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Moral und Wirtschaftstheorie

Tietzel, Manfred

Abstract

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Full text

Tie zel, Man ed A icle Mo al und Wi scha s heo ie Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Tie zel, Man ed (1986) : Mo al und Wi scha s heo ie, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 106, Iss. 2, pp. 113-138, h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291634 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en (ZWS) 106 (1986), S. 113 - 137 Duncke & Humblo , Be lin 41 Mo al und Wi scha s heo ie Von Man ed Tie zel . . hough we all epea 'de gus ibus non es dispu andum' in p ac ice we spend ou ime a guing abou li le else." Mil on F iedman „Es gil , das ungeheu e, e ne und so e - s eck e Land de Mo al ... mi lau e neuen F agen und gleichsam mi neuen Augen zu be eisen: und heiß dies nich beinah so iel als dieses Land e s en - decken?" F ied ich Nie zsche Im o liegenden Au sa z wi d e such , das „mo alische Vakuum" zu üllen, das in de neoklassischen Wi scha s heo ie bes eh . Im einzelnen we den heo e ische Ansä ze k i isch da ges ell , die das En s ehen on P ä e enzen, den sachlichen Gehal en de A gumen e de Ziel unk ionen on Wi scha ssubjek en, e klä en sol- len, und es wi d e such zu beg ünden, wa um neben knapphei sbeding en (Ressou - cen-)Res ik ionen auch nich -knapphei sbeding e, mo alische Ve hal ens es ik io- nen exis ie en. 1. De gus ibus non es dispu andum Im Ti el dieses Essays we den Gebie e - Mo al und Wi scha s heo ie - zusammen genann , die im heu igen ökonomischen Denken so wei wie nu möglich oneinande en e n und geschieden sind. Ve s eh man un e de Mo al eine Gesellscha die Menge de gel enden (und dami auch e hal- enswi ksamen) indi iduellen und sozialen We o S ellungen, so is es gewiß keine Übe eibung, die Wi scha s heo ie als eine zu ie s a-mo a- lische Wissenscha zu bezeichnen. Un e den klassischen Annahmen übe das Ve hal en de Wi scha ssubjek e, inka nie in de Fik ion des homo oeconomicus, be inden sich nu zwei, welche die no ma i e Basis des Wi - scha ens, die Handlungsziele de Wi scha ssubjek e, besch eiben: danach e s eb de homo oeconomicus in seine Rolle als Un e nehme Meh ung seines Geldgewinns, in seine Rolle als Ve b auche Ve g öße ung seines Konsumnu zens. Diese beiden äuße s spa samen Axiome, in Ve bindung mi de zusä zlichen Annahme, daß Wi scha ssubjek e die Maximie ung ih e Ziel unk ion e s eben und de Besch eibung de jeweiligen Hand- lungssi ua ion - Ressou cenauss a ung, Technologie und Handlungsal e - na i en -, genügen de Wi scha s heo ie ü den Ve such, beliebige menschliche Handlungen zu e klä en ode o he zusagen. 8 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1986/2 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 114 Man ed Tie zel Du ch einige Kuns g i e e spa en es sich meis die Ökonomen, übe die Handlungsmo i a ionen de Wi scha ssubjek e zu heo e isie en, und sie e meiden es so au geschick e Weise, den es en Boden deduk i e A gu- men a ion mi beobach ba en und quan i izie ba en G ößen zu e lassen und sich in den sump igen Geländen on Psychologie und Soziologie zu e - lie en. Man besi ze „zugegebene maßen keine b auchba e Theo ie de Bildung on P ä e enzen" und könne sich „auch nich au eine en sp echend ausge- ei e Theo ie in den ande en Sozialwissenscha en e lassen"1; dahe sei es nu ge ech e ig anzunehmen, „daß in de Ta alle Haushal e genau die gleiche (und un e ände liche, M.T.) Nu zen unk ion besi zen."2 „Nach diese In e p e a ion a gumen ie man nich übe P ä e enzen aus demsel- ben G und, aus dem man auch nich übe die Rocky Moun ains a gumen- ie - beide sind da, we den auch nächs es Jah da sein und sind ü alle Menschen gleich."3 Konsequen e weise übe läß man leich en He zens dieses P oblem „denjenigen, die auch imme P ä e enzen s udie en und e klä en (Psychologen? An h opologen? Ph enologen? Soziobiologen?)."4 Die Be olgung des P inzips „de gus ibus non es dispu andum"5 e mög- lich die gewünsch e s ik e T ennung de endogenen „ökonomischen" on den exogenen „auße ökonomischen" Fak o en, ohne, wenigs ens dem e s en Anschein nach, an heo e ische E klä ungsleis ung einzubüßen. Die E klä- ung e wa de Ta sache, daß eine Pe son eine S a a begeh , kann „au besonde e Theo ien de Anomie, psychologischen Unangepaß hei ode de Ve e bung bes imm e Cha ak e züge e zich en und ... es eich , die üb- liche ökonomische Analyse on Wahlhandlungen au diesen Be eich anzu- wenden."6 Eine Pe son wi d danach dann eine S a a begehen, „wenn de ü sie e wa e e Nu zen g öße is als de Nu zen, den sie ealisie en könn e, wenn sie ih e Zei und sons igen Ressou cen ü ande e Ak i i ä en einse zen wü de."7 1 Becke (1982), 147. 2 Becke (1982), 162. 3 S igle / Becke (1977), 76. 4 S igle / Becke (1977), 76. Volls ändig leich en He zens und ganz so ohne heo e- ische Gewissensbisse, wie die schwung olle Rhe o ik glauben mach , geh es dann doch nich ab. S igle und Becke konzedie en an eine (sowei mi bekann is auch einzigen) S elle, daß diese ih e „eine These is , die keinen di ek en Beweis e laub , weil sie eine (empi ische, M.T.) Behaup ung übe die Wel is und kein Sa z de Logik." Und sie üh en eine Reihe on A gumen en an, welche die Wah hei diese empi ischen These un e maue n sollen. Keines diese A gumen e is jedoch hin ei- chend dazu. Vgl. dazu Tie zel (1983), 233 . In eine be ühm gewo denen A bei ha Alchian (1950), 211 - 221, mi selek ions- heo e ischen Übe legungen zwingend zu zeigen e such , daß Un e nehmen übe - haup nu Gewinn als Ziel e olgen könn en, da sie sons nich übe leben wü den. Seine neue en A bei en lassen abe seh e ns e Zwei el da an au kommen, daß e diese These auch heu e noch au ech e hal en wü de. 5 Becke (1982), 162. 6 Becke (1982), 40. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 Mo al und Wi scha s heo ie 115 Die kons an e P ä e enz iele Ökonomen ü die Annahme kons an e , inhal lich es geleg e und in a ian e P ä e enzen de Wi scha ssubjek e ha meines E ach ens einige gu e und nu zu plausible - wenn auch „auße - ökonomische" - G ünde. Da is zunächs einmal die e s ändliche Abneigung de Ökonomen gegen die Beschä igung mi nich unmi elba beobach ba en, nich meßba en und auch nich quan i izie ba en Sach e hal en zu nennen8, wie sie menschliche We o s ellungen nun einmal da s ellen. Die Fehlin e p e a ion des Pos ula s de We w ezZs eihei on M. Webe als Gebo de We eihei , als ein Ve bo , sich mi We en schlech hin zu be assen, ha diese Hal ung iele Ökonomen ielleich noch e s ä k . Dabei is ein We u eil, das Bekenn nis zu bes imm en We en, e was in jede Hinsich ande es als dak Au s ellen on Aussagen übe We ungen. Und schließlich mag de me hodologische F eib ie , den die Chicagoe Schule den Ökonomen ü die Wahl de P ämissen ih e Modelle auss ell , U sache eine gewissen Bedenkenlosigkei gewesen sein und einen ausge- p äg en P agma ismus bei de Fo mulie ung on. Modellen ge ö de haben. M. F iedman mein nämlich: „De Ökonom ha wenig übe die Bildung on Bedü nissen zu sagen; das is das Gebie des Psychologen. Die Legi ima ion und Rech e igung ü diese Abs ak ion muß le z lich, in diesem Falle wie bei jede ande en Abs ak ion, au de E hellung be uhen, die diese Abs ak ion leis e und au de Fähigkei zu p ognos izie en, die sie e laub ."9 In seh ielen Fällen alle dings bleib diesen Ve hal ensp ämissen die (im üb igen aus wissenscha s heo e ische Sich seh agwü dige) „Legi ima- ion und Rech e igung" du ch P ognosee olg e sag : die beobach ba en Ta sachen en sp echen nich den Modell o he sagen. Becke s Modell des ökonomisch a ionalen Ve b eche s e wa sag ein supe -macchia ellis i- sches Ve hal en o aus. Ein Handelnde e wi klich demzu olge in eine pa ame isch o gegebenen Umwel alle jene Handlungsal e na i en, de en Nu zen ih e Oppo uni ä skos en übe s eigen. Die Wel gleich dem Hob- besschen Dschungel, in dem jede gegen jeden und mi allen Mi eln um sein indi iduelles Nu zenmaximum kämp ; man üh , nach den Wo en on Hobbes, in diese Wel „ein einsames, kümme liches, ohes und ku z daue ndes Leben."10 Besch iebe das Bild on de Wel des a ionalen Ve - 7 Becke (1982), 47 . 8 Die bewunde nswe en Bemühungen on Ökonomen, du ch die „Theo ie de o enba en P ä e enzen" selbs diese schlüp igen G ößen indi ek beobach ba und quan i izie ba zu machen, haben leide nu seh bescheidene E olge gezei ig . Vgl. Wong (1978). 9 F iedman (1962), 13. An ande e S elle, Tie zel (1981), 237 - 265, habe ich e - such , diese ins umen alis ische These F iedmans eine K i ik zu un e ziehen. 10 Hobbes (1974), 116. 8* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 116 Man ed Tie zel b eche s auch die wi kliche Wel , so be ände sich s e s die eine Häl e de Menschhei zum Zwecke de E p essung im Gewah sam de ande en; „de indi idualis ische Kalkül on Kos en und Nu zen wü de nahelegen, daß Be ug, D ückebe ge ei, Diebs ahl, Übe all und Mo d allgegenwä ig sind."11 Zwa is die wi kliche Wel nich ei on de a une eulichen Zügen, doch is sie auch, und ielleich wei s ä ke , gep äg on Ve auen, Al u- ismus, Ve läßlichkei , Ve an wo lichkei und Eh lichkei . Ganz o enba is das Ne z de neoklassischen Ve hal ens annahmen nich eng genug geknüp , um eine b ei e Pale e menschliche Ve hal ensweisen zu e as- sen. Ich sch eibe diesen Mangel auch den unzulänglichen Annahmen übe die mo alische Basis menschlichen Handelns zu. Die Exis enz eines de a igen „mo alischen Vakuums" in de Wi scha s- heo ie is eigen lich e wunde lich, denn es is nich in ih e T adi ion angeleg : Adam Smi h, im wah en Sinne ein „Adam" de Wi scha s heo- ie, wa nach seine Be u ung o allem P o esso ü Mo alphilosophie; e ha diesem Gebie eines seine Haup we ke, die „Theo y o Mo al Sen i- men s", gewidme und diesen Hin e g und auch ni gends im „Weal h o Na ions" e leugne . Und noch in unse em Jah hunde wa de Na ionalö- konomie de Gedanke nich emd, daß „noch nich mal ein Nagel ohne We e in die Wand geschlagen wi d" (wie on Schmolle gesag haben soll). Ohne We ungen ode Handlungsziele, will diese Meinung sagen, komm übe haup keine Handlung zus ande, und wechselnde We ungen bedingen wechselnde Handlungsweisen und ande e Handlungse gebnisse. Ich möch e im olgenden e suchen zu zeigen, daß die Wi scha s heo ie sich im In e esse ih e eigenen Leis ungs ähigkei bis zu einem gewissen G ade auch als „Mo alwissenscha "12 e s ehen soll e. Mo alische G und- sä ze haben in zweie lei Hinsich ü das Ve hal en de Wi scha ssubjek e eine Bedeu ung: als De e minan en ih e Handlungsziele und als Res ik io- nen ih e Handlungsmöglichkei en. Beide sollen nähe un e such we den nach dem P inzip: „de gus ibus dispu andum es ." 2. P ä e enzen und Me ap ä e enzen K. Boulding sch ieb einmal, eine de absonde lichs en Annahmen in de Ökonomie sei die „wie man sie nennen könn e - Dok in on de ,unbe leck- en Emp ängnis4 de Indi e enzku e. Diese Dok in besag , daß Geschmack ein ach o gegeben is und daß man den P ozeß de 11 No h (1981), 11. 12 Von Boulding (1976), 123 - 143, s amm eine in e essan e Un e suchung mi dem Ti el „Ökonomie als Mo al Wissenscha ." OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 Mo al und Wi scha s heo ie 117 Geschmacksbildung nich du chleuch en kann."13 In all ih e Absonde lich- kei is diese Dok in, wie gesag , keineswegs un e s ändlich, denn sie schü z o de Ge ah , „zwei klassige Psychologie zu benu zen, um d i - klassige Ökonomie zu p oduzie en"14; sie beschwö abe zugleich die neue und ielleich g öße e Ge ah he au , wegen empi isch alsche Ve hal ens- annahmen zu nich adäqua en E klä ungen und P ognosen zu gelangen.15 Nich e wa die Ta sache is zu k i isie en, daß Ökonomen in e klä enden A gumen en die Wah hei bes imm e P ämissen - hie : empi ische Behaup ungen übe die Inhal e und In a ianz de P ä e enzen on Wi - scha ssubjek en - „annehmen", also ohne wei e e Beg ündung o ausse - zen. Denn jede wissenscha liche E klä ung muß bei i gendwelchen Annah- men hal machen. Das is ganz un e meidlich de Fall, weil man zwa imme e suchen kann, Aussagen, die in bes imm en Zusammenhängen e klä ende Funk ionen übe nehmen, ih e sei s zu e klä en, „E klä ungen on E klä- ungen" zu lie e n. Dami wi d die e s e eine möglichen S u en olge on E klä ungen „ ie e " beg ünde . Will man zum Beispiel e klä en, wa um ein Monopolis den P eis eines Gu es e höh , dann gehö zu den e klä enden P ämissen eine Annahme übe das Ziel, also e wa Gewinne zielung, welches e e olg . In eine E klä ung „zwei e S u e" könn e man e suchen zu zeigen, wa um e dieses Ziel e olg . Abe imme muß au i gendeine S u e n diese unendliche E klä ungs eg eß willkü lich abgeb ochen we den; die P ämissen de E klä ung n- e S u e sind dann ih e sei s unbeg ünde , haben also den Cha ak e on Annahmen. Ve schiedene wissenscha liche Disziplinen sind meines E ach ens in ganz p agma ische Weise eben auch dadu ch gekennzeichne , was zu einem Zei punk ü sie po en ielle Explananda und was ü sie Annahmen sind. Zu adeln is abe die Tendenz, Annahmen, kos e es was es wolle, beizube- hal en, obwohl man ih e empi ische Falschhei kenn . Dies geschieh mi den P ämissen übe die P ä e enzen16 de Wi scha ssubjek e o , um die 13 Boulding (1976), 124 . 14 Yaa i (1977), 158. 15 Die empi ische Wah hei eines e klä enden A gumen es muß (als eine de soge- nann en „Adäqua hei sbedingungen") ge o de we den, weil nu bei wah en P ämis- sen auch die Konklusionen eines A gumen es imme wah sind; nu bei E üllung diese Bedingung zeig dahe ein e klä endes A gumen , wa um a sächlich ein bes imm e zu e klä ende Sach e hal o lieg . Jede wah e Aussage übe einen zu e klä enden Sach e hal läß sich - auße aus den adäqua en - aus unendlich ielen ande en Mengen on P ämissen (eben auch empi isch alschen) ablei en; abe solche A gumen e zeigen bes en alls, wa um mögliche weise de zu e klä ende Sach e hal o liegen könn e. Ein solches A gumen be iedig abe unse Ve langen nach eine E klä ung in keine Weise. Vgl. dazu: Tie zel (1981), 237 - 265. iß Ma ch (1978), 595 ., disku ie in Einzelhei en die wei e en üblichen Annahmen übe die Eigenscha en on P ä e enzen, die absolu , ele an , s abil, konsis en , p ä- zise und exogen sein sollen, und e komm zu de Schluß olge ung: „Jede einzelne diese Eigenscha en on P ä e enzen schein mi Beobach ungen des Wahl Ve hal ens ... un e einba zu sein." OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 118 Man ed Tie zel Eindeu igkei de Modelle gebnisse ode die ma hema ische Handhabba - kei des Modelles zu e hal en; doch muß man da ü den P eis des Ve lus es de Adäqua hei de E klä ung en ich en. Die P ä e enzen de Menschen bes ehen auch nich annähe nd nu aus Gewinn und Gü e nu zen, und sie sind zei lich, zwischen Pe sonen und Kul u en, nach Inhal und Gewich ung a iabel. „Die unglaubliche Komplexi ä de menschlichen Na u ", sch ieb A. Hi schman11, „wu de mi seh gu en G ünden in de adi ionellen Theo- ie e nachlässig , abe sie muß zu Guns en g öße e Reali ä snähe in den adi ionellen E kenn nissen Be ücksich igung inden." Die Wege, welche zu E eichung dieses Zweckes bishe besch i en wu - den, bes anden (2.1.) in eine „Ö nung" de he kömmlichen Nu zen unk- ion und (2.2.) in e schiedena igen Ve suchen, die En s ehung on P ä e- enzen zu e klä en. 2.1. O ene Nu zen unk ionen Die Ö nung de Nu zen unk ion ü ande e A gumen e als nu Konsum- nu zen und Gewinn, die „Ve schiebung zu ,Nu zen' als Maximand",18 is de sei ela i ku ze Zei un e nommene Ve such, diese seh es ik i en und wohl in ielen Fällen ak isch alschen Annahmen übe die Handlungsziele de Wi scha ssubjek e du ch allgemeine e und nach Möglichkei zu e - ende zu e se zen. In eine o enen Nu zen unk ion können, je nachdem es de zu e klä ende Fall e lang , als A gumen e nich - adi ionelle Gü e wie „P es ige, Mach , Wohle gehen ande e , Liebe, Respek , Selbs e wi k- lichung, Talen , F eihei , Wissen, Schönhei , Muße"19 ebenso eingehen wie Konsumnu zen und Gewinn im klassischen Fall. Man ha diese allgemeinen Nu zena en A. A. Alchian zu Eh en als „alchianeske"20 bezeichne , obwohl diese Idee, sowei ich sehe, eigen lich in eine A bei on Becke 21 aus dem Jah e 1957 ih en U sp ung ha . Die Annahme, wi scha ende Menschen e olg en - in welche Funk ion auch imme - Nu zen in einem seh wei en Sinne, wi d dami beg ünde , „daß nu das Indi iduum weiß, was es maximie en will."22 Die p ak ische Anwendung de Idee eine o enen Nu zen unk ion ha zu eine explosionsa igen Auswei ung des Anwendungsbe eichs ökonomi- sche Modelle ge üh : Au so d ängende und wich ige P obleme wie K imi- nali ä und Rauschgi konsum ebenso wie au e was absei ige e wie die „Ökonomik des Zähnepu zens" ode die „Theo ie de Sei ensp ünge"23. 17 Hi schman (1984), 95. 18 Fu ubo n / Pejo ich (1974), 3. 19 Alchian (1965), 31. 20 Moo e (1974), 335. 21 Becke (1957). 22 McKenzie (1978), 630. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 Mo al und Wi scha s heo ie 119 Eine „alchianeske" Nu zen unk ion e laub na ü lich die Annahme eine wei g öße en Pale e on Handlungszielen als de „klassische Fall"; in diese Ve allgemeine ung lieg ih Vo zug, in de dami e bundenen abnehmenden Ope a ionali ä des Nu zenbeg i es abe gleichzei ig auch eine Ge ah . Denn ü bes imm e Handlungszwecke muß diese allgemeine Nu zen unk ion du ch Angabe konk e e Nu zena en ope a ionalisie we den. Geschieh dies ad hoc, also nich unabhängig on de jeweils zu e klä enden Handlung, so wi d die Handlungse klä ung au ologisch. Dann nämlich kann jede beliebige Handlung, sagen wi : zöliba ä es Ve hal en ebenso wie ak oba isches Sei ensp ingen, s e s au „Besonde hei en" de Nu zen unk ion des Handelnden zu ückge üh we den. Genau dies is auch de Haup ang i spunk Becke s gegen die he kömmliche Theo ie: „Viele Ökonomen können de Ve suchung nich wide s ehen, ih mangelndes Ve - s ändnis du ch Hinweise au ... ad-hoc-Ände ungen de P ä e enzen, ode ähnliche Ta bes ände zu e decken."24 Dami die Handlungse klä ung empi isch gehal oll bleib , is es e o de lich - und es soll en möglichs auch Anhal spunk e o liegen, die diese Annahme s ü zen -, daß ü den Handelnden diese Funk ion nich nu im speziellen, im zu e klä enden Fall, sonde n in ela i e S abili ä auch (sachlich und zei lich) da übe hinaus dessen Handlungsziele zu e end besch eib . Die E ah ungsda en, welche die Behaup ung übe die Ziele eines Handelnden s ü zen, allen dann nich ( olls ändig) mi dem E klä ungsbe eich de Behaup ung zusammen. Die Ö nung de Nu zen unk ion ü inhal lich neue A gumen e bedeu e nu eine Auswei ung de Anwendungsb ei e, abe keine Ve ie ung des öko- nomischen E klä ungsansa zes, denn, ganz wie im klassischen Fall, s ellen die A gumen e de Nu zen unk ion Annahmen da , Behaup ungen da übe , daß ein Handelnde bes imm e Ziele e olg ; au die F age, wa um e abe diese Ziele ha , wi d keine An wo e such . 2.2. Die En s ehung on P ä e enzen Wenn es also ü ypisch wi scha s heo e ische P obleme zwa nich zwingend e o de lich is , zu wissen wie P ä e enzen en s ehen - denn es genüg ja, zu e ende Annahmen übe ih en Inhal und ih e ela i e Bedeu- ung zu machen -, so is doch aus p agma ischen, abe du chaus d ängenden G ünden die Bean wo ung de F age „ein lange beklag es Deside a ökono- mische Fo schung ..., wie indi iduelle P ä e enzen, die als gegebene G ö- ßen in wi scha s heo e ische Übe legungen und Modelle eingehen, Zus an- dekommen."25 23 Zu diese Theo ieen Wicklung: McKenzie / Tullock (1978); Becke (1982); Tie zel (1983 a), 225 - 242. 24 Becke (1982), 12. 25 Wiswede (1981), 83.- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 120 Man ed Tie zel Denn meis spekula i e Annahmen übe das Vo liegen nich unmi elba beobach ba e G ößen wie P ä e enzen sind nich nu seh leich alsch; sie sind auch ein „To so de A gumen a ion"26 im Ve gleich zu Ablei ung on Aussagen, die das Vo liegen bes imm e P ä e enzen behaup en, aus eine übe geo dne en, in o ma ionshal igen und bewäh en Theo ie de P ä e- enzbildung. Man kann, wie es on Hayeks bildha e Au sa z i el ausd ück , „d ei Quellen menschliche We e"27, d ei A en on Theo ien un e scheiden, die genau diese Au gabe e üllen sollen. Diese Theo ien üh en die En s ehung on P ä e enzen au die biologische E olu ion, au soziale E olu ion ode au indi iduelles Le nen und En scheiden zu ück; jede diese Theo ien ha man auch schon ü die Wi scha s heo ie nu zba zu machen e such , zum Teil sind soga Ökonomen an ih e En wicklung maßgeblich be eilig . Soziobiologen un e suchen, mi einigen höchs beme kenswe en E ol- gen in den le z en beiden Jah zehn en, die U sachen gleich ö mige Ve hal- ensweisen bei Lebewesen. Ih e G undannahme, das „Zen al heo em de Soziobiologie",28 is dabei, daß jede A im Ve lau de biologischen E olu- ion du ch einen seh lang is igen „Le np ozeß", du ch Mu a ion und Selek ion, Ve hal ensweisen en wickel ha , die alle dem Ziel dienen, die „inclusi e i ness", „Gesam eignung", eines Indi iduums beliebige A en zu maximie en. Dabei is un e „Gesam eignung" de An eil de Gene eines Indi iduums am gegenwä igen und zukün igen Genpool zu e s ehen.29 Die Annahme diese einzigen und imme gleichen „P ä e enz" ü Gesam - eignung, die na ü lich gene isch angeleg is und nich eine bewuß e Ziel- o s ellung da s ell , ges a e e es den Soziobiologen, nich nu eine Viel- zahl on ie ischen Ve hal ensweisen zu e klä en, sonde n soga bishe nich beobach e e zu e end o he zusagen. Auch Ökonomen haben schon e such , die Theo eme de Soziobiologie ü ih en Be eich nu zba zu machen; so behaup e e Becke , die ü seinen Ansa z so wich ige Annahme in a ian e P ä e enzen sei aus de soziobiolo- gischen Theo ie ablei ba : „Die P ä e enzen, die on Ökonomen als gegeben o ausgese z we den und die sie age ,de menschlichen Na u ' ode e was Ähnlichem zusch eiben, können wei gehend du ch die allmähliche Selek- ion on Me kmalen, die g öße e Übe lebenswe e besi zen, e klä we - den."30 Doch de Ansa z, de ü ein ache Lebewesen, om Schwamm bis zu Te mi e, zu e s aunlichen E klä ungse olgen üh , leis e in Anwendung 26 Wiswede (1981), 83. 27 Von Hayek (1979). 28 Ba ash (1977). 29 Zu Einzelhei en, au die hie nich eingegangen we den kann, siehe den „Klassi- ke " on Wilson (1975). Mögliche Anwendungen in den Wi scha swissenscha en we den disku ie in: Tie zel (1983b), 107 - 127. 30 Becke (1982), 162, Fn. 29 und 332. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 Mo al und Wi scha s heo ie 127 Mögliche weise is ü die Blindhei de neoklassischen Theo ie gegen- übe bes imm en Zügen de wi klichen Wel ih e as olls ändige Fixie ung au die "A ow-Deb eu-Wal as"-Wel 64 ausschlaggebend gewesen, au die Wel des o alen Gleichgewich s, in de ein pa ame isch o gegebene Vek- o on Gleichgewich sp eisen zu olls ändigen und wohl ah smaximie- enden Koo dinie ung des Ve hal ens ein egois ische und a ionale Ak o- en genüg . Doch is auch die Wel des homo sapiens - im Gegensa z ielleich zu de des homo oeconomicus - oll on mo alischen Ve hal ens es ik ionen, die den Be eich de übe haup möglichen in die beiden Teilklassen mo alisch zulässige und mo alisch unzulässige Ve hal ensweisen ze legen; die E langung des Wissens um diese No men gehö zu den Haup bes and eilen de Sozialisa ion eines jeden Menschen. Unzählige Ve suche gib es, die He kun diese A on Ve hal ens- es ik ionen, die „Genealogie de Mo al", zu e klä en: Be ich e übe die O enba ung on gö lichen Gebo en und Legenden übe my hische Gese z- gebe gehö en ebenso dazu wie die klassischen Ve assungs heo ien on Hobbes, Locke ode Rousseau. Diese le z e en sind die heo e ischen Vo - ah en neue A bei en on Philosophen65 und Ökonomen66, die, meis mi dem p äzisen Ins umen a ium de Spiel heo ie, zu zeigen bemüh sind, welche ökonomischen (Selek ions-)Vo eile in bes imm en Si ua ionen die Besch änkung de Ve hal ensmöglichkei en jedes einzelnen ü jeden ein- zelnen - die Be olgung eine Mo al - haben kann. Ganz unabhängig da on, ob die Ve hal ensbesch änkungen du ch bewuß e Übe einkun („delibe a ely") ode du ch soziale E olu ion („o ga- nically")67 en s anden sind, e klä en diese Ansä ze No men so, als ob sie in jedem Fall explizi e Übe einkün e a ionale , eigenin e essie e und wohl- in o mie e Handelnde wä en68. Solche „in isible-hand-explana ions"69, wie sie mi einem Ausd uck on R. Nozick heißen, sind „ ik i ", inso e n sie nich zu zeigen beabsich igen, wie im konk e en Fall a sächlich eine No m zus ande kam. Sie sind abe alles ande e als we los, denn sie zeigen, wa um jede einzelne, o die Wahl ges ell , in bes imm en Si ua ionen einen Zus and mi allgemeine Gel ung on Ve hal ens es ik ionen einem Zus and ohne diese o ziehen wü de; die Fik ion des Ve ages s ell also No men beinhal en, die dem Eigenin e esse jedes einzelnen Mi glieds eine (mensch- lichen ode ie ischen) Gesellscha dienen. 64 Siehe dazu aus üh lich Tie zel (1985). 65 Lewis (1975); Ullmann-Ma gali (1977). 66 Buchanan (1975); Scho e (1981). 67 So die Te minologie on Scho e (1981), 28 . 68 Eine Ausnahme bilden die Beispiele bei Scho e (1981), 30 . 69 Siehe Ullmann-Ma gali (1978), 263 - 291 und Vanbe g (1984), 115 - 144. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 128 Man ed Tie zel eine Me aphe ü die nich meh spezi izie e a sächliche A und Weise des Zus andekommens de No m da . Fü den einsamen Robinson C usoe au seinem Eiland gib es nu physisch beding e Res ik ionen seine Handlungsmöglichkei en: e kann jeden Tag nu eine bes imm e Zei lang a bei en, und die Menge on Nah ungsmi eln und Rohs o en, au die e zu ückg ei en kann, is ielleich seh g oß, abe doch imme endlich. Da keine „Gesellscha " - in Ges al ande e Pe sonen - au diese Insel bes eh , is die Fes legung i gendwelche Ve hal ens e- s ik ionen nich e o de lich; Robinson is , im olls en Sinne dieses Wo es, sein eigene He . Lande nun ein F ei ag, ielleich soga beglei e on seinem ganzen S amm, au diese Insel, so en s ehen so o soziale Bezie- hungen und soziale Si ua ionen - es bilde sich eine „Gesellscha " -, inso- e n nämlich jede Pe son ein e hal enswich ige Bes and eil de Umwel jede ande en Pe son wi d. In einem de a igen ik i en Zus and o ginä e Hobbessche Ana chie gäbe es zunächs keine lei Regeln, Gese ze, Rech e, No men und T adi io- nen, die das Ve hal en de Inselbewohne es ingie en. Es sind e schiedene soziale Si ua ionen denkmöglich, in denen sich die in e dependen en Inselbewohne be inden; sie eichen - in de nü zlichen Sp ache de Spiel heo ie - on de einen Koo dina ion übe eine Skala on Zwischen o men bis hin zum einen Kon lik . Die Si ua ion eine Koo di- na ion in eine e ein ach en Zwei-Pe sonen-Gesellscha , bes ehend aus Robinson (R) und F ei ag (F), is gekennzeichne du ch olls ändige Pa alle- li ä de In e essen beide , die zum Ausd uck komm in gleichen Auszahlun- gen ü beide au gleichen Felde n de Spielma ix. Fü beide is es, bei gegebenen un e schiedlichen Fähigkei en zu den Be u en des Imke s und des Obs baue n, am bes en, wenn sich Robinson als Obs baue (S a egie O), F ei ag abe als Imke (S a egie I) be ä ig . Ma ix 1 : Reine Koo dina ion F O I 0 R 1 Im Gleichgewich e hal en beide, Robinson und F ei ag, Auszahlungen on ün . Wü den sie den jeweils ande en Be u wählen, e hiel en sie nu OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 Mo al und Wi scha s heo ie 129 eine Auszahlung on zwei, weil sie beide zu diesem Be u wenige geeigne wä en. Und wü den schließlich beide zugleich en wede Obs baue ode Imke , so be üge die Auszahlung nu eins, weil im einen Falle nich genü- gend Bienen da wä en, die Obs bäume zu bes äuben und im ande en Falle nich genug Obs bäume, um die Bienen zu e näh en. In Si ua ionen einen Kon lik s - o s ellba zum Beispiel als die zweie ömische Gladia o en, on denen nu eine die A ena lebend e lassen kann - sind die In e essen de Handelnden olls ändig en gegengese z ; au jedem Feld de Spielma ix e gib die Summe de Auszahlungen null, denn de Gewinn des einen is imme de Ve lus des ande en. Zwischen den Si ua ionen eine Koo dina ion und einen Kon lik s, die eine sei s de Besch änkung des Ve hal ens de Ak eu e nich bedü ig und ande e sei s nich ähig sind, liegen eine Reihe on empi isch ele an en und seh häu igen Si ua ionen, in denen die Besch änkung des Ve hal ens eines jeden einem jeden Vo eile b ingen kann. Dies sind koo dina i e Si ua ionen, in denen abe meh als ein Gleichge- wich exis ie ode Si ua ionen, in denen zu jedem Gleichgewich eine Pa e o-besse e Ungleichgewich ssi ua ion exis ie . Wenn Robinson und F ei ag sich zu Jagd e en wollen und den Zei - punk e einba , abe e gessen haben, einen de beiden möglichen T e - punk e au de Insel, die Buch (B) ode den Gip el des Be ges (G) da ü o - zusehen, bes eh eine koo dina i e Si ua ion mi meh e en Gleichgewich- en, denn beiden is es gleichgül ig, wo sie sich e en, wenn sie sich nu übe haup e en. Ma ix 2: Koo dina ion bei meh e en Gleichgewich en F B G B R G Bes ünde eine ü beide gül ige Ve hal ens es ik ion de a , daß sie sich imme in de Buch e en, abe nie au dem Be g (sei es, weil sie es imme so gemach haben, ode weil sie eine ausd ückliche Ve ab edung ge o en haben), dann wü de diese beiden ges a en, zu e ende E wa ungen übe die S a egie des jeweils ande en zu bilden und die eine de beiden mög- lichen Gleichgewich ssi ua ionen auch a sächlich zu e eichen. 9 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1986/2 - 5 - 5 - 5 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 130 Man ed Tie zel Nehmen wi an70, Robinson und F ei ag wä en o die Wahl ges ell , en - wede ge enn Kaninchen (K) zu jagen und schlech zu essen ode gemein- sam einen Hi sch zu jagen (H) und gu zu essen, so wi d nu eine Res ik ion ih es Ve hal ens sie om Genuß des Kaninchenb a ens bewah en. Ma ix 3: „Ge angenendilemma" - ähnliche Si ua ion (Pa e o-in e io es Gleichgewich ) F H K H R K T i , wäh end beide au den Hi sch wa en, F ei ag plö zlich au ein Kaninchen, und läß e die Hi schjagd im S ich, um das Kaninchen zu e le- gen, so wi d de Hi sch en kommen und F ei ag schlech (Auszahlung 2), Robinson abe ga nich (Auszahlung 0) essen. Ohne sich au den jeweils ande en e lassen zu müssen, können beide also nu dann ih en Lebens- un e hal au jeden Fall siche s ellen, wenn sie beide au Kaninchenjagd gehen. Nu du ch eine Ve hal ens es ik ion de a , daß jede sich da au e lassen kann, daß de jeweils ande e die Hi schjagd au ga keinen Fall im S ich läß , können beide dem gleichgewich igen Hasenb a en zuguns en Pa e o-supe io en Hi sch agou s en gehen (Auszahlung 5 ü beide). Wäh end abe die Ve hal ens es ik ion, die „Mo al", die es e laub , eines on meh e en möglichen koo dina i en Gleichgewich en zu ealisie en, sich sozusagen selbs s abilisie , da bei gegebene S a egie des jeweils ande en keine ein In e esse an de Ve ände ung de eigenen S a egie ha , is das bei Si ua ionen, die analog de Hi schjagd s uk u ie sind (Ge angenen- dilemma-Si ua ionen) ande s: hie bes eh imme ein An eiz zum T i b e - ah e -Ve hal en, denn ü jeden einzelnen is es o eilha e , keine Ve - hal ensbesch änkung zu un e liegen, o ausgese z , alle ande en hal en sich an die Ve hal ens es ik ionen, sind also „mo alisch".71 Es müssen — übe 70 Dies is ein be ühm es Beispiel aus Rousseaus Abhandlung „Übe den U sp ung de Ungleichhei un e den Menschen." Eine Si ua ion mi eine seh ähnlichen, abe nich iden ischen S uk u heiß mi einem wei bekann e en Namen auch „Ge ange- nendilemma." Vgl. Rapopo / Chammah (1965). 71 Ökonomen be ach en übliche weise das T i b e ah e -P oblem als disk e e En scheidung zwischen nu zwei ausschließlichen Al e na i en: en wede alle e hal- en sich „mo alisch", ode abe , wenn nu eine sich als T i b e ah e e häl , we - den alle au mo alisches Ve hal en e zich en. Genau dies wa das be ühm e A gu- men on Olson da ü , daß in g oßen G uppen Kollek i gü e niemals au g und ei- 5 5 0 2 2 0 2 2 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 Mo al und Wi scha s heo ie 131 die An eize hinaus, welche die En scheidungssi ua ion selbs bie e - wei- e e An eize bes ehen, um mo alisches Ve hal en in solchen Si ua ionen zu s abilisie en: die Gewißhei e wa, daß sich ähnliche Si ua ionen mi den gleichen Mi spiele n wiede holen ode das Bes ehen nega i e Sank ionen ü „unmo alisches" Ve hal en ode die E ziehung zu (In es i ion in) Mo al. Doch gil in jedem diese Fälle: es lohn sich, mo alisch zu sein, sein Ve - hal en gewissen Besch änkungen zu un e we en. Ganz ähnlich wie in de Na u die biologische Selek ion da au hinwi k , daß ü gegebene P obleme bes imm e Lösungen ge unden we den, schein es auch ü häu ig au e ende soziale P obleme, wie Koo dina ions- und Ge angenendilemma-P obleme, eine A „soziale " Selek ion zu geben72, die da au hinwi k , daß mo alische Regeln als Lösungen ü diese P obleme en s ehen73. Doch gib es ü solche P obleme meis nich eine einzige und eindeu ige Lösung, sonde n Klassen on (unge äh ) gleichwe igen Lösungen. Die biologische E olu ion ha du ch die (sogenann e kon e gen e) En wick- lung ganz e schieden gebau e Seho gane das jeweils gleiche P oblem on O ganismen gelös , ih e Umgebung op isch wah zunehmen, ganz wie sich in menschlichen Gesellscha en ü gegebene P obleme äqui alen e, abe e - schiedena ige Lösungen du chgese z haben: man äh gene ell ech s (ode abe links) im S aßen e keh , schma z (ode schma z nich ) als hö liche Gas beim Essen, läß bes imm en Pe soneng uppen (zum Bei- spiel Damen, Gäs en, Äl e en ode Ranghöhe en) den Vo i an eine Tü , nimm (nimm nich ) Zinsen ü ausgeliehenes Kapi al, be ach e Muscheln, Me allscheiben ode Fo de ungen gegen Banken als uni e selle Tauschmi el. Die Mo al eine Gesellscha is nich in Einzelhei en o he sagba , denn welche de ielen möglichen Mengen on äqui alen en Ve hal ens egeln willige Übe einkün e he ges ell we den können. Und a sächlich zeig ja unse e All agse ah ung, daß die Ve le zung on Ve hal ens es ik ionen, sagen wi : de Regeln des S aßen e keh s, zu schleichenden E osion diese Ve hal ens es ik io- nen üh : wenn diejenigen, die sich „mo alisch" e hal en, das Ge ühl haben, allzu- o „die Dummen" zu sein, wi d es bald imme wenige Pe sonen geben, die sich an en sp echende Regeln hal en. Doch zeig die E ah ung auch, daß es in keine Popula- ion imme nu en wede Eh liche ode Diebe, Wah h» 4 sliebende ode Lügne , Mo a- lische ode Sünde (die man auch als Ve e e eine „al e na i en Mo al" au assen könn e) gib . Vielmeh bes ehen gleichzei ig gegenläu ige Me kmale ode „S a e- gien", die un e ganz bes imm en, gleichgewich igen Ve häl nissen gemisch au e- en können. Vgl. zu Einzelhei en Boulding (1976), 40 . und Hi shlei e (1978), 323. Diese Idee wu de auch un e dem Namen „E olu ionss abile S a egie" on Mayna d Smi h (1982) im De ail ü bes imm e biologische P obleme en wickel . 72 Diesen Gedanken e i o allem imme wiede on Hayek, wenn e be on , daß soziale G uppen, die bes imm e Ve hal ens egeln be olgen, sich wegen ih es g öße en E olges gegenübe ande en du chse zen ode on ihnen imi ie we den. 73 Siehe dazu auch Scho e (1981), 34 . und Leibens ein (1984), 79. 9" OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 132 Man ed Tie zel sich du chse zen, häng on zahl eichen, auch zu älligen, Bedingungen ab. Fas alle Eisenbahns ecken haben, un e unendlich ielen denkba en, eine ganz bes imm e Spu wei e, nämlich genau diejenige, die ühe ü Ku - schen üblich wa . Und man kann zwa o he sagen, daß das Zusammenleben on Menschen imme eine mo alischen O dnung un e wo en sein wi d, denn ein mo al- lose Zus and is demgegenübe Pa e o-in e io ; keineswegs abe muß eine gegebene Mo al die bes e mögliche, eine Pa e o-op imale, sein: die bes ehende Kon en ion übe die Spu wei e on Eisenbahnen is siche un e echni- schen und ökonomischen Gesich spunk en ine izien ; doch is diese Kon- en ion besse als ga keine zu haben, und sie is mögliche weise s abil, weil die Kos en, zu eine e izien e en Kon en ion übe zugehen, p ohibi i hoch sind. 4. Wi scha s heo ie als Mo al Wissenscha ? Die zu An ang o ge agene Behaup ung, die Wi scha s heo ie müsse sich im In e esse ih e Leis ungs ähigkei bis zu einem gewissen G ade auch als „Mo alwissenscha " e s ehen, glaube ich nun beg ünde und genaue e e en zu können. Wenn man das „mo alische Fundamen " des Wi scha ens, die Zielin- hal e und die mo alischen Ve hal ens es ik ionen, als P obleme und nich , wie so häu ig, als exogenes Da um be ach e , dann kann das dem Bes eben nach Adäqua hei de E klä ungs e suche und de genaue en Kenn nis de Anwendungsbedingungen de Wi scha s heo ie nu zugu e kommen. Au den En wu wel emde Kuns igu en, wie Becke s a ionalen K i- minellen, we den die Ökonomen ielleich wenige on ih e kos ba s en Ressou ce, ih e A bei szei , allozie en. Und Vo schläge zu Ges al ung de wi klichen Wel , die aus Annahmen übe eine Wel ohne Mo al en wickel wu den, we den ielleich ealis ische eingeschä z we den. Gewiß kann man „ a ionale K iminali ä " nu du ch E höhung de Absch eckung - Au - klä ungsquo e und S a maß - eduzie en; abe au de G undlage dieses seh einsei igen, ja pe e sen Ve hal ensmodells Ve suche zu Resozialisa- ion ode die gesundhei liche und psychia ische Be euung on S a ä e n, wie dies geschieh , als wi kungslos, ja als Ve schwendung abzu un, is ebenso alsch wie un e an wo lich. Mögliche weise is das so e nüch e nde Schei e n iele „En wicklungs- s a egien" und ,,- heo ien" auch da au zu ückzu üh en, daß man alsche Annahmen übe die „Mo al" de jeweiligen En wicklungsgesellscha en mach e, indem man die Ziele „Einkommens- und Gewinne zielung", die ielleich nu aumzei lich besch änk ü wes liche Volkswi scha en e wa OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 Mo al und Wi scha s heo ie 133 sei dem 17. Jah hunde e b ei e e Gül igkei besi zen, auch als in diesen En wicklungslände n unbesch änk gel end annahm.74 Alle sozialis ischen Wi scha ssys eme leiden un e Ine izienz, Ko up- ion und Ve schwendung, weil die Glaubens hese des Ma xismus-Leninis- mus, die P oduk ions e häl nisse bes imm en das Bewuß sein de Men- schen, die dogma ische E wa ung he o b ach e, de Mensch wü de nach Abscha ung kapi alis ische P oduk ions e häl nisse ein ande e und bes- se e . Die Ins i u ionen de Zen alplanwi scha e langen abe , wenn sie unk ionie en sollen, on Plane n wie on Ve plan en ein Maß an Selbs e - leugnung, Uneigennü zigkei , Eh lichkei und In o mie hei , das nu die mo alischen An ipoden des a ionalen K iminellen, abe keine wi klichen Menschen au weisen könn en. Falsche Mo alp ämissen in Handlungse klä ungen können also o enba zu e ehl en Maßnahmeemp ehlungen und unzu e enden E wa ungen übe die Wi kungen solche Maßnahmen üh en. Bes imm e Fo men menschlichen Zusammenlebens, die Exis enz on Wis- sen und T adi ionen, das Bes ehen on O ganisa ionen und Ins i u ionen, die Rolle des S aa es und des Rech s, sind plausibel übe haup nu mi de Annahme e klä ba , daß menschliche Ve hal ensweisen auch mo alischen Res ik ionen un e liegen.75 De Ökonom wi d, wie sich e wies, wenig äuße e Hil e bei de Lösung des P oblemes e wa en dü en, zu e ende Mo alp ämissen ü seine Ve hal- ense klä ungen zu inden. Doch seh iel, schein mi , is gewonnen, wenn diese P ämissen übe haup p oblema isie we den, wenn auch sie als ehl- ba und un e Ums änden e isionsbedü ig angesehen und nich dogma- isch on jede K i ik ausgeschlossen we den. Insowei komm auch de Wi scha s heo e ike , ganz wie sein Vo ah Smi h, nich da an o bei, ein wenig auch „Mo alwissenscha le " zu sein. 74 Die in e essan e Falls udie on Ayal (1973) geh ausd ücklich on einem e mu- e en „kausalen Zusammenhang zwischen We sys em und wachs ums ele an en ökonomischen Ve hal ensweisen" (40) aus. De Ve such, skizzenha zu e klä en, wa um Japan, abe o z alle Ve suche nich Thailand, die Indus ialisie ung scha e, lie e e ns ha e Anhal spunk e da ü , daß „das We sys em ... eine de wesen lichen Bes and eile des ,En wicklungspo en ials' eines Landes (is , M. T.) und ... deshalb bei En wicklungsp ojek en und -planen en sp echend in Be ach gezogen we den" (50) muß. 75 Die an egenden, wenn auch ielleich noch e was spekula i en Un e suchungen No h / Thomas (1973) und No h (1981) sind e s e Ve suche zu zeigen, wie Ve ände- ungen on Ve hal ensmöglichkei en und - es ik ionen die his o ische En wicklung ganze Kul u k eise beein lussen können. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.2.113 | Gene a ed on 2023-04-04 12:08:09 134 Man ed Tie zel Zusammen assung Die in de Wi scha s heo ie üblichen Annahmen de Exogeni ä und Kons anz on P ä e enzen sind alsch und können zu nich adäqua en E klä ungs e suchen und zu Maßnahmeemp ehlungen üh en, die unwi ksam sind und e hebliche une - wa e e und une wünsch e Nebenwi kungen he o u en. Ve suche, das En s ehen on P ä e enzen zu e klä en, be inden sich in den An angss adien und sind noch unbe iedigend. De Wi scha s heo e ike bleib , ohne iel Ho nung au Hil e on den ande en Sozialwissenscha en, da au angewiesen, eigene Annahmen übe die P ä e enzen zu machen. Nich nu im Inhal de Ziele de Wi scha ssubjek e zeig sich das mo alische Fundamen des Handelns, auch un e den Ve hal ens es ik io- nen gib es solche, die nich -knapphei sbeding , die „mo alisch" sind. Es läß sich zei- gen, daß die Be olgung de a ige mo alische Ve hal ens es ik ionen - on Hö lich- kei skon en ionen bis hin zu Ane kennung des P i a eigen ums ande e - als Ins u- men au ge aß we den kann, einen sozial e wünsch en Pa e o-supe io en Zus and zu e eichen. Summa y The widesp ead assump ions o cons ancy and exogenei y o p e e ences a e alse, and can lead o inadequa e explana ions o economic beha iou as well as o ecom- menda ions o economic policies ha a e no only ine ec i e bu also c ea e unex- pec ed and unwan ed side e ec s. A emp s o explain he eme gence o p e e ences a e s ill in hei beginnings and emain unsa is ac o y. So a he economis depends on his own assump ions abou p e e ences. No only do he ac o 's p e e ences en ail mo al s anda ds, bu he e a e also es ic ions o beha iou ha a e due no o sca - ci y o esou ces bu o he gene al accep ance o mo al ules. I can be shown ha obedience o such mo al es ic ions o beha iou - o ins ance s anda ds o poli e- ness o he accep ance o he p i a e p ope y o o he s - can be unde s ood as an ins umen o a aining a socially app o ed Pa e o-supe io si ua ion. Li e a u Ake lo , G. / Dickens, W. T. (1982), The Economic Consequences o Cogni i e Disso- nance. Ame ican Economic Re iew 72,307-319. Alchian, A. A. (1950), Unce ain y, E olu ion and Economic Theo y. Jou nal o Poli ical Economy 58, 211 - 221. — (1965), The Basis o Some Recen Ad ances in he Theo y o Managemen o he Fi m. Jou nal o Indus ial Economics, 30-41. Ayal, E. B. (1973), We sys em und wi scha liche En wicklung in Japan und Thai- land, in: R. B aun u.a. (H sg.), Gesellscha in de indus iellen Re olu ion. Köln, 36 - 53. Ba ash, D. P. (1977), Sociobiology and Beha io . New Yo k - Ox o d - Ams e dam. Becke , G. S. (1957), The Economics o Disc ima ion. Chicago. — (1982), De ökonomische Ansa z zu E klä ung menschlichen Ve hal ens. Tübin- gen. 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