scieee Science in your language
[ge] (orig)

"Ihr habt es gut, ihr Jungen von heut!": Gewerkschaftliche Bildungsarbeit von 1918 bis heute

Author: Schwagmann, Mirko
Publisher: Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung
Year: 2025
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/333416/1/1942775970.pdf
Schwagmann, Mi ko
Wo king Pape
"Ih hab es gu , ih Jungen on heu !": Gewe kscha liche
Bildungsa bei on 1918 bis heu e
Wo king Pape Fo schungs ö de ung, No. 384
P o ided in Coope a ion wi h:
The Hans Böckle Founda ion
Sugges ed Ci a ion: Schwagmann, Mi ko (2025) : "Ih hab es gu , ih Jungen on heu !":
Gewe kscha liche Bildungsa bei on 1918 bis heu e, Wo king Pape Fo schungs ö de ung, No.
384, Hans-Böckle -S i ung, Düsseldo
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/333416
S anda d-Nu zungsbedingungen:
Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen
Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den.
Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle
Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich
machen, e eiben ode ande wei ig nu zen.
So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen
(insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en,
gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do
genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e.
Te ms o use:
Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal
and schola ly pu poses.
You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o
exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he
in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public.
I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en
Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise
u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence.
h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/
WORKING PAPER
FORSCHUNGSFÖRDERUNG
Numme 384, Ok obe 2025
„Ih hab es gu , ih Jungen on heu !“
Gewe kscha liche Bildungsa bei on 1918 bis heu e
Mi ko Schwagmann
Au einen Blick
Diese A bei gib einen Übe blick übe die Geschich e de gewe kscha lichen Bildungsa -
bei on 1918 bis heu e und s ell die e s e übe g ei ende S udie zu diesem Thema da . In
de Rekons uk ion de T adi ions- und Konjunk u linien on Bildungskonzep ionen und
Me hodik zieh das Wo king Pape olgendes Resümee: Eine sei s lassen sich – auch wenn
klassische Themen, wie A bei s ech ode Ta i poli ik einen es en Pla z im Bildungsp o-
g amm inneha en – keine kla en inhal lichen Tendenzen e kennen. Ande e sei s wu de
die Bildungsa bei on imme wiede keh enden Deba en beglei e : Das Spannungs e -
häl nis zwischen Mi gliede - bzw. Allgemeinbildung und Zweck- bzw. Funk ionä sbildung
zieh sich bis in die heu ige Zei , ebenso wie die F age nach de Ideologie in de Bildung.
Mi ko Schwagmann is His o ike und s udie e Geschich e und Sla is ik
an den Uni e si ä en F eibu g, Dublin, S . Pe e sbu g und Moskau. Seine
Disse a ion zum Bau zweie S ahlwe ke in Indien wäh end des Kal en K ieges
e schien im Sep embe 2024. Seine Fo schungsin e essen liegen neben de
Geschich e de Gewe kscha en im Be eich de O al His o y, de Indus ie- und
En wicklungsgeschich e und in de os eu opäischen Geschich e.
© 2025 by Hans-Böckle -S i ung
Geo g-Glock-S aße 18, 40474 Düsseldo
www.boeckle .de
„,Ih hab es gu , ih Jungen on heu !‘“ on Mi ko Schwagmann is lizenzie
un e
C ea i e Commons A ibu ion 4.0 (BY).
Diese Lizenz e laub un e Vo ausse zung de Namensnennung des
U hebe s die Bea bei ung, Ve iel äl igung und Ve b ei ung des Ma e ials
in jedem Fo ma ode Medium ü beliebige Zwecke, auch komme ziell.
(Lizenz ex : h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/de/legalcode)
Die Bedingungen de C ea i e-Commons-Lizenz gel en nu ü O iginalma e ial.
Die Wiede e wendung on Ma e ial aus ande en Quellen (z.
B. mi Quellen-
angabe gekennzeichne e Schaubilde , Abbildungen, Fo os und Tex auszüge)
e o de gg . wei e e Nu zungsgenehmigungen du ch den jeweiligen Rech e-
inhabe .
ISSN 2509-2359
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 3
Inhal
Zusammen assung ................................................................................. 5
Einlei ung ............................................................................................... 7
Die Weima e Republik ........................................................................ 10
Vo läu e in de gewe kscha lichen Bildungsa bei .......................... 11
Die Be line Gewe kscha sschule ................................................... 13
De DMV und die Wi scha sschule in Bad Dü enbe g ................... 17
Die Bildungsa bei ande e Gewe kscha en und Ve bände ............. 21
De ADGB und die Bundesschule in Be nau .................................... 25
Fazi ................................................................................................. 28
Wiede au bau und E ah ungsle nen: 1945 bis 1965 ............................ 31
1945 bis zu G ündung des DGB ..................................................... 32
Die 1950e Jah e ............................................................................. 36
Die Ve ände ungen de 1950e und 1960e Jah e ........................... 39
Die 1960e Jah e bis 1965 ............................................................... 42
F auen(bildungs)a bei nach 1945 ................................................... 44
Jugendbildungsa bei nach 1945 ..................................................... 48
Fazi ................................................................................................. 50
Von de Schulung zu Bildung: 1966 bis 1990 ...................................... 53
Die zwei e Häl e de 1960e Jah e .................................................. 53
Die 1970e Jah e ............................................................................. 58
Die 1980e Jah e ............................................................................. 64
Fazi ................................................................................................. 68
Indi idualisie ung: Die Jah e ab 1990 ................................................... 69
Die 1990e Jah e ............................................................................. 69
Die 2000e Jah e ............................................................................. 74
Die 2010e Jah e ............................................................................. 77
Fazi ................................................................................................. 80
Schluss olge ungen .............................................................................. 81
Li e a u ................................................................................................ 86
Wei e üh ende Quellen ..................................................................... 102
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 4
Abkü zungs e zeichnis
AdA Akademie de A bei in de Uni e si ä F ank u am Main
ADGB Allgemeine Deu sche Gewe kscha sbund
A A-Bund Allgemeine eie Anges ell enbund
APO auße pa lamen a ische Opposi ion
BGB Baye ische Gewe kscha sbund
DAA Deu sche Anges ell en-Akademie
DAG Deu sche Anges ell en-Gewe kscha
DGB Deu sche Gewe kscha sbund
DKP Deu sche Kommunis ische Pa ei
DMV Deu sche Me alla bei e -Ve band
DPG Deu sche Pos gewe kscha
FDGB F eie Deu sche Gewe kscha sbund
IG BCE Indus iegewe kscha Be gbau, Chemie, Ene gie
IG BE Indus iegewe kscha Be gbau und Ene gie
IG CPK Indus iegewe kscha Chemie, Papie , Ke amik
IG Indus iegewe kscha
NGG Gewe kscha Nah ung-Genuss-Gas s ä en
ÖTV Gewe kscha Ö en liche Diens e, T anspo und Ve keh
SDAJ Sozialis ische Deu sche A bei e jugend
e .di Ve ein e Diens leis ungsgewe kscha

SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 5
Zusammen assung
Diese A bei gib einen Übe blick übe die Geschich e de gewe kscha li-
chen Bildungsa bei on 1918 bis heu e. Sie is in d ei Kapi el gegliede ,
on denen das e s e die Zei de Weima e Republik behandel , das
zwei e die Nachk iegszei bis 1966 und das le z e die Zei de spä en
1960e Jah e bis heu e. Dem Ganzen is neben de Li e a u lis e eine
Lis e mi wei e üh ende Li e a u und Hinweisen zu A chi eche che an-
gehäng , was de E o schung on Teilgebie en und de allgemeinen
Quellen indung dienen soll.
Das zen ale P oblem diese A bei is de g oße Zei aum, de abge-
deck we den soll e. Diesen gewissenha auch mi a chi alischen Quellen
zu bea bei en, wü de Jah e daue n. Es wu de deshalb en schieden, sich
au publizie e Quellen und Sekundä li e a u zu besch änken, on denen
eine g oße Anzahl o handen is .
Doch auch mi de Einsch änkung, sich au dieses Ma e ial zu s ü zen,
be ug de un e such e Zei aum übe hunde Jah e. Die Fülle an be ei-
lig en Ak eu :innen, O ganisa ionen und Deba en au die zen alen
Punk e he un e zub echen und somi ein möglichs um assendes Bild de
Geschich e de gewe kscha lichen Bildungsa bei zu lie e n, s ell e die
zwei e He aus o de ung da .
Die Rele anz diese A bei s eck nich so seh in ih e F ages ellung
nach den Ve ände ungen und S ömungen de gewe kscha lichen Bil-
dungsa bei , sonde n da in, das Thema übe haup zu behandeln: Es gib
nach Wissen des Au o s keine übe g ei ende S udie zu Geschich e de
gewe kscha lichen Bildungsa bei in Deu schland.
Zwa sind Teilkapi el in A bei en o handen, die sich mi de Thema ik
auseinande se zen, auch ein länge e Au sa z zu Geschich e de Bil-
dungsa bei de IG Me all wa au indba , doch eine A bei zu Gesam ge-
schich e exis ie bishe nich . Diese Lücke wu de hie mi besei ig , wenn-
gleich die Einsch änkung gemach we den muss, dass es sich um einen
ku so isch en Übe blick handel , de noch iel Raum ü zukün ige Fo -
schung läss .
Zen ales E gebnis de A bei is , dass die gewe kscha liche Bildungs-
a bei sei ih em Beginn on imme wiede keh enden Deba en beglei e
wi d. Da un e äll die F age zwischen Mi gliede - ode Funk ionä sbil-
dung und die Bedeu ung on Ideologie und Geschich e in de Bildungsa -
bei . Zusä zlich lassen sich T adi ions- und Konjunk u linien on Bildungs-
konzep ionen e kennen, wie beispielsweise beim Konzep des exempla-
ischen Le nens on Oska Neg , das zunächs einge üh , dann allen ge-
lassen und schließlich e neu au genommen wu de.
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 6
Die o liegende A bei s ell eine Zusammen assung de zen alen
Themen, S ömungen und E eignisse in de Geschich e de gewe k-
scha lichen Bildungsa bei da . Sie soll als Übe blick übe eine einziga -
ige Geschich e dienen, als Ausgangspunk zukün ige Fo schung und
als Mahnung ü die Bedeu ung gewe kscha liche Bildung.
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 7
Einlei ung
“I ’s a igh ing ins i u ion. I ’s an educa ional ins i u ion along indus ial lines.
P ay o he dead and igh like hell o he li ing!” (Mo he Jones 1925, S. 40 .)
In eine Fes sch i zum zehnjäh igen Bes ehen de Akademie de A bei
(AdA) in de Uni e si ä F ank u am Main 1931 sch ieb de Sek e ä des
Bundes o s andes des ADGB (Allgemeine Deu sche Gewe kscha s-
bund), Alexande Knoll:
„Ih hab es gu , hinsich lich des Bildungswesens und de Bildungsmög-
lichkei en, ih Jungen on heu ! Euch is es leich gemach . Euch ö nen
sich sozusagen ganz on selbs die Tü en de e schiedens en gewe k-
scha lichen Leh ans al en und Ve ans al ungen – wenn ih nu den
Wunsch hab und den D ang in Euch spü , zu le nen! Wi Al en haben es,
als wi noch ‚Gewe kscha sjugend‘ wa en, unendlich iel schwe e ge-
hab . Uns s and so gu wie nich s zu Ve ügung, wo und wo an wi uns
hä en schulen können, als wi eins mals zu Lei ung unse e Gewe k-
scha en be u en wu den. Gewe kscha sschulen? Gewe kscha sku se? –
Du liebe Zei , das wa en an angs de neunzige Jah e, als endlich die Fes-
seln des Sozialis engese zes ge allen wa en, unbekann e Beg i e.
Damals ha en wi Mühe und muß en wi allen Scha sinn au wenden, um
unse e eben wiede im Au bau beg i enen Gewe kscha en o dem au-
hen Zug i b u ale Polizei äus e zu schü zen. Gewe kscha sschulen – da
hä e schon de Name allein genüg , um sie zu e bie en.“ (Knoll 1931,
S. 134, He o hebungen im O iginal)
Dieses Zi a – abgesehen on de mi schwingenden „Al e sweishei “ des
Au o s – e deu lich die g oßen Ve ände ungen, die in de gewe kscha -
lichen Bildungsa bei zwischen Kaise eich und Weima e Republik zu be-
obach en wa en.
Das gil auch ü den Ve gleich mi de Zei nach 1945. Be ach e man
die heu ige gewe kscha liche Bildungsa bei – konzep ionell du chdach ,
nach den neues en pädagogischen Me hoden und mi haup be u lichen
Leh k ä en in he o agend ausges a e en Bildungss ä en du chge üh
–, is de Un e schied zu Zei Alexande Knolls appie end.
Doch de Weg do hin wa wei . Die Bildungsa bei muss e nach dem
E s en Wel k ieg e s malig p o essionalisie , nach dem Zwei en Wel k ieg
wiede au gebau und angesich s de En wicklungen und K isen de zwei-
en Häl e des 20. Jah hunde s imme wiede modi izie und neu ausge-
ich e we den. Diese Weg soll im Folgenden skizzenha beleuch e we -
den: die Geschich e de gewe kscha lichen Bildungsa bei on 1918 bis
heu e.
De Fo schungss and zu gewe kscha lichen Bildung is um ang eich,
wenngleich eine g oße, um assende S udie ehl , die auch die neues en
En wicklungen au g ei . Fü die Pe iode de Bundes epublik Deu schland
sind d ei Felde de Bildungs o schung auszumachen: Bildungskonzep -
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 8
o schung, Bildungsp ozess o schung und Bildungssubjek o schung. Die
Poli ologin Julika Bü gin e kenn eine hema ische Ve schiebung on de
Konzep o schung de 1960e und 1970e Jah e zu P ozess o schung in
den 1980e und 1990e Jah en und schließlich de Subjek o schung ab
den 2000e Jah en (Bü gin 2013, S. 71).
Im Ve gleich zu diese einen Bildungs o schung ( ü einen gu en Ein-
blick übe die Li e a u lage siehe Bü gin 2013, S. 70–72), die einzelne
Konzep e un e such ode P ojek e zu En wicklung neue Bildungskon-
zep ionen da s ell , is die geschich swissenscha liche Fo schung wenige
s a k e e en.
Einen Gesam übe blick zu Geschich e de gewe kscha lichen Bil-
dungsa bei gib es nich . Die A bei on Ma in Allespach, Hilbe Meye
und Lo ha Wen zel bie e zumindes einen knapp 20-sei igen Ab iss de
Geschich e an. Wen zel e ö en lich e zudem zusammen mi S e an Mül-
le einen Au sa z zu übe g ei enden Geschich e de Bildungsa bei in de
IG Me all ( gl. Allespach/Meye /Wen zel 2009; Mülle /Wen zel 2019).
Abgesehen da on sind keine um assenden Da s ellungen o handen.
Fü einzelne Zei abschni e hingegen schon. So ha sich Gün e Scha -
enbe g mi eine ganzen Sch i eihe zu Bildungs- und Kul u a bei de
deu schen A bei e :innenbewegung in de Weima e Republik e dien
gemach (Scha enbe g 1986, 1988).
Eben alls zu nennen sind Au o en wie Paul Ciupke ode F anz-Jose
Jelich, die sich in de Reihe „Geschich e und E wachsenenbildung“ mi
Themen o und nach de NS-Zei auseinande gese z haben (Ciupke/Je-
lich 1996, 1999). In diesem Kon ex muss auch de Name Be nd Faulen-
bach allen, de sich mi den DGB-Bundesschulen in de Nachk iegszei
und de Geschich e in de gewe kscha lichen Bildungsa bei beschä ig
ha (Faulenbach 1982, 1999).
Zu Bildungsa bei de IG Me all un e Heinz Dü beck kann zudem
seine Biog aphie on S e an Mülle he angezogen we den, die Einblicke
in die Auseinande se zungen zu neuen be iebsnahen Bildungsa bei in
den 1960e Jah en lie e ( gl. Mülle 2010a).
Was alle dings wei e hin ehl , is ein Gesam übe blick: eine Zusam-
men assung de Geschich e de gewe kscha lichen Bildungsa bei , an-
hand de e T adi ions- und En wicklungslinien diese zen alen A bei de
Gewe kscha en nachgezeichne we den können. Dies soll die o lie-
gende A bei leis en.
Da ü sollen olgende F ages ellungen übe den gesam en Un e su-
chungszei aum ins Auge ge ass we den: Welche Ve ände ungen lassen
sich zwischen 1918 und 2024 ausmachen? Welche zen alen En wicklun-
gen beglei e en die Bildungsa bei ? Welche Kon o e sen und Deba en
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 15
F ickes siehe Lee 2007). Neben de p ak ischen A bei als Lei e de
Schule a e sich auch als bedeu ende Theo e ike de gewe kscha li-
chen Bildungsa bei he o . E e a den S andpunk , dass Bildung meh
als nu Wissens e mi lung sein müsse:
„Gewe kscha sbildung muß […] nich nu Kenn nis e mi lung, sonde n
auch in einem hohen Maße Gesinnungsschulung sein. Diese Gesinnungs-
schulung umschließ den neben de Beleh ung he gehenden e ziehlichen
Teil de gewe kscha lichen Bildungsa bei .
Und da die Gesinnungsziele, die sich aus dem Gewe kscha sleben e ge-
ben, ku z und schlagwo a ig umsch ieben we den können als ‚soziales
Emp inden‘, ‚soziales Ve s ändnis‘ und ‚soziales Denken‘, so zeig sich,
sowei man bei diesen hie absich lich ganz allgemein gehal enen Fo mu-
lie ungen einem konk e en Ideeninhal absehen kann, an diese S elle eine
de Übe schneidungen mi den E ziehungszielen, die auch das Schulwe-
sen des mode nen demok a ischen S aa es gel en lassen soll e.“ (F icke
1977, S. 149 .)
F ickes Ansich en sind e kennba : E sp ach sich gegen die eine Aus-
ode Wei e bildung on Funk ionä en aus und pos ulie e eine um assen-
de e, idealis isch-humani ä e Bildung, die auch soziale Aspek e um assen
soll e.
F icke ging 1933 ins Exil in die Tschechoslowakei, spä e wei e nach
Schweden, wo e sich wei e hin ü Gewe kscha und Bildung engagie e.
1946 keh e e nach Deu schland zu ück und a bei e e ab 1949 in de
Ab eilung Schulungs- und Bildungswesen beim Haup o s and des DGB
in Düsseldo , bis e 1961 plö zlich s a b (Lee 2007, S. 299).
Die im Zi a schon angedeu e e Posi ion F ickes in den Bildungsdis-
kussionen de Zei soll e sich auch in de Konzep ion de Be line Gewe k-
scha sschule wide spiegeln. G undsä zlich wa diese deu lich s ä ke „an
de Idee des Klassenkamp es ausge ich e als die des ADGB-
Bundes o s andes, die wei s ä ke an de Idee de Sozialpa ne scha
o ien ie wa en“ (Scha enbe g 1988, S. 367).
F icke e s and die gewe kscha liche Bildungsa bei als „Zweckbil-
dung ü den sozialen Kamp “ (F icke 1932, S. 11). Dami mein e e nich
einen adikalen linken Klassenkamp , sonde n den Kamp , den Sozialde-
mok a ie und Gewe kscha en be ei s übe Jah zehn e ge üh ha en: ü
poli ische A gumen a ionsmöglichkei en, eine ie e e geis ige Du chd in-
gung de wi scha lichen und sozialen P obleme und „na ü lich auch die
a sächliche Beein lussung des poli ischen und wi scha lichen Appa a es
du ch die O ganisa ionen de A bei e klasse“ (F icke 1932, S. 11).
Schon in de Zei de „Rä eschule“ spiegel e sich diese A de He an-
gehensweise im Ku sangebo wide . So ha en die Rä eku se zwei Au ga-
ben zu e üllen. Au de einen Sei e soll en sie den Teilnehme :innen ge-
paa mi Aspek en de Gese zgebung undie e Kenn nisse de ak uellen
Wi scha slage, ih e Hin e g ünde und Zusammenhänge lie e n.

SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 16
Dami soll en die Absol en :innen in die Lage e se z we den, dem
A bei gebe ebenbü ig en gegenzu e en und zugleich bei de Ges al ung
eine sozialis ischen Zukun mi zua bei en. Da ü wu den die Teilneh-
me :innen auch in den G undlagen des Ma xismus geschul (Scha en-
be g 1988, S. 358).
Die schon e wähn en Neue ungen du ch das Be iebs ä egese z üh -
en ab 1921 zu eine Fokussie ung des Leh inhal s au p ak ische Be-
lange: Einge eil in eine Un e -, Mi el- und Obe s u e wu den die Themen
A bei s ech , Be iebswi scha und Volkswi scha p io isie , die on
Ku sen zu Sozial- und Gewe behygiene beglei e wu den.
Wäh end die Ein üh ungsku se de Un e s u e in e s e Linie dazu
dien en, die Teilnehme :innen au die spä e en Einhei en o zube ei en,
sie mi geis ige A bei bekann zu machen und den allgemeinen Wissens-
s and zu e besse n, wa die Obe s u e du ch hohe An o de ungen ü
eine seh kleine Zahl on Teilnehme :innen ausgeleg . Ab 1925 anden
zudem spezielle F auenku se s a , beispielsweise un e dem Ti el „Die
F au in de heu igen Gesellscha “ ode „Be u sschicksal und Lebensge-
s al ung de a bei enden F au“.
Insgesam ging es in de Gewe kscha sschule nich um s u es Aus-
wendigle nen, sonde n um p ak ische Aneignung. Dies wu de un e an-
de em in de Fo m on G uppena bei (15 bis 30 Teilnehme ) gelös , in
de P oblems ellungen aus eigene E ah ung o ge agen und dann ge-
meinsam on de G uppe gelös wu den (Adle 1996, S. 227–229; Lee
2007, S. 123; Scha enbe g 1988, S. 362). Das me hodische Konzep be-
s and also aus eine Mischung on A bei sgemeinscha und de Be ück-
sich igung on P axise ah ungen.
Die neua igen Leh me hoden üh en be ei s in den ühen 1920e
Jah en dazu, dass die Be line Gewe kscha sschule inne halb und au-
ße halb Deu schlands Bekann hei e lang e. Neben Ve e e :innen de
ADGB-Gewe kscha en beg üß e die Ein ich ung auch Delega ionen aus
den USA, Mexiko und Japan. Die Bezeichnung „Mus e schule“ wä e dem-
nach du chaus zu e end. Gleichzei ig müssen die Einsch änkungen be-
dach we den, die be ei s Reinha d Adle in seinem We k zu gewe k-
scha lichen Bildungsa bei nach 1918 gemach ha :
„Doch da die Schule ausd ücklich auch ‚dasjenige Maß on Bildung und
Wissen da bie en‘ woll e, das zu E üllung de Zukun sau gaben une läß-
lich e schien, is es du chaus aglich, ob eine Bildungsa bei , die den Be-
iebs a in den Mi elpunk s ell und sich au ‚unmi elba Wissen‘ be-
sch änken will, diesem Ziel dienlich sein kann, ob man es au Weise zu-
wege b ingen kann, die ‚Haup äge ü eine spä e e sozialis ische Wi -
scha sweise‘ zu schulen.“ (Adle 1996, S. 229)
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 17
Diese Ziel e ehlung de Gewe kscha sschule wü de alle dings die Zei -
ums ände auße Ach lassen. Wie in den olgenden Beispielen noch ge-
zeig wi d, üg en sich Schule und Lei ung in den sie umgebenden Kon ex
ein. Jinil Lee g ei in diesem Zusammenhang ein Zi a Richa d Seidels
au , de die Gewe kscha sschule als „ein Zeichen de Zei “ bezeichne e
und sie selbs e s eh „als ein Zeugnis de gesam en Zus andes de A -
bei e bewegung und ih e inne en Ve assung de de ku zen Zwischen-
k iegszei “ (Lee 2007, S. 291). Diese Aussage soll im Folgenden du ch
den Ve gleich mi ande en gewe kscha lichen Bildungsein ich ungen de
Zei nachgegangen we den.
De DMV und die Wi scha sschule in
Bad Dü enbe g
Ein zen ale Ak eu in de gewe kscha lichen Bildungsa bei de Weima-
e Republik wa de Deu sche Me alla bei e -Ve band (DMV). E wu de
1891 in F ank u am Main geg ünde und leg e schon üh in seine Sa -
zung den G unds ein ü eine eigene Bildungsa bei es .
1893 wu de de Pa ag a 2g au genommen, de besag e, dass de Ve -
band die „geis igen und ma e iellen In e essen de Mi gliede du ch P lege
gemeinnü zige und wissenscha liche Vo äge ö de n“ (zi ie nach
Scha enbe g 1989, S. 309) müsse. Hin e g und hie ü wa en au de ei-
nen Sei e de unzu eichende Bildungss and de A bei e :innen und au
de ande en Sei e de asan e Ans ieg de Mi gliede zahlen on 1,6 Milli-
onen im Jah 1918 au 7,8 Millionen im Jah 1920. Es wa also eine deu -
liche Auswei ung de O ganisa ion au de Funk ionä sebene on Nö en,
was du ch die Ve g öße ung de Bildungsa bei un e s ü z wu de.
Das Be iebs ä egese z on 1920 üh e zudem dazu, dass e s mals
auch ü den DMV Be iebs ä eschulungen e o de lich wu den. Schä -
zungen zu Zahl de zu schulenden Be iebs ä :innen bis 1922 schwanken
zwischen 20.000 bis 100.000 Pe sonen, doch s ellen beide eine eno me
Ve ände ung an das An o de ungsp o il gewe kscha liche Bildungsa -
bei da (Scha enbe g 1986, S. 74–78, 90 .).
De DMV – als eine de mäch igs en Ve bände – poch e bei de Be-
wäl igung diese Au gabe au seine Selbs s ändigkei gegenübe de Ge-
ne alkommission, dem übe e bandlichen G emium de gewe kscha li-
chen Einzel e bände und Vo läu e des ADGB. So wu de be ei s 1920
mi de „Be iebs ä e-Zei sch i “ ein eigenes O gan ü Funk ionä :innen
e ablie . Ein Jah spä e olg e eine eigene Bildungsab eilung beim Vo -
s and des DMV.
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 18
De Un e ich e olg e zunächs in meh wöchigen Ku sen an Abend-
schulen, spä e dann auch in Vollzei ku sen, die alle dings au g und de
ehlenden F eis ellung de Be iebs ä :innen schlech e besuch wa en.
Die Mi gliede bildung wu de zudem noch on Lich bilde o ägen und
Film o üh ungen un e s ü z , die Jugenda bei o allem du ch die Zei -
sch i „Me alla bei e -Jugend“ du chge üh .
Insgesam blieben diese Ansä ze jedoch ungenügend. Die A bei s-
kämp e und de Mi gliede e lus wäh end de In la ionszei üh en zu-
sammen mi neuen F eizei angebo en wie Kino und Spo dazu, dass die
Bildungsa bei insgesam li (Mülle /Wen zel 2019, S. 443 .; Scha en-
be g 1989, S. 310).
Die Uneinigkei en zwischen DMV und ADGB üh en eben alls nich
dazu, diesen Ums and zu beheben. 1925 weige e sich de DMV, den
Kul u bei ag zu Finanzie ung on Bildungsa bei an den ADGB abzu üh-
en. Hin e g und wa ein gegensä zliches S aa s e s ändnis: Wäh end die
ADGB-Füh ung on de e olu ionä en En wicklung eine Wi scha sde-
mok a ie ausging, e olg e de DMV die adikale e Ve sion eine Ve ge-
sellscha ung de P oduk ionsmi el. Dies spiegel e sich insbesonde e in
de Bildungsa bei wide (Scha enbe g 1986, S. 35 ., 74–78). So e klä e
de e s e Lei e de Bildungsab eilung beim Vo s and DMV, Geo g Engel-
be G a :
„So is das P oblem de A bei e bildung und -schulung schließlich anzu-
sp echen als eine E appe de sozialis ischen Re olu ion, als eine be es-
ig e S ellung im Ve eidigungskamp des P ole a ia s, als eine Wa e im
Kamp um den Sozialismus!“ (G a 1995b, S. 220)
De Kon lik gip el e da in, dass de DMV 1926 in Bad Dü enbe g bei
Leipzig seine eigene Gewe kscha sschule als Wi scha sschule des
DMV e ö ne e. Eine de Bewegg ünde wa , do die Bildungsa bei in-
ensi ie en und bündeln zu können: S a einzelne Abend- ode Wochen-
endku sen, konn en Teilnehme :innen nun meh wöchige In ensi ku se
belegen, die ü Be iebs ä :innen und poli ische Sek e ä :innen konzipie
wa en. Im Lau e de Zei kamen noch Angebo e ü F auen- und Jugend-
semina e hinzu (Jelich 1996; Mülle /Wen zel 2019, S. 444; Scha enbe g
1986, S. 36).
Un e ich e wu de in zwei Leh sälen mi jeweils 53 Si zplä zen. Dazwi-
schen lagen die Küche, ein g oße Speisesaal, eine Biblio hek und ein
Billa dzimme . Im Un e geschoss wa zudem eine Kegelbahn o handen.
Das Haus bo Pla z ü insgesam 80 Teilnehme :innen, die in 40 Doppel-
zimme n un e geb ach wa en. „Ein schöne g oße scha ige Ga en is
den Gebäuden o gelage , in dem im F ühjah und Somme in de F ei-
zei Spiele de Hö e s a inden.“ (o.A. 1995c, S. 227)
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 19
Die Leh k ä e wa en eils im Haup gebäude, eils in einem anliegen-
den Haus un e geb ach . Neben ie es anges ell en Leh k ä en, da un-
e de Lei e de Bildungsab eilung beim Vo s and des DMV, Geo g En-
gelbe G a , de zugleich das Am des Schullei e s übe nahm, un e s ü -
zen jeden Ku s zwei bis d ei Gas leh k ä e. De Leh plan um ass e Volks-
wi scha sleh e, A bei s ech , Be iebsleh e, Gewe kscha s- und Ve -
bandsgeschich e, Sozialpoli ik und Be u shygiene. Jede Ku s ende e mi
einem speziellen Vo ag zu ak uellen F agen und eine Aussp ache (o.A.
1995c, S. 227 .).
An diesem Au bau des Un e ich s und de Wi scha sschule allge-
mein läss sich e kennen, dass neben Wissens e mi lung auch F eizei -
angebo e einen Raum einnahmen, die den Besuch de Schule ab unden
soll en. De Ve an wo liche ü A bei s ech , E ns F aenkel, be on e 1926
den Un e schied zu bü ge lichen Bildung:
„Teilnahme am Un e ich in Dü enbe g soll ü den Schüle nich – ode
doch nu als Mi el zu einem höhe en Zweck – zu En al ung seine ‚Pe -
sönlichkei ‘, diesem höchs en Glück de E denkinde eine e gangenen
indi idualis ischen Epoche, üh en. Nich um ih e selbs willen, sonde n
um de Sache de A bei e scha zu dienen, we den die Hö e de Wi -
scha sschule nach Dü enbe g gesand .“ (F aenkel 1977, S. 349)
Die Ziele hin e de Wi scha sschule in Bad Dü enbe g we den deu lich:
Neben achlichem Wissen wu de auch de „Pe sönlichkei “ de Teilneh-
me Raum einge äum . Dies dien e o allem de Absich , eine G uppe
on Menschen he anzubilden, die die Emanzipa ion des P ole a ia s be-
schleunigen konn en, so F aenkel (Scha enbe g 1986, S. 31).
Auch G a posi ionie e sich in diese Hinsich , indem e einen du ch
Bildung des P ole a ia s gewonnenen „kollek i is ischen Gemeinwillen“
o de e. Speziell die so geschul en Be iebs ä e und Funk ionä e wü den
dann „im Falle eine Mobilmachung […] die Kad es abgeben, in die die
Kämp enden einge eih we den“ (G a 1995b, S. 220).
Mi ande en Wo en: G a woll e den Mi gliede n des DMV die Fähig-
kei en e mi eln, die on Nö en wa en, um die Umges al ung on S aa ,
Wi scha und Gesellscha nach ih en Vo s ellungen zu e eichen
(Scha enbe g 1986, S. 30).
Die Pa allelen zwischen diesem Konzep und dem de Be line Ge-
we kscha sschule sind nich on de Hand zu weisen. E klä ungen hie ü
lassen sich in de Biog a ie des Schullei e s Geo g Engelbe G a inden
( ü einen Übe blick zu Pe son G a s siehe Fauls ich/Zeune 2001,
S. 138–171).
G a ha e selbs an de damals noch un e dem Namen „Rä eschule
de G oß-Be line A bei e scha “ bekann en Ins i u ion un e ich e , wa
be ei s sei 1909 als Wande leh e des zen alen Bildungsausschusses
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 20
de SPD ä ig und wi k e auch an de Heim olkshochschule in Tinz, be o
e im He bs 1921 die Bildungsa bei des DMV übe nahm. Lau Scha en-
be g o ien ie e e sich Zei seines Lebens an dem „Ziel de Be eiung des
P ole a ia s und de E ich ung eine sozialis ischen Gesellscha so d-
nung“ (Scha enbe g 1986, S. 79).
Zen al ü G a wa zudem, dass den Teilnehme :innen nich nu die
da ü benö ig en Kenn nisse e mi el wu den, sonde n sie du ch die
Ku se in die Lage e se z wu den, sich danach selbs s ändig wei e zubil-
den. Es wu den somi wi scha liche und sozio-poli ische Gesam zusam-
menhänge e mi eln, die mi de En wicklung des pe sönlichen Lebens-
s ils e knüp wu den (Scha enbe g 1988, S. 152–154).
Die Bildungsa bei in Bad Dü enbe g wa au die zwei Zielg uppen de
Be iebs ä e und Funk ionä e ausge ich e . Die Semina e ü E s e e wa-
en nach B anchen gegliede und daue en in de Regel d ei Wochen.
Fü poli ische Sek e ä e bilde en d eimona ige Obe ku se eine Besonde -
hei , da sie als Vo be ei ung au eine Fes ans ellung in de Gewe kscha
dien en.
Wäh end des Au en hal s in Bad Dü enbe g muss e die Teilnehme
au jeden Alkoholgenuss e zich en und sich an häuslichen A bei en be-
eiligen. Sch i liche Au gaben gehö en ebenso zum Un e ich wie o -
üh ende A bei en nach Ku sende, wobei hie de Vo s andsbe ich on
1927 o enläss , ob sich diese „Fe nun e ich “ als we oll e weisen
wü de (Mülle /Wen zel 2019, S. 444); o.A. 1995c, S. 231).
Spä e wu den in Bad Dü enbe g auch F auen- und Jugendku se ab-
gehal en. Alle dings is de e s e F auenku s des DMV be ei s au das
Jah 1923 da ie – Ku slei e Geo g Engelbe G a . Da in wu den un e
ande em die S u en de En wicklungsgeschich e de Menschhei (G a ),
die S ellung de we k ä igen F au im Rech (F aenkel) sowie die Rolle de
F au in Gewe kscha und Poli ik (Sende ) da geleg und e läu e . Neben
G a und F aenkel wa en auch d ei weibliche Leh k ä e be eilig
(Schö ge 1995, S. 87–89).
G a e gänz e in seinem Ku sbe ich , dass die Vo äge du ch Klausu -
und Hausau sä ze und du ch Rezi a ionen, Wande ungen und eine Ab-
schieds eie au gelocke wu den (G a 1995a, S. 92). Die konzep ionel-
len G undzüge ü Bad Dü enbe g wa en schon ühe in de P axis ge-
es e wo den und wu den ü die Wi scha sschule lediglich ausgewei e .
Dies zeig sich auch in einem be ei s 1922 du chge üh en Jugendku s
des DMV. An ach Tagen sp achen G a , F aenkel und ande e übe die
„Soziologie de Jugend“, die „Geschich e de p ole a ischen Jugendbewe-
gung“ ode den „Leh ling im Be ieb“.
Die Zahl on „nu “ 63 Teilnehme n (o.A. 1995b, S. 111) deu e alle -
dings auch au einen zen alen Schwachpunk de Bildungsa bei hin:

SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 21
Gün e Scha enbe g esümie in seinem We k zu Bildungsa bei des
DMV, dass Bad Dü enbe g die Funk ionä sbildung zwa s a k e bes-
se e und die Gewe kscha dadu ch meh Ein luss in Be ieben ode be-
hö dlichen S ellen e langen konn e, die Mi gliede bildung sowie die Ju-
gend- und F auenbildung alle dings keine e gleichba en Ve ände ungen
au wiesen (Scha enbe g 1986, S. 224–226).
Wenngleich die A bei mi F auen und Jugendlichen einen g öße en
S ellenwe e hiel , wu den spä es ens ab de Wel wi scha sk ise übe all
in de Bildungsa bei Einschni e gemach . A bei slose wu den als neue
Zielg uppe ausgemach und mach en 1932 die Teilnehme :innen ü meh
als die Häl e alle Semina e aus (Mülle /Wen zel 2019, S. 444).
Die K i ik an de A bei de Be line Gewe kscha sschule kann somi
au die Wi scha sschule in Bad Dü enbe g und die übe g ei ende Bil-
dungsa bei des DMV übe agen we den: De Fokus au Be iebs ä :in-
nen und Funk ionä :innen wa zwa eben alls konzep ionell beg ünde ,
doch blieb die gesellscha liche Umges al ung mi hil e de in diesem Sinne
Ausgebilde en ein T aum on G a .
Die Bildungsa bei ande e Gewe kscha en
und Ve bände
Be o im olgenden Un e kapi el die gewe kscha liche Bildungsa bei des
ADGB als Gegenpa zu Be line Gewe kscha sschule und zu Wi -
scha sschule in Bad Dü enbe g o ges ell wi d, lohn es sich, die Bil-
dungsa bei ande e Gewe kscha en und Ve bände zu beleuch en. Es
bes eh alle dings kein Ansp uch au Volls ändigkei , da es sich schließ-
lich um 38 Zen al e bände handel e, die nich einzeln be ach e we den
können (Scha enbe g 1989, S. 201 .).
Die Zäsu en on Ve abschiedung des Be iebs ä egese zes, In la ions-
zei und Wel wi scha sk ise gal en auch ü die Bildungsa bei ande e
Gewe kscha en und Ve bände. Nach den Wande ku sen de Nach-
k iegszei soll e das Be iebs ä egese z on 1920 zu eine Blü e soge-
nann e Be iebs ä eschulen üh en, die länge is ige Abendku se anbo-
en und anwendungsbezogene Bildung in den Vo de g und ück en. Spä-
e olg en eigene Ve bandsschulen (Allespach/Meye /Wen zel 2009,
S. 32; Jelich 1997, S. 131).
Eine de mi glieds ä ks en Gewe kscha en wa de Ve band de Fab-
ika bei e Deu schlands (Scha enbe g 1989, S. 201 .). Ähnlich wie an-
de e Ve bände besch änk e sich die Mi gliede bildung zunächs au P es-
see zeugnisse – in diesem Fall „De P ole a ie “ und „Ke amische Bund“.
Ve bands unk ionä e wu de zudem mi sozialpoli ischem, wi scha li-
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 22
chem und gewe kscha lichem In o ma ionsma e ial ausges a e , Filme in
Au ag gegeben und eigene Ve bandsli e a u e ö en lich . Die di ek e
A bei e :innen-Schulung du ch o ganisie e Ku se begann alle dings e s
1925 (Scha enbe g 1989, S. 291 .).
Zwei Jah e spä e konn e zudem ein Haus im Wenningse Ma k bei
Hanno e e wo ben we den, das in eine Fab ika bei e schule umgewan-
del wu de. Die Ins i u ion wa ü 34 Teilnehme :innen ausgeleg ; bis 1931
nahmen an den zwei- bis d eiwöchigen Ku sen e wa 2.600 Hö e :innen
eil, da on 175 F auen.
Die Wel wi scha sk ise soll e jedoch, wie schon bei ande en Gewe k-
scha en, zu eine Kü zung de Angebo e üh en. Wenige Mi gliede be-
deu e en wenige Bei äge und dami wenige Ku se in Wenningsen
(Scha enbe g 1989, S. 308, 1989, S. 296 .). Ähnlich e hiel es sich
auch mi den Schulen de Eisenbahne (1928 in Hamme sbach) und de
des Baugewe ksbunds (1929 in Fangschleuse) (Allespach/Meye /Wen -
zel 2009, S. 33).
Eine wei e e Ins i u ion wa die Münchne Gewe kscha sschule, die
spä e in inanzielle Schwie igkei en ge ie . Be ei s 1919 ins Leben ge u-
en, wa sie nach dem Vo bild de Be line Gewe kscha sschule konzi-
pie und leh e un e ande em „Ein üh ung in die Volkswi scha sleh e“,
„A bei s ech “ und „S aa sbü ge kunde“. Im S udienhalbjah 1920/21 be-
such en insgesam 1.140 Hö e :innen an die 15.000 Ku sabende. Alle -
dings wu de auch hie – so Gün e Scha enbe g – die e ho e Wi kung
de gewe kscha lichen Bildungsa bei zum Zwecke de Neuges al ung
on S aa , Wi scha und Gesellscha nich e eich we den (Scha en-
be g 1988, S. 439–446).
Das „Leh - und Lesebuch“, das 1930 on einem Leh e de Gewe k-
scha sschule, Wilhelm on de Heide, e ö en lich wu de, e deu lich
die übe eins immenden Absich en de bishe o ges ell en gewe kscha -
lichen Bildungsbes ebungen:
„Die Kenn nis de wi scha lichen Zusammenhänge und Ve lech ungen
is eine une läßliche Vo ausse zung ü jeden A bei e und Anges ell en,
de sich seine mißlichen Lage im gegenwä igen S aa bewuß is und in
diese E kenn nis danach s eb , an S elle de kapi alis ischen Wi scha s-
o m eine geo dne e Gemeinwi scha zu se zen. […] Das Buch soll auch
zum wei e en S udium an egen und es dem Lese e möglichen, den Wi -
scha s- und Handels eil eine Zei ung mi g öße em Ve s ändnis zu lesen.“
(Heide 1930, S. iii)
Eine Sonde olle in de A bei e :innenbildung de Weima e Zei bilde e
die Heim olkshochschule Tinz in de Nähe on Ge a (dazu aus üh lich
B ock 1996). Sie wa nich di ek mi den Gewe kscha en e bunden, soll
abe an diese S elle genann we den, da bis zu Schließung 1933 egel-
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 23
mäßig Teilnehme on ih en Gewe kscha en zu Schulungen nach Tinz
geschick wu den.
Die Ins i u ion e s and sich als sozialis isch, wa alle dings an keine
Pa ei gebunden. De Ansa z – gep äg on Jugendbewegung und Re-
o mpädagogik (D äge 1997, S. 42) – e knüp e in ie - bis ün mona i-
gen Ku sen poli ische mi kul u elle Bildung, kö pe liche A bei und Ge-
sinnungsschulung im Sinne de Gewe kscha sbewegung. Die Schüle
ek u ie en sich nich nu aus gewe kscha lichen K eisen, sonde n auch
aus de Jugendbewegung poli ische O ganisa ionen (K ug 1980, S. 216;
Lee 2007, S. 212; Mülle /Wen zel 2019, S. 443). De Gewe kscha e
Adol B ock sch ieb dazu:
„Die Ho nungen und E wa ungen ich e en sich au wei e e Demok a isie-
ung und die E ich ung eine sozialis ischen Gesellscha . Daß dies nich
übe sozialis ische Bildung allein e eichba wa , wa den Tinze n imme
kla , bewuß wa ihnen abe auch, ohne wissenscha liche Analyse und
Du chd ingung des Mach schleie s de kapi alis ischen Gesellscha wü de
es keine wi ksame Poli ik in Rich ung de A bei e - und demok a ischen
Emanzipa ion geben.“ (B ock 1996, S. 154)
Neben diesem genuin sozialis ischen Bildungsangebo spiel en be ei s in
de unmi elba en Nachk iegszei auch s aa liche und ö en liche Wei e -
bildungss ä en ü A bei e :innen eine Rolle. Schon Ende 1919 wu de das
F eigewe kscha liche Semina an de Uni e si ä zu Köln au gebau , wel-
ches in de Folgezei on ielen ande en Uni e si ä en nachgeahm
wu de (K ug 1980, S. 213). Auch an Volkshochschulen en s anden P o-
g amme ü A bei e :innen, so zum Beispiel in Leipzig (Reichling 1996).
Des Wei e en en s anden e wa in Be lin, Düsseldo und Bochum in
den ühen 1920e Jah en p eußische Wi scha sschulen, die im Sinne
eines gesellscha sin eg a i en Bildungsansa zes „Funk ionä e ü den
neuen S aa und die neue Wi scha “ (zi ie nach Jelich 1997, S. 131 .)
he o b ingen soll en. Die Logik dahin e wa , dass S aa und Wi scha
nich meh die zu besei igende Kamp objek e wa en, die sie o dem E s-
en Wel k ieg noch da ges ell ha en. Die Teilnehme soll en eine „g und-
legende wi scha liche, ech liche und soziale Be u sausbildung“ (K ug
1980, S. 215) e mi el bekommen, um sie au gehobene S ellen im ö -
en lichen Diens o zube ei en.
Die wich igs e und bekann es e diese s aa lichen Bildungss ä en wa
alle dings die im Mä z 1921 an de Uni e si ä F ank u am Main geg ün-
de e „Akademie de A bei “. De Mi ini ia o de Akademie, Theodo
Thomas, sch ieb 1931 in einem Bei ag zum zehnjäh igen Bes ehen zu
ih em Hin e g und:
„Wenn es eine Möglichkei gebe, in de Uni e si ä auch ü A bei e und
Anges ell e eine Ein ich ung zu scha en, die den Bedü nissen de ge ade
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 24
in jenen Jah en o g oße und neue Au gaben ges ell en A bei e bewe-
gung en gegenkäme, dann ließe sich eine inanzielle Hil e on s aa liche
und s äd ische Sei e ehe e eidigen.“ (Thomas 1931, S. 19)
Insbesonde e mi dem DMV-Vo s andsmi glied und Mi beg ünde de
USPD, Robe Dißmann, wu den o de G ündung „schwe e Kämp e“1
ausge och en, bei denen es o de g ündig um den Kul u bei ag de Ge-
we kscha en ging. Auch F i z F icke miss au e de „angeblichen Neu a-
li ä des Ins i u es“ und be ü ch e e die Ein lussnahme on Un e nehme n
und S aa au die A bei e :innen-Bildung (F icke 1977, S. 152; Lee 2007,
S. 198 .).
T o z diese Uns immigkei en wu de die Akademie de A bei im Mai
1921 e ö ne . Sie üh e neunmona ige Leh gänge du ch, die on den
Ve bänden und dem S aa inanzie wu den. Zweck wa es, nich akade-
misch o gebilde en Pe sonen au den Gebie en de Volkswi scha ,
Rech , Poli ik, Soziologie und A bei swissenscha en auszubilden. Die
Ku se wu den mi Füh ungen du ch die einheimische Indus ie und an-
de e Wi scha sbe iebe e gänz (K ug 1980, S. 214 .; o. A. 1931).
Ein Absol en om Zen al e band de Zimme e sch ieb nach seine
Zei an de Akademie de A bei :
Ebenso we oll wie die E ziehung zu Tole anz wa die Schulung zum
nüch e nen ealpoli ischen Denken [He o hebung im O iginal]. Die in die-
se Hinsich an den Hö e n geleis e e A bei e dien alle Ane kennung.
We als Füh e in de A bei e bewegung zu wi ken be u en is , weiß ge ade
diese we olle A bei de AdA [Akademie de A bei ] ich ig zu schä zen.
(Saue 1931, S. 106)
Es wa en insbesonde e die „kleine en“ Ve bände, die au diese s aa li-
chen Ins i u ionen in de An angszei zu ückg i en. So nu z e beispiels-
weise de Allgemeine F eie Anges ell enbund diese Bildungsein ich un-
gen ü die Funk ionä sausbildung bis 1927, da sie ü die allgemeine ge-
we kscha liche Bildung ollkommen aus eich e (Scha enbe g 1989,
S. 369–378).
Auch auße halb de Mi gliedsgewe kscha en des ADGB gab es eine
ege Bildungsa bei . In ih e Gesam hei läss sie sich hie nich da s ellen,
diese A bei besch änk sich dahe au das Beispiel de ana chis ischen
F eien A bei e -Union Deu schlands. Diese ha e – im Gegensa z zum
ADGB – an einem klassenkämp e ischen und basisdemok a ischen P o-
g amm es gehal en.
1 In ih e A bei zu Bildungsa bei des DMV sch eiben die His o ike S e an Mülle und
Lo ha Wen zel alle dings, dass sich Robe Dißmann seh wohl ü die AdA eingese z
hä e, siehe: Mülle /Wen zel (2019, S. 443).
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 31
Wiede au bau und
E ah ungsle nen: 1945 bis 1965
Die Ze schlagung de Gewe kscha en 1933 und die da au olgende
zwöl jäh ige Gewal he scha de Na ionalsozialis en bilde en eine ein-
schneidende Zäsu in de Geschich e de A bei e :innen-Bewegung. Die
Diskussionen d eh en sich nach 1945 – und das nich nu in den Gewe k-
scha en – um F agen nach den U sachen, abe auch um die Zukun .
Dies gal auch ü die zei genössischen Deba en übe die gewe kscha -
liche Bildungsa bei und die E wachsenenbildung übe haup . Be nd Fau-
lenbach sch ieb übe die Si ua ion nach K iegsende:
„Ve schiedene G uppen haben au die E wachsenenbildung de Nach-
k iegszei eingewi k : die Alliie en, in NRW die B i en, Pädagogen, die
wäh end des D i en Reiches in Deu schland – in meh ode wenige g o-
ße Dis anz zum NS gea bei e ha en, Remig an en, die die E ah ungen
aus ande en Lände n mi b ach en, Rep äsen an en de Weima e T adi-
ion de E wachsenenbildung.“ (Faulenbach 2003b, S. 74)
Diese Viel al an Ein lüssen spiegel sich in den En wicklungen de unmi -
elba en Nachk iegszei wide : Das Bildungssys em wu de nach den Ein-
sch änkungen on 1933 wiede plu alisie . In de Folgezei en s and eine
Vielzahl neue Ins i u ionen, Ein ich ungen und S öme – da un e auch
die wiede au gebau e gewe kscha liche Bildungsa bei (Faulenbach
2003b, S. 80).
Die T adi ionen diese A bei aus de Weima e Republik leb e zum Teil
wiede au , zum Teil pass e sie sich den neuen Gegebenhei en an. Wich-
ige Ak eu e de gewe kscha lichen Bildungsa bei aus de Zwischen-
k iegszei auch en, wie F i z F icke, wiede in ih en Resso s au , ande e
wie Geo g Engelbe G a blieben zwa de Bildung eu, doch nich meh
in eine gewe kscha lichen Rolle.
Die olgenden 1950e Jah e wa en ü die Gewe kscha en übe g ei-
end eine „kon lik eiche Konsolidie ungsphase“ (Allespach/Meye /Wen -
zel 2009, S. 34), in de g oße E olge im Be eich des Ta i wesens ge eie
we den konn en, de gesellscha spoli ische Ein luss alle dings limi ie
blieb. In den 1960e Jah en se z en sich die E olge zunächs o , „abe
die a i liche gesiche en Löhne blieben imme meh hin e den a sächlich
gezahl en zu ück“ (Allespach/Meye /Wen zel 2009, S. 34  .) und auch de
O ganisa ionsg ad s agnie e (siehe zu diesem Abschni de Gewe k-
scha sgeschich e auch: Schneide 2000, S. 245–327).
Die gewe kscha liche Bildungsa bei du chlie in diesem Kon ex
eben alls einige Ve ände ungen, die im olgenden Kapi el skizzie we -
den sollen. Auch wenn F i z F icke in einem Bei ag in den „Gewe kscha -

SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 32
lichen Mona she en“ da on sp ach, dass „ein geo dne es Bildungswesen
in unse e O ganisa ion in Wi klichkei e s e wa sei 1947 wachsen
konn e“ (F icke 1950, S. 538), sollen dennoch auch die Jah e da o mi -
be ücksich ig we den. Endpunk des o liegenden Kapi els is das Jah
1965, in dem au dem 8. Gewe kscha s ag de IG Me all die Ein üh ung
sogenann e Bildungsobleu e o iziell gemach wu de und dami die ge-
we kscha liche Bildungsa bei in eine neue Phase ein a .
In einem In e iew mi de Bundeszen ale ü Poli ische Bildung gab
das langjäh ige Vo s andsmi glied de IG Me all, Heinz Dü beck übe die
g oße Zei de Ve ände ungen in de gewe kscha lichen Bildungsa bei
zu P o okoll: „Als ich dann die Vo schläge on Hans Ma hö e gelesen
habe, G uppenun e ich , Leh gangsgesp äche, kleine G uppen bilden,
da konn en wi endlich on de Schulung zu Bildung übe gehen.“ (He-
ing/Lü zenki chen 1992, S. 106) Diese Di e enzie ung e klä e Hube
S ein im Juni 1958 au de sechs en Gene al e sammlung de IG Be gbau
in München mi den olgenden Wo en:
„Wäh end es bei de Schulungsa bei in e s e Linie um die Ve mi lung
on Zweckwissen, Einzelkenn nissen, Ta sachen und ähnlichem geh , so
g ei die Bildungsa bei wei übe dieses hinaus. Na ü lich is Bildung ohne
Wissen nich denkba , und Schulungsa bei is gewisse maßen die Basis
de da au au bauenden Bildungsa bei . Geh es bei de Schulung in e s e
Linie um Kenn nisse, so geh es bei de Bildungsa bei um E kenn nisse.
Wi d bei de Schulung de Ve s and angesp ochen und ausgebilde , so
e en bei de Bildung dazu Cha ak e und Mo al. Ein besonde es Me kmal
unse e Bildungsa bei is , au welche Weise de Mensch, unse e Kolle-
gen, das e wo bene Wissen anwenden.“ (S ein 1958, S. 5)
Diese Un e scheidung und de Wandel gewe kscha liche Bildungsa bei
on de Schulung zu Bildung s ehen im Mi elpunk des hie zu be ach-
enden Zei aums. Im Folgenden soll anhand ie zei liche Abschni e
diese En wicklung nachgezeichne we den und dadu ch eine Ch onologie
de gewe kscha lichen Bildungsa bei zwischen 1945 und 1965 en s e-
hen.
1945 bis zu G ündung des DGB
De Wiede au bau de Gewe kscha en nach K iegsende 1945 wu de zu-
nächs au Zonen-Ebene du chge üh und blieb dami agmen a isch und
egional. Ein zen ale Un e schied zu Weima e Republik wa , dass Ein-
hei s- ans elle on Rich ungsgewe kscha en en s anden und somi ideo-
logische Di e enzen unsich ba e wu den. Dies spiegel e auch die gesell-
scha liche Lage wide , in de die adi ionelle Milieubindung du ch zwöl
Jah e NS-Regime geschwäch wo den wa .
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 33
Gleichzei ig wa en iele de o 1933 Ak i en en wede ges o ben,
emig ie ode übe gelau en, sodass ein Mangel an Funk ionä :innen be-
s and. So läss sich auch die hohe Zahl e klä en (80 P ozen ), die nach
1945 e s mals Gewe kscha smi glied wu den und lau Be nd Faulenbach
häu ig aus gewe kscha s e nen Milieus s amm en (Faulenbach 1995,
S. 126, 2003a, S. 181  .).
Die p ak ische Du ch üh ung on Bildungsa bei s ieß zunächs au
iele P obleme. Es mangel e an Räumlichkei en, Leh e scha , Leh ma e-
ial und an änglich auch an de G und e so gung. Alle dings ö de en die
Besa zungsmäch e den Au bau de E wachsenenbildung, in de sie eine
Möglichkei zu Übe windung des Nazismus sahen. Diese Au gabe wu de
auch in den Posi ionspapie en de Zei zu gewe kscha lichen Bildungs-
a bei genann . Insbesonde e die Jugend s and un e dem Ve dach „ om
nazis ischen Geis in izie “ (Faulenbach 2003a, S. 185) zu sein und be-
du e eine E ziehung zu Demok a ie.
In No d hein-Wes alen wu de im Augus 1946 ein e s e ach wöchige
In e na sku s ü Funk ionä e in Köln abgehal en. An ande en O en be-
gann die Bildungsa bei be ei s ühe – so zum Beispiel in B emen im
Win e 1945/46 (Kuhnhenne 2005, S. 135). Gleichzei ig ha en ö liche A -
bei sgemeinscha en on „A bei und Leben“ – eine Koope a ion zwischen
Gewe kscha en und Volkshochschulen – mi dem Ziel eine a bei neh-
me o ien ie en Volksbildung ih Leh p og amm begonnen.
Eine g oße Rolle spiel e die Kompensie ung des Bildungsde izi s de
NS- und K iegszei , das du ch die Be onung de poli ischen Bildung und
de Allgemeinbildung in de An angszei de gewe kscha lichen Bildungs-
a bei bewe ks ellig wu de. Es soll e alle dings bis in das F ühjah 1947
daue n, bis eine sys ema ische Bildungsa bei mi de En s ehung de Bi-
zone möglich wu de, wenngleich zumindes an änglich die un e schiedli-
chen He angehensweisen de Besa zungsmäch e an die Thema ik noch
Auswi kungen ha en (Faulenbach 1995, S. 128; 1999, S. 180; 2003a,
S. 182, 184–186).
Konzep ionell knüp en die Gewe kscha en in de Bildungsa bei übe -
wiegend an die T adi ionen de Weima e Zei an. Neue und e bandsei-
gene Bildungss ä en wu den gescha en, die Schulungen wu den in Se-
mina o m du chge üh und wa en wiede um p imä den Funk ionä en
o behal en (Allespach/Meye /Wen zel 2009, S. 34). Dies soll e sich auch
du ch die G ündung eines bundeswei en gewe kscha lichen Dach e -
bands im Jah 1949 nich e ände n. F i z F icke – sei Ende 1949 in de
Ab eilung Schulungs- und Bildungswesen beim Haup o s and des Deu -
schen Gewe kscha sbundes (DGB) in Düsseldo ä ig (Lücke 1962,
S. 54  .) – sch ieb ein Jah spä e dazu:
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 34
„Alle gewe kscha liche Bildungsa bei is Zweckschulung. Die Funk ionä e
und ak i en Mi a bei e de Gewe kscha en in den Be ieben wie in den
o ganisa o ischen Gliede ungen sollen mi dem geis igen Handwe kszeug,
welches sie zu be iedigenden E üllung ih e Au gaben b auchen, ausge-
üs e und in de Handhabung desselben ausgebilde we den.
Die Aneignung dieses Handwe kszeugs, d. h. de soziologischen, wi -
scha lichen und ech lichen Kenn nisse, is eine Sache des Ve s andes,
also de in ellek uellen Begabung. Die Handhabung diese geis igen We k-
zeuge abe die Anwendung de Kenn nisse in de P axis des Be iebes
und in de P axis de gewe kscha lichen O gane, is o wiegend eine sol-
che des Cha ak e s.“ (F icke 1950, S. 536)
Au allend is hie , neben de Be onung de Zweckschulung, die ollkom-
mene Auße ach lassung eine ideologischen Schulung, die F icke als Lei-
e de Be line Gewe kscha sschule in de Weima e Republik so ehe-
men e a . Dies is umso meh beme kenswe , da sein Vo gese z e
Heinz Küppe s im Bundes o s and de Ab eilung Schulung und Wei e bil-
dung die d ei Au gaben de Bildungsa bei noch 1949 olgende maßen
umsch ieben ha e:
„Eine allgemein poli ische und menschliche E ziehungsau gabe, die am
E be de zwöl Jah e nazis ische Dik a u zu leis en wa und de sich die
Gewe kscha en nich en ziehen konn en und woll en. […] Eine Schulung
des gewe kscha lichen Nachwuchses in cha ak e liche und willensmäßi-
ge Hinsich , um diesen Nachwuchs mi dem gewe kscha lichen Gedan-
kengu e au zu machen und ihm das Rüs zeug ü den Gewe kscha s-
kamp mi zugeben. […] Eine Au ischung on E ah ungen und Wissen
de jenigen Mi a bei e de Gewe kscha , die be ei s in de Bewegung ä ig
wa en und nun die wesen lichen T äge des o ganisa o ischen Au baus
sein muß en.“ (Küppe s 1949, S. 13)
T o z diese Aussagen läss sich ein Bedeu ungs e lus on poli ische
Bildung e kennen, de siche lich mi de gene ellen Skepsis gegenübe
Ideologien zu un ha e und ein p ak isch du ch Scha ung on Einhei s-
gewe kscha en beein luss wa . E s spä e soll e anhand des Os -Wes -
Kon lik s wiede ideologische Themen wich ig we den, wie eine Ve ö en -
lichung des DGBs zum A bei sgese zbuch de „Sowje zone“ aus dem
Jah 1961 beleg (Deu sche Gewe kscha bund 1961; Faulenbach 1995,
S. 133  .).
Be nd Faulenbach kons a ie e zudem das Fehlen eines Geschich s-
bewuss seins in de Bildungsa bei nach 1945, das e du ch den „B uch
des Kon inui ä sbewuß seins de A bei e bewegung du ch den Faschis-
mus“ (Faulenbach 1996a, S. 104), de „Disk edi ie ung de T adi ionen
de A bei e bewegung du ch ih e Indiens nahme du ch die SED wäh end
des Kal en K ieges“ (Faulenbach 1996a, S. 104) sowie einem allgemein
nu p agma ischen Poli ik e s ändnisses e klä e.
Auch S e an Mülle häl in seine Monog a ie zu Heinz Dü beck es ,
dass die an ängliche Bildungsa bei de IG Me all in e s e Linie p ak ische
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 35
F agen behandel e, wäh end beispielsweise de Geschich e de Gewe k-
scha en nu ein halbe Tag gewidme wu de. Vielmeh ging es um F agen
de A bei sgese zgebung, Be iebs e einba ungen und gewe kscha li-
chem G undwissen (Faulenbach 1995, S. 135; Mülle 2010a, S. 256–
259).
Gleichzei ig können abe auch egionale Ausnahmen und Un e -
schiede es gehal en we den. So sch eib Michaela Kuhnhenne übe den
He bs 1946 on ach - bis ie zehn ägigen Ku sen im Schulungsheim
Bockholzbe g (bei B emen), die sich mi de Geschich e de Gewe k-
scha sbewegung, dem Sozial ech und wei e en Themen de B ei enbil-
dung beschä ig en.
Insgesam könne und die Häl e de Angebo e de „Gesellscha spoli-
ik“ zugeo dne we den (Kuhnhenne 2005, S. 135  .). Es bleib an diese
S elle es zuhal en, dass die gewe kscha liche Bildungsa bei nach
K iegsende siche lich keine einhei lichen Lei linie olg e, wenngleich ins-
gesam ein Übe gewich de Zweckschulung o he sch e.
Ähnlich p agma isch wu de auch die Me hoden age behandel . De
Lei e de DGB-Bundesschule in B emen, He mann Lücke besch ieb die
An änge e ope spek i so:
„Als wi an ingen, an den Bundesschulen des DGB zu un e ich en – eil-
weise geschah das noch o de Wäh ungs e o m –, sah das so aus: Vo ne
s and eine hin e dem Ka hede . E ha e ein dickes Manusk ip mi ge-
b ach und ug o . Wenn e ei und isch on de Lebe weg sp ach, wa
das schon ein Glücks all; besonde s ü die Leh gangs eilnehme , die sich
sieben Ku zs unden lang jeden Tag in zwei ode d ei Wochen mi dem
Wissenss o de e schiedenen Fachgebie e übe ieseln ließen. Le nei ig
no ie en sie sich e was. Weil sie ungeüb wa en, e wisch en sie as imme
ge ade die Nebensachen. […]; es gab iel Lee lau – in jenen Tagen.“ (Lü-
cke 1960, S. 37)
Fü die IG Me all zeichne S e an Mülle ein e gleichba es Bild. Au g und
ge inge Ressou cen und de Aus ich ung au Funk ionä swissen e kam
die Bildung zu einem F on alun e ich , de zudem du ch ein No ensys em
noch schulähnliche wu de (Mülle 2010a, S. 253, 256–259).
F i z F icke a gumen ie e im Jah 1950 hingegen, dass das Schwe -
gewich de A bei au de in ellek uellen Sei e liegen müsse. De en Ge-
genpa , die cha ak e liche Sei e, wä e wesen lich schwie ige du ch die
Leh k ä e zu beein lussen: „Ebensowenig wie ein Solda au dem Exe -
zie pla z, kann ein Gewe kscha s unk ionä au de Schulbank e zogen
we den. Diese E ziehung beso g das wi kliche Leben, die P axis im Be-
iebe“ (F icke 1950, S. 537).
In selbige Sch i g i F icke zudem seine be ei s in de Weima e Zei
geäuße e K i ik zu Eigen e an wo ung de A bei e :innen au . E
sch ieb: „Bildungsa bei is A bei an dem schwie igs en Ma e ial, welches
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 36
es gib : A bei am lebendigen, denkenden, emp indenden Menschen. Es
is soga meh . Es is le z lich geis ige Ges al ungsa bei , die jede ein-
zelne unse e Schüle an sich selbs leis en muß“ (F icke 1950, S. 538).
E nahm demnach die A bei e :innen selbs in die P lich . Die gewe k-
scha liche Bildungsa bei könne demnach ga nich leis en, was die in-
ne liche A bei an einem selbs und die p ak ische Lebense ah ung be-
wi ken kann.
Im Lau e de 1950e und 1960e Jah e soll en sich alle dings die k i i-
schen S immen meh en und schlussendlich zu einem Umdenken und ei-
nem Neuansa z in de gewe kscha lichen Bildungsa bei üh en. Gleich-
wohl wa sie – wie Be nd Faulenbach in eine A bei on 2003 schon
sch ieb – auch o z de adi ionellen und kon en ionellen He angehens-
weise, ein wesen liche Fak o in de „Du chse zung eine demok a isch-
plu alis ischen O dnung in de Bundes epublik“ (Faulenbach 2003a,
S. 186).
Die 1950e Jah e
Viele, de im le z en Abschni behandel en Punk e soll en in de gewe k-
scha lichen Bildungsa bei de 1950e Jah e e hal en bleiben – insbeson-
de e was die Me hode und die Ziele be a . Alle dings e lo die allgemein-
bildende Komponen e s e ig an Bedeu ung und wu de du ch die Be onung
on neuem Fachwissen e se z , welches du ch die o sch ei ende Ve -
ech lichung on A bei sbeziehungen benö ig wu de (Faulenbach 2003a,
S. 184).
Eine Sch i de IG Me all aus dem Jah 1957 be on e, dass es nich
die Au gabe gewe kscha liche Bildungsa bei sein könne, „Lücken im
o malen Schulwissen auszu üllen“ (Vo s and de Indus iegewe kscha
Me all ü die Bundes epublik Deu schland 1957, S. 6). Indes lau e e die
o d ingliche Au gabe den Funk ionä en und Mi gliede n (!) „ein ie e es,
ge es ig es Wissen um die P obleme und Zusammenhänge on Wi -
scha , Gesellscha und S aa zu e mi eln“ (Vo s and de Indus iege-
we kscha Me all ü die Bundes epublik Deu schland 1957, S. 7).
Zudem wu de zwa die Losung wiede hol , dass gewe kscha liche Bil-
dungsa bei Zweckbildung sei, abe gleichzei ig wu de auch de eigen li-
che Sinn be on , de in de Pe sönlichkei sbildung s ecke. Auch be ich e
die B oschü e on de Auswei ung on Ku sen ü Be iebs a smi gliede
und Jugend unk ionä en sowie on de Ein ich ung neue Au bauleh -
gänge ü e schiedene Funk ionä sg uppen (Vo s and de Indus iege-
we kscha Me all ü die Bundes epublik Deu schland 1957, S. 5).

SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 37
De Lei e de DGB-Bundesschule in Ha ingen, F anz Deus ließ 1960
in eine Publika ion zu zehn Jah en Bildungsa bei in den DGB-Bundes-
schulen e lau en:
„Gewiß müssen an unse en Bundesschulen u.a. gu e Wi scha spoli ike
und gu e A bei s ech le he angebilde we den, abe sie dü en keine Spe-
zialis en im he geb ach en Sinne sein. Ihnen muß in den Leh gängen ne-
ben dem einen Fachwissen eine Gesam übe sich übe das wi kliche Le-
ben nach seine Innen- und Außensei e, nach seine Wesens- und Exis-
enzsei e hin e mi el we den. Nu in dem Maße, in dem unse e Leh -
gangs eilnehme in g oßen Zusammenhängen sehen und denken le nen,
we den sie den Au gaben ge ech we den, die ih e wa en.“ (Deus 1960,
S. 49)
F i z F icke üg e in seinem Bei ag hinzu:
„Einig is man sich da in, daß alle gewe kscha liche Bildungsa bei zu-
gleich und im höchs en Maße poli ische Bildung da s ell . […] Das bedeu-
e , daß die Schulen einmal die Leh gangs eilnehme zu geis igen E as-
sung auch komplizie e gesellscha liche Ta bes ände hin üh en müssen,
sie leh en müssen, Fak en zu sehen, sich einen S andpunk ihnen gegen-
übe zu bilden, also poli isch selbs u eils ähig zu we den und menschlich
be ei und ims ande zu sein, un e diesem selbs gebilde en S andpunk zu
handeln.“ (F icke 1960a, S. 25)
Es is somi – am Ende de 1950e Jah e – eine zumindes in Ansä zen
e kennba e Ku sände ung gegenübe de An angskonzep ion gewe k-
scha liche Bildungsa bei zu e kennen. Poli ische Bildung spiel e wiede
eine Rolle und auch die Idee de Einbeziehung des „ganzen“ Menschen,
die schon in de Weima e Republik ku sie e, e leb e eine Neuau lage.
So wu den beispielsweise sys ema isch kul u elle Elemen e in die Ku se
de Gewe kscha sschulen eingep leg , wie Thea e besuche, li e a ische
Abende und Besich igungen (Kuhnhenne 2005, S. 140).
Alle dings scheinen diese neuen Ans öße nu seh langsam umgese z
wo den zu sein. Zumindes ü die IG Me all sp ich S e an Mülle ü as
die gesam en 1950e Jah e on Funk ionä sschulung und me hodischem
F on alun e ich – in ande en Wo en, „eine A gewe kscha liche Ins i-
u ionenkunde“ (Mülle 2010c, S. 155).
Einige Inno a ion kamen dennoch in dem Jah zehn au . So wu de
1954 beispielsweise ein Ins i u ü Sp echwi ksamkei an de DGB- Bun-
desschule in Ha ingen einge ich e und mach e dami Rhe o ik zu einem
es en Bes and eil de gewe kscha lichen Bildungsa bei . Au einem an-
de en Gebie – dem de Kul u – wa Ha ingen eben alls ak i . So be-
such e ein Leh gang ein Konze de Wiene Sänge knaben, ein ande e
sah eine Faus -Au üh ung bei den Ruh es spielen. Wiede um ande e
üh en Goe he-Abende du ch und e deu lichen somi insgesam die A -
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 38
ini ä de Gewe kscha en au kul u ellem Gebie zu Klassik (Faulenbach
1999, S. 186).
Die pädagogische Me hodik de 1950e Jah e könn e eben alls hie zu
gezähl we den. Übe g ei end ha e F i z F icke be ei s zu Beginn des
Jah zehn s ein D ei-S u en-Sys em de gewe kscha lichen Bildungsa -
bei o ges ell : Sie um ass en „die lokalen gewe kscha lichen Bildungs-
ku se, die Bundesschulen des DGB und die Funk ionä sschulen gewisse
Ve bände sowie die A bei e -Akademien“ (F icke 1950, S. 533). Au diese
e schiedenen Ebenen soll im zwei en Un e kapi el nähe eingegangen
we den.
Bei de im Un e ich angewand en Me hodik dominie e wei e hin de
Leh o ag, wenngleich auch hie zum Ende des Jah zehn s Ve ände-
ungen sich ba wu den (Faulenbach 2003a, S. 186). So sch ieb He -
mann Lücke in de oben be ei s genann en Jubiläumssch i übe die
G und egeln de Me hodik:
„a) Fü jeden Leh s o gil als Ausgangspunk die Realsi ua ion des Be ie-
bes;
b) die Eigen ä igkei de Ku sus eilnehme muß so iel wie möglich geweck
und ge ö de we den;
c) die Fähigkei , sich sozial zu en scheiden, muß en wickel we den;
d) nich angele n es Wissen, sonde n eine e an wo ungsbewuß e Hal-
ung gegenübe de Gesam gesellscha is zu e s eben.“ (Lücke 1960,
S. 37)
Im gleichen Tex üh e Lücke zudem an, dass Vo agende ei und nich
länge als 45 Minu en am S ück sp echen und zudem Hil es ellungen an
die Ta el sch eiben soll en. Ein iel besse e He angehensweise wä e al-
le dings den „Leh s o in Fo m on Wechselgesp ächen zu e mi eln“,
dami die Mi a bei eines jeden Einzelnen ge ö de wü de. A bei sge-
meinscha dien en dazu, un e schiedliche Meinungen zu hö en, eine
G uppena bei die Möglichkei eine Si ua ion in Fo m eine Gewe k-
scha s e sammlung zu üben und s ille „Leses unden“ wü den den Teil-
nehme n die Scheu o de wissenscha lichen A bei nehmen (Lücke
1960, S. 38–41).
Auch wü den imme meh Film-, Funk- und Tonhil smi el zu Ve an-
schaulichung eingese z , was den zusä zlichen Vo eil bö e, die Teilneh-
me „zu einem bewuß k i ischen und kul i ie en Ve hal en gegenübe
den ‚Massenmedien‘ zu e anlassen“ (Lücke 1960, S. 41).
Inwie e n und in welchem Ausmaß diese Me hoden und Hil smi el in
den Bundesschulen und ande en gewe kscha lichen Bildungsein ich un-
gen zum Einsa z kamen, kann an diese S elle nich abschließend e uie
we den. Es wi d alle dings deu lich, dass zum Ende de 1950e Jah e eine
deu liche Disk epanz zu den Konzep en und Zielen de An angszei on
gewe kscha liche Bildungsa bei nach 1945 bes eh . Die Hin e g ünde
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 39
diese Ve ände ungen um die Jah zehn wende sollen im nächs en Ab-
schni beleuch e we den.
Die Ve ände ungen de
1950e und 1960e Jah e
Die Soziologen Hanns Wienold und Oli e Bie ho be ich en in ih em Bei-
ag zu gewe kscha lichen Bildungsa bei übe Diskussionen zwischen
de Sozialwissenscha le :innen, dem Sozialis ischen Deu schen S uden-
enbund und gewe kscha lichen P ak ike n de spä en 1950e Jah e, die
sich mi de „T ag ähigkei Ma xsche Ka ego ien ü die gewe kscha li-
che Bildungsp axis“ (Wienold/Bie ho 2003, S. 283) beschä ig en.
In diesem Zusammenhang s ell e sich die IG Me all die Au gabe – zu-
sammen mi de IG Chemie, de Bildungs e einigung „A bei und Leben“
und meh e en DGB-Landesbezi ken – die gewe kscha liche Bildungsa -
bei sozialis ische , poli ische und be iebsnah we den zu lassen (Mülle
2010a, S. 270).
Be ei s 1958 kamen in de IG Me all e s e S immen au , die eine Neu-
aus ich ung de gewe kscha lichen Bildungsa bei au eine poli isch-ide-
ologische Bildung o de en. Im Kon ex de damals en s ehenden „be-
iebsnahen Ta i poli ik“ soll e auch in de Bildungsa bei meh Gewich
au die be iebliche P axis zu legen sowie eine Ve bindung zwischen Be-
iebs ä en und Ve auensleu en he zus ellen. Hin e g und hie ü wa
neben den s agnie enden Mi gliede zahlen – o z wachsende Beschä i-
gung – auch de Wandel de SPD zu Volkspa ei du ch das Godesbe ge
P og amm on 1959 (Mülle 2010a, S. 262  ., 270; Wen zel 2011, S. 45).
Alles begann mi de als Tes lau ü neue Bildungskonzep e gesehe-
nen, sogenann en „Fo d-Ak ion“. Von 20.000 Beschä ig en in den Kölne
Fo d We ken wa en im Jah 1960 nu 1.000 IG Me all-Mi gliede . Hans
Ma hö e – damals Lei e de Bildungsab eilung beim Vo s and de IG
Me all – ließ zunächs mi hil e on Sozialwissenscha le n die ak uellen
be ieblichen P obleme e o schen, se z e diese In o ma ionen dann in
eine Kampagne um, die on eine geziel en und be iebsnahen Bildungs-
a bei un e s ü z wu de. Nach nu ie Jah en ha e die Gewe kscha
5.000 neue Mi gliede gewo ben (siehe hie zu: Wi emann 1994).
Gewe kscha liche Bildungsa bei und Sozialwissenscha wu den hie
„e s malig di ek und olgen eich in eine länge is ige be iebspoli ische
S a egie eingebunden“ (Allespach/Meye /Wen zel 2009, S. 35). Konk e
übe nahm die Bildungsa bei die Au gabe be iebliche P obleme zu dis-
ku ie en und anhand diese p axiso ien ie en Beispiele au g öße e ge-
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 40
we kscha spoli ische Zusammenhänge einzugehen. Die be iebsnahe
Bildungsa bei wa gebo en (Allespach/Meye /Wen zel 2009, S. 35  .).
Dami lassen sich ü S e an Mülle d ei Ka ego ien de IG Me all-Bil-
dungsa bei in den 1960e Jah en ausmachen: eine Auswei ung de zen -
alen Semina kapazi ä en, eine Koope a ion mi den Sozialwissenscha -
en und eine Neuaus ich ung au eine an ikapi alis ische, demok a ische
und be iebsnahe Bildungsa bei .
Fü Heinz Dü beck – on Lo ha Wen zel als Teil de sozialis ischen
B ückengene a ion cha ak e isie , die noch au E ah ungen aus de Wei-
ma e Zei zu ückblicken konn en und die Gewe kscha en zu eine unab-
hängigen Klassenpoli ik üh en woll en – dien e die Bildungsa bei dem
„Be eiungskamp de a bei enden Menschen“ (Mülle 2010a, S. 288), da
sie ein Mi el ü den sozialen Au s ieg da s ell e (Mülle 2010a, S. 287  .;
2010c, S. 155–157; Wen zel 2010, S. 40).
Zu diesem Zwecke un e b ei e e Hans Ma hö e An ang de 1960e
Jah e in einem 32-sei igen Papie konk e e Vo schläge zu Neuaus ich-
ung de gewe kscha lichen Bildungsa bei . Zen al wa ü ihn die Ein-
ich ung on eh enam lichen Bildungsobleu en, die an de ö lichen Basis
die Bildungsa bei o ganisie en – beispielsweise du ch ö liche Abend-
e ans al ungen, Bildungsk eise und Wochenendleh gänge. Da au au -
bauend schloss sich die Bezi ksebene an, die e gleichba o ganisie
und als B ücke zu zen alen Bildungsa bei dienen soll en. De Vo schlag
wu de be ei s 1958 on ande e Sei e un e b ei e , wa damals abe du ch
den Vo s and abgelehn wo den (Mülle 2010a, S. 266–268, 282).
Die Bildungsobleu e soll en alle dings keine ein o ganisa o ische Au -
gabe e hal en, sonde n sich gleichzei ig auch ak i an de Bildungsa bei
be eiligen und selbs s ändig A bei sk eise lei en sowie die Mi gliede zum
Selbs s udium anhal en. Hie ü muss en die Obleu e zunächs selbs
du ch In e na sleh gänge geschul we den (Mülle 2010a, S. 286). Heinz
Dü beck e klä e die Au gaben de eh enam lichen Bildungsobleu e in ei-
nem spä e en In e iew wie olg :
„Die Vo s ands e wal ung de IG Me all ha ca. 650 Leu e, mi den Bezi ks-
lei ungen zusammen ca. 1200. Bei 2,6 Millionen Mi gliede n is das ein
seh kleine Appa a . Wenn nu diese Haup am lichen, die zudem un e de
Au sich des Vo s ands s ehen, die Bildungsa bei machen, sind sie nich
in de Lage, die iesigen An o de ungen zu e üllen, die sich ihnen s ellen,
und das Po en ial an Bildungswilligen auszuschöp en.
Deshalb wa ein wich ige Punk unse e Bildungs e o m die Ins allie ung
on Bildungsobleu en, on Mul iplika o en. Wi haben e such , Kollegin-
nen und Kollegen zu inden, die be ei wa en, übe Ein-Wochen-, Zwei-
Wochen- ode Sechs-Wochen-Leh gänge sich Themen anzueignen, die
sie selbe im Be ieb in Leh gängen wei e geben konn en. Die haben iel
s ä ke die u sp ünglichen In e essen a ikulie , als das die Haup am li-
chen a en.“ (He ing/Lü zenki chen 1992, S. 105)
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 47
en, die neben auenpoli ischen auch be u sbezogene und gewe k-
scha spoli ische Themen au g i en. Ab 1957 o gansie e Kempe zudem
sogenann e F auen e en, an denen alle in e essie en F auen eilneh-
men und in ungezwungenen Rahmen die A bei de Gewe kscha en ken-
nenle nen konn en (Schneide 2001, S. 268–270).
Kempes Kollegin in Hessen, Lucie Beye se z e sich au g und ih e in
Schweden gemach en E ah ungen ü die Koeduka ion – also de ge-
meinsamen E ziehung on Mädchen und Jungen – ein. Die on ih du ch-
ge üh en F auenbildungs e ans al ungen beschä ig en sich mi Themen
wie „Gleiche Lohn ü gleiche A bei “, de Ve einba kei on Kind und Be-
u ode Familien ech .
„Vo allem abe heb sie die Ein ich ung ‚ih e ‘ Nähs uben he o . Sie wa
damals de Meinung, dass F auen so wenig Selbs bewuß sein en wickel-
en, weil sie e waschene, ge lick e, schlech anzusehende Kleide ugen.
Im Rahmen de gewe kscha lichen Bildungsa bei ich e e sie dahe Näh-
s uben ein.
De Landesbezi k des Deu schen Gewe kscha sbundes kau e Nähma-
schinen. Die F auen kau en sich einen billigen S o und haben, un e de
Anlei ung eine gewe kscha lich o ganisie en Schneide in, gele n , ü
sich und ih e Kinde Kleide zu nähen. Sie soll en im Rahmen de Ve an-
s al ungen auch beg ei en le nen, dass ih e – Vo gese z en und A bei ge-
be n gegenübe geüb e – Un e wü igkei e was dami zu un ha e, dass
sie au g und ih es ä mlichen Au e ens kein Selbs bewuß sein hä en.“
(No z 2001, S. 277)
Aus heu ige Sich mag diese Ansa z k i isch hin e ag we den, doch zu
damaligen Zei wa en die Nähs uben, ebenso wie spä e e Kosme ikku se,
ein olle E olg (No z 2001, S. 275–277).
Dies ging auch einhe mi einem g undsä zlichen Wandel de gewe k-
scha lichen F auenbildungsa bei zum Ende de 1950e Jah e hin. Es
wu de e meh e such , Mi gliede mi „ auen ypischen Themen“ wie
Familie ode Mode zu e eichen. Diese wu den dann mi poli ische Bil-
dung e knüp , die abe im Ve lau de Zei imme meh in den Hin e -
g und ück e (De ichs-Kuns mann 2001, S. 259  .).
So bilanzie e Ka in De ichs-Kuns mann, dass die gewe kscha liche
F auenbildungsa bei bis in die 1970e Jah e keine E olgsgeschich e
wa . In den 1960e Jah en ha en soga einige Gewe kscha en Ve suche
un e nommen, die F auena bei als obsole au zulösen. Die Gewe kscha
Ö en liche Diens e, T anspo und Ve keh (ÖTV) s ell e ih e F auenkon-
e enzen ein und die IG Me all bekam e s Ende de 1980e Jah e eine
eigene F auenbildungsa bei an den Bundesschulen.
Auch zu Gleichbe ech igung können nu wenig posi i e En wicklungen
ausgemach we den. So wa en 1951 un e den jeweils 60 Teilnehme :in-
nen de AdA in F ank u und de Sozialakademie in Do mund nu d ei
F auen. (De ichs-Kuns mann 2001, S. 259  .; No z 2001, S. 277  .)

SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 48
Ka in De ichs-Kuns mann äll demen sp echend ein e nich endes U -
eil zu gewe kscha lichen F auenbildungsa bei , dem sich an diese
S elle nu angeschlossen we den kann:
„Gewe kscha liche F auenbildungsa bei is in ih e Geschich e as imme
Bildungsa bei gewesen, de pa ia chale Lei bilde zug unde lagen. Das
Lei bild gewe kscha liche Bildungsa bei wa das des au geklä en, dis-
ziplinie en, ü die O ganisa ion b auchba en Mannes. De männliche
Facha bei e , e hei a e (mi eine Haus au) und Va e meh e e Kinde
symbolisie e das klassische Bild eines Gewe kscha smi glieds. F auen
wa en einem doppel en Lei bild ausgese z .
Au de einen Sei e soll en sie so gu sein wie die Männe , au de ande en
Sei e soll en sie abe auch imme ‚F au‘ bleiben. Die Vo s ellungen on
dem, wie eine F au zu sein ha e, un e schieden sich bei den Männe n in
de A bei e bewegung nich on den bü ge lichen Weiblichkei s o s ellun-
gen ih e Zei .“ (De ichs-Kuns mann 1995, S. 9)
Jugendbildungsa bei nach 1945
Ein e was posi i e es Bild zeichne e sich in de zei gleich s a indenden
Jugendbildungsa bei de Gewe kscha en ab. U sp ünglich wa alle -
dings auch hie keine genuine Bildungsa bei geplan . So soll en die Ju-
gendheime zu E holung, gesundhei lichen Fö de ung und Allgemeinbil-
dung dienen (IG Me all 2015, S. 23).
Die Jugendab eilung des DGB o mulie e 1951 wei e gehende Ziele:
Es soll ein „ ähige und übe zeug e Nachwuchs he angebilde “ (Deu -
sche Gewe kscha sbund Bundes o s and, Haup ab eilung Jugend
1951, S. 5) we den, de zu „solida ischem und gewe kscha lichem Den-
ken und Handeln“ (ebd.) ähig wä e.
Im Haus de Gewe kscha sjugend des DGB in Obe u sel anden in
den 1950e Jah en dann abe übe wiegend Ku se ü Cho lei e , Singlei-
e , Laienspiele und Jugendg uppenlei e s a – denn die Jugendp lege
s and wei e hin im Zen um de gewe kscha lichen Jugenda bei . Leh -
gänge ü die eigen lichen Jugend e e e ode ga poli ische Semina e
wa en zwa o handen, doch bilde en sie den kleins en Teil des Ange-
bo s.
So besch ieb auch die Pädagogin Helga Deppe-Wol inge die Jugend-
bildungsa bei de An angsjah e als „une ek i “. Es gab kein sys ema i-
sches Leh angebo , de S o wu de ein önig o ge agen und das k i i-
sche Denken nich ge ö de (Deppe-Wol inge 1972, S. 209–236). So
e wunde es nich , dass be ei s Mi e de 1950e Jah e e meh k i i-
sche S immen zu damaligen Jugendbildungsa bei au kamen, insbeson-
de e o dem Hin e g und, dass Jugendliche zu iele F eizei angebo e
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 49
auße halb de Gewe kscha en wah nahmen (Haus de Gewe kscha sju-
gend Obe u sel 1994, S. 25–32).
Es soll e bis in die 1960e Jah e daue n, bis in de Jugendbildungsa -
bei Ve ände ungen ein a en. Die „Neigungsg uppen“ wichen langsam
einem g öße en Angebo an Funk ionä sschulungen und Jugend e e-
e leh gängen. 1964 wu den in Obe u sel beispielsweise neben Ku sen
zum Be iebs e assungsgese z ode zu den Rech en und P lich en on
Leh lingen auch Ein üh ungen in Psychologie und Pädagogik angebo en.
Wie ein Rahmenplan de NGG aus dem Jah 1962 zeig , basie e de-
en Jugendbildungsa bei au einem S u ensys em, welches sich on de
O s- und Bezi ksebene bis zu Landesebene e s eck e. Inhal lich auch-
en e meh Angebo e de poli ischen Bildung au . So um ass e die Ta-
gesschulungen ü Jugend unk ionä e au O sebene die Themen „Ge-
schich liche En wicklung de Gewe kscha en“ on de Mä z e olu ion bis
heu e (Gewe kscha Nah ung-Genuß-Gas s ä en 1962, S. 7).
Ande e Gewe kscha en – so beispielsweise die IG Chemie – ück en
bei ih e poli ischen Jugenda bei zwei En wicklungen in den Mi elpunk :
die Auseinande se zung mi dem Na ionalsozialismus und mi de DDR
(Haus de Gewe kscha sjugend Obe u sel 1994, S. 38  .).
Me hodisch wu de auch An ang de 1960e Jah e noch nach adi io-
nellem Mus e geleh . Das gängige Fo ma blieb das Re e a und de
Vo ag, wäh end ande e pädagogische Me hoden auße ach gelassen
wu den. Auch wa kein es es Team an Leh k ä en o handen, sonde n
die Re e en :innen eis en jeweils agesweise an. Die Schullei ung ha e
zudem meh o ganisa o ische Au gaben als pädagogisch-inhal liche
(Haus de Gewe kscha sjugend Obe u sel 1994, S. 33, 37  .).
E s die A bei de IG Chemie, die im Zusammenspiel mi Theo ien au-
ße gewe kscha liche Jugendbildung ein neues poli isches Bildungskon-
zep e a bei e e, üh e auch me hodisch zu Ve ände ungen. Zwei Punk e
e hiel en eine besonde e Au me ksamkei : eine gesellscha sk i ische
S ando indung zu e mi eln und sich me hodisch weg om F on alun-
e ich und hin zu G uppena bei und ak i en Mi a bei zu bewegen.
Hinzukam die Ablösung de losen Re e en en eams du ch ein es es
Team an Pädagog:innen. Diese zwischen 1961 und 1963 en wickel en
Konzep e soll en – ähnlich wie die Bildungsobleu e de IG Me all – im Jah
1965 om DGB übe nommen we den, wenngleich da aus e s Ende de
1960e Jah e ein eigene Lei aden ü den DGB en s and (Deppe-Wol in-
ge 1972, S. 236–290; Haus de Gewe kscha sjugend Obe u sel 1994,
S. 37–39).
Das Konzep de IG Chemie um ass e ie S u en. Im e s en Sch i
soll e das In e esse geweck we den (An änge ku se). Da au olg en
Ku se übe gewe kscha liche, ökonomische, poli ische, gesellscha liche
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 50
und kul u elle F agen. Im d i en Sch i soll e au de Ve mi lung und das
Ve häl nis on Theo ie und P axis eingegangen we den, wäh end die
ie e S u e de Wei e bildung gewe kscha liche Jugend unk ionä e o -
behal en blieb.
Die un e schiedlichen Posi ionen de Gewe kscha en üh en alle -
dings dazu, dass zwa das Sys em als solches bes andhiel , inhal lich je-
doch s a ke Disk epanzen zwischen den einzelnen Gewe kscha en
he sch en. Die IG Me all beispielsweise beha e da au , be iebliche F a-
gen s ä ke in de Vo de g und zu s ellen, wäh end das Konzep de IG
Chemie als „F eizei ansa z“ e em wu de (Deppe-Wol inge 1972,
S. 236–290; Haus de Gewe kscha sjugend Obe u sel 1994, S. 38–41).
Somi is es zuhal en, dass die gewe kscha liche Jugendbildungsa -
bei zunächs einen Wandel on F eizei angebo en zu poli ischen Bildung
mach e, die im Ve lau mi me hodischen Neue ungen und gewe kscha -
lich indi iduellen Aus ich ungen e gänz wu den. Es soll e jedoch bis in
die 1970e Jah e daue n, bis ein Gesam konzep des DGB e a bei e we -
den konn e (siehe hie zu auch: Klecha 2010, S. 40–46).
Fazi
In diesem Kapi el is neben de Viel al an Bildungsangebo en auch die
Fülle de be eilig en Ak eu :innen deu lich gewo den: on den An ängen,
die on den Alliie en und dem Wiede au bau gep äg wa en, übe die
1950e Jah e mi ih en p agma ischen Ein lüssen de Übe lebenden, bis
zu den on eine neuen Gene a ion ges al e en 1960e Jah en. Be nd
Faulenbach sch ieb dazu:
„Die gewe kscha liche Bildungsa bei üg sich ein in das Gesam bild de
E wachsenenbildung de Nachk iegszei , das du ch eine Gemengelage
cha ak e isie wa , in de manche T adi ionalismus on Weima und Neu-
ansä ze meh deu sche als wes liche P o enienz mi einande e woben
wa en und gemeinsam on de gesellscha lichen En wicklung – zumin-
des pa iell – übe hol wu den, was inzwischen eilich auch ü die Neu-
o ien ie ungen de 60e und 70e Jah e gil .“ (Faulenbach 1999, S. 189)
G undlegend kann dem hinzuge üg we den, dass die spä en 1940e
Jah e on einem aschen Wiede au bau de Gewe kscha en dominie
wu de. Un e s ü z du ch die äuße e Fo m on Einhei sgewe kscha en
sowie de G ündung eines Dach e bands üh e diese nach dem Zonen-
zusammenschluss zu eine allgemein homogenen Bildungsa bei . Neu
wa en hingegen die Koope a ionen mi ö en lichen Ins i u ionen, wie den
Volkshochschulen und die ollkommend ausbleibende Ideologisie ung
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 51
de Schulungen. Dies üh e wiede um zu eine e ein ach en Zusammen-
a bei mi s aa lichen S ellen, wie das Beispiel de AdA zeig .
Das olgende Jah zehn wa du ch den Ausbau de Bildungsangebo e
gep äg . DGB und einzelne Gewe kscha en e ö ne en eigene Bildungs-
ein ich ungen, an de lau F i z F icke, die Mi els u e de gewe kscha li-
chen Bildungsa bei s a and. E gänz mi eine wah en Vielzahl an loka-
len und egionalen Angebo en du ch „A bei und Leben“, DGB und Ein-
zelgewe kscha en, bilde en die A bei e -Akademien in F ank u , Do -
mund und Hambu g die Obe s u e dieses Sys ems.
Me hodisch blieb die Bildungsa bei alle dings konse a i und üh e
dazu, dass on Schulung ans a on Bildung gesp ochen wu de. De
F on alun e ich und das Fehlen on poli ische und gesellscha liche Bil-
dung soll en zum Ende des Jah zehn s zu Spannungen üh en.
Die 1960e Jah e wa en on eben diesen Ve ände ungen beein luss .
Zwa soll e es bis zum Ende des Jah zehn s – und dami auße halb des
Un e suchungszei aums dieses Kapi els – daue n, bis die neuen Ansä ze
implemen ie wu den, doch is ge ade diese An angsphase on zen ale
Bedeu ung. Das Beispiel de IG Me all ha gezeig , wie aus de Zusam-
mena bei mi de Sozialwissenscha das Konzep eine be iebsnahen
Bildungsa bei en s ehen konn e.
Auch ande e Gewe kscha en übe dach en Ziel und Me hodik ih e An-
gebo e und schlussendlich übe nahm auch de DGB die neuen Ansä ze.
Poli ische Bildung und Ideologie bekamen – siche lich auch beein luss
du ch die Poli isie ung de Gesellscha in den 1960e Jah en – einen
neuen S ellenwe und implemen ie en zei gleich me hodische Ideen, die
be ei s in de Weima e Zei disku ie und angewand wo den wa en.
S uk u ell ähnel e die gewe kscha liche Bildungsa bei nach 1945 den
Ve häl nissen de Weima e Republik. Es he sch e eine p agma ische
A gumen a ion. De Weg all de Ideologie – auch beding du ch die En -
s ehung de Einhei sgewe kscha en – s and nach den E ah ungen de
NS-Zei im selben Bedeu ungszusammenhang (Faulenbach 2003a,
S. 183–184). F i z F icke sch ieb dazu 1950:
„Äl e e Gewe kscha s üh e , welche be ei s o 1933 an unse en Schulen
ä ig wa en, sei es als Hö e ode Dozen en, neigen heu e o dazu, die
damaligen Ve häl nisse zu idealisie en. In Wi klichkei wa auch die Zei
on 1919 bis 1933 nich das ‚goldene Zei al e ‘ de A bei e bildung. Im
G unde ha es alle Schwie igkei en, die uns heu e die A bei e schwe en,
damals auch schon gegeben.“ (F icke 1950, S. 537)
Nach 1945 wu den die Gewe kscha en und ih e Bildungsa bei wiede -
gebo en. Es sind Kon inui ä slinien zu Weima e Zei e kennba , abe
auch Un e schiede, Wei e en wicklungen und Neukonzep ionen. Das
nächs e Kapi el soll diese Ve ände ungen wei e e olgen – on den
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 52
1970e bis in die 1990e Jah e. Was alle dings bleib und wah scheinlich
auch imme bleiben wi d, ha de de 1961 e s o bene F i z F icke be ei s
im Anschluss an das obige Zi a da geleg :
„Damals wie heu e und imme is es das schwie igs e pädagogische P ob-
lem in de A bei e bildung, Menschen, die da an gewöhn sind, konk e , d.
h. gegens ändlich zu denken, dahin zu b ingen, abs ak d. h. ein gedank-
lich zu a bei en.“ (F icke 1950, S. 538)

SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 53
Von de Schulung zu Bildung:
1966 bis 1990
Lo ha Wen zel besch ieb in einem Bei ag zu gewe kscha lichen Bil-
dung aus dem Jah 2011 die 1960e Jah e als die „goldenen Jah e de
Bildungsa bei “:
„Die ‚goldenen Jah e‘ de Bildungsa bei se z en dann mi de Au b uchs-
s immung Ende de 1960e Jah e ein. Das neue Be iebs e assungsge-
se z on 1972, das eine Lohn o zahlung und Kos enübe nahme ü Bil-
dungsmaßnahmen on Be iebs ä en en hiel , e s ä k e diesen T end. Die
Teilnehme zahlen schossen nach oben, neue Bildungss ä en wu den e -
ö ne und die Zahl de haup am lichen Leh k ä e s ieg sp ungha an. In
den Regionen en s anden es e Angebo ss uk u en mi eh enam lichen
Semina lei e n. Zwei Jah zehn e wa die Bildungsa bei ein s abile und
ein luss eiche Fak o in den Gewe kscha en.“ (Wen zel 2011, S. 46)
Diese Jah e – und was danach kam – sollen im olgenden Kapi el dieses
Übe blicks un e such we den. Es sind Jah e zahl eiche poli ische Ve -
ände ungen. Die „1968e “, die Regie ung Willy B and s, ode die Wiede -
e einigung sollen an diese S elle nu als einige p ominen e Beispiele
genann sein (zu Geschich e de Gewe kscha en in diesem Zei aum
siehe: Schneide 2000, S. 328–482). Die dami einhe gehenden Konjunk-
u - und K isenphasen spiegel en sich auch imme in de gewe kscha li-
chen Bildungsa bei wide und beglei e en de en Geschich e somi unmi -
elba mi .
De Au bau des Kapi els gliede sich s eng ch onologisch. Nach ei-
nem ku zen Blick au die zwei e Häl e de 1960e Jah e – de somi einen
Bogen zum o he igen Kapi el schläg – we den au einande olgend die
1970e und 1980e Jah e be ach e .
Die zwei e Häl e de 1960e Jah e
Die Jah e ab 1966 wa en on eine wi scha lichen Rezession und dem
Ein i de SPD in die G oße Koali ion gep äg . Dies üh e in den Folge-
jah en zu eine Poli isie ung junge Menschen, wie es Helga Deppe-Wol-
inge ü die IG Me all Jugend es s ellen konn e. Hin e g ünde hie ü wa-
en die wi scha lich beding en Einsch änkungen des Leh s ellenange-
bo s, e meh e Ku za bei und En lassungen. T o z ode ge ade du ch
die Be eilung de SPD an de Regie ung und den nu als unzulänglich
be ach e en Ve ände ungen nähe e sich die IG Me all Jugend zudem
de auße pa lamen a ischen Opposi ion (APO) an (Deppe-Wol inge
1972, S. 291).
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 54
Ähnliches kann auch die Gewe kscha en allgemein es gehal en we -
den (B uns/Cone /G iesche 1980, S. 10). Zusammen mi de im o he i-
gen Kapi el geschilde en Si ua ion üh e dies zu eine g undlegenden
Ve ände ung de gewe kscha lichen Bildungsa bei in den spä en 1960e
Jah en.
Fü den speziellen Fall de Jugenda bei bedeu e e dies, dass neben
de Didak ik und Me hodik, auch die S a egie zu Deba e s and. „Es ging
um eine K i ik de ‚S ell e e e poli ik‘ als P inzip gewe kscha liche In e-
essen e e ung, um die Übe be onung de G emien in de Jugenda bei
und um die Rolle, die SDAJ [Sozialis ische Deu sche A bei e jugend;
Anm. d. V.] und die DKP [Deu sche Kommunis ische Pa ei; Anm. d. V.]
dabei spiel en“ (Haus de Gewe kscha sjugend Obe u sel 1994, S. 42).
Als Übe sch i ü diese Zei kann ielleich eine sp achliche Ve ände-
ung in de gewe kscha lichen Bildungsa bei he angezogen we den.
Heinz Dü beck besch ieb diese spä e so:
„Es is ganz schwie ig, E wachsene wiede zu Schule zu b ingen, denn
sie haben ja einen sch ecklichen Ho o da o . Die meis en sind oh, wenn
sie die Schule hin e sich haben. Und dann komm jemand und sag , Du
gehs je z zu IG-Me all-Schule. Das woll en wi nich . Deshalb haben wi
den Beg i ‚Schule‘ abgescha und e se z du ch: Bildungss ä e, Bil-
dungszen um, denn gebilde sein möch e man ja schon. Und dann noch
ein Bildungszen um mi Bie heke, Kegelbahn, Schwimmbad usw.“ (He-
ing/Lü zenki chen 1992, S. 111)
De Wandel on Schulung zu Bildung, on de Schule zu Bildungss ä e
und insbesonde e die heo e isch-wissenscha liche Un e ü e ung de
gewe kscha lichen Bildungsa bei nahmen in den Jah en ab 1966 ih en
An ang.
Im Zen um de inne halb de IG Me all anges oßenen Ve ände ungen
s and die neue Bildungss ä e in Sp ockhö el. Be ei s im Jah 1963 be-
schlossen, wu den d ei Jah e spä e die Rich linien ü den Neubau au -
ges ell . Das Bildungszen um soll e übe ach Schuleinhei en e ügen –
sechs ü E wachsene und zwei ü Jugendliche.
Hinzukamen zahl eiche A bei s äume ü kleine e und mi le e G up-
pena bei en, einen g oßen Ve sammlungssaal und Einzelzimme ü
knapp 200 Teilnehme :innen. Zudem wa en eine Biblio hek, ein Tons u-
dio, ie Kegelbahnen, Billia d- und Tisch ennis äume sowie ein Hallen-
bad, eine Sauna und ein Gymnas ik aum geplan . Es wu de dami zu mo-
de ns en gewe kscha lichen Bildungsein ich ung de Zei und s eh sinn-
bildlich ü die zei gleich s a indenden Ve ände ungen (Mülle 2010a,
S. 333–339).
Neben den be ei s angesp ochenen Fak o en on K isenbewäl igung,
Poli isie ung und Mi gliede schwund s eh die „En wicklung de Pädagogik
an den Uni e si ä en und Pädagogischen Hochschulen hin zu ehe kon-
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 55
lik pädagogischen Ansä zen und die ‚En deckung‘ de A bei swel als
Fo schungs eld“ (B uns/Cone /G iesche 1980, S. 10). Dies läss sich
auch in de 1965 beginnenden Ausbildung de Bildungsobleu en de IG
Me all e kennen, die lau S e an Mülle e wa ab dem Jah 1968 an Fah
au nahm, da zu diesem Zei punk de en Semina e inhal lich und me ho-
disch-didak isch en wickel wa en (Mülle 2010b, S. 49; Mülle /Wen zel
2019, S. 450). Das Angebo bes and aus d ei S u en:
Einem einwöchigen ein üh enden Semina , einem zweiwöchigen Au bau-
semina und schließlich de d i en S u e, den 6-Wochen-Ku sen. Me ho-
disch bes anden diese Semina e aus einem Wechsel on A bei sg uppen,
Leh gesp ächen und, o allem in den 6-Wochen-Ku sen, aus in ensi e
Lek ü ea bei . Diese sechswöchigen Semina e s ell en das Ke ns ück de
neuen Konzep ion da . E s nach dessen Absol ie ung wa en die Teilneh-
menden auch in de Lage, selbs Semina e ü be iebliche Kolleginnen
und Kollegen zu en wickeln und du chzu üh en. (Mülle 2010c, S. 158)
Ziel de Ku se wa es die ak uelle Gesellscha s o m zu analysie en und
sie mi be ieblichen und planwi scha lichen Vo s ellungen zu kon as ie-
en. Inhal lich gingen die Teilnehme :innen F agen on Menschenwü de,
He scha und Koope a ion im Indus iebe ieb sowie dem Ve häl nis on
Lohn und Leis ung nach. Zen al hie ü wa en die eigenen, pe sönlichen
E ah ungen im Be ieb und in de Gewe kscha (Mülle 2010c, S. 158–
160).
Vieles hie on läss sich mi eine de zen alen Pe sonen de gewe k-
scha lichen Bildungs heo ie e knüp en: Oska Neg . Diese ha e be ei s
ab 1957 einem „Kapi al-A bei sk eis“ o ges anden, de in Zusammena -
bei mi gewe kscha lichen Ak eu :innen de DGB-Bundesschule in Obe -
u sel sich das Ziel se z e neue Konzep e zu e a bei en, die „den G und-
wide sp uch zwischen Kapi al und A bei zum Ausgangspunk de Übe -
legungen e klä en“ (Päche 1999c, S. 114).
Diese A bei en wickel e Neg in den Folgejah en s e ig o – un e an-
de em auch wäh end eine Ans ellung in Obe u sel. In seine Au obiog a-
phie leg e die Mo i a ion seine heo e ischen We ke au olgende Weise
da :
„Schon die e s en Besuche in Ku sen ü Be iebs ä e mach en mich as-
sungslos. Wie im adi ionellen Schulun e ich wu de de S o au o i a i
dik ie . Ich me k e, wie ungelenk kompe en e Be iebs ä e, die in ih en be-
ieblichen E ah ungszusammenhängen g oße Reden hal en konn en, mi
dem Bleis i umgingen, um sich No izen zu machen.
Ein g oße Teil konn e das, was ein ehemalige S aa sanwal übe A bei s-
ech e mi el e, übe haup nich es hal en und e iel allmählich dem
Schla . Man me k e, wie emd den meis en diese e neu e Schulsi ua ion
wa , in die sie das, was sie in ih e p ak ischen A bei gele n ha en, übe -
haup nich einb ingen konn en. Die S o ülle e d ück e jede Fo m in ensi-
en Le nens. […] Es wa en diese Beobach ungen, die sich allmählich zu
de Idee des exempla ischen Le nens e dich e en.“ (Neg 2019, S. 257)
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 56
Und an eine ande en S elle:
„Ich habe nich eingeg i en, abe do , an de DGB-Bundesschule Obe u -
sel, bilde e sich bei mi eine neue A Suchbewegung [He o heb. i. O.]
aus: Ich woll e ande e Fo men poli ische Bewuss seinsbildung inden und
p ak izie en [He o heb. i. O.] als die uinösen Ze ase ungen jede Fo m
poli ischen Le nens, die hie o meinen Augen ablie en.“ (Neg 2019,
S. 71)
Die Ansä ze Neg s, die im Wesen lichen be ei s 1964 en s anden, wu den
1968 un e dem Ti el „Soziologische Phan asie und exempla isches Le -
nen“ e ö en lich ( gl. Neg 1968). Angelehn an die E ah ungen de
„be iebsnahen Bildungsa bei “ und aus eine kapi alismusk i ischen Po-
si ion he aus, en wickel e Neg da in eine heo e ische Beg ündung ü
gewe kscha liche Bildungsa bei sowie die da ü anzuwendende Didak-
ik.
Die Beg ündung ü den Ausgangspunk de be ieblichen E ah ung
lag da in, dass hie die Bedingungen de A bei e :innenexis enz am o en-
sich lichs en seien. Demnach soll en die Inhal e au eben jene unmi elba-
en In e essen ausge ich e sein und exempla isch en al e we den. Von
de be ieblichen E ah ung könne dann au gesellscha liche Zusammen-
hänge und Hin e g ünde e wiesen we den und da aus p ak ische Kon-
sequenzen e a bei e we den. Die i elgebende „soziologische Phan a-
sie“, die sich da aus en wickel , bedeu e e in gesellscha lichen Zusam-
menhängen denken zu le nen (Allespach/Meye /Wen zel 2009, S. 37  .;
Hind ichs 1982, S. 151; Neg 1968; Päche 1999c, S. 115).
Die P oblems ellungen de Bildungsa bei soll en alle dings nich au
ma e ielle Fak o en besch änk bleiben, sonde n auch soziale und psychi-
sche in eg ie en:
„Neg e such mi seinem Ansa z auße dem eine B ücke zu schlagen zwi-
schen den Le nin e essen de Einzelnen, die o aus unmi elba en be ieb-
lichen P oblemen en s amm en, und den aus gewe kscha spoli ische
Sich nö igen Kenn nissen und Fähigkei en. Dami be üh e ein zen ales
P oblem gewe kscha liche Bildungsa bei : Wie können die Le nin e es-
sen de Teilnehmenden mi den s a egischen Handlungsan o de ungen
e mi el we den, die Gewe kscha en aus ih en Beschlüssen, Kenn nis-
sen und T adi ionen ü no wendig hal en?“ (Allespach/Meye /Wen zel
2009, S. 38)
Gleichzei ig be on e Neg die Bedeu ung eine au onomen Posi ion de
gewe kscha lichen Bildungsa bei gegenübe dem bü ge lichen Bil-
dungssys em. Ohne diese s änden die Gewe kscha en in de Ge ah Teil
des Sys ems und zu eine O dnungsmach übe die A bei e :innen zu e -
kommen (B ock 1978, S. 26  .).
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 63
(abe nich allein!) nach den spezi ischen Teilnehme e ah ungen und -e -
wa ungen e olgen.“ (B amme s/Ge lach/T au wein 1976, S. 84)
Die Übe eins immungen zu Neg sind hie deu lich e kennba , wenngleich
sie abgeschwäch we den. Eine de zen alen Un e schiede lieg im Feh-
len eines Bezugs au die gewe kscha liche Bildung als Bildung on Klas-
senbewuss sein (Faulenbach 1996a, S. 105; Rehbock 1989, S. 50–62).
Insgesam kann in den 1970e Jah en on zwei zen alen Konzep io-
nen gesp ochen we den: zum einen de „E ah ungsansa z“, zum ande-
en de „Lei adenansa z“. Ta sächlich gab es – wie Ch is oph Weische
he ausgea bei e ha – meh Gemeinsamkei en als Di e enzen zwischen
den zwei Konzep en.
Beide be on en die poli ische Bewuss seinsbildung, beide o de en
eine poli ische E neue ung de wes deu schen Gewe kscha en und beide
in eg ie en die be iebliche P axis: „Bildung soll e ein kollek i es E eignis
sein und den ganzen Menschen einbeziehen. […] Wenn au den be ieb-
lichen Fall Bezug genommen wu de, in e essie e da an doch ehe das
Allgemeine und nich das Besonde e“ (Weische 1996a, S. 64).
Adol B ock bezeug e de soziologischen Phan asie be ei s 1978, dass
sie nich meh agend ü die Bildungsa bei de IG Me all sei. Anne e
Rehbock a gumen ie e 1989:
„Indem es als G undlage bzw. Ausgangspunk ü o ganisa ionsp ak ische
Umse zungs e suche on den Ve wendungsak eu en in ganz spezi ische
Weise genu z wu de, wu de die koope a i e Anlage des Ve wendungs-
p ozesses du ch die Ve wendungsak eu e selbs wiede au die Dicho o-
mie on Theo ie und P axis zu ückge üh .“ (Rehbock 1989, S. 88)
Ch is oph Weische üg e 1996 hinzu, de „E ah ungsansa z“ sei ein es-
e Bes and eil de gewe kscha lichen Bildungsa bei , auch wenn e nich
e anke sei. Und die Au o en um Ma in Allespach u eil en 2009, dass
da aus iele Ans öße zu E neue ung de Bildungsa bei ausgegangen
wa en (Allespach/Meye /Wen zel 2009, S. 39  .; B ock 1978, S. 38;
Cone 1978; Rehbock 1989, S. 86–88; Weische 1996a, S. 64  .).
Me hodisch gesehen, wu de in den 1970e Jah en o ge üh , was in
den spä en 1960e Jah en begonnen wu de. Die Ab eilung Jugend des
DGB-Bundes o s ands sch ieb 1973, dass die Diskussion das behe -
schende Un e ich sp inzip sei. In de IG Me all wu den Zweie eams ein-
ge üh , die sich bewäh en, da sie dem Publikum ein b ei e es Spek um
an E ah ungen und Wissen bie en konn en.
Das „Modellsemina “ ließ hingegen wenig Spiel aum ü En al ung de
Pe sönlichkei de Leh enden, wu de abe , wie be ei s besch ieben, nu
pa iell angewand . Die Deu sche Pos gewe kscha (DPG) nann e in ih e
1976 e ö en lich en Konzep ion wechselnde G uppen- und Plenumsa -

SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 64
bei , Teama bei , Falls udien, Rollenspiele, B ains o ming und Visualisie-
ungs echniken als ih e Me hodik (Allespach/Meye /Wen zel 2009, S. 40–
43; Deu sche Pos gewe kscha 1976, S. 8  .; DGB-Bundes o s and
1973, S. 88–122; Weische 1996a, S. 64).
Auch inhal lich sind in den 1970e Jah en keine g öße en Ve ände un-
gen einge e en. Es wu den ielmeh neue Zielg uppen ausgemach . Das
be ei s genann e Konzep „Le nen in de Gewe kscha “ wu de u sp üng-
lich „zum Zwecke de Quali izie ung de Mi bes immungs äge “ (B am-
me s/Ge lach/T au wein 1976, S. 183) en wickel .
Die sich en wickelnde F auenbildungsa bei und die Bildungsa bei ü
ausländische A bei nehme :innen wu de eben alls be ei s angesp ochen.
So ha e beispielsweise die IG BE ab 1972 Maßnahmen eingelei e , die
In e na sleh gänge und ande e Schulungen speziell ü ü kische Be-
iebs ä e und Ve auensleu e um ass en. Zu „Un e ich ung und Be-
wuss seinsbildung“ wu de eine ü kischsp achige B oschü e „Sendika-
miz“ he ausgegeben (Indus iegewe kscha Be gbau, Chemie, Ene gie
2003, S. 64  .).
Im Kon ex de „Neuen Os poli ik“ leg e „A bei und Leben“ einen Fokus
au die Os -Wes -Bildungsa bei , un e ande em mi S udien ah en in die
DDR und ande e Lände des Os blocks. Auch die Geschich e de A bei
e hiel in den 1970e Jah en einen neuen S ellenwe (Mülle /Wen zel
2019, S. 455; Päche 1999c, S. 120–129).
1975 wu de zudem om DGB die „Schwe punk hemen“ einge üh , die
ak uelle gewe kscha spoli ische Themen au g i en und du ch den Dach-
e band und den Einzelgewe kscha en in ih e Bildungsa bei behandel
wu den. Insgesam können die 1970e Jah e als wohl bedeu ends e Zei
de gewe kscha lichen Bildung nach K iegsende bezeichne we den: Sie
wa en olle Kon o e sen und Deba en konzep ionelle A und p ägen
– wie die Beispiele Neg ode die DGB-Schwe punk hemen zeigen – die
gewe kscha liche Bildung bis heu e.
Die 1980e Jah e
Poli isch und wi scha lich gesehen e wiesen sich die Konjunk u einb ü-
che de 1970e Jah e lediglich als Vo bo en ü die S uk u e ände un-
gen de 1980e Jah e. Neolibe ale Wi scha skonzep e, A bei spla z e -
lus e und Ra ionalisie ungsd uck sind nu einige de S ichwö e . „Ganze
Indus iezweige, die Vo ei e on Gewe kscha spoli ik wa en, wie die
We indus ie, e schwanden ode wu den zu Randg ößen. Dagegen
wuchsen die adi ionell gewe kscha lich schwe o ganisie ba en Diens -
leis ungsbe eiche.“ (Bleiche 1999, S. 215)
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 65
Die CDU/CSU-FDP Regie ungskoali ion un e Helmu Kohl ug ih en
Teil hie zu bei, was sich auch in de Bildungspoli ik de 1980e Jah e wi-
de spiegel e. So wu den beispielsweise Wei e bildungsmaßnahmen au
ein ökonomische Aspek e besch änk , wäh end die poli ische Bildung nu
noch eine un e geo dne e Rolle spiel e (Päche 1999b, S. 144; 1999b,
S. 143).
Die gewe kscha liche Bildungsa bei li un e diesen Ums änden,
konn e im Ganzen abe e hal en we den. Das lag un e ande em an de
ausdi e enzie en und ge es ig en S uk u , die on ö liche und egiona-
le bis zu zen alen Bildungsa bei in den Bildungss ä en eich e. Die De-
ba en de 1970e Jah e zwischen „Lei adenansa z“ und „E ah ungsan-
sa z“ wu den auch im olgenden Jah zehn o ge üh . Auch die F age
nach Zweckbildung blieb bes ehen (Bahl-Benke /Röske 1980, S. 392  .;
B uns/Cone /G iesche 1980, S. 389; Diewald-Schape 1982, S. 86).
Gleichzei ig and sich die gewe kscha liche Bildungsa bei in de Ö -
en lichkei on k i ischen S immen angeg i en. Tageszei ungen und
Fe nseh epo agen nahmen sich diesem Thema an und a gumen ie en
eils polemisch. Die Bildungsa bei wü de au de A bei adikale In ellek-
uelle be uhen, die eine undemok a ische „Einhei sideologie“ zum Ziel
hä e und somi in die Nähe „eine demok a ie-s aa lichen Ge äh dung“
ge ück wu den (Gö s 1982, S. 11  .).
Die F auenbildungsa bei a hingegen in eine neue Phase ein. Sie
wu de quan i a i ausgewei e und e hiel in de zwei en Häl e des Jah -
zehn s du ch die Thema isie ung des Geschlech e e häl nisses eine
neue inhal liche Dimension. P oblems ellungen wie „Ta i poli ik im In e-
esse on F auen“, „Mach mach F auen s a k“ ode „Sexuelle Beläs i-
gung on F auen“ allen beispielsweise un e diese Ka ego ie. Le z e es
wu de om DGB-Bundes o s and 1987 in eine B oschü e hema isie ,
die Ri uale im Umgang zwischen den Geschlech e n wu den zunehmend
in F age ges ell (De ichs-Kuns mann 1994, S. 158–162; 1995, S. 15–19;
Päche 1999b, S. 159).
Auch in de Jugenda bei e ände en sich die Themen. Im IG Me all
Jugendbildungszen um am Schlie see a en das Engagemen ü En -
spannung und Ab üs ung ode die Re o m de be u lichen Bildung au den
Themenplan. Die Kapazi ä en wu den e höh , 1987 eine s ändige päda-
gogische Mi a bei e in einges ell und auch die in e na ionale A bei e hiel
eine Au we ung.
In Obe u sel wu de hingegen es ges ell , dass sich die Ansp üche de
Jugendlichen du ch die K isen e ände ha e. Da un e iel auch de Pe -
sonenk eis, de sich ak i an den neuen sozialen Bewegungen engagie e
und sich somi on den Gewe kscha en abwand en (Haus de Gewe k-
scha sjugend Obe u sel 1994, S. 79; IG Me all 2015, S. 31–33).
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 66
1981 auch e e was übe aschend eine heo e ische Thema ik aus de
Weima e Zei in eine Rede on Hans P eiss au . Zum zehnjäh igen Ju-
biläum des Bildungszen ums Sp ockhö el e klä e e :
„Is gewe kscha liche Bildungsa bei nich doch und zue s Kade - und
Funk ionä sbildung? Soll en nich diejenigen, die sich be ei s bewäh ha-
ben, die sich be ei s aus de Masse gelös und die E ah ung da in haben,
wie man im In e esse de Massen ü die Massen denk und handel , ge-
we kscha lich gebilde we den? Ode is diese Ansp uch bei 2,6 Millionen
Mi gliede n eine Illusion?
Den An wo en au diese F agen kommen wi nähe , wenn wi den Beg i
‚Massenbildung‘ mi dem demok a ischen Ansp uch de A bei e bewegung
e binden. Die Du chse zung demok a ische S uk u en in allen gesell-
scha lichen Be eichen is da ü das g undsä zliche Ziel. Ohne die Be eili-
gung de Massen geh das wohl kaum.“ (IG Me all Vo s and, Ab eilung Bil-
dungswesen/Bildungspoli ik 1981, S. 36)
Diesem Ansp uch an „Massenbildung“ konn e die IG Me all wah schein-
lich am nächs en genügen. Die wei übe 1.000 ak i en Re e en :innen im
egionalen Be eich und die 50 haup am lichen Leh k ä e wa en alle dings
eine Ausnahmee scheinung (Mülle /Wen zel 2019, S. 455). Wie schon in
de Weima e Zei , konn e es nich de Ansp uch alle Gewe kscha en
sein, Mi gliede bildung zu be eiben, wenngleich sich ieles in diese Rich-
ung ge an ha e.
Die wei e en heo e ischen Deba en de 1980e Jah e behandel en die
be ei s skizzie e F age zwischen Lei aden- und E ah ungsansa z. Klaus
Ahlheim nann e sie noch 1982 e bi e :
„In de o ausu e nden Diskussion kommen in de Regel Di e enzen im
Le nbeg i zu Sp ache. Bei den K i ike n Neg s he sch die Anschauung
o , daß Le nen in Gewe kscha ssemina en‚ eine Ve einhei lichung und
Ko ek u o indliche Deu ungen, Kenn nisse und Handlungspe spek i-
en zu leis en‘ habe und so O ien ie ungsg undlagen zum Handeln un e
de Regie de O ganisa ion e mi eln soll e, eine Posi ion, die die Le nen-
den inso e n als Objek e behandel , als sie in ih em Bewuß sein nu die
‚ ich igen‘ Inhal e nach ollziehen müssen, die on de Bildungsins i u ion
und ih en Cu icula o gegeben we den.
Demgegenübe s eh ein Bildungsansa z, de die un e schiedlichen E ah-
ungen und In e p e a ionsmus e de Le nenden e ns nimm und im ge-
we kscha lichen Bildungsangebo einen gemeinsamen P ozeß on Leh-
enden und Le nenden sieh , eine Bildungs e ans al ung on gewe k-
scha lich O ganisie en, nich ü Lohnabhängige.“ (Ahlheim 1982, S. 164)
Ansä ze zu Wei e en wicklung diese Deba e üh en un e ande em
dazu, dass Ve suche un e nommen wu den „den gesam en Lebenszu-
sammenhang“ mi einzubeziehen und somi auch au die Si ua ionen on
Jugendlichen, F auen und A bei slosen s ä ke eingehen zu können
(Bahl-Benke /Röske 1980, S. 402–403). Auch das „Modellsemina “ wu de
lau Johannson „zu den Ak en geleg “, abe mi hil e on zwei Re e en en-
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 67
lei äden (1980 und 1987) in modi izie e Fo m wei e e wende (Johann-
son 1990, S. 306  .; Weische e al. 1998, S. 140).
Ande e Gewe kscha en, beispielsweise die IG D uck und Papie be-
on en in ih en neuen Bildungskonzep ionen die Bedeu ung on zielge-
ich e e Bildung, die Demok a ie und Solida i ä ö de n soll e. Die ÖTV
beschloss im Juni 1979 ih e zwei e Bildungskonzep ion, die eine gewe k-
scha liche Zielse zung und eine in e essenbezogene Anwendung bek ä -
ig e. Auch die IG Chemie sp ach sich im Angesich de Themen on Ra-
ionalisie ung und Mi bes immung ü eine in e essenbezogene Bildungs-
a bei aus (B uns/Cone /G iesche 1980, S. 15–20).
Die gewe kscha liche Bildungsa bei de 1980e Jah e kann konzep i-
onell als eine Fo üh ung und Wei e en wicklung de 1970e Jah e gese-
hen we den. Die Diskussionen wu den zwa wei e hin ge üh , muss en
sich gleichzei ig abe mi den neuen Rahmenbedingungen a angie en
und diese in ih e Konzep e mi au nehmen.
Me hodisch scheinen in den 1980e Jah en keine Neue ungen einge-
e en zu sein, zumindes auchen sie in de Sekundä li e a u nich au .
Inhal lich hingegen se z e sich die Belieb hei on his o ischen F ages el-
lungen o . Die Geschich e de A bei e :innen-Bewegung, de A bei sbe-
ziehungen, de a bei enden Schich en, des Ta i e agswesens und de
Be iebs e assung sind einige de genann en Themen (Faulenbach
1982, S. 11  ., 17  .; 1996a, S. 106).
Be nd Faulenbach sch ieb dazu 1982: „G oßo ganisa ionen wie die
Gewe kscha en, die ih e Geschich e e d ängen, ode die e gessen,
daß sie in his o ische Pe spek i e zu handeln haben, e lie en ih e Iden-
i ä und die Ziel ich ung ih es Handelns“ (Faulenbach 1982, S. 26).
1989 wu de auch das e s e Schwulen-Lesben-Semina in Obe u sel
e ans al e . Die IG Be gbau muss e Ende de 1980e Jah e ih e Themen
anpassen, weil de Be gbau gesam gesellscha lich in die De ensi e ge-
d ück wu de und den Mi gliede n das „Rüs zeug“ ü diese Auseinande -
se zung ehl e. Neue Technologien, Umwel hemen und Eu opa wa en
wei e e neue Themen.
Auch die Deba e um die 35-S unden-Woche spiegel e sich in de ge-
we kscha lichen Bildungsa bei de 1980e Jah e wide (Deu sche Pos -
gewe kscha , Haup o s and, Ab . Pe sonal und Gewe kscha liche Bil-
dung 1987; DGB-Bundes o s and 1989, S. 4; Indus iegewe kscha
Be gbau, Chemie, Ene gie 2003, S. 75; o. A. 1999, S. 11–13; Päche
1999b, S. 153).
An diese S elle sei zudem ku z au die wei e gehende A bei de So-
zialakademie in Do mund und de AdA in F ank u e wiesen. Le z e e
sch ieb in de Leh gangskonzep ion on 1982, dass alle Le na en zu e -
meiden seien, die „die S udie enden in eine ausschließlich passi e Rolle
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 68
d ängen. Es gib dahe auch keine Vo lesungen im he kömmlichen Sinn“
(Loe 1982, S. 270).
Die Sozialakademie be on e zusä zlich die Ve bindung on Theo ie
und P axis und e olg e einen cu icula en Rahmenplan. Es is e kenn-
ba , dass auch an diesen – on F i z F icke bezeichne en höchs en S u e
de gewe kscha lichen Bildungsa bei – die Deba en de le z en Jah -
zehn e Einzug e hiel en (Kühne 1982, S. 256  .; Loe 1982).
Fazi
Die on Lo ha Wen zel besch iebenen „goldenen Jah e“ de gewe k-
scha lichen Bildungsa bei zeichne en sich du ch einen Ausbau de Ka-
pazi ä en, Me hoden, Inhal e und Theo ien aus. Sie wa en dadu ch gleich-
zei ig on zahl eichen Kon o e sen und Deba en beglei e , die zu inne -
gewe kscha lichen Kon lik en üh en. Mi den olgenden Wi scha sk i-
sen gingen diese „goldenen Jah e“ zu Ende und die gewe kscha liche
Bildungsa bei muss e sich anpassen – in inanzielle , abe auch in kon-
zep ionelle und me hodische Hinsich . Diese ex e nen Fak o en soll en
auch in den Folgejah zehn en on zen ale Bedeu ung bleiben.

SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 69
Indi idualisie ung:
Die Jah e ab 1990
Die 1990e Jah e wu den maßgeblich on de deu schen Wiede e eini-
gung und de da au olgenden T ans o ma ionszei gep äg . Fü die Ge-
we kscha en bedeu e e dies zunächs einen massi en Mi gliede zus om
aus den neuen Bundeslände n, de abe au g und des wi scha lichen
Zusammenb uchs wiede au den Ausgangspunk zu ückgingen. Die ol-
gende Wi scha sk ise 1993/1994, die hohen Kos en de Einhei und die
s e ig s eigende A bei slosenquo e üh en gegen Ende de 1990e Jah e
zu d as ischen Abnahmen an Gewe kscha smi gliede n (Boewe/Schul-
en 2014, S. 54; Mülle /Wen zel 2019, S. 456).
De Au bau des Kapi els is wiede ch onologisch gehal en. Au einan-
de olgend we den die 1990e , 2000e und 2010e Jah e be ach e . An
diese S elle wi d dann ein Schni gemach , da sich die A bei sons zu
seh de heu igen Zei annähe n wü de und dami seinen his o ischen An-
sp uch e lö e.
Die 1990e Jah e
Fü die gewe kscha liche Bildungsa bei bedeu e e dies ge inge e inan-
zielle und pe sonelle Ressou cen, iele Bildungss ä en wu den geschlos-
sen. Es muss en demnach neue Wege ge unden we den, die e bleiben-
den K ä e zu bündeln und in de Bildungsa bei insgesam e ek i e zu
we den. Das Angebo sspek um wu de da au hin ausgewei e und a -
bei sp ozessbezogene Kompe enzen s ä ke ge ö de .
Auch die egionale Bildungsa bei un e lie Ve ände ungen. De Beda
an schnellen und au bes imm e Zielg uppen ausge ich e en Angebo en
s ieg und muss e bedien we den. Zudem bekamen die gewe kscha li-
chen Be iebs ä eschulungen Konku enz on komme ziellen Anbie e n,
die mi besonde en Angebo en wa ben (Allespach/Meye /Wen zel 2009,
S. 43–46; Boewe/Schul en 2014, S. 52; Gi nd /Flo hmann 2011, S. 16).
Die An angsjah e des Jah zehn s wa en alle dings on de Einhei und
den neuen He aus o de ungen in „Os deu schland“ gep äg . 1991 o mu-
lie e das Haup o s andsmi glied de IG Chemie, Jü gen Wal e , neun
Thesen zu do igen Bildungsa bei . Da un e ielen das In e esse an
Fachku sen wie A bei s ech ode Be iebswi scha sleh e, das Desin e-
esse an de Ve gangenhei sbewäl igung, und die Renaissance des „E -
ah ungsansa zes“. Die le z e These lau e e:
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 70
„Die Ve an wo ung des einzelnen ü sein Tun als Glied diese Gesell-
scha muß he ausges ell we den. Jede muß an seinem Pla z einen Bei-
ag zum Zusammenwachsen leis en. Ge ade un e dem Eind uck e -
s ä k e Auslände eindlichkei is das on zen ale Bedeu ung. Nich ‚die
da oben‘, Poli ike , Un e nehme , sonde n wi alle bes immen das Bild
Deu schlands.“ (Wal e 1991, S. 781)
Die T ans o ma ionszei e wies sich als schwie ige Au gabe ü die Ge-
we kscha en. Massenen lassungen üh en schnell zu dem Dogma
„Haup sache A bei “ und es gab nu wenige Be iebs ä e, die ü zwei Wo-
chen den Be ieb e lassen konn en (Boewe/Schul en 2014, S. 54). Die
S uk u en muss en zunächs gescha en we den. De DBG wa ge o de
„unmi elba es Handlungswissen ü die be iebliche und gewe kscha li-
che In e essen e e ung zu e mi eln“ (Kubik/Nich 1994, S. 255).
Im Mai 1991 e ö ne e e ein e s es DGB-Bildungszen um in Rade-
beul, dessen Fo lau en in einem A ikel aus dem Jah 1994 au g und de
inanziellen Lage jedoch be ei s in Zwei el gezogen wu de (Kubik/Nich
1994, S. 260  .).
Ande e Gewe kscha en s anden o e gleichba en P oblemen
(Köpke 1994, S. 333–336; Mülle /Wen zel 2019, S. 457). Ronald Köpke
ass e sie 1994 olgende maßen zusammen:
„Anhand de o liegenden Aussagen muß jedoch da on ausgegangen
we den, daß es dabei nich um inhal liche und konzep ionelle Neuo ien ie-
ungen handel , sonde n um Anpassungslösungen, die p agma isch aus
den No wendigkei en he aus ge o en. Von eine eigens ändigen Aus ich-
ung kann ansa zweise nu im Zusammenhang mi de Bildungsa bei de
Einzelgewe kscha en die Rede sein. Ebensowenig is eine S uk u und
Thema ik eine K isenbea bei ung e kennba .“ (Köpke 1994, S. 338)
Eine A bei sg uppe de ÖTV üg e 1995 hinzu:
„In wes lichen Bildungss ä en wü den sich die ‚Ossis‘ in de Minde hei
und deshalb unwohl ühlen, es gebe Annähe ungsängs e zu Themen wie
‚Zukun du ch ö en liche Diens e‘, es gebe keine Bildungsu laubsgese ze,
es gebe Ängs e o A bei slosigkei , es gebe einen nich une heblichen
D uck sei ens des A bei gebe s bei kos en agungsp lich igen Semina en.
[…] Es zeige sich eben, daß de Einigungsp ozeß noch längs nich abge-
schlossen is , daß mi de Übe agung de Sys eme de Bundes epublik
nich zei - und deckungsgleich die Wandlung de Menschen einhe geh .
Die menschliche Dimension sei übe sehen und e nachlässig wo den –
dies gel e auch ü die Gewe kscha ÖTV.“ (o.A. 1995a, S. 145)
Die F auenbildungsa bei de 1990e Jah e wies inhal lich eben alls einen
Os -Wes Bezug au . So gab es beispielsweise Ku se mi dem Ti el „F au-
enemanzipa ion in Os und Wes – Was bleib da on in K isenzei en“ ode
„A bei ü F auen in den neuen Bundeslände n“. Doch auch ande e The-
men wa en p äsen : F auengeschich e, eu opäische In eg a ion ode
neue Technologien. Zahlen echnisch s ieg die Teilnahme weibliche Mi -
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 71
gliede au ci ca 30,5 P ozen in de Mi e de 1990e Jah e. Den höchs en
An eil e zeichne en Semina e zu sozialen Kompe enzen (47 P ozen )
und „Geschich e, Zei geschehen, Gesellscha “ (40 P ozen ) (De ichs-
Kuns mann 1995, S. 19  ., 25).
Alle dings bes anden die be ei s im Abschni zu den 1980e Jah en
e me k en „Ri uale“ gegenübe F auen wei e hin. So sch ieb Ka in
De ichs-Kuns mann on eine allgemeinen Igno anz F auenp oblemen
gegenübe . Sie hema isie e zudem
„das Übe hö en de F auenanliegen, das gönne ha e Zu ech weisen,
wenn eine Kollegin eine de – o mals ungesch iebenen – Regeln e le z ,
das Übe sehen on Wo meldungen on F auen, das Abwe en de Rede-
bei äge on F auen, das Zu ückweisen eines möglichen Expe ens a us
eine F au, die Behandlung on F auen als Sexualobjek bzw. als deko a-
i es Beiwe k on Männe g emien.“ (De ichs-Kuns mann 1995, S. 22–23)
Auch Ge ud Ho es ad be ich e e übe Semina e de IG Me all, dass das
Geschlech e e häl nis in den Semina en wei e hin nich hema isie
wü de. „Das Nich -Thema isie en is nich unschuldig, es […] en häl un-
ausgesp ochen die Behaup ung, daß F auenwi klichkei en i ele an ,
bes en alls die Ausnahme seien“ (Ho es ad 1997, S. 164). Es is dahe
wenig e wunde lich, dass in diese Zei e neu die Be ücksich igung de
Geschlech e di e enz ge o de und auch das un e schiedliche Le n e -
hal en on F auen und Männe in de Me hodik mi bedach wu de
(De ichs-Kuns mann 1994, S. 163–166).
Die Jugendbildungsa bei des DGB in den 1990e Jah en wa en eben-
alls mi neuen Zielse zungen e bunden. De Lei e des Hauses de Ge-
we kscha sjugend in Obe u sel, Ho s -Die e Zahn e ass e hie zu S ich-
wo e und Thesen:
„Die K ise und das Schei e n eines au ungehemm em Fo sch ei en on
Na u wissenscha en und Technik be uhenden Fo sch i smodells kann
nich das A gumen sein, um das Ziel eine au geklä en Mode ni ä übe -
haup au zugeben. Ein humane Fo sch i is nich möglich ohne Men-
schen, die am gesellscha lichen und poli ischen Leben selbs ändig und
e an wo lich eilnehmen. Die Emanzipa ion on Unmündigkei , Abhän-
gigkei und Un e d ückung is da um ein wei e es unse e A bei zug un-
deliegendes Ziel.“ (Zahn 1994, S. 39)
Da an knüp e e eine um assende Pe sönlichkei sen wicklung, die un e
ande em eine e lek ie e Iden i ä , die Fähigkei zu in e subjek i en Ve -
s ändigung sowie soziale Kompe enzen um ass e (Zahn 1994, S. 39).
Insgesam li die gewe kscha liche Jugendbildung alle dings – wie die
gesam e Bildungsa bei – an äuße en Fak o en. Fü die IG Me all konn e
S ephan Klecha es s ellen, dass sie be ei s ab den 1980e Jah en an Be-
deu ung e lo . Die Einhei mi ih en ande wei ig benö ig en Ressou cen
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 72
e s ä k e diesen T end. E s Mi e de 1990e Jah e s abilisie e sich die
Jugenda bei du ch e höh e Mi el, We bung und inhal lichen Angebo e
wiede (Klecha 2010, S. 254–257).
Die 1990e Jah e wa en o z de ielen Einsch änkungen in de ge-
we kscha lichen Bildungsa bei auch eine Phase de Neukonzep ionen
und de Anpassungen. Ch is oph Weische sch ieb 1996 dazu, dass in
de IG Me all die Modi ika ionen und Wei e en wicklungen des „Modellse-
mina s“ so wei o gesch i en wa en, dass es an sich nich meh als e -
bindliche G undlage gel en konn e (Weische 1996b, S. 82–83).
Im Zen um de Übe legungen s anden die Indi idualisie ungsp o-
zesse de Gesellscha und wie au diese subjek i en Bewegg ünde und
E ah ungen besse einzugehen sei. Auch die Zuschneidung au eine
übe wiegend männliche Facha bei e kul u wu de k i isch hin e ag . Zu-
dem soll en indi iduelle be iebliche Handlungs äume und die da an an-
knüp enden gesellscha spoli ischen F agen wiede s ä ke in den Fokus
ge ück we den. Zule z wu de auch de pädagogischen All agsp axis und
den G uppenp ozessen meh Raum zugesch ieben (Allespach/Meye /
Wen zel 2009, S. 43–46; Mülle /Wen zel 2019, S. 457–459).
Die IG Me all schu hie ü ein eigenes Fo schungsp ojek , dass un e
dem Namen „BiMe all“ bekann wu de. In eine da aus he o gehenden
Publika ion sch ieb de P ojek lei e , Hanns Wienold:
„Gewe kscha liche Bildungsa bei is im Umb uch. Du ch die Ve ände un-
gen in de A bei s- und Lebenswel de lohnabhängig Beschä ig en, abe
auch du ch die Ve ände ungen im poli ischen Raum is sie mi eine Viel-
zahl neue An o de ungen kon on ie ; al e O ien ie ungsmus e s ehen in
F age.“ (Wienold 1996, S. 7)
Die zen alen F ages ellungen on „BiMe all“ lau e en: „Un e welchen Be-
dingungen lassen sich Selbs au klä ung de Teilnehme und Selbs au klä-
ung de Leh enden im Semina e binden?“ Und: „Wenn die e schiede-
nen […] Wi klichkei en de TN und Teame Innen s ä ke zum Gegens and
de Semina e we den soll en (auch in bezug [sic!] au die sozialen Bezie-
hungen im Semina ), un e welchen Bedingungen is das möglich?“ (Wie-
nold 1994, S. 190) Zudem wu de nach Geschlech e e häl nissen und
den An o de ungen an Jugendbildung ge ag . Ch is oph Weische üg e
hinzu:
„Was is das Poli ische, was is de Gegens and poli ische Bildungsp o-
zesse? […] Was is Le nen im Zusammenhang poli ische Bildungsp o-
zesse? An welchen O en, in welchen Si ua ionen und in welchen sozialen
Zusammenhängen wi d gele n ? Welche pädagogischen Fo men e mögli-
chen o ganisie es Le nen? […] Wie kommen Menschen zu poli ischem
Handeln? Was beweg sie, sich ü ih e KollegInnen einzuse zen und zum
S eik o s To zu gehen? Was hinde Menschen am poli ischen Han-
deln?“ (Weische 1996b, S. 25)
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 79
„Gewe kscha liche Bildungsa bei is Zweckbildung, um die Ziele und Au -
gaben de gewe kscha lichen O ganisa ion nach o ne zu b ingen. Es
geh da um, Teilnehme zu mo i ie en, sich in gesellscha lichen O gani-
sa ionen, in den Gewe kscha en, in de IG Me all, zu engagie en, sich ü
ih e In e essen und die ih e Kolleginnen und Kollegen einzuse zen, d. h.
ganz ak uell die Mi gliede en wicklung zu un e s ü zen.“ (Kolbe/Meine
2011, S. 84)
Ca s en Maaß und Ha mu Meine se zen die Ve bindung on gewe k-
scha liche Bildung und Mi gliede we bung ü ih en IG Me all-Bezi k Nie-
de sachsen und Sachsen-Anhal um. Das eine kann du ch das ande e
nu e besse we den. Hie ü en wickel en sie neue Semina e, die die
Mi gliede we bung als Bes and eil de bezi klichen Bildungsa bei be-
ach e en. So wu den be ei s bei den G undlagen ge ag , wa um die Teil-
nehme :innen Mi glied de Gewe kscha en seien, um somi bei We be-
gesp ächen übe zeugende ih en S andpunk e e en zu können. Hin-
zukam ein konk e es T aining zu Ansp achesys ema ik und Gesp ächs-
üh ung (Maaß/Meine 2014).
Ein wei e e Punk de 2010e Jah e wa die Diskussion um die Bedeu-
ung on Bildungss ä en. Diese wu den on Ve e e :innen de Bildungs-
a bei ehemen e eidig . Und sie behiel en Rech , denn um 2014 wa en
die Häuse wiede oll, wie ein A ikel in de „Mi bes immung“ e künde .
Da ü muss e in die Bildungss ä en en sp echend in es ie , die do igen
Konzep e und Gegebenhei en übe a bei e we den. Da un e allen bei-
spielsweise bequeme Einzelzimme , unk ionale Semina äume ode
High-End-Mul imedia echnik (Boewe/Schul en 2014, S. 52; Gi nd /Flo h-
mann 2011, S. 18). Die Lei e in de e .di Bildungss ä e in Lage-Hö s e
mein e dazu:
„Das kann nu unk ionie en, wenn das Haus on den Kolleginnen und Kol-
legen als ‚men ale Wohl ühloase‘ e leb we de […] und dazu gehö auch
das physische Wohlbe inden. Da is in de Ca e e ia die Esp esso-ma-
schine s ändig online, da liegen sieben Tageszei ungen aus, da laden
Sauna und Schwimmbad (mi Gegens omanlage) zum Relaxen.“
(Boewe/Schul en 2014, S. 57)
Wei e e pädagogische Deba en de 2010e Jah en beschä ig en sich mi
de F age, wie Menschen du ch Semina e zum poli ischen Handeln be-
weg we den können. Hie un e ielen auch An egungen wie die Subjek-
o ien ie ung in de k i ischen Psychologie ode die demok a ische E zie-
hungs heo ie (Mülle /Wen zel 2019, S. 462  .).
2011 o de e de Resso lei e ü Aus- und Wei e bildung de IG Me-
all, Joachim Bee ho s , zudem meh U opie in de Bildungsa bei . Die Bil-
dungsa bei hä e die Au gabe „unmi elba e In e essenkon lik e und
Handlungsp obleme im Zusammenhang ih e subjek i en und objek i en
Bedingungen zu be ach en und zu e kennen, e wei e es Handlungs e -

SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 80
mögen zu en wickeln und mi Pe spek i en übe den gegenwä igen Ge-
sellscha szus and hinaus zu e binden“ (Bee ho s 2011, S. 62).
Ul ike Obe may , Lei e in des Funk ionsbe eichs gewe kscha liche
Bildungsa bei in de IG Me all, o cie e in den 2010e Jah en hingegen
die heo e ische Un e ü e ung de Bildungsa bei . Dieses Anliegen e -
olg e sie un e ande em du ch die Ein üh ung sogenann e „Theo ie-P a-
xis-Dialoge“, au denen Wissenscha le :innen zusammen mi Leh k ä en
übe ak uelle F agen de Bildungsa bei disku ie en. Themen wa en un e
ande em „Von de poli ischen Bildung zu poli ischen Handlung“, ode
„En emdung und „Gu e A bei ““ (IG Me all Vo s and, Funk ionsbe eich
Gewe kscha liche Bildungsa bei 2011, S. 54–56; IG Me all Vo s and,
Funk ionsbe eich Gewe kscha liche Bildungsa bei 2013; Wen zel 2011,
S. 47).
Somi wa en die 2010e Jah e insgesam eine Phase de Konsolidie-
ung. Nach den K isen de 1990e und 2000e Jah e e leb e die Nach-
age nach gewe kscha lichen Bildungsangebo en – auch au g und de
hie ü eingese z en Maßnahmen – einen Au schwung. Es sind auch nich
meh die g oßen konzep ionellen Diskussionen, die die A bei p ägen,
sonde n spezielle P obleme de E ek i i ä und We bung.
Fazi
Die poli ischen E eignisse de 1990e Jah e e ände en die gewe k-
scha liche Bildungsa bei zwangsweise. Die geschilde en K isen und
Ve ände ungen soll en e s in den 2010e Jah en übe wunden we den
und somi zu eine Konsolidie ung de Lage üh en.
Me hodisch wu de eben alls an die Vo jah zehn e angeknüp und die
o ene en, bildungs eundliche en Konzep e beibehal en, die schlussend-
lich au die be ei s in den 1960e Jah en ge o de e Indi iduali ä und Be-
iebsnähe eingingen. Von den ielen agespoli ischen Themen, die in den
Jah zehn en nach 1945 in das Bildungsangebo au genommen wu den,
haben sich allein die „Klassike “ gehal en. A bei s ech liches und wi -
scha liches Wissen wu de in de gewe kscha lichen Bildung imme ge-
ag , doch konn en sich auch geschich liche und gesellscha liche The-
men hal en – da ü wu de soga gekämp .
Die T adi ionslinien zu Weima e Zei hingegen, die Ve ände ungen
gegenübe de Nachk iegszei und die Bean wo ung de zen alen F a-
ges ellung diese A bei sollen in den abschließenden Schluss olge un-
gen hema isie we den.
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 81
Schluss olge ungen
Die Gewe kscha e in Ma ia Webe b ach e einmal zu Papie , was sich
auch allgemein au die Geschich e de gewe kscha lichen Bildungsa bei
anwenden ließe:
„Wen on uns ha nich schon einmal in de äglichen A bei de Zo n ge-
pack angesich s des Schnecken empos gesellscha liche Fo sch i e.
Gewe kscha sa bei b auch Zähigkei , Geduld und einen langen A em.
Wenn wi g öße e Zei äume übe blicken, we den Fo sch i e sich ba .
Gewe kscha sgeschich e is deshalb ein un e zich ba e Teil gewe k-
scha liche Bildungsa bei und dami de DGB-Schwe punk hemen. Sie
is ein S ück de Besinnung de A bei nehme und ih e Gewe kscha en
au die eigene K a . Gemeinsam le nen, um solida isch handeln zu kön-
nen – das is de Bei ag de DGB-Schwe punk hemen ü die Du chse -
zung unse e Ziele.“ (Webe 1982, S. 64)
Zu diesem Ziel soll auch diese A bei einen kleinen Bei ag geleis e ha-
ben. Die übe 100 Jah e gewe kscha liche Bildungsa bei , die hie o
den Lese :innen au gemach wu den, haben die zahl eichen Ve ände un-
gen, Fo sch i e und Leh en dieses Zei aums deu lich gemach .
Ange angen mi de Weima e Zei , die mi bildungs echnischen Inno-
a ionen eichlich e sehen wa und in de , die Gewe kscha en e s mals
ein o izielles Mach monopol in de Gesellscha einnehmen konn en.
Kaum ein Zei abschni kann mi solch eine Vielzahl an me hodischen,
inhal lichen und konzep ionellen Expe imen en dienen. Von de A chi ek-
u de Bundesschule in Be nau übe die konzep ionellen Vo schläge F i z
F ickes in Be lin hin zu e s en „A bei e uni e si ä “ in F ank u .
Die zen alen Kon lik e diese Zei lassen sich an zwei F ages ellungen
zusammen assen: Au de einen Sei e die Deba e um Mi gliede - ode
Funk ionä sbildung und au de ande en Sei e die F age nach den Zielen
de gewe kscha lichen Bildungsa bei . Soll e ein ideologischen Klassen-
bewuss sein gebilde we den, ode wie beispielsweise an de AdA ein
s aa s agendes?
Am Ende olg e die E nüch e ung. Die Wi scha sk isen und de Au -
s ieg de Na ionalsozialis en e schwe en und schlussendlich beende en
die Übe legungen und p ak ische A bei de Gewe kscha en. Zu e uie en,
ob das eine ode ande e Bildungskonzep zu eine besse en Abweh des
NS ge üh hä e, soll e diese A bei nich bean wo en. Es läss sich abe
e kennen, dass diese F ages ellung e s im Nachhinein an Bedeu ung ge-
wann und demen sp echend ü die damalige Zei wenige Raum ein-
nahm.
Die Nachk iegszei wa om Wide au bau de Gewe kscha en und da-
mi auch ih e Bildungsa bei gep äg . Die An änge anden in kleinen Häu-
se n, manchmal ohne S om und Wasse , meis au egionale Ebene
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 82
s a . E s du ch die G ündung de Einhei sgewe kscha en und des Dach-
e bands DGB wu de die Bildungsa bei gebündel und in ein übe g ei-
endes Konzep zusammenge üh . De on F i z F icke skizzie e Au bau
in d ei S u en ( egional, Bundesschulen, A bei e akademien) soll e lange
Zei Bes and haben und gil in eingesch änk e Fo m auch heu e noch.
Zunächs wa die poli ische Allgemeinbildung on g öß e Bedeu ung,
was du ch de en Ve nachlässigung du ch die Na ionalsozialis en beding
wa . Vielleich lag hie in auch eine de G ünde, wa um die Bildungsa bei
übe g ei end nich an die inno a i en Konzep e und Me hoden de Wei-
ma e Zei anknüp en konn e. Zumindes An ang de 1960e Jah e wa
diese A de Bildung e al e und lie e e Anlass zu K i ik. Die Deba e
um den Vo agss il und Allmach de Leh k ä e üh e in Ve bindung mi
de on de IG Me all an isie en, be iebsnahen Bildungspoli ik zu einem
Umdenken und eine Neuaus ich ung de gewe kscha lichen Bildungsa -
bei .
Diese Ve ände ungen lassen sich im Konzep de Bildungsobleu e e -
kennen und kulminie en in de heo e ischen Un e ü e ung du ch Oska
Neg zum Ende de 1960e Jah e. Doch soll e sich die Au b uchss im-
mung nich lange hal en und be ei s An ang de 1970e Jah e kam es zu
eine A Res au a ion. Die Posi ion de Leh k ä e wu de wiede ges ä k
und die Demok a isie ung de Bildungsa bei zunächs zu ückges ell .
Die nächs en Jah e wa en om Lei adenp inzip gep äg , in dem die
Ku se on An ang bis Ende du chgeplan wa en. Gleichzei ig ha en sich
einige Inno a ionen aus dem Um eld Neg s o zdem e ablie und somi
ließ die Bildungsa bei insgesam zumindes einen B uch zu Nachk iegs-
zei e kennen.
Wie das Beispiel des „Modellsemina s“ zeig , lag es o im E messen
de Leh k ä e, welche Konzep ion im indi iduellen Fall ge olg wu de und
welche nich . Die olgenden Jah e de wi scha lichen K isen, des ge-
we kscha lichen Mi gliede schwunds und de deu schen Wiede e eini-
gung ließen auch die Bildungsa bei nich unbe üh .
Sinkende inanzielle Ressou cen üh en zwangsläu ig zum Ziel de E -
ek i i ä ss eige ung und de Be onung de egionalen und lokalen A bei .
Die Deba en de 1990e Jah e ha en auch zum Resul a , dass in de
gewe kscha lichen Bildungsa bei eine o izielle Rückbesinnung au das
Neg ’sche Konzep s a and, wenngleich diese eine au die unmi elba en
Ums ände adap ie e Ve sion wa .
Heu e s eh die Bildungsa bei o neuen P oblemen. Zwa ha es den
Eind uck, dass die g oßen Deba en o bei sind, doch kann dies auch nu
de gegenwä ige Zus and sein. Die F agen nach einem neuen Rech s-
d uck sowie die ökologischen P obleme de Zukun müssen on Gewe k-
scha en allgemein und speziell in de Bildungsa bei angesp ochen we -
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 83
den. Soziologische Phan asie, U opien und Zukun s isionen könn en hie
hel en.
Die Ve ände ungen, die sich in den le z en 100 Jah en in de gewe k-
scha lichen Bildungsa bei zuge agen haben, können in diese A bei
nach e olg we den. Die wich igs en Deba en on de Weima e Zei bis
heu e wu den da geleg . Von den Kon o e sen zwischen ideologische
und s aa s agende Bildung, übe die Neg ’sche Re o m, de en konse -
a i en Anpassung hin zu ih e Renaissance in den 1990e Jah en.
Das gleiche gil ü die Me hodik: ih e inno a i en An änge in de Wei-
ma e Zei , die ehe konse a i e Adap ion in de Nachk iegszei und die
au das Indi iduum eingehende und insgesam o ene e Sys em de Jah e
danach. Beispiele hie ü sind die G uppena bei , die Ku slei ung im Team
und die zahl eichen Me hoden de le z en Jah e.
Inhal ich lassen sich keine kla en Tendenzen ausmachen, auße , dass
die klassischen Themen, wie A bei s ech ode Ta i poli ik – das Hand-
we kszeug de Gewe kscha e :innen – imme ih en Pla z ha en. Die ge-
sellscha spoli ischen Themen hingegen s anden du chgehend im Zu-
sammenhang des agespoli ischen Geschehens. Alle dings lassen sich
auch hie einige wiede keh ende Themen ausmachen, wie beispielsweise
die Gewe kscha sgeschich e.
Insgesam kann nach de Be ach ung on ci ca 100 Jah en es gehal-
en we den, dass es einige T adi ionslinien gib , die sich du ch die ge-
sam e Zei ziehen. Neben pe sonellen Kon inui ä en wie die Beispiele
F i z F icke ode Oska Neg e deu lich haben, sind diese insbesonde e
in den zen alen F ages ellungen an die gewe kscha liche Bildungsa bei
zu e kennen.
Die Deba e zwischen Mi gliede - bzw. Allgemeinbildung und Zweck-
bzw. Funk ionä sbildung wa nich nu in de Weima e Zei p äsen . Sie
zieh sich bis in die heu ige Zei und schein wei e hin ungelös , wenn-
gleich sich ein Sys em du chgese z ha , in dem gesellscha spoli ische
Themen aglos ih en Pla z einnehmen. Das gleiche gil ü die F age nach
de Ideologie in de Bildung. Zwa wi d heu e nich meh on einem Klas-
senbewuss sein gesp ochen, doch lassen beispielsweise die Neg ’schen
Ansä ze und ih e Be onung au die Demok a isie ung de Bildungsa bei
du chaus ähnliche Rückschlüsse zu.
De beiden Kon o e sen zug undlegende sogenann e „Doppelcha ak-
e de Gewe kscha en“ wu de on Klaus Ahlheim olgende maßen de i-
nie :
„Eine sei s on eine T adi ion bes imm , die die Gewe kscha en als sozi-
ale Bewegung zu Emanzipa ion de A bei e klasse und zu g undsä zli-
chen Ve ände ung gesellscha liche Ve häl nisse de inie , mach die a i -
und sozialpoli ische Tagesp axis die Gewe kscha en ande e sei s zu ei-
ne Ta i e agspa ei, ü die es gil , inne halb de o gegebenen Wi -
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 84
scha s- und Gesellscha so dnung die ökonomischen In e essen de ab-
hängig Beschä ig en wah zunehmen.
Be ach e man die lei adeno ien ie en En wü e gewe kscha liche Bil-
dungsa bei , dann wi d e sich lich, daß sie sich in Inhal und Zielse zung
übe wiegend an jene poli ischen Tagesp axis o ien ie en und daß sie da-
mi auch eine wesen liche Au gabe gewe kscha liche Bildungsa bei e -
üllen. Ein Konzep dagegen, das die Bildungsinhal e wenige deu lich o -
gib , au die e schiedenen In e essen de Le nenden eingeh , neig ehe
dazu, die he schende poli ische P axis de Gewe kscha en zu hin e a-
gen und das Elemen de sozialen Emanzipa ionsbewegung deu liche zu
be onen.“ (Ahlheim 1982, S. 173)
Die Au o en um Ma in Allespach gaben den ak uellen S and in den
2000e Jah en wiede :
„Gewe kscha liche Bildungsa bei is imme dann zugleich allgemeinbil-
dend, wenn sie nich nu Spezialkompe enzen ü die Lösung achliche
Au gaben e mi el , sonde n die K i ik ähigkei und die Be ei scha zum
solida ischen Handeln s ä k . Allgemeinbildung und Zweckbildung bedin-
gen sich deshalb gegensei ig – und sie bilden den Maßs ab, an dem sich
die Bildungsa bei messen lassen muss und kann.“ (Allespach/Meye /
Wen zel 2009, S. 51)
Und Hans P eiss hiel die Fusion beide Rich ungen be ei s 1981 als e -
eich :
„Is gewe kscha liche Bildungsa bei nich doch und zue s Kade - und
Funk ionä sbildung? Soll en nich diejenigen, die sich be ei s bewäh ha-
ben, die sich be ei s aus de Masse gelös und die E ah ung da in haben,
wie man im In e esse de Massen ü die Massen denk und handel , ge-
we kscha lich gebilde we den? Ode is diese Ansp uch bei 2,6 Millionen
Mi gliede n eine Illusion?
Den An wo en au diese F agen kommen wi nähe , wenn wi den Beg i
‚Massenbildung‘ mi dem demok a ischen Ansp uch de A bei e bewegung
e binden. Die Du chse zung demok a ische S uk u en in allen gesell-
scha lichen Be eichen is da ü das g undsä zliche Ziel. Ohne die Be eili-
gung de Massen geh das wohl kaum.“ (IG Me all Vo s and, Ab eilung Bil-
dungswesen/Bildungspoli ik 1981, S. 36)
Auch wenn es den Anschein haben mag, die beiden F agen we den sich
insbesonde e im Kon ex des ak uellen Rech sd uck auch in Zukun wie-
de s ellen.
Diese Übe blick zu gewe kscha lichen Bildungsa bei ha gezeig ,
wie g oß die Ans engungen wa en, wie g oß die Kon o e sen und Wi-
de s ände und wie wei sich die A bei sei 1918 en wickel ha . Dennoch
bleib diese A bei ein Übe blick und bie e dahe Räume zu wei e üh-
enden Fo schung. Dies gil insbesonde e, wie be ei s in de Einlei ung
e wähn , ü den Be eich de F auenbildung. Eine übe g ei ende S udie,
die de aillie au Gesam geschich e und au A chi eche che basie , ehl

SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 85
eben alls noch und könn e zudem neue Zugänge zu den eben genann en
Themen lie e n.
Es is eben alls au allend, dass in de Fo schung ein Übe gewich zu
IGM he sch , welches sich auch in de hie o liegenden A bei wide -
spiegel . Kaum eine ande e Gewe kscha ha e gleichba e S udien zu
eigenen Bildungsa bei o zuweisen und demen sp echend bö e sich eine
de aillie e E o schung de Konzep e und En schlüsse ande e Gewe k-
scha en – die hie nu punk uell hinzugezogen we den konn en – ü zu-
kün ige P ojek e an.
Die i elgebenden Wo e on Alexande Knoll wa en damals zu e end
und gel en auch heu e noch. So muss bei den Leh en de Ve gangenhei
die Gegenwa imme mi bedach we den. Dahe sollen die Wo e on
Oska Neg zu diese Thema ik de Lese scha als Auss ieg mi an die
Sei e gegeben we den:
„Aus de Geschich e und im Umgang beim Le nen mi de Geschich e kann
man nu E kenn nisse ziehen und e was le nen, wenn ein Beg i on de
Gegenwa o handen is . Au den Willen bezogen, kann man auch sagen,
wenn ich mich en scheide, die Gegenwa zu wollen, dann bin ich ähig aus
de Geschich e zu le nen. Somi haben wi es mi d ei Dimensionen zu un,
die ü das Le nen wich ig sind. Die Dimension de Zukun , des Wu s nach
o ne, das kann ein u opische Wu sein ode auch eine T aumphan asie;
die Dimension des gegenwä igen Reali ä sbewuß seins und die Dimen-
sion de E inne ungs ähigkei als his o isches E inne n.“ (Neg 1991,
S. 64)
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 86
Li e a u
Alle im Folgenden genann en Websei en wu den zule z am 10.9.2025
abge u en.
Adle , Reinha d (1996): De Au b uch de gewe kscha lichen
Bildungsa bei nach 1918. Müns e : Agenda.
Ahlheim, Klaus (1982): Technische Wandel und S a egien
gewe kscha liche Bildungsa bei . In: Gewe kscha liche Mona she e
33, H. 3, S. 164–175.
Allespach, Ma in / Meye , Hilbe / Wen zel, Lo ha (2009): Poli ische
E wachsenenbildung. Ein subjek wissenscha liche Zugang am
Beispiel de Gewe kscha en. Ma bu g: Schü en.
Bahl-Benke , Angelika / Röske, Volke (1980): Le nen im O ganisa ion-
und Lebenszusammenhang. In: Gewe kscha liche Mona she e 31,
H. 6, S. 391–403.
h ps://lib a y. es.de/gmh/main/pd - iles/gmh/1980/1980-06-a-391.pd
Bee ho s , Joachim (2011): U opie, Wi scha sdemok a ie und
gewe kscha liche Bildung. In: Ahlheim, Klaus / Ma hes, Ho s (H sg.):
U opie denken – Reali ä e ände n. Bildungsa bei in den
Gewe kscha en. Hanno e : O izin, S. 41–64.
Benz, Wol gang (H sg.) (2007): Das Schicksal de ADGB-Bundesschule
im D i en Reich. Reichs üh e schule, Schule des Siche hei sdiens es
de SS, Außens elle des Reichssiche hei shaup am es. Be nau:
Ve ein Baudenkmal Bundesschule Be nau.
Bleiche , Sieg ied (1999): Ende de Eiszei ? Gewe kscha liche
Bildungsa bei nach zwei Jah zehn en neolibe ale Poli ik. In: Jelich,
F anz-Jose / Schneide , Gün e (H sg.): O ien ie en und ges al en in
eine Wel de Umb üche. Bei äge zu poli ischen und sozialen
Bildung on A bei und Leben No d hein-Wes alen. Essen: Kla ex ,
S. 215–221.
Boewe, Jö n / Schul en, Johannes (2014): Jede T end is umkeh ba .
In: Mi bes immung 60, H. 9, S. 52–57.
h ps://www.boeckle .de/ pd /HBS-006274/p_mb_9_2014.pd .
B amme s, He mann / Ge lach, Ge ha d / T au wein, No be (1976):
Le nen in de Gewe kscha . Bei äge aus dem DGB-P ojek
„Mi bes immung und poli ische Bildung“. F ank u am Main / Köln:
EVA.
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 87
B ock, Adol (1978): Soziologische Phan asie und exempla isches
Le nen in de gewe kscha lichen Bildungsa bei . In: B ock, Adol /
Mülle , Hans Die e / Neg , Oska (H sg.): A bei e bildung.
Soziologische Phan asie und exempla isches Le nen in Theo ie,
K i ik und P axis. Reinbek bei Hambu g: Rowohl , S. 25–42.
B ock, Adol (1996): Vom Fü s enschloß zu A bei e hochschule. Die
Heim olkshochschule Tinz bei Ge a 1920–1933. In: Ciupke, Paul /
Jelich, F anz-Jose (H sg.): Soziale Bewegung,
Gemeinscha sbildung und pädagogische Ins i u ionalisie ung.
E wachsenenbildungsp ojek e in de Weima e Republik. Essen:
Kla ex , S. 143–154.
B uchmann, Ku (1982): Ziele, G undlagen und S uk u
gewe kscha liche Bildungsa bei . Da ges ell am Beispiel de
Gewe kscha ÖTV. In: Gö s, Die e (H sg.): Gewe kscha liche
Bildungsa bei . Kon o e sen und Konzep e. München/Wien/
Bal imo e: U ban & Schwa zenbe g, S. 80–92.
B uns, Ch is ian / Cone , Hansgeo g / G iesche, De le (1980):
Gewe kscha liche Bildungsa bei und In e essen e e ung im
be ieblichen All ag. F ank u am Main / New Yo k: Campus.
Bundesbildungskommission e .di (H sg.) (2007): Konzep e .di-
Bildungss ä en. Bilanz und Ausblick. Be lin.
h ps://www.yumpu.com/de/documen / ead/22185484/konzep - e di-
bildungss a en-bilanz-und-ausblick-haus-.
Bü gin, Julika (2013): Gewe kscha liche Bildung un e Bedingungen
indi ek e A bei ss eue ung. Zweckbildung ohne Gewäh . Müns e :
Wes älisches Damp boo .
Cassau, Theodo (1977): Gewe kscha en und A bei e bildung (1925).
In: Olb ich, Jose (H sg.): A bei e bildung in de Weima e Zei .
Konzep ion und P axis. B aunschweig: Wes e mann, S. 120–131.
Ciupke, Paul / Jelich, F anz-Jose (H sg.) (1996): Soziale Bewegung,
Gemeinscha sbildung und pädagogische Ins i u ionalisie ung.
E wachsenenbildungsp ojek e in de Weima e Republik. Essen:
Kla ex .
Ciupke, Paul / Jelich, F anz-Jose (H sg.) (1999): Ein neue An ang.
Poli ische Jugend- und E wachsenenbildung in de wes deu schen
Nachk iegsgesellscha . Essen: Kla ex .
Cone , Hansgeo g (1978): P obleme und G enzen de Ve wi klichung
de Neg schen Konzep ion on A bei e bildung im gewe kscha lichen
Be eich. In: B ock, Adol / Mülle , Hans Die e / Neg , Oska (H sg.):
A bei e bildung. Soziologische Phan asie und exempla isches
Le nen in Theo ie, K i ik und P axis. Reinbek bei Hambu g:
Rowohl , S. 124–146.
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 88
Deppe-Wol inge , Helga (1972): A bei e jugend. Bewuß sein und
poli ische Bildung. F ank u am Main.
De ichs-Kuns mann, Ka in (1994): Plädoye ü eine Feminisie ung de
gewe kscha lichen Bildungsa bei . In: Riche , Jochen (H sg.):
Subjek und O ganisa ion. Neuo ien ie ung gewe kscha liche
Bildungsa bei . Müns e : Wes älisches Damp boo , S. 156–168.
De ichs-Kuns mann, Ka in (1995): Jensei s pa ia chale Lei(d) bilde .
En wicklung und Pe spek i en gewe kscha liche
F auenbildungsa bei . In: De ichs-Kuns mann, Ka in (H sg.): Jensei s
pa ia chale Lei(d) bilde . Zu Theo ie und P axis gewe kscha liche
F auenbildungsa bei . Dokumen a ion de Fach agung am 22. und 23.
Feb ua 1994 in Recklinghausen. Biele eld: Kleine, S. 9–31.
De ichs-Kuns mann, Ka in (2001): Gewe kscha liche
F auenbildungsa bei in den 50e Jah en. In: Ciupke, Paul / De ichs-
Kuns mann, Ka in (H sg.): Zwischen Emanzipa ion und „besonde e
Kul u au gabe de F au“. F auenbildung in de Geschich e de
E wachsenenbildung. Essen: Kla ex , S. 251–262.
Deus, F anz (1960): Die Leh pläne Gesellscha sleh e und Sozialpoli ik.
In: Bundes o s and des Deu schen Gewe kscha sbundes (H sg.):
10 Jah e Bildungsa bei in den Bundesschulen des DGB 1950 bis
1960. Düsseldo , S. 47–53.
Deu sche Pos gewe kscha , Haup o s and (H sg.) (1976): Konzep ion
ü die gewe kscha liche Bildungsa bei . F ank u am Main.
Deu sche Pos gewe kscha , Haup o s and (H sg.) (1990): Zu
ak uellen Diskussion. Deu schlandpoli ik, Pos union,
Pos gewe kscha . F ank u am Main.
Deu sche Pos gewe kscha , Haup o s and, Ab . Pe sonal und
Gewe kscha liche Bildung (H sg.) (1987): A bei szei e kü zung.
Schwe punk hema ü die be iebsnahe Bildungsa bei .
F ank u am Main.
Deu sche Gewe kscha sbund, Bundes o s and (H sg.) (1961): Ein
Dokumen de Ausbeu ung und Un e d ückung. Das
A bei sgese zbuch de Sowje zone. Düsseldo .
Deu sche Gewe kscha sbund, Ab eilung Bildungswesen (H sg.) (1964):
Bildungsa bei im Deu schen Gewe kscha sbund. Düsseldo .
Deu sche Gewe kscha sbund Bundes o s and, Haup ab eilung Jugend
(H sg.) (1951): Lei sä ze ü die gewe kscha liche Jugenda bei .
Düsseldo .
DGB-Bildungswe k No d hein-Wes alen (H sg.) (1992): Ma e ialien zu
gewe kscha lichen Bildungsa bei . He 16, Gewe kscha liche
Bildung im neuen Deu schland. Düsseldo .
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 95
Kolbe, Ha ald / Meine, Ha mu (2011): Gewe kscha liche
Bildungsa bei . Neue He aus o de ungen ü die poli ische Bildung.
In: Ahlheim, Klaus / Ma hes, Ho s (H sg.): U opie denken – Reali ä
e ände n. Bildungsa bei in den Gewe kscha en.
Hanno e : O izin, S. 65–87.
Köpke, Ronald (1994): Gewe kscha liche Bildungsa bei und
Beschä igungspoli ik in den neuen Bundeslände n. Die Rolle
be iebsbezogene Bildungsa bei zu Op imie ung gewe kscha liche
Beschä igungspoli ik in den indus iellen Ke nsek o en de Lände
de ehemaligen DDR. Inaugu aldisse a ion. Uni e si ä Biele eld.
K ug, Pe e (1980): Gewe kscha en und A bei e bildung.
Gewe kscha liche Bildungsa bei on ih en An ängen bis zu
Weima e Republik. F ank u am Main.
Kubik, Man ed / Nich , Wol gang (1994): Ein S aa – zwei
Gesellscha en. Poli ische Bildung des DGB im In eg a ionsp ozess.
In: Riche , Jochen (H sg.): Subjek und O ganisa ion.
Neuo ien ie ung gewe kscha liche Bildungsa bei . Müns e :
Wes älisches Damp boo , S. 251–263.
Kuhnhenne, Michaela (2005): F auenlei bilde und Bildung in de
wes deu schen Nachk iegszei . Analyse am Beispiel de Region
B emen. Wiesbaden: VS.
Kühne, Pe e (1982): Neue e En wicklungen an de Sozialakademie
Do mund. In: Webe , Ma ia (H sg.): Gewe kscha liche
Bildungsa bei . Konk e . Köln: Bund-Ve lag, S. 253–262.
Küppe s, Heinz (1949): Die Bundesschulen als Haup s ä en
gewe kscha liche Schulungsa bei . In: Deu sche
Gewe kscha sbund, Ab eilung Schulung und Bildung (H sg.): Die
Bundesschulen des DGB. Be ich übe das e s e Halbjah .
Düsseldo , S. 12–16.
Langewiesche, Die e (1924/1984): Kompe enze wei e ung und Bildung.
Zu Bedeu ung de Bildungsa bei ü die Gewe kscha en in de
Weima e Republik. In: Gewe kscha szei ung 34, S. 11–30.
Lee, Jinil (2007): Zwischen Klassenkamp bildung und
S aa sbü ge bildung. Die gewe kscha liche Bildungsa bei in Be lin
und de Bei ag on F i z F icke zu A bei e bildung in de Weima e
Republik. Be lin: Logos.
Leonha d, Jö n (2018): De übe o de e F ieden. Ve sailles und die
Wel , 1918–1923. München: C. H. Beck.
Loe , Ba ba a (1982): De S udiengang an de Akademie de A bei im
Rahmen de bildungspoli ischen Vo s ellungen des DGB. In: Webe ,
Ma ia (H sg.): Gewe kscha liche Bildungsa bei . Konk e . Köln:
Bund-Ve lag, S. 263–271.

SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 96
Lücke, He mann (1960): Die Leh me hode. In: Bundes o s and des
Deu schen Gewe kscha sbundes (H sg.): 10 Jah e Bildungsa bei in
den Bundesschulen des DGB 1950 bis 1960. Düsseldo , S. 37–41.
Lücke, He mann (1962): P axis de E wachsenenbildung. F i z F icke
zum Gedäch nis. In: Gewe kscha liche Mona she e, H. 1, S. 54–55.
Maaß, Ca s en / Meine, Ha mu (2014): Mi gliede en wicklung und
gewe kscha liche Bildungsa bei . Ein P axisbe ich aus dem IG
Me all Bezi k Niede sachsen und Sachsen-Anhal . In: Sozialismus 41,
H. 10, S. 35–38.
Ma hes, Ho s (2011): »Gewe kscha muss gele n we den«.
Bildungsa bei als All agsau gabe. In: Ahlheim, Klaus / Ma hes, Ho s
(H sg.): U opie denken – Reali ä e ände n. Bildungsa bei in den
Gewe kscha en. Hanno e : O izin, S. 88–110.
Mo he Jones [Ma y Ha is Jones] (1925): The Au obiog aphy o Mo he
Jones. Chicago: Cha les H. Ke .
Mülle , S e an (2010a): Gewe kscha e , Sozialis und Bildungsa bei e .
Heinz Dü beck (1912–2001). Essen: Kla ex .
Mülle , S e an (2010b): Linke Abb uch in de IG Me all-Bildungsa bei in
den 1960e Jah en. In: Bois, Ma cel / Hü ne , Be nd (H sg.): Bei äge
zu Geschich e eine plu alen Linken. He 1: Theo ien und
Bewegungen o 1968. Be lin, S. 47–50.
h ps://www. osalux.de/ ileadmin/ ls_uploads/pd s/ ls_pape s/
Pape s_Bei _zu _Gesch_1.pd
Mülle , S e an (2010c): Linkssozialis ische E neue ung in de IG Me all?
Eine neue Konzep ion on A bei e bildung in den 1960e Jah en.
In: Jünke, Ch is oph (H sg.): Linkssozialismus in Deu schland.
Jensei s on Sozialdemok a ie und Kommunismus?
Hambu g: VSA, S. 153–170.
Mülle , S e an / Wen zel, Lo ha (2019): Die Ve häl nisse klä en, das
Handeln s ä ken. Die Bildungsa bei des Deu schen Me alla bei e -
Ve bandes und de IG Me all. In: Benne , Ch is iane / Ho mann, Jö g
(H sg.): Geschich e de IG Me all. Zu En wicklung on Au onomie
und Ges al ungsk a . F ank u am Main, S. 438–464.
Neg , Oska (1968): Soziologische Phan asie und exempla isches
Le nen. Zu Theo ie de A bei e bildung. F ank u am Main: EVA.
Neg , Oska (1975): Poli ische Au gaben de
gewe kscha lichen Bildungsa bei .
In: Gewe kscha liche Mona she e 26, H. 5, S. 308–313.
Neg , Oska (1991): „Le nen aus de Geschich e“. Geschich e in de
poli ischen Bildung. In: B ock, Adol / Neg , Oska / Richa z, Nikolaus
(H sg.): Bildung – Wissen – P axis. Bei äge zu A bei e bildung als
poli ische Bildung. Köln: Bund-Ve lag, S. 56–73.
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 97
Neg , Oska (2019): E ah ungsspu en. Eine au obiog aphische
Denk eise. Gö ingen: S eidl.
Nickels, Rudi (1964): Unse e Bildungsa bei – Weg und Au ag. 8.
Gewe kscha skong eß om 13. bis 18. Sep embe 1964 in
Wiesbaden. Bochum.
No z, Gisela (2001): Lucie Ku lbaum-Beye . F auen(bildungs)a bei in
eine Männe gewe kscha . In: Ciupke, Paul / De ichs-Kuns mann,
Ka in (H sg.): Zwischen Emanzipa ion und „besonde e Kul u au gabe
de F au“. F auenbildung in de Geschich e de E wachsenenbildung.
Essen: Kla ex , S. 273–280.
o. A. (1931): Leh plan des zehn en Leh ganges. In: Michel, E ns
(H sg.): Die Akademie de A bei in de Uni e si ä F ank u am Main
1921–1931. Zu ih em zehnjäh igen Bes ehen im Au ag des
Dozen en-Kollegiums. F ank u am Main, S. 62–65.
o. A. ( om 18. Feb ua 1933): Das Ende de F eihei in Deu schland?
In: De P ole a ie , S. 1.
o. A. (1995a): Ak uelle F agen de ÖTV-Bildungsa bei . E gebnisse aus
den A bei sg uppen.
In: Gewe kscha Ö en liche Diens e, T anspo und Ve keh (H sg.):
Zu Bildungsa bei de Gewe kscha ÖTV. Eine Dokumen a ion de
We ks a ü Bildungsa bei in Kochelsee. S u ga , S. 141–149.
o. A. (1995b): Jugendlei e ku sus in Weilmüns e 1922.
In: Wen zel, Lo ha (H sg.): Die Bildungsa bei des Deu schen
Me alla bei e -Ve bandes 1891–1933. Eine Dokumen a ion. Köln:
Bund-Ve lag, S. 111.
o. A. (1995c): Vo s andsbe ich übe En s ehung und e s es
Un e ich sjah de Wi scha sschule (1927). In: Wen zel, Lo ha
(H sg.): Die Bildungsa bei des Deu schen Me alla bei e -Ve bandes
1891–1933. Eine Dokumen a ion. Köln: Bund-Ve lag, S. 224–232.
o. A. (1999): Übe die An änge – Teil 1. Ein In e iew.
In: G ieb, Bi gi (H sg.): Lesben, Schwule und Gewe kscha en.
10 Jah e lesbisch-schwule Bildungsa bei im Haus de
Gewe kscha sjugend. Obe u sel, S. 10–16.
Obe may , Ul ike / Kulas, Rol (2010): Be iebs ä ebildung.
Zwischen Ma k in e essen und poli ischem Ansp uch.
In: Sozialismus 37, H. 10, S. 48–52.
Päche , S ephan (1999a): Nach de Epochenwende. Die neunzige
Jah e. In: Jelich, F anz-Jose / Schneide , Gün e (H sg.): O ien ie en
und ges al en in eine Wel de Umb üche. Bei äge zu poli ischen
und sozialen Bildung on A bei und Leben No d hein-Wes alen.
Essen: Kla ex , S. 179–189.
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 98
Päche , S ephan (1999b): Neue Unübe sich lichkei . Die ach zige
Jah e. In: Jelich, F anz-Jose / Schneide , Gün e (H sg.): O ien ie en
und ges al en in eine Wel de Umb üche. Bei äge zu poli ischen
und sozialen Bildung on A bei und Leben No d hein-Wes alen.
Essen: Kla ex , S. 143–177.
Päche , S ephan (1999c): Ve ech lichung, P o essionalisie ung und
pädagogische Expe imen e. Die siebzige Jah e.
In: Jelich, F anz-Jose / Schneide , Gün e (H sg.): O ien ie en und
ges al en in eine Wel de Umb üche. Bei äge zu poli ischen und
sozialen Bildung on A bei und Leben No d hein-Wes alen.
Essen: Kla ex , S. 105–141.
Rehbock, Anne e (1989): Soziologisches Wissen und gewe kscha liche
O ganisa ion. Gewe kscha liche Bildungsa bei in den siebzige
Jah en. Müns e : Wes älisches Damp boo .
Reichling, No be (1996): A bei e in de Volkshochschule. „Bewegung“
ode „Zielg uppe“? Das Beispiel Leipzig 1922–1933.
In: Ciupke, Paul / Jelich, F anz-Jose (H sg.): Soziale Bewegung,
Gemeinscha sbildung und pädagogische Ins i u ionalisie ung.
E wachsenenbildungsp ojek e in de Weima e Republik. Essen:
Kla ex , S. 81–95.
Röde , Wol Jü gen (2002): Zwischen E izienz und U opie.
Gewe kscha liche Bildungsa bei o neuen He aus o de ungen. In:
Röde , Wol Jü gen / Dö e, Klaus (H sg.): Le nchancen und
Ma k zwänge. Bildungsa bei im lexiblen Kapi alismus. Müns e :
Wes älisches Damp boo , S. 9–28.
Röde , Wol -Jü gen (H sg.) (2007): Wissen – Können – Handeln.
Wei e en wicklung de gewe kscha lichen Bildung. 2. Au lage.
F ank u am Main.
Saue , Hein ich (1931): E inne ungen an die Akademie de A bei . In:
Michel, E ns (H sg.): Die Akademie de A bei in de Uni e si ä
F ank u am Main 1921–1931. Zu ih em zehnjäh igen Bes ehen im
Au ag des Dozen en-Kollegiums. F ank u am Main, S. 105–108.
Schä e , He mann (1990): „Wie wi das Schweigen geb ochen haben …“
Dokumen a ion de Bundesa bei s agung des DGB-Bildungswe kes
„Bildungsa bei mi ausländischen und deu schen A bei nehme innen
und A bei nehme n“ (BALD) 31.5.–2.6.1989 in Bad K euznach.
Düsseldo .
Schä e , He mann (1994): E was e leben und was Sinn olles un! Zu
Pe spek i e on Bildungsu laubssemina en am Beispiel „Ökologie“.
In: Riche , Jochen (H sg.): Subjek und O ganisa ion.
Neuo ien ie ung gewe kscha liche Bildungsa bei . Müns e :
Wes älisches Damp boo , S. 231–238.
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 99
Scha enbe g, Gün e (1986): Die poli ische Bildungsa bei des
Deu schen Me alla bei e -Ve bandes 1891–1933. Be lin.
Scha enbe g, Gün e (1988): A bei e bildung an den Schulen de eien
Gewe kscha en in de Weima e Republik 1919–1933. Sch i en zu
Bildungs- und Kul u a bei de deu schen A bei e bewegung in de
Weima e Republik 4. Be lin.
Scha enbe g, Gün e (1989): Sozialis ische Bildungsa bei in de
Weima e Republik. Zu Theo ie und P axis de poli ischen
Bildungsa bei de Sozialdemok a ie und de eien Gewe kscha en
on 1919 bis 1933. Sch i en zu Bildungs- und Kul u a bei de
deu schen A bei e bewegung in de Weima e Republik 5. Be lin.
Sche baum, Man ed / Ludwig, Joachim (2006): Wei e en wicklung de
IG Me all-Bildungsa bei . Ein Bei ag zum Thema Handlungs ähigkei .
In: Supplemen de Zei sch i Sozialismus, H. 9, S. 45–60.
Schimp , Bea e (Dezembe 1977): Die gewe kscha liche Bildungsa bei
des DGB ü F auen. Zulassungssch i zu wissenscha lichen
P ü ung ü das Leh am an Gymnasien.
Schneide , Linda (2001): Gewe kscha liche F auenbiIdungsa bei im
DGB Baye n nach 1945. De Bei ag Ma ga e e Kempes. In: Ciupke,
Paul / De ichs-Kuns mann, Ka in (H sg.): Zwischen Emanzipa ion und
„besonde e Kul u au gabe de F au“. F auenbildung in de
Geschich e de E wachsenenbildung. Essen: Kla ex , S. 263–272.
Schneide , Michael (2000): Kleine Geschich e de Gewe kscha en. Ih e
En wicklung in Deu schland on den An ängen bis heu e. 2. Au lage.
Bonn: Die z.
Schö ge, Alma (1995): Be ich eine Teilnehme in übe den e s en
F auenbildungsku s des DMV 1923. In: Wen zel, Lo ha (H sg.): Die
Bildungsa bei des Deu schen Me alla bei e -Ve bandes 1891–1933.
Eine Dokumen a ion. Köln: Bund-Ve lag, S. 87–89.
S ein, Hube (1958): Schulung und Bildung. Unse e gemeinsame
Au gabe. 6. o den liche Gene al e sammlung de
Indus iegewe kscha Be gbau om 8. bis 13. Juni 1958 in München.
Bochum.
Thomas, Theodo (1931): Wie die Akademie de A bei en s and. In:
Michel, E ns (H sg.): Die Akademie de A bei in de Uni e si ä
F ank u am Main 1921–1931. Zu ih em zehnjäh igen Bes ehen im
Au ag des Dozen en-Kollegiums. F ank u am Main, S. 19–21.
Tilsne -G öll, Ro aud (1982): Die Jugendbildungsa bei in den eien
Gewe kscha en on 1919–1933. F ank u am Main: Dipa.
e .di-Bundes e wal ung – Resso 19 (H sg.) (2003): Je z un wi mal
so, als ob … Simula ionsme hoden in Gewe kscha ssemina en.
Be lin.
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 100
Vo s and de Indus iegewe kscha Me all ü die Bundes epublik
Deu schland (H sg.) (1957): Unse e Schulung 1957.
F ank u am Main.
Wal e , Jü gen (1991): Die Deu sche Ve einigung. Konsequenzen ü die
gewe kscha liche Bildung. In: Gewe kscha liche Mona she e 42,
H. 12, S. 776–781.
Wal e , Jü gen (1994): Gewe kscha liche Bildungsa bei . Ein
Jungb unnen ü eine zukun so ien ie e Gewe kscha sa bei ? In:
Riche , Jochen (H sg.): Subjek und O ganisa ion. Neuo ien ie ung
gewe kscha liche Bildungsa bei . Müns e : Wes älisches
Damp boo , S. 28–35.
Webe , Ma ia (1982): DGB-Schwe punk hemen ü die ö liche
Bildungsa bei . Gemeinsam le nen, solida isch handeln. In: Webe ,
Ma ia (H sg.): Gewe kscha liche Bildungsa bei . Konk e . Köln:
Bund-Ve lag, S. 62–64.
Weische , Ch is oph (1996a): „Pa chwo k“ ode „Au klä ung“?
Konzep e gewe kscha liche Bildungsa bei . In: Wide sp üche 16,
H. 62, S. 63–70.
Weische , Ch is oph (1996b): Poli ische Bildungsa bei und
gewe kscha liche O ganisa ion. Aspek e de Bildungsdeba e in de
IG Me all. Müns e : Wes älisches Damp boo .
Weische , Ch is oph/Blöing, Pe e / Ho es ad , Ge ud / Wienold, Hanns
(1998): Das Semina gib sich eine Fo m. Semina disku s und
soziale P ozeß. Müns e : Wes älisches Damp boo .
Wen zel, Lo ha (2010): Heinz Dü beck ode die En s ehung de
be iebsnahen Bildungsa bei . In: Sozialismus 37, H. 12, S. 39–41.
Wen zel, Lo ha (2011): U opie & Reali ä ü meh Bodenha ung.
Es u sich was in de gewe kscha lichen Bildung.
In: Sozialismus 38, H. 11, S. 45–47.
Wienold, Hanns (1994): P obleme und Pe spek i en gewe kscha liche
Bildungsa bei in zen alen Bildungsein ich ungen. Zum Sachs and
eines IG-Me all-P ojek es. In: Riche , Jochen (H sg.): Subjek und
O ganisa ion. Neuo ien ie ung gewe kscha liche Bildungsa bei .
Müns e : Wes älisches Damp boo , S. 190–196.
Wienold, Hanns (1996): Nich s als Geschich en. Von den
Schwie igkei en des Umgangs mi Wi klichkei en und den G enzen
de Pädagogik. Müns e : Wes älisches Damp boo .

SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 101
Wienold, Hanns / Bie ho , Oli e (2003): Gewe kscha liche
Bildungsa bei zwischen soziologische Phan asie und
Ve bandsin e essen. In: Ciupke, Paul / Faulenbach, Be nd / Jelich,
F anz-Jose / Reichling, No be (H sg.): E wachsenenbildung und
poli ische Kul u in No d hein-Wes alen. Themen – Ins i u ionen –
En wicklungen sei 1945. Essen: Kla ex , S. 283–295.
Wi emann, Klaus Pe e (1994): Fo d-Ak ion. Zum Ve häl nis on
Indus iesoziologie und IG Me all in den sechzige Jah en. Ma bu g:
Schü en.
Wu he, Ge ha d (1962): Gewe kscha en und poli ische Bildung.
Hanno e : Ve lag ü Li e a u und Zei geschehen.
Zahn, Ho s -Die e (1994): S ichwo e und Thesen zu Bildungsa bei
des Hauses de Gewe kscha sjugend. In: Haus de
Gewe kscha sjugend Obe u sel (H sg.): Neue Ziele, neue Wege in
de Bildungsa bei . Thesen und Konzep e. Obe u sel, S. 26–43.
Zwe enz, Ge ha d (1975): Einige F agen zu
gewe kscha lichen Kul u - und Jugendpoli ik.
In: Gewe kscha liche Mona she e 26, H. 5, S. 314–315.
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 102
Wei e üh ende Quellen
Fü die E o schung de Geschich e on gewe kscha liche Bildungsa -
bei sind zwei zen ale A chi e in Deu schland o handen. Zum einen is
das A chi im Haus de Geschich e des Ruh gebie s in Bochum zu nen-
nen. Do be inden sich die Ak en de d ei ehemaligen Gewe kscha en,
die in den 1990e Jah en zu Indus iegewe kscha Be gbau, Chemie,
Ene gie usionie en.
De Ak enbes and de Haup ab eilung Bildung de Indus iegewe k-
scha Be gbau und Ene gie um ass 680 Signa u en und dami ci ca 30
lau ende Me e an Ak en. De Bes and de Indus iegewe kscha Chemie,
Papie , Ke amik e üg übe keine Ab eilungszu eilung, doch e gab eine
Suche mi dem Beg i „Bildung“ 432 T e e und wi d om A chi au un-
ge äh 19 Lau me e geschä z . Fü die Gewe kscha Lede gib es 16
Signa u en zu Bildungsa bei , was einen Me e ausmach .
Als zwei en Ausgangspunk de A chi eche che kann das A chi de
sozialen Demok a ie in Bonn he angezogen we den. Dies e üg übe die
Bes ände des DGB sowie de wei e en Einzelgewe kscha en. Au g und
on Da enschu z egelungen konn en hie ü keine genaue en Auskün e
gegeben we den, alle dings soll e als S a punk die Bes ände des DGB
und des DGB-Bundes o s andes gewähl we den. Hie bie en sich ol-
gende P o enienzen an: 5/DGAV Ab eilung Allgemeine Bildung, 5/DGAW
Ab eilung Be u liche Bildung, 5/DGAX Ab eilung Gewe kscha liche Bil-
dung und 5/DGAU Ab eilung Jugend. Wei e e Au eilungen um assen die
Bes ände de egionalen Gliede ung des DGB und die Bes ände de Ein-
zelgewe kscha en. Fü nähe e Auskün e kann das A chi übe
a chi .biblio hek@ es.de kon ak ie we den.
Es olg eine Li e a u lis e mi Quellenedi ionen, wei e üh ende Li e-
a u und publizie en Quellen:
Allespach, Ma in/Meye , Hilbe /Wen zel, Lo ha (2009): Poli ische
E wachsenenbildung. Ein subjek wissenscha liche Zugang am
Beispiel de Gewe kscha en. Ma bu g: Schü en.
Bleiß, Paul (1953): Funk ionä – das muß Du wissen.
Wi scha spoli ische Ku z e e a e. F ank u am Main.
B aun, F ank/Schä e , Heine /Schneide , Helmu (H sg.) (1981):
Gewe kscha liche Jugenda bei . Bibliog aphie. München.
B ock, Adol /Mülle , Hans Die e /Neg , Oska (H sg.) (1978):
A bei e bildung. Soziologische Phan asie und exempla isches Le nen
in Theo ie, K i ik und P axis. Reinbek bei Hambu g: Rowohl .
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 103
De ichs-Kuns mann, Ka in (1995): Jensei s pa ia chale Lei(d) bilde .
En wicklung und Pe spek i en gewe kscha liche
F auenbildungsa bei . In: De ichs-Kuns mann, Ka in (H sg.): Jensei s
pa ia chale Lei(d) bilde . Zu Theo ie und P axis gewe kscha liche
F auenbildungsa bei . Dokumen a ion de Fach agung am 22. und 23.
Feb ua 1994 in Recklinghausen. Biele eld: Kleine, S. 9–31.
Deu sche Anges ell en Akademie (H sg.) (1984): Wei e bildung ü
Anges ell e. 25 Jah e DAA. Hambu g.
Deu sche Gewe kscha sbund, Bundes o s and (H sg.) (1961): Ein
Dokumen de Ausbeu ung und Un e d ückung. Das
A bei sgese zbuch de Sowje zone. Düsseldo .
Deu sche Gewe kscha sbund ü das Gebie de Bundes epublik
Deu schland, Hans-Böckle -Schule (H sg.) (1954): De olks- und
be iebswi scha liche Un e ich an Gewe kscha sschulen.
Ha ingen (Ruh ).
Deu sche We kmeis e -Ve band (H sg.) (1928): Die Bildungsa bei des
Deu schen We kmeis e e bands. Düsseldo .
DGB-Bundes o s and, Ab eilung Gewe kscha liche Bildung (H sg.)
(1987): Wo gib es was? Ma e ialien zu gesellscha lichen
Bildungsa bei . Düsseldo .
DGB-Bundes o s and, Ab eilung Kul u poli ik (H sg.) (1984): Dokumen e
gewe kscha liche Kul u a bei . Düsseldo .
Einhei s e band de Eisenbahne Deu schlands (H sg.) (1930): Die
deu sche Gewe kscha sbewegung. Lei sä ze ü Schulungszwecke.
Be lin.
Fauls ich, Pe e / Zeune , Ch is ine (2001): E wachsenenbildung und
soziales Engagemen . His o isch-biog aphische Zugänge. Biele eld:
W. Be elsmann.
F eunde und Fö de e de Akademie de A bei (H sg.) (1963):
Akademie de A bei . F ank u am Main.
Gewe kscha Holz (H sg.) (1952): Handbuch ü die Funk ionä e in de
Gewe kscha Holz. Düsseldo .
Gumpe , F i z (1923): Die Bildungsbes ebungen de eien
Gewe kscha en. Jena.
Heide, Wilhelm on de (1930): Die Wi scha und die A bei e . Ein
Leh - und Lesebuch ü A bei e und Anges ell e zu Ein üh ung in
das S udium de Wi scha . S u ga .
He ing, Sabine (1999): Ein schwe es E be. F auenbewegung,
F auenbilde und F auenbildung in den Nachk iegsjah en.
In: Ciupke, Paul / Jelich, F anz-Jose (H sg.): Ein neue An ang.
Poli ische Jugend- und E wachsenenbildung in de wes deu schen
Nachk iegsgesellscha . Essen: Kla ex , S. 249–259.
SCHWAGMANN: „IHR HABT ES GUT, IHR JUNGEN VON HEUT!“ | 104
Indus iegewe kscha Me all ü die Bundes epublik Deu schland,
Vo s and, Ab eilung Bildungswesen (H sg.) (1964): Wie se z man
A bei ssiche hei smaßnahmen du ch? Beglei he zu Tonbildschau.
F ank u am Main.
Indus iegewe kscha Me all ü die Bundes epublik Deu schland,
Vo s and, Ab eilung Bildungswesen (H sg.) (1965): Nach uns die
Zukun . Eine Tonbildschau übe die P obleme de
En wicklungslände . Beglei he zu Tonbildschau. F ank u am Main.
Kamp, Lo ha (1986): Gewe kscha sjugend in de Nachk iegszei .
Zwischen T adi ion und Neuo ien ie ung. F ank u am Main.
Kubach, Jakob (1924): Wenige Klassenkamp – Meh Bildungsa bei !
München/Düsseldo .
Lee, Jinil (2007): Zwischen Klassenkamp bildung und
S aa sbü ge bildung. Die gewe kscha liche Bildungsa bei in Be lin
und de Bei ag on F i z F icke zu A bei e bildung in de Weima e
Republik. Be lin: Logos.
Nes iepke, Sieg ied (1924): Gewe kscha sleh e. 2. Au lage. S u ga .
o. A. (2008): Schwe punk e unse e A bei . In: Mi einande Zukun
denken 1, H. 12, S. 7.
Olb ich, Jose (H sg.) (1977): A bei e bildung in de Weima e Zei .
Konzep ion und P axis. B aunschweig: Wes e mann.
Scha enbe g, Gün he (1985): Theo ien de Sozialdemok a ie und de
eien Gewe kscha en zu sozialis ischen A bei e bildung in de
Weima e Republik: Lei aden und Dokumen e. Sch i en zu
Bildungs- und Kul u a bei de deu schen A bei e bewegung in de
Weima e Republik 1. Be lin.
Scha enbe g, Gün e (1988): A bei e bildung an den Schulen de eien
Gewe kscha en in de Weima e Republik 1919–1933. Sch i en zu
Bildungs- und Kul u a bei de deu schen A bei e bewegung in de
Weima e Republik 4. Be lin.
Scha enbe g, Gün e (1989): Sozialis ische Bildungsa bei in de
Weima e Republik. Zu Theo ie und P axis de poli ischen
Bildungsa bei de Sozialdemok a ie und de eien Gewe kscha en
on 1919 bis 1933. Sch i en zu Bildungs- und Kul u a bei de
deu schen A bei e bewegung in de Weima e Republik 5. Be lin.
Schneide , Michael (2000): Kleine Geschich e de Gewe kscha en. Ih e
En wicklung in Deu schland on den An ängen bis heu e. 2. Au lage.
Bonn: Die z.
e .di-Bundes e wal ung – Resso 4 (H sg.) (2004): Bildungsa bei
e .di. Konzep ion – S uk u en – Wissenswe es. Be lin.