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Elemente verbandsinterner Willensbildung

Buchholz, Edwin H.

Abstract

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Full text

Buchholz, Edwin H. A icle Elemen e e bandsin e ne Willensbildung Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Buchholz, Edwin H. (1964) : Elemen e e bandsin e ne Willensbildung, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 84, Iss. 5, pp. 537-550, h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.5.537 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291060 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Elemen e e bandßin e ne Willensbildung* Von Edwin H. Buchiholz, Tübingen Als sich de zei weilige ös e eidiische Jus izminis e und Wiene Uni e si ä sp o esso F anz Klein im Jah e 1913 mi seinem G und iß .•Das O ganisa ionswesen de Gegenwa " in die Klassike de deu - schen Ve bands o schung ein eih e, glaub e e , eine zunehmende Be- es igung und E wei e ung (de Willens- und Handlungssphä e ge ade de Mi gliede in den damaligen O ganisa ions e assungen wah zu- nehmen, moch e diese Tendenz auch nich in allen de on Klein un- e such en O ganisa ionen in gleichem Maße e iden sein1. Im Gegen- sa z dazu is heu e s ändig die Rede on de zunehmenden Ve selb- s ändigung des „Ins i u ionellen" in den O ganisa ionen und de dami e bundenen „Behe schung" de Mi gliede du ch die Füh ungs- und Lei ungss äbe. T ä en beide Beobach ungen zu, so hä e sich in den le z en 50 Jah- en in de in e nen Willensbildung de O ganisa ionen o enba ein deu liche Wandel zuunguns en de Mi gliede ollzogen. Ob es die- sen Wandel a sächlich gab, soll jedoch ebenso o enbleiben wie die F age, welche Fak o en ihn gegebenen alls begüns ig haben. Viel- meh soll hie nu einigen jene Elemen e e bandsin e ne Willens- bildung nachgegangen we den, die in Ve bandss uk u en heu ige P ägung nachzuweisen sind und bei de Willensbildung wi ksam we - den ode wi ksam we den können. Vo auszuschicken sind indessen noch einige Anme kungen zu Te - minologie, da man wohl in de Bundes epublik Deu schland noch nich da on ausgehen kann, daß in den an de Ve bands o schung be eilig- en sozialwisisenscha lichen Disziplinen — o allem Soziologie, Wissen- scha on de Poli ik, Na ionalökonomie und Rech swissenscha — selbs so elemen a e Beg i e wie Ve ein, Ve band ode O ganisa ion den »gleichen Inhal haben2, ganz zu schweigen on den mannig achen * Eine gekü z e Fassung dieses Bei ags hiel Ve . als Re e a im Fachausschuß ü O ganisa ionssoziologie am 29. 4.1964 au dem 15. Deu schen Soziologen ag in Heidelbe g. 1 Vgl. F anz Klein: Das O ganisa ionswesen de Gegenwa . Ein G und iß. Be lin 1913. S. 106 . 2 Vgl.: Wö e buch de Soziologie. Un e Mi a bei zahl eiche Fachleu e he - ausgegeben on Wilhelm Be nsdo u. F ied ich Bülow. S u ga 1955. S. 356 . u. 592 . Fe ne : Edwin H. Buchholz: In e essen, G uppen, In e essen eng uppen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.5.537 | Gene a ed on 2023-04-04 11:34:32 538 Edwin H. Buchholz Beg i snuancen, die sich on Au o zu Au o auch inne halb de sel- ben Disziplin e geben. Ohne hie in beg i sk i ische De ails einzu- e en, sei lediglich jene E scheinungen in de Beg i sno des heu- igen Ve bands o sche s E wähnung ge an, welche die ielleich will- kü lich e scheinende Abg enzung de in diese Analyse einbezogenen Gebilde ech e igen mögen. In de mode nen Soziologie deck de Beg i „O ganisa ion" eine ähnliche Viel al he e ogens e Gebilde wie o ün zig Jah en. Es ehlen zwa die Zün e, Gilden, Gesellen e bände usw., da ü wu den abe beispielsweise Schulen, K ankenhäuse und Ge ängnisse neu in den Objek ka alog de O ganisa ionsanalyse au genommen, und dem Indus iebe ieb wu de eine besonde e Vo zugss ellung einge äum . Daneben s ehen nach wie o Genossenscha en, Ka elle, Kamme n, Ve eine und Ve bände, das Hee , die Ve wal ung und die poli ischen Pa eien als Fo schungsgegens ände meh ode minde „gleichbe ech- ig " nebeneinande ; und sie alle heißen „O ganisa ionen"3. Diese Fes s ellung is wenige als K i ik gedach denn als E klä ung da ü , daß ein so wei ge aß e Beg i allgemeingül ige Aussagen e wa übe die „o ganisa ionsin e ne" Willensbildung ga nich zuließe. Abe auch die Subs i u ion des Beg i s „O ganisa ion" du ch den Beg i „Ve band" schü z noch nich o Fehlin e p e a ionen und Miß e s ändnissen. Konsul ie man e wa das „Wö e buch de So- ziologie" on 1955, so inde man un e dem S ichwo „Ve band" as genau dieselben Gebilde au ge üh , die soeben als „O ganisa io- nen" au gezähl wu den4. Nun gib es zwa zahl eiche F agen an die Gesellscha sgebilde de aglichen A , de en Bean wo ung es e - laub , die cha ak e is ischen Un e schiede ebenso ge ing zu ach en wie die Ga ungsnamen, un e denen die Gebilde in summa zusammenge- aß we den. Das is o nehmlich so lange de Fall, wie das einzelne Gebilde isolie on allen ande en un e such wi d. Die e gleichende Analyse hingegen s öß um so ehe au die G enzen diese e mino- logischen So glosigkei , je meh Gebilde-G uppen einbezogen we den. Im einzelnen auszu üh en, wes-halb die Genossenscha en, Konze ne, Ak iengesellscha en, Ka elle, Kamme n und Ki chen, die Ve eine, die poli ischen Pa eien usw. om den wei e en Übe legungen ausge- schlossen sein sollen, käme be ei s einem Di e enzie ungs e such Elemen e eine wi scha ssoziologischen O ganisa ionsleh e — un e besonde e Be ücksich igung de deu schen Ve bands o schung (Tübinge Disse a ion. Tübin- gen 1964). S. 221 . 3 Vgl. Rena e Mayn z: Soziologie de O ganisa ion. Hambu g 1963. S. 8 . 4 Vgl. F ied ich Bülow: A . „Ve band". In: Wö e buch de Soziologie. a.a.O.. S. 592 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.5.537 | Gene a ed on 2023-04-04 11:34:32 Elemen e e bandsin e ne Willensbildung 539 nach bes imm en K i e ien gleich und wü de dahe — sowei e übe - haup gelänge — hie zu wei üh en5. Es mag deshalb genügen, wenn un e Ve zich au jede wei e e Beg ündung de o genommenen Aus- wahl lediglich angegeben wi d, welche O ganisa ionen ü diese Ana- lyse als Anschauungsobjek e he angezogen we den, nämlich die soge- nann en W/i scha s ach e bände, die A bei gebe e bände und die Gewe kscha en. Zusammen assen ließen sich diese d ei O ganisa ions- ga ungen wohl noch am ehes en mi dem Beg i „Wi sclia s e - bände". Wi scha s ach e bämde sollen sein: Zusammenschlüsse on Un e - nehmungen ode on Un e nehmungs e bänden. Von den wenigen Misch o men, in denen sowohl ein Un e nehmungs e band wie auch eine einzelne Un e nehmung die Mi gliedscha in einem Wi scha s- e band e langen können, soll abgesehen we den. Die wich igs en Funk ionen de Wi scha s ach e bände sollen in de kollek i en Selbs hil e und in de In e essenwah nehmung gegenübe D i en be- s ehen. Von de o ganisie en Selbs hil e ausgeschlossen sollen insbe- sonde e sein alle Maßnahmen zu Behinde ung ode Ausschal ung des We bewe bs au den Mä k en (Ka elle!) sowie jede e we bswi - scha liche Be ä igung ode Ein ich ung de Ve bände selbs . Die Wi scha s ach e bände sollen also lediglich die E we bswi schia en ih e Mi gliede ö de n, nich abe auch selbs e we bswi scha liche Geschä sbe iebe un e hal en dü en. Wie die Wi scha s ach e bände sollen auch die A bei gebe e - bände und Gewe kscha en nu aus einen G und e bänden ode Obe e bänden bes ehen, um die on E win G ochla einge üh en Be- g i e zu e wenden6. In G und e bänden können also nu einzelne Un e nehmungen bzw. A bei nehme Mi glied we den, in Obe e - bänden nu Un e nehmungs- bzw. A bei nehme e bände. Die Wah - nehmung insbesonde e sozialpoli ische In e essen gegenübe D i en is den A bei gebe - und A bei nehme e bänden ebenso eigen wie eine kollek i e Selbs hil e. Im Un e schied zu den Wi scha s ach e - bänden s ehen sich jedoch A bei gebe e bände »und Gewe kscha en da übe hinaus als Kon ahen en au den o ganisie en A bei smä k- en gegenübe . Und es wi d zu zeigen sein, daß ge ade mi diese Funk ion auch besonde e P obleme ü die e bandsin e ne Willens- 5 Di e enzie ungsansä ze sind zu inden bei: Rupe B ei ling: Die Ve bände in de Bundes epublik. Ih e A en und ih e poli ische Wi kungsweise. Meisen- heim a. Glan 1955; Josua We ne : Die Wi scha s e bände in de Ma k wi - scha . Zü ich u. S . Gallen 1957; Joseph H. Kaise : Die Rep äsen a ion o gani- sie e In e essen. Be lin 1956. 6 E win G ochla: Be iebs e band und Ve bandbe ieb. Wesen, Fo men und O ganisa ion de Ve bände aus be iebswi scha liche Sich . Be lin 1959. S. 119. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.5.537 | Gene a ed on 2023-04-04 11:34:32 540 Edwin H. Buchholz bildung en s ehen. Welches sind nun — wenn on allen e bands- ex e nen Ein lüssen abgesehen wi d — wich ige Fak o en ü die in e ne Willensbildung in den genann en Ve bänden? Un e den in e nen Elemen en gebüh de e s e Rang wohl de Sa zung. Einhei lichkei bes eh in den Sa zungen alle Wi scha s- e bände inso e n, als die Mi gliede e sammlung als obe s es Ve - bandso gan ins i u ionalisie und auch mi den en sp echenden Be- ugnissen ausges a e is . Ve schieden ge egel is jedoch die S ellung de Mi gliede in de Mi gliede e sammlung. Dabei is zwischen G und- und Obe e bänden zu un e scheiden. In den G und e bänden gil das sogenann e genossenscha liche P inzip („Ein Mann — eine S imme") häu ig auch dann noch, wenn die Ve bandsbei äge de Mi gliede Di e enzie ungen au weisen. Das i nich nu ü die Gewe kscha en zu, sonde n ebenso ü zahl eiche Un e nehmungs e bände. Wo jedoch die ökonomische Po- enz de Mi gliedun e nehmungen g oße Un e schiede au weis , wi d diesem Ums and meis auch du ch eine en sp echende S immendi e- enzie ung Rechnung ge agen. Fälle wie jene , in dem sich ein ein- ziges Un e nehmen 40 °/o de S immen in de Sa zung siche n konn e7, s ellen eine ela i sel ene Ausnahme da und sind wohl auch nu dann möglich, wenn das p i ilegie e Un e nehmen übe eine ehe noch g öße e Ma k mach e üg , als dies in seinem S immen gewich bei de e bandsin e nen Willensbildung zum Ausd uck komm , an- de e sei s abe au die Mi gliedscha im be e enden Wi scha s- e band We leg , sei es, weil es den exklusi en Zusammenschluß sei- ne Ma k konku en en ü ch e , sei es, daß seine Ein lußmöglich- kei en ü die Be ä igung als Einzelin e essen gegenübe Legisla i e und Exeku i e nich aus ei dien. Häu ige wi d die un e schiedliche Wi scha sk a de Mi glied- un e nehmungen du ch zwei ande e Me hoden de S immendi e en- zie ung be ücksich ig : En wede we den die S immen nach einem es geleg en Schlüssel gewich e ode die Willensbildung ollzieh sich in meh e en — meis d ei — Abs iinmungsg uppen. Als Di e enzie- ungsk i e ien können in beiden Fällen — je nach B anche ode Au - gabenbe eich des G und e bandes — dienen: die Zahl de Beschä ig- en in den Mi gliedun e nehmungen (A bei gebe e bände), die Lohn- und Gehal ssumme, de Umsa z ode soga die Menge de E zeugnis- einhei en. Sch eib die Sa zung G uppenabs immung o , was du ch- aus nu ü En scheidungen on besonde e Bedeu ung o gesehen sein kann, so ha jedes Mi glied inne halb 9eine G uppe nu eine 7 Vgl. G ochla: a.a.O., S. 171. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.5.537 | Gene a ed on 2023-04-04 11:34:32 Elemen e e bandsin e ne Willensbildung 541 S imme, und de be e ende An ag is egelmäßig dann e s ange- nommen, wenn e in zwei G uppen einen es geleg en S immenan eil au sich e einig . Solche Bes immungen mögen zwa eine allzu o ensich lichen und adikalen Be o mundung de Meh hei du ch eine Minde hei im Wege s ehen, machen jedoch die g undsä zlichen Bedenken gegen die Be ech igung on S immendi e enzie ungen bei de e bandsin e neii Willensbildung in G und e bänden nich gegens andslos. Allen mög- lichen Einwänden o an s eh wohl diese : Jede A on S immen- di e enzie ung au g und wi scha liche Leis ungsun e schiede (öko- nomische Mach ak o en) is mi de sogenann en demok a ischen Willensbildung — d. h. mi de Willenskundgebung de Mi gliede - meh hei — un e einba ! Noch agwü dige wi d es, wenn die un e schiedliche Wi scha s- k a de Un e nehmungen nich nu in den G und e bänden als Maßs ab ü die S immendi e enzie ung dien , sonde n auch noch in den Obe e bänden. Als einem „Ve bände-Ve band" gehö en ja dem Obe e band nu Ve bände als Mi gliede an, keine Un e nehmungen. Schließen sich abe beispielsweise sieben G und e bände zu einem Oibe e band zusammen, so kann die Willensbildung nach „demok a- ischem" P inzip wohl nu sel en in de Weise ge egel we den, daß jede G und e band dasselbe S immengewich e häl , denn die An- zahl de Mi gliede in den einzelnen G und e bänden bliebe unbe- ücksich ig . Es wä e also nich ausgeschlossen, daß ie ela i kleine G und e bände die d ei ande en übe s immen, obwohl diese bedeu- end meh Einzelmi gliede haben als jene. Das s ünde ohne jeden Zwei el eine ^demok a ischen" Willensbildung ebenso en gegen wie eine Gewich ung de S immen nach de Wi scha sk a de Un e - nehmungen in G und e bänden. De Obe e band is dahe ge adezu da au angewiesen, die un e schiedlichen Mi gliede zahlen in den G und e bänden angemessen zu be ücksich igen. E u dies, indem in de Sa zung e üg wi d, daß die Mi glied e bände bei Abs immun- gen ü eine bes imm e nachgewiesene Zahl ih e Mi gliede jeweils eine S imme haben sollen, also e wa ü jedes ange angene Hunde , ü jede ange angenen 500 usw. Je nach S uk u de G und e bände können zwa auch hie gewisse Schwie igkei en au e en, abe g und- sä zlich dü e gegen dieses Di e enzie ungsp inzip zumindes weni- ge einzuwenden sein als gegen eine „einhei liche Behandlung" alle Mi glied e bände. Ande s is die S immendi e enzie ung in Obe e bänden dagegen dann zu beu eilen, wenn das S immgewich eines Mi glied e bandes nich nach de Zahl seine Mi gliede e echne wi d, sonde n nach OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.5.537 | Gene a ed on 2023-04-04 11:34:32 542 Edwin H. Buchholz de en Wi scha sk a . Wäh end Ein lußp i ilegien, die sich G oßbe- iebe in G und e bänden noch zu »siche n wuß en, du ch den Me)h - hei swillen in Obe e bänden meis neu alisie we den können, bleiben sie in diesem Falle — wenn auch abgeschwäch — e hal en. Nun is alle dings un e kennba , daß die S uk u de Willensbil- dung in hohem Maße eine Funk ion de Au gabens uk u manche Wi scha s e bände is , seien sie G und e bände ode Obe e bände. Es is dahe wohl kein Zu all, daß die Wi scha sk a de Mi glie- de — gemessen an de Zahl de Beschä ig en ode an de jäh lichen Lohn- und Gehal ssumme — ge ade bei den A bei gebe e bänden eine übe agende Rolle spiel , denn die genann en Meßzi e n bes im- men hie zugleich die Bei agshöhe, und da aus den Bei ägen auch de gemeinsame Kamp onds gespeis wi d, be ach en die G oßbe- iebe ih e hohen Einzahlungen wenige als Bei äge, sonde n ehe als „Einlagen", übe de en Ve ügung sie nich eine wi scha lich schwäche e Majo i ä be inden lassen wollen. Solange abe eine gu e Konjunk u es ge ade den G oßbe ieben e laub , Lohne höhungen zuzus immen, weil sie die Kos ens eige ung au die Absa zp eise o - wälzen und da übe hinaus du ch Ra ionalisie ungsmaßnahmen mil- de n können8, wi d es wede zu eine einhei lichen Willensbildung noch ga zu solida ische Ve hal ensweise de A bei gebe au den kollek i en A bei smä k en kommen. Die „Anschluß o de ungen4* de Gewe kscha en we den jedoch wede die Klein- und Mi elbe- iebe de selben B anche noch die Un e nehmungen ande e Wi - scha sbe eiche e schonen. Obwohl also un e Ums änden be äch - liche p i a - und olkswi scha liche Nach eile in Kau genommen we den müssen, sind gemeinsame Abweh maßnahmen de A bei gebe um so wenige zu e wa en, je e olg eiche die G oßbe iebe solchen Nach eilen ausweichen können und je wenige eine kollek i e Ab- weh maßnahme ohne ih e Zus immung eingelei e ode du chge üh we den kann. So alsch es auch wä e, die Sa zung e wa als U sache ü Auswi - kungen solche und ähnliche A da zus ellen, so unbes ei ba dü e es doch -sein, daß sie als Ve assungselemen e bandsin e ne Willensbildung on beach lichem E klä ungswe sein kann. Seh häu ig bes eh nämlich das ü die E klä ung de e bandsin e nen Willensbildung In e essan e wenige in dem, was die Sa zung aus- d ücklich bes imm , als ielmeh da in, was sie o en läß . Ein ypisches Beispiel da ü is die Angabe des Ve bandszwecks bzw. de Ve bandsau gaben in den Sa zungen. In den meis en Fällen 8 Vgl. E ich A nd : Theo e ische G undlagen de Lohnpoli ik. Tübingen 1957. S. 147 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.5.537 | Gene a ed on 2023-04-04 11:34:32 Elemen e e baiidsin e ne Willensbildung 543 is de Ve bandszweck so allgemein o mulie , daß die Ve bands- lei ung kaum jemals Mühe haben dü e, ih e Tä igkei dami e - einba en zu können, so e n sie nich ge ade gegen einen nega i eu Ve bandszweck — wie die Un e hal ung eines e we bswi scha liche i Geschä sbe iebs — e s oßen ha . Posi i wi d dagegen meis nu e üg , daß dem Wi scha s e band — je nach Ga ung — die Wah nehmung und Fö de ung diese ode jene In e essen obliege. Als In e essen äge we den dabei en wede nu die Mi gliede ge- nann ode die gesam e Quasi-G uppe, d. h. die Summe alle Indi i- duen ode Sozialgebilde, die au g und des dominie enden Ve bands- zwecks und au g und ih e sozialen Si ua ion dem be e enden Ve - band be ei s angehö en ode angehö en könn en9. Zu diesem Mi el de Ausdehnung des pe sonalen Rep äsen a ions- be eichs au die gesam e Quasi-<G uppe g ei en mi Vo liebe jene Wi scha s e bände, die aus de „G öße" de Quiasi-G uppe eine Vo mach s ellung ü ih e G uppe im gesam en Ve bandsge üge ab- lei en und (ode ) die Bedeu ungslosigkei kleine e Konku enz e - bände dami un e s eichen wollen. Und ge ade sie zeichnen sich häu ig auch du ch eine seh allgemein gehal ene Fo mulie ung des Ve bandszwecks in de Sa zung aus. Es is dahe wohl nich abwegig, da in einen Bes immungsg und ü jene E scheinung zu sehen, die o mi dem Schlagwo „Funk ionä soliga chie" bedach wi d, wenn au eine einsei ige Begüns igung de Ve bandslei ungen (au Kos en de Mi gliede ) in de Willensbildung mo/de ne Ve bände hingewie- sen we den soll. Abs ahie man om o malen Ins anzenau bau, so is die Lei ung de Wi scha s e bände on Un e nehmungen zunächs dadu ch ge- kennzeichne , daß an ih e Spi ze as imme ein Un e nehme ode Manage s eh . Den G undsa z, mi de Ve bands üh ung einen Un e - nehme zu be auen, wi d man ge adezu als Vo sich smaßnahme de Mi gliedun e nehmungen e klä en dü en, die Ve bandsgeschicke nich zu einsei ig den Funk ionä en zu übe an wo en. Übe den nö igen Sach e s and und übe die e o de liche B anchenkenn nis könn e zwa ein Spi zen unk ionä auch e ügen; ja, e könn e den als Ve - bands üh e eingese z en Un e nehme soga da in übe e en. Abe e wü de wah scheinlich in ielen Fällen dazu neigen, ü den Ve - band eine idominie ende S ellung gegenübe den einzelnen Un e neh- mungen anzus eben. Und eben das wü de dem Willen de Mi glied- un e neihmungen zuwide lau en, om Ve band so unabhängig wie nu möglich zu bleiben. Bei dem als Ve bands üh e ä igen Un e nehme dagegen können die Mi gliedun e nehmungen da on ausgehen, daß e 9 Vgl. Buchholz: a.a.O., S. 117 . u. 200 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.5.537 | Gene a ed on 2023-04-04 11:34:32 544 Edwin H. Buchholz genauso wenig ein In e esse da an ha wie sie, den Cha ak e des Ve bandes als Hil sein ich un g de Mi gliedun e nehmungen zu e - ände n; denn das P imä e wi d ü ihn als Ve bands üh e wohl seine Un e nehmung bleiben. Jeden alls können die Mi gliedun e nehmun- gen dami echnen, daß de als Füh e ih es Ve bandes ä ige Un e - nehme bei allen seinen En scheidungen und Maßnahmen auch die Auswi kungen ü sein eigenes Un e nehmen p ü , daß e also — - gleichsam s ell e e end ü alle Mi gliede — s ändig Ve bands- in e esisen und Mi gliede in e essen gegeneinande abwäg . Nun sind im Zei al e de Kapi algesellscha en eine sei s und des Ve bandsplu alismus ande e sei s auch bei uns in Deu schland die Allein- und Mi un e nehme als Ve bands üh e imme s ä ke on den Manage n de Kapi algesellscha en e d äng wo den10. Fü den Manage gel en abe nich meh alle Vo züge, die den Allein- ode Mi un e nehme als Ve bands üh e auszeichnen. Bei ihm kann o allem die s ändige Abs immung de Ve bands in e essen mi den Mi - gliede in e essen nich meh in gleichem Maße un e s ell we den, weil ja nich die gleichen Vo ausse zungen gegeben sind. "Wechsel ein Manage aus eine Un e nehmenslei ung in die Ve bandslei ung übe und behäl e diese Posi ion ga übe meh e e Wahlpe ioden, so is es du chaus möglich — wenn nich soga wah scheinlich. —, daß seine Einschä zung des Funk ional e häl nisses zwischen Ve band und Mi - gliedun e nehmungen sich zuguns en des Ve bandes ände und daß diese Wandel auch in de Ve bandspoli ik seinen Niede schlag in- de . Dami is wohl um so ehe zu echnen, je schwie ige es ü den Manage is , wiede in die ühe e ode in eine ande e Un e nehmens- lei ung einzu e en. Ob e nun die Ve bandslei ung als willkommene Lebensau gabe ode als hinzunehmendes Schicksal be ach e , wi d wah scheinlich wenig da an ände n können, daß e sich om Un e - nehmensmanage zum Ve bands unk ionä en wickel . Und dami wä e ein wesen liche Impuls gegeben ü eine Ve bandsen wicklung, de en ^igengese zlichkei "11 on den Mi gliedun e nehmungen meis um so be ei willige gedulde wi d, je meh sie ma e iell da on p o i- ie en und je wenige sie ih en ideellen Mi gliede p lieh en nachkom- men; auch dazu können ja Ve bands unk ionä e iel bei agen. Es mag wohl nich zule z au den e s ä k en Ein luß de Kapi al- gesellscha en in den Wi scha s e bänden on Un e nehmungen zu- ückzu üh en sein, daß eine Maßnahme, die siche iel zu Ve mei- 10 Von den Allein- und Mi un e nehme n sollen sich die Manage dadu ch un e scheiden, daß sie nu übe agene Lei ungs unk ionen an Un e nehmungen haben, keine eigen umsbeding en. 11 A nold Gehlen: P obleme eine soziologischen Handlungsleh e. In: Ca l B inkmann (H sg.): Soziologie und Leben. Tübingen 1952. S. 30. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.5.537 | Gene a ed on 2023-04-04 11:34:32