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Innovatives Business Development und Corporate Start-ups in nachhaltigen High Tech und High Service Clustern

Michalski, Tino

Abstract

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Full text

Michalski, Tino Working Paper Innovatives Business Development und Corporate Startups in nachhaltigen High Tech und High Service Clustern Working Papers, No. 35 Provided in Cooperation with: Faculty of Business and Law, Frankfurt University of Applied Sciences Suggested Citation: Michalski, Tino (2025) : Innovatives Business Development und Corporate Startups in nachhaltigen High Tech und High Service Clustern, Working Papers, No. 35, https://doi.org/10.48718/pbvr-tp84 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/316427 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. 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Die Zugänglichmachung von Forschungsergebnissen in einem Fachbereichs Working Paper ist nicht gleichzusetzen mit deren endgültiger Veröffentlichung und steht der Publikation an anderem Ort und in anderer Form ausdrücklich nicht entgegen. Working Papers, die vom Fachbereich Wirtschaft und Recht herausgegeben werden, geben die Ansichten des/der jeweiligen Autor*innen wieder und nicht die der gesamten Institution des Fachbereichs Wirtschaft und Recht oder der Frankfurt University of Applied Sciences. Bitte zitieren als: Michalski, Tino: (2025): Innovatives Business Development und Corporate Start-ups in nachhaltigen High Tech und High Service Clustern. Working Paper Nr. 35 des Fachbereichs 3 Wirtschaft und Recht. Frankfurt University of Applied Sciences. DOI: https://doi.org/10.48718/pbvr-tp84 Frankfurt University of Applied Sciences Fachbereich 3: Wirtschaft und Recht Nibelungenplatz 1 2 Abstract English International corporations can achieve an improvement in their business development success with regard to innovative sustainable business models by shifting their business development efforts to sustain-able regional high tech & high service industry clusters. In this context, this article describes the evolution and development trends of sustainable, industry-specific, regionally concentrated high tech & high service clusters in Germany and Europe from a theoretical and practical perspective and then demonstrates that sustainable high tech & high service clusters with a CSR & ESG orientation represent the next evolutionary step in cluster theory and cluster practice. The article suggests that corporations should preferentially pursue innovative sustainable business development efforts in these sustainable high tech & high service clusters as well as preferentially establish innovative sustainable business models and corporate start-ups in these clusters Abstract Deutsch Internationale Unternehmen können durch die Verlagerung ihrer Business Development-Anstrengungen in nachhaltige regionale High Tech- & High Service-Cluster eine Verbesserung ihrer Business Development-Erfolge im Bereich innovativer nachhaltiger Geschäftsmodelle erzielen. Der vorliegende Artikel beschreibt in diesem Kontext die Evolution und die Entwicklungstendenzen nachhaltiger, branchenspezifischer, regional konzentrierter High Tech- & High Service-Cluster in Deutschland und Europa aus theoretischer und praktischer Perspektive und zeigt danach auf, dass nachhaltige Cluster mit CSR- & ESG-Ausrichtung den nächsten Evolutionsschritt in der Clustertheorie und der Clusterpraxis darstellen. Der Artikel legt dar, dass Unternehmen innovatives nachhaltiges Business Development bevorzugt in solchen nachhaltigen High Tech- & High Service-Clustern betreiben sollten sowie innovative nachhaltige Geschäftsmodelle und Corporate Start-ups bevorzugt in solchen Clustern generieren sollten. 3 Inhaltsverzeichnis 1. Business Development in High Tech- & High Service-Clustern ........................................ 4 2. Nachhaltige Cluster und ihre Bedeutung für das innovative .......................................... 13 3. Fazit ......................................................................................................................... 19 4. Literatur .................................................................................................................... 20 5. Bisher erschienene Working Papers des Fachbereich 3: ............................................... 29 Abbildungsverzeichnis Abb. 1: High Tech- & High Service Cluster ................................................................................ 5 Abb. 2: Clusterbildung und Clusterentwicklung als neue Ansätze der regionalen Wirtschaftsförderung .................................................................................................. 6 Abb. 3: Cluster-Alleinstellungsmerkmale im internationalen Standortwettbewerb ...................... 8 Abb. 4: Mögliche Klassifizierung der wesentlichen internationalen Clustertheorien ................... 10 Abb. 5: Ursprünge und Perspektiven der Clustertheorie .......................................................... 11 Abb. 6: Der Portersche „Diamant“......................................................................................... 13 Abb. 7: „Urban drawing power"-Paradigma als ein mögliches Handlungskonzept für die Entwicklung von Cluster-USPs .................................................................................. 14 Abb. 8: Kernelemente der cluster-spezifischen Interaktion ...................................................... 15 Abb. 9: Clusterbildung und -entwicklung durch Clusterpolitik, Clusterinitiativen und Clustermanagement ................................................................................................. 16 Abb. 10: Nachhaltige Cluster als nächste Evolutionsstufe der Clustertheorie und -praxis ........... 17 4 1. Business Development in High Tech- & High Service-Clustern International tätige Unternehmen erhoffen sich durch die Verlagerung ihrer Business DevelopmentAnstrengungen in nachhaltige High Tech- & High Service-Cluster eine Verbesserung ihrer Business Development-Erfolge im Bereich innovativer nachhaltiger Geschäftsmodelle. Der vorliegende Artikel beschreibt in diesem Kontext die Evolution und die Entwicklungstendenzen branchenspezifischer, regionaler High Tech- & High Service-Cluster in Deutschland und Europa aus theoretischer und praktischer Perspektive und zeigt danach auf, dass nachhaltige Cluster mit CSR- & ESG-Ausrichtung die nächste Evolutionsstufe in der Clustertheorie und der Clusterpraxis darstellen [7; 130; 156; 15; 158; 159; 163; 165; 166; 167; 168; 169]. Aus wirtschaftspolitischer Perspektive stellt das Hauptmotiv für die Bildung und Entwicklung von High Tech- & High Service-Clustern die Erwartung von mehr Business Development – und damit höheren Umsätzen – bei bestehenden mittleren und größeren Unternehmen sowie die Zunahme von Gründungsaktivitäten dar. Daneben wird von politischer Seite auch die Steigerung des regionalen und nationalen Bruttoinlandsproduktes, der Strukturwandel in Richtung hochwertiger High Techund High Service-Industrien sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Generierung eines höheren Steueraufkommens erhofft. Somit werden Cluster als Treiber von Wachstum und Strukturwandel sowie von Geschäftsmodellinnovation und Entrepreneurship gesehen [93; 97; 98; 102; 106; 112; 114; 118; 162]. Solche Cluster werden durch Universitäten und den mit ihnen assoziierten Inkubatoren und Science Parks sowie durch ein politisch gefördertes Clustermanagement und verschiedene finanziellen Beihilfen von der Politik unterstützt. Hierbei kommt auch die Hoffnung der politischen Klasse in alten Industrieländern zum Ausdruck, die Abwanderung vieler Industrien an Niedriglohnund Niedrigkostenstandorte im Rahmen der Globalisierung zu bremsen oder gar umzukehren. Die Cluster sollen den zentrifugalen Kräften der Globalisierung die zentripetale Kraft der attraktiven, dynamischen, regional verankerten innovativen HochleistungsWertschöpfungsnetzwerke [41; 42; 105; 107; 108; 127; 133; 134] entgegensetzen und damit als „Offshoring-Bremse“ fungieren. Man erhofft sich also aus der regionalpolitischen Perspektive durch die Bildung und Entwicklung von High Tech & High Service Clustern mehr Business Development, mehr Entrepreneurship, mehr Wachstum und mehr Innovationsdynamik (siehe Abb. 1). Dabei werden Universitäten mit ihren Inkubatoren und Science Parks, spezialisierte Hochschulen mit ihren hochspezialisierten akademischen Abschlüssen, Business Schools mit ihren entrepreneurial gesinnten Absolventen, Ausbildungsakademien für Fachkräfte und auch regional ansässige Großunternehmen als potentielle Clusterkerne gesehen. Diese werden typischerweise um regionalpolitisch und wirtschaftspolitisch organisierte Clusteragenturen, Clusterinitiativen und KMU-/Startup-Netzwerke [107; 108] sowie Ansiedlungsagenturen und diverse Finanzierungsinstitutionen und - programme ergänzt. Sie alle verfolgen das strategische Ziel, die regional verdichtete, branchenspezifische und massive Ansiedlung von möglichst vielen Start-ups und Corporate Start-ups sowie die Ansiedlung von Produktions-, Dienstleistungs-, Business Developmentund F&E-Einheiten mittlerer und größerer Unternehmen aus dem Inund Ausland zu forcieren, um dergestalt eine Art „kritische Masse“ der Clusterwertschöpfung und der innovativen Clusterdynamik zu erreichen. Der Cluster-Ansatz gilt dabei als das neue „Mantra“ der regionalen Wirtschaftsförderung und der regionalen wirtschaftlichen Wachstumsbeschleunigung bzw. als „Schutzschild“ gegen regionale und nationale wirtschaftliche Atrophie [10; 78; 85; 93; 97; 102; 106; 112; 114; 118]. 5 Abb. 1: High Tech- & High Service Cluster Quelle: Eigene Abbildung in Anlehnung an [78; 85; 93; 97; 102; 106; 112; 114; 118] Dieser Paradigmen-Wechsel der regionalen Wirtschaftsförderung von traditionellen Handlungsfeldern, wie etwa die Bereitstellung von Gewerbeflächen gepaart mit Ansiedlungswerbung, Standortmarketing und Gewerbesteueranreizen sowie die Förderung der klassischen Existenzgründung und der Bestandssicherung bestehender Industrieunternehmen, hin zur Entwicklung von regionalen, branchenspezifischen High Tech- & High Service-Clustern, ist weltweit beobachtbar. Diese Cluster sind gekennzeichnet durch regionale Netzwerkbildung und durch eine veritable Clusterpolitik, Clusterentwicklungsplanung sowie durch ein Cluster-Management mit diversen innovationsorientierten Clusterinitiativen und der Akzentuierung bestehender Cluster-USPs [82; 84; 89; 91; 92; 94; 114; 115; 117; 123; 124; 156] (siehe Abb. 2). Als global leuchtendes Beispiel des Cluster-Ansatzes wird hier oft das sog. „Silicon Valley“ und die Universität Stanford in der wissenschaftlichen Literatur, der Fachpresse und den Medien zitiert [120; 128; 142]. Die global dominante Sichtweise von Silicon Valley als „Best Practice Cluster“ und globales Leitbild für die Clusterentwicklung wurde ursprünglich entscheidend durch Michael Porter’s Clusteranalyse aus dem Jahr 1990 geformt, der in dem bahnbrechenden Buch „Competitive Advantage of Nations“ das Diamanten-Modell zur analytischen Beschreibung von Clustern entwarf, den sog. Porterschen Diamanten [77; 109; 110; 111; 112]. Entrepreneurship, Innovation und Wachstum im Cluster Universitäten als Clusterattraktor Innovative und kreative Milieus Cluster als Offshoring-Bremse Clusterentwicklung, Cluster Life Cycle Clusterpolitik, Clusterinitiativen Clustermanagement, Cluster-USPs Cluster als Treiber von Innovation & Entrepreneurship Clustertheorien, Porter-Diamant Clustertypen, Clusterevaluation Creative City, Urban Drawing Power Creative Class, „3 T“ von Florida Integratives Clustermodell Cluster als soziale Netzwerke Cluster als Kooperationsnetzwerke Policy-Netzwerke, Cluster Governance Silicon Valley als Best Practice Universitäre Technologie & Science Parks Cluster als Treiber des Struktur - wandels Cluster als Treiber des Wachstums Spezialisierte Hochschulen als Clusterkerne Standortpolitik durch Ansiedlung & Gründung Clusterinitiativen & KMU-/Start-up Netzwerke Neue Ansätze der Wirtschaftsförderung High Tech/Service gründungen Universitäre Technologietransfers Nachhaltige Cluster cluster drawing power 6 Abb. 2: Clusterbildung und Clusterentwicklung als neue Ansätze der regionalen Wirtschaftsförderung Quelle: Eigene Abbildung in Anlehnung an [114; 115, 117; 123; 124] Historische Vorläufer in der Clusterforschung sind etwa die „Industrial Districts“-Theorie von Marshall [95] aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts sowie die analytische und empirische Erfassung innovativer Milieus und Wertschöpfungsnetzwerke durch die Forschungsgruppe GREMI [91] aus den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die GREMI Forschungsgruppe hat insbesondere die durch flexible und dynamische mittelständische Betriebe und familiäre Kleinbetriebe geprägten regionalen Branchenverdichtungen beschrieben, wie dies etwa in Norditalien bei dem Modeund Designcluster um Mailand [148] beobachtet werden kann [99; 112; 124]. Diese Forschungsansätze haben vergleichsweise weltweit wenig Interesse in der regionalen Wirtschaftsförderung und Wirtschaftspolitik ausgelöst. Die Clusteranalyse des Harvard Business School Professors Michael Porter aus dem Jahre 1990 hingegen führte weltweit dazu, dass die Regierungen verschiedenster Länder mit dem wirtschaftspolitisch geplanten Aufbau von neuen Clustern begannen oder bestehende clusterartige Strukturen zu vollen Clustern im Sinne von Porters Theorie ausbauen wollten. Deshalb wurden weltweit – und ganz besonders auch in Deutschland und Europa – viele Clusterinitiativen gestartet und systematische Clusterpolitiken entwickelt. Bei den alten Industrieländern – die unter der Abwanderung traditioneller Industrien leiden – können die clusterpolitischen Aktivitäten von Deutschland, bei der eine erhebliche Anzahl förderungswürdiger bestehender und neuer Cluster durch Bundesministerien und die Bundesregierung definiert wurden, als durchaus erfolgreich betrachtet werden [24; 25]. So gibt es neben dem Southern German Automotive Cluster [48; 49], dem dazugehörigen Automotivmaschinenbau-Cluster in Baden-Württemberg [49], dem High Tech Multicluster München mit Schwerpunkten in den Bereichen IT, Medien, Biotech [50; 70] oder den Medizininstrumente-Cluster in Tuttlingen [86] auch eine erhebliche Anzahl von Nachhaltigkeitsclustern, die neu entstehen sollen [1; 7; 24; 44; 45]. Aber auch in Frankreich sind der High Tech Cluster Sophia Antipolis bei Antibes an der Côte d'Azur [26] und der Multi-Cluster Paris [27; 28; 34] erwähnenswert. Auch der Cluster Cambridge [29] um die Universität Cambridge in Großbritannien oder das Western Cresent – die Clusterregion um London – [30; 31] können hier genannt werden. Interessanterweise sind auch viele clusterpolitische Aktivitäten in den BRIC-Ländern und sonstigen Emerging Markets zu verzeichnen. Hier wären etwa das High Tech Cluster Skolkovo bei Wirtschaftsförderung Traditionelle Handlungsfelder Neue Ansätze Ansiedlungswerbung Flächenbereitstellung Bestandspflege Innovative Gründermilieus Inkubatoren und Technologieparks Eigenständiges Kompetenzprofil Verbesserung Standortfaktoren Klassische Existenzgründung Standortmarketing •Clusterpolitik •Clusterinitiativen •Clustermanagement Cluster, lokale Netzwerkbildung 7 Moskau [32; 33] oder der emergente Cluster in Perm in der Ural-Region Russlands [33] zu nennen, der IT-Cluster in Bangalore im südlichen Indien [35] oder diverse Clusteraktivitäten der chinesischen Regierung, allen voran der mittlerweile sehr bedeutende Shenzhen High Tech Cluster als chinesisches Gegenstück zum Silicon Valley [36]. Im Nahen Osten sind die Clusteraktivitäten Israels, etwa der Tel Aviv/Jerusalem/Haifa Life Sciences Cluster [38; 39] erwähnenswert, aber auch die beiden geplanten High Tech Cluster in Saudi Arabien. Der eine High Tech Cluster entsteht rund um die Universität KAUST in der Stadt Thuwal in der Provinz Mekka, der andere High Tech Cluster ist geplant an der Küste des Roten Meeres im Nordwesten unweit des Golfs von Akaba und ist integrativer Teil der neu gegründeten Planstadt NEOM [37, 161]. Bei diesen politisch inspirierten clusterpolitischen Aktivitäten wird typischerweise ein Cluster-Management als mesoökonomisches Steuerungsinstrument in einer ausgewählten Region installiert, es wird zudem eine „Cluster Governance“ geschaffen und Cluster-USPs werden im Rahmen eines Clusterentwicklungsplanes herausgearbeitet. Sehr wichtig in diesem Zusammenhang ist die Schaffung, Förderung oder systematische Weiterentwicklung bestehender Universitäten, Hochschulen und spezialisierten Ausbildungseinrichtungen, die vielfältige Förderung von innovativem Business Development und Neugeschäftsaufbau bei mittleren und großen Unternehmen sowie die Eigenkapitalund Fremdkapitalförderung und die steuerliche Subventionierung von Entrepreneuren bis hin zur Bildung staatlicher Venture Capital-Gesellschaften. Die Vernetzung soll hierbei sichergestellt werden durch Policy-Netzwerke, Cluster-Agenturen und Cluster-Plattformen, die Cluster aktiv als Kooperationsnetzwerke, als soziale Netzwerke und als Kerne von innovativen und kreativen Milieus, sog. „Communities of Creation“, interpretieren. Universitäten und spezialisierte Hochschulen sollen hierbei als „Cluster-Attraktoren“ fungieren [78; 85; 88; 93; 97; 106; 114]. Es muss allerdings warnend und kritisch zu dem obigen Clusteransatz bemerkt werden, dass diesen Clusterbauplänen der regionalen Wirtschaftspolitik ein konstruktivistisches Clustermodell zugrunde liegt, welches letztlich über „Social Engineering“ und geplante integrative Cluster-Modelle sowie gezielte universitäre Gründerausbildung und Technologietransfers [83; 88] am Reißbrett einen vitalen Cluster konstruieren will [121; 122]. Nicht immer sind solche konstruktivistischen Clustermodelle in der Praxis vollumfänglich erfolgreich, da die Gefahr der Faktor-Fehlallokation, aber auch die Gefahr der Generierung von Subventionsruinen besteht. Zudem stellen die Störung des Marktmechanismus und die Bildung von investiven Klumpenrisiken mögliche Gefahrenpotentiale dar. Manchmal handelt es sich folglich um tendenzielle Subventionsruinen und/oder entwicklungspolitische „weiße Elefanten“, die von der Politik nur mäßig kaschiert werden können [104]. Beispiele dafür lassen sich auf der ganzen Welt finden, etwa das sog. „Cyberjaya“ in der Nähe von Kuala Lumpur in Malaysia, welches eher durch eine schleppende Clusterentwicklung geprägt ist [40]. Die Gründe hierfür mögen vielfältig sein. Oft entstehen Cluster von alleine durch soziale Selbstorganisation, autopoetisch generierte Netzwerke von Communities of Creation und diversen Kreativszenen, die sich in einer bestimmten Region niederlassen. Voraussetzung ist oft ein hoher bis sehr hoher Ausbildungslevel gepaart mit einer bestimmten regional konzentrierten Branche und einer Kreativszene in der Region. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Internet-Gründerszene in Berlin [43; 44], die in vielerlei Hinsicht ohne ernstzunehmende politische Hilfe und Flankierung entstanden ist, selbst wenn viele Mitglieder der politischen Klasse sich die Erfolge der Berliner Internet-Gründungsszene gerne selbst auf die Fahnen schreiben würden und Clusteragenturen ex post von der Politik nachgeliefert wurden. Die Berliner Gründungsszene ist aus der Szene der Kreativagenturen, der Künstler-Communities und der Universitätsund Hochschulmilieus in Kombination mit niedrigen Start-up-Kosten (Mieten, Löhne etc.) und einem intellektuellen und kulturellen „Reizklima“ mit idiosynkratischer Anziehungskraft und globaler Ausstrahlung entstanden. Sie wurde weder vom Staat noch von der ansässigen Industrie explizit geplant. Auch zu diesen durch komplexe Selbstorganisation und Autopoiesis generierten Clustern gibt es wissenschaftliche Modelle und Leitkonzepte, die oft den Topos der kreativen Stadtlandschaften und der urbanen Anziehungskräfte betonen, welche als die „weichen Faktoren“ des internationalen Standortwettbewerbs gelten [82] (siehe Abb. 3). Diese weichen Faktoren werden bevorzugt mit harten Faktoren des internationalen Standortwettbewerbs kombiniert und um humankapitalorientierte 14 phische Nähe angesiedelten Stadt San Francisco, die gemäß den empirischen Ergebnissen von Richard Florida eine sehr hohe urbane Attraktivität vorweist [73; 74]. Folgende wesentliche Erkenntnisse der aktuellen Clusterforschung und der kausalen clusterspezifischen Interaktion lassen sich aus diesen paradigmatischen Modellen und aus weiteren theoretischen Überlegungen und aktuellen Forschungsarbeiten zur Clusterbildung und -entwicklung extrahieren. Sie sollen nun in aggregierter und abstrahierter Form kurz und zusammenfassend dargestellt werden. Zunächst benötigt ein Cluster: (a) Konzentration in Form einer „kritischen Masse“ von Unternehmen und unterstützenden Institutionen und Netzwerken, (b) räumliche Nähe oder „Dichte“ von Unternehmen und Institutionen und Netzwerken und (c) diverse Katalysatoren. Von der Forschung werden im Einzelnen folgende Katalysatoren genannt: Agglomerationseffekte, die systematische clusterinterne und -externe Vernetzung der Akteure, eine Arbeitsund Wissensteilung im Netzwerk, der Austausch komplementärer Ressourcen und Kompetenzen im Netzwerk, eine aus der Theorie ökonomischer Netzwerke bekannte strategische Mischung aus Kooperation und Konkurrenz der Netzwerkakteure („Coopetition“) sowie ein Netzwerk-Transaktionsmodus zwischen Markt und Hierarchie (eine sog. hybride ökonomische Transaktionsform) (siehe Abb. 8). Abb. 7: „Urban drawing power"-Paradigma als ein mögliches Handlungskonzept für die Entwicklung von Cluster-USPs Quelle: Eigene Abbildung in Anlehnung an [76; 113] Weiterhin können die auch aus der Entwicklungsökonomie bekannten „lokalen Spillover“ und sog. „Forward Linkages“ und „Backward Linkages“ durch Zulieferund Kundenbeziehungen in die regionale und nationale Ökonomie eintreten sowie diverse Synergieeffekte bei den Netzwerkakteuren selbst und in ihrer Interaktion mit dem ökonomischen Umfeld. Aktuelle Forschungsergebnisse weisen auch hin auf die – zumindest partielle – Selbstorganisation der Clusterinteraktion und der Clusterprozesse, die multikausal determiniert und rekursiv rückCritical mass Identity and distinctiveness Innovative capacity Economic diversity Econ./cultural accessibility Security & safety Identity and distinctiveness Linkage & synergy Economic competitiveness Sustainability Soziale/gesellschaftliche Anziehungskraft z.B. fokaler Punkt sozialer Netzwerke & Communities of Creation Viele Cluster befinden sich im Umfeld von Metropolen Ikonische Anziehungskraft z.B. „Home of the stars“ Kulturelle Anziehungskraft z.B. Cultural Diversity Wirtschaftliche Anziehungskraft z.B. MNE Headquarters Ökologische Anziehungskraft z.B. Küstenlage & intakte Ökologie Facetten der „urban drawing power“ & „urban drawing power“ als Cluster -USP 15 gekoppelt ist durch die stattfindende Kooperation, die Vernetzung und die hybriden Transaktionsformen zwischen den Cluster-Akteuren sowie durch die Pfadabhängigkeiten der Clusterentwicklung und die damit koevolutiv verlaufenden technologischen Trajektorien. Sie kann durch Clusterpolitik und -management nicht vollständig kontrolliert und gesteuert werden. Sie determinieren auch den Verlauf des Clusterlebenszyklus und den Clustertypus. Darüber hinaus können ein gemeinsames geteiltes Wertesystem und eine gemeinsame Clusterkultur sowie ein „Entrepreneurial Spirit“ als Katalysator wirken. Dies kann eine clusterspezifische Interaktion generieren, die zu einer erhöhten Wachstumsdynamik in Form von mehr Innovation, Beschäftigung und Entrepreneurship führt. Zudem entsteht eine zusätzliche regionale Bindung der Akteure in Form des Aufbaus von „sozialem Clusterkapital“ und in Form einer gestiegenen sozialen Komplexität, die durch nicht imitierbaren Cluster-Konfigurationen verursacht wird. Damit entstehen auch die von der Politik erhofften zentripetalen Kräfte im Cluster, die ein Gegengewicht zu Outsourcing und Offshoring von Industrien durch Globalisierung bilden sollen [11; 17; 78; 86; 106; 107; 108; 114; 116; 130; 131; 132]. Abb. 8: Kernelemente der cluster-spezifischen Interaktion Quelle: Eigene Abbildung in Anlehnung an [78; 86; 114; 116; 130; 131; 132] Zudem bilden sich im Idealfall neben den regionalen auch nationale und internationale branchenspezifische Wachstumskerne. Diese können sich zu „industriellen Leuchttürmen“ mit weltweiter Bekanntheit entwickeln. Damit entsteht im Idealfall eine Cluster Drawing Power für Talente aus der ganzen Welt. Allerdings ist die clusterspezifische Interaktion zu komplex, um mit Sicherheit bzw. hoher prädiktiver Validität solche Effekte vorhersagen oder gar berechnen und steuern zu können [78; 86; 102; 106; 114; 116]. Die Entwicklung der Cluster Drawing Power ist natürlich in hohem Maße mit dem welt-weiten Medienecho von Clustern im Sinne der globalen „Aufmerksamkeitsökonomie“ [149] rückgekoppelt. Eine hohe Cluster Drawing Power zieht die besten Talente aus der ganzen Welt in die Cluster. Ein Cluster ist somit potentiell auch ein strategisches Instrument im globalen „War for Talent“. Dies wissen Regierungen und globale Konzerne. Letztere siedeln sich deshalb schon seit längerem mit Vorliebe in Clustern mit ihren F&E-Einheiten und Headquarter-Funktionen an [90]. Beispielsweise sind Gesamtwirtschaftliche Wachstumskerne (national & sektorial) •Agglomerationseffekte •Arbeits-u. Wissensteilung •Komplementaritäten •Kooperation u. Konkurrenz •Vernetzung der Akteure •Innovationskultur •Entrepreneurial Spirit •Lokale Spill-over •Synergien Clusterspezifische Interaktion Wachstumsdynamik (Innovation, Beschäftigung & Entrepreneurship) Regionale Bindung (Soziales Kapital, nicht imitierbare Konfiguration) Konzentration („Kritische Masse“) Räumliche Nähe („Dichte“) Katalysatoren 16 wesentliche Teile des größten europäischen Software-Konzerns SAP im Silicon Valley [63; 64] und wichtige Teile des größten europäischen Medienkonzern Bertelsmann im Mediencluster Hollywood angesiedelt sowie wichtige Teile der größten deutschen Bank, der Deutschen Bank, im globalen Finanzcluster London [65] und an der Wall Street in New York [66] lokalisiert. Abb. 9: Clusterbildung und -entwicklung durch Clusterpolitik, Clusterinitiativen und Clustermanagement Quelle: Eigene Abbildung in Anlehnung an [106; 102; 114] Auf der Basis der Erkenntnisse der aktuellen Clusterforschung kann die Bildung und Entwicklung von Clustern durch Clusterpolitik, Clusterinitiativen und Clustermanagement besser gesteuert werden (siehe Abb. 9). Maßnahmen der regionalen Wirtschaftsförderung und politischen Unterstützung von Clustern auf kommunaler Ebene, Landesebene, Bundesebene und EU-Ebene sollten dabei ineinandergreifen und die gegebene regionale Wertschöpfung und die regionale Faktorausstattung auf potentielle Cluster-USPs untersuchen. Die Clusterpolitik sollte latent vorhandene, teils verschüttete Cluster-USPs, die möglicherweise aus dem Erbe von Altindustrien entstehen könnten, systematisch identifizieren und verstärken. Dabei sollten die schon vorhandenen Start-ups, kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) und internationalen Großunternehmen in Bezug auf potentielle gemeinsame branchenspezifische USPs klassifiziert werden, die Hochschulund Forschungs-landschaft auf potentielle Stärken untersucht werden, die Infrastrukturen zur Clusterstärkung genutzt werden und Arbeitskräfte und Kompetenzen in Richtung Cluster-USPs weiterentwickelt werden. So hat die Stadt Augsburg die aus der darnieder gehenden Textilund Webereibranche erhalten gebliebenen Weberei-Kompetenzen in geschickter Weise für die Entwicklung eines kleinen, aber vitalen Carbonfaser-Clusters genutzt, da das Ver-weben von Carbonfasern ähnlich Kompetenzen erfordert wie das Verweben von Textilfasern [67]. Den Carbonfasern aber steht eine große Zukunft im Automobilund Flugzeug-bau bevor. Ein weiteres erfolgreiches Beispiel für die Wiederbelebung einer bestehenden Industrie durch das Clusterkonzept ist die erfolgreiche Entwicklung und Revitalisierung eines OptikIndustriecluster in der Stadt Jena [68; 69] nach der deutschen Wiedervereinigung, bei den bestehende Cluster-USPs (klassische Optik-Kompetenz) mit neuen Cluster-USPs (Optoelektronik und Photonik) gebündelt wurden [78; 85; 93; 97; 106; 112; 114; 118]. Es manifestiert sich zunehmend Clusterpolitik, Clusterinitiativen und Clustermanagement Clusterbildung & -entwicklung Cluster-USP Partielle Selbstorganisation der Clusterinteraktion u. -prozesse: •Kooperation & Wettbewerb •Interne/externe Vernetzung •Ansiedlung, Gründung •Pfadabhängigkeiten •Technologische Trajektorien •Clusterlebenszyklus •Clustertypus Regionale Wertschöpfung & regionale Faktorausstattung Regionale Wirtschaftsförderung & Politische Unterstützung KMU MNU Start-ups Hochschulen & Forschung Infrastruktur Regionale Kompetenz Nachhaltig -keit Region/ Kommune Land Bund EU 17 ein Trend in der Gründungsund Business Development Szene in Richtung nachhaltigen Geschäftsmodellen mit CSR- & ESG-Ausrichtung, der parallel läuft mit einer Entwicklung von nachhaltigen Clustern mit CSR- & ESG-Ausrichtung [5; 19; 20; 27; 44; 45; 46; 47; 114; 156; 164; 165; 166; 167; 168; 169]. Abb. 10: Nachhaltige Cluster als nächste Evolutionsstufe der Clustertheorie und -praxis Quelle: Eigene Abbildung in Anlehnung an [2; 3; 5; 6; 7; 8; 9, 12; 13; 14; 15; 16; 18; 21; 22; 23; 56; 71; 72; 73; 74; 75; 76; 77; 78; 79; 80; 81; 109; 110; 111; 112] Der Trend zu nachhaltigen Geschäftsmodellen und nachhaltigen Business Development sowie zu nachhaltigen Clustern wird begünstigt durch eine wachsende Ausrichtung gesellschaftlicher Werte und gesetzlicher Vorgaben in Richtung Nachhaltigkeit. Zudem wird auch von der Kundenseite Nachhaltigkeit zunehmend im B2Bund B2C-Bereich konkret eingefordert [151; 152; 153; 154; 156; 157; 158; 159; 163]. Man kann deshalb aus konzeptioneller und paradigmatischer Perspektive eine neue Clusterevolutionsstufe wahrnehmen, den „nachhaltigen Cluster“, dessen Unternehmen im Wesentlichen zu nachhaltigen und CSR- & ESG-orientierten innovativen Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen streben. Es ist strategisch sinnvoll als Business Developer eines Unternehmens oder als Corporate Start-up-Entrepreneur, die eigenen – sich in Entwicklung befindlichen – innovativen Geschäftsmodelle in solche Cluster zu verlagern bzw. sich mit dem zugrundeliegenden Cluster-Netzwerk zu vernetzen und sich vom Cluster-Netzwerk inspirieren zu lassen. Auch die Chancen des Ressourcenund Kompetenzaustausches in einem solchen nachhaltigen Cluster sollten strategisch gezielt genutzt werden. Dies inkludiert oft eine physische Verlagerung der Business Development Venture Projekte und/oder der Corporate Start-up Unternehmen in einen solchen nachhaltigen Cluster (siehe Abb. 10). Zwar fehlt – wie schon weiter oben ausgeführt – noch eine vollständige und empirisch validierte konzeptionelle Theorie des nachhaltigen Clusters, die den theoretischen Mainstream dominiert und Leitbildcharakter für politische Entscheider annimmt, aber es zeichnen sich schon erste paradigmatische Vorstellungen und Modelle für ein solches theoretisches Konzept ab. Allerdings ist hier noch ein erhebliches Maß an Forschung nötig [3; 5; 6; 7; 8; 9, 12; 13; 14; 15; 16; 18; 21; 22; 23; 56; 71; 72; 73; 74; 75; 76; 77; 78; 79; 80; 81; 109; 110; 111; 112; 156; 158; 159; 160; 163]. Wichtig scheint im Rahmen der bisherigen Forschungsergebnisse auch die Wahrnehmung und Würdigung des besonderen Einflusses von Hochschulen auf den Clustererfolg zu sein. Im Vergleich zu nicht nachhaltigen Clustern steigt die Bedeutung von Hochschulen in nachhaltigen Clustern sogar noch an, weil u.a. wichtige Support-Funktionen für Start-ups in nachhaltigen Clustern typischerweise Nachhaltige Cluster als nächste Evolutionsstufe der Clustertheorie und -praxis Wirtschaftliches Standbein Ökologisches Standbein Sozial/Gesellschaftliches Standbein „Harte“ Faktoren: (Porter, Van der Linde) Cluster in Form von Megacities Wettbewerbsdruck & Bestimmungsfaktoren des Diamanten optimieren „Weiche“ Faktoren: (Florida, Landry) Creative Class & Creative City Cluster als globale Hubs (Ohmae) 18 auch von einer Vielzahl von Non-Profit-Organisationen geliefert werden und weil sich im Umfeld von Hochschulen typischerweise viele Non-Profit-Organisationen ansiedeln [83; 88]. 19 3. Fazit Internationale Unternehmen müssen – nicht zuletzt aufgrund wachsender staatlicher Regulierungen – zunehmend Aspekte der Nachhaltigkeit in ihre innovativen Geschäftsmodelle und Corporate Startups integrieren. Am schnellsten und am systematischsten ist das laut Forschung typischerweise möglich, wenn die Entwicklung solcher Geschäftsmodelle und Corporate Start-ups innerhalb von nachhaltigen Clustern bzw. in den Cluster-Netzwerken und in den Communities of Creation von nachhaltigen Clustern geschieht. Alle in diesem Artikel geschilderten, ökonomischen, ökologischen und sozialen/gesellschaftlichen Aspekte von nachhaltigen Clustern können auch als Inspiration für innovatives nachhaltiges Business Development und Corporate Start-ups bzw. als Inspiration für die Entwicklung von innovativen nachhaltigen Geschäftsmodellen in nachhaltigen Clustern verstanden werden. Nachhaltige Cluster und die in ihnen entwickelten Geschäftsmodelle haben aus Sicht der Wissenschaft große Potenziale für die Transformation des derzeitigen Wirtschaftssystems in ein nachhaltiges Wirtschaftssystem [155, 162; 163]. 20 4. Literatur [1] Lüdeke-Freund, F.; Hampl, N.; Fink, C.: Bankability von Photovoltaik-Projekten; in: Böttcher, J. (Hrsg.): Solaranlagen. Wirtschaftliche, technische und rechtliche Aspekte, München Oldenburg 2021, S. 285 – 302. 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Nr. 5 Jungmittag, Andre (2014): Combination of Forecasts across Estimation Windows: An Application to Air Travel Demand. Nr. 4 Jungmittag, Andre (2014): Der Trade-off zwischen deutschen Direktinvestitionen und Exporten: Wie wichtig sind die verschiedenen Dimensionen der Distanz? Nr. 3 Hagen, Tobias; Waldeck, Stefanie (2014): Using Panel Econometric Methods to Estimate the Effect of Milk Consumption on the Mortality Rate of Prostate and Ovarian Cancer. Nr. 2 Hagen, Tobias (2014): Impact of National Financial Regulation on Macroeco-nomic and Fiscal Performance After the 2007 Financial Shock Econometric Analyses Based on Cross-Country Data. Nr. 1 Rieck, Christian; Bendig, Helena; Hünnemeyer, Julius; Nitzsche, Lisa (2012): Diversität im Aufsichtsrat. Studie über die Zusammensetzung deutscher Aufsichtsräte. Alle Publikationen des Fachbereich 3 Wirtschaft und Recht finden Sie unter: https://www.frankfurt-university.de/de/hochschule/fachbereich-3-wirtschaft-und-recht/forschungund-transfer/publikationen/