Dahm, Gun he
Wo king Pape
A bei sma k e äge eines S udiums ü be u lich
Quali izie e: Hochschulabsol en *innen mi und ohne
o akademische Ausbildung im Ve gleich
Wo king Pape Fo schungs ö de ung, No. 325
P o ided in Coope a ion wi h:
The Hans Böckle Founda ion
Sugges ed Ci a ion: Dahm, Gun he (2024) : A bei sma k e äge eines S udiums ü be u lich
Quali izie e: Hochschulabsol en *innen mi und ohne o akademische Ausbildung im Ve gleich,
Wo king Pape Fo schungs ö de ung, No. 325, Hans-Böckle -S i ung, Düsseldo
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WORKING PAPER
FORSCHUNGSFÖRDERUNG
Numme 325, Juni 2024
A bei sma k e äge eines S udiums ü be u lich
Quali izie e
Hochschulabsol en *innen mi und ohne o akademische
Ausbildung im Ve gleich
Gun he Dahm
Au einen Blick
Inwie e n kann sich eine Be u sausbildung o S udienbeginn ü Hochschulabsol en *innen
„auszahlen“? Diese F age s eh im Mi elpunk de o liegenden S udie. Sie zeig , dass Meh -
achquali izie e du chaus höhe e A bei sma k e äge e zielen können als Hochschulabsol-
en *innen ohne o akademische Be u sausbildung, alle dings sind diese Vo eile au eine
ühe Phase nach dem S udium besch änk . Mi el- und lang is ig e zielen Hochschulabsol-
en *innen mi und ohne be u liche Vo quali ika ion ähnliche A bei sma k e äge. En schei-
dend ü de en Höhe is le z lich de Hochschulabschluss.
Gun he Dahm, M. A., is wissenscha liche Mi a bei e am Deu schen Zen um
ü Hochschul- und Wissenscha s o schung (DZHW) in Hanno e . E s udie e So-
ziologie, Poli ikwissenscha und Philosophie an de Technischen Uni e si ä D es-
den. Zu seinen Fo schungsin e essen zählen de S udien- und Be u se olg on
S udie enden und Hochschulabsol en *innen mi nich adi ionelle Bildungsbio-
g a ie sowie das Ve häl nis on hochschulische und be u liche Bildung
© 2024 by Hans-Böckle -S i ung
Geo g-Glock-S aße 18, 40474 Düsseldo
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„A bei sma k e äge eines S udiums ü be u lich Quali izie e“ on Gun he Dahm
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einhabe .
ISSN 2509-2359
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 3
Inhal
Abbildungen ........................................................................................... 4
Tabellen ................................................................................................. 6
Zusammen assung ................................................................................. 7
1. Ein üh ung ....................................................................................... 11
1.1 Theo e ische Anknüp ungspunk e .............................................. 12
1.2 Fo schungss and ....................................................................... 13
1.3 F ages ellung und Zielse zung ................................................... 17
1.4 Au bau de S udie ...................................................................... 23
2. Da eng undlage und Me hoden ........................................................ 25
2.1 Ve wende e Da en ..................................................................... 25
2.2 Me hodisches Vo gehen ............................................................ 27
3. Wodu ch zeichnen sich be u lich-akademisch Quali izie e aus? ..... 33
3.1 Ve gleich on Hochschulabsol en *innen mi und ohne
be u liche Vo quali ika ion ................................................................ 33
3.2 Zen ale Me kmale de be u lichen Vo quali ika ion ................... 39
4. Be u liche E äge eine Meh achquali ika ion ................................. 42
4.1 Einkommen ................................................................................ 44
4.2 Ve ikale Adäquanz .................................................................... 59
4.3 Unbe is e e Beschä igung ........................................................ 70
4.4 Be u liche Zu iedenhei ............................................................. 79
5. Zusammen assung und Fazi ........................................................... 87
Li e a u ................................................................................................ 94
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 4
Abbildungen
Abbildung 1: S udien achg uppen on Hochschulabsol en *innen
ohne und mi be u liche Vo quali ika ion ......................................... 36
Abbildung 2: Ausbildungsbe u e nach Geschlech ................................ 40
Abbildung 3: Fachliche Zusammenhang zwischen Ausbildung und
S udium nach Wegen zu S udienbe ech igung ............................... 41
Abbildung 4: Un e schied im loga i hmie en B u os undenlohn on
be u lich o quali izie en Hochschulabsol en *innen gegenübe
Hochschulabsol en *innen ohne be u liche Vo quali ika ion ca.
ein Jah nach S udienabschluss, nach Abschlussni eau ................. 47
Abbildung 5: Loga i hmie e B u os undenlohn im Ka ie e e lau
on Hochschulabsol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem
S udienabschluss, nach be u liche Vo quali ika ion ........................ 52
Abbildung 6: Un e schiede im loga i hmie en B u os undenlohn on
be u lich o quali izie en Hochschulabsol en *innen gegenübe
Hochschulabsol en *innen ohne be u liche Vo quali ika ion, nach
Zei punk und Abschlussjah gang .................................................... 57
Abbildung 7: Ve ikal adäqua e Beschä igung ca. ein Jah nach dem
S udienabschluss: Ve gleich on Hochschulabsol en *innen ohne
und mi be u liche Vo quali ika ion, nach Abschlussni eau ............. 61
Abbildung 8: Ve ikale Adäquanz im Ka ie e e lau on Hochschul-
absol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem S udienabschluss
in P ozen , nach be u liche Vo quali ika ion .................................... 64
Abbildung 9: Ve ikale Adäquanz: Un e schiede on be u lich
o quali izie en Hochschulabsol en *innen gegenübe
Hochschulabsol en *innen ohne be u liche Vo quali ika ion, nach
Zei punk und Abschlussjah gang .................................................... 68
Abbildung 10: Unbe is e e Beschä igung ca. ein Jah nach dem
S udienabschluss in P ozen : Ve gleich on Hochschul-
absol en *innen ohne und mi be u liche Vo quali ika ion, nach
Abschlussni eau .............................................................................. 71
Abbildung 11: Unbe is e e Beschä igung im Ka ie e e lau on
Hochschulabsol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem
S udienabschluss in P ozen , nach be u liche Vo quali ika ion........ 74
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 5
Abbildung 12: Unbe is e e Beschä igung: Un e schiede on
be u lich o quali izie en Hochschulabsol en *innen gegenübe
Hochschulabsol en *innen ohne be u liche Vo quali ika ion, nach
Zei punk und Abschlussjah gang .................................................... 78
Abbildung 13: Zu iedenhei mi de be u lichen Si ua ion ca. ein Jah
nach S udienabschluss: Ve gleich on Hochschulabsol en *innen
ohne und mi be u liche Vo quali ika ion, nach Abschlussni eau .... 81
Abbildung 14: Zu iedenhei mi de be u lichen Si ua ion im Ka ie e-
e lau on Hochschulabsol en *innen mi Mas e - ode
adi ionellem S udienabschluss, nach be u liche Vo quali ika ion .. 84
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 6
Tabellen
Tabelle 1: S ichp obenbesch eibung – Fallzahlen und An eile im
Analysesample de E agsanalysen (Kapi el 4) ............................... 27
Tabelle 2: Loga i hmie e B u o-S undenlohn ca. ein Jah nach
S udienabschluss: Un e schiede im E ek eine
be u lichen Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche
Quali ika ionsp o ile ......................................................................... 49
Tabelle 3: Loga i hmie e B u o-S undenlohn zehn Jah e nach
dem Hochschulabschluss: Un e schiede im E ek eine
be u lichen Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche
Quali ika ionsp o ile ......................................................................... 54
Tabelle 4: Ve ikal adäqua e Beschä igung ca. ein Jah nach
S udienabschluss: Un e schiede im E ek eine
be u lichen Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche
Quali ika ionsp o ile ......................................................................... 62
Tabelle 5: Ve ikal adäqua e Beschä igung zehn Jah e nach
S udienabschluss: Un e schiede im E ek eine
be u lichen Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche
Quali ika ionsp o ile ......................................................................... 66
Tabelle 6: Unbe is e e Beschä igung ca. ein Jah nach
S udienabschluss: Un e schiede im E ek eine
be u lichen Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche
Quali ika ionsp o ile ......................................................................... 72
Tabelle 7: Unbe is e e Beschä igung zehn Jah e nach
S udienabschluss: Un e schiede im E ek eine
be u lichen Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche
Quali ika ionsp o ile ......................................................................... 76
Tabelle 8: Zu iedenhei mi de be u lichen Si ua ion ca. ein Jah
nach S udienabschluss: Un e schiede im E ek eine
be u lichen Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche
Quali ika ionsp o ile ......................................................................... 82
Tabelle 9: Zu iedenhei mi de be u lichen Si ua ion zehn Jah e
nach S udienabschluss: Un e schiede im E ek eine
be u lichen Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche
Quali ika ionsp o ile ......................................................................... 85
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 7
Zusammen assung
Inwie e n „zahl “ sich eine Be u sausbildung o S udienbeginn ü Hoch-
schulabsol en innen und -absol en en aus? Diese F age s eh im Mi el-
punk de o liegenden S udie.
Be ei s sei Jah zehn en absol ie ein hohe An eil de S udie enden
in Deu schland o dem S udium eine duale ode schulische Be u saus-
bildung und e wi b dami ein hyb ides be u lich-akademisches Quali ika-
ionsp o il. Welche A bei sma k e äge abe mi diese Fo m des kumula-
i en Bildungs e hal ens e bunden sind, wu de bishe nu unzu eichend
un e such . Im Rahmen diese S udie wi d dahe de F age nachgegan-
gen, ob mi einem hyb iden, be u lich-akademischen Quali ika ionsp o il
ähnliche ode ga höhe e be u liche E äge e ziel we den können als mi
einem ein akademischen P o il.
Vo dem Hin e g und des hohen Fachk ä ebeda s in Deu schland
handel es sich um eine gesellscha lich hoch ele an e F ages ellung.
Und auch aus eine ungleichhei s heo e ischen Pe spek i e is das
Thema bedeu sam. Denn ge ade ü Pe sonen aus nich akademischen
El e nhäuse n üh de Weg an die Hochschule häu ig übe eine o aka-
demische Be u sausbildung (O demann/Buchholz/Spangenbe g 2023).
Fü Pe sonen, die e wägen, o Au nahme eines S udiums eine Be u s-
ausbildung zu absol ie en, können die E kenn nisse diese S udie hil -
eich sein, um sich ein ealis isches Bild de be u lichen E agspe spek-
i en on Doppelquali izie en zu e scha en.
Die zen ale F ages ellung diese S udie is , ob es sys ema ische Un-
e schiede in den be u lichen E ägen on Hochschulabsol en *innen mi
und ohne o akademische Be u sausbildung gib . Dabei soll ein möglichs
um assendes und zugleich di e enzie es Bild de E äge on be u lich
Quali izie en gewonnen we den.
Um dies zu e eichen, sieh die Analyses a egie o , 1.) die gesam e
G uppe de be u lich o quali izie en Hochschulabsol en *innen (s a le-
diglich Teilpopula ionen) in die Un e suchung einzubeziehen. Diese Ge-
sam pe spek i e au be u lich Quali izie e wi d mi eine di e enzie e en
Be ach ung e bunden, um 2.) die Viel al un e schiedliche Quali ika i-
onsp o ile on Hochschulabsol en *innen abzubilden.
Da übe hinaus we den die A bei sma k e äge 3.) meh dimensional,
d.
h. anhand un e schiedliche Face en und 4.) zu e schiedenen Zei -
punk en im E we bs e lau un e such . Schließlich wi d 5.) au Basis e -
schiedene Jah gänge übe p ü , ob sich das E agspo enzial be u lich-
akademische Quali ika ionsp o ile im Zei e lau e ände ha .
Um die E äge on Hochschulabsol en *innen mi und ohne be u liche
Vo quali ika ion zu analysie en, we den die längsschni lichen Da en de
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 8
Absol en *innen-S udien des Deu schen Zen ums ü Hochschul- und
Wissenscha s o schung (DZHW) e wende . Dazu we den die Da en on
insgesam sechs Absol en *innen-Jah gängen (1997, 2001, 2005, 2009,
2013, 2017) einbezogen.
Die A bei sma k e äge on Hochschulabsol en *innen mi und ohne
be u liche Vo quali ika ion we den anhand on ie E agsdimensionen
gegenübe ges ell : dem Einkommen, de Wah scheinlichkei eine e ikal
adäqua en, quali ika ionsangemessenen Beschä igung, de Wah schein-
lichkei eine unbe is e en Beschä igung und anhand de be u lichen Zu-
iedenhei .
Um lebens e lau sdynamische En wicklungen abzubilden, we den die
E äge zu d ei un e schiedlichen Zei punk en im E we bs e lau be ach-
e – ca. ein, ün und zehn Jah e nach dem Hochschulabschluss. In den
Auswe ungen wi d g undsä zlich zwischen zwei Abschlussni eaus un e -
schieden, und zwa zwischen Absol en *innen mi Mas e - ode adi io-
nellem Abschluss (Diplom, Magis e , S aa sexamen) eine sei s sowie Ba-
chelo absol en *innen ande e sei s.
Fü die G uppe de Hochschulabsol en *innen mi adi ionellem Ab-
schluss (Diplom, Magis e , S aa sexamen) ode mi Mas e abschluss e -
gib sich olgendes Bild: Übe alle ie Indika o en des Be u se olgs hin-
weg bes ehen nu ge inge E agsun e schiede zwischen Meh achquali-
izie en und ausschließlich akademisch Quali izie en.
Bei zwei de un e such en Face en des Be u se olgs, dem Einkom-
men und de unbe is e en Beschä igung, zeigen sich leich e E ags o -
eile zuguns en de be u lich Quali izie en. Hinsich lich de e ikal adä-
qua en Beschä igung e geben sich dagegen e was ge inge e E äge.
Bei de be u lichen Zu iedenhei sind keine s a is isch bedeu samen E -
agsun e schiede zwischen Hochschulabsol en *innen mi und ohne be-
u liche Vo quali ika ion es zus ellen.
Die Vo eile be u liche Quali izie e bei Löhnen und unbe is e e Be-
schä igung sind au eine ühe Phase nach dem Examen beg enz . Fün
und zehn Jah e nach dem Examen haben Absol en *innen ohne be u li-
che Vo bildung zu be u lich Vo quali izie en au geschlossen. Die Nach-
eile be u lich Quali izie e bei de e ikal adäqua en Beschä igung las-
sen sich dagegen auch zu den spä e en Beobach ungszei punk en noch
s a is isch siche nachweisen, wenngleich ih Ausmaß ge ing bleib .
Auch wenn die G uppe de Absol en *innen mi Mas e - ode adi io-
nellem Abschluss s ä ke ausdi e enzie wi d, ände sich an diesem Ge-
sam bild allen alls ge inge und in de Regel nu ku z is ig o handene
Meh - ode Minde e äge de G aduie en mi eine be u lich-akademi-
schen Meh achquali ika ion nu wenig. So gib es beispielsweise keine
s a is isch belas ba en Belege da ü , dass be u lich Quali izie e, wenn sie
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 15
Die spä e o geleg en S udien on Bellmann/S ephani (2012) sowie
Hammen (2011) un e liegen demgegenübe eine ande en P oblema ik.
Ih e Analysemodelle en hal en „zu iele“ Kon oll a iablen und sind mög-
liche weise om P oblem des „o e con ol bias“ be o en (Elwe /Winship
2014; Pe ei a/Ma ins 2004). So beinhal en die Modelle Kon oll a iablen,
die be ei s Teil des zu e klä enden Be u se olgs sind, in de Un e su-
chung on Hammen (2011) beispielsweise die B anche, in de Be ag e
beschä ig sind, ode die Be iebsg öße.
In de S udie on Bellmann/S ephani (2012) wu den da übe hinaus
die Me kmale Füh ungs e an wo ung und das wah genommene En las-
sungs isiko kon ollie . Es is zu e mu en, dass diese A bei spla zme k-
male be ei s den Ein luss un e schiedliche Quali ika ionsp o ile on
Hochschulabsol en *innen wide spiegeln und somi den (mu maßlichen)
E ek eine Doppelquali ika ion au die be u lichen E äge zumindes eil-
weise e mi eln.
We den diese Me kmale als Kon oll a iablen be ücksich ig , läss sich
de po enzielle E ek de Meh achquali ika ion au den Be u se olg nich
meh bzw. nich meh in seinem u sp ünglichen Ausmaß iden i izie en,
so e n sich de Zugang zu eine luk a i en B anche, zu g oßen Un e neh-
men ode die Wah scheinlichkei de Übe nahme eine Füh ungsposi ion
zwischen Hochschulabsol en *innen mi und ohne Vo quali ika ion sys e-
ma isch un e scheiden. Vo diesem Hin e g und wu de wah scheinlich
auch in den S udien on Bellmann und S ephani (2012) sowie Hammen
(2011) de E ek eine Doppelquali izie ung au den Be u se olg (hie :
Einkommen, Zu iedenhei ) nich zu e lässig e mi el .
Die e wähn en me hodischen Einsch änkungen de o liegenden Un-
e suchungen, insbesonde e ein „o e con ol bias“, könn en ein G und da-
ü sein, wa um sich in den bislang o liegenden Be unden das aus hu-
mankapi al heo e ische Pe spek i e übe aschende E gebnis zeig , dass
die be u lichen E äge on S udie en, die o ih em S udium eine Be u s-
ausbildung absol ie haben, nich höhe sind als jene on S udie en
ohne eine o akademische be u liche Ausbildung.
O ene inhal liche F agen
Abgesehen on me hodischen Einsch änkungen, die die Validi ä de bis-
lang im Fo schungs eld e ziel en E gebnisse womöglich belas en, bleiben
jedoch auch wich ige inhal liche F agen in den bishe igen Un e suchun-
gen unbean wo e .
Eine bedeu ende inhal liche Limi a ion de S udien bes eh da in, dass
diese jeweils nu eine Teilpopula ion de be u lich o quali izie en Hoch-
schulabsol en *innen un e such haben. In de Regel lag de Fokus dabei
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 16
au be u lich Quali izie en, die die Ausbildung e s nach dem E we b de
Hochschul ei e absol ie ha en.
Bei diesem Fokus bleib jedoch wei gehend une o sch , welche A -
bei sma k e äge jene be u lich Quali izie en e zielen, die ih e Ausbil-
dung schon o ode mi dem E we b de S udienbe ech igung abge-
schlossen haben. Diese wei e e G uppe mach – einschließlich de klei-
nen Un e g uppe de nich adi ionellen Hochschulabsol en *innen ohne
Abi u ode Fachhochschul ei e – e wa die Häl e alle be u lich Quali i-
zie en aus (Dahm/Pe e 2023).
Den bishe igen S udien ehl jedoch nich nu eine ganzhei liche Pe -
spek i e au die gesam e G uppe de be u lich o quali izie en Hoch-
schulabsol en *innen. Gleichzei ig wu de das Phänomen de Meh ach-
quali ika ion lediglich seh global und wenig di e enzie un e such . So
wu de in de Meh zahl de Analysen lediglich un e schieden, ob Hoch-
schulabsol en *innen o dem S udium eine Ausbildung absol ie ha en
ode nich .
Nu e einzel wu de dagegen übe p ü , ob sich die be u liche Vo qua-
li ika ion in bes imm en Teilpopula ionen on Hochschulabsol en *innen
s ä ke ode ande s auswi k als in ande en. Auch mögliche E agsun e -
schiede inne halb de G uppe de be u lich Quali izie en wu den bishe
kaum nähe be ach e .
Eine wei e e Besch änkung des ak uellen Fo schungss ands bes eh
da in, dass bishe wenig bekann is übe lebens e lau sdynamische P o-
zesse in den be u lichen E ägen on be u lich quali izie en und be u lich
nich quali izie en Hochschulabsol en innen und -absol en en. G und
da ü is , dass in den S udien die be u lichen E äge in de Regel nu zu
einem bes imm en Zei punk im indi iduellen Lebens- und Be u s e lau ,
beispielsweise zum Zei punk des Be u seins iegs, un e such wu den.
Aus den 1990e -Jah en gib es jedoch e s e Hinweise da au (Büchel
1997; Büchel/Helbe ge 1995; Lewin/Minks/Uhde 1996), dass man – je
nachdem, welche Zei punk im indi iduellen Lebens- und E we bs e lau
on Hochschulabsol en innen und -absol en en be ach e wi d – zu un-
e schiedlichen Schluss olge ungen hinsich lich de E äge eine Meh -
achquali ika ion kommen kann.
Nich zule z is es zuhal en, dass es schon wegen des o gesch i e-
nen Al e s de zi ie en S udien Beda an ak uelle Fo schung bes eh .
Die meis en S udien zum Thema s ammen aus den 1990e -Jah en. Sie
sind inzwischen also e wa 30 Jah e al und be ach en zudem eine seh
spezi ische A bei sma k pe iode, die in den 1990e -Jah en on eine s ei-
genden A bei slosigkei , eine zunehmenden Flexibilisie ung on Be-
schä igung (ge ade ü A bei sma k eins eige ) und de wi scha ss uk-
u ellen Ve a bei ung de Wiede e einigung gekennzeichne wa .
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 17
Im in e na ionalen Ve gleich wa in Deu schland in diese Zei zudem
die Teilnahme an hochschulische Bildung noch ehe ge ing, die Bil-
dungsexpansion im Hochschulsek o s agnie e soga wei es gehend
(Mülle e al. 2011). Die E gebnisse sind deshalb nich ohne Wei e es au
die heu ige Zei übe agba .
So zeig e sich insbesonde e sei Mi e de 2000e -Jah e eine beschleu-
nig e Expansion im hochschulischen, insbesonde e im achhochschuli-
schen Be eich, zudem eine Ve besse ung de allgemeinen A bei sma k -
lage und nich zule z ein mu maßliche Bedeu ungszuwachs hyb ide
Quali ika ionsp o ile (G a 2013; K one/Nieding/Ra e mann-Busse 2019;
Wissenscha s a 2014), de die A bei sma k posi ion on be u lich Vo -
quali izie en e besse haben könn e. Auch die neue en S udien on
Hammen (2011) sowie Bellmann/S ephani (2012) können diese En wick-
lungen nich abbilden, da sie sich au Da en aus dem Jah 2006 beziehen.
Hinzu komm , dass die bishe o liegenden A bei en zum Thema die
(möglichen) Auswi kungen de S udiens uk u e o m und de Ein üh ung
konseku i e S udiengänge du ch die E ablie ung eines Bachelo - und
Mas e sys ems in Deu schland nich abbilden können.
1.3 F ages ellung und Zielse zung
Die zen ale F ages ellung diese S udie is , ob es sys ema ische Un e -
schiede in den be u lichen E ägen on Hochschulabsol en *innen mi
und ohne be u liche Vo quali ika ion gib . Vo dem Hin e g und des bishe-
igen Fo schungss ands wi d das Ziel e olg , ein b ei angeleg es, um-
assendes und zugleich di e enzie es Bild de be u lichen E äge on
be u lich Quali izie en zu zeichnen. Um dies zu e eichen, wi d
1. eine ganzhei liche Pe spek i e au be u lich o quali izie e Hoch-
schulabsol en *innen eingenommen, die – s a lediglich Teilg uppen –
die Gesam hei de be u lich Quali izie en in die Un e suchung einbe-
zieh ,
2. die ganzhei liche Pe spek i e e gänz du ch eine s ä ke zwischen Teil-
g uppen di e enzie ende Be ach ung, um die Viel al un e schiedli-
che Quali ika ionsp o ile on Hochschulabsol en *innen abzubilden,
3. de Be u se olg de Ve gleichsg uppen anhand un e schiedliche
Face en und
4. zu e schiedenen Zei punk en im Lebens e lau un e such und
5. schließlich anhand e schiedene Jah gänge on Hochschulabsol-
en *innen übe p ü , ob sich das E agspo enzial hyb ide Quali ika i-
onsp o ile im Zei e lau e ände ha .
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 18
1. Ganzhei liche Pe spek i e au be u lich o quali izie e Hoch-
schulabsol en *innen
Ein e s es Teilziel de o liegenden S udie is es, die E äge eine hyb i-
den, be u lich-akademischen Meh achquali ika ion zu un e suchen, ohne
dass quan i a i bedeu same Teilpopula ionen dabei ausgeschlossen
we den. Abgesehen on Un e suchungen zu kleinen G uppe de Hoch-
schulabsol en *innen ohne Abi u ode Fachhochschul ei e (O demann
2018, 2019) haben die bishe igen S udien be u lich Vo quali izie e, die
ih e Hochschulzugangsbe ech igung nach ode mi dem Ausbildungsab-
schluss e wo ben haben, nich be ücksich ig .
Auch wenn sich ü un e schiedliche G uppen be u lich Quali izie e
die En scheidung übe eine Ausbildung und ein zusä zliches S udium je-
weils zu ande en biog a ischen Zei punk en und ande en Bedingungen
s ell ( gl. dazu die p ak ischen Implika ionen in Kapi el 5), so is doch ü
alle Hochschulabsol en *innen mi o akademische Be u sausbildung
die F age ele an , in welchem Maße de A bei sma k ih e hyb ide
Be u squali ika ion hono ie . Die o liegende S udie nimm dahe die
G uppe de be u lich Quali izie en insgesam in den Blick.
2. Di e enzie e Be ach ung on be u lich quali izie en Hochschul-
absol en *innen
Gleichzei ig is es abe ein Ziel diese S udie, die F age, welche A bei s-
ma k e äge mi eine hyb iden Meh achquali ika ion e bunden sind, di -
e enzie e als bishe zu analysie en. Hie bei können zwei Di e enzie-
ungspe spek i en un e schieden we den.
In eine e s en Di e enzie ungspe spek i e geh es da um, die E äge
eine be u lich-akademischen Meh achquali ika ion nich nu global ü
Hochschulabsol en *innen insgesam zu un e suchen, sonde n den Blick
au spezi ische Teilg uppen zu lenken, die womöglich s ä ke ode schwä-
che on eine be u lich Vo quali ika ion p o i ie en, e wa Männe ode
F auen. Eine zwei e Di e enzie ungspe spek i e ag danach, ob es
auch inne halb de G uppe de be u lich Quali izie en E agsun e -
schiede je nach P o il de be u lichen Vo quali ika ion gib .
Mi Blick au die e s e Di e enzie ungspe spek i e (E agsun e -
schiede be u lich Vo quali izie e in un e schiedlichen Teilpopula ionen
on Hochschulabsol en *innen) be i eine g undlegende Di e enzie-
ung zunächs das Abschlussni eau de Hochschulabsol en *innen. Um
die im Zuge de Bologna-Re o men e ände en S udiens uk u en adä-
qua abzubilden, we den dahe alle Auswe ungen in diese S udie ge-
enn ü zwei Abschlussni eaus du chge üh , und zwa ü Absol en *in-
nen mi einem Mas e - ode einem adi ionellen Abschluss (Diplom, Ma-
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 19
gis e , S aa sexamen) au de einen Sei e und ü Bachelo absol en *in-
nen au de ande en Sei e.
Die Zuo dnung on adi ionellen Hochschulabschlüssen (einschließ-
lich Fachhochschul-Abschlüssen) und Mas e abschlüssen zum gleichen
Abschlussni eau o ien ie sich an de einhei lichen Spezi ika ion des An-
sp uchsni eaus diese Abschlüsse in de Klassi ika ion de Be u e de
Bundesagen u ü A bei (2011).
Inne halb de nach Abschlussni eau ge enn en Auswe ungen we -
den wei e e Di e enzie ungen o genommen. Un e eine ungleichhei s-
heo e ischen Pe spek i e sind insbesonde e zwei Di e enzie ungen e-
le an , zum einen die nach Geschlech , zum ande en jene nach de sozi-
alen He kun de Hochschulabsol en *innen.
Bishe ige Be unde zu Geschlech e dispa i ä en in den E ägen eine
be u lichen Meh achquali ika ion sind au g und me hodische Limi a io-
nen de zug undeliegenden Analyses a egien mi Unsiche hei en beha -
e . So ha en Bellmann/S ephani (2012) sowie Hammen (2011) übe p ü ,
ob sich eine be u liche Vo quali ika ion ü F auen und Männe un e -
schiedlich au das Einkommen und die be u liche Zu iedenhei auswi k .
In beiden S udien wi d alle dings nich be ich e , ob sich die E ek e
eine be u lichen Vo quali ika ion zwischen Männe n und F auen übe -
haup s a is isch signi ikan oneinande un e scheiden. Zudem sind die
Be unde aus me hodischen G ünden mi einem F agezeichen zu e se-
hen. Denn wie be ei s oben e wähn , wu den in beiden S udien Media o-
en des mu maßlichen E ek s eine Meh achquali izie ung in die E klä-
ungsmodelle au genommen (Elwe /Winship 2014; Pe ei a/Ma ins 2004).
Eine e neu e Be ach ung diese Di e enzie ungslinie schein dahe sinn-
oll.
Noch nahezu unbea bei e is die F age, ob die E äge eine be u li-
chen Meh achquali ika ion du ch soziale Ungleichhei en gekennzeichne
sind, d.
h. ob diese je nach soziale He kun de Hochschulabsol en *in-
nen un e schiedlich aus allen. Dies is inso e n eine ele an e F ages el-
lung als be u lich o quali izie e Hochschulabsol en *innen häu ige als
Absol en *innen ohne be u liche Vo quali ika ion aus sozial wenige p i i-
legie en El e nhäuse n s ammen (Dahm/Pe e 2023; gl. Kapi el 3.1).
Die o liegende S udie wi d dahe übe p ü en, ob sich das „Risiko“, das
be u lich Vo quali izie e mi de (spä en) Au nahme eines S udiums und
dem Ve lassen ih e bishe igen be u lichen Lau bahn eingehen, ü Hoch-
schulabsol en *innen aus sozial wenige p i ilegie en Familien in ähnli-
che Weise auszahl wie ü Absol en *innen aus sozial p i ilegie en He -
kun s e häl nissen.
Un e a bei sma k heo e ischen Gesich spunk en sinn oll is da übe
hinaus eine Di e enzie ung nach Hochschula . Bei diese Di e enzie-
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 20
ung geh es um die F age, ob Fachhochschulabsol en *innen ode Uni-
e si ä sabsol en *innen s ä ke on eine be u lichen Vo quali ika ion
p o i ie en.
So könn e es sein, dass Uni e si ä sabsol en *innen g öße e Vo eile
aus eine be u lich-akademischen Meh achquali ika ion ziehen, da das
S udium an Uni e si ä en e gleichsweise ge inge Bezüge zu be u lichen
P axis au weis . Eine be u liche Vo quali ika ion könn e dazu bei agen,
diese Lücke im Kompe enzp o il on Uni e si ä sabsol en *innen zu
schließen. Fachhochschuls udie ende müssen demgegenübe ohnehin in
de Regel ein einschlägiges be u liches (Vo -)P ak ikum nachweisen, um
übe haup zum S udium zugelassen zu we den, weshalb de Meh we
eine ollquali izie enden Be u sausbildung in ih em Fall ge inge sein
könn e.
Insbesonde e ü Uni e si ä sabsol en *innen mi Bachelo abschluss
wu de in den le z en Jah en imme wiede die F age de Beschä igungs-
chancen p oblema isie (z.
B. Schuba h e al. 2012).
Es is denkba , dass es ge ade ü diese Absol en innen und -absol-
en en (mi eine ela i ku zen, wenig p axisbezogenen akademischen
Bildung) wich ige is , o dem S udium eine be u liche Ausbildung absol-
ie zu haben, zumal sich in den le z en Jah en andeu e , dass de Beda
an hyb iden Quali ika ions- und Kompe enzp o ilen (Wissenscha s a
2014) in Zei en de wachsenden Digi alisie ung und des beschleunig en
s uk u ellen Wandels in de A bei swel ges iegen is (G a 2013; K one/
Nieding/Ra e mann-Busse 2019).
Wei e e Di e enzie ungslinien be e en schließlich die be u lich Qua-
li izie en selbs (zwei e Di e enzie ungspe spek i e). Aus humankapi al-
heo e ische Pe spek i e zen al is hie bei insbesonde e die Un e schei-
dung zwischen be u lich o quali izie en Absol en *innen, de en Ausbil-
dungsbe u und S udien ach einen achlichen Zusammenhang au weisen,
und Absol en *innen ohne achliche A ini ä zwischen den e wo benen
Teilquali ika ionen.
Das eingangs o mulie e humankapi al heo e ische A gumen eine
höhe en P oduk i i ä on Doppelquali izie en dü e in e s e Linie au
die Si ua ion jene Meh achquali izie en anwendba sein, die ein mi dem
Ausbildungsbe u e wand es Fach s udie en, die ih S udium also als be-
u liche Fo bildung, achliche Spezialisie ung bzw. heo e ische Ve ie-
ung anlegen. Dies i au e wa 60 P ozen be u lich o quali izie e S u-
die ende und Absol en *innen zu (Dahm/Pe e 2023; Wol e e al. 2015).
Dagegen is im Fall eine be u lichen Neuo ien ie ung du ch das S u-
dium „lediglich“ an Vo eile bei übe achlichen Kompe enzen (z.
B. A -
bei s ugenden, soziale Kompe enzen) zu denken, die zwa den Be u s-
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 21
eins ieg nach dem S udium güns ig beein lussen soll en, abe wah -
scheinlich keine lang is igen Vo eile nach sich ziehen.
Lediglich Hammen (2011, S. 139
.) ha e sich eine nach Facha ini ä
di e enzie enden Analyse de E äge on Meh achquali izie en gewid-
me . Ih e E gebnisse deu en, zumindes ü Männe , eine gewisse Rele-
anz de A ini ä an, zwa nich in Fo m eines g öße en Einkommens o -
eils, sonde n eines ge inge en Nach eils on be u lich Quali izie en.
Alle dings schein dies kein ü be u lich Quali izie e gene ell gül ige
Be und zu sein, sonde n nu un e ech es ik i en Bedingungen zuzu-
e en, nämlich nu ü Männe mi schlech e en Leis ungen im (Fach-)
Abi u und einem ge ingen Ka ie es eben (ebd.). Hinzu komm , dass
auch diese E gebnisse on dem oben be ei s e wähn en P oblem des
„o e con ol bias“ be o en und dahe womöglich nich belas ba sind.
Eine zwei e Di e enzie ung inne halb de G uppe de be u lich Quali-
izi en be i die biog a ische Reihen olge, in de Meh achquali izie e
die einzelnen Quali izie ungssch i e absol ie haben. Im Fokus de Fo -
schung lagen bishe be u lich Quali izie e, die zunächs die S udienbe-
ech igung e we ben und sich o z o liegende S udienop ion zunächs
ü eine Ausbildung en scheiden. Sie machen e wa 50 P ozen de be u -
lich o quali izie en Hochschulabsol en *innen aus.
Ih En scheidungs e hal en wi d als Indiz ü eine hohe Siche hei so i-
en ie ung und ge inge Risikobe ei scha gedeu e , die on po enziellen
A bei gebe *innen womöglich als nega i es Signal gedeu e we den könn-
en (Büchel/Helbe ge 1995; Hammen 2011). Mögliche weise is de Fo-
kus au diese Teilg uppe on be u lich Vo quali izie en de G und da ü ,
dass bishe nu seh beg enz e E ags o eile be u lich Quali izie e es -
ges ell wo den sind.
Übe die E äge de ande en Häl e be u lich Quali izie e – jene, die
e s wäh end ode nach de Ausbildung die S udienbe ech igung e we -
ben – liegen bislang nahezu keine E kenn nisse o .
Lediglich bei Bellmann e al. (1996) deu e sich an, dass diese zwei e
G uppe höhe e E äge e zielen könn e als be u lich Quali izie e, die sich
o z S udienbe ech igung zunächs ü eine Ausbildung en scheiden,
abe auch höhe e E äge als Hochschulabsol en *innen ohne be u liche
Vo quali ika ion. Hie bei handel es sich alle dings um ein desk ip i e
Ve gleichse gebnisse. Dahe sollen die E agsanalysen in diese S udie
auch nach de biog a ischen Ab olge de Quali izie ungssch i e de be-
u lich Quali izie en di e enzie we den.
Eine d i e Di e enzie ung des Quali ika ionsp o ils on be u lich Qua-
li izie en widme sich schließlich de F age, welche Rolle es ü die be u -
lichen E äge on Meh achquali izie en spiel , wenn sie o dem S u-
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 22
dium – übe die Be u sausbildung hinaus – be ei s E we bse ah ungen
gesammel haben.
3. Un e schiedliche Face en de E äge
Um ein möglichs b ei es, ace en eiches Bild on den E ägen on be-
u lich Quali izie en zu e langen, soll auch die A de E äge di e en-
zie , d.
h. anhand meh e e , un e schiedliche Indika o en un e such
we den. Diese meh dimensionale He angehensweise is deshalb on Be-
deu ung, weil du chaus angenommen we den kann, dass, je nachdem
welche Dimension be u liche E äge be ach e wi d, un e schiedliche
Schluss olge ungen da übe gezogen we den können, ob und wie sich
eine be u lich-akademische Meh achquali ika ion „auszahl “.
In de o liegenden S udie we den dahe ie un e schiedliche Indika-
o en des Be u se olgs mi einem einhei lichen Auswe ungsdesign ana-
lysie . Dies sind das Einkommen, die quali ika ionsadäqua e Beschä i-
gung, die be u liche Zu iedenhei und – e s mals in eine Un e suchung
de E äge on be u lich Quali izie en – auch de Indika o „unbe is e e
Beschä igung“, ein Me kmal, das neben den üblichen Indika o en des Be-
u se olgs s ä ke den Aspek de Beschä igungssiche hei in den Mi el-
punk ück .
Ein Vo zug de gleichzei igen Analyse un e schiedliche E agsindika-
o en in de selben S udie is , dass dami ausgeschlossen we den kann,
dass Un e schiede in den Auswe ungsdesigns ü abweichende Teile -
gebnisse e an wo lich sind.
4. Be ach ung e schiedene Zei punk e im Lebens e lau
Ein ie es Teilziel diese S udie bes eh in de lebenslau dynamischen
Be ach ung de E äge on be u lich Quali izie en. Büchel (1997) ha e
in seine Analyse da au hingewiesen, dass die Be unde zu den E ägen
eine Meh achquali ika ion da on abhängen können, welche Zei punk
im Ka ie e e lau jeweils be ach e wi d. Zu einem ganzhei lichen und
zugleich di e enzie en Bild de E äge on Hochschulabsol en *innen
mi und ohne be u liche Vo quali ika ion gehö es deshalb, diese nich nu
zu einem einzelnen Zei punk gegenübe zus ellen, sonde n auch de en
En wicklung im Ka ie e e lau mi einzubeziehen.
Ein wei e es Ziel de o liegenden S udie is es deshalb, die E äge
eine be u lichen Quali izie ung on Hochschulabsol en innen und -ab-
sol en en ü e schiedene Zei punk e im indi iduellen E we bs e lau zu
analysie en.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 23
5. Analyse im Zei e lau
Ein le z es Teilziel diese S udie is es schließlich zu p ü en, ob sich die
Bewe ung hyb ide Quali ika ionsp o ile am A bei sma k sei Ende de
1990e -Jah en e ände ha . Du ch den bildungspoli ischen und wissen-
scha lichen Disku s wi d eilweise nahegeleg , dass ein wachsende Be-
da an hyb iden Be u squali ika ionen bes ehe (G a 2013; K one/Nie-
ding/Ra e mann-Busse 2019; Wissenscha s a 2014).
Angesich s eine zunehmenden Wissens undie ung und Technologi-
sie ung iele A bei sp ozesse e wa e e de Wissenscha s a (2014,
S. 44), dass „ e s ä k Fachk ä e ge ag [seien], die sowohl p ak ische
Fe igkei en und e ie e Kenn nisse de P oduk ions- und A bei sp o-
zesse e wo ben haben als auch übe die wissenscha lichen- e lexi en
Kompe enzen e ügen, um zu Inno a ionen bei agen zu können“.
Eine Doppelquali ika ion im Sinne eine Reihung on be u lichen und
hochschulischen Quali ika ionsphasen kann zum E we b ebensolche
hyb ide Kompe enzp o ile bei agen (Wissenscha s a 2014, S. 44). Be-
u lich-akademisch Quali izie e könn en on einem mu maßlich ges iege-
nen Beda an hyb iden Kompe enzp o ilen in Fo m s eigende E ags-
o eile p o i ie haben. Ob dem so is , soll in diese S udie übe p ü we -
den.
1.4 Au bau de S udie
Die o liegende S udie is wie olg au gebau : Im olgenden, zwei en Ka-
pi el we den zunächs die Da eng undlage und Me hodik o ges ell , mi
de die au gewo ene F ages ellung un e such wi d. Aus üh ungen zum
konk e en Un e suchungs eld we den du ch eine Besch eibung de me-
hodischen Vo gehensweise, e wa zu zen alen Va iablen und Analyse-
me hoden, e gänz .
Be o sich die S udie mi den A bei sma k e ägen beschä ig , wi d in
Kapi el 3 zunächs anhand einige einschlägige Me kmale besch ieben,
was be u lich o quali izie e Hochschulabsol en *innen eigen lich aus-
zeichne und wodu ch sie sich on Hochschulabsol en *innen ohne be-
u liche Vo quali ika ion un e scheiden. Hie bei s ehen neben soziodemo-
g a ischen Me kmalen sowie Aspek en de Lebenssi ua ion insbesonde e
ih e o hochschulischen und hochschulischen Bildungse ah ungen im
Vo de g und.
Die Kenn nis da on, in welchen Me kmalen sich die Ve gleichsg up-
pen – übe die be u lichen Vo quali ika ion hinaus – oneinande un e -
scheiden, is zen al ü einen adäqua en Ve gleich de E äge beide
G uppen.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 24
Kapi el 4 s ell das zen ale Kapi el diese S udie da . Anhand on un-
e schiedlichen Indika o en we den in ie Un e kapi eln die be u lichen
E äge on Hochschulabsol en *innen mi und ohne be u liche Vo quali-
ika ionen gegenübe ges ell . Fü jeden Indika o we den die E äge di -
e enzie nach Zei punk en im indi iduellen Ka ie e e lau , nach Teil-
g uppen und – mi Ausnahme eines Indika o s – im his o ischen Ve gleich
analysie .
Kapi el 5 ass schließlich die wich igs en E gebnisse de S udie zu-
sammen, o dne diese in den bishe igen Fo schungss and ein und be-
leuch e p ak ische Implika ionen de E gebnisse, insbesonde e aus Sich
junge Menschen, die unsiche sind, ü welche Quali izie ungswege sie
sich en scheiden sollen.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 31
Die e schiedenen A en de Di e enzie ung de Auswe ungen we -
den me hodisch olgende maßen umgese z : Die g undlegende Di e en-
zie ung nach dem Abschlussni eau e olg übe die Be echnung ge enn-
e Modelle ü Absol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem Abschluss
eine sei s sowie ü Bachelo absol en *innen ande e sei s.
Die F age, ob eine be u liche Meh achquali ika ion je nach Geschlech
(F au s. Mann), soziale He kun (mind. ein El e n eil Akademike *in: ja
s. nein) ode Hochschul yp (Uni e si ä s. Fachhochschule) mi un e -
schiedlichen E ägen einhe geh , wi d übe die Be echnung on In e ak-
ionse ek en modellie . Dazu we den jeweils In e ak ions e me aus den
Me kmalen Geschlech , He kun , und Hochschul yp und de zen alen
unabhängigen G uppen e gleichs a iable gebilde und zusä zlich in die
Modelle au genommen.
Um schließlich zwischen un e schiedlichen Quali ika ionsp o ilen be-
u lich Vo quali izie e di e enzie en zu können – d.
h. zwischen ach e -
wand em und ach emdem S udium, zwischen un e schiedlichen biog a-
ischen Ab olgen de Quali izie ungssch i e sowie zwischen be u lich
Quali izie en ohne und mi o akademische E we bse ah ung –, wi d
die zen ale unabhängige Va iable wei e ausdi e enzie , indem ü die
G uppe de Doppelquali izie en jeweils (zwei) disjunk e Un e ka ego ien
gebilde we den.
Die A ini ä zwischen Ausbildung und S udium wu de als dicho omes
Me kmal mi zwei Ausp ägungen (nich a in / a in) konzipie . Eine sub-
jek i e Einschä zung de Be ag en zum achlichen Zusammenhang zwi-
schen Ausbildung und S udium lieg lediglich om Abschlussjah -
gang 2017 o ( gl. Kapi el 3.2). Dahe muss e ü jede Kombina ion aus
Ausbildungsbe u und S udien ach, die im Auswe ungssample o -
komm , eine „objek i e“ Zuo dnung als a ine ode nich a ine Kombina-
ion ge o en we den.
Bei Kombina ionen, ü die auch eine subjek i e Einschä zung de Be-
ag en des Jah gangs 2017 o lieg , konn en die Du chschni swe e de
Be ag en genu z we den, um die Belas ba kei bzw. inhal liche Validi ä
de o genommenen A ini ä szuo dnung zu übe p ü en. Diese schein
gegeben: Fü die subjek i e Ab age des achlichen Zusammenhangs
zwischen Ausbildung und S udium wu de eine ün s u ige An wo skala
e wende (1: ga nich bis 5: in seh hohem Maße; gl. Abbildung 3 in
Kapi el 3.2).
Bei Kombina ionen aus Ausbildungsbe u und S udien ach, die als
nich a in klassi izie wu den, be äg de Du chschni swe de subjek i-
en Angaben 2,2 und lieg dami nahe dem zwei nied igs en We au de
e wende en An wo skala. Bei Be u -S udien ach-Kombina ionen, die als
a in klassi izie wu den, lieg de Mi elwe de Be ag en des Jah gangs
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 32
2017 deu lich da übe , bei 4,1 und dami leich obe halb des zwei höchs-
en We s de e wende en Skala.
Die biog a ische Ab olge on Ausbildung und E we b de S udienbe-
ech igung wu de in den Be agungen dicho om e ass , d.
h. Be ag e
konn en zwischen zwei An wo op ionen wählen: „[Ausbildungsabschluss]
o /mi dem E we b de Hochschul ei e“ ode „[Ausbildungsabschluss]
nach dem E we b de Hochschul ei e“.
Zudem wu den die S udien eilnehme *innen be ag , ob sie „ o Ih em
E s s udium e we bs ä ig“ wa en, wobei Zei en de Be u sausbildung nich
als E we bs ä igkei gezähl we den soll en. Diese Angaben we den ge-
nu z , um das Vo liegen o akademische Be u se ah ung (nein/ja) zu e -
assen.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 33
3. Wodu ch zeichnen sich be u lich-
akademisch Quali izie e aus?
Wenn man sich mi den be u lichen E ägen on be u lich-akademisch
Quali izie en beschä ig , is es wich ig, sich zunächs einen Eind uck da-
on zu e scha en, wodu ch sich diese besonde e G uppe on Hoch-
schulabsol en *innen auszeichne .
In diesem Kapi el, das au dem Bei ag 31on Dahm und Pe e (2023)
au bau , geh es zunächs da um, zen ale Un e schiede zwischen Hoch-
schulabsol en *innen mi und ohne o akademische Ausbildung hinsich -
lich ih es Sozialp o ils, de hochschulischen Quali ika ion und de Lebens-
si ua ion am Ende des S udiums he auszua bei en. Anschließend wi d die
be u liche Quali ika ion, die diese G uppe o dem S udium e wo ben ha ,
in zen alen Me kmalen besch ieben. Beide Pe spek i en sind ü die Be-
an wo ung de F ages ellungen des P ojek s bedeu sam.
Den Schwe punk des Kapi els bilde de Ve gleich zwischen Hoch-
schulabsol en *innen mi und ohne Ausbildung. Diese Ve gleich is be-
sonde s zen al, weil sich beide Absol en *innen-G uppen nich nu hin-
sich lich des E we bs eine be u lichen Vo quali ika ion, sonde n auch in
e schiedenen wei e en Me kmalen oneinande un e scheiden.
Um zu ko ek en Schluss olge ungen zu Bedeu ung de be u lichen
Vo quali ika ion ü die E äge on Hochschulabsol en *innen zu gelan-
gen, is es dahe no wendig, diese wei e en Un e schiede zu kennen und
in E agsanalysen adäqua zu be ücksich igen, da auch sie dazu bei a-
gen könn en, dass Hochschulabsol en *innen mi und ohne Ausbildung
un e schiedliche be u liche E äge e zielen.
Doch auch de Blick au die be u liche Vo quali ika ion is ele an .
Denn die A bei sma k e äge, die be u lich-akademisch Quali izie e e -
zielen, hängen un e Ums änden nich nu on ih e hochschulischen Aus-
bildung, sonde n auch on de o dem S udium e wo benen Quali ika ion
ab – e wa weil un e schiedliche (z.
B. a ine ode nich a ine) Kombina io-
nen aus Ausbildungsbe u und S udien ach e en uell höhe e ode ge in-
ge e E agschancen e ö nen.
3.1 Ve gleich on Hochschulabsol en *innen
mi und ohne be u liche Vo quali ika ion
In diesem Kapi el geh es um eine Besch eibung de besonde s cha ak-
e is ischen Un e schiede on Hochschulabsol en *innen mi und ohne
be u liche Vo quali ika ion. Die Iden i ika ion ele an e Di e enzie ungs-
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 34
me kmale s ü z sich dabei nich in e s e Linie au heo e ische Übe le-
gungen ode E gebnisse ühe e Fo schung, sonde n e olg aus den Da-
en he aus übe ein in den Sozialwissenscha en e s ela i sel en einge-
se z es Analyse e ah en, eine Me hode des sogenann en maschinellen
Le nens (Ah ens/Hansen/Scha e 2020; Molina/Ga ip 2019).
Du ch diesen „da enge iebenen“ Zugang wi d e mieden, dass be-
deu same Di e enzie ungsme kmale übe sehen we den, gleichzei ig
können mi diesem Ve ah en wich ige on gg . unwich igen Me kmalen
sepa ie we den ( gl. dazu Dahm/Pe e 2023).
Nahezu alle Me kmale, die in dem e wende en Da ensa z zu Be-
sch eibung de Ve gleichsg uppen zu Ve ügung s ehen, wu den übe
das e wende e Machine-Lea ning-Ve ah en zugleich als ele an e Di -
e enzie ungsme kmale iden i izie . Dazu gehö en soziodemog a ische
Me kmale, Aspek e de schulischen Vo bildung, Me kmale de hochschu-
lischen Quali ika ion und de E ah ungen wäh end des S udiums sowie
Aspek e de Lebenssi ua ion nach dem S udienabschluss. Im Folgenden
wi d ein ku ze Übe blick übe einige ausgewähl e G uppenun e schiede
gegeben ( gl. dazu aus üh liche Dahm/Pe e 2023).
Soziodemog a ie
Be u lich-akademisch Quali izie e sind häu ig die e s en in ih e He -
kun s amilie, die ein Hochschuls udium absol ie en. Wäh end 43 P ozen
de Hochschulabsol en *innen ohne be u liche Vo quali ika ion aus ei-
nem nich akademischen El e nhaus s ammen, sind es 63 P ozen de
be u lich Quali izie en.
Die un e schiedliche soziale Zusammense zung de beiden Absol-
en *innen-G uppen is das E gebnis o gelage e sozial selek i e Bil-
dungsen scheidungen. So sind nich ge adlinige Bildungsbiog a ien be-
sonde s un e jungen Menschen aus nich akademischen El e nhäuse n
e b ei e (z.
B. O demann/Buchholz/Spangenbe g 2023). De Hoch-
schulabschluss s ell ü be u lich Vo quali izie e somi nich nu eine Hö-
he quali izie ung gegenübe ih em bishe igen Abschlussni eau da . Fü
einen G oß eil bedeu e e zugleich einen in e gene a ionalen Bildungs-
au s ieg.
Auch hinsich lich de Geschlech e zusammense zung bes ehen deu -
liche Un e schiede zwischen Hochschulabsol en *innen mi und ohne be-
u liche Vo quali ika ion. So lieg de An eil männliche Absol en *innen in
de G uppe de be u lich Vo quali izie en mi 56 P ozen deu lich übe
dem de Absol en *innen ohne be u liche Vo quali ika ion (45
%) – ein
Un e schied, dem in E agsanalysen in adäqua e Weise Rechnung ge-
agen we den muss, um alsche Schluss olge ungen in Bezug au die be-
u lichen E äge de beiden Ve gleichsg uppen zu e meiden.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 35
Wei e e Un e schiede in de Sozialkomposi ion beide Ve gleichsg up-
pen be e en den Mig a ionshin e g und und das Al e bei S udienab-
schluss. So haben be u lich-akademisch Quali izie e sel ene einen Mig-
a ionshin e g und als G aduie e ohne Vo quali ika ion (12
% s. 18
%).
De nich linea e Bildungs e lau de be u lich Quali izie en b ing es
auße dem mi sich, dass diese beim S udienabschluss knapp ie Jah e
äl e sind als ausschließlich akademisch Quali izie e. Beim Abschluss
des Bachelo s sind sie 28 Jah e al (akademisch Quali izie e: 24 Jah e).
Wenn sie ein Mas e s udium anschließen ode einen adi ionellen Ab-
schluss e we ben, sind sie beim Examen knapp 30 Jah e al (akademisch
Quali izie e: ca. 26,5 Jah e).
Schulbildung
So e n be u lich-akademisch Quali izie e die Hochschul ei e zei lich o
de Ausbildung e we ben, un sie dies meis au denselben Wegen wie
ausschließlich akademisch Quali izie e (am Gymnasium ode eine Ge-
sam schule) und schließen die Schulzei meh hei lich mi eine allgemei-
nen Hochschul ei e ab.
E wa die Häl e de be u lich-akademisch Quali izie en (53
%) e wi b
die Hochschulzugangsbe ech igung jedoch e s zu einem spä e en Zei -
punk , en wede im Rahmen de be u lichen Aus- ode Fo bildung ode
nach de Ausbildung. In diesen Fällen sind sie au al e na i e Wege des
E we bs de S udienbe ech igung angewiesen, o allem au be u sbil-
dende Schulen wie e wa Be u s achschulen und Fachschulen ode au
den sogenann en Zwei en Bildungsweg (Abendgymnasium, Kolleg).
Eine Folge diese g öße en Bedeu ung al e na i e Wege zu S udien-
be ech igung is , dass be u lich-akademisch Quali izie e ö e übe eine
achgebundene ode Fachhochschul ei e (45
% s. 5
%) e ügen, wo aus
sich Einsch änkungen bei de Hochschul- und/ode S udien achwahl e -
geben.
Hochschulische Quali ika ion und E ah ungen wäh end des
S udiums
Be u lich-akademisch Quali izie e haben ih en Hochschulabschluss häu-
ige als ausschließlich akademisch Quali izie e an eine Fachhochschule
e wo ben (61
% s. 24
%). Auch wenn man die Di e enzen zwischen bei-
den G uppen in den objek i o handenen S udienop ionen he aus ech-
ne ( gl. den o he igen Absa z), bleiben deu liche G uppenun e schiede
in de Häu igkei eines Fachhochschuls udiums bes ehen (45
% s. 29
%).
O enba wünschen sich be u lich Quali izie e o z (ode wegen) ih e
be ei s o handenen p axisnahen Vo quali ika ion seh häu ig auch im
S udium einen hohen bzw. höhe en P axisbezug. Dami komm den Fach-
hochschulen eine besonde e Bedeu ung zu ü die En wicklung hyb ide
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 36
Quali ika ionsp o ile und somi ü die ak ische Du chlässigkei zwischen
den Sek o en de nich akademischen und akademischen Be u squali i-
zie ung.
Be u lich-akademisch Quali izie e knüp en abe nich nu übe den ho-
hen P axisbezug eines Fachhochschuls udiums an ih e ühe en Quali i-
ka ionse ah ungen an, sonde n sie un das auch in inhal lich- achliche
Hinsich , nämlich bei ih e S udien achwahl. So en scheiden sie sich im
Ve gleich zu ausschließlich akademisch Quali izie en übe du chschni -
lich o ü echnische und wi scha swissenscha liche S udien äche ,
sel ene ü Ma hema ik, Na u - und Geis eswissenscha en ( gl. Abbil-
dung 1).
In de s a ken Konzen a ion be u lich-akademisch Quali izie e au in-
genieu - und wi scha swissenscha liche S udien äche spiegel sich o -
ensich lich die eben alls s a ke Konzen a ion ih e Ausbildungsbe u e im
P oduk ions- und kau männischen Be eich wide ( gl. dazu Kapi el 3.2).
Abbildung 1: S udien achg uppen on Hochschulabsol en *innen ohne
und mi be u liche Vo quali ika ion
Anme kung: o he gesag e We e un e Kon olle des Abschlussjah -
gangs und de Abschlussa ; n = 27.908
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (2009, 2013, 2017), eigene Aus-
we ungen
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 37
Fü die Beu eilung de Leis ungs ähigkei on Absol en *innen s ü zen
sich kün ige A bei gebe *innen un e ande em au de en (Examens-)No-
en (Schule 2010; Wissenscha s a 2012). Obwohl be u lich o quali i-
zie e Hochschulabsol en *innen beim E we b de S udienbe ech igung
noch um eine Vie elno e schlech e abgeschni en ha en als G aduie e
ohne be u liche Vo quali ika ion (Dahm/Pe e 2023), un e scheiden sich
die S udienabschlussno en beide G uppen kaum oneinande .
We den Un e schiede zwischen den Ve gleichsg uppen hinsich lich
de Hochschul- und Abschlussa sowie des S udien achs s a is isch aus-
geglichen, dann haben be u lich Vo quali izie e beim Examen lediglich
einen kleinen Nach eil in Höhe on einem Zwanzigs el eine No e.
Auch non- o male und in o melle E ah ungen wäh end des S udiums
können den spä e en A bei sma k ein i on Hochschulabsol en *innen
beein lussen. Zu diesen E ah ungen zählen beispielsweise s uden ische
E we bs ä igkei en und Auslandsau en hal e (F anzen/Hecken 2002; K a z/
Ne z 2018; Sa cle i 2009).
Mi Blick au s uden ische E we bse ah ungen un e scheiden sich be-
u lich-akademisch Quali izie e und ausschließlich akademisch Quali i-
zie e nich so seh da in, ob sie wäh end des S udiums e we bs ä ig wa-
en (89
% s. 86
%), sonde n in welchem Um ang sie es wa en und wel-
che A on Tä igkei sie nachgegangen sind.
Fas die Häl e de be u lich-akademisch Quali izie en (47
%) wa wäh-
end des gesam en S udiums e we bs ä ig, bei den nich be u lich Vo -
quali izie en wa en es nu 37 P ozen . Dabei spiel en s udiennahe Tä ig-
kei en als s uden ische Hil sk a eine ge inge e Rolle (31
% s. 40
%), e -
was häu ige gingen be u lich-akademisch Quali izie e eine s udienna-
hen E we bs ä igkei auße halb de Hochschule nach (56
% s. 44
%).
Auslandse ah ungen wäh end des S udiums sammel en 25 P ozen de
be u lich-akademisch Quali izie en gegenübe 33 P ozen de allein aka-
demisch Quali izie en.
Ge ade die Themen s uden ische E we bs ä igkei und Auslandse ah-
ungen zeigen exempla isch, dass ein Hochschuls udium in de Regel
nich nu dem E we b ein achliche Kompe enzen dien . Vielmeh kann
die S udienzei als ein Lebensabschni angesehen we den, in dem S u-
die ende iel äl ige E ah ungen sammeln, die die gesam e Pe sönlichkei
p ägen können (Pasca ella/Te enzini 2005). Pe sönlichkei sme kmale
wiede um können auch ü den E olg au dem A bei sma k bedeu sam
sein (Ba ick/Moun 1991; Bowles/Gin is/Osbo ne 2001; P e oo/Weel
2015).
Eine lange T adi ion in de psychologischen Fo schung zu E assung
on Pe sönlichkei seigenscha en ha das Fün -Fak o en-Modell de Pe -
sönlichkei (McC ae/Cos a 1996, 1999), auch bekann als „Big Fi e“. Es
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 38
un e scheide ün g undlegende Pe sönlichkei sdimensionen: O enhei ,
Gewissenha igkei , Ex a e sion, Ve äglichkei und Neu o izismus.
Hochschulabsol en *innen mi und ohne be u liche Vo quali ika ion un-
e scheiden sich in diesen Me kmalen am Ende des S udiums nu ge ing-
ügig oneinande . Au den Dimensionen O enhei und Neu o izismus ha-
ben be u lich quali izie e Hochschulabsol en *innen e was ge inge e
Ausp ägungen als G aduie e ohne Ausbildung, e was höhe e au den Di-
mensionen Gewissenha igkei und Ex a e sion. Die G uppenun e schie-
de liegen im Be eich on 9 bis 15 P ozen eine S anda dabweichung
(Dahm/Pe e 2023).
Fü iele Hochschulabsol en *innen ende die Phase de hochschuli-
schen Ausbildung noch nich mi dem e s en S udienabschluss. Dies gil
ü be u lich Vo quali izie e alle dings sel ene als ü Hochschulabsol-
en *innen ohne Vo quali ika ion. So beginnen lediglich 45 P ozen de
be u lich o quali izie en Bachelo absol en *innen ein Mas e s udium
gegenübe 72 P ozen de Bachelo s ohne Vo quali ika ion ( gl. dazu
auch Dahm/Kamm 2022, S. 259
.).
Auch bei Absol en *innen mi einem Mas e - ode einem adi ionellen
Abschluss exis ie en G uppenun e schiede im wei e en Bildungs e hal-
en. So beginnen 22
% de Hochschulabsol en *innen ohne o akademi-
sche Be u squali ika ion eine P omo ion. Haben Akademike *innen o
dem S udium eine be u liche Quali ika ion e wo ben, sind es – bei s a is-
ische Kon olle des Hochschul yps beim S udienabschluss – lediglich
15 P ozen
%. Auch diese Un e schiede müssen in den E agsanalysen
angemessen be ücksich ig we den ( gl. Kapi el 2.2).
Lebenssi ua ion nach dem Examen
Die Lebenssi ua ion nach dem S udienabschluss kann eine wich ige Rah-
menbedingung ü das Agie en au dem A bei sma k sein, die in E -
agsanalysen zu beach en is . Auch hie gib es angesich s de unglei-
chen Biog a ien Un e schiede zwischen den Ve gleichsg uppen. So sind
20 P ozen de be u lich Vo quali izie en, abe nu zehn P ozen de ein
akademisch Quali izie en ein Jah nach dem S udienabschluss be ei s
e hei a e ode leben in eine einge agenen Lebenspa ne scha . Ins-
gesam sind 71 P ozen de be u lich-akademisch Quali izie en pa ne -
scha lich gebunden (gegenübe 64 P ozen de ausschließlich akade-
misch Quali izie en), 16 P ozen haben Kinde (ausschließlich akade-
misch Quali izie e: 6 P ozen ).
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 39
3.2 Zen ale Me kmale de be u lichen
Vo quali ika ion
Inne halb des o akademischen We degangs on be u lich-akademisch
Quali izie en is de Abschluss de Be u sausbildung zei lich seh un e -
schiedlich e o e . E wa die Häl e de G uppe (47
%) e wi b zunächs
die S udienbe ech igung und absol ie e s danach die Ausbildung. Diese
Teilg uppe s and bishe im Zen um des Disku ses zu den S udienen -
scheidungen und den be u lichen E ägen on be u lich-akademisch
Quali izie en (Dahm/Pe e 2023). Die zwei e Teilg uppe, 53 P ozen alle
be u lich-akademisch Quali izie en, beginn zue s die Ausbildung und e -
wi b die S udienbe ech igung zei gleich mi de Ausbildung ode e s da-
nach.
Die g oße Meh hei de be u lich Quali izie en ha en wede einen
echnischen, handwe klichen, Bau- ode P oduk ionsbe u (39
%) ode ei-
nen Be u aus dem kau männischen, Ve wal ungs- ode Bü obe eich
(38
%) e le n . Ve gleichsweise häu ig e e en sind auch Gesundhei s-,
Sozial- und E ziehungsbe u e (14
%). Die es lichen neun P ozen e ei-
len sich au Be u e aus e schiedenen Be eichen (Land-, Tie - und Fo s -
wi scha , Logis ik, Gas onomie, Medien, Ges al ung e c.).
E wa ungsgemäß haben F auen häu ige Be u e im Diens leis ungs-
sek o e le n , e wa soziale, E ziehungs- und Gesundhei sbe u e sowie
Be u e im kau männischen, Ve wal ungs- und Bü obe eich. Demgegen-
übe liegen die He kun sbe u e de Männe übe du chschni lich o im
echnischen, handwe klichen sowie im Bau- und P oduk ionsbe eich ( gl.
Abbildung 2).
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 40
Abbildung 2: Ausbildungsbe u e nach Geschlech
Anme kung: o he gesag e We e un e Kon olle des Abschlussjah -
gangs und de Abschlussa ; n = 5.088.
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (2009, 2013, 2017), eigene Aus-
we ungen
Ci ca d ei on ün be u lich-akademisch Quali izie en haben sich ü ein
S udium en schieden, das achlich an die o he ige Ausbildung anknüp .
Lediglich ein Vie el sieh keinen ode nu einen ge ingen achlichen Zu-
sammenhang zwischen de eins absol ie en Ausbildung und dem spä-
e en S udium. Das S udium s ell somi ü be u lich-akademisch Quali i-
zie e häu ig eine be u liche Wei e quali izie ung da . Fü eine zahlenmä-
ßig ele an e Minde hei bedeu e es hingegen eine be u liche Neuo ien-
ie ung ode zumindes eine achliche Di e enzie ung de bishe igen Qua-
li ika ion ( gl. Abbildung 3).
Eine (be u s-) achliche Umo ien ie ung s eben seh o jene be u lich-
akademisch Quali izie en an, die ih e S udienbe ech igung nach äglich
übe den sogenann en Zwei en Bildungsweg (am Abendgymnasium ode
Kolleg) e wo ben haben. Fas die Häl e aus diese kleinen Teilg uppe de
be u lich Quali izie en sieh keinen Zusammenhang zwischen Ausbildung
und S udium, wei e e 19 P ozen e kennen nu einen ge ingen Bezug
( gl. auch Wol e e al. 2015, S. 21). Ob achliche Bezüge zwischen Aus-
bildung und S udium ü die E äge on be u lich Quali izie en bedeu -
sam sind, wi d im nächs en Kapi el au geg i en.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 47
Abbildung 4: Un e schied im loga i hmie en B u os undenlohn on
be u lich o quali izie en Hochschulabsol en *innen gegenübe
Hochschulabsol en *innen ohne be u liche Vo quali ika ion ca. ein Jah
nach S udienabschluss, nach Abschlussni eau
Anme kung: G uppenun e schiede mi en sp echendem 95
%-Kon iden-
zin e all: o und nach Adjus ie ung ü Kon oll a iablen ( gl. Kapi-
el 2.2); n = 25.313 (Mas e , adi ionelle Abschlüsse) bzw. n = 2.374
(Bachelo s)
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (1997–2017), eigene Auswe un-
gen
Insgesam deu en die E gebnisse dami – sowohl ü Absol en *innen mi
Mas e - ode adi ionellem Abschluss als auch ü Bachelo absol en *in-
nen – da au hin, dass sich beim Be u seins ieg on Hochschulabsol-
en *innen eine be u liche Vo quali ika ion auszahl .
E ek un e schiede nach Geschlech , He kun , Hochschul yp und
be u lichem Quali ika ionsp o il
Im o angegangenen Abschni wu de global, d.
h. ü Hochschulabsol-
en *innen insgesam un e such , ob sich eine be u liche Vo quali ika ion
in Fo m on höhe en be u lichen E ägen auszahl . Dabei wu de lediglich
zwischen Bachelo absol en *innen und Absol en *innen mi Mas e - ode
adi ionellem Abschluss un e schieden.
Denkba wä e jedoch, dass wei e e Di e enzie ungen inne halb des
Un e suchungssamples sinn oll sind, weil bes imm e Teilg uppen on
Hochschulabsol en *innen womöglich s ä ke on eine o akademi-
schen Be u squali ika ion p o i ie en als ande e, de E ek au die be u li-
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 48
chen E äge on Hochschulabsol en *innen also e en uell auch da on
abhäng , welche Absol en *innen-G uppe jeweils be ach e wi d. Um
dies zu übe p ü en, we den zusä zliche Auswe ungen du chge üh , bei
denen jeweils nach einem wei e en Me kmal di e enzie wi d.
Zu den im Folgenden un e such en Di e enzie ungsme kmalen gehö-
en das Geschlech , die soziale He kun und de Hochschul yp. Neben
Un e schieden im E ek eine be u lichen Vo quali ika ion is jedoch denk-
ba , dass auch inne halb de G uppe de be u lich Quali izie en e ags-
ele an e Un e schiede in den Quali ika ionsp o ilen bes ehen.
D ei wei e e Di e enzie ungsme kmale be e en dahe die G uppe de
be u lich Quali izie en selbs – inne halb diese wi d zusä zlich un e -
schieden, ob sie ein mi dem Ausbildungsbe u inhal lich e wand es ode
ein ach emdes S udien ach s udie haben (Facha ini ä ), in welche bi-
og a ischen Reihen olge sie die Quali izie ungssch i e Ausbildung und
S udienbe ech igung absol ie haben und ob sie o dem S udium E -
we bse ah ung gesammel haben ode nich .
Fü Hochschulabsol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem Ab-
schluss e gib sich beim Be u seins ieg olgendes Bild de E äge ( gl.
Tabelle 2): Zwischen Männe n und F auen bes ehen, so e n ypische Ge-
schlech e un e schiede hinsich lich de S udien achwahl und ande e Hin-
e g undme kmale s a is isch kon ollie we den, keine signi ikan en Un-
e schiede in den – ü beide Geschlech e posi i aus allenden – E ä-
gen eine be u lichen Vo quali ika ion.
Auch bei eine Di e enzie ung nach de sozialen He kun – zwischen
Absol en *innen aus akademischem und nich akademischem El e n-
haus – zeigen sich keine s a is isch belas ba en Abweichungen im (posi-
i en) E ek eine be u lichen Vo quali ika ion. Gleiches gil bei eine Di -
e enzie ung zwischen Uni e si ä s- und Fachhochschulabsol en *innen,
so e n Un e schiede im Fäche spek um de Hochschulen s a is isch he -
ausge echne we den.
In de G uppe de Bachelo absol en *innen sind s ä ke di e enzie-
ende Auswe ungen du ch die deu lich ge inge en Fallzahlen besch änk .
Die im Folgenden be ich e en E gebnisse sind dahe mi g öße en Unsi-
che hei en beha e . Denn je kleine die Teilg uppen we den, umso
schwe e lassen sich e waige Einkommense ek e on s a is ischen Zu-
allsbe unden abg enzen.
Auch bei Bachelo absol en *innen gib es keine Un e schiede in den
E ägen eine be u lichen Vo quali ika ion zwischen Männe n und
F auen. Das Gleiche gil beim Ve gleich zwischen Absol en *innen aus
sozial p i ilegie en und wenige p i ilegie en El e nhäuse n.
Eine be u liche Vo quali ika ion zahl sich zwa nu ü Bachelo s aus
nich akademischem El e nhaus in Fo m eines signi ikan höhe en Ein-
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 49
kommens aus. Bei Bachelo s aus akademischem El e nhaus e ehl da-
gegen de Einkommens o sp ung be u lich Quali izie e , wenn auch
knapp, selbs das ech g oßzügige Signi ikanzni eau on zehn P ozen .
Alle dings sind diese Un e schiede im E ek eine be u lichen Vo quali i-
ka ion zwischen den beiden He kun sg uppen – um diese Pe spek i e
geh es hie – nich signi ikan .
De Ve gleich de E äge eine be u lichen Vo quali ika ion zwischen
Absol en *innen on Uni e si ä en und Fachhochschulen e gib ü Ba-
chelo absol en *innen ein ande es E gebnis als de en sp echende Ve -
gleich ü Absol en *innen mi einem Abschluss au Mas e ni eau: So e -
zielen lediglich Bachelo s on Uni e si ä en einen s a is isch signi ikan en
Einkommens o eil, wenn sie übe eine be u liche Vo quali ika ion e ü-
gen, und diese Vo eil äll zugleich signi ikan höhe aus als de un e
Fachhochschulbachelo s. Es is unwah scheinlich, dass die E agsun e -
schiede zwischen Uni e si ä sbachelo s mi und ohne be u liche Vo qua-
li ika ion lediglich da au be uhen, dass le z e e eine bloß s uden ische E -
we bs ä igkei ausüben, denn Bachelo s, die ein Mas e s udium anschlie-
ßen, sind aus de Analyse ausgeschlossen wo den.
Tabelle 2: Loga i hmie e B u o-S undenlohn ca. ein Jah nach
S udienabschluss: Un e schiede im E ek eine be u lichen
Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche Quali ika ionsp o ile
Mas e und
adi ionelle
Abschlüsse
Bachelo
Un e schiede im E ek eine be u lichen Vo quali ika ion
nach Geschlech
N = 25.402 / 2.378
Männe
0,050***
0,073**
F auen
0,056***
0,070**
E ek un e schied
(F au*BQ)
0,005 n.
s –0,003 n.
s
nach He kun
N = 25.402 / 2.378
Nich -Akademike
0,059***
0,085***
Akademike
0,045***
0,050 n.
s
E ek un e schied
(Akademike *BQ)
–0,014 n.
s. –0,035 n.
s
nach Hochschul yp
N = 25.402 / 2.378
Fachhochschule
0,048***
0,036 n.
s
Uni e si ä
0,056***
0,136 ***
E ek un e schied
(Uni e si ä *BQ)
0,009 n.
s 0,100**
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 50
Mas e und
adi ionelle
Abschlüsse
Bachelo
E ek e un e schiedliche Quali ika ionsp o ile be u lich Quali izie e
A ini ä
N = 25.165 / 2.366
nich a in s. nich
BQ
0,053*** 0,086***
a in s. nich BQ
0,052***
0,063**
a in s. nich a in
–0,000 n.
s
–0,023 n.
s
Reihen olge Quali i-
zie ungssch i e
N = 25.317 / 2.342
Ausb. o /mi Hoch-
schul . s. nich BQ
0,050*** 0,076**
Ausb. nach Hoch-
schul . s. nich BQ
0,055*** 0,065**
Ausb. nach Hoch-
schul . s. Ausb.
o /mi Hochschul .
0,004 n.
s –0,011 n.
s
o akademische
E we bs ä igkei
N = 25.279 / 2.339
nich e we bs ä ig s.
nich BQ
0,034*** 0,026 n.
s
e we bs ä ig s. nich
BQ
0,060*** 0,076***
e we bs ä ig s. nich
e we bs ä ig
0,025** 0,050 n.
s
Anme kung: G uppenun e schiede bei Adjus ie ung ü Kon oll a iablen
( gl. Kapi el 2.2); Signi ikanzen au Basis obus e S anda d ehle :
+ p ≤ 0,1; * p ≤ 0,05; ** p ≤ 0,01; *** p ≤ 0,001; n.
s = nich signi ikan .
Signi ikan e E ek un e schiede sind e ma kie . „BQ“ = be u lich quali i-
zie ; N = Mas e und adi ionelle Abschlüsse / Bachelo
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (1997–2017), eigene Auswe un-
gen
Abschließend wu de ü beide Abschlussni eaus (Mas e und adi ionelle
Abschlüsse; Bachelo s) un e such , welche Bedeu ung un e schiedliche
Quali ika ionsp o ile be u lich Quali izie e ü die mone ä en E äge on
be u lich Quali izie en haben.
Den Auswe ungse gebnissen zu olge zahl sich ein achliche Zusam-
menhang zwischen dem Ausbildungsbe u und dem S udien ach nich in
Fo m eines besonde s g oßen Einkommens o eils aus. Zwa e zielen
beide Teilg uppen be u lich Quali izie e – sowohl be u lich Quali izie e
mi a inem wie auch jene mi nich a inem S udien ach – höhe e Einkom-
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 51
men beim Be u seins ieg als Hochschulabsol en *innen ohne be u liche
Vo bildung. Doch be u lich Quali izie e, die mi ih em S udium achlich an
den Ausbildungsbe u anknüp en, e zielen keine g öße en Einkommens-
o eile als be u lich Quali izie e, die sich achlich neu o ien ie en.
Auch eine un e schiedliche biog a ische Ab olge on Ausbildung und
E we b de S udienbe ech igung ha keine Bedeu ung da ü , wie g oß de
Einkommens o eil be u lich Quali izie e aus äll .
Ande s sieh es bei de Di e enzie ung nach o akademische E -
we bse ah ung aus, zumindes in de G uppe de Absol en *innen mi
Mas e - ode adi ionellem Abschluss: Hie e zielen be u lich Quali i-
zie e, die zusä zlich zu Ausbildung o dem S udium be ei s e we bs ä ig
wa en, einen signi ikan g öße en Einkommens o eil gegenübe Hoch-
schulabsol en *innen ohne Vo quali ika ion als be u lich Quali izie e, die
lediglich den Ausbildungsabschluss o weisen können.
In de G uppe de Bachelo absol en *innen deu e sich zwa ein ähn-
liche Un e schied im Einkommens o eil zwischen be u lich Quali izie en
mi und ohne o akademische Be u se ah ung an, alle dings läss sich
diese s a is isch nich siche belegen.
Das olgende Kapi el geh de F age nach, ob de Einkommens o -
sp ung be u lich Quali izie e daue ha bes ehen bleib , ode ob es sich
lediglich um einen ku z is igen Vo eil handel .
4.1.2 Einkommensen wicklung bis zehn Jah e nach
Hochschulabschluss
Wäh end de e s en zehn Jah e nach dem S udienabschluss e zielen
Hochschulabsol en *innen deu liche Einkommenszuwächse – das gil so-
wohl ü Hochschulabsol en *innen ohne be u liche Vo quali ika ion wie
auch ü G aduie e mi be u liche Vo bildung ( gl. Abbildung 5). De Ein-
kommens o sp ung, den be u lich-akademisch Quali izie e am Be u s-
eins ieg e zielen, eduzie sich im Lau e diese En wicklung.
Fün Jah e und zehn Jah e nach dem S udienabschluss lassen sich –
in de G uppe de Absol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem S udi-
enabschluss – die Einkommensun e schiede zwischen Hochschulabsol-
en *innen mi und ohne be u liche Vo quali ika ion nich ode nu noch
mi g öße e s a is ische Unsiche hei on bloßen Zu allsun e schieden,
die sich auch au g und de S ichp obenziehung e geben haben könn en,
abg enzen.
De Einkommens o eil be u lich-akademisch Quali izie e is somi
bei Absol en *innen mi einem Abschluss au Mas e ni eau au den Be-
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 52
u seins ieg besch änk (siehe dazu auch den Ve gleich un e schiedliche
Jah gänge in Kapi el 4.1.3).
Dies schein auch in de G uppe de Bachelo absol en *innen (ohne
wei e es S udium) so zu sein, alle dings lassen ge inge Fallzahlen in die-
se Absol en *innen-G uppe keine belas ba en Aussagen übe die Ein-
kommensen wicklung im wei e en E we bs e lau zu (ohne Abbildung;
gl. Kapi el 2.2). Diese Einsch änkung gil auch ü die nach olgenden,
s ä ke di e enzie enden Auswe ungen. Sie sind dahe eben alls au Ab-
sol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem Abschluss besch änk .
Abbildung 5: Loga i hmie e B u os undenlohn im Ka ie e e lau on
Hochschulabsol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem
S udienabschluss, nach be u liche Vo quali ika ion
Anme kung: o he gesag e We e bei Adjus ie ung ü Kon oll a iablen
( gl. Kapi el 2.2); n = 6.331 (Be ag e, die an allen d ei Wellen eilge-
nommen haben); Signi ikanzen au Basis obus e S anda d ehle :
+ p ≤ 0,1; * p ≤ 0,05; ** p ≤ 0,01; *** p ≤ 0,001; n.
s. = nich signi ikan
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (1997–2009), eigene Auswe un-
gen
E ek un e schiede nach Geschlech , He kun , Hochschul yp und
be u lichem Quali ika ionsp o il
Fü Männe und F auen (mi einem Mas e - ode einem adi ionellen Ab-
schluss) un e scheiden sich die lang is igen E äge eine be u lichen
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 53
Vo quali ika ion. Wäh end be u lich o quali izie e F auen zehn Jah e
nach dem Examen keinen Einkommens o eil meh gegenübe aus-
schließlich akademisch quali izie en Absol en innen e zielen, e eichen
be u lich o quali izie e Männe ein Meh einkommen in Höhe on e wa
3,5 P ozen im Ve gleich zu Absol en en ohne be u liche Vo bildung ( gl.
Tabelle 3). De Geschlech e un e schied in den E ägen eine be u li-
chen Vo quali ika ion is s a is isch signi ikan , alle dings is dieses E geb-
nis nich s abil gegenübe ande en Fo men de s a is ischen Modellie-
ung.
We den – s a de Modellie ung übe einen In e ak ionse ek in einem
Gesam modell – nach Geschlech ge enn e Modelle be echne , allen die
Geschlech e un e schiede in den E ägen eine be u lichen Vo quali ika-
ion kleine aus und sie sind nich meh signi ikan : Männe mi Be u sab-
schluss e zielen bei diese al e na i en Modellie ung einen Einkommens-
o eil in Höhe on ca. 2,9 P ozen , diese is nu noch au dem 10
%-
Ni eau signi ikan . F auen mi Vo quali ika ion e eichen einen nich sig-
ni ikan en Einkommens o eil in Höhe on 1,4 P ozen Die hie es ge-
s ell en E ek un e schiede zwischen den Geschlech e n sind dahe mi
Vo sich zu in e p e ie en.
Bei eine Di e enzie ung nach de sozialen He kun zeigen sich keine
s a is isch bedeu samen Un e schiede in den E ägen eine be u lichen
Vo quali ika ion. Die E ek un e schiede zwischen den He kun sg uppen
in den E ägen eine be u lichen Vo quali ika ion e ehlen, wenn auch
knapp, auch das wenige s enge Signi ikanzni eau on 10 P ozen (p =
0,138). Anzeichen da ü , dass sozial wenige p i ilegie e Hochschulab-
sol en *innen on eine be u lichen Vo quali ika ion in ge inge em Maße
p o i ie en, gib es nich .
Sowohl Absol en *innen on Fachhochschulen als auch on Uni e si-
ä en können mi el- ode lang is ig keinen Einkommens o eil meh aus
eine be u lichen Vo bildung ziehen.
Un e schiedliche be u liche Quali ika ionsp o ile be u lich Quali izie e
sind nich mi Un e schieden in den lang is igen E ägen on Meh ach-
quali izie en e bunden. Fü die mone ä en E äge on be u lich Quali i-
zie en zehn Jah e nach dem Examen is es une heblich, ob zwischen
dem Ausbildungsbe u und dem S udien ach ein achliche Zusammen-
hang bes eh , in welche Reihen olge Ausbildung und S udienbe ech i-
gung absol ie wu den und ob o dem S udium E we bse ah ungen ge-
sammel wu den ode nich .
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 54
Tabelle 3: Loga i hmie e B u o-S undenlohn zehn Jah e nach dem
Hochschulabschluss: Un e schiede im E ek eine be u lichen
Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche Quali ika ionsp o ile
Mas e und
adi ionelle
Abschlüsse
Un e schiede im E ek eine be u lichen Vo quali ika ion
nach Geschlech
N = 10.410
Männe
0,035*
F auen
–0,004 n.
s.
E ek un e schied
(F au*BQ)
–0,040*
nach He kun
N = 10.410
Nich -Akademike
0,031*
Akademike
–0,000 n.
s.
E ek un e schied
(Akademike *BQ)
–0,031 n.
s.
nach Hochschul yp
N = 10.410
Fachhochschule
0,021 n.
s.
Uni e si ä
0,016 n.
s.
E ek un e schied
(Uni e si ä *BQ)
–0,005 n.
s.
E ek e un e schiedliche Quali ika ionsp o ile be u lich Quali izie e
A ini ä
N = 10.296
nich a in s. nich BQ
0,017 n.
s.
a in s. nich BQ
0,008 n.
s.
a in s. nich a in
–0,009 n.
s.
Reihen olge Quali i-
zie ungssch i e
N = 10.410
Ausb. o /mi Hochschul . s. nich BQ
0,023 n.
s.
Ausb. nach Hochschul . s. nich BQ
0,015 n.
s.
Ausb. nach Hochschul . s. Ausb.
o /mi Hochschul .
–0,008 n.
s.
o akademische
E we bs ä igkei
N = 10.378
nich e we bs ä ig s. nich BQ
0,008 n.
s.
e we bs ä ig s. nich BQ
0,023
+
e we bs ä ig s. nich e we bs ä ig
0,015 n.
s.
Anme kung: G uppenun e schiede bei Adjus ie ung ü Kon oll a iablen
( gl. Kapi el 2.2); Signi ikanzen au Basis obus e S anda d ehle : + p ≤
0,1; * p ≤ 0,05; ** p ≤ 0,01; *** p ≤ 0,001; n.
s. = nich signi ikan . Signi i-
kan e E ek un e schiede sind e ma kie . „BQ“ = be u lich quali izie .
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (1997–2009), eigene Auswe un-
gen.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 55
4.1.3 S eig die Bedeu ung hyb ide
Quali ika ionsp o ile? Einkommensun e schiede im
Koho en e gleich
Die bishe igen Auswe ungen deu en da au hin, dass de A bei sma k
hyb ide Quali ika ionsp o ile on Hochschulabsol en *innen zumindes
beim Be u seins ieg mi eine Einkommensp ämie hono ie . Ausgehend
on diesem Be und beschä ig sich dieses Kapi el mi de F age, ob sich
die Bedeu ung hyb ide Quali ika ionsp o ile im Zei e lau gewandel ha .
So wi d du ch den bildungspoli ischen und wissenscha lichen Disku s
eilweise nahegeleg , dass ein zunehmende Beda an hyb iden Be u s-
quali ika ionen bes ehe (G a 2013; K one/Nieding/Ra e mann-Busse
2019; Wissenscha s a 2014). Be u lich-akademisch Quali izie e könn-
en da on in Fo m on im Zei e lau s eigenden Einkommens o eilen
p o i ie en.
Um die F age empi isch zu un e suchen, we den im Folgenden e -
schiedene Jah gänge des DZHW-Absol en *innen-Panels mi einande
e glichen. Fü d ei Zei punk e im E we bs e lau – ci ca ein, ün und
zehn Jah e nach S udienabschluss – wi d un e such , ob sich die Einkom-
mensun e schiede zwischen Hochschulabsol en *innen mi und ohne
Ausbildung übe die Zei e ände haben.
Absol en *innen mi Bachelo abschluss we den dabei ausgeschlos-
sen, denn ü einen Zei e gleich de E äge on Absol en *innen au die-
sem neu gescha enen Abschlussni eau is es de zei noch zu üh. De
Zei e gleich um ass somi in den äl e en Koho en Absol en *innen mi
adi ionellem Abschluss (Diplom, Magis e , S aa sexamen), in den bei-
den jüngs en Koho en – mi wachsendem An eil – Absol en *innen mi
einem Mas e abschluss.
In Abbildung 6 is beim Blick au die Einkommensdi e enzen beim Be-
u seins ieg (ca. ein Jah nach Hochschulabschluss) e kennba , dass be-
u lich Quali izie e in allen Abschlussjah gängen einen Einkommens o -
sp ung e zielen, wobei de Vo eil beim Jah gang 2017 die üblichen Sig-
ni ikanzni eaus e ehl .
Beim äl es en hie be ach e en Jah gang, den Absol en *innen des
Jah es 1997, be ug de Einkommensun e schied ie P ozen zuguns en
be u lich Vo quali izie e . In d ei de nach olgenden ün Jah gänge,
2001, 2005 und 2013, lieg de Einkommens o eil noch e was höhe . Wie
wei e üh ende Tes zeigen, sind diese Ve ände ungen gegenübe dem
Jah gang 1997 jedoch nu beim Jah gang 2001 s a is isch signi ikan . Ein
s abile T end hin zu einem im Zei e lau daue ha g öße en (ode klei-
ne en) Einkommens o eil ü be u lich Quali izie e läss sich nich ablei-
en.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 56
Be ach e man die Einkommensun e schiede ci ca ün Jah e nach
Hochschulabschluss, zeig sich beim Ve gleich de Abschlussjah gänge
ein insgesam du chwachsenes Bild. Be u lich o quali izie e Absol-
en *innen des Jah gangs 1997 e zielen einen ge ingen, gleichwohl s a-
is isch signi ikan en Einkommens o eil.
In den Koho en 2001 und 2009 e g öße sich de Einkommensun-
e schied zuguns en on be u lich Quali izie en, in den Jah gängen 2005
und 2013 e ände sich die Einkommensdi e enz dagegen zum Nach eil
on be u lich Vo quali izie en. Wei e üh ende Tes s zeigen, dass diese
Ve ände ungen gegenübe dem Jah gang 1997 nu bei den Jah gängen
2001 und 2005 s a is isch signi ikan sind. Insgesam kann auch ü den
Zei punk ün Jah e nach dem Examen nich on einem s abilen T end
de En wicklung de Einkommensun e schiede gesp ochen we den.
Abschließend ein Blick da au , wie sich die ehe lang is igen Einkom-
mensun e schiede zum Zei punk zehn Jah e nach dem Examen ü un-
e schiedliche Abschlusskoho en en wickel haben: In de Abschlussko-
ho e 1997 wa kein signi ikan e Un e schied zwischen Hochschulabsol-
en *innen mi und ohne be u liche Vo quali ika ion o handen. Ve gli-
chen mi dem Re e enzjah gang 1997 e geben sich in den Jah gängen
2001 und 2005 leich e, alle dings s a is isch insigni ikan e Ve ände ungen
de Einkommensun e schiede zwischen den Ve gleichsg uppen.
Einen deu lichen Einkommens o sp ung e zielen be u lich Vo quali i-
zie e des Jah gangs 2009, dennoch e weis sich diese s a ke Ve ände-
ung de Einkommensun e schiede gegenübe dem Jah gang 1997 ledig-
lich au dem 10
%-Ni eau als s a is isch bedeu sam.
Insgesam , d.
h. ü alle d ei be ach e en Zei punk e im E we bs e lau
läss sich es hal en, dass es – ausgehend jeweils om Abschlussjah -
gang 1997 – sei he nu wenige s a is isch abgesiche e Ve ände ungen
in den Einkommensun e schieden zwischen den beiden Ve gleichsg up-
pen gegeben ha .
Lediglich ü den Jah gang 2001 scheinen die G uppenun e schiede
du chgängig g öße zu sein als ü den Re e enzjah gang 1997. Ein sys-
ema isches Mus e hin zu daue ha höhe en Einkommens o eilen on
be u lich o quali izie en Hochschulabsol en *innen zeichne sich nich
ab. Ob die jüngs deu liche Zunahme de Einkommens o eile de be u -
lich o quali izie en Absol en *innen des Jah gangs 2009 zum Zei punk
zehn Jah e nach Abschluss ein Vo bo e ü anhal end höhe e Vo eile die-
se G uppe is , läss sich de zei noch nich beu eilen.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 63
E ek e un e schiedliche Quali ika ionsp o ile be u lich Quali izie e
A ini ä
N = 26.931 / 2.504
nich a in s. nich
BQ
–0,008 n.
s. 0,005 n.
s.
a in s. nich BQ
–0,019**
–0,049 n.
s.
a in s. nich a in
–0,011 n.
s.
–0,055 n.
s.
Reihen olge Quali i-
zie ungssch i e
N = 27.104 / 2.480
Ausb. o /mi Hoch-
schul . s. nich BQ
–0,005 n.
s. –0,018 n.
s.
Ausb. nach Hoch-
schul . s. nich BQ
–0,025*** –0,036 n.
s.
Ausb. nach Hoch-
schul . s. Ausb.
o /mi Hochschul .
–0,020* –0,018 n.
s.
o akademische E -
we bs ä igkei
N = 27.064 / 2.477
nich e we bs ä ig s.
nich BQ
–0,012 n.
s. –0,032 n.
s.
e we bs ä ig s. nich
BQ
–0,020** –0,024 n.
s.
e we bs ä ig s. nich
e we bs ä ig
–0,008 n.
s. 0,008 n.
s.
Anme kung: 1 Angabe on Vo zeichen und Signi ikanz des Logi -Koe i-
zien en. G uppenun e schiede (du chschni liche ma ginale E ek e) bei
Adjus ie ung ü Kon oll a iablen ( gl. Kapi el 2.2); Signi ikanzen au
Basis obus e S anda d ehle : + p ≤ 0,1; * p ≤ 0,05; ** p ≤ 0,01; *** p ≤
0,001; n.
s. = nich signi ikan . Signi ikan e E ek un e schiede sind e
ma kie . Abk.: „BQ“ = be u lich quali izie ; N = Mas e und adi ionelle
Abschlüsse / Bachelo
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (1997–2017), eigene Auswe un-
gen
In de G uppe de Bachelo absol en *innen (ohne wei e es S udium)
läss sich – selbs bei eils g öße aus allenden Un e schieden – ü keine
einzige Di e enzie ung s a is isch absiche n, dass sie ele an is ü die
E ek e eine be u lichen Vo quali ika ion au die e ikale Adäquanz. Dies
mag auch da an liegen, dass die Fallzahlen, die ü die Analysen zu diese
Absol en *innen-G uppe zu Ve ügung s ehen, ge ing sind.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 64
4.2.2 En wicklung de e ikalen Adäquanz bis zehn
Jah e nach Hochschulabschluss
Inne halb des hie be ach e en Zei aums on zehn Jah en sei Ab-
schluss des S udiums ände sich wenig am Ve häl nis on e ikal adä-
qua e und un e we ige Beschä igung. De An eil de e we bs ä igen
Absol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem Abschluss, die quali ika-
ionsangemessen beschä ig sind, s eig in diesem Zei aum nu noch un-
wesen lich an. Auch de ge ing ügige Adäquanznach eil de Hochschul-
absol en *innen mi be u liche Vo quali ika ion bleib wei gehend s abil.
Zehn Jah e nach dem Examen be äg e zwei P ozen punk e ( gl. Abbil-
dung 8).
Abbildung 8: Ve ikale Adäquanz im Ka ie e e lau on
Hochschulabsol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem
S udienabschluss in P ozen , nach be u liche Vo quali ika ion
Anme kung: o he gesag e We e bei Adjus ie ung ü Kon oll a iablen
( gl. Kapi el 2.2); n = 7.499 (Be ag e, die an allen d ei Wellen eilge-
nommen haben); Signi ikanzen au Basis obus e S anda d ehle :
+ p ≤ 0,1; * p ≤ 0,05; ** p ≤ 0,01; *** p ≤ 0,001; n.
s. = nich signi ikan
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (1997–2009), eigene Auswe un-
gen
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 65
Fü die G uppe de Bachelo absol en *innen (ohne wei e es S udium)
sind au g und ge inge Fallzahlen keine belas ba en Aussagen möglich,
wie sich de G uppenun e schied zwischen Bachelo s mi und ohne be-
u liche Vo quali ika ion im wei e en E we b e lau bis zehn Jah e nach
dem Examen en wickel . Auch die nach olgenden, s ä ke di e enzie en-
den Auswe ungen besch änken sich dahe au Absol en *innen mi ei-
nem Mas e - ode einem adi ionellen Abschluss.
E ek un e schiede nach Geschlech , He kun , Hochschul yp und
be u lichem Quali ika ionsp o il
Eine be u liche Vo quali ika ion wi k sich unabhängig om Geschlech ,
de He kun ode dem Hochschul yp seh ähnlich au die lang is igen E -
äge, d.
h. die Chance, zehn Jah e nach dem Examen e ikal adäqua
beschä ig zu sein, aus. Zwa schein de Nach eil eine be u lichen Vo -
quali ika ion ü F auen, ü Absol en *innen aus nich akademischem El-
e nhaus und auch ü Fachhochschulabsol en *innen endenziell e was
g öße auszu allen als ü Männe , Akademike kinde und Absol en *in-
nen on Uni e si ä en. Doch keine diese E ek un e schiede (nach Ge-
schlech , He kun , Hochschul yp) e weis sich als s a is isch belas ba
( gl. Tabelle 5).
Bei eine in e nen Di e enzie ung de G uppe de be u lich o quali i-
zie en Hochschulabsol en *innen in diejenigen, die einen achlich e -
wand en Ausbildungsbe u e le n haben, und jene ohne achlich a inen
Ausbildungsbe u , bes ä ig sich das E gebnis, das sich schon beim Be-
u seins ieg – noch s a is isch unsiche – abgezeichne ha e ( gl. Kapi-
el 4.2.1).
Wäh end – gemessen an de Chance eine adäqua en Beschä i-
gung – de E agsnach eil be u lich Vo quali izie e mi ach emdem
Ausbildungsbe u gegenübe Absol en *innen ohne Vo quali ika ion le-
diglich 1,4 P ozen punk e be äg und das Signi ikanzni eau e ehl (p =
0,267), sind be u lich Vo quali izie e mi a ine Ausbildung mi 4 P ozen -
punk en im Nach eil gegenübe G aduie en ohne Vo quali ika ion (p <
0,001). De E agsnach eil bei a inem Ausbildungsbe u äll somi gu
2,5 P ozen punk e höhe aus als bei ach emde Vo quali ika ion. Die E -
agsdi e enz zwischen beiden Teilg uppen be u lich Vo quali izie e is
zumindes au dem 10
%-Ni eau s a is isch signi ikan (p = 0,086).
Ande e Un e schiede im Quali ika ionsp o il be u lich Quali izie e –
nach o akademische E we bse ah ung ode nach un e schiedlichen bi-
og a ischen Ab olgen on Ausbildung und E we b de S udienbe ech i-
gung – haben keine Bedeu ung ü den E ek eine be u lichen Vo quali-
ika ion au die Chance eine e ikal adäqua en Beschä igung.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 66
Tabelle 5: Ve ikal adäqua e Beschä igung zehn Jah e nach
S udienabschluss: Un e schiede im E ek eine be u lichen
Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche Quali ika ionsp o ile
(P ozen punk un e schiede)
Mas e und
adi ionelle
Abschlüsse
Un e schiede im E ek eine be u lichen Vo quali ika ion
nach Geschlech
n = 11.110
Männe
–0,027*
F auen
–0,040**
E ek un e schied
1
(F au*BQ)
neg. / n.
s.
nach He kun
n = 11.110
Nich -Akademike
–0,040***
Akademike
–0,023
+
E ek un e schied
1
(Akademike *BQ)
pos. / n.
s.
nach Hochschul yp
n = 11.110
Fachhochschule
–0,039**
Uni e si ä
–0,027*
E ek un e schied
1
(Uni e si ä *BQ)
pos. / n.
s.
E ek e un e schiedliche Quali ika ionsp o ile be u lich Quali izie e
A ini ä
n = 10.990
nich a in s. nich BQ
–0,014 n.
s.
a in s. nich BQ
–0,040***
a in s. nich a in
–0,025
+
Reihen olge Quali-
izie ungssch i e
n = 11.110
Ausb. o /mi Hochschul . s. nich BQ
–0,038**
Ausb. nach Hochschul . s. nich BQ
–0,029**
Ausb. nach Hochschul . s. Ausb. o /mi
Hochschul .
0,009 n.
s.
o akademische
E we bs ä igkei
n = 11.076
nich e we bs ä ig s. nich BQ
–0,039**
e we bs ä ig s. nich BQ
–0,028**
e we bs ä ig s. nich e we bs ä ig
0,011 n.
s.
Anme kung: 1 Angabe on Vo zeichen und Signi ikanz des Logi -Koe i-
zien en. G uppenun e schiede (du chschni liche ma ginale E ek e) bei
Adjus ie ung ü Kon oll a iablen ( gl. Kapi el 2.2); Signi ikanzen au
Basis obus e S anda d ehle : + p ≤ 0,1; * p ≤ 0,05; ** p ≤ 0,01; *** p ≤
0,001; n.
s. = nich signi ikan . Signi ikan e E ek un e schiede sind e
ma kie . Abk.: „BQ“ = be u lich quali izie
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (1997–2009), eigene Auswe un-
gen
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 67
4.2.3 E äge eine be u lichen Vo quali ika ion im
Koho en e gleich: Ve ikale Adäquanz
De Ve gleich e schiedene Absol en *innen-Jah gänge mach es mög-
lich zu un e suchen, wie s abil de Be und eines leich en Adäquanznach-
eils ü be u lich Vo quali izie e übe die Zei is und ob es mögliche -
weise einen nachhal igen T end zu Zu- ode Abnahme on G uppenun-
e schieden gib . Wie beim Einkommen wi d auch hie die Analyse au
Absol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem Abschluss besch änk .
Mi Blick au die e s e F age (S abili ä des Be unds) zeig die Auswe -
ung nach Koho en, dass in allen hie un e such en Abschlussjah gängen
be u lich Vo quali izie e – ein, ün und zehn Jah e nach dem Examen –
e was sel ene e ikal adäqua beschä ig sind als Absol en *innen ohne
be u lich Vo quali ika ion ( gl. Abbildung 9). Teilweise sind die G uppen-
un e schiede in einem Jah gang alle dings so klein, dass sie sich nich
hin eichend gegenübe Zu allsbe unden absiche n lassen. E s die ge-
meinsame Auswe ung alle Koho en konn e den leich en, abe du ch-
weg o handenen E agsnach eil be u lich Vo quali izie e siche iden i-
izie en.
Hinsich lich de zwei en F age (zei liche T ends) kann es gehal en
we den, dass das Ausmaß des Adäquanznach eils be u lich Vo quali i-
zie e zwa zwischen den einzelnen Jah gängen schwank , s a is isch
signi ikan sind diese Abweichungen jedoch nich .
Zusammen belegen de Koho en e gleich und die o angegangene
gemeinsame Auswe ung alle Koho en somi einen kleinen, abe zei -
s abilen E agsnach eil be u lich Vo quali izie e . Ein T end zu einem
nachhal ig höhe en ode nied ige en Nach eil is alle dings nich auszu-
machen.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 68
Abbildung 9: Ve ikale Adäquanz: Un e schiede on be u lich
o quali izie en Hochschulabsol en *innen gegenübe
Hochschulabsol en *innen ohne be u liche Vo quali ika ion, nach
Zei punk und Abschlussjah gang (P ozen punk un e schiede)
Anme kung: G uppenun e schiede (du chschni liche ma ginale E ek e)
bei Adjus ie ung ü Kon oll a iablen ( gl. Kapi el 2.2); Fallzahlen je
nach Beobach ungszei punk : 27.189/15.183/11.110; Signi ikanzen au
Basis obus e S anda d ehle : + p ≤ 0,1; * p ≤ 0,05; ** p ≤ 0,01; *** p ≤
0,001; n.
s = nich signi ikan .
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (1997–2017), eigene Auswe un-
gen.
4.2.4 Zusammen assung
De Ve gleich de Chancen au eine quali ika ionsadäqua e Beschä i-
gung äll ü Hochschulabsol en *innen mi be u liche Vo quali ika ion
ungüns ige aus als de Einkommens e gleich. So bes ehen in de
G uppe de Absol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem Abschluss zu
allen hie be ach e en Zei punk en leich e E agsnach eile be u lich Vo -
quali izie e .
Dami weichen die E gebnisse zwa im De ail on den äl e en Be un-
den ab. Diese ha en zumindes ü einen ühen Zei punk – „unmi elba “
(Bellmann e al. 1996; Büchel 1997) nach dem Hochschulabschluss –
Adäquanz o eile zuguns en on be u lich Quali izie en es ges ell
(ebd.).
Abgesehen on diesen au einen ühen Zei punk bezogenen Abwei-
chungen wi d jedoch das be ei s bekann e E gebnis eines E agsnach-
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 69
eils on be u lich Quali izie en in de o liegenden S udie bes ä ig .
Gleichwohl sind die hie e mi el en Nach eile on be u lich Vo quali izie -
en (im Fall on Absol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem Ab-
schluss) klein, und sie bleiben übe den Beobach ungszei aum au einem
ge ingen Ni eau.
Bei Bachelo absol en *innen äll de Nach eil am Ka ie ebeginn –
spä e e Zei punk e ließen sich nich un e suchen – zwa g öße aus, läss
sich jedoch nich hin eichend siche on Zu allsun e schieden abg enzen.
Dies gil auch ü alle wei e en Auswe ungse gebnisse, die die G uppe
de Bachelo absol en *innen be e en.
Aus dem Ve gleich un e schiedliche Absol en *innen-Koho en läss
sich – wie schon beim Einkommen – kein T end zu im Zei e lau wach-
senden ode abnehmenden E agsun e schieden zwischen Hochschul-
absol en *innen mi und ohne be u liche Vo quali ika ion ablei en. De Ko-
ho en e gleich zeig ielmeh , dass es sich beim E agsnach eil be u -
lich Quali izie e jah gangsübe g ei end um ela i ge inge G uppenun-
e schiede handel .
Fü geschlech sspezi ische, he kun sspezi ische ode mi de Hoch-
schula a iie ende E äge eine Meh achquali ika ion gab es im Hin-
blick au das Me kmal e ikale Adäquanz keine Belege.
Mi Blick au un e schiedliche Quali ika ionsp o ile be u lich Quali izie -
e s ell sich – ande s als beim Einkommens e gleich – eine Un e schei-
dung nach achliche A ini ä zwischen Ausbildungsbe u und S udien-
ach als sinn olle Di e enzie ung he aus. So wi k sich eine be u liche
Vo quali ika ion o enba ehe dann nega i au die e ikale Adäquanz
aus, wenn sich be u lich Vo quali izie e ü ein ach e wand es S udien-
ach en schieden haben.
Dagegen zeigen sich bei be u lich Quali izie en, die sich mi dem S u-
dium achlich neu o ien ie en, keine s a is isch signi ikan en Nach eile ge-
genübe Hochschulabsol en *innen ohne Vo quali ika ion. Eine E klä ung
da ü könn e sein, dass be u lich Vo quali izie e mi a ine S udien ach-
wahl womöglich e was s ä ke dazu neigen, nach dem S udienabschluss
ih e al e, nunmeh jedoch e ikal inadäqua e Be u sposi ion beizubehal-
en.
Mi eine o akademischen E we bs ä igkei sind keine, mi eine un-
e schiedlichen Reihen olge on Ausbildungsabschluss und E we b de
S udienbe ech igung lediglich kleine und nu ku z is ig bes ehende E -
agsdi e enzen be u lich Quali izie e e bunden.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 70
4.3 Unbe is e e Beschä igung
De Aspek de A bei spla zsiche hei wu de in den bishe igen S udien zu
den be u lichen E ägen on Hochschulabsol en *innen noch nich un-
e such . Dieses Kapi el widme sich diese Face e be u liche E äge
anhand des Indika o s unbe is e e Beschä igung. Zu Ope a ionalisie-
ung des Me kmals we den die Angaben de abhängig beschä ig en Be-
ag en zu A ih es A bei s e häl nisses he angezogen.
4.3.1 Unbe is e e Beschä igung beim Be u seins ieg
Ein Jah nach dem Hochschulabschluss is wenige als die Häl e de e -
we bs ä igen Absol en *innen mi einem Mas e - ode einem adi ionellen
Hochschulabschluss unbe is e beschä ig . Dagegen haben in de
G uppe de abhängig beschä ig en Bachelo absol en *innen meh als
60 P ozen einen unbe is e en A bei s e ag ( gl. Abbildung 10).
Die deu lichen Un e schiede zwischen den Absol en *innen beide Ab-
schlussni eaus dü en zu einem g oßen Teil da au zu ückgehen, dass –
e wa ein Jah nach dem S udienabschluss – ca. 15 P ozen de Absol-
en *innen mi einem Abschluss au dem Mas e ni eau eine P omo ion
begonnen haben, was in de Regel mi eine be is e en Beschä igung an
eine Hochschule ode einem Fo schungsins i u einhe geh .
So e n Hochschulabsol en *innen o dem S udium eine nich akade-
mische Be u squali ika ion absol ie en, haben sie ein Jah nach dem S u-
dienabschluss e was häu ige einen unbe is e en A bei s e ag als Ab-
sol en *innen ohne en sp echende Vo quali ika ion. In de G uppe de
Bachelo absol en *innen be äg de Vo eil de be u lich Quali izie en
e wa sieben P ozen punk e, un e Absol en *innen mi Mas e - ode a-
di ionellem Abschluss d ei P ozen punk e. Dami is die Siche hei des A -
bei spla zes ü be u lich Vo quali izie e insgesam e was g öße als ü
G aduie e ohne Vo quali ika ion.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 71
Abbildung 10: Unbe is e e Beschä igung ca. ein Jah nach dem
S udienabschluss in P ozen : Ve gleich on Hochschulabsol en *innen
ohne und mi be u liche Vo quali ika ion, nach Abschlussni eau
Anme kung: o he gesag e We e bei Adjus ie ung ü Kon oll a iablen
( gl. Kapi el 2.2); n = 27.795 (Mas e , ad. Abschlüsse) bzw. n = 2.369
(Bachelo s); Signi ikanzen au Basis obus e S anda d ehle : + p ≤ 0,1;
* p ≤ 0,05; ** p ≤ 0,01; *** p ≤ 0,001; n.
s = nich signi ikan
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (1997–2017), eigene Auswe un-
gen
E ek un e schiede nach Geschlech , He kun , Hochschul yp und
be u lichem Quali ika ionsp o il
Va iie de im o angegangenen Kapi el es ges ell e Vo eil on Hoch-
schulabsol en *innen mi be u liche Vo quali ika ion, wenn zwischen be-
s imm en Teilpopula ionen de Hochschulabsol en *innen di e enzie
wi d?
Fü die G uppe de Absol en *innen mi einem Mas e - ode adi io-
nellen Abschluss kann das e nein we den. F auen und Männe , Absol-
en *innen aus akademischen und nich akademischen El e nhäuse n so-
wie Uni e si ä s- und Fachhochschulabsol en *innen e zielen jeweils
ähnlich g oße Vo eile (in Fo m eine um zwei bis d ei P ozen punk e hö-
he en Wah scheinlichkei , unbe is e beschä ig zu sein), wenn sie o
dem S udium eine be u liche Quali izie ung absol ie haben ( gl. Ta-
belle 6).
In de G uppe de Bachelo absol en *innen e häl es sich ebenso, al-
le dings mi dem Un e schied, dass zwa eils g öße e E ek un e schiede
bes ehen, diese abe s a is isch nich hin eichend belas ba sind.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 72
Tabelle 6: Unbe is e e Beschä igung ca. ein Jah nach
S udienabschluss: Un e schiede im E ek eine be u lichen
Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche Quali ika ionsp o ile
(P ozen punk un e schiede)
Mas e und
adi ionelle
Abschlüsse
Bachelo
Un e schiede im E ek eine be u lichen Vo quali ika ion
nach Geschlech
N = 27.515 / 2.374
Männe
0,026**
0,080*
F auen
0,025**
0,070*
E ek un e schied
1
(F au*BQ)
neg. / n.
s
neg. / n.
s
nach He kun
N = 27.515 / 2.374
Nich -Akademike
0,025**
0,091**
Akademike
0,024**
0,045 n.
s
E ek un e schied1
(Akademike *BQ)
neg. / n.
s neg. / n.
s
nach Hochschul yp
N = 27.515 / 2.374
Fachhochschule
0,020*
0,059
+
Uni e si ä
0,031***
0,097**
E ek un e schied1
(Uni e si ä *BQ)
pos. / n.
s neg. / n.
s
E ek e un e schiedliche Quali ika ionsp o ile be u lich Quali izie e
A ini ä
N = 27.642 / 2.381
nich a in s. nich BQ
0,026**
0,058 n.
s
a in s. nich BQ
0,024***
0,091**
a in s. nich a in
–0,002 n.
s
0,033 n.
s
Reihen olge Quali-
izie ungssch i e
N = 27.812 / 2.355
Ausb. o /mi Hochschul . s.
nich BQ
0,028** 0,059+
Ausb. nach Hochschul . s.
nich BQ
0,024*** 0,093**
Ausb. nach Hochschul . s.
Ausb. o /mi Hochschul .
–0,003 n.
s 0,033 n.
s
o akademische
E we bs ä igkei
N = 27.772 / 2.355
nich e we bs ä ig s. nich BQ
0,015 n.
s
0,047 n.
s
e we bs ä ig s. nich BQ
0,031***
0,080**
e we bs ä ig s. nich e we bs .
0,016 n.
s
0,032 n.
s
Anme kung: 1 Angabe on Vo zeichen und Signi ikanz des Logi -Koe i-
zien en. G uppenun e schiede (du chschni liche ma ginale E ek e) bei
Adjus ie ung ü Kon oll a iablen ( gl. Kapi el 2.2); Signi ikanzen au
Basis obus e S anda d ehle : + p ≤ 0,1; * p ≤ 0,05; ** p ≤ 0,01; *** p ≤
0,001; n.
s = nich signi ikan . Signi ikan e E ek un e schiede sind e
ma kie . Abk.: „BQ“ = be u lich quali izie ; N = Mas e und adi ionelle
Abschlüsse / Bachelo
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (1997–2017), eig. Auswe ungen
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 79
Ein T end zu s eigenden ode sinkenden E agsun e schieden zwi-
schen den Ve gleichsg uppen is de zei (noch) nich ablei ba . De Ko-
ho en e gleich ha zwa ü den jüngs en Absol en *innen-Jah gang die
bishe g öß en E ags o eile be u lich Quali izie e e geben. Ob dies
de Beginn on daue ha g öße en Vo eilen be u lich Quali izie e ode
lediglich ein Aus eiße is , kann jedoch e s mi de Un e suchung jünge e
Jah gänge übe p ü we den.
De E ek de Meh achquali ika ion au die A bei spla zsiche hei bzw.
dessen Ausmaß häng nich om Geschlech , de He kun ode da on
ab, ob ein Uni e si ä s- ode Fachhochschuls udium absol ie wu de.
Auch un e schiedliche Quali ika ionsp o ile be u lich Quali izie e , wie
e wa die A ini ä zwischen Ausbildung und S udium, spielen ü die
Chance au einen unbe is e en A bei s e ag keine Rolle.
4.4 Be u liche Zu iedenhei
Beim G uppen e gleich de bishe be ach e en E ags ace en bleib je-
weils o en, ob bzw. in welchem Ausmaß die un e such en Dimensionen
be u liche E äge meh achquali izie en Hochschulabsol en *innen
übe haup wich ig sind. Aus diesem G und widme sich dieses Kapi el ei-
ne subjek i en Face e de A bei sma k e äge on Hochschulabsol-
en *innen, de be u lichen Zu iedenhei . Bishe ige S udien e b ach en
wide sp üchliche Be unde zu diesem Indika o (Bellmann/S ephani 2012;
Hammen 2011). Zudem is au g und me hodische Schwächen aglich,
wie belas ba die dabei e ziel en E gebnisse sind ( gl. Kapi el 1.2).
Im Rahmen des DZHW-Absol en *innen-Panels wu de die be u liche
Zu iedenhei – im Gegensa z zu den ande en E agsindika o en – e s
sei dem Abschlussjah gang 2009 kon inuie lich e hoben. Fü die Auswe -
ungen in diesem Kapi el e geben sich da aus zwei Einsch änkungen:
Zum einen s ehen ü die Un e suchung de Zu iedenhei im Ka ie e e -
lau (bis zehn Jah e nach dem Examen) nu eine Koho e (de Absol-
en *innen-Jah gang 2009) und dami ge inge e Fallzahlen zu Ve ü-
gung. Zum ande en is , weil eine Zei eihe ehl , kein Koho en e gleich
möglich.
Zu E assung de be u lichen Zu iedenhei wu den die Teilnehme *in-
nen des DZHW-Absol en *innen-Panels um eine An wo au olgende
F age gebe en: „Wie zu ieden sind Sie alles in allem mi Ih e be u lichen
Si ua ion?“. Fün An wo op ionen s anden zu Auswahl, mi denen die Be-
ag en ih Zu iedenhei su eil abs u en konn en. Die An wo möglichkei-
en eich en on 1 „in hohem Maße [zu ieden]“ bis 5 „übe haup nich [zu-
ieden]“. Die We e 2, 3 und 4 de An wo skala wa en nich e balisie .
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 80
Fü die nach olgenden Auswe ungen wu den die An wo en de Be ag-
en so umcodie , dass nied ige e We e eine ge inge e Zu iedenhei und
höhe e We e eine höhe e Zu iedenhei bedeu en.
4.4.1 Be u liche Zu iedenhei beim Be u seins ieg
Ein Jah nach dem S udienabschluss sind die Hochschulabsol en *innen
mi ih e be u lichen Si ua ion im Du chschni wei gehend zu ieden. In
de G uppe de Absol en *innen mi einem Mas e - ode einem adi io-
nellen Abschluss lieg de Mi elwe bei 3,8 und dami nahe am zwei -
höchs en We de e wende en Zu iedenhei sskala. Signi ikan e Un e -
schiede zwischen Absol en *innen mi und ohne be u liche Vo quali ika-
ion sind dabei nich es zus ellen ( gl. Abbildung 13).
Bachelo absol en *innen sind insgesam e was unzu iedene als Ab-
sol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem Abschluss. Gleichzei ig be-
s ehen kleine, s a is isch signi ikan e G uppenun e schiede zwischen Ab-
sol en *innen mi und ohne be u liche Vo quali ika ion, die zuunguns en
de Bachelo s mi Vo quali ika ion aus allen.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 81
Abbildung 13: Zu iedenhei mi de be u lichen Si ua ion ca. ein Jah
nach S udienabschluss: Ve gleich on Hochschulabsol en *innen ohne
und mi be u liche Vo quali ika ion, nach Abschlussni eau
Anme kung: o he gesag e We e bei Adjus ie ung ü Kon oll a iablen
( gl. Kapi el 2.2); n = 9.174 (Mas e , ad. Abschlüsse) bzw. n = 2.511
(Bachelo s); Signi ikanzen au Basis obus e S anda d ehle : + p ≤ 0,1;
* p ≤ 0,05; ** p ≤ 0,01; *** p ≤ 0,001; n.
s = nich signi ikan
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (2009–2017), eigene Auswe un-
gen
E ek un e schiede nach Geschlech , He kun , Hochschul yp und
be u lichem Quali ika ionsp o il
In de G uppe de Absol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem Ab-
schluss sind die soziale He kun und de Hochschul yp keine s a is isch
signi ikan en Mode a o en des E ek s de be u lichen Vo bildung au die
be u liche Zu iedenhei beim Be u seins ieg ( gl. Tabelle 8). Ande s das
Me kmal Geschlech : Wäh end bei F auen eine be u liche Vo quali ika ion
keine Bedeu ung ü die be u liche Zu iedenhei ha , geh sie bei Männe n
mi einem leich en Nach eil in de G ößeno dnung on 0,09 Skalenpunk-
en au de hie e wende en ün s u igen Zu iedenhei sskala einhe .
De Un e schied zwischen Männe n und F auen im E ek eine be u -
lichen Meh achquali ika ion is s a is isch signi ikan und be äg e wa ein
Zehn el eines Skalenpunk s. Dieses E gebnis is alle dings nich s abil ge-
genübe eine al e na i en s a is ischen Modellie ung (übe nach Ge-
schlech ge enn e Analysemodelle ans a übe In e ak ionse ek e in ei-
nem Gesam modell) und soll e dahe nich übe bewe e we den.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 82
Di e enzie ungen inne halb de G uppe be u lich Quali izie e nach
Facha ini ä (zwischen Ausbildungsbe u und S udium), biog a ische
Reihen olge on Ausbildung und E we b de S udienbe ech igung sowie
nach o akademische E we bse ah ung haben in de G uppe de Absol-
en *innen mi Mas e - ode adi ionellem Abschluss keine Rele anz ü
das Ausmaß de be u lichen Zu iedenhei beim Be u seins ieg. Die en -
sp echenden Teilg uppen be u lich Vo quali izie e un e scheiden sich
wede un e einande noch gegenübe Absol en *innen ohne Vo quali ika-
ion.
Tabelle 8: Zu iedenhei mi de be u lichen Si ua ion ca. ein Jah nach
S udienabschluss: Un e schiede im E ek eine be u lichen
Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche Quali ika ionsp o ile
Mas e und
adi ionelle
Abschlüsse
Bachelo
Un e schiede im E ek eine be u lichen Vo quali ika ion
nach Geschlech
N = 9.028 / 2.516
Männe
–0,092*
–0,137 n.
s
F auen
0,041 n.
s
–0,119
+
E ek un e schied
(F au*BQ)
0,133* 0,017 n.
s
nach He kun
N = 9.028 / 2.516
Nich -Akademike
–0,019 n.
s
–0,106 n.
s
Akademike
–0,042 n.
s
–0,160
+
E ek un e schied
(Akademike *BQ)
–0,022 n.
s –0,055 n.
s
nach Hochschul yp
N = 9.028 / 2.516
Fachhochschule
–0,078 n.
s
–0,081 n.
s
Uni e si ä
0,006 n.
s
–0,213*
E ek un e schied
(Uni e si ä *BQ)
0,084 n.
s –0,132 n.
s
E ek e un e schiedliche Quali ika ionsp o ile be u lich Quali izie e
A ini ä
N = 9.183 / 2.541
nich a in s. nich
BQ
–0,031 n.
s –0,187*
a in s. nich BQ
–0,022 n.
s
–0,079 n.
s
a in s. nich a in
0,009 n.
s
0,109 n.
s
Reihen olge Quali i-
zie ungssch i e
N = 9.131 / 2.518
Ausb. o /mi Hoch-
schul . s. nich BQ
–0,007 n.
s –0,112 n.
s
Ausb. nach Hoch-
schul . s. nich BQ
–0,047 n.
s –0,117+
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 83
Mas e und
adi ionelle
Abschlüsse
Bachelo
Reihen olge Quali i-
zie ungssch i e
N = 9.131 / 2.518
Ausb. nach Hoch-
schul . s. Ausb.
o /mi Hochschul .
–0,040 n.
s –0,004 n.
s
o akademische E -
we bs ä igkei
N = 9.138 / 2.514
nich e we bs ä ig s.
nich BQ
–0,035 n.
s –0,119 n.
s
e we bs ä ig s. nich
BQ
–0,039 n.
s –0,116+
e we bs ä ig s. nich
e we bs ä ig
–0,003 n.
s 0,003 n.
s
Anme kung: G uppenun e schiede bei Adjus ie ung ü Kon oll a iablen
( gl. Kapi el 2.2); Signi ikanzen au Basis obus e S anda d ehle : + p ≤
0,1; * p ≤ 0,05; ** p ≤ 0,01; *** p ≤ 0,001; n.
s = nich signi ikan . Signi i-
kan e E ek un e schiede sind e ma kie . Abk.: „BQ“ = be u lich quali i-
zie ; N = Mas e und adi ionelle Abschlüsse / Bachelo
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (2009–2017), eigene Auswe un-
gen
In de G uppe de Bachelo absol en *innen (ohne wei e es S udium) e -
geben sich keine s a is isch bedeu samen Di e enzie ungslinien de E -
äge eine Meh achquali ika ion – was in einigen Fällen alle dings auch
eine Folge de ela i ge ingen Fallzahlen in diese G uppe sein könn e.
4.4.2 En wicklung de be u lichen Zu iedenhei bis
zehn Jah e nach Hochschulabschluss
Im wei e en E we bs e lau (bis zehn Jah e nach dem Examen) bleib die
be u liche Zu iedenhei on Hochschulabsol en *innen mi Mas e - ode
adi ionellem Abschluss im G uppendu chschni s abil ( gl. Abbil-
dung 14). Dabei scheinen Absol en *innen mi be u liche Vo quali ika ion
endenziell leich unzu iedene zu sein als G aduie e ohne Vo quali ika-
ion. Diese kleinen G uppenun e schiede e weisen sich jedoch als s a is-
isch nich bedeu sam.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 84
Abbildung 14: Zu iedenhei mi de be u lichen Si ua ion im
Ka ie e e lau on Hochschulabsol en *innen mi Mas e - ode
adi ionellem S udienabschluss, nach be u liche Vo quali ika ion
Anme kung: o he gesag e We e bei Adjus ie ung ü Kon oll a iablen
( gl. Kapi el 2.2); n = 956 (Be ag e, die an allen d ei Wellen eilgenom-
men haben); Signi ikanzen au Basis obus e S anda d ehle : + p ≤ 0,1;
* p ≤ 0,05; ** p ≤ 0,01; *** p ≤ 0,001; n.
s = nich signi ikan
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (2009), eigene Auswe ungen
Wie in den o angegangenen Abschni en sind ü die G uppe de Ba-
chelo absol en *innen (ohne wei e es S udium) au g und zu ge inge Fall-
zahlen keine belas ba en Aussagen möglich, wie sich de G uppenun e -
schied zwischen Bachelo s mi und ohne be u liche Vo quali ika ion im
wei e en E we b e lau bis zehn Jah e nach dem Examen en wickel .
E ek un e schiede nach Geschlech , He kun , Hochschul yp und
be u lichem Quali ika ionsp o il
Beim Be u seins ieg ha e sich in de G uppe de Hochschabsol en *in-
nen mi Mas e - ode adi ionellem Abschluss e geben, dass de E ek
de be u lichen Vo quali ika ion au die Zu iedenhei lediglich om Me k-
mal Geschlech mode ie wi d.
Mi Blick au die wei e e En wicklung de be u lichen Zu iedenhei bis
zehn Jah e nach dem Examen e weis sich nich meh das Geschlech ,
sonde n die Hochschula als einzige s a is isch bedeu same Mode a o
des E ek s eine be u lichen Vo quali ika ion. So sind be u lich o quali i-
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 85
zie e Absol en *innen on Fachhochschulen deu lich unzu iedene als
Fachhochschulabsol en *innen ohne Vo quali ika ion, wäh end in de
G uppe de Uni e si ä sabsol en *innen be u lich Vo quali izie e ge-
nauso zu ieden (ode unzu ieden) sind wie Uni e si ä sabsol en *innen
ohne Vo quali ika ion ( gl. Tabelle 9).
Tabelle 9: Zu iedenhei mi de be u lichen Si ua ion zehn Jah e nach
S udienabschluss: Un e schiede im E ek eine be u lichen
Vo quali ika ion und E ek e un e schiedliche Quali ika ionsp o ile
Mas e und
adi ionelle
Abschlüsse
Un e schiede im E ek eine be u lichen Vo quali ika ion
nach Geschlech
N = 1.478
Männe
–0,177
+
F auen
–0,192
+
E ek un e schied (F au*BQ)
–0,015 n.
s
nach He kun
N = 1.478
Nich -Akademike
–0,119 n.
s
Akademike
–0,255*
E ek un e schied (Akademike *BQ)
–0,136 n.
s
nach Hochschul yp
N = 1.478
Fachhochschule
–0,370***
Uni e si ä
–0,027 n.
s
E ek un e schied (Uni e si ä *BQ)
0,343*
E ek e un e schiedliche Quali ika ionsp o ile be u lich Quali izie e
A ini ä
N = 1.473
nich a in s. nich BQ
–0,271**
a in s. nich BQ
–0,158
+
a in s. nich a in
0,113 n.
s
Reihen olge Quali i-
zie ungssch i e
N = 1.478
Ausb. o /mi Hochschul . s. nich BQ
–0,200*
Ausb. nach Hochschul . s. nich BQ
–0,169
+
Ausb. nach Hochschul . s. Ausb.
o /mi Hochschul .
0,031 n.
s
o akademische E -
we bs ä igkei
N = 1.477
nich e we bs ä ig s. nich BQ
–0,108 n.
s
e we bs ä ig s. nich BQ
–0,214*
e we bs ä ig s. nich e we bs ä ig
–0,106 n.
s
Anme kung: G uppenun e schiede bei Adjus ie ung ü Kon oll a iablen
( gl. Kapi el 2.2); Signi ikanzen au Basis obus e S anda d ehle : + p ≤
0,1; * p ≤ 0,05; ** p ≤ 0,01; *** p ≤ 0,001; n.
s. = nich signi ikan . Signi i-
kan e E ek un e schiede sind e ma kie . Abk.: „BQ“ = be u lich quali i-
zie
Quelle: DZHW-Absol en *innen-Panel (2009), eigene Auswe ungen
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 86
4.4.3 Zusammen assung
Eine be u liche Vo quali ika ion ha ü die Zu iedenhei on Hochschul-
absol en *innen mi ih e be u lichen Si ua ion kaum eine Bedeu ung. So
sind be u lich o quali izie e Absol en *innen mi Mas e - ode adi ionel-
lem Abschluss zu allen d ei Beobach ungszei punk en genauso zu ieden
wie G aduie e ohne o akademische Ausbildung.
Lediglich Absol en *innen mi einem Bachelo abschluss bewe en ih e
be u liche Si ua ion beim Ka ie eeins ieg – ü spä e e Zei punk e sind
keine belas ba en Aussagen möglich – e was schlech e , wenn sie übe
eine be u liche Vo quali ika ion e ügen. De Un e schied in de Zu ie-
denhei gegenübe Bachelo absol en *innen ohne Vo quali ika ion is je-
doch ge ing.
Eine Be ach ung de E ek e eine be u lichen Vo quali ika ion in e -
schiedenen Teilg uppen on Hochschulabsol en *innen schein ühe e
Be unde on Hammen (2011, S. 150
.) zu bes ä igen, wonach sich eine
be u liche Vo quali ika ion in e s e Linie bei Männe n ungüns ig au die
be u liche Zu iedenhei auswi k .
Die in de o liegenden S udie e mi el en Geschlech e un e schiede
im E ek eine be u lichen Vo quali ika ion (bei Absol en *innen mi Mas-
e - ode adi ionellem Abschluss) haben alle dings nu ein ge inges Aus-
maß und sind au den Be u seins ieg besch änk . Da übe hinaus sind sie
nich s abil gegenübe eine al e na i en s a is ischen Modellie ung und
soll en dahe nich übe bewe e we den.
G öße allen dagegen die Un e schiede im E ek eine be u lichen
Vo quali ika ion zwischen Fachhochschul- und Uni e si ä sabsol en *in-
nen aus: So sind Fachhochschulabsol en *innen zehn Jah e nach dem
Examen me klich unzu iedene , wenn sie eine ollquali izie ende o aka-
demische Ausbildung absol ie haben, wäh end es ü die Zu iedenhei
on Uni e si ä sabsol en *innen keine Rolle spiel , ob sie eine be u liche
Vo quali ika ion haben.
Wei e e Di e enzie ungslinien e wiesen sich als nich ele an ü die
lang is igen E äge eine Meh achquali ika ion. So zeig en sich keine
Un e schiede im E ek eine be u lichen Vo quali ika ion nach de sozia-
len He kun , und auch un e schiedliche Face en des Quali ika ionsp o ils
on be u lich Quali izie en haben keine Bedeu ung ü die Höhe ih e Zu-
iedenhei .
Eine Un e suchung e waige Zei ends wa ü den Indika o be u liche
Zu iedenhei nich möglich.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 87
5. Zusammen assung und Fazi
Inwie e n „zahl “ sich eine Be u sausbildung o S udienbeginn ü Hoch-
schulabsol en innen und -absol en en aus? Diese F age s and im Mi el-
punk de o liegenden S udie, die die A bei sma k e äge on Hoch-
schulabsol en *innen mi und ohne be u liche Vo quali ika ion einande
gegenübe ges ell ha .
Um die F age möglichs um assend und di e enzie bean wo en zu
können, wu de eine Analyses a egie e olg , die 1.) die gesam e G uppe
de be u lich quali izie en Hochschulabsol en *innen (s a nu Teilpopu-
la ionen) in die Un e suchung einbezieh .
Diese ganzhei liche Pe spek i e wu de 2.) kombinie mi eine s ä ke
di e enzie enden eilg uppenspezi ischen Be ach ung, um die Viel al
un e schiedliche Quali ika ionsp o ile on Hochschulabsol en *innen ab-
zubilden. Des Wei e en wu den die A bei sma k e äge 3.) meh dimensi-
onal, d.
h. anhand un e schiedliche Face en und 4.) zu e schiedenen
Zei punk en im E we bs e lau un e such . Schließlich wu de 5.) anhand
e schiedene Jah gänge übe p ü , ob sich das E agspo enzial hyb ide
Quali ika ionsp o ile im Zei e lau e ände ha .
Ziel diese Analyses a egie wa es, ein möglichs um assendes, iel-
sei iges und di e enzie es Bild on den E ägen be u lich Quali izie e
zu zeichnen. Die wich igs en E gebnisse de S udie we den im Folgenden
noch einmal zusammenge ass und abschließend bewe e .
E äge on Absol en *innen mi Mas e - ode adi ionellem
Abschluss
Fü die G uppe de Hochschulabsol en *innen mi adi ionellem Ab-
schluss (Diplom, Magis e , S aa sexamen) ode mi Mas e abschluss ha-
ben die Auswe ungen übe alle ie Indika o en des Be u se olgs hinweg
nu ge inge E agsun e schiede zwischen Meh achquali izie en und
ausschließlich akademisch Quali izie en e geben.
Bei zwei de un e such en Face en des Be u se olgs, nämlich dem
Einkommen und de unbe is e en Beschä igung, zeigen sich leich e E -
ags o eile zuguns en de be u lich Quali izie en. Hinsich lich de e i-
kal adäqua en Beschä igung e geben sich dagegen e was ge inge e E -
äge. Bei de be u lichen Zu iedenhei sind keine s a is isch bedeu sa-
men E agsun e schiede zwischen Hochschulabsol en *innen mi und
ohne be u liche Vo quali ika ion es zus ellen.
Die Vo eile be u liche Quali izie e bei Löhnen und unbe is e e Be-
schä igung sind au eine ühe Phase nach dem Examen beg enz . Fün
und zehn Jah e nach dem Examen haben Absol en *innen ohne be u li-
che Vo bildung zu be u lich Vo quali izie en au geschlossen. Die Nach-
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 88
eile be u lich Quali izie e bei de e ikal adäqua en Beschä igung las-
sen sich dagegen auch zu den spä e en Beobach ungszei punk en noch
s a is isch siche nachweisen, wenngleich ih Ausmaß ge ing bleib .
De bishe ige Fo schungss and zu den E ägen on be u lich Quali i-
zie en wi d mi diesen E gebnissen eilweise bes ä ig , eils abe auch
e gänz und modi izie . Nach eile im Be eich de e ikalen Adäquanz
ha en be ei s Büchel und Helbe ge (Büchel 1997; Büchel/Helbe ge
1995) iden i izie . Sie wu den du ch die o liegende S udie bes ä ig .
Die Kombina ion aus eine meh dimensionalen E agsanalyse und ei-
ne lebens e lau sdynamischen Be ach ung dokumen ie jedoch zu-
gleich, dass es du chaus E agsdimensionen gib , in denen be u lich Vo -
quali izie e zumindes zei weise E ags o eile genießen, namen lich bei
Löhnen und de A bei spla zsiche hei . E ags o eile wie auch die Nach-
eile be u lich Quali izie e bewegen sich dabei du chweg au einem nied-
igen Ni eau.
Insgesam und in mi el- wie lang is ige Pe spek i e übe wieg somi
de Eind uck on zwischen den beiden Ve gleichsg uppen ausgegliche-
nen be u lichen E ägen. Auch die ähnliche Einschä zung de be u lichen
Zu iedenhei de Hochschulabsol en *innen mi und ohne be u liche Vo -
quali ika ion pass zu diesem Gesam bild. So bewe en be u lich Quali i-
zie e ih e be u liche Si ua ion nich schlech e als Hochschulabsol en *in-
nen ohne Vo quali ika ion, sie scheinen mi ih e be u lichen Lage nich zu
hade n.
Auch wenn die G uppe de Hochschulabsol en *innen s ä ke ausdi -
e enzie wi d, ände sich an diesem Gesam bild allen alls ge inge und
in de Regel nu ku z is ig o handene Meh - ode Minde e äge de
Absol en *innen mi eine be u lich-akademischen Meh achquali ika ion
nu wenig. So gib es beispielsweise keine s a is isch belas ba en Belege
da ü , dass be u lich Quali izie e, wenn sie – was häu ig de Fall is – aus
sozial wenige p i ilegie en Ve häl nissen s ammen, mi ge inge en E -
ägen ih e Meh achquali ika ion echnen müssen als be u lich Quali i-
zie e aus Akademike amilien.
Mi Blick au Geschlech e un e schiede deu e e sich zwa an, dass
eine be u liche Vo quali ika ion die be u liche Zu iedenhei on Männe n
ehe als die on F auen beein äch igen könn e, wäh end Männe ehe
on einem Lohnplus in olge ih e Vo quali ika ion p o i ie en könn en.
Alle dings sind die Geschlech e un e schiede in den E ägen eine be-
u lichen Vo quali ika ion e gleichsweise ge ing und wenig obus gegen-
übe leich en Ände ungen in de s a is ischen Modellie ung. Fü die Fes -
s ellung, dass männliche und weibliche Hochschulabsol en *innen in un-
e schiedliche Weise on eine be u lichen Vo quali ika ion p o i ie en
(bzw. benach eilig ) wü den, sind diese Be unde jeden alls zu ins abil.
ARBEITSMARKTERTRÄGE EINES STUDIUMS FÜR BERUFLICH QUALIFIZIERTE | 95
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