Fo s mann, Alb ech
A icle
Zu F age de Kausali ä wi scha liche Ve ände ungen
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Fo s mann, Alb ech (1952) : Zu F age de Kausali ä wi scha liche
Ve ände ungen, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN
1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 72, Iss. 5, pp. 37-72,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.72.5.37
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549] 37
Zu F age de Kausali ä wi scha liche
Ve ände ungen
Von
Alb ech Fo s mann
-
Be lin
Inhal s e zeichnis: I. Das P oblem — II. Das Geld im wi scha lichem Ablau :
A. Allgemeines, B. Das Geld als endogene Fak o , C. Das Geld als exogene Fak o
— III. Konjunk u en: A. Allgemeines, B. Endogen beding e konjunk u elle Ve -
ände ungen, C. Exogen beding e konjunk u elle Ve ände ungen — IV. S uk u -
wandlungen: A. Allgemeines. B. Endogen beding e S uk u wandlungen, D. Exogen
beding e S uk u wandlungen — V. Schlußbeme kungen.
I. Das P oblem
Die F age de u sächlichen Beding hei on Ve ände ungen im wi -
scha lichen Ablau e, d. h.insbesonde e das P oblem de Un e schiedlich-
kei en, die zwischen ¡endogen und exogen beding en Ve ände ungen des
wi scha lichen K eislau geschehens bes ehen, is sowohl on e heb-
lichem wi scha s heo e ischen In e esse wie nich minde auch
on g oße wi scha s poli ische Bedeu ung. Man da dahe auch
die Klä ung de hie bes ehenden Un e schiedlichkei en als eine ausge-
sp ochene No wendigkei sowohl om wi scha s heo e ischen wie nich
minde auch om wi scha spoli ischen S andpunk e bezeichnen, wie
dies die olgenden Be ach ungen auch noch nähe auszuweisen haben.
In wi scha s heo e ische Hinsich e gib sich diese No -
wendigkei nich nu aus dem allgemeinen Bes eben eine In eg a ion
alle wi scha swissenscha lichen Ta bes ände und Vo gänge, ebenso
wie auch de Du ch üh ung on „Ve lau sanalysen", die beide eindeu ige
Kla hei ge ade auch hinsich lich de hie bes ehenden Un e schiedlich-
kei en e o de n, sonde n diese No wendigkei e gib sich auch ganz
allgemein aus de Ta sache, daß man bishe im allgemeinen in öllige
Ye kennung de zwischen endogen und exogen beding en Vo gängen
bes ehenden g undsä zlichen Un e schiedlichkei en nich nu endogen,
sonde n auch exogen beding e Vo gänge so zu behandeln und zu e klä-
en e such ha , „als ob" es sich in einem jeden Falle um Ve ände-
ungen des „na ü lichen" wi scha lichen Ablau es, also um solche
endogene Beding hei handel e. ,
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38 Alb ech Fo s mann [550
Es beda dahe wohl keine nähe en Beg ündung, daß diese Ta -
sachen eine Klä ung de hie ele an en Zusammenhänge und Beding -
hei en zu eine d ingenden No wendigkei machen, inso e n als eine un-
kla e Analysie ung konk e e Si ua ionen, wie sie die Folge solche Un-
kla hei en übe die A de Ve u sachung is , nich nu zu un ich igen
heo e ischen E gebnissen, sonde n — in de en Anwendung — auch zu
un ich igen wi scha spoli ischen Maßnahmen üh en muß, die sich in
ih en Folgewi kungen ka as ophal auswi ken können.
Beispielha ü die Rich igkei diese Fes s ellung — und zwa
sowohl in wi scha s heo e ische wie auch in wi scha spoli ische
Hinsich — is die A , wie man die sogenann e „Wel wi scha sk ise"
glaub e — sowohl diagnos isch wie auch he apeu isch — behandeln zu
können: Man ging ein ach on de Un e s ellung aus, daß diese K ise
nich s ande es sei, als eine g undsä zlich konjunk u elle E scheinung,
wenn auch besonde en Ausmaßes. Zu diese Ansich kam man o enba
deshalb, weil die E scheinungs o men, in denen diese K ise au a ,
ebenso wie die ih o au gegangene — eben alls exogen beding e —Au -
schwungpe iode, wenigs ens au den e s en Blick (und iel wei e schei-
nen die sogenann en „P ak ike " und „Poli ike " ja auch im allgemeinen
nich sehen zu können) die gleichen zu sein schienen wie die eine
konjunk u ellen S ö ung.
Angesich s diese Ta sachen wa es dahe auch nich wei e e wun-
de lich, daß man diese S ö ungen mi den g undsä zlich gleichen Mi eln
wi ksam glaub e bekämp en zu können, mi denen man bei konjunk-
u ellen S ö ungen gu e „E ah ungen" gemach ha e. Die hie in
Anwendung geb ach en konjunk u ellen Mi el muß en abe na u ge-
mäß e sagen, da es sich ja in de Ta nich — wie angenommen wu de
— um eine E scheinung g undsä zlich konjunk u elle A ,
sonde n ielmeh um eine in e alu a isch beding e S uk u k ise
exogene Ve u sachung handel e1, die ganz ande e Maßnahmen
e o de lich mach als die, die bei konjunk u ellen S ö ungen mi E olg
angewand we den.
Eindeu ige Kla hei , de en No wendigkei das ange üh e Beispiel
mi besonde e Deu lichkei e kennen läß , kann abe in allen solchen
F agen nu dann gewonnen we den, wenn de jeweilige Cha ak e kon-
k e e Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e zwei els ei es -
ges ell is ; diese is abe le z lich allein du ch die A de Ve u sachung
de jeweiligen Ve ände ungen bes imm . Die Au gabe de olgenden
Un e suchungen lieg also da in, die zwischen endogen und exogen
beding en Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e bes ehenden
1 Vgl. hie zu auch A. Fo s mann: De Kamp um den in e na ionalen
Handel, 2. Au l., Be lin 1936; siehe auch de selbe: Zu außenwi scha lichen Nach-
k iegsp oblema ik, WA., Bd. 67, 1951.
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551] Zu F age de Kausali ä wi scha liche Ve ände ungen 39
Un e schiedlichkei en im einzelnen au zuzeigen. Ganz allgemein läß
sich hie zu ku z olgendes sagen:
Endogen beding e Ve ände ungen im wi scha lichen
Ablau e sind g undsä zlich solche Ve ände ungen des wi scha lichen
K eislau geschehens, die sich aus de „na ü lichen" wi scha lichen
En wicklung selbe he aus e geben, so daß also un e endogen beding en
Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e g undsä zlich imme „nu
solche Ve ände ungen des K eislau es de Wi scha e s anden we den
[können], die die Wi scha aus sich selbe he aus e zeug , nu e en u-
elle Ve ände ungen de ,sich selbs übe lassenen', nich on äuße em
Ans oß ge iebenen Volkswi scha "2.
Exogen beding e Ve ände ungen im wi scha lichen
Ablau e sind demgegenübe g undsä zlich alle solche Ve ände ungen des
wi scha lichen K eislau geschiehens, die nich du ch die de wi -
scha lichen En wicklung als solche immanen en „na ü lichen" K ä e
beding sind, sonde n die ih e En s ehung ande en Ein lüssen e dan-
ken, und zwa solchen, die onaußenin die wi scha liche En wick-
lung hineinge agen we den und die dahe auch diese A ih e Ve -
u sachung en sp echend als exogen beding zu bezeichnen sind.
Hinsich lich de hi e bes ehenden g undsä zlichen Un e schiedlich-
kei en kann dahe zunächs ganz allgemein es ges ell we den, daß
endogen beding e Ve ände ungen imme das E gebnis eine als „na ü -
lich" anzusehenden wi scha lichen En wicklung sind, wäh end exogen
beding e Ve ände ungen imme das E gebnis on K ä en sind, die on
außen au den wi scha lichen Ablau einwi ken3. Es wi d also die
besonde e Au gabe de olgenden Un e suchungen sein, es zus ellen,
welche A on Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e als das E -
gebnis „na ü liche " K ä e anzusehen sind und un e welchen Um-
s änden das nich zu i , wann also on auße wi scha lichen K ä en
gesp ochen we den muß. Die bes e G undlage ü die Klä ung de hie
bes ehenden Un e schiedlichkei en is zwei ellos dann gegeben, wenn
es geling es zus ellen, welche A de wi scha lichen En wicklung
als „na ü lich" anzusehen is 4.
2J. Schumpe e : Theo ie de wi scha lichen En wicklung, 4. Au l.
München und Leipzig 1935, S. 95.
3 Es en sp ich dem Sinne diese Fes s ellungen, wenn G. Habe le
(P ospe i ä und Dep ession, Be n 1948, S. 20) in gleiche Allgemeinhei aus üh :
„Exogene Theo ien sind diejenigen, welche S ö ungen on außen annehmen ...
Endogene Theo ien hauen ausschließlich au ökonomisch e klä ba en Bewegungen au ."
4 Die Bedeu ung diese Fes s ellung lieg da in, daß — wie R. . S i g 1
(Kapi al und P oduk ion, Wien 1934, S. 134) aus üh — „-die Gese ze, aus welchen
die Wi scha s heo ie ih e Gebilde au bau , . .. die eale Wi scha [behe schen]
... in dem Sinne, daß do , wo de Au bau de Wi scha on diesen Gese zen ab-
weich ... eine Ände ung ausgelös wi d, welche die Anpassung an die Wi scha s-
gese ze zum Ziel ha ."
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40 Alb edi Fo s mann [552
Es is das unbes ei ba e — wenn auch iel ach e kann e — Ve -
diens de „klassischen" Na ionalökonomie, eine eindeu ig kla e E klä-
ung de „na ü lichen", also lediglich endogen beding en wi scha lichen
En wicklung und de ih innewohnenden lang is ig zum Gleichgewich
— und zwa zum „ o alen" Gleichgewich — endie enden na ü lichen
wi scha lichen K ä e gegeben zu haben, au de en E klä ung sich die
„klassische" Theo ie — on wenigen Ausnahmen, on denen o allem
Mal hus zu nennen is — alle dings auch besch änk .
Dahe schein auch G. Halm den e klä enden Aussagewe de
„klassischen" Theo ie zu e kennen, wenn e mein , „daß in de klassi-
schen Gleichgewich s heo ie ein Fehle o handen is , de es ih un-
möglich mach , zu ealis ischen Resul a en zu kommen, d. h. e klä en zu
können, wa um die Wi scha sich im empo ä en Gleichgewich be-
inden kann, ohne jedoch Vollbeschä igung e eich zu haben"5. Denn
einmal sieh die „klassische" Theo ie ja ih e Au gabe nich in de E -
klä ung des wi scha lichen Ablau es, wie e sich im „sho - un" oll-
zieh , und zum ande en is die Möglichkei eines wi scha lichen
Gleichgewich es bei empo ä e Un e beschä igung — sowei eine
solche nich nu ganz o übe gehende A , also konjunk u elle Be-
ding hei is — s e s du ch exogene Ein lüsse e u sach , die nich im
Rahmen eine „ einen" Theo ie, sonde n nu du ch de en Anwen-
dung zu e klä en sind.
Die Wi scha , die die „klassische" Theo ie ih en Be ach ungen
zug unde leg e, wa die na u ale Tauschwi scha , in de en Rahmen
das Geld als ein indi e en es Elemen angesehen wu de, so daß es also
gewisse maßen nu einen „Schleie " bilde e, du ch den es gal hindu ch-
zusehen, um die a sächlichen Vo gänge e kennen zu können, die sich
hin e diesem Schleie abspiel en.
Die besonde e Bedeu ung de „klassischen" Theo ie ü die im o -
liegenden Zusammenhange ele an en F agen lieg in wi scha s heo-
e ische Hinsich o allem in de Un e suchung de den wi scha -
lichen Ablau le z lich bes immenden Fak o en und de Klä ung ih es
Ein lußes au diesen un e dem Gesich spunk e de das Handeln de
Wi scha ssubjek e bes immenden S ebens nach E agsmaximie ung.
Die Bedeu ung de He ausa bei ung diese Zusammenhänge be uh —
wie dies auch die olgenden Un e suchungen noch im einzelnen zeigen
5 G. Halm: Zinspoli ik un.d Wi scha s heo ie, in Fes gabe ü Adol
Webe zu Vollendung seines 75. Lebensjah es, Be lin 1951, S. 50.
6a Das komm besonde s cha ak e is isch auch in de bekann en Fee e ellung
J. S . M i 118 (G undsä ze de poli ischen Ökonomie, d sch. . A. Soe bee ,
Bd. 2, Leipzig 1885, S. 158 ) zum Ausd uck: „Es kann, um es ku z zu sagen, .... ü
die wi scha lichen Ve häl nisse de Gesellscha nich s Unwesen liche es geben als
das Geld, .... Geld is eine Maschine, um schnell und bequem dasjenige auszu ich en,
was sons doch geschehen wä e, nu wenige schnell und bequem."
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553] Zu F age de Kausali ä wi scha liche Ve ände ungen 41
we den — da au , daß sie im wi scha lichen Ablau e le z lich imme
du ch Ve ände ungen de Wi kungen bes imm sind, die on den den
wi scha lichen Ablau bes immenden Fak o en un e de He scha des
S ebens nach E agsmaximie ung de Wi scha ssubjek e e u sach
we den.
Von bes immende Bedeu ung is hie o allem die de wi scha -
lichen En wicklung immanen e „na ü liche" Tendenz de P oduk ions-
ak o en — als de le z lich bes immenden Fak o en des wi scha -
lichen Ablau es — zu op imalen Kombina ion. Diese, sich aus dem all-
gemeinen Bes eben nach E agsmaximie ung (als Ausd uck des den
wi scha lichen Ablau behe schenden sogenann en „wi scha lichen
P inzips") e gebende „na ü liche" Tendenz de P oduk ions ak o en
zu op imalen Kombina ion komm da in zum Ausd uck, daß, „wenn die
konk e en Vo ausse zungen, sei es in de landwi scha lichen ode
indus iellen P oduk ion, so liegen, daß eines ode meh e e P oduk ions-
mi el in ge inge em Maße e ügba sind, als de op imalen Kombina-
ion en sp äche, mi sukzessi e Ve meh ung diese P oduk ionsmi el
um gleiche Be äge s e s s eigende Ve g öße ung de na ü lichen E ags-
zuwächse ein i , bis die op imale Kombina ion e eich is "6; und das
gil sinngemäß na ü lich auch im umgekeh en Sinne, wenn eines ode
meh e e P oduk ionsmi el in g öße em Maße e ügba sind, als es
de op imalen Kombina ion en sp ich 64. Hie bei handel es sich abe
nich nu um die Ve häl nisse einzelne P oduk ions zweige, son-
de n diese Beding hei en gel en auch hinsich lich de Kombina ion de
P oduk ions ak o en im olkswi scha lichen Gesam -
zusammenhange. Dabei is — namen lich bei exogen beding en
Ve ände ungen — das Ve häl nis on Wich igkei , in dem die de op i-
malen Kombina ion de P oduk ions ak o en (als Ausd uck de op i-
malen Ausnu zung de na ionalen P oduk i k ä e) en sp echende E -
zeugungsmenge zu jene E zeugungsmenge s eh , die olkswi scha -
lich nachge ag wi d7.
Von ausschlaggebende Wich igkei is ü die hie in e essie enden
F agen besonde s auch die Ta sache, daß alle Ve ände ungen im wi -
scha lichen Ablau e — gleich iel ob es sich bei ihnen um solche endo-
gene ode exogene Beding hei handel — dadu ch cha ak e isie
sind, daß Ve ände ungen in den ela i en G enze gie-
6 H. Maye : A ikel „P oduk ion" im Hwb. d. S ., 4.Au l., W. 6, Jena 1924,
S. 1119.
6a Au die bes immende Bedeu ung de P oduk ions ak o en ha dahe auch
A. Webe „New Economics" — Re olu ion ode Kon usion? Zsch. . d. g. K edi w.,
Bd. 5, 1952, S. 413, kü zlich mi Rech wiede nachd ücklichs hingewiesen.
7 Siehe hie zu auch A. Fo s mann: Ve such eine allgemeinen Theo ie de
Alimen ie ung, Schm. Jb., Bd. 71, 1951.
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42 Alb ech Fo s mann [554
bigkei en de P oduk ions ak o en, die ü die Gü e
de Kombina ion de P oduk ions ak o en bes immend sind, au e en.
Von besonde e Bedeu ung is hie bei die F age, welche A diese Ve -
ände ungen jeweils im einzelnen sind und wie sie sich au den wi -
scha lichen Ablau im besonde en auswi ken, ob hie du ch also ins-
besonde e eine expansi e ode abe eine kon ak i e wi scha liche
En wicklung induzie bzw. beding wi d.
Zum ande en is die F age on Wich igkei , ob solche Ve ände un-
gen in den ela i en G enze giebigkei en sich ohne eine Ve ände ung
im Ve häl nis de Menge de e ügba en P oduk ions e ah en zu-
einande ollziehen, ode abe ob hie du ch auch Ve ände ungen im
Ve häl nis de e ügba en P oduk ions e ah en au e en bzw. ob
die Ve ände ungen in den ela i en G enze giebigkei en du ch solche
Ve ände ungen beding sind. Hie bei is wei e auch die Un e suchung
de Ges al ung de Gleichgewich s e häl nisse im wi scha lichen K eis-
lau geschehen on besonde e Wich igkei inso e n, als zu p ü en is ,
welche Zusammenhänge zwischen de A de Gleichgewich s e ände-
ungen und de A de Ve u sachung on Ve ände ungen im wi -
scha lichen Ablau e bes ehen.
Di© wi scha spoli ische Bedeu ung eine kla en E kenn nis
de g undsä zlichen Un e schiedlichkei en in de A de Ve u sachung
on Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e und de sich hie aus
jeweils e gebenden un e schiedlichen Wi kungen (auch wenn diese
äuße lich nich ode doch nich eindeu ig e kennba sind) lieg da in,
daß nu au diese Weise die Wi scha spoli ik in die Lage e se z
wi d, Maßnahmen zu Ges al ung des wi scha lichen Ablau es zu e -
g ei en; die in ih em E olg auch dem Ges al ungswillen en sp echen
und nich das Gegen eil on dem bewi ken, was a sächlich gewoll und
so e hinde wi d, daß die Wi scha spoli ik nich s ande es is als ein
meh ode wenige hil loses Imp o isie en, wie dies heu e leide iel-
ach de Fall is .
Auch un e diesem wi scha spoli ischen Gesich spunk handel es
sich o allem um die Un e suchung des Zusammenspiels de P oduk-
ions ak o en im olkswi scha lichen Gesam ahmen un e Be ück-
sich igung de Ges al ung ih e ela i en G enze giebigkei en und de
F age de zweckmäßigs en Ges al ung dieses Zusammenspiels sowie de
Wah ung des Gleichgewich es zwischen op imale und olkswi scha -
lich nachge ag e , also wi scha lich legi ime E zeugungsmenge. Diese
F age is — wie be ei s angedeu e — insbesonde e bei exogen beding-
en Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e on besonde e Wich-
igkei mi Rücksich au die Möglichkei eine Besei igung ode doch
Milde ung de hie bei au e enden Disk epanzen bzw. de sich hie aus
e gebenden Wi kungen.
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555] Zu F age de Kausali ä wi scha liche Ve ände ungen 43
Angesich s de Ta sache, daß die mode ne Ve keh swi scha eine
Geld Wi scha is , e schein es e o de lich, zunächs einmal die
S ellung des Geldes in de Ve keh swi scha und die hie du ch
— ge ade auch in bezug au die hie in e essie enden Zusammen-
hänge — au gewo enen P obleme zu un e suchen, denen die „klas-
sische" Na ionalökonomie ja dadu ch aus dem Wege ging, daß sie — wie
be ei s e wähn wu de — das Geld als ein öllig „indi e en es" Ele-
men des wi scha lichen K eislau geschehens ansah. Es handel sich
also zunächs einmal da um, zu p ü en, ob bzw. un e welchen Bedin-
gungen das Geld als ein „na ü liches", also endogenes Elemen de
Wi scha angesehen we den kann, ode ob bzw. un e welchen Um-
s änden dies nich de Fall is , das Geld also als ein exogene Fak o
im Rahmen des na ü lichen wi scha lichen Ablau es be ach e we -
den muß. Die Klä ung diese F age is — wie die spä e en Be ach-
ungen zeigen we den — auch ü die Klä ung de wei e en P oble-
ma ik on bes immende Bedeu ung.
Diese Klä ung wei e e P obleme e olg zweckmäßig un e dem
Gesich spunk e, ob es sich bei den jeweiligen Ve ände ungen im wi -
scha lichen Ablau e um pe iodische Ve ände ungen ode um
solche ape iodische A handel . Die Zweckmäßigkei diese
A de Behandlung e gib sich insbesonde e da aus, daß sich pe io-
dische Ve ände ungen — auch wenn es sich bei ihnen um solche exo-
gene Ve u sachung handel — mi Rücksich au die Pe iodizi ä im
wesen lichen du ch, eine allgemeine Theo ie e assen lassen, wäh end
eine solche allgemeine E assung bei ape iodischen Ve ände ungen
nich ode doch nu seh beding möglich is , so daß diese A on Ve -
ände ungen (je nach de jeweils besonde en A de Ve u sachung)
gesonde geklä we den muß, wobei alle dings auch inso e n gewisse
Gemeinsamkei en bes ehen, als ja eine jede A on Ve ände ungen
im wi scha lichen Ablau e du ch Ve ände ungen in den ela i en
G enze giebigkei en de P oduk ions ak o en cha ak e isie is .
II. Das Geld im wi scha lichen Ablau
A. Allgemeines
Die F age, wann Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e als
endogen und wann sie als exogen beding anzusehen sind, ha en wi
ganz allgemein und g undsä zlich dahingehend bean wo e , daß als
endogen beding alle solche Ve ände ungen im wi scha lichen Ab-
lau e angesehen we den können, die sich aus de „na ü lichen" wi -
scha lichen En wicklung he aus e geben, wäh end als exogen beding
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44 Alb edi Fo s mann [557
alle solche Ve ände ungen anzusehen sind, die das E gebnis on K ä -
en sind, die on außen au den wi scha lichen Ablau einwi ken.
Die P oblema ik lieg hie nun — wie be ei s e wähn wu de —
o allem da in, es zus ellen, wann eine wi scha liche En wicklung
als „na ü lich" anzusehen is und wann dies nich de Fall is . Die Be-
an wo ung diese F age is besonde s schwie ig hinsich lich des Geldes;
o zdem is sie ge ade hie on besonde e No wendigkei . Diese P o-
blema ik e gib sich beispielsweise da aus, daß die F age, ob eine Kon-
junk u allgemein als eine E scheinung endogene ode abe als eine
solche exogene Beding hei anzusehen is , le z lich da on abhäng , ob
das Geld als eine E scheinung endogene A ode abe als ein exogene
Fak o im wi scha lichen Ablau e anzusehen is .
Angesich s de hie bes ehenden Schwie igkei en (ge ade auch hin-
sich lich de Eino dnung des Geldes un e den hie in e essie enden
Gesich spunk en) is es dahe auch du chaus e s ändlich, wenn bei-
spielsweise G. H a b e
1
e die Ansich e i , daß die F age, „was
als ökonomische und was als nich ökonomische Fak o
ode Ums and zu bezeichnen is , o ehe eine Sache de Kon en ion als
de Logik" sei1. Wi glauben alle dings, daß sich bei aus eichende
Beach ung de zwischen mone ä en und gü e wi scha lichen Vo -
gängen jeweils bes ehenden Zusammenhänge und Beding hei en un e
Be ücksich igung ge ade de hinsich lich diese Beziehungen bes ehen-
den jeweiligen Un e schiedlichkei en doch eine auch logisch du chaus
undie e Bean wo ung de F age geben läß , wann und un e welchen
Bedingungen das Geld als ein endogenes Elemen des „na ü lichen"
wi scha lichen Ablau es anzusehen is und un e welchen Ums änden
das nich de Fall is .
B. Das Geld als endogene Fak o
Geh man on de Ta sache aus, daß als zwei els ei endogen beding
die wi scha liche En wicklung in de na u alen Tauschwi scha an-
gesehen we den kann, dann muß zu Klä ung de F age, ob bzw. un e
welchen Bedingungen das Geld als ein endogenes Elemen de wi -
scha lichen En wicklung angesehen we den kann, gep ü we den, ob
bzw. un e welchen Ums änden die Vo gänge, wie sie sich in de
na u alen Tauschwi scha abspielen, du ch die Ein üh ung des Geldes
in den wi scha lichen K eislau eine Ve ände ung e ah en und un e
welchen Bedingungen das Geld keine Ve ände ungen des wi scha -
lich K eislau geschehens gegenübe dem in de na u alen Tauschwi -
scha he o u .
1 G. Habe le : a.a.O., S. 20.
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563] Zu F age de Kausali ä wi scha liche Ve ände ungen 51
daß dem K eislau Geld en zogen wi d, ohne daß es ihm auch wiede
zuge üh wi d. In beiden Fällen e en also die mone ä en Ve ände-
ungen exogene Beding hei ohne i gendeinen unmi elba en Kau-
salnexus mi gü e wi scha lichen Vo gängen au .
Au G und diese Ta sache kann dahe auch bei de a igen Ve -
ände ungen das bishe ige Gleichgewich sni eau nich e hal en we den,
sonde n es inde eine Ve schiebung de Gleichgewich s-
lage als solche s a , de en Ausmaß abhängig is om Um ange
de mone ä en Ein lüsse exogene A . In diesem Sinne ha dahe auch
schon K e y n e s un e schieden zwischen den — in unse em Sinne endo-
genen — „In es i ionss ö ungen" (die ih e U sache in Ve ände ungen
im Um ange des K edi geldes haben) und den — in unse em Sinne
exogenen — „mone ä en S ö ungen" (die du ch auße wi scha lich
beding e Ve ände ungen im Geldum ange beding sind)17. Einen Un e -
schied in bezug au die F age endogene und exogene Beding hei de
S ö ungen ha K e y n e s jedoch nich gemach ; auch ha e keine Rück-
sich au die ge ade im o liegenden Falle besonde s wich ige Un e -
schiedlichkei hinsich lich de e schiedenen p inzipiell-gene isch bei-
s imm en A en des Geldes gemach 18.
Besonde s cha ak e is isch ü exogen beding e Ve ände ungen
mone ä e A sind jene E scheinungen mone ä e Pa hologie, die man
im allgemeinen als „In la ion" ode abe als „De la ion" bezeichne ,
ohne jedoch die hie bes ehenden g undsä zlichen Un e schiedlichkei en
in de A de Ve u sachung zu be ücksich igen inso e n, als man
zwischen eine g undsä zlich endogen beding en in la o ischen bzw.
de la o ischen En wicklung und eine In la ion bzw. eine De la ion
bes en alls g ößeno dnungsmäßige Un e schiede mach . Im einzelnen
läß sich hie zu olgendes sagen:
Be ach en wi zunächs den Fall de In la ion19. Eine solche lieg
imme dann o , wenn eine Geld e meh ung zu Zahlung on Einkom-
men an Einkommensemp änge üh , die wede in de Gegenwa (wie
in dem endogen beding en Falle eine Ausdehnung im Um ange de
17 Wie J. M. Keynes (Vom Gelde, deu sch on C. K äme , München und
Leipzig 1932, S. 224) aus üh , gib es ein „seh bedeu ungs olles Cha ak e is ikum,
das mone ä e S ö ungen (so e n die mone ä en Ve ände ungen quasi-pe mamen e
Na u sind) on In es i ionss ö ungen un e scheide , nämlich den Ums and, daß die
e s en den Übe gang on einem Gleichgewich sp eisni eau zu einem ande en da -
s ellen, wäh end die zwei en (selbs wenn die In es i ionss ö ungen quasi-pe manen-
e Na u sind) eine Oszilla ion um ein annähe nd un e ände es P eisni eau
bedeu en."
18 Siehe hie zu auch A. Fo s mann: Volkswi scha liche Theo ie des Geldes,
a. a. 0., S. 271 .
19 Siehe hie zu auch A. Fo s mann: Zu Theo ie de In la ion. Fin.A ch.
NF., Bd. 13, 1951.
4*
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52 Alb ech Fo s mann [564
Realin es ie ungen) noch in de Zukun (im Gegensa z zu den p oduk-
i en E gebnissen be ei s du chge üh e Realin es ie ungen) zu eine
S eige ung de Menge liquide Ve b auchsgü e bei agen. Das is abe
nu möglich, wenn die de Einkommenszahlung dienenden Geldbe äge
de Ausd uck eine Schöp ung „au onomen" Geldes20 exogene Zweck-
bes immungen is .
In einem solchen Falle kann dahe auch jene on W i c k s e 11
älschliche weise auch ü eine K edi expansion (als Ausd uck eine
endogen beding en Ve ände ung mone ä e A ) behaup e e „kumu-
la i e" P ozeß ablau en, de hie in o lau enden P eiss eige ungen
zum Ausd uck komm , in denen das zwischen Geld- und Gü e sei e
bes ehende Ungleichgewich sich o lau end ausgleich , und de zu
einem neuen P eisgebäude üh . Ein solche „kumula i e " P ozeß is
bei mone ä en Ve ände ungen endogene Beding hei deshalb nich
möglich, weil bei den hie bei s a indenden Abweichungen om Gleich-
gewich sni eau die de wi scha lichen En wicklung immanen en
„na ü lichen" Gleichgewich s endenzen — die sogenann en „Selbs -
heilungsk ä e" de Wi scha — die wi scha liche En wicklung um
so s ä ke in Rich ung au das Gleichgewich beein lussen, je s ä ke die
Abweidiungen on diesem sind. Das besag na ü lich nich , daß im Falle
exogen beding e Ve ände ungen mone ä e A die de wi scha -
lichen En wicklung immanen en „na ü lichen" K ä e nich auch wi k-
sam we den; nu wi ken diese hie nich — wie bei endogen beding en
Ve ände ungen — unmi elba auch au die e u sachenden K ä e
selbe ein.
Es sei hie noch da au hingewiesen, daß hinsich lich de Bes im-
mungsg ünde ü das Ausmaß eine in la o ischen En wicklung ein
Un e schied inso e n bes eh , als es sich da um handel , ob diese En -
wicklung sich im Rahmen eines Sys ems des „Willkü k edi geldes" ode
abe des „ egulie en" K edi geldes abspiel . Wäh end nämlich im Rah-
men eines Sys ems des „Willkü k edi geldes" das Ausmaß eine in la-
o ischen En wicklung bes imm is du ch die Zei daue de G enz-
in es ie ungen, nach de en Du ch üh ung de „ i uelle" Zins sink ,
bis e den „Ma k zins uß" e eich bzw. un e sch ei e , wi d das Aus-
maß eine in la o ischen En wicklung im Rahmen eines Sys ems „ egu-
lie en" K edi geldes du ch den Regulie ungss anda d bes imm , de die
Zen albank zwing , im gegebenen Falle ih en Diskon sa z und dami
den „Ma k zins uß" so lange zu e höhen, bis diese den „ i uellen" Zins
e eich bzw. übe sch i en ha . Wäh end also im Sys em des „Willkü -
k edi geldes" de Ausgleich de ele an en Zinssä ze on Sei en des
20 Vgl. hie zu A. Fo s mann: Volkswi scha liche Theo ie .des Geldes,
a. a. 0., S. 424 .
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565] Zu F age de Kausali ä wi scha liche Ve ände ungen 53
„ i uellen" Zinses aus e olg , wi d e im Sys em des „ egulie en"
K edi geldes on Sei en des „Ma k zins ußes" aus bewi k .
Bei den im Ve lau e eine In la ion au e enden P eiss eige ungen
we den na u gemäß auch die un e nehme ischen An izipa ionen in
op imis ischem Sinne beein luß , und zwa um so meh , je wenige de
„Ma k zins uß" in olge de zunehmenden Geld ülle de S eige ung des
„ i uellen" Zinses olgen wi d. Auße dem inde auch selbs bei
eine S eige ung des Nominallohnes — egelmäßig eine Senkung des
Reallohnes s a , die eben alls de un e nehme ischen Ini ia i e einen
en sp echenden Impuls gib . Beide Ta sachen we den dahe die Un e -
nehme zu eine Ausdehnung ih e Tä igkei und dami zu eine en -
sp echenden S eige ung de K edi ansp üche e anlassen. Die „au o-
nome" Geldschöp ung exogene Zweckbes immung, du ch die die Ve -
ände ungen im wi scha lichen Ablau e beding sind, wi d also eine
en sp echende K edi expansion zu Folge haben, eine Ta sache, die
— e bunden mi de unzu eichenden Un e scheidung de p inzipiell-
gene isch bes imm en A en des Geldes — im wesen lichen dazu ge üh
ha , in de K edi expansion die U sache eine In la ion zu sehen. Die
gleiche Ve kennung de hie bes ehenden Kausalzusammenhänge zeig
sich auch da in, daß man die sich im Ve lau e eine In la ion na u gemäß
e gebenden P eis- und Lohns eige ungen als eine de U sachen de
In la ion glaub e ansehen zu müssen21.
Von Wich igkei sind auch die Un e schiedlichkei en, die zwischen
eine exogen beding en In la ion und eine endogen beding en in la o-
ischen En wicklung im Hinblick au die gü e wi scha lichen Wi kun-
gen bes ehen. Wäh end nämlich eine in la o ische En wicklung au de
G undlage des K edi geldes egelmäßig eine S eige ung de olkswi -
scha lichen Kapi albildung und des Volks eich ums zu Folge ha , die
— wie schon M a
11
h u s ausge üh ha 22 — o z de de Be ölke ung
zunächs zwangsweise au e leg en En hal samkei spä e zu eine
S eige ung auch des Sozialp oduk es und dami des Lebenss anda ds
üh 23, is das bei eine In la ion nu dann und nu insowei de Fall,
als nich de Ve b auch on Realkapi al in olge de exogenen Zweck-
21 Vgl. hie zu auch A. Fo s mann: Zu Theo ie -de In la ion, a. a. 0., S. 84 .
22 In seine K i ik on Rica dos „On he High P ice o Bullion44 üh
R. Th. M a l h u s (in The Edinbu gh Re iew, ol. 17, 1810/11, pg. 363 ) aus, daß
du ch die e meh e No enausgabe nich nu die Geldmenge, sonde n auch de en
Ve eilung eine Ve ände ung e äh , und zwa de a , daß ein imme g öße e Teil
in die Hände de Un e nehme gelang , wodu ch nich nu eine S eige ung des
Kapi al eich ums, sonde n spä e auch eine solche des Sozialp oduk es he beige üh
wü de.
23 So mein J. M. K e y n e s {Vom Gelde, a. a. 0., S. 428), daß „die Abei e -
klasse au lange Sich on einem e zwungenen Konsum e zich , de ih du ch eine
Gewinnin la ion au e leg wi d, wei meh p o i ie en [wü de], als sie zunächs in
Ges al e minde en Ve b auchs e lie ."
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54 Alb ech Fo s mann [566
bes immung de „au onomen" Geldschöp ung g öße is als die au dem
K edi wege du chge üh e S eige ung de Realkapi albildung. Das is
abe insbesonde e nu insowei de Fall, als die sei ens de Un e neh-
me ausgewiesenen Nominalgewinne in ih e Gesam hei auch a säch-
liche Gewinne und nich nu Scheingewinne sind24.
G undsä zlich analoge Gesich spunk e gel en auch ü den ko e-
spondie enden Fall mone ä e Pa hologie, die De la ion25. Auch diese
se z als E scheinung eine mone ä beding en Ve ände ung exogene
A o aus, daß die Reduk ion im Um ange de Geldmenge und de Ein-
kommen ohne einen unmi elba en Kausalnexus zu gü e wi scha -
lichen Vo gängen e olg , wie das bei eine daue ha en En ziehung
on Geld aus dem wi scha lichen K eislau de Fall is .
Da aus e gib sich abe auch die Ta sache', daß ebenso wie ein
„kumula i e " P ozeß nach oben nu bei exogene Ve u sachung,
nich abe auch bei eine endogen beding en in la o ischen En wicklung
möglich is , auch ein „kumula i e " P ozeß nach un en nu im
Falle exogene Ve u sachung, nich abe auch im Falle eine endogen
beding en de la o ischen En wicklung möglich is , da auch in diesem
Falle die de wi scha lichen En wicklung immanen en na ü lichen
Gleichgewich s endenzen die wi scha liche En wicklung um so s ä ke
in Rich ung au das Gleichgewich beein lussen, je s ä ke die du ch
eine K edi kon ak ion endogene A bewi k e Abweichung om
Gleichgewich sni eau is , d. h. die „Selbs heilungsk ä e" de Wi -
scha zwingen auch hie die de la o ische En wicklung zu Ab-
schwächung und zu Umkeh zu al en Gleichgewich slage.
Die Unmöglichkei eine De la ion au de G undlage eine endogen
beding en K edi kon ak ion be uh also g undsä zlich da au , daß die
dem K eislau en zogenen Mi el diesem nu o übe gehend en zogen
bleiben, ihm abe un e dem allgemeinen S eben nach E agsmaximie-
ung de Banken wiede zu ließen. Demgegenübe is abe eine De la-
ion als Ausd uck eine exogen beding en Ve ände ung de Gleich-
gewich slage dadu ch beding , daß die dem K eislau en zogenen Mi el
diesem nich wiede zu ließen, und das is nu im Falle eine exogen
beding en Ve wendung diese Mi el auße halb des K eislau es
möglich.
Ebenso wie eine In la ion zu eine S eige ung des We es des
Ve häl nisses, in dem de „ i uelle" Zins zum „Ma k zins uß" s eh ,
übe den We de Einhei üh und dami eine K edi expansion indu-
zie , wi d auch eine De la ion zu eine Senkung des We es des
24 Siehe hiezu auch I. Fishe : The Money Illusion, New Yo k 1928; siehe
wei e auch F. Schmid : Die Indus iekonjunk u — ein Rechen ehle , Be lin
1927. Vgl. wei e auch A. C. P i g o u : Indus ial Fluc ua ions, 2nd ed., London 1929.
25 Vgl. hie zu A. Fo s mann, Zu Theo ie de De la ion, Fin.A ch., NF.
Bd. 13, 1952.
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567] Zu F age de Kausali ä wi scha liche Ve ände ungen 55
genann en Ve häl nisses de ele an en Zinssä ze un e den We de
Einhei üh en und dahe eine K edi kon ak ion induzie en, und zwa
auch dann, wenn die De la ion nich du ch eine S eige ung des „Ma k -
zins ußes", sonde n du ch ande e Ein lüsse e u sach is 26.
Von besonde e Wich igkei is hie bei o allem die Ta sache, daß
de „ i uelle" Zins im Ve lau e de De la ion so wei sinken wi d,
daß e on keinem noch so nied igen „Ma k zins uß" e eich ode soga
un e sch i en we den kann, sowei man nich den wi klichkei s emden
Fall eines nega i en „Ma k zins ußes" annehmen will. Diese Ta sache
zeig abe auch, daß im Falle eine De la ion die Anwendung eine
„Poli ik des billigen Geldes" keine Besse ung zu b ingen e mag, da
sie unwi ksam sein muß, solange nich die eigen lichen U sachen de
De la ion besei ig wo den sind. Das abe is mi mone ä en Mi eln
insbesonde e dann nich möglich, wenn — wie beispielsT eise im Falle
de sogenann en „Wel wi scha sk ise" — die De la ion de Ausd uck
s uk u elle Disk epanzen is 27.
Von besonde e Wich igkei sind im o liegenden Zusammenhange
auch die bei mone ä en Ve ände ungen exogene Beding hei beson-
de s au e enden Disk epanzen zwischen Nominal- und Realwe en,
die zu Ve ände ungen de ela i en G enze giebigkei en und dami
auch zu eine Ve ände ung de op imalen Kombina ion de P oduk ions-
ak o en üh en. Besonde s wich ig sind hie die Ve ände ungen in den
Kapi alwe en, die im Ve lau e eine In la ion in eine o -
lau enden S eige ung de Realwe e gegenübe den Nominalwe en
zum Ausd uck kommen, wäh end umgekeh im Falle eine
De la ion eine o lau ende Senkung de Realwe e gegenübe den
Nominalwe en s a inde , die — und das is besonde s schädlich ü
die wi scha liche En wicklung — zu eine o lau enden S eige ung
des Realwe es de Ve schuldung üh 28.
Wäh end du ch die angegebenen Ve ände ungen — wie be ei s e -
wähn wu de — im Falle eine In la ion Gewinne o ge äusch we den
können, die in de e echne en Höhe ga nich bes ehen ode die soga
a sächliche Ve lus e da s ellen, können im Falle eine De la ion du ch
26 Im Falle eine du ch K edi es ik ion e usach en De la ion spich G. H a -
be le (a. a. 0., S. 314) on eine „.di ek en De la ion du ch die „Zen albank44, die
seine Ansich nach „einen kla en Fall da [s ell ], de keine langen E läu e ungen
beda .44
27 Vgl. hie zu auch A. Fo s mann: Zu Theo ie de De la ion, a. a. 0.,
S. 245 .
28 Au die hie ele an en Zusammenhänge ha besonde s auch I. Fishe (The
Deb -De la ion Theo y o G ea Dep ession, Ecm., Vol. 1, 1933, pg. 344 .) hin-
gewiesen. Siehe hie zu auch A. Fo s mann: Zu Theo ie de De la ion; wei e
auch J. M. K e y n e s : Ein T ak a übe Wäh ungs e o m, deu sch on E. K o c h e •
h a 1 e , München und Leipzig 1922,
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56 Alb edi Fo s mann [568
die angegebenen Ve ände ungen umgekeh Ve lus e o ge äusch
we den, die eben alls in de e echne en Höhe ga nich bes ehen ode
die soga a sächliche Gewinne sind29. In beiden Fällen is es dahe auch
e o de lich, daß die Un e nehme den im Ve lau e solche Ve ände-
ungen au e enden Disk epanzen ih e besonde e Au me ksamkei
widmen, um nich zu un ich igen Disposi ionen e üh zu we den.
Abschließend sei noch au einen besonde en Un e schied zwischen
endogen und exogen beding en mone ä en Ve ände ungen hingewiesen,
den die o au gegangenen Be ach ungen be ei s haben e kennen
lassen. Wäh end nämlich die bei mone ä en Ve ände ungen allgemein
au e enden Abweichungen des We es des Ve häl nisses, in dem de
„ i uelle" Zins zum „Ma k zins uß" s eh , om We e de Einhei die
U sache endogen beding e mone ä e Ve ände un-
gen is , sind die im Falle exogen beding e mone ä e Ve ände ungen
au e enden Abweichungen des Ve häl nisses de ele an en Zinssä ze
om We e de Einhei die Folge de exogen beding en
mone ä en Ve ände ungen.
Diese Un e schied zwischen endogen und exogen beding en Ve -
ände ungen im wi scha lichen Ablau e, die du ch mone ä e Ein lüsse
e u sach sind, is abe nich nu ü mone ä beding e
Ve ände ungen cha ak e is isch, sonde n e is kenn-
zeichnend ü die Un e schiedlichkei jede A on Ve ände ungen
im wi scha lichen Ablau e, wie dies die olgenden Be ach ungen noch
e kennen lassen we den.
III. Konjunk u en
A. Allgemeines
Wenn man eindeu ige Kla hei übe das Wesen konjunk u elle
Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e und dami auch übe Sinn
und Cha ak e eine Konjunk u heo ie gewinnen will, dann muß man
2Ö) Es handel sich hie um den Fall de „Nich neu ali ä des abs ak en Geldes44,
die — wie J. G. Koopmans (a. a. 0. S. 252) aus üh — imme dann o lieg ,
wenn -die „Ablenkung des wi scha lichen In e esses on dem ,Realwe 4 de Gü e
au de en in de Geldeinhei ausged ück en ,Nominalwe 4 die Disposi ionen
de Wi scha ssubjek e — da un e auch, jedoch nich ausschließlich,
solche Disposi ionen, die ein in de Geldeinhei ausged ück es obliga o isches Ve -
häl nis beg ünden — in» einem on dem ideal ypischen Ve hal en
des sogenann en ,Homo oeconomicus4 abweichenden Sinne beein luß .
Es handel sich hie bei na ü lich nich um diejenigen Fälle, in denen meh ode
wenige bewuß nach auße wi scha lichen Gesich spunk en disponie wi d, sonde n
ielmeh um jene, in denen die be e enden Wi scha ssubjek e, on de Geld-
illusion ge äusch , in de Meinung e keh en, daß sie ein ,wi scha lich4 handeln.44
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569] Zu F age de Kausali ä wi scha liche Ve ände ungen 57
on de g undsä zlich wich igen und allgemeingül igen Ta sache aus-
gehen, daß die im Ve lau e solche konjunk u ellen Ve ände ungen im
wi scha lichen Ablau e au e enden Schwankungen — unabhängig
on de jeweils besonde en A ih e Ve u sachung — s e s zykli-
sche Na u sein müssen1. Das is abe nu dann möglich, wenn
die den wi scha lichen Ablau le z lich bes immenden Fak o en als
solche keine Ve ände ung e ah en, sonde n wenn sich nu das Ve -
häl nis de on ihnen ausgehenden Wi kungen ände .
Diese g undsä zlich wich ige Ta sache eines zyklischen Ve lau s
eine jeden A on konjunk u ellen Ve ände ungen bedeu e na ü -
lich keines alls^ daß es einen „No malzyklus" de Konjunk u en in dem
Sinne geben müß e, daß eine jede Konjunk u nach einem s engen
Schema e lau en wü de, mi dessen Hil e dann na ü lich eine jede
Konjunk u nich nu e klä , sonde n auch besch ieben we den könn e.
Das is na ü lich nich de Fall2. Denn Konjunk u en sind in den Einzel-
hei en ih es Ablau es on eine Vielzahl on Imponde abilien abhängig,
die die Besonde hei en ih es jeweiligen Ve lau es bes immen, ohne
jedoch dessen g undsä zlich zyklischen Cha ak e e ände n zu können,
so daß man bei Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e, die einen
solchen zyklischen Ve lau nich au weisen, a p io i es s ellen kann,
daß es sich bei ihnen nich um Konjunk u en handel . Jedoch gil das
nu nega i in dem Sinne, daß man bei — a sächlich ode auch nu
zunächs scheinba — zyklischen Ve ände ungen im wi scha lichen
Ablau e nich ohne wei e es schon on Konjunk u en sp echen da ,
inso e n, als die Möglichkei beis eh , daß eine Reihe exogen beding e
Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e au i , die in ih e Au -
einande olge den Eind uck konjunk u elle Ve ände ungen e wecken
können, wie das z. T. im Falle de sogenann en „Wel wi scha sk ise"
zu a .
Die Ta sache des zyklischen Ve lau s eine jeden konjunk u ellen
Ve ände ung im wi scha lichen Ablau e is es auch, die die Möglich-
kei zu Au s ellung eine Konjunk u heo ie bie e , die de E klä ung
eine jeden A on Konjunk u dienen kann, wenn auch im beson-
de en die Un e schiedlichkei in de A de Ve u sachung zu be ück-
sich igen is . Und wei e lieg hie in auch die Möglichkei eine Un e -
1
Dahe e schein uns auch die on A. Spie ho gewähl e Bezeichnung de
„wi scha lichen Wechsellagen" zweckmäßig zu sein.
Au den zyklischen Cha ak e de Konjunk u en ha be ei s C. J u g
1
a (Des
c ises comme ciales e de leu e ou pé iodique en F ance, en Angle e e e aux
E a s-unis, Pa is 1860) hingewiesen.
2
In diesem Sinne is es wohl auch zu e s ehen, wenn I. Fishe (The Deb -
De la ion Theo y o G ea Dep ession, Ecm., ol. 1, 1933, pg. 337; siehe hie zu auch
de selbe: Booms and Dep ession, London 1933) da on sp ich , daß de Konjunk u ?
Zyklus ein My hos sei.
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58 Alb ech Fo s mann [570
Scheidung konjunk u elle Ve ände ungen on solchen Ve ände ungen
im wi scha lichen Ablau e, die mi Rücksich au ih en azyklischen Ve -
lau nich als Konjunk u en angesp ochen we den können.
Angesich s diese Ta sache is es i ig, wenn W. Eucken ganz all-
gemein die Ansich e i , daß es keinen „No malzyklus" de Kon-
junk u gäbe, und hie aus den Schluß zieh , daß es dahe auch keine
Konjunk u heo ie geben könn e3; einen Schluß, den e spä e alle -
dings allengelassen ha 4.
Diese — auch on ande en e e ene — i ige Ansich schein im
wesen lichen da au zu be uhen, daß man glaub , eine jede A on
Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e (auch solche azyklische
A ) als „Konjunk u en" bezeichnen zu sollen, wie sie insbesonde e
de Ausd uck auße wi scha liche und o allem auch poli ische
Ein lüsse sind5, und nich nu jene pe iodischen Ve ände ungen
im wi scha lichen Ablau e, die allein als „Konjunk u en" bezeichne
we den können.
Zwa muß zugegeben we den, daß jene pe iodischen Ve ände ungen
im wi scha lichen Ablau e, die man als „Konjunk u en" bezeichne ,
auch das E gebnis auße wi scha liche Ein lüsse sein können6, die
abe dann eben alls eine pe iodischen Gese zmäßigkei geho chen
müssen; und es muß wei e auch zugegeben we den, daß die Konjunk-
u en de wi scha lichen Wi klichkei auch on exogen beding en
Ein lüssen ape iodische A mi bes imm we den können. Die Au -
s ellung eine Konjunk u heo ie e o de dann abe eine Abs ak ion
on solchen ih a emden Ein lüssen azyklische A . Denn nu dann
läß sich eine wi kliche und eindeu ige Konjunk u héo ie au -
s ellen, mi de en Hil e dann eine jede Konjunk u in ih em g und-
sä zlichen Ablau e e klä — nich na ü lich auch besch ieben — we -
8
So mein W. E u c k e n (G undlagen «de Na ionalökonomie, Jena 1940, S. 279):
„Es wu .de und wi d de Ve such gemach , einen ealen Einhei s yp ode ,No mal-
zyklus4 des Konjunk u e lau s — also de Ve schiebungen des wi scha lichen All-
ags — es zus ellen, um dann ü diesen No malzyklus eine e klä ende Theo ie —
eine Konjunk u heo ie — zu scha en. .. Es gib keinen No malzyklus de Kon-
junk u , und in olgedessen müssen alle Ve suche, Konjunk u heo ien zu
scha en, mißglücken.44
4 Siehe ebenda, 5. Au l., Godesbe g 1947, S. 392, Anm. 21.
5) So mein W. Eucken (ebenda), daß bei dem Ve such, eine Konjunk u -
heo ie zu scha en, „die Ein lüsse nich wi scha liche , insbesonde e poli ische E -
eignisse au den wi scha lichen All ag un e schä z und insgesam die wi scha liche
Wi klichkei , wie sie is , nich gesehen4* wü de.
6 Sowei e sich lich, wu de ein Un e schied zwischen endogen und exogen beding-
en Konjunk u en e s malig on M. Bounia ian (S udien zu Theo ie und Ge-
schich e de Wi scha sk isen, München 1908) gemach ; siehe hie zu auch H. H e k -
n e : A ikel „K isen" im Hwb. d. S w., 3. Au l., Jena 1910.
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571] Zu F age de Kausali ä wi scha liche Ve ände ungen 59
den kann, wie das ja die Au gabe eine Theo ie is 7. Nu au diese Weise
läß sich auch jene g undsä zliche Fehle e meiden, eine öllig exogen
beding e Ve ände ung im wi scha lichen Ablau e azyklische Na u
ü eine Konjunk u zu hal en und sie un e diesem Aspek e klä en
und ges al en zu wollen8, nu weil gewisse äuße liche E scheinungs-
o men einen zyklischen Cha ak e o äusch en ode man sich übe -
haup übe den pe iodischen Cha ak e eine Konjunk u nich im
kla en is , wie das im Falle de sogenann en „Wel wi scha sk ise" in
besonde s cha ak e is ische Weise zu a 0.
B. Endogen beding e konjunk u elle Ve ände ungen
Wenn man on „Konjunk u en44 sp ich , so sind dami egelmäßig
jene zyklischen Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e gemein ,
die ih en cha ak e is ischen Ausd uck in Ve ände ungen im Um ange
des K edi geldes inden, on Ve ände ungen also, wie 6ie auch ü jene
mone ä en Ve ände ungen endogene Beding hei cha ak e is isch sind,
die wi bei de Be ach ung des Geldes als endogenen Fak o s de wi -
scha lichen En wicklung be ei s kennengele n haben. Ebenso wie diese
mone ä en Ve ände ungen endogene Beding hei sind auch endogen
beding e konjunk u elle Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e
u sächlich dadu ch beding , daß de We des Ve häl nisses, in dem de
7 Wi s immen hie G. H a
b
e
1
e (a. a. O., S. 264) in ollem Um ange zu, wenn
e da au hinweis , daß „man eine seh allgemeine Theo ie de wich igs en Aspek e
des Zyklus ausa bei en kann, welche eine sei s nich so o mal sein wi d, daß sie ü
p ak ische Zwecke nu zlos is , wäh end sie ande e sei s ein seh g oßes Anwendungs-
gebie e aß . .. Daß jede Zyklus in iele Hinsich einziga ig is , e hinde nich ,
daß alle Zyklen in- and e Hinsich ähnlich sind, und zwa übe die Ähnlichkei en,
welche die undamen alen Elemen e des Zyklus da s ellen, hinaus. Diese s ellen nich
U sachen des Zyklus da , genau so wenig, wie pau e é die U sache de A mu is .44
In gleichem Sinne mein auch G. N. Halm (a. a. 0., S. 288), man könn e zwa
nich annehmen, „daß die Au schwungs- und Dep essionsphasen e schiedene Wellen
imme on gleiche Länge sind, [daß] sie ... abe genügend Gemeinsames [hä en],
um eine allgemeine Theo ie de wich igs en Aspek e des Zyklus ausa bei en zu
können.44
Da die gewonnenen heo e ischen E kenn nisse nich nu du ch das Geschehen
de wi scha lichen Wi klichkei e i izie , sonde n auch du chaus empi isch un-
die sind, schein es unbe ech ig , hie on eine e kapp en Deduk ion zu sp echen,
wie das F. Lu z (Das Konjunk u p ohlem, Jena 1932, S. 51) u .
8 Das ände na ü lich nich s an de Ta sache, daß bei de Anwendung
de Konjunk u heo ie zu E klä ung konk e e Ve ände ungen im wi scha lichen
Ablau e g undsä zlich zyklische Na u auch die jeweils o liegenden exogen be-
ding en Ein lüsse be ücksich ig we den müssen.
9 Vgl. hie zu auch A. Fo s mann: De Kamp um den in e na ionalen Han-
del, a. a. 0.; siehe auch de selbe: Zu außenwi scha lichen Nachk iegâp oblema ik,
a. a. 0.
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60 Alb ech Fo s mann [572
„ i uelle" Zins zum „Ma k zins uß" s eh , on de Einhei abweichende
We e annimm .
Diese Ta sache bedeu e nun abe nich , daß eine jede Konjunk u
nu mone ä e klä we den könn e, daß es also nu mone ä e Kon-
junk u heo ien geben könn e, wie das beispielsweise eine de
ausgesp ochens en Ve e e de mone ä en Konjunk u heo ie,
R. G. Ha w e y mein , ü den Ve ände ungen im Geld- und K edi -
um ange die „no wendige", abe auch die „aus eichende" G undlage
ü die E klä ung de Konjunk u en sei10. Eine solche Ansich is
— wenigs ens in diese Übe spi zung — i ig, und zwa aus olgenden
G ünden:
Da konjunk u elle Ve ände ungen endogene Beding hei , wie ge-
sag , u sächlich dadu ch beding sind, daß de We des Ve häl nisses,
in dem de „ i uelle" Zins zum „Ma k zins uß" s eh , on de Einhei
abweichende — und zwa in einem zyklischen Ve lau abweichende —
We e annimm , so können diese Ve ände ungen en wede du ch Ve -
ände ungen des „ i uellen" Zinses ode abe des „Ma k zinses" — ode
abe auch beide Sä ze — e u sach sein. Da nun de „ i uelle" Zins
als Ausd uck de un e nehme ischen An izipa ionen o allem g ü e -
wi scha liche Zusammenhänge und Beding hei en zum Aus-
d uck b ing , so kann gesag we den, daß die Konjunk u heo ie — so-
wei die konjunk u ellen Ve ände ungen du ch Ve ände ungen in de
Höhe des „ i uellen" Zinses beding sind — keine mone ä en,
sonde n gü e wi scha liche Konjunk u heo ien
sind, wäh end alle solche Theo ien, die die U sache konjunk u elle
Ve ände ungen in eine Ve ände ung de Höhe des „Ma k zins ußes"
allein glauben sehen zu können, als mone ä e Konjunk u -
heo ien zu bezeichnen sind. Eine allgemeine Konjunk u -
heo ie wi d dahe auch beide Momen e ih en a sächlichen Ein-
lüssen en sp echend zu be ücksich igen haben.
De zyklische Cha ak e eine konjunk u ellen En wicklung endo-
gene Beding hei e gib sich aus den g undsä zlich gleichen G ünden,
wie wi sie be ei s gelegen lich unse e Be ach ungen mone ä e Ve -
10 Vgl. hie zu R. G. Haw ey: The Mo ie a y Theo y o he T ade Cycle
and i 's S a is ical Tes , QJ., ol. 41, 1927, pg. 472; siehe wei e auch de selbe: Good
and Bade T ade, London 1913; de selbe: Mone a y Recons uc ion, 2nd ed., London
1926; de selbe: Cu ency and C edi , 3 d ed. London 1928; de selbe: T ade and
C edi , London 1928; de selbe: T ade Dep ession and he Way ou , 2nd ed., London
1933; de selbe: The A o Cen al Banking, London 1932; de selbe: Capi al and
Employmen , London 1937.
Ähnliche Ansich en, wie sie Haw ey hie e i , wu den ühe auch on
A. Hahn (Volkswi scha liche Theo ie des Bankk edi s, Tübingen 1924) e e en,
de seine Ansich en alle dings inzwischen e heblich geände ha . (Siehe hie zu auch
A. Hahn: The Economics o Illusion, New Yo k 1949.)
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579] Zu F age de Kausali ä wi scha liche Ve ände ungen 67
C. Exogen beding e konjunk u elle Ve ände ungen
Die Möglichkei en eine exogen beding en Beein lussung des wi -
scha lichen Ablau es sind mannig al ige A . Wenn abe on kon-
junk u ellen Ve ände ungen exogene Beding hei gesp ochen
we den soll, dann muß man sich, da übe kla bleiben, daß das nu dann
zu e end is , wenn die du ch exogene Ein lüsse e u sach en Ve ände-
ungen im wi scha lichen Ablau e jenen g undsä zlich zyklischen
Ve lau nehmen, wie e bei endogen beding en konjunk u ellen Ve -
ände ungen Ausd uck de du ch die Ins i u ion des „zusä zlichen" K e-
di s und de Va ia ion des We es des Ve häl nisses de ele an en
Zinssä ze beding en Ins abili ä des K edi um anges is , wobei die de
wi scha lichen En wicklung immanen en „na ü lichen", zum Gleich-
gewich endie enden K ä e sich o allem in ih em Ein luß au die Ge-
s al ung des „ i uellen" Zinses äuße n.
Wenn also bei exogen beding en Ein lüssen au den wi scha lichen
Ablau on konjunk u ellen Ve ände ungen gesp ochen we den kann,
dann is das nu de Fall, wenn diese außenwi scha lichen Ein lüsse
den g undsä zlich gleichen, also pe iodischen „Eigengese zlichkei en"
geho chen wie jene „Selbs heilungsk ä e" eine endogen beding en
konjunk u ellen En wicklung, die sich aus den hie bei au e enden Ab-
weichungen on de mi le en Gleichgewich slage aus dem wi scha -
lichen K eislau geschehen gewisse maßen selbe en wickeln. Die P ü-
ung de F age, ob es sich bei exogen beding en Einwi kungen und den
hie du ch e u sach en Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e um
solche konjunk u elle Na u handel , se z also o aus, daß zunächs
einmal un e such wi d, ob die exogen beding en K ä e einem na u -
gemäß auße wi scha lichen Gese z de Pe iodizi ä ge-
ho chen.
Die Möglichkei exogen beding e pe iodische Schwankungen im
wi scha lichen Ablau e bes eh nun in de Ta , und zwa dann, wenn
diese Pe iodizi ä du ch na u gese zliche Ein lüsse bes imm wi d. Es
handel sich hie um jene klima ischen Ein lüsse kosmische Be-
ding hei , du ch die de Aus all de E n en pe iodischen Schwankungen
ausgese z is .
Ebenso wie endogen beding e Ve ände ungen im wi scha lichen
Ablau dadu ch cha ak e isie sind, daß sich — wie be ei s gesag
wu de — das Ve häl nis de ela i en G enze giebigkei en de P o-
duk ions ak o en e ände , ohne daß sich die P oduk ions ak o en
selbe und das Ve häl nis, in dem sie s ehen, e ände , is das auch
hie de Fall. Wäh end abe die Ve ände ung de ela i en G enz-
e giebigkei en im Falle endogen beding e konjunk u elle Ve ände-
5*
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68 Alb ech Fo s mann [580
ungen du ch eine Ve ände ung de G enze giebigkei des P oduk ions-
ak o s „Kapi al" e u sach wi d, lieg die U sache exogen beding e
konjunk u elle Ve ände ungen in eine solchen des P oduk ions ak-
o s „Boden", die in schwankenden E n ee gebnissen zum Ausd uck
komm .
Die hie bes immenden klima ischen Ein lüsse wu den bekann lich
un e He anziehung de Sonnen leckenpe ioden au G und on Un e -
suchungen F. W. H e s c h e
1
s 31 namen lich on W. S . J e o n s 32
ebenso wie auch on H. Die zel33 zu G undlage on Konjunk u -
heo ien gemach . De Zusammenhang is hie bei de a , daß du ch die
kosmischen Ein lüsse die We e bedingungen eine Ve ände ung e -
ah en, die sich in en sp echende Weise au die Ges al ung und den
Um ang de E n en auswi k und dadu ch Rückwi kungen au die ganze
wi scha liche En wicklung ausüb .
In ähnliche Weise wie die beiden Genann en beg ünde auch
H. L. Moo e seine Ansich en übe konjunk u elle Ve ände ungen
diese A . E geh abe — im Gegensa z zu J e o n s, de seine Theo ie
au die Sonnen leckenpe iode g ünde und demen sp echend einen
Zyklus on 10H Jah en annimm , — om K eislau de Venus um die
Sonne aus und nimm demen sp echend einen Zyklus on 8 Jah en an34.
Die Un e suchungen on W. S . J e o n s wu den on seinem Sohn
H. S. J e o n s o gese z , de glaub e, einen Zyklus on 3Vi Jah en
annehmen zu müssen. E beg ünde e den Ein luß on E n eschwankun-
gen au die allgemeine wi scha liche En wicklung dami , daß e an-
nahm, de üb ige Teil des Geschä sk eislau es und insbesonde e die
indus ielle P oduk ion benö ige eine länge e Reak ionszei , um sich zu
ände n, als das bei den, wie e mein , sich akkumulie enden Wi kungen
on E n eschwankungen de Fall sei35.
Die au gezeig en Un e schiedlichkei en in den on den e schiede-
nen Fo sche n angenommenen Pe iodendaue n zeigen be ei s die unzu-
eichende Fundie ung diese A on Hypo hesen in ih e Eigenscha
als „Konjunk u heo ien", d. h. on Theo ien, die übe einen zyklischen
Ablau exogen beding e Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e
31 Vgl. F. W. H e 8 c h e
1
: Scien i ic Pape s, London 1912.
82 Siehe hie zu W. S . J e o n 8 : In es iga ions in Cu ency and Finance, 2nd
ed., London 1909 (1884).
38 Siehe hie zu H. Die zel: A ikel „E n en, E n ezyklus und Wi scha s-
zyklus" im HwbdS w., Bd. 3, 3. Au l., Jena 1909, S. 1091 .
34 Vgl. hie zu H. L. Moo e: Economic Cycles: Thei Law and Causes, New-
Yo k 1914; de selbe: Gene a ing Economic Cycles, New Yo k 1923.
35 Vgl. hie zu H. S. J e o n 8 : The Causes o Unemploymen . The Sun'a Hea
and T ade Ac i i y, London- 1910.
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581] Zu F age de Kausali ä wi scha liche Ve ände ungen 69
e klä ende Aussagen zu machen haben. Abgesehen da on abe muß
auch die Bedeu ung solche Theo ien — in p ak ische Hinsich wenig-
s ens — um so meh zu ück e en, je meh de Ein luß on E n e-
schwankungen au die allgemeine wi scha liche En wicklung abnimm .
De Ein luß und dami auch die Bedeu ung on E n eschwankungen
ü die allgemeine wi scha liche En wicklung wa en na u gemäß be-
sonde s g oß in ühe en Zei en, in denen schlech e T anspo e häl -
nisse und ehlende Lage möglichkei en die Nach age nach Bodenp o-
duk en g undsä zlich au die Höhe des — im wesen lichen ö lichen —
E n eaus alles besch änk en. Die s a ken ungüns igen Wi kungen, die
in diesen Zei en on eine schlech en E n e ausgingen, be uh en au de
Unelas izi ä de Nach age nach Bodenp oduk en, die den P eis bei
schlech en E n en auße o den lich in die Höhe ieben.
Diese Ein luß on Schwankungen im E n eaus all muß abe na u -
gemäß um so ge inge we den, je unabhängige die allgemeine Ve so -
gung mi landwi scha lichen P oduk en on ö lichen Ve häl nissen
und on eine einzelnen E n e wu de. Diese Unabhängigkei is abe
im Ve lau e de wi scha lichen En wicklung um so g öße gewo den,
je meh sich die Ve keh s e häl nisse und die Technik e besse ha en,
je unabhängige also die Ve so gung ö lich und zei lich wu de.
Man e kenn dahe auch heu e dem Ein luß on E n eschwankungen
au die allgemeine wi scha liche En wicklung en wede nu noch die
Bedeu ung ein eis Fak o s neben ande en zu36, ode abe man bes ei e
übe haup einen jeden kausalen Ein luß on E n eschwankungen
au die allgemeine wi scha liche En wicklung, und behaup e , daß
diese on ande en Ein lüssen abhängig sei, ohne deshalb abe einen ge-
wissen mi elba modi izie enden Ein luß on E n eschwankungen zu
bes ei en37.
Schließlich is man auch de Ansich , daß die Landwi scha übe -
haup kein ak i es, sonde n ielmeh ein du chaus passi es Elemen de
wi scha lichen En wicklung sei; sie könn e dahe auch die wi scha -
liche En wicklung nich beein lussen, sonde n wü de ielmeh umge-
keh on diese beein luß , so daß also auch E n eschwankungen keinen
Ein luß au die wi scha liche En wicklung gewinnen können38.
36 So beispielsweise A. Spie ho : A ikel „K isen" im Hwbd.S w. 4. Au l.,
Bd. 6, Jena 1925.
37 Diese Ansich scheinen besonde s A. C. P i g o u (Indus ial Fluc ua ions,
a. a. 0.) und D. H. Robe son (Banking Policy and he P ice Le el, 2nd ed.,
London 1932) zu e e en.
38 So beispielsweise A. H. Hansen: The Business Cycle in i s Rela ion o
Ag icul u e, JoFE., 1932, und J. M. Cla k: S a egie Fac o s in Business Cycle,
New Yo k 1934.
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70 Alb ech Fo s mann [582
Sowei abe E n eschwankungen in de Ta einen Ein luß au die
allgemeine wi scha liche En wicklung haben, e mögen sie im Rahmen
de Konjunk u heo ie na u gemäß nu insowei zu in e essie en,
als es sich hie bei um pe iodische Schwankungen handel . Wi
müssen dahe auch die Ansich als unzu e end ablehnen, daß es „um
einen kausalen Zusammenhang zwischen de landwi scha lichen P o-
duk ion und dem Konjunk u zyklus au zus ellen ... nich nö ig sei,
eine zyklische Bewegung in de landwi scha lichen P oduk ion o aus-
zuse zen", und daß „Schwankungen de E n ee äge ode des Vieh-
bes andes und de ie ischen P oduk ion ... analog den E indungen,
K iegen, E dbeben usw. be ach e we den, welche in un egelmäßigen
In e allen au e en und kumula i e Expansions- ode Kon ak ions-
p ozesse im indus iellen Sys em in Bewegung se zen ode eine Ex-
pansion ode Kon ak ion e s ä ken ode e langsamen"39. Denn eine
de a unzu eichende Un e scheidung zwischen eine konjunk u ellen,
also zyklischen Bewegung, die niemals „kumulie en" kann, und exogen
beding en Ve ände ungen azyklische A , wie sie in diese Au assung
zum Ausd uck kommen, is de G und ü manche g undlegenden I -
üme namen lich bei de Anwendung de „Konjunk u heo ie"
au die E klä ung konk e e wi scha liche Si ua ionen, die namen lich
dann auch schwe wiegende wi scha liche und soziale Folgewi kungen
haben we den, wenn man exogen beding e s uk u elle Ve -
ände ungen im wi scha lichen Ablau e so glaub behandeln zu können,
wie das bei endogen beding en konjunk u ellen Ve ände-
ungen de Fall sein kann. Die hie bes ehenden g undsä zlichen Un e -
schiedlichkei en we den auch die olgenden Be ach ungen übe s uk-
u elle Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e noch im einzelnen
zu zeigen haben.
Be ach en wi abschließend noch ku z die zwischen endogen und
exogen beding en konjunk u ellen Ve ände ungen im wi scha lichen
Ablau e bes ehenden Gemeinsamkei en und Un e schiedlichkei en, so
läß sich hie zu g undsä zlich olgendes es s ellen:
Die Gemeinsamkei endogen und exogen beding e Ve -
ände ungen im wi scha lichen Ablau e lieg einmal in de Ta sache
ih es zyklischen Ve lau s, de in beiden Fällen dadu ch beding is , daß
die e u sachenden K ä e pe iodischen Gese zmäßigkei en un e -
liegen. Gemeinsam is beiden A en on Ve ände ungen auch die Ta -
sache, daß sie cha ak e isie sind du ch Ve ände ungen de ela i en
G enze giebigkei en de P oduk ions ak o en, ohne daß diese selbe
30 G. H a b e
1
e
:
a. a. 0., S. 150.
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583] Zu F age de Kausali ä wi scha liche Ve ände ungen 71
bzw. das Ve häl nis, in dem sie zueinande s ehen, eine Ve ände ung
e ah en.
De Un e schied zwischen endogen und exogen beding en kon-
junk u ellen Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e be uh hingegen
da au , daß einmal die Pe iodizi ä endogen beding e konjunk u elle
Ve ände ungen das E gebnis de de wi scha lichen En wicklung im-
manen en „na ü lichen", zum Gleichgewich endie enden K ä e is ,
wäh end die Pe iodizi ä exogen beding e konjunk u elle Ve ände-
ungen das E gebnis auße wi scha liche Gese zmäßigkei en pe iodi-
sche Na u is , und daß wei e hin bei endogen beding en konjunk u el-
len Ve ände ungen die Ve ände ungen im Ve häl nis de ela i en
G enze giebigkei en de P oduk ions ak o en ih en Ausgang on eine
Ve ände ung de G enze giebigkei des P oduk ions ak o s „Kapi al"
haben, die du ch die Ins abili ä des K edi um anges beding is , wäh-
end im Falle exogen beding e konjunk u elle Ve ände ungen de
hie besonde s in e essie enden A die Ve ände ung de ela i en
G enze giebigkei en ih en Ausgang on eine Ve ände ung de G enz-
e giebigkei des P oduk ions ak o s „Boden" ha , die du ch klima ische
Ein lüsse, also du ch Ein lüsse auße wi scha liche A beding is .
G undsä zlich i ig — ode doch zumindes ausgesp ochen miß e -
s ändlich — schein angesich s de au gezeig en Zusammenhänge, Be-
ding hei en und Un e schiedlichkei en die Ansich zu sein, die G. Ha-
be le im o liegenden Zusammenhange äuße . E is de Au -
assung, daß wi , „um den Konjunk u zyklus ode i gendeine Ve ände-
ung des Wi scha ssys ems wäh end des Zei ablau es zu e klä en, ...
en wede ein Gese z übe eine (zyklische) Ve ände ung bes imm e
Da en ode eine dynamische Theo ie" b auchen, wobei e wei e aus-
üh : „Im e s e en Falle sp echen wi on eine exogenen Theo ie des
Zyklus"40.
Hie zu is zu beme ken, daß einmal „i gendeine Ve ände ung des
Wi scha ssys ems", wenn diese azyklische Na u is , sich ebenso-
wenig mi einem „Gese z übe eine (zyklische) Ve ände ung bes imm e
Da en" e klä en läß , wie sich exogen beding e Ve ände ungen im
Rahmen eine „dynamischen Theo ie" e klä en lassen, die na u gemäß
nu endogen undie sein kann. Zum ande en abe lassen sich zyklische
Ve ände ungen exogene Beding hei nich in eine dynamische
Theo iei einspannen, wäh end ande e sei s zu E klä ung eines en-
dogen beding en Konjunk u zyklus kein besonde es Gese z übe eine
zyklische Ve ände ung bes imm e Da en au ges ell zu we den b auch ,
40O. Habe le : a. a. 0., S. 239.
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72 Alb ech Fo s mann [584
das auße dem abe (wenn schon ein solches Gese z au ges ell wi d)
du chaus nich Ausd uck eine exogenen Theo ie is .
Zu e end schein an diesen Ansich en nu die Ta sache, daß en-
dogen beding e Ve ände ungen im wi scha lichen Ablau e du ch
eine „dynamische Theo ie" und in de en Rahmen na ü lich auch du ch
ein Gese z übe eine zyklische Ve ände ung bes imm e Da en" e klä
we den können, wäh end zu E klä ung exogen beding e konjunk-
u elle Ve ände ungen ein Gese z übe eine, zyklische Ve ände ung
bes imm e auße wi scha liche Da en o liegen muß, das mi Rück-
sich au seine auße wi scha liche Beding hei na u gemäß als eine
exogene Theo ie bezeichne we den muß. , , n „ ,
(Schluß olg )
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