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Beiträge zur Bevölkerungsökonomie

Abstract

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Beiträge zur Bevölkerungsökonomie

Author: Felderer, Bernhard
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1986
DOI: 10.3790/978-3-428-45969-8
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/285581/1/9783428459698.pdf
Felde e , Be nha d (Ed.)
Book
Bei äge zu Be ölke ungsökonomie
Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 153
P o ided in Coope a ion wi h:
Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion
Sugges ed Ci a ion: Felde e , Be nha d (Ed.) (1986) : Bei äge zu Be ölke ungsökonomie, Sch i en
des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 153, ISBN 978-3-428-45969-8, Duncke & Humblo , Be lin,
h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik
Gesellscha ü Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en
Neue
Folge Band 153
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
SCHRIFTEN
DES
VEREINS
F JR
SOCIALPOLITIK
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
Neue
Folge Band 153
Bei äge zu Be ölke ungsökonomie
OUNCKER
&
HUMBLOT
I
BERLIN
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Bei äge zu
Be ölke ungsökonomie
Von
He wig Bi g, Klaus Jaege , Win ied Schmähl,
Ge ha d
Schmi -Rink,
Gun e
S einmann, Klaus F.
Zimme mann
He ausgegeben on
Be nha d
Felde e
DUNCKER
&
HUMBLOT
I
BERLIN
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33

CIP-Ku z i elau nahme
de
Deu schen
Biblio hek
Bei äge zu Be ölke ungsökonomie /
on
He wig
Bi g
...
H sg.
on
B.
Felde e .
-
Be lin:
Duncke
und
Humblo ,
1986.
(Sch i en
des
Ve eins
ü
Socialpoli ik,
Gesellscha
ü
Wi scha s-
und
Sozialwissen-
scha en;
N. F., Bd.
153)
ISBN
3-428-05969-7
NE:
Bi g,
He wig
[Mi e .];
Felde e ,
Be nha d
[H sg.];
Gesellscha
ü
Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en:
Sch i en
des
Ve eins
...
Alle
Rech e,
auch
die
des
auszugsweisen
Nachd ucks,
de
o omechanischen
Wiede gabe
und
de
übe se zung,
ü
säm liche
Bei äge
o behal en
©
1986
Duncke
&
Humblo
GmbH,
Be lin
41
Ged uck
1986
bei
Be line
Buchd ucke ei
Union
GmbH.,
Be lin
61
P in ed
in
Ge many
ISBN
3-428-05969-7
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Vo wo des He ausgebe s
Niemand
wi d
leugnen,
daß
die Wi scha swissenscha
in
den
e s en
d ei
Jah zehn en
nach
dem
2.
Wel k ieg
au
ielen
Gebie en
g oße
Fo sch i e
gemach
ha .
Zu
gleichen
Zei
wu de
im
Be eich
de
Be-
ölke ungsökonomie
abe
as
übe haup
nich ge o sch , obwohl
aus
heu ige
Pe spek i e
die
Ve wendung
on
demog aphischen
Va iablen
wie
Al e ss uk u ,
Fe ili ä
usw.
in
ielen
mik o-
wie
mak oökono-
mischen Modellen sinn oll
und
no wendig
e schein .
Be ach e
man
die dogmen geschich liche En wicklung, so
en s eh
ein
ganz
ande e
Eind uck: Schon iele
ühe
o klassische
wi scha s-
wissenscha liche
Sch i en
en hal en
be ölke ungsökonomische
übe -
legungen. Besonde s
zu
Zei
des
Me kan ilismus,
de
im
Be ölke ungs-
wachs um
die
G undlage
ü
kün igen
Reich um
und
mili ä ische
S ä ke
sah,
nimm
die
Zahl
einschlägige
Sch i en
zu. Die
Sch i s elle
diese
Zei
be ü wo en
eine p ona alis ische
Be ölke ungspoli ik
und
Maßnahmen
zu
Fö de ung
de
Einwande ung.
Diese
G undhal ung
ände
sich
in
de
Zei
de
klassischen Na ionalökonomie.
Robe
Mal-
lms
(1766
-1834)
e ö en lich
1798
e s mals
seine
bekann en
A gu-
men e,
die
e
alle dings
spä e
in
den
sechs
Au lagen
seines Buches
e -
heblich
geände
ha .
Inhal lich
s ell
seine
A bei
insbesonde e
in
de
u sp ünglichen
Fassung
kaum
eine
übe zeugende
Analyse
ode
ein
Modell
da ,
sonde n
e dank
ih e
Popula i ä
o
allem
de
Ta sache,
daß
da in
e s malig
eine
scheinba
heo e ische Basis
und
a ionale
Beg ündung
ü
o ensich lich
ie
im
Un e bewuß sein
liegende
Ängs e
gebo en
wu de.
Obgleich
den
Thesen
on
Mal hus
schon
bald
on
ielen
Sch i -
s elle n
wide sp ochen
wu de,
is
doch
beme kenswe ,
daß
die
meis en
g oßen
Klassike
wie
beispielsweise
D.
Rica do,
J.
S . Mill
und
spä e
K. Wicksell
o z
ih e
Ve schiedena igkei
doch
alle
meh
ode
weni-
ge
Be ölke ungspessimis en
wa en,
d. h. eine
nega i e
Beziehung
zwi-
schen
Be ölke ungswachs um
und
Wachs um
des
P o-Kop -Einkom-
mens
als unausweichlich
annahmen.
Die Rolle des echnischen
Fo -
sch i s
und
de
mögliche
Zusammenhang
zwischen diesem
und
dem
Be ölke ungswachs um
is
en wede
nich gesehen
ode
un e schä z
wo den.
Wäh end
de
Zei
de
neoklassischen Schule
mi
ih e
ypi-
schen
Konzen a ion
au
mik oökonomische
F ages ellungen
und
au
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
6 Vo wo des He ausgebe s
Gleichgewich s heo ie
sind
übe legungen
zu
Be ölke ung
as öllig
e schwunden.
E s
die
S agna ion
de
20e
Jah e
und
die g oße De-
p ession zu
An ang
de
30e
Jah e
üh e
zu
eine
Renaissance
be-
ölke ungsökonomische
übe legungen.
Von
den
Au o en
wu de
o
allem
e such , die
sinkenden
Gebu en a en
de
damaligen
Zei
mi
de
wi scha lichen
Si ua ion
in
Zusammenhang
zu
b ingen.
J.
M.
Keynes
s ell e
schon zu
Beginn
de
20e
Jah e
solche
Ve mu ungen
an.
E
selbs
und
A.
H.
Hansen
haben
dann
Ende
de
30e
Jah e
die
S agna ions hese
e e en,
wonach
wegen
de
damals
zu
e wa enden
Be ölke ungsen wicklung
auch
eine
lang is ige
wi scha liche
S agna-
ion
e mu e
wu de.
Nach
dem
2.
Wel k ieg
is
de
Be ölke ungs-
pessimismus
de
Klassike
in
de
Neoklassischen Wachs ums heo ie
wiede
au geleb . Die
Wachs ums a e
de
Be ölke ung
s eh
in
diese
Theo ie
nich
im
Mi elpunk
des
In e esses
und
is
dahe
in
as
allen
Modellen exogen.
Höhe es/ge inge es
Be ölke ungswachs um
üh
zu
ge inge em/höhe em
Wachs um
des
P o-Kop -Einkommens.
S.
Kuzne s
ha
schon
o
lange
Zei
da au
hingewiesen,
daß
dieses
E gebnis
de
Neoklassischen Wachs ums heo ie zu
ielen
his o ischen Beobach ungen
in
Wide sp uch
s eh .
Sei
de
2.
Häl e
de
60e
Jah e
bzw.
de
1.
Häl e
de
70e
Jah e
un-
se es
Jah hunde s
sinken
die
Gebu enzahlen
in
allen
Indus ielände n.
In
de
Bundes epublik
Deu schland
ha
sich diese
Zahl
in
de
Zei
on
1966 -1976
beinahe
halbie .
Es
bes eh
kein
Zwei el, daß das g oße
und
zunehmende
In e esse,
au
das alle be ölke ungsökonomischen
F agen
im
heo e ischen
und
poli ischen Be eich s oßen,
au
diese
En wicklung
zu ückzu üh en
is . Nachdem die
Bundes epublik
nunmeh
sei
Jah en
das
Land
mi
de
nied igs en
Gebu en a e
alle
Indus ielände
is ,
wi d
e s ändlich,
wa um
-
neben
den
USA -
ge ade
hie
das
In e -
esse
de
Wissenscha
an
diesem
Thema
sei
e wa
einem
Jah zehn
besonde s
asch
zugenommen
ha .
So
ha
auch
de
Ve ein
ü
Social-
poli ik
im
Feb ua
1984 beschlossen,
eine
e s e
einschlägige
Fach agung
im
Rahmen
des
Ve eins
du chzu üh en.
Diese
Tagung
ha
am
29./30.
Juni
1984
in
Köln
s a ge unden.
Die
do
gehal enen
Re e a e
we den
zum
Teil
in
dem
o liegenden
Band
e ö en lich
und
dami
einem
g öße-
en
In e essen enk eis
zu
Diskussion o geleg .
De
Ve ein
ha
sich
da übe
hinaus
im
Janua
1985
ü
die
G ündung
eines
neuen
Aus-
schusses
ü
Be ölke ungsökonomie en schieden.
Die
Tagung
in
Köln
ha e
o
allem
das Ziel, eine
Bes andsau nahme
de
Fo schung
de
le z en
Jah e
du chzu üh en.
Die
Re e a e
soll en
deshalb
ganz
ode
wei gehend
Su ey-Cha ak e
haben.
De
Au bau
de
Tagung
und
dami
des
hie
o liegenden
Bandes
muß e
on
de
doppel en
F ages ellung
de
Be ölke ungsökonomie ausgehen: Wie
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Vo wo
des
He ausgebe s 7
beein lussen das ökonomische
Sys em
und
seine
Ve ände ung
die
En -
wicklung
de
Be ölke ung,
und
wie
beein luß
ih e sei s
die Be ölke-
ung
(Zahl,
Wachs ums a e,
Al e ss uk u ,
usw.) die ökonomischen
Va iablen?
Zum
e s en
Teil
de
F ages ellung
gehö en
siche die öko-
nomische
Theo ie
de
Fe ili ä
und
de
Familie.
Mi
Ausnahme
des
le z en
Bei ages
en hal en
die
ande en
Re e a e
Elemen e
beide
F a-
genkomplexe.
De
e s e
Bei ag
in
diesem Buch
on
Klaus F.
Zimme -
mann
(Die ökonomische
Theo ie
de
Familie)
gib
einen
übe blick
übe
eine
kaum
meh
übe schauba e
Li e a u ,
wobei
de
Au o
sein
Su ey
auch
au
F agen
wie
die ökonomische
Theo ie
de
Scheidung,
Zei -
und
Ressou cenalloka ion des
Haushal es,
Timing
und
Spacing
on
Gebu -
en, ökonomische
Theo ie
de
Pa ne scha
usw.
ausdehn .
Ohne
Zwei-
el
sind
alle
diese
Punk e
ü
die
F age
nach
dem
Ein luß des ökono-
mischen
Sys ems
au
die
Be ölke ung
(Fe ili ä )
on
Bedeu ung.
Nach-
dem
es sich
um
ein
Gebie
handel ,
das
adi ionell
auch
on
de
So-
ziologie als Fo schungsgegens and
beansp uch
wo den
is
und
wi d,
is
auch eine Diskussion
de
Rolle
on
P ä e enzen
im
ökonomischen
E -
klä ungsansa z
sinn oll.
Wäh end
nämlich
die Ökonomen
meis
on
gegebenen
P ä e enzen
ausgehen, schein
ge ade
die
E klä ung
on
P ä e enzände ungen
Ziel des soziologischen Ansa zes
zu
sein.
De
Su ey
on
Ge ha d
Schmi -Rink
(Die
Be ölke ungsen wicklung
in
de
Wachs ums heo ie)
gib
zunächs
einen
übe blick
übe
Wachs ums-
modelle
mi
exogene
Wachs ums a e, wobei
e
auch
au
den
Fall
eine
nega i en
Wachs ums a e
eingeh ,
und
danach
wi d
de
Modell yp
eines neoklassischen Wachs umsmodells
mi
endogene
Wachs ums a e
de
Be ölke ung
anhand
eines Modells
on
Niehans
demons ie .
Schließlich
we den
ein
Modell
zu
ökonomischen
Analyse
on
Ein-
und
Auswande ungen
und
die
P oblema ik
op imalen
Be ölke ungswachs-
ums
skizzie .
Schmi -Rink
läß
keinen
Zwei el
da an,
daß
die
in
die-
sen
Modellen
e wende en
"mal husianischen
und
neo-mal husiani-
schen
Popula ions unk ionen
die gegensei ige
Abhängigkei
on
öko-
nomischen
und
demog aphischen
G ößen
au
allzu
ein ache Weise zu
e klä en
suchen".
Bei
Gun e
S einmann
(Be ölke ungsen wicklung
und
Technische Fo sch i )
wi d
die
ü
die Be ölke ungsökonomie
seh
wich ige
F age
de
Abhängigkei
des echnischen
Fo sch i s
om
Be ölke ungswachs um
un e such .
Wäh end
beide
Phänomene
ge-
enn
du chaus
iele
heo e isch
o ien ie e
Ökonomen
beschä ig
haben,
is
ih e
Ve bindung
in
de
Theo ie
bishe
nich e olg .
Im
Ge-
gensa z
dazu
haben
Wi scha shis o ike
und
empi isch
o ien ie e
Ökonomen
wiede hol
da au
hingewiesen,
daß
Be ölke ungswachs um
häu ig als U sache
ü
echnische
Neue ungen
bzw. echnischen
Fo -
sch i
angesehen
we den
muß.
De
Au o
p äsen ie
zunächs das
klassische Modell
on
Mal hus,
dann
das neoklassische Modell
und
da-
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14
Klaus
F.
Zimme mann
..
-...
--
/'
61 61
".
-59
...
/.,.
_"'-52"-
53
50
Zahlenangaben
in
P ozen
24
--
........
21
2~._.-·
......
_.-.-.-
.............
19
19
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18
12
11
11
12
10
......
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8 :::::- ••
~
•.
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.
--
6'
.......
.~
~
___
6
2
........
2 __
--
1
:7
____
eil
'-4
1950 1956 1964 1972
1976
1981
Kein Kind 3 Kinde
1
Kind
4 Kinde
2
Kinde
5 Kinde
und
meh
QueUe:
Allensbache
Jah gänge
de
Demoskopie,
di e se
Jah gänge.
Abb.
2: Die ideale G öße eine Familie.
gib
sich
sei
Beginn
de
ün zige
Jah e
ein
deu liche
T end
zu
Zwei-Kinde -Familie,
wobei die
bedeu sams en
Ve ände ungen
zwi-
schen 1964
und
1972
mi
einem
Ans ieg
on
53
P ozen
au
61
P ozen
de
Be ag en
zu
e zeichnen sind. Diese
En wicklung
ging nach 1964
insbesonde e
zu
Las en
de
Familien, die sich
un e
idealen
Bedingun-
gen
d ei
ode
ie
Kinde
wünschen
wü den.
Gleich alls
is
sei
1964
de
An eil
de
Pe sonen
ges iegen, die sich
un e
idealen
Bedingungen
keine
Kinde
wünschen -
eine
Pe soneng uppe,
die
in
den
Jah en
zu o
d as isch
an
Rele anz
e lo en
ha e.
Diese E gebnisse spiegeln
einen
bedeu samen
Wandel
in
den
amilialen
Eins ellungen
wide .
E we bsbe eiligung
und
Familienbildung
sind
beides endogene
Va ia-
blen
im
in e empo alen
amilialen
En scheidungsp ozeß. Es
übe asch
dahe
nich ,
daß
die
E we bsbe eiligung
e hei a e e
F auen
in
de
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33

Die
ökonomische Theo ie de Familie
15
Phase
de
Familienbildung
zu ückgeh , nach
de en
Abschluß
abe
wie-
de
ans eig ,
und
e s
mi
höhe em
Al e
wiede
abnimm .
Be ei s
My dal/
Klein
(1960,
54
.)
haben
dieses
Phasenschema
e mi el
und
beg ünde .
Mülle
(1981)
ha
da au
hingewiesen,
daß
dieses Besch ei-
bungsmodell
in
eine
ehedaue spezi ischen
Analye
noch
deu liche
nach-
weisba
is .
Zei punk
und
Daue
des Ausscheidens
de
F auen
aus
de
Ma k -
ä igkei
häng
wiede um
mi
de
lang is ig
gewünsch en
Familien-
g öße
und
de
Fixie ung
de
Gebu enabs ände
("Timing
und
Spacing")
zusammen.
Diese
in e empo ale
Alloka ion
de
Ak i i ä en
de
Ehe-
auen
zwischen
Ma k -
und
Familien ä igkei
is
nich es ,
sonde n
häng
on
eine
Reihe
on
(auch ökonomischen)
Rahmenbedingungen
ab (Razin (1980); Ne lo e / Razin (1981)). Dazu
kommen
ansi o ische
Einkommen
und
empo ä e
Ra ionie ungssi ua ionen
(z.
B. A bei slosig-
kei ).
Alle dings
is
es,
wie
aus
de
ökonomischen
Theo ie
de
Bildung
on
P ä e enzen
(Pollack (1970, 1978);
on
Weizsäcke (1971);
Phlips
(1972))
bekann
is ,
seh
wah scheinlich,
daß
eine En scheidung
ü
eine
bes imm e
Ak i i ä
(hie
Familien-
ode
Ma k ä igkei )
p ä e enz-
bildend
wi k
und
dami
pe sis en e
Beha ungs endenzen
auslös .
Diese
In e p e a ion
( gl.
dazu
auch
Zimme mann
(1983))
e allge-
meine
die koho enspezi ische
A gumen a ion
on
Mülle
(1981),
de
zu
Rech
da au
hinweis ,
daß
die
Zugehö igkei
zu
eine
bes imm en
"E ah ungsgemeinscha "
(wie sie eine
Koho e
da s ell )
gleichge ich-
e e
Ve hal ensweisen
auslös .
Sieh
man
alle dings
on
einmaligen
E eignissen
ab, so
gib
es
du chaus
gleicha ige
Lebensums ände
zwi-
schen
Koho en,
die zu
analogen
Ve hal ensweisen
bzw.
P ä e enzbil-
dungen
üh en.
In
diesem
Zusammenhang
sei
o
eine
zu
schema ischen
P opagie ung
de
Koho enanalyse
gewa n .
Eine
au
einmalige "Fälle"
bezogene
Analyse
geh
nich
übe
eine
Besch eibung
on
beobach e en
Vo gängen
hinaus
und
dien
somi
eine
allgemeinen
Theo iebildung
nich .
F ag
man
nach
den
U sachen
ü
den
Gebu en ückgang
und
die
s eigende
Bedeu ung
de
Kinde losigkei , so
s ehen
inanzielle
G ünde
in
de
Meinung
de
Be ölke ung
obenan.
Tabelle
1
gib
das
E gebnis
eine
solchen
Be agung
an, die 1978
in
No d hein-Wes alen
du ch-
ge üh
wu de.
In
diese
Be agung
wu den
in
zwei
D i eln
de
Fälle
inanzielle
G ünde
als
ein
U sachenkomplex
angegeben.
E s
mi
g öße-
em
Abs and
olgen die
Be u s ä igkei
de
F au,
eie e
Lebens o men,
bewuß e e
Familienplanung,
unzu eichende
Wohn e häl nisse
und
Kin-
de eindlichkei .
Ande e
in
Tabelle
1 angegebene
G ünde
wie
zu
wenig
amilienun e s ü zende
Ein ich ungen,
Pa ne scha sp obleme
und
ge-
sundhei liche
P obleme
de
F au
spielen
eine
un e geo dne e
Rolle.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
16
Klaus
F.
Zimme mann
Tabelle
1
U sachen ü Gebu en ückgang und Kinde losigkei
Finanzielle G ünde
................
.
Be u s ä igkei de
F au
...........
.
F eie e Lebens o men
.............
.
Bewuß e e Familienplanung
.......
.
Unzu eichende Wohn e häl nisse
..
.
Kinde eindlichkei
................
.
Bildungschancen de Kinde
.......
.
Hohes Ve an wo ungsbewuß sein
..
Mangelnde Un e s ü zung de
Umwel
.........................
.
Zu wenig amilienun e s ü zende
Ein ich ungen
..................
.
Pa ne scha sp obleme
...........
.
Gesundhei liche P obleme
de
F au
IGebu en Ückgangl Kinde losigkei
66
O o
(62
°/~)
51
%
(45010)
46
O o
(42010)
41
%
(34~/o)
34
O o
(39
010)
30
%
(32
°/0)
19
0
10
(25010)
16
%
(23
~/o)
12
%
(18
O o)
11
~/o
(17
%)
10
%
(11
O o)
10%
(9010)
67010
(63
%)
56%
(47%)
50
O o
(44
O o)
36
O o
(32
0
/0)
34
(1/0
(41
~/o)
27
'O o
(33
O o)
18
(1/0
(26
O o)
15
%
(24
%)
10
%
(19
O o)
9
G/D
(10
O o)
13%
(13%)
13
%
(16
O o)
In
Klamme n
Angaben
de
Pe soneng uppe,
die
selbs
keine
Kinde
wünsch .
QueUe:
In as
(1979),
S.
16.
In as-Rep äsen a i e hebung
1978
in
No d hein-Wes alen,
2
946
Fälle.
Es
wa en
bis
zu
ie
Nennungen
möglich.
Ande e sei s
wi d
de
sinkenden
Popula i ä
de
Ehe
eine
wich ige
Rolle
ü
den
anhal enden
Gebu en ückgang
einge äum .
E ah ungs-
gemäß
s eig
mi
de
Eheschließung
die
Wah scheinlichkei ,
daß
eine
F au
Kinde
bekomm
und
keinen
Be u
ausüb .
Eine
umgekeh e
Ten-
denz
läß
sich
bei
de
Ehelösung
es s ellen.2
Zu
beobach en
is
sei
län-
ge em
ein
deu liche
Rückgang
de
Eheschließungen
und
ein
Ans ieg
de
Scheidungshäu igkei .
En sp echendes
Da enma e ial
is
in
den
Tabellen
2
und
3
en hal en.
De
An eil
de
E s ehen
geh
zu ück, die
du chschni liche
Ehedaue
bei
Scheidung
s eig
an.
De
Einb uch
bei
den
Ehescheidungen
1977
und
1978
wa
empo ä
und
du ch
die
Re o m
des
Ehe-
und
Familien ech s
1977
beding .
Sei
1979
s eigen
die
Ehe-
scheidungen
wiede .
De
s a ke
Ans ieg
de
Scheidungen,
de
nich
nu
die
jungen,
son-
de n
auch
die
äl e en
Ehen
be i ,
wi d
häu ig
mi
dem
Gebu en ück-
gang
in
Ve bindung
geb ach .
3
Ausgangspunk
ü
diesen
Schluß
is
die
Beobach ung,
daß
kinde lose
Ehen,
abe
auch
Ein-Kind-Familien
zu
den
2
Vgl.
Hechel
jen
(1974),
S.
197
.
3 Vgl.
Höhn
I
Mammey
I Schwa z
(1980),
S.
158
.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Die
ökonomische
Theo ie
de
Familie
17
Tabelle
2
Ehescliließungen,
An eil
de
E s ehen
und
das
du chschni liche
Hei a sal e
de
Ledigen
nach
Geschlech
und
Eheschließungen
je
1000
Einwohne
1960 -1979
da on:
Du chschni
liches
Jah
Ehe-
E s ehena)
Hei a sal e
Ledige
schließungen
inO o
Männe
F auen
1960 521445 83,4 25,9 23,7
1961 529901 83,6 25,9 23,7
1962 530640 83,6 25,8 23,7
1963 507644 83,2 25,9 23,7
1964 506182 82,7 25,9 23,7
1965 492128 81,9 26,0 23,7
1966 484562 81,5 26,0 23,6
1967 483101 81,3 26,0 23,5
1968 444150 I 80,3 25,8 23,3
1969 446586 80,3 25,7 23,1
1970 444510 80,0 25,6 23,0
1971 432030 79,5 25,5 22,9
1972 415132 78,6 25,5 22,9
1973 394603 77,6 25,5 22,9
1974 377265 76,0 I 25,6 22,9
1975 386681 75,8 25,3 22,7
1976 365728 73,7 25,6 22,9
1977 358487 73,4 25,7 22,9
1978 328215
75,1
25,9 23,1
1979
344823 I 74,6 26,0 23,2
a)
Beide
Ehepa ne
wa en
o
de
Eheschließung
ledig.
Quelle:
S a is isches
Jah buch,
di e se
Jah gänge.
Eheschlie-
ßungenje
1000
Ein-
wohne
9,4
9,4
9,3
8,8
8,7
8,3
8,1
8,1
7,4
7,3
7,3
7,0
6,7
6,4
6,1
6,3
5,9
5,8
5,4
5,6
scheidungs an älligs en
Ehen
gehö en. Diese
Ko ela ion
kann
alle -
dings
zu
Scheinko ela ion
we den,
wenn
die En scheidung
ü
weni-
ge
Kinde
au
de
einen
und
ü
eine
leich e e
T ennung
de
Pa ne
au
de
ande en
Sei e
au
den
gleichen Sa z
an
e klä enden
Va iablen
zu ückge üh
we den
kann.
2
Sch i en
d.
Ve eins
.
SOcialpol1 ik
153
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18
Klaus F. Zimme mann
Tabelle
3
Ehescheidungen,
An eil
de
Ehescheidungen
an
dem
gesam en
Ehes and
und
du chschni liche
Ehedaue
bei
de
Scheidung
1960 -
1979
Scheidungen Du chschni -
Jah
Scheidungen
je
10
000
liche Ehedaue
bes ehende Ehen bei Scheidung
1960
48874
35,7
9,4
1961
49271
35,9
9,3
1962
49508
35,1
9,0
1963
50833
34,6
8,9
1964
55698
37,5
8,9
1965
58718
39,2
9,0
1966
58730
38,7
9,0
1967
62835
41,0
9,0
1968
65264
42,0
9,0
1969
72
300
46,9
9,2
1970
76520
50,9
9,2
1971
80444
51,7
9,4
1972
86614
55,2
9,5
1973
90164
57,3
9,5
1974
98584
62,4
9,6
1975
106829
67,4
9,7
1976
108258
68,8
9,7
1977
74658
47,7
9,3
1978
32462
20,8
10,5
1979
79490
51,0
10,9
QueUe:
Fachse ie
A,
Reihe
2,
Na ü liche
Be ölke ungsbewegung;
Fachse ie
1,
Reihe
2,
Be ölke ungsbewegung.
Jeweils
di e se
Jah gänge.
3. Ökonomische
Theo ie
de
Familie
3.1
Ansä ze
und
Konzep e
Die
wich igs en
Impulse
ü
die
ökonomische
Theo ie
de
Familie
s ammen
aus
den
A bei en
on
Leibens ein
(1957),
Becke
(1960, 1965),
Becke
/
Lewis
(1974),
Willis
(1974)
und
Eas e lin
(1968, 1969, 1973).
Da-
bei
liegen
die
A bei en
on
Leibens ein
und
Eas e lin
auße halb
des
Haup s oms
de
Fo schungs ich ung,
die
on
de
Chicago-Schule
domi-
nie
wi d.
Leibens ein
be on
zwa
eben alls
wie
Becke
das
Ra ional-
p inzip
und
die
Nu zen-Kos en-Abwägung
de
Fe ili ä sen scheidung,
abe
in
wei
wenige
igo ose
Weise.
Eas e lins
Übe legungen
s ellen
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Die ökonomische Theo ie
de
Familie
19'
im
P inzip
eine ökonomische
Theo ie
de
P ä e enzbildung
da ,
wohin-
gegen Becke
P ä e enzen
als
unwesen lich
ansieh .
Leibens ein
(1957, 1974)
g ei
als
e s e
die
Nu zen-Kos en-übe -
legung
wiede
au . Sie
gil
nach
seine
Au assung
o
allem
ü
Kin-
de
höhe e
Pa i ä .
Dagegen
will
e
die
En scheidung
ü
die
e s en
beiden
Kinde
nich
ökonomisch
undie en.
Sein
Ziel
is
dagegen,
den
empi isch
beobach e en
nega i en
Zusammenhang
zwischen
Einkom-
men
und
Kinde zahl
e klä ba
zu
machen. Nach
seinen
übe legungen
s i en
Kinde
im
wesen lichen
d ei
A en
on
Nu zen:
Konsumnu zen,
A bei snu zen
und
Vo so genu zen.
Un e
A bei snu zen
wi d
die Mög-
lichkei
e s anden,
Kinde
als
A bei sk ä e
in
de
Haushal sp oduk-
ion
ode
als
A bei seinkommensquelle
anzusehen.
(Kinde
als
"In es i-
ionsak i i ä "
.)
Hin e
dem
Vo so genu zen
s eh
das Mo i
de
sozia-
len
Absiche ung
im
K ankhei s all
und
ü
das
Al e .
Konsumnu zen
schließlich
ep äsen ie
die
F eude
an
Kinde n.
(Kinde
als
"Konsum-
ak i i ä "
.)
Dagegen
s ehen
die
Kos en
des Au ziehens
on
Kinde n
in
Fo m
on
ma e iellen
Au wendungen,
abe
auch
Oppo uni ä skos en,
wie
e wa
de
Einkommensen gang,
de
du ch
den
Ve zich
au
Be u s ä igkei
en s eh ,
wenn
Kinde
du ch
die
El e n
e so g
we den
müssen. Nach
Ansich
on
Leibens ein
sink
de
A bei s-
und
Vo so genu zen
mi
dem
P o-Kop -Einkommen,
wäh enddessen
de
Konsumnu zen
un e ände
bleib . Dagegen
s eigen
die
Kos en
mi
dem
Einkommen
an.
Da aus
e gib
sich
ü
Leibens ein
die
Möglichkei (nich die No wendigkei ),
daß
die
ma ginale
Fe ili ä sen scheidung
mi
dem
Realeinkommen
sink .
Es
is
das
Ve diens
on
Becke (1960, 1965), diese
Ansä ze
eine
ökonomischen
Theo ie
de
Fe ili ä
in
eine geschlossene Ökonomie
de
Haushal sen scheidung
in eg ie
zu
haben.
Die wich igs en
Elemen e
de
da au
au bauenden
ökonomischen
Theo ie
de
Familie
sind
a io-
nale
Wahlhandlung,
Nu zenmaximie ung,
beg enz e
Ressou cen, die
Ve nachlässigung
on
Di e enzen
in
den
P ä e enzen,
die Au lösung
des
Haushal s
in
eine
Meh pe sonen-Einhei
und
die
En wicklung
eine
Haushal sp oduk ions heo ie,
die
eine
allgemeine
Theo ie
de
Zei allo-
ka ion
mi
einschließ .
übe
alle
Haushal sak i i ä en
wi d
simul an
en schieden, wobei
ü
den
Planungszei aum
in
de
Regel
ein
Ein-
pe ioden-Lebenszyklusmodell
un e s ell
wi d.
Die
zen alen
De e -
minan en
alle
Haushal sen scheidungen
sind
ela i e
P eise
und
Ein-
kommen.
Dem
Lohnsa z
de
F au,
d.
h.
den
Zei kos en
de
Haushal s-
p oduk ion,
in
de
annahmegemäß
die
F au
dominie ,
wi d
eine
zen-
ale
Rolle
zu
E klä ung
de
En wicklung
on
Fe ili ä
und
E we bs-
be eiligung
de
F au
zugewiesen.
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2b
Klaus
F.
Z'iIilme Iilam'l
Das
Einkommen
e lie
im
Ve gleich
zum
Ansa z
on
Leibens ein
seine
zen ale
Rolle. Alle dings
muß
auch die
Haushal sp oduk ions-
heo ie
in
de
Lage sein,
den
empi isch beobach e en
nega i en
Ein-
kommense ek zu
e klä en.
In e p e ie
man
die En scheidung
übe
Kinde
als
Konsumak i i ä
im
üblichen Sinne,
so
sind
Kinde
eine
in e io e
Ak i i ä .
De
empi ische
Be und
kann
abe
auch
ande s
ge-
deu e
we den,
wenn
man
die En wicklung
de
Ausgaben
je
Kind
in
die
Analyse einbezieh . Zunächs
is
es eine
unbes i ene
These, daß diese
Ausgaben
empi isch gesehen
mi
dem
Einkommen
ans eigen.
Im
Gegen-
sa z
zu
Leibens ein
(1957)
und
ande en4, die diese En wicklung
du ch
soziale
Rahmenbedingungen
de e minie
(d.
h. exogen) sehen,
häl
Becke
(1960,
214)
dies
ü
das
E gebnis
de
eien
amilialen
Wahl-
handlung.
Sein
A gumen
is , daß eiche
El e n
ü
Ma k gü e
die
gleichen
P eise
zahlen,
abe
eine
höhe e
Quali ä
de
Lebensbedingun-
gen
und
Cha ak e is ika
de
Kinde
wählen.
Die ( ealen) Ausgaben
je
Kind
we den
als
Indika o
de
Quali ä
gewähl
und
sind
ein
A gumen
de
Nu zen unk ion
(Becke (1960), Becke / Lewis
(1974)).
Dami
wi d
au
die
Quan i ä s-Quali ä smodelle
de
Haushal s heo ie
bezug genom-
men.
1I
Ein
Einkommensans ieg
e höh
die Nach age nach
Quan i ä
und
Quali ä .
Dadu ch
s eigen
abe
die Ausgaben
je
Kind
und
als Folge
auch
sein
Scha enp eis. Dies
üh
zu
einem
endogenen P eise ek ,
de
die
u sp ünglich
posi i e
Wi kung
des Einkommens
au
den
Kinde -
wunsch
übe kompensie en
kann.
De
Ein luß des Einkommense ek s
is
dami
ins abil, auch
wenn
eine
supe io e
linea e
Beziehung
(d.
h.
bei
Eliminie ung
des endogenen P eise ek es)
un e s ell
wi d.
Die
F age-
s ellung
wi d
im
olgenden Abschni
e ie .
3.2 Ein mik o heo eUs hes Modell amiliale En s heidungen
Das mik oökonomische Haushal smodell
s ü z
sich
au
Ansä ze
on
Becke (1965),
Lancas e
(1966)
und
Mu h
(1966), die gezeig
haben,
wie
sich die
P ä e enzen
de
Familie
(e aß
in
eine
Nu zen unk ion)
und
ih e
P oduk ions-
ode
Konsum echnologie (e aß
in
eine
Kos en-
ode
T ans o ma ions unk ion)
ennen
lassen. Insbesonde e Becke
(1965)
be on , daß
P oduk ion
und
Konsump ion
Zei
e o de ,
die nich
selbs
Nu zen
s i e . Dies
üh
zu
Fo mulie ung
eine
Theo ie de
Zei alloka ion.
Ein
Vo eil
diese
Ansä ze
is , daß
in
de
empi ischen
Analyse
mi els
de
adi ionellen
Nach age heo ie beobach e e
Ins a-
bili ä en
nich
länge
au
P ä e enzände ungen
zu ückge üh
we den
müssen.
Läß
man
Ve bundp oduk ion
zu, so
komm
es zu
einem
Op i-
mie ungskalkül
un e
eine
nich linea en
Nebenbedingung (Edle sen
'"
Vgl.
ü
wei e e
Li e a u hinweise
Ben-Po a h
(1977), S.
640.
11
Vgl.
Edlejsen(1981)
ü
den
ak uellen
S and
de
Diskussion
und
wei e e
Li e a u hinweise.
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Die ökonomische Theo ie de Familie
21
(1981);
Ba ne
(1977)). Diese Ansä ze
haben
in
de
in e na ionalen
öko-
nomischen
und
ökonome ischen
Li e a u
g oße
Beach ung
ge unden.
In
de
Regel
wi d
zu
Ve ein achung
de
ökonomischen
Analyse
ein
Ein-Pe ioden-Lebenszyklusmodell
mi
siche en
E wa ungen
un e -
s ell . (Eine dynamische
Fo mulie ung
b ing
wenig
zusä zliche
E -
kenn nis,
solange
man
die
(wei e b ei e e)
Annahme
de
in e empo-
alen
Sepa abili ä
on
Nu zen-
und
P oduk ions
unk ionen
nich
au -
heb
und
on
Aspek en
de
P ä e enzbildung
und
de
Ra ionie ung
de
Haushal sen scheidungen
absieh . Vgl.
ü
einige
E wei e ungen
in
die-
sem
Zusammenhang
Zimme mann
(1984).)
Zu
Ve ein achung
sei
e ne
angenommen,
daß
de
Ehemann
seine
zu
Ve ügung
s ehende
Zei
oll
im
A bei sma k
einse z . Das " olle"
Einkommen
de
Familie
im
Le-
benszyklus
(Y)
be age
Y =
TW
+ V, wobei
TW
das
po en ielle
Lebens-
a bei seinkommen
de
Ehe au
bei
exogenem
Lohnsa z (W)
und
gegebe-
ne
Zei
(T)
da s ell
und
V die
Summe
aus
dem
A bei seinkommen
des
Mannes
und
dem
Nich a bei seinkommen
de
Familie
e aß .
Dabei
wi d
on
den
P oblemen
eines
p og essi en
S eue sys ems
und
eine
möglichen
pa iellen
Endogeni ä
des Lohnsa zes
du ch
modellendogene
Ausbildungsen scheidungen
und
"lea ning
by
doing"
abs ahie .
Das
Ausbildungsni eau
de
Ehepa ne
is
bei
Beginn
des Ehelebenszyklus
exogen
gegeben
und
nu z
sich
auch
im
Un e suchungszei aum
nich
ab.
Sei
Z
de
Vek o
an
Haushal sgü e n,
de
mi
Ma k gü e n
und
Hausa bei szei
(X)
bei
Ve echnung
de
zugehö igen
P eise
(P)
p odu-
zie
wi d,
und
q
de
zu Z
gehö ende
Vek o
de
Scha enp eise. Sei
U
(Z)
die
s ik
quasi-konka e
Nu zen unk ion
und
C (P;
Z)
die die
P o-
duk ions echnologie
wide spiegelnde
Kos en unk ion,
die
konka
in
den
Inpu p eisen
und
kon ex
in
den
Ou pu mengen
sein
soll. Es
wi d
ange-
nommen,
daß
beide
Funk ionen
zwei ach
s e ig
di e enzie ba
sind.
De
G adien
de
Kos en unk ion
bezüglich
de
Inpu p eise
üh
zum
Sys em
de
Inpu nach age unk ionen,
de
G adien
bezüglich des
Ou -
pu ek o s
s ell
die
G enzkos en
da ,
die
als
Scha enp eise
in e -
p e ie
we den
können.
Beide Gleichungssys eme
ac
X =
ap
=
(Z,P)
ac
q =
az
=
g(Z,P)
haben
die
bekann en
neoklassischen Eigenscha en.
Bei
Ve bundp o-
duk ion
sind
auch die
Scha enp eise
Funk ionen
de
p oduzie en
Gü-
e .
Die
Budge es ik ion
lau e
q'
Z = C (P, Z) =
Y.
Maximie ung
on
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
22
Klaus
F.
Zimme mann
U
(Z)
un e
diese
Res ik ion
üh
zu
den
Nach age unk ionen
nach
Haushal sgü e n
Z = h (P,
Y)
in
Abhängigkei
on
den
exogenen
G ö-
ßen
P
und
Y.
Die
Funk ionen
h
(-)
e häl
man
auch als Lösung
on
Z -
h*
(g (P, Z),
Y)
= 0
in
Z. Diese Weg
is
häu ig anschauliche ,
da
alle
E gebnisse aus
de
adi ionellen
Haushal sökonomie
au
h*
(.)
und
aus
de
P oduk ions heo ie
au
g
(.)
angewende
we den
können.
Fü
eine
allgemeine
(abe
un e schiedliche) Diskussion
de
Eigenscha en
de
Funk ion
h
(-)
gl.
Edle sen
(1981)
und
Zimme mann
(1984).
Dabei
is
es
nich e o de lich,
daß
C
(.)
die
oben
ge o de en
Eigenscha en
eine
Kos en unk ion
ha .
Aus
didak ischen
G ünden
soll diese allgemeine
Analyse ahmen
du ch
zusä zliche
Annahmen
e ein ach
we den.
Ziel is ,
den
Bei ag
de
ökonomischen
Theo ie
de
Familie
zu
E klä ung
insbesonde e des
Gebu en ückganges
da zus ellen.
Das
hie
gewähl e
Modell
is
ein-
ache , als es
aus
de
Li e a u
bekann
is
( gl. Schul z (1974);
Edle sen
(1981)). Es
e zich e
au
die übliche
Un e scheidung
zwischen
de
ge-
wünsch en
"Quan i ä "
und
"Quali ä "
de
Kinde .
En scheidend
ü
den
Gebu en ückgang
sind
die
ela i
zu
allgemeinen
Ausgabenen -
wicklung
s ä ke
ges iegenen
Kos en
des Au ziehens
on
Kinde n.
Da-
ü
gib
es
d ei
U sachen:
Die
du ch
die
ges iegenen
Lohnkos en
ges ie-
genen
Zei kos en
de
Haushal sp oduk ion
de
F au.
Die ges iegenen
P eise
de
ü
Kinde
au zuwendenden
ma e iellen
Leis ungen.
De
ges iegene
Um ang
de
ü
Kinde
du ch
die
El e n
zu
e b ingenden
ealen
Leis ungen, die
om
allgemeinen
Lebensni eau
de
El e n
ab-
hängen.
De
le z e
Gedankengang
is
so ein ach
wie
zen al:
S eig
das
Lebensni eau
de
El e n,
so
wi d
un e s ell ,
daß
diese auch
ü
ih e
Kinde
einen
analogen
Ans ieg
an
Lebensquali ä
e eichen
wollen.
Ein
ges iegenes
Einkommen
lös somi
einen
Kos end uck
aus,
de
un e
bes imm en
Bedingungen
zu
einem
Rückgang des
Kinde wunsches
üh-
en
kann.
Die ökonomische
Theo ie
de
Familie
kann
dami
(in
E wei e-
ung
de
üblichen
Resul a e
de
Haushal sökonomie) bezüglich
de
ge-
wünsch en
Familieng öße
als mögliche U sachen
den
(di ek en)
Lohn-
kos ene ek ,
den
ela i en
P eisans ieg
ü
die
ü
Kinde
zu
e b in-
gende
Leis ungen
und
den
allgemeinen
Einkommensans ieg
nennen.
Diese
E ek e
sollen zunächs
o malisie
we den.
Sei
U (z, k) die
Nu zen unk ion
in
den
beiden
Ak i i ä en
Haushal s-
gü e
(z)
und
Kinde zahl
(k)
und
(X
z
und
ß k
de
da ü
e o de liche,
nich
nu zens i ende
Zei au wand
(hie
annahmegemäß
de
F au).
(X
und
ß
sind
posi i e
Kons an e.
Als
Gesam a bei szei
ü
die
F au
im
A bei sma k
e gib
sich
da aus
L = T -
(X
z - ß k.
Zu
Be iedigung
de
ma e iellen
Bedü nisse
de
Kinde
e wi b
die
Familie
im
Ma k
das
Gu
x,
wobei die dazugehö ige
Ve b auchs unk ion
du ch
x =
i'
zk
besch ieben
sei. Die
Budge es ik ion
lau e
xp
+ z =
wL
+ , wobei
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Die
ökonomische
Theo ie
de
Familie
23
zu
Ve ein achung
de
P eis
des
Gu es
x,
de
Lohnsa z
und
das exogene
Einkommen
de
Familie
in
Einhei en
des Gu es z gesch ieben
wu den.
Nach
E se zen
de
A bei szei du ch die
Zei e b auchs unk ionen
e -
gib
sich als
Budge es ik ion
(1)
p
zk
+
(1
+
a:
w)
z + ß
wk
= Y ,
wobei y
das
" olle"
Einkommen
in
Gü e einhei en
on
z
da s ell .
Gleichung
(1)
zeig
unmi elba ,
daß die Scha enp eise
keine
es en
G ößen
sind. Die Rolle des Lohnsa zes
wi d
in
(1)
gedanklich
in
eine
Funk ion
als
p eisbes immende
Fak o
und
übe
y als einkommens-
e höhende
Ein lußg öße ze leg . Das skizzie e Modell
ha
genügend
S uk u ,
um
alle oben
ge o de en
E gebnisse zu demons ie en.
Maximie ung
on
U (z, k)
un e
de
Res ik ion
(1)
üh
zu Nach-
age unk ionen
ü
z
und
k
in
Abhängigkei
on
den
exogenen
G ößen
p,
wund
y. Du ch Einse zen
on
z
und
k
in
die De ini ionsgleichung
on
L
e häl
man
das A bei sangebo .6 Liegen diese Lösungen o , so
kann
man
sich die
Scha enp eise
qZ
ü
z
und
qk
ü
k
aus echnen
und
ein
"linea es
Sys em"
on
U (z,
k)
mi
de
Res ik ion
qZ
z +
qk
k = Y
lösen
und
dabei gedanklich
qZ,
qk
und
y als exogene
G ößen
au assen.
Beide
Ve ah en
üh en
zu
den
gleichen E gebnissen
ü
z
und
k. E (z,
y)
und
E (h,
y)
seien die
linea en
Einkommenselas izi ä en
und
1]
(z,
qZ)
und
1]
(k,
qk)
die
linea en
di ek en
P eiselas izi ä en
de
Nach age.
Es
sei
im
olgenden (im
Sinne
de
linea en
Einkommenselas izi ä en)
on
in e io en
Ak i i ä en
abgesehen,
und
die
linea en
B u o-K euzp eis-
e ek e
we den
als
e nachlässigba
klein
angenommen.
Als Lösungen des
nich linea en
Gesam p oblems
e häl
man
7
k =
k(p,
w,y)
(2) z =
z(p,
w,y)
+-+
L = L (p, w,
y)
•
++-
wobei
ü
die
Gül igkei
de
angezeig en Vo zeichen die
Bedingungen
(3) E (k,
y)
E
(z,
y)
cp
1
< -
Ck
1J
(k, qk) <
CP:
< _ C
z
1J
(z,
qz)
'---
____
....1
1 1
11
1
(a) (b) (C)
(d)
6
Die
Exis enz
on
Ecklösungen
wi d
ausgeschlossen.
7
Gleichung
(2)
e gib
sich
als
Spezial all
des
on
Zimme mann
(1984)
e -
wende en
Modells.
Siehe
do
auch
die
um ang eichen
Beweis üh ungen.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Tabelle
4: Empi ische
Un e suchungen
mi
Sys emschä zungen
E we bs-
Reduzie e
Lebens-
be eiligung
und
Fo m
Mik o
modell
Fe ili ä
dyna-
Au o en
(+
ande e
S uk u o m*:
misch
Land
(Meh -
Haushal s-
(in e -
(Mak o)
pe ioden
ak i i ä en)
I
dependen )
modell)
Cain/Dooley
(1976)
.....
I X
(X)
-X
USA
Conge /Campbell
(1978)
(X)
(X)
X
(X)
USA
Fleishe /Rhodes
(1979)
..
X
(X)
-X
USA
X
Ca line /'Robinson/
Tomes
(1980)
.........
X X -X
Kanada
Rosenzweig/Wolpin
(1980)
................
X
X,·
-X
USA
(X)
C ame
(1980)
..........
X
(X)
X X
USA
Ca line /Robinson/
Tomes
(1981)
.........
X X -X
Kanada
X
Leh e /Ne lo e
(1981)
..
X X X X
USA
(X)
BagozzilVan
Loo
(1982) X X -X
USA
Dooley
(1982)
..........
X X -X
USA
Biswas/Ram
(1982)
....
(X) (X)
X
(X)
USA
G ego y
(1982)
.........
(X) (X)
-
(X)
Os eu opa
Robinson/Tomes
(1982) X X -X
Kanada
X
Joe ding
(1982)
........
(X)
X,·
-
(X)
USA
Be line
(1983)
.........
X X
(X)
..-
X
UdSSR
OLS:
o dina y
leas
squa es;
2SLS,
3SLS:
wo
( h ee)
s age
leas
squa es;
SUR:
seemingly
un ela ed
eg essions.
Schä zme hoden
OLS,
2
SLS,
3
SLS
2SLS
OLS,
Ins umen -
a iable
OLS,
Logi ,
Tobi
OLS,
Logi
2SLS
OLS,Ins umen -
a iable
OLS,
Tobi
LISREL
SUR,OLS
2SLS
OLS,
2
SLS,
SUR
P obi
2SLS
OLS,2SLS
w
Cl
~
[
<Il
~
N
I·
a
'"
::s
::s
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33

Die ökonomische Theo ie de Familie
31
wobei Kons anz
on
R =
yglL
ge o de
wi d.
Gib
es (im Mi el)
keine
Einkommensun e schiede
ü
den
Mann
zwischen
den
G uppen,
so
is
R=1.
Aus
den
Gleichungen
(13)
-
(14)
könn e
geschlossen
we den,
die
E -
we bsbe eiligung
(L)
sei
kausal
ü
die
Fe ili ä
(F). Dies
is
nich
so,
da
L
wiede um
on
amilien
exogenen
Fak o en
(Rese a ion Wage,
d. h.
z.
B.
Einkommen
des Mannes; Lohnsa z)
abhäng .
Die
amilialen
En scheidungen
lassen
sich
abe
nunmeh
in
einen
meh s u igen
En -
scheidungsp ozeß ze legen,
in
dem
zue s
die
E we bs ä igkei
und
da-
nach
die
Fe ili ä
en schieden
wi d.
Le z lich
bes immen
abe
die öko-
nomischen
Rahmenbedingungen
das
En scheidungs e hal en
de
Fa-
milie. Dies
wi d
deu lich,
wenn
man
eine
Funk ion
ü
das
A bei san-
gebo L (in
Abhängigkei
om
Lohnsa z
und
dem
Einkommen)
o mu-
lie
und
in
(13)
einse z . F
is
dann
eine
komplexe
nich linea e
Be-
ziehung
in
y
und
w. Bei
eine
Simula ion
de
Reak ion
de
Fe ili ä
au
Ände ungen
des
Einkommens
des
Mannes
ode
des Lohnsa zes
de
F au
is
deshalb
ih
E ek
au
die
E we bs ä igkei
zu
be ücksich igen.
Zahl eiche
S udien
zu
Fe ili ä
beziehen
sich
au
den
Ansa z
on
Eas e lin
(1968, 1969, 1973).
E
s ell
wandelnde
P ä e enzen
als
zen-
ale
De e minan en
des
Kinde wunsches
in
den
Vo de g und,
die eine
zyklische
Va ia ion
des
Gebu en e hal ens
(also
keine
säkula en
T ends)
beg ünden.
En scheidend
ü
die
Familie
is
de
ela i e
öko-
nomische
S a us
bzw. das
ela i e
Einkommen.
Un e s ell
wi d,
daß
sich die
Kinde wünsche
eines
Indi iduums
wäh end
des Au wachsens
bei
den
El e n,
d. h.
un e
ih en
Lebensbedingungen, bilden. Als
Indi-
ka o
da ü
gil
das
Einkommen
de
äl e en
Gene a ion.
Bleiben
die
Lebensbedingungen
(gemessen
du ch
das Einkommen)
de
lau enden
Gene a ion
hin e
denen
de
äl e en
zu ück, so
sink
auch
de
Kinde -
wunsch.
Diese
Ansa z
s ell
die Basis
ü
zahl eiche empi ische
Un e -
suchungen
11
da
und
ha
eine
B ücken unk ion
zu
ande en
Wissen-
scha sdisziplinen
(e wa
de
Soziologie).
Eine
populä e
Beg ündung
des
Gebu en ückganges
lieg
ind.e
ech-
nologischen
En wicklung
de
An ikonzep ionsmi el
("Pillenknick")
bzw.
eine
Ve besse ung
de
Kenn nis
ih e
Anwendba kei .
Dies
wi d
im
allgemeinen
aus
wissenscha liche Sich
k i isch
beu eil .
De
empi isch beobach e e
Zusammenhang
zwischen
Gebu enen wicklung
und
Ve wendung
on
An ikonzep ionsmi eln
wi d
als
abgelei e e
Nach age
nach
Bes immung
des
Kinde wunsches
gesehen.12
In
de
11
Vgl.
beispielsweise
Olneck
I
WOl e
(1978);
Wache
(1975);
C immins-Ga d-
ne
I
Ewe
(1978).
12 Vgl.
Michael
(1974);
Schubnell
(1973),
S.
41
.;
Roppel
(1979),
S.
128
.;
Rosenzweig
I
Sei e
(1982).
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
32 Klaus
F.
zimme mann
Konzep ion
de
Haushal sp oduk ions heo ie
sind
Kinde
Ou pu s,
An ikonzep ionsmi el
Inpu s.
Alle dings
können
siche e
Ve hü ungs-
echniken
und
e besse e
Kenn nisse
ih e
Anwendba kei
die
Zahl
ungewoll e
Schwange scha en
e kleine n.
Einen
en scheidenden
Ein luß
au
das
Fe ili ä s e hal en
we den
diesen
Fak o en
abe
nich
einge äum .
Ans elle
de
ü
ein
Lebensmodell
ungeeigne en
Pe iodeneinkommen
und
Pe iodenlohnsä ze
we den
in
empi ischen
S udien
un e
Rückg i
au
den
Humankapi alansa z
häu ig die
Ausbildungsni eaus
de
Ehe-
pa ne
als
Indika o en
ü
den
aus
de
Sich des Lebensmodells
adä-
qua en
Lohnsa z
de
F au
und
das olle
Einkommen
he angezogen. Dies
e spa
die
Kons uk ion
geeigne e
Va iable
mi
Hil e des
o hande-
nen
Da enma e ials,
die
in
de
Regel
nu
schwie ig
du chzu üh en
is .13
Das
Ausbildungsni eau
des
Mannes
wi d
un e
den
ge o enen
Mo-
dellannahmen
mi
dem
Einkommense ek
und
das
Ausbildungsni eau
de
F au
mi
dem
S ubs i u ions-
und
Einkommense ek
eine
Lohn-
sa zände ung
in
Ve bindung
geb ach . Empi ische
S udien
dazu
sind
u. a.
Ben-Po a h
(1974), Michael (1974),
Be line
(1983),
Leh e
/ Ne lo e
(1981). Auch
in
den
Un e suchungen
ohne
di ek en
Bezug
zum
Haus-
hal sp oduk ionsmodell
s eh
die
Ausbildung
als
Bes immungs ak o
de
Fe ili ä
an
he aus agende
S elle. Coch ane (1979)
gib
dazu
einen
um assenden
Li e a u übe blick.
Da
de
Humankapi alansa z
auch
ü
die
Bundes epublik
Deu schland
bes ens
bewäh
is
14,
läß
sich dieses
Vo gehen
auch
au
deu sche
Ve häl nisse
übe agen.
Im
Mi elpunk
ökonomisch
o ien ie e
Un e suchungen
zu
Ge-
bu enen wicklung
s eh
deshalb
die
F age,
welchen
Zusammenhang
die
Va iablen
Ausbildung
de
Ehepa ne ,
Lohnsä ze,
ela i es
Ein-
kommen
(in Bezug
zum
Einkommensni eau
de
El e n),
Kos en
ü
die
Lebenshal ung
de
Kinde ,
Kenn nis
und
Anwendung
gebu en e hü-
ende
Maßnahmen,
P ä e enzen
und
E we bsbe eiligung
de
Ehe au
ü
die
beobach e en
Di e enzen
in
de
Fe ili ä
zwischen
Indi iduen
ode
Zei punk en
haben.
Au
die
empi ischen
E gebnisse
dazu
in
de
in e na ionalen
Li e a u
kann
hie
nu
endenziell
eingegangen
we -
den.
De
Zusammenhang
zwischen
Fe ili ä
und
Einkommen
is
ü
en wickel e Gesellscha en
nich
eindeu ig.
15
Häu ig
we den
in
Zei -
eihens udien
posi i e,
in
Que schni ss udien
nega i e
Zusammen-
hänge
es ges ell ,16 Nach
meine
Einschä zung
übe wieg
ü
Da en-
13 Vgl. beispielsweise
Leh e
I
Ne lo e
(1981),
S.
133, ü die Kons uk ion
eine pe manen en Einkommens a iablen ü den Ehemann.
14
Vgl.
elemen
I Tessa ing I
Weißhuhn
(1983).
15
Vgl.
Ando ka
(1978),
S.
234
.;
Simon
(1977),
S.
326
.;
F eedman
I
Tho n-
on
(1982).
16 Vgl.
Simon
(1977),
S.
326.
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Die ökonomische Theo ie de Familie 33
ma e ial
nach
1960
de
nega i e
Zusammenhang.
Tendenziell
nega i e
Zusammenhänge
e geben
sich auch zwischen
Ausbildung
und
Fe ili-
ä P
Analoges
gil
ü
die Zei kos en
de
Kinde e ziehung,
wohingegen
die Ein lüsse
de
Lebenshal ungskos en
nich
den
aus heo e ischen
G ünden
zu
e wa enden
gesiche en
empi ischen
Beleg
ge unden
haben.
18
Eben alls
keine
eindeu igen
E gebnisse
inde die
Eas e lin-
Hypo hese
eines
posi i en
Zusammenhanges
zwischen
dem
ela i en
Einkommen
(gemessen
am
Einkommen
de
lau enden
bezogen
au
das
Einkommen
de
o he igen
Gene a ion)
und
de
Fe ili ä ,
abe
insbe-
sonde e
in
Zei eihenanalysen
bes eh
die
P oblema ik
de
geeigne en
Kons uk ion
eine
P oxy-Va iablen.
Tabelle
5
en häl
die
ü
die
Bundes epublik
Deu schland
o liegen-
den
empi ischen
Un e suchungen
zum
Fe ili ä s e hal en.
Schwa z
(1979), Schwa z-Mille (1981),
Zimme mann
(1982)
und
P oebs ing
(1983)
un e suchen
Mik oda en,
Wande
(1980), E misch (1980), Neal (1983)
und
Gya as
(1983)
Mak oda en.
Alle
Zei eihens udien
üh en
e -
gleichende
Un e suchungen
zwischen
dem
Modell
on
Bu z
/
Wa d
und
Eas e lin
du ch. Alle
empi ischen
E gebnisse
wide legen
kla
die
Gül-
igkei
de
Eas e lin-Hypo hese.
Die geschä z en Koe izien en
haben
en wede
das alsche Vo zeichen
ode
sind
nich s a is isch signi ikan .
Neal
(1983), S.
25
zeig ,
daß
ein
ko ek es
(und signi ikan es) Vo zeichen
nu
e eich
we den
kann,
wenn
die (signi ikan e)
Kons an e
aus
de
Gleichung ausgeschlossen
wi d.
(Wande
(1980),
S.24
"bes ä ig "
o z
alschem Vo zeichen
den
Eas e lin-Ansa z,
was
au
einem
Miß e s änd-
nis be uh .1°)
Dami
ha
sich
de
Eas e lin-Ansa z
ü
die
Bundes epu-
blik
Deu schland
als
wenig
sinn oll
e wiesen.
2o
Die
S udien
on
Wande
(1980)
und
Gya as
(1983) schä zen das Mo-
dell
on
Bu z
/
Wa d
in
den
Ni eaus
und
un e liegen
deshalb
eben alls
den
on
K äme
/
Neusse
(1984) au gezeig en echnischen
P oblemen.
Die
S udien
on
E misch
(1980)
und
Neal (1983) schä zen
dagegen
Glei-
17 Vgl. Coch ane (1979),
S.
43;
Ando ka
(1978),
S.
258 .;
Simon
(1977),
S. 346
.
18
Vgl.
Simon
(1977),
S.
347.
1&
Wande
(1980),
S.
19, de inie den ela i en ökonomischen S a us
wlw'"
als Rela ion des Einkommens de jünge en Gene a ion w zum Einkommen
de El e n
w*.
Ih
Ansa z In F =
awlw~
+
bx,
wobei x ein Vek o ande e
Va iablen da s ell , e o de bei Gül igkei de Eas e lin-Hypo hese a >
O.
Die Schä zung ü a is abe nega i . (Siehe Tabelle 2,
S.
25
und die In e -
p e a ion au
S.
24.) Dies is konsis en mi den E gebnissen on
E misch
(1980),
S.
125 .;
Neal
(1983),
S.
24
.
und Gy i jas (1983),
S.
32
.
Dagegen e häl
Wach e
(1975),
S.
613, 617, 619
.
ü die USA den ko ek en Zusammenhang.
20
E misch
(1980),
S.
136, zeig alle dings, daß de ela i e ökonomische S a-
us im Rahmen des Bu z / Wa d-Modells einen gewissen (abe auch schwach
signi ika en) Ein luß ha .
3
Sch U en
d.
Ve eins
.
SoclalpoIl !k
153
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Tabelle
5: Fe ili ä ss udien ü deu sches Da enma e ial
Analyse echnik:
Da enma e ial:
I
Ansa z:
Va iablen:
(a)
K euz abel-
(a)
Mik o
(a)
Eas e lin
(a)
Ausbildung
lie ung
(b)
Mak o
(b)
Becke
(b)
absolu es
Ein-
(b)
Reg essions-
(e)
Bu z/Wa d
kommen
analyse
(d)
explo a i
(e)
ela i es
Ein-
(e)
log-linea es
kommen
Wah schein-
(d)
Lohnsa z
lichkei smodell
Schwa z
(1979)
...................•..
(a) (a) (d) (b)
Wande
(1980)
......................
(b) (b) (a), (e) (b), (e), (d)
E misch
(1980)
......................
(b) (b) (a), (e)
(b),
(e), (d)
Schwa z-Mille
(1981)
..............
(b) (a)
(b)
(a)
Zimme mann
(1982)
................
(e) (a) I (b) (a)
Neal
(1983)
........................
(b) (b) (a), (e) (b), (e), (d)
Gya as
(1983)
......................
(b) (b) (a), (e)
(b),
(e), (d)
P oebs ing
(1983)
..................
(a) (a) (d) (a)
Zimme mann
(1983)
................
(b) (b)
(b),
(d)
(b),
(d),
Kind-
kos en
Felde e
(1984)
.....................
(b) (b) (b) (b), (d),
Wohungs-
kos en
""
"""
~
~
{Il
~
N
~.
ä
Il>
::s
::s
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Die ökonomische Theo ie
de
Familie
35
chung
(5.30)
in
eine
Va ian e,
in
de
alle
loga i hmie en
Va iablen
du ch
ih e
1.
Di e enzen
e se z
wu den.
Da
Wachs ums a en
dimen-
sionslose
G ößen
sind,
en s eh
ein
echnisches
P oblem
nich .
Alle -
dings
zeig
ge ade
die
sys ema ische
S udie
on
Neal,
welche
Un e -
schiede
in
den
Resul a en
sich
du ch
geschick e
Kombina ion
de
Re-
g esso en
e zeugen
lassen.
Dies
leg
eine
"objek i e e"
Auswahl
de
unabhängigen
Va iablen
und
ih e
dynamische
Spezi ika ion
nahe,
wie
sie
e wa
in
Zei eihens udien
im
Kon ex
sogenann e
"Kausalanaly-
sen"
o genommen
we den.
E misch
(1980), S. 136
und
Neal
(1983),
S.23
e hal en
ü
ih e
Ve sion
on
(13)
ü
!Xa
> 0
und
!X2
<
o.
Im
Gegensa z
zu
den
E wa ungen
bei
Bu z
/
Wa d
(1979),
S.321,
Fußno e
8
is
de
Koe izien
!Xl
bei
E misch
(1980)
nich
nega i ,
abe
nich
signi ikan .
En gegen
alle
sons igen
empi ischen
E ah ung
wi d
de
Kinde wunsch
mi
s eigendem
Lohn-
sa z
s eigen.
Neal
(1983) zeig ,
daß
dieses
E gebnis
s a k
on
de
ge-
wähl en
Auswahl
de
Reg esso en
abhäng ,
und
dieses
E gebnis
gil
endenziell
auch
ü
die
ande en
Pa ame e .
Es
bes eh
de
Ve dach ,
daß
o z
eine
Ins umen a iablenschä zung
ü
L
de
Ansa z
du ch
die
Beziehung
zwischen
Fe ili ä
und
E we bs ä igkei
dominie
wi d.
Insgesam
e scheinen
die
Mak oe gebnisse
wenig
zu iedens ellend.
In e essan
is
bei
de
S udie
on
Neal
(1983),
daß
eine
Va iable,
die
die
Ve ände ung
des
An eils
de
Auslände
an
den
E we bspe sonen
miß ,
signi ikan
nega i
is
und
ü
un e schiedliche
Kombina ionen
de
Regesso en
auße gewöhnlich
s abil
bleib .
Neal
(1983),
S.5
üh
dies
au
den
dämp enden
E ek
on
Zuwande ungen
au
das
A bei s-
einkommen
(und
dami
au
die
Einkommense wa ungen)
zu ück,
die
einen
Gebu en ückgang
auslösen
können.
Felde e
(1984)
un e such
die
in
de
ö en lichen
Diskussion
häu ig
geäuße e
These,
die
hohen
Wohnungskos en
ü
kinde eiche
Familien
hä en
zu
dem
Gebu en ückgang
beige agen.
Die
A bei
s ell
die
e s e
eg essionsanaly ische
Behandlung
de
F ages ellung
da .
Es
wi d
anhand
on
deu schem
Zei eihenda enma e ial
nachgewiesen,
daß
de
An eil
de
Wohnungsausgaben
(einschließlich
Heizkos en)
an
den
Ge-
sam ausgaben
einen
s a k
signi ikan
nega i en
Zusammenhang
mi
de
Fe ili ä
ha .
Die
Un e suchungen
on
Schwa z
(1979)
und
P oebs ing
(1983)
neh-
men
K euzklassi ika ionen
on
Mik ozensusda en
o ,
die
einen
posi-
i en
Zusammenhang
zwischen
Kinde zahl
und
Ne oa bei seinkom-
men
des
Mannes
e mi eln.
Dies
s eh
im
Gegensa z
zu
den
obenge-
nann en
empi ischen
Be unden
ü
Que schni sda en
in
de
in e na io-
nalen
Li e a u .
P oebs ing
(1983)
s ü z
die
These
eines
nega i en
Ein-
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36
Klaus
F.
Zimme mann
lusses
de
E we bs ä igkei
de
F au
au
die
Fe ili ä .
Es e schein
mi
alle dings p oblema isch
zu
sein,
wenn
aus
eine
K euz abellie ung
de
E we bs ä igkei
de
Ehe au
(wie sie
im
Mik ozensus
1981
e aß
wi d)
mi
ih e
kumula i en
ehelichen
Fe ili ä
(d. h. die
Summe
de
Gebu enen scheidungen
sei
de
Eheschließung)
kausale
Schluß olge-
ungen
in
diese Rich ung gezogen
we den.
Die These, eine (du ch die
Emanzipa ion
ausgelös e) ges iegene
F auene we bs ä igkei
habe
wesen lich
zum
Gebu en ückgang
in
den
sechzige
Jah en
in
de
Bundes epublik
Deu schland beige agen,
is
in
meh e en
S udien
e e en
wo den
(Schubnell (1973); Feich inge
(1977);
Rücke
(1979)). Dies
is
on
Zimme mann
(1983)
mi hil e
on
(empi ischen)
Kausalanalysen
bes i en
wo den. Dabei
sind
Fe ili ä
und
E we bsbe eiligung
e hei a e e
F auen
als gemeinsam endogene
Va iable
analysie
wo den, zwischen
denen
eine
gegensei ige e zö-
ge e
Abhängigkei
bes eh .
De
P ozeß
wi d
du ch
ökonomische Va-
iable
(Einkommen, Ve mögen, ein ache
Lebenshal ungskos en
de
Kinde , Lohnsa z
de
F au)
kon ollie .
übe zeugende
s a is ische Be-
lege
ü
einen
nega i en
Ein luß
de
E we bs ä igkei
au
die
Fe ili ä
ehlen. Die wich igs en
Thesen
de
ökonomischen Theo ie
de
Familie
we den
bes ä ig .
Schwa z-Mille
(1981)
und
Zimme mann
(1982)
un e suchen
mi
dem
gleichen Mik oda ensa z
den
Zusammenhang
zwischen
de
Ausbildung
de
Ehepa ne
und
de
Fe ili ä .
Schwa z-Mille , die die Reg essions-
analyse
ü
e schiedene
Modell a ian en
anwende ,
inde
keinen
Zu-
sammenhang
de
exogenen
Va iablen
mi
dem
Kinde wunsch
und
kann
somi das Becke -Modell nich bes ä igen. Dagegen inde Zim-
me mann
(1982)
un e
Ve wendung
des
log-linea en
Wah scheinlich-
kei smodells
eine
s a ke
nega i e
Assozia ion zwischen
de
Ausbildung
de
Ehepa ne
und
ih e
a sächlichen Kinde zahl, sowie
einen
deu -
lich (signi ikan ) posi i en
Zusammenhang
zwischen
de
Ausbildung
des Mannes
und
dem
Kinde wunsch.
Diese
zusammen assenden
Beme kungen
zeigen, daß es
o z
einige
Ansä ze noch
einige
empi ische Fo schung
ü
die
Bundes epublik
Deu schland
beda .
Dagegen
sind
ökonome ische
Analysen
des
A -
bei sangebo s e hal ens
(im
Sinne
de
adi ionellen
Haushal sökono-
mie)
ü
die
Bundes epublik
sei
langem
S anda d,
wobei
in
neue e
Zei
o
allem
Que schni sun e suchungen
mi
Mik oda en
eine
s ä -
ke e
Ve b ei ung
ge unden
haben.
21 Die
S udien
e mi eln
in
de
Regel
21 Vgl.
F anz
I Kawasaki
(1981)
und
Hüble
(1983
a,
1983
b)
ü
eine
Analyse
des
ku z is igen
Pa izipa ions e hal ens
mi
Mik oda en
und
Hüble
(1983
b)
ü
einen
Su ey.
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Die
ökonomische Theo ie de
Familie
37
einen
posi i en
Zusammenhang
zwischen
de
Ausbildung
de
F au
und
ih e
E we bsbe eiligung.
De
Lohnsa z
de
F au
bzw.
ih
Einkommen
s eh
eben alls
in
einem
posi i en
Zusammenhang
mi
de
Pa izipa ion
am
A bei sma k .
Un e schiedliche
Resul a e
e häl
man
ü
den
Einkommense ek
(Einkommen des
Ehepa ne s,
Ve mögenseinkommen, usw.).
Hie
zeig
sich
de
be ei s
on
Mince (1962) es ges ell e Gegensa z zwischen
Que schni s-
und
Zei eihenun e suchungen:
In
lang is igen
Analysen
wi d
ein
posi i e
Einkommense ek
au
die
E we bsbe eiligung
es -
ges ell ,
wäh enddessen
in
Que schni ss udien
übe wiegend
nega i e
Wi kungspa ame e
geschä z
we den.
Diese
E gebnisse
e möglichen
eine
Beg ündung
des Ans iegs
de
E we bsbe eiligung
de
F auen
(ge-
s iegenes
Ausbildungsni eau,
höhe e
Lohnsä ze
und
e besse es
Ein-
kommensni eau). Ro hschild (1980)
e such
demgegenübe
dieses
Re-
sul a
du ch
Ve schiebungen
in
den
An eilen
ypische
F aueng uppen
(alleins ehende
F auen,
e hei a e e
F auen
mi
Kinde n,
emanzipie e
F auen),
die
du ch
demog aphische
Fak o en
und
P ä e enzbildung
e u sach
sind, zu
e klä en.
3.5 Familienpoli ische Maßnahmen zu Beein lussung
des gene a i en Ve hal ens22
Die
anhal enden
P obleme
de
A bei slosigkei
und
des
Gebu en-
ückganges
e zeugen
einen
E wa ungsd uck
au
ö en liche En schei-
dungsins anzen,
in
die
Rahmenbedingungen
amiliale
En scheidungen
einzug ei en. Das
Ins umen a ium
is
mi
dem
Familienlas enausgleich
( gl.
dazu
Obe hause
(1980))
sei
länge em
o handen,
dien e
abe
(wie
auch
aus
dem
Beg i
zu
schließen)
bishe
p imä
de
Be iedigung
des
Ge ech igkei spos ula es
und
(wie es häu ig
gesehen
wi d)
dem
Schu z
de
Elemen a einhei
eine
unk ions ähigen
Gesellscha .
Mi
de
zu-
nehmenden
E we bsbe eiligung
de
Mü e
i
die
So ge
um
die
see-
lische
und
geis ige
En wicklung
des
Kindes
hinzu.
Da übe
hinaus
we den
zunehmend
o en (ode e s eck )
Fo de ungen
nach
eine
be-
ölke ungspoli ischen
Konzep ion
ges ell , die
zudem
zu
a bei sma k -
poli ischen Lage zu
passen
schein . Welche
be ölke ungs-
und
a bei s-
ma k poli ischen
Wi kungen
gehen
on
dem
Ins umen a ium
des
Familienlas enausgleichs aus, d.
h.
wie
und
in
welchem
Ausmaß
we den
die
amilialen
En scheidungen
bezüglich
Familieng öße
und
E we bs-
be eiligung
beein luß ?
Die ges iegene
Bedeu ung
in
diese
F age
auch
in
den
ande en
wes -
lichen
Indus iena ionen,
die
g öß en eils
die gleichen
P obleme
haben,
22 Eine de aillie e Analyse is in
Zimmennann
(1984
a,
1984
b)
en hal en.
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38 Klaus
F.
Zimme mann
beleg
die
in e na ionale
Li e a u .
So
haben
e wa
Simon
(1977, 364 .,
insbesonde e
377 .),
Ando ka
(1978, 347 .), Schul z (1981,
181
.)
und
Wes o (1983)
und
in
de
Bundes epublik
Deu schland
insbesonde e
Wingen
(1975, 1977)
und
de
3.
Familienbe ich
(1979, 129 .) die
Bedeu-
ung
amilienpoli ische
F agen
in
en wickel en
Volkswi scha en
be-
on .
23
Aus
his o ischen
G ünden
is
Be ölke ungspoli ik
in
Deu sch-
land
mi
Hypo heken
belas e ,
abe
in
ielen
en wickel en
(und
demo-
k a ischen)
Volkswi scha en
is
sie
sei
langem
selbs e s ändlich
(Ando ka
(1978, 349 .)).
Ein
gu es
Beispiel
da ü
is
nich
nu
die
lange
T adi ion
in
F ank eich,
sonde n
auch
in
Schweden. (Vgl.
My dal
(1940);
My dal
(1945).)
In
diesem
Zusammenhang
s ellen
sich
F agen
nach
de
"op imalen
Be ölke ung"
und
de aillie e en
be ölke ungs-
poli ischen Zielse zungen.
Ih e
Bean wo ung
äll
nich
in
den
Ana-
lyse ahmen
diese
A bei ,
so
daß
au
die
Li e a u
e wiesen
we den
muß.u
Es
is
eine
wei hin
unbes i ene
These,
daß
sich
die
ma e iellen
Le-
bensbedingungen
on
Familien
mi
Kinde n
in
den
e gangenen
Jah-
en
absolu
und
ela i
e schlech e
haben.
(Vgl.
dazu
beispielsweise
3.
Familienbe ich
(1979, 174);
Gla ze
(1979)
und
Geißle
(1983) sowie
ü
eine
empi ische
Un e suchung
Jansen
(1981,
62
.)
und
Co nelius
/
Linde
/
Rücke
(1983,40 .).) Diese
En wicklung
und
die
be ei s
ange-
sp ochenen
a bei sma k poli ischen
E wa ungen
an
ein
empo ä es
Ausscheiden
on
F auen
om
A bei sma k
in
de
Phase
de
Familien-
bildung
sowie
be ölke ungspoli ische
A gumen e
-
siehe
dazu
auch
Gla ze
(1979),
Geißle
(1983)
und
Bo eIl /
S e n
(1983,
51
.)
-
haben
zu
eine
Reihe
on
s aa lichen
Maßnahmen
und
Vo schlägen
ge üh ,
die
insbesonde e
zu
eine
Ve besse ung
de
ma e iellen
Rahmenbedin-
gungen
de
Familien
üh en
sollen.
Wegen
de
besonde en
amilien-
poli ischen
Ve p lich ungen
on
Bund,
Lände n
und
Gemeinden
sind
au
allen
Ebenen
Konzep ionen
disku ie
wo den,
wobei
insbesonde e
au
Lände ebene
de aillie e
amilienpoli ische
P og amme
en wickel
und
konk e e
Maßnahmen
e g i en
wu den.
26 Die
Konzep e
um assen
23 Wei e e S udien mi be ölke ungspoli ische Rele anz sind die A bei en
on
Be elson
(1974);
Finkle
I
Mcln osh
(1980);
Mcln osh
(1981);
Hee en
(1982);
Ha zold
(1979);
My dal
(1940);
My dal
(1945).
Gla ze
(1979) beschä ig sich
mi den Eins ellungen zum E ziehungsgeld in de wes deu schen Be ölke ung.
Coelen
I
Mcln y e
(1978) bewe en
in
einem ökonome ischen Modell die
Wi ksamkei de unga ischen Be ölke ungspoli ik.
24
Ansä ze exis ie en insbesonde e im Rahmen de Wachs ums- und Wohl-
' ah s heo ie. Vgl. beispielsweise
Samuelson
(1975);
Felde e
(1983);
S ein-
mann
(1974). Aus dem Be eich de Poli ikbe a ung siehe den 3. Familien-
be ich (1979, 129 .).
25
Fü
die geplan en Ak i i ä en de neuen Bundes egie ung gl.
Geißle
(1983). Besonde e amilienpoli ische Bes andsau nahmen sind de Familien-
be ich
in
Schleswig-Hols ein (1982);
Jansen
(1981) ü No d hein-Wes alen
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Die ökonomische Theo ie de Familie
39
Vo schläge
wie
das E ziehungsgeld,
den
Mu e scha su laub,
das
Kin-
de geld
und
die
Familienbes eue ung.
Quan i izie ende
Un e suchungen
zu
den
E olgschancen
be ölke-
ungspoli ische
Maßnahmen
exis ie en
ü
die
Bundes epublik
Deu sch-
land
meines
Wissens nich . Es
mag
deshalb
on
In e esse
sein,
au
eigene
Un e suchungen
genaue
einzugehen. (Vgl.
Zimme mann
(1984 a).) Die
empi ischen
Un e suchungen
beschä igen sich
mi
zwei speziellen
F a-
ges ellungen.
Einmal
geh
es
um
die
E olgschancen
eine
Poli ik,
junge
Mü e
du ch
Zahlung
eines
T ans e s
(E ziehungsgeld)
zu
empo ä-
en
Au gabe
ih e
E we bs ä igkei
zu
bewegen,
dami
sie sich
ih e
Familie
widmen
können.
Die
hie
in e essie enden
F agen
sind, welche
Geldmi el
eingese z
we den
müssen,
um
eine
bes imm e
Aus i s-
wah scheinlichkei
zu
e eichen
und
welche
Cha ak e is ika
die
aus-
scheidenden
F auen
au weisen.
Zum
ande en
soll
de
F age
nachge-
gangen
we den,
welche
al e na i en
amilienpoli ischen
Maßnahmen
die
g öß en
E olgschancen
ü
eine
Beein lussung des
gene a i en
Ve hal ens
besi zen. Die
Quali ä
de
An wo en
au
diese
F agen
häng
seh
s a k
on
dem
e ügba en
Da enma e ial
ab. Beide
F agen-
komplexe
wu den
on
Zimme mann
(1984 a)
mi
( e schiedenen) Mik o-
da ensä zen
un e such .
Zu
Beu eilung
de
Auswi kungen
eine
T ans e zahlung
au
das
A bei sangebo
de
Ehe au
können
zwei
seh
un e schiedliche
Ve -
ah en
he angezogen
we den.
Eine
e s e
Möglichkei
bes eh
in
de
Schä zung
eine
Funk ion
ü
die
E we bsbe eiligung,
die als
Va iable
un e
ande em
auch das
Nich a bei seinkommen
de
Familie
(e sa z-
weise
kann
auch
das
A bei seinkommen
des
Mannes
die
anges eb e
In e p e a ionsbasis
lie e n)
en häl .
Die
empi ischen
Que schni s-
s udien
zeigen
übe wiegend
einen
signi ikan en
nega i en
Zusammen-
hang.
Mi els
de
geschä z en Gleichung
können
dann
die
E ek e
al e na i e
T ans e zahlungen
au
die Wah scheinlichkei , sich
am
E we bsleben
be eiligen
zu
wollen,
simulie
we den.
Die
Gül igkei
de
Resul a e
be uh
alle dings
au
de
"e klä enden"
Quali ä
de
Schä zgleichung.
We den
wesen liche
Fak o en
(im
Da enma e ial)
nich
e aß
ode
sind
die als exogen
behandel en
G ößen
(z.
B.
wegen
des S eue sys ems)
nich
wi klich
o he bes imm ,
so
kann
die
P o-
gnosequali ä
e heblich
leiden.
und
Familienpoli ik in Hambu g
(1982).
In
Niede sachsen is ein um ang-
eiche Modell e such zum E ziehungsgeld abgeschlossen wo den.
(Vgl.
Speil
(1981
a,
1981
b).)
Neue E ziehungsgeldp og amme sind on Baden-Wü em-
be g und Be lin au geleg wo den.
(Vgl.
Minis e ium ü A bei , Gesundhei
und Sozialo dnung Baden-Wü embe g
(1983)
und Sena on Be lin
(1982,
1983).)
Au pa eipoli ische Un e schiede kann hie nich eingegangen we den.
Vgl. dazu
Gla ze
(1979).
Ein Ve gleich de amilienpoli ischen Maßnahmen
inde sich bei
Zimme mann
(1984
a).
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46
Klaus
F.
Zimme mann
lebendes
Kind. Dies
kann
den
Kinde wunsch
e höhen,
abe
auch
einen
Subs i u ionsp ozeß zwischen
Quan i ä
und
Quali ä
auslösen (Schul z
(1978),
205
-210).
De
Ne oe ek
is
somi
eine
empi ische
F age.
En o
/
Zimme mann
(1984)
haben
den
Zusammenhang
zwischen
Fe -
ili ä ,
Säuglingss e blichkei
und
den
Lebenshal ungskos en
on
Kin-
de n
in
eine
Zei eihens udie
ü
die
Bundes epublik
Deu schland
und
den
K eis
Hagen
in
P eußen
on
1820
bis
1863
un e such .
Dabei
zeig e
sich,
daß
im
his o ischen
Deu schland
p imä
die
Fe ili ä ,
im
mode nen
Deu schland die
Säuglingss e blichkei
ein
endogene
P ozeß
im
Rah-
men
dieses
E klä ungszusammenhanges
wa .
Dies
un e s ü z
die These,
daß
Mo ali ä
in
en wickel en
Volkswi scha en
als endogene
G öße
angesehen
we den
muß.
Fü
in ensi e e
Analysen,
wie
sie
e wa
on
Olsen / Wolpin
(1983)
du chge üh
wu den,
sind
Mik oda en
e o de -
lich.
4.3
Fe ili ä und ökonomische Ak i i ä
Von
In e esse
is
zu
wissen,
wie
die gesam wi scha liche ökono-
mische
Ak i i ä
on
eine
Ve ände ung
de
Fe ili ä
beein luß
wi d.
Dazu
lassen
sich zwei
mik o heo e ische
Hypo hesen
o mulie en,
die
im
olgenden
ku z
disku ie
we den
sollen. Die
Bedeu ung
de
F age-
s ellung
e gib
sich
aus
de
übe legung,
du ch
Um e eilungsmaßnah-
men
zuguns en
kinde eiche
Familien
könn en
Wachs umsimpulse
aus-
gelös
we den.
Die
e s e
These schließ
an
A bei en
on
Keynes
an
26,
de
einen
Zu-
sammenhang
zwischen
Be ölke ungs ückgang
und
wi scha liche
S a-
gna ion
als
gegeben
ansah.
Dahin e
s eh
mik o heo e isch: Mi
zu ück-
gehende
Familieng öße
ände
sich
nich
nu
die Konsumalloka ion,
sonde n
auch das Konsumni eau, d. h. die
E spa nis
s eig .
Ein
Gebu -
en ückgang
e inge
somi
die gesam wi scha liche Nach age
und
üh
somi
zu
S agna ion.
Die
empi ischen
Belege zu
diese
These
sind
nich einhei lich,
soga
die gleichen
Da enquellen
we den
un e schied-
lich
in e p e ie .
Felde e
(1983)
und
die
on
ihm
zi ie e
deu sche
und
ame ikanische empi ische
Li e a u
kommen
zu
dem
Schluß,
daß
die
E ek e
de
Familieng öße
im
Ve gleich
e wa
zu
den
einkommensabhän-
gigen
Wi kungen
e nachlässigba
sind. Auch Co nelius /
Linde
/
Rücke
(1983,
101)
kommen
zu
dem
Schluß,
daß
eine
zunehmende
Kin-
de zahl
den
Spa willen
de
Familie
nich
beein äch ig .
Zu
en gegen-
gese z en
Schluß olge ungen
komm
Ha zold (1984, 52).
26 Vgl.
Felde e
(1983)
ü
Li e a u hinweise
zu
den
di e sen
A bei en
on
Keynes
und
eine
geschlossene
Da s ellung
de
wich igs en
A gumen e
zum
Thema.
Vgl.
auch
Wagne
(1984)
ü
eine
Analyse
des
Zusammenhangs
zwi-
schen
A bei slosigkei
und
Gebu en ückgang.
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Die ökonomische Theo ie de Familie
47
In
de
Mik oda ene hebung
des
2.
Familienbe ich s
1975
wu den
F auen
mi
Kinde n
be ag ,
wie
sie
einen
zusä zlichen
Einkommens-
be ag
on
DM
200,-
e wenden
wü den.
Zu
Auswahl
s anden
di e se
Fo men
de
Konsumak i i ä
und
de
E spa nisbildung.
Dieses
Da en-
ma e ial
habe
ich
in
eine
noch
nich
abgeschlossenen
Un e suchung
zu
Analyse
de
F age
genu z ,
wie
die
Alloka ion
du ch
das
Einkommen,
die
Kinde zahl
und
die
Ausbildungsni eaus
de
El e n
beein luß
wi d.
Die
Un e suchung
läß
den
Schluß zu,
daß
die
Un e scheidung
zwischen
G oß-
und
Klein amilien
keinen
ele an en
Ein luß
au
das
Spa -
und
Konsump ions e hal en
ha .
Dagegen
zeigen sich die
bekann en
Ten-
denzen, daß die
E spa nisbildung
mi
s eigendem
Einkommen
zu-
und
die
Konsump ion
abnimm .
Da aus
schließe ich, daß die
adi ionelle
Lösung
de
Fö de ung
einkommensschwache
Haushal e
g öße e
Nach-
ageimpulse
eise zen
könn e.
Eine
zwei e
These
is ,
daß
eine
s eigende
Familieng öße
die soziale
Ve an wo ung
des
Mannes
s ä k ,
seine
Be ei scha
zu
Humankapi-
albildung
ö de
und
A bei sangebo
und
Einkommen
e höh .
Empi-
ische
Mik os udien
on
C ame
(1980)
und
Kenny
(1983)
deu en
in
diese
Rich ung.
Alle dings
is
ungeklä ,
in
welchem
Ausmaß
diese
E ek e
du ch
den
sich
im
Zuge
de
Familienbildung
ollziehenden Rückzug
de
F au
on
de
Ma k ak i i ä
und
du ch
die
dabei
e u sach e
Ve lage-
ung
on
Ma k p oduk ion
in
Haushal sp oduk ion
kompensie
we -
den. Dazu
is
wei e e
empi ische Fo schung e o de lich.
Alle dings
weis
die
A bei
on
C ame
(1980)
au
ein
ü
die
Fe ili-
ä sanalyse
en scheidendes echnisches
P oblem
hin.
Bei
de
Un e -
suchung des
Zusammenhanges
zwischen
Fe ili ä
und
Einkommen
wi d
in
de
Regel
un e s ell ,
daß
die
le z e e
Va iable
exogen is .
C ame
zeig
nun
in
eine
dynamischen Sys emschä zung
anhand
ame ikani-
sche
Panelda en,
daß
de
zen ale
Wi kungszusammenhang
umgekeh
is , d. h. daß
im
wesen lichen die
Familieng öße
das
Einkommen
de e -
minie
und
nich
umgekeh .
Allgemeingül igkei
dieses E gebnisses
o ausgese z ,
wü de
dies
bedeu en,
daß
zahl eiche
Fe ili ä ss udien
ehlspezi izie sind.
4.4
Zei - und Ressou cenalloka ion und Fe ili ä
Fü
die
Ablei ung
eines amilienpoli ischen
Handlungsbeda s
is
die
E mi lung
de
ma e iellen
Au wendungen
ü
Kinde
im
Familien-
zyklus wesen lich. Dazu
sind
in
de
Li e a u
e schiedene
Ve ah en
disku ie
wo den.
Ein
plausibles
Vo gehen
bes eh
in
de
Schä zung
de
Kindkos en
du ch
Be ücksich igung
demog aphische
Komponen en
in
Konsumausgabensys emen.
Vgl.
ü
einen
wich igen
Bei ag
und
wei-
e e
Li e a u hinweise
Tu chi
(1984).
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48 Klaus
F.
Zimme mann
Mi Hil e
de
Zei alloka ionsmodelle
lassen
sich auch bildungspoli-
isch wich ige
F agen
un e suchen. So is beispielsweise eine gängige
These,
daß
eine
F auene we bs ä igkei
insbesonde e
wäh end
de
Vo -
schulzei die En wicklung
de
Kinde
behinde
(ode
zumindes
die
Chancenungleichhei begüns ig ). Vgl. Speil (1981 a, 33
.)
ü
eine
Dis-
kussion diese
Thema ik.
Dies
is
zumindes
in
jüngs e
Zei
in
de
ame ikanischen
Fachli e a u
bes i en
wo den. So
haben
Kike
/
Hun
(1982) nachgewiesen, daß
im
Vo schulal e
kein
signi ikan e
Un e -
schied
im
Zei einsa z
on
be u s ä igen
und
nich
be u s ä igen
Mü -
e n
ü
ih e
Kinde
bes eh . En sp echende
S udien
zu
Zei alloka ion
liegen
ü
deu sches
Da enma e ial
meines Wissens nich o .
Ein
wei e e
wich ige
Themenkomplex
is
die F age,
inwiewei
Fe -
ili ä
zu
A mu
üh .
Diese These
is
nach
den
Aus üh ungen
zu
4.3
nich
unbes i en.
Sie
is
on
Linde
(1978)
ü
die USA
um assend
un e such
wo den,
de
auch
den
Ein luß
de
Ungleichhei
au
die
Fe i-
li ä
analysie . Seine These is , daß sich Ungleichhei zwischen
den
Gene a ionen
selbs
e s ä ken
kann,
wenn
sie zu
eine
g öße en
Fe i-
li ä
in
un e en
Einkommensklassen
üh .
In e essan e
S udien
zum
T ans e
on
Ungleichhei zwischen
den
Gene a ionen
s ellen
u. a. die
A bei en
on
Becke / Tomes (1976)
und
Tomes (1981)
da .
Sie zeigen,
daß
El e n
den
T ans e
on
Ve mögen
und
Humankapi al
an
ih e
Kin-
de
simul an
de e minie en,
wobei
beide
Al e na i en
als
Subs i u e
dienen.
Ve mögens ans e
wi k
also kompensa o isch
zum
nich
e -
olg en
Humankapi al ans e .
4.5
Timing
und Spacing
Timing
und
Spacing kennzeichnen die zei liche
Ve eilung
de
Gebu -
en
im
Familienzyklus.
Un e
Timing
e s eh
man
die Wahl des Zei -
punk es
de
e s en
Gebu ,
un e
Spacing die En scheidung
übe
die
Gebu enabs ände
de
olgenden Kinde . Da die
meis en
Modelle
de
ökonomischen Theo ie
de
Familie s a isch sind,
bes eh
wenig
heo e-
ische
Kenn nis
übe
das ökonomische En scheidungskalkül
ü
dieses
P oblem. Als Folge
s ehen
auch die empi ischen
Un e suchungen
zu die-
sem
P oblemk eis
e s
am
An ang. Bei
de
Un e suchung
sind
pe ma-
nen e
Ve ände ungen
in
de
zei lichen Alloka ion, die
on
eine
Ände-
ung
de
gewünsch en abgeschlossenen
Fe ili ä
he o ge u en
we -
den,
on
empo ä en
Ve ände ungen
im
Kinde wunsch
(also
eine
eine
zei liche
Neus uk u ie ung),
wie
sie beispielsweise
du ch
den
Konjunk-
u zyklus
e u sach
we den
können, so g äl ig
zu
ennen.
Wich ige
Bei äge
zu diesem
Themenk eis
mi
wei e en
Li e a u hinweisen
sind
Razin (1980), Ne lo e / Razin (1981)
und
Wa d
/ Bu z (1980).
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Die ökonomische Theo ie de Familie
49
4.6
SoziaUs ische Modelle de Fe lli ä
Die demog aphischen
Phänomene
de
sozialis ischen
S aa en
un e -
scheiden sich nich wesen lich
on
denen
de
wes lichen
Indus ie-
na ionen. Es
is
dahe
nich
e wunde lich,
daß
zunehmend
empi ische
S udien
e scheinen, die die ökonomische
Theo ie
de
Familie
mi
Da en-
ma e ial
aus diesen
Lände n
kon on ie en
(G ego y (1982);
Kuniansky
(1983);
Be line
(1983)). Diese
Lände
sind
ü
die
P ü ung
ökonomische
Theo ien
in e essan ,
da
sie be ölke ungspoli isch gesehen
expe imen-
ie eudige
als wes liche
Indus iena ionen
sind. (Vgl. dazu beispiels-
weise
Kuniansky
(1983); Coelen /
McIn y e
(1978);
Senke
(1983).)
Die sowje ischen
Theo ien
de
Fe ili ä
sind
nach
den
Un e suchun-
gen
on
G ego y
(1983)
nich
seh
e schieden om Nu zenmaximie-
ungsmodell neoklassische
P ägung,
auch
wenn
die
Fach e mini
e was
abzuweichen scheinen. Auch
im
sowje ischen Modell
sink
de
Kinde -
wunsch
mi
s eigenden
Oppo uni ä skos en
de
Haushal sp oduk ion,
wohingegen
de
Einkommense ek
wegen
des Zusammenspiels
de
Nach age nach
Quan i ä
und
Quali ä
unbes imm
is . Alle dings zei-
gen
die
Un e suchungen
on
Be line
(1983),
daß
de
Ein luß
de
Aus-
bildung
de
F au
in
de
Sowje union
posi i ,
de
des Mannes
nega i
is .
E
beg ünde
dies
mi
de
im
Ve gleich
zum
Wes en
e schiedenen
Zei alloka ion zwischen
den
El e n
beim
Au ziehen
de
Kinde .
4.7
Ökonomische Theo ie de Pa ne scha
Zu
Theo ie
de
Pa ne scha
liegen
A bei en
aus
dem
ökonomischen
Be eich
zu
Eheschließung, Scheidung
und
zu
inne amilialen
En -
scheidungs
s uk u
o . Die ökonomische
Theo ie
de
Hei a
is
on
Becke (1974 a, 1974 b)
beg ünde
wo den,
de
wich igs e
Bei ag
zu
ökonomischen
Theo ie
de
Scheidung
s amm
on
Becke /
Landes
/
Michael (1977).
Nach
de
Hei a sökonomie
on
Becke
häng
die En scheidung
zu
Ehe
om
e wa e en
Gewinn
aus diesem En schluß ab.
Zug unde
lieg
ein
nu zen heo e isches Kalkül, das die
beiden
al e na i en
Si ua ionen
Zusammenleben
in
de
Ehe
und
das
Un e hei a e sein
kompa a i
in
seinen
Vo -
und
Nach eilen
bewe e .
Bei
de
Pa ne wahl
wi d
eine
Kombina ion aus pe sönlichen
Cha ak e is ika
gewähl , die echnolo-
gische Vo eile
in
de
Haushal sp oduk ion
e sp ich .
Dami
is die
Möglichkei angesp ochen,
du ch
eine
Kombina ion
on
P oduk ions-
und
Konsum echnologie gemeinsam die indi iduelle
Nu zenausbeu e
aus
Ak i i ä en
zu e höhen. Die
adi ionelle
Rollen e eilung
zwischen
Mann
und
F au
kann
sich dabei
aus
dem
ökonomischen
P inzip
de
4
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoll 1k
153
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50
Klaus
F.
Zimme mann
A bei s eilung
e geben.
Zum
ande en
we den
bes imm e
Ak i i ä en,
wie
beispielsweise die Au zuch
on
Kinde n,
du ch
die
Ins i u ion
de
Ehe
begüns ig .
S aa lich
ixie e
Rahmenbedingungen
wie
das
S eue -
ech
(Ehega enspli ing)
s ellen
eben alls
ma e ielle
An eize
zu
Ehe-
schließung
da .
Insgesam
be on
de
Ansa z die
ma e iellen
und
imma-
e iellen
Vo eile
eine
gemeinsamen
Haushal sp oduk ion
in
de
Ehe.
Nach
den
heo e ischen
übe legungen
häng
diese Vo eil
mi
dem
Ein-
kommenspo en ial,
dem
Humankapi al
und
de
Rela ion
de
Lohnsä ze
de
Ehepa ne
zusammen.
De
le z genann e
Fak o
s ell
einen
Indi-
ka o
ü
den
Gewinn
aus
Spezialisie ung
da .
Empi ische
S udien
zu
diesem
Komplex
s ammen
on
Fulop
(1980),
Galle
(1979),
F eiden
(1974),
Wi he s
(1978)
und
Benha n
(1974).
Ben-
ha n
(1974)
und
Zimme mann
(1984) zeigen, daß das
Ausbildungsni eau
de
F au
ein
gu e
Indika o
ü
das
Einkommen
des Mannes is . Dies
bes ä ig
die
Quali ä
des Selek ionsp ozesses
bei
de
Pa ne indung
und
is
nich
no wendige weise
ein
Indika o
ü
posi i e
E ek e
de
Ausbildung
de
F au
au
die
Humankapi albildung
des Mannes. (Siehe
dazu
Benha n
(1974).) Die
S udien
on
Keeley
(1977, 1979) beschä igen
sich
mi
eine
Analyse
des
Al e s
bei
de
Hei a ,
das
on
dem
Vo eil
de
Hei a
und
den
Suchkos en
abhäng .
Die empi ischen
Be unde
zei-
gen,
daß
das
Hei a sal e
de
Ehepa ne
nega i
mi
dem
Rela i lohn
(F au
zu
Mann)
und
posi i
mi
dem
Bildungsni eau
de
F au
zusam-
menhäng .
De
En scheidung
zu
Ehescheidung
lieg
g undsä zlich
das gleiche
Nu zenabwägungskalkül
wie
bei
de
Eheschließung
zug unde.
Die
A -
bei en
on
Becke /
Landes
/ Michael (1977), Michael (1979),
Fulop
(1980)
und
Kuniansky
(1983)
bauen
au
diesen
übe legungen
au . Die
empi i-
schen
Un e suchungen
zeigen,
daß
das Eheschließungsal e , das
Ein-
kommenspo en ial
des
Mannes
und
die
Kinde zahl
einen
nega i en
Ein-
luß, das
Einkommenspo en ial
de
F au
sowie das
T ans e einkommen
einen
posi i en
Ein luß
au
die
Scheidungswah scheinlichkei
haben.
Von
In e esse
is
e ne
die
Analyse
inne amiliale
En scheidungs-
p ozesse. McEl oy /
Ho ney
(1981)
analysie en
die En scheidungssi ua-
ion
de
Ehepa ne
im
Rahmen
eines spiel heo e ischen Modells, das
sie
mi
dem
neoklassischen
Haushal smodell
kon as ie en.
Bolle
(1984)
un e such
die
Si ua ion
in e dependen e
Nu zen unk ionen
de
Fami-
lienmi gliede .
Leu hold
(1968) be ücksich ig
eben alls
ge enn e
Nu -
zen unk ionen
ü
beide
Ehepa ne .
Au
diesem
Gebie
sind
alle dings
noch
iele
F agen
o en.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Die ökonomische Theo ie
de
Familie
51
5.
Pe spek i en de Fo schung
5.1
Bewe ung des S andes de Fo scbnng
Es
wa
aus
Pla zg ünden
nu
möglich,
selek i
(und
subjek i )
En -
wicklungslinien
de
ökonomischen
Theo ie
de
Familie
au zuzeigen.
Einen
b ei e en
Eins ieg
in
die
Thema ik
lie e
die
Au sa zsammlung
on
Becke (1981).
Eine
Bewe ung
des
En wicklungss andes
de
Fami-
lienökonomie
is
on
Ben-Po a h
und
Hannan
(1982)
in
zwei
länge en
Besp echungsau sä zen
im
Jou nal
o Economic
Li e a u e
o genom-
men
wo den.
Ein
Zwischene gebnis
is
un e schiedlich gezogen
wo den:
a)
"Fo
he
bulk
o
heo ies
b ewed
om he Hicksian model
o
he
household and molded
a
Columbia
o
Chicago o i
he
amily size
choice decision,
he
basic answe
ha
eme ges
is
ha
o
he
mos
pa
he ac s do
no
appea
o
be
in
con o mi y
wi h
heo y. How-
e e ,
he
heo is s, show
no
signs
o
disca ding
he
heo ies. Wa -
che s
o
heo y- ac con on a ions
in
o he b anches
o
economics
will
no
be
su p ised
a
his ou come." Leibens ein (1974), S.457
b) "Becke 's cumula i e
wo k
is, o
my
mind, one
o
he
mos
impo -
an
endea o s
o
pos -wa economics.
I
has
made
an
indelible
ma k
on
wha
economis s
do.
The
use ulness
o
much
o
his wo k, including
pa s
o
his book,
is
no
exclusi e o amily economics,
bu
has
in luenced
he
way
economis s handle o he p oblems
...
So
when
all
is
said and done,
he
ma iage
o
economics and
he
amily
is
in e es ing;
i
may
no
be
happy
and
i
is
ce ainly
no
peace ul,
bu
i
is
unlikely
o end
in
di o ce." Ben-Po a h (1982), S.
62
T o z
manche
Mängel,
au
die noch
einzugehen
sein
wi d,
is
de
Bei ag
de
Familienökonomie als
insgesam
uch ba
anzusehen. Dies
e gib
sich
einmal
aus
de
Be eiche ung
de
Mik o heo ie
du ch
das
Ins umen a ium
de
Haushal sp oduk ions heo ie
und
de
Zei alloka-
ion,
du ch
die
eine
Fülle
on
F ages ellungen
in
de
Haushal sak i i-
ä
eine
heo e ischen
Analyse
übe haup
e s
zugänglich gemach
wu den.
(Es
is
beispielsweise schwie ig zu
mo i ie en,
wieso
de
E -
we b
on
Heizöl
und
on
ohem
Fleisch
eine
di ek
nu zens i ende
Ak i i ä
is .)
Daneben
wu de
eine
Fülle
neue
Themen
ü
die Ökonomie gewon-
nen, Be eiche, die
bishe
de
Soziologie
und
Psychologie
o behal en
blieben.
Dami
is
ein
Feld
o en
ü
eine
uch ba e
Konku enz
zwi-
schen
den
Disziplinen. Schließlich
beleg
die
Fülle
empi ischen
Ma e-
ials
(im Gegensa z
zu
Meinung
Leibens eins),
daß
amiliale
und
öko-
4"
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52
Klaus
F.
Zimme mann
nomische P ozesse
in
einem
engen
Zusammenhang
s ehen.
Dem
kann
sich die Na ionalökonomie
in
ih e
Theo iebildung nich en ziehen, zu-
mal
in
de
Familienpoli ik
zunehmend
deu liche e
F agen
an
sie ge ich-
e
we den.
5.2 Empi isch-me hodische Aspek e
Die
mi
de
Familienökonomie
ablei ba en
Ve hal enss uk u en
we -
den
asch
komplex
nich linea .
De
analysie e
Themenkomplex
is
Un e suchungsgegens and
meh e e
Wissenscha sdisziplinen.
In
einem
so gekennzeichne en, schwie igen
Anwendungs eld
is
de
explo a i en
im
Ve gleich
zu
kon i ma o ischen Analyse
meh
Gewich zu geben.
Um
was
geh
es?
a) Explo a i e
Ansa z
Das
Da enma e ial
wi d
so
au be ei e ,
daß
Phänomene
und
S uk-
u en
sich ba
we den,
die die En wicklung
neue
Hypo hesen
un e -
s ü zen. Das
ü
diese
S a egie
e wende e
ökonomische Vo wissen
kann
meh
ode
wenige
age
sein. Das
Da enma e ial
is
In o ma-
ionsquelle.
b)
S uk u elle ode kon i ma o ische Ansa z
Die s a is ische
P ü ung
eines
s uk u ellen
(pa ame isie en) öko-
nomischen Modells
mi
einem gegebenen Da ensa z,
de
nich
dazu
benu z
wi d,
die Ausgangshypo hese zu
ände n.
Das
e wende e
Vo wissen
hie ü
is
de aillie
und
p äzise. Das
Da enma e ial
lie-
e
nu
Bes ä igung
ode
Ablehnung
de
Tes hypo hese.
Beide
S a egien
sind p inzipiell
keine
Al e na i en,
sonde n
E gän-
zungen.
Ande e sei s
schein es auch angesich s
ehlendem
Da enma e-
ials (e wa
übe
die Haushal sp oduk ion)
agwü dig,
eine
kon i ma-
o ischen Analyse zu iel
Bedeu ung
zuzumessen. (Vgl.
ü
Li e a u -
hinweise
zu
diesem
Thema
Zimme mann
(1982).)
Es
is
die
Fo de ung
e hoben
wo den, die Ökonomen soll en
ih e
eigenen Mik oda ensä ze
e heben,
um
ih e
Theo ien
es ba
zu machen
(Tu chi (1975)). Dies
is
p inzipiell zu
un e s ü zen,
da
nu
so
In o ma-
ionen
übe
Haushal sp oduk ion
und
P ä e enzen
gewonnen
we den
können.
Alle dings
komm
es auch
da au
an, das
o handene
Da en-
ese oi
besse
auszuschöp en
und
die
Auswe ungsme hodik
zu
e -
besse n.
Da
Mik oda en
o nehmlich
quali a i e
Da en
sind,
we den
mode ne
s a is ische
Ve ah en
(Logi -, P obi -Modelle, log-linea e
Wah scheinlichkei smodelle) benö ig .
Hie
sind
in
den
e gangenen
Jah en
gewal ige
Fo sch i e
gemach wo den. (Vgl.
Maddala
(1983).)
Zahl eiche me hodische
P obleme
exis ie en
noch
im
Be eich
quali a-
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Die ökonomische
Theo ie
de
Familie
53
i e
Panel-Da en.
Ge ade
Panel-Da en
sind
abe
ü
eine
uch ba e
Analyse amiliale
Ve hal ensweisen
unabdingba .
Hie
können
sich
s a is isch-me hodische
Fo sch i
und
subs anzwissenscha liche
E -
kenn nisgewinnung
gegensei ig bedingen.
5.3 Neue Fo schungsschwe punk e
De
wesen liche Teil
de
heo e ischen
und
empi ischen
A bei
zu
FamiIienökonomik
beweg
sich
im
enge en
Be eich
de
Fe ili ä s o -
schung.
In e essan e,
zukun sweisende
Felde
scheinen
mi
zu
sein:
a)
Die heo e ische
und
empi ische Analyse
de
in e empo alen
Allo-
ka ion
de
Ak i i ä en
de
Familie
im
Lebenszyklus, d. h.
de
Aus-
bau
de
Theo ien
übe
Timing
und
Spacing
on
Gebu en.
b) Die
P obleme
des
Meh gene a ionen ans e s
on
Ve mögen, Aus-
bildung
und
P ä e enz
ü
die Familieng öße.
c)
Die
Fo mulie ung
dynamische
Theo ien
de
P ä e enzbildung
und
ih e
Kon on a ion
mi
Becke s These
on
de
Dominanz
de
Tech-
nologie.
d)
Die
E ö e ung
de
P obleme
de
op imalen
Be ölke ung
( gl.
Fel-
de e
(1983); Topho en / Wasem
(1984))
im
Rahmen
on
mik o un-
die en
be ölke ungspoli ischen Modellen ( gl.
eigno
(1983);
Mi -
lees (1972)).
e)
Die
Gewinnung
on
meh
empi ische
E ah ung
übe
die
Wi ksam-
kei
amiIienpoli ische
Maßnahmen,
die
einen
Tes ökonomische
Theo ien
des
gene a i en
Ve hal ens
da s ellen
können.
)
Im
Zuge
eine
Ve besse ung
de
Da enbasis
eine
ie e e
s uk u elle
Analyse
des Haushal sp oduk ionsp ozesses
zu
Gewinnung
on
In-
o ma ionen
übe
den
We
de
Haushal sp oduk ion
und
die G öße
de
Kindkos en,
um
sozialpoli ische
Maßnahmen
gesiche e
o neh-
men
zu können.
g)
Eine
sys em e gleichende
Analyse
de
demog aphischen P ozesse
zu
P ü ung
de
These, daß die
G unds uk u
des amilialen
En -
scheidungsp ozesses
unabhängig
om
Wi scha ssys em zu
sehen
is .
h)
Eine
Analyse
de
F age,
inwiewei
Gesundhei sp oduk ion
und
Fe -
ili ä sen scheidungen
im
Haushal
zusammenhängen.
i)
Die Besch eibung
on
Mach -
und
En scheidungss uk u en
in
Fami-
lien
und
die
Bes immung
ih e
De e minan en.
j)
Die
Bes immung
de
G ünde
ü
die Tendenz
zu
Einpe sonenhaus-
hal en
und
zu
Bildung
on
nich ehelichen Lebensgemeinscha en
und
ih e
lang is igen
Konsequenzen
ü
die Exis enz
de
Ehe.
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54
Klaus
F.
Zimme mann
k) Die En wicklung
on
ökonomischen Modellen
zu
Analyse
de
Ne ze
soziale Beziehungen.
Die
Auswahl
is
un olls ändig
und
subjek i . Nich alle
genann en
Aspek e
sind
gleich wich ig. Es
wi d
alle dings deu lich, daß die öko-
nomische
Theo ie
de
Familie
e s
am
An ang
s eh .
Li e a u e zeichnis
Ando ka,
R.:
De e minan s
o
Fe ili y
in
Ad anced
Socie ies.
London
1978.
Bagozzi, R.
P.
und
Van
Loo, M. F.:
Fe ili y,
Labo
Fo ce
Pa icipa ion,
and
Tas es:
An
Economic
Psychology
Pe spec i e,
in:
Jou nal
o
Economic
Psychology
2 (1982), S. 247 -285.
Ba ne , W.
A.:
Pollak
and
Wach e
on
he
Household
P oduc ion
Func ion
App oach,
in:
Jou nal
o
Poli ical
Economy
85
(1977), S. 1073 -1082.
-
Consume
Demand
and
Labo
Supply.
Goods,
Mone a y
Asse s,
and
Time.
Ams e dam,
New
Yo k,
Ox o d
1981.
Becke , G. S.:
An
Economic
Analysis
o
Fe ili y.
In:
Demog aphie
und
Eco-
nomic
Change
in
De eloped
Coun ies.
NBER.
P ince on
1960, S.
209
-231.
- A
Theo y
o
he
Alloca ion
o
Time.
Economic
Jou nal
75
(1965), S.
493-
517.
- A
Theo y
o
Ma iage:
Pa
I, (1974 a),
in:
Schul z,
(1974), S. 299 -344.
- A
Theo y
o
Ma iage:
Pa
11,
in:
Jou nal
o
Poli ical
Economy
82
(1974 b),
S.l1-
26.
- A
T ea ise
on
he
Family.
Camb idge
und
London
1981.
Becke , G. S., Landes, E. M.
und
Michael, R. T.:
An
Economic
Analysis
o
Ma i al
Ins abili y,
in:
Jou nal
o
Poli ical
Economy
85
(1977), S.
1141-
1187.
Becke , G.
S.
und
Lewis, H.:
In e ac ion
be ween
Quan i y
and
Quali y
o
Child en
(1974),
in:
Schul z
(1974), S.
81
-90.
Becke , G. S.
and
Tomes, N.:
Child
Endowmen s
and
he
Quan i y
and
Quali y
o
Child en,
in:
Jou nal
o
Poli ical
Economy
84 (1976), S. 143 -162.
Ben-Po a h, Y.:
Economic
Analysis
o
Fe ili y
in
Is ael,
(1974),
in:
Schul z
(1974), S. 189 -220.
-
Fi s -Gene a ion
E ec s
o
Second-Gene a ion
Fe ili y,
in:
Demo-
g aphy
12
(1975), S. 397 -405.
-
Fe ili y
and
Economic
G ow h:
Some
Mic o-Economic
Aspec s
(1977),
in:
In iliga o ,
M. D. (H sg.),
F on ie s
o
Quan i a i e
Economics.
Volume
B.
Ams e dam
e
a1.,
S.
631
-656.
-
Economics
and
he
Family
-
Ma ch
o
Misma ch?
A
Re iew
o
Becke 's
A
T ea ise
on
he
Family,
in:
Jou nal
o
Economie
Li e a u e
10
(1982),
S.
52
-
64.
Be elson, B.:
Popula ion
Policy
in
De eloped
Coun l'ies.
New
Yo k
1974.
Be gmann, B. R.:
The
Economic
Risks
o
Being
a
Housewi e,
in:
Ame ican
Economic
Re iew
71
(1981), S.
81
-
86.
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Die
ökonomische
Theo ie
de
Familie
55
Be line ,
J.
S.:
Educa ion,
Labo -Fo ce
Pa icipa ion,
and
Fe ili y
in
he
USSR, in:
Jou nal
o
Compa a i e
Economics 7 (1983),
S.
131
-157.
Biswas,
B.
und
Ram,
R.:
Simul aneous
Equa ions
Analysis
o
Fe ili y
in
he
U.S.: A
Commen ,
in:
Econome ica
50 (1982), S. 1585 -1590.
Bolle,
F.:
Some
Rema ks
on
In e dependen
U ili y
Func ions
and
Becke 's
Theo y
o
Ma iage.
Diskussionsbei ag
N . 54, Sozialökonomisches
Semi-
na
de
Uni e si ä
Hambu g,
1984.
Bo ell,
R.
und
S e n,
V.:
Zu
Neu egelung
de
Familienbes eue ung.
Gu -
ach en
des
Ka l-B äue -Ins i u s
des
Bundes
de
S eue zahle
e. V.,
Wies-
baden
1983.
B en ano,
L.:
Die
Mal hus'sche
Leh e
und
die
Be ölke ungsbewegung
de
le z en
Dezennien, in:
Abhandlungen
de
his o ischen
Klasse
de
Königlich
Baye ischen
Akademie
de
Wissenscha en
Bd. 24,
München
1909.
Bu z,
W. P.
und
Wa d,
M. P.:
The
Eme gence
o
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33

Die
ökonomische
Theo ie
de
Familie
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U sachen
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Gebu en ückganges
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ökonomische
Sich .
Theo e ische
Ansä ze
und
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E gebnisse
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BeIiicksich igung
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en wicklung
in
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Be ücksich igung
de
Konsequenzen
de
Ra ionie ung,
de
Gewohnhei sbildung
und
de
S aa sak i i ä .
Manusk ip
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E schein
1985
im
Sp inge -
Ve lag.
--
S aa liche
Incen i es
und
in e empo ale
Ressou cenalloka ion
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Lebens-
zyklus
de
F au:
Zei alloka ion
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Demog aphische
Va iahlen
in
de
ökonomischen Wachs ums heo ie
Von
Ge ha d
Schmi -Rink, Bochum
A. Wachs ums-
und
Sch ump ungsmodelle
mi
exogene Be ölkeiung
I.
Wl ischa swaclls um
bel
wachsende
Be ölke ung
Exis enz,
Eindeu igkei
und
S abili ä
des Wachs ums gleichgewich s
we den
in
den
neoklassischen
S anda dmodellen
1
un e
de
Annahme
bes imm ,
die
A bei sk ä ezahl
wachse
mi
eine
kons an en
posi i en
Ra e
(n)
und
diese
s imme
mi
de
Wachs ums a e
de
Be ölke ungs-
zahl
übe ein.
Wächs das
A bei sangebo ,
die
A bei sk ä ezahl,
mi
kons an e
posi i e
Ra e,
dann
implizie
die
E hal ung
eine
in
de
Ausgangssi ua ion
he schenden
Vollbeschä igung,
daß
auch die
A -
bei snach age, die
A bei splä zezahl,
mi
diese
Ra e
wächs .
Läß
de
echnische
Fo sch i
eine sei s
die
A bei sp oduk i i ä ,
die
P o-
Kop -P oduk ion
(y),
ande e sei s
die
Kapi alin ensi ä ,
die
P o-Kop -
Kapi alauss a ung
(k)
mi
de
kons an en
Ra e
wachsen,
is
also,
mi
ande en
Wo en, die
Kapi alp oduk i i ä
(x
=
y/k)
im
Wachs umsp o-
zeß
kons an ,
so
implizie
die
Übe eins immung
de
Wachs ums a en
on
A bei sk ä e-
und
A bei splä zezahl,
daß
de
Kapi als ock
mi
de
kons an en
Ra e
g = n +
in
de
Zei
wächs .
Is
die
Fo sch i s a e
( )
gleich Null, so
s imm
die Gleichgewich swachs ums a e
de
gesam -
wi scha lichen
Kapi alauss a ung
(g)
mi
de
Be ölke ungswachs-
ums a e
(n)
übe ein.
Die gesam wi scha liche
Kapi alauss a ung
wächs
dann,
wenn
und
weil die
Zahl
de
A bei splä ze
bei
Kons anz
de
Kapi alauss a ung
je
A bei spla z
(k)
mi
posi i e
Ra e
wächs .
Es
handel
sich
um
einen
P ozeß
de
einen
Kapi ale wei e ung
(capi al widening).
Umgekeh :
Is
die
Be ölke ungswachs ums a e
(n)
1 Als neoklassische
S anda dmodelle
gel en
in
diesem
Tex
die
on
Au-
o en
wie
Solow, Meade
und
Phelps
en wickel en
Wachs ums-
und
Ve -
eilungsmodelle,
in
denen
Wachs ums-
und
Ve eilungsgleichgewich e
un e
Ve wendung
eine
mak oökonomischen
P oduk ions unk ion
bes imm
we -
den. -Vgl.
Jaege ,
K.:
Wachs ums heo ie.
Eine
kapi al heo e isch
un-
die e
Ein üh ung,
S u ga
-
Be lin
-
Köln
-Mainz 1980; K elle, W.,
Ga-
bisch, G.: Wachs ums heo ie,
Be lin
-
Heidelbe g
-
New
Yo k
1972;
Rose,
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G undlagen
de
Wachs ums heo ie,
Gö ingen
1977.
5
Sch i en
d.
Ve eins
.
Soclalpoll 1k
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OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
66
Ge ha d Schmi -Rink
gleich Null, so
s imm
die Gleichgewich swachs ums a e
de
gesam -
wi scha lichen
Kapi alauss a ung
(g)
mi
de
Ra e
des
neu alen
echnischen
Fo sch i s
(I)
übe ein.
Die gesam wi scha liche
Kapi al-
auss a ung
wächs
dann,
wenn
und
weil die
Kapi alauss a ung
je
A -
bei spla z
(k)
bei
kons an e
Zahl
on
A bei splä zen
mi
posi i e
Ra e
wächs . Es
handel
sich
um
einen
P ozeß
de
einen
Kapi al e -
ie ung
(capi al deepening).
Is
sowohl die
Be ölke ungswachs ums-
a e
(n) als auch die
Ra e
des
neu alen
echnischen
Fo sch i s
( ) po-
si i , so wächs also
de
gesam wi scha liche Kapi als ock
im
Wachs-
umsgleichgewich
mi
de
Summe
g = n +
I,
de
Wachs ums a en
on
A bei splä zezahl
und
echnischem Wissen, wobei die
Wachs ums a e
des echnischen Wissens
de
Wachs ums a e
de
Kapi alauss a ung
je
A bei spla z
en sp ich .
Bei
gegebene
Fo sch i s a e
( )
s eig
und
sink
also die Gleich-
gewich swachs ums a e
des Kapi als ocks (g)
mi
de
Be ölke ungs-
wachs ums a e
(n). Die
Wachs ums a e
des Kapi als ocks g =
I/K
is
de ini ionsgemäß gleich
dem
P oduk
aus du chschni liche
In es i-
ionsquo e
So
=
I/Y
und
du chschni liche
Kapi alp oduk i i ä
x =
YIK.
Is
die du chschni liche
Spa -
und
dami
In es i ionsquo e
als
Da um
gegeben, so
implizie
eine
Wachs ums a e
des Kapi als ocks
9 = n + I
eine
bes imm e
Höhe
n+
x*=--
So
de
Kapi alp oduk i i ä .
Bei
gegebene
neoklassische
P oduk ions-
unk ion
Y = Y (L, K)
is
mi
de
Kapi alp oduk i i ä
x =
YIK
zu-
gleich die
A bei sp oduk i i ä
y =
YIL
und
die
Kapi alin ensi ä
k =
KIL
bes imm .
Bei
gegebene
Fo sch i s a e
( ),
gegebene
Spa -
quo e
(s)
und
gegebene
neoklassische
P oduk ions unk ion
sind
jede
Höhe
de
Be ölke ungswachs ums a e
(n)
bes imm e
Gleichgewich s-
we e
de
Kapi alp oduk i i ä
(x),
A bei sp oduk i i ä
(y)
und
Ka-
pi alin ensi ä
(k)
zugeo dne . Abb. 1 a
demons ie
diese
Implika-
ionen
mi
Hil e
de
P o-Kop -P oduk ions unk ion
y (k), Abb. 1 b
an-
hand
de
Lohn-Zins-Ku e
w ( ).
In
Abb. 1 a
is
x* =
an
IX
die
ü
Gleichgewich swachs um
e o de -
liche
Kapi alp oduk i i ä ,
y*
und
k*
sind
die
e o de lichen
We e
de
A bei sp oduk i i ä
und
de
Kapi alin ensi ä .
Gleichgewich s-
wachs um,
Übe eins immung
de
Wachs ums a en
on
A bei sk ä e-
und
A bei splä zezahl,
implizie
also,
daß
die
Un e nehmungen
den
dem
Punk
A
en sp echenden
P oduk ionsp ozeß
wählen,
und
dies
e -
o de
eine
Höhe
w*
des Reallohnni eaus,
denn
nu
dann
is
de
dem
Punk
A
en sp echende P oduk ionsp ozeß
y*,
k*
und
dami
x"
en-
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Y,w
Y'
x
w
Va iablen in de ökonomischen Wachs ums heo ie
/
Y,w
y(k)
l I
...
I I " I
" I I " / x
...- / I "
an =-~
=_k
x
/.I!L
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____
"
~
x
w
ancl'=w;';
I
I X
n+
'<:
on~:
x
=s;-
"-
on J
= x " w( )
, ,
kX k 0
xx:
n·
So
Abb. 1 a
Abb.lb
Abb.
1.
Wachs ums- bzw. Sch ump ungsgleichgewich bei exogene
Be ölke ungsen wicldung.
67
x,
abili ä smaximal.
Wä e
das
Reallohnni eau
höhe
(nied ige ) als
w*,
so
läge
das
Ren abili ä smaximum
ech s (links)
on
A,
und
dies hieße,
daß
die
Zahl
de
A bei splä ze
mi
eine
kleine en
(g öße en)
Ra e
wächs als die
de
A bei splä ze,
weil
die
Kapi alp oduk i i ä
kleine
(g öße ) als x'" = (n +
)/s.o
wä e.
Abb. 1 b zeig
den
gleichen
Zusam-
menhang
anhand
de
Lohn-Zins-G enze
w ( ),
eine
ande en
P äsen-
a ion
de
Implika ionen
eine
neoklassischen
P oduk ions unk ion.
Auch
in
diese
Da s ellung
is
augen ällig,
daß
jede
bes imm e
Be öl-
ke ungswachs ums a e
(n)
bei
gegebene
Fo sch i s a e
( ),
gegebene
du chschni liche
Spa -
und
dami
In es i ionsquo e
(so)
und
gegebene
neoklassische
P oduk ions unk ion
die (dem
Punk
B en sp echende)
Höhe
on
Kapi alp oduk i i ä ,
Kapi alin ensi ä ,
A bei sp oduk i i-
ä ,
Lohn-
und
Zinssa z
de e minie ,
bei
de
die
Wachs ums a en
on
A bei splä ze-
und
A bei sk ä ezahl
übe eins immen.
Die du chschni liche
Spa -
und
dami
die
In es i ionsquo e
wi d
nich
in
allen
neoklassischen Modellen als
Da um
genommen.
Mi un e
is
s a
dessen
eine
klassische
Spa unk ion
un e s ell :
An
die
S elle
de
du chschni lichen
Spa quo e
So
=
S/Y
= cons .
i
die
Spa quo e
SR
=
SR/R
= cons .
E spa nis
und
In es i ion
sind
dann
ein
kons an e
B uch eil
nich des Volks-,
sonde n
des
Gewinn-
bzw. Zinseinkom-
mens.
Un e
de
Annahme
S = I = SR R
is
die
Wachs ums a e
des
Kapi als ocks
(g)
gleich
dem
P oduk
aus
de
klassischen
Spa quo e
SR
= I/R
und
dem
Gewinn-
bzw. Zinssa z =
R/K.
Gleichgewich s-
wachs um, also 9 = n +
implizie
dann
unmi elba
eine
bes imm e
Höhe
* des
Gewinn-
bzw. Zinssa zes.
5*
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68 Ge ha d Schmi -Rink
n+
*=--.
sR
Jede
bes imm e
Höhe
de
Be ölke ungswachs ums a e
(n)
e o de
bei
gegebene
Fo sch i s a e
( ),
gegebene
klassische
Spa quo e
Sn
und
gegebene
neoklassische
P oduk ions unk ion
jene
Höhe
on
Lohn-
und
Zinssa z
und
dami
jene
Höhe
on
Kapi alp oduk i i ä ,
Kapi alin ensi ä
und
A bei sp oduk i i ä ,
bei
de
die
Wachs ums-
a en
on
A bei splä ze-
und
A bei sk ä ezahl
übe eins immen.
Auch
un e
de
Annahme
eine
klassischen
Spa unk ion
lassen
sich
die
Gleichgewich swe e
de
ökonomischen
Va iablen
anhand
on
Abb. 1 a
ode
Abb. 1 b
bes immen.
Ausgangspunk
is
dann
"
= (n + )/Sll
und
nich
x*
= (n +
)/so,
weil
die du chschni liche
Spa quo e
bei
gegebene
Höhe
on
SR
e s
mi
T
und
x
bes imm
is .2
Je
höhe
die
Be ölke ungswachs ums a e
n,
um
so
höhe
is
also
bei
gegebene
Fo sch i s a e
/,
gegebene
Spa quo e
So
ode
Sn
und
ge-
gebene
neoklassische
P oduk ions unk ion
die
e o de liche
Höhe
on
T
und
x,
um
so
nied ige
die
e o de liche
Höhe
on
y,
kund
w.
Die
Be ölke ungswachs ums a e
de e minie
un e
neoklassischen
P ämissen
sowohl
die
Kapi al-A bei -
wie
die
Lohn-Zins-Rela ion.
Sind
die
de
P oduk ions
unk ion
immanen en
We e
de
Subs i u-
ionselas izi ä
kleine
(g öße ) als eins, so
implizie
eine
höhe e
Be-
ölke ungswachs ums a e
un e
sons gleichen
Ums änden
eine
nied-
ige e
(höhe e)
Lohnquo e
w/y
und
eine
höhe e
(nied ige e)
Zinsquo e
T/X.
Die
Be ölke ungswachs ums a e
bes imm
in
diesen
Fällen
ce e is
pa ibus
die
Höhe
de
unk ionellen
Einkommensquo en.
Diese
sind
un e
neoklassischen
Annahmen
nu
dann
on
de
Be ölke ungs-
wachs ums a e
unabhängig,
wenn
die
Subs i u ionselas izi ä
übe -
haup
ode
im
ele an en
Be eich
de
P oduk ions unk ion
eine
Höhe
on
eins
ha ,
wenn
also
die
ela i en
Ve ände ungen
on
Kapi al-
A bei -
und
Lohn-Zins-Rela ion
übe eins immen.
Die
mi
den
Namen
on
KaldoT
und
Pasine i
e bundenen
keynesianischen
Wachs ums-
und
Ve eilungsmodelle
besch eiben
den
Zusammenhang
zwischen
Be-
ölke ungswachs ums a e
und
Einkommens e eilung
un e
den
spe-
ziellen
Annahmen,
(1)
die du chschni liche
Spa -
und
dami
die
In-
2 Die Beziehung 9 =
SR
gil , wie zue s on Pasine i bewiesen, nich
nu
bei eine klassischen Spa unk ion, also
un e
de Annahme, die Spa quo e
de Lohnemp änge sei gleich Null, sonde n auch bei eine posi i en Spa -
quo e de Lohnemp änge , so e n das Ve mögen de Lohn- ebenso wie das
de Zinsemp änge mi dem gleichen Sa z e zins wi d.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Va iablen
in
de
ökonomischen
Wacl1s ums heo ie
69
es i ionsquo e sei
bei
gegebenen
Spa quo en
de
Lohn-
und
Gewinn-
beziehe
posi i
mi
de
Gewinn-
bzw. Zinsquo e
/x
e bunden
und
(2)
die
Subs i u ionselas izi ä
sei
in
Höhe
on
Null
kons an ,
Kapi al
..
in ensi ä ,
A bei sp oduk i i ä
und
dami
auch
Kapi alp oduk i i ä
seien
als echnische Koe izien en o gegeben.
Un e
solchen
Annahmen
a iie
mi
de
Be ölke ungswachs ums a e
allein
die
ü
Gleich-
gewich swachs um
e o de liche
Höhe
on
Lohn-
und
Zinssa z
und
da-
mi
die
on
Lohn-
und
Zinsquo e.
D.
Wl scl1a swacl1s um
bei
scl1 ump ende Be ölke ung
In
de
äl e en
wachs ums heo e ischen
Li e a u
wu den
in
alle
Regel posi i e
Be ölke ungswachs ums a en
un e s ell .
In
de
neue en
Diskussion3
spiel
un e
dem
Ein luß
de
wi klichen
En wicklung
in
eine
Reihe
on
Lände n
nich
nu
de
Fall
de
wachsenden,
sonde n
auch
de
eine
sch ump enden
Be ölke ung
eine
Rolle.
Sch ump
die
A bei sk ä ezahl
mi
de
kons an en
Ra e
n, so
implizie
Gleich-
gewich swachs um,
daß
auch die
A bei splä zezahl
mi
de
kons an en
Ra e
n
sch ump .
Dies
bedeu e
nich
no wendig,
daß
auch
Kapi al-
s ock
und
eales
Volkseinkommen sch ump en.
Be ölke ungssch ump-
ung
geh
solange
mi
Wi scha swachs um
einhe ,
wie
die
Sch ump-
ungs a e
de
Be ölke ung
dem
Be age
nach
kleine
is
als die
Ra e
des
a bei s e meh enden
echnischen Fo sch i s. Die
G enze
zwischen
Wi scha swachs um
und
-sch ump ung
äll
nu
in
Abwesenhei
echnische
Fo sch i e
mi
de
zwischen
Be ölke ungswachs um
und
-sch ump ung
zusammen.
Angenommen
da um,
es sei
n<
-
.
Gleich-
gewich swachs um
implizie
dann,
daß
de
Kapi als ock
mi
de
Ra e
g = n + < 0 sch ump .
Läß
man
den
Fall
eine
nega i en
Kapi al-
p oduk i i ä
als
i ele an
auße
ach , so
e o de
das
Sch ump ungs-
gleichgewich
im
neoklassischen ebenso
wie
im
keynesianischen
S an-
da dmodell
eine
nega i e
In es i ionsquo e. Die
e o de liche
Sch ump-
ung
des Kapi als acks
kann
du ch
(1)
Nich -E sa z
e b auch e
P o-
duk ionsmi el,
(2)
konsum i e
Ve wendung
on
P oduk ionsmi eln,
(3)
Ve nich ung
on
P oduk ionsmi eln
und,
in
eine
o enen
Volks-
wi scha ,
du ch
(4)
Expo
on
P oduk ionsmi eln
bewe ks ellig
3 Vgl.
Cigno,
A.:
G ow h
wi h
Exhaus ible
Resou ces
and
Endogenous
Popula ion,
in:
The
Re iew
o
Economic
S udies,
48, 1981, S.
281
-287.
Cigno,
A.:
Consump ion
s.
P oc ea ion
in
Economic
G ow h,
in:
S ein-
mann,
G. (Ed.):
Economic
Consequences
o
Popula ion
Change
in
In-
dus ialized
Coun ies,
Be lin
-
Heidelbe g
-
New
Yo k
-
Tokyo
1984, S. 2 -
28.
Felde e ,
B.:
Wi scha liche
En wicklung
bei
sch ump ende
Be ölke ung,
Be lin
-
Heidelbe g
-
New
Yo k
-
Tokyo
1983.
Schmi -Rink,
G.:
Popula ion
G ow h
and
Income
Dis ibu ion,
in:
S einmann,
G. (Ed.):
Economic
Con-
sequences
o
Popula ion
Change
in
Indus ialized
Coun ies,
Be lin
-lleic;lel-
be g
-
New
Yo k
-
Tokyo
1984, S.
59
-67.
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70
Ge ha d Scluni -Rink
we den.
Im
Sch ump ungsgleichgewich
wi d
de
Kapi als ock
mi
de
Ra e
n +
,
die
Zahl
de
A bei splä ze
mi
de
Ra e
I n I
e inge
und
die
Kapi alauss a ung
je
A bei spla z
mi
de
Ra e
e g öße .
In
eine
geschlossenen
Volkswi scha
implizie
eine
nega i e
In-
es i ionsquo e
eine
nega i e
Spa quo e.
Nich so
in
eine
o enen
Volkswi scha .
Hie
is
eine
nega i e
In es i ionsquo e
bei
posi i e
Spa quo e
denkba .
Die
Di e enz
zwischen
In es i ions-
und
Spa -
quo e
is
gleich
de
Kapi alexpo quo e,
gleich
de
Di e enz
zwischen
de
Leis ungsexpo -
und
de
Leis ungsimpo quo e.
Dies
implizie
eilich,
daß
in
ande en
Lände n
die
Di e enz
zwischen
In es i ions-
und
Spa quo e
und
dami
die
zwischen
Leis ungsexpo -
und
Lei-
s ungsimpo quo e
nega i
is .
Nich
nu
die Exis enz,
sonde n
auch
die
S abili ä
des
Sch ump-
ungsgleichgewich s
wi
im
Ve gleich
zum
Wachs umsgleichgewich
besonde e
P obleme
au .
Angenommen
nämlich,
in
eine
geschlossenen
Volkswi scha
sei
ein
Mechanismus
wi ksam,
de
die Vo zeichen
on
Gleichgewich swachs ums a e
und
In es i ionsquo e
in
übe eins im-
mung
b ing .
Es
sei also
die
Spa -
und
dami
die
In es i ionsquo e
im-
me
dann
posi i
(nega i ),
wenn
die
Gleichgewich swachs ums a e
9 = n +
posi i
(nega i ) is .4
Im
Sch ump ungsgleichgewich ,
also
un e
de
Annahme
n + < 0
sch ump
die
Zahl
de
A bei splä ze
mi
de
gleichen
Ra e
wie
die
de
A bei sk ä e.
Dies
implizie
im
Sch ump ungs-
nich
ande s
als
im
Wachs umsmodell
bes imm e
We e
de
Kapi alin ensi ä ,
A bei sp oduk i i ä
und
dami
auch
de
Ka-
pi alp oduk i i ä ,
und
de
en sp echende
P oduk ionsp ozeß
wi d
on
den
Un e nehmungen
nu
bei
eine
bes imm en
Höhe
on
Lohn-
und
Zinsni eau
gewähl .
Angenommen
nun,
das
Lohnni eau
sei
zu
hoch
(nied ig). Dies
e anlaß
die
Un e nehmungen
im
Sch ump ungs-
nich
ande s
als
im
Wachs umsmodell
dazu,
eine
höhe e
(nied ige e)
als
die
ü
das
Sch ump ungsgleichgewich
e o de liche
Kapi alin ensi ä
zu
wählen,
und
dies
implizie ,
daß
die
Zahl
de
A bei splä ze
mi
eine
kleine en
(g öße en)
Ra e
sch ump
als
die
de
A bei sk ä e.
Dies
ein ach
da um,
weil
die
ak ische
Sch ump ungs a e
des
Kapi als ocks,
das
P oduk
aus
Spa quo e
und
Kapi alp oduk i i ä ,
bei
gegebene
Spa quo e
wegen
de
zu
nied igen
(hohen)
Kapi alp oduk i i ä
dem
Be age
nach
kleine
(g öße ) als die
e o de liche
Sch ump ungs a e
is .
Ein
zu
hohes
(nied iges)
Lohnni eau
implizie
dahe ,
daß
de
Ka-
pi als ock
und
dami
die
Zahl
de
A bei splä ze
mi
eine
dem
Be age
4 Zum P oblem de übe eins immung
de
Vo zeichen on Spa quo e
und
Wachs ums a e:
Schmi -Rink,
G.:
Be ölke ungswachs um und gesam wi -
scha liche Spa quo e, in:
Schmi -Rink,
G.
(Hg.): Bei äge zu Be ölke-
ungsökonomie, Bochum
1983,
S.
60
-
70.
Siehe auch den Bei ag on
K.
Jaege
in
diesem Band.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Va iablen in de ökonomischen Wachs ums heo ie
71
nach
zu
nied igen
(hohen)
Ra e
sch ump .
Es
en s eh
also
im
Sch ump-
ungsp ozeß
ein
wachsende
Übe schuß
an
A bei splä zen
(A bei s-
k ä en),
und
dies
läß
im
Konku enzmodell
das
Lohnni eau
s eigen
(sinken),
das
Zinsni eau
sinken
(s eigen).
Ein
zu
hohes
(nied iges)
Lohnni eau
lös
also
un e
neoklassischen
P ämissen
im
Sch ump ungs-
ande s
als
im
Wachs umsmodell
keine
Lohnsenkungen
(Lohne höhun-
gen),
sonde n
übe
wachsende
Übe schüsse
an
A bei splä zen
(A bei s-
k ä en)
wei e e
Lohne höhungen
(Lohnsenkungen)
aus.
Mi
ande en
Wo en:
Un e
den
P ämissen
des
neoklassischen
(ebenso
un e
denen
des
keynesianischen)
S anda dmodells
is
das
Wachs umsgleichgewich
s abil,
das
Sch ump ungsgleichgewich
ins abi1.5
Die
Anwendung
des
wachs ums heo e ischen
Ins umen a iums
au
den
Fall
de
Volkswi scha ,
die
eine
kon inuie liche
Be ölke ungs-
sch ump ung
nich
du ch
einen
s e igen
S om
a bei s e meh ende
echnische
Fo sch i e
auszugleichen
e mag,
ück
also
ungewohn e
Kons ella ionen
ins
Blick eld.
B. Wachs ums- und Sch ump ungsmodelle mi
endogene Be ölke ungsen wicklung
I. In e dependenz on Be ölke ungs- nnd Wi scha sen wicklung
bei kons an en Skalene ägen
Die
Be ölke ungswachs ums a e,
posi i
ode
nega i ,
wi d
in
den
S anda dmodellen
de
Wachs ums heo ie
als
Da um
genommen.
Einige
Au o en
eilich
behandeln
die
Be ölke ungswachs ums a e
nich
als
exogene,
sonde n
als
endogene
G öße.
Diese
Bei äge
s ehen
allesam
in
de
du ch
Mal hus
und
Rica do
beg ünde en
T adi ion:
Die
Be öl-
ke ungswachs ums a e
wi d
als
Funk ion
des
P o-Kop -Einkommens,
des
P o-Kop -Konsums
ode
des
Reallohnsa zes
genommen.
So
un e -
s ell
Niehans
6
in
einem
seine
neoklassischen
Wachs umsmodelle,
daß
(1)
de
A bei s-
und
Kapi aleinsa z
eine sei s
und
das
eale
Volks-
5
Cigno,
A.:
G ow h wi h Exhaus ible ResOll ces
and
Endogenous Popula-
ion, in: The Re iew o Economic S udies, 48, .1981,
S.
281 -287.
Schmi -
Rink,
G.:
Popula ion G ow h a id Income Dis ibu ion, in:
S einmann,
G.
(Ed.): Economic Consequences o Popula ion Change in Indus ialized
Coun ies, Be lin -Heidelbe g -New Yo k -Tokyo 1984,
S.
59
-67.
6
Niehans,
J.: Economic G ow h
wi h
Two Endogenous Fac o s, in:
The
Qua e ly Jou nal o Economics, 77, 1963,
S.
349 -371. Deu sche Fassung:
Wi scha swachs um
mi
zwei endogenen Fak o en, in:
König,
H.
(Ed.):
Wachs um und En wicklung
de
Wi scha , Köln -Be lin 1970,
S.
225 -
247.-
Die Implika ionen des Zwei-Klassen-Modells on Niehans we den in diesem
Tex
ande s als in de O iginal assung mi Hil e des mi le weile zen-
alen
wachs ums-
und
e eilungs heo e ischen Kons uk s de Lohn-Zins-
G enze da ges ell .
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
78
Ge ha d Schmi -Rink
w (n)
w( j
on
,(,.:5
=5
I 1 2
~,g2
Abb.
4.
Angleichung de Wachs ums a en und Fak o p eise du ch
in e na ionale Wande ung.
no=J1.;j-~·
Mi
de
uni o men
Wachs ums a e
is
auch das
Ve häl nis
de
Be ölke-
ungszahlen
kons an :
Nil njJ -
n
--=
-1
N
ujl
Eine Gleichgewich slösung
exis ie
eilich
nu
dann,
wenn
(1)
das
Auswande ungsland
die höhe e, das
Einwande ungsland
also die
nied-
ige e
eigene
Be ölke ungswachs ums a e
ha
und
wenn
(2)
die
Aus-
wande ungsquo e
kleine
als die Di e enz
de
beiden
eigenen
Be öl-
ke ungswachs ums a en
is .
Un e
den
ge o enen
Annahmen
implizie
die Angleichung
de
e ek i en
Be ölke ungswachs ums a en
die
de
Lohn-
und
Zinssä ze
beide
Lände .
Im
Einwande ungsland
1
sink
de
Lohnsa z
on
W
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Va iablen
in
de ökonomischen Wachs ums heo ie
79
au
Wo,
s eig
de
Zinssa z
on
Tl
au
TO,
und
im
Auswande ungsland
s eig
de
Lohnsa z
on
W2
au
Wo,
sink
de
Zinssa z
on
T2
au
T().
Die
Angleichung
de
e ek i en
Be ölke ungswachs ums a en
üh
dann
zum
olls ändigen
Ausgleich
de
Lohn-
und
Zinssä ze,
wenn
sowohl die
Lohn-Zins-G enzen
als
auch
die
Spa quo en
beide
Lände
übe ein-
s immen.
Weichen
die
Lohn-Zins-G enzen
und/ode
die
Spa quo en
bei-
de
Lände
oneinande
ab, so
wä e
die
olls ändige
Angleichung
de
Lohn-
und
Zinssä ze
zu ällig. Dies
gil
auch
in
dem
Fall,
in
dem
beide
Lände
posi i e
Auswande ungsquo en
au weisen.
Die
Angleichung
de
e ek i en
Be ölke ungswachs ums a en
du ch
einen
posi i en
Wande ungssaldo
des
Landes
mi
de
nied ige en,
einen
nega i en
Wande ungssaldo
des
Landes
mi
de
höhe en
eigenen
Be ölke ungswachs ums a e
gil
nich
nu
im
Wachs ums-,
sonde n
auch
im
Sch ump ungsmodell.
Is
die
eigene
Be ölke ungswachs ums-
a e
des
Ne oeinwande ungslandes
nega i ,
die
des
Ne oauswande-
ungslandes
posi i , so
kann
die
uni o me
e ek i e
Be ölke ungs-
wachs ums a e
beide
Lände
sowohl
posi i
als
auch
nega i
sein.
Eine
posi i e
Wachs ums a e
kann
du ch
Auswande ung
in
eine
ne-
ga i e,
eine
nega i e
Wachs ums a e
du ch
Einwande ung
in
eine
po-
si i e
e wandel
we den.
D. Op imales Be ölke ungswachs um
Als
Be ölke ungsop imum
wi d
in
einschlägigen
Publika ionen
9
jene
G öße
ode
Wachs ums a e
de
Be ölke ung
bes imm ,
die
eine
öko-
nomische
Va iable,
meis
das
P o-Kop -Einkommen
ode
den
P o-
Kop -Konsum
un e
sons
gleichen
Ums änden
maximie .
In
solchen
Ansä zen
wi d
also
das
P o-Kop -Einkommen
ode
de
P o-Kop -
Konsum
als
Wohl ah sindika o
genommen.
Be ei s
die
klassischen
mal husianisch- ica dianischen
Modelle
en -
hiel en
eine
Konzep ion
de
op imalen
Be ölke ungszahl:
Die Wachs-
ums a e
de
Be ölke ung
is
posi i
mi
de
Höhe
des
Reallohnsa zes
e knüp ,
und
im
Be ölke ungsop imum
ha
de
Reallohnsa z
jene
Höhe,
bei
de
die
Wachs ums a e
de
Be ölke ung
gleich Null, die
Be-
ölke ung
also
kons an
is .
Wä e
de
Reallohnsa z
höhe
(nied ige ),
so
wü de
eine
wachsende
(sch ump ende)
Zahl
on
A bei sk ä en
bei
sch ump ende
(wachsende )
Zahl
on
A bei splä zen
au
eine
Sen-
kung
(E höhung) des
Reallohnni eaus
und
dami
auch
de
Be ölke-
9
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
80
Ge ha d Schmi -Rink
y,
U
1
dY
on
P::aL.
on -
dU
dL
.~----~-------------L
L1
Abb. 5 a
Abb.5b
Abb.
5.
Be ölke ungsop ima.
ungswachs ums a e
hinwi ken.
Im
Be ölke ungsop imum
ha
die
Zahl
de
A bei sk ä e
und
A bei splä ze
jene
Höhe,
bei
de
P o-
Kop -Einkommen
und
Reallohnsa z
kons an
bleiben.
Abb.
5 a
besch eib
ein
solches klassisches
mal husianisches
Modell.
Y
(L)
is
die
gesam wi scha liche
P oduk ions unk ion,
W
(L)
die
Lohnkos en-
und
dami
Lohneinkommens unk ion
ü
jene
Höhe
WIll
des Reallohnsa zes,
bei
de
die
Be ölke ungswachs ums a e
eine
Höhe
on
Null
ha .
Im
Be ölke ungsop imum
is
das
eale
Volkseinkommen
gleich
Yi,
die
Beschä igung
gleich
Ll,
das
eale
Lohneinkommen
gleich
Wl
und
das
eale
Nich -Lohneinkommen
gleich Yl -
Wl.
Wä e
die
Be-
ölke ungswachs ums a e
nich
an
den
ealen
Lohnsa z,
sonde n
an
das
eale
P o-Kop -Einkommen
gebunden,
und
wä e
jenes
P o-Kop -
Einkommen,
bei
dem
die
Be ölke ungswachs ums a e
eine
Höhe
on
Null
ha ,
gleich
dem
Ans ieg
on
W (Y),
wä e
also
an
IX
=
Ym,
so
hä en
un e
sons
gleichen
Annahmen
eales
Volkseinkommen
und
Be-
schä igung
im
Be ölke ungsop imum
nich
die
Höhe
Y1
und
Li.
son-
de n
Y2
und~.
Abb. 5 b
besch eib
ein
ein aches
neo-mal husianisches
ModelPo
Im
Be ölke ungsop imum
is
die
soziale
Wohl ah
im
Sinne
de
Di e-
10 Vgl.
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Va iablen
in
de
ökonomischen Wachs ums heo ie
81
enz
Y
(L)
-U
(L)
zwischen
de
posi i en
Wohl ah skomponen e
Y (L),
dem
kon en ionellen
Volkseinkommen
und
de
nega i en
Wohl ah s-
komponen e
U (L),
den
Umwel e ek en
des
P oduk ionsp ozesses
ein
Maximum.
Die
in
diesem
Sinn
op imale
Beschä igung
is
L1,
das
op-
imale
Volkseinkommen
Y1,
und
die
Umwel e ek e
haben
im
Op-
imum
die
Höhe
U1.
Wie
im
klassischen
mal husianischen
Modell
is
die
Be ölke ungszahl
im
Op imum
in
Abwesenhei
echnische
Fo sch i e,
die
Y
(L)
nach
oben
und/ode
U
(L)
nach
un en
e schieben
wü den,
kons an .
Solche
Ve schiebungen
wü den
das
Be ölke ungsop imum
un e
sons
gleichen
Annahmen
wachsen
lassen.
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Ve eins
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Va iablen
in
de
ökonomischen
Wachs ums
heo ie
83
-
Die
Rolle
de
Be ölke ung
in
de
mode nen
Wachs ums heo ie,
in: Wech-
selwi kungen
zwischen
Wi scha s-
und
Be ölke ungsen wicklung,
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33

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Be ölke ungsen wicklung
und
echnische Fo sch i
Von
Gun e
S einmann,
Pade bo n
I. Ein üh ung
Wi
leben
in
eine
Epoche
aschen
Be ölke ungswachs ums
und
aschen echnologischen Wandels,
und
iele Wissenscha le
haben
sich
mi
den
U sachen des
Be ölke ungswachs ums
und
des echnischen
Fo sch i s
be aß .
De
Gedanke,
daß
beide
Phänomene
mi einande
zusammenhängen
könn en,
wa
und
is
jedoch
den
meis en
Ökonomen
emd.
Wenn
eine
Ve bindung
zwischen echnischem
Fo sch i
und
Be ölke ungswachs um
he ges ell
wi d,
dann
geschieh dies
o wie-
gend
nu
in
eine
Rich ung:.
de
echnische
Fo sch i
wi d
als das
Ins umen
iden i izie , das die
E näh ung
eine
imme
g öße en
Zahl
on
Menschen e möglich
ha
und
noch e möglich . Diese,
au
Mal hus
zu ückgehende
Be ach ungsweise
ha
das
Denken
de
Na ionalökono-
men
bis
in
die
Gegenwa
gep äg
und
inde
ih en
Niede schlag
in
den
Modellen
de
neoklassischen Wachs ums heo ie.
Die
His o ike ,
Wi scha shis o ike
und
An h opologen
a gumen-
ie en
demgegenübe
meis
di e enzie e
und
nich
so einsei ig
wie
die Ökonomen. Sie
kons a ie en
eine
Wechselbeziehung zwischen ech-
nischem
Fo sch i
und
Be ölke ungswachs um
und
be onen,
daß
Be-
ölke ungswachs um
und
hohe
Be ölke ungsdich e
seh
o
Auslöse
und
Mo o
on
echnologischen
Umwälzungen
-
insbesonde e
im
Ag a be eich
-
wa en.
Be ölke ungswachs um
ha
demnach
den
ech-
nischen
Fo sch i
s imulie
und
wa
o
soga die
Vo bedingung
ü
die
Ein üh ung
echnologische
Neue ungen.
Un e
dem
Eind uck
diese
wi scha shis o ischen
Analysen
en s and
in
den
le z en
Jah en
eine Neue Be ölke ungsökonomie, die Be ölke-
ungswachs u n
und
hohe
Be ölke ungsdich e nich als Hemmschuh
de
wi scha lichen En wicklung,
sonde n
als
T ieb ede
des echnischen
Fo sch i s
in e p e ie .
Die op imis ische Ve sion
de
Neuen
Be öl-
ke ungsökonomie
on
eine
besse en
wi scha lichen
Zukun
und
eine
sich selbs
eins ellenden
Be ölke ungss abilisie ung
s eh
in
scha em
Kon as
zu
den
pessimis ischen Schluß olge ungen
de
Mal husiane ,
die die Exis enz
de
Menschhei
du ch
eine
sch anken-
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86
Gun e
S einmann
lose Be ölke ungsexplosion
ge äh de
sehen
und
die
Regie ungen
zu
ak i em
Handeln
au o de n,
um
das Be ölke ungswachs um schnells -
möglich einzudämmen.
Zu
den
Ve e e n
de
Neuen
Be ölke ungsökonomie
zählen
u. a.
Es e
Bose up,
F ied ich
A. Hayek, Simon Kuzne s
und
Julian
Simon.
Es e
Bose up besch eib
in
ih em
bahnb echenden
We k
"Popula ion
and
Technology"1, wie das Be ölke ungswachs um die
landwi scha -
liche Technologie
im
Lau e
de
Geschich e
e olu ionie
und
den
übe -
gang
on
de
Jagd-
und
Weidewi scha
zu
U wechselwi scha ,
spä e
zu
D ei-Felde -Wi scha
und
schließlich
zu
mode nen
F uch -
wechselwi scha
he beige üh
ha .
Simon Kuzne s2
heb
in
seinen
Sch i en die Schlüssel olle des Be ölke ungswachs ums
ü
den
Indu-
s ialisie ungsp ozeß
de
heu igen
Indus ielände
he o .
Kuzne s
in-
e p e ie
den
Indus ialisie ungsp ozeß als Reak ion
au
das Be öl-
ke ungswachs um
und
die ges iegene Be ölke ungsdich e
und
be on ,
daß das
E eichen
eine
bes imm en
Be ölke ungsdich e die no wendige
Vo bedingung
ü
die
Ein üh ung
de
mode nen
e izien en
A bei s-
eilung
und
die
E ich ung
de
e o de lichen
In as uk u
da s eII es.
Kuzne s Analyse
dokumen ie ,
daß
de
Be ölke ungsd uck
eine
Ab-
wande ung
om
Land
zu
S ad
e u sach e
und
dadu ch
einen
U bani-
sie ungsp ozeß auslös e. Die U
banisie ung
ö de e
den
Handel
und
üh e
zu
de
in
de
F ühphase
de
Indus ialisie ung
ypischen
Expan-
sion
de
Konsumgü e indus ie.
Da übe
hinaus
e möglich e die
U ba-
nisie ung
e s
die dich e
und
egelmäßige Kommunika ion,
ohne
die
de
in
den
le z en
Jah hunde en
zu e zeichnende wissenscha liche
und
echnologische
Fo sch i
nich möglich gewesen
wä e.
Besonde s
ehemen
ha
Julian
Simon4 die These
om
Zusammenhang
zwischen
Be ölke ungsdich e
und
echnologischem Ni eau
e e en.
De
Zu-
sammenhang
mag
heu e
zwa
wenige
ausgep äg
sein
als
o
de
in-
dus iellen
Re olu ion,
is
abe
aus e schiedenen
G ünden,
au
die
wi
noch
eingehen
we den,
auch
in
de
mode nen
Indus iegesellscha
nich auszuschließen.
Diese
Bei ag
soll
einen
übe blick
geben
übe
die e schiedenen
Theo ien
om
Zusammenhang
zwischen
de
En wicklung
de
Be ölke-
ung
und
de
En wicklung des echnischen Fo sch i s
und
des
P o-
Kop -Einkommens. Be o
wi
in
die Modellwel
ein e en,
wollen
wi
1
Bose up
(1981).
2
Kuzne s
(1965), (1968)
und
(1979).
3
Hayek
(1983)
a gumen ie
ähnlich:
"Jedes
Wach sum
de
Be ölke ung
-
ode
zumindes
de
Dich e
de
Besielung -
(bo )
neue
Möglichkei en
de
A bei s eilung
ode
de
Nu zung
on
besonde en
Ums änden".
4
Simon
(1972)
und
(1981),
S einmann
und
Simon
(1980).
Simon
und
S ein-
mann
(1984).
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Be ölke ungsen wicklung
und
echnische
Fo sch i
Tabelle
1
Das
Wachs um
des
ealen
Na ionalp oduk s
(NP)
und
des
ealen
Na ionalp oduk s
p o
Kop
(NP/Kop )
und
de
Be ölke ung
in
10
ausgewähl en
Lände n
on
Mi e
des
19.
Jh.
bis
Mi e
des
20.
Jh.
(jah esdu chschni liche
Ve ände ungs a en
in
~/o)a)
87
I
Ausgangs-
I
End-
I
NP
NP/
I
Be öl-
pe iode
I
pe iode
Kop
ke ung
G oßb i annien
..
1860 -1869 1949 -1953 2,2
I
1,4 0,8
F ank eich
......
1841 -1850 1949 -1953 1,5 1,4
0,1
Deu schland
.....
1860 -1869 1950 -1954 2,7 1,5 1,0
Schweden
.......
1861 -1868 1950 -1954 3,6 2,8 0,7
I alien
..........
1862 -1868 1950 -1954 1,8 1,0 0,7
Rußland
........
1870 1954 3,1 1,5
I
1,3
USA
............
1869 -1878 1950 -1954 4,1 2,0 1,7
Kanada
..........
1870 -1879 1950 -1954 4,1 1,9 I 1,8
Japan
........... 1878 -1887 1950 -1954 4,2 2,6 1,3
Aus alien
.......
1898 -1903 1950 -1954 2,8 1,0 1,7
a)
Que e:
Simon
Kuzne s,
Economlc
G ow h,
Glencoe,
111.
(1959),
S.
20
-
21.
einige
Da en
übe
das
Be ölke ungswachs um
und
die wi scha liche
En wicklung
in
e schiedenen
Epochen
und
e schiedenen
Lände n
p äsen ie en.
Diese
Zahlen
bilden
den
empi ischen
Bezugs ahmen
ü
die
nach olgenden heo e ischen Modelle.
Insgesam
s ellen
wi
ün
demog aphisch-ökonomische Modelle o . Sie zeigen die
un e schied-
lichen
wi scha s heo e ischen
Ansä ze
zum
Be ölke ungsp oblem.
Die
Modelle
sind
ein ach
und
können
die
eale
Wel
na ü lich
nich
ko -
ek
abbilden.
Ih
Sinn
lieg
ielmeh
da in,
die
ie e en
Wu zeln
be-
ölke ungspessimis ische
und
be ölke ungsop imis ische
Vo s ellungen
bloßzulegen. Dies
e mögen
sie
besse
als
komplizie e e
Besch eibun-
gen
de
Wi klichkei .
ll
•.
Be ölke ungs-
und
Einkommensen wicldung: Die
Fak en
Tabelle
1 zeig die
on
Simon
Kuzne s
zusammenge agenen
langen
Zahlen eihen
übe
das Wachs um
de
Be ölke ung
und
de
Indus ie-
p oduk ion
in
zehn
Lände n
zwischen 1850
und
1950. Aus
de
Tabelle
kann
kein
nega i e
Zusammenhang
zwischen
de
Be ölke ungswachs-
ums a e
und
de
Wachs ums a e
de
P o-Kop -P oduk ion
abgelesen
we den.
Schweden
und
I alien
z.
B., die
beide
mi
einem
Be ölke ungs-
wachs um
on
nu
0,7
%
ein
ela i
schwaches
Be ölke ungswachs um
zu e zeichnen
ha en,
ha en
jeweils
das höchs e
Wachs um
de
P o-
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94
Gun e
S einmann
A
1
' ~
3 4
1
~
1
Ti
Ti
I I I
Y 1
1 1
1 I
1 1
I 1
I
I
I
Y
m
•
'T
1
i I
T~
L 1
~
I 1
I J
I
I 1
I
1 I
1 I
I
I I
1
1 I
,
,
I
T.
T-~
T~
T~
~
~
~ ~
Figu
2
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Be ölke ungsen wicklung und echnische Fo sch i
95
ungszahl
und
hohe
Be ölke ungszahl
bei
ge ingem
P o-Kop -Ein-
kommen.
Mal hus
a o isie
den
e s en
Weg
und
schläg
,p e en i e
checks'
(He au se zung
des
demog aphischen
Exis enzminimums
du ch
Gebu enkon olle)
o .
IV. Das neoklassische S anda dmodell
Das
Mal hus-Modell
e äh
in
de
neoklassischen
Wachs ums heo ie
eine
E wei e ung.
Rep oduzie ba es
Kapi al
(K)
komm
als
d i e
P o-
duk ions ak o
neben
A bei
und
Boden
hinzu.
Zu
Ve ein achung
un e s ellen
wi
kons an e
Skalene äge
in
bezug
au
L
und
K8.
Unse e
Cobb-Douglas-P oduk ions unk ion
lau e
dahe
(NI)
bzw.
(Nla)
Y = A
R
L"
K1-"
( L
)"-1
y=AR
K
Das Modell
en häl
auße
de
P oduk ions unk ion
noch
ie
Glei-
chungen,
die
die
En wicklung
de
P oduk ions ak o en
und
des
ech-
nischen Wissens besch eiben.
Ebenso
wie
im
Mal hus-Modell
wi d
un e s ell ,
daß
die Menge
an
na ü lichen
Ressou cen
gegeben
is .
(N2) R
=0
Das
Be ölke ungswachs um
wi d
in
de
Regel
nich
endogen
9
e klä ,
sonde n
exogen
o ausgese z .
(N3)
L/L
=n~O
Die
geplan e
Ne oin es i ion
und
die
geplan e
E spa nis
s immen
übe -
ein. Die
Spa unk ion
is
einkommensabhängig
(kons an e
In es i ions-
quo e).
(N4)
Die echnische
Fo sch i s a e
wi d
als
kons an
o ausgese z .
(N5)
8 De Fall abnehmende Skalene äge wi d aus üh lich da ges ell in
S einmann
(1974),
S.
40
-
49,
57
-
62
und
74
-
79.
9 Die Mal hus'sche Be ölke ungs heo ie is abe mi den Gedanken de
neoklassischen Theo ie e einba und
kann
ohne wei e es in das S anda d-
modell eingebau we den. Siehe
z.
B.
Nelson
(1956),
Enke
(1963),
Niehans
(1963),
S einmann
(1974).
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96
Gun e S einmann
K,
1.
o
~--------------------~
~
o
Figu 3
Du ch
die
ün
Gleichungen (NI) bis
(N5)
is
das neoklassische
S anda d-
modell
olls ändig
besch ieben. Die Gleichgewich slösung
ü
die Wachs-
ums a e
de
P oduk ion
is :
(N6a)
bzw.
(N6b)
-
~
Ya=n+--
,IX
A
~
Ya=-",-
Das neoklassische Wachs umsmodell
kann
g aphisch
in
ähnliche
Weise
wie
das Mal hus-Modell
da ges ell
we den
(Figu
3).
Im
ech en
Quad an en
is
wiede
die
P oduk ions
unk ion
(NIa) gezeichne . Die
Abzisse
miß
L/K
s a
L, weil
de
P o-Kop -Ou pu
bei
gegebenem A
on
de
A bei sin ensi ä
bes imm
wi d.
De
linke
Quad an
en häl
die Gleichungen
ü
die
Wachs ums a e
de
Be ölke ung
und
des
Kapi-
als ocks. Die
Akkumula ions a e
is
bei
gegebenem
A
und
R eine
Funk-
ion
des P o-Kop -Einkommens.
- (
A:
R:
)1~"
(Nla)
in (N4): K = s y
Dem
echnischen Wissens
s and
Ao
en sp ich
das Gleichgewich seinkom-
men
Ya =
oe,
dem
echnischen Wissenss and
Al
das Gleichgewich sein-
kommen
ya
=
OD.
Die
Resul a e
des neoklassischen
S anda dmodells
sind:
1.
Eine
E wei e ung
des echnischen Wissens
üh
zu
einem
höhe en
Gleichgewich sni eau des P o-Kop -Einkommens.
S ändige
echnische
Fo sch i
e möglich
ein
s ändiges
Wachs um
des
P o-Kop -Einkom-
mens
(posi i e Gleichgewich swachs ums a e).
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Be ölke ungsen wicklung und echnische Fo sch i
97
2.
Ein
posi i es
Be ölke ungswachs um
is
auch
au
lange
Sich mög-
lich
und
nich
an
die
Vo ausse zung
echnischen
Fo sch i s
gebunden.
Kapi aleinsa z
und
Kapi alakkumula ion
s ellen
siche ,
daß
die
A bei s-
p oduk i i ä
o z
Be ölke ungswachs ums
auch
bei
gegebenem
ech-
nischen Wissen
kons an
bleib .
3.
Die
Be ölke ungswachs ums a e
ha
keinen
Ein luß
au
die Gleich-
gewich swachs ums a e
des
P o-Kop -Einkommens,
abe
sie
bes imm
die
Lage des Gleichgewich sp ades (Ni eau des
P o-Kop -Einkommens).
Zwischen
Lebenss anda d
und
Be ölke ungswachs ums a e
exis ie
eine
T ade-O -Beziehung
(im
Mal husmodell:
zwischen
Lebenss anda d
und
Be ölke ungszahl). Die
E klä ung
ü
den
nega i en
Zusammen-
hang
zwischen
Be ölke ungswachs ums a e
und
Einkommenshöhe
lieg
da in,
daß
ein
höhe es
Be ölke ungswachs um
die
Kapi alin ensi ä
e inge
(capi al-dilu ion-e ec )
und
dami
auch die
A bei sp oduk-
i i ä
eduzie .
Die
E gebnisse
des Mal hus-Modells
und
des neoklassischen Modells
liegen
nich
seh
wei
auseinande .
Bei
den
Neoklassike n
e möglichen
Kapi aleinsa z
und
Kapi alakkumula ion
zwa
ein
lang is iges
Be öl-
ke ungswachs um
und
die
Au ech e hal ung
eines
bes imm en,
on
s, A
und
n
abhängigen
Lebenss anda ds.
Abe
das
Be ölke ungswachs-
um
wi d
nach
wie
o
als
Hinde nis
ü
die
Ve besse ung
des
P o-
Kop -Einkommens
angesehen.
De
mal husianische
Be ölke ungspessi-
mismus
wi d
nich
in
F age
ges ell ,
sonde n
nu
abgeschwäch .
.
Das Bose up-Modell
Wenn
die Menge
de
zu
Ve ügung
s ehenden
na ü lichen
Ressou cen
(inkl. Land)
gegeben
is ,
üh
Be ölke ungswachs um
zu
eine
Ve -
knappung
de
Ressou cen
und
dami
zu
eine
Ge äh dung
des
bishe i-
gen
Lebenss anda ds.
Es
is
denkba ,
daß
die
Gesellscha
in
diese
Si ua ion
eine
Ve schlech e ung
des
Lebenss anda ds
und
de
Mo ali-
ä
als
no wendigen
T ibu
ü
das
Be ölke ungswachs um
beg ei
und
hinnimm .
Wah scheinliche
is
abe
die
ande e
Reak ion,
daß
die
Ge-
sellscha diese
En wicklung
abzuwenden
e such .
Aus
de
Mensch-
hei sgeschich e
kennen
wi
iele
Anpassungss a egien:
Einsch änkung
de
Be ölke ungszahl
und
Wiede he s ellung
de
al en
Be ölke ungs-
dich e
du ch
(1)
Senkung
de
Fe ili ä
(Hei a sbesch änkungen
usw.),
(2)
E höhung
de
Mo ali ä
(Kindes no d,
Ausse zung
de
Al en
usw.)
ode
(3)
Emig a ion
(Die
Auswande ung
on
Indi iduen,
G uppen
ode
ganzen
Völke n
dien
sei
jehe
als
Ven il
gegen
einen
Be ölke ungs-
d uck),
(4)
Aneignung
emde ,
im
Besi z
ande e
Völke
s ehende
Ressou cen
du ch
E obe ungsk iege
ode
Kolonisie ung,
(5)
E indung
7
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
153
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98
Gun e S einmann
und
Ein üh ung
neue
Techniken
zu
e izien e en
Nu zung
de
o han-
denen
na ü lichen
knappen
Ressou cen.
Die Lösungen
(3)
und
(4)
we den
au
den
Wide s and
de
Nachba öl-
ke
s oßen
-es sei denn, diese besi zen
na ü liche
Ressou cen
im
Übe -
luß
und
nu zen
sie nich (Beispiel: USA
im
19.
Jah hunde ).
Gegen die
Lösung
(2)
sp echen
e hische
G ünde.
Die Lösung
(1)
is
e s
sei
de
E indung
und
Ein üh ung
de
mode nen
kon azep i en
Me hoden
ein
akzep able
und
a ak i e
Ausweg.
Es
kann
dahe
kaum
e wunde n,
daß
die Lösung
(5)
seh
häu ig
in
de
Geschich e
de
Menschhei
o komm .
Die
Völke
wand en
sich
neuen
P oduk ions echnologien
dann
zu,
wenn
sie
mi
den
al en
P o-
duk ions echnologien
den
bishe igen
Lebenss anda d
ü
die
g öße
ge-
wo denen
Be ölke ungszahlen
nich
meh
länge
au ech e hal en
konn-
en. So
kann
die
En wicklung
de
landwi scha lichen
Technologie
on
de
Jagd-
und
Weidewi scha ,
spä e
zu
D ei-Felde -Wi scha
und
schließlich
zu
mode nen
F uch wechselwi scha
als
Reak ion
au
das
Be ölke ungswachs um
e klä
we den.
In
den
meis en
Fällen
wa en
die Technologien
lange
en deck
und
bekann ,
be o
sie
angewende
wu den.
Die
Anwendung
e olg e
e s
dann,
als die
dem
echnischen
Wissenss and
adäqua e
Be ölke ungsdich e
e eich
wu de.
Und
o
keh en
die
Völke
zu
den
al en
P oduk ions echniken
zu ück, sobald
die Be ölke ungsdich e
wiede
absank. Beispielsweise
nu z en
die
ü-
hen
Siedle
im
ame ikanischen
Wes en
das
Land
weidewi scha lich,
obwohl sie
in
ih e
eu opäischen
Heima
die F uch wechselwi scha
kennengele n
ha en.
Spä e ,
als die Be ölke ungsdich e
zunahm,
wu -
den
Felde
bes ell
und
die
Ranche
du ch
Fa me
e d äng .
Die
mal husianischen
Ökonomen
schließen diese echnischen
Anpas-
sungen
aus
ih e
Be ach ung
aus. Sie
übe sehen
die Wechselwi kungen
zwischen echnischem
Fo sch i
und
Be ölke ungsg öße
und
un e s el-
len
älschliche weise
nu
einen
einsei igen
Kausalzusammenhang
zwi-
schen echnischem
Fo sch i
(U sache)
und
Be ölke ungswachs um
(Folge). Diese
e kü z e
Sich weise
lieg
auch
den
S udien
,G enzen
des
Wachs ums'
und
,Global 2000'
zug unde.
Sie
e klä ,
wa um
die
Mal hu-
siane
zu
dem
E gebnis
gelangen,
daß
Be ölke ungswachs um
den
wi -
scha lichen
Fo sch i
hemm .
Dieses
Resul a
wide sp ich
den
his o-
ischen
E ah ungen
und
basie
au
alschen
heo e ischen
P ämissen:
Die Rolle des echnischen
Fo sch i s
im
his o ischen
En wicklungs-
p ozeß
wi d
e kann
und
bleib
in
de
Analyse
unbe ücksich ig .
Da in
lieg
de
Haup mangel
alle
mal husianischen
und
neomal husianischen
Theo ien.
Es
is
o
allem
das
Ve diens
on
Es e
Bose upl0, die
Ökonomen
au
die
Beziehung
zwischen Be ölke ungsdich e
und
echnischem
Fo sch i
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Be ölke ungsen wicklung
und
echnische
Fo sch i
99
au me ksam
gemach zu
haben.
Das olgende Modell
kann
dahe
mi
ih em
Namen
e bunden
we den.
Das Bose up-Modell
is
ein
Wachs-
umsmodell
mi
nach ageo ien ie em
endogenem
echnischen
Fo -
sch i . Es
en häl
die
Annahme,
daß
,Be ölke ungsd uck' die Nach age
nach echnischem
Fo sch i
scha
und
somi die
Vo bedingung
ü
die
Ein üh ung
neue
Technologien
da s ell .
Als
Indika o
des ,Be ölke ungsd ucks'
e wenden
wi
die Be ölke-
ungsdich e. Diese
da
nich ein ach als das
Ve häl nis
zwischen Be öl-
ke ungszahl
und
Ressou cen o ä en
de inie
we den.
Denn
die Res-
sou cenknapphei
eines
Landes
häng
nich so
seh
on
seinen
Res-
sou cen o ä en
(R),
sonde n
on
seinen
echnologischen Möglichkei en
zu
Nu zung
de
Ressou cen (AR) ab.
(Z.
B.
e lang en
die
Kohle o ä e
in
England
und
Deu schland
e s
dann
ökonomische
Bedeu ung,
als die
Menschen die
Ve wendungsmöglichkei en
de
Kohle en deck en.)
Abe
auch das
Ve häl nis
L/(AR)
miß
die Be ölke ungsdich e
nu
un oll-
kommen, weil die E izienzun e schiede
de
beiden
P oduk ions ak o en
A bei
und
na ü liche
Ressou cen
da in
unbe ücksich ig bleiben.
Wi
gewich en
dahe
die
Fak o en
A bei
und
na ü liche
Ressou cen noch
mi
ih en
P oduk ionselas izi ä en
und
de inie en die
Be ölke ungs-
dich e
du ch
den
Quo ien en
U/(ARd). Die
Bose up-Hypo hese
und
unse e
De ini ion
de
Be ölke ungsdich e
e geben
die echnische
Fo sch i s-
unk ion.
(B5)
AIA=z
--
• (
L'"
)
AR
mi z' > 0, z" < 0
Die echnische
Fo sch i s unk ion
is
in
Figu
4 g aphisch
da ge-
s ell . Die
Ra e
des echnischen
Fo sch i s
is
nu
dann
kons an ,
wenn
die Be ölke ungsdich e sich
nich~
ände .
Diese Vo ausse zung
is
e -
?ll
bei
c!e
Be ölke ungsdich e
OD
und
de
echnischen
Fo sch i s a e
A/A
=
IX
L.
Bei
eine
höhe en
(ge inge en) Be ölke ungsdich e als
OD
wächs
de
echnische
Fo sch i
asche
(langsame ). Das
ha
zu
Folge,
daß
die Be ölke ungsdich e
sink
(s eig ), bis das Gleichgewich
mi
de
Be ölke ungsdich e
OD
und
de
echnischen
Fo sch i s a e
Ä/A
=
IX
L
he ges ell
is .
De
Gleichgewich swe
de
Be ölke ungs-
dich e
wi d
du ch
die
Be ölke ungswachs ums a e,
die
P oduk ionsela-
s izi ä
de
A bei
und
die Lage
und
Neigung
de
echnischen
Fo -
sch i s unk ion
bes imm
und
is
um
so
höhe ,
je
g öße
IX
und
n
und
je
schwäche
de
Zusammenhang
zwischen
de
echnischen
Fo sch i s-
a e
und
de
Be ölke ungsdich e sind.
10
Bose up
(1981).
7·
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100
Gun e S einmann
Ä/A
6(
Z=Z(~)
. ARY"
GeL
I
I
I
I
I
I
LO(
0 D ARY"
Figu 4
Das Bose up-Modell
en häl
neben
de
echnischen
Fo sch i s unk-
ion
die
P oduk ions
unk ion
(BI)
Y
=AR LccKP
Ci,/3,y
> 0
sowie die,
om
neoklassischen
S anda dmodell
un e ände
übe nom-
menen,
Annahmen
übe
die
En wicklung
de
na ü lichen
Ressou cen,
de
Be ölke ung
und
des Kapi als ocks
(B2)
(B3)
(B4)
R
=0
L/L
=n~O
K=sY
Die
Gleichungen
(Bl)
bis
(B5)
bes immen
die Gleichgewich swachs ums-
a en
de
P oduk ion
und
des
P o-Kop -Einkommens.
(B6a)
und
(B6b)
- 2
X
Ya=--n
1-/3
2 X+ß-1
Ya
= 1 _ ß
TI
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Be ölke ungsen wicklung und echnische Fo sch i
101
Die
Lösung
üh
zu
olgenden
E gebnissen:
1.
Be ölke ungswachs um
kann
lang is ig
(d.
h.
im
Gleichgewich )
die
En wicklung
des
P o-Kop -Einkommens
sowohl
ö de n
als
auch
hemmen.
2.
Die
Bedingung
cx
+ ß =
1,
m. a. W.
die
Annahme
kons an e
Skalen-
e äge
in
bezug
au
A bei
und
Kapi al
ga an ie
imme
einen
posi i-
en
Zusammenhang
zwischen
n
und
Ya.
Sie
is
hie ü
eine
hin eichende,
abe
keine
no wendige
Bedingung.
3.
Wenn
die
P oduk ions unk ion
linea -homogen
in
bezug
au
alle
P oduk ions ak o en
inkl.
de
na ü lichen
Ressou cen
is
(ex
+ ß + y =
1)
und
somi
abnehmende
Skalene äge
in
bezug
au
L
und
Kau weis ,
gil
A
a-I'
Ya = 1 _ ß n
und
dYa
> >
---0
ü
a-y
dn
< <
Rasche es
Be ölke ungswachs um
kann
auch
in
diesem
Fall
mi
eine
höhe en
Gleichgewich swachs ums a e
de
P o-Kop -P oduk ion
e -
bunden
sein.
Das
se z
als
no wendige
Bedingung
o aus,
daß
die
P o-
duk ionselas izi ä
de
A bei
(cx)
die
P oduk ions
elas izi ä
de
na ü -
lichen
Ressou cen
(y)
übe s eig .
Dieses
Resul a
is
leich
zu
beg ünden.
Denn
das
Be ölke ungswachs um
beein luß
das
P o-Kop -Einkommen
posi i
du ch
die
S imulie ung
des
echnischen
Fo sch i s
und
nega i
du ch
die
Ve knappung
de
na ü lichen
Ressou cen.
Im
Fall
cx>
y
übe -
s eig
de
e s e
E ek ,
im
Fall
cx
< y
de
zwei e
E ek .
Ein
ela i
hohe
We
ü
cx
implizie
einen
besonde s
hohen
Ein luß
des
Be ölke ungs-
wachs ums
au
die
Ra e
des
echnischen
Fo sch i s.
Und
ein
ela i
hohe
We
ü
y
bedeu e
eine
s a ke
Beein äch igung
des
P oduk-
ionswachs ums
du ch
die
mi
dem
Be ölke ungsans ieg
einhe gehende
Ve knappung
de
na ü lichen
Ressou cen.
In
dem
Bose up-Modell
ha
die
Be ölke ungsdich e
nu
einen
Ein-
luß
au
die
Ra e
des
echnischen
Fo sch i s.
De
ame ikanische
His o-
ike
William
H. McNeill
e i
die
These,
daß
auch
ein
Zusammen-
hang
zwischen
Be ölke ungsdich e
und
dem
Au e en
on
Epidemien,
K iegen
und
ande en
Ka as ophen
bes ehell.
Wi
haben
an
ande e
S elle
die
McNeill-Hypo hese
in
das
Bose up-Modell
einbezogen
und
da aus
ein
Modell
säkula e
Wachs umszyklen
de
Be ölke ung
und
de
Wi scha
abgelei e
12•
11 McNeill
(1979/1983).
12 S einmann
(1984/2).
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102 Gun e S einmann
VI.
Das e wei e e Phelps-Modell
Im
Bose up-Modell
wi d
o ausgese z , daß
genügend
Wissen
o -
handen
is ,
au
das zu ückgeg i en
we den
kann,
wenn
die
na ü lichen
Ressou cen
knappe
we den
und
die
höhe e
Be ölke ungsdich e die
Ein üh ung
neue
Technologien
e o de .
Die
Bose up-Funk ion
is
eine
Nach age unk ion
nach echnischem
Fo sch i .
Technisches Wis-
sen
wi d
als , eies
Gu '
in e p e ie ,
das kos enlos
he ges ell
und
bei
Beda
jede zei
in
Ansp uch
genommen
we den
kann.
Bose ups
These
om
nach ageo ien ie en
echnischen
Fo sch i
is
aus
eine
his o ischen
S udie
übe
die echnologische
En wicklung
in
de
Landwi scha
he o gegangen.
In
de
mode nen
Indus iewi scha
is
neues
echnisches Wissen jedoch
imme
sel ene
ein
, eies
Gu '
und
wi d
meh
und
meh
in
Uni e si ä en,
Labo s
und
ande en
Fo schungs-
ein ich ungen
p oduzie .
Es
e schein
dahe
aglich, ob die
Bose up-
These
heu e
noch Rele anz
besi z
und
aus eich ,
den
echnologischen
Wandel
in
Landwi scha
und
Indus ie
im
20.
Jah hunde
zu
e klä-
en.
In
diesem Abschni
wollen
wi
deshalb
eine
P oduk ions
unk ion
zu
Scha ung
neuen
echnischen Wissens
ein üh en
und
den
echnischen
Fo sch i
on
de
Angebo ssei e
he
bes immen
(These
om
angebo s-
de e minie en
echnischen Fo sch i ).
Edmund
Phel
ps
13
ha
eine
Fo sch i s unk ion
angenommen,
in
de
die echnische
Fo sch i s a e
du ch
die
Zahl
de
Fo sche
de e minie
wi d.
Julian
Simon
und
Gun e
S einmann
14
haben
diese
Idee
au ge-
g i en
und
e wei e
und
neben
A bei
noch
ande e
Fak o en
in
die
P oduk ions unk ion
des echnischen Wissens au genommen.
In
dem
e wei e en
Phelps-Modell
häng
die
,P oduk ion'
on
neuem
echni-
schen Wissen ab
on
(1)
de
Zahl
de
Fo sche ,
(2)
dem
Ausbildungs-
s and
de
Be ölke ung,
(3)
dem
S and
des echnischen Wissens
und
(4)
den
Au wendungen
ü
Fo schung
und
En wicklung.
Wenn
wi
o -
ausse zen,
daß
de
Ausbildungss and
am
P o-Kop -Einkommen
gemes-
sen
we den
kann
(Bildungsni eau
und
P o-Kop -Einkommen
sind posi-
i
mi einande
ko elie )
und
wei e hin
annehmen,
daß
die
Zahl
de
Fo sche
p opo ional
zu
Gesam zahl
de
A bei sk ä e
und
die
Au -
wendungen
ü
Fo schung
und
En wicklung
p opo ional
zu
Höhe des
Sozialp oduk s
s ehen,
e hal en
wi
die echnische
Fo sch i s unk ion
mi
13
Phelps
(1966).
. Y
A = h (L,
---y;-
,A,
Y)
8h
----aL ,
8h
8h 8h
8eY/L)
,
~.
~>o
14
S einmann
und
Simon
(1980) und
Simon
und
S einmann
(1981).
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Be ölke ungsen wicklung
und
echnische
Fo sch i
103
Wi
spezi izie en die
Fo sch i s-P oduk ions unk ion
im
olgenden
du ch
die Cobb-Douglas-Funk ion
(P5) ( Y
)1p
Ä =
bL."A
Ll
y<P
L
mi
b,
X,,1,
P,
' jJ
> 0 bzw.
(P5a) Ä = bLI'A.1
Ye
Die
wei e en
Modellbaus eine
sind
die
bekann en
Gleichungen
(1)
-
(4)
des neoklassischen
S anda dmodells
und
des Bose up-Modells.
(PI)
(P2)
(P3)
(P4)
Y =
AR
L"KP
R
=0
L/L
=n
K=sY
Welche
Implika ionen
ha
die
Hypo hese
de
angebo sde e minie en
echnischen
Fo sch i s unk ion
(P5)
ü
den
Zusammenhang
zwischen
Be ölke ungswachs um
und
wi scha liche
En wicklung? Die Lö-
sungsgleichungen
ü
die
Gleichgewich swachs ums a en
de
P oduk-
ion
und
des
P o-Kop -Einkommens
sind
15
(P6a)
und
(P6b)
-
.!X
(1
-,1) +
Il
Ya= n
(1
-
ß)
(1
-,1) -e
A
P,
+ E -
(1
-
IX
-
,ß)
(1
-,1)
YG=
(1-,ß)(I-,1)-E
n
Wi
un e s ellen,
daß
de
Nenne
de
beiden
Gleichungen posi i
is
(1
-
ß)
(1
-A) -
s>
0,
weil
eine ökonomisch sinn olle Lösung
nu
bei
diese
Pa ame e kons ella ion
exis ie
16•
15
He lei ung:
Wi
e hal en
aus
de
echnischen
Fo sch i s unk ion
als
no wendige
und
hin eichende
Bedingung
ü
eine
kons an e
Ra e
des
echnischen
Fo sch i s
(i)
l
i +
(,1
-1) A + E Y = 0
Die
Gleichungen
(PI), (P2)
und
(P4)
lassen
sich
zusammen assen
und
um-
o men
zu
~
i=~+Gi+ßY
Wenn
wi
die
Gleichungen
(P3)
und
(i)
in
(H)
einse zen,
bekommen
wi
die
Lösungsgleichung
(P6a).
16
Ein
nega i e
Nenne
(1
-
ß)
(1
-,1) -
E<
0
wü de
ü
n > 0
eine
nega-
i e
Gleichgewich swachs ums a e
des
echnischen
FO sch i s
implizie ~l1
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110 Gun e S einmann
Kapi alanpassung.
Wi
wollen agen, wie iel
meh
an
Kapi al
die
Wi scha
I
im
Ve gleich
zu
Wi scha II benö ig ,
um
das gleiche
P o-Kop -Einkommen
zu
haben
wie
diese.
Wi
e echnen
aus Gleichung
(L5b)
den
G enzwe
(Y ,
I =
Y ,
n)
1-a-3
~
=
(L /Ln)-P-
Die
g oße
Be ölke ung
I
b auch
meh
Kapi al
als die
kleine
Be öl-
ke ung
II,
um
die gleiche
P o-Kop -P oduk ion
zu e eichen. Das
ein-
kommensneu ale
Kapi al e häl nis
K /Kn
is
ela i
hoch,
wenn
(1)
die Un e schiede
in
den
Be ölke ungszahlen
(L /Ln)
g oß
und
(2)
die
Un e schiede
in
de
Ressou cenauss a ung
(R /Rn)
ge ing
sind,
(3)
die
P oduk ionselas izi ä en
(lX,
ß,
y)
nied ige
We e
au weisen,
und
(4)
Lea ning-By-Doing
(ö)
wenig
wi ksam
is .
Bei
angenommenen
Pa a-
me e we en
on
lX
=
0,5
bis
0,6,
ß = 0,3, y = 0,1, ö =
0,2
bis
0,3
und
gleichen Ressou cenmengen R =
Rn
e gib
sich
ü
eine
doppel
so
g oße
Be ölke ungszahl
L
= 2
Ln
ein
einkommensneu ales
Kapi al-
e häl nis
zwischen
K
= 2
Kn
und
K
= 21/3
Kn.
Wenn
die Ressou cen
de
Wi scha I
doppel
(halb) so hoch
wie
die Ressou cen
de
Wi -
scha II sind,
e inge
( e g öße ) sich das
einkommensneu ale
Kapi al e häl nis
au
K
= 22/3
Kn
bis
K
=
Ku
(K
= 24/3
Kn
bis
K
=
22/3
Ku).
An
diesen
Zahlenbeispielen
wi d
deu lich,
wie
hoch
e wa
im
Lea ning-By-Doing-Modell die
Kapi alanpassung
sein
muß,
wenn
eine
Ve doppelung
de
Be ölke ung
den
Lebenss anda d
nich
beein äch i-
gen
soll.
Wi
wollen
diesen Abschni
mi
einem
ein achen Beispiel abschließen,
das die
Ve knüp ung
on
Lea ning-By-Doing
und
Be ölke ungsg öße
anschaulich
demons ie .
Wi
nehmen
an, daß
de
P oduk i i ä s o -
sch i
zu
Ve g öße ung
de
F eizei
ans a
-
wie
bishe
un e s ell -
ü
die
E zeugung
zusä zliche
Gü e
e wende
wi d.
Die Wi scha I
habe
1000
A bei sk ä e
und
p oduzie e
zwei
P oduk einhei en
(Flug-
zeuge)
p o
Jah ,
die Wi scha
II
habe
nu
halb
so iel
A bei sk ä e
und
s elle
deshalb
auch
p o
Jah
ein
Flugzeug
wenige
he
(Ln
= 1000,
L
= 500, Y =
2,
Yn
=
1).
Die
Fab ika ion
des
e s en
Flugzeugs (des
,P o o yps')
e o de e
in
beiden
Lände n
jeweils
H = 1000000
A bei s-
s unden.
De
Lea ning-By-Doing P ozeß
we de
du ch
die
Funk ion
(L2c) HN =
1000000
N-l/8
besch ieben
(ö =
1/
3
).
Weil
in
Wi scha
I doppel so iele Flugzeuge
im
Jah
he ges ell
we den
wie
in
Wi scha II,
läu
de
Le np ozeß
do
zügige ab (Figu 5). Folglich
lieg
o z
gleich
hohe
P o-Kop -P oduk-
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o
o
o
Be ölke ungsen wicklung
und
echnische
Fo sch i
N=1
1000
Wi scha
I
N=2
794
N=3
b
~:I.j
N=4
630
2 3 4
.E!.l
1000
Wi scha
II
~
794
N=3
~
693
~
630~
N=6
585~
N=7
550-m~
500
2 3 4
Figu
5
111
Jah
Jah
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112
Gun e
S einmann
Tabelle 5
Du chschni liche A bei szei p o A bei sk a und Jah in S unden
du chschni liche du chschni liche
Abweichung
A bei szei
in
A bei szei
in
Jah
Wi scha
I
Wi scha
II
(in
%)
(1) (2)
(1)/
(2)
1
1794
2000
89,67
2
1323
1587
83,36
3
1135
1387
I 81,86
4
1023 1260
i 81,18
I
i
I
ion
die
du chschni liche
A bei szei
in
Wi scha 1
s e s
un e
de
in
Wi scha
11
(Tabelle 5).
VIII. Schlußbeme kungen
Wi
haben
ün
wachs ums heo e ische Modelle
p äsen ie ,
die alle
<.LU
i gendeine
Weise
eine
Beziehung
zwischen
Be ölke ungswachs um
und
echnischem
Fo sch i
he s ellen.
Die
Mal husiane
nehmen
an,
daß echnische
Fo sch i
Be ölke ungswachs um
e zeug
und
schlie-
ßen
posi i e
Rückwi kungen
des
Be ölke ungswachs ums
au
den
ech-
nischen Wissenss and aus
de
Be ach ung
aus. Die Neoklassike
a gu-
men ie en
ähnlich. Beide Ansä ze
s ellen
dahe
ausschließlich
au
die
Ve inge ung
de
P o-Kop -Kapi al-
bzw.
Ressou cenauss a ung
du ch
g öße e
Be ölke ungszahlen
ab (capi al-dilu ion-e ec )
und
sehen
im
Be ölke ungswachs um
ein
Hinde nis
ü
eine
Ve besse ung
on
A -
bei sp oduk i i ä
und
Lebenss anda d.
Das
mal husianische
und
neoklassische Modell
ep äsen ie en
Mei-
nung
und
Denken
de
g oßen
Meh zahl
de
Ökonomen des
19.
und
20.
Jah hunde s
bis
in
die
Gegenwa
hinein. Die
mal husianischen
und
neoklassischen
Aussagen
we den
jedoch
du ch
die his o ischen
E -
ah ungen
nich
bes ä ig .
De
En wicklungsp ozeß
in
den
heu igen
In-
dus ielände n
und
den
heu igen
En wicklungslände n
e lie
ande s.
Technische
und
medizinische
Fo sch i
e zeug en
zwa
Be ölke-
ungswachs um,
abe
das
Be ölke ungswachs um
hiel
en gegen
allen
Vo he sagen
und
Be ü ch ungen
nich bzw. nich
ühlba
die
En wick-
lung
des
Lebenss anda ds
au .
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Be ölke ungsen wicklung und echnische Fo sch i
113
De
Fehle
de
mal husianischen
und
neoklassischen
Theo ien
lieg
an
ih e
einsei igen
Sich weise. Sie
übe sehen
bzw.
un e schä zen
die
Rolle des
Be ölke ungswachs ums
als Mo o echnische
Neuen wick-
lungen.
D ei
G ünde
sp echen
ü
die
Hypo hese
eine
S imulie ung
des
ech-
nischen
Fo sch i s
du ch
Be ölke ungswachs um:
(1)
Wachsende
Be-
ölke ungszahlen
üh en
bei
gegebene
Technologie
zu
Ve knappung
on
Kapi al
und
Ressou cen
und
ge äh den
den
Lebenss anda d
de
Menschen. Dies
zwing
die
Menschen,
neue
echnische
Ve ah en
zu
e -
inden
und
anzuwenden
(Bose up's
These
om
nach age
de e minie en
echnischen Fo sch i ).
(2)
Wachsende
Be ölke ungszahlen
e g öße n
das
Angebo
an
Fo sche n
(Fo sche po en ial)
und
üh en
wah schein-
lich
auch
zu
höhe en
Au wendungen
ü
Fo schung
und
Bildung
(Phelps'
These
om
angebo sde e minie en
echnischen Fo sch i ).
Und
schließ-
lich,
(3)
wachsende
Be ölke ungszahlen
e höhen
die
P oduk ionszi e n
und
beschleunigen
dadu ch
den
P ozeß
des
Lea ning-By-Doing
(A ows
These
om
Lea ning-By-Doing).
Die
aus
diesen
d ei
Thesen
abgelei e en
Modelle gebnisse zeigen,
daß
Be ölke ungswachs um
die
En wicklung
des
P o-Kop -Einkommens
so-
wohl
hemmen
als
auch
ö de n
kann
und
daß
die
Pa ame e we e
da -
übe
en scheiden,
wie
die
beiden
Va iablen
mi einande
e knüp
sind.
Dieses
Resul a
s eh
mi
den
his o ischen
Fak en
in
besse em
Einklang
als die
E gebnisse
de
mal husianischen
und
neoklassischen
Theo ien.
Wi
glauben
dahe ,
daß
die
Theo ie
om
endogenen,
demog aphisch
de e minie en,
echnischen
Fo sch i
eine
geeigne e
E klä ung
de
a sächlichen
demog aphisch-ökonomischen En wicklungsp ozesse
bie e .
Alle dings
muß
diese
Theo ie
noch
ausgebau
und
e besse
we den.
No wendig
sind
insbesonde e:
(1)
Die
Zusammen assung
des Bose up-Modells, des
e wei e en
Phelps-Modells
und
des
Lea ning-By-Doing-Modells
zu
einem
in e-
g ie en
Modell des echnischen
Fo sch i s.
(2)
Die
Ein üh ung
on
Lags
in
den
echnischen
Fo sch i s unk io-
nen.
Sie e möglichen
e s
die
Analyse
de
Ungleichgewich sen wicklung.
Denn
alle
skizzie en
Modelle gebnisse
s ellen
Gleichgewich slösungen
da
und
lassen
keinen
Rückschluß
zu
au
die
zei liche
En wicklung
des
P o-Kop -Einkommens
beim
Übe gang
on
nied igen
zu
hohen
Be öl-
ke ungszahlen
und
umgekeh .
(3)
Die Be ücksich igung
demog aphische
S uk u me kmale
(AI-
e s-,
Geschlech s-,
E we bss uk u
usw.)
und
die
E assung
de
Zu-
8
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpol1 1k
153
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
114
Gun e
S einmann
sammenhänge
zwischen diesen
S uk u a iablen
und
de
Ra e
des
echnischen Fo sch i s (Vi ali ä ,
E ah ung
usw.).
(4)
Die endogene
E klä ung
de
En wicklung
de
Be ölke ung.
(5)
Die
Du ch üh ung
wi scha shis o ische
S udien
übe
den
Zu-
sammenhang
zwischen Be ölke ungsg öße
und
Be ölke ungswachs um
au
de
einen
Sei e
und
S and
und
En wicklung des echnischen Wis-
sens
au
de
ande en
Sei e.
(6)
Die ökonome ische Schä zung
de
Pa ame e we e
de
echni-
schen Fo sch i s unk ion.
Diese Lis e, die noch un olls ändig
is
und
e gänz
we den
kann
bzw.
muß, zeig
kla ,
wie
wei
wi
noch
on
eine
be iedigenden
Theo ie
de
demog aphisch-ökonomischen En wicklung
en e n
sind.
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des
wi scha lichen
Wachs ums
als
Ausgangspunk
eine
wi scha spoli isch
ele an en
Un e suchung
des
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Go ied
Bombach,
Nikolaus
Bla ne
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Technische
Fo sch i
-
K i ische
Beu eilung
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E hik
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Be ölke ungsen wicklung
und
echnische
Fo sch i
115
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Essay
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he
P inciple
o
Popula ion
and
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Summa y
View
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he
P inciple
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Popula ion,
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Neuau lage
mi
eine
Ein üh ung
on
An hony
Flew
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Nelson,
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o
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Low-Le el-Equilib ium
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Op imum
Theo e ical
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büche
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Na ionalökonomie
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Zukun sop imismus,
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3,
S.
112
-
118.
8·
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33

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In e egionale demo-ökonomische Modelle ü die
Bundes epublik Deu schland: Eine Zwischenbilanz
Von
He wig
Bi g, Biele eld
1.
Das E be de " ein ökonomischen" Modelle
de Raumwi scha sleh e
Diskussionen
um
die
F age,
ob es egionale Un e schiede des
Ve -
hal ens
-
ausged ück
beispielsweise
du ch
egional un e schiedliche
In es i ionsquo en,
egional
un e schiedliche
Gebu enzi e n
bzw.
e-
gional un e schiedliche
S e bezi e n
-
gib
ode
ob es sie "eigen lich"
nich
gib
bzw.
ga
nich
geben
kann,
haben
eine
sel same
Tendenz
zu
E zeugung
des
imme
gleichen E gebnisses, nämlich
de
Ansich ,
daß
es
egionale Un e schiede deshalb nich
geben
könne,
weil
Regionen
nich s
ande es
seien
als
au
bes imm e
Weise
abgeg enz e
Teile
de
E dobe läche. S a is isch es ges ell e
Ve hal ensun e schiede
be uhen
nach
diese
Sich weise
da au ,
daß
in
de
Region Menschen leben, die
die
T äge
de
Ve hal ensweisen
sind, so daß es
dann,
wenn
man
sich
die
Menschen
aus
den
Regionen
wegdenk ,
wede
Ve hal ensweisen
on, noch
Ve hal ensun e schiede
zwischen Regionen gib .
Da aus
wi d
geschlossen, daß alle empi isch es ges ell en
egionalen
Un e schiede
le z lich
au
de
un e schiedlichen
Zusammense zung
de
Regionsbe-
ölke ungen
be uhen
(Komposi ionse ek ),
und
daß
sich egionale
Un-
e schiede au lösen lassen,
wenn
man
die
einzelnen
Be ölke ungsg up-
pen, aus
denen
sich die
Regionsbe ölke ungen
zusammense zen, ge-
enn
be ach e .
Bei
diese
A gumen a ion
is
die
P ämisse,
daß
ein
S ück
de
E d-
obe läche
keine
menschlichen
Ve hal ensweisen
ha ,
de ini o isch
wah ,
und
o zdem
is
das
da aus
abgelei e e
E gebnis
unb auchba .
Wie
komm
das? Meine
In e p e a ion
des
A gumen a ionse gebnisses
is
diese:
Nimm
man
an,
daß
Menschen
mi
ih em
Lebens aum
au
i gend-
eine
A
e bunden
sind, so daß es
ihnen
nich öllig gleichgül ig is ,
in
welche
Umgebung
sie leben,
dann
is
die P ämisse,
daß
man
sich
Menschen aus
ih em
Lebens aum
wegdenken
kann,
ohne
daß sich
e was
Wesen liches
ände ,
unhal ba .
Es
gib
o ensich lich eine
A
heo e-
ische G e chen age:
Sind
Menschen
äumlich
ebenso ungibel
wie
wi scha liche
Gü e ,
ode
sind
sie
in
i gendeinem
hie
nich zu
p äzi-
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
118 He wig Bi g
sie enden
Sinne
mi
eine
Region
e bunden?
Im
e s en
Fall
wi d
man
egionale
Ve hal ensun e schiede
e neinen.
Im
zwei en
Fall
mach
es
Sinn,
on
egionalen
Ve hal ensun e schieden
zu
sp echen,
denn
Re-
gionen
sind
dann
keine
bloßen
Teile
de
E dobe läche
meh ,
sonde n
Teile
de
E dobe läche,
die
on
bes imm en
Menschen
mi
bes imm en
Ve hal ensweisen
bewohn
we den.
Ve wende
man
zu
E klä ung
des
Ve hal ens
eines
Indi iduums
das
S imulus-Response-Modell,
so
läß
sich
de
Ein luß
egionale
Fak o en
an
mindes ens
zwei
Punk en
es machen:
1.
Die
S imuli
sind
on
Region
zu
Region
e schieden.
Bei
egionalen
Un e schieden
des
Konsumen en e hal ens
e geben
sich
egional
un e schiedliche
S imuli
beispielsweise
aus
den
egional
un e -
schiedlichen
Gü e angebo en.
2.
Die
Reak ion
au
S imuli
is
e schieden,
weil
Ve hal ens eak ionen
du ch
die
egionale
Umwel
des
Indi iduums
mi bes imm
we den,
beispielsweise
dadu ch,
daß
Ve hal ens eak ionen
zum
Teil
das
E -
gebnis
on
sozial
ges eue en
Le np ozessen
sind.
Schon
aus
diesen
beiden
G ünden
olg ,
daß
sowohl
die
Indi iduen
selbs
als
auch
die
aus
ihnen
bes ehenden
bzw.
die
on
ihnen
gescha e-
nen
egionalen
Lebens äume
singulä e
Gebilde
da s ellen,
die
in olge-
dessen
auch
absolu
singulä e
und
keineswegs
au
Komposi ionse ek-
en
be uhende
Eigenscha en,
Insonde hei
Ve hal enseigenscha en,
haben.
Dieses
E gebnis
kann
nich
übe aschen,
is
es doch
aus
de
All ags-
e ah ung
bekann
und
da übe
hinaus
in
unzähligen
We ken
de
Li e-
a u
au
das
Anschaulichs e
mi
Beispielen
beleg :
Die
Menschenge-
s al en,
die
Dich e
und
Sch i s elle
in
ih en
We ken
da s ellen,
sind
on
ih en
Lebens äumen
nich
ablösba .
De
"Mann
ohne
Eigenscha -
en"
is
ohne
die
Eigenscha en
de
S ad
Wien
nich
denkba ;
e
läß
sich
wede
nach
Chicago
noch
nach
Be lin
e p lanzen.
Daß
man
on
Lebens äumen
und
Landscha en
unheilba
gep äg
we den
kann,
is
ehe
die
Regel
als
eine
Ausnahme.
In
de
Wissenscha
wi d
die
Exi-
s enz
egionale
Ve hal ensun e schiede
o zdem
o
als
eine
quan i e
negligeable
behandel ,
sel same weise
auch
in
de
Regionalwissen-
scha
1•
In
eine
eben
e s
en s andenen
neuen
Wissenscha ,
de
Syne -
1 Ka l
Mannheim
ha
in seinem
be ühm en
Au sa z
übe
das Gene a ionen-
p oblem (Mannheim,
1928)
bzw.
übe
die Theo ie des Beg i s "Gene a ion"
gezeig , daß die
in
de kuns geschich lichen
Li e a u
en wickel e Theo ie
des S il-Beg i s on g oßem heu is ischen We
ü
die En wicklung eine
sozialwissenscha lichen Gene a ionen heo ie sein kann. Es könn e sich -
um
eine Analogie zwischen den heo e ischen Schlüsselbeg i en "Gene a-
ion" und "Region" he auszus ellen -im Falle de Regionalwissenscha die
Li e a u geschich e als ein e ag eiches Ideen ese oi e weisen, so wie es
die Kuns geschich e bei de En wicklung de Gene a ionen heo ie wa .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
In e egionale Modelle ü die Bundes epublik Deu schland
119
ge ik,
sind
egionale
Ve hal ensun e schiede
dagegen
schon als
ein
in-
e essan es
S udienobjek
en deck
wo den:
"Leb
man
länge e
Zei
in
e schiedenen
S äd en,
so
s ell
man
bald
es ,
daß
es
jeweils
e -
schiedene
Klima a
im
Umgang
de
Menschen
un e einande
gib . Es
gib
S äd e,
in
denen
die Menschen
seh
eundlich,
ande e
wiede ,
in
denen
die
Bewohne
un e einande
und
auch
ande en
Leu en
gegen-
übe
di ek
mu ig
sind
...
Ha
sich
e s
einmal
eine
allgemeine
S im-
mung
he ausgebilde ,
so
komm
ein
Neuling
in
diese
S ad
nich
meh
dagegen
an
und
im
Lau e
de
Jah e
wi d
sich
sein
Ve hal en
o
nu
wenig
on
dem
de
ande en
un e scheiden"
(Haken, 1981: 117/118).
Die
Raumwi scha sleh e
ha
om
Beginn
ih e
En wicklung
an
egionale
Ve hal ensun e schiede
aus
ih en
Modellen
meh
ode
weni-
ge
konsequen
eliminie ,
ebenso
wie
Landscha sun e schiede. Dies
schien unumgänglich,
denn
es
wu de
das Ziel e olg , heo e ische Aus-
sagen
übe
die äumliche
O ganisa ion
on
Be ölke ung
und
Wi -
scha zu
e en,
die
eine
"allgemeine"
Gül igkei
beansp uchen
soll-
en. Die
beiden
Fo de ungen,
nämlich
Aussagen
übe
den
Gegens and
"empi ische
Raum" zu
e en
und
eine
"allgemeine
Gül igkei "
zu
e -
eichen,
sind
nich
mi einande
e einba .
De
Komp o niß
wu de
zu
Las en
des
Raums
und
zu
Guns en
de
Aussagenallgemeinhei
ange-
s eb .
Von
Bö en e
aß
in
seine
Da s ellung
de
Modelle
on
J.
H.
on
Thünen
(1826),
A.
Lösch (1944)
und
W. Ch is alle
(933)
die wich-
igs en
Ve hal ensannahmen
wie
olg zusammen: "Die
P oduk ions-
unk ionen
sind
ü
alle
Punk e
de
Fläche gleich,
und
die
Konsumen en
haben
übe all
iden ische
P ä e enzen
und
die gleiche
Kau k a "
(E.
on
Bö en e , 1962: 83). Von
Bö en e
a bei e
d ei
aumdi e enzie-
ende
Fak o en
he aus:
(1)
Ex e ne
E spa nisse
(=
Agglome a ions o eile bzw. -nach eile,
ih e sei s
bes ehend
aus "localiza ion economies"
und
"u banisa-
ion
economies"),
(2)
T anspo kos en
(insbesonde e
in
Rela ion
zu
ande en
P oduk ions-
kos en)
und
(3)
Abhängigkei
de
Wi scha
om
heimischen
G und
und
Boden.
In
diesem
p og amma ischen
Schema
ehlen
die
Be ölke ungsbewe-
gungen
de
Menschen
mi
ih en
aumgep äg en
und
aump ägenden
Ve hal ensweisen,
obwohl
on
Bö en e
an
den
Modellen
on
Lösch
und
Ch is alle das
Fehlen
on
Be ölke unggsbewegungen
als
einen
g oßen
Mangel
k i isie :
"De
g öß e
Mangel
is
die Ve nachlässigung
de
Be ölke ungsbewegungen"
(S. 19).
Die
Ausklamme ung
des
Fak o s
Be ölke ungsbewegung
be uh
au
eine
bewuß
ollzogenen En scheidung: Es
wi d
nich
nach
den
wich-
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
126
He wigBi g
Kon e genz
de
egionalen
Ve hal ensweisen
gib .
Zu
Un e scheidung
on
Koho en-Kon e genz-
und
P opo ionalmodellen
gl.
die
nach-
s ehende
Übe sich .
Die
Einzelhei en
de
Modellbildung
sind
in
Bi g
(1980)
da ges ell .
Als
inhal liches
E gebnis
de
zule z
ü
das
Basisjah
1975
du ch-
ge üh en
k eisweisen
Be ölke ungs o ausschä zungen
sei
hie
es ge-
hal en,
daß
sich
de
Be ölke ungs ückgang
au
die
S ad egionen
und
au
die
üb igen
Gebie e
gleichmäßig
e eil .
Inne halb
de
S ad -
egionen
nimm
die
Be ölke ung
bis
zum
Jah
2000
abe
in
den
Ke n-
s äd en
um
17
H
ab,
wäh end
sie
in
den
Randzonen
as
kons an
bleib
(Bi g 1980).
Die
E gebnisse
ü
die
S ad -
und
Landk eise
lassen
sich
zu
g öße en
egionalen
Einhei en
e dich en
und
au
e schiedene
Weise
auswe en
(z.
B.
Bi g
1983 a
und
1983 b).
In
de
Demog aphie
wi d
un e schieden
zwischen
-
Koho ene ek en,
-
Pe iodene ek en
und
-
Al e se ek en,
womi
gemein
is ,
daß
de
Ein luß
de
Koho enzugehö igkei
bzw. des
Kalende jah s
bzw.
des
Al e s
au
die
Gebu enhäu igkei
analy isch
ge enn
we den
kann
(Has ings
und
Be y
1979; Bi g, Huinink, Koch
und
Vo hal 1984).
Es
bie e
sich
an,
in
Zukun
auch
den
egionalen
Ein luß
au
die
Gebu enhäu igkei
einzubeziehen.
Die
en sp echenden
Regionse ek e
können
sich
e geben
du ch
Be ölke ungs e lage ungen
zwischen
den
Regionen
bzw.
du ch
Bes immungs ak o en
in
den
Re-
gionen
(kinde eindliches
Wohnum eld,
egionale
A bei sma k
u. a.
Fak o en,
die
ü
die
egionalen
Un e schiede
des
gene a i en
Ve hal-
ens
wich ig
sind).
3. Be ölke ungs a iablen
in
demo-ökonomischen Modellen mi
egionale Di e enzie ung
3.1 Beg i e und Klassi ika ionen
Un e
einem
demo-ökonomischen
Modell
mi
egionale
Di e enzie-
ung
wi d
hie
ein
Modell
e s anden,
in
dem
ökonomische
und
demo-
g aphische
Va iablen
mi einande
e knüp
sind.
Handel
es sich
um
ein
Modell
ü
eine
einzige
S ad
bzw.
Region
in
einem
Land,
so
bie e
sich
die
Bezeichnung
" egionales demo-ökonomisches Modell"
an.
Eine
ande e
A
on
Modellen
s ellen
die
"in e egionalen demo-ökonomi-
schen Modelle"
da .
Diese Modelle
en hal en
mindes ens
zwei
Regio-
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33

In e egionale Modelle ü die Bundes epublik Deu schland
127
nen,
de en
Va iablen
mi einande
in
besonde en
Gleichungen
(ode
ande en
Beziehungen)
e knüp
sind.
In
jedem
in e egionalen
Modell
lassen
sich
die
Beziehungen
zwischen
den
Modell a iablen
in
zwei
G uppen
ein eilen:
(1)
Beziehungen
(=
Gleichungen
und
Ungleichungen),
in
denen
nu
Va iablen
eine
Region
o kommen
und
(2)
Beziehungen,
in
denen
Va-
iablen
aus
zwei
bzw.
meh e en
Regionen
en hal en
sind.
Dabei
bedeu-
e
de
Beg i
"Va iablen
aus
eine
Region",
daß
die
be e ende
G öße
i gendein
Me kmal
eine
bes imm en
Region
miß ,
so
daß
die
Va iable
olls ändig
du ch
die
Angabe
de
be e enden
Region bezeichne is ,
z.
B.: YS6 =
B u oinlandsp oduk
de
Gebie seinhei
38.
S a
"Va iablen
aus
eine
Region"
wi d
hie
auch
de
Beg i
"Regionale Va iable"
e -
wende .
Von
den
" egionalen
Va iablen"
läß
sich
eine
zwei e
Va iablen-
g uppe
un e scheiden,
nämlich
jene
G ößen,
zu
de en
olls ändige
Be-
zeichnung
die
Angabe
eine
Region
nich
genüg .
Diese
G ößen
we den
als "In e egionale Va iablen" bezeichne .
Fü
die
meis en
in e egio-
nalen
Va iablen
benö ig
man
mindes ens
zwei
Regionen
zu
olls än-
digen
Bezeichnung,
z.
B.: W s =
Wande ungen
on
Region
nach
Re-
gion s.
Die
in e egionalen
Va iablen
sind
die
in e essan es en,
wich igs en
und
am
schwe s en
zu
e klä enden
G ößen.
In e egionale
Va iablen
e en
in
in e egionalen
Beziehungen
au . Beispiele solche
Beziehun-
gen
sind
Wande ungs unk ionen,
in
denen
ge ich e e
Wande ungs-
s öme
e klä
we den.
Auch
die
paa weisen
Wande ungssalden
sind
in e egionale
Va iablen,
nich
dagegen
die
Gesam zuzüge
bzw.
die
Ge-
sam o züge
eine
Region
ode
de
Gesam wande ungssaldo:
W s
= ge ich e e Wande ungss om on Region nach Region s
(=
in e egionale Va iable)
S s
Ws
-
W s
= paa weise Wande ungssaldo zwischen Region
und
Region s
(=
in e egionale Va iable)
Z
~
Ws
= Gesam zuzüge de Region
(=
egionale Va iable)
F ~
w s
= Gesam o züge aus Region
(=
egionale Va iable)
S
~
S s = Gesam wande ungssaldo de Region
(=
egionale Va iable)
Demo-ökonomische Modelle
mi
egionale
Di e enzie ung
sind
also
en wede
Ein-Regionen-Modelle
ode
Meh -Regionen-Modelle. Die
Ein-
Regionen-Modelle
sind
zahl eiche
als
die
Meh -Regionen-Modelle,
denn
im
P inzip
kann
bzw. soll e
ü
jede
S ad
bzw.
ü
jede
Region,
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128
He wigBi g
in
de
die sozio-ökonomische
En wicklung
planend
ges al e
wi d,
auch
ein
Modell
e a bei e
we den,
das die
G undlagen
da ü
lie e ,
um
die
Gegebenhei en
und
die U sachen
de
Gegebenhei en
adäqua
zu
be-
sch eiben,
au
de
Basis
de
Gegebenhei en
Ziele zu
p äzisie en
und
die
Wi ksamkei
on
Maßnahmen
zu
beu eilen.
Das
schein
heu e
noch
nich
selbs e s ändlich
zu
sein.
De
Au wand,
de
mi
lächendeckenden
in e egionalen
Modellen
e bunden
is ,
mach
e s ändlich,
daß
es
nu
wenige
Modelle
diese
A
in
de
Bundes epublik
gib .
Zu
nennen
sind
hie
im
wesen lichen
die
on
R. Thoss
en wickel en
Modelle, die Modelle
de
Bundes o -
schungsans al
ü
Landeskunde
und
Raumo dnung
(BFLR), die Mo-
delle
on
D.
Sch öde bzw. die
en sp echenden
Nach olgemodelle
de
PROGNOS
AG, sowie die Modelle
on
Bi g
(1979
b, 1980
und
1983 e).
Wi
besch änken
uns
im
olgenden
im
wesen lichen
au
die
in e egio-
nalen
Modelle; sie
bilden
den
in e essan es en,
wich igs en
und
schwie-
igs en
Modell yp. Wie
im
o angegangenen
Abschni
gezeig ,
sind
die
Be ölke ungsp ognosee gebnisse, die
au
de
Basis eines
in e egiona-
len
Be ölke ungsp ognosemodells
gewonnen
wu den,
genaue
als die
E gebnisse eines
en sp echenden
Globalmodells.
Diese
P äzisions- bzw.
Genauigkei s o eil
is
nich
übe aschend.
Auch
bei
mak oökonomi-
schen Modellen
dü e
eine egionale
Di e enzie ung
p äzise e
Aus-
sagen
ü
den
Gesam aum
e möglichen. Regional
di e enzie e
ökono-
me ische Modelle
ü
die
Bundes epublik
gib
es
abe
m.
W.
in
aus-
ge ei e
Fo m
bishe
noch nich .
3.2 Be ölke ungs a iablen
in
in e egionalen Modellen
Modelle
we den
zu
Lösung
bes imm e
Au gaben
en wickel . Ge-
b äuchlich
is
die
Gliede ung
nach olgenden Au gaben:
Aussagen
übe
die
En wicklung
in
de
Ve gangenhei
zu
e en
(E klä ungsmodelle),
die wah scheinlichs e
En wicklung
in
de
Zukun
zu
p ognos izie en
(P ognosemodelle) bzw. die
in
einem
bes imm en
Sinn
bes mögliche
En wicklung
und
die
zu
ih e
Realisie ung
e o de lichen
We e
de
Ins umen a iablen
zu
bes immen
(Dezisionsmodelle bzw.
Op imie-
ungsmodelle;
zu
Klassi ika ion gl.
Bi g
1982).
Fü
jede
diese
d ei
Au gabens ellungen
wu den
in e egionale
Mo-
delle en wickel .
In
allen
diesen Modellen
kommen
Be ölke ungs a ia-
blen
o ,
alle dings
in
seh
un e schiedliche
Di e enzie ung.
Un e -
schiedlich
is
auch die
A ,
mi
de
die
Be ölke ungs a iablen
mi
den
üb igen
Modell a iablen
e knüp
sind.
Zu
Cha ak e isie ung
de
Un e schiede
bie e
es sich an, die
Be ölke ungs a iablen
zu
d ei
G up-
pen
zusammenzu assen:
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
In e egionale
Modelle
ü
die
Bundes epublik
Deu schland
129
(1)
Va iablen
zu
Besch eibung des Be ölke ungsbes andes,
(2)
Va iablen
zu
Abbildung
de
na ü lichen
Be ölke ungsen wicklung
(Gebu en
und
S e be älle)
und
(3)
Va iablen
zu
Abbildung
de
Be ölke ungs e ände ungen
du ch
Wande ungen.
Die
Kapazi ä
de
heu igen
Rechenanlagen
e laub
es
im
allgemeinen,
säm liche
Va iablen
nach
einzelnen
Al e sjah en
und
Geschlech zu
di e enzie en.
Bei
den
hie
ausgewähl en
Modellen
de
BFLR,
de
PROGNOS
AG
und
de
Modelle
on
Thoss
is
dies
bislang
noch
nich
geschehen,
is
abe
in
Zukun
zu
e wa en.
Die Modelle des
Ve asse s
sind
nach
einzelnen
Al e sjah en
di e enzie .
Die
Bedeu ung
des
Al e se ek s
is
auch
inne halb
on
5-Jah es-Al e sg uppen
so g oß,
daß
eine
Au gliede ung
nach
einzelnen
Al e sjah en
unumgänglich
is .
Wie
im
o angegangenen
Abschni
gezeig
wu de,
is
ü
eine
egio-
nale
Be ölke ungs o ausschä zung
bzw.
ü
eine
E klä ung
de
egio-
nalen
Be ölke ungsen wicklung
in
de
Ve gangenhei
eine
undie e
E klä ung
bzw. P ognose
de
Wande ungen
wesen lich wich ige als
eine
E klä ung
de
na ü lichen
Be ölke ungsen wicklung. Diesem
Um-
s and
wi d
meis
nu
in
ungenügende
Weise Rechnung
ge agen.
Die
hie
he ausgeg i enen
Modelle
en hal en
olgende
Di e enzie ung
de
Wande ungs a iablen:
In e egionales Modell
Raumo dnungsp ognose
Thoss
( e schiedene
al e na i e
Modelle)
BFLR4
Bi g
(1979)
Bi g
(1980)
Bi g
(1983 e)
Di e enzie ung de
Wande ungs a iablen
S
agg egie e
Wande-
ungssaldo
S
agg egie e
Wande-
ungssaldo
z ,
F
agg egie e
Zu-
bzw.
Fo züge
z , F bzw.
W s
agg e-
gie e
Zu-
bzw.
Fo -
züge bzw.
ge ich e e
Wande ungs
s öme
Regionales
Ras e
38
Gebie seinhei en
e schiedene
Ras e
bis
zu d. 100
egionale
Einhei en
79
Ve keh s egionen
bzw.
Bundeslände
bzw.
343
S ad -
und
Land-
k eise
u. a.
Einen
wei e en,
seh
wesen lichen Gesich spunk
bilde
die
A ,
in
de
die
Be ölke ungs a iablen
mi
den
üb igen
Va iablen
e knüp
sind.
Au
die
en sp echenden
De ails
kann
hie
nich
eingegangen
we den.
4
Gegenwä ig
wi d
in
de
BFLR
eine
neue
egionale
Be ölke ungs o aus-
schä zung
e a bei e ,
die
eben alls
ge ich e e
Wande ungss öme
en hal en
wi d.
Vgl.
"In o ma ionen
zu
Raumen wicklung",
He
12, 1984 (in
Vo be-
ei ung).
9
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoll lk
153
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
130
He wigBi g
Folgende
p inzipielle
Un e schiede
lassen
sich
abe
aus
den
e schie-
denen
Ziel
ich ungen
de
Modelle ablei en:
(1) Raumo dnungsp ognose5
Es
handel
sich
um
Modelle
mi
de
Zweckse zung, egionale Be ölke-
ungs-
und
Beschä igungsp ognosen
du chzu üh en.
Die
Wande ungen,
die die
Be ölke ungsen wicklung
am
s ä ks en
bes immen,
we den
je-
doch als
Res
e mi el ,
d.
h.
es
wi d
de jenige
Wande ungssaldo
be-
bes imm ,
de
"e o de lich" is ,
um
die
A bei sma k bilanz
auszuglei-
chen
(=
Di e enz zwischen
A bei sk ä ezahl,
die sich aus
de
na ü -
lichen
Be ölke ungsen wicklung
e gib
und
p ognos izie e
Zahl
de
A bei splä ze). Dabei
wi d
eine
bes imm e
Obe g enze
ü
die egionale
A bei slosenquo e
ei
gese z .
De
Nach eil
bei
diesen Modellen is ,
daß
die
Va iablen,
die die
A bei spla zzahl
bes immen,
und
die Be ölke-
ungs a iablen
(einschließlich
de
E we bsquo en),
nich ückgekoppel
sind.
A bei splä ze
und
A bei sk ä e
we den
nich
in
eine
Ve hal-
ensgleichung
mi einande
e knüp ,
sonde n
in
eine
De ini ionsglei-
chung: Sie
we den
in
de
A bei sma k bilanz
einande
gegenübe ge-
s Iel ,
wo aus
sich
de
zum
Ausgleich
de
Bilanz "e o de liche"
Wan-
de ungssaldo
du ch
Di e enzbildung
e gib .
Die Bezeichnung "Be öl-
ke ungsp ognosemodell"
au
diese Modelle
anzuwenden,
is
eigen lich
nich möglich.
Denn
die
Wande ungen,
die die
Be ölke ungsen wicklung
am
meis en
bes immen,
we den
in
diesen Modellen nich p ognos izie ,
sonde n
als Res aus
de
A bei sma k bilanz
abgelei e .
(2)
Die Dezisions- bzw. Op imie ungsmodelle
on
Thoss
Diese Modelle
en hal en
zu
Zei
nu
den
agg egie en
Wande ungs-
saldo.
Eine
E klä ung
de
Wande ungen
se z
jedoch eine
T ennung
in
Zu-
und
Fo züge
o aus, weil zuziehende
und
o ziehende
Pe sonen
meis
un e schiedliche
Wande ungsmo i e
haben.
De
Wande ungssaldo
wi d
in
diesen Modellen
im
üb igen
nich
e klä ,
sonde n
es
wi d
de
zu
E eichung
des
op imalen
We es
de
Ziel unk ionen
(meis Maxi-
mie ung
des Wachs ums
de
Summe
de
egionalen
B u oinlandsp o-
duk e)
e o de liche
We
des
Wande ungssaldos
e echne .
Nebenbe-
dingungen,
in
denen
sich die
P ä e enz
de
Einwohne
eine
Region
ü
die
gegenwä ige
Wohn egion
mobili ä sminde nd
niede schlagen
wü de,
sind
in
den
Modellen (noch) nich be ücksich ig , doch
is
dies
ohne
Schwie igkei en
möglich.
Hie bei
könn e
die Dis anz zwischen
Regionen als Mobili ä shemmnis
in
Fo m
on
Nebenbedingungen
ein-
geb ach
we den.
5 Im Li e a u e zeichnis
un e
Bundesminis e
ü
Raumo dnung
...
,
1977,
zi ie .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
In e egionale Modelle ü die Bundes epublik Deu schland
131
(3)
Die Modelle des Ve asse s
Zweckse zung
diese
Modelle
is
die
E klä ung
bzw. die P ognose
de
egionalen
Be ölke ungsen wicklung
und
- e eilung.
Das Modell
on
1979
en häl
meh e e
Rückkopplungen
de
Be ölke ungs-
und
A bei s-
ma k en wicklung,
die
den
ande en
Modellen ehlen. Das Modell
on
1980 (K eis-Modell)
is
im
Hinblick
au
die
Va iablen
ein ache
s uk-
u ie ,
en häl
abe
ein
wesen lich eine es egionales
Ras e
(343
K eise). Das Modell
on
1983 e
is
ein
heo e isches Modell, das
bislang
noch nich empi isch
angewand
wu de.
Die
e schiedenen
Modelle
wu -
den
be ei s
in
Au sä zen
und
Monog aphien
da ges ell .
4.
Zwei
Rich ungen
de
Modellbildung
4.1
Die
S andpunk e
Man
muß
sich
on
Zei
zu Zei agen,
wa um
die
Theo ieen wicklung
und
Modellbildung
e läu ,
wie
sie
e läu .
Denn
es
häng
iel
da-
on
ab,
in
welche Rich ung die
En wicklung
geh . Bei
den
Modellen
mi
egionale
Di e enzie ung
schälen sich zwei
diame al
e schiedene
Rich ungen
he aus.
Die Ve schiedenhei
de
Rich ungen
is
eine Folge
de
Un e schiedlichkei
de
heo e ischen
Ausgangspunk e.
Man
kann
olgende
S andpunk e
und
A gumen a ionsweisen
un e scheiden:
S andpunk
I:
De
Beginn
jede
heo e ischen
Spezi ika ion
is
die Fes s ellung,
daß
de
Raum
nich chao isch
o ganisie ,
sonde n
du ch
O dnung
s uk u-
ie
is .
Au gabe
de
Wissenscha
is
es, diese
O dnung,
die
o ge un-
den
wi d,
bzw. die
du ch
die
nu
sich selbs e p lich e e
Theo ie
ei,
unabhängig
und
o ausse zungslos gese z
wi d,
zu
e klä en,
d. h.
au
o dnungsbildende
Fak o en
zu ückzu üh en.
Modelle, die
on
diesem
S andpunk
aus
en wickel
we den,
sind
as
imme
Gleichgewich s-
modelle. Bei
ihnen
e gib
es sich,
daß
de
Mensch, alls die
Be ölke ung
in
diesen Modellen
o komm ,
sich
in
die besch iebene bzw.
e klä e
O dnung
wie
on
selbs ein üg . Die
A
und
Weise des Sich-Ein ügens
e kenn
man
an
den
Modellaussagen
übe
die Mobili ä : Mobili ä
is
eine Reak ion des
Fak o s
Be ölke ung
beispielsweise
au
egionale
Einkommensdi e enzen
usw.
Au
eine
Fo mel
geb ach : Mobili ä is
das
Wi kungse gebnis
on
äumliche O dnung.
S andpunk
II:
Man
kann
die äumliche O dnung
abe
auch
umgekeh
als das
E -
gebnis de Be ölke ungsmobili ä
in
de
Ve gangenhei
ansehen. Bei
9·
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132
He wigBi g
diese
Sich weise
is
O dnung
e was
Dynamisches, das sich
ände n
kann,
weil sich die
G ünde
ü
die äumliche Mobili ä
ände n
können.
Mobi-
li ä
is
hie
keine
bloße
Reak ion
de
Menschen
au
e was,
sonde n
eine
Ak ion
in
bezug
au
Dinge,
mi
denen
Menschen
bes imm e
Ziele zu
e eichen
suchen.
Aus
diese
Sich
is
ein
Umzug
im
Rahmen
eines
A bei spla zwechsels,
mi
dem
ein
höhe es
Einkommen
e bunden
is ,
keine
Reak ion
au
egionale Einkommensun e schiede,
sonde n
eine
Ak ion,
in
de en
Folge sich das pe sönliche
e ügba e
Einkommen
e höh .
Jede
O dnung
im
Raum
is
eine
O dnung
au
Zei ,
also eine
O dnung
im
Übe gang
au
eine
neue
O dnung
6•
Beide Ansä ze
sp echen
übe
die gleiche
Reali ä ,
abe
sie
e s ehen
die
Reali ä
au
undamen al
e schiedene Weise.
Zu
agen,
we
ech
ha ,
is
nich möglich,
denn
es
handel
sich
um
Un e schiede bzw.
um
Eigenscha en des
E kenn nisappa a es,
die sich es s ellen,
abe
nich
mi
Beg i en
wie
"wah "
und
" alsch"
in
Ve bindung
b ingen
lassen.
Eine
Möglichkei , die
p ak ischen
Implika ionen
de
heo e isch
un e -
einba en
Posi ionen zu skizzie en,
bes eh
da in,
daß
man
die
F age
s ell , ob
ein
aumwi scha liches
Gleichgewich bzw.
allgemeine
ein
Gleichgewich
im
Raum
bei
indi iduellen
Ungleichgewich en
übe haup
o s ellba
is .
De
Beg i
"indi iduelles Ungleichgewich "
bedeu e
hie :
Wenn
Menschen mobil sind, so
sind
sie es deshalb,
weil
sie
besse e
Zus ände
als die
gegenwä igen
zu
e eichen
suchen (es sei denn, daß sie
zwangsweise mobil sind).
4.2 Räumliche O dnung
im
Ube gang ("O dnung
au
Zei ")
E. .
Bö en e
sch ieb
in
seinem
schon
zi ie en
Bei ag
on
1962
den
Sa z: "Das
äumliche
Sys em
e lie
zunehmend
an
Regelmäßigkei "
(S. 124). Ich möch e dies bezwei eln. Wah scheinliche is ,
daß
al e
Regel-
mäßigkei en
on
neuen
abgelös
wu den,
was
sich auch
du ch
die
hie
gewähl e
Ausd ucksweise als
"O dnung
au
Zei "
ode
"O dnung
im
Übe gang"
ausd ücken
läß .
Es
gib
ku zlebige
O dnungen
und
lang-
lebige bzw. zählebige.
Eine
allgemeine Tendenz
in
Rich ung
au
eine
Abnahme
de
Regelmäßigkei
des
äumlichen
Sys ems
is
nu
plausibel
zu machen,
wenn
man
physikalische
Vo s ellungen
he anzieh ,
z.
B.
den
zwei en
Sa z
de
The modynamik.
Alle dings
zeig
uns
ge ade
die
heo-
e ische
Physik,
daß
du ch
ih e
Anwendung
au
sozial wissenscha liche
P obleme,
insonde hei
au
aumwi scha liche
P obleme,
ge ade
die
He ausbildung
und
nich
die Au lösung
on
O dnungss uk u en
übe -
aschend
gu
e klä
we den
kann
(Haken 1981:
133
.).
Im
olgenden
6 De Beg i "Ungleichgewich s heo ie" is kein Synonym ü den hie ein-
ge üh en Beg i "O dnung au Zei ".
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
In e egionale Modelle ü die Bundes epublik Deu schland
133
wi d
e such , zu zeigen,
daß
die
Physike
au
dem
ich igen Weg sind,
wenn
sie
nich
on
eine
"allgemeinen
Theo ie"
eine
"allgemeinen
O dnung"
im
sozialwissenscha lichen Be eich ausgehen.
Hie ü
is
es nö ig, aus
dem
1962 gesch iebenen,
wei e
oben
zi ie en
Sa z
on
E. .
Bö en e ,
daß
de
g öß e
Mangel
aumwi scha liche
Modelle
da in
bes ehe,
daß
Be ölke ungsbewegungen
e nachlässig
wü den,
Folge ungen
zu ziehen:
Be ölke ungsbewegungen
soll en
als
ein
eigens ändige ,
aumdi e enzie ende
Fak o
in
Be ach
gezogen
we den.
Dies
is
bishe
noch nich
in
aus eichendem
Maße geschehen.
Wenn
Wande ungen
übe haup
be ach e
we den,
dann
meis
in
de
g oben
Ve ein achung
als
unge ich e e
Wande ungs
saldo ( gl.
bei-
spielsweise E. .
Bö en e
1979: 274).
Im
olgenden
we den
einige
be-
ei s
publizie e
E gebnisse
de
empi ischen Fo schung
zusammen as-
send
e e ie ,
die
ü
die
kün ige
Modellbildung nü zlich
sein
könn en.
Die
E gebnisse
we den
bewuß
in
de
Fo m
on
Thesen
p äsen ie ,
auch
wenn
ü
ih e
Bes ä igung
noch
iel
A bei
zu
leis en
is .
These
1:
Be ölke ungsbewegungen
sind
in
ku z is ige
Be ach ung
s uk u -
abhängig,
in
lang is ige Be ach ung
s uk u bildend.
In
de
Bundes epublik
ziehen
jedes
Jah
zwischen
den
k eis eien
S äd en
und
Landk eisen
e wa
3 Mill.
Pe sonen
um
7• Das
Volumen
de
Wande ungen
is
konjunk u abhängig
( gl. G aphik), die Rich ung
de
Wande ungs
s öme
häng
dagegen
on
de
S uk u
de
He kun s-
bzw. Ziel egionen ab, zwischen
denen
die
Wande ungss öme
au e en.
Eine
Analyse
de
Wande ungsma izen
de
Bundeslände
on
1950
bis
1980
e gab,
daß
ü
die G oß-Regionen
"Bundeslände "
auch die Rich-
ung
einige
Wande ungss öme
on
de
Konjunk u
beein luß
wi d,
genaue
gesag
is
es die G öße
bes imm e
ge ich e e
S öme.
So
is
z.
B.
Be lin
(W)
ein
Land, das
im
wi scha lichen
Au schwung
meh
Menschen
ne o
an
das
Bundesgebie
e lie ,
als
im
Abschwung. Auch
No d hein-Wes alen
läß
sich
z.
T. als
Konjunk u e lie e
bezeichnen,
wäh end
de
Süden
des
Bundesgebie es
in
jedem
Au schwung
beson-
de s
s a k
p o i ie .
Mi
eine
gewissen
Übe eibung
kann
man
sagen:
Die
Konjunk u bewegung
ha
eine
A
Pumpwi kung;
bes imm e
Ge-
bie e
we den
du ch
das
Au
und
Ab
de
Konjunk u
lee gepump ,
an-
de e
p o i ie en
on
de
Konjunk u ,
wiede
ande e
s ellen
sich
quan-
i a i
gesehen
im
Au -
und
Abschwung gleich.
7 Genaue : Die Zahl de Wande ungs älle be äg e wa 3 Millionen.
Die
Zahl de Mig an en is ge inge , weil es Pe sonen gib , die im gleichen
Jah
meh mals umziehen.
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134
He wigBi g
Tabelle
2
Rang olge de g oßen Zen en in de Bundes epublik Deu schland
hinsich lich de Quali ika ionss uk u de Beschä ig en
1983
Raum
1.
München
••••
0
••••••
2.
F ank u
...........
3.
Rhein-Necka 0
••••••
4.
S u ga
.....
o.
0
••••
5.
Be lin
(W) ..........
6.
Hambu g 0
••••
o.
0
•••
7.
Hanno e ...........
8.
Rhein-Ruh .........
Bundesgebie
..........
An eil de Beschä ig en mi hohem Ausbil-
dungsg ad an allen Beschä ig en
in
ij/o
Ke ns ad
mi Umland
8,4
7,2
6,0
5,9
5,8
4,9
4,8
4,7
4,4
nu
Ke ns ad
nu
Umland
9,2
6,3
9,1
4,5
7,6
3,0
8,9
4,3
5,8
5,6
3,0
6,1
2,8
5,5
3,3
E u u e ung:
Un e
"hohem
Ausbildungsg ad"
wi d
hie
ein
Abschluß
In
eine
Fach-
schule,
Fachhochschule
ode
Hochschule
e s anden.
Quelle:
Un e ö en lich e
Da en
de
BFLR
au
de
Basis
de
Beschä Igungss a is Ik.
Vgl.
auch
P.
Ring:
"Regionale
Wi scha s ö de ung
in
Be lin
-
Ansa zpunk e
und
Wi kungen.
In:
Jah buch
ü
Regionalwissenscha ,
2.
Jg.
1981.
Abe
die
bloßen
quan i a i en
E ek e
de
Wande ungsbewegungen
sind
nich
das
Wesen liche. Wich ige
sind
die
s uk u ellen
E ek e
de
Wande ungen
au
den
Be ölke ungsbes and
eine
Region. Nich
nu
die
Einwohne zahl,
sonde n
auch
die
s uk u elle
Zusammense -
zung
des
Be ölke ungsbes andes
wi d
in
s a kem
Maße
on
den
Wan-
de ungsp ozessen
bes imm .
Die
hohe
Ro a ion des
Be ölke ungsbe-
s andes
und
die
Selek ionswi kungen
de
Ziel-
und
He kun s egionen
haben
au
die
S uk u
eine
Region
en wede
die
Wi kung
eine
Ve -
s ä kung
ode
eine
Ni ellie ung
de
egionsspezi ischen
s uk u ellen
Besonde hei en.
Beispiele
ü
die
s uk u bildende
Wi kung
de
Wan-
de ungen
sind:
(a)
De
Au s ieg
de
Region München
zum
Gebie
mi
dem
höchs en
An eil
on
Menschen
mi
Hochschulausbildung
an
de
Regionsbe ölke-
ung
in
de
Bundes epublik
und
de
gleichzei ige
Abs ieg
on
Be lin (W)
au
einen
Rangpla z
wei
un e halb
de
Spi ze
( gl.
Tabelle
2).
(b) Die
Konzen a ion
on
al en
Menschen
in
bes imm en
Gebie en
(Al enwande ungen).
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Ve ände ungs a en
in
%
o
gegenübe
dem
Vo jah
N
L l
o
: :
>L l
I:l
.....
<I
E-
:::10
(J)
:.:
::>
E-
(J)
: :
u
<L l
:;:1
o
~
1
L l
o
N
Ve ände ungs a e
des
__
B u oinlandsp oduk
Ve ände ungs a e
des
Wande ngs olu nens
(Zahl
•
de
wahde ungsbewegunge~'
~wischen
den
Bundeslände n)
alle
Wande ungs
älle
da un e
E we bspe sonen
11961
1962
1963
1964
1985
1966 1967
1988
1969
1970
1971
1972
1973 1974
1975 1976
1977
1978
197919QO
G aphik.!.
Zusammenhang
zwischen
dem
Wande ungs olumen
und
de
Konjunk u en wicklung.
......
::s
.....
!!l
...,
o
CIQ
ö'
::s
e:.
o
~
o
0..
~
o
...,
:::
...,
p.
.;'
lJj
::
::s
0..
o
'"
~
~
~
j
a
'"
2:
Q>
::s
0..
...
w
'-"
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Konsummaximie ung, Be ölke ungswachs um
und
Spa quo e
Von
Klaus
Jaege ,
FU
Be lin
A.
Eine
in e essan e,
häu ig ges ell e
und
auch
analysie e
F age
is
die
nach
den
Auswi kungen
al e na i e
Al e ssiche ungssys eme
au
das
indi iduelle
Spa e hal en
und
in
diesem
Zusammenhang
speziell
auch die
F age
nach
den
aus spezi ischen
Ren ensys emen
esul ie en-
den
Spa quo en
(z.
B.
Jaege
(1973),
Ba o
(1978),
Da by
(1969),
Felde e
(1983),
Schmi -Rink
(1983),
Dinkel
(1984)). Häu ig
we den
dabei
zwei
ex eme
A angemen s
e glichen:
1.
Ein
eines
Umlage e ah en
("Gene a ionen e ag"),
bei
dem
die
E we bs ä igen
die
Nich -Meh -E we bs ä igen
aus
ih em
Pe ioden-
einkommen
un e s ü zen
und
2.
eine
indi idualisie e
Al e ssiche ung,
bei
de
jedes
Indi iduum
du ch
eine
en sp echende
Spa ä igkei
wäh end
seines
E we bslebens
selbs
ü
die
Zei
seines
Ruhes andes
Vo so ge
i ;
implizie
is
hie bei
meis
ein
kollek i es
Risiko-Pooling
de a ,
daß
de
Spa -
und
En spa p ozeß
übe
eine "gemeinnü zige"
Ve siche ung
abläu ,
so
daß
ü
jedes
Indi iduum
die
Ein-
und
Auszahlungen
un e
Zug undelegung
de
ge ade
he schenden
esp.
p ognos izie en
(du chschni lichen)
übe lebenswah scheinlichkei en
kalkulie
we den
können
("Kapi al-
deckungs e ah en").l
In
beiden
Sys emen
is
es möglich, dynamische
Aspek e
in
de
Weise
zu
be ücksich igen,
daß
z.
B.
das
Ve so gungsni eau
de
Nich -Meh -
E we bs ä igen
mi
de
gleichen (ode
um
einen
kons an en
P ozen sa z
e schiedenen)
Ra e
wie
das
Einkommen
esp. das
Konsumni eau
de
E we bs ä igen
wächs .
Im
olgenden
we den
im
Abschni
B.
die
Auswi kungen
de
beiden
genann en
Al e ssiche ungssys eme
au
das
Spa e hal en
de
Indi i-
duen
-so
wie
dies häu ig
in
de
Li e a u
geschieh -
ku z
ekapi u-
lie
und
um
einige
übe legungen
im
Zusammenhang
mi
konsummaxi-
mie enden
Wachs umsp aden
sowie
eine
e gleichende
Da s ellung
e -
gänz .
Eine
im
Abschni
C.
e olgende
genaue e
Be ach ung
de
gän-
1
Abgesehen
on
de
"Gemeinnü zigkei "
is
diese
Annahme
in
Anbe-
ach
des
O ganisa ionsg ades
wes liche
Indus iena ionen
kaum
einsch än-
kend.
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144
Klaus J
aege
gi
gen
Analyse
des
oben
un e
Punk
2.
genann en
Al e ssiche ungs-
sys ems zeig ,
daß
diese
ehle ha
is
ode
zumindes
eine
eigena ige
Mischung
on
Elemen en
bei
de
Siche ungssys eme au weis .
Eine
ko -
ek e,
au
s ik
indi iduelle
Al e s e so gung
(mi Risiko-Pooling)
basie ende
Ablei ung
de
Zusammenhänge
e b ing
demzu olge auch
ande e
als die üblichen
Resul a e;
dies
gil
insbesonde e
hinsich lich
de
G ößeno dnung
de
esul ie enden
Spa quo e.
Abschni
D.
is
eine
ku zen
Zusammen assung
und
eine
nochmaligen -gleich alls jedoch
ech
eingesch änk en
-
e gleichenden
Da s ellung
beide
Sys eme
o behal en.
He o zuheben
is ,
daß
die olgenden
übe legungen
-wie as
du ch-
gängig
in
de
Li e a u
bei
allgemeinen
modell heo e ischen
Abhand-
lungen
üblich -sowohl
im
ökonomischen
wie
auch
im
demog aphischen
Teilbe eich (und
na ü lich
gleich alls
im
Hinblick
au
de en
Wechsel-
wi kungen)
s eng
kompa a i -dynamisch
sind. Dies
bedeu e
im
ein-
zelnen,
a)
daß
nu
im
Rahmen
on
ein achen
einsek o alen
s eady-s a e
Wachs umsp aden
mi
den
bekann en
Annahmen
und
Eigenscha en
a gumen ie
wi d
und
b) daß ausschließlich das Modell
de
s abilen
Be ölke ung
zu
An-
wendung
komm .
2
Die
Einsch änkungen
a)
und
b)
implizie en
ih e sei s
(abgesehen
on
möglichen exogenen
pa ame ischen
Va ia ionen) die Kons anz
de
(du chschni lichen) olkswi scha lichen
Spa quo e.
Die Konsequenzen
e schiedene
Al e ssiche ungssys eme
ü
das
Spa e hal en
sind
olg-
lich
s e s
nu
als Teilaspek ,
quasi
als
Auswi kungen
au
eine pa ielle
Spa quo e
(eben
de jenigen,
die
ausschließlich aus
dem
jeweiligen
Ren ensys em
esul ie )
zu
be ach en.
Ein
en sp echend
kompensie-
endes
Spa e hal en,
welches
die
Kons anz
de
olkswi scha lichen
Spa quo e
ga an ie ,
abe
im
wei e en
nich
nähe
un e such
wi d,
muß
somi (implizi )
un e s ell
we den.
Die olgende
Analyse
abs a-
hie
wei e hin
on
möglichen
aus
einem
Op imie ungskalkül
ablei -
ba en
(endogenen
de e minie en)
Subs i u ionen
zwischen Sozial e -
siche ungsansp üchen
aus
einem
Umlage e ah en
und
eiwilligen
"sons igen"
Al e s o so gee spa nissen.
Schließlich
bleiben
auch
übe -
agungen
zwischen
den
Gene a ionen
auße halb
de
Al e ssiche ungs-
sys eme
(Schenkungen/E bscha en) unbe ücksich ig .
2
De
Au o
ha
an
ande e
S elle (Jaege
1973)
e such ,
den
Ein luß
demog aphische
übe gangsp ozesse
au
das
Wi scha swachs um zu
analy-
sie en.
Im
Rahmen
allgemeine
heo e ische
Modelle
lassen
sich dabei
abe
auch
nu
mi
einsch änkenden
Annahmen
an
ande en
S ellen
meh
ode
wenige
eindeu ige E gebnisse ablei en.
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Konsummaximie ung, Be ölke ungswachs um
und
Spa quo e
145
B.
Das
Volkseinkommen
wachse
im
s eady-s a e
mi
de
(exogen
ge-
gebenen)
Ra e
n +
m,
wobei
n
und
m
die
(kons an en)
Wachs ums a en
de
Be ölke ung
esp.
des
Ha od-neu alen
echnischen
Fo sch i s
sind.
Die
Wah scheinlichkei ,
daß
ein
Lebendgebo ene
das
Al e
a
e -
eich
sei
z
(a)
mi
z'
(a) <
0;
das
(du chschni liche)
Ein i sal e
in
das
Be u sleben
sei
ab
das
Aus i sal e
a2
und
das
(du chschni liche)
S e beal e
a3;
diese
Al e sg enzen
seien
kons an .
3
In
de
s abilen
Ausgangsbe ölke ung
is
die
Zahl
de
Lebendgebo e-
nen
im
Zei punk
du ch
(1) H ( ) = H
(0)
exp
(n )
gegeben.
Die
Zahl
de
a-jäh igen
Indi iduen
im
Zei punk
is
olglich
gleich:
(2) B (a,
)
= H
(
-a) z (a) = H
(0)
z (a) exp [n
(
-
a)]
,
Die
Zahl
de
E we bs ä igen
im
Zei punk
is
olglich
a2
(3) L ( ) =
JR
(0)
z (a) exp [n
(
-
a)]
da
al
und
diejenige
de
Nich -Meh -E we bs ä igen
as
(4) G ( ) =
JH
(0)
z (a) exp [n
(
-
a)]
da
a2
Wi d
ein
kons an e
B uch eil
Ci.
des
Je-Kop -Einkommens
de
E -
we bs ä igen
(y
( ))
ü
die
Al e s e so gung
de
Nich -Meh -E we bs-
ä igen
abge üh ,
und
bezeichne
ü
den
An eil
des
Je-Kop -Einkom-
mens
de
E we bs ä igen,
de
jedem
Nich -Meh -E we bs ä igen
als
T ans e einkommen
zuges anden
wi d,
dann
muß
in
einem
de a
oll
dynamisie en
Umlage e ah en
de
Al e ssiche ung
bei
s ändige
An-
passung
die
Gleichgewich sbedingung
3
Im
olgenden
we den
kons an e al e sspezi ische Sexualp opo ionen on
Eins sowie zei in a ian e übe lebenswah scheinlichkei en
und
eine kons an e
(de Ein achhei
habe
gleich alls gleich Eins gese z e) Rela ion
de
weib-
lichen/männlichen E we bs ä igen (bei Vollbeschä igung) un e s ell .
Je
nach
P oblems ellung
kann
man
sich
dann
wahlweise au die weibliche, männliche
ode die gesam e Be ölke ung esp. Teilgesam hei en da on konzen ie en.
Is
h (a) die Wah scheinlichkei , daß eine
a-jäh ige
F au
ein
lebendes Mäd-
chen gebä ,
dann
bezeichne z (a) h (a)
==
g (a) die Wah scheinlichkei , daß
ein
lebendgebo enes Mädchen
im
Al e
on a wiede um
ein
lebendes Mäd-
a3
chen gebä . Aus
exp
(-
na)
g (a)
da
= 1
läß
sich
dann
die Wachs ums-
o
a e
de
(s abilen) Be ölke ung n
in
Abhängigkei on den un e s ell en
übe lebens-
und
Gebä wah scheinlichkei en e mi eln.
Zu
genaue en
Ana-
lyse diese (und ande e ) demog aphische Zusammenhänge
in
s abilen Be-
ölke ungen gl.
z.
B.
Jaege
(1973),
Lopez
(1961),
Rhodes
(1940).
10
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
153
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
146
Klaus Jaege
a:l
a2
(5)
q/ü
= G
( )/L
( ) = z (a) exp
(-
na)
da/
z (a) exp
(-
na)
da < 1
a2
a
ü n
;;;;
0,
a3 -a2
~
CL2
-
ai
gel en. Aus
(5)
olg d (ejjü)/dn <
0;4
dies
bedeu e ,
daß eine
E höhung
de
Be ölke ungswachs ums a e
n zu
eine
Reduzie ung
de
J e-Kop -
Belas ung
de
E we bs ä igen,
zu
eine
E höhung
de
Je-Kop -T ans-
e leis ungen
ü
die
Nich -Meh -E we bs ä igen
ode
zu
eine
Kombi-
na ion
on
beiden
üh en
kann.
Konsumie en
die
Nich -Meh -E we bs ä igen
die
ihnen
zukommen-
den
T ans e leis ungen
in
jede
Pe iode
olls ändig,
dann
is
die
aus
diesem Al e ssiche ungssys em
esul ie ende
Spa quo e
(s)
gleich Null.
Bei
den
in
de
Li e a u
analysie en
Konsequenzen
eine
indi idua-
lisie en
Al e ssiche ung
(mi Risiko-Pooling)
ü
die
Spa quo e
wi d
in
de
Regel
on
olgenden
Annahmen
ausgegangen
( gl.
z.
B.
Schmi -
Rink
(1983, S. 61)):
(a)
Die
E we bs ä igen
spa en
einen
kons an en
B uch eil q
ih es
je-
weiligen
Je-Kop -Einkommens
y ( );
(b) Die
Nich -Meh -E we bs ä igen
ealisie en
nega i e
E spa nisse
je
Kop (Konsum
je
Kop )
in
Höhe eines
kons an en
B uch eils u des
Pe ioden
einkommens, welches sie
e zielen
wü den,
wenn
sie noch
e -
we bs ä ig
wä en;
(c)
Das
Pe iodeneinkommen
alle
E we bs ä igen
wächs
mi
de
kons an en
Ra e
n + m;
(d) Die
E spa nisse
je
E we bs ä igen
we den
so bemessen,
daß
die
au
den
Beginn
de
E we bsphase
diskon ie e
Summe
alle
E spa -
nisse
de
diskon ie en
Summe
alle
nega i en
E spa nisse
je
Kop
(Konsum
je
Kop )
de
Nich -Meh -E we bs ä igenpe iode
en sp ich .
Un e
diesen
Vo ausse zungen
is
die
au
das
Al e
al
diskon ie e
Summe
alle
E spa nisse, die
ein
im
Zei punk
adäh ige
wäh end
seines
E we bslebens
ä ig
(ode
genaue ,
die
on
de
"Ve siche ung"
4 Da das Du chschni sal e de E we bs ä igen
a2 a2
J
ClZ
(a) exp
(-
na)
da/Jz
(a) exp
(-
na)
da
nied ige is als dasjenige de Nich -Meh E we bs ä igen
as as
J
az
(a) exp
(-
na)
da/J
z (a) exp
(-
na)
da ,
Q2
ß2
olg die angegebene Reak ion on
q/ü
aus de Di e en ia ion on
(5)
un-
mi elba .
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Konsummaximie ung, Be ölke ungswachs um und Spa quo e
147
es zulegende
diskon ie e
Summe
de
E spa nisse, bzw.
de en
Du ch-
schni s-
ode
e wa e e
We )
du ch
a?
(6) S
(al>
) =
qy
(0) exp
(m )
J z (a) exp
[( n
-
)
(a -al)]
da
al
gegeben,
wenn
in
(6)
den
(kons an en) Zinssa z angib .
Die
au
das
Al e
al
diskon ie e
Summe
des Konsums (nega i e
E -
spa nis),
den
ein
im
Zei punk
al-jäh ige
wäh end
de
gesam en
Nach-E we bsphase
(im Du chschni )
ealisie ,
is
demnach gleich:
a3
(7)
C (al'
)
=
uy
(0) exp
(m )
J z (a) exp
[( n
-
)
(a -al)]
da
a2
Aus
de
Gleichse zung
on
(6)
und
(7) olg somi als Gleichgewich s-
bedingung
die
Beziehung
aa
a2
(8)
qlu
= J z (a) exp
[( n
-
)
a]
da/
J z (a) exp
[( n
-
)
a]
da
a2
"1
Da
das
mi
dem
abgezins en
Pe iodeneinkommen
de
Nich -Meh -
E we bs ä igen,
welches sie
e zielen
wü den,
wä en
sie noch
e we bs-
ä ig,
gewich e e "Du chschni s
al e "
diese
Pe soneng uppe
wegen
de
Dynamisie ung
g öße
is
als das
en sp echende
"Du chschni s-
al e "
de
E we bs ä igen
gil (
bei
pa ielle
Va ia ion)
Cl
(q/u)/Cl m > 0
und
Cl
(q/u)/Cl
<
o.
Dies
bedeu e ,
daß
mi
höhe e
Ra e
des echnischen
Fo sch i s
(höhe em
Zinssa z)
ce e is
pa ibus
de
ü
ih e
eigene
Al e ssiche ung
zu
spa ende
An eil
des
Je-Kop -Einkommens
de
E -
we bs ä igen
ela i
zu
spä e
in
de
Nache we bsphase
zu ealisie-
enden
Konsumquo e
(gemessen als
An eil
am
Einkommen,
welches
im
Falle
eine
E we bs ä igkei
e zielba
wä e)
s eig
(sink ). Dies
is
un-
mi elba
einleuch end,
da
wegen
de
Dynamisie ung
mi
s eigendem
m
das
spä e e
(po en ielle)
Einkommen
und
dami
das
anges eb e
Kon-
sumni eau
als
Nich -Meh -E we bs ä ige
höhe
is
und
schnelle
wächs ;
umgekeh
bedeu e
ein
höhe e
Zinssa z eine
besse e
Ve -
zinsung
und
somi eine schnelle e
Akkumula ion
de
E spa nisse, so
daß
ein
gegebenes
Spa ziel
mi
ge inge en
Pe iodene spa nissen
e -
eich
wi d.
Ein
Ve gleich
on
(5)
und
(8) zeig
(9)
ijlü
~
qlu
ü -n
g§
m - bzw.
~
n + m
Da aus
olg :
Au
einem
konsummaximie enden
Wachs umsp ad
= n + m sind
beide
Al e ssichenmgssys eme
bezüglich
ih e
Be-
las ung
de
E we bs ä igen
und
de
Leis ungs ähigkei
ü
die Nich -
10'
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148
Klaus
J
aege
Meh -E we bs ä igen
iden isch.
Da
< n + m eine dynamisch ine i-
zien e
Si ua ion
cha ak e isie ,
konzen ie en
wi
uns
zunächs
au
den
Fall
>
n + m.
In
diese
Si ua ion
zeig
(9),
daß die
bishe
disku ie e
Va ian e
eine
indi idualisie enAl e ssiche ung
dem
Umlage e ah en
übe legen
is ,
denn
die
nied ige e
Rela ion
q/u
weis
da au
hin,
daß
-
im
Ve gleich
zum
Umlage e ah en
-
eine
gegebene
Belas ung
de
E we bs ä igen
zu
einem
höhe en
Ve so gungsni eau
de
Nich -Meh -
E we bs ä igen
üh
bzw.
umgekeh
ein
gegebenes Ve so gungs-
ni eau
de
Nich -Meh -E we bs ä igen
mi
eine
ge inge en
Pe ioden-
belas ung
in
Fo m
on
E spa nissen
de
E we bs ä igen
ealisie ba
is . Diese
We ung
is
jedoch o läu ig
und
wi d
gleich zu
ela i ie en
sein.
Die aus
de
besp ochenen
indi iduellen
Al e ssiche ung
esul ie ende
Pe iodene spa nis
is
gleich
de
Summe
aus
de
E spa nis
alle
E -
we bs ä igen
und
de
(nega i en)
E spa nis
(dem Konsum)
alle
Nich -
Meh -E we bs ä igen,
d. h.
bei
H
(0)
=
1:
U2
(10) S ( ) =
qy
(0)
exp
[(m
+ n) l J z (a)
exp
(-
na)
da
-
U1
U3
-
uy
(0)
exp
[(m
+ n)
lJz
(a)
exp
(-
na)
da~
0
a2
Da aus
olg
ü
die
Spa quo e
U3
a2
(11)
S =
kons .
~
0
ü
q/u
~J
z (a)
exp
(-
na)
da!
J z (a)
exp
(-
na)
da
= ij/ü
In
Ve bindung
mi
(9)
e kenn
man
nun
so o ,
daß
au
dem
konsum-
maximie enden
Wachs umsp ad
(
= n + m) die aus
de
indi iduellen
Al e ssiche ung
esul ie ende
Spa quo e
(s)
-
wie
bei
dem
Umlage-
e ah en
-gleich Null,
ü
>
n + m
abe
nega i
is
und
nu
ü
den
Fall
eines dynamisch ine izien en Wachs umsp ads ( < n + m)
einen
posi i en
We
annimm .
5
Be ach en
wi
die
Si ua ion
>
n + m
e was
genaue .
Ein
gegebene
Wachs umsp ad
mi
= + > n + m sei
(bei gleichem
Je-Kop -Einkommen
y ( ) =
y+
( ))
al e na i
bei
Gül ig-
5
Zu
ähnlichen
E gebnissen
gl.
SchmU -Rink
(1983).
Da
ü
= n + m
de
maximale
s eady-s a e
Je-Kop -Konsum
ealisie
is ,
e häl
man
in
einem
Zwei-Pe ioden
Modell
"übe lappende
Gene a ionen"
mi
eine
den
heu igen
und
den
zukün igen
Je-Kop -Konsum
en hal enden
Nu zen unk ion
die
nu zenmaximie ende
in e gene a i e
Konsumalloka ion,
wenn
zusä zlich die
Bedingung:
G enz a e
de
Subs i u ion
zwischen
heu igem
und
zukün igem
Konsum
je
Kop
(absolu ) gleich
dem
Zinssa z
is .
In
einem
solchen Modell
lassen
sich
dann
auch
die
nu zenmaximie enden
We e
on
q
und
u
e mi eln,
so e n
die
bei
olls ändige
Konku enz
ealisie e
Alloka ion
nich
diesem
Op imum
en sp ich
( gl.
dazu
Samuelson
(1975)).
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33
Konsummaximie ung, Be ölke ungswachs um und Spa quo e
149
kei
des
Umlage e ah ens
bzw.
de
indl. id~ellen
AI e ssiche ung
mi
eine
gesam wi scha lichen
Spa quo e
s = s+
ealisie .
Da
annahme-
gemäß
die
Nich -Meh -E we bs ä igen
nich
spa en,
muß
olglich die
es liche
Be ölke ung~nsgesam
in
jedem
Fall
die gleiche
Belas ung
in
Fo m
de
Spa quo e
s+
agen.
Dies
bedeu e
na ü lich,
daß
bei
de
indi iduellen
Al e ssiche ung
in
Höhe
de
nega i en
Spa quo e
seine
zusä zliche
Spa leis ung
(aus
ande en
als
den
AI e ssiche ungsmo i en
ode
on
ande en
-
hie
nich
be ach e en
-
Be ölke ungsg uppen
bzw.
Ins i u ionen/Sek o en)
e b ach
we den
muß.
Inso e n
is
die
oben
gegebene
We ung
zu
modi izie en:
Ohne
Anwendung
wei e e
K i e
J
ien
sind
beide
AI e ssiche ungssys eme
insgesam
zunächs
bezüglich
ih e
Belas ung
und
Leis ungs ähigkei
ü
die
gesam e
Volkswi scha
gleich
zu
beu eilen.
6
Eine
analoge
Beu eilung
gil
na ü lich
ü
die
wei e
un en
zu
besp echenden
Va ian en.
De
Fall
n + m >
wi d
im
Abschni
D.
behandel
in
Ve bindung
mi
einigen
zusä zlichen
übe -
legungen
zu
den
Vo -
und
Nach eilen
e schiedene
Ren ensys eme.
C. Die
K i ik
an
den
bishe
besp ochenen
Zusammenhängen
in
Ve -
bindung
mi
de
indi idualisie en
Al e ssiche ung
ich e
sich
p imä
gegen
die
obigen
Annahmen
(c)
und
(d).
Da
E bscha en
qua
Annahme
ausgeschlossen sind,
beginn
jede
E we bs ä ige
zwangsläu ig
seine
E we bsphase
im
Al e
on
al
Jah en
mi
einem
indi iduellen
Ve mö-
gen
on
Null, welches
dann
im
Zuge
seine
Spa ä igkei
ü
seine
Nach-E we bsphase
sukzessi e
bis
zum
Al e
on
a2
Jah en
anwächs ;
umgekeh
en sp ich
die
nega i e
Pe iodene spa nis
jedes
Nich -Meh -
E we bs ä igen
nich
seinem
Konsum,
da
jede
einzelne
aus
seinem
ühe
akkumulie en
Ve mögen
noch
ein
Zinseinkommen
e ziel ,
wel-
ches
dann
e s
im
Zuge
des
allmählichen
"Ve zeh s"
seines
Ve mögens
(du ch
Ve kau
on
Ve mögens eilen
an
die
E we bs ä igen)
sukzessi e
au
Null
absink :
Die
oben
un e
(c)
und
(d)
o mulie en
Annahmen
implizie en
dagegen,
daß
jede
a2-jäh ige
sein
gesam es
wäh end
seine
E we bs ä igenzei
akkumulie es
Ve mögen
(einschließlich
de
da aus
e zielba en
Zinseinkün e)
den
E we bs ä igen
zu
Ve ügung
s ell
und
da ü
im
Gegenzug
ein
seinen
gesam en
Spa leis ungen
en sp echendes
T ans e einkommen
p o
Pe iode
ü
seine
Res lebenszei
e häl ,
wel-
ches
e
dann
pe iodenweise
olls ändig
konsumie .
Ande n alls
is
6 Da wi
hie
und
im wesen lichen auch im olgenden
nu
au (pa ielle)
S omg ößen abs ellen, bleib die F age ausgeklamme , inwie e n die bei den
Al e ssiche ungssys eme zu un e schiedlichen Kapi alin ensi ä en
und
dami
zu e schiedenen Ni eaus des Je-Kop -Einkommens bzw. Je-Kop -Konsums
(bei gegebene Wachs ums a e n +
m)
üh en könn en. Dies is na ü lich
nu
eine ande e Fo mulie ung de im Abschni 1 schon be on en Einsch än-
kung, daß die Auswi kungen de e schiedenen ins i u ionellen A ange-
men s ü die Al e ssiche ung au das Spa e hal en de Be ölke ung insge-
sam bzw. au die gesam wi scha liche Spa quo e nich behandel we den.
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150
Klaus J aege
nich ganz einsich ig, wieso das
Je-Kop -Einkommen
de
E we bs ä i-
gen gleich hoch sein
und
mi
de
gleichen
Ra e
wachsen soll. Inso e n
en häl
das
bishe
besp ochene
Sys em
eine
indi iduellen
Al e ssiche-
ung
auch
ein
Elemen
eines
Gene a ionen e ages,
denn
die
E we bs-
ä igen
e p lich en sich, aus
dem
ihnen
allein
zu ließenden Volksein-
kommen
den
Nich -Meh -E we bs ä igen, die
kein
eigenes
Einkommen
beziehen,
einen
bes imm en
Konsums anda d
zu
ga an ie en,
ü
den
sie
zwa
indi iduelle
Spa leis ungen
e b ach
haben,
übe
dessen
e -
mögensmäßige
G undlage
sie
abe
gleichwohl nich
meh
e ügen
kön-
nen.
Fo mal
gesehen
we den
somi die
nega i en
E spa nisse
de
Nich -
Meh -E we bs ä igen
und
die posi i en E spa nisse
de
E we bs ä igen
zu hoch ausgewiesen,
da
die
den
Nich -Meh -E we bs ä igen
eigen lich
zus ehenden
Zinseinkün e
bei
den
E we bs ä igen
nu
zu eine n
be-
s imm en
B uch eil
gespa
we den,
wäh end
sie
bei
den
Nich -Meh -
E we bs ä igen
in
ollem
Um ang
de en
(nega i e)
E spa nis
eduzie-
en
wü den.
Demgegenübe
kann
man
bei
eine
s ik
indi idualisie en Al e s-
siche ung zunächs
nu
da on ausgehen, daß das Lohneinkommen
je
Kop
de
E we bs ä igen
(w
( )) iden isch is ,
de en
gesam es Einkom-
men
jedoch en sp echend
den
un e schiedlichen
Zinseinkün en
al e s-
spezi ische Di e enzen au weis .
Dami
s ell
sich so o die
F age
nach
dem
Spa ziel: Soll sich das
in
de
Nach-E we bsphase
anges eb e
Kon-
sumni eau
an
den
Lohneinkommen,
dem
du chschni lichen
Je-Kop -
Einkommen,
eine
Kombina ion aus
beiden
ode
an
eine
ande en
denk-
ba en
Einkommensg öße
o ien ie en,
die
on
den
Nich -Meh -E we bs-
ä igen
im
Falle
eine
E we bs ä igkei
e zielba
wä e?
Im
olgenden
we den
wi
die
beiden
zue s
genann en
Al e na i en
disku ie en.
Es sei
Vl
(a, al, ) das Ve mögen eines
im
Zei punk
al-jäh igen
E -
we bs ä igen
im
Al e
on
a
Jah en
(al
:s;
a
:s;
a2;
Vl
(al, al, )
=0).
So-
mi
gil bei
eine
noch zu
bes immenden
Spa quo e
q+:
a a
(12)
l
(a, a
)
= q + J z (x) W (x, al'
)
dx
+ q + T J
Vi
(x, al'
)
dx
a
~
a
~
a2
al al
wenn
w
(a,
al, ) das Lohneinkommen eines
in
adäh igen
im
Al e
on
a bezeichne
(w
(a, al,
)
= w ( )
exp
[m (a -al)]). Die Lösung diese
In eg algleichung (12)
mi
Vi
(al. al,
)
= 0 is :
(13) a
Vi
(a, al'
)
=
q+
w ( ) exp
[q+
T
(a
-all]
Jz
(x) exp
[( n
-
q+
T)
(x
-all]
dx
Das Zinseinkommen
V
(a, a , )
und
das Ve mögen eines
in
adäh igen
E we bs ä igen
s eigen olglich
mi
zunehmendem
Al e
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Konsummaximie ung,
Be ölke ungswachs um
und
Spa quo e
151
(a
( l
(a, a , ))/a a =
a
Vl
(a,
al,
)/a
a>
0)7;
da
abe
gleichzei ig das
Ve mögen
de
jeweils
a-jäh igen
E we bs ä igen
im
Zei ablau
au -
g und
des
wachsenden
Lohnsa zes
mi
de
Ra e
m ans eig ,
läß
sich die
in
(13)
du chge üh e
Längsschni - bzw.
Koho enanalyse
du ch
(13')
Vl
(a,
)
=
Vl
(a,
al'
)
exp
[-
m (a -
al)]
in
eine
Que schni sbe ach ung
ans o mie en,
wenn
Vl
(a,
)
in
(13')
das
Ve mögen
eines
in
a-jäh igen
(lebenden)
E we bs ä igen
bezeich-
ne .
Das
du chschni liche
Je-Kop -Einkommen
alle
in
E we bs ä igen
is
somi
wegen
(13)
und
(13'):
a2
(14)
jj
( )
= w
( )
+ J B
(a,
)
(a, )
da/L
( )
=
U2
= w
( )
+
q+
w
( )
J B (a,
)
exp
[(q+
- m) (a -
al)]
X
al
a
J z
(x)
exp
[m
-- q+ )
(x
-
a)]
dxda/L
( )
,
Ul
wobei
in
(14)
B (a, )
du ch
(2)
und
L ( )
du ch
(3)
gegeben
sind.
Bezeichne
man
mi
Vl die
Rela ion
zwischen du chschni lichem
Je-
Kop -Ve mögen
und
Lohneinkommen
je
E we bs ä igen,
e ein ach
sich die Beziehung
(14)
zu
(14') Y
( )
= w
( )
(1
+
)
Die
au
das
Al e
al
diskon ie e
Summe
alle
E spa nisse, die
ein
im
Zei punk
al-jäh ige
im
Du chschni
wäh end
seines
E we bslebens
zu
e b ingen
ha ,
is
U2
(15)
S
(al'
)
= q + w
(0)
exp
(m )
J z (a)
exp
[(m
- ) (a -
al)]
da
+
Ul
U2
+ q+ J
l
(a,
al'
)
exp
[-
(a -
al)]
da
Ul
wobei
Vl
(a, a ,
)
du ch
(13)
bes imm
is .
O ien ie
sich das
Konsumni eau
eines
Nich -Meh -E we bs ä igen
an
dem
du chschni lichen
Je-Kop -Einkommen,
welches
e
als
E -
7
Aus
(13)
olg :
Cl
Vl
(a,
al'
)
I
Cl
a = q+
( l
(a,
al'
)
+ w
( )
z (a)
exp
[m
(a -
al)])
> 0 .
Das Ve mögen eines
im
Zei punk
in
das
Be u sleben
ein e enden
E -
we bs ä igen
s eig
somi
(na ü lich)
mi
zunehmendem
Al e
jeweils
um
die
Pe iodene spamis
aus
seinem
Zins-
und
Lohneinkommen.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-45969-8 | Gene a ed on 2023-01-16 12:49:33