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Arbeitszeitgesetz: Zeit für eine Revision

Author: Seifert, Hartmut
Publisher: Warsaw: Sciendo
Year: 2024
DOI: 10.2478/wd-2024-0043
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/297713/1/wd-2024-0043.pdf
Sei e , Ha mu
A icle
A bei szei gese z: Zei ü eine Re ision
Wi scha sdiens
Sugges ed Ci a ion: Sei e , Ha mu (2024) : A bei szei gese z: Zei ü eine Re ision,
Wi scha sdiens , ISSN 1613-978X, Sciendo, Wa saw, Vol. 104, Iss. 3, pp. 146-,
h ps://doi.o g/10.2478/wd-2024-0043
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/297713
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Wi scha sdiens 2024 | 3
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Wi scha ge ö de .
A bei szei gese z
Zei ü eine Re ision
Das A bei szei gese z s eh in de K i ik. A bei gebe e -
bände, CDU/CSU und FDP weh en sich gegen die Ein-
üh ung eine obliga o ischen A bei szei e assung. Die
Vo geschich e beginn mi dem im Mai 2019 om Eu o-
päischen Ge ich sho (EuGH) ge äll en U eil, das A bei -
gebe e p lich e , „ein objek i es, e lässliches und zu-
gängliches Sys em“ einzu ich en, mi dem die on jedem
A bei nehme geleis e e ägliche A bei szei gemessen
we den kann. Das U eil soll ü besse en Schu z de Si-
che hei und de Gesundhei de A bei nehme so gen
und ausu e nde A bei szei en eindämmen. Au diese
G undlage ha das Bundesa bei sge ich (BAG) am 13.
Sep embe 2022 es ges ell , dass die A bei gebe ein
Sys em ein üh en und anwenden müssen, mi dem Be-
ginn und Ende de äglichen A bei szei en einschließlich
de Übe s unden e ass we den. In einem wei e en kon-
k e isie enden Sch i ha das Bundesminis e ium ü A -
bei und Soziales im Ap il 2023 einen Re e en enen wu
o geleg , de ums i en is . E sieh eine elek onische,
agesak uelle E assung o , äum bei de Fo m de E -
assung Be ieben je nach G öße Übe gangs is en bis zu
ün Jah en ein, be ei Be iebe bis zu zehn Beschä ig en
öllig on de elek onischen Au zeichnung und läss Aus-
nahme egelungen pe Ta i e ag ode Be iebs e ein-
ba ung ü bes imm e Pe soneng uppen zu. Wann da aus
ein konk e e Gese zen wu wi d, is de zei unkla , noch
wi d um einzelne Punk e ge ungen.
K i ike be ü ch en, eine e p lich ende A bei szei e as-
sung könn e zei liche Flexibili ä einsch änken, das En-
de de Ve auensa bei szei bedeu en und wenden sich
gegen eine aggenaue Zei e assung. Was nun können
bishe ige E ah ungen leh en? In de Reali ä is eine E -
assung de A bei szei en wei gehend üblich. Nach Da en
de Bundesans al ü A bei sschu z und A bei smedizin
(BAuA)-A bei szei e hebung gehö sie mi le weile ü
e wa 80 % de Beschä ig en zum ou inemäßigen A -
bei sall ag. Bei as de Häl e geschieh dies be ieblich,
ein wei e es D i el dokumen ie die ägliche A bei szei
selbs . Da nu spezielle Beschä ig eng uppen (z. B. lei en-
de Anges ell e) on den Ve p lich ungen des A bei szei -
gese zes (§18) ausgenommen wa en, kann man on eine
nahezu lächendeckenden Be olgung de BAG-En schei-
dung ausgehen. Noch unkla is , ob die bislang be ei en
Beschä ig eng uppen das auch wei e hin sein we den.
Nun könn e man sagen, so wei so gu , also g ünes Lich
ü die noch auss ehende Re ision des A bei szei gese -
zes geben. Denn auch die Be ü ch ung, eine obliga o i-
sche Zei e assung könn e die Flexibili ä de A bei s-
zei en einsch änken, ha sich nich bewah hei e . Die
bishe ige P axis sp ich ehe ü das Gegen eil. Zei e as-
sung schein zei liche Flexibili ä zu ö de n. O ganisie-
en Beschä ig e ih e A bei szei mi Hil e eines Zei kon-
os, gehö die Zei e assung zum S anda d (95 %). Das
übe asch nich . Denn Zei kon en e lauben, die A bei s-
zei äglich zu a iie en und die Bewegungen lassen sich
egis ie en, um den a i lich ode indi idual e aglich
e einba en Du chschni swe übe p ü en zu können.
A bei gebe wollen wissen, ob die Beschä ig en die e -
einba e A bei szei als Du chschni swe inne halb eines
e einba en Zei in e alls auch e b ingen. Zei e assung
e höh zudem die P ozess anspa enz be iebliche Ab-
läu e und dien de Op imie ung de A bei sp ozesse. Be-
schä ig e wollen die a sächlichen A bei szei en e ek i
kon ollie en. Das bie e ihnen zum einen eine G undlage
ü eine „a bei szei sensible Ge äh dungsbeu eilung“,
um psychische Belas ungen e kennen, bewe en und e -
meiden zu können. Zum ande en läss sich nachhal en,
ob die geleis e e A bei szei auch e gü e wi d.
Die le z genann e E wa ung e üll die Zei e assung bis-
lang nu unzu eichend. Sie e inge zwa das Risiko,
dass Übe s unden nich bezahl ode du ch F eizei aus-
geglichen we den. So ha die Zahl de unbezahl en Übe -
s unden nach de IAB-A bei szei echnung zwa abge-
nommen, sie lieg abe du chschni lich imme noch deu -
lich übe den bezahl en. Auch Be ü ch ungen, die A bei s-
zei e assung könn e das Ende de Ve auensa bei szei
bedeu en, e scheinen übe ieben. Die Möglichkei , dass
Beschä ig e en scheiden können, wann sie a bei en und
wie sie sich ih e A bei szei ein eilen, bleib g undsä zlich
unange as e . Denn die A bei szei e assung dien nich
dazu, die e einba e A bei szei zu übe wachen, sonde n
die Vo gaben des A bei szei gese zes, also Höchs a -
bei szei en, Mindes uhezei en und Pausenzei en. Da ü-
be hinaus is ela i ie end zu be ach en, dass Ve au-
ensa bei szei besonde s un e lei enden Anges ell en
e b ei e is . Und diese Beschä ig eng uppe bleib wohl
auch wei e hin om A bei szei gese z ausgenommen.
Schließlich sp ich ü eine aggenaue Regis ie ung, dass
es dem A bei gebe ansons en kaum möglich is , die Ein-
hal ung de äglichen Ruhezei on el S unden zu übe -
wachen. Dazu b auch e In o ma ionen übe die am Vo -
ag geleis e en S unden und de en A bei sende am Tag
de Kon olle. Le z lich geh es also um De ails. Die Zei
ü eine Re ision de A bei szei e assung is gekommen.
Ha mu Sei e
Wi scha s- und Sozialwissenscha liches Ins i u (WSI)
DOI: 10.2478/wd-2024-0043
Wi scha sdiens , 2024, 104(3), 146
JEL: J22, J58, J81