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Das Steuersystem der USA und der UdSSR

Abstract

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Das Steuersystem der USA und der UdSSR

Author: Kerschagl, Richard
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1949
DOI: 10.3790/schm.69.3.89
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/290672/1/schm.069.3.089.pdf
Ke schagl, Richa d
A icle
Das S eue sys em de USA und de UdSSR
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Ke schagl, Richa d (1949) : Das S eue sys em de USA und de UdSSR, Schmolle s
Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo ,
Be lin, Vol. 69, Iss. 3, pp. 89-102,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.3.89
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/290672
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345] 89
Das S eue sys em de USA und de UdSSR
Von
Richa d Ke schagl,Wien
Inhal s e zeichnis: I. Die ö de alis ische Finanz e assung de U. S. A. und die
Finanz e assung de Union des Sowje -Republiken S. 89 — II. Das S eue sys em
de U. S. A. und das S eue sys em de U. d. S. S. R. S. 93 — III. Ve gleich beide
S eue sys eme S. 101.
I.
Ge ade in de Zei nach dem zwei en Wel k ieg, wo das Ringen de
e schiedenen Wi scha ssys eme in einem hohen G ade ielleich
wenige du ch die ein heo e ische Fundie ung als du ch die kon-
k e en Wi scha ssys eme de beiden g oßen Gegenpole, USA und
UdSSR, bes imm wi d, is es on besonde e Bedeu ung, au dem
inanzpoli ischen Sek o die konk e en Finanz e assungssys eme und
S eue sys eme einande gegenübe zus ellen, sie mi einande zu e -
gleichen und Gegensä zlichkei en und Ähnlichkei en es zus ellen. Um
nich on o nhe ein dem Vo wu ausgese z zu sein, Ungleiches mi
Ungleichem zu e gleichen und schon aus diesem G unde un ich ige
Schlüsse zu ziehen, is es zweckmäßig, zunächs einmal einige allge-
meine Cha ak e is ika, die zum Teil his o ischen Cha ak e agen
mögen, o anzuschicken.
Das S eue sys em de USA zeichne sich o allem dadu ch aus,
daß es o z de s a k ausgep äg en öde alis ischen Finanz-
e assung die übliche, gese zlich kla ges ell e Di e enzie ung
zwischen Finanz e assung, Abgaben eilung und Finanzausgleich nich
au weis . Wenngleich in de Kons i u ionsu kunde und den zahl-
eichen da au hin e olg en Abände ungen u sp ünglich de Ve such
gemach wu de, ähnlich wie in de Schweiz, die di ek en S eue n den
S aa en und die indi ek en sowie die Zölle dem Bund o zubehal en, so
is doch diese g undsä zliche S eue n- und Abgaben eilung schon des-
wegen nich beibehal en wo den, weil die Au s ellungen in de Kon-
s i u ionsu kunde, sowei solche da in en hal en sind, nu exemplika i
und demons a i , nich abe exklusi e olg sind. Es komm wei e
hinzu, daß die s eue echnischen Beg i e de Ve einig en S aa en nich
so kla he ausgea bei e und nich so ums i en sind, wie es au dem
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90 Richa d Ke schagl [346
eu opäischen Kon inen , insbesonde e zu olge de E gebnisse de heo-
e ischen inanzwissenscha lichen Fo schung de Fall wa .
So we den beispielsweise in de ame ikanischen Gese zgebung die
G unds eue n eils als di ek e, eils als indi ek e S eue n bezeichne ,
und es gib eine lange Diskussion in de Li e a u da übe , ob die Ein-
kommens eue als eine „di ek e öde indi ek e" S eue zu bezeichnen
sei. Wei e deck sich zwa de in den USA e wende e Beg i de
p og essi en S eue n as öllig mi dem in Eu opa üblichen; die in
Eu opa als Quo i ä ss eue n bezeichne en. P ozen s eue n, welche keine
P og ession au weisen, we den in de ame ikanischen Li e a u und
Gese zgebung, da sie als Haup s ü ze gel en, on denen Abzüge mög-
lich sind, iel ach als eg essi e S eue n im Gegensa z zu de in Eu opa
üblichen Te minologie bezeichne . Kennzeichnend ü die ame ikani-
sche Bes eue ung is das wei gehende Vo handensein eine Pa allel-
bes eue ung du ch Bund, Lände und Gemeinden. Es
is übe aus kennzeichnend, daß bei de Un e suchung on zehn ypi-
schen S eue g uppen neun de selben dem Bund, neun den Bundes-
s aa en und ün den Gemeinden zus ehen, also de Typus eine
Pa allelbes eue ung. Dieses P inzip de Pa allelbes eue ung is dann
wiede bei einzelnen S aa en inso e n du chb ochen, als zum Beispiel
bei de s aa lichen Nachlaß- beziehungsweise E bscha ss eue (basic
es a e du y) die E scha ss eue n de einzelnen S aa en bis zu 80 P o-
zen des o gesch iebenen Be ages eine Abzugspos bei de gleich-
lau enden Bundess eue bilden. Bei dem gänzlichen Fehlen eine Rah-
mengese zgebung weisen auch in den einzelnen S aa en bes ehende
gleichnamige und gleicha ige S eue n a sächlich wei gehende Un e -
schiede un e einande au . Hinzu komm noch, daß bei den einzelnen
S eue n nich nu zwischen den einzelnen S aa en und dem Bund, son-
de n auch inne halb de Bundess eue n und de S aa ens eue n e -
schiedene s eue ech liche De ini ionen, zum Beispiel in bezug au das
B u o- und Ne oeinkommen bes ehen. Eine wei e e Komplika ion
bilde de Un e schied zwischen „s a u o y exemp ions" und
„s a u o y deduca io n", also zwischen s aa lichen Mußabzugs-
pos en, die au oma isch abgezogen we den, und p i a gel end zu
machenden Kannabzugspos en, also on de Be echnungsg undlage,
de en Gel endmachung jeweils den einzelnen S eue äge n zus eh ,
de en Abzug abe nich on Am s wegen e olg .
Als Cha ak e is ikum de sowje ischen Finanz e as-
sung des gegenwä igen Zei punk es, also 1948, müssen zunächs
einige besonde s ypische Züge es gehal en we den:
Die Sowje union is die Union de Sowje epubliken und ih Finanz-
sys em weis dahe in hohem G ade öde alis ische Züge au . Das ge-
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sam e No enbank- und Finanzsys em de Sowje union is in ungleich
höhe em Ausmaße ein Bes and eil de Gesam wi scha spoli ik, als
dies e wa in ande en S aa en de Fall is . Die Lenkung de gesam en
Geldakkumula ion, de No enemissionspoli ik sowie des K edi es bil-
den zusammen mi den ö en lichen Finanzen ein Ganzes. Das gesam e
Wi scha ssys em de Sowje union is au gebau au de Exis enz de
d ei Sek o en: S aa seigen um, Volkseigen um und P i a eigen-
um, wobei de Sek o des P i a eigen ums nu eine ganz unbedeu-
ende Rolle spiel , da nu e wa ein P ozen de Gesam wi scha de
Sowje union P i a eigen um da s ell . Diese D ei eilung, es geleg im
G undgese z de Sowje union, e s es Kapi el, ie e bis ün e Ab-
sa z, bes imm in hohem G ade die Gesam wi scha s- und Finanz-
poli ik de selben.
Aus den da geleg en sowje ischen Ve häl nissen e gib sich, daß das
gesam e Budge de Sowje union in ungleich höhe em Ausmaße eine
Da s ellung de inanziellen Sei e alle Wi scha sbewegungen gib , als
dies in i gendeinem nich sowje ischen S aa e de Fall is . Man kann
dies e wa so ausd ücken, daß die inanzielle Sei e de Gesam wi -
scha sbilanz und des S aa sbudge s in hohem Ausmaße zusammen-
allen. Analog wie dies ü die inne e Wi scha sbilanz gil , gil dies
ü die äuße e Wi scha sbilanz zu olge des Bes ehens des Außen-
handelsmonopols de Sowje union.
Fü den e wähn en Sek o eins, also den s aa lichen
Sek o , is cha ak e is isch, daß in de Sowje union die übe -
wiegende Masse de Maschinen und P oduk ionsmi el, de gesam e
G und und Boden mi den Wälde n und G uben S aa seigen um is .
Dem S aa e gehö en e ne alle Ve keh smi el sowie die s aa lichen
landwi scha lichen Gü e , die Sowchosen, und de übe wiegende Teil
de Baulichkei en. In diesen Sek o en, in denen de S aa als P o-
duzen und Ve käu e on Gü e n au i , besi z die sowje ische
Finanzpoli ik so gu wie unbesch änk e Möglichkei en en wede du ch
die Di e enzie ung zwischen den Selbs kos enp eisen und den Ve -
kau sp eisen de e zeug en Gü e , also dem Gewinn, s aa liche E äge
zu e zielen ode abe im Wege de Ve b auchsbes eue ung die ge-
wünsch en E äge ü das Budge au zub ingen. Da das sowje ische
Sys em in seine gegenwä igen Technik nich on di e enzie en
P eisen, sonde n on de Einhei de P eise ausgeh , oblieg de Be-
s eue ung und de Gewinnabschöp ung gewisse maßen die Au gabe de
Wegs eue ung de indi iduellen P oduzen en en e, des un e un-
gleichen echnischen Vo ausse zungen a bei enden, im s aa lichen Be-
si z be indlichen Be iebes und die P oduzen en en e is zu olge des
S aa seigen umes und s aa lich es los bes imm e Wi scha s üh ung
in de Sowje union nu eine p oduk ions echnische E scheinung, nich
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92 Richa d Ke schagl [348
eine solche de Ve eilung di e enzie e Wi scha se äge. Übe -
haup ha das P oduk ionsp oblem in de Sowje wi scha o wiegend
echnischen und wi scha so ganisa o ischen Cha ak e . E wa d ei
Vie el alle Einnahmen des sowje ischen Budge s s ammen en wede
di ek aus Gewinnen ode indi ek aus übe wälz en Ve b auchs- be-
ziehungsweise Umsa zs eue n de s aa lichen Be iebe.
Hie zu kommen im zwei enSek o die genossenscha -
liche P oduk ion und die Kollek i wi scha en,
e s e e o wiegend im Gewe be, le z e e in de Landwi scha , wo sie
den Namen Kolchosen üh en. Hie bes eh abe mals eine doppel e
Möglichkei de E zielung on E ägen ü den S aa : Eine sei s du ch
die Einhebung eine Einkommens eue beziehungsweise E we bss eue
bei den Genossenscha en und Kollek i wi scha en, ande e sei s abe
die Einhebung eine Umsa zs eue . Die Umsa zs eue wi d hie in ge-
inge e Höhe eingehoben, um den meis aus Kleinbe ieben zusam-
mengese z en Genossenscha en o z ih e höhe en P oduk ionskos en
ein gleiches Ve kau sp eisni eau wie den un e güns ige en Bedin-
gungen a bei enden G oßbe ieben de S aa swi scha zu e möglichen.
Hie bei bleib noch die F age o en, inwiewei die Umsa zs eue , so-
wei ih e En ich ung im Ve keh genossenscha liche Be iebe sich
un e einande abspiel , di ek konsumbeein lussenden Cha ak e äg .
Indi ek äg sie selbs e s ändlich einen solchen in i gendeinem
G ade zu olge ih e Auswi kung als Kos enbes and eil. Bei den Kol-
chosen, im Gegensa z zu den gewe blichen Genossenscha en, e olg
die E assung de Einkommen in doppel e Weise, eine sei s du ch eine
einhei liche S aa ss eue , die om E ag de Kollek i wi scha en ein-
gehoben wi d, also gewisse maßen eine E agss eue des Gesam bildes
da s ell , ande e sei s du ch eine Einkommens eue au die pe sön-
lichen Einkün e des Kolchosenbaue n. Eine Umsa zbes eue ung komm
hie nich in F age, da als Kau abnehme de P oduk e de Kolchosen,
also de landwi scha lichen A ikel, wiede de S aa au schein .
Hie bei ha de S aa du ch P eis egulie ungen es öllig in de Hand,
auch dami p ak isch die Höhe de on ihm einhebba en Kolchosen-
e agss eue und Einzeleinkommens eue zu bes immen. Die Umsa z-
s eue komm also hie nich in F age und wi d auch insowei nich
eingehoben, als ein gewisse P ozen sa z de P oduk ion de Kolchosen
di ek au besonde en Kolchosenmä k en abgese z we den da . Die
Einkommens eue be äge aus den Kollek i wi scha en spielen de -
zei noch eine seh bescheidene Rolle, haben abe gewisse S eige ungs-
chancen, zumal die Höhe de einhebba en Be äge p ak isch wiede in
e s e Linie on den Übe nahmep eisen abhäng , die de S aa den
Kolchosenbaue n beziehungsweise den Kolchosen als Ganzen ü die
zum G oß eil du ch ihn abzunehmende P oduk ion en ich e .
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349] Das S eue sys em de USA und de UdSSR 93
Im d i en Sek o be inde sich die eine P i a wi -
scha , nämlich das pe sönliche Eigen um und die indi iduellen
Wi scha en. Alle A bei seinkommen un e liegen eine Einkommen-
s eue . Es wä e heo e isch du chaus möglich, in diese Spa e ein ach
di ek die ü den S aa .no wendigen Be äge du ch e minde e Lohn-
zahlung wie du ch eine einzuhebende S eue zu e zielen, da ja die Be-
schä igung on A bei nehme n nu S aa sbe ieben ges a e is . Da
jedoch die Sowje union ein zwa au eine No mleis ung au gebau es,
abe doch in höchs em Ausmaße au E olgslöhne einge ich e es Lohn-
sys em ha , das zu Höchs leis ungen, wie e wa im S achanow-Sys em,
üh en soll, is eine Einhebung im Wege eine Bes eue ung zwa kom-
plizie e , e möglich abe eine P og ession und dü e nach den ge-
mach en E ah ungen psychologisch o zuziehen sein. Die mi Lohn-
einkommen e bundenen S eue einnahmen machen de zei einen e -
häl nismäßig bescheidenen P ozen sa z de Gesam einnahmen des
S aa es aus.
Es besi z somi die Sowje union ein S eue sys em, ohne e wa zu
Gänze zu einem Abschöp ungssys em im Rahmen eine en sp echenden
P eispoli ik ode i gendwelche ande e echnische Möglichkei en
übe zugehen, die an sich wohl in einem ollsozialisie en S aa e be-
s ehen wü den. Maßgeblich wa hie ü zwei ellos in e s e Linie die
geschilde e Ein eilung de Wi scha in d ei Sek o en, on denen
alle dings de genossenscha lich-kollek i e und de p i a wi scha -
liche on wesen lich ge inge e Bedeu ung sind, als de s aa swi -
scha liche, sowie de Ums and, daß ge ade im Wege de Umsa z- und
Einkommenbes eue ung gewisse p eis- und einkommenmäßige Regu-
la o unk ionen ielleich ehe gewah we den können als im Wege
eine einen s aa lichen P eispoli ik. Eine gewisse Rolle mag hie bei
auch de Ums and de g öße en Va ia ionsmöglichkei de Geld-
abschöp ung in dem gewähl en Sys em sowie de eine gewissen a-
di ionsmäßigen Bindung an die üblichen Techniken jah hunde eal e
Finanzpoli ik gespiel haben, ein Momen , dem nich zule z auch seh
e hebliche psychologische Bedeu ung zukomm .
II.
Sei 1913 is im ame ikanischen S eue sys em eine
g undlegende Wendung einge e en. In ganz analoge Weise, wie es
1844 in England gleichzei ig mi den beiden Peels-Ak en zu Scha ung
de Einkommens eue und zu Re o m des No enbanksys ems kam und
wie 1892 in Ös e eich un e Böhm-Bawe k gleichzei ig die Wäh ungs-
e o m und de Übe gang zu Goldwäh ung sowie die Neuein üh ung
de Einkommens eue e olg e, is 1913 in den USA das Schicksalsjah
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94 Richa d Ke schagl [350
de gleichzei igen Ein üh ung des neuen No enbanksys ems, des
Fede al-Rese e-Sys ems und de gese zlichen Ve -
anke ung de Bundeseinkommens eue . Wenngleich
schon 1909 die Bundeskö pe scha ss eue gescha en und om Obe s en
Ge ich sho de Ve einig en S aa en, also en sp echend den Ve as-
sungsge ich shö en de eu opäischen S aa en, du ch eindeu ige En -
scheidung ech lich gesiche wu de, is 1913 nach langem Kamp ge-
gen die sogenann en „Pollak-Cases", das sind obe s ge ich liche
En scheidungen, welche das Rech des Bundes au Einhebung eine
Bundeseinkommens eue s a k in F age s ell en, in de 16. Ve assungs-
abände ung die Einkommens eue in das Sys em de Bundess eue n
eindeu ig au genommen wo den. Bis dahin bes and nach de ame i-
kanischen Ve assung die Ge ah , daß selbs bei ganz spi z indige
Auslegung und im güns igs en In e p e a ions alle dem Bund zwa die
Einhebung eine Bundeseinkommens eue zugebillig wo den wä e —
he igh o in oducing a ede al income ax —, daß abe o zdem
diese eingehobene S eue an eilsmäßig au G und de sogenann en
Ap op ia ionsklausel
—
he epa i ion o he ede al income ax
—
au
die einzelnen Bundess aa en au ge eil we den müsse. Du ch die aus-
d ückliche und nominelle Au nahme in die ame ikanische Ve assung
als dem Bund zus ehende S eue wu de mi diese Ve assungsände-
ung jedoch nich nu die Einhebung eine Bundeseinkommen-
s eue e möglich , sonde n gleichzei ig auch ih E ag unge eil
dem Bunde zugesp ochen. Dami wa zwa ein Weg neue Doppel-
bes eue ung geö ne , abe gleichzei ig die Exis enz eine solchen
Bundess eue , wenn auch als Pa allels eue , e s gese zlich und e -
assungsmäßig e anke .
Dem Bund gehö en säm liche Zölle sowie die sogenann en
Übe agungss eue n, die nach eu opäischen Beg i en am
ehes en als Gebüh en bezeichne we den können. De An eil de Zölle
an den bundess aa lichen Einnahmen is on 43 P ozen im Jah e 1914
au 6 P ozen im Jah e 1939 zu ückgegangen. Al sind e ne die
E bscha s- und Schenkungss eue in den USA, wobei
den Schenkungen eine wesen lich g öße e Bedeu ung zukomm als in
i gendeinem ande en Lande. Sie sind sinngemäß au einande ab-
ges imm . Die G undlage bilde bei den E bscha ss eue n eine Nach-
laßs eue — basic es a e ax, zu de ähnlich wie bei de Ein-
kommens eue eine „addi ional es a e ax" dazukomm .
Wäh end die eigen lichen E bscha en, wie gesag , du ch die Nachlaß-
s eue eine sei s und du ch die Einkommens eue ande e sei s be-
o en we den, äg die Schenkungss eue ausschließlich subjek i en
Cha ak e und weis ande e, nied ige e Sä ze au . Schenkungen ü
wohl ä ige Zwecke und ü gemeinnü zige Zwecke sind s eue ei. Be-
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351] Das S eue sys em de USA und de UdSSR 95
me kenswe is , daß bei de s aa lichen Nachlaßs eue
—
nich abe bei
de Schenkungss eue
—
im Falle de Pa allelbes eue ung du ch einen
Bundess aa do selbs en ich e e E bscha ss eue n bis zu 80 P ozen
des an den Bund zu en ich enden S eue be ages eine zugelassene Ab-
zugspos bilden.
Die Einkommens eue im enge en Sinne um aß zunächs die
Einkommens eue ü physische und ü ju is ische Pe sonen. Die Ein-
kommens eue de physischen Pe sonen ze äll in die no mal- ax
und die addi ional ode su ax. Die no mal- ax is eine Quo i-
ä ss eue mi einem de zei igen Sa z on d ei P ozen . Das s eue eie
Exis enzminimum, welches zugleich eine Abzugspos bilde , is on
4000 Dolla ü Ledige und 3000 Dolla ü Ve hei a e e im Jah e 1914
au 500 Dolla ü Ledige und 1000 Dolla ü Ve hei a e e im Jah e
1945 he abgese z wo den. Hie zu kommen noch Abzüge ü Kinde
und sons ige e so gungsp lich ige Familienangehö ige. Sei 1943
he sch bei Löhnen und Gehäl e n das „pay as you go - sys em", also
das Sys em des di ek en Abzuges bei de Auszahlung. Die „su ax", die
gegenwä ig e s bei einem Einkommen on übe 2000 Dolla einge-
hoben wi d, is eine S a els eue , die on 17 bis 88 P ozen s eig , je-
doch au G und eines auße o den lich komplizie en und unübe sich -
lichen S a elsys ems e echne wi d. Beide S eue n zusammen be agen
nach Vo nahme de zulässigen Abzüge bei einem Du chschni seinkom-
men on 5000 Dolla bei Ledigen zwischen 11,8
°/o
und 15,9%, bei
Ve hei a e en mi zwei Kinde n e wa 9,6%. Bei einem Einkommen
on 10 000 Dolla be agen sie bei Ve hei a e en mi zwei Kinde n
18,6%.
Bei ju is ischen Pe sonen wi d eben alls die sogenann e co po-
a ion- ax, also die Einkommens eue de ju is ischen Pe sonen,
in de Fo m de no mal- ax bis zu 24%, in de Fo m de Zuschlags-
s eue de su - ax bis zu wei e en 60 P ozen eingehoben. Fü auslän-
dische Gesellscha en gil eine Sonde s eue on 30% des im Inland
e ziel en B u oe ages. Hie ehl jedoch eine unmi elba e Ve gleich-
ba kei mi de Co po a ion ax, da die le z e e nu Ne oe ägnisse,
die e s e e jedoch B u oe ägnisse bes eue .
Als d i e S eue komm die „c a p i a
1
s o c k ax66 in Be ach ,
eine Quo i ä ss eue on de zei 1,25 % des Gesellscha skapi als. Eine
ie e S eue i das „unp ope ly accumula ed su plus", das heiß ,
die e ziel en, jedoch nich e eil en Gewinne, welche, solange sie nich
ausgeschü e ode dem Kapi al zugeschlagen we den, nich un e die
d ei e s genann en S eue n allen wü den. Sie is aus eine „ ax on
undi ided p o i s" he o gegangen. Als ün e S eue komm
die „decla ed alue excess p o i s a x", ku z excess
p o i s ax genann , hinzu, die e s 1940 einge üh wu de. Sie sieh
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96 Richa d Ke schagl [352
eine ene gische Bes eue ung de e ziel en Gewinne o , sowei sie zehn
P ozen des G undkapi als und de o enen Rese en übe s eigen. Sie
ha eine F eig enze on 10 000 Dolla , geh jedoch ande e sei s bis zu
95 P ozen des e ziel en Reingewinnes übe eine bes imm en Höhe,
jedoch nich meh als 80 P ozen des e ziel en Einkommens nach Ab-
zug de „no mal ax" und de „su ax". Eine Reihe on Kö pe scha en
is da on be ei .
Als wei e e A de Kö pe scha sbes eue ung kam schließlich die
nu ein einziges Jah , 1943/44 beis ehende „ i c o y a x" in Be ach .
Die gesam e Einkommens- und E agsbes eue ung des Bundes e -
b ach e 1945 e wa 55 P ozen des s eue lichen Gesam einkommens des
Bundes.
Von indi ek en Bundess eue n wä en o allem die
S eue n au Benzin, Tabak und geis ige Ge änke zu
e wähnen, on denen die Benzins eue gegenwä ig die höchs en E -
äge e ziel .
Da die Umsa zbes eue ung de zei ausschließlich den Einzel-
s aa en o behal en is , gib es eine Bundesumsa zs eue wede ü
Wa en noch ü Leis ungen. In e essan e S eue n sind die sogenann en
„social secu i y axe s", auch employmen axes genann ,
on den Un e nehme n au G und de Lohnsumme eingehobene Be-
äge, welche o allem Zwecken de A bei slosenun e s ü zung die/ien.
Das S eue sys em de Einzels aa en be uh zu einem e heb-
lichen Teil schon sei jehe au e schiedenen Einkommens eue n, wo-
bei die „p a y oll a x", eine on de Lohnsumme zu en ich ende
Lohns eue , eine besonde e Rolle spiel . Die meis en S aa en besi zen
auch Ve gnügungss eue n sowie E bscha s- und Schenkungss eue n,
die eben alls ins Gewich allen. Un e den Ve b auchs- und Au wands-
s eue n s ehen Alkohol-, Tabak-, T eibs o - und Au os eue n an e s e
S elle. Viele S aa en haben im Lau e de le z en zwei Dezennien ein
Umsa zs eue sys em au gebau , das sowohl den Ve kau sp eis on
Wa en als das En gel ü Diens leis ungen und in einzelnen S aa en
ein ach den B u oumsa z des Ve kau es e aß . Umsa zs eue n und
Ve b auchss eue n e b ingen zusammen e wa 50 P ozen de Einnah-
men de einzelnen Bundess eue n.
Die Gemeinden lei en ih e S eue einnahmen o allem aus de
„ eal andp ope y ax" ab, eine Ve mögenss eue , die s a ken
G unds eue einschlag besi z , de sich auch his o isch o allem da aus
e klä , daß sich die S eue aus de G undbes eue ung en wickel ha .
Sie e b ing bis zu 90 P ozen de Einnahmen speziell de mi le en
und kleine en Gemeinden. Daneben e en noch Linzenzabgaben e -
schiedene A au sowie Ve b auchss eue n, un e denen den Alkohol-
s eue n besonde e Bedeu ung zukomm .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.3.89 | Gene a ed on 2023-04-04 11:02:50