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Die Rolle des Internationalen Währungsfonds nach der Teilreform des Währungssystems

Abstract

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Die Rolle des Internationalen Währungsfonds nach der Teilreform des Währungssystems

Author: Rosen, Rüdiger von
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1977
DOI: 10.3790/ccm.10.1.117
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/292786/1/ccm.10.1.117.pdf
Rosen, Rüdige on
A icle
Die Rolle des In e na ionalen Wäh ungs onds nach de
Teil e o m des Wäh ungssys ems
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Rosen, Rüdige on (1977) : Die Rolle des In e na ionalen Wäh ungs onds nach
de Teil e o m des Wäh ungssys ems, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo ,
Be lin, Vol. 10, Iss. 1, pp. 117-141,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.10.1.117
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/292786
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Be ich e
Die Rolle des In e na ionalen Wäh ungs onds
nach de Teil e o m des Wäh ungssys ems
I.
In jüngs e Zei haben sich die S immen gemeh , die einen e heb-
lichen Ausbau de in e na ionalen Finanzie ungsins i u ionen o de n,
insbesonde e des In e na ionalen Wäh ungs onds (IWF). Die Fo de un-
gen haben zum Ziel, diese Ins i u ionen s ä ke als bishe an de
Finanzie ung on Zahlungsbilanzde izi en zu be eiligen. Sie we den
nich allein on den im Auslandsk edi geschä s a k engagie en Ge-
schä sbanken e hoben1, denen e s ändliche weise ein gewisses Eigen-
in e esse un e s ell we den kann, zumal einige k edi nehmende Län-
de an den G enzen ih e Ve schuldungs ähigkei angelang sein dü -
en, und somi ein Ve lage n diese schlech en Risiken au die in e na-
ionalen und gleichzei ig ö en lichen Ins i u ionen seh im In e esse
diese Banken liegen dü e. Die Fo de ungen nach einem s ä ke en
Ausbau de in e na ionalen K edi azili ä en we den ebenso lau s a k
und sei jehe on den klassischen De izi lände n selbs , sowohl au
Sei en de indus ialisie en wie de wenige en wickel en S aa en, e -
hoben und on den Ve an wo lichen au in e na ionalen Ve ans al-
ungen und Kon e enzen sei Jah en o ge agen. Inzwischen haben
sich dazu auch S immen aus solchen Lände n gesell , die bishe eine
e neu en Auswei ung de in e na ionalen Liquidi ä ehe ablehnend
gegenübe s anden. Im Dezembe 1976 sp ach beispielsweise de dama-
lige ame ikanische S aa ssek e ä ü Wäh ungs agen, Edwin Yeo, on
de No wendigkei , den IWF mi meh Mi eln auszus a en, dami e
besse als bishe seine Rolle als Siche hei sne z ausüben kann2.
1 Vgl. Mo gan Gua an ee T us Company o New Yo k: Wo ld Financial
Ma ke s, Dez. 1976, S. I . Vgl. dazu auch: IMF U ged o Sha e Task o
Recycling wi h Banks, Jou nal o Comme ce, Jan. 17, 1977.
2 Vgl. Neue Zü che Zei ung om 28. Dez. 1976 „E neu e Ans ieg de
in e na ionalen K edi e", gl. auch VWD om 11. Feb. 1977 „US-Wi scha s-
expe en o de n höhe e Ausleihekapazi ä des IWF".
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118 Be ich e
Im Vo de g und alle Fo de ungen s eh die S ä kung de Füh-
ungs olle des IWF sowohl hinsich lich des Um angs seine K edi -
e gabe als auch seines Ein lusses au die Mi gliedslände . S aa s-
sek e ä Pohl sp ach sich ü die Bundes epublik Deu schland au de
IWF-Jah es e sammlung im Ok obe 1976 in Manila dahingehend aus,
daß „wi es seh beg üßen wü den, wenn in Zukun de IWF bei de
Gewäh ung on Zahlungsbilanzk edi en eine g öße e Rolle spielen
wü de"3.
Angesich s de Ta sache, daß Zahlungsbilanzungleichgewich e au
Jah e, wenn nich Jah zehn e in de Wel wei e bes ehen we den, be-
s eh die No wendigkei , nach Mi eln und Wegen zu suchen, diese
ku z is ig zu inanzie en und länge is ig abzubauen bzw. zu e in-
ge n. S and in den e gangenen Jah en die Finanzie ung de ölp eis-
wie ezessionsbeding en De izi e im Vo de g und mi de Übe legung,
daß eine Auswei ung de in e na ionalen K edi e dem Konjunk u -
au schwung in den Indus ies aa en sowie de Expo ähigkei de
En wicklungslände zugu e komme, was den globalen Anpassungs-
p ozeß de Zahlungsbilanzen un e s ü zen wü de, so soll nunmeh s ä -
ke au die Adjus ie ung de Zahlungsbilanzen geach e we den. Au
de IWF-Jah es e sammlung in Manila wu de deu lich gemach , daß
an die S elle de Finanzie ung de De izi e inne e Anpassungsmaßnah-
men de De izi lände zu e en hä en. De Geschä s üh ende Di-
ek o und Vo si zende des IWF-Exeku i di ek o iums H. Johannes
Wi e een ha dazu ausge üh , daß „ he wo ld economy is now e-
co e ing and is mo ing in o a si ua ion whe e he main dange is no
longe a deepening o ecession bu a esu gence o in la ion. Fo his
eason, he ime has come o lay mo e s ess on he adjus men o
ex e nal posi ions and less emphasis on he me e inancing o de ici s"4.
Die E kenn nis ü die No wendigkei inne e Anpassungsmaßnahmen
schein sich inzwischen meh und meh du chzuse zen. E olg e sp e-
chende P og amme in einigen Lände n deu en da au hin. Dies schließ
jedoch nich aus, daß zu Un e s ü zung de on den De izi lände n zu
e enden Maßnahmen K edi e des IWF on besonde em Nu zen sein
können, zumal p i a e K edi gebe nich ad in ini um s uk u elle
Zahlungsbilanzungleichgewich e inanzie en sollen ode können. Diese
8 Ansp ache on S aa ssek e ä Pohl au de IWF-Jah es e sammlung,
Auszüge aus P essea ikeln de Deu schen Bundesbank (im olgenden PA)
N . 65 om 8. Ok . 1976, S. 4.
4 Vgl. Ansp ache des Geschä s üh enden Di ek o s des In e na ionalen
Wäh ungs onds Wi e een, PA N . 66 om 13. Ok . 1976, S. 3.
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Be ich e 119
Meinung wu de u. a. be ei s meh ach on Paul Volcke , dem P äsi-
den en de Fede al Rese e Bank on New Yo k e e en5. Bei de
Quan i izie ung des zukün igen Liquidi ä sbeda s is jedoch zu be-
ücksich igen, daß de IWF bishe jede zei übe aus eichend Liquidi-
ä e üg ha , um allen An o de ungen seine Mi gliedslände zu
genügen. Auch die Wel bank mi ih en Un e o ganisa ionen sowie die
egionalen En wicklungsbanken e üg en bislang übe aus eichende
Mi el, um den ihnen ges ell en Au gaben ge ech we den zu können.
In einigen Fällen is zudem in diesem Jah eine e hebliche Au s ockung
de Mi el geplan .
Diese Be ich ha die Au gaben:
1. A und Um ang de inanziellen Ak i i ä en des IWF bis zum
Beginn des Jah es 1977 da zus ellen;
2. die wich igs en Ände ungen de im Jah 1977 wi ksam we denden
IWF-S a u en zu e ö e n;
3. einen Ausblick au die wei e e En wicklung des IWF zu geben.
II.
In den e gangenen beiden Jah en ha de IWF jeweils ein Reko d-
k edi e gebnis gegenübe dem Vo jah e ziel . Mi einem Ziehungs-
olumen on 7 M d. Sonde ziehungs ech en (SZR) ( d. 8,1 M d. US
Dolla ) ha de Wäh ungs onds im Jah 1976 seinen 129 Mi gliedslän-
de n das in de Geschich e des Fonds bishe g öß e K edi olumen nach
einem bishe igen Reko de gebnis on 4,7 M d. SZR im Jah 1975 zu
Ve ügung ges ell . Die Ende 1976 noch auss ehenden K edi e e eich-
en ein Volumen on 15 M d. SZR gegenübe 9,4 M d. SZR Ende 1975.
Ve gleich man dieses K edi olumen mi dem on 1973 — dem le z en
Jah o de ölp eisexplosion —, das Außens ände on „nu " 733 Mill.
SZR au weis , dann zeig sich deu lich, welches eno me K edi wachs-
um sei dem s a ge unden ha .
Die om IWF gewäh en K edi e, die sog. Ziehungen, eilen sich au
die adi ionellen allgemeinen K edi azili ä en sowie die Sonde azili-
ä en au . Die adi ionellen K edi möglichkei en be uhen au den
Ziehungs ech en de Mi gliedslände des Wäh ungs onds. Diese be-
messen sich nach de jedem Mi gliedsland zuge eil en Quo e. Die K e-
di e im Rahmen de allgemeinen Ziehungen sind au ge eil in einzelne
5 Vgl. Neue Zü che Zei ung om 28. Dez. 1976.
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T anchen; das sind Ziehungsabschni e mi abges u en wi scha spoli-
ischen Au lagen — je höhe also die K edi inansp uchnahme, des o
schä e die wi scha spoli ichen Bedingungen ü das k edi neh-
mende Land. Diese sogenann e Kondi ionali ä is ein wesen liches
Elemen de Ein lußnahme des IWF au die Wi scha s- und Finanz-
poli ik de De izi lände . De allgemeine K edi ahmen bes eh aus
de Gold anche (kün ig Rese e anche) sowie ie K edi anchen
mi no male weise jeweils 25 °/o de Quo e. Die K edi au nahme beim
IWF ollzieh sich nach einem besonde en Ve ah en, das echnisch bis
zu einem gewissen G ad einem Swap-Geschä ähnel , wobei die K e-
di nahme als Ziehung bezeichne wi d. Gegenübe einem he kömm-
lichen Swap-Geschä is de genaue Te min des Rückkau s jedoch nich
imme on o nhe ein genau es geleg 6.
Im Jah 1976 e eich en die allgemeinen Ziehungen au den IWF ein
Volumen on 2,5 M d. SZR (1975: 1,4 M d. SZR). Dieses E gebnis dü e
im lau enden Jah e neu übe o en we den, da be ei s mi dem
Beis andsk edi zuguns en G oßb i anniens in Höhe on 3,36 M d. SZR
— die bislang g öß e inanzielle S ü zungsak ion des IWF zuguns en
eines Landes — das Jah es olumen 1976 übe bo en wu de. Diese
K edi is alle dings übe einen Zei aum on zwei Jah en e eil und
wi d nu zu 20 °/o aus den allgemeinen Mi eln des IWF und zu 80 % aus
Mi eln de im Jah 1962 on de sog. Zehne g uppe und de Schweiz
gescha enen Allgemeinen K edi e einba ungen (AKV)7 inanzie .
Ande e g oße K edi nehme wie I alien, Po ugal, Mexiko, Ägyp en
und ande e we den in diesem Jah o aussich lich au den IWF ziehen
bzw. haben dies be ei s ge an.
Als Sonde azili ä en, die eben alls oll aus den no malen Mi eln
des Fonds inanzie we den, gel en die „Kompensie ende Finanzie ung
on Aus uh e lösschwankungen", die „Bu e -S ock-Fazili ä " und die
„Fonds azili ä mi e länge e Lau zei ". Daneben we den bzw. wu -
den K edi e aus den Sonde e mögen des T euhand onds sowie de
öl azili ä e geben. Die Kompensie ende Finanzie ung on Aus uh -
e lösschwankungen (Compensa o y Financing) exis ie sei 1963. An-
angs wu de die Fazili ä nu in ge ingem Um ang beansp uch . Ih e
e hebliche Libe alisie ung im Dezembe 1975 sowohl hinsich lich de
6 Vgl. dazu E ich S o e s / Rüdige on Rosen: Die K edi azili ä en des
In e na ionalen Wäh ungs onds, Spa kasse 9/1976, S. 325 - 328.
7 Die AKV haben de zei ein Gesam olumen on 6,552 M d. SZR; de
An eil de Bundes epublik Deu schland be äg 4,0 M d. DM gleich de zei
1,44 M d. SZR.
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Ausnu zung als auch de Be echnungsme hode ha sei dem ge adezu
einen Nach ageboom ausgelös . Diese e lek ie abe auch den auße -
gewöhnlich s a ken Rückgang de Aus uh e löse de Rohs o expo -
lände au g und de wel wei en Rezession. K edi e im Rahmen diese
Fazili ä we den e geben an Lände , de en E löse aus Rohs o expo -
en ohne eigenes Ve schulden o übe gehend spü ba gesunken sind,
die einen Zahlungsbilanzbeda haben und die ih e Be ei scha e klä-
en, mi dem Wäh ungs onds bei de Suche nach Behebung de Schwie-
igkei en zusammenzua bei en. Die Inansp uchnahme is beg enz au
maximal 75 % de Quo e eines Landes; sie soll inne halb eines Jah es
no male weise nich meh als 50 % de Landesquo e be agen. In Ka a-
s ophen ällen gil diese Einsch änkung jedoch nich . Die Lau zei
be äg wie bei den no malen K edi en des IWF maximal ün Jah e.
De K edi nehme ha die P lich zu ühe en Rückkäu en, wenn sich
die Zahlungsbilanz und die Rese elage des Landes be ei s zu einem
ühe en Zei aum besse n. Die Ve zinsung be äg je nach Lau zei
4 bis 6 % p. a. De E lösaus all wi d mi Hil e eines glei enden Fün -
jah esdu chschni s be echne , wobei das Aus all jäh die Mi e bilde .
Fü den halben Bemessungszei aum können dahe die a sächlichen
Rohs o e löse zug unde geleg we den, wäh end ü die üb ige Zei
Vo ausschä zungen he angezogen we den. Im Jah 1976 wu den K e-
di e in Höhe on 2,27 M d. SZR nach 239 Mill. SZR im Vo jah bewil-
lig . Ende Janua 1977 wa en 51 Lände mi insgesam 2,7 M d. SZR
beim IWF in diese Fazili ä e schulde , da on 44 En wicklungslände
in Höhe on 1,8 M d. SZR.
Die Finanzie ung on Wa enausgleichslage n (Bu e -S ock-Facili y)
s eh solchen Rohs o lände n zu Ve ügung, die Einzahlungen bei
in e na ionalen Wa enausgleichslage n zu leis en haben, und dien de
Re inanzie ung diese Au wendungen. Sie kann im Falle eines Zah-
lungsbilanzbeda s jedoch e s nach Ve wendung de Gold anche in
Ansp uch genommen we den. Lau zei und Ve zinsung en sp echen
den no malen K edi kondi ionen. Diese Sonde azili ä exis ie sei
Juni 1969; sie is in den Folgejah en meh mals in beg enz em Um ang
libe alisie wo den. T o zdem ha sie bishe nu eine ge inge Bedeu-
ung e lang . Ih e Inansp uchnahme lieg bei insgesam d. 30 Mill.
SZR. Sie s eh bishe ü das 4. und das 5. In e na ionale Zinnab-
kommen und ü das In e na ionale Kakaoabkommen zu Ve ügung.
Soll e jedoch den Fo de ungen einige En wicklungslände nach Finan-
zie ung wei e e Rohs o lage s a gegeben we den, dann wi d es bald
eine s ä ke e Nach age in diese Fazili ä geben. Eine solche En wick-
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lung wä e geeigne , einen neuen in la ionä en P ozeß au wel wei e
Ebene in Gang zu se zen und zu ins i u ionalisie en. Es bes ünde näm-
lich die Ge ah , daß die zu Einnahmesiche ung de ohs o p oduzie-
enden Lände und zu Dämp ung on P eisausschlägen on Rohs o -
en einge ich e en Lage dazu benu z we den, die Rohs o p eise
küns lich hoch zu hal en. Das wü de da au hinauslau en, daß die no -
wendige P eiselas izi ä nich meh nach beiden Sei en, sonde n nu
noch nach oben gewäh leis e is . Dies ha nach alle E ah ung eine
s ändige Übe p oduk ion zu Folge. Die E wei e ung konn e dahe on
den Indus ielände n bislang e olg eich aus o wiegend o dnungs-
poli ischen G ünden abgeweh we den.
Die Fonds azili ä mi e länge e Lau zei (Ex ended Fund Facili y)
wu de im Sep embe 1974 einge ich e , um Lände n mi anhal enden
außenwi scha lichen S uk u e ze ungen K edi e mi länge en
Lau zei en bis höchs ens ach Jah en bei eine Ve zinsung on 4 au
6,5 % ans eigend zu gewäh en. Vo ausse zungen ü die K edi bewilli-
gung sind eine sei s Zahlungsbilanzschwie igkei en au g und schwe e
S uk u mängel in P oduk ion und Außenhandel sowie ausgedehn e
P eis- und Kos en e ze ungen bzw. ein ge inges Wi scha swachs um
und eine anhal end schwache Zahlungsbilanzsi ua ion au g und eine
schmalen P oduk ionsbasis und eine hohen Expo abhängigkei . Die
K edi nehme müssen sich ande e sei s zu Du ch üh ung eines um-
assenden Wi scha s- und Finanzp og amms zu Ve besse ung ih e
wi scha lichen Lage be ei e klä en, dessen Du ch üh ung jäh lich
om Fonds übe p ü wi d. Die K edi inansp uchnahme is au 140 %
de Quo e eines Landes beg enz , wobei egulä e Ziehungen jensei s
de e s en K edi anche ange echne we den. Wegen de e heblichen
P obleme bei de Fes s ellung de S uk u e ze ungen und de No -
wendigkei g ündliche Vo be ei ung de ü ih e Besei igung e o -
de lichen Wi scha smaßnahmen is diese Fazili ä e s on d ei En -
wicklungslände n mi 198 Mill. SZR in Ansp uch genommen wo den.
Alle dings sind be ei s Zusagen on d. 800 Mill. SZR e eil wo den,
so daß im lau enden Jah 1977 mi s eigendem K edi olumen zu ech-
nen is .
Bei den K edi azili ä en muß auch die öl azili ä des IWF zu Fi-
nanzie ung ölp eisbeding e Zahlungsbilanzde izi e e wähn we den,
die eben alls eine e hebliche Bedeu ung gewonnen ha e. Im Gegensa z
zu allen ande en K edi möglichkei en wu de die öl azili ä jedoch nich
aus den Subsk ip ionszahlungen de Mi gliedslände inanzie , son-
de n aus om Wäh ungs onds bei zahlungsbilanzs a ken ölexpo - und
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Be ich e 123
spä e auch Indus ies aa en au genommenen Mi eln. Obwohl die öl-
azili ä am 31. Mai 1976 ausgelau en is , wu den 1976 imme hin noch
K edi e in Höhe on 2,1 M d. SZR gewäh . Sei Beginn im Jah 1974
sind im Rahmen de öl azili ä insgesam as 7 M d. SZR an K edi en
an insgesam 55 Lände ge lossen, wobei allein au zwei Indus ie-
lände (G oßb i annien und I alien) insgesam 2,5 M d. SZR en ielen.
An 45 En wicklungslände wu den K edi e in Höhe on 2,5 M d. SZR
und an ach e was höhe en wickel e Lände K edi e on 1,9 M d. SZR
e geben. Fü besonde s bedü ige Lände ha e das Exeku i di ek-
o ium des IWF im Augus 1975 zusä zlich beschlossen, die Zinsen au
K edi e im Rahmen de öl azili ä zu sub en ionie en. Die Zinsbe-
las ung on du chschni lich 7,7 °/o ü K edi e aus de öl azili ä 1975
wu de im Juli 1976 e s malig um 5 °/o au 2,7 °/o e mäßig . Die da ü
benö ig en Mi el sind du ch eiwillige Bei äge einige ölexpo -
bzw. Indus ies aa en au geb ach wo den. Alle dings is die Gesam -
inanzie ung diese Zinssub en ion noch nich siche ges ell , da e s
51,30 Mill. SZR on o gesehenen 160,55 Mill. SZR zugesag sind und
einige wich ige Lände sich an de Finanzie ung nich bzw. wenige als
e wa e be eilig haben.
Als neues e Fazili ä des IWF ha im Janua 1977 de sog. T euhand-
onds (T us Fund) seine Ausleihe ä igkei au genommen, nachdem sich
im Augus 1975 de In e imsausschuß des Gou e neu s a es des IWF
g undsä zlich da au geeinig ha e, den T euhand onds zu g ünden
und diesen aus den E lösen on Gold e käu en des IWF zu inanzie en
sowie du ch eiwillige na ionale Do ie ungen au zus ocken8. Die ech -
liche G ündung des T euhand onds als eigene Rech spe sönlichkei
e olg e am 5. Mai 1976 du ch das IWF-Exeku i di ek o ium. E wi d
om IWF als Sonde onds e wal e ; das bedeu e , daß seine Auslei-
hungen, ähnlich wie bei de öl azili ä , ge enn on den üb igen K e-
di e gaben des Wäh ungs onds e olgen und sein Ve mögen ge enn
om IWF-Ve mögen bleib . De T euhand onds wu de speziell ü die
am wenigs en en wickel en Lände mi einem P o-Kop -Einkommen
on höchs ens 300 SZR p. a. gescha en, da da on ausgegangen wi d,
daß diese En wicklungslände in den kommenden Jah en auch dann
noch s a ken Zahlungsbilanzbelas ungen ausgese z sein we den, wenn
sie sich meh als bishe bemühen, ih e Expo ähigkei zu s eige n
und ih e binnenländischen Ressou cen zu mobilisie en. De begüns ig e
K eis um aß nach eine o läu igen Lis e 61 IWF-Mi gliedslände .
8 Vgl. zum T euhand onds E nes S u e: De T euhand onds, Finanzie ung
und En wicklung, N . 4, Dez. 1976, S. 30 - 31.
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Jedes k edi nehmende Land muß nachweisen, daß es einen Zahlungs-
bilanzbeda ha und daß es sinn olle eigene Ans engungen un e -
nimm , das De izi zu beenden. Bei de e s en K edi e gabe im
Feb ua 1977 wu den an insgesam 12 En wicklungslände K edi e in
Höhe on 31,6 Mill. SZR e geben. Die Kondi ionen sind g undsä zlich
wesen lich güns ige als bei den üb igen IWF-T ansak ionen. Die
Ve zinsung be äg de zei 0,5 °/o p. a. Die Rückzahlung ha nach ün
F ei jäh en anschließend in zehn gleich g oßen Halbjah es a en zu e -
olgen. Die Tilgungs a en können ges unde we den, wenn es sich e -
geben soll e, daß ein Mi gliedsland du ch die Tilgungen in e ns e
Schwie igkei en ge a en wü de. Noch o Ende des Jah es 1977 soll
eine e s e Ube p ü ung des T euhand onds bezüglich des begüns ig en
Lände k eises, de K i e ien ü die Inansp uchnahme sowie de K e-
di kondi ionen s a inden.
Die Finanzie ung e olg bislang aus den Ve käu en on IWF-Gold.
Daneben sollen eiwillige Zuschüsse und Da lehen on Lände n und
Ins i u ionen sowie E äge aus de Anlage on Ve mögens eilen zu
Finanzie ung bei agen. Im Augus 1975 ha e sich de In e imsaus-
schuß da au geeinig , ein Sechs el des IWF-Goldbes andes (25 Mill.
Unzen) zuguns en de En wicklungslände zu e wenden. Inne halb
eine Vie jah espe iode soll diese Teil am eien Goldma k e äuße
we den, wobei de bei dem Ve kau übe den Buchwe on 35 SZR
p o Unze (de zei d. 40 US $) hinausgehende Meh e lös zu knapp
einem D i el unmi elba allen En wicklungslände n (z. Z. 106 Lände
mi einem Quo enan eil on d. 30
%>),
en sp echend ih e Mi glieds-
quo e im IWF, zuge eil we den soll, wäh end de g öße e Teil on
e wa 70% dem T euhand onds ü Zahlungsbilanzk edi e zu konzes-
sionä en Bedingungen zu Ve ügung ges ell wi d.
Bis Ap il 1977 sind dem T euhand onds aus den Goldauk ionen Mi el
in Höhe on d. 504 Mill. Dolla zuge lossen ( gl. Tabelle 1: Goldauk-
ionen des IWF). P o Jah wi d mi Einnahmen on e wa 500 Mill. US$
ge echne .
III.
Wesen liche als die s eigende Beansp uchung de Fondsmi el wi d
ü den IWF im lau enden Jah das Ink a e en de zwei en Ände-
ung des IWF-Abkommens9 sein. Mi de Zus immung des Gou e -
neu s a es, des höchs en Beschlußg emiums des IWF, wu de im Ap il
8 Die e s e Abkommensände ung be a o allem die Ein üh ung de
SZR in das Wäh ungssys em. Sie a im Jah 1969 in K a .
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Be ich e 131
Die Lände sind ih e sei s e p lich e , mi dem IWF und den ande-
en Mi gliedslände n zusammenzua bei en, um geo dne e Wechselku s-
egelungen zu gewäh leis en und ein s abiles Wechselku ssys em zu
ö de n. Jedes Land is gehal en, um S abili ä bemüh zu sein, indem
es geo dne e Wi scha s- und Wäh ungs e häl nisse und ein Wi -
scha ssys em ans eb , das nich dazu neig , „e a ische" S ö ungen19
auszulösen. Die neuen S a u en bedeu en ü die IWF-Mi gliedslände
jedoch keine F eihei des Ve hal ens, sonde n nu eine F eihei de
Wahl20. Sie beinhal en Ve p lich ungen und weisen au die wich ige
In e dependenz zwischen de En wicklung de Wechselku se eine sei s
und de Wi scha s- und Finanzpoli ik eines Landes ande e sei s hin.
Sie e kennen an, daß Wi scha s- und Wäh ungss abili ä no wendige
Vo ausse zungen ü ein geo dne es Wi scha swachs um sind. Die
Regie ungen de Mi gliedslände we den dami ausd ücklich au eine
s abili ä so ien ie e Wi scha s- und Finanzpoli ik e p lich e . Diese
is wiede um Vo ausse zung ü eine g öße e S abili ä de Wechsel-
ku se.
Die Mi gliede des IWF sind angehal en, wede die Wechsel-
ku se noch das in e na ionale Wäh ungssys em so zu manipulie-
en, daß eine wi ksame Zahlungsbilanzanpassung e hinde wi d ode
sie einen un ai en We bewe bs o eil gegenübe ande en Mi gliede n
e langen. Dadu ch sind nich allein manipulie e Abwe ungen aus
Konku enzg ünden, wie be ei s im al en Abkommen, un e sag , son-
de n es we den ausd ücklich un e älsch e und ealis ische Wechsel-
ku se im In e esse eines besse en Zahlungsbilanzausgleichs ge o de 21.
Die neuen S a u en gewäh en nich allein meh Flexibili ä , sonde n
s ä ken auch den IWF in seine Rolle als Hü e de wäh ungspoli i-
schen Disziplin in de Wel . De Fonds ha die Au gabe, das in e na io-
nale Wäh ungssys em zu übe wachen, sein wi ksames Funk ionie en
zu gewäh leis en und da au zu ach en, daß jedes Mi glied seine Wech-
selku s e p lich ungen einhäl . De Au ag zu s ik en Übe wachung
( i m su eillance) de Wechselku spoli ik de IWF-Mi gliede is wei
19 A ikel IV, Abs. 1 de neuen S a u en. Ve gleiche dazu auch die Ve ein-
ba ung on Rambouille , wonach die Wäh ungsbehö den Maßnahmen zu
e g ei en haben, um ges ö en Ma k bedingungen ode unbe echenba en
(e a ischen) Wechselku sschwankungen en gegenzuwi ken, PA N . 79 om
21. No . 1975, S. 3.
20 H. Johannes Wi e een: Das in e na ionale Wäh ungssys em, ..., a.a.O.,
S. 9.
21 A . IV, Abs. 1, gl. Geschä sbe ich de Deu schen Bundesbank ü das
Jah 1975, S. 66.
9*
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132 Be ich e
ge aß und bezieh nich allein die In e en ionspoli ik de No en-
banken, sonde n alle ü die Ku sen wicklung ele an en Fak o en mi
ein. Die G undsä ze und Ve ah en, nach denen die Übe wachung du ch
den IWF be ieben we den soll, sind jedoch e s in einigen Ansä zen
e kennba . Sie we den wesen liches Elemen de Ve handlungen au
den kommenden Wäh ungskon e enzen und -gesp ächen sein. Alle -
dings wi d man sich den IWF nich als eine A „Wechselku spolizei"
o s ellen dü en22. Die Ve an wo ung ü die zu e g ei enden wi -
scha s- und wäh ungspoli ischen Maßnahmen e bleib na ü lich auch
in Zukun bei den na ionalen Regie ungen. Dies gil auch dann, wenn
de IWF wi scha spoli ische Au lagen im Fall on Ziehungen in den
höhe en K edi anchen mach . O mals we den jedoch g oße K edi e,
wie im Fall G oßb i anniens, nich au einmal, sonde n in T anchen
e geben, so daß de IWF dann die Möglichkei ha , gegebenen alls die
Auszahlung zu spe en ode zu e zöge n, wenn die Au lagen nich
e üll we den.
Die zwei e wich ige Abkommensände ung be i Gold und Sonde -
ziehungs ech e. Die en scheidenden Beschlüsse hie zu wu den be ei s
im Augus 1975 om In e imsausschuß ge o en mi dem Ziel, die Rolle
des Goldes im Wäh ungssys em abzubauen und die de Sonde zie-
hungs ech e zu s ä ken23. Dies e olg zum einen du ch den Weg all
des „o iziellen Goldp eises". Dami e lie das Gold seine bishe ige
Funk ion als gemeinsame Nenne ü die Wäh ungspa i ä en sowie das
SZR seine bishe ige De ini ion in Goldgewich 24. Gleichzei ig wu de
en schieden, ein Sechs el des IWF-Goldes inne halb eines Zei aums
on ie Jah en zuguns en de En wicklungslände zu e äuße n sowie
ein wei e es Sechs el an die Mi gliedslände zum Buchwe (35 SZR je
Unze) zu ückzugeben25. D i ens sind Wäh ungsbehö den in Zukun
bei Gold ansak ionen un e einande ode mi dem Goldma k nich
meh an den o iziellen Goldp eis gebunden und können nunmeh Gold
22 Vgl. Ka l Klasen: Wel wäh ungs onds de Zukun is keine Wechsel-
ku s-Polizei, Handelsbla om 31. Dez. 1976.
23 Vgl. P esse e lau ba ung des In e imsausschusses des Gou e neu s-
a es des In e na ionalen Wäh ungs onds om 31. Aug. 1975, PA N . 60
om 3. Sep . 1975, S. 1 .
24 Geschä sbe ich de Deu schen Bundesbank ü das Jah 1975, S. 66/67.
25 Bei de e s en on ie Rücke s a ungen („Res i u ion") wu den An ang
Jan. 1977 6,25 Mill. Unzen zum Buchwe on 35 SZR je Unze ( d. 40,5 US $
nach SZR-Ko bwe ) bei de Du ch üh ung zu ückgegeben. Von 128 an-
sp uchsbe ech ig en Mi gliede n wähl en 111 mi einem Ansp uch au
5,993 Mill. Unzen = 209,75 Mill. SZR die so o ige Rücke s a ung, bei
17 Lände n wu de die Res i u ion au An ag ode aus ande en G ünden
e schoben.
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Be ich e 133
auch am eien Ma k zu Ma k p eisen e we ben. Bislang wa dies nu
ü den Ve kau on Gold ges a e . Diese Bes immung ha jedoch keine
g oßen Auswi kungen, da sich die Lände de Zehne g uppe inne halb
eines Zweijah eszei aums im Rahmen eine eiwilligen Selbs be-
sch änkung e p lich e haben, alles zu un e lassen, um einen Gold-
p eis zu ixie en, sowie du ch Goldkäu e den Gesam goldbes and diese
Lände g uppe und des IWF ans eigen zu lassen26. Wenn mi diesen
Maßnahmen auch zwei elsohne die ehemals zen ale Rolle des Goldes
im Wäh ungssys em e minde wo den is , so wi d das Wäh ungsgold
als Rese emedium auch in Zukun eine e hebliche Rolle spielen. Es
ha sich gezeig , daß Wäh ungsgold zumindes als Siche hei ü Zah-
lungsbilanzk edi e un e No enbanken he angezogen we den kann.
Dagegen e schein es aglich, ob es di ek ü die Abdeckung on
De izi salden un e den Wäh ungsbehö den in de P axis eingese z
wi d27.
Ans elle des Wäh ungsgoldes sollen in Zukun die Sonde ziehungs-
ech e das „Haup ese emedium des in e na ionalen Wäh ungssy-
s ems"28 we den. Mi d. 9,5 M d. SZR, die in den Jah en 1970 bis 1972
gescha en und an die Teilnehme lände des SZR-Sys ems en sp e-
chend ih en Quo en zuge eil wu den, haben sie jedoch bishe nu
einen seh ge ingen An eil an den Wäh ungs ese en de IWF-Mi -
gliedslände e lang . Als in e na ionale Rechnungseinhei gewinnen die
SZR jedoch langsam an Boden29. In in e na ionalen Abkommen und
Ve ägen wi d zunehmend das Gold als Rechnungseinhei du ch Son-
de ziehungs ech e e se z . Gleiches gil inzwischen meh und meh auch
ü den p i a wi scha lichen Ab echnungs e keh einige mul ina io-
nale Konze ne, die be ei s dazu übe gegangen sind, SZR in ih en Wel -
bilanzen und in ih en konze nin e nen, in e na ionalen Ab echnungen
zu e wenden30.
26 Vgl. Geschä sbe ich de Deu schen Bundesbank ü das Jah 1975,
S. 67. Vgl. dazu auch In e na ional Mone a y Fund: Summa y P oceedings
Annual Mee ing 1976, Supplemen P oposed Second Amendmen , Washing-
on D. C. No . 1976, S. 311.
27 Vgl. O ma Emminge : Au dem Weg ..., a.a.O., S. 858.
28 Vgl. P esse Ve lau ba ung des In e imsausschusses des Gou e neu s-
a es des In e na ionalen Wäh ungs onds om 8. Jan. 1976, PA N . 3 om
13. Jan. 1976, S.
1
.
29 Von wesen liche Bedeu ung ü die SZR wa die im Juli 1974 in K a
gese z e neue Bewe ungsme hode au de Basis eines Ko bes on 16 Wäh-
ungen.
30 Vgl. E ns Eckel : Sonde ziehungs ech e als Rechnungseinhei in den
Wel bilanzen und im Ab echnungs e keh mul ina ionale Konze ne, DB
N . 44 om 5. No . 1976, S. 2097.
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134 Be ich e
Gleichzei ig mi de zwei en Ände ung des IWF-Abkommens wi d
eine E höhung de Quo en de IWF-Mi gliedslände um d. 33 % au
insgesam 39 M d. SZR in K a e en ( gl. Tabelle 3: Quo en, Quo-
en« und S immenan eile im IWF). En sp echend de wachsenden Be-
deu ung de ölexpo lände we den diese als G uppe ih en Quo en-
an eil on 4,98 % au kün ig 9,88 % e doppeln. Die G uppe de üb i-
gen En wicklungslände wi d ih en An eil dagegen nahezu hal en,
wäh end sich die Indus ielände mi eine un e p opo ionalen An-
hebung ih es An eils begnügen. Fü eine Übe gangszei bis zum In-
k a e en de Quo ene höhung wu de be ei s in Jamaika eine E hö-
hung de K edi anchen on je 25 °/o au 36,25 °/o de Quo e beschlossen.
Die allgemeinen Ziehungsmöglichkei en machen demnach gegenwä ig
25 % in de Gold anche und 145
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in den ie K edi anchen gleich
170% de Quo en aus. Das en sp ich einem heo e ischen K edi ah-
men on insgesam as 50 M d. SZR. Dieses Volumen kann na ü lich
nie oll ausgenu z we den, weil den K edi nehme n (Schuldne n)
zwangsläu ig K edi gebe (Gläubige ) gegenübe s ehen.
Quo enübe p ü ungen haben nach den IWF-S a u en in Zei äumen
on nich meh als ün Jah en s a zu inden. Au Beschluß des In e-
imsausschusses om Janua 1975 inde die sieb e Übe p ü ung jedoch
be ei s d ei Jah e nach de sechs en s a , d. h. die nächs e allgemeine
Quo enübe p ü ung is bis spä es ens Feb ua 1978 ällig. Es is wah -
scheinlich, daß die Quo enübe p ü ung gleichzei ig eine Quo ene hö-
hung mi sich b ingen wi d. Übe de en Ausmaß gehen na u gemäß die
Vo s ellungen bzw. E wa ungen de e schiedenen In e esseng uppen
wei auseinande . Au de le z en IWF-Jah es e sammlung in Manila
wu de jedoch ein wei gehende Konsens dahingehend e ziel , daß als
G undlage eine allgemeinen wi scha lichen Au wä sen wicklung
wei e e Fo sch i e bei de In la ionsbekämp ung e ziel we den
müssen31. Eine übe mäßige Auswei ung de Quo en könn e einen neuen
In la ionss oß auslösen und die in ielen Lände n un e nommenen An-
s engungen zunich e machen ode zumindes ih en E olg schmäle n.
T o z iele Unken u e kann on einem d ohenden Liquidi ä sengpaß
de zei auch nich die Rede sein. Die Zahlungsbilanzde izi e de Nich -
ölen wicklungslände , als de zahlungsbilanzmäßig am schlech es en
ges ell en G uppe, wu den im Jah 1976 — en gegen ielen ühe en
P ognosen — du ch o izielle und p i a e K edi e soga „übe inan-
31 Vgl. P esse e lau ba ung des In e imsausschusses om 2. Ok . 1976,
PA N . 64 om 5. Ok . 1976, S.
3
.; gl. dazu auch VWD om 9. Ok . 1976:
„Emmingen Wei gehende Konsensus in Manila".
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Be ich e
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136 Be ich e
zie ", so daß die De isen ese en diese Lände — als G uppe be-
ach e — im e gangenen Jah noch um 7 M d. Dolla ges iegen sind32.
De o handene K edi spiel aum des IWF, insbesonde e in den höhe-
en K edi anchen, is bishe nu in ge ingem Um ang ausgenu z wo -
den. Pe Jah esende 1976 haben on den 129 Mi gliedslände n des
IWF e s 12 die zwei e, 2 die d i e und nu ein Land die ie e K edi -
anche in Ansp uch genommen. Auch die ande en in e na ionalen
Finanzie ungsins i u ionen scheinen de zei aus eichend mi Mi eln
ausges a e zu sein; eine Reihe on ihnen dü e im lau enden Jah
eine eilweise e hebliche Au s ockung ih e Mi el e ah en. Angesich s
des Ve schuldungsg ades einige De izi lände dü en die bishe ge-
nu z en K edi quellen au den p i a en Geld- und Kapi almä k en
jedoch nich im gleichen Um ang wie bishe sp udeln, so daß ein s ä -
ke es Anbinden an den IWF im In e esse des Landes, de Wäh ungs-
gemeinscha und na ü lich auch de Geschä sbanken lieg . De IWF
kann besse als na ionale Ins anzen ode K edi ins i u e und ohne eine
sons o handene übe mäßige poli ische Rücksich nahme dem k edi -
nehmenden Land S abilisie ungsp og amme andienen.
IV.
Welche Rolle wi d nun de IWF im wäh ungspoli ischen Geschehen
de kommenden Mona e und Jah e spielen? Kann de Wäh ungs onds
den on den e schiedenen Sei en au ges ell en Fo de ungen nach
— eine Auswei ung de Zahlungsbilanzk edi e,
— eine s ik en Übe wachung de Wechselku spoli ik de Mi glieds-
lände ,
— eine s ä ke en Übe wachung de K edi e gaben de Geschä s-
banken an De izi lände ,
— einem ausgewogene en Ve häl nis zwischen p i a en und o iziellen
Zahlungsbilanzk edi en,
— einem Einsa z de K edi gewäh ung des IWF als Ins umen s abili-
ä spoli ischen Wohl e hal ens
ge ech we den, ohne daß e zu eine In la ionsmaschine ode o wie-
gend zu einem Ins umen de En wicklungshil e inanzie ung ode zu
eine Siche hei sins i u ion ü no leidende bzw. k i ische Banken-
engagemen s wi d?
32 O ma Emminge : Die Rolle de wäh ungss a ken Lände im in e na-
ionalen Zahlungsbilanzausgleich, PA N . 9 om 11. Feb . 1977, S. 3.
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Be ich e 137
Was die S ä kung de inanziellen Mi el des IWF zu Auswei ung
de K edi gewäh ung an zahlungsbilanzschwache Lände anbelang ,
sind zwei F agen on besonde em In e esse. Die eine be i den Kapi-
albeda , die ande e die Kapi albescha ung. Au de Wäh ungskon e-
enz on Manila s and im Vo de g und de Übe legungen die Adjus ie-
ung de Zahlungsbilanzde izi e au g und binnenwi scha liche An-
passungsmaßnahmen bzw. das Zulassen eine Höhe bewe ung de
Wäh ung in den Übe schußlände n und gegebenen alls zusä zlichen
Expansionsmaßnahmen. „De ici coun ies should in he i s place
ailo hei domes ic policies so as o pe mi an app op ia e olume o
esou ces o be shi ed o he ex e nal sec o . In he second place, hei
exchange a e policies should no be allowed o hampe he equi ed
adjus men bu should help o b ing i abou ; such policies may ha e
o be complemen ed by measu es o p e en cumula i e and us a ing
p ice e ec s. Indus ial coun ies in s ong paymen s posi ions should
ensu e an adequa e eco e y in domes ic demand, bu i should no be
p essed beyond limi s ha would us a e an i-in la ion policies. The
main ins umen o adjus men in hei case may he e o e ha e o be
an app ecia ion o he exchange a e — which should no be esis ed33."
Bei diesen Fo de ungen, die im üb igen on de Bundes epublik
Deu schland oll akzep ie we den34, is jedoch die U sache des jewei-
ligen Zahlungsbilanzde izi s zu be ücksich igen. Handel es sich um
De izi e au g und on E dölein uh en, so dü e sich auch in de näch-
s en Zukun ü das G os de Lände die No wendigkei eine Finan-
zie ung de ölp eisbeding en De izi e s ellen. Handel es sich dagegen
um De izi e au g und eine unausgewogenen Handelss uk u bei-
spielsweise zwischen den OECD-Lände n, dann sind Anpassungsmaß-
nahmen zwingend no wendig. Alle dings müssen diejenigen De izi -
lände , die en sp echende Anpassungsmaßnahmen e g ei en, mi einem
aus eichenden inanziellen Rückhal ausges a e sein, um no alls
Wechselku sschwankungen und De isenab lüssen begegnen zu können.
Diese Lände bedü en dahe o übe gehend eines inanziellen Rück-
hal s, dami die Anpassungsmaßnahmen nich zu s a k dosie we den
und das Ziel de Maßnahmen länge is ig e eich we den kann.
33 H. Johannes Wi e een: Wo ld Economic Ou look and he Func ioning
o he In e na ional Mone a y Sys em, Washing on, Sep embe 22, 1976.
34 Im Ve lau des Jah es 1976 e uh die D-Ma k beispielsweise eine e ek-
i e Höhe bewe ung on annähe nd 15 P ozen (gewich e nach den Außen-
handelsumsä zen), gl. O ma Emmingen Die Rolle de wäh ungss a ken
Lände ..., a.a.O., S. 2.
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Jegliche Ausbau de IWF-Liquidi ä ha jedoch im Lich des wi k-
lichen Beda s de Mi gliedslände insgesam zu e olgen und da
sich nich an einzelnen k i ischen Fällen o ien ie en. Diese G undsa z
gil um so meh , als e in de jünge en Ve gangenhei des IWF nich
imme be ücksich ig wu de! Es muß zudem siche ges ell sein, daß die
Kondi ionali ä bei de K edi gewäh ung im Rahmen de allgemeinen
Ziehungen nich in F age ges ell wi d. Bei den Sonde azili ä en mi
ih en besonde en konzessionä en Bedingungen und ih e speziellen
Zielse zung gel en na ü lich ande e K i e ien. Solange jedoch de o -
handene K edi ahmen des IWF, insbesonde e in den höhe en K edi -
anchen, nich oll genu z is , solange die p i a en K edi quellen wei-
e hin k ä ig sp udeln, wi d de Ein luß des IWF au die S abili ä s-
poli ik seine Mi gliede beg enz bleiben.
Im Hinblick au die S ä kung de inanziellen Mi el des IWF bei
wachsende K edi nach age müß en die E dölexpo lände mi ih en
hohen Zahlungsbilanzübe schüssen e s ä k an de Finanzie ung be-
eilig we den. Dies kann bila e al ode du ch Zwischenschal ung des
IWF e olgen, wobei im le z e en Fall die öllände s ä ke in ih e
in e na ionale Ve an wo ung genommen we den und die k edi neh-
menden Lände en sp echende Au lagen des IWF e hal en könn en. Es
wä e auch da an zu denken, bei de kommenden Quo ene höhung diese
Lände g uppe e neu s ä ke zu be eiligen. Dies wä e jedoch nu dann
e e ba , wenn die Lände ih e Wäh ungen oll kon e ibel machen
wü den.
Was die Übe wachung de Wechselku spoli ik de IWF-Mi glieds-
lände du ch den Wäh ungs onds anbelang , dü en die en sp echen-
den G undsä ze und Ve ah en in den kommenden Mona en ausgea -
bei e we den. Dabei wi d es sich wenige um heo e ische Gesam -
konzep ionen handeln als um jeweils p agma isch e a bei e e Lösun-
gen. Es bes eh ein allgemeine Konsens, daß die Wechselku spoli-
ik einem Land keine unge ech e ig e We bewe bs o eile b in-
gen da . In e en ionen sollen o wiegend zu Glä ung übe mäßige
Ku sausschläge und nu o übe gehend o genommen we den. Die
Übe wachung ha sich jedoch nich nu au die En wicklung de Wech-
selku se und de In e en ionen zu besch änken, sonde n alle ele an-
en Fak o en mi einzubeziehen.
Was die Übe wachung de K edi e gabe de Geschä sbanken an die
De izi lände anbelang , so is das keine Au gabe des IWF. A hu F.
Bums o de e zwa om IWF „ o wa ch banks' loans o poo lands and
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Be ich e 139
o ake a su eillance ole o p e en o e exposu e o comme cial
banks lending o less de eloped coun ies"35, abe de IWF is wede
eine Wel zen albank noch eine K edi lenkungs- bzw. -Übe wachungs-
s elle. Die p i a en K edi ins i u e können aus ih e Eigen e an wo -
lichkei bei de K edi e gabe nich en lassen we den. Es is jedoch
da an zu denken, daß „Zahlungsbilanzk edi e de Geschä sbanken sich
mi Nu zen an de K edi gewäh ung (und den Kondi ionen) in e na io-
nale Ins i u ionen, wie z. B. des IWF, o ien ie en könn en"36.
Den Nach eil zu hohe bila e ale K edi gewäh ung scheinen die
Geschä banken inzwischen auch e kann zu haben. Da diesen K edi-
en nach Meinung de Mo gan Gua an y T us Company „ha e ökono-
mische Au lagen nach IWF-Manie ehlen", be gen sie die Ge ah in
sich, „die K edi nehme in eine en spann e Beschaulichkei einzu-
lullen"37. Es lieg meh denn je im In e esse de Geschä sbanken, sich
bezüglich de Gesam e schuldung eines Landes und des Schulden-
diens es mi den o iziellen K edi gebe n abzus immen.
Können nun Wäh ungsk edi e als S abili ä sins umen eingese z
we den? Hie lieg eine de besonde en Au gaben des IWF, die zu
eine „Renaissance des Wäh ungs onds" üh en kann, „da es keine
ande e Ins i u ion gib , die einen ech en D uck au die Wi scha s-
poli ik on De izi lände n ausüben kann"38. Das se z alle dings eine
s ä ke e K edi beansp uchung des IWF in de Zukun o aus.
Rüdige on Rosen, F ank u /M.
Zusammen assung
Die Rolle des In e na ionalen Wäh ungs onds
nach de Teil e o m des Wäh ungssys ems
Sei einige Zei haben sich die S immen gemeh , die einen Ausbau des
In e na ionalen Wäh ungs onds o de n mi dem Ziel, diesen e s ens s ä ke
als bishe an de Finanzie ung de o handenen Zahlungsbilanzde izi e zu
be eiligen, zwei ens ihn s ä ke eine Übe wachungs unk ion ausüben zu
lassen. De Be ich behandel dazu d ei Aspek e:
85 Vgl. New Yo k Times om 24. Feb ua 1977.
88 O ma Emminge : Die Rolle de wäh ungss a ken Lände ..., a.a.O.,
S. 3.
87 Vgl. Handelsbla om 18. Feb ua 1977 „De Wäh ungs onds soll meh
ü die A men un".
88 O ma Emminge : Au dem Weg ..a.a.O., S. 859.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.10.1.117 | Gene a ed on 2023-01-16 12:41:31
140 Be ich e
(1) Es we den A und Um ang de inanziellen Ak i i ä en des IWF im
Rahmen de allgemeinen K edi azili ä en wie de Sonde azili ä en da -
ges ell und e läu e ;
(2) es we den die wich igs en Ände ungen de im Jah 1977 wi ksam we den-
den neuen IWF-S a u en bezüglich des Wechselku ssys ems, de Rolle
des Goldes und de Sonde ziehungs ech e sowie de ie en allgemeinen
Quo ene höhung und de empo ä en Auswei ung de no malen Zie-
hungsmöglichkei en au den IWF behandel ;
(3) es wi d die Rolle des IWF im zukün igen wäh ungspoli ischen Geschehen
im Hinblick au eine Auswei ung de Zahlungsbilanzk edi e, eine s ik-
en Übe wachung de Wechselku se und de K edi e gaben de Ge-
schä sbanken u. a. behandel .
Das Resümee des Be ich s e gib , daß de IWF in Zukun eine Renaissance
e leben und eine s ä ke e Füh ungs olle in de Wel wäh ungspoli ik ein-
nehmen dü e. Dies um so meh als es keine ande e Ins i u ion gib , die
einen ech en D uck au die Wi scha spoli ik on De izi lände n ausüben
kann.
Summa y
The Role o he In e na ional Mone a y Fund
a e he Pa ial-Re o m o he Mone a y Sys em
Fo some ime an inc easing numbe o oices has demanded he expansion
o he In e na ional Mone a y Fund wi h he objec o enabling i o play a
g ea e pa han hi he o in he inancing o exis ing balance-o -paymen s
de ici s, and also o exe cise mo e a - eaching supe ision unc ions. The
epo deals wi h h ee aspec s o his issue:
(1) The na u e and scope o he IMF's inancial ac i i ies wi hin he ame-
wo k o he gene al c edi acili ies and he special acili ies a e depic ed
and explained;
(2) he mos impo an amendmen s o he IMF s a u es a e deal wi h,
which ake e ec in 1977 wi h espec o he exchange a e sys em, he
ole o gold and he special d awing igh s, he ou h gene al quo a
inc ease and he empo a y ex ension o no mal acili ies o d awing on
he IMF;
(3) he ole o he IMF in he u u e ield o mone a y policy is en ila ed
wi h ega d o an expansion o balance-o -paymen s c edi s, a s ic
supe ision o exchange a es, and he g an ing o c edi s by comme cial
banks and he like.
A esumee o he epo shows ha he IMF will p obably unde go a
enaissance in he u u e and assume a s onge leade ship ole in wo ld
mone a y policy. All he mo e since he e is no o he ins i u ion which can
exe genuine p essu e on he economic policy o de ici coun ies.
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