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Modelle ökologisch begrenzten Wachstums

Abstract

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Modelle ökologisch begrenzten Wachstums

Author: Buchholz, Wolfgang,Cansier, Dieter
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1980
DOI: 10.3790/schm.100.2.141
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291461/1/schm.100.2.141.pdf
Buchholz, Wol gang; Cansie , Die e
A icle
Modelle ökologisch beg enz en Wachs ums
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Buchholz, Wol gang; Cansie , Die e (1980) : Modelle ökologisch beg enz en
Wachs ums, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783,
Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 100, Iss. 2, pp. 141-161,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.100.2.141
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291461
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Modelle ökologisch beg enz en Wachs ums
Von Wol gang Buchholz und Die e Cansie
Es wi d die Behandlung de Umwel schu zp oblema ik in de Theo ie des
gleichgewich igen Wi scha swachs ums analysie .
Die P obleme de Umwel e schmu zung und de Knapphei na-
ü liche Ressou cen haben den Wachs umsop imismus geb ochen, so
daß ielen eine öllige ökonomische Umo ien ie ung unumgänglich
schein . Demgegenübe häl die Meh zahl de Wi scha swissenscha -
le gewisse einsch änkende Maßnahmen zwa ü e o de lich, sieh
da in abe keine p inzipielle Beein äch igung eines o gese z en Wi -
scha swachs ums. Diese Vo s ellung inde au heo e ische Ebene
ih en Niede schlag in neuen Wachs umsmodellen, die ökologische Re-
s ik ionen mi einbeziehen (d'A ge 1971, Keele e al. 1971, Smi h 1972,
Fo s e 1972, S om 1973, d'A ge e al. 1973, Male 1974, Cansie 1975,
S. 46 ., Bende 1976, S. 178 ., G u e 1976, Nijkamp 1977, S. 103 .).
Die F ages ellungen diese Theo ie beg enz en Wachs ums sind im we-
sen lichen iden isch mi denen de he kömmlichen Wachs ums heo ie:
Zum einen wi d nach gleichgewich igen und s abilen, zum ande en
nach „op imalen" Wachs umsp aden gesuch . Noch s ä ke als in de
adi ionellen Wachs ums heo ie ück dabei abe die Bes immung on
Op imalp aden in den Vo de g und. Die Gleichgewich sanalyse, die in
de Li e a u bislang ehe am Rande s eh (d'A ge, S om, Bende ,
Cansie ), bilde dahe das Thema de o liegenden A bei .
Wi beginnen mi de E ö e ung die ökologischen Randbedingun-
gen und können zeigen, daß un e naheliegenden Annahmen übe die
Ziel iunk ion zwischen bes imm en Typen on Schads o en nich un-
e schieden we den muß. Da on ausgehend wi d ein G undmodell des
Ha od-Doma -Typs en wickel , das sich ainsia zweise 'be ei s bei
S om inde . Im Raihmen -dieses Modells wu den bislang alle dings
nu Fo sch eibungen ökologisch be ei s gleichgewich ige Zus ände
un e such . Hie hingegen sollen Übe gangsp o zesse, die bei an äng-
lichem Ungleichgewich e s zu s abilen ökologischen Zus änden üh-
en, besonde s be ücksich ig we den. Wie seh das Madell e hal en
om Cha ak e de Umwel schu zausgaben albhäng , mach de Ve -
gleich mi dem Ha od-Doma -Modell on d'A ge deu lich, in dem
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142 Wol gang Buchholz und Die e Cansie
sich die P oblema ik des Übe gangsp ozesses on o nhe ein nich
s ell . Die neoklassische Ve sion des G undmodells wi d on uns dann
im Gegensa z zu den A bei en S oms und Bende s mi Hil e eine
e bal gehal enen ökonomischen In e p e a ion en wickel und dem
pos keynesianischen Ansa z gegenübe ges ell .
1. Die ökologischen Randbedingungen
Die Modelle ökologisch beg enz en Wachs ums be ücksich igen die
Schädigung de Umwel du ch P oduk ion und Konsum sowie die
Ve besse ung de Umwel quali ä du ch Umwel schu zmaßnahmen:
Wie iel Schads o einhei en du ch ein Sozialp oduk in Höhe on Y
en s ehen, wi d du ch g (Y) angegeben. Die Umwel schu zau wendun-
gen messen die In ensi ä de Umwel schu zmaßnahmen zu Zei .
Die Va iable h ( s
|
s < ) s eh ü die Zahl de Schaids o einhei en,
die au g und de bis ge ä ig en Umwel schu zau wendungen s (s < )
en so g we den können. Dami wi k nach Einsa z de Umwel poli ik
zu Zei die Schads o menge w = g
(Y*)
— h ( s
|
s < ) neu au die
Umwel medien ein. Diese Gleichung besch eib ü Umwel einwi -
kungen mi Augenblickscha ak e , bei denen sich wie bei Lä m ode
E schü e ungen die Umwel beein äch igung mi den lau enden Emis-
sionen deck , be ei s die Ve schmu zungs unk ion. Bei Schads o en
hingegen, die sich in de Umwel «akkumulie en, e gib sich die Um-
wel e schmu zung zu Zei T als Summe de bis zum Zei punk T
T
insgesam angesammel en Schads o bes ände: WT = J (g
(YT)
—
o
— h ( s
|
s < ) — p
'(W*))
d Die Funk ion p (W<) be ücksich ig den
na ü lichen Schads o abbau, dessen Ausmaß om zum Zei punk
e eich en Ve schmu zungsni eau abhäng . Die Abbaumenge kann
beispielsweise mi s eigendem Schads o bes and zunehmen ode wie
bei d'A ge in jede Pe iode gleich sein. Als ökologisches Ziel wi d
nun in beiden Fällen ein zei lich in a iables Umwel quali ä sni eau
pos ulie . Mi diese Annahme e schwinden die o malen Un e -
schiede bei de Behandlung de beiden A en on Umwel belas un-
gen. Fü Schads o e, die sich nich akkumulie en, lau e die Ziel-
unk ion w = g (Yi) — h ( s
s < ) =
a±
= cons . Zu jedem Zei punk
wi d nu die Emission eine kons an en Schadis o menge zugelas-
sen. Bei kumula i en E ek en bedeu e ein kons an es Ve schmu -
zungsni eau w = W = 0 ode g (Y*) — h ( s
|
s < ) = p (Wo) =
o®
=
= cons . ü alle . De Ne ozu luß de Schads o e muß au das Maß
c 2 besch änk we den, das sich au na ü liche Weise beim an änglichen
Ve schmu zungsni eau abbau . In beiden Fällen is die ökologische
Ziel unk ion also gleich, und zwa
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Modelle ökologisch beg enz en Wachs ums 143
(1) g (Y ) - h ( s | s < ) = « = cons .
Die Funk ion h wi d haup sächlich du ch die Annahme konk e i-
sie , daß de Reinigungse ek zum Zei punk on de Gesam hei
R = s ds de bis ge ä ig en Umwel schu zau wendungen ab-
o
häng . Die Ausgaben lassen sich dann als In es i ionen R in den
Umwel kapi als ock R ansehen. Mi diese Annahme a bei e unse
G undmodell. Im ande en Ex em häng de E ek de Umwel poli ik
zu Zei ausschließlich on den augenblicklichen Au wendungen ab,
wie e wa beim Einsa z on Chemikalien zu Besei igung on Öl e -
schmu zungen.
Die Einbeziehung de Umwel poli ik ände die Ve wendungsglei-
chung des Sozialp oduk s; sie lau e ü das G undmodell je z
Y = C + K + R , wobei C den Konsum und K die p oduk i en In-
es i ionen da s ellen. Mi diese Au eilung wi d on o nehe ein da-
on ausgegangen, daß Umwel schu zausgaben unp oduk i sind. Diese
Annahme is nich unbeding ealis isch, wi d zu Ve ein achung hie
abe gemach . Gehen die Umwel schu zau wendungen nich zu Las en
des Konsums und bleib die kons an gese z e Spa quo e s on de Um-
wel poli ik unbeein luß , so lau e die ökonomische Gleichgewich sbe-
dingung:
(2) sY = K + R
2. Ein pos keynesianisches G undmodell
Im pos keynesianischen Modell1 häng die P oduk ion om einge-
se z en Kapi al und de Kapi alp oduk i i ä ab: Y = o K. Auch au de
ökologischen Sei e des Modells we den linea e Beziehungen angenom-
men. Fü die ökologische Gleichgewich sbedingung gil dann a =
= (oK )
— 7i
R . De Schads o koe izien gib an, wie iel Schad-
s o einhei en du ch P oduk ion und Ve b auch eine Einhei des So-
zialp oduk es en s ehen. E is ein Indika o ü die Schads o in ensi-
ä de Wi scha ss uk u , n s eh ü die E izienz des En so gungs-
kapi als ocks und miß , welche einmal en s andene Schads o menge
on eine Einhei des En so gungskapi als besei ig we den kann2.
1 Das Modell S oms is komplizie e als unse G undmodell, jedoch is
seine Un e scheidung zwischen Ve schmu zung aus P oduk ion und Ve -
b auch übe lüssig, da wegen de Linea i ä alle ele an en Zusammenhänge
auch die Gesam e schmu zung linea om jeweiligen Sozialp oduk abhäng .
2 Zu echnungsschwie igkei en e geben sich ü umwel eundliche He -
s ell e ah en, die on o nhe ein ela i wenig Schads o e en s ehen lassen,
da ü abe höhe e Kos en e u sachen. Die ökologische Wi kung diese an-
eiligen Umwel schu zau wendungen bes eh da in, daß je Sozialp oduk s-
10 Zei sch i iü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1980/2
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144 Wol gang Buchholz und Die e Cansie
Als Ra e ü das ökologisch beig enz e gleichgewich ige Wi scha s-
wachs um e häl man
(3) Y = -
1 + 7
Mi diese Ra e muß die Wi scha im ökonomischen Gleichgewich
wachsen, wenn die gegebenen ökologischen Ausgangsbedingungen e -
hal en bleiben sollen. Eine höhe e (nied ige e) Wachs ums a e mag
zwa ökonomisch gleichgewich ijg sein, wü de abe in jede Pe iode zu
wei e en Ve schlech e ungen (Ve besse ungen) de Umwel quali ä üh-
en. Die Ra e is kleine als im kon en ionellen Fall mi Y = so. Hie in
komm de Zielkon lik zwischen Umwel schu z und gleichgewich igem
Wi scha swachs um ü die Poli ik eine kons an en Umwel quali ä
zum Ausd uck. Die Wachs umsednbußen hängen on den Pa ame e n
, n und o ab. Je höhe und je nied ige n is , um so g öße is de
Wachs ums e lus . De Quo ien x!n gib an, wie iel zusä zliche Einhei-
en Umwel kapi al zu En so gung eine zusä zlichen Einhei Sozial-
p oduk e o de lich sind. Umgekeh zeig n!x an, wie iel zusä zliche
Einhei en des Sozialp oduk es eine zusä zliche Einhei Umwel kapi al
en so gen kann. Bei Ve nachlässigung s uk u elle Fak o en (Ände-
ungen de P oduk ions- und Konsums uk u bei kons an em echni-
schem Wissen) kann nix als Indika o ü den S and de Ve meidungs-
Technik angesehen we den. Umwel eundliche echnische Fo sch i e
e höhen den Koe izien en n!x. Neue schads o ä me e He s ell e ah-
en und P oduk e eduzie en den Schads o koe izien en , wäh end
Fo sch i e in de En so gung und im Recycling die E izienz des En -
so gungskapi als n s eige n. Die Teile ek e sind wie olg zu in e p e-
ie en: Neue schads o ä me e P oduk ions e ah en sind an P oduk-
i echnologien gebunden. Sie üh en dazu, daß mi Hil e des an eili-
gen Umwel kapi als am P oduk i kapi al meh Schads o e als bishe
on o nhe ein e hinde we den können. Un e de Bedingung, daß
diese Inno a ionen die Kapi alp oduk i i ä nich e schlech e n, kann
mi Hil e des gleichen An eils de p oduk i en In es i ionen am So-
zialp oduk das gleiche Wi scha swachs um bei eine sinkenden
einhei wenige Schads o e an allen. Das Modell läß ü diese Au wendun-
gen zwei In e p e a ionen zu. (1) Sie we den nich explizi be ücksich ig .
Man s ell sich o , sie sind in den P oduk i in es i ionen en hal en. In die
En so gungs unk ion geh nu de Teil de gesam en Umwel schu zau wen-
dungen ein, de de nach äglichen Besei igung einmal en s andene Schad-
s o e du ch En so gungs- und Recycling-Technologien dien . (2) Sie we den
in die En so gungs unk ion einbezogen. Um eine Doppelzählung de ökolo-
gischen E ek e zu e meiden, müß e die Schads o en s ehungs unk ion um
e en uelle umwel eundliche Eigenscha en de P oduk ions e ah en be ei-
nig we den.
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Modelle ökologisch beg enz en Wachs ums 145
Wachs ums a e de Schads o p oduk ion e eich we den. Soll de Vo -
eil des echnischen Fo sch i s wachs umspoli isch genu z und die
Umwel quali ä kons an gehal en we den, kann die gleichgewich ige
Wachs ums a e des Sozialp oduk es e höh we den, indem die En so -
gungsin es i ionen zuguns en de p oduk i en In es i ionen einge-
sch änk we den. Die im Gleichgewich no wendige Höhe des An eils
s
ox
de En so gungsin es i ionen be äg : R/Y = ^ ^ . In ähnliche Weise
implizie en e izien e e En so gungs echniken — sowei sie die Kapi al-
p oduk i i ä nich e minde n —, daß zu Bewah ung de Umwel -
quali ä eine ge inge e Umwel schu zin es i ionsquo e aus eich und
de An eil de P oduk i in es i ionen ges eige we den kann. Da aus
läß sich olge n: Je en wickel e de S and de Umwel echnik ce . pa .
is , des o ge inge is de Wachs ums e lus nach Übe gang zu einem
ökologischen Gleichgewich sp ad.
Ebenso wie im kon en ionellen Ha od-Doma -Modell bes eh auch
im es ingie en Fall eine posi i e Beziehung zwischen Kapi alp oduk-
i i ä und Wachs ums a e. Auch de kapi alspa ende echnische Fo -
sch i e höh die Wachs ums a e, weil die höhe e Kapi alp oduk i i-
ä eine Ve minde ung des An eils de p oduk i en In es i ionen am
Sozialp oduk und somi eine E höhung de Umwel schu zin es i ions-
quo e zuläß . Die du ch S eige ung de Kapi alp oduk i i ä e eich-
ba e Wachs ums a e is du ch s
{nix)
nach oben beg enz , wenn nich
das umwel poli ische Ziel e le z we den soll. Umwel eundliche und
kapi alspa ende echnische Fo sch i sind im Hinblick au den Ziel-
kon lik zwischen Umwel schu z und Wi scha swachs um nich be-
liebig subs i uie ba , d. h. en sp echende E höhungen de Wachs ums-
a e wie im un es ingie en Fall lassen sich un e Ums änden nu
du ch eine gleichzei ige Ve g öße ung on nix und o e eichen. Übe -
dies wi d auch in dem Be eich, in dem sich eine E höhung de es in-
gie en Wachs ums a e du ch Ve g öße ung on o allein im P inzip
noch e eichen ließe, eine kombinie e Fö de ung beide Techniken na-
hegeleg . Es he schen nämlich in gewisse Weise e agsgese zliche Be-
dingungen, da bei es em n!x eine gleiche E höhung on o mi wach-
sendem o einen imme ge inge en Ein luß au die Wachs ums a e zeig .
Die Wachs ums a e im pos keynesianischen G undmodell wi d ü
keine Pa ame e kombina ion nega i . Übe dies häng sie nich on
A lind Ni eau des Umwel ziels ab. Auch die Annahme übe das
Selbs einigungs e mögen spiel keine Rolle. Beides is inso e n nich
e wunde lich, als bei de Ablei ung des Gleichgewich sp ades da on
ausgegangen wu de, 'daß be ei s im Ausgangszus and Ko und Ro im
„ ich igen" Ve häl nis s ehen; und zwa muß Ro = ( o
Ko —
a)ln gel en.
Diese An angsbedingung läß sich in zwei ache Weise deu en. Einmal
10*
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146 Wol gang Buchholz
und
Die e Cansie
kann de an ängliche Umwel lkapii als ock be ei s aus eichen, um die
Umwel belas unigen au dem poli isch anges eb en Ni eau zu hal en.
Realis ische is die Annahme, daß de o handene En so gungskapi al-
s ock ce . pa . zu S abilisie ung eines he schenden ökologischen Mi-
nimalzus andes genüg . Das Modell besch eib dann die Bedingungen
ü den Schu z o wei e en Ve schlech e ungen im Wachs ums e lau .
OL
geh en scheidend nu in düe An angsbedingungen ein. Bei Schad-
s o en, die sich nich akkumulie en, bedeu e
<X
'diie bei gegebenem Um-
wel ziel zulässigen Emissionen, so daß de no wendige En so gungs-
kapi als ock ce . pa . s e s um so höhe is , je höhe das Umwel ziel
es gese z is . Bei Schads o en, 'die sich akkumulie n, is dies ande s.
Wenn eine Ungleichgewich igkei zwischen Schads o zu luß und -ab-
luß bes eh ode das s abilisie e Ve schmu zungsni eau on dem an-
ges eb en Reinhei sg ad de Umwel medien abweich , dann gib a
nich meh zugleich auch die zulässige Emissionsobe g enze am, sonde n
is lediglich Indika o ü das na ü liche Selbs einigungs e mägen.
3. De Übe gangsp ozeß
De Übe gangsp ozeß soll zunächs ü den ein ache en Fall sich
nich akkumulie ende Schads o e besch ieben we den. Ein an äng-
liches ökologisches Ungleichgewich lieg dabei o , wenn die u sp üng-
lichen Ne oemissionen
CC:
=
X Y© — N RO
das gewähl e Umwel ziel
<X
übe s eigen. De dann e o de liche Übe gang zu einem ökologisch aus-
balancie en Zus and is du ch diie Modellpa ame e nich olls ändig
bes imm . Das Sys em ha noch einen F eihei sg ad. Is z. B. eine kon-
s an e Spa quo e s o gegeben, beda es noch eine En scheidimg übe
die „Ve eilung" de E spa nis au die beiden Kapi als öcke. Von o n-
he ein seien nu linea e S a egien zugelassen, d. h. de An eil de p o-
duk i en In es i ionen am Sozialp oduk (si) soll kons an sein. Wäh-
end des gesam en Übe gangsp ozesses bes eh dann ein ökonomisch
gleichgewich iges Wi scha swachs um mi de Rai e
$1
a.
Ge ag wi d je z nach Bedingungen 'an si, un e denen sich bei un-
gleichgewich igem An angszus and zu i gendeinem Zei punk T ein
ökologisches Gleichgewich eins ell , bei dem also YT
— 71 RT — OC
gil .
An de S elle T kann das Wachs um dann au einen Glekhgewich s-
p ad mi de zu o 'abgelei e en ökologisch es ingie en Ra e ein-
schwenken. Übe s eig si die Quo e-——77T—
>
die un e den gegebe-
1
•+•
(TIN)
O
nen Bedingungen (ge ade ü die Bewah ung des u sp ünglichen Um-
wel quali ä sni eaus e o de lich is , so e schlech e sich die Um-
wel quali ä imme wei e und ein ökologische Gleichgewich szus and
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Modelle ökologisch beg enz en Wachs ums 147
wi d niemals e eich . Übe sch ei e hingegen „ , . , — die p oduk-
1 - ( /n)
O
i e In es i ionsquo e si, so sink de zu S abilisie ung des ökologi-
s ( /j )
sehen Ausgangszus andes nö ige An eil am Sozialp oduk on —-—Y
1 + ( /n) o
au si
(R/N) O YT.
Die e bleibende E spa nis in Höhe on s —
— si (1 + (x/ i) o) Y ließ annahmegemäß eben alls dem Umwel kapi-
als ock zu. Mi dem dadu ch en s ehenden zusä zlichen Umwel kapi al
R kann die übe schüssige Ve schmu zung allmählich abgebau we den.
Es is leich zu sehen, daß sich R be echne als
~ s-Sl(l+^ö)
R = Y0 (exp (Sl
a )
- 1)
o
De übe das zu ökologischen S abilisie ung nö ige Maß hinaus ei-
chende Umwel kapi als ock wi d dami im Zei ablau beliebig g oß. Es
exis ie also ein Zei punk T, ü den die modi izie e ökologische
Gleichgewich sbedingun^g
N
RT =
oc
— A e üll is . Insgesam e hal en
wi :
Ein ökologisches Gleichgewich wi d genau au den Wachs umsp a-
den schließlich e eich , de en Wachs ums a en un e de jenigen liegen,
die sich bei de Annahme gleichgewich ige Ausgangsbedingungen als
ökologisch es ingie e Wachs ums a e e gib , d. h. alls
(4) Slo<
Dami is de ökologisch zulässige Spiel aum ü si bes imm , de
on den Modellpa ame e n s, o, und n abhäng , und zwa gil : Je
g öße die Spa quo e s, je ¡g öße 'die Kapi alp oduk i i ä o und je hö-
he de e eich e S and de Umwel echnik n/ , des o g öße is de An-
eil si am Sozialp oduk , de in eine zum ökologischen Ziel üh enden
Übe gangsphase ü P oduk i in es i ionen eingese z we den kann.
Diese Übe legungen lassen sich im P inzip auch au den Fall sich
akkumulie ende Schads o e übe agen, zumindes alls die na ü liche
Abso p ionskapazi ä a bei allen e eich en Ve schmu zungsni eaus
kons an is . Die Bedingung ü die Reduzie ung de lau enden Ne o-
emissionen au ein beliebiges ökologisches Zielni eau is dann nich
aus eichend, da die Ve ände ung des Schads o bes andes auße dem
on a abhäng . P inzipiell kann eine Si ua ion, in welche de an äng-
liche Schads o bes and Wo den anges eb en Schads o bes and WE
übe s eig (Wo > We), e bunden sein mi
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148 Wol gang Buchholz und Die e Cansie
XYq
-
cRQ^OC
Im e s en Fall is de En so gungskapi als ock g öße , als e es sein
müß e, um die Umwel quaM ä lediglich kons an zu hal en. Es we -
den du ch die na ü liche Selbs einigung meh Schads o e e nich e ,
als neu an die Umwel medien abgegeben we den. Bei de Wachs ums-
s
o
a e , , . . x— bleib die Di e enz zwischen
oc
= Yo
—
n Rq und
oc
1
+
(xln)
o
in de Zei bes ehen3. De „Übe schuß" an Umwel kapi al üh zu
einem Abbau des Schads o bes andes und wi d ihn, wenn genügend
Zei zu Ve ügung s eh , schließlich eliminie en. Wenn de Schads o -
bes and zu eine Zei T au We eduzie is , is de dann noch zu S a-
bilisie ung des Umwel quali ä sni eaus e o de liche Kapi als ock zu
g oß. Fü eine Zwischenphase kann de Wachs umsp ozeß au einen
un es ingie en P ad einschwenken4, be o e endgül ig au den e-
s ingie en S abili ä sp ad übe geh .
In den ande en beiden Fällen muß die Umwel poli ik da au aus
sein, zunächs eine Si ua ion he zus ellen, in de wenige Schads o e
emi ie als du ch die na ü liche Selbs einigung e nich e we den
(a <
oc).
Das läß sich bei kons an em s und s dadu ch e eichen, daß
sich die Wi scha wie beim zu o besch iebenen Übe gangsp ozeß en -
wickel , d. h. mi eine Ra e wächs , die un e de endgül igen Gle ch-
gewich s a e lieg . Ha de Umwel kapi als ock schließlich bei einem T
einen Vo sp ung e hal en, kann wie im e s en Fall e ah en we -
den. Beme kenswe dü e sein, daß im Fall, in dam die a säch-
lichen Emissionen höhe als das lau ende Selbs einigungs e mögen
sind, de Schads o bes and bis T noch wei e wächs und sich e s
dann die Umwel quali ä zu e besse n beginn . Schließ man sp ung-
ha e S a egien aus, is da an bei an änglichem ökologischen Ungleich-
gewich im Sinne on Wo < We im Modell p inzipiell nich s zu ände n,
selbs wenn man die Möglichkei on nega i em Wachs um einschließ .
4. Eine Va ia ion des G undmodells
De Reinigungse ek de Umwel ausgaben soll je z wie bei
d'A ge
lediglich eine Funk ion de lau enden Umwel schu zau wendungen ( *)
sein. Das Modell bes eh aus den beiden Gleichungen
3 Fü die al e na i en kons an en We e on
Sc
^
oc
e mi el sich die gleiche
Gleichgewich s a e. Sie besch eib jedoch nun eine ökonomisch gleichgewich-
ige En wicklung mi s ändig zunehmende /abnehmende Umwel quali ä .
4 Wenn on An ang an eine höhe e Ra e en sp echend dem un es ingie -
en Wachs um anges eb wi d, nimm
Sc
s ändig zu und die Di e enz zu
oc
ab, so daß nich siche ges ell is , daß de anges eb e Schads o bes and
auch e eich we den kann.
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Modelle ökologisch beg enz en Wachs ums 155
Kompensa ion de kapi alabso bie enden E ek e on Umwel schäden
und Be ölke ungswachs um e o de lich is . Die no wendige Spa quo e
X %
s = — (1 + — o) is imme posi i und eindeu ig bes imm . Nach o (k)
au gelös , e häl man die Kapi alp oduk i i ä , die eine gegebene Spa -
quo e gegen Be ölke ungs wachs um und Umwel schu zin es i ionen be-
haup en kann. (Bei diese Be ach ung dü en na ü lich die An angs-
we e ü Ko und Lo nich als ixie angenommen we den.) Man e häl
ü o (k):
X
o (k) =
T -
S K
71
Wenn diese Ausd uck nega i is , kann bei gegebenen Pa ame e n
X, 7i, x und s au Daue keine kons an e posi i e Kapi alp oduk i i ä
und somi auch keine kons an e Kapi alin ensi ä au ech e hal en
we den. No wendig und hin eichend da ü , daß dies nich ein i , is
s
—
{ /n)
X
> 0. Dami e häl man dieselbe Gleichgewich sbedingung
wie zu o 8.
6. K i ische Anme kungen
De E kenn niswe on Wachs umsmodellen is ums i en. Vielen
ih e K i ike e scheinen sie als zwa logisch wah e, empi isch jedoch
gehal lose ma hema ische Spiele eien, die zu E klä ung a sächliche
Wachs umsp ozesse wenig bei agen. Die Fo de ung, wachs ums heo e-
ische Modelle müß en die Reali ä im s engen Sinne e klä en, is
übe höh . Angesich s de Unzulänglichkei en de empi ischen Fo -
schung muß sich das E kenn nisziel de Modellbildung haup sächlich
da au besch änken, Beziehungen zwischen Agg ega en zu o malisie-
en und die logische S uk u des en s ehenden Sys ems au zudecken.
Fo male Modelle sind so nich s wei e als Fo se zungen adi ionelle
Plausibili ä se wägungen. Logische P äzision i bei einem solchen
„modellpla onis ischen" Ve ah en als eine A second-bes -Lösung an
die S elle empi ische Wah hei . Die wachs ums heo e ischen Modelle
lie e n zwa kaum alsi izie ba e Hypo hesen und e üllen aus de Pe -
spek i e des k i ischen Ra ionalismus lediglich eine heu is ische Funk-
ion; de en We da abe keines alls zu ge ing e anschlag we den.
Die ehe „didak ischen" An o de ungen an ein Modell gewinnen dann
an Bedeu ung: Die S uk u eines Modells soll e im Ve häl nis zu sei-
8 De Zusammenhang zwischen k und o wi d gelie e du ch o
(k)
= y (k)/k.
Die Inada-Bedingungen, die bei de Ablei ung de Gleichgewich sbedingung
au die neue Weise zunächs keine Rolle zu spielen scheinen, we den nun
dazu benö ig , um die Umkeh ba kei de Funk ion o
(k)
zu ga an ie en.
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156 Wol gang Buchholz und Die e Cansie
nen Aussagen so ein ach und übe sich lich wie möglich, die Annahmen
soll en unmi elba plausibel und die Resul a e ohne wei e es in e p e-
a ions ähig sein. Zudem dü e es nich ausschließlich i iale Aussagen
lie e n; d. h. de Fo malismus is so einzuse zen, daß mi seine Hil e
die e balen Plausibili ä se wägungen gese z en G enzen a sächlich
übe sch i en we den. Das pos keynesianische G undmodell genüg die-
sen K i e ien ech gu . Wich ige ökologisch-ökonomische Zusam-
menhänge we den mi ein achen ma hema ischen Mi eln p äzisie
und o engeleg . Hingegen üh die Komplizie ung im neoklassischen
Modell unse e Ansich nach zu einem Ve lus an Anschaulichkei bei
zwei elha em E kenn nisgewinn.
Das E gebnis des neoklassischen Modells heb sich on dem des pos -
keynesianischen sich lich dadu ch ab, daß die Ein üh ung des Umwel -
schu zes die gleichgewich ige Wachs ums a e nich beein luß . Danach
bes eh au lange Sich kein Zielkon lik zwischen Umwel schu z und
Wachs ums a e, sonde n zwischen Umwel schu z und dem Ni eau des
Wachs umsp ades. De ilmwel poli isch beding e Rückgang de p oduk-
i en In es i ionsquo e wi d danin kompensie du ch eine allmähliche
E höhung de Kapi alp oduk i i ä , so daß die Wachs ums a e des p o-
duk i en Kapi als ocks lang is ig kons an bleib . Das neoklassische
Modell be on als neuen Ein luß ak o die wachs umse hal ende Wi -
kung on Subs i u ionsp ozessen du ch den Ma k mechanismus. Wegen
des Zei beda s e mag das Modell nu lang is ige Aussagen zu ma-
chen, die jedoch agwü dig sind: Die Pa ame e ände n sich im Zei -
ablau und die Wah scheinlichkei on Ände ungen e höh sich mi de
Anzahl de Pa ame e .
Eine ande e K i ik ich e siich gegen die A und Weise, wie die
Ausgleichsk ä e in de Übe gangsphase besch ieben we den. Beim be-
g enz en Wachs um e lie die Idee de au oma ischen S abilisie ung
des Wachs ums (Solow 1956) an Schlagk ä igkei : Au dem neoklassi-
schen Wachs umsp ad muß ü jeden Zei punk de Umwel kapi al-
s ock p opo ional zum Sozialp oduk sein. Dami we den Umwel -
schu zin es i ionen e o de lich, die in einem übe die Zei hinweg
kons an en Ve häl nis zum Sozialp oduk zuwachs s ehen. Fü die
„ ich ige" Au s ockung des Umwel kapi als gib es jedoch keinen mi
dem au de P oduk ionssei e e gleichba en Ma k au oma ismus. Nö-
ig we den Maßnahmen, die on außen in das Ma k geschehen eing ei-
en. Das Modell is deshalb ohne Annahmen übe umwel poli ische Ve -
hal ensweisen kaum hin eichend o mulie . Eine Umwel poli ik, die
sowohl die no wendigen Umwel schu zin es i ionen siche als auch die
Ausgleichswi kungen des Ma k mechanismus nich speziell beein äch-
ig , läß sich im Modell als zweckgebundene p opo ionale Einkom-
menszuwachss eue denken. Die In o ma ionsan o de ungen diese Po-
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Modelle ökologisch beg enz en Wachs ums 157
li ik wä en zumindes nich sonde lich hoch9, so daß 'die au diese Weise
o genommene Einbeziehung des S aa es du chaus angeb ach sein
kann.
Eingesch änk wi d die Aussage ähigkei abe o allem du ch Un-
s immigkei en zwischen den neoklassischen G undannahmen und de
A de Be ücksich igimg de ökologischen Pa ame e und n. Wie im
pos keynesianischen Modell implizie die Annahme eines kons an en
gleichzei ig eine linea e Abhängigkei des Schads o an ialls om p o-
duk i en Kapi als ock. Diese plausible Annahme könn e auch di ek
gese z we den; die Aussagen blieben e hal en. Im neoklassischen Kon-
zep müß e konsiequen e weise ein Bezug zu beiden P oduk ions ak-
o en he ges ell we den. Die Schads o menge is bei gegebenem Y
o enba auch eine Funk ion de A de Fak o kombina ion. Kapi al-
in ensi e P ozesse e u sachen bei gleichem Sozialp oduk meh Schad-
s o e als a bei sin ensi e, so daß je nach de angewand en Technik
a iie . Diese Beziehung soll e in einem lang is ig o ien ie en Meh -
ak o enmodell en hal en sein. De S uk u ak o ha keinen Ein luß
au die Wachs ums a e meh , sobald sich die Wi scha au dem ökolo-
gisch-ökonomischen Gleichgewich sp ad mi kons an e Kapi alin ensi-
ä be inde . Da sich in de Übe gangsphase zum s eady-s a e die Ka-
pi alin ensi ä de P oduk ion lau end ände , a iie auch de Schad-
s o koe izien . Die ühe en S abili ä saussagen e lie en dami ih e
Gül igkei .
Die P oduk ions unk ion ü die En so gung ha eine aus neoklas-
sische Sich ungewöhnliche Fo m. Zum einen we den im Gegensa z
zum P oduk ionssek o keine e agsgese zlichen Bedingungen zugelas-
sen. Zum ande en wi d o ausgese z , daß de Umwel kapi als ock ohne
A bei unk ionie , das gesam e A bei spo en ial also im p oduk i en
Sek o eingese z wi d. Du ch die Be ücksich igung de Bindimg on
A bei sk ä en im Umwel sek o wü de sich de neoklassische Ansia z
e heblich e ände n und komplizie en, und es wi d aglich, ob übe -
haup ein s eady-s a e sinn oll ablei ba is . Fü eine Ve nachlässigung
des A bei s ak o s sp ich zwa , daß Umwel schu zmaßnahmen in de
Wi klichkei ech kapi alin ensi sind. Dagegen is abe k i isch zu
e me ken, d'aß dadu ch Subs i u ionsmöglichkei en jede A ü den
Umwel sek o on o nehe ein ausgeschlossen we den, obwohl die An-
nahme on Subs i u ionali ä en im Ke n des neoklassischen Denkens
s eh (u. Weizsäcke 1976). Das Modell on S om und Bende paß das
9 Ein wesen liches Cha ak e is ikum de neoklassischen Theo ie is , daß sie
bei ih e E klä ung des Wi scha sp ozesses nu dezen alisie e In o ma-
ion und nich e wa eine an eine S elle konzen ie e Einsich in das Ge-
schehen o ausse z . Da au weis A ow (1974) hin. Die Be ücksich igung
des S aa es im neoklassischen Wachs umsmodell wi dahe g undsä zliche
F agen au .
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158 Wol gang Buchholz und Die e Cansie
neoklassische Ins umen a ium nu un ollkommen de neuen Si ua ion
an. Die kon en ionelle Theo ie wi d lediglich du ch einen Zusa z e -
gänz , de in seine S uk u dem pos keynesianischen Ein ak o en-
Modell en sp ich .
Denkba is schließlich, daß auch un e neoklassischen Annahmen
die Gleichgewich s a e nach Ein üh ung des Umwel schu zes abnimm ,
wie ein Modell on S ephens (1976) zeig . Im Gegensa z zum G undmo-
dell we den do Umwel schädigumgen nich als zwei e Ou pu , son-
de n als Inpu de P oduk ion mi posi i em G enzp oduk au ge aß .
Dieses Modell en sp ich dem Wachs umsmodell on Meade (1961), das
den Boden als d i en P oduk ions ak o en häl . Aus de linea ho-
mogenen P oduk ions unk ion mi den d ei Fak o en A bei sbe ölke-
ung (L), Kapi als ock (K) und lau enden Schads o emissionen (W) e -
gib sich bei Ve nachlässigung des echnischen Fo sch i s als ela i e
Wachs ums a e des Sozialp oduk es
Y = SlL + SKK +EWW.
ELy £k und ew s ellen die P oduk ionselas izi ä en ü die «d ei P o-
duk ions ak o en da . Je meh Schads o emissionen zugelassen we -
den, um so wenige Ressou cen K und L sind ü die Reinhal ung de
Umwel e o de lich und so ü p oduk i e Zwecke e wendba . Bei
kons an e Wachs ums a e X ü die A bei sbe ölke ung, K = sY,
K = Y und W = 0 be äg die Wachs ums a e ü das Sozialp oduk
Wegen 1
— EK
= «l + sw wächs die P oduk ion mi eine ge inge en
Ra e als die Be ölke ung; das P o-Kop -Sozialp oduk sink . Die Va-
iablen haben eine ande e Bedeu ung als bishe . In die P oduk ions-
unk ion gehen ü L und K sowohl die p oduk i als auch die ökolo-
gisch genu z en Kapi al- und A bei smengen ein. Die P odluk ionselas i-
zi ä on L und K sind bei kons an em W de inie . Sie geben die je-
weils zusä zlich mögliche P oduk ion ohne zusä zliche Schads o emis-
sionen an. Am G undmodell is aus diese Sich zu bemängeln, daß es
quali a i e Ein lüsse des Umwel schu zes, 'die sich au die P oduk ions-
koe izien en auswi ken, nich be ücksich ig . Die un e schiedlichen E -
gebnisse beide neoklassischen Modelle be uhen da au , daß im ökolo-
gischen Gleichgewich die Summe de Elas izi ä en einmal gleich 1, das
ande e Mal ge inge 'als 1 is . Beim Inpu ansa z wi d mi dem Übe -
gang zum ökologischen Gleichgewich (W = 0) da on ausgegangen, daß
die dann nu noch on K und L abhängige P oduk ions unk ion
„dec easing e u ns o scale" au weis . Im G undmodell wi d — auch
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Modelle ökologisch beg enz en Wachs ums 159
im pos keynesianischen Fall — un e s ell , daß die P oduk ionselas i-
zi ä en sich nach Ein üh ung des Umwel schu zes nich e ände n und
sich zu Eins addie en. Im Ou pu ansa z wi k de Umwel schu z du ch
Reduzie ung de p oduk i eingese z en Fak o menge ce . pa . au das
Wi scha swachs um ein; im Inpu ansa z on S ephens läß sich de
gleiche Wi kungszusammenhang nu in eine Ve minde ung de P o-
duk ionselas izi ä en ausd ücken. Bei diesem Vo gehen kann de men-
genmäßige En zugse ek nich on möglichen E izienzbeein äch igun-
gen de P oduk ions echnik ge enn we den (Anwendung ela i emis-
sionsa me , abe ela i eu e P oduk ions e ah en).
De Inpu ansa z üh so zu einem In o ma ions e lus . Nich spezi i-
zie we den die Beziehungen zwischen zusä zliche Ve schmu zung,
eigese z en Umwel essou cen und höhe em Sozialp oduk . Die ü-
he en Modelle di e enzie en hie zwischen den Ein lüssen des Schad-
s o koe izien en und de E izienz des En so gungskapi als. Ebenso
wi d die ökologische Gleichgewich sbedingung nich nähe bes imm .
S ephens e wende diesen Ansia z, um 'die Rolle des umwel ech-
nischen Fo sch i s zu e anschaulichen. Im G undmodell müß e de
umwel echnische Fo sch i in eine Ve minde ung des Schads o -
koe izien en und eine E höhung de Reinigungsa izienz des En -
so gungskapi als zum Ausd uck geb ach we den, was die E gebnisse
s a k komplizie en wü de. Die P oduk ions unk ion mi echnischem
Fo sch i ha die Ges al
Y ( ) = Y [b
( )
K, a
( ) L,
( )
W]
mi a, b und als den in de Zei a iie enden Indika o en ü den
S and de kapi al- und a bei s e meh enden bzw. emissions e min-
de nden Technik. Fü das P o-Kop -Sozialp oduk e gib sich hie aus
bei W = 0 und Y = K
- - gg + sLa + ew - ewX
Um das P o-Kop -Sozialp oduk kons an zu hal en, is also ein mi-
nimale echnische Fo sch i e o de lich. De emissions e min-
de nde echnische Fo sch i ha in diesem Modell p inzipiell die glei-
che Wi kung wie de kapi al- und a bei s e meh ende echnische Fo -
sch i . Nu spezielle A en des echnischen Fo sch i s we den e aß ;
zum einen emissions e minde nde echnische Fo sch i e, die zugleich
die P oduk i i ä on A bei und Kapi al un e ände lassen, und zum
ande en p oduk i i ä se höhende und zugleich emissionsneu ale ech-
nische Fo sch i e. Umwel eundliche echnische Fo sch i e, welche
die Fak o p oduk i i ä beein lussen, als auch p oduk i i ä ss eige nde
11 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1980/2
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160 Wol gang Buchholz und Die e Cansie
echnische Fo sch i e, die mi eine Ve ände ung de ökologischen
Eigenscha en de P oduk ions echnik e bunden sind, we den nich
be ücksich ig . Wachs umsmodelle, die on de ealis ischen Annahme
gekoppel e echnische Fo sch i e ausgehen, gib es bishe nich .
Zusammen assung
In diese A bei wi d die Einbeziehung ökologische Pa ame e in Modelle
gleichgewich igen Wi scha swachs ums un e such . Ausgegangen wi d dabei
on einem einhei lichen G undmodell, das den pos keynesianischen und neo-
klassischen Fall besse e gleichba mach und o z un e schiedliche ökolo-
gische Annahmen bes ehende wachs ums heo e ische Gemeinsamkei en zu
e deu lichen hil . Völlig e nachlässig wi d in de Li e a u die Analyse
on Übe gangsp ozessen zu einem ökologisch-ökonomischen Gleichgewich ,
so daß diese F age im Rahmen des pos keynesianischen Modells besonde e
Au me ksamkei gewidme wi d. Die Komplizie ungen in de neoklassischen
Ve sion des G undmodells üh en unse e Ansich nach zu einem Ve lus
an Anschaulichkei bei zwei elha em E kenn nisgewinn. Ein al e na i e
neoklassische Ansa z, de im Ausblick skizzie wi d, b ing zwa pa ielle
Ve besse ungen, die jedoch du ch In o ma ions e lus e au gewogen we den.
Summa y
This pape conside s he in eg a ion o ecological pa ame e s in o models
o balanced economic g ow h. We depa om a common basic model, which
makes he pos keynesian and neoclassical case mo e compa able and which
helps o cla i y he common heo e ical ea u es exis ing despi e di e en
eleological assump ions. The li e a u e comple ely neglec s he analysis o
ansi ion p ocesses leading o an ecological-economic equilib ium. So in he
amewo k o a pos keynesian model pa icula a en ion is paid o his
ques ion. In ou iew he complica ions o he neoclassical e sion o he
basic model lead o a loss o plausibili y and only yield a small gain in in-
sigh . An al e na i e neoclassical app oach which is inally ou lined con-
ibu es o pa ial imp o emen s compensa ed by losses o in o ma ion.
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