scieee Science in your language
[ge] (orig)

Unternehmensfinanzierung in Holland

Abstract

EconStor is a publication server for scholarly economic literature, provided as a non-commercial public service by the ZBW.

Read accessible full text

Unternehmensfinanzierung in Holland

Author: Scheffer, Cornelis F.
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1970
DOI: 10.3790/ccm.3.3.318
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/292650/1/ccm.03.3.318.pdf
Sche e , Co nelis F.
A icle
Un e nehmens inanzie ung in Holland
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Sche e , Co nelis F. (1970) : Un e nehmens inanzie ung in Holland, K edi und
Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 3, Iss. 3, pp. 318-333,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.3.3.318
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/292650
S anda d-Nu zungsbedingungen:
Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen
Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den.
Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle
Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich
machen, e eiben ode ande wei ig nu zen.
So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen
(insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en,
gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do
genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e.
Te ms o use:
Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal
and schola ly pu poses.
You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o
exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he
in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public.
I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en
Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise
u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence.
h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/
Be ich e
Un e nehmens inanzie ung in Holland
Es is nich die Absich dieses Bei ags, jede mögliche Finanzie ungs-
a zu e ö e n. Vielmeh soll un e such we den, was un e den niede -
ländischen Bedingungen in Zukun on den e schiedenen Finanzie ungs-
möglichkei en e wa e we den kann. Dabei s ehen die sogenann en in e -
nen Finanzie ungsmi el am An ang, de en Quelle de cash- low is . E
e schein als die ein achs e A , um übe Finanzie ungsmi el zu e ügen.
Was „in e n", d. h. im Un e nehmen, o handen is , b auch nich meh
du ch o langwie ige Ve handlungen on d außen he angescha zu
we den.
Man äusche sich jedoch nich : Ohne E ag, ohne Absa z, ohne Ve -
kau , ohne zumindes kos endedcende P oduk ion gib es auch keinen
cash low. Die Siche hei des Absa zes mi gu en Gewinnspannen is eine
e s e Vo ausse zung, um übe sogenann e in e ne Mi el e ügen zu
können. Fü iele Un e nehmen bilden sie as die einzige Finanzie ungs-
quelle, die zu Ve ügung s eh . Es is dahe selbs e s ändlich, daß imme
au einen aus eichenden Absa z geach e we den muß; und zwa nich
nu aus absa zpoli ischen, sonde n auch aus Finanzie ungsübe legungen.
Aus den gleichen G ünden is au eine aus eichende Ren abili ä zu ach en.
Die übe den Gewinn e dien en Absch eibungen sind, so e n sie nich
ü die Tilgung on K edi en benö ig we den, eine besonde s nahe-
liegende Quelle ü die Finanzie ung des be ieblichen Wachs ums. Die
aus Absch eibungen inanzie e Ve g öße ung des Anlagenbes andes üh
ih e sei s wiede zu e höh en Absch eibungen, und so schein es, als ob
sich das wei e e Wachs um selbs inanzie , bis zwischen eiwe denden
Absch eibungen und In es i ionen ein Pe iodengleichgewich zus ande
komm . Das is eine Si ua ion, die deshalb so e s ebenswe e schein ,
weil sie die So ge, die Absch eibungsbe äge au dem E sa zni eau zu
hal en, me klich e minde . Dies wi d noch um so angenehme emp un-
den, weil sich die wi scha liche Lebensdaue iele P oduk ionsmi el
e inge .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.3.3.318 | Gene a ed on 2023-01-16 13:08:32
Be ich e 319
Nich jedes Un e nehmen kann abe diesen Gleichgewich spunk e ei-
chen, weil o die Zusammense zung des P oduk ionsappa a es nich di e-
enzie genug is . Da um muß au Finanzie ungsschwie igkei en als
Mo i ü die Fusion on Un e nehmen hingewiesen we den. Was das
Einzelun e nehmen an Di e si ika ion als Finanzie ungsg undlage nich
e eichen kann, is bei einem Zusammenschluß ehe möglich. Ge ade diese
Finanzie ungsaspek eine Fusion wi d jedoch allzu seh e nachlässig .
Die Finanzie ung aus de Gewinnquo e des cash low is nich wenige
wich ig. Es is jedoch zu bedenken, daß die Einbehal ung des Gewinn-
an eils als Finanzie ungsmi el mi de Gewinnausschü ung konku ie
und deshalb als al e na i e Ve wendung des Gewinnes angesehen we den
muß. Dami sind dann einige Aspek e e bunden, an denen man nich
o beigehen da .
1. Es muß de Übe legung Rechnung ge agen we den, daß man die
bishe igen Eigen üme des isiko agenden Ve mögens auch in Zukun
wohl nö ig haben dü e. Da um soll e man ü eine angemessene Rendi e
so gen; nich im Hinblick au ein nich ssagendes nominales Be eiligungs-
kapi al, sonde n im Hinblick au das gesam e, on den Teilhabe n zu
Ve ügung ges ell e eale Ve mögen. Angemessen is eine Rendi e des
ealen Eigenkapi als, wenn sie mindes ens dem allgemein gel enden Zins
gleich is , plus einem Zuschlag, de on den Risiken des Un e nehmens
abhäng . Diese Mindes e zinsung wi d wah scheinlich kaum un e 10 °/o
liegen.
2. In wachsendem Maße gewinnen ande e als die bishe igen Teilhabe
In e esse, in Zukun am Gewinn de Un e nehmen zu pa izipie en. Da-
du ch kann soga o die genann e Fo de ung nach angemessene Ve zin-
sung kon e ka ie , das He anziehen on neuem isiko agendem Kapi al
e ns ha behinde und obend ein auch die eigen liche in e ne Finanzie-
ung ges ö we den. Wenn man diese These du ch die Fes s ellung en -
k ä en will, daß die neuen Teilhabe be ei sind, dem Un e nehmen
un e meh ode minde güns igen Bedingungen Finanzie ungsmi el zu
Ve ügung zu s ellen, dann muß au die e ns ha en Komplika ionen hin-
gewiesen we den, die dies bei de Finanzie ung he au beschwö en kann.
Denn das He anziehen lang is igen ode isiko agenden Kapi als au -
g und eines Au oma ismus, de au Ve ag be uh , is keine e nün ige
Finanzie ungsbasis. Die Wahl de Finanzie ungs o m, die dami e bun-
denen Kos en und de en Liquidi ä swi kung sind au diese Weise o -
gesch ieben, wohingegen die jeweils op imale Finanzie ung au g und
eie En scheidung zus ande kommen soll e.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.3.3.318 | Gene a ed on 2023-01-16 13:08:32
320 Be ich e
Nach Be ich en übe das Wachs um und die S uk u unse e Wi scha
ha wäh end de e gangenen Jah e die Selbs inanzie ung de Be iebe
ela i abgenommen. Es is nich undenkba , daß sich in Zukun die
Möglichkei en de Selbs inanzie ung wegen sinkende Gewinnspannen
und wegen de Be eiligung ande e Kapi aleigne am Gewinn noch wei e
e schlech e n we den, wäh end ge ade die In es i ionen in Ve bindung
mi kapi alin ensi en P oduk ions echniken, die Un e nehmen inanziell
wenige lexibel machen wi d. Sie we den mühsame zu manö ie en
sein, wodu ch ehe ein zunehmendes Bedü nis nach isiko agendem
Kapi al en s ehen wi d. Bei mi elg oßen und kleinen Un e nehmen bie-
en jedoch die einbehal enen Gewinne in ielen Fällen die einzige Lösung.
Die Aussich en ü die Finanzie ung aus dem Gewinn sind zukün ig
o allem ü die zule z bezeichne en Un e nehmen düs e . Dies un e -
s eich die No wendigkei , o allem das Klima ü und die Möglichkei
zu Einb ingung isiko agenden Kapi als on außen he zu e besse n.
Dies is um so schwie ige , wenn man bedenk , daß auch die Bescha ung
on F emdmi eln imme on eine aus eichenden G undlage des isiko-
agenden Eigenkapi als abhängig is .
Wenn man übe in e ne Finanzie ung sp ich , soll e man die Möglich-
kei nich e gessen, Kapi al du ch einen a ionelle en Einsa z de Be-
iebsmi el zu mobilisie en. Fü iele Un e nehmen, die das bishe zu
wenig beach e haben, bes ehen hie gewisse Chancen. Die Ein üh ung
eine a ionellen Ve wal ung de Lage bes ände, de Debi o en und —
nich zu e gessen — auch de Liquidi ä , eine so gsame Planung des
Beda s und das S eben nach einem op imalen Volumen de Be iebs-
mi el kann bei ielen Un e nehmen zu ela i bedeu enden Einspa un-
gen on Finanzie ungsmi eln üh en.
Das genaue Planen und Kon ollie en on Umsa zgeschwindigkei ,
Wa enbes änden, Debi o en usw. und eine genaue Analyse de Fak o en,
die ü den Beda an Finanzie ungsmi eln on Ein luß sind, ku zum,
ein genaues inanzielles Managemen , is dahe d ingend e o de lich.
Ge ade kleine und mi elg oße Un e nehmen k anken da an, daß die
wi scha liche Ve wal ung de e ügba en Mi el o unzu eichend is .
Ich komme nun zu ex e nen Finanzie ung und zue s zu He einnahme
on Mi eln du ch die Au nahme on Geld au ku ze, mi le e ode lange
F is . Es is kla , daß de cash low hie bei e neu eine bedeu ende Rolle
spiel . Alle Mi el, die du ch Anleihen au dem Geld- ode Kapi alma k
bescha we den, müssen aus in e n ließenden Mi eln zu ückgezahl
we den, so daß in de Ta die Inansp uchnahme des Kapi alma k s in
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.3.3.318 | Gene a ed on 2023-01-16 13:08:32
Be ich e 321
E wa ung au einen kün igen cash low des Un e nehmens o sich
geh ; es sei denn, es handel sich um isiko agendes Kapi al, das au -
genommen wi d.
Die Ve wendung on K edi mi eln leg dem Un e nehmen na ü lich
zusä zliche Las en au . Wenn bishe die Kapazi ä zu Bezahlung on
Ve p lich ungen aus K edi en olls ändig ausgenu z wu de, müssen die
zusä zlichen Belas ungen mi de Au b ingungskapazi ä de In es i ionen
und den sich da aus e gebenden zusä zlichen Gelds ömen in Gleich-
gewich gehal en we den.
Im Un e schied zu Finanzie ung du ch den schon bes ehenden cash
low e o de dies lange Vo be ei ungen — z. B. Ve handlungen übe
Bedingungen — wobei besonde s auch an die zu s ellenden Siche hei en
gedach we den muß, was das Un e nehmen in seine Bewegungs eihei
einsch änken kann. Gebundene Ak i a und/ode Ve p lich ungen können
ü die kün ige Finanzpoli ik den Zugang zu neuen Finanzie ungsquellen
e ns ha behinde n, wenn nich soga blockie en.
Die K edi inanzie ung is in Ve bindung mi de Hebelwi kung, die
jede Un e nehme gu kenn , ganz besonde s ü die Eigenkapi al e -
s ä kung nü zlich. E weiß, daß es o eilha is , mi emden Mi eln
zu inanzie en, wenn die Zinszahlungen nied ige liegen als das Kapi al-
au kommen in seinem Un e nehmen. Es is nu schwe , das ech e Maß
zwischen dem Hebele ek und den Risiken zu inden, die bei zunehmen-
de Finanzie ung mi F emdkapi al imme g öße we den.
Es is nich e wunde lich, daß die K edi inanzie ung in Zei en s a ke
Expansion — und besonde s auch bei in la ionä e En wicklung — s a k
zunimm . Ob dadu ch das inanzielle Gleichgewich zu seh un e minie
wu de, zeig sich o schon bei dem olgenden konjunk u ellen Umschlag.
Daß ein Land wie Japan mi de s ä ks en wi scha lichen Expansion
die ela i höchs e F emdkapi al inanzie ung au weis , is nich zu ällig.
Daß in eine wenige expansi en Wi scha wie England die F emd-
inanzie ungsquo e in de Finanzie ungss uk u de Un e nehmen seh
ge ing is , bilde das Gegenbeispiel.
Nach diesen allgemeinen Beme kungen übe F emd inanzie ung will
ich nun die F age s ellen, ob die bekann en Finanzie ungs o men e wei e
we den können.
Beginnen wi mi de bekann en Fo m, dem Bankk edi . Holländische
Banken haben bishe ih e Au gaben imme noch gu gelös ; sie sind übe
die adi ionelle Finanzie ung de Be iebsmi el hinausgegangen und
21 K edi und Kapi al 3/1970
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.3.3.318 | Gene a ed on 2023-01-16 13:08:32

322 Be ich e
haben auch -die E wa ung kün ige Gewinne zu Beu eilung he an-
gezogen. Dabei gel en neben de Fo de ung on speziellen Siche hei en
die Sol enz und die Ren abili ä als o nehms e Beu eilungsbasis, wobei
die beiden le z en on den Banken indi iduell beu eil wu den. Die
Banken we den auch in Zukun ih e Funk ion inne halb des Rahmens
de du ch die Behö den gezogenen G enzen e üllen.
Ich möch e nich behaup en, daß die Banken ü die kün ige indu-
s ielle En wicklung eine ¡g öße e K edi be ei scha zeigen müssen, indem
sie im Hinblick au die Siche hei und Sol enz lexible e An o de ungen
s ellen. Die einzige F age, die hie o sich ig zu s ellen is , ob nich iel-
leich in solchen Fällen, wo die K edi gewäh ung wegen des Fehlens on
bankmäßigen Siche hei en bei sons gesunden Be ieben un e bleiben muß,
ielleich die K edi e siche ung (wie das bei Landwi scha sk edi en
de Fall is ) au de Basis de sogenann en sekundä en Siche hei en doch
noch Möglichkei en e ö nen kann. Das wü de sich dann wiede in beson-
de en P ämien niede schlagen, aus denen ein Fonds gebilde we den
könn e, de e en uelle Ve lus e au angen kann.
Sehen wi uns die lang is igen K edi e an. Bei de Hypo hek kann
ich mich ku z assen; sie wi d auch in de Indus ie angewand . Die Ve -
we ungsmöglichkei en des P andes sind ü diese K edi o m bes im-
mend. Auch hie könn e K edi e siche ung Möglichkei en e ö nen, um
wei e zu gehen als bis zu den geb äuchlichen Beleihungsg enzen. Eine
nähe e Un e suchung wä e siche de Mühe we .
Die Indus ie-Obliga ion is bei dem anlagesuchenden Publikum nich
seh belieb . Es sind in de Ta nu die inanziell s a ken Un e nehmen,
die mi de Emission on Obliga ionen on sich eden mach en. Daß die
Obliga ion in de Fo m de Wandelobliga ion a ak i e gewo den is ,
gil meine Ansich nach nu do , wo die Umwandlung bald e olgen
kann. In diesen Fällen is die Obliga ion jedoch nich meh als eine Ube -
gangs o m de Finanzie ung, gewisse maßen eine A Zwischen inanzie-
ung, die ü das Un e nehmen üb igens seh ¡güns ig sein kann. Ich meine
abe , daß die Finanzie ungsmöglichkei en du ch Obliga ionen auch in
Zukun imme besch änk bleiben we den. Als eine de G ünde, wa um
die no male Indus ieobliga ion meine Meinung nach als Finanzie ungs-
mi el wenig Aussich en ha , is ielleich auch das Nich o handensein
di ek e Kon ak e zwischen dem Geldgebe und den Geldnehme n zu
nennen. Deswegen kann on eine eigen lichen Beu eilung des K edi -
beda s du ch die K edi gebe nich die Rede sein und is eine Anpassung
an den konk e en Kapi albeda des Un e nehmens nu schwe zu e -
wi klichen.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.3.3.318 | Gene a ed on 2023-01-16 13:08:32
Be ich e 323
Dagegen ha sich de Di ek k edi in den Niede landen — auch im
Ve gleich mi ande en Lände n — s a k en wickel , wobei die ins i u io-
nellen Anlege als Geldgebe au e en. Ich be ach e dies als eine auße -
o den lich wich ige Kapi alquelle, du ch die ein Zugang zu den Kollek i -
geld e mögen e schlossen wi d, die in unse e Gesellscha on so g oße
Bedeu ung sind. Es schein mi , daß hie in Zukun noch g öße e Mög-
lichkei en liegen als dies heu e de Fall is . Ich habe jedoch den Eind uck,
daß die ins i u ionellen Anlege den Di ek k edi noch iel zu seh als
eine A Hypo heka k edi ansehen. Das will nich heißen, daß e wa bei
den meis en Anleihen eine Hypo hek einge agen wi d. Abe man ha
doch den Eind uck, daß die Bewe ung de unbeweglichen Gü e das
wich igs e K i e ium ü die Gewäh ung de a ige K edi e is und nich
die inanzielle Analyse de po en iellen Schuldne . Das is schade, denn
solche Analysen könn en ielleich die Finanzie ungsmöglichkei en aus
Kollek i e spa nissen e wei e n. Nich alle ins i u ionellen Anlege kön-
nen K edi wü digkei sp ü ungen du ch üh en; man kann jedoch auch die
F age s ellen, ob die Ve wal ung on Kollek i e spa nissen in unse e
Gesellscha nich implizie , daß — wenn i gend möglich — solche Ein-
ich ungen au gebau we den. Soll e es nich auch in den Niede landen
möglich sein, die ins i u ionellen Anlege zu Finanzie ung de Indu-
s ialisie ung du ch die En wicklung on „An eizmi eln" zu e anlassen,
wie wi dies aus den Ve einig en S aa en kennen. Um den ins i u ionellen
Anlege n übe die Scheu bei de Finanzie ung on In es i ionen hinweg-
zuhel en, könn en beispielsweise An eize in de Fo m on Op ions ech en,
Umwandlungs ech en, Gewinnan eilen und de gleichen gewäh we den.
Alles das wi d in den Niede landen nu seh spo adisch angewand .
Daß dies nu e s e Sch i e au dem Wege zu eine meh isiko agenden
Finanzie ung in de Fo m eine Be eiligung am Gesellscha skapi al sind,
is zuzugeben. Alle dings sind die ins i u ionellen Anlege zum Teil an
Ein ich ungen wie die Na ionale In es ie ungsbank und die Nede land-
sche Pa icipa ie Maa schappij be eilig , und agen deshalb au indi ek e
Weise meh zu Finanzie ung p i a e In es i ionen bei als du ch Be ei -
s ellung on Di ek k edi en. Vielleich is auch diese abges u e Finan-
zie ungsa noch eine Auswei ung ähig. Es bleib noch anzume ken, daß
die Di ek k edi e de ins i u ionellen Anlege lang is ig sein können, o
jedoch auch eine mi el is ige Lau zei besi zen.
De mi el is ige K edi ha sich zum Teil e s nach dem Zwei en Wel -
k ieg en wickel . Die Na ionale In es e ingbank is zue s au diesem
Gebie ä ig gewesen und ha sich hie in s a k spezialisie . Diese Beme -
21*
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.3.3.318 | Gene a ed on 2023-01-16 13:08:32
324 Be ich e
kung e schein no wendig, weil es nich ich ig wä e, diese Bank lediglich
als Ins i u ion zu sehen, die o nehmlich K edi e gewäh , die on den
Behö den au e schiedene Weise, z. B. du ch die Übe nahme on Bü g-
scha en, ge ö de we den. De mi el is ige K edi , de auch on Toch-
e gesellscha en de G oßbanken gewäh wi d, ha bei de Fö de ung
de Indus ialisie ung eine wich ige Rolle gespiel und schein besonde s
ü Un e nehmen geeigne zu sein, die ein s a kes Wachs um au weisen.
E is eine Finanzie ungsa , die eine o lau ende Anpassung des P o-
duk ionsappa a s e möglich , wie sie du ch die heu e iel kü ze e wi -
scha liche Lebensdaue on Kapi algü e n als in de Ve gangenhei e -
o de lich gewo den is . E eigne sich besonde s zu Finanzie ung on
Ra ionalisie ungsin es i ionen mi eine ku zen „Rück lußzei ". Bei s a k
wachsenden Un e nehmen kann de mi el is ige K edi wegen de zu
e wa enden Gewinne eine nü zliche Funk ion e üllen. E dü e deshalb
auch «in Zukun eine wich ige Rolle spielen. Bei ückläu ige Ren abili ä
im Wi scha sleben wü den alle dings die Chancen ü den Einsa z
diese K edi a ge inge we den.
Leasing und Fac o ing haben eben alls Eingang in unse Land ge un-
den. Das is schon deshalb e eulich, weil dami die Pale e de Finan-
zie ungsmi el e g öße und ih e Anpassung an die A des Beda s
e leich e wi d. Was kann in Zukun on diesen Finanzie ungs o men
e wa e we den? Es wä e eine Illusion zu glauben, daß du ch das Leasing
zusä zliche Finanzie ungsmi el ü die Un e nehmen be ei ges ell we -
den. Leasing muß meines E ach ens als eine al e na i e Fo m de K edi -
au nahme angesehen we den. Das U eil übe die K edi wü digkei de
Un e nehmen bes imm den Um ang de Ve p lich ungen, den de K edi -
gebe jeweils als e e ba be ach e ; es is kaum denkba , daß die
K edi wü digkei ande s beu eil wi d, wenn de Abschluß eines Mie -
e ages e wogen wi d als dies bei ande en K edi o men de Fall is .
Im üb igen gehö es in das Reich de Fabel, daß Leasing-Ve äge keinen
Ein luß au die Sol enz haben, weil sie nich in de Bilanz e scheinen. Im
Un e schied zum Leasing lie e das Fac o ing — das in den Niede landen
alle Wah scheinlichkei nach nu in seh besch änk em Um ang ange-
wand wi d — zusä zliche Finanzie ungsmi el. We seine Fo de ungen
in dem Momen e kau , in dem sie en s ehen, ha ein ach keine Debi o-
en meh und kann die bishe in den Debi o en gebundenen Mi el zu
ande en Zwecken e wenden.
Wie be ei s gesag , häng sowohl die in e ne wie die ex e ne Finanzie-
ung om cash- low, d. h. om be ei s ealisie en ode om e wa e en
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.3.3.318 | Gene a ed on 2023-01-16 13:08:32
Be ich e 325
cash- low ab. Nennen wi diesen cash- low, d. h. den Ne ogewinn o
Absch eibungen, den B u oe ag des Un e nehmens, dann kann als E -
agsk a des Un e nehmens das Maß bezeichne we den, in dem es in de
Lage is , einen B u oe ag abzuwe en. Die E agsk a in diesem Sinn
bilde die Haup g undlage de Finanzie ung. We sich ex pos aus dem
cash- low inanzie en will, muß zue s den Um ang de B u oe äge
kennen. Auch we emde Mi el an sich ziehen will und aus den B u o-
e ägen noch RückZahlungs e p lich ungen nachkommen bzw. aus dem
Ne ogewinn Di idende zahlen muß, soll e zue s einmal übe p ü en,
welche B u oe äge in Zukun e wa e we den können. Das gleiche
gil ü den, de dem Un e nehmen Finanzie ungsmi el in Fo m on
K edi en ode Da lehen zu Ve ügung s ell ; e muß sich eben alls mi
den kün igen B u oe ägen ode de „E ags ähigkei " des Un e neh-
mens e au machen. Nich die Ve gangenhei , sonde n die Zukun is
ü die F age de K edi wü digkei bes immend. Die in de Ve gangen-
hei e eich en E äge können hie zu siche lich einen Anhal spunk bie-
en; wenn jedoch güns ige Zahlen aus de Ve gangenhei mi ungüns igen
Zukun saussich en zusammen e en, so soll und muß das den Finan-
zie enden zu Vo sich mahnen.
Fü den K edi gebe gib es noch ein ande es K i e ium neben de
E agsk a des Un e nehmens: das is die Deckung, au die zu ück-
geg i en we den kann, wenn die Gewinne des Un e nehmens nich den
E agse wa ungen en sp echen, ielleich soga nega i e E gebnisse au -
e en. Diese Deckung kann im Eigenkapi al des Un e nehmens ode auch
in speziellen Siche hei en ge unden we den. Es sind Fälle denkba , in
denen zwa die Aussich en güns ig sind und s eigende B u oe äge e -
wa e we den können, die Lei ung des Un e nehmens eben alls Ve -
auen e weck und o zdem keine K edi mi el ode Da lehen in de
Ho nung au kün ige E äge gegeben we den können, weil keine an-
nehmba en Siche hei en o handen sind ode die Finanzs uk u bei ela-
i ge ingem Um ang des Eigenkapi als schlech is . Wenn in de a igen
Si ua ionen auch die Bescha ung on neuem, isiko agendem Kapi al
unmöglich is , dann bleib nu noch eine K edi gewäh ung gegen ö en -
liche Bü gscha en üb ig. Hie zu wa en die ö en lichen S ellen in de
Ve gangenhei iel ach be ei . An e s e S elle sind hie die K edi ege-
lungen ü Mi el- und Kleinbe iebe zu nennen. De Ums and, daß bei
ielen Un e nehmen in diesem Sek o die Vo ausse zungen ü die Ge-
wäh ung on Bankk edi en nich zu e üllen sind, ha dazu ge üh , ein
ganzes Sys em on K edi p og ammen ins Leben zu u en, wobei die Be-
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.3.3.318 | Gene a ed on 2023-01-16 13:08:32
332 Be ich e
Planung des Absa zes, de P oduk ionskapazi ä en und dami des Kapi-
albeda s beziehen sollen, de zu Aus üh ung de Pläne e o de lich
is .
Sowohl bei de Planung au ku ze als auch au lange Sich nimm die
Schä zung des Absa zes und des dazugehö igen Umsa zes eine zen ale
S ellung ein (au de Basis de Vq kau splanung kann ein Plan ü die
P oduk ion, ü den Einkau on G und- und Hil ss o en sowie ü die
jeweils benö ig e P oduk ionskapazi ä und den A bei sk ä ebeda e -
a bei e we den).
Um zu wissen, was aus dem kün igen cash- low ü Finanzie ungs-
zwecke und o aussich liche Zahlungen zu Ve ügung s eh , sind Vo -
s ellungen übe die kün ige Gewinnausschü ungspoli ik unen beh lich.
Das schließ wiede ein, daß die Gewinnplanung im Un e nehmen Vo -
ang ha . Ta sächlich muß jede En scheidung, die ge o en wi d, mi
Hinsich au ih e Wi kungen au den Gewinn und den cash- low be ach-
e we den.
Man kann in mi elg oßen Un e nehmen sagen hö en, daß es nich
möglich sei, e was o auszusehen, daß Schä zungen wenig Sinn haben,
weil die Wi klichkei doch imme on ihnen abweich . Vo ausschä zungen
sind na ü lich keine ein ache Angelegenhei , und es muß dabei die g öß e
Vo sich angewand we den. Selbs eine e s e Annähe ung an die ü das
Un e nehmensgeschehen ele an en G ößen is mi ielen Schwie igkei en
e bunden. Man kann jedoch au ielleich unzu eichende G undlage
dami beginnen, egelmäßig Zahlen zusammenzus ellen und nach äglich
zu kon ollie en, um au diese Weise E ah ungen im P ognos izie en zu
sammeln, die dann wiede de Ausgangspunk ü die Planung und Vo -
ausschä zungen sein können. Es is meine es e Übe zeugung, daß das Maß
an Genauigkei in de Ube eins immung on geschä z en und e eich en
Zahlen ein gu e Maßs ab ü die Beu eilung de Quali ä de Geschä s-
üh ung sein kann.
Abweichungen zwischen E wa ungen und E gebnissen können selbs -
e s ändlich auch zu älligen Ums änden zugesch ieben we den. Die e -
gleichende Analyse e wa e e und einge o ene E gebnisse is jedoch
auch ein wich iges Mi el, um den zu älligen ode g undlegenden Cha ak-
e on S ö ungen zu e kennen.
Planung, Schä zung, E a au s ellung, Kon olle — alles dies sind Mi el
zu Bes immung des kün igen Beda s an Finanzie ungsmi eln und zu
E mi lung des zu e wa enden cash- lows. Sie sind o allem auch zu
besse en Nu zung de eigenen Finanzie ungsmi el e o de lich: ü die
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.3.3.318 | Gene a ed on 2023-01-16 13:08:32

Be ich e 333
In ensi ie ung de Kapi al e wendung, d. h. dadu ch, daß man nich
meh an Wa enbes änden häl als ü eine op imale Be iebs üh ung no -
wendig is , daß man Debi o enpos en au ein Minimum besch änk , ins-
besonde e du ch E höhung de Umsa zgeschwindigkei , können zusä z-
liche Finanzie ungsmi el gewonnen we den. Empi ische Un e suchungen
haben e geben, daß die Übe lebenschancen bei gu geplan en und a ionell
ge üh en Un e nehmen g öße sind als de jenigen Un e nehmen, in denen
nich geplan wi d.
Co nelius F. Sche e , Tilbu g
Summa y
Financing Business in Holland
The a icle deals i s wi h he possibili ies o "in e nal" inancing om he
cash- low: esidual dep ecia ion allowances, a ional use o wo king unds,
sel - inancing. In he ollowing ema ks on ex e nal inancing o i ms by way
o c edi , e c., he ins i u ional si ua ion and o ganiza ional a angemen s in he
Ne he lands a e ho oughly en ila ed. The main emphasis in his p esen a ion
is placed on di ec c edi s and go e nmen aid o he inancing o small and
medium-sized i ms. In connec ion wi h inancing by equi y capi al, he ac i i y
o in es men and o he inance companies is deal wi h. S ong emphasis is
placed on he assessmen o he expec ed liquidi y si ua ion and u u e p o i
chances, which p o ide a good basis o examining he c edi abili y o a i m.
Résumé
Le inancemen des en ep ises aux Pays-Bas
L'au eu ai e d'abo d des possibili és de inancemen „in e ne" o e es pa
le „cash- low": soldes d'amo issemen s, exploi a ion a ionnelle des moyens de
l'en ep ise, au o- inancemen . Se p éoccupan ensui e du inancemen ex e ne
de l'en ep ise pa le c édi , e c..., l'au eu dé aille les ela ions ins i u ion-
nelles e les ègles d'o ganisa ion qui on cou s aux Pays-Bas. L'a icle souligne
p incipalemen le c édi di ec e l'aide des pou oi s publics pou le inancemen
des pe i es e moyennes en ep ises. A p opos du inancemen pa pa icipa ion,
l'au eu déc i l'ac i i é des socié és de pa icipa ion e d'au es é ablissemen s
de inancemen . L'accen es mis su l'app écia ion des pe spec i es de liquidi és
e des chances u u es de béné ices, qui cons i uen une base sé ieuse d'examen
des capaci és d'emp un d'une en ep ise.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.3.3.318 | Gene a ed on 2023-01-16 13:08:32