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Monopolrenten an der Autobahn: Implikationen der Konzessionierung von Raststätten

Author: Schmal, Wolfgang Benedikt,Zombek, Max
Publisher: Warsaw: Sciendo
Year: 2025
DOI: 10.2478/wd-2025-0116
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/325238/1/10.2478_wd-2025-0116.pdf
Schmal, Wol gang Benedik ; Zombek, Max
A icle
Monopol en en an de Au obahn: Implika ionen de
Konzessionie ung on Ras s ä en
Wi scha sdiens
Sugges ed Ci a ion: Schmal, Wol gang Benedik ; Zombek, Max (2025) : Monopol en en an de
Au obahn: Implika ionen de Konzessionie ung on Ras s ä en, Wi scha sdiens , ISSN 1613-978X,
Sciendo, Wa saw, Vol. 105, Iss. 6, pp. 462-465,
h ps://doi.o g/10.2478/wd-2025-0116
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/325238
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Wi scha sdiens 2025 | 6
462
Analysen We bewe bspoli ik
© De /die Au o :in 2025. Open Access: Diese A ikel wi d un e de
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en lich (c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/deed.de).
Open Access wi d du ch die ZBW – Leibniz-In o ma ionszen um
Wi scha ge ö de .
De o liegende Bei ag basie au dem gleichnamigen Policy Impuls
N . 3 des Fo schungs o ums Mobili ä sökonomik (FORMOE) (Schmal
& Zombek, 2025), de übe a bei e und inhal lich e ie wu de.
DOI: 10.2478/wd-2025-0116
Wi scha sdiens , 2025, 105(6), 462-465
JEL: D42, H44, L51, L98
W. Benedik Schmal, Max Zombek
Monopol en en an de Au obahn: Implika ionen
de Konzessionie ung on Ras s ä en
Au obahn as s ä en sind ein elemen a e Bes and eil de Mobili ä sin as uk u . De deu sche
Ma k wi d jedoch du ch ein his o isch gewachsenes Quasi-Monopol dominie . Diese Bei ag
analysie die we bewe bsökonomischen Konsequenzen de ak uellen Konzessionsp axis
und iden i izie poli ökonomische In e essenkon lik e, die eine s ä ke en Ma k ö nung
en gegens ehen. Re o m o schläge zeigen Wege zu meh We bewe b und eine e izien e en
Ressou cennu zung au .
Die In as uk u de deu schen Bundesau obahnen
(BAB) is on zen ale Bedeu ung ü den Wi scha s-
e keh , den Tou ismus und die Mobili ä de Bü ge . Ein
wich ige Bes and eil diese In as uk u sind Hal epunk-
e en lang de Fe ns aßen. Au obahn as s ä en und Au-
ohö e dienen nich nu de E holung, sonde n sind auch
un e zich ba , um Au o ah e und den Lkw-Ve keh mi
K a s o en zu e so gen. Im Zuge de An iebswende
om Ve b enne hin zu Elek omobili ä wi d ih e Rolle als
wich ige Ladepunk e mu maßlich wei e zunehmen. De
Ma k ü Au obahn as s ä en in Deu schland is jedoch
s a k monopolisie . Um an eine Bundesau obahn eine
Ras s ä e zu be eiben, is eine Konzession no wendig.
Deu schlandwei gib es gegenwä ig alle dings nu neun
Konzessionä e (BALM, o. D.). Un e ihnen besi z die Au-
obahn Tank & Ras G uppe GmbH & Co. KG (Tank & Ras )
mi einem An eil on übe 90 % de Konzessionen eine
ma k behe schende S ellung (Záboji, 2018).
Das is his o isch beding : In den 1950e Jah en wu de
de Be ieb on Au obahn as s ä en s aa lich o ganisie .
In den 1990e Jah en wu de die bundeseigene Be iebs-
gesellscha als „Tank & Ras ” en bloc p i a isie (Tank
& Ras G uppe, o. D.). Dabei wa diese spezi ische Fo m
de P i a isie ung nich al e na i los. Naheliegend wä e
ein indi iduelle Ve kau de S ando e gewesen. Öko-
nomisch ha das einen ein achen G und: Ande s als die
Ve keh swege sind die Ras s ä en kein na ü liches Mo-
nopol. Wäh end pa allel e lau ende Fah s ecken un e -
schiedliche S aßenbe eibe wenig sinn oll e scheinen,
is ein We bewe b un e Ras möglichkei en en lang de
Au obahnen nich nu denkba , sonde n aus Ve b auche -
sich wünschenswe . Denn die ak uelle Quasi-Monopol-
s uk u üh zu e heblichen We bewe bs e ze ungen,
insbesonde e in Fo m übe höh e P eise, ge inge Ange-
bo s iel al und mangelnde Inno a ionsan eize. Diese Si-
ua ion beein äch ig sowohl die Konsumen enwohl ah
als auch die wi scha liche En wicklung al e na i e An-
bie e , wie Au ohö e.
Diese liegen zwa in de Nähe de Au obahnen, müssen
abe übe eine gewöhnliche Aus ah ange ah en we -
den. Ande s als bei Ras s ä en müssen Gäs e also in den
no malen S aßen e keh zu ückkeh en. Da ü gel en Au-
ohö e o als p eiswe e e Al e na i e, insbesonde e ü
K a s o e (ADAC, 2021). Um diese P oblema ik zu be-
gegnen und einen unk ionie enden We bewe b en lang
de Fe ns aßen zu e ablie en, soll en geziel e egula o i-
sche Maßnahmen e g i en we den. Im Zen um soll e die
En lech ung de In e essen s ehen, um poli ökonomische
Zielkon lik e zu e meiden.
D . W. Benedik Schmal is We bewe bsökonom
in de Un e nehmensbe a ung und
Fo schungskoo dina o beim Fo schungs o um
Mobili ä sökonomik (FORMOE). Zudem is e mi
de Hein ich-Heine-Uni e si ä und de TU Ilmenau
akademisch e bunden.
Max Zombek, M.A., is wissenscha liche
Mi a bei e am Leh s uhl ü Mik oökonomik
de BTU Co bus-Sen enbe g und
Fo schungskoo dina o beim Fo schungs o um
Mobili ä sökonomik (FORMOE).
ZBW – Leibniz-In o ma ionszen um Wi scha 463
Analysen We bewe bspoli ik
Ungleiche Sich ba kei ü Ras s ä en und Au ohö e
Au ohö e, die sich in de Nähe on Au obahnaus ah en
be inden, s ellen eine we bewe bliche Al e na i e zu den
eu en Au obahn as s ä en da . Alle dings sind sie ü
Au o ah e o schwe e zu inden, da die Beschilde ung
au Au obahnen hochg adig ungleich is (Lenz & Wü en-
be ge , 2010). In de P axis können Ras s ä en du ch bis
zu ie Hinweisschilde angekündig we den, wobei diese
ca. ün Kilome e , einen Kilome e und 500 Me e o de
Aus ah au ges ell we den. Da Ras s ä enaus ah en
allein de Zu ah zu ebendiesen Ras s ä en dienen, is
die Aus ah s a el das ie e zen ale Hinweisschild. Fü
Au ohö e is dagegen in de Regel nu eine Hinweis a el
o gesehen (wobei Ausnahmen genehmig we den kön-
nen). Dieses Schild is und 500 bis 1000 Me e o de
en sp echenden Aus ah sbeschilde ung o gesehen
(Deu sche Bundes ag, 2021). Alle dings is de Au oho
selbs in de Regel on de Au obahn aus kaum ode ga
nich zu sehen – ande s als Ras s ä ennebenbe iebe.
Dahe haben die Au o ah e keine isuelle E inne ung an
den Au oho bzw. inden an de Au obahnaus ah selbs
nich die gleiche Zusiche ung, dass dies die ko ek e Ab-
ah is . Wenn Au o ah e die häu ig e wende en Schil-
de ü me de Au ohö e sehen, is es o be ei s zu spä ,
die zugehö ige Au obahnaus ah anzus eue n ode abe
es is nich gänzlich kla , ob die nahende Aus ah be ei s
die ich ige is . Au g und de hohen Geschwindigkei en
au deu schen Au obahnen und des dami e o de lichen
Fokus de Au me ksamkei au den S aßen e keh , is
eine wiede hol e Signalisie ung eine nahenden Pausen-
möglichkei ein en scheidende We bewe bs o eil.
Neben de Auswei ung de indi iduellen Beschilde ung
soll en Au ohö e zudem auch bei dem Hinweis au olgen-
de Tankmöglichkei en be ücksich ig we den: Gegenwä -
ig we den Hinweisschilde ü Ras s ä en häu ig um eine
Angabe e gänz , in wie ielen Kilome e n En e nung die
nächs e Tankmöglichkei lieg . Bei diese Zählung we den
Au ohö e jedoch nich beach e (Obe e wal ungsge ich
Rheinland-P alz, 2017). Du ch diese Ungleichbehandlung
kann de Eind uck en s ehen, die Dis anzen seien länge
als sie a sächlich sind. Es en s eh zusä zliche D uck au
die Au o ah e , an eine Ras s ä e zu anken, im Glauben,
die nächs e Tankmöglichkei sei e en uell zu wei en e n ,
um sie noch zu e eichen. Dabei lieg de nächs e Au oho
gegebenen alls im noch e eichba en Reichwei en adius.
In e essenkon lik e üh en zu Ungleichbehandlung
Fü den Be ieb eine Ras s ä e – einem sogenann en
„Nebenbe ieb“ eine Bundesau obahn – is eine Konzes-
sion nö ig. Diese wi d on de Au obahn GmbH des Bun-
des e geben. Die Bep eisung de Konzession e olg au
G undlage de BAB-Konzessionsabgaben e o dnung
(BAB-KAbgV). Rele an sind sowohl die abgese z en T eib-
s o mengen ebenso wie de Gesam umsa z des Neben-
be iebs. In de ak uell gül igen Fassung sind das 23 Cen
p o 100 Li e Benzin und 18 Cen p o 100 Li e e kau en
Diesel-K a s o s. Da übe hinaus sind 1,1 % des Gesam -
umsa zes als Konzessionsabgabe an das zus ändige Bun-
desam ü Logis ik und Mobili ä ( o mals Bundesam ü
Gü e e keh ) zu en ich en. Die Höhe de Abgabe kann da-
bei om Bundesminis e ium ü Ve keh (BMV) im Rahmen
de oben genann en BAB-KAbgV ohne Zus immung des
Bundes a es es geleg und e ände we den (§ 15 Bun-
des e ns aßengese z (FS G)). De gese zliche Rahmen
sieh dabei noch deu lich höhe e Obe g enzen on 1,53 Eu-
o je 100 Li e K a s o und 3 % des Gesam umsa zes o .
BMV und BALM könn en den P eis ü die Konzession also
noch deu lich s eige n. Das wü de alle dings das poli öko-
nomische P oblem e schä en, das be ei s je z bes eh :
De Bund e dien am E olg de Au obahnnebenbe iebe
ak i mi . Das is bei Au ohö en und de gesam en ück-
wä igen In as uk u ohne eigene Au obahnanbindung
ande s.1 Fü Be iebe ohne eigene Au - und Ab ah on
de Au obahn können keine Konzessionen e geben und
somi auch keine Konzessionse äge ealisie we den.
De Bund ha also ce e is pa ibus ein g öße es In e es-
se am be iebswi scha lichen E olg de Au obahn as -
s ä en. Dies mach es ökonomisch a ional, Ras s ä en
di ek an de Au obahn den Au ohö en und ande en Hal-
epunk en in de Nähe egula o isch o zuziehen. Die Un-
gleichhei de Beschilde ung is ein ideales Beispiel da ü .
Hinweisschilde , die Au o ah e zu Au ohö en lo sen, sind
ü den S aa wenige luk a i als solche, die zu Ras s ä -
en üh en. Dasselbe gil ü die En e nungsdekla a ion
de nächs en Tankmöglichkei . Am abgese z en T eibs o
an Ras s ä en e dien de Fiskus s ä ke als an Au ohö-
en, da die Konzessionsgebüh en sowohl die T eibs o -
menge als auch den Gesam umsa z be ücksich igen.
Die Ungleichbehandlung on Ras s ä en und Au ohö en
wu de zwa ge ich lich es ges ell (Obe e wal ungsge ich
Rheinland-P alz, 2017), alle dings als ech mäßig einges u .
Ökonomisch sinn oll is sie jedoch nich . Hinzu komm ein
Pa adoxon, das be ei s o 25 Jah en poli isch es ges ell
wu de (Deu sche Bundes a , 2000): Die Pa kmöglichkei en
ü den Gü e e keh , die an Ras s ä en exis ie en, eichen
nich aus, um den Beda , de sei dem s a k ges iegen is ,
zu decken. E go sind die Pa kkapazi ä en de Au ohö e
on g oße Bedeu ung, um den Fe n ah e n die Einhal ung
1 Selbs e s ändlich p o i ie die ö en liche Hand auch bei Au ohö en
inanziell om Ve kau se olg übe die K a s o s eue n, die Umsa z-
s eue , wei e e Ve b auchs eue n und die Un e nehmensbes eue ung.
Dies i auch au Ras s ä en en lang de Au obahn zu. Alle dings
zahlen nu le z e e zusä zlich absa zabhängige Konzessionsabgaben.
Wi scha sdiens 2025 | 6
464
Analysen We bewe bspoli ik
ih e Lenk- und Ruhezei en zu e möglichen und so einen
eibungslosen Ablau de g oßen Logis iks öme siche zu-
s ellen. Zugleich eduzie en e holsame Pausenin e alle die
Un all isiken und s eige n dami die Ve keh ssiche hei au
den Au obahnen, de en Siche s ellung kla als hohei liche
Au gabe anzusehen is .2 Eine sei s e läss sich de Gese z-
gebe dami bei de Scha ung on Ve keh ssiche hei au
ein p i a e Anbie e , die Au ohö e. Ande e sei s benach ei-
lig e diese in essenziellen Dimensionen.
Da übe hinaus billig das Obe e wal ungsge ich Rhein-
land-P alz den zus ändigen S aßen e keh sbehö den ei-
nen E messensspiel aum in de Ungleichbehandlung zu.
Unabhängig on de ju is ischen Dimension is dies ökono-
misch p oblema isch, denn genau dieses E messen is po-
enziell e ze , weil die ö en liche Hand on de Ungleich-
behandlung inanziell p o i ie . Poli ökonomisch bedenk-
lich is , dass de S aa gleichsam Regelse ze und Teilneh-
me is : Das BALM e einnahm die Konzessionsabgaben,
die Ve keh sschilde we den on de Au obahn GmbH
e an wo e . Beide Ins i u ionen gehö en zum Geschä s-
be eich des BMV. Und nich nu das: Wie be ei s besch ie-
ben, e laub § 15 FS G dem Bundesminis e ium, selbs än-
dig die Höhe de Konzessionsabgaben (bis zu gese zlich
es geleg en, abe bei wei em noch nich e eich en Obe -
g enze) es zulegen. Die ökonomische An eiz e ze ung ü
E messensen scheidungen is also o enkundig.
Das Quasi-Monopol als ökonomische Konsequenz
Nach de ech lichen P i a isie ung de Au obahnnebenbe-
iebe zu Tank & Ras mi anschließendem Ve kau in den
1990e Jah en is bis heu e kaum We bewe b in diesem
Ma k en s anden. We bewe b inde also allen alls punk-
uell s a . Fü Ras s ä en, ebenso wie ü den S aa , kann
de ehlende We bewe b alle dings eine Win-Win-Lösung
da s ellen. Die mik oökonomische Theo ie de Un e neh-
mung skizzie kla , dass eine monopolis ische P eis- und
Mengense zung de jenigen im We bewe b übe legen is ,
was den Gewinn des Un e nehmens be i . Da die Konzes-
sionsabgaben als ad alo em S eue e hoben we den, p o i-
ie de S aa on den übe höh en P eisen im Monopol.
Dem gegenübe s eh de Rückgang in de e kau en Men-
ge du ch den höhe en P eis. Alle dings spiel hie die Elas-
izi ä de Nach age eine en scheidende Rolle: Au g und
mangelnden We bewe bs an de Au obahn und de o
wei e en e n en ode – mangels Schilde – unbekann en
Al e na i en absei s de Fe ns aßen, können Ve b auche
in ih em Konsum o kaum ausweichen. En sp echend ge-
ing is die Elas izi ä ode P eissensibili ä de Konsumen-
2 Wi danken Vinzenz Schmal ü die ju is ische E ö e ung dieses
Sach e hal es.
en. Das wiede um leg nahe, dass de posi i e P eise ek
des Quasi-Monopols den Mengen ückgang übe kompen-
sie en dü e. Dami p o i ie en die Ras s ä enbe eibe
di ek an de Au obahn und auch de S aa . Keine de Be-
eilig en dü e demzu olge ein In e esse da an haben, die
gegenwä igen Konzessionsmodali ä en zu e o mie en.
Benach eilig we den die Ve b auche – sowohl P i a ei-
sende als auch Außendiens mi a bei e und Fe n ah e , die
au die Ve so gungsin as uk u en lang de Au obahnen
angewiesen sind. Zusä zlich e schä wi d diese Um-
s and du ch die Zunahme de Elek omobili ä . Im Ve gleich
zu Ve b enne n e ügen Elek o ah zeuge im Schni noch
imme übe ge inge e Reichwei en (Ako li & Koch, 2023).
Auße dem lieg die Ladezei selbs mi Schnellladesys-
emen deu lich übe de Daue eines gewöhnlichen Tank-
o gangs mi Ve b enne eibs o . Beide Fak o en so gen
da ü , dass endenziell ö e und dann auch länge gehal-
en wi d. Das Ve meiden on Umwegen wi d – im Ve gleich
zu Ve b enne ah zeugen – ele an e . Auch s eig die Be-
deu ung des Um eldes eine Lade- bzw. Ras möglichkei .
Schließlich bie e sich die Wa ezei wäh end eines Lade-
o gangs ö mlich dazu an, ein gas onomisches Angebo ,
sani ä e Anlagen ode Einkau smöglichkei en au zusuchen.
Zule z sei noch angeme k , dass Ras möglichkei en auch
ü die in e modale Mobili ä an Bedeu ung gewinnen könn-
en: Wäh end ühe T ampe mi selbs gemal en Schilde n
nach Mi ah gelegenhei en such en, e möglichen es heu e
digi ale Pla o men, Reisende zusammenzub ingen. Ras -
s ä en könn en hie als S a -, End- und Ums iegspunk-
e eine g öße e Rolle spielen. Insgesam is also da on
auszugehen, dass die Bedeu ung on Ras s ä en in den
nächs en Jah en zunehmen wi d. Ein wich ige Anlass, An-
eiz e ze ungen au poli ische Sei e abzubauen.
Maßnahmen ü meh We bewe b
Vo dem Hin e g und diese En wicklungen soll en aus
unse e Sich Maßnahmen e g i en we den, um Ve ze -
ungen zu ni ellie en und so den We bewe b zu s eige n:
• Einhei liche Regelung bei de Beschilde ung. Die Au o-
bahn GmbH und die egionalen Au obahnmeis e eien
müssen einhei liche Regeln bekommen, welche An aine
Schilde en lang de Au obahn au s ellen dü en, in wel-
che En e nung zu en sp echenden Ab ah und in wel-
che Häu igkei . Nu so lassen sich a bi ä e En schei-
dungen ode solche, die poli ökonomisch Sinn e geben,
abe den We bewe b schwächen, e meiden. Zudem
is zu e wägen, ob Schilde mi dynamischen Angaben
zu K a s o - bzw. Ladep eisen de d ei nächs en Hal e-
punk e au ges ell we den soll en – wie es e wa in I alien
be ei s heu e aus T anspa enzg ünden üblich is .
ZBW – Leibniz-In o ma ionszen um Wi scha 465
Analysen We bewe bspoli ik
• Re o m de Konzessionsabgabe und Kos en eilung. Die
ak uelle Konzessionie ung mach monopolis ische P eis-
se zung bei ge inge Nach ageelas izi ä ü die Neben-
be ieben ebenso wie ü den Fiskus a ak i . Zugleich
komm die ö en liche Hand ü die In as uk u au , die
die Ras s ä en an die Au obahn anbinde , konk e bau
sie beispielsweise die Ab- und Au ah en. Die Kos en ü
E ich ung und Un e hal soll en on den Ras s ä en zu
agen sein. Im Gegenzug soll e die Konzessionsabgabe
om Umsa z abgekoppel und au Fixbe äge eduzie
we den. Das e hinde „E olgsbe eiligungen“. Diese
e u sachen nämlich e s die An eiz e ze ungen, da die
ö en liche Hand ein inanzielles In e esse am E olg de
p i a bewi scha e en Nebenbe iebe e häl (zu spiel he-
o e ischen Modellie ung diese Übe legung siehe Schmal,
2020). Gegebenen alls kann die Konzessionsabgabe nach
Ve keh s equenz au den ko espondie enden Au obah-
nen ges a el we den. Au diese Weise hä e die ö en -
liche Hand ein In e esse an eine gu en Auslas ung de
Fe ns aßen, ohne alle dings Au ohö e zu benach eiligen.
Um den We bewe b und die Inno a ionszyklen zu e hö-
hen – e wa im Hinblick au eine kluge Ve bindung on La-
demöglichkei en und gas onomischen Angebo en – soll e
die Daue de Konzessionen endenziell e kü z we den.
• S eue e güns igung ü die Ansiedlung neue Ras s ä -
en. Ans a Sub en ionen auszuzahlen, könn en neue
Ma k eilnehme S eue gu sch i en e hal en, um die
S eue las in den e s en Jah en des Be iebs zu senken
und au diese Weise eine Ansiedlung a ak i zu ma-
chen und We bewe b zu ö de n.
Fazi
Die de zei ige Ma k s uk u de Au obahn as s ä en in
Deu schland weis e hebliche we bewe bsökonomische
Ve ze ungen au . Die his o isch gewachsene Quasi-Mo-
nopols ellung de Tank & Ras G uppe üh aus ökonomi-
sche Sich zu übe höh en P eisen, eingesch änk e An-
gebo s iel al und mangelnden Inno a ionsan eizen. Wäh-
end sich Au ohö e als po enzielle We bewe be anbie en,
wi d ih e Ma k s ellung du ch ungleiche egula o ische
Rahmenbedingungen, insbesonde e in de Beschilde ung,
nega i beein luss . Dabei wissen wi , dass es ge ade auch
im Mobili ä sbe eich die He aus o de e de e ablie en
Anbie e in einem Ma k sind, die mi wohl ah ss eige n-
den Inno a ionen glänzen (Zombek & Schmal, 2024). Ein
zen ales P oblem lieg in den poli ökonomischen In e -
essenkon lik en des Bundes. Als Ve an wo liche ü die
Konzessionen und zugleich inanzielle P o i eu de mo-
nopolis ischen Ma k s uk u ha de S aa wenig An ei-
ze, we bewe bs ö de nde Maßnahmen umzuse zen. Die
de zei ige Ges al ung de Konzessionsabgaben e s ä k
diese P oblema ik, indem sie sowohl ü die Nebenbe ie-
be als auch ü den S aa ein monopolis isches P eisse -
zungs e hal en wi scha lich a ak i mach , wäh end die
Konsumen en mi übe höh en P eisen belas e we den.
Eine Neuges al ung de Konzessions e gabe in Ve bin-
dung mi den skizzie en Vo schlägen zu Beschilde ung
und zu Neuansiedlung on Ras s ä en könn en die Kon-
sumen enwohl ah e heblich e besse n und einen wich i-
gen Bei ag zu T ans o ma ion des Indi idual e keh s leis-
en. Die ak uelle Si ua ion zeig exempla isch, wie poli öko-
nomische In e essen eine unk ionie ende We bewe bs-
o dnung behinde n können. Eine Re o m dieses Sek o s
wä e dahe nich nu aus ökonomische , sonde n auch aus
o dnungspoli ische Pe spek i e d ingend gebo en.
Li e a u
ADAC – Allgemeine Deu sche Au omobil-Club e.V. (2021, 12. Ok obe ).
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Abs ac : Highway se ice s a ions a e an elemen a y componen o he mobili y in as uc u e. Howe e , he Ge man ma ke is domi-
na ed by a his o ically g own quasi-monopoly. This a icle analyses he compe i ion consequences o he cu en licensing p ac ice and
iden i ies con lic s o in e es ha s and in he way o g ea e ma ke libe alisa ion. P oposals o e o m a e in ended o poin he way o
mo e compe i ion and a mo e e icien use o esou ces.