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Die Berechenbarkeit der Politik

Abstract

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Die Berechenbarkeit der Politik

Author: Rübel, Gerhard
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1989
DOI: 10.3790/ccm.22.4.520
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/293155/1/ccm.22.4.520.pdf
Rübel, Ge ha d
A icle
Die Be echenba kei de Poli ik
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Rübel, Ge ha d (1989) : Die Be echenba kei de Poli ik, K edi und Kapi al, ISSN
0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 22, Iss. 4, pp. 520-523,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.22.4.520
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/293155
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Die Be echenba kei de Poli ik
Eine Beme kung zu F age de no ma i en
In e p e a ion on Leis ungsbilanzsalden*
Von Ge ha d Rübel, Mannheim
Vo dem Hin e g und anhal end hohe wel wei e Leis ungsbilanz-
ungleichgewich e disku ie en Issing / Masuch in einem in e essan en Bei ag
[.Issing, O. / Masuch, K. (1989), K edi und Kapi al, 22, S. 1 - 17] die F age,
ob eine poli ische Ziel o gabe ü den Leis ungsbilanzsaldo als sinn oll
anzusehen is und welche Schwie igkei en bei de Implemen ie ung eine
solchen Vo gabe zu e wa en wä en. Sie legen ih e A gumen a ion eine
in e empo ale Be ach ung zug unde, bei de de Leis ungs- bzw. de
Kapi albilanzsaldo eines Landes das E gebnis eine übe die Gegenwa
hinausgehenden Planung de Wi scha ssubjek e da s ell . Bei diesem
in e empo alen Ansa z de Zahlungsbilanz heo ie bie e es sich an, on de
De ini ion de Leis ungsbilanz als Di e enz zwischen gesam wi scha -
liche E spa nis und gesam wi scha liche Ne oin es i ion auszugehen
und diese G ößen im Rahmen eine mik oökonomisch undie en Op imal-
planung zu bes immen. Dabei gelang man zu de Aussage, daß auch ein
posi i e ode ein nega i e Leis ungsbilanzsaldo un e gegebenen Rahmen-
bedingungen ü die Volkswi scha ein op imale Zus and sein kann und
jede Ve such, du ch s aa liche Ein lußnahme eine ausgeglichene Lei-
s ungsbilanz zu e zwingen, Wohl ah s e lus e zu Folge hä e. Im o lie-
genden Bei ag, de eine E gänzung de Diskussion on Issing / Masuch
da s ell , wi d gezeig , daß nich nu ein - wie auch imme ausge ich e es -
eales s aa liches Handeln, sonde n auch die Be echenba kei de Poli ik
Ein luß au Vo zeichen und G öße des Leis ungsbilanzsaldos ha und
diesem Phänomen dami eben alls eine nich zu un e schä zende wohl-
ah s ele an e Bedeu ung zukomm .
Jede in e empo ale Planung basie au E wa ungen übe zukün ige
Da en, wozu auch poli ische Maßnahmen zu zählen sind. Diese we den on
den Wi scha ssubjek en in ih em En scheidungskalkül be ücksich ig ,
beein lussen ih e In es i ions- und Spa en scheidungen und de e minie en
* Zum Bei ag Issing / Masuch in He 1/1989, K edi und Kapi al.
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Die Be echenba kei de Poli ik 521
dami auch den Leis ungs- bzw. Kapi albilanzsaldo des Landes. Is die Poli-
ik jedoch nich be echenba , d.h. we den bes imm e Handlungen e wa e
(nich e wa e ), die dann ku z is ig e ände ode un e lassen (du chge-
üh ) we den, so wa en die be ei s ealisie en In es i ions- und Spa en -
scheidungen - und dami auch de Leis ungsbilanzsaldo - subop imal.
Diese Zusammenhang soll anhand eines ein achen Beispiels, das sich au
die Ve hal enss uk u en de p i a en Konsumen en besch änk , e deu -
lich we den. Au analoge Weise kann auch gezeig we den, daß die In es i-
ionen du ch alsch p ognos izie e Zukun sda en ein subop imales Ni eau
e eichen1.
Ausgangspunk de Be ach ung is die Zwei-Pe ioden-Planung de
Abbildung 1 in Issing / Masuch, die du ch eine explizi e Be ücksich igung
de s aa lichen Inansp uchnahme des gesam wi scha lichen Gü e be gs
e wei e wi d. Auch das S aa sbudge soll übe die Summe de beiden
Pe ioden ausgeglichen sein; im hie un e s ell en Beispiel lieg in Pe iode 1
ein Übe schuß, in Pe iode 2 ein De izi o . Du ch die Be ücksich igung des
S aa es kann zwischen de on Issing / Masuch benu z en gesam wi -
scha lichen Kapi alma k linie und eine pa allel un e halb diese Ge aden
e lau enden Konsummöglichkei sku e p i a e Gü e un e schieden we -
den. Die Di e enz zwischen den beiden Linien wi d du ch das Ausmaß de
s aa lichen Ak i i ä bes imm 2. Im einzelnen gel en im hie un e s ell en
Beispiel ü Pe iode 1 olgende G ößen:
Volkseinkommen: Oe, op imales In es i ionsni eau: de, op imale Kon-
sum p i a e Gü e : Oc, S eue einnahmen des S aa es: ad, Ausgaben des
S aa es: bd. Da aus olg ü die p i a e E spa nis3: Sp = Oe - Oc - ad =
ce - ad = de - ac. Da die s aa liche E spa nis in Pe iode 1 als posi i un e -
s ell wi d und de Di e enz zwischen ad und bd, d.h. de S ecke ab en -
sp ich , olg ü die gesam wi scha liche E spa nis wegen des Zusam-
men allens de Punk e G und C: S = de - ac - ab = de. Die gesam wi -
scha liche E spa nis en sp ich also de In es i ion; de Leis ungsbilanz-
saldo, de im hie un e s ell en Zusammenhang s e s du ch die waag ech e
Di e enz de Punk e G und C de e minie wi d, is Null.
In den s aa lichen Einnahmen- und Ausgabeng ößen de Pei ode 2 sei ein
on den Wi scha ssubjek en e wa e es iskalpoli isches Vo haben en hal-
en, dessen Realisie ung abe ku z is ig, d.h. nach Ablau de Pe iode 1
1 Vgl. z.B.
Rubel
(1988).
2 Au die Be ücksich igung de Ve ügba kei ö en liche Gü e in de Nu zen-
unk ion de Konsumen en wi d hie e zich e .
3 Man kann e wa annehmen, In es i ionen we den oll aus einbehal enen Gewin-
nen inanzie und en sp echen dami de E spa nis de p i a en Un e nehmen.
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ausgese z wi d4. Bei ko ek e P ognose des s aa lichen Handelns e gib
sich gegenübe de oben skizzie en Planung olgende Modi ika ion:
Die Punk e T und G liegen senk ech übe den e wa e en G ößen, was
eine Konsummöglichkei sku e p i a e Gü e implizie , die nähe an de
gesam wi scha lichen Kapi alma k linie lieg . De op imale p i a e Kon-
sum de Pe iode 1 is g öße , es wi d Punk C ealisie . Dami esul ie in
Pe iode 1 als Op imalg öße ein Leis ungsbilanzde izi in Höhe de waag-
ech en Di e enz zwischen den Punk en G' und C
De Ausgleich de Leis ungsbilanz, de sich au g und de e wa e en G ö-
ßen e gib , esul ie dami im hie disku ie en Beispiel aus de mangeln-
den Be echenba kei de Poli ik und s ell einen subop imalen Zus and da .
Da die a sächlichen G ößen on S eue einnahmen und S aa sausgaben de
Pe iode 2 jedoch e s nach Ablau de Pe iode 1 e kennba we den, is de
4 Wegen de Ausgeglichenhei des S aa sbudge s wi d zu Ve ein achung ange-
nommen, S eue n und S aa sausgaben sinken gegenübe de U sp ungsplanung um
den gleichen Be ag.
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Die Be echenba kei de Poli ik 523
op imale Konsumpunk C nich ealisie ba . Wegen des be ei s e olg en
Konsums de Pe iode 1 in Höhe on Oc sind die Konsumen en gezwungen,
au ih e nach oben e schobenen Konsummöglichkei sku e Punk G' zu
ealisie en, was jedoch mi dem ge inge en Nu zenni eau II (gegenübe III)
e bunden is 5.
Das hie skizzie e ein ache Beispiel zeig , daß nich nu bewuß es s aa li-
ches Handeln zu Beein lussung des Leis ungs- bzw. des Kapi albilanzsal-
dos eine k i ischen Diskussion beda . Auch die mangelnde Be echenba -
kei de Poli ik, mag die Handlung als solche auch als geeigne angesehen
we den, se z alsche Signale. Diese haben Ein luß au den Leis ungs- bzw.
Kapi albilanzsaldo und üh en zu eine subop imalen in e na ionalen Kapi-
alakkumula ion.
Li e a u
Issing, O. /
Masuch,
K. (1989): Zu F age de no ma i en In e p e a ion on Lei-
s ungsbilanzsalden, K edi und Kapi al, 22, S. 1 - 17. - Rubel, G. (1988): Fac o s
De e mining Ex e nal Deb - An In e empo al S udy, Be lin
u. a.
5 Diese Aussage übe die Nu zenni eaus gil jedoch nich gene ell gegenübe de
Indi e enzku e I, da hie ein höhe es Volumen s aa liche Ausgaben o lieg .
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