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Börsenzwang und Markteffizienz. Eine empirische Untersuchung mit Hilfe von "Random-Walk-Tests"

Abstract

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Börsenzwang und Markteffizienz. Eine empirische Untersuchung mit Hilfe von "Random-Walk-Tests"

Author: Hanssen, Rolf A.,Reiß, Winfried
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1977
DOI: 10.3790/ccm.10.3.306
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/292793/1/ccm.10.3.306.pdf
Hanssen, Rol A.; Reiß, Win ied
A icle
Bö senzwang und Ma k e izienz. Eine empi ische
Un e suchung mi Hil e on "Random-Walk-Tes s"
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Hanssen, Rol A.; Reiß, Win ied (1977) : Bö senzwang und Ma k e izienz. Eine
empi ische Un e suchung mi Hil e on "Random-Walk-Tes s", K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591,
Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 10, Iss. 3, pp. 306-306,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.10.3.306
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/292793
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Bö senzwang und Ma k e izienz
Eine empi ische Un e suchung mi Hil e on „Random-Walk-Tes s"*
Von Rol A. Hanssen, S u ga , und Win ied Heiß, Heidelbe g
A.
1. P oblems ellung und Fo mulie ung des Un e suchungsziels
In den Jah en 1966/67 a das Bundeswi scha sminis e ium mi
Plänen an die Ö en lichkei , die zum Ziel ha en,
— die Ak ienku sbildung an den deu schen Bö sen au eine b ei e e Basis
zu s ellen und sie dami „objek i e ", das heiß wenige manipulie ba
zu machen,
— den Ku s e lau zu s abilisie en,
— die Ma k anspa enz zu e höhen,
insgesam also die Bö se „ unk ions ähige " zu machen. Ande e sei s
soll e übe diese bö seno ganisa o ische Zielse zung hinaus das gesell-
scha s- und inanzpoli ische Ziel
— Ve b ei e ung des Ak ienspa ens und
— Ve besse ung de Eigenkapi al inanzie ung de Ak iengesellscha en ge-
ö de we den.
Die Wege, um diese anges eb en Ziele zu e eichen, sah das Bundes-
wi scha sminis e ium o allem in eine Konzen a ion de Kunden-
au äge bei den Ku smakle n (sogenann e Bö senzwang) sowie in eine
s ä ke en Bö senumsa z- und Un e nehmenspublizi ä 1.
* Diese Un e suchung basie au E gebnissen, die die Au o en bei de
An e igung ih e Disse a ionen gewonnen haben. Das diesen A bei en zu-
g unde liegende Da enma e ial wu de am Ins i u ü Bankwi scha de
Technischen Uni e si ä Be lin (P o . D . K. Scheid ) bescha , ausgewähl
und am „G oß echenzen um ü die Wissenscha in Be lin" übe p ü , ko -
igie und e a bei e . Fü die Jah e 1971/72 konn en die Da en om S a i-
s ischen Bundesam Wiesbaden in Fo m on Magne bände n übe nommen
we den. Die Ve asse danken P o . D . K. Scheidl und P o . D . M. Fabe
ü die Un e s ü zung bei diese Un e suchung.
1 Vgl. hie zu die Wiede gabe des diesen Plänen zug unde liegenden „He e-
en enen wu s" und de „Lei gedanken" des Bundeswi scha sminis e iums
bei: H. Beye -Fehling und A. Bock, Die deu sche Bö sen e o m und Kom-
men a zu Bö senno elle. F ank u 1975, S. 157 . und S. 167 .
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Bö senzwang und Ma k e izienz 307
Um eine gese zlichen Regelung zu o zukommen, haben sich die
Banken damals eiwillig e p lich e , alle Kundeno de s bis zu eine
G ößeno dnung on DM 100 000,— mi Wi kung om 1. Juli 1968 nu
noch übe die Bö se abzuwickeln. Vo diesem „ eiwilligen Bö sen-
zwang" konn en Ak ienkau - und Ve kau au äge on den einzelnen
Banken sowohl gegeneinande kompensie als auch im Wege des
Selbs ein i s ech s au eigene Rechnung e üll we den, so daß nu
noch die Spi zen zu Abwicklung an die Bö sen gelang en2.
Nachdem die Diskussion um diese Bö sen e o m mi le weile ih en
o läu igen Abschluß ge unden ha , e schein es in e essan zu p ü en,
inwiewei die in den Jah en 1968/70 ealisie en Bö sen e o mmaßnah-
men dazu ge üh haben, die Ve häl nisse am deu schen Ma k im Sinne
de gese z en Ziele zu e besse n.
E s e empi ische Un e suchungen konzen ie en sich au die F age,
ob de Bö senzwang — das zen ale und wohl einschneidends e Ins u-
men de Bö sen e o m — geeigne is , übe eine Ve b ei e ung des
deu schen Ak ienma k s eine S abilisie ung des Ku s e lau s zu e -
eichen3.
Ausgehend on einem lang is igen Ve gleich de Umsa z olumina
übe einen Zei aum on insgesam 15 Jah en konn e zunächs es -
ges ell we den, daß die mona lichen Gesam umsä ze an den deu schen
Ak ienbö sen nach Ein üh ung des Bö senzwangs in de Ta beach lich
ges iegen sind, nämlich on du chschni lich 574 Millionen DM Ku swe
in den Jah en 1960 bis 1967 au du chschni lich 1390 Millionen DM
Ku swe in den Jah en 1968 bis 19744. Diese beme kenswe e Umsa z-
ans ieg ließ sich — o z po en ielle sons ige Ma k e bei e ungs-
e ek e — als deu liches Indiz ü eine ma k auswei ende Wi kung des
Bö senzwangs we en.
Die au diese Basis konzipie e Un e suchung zu Ku ss abili ä
konn e sich somi au die F age konzen ie en, ob die Ak ienku se als
2 Fü eine genaue e Da s ellung diese Vo gänge und zu beg i lichen
Abg enzung des Bö senzwangs sowie zu den e schiedenen Konzep ionen
dieses Re o mins umen s gl. im einzelnen: R. A. Haussen, Ak ienku s e -
lau und Bö senzwang. Eine empi ische Un e suchung zu Ku ss abili ä im
Rahmen de Bö sen e o m, Be lin 1976, S. 25 . und S. 40 .
3 Vgl. R. A. Haussen, Ak ienku s e lau , S. 1 . sowie Haussen, R. A., Die
Bö sen e o m und ih e Auswi kungen im Deu schen Ak ienma k , in Zei -
sch i ü das gesam e K edi wesen, 29. Jg., He 15 om 1. 8.1976, S. 701 - 706.
4 Nähe es hie zu gl. R. A. Haussen, Ak ienku s e lau , S. 71 .; zum P o-
blem de Ma k enge im deu schen Ak ienhandel, siehe do auch S. 58 .
20 K edi und Kapi al 3/1977
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308 Rol A. Hanssen und Win ied Reiß
Folge diese Ma k e b ei e ung s abile ode ins abile gewo den sind.
Eine Ku ss abili ä s e besse ung wä e o ensich lich dann e eich ,
wenn sei Ein üh ung des Bö senzwangs die äglichen Ak ienschwan-
kungen ge inge gewo den sind. Nach Diskussion mögliche , den Bö -
senzwang zusä zlich übe lage nde S abilisie ungs- und Des abilisie-
ungse ek e5 ließ sich jedoch es s ellen, daß sich — gemessen an de
Va ianz de Ve eilung de ela i en Ku sdi e enzen — die Ku s-
schwankungen ü die Meh zahl de übe einen Zei aum on 1961 bis
1972 un e such en 50 Ak ien keines alls e inge , sonde n ehe e höh
haben. Mi Hil e s a is ische Tes e ah en konn e dami bewiesen we -
den, daß die e ho e ku ss abilisie ende Wi kung des Bö senzwangs
mi hohe Wah scheinlichkei nich gegeben is , de Bö senzwang un e
diesem K i e ium als Re o mins umen demnach ungeeigne is 6.
Es e heb sich jedoch die F age, ob de Bö senzwang nich dennoch im
Sinne de Bö sen e o mbes ebungen „posi i e" Auswi kungen au den
Ak ienku s e lau mi sich b ing . Solche E ek e wä en dann gegeben,
wenn es ges ell we den könn e, daß die Ku sbildung im deu schen
Ak ienma k in nich meh so e heblichem Maße du ch s a ke Ma k -
eilnehme beein luß we den kann, wie sich dies bei de o handenen
Ma k enge imme wiede gezeig ha .
Geh man da on aus, daß Ku s eihen in einem engen Ma k leich e
beein lußba sind, müß en — da de Bö senzwang o ensich lich zu eine
deu lichen Ma k e b ei e ung beige agen ha — mi de Ein üh ung
diese Re o mmaßnahmen Ku smanipula ionen e schwe wo den sein.
Dies wü de abe wiede um zu Folge haben, daß sich ku s ele an e
neue In o ma ionen „unbeein luß e " und dami unmi elba e und
schnelle au die Ku sbildung auswi ken könn en, was au eine hie aus
esul ie ende Ve besse ung de „Ma k e izienz" schließen ließe7.
E izien e e Ak ienmä k e sind ih e sei s wiede um dadu ch ge-
kennzeichne , daß sie wenige s a k on einem „Random Walk" ab-
weichen, ih e Ak ienku sdi e enzen also s ä ke oneinande unab-
hängig sind8. Bö senzwang, Ma k b ei e, Ma k e izienz und Random
5 Vgl. hie zu auch: R. A. Haussen und E. Mülle -Schwe in, S abilisie die
Te minspekula ion die Ak ienku se? in Zei sch i ü das gesam e K edi -
wesen, 29. Jg., He 10 om 15. 5.1976, S. 426 - 431.
« Vgl. R. A. Hanssen, Ak ienku s e lau , S. 175 - 204.
7 Ein spekula i e Ma k wi d dann als e izien angesehen, wenn sich neue
ele an e In o ma ion so o oll au die P eise auswi k .
8 Eine no wendige Bedingung ü die E izienz eines Ma k es is die Gül-
igkei de Random Walk Hypo hese. Diese Hypo hese besag , daß die Di e-
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Bö senzwang und Ma k e izienz 309
Walk sind dami in engem Zusammenhang zueinande zu sehen9, so
daß e wa es s ellba e Ve ände ungen im Random Walk du chaus
Rückschlüsse au mögliche Auswi kungen on Ma k b ei e und dami
Bö senzwang e lauben.
Nachdem e schiedene Analysen bishe s e s ein e s aunlich hohes
Maß an Nich e izienz ü den deu schen Ak ienma k e geben haben10,
wi d man — wenn die Ma k enge a sächlich ein ausschlaggebendes
Momen ü diese Nich e izienz is — du ch E izienzun e suchungen
übe einen bes imm en Zei aum o und nach Ein üh ung des Bö sen-
zwangs eine Ve inge ung de zei lichen Abhängigkei en in den Ku s-
eihen beobach en können.
Um diese Ve mu ung zu übe p ü en, haben wi die Ku s e läu e
häu ig gehandel e deu sche Gesellscha en in zwei Pe ioden on je-
weils
4V2
Jah en ge eil und ü diese Pe ioden jeweils zwei geb äuchliche
Random-Walk-Tes s du chge üh . Du ch Bes immung de Au oko -
ela ionskoe izien en soll gep ü we den, wie sich die linea en Ab-
hängigkei en in den Ku s eihen de beiden Pe ioden e hal en. Vom
Run Tes e wa en wi Auskun übe die Länge on ku z is igen
T endbewegungen o und nach Ein üh ung des Bö senzwangs.
2. Empi ische Un e suchung des deu schen Ak ienku s e lau s
un e dem Gesich spunk de Ma k e izienz
2.1 Das Da enma e ial
Zu Du ch üh ung unse e E izienzun e suchung wu de ein um ang-
eiches Da enma e ial benu z , das on uns ü ande e Un e suchun-
gen11 e s ell , um Di idenden, Bezugs ech e, Teil ech e und Ku zno iz-
enzen de P eis eihen übe die Zei hinweg unabhängig sind. Siehe zum
Beg i de E izienz eines Ma k es und ih e Beziehung zu Random Walk
Hypo hese: E. F. Fama, E icien Capi al Ma ke s, in Jou nal o Finance,
25/1970, S. 383-417.
9 Unse es Wissens gib es keine heo e ische Un e suchung, die die Aus-
wi kungen de Ma k g öße au die Ma k e izienz behandel , doch wi d im
allgemeinen — wie oben — da on ausgegangen, daß P eis eihen in einem
engen Ma k leich e beein lußba sind, also s ä ke om Random Walk
abweichen. Siehe z. B. C. W. J. G ange , Empi ical S udies o Capi al Ma ke s:
A Su ey, in Ma hema ical Me hods in In es men and Finance (H sg.
G. P. Szegö und K. Shell), Ams e dam 1972, S. 497.
10 Siehe z. B. W. Reiß, Handom Walk Hypo hese und deu sche Ak ien-
ma k , Disse a ion TU Be lin, 1974, S. 160 - 168.
11 Vgl. W. Reiß, Random Walk Hypo hese und deu sche Ak ienma k
sowie R. A. Hanssen, Ak ienku s e lau und Bö senzwang, Be lin 1976.
20*
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310 Rol A. Hanssen und Win ied Reiß
Ums ellungen be einig und de aillie au Da en ehle übe p ü wo -
den is 12. Ausgewähl wu den 50 deu sche Ak ien ( gl. Tabelle 1) mi
äglichen Einhei sku sen ü die Zei om 2.1.1964 bis 31.12.1972. Dies
e gab jeweils ca. 2200 Bö sen age, so daß insgesam ein Da enma e ial
m <> wa 110 000 Ak ienku sen zu Ve ügung s and.
Ausgehend on dem Ein üh ungszei punk des Bö senzwangs (1. 7.
1968) wu den die Ku s e läu e jeweils in zwei gleich lange Pe ioden
(d.h. in jeweils ca. 1100 Bö sen age) ge eil und wie olg abgeg enz :
Pe iode I ( o Bö senzwang): 2. Janua 1964 bis 30. Juni 1968;
Pe iode II (nach Bö senzwang): 1. Juli 1968 bis 31. Dezembe 1972.
Fü beide Pe ioden ließen sich nunmeh — als G undlage ü die
du chzu üh enden Random-Walk-Tes s — die äglichen ela i en Ku s-
ände ungen bzw. die Rich ungen de Ku sabweichungen e mi eln.
2.2 Ein üh ung in die Tes me hoden
2.2.1 Au oko ela ionsanalyse
Da die Random-Walk-Hypo hese im allgemeinen ü ela i e P eis-
ände ungen de inie wi d, gehen wi on de Di e enz de loga i h-
mie en Ku se aus:
g
( ) = In k ( + 1) - In k
( )
.
Ein Maß ü Abhängigkei en zwischen den ela i en Ku sdi e enzen
zum Zei punk und zum Zei punk
—
i is gegeben du ch den Au o-
ko ela ionskoe izien en i- e O dnung. Diese is de inie du ch
= E {g
( ) —
E
[g
( )]} {g ( - i) - E g ( )]}
* ]/E {g ( ) - E (g ( ))}*
•
E {g ( - i) - E (g
( ))}2~
Fü eine Random-Walk-Zei eihe müssen die Au oko ela ionskoe i-
zien en den We Null annehmen. Je meh ,- hie on abweich , um so
s ä ke sind die linea en Abhängigkei en zwischen g ( ) und g (
—
i). Ein
hohe posi i e Koe izien sag z. B. aus, daß die Ku sände ung häu-
ig de des e gangenen Tages en sp ich (gleiche Rich ung, e wa gleiche
G ößeno dnung), ein < 0 zeig an, daß die Ku sbewegung im all-
gemeinen de le z en Ku sbewegung en gegenge ich e is .
12 Zum P oblem de Da en ehle gl. im einzelnen: R. A. Haussen und
W. Reiß, Au oko ela ionsanalyse und das P oblem de Da en ehle . Eine
Übe p ü ung de Random Walk Hypo hese ü den deu schen Ak ienma k ,
in Zei sch i ü Na ionalökonomie, H. 1/2, 1976, S. 153 - 172.
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Bö senzwang und Ma k e izienz 311
Gehen wi da on aus, daß de Bö senzwang die E izienz de Bö se
nich beein luß , so lau e unse e Nullhypo hese bezüglich de Au o-
ko ela ionsbes immung :
H0: Die Wah scheinlichkei ü eine Ve kleine ung des Au oko ela ions-
koe izien en is mi V2 ebenso g oß wie ü eine Ve g öße ung.
2.2.2 Run Tes
Bei einem Run Tes we den P eisände ungen nu da au hin un e -
schieden, ob de Ku s s eig , gleichbleib ode äll . Eine Au einande -
olge on gleichge ich e en P eisbewegungen nenn man einen Run.
Sind die P eisbewegungen unabhängig on den o ausgegangenen
P eisbewegungen, so e gib sich ü die Anzahl de Runs de E wa -
ungswe E (T) und die Va ianz S2 (T) aus de Anzahl de posi i en,
nega i en und waage ech en P eisbewegungen n
+ ,
no, n_ mi :
E(T) = n + i_<_+no + -
und
os> , m
_ (n2 + n)(n+ + n0 + n-> + <n! + n0 + n!)2 + 2n(nl + n0 + n3) - 718
S (T) n2 (n - 1)
Dabei is n = n+ + no + n_ die Anzahl de P eisdi e enzen13.
Die Di e enz on beobach e e Anzahl on Runs TB und dem E -
wa ungswe E (T) im Ve häl nis zu Va ianz S2 (T) bilde die s an-
da disie e Va iable K:
TB-E (T) ± 0,5
K(T)~ S* (T)
(mi ± 0,5 als Ganzzahligkei sausgleich ü
TB
^ E). Bei unabhängigen
P eisbewegungen und g oßem n is diese P ü g öße N (0,1)
—
e eil .
K kann als Maß ü die Abweichung om Zu allsweg au ge aß we -
den. Is K nega i , so gab es zuwenig Runs, die Runs wa en zu lang,
es können z. B. T ends o gelegen haben. Is K posi i , so wa en die
Runs kü ze als bei unabhängigen Ku sdi e enzen zu e wa en wä e;
dieses kann ein e en, wenn nach jede Ku sände ung mi eine Gegen-
bewegung ge echne we den muß.
13 Fü eine genaue e Da s ellung mi Ablei ung de Fo meln ü E (T) und
S2 (T) siehe z. B. W. Reiß, Random Walk Hypo hese und deu sche Ak ien-
ma k , S. 78 .
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312 Rol
A.
Hanssen und Win ied Reiß
Unse e Nullhypo hese is en sp echend de bei de Au oko ela ions-
analyse:
H0: p(|Kl|>|Kn|) = p(|Kl|<|Kn|) = V2 .
2.3 E gebnisse de Tes s
2.3.1 E gebnisse de Au oko ela ionsanalyse
In Tabelle 1 sind die e s en Au oko ela ionskoe izien en alle Ge-
sellscha en ü beide Pe ioden au ge üh ( 1 bzw. 11). Mi eine Aus-
nahme (Pe iode II on MAN) sind alle posi i . Bis au sechs (AUDI
NSU, HAMBORN, HARPEN, MAN, SCHULTHEISS und ALLIANZ)
sind alle Koe izien en de e s en Pe iode signi ikan (au dem 5%
Ni eau) ungleich Null14. In Pe iode II kann ü el Gesellscha en die
Random-Walk-Hypo hese nich e wo en we den (BBC, BMW, GOLD-
SCHMIDT, KALI UND SALZ, LINDE, MAN, METALLGESELL-
SCHAFT, NECKERMANN, RUETGERS, VARTA und LUFTHANSA).
Dies kann als Indiz da ü au ge aß we den, daß de deu sche Ma k in
de zwei en Pe iode e izien e gewo den is , unse e Nullhypo hese
also e en uell nich hal ba is . Diese Ve mu ung wollen wi mi dem
Vo zeichen es on Dixon und Mood15 übe p ü en. Spal e 3 de Tabelle
I zeig die absolu e Di e enz de Au oko ela ionskoe izien en zwi-
schen e s e und zwei e Pe iode. Da aus en nehmen wi , daß nu ü
II Gesellscha en in de zwei en Pe iode eine höhe e Au oko ela ion
geschä z wu de als in de e s en.
Nach unse e Nullhypo hese is de deu sche Ma k o und nach
Ein üh ung des Bö senzwangs gleich e izien ; die Wah scheinlichkei
ü eine Ve g öße ung des Au oko ela ionskoe izien en is ebenso
hoch wie ü eine Ve kleine ung:
p ( i >
-H)
= p ( i < ") =
V*
.
Somi is die Wah scheinlichkei , daß un e H0 nu 11 on 50 Gesell-
scha en den We 1 e g öße n, du ch
14 is signi ikan ungleich Null au dem 0,05 Ni eau, wenn
| | > 1,96
•
VTT= 0,059
(mi n = 1100, de Anzahl de Da en), siehe dazu W. Reiß, Random Walk
Hypo hese und deu sche Ak ienma k , S. 62.
15 Siehe L. Sachs, S a is ische Auswe ungsme hoden, Be lin e c., 1972,
S.247 - 249.
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Bö senzwang und Ma k e izienz 313
'
Im
= 0,00001
i=0 2
gegeben.
Die Nullhypo hese is also selbs au dem 1 €/o-Ni eau abzulehnen:
Die Pe iode nach dem Bö senzwang zeig signi ikan nied ige e Au o-
ko ela ionen.
2.3.2 E gebnisse des Run Tes s
In Tabelle 1 sind ü alle Gesellscha en die s anda disie en Koe i-
zien en
K
au ge üh . Au g und diese We e muß ü beide Pe ioden
die Random-Walk-Hypo hese ü den deu schen Ma k e wo en we -
den. In Pe iode I sind nu ie Gesellscha en au dem 5 %-Ni eau
(7 bei 1 o/o) nich signi ikan ungleich Null16, in Pe iode II sind es sechs
(8 bei
1
Vo). P ak isch alle Koe izien en besi zen nega i es Vo zeichen:
Deu sche Ak ien e läu e un e scheiden sich om Random Walk o en-
ba du ch zu wenige, also zu lange Runs. Eine einmal begonnene Be-
wegung ha die Tendenz zum Wei e bes ehen.
Zu Übe p ü ung unse e Nullhypo hese Ho bilden wi die Di e enz
|Kn| — |KX|. Gil Ho, so is die Wah scheinlichkei ü die Vo zeichen de
Di e enz gegeben du ch
p(|KH|-|Ki|>0) = p(|Kii|- |Ki|<0)=y .
Wi beobach en 34 nega i e und 16 posi i e Vo zeichen.
Die Wah scheinlichkei un e Ho ü einen solchen Ausgang is
16 /50
i
>ZTo = 0,0033 .
i=o 2
Die Nullhypo hese is also auch beim Run Tes au dem 1 %-Ni eau
zu e we en.
2.3.3 Ve gleich de Tes e gebnisse und Schluß olge ungen
Sowohl die Bes immung de Au oko ela ionskoe izien en wie de
Run Tes üh en zu eine Ablehnung de Nullhypo hese au dem 1 Vc-
Ni eau.
16 K
is , wie wei e oben angegeben,
N
(0,1)- e eil . Somi is de k i ische
We au dem 5 %>-Ni eau gleich 1,96.
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320 Rol A. Hanssen und Win ied Reiß
a e cha ac e ized by he ac ha changes in p ice se ies on hose ma ke s
a e independen o e ime, i. e., hey sa is y he andom walk hypo hesis.
Wi h wo o he bes -known andom walk es s — es ima ion o au oco -
ela ion coe icien s and he un es — we examined he p ices o sha es
o equen ly aded Ge man public companies p io o and a e he s ock
exchange e o m, and ound ha in he case o a signi ican ly la ge numbe
o p ice se ies he e was indeed a educ ion in de ia ion om he andom
walk. F om his we eel we may conclude ha compulso y s ock exchange
ading has led, no o s abiliza ion o he p ice end as ound by o he
s udies, bu ce ainly o an imp o emen in he e iciency o he Ge man
secu i ies ma ke .
Résumé
Monopole bou sie e e icience du ma ché
Dans le con ex e de la é o me bou siè e u in odui le 1e juille 1968
pa au odiscipline des banques le monopole bou sie (appelé en allemand la
con ain e bou siè e). Depuis ce jou , les o d es d'acha e de en e d'ac ions
jusqu'à 100.000 DM ne peu en plus ê e compensés en e banques ou exé-
cu és pa elles en quali é de commissionnai es, mais doi en obliga oi emen
ê e exécu és en bou se. L'a icle examine dans quelle mesu e l'ex ension
du ma ché oulue e susci ée pa le monopole de la bou se a pe mis de
end e la o ma ion des cou s des ac ions plus objec i e, c. à. d. moins mani-
pula e. L'au eu é ai en e e pe suadé qu'une éduc ion des possibili és
de manipula ion de ai acc oî e l'e icience du ma ché. Les ma chés e i-
cien s se dis inguen pa l'au onomie dans le emps des changemen s des
co a ions su ces ma chés, c. à. d. qu'ils sa is on aux exigences de
1'«
hypo hèse
Random-Walk
».
A l'aide de deux des es s les plus connus de Random-
Walk — l'é alua ion de coe icien s d'au o-co éla ion e le
«
Run Tes
»
—,
l'au eu a é udié les cou s de 50 ac ions de socié és anonymes allemandes sou-
en ai ées a an e ap ès la é o me bou siè e e e ec i emen décélé pou
des co a ions su isammen nomb euses une éduc ion de l'éca de Random-
Walk. E l'au eu de pense qu'il peu dédui e de ce qui p écède que le
monopole bou sie , s'il n'a pas s abilisé l'é olu ion des cou s — ce que
d'au es enquê es on démon é —, a con ibué à amélio e l'e icience du
ma ché allemand des aleu s mobiliè es.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.10.3.306 | Gene a ed on 2023-01-16 12:41:58