Ribhegge, He mann
A icle
Die Tax Incomes Policy on Wallich und Wein aub als
mik oökonomische E gänzung de Globals eue ung
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Ribhegge, He mann (1980) : Die Tax Incomes Policy on Wallich und
Wein aub als mik oökonomische E gänzung de Globals eue ung, Zei sch i ü Wi scha s-
und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und
Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 100,
Iss. 6, pp. 567-590,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.100.6.567
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Die Tax Incomes Policy on Wallich und Wein aub
als mik oökonomische E gänzung de Globals eue ung
Eine k i ische Bes andsau nahme
Von He mann Ribhegge
Um de Tendenz de Un e nehmen, s abili ä swid ige Lohnabschlüsse zu
e einba en, en gegenzuwi ken, haben Wallich und Wein aub eine selek i e
Bes eue ung de Gewinne o geschlagen. Diese Übe legung lieg de Ge-
danke zug unde, daß s abili ä skon o me Lohn e einba ungen die E s ellung
eines ö en lichen Gu es beinhal en und die ex e nen E ek e de Lohn-
e einba ungen — ih e Auswi kungen au den Geldwe und die Beschä i-
gung — zu in e nalisie en sind. In diesem Bei ag wi d un e such , wie sich
die S a S eue au die Ziele: P eisni eaus abili ä , Vollbeschä igung und
ge ech e Einkommens e eilung auswi k .
I. Einlei ung
Als E gänzung de Globals eue ung aus mik oökonomische Sich
haben Wallich und Wein aub (ku z W/W) o geschlagen, das In la-
ionsp oblem du ch eine Bes eue ung de Un e nehmen zu lösen, die
zu hohe Lohn e einba ungen mi den Gewe kscha en abschließen1.
Schien diese Vo schlag on W/W nach seine Ve ö en lichung —
sieh man on einigen spo adischen Bei ägen ab2 — imme meh in
Ve gessenhei zu ge a en, so ha sich diese Si ua ion in den le z en
beiden Jah en g undlegend geände 3. Das ges iegene In e esse an de
Tax Incomes Policy (ku z TIP) on W / W is im wesen lichen au zwei
Fak o en zu ückzu üh en:
1. Es is bishe nich gelungen — sei es mi iskalpoli ischen ode meh
mone a is isch ausge ich e en S a egien —, eine in la ions eie
Vollbeschä igungssi ua ion zu e eichen. Es lag deshalb nahe, nach
1 Siehe aus üh lich Wallich (1972 a), (1972 b), Wallich I Wein aub (1971),
Wein aub (1971), (1972).
2 Zu nennen sind: Foga y (1973), Isa d (1973), F ied ich (1974), Ko owi z!
Po es (1974), Teichmann (1974), 43 . und Seidman (1976 a), (1976 b).
3 Insbesonde e die Bei äge au dem Symposium des B ookings Ins i u s
übe Einkommenspoli ik, abged uck in: B ookings Pape s on Economic
Ac i i y (1978/H. 2) sowie Cassel/Thieme (1977), 92 ., Jianakoplos (1978),
La ham/Peel (1977), Le ne (1977), Meye -Thoms (1978), 182 ., Okun (1977),
(1978), Seidman (1978 b), S a ba y (1977), 141 ., Wein aub (1978). Bezüglich
de Resonanz in de poli ischen Diskussion und in de P esse siehe den Hin-
weis bei Seidman (1978 a), 303.
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568 He mann Ribhegge
neuen Ins umen en zu Lösung des Kon lik es zwischen Voll-
beschä igung und Geldwe s abili ä zu suchen.
2. Beg ünde en W / W ih Modell zunächs mi einem ein achen Theo-
ieansa z (Angebo sin la ion in Fo m de ma k-up-in la ion au -
g und in la ionä e Lohns eige ungen), so is diese heo e ische
Fundie ung in den le z en Jah en wesen lich e wei e wo den.
Insbesonde e wa man bemüh , mone a is ische Übe legungen ein-
zubeziehen. Dabei e lage e sich die Zielse zung de TIP. W/W
e s anden u sp ünglich die TIP als Ins umen zu In la ionsbe-
kämp ung. Neue dings be onen Wein aub und besonde s Seidman
den Ein luß de TIP au die Beschä igung. Seidman is de An-
sich , daß du ch die TIP e eich wi d, die na ü liche A bei slosen-
a e zu e inge n und einen g öße en Spiel aum ü die es ik-
i e Geldmengenpoli ik zu scha en, die keine nega i en Beschä i-
gungse ek e bewi k 4.
Es is das Ziel dieses Bei ages, die Konzep ion on W/W da zu-
s ellen und die wich igs en A gumen e ü und wide die TIP au zu-
zeigen. Deshalb e läu e n wi im II. Teil den Vo schlag on W / W und
e deu lichen ihn anhand eines Beispiels. Im III. Teil un e suchen wi
die Auswi kungen de TIP. D ei Aspek e s ehen im Vo de g und de
Un e suchung. Einmal beschä igen wi uns mi dem Ein luß de TIP
au die Siche ung des Geldwe es. Wi se zen uns mi de These on
W / W auseinande , daß eine s abili ä skon o me Lohnpoli ik du ch die
TIP e ziel wi d und diese Lohnpoli ik au oma isch eine Realisie ung
de P eisni eaus abili ä ga an ie . Die TIP kann nich allein an ih em
Bei ag zu Siche ung des Geldwe es beu eil we den. Die du ch sie
bewi k en Kos en de In la ionsbekämp ung — p imä die nega i en
E ek e au die Beschä igung — müssen eben alls be ücksich ig we -
den. Dahe e suchen wi in einem zwei en Sch i , den Ein luß de
TIP au den (zumindes ku z is ig exis ie enden) Kon lik zwischen
Vollbeschä igung und P eisni eaus abili ä zu bes immen. Im d i en
Sch i gehen wi de F age nach, we die Las en de S a s eue zu
agen ha . Es sollen die Ve eilungse ek e de TIP bes imm we den.
Denn wi d de Abbau de In la ion allein ode übe wiegend zu Las en
eine G uppe — wie die de Beschä ig en — e eich , so is mi poli-
ischem D uck au die En scheidungsins anzen und gewe kscha lichen
Gegenmaßnahmen zu echnen.
Nu wenn alle d ei K i e ien (Geldwe , Beschä igung, Ve eilung)
aus eichend e üll sind, kann die TIP emp ohlen we den. Mi diese
Beu eilung be assen wi uns im anschließenden IV. Teil.
4 Siehe dazu aus üh lich Wein aub (1978), 71 . sowie ansa zweise Wein-
aub (1972) und besonde s Seidman (1978 a).
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Die Tax Incomes Policy on Wallich und Wein aub 569
De Schwe punk des Bei ages lieg in de heo e ischen Un e -
suchung und Beu eilung de TIP. Au P obleme de poli ischen
Du chse zung sowie au die wich ige Kon ollp oblema ik bei de TIP
wollen wi hie nich eingehen5.
II. Da s ellung de Tax Incomes Policy
Ausgangspunk de Übe legungen on W / W is die E kenn nis, daß
die kon en ionelle Fiskal- und Geldpoli ik bei de Ve olgung de
beiden Ziele Geldwe siche ung und Vollbeschä igung e sag haben6.
De Miße olg is nach ih e Ansich da au zu ückzu üh en, daß die
kon en ionellen s abili ä spoli ischen Maßnahmen eak i angeleg sind
und sie e s im nachhinein en s andene Fehlen wicklungen ko igie en
soll en7. W/W hal en es dahe ü no wendig, schon wäh end de
Ta i e handlungen die Be ei scha de Un e nehmen zu s abili ä s-
kon o mem Ve hal en zu e höhen, um on o nhe ein die En s ehung
lohnpoli ische Fehlen wicklungen zu e hinde n. Denn „bei den Un-
e nehmen is de Wide s and gegen Lohne höhungen im Zug des
In la ionsp ozesses imme ge inge gewo den"8.
Um die Be ei scha de Un e nehmen zu s ä ken, s abili ä swid i-
gen Lohn e einba ungen zu wide s ehen, muß die A ak i i ä s abili-
ä sge ech e Ve hal ensweisen bei den Un e nehmen e besse we -
den. Es muß die E wa ung geweck we den, daß auch die ande en
Un e nehmen ih en Bei ag zu Lohns abilisie ung leis en. Dies is
no wendig, dami sich die Poli ik gesam wi scha lich auswi k und
die Las de Poli ik nich au den Schul e n einzelne Un e nehmen
uh .
Ans elle de Lösung des P oblems s abili ä swid ige Lohn e ein-
ba ungen übe die Abscha ung bzw. die Reduzie ung de Mach de
Gewe kscha en zu e eichen, wie dies z. B. Habe le o schläg 9, e -
e en W/W die Au assung, daß de Wide s and de Un e nehmen
du ch geziel e An eize ges ä k we den soll. Wäh end on de Fiskal-
und Geldpoli ik nu ein indi ek e D uck zu Dämp ung de Lohn-
und P eiss eige ungen ausgeh , soll du ch ih en einkommenspoli i-
schen Vo schlag ein di ek e D uck bzw. An eiz gescha en we den10.
5 Au dies P oblem wi d ku z eingegangen in: Ribhegge (1979), 78 . Be-
züglich de Kon ollp oblema ik de TIP und ih e Ins allie ung siehe: Dil-
dine/Sunley (1978).
6 Wallich/Wein aub (1971), 1.
7 „The majo allacy o s ingen ax measu es o cope wi h in la ion is
ha his a emps o cap u e he inc eases in wage incomes a e hey occu ."
Wein aub (1971), 1.
8 Eh liche (1975), 400.
« Habe le (1975), 129 .
io Vgl. Wallich/Wein aub (1971), 6.
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570 He mann Ribhegge
Diesen Übe legungen lieg de Gedanke zug unde, daß s abili ä s-
kon o me Lohn e einba ungen de E s ellung eines ö en lichen Gu es
en sp echen11 und die ex e nen E ek e de Lohn Ve einba ungen —
ih e Auswi kungen au den Geldwe und die Beschä igung — zu
in e nalisie en sind12. Dies bedeu e , daß g undsä zlich jede ü die
Realisie ung eine in la ions eien Vollbeschä igungssi ua ion ein i .
Da abe niemand on den Vo eilen de Vollbeschä igung und de
Geldwe s abili ä ausgeschlossen we den kann, b ing ein eigene
S abili ä sbei ag keine zusä zlichen Vo eile und muß deshalb au de
Basis de Zielse zung des einzelnen Un e nehmens als i a ional e -
scheinen. De Nach eil is besonde s dann gegeben, wenn dem un e -
nehme ischen Handeln die Annahme zug unde lieg , daß die ande en
Un e nehmen ih en Bei ag zu P oduk ion des ö en lichen Gu es in
Fo m eines e s ä k en Wide s andes gegen in la ionä e Lohns eige-
ungen nich leis en. Solange das einzelne Un e nehmen e wa en
kann, in la ionä e Lohns eige ungen übe wälzen zu können, lohn es
sich, Kon lik e bei den Lohn e handlungen zu e meiden. Denn e -
hinde ein einzelnes Un e nehmen exzessi e Lohns eige ungen, is bei
Wei e gabe de möglichen Kos en o eile de P eisni eaus abilisie-
ungse ek ge ing und de e en uelle We bewe bs o eil aglich,
da quali izie e Beschä ig e au g und des nied igen Lohnni eaus ab-
wande n und die Lohnkos en o eile gegen die Nach eile des du ch
S eiks und A bei sniede legungen zu e wa enden P oduk ionsaus-
alls abzuwägen sind13 und P eissenkungen sich nich so o in eine
s ä ke en Nach age niede schlagen14.
Du ch die Ein üh ung de S a s eue , die on den Un e nehmen
im Falle zu hohe Lohn e einba ungen zu zahlen is , soll das P oblem
de P oduk ion ö en liche Gü e au dem A bei sma k gelös we -
den. Du ch diese S eue wi d die En scheidungssi ua ion de Un e -
nehmen dahingehend geände , „ ha i is in hei sel in e es , o hei
own p ése a ion, ha indus ialis s will ejec ex a agan wage
Se lemen s"15. W/W e s ehen ih en Vo schlag abe nich als eine
Al e na i e zu bishe igen Geld- und Fiskalpoli ik. Vo ausse zung ü
11 Eine Beg ündung diese These inde man bei: Ribhegge (1979), 16 .
Siehe insbesonde e die Aus üh ungen zu den Dezen alisa ions- und Koo di-
na ionsp oblemen.
12 Diese Au assung e e en besonde s Le ne (1977), 397 ., Seidman
(1978 a), 301 .
13 Die e s e aus üh liche Da s ellung de gleichen P oblemsi ua ion ü die
Gewe kscha en inde man bei: F ey (1966).
14 Zu diesem P oblem de Ine izienz de P eispoli ik zu Nach ages eue-
ung siehe z. B. Okun (1975), 358 .
15 Wein aub (1971), 4.
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Die Tax Incomes Policy on Wallich und Wein aub 571
den E olg de TIP is eine beglei ende, konsequen e s abili ä skon-
o me Geld- und Fiskalpoli ik16.
De nach Meinung on W/W ma k kon o me Vo schlag17 sieh im
einzelnen olgende Regelungen o : Zu Beginn eines Jah es wi d eine
Lohnlei linie w+i o gegeben, die sich im wesen lichen an de P oduk-
i i ä sen wicklung und den als un e meidba angesehenen P eis-
s eige ungen aus ich e 18.
Un e nehmen, die bei ih en Lohn e einba ungen diese Lohnlei -
linie nich übe sch ei en, bezahlen wei e die gleiche Gewinn- bzw.
Kö pe scha ss eue , wie o de Ein üh ung de TIP. Fü sie ände
sich de S eue sa z nich . Hingegen müssen die Un e nehmen, de en
Löhne die Lohnlei linie übe s eigen, zusä zlich eine S a s eue be-
zahlen, die sich olgende maßen bes imm . Sind b de (Basis-)s eue sa z
o Ein üh ung de TIP (z. B. 54 °/o Kö pe scha ss eue ) und de
neue S eue sa z nach Ein üh ung de TIP, sowie wi die on dem
Un e nehmen e einba e Lohns eige ungs a e, z. B. 7 °/o, und be äg
die Lohnlei linie w'i = 5,5 °/o, so daß die Lohn e einba ung die Lohn-
lei linie um 1,5 °/o übe s eig , dann e höh sich de S eue sa z des
Un e nehmens um 1,5 °/o bzw. um ein Viel aches diese Di e enz, je
nachdem, welche Mul iplika o m on den s aa lichen Ins anzen ge-
wähl wi d. Wi e hal en dann olgende S eue unk ion ü ein Un-
e nehmen19:
{
b + m (wl
—
w ) ü wl > w+i
b ü wl <
bei de de Mul iplika o m die S ä ke de S a s eue und den
S eue sa z des Un e nehmens angeben.
III. Beu eilung de TIP
Bei de Bes immung de E ek e de TIP we den wi olgende -
maßen o gehen. Den Ausgangspunk de Analyse bilden die Ta i e -
handlungen und die sich da aus e gebenden Lohns eige ungen in den
Un e nehmen. Aus eine zunächs ein mik oökonomischen Pe spek i e
we den wi de F age nachgehen, ob du ch die TIP eine Beein lussung
de Ve hal ensweisen de einzelnen Un e nehmen und Gewe kscha en
iß Vgl. den en sp echenden Hinweis bei Wallich/Wein aub (1971), 1.
17 Ebenda.
iß Wein aub (1978), 125. Hingegen schläg Wallich o , die Lohnlei linie
mi de P oduk i i ä sen wicklung zuzüglich de Häl e de In la ions a e des
le z en Jah es gleichzuse zen, gl. Wallich (1972 b), 6.
10 Siehe die en sp echende Da s ellung bei Seidman (1978 a), 302.
36 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1980/6
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572 He mann Ribhegge
bewi k wi d. Fäll das U eil posi i aus, so können wi anschließend
die gesam wi scha lichen Auswi kungen de TIP bes immen.
a) P eisni eaus abilisie ungse ek
Die S a s eue üh zu eine besse en E üllung de s abili ä spoli-
ischen Ziele, wenn sie ü die Un e nehmen und Gewe kscha en An-
eize zu eine Ve hal ensände ung scha , die aus gesam wi scha -
liche Sich güns ig beu eil wi d. Soll du ch die S a s eue , als
selek i e An eiz, das lohnpoli ische Ve hal en de Un e nehmen be-
ein luß we den, so muß die nega i e Beziehung20 zwischen dem Un-
e nehmensgewinn G und de Lohns eige ungs a e wi e s ä k we -
den (| 3 G/3 wi 11), dami sich de nega i e E ek s abili ä swid ige
Lohn e einba ungen s ä ke au den Gewinn des Un e nehmens aus-
wi k .
Es sei Gn de Ne ogewinn o de Ein üh ung de S a s eue und
Qsn de Ne ogewinn des Un e nehmens nach de Ein üh ung de
S a s eue und Gb de B u ogewinn o S eue , dann gil ü den
Kö pe scha s- bzw. Gewinns eue sa z b:
(2)
Gn
(., w ) = Gb (., w )
(1
- b) ,
so daß
3 Gn 3
G^
(3) = (1 - b)
3 w 3 w,
Du ch die Ein üh ung de S a s eue on W/W (siehe Gleichung
(1)) wi d diese Beziehung modi izie :
(4)
Gsn (. ,
Wl) =
Qb (. ,
Wl)
(1
-
(Wi))
und
3 Gsn 3 Gb
(5) = (1 - b) m
d Wi d Wi
3
G^
3 Gn
3 Gb
da im allgemeinen | (i i
—
;|) a
[
kleine als Gb is .
i
Du ch die Ein üh ung de S a s eue wi d de nega i e E ek on
wi au den Gewinn nach S eue e s ä k .
20 Daß sich gesam wi scha lich diese Beziehung un e Ums änden au -
g und des Nach agee ek es de Löhne umkeh , in e essie in diesem Zu-
sammenhang nich , da nu das mik oökonomische Kalkül de Un e nehmen
ele an is , das zu gesam wi scha lich ungüns igen E gebnissen üh en
kann, da de Nach agee ek on ihnen e nachlässig wi d. Siehe dazu aus-
üh lich Ribhegge (1979), 36 .
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Die Tax Incomes Policy on Wallich und Wein aub 573
Bleiben wi bei de mik oökonomischen Be ach ungsweise, so is
noch nich geklä , wie s a k diese E ek de S a s eue au den
Gewinn is . Die In ensi ä de S a s eue häng wesen lich on den
Übe wälzungsmöglichkei en ab21. Sind die Un e nehmen sowohl au
dem A bei s- als auch au dem Gü e ma k Mengenanpasse , so e -
geben sich ü die gewinnmaximie enden Un e nehmen keine Übe -
wälzungsmöglichkei en. Dies gil auch ü den Fall de P eisse zung
du ch das Un e nehmen bei gegebene und bekann e Nach ageku e
(Monopol). Fü das Un e nehmen e hal en wi den gleichen op imalen
P eis, wie e o de Ein üh ung de S a s eue gal , da
Übe wälzungsmöglichkei en übe den P eis e geben sich bei eine
ein mik oökonomischen Pe spek i e nu bei eine Au schlagskalkula-
ion und bei oligopolis ische P eispoli ik. Selbs wenn die Reduzie-
ung des Ne os ückgewinns du ch eine en sp echende P eiss eige ung
wiede ausgeglichen wi d, komm es dennoch au g und de mengen-
mäßigen Absa zeinbußen (p eiselas ische Nach age) zu keine ollen
Übe wälzung de S a s eue (keine Realisie ung des al en Ne oge-
winns). Es kann also ge olge we den, daß du ch die S a S eue de
Ein luß de Löhne au den Ne ogewinn nach S eue e s ä k wi d,
auch wenn diese E ek , je nach de gegebenen Ma k kons ella ion,
eilweise abgeschwäch wi d22.
Können wi da on ausgehen, daß du ch die S a s eue a sächlich
übe die Beein lussung des Ne ogewinns den Un e nehmen ein An-
eiz gegeben wi d, Lohn e einba ungen, die die Lohnlei linie übe -
s eigen, zu e hinde n, so is noch nich gesiche , daß dami die En -
wicklung de Löhne wesen lich e besse wi d. Dazu beda es de
21 Es soll nich un e such we den, we le z lich die S eue äg , sonde n,
ob die Un e nehmen e wa en können, ku z- und mi el is ig die S eue zu
übe wälzen. Denn nu wenn die Un e nehmen e wa en, daß sie die S a -
s eue oll übe wälzen können, lieg kein selek i e An eiz o . Wei e
in e essie en an diese S elle de Un e suchung nich die möglichen in la io-
nä en E ek e de Wei e wälzung, au die sich o ein mik oökonomische
Ansä ze zu Beu eilung de TIP konzen ie en.
22 Eine genaue Bes immung des Übe wälzungs- und P eiss eige ungse ek-
es is nich nö ig, da im olgenden nich e such wi d, den posi i en E ek
de Lohneinsch änkungen du ch die S a s eue gegen den nega i en E ek
de P eiss eige ung abzuwägen, wie dies Isa d (1973) u , da eine Übe -
agung mik oökonomische E gebnisse au gesam wi scha liche — zumin-
des im Be eich de In la ionsanalyse — nich ohne wei e es möglich is . Zu
Übe wälzungsp oblema ik und den möglichen gesam wi scha lichen E ek-
en siehe die aus üh liche Da s ellung bei: Seidman (1978 b) sowie k i isch
bezüglich des posi i en E ek es de TIP au die Lohnen wicklung La ham/
Peel (1977).
(6) 3 G» 3 Gb
(1
- b) 3 G = 0 = 3 Gb
(1
- )
3 p
3 p 3 p ^ 3 p
gil .
36*
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574 He mann Ribhegge
genauen Un e suchung des Aushandlungsp ozesses zwischen den Ta i -
pa eien und de Bes immung de möglichen un e nehme ischen Ko -
ek u en du ch Lohnzuschläge usw. (wage d i ). Be ach en wi die
Aus üh ungen on W / W zu diesem Themenkomplex, so is es zus el-
len, daß sie übe keinen undie en Theo ieansa z zu Un e suchung de
E ek e de TIP au die Lohnen wicklung e ügen23. Deshalb sollen
ü diesen Zusammenhang ein Theo ieansa z und Hypo hesen übe
den Lohnbildungsp ozeß en wickel we den.
Die Wi kung de TIP au den Lohnbildungsp ozeß wi d on W / W in
einem ein achen Modell da ges ell , das im wesen lichen mi dem
Lohnmodell on Hicks übe eins imm .
wl
T
E , E-
Konzee8ion8ku e
de
Un e nehmen
iF,
U
j iFl =
Wide e andeku e
de
Gewe k-
echa en
Abb. 1
Hicks24 un e s ell , daß die Gewe kscha en die Ta i e handlungen
mi eine Maximal o de ung wimax e ö nen. Die Un e nehmen müssen
23 Einen meh udimen ä en Ansa z, de sich nach Meinung on Ko owi zi
Po es (1974), 115 an das Lohnbildungsmodell on Hicks anlehn , inde man
in: Wallich/Wein aub (1971), 7. Selbs in seine um ang eichen Da s ellung
on 1978 e zich e Wein aub au eine aus üh liche Analyse des Ein lusses
de TIP au die Lohnen wicklung. Wein aub is de Ansich , daß die Nomi-
nallöhne eine exogene G öße da s ellen, die on his o ischen und ins i u io-
nellen Fak o en bes imm we den und deshalb eine ein ökonomischen Ana-
lyse nich zugänglich sind. Siehe Wein aub (1978), 91 . sowie k i isch zu
diesem Ansa z B i an (1978).
24 Eine Da s ellung seines Modells inde man bei Hicks (1963), 136 . sowie
die k i ische Analyse bei Külp (1965), 133 .
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Die Tax Incomes Policy on Wallich und Wein aub 581
P = k l/Aj so daß wp = wi + w/: —
WA
is , wenn l den du chschni -
lichen Lohnsa z angib .
Wein aub komm in seine empi ischen Un e suchung zu dem E -
gebnis, daß ü die USA de Au schlagskoe izien k nahezu kons an
is und bei 1.8 lieg 41. Danach is die TIP imme dann e olg eich, wenn
es geling , die Lohns eige ungs a e an de Wachs ums a e de A bei s-
p oduk i i ä auszu ich en. Dies kann man e eichen, indem man die
Wachs ums a e de A bei sp oduk i i ä als Lohnlei linie e wende .
In diesem Fall is w = 0, da wjc = 0 und WI = WA sein sollen.
Be ach en wi die En wicklung des Au schlagskoe izien en k ü
die Bundes epublik, dessen En wicklung in Tabelle 1 wiede gegeben
is , so e hal en wi ü die Wachs ums a en on k ein E gebnis (siehe
Abbildung 3 au S. 582), das zumindes die These de Kons anz on k
ü die Bundes epublik bezwei eln läß 42.
Tabelle 1
Jah 1960 1961 1962 1963 1964 1965 1966 1967 1968 1969
We
onk 1,655 1,595 1,560 1,536 1,543 1,524 1,501 1,506 1,543 1,513
Jah 1970 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978
We
onk 1,475 1,447 1,439 1,414 1,377 1,379 1,406 1,392 1,403
Be ücksich igen wi die Schwankungsb ei e on wu, die zwischen
— 3,6 °/o und + 2,5 °/o lieg , so sehen wi , daß die These on Wein aub,
daß k ela i kons an is , ü die Bundes epublik zu ückgewiesen we -
den muß. Daß k lang is ig u. U. kons an is , is in diesem Zusammen-
hang i ele an , da mi de TIP die ku z is ige Anpassungs ähigkei
de Löhne und die sich da aus e gebenden ku z is igen in la ionä en
Tendenzen beein luß we den sollen. Dieses empi ische E gebnis un e -
s ü z die heo e ischen Einwände, die on den Mone a is en gegen die
These eine kos ende e minie en En wicklung des P eisni eaus e -
hoben we den43. Es wi d bes i en, daß die Lohnkos en die U sache
de in la ionä en En wicklung sind. Vielmeh wi d als U sache eine
expansi e Geldmengenpoli ik genann . Daß zwischen Geldmenge und
dem Geldwe eine Beziehung bes eh , wi d auch on Wein aub nich
41 Siehe Fig. 3.1, in: Wein aub (1978), 47.
42 k wu de be echne un e Ve wendung de Beziehung k = Un, wobei n
die Lohnquo e da s ell . Die Da en ü die En wicklung de Lohnquo e wu -
den übe nommen aus SVR (1978), Tabelle 16 in Zi e 129.
43 Zu mone a is ischen K i ik an die TIP siehe z. B. Jianakoplos (1978).
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582 He mann Ribhegge
4%
-3%
..
6o
-1%
..
2%
Abb. 3
bes i en44. Nach seine Ansich is abe die Beziehung zwischen den
beiden G ößen wesen lich komplexe als sie on den Mone ä s en
da ges ell wi d. Gemäß de Fishe schen Quan i ä sgleichung gil :
M = P
- Q,
wenn V die Umlau sgeschwindigkei da s ell . Bzw. in
Wachs ums a en o mulie
(9) wM + w = wp + wQ.
Wein aub un e s ell in mone a is ische T adi ion, daß die Um-
lau sgeschwindigkei in eine es en Beziehung zu Geldmengenen -
wicklung s eh , so daß wi wm + w ==
™>(wm)
se zen können, und, da
wq = wa + wn is , e häl man ein au ologisch
(10) m(wM) = wL + wk + wN.
De wesen liche Un e schied zwischen de Au assung on Wein aub
und de mone a is ischen Posi ion lieg in de un e schiedlichen Ein-
schä zung de Wi kung on wm au die d ei Komponen en de ech en
Sei e on Gleichung (10)45. Von den Mone a is en wi d de E ek on
wm au wi und i jc als die wesen liche Beziehung angesehen. Hingegen
wi d wn du ch eal wi scha liche G ößen de e minie 46.
Diese Beziehung wi d nun on Wein aub umgekeh . Seine Mei-
nung nach is sowohl wi als auch iük = 0 unabhängig on wm. Du ch
die Geldmengenpoli ik wi d nach Wein aub einzig und allein das
44 Siehe z. B. Wein aub (1972), 106 . sowie Wein aub (1978), 69 .
45 Eine ähnliche A gumen a ion inde man bei Hicks (1976).
46 Diese Posi ion is abe on den Mone a is en bezüglich de ku z- und
lang is igen E ek e ela i ie wo den. Siehe dazu: Ribhegge (1979), 9 .
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Die Tax Incomes Policy on Wallich und Wein aub 583
Beschä igungsni eau de e minie 47. Eine es ik i e Geldpoli ik ha
nach Wein aub keinen in la ionsdämp enden E ek . Diese in la ions-
dämp ende E ek soll hingegen du ch die TIP e eich we den. De
TIP komm eine e gänzende Funk ion bei de Geldpoli ik zu48.
b) Beschä igungse ek e
Die on Wein aub ini iie e Auseinande se zung mi de Posi ion
de Mone a is en is on Seidman wei e ge üh wo den. E nimm die
mone a is ische These de Exis enz eine na ü lichen A bei slosigkei
au und e such nachzuweisen, daß du ch die TIP die Ra e de na ü -
lichen A bei slosigkei e inge wi d.
Seidman analysie mi Hil e de Lohngleichung
Ü - U ( )
G<
_ ön
(11) U( ) + ß —— + u>,( - 1) ,
wobei U die A bei slosen a e und GN die sich his o isch en wickel e
du chschni liche Mindes gewinn a e da s ellen sowie U die na ü liche
A bei slosen a e ep äsen ie , den Ein luß de TIP au die na ü liche
A bei slosen a e (bzw. die „nonaccele a ing-in la ion a e o unemploy-
men [NAIRIJ])49. Zu Ve ein achung de Da s ellung e zich e Seid-
man au die Be ücksich igung eines dis ibu ed ime lags in de Lohn-
gleichung. Den E ek de TIP e läu e Seidman anhand eines ein-
achen Beispiels. In de Ausgangsposi ion sei U = Ü, d. h. on de
A bei slosen a e geh kein in la ionä e E ek aus (Zus and de NAIRU
ohne TIP), so daß ü eine ik i e Lohns eige ungs a e wi( -1) = 8 °/o
wi( ) = 8
°/o
wä e. Un e s ellen wi die ma k up Hypo hese mi Wk = 0
und eine A bei sp oduk i i ä on 2 °/o, so wä e wp( ) = 6 °/o. Gib die
Regie ung in diese Si ua ion eine Lohnlei linie in Höhe on 7 °/o o ,
so daß wi{ ) au 7 °/o nach Ansich on Seidman eduzie wi d, sink
die In la ions a e au 5 °/o. Von eine pe manen en Reduzie ung de
Lohnlei linie e wa e Seidman, daß die NAIRU imme nied ige wi d.
47 „To a gue, as below, ha he money-wage-p oduc i i y ela ionship
de e mines he p ice le el is, o cou se, o deny any di ec impac o money
supplies on p ices, bu i would be an eg egious e o o in e p e his o
mean ha changes in money supplies a e innocuous. Qui e o he con a y,
hey a e po en indeed. Bu hei di ec incidence is upon employmen and
ou pu a he han upon p ices, al hough he e may be some epe cussions
on he la e as employmen a ies." Wein aub (1972), 108.
48 „Despi e his skep icism o mone a ism as an in la ion sa egua d, mone-
a y policy emains a mac o s abilize . Gi en a sui able incomes policy o
align wages (and sala ies) o p oduc i i y, mone a y policy would be eleased
o make i s con ibu ion o ull employmen by encou aging home building
and in es men gene ally, as well as se ing consume inance, in pe iods o
unemploymen ." Wein aub (1972), 110.
« Seidman (1978), 320 .
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584 He mann Ribhegge
Denn is w'i ( ) de Lohnsa z, de sich nach (11) ohne Anwendung de
TIP e gib , und binde sich die Regie ung bei de Fes se zung de
Lohnlei linie an die Regel
(12) W' ( ) - w+ ( )
=
&
Anpassungskoe izien ü die
1 1 Lohnlei linie),
so e häl
Seidman
die neue Beziehung
Ü -TJ( ) GN - GX
(13) w^D-w^ - 1) = « U( ) —
bzw.
(14)
wL
( ) -
wl ( -
1)
= h Ü~^ )( ) -0 = wp( )- wp
( - 1) ,
da
Seidman
un e s ell , daß zwischen de Gewinnen wicklung und de
A bei slosigkei die Beziehung
GN — QN Ü - U ( )
(15) —
ÖN-=C-ÜW~
bes eh .
Akzep ie en wi diese A gumen a ion on
Seidman
, so wü de du ch
die TIP a sächlich de Kon lik zwischen Vollbeschä igung und P eis-
ni eaus abili ä abgebau .
Die A gumen a ion on
Seidman
übe zeug abe aus olgenden G ün-
den nich :
1. Die un e s ell e Lohngleichung in (11) is empi isch nich gesiche ;
dies gil besonde s ü die Beziehung zwischen de Gewinn- und
de Lohnen wicklung50. Deshalb is de on Seidman angesp ochene
Einkommense ek de TIP i ele an 51. E mein , daß die TIP eine
Reduzie ung de Gewinnen wicklung und so eine Reduzie ung de
Lohn o de ungen bewi ken könne.
2.
Seidman
un e s ell , daß die Lohnlei linie a sächlich ealisie wi d,
denn nu ü den Fall wi ( ) = w | ( ) gil die Lohngleichung (13).
E se z o aus, daß die TIP den gewünsch en E ek bewe ks ellig .
Diese Annahme is nu dann ge ech e ig , wenn de Mul iplika-
o m de S eue unk ion seh hoch is , wi ak isch on einem
P eiss op ausgehen müssen. Hinzu kommen die ins i u ionellen
Schwie igkei en. Lohn e einba ungen we den lang is ig abge-
50 Siehe dazu die K i ik on Go don im Anschluß an das Re e a on Seid-
man (1978 a), 349 .
51 Vgl. Seidman (1978 a), 318.
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Die Tax Incomes Policy on Wallich und Wein aub 585
schlössen und sind on dahe nich ku z is ig an die sich ände nde
Lohnlei linie anzupassen52.
3. Das schwächs e Glied in de A gumen a ion on Seidman is die
Annahme, daß Lohnkos en o eile in de Pe iode ih e En s e-
hung an die Nach age wei e gegeben we den. Mi diese These
de so o igen Wei e gabe de Lohnkos ensenkung we den die
A gumen e, die zu Beg ündung de na ü lichen A bei slosigkei
o ge agen we den (wie P eiss a hei usw.) beisei e geschoben.
Die Exis enz de na ü lichen A bei slosigkei is nach de Mik o-
ökonomischen In la ions- und Beschä igungs heo ie au In o ma-
ionsmängel, In o ma ionsbescha ungs- und -Ve a bei ungskos en,
Mobili ä smängel und Mobili ä skos en zu ückzu üh en. Du ch die
TIP wi d au dem A bei sma k wede das In o ma ionsni eau
übe die gleichgewich ige Lohns uk u e besse — ganz im
Gegen eil, die Aus ich ung au die gesam wi scha liche A bei s-
p oduk i i ä e hinde eine u. U. no wendige Di e enzie ung —
noch wi d du ch die Ni ellie ung de Löhne ein Mobili ä san eiz
gese z . Da du ch die TIP die Anpassungsgeschwindigkei de Löhne
an ein neues Gleichgewich nich e höh , das In o ma ionsni eau
ehe e schlech e und die Mobili ä sbe ei scha des Fak o s A bei
nich posi i beein luß we den, müssen wi bezwei eln, daß du ch
die TIP die na ü liche A bei slosen a e e inge wi d.
Die Beu eilung de TIP äll noch nega i e aus, wenn wi die
Wi kung de P eisen wicklung au die Löhne be ücksich igen und
nich wie Seidman nu die Kausalke e w¿ wp be ach en. Ve wenden
wi die Da s ellung on Okun (1978), so gil e ein ach :
(16) w¿( ) = a.yw -1) + a2wp( -l) + «(U( )).
Wi sehen, welche Konsequenzen sich aus den oben o ge agenen
K i ikpunk en e geben. Von de S a s eue geh nich nu ein posi-
i e , sonde n auch ein nega i e E ek aus. Je wi kungs olle die
Übe wälzung de S a s eue (in Fo m on wp (
—
1) is und je s ä ke
die P eiss eige ungen au g und de Ne o eallohno ien ie ung (gemes-
sen du ch ai) on den Gewe kscha en be ücksich ig we den, um so
s ä ke wi d de di ek e posi i e E ek de S a S eue au uz( -l) ab-
geschwäch . Dami soll nich die öllige Wi kungslosigkei de S a -
s eue behaup e we den. Beide E ek e sind nämlich nach Wein aub53
im Zei ablau un e schiedlich wi ksam. De P eisübe wälzungse ek
52 Daß dieses Ve hal en auch a ional is , e such die Kon ak heo ie
nachzuweisen, eine Da s ellung dieses Ansa zes inde man z.B. bei: Ramse
(1979).
53 Wein aub (1978), 137.
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586 He mann Eibhegge
de S a s eue i nu einmal zu Beginn de Ein üh ung de S a -
s eue ein, wenn die Lohnlei linie übe sch i en wi d. Hingegen is de
D uck de TIP — au g und des pe manen höhe en S eue sa zes —
andaue nd, so daß Wein aub e wa e , daß de Ube wälzungse ek
lang is ig ge inge e Wi kungsk a zeig als de di ek e E ek au
die Löhne. Dami wi d abe nich die Zielse zung de TIP e üll , die
au g und de un e schiedlichen Anpassungsgeschwindigkei en on P ei-
sen und Mengen ku z is ig en s ehenden nega i en Beschä igungs-
e ek e eine es ik i en Geldpoli ik zu besei igen ode abzuschwächen.
c) Ve eilungse ek
Be ach en wi die Auswi kungen de TIP au die Ve eilung, so
sind auch ü diesen Be eich keine posi i en E ek e zu sehen. Du ch
die Aus ich ung de Lohnpoli ik au die gesam wi scha liche Lohn-
lei linie wi d den Gewe kscha en die Chance genommen, du ch eine
Lohndi e enzie ungspoli ik, bei de die jeweilige sek o ale und be-
iebliche Gewinnsi ua ion be ücksich ig wi d, e eilungspoli ische E -
olge ü ih e Mi gliede zu e eichen54. S a dessen wi d du ch die
Ni ellie ung de Löhne, die die un e schiedlichen Leis ungsan o de-
ungen an die Beschä ig en unbe ücksich ig läß , das Ge ühl bei den
Beschä ig en e s ä k , daß sie unge ech en lohn we den. Da übe
hinaus implizie die TIP eine Zemen ie ung de Lohnquo e, nimm
den Gewe kscha en die Chance, eine Um e eilung zuguns en de
Beschä ig en zu ealisie en55. Denn aus w = wi = wa olg ü die
Lohnquo e N = L- NIQ = WI — WA = 0. Du ch die p oduk i i ä s-
o ien ie e Lohnpoli ik de TIP wi d die sich in de Ve gangenhei
he ausgebilde e Lohnquo e ein ü allemal es gesch ieben. Daß dies
ü die Gewe kscha en und ih e Mi gliede nich akzep abel is , muß
nich aus üh lich beg ünde we den. Will man die TIP als einkommens-
poli isches Ins umen e en, so is es unabdingba , eine lexible e
No m ü die Lohnlei linie zu inden, bei de auch die En wicklung
on Knapphei selemen en mi be ücksich ig wi d. Dies äll um so
leich e , da nu dann die Lohnlei linie mi de Wachs ums a e de
A bei sp oduk i i ä übe eins immen muß, um den Geldwe zu
siche n, wenn a sächlich Wk = 0 is . Da diese Vo ausse zung nich
e üll is , kann ielleich eine Lohnlei linie ge unden we den, die
sowohl den e eilungspoli ischen als auch den s abili ä spoli ischen
E o de nissen ge ech wi d56.
Siehe dazu aus üh lich Külp (1972), 72.
55 Vgl. den Nachweis bei O (1967).
56 Zu Ve eilungsp oblema ik im Rahmen de Einkommenspoli ik siehe
z. B. Ribhegge (1978), 13 .
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Die Tax Incomes Policy on Wallich und Wein aub 587
IV. Resümee
Be ach en wi abschließend den Vo schlag on W / W, dann müssen
wi posi i he o heben, daß W/W als e s e einen Ve such zu eine
um assenden mik oökonomischen Fundie ung de Einkommenspoli ik
gelie e haben. Ih e Zielse zung, das Ve hal en de mik oökonomischen
En scheidungseinhei en zu beein lussen, kann nu un e s ü z we den.
Daß sie dies übe selek i e An eize e eichen wollen, um die A ak-
i i ä zu e höhen, einen Bei ag zu E s ellung des ö en lichen Gu es
„Geldwe s abili ä bei Vollbeschä igung" zu leis en, is ein übe zeu-
gende Ansa z.
Die K i ik se z nich bei de allgemeinen Aus ich ung on W / W an,
sonde n bei de Ausges al ung de S a s eue und den gemach en
Hypo hesen übe die Ve bindung on mik oökonomischen En schei-
dungen zu gesam wi scha lichen E gebnissen. E s ens bleib zu be-
zwei eln, daß du ch die TIP die Lohnkos en eduzie we den können.
Zwei ens, die Hypo hese de P eisbildung is in de on W/W e -
wand en Fo m (ma k-up) empi isch nich gesiche und wenig übe -
zeugend. Insbesonde e die Annahme de Kons anz des Au schlagsa zes
is abzulehnen. D i ens, de nega i e E ek de du ch die TIP beding-
en Ni ellie ung de Lohns uk u wi k sich s ä ke nega i au die
na ü liche A bei slosen a e aus als de posi i e E ek eine endenziell
ge inge en Lohndu chschni s a e, so daß du ch die TIP de Kon lik
zwischen Vollbeschä igung und S abili ä des Geldwe es e schä
wi d. Da die Aus ich ung de Lohnlei linie au die En wicklung de
A bei sp oduk i i ä keine Um e eilungsmöglichkei en zuläß , is sie
auch un e e eilungspoli ischen Gesich spunk en abzulehnen. Den-
noch muß noch einmal be on we den, on de allgemeinen Aus ich-
ung is die TIP nu zu emp ehlen. Zu ho en bleib , daß Konzep e en -
wickel we den, die diese Aus ich ung au nehmen, die abe nich mi
den im De ail liegenden Schwächen des Vo schlages on W / W beha -
e sind.
Ve zeichnis de wich igs en Symbole
b (Basis-)s eue sa z
E Konzessionsku e de Un e nehmen
ET Konzessionsku e de Un e nehmen nach Ein üh ung de TIP
G Gewinn
Qb B u ogewinn
Gn Ne ogewinn o Ein üh ung de TIP
Gsn Ne ogewinn nach Ein üh ung de TIP
37 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1980/6
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588 He mann Hibhegge
k ma k up Ra e
m Mul iplika o de S a s eue
S eue sa z nach Ein üh ung de TIP
U Wide s andsku e de Gewe kscha en
UT1 Wide s andsku e de Gewe kscha en nach Ein üh ung de TIP
Wi Lohn a e
w Lohnlei linie
n Lohnquo e
Zusammen assung
In diesem Bei ag wi d die Wi ksamkei de Tax Incomes Policy bezüglich
ih es Geldwe -, Beschä igungs- und Ve eilungse ek es un e such . Es
wi d gezeig , daß die Zielse zung de S eue , die Wi ksamkei de Geld- und
Fiskalpoli ik zu e höhen, nu unzu eichend ealisie wi d. Diese Ine izienz
de Tax Incomes Policy is nich au ih e allgemeine Aus ich ung — mi els
selek i e An eize s abili ä skon o mes Ve hal en zu e eichen — zu ück-
zu üh en, sonde n da au , daß die zug undegeleg en Hypo hesen übe die
Ve bindung on mik oökonomischen En scheidungen und gesam wi scha -
lichen E gebnissen unzu eichend sind und das Ve eilungsziel e nachlässig
wi d. Im üb igen is die poli ische Du chse zba kei dieses Konzep s zu
bezwei eln: die TIP wi d on den Gewe kscha en abgelehn we den, da
die S a s eue keinen Um e eilungsspiel aum läß .
Summa y
This pape analyses he in luence o he Tax Incomes Policy on mone a y
s abili y, employmen , and dis ibu ion o income. I is demons a ed ha
he in ension o he ax o inc ease he e iciency o mone a y and iscal
policy is only insu icien ealised. The ine iciency o he Tax Incomes
Policy is no p ima ily ounded on i s gene al heo e ical ounda ion — i.e.,
he assump ion ha selec i e incen i es a e equi ed o es ablish a beha iou
con o ming o he s abiliza ion aims — bu on he ac ha he applied
hypo heses abou he connec ion o mic oeconomic decisions and mac o-
economic esul s a e no con incing and ha he dis ibu ion aim is neg-
lec ed. Fu he mo e, he poli ical ealiza ion o he concep mus be doub :
he Tax Incomes Policy will be ejec ed by he ade unions, because he
possibili y o incomes edis ibu ion is excluded by he ax.
Li e a u
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