi i-
20 Ähnliches gil mögliche weise in bezug au die ökonomische Theo ie de Familie
schlech hin. Zu eine de a igen Einschä zung siehe Walis (1987).
21
Die Wi kungen amilienpoli ische Ins umen e
wie
di ek e T ans e s (Kinde geld)
e sus F eibe äge im Einkommens eue ech au die Einkommens e eilung p i a e
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Konzep e eines op imalen Familienlas enausgleichs
51
sche Al e ssiche ungssys eme in einem dem amilienpoli ischen Analysezweck
angepaß en D ei-Gene a ionen-Zusammenhang noch zu udimen ä . Alle
Vo aussich nach sind deshalb au diesem Gebie noch subs an ielle Fo sch i e
zu e wa en.
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Beein lussung
de
Ve hal ensweisen de Familie mi
ökonomischen Mi eln
Von
wau
Albe s, Kiel
Die Bundes egie ung
ha
sich mi Rech zugu e gehal en,
daß
sie iel ü
Familien mi Kinde n ge an habe. Sie
ha
die on ih in de abgelau enen
Legisla u pe iode beschlossenen Leis ungs e besse ungen, die be ei s in K a
ge e en sind ode inne halb dieses ode des nächs en Jah es in K a e en
we den, au
10
M d.
DM
bezi e . Die wich igs en Maßnahmen sind die
E höhung bzw. Wiede ein üh ung eines Kinde eibe ags in de Einkommen-
s eue , e bunden mi eine Au s ockung des Kinde geldes ü Beziehe kleine
Einkommen, die die S eue o eile nich ausschöp en können (
5,45
M d. DM),
die Ein üh ung des E ziehungsgeldes
(2,8
M d.
DM)
und die Ane kennung on
Kinde e ziehungszei en bei de Al e ssiche ung ü alle Mü e ohne Rücksich
da au , ob sie Mi glied de gese z lichen Ren en e siche ung gewesen sind
(1,1
M d. DM). Das P esse- und In o ma ionsam de Bundes egie ung schließ
seine Übe sich übe diese Leis ungs e besse ungen mi dem Sa z: "Noch nie
ha
es
in de Nachk iegsgeschich e in eine Legisla u pe iode amilienpoli ische
Maßnahmen on solche Bedeu ung und solchem Um ang gegeben, wie sie on
diese Bundes egie ung und on de Meh hei des Deu schen Bundes ages
beschlossen wo den sind." Die Poli ike -bis zu Ebene de S aa ssek e ä e de
Bundes egie ung hinau -haben da aus geschlossen,
daß
es dami möglich sei,
die "Gebu en a e wiede zu e höhen."
1
Das S eben nach Geld is siche eine s a ke T ieb ede menschlichen
Handeins, wie iele Sp ichwo e und Redensa en bezeugen.
Man
könn e in
diesem Zusammenhang den Tanz um das goldene Kalb aus dem al en
Tes amen ode auch Goe hes Faus : nach Golde d äng , am Golde häng , doch
alles -abe mi dem Nachwo : ach, wi A men! -zi ie en. T o zdem is es
e s aunlich, wie ohne jede Wi kungsanalyse im poli ischen Raum solche
Aussagen übe posi i e Wi kungen on Geldleis ungen de ö en lichen
Hand
im Hinblick
au
das Ve hal en de Familien gemach we den; denn es gib auch
genügend Redensa en, die die Bedeu ung des Geldes ela i ie en: wie: Geld
mach bequem, abe nich glücklich ode : wo Geld die B au is ,
ha
de Teu el
ein
Ei
in die Wi scha geleg . Dami bin ich beim Thema, das de F age
nachgeh ,
wie
wei ma e ielle Hil en das Ve hal en de Familie beein lussen
können.
1 Poli ik, In o ma ionen aus Bonn, N .
8,
Dezembe
1985,
Hgb. P esse und In o ma-
ionsam de Bundes egie ung.
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54 Willi Albe s
Die ökonomische Wissenscha ha sich mi diese F age noch nich lange
beschä ig , weil die Familie als solche ü sie kein Fo schungsgegens and wa .
Na ü lich ha
es
sei langem in de Einkommen-, Ve mögen- und E bscha s-
s eue Familiene mäßigungen gegeben, die abe un e dem Ziel eine Bes eue-
ung nach de Leis ungs ähigkei ode de Ve wi klichung de s eue lichen
Ge ech igkei gesehen wu den. Au eine Ve ände ung de Ve hal ensweisen kam
es
dabei nich an. Ökonomen haben sich zwa auch ühe schon mi de
Ausges al ung eines Familienlas enausgleichs beschä ig und da au hingewie-
sen,
daß
ma e ielle Hil en ü die E üllung de auch im In e esse de Gesellscha
liegenden Au gaben de Familien wich ig seien. Abe e s im Rahmen de "neuen
Haushal sökonomik" ha die ökonomische Theo ie sich des Zusammenhangs
zwischen de Ände ung ökonomische G ößen und de Ve hal ensweisen de
Familien angenommen. Dabei wi d im Rahmen de heo e ischen Modellansä -
ze
mi Nu zen-Kos en-Analysen, ela i en P eisen, üppo uni ä skos en on
Kinde n usw. gea bei e . Das is legi im. P oblema isch is nu , daß e such
wi d, Ve hal ensände ungen ausschließlich aus de Ände ung ökonomische
G ößen abzulei en. Wenn dies
z.
B.
ü Gebu en e hal en nich be iedigend
geling , wi d die wi scha liche Lage de El e n amilie wäh end de Zei de
Gebu on Kinde n mi be ücksich ig , und man is be iedig , wenn man du ch
die Einbeziehung diese G öße einen höhe en Ko ela ionskoe izien en e häl .
In
ielen Fällen dü e
es
e olg e sp echende sein, die E klä ung im nich
ökonomischen Be eich bei psychologisch, soziologisch und nich zule z auch
eligiös bes imm en Ein lußg ößen zu suchen, die abe den Nach eil haben, daß
sie quali a i en Cha ak e haben und sich deshalb schwe in quan i a i e
G ößen übe se zen lassen,
wie
sie de Ökonom ü seine Modellanalysen
geb auch .
Um
nich miß e s anden zu we den: dami ziehe ich nich den Sinn de a ige
Modellanalysen in Zwei el.
Im
Gegen eil lie e n sie wich ige Baus eine zum
Ve s ändnis amilialen Handels. Man da nu nich e wa en,
daß
man bei eine
au ökonomische G ößen besch änk en Einbeziehung on Ein luß ak o en in
eine Modellanalyse die " olle Wah hei " e häl , wenn ein wich ige Teil de
Ein lußg ößen im nich ökonomischen Be eich lieg .
Sie
we den mich na ü lich agen - und zwa zu Rech ; denn K i isie en is
imme leich e als Besse machen
-,
wie
die e wähn en P obleme zu bewäl igen
sind. Ich muß ges ehen, daß ich nu seh bescheidene Zielse zungen e olge. Ich
we de nich e suchen, die Modelle zu Haushal sökonomik um die nach meine
Meinung wich igen imma e iellen Ein lußg ößen zu e wei e n. Ich we de mich
da au besch änken, Übe legungen anzus ellen, welche auße ökonomischen
Ein lußg ößen welche Ve hal ensweisen beein lussen und ob und gegebenen alls
au weiche Weise du ch om S aa es gese z e ökonomische Rahmenbedingun-
gen solche Ve hal ensweisen (P ä e enzen) zu ände n sind. Es lieg
au
de Hand,
daß
au diese Weise zus andegekommene E gebnisse nich meh als eine gewisse
Plausibili ä beansp uchen können. Doch auch das wä e im Ve häl nis zu de
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Die Beein lussung de Ve hal ensweisen de Familie
55
eingangs zi ie en Meinung de Poli ike ,
man
b auche
nu
10
M d.
DM
auszugeben, um das gewünsch e E gebnis zu e zielen, schon ein Fo sch i .
Ausgangspunk ü einen zweckmäßigen Einsa z s aa liche Hil smaßnahmen
ü Familien, wä e die Fes s ellung,
wo
De izi e bei ih e Au gabene üllung
o handen sind. Es is also bei den Au gaben de Familie anzuse zen, die eils
na u gegeben (ein Kind
kann
nu
on eine
Mu e
ausge agen
und
zu Wel
geb ach we den), eils du ch Rech sno men es gese z sind. Im allgemeinen
we den die olgenden Au gabenbe eiche genann , die mi Schwe punk , abe
nich ausschließlich au Kinde ausge ich e sind:-
1.
Die Familien siche n du ch die Gebu on Kinde n den Fo bes and de
Gesellscha . Zwa we den Kinde auch auße halb on Familien gebo en,
abe sie machen in de Bundes epublik wenige als
10
.
H. de jäh lich
gebo enen Kinde aus, so
daß
die zen ale Rolle de Familie ü den
Fo bes and de Gesellscha dadu ch nich angie wi d.
2.
Die Familien e üllen einen wich igen Teil de Daseins o so ge ü ih e
Mi gliede . Sie geh übe die Ve so gung mi lebenswich igen
Gü e n
wie
Nah ung, Wohnung und Kleidung hinaus
und
schließ auch die Au gabe ein,
den im A bei sleben s ehenden Mi gliede n
und
den Kinde n ein Ge ühl de
Gebo genhei zu geben. Regene a ion
K anke
und Hil sbedü ige gehö
eben alls zu diesen Au gaben.
3.
Die E ziehung de Kinde , die sich nich
da au
besch änk , sie lebens üch ig
zu machen, sonde n zu de auch die Vo be ei ung ü den spä e en Be u
(Placie ungs unk ion) und die Vemi lung on We o s ellungen als Rich -
schnu ü das eigene Handeln gehö , bilde eben alls, wenn auch in
A bei s eilung mi ande en Sozialisa ions äge n, eine wich ige Au gabe.
Ich bin da on ausgegangen,
daß
es
o diesem G emium sinn oll is , den
Schwe punk au die e s e Au gabe zu legen. Dabei möch e ich mich nich
dazu
äuße n, ob als be ölke ungspoli isches Ziel eine kons an e, sch ump ende ode
wachsende Be ölke ung anzus eben is . Meine Meinung dazu habe ich in
meinem Buch: ,Au die Familie komm
es
an'
zum Ausd uck geb ach . Ich gehe
on de P ämisse aus,
daß
die Poli ike eine E höhung de de zei igen
Gebu en a e mi eine Tendenz in Rich ung au eine Bes andse hal ung de
Be ölke ung ü wünschenswe hal en. Die F age lau e demen sp echend: mi
welchen Maßnahmen
kann
eine Ve ände ung des Gebu en e hal ens e eich
we den? Selbs diese F ages ellung dü e nich unums i en sein, weil sie
implizie ,
daß
Be ölke ungspoli ik ein in eg ale Bes and eil de Familienpoli-
ik is .
De
Ve such, Be ölke ungs- und Familienpoli ik saube zu ennen, is
eine spezi isch bundesdeu sche Eigena .
Denn
in ande en Lände n we den
ma e ielle Hil en ü Familien di ek im Hinblick
au
ih e be ölke ungspoli i-
schen Wi kungen angesp ochen, so
z.
B.
die hohen Kinde gelde in F ank eich
nach dem Ende des Zwei en Wel k ieges, die den Ru F ank eichs, es sei ein
s e bendes Volk, Lügen s a en soll en. O ensich lich
ha
de Mißb auch de
Be ölke ungspoli ik zu mach poli ischen Zwecken wäh end de NS-Zei dazu
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62
Willi Albe s
nich geschehen. Ich e mu e, daß dies beim Wü zbu ge und ande en P ojek en
eben alls un e blieben is . Abe selbs dann, wenn eine e s ä k e Un e b echung
de E we bs ä igkei als Folge des E ziehungsgeldes zu beobach en wä e, bliebe
die Auswi kung au das Gebu en e hal en o en. Um das beu eilen zu können,
müß e auch das Gebu en e hal en on Ve gleichsg uppen mi beobach e
we den, was abe
nu
übe einen länge en Zei aum zu aussage ähigen
E gebnissen üh en wü de. Ku z: bei eine Wi kungsanalyse des E ziehungsgel-
des s ehen wi au seh unsiche em Boden.
Die Be agung zeig alle dings, daß die Kinde kos en, die on
12
.
H. de
e we bs ä igen Mü e mi kleinen Kinde n mi als
G und
ü ih e E we bs ä ig-
kei genann wu den, hin e den genann en ande en G ünden deu lich zu ück-
zu e en.
Da
diese Beu eilung auch ü das Gebu en e hal en zu e en dü e,
soll en ma e ielle Hil en, wenn sie die Ve hal ensweisen de Familien ände n
sollen, nich in gleiche Weise
wie
bishe und wie o enba auch ü die
kommende S eue e o m geplan in
Fo m
on En las ungen ü den Un e hal
on Kinde n gewäh we den. Auße dem komm
es
au die
Fo m
de En las ung
an. Wenn ma e ielle Hil en eine Ve ände ung de Ve hal ensweisen de Familien
bewi ken sollen, müssen
sie
spü ba sein. Kinde eibe äge in de Einkommen-
s eue sind dies nich ; denn we weiß schon, wie iel S eue n e wenige zahl , weil
e
1,
2 ode 3 Kinde besi z ? Hie is das au An ag gewäh e und di ek
ausgezahl e Kinde geld wi ksame .
Im Gegensa z zu den Un e hal skos en ü Kinde is die Bescha ung on
aus eichendem Wohn aum zu angemessenen P eisen ü Kinde amilien ein
g oßes P oblem, o dessen Lösung die El e n iel ach kapi ulie en. Die jungen
Familien sind zu einem g oßen Teil au die Wohnungen de jünge en Baujah -
gänge, d.h. au die eue s en Wohnungen, angewiesen.
Da
in de Au bauphase
de Familien die inanzielle Anspannung in de Regel g oß is , we den kleine
Wohnungen gemie e , in denen ü Kinde ode jeden alls ü meh als 1 Kind
kein Pla z is . Das Mie en eine g öße en Wohnung schei e iel ach an den
Kos en,
weil
wiede um übe wiegend die Familien au die eue s en Neubauwoh-
nungen angewiesen sind, so
daß
bei eine Wohn lächen e g öße ung um
25
.
H.
wegen de inzwischen einge e enen Baup eiss eige ungen die Mie e um
50
.
H.
s eigen wü de. Vo einem solchen Sch i scheuen iele Familien zu ück, so
daß
sich -übe spi z o mulie -ih e Wohnung nich nach de Kinde zahl,
sonde n ih e Kinde zahl nach de o handenen Wohnung ich e . Die Familien-
poli ik
ha
bishe die g oße Bedeu ung de Wohnungs e so gung ü Kinde a-
milien un e schä z ; alle dings nich übe den sozialen Wohnungsbau, sonde n
übe einen Ausbau des Wohngeldgese zes mi eine e s ä k en Be ücksich i-
gung de Kinde komponen e soll en die Hil en au ges ock we den. Dazu gehö
auch eine e s ä k e Fö de ung des Wohneigen ums, das meh F ei aum ü die
En wicklung on Kinde n und wenige Reibungs lächen mi Mi bewohne n
scha , die ü eine Familie mi kleinen Kinde n seh belas end sein können.
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Die Beein lussung de Ve hal ensweisen de Familie
63
Auch wenn die
F au
nich aus ökonomischen
G ünden
e we bs ä ig is ,
kann
das E ziehungsgeld indi ek die En scheidung, ob die
F au
e we bs ä ig sein will
ode meh Kinde haben möch e, beein lussen. Wenn mi Hil e des E ziehungs-
geldes die Vo s ellung ko igie wi d, Emanzipa ion
und
Pe sönlichkei sen al-
ung de
F au
seien
nu
übe eine eigene E we bs ä igkei zu e eichen,
und
die
E ziehung on Kinde n in den Augen de
Mü e
so au gewe e wi d,
daß
sie
mi eine auße häuslichen E we bs ä igkei als gleichwe ig anzusehen is ,
könn en, sowei die En scheidung ü eine E we bs ä igkei
und
eine
Übe nah-
me on Mu e p lich en als al e na i angesehen wi d, die P io i ä en zuguns en
de Mu e scha e schoben we den.
Dazu
gehö abe auch,
daß
die Familie, in de ein
Ehepa ne
um
de
E ziehung on Kinde n willen
au
eine E we bs ä igkei
und
dami
au
Wohls and e zich e ha , im Al e nich noch
dadu ch
da ü bes a wi d,
daß
die zwei e Ren e aus äll ode jeden alls e heblich nied ige is als bei du chge-
hende E we bs ä igkei .
Das
1986 einge üh e Babyjah e kenn zwa die
E ziehungsleis ung de El e n an, abe seine
au
1
Jah
besch änk e en ens ei-
ge nde Wi kung is ü einen ins Gewich allenden Ausgleich iel zu klein. Eine
g oßzügige e Ane kennung on E ziehungszei en wi d wegen de inanziellen
Belas ung abgelehn . Schon um die Zue kennung on E ziehungszei en
auch
ü
äl e e, schon im Ren enal e s ehende
F auen
ha
es
ein une euliches Tauzie-
hen aus inanziellen
G ünden
gegeben. Diese A gumen a ion is
nu
s ichhal ig,
wenn
man
nach bishe ige P axis da on ausgeh ,
daß
Ände ungen im sozialen
Be eich
nu
du ch Au s ockung on Leis ungen o genommen we den dü en.
Wenn jedoch die P io i ä en sich e schieben, is es legi im, aus nich
meh
so
wich ig angesehenen Be eichen Mi el abzuziehen
und
dami d ingende e
Maßnahmen zu inanzie en. Eine g oßzügige e Ane kennung on E ziehungs-
zei en bei de Al e ssiche ung läß sich du chaus inanziell neu al e wi kli-
chens.
Nich zule z spiel die F age,
ob
die
F au
da on
ausgehen kann,
daß
sie
nach
eine kinde beding en Un e b echung ih e E we bs ä igkei wiede einen ih en
Fähigkei en angepaß en A bei spla z inden kann, ü die Be ei scha ,
Kinde
zu bekommen, ein wich ige Rolle. Die S a is ik zeig ,
daß
de An eil de
F auen,
die wiede in das E we bsleben ein e en, wenn die Kinde nich
meh
eine
s ändigen Be euung bedü en, klein is . Die En scheidung de
F auen
is nich
ausschließlich dadu ch beding ,
daß
ihnen
de
A bei sma k e schlossen is ,
sonde n bei einem Teil ehl auch die Be ei scha , wiede in das E we bsleben
einzu e en. Es jedoch
komm
au
die Vo s ellung
de
jungen
F auen
an, die
o
de F age s ehen, ein
Kind
ode wei e e Kinde
zu
bekommen -
und
die dü e
ganz übe wiegend on dem Wunsch gep äg sein, mi
de
Gebu
eines Kindes
nich endgül ig die E we bs ä igkei au zugeben.
Daß
das a sächliche Ve hal en
spä e on diese Wunsch o s ellung abweich , is une heblich.
B
Vgl.
W.
Albe s: Soziale Siche ung, Kons uk ionen ü die Zukun , S u ga 1982,
S.
1011T
und
W.
Albe s: Au die Familie komm
es
an, S u ga 1986,
S.
1061T.
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64
Willi Albe s
Das heiß abe ,
es
komm da au an, daß die Un e nehme den äl e en
Mü e n besse e Chancen zum Wiede ein i in das E we bsleben bie en, so
daß
bei den F auen nich meh die Vo s ellung bes eh , daß ü sie nu die Al e na i e
bes eh , en wede sich ü Kinde bei gleichzei igem endgül igen Ausscheiden
aus dem E we bsleben ode ü Beibehal ung de E we bs ä igkei zu en schei-
den.
Nun, die Un e nehme handeln kos enbewuß , d.h. sie e gleichen die Inpu -
Ou pu ela ion on männlichen und weiblichen Mi a bei e n. Von den Kos en
he schein die Be o zugung männliche A bei sk ä e nich be ech ig zu sein.
S a is isch is eindeu ig nachzuweisen, daß de du chschni liche K ankens and
übe alle Al e ss u en hinweg bei F auen nied ige als bei Männe n lieg , und
iele Un e nehme bes ä igen auch,
daß
iel ach F auen e läßliche als Männe
sind. Es ag sich also, ob die Benach eiligung on F auen im E we bsleben au
Vo u eilen de Un e nehme be uh ode ob ande e ökonomische G ünde
da ü o liegen.
Da
is einmal de Wunsch iele äl e e F auen nach Teilzei a -
bei , die ü den A bei sablau in ielen Be ieben Unbequemlichkei en mi sich
b ing . Zum ande en is bei dem K ankens and de mi eine Mu e scha
e bundene A bei saus all nich be ücksich ig . Hinzu komm ,
daß
die Un e -
nehme nich nu du ch den A bei saus all be o en sind, sonde n
daß
e auch
noch mi zusä zlichen Kos en e bunden is . Auch nach Ein üh ung des
E ziehungsgeldes und dem daneben wei e bes ehenden Mu e scha geld
bleiben die Un e nehme mi einem Teil de Kos en belas e . Das on den
K ankenkassen gezahl e Mu e scha sgeld geh nämlich dem E ziehungsgeld
o , muß also
wie
bishe an o he e we bs ä ige F auen wei e gezahl we den;
es
wi d abe höchs ens bis
25,-
DM
äglich gezahl . Die Au s ockung au das
ühe e Ne oa bei sen gel oblieg den Un e nehmen. Von diesem nich kleinen
Be ag soll en sie en las e we den; e ne soll e ih e Be ei scha zu meh
Teilzei a bei splänen ge ö de we den. Auße dem ha de S aa wenig ge an,
um du ch eine Au klä ungs- und We bekampagne eine Ände ung de Eins el-
lung de Un e nehme zu e eichen.
Schließlich is auch de ö en liche Be eich selbs au ge u en, du ch e s ä k
und geziel
au
äl e e Mü e ausge ich e e Maßnahmen (Au ischung on
Be u skenn nissen und Fo bildung) die Aussich
au
einen Wiede ein i in das
E we bsleben und die Bedingungen, zu denen dies möglich is , zu e besse n.
An
dem Spannungs eld zwischen E we bs ä igkei und Gebu en e hal en, in
dem die
F au
sich be inde , wi d die g undsä zliche Bedeu ung eines Wandels
ih e We o s ellungen ü das Gebu en e hal en deu lich -und man kann
wohl da on ausgehen, daß in de Meh zahl de Fälle die
F au
den g öße en
Ein luß au die gewünsch e Kinde zahl besi z , schon weil
sie
s ä ke du ch das
Aus agen de Kinde und die Gebu be o en is .
-Ja,
ich möch e behaup en,
daß
hie de zen ale Ansa zpunk ü eine Ände ung des Gebu en e hal ens
lieg , demgegenübe ma e ielle Hil en
nu
einen e gänzenden Cha ak e besi -
zen. Abe Op imismus da übe ,
ob
eine solche Ände ung on We o s ellungen
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Die Beein lussung de Ve hal ensweisen de Familie
65
zu e eichen is , is nich angeb ach . Die Ki che, die wohl in e s e Linie
au ge u en wä e, eine solche Au gabe zu e üllen,
kann
ih e Mi gliede nich
meh in en sp echende Weise ansp echen. Sie
ha
inne lich längs o de
Exis enz nich eheliche Lebensgemeinscha en und o de Be iedigung
sexuelle Bedü nisse, die nich um Kinde willen e olg , kapi ulie .
Und
wo is
de S aa , de die Au o i ä ha , We o s ellungen de Bü ge zu ände n? So
bleib nu die Ho nung,
daß
die Bü ge selbs e kennen,
daß
eine einsei ige
Aus ich ung
au
imme meh Wohls and nich zu einem g öße en Glück üh
und das Au ziehen und E ziehen on Kinde n eine He aus o de ung is , de en
Bewäl igung meh Be iedigung e scha . Zwa sind in de jungen Gene a ion
einige Ansä ze zu e kennen, die die Wich igkei ma e ielle
Gü e
ela i ie en.
Abe
wie
wei sie sich du chse zen, is eine o ene F age.
In
eine W ohls andsge-
seIlscha , in de die F eizei einen hohen We besi z ,
ha
de F eizei e lus
du ch die Be euung on Kinde n -im G enz all und um die
Uh
-ein iel
höhe es Gewich als ühe .
De
Wohls and e wöhn , und de du ch Kinde
beding e Ve lus an Bequemlichkei und F eihei wieg schwe . Ökonomisch
gesp ochen: die Oppo uni ä skos en ü Kinde sind ges iegen, abe es sind
Kos en, die zu einem g oßen Teil nich im ökonomischen Be eich liegen.
Eine solche Rela i ie ung ökonomische Fak o en ü Ve hal ensweisen de
Familien mach ma e ielle Hil en ü Familien zwa nich übe lüssig. Abe die
Hil en soll en s ä ke da au ausge ich e we den, ob Aussich
au
ein den Zielen
und Au gaben de Familien besse angepaß es Ve hal en e eich we den kann.
Einige seh o läu ige Übe legungen dazu habe ich Ihnen o ge agen. Sie lassen
e kennen,
daß
die adi ionellen Hil en: En las ung on Kinde kos en und
s eue liche En las ungen ü den Un e hal des Ehepa ne s einen ela i
schlech en Wi kungsg ad besi zen und eine Ane kennung de E ziehungsau ga-
be de Mu e wäh end de Be euung de Kinde , abe auch im Al e sowie
Hil en bei de Bescha ung amilienge ech e Wohnungen ein g öße es Gewich
e hal en soll en.
5 Sch i en d. Ve eins
.
Socialpoli ik 175
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Analyse des bes ehenden Familienlas enausgleichs
und
seine Wei e en wicklung
Von H. We ne Kammann, Bonn
A.
Vo beme kungen
De Familienlas enausgleich in de Bundes epublik Deu schland is ein
ace en eiches Gebilde.
E
is his o isch gewachsen und um aß eine Vielzahl
on T ans e s, die die Kinde kos en on Familien minde n. Den Familienlas en-
ausgleich kennzeichnen un e schiedliche T äge und un e schiedliche T ans e -
o men. T äge des Familienlas enausgleichs sind insbesonde e de Bund, die
Lände , die gese zliche Sozial e siche ung, abe auch Gemeinden und Wohl-
ah s e bände. Familiale T ans e s we den als eale ode mone ä e, di ek e
ode indi ek e T ans e s gewäh !. Es gib T ans e s, die ausschließlich zu
En las ung on Familien gedach sind, wie beispielsweise Kinde geld und
E ziehungsgeld ode die kos enlose Be ei s ellung on Ausbildungsein ich un-
gen; da übe hinaus sind in ielen Leis ungsgese zen Familienkomponen en
en hal en2.
Nun mag
es
gelingen, die einzelnen T ans e s des Familienlas enausgleichs
au
Bundes- und ielleich auch noch au Landesebene zusammenzus ellen; P oble-
me
e geben sich jedoch in jedem Fall bei de E assung des Familienlas enaus-
gleichs au kommunale Ebene. Kinde - und Familiensonde a i e im ö en li-
chen Nah e keh , in Thea e n und Schwimmbäde n sind de a zahl eich und
un e schiedlich,
daß
es
hie be ei s nich meh gelingen kann, einen bundeswei-
en Übe blick übe das Leis ungsangebo zu e hal en.
Eine Analyse des Familienlas enausgleichs s eh jedoch o noch g öße en
P oblemen. Selbs ü T ans e s, die in die Gese zgebungskompe enz des Bundes
allen, lassen sich T ans e olumen und Ve eilungswi kungen nich in jedem
Fall hin eichend genau be echnen. Die Be echnung de S eue aus älle ode
-meh einnahmen bei Ve ände ung einzelne Pa ame e des Einkommens eue -
gese zes is bspw.
nu
app oxima i möglich,
da
selbs die am wei es en
en wickel en Me hoden on
BMF
3 und
BMJFFG
4 au eine syn he ischen
1
Zu
T ans e de ini ion siehe: T ans e -Enq ue e-Kommission, Das T ans e sys em in
de Bundes epublik Deu schland, S uüga 1981,
S.
22.
2 F i zsche, Be nd, Einkommenshil en und s eue liche En las ung ü Familien mi
Kinde n
1975
bis 1986, RWI-Mi eilungen,
Jg.
37/38, S.47.
5*
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68
H. We ne Kammann
S ichp obe basie en. Wie hoch die Un e schiede bei S eue aus allschä zungen
sein können, zeig olgendes Beispiel: Die E höhung des Kinde eibe ages um
100
DM
hä e 1986 nach Schä zungen des Bundesminis e s de Finanzen zu
einem S eue aus all in Höhe on 380 Mio
DM
ge üh ; nach Schä zungen des
Bundesminis e s ü Jugend, Familie, F auen und Gesundhei au de Basis
seines Analyse- und Planungssys ems ü den Familienlas enausgleich5 hä e
diese S eue aus all nu
317
Mio
DM
be agen. Wü de de Kinde eibe ag um
1000
DM
e höh , e gäbe dies imme hin einen Un e schiedsbe ag on
630Mio
DM.
Ein ande es P oblem e gib sich beim Kinde geld. Es ehlen hie genaue
Angaben übe die Zahl de Kinde ,
da
es keine zusammen assende S a is ik de
Kinde on Angehö igen des ö en lichen Diens es gib .
Bei
allen Real ans e s is die E mi lung de Ve eilungswi kung höchs
p oblema isch. Dies
ha
zule z noch de Be ich de T ans e enque e-Kommis-
sion6 deu lich gemach . Die ange üh en Beispiele zeigen,
daß
zum je zigen
Zei punk eine um assende Analyse des Familienlas enausgleichs in de Bundes-
epublik Deu schland noch nich in Sich is . Die genaue Wi kung des
Familienlas enausgleichs mi eine Vielzahl höchs un e schiedliche , his o isch
gewachsene Leis ungen bleib uns bis heu e wei gehend e bo gen. Dies gil
insbesonde e ü die Gesam wi kung, abe auch ü die Wi kung au einzelne
Familien.
B. Analyse des Familienlas enausgleichs
in
de
Bundes epublik Deu schland
Eine Analyse des Familienlas enausgleichs in de Bundes epublik Deu sch-
land muß sich dahe zwangsläu ig au einige wenige T ans e s, de en En wick-
lung und Zusammenwi ken besch änken.
1.
Familienlas enausgleich 1986 au hohem Ni eau
Nach Jah en de Einspa ungen bei amilienbezogenen Leis ungen bedeu e
das
Jah
1986 einen Wendepunk de Familienpoli ik. Du ch das Familienen la-
3 Lie meye , Volke , Mic oanaly ic axsimula ion models in Eu ope de elopmen and
expe ience in he Ge man Fede al Minis y o Finance, in: G. O cu e al., Mic oanaly ic
simula ion models
o
suppo social and inancial policy, Ams e dam 1986,
S.
139 T.
4 Quinke, He mann, Me hoden zu Schä zung de Kos en des Familienlas enaus-
gleichs, e schein in: Fe1de e ,
B.;
H sg., Demog aphische En wicklung und Familienla-
s enausgleich, Be lin.
5 Gya as,
Gabo ;
Quinke, He mann, APF, ein DV-ges ü z es Analyse- und Planungs-
sys em ü den Familienlas enausgleich, Gesellscha ü Ma hema ik und Da en e a bei-
ung mbH, No embe
1985.
6 T ans e -Enque e-Kommission, Das T ans e sys em in de Bundes epublik Deu sch-
land, a.a.O.,
S.
62 T.
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Analyse des bes ehenden Familienlas enausgleichs
69
s ungspake de Bundes egie ung e eich e das Gesam olumen des Familienla-
s enausgleichs
7 1986 seinen bislang höchs en S ands. Mi 29820 Mio
DM
lag
das En las ungs olumen noch leich übe dem bislang höchs en S and des
Jah es
1981
(29615 Mio DM), dem le z en
Jah
o dem Beginn des Konsolidie-
ungsp ozesses de ö en lichen Haushal e.
Bei
eale Be ach ungsweise, das
heiß un e Be ücksich igung des Kau k a e lus es, e eich de Familienla-
s enausgleich des Jah es 1986 mi 26242 Mio
DM
jedoch nich das T ans e o-
lumen des Jah es
1981.
Beide Indika o en we den in de poli ischen Diskussion häu ig zu Messung
de Leis ungs ähigkei on T ans e sys emen he angezogen. Sie sind jedoch
nich dazu geeigne , die Wi kung des Familienlas enausgleichs ü die einzelne
Familie zu beu eilen.
Zu
be ücksich igen is nämlich,
daß
sei
1981
die Zahl de
Kinde kon inuie lich zu ückgegangen is . Dies
ha
au oma isch bei gleichem
Ausgaben olumen eine zunehmende En las ungje Kind
zu
Folge. Nimm man
diesen Indika o zu Beu eilung de Leis ungs ähigkei des Familienlas enaus-
gleichs, dann is de Familienlas enausgleich 1986 mi d.
167
DMje
Kind auch
eal höhe als
1981
( d.
161
DM
je Kind).
Eine wei e di e enzie e Analyse de En wicklung des Familienlas enaus-
gleichs sei
1981
zeig jedoch auch, daß eine e hebliche Umschich ung inne halb
des Familienlas enausgleichs s a ge unden ha .
2. S eue liche Familienlas enausgleich gewinn
an
Bedeu ung
De s eue liche Familienlas enausgleich ha an Bedeu ung gewonnen.
Das
duale Sys em des Familienlas enausgleichs, bes ehend aus Kinde geld und
s eue lichen Kinde eibe ägen, wi d zunehmend gleichgewich ig ausges al e .
Wäh end das Kinde geld on
1981
bis 1986 on 19165 Mio
DM
au
14
590 Mio
DM
zu ückging, e höh e sich de allgemeine s eue liche Familienlas enaus-
gleich on 4100 Mio
DM
9
au 9160
Mio
DM
IO
• P ozen ual s ieg sein An eil am
allgemeinen Familienlas enausgleich in dem Beobach ungszei aum on 17,6%
au 38,5%.
Die Wiede ein üh ung des mi zunehmendem Einkommen p og essi wi ken-
den Kinde eibe ages
1983
und dessen E höhung au 2484
DM
je Kind 1986
e ö ne e einen zunehmenden Ges al ungsspiel aum ü das Kinde geld. Diese
7 Da in en hal en sind: Kinde geld, Mu e scha su laubs- bzw. E ziehungsgeld,
Un e hal s o schuß, S i ung
"Mu e
und Kind", Bundesausbildungs ö de ung
und
einkommens eue liche Kinde komponen en.
8
Bei
ande e Abg enzung des Un e suchungsgegens andes komm F i zsche zum
gleichen E gebnis, F i zsche, Be nd, Einkommenshil en und s eue liche En las ungen ü
Familien mi Kinde n
1975
bis 1986, a.a.O.,
S.
52.
9 Be ücksich igung on Kinde be euungskos en und Kinde e höhungsbe äge bei
den Vo so geau wendungen.
10 Be ücksich igung on Kinde be euungskos en und Kinde eibe ägen.
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70
H.
We ne
Kammann
wu de zwei ach genu z . Zum einen wu de das Kinde geld in Höhe on
50
DM
ü das e s e Kind, 100
DM
ü das zwei e Kind, 220
DM
ü das d i e Kind und
240
DM
ü das ie e und jedes wei e e Kind ü zwei e und wei e e Kinde ab
einem bes imm en Einkommen bis au Sockelbe äge in Höhe on
70
DM
ü
das zwei e Kind und 140
DM
ü das d i e und jedes wei e e Kind geminde .
Zum
ande en wu de denjenigen, die den Kinde eibe ag -wegen zu ge ingen
Einkommens -nich ode nich oll ausschöp en konn en, ein Kinde geldzu-
schlag in Höhe de En las ungswi kung des Kinde eibe ages in de un e en
P opo ionalzone des Einkommens eue a i s gewäh . De Ges al ungsspiel-
aum wu de mi hin dazu genu z , das Kinde geld s ä ke nach Beda sk i e ien
wei e zuen wickeln. Beda s- und Leis ungs ähigkei sp inzip, die agenden
P inzipien des Familienlas enausgleichs, die
ab
1975
beide in dem einhei lichen
Kinde geldsys em be ücksich ig we den soll en, we den sei Wiede ein üh ung
de Kinde eibe äge nunmeh -
wie
be ei s o 1975 -du ch ge enn e
En las ungsins u nen e be ücksich ig .
De
einkommen s eue liche Kinde eibe ag üh im Ta i e lau zu un e -
schiedlichen S eue en las ungen
11.
Bei
nied igen Einkommen wi k sich de
Kinde eibe ag nich aus,
da
ohnehin keine Einkommens eue an äll . Nach
einem schmalen Einkommensbe eich, in dem eine Teilausschöp ung des Kinde -
eibe ages e olg , be äg die S eue en las ung zunächs 22% des Kinde ei-
be ages, ehe dann in de P og essionszone die En las ungswi kung des
Kinde eibe ages kon inuie lich zunimm .
In
de obe en P opo ionalzone
wi d die höchs e En las ung in Höhe on 56% des Kinde eibe ages e eich .
Diese p og essi e Ans ieg de S eue en las ung des Kinde eibe ages
en sp ich dem im Einkommens eue ech maßgeblichen Leis ungs ähigkei s-
p inzip.
Beim Kinde geld is ein endenziell gegenläu ige En las ungs e lau es zu-
s ellen. Spiegelbildlich zum Ve lau de En las ungswi kung des Kinde eibe-
ages wi d bei ge ingen Einkommen das Kinde geld um den Kinde geldzu-
schlag e höh , de mi zunehmende En las ungswi kung des Kinde eibe ages
olls ändig abgebau wi d.
Bis
in gehobene Einkommen hinein wi d
dann
de
Kinde geldhöchs be ag gezahl . Ab eine bes imm en Einkommensg enze
e olg eine s e ige Abschmelzung des Kinde geldes bis au den Kinde geld-
sockel.
Kinde geldzuschlag und Kinde geldabschmelzung sind Bes and eile eine
beda sge ech en En wicklung des Kinde geldes zum Sozial ans e .
11
Zu
den olgenden Aus üh ungen
gl.
Zeichnung
S.
6,
in de am Beispiel eine Familie
mi d ei Kinde n das Zusammenwi ken on Kinde geld und Kinde eibe ag da ges ell
wi d, und Aus üh ungen on Obe hause , de im wesen lichen die Auswi kungen des
dualen Familienlas enausgleichs, bezogen au Kinde nach de O dnungszahl, un e such
ha . Obe hause , Alois, Die Unge eim hei en des dualen Sys ems, in: Soziale Fo sch i ,
34.
Jg.
1985,
S.
15 T.
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Analyse des bes ehenden Familienlas enausgleichs
71
Das Zusammenwi ken on Kinde geld und einkommens eue lichen Kinde -
eibe ägen zeig jedoch, daß die Konsis enz einzelne Ins umen e nich
zwangsläu ig auch bei ih em Zusammenwi ken e hal en bleib . Vielmeh e gib
sich ein diskon inuie liche Ve lau de Gesam en las ung du ch Kinde geld
und Kinde eibe äge mi wachsendem Einkommen. Bei Familien mi zwei und
meh Kinde n s eig die En las ung du ch Kinde geld und Kinde eibe äge
nach Ende de un e en P opo ionalzone des Einkommens eue a i s bis zu
einem gehobenen Einkommen kon inuie lich an. Ein B uch in diesem En la-
s ungs e lau ma kie die jeweils maßgebende Einkommensg enze des Kinde -
geldes, on dem an das Kinde geld geminde wi d. E s wenn de jeweilige
Kinde geldsockel e eich is , se z wiede eine mi dem Einkommen kon inuie -
lich ans eigende En las ung ein, alle dings on einem nied ige en En las ungsni-
eau aus. Mi zunehmende Kinde zahl we den die Einb üche im Gesam en la-
s ungs e lau ausgep äg e
12 •
Diese B üche im En las ungs e lau im dualen Sys em des allgemeinen
Familienlas enausgleichs üh en wede aus e eilungspoli ische noch aus
s eue poli ische Sich zu einem be iedigenden E gebnis. Sie sind ein Gebu s-
ehle duale En las ungssys eme, de sich zwa minimie en, jedoch nich
gänzlich e meiden läß .
3.
Die
Gewich e des Familienlas enausgleichs e schieben sich zuguns en
junge Familien
Auch im Ve lau des Lebenszyklus haben sich in den le z en Jah en die
Gewich e des Familienlas enausgleichs e schoben. Neben de Ve besse ung
des allgemeinen Familienlas enausgleichs sind insbesonde e die Leis ungen ü
junge Familien e besse wo den. Das Mu e scha su laubsgeld, das sozial e -
siche ungsp lich ige Mü e nach de Mu e schu z is bis zu Vollendung des
sechs en Lebens nona s des Kindes e hiel en, is 1986 in einen E ziehungsu laub
und ein E ziehungsgeld in Höhe on 600
DM
mona lich umgewandel wo den.
Mi dem E ziehungsgeld soll die Be euungsleis ung de El e n ane kann
we den.
Folge ich ig wi d E ziehungsgeld -ande s als das Mu e scha su laubsgeld
-Mü e n und Vä e n, E we bs ä igen
und
Nich e we bs ä igen, A bei neh-
me n und Selbs ändigen gleiche maßen gewäh . Es wi d übe das ie mona ige
Mu e scha su laubsgeld hinaus wei e e ie (ab 1986) beziehungsweise sechs
Mona e (ab
1988)
gezahl . Ab dem
6.
Lebensmona des Kindes wi d das
E ziehungsgeld on eine bes imm en Einkommensg enze
an
geminde .
Das Ausgabe olumen ü das E ziehungsgeld
ha
1986 d. 1700 Mio
DM
be agen. 1987 wi d
es
au d. 3200 Mio
DM,
1989
au
d. 3700 Mio
DM
12
S.
Zeichnung
S.
8.
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78
H. We ne Kammann
5. Auch einzelne wenige bekann e Familien ans e s können Gewich haben
Familien- und auenpoli isch on besonde e Bedeu ung is de E laß de
Rückzahlungs e p lich ung de Da lehen ü die Zei de Be euung on
Kinde n bis zum zehn en Lebensjah . Eine F au, die ün Jah e nach dem
Abschluß ih es S udiums ein Kind bekomm , dieses zu Hause be eu und kein
bzw. nu ein ge inges Einkommen ha , bekomm bis zum zehn en Lebensjah des
Kindes p o
Jah
de Kinde be euung einen Da lehensbe ag on 1440
DM
e lassen. Kommen wei e e Kinde , e länge sich die F is
bis
zum zehn en
Lebensjah des jüngs en Kindes. Das gleiche gil ü den Va e , wenn e seine
Kinde zu Hause be eu .
Es
is also du chaus ealis isch, daß eine Mu e ode
einem Va e on d ei Kinde n, wenn
sie
zu Be euung ih e Kinde zu Hause
bleiben, ein Da lehense laß on übe 20000
DM
gewäh wi d17 •
An
diesem Beispiel wi d deu lich, daß
es
im S eue - und T ans e sys em de
Bundes epublik Deu schland amilienpoli ische Leis ungskomponen en gib ,
die nich im Zen um de ö en lichen Diskussion s ehen, gleichwohl ü einzelne
Familien abe eine e hebliche En las ung bedeu en können. Die mona liche
Schulden ilgung on
120
DM
en sp ich genau dem Kinde geldbe ag, den
Familien als Kinde geldsockel ü zwei Kinde e hal en. Auch die Lau zei is
e gleichba . Das Kinde geld wi d in de Regel bis zum
16.
Lebensjah gewäh .
Bei eine Familie mi d ei Kinde n, die die Vo ausse zungen ü den Da lehens-
e laß e üllen, is eine 16jäh ige Tilgungszei eben alls ealis isch.
6. Ungleichgewich zwischen Ehega en-
und
Kinde en las ung
De Un e hal s e p lich ung gegenübe dem Ehega en eine sei s und gegen-
übe Kinde n ande e sei s wi d einkommens eue ech lich un e schiedlich
Rechnung ge agen. Die Un e hal s e p lich ung gegenübe dem Ehega en
wi d du ch das sogenann e Ehega enspli ing, die ü Kinde du ch Kinde ei-
be äge -und als di ek e T ans e s -du ch das Kinde geld be ücksich ig . Die
Wi kungsweise beide Sys eme is höchs un e schiedlich. Kinde eibe äge
we den on de Bemessungsg undlage de Einkommens eue abgezogen. Das
heiß , de en En las ungswi kung e gib sich aus de Mul iplika ion des jeweili-
gen du chschni lichen G enzs eue sa zes mi dem Kinde eibe ag. Die En la-
s ungswi kung e eich in de obe en P opo ionalzone des Einkommens eue -
a i s (zu e s eue ndes Einkommen übe 260000
DM
bei Ehepaa en) das
2,5 ache de En las ungswi kung in de un e en P opo ionalzone.
Beim Ehega enspli ing wi d das Einkommen de Eheleu e halbie und die
au
das halbie e Einkommen en allende Einkommens eue e doppel . Das
Ehega enspli ing ha dadu ch zwei En las ungskomponen en, eine p og es-
sionsunabhängige du ch die Ve doppelung des G und eibe ages und eine
17 Das Volumen des sog. Kinde eile lasses is on d. 0,6 Mio
DM
(1983)
au d. 3 Mio
DM
(1986) anges iegen und wi d auch zukün ig noch wei e ans eigen.
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Analyse des bes ehenden Familienlas enausgleichs
79
p og essionsabhängige du ch das He un e üh en de Häl e des Einkommens
on höhe en zu nied ige en G enzs eue sä zen.
Das Ehega enspli ing e eich seine höchs e Wi kung bei einem Allein e -
diene -Ehepaa . Es s eig mi zunehmendem Einkommen s ä ke an als beim
F eibe ag und e eich in de obe en P opo ionalzone das 16 ache de in de
un e en P opo ionalzone zu e eichenden En las ung. Sobald beide Eheleu e
e we bs ä ig sind, äll zumindes de du ch die Ve doppelung des G und eibe-
ages en s ehende Spli ing o eil
weg.
Je meh sich das Einkommen de
Eheleu e angleich , um so ge inge äll de Spli ing o eil aus. Sind beide
Einkommen gleich g oß, is de Spli ing o eil gleich Null.
De Ve gleich zwischen En las ung ü den Ehega en und En las ung ü
Kinde wi d an olgenden Beispielen deu lich: Ein A bei nehme , de einen
B u olohn on 50000
DM
jäh lich ha , e häl ü seine nich e we bs ä ige
Ehe au eine s eue liche En las ung on 5106
DM.
Fü
das e s e Kind e äh e
du ch Kinde geld und Kinde eibe ag eine En las ung on insgesam
1210 DM, ü das zwei e Kind 1774 DM, ü das d i e Kind 3214
DM
und ü
das ie e Kind 3520 DM. Deu lich wi d die ungleichgewich ige s eue liche
Behandlung on Ehega en eine sei s und Kinde n ande e sei s an dem Beispiel
des lei enden Anges ell en, de ein B u oeinkommen on 120000
DM
im
Jah
ha . E e häl als En las ung ü seinen Ehega en
13
745
DM,
ü das e s e Kind
1784 DM, ü das zwei e Kind 1914 0 M, ü das d i e Kind 2844
DM
und ü
das ie e Kind 2834 DM. Beim Ve gleich de En las ungs olumina zeig sich
ein ähnliches Bild. Die S eue minde einnahmen des Ehega enspli ing be agen
1986
27800 Mio DM, das En las ungs olumen on Kinde eibe ägen und
Kinde geld 23250 Mio DM.
C.
Wei e en wicklung des Familienlas enausgleichs
1.
Die
gesam wi scha lichen Rahmenbedingungen
Die Wei e en wicklung des Familienlas enausgleichs is nich ohne Beach-
ung de gesam wi scha lichen Rahmenbedingungen und de da aus olgenden
An o de ungen an die zukün ige Finanzpoli ik möglich. De en wich igs e
Zielse zungen sind die wei e e Rück üh ung de Ne oneu e schuldung des
Bundes und de Lände , die Beibehal ung ode ga Senkung de S eue quo e
und dami e bunden eine um assende S eue e o m, ü die eine Ne oen la-
s ung on
25
M d
'DM in de Diskussion is . Gleichzei ig kommen neue
ausgabenwi ksame Au gaben
au
die ö en lichen Haushal e und Sozial e siche-
ungs äge zu. S ichwo e hie ü sind
z.
B.
die Neuo dnung de gese zlichen
Ren en e siche ung, die wei e hin übe p opo ional ans eigenden Bei äge
zu
gese zlichen K anken e siche ung, die zu e wa enden Meh ausgaben im
Rahmen de Eu opäischen Gemeinscha und die wi scha liche Absiche ung
de P lege bedü igkei . Die Ve eilungsspiel äume de Haushal e on Bund und
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80
H.
We ne
Kammann
Lände n dü en in den nächs en Jah en zunehmend ge inge we den. Zielkon-
lik e zwischen eine Ve besse ung des Familienlas enausgleichs ode eine
ande wei igen Ve wendung de be ei s ehenden Finanzmi el sind angesich s
diese Ausgangssi ua ion o p og ammie . De Um ang wei e e En las ungen
ü Familien wi d en scheidend auch on eine übe zeugenden A gumen a ion
ü die Ve besse ung des Familienlas enausgleichs abhängen.
2.
P io i ä
ü
den Familienlas enausgleich
De
Familienlas enausgleich is , gemessen an den inanziellen Belas ungen de
Familien, imme noch nich aus eichend. Die inanzielle En las ung du ch den
allgemeinen Familienlas enausgleich (Kinde geld und Kinde eibe äge) be-
äg heu e ü einen du chschni lich e dienenden Facha bei e
-mi einem Kind
96
DM,
-mi zwei Kinde n
241
DM,
-mi d ei Kinde n
507
DM
und
-mi ie Kinde n
792
DM.
Wäh end sich die En las ungswi kungen ü Kinde ela i genau e mi eln
lassen, gil dies nich in en sp echende Weise ü die E mi lung de Au wendun-
gen ü Kinde .
Das
P oblem de E mi lung de a sächlichen Au wendungen
ü Kinde is sowohl heo e isch als auch empi isch noch nich gelös . Obwohl
die Me hoden in den le z en Jah en e besse wo den sind, is eine eindeu ige
Zuo dnung de Gesam au wendungen eines Haushal s au einzelne Haushal s-
mi gliede noch nich möglich. Je nach Da enbasis, Zu echnungsme hode,
Familieneinkommen und Kinde zahl schwanken die e mi el en Ausgaben ü
Kinde e heblich. Nach den meis en Be echnungen liegen die Kinde kos en
heu e zwischen 400
DM
und 600
DM
mona lich. Sie s eigen
i.
d.
R.
mi
zunehmendem Einkommen an und nehmen mi wachsende Kinde zahl ab.
Un e s ell man Kinde kos en in Höhe on 500
DM
mona lich, dann be äg
de s aa liche En las ungsan eil an den Kinde kos en bei dem Facha bei e
-mi einem Kind 19,2%,
-mi zwei Kinde n
24,1
%,
-mi d ei Kinde n
33,8
% und
-mi ie Kinde n 39,6%.
Selbs wenn man e gleichsweise seh nied ige Kinde kos en in Höhe on
nu
400
DM
je Kind un e s ell , e eich die s aa liche Fö de ung bei keine de
Familien die 50-P ozen -Ma ke.
Dies eich nich aus, um die Op ion Familie al e na i en Op ionen gleichzu-
s ellen.
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Analyse des bes ehenden Familienlas enausgleichs
81
Es
sp ich einiges da ü ,
daß
die "in es i e" En scheidung ü Kinde
gegenübe ande en, ehe konsum i en En scheidungen gesellscha lich disk imi-
nie wi d. Die En scheidung ü Kinde schließ ande e En scheidungen häu ig
aus. We Kinde ha , kann -zumindes o übe gehend -ande e Ziele nich
wei e e olgen.
Fü
die übe wiegende Zahl de Familien sind die Oppo uni-
ä skos en ü Kinde seh hoch.
Neben de amilienpoli ischen gewinn die be ölke ungspoli ische A gumen-
a ion zunehmend an Bedeu ung. Die Bundes epublik Deu schland is sei
Jah en das Land mi de ge ings en Gebu en a e de Wel . Sie is das einzige
Land de Wel , in dem wenige als
10
Kinde je 1000 Einwohne gebo en
we den. Sei 1972 is die Zahl de S e be älle g öße als die Zahl de Gebu en.
Wäh end 1964 im s a is ischen Du chschni au jede Ehe noch
2,5
Kinde
kamen, wa en es
1983
nu noch
1,3
Kinde . Diese We is de nied igs e We in
de Nachk iegszei .
Eine Umkeh diese En wicklung is nich e kennba . Die Folgen ü die
Al e ss uk u de Be ölke ung im nächs en Jah ausend lassen sich aus de
Modell echnung des S a is ischen Bundesam es ablesen. De An eil de un e
25jäh igen sink bis zum
Jah
2030 on 31,3%
au
19,5%. Be ei s
zu
Jah ausendwende is de An eil au 24% gesch ump . Spiegelbildlich nimm
de An eil de übe 65jäh igen zu. E e höh sich on 15,6% au 28,3% im
Jah
2030.
Übe spi z ausged ück inde eine zunehmende Ve g eisung de Be ölke ung
in de Bundes epublik Deu schland s a .
Dies
ha
u.a. zu Folge,
daß
eine kleine we dende Zahl on E we bs ä igen
die Ren en eine g öße we denden Zahl on Ren ne n zahlen muß.
Das
Be ölke ungs e häl nis de 25- bis 65jäh igen zu den übe 65jäh igen wi d on
3,4
au
1,8
sinken.
Auch die Belas ungen in de K anken e siche ung we den s eigen. Mi
zunehmendem Al e we den Menschen häu ige k ank. Ein zunehmende An eil
äl e e Menschen üh dahe zu übe p opo ional wachsenden Ausgaben des
K anken e siche ungssys ems.
Mi zunehmende Übe al e ung de Be ölke ung wi d auch die Zahl de
P legebedü igen zunehmen. Die Zahl de e , die diese P lege (in de Familie)
übe nehmen könn en, wi d gleichzei ig sinken.
Das
P lege isiko wi d sich dami
zwangsläu ig on de Familie zu Bund, Lände n, Gemeinden
und
Sozial e si-
che ung e lage n.
Bei un e ände em gene a i em Ve hal en is ü zukün ige Gene a ionen
on E we bs ä igen ein Ans ieg de Abgabenlas zu e wa en, de den Gene a-
ionen e ag eine schwe en Belas ungsp obe ausse zen wi d. Auch die inanz-
poli ische Zielse zung eine Senkung de Abgabenquo e dü e ge ah de
we den. Eine Au gabe de Finanzpoli ik wi d
es
sein, diese sich abzeichnenden
En wicklung en gegenzuwi ken.
6 Sch i en d. Ve eins
.
Socialpoli ik 175
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82
H. Weme Kammann
Zunehmende Bedeu ung e häl de Familienlas enausgleich auch du ch die
neue e Rech sp echung des Bundes e assungsge ich s. Dies ha in neue en
U eilen zu §
33
a Abs. 1 Einkommens eue gese z deu lich gemach ,
daß
bei de
s eue lichen Be ücksich igung on Un e hal s e p lich ungen keine eali ä s e -
nen G enzen gezogen we den dü en. Es is uns ei ig,
daß
dies auch ü alle
ande en, au Un e hal s e p lich ungen be uhenden S eue en las ungen anzu-
wenden is . Eine Anhebung de Kinde komponen en im Einkommens eue ech
könn e dahe zu Ve meidung eines e assungs ech lichen Risikos no wendig
we den.
Familien-, inanz-, sozial- und be ölke ungspoli isch is eine Ve besse ung des
Familienlas enausgleichs gebo en. In diese Übe eins immung gesellscha spoli-
ische Zielse zungen lieg die Chance ü den Familienlas enausgleich.
3.
Zu
e wa ende
Ve besse ungen
des
Familienlas enausgleichs
Die Kon u en eine Ve besse ung des Familienlas enausgleichs zeichnen sich
be ei s heu e ab.
De s eue liche Familienlas enausgleich wi d wei e an Bedeu ung gewin-
nen. Die Ve besse ung de s eue lichen Kinde komponen en lassen sich gu
mi de geplan en Ta i e o m de Einkommens eue e binden, e minde n
die S aa squo e und kommen de neues en Rech sp echung des BVe G
en gegen. Zudem belas e de S eue aus all den Bund nu mi 42,5%. Den
Res agen Lände und Gemeinden.
Die soziale und amilien poli ische Ausgewogenhei de S eue e o m kann
nu
gewah bleiben, wenn auch eine Anhebung einkommensabhängige
di ek e T ans e s e olg . Mi de E höhung de einkommens eue lichen
Kinde eibe äge wi d
es
auch eine en sp echende Anhebung des Kinde -
geldzuschlags geben. Da übe hinaus könn e eine Ve besse ung des einkom-
mensabhängigen E ziehungs- und Kinde geldes zu sozialen Ausgewogen-
hei de S eue e o m bei agen. Insbesonde e junge und kinde eiche
Familien sind wi scha lich s a k belas e . Dies sp ich ü eine besonde e
Fö de ung diese Familien, die im Einkommens eue ech nich möglich is .
Diese Fö de ung wü de auch dazu bei agen,
daß
Familien bezüglich ih e
Kinde wünsche wiede an En scheidungs eihei gewinnen.
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Familiale Lebenslagen
und
Familienlas enausgleich
Zu den Oppo uni ä skos en amiliale En scheidungen
Von Heinz
P.
Galle , Biele eld 1
1.
Einlei ung
Mi dem Familienlas enausgleich we den in de Bundes epublik Deu schland
zumeis e eilungspoli ische Zielse zungen e bunden, wenn e wa au die
Siche ung des Exis enzminimums bzw. eines beda sge ech en Einkommens ü
die Familien abges ell wi d
(z.
B.
Zeppe nick
1974).
Die his o ischen E ah un-
gen haben zu wei en Ve b ei ung de libe alen These beige agen, amiliale
En scheidungen seien P i a sache, de S aa sei le z lich nich legi imie , in
diesem Be eich s eue nd einzug ei en. Alle dings wi d zugleich auch häu ig ein
Beda ü einen Familienlas enausgleich im Sinne eine Kompensa ion on
Nach eilen gesehen, die sich nega i au die Be ei scha zu Familienbildung
auswi ken. So wi d zumindes gegenwä ig de Familienpoli ik die Au gabe
zugewiesen, "Bedingungen zu scha en, die eine En scheidung ü ein Leben in
de Familie, ü Kinde , ü eine Tä igkei im Haus und in de Familie nich
länge gegenübe ande en En scheidungen benach eiligen" (Sozialbe ich 1986,
S.
49).
Familienpoli ik e häl dami eilich eine be ölke ungspoli ische Dimen-
sion
im
Sinne de Einwi kung au amiliale En scheidungen du ch die Ve ände-
ung ih e Rahmenbedingungen.
Zu Beg ündung wi d neben e eilungspoli ischen Gesich spunk en
au
die
Leis ungen e wiesen, die die Familie ü die Gesellscha e b ing , und da aus
die Fo de ung nach einem Familienlas enausgleich beg ünde , de die Lei-
s ungs ähigkei de Familie e besse bzw. sie übe haup e s beg ünde
(z.
B.
Wingen
1986).
Solche Übe legungen s ellen au die posi i en ex e nen E ek e
de Familienbildung e wa ü die S abilisie ung des sozialen Ge üges, bei de
Sozialisie ung de Kinde ode allgemein ü die Siche ung de Zukun de
Gesellscha ab. Die These, Familienpoli ik könne hie s eue nd eing ei en,
implizie dann die Annahme, daß on ih en Maßnahmen im Sinne de
Zielse zung posi i e An eizwi kungen au amiliale En scheidungen ausgehen2•
I De Bei ag is im Rahmen des Sonde o schungsbe eichs 3 "Mik oanaly ische
G undlagen de Gesellscha spoli ik", F ank u jMannheim, en s anden. Insbesonde e
No bu ga
OU,
F ank u , ha sowohl du ch ih e Mi a bei bei den empi ischen Analysen
als auch du ch An egungen und k i ische Diskussionen wesen lich zum En s ehen diese
A bei beige agen.
6*
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84 Heinz
P.
Galle
Die Möglichkei en, du ch amiliale T ans e s insbesonde e au das gene a i e
Ve hal en einzuwi ken, we den eilich häu ig ehe skep isch beu eil
(z.
B.
Höhn
1984).
De a ige Maßnahmen haben in de Ve gangenhei meis
nu
ku z is ige Wi kungen gezeig , die Mi nahmee Tek e, abe keine daue ha e
Ve hal ensände ung, e mu en lassen. Au de ande en Sei e zeigen abe
z.
B.
die
ame ikanischen Income-Main enance-Expe imen e,
daß
on de Ausges al ung
amilienpoli ische Maßnahmen du chaus An eizwi kungen ausgehen können,
die zu e ände en amilialen Ve hal ensweisen üh en
(z.
B.
Bishop
1980).
So
ha
die Fö de ung un olls ändige Familien e mu lich zu Des abilisie ung on
Ehen beige agen.
Man
kann on dahe e mu en,
daß
bei eine en sp echenden
Ausges al ung amilienpoli ische Maßnahmen du chaus An eizwi kungen au
indi iduelle amiliale En scheidungen ausgehen können.
Sowohl un e be ölke ungspoli ischen als auch un e dis ibu i en Gesich s-
punk en s ell sich die F age nach de Leis ungs ähigkei des Familienlas enaus-
gleichs im Sinne zumindes eines Ausgleichs de mi de Familienbildung
e bundenen Belas ungen sowie nach den on amilienpoli ischen Maßnahmen
ausgehenden An eizwi kungen. Bedeu sam sind hie aus ökonomische Sich
sowohl ku z-
wie
auch lang is ige Kos en und E äge amiliale En scheidun-
gen sowie die Rich ung und das Ausmaß, in dem diese du ch Maßnahmen des
Familienlas enausgleichs e ände we den. Ausgehend on de S uk u des
Familienlas enausgleichs in seine heu igen
Fo m
soll dahe im wei e en an hand
empi ischen Ma e ials eine Gegenübe s ellung de Kos en amiliale En schei-
dungen und de Leis ungen des Familienlas enausgleichs o genommen we -
den.
2. Familienpoli ik als Rahmen amiliale En scheidungen
En scheidend ü die Wi kungen de Familienpoli ik is zunächs die Ausge-
s al ung des amilienpoli ischen Ins umen a iums. Dieses is in de Bundes e-
publik du ch eine Fülle on Einzelmaßnahmen gekennzeichne , die e gleichs-
weise un e bunden nebeneinande s ehen. Sie eichen on explizi en mone ä en
2 Diese Aspek de Familienpoli ik dü e in Zunkun ehe an Bedeu ung gewinnen.
Zwa mögen soziale No men in gewissen Um ang da ü so gen, daß sich amiliale
En scheidungen auch an sozialen Funk ionen de Familie o ien ie en. Sowei
es
jedoch zu
eine "Indi idualisie ung" und "Ökonomisie ung" des Ve hal ens komm , dü e diese
Ein luß ehe an Bedeu ung e lie en. An ih e S elle müssen dann ande e Reize e wa im
Rahmen des Familienlas enausgleichs e en, die übe die In e nalisie ung de ex e nen
E ek e in Rich ung au sozial e izien e En scheidungen wi ken. Familiale Leis ungen
können als me i o ische Gü e au ge aß we den. Übe äg man die Pigou'sche Analyse
ex e ne E ek e au amiliale En scheidungen, so könn e man en sp echend den Familien-
las enausgleich als Ve such in e p e ie en, übe die Ausges al ung on S eue n und
T ans e s eine In e nalisie ung de ex e nen E ek e und dami alloka i e izien e
En scheidungen zu e eichen. Al e na i könn e man im Rahmen des P ope y-Righ s-
Ansa zes im Familienlas enausgleich Ausgleichszahlungen de Gesellscha ü ex e ne
Leis ungen de Familie sehen.
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übe -sich
1:
F
ami
1 i e n
pol
i i s
ehe
Maß
nah
m e n
Zi~lbe eiche
Ve -besse -ung
de -
wi - sch lichen
Laye
on
Familien
ZWlschen=lele
~mlilenge ech e
Eln~ommen
,none a -e
T -ans e -s~
Mi el
FLA
i
.e.
5.
~milienlas e~;~~gleich
i.w.s.
(FLA)
I
Kinde -las enaUSgleiCh"BegÜns igUng
d.Ehe
Kinde -geld
u.
glb.
T ans e s
15510
,
l
S eue e güns .
S eue - e güns .
:1
Kinde -
2499
ü -
Ehepa - ne -
2690(
Mu e -scha slei-
I
s unge .
2229
I
O - zuschlag
O szuschlag
4172 4588
Un e -hal s o -schuß
138
Waisenleis ungen
Hi
n e,-b
li
ebenen-
2551
leis ungen
58784
Ausbildungs ö de-
ung
469
Ve güns igungen
Ve güns igungen
i.
d.
Vec
-
mögens
i
l-
i.
d.
Ve mögens-
dung
139
bildung
315
Td l e mäßigungen
Sozlalhil e
.
Wohngeld
--
eale
T .n e s
F.milienmi e -
siche ung
i.d.
GKV
30392
Bildungsein-
-ich ungen
Kinde -gä - en,
Splelplä ze
LI.
ä.
Qu~lle:
Heldmann
(1986,5.33)
sowie
Sozialbe -ich
1986
amilienge -.
Wohn-
~um
u.
Umwel be-
bedingungen
Maßnahmen
i
.R.
d·1
Wohnungsbaus
i
S ad -und
Ve --
keh -splanung
F eizei ein ich-
Lungen
Familien e -ien-
" ä e,,
___
----
S Ä kung
de -
E -
ziehungs Ählgk.
El e nbildungs-
e ans al ungen
Gesundhei s-
be -.a ung
E -ziehungsbe-
be -a ung
Ehebe a ung
gese zliche
Schu z
de
Fa-
milie
Ehe-und
F.a-
mili
..
n -ech
E -b -ech
Kindes-
und
Jugend ech
A -bei
s-
u.50-1
zial ech
Schul -ech
Mie -ech
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86
Heinz
P.
Galle
T ans e s übe implizi e Begüns igungen im Rahmen des S eue - und Sozial e -
siche ungs ech s hin zu Real ans e s. Hinzu kommen Regelungen, die die
ech liche S ellung de Familie ges al en.
Bei
einem Teil de Ins umen e handel
es
sich eilich um Maßnahmen, die zunächs nich p imä amilienpoli isch
o ien ie sind,
wie
e wa die Spa ö de ung, die abe du ch eine nach de
Familiensi ua ion di e enzie e Ausges al ung eine amilien poli ische Kompo-
nen e e hal en. Ve suche de Sys ema isie ung de Ziele und Ins umen e de
Familienpoli ik inden sich bei e schiedenen Au o en (z.B. Wingen
1965,
S.168 .).
In Übe sich 1 sind amilienpoli ische Maßnahmen in eine e gleichsweise
um assenden Abg enzung on Heldmann (1986,
S.
33)
mi den im Sozialbudge
ü
1985
ausgewiesenen Be ägen zusammenges ell . Zum Familienlas enaus-
gleich im wei e en Sinne we den
i.
a.
alle mone ä en T ans e s ge echne , die die
Einkommenslage on Familien e besse n sollen.
In
eine enge en Sich wi d de
Familienlas enausgleich au die Begüns igung on Familien im S eue ech und
du ch das Kinde geld besch änk . Hinzu kommen die Mu e scha sleis ungen,
sei 1986 das E ziehungsgeld sowie die An echnung on E ziehungszei en in de
Ren en e siche ung.
Fü
die Analyse de Rahmenbedingungen amiliale En -
scheidungen is eine solche enge Beg i sbildung alle dings wenige geeigne , da
ü die Lebenslage on Familien wesen liche Fak o en auße Be ach bleiben.
So
wi d die Wohl ah sposi ion on Familien z.B. auch du ch Real ans e s
bes imm , die Familien in Ansp uch nehmen können. Le z lich kann auch die
Ges al ung de ech lichen Rahmenbedingungen nich e nachlässig we den,
sowei sie die Posi ion de Familie angie en.
Familiale En scheidungen zeichnen sich übe wiegend du ch eine länge is i-
ge
Fes legung aus, die bis zu I e e sibili ä im Fall de En scheidung ü ein
Kind eich . Von dahe is zu e wa en, daß Risikoübe legungen ü das
indi iduelle En scheidungs e hal en eine nich unbedeu ende Rolle spielen. So
könn e sich die abnehmende S abili ä on Ehen nega i
au
die Be ei scha on
F auen auswi ken, die E we bs ä igkei zuguns en de Familie au zugeben3.
Rech liche Regelungen,
wie
z.
B.
die Ges al ung on Un e hal sp lich en und des
Ve so gungs ausgleichs, können eine Ve minde ung de mi de Familienbildung
e bundenen Risiken bewi ken. Umgekeh kann abe auch e wa eine s ä ke e
Indi idualisie ung on Siche hei sansp üchen zu eine e inge en S abili ä
amiliale Lebens o men bei agen, wenn die indi iduellen Wohl ah s e lus e
e minde we den, die mi eine Au lösung de Familie e bunden sind4.
3 Ein Indiz in diese Rich ung is , daß on F auen, die nach eine Un e b echung
wiede eine E we bs ä igkei au genommen haben, knapp ein D i el un e ande em als
G und
angib , du ch eigenen Ve diens unabhängige sein zu wollen (GaugIe
u.
a.
1984,
S.62).
4 Be ach e man die Familie aus spieI heo e ische Sich als ein koope a i es Spiel, so
bewi k eine Ve ände ung de ech lichen Posi ion de Familienmi gliede eine Ve ände-
ung des "D ohpunk s" mi de Folge eine Ve ände ung de in a amilialen Beziehungen
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Familiale Lebenslagen und Familienlas enausgleich
87
Die Zuo dnung einzelne Maßnahmen zu Familienpoli ik is nich imme
unp oblema isch. Dies gil insbesonde e ü die Sozialhil e und das Wohngeld.
Beide T ans e s siche n die Mindes e so gung unabhängig on de amilialen
Si ua ion ab. Inso e n gehen on ihnen kaum posi i e An eizwi kungen au die
Familienbildung aus
im
Sinne eine Begüns igung des Zusammenlebens in de
Familie5• Alle dings können sie insowei zum Be eich de Familienpoli ik
ge echne we den, als du ch die Familienbildung das A mu s isiko s eig und
dieses e höh e Risiko du ch die Sozialhil e und das Wohngeld au ge angen wi d.
Die Minde ung de mi de Familienbildung e bundenen Einkommens isiken
kann hie als Real ans e beg i en we den, bei dem "Mindes siche ung" als
ö en liches
Gu
be ei ges ell wi d.
Selbs bei eine Besch änkung au mone ä e T ans e s weis de Familienla-
s enausgleich bei eine wei e en De ini ion insgesam ein e hebliches Volumen
au .
Fü
die in Tabelle 1 ausgewiesenen mone ä en T ans e s wi d im Sozialbe-
ich ü
1985
un e Ausschluß de nich ohne wei e es zu echenba en Leis un-
gen de Sozialhil e und des Wohngeldes ein Volumen on ca.
118
M d.
DM
ausgewiesen, was einem An eil on e wa 20%
am
Sozialbudge en sp ich . Hinzu
kommen die Real ans e s, bei denen allein die Begüns igung de bei ags ei
mi e siche en Familienmi gliede in de gese zlichen K anken e siche ung
om Volumen he bedeu same is als das Ehega enspli ing ode das Kinde -
geld.
Inne halb de mone ä en T ans e s dominie en bei de gewähl en Abg en-
zung mi einem An eil on e wa 75% eindeu ig die ehebezogenen Leis ungen im
Ve gleich zu Begüns igung on Kinde n6• Alle dings en allen e wa zwei D i el
dieses Volumens au die Hin e bliebenen e so gung im Rahmen de gese zli-
chen Ren en e siche ung.
Da
die Bei äge unabhängig om Familiens and sind
und auch ü die Absiche ung de Hin e bliebenen keine zusä zlichen Bei äge
e hoben we den, kann die Hin e bliebenen e so gung im Rahmen de gese zli-
chen Ren en e siche ung als eine Begüns igung de Ehe mi en sp echenden
und eine Ve ände ung de Wah scheinlichkei amilienge äh dende Kon lik e
(z.
B.
O
1986).
5 Zwa is im Bundessozialhil egese z
(§
17
BSHG)
de
G undsa z
de amilienge ech-
en Hil e e anke , doch s ell die Sozialhil e konzep ionell
au
das Indi iduum
und
seinen
G undbeda ab.
De
Familienzusammenhang wi d le z lich
nu
be ücksich ig , um eine
Ände ung des Beda s in Abhängigkei on de Haushal szusammense zung zu e assen.
En sp echend s ell auch de Kinde n zugebillig e Beda ssa z le z lich keine Begüns igung
de Familie da ,
da
auch alleinlebende Kinde e wa in Heimen p inzipiell einen
en sp echenden Ansp uch haben. Auch im Bundeswohngeldgese z wi d
de
Familienzu-
sammenhang im Sinn eine Kos endeg ession bei g öße en Familien be ücksich ig .
Zwa
soll nach §
18,3
WoGG
eine Begüns igung nich - amiliale Lebens o men e mieden
we den, eine Besse s ellung on Familien wi d abe
kaum
e eich .
6 Zu beach en is hie alle dings auch,
daß
das
Volumen de einzelnen T ans e s auch
om Be ölke ungsau bau abhäng .
Um
olle Ve gleichba kei he zus ellen, müß e
zunächs eine Be einigung um die un e schiedliche
G öße
de
einzelnen BeVÖlke ungsseg-
men e e olgen.
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94
Heinz
P.
Galle
Zusä zlich sind in Tabelle 2 ü einzelne amilienbezogene T ans e s de
jeweilige Du chschni sbe ag übe alle Haushal e und de en sp echende An eil
am du chschni lichen Haushal sne oeinkommen de jeweiligen G uppe ausge-
wiesen. So e n ein Haushal einen T ans e nich e hal en ha , is e dabei mi
einem Be ag on Null in den Du chschni eingegangen. Die We e können also
im Sinne de Begüns igung eines ü die jeweilige G uppe " ep äsen a i en"
Haushal s in e p e ie we den. Be ücksich ig wu den neben den explizi en
mone ä en T ans e s und den amiliens andsabhängigen Einkommenszuschlä-
gen im Ö en lichen Diens auch die implizi e Begüns igung de Familie im
Einkommenss eue ech sowie de Real ans e du ch die bei ags eie Mi e si-
che ung on Familienangehö igen im Rahmen de gese zlichen K anken e si-
che ung
14
.
De
An eil de mone ä en T ans e s am Haushal sne oeinkommen is ü
kinde lose Haushal e ge ing und s eig mi de Kinde zahl deu lich an.
Bei
Ve hei a e en mi d ei und meh Kinde n bzw. geschiedenen F auen mi
Kinde n e eich e e wa ein D i el des Ne o-Einkommens. Dabei sind bei
Familien mi bis zu zwei Kinde n die implizi en T ans e s im Rahmen de
Einkommensbes eue ung ü die Einkommenssi ua ion bedeu same als die
explizi en T ans e zahlungen. E s bei Ve hei a e en mi d ei und meh Kinde n
haben die explizi en T ans e s insbesonde e du ch das höhe e Kinde geld eine
ähnliche quan i a i e Bedeu ung wie die S eue begüns igung.
Die implizi en T ans e s im Rahmen des S eue ech s be uhen beim Rech s-
s and des Jah es
1983
i.
w.
au dem Spli ing-Vo eil. Begüns ig wi d le z lich die
Nich e we bs ä igkei
bzw.
ge inge e E we bs ä igkei eines Ehega en unab-
hängig da on,
ob
Kinde e zogen we den ode nich . Dagegen wu den Kinde
e schiedenen G uppen dü e dann die Oppo uni ä skos en endenziell un e schä zen.
Eine un e ze e Schä zung is p inzipiell au de G undlage eines olls ändig spezi izie -
en Modells des En scheidungs e hal ens möglich,
wie
Heckman
(1974)
ü die Modellie-
ung des weiblichen E we bs e hal ens gezeig ha . Alle dings häng de E olg solche
Lösungen ü das Selek ionsp oblem wesen lich da on ab, ob bei de Modellspezi ika ion
die ich igen Annahmen ge o en we den.
Da
es
zu Besch eibung amiliale En scheidun-
gen allen alls seh e ein ach e Modellansä ze gib , die bislang die Wi kungen s aa liche
T ans e s allen alls seh s ilisie be ücksich igen
(z.
B.
Zimme mann 1986,
S.
136
.),
wu de
on einem solchen Ve such abgesehen.
14
Bei de Be echnung de implizi en Kinde begüns igung im Rahmen de Einkom-
mensbes eue ung wu de so o gegangen,
daß
die S eue schuld al e na i nach dem
1983
gel enden Rech sowie bei Weg all de Kinde eibe äge und de e höh en Vo so gepau-
schale be echne wu de. Die Di e enz en sp ich dann de S eue minde ung in olge de
Be ücksich igung de Kinde . Analog wu de die Begüns igung du ch das Ehega en-
Spli ing e mi el , indem die S eue schuld bei gemeinsame Ve anlagung mi de jenigen
bei ge enn e Ve anlagung de Ehega en e glichen wu de. Dabei wu de om Fall ohne
Kinde begüns igung ausgegangen um die Addi i i ä de beiden T ans e s siche zus ellen.
Zug undegeleg wu de jeweils das
1983
gül ige S eue ech . In den We en is also die sei
1986
gül ige Neu egelung de Kinde begüns igung nich be ücksich ig . Ähnlich is bei
den T ans e s das E ziehungsgeld und das Baby-Jah nich e aß . Die du ch diese
Neu egelungen beding en Ve ände ungen wu den anhand on Al e na i echnungen
abgeschä z .
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46432-6 | Gene a ed on 2023-01-16 12:48:30
Familiale Lebenslagen und Familienlas enausgleich
95
e gleichsweise wenig begüns ig . Du ch die E höhung de Kinde eibe äge
ab
1986 sind die kinde beding en S eue e spa nisse deu lich anges iegen. Wende
man die Neu egelung au die ü
1983
beobach e en Einkommen an, so e gib
sich eine im Ve gleich
knapp
d eimal so hohe S eue e spa nis. De Be ag mach
abe imme noch
nu
e wa ein D i el de Begüns igung de Ehe du ch das
Spli ing aus.
Bei
den explizi en T ans e s spielen, beding du ch die Besch änkung au
jünge e F auen, Leis ungen aus de Hin e bliebenen e so gung sowie BAFöG-
Leis ungen p ak isch keine Rolle. Auch kann in dem hie benu z en Da enma e-
ial die Familienbegüns igung im Rahmen de Spa ö de ung nich e mi el
we den. Diese T ans e s we den nich gesonde ausgewiesen. Es bleiben dami
neben dem Kinde geld noch Mu e scha sleis ungen sowie Zahlungen on
Sozialhil e und Wohngeld.
Das Kinde geld mach bei ein ode
zwei
Kinde n
nu
einen e häl nismäßig
kleinen Teil des Ne o-Einkommens aus und kompensie bei wei em nich den
Rückgang des e ügba en Einkommens. Von den üb igen explizi en T ans e s
sind in de Du chschni sbe ach ung allen alls noch Leis ungen de Sozialhil e
und des Wohngeldes bedeu sam, die mi zunehmende Zahl on Kinde n
deu lich s eigen. Hie wi d das höhe e A mu s isiko on Familien mi Kinde n
deu lich, das du ch diese beiden T ans e s abgesiche wi d.
Zu
beach en is
alle dings, daß die hie ausgewiesenen We e Ansp üche da s ellen, die in de
P axis häu ig nich ausgeschöp we den.
Die en sp echend dem Rech ss and on 1983 geleis e en Zahlungen on
Mu e scha sgeld e ände n eben alls die du chschni liche Einkommensposi-
ion de Familien nich wesen lich. F eilich spiel hie die G uppenabg enzung
eine Rolle,
da
ein e hebliche An eil de F auen
1983
keine
Gebu
ha e. Bei
eine Besch änkung au diese G uppe e geben sich en sp echend höhe e We e.
Die sich du ch die Ein üh ung des E ziehungsgeldes e gebenden Ände ungen
wu den abgeschä z , indem im Rahmen eine Al e na i echnung ü alle
F auen
in de S ichp obe, die 1983 ein Kind gebo en haben
und
e ziehungsgeldbe ech-
ig gewesen wä en, die Einkommensände ung be echne wu de, die sich e geben
hä e, wenn sie die E we bs ä igkei au gegeben und s a dessen ü ein
Jah
E ziehungsgeld bezogen hä en. Un e diesen Bedingungen e gib sich bei den
F auen de jünge en G uppe ein An eil
des
E ziehungsgeldes
am
Haushal sne -
oeinkommen on du chschni lich e wa 4%. Bei den äl e en
F auen
e geben
sich dagegen nu ge inge Ve ände ungen,
da
kaum
Gebu en au e en.
Dem
Zuwachs beim E ziehungsgeld s eh alle dings in einigen Fällen ein e inge es
E we bseinkommen gegenübe , was die Begüns igung
z.
T.
wiede kompensie .
Obwohl nu ein Teil de E we bs ä igen im Ö en lichen Diens beschä ig is ,
bilden die in diesem Be eich gezahl en amiliens andsabhängigen Zuschläge ein
im Ve gleich nich unbedeu endes Elemen des Familienlas enausgleichs. An-
hand de
1983
gül igen Regelungen wu den ü alle im ö en lichen Diens
beschä ig en S ichp obenmi gliede die in den angegebenen B u oeinkommen
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96
Heinz
P.
Galle
en hal enen Zuschläge e mi el 15 und anhand des jeweiligen indi iduellen
du chschni lichen S eue sa zes in Ne o-Be äge umge echne .
Zusä zlich wu de de Ve such un e nommen, die Begüns igung de Familie
im Rahmen de K anken e siche ung abzuschä zen. Wäh end die K anken e -
siche ungsbei äge im Da enma e ial an hand de Angaben zu Ve siche ungsa
ech gu e mi el we den können, sind keine In o ma ionen zu Inansp uch-
nahme on Leis ungen e ügba . Eine Schä zung is abe möglich, wenn man
den Ve siche en wie den mi e siche en Familienmi gliede n jeweils Du ch-
schni swe e ü die Leis ungen de K anken e siche ung zuo dne . Ein solches
Vo gehen is auch dem Ve siche ungsansa z angemessene ,
da
die Leis ung in
de Absiche ung des e wa e en Risikos lieg , das du ch die mi le en Ausgaben
in e wa e aß wi d. Sowei diese Leis ungen die im Du chschni gezahl en
Bei äge übe s eigen, kann ein Real ans e zuguns en de Familie e mu e
we den.
Geh man on du chschni lichen Leis ungen im
Mona
in Höhe on
139
DM
je Ve siche en bzw. on
74
DMje
mi e siche em Familienangehö igen aus
16,
so e häl man ü kinde lose Haushal e einen nega i en T ans e ,
da
wegen de
hohen E we bsbe eiligung in diese G uppe ein g oße Teil de F auen selbs
bei agsp lich ig e siche is . Umgekeh e hal en Familien mi Kinde n im
Mi el einen posi i en Real ans e , de bei d ei und meh Kinde n eine nich
unbeach liche G ößeno dnung e eich . F eilich
da
man dabei nich übe se-
hen,
daß
sich du ch die eingespa en Kos en die ausgewiesene Einkommensposi-
ion diese Familien nich e besse , sonde n nu eine zusä zliche Ve schlech e-
ung e mieden wi d.
Selbs wenn man die du ch den kleinen S ichp obenum ang beding en
Unsiche hei en be ücksich ig , zeigen diese E gebnisse doch ech deu lich die
im Que schni s e gleich ungüns ige e Einkommensposi ion on Familien mi
Kinde n insbesonde e im Ve gleich zu kinde losen Ehepaa en. Die du ch die
ge inge e E we bs ä igkei kinde e ziehende F auen beding en Einkommens-
einbußen we den du ch die T ans e leis ungen des Familienlas enausgleichs bei
wei em nich ausgeglichen. Beme kenswe e schein auch,
daß
im Familienla-
s enausgleich mi dem Spli ing-Vo eil im S eu ech quan i a i ein T ans e
dominie , de die Nich e we bs ä igkei eines Ehega en begüns ig unabhängig
da on, ob Kinde e zogen we den ode nich .
15
Eine kleine Ungenauigkei muß e dabei inso e n in Kau genommen we den, als eine
Un e scheidung nach de Ta i klasse nich eindeu ig möglich wa .
Da
die Un e schiede
abe nu ge ing sind, spiel dies ü das E gebnis p ak isch keine Rolle.
16
Diese Be äge be uhen au Be echnungen on
M.
Baumann, Sonde o schungsbe-
eich
3,
au de G undlage on Da en des Bundesminis e iums ü A bei und Sozialo d-
nung sowie des Mik ozensus
1982.
Sie um assen nich die Ausgaben im Rahmen de
K anken e siche ung de Ren ne . Die Ausgaben sind ü Ve siche ungsmi gliede höhe ,
da
neben den eigen lichen Gesundhei sleis ungen
z.
B.
auch Einkommense sa zleis ungen
in Fo m on K ankengeld e b ach we den, die bei mi e siche en Familienmi gliede n
en allen.
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Familiale Lebenslagen und Familienlas enausgleich
97
In diesem Zusammenhang is auch die e gleichsweise ungüns ige Einkom-
menssi ua ion geschiedene F auen mi Kinde n nich unin e essan . Zwa
bilden bei diese G uppe die T ans e einkommen im Du chschni einen
e heblichen Teil des Ne o-Einkommens, doch is dies im wesen lichen au
e gleichsweise hohe Ansp üche beim Wohngeld und de Sozialhil e zu ückzu-
üh en und wenige au spezi ische amilienbezogene T ans e s. Hie zeig sich
das hohe A mu s isiko diese G uppe, das du ch den Familienlas enausgleich
nich wesen lich geminde wi d. Sowei F auen das Risiko eines Schei e ns de
Ehe e s ä k wah nehmen, mag dies mi zu e minde en Be ei scha Kinde
g oßzuziehen beige agen haben.
4.
Familienbildung
und
Lebenseinkommens e läu e
on
F auen
Neben dem Einkommensaus all, den Familien ku z is ig du ch das Ausschei-
den de
F au
aus dem E we bsleben e leiden, sind auch länge is ige Einkom-
menseinbußen du ch die Un e b echung de E we bsbiog aphie zu e wa en.
Geh man om Ansa z de Humankapi al heo ie aus, so implizie eine
Un e b echung de E we bs ä igkei den Ve zich au die Akkumula ion on
Humankapi al in Fo m zusä zliche Be u se ah ung. In de Folge wä e bei eine
Wiede au nahme de E we bs ä igkei mi einem im Ve gleich zu du chgängig
E we bs ä igen ge inge en E we bseinkommen zu echnen. Da übe hinaus
kann
es
noch zu zusä zlichen Humankapi al e lus en, e wa du ch ein Ve al en
de Kenn nisse ode ein aches Ve gessen, kommen17•
Zum Ein luß on Un e b echungen de E we bs ä igkei au das E we bsein-
kommen on F auen liegen eine Reihe on Un e suchungen ü die USA o .
Mince und Polachek
(1974)
schä zen au de G undlage on Que schni sda en
einen e gleichsweise hohen Ve lus an Humankapi al on e wa 5% p o
Jah
de Un e b echung, de alle dings nach Wiede au nahme de E we bs ä igkei
du ch höhe e Humankapi alin es i ionen zum Teil wiede kompensie wi d.
Ein ähnliche Zusammenhang e gib sich auch au de G undlage neue e
Panelda en (Minee und O ek
1982).
Demgegenübe e hal en Co co an und
Duncan
(1979)
und Co co an
u.
a.
(1983)
anhand
de Longi udinalda en des
PSID-Panels ehe kleine un e b echungsbeding e Absch eibungsda en
au
das
H umanka pi al.
Fü
die Bundes epublik liegen
nu
wenige e gleichba e Un e suchungen o .
Schä zungen on Helbe ge
(1984)
anhand e ospek i e Da en zeigen kleine,
i.
w.
insigni ikan e un e b echungsbeding e Absch eibungs a en. Zugleich
ha
die Daue de E we bs ä igkei o de Un e b echung p ak isch keinen Ein luß
au die Höhe de Einkommen nach de Wiede au nahme de E we bs ä igkei .
Dies könn e so in e p e ie we den, daß du ch eine Un e b echung und den
17 Auch ande e a bei sma k heo e ische Ansä ze lassen solche Ve lus e e mu en. So
wi d e wa in de Theo ie segmen ie e A bei smä k e eine ela i e Schlech e s eIlung
ge ade on Beschä ig en mi un egelmäßigen E we bs e läu en behaup e .
7 Sch i en d. Ve eins
.
Socialpoli ik
175
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98
Heinz P. Galle
dami häu ig e bundenen A bei spla zwechsel unabhängig on de Daue de
Un e b echung (spezi isches) Humankapi al e lo en geh . O en bleib in de
Un e suchung Helbe ge s,
wie
sich eine zwischengeschobene Phase de Teilzei -
a bei au den Lebenseinkommens e lau auswi k ,
da
nich zwischen Vollzei -
und Teilzei beschä igung un e schieden wi d. Aus amilienpoli ische Sich
schein dies abe du chaus in e essan , da Teilzei a bei eine mögliche Al e na i-
e
zu olls ändigen Au gabe de E we bs ä igkei da s ell .
Alle Un e suchungen de Auswi kungen un e b ochene E we bsbiog a-
phien au den Lebenseinkommens e lau gehen on einem e gleichsweise
ein achen Humankapi alansa z aus, wobei un e schiedliche Ne o-Akkumula-
ions a en ü die einzelnen Abschni e de Ausbildungs- und E we bsbiog a-
phie zugelassen we den. Übliche weise wi d un e s ell ,
daß
wäh end de
o malen Ausbildung in den e s en s Jah en die Akkumula ions a e den We
Eins ha , wäh end ü die spä e en Phasen linea allende Ra en angenommen
we den. Man e häl dann bei n au einande olgenden Abschni en als Schä zan-
sa z ü die loga i hmie e Lohn a e w( ) bei eine kons an en E ags a e
au
das Humankapi al einen in de Daue de einzelnen E we bsphasen
e;
quad a i-
schen Ansa z 18 : .
logw( )= s+
I [ a;e;+ b;e J
i=2
P inzipiell können in einem solchen Ansa z Phasen mi Vollzei - bzw.
Teilzei ä igkei
wie
auch Un e b echungsphasen un e schieden we den. Um die
Iden i izie ba kei des Modells siche zus ellen sind alle dings zusä zliche An-
nahmen zum Zusammenhang zwischen den Pa ame e n a; bzw.
b;
in den
einzelnen Phasen no wendig. Üblich is die Annahme, daß ü alle o de le z en
beobach e en E we bsphase gelegenen E we bs- bzw. Un e b echungsphasen
jeweils die Pa ame e den gleichen We haben. Um Mul ikollinea i ä zu
e meiden, we den auch meis ü die ühe en Phasen nu die linea en Te me
be ücksich ig .
Es
wi d also implizi eine kons an e Akkumula ions a e un e -
s ell . Dies kann auch als Schä zung des ma ginalen Ein lusses eines ühe en
E we bs- bzw. Un e b echungsjah es au die beobach e en Einkommen in e -
p e ie we den.
In
Tabelle 3 sind Schä ze gebnisse ü im
Jah
1984 unselbs ändig beschä ig e
F auen zusammenges ell , die nich in de Ausbildung wa en. Sie be uhen
wiede um au dem Da enma e ial de e s en Welle des Sozio-Ökonomischen
Panels. Neben seine G öße ha diese Da ensa z den Vo eil, daß neben den
Me kmalen zum E hebungszei punk auch e ospek i die E we bsbiog aphie
e hoben wo den is . Es is dami möglich, explizi zwischen Phasen de Nich -
18 In diese Spezi ika ion we den keine un e schiedlichen Absch eibungs a en ü
allgemeines
bzw.
spezi isches Humankapi al be ücksich ig . Hie zu wä e ein nich linea e
Ansa z no wendig, de die Absch eibungs a e abhängig mach om An eil des spezi ischen
Humankapi als an de gesam en Einkommenskapazi ä . Die ein ache Spezi ika ion s ell
eine Nähe ung an diesen Zusammenhang da .
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Familiale Lebenslagen und Familienlas enausgleich
Tabelle
3:
Einkommensscbä zung
ü
unselbs ändig bescbä ig e F auen
(Abbängige Va iable: log B u o-Mona seinkommen)
99
Insgesam Ohne
Ö T.
D.
Ö T.
Diens
Fälle
1273
881
392
R-Quad a 0.645 0.628 0.690
adj.
R**2
0.640 0.620 0.675
Kons an e
6.6218
6.6515 6.7724
99.5
64.1
79.6
Schuljah e
(s)
0.0746 0.0675 0.0698
15.1
8.1
12.4
Wei e bildung
(sw)
0.0155 0.0363
-0.0163
0.9
1.5
-0.8
VI
0.0001
0.0037
-0.0114
.0
0.8
-2.2
V2 0.0343 0.0295 0.0531
5.0
3.5
3.7
~
-0.0009
-0.0007
-0.0016
-3.4
-2.3
-2.5
V3 0.0362 0.0404 0.0244
4.7
4.1
2.1
~
-0.0008 -0.0008
-0.0007
-2.9
-2.4
-1.7
V4
0.0391
0.0435 0.0301
7.1
6.0 4.0
~
-0.0007 -0.0009
-0.0005
-5.0
-4.3
-2.6
TZ
-0.0408
-0.0081
-0.0907
-0.9
-0.1
-1.3
l
-0.0057 -0.0075
-0.0016
-0.9 -0.9
-0.2
2 0.0099 0.0062 0.0163
2.7
1.3
3.0
3 0.0038 0.0015 0.0103
1.1
0.3
1.8
UN
0.0906 0.1018 0.0496
1.4
1.3
0.5
UI
0.0015
-0.0015
0.0147
0.2
-0.2
1.3
U2
-0.0032
-0.0050
0.0018
-1.1
-1.4
0.4
Teilzei besch. (HT)
-0.4640
-0.4985
-0.3994
-12.0
-10.1
-6.9
Ge ing .besch.
(HG)
-1.3153
-1.3461
-1.1508
-26.9
-22.0
-14.9
Basis: E s e Welle des Sozio-Ökonomischen Panels
1984,
S ichp obe A (Deu sche P i a haushal e)
7*
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100 Heinz
P.
Galle
E we bs ä igkei , de be u lichen Wei e bildung sowie de Teil- und Vollzei e -
we bs ä igkei zu un e scheiden
19.
Als
abhängige Va iablen wu de bei den Schä zungen om mona lichen
B u o-Einkommen ausgegangen
20.
E klä ende Va iable sind neben Dummy-
Va iablen (HT,
HG)
ü die jeweilige A bei szei die ins i u ionell bes imm en
Schuljah e
(s)
sowie Jah e de Wei e bildung nach dem e s en Schulabschluß
(sw).
Als
E we bsdaue wu de die Zahl de Jah e mi Voll-
bzw.
Teilzei a bei
ge enn nach E we bsphasen e mi el . Dabei wu den alle Phasen o de
le z en zusammenge aß .
Fü
F auen mi un e b ochene E we bsbiog aphie
geben die Va iablen
VI
und
V2
die Zahl de Jah e mi Vollzei ä igkei in ühe en
E we bsphasen bzw. in de le z en E we bsphase an. Die Va iablen 1 und 2
en hal en die en sp echenden We e ü die Teilzei beschä igung.
Bei
F auen
ohne Un e b echung wu de danach un e schieden,
ob
sie du chgehend ollzei -
beschä ig wa en ode eine Teilzei phase au weisen. Die Va iable V4 gib die
Daue de du chgängigen Vollzei beschä igung an, wäh end die Va iablen V3
und 3 die Zahl de Vollzei - bzw. Teilzei jah e bei unun e b ochene E we bs-
biog aphie mi wechselnde A bei szei au nehmen.
Um
e en uelle Einkom-
menseinbußen beim Wechsel zwischen Voll- und Teilzei a bei splä zen zu
e assen, wu de zusä zlich noch eine Dummy-Va iable einge üh , die den We
TZ
= 1 annimm , wenn in de Biog aphie Teilzei phasen exis ie en, und sons
Null is .
Ähnlich wu de de Ein luß on Un e b echungen de E we bsbiog aphie
sowohl anhand de Un e b echungsdaue n
wie
auch mi eine Dummy-
Va iablen modellie . Die Un e b echungsdaue n wu den in Zei en ühe e
Un e b echungen U1 sowie die Daue
U2
de le z en Un e b echung au gespal en.
Beide gehen linea in die Modellspezi ika ion ein. Die zusä zliche Dummy-
19
Bei
den biog aphischen Angaben wu de nich zwischen Teilzei e we bs ä igkei und
ge ing ügige Beschä igung un e schieden. Die Teilzei phasen um assen en sp echend
beide A en on Beschä igung. Dagegen is zum Be agungszei punk die Un e scheidung
anhand de A bei szei angaben möglich.
Da
de E we bss a us jah esweise e hoben wu de
und en sp echend Jah e zu eine Phase zusammenge aß wu den, in denen kein Wechsel
im
angegebenen S a us e olg , we den ku z is ige Un e b echungen nich e aß , sowei
sie
on den Be ag en bei den jäh lichen Angaben nich genann wo den sind. Die Daue de
Schulausbildung wu de nich den biog aphischen Angaben en nommen, sonde n anhand
de ü den jeweils e eich en Abschluß no wendigen Ausbildungsdaue es geleg
( gl.
Helbe ge
1981,
S.
16; Dwo schak
1986,
S.285). Ande n alls wü de Pe sonen, die
"Bildungsumwege" gegangen sind, eine im Ve gleich zu a sächlichen Quali ika ion zu
hohe Ausbildungszei zugeo dne .
20 Die Lohn a e is im Sozio-Ökonomischen Panel nich unmi elba e hoben wo den.
Zwa könn e man e suchen,
sie
aus den Angaben zum Einkommen und de A bei szei zu
be echnen, doch e geben sich hie gewisse P obleme,
da
die A bei szei -
bzw.
Einkom-
mensangaben nich imme öllig konsis en zu sein scheinen. Die so be echne en We e
sind dahe ech ungenau, die Meß ehle in den Einkommen und in den A bei szei en
übe lage n sich. Dahe wu de ü die Schä zung unmi elba on den indi iduellen
Einkommen ausgegangen und die A bei szei in Fo m on Dummy-Va iablen ü
Teilzei beschä ig e
bzw.
F auen in eine ge in ügigen Beschä igung be ücksich ig .
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Familiale Lebenslagen und Familienlas enausgleich
101
Va iable nimm den We
UN
= 1 an, wenn eine un e b ochene E we bsbiog a-
phie o lieg
und
is sons Null. Sie soll E ek e
de
Un e b echung au nehmen,
die unabhängig on de
Daue
de Un e b echung sind.
In
ih en Koe izien en
geh auch de "Repa a u "-E ek nach eine Un e b echung ein, wenn das
Einkommen zunächs schnelle ans eig , als
es
mi Hil e des linea en Ansa zes ü
die Akkumula ions a e besch ieben we den
kann
21
• Au den Einschluß de
E we bsquo e im Sinne
de
Heckman-Ko ek u wu de e zich e ,
da
sich diese
Spezi ika ion bei ühe en Schä zungen wenig bewäh
ha
ll
.
Die Schä zungen wu den sowohl ü die Gesam g uppe
de
unselbs ändig
beschä ig en
F auen
du chge üh wie auch ge enn nach de Zugehö igkei
zum Ö en lichen Diens ,
da
in diesem Be eich besonde e Bedingungen bezüg-
lich de Un e b echungsmöglichkei en o liegen. Dabei muß e om S a us im
Jah
de Beobach ung ausgegangen we den,
da
keine e ospek i en Angaben
zu ühe en Zugehö igkei zum Ö en lichen Diens
zu
Ve ügung s ehen. Die
G uppe
de im Ö en lichen Diens Beschä ig en en häl also
auch
F auen, die
e s im Lau e ih e E we bsbiog aphie do hin gewechsel sind.
Die Schä zwe e ü die Bildungse ags a e en sp echen mi ca.
7%
p o
Schuljah
(s)
ande en Schä zungen. Wei e bildungsak i i ä en nach dem Ende
de Schul ausbildung
(sw)
agen dagegen nich signi ikan
zu
E klä ung de
Einkommenshöhe bei. Dies dü e
z.
T. abe
au
die ech ungenaue Messung
zu ückzu üh en sei bei de seh un e schiedliche Ak i i ä en zusammenge aß
we den. Auch de Koe izien ü unun e b ochene Vollzei beschä igung
(V4)
en sp ich sons e mi el en We en. So e n in eine unun e b ochenen E we bs-
biog aphie auch Zei en
de
Teilzei beschä igung au e en, is die Akkumula-
ions a e ü die Vollzei jah e
(V3)
e was nied ige als bei du chgehende
Vollzei beschä igung. Alle dings is diese Un e schied s a is isch nich signi i-
kan . Die
Daue
de Teilzei a bei
(
3) selbs äg nich signi ikan
zu
E klä ung
des Einkommens bei.
Bei un e b ochenen E we bsbiog aphien wi d
das
Einkommen neben
de
Schulbildung wesen lich on de
Daue
de Vollzei beschä igung in de le z en
E we bsphase
(V2)
bes imm . Die Akkumula ions a e is e was nied ige als bei
unun e b ochenen E we bsbiog aphien. Dies gil alle dings nich im Ö en li-
chen Diens , was
au
die
am
Al e
und
wenige
an
de Be u se ah ung o ien ie e
En lohnung in diesem Be eich zu ückzu üh en sein dü e.
Im
üb igen
äg
eine
21
De "Repa a u "-E ek bes eh in einem aschen Wiede he s ellen de ühe en
Einkommensposi ion du ch Wiede eina bei en. Im Rahmen des Humankapi almodells
implizie dies zunächs seh hohe Akkumula ions a en, die abe schnen
au
ein
"no males" Ni eau allen. Dies kann mi dem linea en Ansa z nich angemessen modellie
we den. En sp echend e geben sich e ze e Schä ze ü die un e b echungsbeding en
Ve lus e und die Akkumula ions a e nach de Un e b echung. Dies kann du ch Einschluß
de Dummy-Va iablen zumindes ansa zweise e mieden we den,
da
diese
dann
die
ku z is igen E ek e de Un e b echung au nimm .
22 Dies dü e e mu lich mi de Annahme beding no mal e eil e A bei szei en
zusammenhängen, die zumindes bei deu schen E we bsda en kaum e üll is .
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102 Heinz
P.
Galle
ühe e Vollzei beschä igung
(VI)
ebensowenig zu Höhe des Einkommens bei
wie Pe ioden de Teilzei beschä igung
( l'
2
).
Kon ollie man die E we bsdaue , so is keine signi ikan e Abhängigkei
on de Daue de Un e b echung es zus ellen. Wede die Daue ühe e
Un e b echungen
(ud
noch die de le z en Un e b echung
(u
2) wi k sich
signi ikan au das Einkommen aus.
Nu
ü die un e b echungsspezi ische
Dummy-Va iable (UN) e gib sich ein signi ikan posi i e E ek . E kann
alle dings kaum im Sinne eine posi i en Wi kung de Un e b echung in e p e-
ie we den, sonde n dü e das Au holen des Einkommens ücks andes unmi -
elba nach eine Un e b echung wiede geben, das du ch die quad a ische
Spezi ika ion ü die Akkumula ions a e wohl nich aus eichend e aß wi d.
Insgesam sp echen die E gebnisse da ü , daß die Einkommensposi ion on
F auen mi un e b ochene E we bsbiog aphie neben de allgemeinen Bildung
im wesen lichen du ch die jeweils le z e Vollzei -E we bsphase bes imm wi d.
Wede haben ühe e E we bsphasen einen signi ikan en Ein luß, noch lassen
sich deu liche Humankapi al e lus e als Folge de Un e b echung nachweisen.
Dies kann so in e p e ie we den, daß eine Un e b echung de E we bs ä igkei
zu eine unmi elba en En we ung de bishe igen Be u se ah ung üh . Bei de
Wiede au nahme de E we bs ä igkei we den ühe e E ah ungen unabhängig
on de Daue de Un e b echung nich hono ie . Die im Zuge de E we bs ä-
igkei e wo benen Fähigkei en müß en dann im wesen lichen spezi ische A
und in spä e en Tä igkei en kaum e we ba sein23. Auch scheinen Phasen de
Teilzei e we bs ä igkei zu keinem Anwachsen de Einkommenskapazi ä zu
üh en.
Eine al e na i e E klä ung de beobach e en Abhängigkei e häl man, wenn
man on de Exis enz inne be iebliche Ka ie elei e n ausgeh . So e n be ieb-
liche Lohns uk u en nach de Daue de Un e nehmenszugehö igkei di e en-
zie en, üh ein Un e b echen de E we bs ä igkei zum Ausscheiden aus de
jeweiligen Ka ie elei e .
Bei
de Wiede au nahme de E we bs ä igkei e olg
dann die En lohnung zunächs wiede en sp echend de Eingangss u e. Nach
den Schä ze gebnissen dü e auch eine Teilzei beschä igung zum "Ausklinken"
aus de Ka ie e üh en, was nich öllig unplausibel e schein .
Anhand diese Schä zgleichungen können im Rahmen eine Modell echnung
Lebenseinkommensp o ile in Abhängigkei on de E we bsbiog aphie e mi -
el we den, wenn man un e s ell , daß die im Que schni beobach e en
Einkommensun e schiede zwischen F auen e schiedenen Al e s auch im
Längsschni gel en. Die Auswi kungen eine Un e b echung de E we bs ä ig-
kei bzw. eine zwischengeschobenen Phase mi Teilzei a bei sind in Abbil-
23
Dies wi d in de Tendenz in de Be agung on F auen nach de Wiede au nahme
de E we bs ä igkei du ch Gaugie u.a. (1984, S.204) bes ä ig , wo e wa ein Vie el de
F auen angib , nach de Un e b echung einen be u lichen Abs ieg e ah en zu haben.
Alle dings geben auch zwei D i el an, keine Ve ände ung in de be u lichen Posi ion
e ah en zu haben.
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2.8
2.6
2.4
2.2
2.0
1.8
i1Q
1.6
E c
E
8l
1..1
Jl
"
~
1.2
1.0
0.8
0.6
DA
0.2
0.0
0
Abb.4:
Beispielha e
Einkommens e lau e
5
10
15
E wD bsjah a
a:
du chgehend
Vollzei
b:
Vollzei
mi
Teilzei phase
c:
Vo~lzei
mi
Un e b echung
a
20
25
30
"Tl
§.
~
h
I
::I
e-
llJ
g
~
::I
P-
"Tl
§.
g
[
g
~
OQ
"
('i.
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.....
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110 Heinz P. Galle
einschließlich de dami e bundenen Belas ungen implizie en. Auch hie
können g öße e Wi kungen wohl nu e ziel we den, wenn
es
geling , die
Einkommens e lus e übe haup zu e meiden. Dies wü de le z lich Maßnah-
men e o de n, die den F auen die Wiede eingliede ung in den A bei sma k
e leich e n bzw. es möglich machen, auch wäh end de Kinde e ziehung
e we bs ä ig zu bleiben. Solche Lösungen sind in Lände n wie Schweden, abe
auch den USA, schon meh ode wenige wei en wickel 29.
Gene ell is wohl de Familienlas enausgleich in seine heu igen
Fo m
aus de
Sich de dami e bundenen alloka i en Ziele als wenig e izien zu bewe en.
Neben und e en uell auch an die S elle de an eine Ve besse ung de
ku z is igen Einkommenssi ua ion on Familien o ien ie en T ans e s müß en
Maßnahmen e en, die ü F auen die Möglichkei en zum Einkommense we b
e besse n. Zu denken is hie einmal an a bei s ech liche Regelungen, wie sie
beim E ziehungsgeld einge üh wu den. Daneben is abe auch an Real ans e s
in
Fo m
e besse e Möglichkei en zu Kinde be euung auße halb de
Familie zu denken. Die heu ige O ganisa ion de Kinde be euung in Kinde -
gä en und Schulen is un e dem Aspek de Fö de ung de F auene we bs ä-
igkei wohl ungeeigne
30
• Ein solche Ansa z en sp ich le z lich auch besse den
P inzipien de Subsidia i ä und de Fö de ung de Möglichkei en zu Selbs hil-
e,
die in de Sozialpoli ik eine lange T adi ion haben.
Li e a u
Bishop,
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18,
S.
497 -
520.
29 Ein solche Ansa z e o de eine Auswei ung de Beschä igungschancen mi eine
S abilisie ung de Einkommense wa ungen. Alle dings muß dies nich unbeding zu eine
s a ken Auswei ung des A bei sangebo s üh en. Sowei
es
geling , die mi eine
Un e b echung de E we bs ä igkei e bundenen di ek en und indi ek en Einkommens-
e lus e zu eduzie en, is im Gegen eil o s ellba , daß
im
Ve gleich zu heu e die
Be ei scha zu Un e b echung de E we bs ä igkei soga zunimm und on dahe de
A bei sma k endenziell en las e wi d. Alle dings dü en dazu Einkommens ans e s
allein nich aus eichen
( gl.
auch Galle ,
O
1987).
30 Ein Indiz in diese Rich ung is , daß e we bs ä ige Mü e in deu lich ge inge em
Um ang die Kinde be euung in Kinde gä en in Ansp uch nehmen als nich -e we bs ä i-
ge
F auen und au ande e Be euungsmöglichkei en ausweichen (Vo ele 1985,
S.
112).
Hie schein ein wesen liches P oblem ü die Ve einba kei on Be u und Familie zu
liegen, das mi e gleichsweise ge ingem Au wand besei ig we den könn e.
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Familiale Lebenslagen und Familienlas enausgleich
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Me hoden zu Schä zung de Kos en
des Familienlas enausgleichs
Von He mann Quinke, Sank Augus in
1.
Einlei ung
Die Schä zung de Kos en des Familienlas enausgleichs kann un e iel äl i-
gen Aspek en e ö e we den. Hie soll das Thema un e dem besonde en
Gesich spunk de planenden Ve wal ung un e such we den.
Im
Vo de g und
s ehen Analyseme hoden zu Un e s ü zung de Fach e e a e, die mi de
Vo be ei ung on Gese zesände ungen im Rahmen des Familienlas enaus-
gleichs be aß sind.
In
Minis e ien we den die iel äl igs en Ände ungen on Leis ungsgese zen
(explizi e T ans e s) ode S eue e güns igungen (implizi e T ans e s), die Fami-
lien be e en, disku ie . Die Analyse beginn meis mi de Un e suchung on
einzelnen, als ep äsen a i angesehenen Familien ypen, wie
z.
B.
eine A bei -
nehme amilie mi zwei Kinde n und du chschni lichem Facha bei e einkom-
men. Auch diese sogenann e Einzel allanalyse beda bei de heu igen Komplexi-
ä
de T ans e - und S eue gese ze eine wi ksamen DV - echnischen Un e s ü -
zung.
Im
olgenden soll jedoch diese P oblembe eich ausgeklamme we den.
Eine wesen liche Au gabe de planenden Ve wal ung is die Schä zung de
mone ä en Kos en on Gese zesände ungen. Diese geschä z en Kos en spielen
-
wie
allgemein bekann -eine bedeu ende Rolle im poli ischen En schei-
dungsp ozeß. Auch allein aus ech lichen G ünden müssen die en s ehenden
Kos en in den Gese zen wü en angegeben we den. Neben den Kos en on
Gese zesände ungen sind auch Angaben übe die Höhe de explizi en
und
implizi en T ans e s e o de lich. Die Höhe de explizi en T ans e s muß jäh lich
im Bundeshaushal splan ausgewiesen we den, wenn die zug undeliegenden
Gese ze eine Leis ungsp lich des Bundes beg ünden. Hinsich lich de indi ek en
T ans e s (S eue e leich e ungen) bes eh keine solche egelmäßige Be ich s-
p lich . Schä zungen diese G ößen sind in den Sub en ions- und Sozialbe ich-
en de Bundes egie ung en hal en, die in meh jäh igen Abs änden e scheinen.
Nich zule z is -neue dings in e s ä k em
Maße
-die Ve eilungswi -
kung on In e esse. Un e such wi d dabei, welche An eil des gesam en
En las ungs- ode Belas ungs olumens eine Gese zesände ung au un e schied-
liche Teilg uppen äll (Ehepaa e, Alleins ehende mi Kinde n e c.). Die F age is ,
ob die Wi kung diejenigen e eich , die nach de poli ischen Zielse zung
8 Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
75
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114 Hennann Quinke
begüns ig bzw. benach eilig we den sollen, ode
ob
nich in endie e Nebene -
ek e au e en.
In Abschni 2 we den al e na i e Ansä ze zu Schä zung explizi e T ans e s,
im Abschni 3 Me hoden zu Schä zung on S eue e leich e ungen e ö e .
2.
Analyse explizi e T ans e s
De
Beg i des Familienlas enausgleichs is nich eindeu ig.
E
kann in einem
meh ode wenige wei en Sinn e s anden we den
1.
In de Planungsp axis wi d
on eine seh um assenden De ini ion des Beg i s ausgegangen. Fak isch
we den da un e alle implizi en und explizi en mone ä en Leis ungen des
S aa es
an
Familien e s anden.
Bei
diese wei en De ini ion
kann
nich meh
eine genaue T ennungslinie zwischen allgemeinen T ans e s und Leis ungen des
Familienlas enausgleichs gezogen we den.
Denn
es
is on amilienpoli ischem In e esse, wie die Einkommenslage de
Familien du ch Um e eilung beein luß wi d, gleichgül ig
ob
de auslösende
Fak o
de T ans e leis ung
an
Ta bes ände anknüp , die
nu
Familien
be e en (Gebu , Eheschließung, Ausbildung de Kinde ). So is
z.
B.
beim
Wohngeldgese z und dem Bundessozialhil egese z on g oße Bedeu ung,
inwiewei hie e schiedene Familien ypen im Ve gleich zueinande und im
Ve gleich zu ande en G uppen (Alleins ehende, nich eheliche Lebensgemein-
scha en) ges ell we den. Dami wi d auch deu lich,
daß
die Kos enschä zung
ein spezielles P oblem de T ans e analyse is und dahe im G undsa z au die
do
en wickel en Ve ah en zu ückgeg i en we den kann.
2.1
Falsi izie ba kei de Kos enschä zung
Einlei end wu de zwischen den Kos en eine Gese zesände ung und den
Schä zungen des gesam en Ausgabenni eaus ü ein T ans e gese z un e schie-
den. Das gesam e Ausgabenni eau explizi e T ans e s
ha
im Un e schied zum
Ni eau implizi e T ans e s eine ein ache Bedeu ung:
es
sind die Kassenausga-
ben inne halb eines bes imm en Zei aums,
i.
d.
R.
inne halb eines Jah es. Jede
Ni eauschä zung is dahe ein ach zu alsi izie en,
da
die Kassenausgaben in de
Haushal s echnung e aß we den.
G undlegend ande s is die Si ua ion bei den Kos en on Gese zesände un-
gen, wie sie auch in den Gese zes o lagen angegeben we den. Diese G ößen sind
g undsä zlich nich alsi izie ba , was so o deu lich wi d, wenn man sich die
De ini ion des Beg i s Kos en e gegenwä ig .
Das Ausgabenni eau häng ab om Gese zess and und eine Reihe wei e e
sozioökonomische Fak o en, die mi X bezeichne seien. Diese Zusammen-
1
Vgl.
A.
Obe hause , Familienlas enausgleich, in: Handwö e buch de Wi scha s-
wissenscha en, Band
2,
1980,
S.
583 .
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Schä zung de Kos en des Familienlas enausgleichs 115
hang sei o mal mi de Abbildung F
(.)
bezeichne . Die Kos en eine Ände ung
en sp echen de Di e enz zweie Ni eaug ößen, und zwa dem Ausgabenni eau
ohne bzw. bei Ände ung des Gese zes.
Kos en = F
(Goeu,
XI)
-
F(G
al
,
XI)
G
oeu
bezeichne dabei den Gese zess and nach,
Gal
den S and o Ände ung
des Gese zes. Eine de
G ößen
in de De ini ionsgleichung is nich beobach ba ,
o sind soga beide unbekann , wenn wede
Gal
noch G
oeu
in K a i .
Dami
sind auch die Kos en nich beobach ba , wenngleich sich iel ach Plausibili ä s-
sch anken angeben lassen. Die De ini ion mach zudem deu lich,
daß
die
Schä zung di ek om un e s ell en unk ionalen Zusammenhang abhäng .
Hinsich lich de Falsi izie ba kei is die Si ua ion somi e gleichba mi de
Schä zung on Mul iplika o en in ökonome ischen Modellen.
Genau
wie
do
sind die E gebnisse
nu
e auenswü dig, wenn de e wende e unk ionale
Zusammenhang als hin eichende App oxima ion de Reali ä angesehen we -
den kann.
2.2 Äl e e Me hoden de P axis
Lange be o neue, DV-ges ü z e Ins umen e e ügba wu den, muß e sich
die P axis in den Minis e ien mi dem P oblem de Kos enschä zung auseinan-
de se zen. Die dabei eingese z en Ve ah en wa en ein ach ges al e .
De
dami
e bundene Rechenau wand muß e ge ing gehal en we den, um ihn mi den
e ügba en echnischen Mi eln (Tisch echne ) bewäl igen zu können.
Man
i imme wiede Pe sonen, die ela i schnell aus den e ügba en S a is iken
plausible Schä zungen an e igen und die Plausibili ä ande e Schä zungen
übe p ü en können. Leide sind die Me hoden nich genau dokumen ie . Wenn
übe haup , inden sich Besch eibungen in Ve me ken, die allgemein nich
zugänglich sind.
Was die Ve ah en zu Kos enschä zung on Gese zesände ungen angeh , so
be uhen sie, sowei ich sehe, au olgende au ologische Ze legung:
n
Kos en = I
Ai·
di·
i=l
Die Gesam zahl de on eine Ände ung Be o enen wi d ze leg in n
Teilg uppen
Al
.
..
An.
Fü
jede Teilg uppe
Ai
e olg
dann
-
i.
d.
R.
au g und
on Einzel allanalysen -eine Abschä zung de du chschni lichen T ans e än-
de ung di. Die Anzahl de Be o enen wi d den Geschä ss a is iken ode
ande en E hebungen en nommen und un e Ums änden o gesch ieben.
Die Gü e des Ve ah ens häng wesen lich da on ab,
ob
die gewähl en
Teilg uppen
Ai
möglichs homogen hinsich lich de Me kmale sind,
an
denen
die Gese zesände ung anknüp .
Bei
Homogeni ä
können die du chschni li-
8*
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116
Hennann
Quinke
ehen T ans e ände ungen
d;
gu geschä z we den. Das is bei ein ach s uk u-
ie en Gese zesände ungen,
wie
z.
B.
eine E höhung de Kinde geldsä ze, de
Fall. Die hie skizzie e Vo gehensweise e sag abe , wenn komplexe e
Regelungen zu un e suchen sind. Beispiele da ü sind die Ums ellung des
Einkommensbeg i Ts und Ände ungen in de An echnung on Einkommen. In
diesen Fällen is eine ein ache Au gliede ung in homogene G uppen nich meh
möglich. Im üb igen lassen sich mi diesem Ansa z Ve eilungsanalysen kaum
du ch üh en. Hie ü muß au neue e Ansä ze zu ückgeg i Ten we den.
Die Schä zung de Haushal sansä ze basie bei den äl e en Ve ah en
au
modi izie en T endansä zen. Das le z e bekann e Ni eau wi d en sp echend de
T enden wicklung o gesch ieben, wobei au meh ode wenige in ui i e A
die e wa e e En wicklung de sozio-ökonomischen Ein luß ak o en be ück-
sich ig wi d. Falls e o de lich, is dann du ch Zu- ode Abschläge ü Kos en
on Gese zesände ungen die T endp ognose zu ko igie en.
So
ein ach und me hoden emd diese Ve ah en auch scheinen mögen, sie
spielen doch noch eine wesen liche Rolle. Sowei ich sehe, basie bishe die
Ausgabenplanung ü das Bundeskinde geldgese z au diesen Ve ah en. Dies
Gese z (Volumen
14,3
M d
DM
in
1986)
is o z de
1983
einge üh en
Absenkung ü Beziehe höhe e Einkommen ela i ein ach s uk u ie , sieh
man einmal on dem
1986
einge üh en Kinde geldzuschlag ab. Auße dem da
nich übe sehen we den, daß -
wie
bei allen P ognosep oblemen -E ah ung
und um assende ins i u ionelle Kenn nisse eine g oße Rolle spielen.
2.3 Mik oanaly ische Simula ionsmodelle
Sei und 20 Jah en s eh mi den mik oanaly ischen Simula ionsmodellen
(Mik osimula ionsmodelle, MSM) ein me hodisch undie e und p ak ikable
Ansa z zu Ve ügung, de wesen lich meh Analysemöglichkei en e ö Tne als
die eben skizzie en äl e en Me hoden de P axis. Die G undidee des Ansa zes
is , in eine ep äsen a i en S ichp obe ü jeden e aß en Einzel all (Mik oein-
hei ) die Auswi kungen eine Gese zesände ung zu un e suchen und dann du ch
Hoch echnung zu eine Abschä zung de Gesam e Tek e zu gelangen2.
Basis des Modells is also eine S ichp obe de om Gese z im G undsa z
be o Tenen Pe sonen bzw. Familien. Diese S ichp obe muß in eine e s en S u e
au be ei e und - alls e o de lich -um ehlende Me kmale e gänz we den.
Dann
is die S ichp obe so o zusch eiben,
daß
sei
ein möglichs ep äsen a i es
Abbild de Be o Tenen in dem Zei aum da s ell , ü den die Analyse
2 Ein Übe blick übe Ansa z, die wich igs en Modelle in den USA und Eu opa sowie
exempla ische Anwendungen inde sich in den Sammelbänden
R.
H.
Ha emann.
K.
Hollenbeck (H sg.), Mic oeconomic simula ion models o public analysis. Band I und
11,
New Yo k
u.
a.
1980 sowie G.
H.
O cu e al. (H sg.), Mic oanaly ic simula ion models o
suppo social
and
inancial policy, Ams e dam u.a.
1986.
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Schä zung de Kos en des Familienlas enausgleichs 117
du chge üh we den soll. Hie zu exis ie en e schiedene Techniken, die s a i-
sche und die dynamische Fo sch eibung, wobei die wesen lich ein ache e
Technik de s a ischen Fo sch eibung in de P axis dominie . Sie be uh im
G undsa z da au , die e wa e en Ände ungen on Einkommen und Ausgaben
wie
z.
B.
Mie e und Heizkos en du ch eine en sp echende E höhung diese
G ößen bei den in de S ichp obe e laß en Mik oeinhei en und sons ige
s uk u elle Ände ungen wie die demog aphische En wicklung du ch Ände ung
de Fallgewich e zu be ücksich igen.
Die dynamische Fo sch eibung e such dagegen die Biog aphien de in de
S ichp obe e aß en Einhei en mi els s ochas ische Simula ion zu schä zen.
Diese heo e isch be iedigende Fo sch eibungsme hode is ech au wendig.
Sie e lang zudem eine Spezi ika ion on Ve hal ens unk ionen als Basis de
Simula ion. Die Anwendung diese Technik is
dann
un e zieh ba , wenn
Leis ungsansp üche
(z.
B.
Ren e) un e such we den, die nich
nu
om gegen-
wä igen Einkommen, sonde n auch om gesam en Lebens e lau abhängen.
Fü
jeden so o gesch iebenen Fall wi d
dann
de Leis ungsansp uch un e
e schiedenen Va ian en be echne . Wenn alle benö ig en Me kmale
zu
Be echnung des T ans e ansp uchs in de S ichp obe e aß sind, können die in
ein ache Weise zu Diskussion s ehenden Regelungen un e such we den. Diese
Analysemöglichkei is ein en scheidende Vo eil in de P axis.
In einem nächs en Sch i is zu simulie en, inwiewei die T ans e ansp üche
auch a sächlich ealisie we den. Bekann lich machen nich alle Pe sonen ih e
Ansp üche au T ans e leis ungen gel end. Die Höhe de Ausschöp ung schein
bei e schiedenen T ans e leis ungen un e schiedlich zu sein. Sie häng insbe-
sonde e ab on de Höhe des Ansp uchs und dem sozialen S igma, das mi dem
Bezug e bunden sein kann.
Ame ikanische Modelle be ücksich igen eilweise noch wei e e Ve hal eps e-
ak ionen, wobei die Auswi kungen au das A bei sangebo im Vo de g und
s ehen.
Fü
jede Mik oeinhei wi d geschä z , wie sich das A bei sangebo du ch
die geände e T ans e leis ung e ände . G undlage sind ökonome ische
Analysen. Wesen liches E gebnis neue e ame ikanische Un e suchungen
schein jedoch zu sein,
daß
zwa ü Pe sonen im un e en Einkommensbe eich
die E ek e signi ikan abe doch so klein sind,
daß
sie bei Kos enanalysen
e nachlässig we den können3• Eine S udie on Me z4
au
de Basis des sozio-
ökonomischen Panels des SFB 3
/DIW
komm ü den wich igen Teilbe eich
de
e hei a e en F auen zu eine ähnlichen Aussage.
3
Vgl.
F.
S.
Le y,
R.
C.
Michel, Wo k o wel a e:
Howmuchgood
will
i do?,
Ame ican
Economic Re iew, Pape s and P oceedings, May
1986,
S.401.
4 J. Me z, Das A bei sangebo e hei a e e F auen in de Bundes epublik Deu sch-
land, Sonde o schungsbe eich
3,
Mik oanaly ische G undlagen de Gesellscha spoli ik,
A bei spapie N .
207,
Sep embe
1986.
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118
Hennann
Quinke
E gebnis de bishe besch iebenen Sch i e is ein ü das Planjah ep äsen a-
i es Mik oda en ile, das ü jede Mik oeinhei T ans e ansp üche un e
e schiedenen Gese zes a ian en en häl . Du ch Auswe ung können dann die
gesam en Kos en und die Meh - bzw. Minde ausgaben e mi el we den. Diese
Modelle e assen na ü lich
nu
die E ek e de "e s en Runde". Indi ek e
gesam wi scha liche E ek e wie e höh e Konsumausgaben und de en Wi kun-
gen we den nich e aß .
2.4 Anwendung de mik oanaly ischen Simula ionsmodelle
Was die Anwendung dieses Modell yps in de p ak ischen Regie ungsa bei
angeh , so sind
au
dem Gebie de Analyse di ek e T ans e s die USA üh end.
He o zuheben sind insbesonde e das Mic o Analysis o T ans e s o House-
holds model (MATH), en wickel om p i a en Fo schungsun e nehmen Ma-
hema ica Policy Resea ch, und das T ans e Income Model 2 (TRIM
2),
en wickel im
U ban
Ins i u . In de Bundes epublik wi d diese Ansa z sei
1976/77 bei de Vo be ei ung on Gese zes o haben angewende . Hie sind
insbesonde e das Wohngeldmodell im Bundesminis e ium ü Raumo dnung,
Bauwesen und S äd ebau (BMBau) und das BA öG-Planungssys em (BAF-
PLAN) im Bundesminis e ium ü Bildung und Wissenscha (BMBW) zu
e wähnen.
Die hie genann en deu schen Modelle wu den nich im minis e ialen Be eich
en wickel , sonde n on Fo schungsein ich ungen -de Indus ieanlagen-
Be iebsgesellscha (IABG) in O ob unn bzw. de Gesellscha ü Ma hema ik
und Da en e a bei ung (GMD) in Sank Augus in. Auch die Wei e en wicklung
und P lege e olg im Rahmen on Fo schungsau ägen in den beiden
Ins i u ionen.
2.5
Das
Wohngeldmodell
Das Wohngeldmodell wi d nich kon inuie lich eingese z , sonde n
nu
zu
V o be ei ung eine S uk u e o m des Wohngeldsys ems,
wie
sie zule z 1986 in
K a a . Die G unds uk u des Modells is in Übe sich 1 da ges ell 5.
Basis de neues en Ve sion des Wohngeldmodells is eine S ichp obe de
Wohngeldemp änge aus dem
Jah
1982.
Diese wu de -im wesen lichen aus
Da enschu zg ünden - om S a is ischen Bundesam au den S and on 1987
o gesch ieben. Angepaß wu den nu
die.
Einkommen, au eine Be ücksich i-
gung on S uk u ände ungen is dabei e zich e wo den.
5 Indus ieanlagen-Be iebsgesellscha mbH, Anpassung on Wohngeldleis ungen,
4.
Anpassung im Rahmen de Gese zesno elle 1986, Bea bei e : M. Wiesemann, Be ich
an
den Au aggebe , 1985.
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Schä zung
de
Kos en des Familienlas enausgleichs 119
De Ansa z e wende also implizi die Hypo hese,
daß
die S uk u de
Wohngeldemp änge
1987
nach Um ang und S uk u dem Emp änge k eis
1982
en sp ich , sieh man einmal on de Ta sache ab,
daß
du ch die
un e s ell en Einkommenss eige ungen ode geände e Regelungen Haushal e
ih en Ansp uch e lie en können. Insbesonde e
kann
nich abgeschä z we den,
in welchem Um ang Haushal e einen neuen Ansp uch e we ben können
ode
wegen Au s ockung de Ansp üche diese e meh ausschöp en. Wenn es
alle dings bei den un e such en Regelungen da um geh , Ansp üche zu be-
sch änken, kann die alleinige Ve wendung on p ozeßp oduzie en
Da en
aus eichend sein6•
Eine Haup au gabe de IABG is , die Wohngeld o mel so umzuges al en,
daß
sie
eine sei s den o gegebenen poli ischen Ziel o gaben en sp ich und ande-
e sei s die Kos en de Ände ung im o gegebenen Rahmen bleiben. Wich ig
sind auch In o ma ionen übe die Ve eilung on Besse - und Schlech e s ellun"
gen ("Winne - and Loose -Tables").
Bei
den S uk u e o men wu de s e s
e such , die Anzahl de Haushal e, die un e dem neuen Rech ss and gegenübe
dem gel enden Rech schlech e ges ell sind, so ge ing wie möglich zu hal en.
Die Ni eauschä zungen des Modells inden keinen di ek en Eingang in die
Haushal splanung. Diese wi d nach den oben besch iebenen äl e en Ve ah en
e s ell , wobei jedoch die Kos enschä zung de Ände ung aus den Modelle geb-
nissen übe nommen wi d.
2.6
Das
BAFPLAN-Sys em
Das BAFPLAN-Sys em wi d schon sei 1977 im BMBW eingese z .
Im
Un e schied zum Wohngeldmodell ope ie
es
nich
nu
au
eine S ichp obe de
Leis ungsemp änge , sonde n die zug undeliegende S ichp obe um aß alle dem
G unde nach BA öG-Be ech ig en
( gl.
Übe sich
2).
Kennzeichen de S ichp obe is ,
daß
Einzelangaben de Ge ö de en
und
Nich -Ge ö de en un e schiedlich gewonnen wu den. Wäh end Angaben ü
die Nich -Ge ö de en aus eine eigens du chge üh en E hebung gewonnen
wu den, sind die Angaben de Ge ö de en eine S ichp obe aus den beim
Ve wal ungs ollzug an allenden An ags- und Be echnungsda en.
Im Rahmen de s a ischen Fo sch eibung wi d neben de Einkommensen -
wicklung insbesonde e die Anzahl de Schüle und S uden en en sp echend
in e nen P ognosen des BMBW o gegeben. Wie in ande en P ognosen wu de
auch hie nich de sich 1985 abzeichnende Umb uch bei den S uden enzahlen
ich ig e aß . Dies zeig deu lich, daß die Fo sch eibung eine wesen liche
Fehle quelle sein kann. Die Ausschöp ung wi d nach empi isch e mi el en
6
Vgl.
R.
A.
Kas en, F.
J.
Samma ino, Mic osimula ion in he O ice
o income
Secu i y
Policy,
1977
-1984, Manusk ip 1984.
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Hennann
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3.4 Disagg ega ion
und
In e pola ion
Ausgangspunk de Gene ie ung is die aus de LS -S a is ik e ügba e
TabelIie ung de Lohns eue p lich igen nach Höhe des B u olohns, S eue klas-
se
und
Kinde zahl.
Zu
beach en is dabei,
daß
in den sog. "Doppel e diene "-
S eue klassen bei Ve hei a e en de gemeinsame B u olohn e aß wi d. Diese
Tabelle wi d
nun
nach de sozialen S ellung disagg egie , wobei zwischen
Ve so gungsemp änge n, Beam en und sozial e siche ungsp lich igen A bei -
nehme n (A bei e und Anges ell e) un e schieden wi d
14
.
Dami s ehen -ge enn nach soziale S ellung, Lohns eue klasse und
Kinde zahl
(0,
1,
2,
3,
4 und meh ) -Schich ungen des B u olohns in
32
G ößenklassen zu Ve ügung.
Da
die S eue schuld eine nich linea e Funk ion des B u olohns is , üh jede
disk e e App oxima ion de gla en Einkommens e eilung zu Ve ze ungen bei
den Be echnungen de S eue schuld.
Um
diesen Fehle möglichs ge ing zu
hal en, wu den die gegebenen Einkommensklassen in kleine e Klassen au ge-
spal en. Dabei
kann
zunächs
au ldeen
de Spline-In e pola ion zu ückgeg i en
we den.
Die Spline-Ansä ze gehen da on aus,
daß
die zug undeliegende Ve eilung
"gla " is . Die Sp ungs eIlen in den His og ammen sind also au die TabelIie-
ung nach Einkommensklassen zu ückzu üh en. Die Vo gehensweise is nun,
diese
Fo m
de gla en Ve eilung aus den gegebenen Da en zu schä zen. Die
Anzahl de Pe sonen und die Du chschni seinkommen in eine en Einkom-
mensklassen lassen sich dann du ch In eg a ion diese gla en Ve eilung
bes immen. Die Spline-In e pola ion un e s ell zusä zlich,
daß
sich die gla e
Ve eilung in jedem In e all de abellie en Ve eilung du ch Polynome
app oximie en läß . Diese Polynome können on In e all zu In e all un e -
schiedlich sein. Es wi d abe ge o de ,
daß
die Polynome an den In e allg en-
zen gla aneinande anschließen. Die Ve eilung soll also im gesam en
De ini ionsbe eich di e enzie ba sein. Das bekann es e Ve ah en ha in diesem
Zusammenhang Spahn en wickel .
E
geh on den kumulie en Häu igkei en
aus, die du ch kubische Splines in e polie we den. Die Ve eilung selbs e gib
sich dann du ch die e s e Ablei ung de App oxima ionspolynome ü die
kumulie en Häu igkei en15• Dieses Ve ah en e we e jedoch nich die
In o ma ionen übe die Einkommensdu chschni e in de abellie en Ve ei-
lung.
Dahe
wu de ein modi izie es Ve ah en en wickel , das diese In o ma ionen
be ücksich ig . Wi un e s ellen,
daß
sich die gla e Ve eilung in jedem In e all
du ch Polynome d i en G ades da s ellen läß . Gegeben sei eine Lohn e ei-
lung mi n In e allen, go,
...
,
gn
seien die n + 1 In e allg enzen,
h;
die Anzahl
14
Zum
Ve ah en
gl.
G. Gya as. H. Quinke. a.a.O.,
S.
77 .
15 Vgl. P.
B.
Spahn. Die Bes eue ung
...
, a.a.O.
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Schä zung
de
Kos en des Familienlas enausgleichs 127
de Lohns eue p lich igen in In e all
i,
und
d;
de Du chschni slohn m
In e all
i.
Wi suchen ü jedes In e all i ein Polynom:
Diese Polynome müssen na ü lich die
Da en
ep oduzie en. Die sich e geben-
de Anzahl de Lohns eue p lich igen und die Lohnsumme
muß
mi den Angaben
übe eins immen. Dahe ha zu gel en:
g,
S
/;(x)dx=h;
i=l,
...
,n
gi
-1
sowie
g,
S
x/;(x)dx=h;d;
i=l,
...
,n
Schließlich o de n wi ,
daß
die sich e gebende Ve eilung gla is . An den
In e allg enzen müssen also die We e und e s en Ablei ungen "benachba e "
Polynome übe eins immen.
/;(g;) =/;+ l(g;)
i=
1,
...
,
n-l
/;'
(g;) =
/;'+
1 (g;) i =
1,
...
, n -1
Wei e hin o de n wi ,
daß
die Ablei ungen
an
de obe en
und
un e en G enze
e schwinden. Dies is eine ehe echnische Annahme.
{(go)=O
:(g.)
=0
Du ch Aussch eiben sieh man di ek ,
daß
die angegebenen Bedingungen
4n
linea e Gleichungen in den unbekann en 4 n Polynomkoe izien en
a~
da s ellen.
Dieses Gleichungssys em is lösba .
Die Spline-In e pola ion
ha
einen Nach eil. Sie
kann
zu Schwingungen im
Ve lau de Ve eilung üh en, die in de gegebenen Tabellie ung nich
beobach ba wa en.
Um
dieses in manchen Fällen au e ende E gebnis
zu
e meiden, wu de ein ehe heu is isches Ve ah en zu Gewich sabspal ung
en wickel , das au de i e a i en lokalen
Glä ung
des His og amms
be uh
16
•
Es
wu de in solchen Fällen angewende , in denen die Spline-In e pola ion zu
unplausiblen Schwingungen üh e.
Das E gebnis de In e pola ion is eine Schä zung de den Tabellen zug unde-
liegenden gla en Ve eilung. Ausgehend on diese Schä zung konn en die
o gegebenen G ößenklassen in eine e Klassen au gespal en we den.
Danach
wu den die so disagg egie en Tabellenzellen als Du chschni s älle in e p e-
ie . und in die
Fo m
eines Mik oda en iles übe agen. Die Fallgewich e
en sp echen den Zellenbese zungen, die ausgewiesenen Va iablenwe e sind die
16
Vgl. G. Gya as, H. Quinke,
APF
...
, a.a.O., S.72 .
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Hennann
Quinke
zugehö igen Me kmalskombina ionen de Zelle. Die so e zeug e Da ei en häl
A bei nehme . Sie wi d e gänz du ch eine Da ei mi Beziehe n on Lohnein-
kommen, die zwa in de ES -S a is ik, abe nich in de LS -S a is ik e aß sind,
sowie S eue p lich igen, die keine Einkün e aus unselbs ändige A bei beziehen
(Selbs ändige). Hie wu de die Schich ung nach G ößenklassen de
Einkün e-
ge enn nach Familiens and und Anzahl de Kinde -eben alls in e polie ,
be o nach dem besch iebenen Ve ah en Du chschni s älle gene ie wu den.
3.5 E gänzung de Da ei um wei e e Me kmale
Die bishe igen Me kmale sind nich aus eichend, um Kos enschä zungen
du chzu üh en. Insbesonde e müssen
bei Lohns eue p lich igen die Einkün e aus ande en Einkun sa en, die hie
nu zusammenge aß be ach e we den,
bei Ehega en mi beide sei igem B u olohn die Au eilung des B u olohns
au
die Ehega en (die S a is ik weis nu den gemeinsamen Lohn aus),
die ausgeglichenen Ve lus e
sowie das Al e und die Ausbildung de Kinde
geschä z we den.
G undlage de Schä zungen sind K euz abellie ungen zwischen schon e aß-
en Me kmalen und den zu schä zenden Me kmalen.
Zu
Ve meidung de
kombina o ischen Explosion müssen hie Me hoden de kon ollie en s ocha-
s ischen Simula ion angewende we den.
In wich igen Fällen sind diese K euz abellen nich e ügba . Sie müssen aus
den o handenen Angaben geschä z we den. Dies i zu au den Zusammen-
hang zwischen B u olohn und üb igen Einkün en und die Au eilung des
B u olohns au die Ehega en in den S eue klassen
Ill/V
und IV /IV.
Die Vo gehensweise sei am Beispiel de Au eilung des gemeinsamen B u o-
lohns e läu e . Die LS -S a is ik weis bei den S eue klassen
Ill/V
und IV
/IV
nu den gemeinsamen B u olohn aus.
Fü
eine möglichs gen aue Nachbildung
de Bes eue ung und de T ans e leis ungen is ein ge enn e Nachweis des
B u olohns de Ehega en e o de lich. Ve ügba sind
eine K euz abellie ung des B u olohns de Ehega en,jedoch nich ge enn
nach S eue klasse I1I/V und IV /IV,
eine Schich ung de Löhne de Ehemänne bei Doppel e diene n,
eine Schich ung de Löhne bei Ehe auen bei Doppel e diene n,
eine Schich ung des gemeinsamen B u olohns, ge enn nach den beiden
S eue klassen I1I/V und
IV
/IV.
Es wä e siche lich alsch, nu die K euz abellie ung des B u olohns bei
Doppel e diene n zu Au eilung des B u olohns zu e wenden. Die dadu ch
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Schä zung
de
Kos en des FamiJienlas enausgleichs 129
implizie e Annahme eine gleichen Au eilung in den S eue klassen
111/
Y und
IV
/IV
i nich zu. Die S eue klasse
III/V
is ge ade ü solche Fälle güns ig,
bei denen ein Ehega e deu lich wenige e dien als de ande e, die S eue klasse
IV
/IV
is bei e wa gleichem B u olohn o eilha .
Die g undlegende Annahme bei de Schä zung is ,
daß
die S eue klasse
a ional gewähl wi d, also die Ehega en jene S eue klassen wählen, welche die
Lohns eue im Rahmen des Quellenabzugs minimie .
Im einzelnen wi d wie olg o gegangen. Aus den
32
Einkommensklassen de
LS -S a is ik we den du ch D ei eilung de In e alle 96 Einkommenswe e
bes imm .
Als
We wi d jeweils de Mi elpunk de einen In e alle gewähl .
Aus diesen Einkommenswe en we den 96 x 96 = 9216 hypo he ische Fälle
e zeug , die alle bei diesen Einkommenswe en möglichen Kombina ionen de
Einkommen abdecken.
Dann
we den en sp echend de Ve eilung in de LS -
S a is ik diesen Fällen Kinde -Zahlen s ochas isch zugewiesen.
Fü
jeden diese
Fälle wi d dann un e Ausnu zung de Fo de ung nach a ionale Wahl de
S eue klasse die S eue klassenkombina ion bes imm , welche den Quellenabzug
minimie . Schließlich wi d jedem Fall ein Gewich on eins zugewiesen.
In
einem le z en Sch i wi d dann mi "i e a i e p opo ional i ing" das so
gene ie e File an die oben angegebenen Tabellen angepaß . Diese Me hode
bes imm die neuen Gewich e gni so, daß de In o ma ionsgewinn
I gni . In(gni)
i
un e de Res ik ion de gegebenen Tabellenwe e minimie wi d.
Du ch Auszählen des Files kann dann di e enzie nach den beiden Lohn-
s eue klassen eine Ve eilung des An eils de Ehe au
am
gemeinsamen B u o-
lohn e mi el we den. Bei de Schä zung des Zusammenhangs zwischen
B u olohn und üb igen Einkün en wu de ein ähnliches Ve ah en angewende .
Nu
konn e
au
eine Ve hal ensannahme e zich e we den.
3.6
P obleme
Ein wesen liches P oblem bei diesem Ansa z is ,
daß
die Modelle gebnisse -
e wa im Un e schied zu den BAFPLAN-Schä zungen -
nu
eingesch änk
übe p ü we den können.
Die zen ale E gebnis a iable des Modells is die en s ehungsmäßige a i liche
Einkommens eue in einem bes imm en Jah . Diese
G öße
wi d
nu
im Rahmen
de LS /ES -S a is ik alle d ei Jah e e hoben.
Fü
das
Jah
1980 be ug die
Abweichung des Modells bei diese Va iablen
1,6
.H.
Daneben e geben sich schwie ige P obleme bei de Fo sch eibung de
Gewinneinkün e. Die in de Volkswi scha lichen Gesam echnung ausgewie-
senen Gewinne sind wegen de un e schiedlichen Konzep e
nu
ein unzu eichen-
de Indika o ü die s eue lich ele an e Gewinnen wicklung.
9 Sch i en d. Ve eins . Socialpoli ik
175
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46432-6 | Gene a ed on 2023-01-16 12:48:30
130 Hennann Quinke
Mi
dem hie besch iebenen Ansa z we den sowohl im
BMF
als auch im
BMJFFG
die Ni eaus de implizi en T ans e s geschä z , in dem in eine
Modell echnung gel endes Rech und Weg all de Ve güns igung e glichen
wi d.
In
den Sozialbe ich en we den diese
G ößen
einzeln au ge üh und
addie , um so zu eine Abschä zung de gesam en implizi en T ans e s zu
gelangen. Diese Da s ellung wi d auch eilweise in de Li e a u übe nommen
17.
Die Zusammen assung is p oblema isch,
da
In e ak ionse ek e übe sehen
we den. Falls
z.
B.
das Ehega enspli ing en äll , wi d sich die di ek e S eue -
p og ession ü Ehepaa e d as isch e schä en -bei Allein e diene n e dop-
peln -
und
dahe
we den sich zwangsläu ig die Kos en de Kinde eibe äge
e höhen.
4. Abschließende Beme kungen
Be ach e
man
die le z en Jah e, so
ha
de Einsa z neue me hodische
Ansä ze zu Analyse amiliale T ans e s in de planenden Ve wal ung de
Bundes epublik deu lich zugenommen. Sie wu den eilweise
zu
einem selbs e -
s ändlichen A bei sins umen . Die ühe häu ig zu beobach ende Scheu, DV-
ges ü z e Ve ah en einzuse zen, schwinde .
Doch
die Minis e ialbü ok a ie e häl sich beim Einsa z neue
Me hoden
ande s als die Fo schung. Ande e als die he geb ach en Techniken we den nich
p imä
deshalb übe nommen, weil sie un e heo e ischen Gesich spunk en
übe legen sind. Sie inden
dann
Akzep anz,
wenn die bishe igen Analysen "im Hause" als unzu eichend angesehen
we den
ode
dami das poli ische Du chse zungs e mögen
e höh
wi d.
Da on
zu un e scheiden is die Ve gabe on Fo schungsgu ach en, on denen
ge ade de Einsa z des neu es en Ins umen a iums ge o de wi d. Insgesam
gesehen is jedoch die me hodische Un e s ü zung on Analysen bei de
Gese zes o be ei ung -besonde s im s eue lichen Be eich de Familienpoli ik
-im Ve gleich
zu
den Ve einig en S aa en bishe ge ing. Eine undamen ale
S eue e o m, wie sie in den USA disku ie
und
eilweise ealisie wu de, wü de
hie zu e heblichen Analysep oblemen üh en.
17
Vgl.
A.
B.
P a .
M.
Ke sch ei e . Die Familie im Um e eilungsp ozeß: Mone ä e
Leis ungen ü Ehega en und Kinde , in: F.
X.
Kau mann, S aa liche Sozialpoli ik und
Familie, München und Wien
1982,
S.
153.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46432-6 | Gene a ed on 2023-01-16 12:48:30