Enke, Ha ald; Tessme , Ing id
A icle
Neu ale Geldwe s abilisie ung
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Enke, Ha ald; Tessme , Ing id (1975) : Neu ale Geldwe s abilisie ung,
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha
ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke &
Humblo , Be lin, Vol. 95, Iss. 1, pp. 33-58,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.1.33
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291348
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Neu ale Geldwe s abilisie ung
Ein Vo schlag zu In la ionsbekämp ung
Von Ha ald Enke und Ing id Tessme *
Es wi d om Ve sagen de adi ionellen S abilisie ungspoli ik und on
de Unb auchba kei di igis ische Maßnahmen, insbesonde e auch zwangs-
weise Indexklauseln, ausgegangen. Vo geschlagen wi d ein Anknüp en an
die Idee de Indexwäh ung, wobei diese du ch egelmäßig wiede keh ende
Wäh ungsums ellungen app oxima i implemen ie we den soll. Skizzie
we den G undidee und G unds uk u dieses Vo schlags, das no wendige o -
ganisa o ische Vo gehen und die e wa e en Wi kungen.
Ni gends häl man konse a i e Au assungen ü so angeb ach
wie in Wäh ungs agen; und doch is ni gends die No wendigkei
eine Neuo ien ie ung d ingende . John Mayna d Keynes,
19231
Als ich 1912 au eine Tagung de Ame ikanischen Volkswi scha -
lichen Ve einigung ge ag wu de, wie lange es daue n we de, bis
die Fes wäh ung gescha en wü de, an wo e e ich lachend „neun-
hunde Jah e". I ing Fishe ,
19372
Die Bes ebungen Fishe s gehen au gese zliche Ände ung de Wäh-
ungssys eme — in de Rich ung eines E sa zes des Golds anda d
du ch den Kau k a s anda d — hinaus. Ich glaube nich , daß diese
Bes ebungen selbs e olg eich sein we den. Da ü sind die K eise,
die, mi Rech ode Un ech , als Sach e s ändige au diesem Gebie e
gel en — die Bankie s — iel zu konse a i einges ell .
Albe Hahn,
1928*
I. G undlegende Thesen
1. De gegenwä igen In la ion is mi de he kömmlichen ode eine
modi izie en S abilisie ungspoli ik au absehba e Zei nich beizu-
kommen; di igis ische Maßnahmen sind aus übe geo dne en Ge-
* Fü die Du chsich des Manusk ip s und ü Ve besse ungs o schläge sind
wi He n P o esso D . Al ed E. O , Tübingen, und zwei unbekann en Gu -
ach e n zu Dank e p lich e .
1 J. M. Keynes, Ein T ak a übe Wäh ungs e o m (d . Übs. on E. Koche -
hale ), München und Leipzig 1924, Vo wo (da ie 1923), S. VI.
2 I. Fishe und H. R. L. Coh ssen, Fes e Wäh ung (S able Money, d . Übs. on
S. Speye e mi Vo wo on E. Wagemann), Uch do - Weima - Leipzig 1937,
Anhang ,13. Abschni : Meine pe sönlichen Ansich en, S. 329.
8 A. Hahn, Ein üh ung zu deu schen Ausgabe, in: I. Fishe , Die Illusion des
Geldes (The Money Illusion, d . Übs. on
H.
Scheible ), Be lin 1928, S. V.
3 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1975/1
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34 Ha ald Enke und Ing id Tessme
sich spunk en agwü dig und/ode ine izien . Vo ausse zung ü
eine e olg eiche An iin la ionspoli ik wä e u. a. eine Konsolidie-
ung des Wel wäh ungssys ems, die selbs bei op imis ische Ein-
schä zung ühes ens in meh e en Jah en he beige üh we den
kann und noch lange nich die Besei igung alle wesen lichen
In la ionsu sachen bedeu en wü de.
2. Die Folge is , daß wesen liche Geld unk ionen de zei und au ab-
sehba e Zei beein äch ig ode ges ö we den. Zu nennen sind
insbesonde e die Rechnungs unk ion des Geldes, die We au bewah-
ungs unk ion und die Kombina ion aus diesen beiden Funk ionen,
d. h. eine Kon oll unk ion de ealen En wicklung on Geld e -
mögen bzw. E spa nissen.
3. Kennzeichen des de zei igen Geldes is , daß das o male Geld, sein
We au d uck und seine S ückelung kons an bleiben, wäh end de
Geldwe , die Kau k a des Geldes, a iabel (abnehmend) is . Diese
Ve eilung on Kons anz und Va iabili ä kann nu als his o isch,
adi ional beding angesehen we den.
4. Wenn beides, das o male Geld und de Geldwe , nich gleichzei ig
kons an gehal en we den können, e schein es als a ionale , den
Geldwe kons an zu hal en und das o male Geld a iabel we den
zu lassen.
5. Das Fazi hie aus wä e die Ein üh ung eine Indexwäh ung, wie sie
insbesonde e I ing Fishe o geschlagen ha .
6. Wenn auch bes imm e Übe legungen hinsich lich de Ges al ung
des Wel wäh ungssys ems in die Rich ung eines Sys ems on In-
dexwäh ungen gehen, wä e die Ein üh ung eine Indexwäh ung
au na ionale Ebene im Augenblick ein Alleingang mi ge äh lichen
Konsequenzen.
7. Um die Rechnungs unk ion des Geldes ad hoc wiede he zus ellen,
wi d hie o zdem eine schwache Fo m de Indexwäh ung o ge-
schlagen. Diese Fo m könn e als indexo ien ie e Wäh ung im Ge-
gensa z zu eine indexgebundenen Wäh ung bezeichne we den.
8. Zwei Möglichkei en eine indexo ien ie en Wäh ung, d. h. eine
O ien ie ung de Recheneinhei en des Geldes an de En wicklung
bes imm e P eisindizes (z. B. des Lebenshal ungskos enindex), bie-
en sich an.
9. Die e s e Möglichkei is diejenige eines indexo ien ie en Schwund-
geldes, bei dem bes imm e Coupons in Abhängigkei om Wachs-
um des P eisni eaus in kü ze en Abs änden e allen und dann ab-
geschni en ode mi We ma ken übe kleb we den müssen. Diese
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Neu ale Geldwe s abilisie ung 35
Möglichkei , die in o male Hinsich Gesells Schwundgeld zu spä en
Eh en b ingen wü de, e schein als nich p ak ikabel.
10. Die zwei e Möglichkei is diejenige on Wäh ungsums ellungen,
hie als neu ale Geldwe s abilisie ung bezeichne und Ke npunk
dieses Au sa zes. Sie geh dahin, daß z. B. alle d ei Jah e das al e
Geld du ch ein we olle es neues e se z wi d, wobei de Um-
echnungsschlüssel au de Wachs ums a e des P eisni eaus (d. h.
de Wachs ums a e eines auszuwählenden P eisindex bzw. de
Wachs ums a e des Mi els aus meh e en P eisindizes) basie .
DM al
Fo mel: DM neu = — ;
WP
1
4- ——
^ 100
wobei u? = Wachs ums a e des P eisni eaus in P ozen übe z. B.
d ei Jah e.
11. Zu Un e scheidung om he kömmlichen Geld wi d das neue de-
la o ische Geld du ch Zusa z de Jah eszahl de Wäh ungsums el-
lung gekennzeichne (z. B. DM 76).
12. Auch diese zwei e Möglichkei eine indexo ien ie en Wäh ung, die
neu ale Geldwe s abilisie ung, is nich ohne wei e es p ak ikabel;
sie is abe p ä e abel gegenübe dem de zei igen In la ionsdi-
lemma, bei dem P eis ela ionen und P eisni eau gleichzei ig im
Fluß sind und die T anspa enz bzw. Rechenha igkei des Wi -
scha sp ozesses meh und meh e lo en geh .
13. Von de G undidee des Vo schlags sind die Au o en übe zeug , auch
wenn es sich nu um eine eine Symp om he apie handel . Ge ade
ih Cha ak e als eine Um echnungs o gang ha gegenübe den
bishe igen Ve suchen de In la ionsbekämp ung den Vo zug eine
ex an e ga an ie en E izienz. Übe dies e scheinen posi i e Sekun-
dä wi kungen, insbesonde e du ch möglich we dende Le np ozesse,
als wah scheinlich.
14. Die in diesem Au sa z skizzie e Umse zung de Idee in die Wi k-
lichkei is hingegen nich als Glaubensbekenn nis de Au o en zu
e s ehen. Sie e olg hie nu de anschaulichen Da s ellung halbe
und um zu zeigen, daß die en s ehenden P obleme p inzipiell lös-
ba sind. Vo ausgese z , die G undidee inde eine gewisse Zus im-
mung, mögen diese Umse zungs o schläge als G undlage ü eine
Diskussion dienen, in de sich mi Siche hei e besse e Realisie-
ungs a ian en inden lassen.
15. De Vo schlag de neu alen Geldwe s abilisie ung und de ge-
sam e Au sa z e heben nich den Ansp uch ie gehende O iginali-
ä . Im G unde we den nu be ei s bekann e Elemen e zusammen-
3*
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ges ell ; so die Idee de Index Wäh ung, die Du ch üh ung „nomina-
le " Wäh ungsums ellungen (z. B. de Gaulles Neue F anc) und die
Möglichkei de o cie en Mi hil e de einzelnen Wi scha ssub-
jek e zu Lösung on Gemeinscha sau gaben du ch behö dliche
Ein üh ung bzw. Ve b ei ung neue Hil smi el (z. B. de Pos lei -
zahlen bzw. des Pos lei zahlbuches).
16. Die Au o en gehen schließlich on olgende Übe legung aus: Da-
en e a bei ung, ges eige e Ra ionali ä und ges eige e Reak ions-
geschwindigkei haben siche zu In la ionsbeschleunigung beige a-
gen. Es is nun nich einzusehen, wa um nich dieselben Fak o en
als Mi el zu In la ionsbekämp ung e wende we den können;
no wendig hie zu is eine Loslösung on adi ionellen Geld o -
s ellungen.
17. Die neu ale Geldwe s abilisie ung als eine Um echnungsp o-
zeß kann und soll kein Allheilmi el gegen die In la ion sein. Zwa
wi d du ch die sich e gebende e besse e T anspa enz eine In la-
ionseindämmung e wa e ; doch bleib die No wendigkei wei e e
an iin la o ische Maßnahmen de e schiedens en A unbe üh ,
insbesonde e solche de na ionalen Geldpoli ik und zu außenwi -
scha lichen Absiche ung bzw. zu Konsolidie ung des Wel wäh-
ungssys ems.
IL K i ische Beme kungen zu
den o handenen Konzep ionen de In la ionsbekämp ung
1. Das Ve sagen de adi ionellen S abilisie ungspoli ik
Wa es schon in den 50e und 60e Jah en nich gelungen, eine Geld-
we minde ung ganz zu e meiden, so e scheinen die damaligen Geld-
en we ungs a en heu e als zu ansp uchs oll ü die ku z- bis mi el-
is ige Fo mulie ung eines S abili ä szieles. Doch ha sich die in la o-
ische En wicklung nich nu quan i a i geände , sonde n auch quali-
a i . Gelden we ung is nich meh in e s e Linie ein konjunk u elles
Phänomen des Booms, sonde n ha s uk u ellen Cha ak e angenom-
men. Auch im Abschwung s eben die P eiss eige ungs a en nich gegen
Null, wie dies ühe de Fall wa . Man sp ich on eine S ag la ion, zu-
mal dann, wenn ü die A bei slosigkei En sp echendes wie ü die Geld-
en we ung gil , nämlich daß sie nich nu in de Rezession au i , son-
de n du ch den Boom hindu ch bes ehen bleib , wie dies in den USA de
Fall is .
Angesich s diese quali a i en Ände ung des Cha ak e s de In la ion
is es nich e wunde lich, daß die adi ionelle, disk e ionä e, ku z is ig
o ien ie e, an izyklische Konjunk u poli ik e sag ha . Dabei is alle -
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Neu ale Geldwe s abilisie ung 37
dings anzume ken, daß auch inne halb diese s a egischen Konzep ion
ü iele Maßnahmen die Fo mel „zu spä , zu wenig und zu wenig koo -
dinie (zwischen den e schiedenen Poli ikbe eichen)" gil (Klo en 1974,
S. 1).
De Vo si zende des Sach e s ändigen a es zu Begu ach ung de ge-
sam wi scha lichen En wicklung, Klo en, s ell e kü zlich im Rahmen
eines Vo ags e end es : „Ziel e gleich und Analyse des Ins umen-
eneinsa zes e geben kein gu es Bild, und die Klu zwischen dem, was
die s abilisie ungspoli ische Konzep ion e wa en ließ, und dem, wie ih
en sp ochen wu de, is nich wegzudisku ie en" (1974, S. 2).
F aglich is abe , ob es de zei übe haup eine s abilisie ungspoli i-
sche Konzep ion gib , bei de en Implemen ie ung ein gu es Bild e wa e
we den könn e; denn u. E. lieg keine o ,
i*
— die im Hinblick au das de zei ige In la ionsdilemma on de Meh -
hei de Wi scha swissenscha le als e izien angesehen wi d,
— bei de en Implemen ie ung sich une wünsch e Nebenwi kungen in
e e ba en G enzen hal en (Phillips-Ku e, „magische Vielecke"),
— die als poli isch du chse zba e schein und
— die o dnungspoli isch unbedenklich is .
Angesich s diese Si ua ion is , o z alle Bemühungen ü die nähe e
Zukun , ehe ein s abilisie ungspoli isches „muddle h ough" als das
Einschlagen eines neuen Weges zu e wa en4.
2. De Ru nach di igis ischen Maßnahmen wie Lohn-
und P eiss opp, Kon ollen ode zwangsweisen Indexklauseln
Au den e s en Blick wi d es E s aunen auslösen ode Ablehnung p o-
ozie en, wenn hie Indexklauseln und S opp-Poli ik in einem A emzug
genann we den. Wäh end de di igis ische Cha ak e des Lohn- und
P eiss opp auße F age s eh , we den selbs zwangsweise Indexklauseln
de zei iel ach so be ach e , als seien sie e was ganz Ha mloses. Diese
Sich e klä sich da aus, daß wegen de Ve mach ung des A bei sma k-
es e kann wi d, daß Lohn- und Gehal ssä ze P eise sind und dami
ü den ma k wi scha lichen S eue ungsp ozeß zen ale, nich bind-
ba e G ößen. Die F ages ellung heiß ja nich „Mach ode ökonomisches
Gese z", sonde n „Mach und ökonomisches Gese z". Dies soll e ge ade
bei den bila e al-monopolis ischen ode bila e al-oligopolis ischen S uk-
4 Dami soll nich s gegen die Bedeu ung und die No wendigkei de En -
wicklung neue s abilisie ungspoli ische bzw. konjunk u - und wachs ums-
pol ische Konzep ionen gesag we den.
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u en de A bei smä k e beach e we den. Die zwangsweise Anbindung
de Lohn- und Gehal ssä ze du ch Glei - ode Indexklauseln s ell einen
Eing i in das O dnungsge üge de Ma k wi scha mi all seinen nega-
i en Konsequenzen da . Fü eine zusä zliche Anbindung on P eisen
gil selbs e s ändlich das gleiche. Als mögliche nega i e Konsequenzen
sind u. a. zu nennen:
— In la ionsbeschleunigungs (wenn nich alle Löhne und P eise gebunden
sind), weil du ch möglichs schnelle und g oße E höhungen de eien Pa-
ame e o z Glei klauseln In la ionsgewinne ü die jeweils handlungs-
ähigen G uppen e zielba sind, e ne in olge on Spekula ion und Vo -
a skäu en;
— Umgehungen, z. B. du ch Übe s unden egelungen und Ums u ungen de
A bei nehme im Hinblick au Lohn- und Gehal sg uppen ode du ch die
En s ehung „schwa ze Mä k e";
— No wendigkei eines bü ok a ischen Kon ollappa a es, wenn es gil , die
eben genann en Umgehungen zu e hinde n;
— so o ige ode sukzessi e Ze s ö ung des ma k wi scha lichen S eue ungs-
mechanismus, de au dem eien Spiel on P eisen, Lohnsä zen und Zins-
sä zen be uh (dabei da eies Spiel nich mi olls ändige Konku enz
und F eihei on monopolis ische Ausbeu ung e wechsel we den).
Diese Aus üh ungen gel en ü alle Fo men eine zwangsweisen In-
dexie ungspoli ik6 mi olls ändige Bindung on P eisen, Lohnsä zen
und/ode Zinssä zen. Sie gel en nich ü die A de Lohnindexklauseln,
wie sie besonde s deu lich im Jah esgu ach en 1973/74 (Tz. 338-342,
insbes. 339 und 340) des Sach e s ändigen a es zu Diskussion ges ell
wo den sind, bei denen die Indexklausel sozusagen nu einen p ozen-
ualen P eisni eau-Zuschlag au den a i lich ei e einba en Real-
lohnsa z bewi k . Alle dings muß bezwei el we den, ob eine a i liche
Reallohnpoli ik, in de ja mi ex an e G ößen gea bei e wi d, übe -
haup gelingen kann, ob nämlich in den Ta i e handlungen ex an e
eine T ennung in eale und nominale Bes and eile möglich is . Hie bei
is die meis un e schiedliche In e essenlage de beiden Ma k sei en zu
bedenken. T o zdem e schein die Schluß olge ung zulässig, daß de Ve -
such de T ennung in eale und nominale Bes and eile die Lohnpoli ik
zumindes du chsich ige we den läß und dahe eine gewisse In la ions-
b emsung mi sich b ing .
Die obigen nega i en Äuße ungen zu Zwangs-Indexklauseln gel en
selbs e s ändlich auch nich ü eiwillige, e agliche (einzelwi -
scha lich e einba e) Glei klauseln7. De a ige Indexklauseln s ehen
5 Vgl. z. B. den VWD-Be ich on R. Hellmann (1974), S. 8 .
8 Zum Thema de Indexklauseln gl. W. Eh liche (1974) sowie O. Issing
(1973), O.-E. Kun ze (1973), A. Obe hause (1972), S. 137 .
7 Vielmeh is Gie sch zuzus immen, de in de de zei igen Genehmigungs-
p lich solche Indexklauseln du ch die Bundesbank „eine Besch änkung de
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Neu ale Geldwe s abilisie ung 39
übe dies nich im Wide sp uch zum hie un e b ei e en Vo schlag de
neu alen Geldwe s abilisie ung; ielmeh dü en sie in gleiche Rich-
ung wi ken.
Hä e e di igis ische Maßnahmen als die k i isie en zwangsweisen
Indexklauseln, also Lohn- und P eiskon ollen ode Lohn- und P eis-
s opp, sind im Rahmen eine ma k wi scha lichen O dnung eben alls
un auglich. Dies ha sich in ielen Anwendungs ällen, z. B. du ch Au -
e en de zu ückges au en In la ion, kla gezeig 8. Gegen das A gumen
schließlich, ein Lohn- ode P eiss opp sei nu e olg eich, wenn e mi el-
ode lang is ig in Gel ung bleibe, sp echen nich nu die nega i en E -
ah ungen mi de länge is igen S opp-Poli ik des na ionalsozialis i-
schen Regimes, insbesonde e mi de en Hin e lassenscha en in Fo m
des Ve alls de Geld unk ionen de Reichsma k, des Au blühens eines
„schwa zen Ma k es" in de Nachk iegszei und de No wendigkei eine
Wäh ungs e o m. Dagegen sp ich noch iel meh , daß ein länge is iges
Ausse zen wesen liche ma k wi scha liche Ausgleichsmechanismen
sowie eines Teils de Ve ags eihei die Funk ion de Wi scha ssub-
jek e und -g uppen als (dezen ale) En scheidungs äge nachhal ig aus-
höhl und das O dnungsge üge de Ma k wi scha mögliche weise i e-
pa abel beschädig .
3. Die Suche nach Pa en ezep en
Die E ah ung sp ich da ü , daß die ma k kon o men, adi ionellen
Ins umen e de S abilisie ungspoli ik nich g ei en. Theo e ische Übe -
legungen gehen dahin, daß ma k inkon o me, di igis ische Maßnahmen
meh schaden als nü zen. Was bleib ? Die Suche nach de e lo enen
Zei , d. h. hie : dem ela i s abilen Geld de Ve gangenhei in de A
eine esigna i en E inne ung, ode die Suche nach Pa en ezep en in de
A eines eupho ischen Wunde glaubens. De a ige Pa en ezep e, d. h.
Vo schläge, ein neues und s ö ungs eies Geld zu kons uie en, sind
(spä es ens) sei den 70e Jah en des o igen Jah hunde s ( gl. W.
Ge lo 1952, S. 221 .) — o allem wäh end de g oßen In la ion nach
dem 1. Wel k ieg — gemach bzw. p opagie wo den. Dabei s ehen
Ve ags eihei und ein Elemen des Di igismus" sieh . Von de Au hebung
de en sp echenden gese zlichen Regelung (§ 3 des Wäh ungsgese zes om 20.
Juni 1948) und de au diese G undlage möglich we denden Ve wendung on
Indexklauseln e wa e Gie sch eine In la ions e langsamung. Sowei es sich
dabei um eine eiwillige, on den jeweiligen Ve agspa ne n e einba e
Ve wendung on Indexklauseln handel (d. h. nich um eine gene elle Ve wen-
dung s ik e Indexklauseln, z. U. au g und eines einzelwi scha lich e bind-
lichen gesam wi scha lichen S abili ä spak s), sind die A gumen e on
Gie sch u. E. übe zeugend. Vgl. H. Gie sch (1973), Tz. 17, S. 14, und passim.
8 In diesem Zusammenhang sei u. a. au die wich igen K i ikpunk e be-
züglich de Ein üh ung eines P eiss opps e wiesen, die kü zlich on Gie sch
(1973, Tz. 3 - 5, S. 2 .) eind inglich o mulie wo den sind.
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40 Ha ald Enke und Ing id Tessme
neben un e nün igen Vo schlägen solche, die in de Idee ode de o -
geschlagenen Du ch üh ung B auchba es en hal en, und solche, die ih e
G undidee nach ielleich seh e nün ig sind. Au diese Vo schläge
wi d im olgenden Kapi el un e Zi e III, 3 Bezug genommen we den.
Auch de hie un e b ei e e Vo schlag s ell ein Pa en ezep da ,
s eh also — wenn man so will — in de T adi ion de „Geld e o me "
(F. Habe 1927, S. 762 .). Mi ande en Pa en o schlägen, die de zei
o geleg we den, wä e eine Eino dnung un e de Rub ik „Neogeld e-
o me " möglich.
III. De Vo schlag de neu alen Geldwe s abilisie ung
1. G undidee und G unds uk u
Wie be ei s es ges ell , können zumindes im Rahmen eine ex pos
Analyse des in la o ischen P ozesses zwei E ek e un e schieden we den:
e s ens eine Ve ände ung de ealökonomischen Rela ionen (P eis ela-
ionen, Einkommens ela ionen und Mengenge üs ) und zwei ens eine
Au blähungs endenz, ablesba an agg egie en P eis- und Lohnindizes.
Wäh end de e s e E ek on bes imm en Zielse zungen de Wi scha s-
poli ik he une wünsch sein kann, is de zwei e nich nu une wünsch ,
sonde n aus eine übe geo dne en a ionalen Sich auch unnö ig. Da de
zwei e E ek schädliche Wi kungen au die Funk ionsweise de Ma k -
wi scha (be ei s ü sich genommen, besonde s abe in Ve bindung
mi dem e s en E ek ) ausüb , kann e auch nich ein ach als i a ionale
Schnö kel hingenommen we den. Wie eingangs da geleg , is gene elle
An iin la ionspoli ik, die gegen beide E ek e gleichzei ig ge ich e is ,
bishe geschei e und wohl auch — zumindes in de nähe en Zukun —
zum Schei e n e u eil .
Dahe wi d als e s e Sch i de In la ionsbekämp ung o geschlagen,
den zwei en E ek , sozusagen den Ni eaue ek des in la o ischen P o-
zesses, zu eliminie en. Ande s ausged ück : Es wi d emp ohlen, on Zei
zu Zei den „ma ginalen Geldschleie " wegzuziehen. Dies is die G und-
idee des als neu ale Geldwe s abilisie ung bezeichne en Vo schlags.
Die G unds uk u des Vo schlags de neu alen Geldwe s abilisie-
ung is nich eine meh ode wenige komplizie e Konzep ion des neu-
alen Geldes, sonde n knüp an die un e de Gaulle e olg e F anc-Um-
s ellung aus dem Jah e 1960 an. Um die Recheneinhei en in F ank eich
wiede in nied ige e Dimensionen zu ans o mie en, wu de ganz ein-
ach ein Neue F anc gleich 100 Al e F anc gese z . Das al e Geld konn e
eine Weile neben dem neuen wei e e wende we den. Im G unde wa
diese „Wäh ungs e o m" nich s als eine Ände ung des Geldau d ucks.
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Neu ale Geldwe s abilisie ung 47
p lich e sind, jeweils die e s e Bilanz nach eine Wäh ungsums ellung in
doppel e Fo m auszuweisen. Diejenigen P i a un e nehmen, denen
du ch die genann en Ges al ungs o sch i en in nennenswe em Aus-
maße Meh a bei und zusä zliche Kos en en s ehen, soll en hie ü du ch
angemessene S eue e leich e ungen (auße gewöhnliche Belas ungen)
en schädig we den.
Neben den besch iebenen Ges al ungs o sch i en beda es spezielle
Schu z o sch i en. Hie bei is zunächs au die einschlägigen Bes im-
mungen des S a -, Zi il-, Handels- und Wi scha s ech s, insbesonde e
auch des We bewe bs ech s hinzuweisen. Be üge ische Machenscha -
en in Zusammenhang mi Um echnungs agen dü en keines alls als
Ka alie sdelik e behandel we den, sonde n müssen mi de inne halb
de einschlägigen Vo sch i en möglichen S enge geahnde we den; dies
insbesonde e zum Schu ze on Menschen, die mi dem Geschä sleben
wenige e au sind. Es is da an zu denken, eine spezielle S a be-
s immung ins S GB au zunehmen, e gleichba den speziellen S a be-
s immungen des S GB bei schwe en Ve keh sdelik en.
Fe ne is in das Gese z be e end
die
Wäh ungsums ellungen eine Vo -
sch i au zunehmen, daß ech s e bindlich kün ig nu noch DM-Anga-
ben un e Zusa z de jeweiligen Jah eszahl ( gl. oben) sind. Schließlich
is eine we bewe bs ech liche Vo sch i zu kodi izie en, nach de eine
Wäh ungsums ellung nich als G und ü eine de- ac o-P eise höhung
e wende we den da , e wa de a , daß ein Ve käu e sag , die bishe i-
gen DM-al -P eise gel en ab so o als DM-neu-P eise; es sei denn, e
kann die Kons anz seine P eise (bzw. Ta i e) sei de jeweils o ausge-
gangenen Wäh ungsums ellung nachweisen. Ansons en wi d on ihm
die besch iebene De la ionie ung anhand des Um echnungsschlüssels
e wa e . Ve s öße können den ü die Gewe beau sich zus ändigen
Äm e n ode dem Ka ellam so o gemelde we den. Ausgenommen
on de genann en Ve bo s o sch i sollen Au - ode Ab undungen au
olle 5 P -Be äge, 10 P -Be äge usw. we den, um allzu obsku e P eis-
s ellungen en beh lich zu machen.
4.4. Von Münzen und Au oma en is bishe noch nich die Rede ge-
wesen. Das Zahlungsmi el de Münzen und das Ve iebsmi el de
Au oma en bedingen Sonde p obleme, die alle dings nich so schwie ig
sind, wie sie au den e s en Blick e scheinen mögen. Zunächs is es zu-
s ellen, daß bei jede Wäh ungsums ellung auch neue Münzen auszuge-
ben sind, die sich z. B. in de Me all ä bung un e scheiden können. Da
eine lau ende Ums ellung de Au oma en unmöglich sein dü e, wä e
hie ü ein besonde es Au oma engeld o zusehen (z. B. du ch Wei e -
e wendung de heu igen Münzen). An jedem Au oma en is de P eis
sowohl in Au oma engeld als auch in lau ende Wäh ung auszuweisen.
Die Au oma enbesi ze ih e sei s müssen wie bishe ih e Mengen bzw.
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43 Ha ald Enke und Ing id Tessme
ih e „Au oma engeldp eise" dem Kau k a schwund des Au oma engel-
des bzw. de sich in den Wäh ungsums ellungen niede schlagenden Geld-
en we ung anpassen.
4.5. Die In o mie ung des Auslandes s ell ein wei e es Sonde p oblem
da . Zunächs is den wich igs en S ellen eine ku ze In o ma ionsb o-
schü e in de jeweiligen Landessp ache, zumindes abe in englisch,
übe den in e nen Cha ak e de Wäh ungsums ellungen zuzulei en.
Hie au wi d un en im Punk 5.4 zu ückzukommen sein. Sodann is den
genann en S ellen das Um echnungsbuch in aus eichende Menge zu
Ve ügung zu s ellen mi eine Geb auchsanweisung in jeweilige Lan-
dessp ache ode in englisch. Schließlich sind ein eisenden Auslände n
an den G enzen de BRD die d ei e wähn en Un e lagen kos enlos und
ein Um echnungscompu e zum Selbs kos enp eis anzubie en.
4.6. Die Zus ändigkei en ü die Du ch üh ung de Wäh ungsum-
s ellungen wä en on eine gemeinsamen Bund-Lände -Kommission im
einzelnen es zulegen. P imä zus ändig dü e aus de Sache he aus die
Bundesbank sein, wei e e Au gaben en allen au die Finanz- und Wi -
scha s e wal ungen und au das Ka ellam .
5. Wi scha spoli ische Funk ionsweise:
Neu ali ä und indi ek e Wi kungen
5.1. Die möglichs o ale Neu ali ä is das G undme kmal des Vo -
schlags. Sieh man on den Kos en de Wäh ungsums ellung ab, so we -
den on de Wäh ungsums ellung selbs wede de Gü e k eislau noch
de Geldk eislau be üh , und auch an den Bes andsg ößen, insbeson-
de e dem Kapi als ock, wi d nich s e ände . Es wi d lediglich sozusa-
gen ans elle des al en ein neue Maßs ab angeleg , ganz ähnlich wie bei
de Ums ellung eines Index au ein neues Basisjah . Ein noch plas ische-
es Beispiel kann aus dem Ve keh swesen he angezogen we den: Wenn
ein Land, in dem bishe in Meilen ge echne wu de, au die km-Ein ei-
lung übe geh , ände sich nich s an den En e nungen zwischen den
S äd en und auch nich s an den Geschwindigkei en de Au os (es sei
denn, die Au o ah e un e liegen eine nume ischen Geschwindigkei s-
illusion).
Die Wäh ungsums ellung selbs is also in einem so um assenden Sinn
neu al, daß man sie au den e s en Blick als s e il14 — und somi als
14 Vgl. J.
M.
Keynes (1924), S. 1:
„Die Bedeu ung des Geldes lieg allein in seine Kau k a . Eine Ve ände-
ung in de Münzeinhei , die sich gleich ö mig gel end mach und die alle wi -
scha lichen Vo gänge in gleichem Maß beein luß , ha somi keine Auswi -
kungen. Wü de in olge eine Ve ände ung des bes ehenden We s anda ds
jede mann doppel so iel Geld als Zahlung ü alle seine Ansp üche und alle
seine Leis ungen e einnahmen und gleiche weise doppel so iel Geld ü alle
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Neu ale Geldwe s abilisie ung 49
unnö ig ansehen könn e. Dies wü de gel en, wenn die Wi scha ssub-
jek e übe jegliche Geldillusion e haben wä en. Da das abe nich de
Fall is , we den die Wäh ungsums ellungen nich neu al au das Ve hal-
en de Wi scha ssubjek e wi ken (bzw. einen Teil de de zei igen
nich -neu alen Geldwi kungen kompensie en). Au diesen Wi kungs-
zusammenhang soll im nächs en Abschni eingegangen we den.
5.2. Die Sich ba machung de Ve ände ungen de P eis ela ionen is
das p imä e Ziel de Wäh ungsums ellungen. P eise we den hie bei im
wei es en Sinne e s anden, also un e Einschluß on Lohn-, Gehal s-
und Zinssä zen. De S a us quo is dadu ch gekennzeichne , daß P eis-
ela ionen und P eisni eau gleichzei ig im Fluß sind.
Im Falle de Poli ik de neu alen Geldwe s abilisie ung we den bei
jede Ums ellung, also in ela i ku zen Zei abs änden, die Ve ände un-
gen de P eis ela ionen im wei es en Sinne sowie de Ve eilungs ela-
ionen e iden . Dies be i sowohl die Ve eilung de lau enden Ein-
kommen als auch diejenige de Ve mögen und dami zugleich die ela-
i e En wicklung un e schiedliche Ve mögensa en bzw. Kapi albe-
s ände. De gekennzeichne e E ek de Sich ba machung zeig sich glei-
che maßen bei mik o- und bei mak o-ökonomische Be ach ungsweise.
Neben diese Möglichkei des alle d ei Jah e du ch üh ba en, exak en
Ve gleichs is zu be onen, daß auch in de Zwischenzei das Ge ühl ü
den We de Wäh ungseinhei nich e lo en geh , da die Gelden we -
ung ja inne halb eine Bandb ei e gehal en wi d. Ein Denken in diesen
ela i es en We g ößen dü e ein ache und einsich ige sein als das
de zei ge o de e Denken in einem Sys em on implizi en Glei klauseln.
5.3. Die In la ionsgeschwindigkei wi d du ch die Poli ik de Wäh-
ungsums ellungen di ek nich be üh . F aglich is abe , ob in de Folge
diese Poli ik, insbesonde e au g und des um assenden E ek s de Sich -
ba machung, eine indi ek e Wi kung (Sekundä wi kung) ausgeh .
Wie oben da geleg , i die hie o geschlagene Poli ik de Wäh-
ungsums ellungen im Un e schied zu Indexklauseln alle ma k wi -
scha lichen S eue ungsg ößen gleichzei ig und e zich e im Un e schied
zu zwangsweisen Indexklauseln au das Anbinden jegliche S eue ungs-
g ößen. Deshalb is eine aus Lags ode aus Inkon o mi ä esul ie ende
In la ionsbeschleunigung nich zu e wa en. F aglich is nu , ob die Wi -
scha ssubjek e und die Wi scha sg uppen du ch die Wäh ungsums el-
lungen einen zusä zlichen An eiz e hal en, P eise bzw. Löhne und dami
die In la ionsgeschwindigkei (zusä zlich) zu e höhen. Ge ade hie ü is
abe kein G und e sich lich. Vielmeh we den die Ve häl nisse dadu ch,
daß das P eisni eau keinem lang is igen Wachs umsp ozeß meh un e -
Anscha ungen und Bedü nisse ausgeben, so wü de e da on öllig unbe o -
en bleiben."
4 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1975/1
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50 Ha ald Enke und Ing id Tessme
lieg , sonde n nu inne halb de Bandb ei e zwischen dem P eisni eau
bei eine Wäh ungsums ellung und demjenigen bei de nächs en
schwank , besse übe schauba , die In la ionsgewinnle we den leich e
zu e kennen sein als heu e.
Au diese Basis scheinen zwei mi einande e bundene Sekundä -
wi kungen de Wäh ungsums ellungen als denkba : Zum einen, daß die
Wi scha ssubjek e ein Ge ühl ü das mögliche eale Wachs um bekom-
men (und nich meh on „nominalen Bäumen", die in den Himmel
wachsen, ge äusch we den); zum ande en, daß Le np ozesse und die
Wi kung ökonomische sowie soziale Kon ollmechanismen (We be-
we b, Medien, ö en liche Meinung) die Lohn- und die P eisges al ung
so we den lassen, daß de in la ionä e P ozeß sich zumindes e langsam
ode soga zum E liegen komm .
Die Annahme de an zwei e S elle genann en Sekundä wi kung be-
uh au olgende Übe legung: Un e scheide man im In la ionswe lau
eine de ensi e und eine o ensi e In la ionsmen ali ä und be ach e
man die mu maßliche Wi kung de neu alen Geldwe s abilisie ung au
beide, dann e gib sich zwa in beiden Fällen das gleiche, jedoch aus un-
e schiedlichem G unde. De In la ionsbeschleunigung, die aus de ensi e
In la ionsmen ali ä esul ie , liegen eine objek i übe iebene So ge
um den „Besi zs and" und/ode „op ische Täuschungen" (d. h. eine Aus-
gabene höhung wi d iel ach als höhe emp unden als eine gleich hohe
Einnahmen- bzw. Einkommense höhung) zug unde. Bei e besse e
Ube schauba kei de P eis- und Lohn ela ionen sowie en sp echenden
Le np ozessen wü de die de a ig e u sach e In la ionsbeschleunigung
endenziell abgebau .
Bei o ensi e In la ionsmen ali ä we den mangelnde T anspa enz
und die dami e bundene Beein äch igung ökonomische sowie soziale
Kon ollmechanismen bewuß zum Einb ingen on In la ionsgewinnen
benu z . Neu ale Geldwe s abilisie ung e inge demgegenübe die
Möglichkei en, o ensi e „P eis- ode Lohn eibe ei" zu e schleie n und
du chzuse zen.
Schließlich is es zuhal en, daß o ensi und de ensi beding e In la-
ionsbeschleunigung sich wechselsei ig e s ä ken, sei es di ek übe den
P eiszusammenhang und die P eise wa ungen ode indi ek übe die
schwindende T anspa enz. Mi einem Abbau de so ode so beding en
In la ionsbeschleunigung wä e also auch diese zusä zliche, au Wechsel-
wi kung be uhende, Beschleunigungsp ozeß geb ems .
Ande s ausged ück , es e gäbe sich ein Ab lauen des die nominalen
Aspek e übe bewe enden Ve eilungskamp es mi seinen seh ku z-
is igen Tak iken. Im güns igs en Falle könn e es gelingen, die de zei-
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Neu ale Geldwe s abilisie ung 51
ige sich selbs e üllende In la ionse wa ung, also die Vo auskalkula-
ion on Gelden we ungs a en, ad absu dum zu üh en.
Das Fazi wä e, daß die Wäh ungsums ellungen mi ge inge en Um-
s ellungs a en und/ode in g öße we denden zei lichen Abs änden e -
o de lich wü den.
Zwei wei e e Wi kungen ode besse Wi kungskomplexe de Wäh-
ungsums ellungen sind on nich minde g oße Bedeu ung. De e s e
be i den außenwi scha lichen Be eich, de zwei e die Finanz- und
S eue poli ik. Diese Wi kungskomplexe sollen in den beiden olgenden
Abschni en gesonde behandel we den.
5.4. Die außenwi scha liche Neu ali ä de Wäh ungsums ellungen
is nu insowei p oblema isch, als das Ausland hin eichend übe den in-
e nen und neu alen Cha ak e de Wäh ungsums ellungen in o mie
we den muß. Hie au is oben schon Bezug genommen wo den. Die Neu-
ali ä dü e ü das Ausland auch leich e kennba sein, da sich die
P eise ü deu sche Expo gü e in jeweilige Landeswäh ung in keine
Weise ände n und da die Impo e löse ü Impo gü e de BRD in je-
weilige Landeswäh ung eben alls gleich bleiben. Hie mi is abe zu-
gleich au die e s e en scheidende außenwi scha liche Wi kung de
Wäh ungsums ellungen hingewiesen. Sie e lauben eine in e ne P eis-
s abilisie ung ohne eine ak ische Wechselku sände ung und dami ohne
Beein äch igung de deu schen Expo indus ie. Un e ak ische („ge-
no ypische ") Wechselku sände ung wi d dabei eine Au - ode Abwe -
ung im üblichen Sinne e s anden, d. h. eine Ve ände ung des Außen-
we es de Wäh ung ohne simul ane Binnenwe ände ung. Im Gegensa z
hie zu s eh die („phäno ypische") Wechselku sände ung bei de neu a-
len Geldwe s abilisie ung, bei welche Binnenwe und Außenwe si-
mul an geände we den. Diese A Wechselku sände ung e gib sich mi
jede de o gesehenen Wäh ungsums ellungen als ein schlich e Um-
echnungsschlüssel on Wäh ungspa i ä en in jeweils al e DM zu Wäh-
ungspa i ä en in jeweils neue DM. Dabei geschieh nich s ande es, als
wenn de zei die ausländische Wäh ung einmal in P ennige und einmal
in Ma k umge echne wü de.
Es is alle dings anzunehmen, daß zunächs , weil das Rechnen mi zwei
BRD-Wäh ungen zusä zliche Ums ände mach , eine ge ing ügige, nich -
neu ale Ve s immungswi kung im Ausland Pla z g ei en wi d. Soll e
sich das Sys em de Wäh ungsums ellungen in de BRD bewäh en, so
e schein es als möglich, daß die p imä e Ve s immung in Ane kennung
und Nachahmung übe geh — ähnlich de wel wei en Nachahmung, die
das Sys em de ie s elligen Pos lei zahlen sei An ang de 60e Jah e
e ah en ha .
4*
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52 Ha ald Enke und Ing id Tessme
Alle dings is die außenwi scha liche Neu ali ä de o geschlage-
nen An iin la ionspoli ik nich nu posi i zu beu eilen. Es muß be on
we den, daß diese Poli ik kein Heilmi el gegen die U sachen und die
K eislau wi kungen de impo ie en In la ion bzw. de Eu odolla -be-
ding en In la ion da s ell , lediglich de P eisni eaue ek eine außen-
wi scha lich induzie en In la ion wi d kompensie . Bei diese A de
In la ion is auch wenige Op imismus bezüglich in la ionä dämp ende
Sekundä wi kungen (Ve hal ensände ungen de Wi scha ssubjek e
und Wi scha sg uppen) de neu alen Geldwe s abilisie ung angezeig
als bei de „hausgemach en" In la ion. Imme hin wi d die Ve besse ung
de T anspa enz den P ozeß de außenwi scha lich induzie en In la-
ion deu liche we den lassen, als dies je z de Fall is . Die Ho nung,
daß eine wel wei e Nachahmung de hie o geschlagenen An iin la ions-
poli ik schließlich das P oblem de „Außen-In la ion" en schä , muß
au absehba e Zei hin siche als u opisch angesehen we den; es sei denn,
das Wel wäh ungssys em wü de ohnehin eine Konsolidie ung e ah en,
z. B. du ch Ein üh ung eines Sys ems on Indexwäh ungen.
5.5. Fü die Finanzpoli ik, insbesonde e ü die S eue poli ik dü en
die Wäh ungsums ellungen in ähnliche Weise on g oßem Vo eil sein
wie ü die p i a en Haushal e. Fü die S eue poli ik gil : Bleiben die
S eue a i e (S eue abellen) bei den einzelnen Wäh ungsums ellungen
nominal un e ände 15, so e gib sich zwangsläu ig ein Abbau de in la-
o ischen Dynamik des p og essi en S eue sys ems. Hie is eine Wi -
kung bei allen S eue n mi p og essi e Ta i ges al ung möglich. Die
de zei ige Diskussion übe Mängel de p og essi en Einkommens eue
in Fo m on in la ionsbeding en Ve ände ungen de S eue las e ei-
lung bzw. de en Ko ek u en wü de hin ällig.
6. Psychologische und soziologische Aspek e:
Ra ionali ä e sus adi ionelle Men ali ä
Die o geschlagene Re o m g ei ie in die äglichen Lebensgewohn-
hei en de Wi scha ssubjek e ein und e o de ih e ak i e Mi a bei ;
le z e es im Gegensa z zu ielen wi scha spoli ischen Maßnahmen, an
denen de einzelne nu passi be eilig is und de en Funk ionsweise e
häu ig ga nich übe blicken kann. Bei eine Re o m de o geschlagenen
A sind eine Reihe on soziologischen und psychologischen Fak o en
bzw. Wide s änden zu be ücksich igen.
Zunächs is zu beme ken, daß de Schock de Hype in la ion de be-
ginnenden 20e Jah e — e s ä k du ch die RM-En we ung und die
15 Ebenso wie Zinssä ze und Wachs ums a en ( gl. oben Zi e 4.1, Fußno e)
abe im Gegensa z zu P eisen, Löhnen, Gehäl e n, Ren en, Schuld- und Ve -
mögens i eln ( gl. oben Zi e 4.1, Tex ).
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Neu ale Geldwe s abilisie ung 53
nach olgende Wäh ungs e o m on 1948 — noch heu e so ie si z , daß
eine g oße Emp indlichkei sowohl gegenübe dem in la o ischen P o-
zeß selbs als auch gegenübe allen Manipula ionen am Geldwe es -
zus ellen is (so sah z. B. lange Zei ein nich ge inge Teil de Be ölke-
ung in eine Au we ung de DM e was Nega i es). Doch dü e de
s a k nega i e Beigeschmack de Gelden we ung his o isch äl e sein
als die In la ion de beginnenden 20e Jah e. Teue ungen gab es aus den
e schiedens en G ünden schon in de An ike, und ü die Zei des Bime-
allismus wi d die Sen enz geb auch , daß das schlech e Geld de Gegen-
wa das gu e Geld de Ve gangenhei e d äng . Sei dem Au kommen
de Scheidemünzen, de Bankno en und des Gi algeldes sind die Wi -
scha ssubjek e e s ech nich mi eine besonde en S abili ä des Geld-
we es e wöhn wo den.
Die E ah ung geh also dahin, daß das Geld in de Ve gangenhei
meh we wa , ganz in de A de „Menschhei se ah ung" om ühe-
en goldenen Zei al e (in diesem Falle wö lich zu nehmen). Um so meh
klamme man sich o enba an das, was dem Geld den Anschein on
T adi ion und We bes ändigkei gib . Die Bankno en de meis en Lände
sehen al modisch aus und haben — soga im Gegensa z zu heu igen Bibel-
ausgaben, zu Gesang- und Gese zesbüche n — bishe mode nen g aphi-
schen Bes ebungen s andgehal en (dies gil ü die BRD und iele an-
de e Lände ).
Es wi d schwie ig sein, den Wi scha ssubjek en kla zumachen, daß
das de zei ige Geld eigen lich nu den Ans ich on T adi ion und We -
bes ändigkei ha , wenn seine Einhei en im We apide abnehmen. Da-
mi soll nich s dagegen gesag we den, daß mi dem Aussehen de Geld-
scheine T adi ion dokumen ie we den kann. Bedenklich is dies nu
dann, wenn äuße lich wü dig aussehendes Geld wegen des Geldwe -
schwundes nich meh e ns genommen we den kann (so e schein es
einem z. B. als Indiz ü die We losigkei des Geldes, wenn man au
einen schlich en B ie eine B ie ma ke mi dem We au d uck 50 P .
kleben muß). Eine sei s en s eh ein Ge ühl de Ins abili ä , ande e sei s
kann auch eine Ve nachlässigung des so gsamen und spa samen Rech-
nens mi Geld die Folge sein. Das de zei ige Geld is somi eine wü dige
Bemän elung on Unsiche hei und/ode Unsolidi ä .
Den Wi scha ssubjek en is kla zumachen, daß das neue Geld dem-
gegenübe nüch e ne , da ü abe iel a ionale is , weil die Einhei en
im We ela i kons an bleiben. Abe nich nu in de P opagie ung
dü e gel en, daß das neue Geld o z de Um echnungsp obleme den
Wi scha ssubjek en au die Daue kla und ein ach o kommen wi d
(gegenübe dem heu igen), wenn sie e s gele n haben, daß es sinn olle
is , au den adi ionellen Schleie des al en Geldes zu e zich en. G ob
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54 Ha ald Enke und Ing id Tessme
gesp ochen, au g und des neuen Geldes wissen die Wi scha ssubjek e
wiede , wie iel die Dinge kos en, sie haben wiede einen siche en Maß-
s ab ü We und P eis, was selbs e s ändlich die Ve ände ungen on
P eis ela ionen nich ausschließ . Ge ade diese Ve ände ungen we den
deu liche , als sie je z sind. So b ing das neue Geld eine Belohnung ü
die Anbie e , die z. B. du ch die Ein üh ung on echnischem Fo sch i
ih e P oduk ion kos engüns ige ges al e haben: De ökonomische E ek
de P oduk i i ä ss eige ung kann wiede als P eissenkung e kennba
we den und geh nich im allgemeinen P eisau ieb (als ein nu e was
lache e T end) un e .
Ein wesen liche psychologische Wide s and wi d alle dings in de
Au assung liegen, daß die Poli ike in de In la ionsbekämp ung im
G unde un ähig seien und ihnen nich s Besse es als eine de a ige unso-
lide Maßnahme einge allen sei. Hie beda es de Au klä ung, wie iel-
schich ig die In la ionsu sachen sind. In diesem Zusammenhang muß zu-
nächs kla gemach we den, daß in la o ische P ozesse nich s Neues und
nich s ü die Gegenwa Spezi isches sind, daß sie ielmeh aus e -
schiedenen G ünden heu zu age eine Beschleunigung und Ve s ä kung
e ah en haben. Zu nennen sind hie :
— die e wo ene Si ua ion des Wel wäh ungssys ems,
— das P oblem de außenwi scha lich induzie en In la ion,
— die eale und/ode monopolis ische Ve knappung on Rohs o en,
— die Un e meidba kei monopolis ische Ma k s uk u en au den
Gü e - und A bei smä k en (im Zusammenhang mi unelas isch ea-
gie enden Ma k gegensei en),
— die ges eige e Rechenha igkei und Reak ionsgeschwindigkei im
Zei al e de Da en e a bei ung, die es ge ade monopolis ischen Ve -
bänden, Gewe kscha en und Un e nehmungen ges a e , empo ä e
In la ionsgewinne zu e zielen,
— die Möglichkei , daß dem ges eige en En wicklungs empo zumindes
die Ge ah eine beschleunig en In la ion zugeo dne is ,
— das Ve sagen de adi ionellen an iin la o ischen Maßnahmen.
All dies müß e in iel ein ache en Fo mulie ungen als hie den Wi -
scha ssubjek en mi Schaubilde n z. B. in ku zen Fe nsehsendungen
nähe geb ach we den. Um glaubwü dig zu sein, soll e dabei nich e -
schwiegen we den, daß G uppenegoismen und alsche Maßnahmen
inne halb de ö en lichen Ausgabenpoli ik eben alls In la ionsquellen
da s ellen und daß dies in eine ma k wi scha lichen O dnung mi ö-
de a i em Finanzsys em bis zu einem gewissen G ade un e meidba is
(wenigs ens nach dem heu igen Kenn niss and).
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Neu ale Geldwe s abilisie ung 55
7. Übe legungen zu Du c ase zba kei des Vo schlags
7.1. Den Zielen und Mi eln eine adäqua en In o ma ionspoli ik is
bei eine de a ungewohn en Maßnahme wie de neu alen Geldwe -
s abilisie ung besonde es Augenme k zu schenken. Die Ziele e geben sich
wei gehend aus dem, was im o ausgehenden Abschni da geleg wo -
den is :
(1) die Fes s ellung, daß das gegenwä ige In la ionsdilemma die Rechen-
ha igkei und Funk ionsweise unse e Wi scha ze s ö ;
(2) die Be onung de gemeinsamen Ans engung, wiede einen es en
We maßs ab zu bekommen;
(3) die Cha ak e isie ung diese Poli ik als eines zwa nich glanz ollen,
abe doch p ak ikablen Weges; daß es sich also nich um ein Op imum
Op imo um, sonde n um eine second-bes Lösung handel — und zwa
um die einzig ealisie ba e scheinende;
(4) de Hinweis, daß bei de Maßnahme selbs , sieh man on de Mühe
ab, niemand ealökonomisch e was gewinn ode e lie ;
(5) schließlich die E wa ung, daß du ch die Maßnahme das Ge ühl ü
das ökonomisch Mögliche sich au die Daue du chse zen wi d, die
„hausgemach e" In la ion also zum E liegen komm und die Wäh-
ungsums ellungen au lange Sich hin nich meh nö ig sein we den
(bzw. nu noch im Ausmaße eine außenwi scha lich induzie en In-
la ion).
Als Mi el de In o ma ionspoli ik soll en alle in de We bung üblichen
Medien dienen. Insbesonde e:
— Au klä ungssendungen und We bespo s ä la „Glücksspi ale" und
„7. Sinn" im Fe nsehen,
— spezielle Ku zb oschü en,
— ku ze, einp ägsame Fo meln wie im We be unk;
— daneben: Au klä ung im Rahmen de Schulen.
7.2. Die Realisie ungsp obleme de neu alen Geldwe s abilisie ung
in eine demok a ischen S aa s o m we den hie zwa am Schluß de
Aus üh ungen disku ie ; sie s ehen abe , wenn man den zei lichen Ab-
lau de en sp echenden Poli ik ins Auge aß , am An ang und sind übe -
dies on g oße Bedeu ung.
Vo ausgese z , die Regie ung und die Regie ungspa eien wä en da on
zu übe zeugen, daß die Poli ik de neu alen Geldwe s abilisie ung
sinn oll und p inzipiell ealisie ba is , könn e die Realisie ung imme
noch aus wahl ak ischen G ünden un e bleiben. Denn bei ealis ische
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.95.1.33 | Gene a ed on 2023-04-04 11:52:24
56 Ha ald Enke und Ing id Tessme
Einschä zung wi d man o z de gekennzeichne en In o ma ionss a e-
gien dami echnen müssen, daß die Maßnahme — zumindes in ini io —
unpopulä is . Wenn die Regie ung den sich e gebenden Popula i ä s-
schwund ü ge inge häl als denjenigen in olge eine de zei abenden
In la ion (mi den adi ionellen DM-No en) und wenn die Regie ung
auße dem da on übe zeug we den kann, daß de posi i e E ek de
Maßnahmen schon nach wenigen Jah en o ensich lich wi d, so bie e sich
olgende S a egie an:
(1) Vo be ei ung de neu alen Geldwe s abilisie ung, also de e s en
Wäh ungsums ellung di ek im Anschluß an eine gewonnene Bun-
des agswahl;
(2) 1. Wäh ungsums ellung ca. zwei Jah e spä e ;
(3) 2. Wäh ungsums ellung ün Jah e spä e , also ein Jah nach de
nächs en Wahl.
Au g und de e wa e en posi i en E ek e und mi els eine diese be-
onenden Ö en lichkei sa bei müß e eine e s e E n e, d. h. zusä zliche
Popula i ä in olge de so sich ba in Ang i genommenen In la ions-
bekämp ung, be ei s bei de nächs en Wahl (also nach ie Jah en) ein-
ge ah en we den können. Es is alle dings zuzugeben, daß es nich leich
sein wi d, eine egie ende Meh hei ü einen de a igen, au den e s en
Blick iskan e scheinenden, Plan zu gewinnen. Fes s eh abe , daß ein
Un e lassen de In la ionsbekämp ung schon mi el is ig iskan e is
als die gekennzeichne e Poli ik, die übe dies wei wenige iskan is
als sys eminkon o me Maßnahmen wie zwangsweise Indexklauseln ode
Lohn- und P eiss opp.
Zusammen assung
Kennzeichen des de zei igen Geldes is , daß das o male Geld, sein We -
au d uck und seine S ückelung kons an bleiben, wäh end de Geldwe a ia-
bel (abnehmend) is . Diese Ve eilung on Kons anz und Va iabili ä is his o-
isch, adi ional beding . Wenn beides, das o male Geld und de Geldwe ,
nich gleichzei ig kons an gehal en we den können, e schein es als a ionale ,
den Geldwe kons an zu hal en und das o male Geld a iabel we den zu
lassen. Dies soll du ch egelmäßig wiede keh ende Wäh ungsums ellungen
bewi k we den de a , daß z. B. alle d ei Jah e das al e Geld du ch ein we -
olle es neues e se z wi d, wobei de Um echnungsschlüssel au de Wachs-
ums a e des P eisni eaus zu basie en is . Es e gäbe sich eine app oxima i e
Indexwäh ung und dami eine e besse e T anspa enz, in de en Folge In la-
ionseindämmung e wa e wi d.
Summa y
The p esen money is cha ac e ized by wo ac s: on he one hand he o mal
money, i s imp ession o alue, and i s pa i ion a e cons an , on he o he
hand he pu chasing powe o money is a iable (diminishing). This dis ibu-
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