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Sakrosankte Vermögensverteilung? Nein! – aber realistische Gesellschaftspolitik

Abstract

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Sakrosankte Vermögensverteilung? Nein! – aber realistische Gesellschaftspolitik

Author: Klug, Oskar
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1964
DOI: 10.3790/schm.84.6.740
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291069/1/schm.084.6.740.pdf
Klug, Oska
A icle
Sak osank e Ve mögens e eilung? Nein! – abe
ealis ische Gesellscha spoli ik
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Klug, Oska (1964) : Sak osank e Ve mögens e eilung? Nein! – abe ealis ische
Gesellscha spoli ik, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN
1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 84, Iss. 6, pp. 740-748,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.84.6.740
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291069
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Sak osank e Ve mögens e eilung?
Nein! — abe ealis ische Gesellscha spoli ik
Eine E wide ung zu o s ehenden Beme kungen
on Wilhelm K elle
Da Wilhelm K elle als Mi glied de e angelischen Ak ionsgemein-
scha ü A bei nehime agen an den „Emp ehlungen" maßgeblich
be eilig gewesen is , beg üße ich seine k i ischen Äuße ungen übe
meinen angezogenen Bei ag im In e esse eine wei e en Diskussion
übe die höchs ak uelle Eigen ums age ganz besonde s.
Wenn K elle mein , daß man zwecks Ve s ändnisses de diesbezüg-
lichen Auslassungen de ka holischen und e angelischen Ki che „e heb-
lich ie e anse zen müß e, als ich es ge an hä e", so da ich dazu
beme ken, daß eine Zei sch i wie „Schmolle s Jah buch" jedem Ve -
asse nu einen besch änk en Raum zu Ve ügung s ellen kann. Ab-
gesehen da on, we de ich die ka holische und p o es an ische Gesell-
scha sleh e noch aus üh liche in einem ande en Zusammenhang be-
handeln. Deshalb kann ich midi au eine E wide ung au die on
K elle he o gehobenen Punk e besch änken.
Ad 1.: Ideologien und ki chliche Ve lau ba ungen
K elle aß in seine E wide ung zwei on mi gemach e Fes -
s ellungen be e s de e angelischen Denksch i (S. 15) und de
Sozialenzykliken de Päps e (S. 32) ein ach zusammen. Das is nich
möglich!
Vom Glauben he kann dahe die e angelische Ki che in de mi
de üb igen Wel gesellscha lich, poli isch, wi scha lich und dami
e ek enkapi alis isch au s engs e e loch enen Bundes epublik keinen
on de p o es an ischen Ki che in ande en S aa en g undsä zlich ab-
weichenden g e se 11 s di a spo Ii ischen S andpunk einnehmen. Die Idee
de P i a isie ung ö en liche Un e nehmen du ch die Ausgabe on
„Volksak ien" is nach wie o — o z de o gesehenen sozialen
Veba-Teilp i a isie ung — äuße s ums i en, und dahe wä en auch
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Be ich e 741
diesbezügliche (S. 15) Andeu ungen de e angelischen Ki che kon-
k e e zu assen gewesen.
Iin Gegensa z hie zu s eh die du chaus dogma ische Hal ung de
ömisch-ka holischen Ki che! Sie ha ih gesellscha spoli isches Lei -
bild, in dem de mode ne, äuße s dynamische Kapi alismus mi seinen
g oßdimensionalen Wi scha skö pe n eine Ve ze ung bedeu e . Es
gel e dahe eine neue gesellscha liche O dnung zu scha en1.
De Un e schied zwischen K elle und mi lieg zunächs da in, daß
e als Mi e asse d-e „Emp ehlungen" übe wiegend die Ve häl nisse
in de wes deu schen Bundes epublik o Augen ha und im Sinne
eine ge ech e en Ve mögens e eilung geände wissen möch e, wäh-
end ich on de wel poli ischen und wel wi scha lichen Si ua ion
ausgehe.
Wenn ü die Anhänge des Libe alismus und Sozialismus in alle
Wel — mi gewissen na ional beding en Abweichungen — das ka ho-
lisch-gesellscha liche Lei bild „ziu wenig konk e ", „zu allgemein", „zu
e al e " e schein — wa um gib es un e den ch is lichen, nich -
ch is lichen und a heis ischen Völke n libe ale, sozialis ische und
kommunis ische, on den gesellscha spoli ischen Vo s ellungen des
o iziösen Ka holizismus abweichende Ideologien? — dann besag das
— im Gegensa z zu Wilhelm K elle — doch nich , daß die ka ho-
lische Ki che ih e sei s aus ih e Glaubensleh e he aus nich „seh
konk e " unid „ansp uchs oll" zu Eigen ums age S ellung nehmen
kann!
Ad 2.: Ge ech igkei und Wi scha s echnung
De Glaube an die Ge ech igkei und die Sehnsuch nach ih e E -
üllung is ein Thema, das die Menschen sei al e she beschä ig ,
Gläubige wie Nich gläubige. Abe de Beg i „Ge ech igkei " ha
nich übe all die gleiche Bedeu ung! — Auch nich un e den Ch is en.
Und, was die F age de „Wi scha s echnung" angeh , so is sie
ein ande es, ein p eis echnisches P oblem. De Glaube an die Ge-
ech igkei , die Rech s echnik, sie zu inden und ®u bes immen, und
die Wi scha s echnung — hie im Kapi alismus — sind e schiedene
P obleme.
1 Die Übe se zung in de on Ebe ha d Wel y OP. beso g en „Ein üh ung in
die Sozialleh e de Päps e on Leo XIII. bis zu Johannes XXIII", He de -Aus-
gabe 1961, die mi o lag, N . 115 (in: Schmolle s Jah buch S. 29): „. . . e b ie e
Kapi alanlagen in G oß- und Riesenun e nehmen" is un ich ig gewesen. Wel y
ha in de Neuau lage 1964, S. 147, de ka holischen Gesellscha sleh e en -
sp echend ich ig übe se z : „. . . e b ie en Kapi alanlagen in Mi el- und G oß-
un e nehmen/4
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Die Vielschich igkei de Eigen umsp oblema ik in alle Wel is es,
die bei den wes deu schen gesellscha poli ischen Maßnahmen meh ins
Blick eld ge ück we den soll e.
Wenn nun die „Emp ehlungen" des e angelisch-ka holischen A bei s-
k eises ü die Bundes epublik nu ein „An ang" solche Aus üh ungs-
bes immungen sein soll en, dann wä e es im In e esse de wei e en
Diskussion zweckmäßige gewesen, die Mi e und das Ende de ge-
dach en und o zuschlagenden Aus üh ungsbes immungen gleich mi
ziu e ö en lichen; m. a. W. man hä e bis zu ih e E a bei ung mi
de Ve ö en lichung de o soha en „Emp ehlungen" im In e esse
alle Be eilig en wa en sollen. Solange de mode ne, gewandel e
Kapi alismus in seinen G undp inzipien in de wes lichen Wel —
auch in de wes deu schen Bundes epublik — o he schend is ,
müssen S aa und Be ölke ung auch in de eigen umspoli ischen Dis-
kussion hie on ausgehen. Eine „Ände ung de sozialen O dnung"
allein in de kleinen mach losen Bundes epublik is dann nich mög-
lich, wenn ih e Be ölke ung an einen bes imm en, im wesen lichen
doch du ch den in e na ionalen Handel zu be iedigenden Lebens-
s anda d gewöhn wo den und da on nich abzugehen gewill is .
Wilhelm K elle üh nun eine Jugende inne ung aus dem Ge-
sell ä sgeba em seines Va e s als Filiallei e ode K edi sachbea bei e
eine G oßbank aus de Zei 1929/31 an, um da zu un, daß auch bei
den Banken keineswegs nu nach Rendi engesich spunk en gehandel
wi d. Ich bin einige maßen e s aun gewesen, als ich diese Ausdeu-
ung de Jugende inne ung sei ens K elle zu Kenn nis nahm. Denn
die Bank e wal e emdes Geld! Seine Eigen üme wollen möglichs
hohe Rendi en. In diese Beziehung s ehen im Kapi alismus alle Ban-
ken und Spa kassen au de ganzen Wel in Konku enz zueinande .
Audi un e liegen die Geldins i u e besonde en Vo sch i en de Ban-
kenau sidi säm e . Na ü lich konn e damals — in de Zei 1929/31 —
ein lei ende Bankbeam e ode Anges ell e ü eine be is e e Zei
eine K edi p olonga ion on sich aus — je nach seinen Vollmach en
— ode nach Be agung de Zen ale bewilligen. Heu e, wo die Zahl
de subal e nen Geld e wal e , Funk ionä e übe wieg , is ih Hand-
lungsspiel aum wesen lich kleine als o dem Zwei en Wel k ieg ge-
wo den. Abe K edi p olonga ioinen können doch nich ohne Be ück-
sich igung de Ren abili ä s echnung de Banken gewäh we den!
Wo habe ich gesag , daß die Ve asse de „Emp ehlungen" das
P oblem de wi scha lichen Mach „nich gesehen" hä en? Das
Gegen eil is de Fall! „Bewuß ausspa en" heiß doch e was ande es
als „nich gesehen haben"! Und dieses P oblem aus gesellscha spoli-
ischen „Emp ehlungen" on den beiden Ki chen nahes ehenden
Sozialwissenscha le n ein ach „auszuspa en", uim „zue s einmal den
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no wendig seh langsam e lau enden P ozeß de gleichmäßigen Ve -
mögens e eilung anlau en zu lassen", wie K elle mein , is aus den
angegebenen G ünden eben nich möglich. Eine g undsä zliche S el-
lungnahme zum Mach p oblem wä e ü die Ve asse de „Emp eh-
lungen" o angig gewesen. Is es doch de Ausgangspunk ü alle
K i iken an de gegenwä igen Ve mögens e eilung in de Bundes-
epublik. K elle selbs bezeichne die „Emp ehlungen" als ein
poli isches Dokumen !
Ad 3.: Ein poli isches Dokumen
Wenn es das abe is , dann wa mein Einwand des den „Emp ehlun-
gen" anha enden „Mangels zumindes de Skizzie ung eines in sich
geschlossenen Sys ems eigen umspoli ische Maßnahmen" angeb ach
(S. 36). Die Ki chen, poli ischen Pa eien und Gewe kscha en in de
Bundes epublik möch en, daß de S aa die g oßdimensionalen Un e -
nehmen und Mach g uppie ungen in den G i bekomm . Und de
A bei sk eis o de in seinen „Emp ehlungen" die „Besei igung on
monopolis ischen Mach g uppie ungen du ch eine en sp echende We -
bewe bspoli ik". Dann muß e ..zumindes " eine Skizze de on ihm
gewünsch en S uk u und O ganisa ion de Wi scha geben, um so
meh als K elle au dem nich beg ünde en S andpunk s eh , daß die
diesbezüglichen Ansich en de e angelischen und ka holischen Ki che
„ga nich wesen lich oneinande e schieden seien". O enba
mein e nu die S andpunk e des deu schen P o es an ismus und des
deu schien Ka holizismus. Au Sei e 37 meines Bei ages s eh ganz
deu lich, daß die Gewe kscha en und A bei gebe e einigungen eine
gemeinsame gesellscha spoli ische Ini ia i e nu e g ei en können,
wenn ihnen das „Wissen on de Einkommenslage de genann en
Schich en, on ih em Lebenss il, on de alle höchs ens zu e anschla-
genden Spa quo e, on de Konku ena de Spa möglichkei en usw.
usw., um gesellscha lich und gesam wi scha lich e e ba e neue
Fo de ungen au s ellen zu können", geläu ig is !
Ad 4.: Ein „einhei liches" ode „in sich geschlossenes"
Sys em de Spa ö de ung?
Einem wei e en Miß e s ändnis äll K elle zum Op e , wenn e
meine Aus üh ungen au Sei e 38 un ich ig zi ie . Die Fo de ung
eines „in sich geschlossenen Spa ö de ungssys ems" im Sinne eines
Bündels on au einande abges imm en Spa ö de ungsmaßnahmen
mi de Möglichkei de Di e enzie ung — je nach den e schiedenen
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Spa o men und e schiedenen Ma k gegebenhei en — is doch e was
ande es als die Spa ö de ung nach einem „einhei lichen", nich di e-
enzie o gehenden Sys em, wie es de A bei sk eis o geschlagen
ha . Keineswegs habe ich meine im Jah 1962 geäuße e Meinung ge-
ände . Ge ade, wenn K elle au lange Sich ope ie wissen will,
müssen diese nich ge ingen An o de ungen an jeden einzelnen S aa s-
bü ge ech zei ig in die eigen umspoli ischen Maßnahmen mi ein-
bezogen we den. Zu Zei schein abe diesbezüglich on den poli i-
schen Pa eien in de Bundes epublik ein We lau um die Guns de
Massen e ans al e zu we den, ohne sich die heu igen Einkün e und
sozialen E ungenscha en de A bei nehme einmal kapi alisie
o zus ellen.
Die gese zlichen und a i lich wie auße a i lich e einba en Lohn-
nebenkos en wie die Sozial e siche ung, die Zusa z e siche ung, die
Pensionskasse, die dynamische Ren en e siche ung und ande es meh
und bei den Beam en die Gehäl e e geben nämlich kapi alisie sei
de Wäh ungs e o m 1948/49 eine nich unbeach liche Ve mögensbil-
dung bei den A bei e n, Anges ell en, Beam en und Ren ne n. Dazu
kommen die nich unwesen lichen Sonde e güns igungen und de
Ma k we ide Eigenheime, B ie ma kensammlungen und mögliche -
weise ieles ande e meh . Geh man so o — und man muß es aus
e schiedenen, o allem aus We bewe bsg ünden au den Wel -
mä k en un —, dann sieh das Bild de heu igen Ve mögens e ei-
lung schon ande s aus!
Und was die Spa ö de ung des lang is igen We papie spa ens an-
geh , so is — wie au de ganzen Wel — die Zahl de e , die ih e
Ak ien o z Spa p ämie au ün Jah e es legen wollen bzw. können,
seh klein!
De A bei sk eis möch e abe noch meh ü die kleinen Spa e
e anlaß wissen.
Ad 5.: Um den Depo gebüh en-E laß
Was heiß : „kleine6' Spa e ? Wo angen sie an und wo hö en sie
au ? Kann ode soll man Beziehe on Einkommen in Höhe on
16 000 DM ode ga on 32 000 DM jäh lich ode diejenigen, die au
ih em Spa kon o 2 000, mögliche weise abe je 2 000,— DM bei
e schiedenen Spa kassen und Banken — liegen haben, zu diese
G uppe on Spa e in echnen? Was heiß ein „en äuschend nied ige
Zinssa z beim Kon enspa en"? Das — und dami die F age de Mög-
lichkei de „kapi alma k ge ech en Ve zinsung des lang is igen
Kon enspa ens" diese kleinen Spa e — müß e doch zunächs ge-
klä we den.
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Be ich e 745
Wie in de P axis eine Di e enzie ung de Zinssä ze nach „kleine-
en", „mi le en" und „g oßen6 Spa e n o genommen we den soll e,
is mi une indlich! Die Banken wissen es auch nich ! Und wei e :
Wie hoch sind denn übe haup die Depo gebüh en, daß es sich e -
lohn , diese F age eine so g oße gesellscha spoli ische Bedeu ung
beizumessen? Die nachs ehend au ge üh en Gebüh ensä ze habe ich
mi on e schiedenen Banken (Deu sche Bank, D esdne Bank,
B inckmann, Wi z & Co.) au geben lassen:
Bis zu 2 000,— DM en s ehen keine Depo gebüh en. Abe o zdem
übe nehmen die Banken die E ek enbe a ung, die die Spa kassen —
bis au die P eussag- und VW-„Volksak ien" — bishe so gu wie
nich be ieben haben, g a is. Übe 2 000,— DM be agen die Depo -
gebüh en a) bei S ei bands ücken lV2°/oo au den Nominalbe ag, b)
bei Gi os ücken 1
°/oo
au den Nominalbe ag. Auch bei diesen Kun-
den is die E ek enbe a ung g a is. Das ha de A bei sk eis übe -
haup nich be ücksich ig , auch nich , daß de S aa die Banken und
Spa kassen hinsich lich des E lasses de Depo gebüh en nich zum
Eingehen eines Komdi ionen-Zwangska ells e anlassen könn e!
Ad 6.: Zu P oblema ik des We papie spa ens
Da on, daß ich die gesam e Spa ö de unig „nich meh mag", s eh
eben alls in meinen Aus üh ungen kein Wo . Es komm abe da au
an, wie -und zu welchem Zei punk man Spa ö de ung be eib ! Die
P i a isie ung ö en liche Un e nehmen übe die Ausgabe on
„Volksak ien" is — .gesam wi scha lich und gesellscha spoli isch ge-
sehen — nich das geeigne e Mi el. Wa um nich ?, habe ich un e
Be ücksich igung de möglichen Rendi en säm liche Spa o men und
de in e na ionalen e ek enkapi alis ischen Möglichkei en nach-
gewiesen.
Ad 7.—10.: Wei e e „soziale" P i a isie ung
als Ini ialzündung ü das We papie spa en?
Das We papie spa en ü die kleine en wes deu schen Spa e —
denn nu diese ha ja de A bei sk eis im Auige — du ch besonde e
s aa liche Maßnahmen o cie zu sehen, wie es auch de A bei sk eis
o schläg , ha auch seine Keh sei e, die in den „Emp ehlungen" und
in ande en wes deu schen Vo schlägen zu wenig ins Bewuß sein ge-
ück e schein . Sie gehen on einem s ändigen, wenn auch mögliche -
weise langsame en Wachs um de Gesam wi scha als bishe aus. Die
g oßen Ak iengesellscha en machen zwa wei e e Millia den-Umsä ze,
abe zahl eiche Besi ze on Ak ien und Obliga ionen ode Anleihen
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746 Be idi e
wu den du ch idie Ku seinbußen insbesonde e sei dem 15. Mai 1964
an den deu schien Bö sen s ändig en äusch . Die andaue nde lus lose
S immung an diesen Bö senplä zen is keine E mun e ung ii die
Anlage kleine e E spa nisse in Ak ien!
Wilhelm K elle möge nun aus diese Beme kung nich he auslesen,
daß „ich wohl auch das We papie spa en ü den kleine en Mann
ode die kleine e F au nich meh haben wolle"! Was ich zu bedenken
gebe is , daß auch die Ve asse de ^Emp ehlungen" das Fü und
Wide des We papie spa ens ge ade ü die kleine en Spa e meh
be ücksich igen soll en. Das be i auch die wei e e Ve olgung de
„sozialen" P i a isie ung.
Die om A bei sk eis o geschlagene „soziale" P i a isie ung „nu
en ie ende , im ein p i a wi scha lichen Be eich ä ige Un e neh-
men ohne ö en liche Au gaben" du ch idie Auagabe on mi Sozial-
aba — je nach Familie und Einkommen — ausges a e en In es men -
Ze i ika en is dasselbe P inzip wie die Ausgabe on „Volksak ien",
auch wenn diese Name in den „Emp ehlungen" nich genann wi d.
E s einmal können nich nu die sich en ie enden Un e nehmen aus
dem E we bs e mögen de ö en lichen Hand ü die „soziale" P i-
a isie ung he ausgepick we den — da übe bes eh in de Diskussion
sei langem Einigkei —, und zum ande en muß dias Fü und Wide
auch des In es men spa ens ge ade un e dem Blickpunk de Ve -
mogensbildung de kleine en Spa e abgewogen we den.
Die ausgegebenen Ze i ika e müssen einen Ku swe bekommen,
und das kann nu an den Bö senplä zen geschehen. Deshalb kann
man nich so ohne wei e es In es men onds zu Guns en de kleine en
Spa e g ünden wollen, wenn diese Ge ah lau en, nich nu keine e -
gleichsweise en sp echende Ve zinsung zu e hal en, sonde n soga Ve -
lus e eins ecken zu müssen. Das In es men spa en als eine de ielen
Anlagemöglichkei en auch ü die kleine en Spa e ha eben alls eine
Keh sei e2.
Wa um übe haup „soziale" P i a isie ung ö en liche Un e neh-
men als „einmalige Ini ialzündung" und „An eiz" ü die kleine en
Spa e zu Las en de üb igen S eue zahle , wenn die E ah ungen in
den üb igen kapi alis isch o ien ie en S aa en e wiesen haben, daß
man <die kleinen Spa e auch au ande e Weise zum We papie spa en
— abe zu ech en Zei — „animie en" kann, sowei es übe haup
in ih em In e esse zu e e en is 3? Diese A on Spa en, das ja
2 In den le z en ie Jah en s ieg de In es men index nu um 0,6
%>.
Die
Rendi e be ug nu 2,97
%>;
e gleiche hie zu auch Capi al (1964). S. 54 bis 57.
3 Die sei Juli 1964 auch an den deu schen Bö sen gehandel en Shell T &
T-S ammak ien zu 5 Sh zu einem handelba en Mindes be ag on 1 £ = 4 Ak ien
sind in diesem Zusammenhang eben alls zu nennen.
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Be ich e 747
keine höhe e Rendi e als ande e Spa o men abwe en ode de An-
lage on Spa mi eln in Geb audiseigen um sei ens de kleinen Spa e
unbeding o gezogen we den muß, wi d doch deswegen on allen
Sei en p opagie , um auße s eigendem Einkommen in Fo m on
Löhnen und Gehäl e n nich nu am Wachs um de Gesam wi scha
meh als bishe eilhaben izu können, sonde n auch um übe den
angeblichen E we b on „An eilen an P oduk ionsmi eln" meh pe -
sönliche F eihei und Siche hei zu e hal en — eben im Gegensa z
zu kollek i is ischen Eigen umsideologie des Kommunismus4.
Das S eben nach dem Mi eigen um an den P oduk ionsmi eln wi d
on den meis en Ve ech e n zwei ellos als en scheidendes ode mi -
en scheidendes Bollwe k gegen den Kommunismus angesehen.
Wa um on „Polemik" sp echen, wenn es sich um eine sachlich-
k i ische A gumen a ion gegen die aus dogma ischen G ünden on
den Ve asse n de „Emp ehlungen" be ü wo e e, wenn auch „ o -
sich ig, beg enz e Fo üh ung de P i a isie ung" ö en liche Un e -
nehmen handel ? Die Zukun wi d e weisen, daß, um das We -
papie spa en auch ü die kleine en Leu e in de Bundes epublik
schmackha zu machen, man nich zu „sozialen" P i a isie ung als
Ini ialzündung z>u g ei en b auch .
Diese Idee wa schon übe hol , als sie in de Bundes epublik mi
g oßem Ge öse pa eipoli isch e och en wu de. Solange man alle -
dings en gegen alle E ah ung in de üb igen Wel da an es häl ,
kann man wohl on eine „zu p o inziellen", weil nu au die Bundes-
epublik abges ell en Sich sp echen.
Ad 11.: Um den In es i lohn
De A bei sk eis beide Ki chen schläg — insbesonde e au
Wunsch de ka holischen Mi gliede — den a i lich gebundenen
In es i lohn im Rahmen de E gebnisbe eiligung o , wobei de ein-
zelne Spa e die Anlage o m ei wählen könne. Angesich s de
keineswegs du chweg posi i en E ah ungen mi dem „Gese z übe
die E gebnisbe eiligung" habe ich einige F agen zu Diskussion ge-
s ell , da un e auch die F age de a i e aglichen Bindung de
E gebnisbe eiligung übe haup , die ja on de F age de F eihei
hinsich lich de Anlage o m zu un e scheiden is .
Die on mi ges ell e F age de „Be o mundung" de A bei nehme
ziel e nu au das a i e agliche Zwangsspa en «als solches om
4 s. Oska
Klug:
Volkskapi alismus du ch Eigen umss euung. S u ga 1962.
S. 2 und je z auch Geo g
Lebe :
Ve mögensbildung in A bei nehme hand. F ank-
u 1964. S.7.
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