Assenmache , Wal e
A icle
Die Dynamik de In la ions- und
Beschä igungsen wicklung
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Assenmache , Wal e (1986) : Die Dynamik de In la ions- und
Beschä igungsen wicklung, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol.
19, Iss. 4, pp. 540-568,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.19.4.540
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Die Dynamik de In la ion»- und Beschä igungsen wicklung
Eine heo e ische und ökonome ische Analyse
Von Wal e Assenmache , Essen
I.
Eines de zen alen Anliegen mode ne Wi scha s heo ie bes eh in de
gemeinsamen E klä ung on In la ion und A bei slosigkei . Bis zum Ende
de ün zige Jah e he sch e die Au assung o , daß in eine Volkswi -
scha , die nich das Vollbeschä igungssozialp oduk 1 p oduzie , auch
keine P eiss eige ungen ein e en können: Alle Einkommensände ungen
bes ehen dann aus Mengenände ungen. E s bei einem a sächlichen Aus-
s oß, de das P oduk ionspo en ial übe s eig , nehmen die P eise zu. Beme -
kenswe is an diesem E klä ungsansa z, daß P eiss abili ä und Vollbe-
schä igungsou pu gleichzei ig e eichba sind. Dieses Pa adigma wu de
du ch die Un e suchungen on Phillips2 schwe e schü e . Au g und empi-
ische S udien ü G oßb i annien olge Phillips einen ade-o zwischen
de Ve ände ungs a e des Nominallohnsa zes und de Beschä igung: Mi
zunehmende (abnehmende ) Beschä igungsquo e (A bei slosen a e) neh-
men die Geldlohnsä ze zu. Fü diesen Zusammenhang lie e Lipsey3 eine
heo e ische Beg ündung, de Hansen4 eine mik oökonomische Fundie ung
e leih . Mi dem on Solow und Samuelson5 in die Diskussion einge üh en
ma k-up P eis e hal en geling die Übe agung de Phillips-Rela ion als
E klä ungshypo hese ü In la ionse scheinungen. Nach dem je z gül igen
Pa adigma is es nich meh möglich, zum selben Zei punk sowohl Vollbe-
schä igung als auch P eiss abili ä zu ealisie en. Vielmeh is eine In la-
ions a e on null imme mi eine bes imm en A bei slosenquo e e bun-
den, die man als die na ü liche A bei slosen a e bezeichne . Wäh end bei
1 De Ou pu , den eine Volkswi scha bei Voll- bzw. No malauslas ung de P o-
duk ions ak o en Kapi al und A bei , gegebene Technologie und un e Beach ung
ins i u ionelle Bedingungen maximal p oduzie en kann, heiß auch P oduk ions-
po en ial.
2 Phillips (1958).
3 Lipsey (1960).
4 Hansen (1970).
5 Samuelson und Solow (1960).
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Die Dynamik de In la ions- und Beschä igungsen wicklung 541
den Theo e ike n Einigkei he sch , daß ü die ku ze F is ein Un e -
sch ei en de na ü lichen A bei slosen a e zu Las en de P eiss abili ä
möglich is , wi d dies on den Mone a is en6 ü den lang is igen Fall e -
nein : Die on Phillips nich be ücksich ig e Va iable In la ionse wa ung
e schieb die ku z is ig gül ige Phillips-Ku e in einem Maße, daß lang i-
s ig s e s die na ü liche A bei slosen a e o he schen muß. Fü Neokeynes-
iane hingegen is auch lang is ig ein ade-o zwischen A bei slosen-
quo e und In la ions a e möglich, de abe schwäche als im ku z is igen
Fall ausgep äg is 7.
Eine Klä ung diese wi scha spoli isch b isan en S ei age mi els
ökonome ische Ve ah en is bislang noch nich gelungen. Blieb schon die
empi ische S ü zung de Phillips-Ku e in ih e ein achen Ve sion wei hin-
e ih e Bedeu ung ü die Wi scha s heo ie zu ück8, so e en bei ökono-
me ischen Schä zungen de modi izie en9 Phillips-Ku e zusä zliche
Schwie igkei en au , die eilweise aus de Ve wendung eines nich di ek
beobach ba en Reg esso s, de In la ionse wa ung, esul ie en. Un e s ell
man den Wi scha ssubjek en adap i es Ve hal en bei ih e E wa ungs-
bildung, kann die In la ionse wa ung de lau enden Pe iode du ch ein Lag-
Polynom in In la ions a en e gangene Pe ioden wiede gegeben we den.
Die nunmeh in allen Va iablen beobach ba e Phillips-Ku e en häl je z
abe zusä zlich die Cagan-Hypo hese ü die E wa ungsbildung: De empi-
ische Be und läß sich dahe nich meh eindeu ig den in de Phillips-
Ku e en hal enen Hypo hesen zu echnen. Ökonome isch be iedigende
Schä zungen de Phillips-Ku e könn en allein aus adap i en E wa ungs-
bildungen esul ie en, „die im P inzip (. . .) die in den meis en Zei eihen
o handene au o eg essi e S uk u ausbeu en"10. Hinzu komm noch, daß
zu Schä zung de na ü lichen A bei slosenquo e aus eichend iele Beob-
6 Vgl. hie zu insbesonde e F iedman (1968) und Phelps (1967, 1972).
7 Vgl. hie zu Tobin (1972).
8 Siehe hie zu Leijonhu ud (1968). Die Schä zschwie igkei en esul ie en hie
da aus, daß sich bei anhal end allende A bei slosenquo e (z.B. wäh end eines Kon-
junk u au schwungs) eine ande e Phillips-Ku e eins ell als bei s eigenden A bei s-
losenquo en. Fü lange Zei eihen - die zu ökonome isch sinn ollen Schä zung
benö ig we den - en s eh so de Eind uck eine geschlossenen Ellipse als mak oöko-
nomische Phillips-Rela ion. Die Beobach ungs upel ü die Va iablen In la ions a e
und A bei slosenquo e bilden dann k eis ö mig S eudiag amme. Ökonome ische
Schä zungen au eine solchen Da enbasis üh en meis ens zu eine Falsi ika ion de
in de Reg essionsgleichung en hal enen ökonomischen Hypo hese.
9 Diese au Ro hschild (1971) zu ückgehende Bezeichnung kennzeichne Ansä ze,
in denen die nominellen Lohn- bzw. P eisände ungen nich nu on de A bei slosen-
a e, sonde n on wei e en Va iablen, insbesonde e de In la ionse wa ung, abhän-
gen.
10 König (1978), S. 102. De Lese inde hie auch empi ische E gebnisse.
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542 Wal e Assenmache
ach ungen11 aus Be eichen ge inge ode ga nega i e Geldlohnsa zände-
ungen o liegen müß en. Be ei s diese Da enmangel eduzie die Validi-
ä empi isch e mi el e na ü liche A bei slosen a en12, ganz abgesehen
da on, daß noch heo e isch geklä we den müß e, ob die na ü liche
A bei slosen a e als zei in a ian anzusehen is ode nich .
Obwohl sich du ch Hinzunahme de Va iablen In la ionse wa ung ein
besse e Fi de ku z is igen Phillips-Ku e an das o handene Da enma-
e ial e zielen läß und gleichzei ig die Ve schiebung de Phillips-Rela ion
du ch Ände ung de In la ionse wa ung heo e isch beg ündba wi d, las-
sen neue e empi ische E gebnisse an de Bedeu ung de In la ionse wa -
ung als U sache ü die Ve schiebung de Phillips-Ku e Zwei el au kom-
men. So komm König mi de d eis u igen Me hode de kleins en Quad a e
zu dem E gebnis, daß „eine 90p ozen ige Anpassung eine Be ücksich igung
de In la ions a en on 46 Qua alen e o de "13. Dies bedeu e eine s a io-
nä e P eise wa ung14; die e wa e e In la ions a e wü de nach diesem
empi ischen Be und p ak isch als Shi -Va iable aus allen15. Mi de zwei-
s u igen Me hode de kleins en Quad a e, die jedoch bei Modellschä zungen
de d eis u igen Me hode heo e isch un e legen is , sind imme noch 10
Qua ale ü eine 90p ozen ige Anpassung no wendig. Mi Rech in e p e-
ie König dieses abweichende E gebnis dahingehend, daß „en scheidend
ü die E wa ungsbildung (...) das Schä z e ah en (wi d)"16.
Die zahl eichen empi ischen Be unde zu P/nZZips-Ku en-Diskussion17
haben iele Au o en zu dem Schluß kommen lassen, daß „sich die u sp üng-
liche Ho nung au eine e läßliche und eindeu ige Beziehung in einem
wich igen Gebie de Ökonomie nich e üll ha "18. Dies muß abe nich
heißen, die Fo schung übe die Phillips-Ku e als beende anzusehen, son-
de n ielmeh , sie in einen neuen Zusammenhang zu s ellen. E s e Hinweise
11 Au das Adäqua ionsp oblem bei wi scha ss a is ischen Da en und au die
poli ische Komponen e bei de Messung de A bei slosigkei soll hie nich eingegan-
gen we den.
12 Als Hinweis ü diese Unsiche hei sei ange üh , daß empi ische Un e suchun-
gen die na ü liche A bei slosenhypo hese sowohl bes ä igen als auch alsi izie en.
Vgl. hie zu Rousseas (1969) und F anz (1978, 1984).
13 König (1978), S. 99.
14 König (1978), S. 99.
15 Dieses E gebnis wi d auch in eine neue en ökonome ischen Un e suchung on
F anz (1984, S. 618 .) ges ü z , wonach die Ve langsamung des P oduk i i ä s o -
sch i s ends die Ve schiebung de Phillips-Ku e in besonde em Maße e klä .
16 König (1978), S. 99.
17 Eine Zusammens ellung geben Woll, Faulwasse und Ramb (1977).
18 Ro hschild (1971); hie zi ie nach Nowo ny (1974), S. 56. Noch en schiedene
olge B inne (1977) aus seinen empi ischen E gebnissen den „Tod de Phillips-
Ku e".
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Die Dynamik de In la ions- und Beschä igungsen wicklung 543
au mögliche Wei e en wicklungen lie e n ge ade die empi ischen Übe p ü-
ungen, nach denen de Va iablen In la ionse wa ung in de ökonomischen
Reali ä eine ge inge e Bedeu ung als in de heo e ischen Li e a u
zukomm . Dies lieg zum Teil da an, daß eine beobach ba e Spezi ika ion
de E wa ungshypo hese as ausschließlich zu au o eg essi e E wa -
ungsbildung üh . In de ökonome ischen Schä zgleichung sind somi
imme e zöge endogene Va iablen als Reg esso en en hal en. Die Reg es-
sionskoe izien enschä zungen weisen dann abe bes en alls (bei F eihei
on Au oko ela ion de S ö a iablen) asymp o ische s a is ische Eigen-
scha en au . Um diese g undsä zliche Schwie igkei bei de ökonome i-
schen Übe p ü ung zu umgehen, lassen sich zwei Fo schungss a egien e -
olgen. En wede wi d eine Neu o mulie ung de E wa ungshypo hese in
Abhängigkei on exogenen Va iablen e such ode ein Modell konzipie ,
das keine E wa ungs a iablen en häl . Den e s en Weg e olg K omp-
ha d 19, indem e als E wa ungshypo hese das Konzep de in o mie en
E wa ungsbildung o schläg . Danach bes immen die (exogenen) Va ia-
blen A bei slosenquo e und Geldmenge die In la ionse wa ung. De zwei e
Weg wi d in de o liegenden A bei eingeschlagen. Du ch den Ve zich au
E wa ungs a iablen sind bei de in Abschni V du chge üh en ökonome-
ischen Analyse all diejenigen Fehle quellen ausgeschal e , die aus eine
no wendigen Ope a ionalisie ung de E wa ungshypo hese esul ie en
können. De so e ziel e Vo eil bei eine empi ischen Übe p ü ung ech e -
ig sich abe nu dann, wenn dami kein E klä ungsde izi e bunden is :
Die e wa e e In la ions a e muß dahe sachadäqua e se z we den. Da die
e wa e e In la ions a e im G unde abe die Dynamik des ade-o s zwi-
schen In la ions a e und Beschä igung wiede geben soll20, lieg die En -
wicklung eines Modells nahe, das nich nu den Ein luß de A bei slosen-
quo e au die In la ions a e, sonde n auch die Rückwi kung de In la ions-
a e au die A bei slosenquo e e aß 21. Aus diese In e dependenz müssen
dann übe die o liegenden Ansä ze hinausgehend sowohl de beobach ba e
schlei en ö mige Ve lau de In la ions a e in Abhängigkei on de
A bei slosen a e (Beschä igungsquo e) als auch die übe meh e e Pe ioden
anhal ende, gleichzei ige Zunahme on In la ions a e und A bei slosen-
quo e endogen ablei ba sein. Ge ade das le z genann e empi ische Phäno-
men is wede mi de modi izie en Phillips-Rela ion noch mi de F ied-
manschen Ve sion hin eichend e klä ba 22.
19 K ompha d (1984).
20 Vgl. hie zu auch F anz (1984), S. 618.
21 Au diese In e dependenz is schon häu ig hingewiesen wo den, so
z. B.
on Neu-
mann (1982), S. 569 und K ompha d (1984), S. 634.
22 Vgl. hie zu auch Ramb (1983), S. 420.
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544 Wal e Assenmache
II.
Im olgenden Modell sind alle Va iablen s e ige Funk ionen de Zei ; es
bes eh aus eine mak oökonomischen P eisen wicklungsgleichung und
eine Funk ion, die den Zusammenhang zwischen Beschä igung und In la-
ion e aß .
Die He lei ung eine ökonome isch übe p ü ba en P eisen wicklungs-
gleichung muß bei den De e minan en de P eisbes immungsgleichung
anse zen, de en Exis enz monopolis isches ode quasi-monopolis isches
Ve hal en sei ens de Un e nehme implizie , so e n diese sich nich im
Konku enzgleichgewich be inden. Die Zielse zimg de Un e nehmen sei
als Maximie ung des Gegenwa swe es alle zukün igen Gewinne mi dem
Absa zp eis als s a egische Va iablen spezi izie . Aus diese Ve hal ens-
hypo hese esul ie en je nach Fo mulie ung de Nach age- und P oduk-
ions unk ion un e schiedliche De e minan en ü eine op imale P eisbe-
s immung23. T o z di e ie ende Annahmen zeigen diese Un e suchungen,
daß die Gü e p eise im wesen lichen on Va iablen, die die Kos ensei e
e assen, P eis- und Mengene wa ungen wide spiegeln sowie die Übe -
schußnach age messen, de e minie sind. Eine P eisbes immungsglei-
chung jedoch, die alle mik oökonomisch-analy isch ge undenen U sachen
als e klä ende Va iablen en hal en wü de, dü e wegen de no wendige -
weise seh au wendigen Vo gehensweise und de hohen In o ma ionskos en
kaum die a sächliche P eiskalkula ion de Un e nehmen wide spiegeln. Es
e schein dahe e e ba , nich zule z auch ü die anges eb e agg ega-
i e Analyse, die op imale P eisbes immung und de en En wicklung du ch
solche Hypo hesen zu app oximie en, die eine kleine Anzahl an De e mi-
nan en implizie en, mi den heo e ischen Einsich en jedoch kompa ibel
sind. Ge ade bei de P eisen wicklung läß sich diese Vo gehensweise noch
dadu ch ech e igen, daß Va iablen, die das P eisni eau e klä en, nich
no wendige weise auch im gleichen Maße ü die P eisbewegung ele an
sind. Die P eisen wicklung soll dahe au ih e heo e isch beg ündba e
Haup de e minan e zu ückge üh we den. Dabei kann es sich jedoch nu
um eine Va iable handeln, die In o ma ionen übe meh e e, die P eishöhe
de e minie ende U sachen lie e . Eine solche Va iable is de Reallohnsa z
w , weil e zwei ökonomische Signale übe mi el : Zum einen is e Indika-
o ü die Kos enen wicklung, zum ande en gib e Au schlüsse übe die
(gegenwä ige und zukün ige) Nach age. Diese Doppel unk ion des Real-
lohnsa zes läß sich un e Bezug au die ma ginale A bei sp oduk i i ä ü
die E klä ung de P eisen wicklung nu zba machen. Bezeichne a die phy-
23 Siehe hie zu z.B. Ba o (1972), No dhaus (1972) sowie Phelps und Win e (1970).
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Die Dynamik de In la ions- und Beschä igungsen wicklung 545
sische, ma ginale P oduk i i ä des in S unden gemessenen Fak o s A bei ,
wi k sich de Reallohnsa z w (ode seine Wachs ums a e) wegen de un e -
s ell en Ve hal enshypo hese de Un e nehme neu al au die P eisen -
wicklung (In la ions a e) J aus, solange e mi de ma ginalen A bei sp o-
duk i i ä (ode de en Wachs ums a e) übe eins imm . E s aus eine Di e-
enz (w - a) e wachsen ü die P eisen wicklung wi ksame Kos enimpulse.
Gleichzei ig gib (w
—
a) an, wie iele P oduk ionseinhei en bei w > a übe
das P oduk ionse gebnis de le z en A bei ss unde hinaus nachge ag we -
den könn en; analoges gil ü den Fall w < a. Die Di e enz (w
—
a) is
somi auch ein Maß ü die Übe schußnach age. Es e schein dahe plausi-
bel anzunehmen, daß die an de Maximie ung des Gegenwa swe es
zukün ige Gewinne in e essie en Un e nehmen ih e P eise p opo ional
zu p ozen ualen Di e enz zwischen Reallohnsa z und ma ginale A bei s-
p oduk i i ä , bezogen au die ma ginale A bei sp oduk i i ä , a iie en, so
daß ü die In la ions a e
JT
gil :
w
—
a öjz öj
(1)
7
= x mi > 0 , < 0
a
6
(w
—
a) öa
0 < x = 1: P opo ionali ä s ak o
Di e en ia ion de loga i hmie en Gleichung (1) nach de Zei e gib 24:
k (w
—
ä) ä d
(
)
(2) — = - , ('):=——
ji (w
—
a) a d
Dami Gleichung (2) ökonomisch in e p e ie ba bleib , un e liegen die
Va iablen wT und a de Einsch änkung w > a. Wä e die ma ginale A bei s-
p oduk i i ä g öße als de Reallohnsa z und gäl e ü ih e zei lichen Ve -
ände ungen ä > w , so olg aus Gleichung (2) un e Ve nachlässigung de
Wachs ums a e de ma ginalen A bei sp oduk i i ä eine sich beschleuni-
gende In la ions a e. Diesen heo e isch unhal ba en E ek schließ die
Annahme aus, daß übe dem gesam en Zei aum, ü den Gleichung (2) Gül-
igkei beansp uch , de Reallohnsa z s e s g öße als die ma ginale A bei s-
p oduk i i ä is , unabhängig da on, ob w ^ ä gil . Un e Beach ung alle
Komponen en läß Gleichung (2) o z diese Einsch änkung auch sinkende
In la ions a en zu.
24 Au die Bedeu ung de Ve ände ungs a e de In la ions a e und ih e Abhängig-
kei on de Übe schußnach age weis Laidle (1976) in einem ande en als dem hie
analysie en Zusammenhang hin.
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546 Wal e Assenmache
In Anlehnung an die ein ache Phillips-Rela ion kann a gumen ie we -
w
—
ä
den, daß die Va iable eine Funk ion de Beschä igungsquo e is ,
w
—
a
mi nega i en We en bei nied ige Beschä igung und hohen posi i en We -
en in de Nähe de Vollbeschä igung ( = 1). Abbildung 1 gib den G aph
diese Funk ion wiede :
Ih Ve lau läß sich du ch eine Linea app oxima ion gu e assen:
w
—
ä =
— Zo
+ ai , z0, ai > 0
w
—
a
Se z man diese Beziehung in Gleichung (2) ein und un e s ell man eine
kons an e Wachs ums a e de ma ginalen A bei sp oduk i i ä , üh dies
zu:
k a
=
—
Z0
V a V
7 a
ode , nach Zusammen assen de kons an en Te me:
j ä
(3) —= - a0 + ai , a0 := z0 + —
7 a
Gleichung (3) b ing zum Ausd uck, daß die In la ions a e be ei s o
E eichen de Vollbeschä igung akzele ie 25.
25 Dieses Zei mus e de In la ionsen wicklung s u Laidle (1976), S. 80 als seh
wah scheinlich ein.
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Die Dynamik de In la ions- und Beschä igungsen wicklung 547
Die Beziehung zwischen de In la ions a e und de Beschä igung is nu
einsei ig e aß , wenn de Ein luß des P eisni eaus au das gesam wi -
scha liche Angebo und dami die Auswi kung au die Beschä igungsquo e
e nachlässig we den. Un e s ell man eine linea homogene, subs i u io-
nale P oduk ions unk ion und eine Fak o nach age gemäß de G enzp o-
duk i i ä s heo ie, läß sich eine Funk ion zwischen de Ve ände ungs a e
de Beschä igungsquo e und de In la ions a e explizi au s ellen. Die
neoklassische P oduk ions unk ion mi den a iablen P oduk ions ak o en
A bei (A) und Kapi al (K) sei om Cobb-Douglas-Typ:
(4) Y=</>AaKß, 0 < a, ß< 1, a + ß= 1
ÖY
ö2 Y
mi : YA := >0, YAA := <0 und
ÔA ÔA
ô Y
ô2 Y
>0, YKK:=— <0
6K ÖK
Y: eales Sozialp oduk
< >: E izienzpa ame e
a, ß: kons an e P oduk ionselas izi ä en
Di idie man Gleichung (4) du ch die (kons an e) Be ölke ung B de
Volkswi scha , wi d das Sozialp oduk p o Kop (Y/B) bei kons an em
Kapi als ock eine Funk ion de Beschä igungsquo e
:
= A/B:
KV Y
Die Zusammen assung alle kons an en Te me zu einem neuen Pa ame-
e c e ein ach diese Funk ion:
(5)
y
= c a
De Fak o A bei wi d bei de P oduk ion in einem Um ang eingese z ,
daß de We seines physischen G enzp oduk es dem gegebenen Nominal-
lohn w en sp ich . Aus Gleichung (5) olg dahe :
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554 Wal e Assenmache
is dabei gegen den Uh zeige sinn. Dies olg unmi elba aus den Vo zei-
chen de beiden Ablei ungen k und i). Im Punk 1 de Abbildung 2 gil
Vi < *. Die Klamme in de e s en Gleichung des Sys ems (11) is dahe
posi i ; die Be ücksich igung ih es nega i en Vo zeichens üh zu k < 0.
Analog hie zu wi d die Klamme de zwei en Gleichung des Sys ems (11)
wegen j i <
jz*
eben alls posi i ; da aus esul ie dann Vi > 0.
Diese Bewegungs ich ung leg eine Neuin e p e a ion des ade-o s zwi-
schen A bei slosenquo e und In la ions a e nahe. Um die Modi ika ionen zu
e deu lichen, we den die In eg alku en de Abbildung 2 in ein Koo dina-
ensys em mi de A bei slosenquo e u an de Abszisse und de In la ions-
a e an de O dina e übe agen. Wegen de de ini o ischen Beziehung
u = 1 - keh en sich im neuen Koo dina ensys em die Bewegungs ich ung
und de Phasen e lau um. Abbildung
3 a
gib eine T ajek o ie de In eg al-
ku enscha aus Abbildung 2 wiede , in de ie Phasen un e schieden we -
den. Abbildung
3 b
zeig die gleiche In eg alku e, je z jedoch mi de
Va iablen A bei slosenquo e an de Abszisse.
Nach dem au ges ell en Modell en wickeln sich A bei slosenquo e und
In la ions a e im Regel all34 au In eg alku en im Uh zeige sinn. Dieses
deduzie e Bewegungsmus e wi d du ch die Reali ä ges ü z : Die in ein
(u, ; )-Koo dina ensys em einge agenen Beobach ungs upel e geben S eu-
diag amme, in denen deu lich schlei en ö mige Punk eano dnungen he o -
34 Die Ausnahme e gib sich dadu ch, daß j und u die Koo dina enwe e des Zen-
ums annehmen.
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Die Dynamik de In la ions- und Beschä igungsen wicklung 555
e en. Aus de ein achen Phillipsku en heo ie und ih e Wei e en wick-
lung du ch Lipsey is ge ade dieses Bewegungsmus e nich ohne wei e es
ablei ba ; hie zu müssen die en sp echenden Ansä ze du ch geeigne e ad-
hoc-Annahmen e wei e we den35.
Bei ih e En wicklung gemäß eine In eg alku e du chläu eine Volks-
wi scha ie e schiedene S adien. In de Phase 1 (siehe Abbildung 3 b)
nehmen In la ions a e und A bei slosenquo e ab. Die In la ions a e e eich
hie bei de na ü lichen A bei slosenquo e u* ih Minimum j m^ Eine wei-
e e Senkung de A bei slosenquo e un e ih e na ü liche Ra e üh zu
eine Zunahme de In la ions a e bis zu ih em na ü lichen We J *
(Phase 2). Die A bei slosenquo e e eich dabei ih Minimum umill. Die In la-
ions a e
JT*
is abe bei diesem hohen Beschä igungsni eau zu ge ing, um
dem Lohnd uck und de Übe schußnach age zu en sp echen. Die in
Abschni II au gezeig e In e dependenz zwischen In la ions a e und
Beschä igungsquo e bewi k je z einen wei e en Ans ieg de In la ions a e
mi zu Beginn langsam wachsende A bei slosenquo e. Die als Phase 3
gekennzeichne e Si ua ion läß sich als S ag la ion cha ak e isie en. In
diesem Zus and nimm die In la ions a e solange zu, bis die A bei slosen-
quo e wiede an ih en na ü lichen We he ange üh is . Die In la ions a e
e eich dabei ih Maximum J maLX. Eine s eigende A bei slosigkei bis zu
ih em maximalen We umax zwing in Phase 4 die In la ions a e wiede au
ih e na ü liche Höhe zu ück, die sie wegen eine zu g oßen A bei slosigkei
du chläu : Mi Phase 1 schließ sich ein neue Ablau an.
Dem klassischen In la ions- und Beschä igungs- ade-o ähneln nu die
Phasen 2 und 4. Abbildung
3
b zeig , daß diese ade-o im Gegensa z zum
heu igen S and de Diskussion als i e e sibel anzusehen is . Wäh end nach
dem Phillips-Ansa z dieselbe Ku e ü zu- und abnehmende A bei slosen-
quo en Gül igkei ha 36, is dies hie nich meh de Fall: Phase 2 besch eib
den Zusammenhang ü abnehmende, Phase 4 ü zunehmende A bei s-
losenquo en. Bei allen Phasen is zudem noch die Bewegungs ich ung de
Ve ände ung zu beach en. Die In la ions a e kann nu dann du ch einen
Ans ieg de A bei slosenquo e gesenk we den, solange In la ions a e und
A bei slosenquo e übe ih en na ü lichen We en liegen (Phase 4): Lohn-
d uck und Übe schußnach age sind zu Au ech e hal ung de hohen
35 Es äll au , daß diese ad-hoc-Annahmen s e s eine dynamische Komponen e en -
hal en. So e klä en Lipsey (1960) und Phillips (1958) die Schlei en in den Beobach-
ungen du ch die exogen o gegebene konjunk u elle En wicklung de A bei slosen-
quo e. Risch (1981) hingegen geling es, die Bewegung de A bei slosenquo e und
dami die Phillips-Schlei en zu endogenisie en.
36 Dies gil auch ü die Wei e en wicklungen, bei denen jedoch In la ionse wa -
ungen zu eine Ve schiebung de Phillips-Ku e üh en.
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556 Wal e Assenmache
In la ions a en zu ge ing. In diese Phase e hinde die sys emimmanen e
Dynamik einen en gegenge ich e en ade-o , de nach dem o liegenden
Modell jedoch in Phase 2 gegeben is . Hie kann die A bei slosenquo e zu
Las en de In la ions a e gesenk we den, o ausgese z , beide Va iablen
sind kleine als ih e na ü lichen We e: Die aus ela i hohen Reallohnsä -
zen esul ie ende Übe schußnach age üh zu einem wei e en Rückgang
de A bei slosenquo e bei s eigende In la ions a e.
Übe den Phillips-Ansa z hinausgehend olgen aus dem Modell auch die-
jenigen En wicklungen, die - in de Reali ä beobach ba - gleichwohl abe
nu schwe mi dem Phillips-Pa adigma kompa ibel sind. Es handel sich
hie bei um die S ag la ion und um S adien, in denen In la ions a e und
A bei slosenquo e simul an sinken; Zus ände, die in Abbildung
3
b als Pha-
sen 3 und 1 wiede gegeben sind.
IV.
In de bishe igen Analyse wu de on eine Kons anz de Pa ame e a0, au
£o und gi des hochagg egie en Modells ausgegangen. Diese Koe izien en
ep äsen ie en abe ganz bes imm e ökonomische Komponen en, die Ein-
lüsse de P oduk ionss uk u , des echnischen Fo sch i s, de Bescha -
enhei des A bei sma k es, de En wicklung de A bei sp oduk i i ä und
übe diese Fak o en auch indi ek wi scha spoli ische Maßnahmen
zusammen assen und dahe au Va ia ionen diese G ößen eagie en. Eine
Pa ame e e ände ung üh abe zu eine Ve lage ung des Zen ums E und
dami de gesam en In eg alku enscha .
Um diese Ein lüsse den einzelnen Pa ame e n zuo dnen zu können, is
eine um assende Analyse, die übe die In en ion des o liegenden Ansa zes
hinausgehen wü de, no wendig. Dennoch kann ein e s e Au schluß übe die
Reak ion des Sys ems au Pa ame e ände ungen be ei s au de Basis eine
e s en Zuo dnung au gezeig we den. Aus de En wicklung des Di e en-
ialgleichungssys ems (11) olg , daß sich Ma k mach posi ionen de Ta i -
pa ne und Ände ungen de A bei sp oduk i i ä in den Pa ame e n a0 und
ai niede schlagen, wäh end §0 und o nehmlich du ch p oduk ions heo-
e ische Zusammenhänge, einschließlich de Wi kung des echnischen Fo -
sch i s, gep äg sind.
Es sei angenommen, daß in einem bes imm en Zei punk die Wachs ums-
a e de A bei sp oduk i i ä einmalig37 zunimm und dann au dem neuen
37 Die Einsch änkung au eine einmalige Zunahme dien nu de Kla hei de
A gumen a ion und de g a ischen Wiede gabe diese Va ia ion. Die abgelei e en
E gebnisse bleiben auch bei kon inuie lichen Ände ungen on a0 gül ig.
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Die Dynamik de In la ions- und Beschä igungsen wicklung 557
Ni eau kons an bleib . Dadu ch s eig de We des Pa ame e s a0. Ans elle
des Zen ums E0 he sch nun das Zen um Ex (siehe Abbildung 4):
Abb. 4
Vo de Pa ame e ände ung olgen In la ions a e und A bei slosenquo e
eine En wicklung en lang de In eg alku e K0. Zum Zei punk de Pa a-
me e ände ung be inde sich die Volkswi scha in de Posi ion P . Fü das
neue In eg alku ensys em, es geleg du ch das Zen um Ei, bedeu e de
Punk P eine An angsbedingung, die aus de je z gül igen In eg alku en-
scha die In eg alku e Ki es leg , gemäß de sich die wei e e En wicklung
on In la ions a e und A bei slosenquo e ollzieh . In Abbildung 4 gib die
dick ausgezeichne e Linie den quali a i en Ve lau de Va iablen n und u
wiede ; die P eile kennzeichnen die Bewegungs ich ung. Solange keine
neuen Pa ame e ände ungen ein e en, p ädisponie die In eg alku e Ki
die wei e e En wicklung on
JZ
und u.
Au g und des en wickel en Modells lassen sich mögliche wi scha spoli-
ische Maßnahmen heo e isch38 in d ei Ka ego ien un e eilen. Die e s e
Ka ego ie en häl S eue ungsmaßnahmen, die eine Beein lussung on In la-
ions- und A bei slosen a e en lang eine o gegebenen T ajek o ie e mög-
lichen. Die Wi scha spoli ik kann dabei beschleunigend ode e zöge nd
wi ken, jedoch kaum eine Umkeh de sys eminhä en en Bewegungs ich-
ung e zwingen. Die zwei e Ka ego ie um aß alle Eing i e, die eine Ände-
38 Diese Au eilung soll un e ganz allgemeinen Gesich spunk en e olgen. Es is
keineswegs beabsich ig , den d ei Ka ego ien einzelne, konk e e Poli ikmaßnahmen
zuzuo dnen. Dies is in ielen Fällen wegen Wi kungs iel al und -Ve zöge ungen
keine ein ache Au gabe und soll e dahe du ch eine quan i a i e Analyse abgesiche
sein.
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558 Wal e Assenmache
ung de An angsbedingungen en sp echen, jedoch das Zen um unbeein-
luß lassen. Diese S a egien e lauben T ajek o ien zu ealisie en, die nähe
am Zen um liegen. Dadu ch nehmen die Schwankungen on In la ions- und
A bei slosen a e ab. Eine solche Poli ik is jedoch abzulehnen, wenn in de
Ausgangssi ua ion das Zen um be ei s seh hohe We e ü die na ü liche
In la ions- und A bei slosen a e de e minie . Je z sind Poli ikmaßnahmen
de Ka ego ie d ei anzuwenden, die eine Ve schiebung des Zen ums und
dami eine Ve inge ung de na ü lichen In la ions- und/ode A bei slosen-
a e auslösen (zum Beispiel in Abbildung 4 die Ve schiebung des Zen ums
Ei in die neue Posi ion E0). Mi diesen Maßnahmen muß abe in de ku zen
F is keine spü ba e Auswi kung au die a sächlich zu du chlau enden
(u, ; )-Kombina ionen einhe gehen, da de le z e Zus and im Sys em Ei
(z.B. de Punk Pi in Abbildung 4) imme An angsbedingung ü die kon-
k e e In eg alku e mi dem Zen um E0 is (ges ichel e T ajek o ie in
Abbildung 4). Jedoch se zen sich mi el is ig die mi diese Poli ik ange-
s eb en Wi kungen du ch, wenn sich die Volkswi scha in den Phasen 1
und 2 (siehe Abbildung
3 b)
be inde .
V.
De empi ische Gehal eine ökonomischen Theo ie zeig sich nich in de
Allgemeingül igkei ode Plausibili ä ih e Annahmen, sonde n da in, daß
ih e Implika ionen mi dem ealen Geschehen in hin eichend hohem Maße39
übe eins immen. Die empi ische Übe p ü ung eine dynamischen Theo ie
kann sich in eine e s en S u e da au e s ecken, ob die aus dem Modell
deduzie en En wicklungen bes imm e , beobach ba e Va iablen auch in
den a sächlich einge e enen Zei eihen o liegen: Die Übe eins immung
de G undmus e des heo e ischen und des empi ischen Bewegungsablau s
s ell einen wich igen Hinweis ü den empi ischen Gehal de be e enden
Theo ie da . Eine gesiche e e Übe p ü ung läß sich du ch die ökonome-
ische Schä zung de Koe izien en o malisie e Implika ionen e zielen.
Diese Vo gehensweise e laub nich nu die Quan i izie ung de unbekann-
en Modellpa ame e , sonde n auch die Du ch üh ung s a is ische Tes s
zu Beu eilung de Signi ikanz de Schä zungen. Ge ade in diese Möglich-
kei liegen die Vo züge des ökonome ischen Ansa zes im Ve gleich mi dem
e s genann en Übe p ü ungs e ah en: E weisen sich die Pa ame e schä -
39 Mi diese Fo mulie ung soll bewuß de Eind uck e mieden we den, als ließe
sich in den Sozialwissenscha en dieselbe Exak hei wie in den Na u wissenscha en
e eichen. Menschliches Handeln s ell sich s e s als inhä en s ochas isch, jedoch
nich egellos, da . Die ökonomische Theo ie e such ge ade den au das Wi scha -
en ge ich e en Teil sys ema ischen Handelns zu e g ünden.
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Die Dynamik de In la ions- und Beschä igungsen wicklung 559
zungen als nu zu ällig on null e schieden, kann dies p inzipiell als Fal-
si ika ion de in de Implika ion en hal enen ökonomischen Hypo hese
gedeu e we den40.
•
Die beiden angesp ochenen Übe p ü ungsmöglichkei en sollen bei dem
o liegenden Modell zu Anwendung kommen. Als Rele anzzei aum die-
nen die Jah e 1971 bis 1983, weil hie seh ausgep äg e In la ionsen wick-
lungen o liegen. Die Da enbasis41 bes eh aus Qua alse hebungen ü die
saisonbe einig e A bei slosen- bzw. Beschä igungsquo e und ü die In la-
ions a e, be echne aus den Vo jah esände ungen des P eisni eaus de Ve -
wendung des Sozialp oduk s ü den p i a en Ve b auch mi dem Basisjah
1976. Um das Zei mus e diese empi ischen Reihen zu e kennen, we den
die ü jedes Qua al o liegenden Beobach ungs upel als Punk e in ein ka -
esisches Koo dina ensys em übe agen, an dessen Abszisse die A bei s-
losenquo e und an de O dina e die In la ions a e abge agen sind (siehe
Abbildung 5).
Die jeden Punk kennzeichnende Zi e gib den Zei bezug an, beginnend
mi 1 = 1. Qua al 1971. Die Ve bindung alle Punk e in Reihen olge de
na ü lichen Zahlen lie e das En wicklungsmus e de In la ions a e und
Beschä igungsquo e, dessen sys ema ische Teil nach Ausschluß s ochas i-
sche S ö ein lüsse du ch die „gla e" Linie ep äsen ie wi d. Es e en
hie deu lich zwei Schlei en he o : Die e s e beginn mi dem Punk 1 und
ende im Punk 32, de gleichzei ig den An ang de zwei en Schlei e ma -
kie , de en le z e Beobach ung mi dem Punk 52 gegeben is . Wie in
Abschni IV gezeig ( gl. Abbildung 4), is ein solche Bewegungsablau aus
dem hie en wickel en Modell ablei ba ; de empi ische Be und muß somi
als eine e s e S ü zung de au ges ell en Theo ie gewe e we den.
Die ökonome ische Übe p ü ung eine ökonomischen Theo ie geling nu
dann, wenn ein ökonome isches Modell au ges ell is , das die Theo ie ode
ih e Implika ionen als o malisie e Hypo hesen en häl . Es is im o liegen-
den Fall dahe naheliegend, das nich linea e Di e en ialgleichungssys em
(11) als Ausgangspunk zu wählen. Dieses Sys em is jedoch ü die ökono-
me ische Analyse noch ungeeigne , da es wede linea in allen Va iablen42
noch s ochas isch is . De e s genann e Mangel läß sich leich du ch eine
geeigne e Va iablen ans o ma ion besei igen. Di idie man in Sys em (11)
die e s e Gleichung du ch ; und die zwei e du ch , e gib dies:
40 Es seien hie ande e Ins anzen eine Falsi ika ion, wie z.B. Fehlspezi ika ion des
konk e en ökonomischen und/ode des s a is ischen Modells ausgeschlossen.
41 Die Da en s ell e eundliche weise das Rheinisch-Wes älische Ins i u ü
Wi scha s o schung Essen zu Ve ügung.
42 Zu Bedeu ung de Linea i ä in den Va iablen siehe Assenmache (1984), S. 28.
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560 Wal e Assenmache
k
— = — a0 +
71
(17)
= ?0 - ll-TT
V
Die T ans o ma ionsgleichungen wn = h/n und w = / linea isie en
diese beiden Gleichungen. Die S ochas isie ung des Sys ems (17) be ei e
ziemliche Schwie igkei en, da es mi s e igem Zei pa ame e o mulie
is 43. Selbs wenn dieses P oblem zu iedens ellend gelös we den könn e,
bleib noch die F age nach dem geeigne en Schä z e ah en o en. In de
ökonome ischen Li e a u gib es nu wenige Ansä ze, die sich mi de
Schä zp oblema ik bei s ochas ischen Di e en ialgleichungssys emen
be assen. Die e ziel en Resul a e sind jedoch in keinem Fall seh e mu i-
gend: En wede gel en die Schä z e ah en nu ü Modelle ohne exogene
« Vgl. hie zu Schmid (1977), S. 11 .
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Die Dynamik de In la ions- und Beschä igungsen wicklung 561
Reg esso en, ode die Schä zungen sind e ze 44. Allen Schä zungen lieg
zudem ein e hebliche o male Au wand zug unde und sie be ei en
Schwie igkei en bei ih e nume ischen Realisa ion. Aus diesen G ünden soll
das Gleichungssys em (17) du ch eine Fassung mi disk e em Zei pa ame e
app oximie we den. Dies geschieh du ch die disk e en App oxima ions-
gleichungen:
jc -n -1 - -i
wn<
:
= , wV := , := und j := jz
X -l V -i
= 1,2,3,...
Die Ein üh ung on Zu allsein lüssen kann je z addi i e olgen, wobei
die in de Ökonome ie üblichen Annahmen45 das s a is ische Modell ü
diese Ein lüsse kons i uie en. Das eine empi ischen Analyse zugängliche
Modell ha nun die Fo m:
(18) 10„ = 0n +
012
+ £i
(19) W , = 021 + 022 ^ +
£2
(20) Iii = o2iI, i = 1,2 ; = 1,..., T: Rele anzzei aum
Zi'. (T x T)-Ko a ianzma ix de S ö a iablen £{
Die a p io i Res ik ionen ü dieses Modell lau en:
0n = - ao < 0 , 0i2 =
<*i
> 0 , 021 = !o > 0 und 022 = - ?i < 0
Da in beiden Gleichungen keine endogenen Va iablen als Reg esso en o -
kommen46, kann das Modell au de Da enbasis des oben angegebenen Rele-
44 Schmid (1977), S.
67 .
zeig dies anhand eine Mon e-Ca lo-Simula ion ü die
on Be gs om (1966) und Wyme (1972) en wickel en Ve ah en, bei denen das simul-
ane Di e an ialgleichungssys em du ch ein gewöhnliches Gleichungssys em mi dis-
k e em Zei pa ame e app oximie wi d.
45 Vgl. Assenmache (1984), S.
32 .
46 Diese Aussage is bei de Ve wendung on Wachs ums a en als endogene Va ia-
ble meis ens p oblema isch. So is z.B. de Reg esso Bes and eil de endogenen
Va iablen wV und
J
in en hal en. Dadu ch sind in beiden Reg essionsgleichun-
gen die en sp echenden Reg esso en on den S ö a iablen €i i = 1,2 nich meh s o-
chas isch unabhängig. Ande s als bei heo e ischen ökonome ischen Analysen ha
die s ochas ische Fundie ung bei p ak ischen ökonome ischen Un e suchungen mi
den subs anzwissenscha l ichen Vo gaben kompa ibel zu sein. Es wä e dahe nich
ich ig, die e zöge en Va iablen in w > und w„ als de e minie anzusehen. Die
S ö a iablen wü den dann nu noch bzw. n beein lussen können. Dies is abe ein
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562 Wal e Assenmache
anzzei aums mi de Me hode de kleins en Quad a e (OLS) gleichungs-
weise geschä z we den. Die beiden Schlei en in Abbildung 5 weisen au
einen S uk u b uch im 32. Qua al hin, de sich in eine Ve schiebung des
Zen ums de In eg alku enscha niede schläg . Aus diesem G und we -
den ü jede Gleichung zwei Schä zungen du chge üh . Schä zung I e olg
au dem S ü zzei aum 1. Qua al 1971 bis 4. Qua al 1978; de Schä zung II
lieg die Da enbasis 1. Qua al 1979 bis 4. Qua al 1983 zug unde. Schä -
zung I lie e ü die Gleichungen (18) und (19) die olgenden E gebnisse.
Dabei s ellen die Zahlen in Klamme n un e jedem geschä z en Koe izien-
en seinen -We da . Das Symbol
A
übe eine Va iablen kennzeichne ih e
mi de Reg essionsgleichung be echne en We e; s eh dieses Symbol übe
einem Pa ame e , bezeichne es seine Schä zung.
(21) Wn, =~ 244,249 + 2,505
(- 3,1) (3,08)
d= 1,538 R2 = 0,241
(22) bVi = 0,459
—
0,107 n
(3,4) (- 4,345)
d = 0,847 R2 = 0,386
d: Du bin-Wa son-S a is ik
R2: Bes imm hei smaß (De e mina ionskoe izien )
Die mi de Schä zung II e ziel en Reg essionsgleichungen lau en:
(23) w„, = - 380,34 + 4,04
(- 3,13) (3,15)
d= 1,458 R2 = 0,367
(24) wVi = 0,542 - 0,172 n
(1,97) (- 3,15)
d = 0,691 R2 = 0,369
Wide sp uch zu de den Gleichungen (18) und (19) zug unde liegenden Theo ie,
wonach die Ra en als Ganzes Plang ößen de Wi scha ssubjek e sind. Un e diesem
Gesich spunk e schein die Annahme, daß co ( , eu) = co (j , e2 ) = 0 is , zwa
kühn, abe doch e e ba . Vgl. hie zu auch den Hinweis on Sa gen (1978), wonach
ökonome ische und ökonomische Exogeni ä nich imme übe eins immen müssen.
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Die Dynamik de In la ions- und Beschä igungsen wicklung 563
In allen ie Reg essionsgleichungen wu de das Vo zeichen de Reg es-
sionskoe izien en in Übe eins immung mi den a p io i Res ik ionen ich-
ig geschä z . Bei einem ungewöhnlich kleinen a-Fehle on nu 0,5 .H.
weichen alle Koe izien enschä zungen bis au den Achsenabschni de
Gleichung (24) signi ikan on null ab47. De Achsenabschni de Gleichung
(24) is jedoch be ei s bei einem a-Fehle on 5 .H. wiede signi ikan
geschä z .
Diese Be unde bedeu en eine auße gewöhnlich gu e empi ische S ü zung
de in den Reg essionsgleichungen en hal enen ökonomischen Theo ie; das
komm auch in de Du bin-Wa son-S a is ik d de Reg essionsgleichungen
(21) und (23) zum Ausd uck. In beiden Fällen nimm d We e an, die ü die
S ö a iablen keine Au oko ela ion anzeigen. Dies is ein Hinweis da ü ,
daß die wesen lichen De e minan en ü die Wachs ums a e de In la ions-
a e in diesen Reg essionsgleichungen en hal en sind. Bei den beiden üb i-
gen Gleichungen au oko elie en die S ö a iablen. Au oko ela ion de
S ö a iablen kann dahingehend gedeu e we den, daß die En wicklung de
Beschä igungsquo e und ih e Abhängigkei on ande en ökonomischen
G ößen zu ein ach modellie is ; bei dem anges eb en hohen Agg ega ions-
g ad des Modells is dies jedoch nich e wunde lich.
Im Gegensa z zu ühe en empi ischen A bei en ha de De e mina ions-
koe izien R2 iel on seine u sp ünglichen Faszina ion e lo en. Dieses
Maß kann in den meis en Fällen ohnehin nu desk ip i gedeu e we den.
Seine Aussagek a is endenziell noch ge inge , je lache die Reg essions-
ge ade e läu . Vo diesem Hin e g und sind die hie be echne en nied i-
gen We e ü R2 noch zu iedens ellend.
Die ökonome ische Analyse weis dem Gleichungssys em (11) und de in
ihm en hal enen Theo ie ü beide S ü zzei äume I und II eine g oße empi-
ische Rele anz zu. Die En wicklung de In la ions a e und A bei slosen-
quo e e olg in den Jah en 1971 bis Ende 1978 en lang eine T ajek o ie um
ein Zen um, dessen Koo dina en sich aus den Koe izien en de Gleichun-
gen (21) und (22) e geben. Mi diesen We en sind dann auch die Höhe de
na ü lichen In la ions a e ü und de na ü lichen A bei slosenquo e ü ü
den S ü zzei aum I ge unden. Die na ü liche In la ions a e be äg :
47
Bei den meis en empi ischen A bei en be äg de a-Fehle en wede
5 . H.
ode
1
. H.
De Signi ikanz es wi d um so aussagek ä ige , je kleine man den a-Fehle
wähl , weil dami die Wah scheinlichkei , eine ich ige H0-Hypo hese abzulehnen,
sink .
0,459 = 4,29 .H.
0,107
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